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voestalpine AG — Annual Report 2014
Jun 4, 2014
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Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2013/14
www.voestalpine.com
Entwicklung der Kennzahlen
| Mio. EUR | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/131 | 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.550,0 | 10.953,7 | 12.058,2 | 11.524,4 | 11.228,0 |
| EBITDA | 1.004,3 | 1.605,6 | 1.301,9 | 1.431,3 | 1.382,7 |
| EBITDA-Marge | 11,7 % | 14,7 % | 10,8 % | 12,4 % | 12,3 % |
| EBIT | 352,0 | 984,8 | 704,2 | 843,1 | 792,3 |
| EBIT-Marge | 4,1 % | 9,0 % | 5,8 % | 7,3 % | 7,1 % |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 183,3 | 781,0 | 504,4 | 654,7 | 656,0 |
| Ergebnis nach Steuern2 | 186,8 | 594,6 | 413,3 | 521,9 | 522,9 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,65 | 3,04 | 1,98 | 2,61 | 2,60 |
| Summe Aktiva | 12.294,1 | 13.076,4 | 12.612,1 | 13.079,3 | 12.637,5 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.606,1 | 957,6 | 856,5 | 1.321,9 | 889,9 |
| Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen |
542,5 | 422,7 | 574,6 | 851,5 | 943,9 |
| Abschreibungen | 652,3 | 620,8 | 597,7 | 588,2 | 590,4 |
| Eigenkapital | 4.262,4 | 4.691,1 | 4.836,3 | 5.075,3 | 5.261,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.037,3 | 2.713,1 | 2.585,7 | 2.259,2 | 2.407,1 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) |
71,3 % | 57,8 % | 53,5 % | 44,5 % | 45,8 % |
| Return on Capital Employed (ROCE) | 4,4 % | 12,4 % | 8,6 % | 10,4 % | 9,6 % |
| Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr | 5.043,3 | 5.585,1 | 4.255,0 | 4.128,8 | 5.501,1 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien zum 31.03. |
168.390.878 | 168.581.289 | 168.749.435 | 172.358.534 | 172.420.566 |
| Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) | 29,95 | 33,13 | 25,22 | 23,96 | 31,91 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 0,50 | 0,80 | 0,80 | 0,90 | 0,953 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende Geschäftsjahr |
42.021 | 45.260 | 46.473 | 46.351 | 48.113 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
3 Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.
Kennzahlen im Überblick
voestalpine-Konzern
| Mio. EUR | 2012/131 | 2013/14 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 11.524,4 | 11.228,0 | –2,6 |
| EBITDA | 1.431,3 | 1.382,7 | –3,4 |
| EBITDA-Marge | 12,4 % | 12,3 % | |
| EBIT | 843,1 | 792,3 | –6,0 |
| EBIT-Marge | 7,3 % | 7,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 46.351 | 48.113 | 3,8 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
voestalpine-Divisionen
| Mio. EUR | Steel | Special Steel | Metal Engineering | Metal Forming |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.809,7 | 2.627,9 | 2.830,7 | 2.356,9 |
| EBIT | 160,0 | 224,4 | 317,2 | 182,3 |
| EBIT-Marge | 4,2 % | 8,5 % | 11,2 % | 7,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.192 | 12.885 | 11.845 | 11.416 |
Mio. EUR EBITDA
in %
Mio. EUR
Umsatz
4,4 12,4 8,6 10,4 9,6 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14
Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Online-Version auf unserer Website www.voestalpine.com
Highlights
- Globale Konjunkturentwicklung über den Großteil des Geschäftsjahres 2013/14 unverändert herausfordernd: in Europa in den meisten Industriesegmenten Stagnation auf niedrigem Niveau, volatile Entwicklung in Nordamerika, geringe Wachstumsraten in Südamerika, China nach Unterbrechung im Frühjahr 2013 im weiteren Jahresverlauf wieder zurück auf Wachstumskurs
- Seit Jahresbeginn 2014 deutlich positivere Stimmung, zunehmend optimistische Prognosen für die wesentlichen Wirtschaftsräume
- Konzernumsatz im Jahresvergleich aufgrund sinkender Rohstoffpreise und zum Teil deflationärer Preistrends um 2,6 % von 11.524,4 Mio. EUR auf 11.228,0 Mio. EUR gefallen
- Operatives Konzernergebnis (EBITDA) dementsprechend im Jahresvergleich um 3,4 % auf 1.382,7 Mio. EUR gesunken (Vorjahr 1.431,3 Mio. EUR), Betriebsergebnis (EBIT) bleibt mit 792,3 Mio. EUR um 6,0 % unter Vorjahresniveau (843,1 Mio. EUR)
- Ergebnis vor (656,0 Mio. EUR) und nach (522,9 Mio. EUR) Steuern gegenüber Vorjahr geringfügig gestiegen
- Bilanzstruktur trotz annähernd 1 Mrd. EUR an Investitionen selbst in wirtschaftlich schwierigem Umfeld stabil: Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) mit 45,8 % per 31. März 2014 im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr (44,5 % per 31. März 2013)
