Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

voestalpine AG Annual Report 2015

Jun 2, 2016

767_10-k_2016-06-02_867bf8aa-a75e-4b6d-a6b0-3881813a222a.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Jahresfinanzbericht 2015/16

www.voestalpine.com

Entwicklung der Kennzahlen

Mio. EUR 2011/12 2012/13 2013/14 2014/151 2015/16
Umsatzerlöse 12.058,2 11.524,4 11.077,2 11.189,5 11.068,7
EBITDA 1.301,9 1.431,3 1.374,0 1.530,1 1.583,4
EBITDA-Marge 10,8 % 12,4 % 12,4 % 13,7 % 14,3 %
EBIT 704,2 843,1 788,4 886,2 888,8
EBIT-Marge 5,8 % 7,3 % 7,1 % 7,9 % 8,0 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 504,4 654,7 640,8 739,0 751,3
Ergebnis nach Steuern2 413,3 521,9 503,4 595,0 602,1
Ergebnis je Aktie (EUR) 1,98 2,61 2,59 3,18 3,35
Summe Aktiva 12.612,1 13.079,3 12.634,9 13.204,7 14.006,6
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 856,5 1.321,9 934,6 1.119,9 1.282,2
Investitionen in Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und Beteiligungen
574,6 851,5 936,0 1.177,8 1.310,9
Abschreibungen 597,7 588,2 585,6 643,9 694,6
Eigenkapital 4.836,3 5.075,3 5.261,6 5.115,0 5.651,6
Nettofinanzverschuldung 2.585,7 2.259,2 2.421,4 2.978,1 3.079,9
Nettofinanzverschuldung in %
des Eigenkapitals (Gearing)
53,5 % 44,5 % 46,0 % 58,2 % 54,5 %
Return on Capital Employed (ROCE) 8,6 % 10,4 % 9,3 % 10,0 % 9,2 %
Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr 4.255,0 4.128,8 5.501,1 5.878,7 5.143,5
Anzahl der ausstehenden Aktien
zum 31.03.
168.749.435 172.358.534 172.420.566 172.420.566 174.920.566
Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) 25,22 23,96 31,91 34,10 29,41
Dividende je Aktie (EUR) 0,80 0,90 0,95 1,00 1,053
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent)
Ende Geschäftsjahr
46.473 46.351 47.485 47.418 48.367

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst. Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

3 Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.

Kennzahlen im Überblick

voestalpine-Konzern

Mio. EUR 2014/151 2015/16 Veränderung
in %
Umsatz 11.189,5 11.068,7 –1,1
EBITDA 1.530,1 1.583,4 3,5
EBITDA-Marge 13,7 % 14,3 %
EBIT 886,2 888,8 0,3
EBIT-Marge 7,9 % 8,0 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 47.418 48.367 2,0

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst. Details sind Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

voestalpine-Divisionen

Mio. EUR Steel Special Steel Metal Engineering Metal Forming
Umsatz 3.753,7 2.650,9 2.850,4 2.224,9
EBIT 220,0 227,2 314,9 194,5
EBIT-Marge 5,9 % 8,6 % 11,0 % 8,7 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.891 13.470 12.675 10.470

Umsatz

EBITDA

Mio. EUR

EBIT

Mio. EUR

ROCE Return on Capital Employed

Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Online-Version auf unserer Website www.voestalpine.com

Highlights 2015/16

  • Globales wirtschaftliches Umfeld ausgesprochen herausfordernd: Europa zwar insgesamt in moderatem Aufwärtstrend, gleichzeitig aber große regionale Unterschiede, Nordamerika mit nachlassender Dynamik, Brasilien und Russland in tiefer Rezession, China durch massive strukturelle Veränderungen mit geringerem Wachstum, Indien startet wirtschaftlichen Aufholprozess.
  • Konjunkturabkühlung in China führt aufgrund massiver Überkapazitäten bei Commodities (vor allem Stahl) zu Exportschwemme mit der Konsequenz globalen Preisdrucks.
  • Verfall der Rohstoffpreise (u. a. Rohöl und Eisenerz) setzt sich weiter fort.
  • voestalpine schafft durch Konzentration auf technologisch anspruchsvolle Marktsegmente trotz kritischen Umfeldes eine weitgehend stabile Entwicklung.
  • Die mit Beginn des Geschäftsjahres 2015/16 erfolgte erstmalige Vollkonsolidierung von bisher at equity bilanzierten Unternehmen der Metal Engineering Division führt in den Jahresergebnissen 2015/16 zu positiven Einmaleffekten (auch die Vergleichsperiode des Vorjahres war durch einmalige Devestitionserlöse positiv beeinflusst).
  • voestalpine-Konzern bei annähernd stabilen Umsatzerlösen mit Steigerungen in allen Ergebniskategorien, unter Ausschluss von Einmaleffekten leicht rückläufige Entwicklung im Jahresvergleich.
  • Konzernumsatz mit 11.069 Mio. EUR nach 11.190 Mio. EUR im Vorjahr nahezu unverändert (–1,1 %).
  • EBITDA im Jahresvergleich um 3,5 % von 1.530 Mio. EUR auf 1.583 Mio. EUR verbessert, ohne Sondereffekte mit 1.446 Mio. EUR weitgehend auf Vorjahresniveau (1.468 Mio. EUR bzw. –1,5 %).
  • EBIT marginal um 0,3 % von 886 Mio. EUR auf 889 Mio. EUR verbessert (ohne Sondereffekte leichter Rückgang um 3,2 % von 841 Mio. EUR auf 814 Mio. EUR).
  • EBITDA- und EBIT-Marge ohne Sondereffekte praktisch stabil (EBITDA-Marge unverändert bei 13,1 %, EBIT-Marge sinkt minimal von 7,5 % auf 7,4 %).
  • Ergebnis vor Steuern von 739 Mio. EUR um 1,7 % auf 751 Mio. EUR gesteigert (ohne Sondereffekte Rückgang um 2,5 % von 694 Mio. EUR auf 677 Mio. EUR).
  • Ergebnis nach Steuern um 1,2 % von 595 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 602 Mio. EUR gestiegen (ohne Sondereffekte Rückgang um 7,7 % von 553 Mio. EUR auf 510 Mio. EUR).
  • Trotz Rekordinvestitionen von 1,3 Mrd. EUR leicht positiver Free Cash Flow (vor Dividende).
  • Erhöhung des Eigenkapitals um 10,5 % auf 5,7 Mrd. EUR bei gleichzeitig nur 3,4%iger Steigerung der Nettofinanzverschuldung auf 3,1 Mrd. EUR, damit Verringerung der Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) von 58,2 % auf 54,5 % im Jahresvergleich.
  • Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung: 1,05 EUR je Aktie, Erhöhung um 0,05 EUR gegenüber Vorjahr (1,00 EUR je Aktie).
  • Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, zur Herstellung von hochwertigem HBI (Hot Briquetted Iron/"Eisenschwamm") im Endstadium.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

  • Highlights
  • voestalpine weltweite Präsenz
  • voestalpine-Konzern im Überblick
  • Aufsichtsrat
  • Vorstand
  • Brief des Vorstandes
  • Investor Relations
  • Corporate Governance-Bericht
  • Compliance

Lagebericht

  • Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
  • Bericht über die finanziellen Leistungs indikatoren des voestalpine-Konzerns
  • Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf
  • Investitionen
  • Akquisitionen
  • Mitarbeiter
  • Rohstoffe
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt
  • Bericht über die Risiken des Unternehmens
  • Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen
  • Ausblick

Divisionsberichte

  • Steel Division
  • Special Steel Division
  • Metal Engineering Division
  • Metal Forming Division

voestalpine AG Konzernabschluss 2015/16

  • 87 Bericht des Aufsichtsrates
  • 88 Konzernbilanz
  • 90 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 91 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 92 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 94 Anhang zum Konzernabschluss
  • 196 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • 198 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • 199 Beteiligungen

voestalpine AG Jahresabschluss 2015/16

  • 214 Bilanz zum 31. März 2016
  • 216 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016
  • 218 Anlagenspiegel zum 31. März 2016
  • 220 Anhang zum UGB-Abschluss 2015/16
  • 236 Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
  • 238 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Service

  • 239 Glossar
  • 240 Kontakt, Impressum

Aus Gründen der vereinfachten Lesbarkeit wurde von einer geschlechtsneutralen Schreibweise der auf natürliche Personen bezogenen Bezeichnungen Abstand genommen.

Sämtliche in diesem Geschäftsbericht angeführte Mengenangaben in Tonnen beziehen sich auf metrische Tonnen (1.000 kg).

voestalpine – weltweite Präsenz

Präsent in über 50 Ländern als weltweit führender Anbieter in der Fertigung, Verarbeitung und Weiterentwicklung von anspruchsvollen Stahlprodukten, insbesondere für technologieintensive Branchen wie Automotive, Bahn und Luftfahrt sowie Energie. In 500 Konzerngesellschaften und -standorten in über 50 Ländern auf allen 5 Kontinenten. Mit einem Umsatz von 11,1 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2015/16 und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 1,6 Mrd. EUR.

voestalpine-Konzern im Überblick

Der voestalpine-Konzern ist in vier Divisionen gegliedert, die mit ihren Produktportfolios jeweils zu den führenden Anbietern in Europa oder weltweit gehören.

Weltweite Qualitätsführerschaft

Globale Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen.

des Konzernumsatzes

Umsatz (Mio. EUR) 3.753,7
EBIT (Mio. EUR) 220,0
EBIT-Marge 5,9 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.891

Die voestalpine Steel Division ist strategischer Partner für Europas namhafte Automobilhersteller und große Automobilzulieferer. Darüber hinaus ist sie einer der größten Lieferanten an die europäische Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie sowie an den Maschinenbau. Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche, welche in der Öl- und Gasindustrie bei Anwendungen unter extremen Bedingungen – etwa für Tiefsee-Pipelines oder im Dauerfrostbereich – eingesetzt werden. Die Division ist darüber hinaus weltweit führend im Guss von Großturbinengehäusen.

Steel Division Special Steel Division

Weltweite Führerschaft

Weltweite Führerschaft im Werkzeugstahl, führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen.

des Konzernumsatzes

Umsatz (Mio. EUR) 2.650,9
EBIT (Mio. EUR) 227,2
EBIT-Marge 8,6 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 13.470

Die voestalpine Special Steel Division ist global führender Hersteller von metallischen Hochleistungswerkstoffen (High Performance Metals), welche spezifisch entwickelte Materialeigenschaften bezüglich Verschleißfestigkeit, Schleifbarkeit und Zähigkeit aufweisen. Abnehmer dieser Werkstoffe sind die Automobil- und Konsumgüterindustrie im Bereich Werkzeugstahlanwendungen sowie der Kraftwerksbau und die Öl- und Gasindustrie im Bereich von Spezialkomponenten. Die Division ist auch führender Lieferant von Schmiedeteilen für die Luftfahrt und die Energieerzeugungsindustrie.

Metal Engineering Division Metal Forming Division

Weltweite Führerschaft

Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen.

des Konzernumsatzes

Umsatz (Mio. EUR) 2.850,4
EBIT (Mio. EUR) 314,9
EBIT-Marge 11,0 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 12.675

Die voestalpine Metal Engineering Division hat sich mit ihren ultralangen kopfgehärteten HSH©-Schienen mit Längen bis zu 120 m am weltweiten Eisenbahnmarkt eine führende Position erarbeitet. Die Division ist darüber hinaus weltweit größter Anbieter von höchstentwickelten Weichensystemen sowie Streckenmonitoring-Equipment für alle Bahneinsatzbereiche. Darüber hinaus nimmt sie führende Positionen bei veredeltem Draht, anspruchsvollen Nahtlosrohren für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen ein.

Weltweite Führerschaft

Weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallverarbeitungslösungen in den Bereichen Sonder- und Spezialprofilen, Präzisionsbandstahl sowie von Spezialkomponenten für die Kraftfahrzeug- und Luftfahrtindustrie.

% 19 %

des Konzernumsatzes

Umsatz (Mio. EUR) 2.224,9
EBIT (Mio. EUR) 194,5
EBIT-Marge 8,7 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.470

Die voestalpine Metal Forming Division ist ein führender globaler Anbieter von kundenspezifischen Spezial- und Präzisionsprofilen sowie von Profilsystemlösungen in den Bereichen Bau, Kabinenbau für Nutzfahrzeuge und Luftfahrt. Die Division beliefert die Automobilindustrie sowohl mit anspruchvollsten Karosseriepressteilen als auch hochinnovativen Strukturteilen und Sicherheitskomponenten. Darüber hinaus produziert die Division kaltgewalztes Spezial-Präzisionsdünnband und Gesamtlösungen im Bereich Hochregallagertechnologie.

Der Aufsichtsrat der voestalpine AG

Dr. Joachim Lemppenau

Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg

Dr. Heinrich Schaller

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012) Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz

KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz

Dr. Hans-Peter Hagen

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien (bis 31.12.2015)

Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU)

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien

Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D.

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 02.07.2014 Präsidentin a. D. des European Research Council

Mag. Dr. Josef Peischer

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz

Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte Vom Betriebsrat entsandt:

Josef Gritz

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH, Donawitz

Brigitta Rabler

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz

Hans-Karl Schaller

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz

Gerhard Scheidreiter

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Der Vorstand der voestalpine AG

v.l.n.r.: Robert Ottel, Franz Rotter, Wolfgang Eder, Herbert Eibensteiner, Peter Schwab, Franz Kainersdorfer

Dr. Wolfgang Eder

geboren 1952, Mitglied des Vorstandes seit 1995, Vorsitzender des Vorstandes seit 2004 Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision

Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner

geboren 1963, Mitglied des Vorstandes seit 2012, Leitung der Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie

Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer

geboren 1967, Mitglied des Vorstandes seit 2011, Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Energieversorgung des Konzerns

Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA

geboren 1967, Mitglied des Vorstandes seit 2004, Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement

Dipl.-Ing. Franz Rotter

geboren 1957, Mitglied des Vorstandes seit 2011, Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktionen: Beschaffungsstrategie; Health & Safety

Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, MBA

geboren 1964, Mitglied des Vorstandes seit 2014, Leitung der Metal Forming Division

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2015/16 war für den voestalpine-Konzern nicht ein Jahr wie viele andere, sondern in seinen wesentlichen Entwicklungen zukunftsweisender – oder besser zukunftsentscheidender – als die Jahre davor. Dies nicht, weil sich unser Unternehmen in einem konjunkturell unverändert schwierigen Umfeld ein weiteres Mal besser geschlagen hat als viele Konkurrenten oder weil sich Bilanz- und Finanzierungsstruktur trotz investiver Rekordaufwendungen weiter verbessert haben. 2015/16 war für die voestalpine vielmehr deswegen ein besonderes Jahr, weil mehr als je zuvor deutlich wurde, wo die Zukunft unseres Konzerns liegt. Verprobt an den herausfordernden Rahmenbedingungen der vergangenen zwölf Monate erwies sich die seit 15 Jahren konsequent verfolgte Hightech/Highquality-Strategie einmal mehr als zielführendstes Instrument, um dem, was sich immer deutlicher als im Zuge der Finanzund Wirtschaftskrise entstandene "neue weltwirtschaftliche Normalität" herausstellt, wirkungsvoll zu begegnen. Mit der 2015 erfolgten, umfassenden Aktualisierung der 2012 verabschiedeten "Strategie 2020" wurde dieser Erkenntnis konsequent Rechnung getragen, indem ihr einmal mehr ein unmissverständliches Bekenntnis zu nachhaltigem, wertsteigerndem Wachstum zugrunde liegt – mit Wertsteigerung als oberster Priorität.

Strategische Basis des Konzerns ist eine Kombination von führendem Werkstoffwissen im metallurgischen Bereich mit technologischem Spitzen-Know-how in der Verarbeitung solcher Werkstoffe zu hochqualitativen Produkten des Industriegüterbereiches. Gerade dort wird die Zukunft ausgehend von den Entscheidungen des abgelaufenen Geschäftsjahres eine noch viel stärkere Präsenz unseres Konzerns bringen – sei es als Partner der Automobilindustrie, der Flugzeugbau- und Eisenbahnunternehmen, des Maschinenbaus oder der Energiewirtschaft. 2015/16 wurden konsequenter denn je zuvor die Voraussetzungen dafür geschaffen. Mit weltweiten Rekordinvestitionen in modernste Technologie in einem Gesamtausmaß von über 1,3 Milliarden Euro, mit den bisher höchsten Aufwendungen für Forschung und Innovation, aber auch für Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, mit dem Bau einer Direktreduktionsanlage, die neue Optionen zur strategischen und kostenmäßigen Optimierung einer Hightech-Stahlerzeugung der Zukunft bringen wird, und mit der Errichtung einer Vielzahl neuer Werke für anspruchsvolle Produkte und Services zum Einsatz in unterschiedlichsten industriellen Anwendungsbereichen ist der weitere Weg klar vorgezeichnet.

Eine derartige Offensivstrategie braucht Stabilität und Offenheit in den Kundenbeziehungen, Wissen und Engagement der Mitarbeiter und nicht zuletzt das Vertrauen der Aktionäre. Daran permanent zu arbeiten ist ureigenste Aufgabe nicht nur des Führungsteams eines Unternehmens, sondern aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – an allen gemeinsam liegt es letztlich, unsere Stakeholder davon zu überzeugen, dass es uns ernst ist mit diesen Ansprüchen.

Was jedoch außerhalb der Einflusssphäre eines Unternehmens liegt, ist die Gestaltung der Rahmenbedingungen des Handelns, die Gestaltung des regulatorischen Umfeldes im weitesten Sinne, die Frage der Standortbedingungen – auf nationaler gleichermaßen wie auf europäischer Ebene. Hier ist die Wirtschaft, die Industrie, hier sind alle, die in diesen Bereichen Verantwortung tragen, auf das Verständnis und die Kooperationsbereitschaft der Politik genauso wie aller wesentlichen gesellschaftlichen Gruppierungen angewiesen. Und hier besteht – wie an dieser Stelle in den letzten Jahren immer wieder eingefordert – Handlungsbedarf. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, wenn sich Europa seine Industrie, letztlich das Rückgrat von Beschäftigung und Wohlstand, auch in der Zukunft erhalten will. An uns soll dies jedenfalls nicht scheitern.

Linz, 31. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab

Investor Relations

voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

Eine im Vorjahresvergleich deutlich volatilere Entwicklung nahm der Verlauf der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2015/16, ein Indiz dafür, dass die makroökonomischen Unsicherheiten an Intensität wieder zugelegt haben. Der Geschäftsjahresbeginn war geprägt von einer zuversichtlichen Grundstimmung, die sich auf positive Wirtschaftsindikatoren stützte. Mit dem zusätzlichen Rückenwind solider Jahreszahlen, die Anfang Juni 2015 präsentiert wurden, lag das Kursplus nach zweieinhalb Monaten bei über 20 %. In der Folge ist innerhalb von genau acht Monaten – zwischen dem 10. Juni 2015, an dem mit 41,58 EUR der Jahreshöchstkurs erreicht wurde, und dem 10. Februar 2016, der mit 22,52 EUR den Börsentiefstkurs des abgelaufenen Geschäftsjahres markierte – der Kurs der voestalpine-Aktie um über 45 % eingebrochen. Der Kursrutsch war zunächst auf externe Faktoren wie die im Jahresverlauf 2015 zunehmend aufkeimenden Zweifel an der Robustheit der chinesischen Volkswirtschaft sowie die internationalen Auswirkungen der immer tiefer in die Rezession schlitternden Länder Brasilien und Russland zurückzuführen. Zusätzlich belastete verstärkt auch die sich verschärfende politische Entwicklung in den Krisenherden des Nahen und Mittleren Ostens sowie Afrikas die Stimmung an den internationalen Kapitalmärkten. Die zunehmend unsicherer werdenden Marktgegebenheiten wirkten sich – ganz traditionellen Verhaltensmustern folgend – vor allem auf die Entwicklung von konjunktursensiblen Werten aus. Die endgültige Trendwende ins Negative folgte auf den Kapitalmärkten im Verlauf des Herbstes 2015, bedingt durch den rasanten Verfall der Ölund Gaspreise einerseits sowie massiv zunehmender Handelskonflikte zwischen China und dem Rest der Welt andererseits – nicht zuletzt ausgelöst durch eine globale Schwemme künstlich verbilligter chinesischer Massenstahlprodukte.

Erst ab etwa Mitte Februar 2016 kam es wieder zu einer gewissen Beruhigung an den internationalen Börsen. Insgesamt reduzierte sich der Wert der voestalpine-Aktie im Verlauf des Geschäftsjahres 2015/16 um 14,4 %, sie notierte am 31. März 2016 bei 29,41 EUR nach 34,34 EUR zu Beginn des Geschäftsjahres. Damit tendierte die voestalpine-Aktie leicht besser als der STOXX Index Europe, aber etwas unter dem österreichischen Leitindex ATX. Der US-Vergleichsindex Dow Jones Industrial wies zum 31. März 2016 praktisch den gleichen Wert auf wie zwölf Monate zuvor.

Anleihen

Art der Anleihe ISIN-Nummer Volumen Zinssatz Kurs
(31.03.2016)
Unternehmensanleihe 2011–2018 AT0000A0MS58 500 Mio. EUR 4,75 % 106,5
Unternehmensanleihe 2012–2018 XS0838764685 500 Mio. EUR 4,0 % 107,0
Hybridanleihe 2013 AT0000A0ZHF1 500 Mio. EUR 7,125 %1 110,0
Unternehmensanleihe 2014–2021 AT0000A19S18 400 Mio. EUR 2,25 % 105,0

1 Zinssatz: 7,125 % p. a. vom Emissionsdatum bis zum 31.10.2014; 6 % p. a. vom 31.10.2014 bis zum 31.10.2019; 5-Jahres-Swapsatz (vom 29.10.2019) +4,93 % p. a. vom 31.10.2019 bis zum 31.10.2024;

danach 3-Monats-EURIBOR +4,93 % p. a. + Step-up von 1 % p. a. ab 31.10.2024.

Eigentümerstruktur

Die Eigentümerstruktur nach Regionen zeigt zum Ende des Geschäftsjahres 2015/16 folgendes (indikative) Bild:

Eigentümerstruktur

Größte Einzelaktionäre

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG < 15 %
voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 14,5 %
Oberbank AG 7,6 %
Norges Bank > 4 %

Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:

  • Alpha Value, Paris Baader Bank AG, München Bank of America/Merrill Lynch, London
  • Barclays, London Berenberg, London Citigroup, London Commerzbank, Frankfurt
  • Credit Suisse, London Deutsche Bank, London Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris
  • Goldman Sachs, London Jefferies, London J.P. Morgan, London Kepler Cheuvreux,
  • Frankfurt Macquarie, London Morgan Stanley, London Raiffeisen Centrobank, Wien
  • Redburn, London Royal Bank of Canada Europe Ltd., London Société Générale, Paris
  • Steubing, Frankfurt UBS, London.

Informationen zur Aktie

Aktiennominale 317.851.287,79 EUR,
zerlegt in 174.949.163 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. März 2016 28.597 Stück
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV

Kurse (jeweils zum Tagesende)

Börsenhöchstkurs April 2015 bis März 2016 41,58 EUR
Börsentiefstkurs April 2015 bis März 2016 22,52 EUR
Kurs zum 31. März 2016 29,41 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. März 2016* 5.143.539.243,23 EUR
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.

Geschäftsjahr 2015/16

Gewinn/Aktie 3,35 EUR
Dividende/Aktie 1,05 EUR*
Buchwert/Aktie 31,28 EUR
* Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.

Terminvorschau 2016/17 Nachweisstichtag zur Teilnahme an der Hauptversammlung 26. Juni 2016 Hauptversammlung 6. Juli 2016 Ex-Dividenden-Tag 14. Juli 2016 Nachweisstichtag für Dividendenzahlung 15. Juli 2016 Dividenden-Zahltag 18. Juli 2016 Veröffentlichung 1. Quartal 2016/17 9. August 2016 Veröffentlichung 2. Quartal 2016/17 9. November 2016 Veröffentlichung 3. Quartal 2016/17 9. Februar 2017 Geschäftsbericht 2016/17 1. Juni 2017 Hauptversammlung 5. Juli 2017

Corporate Governance-Bericht

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex

Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.

Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2015.

Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.

Er erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen und haben auch die zwischenzeitlich erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.

Neben den verbindlich einzuhaltenden "L--Regeln" werden auch sämtliche "C-Regeln" und "R-Regeln" des Kodex eingehalten.1

Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2018/19 beschließt. Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei mehr als einer Sitzung des Aufsichtsrates gefehlt.

1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommendations), das sind Empfehlungen.

Zusammensetzung des Vorstandes

Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952
Mitglied des Vorstandes (seit 1995);
Vorsitzender des Vorstandes seit 2004;
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019;
Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG, Linz
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Konzernentwicklung einschließlich
Rohstoffstrategie; F&E- und Inno
vationstrategie; Corporate Human
Resources; Konzernkommunikation
und Marktauftritt; Compliance; Recht;
M&A Strategisches Umweltmanage
ment; Investor Relations; Revision
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner
geboren 1963
Mitglied des Vorstandes (seit 2012);
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019
Leitung der Steel Division
Zugeordnete Konzernfunktion:
Informationstechnologie
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
geboren 1967
Mitglied des Vorstandes (seit 2011);
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019;
Mitglied des Aufsichtsrates der VA Erzberg GmbH
Leitung der Metal Engineering
Division
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Langfristige Energieversorgung
des Konzerns
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
geboren 1967
Mitglied des Vorstandes (seit 2004);
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019;
Vorsitzender des Aufsichtsrates der APK-Pensions
kasse AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates
der Josef Manner & Comp. AG, Wien; Mitglied des
Aufsichtsrates der CEESEG AG; Mitglied des
Aufsichtsrates der Wiener Börse AG
Leitung des Ressorts Finanzen
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Bilanzen; Controlling einschließlich
Beteiligungscontrolling; Konzern
Treasury; Steuern; Managementinfor
mationssysteme; Risikomanagement
Dipl.-Ing. Franz Rotter
geboren 1957
Mitglied des Vorstandes (seit 2011);
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019
Leitung der Special Steel Division
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Beschaffungsstrategie;
Health & Safety
Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, MBA
geboren 1964
Mitglied des Vorstandes (seit Oktober 2014);
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019
Leitung der Metal Forming Division

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Dr. Joachim Lemppenau
geboren 1942
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004)
Erstbestellung: 07.07.1999
Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
Dr. Heinrich Schaller
geboren 1959
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012)
Erstbestellung: 04.07.2012
Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
2. Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank
International AG, Wien
Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG,
Braunau-Ranshofen
KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft, Innsbruck
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, Klagenfurt
Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen
Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing
Dr. Hans-Peter Hagen
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 04.07.2007
Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
(bis 31.12.2015)
Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU)
geboren 1957
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien
Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D.
geboren 1937
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 02.07.2014
Präsidentin a. D. des European Research Council
Mag. Dr. Josef Peischer
geboren 1946
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
geboren 1961
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG, Wien
Mitglied des Board of Directors der Molibdenos y Metales S.A., Santiago, Chile

Vom Betriebsrat entsandt:

Josef Gritz Mitglied des Aufsichtsrates
geboren 1959 Erstentsendung: 01.01.2000
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl
Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz
Brigitta Rabler Mitglied des Aufsichtsrates
geboren 1959 Erstentsendung: 01.05.2013
Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Hans-Karl Schaller Mitglied des Aufsichtsrates
geboren 1960 Erstentsendung: 01.09.2005
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz
Gerhard Scheidreiter Mitglied des Aufsichtsrates
geboren 1964 Erstentsendung: 01.01.2012
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Angaben zur Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Corporate Governance-Kodex, Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Website www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme der Herren Dr. Heinrich Schaller, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Mag. Dr. Josef Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln. Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:

Präsidialausschuss

Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.

Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Er ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.

Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Hans-Karl Schaller

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers und die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance-Berichtes zuständig. Er hat auch die Konzernrechnungslegung zu überwachen, den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems zu überwachen.

Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
  • KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA (Finanzexperte)
  • Dr. Hans-Peter Hagen
  • Hans-Karl Schaller
  • Josef Gritz

Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsratsund Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015/16 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses und einer Sitzung des Präsidialausschusses wahrgenommen. In den Sitzungen des Aufsichtsrates wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere die Themen Strategie 2020, Regionalstrategie China, Health & Safety, Rohstoffversorgung, Innovationen und Informationstechnologie behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzernund Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Präsidialausschuss befasste sich in seiner Funktion als Vergütungsausschuss mit Fragen im Zusammenhang mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder.

In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte anhand einer Frageliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.

Frauenförderung in Vorstand, Aufsichtsrat und leitenden Stellen

Der Anteil weiblicher Führungskräfte lag im Geschäftsjahr 2015/16 bei rund 12,0 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (11,0 %) leicht erhöht. Seit dem Geschäftsjahr 2013/14 ist eine Frau in eine Divisionsvorstandsposition berufen, im aus insgesamt zwölf Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat der voestalpine AG sind seit der letzten Wahl im Juli 2014 zwei Frauen vertreten. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Aus diesem Grund ist die voestalpine bemüht, dass Frauen auf jeder Ausbildungsstufe des Leadership Development-Programms ("value: program") vertreten sind. Im Geschäftsjahr 2015/16 waren von insgesamt 228 Teilnehmern 15,4 % Frauen. Der Frauenanteil ist damit gegenüber dem Vorjahr (18 %) gesunken, liegt aber weiterhin über dem Konzernschnitt.

Insgesamt lag der Frauenanteil in der voestalpine--Gruppe im Geschäftsjahr 2015/16 bei 13,1 % (Vorjahr 13,3 %). Diese im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor niedrige Quote hat branchenspezifische, historische und kulturelle Hintergründe. Im öffentlichen Bewusstsein dominiert in Bezug auf einen Stahl-, Technologie- und Industriegüterkonzern nach wie vor das Bild der Schwerindustrie und entsprechend schwierig stellt sich auch die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar.

Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft, aber es besteht das generelle Bestreben, den Anteil von Frauen im Konzern auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am Girls' Day, Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und/oder die verstärkte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Außerdem wird der Auf- und Ausbau von betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. von Kooperationen mit externen Einrichtungen forciert. Mittlerweile sind aufgrund dieser Bemühungen auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen (z. B. Feuerverzinkungsanlagen, Drahtverarbeitungsanlagen) Frauen in obersten Führungspositionen tätig, leitende Funktionen nehmen Frauen vor allem auch im Finanz-, Rechts- und Personalbereich in einer Reihe von Konzernunternehmen ein. So wird z. B. der Bereich "Recht und Compliance" in drei der vier Divisionen von Frauen geleitet.

Im Rahmen des jährlichen Personalreportings wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit aller Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikationen und in Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.

Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance-Kodex

Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2015/16 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt. Die Prüfung der Einhaltung der die Abschlussprüfung betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG. Als Ergebnis der Evaluierung haben die Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung Jänner 2015 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Website www.voestalpine.com einsehbar.

Linz, 18. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Compliance

Seit dem Börsengang im Jahr 1995 hat der voestalpine-Konzern seine Compliance-Aktivitäten zum Schutz des Unternehmens vor finanziellen Schäden und Reputationsverlusten kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn stand im Zuge des Börsengangs der Aufbau der Kapitalmarkt-Compliance im Fokus, die in der Folge durch zusätzliche Compliance-Themen ergänzt wurde.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde ein neues, umfassendes Compliance Management System eingeführt und Compliance auf eine sehr breite konzernweite Basis gestellt. Neben einem Group Compliance Officer wurden auch Compliance Officer in allen Divisionen und einigen Business Units des Konzerns bestellt. Der Group Compliance Officer ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und ist weisungsfrei.

Verhaltenskodex der voestalpine AG

Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) der voestalpine ist die Basis für moralisch, ethisch und rechtlich einwandfreie Verhaltensweisen des Managements und aller Mitarbeiter des Konzerns. Der Verhaltenskodex richtet sich aber nicht nur an das Management und die Mitarbeiter, sondern auch an die Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner.

Im Falle eines Verstoßes gegen gesetzliche Vorschriften, interne Richtlinien oder gegen Bestimmungen des Verhaltenskodex der voestalpine muss jeder Mitarbeiter mit disziplinären Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus können Zuwiderhandlungen auch straf- und zivilrechtliche

Konsequenzen haben, wie z. B. Regress- und Schadenersatzforderungen.

Compliance-Richtlinien

Die Bestimmungen des Verhaltenskodex werden in Konzernrichtlinien ergänzt und konkretisiert:

Kartellrecht

Diese Richtlinie beschreibt das Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen, regelt den Umgang mit und in Verbänden, Standesvertretungen sowie sonstigen Branchenorganisationen und legt konkrete Verhaltensregeln für Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns fest.

Business Conduct

Diese Richtlinie regelt etwa das Verhalten in Bezug auf Geschenke, Einladungen und andere Vorteile, Spenden, Sponsoring, Nebentätigkeiten und den privaten Bezug von Waren und Dienstleistungen durch Mitarbeiter von Kunden und Lieferanten.

Richtlinie betreffend den Umgang mit Geschäftsvermittlern und Beratern

Diese Richtlinie legt die Vorgehensweise fest, welche vor der Beauftragung von Handelsvertretern, sonstigen vertriebsbezogenen Beratern, Konsulenten oder Lobbyisten einzuhalten ist. Auf Basis einer objektivierten Prüfung des Umfeldes und des Tätigkeitsrahmens des Geschäftspartners vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen soll sichergestellt werden, dass auch die Geschäftspartner die Gesetze und den Verhaltenskodex der voestalpine einhalten.

Der Verhaltenskodex und die Compliance-Richtlinien gelten konzernweit und stehen insgesamt in 15 Sprachen zur Verfügung.

Whistleblowing-System

Im Jänner 2012 wurde ein webbasiertes Hinweisgebersystem eingeführt. Meldungen über Compliance-Verstöße sollen in erster Linie offen, d. h. unter Nennung des Namens des Hinweisgebers, erfolgen. Dieses webbasierte System bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, Fälle von Fehlverhalten auch auf anonymer Basis zu melden und mit Hinweisgebern unter Wahrung ihrer vollkommenen Anonymität zu kommunizieren. Mit diesem System sollen interne Informationen zur frühzeitigen und effektiven Aufdeckung von Compliance-Risiken im Konzern systematisch genutzt werden.

Prävention

Im Vordergrund eines Compliance Management System stehen präventive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden in den letzten Jahren umfangreiche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen in allen Divisionen des Konzerns durchgeführt. Um eine möglichst breitflächige Schulungswirkung zu erzielen, wurden neben Präsenzschulungen insbesondere E-Learning-Systeme forciert. So wurden im Rahmen von webbasierten E-Learning-Kursen bislang mehr als 7.500 Mitarbeiter des Konzerns Kartellrechtsschulungen und rund 20.000 Mitarbeiter einer Schulung zum Verhaltenskodex jeweils samt Abschlusstest unterzogen. Präsenzschulungen werden einerseits zielgruppenorientiert und andererseits allgemein im Rahmen von Führungskräfteausbildungen sowie in spezifischen Ausbildungsprogrammen für Mitarbeiter im Verkauf und Einkauf durchgeführt. Neben diesen Maßnahmen wird das Thema Compliance den Mitarbeitern durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen, insbesondere durch Mitarbeitermagazine, Plakatkampagnen oder im Rahmen von Konzern- und Divisionsveranstaltungen, immer wieder nahegebracht.

Informationen zum Thema Compliance im voestalpine-Konzern sind auch auf der Website der voestalpine AG sowie für Mitarbeiter im Intranet des Konzerns abrufbar.

Bericht des Vorstandes

Lagebericht 2015/16

Dieser Konzernlagebericht bezieht sich auf den IFRS-Konzernabschluss im Sinne des § 245a (1) UGB. Von der Bestimmung des § 267 (4) UGB wird Gebrauch gemacht. Der Lagebericht der voestalpine AG sowie der Konzernlagebericht werden zusammengefasst.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Das Geschäftsjahr 2015/16 war sowohl wirtschaftlich als auch geopolitisch von sehr spezifischen Herausforderungen geprägt. Stand zu Beginn des Geschäftsjahres vor allem die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der chinesischen Wirtschaft mit entsprechenden globalen Auswirkungen sowohl auf die Rohstoff- als auch die Endverbrauchermärkte im Brennpunkt, so geriet in der Folge die politische und militärische Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten mit der Konsequenz einer in dieser kurzfristigen Intensität noch nie dagewesenen Migrationsbewegung in Richtung Europa in den Fokus des Geschehens. Im Jahresverlauf zunehmende wirtschaftliche Herausforderungen ergaben sich auf globaler Basis aus dem rasanten Ölpreisverfall, der in der jüngeren Geschichte ebenso ein Novum darstellte wie erstmalige Negativzinsen auf Bankeinlagen in Europa. Als gegen Ende des Geschäftsjahres in Nordamerika auch noch die Frühindikatoren für die produzierende Industrie einen Abwärtstrend signalisierten, gerieten schließlich auch die internationalen Kapitalmärkte zunehmend unter Druck.

Als Folge dieser Entwicklungen verschoben sich auch die Paritäten der weltweit wichtigsten Währungen teils deutlich – mit entsprechenden Folgen für die globalen Handelsströme, die überdies durch einen zunehmenden Aufbau von Handelshemmnissen (vorwiegend in Form von Antidumpingmaßnahmen) als Reaktion auf künstliche (staatliche) Eingriffe in die Preisgestaltungsmechanismen in einer Reihe von Ländern beeinflusst wurden. Nach Jahrzehnten der Globalisierung und sich zunehmend öffnender Märkte könnte sich damit – zumindest in einzelnen Wirtschaftsbereichen – eine gewisse Trendumkehr hin zu Abschottung und damit einer Rückkehr zu wieder stärkerer Regionalisierung abzeichnen.

Dass die ehemaligen Hoffnungsmärkte Brasilien und Russland im Verlauf des Geschäftsjahres 2015/16 noch tiefer in die Rezession abglitten, stellt angesichts all dieser Entwicklungen schon nur mehr eine Randnotiz dar.

In diesem sehr fordernden Umfeld schaffte es der voestalpine-Konzern durch seine Strategie der Konzentration auf technologisch anspruchsvollste Marktsegmente eine insgesamt gesehen sehr stabile Entwicklung zu nehmen.

Europa

In Europa setzte sich 2015/16 der moderate Erholungstrend des Vorjahres fort. Trotz neuerlicher Diskussionen über die Entwicklung Griechenlands zu Beginn des Geschäftsjahres, welche jedoch in der Folge in der öffentlichen Wahrnehmung von den nach Europa strömenden Menschenmassen auf der Flucht aus den Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens abgelöst wurden, blieb das Konsumverhalten weitgehend stabil und damit der Träger einer zumindest in Ansätzen positiven wirtschaftlichen Entwicklung. Davon profitierte der voestalpine-Konzern in den Bereichen Konsumgüter und Hausgeräteindustrie, vor allem aber durch die starke Entwicklung der europäischen Automobilindustrie. Die ebenfalls zum strategischen Fokussegment Mobilität gehörenden Konzernbereiche Luftfahrt und Eisenbahninfrastruktur zeigten ebenfalls eine überaus positive Nachfrageentwicklung über das gesamte Geschäftsjahr. Alles in allem stand in Europa einem in vielen Bereichen solide performenden Dienstleistungssektor eine nach wie vor unterdurchschnittliche Investitionstätigkeit gegenüber. Neben der in vielen Ländern nach wie vor bestehenden Zurückhaltung der öffentlichen Hand in der Vergabe neuer Projekte war es vor allem die Schwäche eines großen Teiles der Emerging Markets, welche trotz Abwertung der Gemeinschaftswährung Euro die Exporte auf verhaltenem Niveau verharren ließ. Die neuerliche Herabsetzung der Leitzinsen sowie eine weitere Forcierung des Anleihekaufprogramms der Europäischen Zentralbank gegen Ende des Geschäftsjahres führten zwar am Kapitalmarkt kurzfristig zu positiven Reaktionen, hatten aber für die Realwirtschaft keine nennenswerten Auswirkungen.

Dementsprechend zeigte sich der Bausektor überwiegend unverändert schwach und auch der Maschinen- und Anlagenbau tendierte über das Gesamtjahr gesehen eher verhalten.

Von der für die europäische Stahlindustrie in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres durchaus zufriedenstellenden Nachfragesituation unabhängig setzte ab Herbst 2015 ein massiver Preisverfall am Stahl-Spotmarkt ein, der von sprunghaft gestiegenen Importen zu teilweise ökonomisch nicht nachvollziehbaren Preisen – vor allem, aber nicht nur aus China – ausgelöst wurde. Durch die Fokussierung auf das technologisch und qualitativ anspruchsvollste Produktspektrum der Stahlindustrie war die voestalpine Steel Division von dieser Entwicklung zwar nicht direkt betroffen, konnte sich dem insgesamt massiv ins Negative drehenden Preissentiment aber auch nicht vollständig entziehen. Nichtsdestotrotz schaffte sie letztlich im Periodenvergleich sogar eine Verbesserung ihres Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

USA / Nordamerika

Nach einem mehrere Jahre andauernden Aufwärtstrend zeigten sich im Laufe des Geschäftsjahres in den USA erste Anzeichen einer sich abschwächenden Wirtschaftsdynamik. Ausgelöst wurden diese vor allem vom massiven Verfall des Ölpreises, der zunehmend negative Kollateraleffekte in der Zulieferindustrie und dem Servicebereich nach sich zog. Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern hatte dies – wenngleich mit einiger Verzögerung – insbesondere in der Metal Engineering Division (Nahtlosrohre/OCTG) sowie der Special Steel Division (Sonderwerkstoffe für die Öl- und Gasexploration).

Die Dynamik des privaten Konsums sowie des Dienstleistungssektors konnte diese Schwäche aber weitgehend ausgleichen und so zeigte die ökonomische Entwicklung der USA über den größten Teil des abgelaufenen Geschäftsjahres letztlich einen durchaus dynamischen Verlauf. Davon profitierte die Special Steel Division im Bereich Werkzeugstähle für die Konsumgüterindustrie ebenso wie die Metal Forming Division im Automobilbereich, der sich auch in Nordamerika im abgelaufenen Geschäftsjahr ungebrochen positiv entwickelte. Ebenfalls auf stabilem Niveau verlief die Nachfrage am Eisenbahnsektor, der vor allem von verstärkten Investitionen im Nahverkehrsbereich profitieren konnte. Die anhaltend hervorragende Dynamik am Luftfahrtsektor kam vor allem der Special

Steel und der Metal Forming Division zugute. Gegen Ende des Geschäftsjahres führten enttäuschende Frühindikatoren im Bereich der produzierenden Industrie endgültig zu einer breiteren Verunsicherung in Bezug auf die weitere Wirtschaftsentwicklung der USA, was postwendend zu einer entsprechend negativen Reaktion der Aktienmärkte führte. Abermals zeigten sich sowohl der private Konsum als auch der Dienstleistungssektor davon wenig beeindruckt und hielten damit die Gesamtwirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Nicht zuletzt aufgrund solider Arbeitsmarktdaten verließ die Fed (Federal Reserve, Notenbank der USA) den Niedrigzinskurs und erhöhte erstmals seit 2006 den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 0,25 bis 0,50 %. Dieser viel diskutierte und oft verschobene Schritt wird vielfach als Signal verstanden, dass die US-Wirtschaft "endgültig die Intensivstation verlassen hat" und sich wieder auf dem Weg in Richtung Normalität befindet.

Außerhalb der den NAFTA-Raum dominierenden USA verlief die Wirtschaftsentwicklung in Nordamerika weitgehend unspektakulär. Dabei war Mexiko im vergangenen Geschäftsjahr weiterhin von einer unveränderten Aufwärtsdynamik seiner Wirtschaft geprägt, wogegen sich die Konjunktur in Kanada auch im letzten Jahr weiter nur verhalten entwickelte.

Brasilien / Südamerika

Entgegen ursprünglichen Erwartungen, die vielfach auf dem Prinzip Hoffnung beruhten, gelang Brasilien als wichtigstem südamerikanischen Wirtschaftsraum auch im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Stabilisierung seiner ökonomischen Entwicklung, das Land ist im Gegenteil noch tiefer in die Rezession geschlittert. Zu den bereits seit einiger Zeit vorherrschenden ökonomischen Problemen mit massiver Inflation und dementsprechender Kostenentwicklung bei gleichzeitig hohem Zinsniveau und rückläufigem Wirtschaftswachstum kamen noch landesweite Korruptionsskandale und handfeste politische Krisen, die erst jüngst in der Suspendierung von Präsidentin Dilma Rousseff ihren vorläufigen Höhepunkt fanden.