- Konzernales Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramm im Umfang von 900 Mio. EUR über die nächsten drei Geschäftsjahre in Angriff genommen
- Finanzielle Performance der Metal Engineering Division stabil auf sehr hohem Niveau, Special Steel Division leicht verbessert. Entwicklung der Metal Forming Division bestätigt mit zweistelligen Zuwachsraten die strategische Richtigkeit der Fokussierung auf die Kombination von Werkstoffentwicklung und Verarbeitung
- Ergebnisse der Steel Division aufgrund der anhaltenden Schwäche im Bereich Öl- und Gastransport (Pipelinebau) deutlich verringert
- Größte Auslandsinvestition des Konzerns 550 Mio. EUR für HBI-Anlage in Corpus Christi/Texas – sowohl kostenmäßig als auch terminlich auf Plan
- Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung: 0,95 EUR je Aktie, Erhöhung um 5,6 % gegenüber Vorjahr (0,90 EUR je Aktie)
Inhaltsverzeichnis
Unternehmen
- Highlights
- voestalpine weltweite Präsenz
- voestalpine-Konzern im Überblick
- Aufsichtsrat
- Vorstand
- Brief des Vorstandes
- Investor Relations
- Corporate Governance-Bericht
- Compliance
Lagebericht
- Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
- Bericht über die finanziellen Leistungs indikatoren des voestalpine-Konzerns
- Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf
- Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss-Stichtag
- Investitionen
- Akquisitionen
- Mitarbeiter
- Rohstoffe
- Forschung und Entwicklung
- Umwelt
- Bericht über die Risiken des Unternehmens
- Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen
- Ausblick
Divisionsberichte
- Steel Division
- Special Steel Division
- Metal Engineering Division
- Metal Forming Division
voestalpine AG Konzernabschluss 2013/14
- Bericht des Aufsichtsrates
- Konzernbilanz
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
- Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- Beteiligungen
voestalpine AG Jahresabschluss 2013/14
- Bilanz zum 31. März 2014
- Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014
- Anlagenspiegel zum 31. März 2014
- Anhang zum UGB-Abschluss 2013/14
- Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Service
- Glossar
- Kontakt, Impressum
voestalpine – weltweite Präsenz
Präsent in über 50 Ländern als weltweit führender Anbieter in der Fertigung, Verarbeitung und Weiterentwicklung von anspruchsvollen Stahlprodukten, insbesondere für technologieintensive Branchen wie Automotive, Bahn und Luftfahrt sowie Energie. In 500 Konzerngesellschaften und -standorten in über 50 Ländern auf allen 5 Kontinenten. Mit einem Umsatz von 11,2 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2013/14 und einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 1,4 Mrd. EUR.
voestalpine-Konzern im Überblick
Der voestalpine-Konzern ist in vier Divisionen gegliedert, die mit ihren Produktportfolios jeweils zu den führenden Anbietern in Europa oder weltweit gehören.
Steel Division
Weltweite Qualitätsführerschaft
Globale Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 3.809,7 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 160,0 |
| EBIT-Marge | 4,2 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.192 |
Die voestalpine Steel Division ist strategischer Partner für Europas namhafte Automobilhersteller und große Automobilzulieferer. Darüber hinaus ist sie einer der größten Lieferanten an die europäische Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie sowie an den Maschinenbau. Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche, welche in der Öl- und Gasindustrie bei Anwendungen unter extremen Bedingungen – etwa für Tiefsee-Pipelines oder im Dauerfrostbereich – eingesetzt werden. Die Division ist darüber hinaus weltweit führend im Guss von Großturbinengehäusen.
Special Steel Division
Weltweite Führerschaft
Weltweite Führerschaft im Werkzeugstahl, führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.627,9 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 224,4 |
| EBIT-Marge | 8,5 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.885 |
Die voestalpine Special Steel Division ist global führender Hersteller von metallischen Hochleistungswerkstoffen (High Performance Metals), welche spezifisch entwickelte Materialeigenschaften bezüglich Verschleißfestigkeit, Schleifbarkeit und Zähigkeit aufweisen. Abnehmer dieser Werkstoffe sind die Automobil- und Konsumgüterindustrie im Bereich Werkzeugstahlanwendungen sowie der Kraftwerksbau und die Öl- und Gasindustrie im Bereich von Spezialkomponenten. Die Division ist auch führender Lieferant von Schmiedeteilen für die Luftfahrt und die Energieerzeugungsindustrie.
Metal Engineering Division
Weltweite Führerschaft
Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.830,7 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 317,2 |
| EBIT-Marge | 11,2 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.845 |
Die voestalpine Metal Engineering Division hat sich mit ihren ultralangen kopfgehärteten HSH©-Schienen mit Längen bis zu 120 m am weltweiten Eisenbahnmarkt eine führende Position erarbeitet. Die Division ist darüber hinaus weltweit größter Anbieter von höchstentwickelten Weichensystemen sowie Streckenmonitoring-Equipment für alle Bahneinsatzbereiche. Darüber hinaus nimmt sie führende Positionen bei veredeltem Draht, anspruchsvollen Nahtlosrohren für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen ein.
Metal Forming Division
Weltweite Führerschaft
Weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallverarbeitungslösungen in den Bereichen Sonder- und Spezialprofilen, Präzisionsbandstahl sowie von Spezialkomponenten für die Kraftfahrzeug- und Luftfahrtindustrie.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.356,9 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 182,3 |
| EBIT-Marge | 7,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.416 |
Die voestalpine Metal Forming Division ist ein führender globaler Anbieter von kundenspezifischen Spezial- und Präzisionsprofilen sowie von Profilsystemlösungen in den Bereichen Bau, Kabinenbau für Nutzfahrzeuge und Luftfahrt. Die Division beliefert die Automobilindustrie sowohl mit anspruchvollsten Karosseriepressteilen als auch hochinnovativen Strukturteilen und Sicherheitskomponenten. Darüber hinaus produziert die Division kaltgewalztes Spezial-Präzisionsdünnband und Gesamtlösungen im Bereich Hochregallagertechnologie.
Der Aufsichtsrat der voestalpine AG
Dr. Joachim Lemppenau
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
Dr. Heinrich Schaller (seit 04.07.2012)
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012) Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Dr. Hans-Peter Hagen
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
Dr. Josef Krenner
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz
Dr. Michael Kutschera MCJ. (NYU)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien
Mag. Dr. Josef Peischer
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Vom Betriebsrat entsandt:
Josef Gritz
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz
Brigitta Rabler (ab 01.05.2013)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Johann Heiligenbrunner (bis 30.04.2013)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 24.03.2000 Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Gerhard Scheidreiter
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg
Hans-Karl Schaller
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz
Der Vorstand der voestalpine AG
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA geboren 1967
Mitglied des Vorstandes seit 2004 Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner geboren 1963 Mitglied des Vorstandes seit 2012 Leitung der Metal Forming Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie
Dr. Wolfgang Eder geboren 1952 Mitglied des Vorstandes seit 1995 Vorsitzender des Vorstandes seit 2004 Leitung der Steel Division
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision
Dipl.-Ing. Franz Rotter geboren 1957 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Entwicklung neuer
Produkte und Märkte
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer geboren 1967 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion: Beschaffungsstrategie
Sehr geehrte Damen und Herren,
langsam aber doch scheint die Weltkonjunktur auf wieder breiterer Basis Fahrt auf zunehmen. Die Hoffnung, dass nach der erwarteten, aber letztlich weitgehend ausgebliebenen Konjunkturbelebung der Jahre 2012 und 2013 die globale Wirtschaft heuer tatsächlich erstmals seit Längerem wieder spürbar positive Wachstumsraten ausweist, hat sich in den letzten Monaten zunehmend verstärkt. Während die USA und wohl auch China in nächster Zeit einen alles in allem gut abgesicherten wirtschaftlichen Wachstumskurs fahren sollten, stehen in zwei wichtigen Wirtschaftsregionen dieser Welt im Zusammenhang mit einer Belebung der Wirtschaft vorab noch zentrale politische Entscheidungen an: zum einen in Europa die Installierung des neu gewählten EU-Parlaments sowie die Bildung einer neuen EU-Kommission und in Indien die Etablierung einer neuen Regierung, deren Repräsentanten offensichtlich eine deutlich stärkere Dynamik als bisher in der Politik des Landes vorschwebt. Aber selbst wenn diese Entscheidungen zu neuem Schwung auch in diesen beiden Regionen führen, bleibt noch eine Vielzahl potenzieller Hindernisse für eine globale Erholung: Brasilien tut sich trotz Fußballweltmeisterschaft 2014 und Olympischen Spielen 2016 schwer, diese Events für einen Aufbruch nicht nur politischer und wirtschaftlicher, sondern auch emotional-kultureller Art zu nutzen und damit dem Land frischen Wind zu verleihen. Der – in seinen politischen und wirtschaftlichen Dimensionen – weit über die beiden Anlassländer hinausgehende russisch-ukrainische Konflikt droht nicht nur die unmittelbaren Nachbarländer, sondern auch andere Teile Europas in Mitleidenschaft zu ziehen, genauso wie die seit Längerem schwelenden Auseinandersetzungen in der Türkei, Syrien, Ägypten und einer Reihe weiterer nordafrikanischer Länder, ganz abgesehen von einer Vielzahl lokaler Konflikte mit erheblichem Gefahrenpotenzial.