Die generelle Abkühlung der Weltwirtschaft, getrieben von rückläufigen Wachstumsentwicklungen in den meisten Emerging Markets – und hier insbesondere Chinas – mit entsprechend sinkender Nachfrage nach Rohstoffen, setzte dem Land, das einen überproportionalen Teil seiner Wirtschaftsleistung aus dem Export solcher Güter bezieht, besonders zu. Selbst die deutliche Abwertung der brasilianischen Landeswährung Real wirkte hier nur sehr begrenzt unterstützend.

Wenngleich davon im voestalpine-Konzern die Exportfähigkeit der Special Steel Division, die in Brasilien ein Spezialstahlwerk zur Produktion von hochwertigen Werkzeugstählen und Sonderwerkstoffen betreibt, profitiert hat, konnte auch dieses Werk – genauso wie die übrigen voestalpine-Standorte vor Ort – nur unter Umsetzung rigider Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen seine Ergebnisse stabil (positiv) halten.

Noch ungleich schwieriger als jene Brasiliens stellt sich die politische und wirtschaftliche Lage

Venezuelas dar, wogegen Argentinien in jüngster Zeit eine Reihe von Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung gesetzt hat. Insgesamt stellt Südamerika für den voestalpine-Konzern abgesehen von Brasilien – zumindest für die absehbare Zukunft – jedoch keinen Kernmarkt dar.

China / Asien

Nach einer Dekade extrem starken Wachstums, das größtenteils durch Infrastrukturaufbau und staatliche Bautätigkeit von der chinesischen Regierung zentral gesteuert war, setzte im Zuge der Umgestaltung der Wirtschaft des Landes hin zu einer marktwirtschaftlich orientierten und zunehmend von Konsum geprägten Struktur eine deutliche Abschwächung dieses Wachstumstrends ein. Die damit einhergehende breite Verunsicherung zeigte sich nicht zuletzt in erhöhter Volatilität auf dem internationalen, aber insbesondere auch dem chinesischen Kapitalmarkt. Die Regierung reagierte darauf mit äußerst unorthodoxen Maßnahmen (Stichwort "Circuit Breaker"), die zwar eine kurzfristige Entspannung, in der Folge jedoch eine noch weiter erhöhte Verunsicherung zur Folge hatten.

Neben rückläufigen Tendenzen in der Bauwirtschaft war es in der 2. Jahreshälfte 2015 vor allem die Entwicklung der Automobilzulassungsstatistiken, die zu Befürchtungen über eine Abschwächung auf breiterer Front führten. Während aber die Automobilverkäufe mittels steuerlicher Erleichterungen kurzfristig wieder angekurbelt werden konnten, verdichteten sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres die Hinweise auf eine nachhaltige Abschwächung der generellen Konjunkturentwicklung. Darauf reagierte die chinesische Zentralbank mit expansiver Geldpolitik sowie einer Abwertung der Währung, was zwar die Wirtschaftsentwicklung in China vorerst stabilisierte, jedoch international die Verunsicherung über den Zustand der chinesischen Wirtschaft weiter verstärkte.

Die Aktivitäten der voestalpine in China waren von diesen Entwicklungen kaum betroffen, da der Konzern mit Ausnahme des – unverändert forcierten – Bereiches Eisenbahninfrastruktur nicht in der chinesischen Bauwirtschaft engagiert ist. Die für den Konzern wichtigen Segmente

Umsatz des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR

(Premium-Automobilindustrie) und Konsumgütererzeugung blieben von den Abschwächungstendenzen weitgehend unberührt.

Sehr erhebliche Auswirkungen der Entwicklung in China wurden im Verlauf der 2. Hälfte des Kalenderjahres in Europa spürbar. Die Abschwächung der Infrastruktur- und Bautätigkeit in China führte dort zu deutlichen Nachfragerückgängen bei Commodity-Stahlgüten, worauf die unverändert expandierenden chinesischen Stahlhersteller angesichts ihrer enormen Überkapazitäten einerseits mit laufenden, ökonomisch – d. h. kostenmäßig – nicht mehr nachvollziehbaren Preiskürzungen und andererseits massiven Exporten in außerchinesische Absatzregionen reagierten. Dies führte weltweit zu einem dramatischen Preisverfall bei Stahl-Commodities, auf den viele Volkswirtschaften wie beispielsweise die USA, Mexiko, Brasilien, Indien oder Australien mit Einfuhrbeschränkungen im Wege von Antidumpingmaßnahmen reagierten. In Europa konnte sich die EU-Kommission bis zum Ende des Geschäftsjahres nicht zu vergleichbaren Sanktionen durchringen, womit die Grenzen für chinesischen Stahl zu künstlich niedrigen Preisen geöffnet blieben – mit dem Effekt, dass am europäischen Spotmarkt die Preise auf ein Niveau fielen, wie es nicht einmal am Höhepunkt der Finanzkrise zu verzeichnen war. Damit kam auch eine Reihe europäischer Stahlhersteller in massive wirtschaftliche Bedrängnis. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung bildet die Ankündigung der indischen Tata-Gruppe, sich von ihrem hochdefizitären europäischen Stahlgeschäft trennen zu wollen.

In China selbst entwickelte sich das ökonomische Sentiment nach Beginn des neuen (chinesischen) Jahres zuletzt vergleichsweise positiv, getrieben von ermunternden Kommentaren der Zentralregierung zum Thema Wirtschaftsbelebung. Dennoch verläuft die Entwicklung der chinesischen Stahlindustrie einschließlich der entsprechenden Rohstoffe auch in jüngster Zeit hoch volatil, d. h. weitgehend richtungslos. Die Auswirkungen dieses Umfeldes auf die Stahlaktivitäten des voestalpine-Konzerns blieben insofern vergleichsweise überschaubar, als die Geschäftstätigkeit der Steel Division zum einen ausschließlich auf direkter Vertragsbasis mit Langfristkunden und nicht über den Spotmarkt erfolgt und sich zum anderen qualitativ massiv von Commodity-Produkten differenziert.

Geschäftsverlauf der Divisionen

Die Nachfrage nach hochqualitativen Stahlerzeugnissen verharrte aus voestalpine-Sicht im Jahresverlauf auf konstant solidem Niveau. Die Stahlpreise kamen allerdings am europäischen Spotmarkt durch die stark zunehmenden Importmengen vor allem aus China und Russland sowie die Abschwächung der Rohstoffpreise sukzessive immer stärker unter Druck. Trotz der umfassenden

Umsatz nach Divisionen

in % der addierten Divisionsumsätze Geschäftsjahr 2015/16

Umsatz nach Branchen

in % des Gruppenumsatzes Geschäftsjahr 2015/16

Qualitätsorientierung und dem Fokus auf durch langfristige Vereinbarungen unterlegte Kundenpartnerschaften konnte sich die Steel Division diesem extrem negativen Sentiment in der Folge auch nicht völlig entziehen. Dennoch gelang es der Division 2015/16 ergebnisseitig gegenüber dem Vorjahr sogar etwas zuzulegen, was einerseits auf die laufende Verbesserung des Produktmix und andererseits auf die positiven Effekte aus den laufenden Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprojekten zurückzuführen ist.

Das wirtschaftliche Umfeld der Special Steel Division hat im Geschäftsjahr 2015/16 gegenüber dem Vorjahr in einigen Kundensegmenten an Dynamik verloren. Neben dem seit Jahren schwachen Kraftwerksbau trat im Jahresverlauf insbesondere in der Nachfrage aus der Öl- und Gasexploration bzw. -förderung aufgrund des anhaltend niedrigen Ölpreises eine sehr deutliche Abschwächung ein. Auch der Auftragseingang aus der Maschinenbauindustrie war durch eine insgesamt geringere Nachfrage gekennzeichnet. Positive Impulse kamen hingegen aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie. Regional betrachtet blieb die wirtschaftliche Dynamik in Europa bescheiden, während sich die Entwicklung in Asien und Nordamerika in den wesentlichen Kundensegmenten weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau bewegte, ganz im Gegensatz zu Brasilien, wo kein Ende der Wirtschaftskrise absehbar ist. Insgesamt zeigte die Special Steel Division im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnisniveau, das zwar etwas unter dem des Vorjahres blieb, angesichts des schwierigen Umfeldes aber eine weiterhin sehr solide Performance widerspiegelt.

Der Geschäftsverlauf der Metal Engineering Division war 2015/16 durch eine hervorragende Entwicklung im Bereich Eisenbahninfrastruktur, eine ungebrochenen Nachfragedynamik aus der Automobilindustrie, aber – bedingt durch den Preisverfall – auch eine starke Eintrübung der Investitionstätigkeit in der Öl- und Gasindustrie geprägt. Die Gegensteuerung erfolgte über umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen einschließlich einer entsprechenden Personalanpassung im Bereich Seamless Tubes sowie durch tiefgreifende Restrukturierungsschritte im Bereich Welding Consumables. Aufgrund dieses massiven Einbruchs im Energiebereich kamen die bereinigten Ergebnisse der Metal Engineering Division 2015/16 etwas unter den Vorjahreszahlen zu liegen.

Eine sehr solide Entwicklung nahm die Metal Forming Division, geprägt durch eine anhaltend starke Nachfrage aus der Automobilindustrie (Automotive Body Parts), und zwar sowohl in Europa als auch an den neu errichteten Standorten in den USA, China und Südafrika. Ähnlich erfreulich stellte sich die weltweite Nachfrage nach Hochregallagern und Systemregalen (Bereich Warehouse & Rack Solutions) dar. Ein etwas differenzierteres Bild ergibt sich im Produktbereich Spezialprofile (Tubes & Sections), der im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer moderaten Dynamik in den europäischen Kernmärkten bei gleichzeitig starken Impulsen aus dem britischen und nordamerikanischen Wirtschaftsraum und einem unverändert schwierigen Marktumfeld in Russland, Brasilien und China geprägt war. Die wirtschaftlichen Bedingungen bei Präzisionsstahlband (Bereich Precision Strip) entwickelten sich insgesamt trotz zunehmender Konkurrenz aus den Emerging Markets weiterhin zufriedenstellend. Vor diesem Hintergrund konnte die Metal Forming Division die (um Sondereffekte bereinigten) Ergebniszahlen des Vorjahres deutlich übertreffen.

Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns

Umsatz und operatives Ergebnis

Die Umsatzerlöse des voestalpine-Konzerns kamen 2015/16 mit 11.068,7 Mio. EUR um 1,1 % unter dem Vorjahreswert von 11.189,5 Mio. EUR zu liegen. Hauptgründe dafür sind das generell niedrigere Preisniveau als Konsequenz rückläufiger Rohstoff- und Vormaterialkosten in allen vier Divisionen sowie die Strukturbereinigung in der Metal Forming Division im Geschäftsjahr 2014/15 mit einem Umsatzabgang in Höhe von rund 100 Mio. EUR, bedingt durch den Verkauf von nicht kerngeschäftsnahen Aktivitäten (Flamco-Gruppe

EBITDA

Mio. EUR

EBIT

Mio. EUR

Ergebnis nach Steuern

Mio. EUR

und Plastics-Gesellschaften, jeweils Niederlande, Rotec AB, Schweden). Zusätzlich bewegten sich die Versandmengen in der Steel Division durch die (geplante) Großreparatur des Hochofens 5 und der Special Steel Division infolge der deutlichen Abschwächung im Öl- und Gassektor leicht unter dem Vorjahresniveau. In Bezug auf den Umsatz unterstützend wirkten sich hingegen Erweiterungsinvestitionen insbesondere in der Special Steel Division und der fortgeführte Ausbau der Internationalisierungsaktivitäten in der Metal Forming Division aus. In der Metal Engineering Division trugen die bereits im Geschäftsjahr 2014/15 erworbenen Unternehmen in den Bereichen Spezialdraht (Trafilerie Industriali S.p.A., nunmehr voestalpine Wire Italy s.r.l., Italien) und Weichensysteme (Bathurst Rail Fabrication Centre – BRFC, Australien) im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Umsatzerweiterung bei. Der absolut gesehen höchste Beitrag zum Umsatzzuwachs in dieser Division resultierte jedoch aus der erstmaligen Vollkonsolidierung von bislang "at equity"-konsolidierten Gesellschaften (voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, voestalpine Tubulars GmbH, beide Österreich, und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd., China). Damit blieb die Metal Engineering Division auch die einzige Division im voestalpine-Konzern, die 2015/16 einen Umsatzanstieg verzeichnen konnte.

Das operative Konzernergebnis (EBITDA) legte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,5 % auf 1.583,4 Mio. EUR zu (Vorjahr 1.530,1 Mio. EUR), was einer "reporteten" EBITDA-Marge von 14,3 % (Vorjahr 13,7 %) entspricht. Allerdings sind in den Berichtsergebnissen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr 2015/16 erhebliche Sondereffekte enthalten. Die Sondereffekte 2014/15 entstanden im Zusammenhang mit Devestitionen sowie sonstigen strukturellen Maßnahmen in der Metal Forming Division und betrugen insgesamt 61,9 Mio. EUR auf EBITDA-Basis und 45,2 Mio. EUR auf EBIT-Basis. Die nach IFRS veröffentlichten aktuellen Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 beinhalten Einmalerträge im Zusammenhang mit der Umstellung der Konsolidierungsmethode in Bezug auf die oben beschriebenen Gesellschaften in der Metal Engineering Division in der Höhe von 137,6 Mio. EUR beim EBITDA und von 74,4 Mio. EUR beim EBIT (jeweils bedingt durch die notwendige Bewertung zu Zeitwerten abzüglich der Abschreibung aufgedeckter stiller Reserven). Darin ist auch eine im 4. Quartal 2015/16 vorgenommene Wertminderung bezüglich der im Zuge der Änderung der Konsolidierungsart aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögenswerte bei der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG enthalten. Dieser Wertminderungsbedarf wurde durch die negative Marktentwicklung im Jahresverlauf, insbesondere die erheblich gesunkenen Preise für Öl und Gas, verursacht. Jeweils korrigiert um sämtliche dieser Einmaleffekte ("clean EBITDA") verminderte sich das EBITDA im 12-Monats-Vergleich geringfügig um 1,5 % von 1.468,2 Mio. EUR auf 1.445,8 Mio. EUR. Damit blieb die bereinigte EBITDA-Marge konstant auf 13,1 %. In ergebnismäßiger Hinsicht konnten die Steel Division und die Metal Forming Division die (bereinigten) Ergebnisse auf EBITDA-Basis von 2014/15 auf 2015/16 jeweils steigern. Bei beiden Divisionen sind in diesem Zusammenhang zuallererst die auf breiter Basis implementierten Kostenoptimierungsmaßnahmen zu nennen, denn abgesehen von der Automobilindustrie waren in den für sie wichtigen Kundensegmenten keine nennenswerten Aufwärtstendenzen feststellbar. In der Metal Forming Division wirkten sich darüber hinaus auch die Beiträge aus den Internationalisierungsaktivitäten positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Der Hauptgrund für die Abschwächung des operativen Ergebnisses (EBITDA) der Divisionen Special Steel und Metal Engineering liegt im Markteinbruch des Öl- und Gassektors, von dem beide Divisionen gleichermaßen stark betroffen waren.

Das Betriebsergebnis (EBIT) kam im Geschäftsjahr 2015/16 auf Reporting-Basis (d. h. unter Einschluss der jeweiligen Sondereffekte) mit 888,8 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahresniveau (886,2 Mio. EUR) zu liegen (EBIT-Marge 2014/15 7,9 %, 2015/16 8,0 %). Nach Abzug der (jeweiligen) Einmaleffekte ergibt sich ein Rückgang des EBIT um 3,2 % von 841,0 Mio. EUR auf 814,4 Mio. EUR, woraus sich eine – nahezu stabile – bereinigte EBIT-Marge von 7,4 % (Vorjahr 7,5 %) ergibt.

Ergebnis je Aktie

EUR

Dividende je Aktie

Nettofinanzverschuldung, Eigenkapital, Gearing

Ergebnis vor und nach Steuern

Auch in den Kategorien Ergebnis vor Steuern und Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Reporting-Basis ein leichter Zuwachs erzielt werden. Das nach IFRS veröffentlichte Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 1,7 % von 739,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014/15 auf 751,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015/16. Unter Außerachtlassung der Einmaleffekte, die 2014/15 45,2 Mio. EUR und 2015/16 insgesamt 74,4 Mio. EUR ausmachten, verminderte sich das Ergebnis vor Steuern um 2,5 % von 693,8 Mio. EUR auf 676,8 Mio. EUR. Dabei reduzierte sich die Nettozinsbelastung im 12-Monats-Vergleich aufgrund des weiter gesunkenen Zinsniveaus um 6,6 % von 147,2 Mio. EUR auf 137,5 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) legte – unbereinigt – um 1,2 % von 595,0 Mio. EUR auf 602,1 Mio. EUR zu. Um Sondereffekte bereinigt ging das Ergebnis nach Steuern um 7,7 % von 552,6 Mio. EUR 2014/15 auf 509,8 Mio. EUR 2015/16 zurück. Da im Vorjahr für den überwiegenden Anteil der Sondereffekte und im aktuellen Geschäftsjahr für die Sondereffekte zur Gänze keine Ertragsteuer angefallen ist, lag die unbereinigte Steuerquote in beiden Jahren knapp unter 20 %. Um außerordentliche Effekte bereinigt stieg die Steuerquote im 12-Monats--Vergleich von 20,4 % auf 24,7 %.

Dividendenvorschlag

Vorbehaltlich der Zustimmung der am 6. Juli 2016 stattfinden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 1,05 EUR je Aktie ausgeschüttet, was gegenüber der Vorjahresdividende von 1,00 EUR einer Steigerung um 5,0 % entspricht. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie von 3,35 EUR bedeutet dieser Vorschlag eine Ausschüttungsquote von 31,4 %. Gemessen am durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2015/16 (32,76 EUR) ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 3,2 %.

Gearing

Trotz eines Rekordinvestitionsvolumens von über 1,3 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2015/16 – bedingt durch die weitgehende Finalisierung wichtiger zukunftsweisender Projekte –, das auch zu einem entsprechenden Mittelabfluss führte, konnte die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) von 58,2 % per 31. März 2015 auf 54,5 % per 31. März 2016 verringert werden. Diese Entwicklung zeigt einmal mehr auf, dass die seit vielen Jahren verfolgte "Hightech/Highquality-Wachstumsstrategie" des voestalpine-Konzerns trotz ihrer Investitionsintensivität keinen Widerspruch zu einer soliden finanziellen Gestion darstellt. Ausschlaggebend dafür war einmal mehr eine stabil solide Ergebnisentwicklung, womit die Eigenkapitalbasis um satte 10,5 % von 5.115,0 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 auf 5.651,6 Mio. EUR per Ende Geschäftsjahr 2015/16 angehoben werden konnte. Die Nettofinanzverschuldung nahm trotz der massiven Ausweitung der Investitionstätigkeit in den vergangenen zwölf Monaten nur leicht um 3,4 % von 2.978,1 Mio. EUR per 31. März 2015 auf 3.079,9 Mio. EUR per 31. März 2016 zu.

Cashflow

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Cashflow aus der Betriebstätigkeit sehr deutlich, und zwar um 14,5 % von 1.119,9 Mio. EUR auf 1.282,2 Mio. EUR, gesteigert werden. Während sich das Ergebnis nach Steuern praktisch unverändert zum Vorjahr entwickelte und auch das Nettoumlaufvermögen weitestgehend stabil blieb, waren die nicht zahlungswirksamen Positionen ausschlaggebend für den Anstieg des operativen Cashflows. Aufgrund des beträchtlichen Kapitalabflusses infolge der bereits angesprochenen hohen Investitionen weitete sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr auf –1.230,0 Mio. EUR (Vorjahr –928,0 Mio. EUR) aus; aus der konzernalen Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cashflow von 261,1 Mio. EUR (Vorjahr –289,6 Mio. EUR).

Insgesamt ergibt sich aus den finanziellen Leistungsindikatoren und Kennzahlen der voestalpine-Gruppe auch auf Basis des Jahresabschlusses 2015/16 einmal mehr das Bild eines gleichermaßen solide aufgestellten wie an die Herausforderungen der Zukunft aktiv herangehenden Konzerns.

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR GJ
1. Quartal
2015/161
2. Quartal
2015/161
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
2015/16 2014/151 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.001,7 2.785,0 2.593,7 2.688,3 11.068,7 11.189,5 –1,1
EBITDA 526,6 365,5 315,2 376,1 1.583,4 1.530,1 3,5
EBITDA-Marge 17,5 % 13,1 % 12,2 % 14,0 % 14,3 % 13,7 %
EBIT 368,4 206,7 151,9 161,8 888,8 886,2 0,3
EBIT-Marge 12,3 % 7,4 % 5,9 % 6,0 % 8,0 % 7,9 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 328,2 176,4 123,9 122,8 751,3 739,0 1,7
Ergebnis nach Steuern2 289,5 131,3 87,7 93,6 602,1 595,0 1,2
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
48.653 48.719 47.900 48.367 48.367 47.418 2,0

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1 Q 2015/16 und 2 Q 2015/16 rückwirkend angepasst.

Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Mio. EUR GJ
1. Quartal
2015/161
2. Quartal
2015/161
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
2015/16 2014/151 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.001,7 2.785,0 2.593,7 2.688,3 11.068,7 11.189,5 –1,1
EBITDA bereinigt 389,0 365,5 315,2 376,1 1.445,8 1.468,2 –1,5
EBITDA-Marge bereinigt 13,0 % 13,1 % 12,2 % 14,0 % 13,1 % 13,1 %
EBIT bereinigt 236,9 212,9 158,2 206,4 814,4 841,0 –3,2
EBIT-Marge bereinigt 7,9 % 7,6 % 6,1 % 7,7 % 7,4 % 7,5 %
Ergebnis vor Steuern (EBT)
bereinigt
196,7 182,6 130,1 167,4 676,8 693,8 –2,5
Ergebnis nach Steuern2
bereinigt
151,7 138,7 92,3 127,1 509,8 552,6 –7,7
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
48.653 48.719 47.900 48.367 48.367 47.418 2,0

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns bereinigt

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1 Q 2015/16 und 2 Q 2015/16 rückwirkend angepasst.

Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf

Kapitalerhöhung zum Ausbau der Mitarbeiterbeteiligung

Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. März 2015 beschlossen, von seiner Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 4 Abs. 2b der Satzung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der Gesellschaft durch die Ausgabe von 2,5 Mio. neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien um rund 1,45 % zu erhöhen. Die neu geschaffenen Aktien dienten dem Ausbau und der Absicherung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms der voestalpine AG. Die Kapitalerhöhung wurde am 26. März 2015 vom Aufsichtsrat genehmigt und mit 25. April 2015 im Firmenbuch eingetragen, sie ist somit ab diesem Tag wirksam. Mit dieser Eintragung erhöhte sich das Grundkapital der voestalpine AG auf 317.851.287,79 EUR, zerlegt in 174.949.163 Aktien.

Änderungen in der Konsolidierung

Die Unternehmen voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd., die bis zum 31. März 2015 nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der voestalpine AG einbezogen wurden, werden aufgrund der Übernahme der Beherrschung ab 1. April 2015 mit dem vorliegenden Konzernabschluss auf Vollkonsolidierungsmethode umgestellt.

Informationen und Details zu den Änderungen sind im Anhang unter Kapitel D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis dargestellt.

Direktreduktionsanlage Texas, USA

Der Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, zur Herstellung von hochwertigem HBI (Hot Briquetted Iron/"Eisenschwamm"), die nach Fertigstellung die weltweit größte und modernste ihrer Art sein wird, befindet sich im Endstadium. HBI entsteht durch die Reduktion von Eisenerzpellets (vorkonzentriertem Erz) im Wege von Erdgas. Der Einsatz von (umweltschonenderem) Erdgas anstelle von Koks sowie modernste Technologien im Bereich der Staubvermeidung und Wasseraufbereitung machen die Anlage gleichzeitig zur internationalen Umweltbenchmark.

Bereits im 1. Halbjahr 2015/16 wurde die Hafenanlage komplett fertiggestellt. Der 300 Meter lange Verladepier verfügt u. a. über zwei Entladekräne, einen Schiffsbeladekran sowie ein Fördersystem für Erz bzw. Pellets und HBI. Auch das (eingehauste) Pelletslager, welches etwa die Fläche von fünf Fußballfeldern umfasst, konnte zeitgerecht finalisiert werden. Nachdem im Jänner 2016 mit der Finalisierung der Dachkonstruktion der Bau des Reduktionsturms, der das Herzstück der Anlage darstellt, abgeschlossen werden konnte, liegt der aktuelle Schwerpunkt der Aktivitäten auf der finalen Montage von Elektrik, Elektronik, Rohrleitungen und Fördertechnik. Erste Teilanlagen wurden bereits erfolgreich getestet. Für die Sommermonate 2016 ist die Inbetriebnahme des neuen Werkes vorgesehen. In Vorbereitung darauf traf bereits Ende April das erste Frachtschiff mit Eisenerzpellets aus Brasilien ein und wurde ohne Komplikationen entladen. Im Vollbetrieb werden für die Produk

tion von jährlich 2 Mio. Tonnen an hochqualitativem HBI etwa 3 Mio. Tonnen Pellets benötigt werden.

Auf der Absatzseite sind inklusive des Eigenbedarfs von jährlich rund 800.000 Tonnen insgesamt bereits rund 90 % des HBI-Produktionsvolumens vergeben. Die österreichischen Stahlstandorte Linz und Donawitz werden voraussichtlich ab Herbst 2016 mit dem hochwertigen Vormaterial aus Texas versorgt. Ab dann wird die neue Anlage aufgrund ihrer positiven Kosteneffekte auch maßgeblich zur langfristigen Absicherung der Stahlbasis in Österreich beitragen.

Schließung voestalpine Arkada Profil

Die voestalpine Arkada Profil mit Sitz in Yartsevo, Russland, befindet sich seit Anfang des Kalenderjahres 2016 in der Schließungsphase. Selbst sehr rigorose operative und finanzielle Sanierungsmaßnahmen reichten zuletzt nicht aus, dem Unternehmen eine langfristige Perspektive zu geben. Ursprüngliches Ziel dieser Akquisition war, den russischen Markt mit Premiumprodukten im Profilsegment zu beliefern. Durch die negative Konjunkturentwicklung der Jahre 2014 und 2015 blieb letztlich keine Alternative zur Schließung. Zwischenzeitlich wurde im 4. Quartal 2015/16 der Verkauf der Maschinen und Anlagen sowie der Vorratsbestände erfolgreich abgewickelt und die Geschäftstätigkeit endgültig eingestellt. Das dem Geschäftsbereich Tubes & Sections zugeordnete Unternehmen erzielte im Geschäftsjahr 2014/15 mit zuletzt 193 Mitarbeitern einen Umsatz von 13,1 Mio. EUR.

Corporate Governance-Bericht

Der Corporate Governance-Bericht des Geschäftsjahres 2015/16 ist auf der Website der voestalpine AG unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht.

Der exakte Pfad lautet: http://www.voestalpine.com/group/de/ investoren/corporate-governance

Investitionen

Da 2015/16 eine Reihe zukunftsweisender Großvorhaben entweder abgeschlossen wurden oder sich in der finalen Umsetzungsphase befanden, erreichte das Investitionsvolumen des voestalpine-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Höhepunkt. Im Vorjahresvergleich lagen die Investitionen 2015/16 mit 1.310,9 Mio. EUR um 11,3 % über dem Wert von 2014/15 (1.177,8 Mio. EUR), wobei die Steel Division durch die Errichtung der Direktreduktionsanlage in Texas, USA, die sich aktuell vor dem Beginn des Inbetriebnahmeprozesses befindet und die bisher größte Auslandsinvestition des Konzerns darstellt, die höchste Kapitalallokation beanspruchte.

Neben der Investition in Texas (siehe Kapitel "Direktreduktionsanlage in Texas, USA") setzte die Steel Division im Geschäftsjahr 2015/16 an ihrem Produktionsstandort in Linz, Österreich, noch eine Reihe weiterer wesentlicher Vorhaben um, wodurch sich ihr Investitionsaufwand gegenüber dem Vorjahr um 22,9 % von 570,6 Mio. EUR auf 701,1 Mio. EUR erhöhte. Die Einzelprojekte betrafen sowohl notwendige Erhaltungsmaßnahmen als auch Investitionen zur weiteren Optimierung der technologischen Position bzw. des Produktportfolios. Schwerpunkt im Bereich der Erhaltungsaktivitäten war die planmäßige Großreparatur des Hochofens 5, der ab Mitte Juni 2015 neu zugestellt wurde und nach viereinhalb Monaten mit Ende Oktober den Betrieb wieder aufgenommen hat. Im Geschäftsjahr 2016/17 wird die Großreparatur des zweiten der beiden kleineren Hochöfen (Hochofen 6) erfolgen, die sich vom Umfang und der Dauer her in einer ähnlichen Dimension wie jene im abgelaufenen Jahr bewegen wird. Im Rahmen der Umsetzung des Investitionsprojekts Sekundärmetallurgieanlage 4 wurden im Herbst 2015 zuerst ein neuer Pfannenofen und in der Folge eine weitere Vakuumanlage in Betrieb genommen, womit die Gesamtanlage seit Anfang Jänner 2016 in vollem Umfang zur Verfügung steht. Komplettiert wird der Technologieausbau im Stahlwerk am Standort Linz mit der Investition in eine neue Stranggießanlage ("CC8"), für die im vergangenen Juli der Spatenstich erfolgte. Mit Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres konnten die entsprechenden Massivbauarbeiten bereits weitgehend abgeschlossen werden. Mit der voraussichtlichen Inbetriebnahme der neuen Anlage im Herbst 2017 wird in Kombination mit der Sekundärmetallurgieanlage 4 die Kapazität von vakuumbehandeltem Stahl insgesamt mehr als 4,5 Mio. Tonnen bzw. über 80 % der gesamten Stahlerzeugungskapazität erreichen. Auch im Geschäftsbereich Grobblech wurde mit dem von Mitte Oktober bis Mitte November 2015 erfolgten Austausch des kompletten Quarto-Großgerüstes eine zukunftsweisende Neuinvestition realisiert, wobei es sich beim neuen Walzgerüst überwiegend um eine Eigenentwicklung handelt.

Die Special Steel Division hat im Geschäftsjahr 2015/16 ihre Investitionen im Vorjahresvergleich um 14,1 % von 159,3 Mio. EUR auf 181,7 Mio. EUR gesteigert. Bereits zu Beginn des Geschäftsjahres wurde am Standort Hagfors, Schweden, eine zusätzliche Elektroschlacke-Umschmelzanlage in Betrieb genommen, um der steigenden Nachfrage nach Premium-Werkzeugstählen vor allem in Asien nachkommen zu können. Der überwiegende Teil der divisionalen Investitionsprojekte war jedoch auf die Umsetzung der aktuellen Schlüsselstrategie der Special Steel Division, den massiven Ausbau des Serviceangebots, ausgerichtet. So wurden im Geschäftsbereich Value Added Services die Standorte Kattowitz, Polen, sowie Shanghai, China, und Cleveland, USA, stark vergrößert, die Investitionsschwerpunkte lagen dabei im Ausbau der Wärmebehandlungs- und Bearbeitungskapazitäten. Einen zusätzlichen Fokus bildete das Ausrollen der "Eifeler-Beschichtungskompetenz", indem sowohl in Cleveland als auch in Pune, Indien, jeweils neue Beschichtungszentren errichtet wurden. In Singapur ging im abgelaufenen Geschäftsjahr ein neuer Stützpunkt mit dem Fokus Öl- und Gasindustrie in Betrieb. Mit der Gründung eines Zentrums für die additive Fertigung von Bauteilen (3-D-Drucken) in Düsseldorf wurde technologisches Neuland betreten. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die – wenngleich begrifflich durchaus bereits geläufig – erst am Anfang der breiten Markteintrittsphase steht. Ein wichtiger Pfeiler dabei ist das metallurgische Know-how der Division zur Produktion von hochwertigem Metallpulver.

Die Investitionsaufwendungen der Metal Engineering Division reduzierten sich im 12-Monats-Vergleich um 5,8 % von 269,0 Mio. EUR im Vorjahr auf zuletzt 253,3 Mio. EUR. Alle in jüngster Zeit wichtigen Investitionsvorhaben der Division wurden entweder bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen oder befinden sich derzeit in der Hochlaufphase. So ging im Jänner 2016 der neue Hubbalkenofen, Herzstück des Schienenwalzwerkes, nach nur 19-monatiger Bauzeit in Betrieb. Mit dieser weltweit einzigartigen Hightechanlage kann nicht nur der Energieverbrauch deutlich gesenkt, sondern auch in engeren Profiltoleranzen produziert werden. Im März 2016 wurde in Suzhou, China, eine neue Fertigungsanlage eröffnet, die hochqualitative Drahtlösungen für anspruchsvolle Kundenanwendungen bietet; im Einzelnen handelt es sich dabei um zwei Ziehanlagen für Kaltstauchdrähte. Das sowohl unter strategischen Gesichtspunkten als auch vom Investitionsvolumen her aktuell bedeutendste Vorhaben der Division bildet die Errichtung eines neuen, technologisch extrem anspruchsvollen Drahtwalzwerkes (einschließlich Hubbalkenofen) in Donawitz, Österreich. Die Anlage, die sich derzeit in der Hochlaufphase befindet, wird nach erfolgreich absolvierter Homologisierungsphase das bisherige, aus den 1980er-Jahren stammende Drahtwalzwerk ersetzen. Im Geschäftsbereich Seamless Tubes wurden erhebliche Investitionen für den qualitativen Ausbau und die Erweiterung des Produktportfolios getätigt.

Auch die Investitionstätigkeit der Metal Forming Division stellte sich im Geschäftsjahr 2015/16 mit einer Verringerung um 1,4 % von 169,8 Mio. EUR auf 167,5 Mio. EUR leicht rückläufig dar. Bei den im Zuge der umfassenden Erweiterungsund Internationalisierungsstrategie getätigten Investitionen lag der Fokus primär im Bereich presshärtender Stähle ("phs ultraform") auf Basis neuer Technologie. So wurde im Herbst 2015 in Shenyang, China, die erste derartige Fertigungsanlage außerhalb Europas eröffnet. In Cartersville, USA, befindet sich eine solche Anlage derzeit in der Inbetriebnahmephase, womit dem Geschäftsbereich Automotive Body Parts dann bereits insgesamt acht "phs"-Linien zur indirekten Warmumformung in Europa, den USA und China zur Verfügung stehen werden. Im Bereich der direkten Warmumformung auf Basis "phs"-Technologie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit dem Start der Errichtung einer Pilotanlage in Schwäbisch Gmünd, Deutschland, ein weiterer zukunftsweisender Schritt gesetzt werden. Diese erste "phs"-Linie für den direkten Prozess wird im Juli 2016 ihren Betrieb aufnehmen. Am 2. Juli 2015 erfolgte der Spatenstich für das zweite Werk der voestalpine Europlatinen GmbH in Linz, Österreich, da das bisherige Werk bereits seit Längerem an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit – und damit früher als geplant – hat das neue Werk die Produktion lasergeschweißter Platinen, eines Produkts, das voll dem Leichtbautrend der Automobilindustrie entspricht, jüngst aufgenommen.

Akquisitionen

Im Geschäftsjahr 2015/16 tätigte der voestalpine-Konzern insgesamt drei Akquisitionen, wovon zwei auf die Special Steel Division entfielen und dort auf die Vertiefung der kundenspezifischen Wertschöpfung ausgerichtet waren. Mit dem Erwerb der Unternehmen Advanced Tooling Tek (ATT) in Shanghai, China, sowie der Sermetal-Gruppe mit Sitz in Barcelona, Spanien, konnte die Division ihre Marktführerschaft als Anbieter von Edelstahlprodukten für den Werkzeug- und Formenbau weiter ausbauen. Die neuen Vertriebs- und Servicecenter bieten vor Ort neben Edelstahlprodukten auch die von den Kunden gewünschte Bearbeitung (Sägen, Fräsen, Wärmebehandlung) an. Zu den Hauptabnehmern der beiden Gesellschaften zählen die Automobil- und Elektronikindustrie. Mit ATT, das rund 100 Mitarbeiter beschäftigt und 2015 einen Umsatz von umgerechnet 16 Mio. EUR erwirtschaftete, hat die Special Steel Division ihren langjährigen Vertriebspartner vor Ort übernommen und setzt damit ihren nächsten Expansionsschritt auf dem chinesischen Markt. Sermetal, Marktführer auf der Iberischen Halbinsel im Segment Kunststoffformenstahl, erreichte 2015 mit 60 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 27 Mio. EUR.

Mit der Akquisition des US-Unternehmens Wickeder Steel Company mit Sitz in Pleasant Prairie, Wisconsin, USA, konnte die Metal Forming Division ihre Marktpräsenz in den USA im Bereich gehärteter Spezialbandstähle für hochqualitative Anwendungen (z. B. Bandsägeblätter für den Lebensmittelbereich) weiter ausbauen. Die Gesellschaft ist auf die Wärmebehandlung und Härtung von Kohlenstoffstählen zur Herstellung von Sägen, Handwerkzeugen oder Klappenventilen spezialisiert. Der Betrieb beschäftigt 50 Mitarbeiter und erzielte 2015 einen Umsatz von umgerechnet rund 12 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Zum 31. März 2016 beschäftigte der voestalpine-Konzern 45.046 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge und Leihpersonal). Dies entspricht einer Steigerung um 1.882 Beschäftigte (+4,4 %) gegenüber dem Personalstand vom 31. März 2015. Hinzu kommen 1.377 Lehrlinge und 3.389 Leasing-Mitarbeiter, was in Summe 48.367 FTE und somit eine Steigerung des Gesamtpersonalstandes gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % (bzw. 949 FTE) ergibt. Die Zahl der Leiharbeitskräfte hat sich im Geschäftsjahresvergleich um 12,6 % (von 3.879 auf 3.389 FTE) verringert.

Aufgrund der vermehrten Internationalisierungsaktivitäten des Konzerns in den vergangenen Jahren sind mittlerweile rund 51,7 % der Mitarbeiter (23.286 Personen) an Konzernstandorten außerhalb Österreichs beschäftigt, 21.760 Mitarbeiter arbeiten in österreichischen Unternehmen. Zum Geschäftsjahresende bildete der voestalpine-Konzern 1.377 Lehrlinge aus (62,4 % davon in österreichischen Gesellschaften, 37,6 % an internationalen Standorten). Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Lehrlinge damit um 30 Personen bzw. 2,2 % verringert.

Mitarbeiterbeteiligung

In das bereits seit dem Jahr 2001 bestehende und seither schrittweise ausgebaute Mitarbeiterbeteiligungsmodell sind derzeit alle österreichischen Beschäftigten sowie Konzernmitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Belgien, der Tschechischen Republik und Italien eingebunden, wobei der Teilnehmerkreis an internationalen Konzernstandorten auch 2015/16 weiter ausgebaut wurde.

Zum 31. März 2016 sind über die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung insgesamt 24.100 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt, sie halten rund 23,3 Mio. Stück Aktien, die durch eine generelle Stimmrechtsbündelung einen Anteil von 13,4 % am Grundkapital des Unternehmens darstellen (Vorjahr: 12,5 %). Die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung gehört damit zu den größten Aktionären der voestalpine AG. Ebenfalls im Wege der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung werden darüber hinaus rund 1,9 Mio. Stück "Privataktien" ehemaliger und derzeitiger Konzernmitarbeiter verwaltet, was zusätzlich 1,1 % der stimmberechtigten Aktien entspricht. Insgesamt befinden sich damit zum 31. März 2016 14,5 % des Grundkapitals der voestalpine AG (Vorjahr: 13,6 %) im Eigentum der Mitarbeiter.

Stahlstiftung in Österreich

Die 1987 gegründete Stahlstiftung bietet ausgeschiedenen voestalpine-Mitarbeitern aus fast allen österreichischen Konzerngesellschaften sowie Mitarbeitern einer Reihe von konzernfremden Unternehmen die Möglichkeit, bis zu vier Jahre lang zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur beruflichen Neu- bzw. Aufqualifizierung zu absolvieren. Mit dieser Einrichtung können zum einen die sozialen Folgen von Freisetzungen deutlich gemildert und zum anderen die Teilnehmer bei der Suche nach neuer Beschäftigung bestmöglich unterstützt werden. So haben mehr als 83 % der arbeitsuchenden Teilnehmer im Geschäftsjahr 2015/16 mithilfe der Stahlstiftung trotz schwieriger Situation am öster

reichischen Arbeitsmarkt einen neuen Arbeitsplatz gefunden.

Zum Ende des Geschäftsjahres befanden sich insgesamt 462 Personen in der Betreuung der Stahlstiftung, davon entfielen 51,1% auf Teilnehmer von Unternehmen außerhalb des voestalpine-Konzerns. Die Gesamtzahl der aktiven Stiftungsteilnehmer im Geschäftsjahr 2015/16 betrug 784, sie lag damit um 7,4 % über jener des Vorjahres (730 Personen).

Schwerpunkte der HR-Aktivitäten

Messen

Der voestalpine-Konzern war auch im vergangenen Geschäftsjahr auf einer Reihe von Karrieremessen vertreten. Der Schwerpunkt lag dabei in der Rekrutierung von Absolventen technischnaturwissenschaftlicher Studiengänge. voestalpine-Mitarbeiter aus den Bereichen Technik und Human Resources präsentierten den Konzern auf zahlreichen nationalen Studentenmessen als attraktiven Arbeitgeber für junge Menschen. Im Sinne der Globalisierungsstrategie des Konzerns wurden vor allem aber auch internationale Karrieremessen forciert beschickt – beim Internationalen Studententag der Metallurgie 2015 in Aachen trat die voestalpine auch als Sponsor auf. An der dreitägigen Veranstaltung nahmen über 200 Studenten von 15 Universitäten aus ganz Europa teil. Auch die deutsch-chinesische Karrieremesse Chinese Talent Days in Köln und die amerikanische Karrieremesse GT Career Fair in Atlanta wurden genutzt, sich asiatischen und amerikanischen Talenten als internationaler Technologie- und Industriegüterkonzern mit attraktiven Karrieremöglichkeiten zu präsentieren. Analog dazu wurde das Bewerbungsmanagementsystem der voestalpine weiter international ausgerollt. Mittlerweile nutzen neben Österreich und Deutschland auch Schweden, die Niederlande, England, die USA und Kanada, Indien, Brasilien, Südafrika und Australien das System. Eine Reihe weiterer Länder steht ebenfalls vor der Implementierung dieses zentralen Konzerninstruments.

Auszeichnungen als attraktiver Arbeitgeber

Die voestalpine AG sicherte sich in Österreich zum sechsten Mal in Folge den Sieg in der Branche Eisen/Metall der BEST RECRUITER-Studie und wurde mit dem goldenen Siegel ausgezeichnet. Dabei wurden über 500 inländische Unternehmen im Hinblick auf Kriterien wie Karriere-Website, Social Web, Onlinestellenanzeigen und Bewerberumgang getestet. Beim trendence Graduate Barometer 2016, der größten Arbeitgeberstudie unter österreichischen Studenten, belegte die voestalpine im Ranking der angehenden Ingenieure und Informatiker Platz 1 (2015: Platz 4). Im Bereich Wirtschaftswissenschaften erreichte der Konzern den ebenfalls hervorragenden Rang 6 (2015: Platz 7). Bei der Umfrage wurden über 7.700 österreichische Studierende aus Wirtschaft-, IT- und Ingenieurwissenschaften an 32 Hochschulen zu ihren Karrierevorstellungen sowie ihren Wunscharbeitgebern befragt.

Lehrlinge & Jungfacharbeiter

Bei den WorldSkills 2015 in São Paulo, Brasilien, den Weltmeisterschaften der Jungfacharbeiter, kehrten die drei Teilnehmer der voestalpine Steel Division zwar ohne Edelmetall nach Hause, erhielten aber alle aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen eine "Medaillon for Excellence". Je Lehrling investiert das Unternehmen rund 70.000 EUR in die umfangreiche drei- bzw. vierjährige Ausbildung. Um diese entscheidende Zielgruppe noch effizienter und direkter als bisher ansprechen zu können, wurde die voestalpine-Lehrlings-Website neu gestaltet, verbunden mit einer weiteren Intensivierung der Social Media-Aktivitäten über Facebook, YouTube, Twitter, LinkedIn, Watchado und Instagram.