Es bleibt jedenfalls auf der politischen Ebene noch sehr viel zu tun, um einem breiten wirtschaftlichen Aufschwung endgültig den Weg zu ebnen. Und was bedeutet das für Europa, wie hat sich der "alte" Kontinent aufzustellen, um den Anschluss an die Zukunft nicht endgültig zu verlieren? Inhaltlich liegen die Probleme seit Jahren auf der Hand:
- Im globalen Vergleich überteuerte staatliche Verwaltungsapparate, deren Blütezeit zum Teil vor 100 Jahren und mehr lag und die damit aber längst nicht mehr den Anforderungen zeitgemäßer Staatsorganisationen entsprechen.
-
Die Gefahr einer unzureichenden Versorgung mit leistbarer Energie erfordert die Bündelung der Kräfte auf europäischer Ebene, verbunden mit einem langfristig orientierten gemeinsamen Masterplan, der auch einen zukunftsorientierten Energiesplit und ein tragfähiges Versorgungsnetz in ganz Europa vorsieht.
-
Die fehlende Breite und Tiefe einer der modernen Gesellschaft entsprechenden Bildungs- und Innovationspolitik, wodurch Europa endgültig den Anschluss an die heute führenden Wirtschaftsregionen zu verlieren droht.
- Ein Klimaschutz, der durchaus ambitioniert sein sollte, aber die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht von vornherein ignoriert.
- Und schließlich braucht Europa politische Entscheidungsträger, die wieder Aufbruch und Zuversicht und nicht überbordende Bürokratie und Regelungswut zu ihrem Credo machen. Was wir brauchen, sind wieder Menschen, die an die Zukunft Europas und seiner Jugend glauben und auch danach handeln, die nicht vor lauter Taktieren am Ende des Tages ihre eigene Position nicht mehr kennen, sondern eine verständliche und klare gemeinsame Richtung vorgeben. Andere Länder machen uns hinreichend vor, wie es geht, wir brauchen nur den Mut, die Zuversicht und den Glauben an die Zukunft, dass ihnen Europa in nichts nachsteht.
In Bezug auf unser Unternehmen bleibt uns abschließend nur die Feststellung, dass wir in den letzten zwölf Jahren mit größter Konsequenz unsere Zukunft in die Hand genommen und aus einem klassischen Stahlunternehmen einen zukunftsorientierten Technologie- und Industriegüterkonzern entwickelt haben. Unabhängig davon, was am Ende des Tages rund um uns politisch passiert, werden wir unseren erfolgreichen Weg konsequent fortsetzen und den voestalpine-Konzern in eine sichere Zukunft führen.
Linz, 26. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Investor Relations
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Kursverlauf der voestalpine-Aktie
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/14 legte die voestalpine-Aktie stetig an Wert zu. Infolge unverändert guter Fundamentaldaten und der Erwartung eines baldigen Aufschwungs der globalen Konjunktur, die sich auf positive Wirtschaftsindikatoren stützte, nahm die Marktkapitalisierung innerhalb weniger Monate um mehr als die Hälfte zu. Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Aktie löste die abwartende Haltung vieler Investoren im 3. Geschäftsquartal zunächst eine tendenzielle Seitwärtsbewegung aus. Das 4. Geschäftsquartal veranschaulichte einmal mehr, wie sensibel Märkte auf externe Störungen reagieren. Die politischen Spannungen zwischen der Ukraine und Russland waren der bestimmende Faktor sowohl für die Kursrückgänge des ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, als auch der voestalpine-Aktie. Erst die Bekanntgabe des auf drei Jahre ausgelegten Effizienzsteigerungs- und Kostenoptimierungsprogramms des Konzerns im Ausmaß von 900 Mio. EUR verhalf der Aktie zu einer Wende. Mit Ende des Geschäftsjahres 2013/14 lag ihr Kurs bei 31,91 EUR, womit innerhalb eines Jahres eine Wertsteigerung von nahezu einem Drittel erreicht werden konnte. Damit ließ die Aktie sowohl den österreichischen ATX als auch den Stoxx Index (Europe) und den DJ Industrial Index deutlich hinter sich.
Investment in die voestalpine-Aktie
Die Aktie der voestalpine AG ist seit Oktober 1995 an der Wiener Börse gelistet und wurde kurz darauf (Dezember 1995) in den ATX aufgenommen. Der Ausgabekurs von 20,71 EUR entspricht nach dem Aktiensplitt von 1:4 im August 2006 einem Kurs von 5,18 EUR, womit bis Ende März 2014 ein Gesamtwertzuwachs (ohne Dividenden) von 516 % erzielt werden konnte. Inklusive geleisteter Dividenden wurde in diesem Zeitraum ein Total Shareholder Return von 743 % erreicht. Seit dem Börsengang hat die voestalpine AG damit nicht nur für ihre Kunden und Mitarbeiter, sondern auch für ihre Aktionäre nachhaltig Wert geschaffen.
Durch die konsequente Fokussierung auf hochqualitative Nischenprodukte für anspruchsvollste Kundensegmente ist es in der Vergangenheit gelungen, die Abhängigkeit vom "klassischen" Stahlzyklus stark zu limitieren. Das solide Geschäftsmodell mit einer breiten Diversifizierung der Produktpalette nach Regionen und Branchen trägt dazu bei, die Ergebnisvolatilität – sprich Zyklizität – auch im mehrjährigen Verlauf deutlich zu reduzieren. Die führende Marktposition in sämtlichen großen Geschäftsbereichen stützt sich auf innovative Produktlösungen rund um den Werkstoff Stahl sowie die Technologie- und Qualitätsführerschaft durch einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung.
Die langfristigen Wachstumsperspektiven des voestalpine-Konzerns erstrecken sich in erster Linie auf die Bereiche Mobilität und Energie mit einem klaren Wachstumsschwerpunkt außerhalb Europas und dem Ziel, den Umsatz bis 2020 auf eine Größenordnung von bis zu 20 Mrd. EUR zu steigern. Die dafür notwendigen Investitionen werden die Dividendenpolitik der voestalpine AG, die unter wieder normalisierten Konjunkturbedingungen eine nachhaltige vierprozentige Verzinsung auf den Durchschnittskurs des jewei
ligen Geschäftsjahres vorsieht, nicht beeinträchtigen. Seit dem Börsengang 1995 wurde ohne Unterbrechung und somit auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten jährlich eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Dabei liegt die durchschnittliche Dividendenrendite für die Geschäftsjahre 1996 bis 2013/14 trotz der vergangenen Krisenjahre mit 3,8 % (Anm.: inkl. Dividendenvorschlag für GJ 2013/14) nur minimal unter dieser 4 %-Marke.
Anleihen
Hybridanleihen (2007–2014, 2013–2019)
Im Zuge der Finanzierung des Erwerbs der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde im Oktober 2007 eine nachrangige Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von 1.000 Mio. EUR und einem Kupon von 7,125 % begeben. Die frühestmögliche Call-Option seitens der voestalpine AG ist im Oktober 2014. Die Hybridanleihe notierte in den beiden ersten Jahren aufgrund der damals generell schwierigen Finanzund Wirtschaftslage unter dem Ausgabekurs. Sie erreichte ihren Tiefstkurs von 75 (% des Face Value) im Frühjahr 2009. In weiterer Folge entwickelte sie sich vor allem ab Beginn des Kalenderjahres 2010 äußerst positiv und schloss Ende März 2014 bei etwa 103 (% des Face Value).
Mit dem Ziel einer Optimierung des Finanzierungsportfolios hat die voestalpine AG im Februar 2013 allen Inhabern der Hybridanleihe 2007 angeboten, einen Umtausch in eine neue Hybridanleihe 2013 mit einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR zu tätigen. Da über 70 % der Investoren von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen wollten, mussten entsprechende Kürzungen der Zuweisung vorgenommen werden. Der Kupon der (neuen) Hybridanleihe 2013 beträgt bis zum 31. Oktober 2014 fix 7,125 %, danach liegt er bis 31. Oktober 2019 bei 6 %. Die Nachfrage nach dieser Schuldverschreibung war derart hoch, dass der Kurs per Ende März 2014 auf ca. 110 (% des Face Value) anstieg.
Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)
Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Nachfrage seitens der Anleger war von Beginn an sehr stark, was sich in einer entsprechend positiven Kursentwicklung manifestierte. Insbesondere im Kalenderjahr 2012 konnten signifikante Steigerungen verzeichnet werden. Die Anleihe stabilisierte sich in weiterer Folge auf diesem hohen Niveau. Per Ende März 2014 lag der Kurs dieser Anleihe bei ca. 109,5 (% des Face Value).