2015 erhielt das Konzernunternehmen Böhler Edelstahl GmbH den Staatspreis "Beste Lehrbetriebe – Fit for Future" als einer der drei besten Lehrbetriebe Österreichs in der Kategorie "Großbetriebe".

Im Oktober 2015 trafen sich rund 380 Lehrlinge aus Österreich und Deutschland zum bereits dritten voestalpine-Konzernlehrlingstag in Linz. Dieser bot den Fachkräften von morgen und ihren Ausbildnern ein abwechslungsreiches Programm, um sich gegenseitig und den Konzern näher kennenzulernen.

Der im Herbst 2014 durchgeführte Video-Contest für Lehrlinge wurde in der Kategorie "Recruiting-Kampagne und Employer Branding" für den Deutschen Preis für Onlinekommunikation nominiert und schaffte dort eine Top 5-Platzierung.

Dass die Ausbildungskosten gut angelegtes Geld sind, bestätigen auch die Lehrabschlusszahlen: 96,6 % der konzernweit angetretenen Lehrlinge haben im letzten Geschäftsjahr die Lehrabschlussprüfung bestanden, von den österreichischen Absolventen haben 67,6 % die Prüfung mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg abgelegt.

Für das im Herbst beginnende Lehrjahr 2016/17 stehen rund 400 neue Lehrstellen alleine in Österreich und Deutschland zur Verfügung. Aktuell werden 50 Ausbildungsberufe an 39 Standorten angeboten. Zahlreiche Schüler und Eltern nutzten im letzten Geschäftsjahr den "Tag der offenen Tür" an einer Reihe von Standorten, um sich persönlich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Führungskräfteentwicklung

Im Geschäftsjahr 2015/16 nahmen 228 Teilnehmer aus 31 Ländern an den unterschiedlichen Führungskräfte-Ausbildungsgängen des Konzerns (value:program) teil. Der Frauenanteil beträgt dabei 15,4 %. Das value:program bietet zielgruppenspezifische Aus- und Weiterbildungsprogramme für alle Führungsebenen vom Junior über mittleres Management bis hin zu Geschäftsführung und Top-Management. Die Schwerpunkte liegen dabei neben der Bearbeitung von internen Aufgabenstellungen auf Themen wie Strategie, Change Management und Leadership. Allein im Geschäftsjahr 2015/16 wurden drei neue Entwicklungsprogramme geschaffen. Mit einer Kombination von Präsenztagen und Onlineeinheiten wird dabei den jeweiligen Anforderungen Rechnung getragen.

Sonstige Entwicklungsprogramme

Für ausgewählte Funktionen und Regionen wurden eigene Entwicklungsprogramme auf Konzernebene geschaffen bzw. weiterentwickelt, die bedarfsgerecht erforderlichen Kompetenzen stärken. Beispiele daraus sind die Purchasing Power Academy, die HR-Akademie oder das China Young Professional Training Program. Zahlreiche weitere Programme und Schulungsangebote auf Divisions- und Business Unit-Ebene ergänzen das Aus- und Weiterbildungsportfolio für die Mitarbeiter.

Ausbildungskooperationen mit Universitäten

Die voestalpine ermöglicht jedes Jahr internationalen Studierenden der Emory University (Atlanta, USA) ein zehnwöchiges Volontariat. Im Gegenzug erhalten Studenten der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich, ein Jahresstipendium an der Emory University.

Auf einer weiteren Ausbildungsschiene werden neue Ziele Studierender des internationalen MBA-Programms "ACT – Austria, Canada, Taiwan", eines gemeinsamen Studienprogramms der Johannes Kepler Universität Linz, der University of Victoria, Kanada, sowie der National Sun Yat-sen University in Kaohsiung, Taiwan, am Konzernstandort Linz jeweils über mehrere Wochen in Projekte eingebunden.

Mit der Montanuniversität Leoben, Österreich, gibt es zahlreiche Kooperationen – von Sponsoring-Engagements, um Jugendliche für ein Studium an der Montanuniversität zu begeistern, über die voestalpine talks, eine Kooperationsveranstaltung mit allen Studienvertretern, bis zur Teilnahme an der Studentenmesse "teconomy". Eine Vielzahl von voestalpine-Gesellschaften bietet Studenten die Möglichkeit, Praktika oder wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen durchzuführen. So werden derzeit im voestalpine-Konzern von Studierenden insgesamt rund 115 Diplom- und Masterarbeiten sowie 90 Dissertationen erstellt.

Rohstoffe

Auch im Geschäftsjahr 2015/16 war die Entwicklung bei den für die Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffen über weite Strecken von einem generell rezessiven Preistrend bestimmt, wenngleich – mit Ausnahme von Schrott- und Legierungspreisen – nicht in der gleichen Intensität, wie das im Geschäftsjahr 2014/15 der Fall war. Beim volumenmäßig bedeutendsten Rohstoff, dem Eisenerz, wurde der massive Preisverfall im Jahr 2014 durch einen überzogenen Kapazitätsaufbau der Minenbetreiber ausgelöst, die in ihren Prognoserechnungen von viel zu optimistischen Wachstumsperspektiven der globalen – insbesondere der chinesischen – Stahlindustrie ausgegangen waren.

Der Abschwung im Kalenderjahr 2015 ist aber auch das Resultat einer erstmals seit vielen Jahren rückläufigen weltweiten Stahlproduktion. Nachdem der Preis für eine Tonne Feinerz (CFR China) am Spotmarkt zwei Jahre zuvor noch bei etwa 130 USD lag, fiel er im Dezember 2015 auf unter 40 USD. Obwohl sich die Marktdominanz auf so wenige Unternehmen im Bergbau wie in kaum einem anderen Sektor konzentriert, büßte der Eisenerzpreis von Jänner 2014 bis Dezember 2015 damit etwa 70 % des Wertes ein. Die großen Bergbauunternehmen in Australien und Brasilien reagierten darauf mit massiven Einsparungsprogrammen, die in Kombination mit der Verschiebung von Währungsparitäten und dem drastischen Rückgang des Ölpreises halfen, die Kostenbasis in Bezug auf Abbau und Transport von Eisenerz zu senken. Kleinere und weniger rentable Minenbetreiber konnten dem Kostendruck nicht standhalten und sahen sich gezwungen, ihre Minen zumindest vorübergehend zu schließen. Unabhängig davon blieb aber auch im 1. Kalenderquartal 2016 die hohe Volatilität auf den Eisenerzmärkten erhalten. Durch einen Mix aus Abschwächung des US-Dollars, (vermutete) bessere Wachstumsaussichten für die chinesische Stahlindustrie und gleichzeitig außergewöhnlich niedrige Stahllagerbestände in China nahm der Eisenerzpreis im Quartalsverlauf wieder um etwa die Hälfte des Wertes zu und lag mit Ende März 2016 bei rund 60 USD und damit etwa auf dem Niveau wie zu Geschäftsjahresbeginn 2015/16.

Im Unterschied zu Eisenerz begann der Preisverfall bei Kokskohle bereits mit Beginn des Kalenderjahres 2011 und setzte sich zunächst bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 fort. Ausschlaggebend dafür war neben einem zusätzlichen Kohleangebot vor allem aus der Mongolei auch, dass seit 2011 im Gegensatz zur Vergangenheit keine gravierenden Angebotseinbußen durch Überschwemmungen in den großen Kohleabbaugebieten Australiens mehr eingetreten sind. Nach einer Stabilitätsphase im Geschäftsjahr 2014/15, in der der Preis für eine Tonne Kokskohle am Spotmarkt (FOB Australien) bei rund 110 USD verharrte, tendierte er im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder schwächer und bewegte sich in einer Bandbreite von 80 bis 90 USD pro Tonne. Der Rückgang im Geschäftsjahr 2015/16 ist darauf zurückzuführen, dass China weitgehend zum Selbstversorger bei Kokskohle geworden ist und die Einfuhren drastisch gesenkt hat. In diesem Umfeld ist es für einige US-Produzenten unmöglich geworden, wettbewerbsfähig zu bleiben, wodurch dort Kapazitäten aus dem Markt genommen wurden.

Vom Ausmaß und der zeitlichen Dimension ähnlich verlief auch der Preisverfall bei Koks. Kostete die Tonne Koks (FOB China) zu Beginn des Jahres 2011 noch über 500 USD, ging allerdings nicht nur der Kokspreis in den nachfolgenden Jahres massiv zurück, sondern auch die Preisdifferenz zu Kokskohle, womit der Preis für eine Tonne Koks mit Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres bei nur mehr etwa 115 USD zu liegen kam. Zeitlich nachgelagert, aber vom relativen Rückgang in einer ähnlichen Dimension wie der Eisenerzpreis, verfielen auch die Schrottpreise, die in den Sommer- und Herbstmonaten 2015 einen Einbruch auf rund 165 EUR (Sorte E3, Deutschland) je Tonne vollzogen. Zu Geschäftsjahresbeginn war der Schrottpreis noch bei ca. 240 EUR je Tonne gelegen.

Auch die Beschaffungskosten für die wesentlichen Legierungen, die insbesondere in der Special Steel Division einen bedeutenden Kostenfaktor ausmachen, gaben im Geschäftsjahr 2015/16 teils deutlich nach. Vor allem bei Molybdän, Vanadium und Chrom kam es innerhalb eines Jahres zu Preisrückgängen zwischen 20 % und 30 %. Nickel, das für die Edelstahlerzeugung den wertmäßig höchsten Anteil im Legierungsportfolio darstellt, war im gleichen Zeitraum mit Preiseinbußen von nahezu einem Drittel konfrontiert.

Forschung und Entwicklung

Mit einem Forschungs- und Entwicklungsaufwand von 131,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015/16 ist der voestalpine-Konzern unverändert eines der forschungsintensivsten österreichischen Unternehmen, wobei die Schwerpunkte im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Branchen mit den größten Wachstumspotenzialen, nämlich Mobilität und Energie, sowie auf dem Gebiet von Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit lagen. Die F&E-Aufwendungen stiegen damit im Vergleich zum vorangegangen Geschäftsjahr (126,7 Mio. EUR) um 5,1 Mio. EUR bzw. 4,0 %, was nicht zuletzt auch die Zukunftsbedeutung dieses Bereiches für den Konzern unterstreicht. Die Forschungsquote (Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz) stieg im Jahresvergleich von 1,1 % auf 1,2 %, während der F&E-Koeffizient (Mittel gemessen an der Wertschöpfung) von 2,8 % auf 2,7 % fiel.

Moderne Hightech-Stahlprodukte, wie sie der voestalpine-Konzern erzeugt, basieren auf intensiver anwendungsorientierter Forschung und auf der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Langjährige F&E-Partnerschaften sowohl mit universitären als auch außeruniversitären Forschungseinrichtungen als Schlüssel für moderne Innovationen sind daher ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells. Der voestalpine-Konzern kooperiert laufend mit rund 80 wissenschaftlichen Partnern weltweit, wobei eine Reihe zentraler Partner naturgemäß in Österreich beheimatet sind, allen voran die Johannes Kepler Universität Linz, die Montanuniversität Leoben und der vergleichsweise noch junge Partner K1-MET GmbH.

Die zentralen Forschungsgebiete des Kompetenzzentrums K1-MET sind neue Stahlherstellungstechnologien, Optimierung der bestehenden Produktionsprozesse, Rohstoffeffizienz in der Metallurgie und die Minimierung des Energieverbrauchs und der Emissionen. Die Forschungsgebiete, in denen die voestalpine intensiv und erfolgreich mit der Johannes Kepler Universität Linz kooperiert, umfassen das breite Gebiet der Mechatronik, Themen der Prozessmodellierung insbesondere in den Bereichen Stranggießen und Walzen, Grenzflächenchemie sowie die Oberflächen- und Grenzflächenanalytik. Im Fokus der jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit der Montanuniversität Leoben stehen vor allem Prozessentwicklung und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Die voestalpine unterstützt auch zwei vergleichsweise junge Stiftungsprofessuren an der Technischen Universität Graz, eine zum Thema "Data Science", wobei der Schwerpunkt auf Big Data-Management und -Integration mit Ausrichtung auf "smart-production"-Anwendungen liegt, die andere zum Thema Luftfahrt mit dem Schwerpunkt innovative Werkstoffe und Fertigungstechniken.

Der voestalpine-Stahlforschungspreis, im Jahr 2015 in Kooperation mit der Montanuniversität Leoben und ASMET erstmals gestiftet, wurde aufgrund seiner exzellenten Dissertation an einen voestalpine-Mitarbeiter verliehen, der sich auch bei der Bewerbung um die Leitung des Lehrstuhls für die von der voestalpine initiierte Stiftungsprofessur Stahldesign an der Montanuniversität Leoben durchsetzen konnte. Der voestalpine-Stahlforschungspreis wird für herausragende Forschungsarbeiten aus Metallurgie, Werkstoffwissenschaft, Verarbeitungstechnik und Anwendung an junge Forscher aus Wissenschaft oder Wirtschaft vergeben.

Mobilität ist nicht nur ein Kernwachstumsfeld, sondern auch zentraler Innovationstreiber des Konzerns. Auf Basis einer in dieser Breite einzigartigen Kombination aus Material- und Verarbeitungskompetenz gilt der voestalpine-Konzern mit seinen höchstqualitativen Produkten als Premiumpartner für anspruchsvolle Kunden im Mobilitätssegment. So ist er im Bereich der Eisenbahninfrastruktur in allen Hightechanwendungen globaler Markt- und Technologieführer. Um diese

Forschungsaufwendungen des voestalpine-Konzerns

Position auch in Zukunft nicht nur halten, sondern noch weiter ausbauen zu können, sind Innovationen und die Zusammenarbeit mit externen Forschungspartnern, wie sie im Rahmen der europäischen Forschungsinitiative Shift2Rail gezielt forciert werden, unerlässlich. In Vorbereitung einer Teilnahme haben sich die führenden österreichischen Unternehmen des Bereiches Bahntechnik zum "Virtual Vehicle Austria Consortium+" zusammengeschlossen. Ende 2015 erhielt dieses Konsortium auch den Zuschlag zur Teilnahme am Forschungsprojekt "Shift2Rail", der ersten und einzigen europäischen Initiative zur fokussierten Forschung und Entwicklung von marktorientierten Bahnlösungen, mit dem Ziel, neue Technologien schneller in innovative Produkte für den Schienenverkehr zu integrieren als bisher. Der Bereich Luftfahrt stellt ein weiteres wichtiges und forschungsintensives Marktsegment der Zukunft für die voestalpine-Gruppe dar. Triebwerkskomponenten, Triebwerksaufhängungen, Rumpfteile und das Fahrwerk von Flugzeugen müssen enormen Anforderungen standhalten,

zusätzlich wird sowohl aus ökologischen als auch ökonomischen Gründen mit jedem neuen Flugzeugmodell eine Reduzierung des Eigengewichts angestrebt. Diesen Bedingungen werden nur ausgewählte Materialien gerecht, daher setzen Gesellschaften der Special Steel Division für Luftfahrtanwendungen immer anspruchsvollere Titanlegierungen sowie neuartige Lösungen bei hochlegiertem Stahl und Nickelbasislegierungen ein und entwickeln und optimieren die dafür erforderlichen Schmiedeprozesse.

Im Automobilbereich, der von immer höheren Leichtbauanforderungen geprägt ist, liegt die Zukunft im optimalen Mix verschiedener metallischer Werkstoffe. Während Aluminium im reinen Gewichtsvergleich Vorteile gegenüber Stahl hat, stellen andererseits die schlechtere Umformbarkeit, höhere Kosten und ein höherer Energieverbrauch bei der Primärerzeugung erhebliche Nachteile dar. Daher verfolgt die auf Automobilkomponenten fokussierte Metal Forming Division eine differenzierte Herangehensweise: im Hang-on-Bereich der Automobilfertigung, d. h. bei Klappen und Türen, wird vor allem bei Premiumherstellern forciert Aluminium eingesetzt, im Strukturteilebereich hingegen bietet Stahl die klar besseren Voraussetzungen. Hier werden immer stärker AHSS-HD- Stähle (advanced high strength steel mit verbesserten Umformeigenschaften) und phsultraform®, beides voestalpine-Entwicklungen, eingesetzt. Mittlerweile ist die Metal Forming Division auch beim anspruchsvollen Thema Umformung von Aluminium insofern technologischer Vorreiter, als an einem ihrer deutschen Standorte das (anspruchsvolle) Kaltumformen von Aluminium bereits zum Standardgeschäft gehört.

Elektroband mit einer speziellen Beschichtung, das in einem neuen Herstellverfahren zu Elektrobandpaketen weiterverarbeitet werden kann, wurde in den vergangen Jahren in einem Konzernprojekt von den Divisionen Steel und Metal Forming gemeinsam entwickelt. Der komplexe und technologisch sehr anspruchsvolle Bauteil für hocheffiziente Elektromotoren wurde mittlerweile bereits am Markt eingeführt. Damit werden hohe Leistungsdichten von Motoren und Generatoren ermöglicht, ganz im Sinne der für die Zukunft geforderten umfassenden Optimierung im Bereich Energieeffizienz.

Die Förderung von Öl und Gas aus großen Tiefen und aggressiven Umgebungen erfordert entsprechende hochqualitative Rohrleitungen. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Metal Engineering Division ständig an neuen hochfesten und sauergasresistenten Stählen für nahtlose Rohre. Darüber hinaus werden Gewinde mit immer höheren Drehmomentwerten und noch besserer Dichtigkeit entwickelt, forciert auch Gewinde, die ohne umweltbelastende Beschichtungen auskommen. Offshore-Anlagen der Öl- und Gasindustrie, wie Plattformen, Hubbohrinseln oder Unterwasserpipelinesysteme, sind niedrigen Temperaturen, hohen Drücken und einer stark korrosiven Umgebung ausgesetzt. Genau dort kommen hochzähe voestalpine-Grobbleche zum Einsatz. Um diese zu verbinden, braucht es spezielle Schweißzusatzstoffe für auch unter extremsten Bedingungen dauerhafte Verbindungen. In einem divisionsübergreifenden Projekt der Steel Division und der Metal Engineering Division erfolgt der Wissensund Erfahrungsaustausch in Bezug auf die jeweilige Werkstoffentwicklung und -verarbeitung, um den Kunden einen einzigartigen Mehrwert zu bieten: aufeinander abgestimmtes Stahl- und Schweiß-Know-how aus einer Hand. So gelingt es der voestalpine Böhler Welding-Gruppe mit Unterstützung der voestalpine Grobblech GmbH, Schweißzusatzstoffe, die die ständig steigenden Anforderungen hinsichtlich höherer Festigkeiten und immer noch extremerer Temperaturbelastungen optimal erfüllen, zu entwickeln.

Das große Thema der Weiterentwicklung der Stahlproduktionsprozesse in Richtung noch stärkerer Effizienz, Flexibilität und Kostenoptimierung findet zunehmend im Begriff "Industrie 4.0" seine aktuelle Ausprägung. Das bedeutet, die Produktion von Stahl, ja fertigen Stahlprodukten immer mehr als ganzen, kontrollierten Prozess über die gesamte Wertschöpfungskette zu sehen und die einzelnen Prozessschritte miteinander zu verknüpfen, zu kombinieren und bestmöglich aufeinander abzustimmen. Der Grundstein hierfür ist mit Prozesssimulationen der metallurgischen Verfahrenstechnik und Umformtechnik sowie der Entwicklung der modellbasierten Systemsteuerung bereits gelegt. Darauf aufsetzend wurde im Rahmen der diesjährigen konzernalen Synergieplattform zu diesem Thema in Linz die neue konzernweite Industrie 4.0-Plattform des Konzerns gegründet. Ihr Ziel und Zweck ist es, alle Aktivitäten zum Thema "smart production" für alle potenziellen Anwender im Konzern sichtbar zu machen, sich zu vernetzen, Synergien aufzuzeigen, voneinander zu lernen und letztendlich ganz im Sinne von "one step ahead" früher als alle anderen in die breitflächige Umsetzung zu gehen.

Umwelt

Umweltaufwendungen

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde das Umweltdatenmanagement signifikant erweitert. Zusätzlich zu den bisher ausgewiesenen, ausschließlich emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten wurde erstmals auch eine Reihe weiterer, vorwiegend internationaler Produktionsgesellschaften mit ihren in Betrieb befindlichen Anlagen erfasst. Die umweltrelevanten Investitionen haben sich daher gegenüber dem Vorjahr von 43 Mio. EUR auf 55 Mio. EUR erhöht, wobei aber auch bei den schon bisher erfassten österreichischen Standorten ein leichter Anstieg um 5 Mio. EUR auf 47 Mio. EUR zu verzeichnen war. Die laufenden Betriebsaufwendungen für Umweltanlagen stiegen ebenfalls aufgrund der Erweiterung des Berichtskreises von 222 Mio. EUR auf 237 Mio. EUR, wohingegen die österreichischen Standorte auf dem hohen Niveau des Vorjahres geblieben sind.

Umweltprojekte – Highlights

Mit dem Inkrafttreten des österreichischen Energieeffizienzgesetzes (EEffG) zu Jahresbeginn 2016 müssen Energieversorger ihre Einsparungen durch verbraucherseitige Maßnahmenverpflichtungen nachweisen. Der voestalpine-Konzern ist diesen Erfordernissen an seinen österreichischen Konzernstandorten fristgerecht und uneingeschränkt nachgekommen. Administrative Erleichterungen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Gesetzes sollten jedoch in der in Diskussion stehenden Novellierung berücksichtigt werden.

Von der laufenden Umsetzung der EU-Industrieemissionsrichtlinie ist eine Reihe von Konzernstandorten betroffen. So unterliegen etwa IPCC-(Integrated Pollution Prevention and Control-) Anlagen periodischen Umweltinspektionen. Bei den bisher durchgeführten Überprüfungen betroffener Aggregate wurden keine wesentlichen Mängel festgestellt. Darüber hinaus wird in der Richtlinie der jeweils gültige Stand der Technik von Verfahren, Einrichtungen und Betriebsweisen geregelt. Er wird periodisch in den "BREFs"-(Best Reference Documents-) bzw. BAT-(Best Available Techniques-)Schlussfolgerungen festgelegt. Die voestalpine erfüllt bereits heute die erst ab dem Kalenderjahr 2017 geltenden neuen Standards, sodass sich daraus keine wesentlichen Anpassungserfordernisse ergeben.

Einen zentralen, langfristig bedeutsamen Nachhaltigkeitsschwerpunkt bilden eine Reihe konzernübergreifender Aktivitäten zum Life Cycle Assessment (LCA). Darunter wird die umfassende ökologische Produkt- und Prozessbewertung von Werkstoffen über ihre gesamte Produktions- und Nutzungsphase bis einschließlich Wiederverwertung verstanden. Neben der Mitwirkung an der konkreten Ausgestaltung objektivierbarer und praxisorientierter Regulative, Normen und Standards auf europäischer und internationaler Ebene wird derzeit eine Reihe konkreter LCA--Projekte mit ausgewählten Kunden, etwa aus der Automobil- und der Bauindustrie, durchgeführt.

In der Steel Division wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr im Rahmen ihres anspruchsvollen Umweltprogramms eine Vielzahl zusätzlicher Anlagenoptimierungen zur weiteren Senkung von Emissionen (etwa durch verringerten Einsatz von Reduktionsmitteln) und zur nochmaligen Verbesserung der Energieeffizienz (u. a. auch durch Schwerpunktmaßnahmen in den Bereichen Transport und Logistik) vorgenommen.

Um die hohen ökologischen Konzernmaßstäbe auch außerhalb Europas konsequent zu implementieren, wird am neuen Standort Corpus Christi, Texas, USA, aktuell ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 eingeführt. Die neue Direktreduktionsanlage gilt auch in anlagentechnischer Sicht als Umweltbenchmark. Neben der Anwendung bestverfügbarer Technologien zur Emissionsminimierung in Luft und Wasser werden mittels einer Brikettieranlage anfallende Filterstäube und sonstige eisenhältige Produktionsrückstände für eine vollständige Rückführung in den Prozess aufbereitet ("Zero-Waste"-Produktion mit maximaler Rohstoffeffizienz).

Zahlreiche umweltwirksame Maßnahmen mit ähnlichen Zielsetzungen wurden auch in anderen Divisionen umgesetzt: So hat die Special Steel Division neben laufenden Prozessoptimierungen eine Reihe von Projekten zur Verbesserung der Energieeffizienz (etwa zur Verringerung des Erdgasverbrauchs) und zur Verringerung von Luftemissionen realisiert, so etwa die Inbetriebnahme einer neuer Brennanlage am Standort Kapfenberg, Österreich, im Elektrostahlwerk in Wetzlar, Deutschland, wurde eine neue Entstaubungsanlage installiert.

Im Zuge der Neuplanung des Drahtwalzwerks der Metal Engineering Division am österreichischen Standort Donawitz kamen umfangreiche Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs zur Umsetzung: So wurde für die neue Walzstraße eine Kühlung der Elektrogebäude und Transformatorräume mit einer noch energieeffizienteren Kombination aus Kühlwasser-, Freecooling und Kompressionskühlung installiert. Eine substanzielle Energieeinsparung wird künftig auch in der Stahlproduktion am Standort Donawitz durch ein neu entwickelten Kühlsystem im Bereich des Hubbalkenofens erzielt; mittels integrierten Wärmetauscherkonzepts wird über den Sekundärkreislauf gleichzeitig auch die Beheizung von Werkstätten und Büroräumen ermöglicht.

In der Metal Forming Division wurden am österreichischen Standort Kematen drei Brikettierpressen in Betrieb genommen, die es ermöglichen, den anfallenden Schleifstaub als wertvollen Rohstoff wiederzuverwenden.

Aktuelle umweltpolitische Themen

Globaler Klimaschutz

Ende 2015 hat sich die internationale Staatengemeinschaft in Paris auf ein neues UN-Weltklimaabkommen verständigt, welches das bisherig geltende "Kyoto-Protokoll" ablösen soll. Eine abschließende Bewertung, wie weit dies tatsächlich der Fall sein wird, kann derzeit allerdings noch nicht erfolgen. Zwar wurde damit ein erster Schritt zu einem weltweiten Klimaschutzrahmen unter Einbeziehung aller Treibhausgasemittenten geschaffen; ob es sich jedoch, wie nicht zuletzt von der europäischen Industrie erhofft, tatsächlich um ein für alle Staaten gleichermaßen verbindliches und vergleichbares Abkommen mit fairen Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer handelt, ist aufgrund bisher fehlender Konkretisierung wesentlicher Eckpfeiler und ausstehender Ratifizierung derzeit noch ungewiss.

Europäische Ebene

In der Europäischen Union wurde der Prozess zur Ratifizierung des Weltklimaabkommens (die sowohl nach Unionsrecht als auch auf nationaler Ebene durch die Mitgliedsstaaten erfolgen muss) im März 2016 formell begonnen. Die Klimaschutzverpflichtung der EU ist dabei identisch mit den bereits bekannten "2030-Zielen" (CO2-Verringerung um 40 % gegenüber 1990).

Die Rahmenstrategie für die konkrete Umsetzung dieses ambitionierten Programms bildet die EU-"Energieunion", welche die wesentlichen Aspekte der Energie-, Klima-, Wettbewerbs- und Innovationspolitik vernetzen und koordinieren soll. Die EU-Kommission plant bis zum Frühjahr 2017 konkrete Vorschläge für die rechtliche Umsetzung dieses Pakets vorzulegen.

Zum geplanten EU-Emissionshandelssystem für die Handelsperiode 2021 bis 2030 liegt bereits seit Sommer 2015 ein erster Kommissionsentwurf

vor. Dieser stellt sich aus voestalpine-Sicht allerdings insofern kritisch dar, als er eine weitere Verringerung der Gesamtzertifikatemenge und eine erneute markante Absenkung von Benchmarkwerten für die Gratiszuteilung vorsieht. Die politischen Verhandlungen zur Reform und zur Positionierung Österreichs im EU-Rat sind derzeit auf breiter Ebene im Gang. Aus voestalpine-Sicht gilt es dabei unverändert, die bisherigen Schlüsselforderungen – nämlich 100 % kostenlose Zuteilung für "Best Performers" auf Basis realer Produktions- und technisch realistischer Benchmarkwerte sowie einen insgesamt adäquaten Carbon-Leakage-Schutz – zu berücksichtigen.

Entwicklung der Umweltaufwendungen

1 Erstmals wurde im GJ 2015/16 zusätzlich zu den emissionsintensiven österreichischen Konzernstandorten auch eine Reihe weiterer, vorwiegend internationaler Produktionsgesellschaften erfasst. Auf Basis der bisher erfassten österreichischen Standorte haben sich die umweltrelevanten Investitionen um 5 Mio. EUR von 43 Mio. EUR 2014/15 auf 47 Mio. EUR 2015/16 erhöht.

Bericht über die Risiken des Unternehmens

Aktives Risikomanagement, wie es im voestalpine--Konzern verstanden und angewandt wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt somit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte Gruppe dar. Der voestalpine-Konzern verfügt seit dem Geschäftsjahr 2000/01 über ein immer wieder aktualisiertes und erweitertes Risikomanagementsystem, das auch in Form einer allgemeinen und konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert ist.

Seit Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems ("IKS") sowie des Risikomanagementsystems ist in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich u. a. kontinuierlich auch mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystems (IKS) bzw. dessen Überwachung befasst. Sowohl Risikomanagement als auch Internes Kontrollsystem sind im voestalpine-Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsungebunden.

Der systematische Risikomanagementprozess unterstützt das Management, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse, es erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.

Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess ("erheben und analysieren, bewerten, bewältigen, dokumentieren und überwachen"), der mehrfach jährlich und konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer 9-Felder-Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, Finanz-, Compliance- und IT--Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.

Die im Vorjahresgeschäftsbericht für die wesentlichen Risikofelder dargestellten Vorsorgemaßnahmen haben nach wie vor Gültigkeit:

Rohstoffverfügbarkeit

Der voestalpine-Konzern verfolgt zur langfristigen Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten bereits seit einigen Jahren eine den erhöhten Risiken der jüngeren Vergangenheit (Minenschließungen, Kapazitätsanpassungen, Unsicherheiten im Zuge der "Energiewende") entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der anhaltenden Volatilität auf den Rohstoff- und Energiemärkten unverändert das Handeln bestimmen. (Näheres dazu im Kapitel "Rohstoffe" dieses Geschäftsberichtes.)

Richtlinie zur Rohstoffpreisabsicherung

In einer internen Richtlinie sind Ziele, Grundsätze, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Methodik, Abläufe und Entscheidungsprozesse für den Umgang mit Rohstoffrisiken festgelegt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Finanzderivate werden in erster Linie eingesetzt, um Fixpreisvereinbarungen auf der Verkaufsseite abzusichern.

CO2-Thematik

Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.

Ausfall von IT-Systemen

Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird an einem überwiegenden Teil der Konzernstandorte von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Tochtergesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) wahrgenommen. Aufgrund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur weiteren Minimierung möglicher IT-Ausfalls- und Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet. Diese Mindeststandards werden regelmäßig an neue Gegebenheiten angepasst, die Einhaltung wird jährlich in Form von Audits überprüft. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens in IT-Systeme und -Anwendungen so weit wie möglich zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt. Begleitend erfolgte auch im abgeschlossenen Geschäftsjahr wieder eine Onlinekampagne zur verstärkten Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich IT-Sicherheitsthemen.

Ausfall von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie entsprechende Schulungen der Mitarbeiter stellen ergänzende Maßnahmen dar.

Wissensmanagement

Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung vor Know-how-Verlust, wurden schon in der Vergangenheit anspruchsvolle Projekte initiiert, die konsequent weitergeführt werden. Es erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, neue Erkenntnisse aus wesentlichen Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen werden im Sinne von "lessons learned" entsprechend ab- und eingearbeitet. Detaillierte, in hohem Maße IT-gestützte Prozessdokumentationen tragen ebenfalls zur Sicherung des vorhandenen Wissens bei.

Risiken aus dem Finanzbereich

In Bezug auf Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt insbesondere auf die Erzielung von Natural Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil über derivative Finanzinstrumente, die ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft eingesetzt werden.

Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, auch in Krisenzeiten ihre Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist weiters eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch einen sehr hohen Anteil an Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird durch definierte Prozesse der Bonitätsbeurteilung, Risikobewertung, Risikoklassifizierung und Bonitätsüberwachung gemanagt. Per 31. März 2016 waren 78 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein tägliches Monitoring des Ratings und der Veränderung der CDS-Levels (Credit Default Swap) der Kontrahenten gesteuert.

Währungsrisiko

Vorrangiges Ziel des Fremdwährungsrisikomanagements ist es, durch Bündelung der Cashflows einen Natural Hedge (Cross Currency Netting) in der Gruppe zu erzielen. Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten durch das Konzern-Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Zinsrisiko

Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird insbesondere das Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) gemanagt. Mit Stichtag 31. März 2016 führt die Erhöhung des Zinsniveaus um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des Nettozinsaufwands im nächsten Geschäftsjahr um 8,6 Mio. EUR. Dies ist jedoch eine Stichtagsbetrachtung, die im Zeitverlauf starken Schwankungen unterliegen kann. Da die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Liquiditätsreserve hält, bestehen auch zinstragende Veranlagungen. Um daraus ein Zinsrisiko zu vermeiden, wird das Zinsänderungsrisiko, ausgedrückt durch die modifizierte Duration, der Aktivseite an das Zinsänderungsrisiko der Passivseite gekoppelt (Aktiv-Passiv-Management).

Preisrisiko

Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt, zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen eingesetzt.

Compliance-Risiken

Compliance-Verstöße, wie z. B. Kartell- und Korruptionsverstöße, stellen ein erhebliches Risiko dar und können nachteilige Auswirkungen – sowohl in Bezug auf finanzielle Schäden als auch Reputationsschäden – haben. Durch unser Compliance Management System begegnen wir insbesondere Kartell- und Korruptionsverstößen, diese können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Zu Kartellverfahren und -vorwürfen siehe Kapitel 19. im Anhang.

Unsicherheiten in der Gesetzgebung

Steuerrechtliche

Firmenwertabschreibung in Österreich

Mit Beschluss vom 30. Jänner 2014 hat der (österreichische) Verwaltungsgerichtshof ein Vorabentscheidungsersuchen an den EUGH – VwGH 30.1.2014, EU 2014/0001-1 (2013/15/0186) – gerichtet. U. a. mit der Frage, ob die Firmenwertabschreibung bei Anschaffung einer inländischen Beteiligung im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung Beihilfecharakter im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV hat. Nach dem Urteil des EuGH vom 6.10.2015, C-66/14, steht die Frage, ob eine staatliche Beihilfe gegeben ist, mit dem Ausgangsrechtsstreit in keinem Zusammenhang, weshalb sie unzulässig ist. Der Verwaltungsgerichtshof hat in der Folge mit Erkenntnis vom 10.2.2016, 2015/15/0001, entschieden, dass keine verbotene Beihilfe vorliegt. Das bisher festgehaltene Risiko der Rückabwicklung ist somit weggefallen.

Energieabgabenrückvergütung in Österreich

Betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung hat das (österreichische) Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014) gerichtet. Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach dem 31.12.2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. Die Vorlagefragen befassen sich mit der Verletzung von Verpflichtungen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), fehlenden Umweltschutzmaßnahmen in der Vergütungsregelung und der fehlenden zeitlichen Einschränkung der Freistellung. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission und den Schlussanträgen des Generalanwalts erfüllt das erwähnte Gesetz nicht die formellen Voraussetzungen des europäischen Rechts, um in den Genuss einer Freistellung von der Anmeldepflicht einer staatlichen Beihilfe zu kommen. Folgt der EuGH dieser Rechtsansicht, würde die erforderliche Genehmigung der Europäischen Kommission nicht vorliegen und die Energieabgabenvergütung wäre wieder auf Dienstleistungsbetriebe auszudehnen. Nach dem gegenwärtigen Stand dieses Verfahrens wird daher mit keinen negativen Folgen für die voestalpine AG gerechnet.

Wirtschafts- und Finanzkrise

Basierend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die auch im vergangenen Geschäftsjahr sowie in den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Diese zielen insbesondere darauf ab,

  • die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
  • die hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung aufrecht zu erhalten,
  • ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie
  • das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitätsund Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.

Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Die Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab. Es ist festzuhalten, dass die Risiken im voestalpine-Konzern aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.

Bericht über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von österreichischen Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Die Einrichtung eines angemessenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand der voestalpine AG hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Richtlinien verabschiedet. Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend, ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie zur Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.

Der gesamte Prozess, von der Beschaffung bis zur Zahlung, unterliegt strengen, konzerneinheitlichen Richtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken auf ein Minimum reduzieren sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie etwa strikte Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie insbesondere auch ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung bzw. Segmentierung von sensiblen Tätigkeiten durch eine generell restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den einzelnen Konzernunternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Ordnungsmäßigkeit dieser SAP-Systeme wird u. a. auch durch direkt im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleistet. Berichte über kritische Berechtigungen und Berechtigungskonflikte werden in automatisierter Form erstellt. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei vollkonsolidierten Gesellschaften deren Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungs- und Berichtssystem übernommen. Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich für alle Konzerngesellschaften.

Zur weitestmöglichen Vermeidung von Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem, andererseits aber auch zahlreiche manuelle Prüfungen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht und Diskussion der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten. Die zusammenfassende Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erfolgt im Controlling-Handbuch der voestalpine AG.

Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an ihre jeweiligen Geschäftsführer und die Divisionsvorstände sowie nach Genehmigung an den Holdingbereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf erstellt. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat, Board oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.

Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem konzernalen Risikomanagement. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind. Die Überwachung der Einhaltung des Internen Kontrollsystems einschließlich der erforderlichen Qualitätsstandards erfolgt laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet dabei eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.

Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme und deren konzernweite Umsetzung den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.

Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2016 317.851.287,79 EUR und ist in 174.949.163 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, sowie die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, halten jeweils mehr als 10 % (und weniger als 15 %) am Grundkapital der Gesellschaft. Die Oberbank AG, Linz, hält mehr als 5 % (und weniger als 10 %) und die Norges Bank (Norwegische Zentralbank) hält mehr als 4 % (und weniger als 5 %) am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.

Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie den Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17. (Eigenkapital) des Anhanges zum Konzernabschluss 2015/16 verwiesen.

Die im März 2013 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. EUR, die 500 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2011–2018, die 500 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2012–2018, die 400 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2014–2021, Schuldscheindarlehen in der Höhe von gesamt 687,5 Mio. EUR und 100 Mio. USD sowie der im März 2015 abgeschlossene syndizierte Kredit in der Höhe von 900 Mio. EUR (Verwendung für allgemeine Unternehmenszwecke und zur Refinanzierung des syndizierten Kredites 2011; davon 600 Mio. EUR Revolving Credit Facility zur Liquiditätssicherung) und bilaterale Kreditverträge im Umfang von 526 Mio. EUR und 399,5 Mio. USD enthalten sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihen steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den Kreditgebern im Falle des Eintrittes eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihen erhöht sich der jeweilige Festzinssatz (Zinssatz der Festzinsperioden) bzw. die jeweilige Marge (Zinssatz der Variablen Zinsperioden) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Ausblick

"Im Rückblick bleibt zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 einmal mehr vor allem die Feststellung, dass sich die Erwartungen des Jahresbeginns – nämlich der Übergang der weltwirtschaftlichen Entwicklung vom inzwischen fünfjährigen Krisenmodus in einen erstmals wieder breiten Aufwärtstrend – neuerlich nicht erfüllt haben. Abgesehen von den USA und Mexiko, einigen südostasiatischen und einzelnen europäischen Ländern blieb die Realität am Ende wie schon in den Jahren davor deutlich hinter den ursprünglichen Hoffnungen zurück."

Viel treffender könnte man die Entwicklung im vergangenen Geschäftsjahr nicht charakterisieren, wäre dies nicht schon die Beschreibung des Vorjahres im damaligen Geschäftsbericht gewesen, wie die Jahreszahl 2014/15 unschwer erkennen lässt. Einmal mehr wird damit aber allzu deutlich, wie weit nicht nur die europäische, sondern die gesamte Weltwirtschaft auch über sieben Jahre "nach Lehman" noch von dem, was einmal als "normale" Konjunkturentwicklung verstanden wurde, entfernt ist.

Auch die konjunkturellen Voraussetzungen zu Beginn des Geschäftsjahres 2016/17 lassen eine kurzfristige Besserung der globalen Wirtschaftssituation nur wenig wahrscheinlich erscheinen. Dies spiegeln auch die jüngsten Konjunkturprognosen einer Reihe von renommierten Wirtschaftsinstitutionen wie dem Internationalen Währungsfonds oder der OECD wider. Unabhängig von den ökonomischen Dimensionen wäre als Voraussetzung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Erholung nicht zuletzt eine Deeskalation in den politischen Krisenherden der Welt notwendig – insbesondere jenen im Nahen und Mittleren Osten, aber auch in Afrika –, für die es derzeit allerdings nur geringe Anzeichen gibt. In ihren wirtschaftlichen Auswirkungen unmittelbarer wirkt die Tatsache, dass in jenen Regionen, die in den letzten Jahren das Wachstum der Weltwirtschaft getragen haben, die konjunkturelle Dynamik nachgelassen hat. Dies gilt insbesondere für China, aber auch die USA, deren schwächeres Wachstum realistischerweise auch nicht durch eine zunehmende Konjunkturdynamik am indischen Subkontinent und eine gewisse weitere Belebung in Teilen Europas kompensierbar sein wird. Unverändert keine Wachstumsunterstützung ist im Jahresverlauf aus den Krisenregionen Brasilien und Russland zu erwarten.

Trotz dieses generell schwierigen Umfeldes gibt es seit Jahresbeginn 2016 auch Ansätze, die für eine Entspannung der wirtschaftlichen Entwicklung im weiteren Jahresverlauf sorgen könnten. Dazu gehört eine gewisse Stabilisierung der Rohstoffpreise, allen voran des Ölpreises, genauso wie ein gegenüber dem Vorjahr deutlich stabileres globales Wechselkursgefüge und die weltweit anhaltend starke Entwicklung der Automobilindustrie. In der 2. Jahreshälfte könnten auch erste positive Effekte des neuen chinesischen Fünfjahresplanes und der entsprechenden konjunkturellen Unterstützungsmaßnahmen durch die chinesische Zentralbank wirksam werden. In Europa sollten die vor gut zwölf Monaten eingeleiteten konjunkturstimulierenden Maßnahmen der EU-Kommission und die Wachstumsunterstützung der Europäischen Zentralbank 2016 bereits wesentlich stärker spürbar werden, als dies im vergangenen Jahr der Fall war.

Die im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu erwartende Nachfrageentwicklung stellt sich für die einzelnen Industriesegmente sehr unterschiedlich dar: In der Automobilindustrie – dem weitaus wichtigsten Umsatzsegment des voestalpine-Konzerns – zeichnet sich, wie bereits erwähnt, eine stabile Bedarfsentwicklung auf weltweit unverändert hohem Niveau ab. Grundsätzlich positiv, regional bedingt durch Nachfrageschwächen seitens der Schwerlastbahnen aus dem Rohstoffsektor, allerdings differenzierter und aktuell vor allem getrieben durch eine zufriedenstellende Nachfrage in Europa und China, stellt sich die Lage im Bereich Eisenbahninfrastruktur dar. Ebenfalls eine ungebrochen starke Entwicklung nimmt die Flugzeugindustrie, in Bezug auf Umsatz und Absatzvolumen zwar kleinster, aber am stärksten wachsender Bereich des insgesamt fast 50 % des Konzernumsatzes auf sich vereinigenden Kundenportfolios im Bereich Mobilität.

Ungleich schwieriger und in der Entwicklung im weiteren Jahresverlauf kaum abschätzbar stellt sich der Energiesektor dar, auf den rund 15 % des voestalpine-Umsatzes entfallen. Die konventionelle Energieerzeugung (Kraftwerks- und Energiemaschinenbau) befindet sich in Europa als Konsequenz des Nachfrageeinbruchs infolge der "Energiewende" in einem permanenten Restrukturierungsprozess; weiterhin steigende Bedarfe beschränken sich auf die – anlagentechnisch inzwischen weitgehend autonomen – Emerging Markets, insbesondere China und Indien. Der durch ein massives globales Überangebot im Verlauf des Jahres 2015 aus den Fugen geratene Öl- und Gasmarkt zeigte zuletzt preislich vorsichtige Konsolidierungstendenzen. Ob und wie weit sich daraus im Verlauf des neuen Geschäftsjahres tatsächlich auch eine Belebung der Anlagen- und Ausrüstungsinvestitionen dieses Sektors ergibt, bleibt allerdings abzuwarten.