Unternehmensanleihe 3 (2012–2018)
Ende September 2012 hat die voestalpine AG erfolgreich eine weitere Anleihe, und zwar mit einem Volumen von 500 Mio. EUR und einer Verzinsung von 4 %, am Kapitalmarkt begeben. Die Anleihe wurde weitaus überwiegend von internationalen Investoren, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, gezeichnet. Die Ausgabe und die Handelsaufnahme der Anleihe an der Luxemburger Börse erfolgten am 5. Oktober 2012. Einmal mehr bestätigt die Kursentwicklung am Sekundärmarkt das große Vertrauen der Anleihegläubiger in das Unternehmen – bis Ende März 2014 stieg der Kurs der Anleihe auf etwa 107,5 (% des Face Value).
Eigentümerstruktur
Die (indikative) Eigentümerstruktur nach Regionen zeigt per 1. April 2014 folgendes Bild:
Eigentümerstruktur
Größte Einzelaktionäre
| Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG | < 15 % |
|---|---|
| voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung | 14,0 % |
| Oberbank AG | 7,8 % |
| Norges Bank | > 4 % |
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:
Alpha Value, Paris Baader Bank AG, München Banco Espirito Santo de Investimento, Lissabon Bank of America/Merrill Lynch, London Citigroup, London Commerzbank, Frankfurt Credit Suisse, London Deutsche Bank, London Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris Goldman Sachs, London HSBC, London Jefferies, London JP Morgan, London Kepler Cheuvreux, Frankfurt Macquarie, London MainFirst, Frankfurt Morgan Stanley, London Nomura, London Raiffeisen Centrobank, Wien Société Générale, Paris Steubing, Frankfurt UBS, London.
Informationen zur Aktie
| Aktiennominale | 313.309.235,65 EUR, zerlegt in 172.449.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. März 2014 | 28.597 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
Kurse (jeweils zum Tagesende)
| Börsenhöchstkurs April 2013 bis März 2014 | 36,61 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2013 bis März 2014 | 22,34 EUR |
| Kurs zum 31. März 2014 | 31,91 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 31. März 2014* | 5.501.078.158,23 EUR |
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
Geschäftsjahr 2013/14
| Ergebnis/Aktie | 2,60 EUR |
|---|---|
| Dividende/Aktie | 0,95 EUR* |
| Buchwert/Aktie | 30,14 EUR |
| * Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung. |
Terminvorschau 2014/15
| Hauptversammlung | 2. Juli 2014 |
|---|---|
| Ex-Dividenden-Tag | 7. Juli 2014 |
| Dividenden-Zahltag | 14. Juli 2014 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2014/15 | 5. August 2014 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2014/15 | 5. November 2014 |
| Veröffentlichung 3. Quartal 2014/15 | 10. Februar 2015 |
| Geschäftsbericht 2014/15 | 3. Juni 2015 |
| Hauptversammlung | 1. Juli 2015 |
Corporate Governance-Bericht
Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex
Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.
Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Juli 2012. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Er erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen und haben auch die zwischenzeitlich erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.
Neben den verbindlich einzuhaltenden "L--Regeln" werden auch sämtliche "C-Regeln" und "R-Regeln" des Kodex eingehalten.1
Unter Bezugnahme auf die Regel 49 des Kodex wird festgehalten, dass die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, als Rechtsberater der voestalpine AG sowie einer ihrer Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2013/14 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit aktien- und kapitalmarktrechtlichen Angelegenheiten sowie mit gesellschaftsrechtlichen Themen eine österreichische Joint Venture-Gesellschaft betreffend erbracht hat. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte grundsätzlich zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2013/14 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 102.483,67 EUR (2012/13: 35.420,83 EUR).
Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2013/14 beschließt. Diese Hauptversammlung findet am 2. Juli 2014 statt.
Ein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei mehr als einer Sitzung des Aufsichtsrates gefehlt.
1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommendations), das sind Empfehlungen.
Zusammensetzung des Vorstandes
| Dr. Wolfgang Eder geboren 1952 |
Mitglied des Vorstandes seit 1995; Vorsitzender des Vorstandes seit 2004; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG, Linz |
Leitung der Steel Division Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Inno vationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A Strategisches Umweltmanage ment; Investor Relations; Revision |
|---|---|---|
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner geboren 1963 |
Mitglied des Vorstandes seit 01.04.2012; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; |
Leitung der Metal Forming Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie |
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer geboren 1967 |
Mitglied des Vorstandes seit 2011; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; Mitglied des Aufsichtsrates der VA Erzberg GmbH |
Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion: Beschaffungsstrategie |
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA geboren 1967 |
Mitglied des Vorstandes seit 2004; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019; Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz; Vorsitzender des Aufsichtsrates der APK-Pensionskasse AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der Josef Manner & Comp. AG, Wien |
Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern Treasury; Steuern; Managementinfor mationssysteme; Risikomanagement |
| Dipl.-Ing. Franz Rotter geboren 1957 |
Mitglied des Vorstandes seit 2011; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2019 |
Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Entwicklung neuer Produkte und Märkte |
Zusammensetzung des Aufsichtsrates
| Dr. Joachim Lemppenau geboren 1942 |
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg |
|---|---|
| Dr. Heinrich Schaller | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates |
| geboren 1959 | Erstbestellung: 04.07.2012 |
| Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank International AG, Wien Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen |
|
| KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1959 | Erstbestellung: 01.07.2004 |
| Generaldirektor der Oberbank AG, Linz | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg | |
| Aktiengesellschaft, Innsbruck | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, Klagenfurt | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing | |
| Dr. Hans-Peter Hagen | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1959 | Erstbestellung: 04.07.2007 |
| Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien | |
| Dr. Josef Krenner | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1952 | Erstbestellung: 01.07.2004 |
| Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing | |
| Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU) | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1957 | Erstbestellung: 01.07.2004 |
| Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien | |
| Mag. Dr. Josef Peischer | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1946 | Erstbestellung: 01.07.2004 |
| Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz | |
| Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1961 | Erstbestellung: 01.07.2004 |
| Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte | |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG, Wien | |
| Mitglied des Board of Directors der Molibdenos y Metales S.A., Santiago, Chile | |
| Mitglied des Board of Directors der Molycorp, Inc., Denver, USA |
Vom Betriebsrat entsandt:
| Josef Gritz geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz |
|---|---|
| Brigitta Rabler geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates (ab 01.05.2013) Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz |
| Johann Heiligenbrunner geboren 1948 |
Mitglied des Aufsichtsrates (bis 30.04.2013) Erstentsendung: 24.03.2000 Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz |
| Gerhard Scheidreiter geboren 1964 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg |
| Hans-Karl Schaller geboren 1960 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz |
Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat
Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.
Angaben zur Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Corporate Governance-Kodex, Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Website www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme von Dr. Heinrich Schaller, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Dr. Josef Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).
Ausschüsse des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln. Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:
Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.
Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Er ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.
Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:
- Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
- Hans-Karl Schaller
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers und die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Er hat auch die Konzernrechnungslegung zu überwachen, den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems zu überwachen.
Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:
- Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
- KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
- Dr. Josef Krenner (Finanzexperte)
- Hans-Karl Schaller
- Josef Gritz
Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsratsund Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013/14 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses und einer Sitzung des Präsidialausschusses wahrgenommen. In diesen Sitzungen wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere die Themen Forschung und Entwicklung, Innovationen, Zukunftsmärkte, IT- und Personalstrategie sowie Effizienzsteigerungsprogramme behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich insbesondere mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Präsidialaus
schuss befasste sich schwerpunktmäßig mit Fragen zur Konzernstrategie und darüber hinaus in seiner Funktion als Vergütungsausschuss mit Fragen im Zusammenhang mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Zudem bildete die Vorbereitung des Vorschlages zur Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung am 2. Juli 2014 einen Tätigkeitsschwerpunkt.
In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte anhand einer Frageliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.
Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance-Kodex
Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2013/14 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt (Prüfung gemäß Regel 62 des Corporate Governance-Kodex). Die Prüfung der Einhaltung der die Abschlussprüfung betreffenden Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH. Als Ergebnis der Evaluierung haben die Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung Juli 2012 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar.
Frauenförderung in Vorstand, Aufsichtsrat und leitenden Stellen
Der Anteil weiblicher Führungskräfte (ausgenommen Vorstandsmitglieder) lag im Geschäftsjahr 2013/14 bei rund 10,6 % und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Erstmals wurde in diesem Geschäftsjahr auch eine Frau in eine Divisionsvorstandsposition berufen. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Aus diesem Grund sieht der diesbezügliche Vorstandsbeschluss vor, dass Frauen auf jeder Ausbildungsstufe des Leadership Development Program vertreten sein müssen. Im Geschäftsjahr 2013/14 waren von insgesamt 168 Teilnehmern 26 Frauen. Der Frauenanteil ist damit in der Managementausbildung gegenüber dem Vorjahr von 15,1 % auf 15,5 % gestiegen.