Weiterhin wenig spektakulär, aber alles in allem stabil auf solidem Niveau, verläuft die Konjunkturentwicklung in der Konsumgüter-, Hausgeräte- und Elektroindustrie, vergleichsweise deutlich volatiler mit zuletzt allerdings positiver Tendenz stellt sich – nicht nur in Europa – die Nachfrage im Maschinenbau dar. Die für die Gesamtkonjunkturentwicklung wichtige, für den voestalpine-Konzern aber nur wenig relevante Bau- und Bauzulieferindustrie entwickelt sich weiterhin sowohl global als auch aus engerer europäischer Sicht betrachtet sehr unterschiedlich. Vor allem in Europa, zuletzt aber auch wieder verstärkt in China, wird mit staatlichen Unterstützungsmaßnahmen versucht, dem Sektor zusätzliche Dynamik zu verleihen.

Die aus der generellen Konjunkturschwäche bei gleichzeitig massiven Überkapazitäten resultierenden spezifischen Probleme der Stahlindustrie nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Regionen, werden seit Sommer 2015 noch durch extrem gesteigerte Exporte zu Dumpingpreisen aus einzelnen Ländern, insbesondere China, massiv verschärft. Der voestalpine-Konzern ist davon aufgrund einer seit mehr als 25 Jahren in seinem Stahlbereich praktizierten "Hightech/ Highquality-Strategie" und einer darauf aufbauenden, seit über 15 Jahren konsequent umgesetzten "Downstream-Strategie" vergleichsweise nur wenig betroffen. Hauptverantwortlich für diese vor allem in schwierigen Zeiten zum Tragen kommende Sonderposition ist die Tatsache, dass heute rund 70 % des Umsatzes dem anspruchsvollen Industriegüterbereich, wie etwa kompletten Weichensystemen für Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken, komplexen Automobilkomponenten oder anspruchsvollen Flugzeugteilen, zuzuordnen sind. Aber auch die verbleibenden 30 % an Umsatz stellen hochqualitative Stahlprodukte dar, welche sich massiv von am Spotmarkt gehandelten Commodities differenzieren und ausschließlich über direkte längerfristige Vertragsbeziehungen mit Endkunden abgesetzt werden. Die damit im Konkurrenzvergleich sich deutlich differenzierende Aufstellung des Konzerns mit einem klaren Fokus auf dem Technologie- und Industriegüterbereich wird operativ durch permanente Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsprogramme unterstützt; so geht 2016/17 das bisher letzte, eine Laufzeit von drei Jahren und Verbesserungsmaßnahmen im Gesamtvolumen von 1 Mrd. EUR umfassende Programm in seine finale Phase.

Vor dem Hintergrund dieser insgesamt sehr spezifischen Positionierung sollte für den voestalpine-Konzern auch im Geschäftsjahr 2016/17 selbst bei einem anhaltend schwierigen konjunkturellen Umfeld ein (bereinigtes) operatives Ergebnis (EBITDA) und ein (bereinigtes) Betriebsergebnis (EBIT) zumindest annähernd auf Höhe des vergangenen Geschäftsjahres möglich sein. Jede weitergehende Ergebnisindikation würde aufgrund der extremen politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten des aktuellen Umfeldes den Ansprüchen verantwortungsbewusster Unternehmens- und Kapitalmarktkommunikation widersprechen.

Linz, 25. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab

Jahresfinanzbericht 2015/16 67

Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Nach Jahren kontinuierlicher Steigerungsraten der weltweiten Stahlproduktion brachte das Jahr 2015 eine Trendwende. Hintergrund dieser Entwicklung ist vor allem eine strukturelle Änderung der chinesischen Wirtschaftspolitik von einer stark staatsinterventionistischen, investitionsgetriebenen Wirtschaftsstruktur hin zu einer verstärkten Ausrichtung auf Konsum und Dienstleistungen. Die chinesische Stahlindustrie, die aktuell rund die Hälfte zur weltweiten Produktion beiträgt, war 2015 erstmals seit vielen Jahren mit einer rückläufigen Bedarfsentwicklung konfrontiert. Da in der Vergangenheit enorme Stahlkapazitäten aufgebaut wurden und China damit über gigantische strukturelle Überkapazitäten verfügt, hatte der Nachfrageschwund zunächst wettbewerbsbedingt negative Auswirkungen auf die Stahlpreise vor Ort. Angesichts der darauf folgenden massiven Ausweitung der Exporttätigkeit der chinesischen Stahlerzeuger gerieten auch die globalen Stahlpreise sehr rasch unter Druck. Verschärft wurde die Lage durch den rapiden Preiseinbruch der für die Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffe, deren Ursache wiederum vor allem im schwindenden Rohstoffverbrauch in China zu sehen ist. Viele der von den chinesischen Importen betroffenen Länder reagierten auf die Überschwemmung mit Commodity-Produkten mit der Verhängung von Einfuhrzöllen. Auch von der Europäischen Kommission wurden im Frühjahr 2015 Untersuchungen in Bezug auf Dumpingvorwürfe bei kaltgewalztem Stahlband mit den Herkunftsländern China und Russland eingeleitet, die schließlich im Februar 2016 zur Verhängung vorläufiger Strafzölle führten. Ebenfalls im Februar 2016 hat die Kommission Dumpingermittlungen für die wesentlich bedeutenderen Produktgruppen warmgewalztes Stahlband sowie Grobblech aus China aufgenommen, wobei die Entscheidung in Bezug auf vorläufige Einfuhrzölle allerdings nicht vor kommendem Herbst zu erwarten ist.

Vor diesem Hintergrund ist auch die Entwicklung der Stahlpreise in Europa im abgelaufenen Geschäftsjahr zu sehen. Trotz einer – mit Ausnahme der Bauindustrie – überwiegend soliden Nachfragesituation der für die Stahlindustrie wesentlichen Kundensegmente verfielen die Warmbandpreise am Spotmarkt in Südeuropa gegen Jahresende 2015 auf unter 300 EUR je Tonne und damit auf ein Niveau, das nicht einmal am Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise erreicht wurde. Durch die Ausrichtung auf das höchste Gütenspektrum und den Fokus auf Kontraktgeschäfte mit langjährigen Kunden konnte sich die Steel Division dem negativen Sentiment zwar auch nicht völlig entziehen, die Preiseinbußen fielen aber deutlich geringer aus, als das am commodityfokussierten Spotmarkt der Fall war. Gegen Ende des Geschäftsjahres 2015/16 kam es zu einer leichten Erholung der Stahlpreise am Spotmarkt, die allerdings in erster Linie dem Anstieg der Rohstoffpreise und weniger einer generellen Stimmungsänderung geschuldet war. Die Steel Division profitierte von ihrer Ausrich-

tung auf das anspruchsvollste Marktsegment, die Automobilindustrie, welche einmal mehr als Impulsgeber für die Vollauslastung aller wesentlichen Produktionsaggregate war. Die Neuzulassungen in der Automobilbranche lagen in der Europäischen Union im Kalenderjahr 2015 nochmals um annähernd 10 % über dem bereits guten Vorjahresniveau. Neben den Premiumproduzenten konnten erstmals seit längerer Zeit auch die Hersteller von Klein- und Kompaktautos ihre Produktionszahlen wieder an solide Niveaus heranführen. Führende europäische Autohersteller, die hohe Wachstumsraten auch in China und

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.873,9 3.753,7 –3,1
EBITDA 450,3 478,3 6,2
EBITDA-Marge 11,6 % 12,7 %
EBIT 208,0 220,0 5,8
EBIT-Marge 5,4 % 5,9 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 11.103 10.891 –1,9

Kennzahlen der Steel Division

den USA ausweisen, werden von der Steel Division mittlerweile nicht mehr nur an ihren europäischen Produktionsstätten, sondern verstärkt auch an ihren internationalen Standorten mit hochqualitativen Stahlgüten bzw. daraus gefertigten Komponenten beliefert.

Die Nachfrage aus der europäischen Maschinenbauindustrie zeigte im Geschäftsjahr 2015/16 angesichts verhaltenen globalen Wachstums in für sie wesentlichen Industriezweigen eine volatile und insgesamt nur mäßige Entwicklung. Hingegen bewegten sich die Produktionszahlen in der Konsumgüter-, insbesondere der Hausgeräteindustrie auf einem durchaus soliden Niveau. Der Bauindustrie, die – gemessen am gesamteuropäischen Stahlbedarf – für die Steel Division eine eher geringe Bedeutung aufweist, gelang auch im abgelaufenen Geschäftsjahr – abgesehen von Einzelmärkten – nicht die Rückkehr zu einer einigermaßen normalen Nachfrageentwicklung.

Im Energiesegment lag das Hauptaugenmerk 2015/16 nach dem endgültigen Stopp einer Tiefseepipeline durch das Schwarze Meer auf der Rohrvergabe für die Ostseepipeline von Russland in die Europäische Union. Der Geschäftsbereich Grobblech sicherte sich dabei Mitte April 2016 einen Großauftrag über hochfeste Röhrenbleche bester Qualität für das Projekt "Nord Stream 2". Die Lieferung von mehreren 100.000 Tonnen an Spezialblechen wird von August 2016 bis Februar 2018 an den strategischen Partner OMK, Russland, erfolgen. Für eine solide Auslastung des neuen Grobblechwalzgerüstes auch bereits im Geschäftsjahr 2015/16 sorgte insbesondere ein Auftrag über 95.000 Tonnen hochqualitativer Röhrenbleche für ein Erdgasprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Trotz erheblich verschärfter Wettbewerbsbedingungen konnte die Steel Division im Geschäftsjahr 2015/16 im Vorjahresvergleich bei den ergebnisbezogenen Kennziffern weiter zulegen. Dem stehen auf der Umsatzseite leichte Einbußen gegenüber, da sowohl das Preisniveau als auch die Versandmengen 2015/16 unter den Vorjahreswerten zu liegen kamen. Im Einzelnen sanken die Umsatzerlöse im 12-Monats-Vergleich um 3,1 % von 3.873,9 Mio. EUR auf 3.753,7 Mio. EUR. Während der Rückgang bei den Verkaufserlösen durch niedrigere Einsatzkosten rohstoffseitig mehr als wettgemacht werden konnte, belastete die durch eine viereinhalbmonatige planmäßige Großreparatur des Hochofens 5 bedingte verringerte Versandmenge auch das Ergebnis. Dass im abgelaufenen Geschäftsjahr dennoch sowohl das operative Ergebnis (EBITDA) als auch das Betriebsergebnis (EBIT) des Vorjahres übertroffen werden konnten, liegt an den positiven Effekten des laufenden Effizienz- und Kostenoptimierungsprogramms. Damit stieg das EBITDA um 6,2 % von 450,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2014/15 auf 478,3 Mio. EUR 2015/16, womit auch die EBITDA-Marge von 11,6 % auf 12,7 % zunahm. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das EBIT um 5,8 % von 208,0 Mio. EUR (Marge 5,4 %) auf 220,0 Mio. EUR (Marge 5,9 %).

Im direkten Vergleich vom 3. und 4. Quartal 2015/16 zeigt sich ebenfalls eine positive Entwicklung. So konnten die Umsatzerlöse bedingt durch eine deutliche Zunahme der Versandmengen um 8,8 % von 844,3 Mio. EUR auf 918,6 Mio. EUR zulegen. Die Mengenerhöhungen ermöglichten auch eine Ausweitung des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 11,2 % von 106,6 Mio. EUR im 3. Quartal auf 118,5 Mio. EUR im 4. Quartal 2015/16. Die EBITDA-Marge stieg damit leicht von 12,6 % auf 12,9 %. Das EBIT verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 10,9 % von 41,4 Mio. EUR (Marge 4,9 %) auf 45,9 Mio. EUR (Marge 5,0 %).

In der Steel Division waren per 31. März 2016 10.891 Beschäftigte (FTE) tätig, dies entspricht im Vergleich mit dem analogen Stichtag des Vorjahres (11.103 Beschäftigte) einer Reduktion um 1,9 %.

Märkte der Steel Division

Quartalsentwicklung der Steel Division

Mio. EUR 1. Quartal
2015/16
2. Quartal
2015/16
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
GJ
2015/16
Umsatzerlöse 1.060,9 929,9 844,3 918,6 3.753,7
EBITDA 134,2 119,0 106,6 118,5 478,3
EBITDA-Marge 12,6 % 12,8 % 12,6 % 12,9 % 12,7 %
EBIT 74,7 58,0 41,4 45,9 220,0
EBIT-Marge 7,0 % 6,2 % 4,9 % 5,0 % 5,9 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
11.036 11.054 10.858 10.891 10.891

Special Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Wie im gesamten Konzern dämpften auch in der Special Steel Division regional zunehmende politische Instabilität, Wirtschaftsembargos, ein teilweise massiver Rückgang der Rohstoffpreise und erhebliche Währungsschwankungen im abgelaufenen Jahr das wirtschaftliche Umfeld. Der anhaltend niedrige Ölpreis hat die Öl- und Gasexploration sowie den damit verbundenen Edelstahlverbrauch in dieser wichtigen Kundenbranche stark reduziert, was zu einem deutlichen Rückgang im Auftragseingang dieses Segments führte. Der Absatz der Division im Bereich Maschinenbau war nach wie vor durch eine gedämpfte Nachfrage vor allem aus China beeinträchtigt, wogegen sich die Geschäftsentwicklung in der Luftfahrt anhaltend positiv darstellte. Die ebenfalls unverändert solide Nachfrage im Segment Werkzeugstahl stützte sich vor allem auf einen starken Auftragseingang aus der Automobilindustrie.

In regionaler Hinsicht zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein insgesamt wenig homogenes Bild. Trotz stabiler Entwicklung in der Automobil- und Konsumgüterindustrie sowie den nach wie vor positiven Aussichten im Luftfahrtsektor stellte sich Europa weiterhin als Markt mit ansonsten nur geringen Wachstumsimpulsen dar. Der bereits seit Jahren schwache Energiemaschinenbau (Kraftwerke) zeigte weiterhin keine Erholungstendenzen, ebenso blieb der allgemeine Maschinenbau unter den Erwartungen. Die weltweit geringe Investitionstätigkeit in der Öl- und Gasindustrie wirkte sich auch deutlich negativ auf die europäischen Zulieferbetriebe der globalen Ölfeldausrüster aus. Die direkten Auswirkungen des politischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine blieben zwar gering, gewisse indirekte Effekte vor allem im allgemeinen Maschinenbau und der Agrarindustrie waren allerdings doch spürbar.

In den USA wurde 2015/16 vor allem im Gefolge der Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar ein deutliches Wachstum des Geschäftsvolumens erzielt. Dies gilt insbesondere für die Wettbewerbsposition der Special Steel Division gegenüber ihren nordamerikanischen Konkurrenten im Luftfahrtbereich. Obwohl das Geschäft mit der Öl- und Gasindustrie seit dem Sommer 2015 durch massive Einbrüche gekennzeichnet war, bewährte sich das im letzten Jahr neu eröffnete Öl- und Gas-Servicecenter in Houston, Texas, USA, in seiner Rolle als flexibler Partner zur Abdeckung kurzfristiger Bedarfsfälle, was selbst in der Krise eine Geschäftsausweitung ermöglichte. Zusätzlich entwickelte sich die Nachfrage nach Werkzeugstahl durch die Ausweitung der Produktionskapazitäten im Automobilbereich vor allem in Mexiko positiv.

In Südamerika, speziell in Brasilien, hat sich das Wirtschaftsklima im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter verschlechtert. Die Industrie, insbesondere der gesamte Automobilbereich, war mit weiter rückläufigen Absatzzahlen konfrontiert. Steigende Arbeitslosigkeit, sinkende Einkommen und nicht zuletzt der Korruptionsskandal drückten die Investitionstätigkeit in allen wesentlichen Industriesegmenten. Einzig positives Element in der wirtschaftlichen Entwicklung Brasiliens war der deutlich gefallene Wechselkurs der brasilianischen Währung, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit – vor allem bei Exporten nach Nordamerika – stärkte. In Asien, insbesondere in Indien und China, profitierte die Division von einer günstigen Wirtschaftsentwicklung in den für sie wichtigsten Kundenbranchen, womit die Geschäftstätigkeit in diesem Raum gegenüber den Vorjahren insgesamt weiter ausgebaut werden konnte.

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.777,4 2.650,9 –4,6
EBITDA 406,9 364,1 –10,5
EBITDA-Marge 14,6 % 13,7 %
EBIT 253,6 227,2 –10,4
EBIT-Marge 9,1 % 8,6 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 13.490 13.470 –0,2

Kennzahlen der Special Steel Division1

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1Q 2015/16 und 2Q 2015/16 rückwirkend angepasst.

Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".

Der Geschäftsbereich High Performance Metals (Produktion) war im Geschäftsjahr 2015/16 nicht nur von einem grundsätzlich verminderten Bedarf, sondern darüber hinaus auch mit überhöhten Lagerbeständen bei den Kunden konfrontiert. Punktuell mussten dadurch temporär Kapazitätsanpassungen an einzelnen Standorten vorgenommen werden. Dennoch konnte gleichzeitig der Absatz von Premiumprodukten – z. B. umgeschmolzenen und pulvermetallurgisch hergestellten Stählen – weiter gesteigert werden. Unverändert schwierig stellte sich hingegen die Marktsituation bei Produkten für den Schwerund Energiemaschinenbau dar. Im Gegensatz dazu entwickelte sich die Nachfrage nach Spezialstählen für die Luftfahrtindustrie weiterhin deutlich positiv. Die Restrukturierung des Produktionsstandortes Buderus Edelstahl in Wetzlar, Deutschland, wurde konsequent weiter vorangetrieben, wobei der Fokus auf einer massiven Kostensenkung und einer teilweisen strategischen Neuorientierung in Richtung von Werkzeugstahl-Produkten liegt.

Im Geschäftsbereich Value Added-Services wurde die Erweiterung des Serviceangebotes im vergangenen Geschäftsjahr auf Basis von Standortexpansionen, Neugründungen und Akquisitionen (siehe auch Kapitel "Investitionen" und "Akquisitionen") auf breiter Front fortgesetzt. Über die Investitionen in diesem Geschäftsbereich mit seinen derzeit bereits rund 160 Servicecentern baut die Division ihre führende Position als Premium Service Provider für den Werkzeugbau weltweit konsequent weiter aus. Dies führte trotz schwieriger Marktbedingungen insgesamt zu einer Ausweitung des Liefervolumens bei vergleichsweise geringen Preisschwankungen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Der verminderte Bedarf in der Öl- und Gasindustrie führte im Geschäftsjahr 2015/16 zu einer Reduktion der divisionalen Versandmenge, wobei die Auslieferung von Premiumstählen allerdings sogar zugenommen hat. Gleichzeitig hatte auch die Weitergabe der rückläufigen Kosten für Legierungsmetalle an die Kunden sinkende Preise zur Folge, wogegen der im Vergleich zum US-Dollar schwächer gewordene Euro bei Lieferungen in den US-Dollar-Raum positive Umsatzund Ergebniseffekte nach sich zog. Dennoch sanken die Umsatzerlöse insgesamt um 4,6 % von 2.777,4 Mio. EUR 2014/15 auf 2.650,9 Mio. EUR 2015/16. Die fallenden Rohstoffpreise beeinflussten nicht nur das Preisniveau, sondern machten auch Wertberichtigungen der Bestände mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Ergebnisse notwendig. Die Fortsetzung der umfangreichen Kosteneinsparungsprogramme konnte den Einfluss auf die Ergebnisentwicklung zwar teilweise kompensieren, dennoch reduzierte sich das operative Ergebnis (EBITDA) um 10,5 % von 406,9 Mio. EUR auf 364,1 Mio. EUR, auch die EBITDA-Marge blieb dadurch im Geschäftsjahr 2015/16 mit 13,7 % unter dem Vorjahreswert von 14,6 %. Das EBIT ging im gleichen Zeitraum um 10,4 % von 253,6 Mio. EUR auf 227,2 Mio. EUR, die EBIT-Marge von 9,1 % auf 8,6 % zurück.

Der unmittelbare Vergleich von 3. und 4. Quartal 2015/16 zeigt eine deutliche Steigerung der wesentlichen Kennziffern, was vorwiegend auf saisonale Effekte zurückzuführen ist. Insgesamt nahmen die Umsatzerlöse durch eine Erhöhung der Versandmengen im Quartalsvergleich um 8,1 % von 616,0 Mio. EUR auf 666,1 Mio. EUR zu. Gleichzeitig verzeichnete das EBITDA einen Anstieg um 41,2 % von 73,8 Mio. EUR (Marge 12,0 %) auf 104,2 Mio. EUR (Marge 15,6 %). Um nicht weniger als 70,4 %, nämlich von 40,5 Mio. EUR im 3. Quartal 2015/16 auf 69,0 Mio. EUR im 4. Quartal 2015/16, konnte das EBIT gesteigert werden, womit sich die EBIT-Marge im direkten Quartalsvergleich von 6,6 % auf 10,4 % erhöhte.

Zum 31. März 2016 waren in der Special Steel Division 13.470 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt. Dies sind um 0,2 % weniger als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (13.490 FTE), obwohl die Division 2015/16 Unternehmenszukäufe getätigt hat.

Kunden der Special Steel Division

Märkte der Special Steel Division

Quartalsentwicklung der Special Steel Division1

Mio. EUR 1. Quartal
2015/16
2. Quartal
2015/16
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
GJ
2015/16
Umsatzerlöse 709,0 659,8 616,0 666,1 2.650,9
EBITDA 99,9 86,2 73,8 104,2 364,1
EBITDA-Marge 14,1 % 13,1 % 12,0 % 15,6 % 13,7 %
EBIT 65,2 52,5 40,5 69,0 227,2
EBIT-Marge 9,2 % 8,0 % 6,6 % 10,4 % 8,6 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
13.411 13.434 13.301 13.470 13.470

1 Geschäftsjahr 2014/15 sowie 1 Q 2015/16 und 2 Q 2015/16 rückwirkend angepasst.

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Metal Engineering Division war 2015/16 durch ein anhaltend günstiges Umfeld im für sie wichtigsten Marktsegment, der Eisenbahn-Infrastruktur, geprägt. Dass die – bereinigten – Ergebniszahlen letztlich dennoch unter jenen der Vorjahre zu liegen kamen, liegt im Wesentlichen an der im Jahresverlauf eingetretenen, massiven Eintrübung des Umfeldes im Öl- und Gasbereich. Durch unverzüglich eingeleitete Maßnahmen sowohl markt- als auch kostenseitig konnte der operative Ergebnisrückgang dabei in überschaubarem Rahmen gehalten und damit auch eine weitgehende Vollauslastung der Stahlkapazitäten am Standort Donawitz, Österreich, über das gesamte Geschäftsjahr 2015/16 gewährleistet werden.

Im Geschäftsbereich Rail Technology (Schienen) entwickelte sich vor allem der europäische Markt sehr erfreulich, wodurch die Produktions- und Versandmengen hochqualitativer Schienengüten im Geschäftsjahr 2015/16 ein neues Rekordniveau erreichten. Die außereuropäischen Eisenbahnprojekte waren hingegen vor allem im Schwerlastverkehr erstmals seit Jahren durch eine vergleichsweise schwache Nachfrage vor allem aus dem Bergbaubereich geprägt. Durch die Inbetriebnahme eines neuen Hubbalkenofens im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2015/16 wurde ein weiterer Schritt zur nochmaligen Steigerung von Produktivität- und Qualität im Geschäftsbereich Rail Technology gesetzt.

Der Geschäftsbereich Turnout Systems (Weichensysteme) blickt auf das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte zurück. Dabei konnten nicht nur Nachfrageschwächen im Bergbaubereich anderweitig ausgeglichen, sondern auch die Position als weltweit führender Anbieter von Weichensystemen durch neuerliche Zuwächse auf den Gebieten Hochgeschwindigkeits- sowie Nahverkehr unterstrichen werden. Regional betrachtet profitierten die Turnout Systems in den USA von einer weiterhin starken Nachfrage nach Weichen im urbanen Bereich, wogegen sich der Bedarf im Schwerlastverkehr im Jahresverlauf merkbar abschwächte. Dieser Rückgang ist einerseits strukturell begründet (Abnahme des Transportvolumens von Kraftwerkskohle aufgrund der Forcierung von Gaskraftwerken), hat andererseits aber auch konjunkturelle Ursachen (rückläufige Rohstofftransporte, z. B. Öl, Erz, Kohle, Ausrüstungsgüter). Durch die Konjunkturschwäche bedingte nachlassende Rohstofftransporte begründen auch die Investitionsrücknahmen in der Eisenbahninfrastruktur Australiens, Brasiliens und Südafrikas. In China wurden die umfangreichen Investitionen in den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes mit dem Effekt einer anhaltend soliden Geschäftsentwicklung fortgesetzt, während in Indien bürokratische Hürden zu Projektverschiebungen führten. Was Europa betrifft, profitierten auch die Weichensysteme von den umfassenden Investitionen in die Erhaltung und den Ausbau des Eisenbahnnetzes.

Die tragende Säule im Geschäftsbereich Wire Technology (Draht) bildete auch im Geschäftsjahr 2015/16 die solide Nachfragedynamik aus der Automobilindustrie. Die Auftragslage aus dem Bau- und Maschinenbausegment entwickelte sich hingegen eher zurückhaltend. Der Hochlauf der Produktion von hochfesten Feinstdrähten in einem neuen Werk in Fürstenfeld, Österreich, verläuft vor allem aufgrund zunehmender Kundennachfrage aus der wiedererstarkten Photovoltaikindustrie insgesamt zufriedenstellend. Das im Vorjahr zugekaufte italienische Drahtweiterverarbeitungsunternehmen Trafilerie Industriali S.p.A. wurde in der Zwischenzeit erfolgreich in den Geschäftsbereich Wire Technology integriert.

Kennzahlen der Metal Engineering Division

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.593,0 2.850,4 9,9
EBITDA 419,8 510,9 21,7
EBITDA-Marge 16,2 % 17,9 %
EBIT 292,1 314,9 7,8
EBIT-Marge 11,3 % 11,0 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 11.685 12.675 8,5

Kennzahlen der Metal Engineering Division bereinigt

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.593,0 2.850,4 9,9
EBITDA bereinigt 419,8 384,4 –8,4
EBITDA-Marge bereinigt 16,2 % 13,5 %
EBIT bereinigt 292,1 251,5 –13,9
EBIT-Marge bereinigt 11,3 % 8,8 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 11.685 12.675 8,5

2016/17 wird der Fokus des Bereiches auf den Abschluss der Inbetriebnahme des neuen Drahtwalzwerkes am Standort Donawitz, Österreich, gerichtet sein.

Der innerhalb des voestalpine-Konzerns am stärksten der aktuellen Schwäche der Öl- und Gasindustrie ausgesetzte Geschäftsbereich Seamless Tubes (Nahtlosrohre) war im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem durch den Einbruch des wichtigsten Marktes – Nordamerika – mit einem stark rückläufigen Auftragsrückgang konfrontiert. Befanden sich die Explorationsaktivitäten in den USA auf einem historisch niedrigen Niveau, stellte sich die Nachfrage aus dem Mittleren Osten vergleichsweise immer noch günstig, aber preislich ebenfalls stark umkämpft dar. Umfassende Kostensenkungsmaßnahmen einschließlich entsprechender Personalanpassungsschritte, aber auch neue innovative Produktlösungen zur Steigerung der Produktivität in der Öl- und Gasförderung bildeten die wichtigsten Gegensteuerungsmaßnahmen zur Abfederung der kritischen Marktentwicklung.

Der ebenfalls vom Konjunkturverlauf des Energiesektors abhängige Geschäftsbereich Welding Consumables (Schweißtechnik) war – wie schon in den Jahren zuvor – auch 2015/16 mit einer unverändert schwachen Entwicklung, vor allem im europäischen Energiemaschinen- und Kraftwerksbau, konfrontiert. Regional betrachtet blieben die Marktbedingungen neben Europa insbesondere auch in China und Brasilien sehr herausfordernd. Die im Geschäftsjahr 2013/14 gestarteten Optimierungsmaßnahmen sollten 2016/17, trotz nach wie vor eher schwacher Nachfrage in den Kernmärkten, eine deutliche operative Verbesserung dieses Geschäftsbereiches ermöglichen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Metal Engineering Division zeigte in den wesentlichen Kennziffern des Geschäftsjahres 2015/16 eine angesichts der herausfordernden Marktbedingungen im Energiebereich durchaus solide Entwicklung. So konnte die Division die Umsatzerlöse um 9,9 % von 2.593,0 Mio. EUR im Vorjahr auf aktuell 2.850,4 Mio. EUR steigern, wobei diese Erhöhung vorwiegend auf die erstmalige Vollkonsolidierung der Umsätze von voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, voestalpine Tubulars GmbH (beide Geschäftsbereich Seamless Tubes) und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. (Geschäftsbereich Turnout Systems) zurückzuführen ist. Die Gesellschaften wurden bis einschließlich des Geschäftsjahres 2014/15 nach der Equity-Methode bilanziert und somit umsatzmäßig nicht im voestalpine-Konzernabschluss erfasst. Ergebnisseitig ist die Verbesserung auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Erwerb der Beherrschung an den beiden erstmals vollkonsolidierten Gesellschaften zurückzuführen. Aus deren Neubewertung auf Zeitwertbasis abzüglich der Abschreibungen der stillen Reserven ergaben sich für die Division im Geschäftsjahr 2015/16 positive Sondereffekte von insgesamt 126,5 Mio. EUR beim operativen Ergebnis (EBITDA) bzw. von 63,4 Mio. EUR beim Betriebserfolg (EBIT).

Darin ist auch eine im 4. Quartal 2015/16 vorgenommene Wertminderung auf die im Zuge der Änderung der Konsolidierungsart aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögenswerte bei der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG enthalten. Dieser Wertminderungsbedarf wurde durch die negative Marktentwicklung –

Märkte der Metal Engineering Division

insbesondere durch die erheblich gesunkenen Preise für Öl und Gas – verursacht.

Insgesamt verbesserten sich das operative Ergebnis (EBITDA) damit gegenüber dem Vorjahr um 21,7 % von 419,8 Mio. EUR auf 510,9 Mio. EUR und das Betriebsergebnis (EBIT) um 7,8 % von 292,1 Mio. EUR auf 314,9 Mio. EUR. Unter Außerachtlassung der Sondereffekte verminderte sich das EBITDA um 8,4 % auf 384,4 Mio. EUR sowie das EBIT um 13,9 % auf 251,5 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt im Geschäftsjahr 2015/16 bei 13,5 % (Vorjahr 16,2 %), während sich die um außerordentliche Effekte korrigierte EBIT-Marge von 11,3 % auf 8,8 % reduzierte. Die hervorragende Performance im Segment Railway Systems bei gleichzeitig umfangreichen Kostensenkungsmaßnahmen im Gefolge des herausfordernden Umfeldes im Öl- und Gasbereich reichten damit nicht aus, die massive Marktschwäche im Energiesegment zur Gänze zu kompensieren.

Die Gegenüberstellung des 4. Quartals 2015/16 mit dem unmittelbaren Vorquartal zeigt einen Umsatzrückgang um 7,3 % von 687,7 Mio. EUR im 3. Quartal auf 637,4 Mio. EUR im Folgequartal. Projekt- und abrechnungsbedingt liegt das Geschäftsvolumen bei Schienen und Weichensystemen im 1. Kalenderquartal etwas unter dem Niveau des Herbstquartals. Das EBITDA reduzierte sich damit im Quartalsvergleich um 6,6 % von 90,4 Mio. EUR auf 84,4 Mio. EUR, wobei die Marge mit 13,2 % stabil blieb (Marge im 3. Quartal 13,1 %). Die Ergebnisentwicklung beim EBIT war durch negative Einmaleffekte bestimmt, die es im 3. Quartal mit –6,2 Mio. EUR und im 4. Quartal mit –44,5 Mio. EUR beeinflussten. Korrigiert um diese Einmaleffekte liegt das EBIT im 4. Quartal mit 49,0 Mio. EUR – saisonal bedingt – um 15,8 % unter dem Wert des 3. Quartals (58,2 Mio. EUR). Die bereinigte EBIT-Marge ging dementsprechend von 8,5 % auf 7,7 % zurück.

Zum 31. März 2016 waren in der Metal Engineering Division 12.675 Mitarbeiter (FTE) und damit um fast 1.000 Personen bzw. 8,5 % mehr als zum Vergleichsstichtag des vergangenen Geschäftsjahres (11.685 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Anstieg ist primär auf die durch die erstmalige Vollkonsolidierung bedingte Miteinbeziehung der Beschäftigten von voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, voestalpine Tubulars GmbH und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. zurückzuführen.

Mio. EUR 1. Quartal
2015/16
2. Quartal
2015/16
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
GJ
2015/16
Umsatzerlöse 774,0 751,3 687,7 637,4 2.850,4
EBITDA 236,1 100,0 90,4 84,4 510,9
EBITDA-Marge 30,5 % 13,3 % 13,1 % 13,2 % 17,9 %
EBIT 197,2 61,2 52,0 4,5 314,9
EBIT-Marge 25,5 % 8,1 % 7,6 % 0,7 % 11,0 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
13.097 13.080 12.652 12.675 12.675

Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division

Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division bereinigt
Mio. EUR 1. Quartal
2015/16
2. Quartal
2015/16
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
GJ
2015/16
Umsatzerlöse 774,0 751,3 687,7 637,4 2.850,4
EBITDA bereinigt 109,6 100,0 90,4 84,4 384,4
EBITDA-Marge bereinigt 14,2 % 13,3 % 13,1 % 13,2 % 13,5 %
EBIT bereinigt 76,8 67,5 58,2 49,0 251,5
EBIT-Marge bereinigt 9,9 % 9,0 % 8,5 % 7,7 % 8,8 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
13.097 13.080 12.652 12.675 12.675

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Angesichts des über weite Strecken herausfordernden Umfeldes im Geschäftsbereich Tubes & Sections, dem neben dem Bereich Automotive Body Parts größten Segment innerhalb der Unternehmensgruppe, nahm die Metal Forming Division im Geschäftsjahr 2015/16 eine sehr solide Entwicklung. Rein operativ, d. h. unter Außerachtlassung von Einmaleffekten, konnte das Vorjahresergebnis sogar deutlich übertroffen werden. Dabei war insbesondere der Geschäftsbereich Automotive Body Parts durch eine ausgezeichnete Nachfragesituation vor allem, aber nicht nur der deutschen Premiumhersteller geprägt. Da die führenden europäischen Automobilunternehmen zunehmend auf eine lokale Produktion in den permanent an Bedeutung gewinnenden Absatzmärkten Nordamerika und China setzen, profitiert der Geschäftsbereich mit seinen Werken vor Ort entsprechend davon. Generell verläuft der weltweite Hochlauf, insbesondere der Warmumformanlagen neuester Generation, genau nach Plan. Die Umsetzung dieser Internationalisierungsstrategie bedeutet gleichzeitig auch eine weitere Verlängerung der Wertschöpfungskette in Richtung eines vor allem im anspruchsvollen Automobilsegment etablierten Systemlieferanten.

Die Nachfragesituation im Geschäftsbereich Tubes & Sections war im Geschäftsjahr 2015/16 vor allem in den europäischen Kernmärkten von einer eher geringen Dynamik geprägt, erst gegen Ende des Geschäftsjahres trat eine gewisse Entspannung ein. Der Umsatz- und Ergebnisrückgang am völlig eingebrochenen brasilianischen Markt konnte durch entsprechende Gegenmaßnahmen auf der Markt- und Kostenseite in hohem Maße kompensiert werden. Am ebenfalls schwachen russischen Markt reichten hingegen selbst rigorose Sanierungsmaßnahmen bei der Divisionsgesellschaft voestalpine Arkada Profil nicht, dem Unternehmen eine langfristige Perspektive zu geben. Sowohl betriebswirtschaftlich als auch strategisch machte eine Weiterführung des Standortes daher keinen Sinn mehr, als letzte Option blieb nur mehr die Schließung mit Ende des Geschäftsjahres. In China legten die Auftragsvergaben der internationalen Kunden im Bereich automotiver Rohrkomponenten für Sicherheitsbauteile im Baumaschinensektor im Jahresverlauf zu. Eine deutlich positive Entwicklung nahm der Geschäftsverlauf auch im britischen und nordamerikanischen Wirtschaftsraum. Während in Großbritannien kundenspezifische Produktlösungen für die Bauindustrie stark nachgefragt wurden, waren Impulsgeber in den USA vor allem die Lagerlogistik und die Flugzeugindustrie. Die Lieferungen von Rohr- und Profilkomponenten an die Landmaschinenindustrie blieben im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund von weltweit niedrigen Grundnahrungsmittelpreisen auf generell sehr bescheidenem Niveau.

Im Geschäftsbereich Precision Strip war 2015/16 einerseits durch eine solide Entwicklung im Konsumgüterbereich, andererseits aber auch durch eine Intensivierung des Wettbewerbs bei Bimetallband für die Sägeindustrie geprägt. In der Konsumgüterindustrie profitierte der Geschäftsbereich vom anhaltenden Trend zum Versandhandel und einem damit zunehmenden Bedarf an Schneidwerkzeugen für die Verpackungsindustrie. Regional betrachtet entwickelte sich der Markt in Europa zwar verhalten, durch eine Verringerung der Zahl der Anbieter konnten jedoch Neukunden sowohl in Europa als auch in China gewonnen werden. Das Marktumfeld in Nordamerika präsentierte sich 2015/16 unverändert solide. Durch die Akquisition des

Kennzahlen der Metal Forming Division

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.335,2 2.224,9 –4,7
EBITDA 331,3 290,5 –12,3
EBITDA-Marge 14,2 % 13,1 %
EBIT 220,7 194,5 –11,9
EBIT-Marge 9,5 % 8,7 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.328 10.470 1,4

Kennzahlen der Metal Forming Division bereinigt

Mio. EUR 2014/15 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.335,2 2.224,9 –4,7
EBITDA bereinigt 269,4 290,5 7,8
EBITDA-Marge bereinigt 11,5 % 13,1 %
EBIT bereinigt 175,5 194,5 10,8
EBIT-Marge bereinigt 7,5 % 8,7 %
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 10.328 10.470 1,4

US-Unternehmens Wickeder Steel Company mit Sitz in Pleasant Prairie, Wisconsin, konnte die Marktpräsenz im Bereich gehärteter Spezialbandstähle u. a. für den Lebensmittelbereich zusätzlich ausgebaut werden.

Auch im Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions ist das verbesserte Marktumfeld der letzten Jahre untrennbar mit der zunehmenden Bedeutung des Onlinehandels als Treiber der Nachfrage nach Hochregalen verbunden. Vor diesem Hintergrund konnten sich vor allem dachund wandtragende Regale sowie vollautomatisierte Inhouse-Lagerregale verstärkt etablieren. Alles in allem brachte 2015/16 einen sehr starken Auftragseingang. Zukünftig gilt das Augenmerk in diesem Geschäftsbereich vor allem dem nordamerikanischen und asiatischen Raum.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Metal Forming Division konnte im Geschäftsjahr 2015/16 trotz eines Rückgangs bei den Umsatzerlösen ihre bereinigten Ergebnisse markant ausweiten. Die schwächeren Umsatzerlöse sind einerseits auf eine Portfoliobereinigung im Geschäftsbereich Automotive Body Parts im Geschäftsjahr 2014/15 zurückzuführen (Devestitionen Flamco-Gruppe, Plastics-Gesellschaften, Rotec AB), andererseits das Ergebnis eines generell rezessiven Preisniveaus infolge gesunkener Vormaterialkosten. Generell positive Effekte resultierten aus einer anhaltend soliden Nachfrage aus der Automobilindustrie und generell dem konsequent fortgeführten Ausbau der globalen Präsenz der Division. Insgesamt gingen die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 4,7 % von 2.335,2 Mio. EUR auf 2.224,9 Mio. EUR zurück. Ergebnisseitig liegen die berichteten Kennzahlen im aktuellen Geschäftsjahr zwar unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2014/15, nach Abzug der positiven Sondereffekte des Vorjahres von 61,9 Mio. EUR beim operativen Ergebnis (EBITDA) und 45,2 Mio. EUR beim Betriebsergebnis (EBIT) im Zusammenhang mit den erwähnten Devestitionen ergibt sich jedoch im Jahresabstand eine deutliche operative Verbesserung. Zu dieser Entwicklung trugen alle vier Geschäftsbereiche der Metal Forming Division gleichermaßen bei, wobei hervorzuheben ist, dass sie in erster Linie aus umfassenden Kostenoptimierungsmaßnahmen sowie Beiträgen aus den Erweiterungsaktivitäten in China und den USA resultiert. Das ausgewiesene operative Ergebnis (EBITDA) verringerte sich im Jahresvergleich um 12,3 % von 331,3 Mio. EUR (Marge 14,2 %) auf 290,5 Mio. EUR (Marge 13,1 %). In einer ähnlichen Größenordnung lag auch der Rückgang des Betriebsergebnisses (EBIT), das um 11,9 % von 220,7 Mio. EUR (Marge 9,5 %) auf 194,5 Mio. EUR (Marge 8,7 %) fiel. Unter Außerachtlassung der einmaligen Sondereffekte des Vorjahres ergibt sich beim operativen Ergebnis (EBITDA) ein Anstieg um 7,8 % von 269,4 Mio. EUR auf 290,5 Mio. EUR und beim Betriebsergebnis (EBIT) einer um 10,8 % von 175,5 Mio. EUR auf 194,5 Mio. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich von 11,5 % auf 13,1 %, während die bereinigte EBIT-Marge von 7,5 % auf 8,7 % zunahm.

Ein sehr positiver Trend zeigt sich auch in der Gegenüberstellung des 4. Quartals 2015/16 mit dem unmittelbaren Vorquartal. So konnte die Metal Forming Division die Umsatzerlöse um 5,8 % von 543,4 Mio. EUR auf 575,1 Mio. EUR ausweiten. Den prozentuell höchsten Anstieg verzeichnete dabei der Geschäftsbereich Tubes & Sections mit einer Verbesserung sowohl auf der Preis- als auch auf der Mengenseite. In ergebnismäßiger Hinsicht weist die Division eine noch deutlichere Aufwärtsentwicklung auf, wobei die exzellente operative Performance im 4. Quartal

Märkte der Metal Forming Division

Mio. EUR 1. Quartal
2015/16
2. Quartal
2015/16
3. Quartal
2015/16
4. Quartal
2015/16
GJ
2015/16
Umsatzerlöse 565,5 540,9 543,4 575,1 2.224,9
EBITDA 69,3 69,0 67,2 85,0 290,5
EBITDA-Marge 12,3 % 12,8 % 12,4 % 14,8 % 13,1 %
EBIT 46,1 45,4 42,9 60,1 194,5
EBIT-Marge 8,1 % 8,4 % 7,9 % 10,5 % 8,7 %
Beschäftigte
(Vollzeitäquivalent)
10.282 10.314 10.212 10.470 10.470

Quartalsentwicklung der Metal Forming Division

2015/16 auf einem breiten Fundament steht und von allen vier Geschäftsbereichen getragen wird. Der Hauptgrund für die Zunahme liegt neben einer Verbesserung der Bruttomarge auch in einer Steigerung der Versandmengen. Vor diesem Hintergrund stieg das operative Ergebnis (EBITDA) um 26,5 % von 67,2 Mio. EUR im 3. Quartal 2015/16 auf 85,0 Mio. EUR im Folgequartal und damit die EBITDA-Marge von 12,4 % auf 14,8 %. Im gleichen Zeitraum nahm das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 40,1 % von 42,9 Mio. EUR auf 60,1 Mio. EUR – mit einer entsprechenden Ausweitung der EBIT-Marge von 7,9 % auf 10,5 % – zu.

Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Forming Division lag zum Geschäftsjahresende 2015/16 mit 10.470 um 1,4 % über dem Wert des Vorjahres (10.328). Die Erhöhung ist primär eine Folge der Akquisition der Wickeder Steel Company in den USA sowie der Ausweitung der Projekttätigkeit im Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions im abgelaufenen Geschäftsjahr.

voestalpine AG Konzernabschluss 2015/16

voestalpine AG Konzernabschluss 2015/16

Konzernabschluss

  • Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungs rechnung
  • Anhang zum Konzernabschluss
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • Beteiligungen

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2015/16

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015/16 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses und einer Sitzung des Präsidialausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2016 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und ergeben, dass der Jahresabschluss sowie der gemäß § 245a UGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat sowohl für den Jahresabschluss als auch den Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.

Nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat am 1. Juni 2016 den Jahresabschluss zum 31. März 2016 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat zudem nach vorheriger Befassung des Prüfungsausschusses den Lagebericht sowie den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht und den Corporate Governance-Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance-Kodex durch die voestalpine AG geprüft, und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht und die Regeln eingehalten werden. Die Prüfung der Einhaltung der den Wirtschaftsprüfer betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH & Co KG. Auch diese Prüfung hat die Einhaltung der Regeln bestätigt.

Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2015/16 mit einem Bilanzgewinn von 184.000.000,00 EUR schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 1,05 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat

Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)

Linz, am 1. Juni 2016

voestalpine AG Konzernbilanz zum 31.03.2016

Anhang 01.04.20141 31.03.20151 31.03.2016
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 9 4.741,8 5.328,4 6.006,5
Firmenwert 10 1.472,3 1.472,9 1.544,4
Andere immaterielle Vermögenswerte 11 336,2 345,3 414,1
Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen 12 214,7 219,1 112,4
Andere Finanzanlagen 12 90,7 77,6 69,8
Latente Steuern 13 211,5 238,7 242,4
7.067,2 7.682,0 8.389,6
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 14 2.883,7 2.977,5 2.973,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
15 1.621,0 1.667,9 1.513,3
Andere Finanzanlagen 12 429,7 412,8 355,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 532,4 464,5 774,8
5.466,8 5.522,7 5.617,0

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

Anhang 01.04.20141 31.03.20151 31.03.2016
A. Eigenkapital
Grundkapital 313,3 313,3 317,8
Kapitalrücklagen 470,8 471,9 553,7
Hybridkapital 993,9 497,9 497,9
Eigene Aktien –1,5 –1,5 –1,5
Andere Rücklagen –91,7 75,6 –46,7
Gewinnrücklagen 3.523,1 3.693,4 4.150,2
Eigenkapital der Anteilseigner
des Mutterunternehmens
5.207,9 5.050,6 5.471,4
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 64,9 64,4 180,2
17 5.272,8 5.115,0 5.651,6
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
18
Rückstellungen
19
1.029,3
99,2
1.267,3
70,4
1.229,1
71,6
Latente Steuern
13
61,4 63,1 122,0
Finanzverbindlichkeiten
20
2.596,7 3.004,6 3.342,8
3.786,6 4.405,4 4.765,5
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen
19
497,9 513,6 567,2
Steuerschulden 58,3 77,2 98,3
Finanzverbindlichkeiten
20
831,8 890,2 898,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
21
2.086,6 2.203,3 2.025,8
3.474,6 3.684,3 3.589,5

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

voestalpine AG Konzern-Kapitalflussrechnung 2015/16

Anhang 2014/151 2015/16
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 595,0 602,1
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 24 580,7 566,2
Veränderung Working Capital
Veränderung Vorräte –65,2 91,7
Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten –30,5 –38,7
Veränderung Rückstellungen 39,9 60,9
–55,8 113,9
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.119,9 1.282,2
Investitionstätigkeit
Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen –1.061,3 –1.284,3
Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen 33,5 17,1
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen –52,1 –13,1
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen 124,8 0,1
Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen 27,1 50,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –928,0 –1.230,0
Finanzierungstätigkeit
Dividenden –230,0 –204,8
Dividenden/Kapitalerhöhung nicht beherrschende Gesellschafter –14,0 –46,3
Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern –9,9 –2,4
Rückzahlung Hybridanleihe 17 –500,0
Kapitalerhöhung 85,6
Aufnahme von langfristigen Finanzschulden 1.210,2 642,9
Tilgung von langfristigen Finanzschulden –841,2 –180,7
Tilgung von langfristigen Schulden aus Finanzierungsleasing –4,8 –8,7
Veränderung kurzfristiger Finanzschulden
und übrige Finanzierungstätigkeiten
100,1 –24,5
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –289,6 261,1
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
–97,7 313,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang 532,4 464,5
Veränderungen von Währungsdifferenzen 29,8 –3,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende 16 464,5 774,8

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

voestalpine AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2015/16

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2014/151 2015/16
Umsatzerlöse
1, 2
11.189,5 11.068,7
Umsatzkosten –8.917,5 –8.631,7
Bruttoergebnis 2.272,0 2.437,0
Sonstige betriebliche Erträge
3
454,4 362,0
Vertriebskosten –975,5 –1.028,1
Verwaltungskosten –603,1 –610,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen
4
–321,8 –424,5
Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen
5
60,2 153,0
EBIT 886,2 888,8
Finanzerträge
6
44,0 32,1
Finanzaufwendungen
7
–191,2 –169,6
Ergebnis vor Steuern (EBT) 739,0 751,3
Ertragsteuern
8
–144,0 –149,2
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 595,0 602,1
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 549,1 585,3
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 8,8 –5,7
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 37,1 22,5
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR)
30
3,18 3,35

Konzern-Sonstiges Ergebnis

Anhang 2014/15 2015/16
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 595,0 602,1
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis
umgegliedert werden
Cashflow-Hedges 22,4 –19,8
Net Investment-Hedges 10,3 –10,3
Währungsumrechnung 128,6 –88,9
Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen 9,8 –8,5
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
171,1 –127,5
Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –184,9 43,6
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von equitykonsolidierten Unternehmen –2,3
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
–187,2 43,6
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –16,1 –83,9
Gesamtergebnis in der Periode 578,9 518,2
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 529,1 506,7
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 12,7 –11,0
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 37,1 22,5
Gesamtergebnis in der Periode 578,9 518,2

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst.

voestalpine AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2015/16

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Eigene
Aktien
Stand am 01.04.20141 313,3 470,8 993,9 –1,5
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Cashflow-Hedges 0 0 0 0
Net Investment-Hedges 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen 0 0 0 0
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von equitykonsolidierten Unternehmen 0 0 0 0
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0
Tilgung Hybridkapital 0 0 –500,0 0
Dividende Hybridkapital 0 0 0 0
Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer 0 0 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 1,0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0,1 4,0 0
0 1,1 –496,0 0
Stand am 31.03.2015 =
Stand am 01.04.2015
313,3 471,9 497,9 –1,5
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Cashflow-Hedges 0 0 0 0
Net Investment-Hedges 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen 0 0 0 0
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
0 0 0 0
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0
Zwischensumme der Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden
0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0
Dividende Hybridkapital 0 0 0 0
Steuereffekte auf Transaktionen mit Hybridkapitalbesitzer 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 4,5 81,7 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 0,7 0 0
Zugang aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 –0,6 0 0
Stand am 31.03.2016 4,5
317,8
81,8
553,7
0
497,9
0
–1,5

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst. Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Mio. EUR

Währungs
Summe Eigenkapital der Anteils
Nicht beherrschende
umrechnung
Hedging-Rücklage
Gewinnrücklagen
eigner des Mutterunternehmens
Anteile am Eigenkapital
–85,3
–6,4
3.523,1
5.207,9
64,9
0
0
586,2
586,2
8,8
0
22,4
0
22,4
0
0
10,3
0
10,3
0
124,8
0
–0,2
124,6
4,0
14,8
–5,0
0
9,8
0
139,6
27,7
–0,2
167,1
4,0
0
0
–184,8
–184,8
–0,1
0
0
–2,3
–2,3
0
0
0
–187,1
–187,1
–0,1
139,6
27,7
–187,3
–20,0
3,9
139,6
27,7
398,9
566,2
12,7
0
0
–163,8
–163,8
–8,4
0
0
0
–500,0
0
0
0
–66,2
–66,2
0
0
0
12,3
12,3
0
0
0
0
1,0
0
0
0,0
–10,9
–6,8
–4,8
0
0,0
–228,6
–723,5
–13,2
54,3
21,3
3.693,4
5.050,6
64,4
0
0
607,8
607,8
–5,7
0
–19,8
0
–19,8
0
0
–10,3
0
–10,3
0
–82,4
0
0
–82,4
–6,5
–13,0
4,5
0
–8,5
0
–95,4
–25,6
0
–121,0
–6,5
0
0
42,4
42,4
1,2
0
0
42,4
42,4
1,2
–95,4
–25,6
42,4
–78,6
–5,3
–95,4
–25,6
650,2
529,2
–11,0
0
0
–174,8
–174,8
–47,8
0
0
–30,0
–30,0
0
0
0
7,5
7,5
0
0
0
0
86,2
0
0
0
0
0,7
0
0
0
0
0
173,2
–0,2
–1,1
3,9
2,0
1,4
–0,2
–1,1
–193,4
–108,4
126,8
–41,3
–5,4
4.150,2
5.471,4
180,2

1 Geschäftsjahr 2014/15 rückwirkend angepasst. Details siehe Anhang zum Konzernabschluss 2015/16 "B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". Mio. EUR

voestalpine AG Anhang zum Konzernabschluss 2015/16

A. Allgemeines und Unternehmenszweck

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie.

Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2016 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2015) wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss wird in Millionen Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) dargestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 25. Mai 2016 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Informationen

Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals angewandt:

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IAS 19, Änderung Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 1. Februar 2015
diverse Standards,
Änderung
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2010–2012)
1. Februar 2015
diverse Standards,
Änderung
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2011–2013)
1. Jänner 2015
IFRIC 21 Abgaben 17. Juni 2014

Im Geschäftsjahr 2015/16 erstmals angewandte Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen

1 Die Standards sind gemäß EU-Endorsement für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Anwendung der genannten Änderungen hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden folgende drei Sachverhalte gemäß IAS 8 rückwirkend angepasst:

  • Aufgrund der Änderung der österreichischen AFRAC-Stellungnahme "Auswirkungen der steuerlichen Teilwertabschreibung nach § 12 Abs. 3 Z 2 KStG auf die Bilanzierung von Ertragsteuern nach IAS 12 in einem Konzern- oder separaten Einzelabschluss nach IFRS" sind keine Vorsorgen für drohende Zuschreibungen zu berücksichtigen.
  • Die Saldierung von latenten Steuern wird auch gesellschaftsübergreifend pro Steuergruppe durchgeführt.
  • Pensionsähnliche Leistungen in einer südamerikanischen Tochtergesellschaft werden erstmals rückgestellt.
01.04.2014 = 31.03.2014 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Summe Aktiva 12.634,9 –100,9 12.534,0
davon Latente Steuern 312,4 –100,9 211,5
Summe Passiva 12.634,9 –100,9 12.534,0
davon Eigenkapital 5.261,6 11,2 5.272,8
davon Pensionen und
andere Arbeitnehmerverpflichtungen
1.015,3 14,0 1.029,3
davon Latente Steuern 187,5 –126,1 61,4

Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz

Mio. EUR

Geänderte Darstellung in der Konzernbilanz

31.03.2015 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Summe Aktiva 13.294,9 –90,2 13.204,7
davon Latente Steuern 328,9 –90,2 238,7
Summe Passiva 13.294,9 –90,2 13.204,7
davon Eigenkapital 5.102,5 12,5 5.115,0
davon Pensionen und
andere Arbeitnehmerverpflichtungen
1.252,2 15,1 1.267,3
davon Latente Steuern 180,9 –117,8 63,1
Mio. EUR

Geänderte Darstellung in der Konzern-Kapitalflussrechnung

2014/15 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 594,2 0,8 595,0
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 581,5 –0,8 580,7
Veränderung Working Capital –55,8 0,0 –55,8
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.119,9 0,0 1.119,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –928,0 0,0 –928,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –289,6 0,0 –289,6
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
–97,7 0,0 –97,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Jahresanfang
532,4 0,0 532,4
Veränderungen von Währungsdifferenzen 29,8 0,0 29,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente,
Jahresende
464,5 0,0 464,5
Geänderte Darstellung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
-- ------------------------------------------------------------------
2014/15 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Umsatzerlöse 11.189,5 0,0 11.189,5
Umsatzkosten –8.917,4 –0,1 –8.917,5
Bruttoergebnis 2.272,1 –0,1 2.272,0
Sonstige betriebliche Erträge 454,4 0,0 454,4
Vertriebskosten –975,4 –0,1 –975,5
Verwaltungskosten –603,1 0,0 –603,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen –321,8 0,0 –321,8
Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen 60,1 0,1 60,2
EBIT 886,3 –0,1 886,2
Finanzerträge 44,0 0,0 44,0
Finanzaufwendungen –189,4 –1,8 –191,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) 740,9 –1,9 739,0
Ertragsteuern –146,7 2,7 –144,0
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 594,2 0,8 595,0
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 548,3 0,8 549,1
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 8,8 0,0 8,8
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 37,1 0,0 37,1
Verwässertes und unverwässertes
Ergebnis je Aktie (EUR)
3,181 0,0 3,18

1 Ein unwesentlicher Fehler aus der Ergebniszurechnung an Anteilseigner des Mutterunternehmens

und Hybridkapitalbesitzer im Vorjahr wurde angepasst. Dadurch wurden im Vorjahr Earnings per share (EPS) von 3,11 EUR anstelle von 3,18 EUR ausgewiesen. Mio. EUR

Geänderte Darstellung im Konzern-Sonstigen Ergebnis

2014/15 Werte ohne
rückwirkende
Anpassungen
Anpassungen Werte
rückwirkend
angepasst
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 594,2 0,8 595,0
Posten des sonstigen Ergebnisses, die nachträglich
in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Cashflow-Hedges 22,4 0,0 22,4
Net Investment-Hedges 10,3 0,0 10,3
Währungsumrechnung 127,4 1,2 128,6
Ergebnisanteil von equitykonsolidierten Unternehmen 9,8 0,0 9,8
Zwischensumme der Posten des sonstigen
Ergebnisses, die nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden 169,9 1,2 171,1
Posten des sonstigen Ergebnisses,
die nicht nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –184,2 –0,7 –184,9
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
von equitykonsolidierten Unternehmen
–2,3 0,0 –2,3
Zwischensumme der Posten des sonstigen
Ergebnisses, die nicht nachträglich in das
Periodenergebnis umgegliedert werden
–186,5 –0,7 –187,2
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –16,6 0,5 –16,1
Gesamtergebnis in der Periode 577,6 1,3 578,9
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 527,8 1,3 529,1
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 12,7 0,0 12,7
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 37,1 0,0 37,1
Gesamtergebnis in der Periode 577,6 1,3 578,9

Mio. EUR

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits veröffentlicht, aber für das Geschäftsjahr 2015/16 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar oder von der EU noch nicht übernommen:

Zum Bilanzstichtag vom IASB herausgegeben,
aber von der EU noch nicht übernommen oder noch nicht verpflichtend anzuwenden
Standard Inhalt Inkrafttreten
laut IASB1
IAS 1, Änderung Angabeninitiative 1. Jänner 2016
IAS 16 und IAS 38,
Änderung
Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 1. Jänner 2016
IAS 16 und IAS 41,
Änderung
Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen 1. Jänner 2016
IAS 27, Änderung Equity-Methode im separaten Abschluss 1. Jänner 2016
diverse Standards,
Änderung
Verbesserungen der International Financial Reporting Standards
(Improvements-Projekt 2012–2014)
1. Jänner 2016
IFRS 10, IFRS 12 und
IAS 28, Änderung
Investmentgesellschaften:
Anwendung der Konsolidierungsausnahme
1. Jänner 20162
IFRS 11, Änderung Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen
Geschäftstätigkeit
1. Jänner 2016
IAS 12, Änderung Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste 1. Jänner 2017
IAS 7, Änderung Angabeninitiative 1. Jänner 2017
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Jänner 2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Jänner 2018
IFRS 16 Leasing 1. Jänner 2019
IFRS 10 und IAS 28,
Änderung
Veräußerung/Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem
Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture
Durch IASB
verschoben
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 1. Jänner 20163

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

2 EU-Endorsement ausstehend.

3 Keine Übernahme durch die EU.

Die angeführten Standards werden – sofern von der EU übernommen – nicht vorzeitig angewandt. Es werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen aus den überarbeiteten Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des voestalpine-Konzerns erwartet. Aus den neuen Standards werden folgende Auswirkungen erwartet:

IFRS 9 Financial Instruments führt zu Änderungen und Neuerungen im Bereich von Finanzinstrumenten und wird (ausgenommen Portfolio-Fair Value-Hedge) IAS 39 ersetzen. Zukünftig richten sich die Klassifizierungsvorschriften nach den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Eine weitere grundlegende Neuerung ergibt sich im Zusammenhang mit Wertminderungen, welche künftig auf einem Modell der erwarteten Verluste anstatt wie bisher der eingetretenen Verluste basieren. Zusätzlich enthält IFRS 9 neue allgemeine Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Im Zusammenhang mit den Neuerungen durch IFRS 9 werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen erwartet.

IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers fasst die Regelungen zur Umsatzrealisierung zusammen und ersetzt IAS 18 und IAS 11 sowie die erlösbezogenen Interpretationen. Zukünftig ist nicht mehr die Übertragung wesentlicher Chancen und Risiken maßgeblich, sondern jener Zeitpunkt, in dem der Übergang der Verfügungsmacht über die Güter und Dienstleistungen erfolgt und dadurch Nutzen aus diesen gezogen werden kann. Derzeit findet eine Analyse der Umsatzgruppen im Konzern statt, um die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung des IFRS 15 zu evaluieren.

IFRS 16 Leases regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und wird IAS 17 sowie die bisherigen Interpretationen ersetzen. Durch die neuen Regelungen entfällt die vormalige Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Leasingverhältnissen. Insofern werden Operating-Leasingverhältnisse zukünftig analog zu Finance-Leasingverhältnissen zu erfassen sein. Die Gesellschaften des voestalpine-Konzerns treten aktuell als Leasingnehmer bei Operating-Leasingverhältnissen auf, weshalb durch die Anwendung des IFRS 16 Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden. Eine Quantifizierung ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht möglich – für zum Bilanzstichtag bestehende Operating-Leasingverhältnisse wird auf Kapitel 9. Sachanlagen verwiesen.

Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse aller vollkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften (assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage (siehe dazu Anlage zum Anhang "Beteiligungen") aus zeitlichen Gründen und Aufwand-Nutzen-Überlegungen beibehalten.

Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.

Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

USD GBP BRL SEK PLN
Stichtagskurs
31.03.2015 1,0759 0,7273 3,4958 9,2901 4,0854
31.03.2016 1,1385 0,7916 4,1174 9,2253 4,2576
Jahresdurchschnittskurs
2014/15 1,2683 0,7852 3,1171 9,2278 4,1863
2015/16 1,1036 0,7323 3,9650 9,3404 4,2260

Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:

Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden in zukünftigen Perioden führen können:

Werthaltigkeit von Vermögenswerten

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, sowie die Punkte 9. Sachanlagen, 10. Firmenwerte und 11. Andere immaterielle Vermögenswerte.

Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten

Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Finanzinstrumente, sowie Punkt 23. Finanzinstrumente.

Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Vergleiche dazu Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen, sowie Punkt 18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen.

Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben

Im Rahmen von Unternehmenserwerben sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung beizulegender Zeitwerte der identifizierten Vermögenswerte, Schulden und möglicher bedingter Gegenleistungen erforderlich. Es werden alle verfügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herangezogen. Beizulegende Zeitwerte von Gebäuden und Grundstücken werden im Regelfall von externen Experten oder Experten im Konzern festgestellt. Immaterielle Vermögenswerte werden nach Art des Vermögenswerts und Verfügbarkeit der Informationen anhand geeigneter Bewertungsmethoden bewertet. Diese Bewertungen sind eng mit den Annahmen über die künftige Entwicklung der geschätzten Cashflows sowie mit den verwendeten Abzinsungssätzen verbunden.

Informationen zu im Berichtszeitraum stattgefundenen Erwerben sind unter Punkt D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis angeführt.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst. Details zu Rückstellungen sind Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Sonstige Rückstellungen, sowie Punkt 19. Rückstellungen zu entnehmen.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt. Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt. Ansatz und Bewertung der tatsächlichen und latenten Steuern unterliegen zahlreichen Unsicherheiten.

Aufgrund der internationalen Tätigkeit des voestalpine-Konzerns unterliegt dieser unterschiedlichen steuerlichen Regelungen in den jeweils einschlägigen Steuerjurisdiktionen. Die im Abschluss dargestellten Steuerpositionen werden unter Berücksichtigung der jeweiligen steuerlichen Regelungen ermittelt und unterliegen wegen ihrer Komplexität möglicherweise einer abweichenden Interpretation durch Steuerpflichtige einerseits und lokale Finanzbehörden andererseits. Da unterschiedliche Auslegungen von Steuergesetzen als Ergebnis von Betriebsprüfungen zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Jahre führen können, werden sie basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung in die Betrachtung einbezogen.

Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um die damit verbundenen Steuervorteile zu verwerten.

Weitere Informationen sind Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Ertragsteuern, sowie den Punkten 8. Ertragsteuern und 13. Latente Steuern zu entnehmen.

Rechtliche Risiken

Der voestalpine-Konzern ist als international tätiges Unternehmen rechtlichen Risiken ausgesetzt. Die Ergebnisse gegenwärtiger oder zukünftiger Rechtsstreitigkeiten sind in der Regel nicht vorhersagbar und können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussen. Um mögliche Verpflichtungen verlässlich zu schätzen, werden die zugrunde liegenden Informationen und Annahmen fortlaufend durch das Management geprüft und für eine weitere Beurteilung interne als auch externe Rechtsberater eingesetzt. Für wahrscheinliche gegenwärtige Verpflichtungen einschließlich der zuverlässig geschätzten Rechtsberatungskosten werden Rückstellungen gebildet. Ist der zukünftige Nutzenabfluss nicht wahrscheinlich oder steht die Bestätigung der Ereignisse nicht unter der Kontrolle des Unternehmens, wird die Angabe einer Eventualverbindlichkeit erwogen.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.

Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 25,2 Mio. EUR (2014/15: 26,1 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2015/16 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 131,8 Mio. EUR (2014/15: 126,7 Mio. EUR).

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Gebäude 2,0–20,0 %
Technische Anlagen und Maschinen 3,3–25,0 %
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,0–20,0 %

Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. April 2009 liegt, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen. Zuvor wurden sämtliche Fremdkapitalkosten direkt ergebniswirksam erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.

Leasing

Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.

Firmenwerte

Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen.

Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.

Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen wird der darauf entfallende Firmenwert auf der Grundlage der relativen Werte nach IAS 36.86 bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen bei Erfüllen der Voraussetzungen aktiviert. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Erworbene andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Auftragsstand 1 Jahr
Kundenbeziehungen 11 Jahre
Technologie 8 Jahre
Software 10 Jahre

Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft. Die Durchführung des Impairmenttests erfolgt nach dem Value-in-Use-Konzept, dementsprechend wird der erzielbare Betrag auf Basis des Nutzungswerts ermittelt.

Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen, und es muss sich um die niedrigste Ebene handeln, auf der der jeweilige Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird.

Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Sofern der Impairmenttest für Firmenwerte für eine Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt wird und sich daraus eine Wertminderung ergibt, werden zusätzlich die einzelnen enthaltenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderung überprüft und auf dieser Ebene zuerst eine etwaige Wertminderung von Vermögenswerten erfasst, um in der Folge eine erneute Überprüfung auf Ebene der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorzunehmen.

Mit Ausnahme von Firmenwerten erfolgt eine Wertaufholung im Falle des Wegfalls von früheren Wertminderungsindikatoren.

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf einen Teil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Dementsprechend werden Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten entweder im Gewinn oder Verlust oder im sonstigen Ergebnis abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um den effektiven Teil eines Cashflow-Hedge handelt. Bei Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument, der als effektive Absicherung ermittelt wird, im sonstigen Ergebnis, der ineffektive Teil ergebniswirksam erfasst.

Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gemäß IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.

Andere Finanzanlagen

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den anderen Finanzanlagen ausgewiesen. Diese werden als "available for sale at cost" gehalten und zu Anschaffungskosten bewertet, da für diese Beteiligungen kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Einzig die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich wird als "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet, da für diese der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich als Ganzes verlässlich ermittelt werden kann.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.

Latente Steuern aufgrund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 und IAS 12.44 grundsätzlich nicht angesetzt.

Für geplante Dividenden, die der Quellensteuer unterliegen, werden passive Latenzen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn diese gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und ein Anspruch auf Verrechnung gegeben ist.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.

Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Emissionszertifikate

Gratiszertifikate werden aufgrund der unentgeltlichen Zuteilung über die gesamte Behaltedauer mit Anschaffungskosten von null bewertet. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten im kurzfristigen Vermögen erfasst und zum Bilanzstichtag zum Fair Value bewertet (jedoch mit den Anschaffungskosten begrenzt).

In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation Vorsorgen für CO2-Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung erfolgt mit dem Stichtagskurs (bzw. dem Buchwert) der dafür vorgesehenen Zertifikate.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird zum Großteil durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Verkaufte Forderungen werden gemäß den Vorschriften des IAS 39 ausgebucht (siehe Punkt 28. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften).

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages gemäß IAS 11 verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag ("percentage of completion method") jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den geschätzten gesamten Auftragskosten zu erfassen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.

Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden im Jahr ihrer Entstehung ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen

Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigungszahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses. Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, ist ein beitragsorientiertes System vorgesehen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.

Beitragsorientierte Pensionspläne

Nach der Einzahlung des Beitrages in die verwaltende Pensionskasse bzw. Versicherung treffen das Unternehmen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen keine weiteren Verpflichtungen.

Leistungsorientierte Pensionspläne

Im Rahmen von leistungsorientierten Pensionsplänen garantiert das Unternehmen dem Arbeitnehmer eine bestimmte Pensionshöhe. Die Pensionszahlung beginnt nach der Pensionierung (bzw. Berufsunfähigkeit oder Tod) und endet bei Ableben des ehemaligen Arbeitnehmers (bzw. seiner Hinterbliebenen). Witwen- und Witwerpensionen (in Höhe von 50 % bis 75 % der Eigenpension) werden an überlebende Ehegatten bis zu deren Ableben oder Wiederverheiratung geleistet. Waisenrenten (in Höhe von 10 % bis 20 % der Eigenpension) werden bis Vollendung der Ausbildung, maximal jedoch bis zum 27. Lebensjahr an unterhaltspflichtige Kinder ausgezahlt.

Demzufolge ist das Langlebigkeitsrisiko das wesentlichste Risiko in den leistungsorientierten Pensionsplänen im Konzern. Den Bewertungen werden die jeweils aktuellsten Sterbetafeln zugrunde gelegt. Bei einer 10%igen relativen Verringerung bzw. Erhöhung der Sterblichkeit verändert sich bei den Pensionen die DBO zum Stichtag um +3,7 % bzw. –3,3 %. Andere Risiken wie etwa die Teuerung medizinischer Leistungen beeinflussen den Umfang der Verpflichtung nicht materiell.

Bei den Pensionsverpflichtungen im Konzern handelt es sich fast ausschließlich um bereits unverfallbare Anwartschaften.

Österreich

Die Pensionshöhe wird nach einem bestimmten Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnet. Der überwiegende Teil der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist an eine Pensionskasse ausgelagert, wobei das Unternehmen die Verpflichtung zur Begleichung allfälliger Unterdeckungen trägt.

Deutschland

In Deutschland existieren verschiedene Pensionsordnungen, deren Leistungsordnungen sich folgendermaßen darstellen lassen:

  • ein bestimmter Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre
  • ein mit den Dienstjahren steigender Prozentsatz einer vereinbarten Zielpensionshöhe
  • eine fix vereinbarte Rentenhöhe
  • für jedes Dienstjahr ein fix valorisierter Betrag in Relation zum durchschnittlichen Gehalt im Unternehmen
  • ein fix valorisierter Betrag pro Dienstjahr

Ein kleiner Teil der Pensionen wird über Versicherungen finanziert, wobei die Verpflichtungen selbst in den Unternehmen verbleiben.

Niederlande

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden alle wesentlichen Verpflichtungen auf beitragsorientierte Pensionspläne umgestellt (siehe Punkt 18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen).

Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den Ländern mit wesentlichen leistungsorientierten Verpflichtungen auf Basis der nachstehenden Parameter:

2014/15 2015/16
Zinssatz (%) 1,50 1,90
Lohn-/Gehaltserhöhungen (%)1 3,00 3,00
Pensionserhöhungen (%)1 2,25 2,25
Pensionsalter Männer/Frauen
Österreich max. 62 Jahre max. 62 Jahre
Deutschland 63–67 Jahre 63–67 Jahre
Sterbetafeln
Österreich AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P
Deutschland Richttafeln 2005 G Richttafeln 2005 G

1 Ansatz nur für gehaltsabhängige bzw. wertgesicherte Zusagen.

Aus dem Sozialkapital resultierende Nettozinsaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Jubiläumsgeldverpflichtungen

In den meisten österreichischen Konzerngesellschaften haben die Arbeitnehmer einen Anspruch auf Auszahlung eines Jubiläumsgeldes, der entweder auf einer kollektivvertraglichen oder einer Regelung in einer Betriebsvereinbarung beruht. Es handelt sich hierbei um eine Einmalzahlung nach Erreichen des jeweiligen Dienstjubiläums und diese beträgt – in der Regel – je nach Dauer der Dienstzeit zwischen einem und drei Monatsbezügen.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.

Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel gemäß IAS 37.92 Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit unwahrscheinlich ist, oder mögliche Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, deren Existenz oder Nichtexistenz von weniger sicheren zukünftigen Ereignissen abhängt, welche nicht unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens stehen. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Bilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, ist ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit zu erfassen.

Hinsichtlich möglicher Verpflichtungen weisen wir darauf hin, dass gemäß IAS 37.92 Angaben zu Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in den österreichischen Konzerngesellschaften basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09 und 2014/15 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007, 2008 bzw. 2014 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. In den Geschäftsjahren 2012/13 und 2013/14 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab einem späteren Zeitpunkt an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % bzw. 0,27 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012 bzw. 2013 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.

Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen aufgrund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.

Für Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs wurde ein internationales Beteiligungsmodell entwickelt, das zunächst im Geschäftsjahr 2009/10 in mehreren Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland konkret gestartet werden konnte. Aufgrund der in diesen Pilotversuchen gesammelten sehr positiven Erfahrungen wurde das Modell in diesen beiden Ländern weiter ausgebaut sowie in den folgenden Geschäftsjahren schrittweise in den Niederlanden, in Polen, in Belgien, in der Tschechischen Republik und in Italien neu eingeführt. Im Geschäftsjahr 2015/16 nahmen insgesamt 70 Gesellschaften in diesen sieben Ländern an der internationalen Mitarbeiterbeteiligung teil.

Zum 31. März 2016 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,5 % (31. März 2015: 13,6 %) der Aktien der voestalpine AG.

C. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen. Beherrschte Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind alleine und in Summe unwesentlich.

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der voestalpine-Konzern Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus der Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch den Konzern endet, einbezogen.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf welche der voestalpine-Konzern durch die Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen über maßgeblichen Einfluss verfügt, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vorliegt. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Partnerunternehmen (voestalpine-Konzern und ein oder mehrere Partner), die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Unternehmens besitzen. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.

Änderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Voll
konsolidierung
Equity
Methode
Stand am 01.04.2015 274 11
Zugänge aus Unternehmenserwerben 5 1
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 7
Abgänge –1 –3
Umgründungen –3
Abgänge oder Veräußerung –4
Stand am 31.03.2016 278 9
davon ausländische Gesellschaften 218 4
04.09.2015
04.09.2015
19.01.2016
31.03.2016
31.03.2016
01.04.2015
01.04.2015
01.04.2015
01.04.2015
01.04.2015
01.04.2015

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

Der voestalpine-Konzern hat am 4. September 2015 sämtliche Anteile an der Aktiebolaget Finansa und Associated Swedish Steels Aktiebolag zum Buchwert von 0,0 Mio. EUR verkauft.

D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2015/16 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:

Name der Gesellschaft Anteil in % Datum der
Erstkonsolidierung
Vollkonsolidierung
voestalpine Tubulars GmbH 57,500 % 01.04.2015
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG 49,600 % 01.04.2015
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. 50,000 % 01.04.2015
voestalpine Forschungsservicegesellschaft Donawitz GmbH 100,000 % 02.06.2015
Eschmann Steels Trading (Shanghai) Co., Ltd. 100,000 % 17.08.2015
voestalpine Precision Strip WI, Inc. 100,000 % 02.11.2015
voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH 100,000 % 30.11.2015
Polynorm Leasing B.V. 100,000 % 15.01.2016
Sermetal Barcelona, S.L. 100,000 % 29.02.2016
Grandacos – Servicos Maquinados Portugal, Unipessoal, Lda 100,000 % 29.02.2016
Advanced Tooling Tek (Shanghai) Co., Ltd. 100,000 % 31.03.2016
Microcosmic Metal Co., Ltd. 100,000 % 31.03.2016
Equity-Methode
WS Service GmbH 49,000 % 10.06.2015

Unter Berücksichtigung der Anteile der voestalpine Tubulars GmbH an der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG ergibt sich ein durchgerechneter Konzernanteil an der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG in Höhe von 49,8875 %.

Die bisherigen Gemeinschaftsunternehmen voestalpine Tubulars GmbH, voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden bis zum 31. März 2015 nach der Equity-Methode einbezogen und aufgrund der Übernahme der Beherrschung ab 1. April 2015 auf Vollkonsolidierung umgestellt. Bei den weiteren Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um fünf Erwerbe und vier neu gegründete Gesellschaften.

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Aus zeitlichen Gründen bzw. aufgrund noch nicht endgültiger Bewertungen sind bei den erstmaligen Vollkonsolidierungen im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte sowie Rückstellungen und infolgedessen die Position Firmenwerte als vorläufig zu erachten.

Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2,4 Mio. EUR (2014/15: 9,9 Mio. EUR) bezahlt oder passiviert. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2014/15: 7,6 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 2,4 Mio. EUR (2014/15: 2,3 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Abstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen dem Fair Value und den nicht beherrschenden Anteilen wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden nicht beherrschende Anteile zum Fair Value von 4,9 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) getauscht (siehe Punkt F. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, Abschnitt Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen). Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 1,0 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) wurden eingebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 3,9 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").

Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2016 0,2 Mio. EUR (31. März 2015: 0,2 Mio. EUR). Im Rahmen der Bewertung wird die Discounted Cashflow-Methode unter Beachtung der vertraglichen Höchstgrenzen angewendet. Inputfaktoren in der Discounted Cashflow-Methode sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins.

Die Unternehmensbewertungen der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH sowie der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden durch einen unabhängigen Gutachter durchgeführt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Bei Kundenbeziehungen, Technologie, Sachanlagen sowie Vorräten wurden gemäß IFRS 3 wesentliche Zeitwertanpassungen durchgeführt. Die Bilanzierung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entsprechend der Partial Goodwill-Methode, sodass für nicht beherrschende Anteile kein Goodwill aufgedeckt wird.

Am 8. April 2015 haben die voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH und Grant Prideco European Holding LLC eine grundlegende Überarbeitung nahezu aller bestehenden Vertragsvereinbarungen in Bezug auf die Kontroll- und Steuerungsstruktur der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG fixiert, die ab 1. April 2015 wirksam ist. Gleichzeitig wurde eine Anteilserhöhung der voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH an der geschäftsführenden Komplementär-GmbH von 50,0 % auf 57,5 % vereinbart.

Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2014/15 als Gemeinschaftsunternehmen zwischen Grant Prideco European Holding LLC (Tochterunternehmen des in den USA ansässigen Konzerns National Oilwell Varco, Inc. mit Expertise in den Segmenten Bohrgestänge und Premiumrohrverbindungen) und der voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH, die über ihre Tochtergesellschaft, die voestalpine Stahl Donawitz GmbH, eine entsprechende Stahlexpertise und das den hohen Qualitätsanforderungen entsprechende Vormaterial bereitstellt, dargestellt. Sitz und Produktionsstandort der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG ist in Kindberg, Österreich. Zur Gesellschaft gehören Vertriebsniederlassungen in den USA und im Nahen Osten.

Durch die grundlegende Überarbeitung der wesentlichen Vertragsvereinbarungen in Verbindung mit der deutlichen Anteilsverschiebung in der Komplementär-GmbH ist ab April 2015 der Tatbestand der Beherrschung gemäß IFRS 10.6. erfüllt, da die operative Steuerung entsprechend den Interessen der voestalpine damit möglich ist.

Dazu gehört die Budgethoheit (im Sinne der Fixierung der maßgeblichen operativen Vorgaben an das Management) – einschließlich der Vormaterialversorgung, der Steuer- und Finanzpolitik sowie grundlegender Marketingmaßnahmen. Nach den Änderungen der Vertragsvereinbarungen hat die voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH künftig sowohl in der Geschäftsführung als auch im Aufsichtsrat (in Verbindung mit dem Dirimierungsrecht des Vorsitzenden) die Möglichkeit, in allen maßgeblichen operativen Angelegenheiten ihre Interessen durchzusetzen.

voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH wurden zum 1. April 2015 erstkonsolidiert. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH stellen sich bei Erlangung der Beherrschung wie folgt dar:

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 232,5
Kurzfristiges Vermögen 212,9
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten -80,4
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –77,8
Nettovermögen 287,2
Zugang nicht beherrschende Anteile –143,8
Firmenwerte 67,1
Anschaffungskosten 210,5
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,4
Nicht zahlungswirksame Gegenleistung –210,5
Nettozahlungsmittelzugang 0,4

Mio. EUR

Der Firmenwert in Höhe von 67,1 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, insbesondere dem umfassenden technischen Know-how und der exzellenten Vertriebsexpertise der Mitarbeiter. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Tubulars" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Die bisherigen Anteile wurden als Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Equity-Methode einbezogen. Unmittelbar vor Erlangen der Beherrschung wurden die bisherigen Anteile mit deren beizulegendem Zeitwert neu bewertet. Hieraus ergibt sich ein Ertrag von 133,6 Mio. EUR (davon recycling von Cashflow-Hedges in Höhe von 4,5 Mio. EUR), der im Geschäftsjahr 2015/16 in den Ergebnissen von equitykonsolidierten Unternehmen enthalten ist. Aus der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven ergab sich im Geschäftsjahr 2015/16 ein Aufwand in Höhe von 79,5 Mio. EUR.

voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 343,3 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –35,6 Mio. EUR (nach Abschreibung der im Zuge der Purchase Price Allocation angesetzten stillen Reserven).

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und voestalpine Tubulars GmbH werden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 46,3 Mio. EUR (Bruttobuchwert 46,3 Mio. EUR), Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 56,9 Mio. EUR (Bruttobuchwert 56,9 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 8,0 Mio. EUR (Bruttobuchwert 8,0 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten.

Mit Wirksamkeit vom 1. April 2015 wurde für die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. durch die grundlegende Überarbeitung der wesentlichen Vertragsvereinbarungen der Tatbestand der Beherrschung gemäß IFRS 10.6. erfüllt. Die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wird zu 50 % von zwei Gesellschaften des voestalpine-Konzerns gehalten. Aufgrund des bisher wechselnden Nominierungsrechts für den CEO (zwischen dem Joint Venture-Partner und voestalpine), der in wesentlichen Belangen die Entscheidungsmacht hat, wurde die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. bisher als Unternehmen unter gemeinschaftlicher Führung behandelt und bis 31. März 2015 nach der Equity-Methode in den voestalpine-Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund der Änderung des Gesellschaftsvertrages hat in wesentlichen Belangen nunmehr das "Board of directors" die Entscheidungsmacht, welches mehrheitlich von Vertretern der voestalpine besetzt ist. Daher wurde die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. ab 1. April 2015 vollkonsolidiert. Das Unternehmen produziert Weichen und Schienenauszugsvorrichtungen für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsbahnnetzes in China.

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurde zum 1. April 2015 erstkonsolidiert. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. stellen sich bei Erlangung der Beherrschung wie folgt dar:

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 27,2
Kurzfristiges Vermögen 79,2
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,5
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –46,1
Nettovermögen 58,8
Zugang nicht beherrschende Anteile –29,4
Firmenwerte 0,2
Anschaffungskosten 29,6
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23,9
Nicht zahlungswirksame Gegenleistung –29,6
Nettozahlungsmittelzugang 23,9
Mio. EUR

Der Firmenwert in Höhe von 0,2 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Turnout Systems" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Die bisherigen Anteile wurden als Gemeinschaftsunternehmen im Rahmen der Equity-Methode einbezogen. Unmittelbar vor Erlangen der Beherrschung wurden die bisherigen Anteile mit deren beizulegendem Zeitwert neu bewertet. Hieraus ergibt sich ein Ertrag von 12,2 Mio. EUR (davon recycling von Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 8,8 Mio. EUR), der im Geschäftsjahr 2015/16 in den Ergebnissen von equitykonsolidierten Unternehmen enthalten ist. Aus der Abschreibung der aufgedeckten stillen Reserven ergab sich im Geschäftsjahr 2015/16 ein Aufwand in Höhe von 2,5 Mio. EUR.

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 69,4 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 13,7 Mio. EUR.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 23,3 Mio. EUR (Bruttobuchwert 28,5 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen betragen 5,2 Mio. EUR.

Ende Februar 2016 akquirierte die Special Steel Division die Sermetal Barcelona, S.L. und die Grandacos – Servicos Maquinados Portugal, Unipessoal, Lda, wo sie die vier Vertriebs- und Servicestandorte in Spanien und Portugal erwarb. Sermetal gilt auf der Iberischen Halbinsel als Marktführer im Segment Kunststoffformenstahl für die Automobilindustrie und erzielte 2015 mit 60 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 27 Mio. EUR. Die neuen Vertriebs- und Servicecenter bieten vor Ort neben Edelstahlprodukten auch die von den Kunden gewünschte Bearbeitung (Sägen, Fräsen, Wärmebehandlung) an.

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 2,0
Kurzfristiges Vermögen 19,5
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –0,2
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –9,6
Nettovermögen 11,7
Firmenwert 0,3
Anschaffungskosten 12,0
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,8
Nettozahlungsmittelabfluss 11,2

Der Unternehmenserwerb hat folgende Auswirkung auf den Konzernabschluss:

Mio. EUR

Der Firmenwert in Höhe von 0,3 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Value Added Services" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Der Unternehmenserwerb trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 0,0 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,0 Mio. EUR. Wäre der Unternehmenserwerb schon zum 1. April 2015 konsolidiert worden, würden 28,2 Mio. EUR zu den berichteten Konzernumsatzerlösen beitragen und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns wäre um 0,8 Mio. EUR höher.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der Sermetal Gruppe wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 9,9 Mio. EUR (Bruttobuchwert 10,3 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,3 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Am 31. März 2016 übernahm die Special Steel Division ihren langjährigen Vertriebspartner Advanced Tooling Tek (ATT) mit Sitz in Shanghai, China, und deren Tochtergesellschaft Microcosmic Metal Co., Ltd. und setzte damit den nächsten Expansionsschritt der Unternehmensgruppe auf dem chinesischen Markt. Mit den Unternehmen, die rund 100 Mitarbeiter beschäftigen und 2015 einen Umsatz von umgerechnet 16 Mio. EUR erwirtschafteten, konnte die Special Steel Division ihre Marktführerschaft als Anbieter von Edelstahlprodukten für den Werkzeug- und Formenbau weiter ausbauen. Ein wichtiges Produktsegment des Edelstahlvertriebs- und Bearbeitungsspezialisten sind große Spritzgussformen, die für die Herstellung von Kunststoffprodukten in der Automobilindustrie verwendet und auch in der Elektronikindustrie eingesetzt werden.

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 8,1
Kurzfristiges Vermögen 14,2
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –1,0
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –4,4
Nettovermögen 16,9
Firmenwert 5,2
Anschaffungskosten 22,1
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –1,4
Noch nicht beglichener Kaufpreis –3,3
Nettozahlungsmittelabfluss 17,4
Mio. EUR

Der Unternehmenserwerb hat folgende Auswirkung auf den Konzernabschluss:

Der Firmenwert in Höhe von 5,2 Mio. EUR ergibt sich aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist. Der Firmenwert wird in voller Höhe der firmenwerttragenden Einheit "Value Added Services" zugeordnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwertes für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Der Unternehmenserwerb trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 0,0 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,0 Mio. EUR. Wäre der Unternehmenserwerb schon zum 1. April 2015 konsolidiert worden, würden 16,5 Mio. EUR zu den berichteten Konzernumsatzerlösen beitragen und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns wäre um 1,4 Mio. EUR höher.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der Advanced Tooling Tek und deren Tochtergesellschaft Microcosmic Metal Co., Ltd. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 5,5 Mio. EUR (Bruttobuchwert 5,8 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,6 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Die für den voestalpine-Konzernabschluss für sich genommen nicht wesentlichen Unternehmenserwerbe werden wie folgt dargestellt:

Die voestalpine Precision Strip GmbH, eine Gesellschaft der Metal Forming Division, hat mit Anfang November 2015 das US-Unternehmen Wickeder Steel Company (nun voestalpine Precision Strip WI, Inc.) in Wisconsin erworben. Diese ist auf die Wärmebehandlung und Härtung von Kohlenstoffstählen zur Herstellung von Sägen, Handwerkzeugen oder Klappventilen spezialisiert und hält in den USA eine Top 5-Marktposition. Der Betrieb beschäftigt 50 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von umgerechnet rund 12 Mio. EUR. Das Produkt- und Technologieportfolio der Wickeder Steel Company deckt sich mit der US-Wachstumsstrategie sowie den Kernkompetenzen der Precision Strip-Gruppe. Die Wickeder Steel Company blickt auf eine lange Tradition in der Wärmebehandlung und Härtung von Spezialbandstählen für höchste Kundenanforderungen zurück. Für die voestalpine bedeutet der Zukauf eine zusätzliche Stärkung des Produktportfolios im Bereich gehärteter Spezialbandstähle für hochqualitative Anwendungen wie z. B. Bandsägeblätter für den Lebensmittelbereich. voestalpine Precision Strip WI, Inc. wurde zum 2. November 2015 erstkonsolidiert.

Am 1. September 2015 erwarb die voestalpine WBN B.V. Niederlande, ein Unternehmen der Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns, im Rahmen eines Asset-Deals die Rail Service Netherlands (RSN) mit Sitz in Alkmaar. Diese fertigt mit rund zehn Mitarbeitern Weichenantriebe sowie Antriebsschnittstellenteile (Stell- und Prüferstangen) für den niederländischen Markt. Die wesentlichen strategischen Überlegungen des Asset-Deals sind eine Stärkung und Absicherung der Marktposition von voestalpine WBN B.V. durch die Integration von Antriebs- und Stelltechnologie (holländische Systemweiche), der Aufbau eines Signaltechnik-Kompetenzzentrums für die Niederlande sowie der Ausbau des bestehenden Servicegeschäfts, die Beschleunigung des Markteintritts für andere Signaling-Produkte durch Nutzung der guten Reputation von RSN sowie die schnellere Marktausbreitung der RSN-Weichenantriebe aufgrund exzellenter Marktposition von voestalpine am niederländischen Bahnmarkt.

Am 2. September 2015 erwarb die voestalpine Wire Technology GmbH, Bruck an der Mur, Österreich, ein Unternehmen der Metal Engineering Division, im Rahmen eines Asset-Deals Sachanlagen, im Wesentlichen Maschinen und technische Anlagen, sowie immaterielle Vermögenswerte in Form von Lizenzen, Technologie-Know-how sowie kommerzielle Informationen zur Fertigung von Feinstdrähten und technischen Corden von der ArcelorMittal Bissen & Bettembourg SA, Bissen, Luxemburg. Die wesentlichen strategischen Überlegungen des Asset-Deals sind eine Ergänzung des bestehenden Know-hows sowie einer weiteren Fertigungstechnologie inklusive der diesbezüglichen Kundenbasis, um das Geschäftsfeld von Feinstdrähten weiter auszubauen.

Diese Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

Angesetzte Werte
Langfristiges Vermögen 10,4
Kurzfristiges Vermögen 4,7
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –2,3
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten –2,9
Nettovermögen 9,9
Badwill –0,6
Anschaffungskosten 9,3
Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente –0,1
Vereinbarung über bedingte Gegenleistung –0,3
Nettozahlungsmittelabfluss 8,9
Mio. EUR

Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 5,2 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –0,1 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2015 konsolidiert worden, würden 20,9 Mio. EUR zu den berichteten Konzernumsatzerlösen beitragen und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns wäre um 0,2 Mio. EUR niedriger.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der voestalpine Precision Strip WI, Inc. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR (Bruttobuchwert 1,4 Mio. EUR) und sonstige Forderungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,1 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten. Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Badwill ist in den übrigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Die durch den Erwerb der voestalpine Precision Strip WI, Inc. vereinbarte Earn Out-Klausel "Inventory Pay-Out" besagt, dass von den im Vertrag identifizierten "Inventories at Risk" 50 % der erzielten Erlöse aus dem Verkauf der "Inventories at Risk" (gedeckelt mit 0,5 Mio. USD und zeitlich begrenzt bis zum 30. Juni 2017) zusätzlich zum vereinbarten Kaufpreis vergütet werden.

E. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Name des
Tochterunternehmens
Sitz 31.03.2016
Eigentumsanteil Beteiligungsquote
der Anteile ohne
beherrschenden
Einfluss
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG Kindberg, Österreich 49,8875 % 50,1125 %
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
Qinhuangdao, China 50,0000 % 50,0000 %

Die gesamten nicht beherrschenden Anteile der Periode betragen 180,2 Mio. EUR, wovon 95,4 Mio. EUR auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 26,2 Mio. EUR auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.

Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.

Zusammengefasste Bilanz

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
31.03.2016 31.03.2016
Langfristiges Vermögen 91,5 20,1
Kurzfristiges Vermögen 120,5 94,5
Langfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
30,9 0,9
Kurzfristige Rückstellungen
und Verbindlichkeiten
58,7 63,5
Nettovermögen (100 %) 122,4 50,2

Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
2015/16 2015/16
Umsatzerlöse 354,8 69,8
EBIT 20,1 20,3
Ergebnis nach Steuern 24,1 15,5
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 12,0 7,8
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 12,1 7,8
An nicht beherrschende Gesellschafter
gezahlte Dividenden 31,0 7,4
Mio. EUR

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.
2015/16 2015/16
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 22,2 8,0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 22,3 –2,2
davon Investitionen/Devestitionen
in andere Finanzanlagen
56,2 0,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –44,5 –9,6
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
0,0 –3,8
Mio. EUR

F. Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Anteile an nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen

Zum 31. März 2016 ist einzig die Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd als Gemeinschaftsunternehmen erfasst. Die bisherigen Gemeinschaftsunternehmen voestalpine Tubulars GmbH & Co KG (bisher als wesentliches Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert), voestalpine Tubulars GmbH und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. (bisher als nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert) wurden bis zum 31. März 2015 nach der Equity-Methode einbezogen und aufgrund der Übernahme der Beherrschung ab 1. April 2015 auf Vollkonsolidierung umgestellt. Zu den daraus resultierenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss siehe Punkt D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis.

Die Ergebnisse aus den Gemeinschaftsunternehmen, welche für den voestalpine-Konzernabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Anteilshöhen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen und stellen sich wie folgt dar:

2014/15 2015/16
Anteil des Konzerns am
Ergebnis nach Steuern 7,8 0,2
Sonstigen Ergebnis 6,8 –0,3
Gesamtergebnis 14,6 –0,1
Buchwert nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen 30,3 3,2

Mio. EUR

Die voestalpine Giesserei Linz GmbH hält an Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd 51,0 %. Der Gesellschaftsvertrag verlangt für alle wesentlichen Entscheidungen (Budget, Investitionen) zumindest eine Stimme des jeweils anderen Partners. Daraus wird abgeleitet, dass die Beteiligung trotz eines Anteils in Höhe von 51,0 % nicht beherrscht wird.

Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen

Die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, welche für den voestalpine-Konzernabschluss für sich genommen nicht wesentlich sind, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:

2014/15 2015/16
12,5 7,0
7,9 –3,8
20,4 3,2
117,1 109,2

Mio. EUR

Im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 wurde die WS Service GmbH, welche auf Inspektion, Wartung und Instandsetzung von Weichen spezialisiert ist, erstmalig als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Die voestalpine Weichensysteme GmbH (Metal Engineering Division) hält durch Anteilstausch 49,0 % an der WS Service GmbH (Bilanzstichtag 31. Dezember). Im Rahmen dieses Anteilstausches sind 13,05 % von der Weichenwerk Wörth GmbH ab- und 49,0 % von der WS Service GmbH zugegangen.

Die assoziierten Unternehmen inkl. Anteilshöhe sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.

G. Erläuterungen und sonstige Angaben

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2014/15 2015/16
10.851,4
217,3
11.189,5 11.068,7
11.009,2
180,3

Mio. EUR

2. Geschäftssegmente

Der voestalpine-Konzern verfügt über fünf berichtspflichtige Segmente: Steel Division, Special Steel Division, Metal Engineering Division, Metal Forming Division sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.

Der Schwerpunkt der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Stahlprodukten für die Segmente Automobilindustrie, Hausindustrie, Energie und Maschinenbauindustrie. Sie hält die weltweite Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und eine weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen, Elektroband sowie die Grobblech- und Gießereiaktivitäten zugeordnet. Darüber hinaus stehen nachgelagerte Serviceleistungen im Fokus der Steel Division.

Die Special Steel Division ist globaler Marktführer im Bereich Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl. Im Segment der Sonderlegierungen für die Öl- und Gasindustrie, Luftfahrtindustrie und den Energiemaschinenbau besetzt die Special Steel Division eine führende Position am Weltmarkt. In der Schmiedetechnologie, sowohl im Freiformschmiedebereich als auch im Gesenkschmiedebereich, zählen die Unternehmen der Special Steel Division zu den führenden Anbietern. Die Hauptkundengruppen für alle wesentlichen Produktsegmente sind schwerpunktmäßig die Automobilindustrie, die Luftfahrtindustrie, die Öl- und Gasindustrie, der Energiemaschinenbau sowie die Werkzeugindustrie im Gesamten.

Die Metal Engineering Division ist Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht und hält eine führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen. Die Division stellt das weltweit breiteste Sortiment an hochwertigen Schienen- und Weichenprodukten, hochqualitativem Walzdraht, gezogenem Draht, Premiumnahtlosrohren sowie Schweißzusatzstoffen her. Darüber hinaus bietet die Division eine umfangreiche Palette an Servicedienstleistungen im Bereich Schiene und Weiche an. Die Metal Engineering Division verfügt zudem über eine eigene Stahlproduktion.

Die Metal Forming Division ist das Kompetenzzentrum der voestalpine für hochentwickelte Profil-, Rohr- und Präzisionsbandstahlprodukte sowie für einbaufertige Systemkomponenten aus Press-, Stanz- und rollprofilierten Teilen. Mit der branchenweit einzigartigen Verbindung von Werkstoffexpertise und Verarbeitungskompetenz sowie einer weltweiten Präsenz ist die Division der Partner erster Wahl für innovations- und qualitätsorientierte Kunden. Zu diesen zählen nahezu alle führenden Hersteller der Automobil- und Automobilzulieferindustrie mit einem deutlichen Schwerpunkt im Premiumsegment sowie zahlreiche Unternehmen in der Nutzfahrzeug-, Bau-, Lager-, Energie- und (Land-)Maschinenindustrie.

Zum Segment Sonstige gehören die Konzernholding, diverse Finanzierungs- und Rohstoffeinkaufsgesellschaften sowie eine Personalservicegesellschaft des Konzerns wie auch die Gesellschaften der group-IT. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.

Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.

Der voestalpine-Konzern verwendet das EBIT als maßgebliche Kennzahl, um die Entwicklung der Segmente darzustellen. Im voestalpine-Konzern ist diese Kennzahl ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft.

Die Geschäftssegmente des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Geschäftssegmente

Steel
Division
Special Steel
Division
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Segmentumsätze 3.873,9 3.753,7 2.777,4 2.650,9
davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 3.578,9 3.450,8 2.723,8 2.596,2
davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 295,0 302,9 53,6 54,7
EBITDA 450,3 478,3 406,9 364,1
Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
242,3 258,3 153,3 136,9
davon Wertminderungen 0,0 0,2 16,3 0,0
Wertaufholungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
0,0 0,0 0,6 0,0
Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen 11,8 6,1 0,0 0,0
EBIT 208,0 220,0 253,6 227,2
EBIT-Marge 5,4 % 5,9 % 9,1 % 8,6 %
Zinsen und ähnliche Erträge 0,4 0,7 5,6 8,7
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 42,3 40,7 56,0 56,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –24,9 –28,4 –58,4 –68,0
Ergebnis nach Steuern 140,1 149,9 145,4 112,3
Segmentvermögen 4.405,3 4.671,9 4.007,5 3.881,9
davon Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen 105,3 92,1 0,0 0,0
Nettofinanzverschuldung 1.465,2 1.785,3 822,9 815,0
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 570,6 701,0 159,3 181,7
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) 11.103 10.891 13.490 13.470
Sonstige Metal Forming
Division
Überleitung Summe Konzern
2015/16 2014/15 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
2.224,9 2.335,2 1.201,0 934,4 –1.591,0 –1.345,6 11.189,5 11.068,7
17,3 2.195,5 2.302,4 13,4 0,0 0,0 11.189,5 11.068,7
29,4 32,8 1.183,7 921,0 –1.591,0 –1.345,6 0,0 0,0
–80,3 290,5 331,3 –73,9 2,1 13,5 1.530,1 1.583,4
7,6 96,0 112,9 7,4 0,0 0,0 643,9 694,6
0,0 0,2 19,1 0,0 0,0 0,0 51,3 39,2
0,0 0,0 2,3 0,0 0,0 0,0 2,9 0,2
0,6 0,0 0,0 0,8 0,7 0,6 60,2 153,0
–88,0 194,5 220,7 –81,3 –0,2 13,5 886,2 888,8
8,7 % 9,5 % 7,9 % 8,0 %
191,3 3,5 1,7 198,9 –176,5 –188,2 24,5 27,1
242,5 26,5 29,1 187,5 –220,2 –189,5 183,6 157,7
35,1 –25,6 –24,7 28,1 –8,2 –2,1 –144,0 –149,2
297,7 145,9 168,7 48,3 –354,4 –83,0 595,0 602,1
2.028,2 2.021,5 10.390,6 10.483,5 –10.390,4 –10.199,8 13.204,7 14.006,6
5,5 0,0 0,0 6,1 9,2 9,2 219,1 112,4
–397,5 413,1 400,6 –661,0 32,7 26,6 2.978,1 3.079,9
8,8 167,5 169,8 7,1 0,1 0,2 1.176,4 1.305,7
812 10.470 10.328 861 0 0 47.418 48.367

Mio. EUR

EBITDA 2014/15 2015/16
Währungsdifferenzen und Ergebnis aus Derivatebewertung –1,4 12,6
Konsolidierung 3,5 0,9
EBITDA – Summe Überleitung 2,1 13,5

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:

Mio. EUR

EBIT 2014/15 2015/16
Währungsdifferenzen und Ergebnis aus Derivatebewertung –1,4 12,6
Konsolidierung 1,2 0,9
EBIT – Summe Überleitung –0,2 13,5
Mio. EUR

Alle übrigen Kennzahlen enthalten ausschließlich Konsolidierungseffekte.

Geografische Informationen

In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.

Österreich Europäische Union Übrige Länder
2014/15
2015/16
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Außenumsätze 1.154,2 829,0 6.982,2 6.949,4 3.053,1 3.290,3
Langfristige Vermögenswerte 4.793,2 5.088,8 1.542,2 1.572,0 1.015,1 1.401,8
Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte
599,8 601,3 230,9 180,3 345,7 524,1
Mio. EUR

Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

2014/15 2015/16
Gewinne aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 7,2 8,9
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 49,9 51,8
Kursgewinne 98,8 85,4
Erträge aus der Bewertung von Derivaten 16,0 14,7
Übrige betriebliche Erträge 282,5 201,2
454,4 362,0
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2015/16 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 83,3 Mio. EUR (2014/15: 88,6 Mio. EUR) betriebliche Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten. Im Geschäftsjahr 2014/15 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen Gewinne aus Endkonsolidierungen in Höhe von 59,9 Mio. EUR enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2014/15 2015/16
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag fallen
21,6 20,7
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 6,9 6,3
Kursverluste 73,8 91,2
Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten 1,2 0,6
Übrige betriebliche Aufwendungen 218,3 305,7
321,8 424,5

Mio. EUR

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind 0,9 Mio. EUR (2014/15: 2,2 Mio. EUR) Verluste aus Endkonsolidierungen enthalten.

2014/15 2015/16
12,5 7,0
0,0 0,0
47,7 146,0
0,0 0,0
60,2 153,0

5. Ergebnisse von equitykonsolidierten Unternehmen

Mio. EUR

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der METALSERVICE S.P.A., der GEORG FISCHER FITTINGS GmbH und der Industrie-Logistik-Linz GmbH. In den Erträgen aus Gemeinschaftsunternehmen sind 145,8 Mio. EUR (inkl. recycling von Cashflow-Hedges und Währungsumrechnung) aus der Übergangskonsolidierung der voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, voestalpine Tubulars GmbH und CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. enthalten – siehe dazu auch Punkt D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis. Sämtliche übrige Erträge von equitykonsolidierten Unternehmen betreffen die anteiligen Jahresüberschüsse – siehe dazu auch Punkt B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Abschnitt Allgemeine Informationen.

6. Finanzerträge

2014/15 2015/16
Erträge aus Beteiligungen 3,6 3,8
davon von verbundenen Unternehmen 1,8 2,0
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 8,1 7,2
davon von verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16,4 19,9
davon von verbundenen Unternehmen 0,2 0,4
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des kurzfristigen Vermögens 15,9 1,2
44,0 32,1

Mio. EUR

7. Finanzaufwendungen

2014/15 2015/16
Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen
Bewertung von Wertpapieren 3,2 7,0
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Sonstige Aufwendungen 4,4 4,9
7,6 11,9
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 183,6 157,7
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,0 0,0
191,2 169,6
  1. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/-Steuerertrag).

2014/15 2015/16
Ertragsteuern 126,1 145,2
Tatsächlicher Steueraufwand 123,6 146,3
Steueranpassungen aus Vorjahren 2,5 –0,9
Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden 0,0 –0,2
Latente Steuern 17,9 4,0
Entstehung/Umkehrung temporärer Differenzen 16,1 13,1
Steueranpassungen aus Vorjahren 3,7 –4,2
Auswirkungen Steuersatzänderungen 2,6 0,6
Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden –4,5 –5,5
144,0 149,2

Mio. EUR

Mio. EUR

Die Steuersatzänderungen betreffen ausschließlich ausländische Steuern.

Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:

2014/15 2015/16
Ergebnis vor Steuern 739,0 751,3
Ertragsteueraufwand auf Basis des
österreichischen Körperschaftsteuersatzes
25,0 % 184,8 25,0 % 187,8
Differenz zu ausländischen Steuersätzen 1,1 % 8,4 0,4 % 2,7
Steuerfreie Erträge und Aufwendungen –5,8 % –42,7 –3,0 % –22,7
Steuerfreie Erträge von Beteiligungen –2,0 % –14,9 –0,4 % –2,7
Auswirkungen von Teilwertabschreibungen auf Be -
teiligungen und Nutzung bisher nicht berücksichtigter
Verlustvorträge bzw. Nichtansatz von Verlustvorträgen
–0,6 % –4,3 0,1 % 0,3
Steuern aus Vorperioden 0,9 % 6,2 –0,7 % –5,1
Eigene Aktien 0,0 % 0,0 0,0 % 0,0
Sonstige Differenzen 0,9 % 6,5 –1,5 % –11,1
Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand 19,5 % 144,0 19,9 % 149,2

Mio. EUR

9. Sachanlagen

Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.694,2 8.846,8 1.009,0 675,4 13.225,4
Kumulierte Abschreibungen –1.339,5 –6.378,8 –764,7 –0,6 –8.483,6
Buchwerte am 01.04.2014 1.354,7 2.468,0 244,3 674,8 4.741,8
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.851,5 9.361,1 1.022,3 939,9 14.174,8
Kumulierte Abschreibungen –1.390,7 –6.692,1 –762,8 –0,8 –8.846,4
Buchwerte am 31.03.2015 1.460,8 2.669,0 259,5 939,1 5.328,4
Anschaffungs- und Herstellungskosten 3.187,7 10.082,9 1.113,6 1.150,2 15.534,4
Kumulierte Abschreibungen –1.499,3 –7.202,8 –823,7 –2,1 –9.527,9
Buchwerte am 31.03.2016 1.688,4 2.880,1 289,9 1.148,1 6.006,5

Mio. EUR

Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Buchwerte zum 01.04.2014 1.354,7 2.468,0 244,3 674,8 4.741,8
Konsolidierungskreisänderungen 8,7 1,8 0,3 –1,9 8,9
Zugänge 65,1 275,7 65,0 693,0 1.098,8
Umbuchungen 83,5 393,2 12,9 –492,8 –3,2
Abgänge –0,3 –7,0 –1,0 –2,3 –10,6
Abschreibungen –67,3 –430,9 –62,5 –0,2 –560,9
Wertminderungen –6,2 –43,0 –1,2 0,0 –50,4
Wertaufholungen 1,4 1,3 0,2 0,0 2,9
Währungsdifferenzen 21,2 9,9 1,5 68,5 101,1
Buchwerte zum 31.03.2015 1.460,8 2.669,0 259,5 939,1 5.328,4
Konsolidierungskreisänderungen 61,3 73,6 8,1 6,6 149,6
Zugänge 192,2 325,7 78,2 646,0 1.242,1
Umbuchungen 78,7 308,5 18,8 –407,4 –1,4
Abgänge –4,2 –4,5 –3,0 –1,1 –12,8
Abschreibungen –76,6 –457,6 –67,9 0,0 –602,1
Wertminderungen –0,2 0,0 0,0 –0,2 –0,4
Wertaufholungen 0,2 0,0 0,0 0,0 0,2
Währungsdifferenzen –23,8 –34,6 –3,8 –34,9 –97,1
Buchwerte zum 31.03.2016 1.688,4 2.880,1 289,9 1.148,1 6.006,5

Mio. EUR

Zum 31. März 2016 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 10,9 Mio. EUR (31. März 2015: 13,9 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2016 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 324,2 Mio. EUR (31. März 2015: 698,1 Mio. EUR).

In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in Höhe von 16,7 Mio. EUR (2014/15: 13,9 Mio. EUR) aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 2,5 % (2014/15: 3,5 %) zugrunde gelegt.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2016 wie folgt dar:

31.03.2015 31.03.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 25,2 23,4
Kumulierte Abschreibungen –10,0 –8,6
Buchwerte 15,2 14,8

Mio. EUR

Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

2014/15 2015/16
Buchwerte zum 01.04. 15,1 15,2
Umbuchungen 0,0 0,1
Abgänge 0,0 –0,6
Wertaufholungen 0,0 0,2
Währungsdifferenzen 0,1 –0,1
Buchwerte zum 31.03. 15,2 14,8

Mio. EUR

Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 15,8 Mio. EUR (31. März 2015: 16,6 Mio. EUR) geschätzt. Mieterträge von und Aufwendungen für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind unwesentlich.

Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:

Sachanlagen Immaterielle
Vermögens
werte
Summe
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
2014/15
Anschaffungskosten 70,3 37,8 3,1 0,0 1,0 112,2
Kumulierte
Abschreibungen
–27,3 –25,2 –1,7 0,0 –1,0 –55,2
Buchwerte 43,0 12,6 1,4 0,0 0,0 57,0
2015/16
Anschaffungskosten 62,8 38,2 5,8 0,0 1,0 107,8
Kumulierte
Abschreibungen
–24,1 –27,2 –2,4 0,0 –1,0 –54,7
Buchwerte 38,7 11,0 3,4 0,0 0,0 53,1

Mio. EUR

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:

Mindestleasing
Barwert der Mindest
zahlungen aus
Abzinsungen aus
leasingzahlungen aus
Finanzierungsleasing
Finanzierungsleasing
Finanzierungsleasing
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Laufzeit bis zu einem Jahr 7,6 8,8 –1,6 –1,7 6,0 7,1
Laufzeit zwischen einem Jahr
und fünf Jahren
27,2 21,7 –2,9 –1,8 24,3 19,9
Laufzeit über fünf Jahre 7,3 5,7 –0,8 –0,6 6,5 5,1
42,1 36,2 –5,3 –4,1 36,8 32,1

Mio. EUR

Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Restlaufzeit von acht Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben.

Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:

2014/15 2015/16
Laufzeit bis zu einem Jahr 50,5 51,8
Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren 110,0 117,1
Laufzeit über fünf Jahre 49,0 72,0
209,5 240,9
Mio. EUR

Zahlungen in Höhe von 62,8 Mio. EUR (2014/15: 61,0 Mio. EUR) aufgrund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.

Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Grundstücke und Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten bis zu 50 Jahren (teils mit Kündigungsoption seitens voestalpine-Gesellschaften) mit Verlängerungsoption in bestimmten Fällen. Es bestehen Kaufoptionen zum Verkehrswert am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.

Aufgliederung der Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen

2014/15 2015/16
Umsatzkosten 565,9 588,2
Vertriebskosten 20,7 24,8
Verwaltungskosten 21,1 21,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 36,2 60,2
643,9 694,6

Mio. EUR

Wertminderungen und Wertaufholungen

In der Vergleichsperiode wurden in der Metal Forming Division eine Abwertung auf den Nettozeitwert im Rahmen der Endkonsolidierung der voestalpine Plastics Solutions in Höhe von insgesamt 13,9 Mio. EUR sowie eine Wertminderung auf eine zahlungsmittelgenerierende Einheit in Russland, die sich mit der Produktion von Profilen beschäftigt, in Höhe von 5,2 Mio. EUR ergebniswirksam erfasst. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Wertminderung der russischen Aktivitäten wurde aufgrund eines schwachen Marktes durchgeführt. Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist 4,4 Mio. EUR. Der angewendete Abzinsungssatz beträgt 11,75 % vor Steuern.

Ebenfalls in der Vergleichsperiode wurden in der Special Steel Division für eine Schmiedelinie (= zahlungsmittelgenerierende Einheit) aufgrund von negativen Marktentwicklungen im deutschen Energiemaschinenbau Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 16,3 Mio. EUR erfasst. Diese sind in den Umsatzkosten erfasst. Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist 73,1 Mio. EUR. Der angewendete Abzinsungssatz beträgt 7,20 % vor Steuern.

In der Vergleichsperiode wurden in der Metal Engineering Division für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die sich mit der Produktion von Feinstdrähten beschäftigt, aufgrund von negativen Marktentwicklungen in Folge der Energiewende in Deutschland Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 15,0 Mio. EUR erfasst. Diese sind in den Umsatzkosten erfasst. Der erzielbare Betrag dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist 28,9 Mio. EUR. Der angewendete Abzinsungssatz beträgt 7,20 % vor Steuern.

In der Vergleichsperiode entspricht mit Ausnahme von der verkauften voestalpine Plastics Solutions der erzielbare Betrag jeweils dem Nutzungswert.

31.03.2014 31.03.2015 31.03.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.487,7 1.485,2 1.556,7
Wertminderungen –15,4 –12,3 –12,3
Buchwert 1.472,3 1.472,9 1.544,4

10. Firmenwert und immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer

Mio. EUR

Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Firmenwert
Buchwerte zum 01.04.2014 1.472,3
Zugänge 6,2
Abgänge –11,4
Währungsdifferenzen 5,8
Buchwerte zum 31.03.2015 1.472,9
Zugänge 73,0
Währungsdifferenzen –1,5
Buchwerte zum 31.03.2016 1.544,4
Mio. EUR

Die Zugänge der Firmenwerte in Höhe von 73,0 Mio. EUR beinhalten 72,8 Mio. EUR aus Unternehmenserwerben des Geschäftsjahres 2015/16. Weiters ist eine Anpassung der vorläufigen Purchase Price Allocation der Bathurst Rail Fabrication Centre, Australien, aus dem Vorjahr aufgrund einer Adaptierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR enthalten.

Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten

Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

2014/15 2015/16
Summe Steel Division 160,1 160,1
HPM Production 378,8 378,8
Value Added Services 310,9 314,9
Summe Special Steel Division 689,7 693,7
Steel 25,8 25,8
Rail Technology 38,9 38,9
Tubulars 0,0 67,1
Turnout Systems 124,2 124,6
Welding Consumables 172,2 172,2
Summe Metal Engineering Division 361,1 428,6
Tubes & Sections 63,0 63,0
Automotive Body Parts 84,0 84,0
Precision Strip 103,8 103,8
Warehouse & Rack Solutions 11,2 11,2
Summe Metal Forming Division 262,0 262,0
voestalpine-Konzern 1.472,9 1.544,4

Mio. EUR

Die Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Cashflows einer 5-Jahres-Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Den Cashflows wird in der ewigen Rente ein aus externen Quellen abgeleitetes länderspezifisches Wachstum unterstellt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten und nach dem Capital Asset Pricing Model berechnet (Weighted Average Costs of Capital). Die im Rahmen der WACC-Ermittlung verwendeten Parameter wurden auf objektivierter Basis ermittelt.

Die im Vorjahr als Cashflow-Zu- bzw. Abschlag berücksichtigten Länderrisikoprämien wurden zum Zweck der Vergleichbarkeit in die unten angegebenen Vorjahres-WACC-Werte miteinbezogen.

Schätzungen und Annahmen, die zur Bewertung der erzielbaren Beträge von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit signifikantem Anteil am Gesamtfirmenwert des voestalpine-Konzerns herangezogen werden, sind wie folgt:

Für die 5-Jahres-Mittelfristplanung der Steel Division wurden externe Markt- und Konjunkturprognosen für den Absatz von Flachprodukten in Europa verwendet. Aufgrund positiver Rückmeldungen aus einzelnen Kundensegmenten wurden teilweise qualitätsbedingte Anpassungen vorgenommen. Der Produktionsplan spiegelt die Absatzprognosen wider. Beschaffungsseitig wurden die Rohstoffannahmen laut Weltmarktprognosen der Planung zugrunde gelegt. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1,25 % gerechnet. Der WACC beträgt 7,56 % vor Steuern (2014/15: 7,23 %).

Die 5-Jahres-Mittelfristplanung von High Performance Metals (HPM) Production wurde sowohl unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung als auch unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die internen Prognosen und Einschätzungen – insbesondere was das auf metallurgisch anspruchsvolle Anwendungsgebiete in Luftfahrt-, Öl- und Gas-, Energiemaschinenbau- sowie Automobilindustrie ausgerichtete Components-Geschäft betrifft – stützen sich auf externe Informationsquellen und stimmen mit diesen im Wesentlichen überein. Im Öl- und Gasgeschäft wurde einem Verharren der Nachfrage auf niedrigem Niveau mit einer leichten Belebung ab 2017/18 in der Planung Rechnung getragen. Im Bereich Luftfahrt wurde ein ungebrochener Wachstumstrend unterstellt. Legierungspreisbedingte Vormaterialkostenveränderungen können im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,74 %. Der WACC beträgt 9,72 % vor Steuern (2014/15: 7,79 %).

Der Planung von Value Added Services wurden sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der relevanten Industriesegmente sowie die Wachstumsprognosen in den regionalen Absatzmärkten zugrunde gelegt. Der unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung in den Regionen wird mit entsprechend aufgesetzten und formulierten Strategien und Maßnahmenpaketen entgegengewirkt. Einen positiven Niederschlag in der Planung fanden die bereits in der Vergangenheit eingeleitete Vertiefung des Wertschöpfungsprozesses, das konsequente Weitertreiben bereits bewährter Einsparungs- und Optimierungsprogramme sowie neue Initiativen, wie das weitere Straffen administrativer Abläufe über die gesamte Versorgungskette. Über den sogenannten "Legierungspreisanhänger" können auch legierungspreisbedingte Veränderungen der Materialkosten an den Markt weitergegeben werden. Der Ausgangspunkt für die ewige Rente ist das fünfte Planungsjahr. Der verwendete Wachstumsfaktor beträgt 1,51 %. Der WACC beträgt 10,02 % vor Steuern (2014/15: 8,26 %).

Dem Planungsprozess von Turnout Systems wurden die 5-Jahres-Mittelfristplanungen und Marktprognosen der betreffenden Einzelgesellschaften zugrunde gelegt. Zusätzlich eingeflossen sind deren Erwartungen über die jeweilige Entwicklung der allgemeinen Rahmenbedingungen sowie die umfänglichen Bedarfsschätzungen der Kunden. Im Hinblick auf die wesentlichen Faktorkostenentwicklungen sind allgemeine Prognosen über Personalkostenentwicklungen und interne Annahmen über Stahlpreisentwicklungen in die Planungen eingearbeitet worden. Als Basis für die Ermittlung der ewigen Rente wurde das fünfte Planjahr herangezogen. Die in den Cashflows extrapolierte Wachstumsrate beträgt 1,51 %. Der WACC beträgt 8,94 % vor Steuern (2014/15: 8,20 %).

Für die 5-Jahres-Mittelfristplanung von Welding Consumables wurden neben den allgemein gültigen Prognosen für das Wachstum der Wirtschaft in den relevanten Kernmärkten insbesondere die Entwicklung und die Potenziale in den für den Geschäftsbereich definierten Fokusindustrien berücksichtigt. Die im Zuge des Impairmenttests verwendete Discounted Cashflow-Methode erfolgt unter Anwendung einer ewigen Rente basierend auf der letzten Planungsperiode. Als Wachstumsfaktor für die ewige Rente wurden 1,36 % angesetzt. Der WACC beträgt 8,70 % vor Steuern (2014/15: 8,20 %).

Die Cashflow-Prognosen von Automotive Body Parts orientieren sich an den regionalen Wachstumsprognosen bzw. den mittelfristigen Produktionsprognosen für den paneuropäischen Automobilmarkt, hier im Speziellen für die europäischen Premiumhersteller. Die internen Einschätzungen entsprechen annähernd den konzernexternen Prognosen sowie der Marktdynamik und wurden entsprechend dem Modellportfolio der Automotive Body Parts angepasst. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das fünfte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,15 %. Der WACC beträgt 9,19 % vor Steuern (2014/15: 7,42 %).

Die 5-Jahres-Mittelfristplanung von Precision Strip wurde unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die internen Einschätzungen orientieren sich großteils an den externen Prognosen und wurden tendenziell leicht vorsichtig nach unten angepasst. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1,24 %. Der WACC beträgt 9,00 % vor Steuern (2014/15: 7,28 %).

Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde durch die Impairmenttests bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt sämtliche Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Weiters hat die Cashflow-Sensitivitätsbetrachtung ergeben, dass bei einer Verringerung der Cashflows um 10 % sämtliche Buchwerte ebenfalls noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Eine kombinierte Sensitivitätsbetrachtung der oben beschriebenen firmenwerttragenden Einheiten hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um einen Prozentpunkt und einer Verringerung der Cashflows um 10 % mit drei Ausnahmen (High Performance Metals Production, Automotive Body Parts und Precision Strip) die Buchwerte noch immer gedeckt sind.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwertüberdeckung sowie den Betrag, um die sich die beiden wesentlichen Annahmen ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag gleich dem Buchwert ist:

2014/15 2015/16
Buchwertüberdeckung in Mio. EUR 559,6 336,5
Abzinsungssatz in % 1,8 1,2
Cashflow in % –22,0 –15,1

High Performance Metals Production

Automotive Body Parts

2014/15 2015/16
Buchwertüberdeckung in Mio. EUR 219,1 159,8
Abzinsungssatz in % 2,5 1,7
Cashflow in % –28,8 –21,0

Precision Strip

2014/15 2015/16
Buchwertüberdeckung in Mio. EUR 130,6 76,7
Abzinsungssatz in % 2,7 1,7
Cashflow in % –29,4 –19,5

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer

In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:

2014/15 2015/16
Special Steel Division 155,4 155,4
Welding Consumables 12,6 12,6
Summe Metal Engineering Division 12,6 12,6
Precision Strip 2,6 2,6
Summe Metal Forming Division 2,6 2,6
voestalpine-Konzern 170,6 170,6

Mio. EUR

In den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sind ausschließlich Markenrechte enthalten. Der Zeitraum, in der diese Markenrechte voraussichtlich Cashflows generieren werden, unterliegt keiner vorhersehbaren Begrenzung. Die Markenrechte unterliegen daher keiner Abnutzung und werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Geleistete
Anzahlungen
oder in
Marken Sonstige Erstellung Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.082,2 43,1 1.352,9
Kumulierte Abschreibungen –13,8 –1.002,9 0,0 –1.016,7
Buchwerte am 01.04.2014 213,8 79,3 43,1 336,2
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.093,6 57,0 1.378,2
Kumulierte Abschreibungen –19,5 –1.013,3 –0,1 –1.032,9
Buchwerte am 31.03.2015 208,1 80,3 56,9 345,3
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.263,9 56,3 1.547,8
Kumulierte Abschreibungen –25,2 –1.108,5 0,0 –1.133,7
Buchwerte am 31.03.2016 202,4 155,4 56,3 414,1

11. Andere immaterielle Vermögenswerte

In der Spalte "Marken" sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von 170,6 Mio. EUR enthalten. Wertminderungen sind keine angefallen. Darüber hinaus ist ein Kapitalmarktfinanzierungsvorteil enthalten, der sich auf den Markennamen Böhler-Uddeholm bezieht. Der Kapitalmarktfinanzierungsvorteil wird auf zehn Jahre abgeschrieben.

Mio. EUR

Marken Sonstige Geleistete
Anzahlungen
oder in
Erstellung
Summe
Buchwerte zum 01.04.2014 213,8 79,3 43,1 336,2
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 2,2 0,0 2,2
Zugänge 0,0 15,7 20,9 36,6
Umbuchungen 0,0 7,8 –2,9 4,9
Abgänge 0,0 0,0 –4,9 –4,9
Abschreibungen –5,7 –26,0 0,0 –31,7
Wertminderungen 0,0 –0,9 0,0 –0,9
Währungsdifferenzen 0,0 2,2 0,7 2,9
Buchwerte zum 31.03.2015 208,1 80,3 56,9 345,3
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 124,0 0,0 124,0
Zugänge 0,0 20,1 17,8 37,9
Umbuchungen 0,0 19,3 –18,2 1,1
Abgänge 0,0 –0,1 0,0 –0,1
Abschreibungen –5,7 –47,4 0,0 –53,1
Wertminderungen 0,0 –38,8 0,0 –38,8
Währungsdifferenzen 0,0 –2,0 –0,2 –2,2
Buchwerte zum 31.03.2016 202,4 155,4 56,3 414,1

Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Mio. EUR

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.

Zum 31. März 2016 bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 5,0 Mio. EUR (31. März 2015: 3,7 Mio. EUR). In den Zugängen der Spalte "Geleistete Anzahlungen oder in Erstellung" sind 13,7 Mio. EUR (31. März 2015: 15,7 Mio. EUR) an aktivierten Entwicklungskosten für ein Softwareprojekt zur Darstellung von gesellschaftsübergreifenden und divisional harmonisierten Geschäftsprozessen in der Steel Division enthalten. Der Buchwert zum 31. März 2016 beträgt 60,2 Mio. EUR (31. März 2015: 47,8 Mio. EUR).

Wertminderungen und Wertaufholungen

In der Metal Engineering Division wurden für eine zahlungsmittelgenerierende Einheit, die sich mit der Produktion von Nahtlosrohren beschäftigt, aufgrund von negativen Marktentwicklungen insbesondere der erheblich gesunkenen Preise für Öl und Gas, Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 38,8 Mio. EUR erfasst. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der erzielbare Betrag für diese Vermögenswerte beträgt EUR 48,2 Mio. EUR. Die angewendeten Abzinsungssätze liegen zwischen 6,01 % und 6,99 % vor Steuern.

12. Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen und andere Finanzanlagen

Anteile an
verbundenen
Unter
nehmen
Anteile an
assoziierten
Unter
nehmen
Anteile an
Gemein
schaftsun
ternehmen
Sonstige
Beteili
gungen
Wert
papiere
Aus
leihungen
Geleis
tete An
zahlungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
17,2 114,4 100,3 56,8 6,9 27,9 0,0 323,5
Kumulierte
Abschreibungen
–7,1 0,0 0,0 –7,9 –0,1 –3,0 0,0 –18,1
Buchwerte
am 01.04.2014
10,1 114,4 100,3 48,9 6,8 24,9 0,0 305,4
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
16,6 117,1 102,0 55,3 3,8 19,8 0,0 314,6
Kumulierte
Abschreibungen
–6,3 0,0 0,0 –10,9 0,2 –0,9 0,0 –17,9
Buchwerte
am 31.03.2015
10,3 117,1 102,0 44,4 4,0 18,9 0,0 296,7
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
17,5 109,4 3,2 54,9 3,3 18,2 0,2 206,7
Kumulierte
Abschreibungen
–6,8 –0,2 0,0 –16,8 0,1 –0,8 0,0 –24,5
Buchwerte
am 31.03.2016
10,7 109,2 3,2 38,1 3,4 17,4 0,2 182,2
Anteile an
verbundenen
Unter
nehmen
Anteile an
assoziierten
Unter
nehmen
Anteile an
Gemein
schaftsun
ternehmen
Sonstige
Beteili
gungen
Wert
papiere
Aus
leihungen
Geleis
tete An
zahlungen
Summe
Buchwerte
zum 01.04.2014
10,1 114,4 100,3 48,9 6,8 24,9 0,0 305,4
Konsolidierungs
kreisänderungen
0,0 –2,5 0,0 0,0 0,0 –3,0 0,0 –5,5
Zugänge 0,2 1,0 0,0 0,6 0,6 –0,6 0,0 1,8
Umbuchungen 0,0 –3,8 0,0 0,0 –1,1 –0,1 0,0 –5,0
Abgänge 0,0 0,0 –5,1 0,0 –2,4 –1,0 0,0 –8,5
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 –5,1 0,0 –1,5 0,0 –6,6
Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,1
Währungs
differenzen
0,0 8,0 6,8 0,0 0,0 0,2 0,0 15,0
Buchwerte
zum 31.03.2015
10,3 117,1 102,0 44,4 4,0 18,9 0,0 296,7
Konsolidierungs
kreisänderungen
0,9 0,0 –98,6 0,0 0,0 0,2 0,0 –97,5
Zugänge 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,6 0,2 0,9
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 –0,4 0,0 –0,3 0,0 –0,7
Abgänge 0,0 –3,9 0,0 0,0 –0,6 –1,7 0,0 –6,2
Wertminderungen –0,5 –0,2 0,0 –5,9 0,0 0,0 0,0 –6,6
Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Währungs
differenzen
0,0 –3,8 –0,3 0,0 0,0 –0,3 0,0 –4,4
Buchwerte
zum 31.03.2016
10,7 109,2 3,2 38,1 3,4 17,4 0,2 182,2

Die Buchwerte der Anteile an equitykonsolidierten Unternehmen und anderen Finanzanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Mio. EUR

Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.03.2014 31.03.2015 31.03.2016
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,9 0,7 0,6
Sonstige Ausleihungen 14,8 10,6 9,3
Sonstige Forderungen Finanzierung 9,2 7,6 7,5
24,9 18,9 17,4

Mio. EUR

Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen beinhalten Wertpapiere des V54-Wertpapierdachfonds mit 325,2 Mio. EUR (31. März 2015: 381,2 Mio. EUR) und mit 30,6 Mio. EUR (31. März 2015: 24,4 Mio. EUR) andere Wertpapiere.

V54-Fondsanteile, welche einen Buchwert der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 21,5 Mio. EUR (31. März 2015: 21,9 Mio. EUR) im Konzernabschluss repräsentieren, sind für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet.

Nach dem Abgang der Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H. (Teil des Geschäftssegments Steel Division) im Geschäftsjahr 2015/16 wurde einzig die VA Intertrading Aktiengesellschaft – wie in der Vergleichsperiode – in den kurzfristigen anderen Finanzanlagen erfasst, da die Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 5 gegeben sind, jedoch der Ausweis in einer eigenen Zeile der Konzernbilanz aufgrund von Unwesentlichkeit nicht zweckmäßig ist. Die VA Intertrading Aktiengesellschaft ist Teil des Geschäftssegments Sonstige.

13. Latente Steuern

Die steuerlichen Auswirkungen der temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016
Langfristiges Vermögen 23,5 45,8 140,3 156,6
Kurzfristiges Vermögen 95,9 67,7 122,6 73,5
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 228,1 212,4 28,9 35,1
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 54,4 34,2 37,0 30,9
Verlustvorträge 51,8 49,2 0,0 0,0
453,7 409,3 328,8 296,1
Zwischengewinneliminierungen (saldiert) 26,4 21,8 0,0 0,0
Stille Reserven (saldiert) 0,0 0,0 91,2 113,5
Akquisitionsbedingter Steuervorteil 108,4 90,3 0,0 0,0
Sonstige 16,3 17,0 9,2 8,4
Saldierung der latenten Steuern gegenüber
derselben Steuerbehörde
–366,1 –296,0 –366,1 –296,0
Saldierte latente Steuern 238,7 242,4 63,1 122,0

Mio. EUR

Der Steuervorteil aus der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr als latenter Steueraufwand aufgelöst (Restlaufzeit fünf Jahre). Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.

Mit Beschluss vom 30. Jänner 2014 hat der Verwaltungsgerichtshof ein Vorabentscheidungsersuchen an den EUGH – VwGH 30.1.2014, EU 2014/0001-1 (2013/15/0186) – gerichtet. Unter anderem mit der Frage, ob die Firmenwertabschreibung bei Anschaffung einer inländischen Beteiligung im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung Beihilfecharakter im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV hat. Nach dem Urteil des EuGH vom 6.10.2015, C-66/14, steht die Frage, ob eine staatliche Beihilfe gegeben ist, mit dem Ausgangsrechtsstreit in keinem Zusammenhang, weshalb diese Frage unzulässig ist. Der Verwaltungsgerichtshof hat in der Folge mit Erkenntnis vom 10.2.2016, 2015/15/0001, entschieden, dass keine verbotene Beihilfe vorliegt. Das bisher angegebene Risiko der Rückabwicklung ist somit weggefallen.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 49,2 Mio. EUR (31. März 2015: 51,8 Mio. EUR) wurden erfasst. Zum 31. März 2016 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von rund 251,9 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2015: rund 217,4 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2026 verfallen rund 48,0 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in Höhe von 2.529,5 Mio. EUR (31. März 2015: 2.269,4 Mio. EUR) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehrung der temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist.

Der Saldo zwischen den aktiven und passiven latenten Steuern ändert sich um –55,2 Mio. EUR (31. März 2015: 25,5 Mio. EUR). Dies entspricht im Wesentlichen dem latenten Steueraufwand in Höhe von 4,0 Mio. EUR (31. März 2015: 17,9 Mio. EUR) abzüglich den im sonstigen Ergebnis verbuchten aktiven latenten Steuern in Höhe von –4,4 Mio. EUR (31. März 2015: 42,4 Mio. EUR) und abzüglich den latenten Steuern aus Erstkonsolidierungen in Höhe von –43,6 Mio. EUR.

Zusatzangaben nach IAS 12.81 (ab):

Veränderung
2014/15
31.03.2015 Veränderung
2015/16
31.03.2016
Latente Steuern auf
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
53,3 165,2 –12,6 152,6
Latente Steuern auf Cashflow-Hedges –7,4 –4,8 6,5 1,7
Latente Steuern auf Net Investment-Hedges –3,5 –3,5 3,5 0,0
Summe im sonstigen Ergebnis
erfasster latenter Steuern
42,4 156,9 –2,6 154,3

Mio. EUR

14. Vorräte

31.03.2015 31.03.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 940,3 912,2
Unfertige Erzeugnisse 861,7 850,3
Fertige Erzeugnisse 955,9 997,1
Handelswaren 204,7 188,8
Noch nicht abrechenbare Leistungen 5,5 7,1
Geleistete Anzahlungen 9,4 17,6
2.977,5 2.973,1

Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 121,3 Mio. EUR (31. März 2015: 110,4 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beträgt 567,6 Mio. EUR (31. März 2015: 572,2 Mio. EUR). Zum 31. März 2016 wurden keine Vorräte (31. März 2015: 2,9 Mio. EUR) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 5.547,6 Mio. EUR (31. März 2015: 6.011,5 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

31.03.2015 Davon
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr
31.03.2016 Davon
Restlaufzeit
von mehr als
einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.220,4 1,2 1.134,3 1,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 447,5 15,4 379,0 8,7
1.667,9 16,6 1.513,3 9,7

Mio. EUR

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:

31.03.2015 31.03.2016
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten 168,4 172,8
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne 30,2 22,9
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste –10,3 –10,8
Bruttoforderungen aus der Auftragsfertigung 188,3 184,9
Abzüglich erhaltene Anzahlungen –127,0 –121,5
Forderungen aus der Auftragsfertigung 61,3 63,4

Mio. EUR

31.03.2015 31.03.2016
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten 5,6 12,0
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne 1,0 6,0
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste 0,0 0,0
Bruttoverbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung 6,6 18,0
Abzüglich erhaltene Anzahlungen –9,0 –22,2
Verbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung –2,4 –4,2

In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:

Mio. EUR

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2015/16 betragen 217,3 Mio. EUR (2014/15: 180,3 Mio. EUR).

16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.03.2015 31.03.2016
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 464,5 774,8
Mio. EUR

17. Eigenkapital

Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 241 UGB)

Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2016 317.851.287,79 EUR (31. März 2015: 313.309.235,65 EUR) und ist in 174.949.163 (31. März 2015: 172.449.163) nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2a der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 125.323.693,90 EUR durch Ausgabe von bis zu 68.979.665 Stück Aktien (= 40 %) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I). In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 2b der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) gegen Sacheinlagen und/oder Bareinlagen zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn (i) die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h. Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder (ii) die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt (Genehmigtes Kapital 2014/II). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. März 2015 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 2.500.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 1,45 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 25. April 2015 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2014 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 2. Juli 2014 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.

Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die abgesetzten Anschaffungskosten bzw. die Eigenkapitalerhöhung aus den Abgängen zu Anschaffungskosten für verkaufte eigene Aktien.

Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Auf- bzw. Abstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile direkt in den Gewinnrücklagen erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze in den Gewinnrücklagen erfasst.

Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.

Anzahl Anzahl Anzahl im Umlauf
Stückaktien eigene Aktien befindliche Aktien
Stand zum 01.04.2014 172.449.163 28.597 172.420.566
Stand zum 31.03.2015 172.449.163 28.597 172.420.566

Zugänge 2.500.000 2.500.000 Stand zum 31.03.2016 174.949.163 28.597 174.920.566

Stück

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Hybridkapital

Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 begab die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe 2007, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 betrug durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % plus Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber durch die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden.

Die Hybridanleihe 2007 wurde mit Wirkung zur ersten Kündigungsmöglichkeit dieser Anleihe, also zum 31. Oktober 2014 (Rückzahlungstag), vollständig gekündigt und getilgt. Die Hybridanleihe 2013 blieb von dieser Kündigung der Hybridanleihe 2007 unberührt. Für die Hybridanleihe 2007 und die Hybridanleihe 2013 wurden am 31. Oktober 2014 insgesamt 71,3 Mio. EUR als Zinsen ausbezahlt. Für die Hybridanleihe 2013 wurde am 31. Oktober 2015 insgesamt 30,0 Mio. EUR als Zinsen ausbezahlt.

Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.

Die Begebungskosten der Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR abzüglich 0,7 Mio. EUR Steuereffekt. Dadurch ergibt sich ein Wertansatz für Hybridkapital in Höhe von 497,9 Mio. EUR im Eigenkapital.

Anteilsbasierte Vergütungen

Aufgrund der Gewährung von voestalpine-Aktien an Mitarbeiter im Rahmen der jährlichen Erfolgsprämie wurden 29 Tsd. Stück Aktien mit einem Wert von 1,0 Mio. EUR (2014/15: 0,0 Mio. EUR) anlässlich der Zahlung aus dem Eigenkapital entnommen, 69 Tsd. Stück Aktien mit einem Wert von 1,7 Mio. EUR (2014/15: 1,0 Mio. EUR) wurden dem Eigenkapital zugeführt.

18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

31.03.2015 31.03.2016
Rückstellungen für Abfertigungen 606,0 598,0
Rückstellungen für Pensionen 526,0 491,4
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 135,3 139,7
1.267,3 1.229,1

Mio. EUR

2014/15 2015/16
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. 499,9 606,0
Dienstzeitaufwand der Periode 10,7 14,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,0 0,3
Zinsaufwand der Periode 16,5 9,3
–Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen 0,0 –0,6
Konsolidierungskreisänderungen 0,1 26,1
Abfertigungszahlungen –25,6 –27,8
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
106,8 –27,4
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
–2,7 0,5
Planabgeltungen 0,0 –2,9
Sonstige 0,3 –0,1
Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. 606,0 598,0

Rückstellungen für Abfertigungen

Mio. EUR

Rückstellungen für Pensionen

Barwert der
Pensionsver
pflichtungen
Plan
vermögen
Rückstellung
Stand am 01.04.2014 830,9 –417,6 413,3
Dienstzeitaufwand der Periode 9,1 0,0 9,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,3 0,0 0,3
Nettozinsen der Periode 26,4 –12,2 14,2
Ertrag aus Planvermögen
(ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind)
0,0 –40,3 –40,3
–Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen –23,8 0,0 –23,8
Konsolidierungskreisänderungen –62,4 54,1 –8,3
Pensionszahlungen –38,4 23,2 –15,2
Kursdifferenzen 9,5 –10,7 –1,2
Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen 0,0 –5,6 –5,6
Arbeitnehmereinzahlungen 0,0 –1,6 –1,6
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
190,3 0,0 190,3
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
–2,7 0,0 –2,7
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
–3,2 0,0 –3,2
Planabgeltungen –31,4 31,1 –0,3
Sonstige 0,9 0,1 1,0
Stand am 31.03.2015 905,5 –379,5 526,0

Mio. EUR

Rückstellungen für Pensionen

Barwert der
Pensionsver
pflichtungen
Plan
vermögen
Rückstellung
Stand am 01.04.2015 905,5 –379,5 526,0
Dienstzeitaufwand der Periode 10,3 0,0 10,3
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand –0,5 0,0 –0,5
Nettozinsen der Periode 15,3 –5,7 9,6
Ertrag aus Planvermögen
(ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind)
0,0 15,3 15,3
–Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen –7,6 0,0 –7,6
Konsolidierungskreisänderungen 5,8 –3,4 2,4
Pensionszahlungen –34,2 18,8 –15,4
Kursdifferenzen –8,7 5,8 –2,9
Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen 0,0 2,3 2,3
Arbeitnehmereinzahlungen 0,0 –0,5 –0,5
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
–46,2 0,0 –46,2
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0,4 0,0 0,4
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
–1,7 0,0 –1,7
Planabgeltungen –64,2 64,2 0,0
Sonstige –0,2 0,1 –0,1
Stand am 31.03.2016 774,0 –282,6 491,4

Mio. EUR

Die Umstellung der Pensionsansprüche von einem leistungsorientierten Pensionsplan auf beitragsorientierte Pläne für einige niederländische Gesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2015/16 vollständig abgeschlossen. Der Prozess der Umstellung hat im Jänner 2013 hinsichtlich aller künftigen Pensionsansprüche begonnen, die seit diesem Zeitpunkt beim industrieweiten Pensionsfonds (PME) aufgebaut werden. In den Geschäftsjahren 2013/14 und 2014/15 wurden die bestehenden Pensionsverpflichtungen für aktive und frühere Arbeitnehmer an den Pensionsfonds übertragen. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde in einem letzten Schritt mit allen bereits pensionierten Teilnehmern des leistungsorientierten Plans eine kollektive Vereinbarung hinsichtlich künftiger Indexierungsverpflichtungen getroffen. Dies führt zu einer endgültigen Planabgeltung (settlement) des leistungsorientierten Plans, wodurch Nachschussverpflichtungen seitens der Konzerngesellschaften ausgeschlossen werden.

Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2016 dargestellten Perioden wie folgt dar:

2014/15

Kategorie Vermögenswerte mit
Marktpreis an einem
aktiven Markt
Vermögenswerte
ohne Marktpreis an
einem aktiven Markt
Summe
Vermögenswerte
Schuldinstrumente 53,3 % 0,1 % 53,4 %
Eigenkapitalinstrumente 27,0 % 0,0 % 27,0 %
Immobilien 1,4 % 1,3 % 2,7 %
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
4,0 % 0,1 % 4,1 %
Versicherungsverträge 0,0 % 3,8 % 3,8 %
Sonstige Vermögenswerte 4,7 % 4,3 % 9,0 %
Summe 90,4 % 9,6 % 100,0 %

2015/16

Kategorie Vermögenswerte mit
Marktpreis an einem
aktiven Markt
Vermögenswerte
ohne Marktpreis an
einem aktiven Markt
Summe
Vermögenswerte
Schuldinstrumente 48,6 % 0,0 % 48,6 %
Eigenkapitalinstrumente 25,7 % 0,0 % 25,7 %
Immobilien 0,7 % 2,3 % 3,0 %
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
7,1 % 0,1 % 7,2 %
Versicherungsverträge 0,0 % 9,9 % 9,9 %
Sonstige Vermögenswerte 5,6 % 0,0 % 5,6 %
Summe 87,7 % 12,3 % 100,0 %

Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,9 Mio. EUR (31. März 2015: 1,4 Mio. EUR) enthalten.

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen bestimmt. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten Verzinsung des Planvermögens von 1,5 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei –2,5 %.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 26,9 Mio. EUR (2014/15: 30,4 Mio. EUR).

Die Sensitivitätsanalyse der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung leistungsorientierter Verpflichtungen genutzt werden, ergibt folgende Auswirkungen auf die DBO:

Sensitivitäten

Lohn-/
Zinssatz
Gehaltserhöhungen
Pensionserhöhungen
+1,0 % –1,0 % +0,5 % –0,5 % +0,25 % –0,25 %
Pensionen –13,3 % +17,0 % +0,8 % –0,7 % +3,0 % –2,8 %
Abfertigungen –10,2 % +12,2 % +5,6 % –5,2 %

Für den Einfluss des Zinssatzes, der Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie der Pensionserhöhungen wurden konzernale Werte ermittelt. Die Sensitivitäten werden nicht durch Schätzungen oder Näherungen, sondern durch vollständige Bewertungen unter Variation der jeweiligen Parameter ermittelt.

Die erwarteten Beitragszahlungen für leistungsorientierte Pensionspläne für das Geschäftsjahr 2016/17 betragen 15,6 Mio. EUR.

Die durchschnittliche, zinsgewichtete Duration für Pensionspläne beträgt 15,2 Jahre und für Abfertigungen 11,3 Jahre.

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

2014/15 2015/16
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04. 116,1 135,3
Dienstzeitaufwand der Periode 6,2 8,8
Zinsaufwand der Periode 3,7 2,0
Konsolidierungskreisänderungen –1,0 5,8
Jubiläumsgeldzahlungen –11,5 –9,0
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus der Änderung von Annahmen
22,8 –6,6
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste
aus erfahrungsbedingten Anpassungen
–1,4 3,6
Sonstige 0,4 –0,2
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03. 135,3 139,7

Mio. EUR

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:

2014/15 2015/16
26,3 33,5
34,4 20,9
–23,8 –8,2
21,4 –3,0
58,3 43,2

Mio. EUR

Die Nettozinsen der Periode sind in den Finanzaufwendungen erfasst.

19. Rückstellungen

Stand
01.04.2015
Konsoli
dierungs
kreisän
derungen
Währungs
differenzen
Verbrauch Auf
lösungen
Um
buchung
Zu
weisungen
Stand
31.03.2016
Langfristige
Rückstellungen
Sonstige Personal
aufwendungen
26,0 0,0 –0,1 –7,9 –0,1 1,0 4,5 23,4
Garantien und
sonstige Wagnisse
6,8 0,0 0,0 –2,5 –0,2 2,8 3,9 10,8
Übrige langfristige
Rückstellungen
37,6 0,1 –0,8 –3,3 –0,3 –6,0 10,1 37,4
70,4 0,1 –0,9 –13,7 –0,6 –2,2 18,5 71,6
Kurzfristige
Rückstellungen
Nicht konsumierte
Urlaube
126,1 4,3 –1,3 –77,2 –0,2 –0,1 79,7 131,3
Sonstige Personal
aufwendungen
156,2 7,5 –2,5 –142,3 –15,1 –1,1 166,8 169,5
Garantien und
sonstige Wagnisse
46,6 5,0 –1,1 –11,5 –8,4 –1,8 25,2 54,0
Belastende Verträge 19,7 3,7 –0,5 –12,1 –2,4 1,7 52,4 62,5
Übrige kurzfristige
Rückstellungen
165,0 0,9 –1,3 –78,8 –25,0 3,1 86,0 149,9
513,6 21,4 –6,7 –321,9 –51,1 1,8 410,1 567,2
584,0 21,5 –7,6 –335,6 –51,7 –0,4 428,6 638,8

Mio. EUR

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.

Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.

Rückstellungen für belastende Verträge werden angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Die für den Themenkomplex Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2014/15 ausgewiesene Rückstellung in Höhe von insgesamt 53,6 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2015/16 durch den Verbrauch dieser Rückstellungen auf 43,1 Mio. EUR reduziert.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Zusammenhang mit dem europäischen Spannstahlkartell die von der EU-Kommission (im Oktober 2010) verhängten Bußgelder herabgesetzt. Davon profitiert auch die voestalpine, deren Bußgeld von ursprünglich 22,0 Mio. EUR auf 7,5 Mio. EUR reduziert wurde. Die Rückstellung aus dem Vorjahr von 19,0 Mio. EUR (inkl. Zinsvorsorgen) wurde um das Bußgeld von 8,4 Mio. EUR (inkl. Zinsen) reduziert. Die verbleibende Rückstellung in Höhe von 10,6 Mio. EUR wurde erfolgswirksam aufgelöst.

Gesellschaften der Special Steel Division des voestalpine-Konzerns sind von einem – am 26. November 2015 durch Hausdurchsuchungen bei Mitbewerbern bekannt gewordenen – Verfahren des deutschen Bundeskartellamtes betroffen. voestalpine nimmt dieses Verfahren sehr ernst, arbeitet mit der Behörde zusammen und rechnet derzeit nicht damit, dass in diesem Verfahren erhebliche Bußgelder gegen voestalpine verhängt werden. Es sind in der aktuellen Berichtsperiode dazu keine Rückstellungen erfasst.

In der Berichtsperiode sind Rückstellungserhöhungen aufgrund der Aufzinsung und aufgrund von Änderungen des Abzinsungssatzes in Höhe von insgesamt 6,4 Mio. EUR (2014/15: 3,5 Mio. EUR) enthalten.

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
31.03.2015 31.03.2016 31.03.2015 31.03.2016
Anleihen und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
742,6 851,9 2.913,8 3.256,5
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6,0 7,1 30,8 25,0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
12,5 14,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
71,9 0,0 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 57,2 24,7 60,0 61,3
890,2 898,2 3.004,6 3.342,8

20. Finanzverbindlichkeiten

Die voestalpine AG hat am 3. Februar 2011 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Februar 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,75 % jährlich verzinst.

Die voestalpine AG hat am 5. Oktober 2012 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Oktober 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,00 % jährlich verzinst.

Am 14. Oktober 2014 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2021 zurückgezahlt und mit 2,25 % jährlich verzinst.

Im Geschäftsjahr 2015/16 erfolgten laufende Rückkäufe der Unternehmensanleihen 2012–2018 sowie 2011–2018. Vom Gesamtnominale der Unternehmensanleihe 2012–2018 wurden 24,4 Mio. EUR rückgekauft, vom Gesamtnominale der Unternehmensanleihe 2011–2018 25,0 Mio. EUR.

21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.03.2015 31.03.2016
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 70,3 102,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.209,7 1.101,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
mit Reverse Factoring-Vereinbarungen
50,8 37,4
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel
und der Ausstellung eigener Wechsel
394,6 299,4
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 88,4 88,8
Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 45,1 47,8
Sonstige Verbindlichkeiten 344,4 349,0
2.203,3 2.025,8
2.025,8 2.025,8

Mio. EUR

22. Eventualverbindlichkeiten

31.03.2015 31.03.2016
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 2,5 1,9
Bürgschaften, Garantien 3,0 1,5
5,5 3,4

Mio. EUR

Betreffend der österreichischen Energieabgabenvergütung hat das Bundesfinanzgericht ein Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet (BFG 31.10.2014, RE/5100001/2014). Durch die Novellierung des Energieabgabenvergütungsgesetzes mit dem Budgetbegleitgesetz 2011, das für Zeiträume nach 31.12.2010 gilt, wurde die Energieabgabenvergütung auf Produktionsbetriebe eingeschränkt. Die Vorlagefragen befassen sich mit der Verletzung von Verpflichtungen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO), fehlenden Umweltschutzmaßnahmen in der Vergütungsregelung und der fehlenden zeitlichen Einschränkung der Freistellung. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission und den Schlussanträgen des Generalanwalts erfüllt das erwähnte Gesetz nicht die formellen Voraussetzungen des europäischen Rechts, um in den Genuss einer Freistellung von der Anmeldepflicht einer staatlichen Beihilfe zu kommen. Folgt der EuGH dieser Rechtsansicht, würde die erforderliche Genehmigung der Europäischen Kommission nicht vorliegen und die Energieabgabenvergütung wäre wieder auf Dienstleistungsbetriebe auszudehnen. Nach dem gegenwärtigen Stand dieses Verfahrens wird daher mit keinen negativen Folgen für die voestalpine AG gerechnet.

23. Finanzinstrumente

Allgemeines

Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen, Anleihen, Schuldscheine und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Commodity-Swaps. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken aufgrund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.

Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/ EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.

Die Zielgröße für die Gearing Ratio liegt bei 50 % und soll nur für einen befristeten Zeitraum bis maximal 75 % überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.

In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:

31.03.2015 31.03.2016
Gearing Ratio in % 58,2 % 54,5 %
Nettofinanzverschuldung/EBITDA 1,9 1,9

Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation

Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, wodurch ein Sechsaugenprinzip gewährleistet wird. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die IKS-Konformität der Geschäftsprozesse werden in regelmäßigen Abständen zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.

Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf die Erzielung von Natural-Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.

Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngrößen Zinsänderungsrisiko und Marktwertrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um 1 %. Unter Marktwertrisiko ist die Änderung der Marktwerte der zinssensitiven Positionen bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 1 % zu verstehen.

Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird das "@risk"-Konzept eingesetzt. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist. Die Berechnung im Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes.

Liquiditätsrisiko – Finanzierung

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.

Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.

Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2016 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 334,3 Mio. EUR (31. März 2015: 383,8 Mio. EUR). Weiters sind liquide Mittel in Höhe von 774,8 Mio. EUR (31. März 2015: 464,5 Mio. EUR) im Konzernabschluss ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen stehen zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs vertraglich zugesicherte Kreditlinien im Ausmaß von 711 Mio. EUR (2014/15: 896 Mio. EUR) zur Verfügung.

Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden folgende Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt:

Emission neuer Schuldscheindarlehen 221,0 Mio. EUR
Emission neuer Schuldscheindarlehen 100,0 Mio. USD
Umstrukturierung bestehender Schuldscheindarlehen
Vorzeitige Prolongation 250,0 Mio. EUR
Vorzeitige Tilgung 337,5 Mio. EUR
Emission neuer Senior Bond 400,0 Mio. EUR

Die am 9. März 2015 vom Vorstand beschlossene und am 26. März 2015 vom Aufsichtsrat genehmigte Kapitalerhöhung im Ausmaß von 2,5 Mio. Stück Aktien wurde mit 25. April 2015 eingetragen und ist somit mit diesem Datum wirksam.

Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 Jahr und < 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Anleihen 0,0 0,0 995,4 947,6 391,8 392,9
Bankverbindlichkeiten 742,6 851,9 1.349,9 1.545,5 176,7 370,5
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.260,4 1.136,2 0,1 2,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease
6,0 7,1 24,3 19,9 6,5 5,1
Verbindlichkeiten aus
Fremdwährungssicherungen
und Rohstoffsicherungen
13,0 7,6 0,0 0,0 0,0 0,0
davon als Sicherungs
geschäft gewidmet
1,4 3,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus
Zinssicherungen
(inkl. Cross-Currency-Swaps)
0,0 5,1 15,8 7,5 0,0 0,0
davon als Sicherungs
geschäft gewidmet
0,0 0,0 4,4 4,5 0,0 0,0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
141,6 39,1 9,9 36,2 50,1 25,1
Summe Verbindlichkeiten 2.163,6 2.047,0 2.395,4 2.559,0 625,1 793,6

Verbindlichkeiten

Mio. EUR

Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:

für Fälligkeit
< 1 Jahr
für Fälligkeit
> 1 Jahr und < 5 Jahre
für Fälligkeit
> 5 Jahre
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Zinsen für Anleihen 52,8 50,6 143,5 96,6 18,0 9,0
Zinsen für Bankverbindlichkeiten 38,3 40,5 95,3 78,1 13,7 14,5
Zinsen für Verbindlichkeiten
aus Finance Lease
1,6 1,7 2,9 1,8 0,8 0,6
Zinsen aus Zinssicherungen
(inkl. Cross-Currency-Swaps)
7,6 13,4 13,6 8,5 0,0 0,0
Zinsen für sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
1,4 1,6 0,0 6,2 0,0 3,0
Summe Zinslast 101,7 107,8 255,3 191,2 32,5 27,1

Mio. EUR

Zum 31. März 2015 weist die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:

Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur zum 31.03.2015

1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken 2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite

Zum 31. März 2016 weist die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:

Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur zum 31.03.2016

1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken 2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite

Kredit-/Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.

Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind:

2014/15 2015/16
Bis 30 Tage überfällig 149,8 137,2
31 Tage bis 60 Tage überfällig 35,1 33,4
61 Tage bis 90 Tage überfällig 12,7 12,9
91 Tage bis 120 Tage überfällig 10,0 8,3
Mehr als 120 Tage überfällig 23,3 37,9
Summe 230,9 229,7

Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen

Mio. EUR

Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:

Wertberichtigungen für Forderungen

2014/15 2015/16
Anfangsbestand zum 01.04. 33,7 34,8
Zugang 8,6 10,6
Währungsdifferenz 0,2 –1,4
Konsolidierungskreisänderungen –0,2 4,4
Auflösung –2,5 –10,4
Verbrauch –5,0 –7,0
Endbestand zum 31.03. 34,8 31,0

Mio. EUR

Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.

Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.

AAA AA A BBB <bbb nr<="" th="">
Bond 76,8 155,0 5,2 6,6 2,0
Geldmarktveranlagungen
exkl. Habensalden auf Konten
0,0 147,0 235,0 56,1 0,0
Derivate1 0,0 1,6 3,2 6,7 13,1
1 nur positive Marktwerte Mio. EUR

Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen

Währungsrisiko

Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in US-Dollar, aber auch in geringem Ausmaß durch Exporte in den "Nicht-EUR-Raum".

Eine Absicherung ergibt sich zunächst aufgrund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in US-Dollar Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe ebenfalls in US-Dollar gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.

Der Nettobedarf an US-Dollar des voestalpine-Konzerns lag im Geschäftsjahr 2015/16 bei 530,9 Mio. USD. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (716,8 Mio. USD – inkl. des Gemeinschaftsunternehmens voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, welches die Fremdwährungstransaktionen über das Konzern-Treasury abwickelte) begründet sich primär durch den Preisrückgang im Rohstoffeinkauf. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.

Fremdwährungsportfolio 2015/16 (netto)

Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2016 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:

Undiversifiziert USD PLN ZAR GBP CAD CHF SEK Sonstige
Position1 –148,7 –4,1 30,4 58,9 33,2 18,5 –27,9 18,9
VaR (95 %/J.) 22,6 0,5 6,6 7,3 5,1 3,1 3,2 3,8
1 ungesicherte Planposition für Geschäftsjahr 2016/17 Mio. EUR

Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 17,5 Mio. EUR (31. März 2015: 42,1 Mio. EUR) des voestalpine-Konzerns (zum 31. März 2015 inkl. des Gemeinschaftsunternehmens voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, welches die Fremdwährungstransaktionen über das Konzern-Treasury abwickelte).

Zinsrisiko

Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).

Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos. Zur Erzielung eines Natural-Hedge bei den zinstragenden Positionen wird die Modified Duration der Aktivseite in einer engen Bandbreite an die Modified Duration der Passivseite gekoppelt.

Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 8,6 Mio. EUR belastet (2014/15: 2,9 Mio. EUR belastet).

Bei einer Zinsbindung von 0,98 Jahren (2014/15: 1,25 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 0,66 % (2014/15: 0,89 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 1,95 Jahren (2014/15: 2,52 Jahre) bei 2,26 % (2014/15: 2,48 %).

Bestand1 Gewichteter
Durchschnitts
zinssatz
Duration
(Jahre)
Durchschnittl.
Kapitalbin
dung (Jahre) 2
Sensitivität bei
1 % Zins
änderung1
Cashflow
Risiko1
aktiv 1.087,2 0,66 % 0,98 1,33 –4,5 –8,7
passiv –4.155,0 2,26 % 1,95 2,91 86,0 17,3
netto –3.067,8 81,5 8,6

1 Angaben in Mio. EUR

2 exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 406,1 Mio. EUR

Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2016 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1 %igen Zinsänderung auf der Aktivseite 8,6 Mio. EUR (31. März 2015: 15,6 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 130,8 Mio. EUR (31. März 2015: 181,5 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 122,2 Mio. EUR (31. März 2015: 165,9 Mio. EUR).

Die Bestände der Aktivseite werden in einem Ausmaß von 409,0 Mio. EUR (Vorjahr 417,9 Mio. EUR) im Wertpapierdachfonds V54 veranlagt. 100 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in Euro oder in Cash in den drei Subfonds V101, V102, V103 sowie in diversen Spezialfonds wie folgt investiert:

68,2 Mio. EUR mit einer Duration von 3,1
139,5 Mio. EUR mit einer Duration von 3,3
120,1 Mio. EUR mit einer Duration von 2,4
79,5 Mio. EUR (sind nur im V54 enthalten)

Neben den Wertpapierfonds bestehen weitere Wertpapierpositionen in Höhe von 7,4 Mio. EUR (31. März 2015: 6,4 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2015/16 konnten im Dachfonds V54 Erträge in Höhe von 0,47 % (2014/15: 4,9 %) verzeichnet werden.

Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 1,3 Mio. EUR (2014/15: 20,7 Mio. EUR) werden für Finanzinstrumente, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet werden, erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Bestand an derivativen Finanzinstrumenten:

Nominale
(Mio. EUR)
Marktwert
(Mio. EUR)
Davon im
Eigenkapital
berücksichtigt
Laufzeit
31.03.
2015
31.03.
2016
31.03.
2015
31.03.
2016
31.03.
2015
31.03.
2016
31.03.
2015
31.03.
2016
Fremdwährungs
sicherungen
900,9 826,4 47,8 2,3 37,4 –2,7 < 1 Jahr < 1 Jahr
davon als Siche
rungsgeschäft
gewidmet
323,0 164,9 37,4 –2,7
Zinssicherungen 455,5 456,2 –10,4 –7,0 –4,4 –4,5 < 4 Jahre < 3 Jahre
davon als Siche
rungsgeschäft
gewidmet
255,6 255,0 –4,4 –4,5
Cross-Currency-Swaps 69,9 139,9 –3,9 8,4 0,0 0,0 ≤ 5 Jahre ≤ 4 Jahre
davon als Siche
rungsgeschäft
gewidmet
0,0 0,0 0,0 0,0
Rohstoffsicherungen 24,8 19,1 –1,6 0,6 0,0 0,0 < 3 Jahre < 2 Jahre
davon als Siche
rungsgeschäft
gewidmet
23,0 16,6 –1,4 1,1
Summe 1.451,1 1.441,6 31,9 4,3 33,0 –7,2
davon als Siche
rungsgeschäft
gewidmet
601,6 436,5 31,6 –6,1

Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:

  • Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, sodass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
  • Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein nicht finanzieller Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Zins- und Währungssicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während die Rohstoffsicherungen fast ausschließlich als Fair Value-Hedge eingestuft werden. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte angewendet.

Bei Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument, der als effektive Absicherung ermittelt wird, im sonstigen Ergebnis, der ineffektive Teil ergebniswirksam erfasst. Zum 31. März 2016 bestand keine Absicherung einer Investition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb des Konzerns, der abgesicherte Buchwert zum 31. März 2015 betrug 110,0 Mio. USD (Fair Value 13,8 Mio. EUR). Aus der Rücklage wurden 13,8 Mio. EUR entnommen.

Im Geschäftsjahr 2015/16 war keine Unwirksamkeit hinsichtlich der Absicherung von Cashflows ergebniswirksam zu erfassen.

Nettogewinne für Fremdwährungs- und Zinssicherungsderivate in Höhe von 10,3 Mio. EUR (2014/15: Nettoverluste in Höhe von 1,1 Mio. EUR) werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.

Gewinne für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2014/15: Verluste in Höhe von 1,4 Mio. EUR) ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Verluste in Höhe von 2,3 Mio. EUR (2014/15: Gewinne in Höhe von 1,4 Mio. EUR) ebenfalls ergebniswirksam erfasst.

Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode positive Marktwerte in Höhe von 37,4 Mio. EUR (2014/15: negative Marktwerte in Höhe von 2,0 Mio. EUR) entnommen und ergebniswirksam im Materialaufwand erfasst; negative Marktwerte in Höhe von 2,7 Mio. EUR (2014/15: positive Marktwerte in Höhe von 37,4 Mio. EUR) wurden der Rücklage zugeführt. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde die Rücklage für Zinssicherungen aufgrund von Marktwertveränderungen um 0,1 Mio. EUR (2014/15: 4,3 Mio. EUR) verringert. Darüber hinaus gab es keine Veränderungen und es wurden keine Beträge entnommen und umgegliedert.

Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:

Summe vertragliche
Cashflows
Vertragliche Cashflows
< 1 Jahr > 1 Jahr und < 5 Jahre > 5 Jahre
2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16 2014/15 2015/16
Zinssicherungen
Vermögenswerte 1,6 0,0 0,8 0,0 0,8 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten –6,0 –4,5 –1,7 –1,2 –4,3 –3,3 0,0 0,0
–4,4 –4,5 –0,9 –1,2 –3,5 –3,3 0,0 0,0
Fremdwährungs
sicherungen
Vermögenswerte 38,1 0,4 38,1 0,4 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten –0,7 –3,1 –0,7 –3,1 0,0 0,0 0,0 0,0
37,4 –2,7 37,4 –2,7 0,0 0,0 0,0 0,0

Mio. EUR

Einteilung von Finanzinstrumenten

Klassen
Kategorien
Finanzinstrumente, welche zu
fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertet werden
Finanzinstrumente, die zum
Zeitwert bewertet werden
Darlehen und
Forderungen
Available for
sale at cost
Available
for sale at
fair value
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertete
finanzielle Vermögenswerte
Held for
Trading
(Derivate)
Übrige Summe
Aktiva 2014/15
Andere Finanzanlagen langfristig 19,0 18,0 36,7 4,0 77,7
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie sonstige
Forderungen
1.607,2 60,7 1.667,9
Finanzanlagen kurzfristig 405,7 405,7
Liquide Mittel 464,5 464,5
Buchwerte 2.090,7 18,0 36,7 60,7 409,7 2.615,8
Zeitwerte 2.090,7 18,0 36,7 60,7 409,7 2.615,8
Aktiva 2015/16
Andere Finanzanlagen langfristig 17,6 16,7 32,1 3,4 69,8
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie sonstige
Forderungen
1.488,8 24,5 1.513,3
Finanzanlagen kurzfristig 355,7 355,7
Liquide Mittel 774,8 774,8
Buchwerte 2.281,2 16,7 32,1 24,5 359,1 2.713,6
Zeitwerte 2.281,2 16,7 32,1 24,5 359,1 2.713,6

Mio. EUR

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden als "available for sale at cost" gehalten und zu Anschaffungskosten bewertet, da für diese Beteiligungen kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Einzig die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich wird als "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet, da für diese der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich, unter Berücksichtigung werterhellender Informationen, als Ganzes verlässlich ermittelt werden kann.

Klassen Finanzielle
Verbindlichkeiten, die zu
fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet werden
Finanzielle
Verbindlichkeiten,
die zum Zeitwert
bewertet werden
Kategorien Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete
Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten –
Held for Trading
(Derivate)
Summe
Passiva 2014/15
Finanzverbindlichkeiten langfristig 3.004,6 3.004,6
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 890,2 890,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie
sonstige Verbindlichkeiten 2.180,7 28,8 2.209,5
Buchwerte 6.075,5 28,8 6.104,3
Zeitwerte 6.213,8 28,8 6.242,6
Passiva 2015/16
Finanzverbindlichkeiten langfristig 3.342,8 3.342,8
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 898,2 898,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie
sonstige Verbindlichkeiten 2.012,1 20,2 2.032,3
Buchwerte 6.253,1 20,2 6.273,3
Zeitwerte 6.356,5 20,2 6.376,7

Mio. EUR

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird, fallen in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet.

Die drei Stufen sind wie folgt definiert:

Eingangsparameter

Stufe 1 umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten
(unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag
zugreifen kann.
Stufe 2 umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für
den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.
Stufe 3 umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld.

Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
2014/15
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 60,7 60,7
Fair Value-Option (Wertpapiere) 409,7 409,7
Available for sale at fair value 36,7 36,7
409,7 60,7 36,7 507,1
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (Derivate) 28,8 28,8
0,0 28,8 0,0 28,8
2015/16
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 24,5 24,5
Fair Value-Option (Wertpapiere) 359,1 359,1
Available for sale at fair value 32,1 32,1
359,1 24,5 32,1 415,7
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (Derivate) 20,2 20,2
0,0 20,2 0,0 20,2

Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen. Die Designation zum beizulegenden Zeitwert wurde gewählt, um zweckdienlichere Informationen zu vermitteln, weil diese Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gemäß der dokumentierten Risikomanagement- und Anlagestrategie nach deren Fair Value gesteuert und ihre Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwerts beobachtet und berichtet wird.

Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:

2014/15 2015/16
41,1 36,7
–4,4 –4,6
36,7 32,1

Stufe 3 – Available for sale at fair value

Mio. EUR

In Stufe 3 ist die nicht konsolidierte Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die nach "available for sale at fair value" zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich, unter Berücksichtigung werterhellender Informationen, als Ganzes verlässlich ermittelt werden.

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:

2014/15 2015/16
Darlehen und Forderungen 9,3 13,9
Available for sale at cost 3,6 3,4
Held for Trading (Derivate) –2,6 12,4
Available for sale at fair value –4,4 –4,6
Übrige finanzielle Vermögenswerte 20,7 1,3
Finanzielle Verbindlichkeiten –127,8 –115,7

Mio. EUR

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:

2014/15 2015/16
Gesamtzinserträge 13,4 11,2
Gesamtzinsaufwendungen –127,8 –115,7

Mio. EUR

Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 16,7 Mio. EUR (2014/15: 16,0 Mio. EUR).

24. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

2014/15 2015/16
Erhaltene Zinsen 8,6 7,7
Gezahlte Zinsen 155,8 132,8
Gezahlte Steuern 115,2 118,8

Mio. EUR

Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.

Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

2014/15 2015/16
Abschreibungen 636,6 705,2
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 2,5 –2,3
Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen,
langfristigen Rückstellungen sowie latenten Steuern
4,0 –5,2
Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen –62,4 –131,5
580,7 566,2

Mio. EUR

Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 19,9 Mio. EUR (2014/15: 69,1 Mio. EUR) aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten. In der Vergleichsperiode 2014/15 entfallen 53,0 Mio. EUR auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG.

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Zugänge an liquiden Mitteln in Höhe von 26,5 Mio. EUR (2014/15: 0,1 Mio. EUR) aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von akquirierten bzw. erstmals einbezogenen Gesellschaften enthalten und der Kaufpreis in Höhe von 39,7 Mio. EUR (2014/15: 52,2 Mio. EUR) ist abgegangen. Aufgrund des Verkaufs von Tochtergesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,0 Mio. EUR (2014/15: 12,6 Mio. EUR) liquide Mittel abgegangen und der Verkaufspreis in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2014/15: 137,4 Mio. EUR) zugegangen.

Die Zugänge im Anlagevermögen enthalten nicht zahlungswirksame Investitionen in Höhe von 4,2 Mio. EUR.

25. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie assoziierten Unternehmen bzw. deren Tochterunternehmen als auch Gemeinschaftsunternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:

2014/15 2015/16
mit Gemein
schaftsunter
nehmen
mit assoziierten
Unternehmen
und nicht
konsolidierten
Tochter
unternehmen
mit Gemein
schaftsunter
nehmen
mit assoziierten
Unternehmen
und nicht
konsolidierten
Tochter
unternehmen
Umsatzerlöse 206,0 291,6 1,3 243,7
Materialaufwand 20,0 186,2 3,3 127,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand 0,0 33,8 0,0 1,7
31.03.2015 31.03.2016
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
14,4 47,0 0,0 32,7
Finanzverbindlichkeiten/
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten 75,4 46,9 0,1 26,3

In den Forderungen und Verbindlichkeiten mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sowie nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind sowohl direkte als auch indirekte Beziehungen enthalten.

Mio. EUR

Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kernaktionären, die aufgrund der Equity-Konsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren. Geschäftsfälle werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und stellen sich wie folgt dar:

31.03.2015 31.03.2016
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 73,0 110,7
Finanzverbindlichkeiten/Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
100,5 110,3
Erhaltene Garantien 5,4 1,0
Mio. EUR

Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Vorstand

Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.

Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 200 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 250 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das EBIT und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitative Ziele im Geschäftsjahr 2015/16 wurden erstens die Vorlage einer langfristigen China-Strategie für den voestalpine-Konzern und zweitens die Aktualisierung der 2012 verabschiedeten "Strategie 2020" des voestalpine-Konzerns vereinbart.

Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Mag. Dipl.-Ing. Ottel und Dipl.-Ing. Eibensteiner nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Rotter, Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer und Dipl.-Ing. Dr. Schwab besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.

Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.

Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2014/15: 0,1 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für das Geschäftsjahr 2015/16 wie folgt zusammen:

Lfd. Bezüge
fix
Lfd. Bezüge
variabel
Summe
Dr. Wolfgang Eder 0,97 1,56 2,53
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer 0,72 0,92 1,64
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Franz Rotter 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab 0,59 0,74 1,33
2015/16 4,44 5,98 10,42
2014/15 4,07 6,00 10,07

Zusätzlich zu den in der oben angeführten Tabelle enthaltenen Bezügen sind für Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen im Konzernabschluss folgende Service Costs (Personalaufwand) erfasst: Dr. Eder 0,00 Mio. EUR (2014/15: 0,00 Mio. EUR), Mag. Dipl.-Ing. Ottel 0,35 Mio. EUR (2014/15: 0,19 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Eibensteiner 0,31 Mio. EUR (2014/15: 0,17 Mio. EUR). Für Vorstandsmitglieder mit beitragsorientierten Pensionsverträgen sind zusätzlich folgende Pensionsaufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt: Dipl.-Ing. Rotter 0,11 Mio. EUR (2014/15: 0,11 Mio. EUR), Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer 0,11 Mio. EUR (2014/15: 0,11 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Dr. Schwab 0,09 Mio. EUR (2014/15: 0,03 Mio. EUR; ab 1. Oktober 2014 Mitglied des Vorstandes). Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,93 Mio. EUR (2014/15: 0,74 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.

Mio. EUR

Zum Bilanzstichtag waren 4,92 Mio. EUR (2014/15: 4,91 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Aufsichtsrat

Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zusteht. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung. Für Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrates erfolgt keine gesonderte Vergütung, es wird jedoch ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR gewährt.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015/16 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80 Tsd. EUR (2014/15: 80 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender): 60 Tsd. EUR (2014/15: 60 Tsd. EUR), Dr. Josef Krenner (Mitglied bis 2. Juli 2014): 0 Tsd. EUR (2014/15: 10 Tsd. EUR), Univ.-Prof. (em) Dr. Helga Nowotny (Mitglied ab 2. Juli 2014): 40 Tsd. EUR (2014/15: 30 Tsd. EUR) und alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40 Tsd. EUR (2014/15: 40 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2014/15: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2015/16 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 6. Juli 2016 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG sowie ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2015/16 Beratungsleistungen für Fragen insbesondere im Zusammenhang mit gesellschaftsrechtlichen Themen. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2015/16 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 36.994,00 EUR (2014/15: 55.480,00 EUR).

26. Angaben zu Arbeitnehmern

Mitarbeiterstand

Bilanzstichtag Durchschnitt
31.03.2015 31.03.2016 2014/15 2015/16
Arbeiter 26.932 28.155 26.859 28.080
Angestellte 16.232 16.891 16.298 16.710
Lehrlinge 1.407 1.377 1.495 1.482
44.571 46.423 44.652 46.272

Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Personalaufwand beträgt 2.785,3 Mio. EUR (2014/15: 2.656,7 Mio. EUR).

27. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

2014/15 2015/16
Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses 0,24 0,25
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen 1,12 1,07
Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen 0,00 0,00
Aufwendungen für sonstige Leistungen 0,00 0,02
1,36 1,34

Mio. EUR

28. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften

Im voestalpine-Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an verschiedene Kreditinstitute monatlich revolvierend verkauft. In diesem Zusammenhang bestehen vier verschiedene Factoringvertragstypen.

Im Rahmen des ersten Factoringvertragstyps werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 507,1 Mio. EUR (31. März 2015: 518,3 Mio. EUR) an verschiedene Kreditinstitute verkauft. Dabei werden kreditversicherte Forderungen um 100 % des Nennwertes an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko übernehmen. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Die verkaufende Konzerngesellschaft übernimmt lediglich eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehaltes von – in der Regel – 10 % aus der Kreditversicherung. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 51,3 Mio. EUR (31. März 2015: 54,7 Mio. EUR). Die Ausfallshaftung entspricht dem theoretischen Maximalverlust. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Ausfallshaftung ist äußerst gering. Der Zeitwert dieses Risikos wird mit 0,3 Mio. EUR bewertet. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.

Im Rahmen des zweiten Forderungsvertragstyps werden nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 107,9 Mio. EUR (31. März 2015: 109,6 Mio. EUR) verkauft. Das Ausfallsrisiko wird zu 100 % an das erwerbende Kreditinstitut übertragen. Die Forderungen werden vollständig ausgebucht. Mit Ausnahme der unten angeführten passivierten Service Fee für die Forderungsverwaltung besteht kein anhaltendes Engagement.

Im Rahmen des dritten Forderungsvertragstyps – erstmals durchgeführt im Oktober 2014 – werden sowohl versicherte als auch nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 123,7 Mio. EUR (31. März 2015: 126,1 Mio. EUR) verkauft. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Zum Zeitpunkt des Forderungsverkaufes werden eine Verlustreserve von 0,9 % und eine Verwässerungsreserve von 1,6 % (bezogen auf die verkauften Forderungen) vom Kaufpreis abgezogen. Die Verwässerungsreserve in Höhe von 2,0 Mio. EUR für zum Bilanzstichtag verkaufte Forderungen dient der allfälligen Inanspruchnahme von Skonti, Boni etc. und wird als sonstige Forderung verbucht. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Eine Verlustreserve zur Deckung von allfälligen Zahlungsausfällen in Höhe von 1,1 Mio. EUR für zum Bilanzstichtag verkaufte Forderungen wurde als Aufwand verbucht und wird bei Nichtinanspruchnahme wieder ausgekehrt. Der theoretische Maximalverlust ist mit der Verlustreserve begrenzt. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.

Im Rahmen des vierten Forderungsvertragstyps werden sowohl versicherte als auch nicht versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 23,6 Mio. EUR (31. März 2015: 26,0 Mio. EUR) verkauft. Ansprüche aus der Kreditversicherung werden an das erwerbende Kreditinstitut abgetreten. Für allfällige Forderungsausfälle wurde von der verkaufenden Konzerngesellschaft ein "First-Loss Reserve Account" in der Höhe von 0,2 Mio. EUR für zwölf Monate dotiert. Das "First-Loss Reserve Account" beträgt zum Bilanzstichtag 0,2 Mio. EUR und wird als Zahlungsmittel erfasst. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert. Der theoretische Maximalverlust ist mit der Höhe des "First-Loss Reserve Account" begrenzt. Aufgrund der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken und aufgrund des Übergangs der Verfügungsmacht auf den Erwerber werden die Forderungen gemäß den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht.

Bei sämtlichen Factoringvertragstypen werden im voestalpine-Konzern die von Kunden im Zeitraum zwischen dem letzten Forderungsverkauf und dem Bilanzstichtag erhaltenen Zahlungen in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt.

Die Forderungsverwaltung verbleibt bei sämtlichen Factoringsvertragstypen bei den jeweiligen Konzerngesellschaften. Für die verkauften Forderungen wird zum 31. März 2016 insgesamt eine Service Fee von 0,15 % des verkauften Forderungsvolumens in Höhe von 1,1 Mio. EUR als sonstige Rückstellung erfasst. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert des anhaltenden Engagements.

29. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

30. Ergebnis je Aktie

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

2014/15 2015/16
Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes
Ergebnis (Mio. EUR)
549,1 585,3
Durchschnittlich ausgegebene Aktien 172.449.163 174.949.163
Durchschnittlich gehaltene eigene Aktien –28.597 –28.597
Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien 172.420.566 174.920.566
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 3,18 3,35

31. Gewinnverwendung

Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2016. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 184,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 1,05 EUR (2014/15: 1,0 EUR) je Aktie vor.

Linz, 25. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab

Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Anlage zum Anhang: Beteiligungen

Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2016, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2016 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2016 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 25. Mai 2016

Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Linz, 25. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes

Franz Rotter Mitglied des Vorstandes

Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes

Peter Schwab Mitglied des Vorstandes

voestalpine AG Beteiligungen

Steel Division

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Stahl GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Cargo Service GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Caseli GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Logistik Service GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
VAPS GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Eurostahl GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Giesserei Linz GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Giesserei Traisen GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Grobblech GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stahl Service Center GmbH AUT 100,000 % KV
voestalpine Standortservice GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Steel & Service Center GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Steel Service Center Romania SRL ROU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Texas Holding LLC USA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Texas LLC USA 100,000 % KV 100,000 % KV
GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 AUT 49,000 % KEA 49,000 % KEA
Industrie-Logistik-Linz GmbH1 AUT 37,000 % KEA 37,000 % KEA
Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd1 CHN 51,000 % KEG 51,000 % KEG
Kocel Steel Foundry Co. Ltd.1 CHN 49,000 % KEA 49,043 % KEA
Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 DEU 49,000 % KEA 49,000 % KEA
METALSERVICE S.P.A.1 ITA 40,000 % KEA 40,000 % KEA
Scholz Austria GmbH1 AUT 34,011 % KEA 34,011 % KEA
Energie AG Oberösterreich AUT 2,063 % K0 2,063 % K0
K1-Met GmbH AUT 35,000 % K0
Kontext Druckerei GmbH AUT 64,800 % K0 64,800 % K0
Linzer Schlackenaufbereitungs- und
vertriebsgesellschaft m.b.H.
AUT 33,333 % K0 33,333 % K0

1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

Steel Division

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
vivo Mitarbeiter-Service GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Belgium NV/SA BEL 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine CR, s.r.o. CZE 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine d.o.o. HRV 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine d.o.o. SRB 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine d.o.o. SVN 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Danmark ApS. DNK 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Deutschland GmbH DEU 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine France SAS FRA 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Hungaria Kft. HUN 99,000 % K0 99,000 % K0
voestalpine Italia S.r.l. ITA 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Nederland B.V. NLD 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Polska Sp. z o. o. POL 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Romania S.R.L ROU 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Scandinavia AB SWE 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Schweiz GmbH CHE 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Slovakia, s.r.o. SVK 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Stahlwelt GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine UK Ltd. GBR 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine USA Corp. USA 100,000 % K0 100,000 % K0
Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H. AUT 30,000 % K0

Special Steel Division

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Edelstahl GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Aceros Boehler del Ecuador S.A. ECU 100,000 % KV 100,000 % KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 100,000 % KV 100,000 % KV
ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. ARG 100,000 % KV 100,000 % KV
Aceros Bohler Uddeholm, S.A. de C.V. MEX 100,000 % KV 100,000 % KV
AÇOS BÖHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA. BRA 100,000 % KV 100,000 % KV
Advanced Tooling Tek (Shanghai) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV
Aktiebolaget Finansa SWE 100,000 % KV
ASSAB Pacific Pte. Ltd. SGP 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB Steels (HK) Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd MYS 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. TWN 82,500 % KV 82,500 % KV
ASSAB Steels (Thailand) Ltd. THA 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Steels Korea Co., Ltd KOR 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. SGP 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. CHN 95,000 % KV 95,000 % KV
Associated Swedish Steels Aktiebolag SWE 100,000 % KV
BÖHLER Bleche GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Edelstahl GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER GRUNDSTÜCKS BETEILIGUNGS GMBH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler Grundstücks GmbH
& Co. Kommanditgesellschaft1
DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler High Performance Metals Private Limited IND 100,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co. Kommanditgesellschaft als befreiend.

Special Steel Division

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Böhler International GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler Pacific Pte. Ltd. SGP 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler PROFIL GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Schmiedetechnik GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler Special Steels (Shanghai) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd AUS 100,000 % KV 100,000 % KV
BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD ZAF 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler Uddeholm Celik Sanayi ve Ticaret A.S. TUR 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler Uddeholm CZ s.r.o. CZE 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler Uddeholm Italia S.p.A. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
BOHLER UDDEHOLM POLSKA Sp. z o. o. POL 100,000 % KV 100,000 % KV
BOHLER UDDEHOLM ROMANIA S.R.L. ROU 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER Wärmebehandlung GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLERSTAHL Vertriebsgesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % KV
BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER-UDDEHOLM AS NOR 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler-Uddeholm B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. COL 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler-Uddeholm Corporation USA 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER-UDDEHOLM DEUTSCHLAND GMBH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. FRA 100,000 % KV 100,000 % KV
BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler-Uddeholm Hungary Kft. HUN 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler-Uddeholm Iberica S.A.U. ESP 100,000 % KV 100,000 % KV
BOHLER-UDDEHOLM INDIA LIMITED IND 100,000 % KV 100,000 % KV
Bohler-Uddeholm KK JPN 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler-Uddeholm Ltd. CAN 100,000 % KV 100,000 % KV
Böhler-Uddeholm Schweiz AG CHE 99,833 % KV 99,833 % KV
Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. SVK 100,000 % KV 100,000 % KV
BU Beteiligungs-und Vermögensverwaltung GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Buderus Edelstahl GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Special Steel Division
31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Densam Industrial Co. Ltd. TWN 91,425 % KV 91,425 % KV
Deville Rectification S.A.S.U. FRA 100,000 % KV 99,996 % KV
DIN ACCIAI S.p.A. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
EDRO Engineering, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
EDRO Specialty Steels GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
EDRO Specialty Steels, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
Eifeler Coatings Technology, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
Eifeler Lasertechnik GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Eifeler Swiss AG CHE 100,000 % KV 100,000 % KV
Eifeler Werkzeuge GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
eifeler-Vacotec GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH DEU 85,000 % KV 85,000 % KV
Eschmann Steels Trading (Shanghai) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV
Eschmann Textura Internacional –
Transformacao de Ferramentas, Unipessoal, LDA
PRT 100,000 % KV 100,000 % KV
Eschmann Textures India Private Limited IND 100,000 % KV 100,000 % KV
Eschmann Textures International GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
EschmannStahl GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
GMV Eschmann International SAS FRA 100,000 % KV 100,000 % KV
Grabados Eschmann International S.L. ESP 100,000 % KV
Grandacos – Servicos Maquinados Portugal,
Unipessoal, Lda
PRT 100,000 % KV
Gravutex Eschmann International Limited GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
Grimstows Holdings Inc. CAN 100,000 % KV 100,000 % KV
IS Intersteel Stahlhandel GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Jing Ying Industrial Co. Ltd. TWN 91,425 % KV 91,425 % KV
Microcosmic Metal Co., Ltd. CHN 100,000 % KV
OOO BÖHLER-UDDEHOLM RUS 100,000 % KV 100,000 % KV
PT Assab Steels Indonesia IDN 100,000 % KV 100,000 % KV
Sacma Acciai Speciali S.p.A. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
Sermetal Barcelona, S.L. ESP 100,000 % KV
Sturdell Holdings, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die EschmannStahl GmbH & Co. KG als befreiend.

Special Steel Division

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Sturdell Industries Inc. CAN 100,000 % KV 100,000 % KV
Sturdell Industries, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
Uddeholm A/S DNK 100,000 % KV 100,000 % KV
Uddeholm Eiendom AS NOR 100,000 % KV 100,000 % KV
Uddeholm Oy Ab FIN 100,000 % KV 100,000 % KV
Uddeholm Svenska Aktiebolag SWE 100,000 % KV 100,000 % KV
Uddeholms AB SWE 100,000 % KV 100,000 % KV
Vacotec S.A. CHE 100,000 % KV 100,000 % KV
Villares Metals International B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
Villares Metals S.A. BRA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Additive Manufacturing Center GmbH DEU 100,000 % KV
voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Special Steels China Limited CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
ASSAB International Aktiebolag SWE 100,000 % K0
ASSAB Steels Vietnam Company Limited VNM 100,000 % K0 100,000 % K0
Associated Swedish Steels Phils., Inc. PHL 92,500 % K0 92,500 % KV
Bohlasia Steels Sdn. Bhd. MYS 53,333 % K0 53,333 % K0
BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
BÖHLER-UDDEHOLM UKRAINE LLC UKR 100,000 % K0 100,000 % K0
BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o. HRV 100,000 % K0 100,000 % K0
DEGECANDOR Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG
DEU 95,000 % K0
Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. NLD 100,000 % K0 100,000 % K0
EDRO Limited CHN 100,000 % K0 100,000 % K0
Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 100,000 % K0 100,000 % K0
Grundstück-Verwaltungsgesellschaft
Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG
DEU 62,916 % K0 62,916 % K0
HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
V.K. Italia S.r.l. ITA 20,000 % K0 20,000 % K0
voestalpine Treasury Holding GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. CHN 50,000 % KV 50,000 % KEG
JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. ESP 70,000 % KV 70,000 % KV
LASA Schienentechnik GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Maruti Weld Private Limited IND 100,000 % KV 100,000 % KV
Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU FRA 70,000 % KV 70,000 % KV
Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. MEX 51,007 % KV 51,007 % KV
OOO voestalpine Bohler Welding Russia RUS 100,000 % KV 100,000 % KV
PT Bohler Welding Group Asia Pacific IDN 100,000 % KV 100,000 % KV
Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. NLD 100,000 % KV
TSF-A GmbH AUT 50,100 % KV 50,100 % KV
TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
VAMAV Vasúti Berendezések Kft. HUN 50,000 % KV 50,000 % KV
voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung
Deutschland GmbH
DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding (China) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding Asia Pacific Pte. Ltd. SGP 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Austria GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Belgium S.A. BEL 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding Canada Ltd. CAN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding CEE GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Fileur S.p.A. ITA 90,000 % KV 90,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Fontargen GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding France SAS FRA 100,000 % KV 100,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG als befreiend.

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Böhler Welding Germany GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Group GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Hellas S.A. GRC 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding India Private Limited IND 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Italia S.p.A. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding Mexico S.A. de C.V. MEX 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding Middle East FZE ARE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Nederland B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Nordic AB SWE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Northeast Asia Ltd. KOR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding Romania SRL ROU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Schweiz AG CHE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Soldas do Brasil Ltda. BRA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Spain, S.A. ESP 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding Trading (Shanghai) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding UK Limited GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Bohler Welding USA, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Böhler Welding UTP Maintenance GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine BWG GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine BWG Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Forschungsservicegesellschaft
Donawitz GmbH
AUT 93,986 % KV
voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri
Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi
TUR 59,935 % KV 59,937 % KV
voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Metal Engineering GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Nortrak Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Nortrak Ltd. CAN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rail Center Duisburg GmbH1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rail Center Königsborn GmbH1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Railpro B.V. NLD 70,000 % KV 70,000 % KV
voestalpine Railway Systems (Thailand) Co., Ltd. THA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Railway Systems Polska Sp. z o. o. POL 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Schienen GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine SIGNALING Fareham Ltd. GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine SIGNALING Sainerholz GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine SIGNALING Siershahn GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine SIGNALING Sopot Sp. z o.o. POL 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine SIGNALING Zeltweg GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Special Wire GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stahl Donawitz GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Track Solutions Saudi Arabia Limited SAU 51,000 % KV 51,000 % KV
voestalpine Tubulars GmbH AUT 57,500 % KV 50,000 % KEG
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG AUT 49,888 % KV 49,990 % KEG
voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. ZAF 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE Apcarom SA ROU 100,000 % KV 95,970 % KV
voestalpine VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. BRA 100,000 % KV 59,000 % KV
voestalpine VAE GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE Italia S.r.l. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE Legetecha UAB LTU 66,000 % KV 66,000 % KV
voestalpine VAE Railway Systems Pty.Ltd. AUS 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE Riga SIA LVA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE SA (Pty) Ltd. ZAF 69,000 % KV 69,000 % KV
voestalpine VAE Sofia OOD BGR 51,000 % KV 51,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Rail Center Duisburg GmbH und voestalpine Rail Center Königsborn GmbH als befreiend.

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine VAE UK Ltd. GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine VAE VKN India Private Limited IND 55,200 % KV 55,200 % KV
voestalpine WBN B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Weichensysteme GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire (Suzhou) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire Austria GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire Germany GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire Italy s.r.l. ITA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire Rod Austria GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Wire Technology GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Weichenwerk Wörth GmbH AUT 56,950 % KV 70,000 % KV
WS Service GmbH AUT 49,000 % KEA
Burbiola S.A. ESP 35,000 % K0 35,000 % K0
Casedo GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
KW PenzVAEE GmbH AUT 49,000 % K0 49,000 % K0
Liegenschaftsverwaltungs GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
Parkwood Way Holdings Ltd. CAN 40,000 % K0 40,000 % K0
voestalpine Schienentechnik Beteiligungs GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. USA 57,500 % K0 57,500 % K0
voestalpine Tubulars Middle East FZE ARE 57,500 % K0 57,500 % K0
31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Metal Forming GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. MEX 100,000 % KV 100,000 % KV
Global Rollforming Corporation USA 100,000 % KV 100,000 % KV
Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon Bohemia, s.r.o. CZE 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon France SASU FRA 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon Groep N.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon Lagertechnik GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon Magazijninrichting B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
Nedcon USA Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
OOO voestalpine Arkada Profil RUS 100,000 % KV 100,000 % KV
Polynorm GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
Polynorm Leasing B.V. NLD 100,000 % KV
Roll Forming Corporation USA 100,000 % KV 100,000 % KV
Sharon Custom Metal Forming, Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
STAMPTEC France SAS FRA 100,000 % KV 100,000 % KV
STAMPTEC-Holding GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Automotive Body Parts Inc. USA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Automotive Bodyparts Shenyang Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Elmsteel Group Limited GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Europlatinen GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine HTI Beteiligungs GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Krems Finaltechnik GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Krems GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG als befreiend.

31.03.2016 31.03.2015
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Meincol S.A. BRA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Metal Forming Netherlands Holding B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Metsec plc GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Polynorm B.V. NLD 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Präzisionsprofil GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip AB SWE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip LLC USA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip Trading (Suzhou) Co., Ltd CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip WI, Inc. USA 100,000 % KV
voestalpine Precision Strip, S.A.U. ESP 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Profilafroid FRA 99,925 % KV 99,925 % KV
voestalpine Profilform (China) Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine PROFILFORM s.r.o. CZE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec Iberica S.A. ESP 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec Incorporated USA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec Limited GBR 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rotec Sp. z o. o. POL 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine S.A.P. FRA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Sadef nv BEL 100,000 % KV 100,000 % KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG und voestalpine Rotec GmbH & Co. KG als befreiend.

31.03.2016 31.03.2015
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG2 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec France FRA 99,998 % KV 99,998 % KV
voestalpine Stamptec GmbH1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Holding GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG2 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG2 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. CHN 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Romania S.R.L. ROU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec Schmölln GmbH1 DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Stamptec South Africa (Pty) Ltd. ZAF 100,000 % KV 100,000 % KV
Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost GmbH & Co. KG DEU 6,000 % K0 6,000 % K0
Entwicklungsgesellschaft Gügling Verwaltungs GmbH DEU 100,000 % K0 100,000 % K0
EURACIER FRA 20,000 % K0 20,000 % K0
Hinckley Precision Tubes Limited GBR 100,000 % K0 100,000 % K0
Martin Miller Blansko, spol. s r. o. (in Liquidation) CZE 100,000 % K0 100,000 % K0
Martin Miller North America, Inc. USA 100,000 % K0 100,000 % K0
Metal Sections Limited GBR 100,000 % K0 100,000 % K0
Munkfors Energi AB SWE 40,000 % K0 40,000 % K0
Polynorm Immobilien Beteiligungs-GmbH DEU 100,000 % K0 100,000 % K0
SADEF FRANCE S.A.R.L. FRA 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Arkada Zapad ITUP BLR 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Polynorm Beteiligungsgesellschaft m.b.H. DEU 100,000 % K0 100,000 % K0
voestalpine Stamptec Beteiligungs GmbH DEU 100,000 % K0 100,000 % K0

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH,

voestalpine Stamptec GmbH und voestalpine Stamptec Schmölln GmbH als befreiend.

2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG und voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG als befreiend.

Sonstige

31.03.2016 31.03.2015
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Anteilshöhe Konsoli
dierungsart
Danube Equity AG AUT 71,373 % KV 71,373 % KV
Importkohle Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
RLBV54 Fonds AUT 99,624 % KV 99,599 % KV
voestalpine Dienstleistungs- und Finanzierungs GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Finanzierungs GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Funding International GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine group-IT AB SWE 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine group-IT GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine group-IT GmbH DEU 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine group-IT Tecnologia da Informacao Ltda. BRA 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Personal Services GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH AUT 100,000 % KV 100,000 % KV
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 AUT 29,192 % KEA 29,192 % KEA
AC styria Autocluster GmbH AUT 12,333 % K0 14,800 % K0
Donauländische Baugesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % K0 100,000 % K0
VA Intertrading Aktiengesellschaft AUT 5,662 % K0 7,930 % K0
voestalpine Insurance Services GmbH AUT 100,000 % K0 100,000 % K0

Erläuterungen:

  • KV Vollkonsolidierung
  • KEA Equity-Methode assoziiertes Unternehmen
  • KEG Equity-Methode Gemeinschaftsunternehmen

K0 Keine Konsolidierung

1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

voestalpine AG Jahresabschluss 2015/16

Jahresabschluss

  • 214 Bilanz zum 31. März 2016
  • 216 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis 31. März 2016
  • 218 Anlagenspiegel zum 31. März 2016
  • 220 Anhang zum UGB-Abschluss 2015/16
  • 236 Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
  • 238 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

voestalpine AG Bilanz zum 31.03.2016

Aktiva

31.03.2015 31.03.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 1.208,73 32.747,44
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 881.706,38 752.252,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.408.829.348,79 4.914.829.348,79
2. Beteiligungen 2.560.242,85 2.559.904,20
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 494.917,78 494.917,78
4. Sonstige Ausleihungen 5.587.858,75 4.985.232,98
5.417.472.368,17 4.922.869.403,75
5.418.355.283,28 4.923.654.403,65
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 138,60 0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.557.123.517,87 4.022.107.319,34
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 106.362.846,59 71.532.717,07
3.663.486.503,06 4.093.640.036,41
II. Wertpapiere und Anteile
1. Eigene Anteile 281.680,46 281.680,46
2. Sonstige Wertpapiere und Anteile 351.368.779,15 354.430.244,83
351.650.459,61 354.711.925,29
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand 542,63 431,02
2. Guthaben bei Kreditinstituten 235.501.642,27 504.660.002,79
235.502.184,90 504.660.433,81
4.250.639.147,57 4.953.012.395,51
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.613.059,79 5.229.555,47
Summe Aktiva 9.676.607.490,64 9.881.896.354,63
Passiva
31.03.2015 31.03.2016
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 313.309.235,65 317.851.287,79
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 616.687.528,61 698.345.476,47
2. Nicht gebundene 90.227.645,14 90.227.645,14
706.915.173,75 788.573.121,61
III. Gewinnrücklagen
1. Andere freie Rücklagen 3.593.856.970,87 3.445.769.440,26
2. Rücklagen für eigene Anteile 281.680,46 281.680,46
3.594.138.651,33 3.446.051.120,72
IV. Bilanzgewinn 175.000.000,00 184.000.000,00
davon Gewinnvortrag 201.187,70 250.047,50
4.789.363.060,73 4.736.475.530,12
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 11.176.910,00 12.927.253,00
2. Rückstellungen für Pensionen 31.375.088,00 32.458.987,00
3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder 2.565.122,38 2.939.821,53
4. Steuerrückstellungen 30.343.120,07 49.540.523,96
5. Sonstige Rückstellungen 34.463.950,31 12.945.032,26
109.924.190,76 110.811.617,75
C. Verbindlichkeiten
1. Hybridanleihe 500.000.000,00 500.000.000,00
davon konvertibel 0,00 0,00
2. Anleihen 1.400.000.000,00 1.350.644.000,00
davon konvertibel 0,00 0,00
3. Andere langfristige Verbindlichkeiten 52.589.800,00 53.041.098,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.166.820.931,13 1.471.928.266,34
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.715.195,72 1.591.034,12
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.490.348.918,84 1.598.095.482,86
7. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 100.000,00 50.000,00
8. Sonstige Verbindlichkeiten 146.657.174,60 44.304.443,95
davon aus Steuern
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
567.086,21
240.754,79
599.987,67
268.814,07
4.758.232.020,29 5.019.654.325,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.088.218,86 14.954.881,49
Summe Passiva 9.676.607.490,64 9.881.896.354,63
E. Eventualverbindlichkeiten 1.145.838.234,50 1.387.070.152,28

voestalpine AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2015 bis 31.03.2016

Gesamtkostenverfahren
----------------------- --
GJ 2014/15 01.04.2015 – 31.03.2016
1. Umsatzerlöse 97.131.009,07 104.063.619,97
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 462.639,12 11.411.174,34
b) Übrige 742.025,79 2.104.661,71
1.204.664,91 13.515.836,05
3. Personalaufwand
a) Gehälter –20.536.799,92 –21.992.216,64
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen –2.857.349,33 –1.580.724,97
c) Aufwendungen für Altersversorgung –17.575.281,80 –1.236.013,81
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–2.952.528,48 –3.193.046,04
e) Sonstige Sozialaufwendungen –209.762,10 –125.272,58
–44.131.721,63 –28.127.274,04
4. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen –159.959,69 –159.848,44
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 15 fallen –3.358,49 –869.277,93
b) Übrige –80.918.500,48 –85.906.253,59
–80.921.858,97 –86.775.531,52
6. Zwischensumme aus Z. 1 bis 5 (Betriebserfolg) –26.877.866,31 2.516.802,02
7. Erträge aus Beteiligungen 320.695.515,97 511.416.877,50
(davon aus verbundenen Unternehmen) (320.033.268,42) (511.208.000,00)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens
316.849,44 362.594,22
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (0,00)
GJ 2014/15 01.04.2015 – 31.03.2016
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
89.541.338,67 105.047.607,43
(davon aus verbundenen Unternehmen) (83.394.261,60) (102.594.860,56)
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
7.706.214,51 571.679,99
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
a) Übrige 0,00 –494.075.750,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (–494.000.000,00)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –212.050.344,16 –126.163.276,38
(davon betreffend verbundene Unternehmen) (–27.854.385,19) (–10.301.909,31)
13. Zwischensumme aus Z. 7 bis 12 (Finanzerfolg) 206.209.574,43 –2.840.267,24
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 179.331.708,12 –323.465,22
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 54.888.510,26 35.985.887,11
16. Jahresüberschuss 234.220.218,38 35.662.421,89
17. Auflösung von Gewinnrücklagen
a) Rücklagen für eigene Aktien 0,00 148.087.530,61
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
a) Andere freie Rücklagen –59.421.406,08 0,00
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 201.187,70 250.047,50
20. Bilanzgewinn 175.000.000,00 184.000.000,00

EUR

voestalpine AG Anlagenspiegel zum 31.03.2016

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.04.2015
Zugänge Umbuchungen Abgänge
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.126.013,97 40.874,93 14,98
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.126.013,97 40.874,93 0,00 14,98
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.486.778,02 21.058,30 547,45
Summe Sachanlagen 1.486.778,02 21.058,30 0,00 547,45
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.408.829.348,79
2. Beteiligungen 2.560.242,85 867,58 1.206,23
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
a) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte 494.917,78
4. Sonstige Ausleihungen
a) Wohnbaudarlehen 4.129,51 1.072,06
b) Sonstige Ausleihungen 5.583.729,24 601.553,71
Summe Finanzanlagen 5.417.472.368,17 867,58 0,00 603.832,00
Summe Anlagevermögen 5.420.085.160,16 62.800,81 0,00 604.394,43
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2015/16
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2015/16
Buchwert
31.03.2015
Buchwert
31.03.2016
Abschreibungen
(kumuliert)
Stand
31.03.2016
9.336,22 1.208,73 32.747,44 1.134.126,48 1.166.873,92
0,00 9.336,22 1.208,73 32.747,44 1.134.126,48 1.166.873,92
150.512,22 881.706,38 752.252,46 755.036,41 1.507.288,87
0,00 150.512,22 881.706,38 752.252,46 755.036,41 1.507.288,87
494.000.000,00 5.408.829.348,79 4.914.829.348,79 494.000.000,00 5.408.829.348,79
2.560.242,85 2.559.904,20 2.559.904,20
494.917,78 494.917,78 494.917,78
4.129,51 3.057,45 3.057,45
5.583.729,24 4.982.175,53 4.982.175,53
0,00 494.000.000,00 5.417.472.368,17 4.922.869.403,75 494.000.000,00 5.416.869.403,75
0,00 494.159.848,44 5.418.355.283,28 4.923.654.403,65 495.889.162,89 5.419.543.566,54

EUR

voestalpine AG Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2015/16

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der voestalpine AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und ist auf der voestalpine Website www.voestalpine.com abrufbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.

Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,0 – 20,0 %

An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2015/16 ein Betrag von 268,6 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 230,8 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 1.343,0 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 1.154,0 Tsd. EUR).

2. Finanzanlagen

Eine detaillierte Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital
zum
31.03.2016
Jahres
überschuss/
-fehlbetrag
2015/16
voestalpine Stahl GmbH, Linz 100,00 727.337,3 107.299,8
voestalpine Metal Forming GmbH, Linz 100,00 845.403,3 61.196,5
voestalpine Edelstahl GmbH, Wien 100,00 615.842,5 185.590,2
voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG, Leoben 100,00 480.661,8 127.481,4
voestalpine Metal Engineering GmbH, Leoben 100,00 75.622,7 3,7
voestalpine group-IT GmbH, Linz 100,00 3.405,6 2.247,3
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Linz 100,00 247,6 58,4
Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz 100,00 950,6 –4,1
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz 100,00 478.685,1 8.488,6
voestalpine Stahlwelt GmbH, Linz1 50,00 1.122,5 15,0
Danube Equity AG, Linz 71,37 11.499,4 –746,2
APK Pensionskasse AG, Wien2 19,11 42.057,7 4.787,5
voestalpine Insurance Services GmbH, Linz 100,00 1.449,4 742,5

Beteiligungsgesellschaften der voestalpine AG (ab 20,0 %)

1 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.03.2015

2 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2014 Tsd. EUR

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden 2,467 % der Anteile an der AC Styria Autocluster verkauft.

In der Berichtsperiode wurde eine Abwertung einer vollkonsolidierten Beteiligung von 494.000,0 Tsd. EUR vorgenommen. Die Abwertung erfolgte auf den beizulegenden Zeitwert, der im Rahmen einer Unternehmensbewertung mittels Discounted Cash Flow Verfahren ermittelt wurde.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet; unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden sonstige Anteilsrechte ausgewiesen.

Der kurzfristige Anteil der sonstigen Ausleihungen beträgt 626,9 Tsd. EUR (Vorjahr: 601,6 Tsd. EUR).

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2015
Bilanzwert
31.03.2016
Davon
Restlaufzeit
bis zu
1 Jahr
Davon
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,1 0,0 0,0 0,0
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
3.557.123,5 4.022.107,3 3.628.672,2 393.435,1
Sonstige Forderungen
und Vermögensgegenstände
106.362,9 71.532,7 71.532,7 0,0
3.663.486,5 4.093.640,0 3.700.204,9 393.435,1
Tsd. EUR

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 3.466.255,8 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 54.606,4 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 1.245,1 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 206,1 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere und Anteile

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 Abs. 1UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet.

Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien, Fondsanteilen und aus rückgekauften eigenen Aktien. Vom Bestand am V54-Kapitalanlagefonds sind 3.100.000 Stück verpfändet. Das entspricht einem Buchwert von 19.582,3 Tsd. EUR.

Die unterlassene Zuschreibung beträgt 17.768,0 Tsd. EUR. Die daraus resultierende Steuerbelastung beträgt 4.442,0 Tsd. EUR.

Weiters wurden 2,26 % der Anteile an der VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz, verkauft.

Eigene Aktien
1.000 Stück
Buchwert
Tsd. EUR
Anteil am
Grundkapital
%
Anteil am
Grundkapital
Tsd. EUR
Stand per 31.03.2015 28,6 281,7 0,0 52,0
Zugänge in 2015/16 0,0 0,0 0,0 0,0
Abgänge in 2015/16 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibung 2015/16 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand per 31.03.2016 28,6 281,7 0,0 52,0

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Disagien der Anleihen 2011–2018 (761,4 Tsd. EUR), 2012–2018 (1.322,1 Tsd. EUR) und 2014–2021 (260,9 Tsd. EUR) sowie die Abgrenzung für die Geldbeschaffungskosten des Synloans in Höhe von 1.774,5 Tsd. EUR ausgewiesen.

6. Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2016 317.851.287,79 EUR (31. März 2015: 313.309.235,65 EUR) und ist in 174.949.163 (31. März 2015: 172.449.163) nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2a der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 125.323.693,90 EUR durch Ausgabe von bis zu 68.979.665 Stück Aktien (= 40 %) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I). In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 2b der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2019 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (=10 %) gegen Sacheinlagen und/oder Bareinlagen zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen sowie das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn (i) die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h. Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder (ii) die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms erfolgt (Genehmigtes Kapital 2014/II). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 9. März 2015 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen, und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 2.500.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 1,45 % zum Zwecke der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer und leitende Angestellte der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen im Rahmen des bestehenden Mitarbeiterbeteiligungsprogramms zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 25. April 2015 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 31.330.923,02 EUR durch Ausgabe von bis zu 17.244.916 Stück Aktien (= 10 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 2. Juli 2014 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 2. Juli 2014 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 1. Juli 2015 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

7. Gewinnrücklagen

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden 148.087,5 Tsd. EUR der freien Gewinnrücklagen aufgelöst. Die Rücklagen für eigene Aktien stehen den auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien in gleicher Höhe gegenüber.

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.

Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 12.927,3 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gemäß IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskassenkapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 32.459,0 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 1.023,3 Tsd. EUR.

Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 1,90 % (Vorjahr 1,50 %), Bezugserhöhungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008-P sowie die Pensionsantrittsalter gemäß APG 2004 zur Anwendung. Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 6.389,3 Tsd. EUR), für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (5.223,9 Tsd. EUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2015
Bilanzwert
31.03.2016
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr als
5 Jahren
Hybridanleihe 2013 500.000,0 500.000,0 0,0 500.000,0 0,0
Anleihe 2011–2018 500.000,0 475.000,0 0,0 475.000,0 0,0
Anleihe 2012–2018 500.000,0 475.644,0 0,0 475.644,0 0,0
Anleihe 2014–2021 400.000,0 400.000,0 0,0 0,0 400.000,0
Darlehen FFG 2.589,8 3.041,1 487,0 2.554,1 0,0
Sonstige Darlehen 50.000,0 50.000,0 0,0 25.000,0 25.000,0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.166.820,9 1.471.928,3 523.729,1 549.249,5 398.949,7
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.715,2 1.591,0 1.591,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
1.490.348,9 1.598.095,5 871.595,5 726.500,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Unternehmen mit
Beteiligungsverhältnis 100,0 50,0 50,0 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 146.657,2 44.304,4 44.304,4 0,0 0,0
4.758.232,0 5.019.654,3 1.441.757,0 2.753.947,6 823.949,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 1.482.543,0 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 65.151,8 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 50.400,7 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 39.055,8 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 begab die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 betrug durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % +Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden.

Am 3. Februar 2011 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Februar 2018 zurückgezahlt und mit 4,75 % jährlich verzinst. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden 25.000 Stück zurückgekauft.

Am 5. Oktober 2012 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2018 zurückgezahlt und mit 4,00 % jährlich verzinst. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden 24.356 Stück zurückgekauft.

Am 14. Oktober 2014 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2021 zurückgezahlt und mit 2,25 % jährlich verzinst.

10. Eventualverbindlichkeiten

31.03.2015 31.03.2016 Hievon
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Garantien 1.145.813,2 1.387.045,2 1.387.045,2
Patronatserklärungen 25,0 25,0 25,0
1.145.838,2 1.387.070,2 1.387.070,2

Tsd. EUR

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 89.726,1 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 14.257,1 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 80,4 Tsd. EUR.

12. Sonstige betriebliche Erträge

2014/15 2015/16
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 462,6 11.411,2
Übrige sonstige betriebliche Erträge 742,0 2.104,6
1.204,6 13.515,8

Tsd. EUR

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen.

13. Personalaufwand

In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 132 (Vorjahr: 123) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:

Abfertigungen Altersversorgung
Vorstand
Zahlungen 0,0 0,0
Dotierung/Verbrauch Rückstellung 1.506,1 421,5
Konzernale Überrechnungen 0,0 0,0
Beiträge MVK 0,0 0,0
AG-Beitrag zur Pensionskasse 0,0 321,8
Sonstige Arbeitnehmer
Zahlungen 0,0 0,0
Dotierung/Verbrauch Rückstellung –10,5 191,7
Beiträge MVK 83,6 0,0
Konzernale Überrechnungen 1,5 0,0
AG-Beitrag zur Pensionskasse 0,0 300,9
Summe 1.580,7 1.235,9
Zinskomponente 131,9 470,6
davon Vorstand 72,5 391,0
davon sonstige Arbeitnehmer 59,4 79,6
Tsd. EUR

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08, 2008/09 und 2014/15 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007, 2008 bzw. 2014 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. In den Geschäftsjahren 2012/13 und 2013/14 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab einem späteren Zeitpunkt an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % bzw. 0,27 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012 bzw. 2013 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.

Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig.

Zum 31. März 2016 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,5 % (31. März 2015: 13,6 %) der Aktien der voestalpine AG.

14. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten, Pachten, Reise- und Werbeaufwendungen.

15. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betragen 511,4 Mio. EUR (davon 511,2 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen).

16. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen in Höhe von 571,7 Tsd. EUR stammen aus der Veräußerung von Anteilen an der VA Intertrading Aktiengesellschaft.

17. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Diese Position enthält Abschreibungen für Anteile an verbundenen Unternehmen.

18. Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2015/2016 einen Aufwand in Höhe von –21.115,7 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (131,9 Tsd. EUR), Pensionen (470,6 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (13,2 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.

19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer betragen 266,8 Tsd. EUR und betreffen mit 246,5 Tsd. EUR die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2015/16. Sonstige Leistungen wurden in Höhe von 20,3 Tsd. EUR erbracht.

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

31.03.2015 31.03.2016
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung 27.161.617,95 28.182.239,20
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder –96.231.703,56 –74.428.395,76
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 12.591.933,37 10.552.395,94
Steuerumlagen Vorjahre 0,00 –3.058,27
Körperschaftsteuer für Vorperioden 1.589.641,98 –289.068,22
Summe –54.888.510,26 35.985.887,11

EUR

Auf die Aktivierung latenter Steuern wurde gem. § 198 Abs. 10 UGB verzichtet. Der aktivierbare Betrag weist eine Höhe von 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) auf. Quasi-permanente Differenzen in Höhe von 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 9,7 Mio. EUR) sind im aktivierbaren Betrag nicht enthalten.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.223,9 Tsd. EUR aufgrund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "marked to market-Methode". Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing) ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.

Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nominale Fair Value Laufzeit
1.447,10 2,85 100 % < 2 Jahre
0,00 0,00 100 % < 1 Jahr
460,94 –4,87 100 % ≤ 3 Jahre
43,00 0,00 100 % < 2 Jahre
1.951,04 –2,02

Bestand an Derivaten

Mio. EUR

F. Sonstige Angaben

Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015/16 folgende Herren bestellt:

  • Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
  • Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied
  • Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Mitglied
  • Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, Mitglied
  • Dipl.-Ing. Franz Rotter, Mitglied
  • Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab, Mitglied

Die fixen und variablen Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:

Lfd. Bezüge fix Lfd. Bezüge variabel Summe
Dr. Wolfgang Eder 0,97 1,56 2,53
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer 0,72 0,92 1,64
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Franz Rotter 0,72 0,92 1,64
Dipl.-Ing. Dr. Peter Schwab 0,59 0,74 1,33
2015/16 4,44 5,98 10,42
2014/15 4,07 6,00 10,07

Mio. EUR

Zum Bilanzstichtag waren 4,92 Mio. EUR (2014/15: 4,91 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt.

An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,93 Mio. EUR (2014/15: 0,74 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.

Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:

  • Dr. Joachim Lemppenau, Vorsitzender
  • Dr. Heinrich Schaller, stellvertretender Vorsitzender
  • KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Mitglied
  • Dr. Hans-Peter Hagen, Mitglied
  • Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D., Mitglied
  • Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU), Mitglied
  • Mag. Dr. Josef Peischer, Mitglied
  • Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf, Mitglied
  • Arb.BRV Josef Gritz, Mitglied
  • BRV Brigitta Rabler, Mitglied
  • Arb.BRV Gerhard Scheidreiter, Mitglied
  • BRV Hans-Karl Schaller, Mitglied

Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500,00 EUR pro Sitzung. Für Sitzungen von Ausschüssen des Aufsichtsrates erfolgt keine gesonderte Vergütung, es wird jedoch ein Sitzungsgeld in Höhe von 500,00 EUR gewährt.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015/16 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80,0 Tsd. EUR (2014/15: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender): 60,0 Tsd. EUR (2014/15: 60,0 Tsd. EUR), Dr. Josef Krenner (Mitglied bis 2. Juli 2014): 0,0 Tsd. EUR (2014/15: 10,0 Tsd. EUR, Prof. (em) Dr. Helga Nowotny, Ph.D. (Mitglied ab 2. Juli 2014): 40,0 Tsd EUR (2014/15: 30,0 Tsd. EUR) und alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2014/15: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2015/16 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2014/15: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2015/16 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 6. Juli 2016 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG sowie ihrer Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2015/16 Beratungsleistungen für Fragen insbesondere im Zusammenhang mit gesellschaftsrechtlichen Themen. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2015/16 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 36.994,00 EUR (2014/15: 55.480,00 EUR).

Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2015/16 schließt mit einem Bilanzgewinn von 184.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 1,05 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Linz, am 25. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer

Robert Ottel Franz Rotter Peter Schwab

Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2016, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2016 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2015 bis zum 31. März 2016 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 25. Mai 2016

Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss – gegebenenfalls – samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 25. Mai 2016

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes

Franz Rotter Mitglied des Vorstandes

Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes

Peter Schwab Mitglied des Vorstandes

Glossar

Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.

Asset-Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).

ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.

Bruttoergebnis. Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten.

Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.

Cashflow

• aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;

• aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;

• aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/ Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.

EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.

EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.

EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.

EBT (Earnings before Taxes). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter.

Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.

Eigenkapitalquote. Eigenkapital/Summe Passiva.

Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.

Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, d. h. an der Börse frei gehandelt wird.

Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/ Eigenkapital.

IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.

Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.

Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.

Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/ Durchschnittliches Capital Employed, die Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.

Vollzeitäquivalent (FTE). Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.

WACC (Weighted Average Cost of Capital).

Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.

Kontakt & Impressum

Kontakt

voestalpine AG, Corporate Communications T. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981 [email protected]

voestalpine AG, Investor Relations T. +43/50304/15-9949, F. +43/50304/55-5581 [email protected]

www.voestalpine.com

Impressum

Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz. Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Investor Relations, T. +43/50304/15-9949, F. +43/50304/55-5581, [email protected], www.voestalpine.com. Gestaltung, Realisierung: gugler* brand & digital, 3100 St. Pölten

voestalpine AG

voestalpine-Straße 1 4020 Linz, Austria T. +43/50304/15-0 F. +43/50304/55-DW www.voestalpine.com