Insgesamt lag der Frauenanteil in der voestalpine--Gruppe im Geschäftsjahr 2013/14 bei 13,3 % und damit über dem Vorjahr (12,6%). Diese im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor niedrige Quote hat branchenspezifische, historische und kulturelle Hintergründe. Im öffent
lichen Bewusstsein dominiert in Bezug auf einen Stahl- und Industriegüterkonzern nach wie vor das Bild der Schwerindustrie und entsprechend schwierig stellt sich auch die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar.
Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft, aber es besteht das generelle Bestreben, den Anteil von Frauen im Konzern auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am Girl's Day, Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und/oder die verstärkte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Außerdem wird der Auf- und Ausbau von betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. von Kooperationen mit externen Einrichtungen forciert. Mittlerweile sind aufgrund dieser Bemühungen auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen (z. B. Feuerverzinkungsanlagen, Drahtverarbeitungsanlagen) Frauen in obersten Führungspositionen tätig, leitende Funktionen nehmen Frauen vor allem auch im Finanz- und Personalbereich in einer Reihe von Konzernunternehmen ein. Der Bereich "Recht und Compliance" wird in drei der vier Divisionen von Frauen geleitet.
Im Rahmen des jährlichen Personalreportings wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit aller Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikationen und in Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.
Linz, 19. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Compliance
Seit dem Börsengang im Jahr 1995 hat der voestalpine-Konzern seine Compliance-Aktivitäten zum Schutz des Unternehmens vor finanziellen Schäden und Reputationsverlusten kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn stand im Zuge des Börsengangs der Aufbau der Kapitalmarkt-Compliance, die in der Folge durch zusätzliche Compliance-Themen ergänzt wurde.
Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde im voestalpine--Konzern ein neues, umfassendes Compliance Management System eingeführt und Compliance auf eine sehr breite konzernweite Basis gestellt. Neben einem Group Compliance Officer wurden auch Compliance Officer in allen Divisionen des Konzerns bestellt. Der Group Compliance Officer ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und ist weisungsfrei. Die divisionalen Compliance Officer berichten an den Group Compliance Officer und an die jeweiligen Divisionsvorstände.
Verhaltenskodex
Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) der voestalpine ist die Basis für moralisch, ethisch und rechtlich einwandfreie Verhaltensweisen des Managements und aller Mitarbeiter des Konzerns. Der Verhaltenskodex richtet sich aber nicht nur an das Management und die Mitarbeiter, sondern auch an die Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner.
Im Falle eines Verstoßes gegen gesetzliche Vorschriften, interne Richtlinien oder gegen Bestimmungen des voestalpine-Verhaltenskodex muss jeder Mitarbeiter mit disziplinären Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus können Zuwiderhandlungen auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen haben, wie z. B. Regress- und Schadenersatzforderungen.
Compliance-Richtlinien
Die Bestimmungen des Verhaltenskodex werden in Konzernrichtlinien ergänzt und konkretisiert:
Kartellrecht
Diese Richtlinie beschreibt das Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen, regelt den Umgang mit und in Verbänden, Standesvertretungen sowie sonstigen Branchenorganisationen und legt konkrete Verhaltensregeln für Mitarbeiter des voestalpine-Konzerns fest.
Business Conduct
Diese Richtlinie regelt etwa das Verhalten in Bezug auf Geschenke, Einladungen und andere Vorteile, Spenden, Sponsoring, Nebentätigkeiten und den privaten Bezug von Waren und Dienstleistungen durch Mitarbeiter von Kunden und Lieferanten.
Richtlinie betreffend den Umgang mit Geschäftsvermittlern und Beratern
Diese Richtlinie legt die Vorgehensweise fest, welche vor der Beauftragung von Handelsvertretern, sonstigen vertriebsbezogenen Beratern, Konsulenten oder Lobbyisten einzuhalten ist. Auf Basis einer objektivierten Prüfung des Umfelds und des Tätigkeitsrahmens des Geschäftspartners vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen soll sichergestellt werden, dass auch die Geschäftspartner die Gesetze und den Verhaltenskodex der voestalpine einhalten.
Der Verhaltenskodex und die Compliance-Richtlinien gelten konzernweit und stehen in insgesamt 14 Sprachen zur Verfügung.
Whistleblowing-System
Im Jänner 2012 wurde ein webbasiertes Hinweisgebersystem eingeführt. Meldungen über Compliance-Verstöße sollen in erster Linie zwar offen, das heißt unter Nennung des Namens des Hinweisgebers, erfolgen. Dieses System bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, Fälle von Fehlverhalten auch auf anonymer Basis zu melden und mit Hinweisgebern unter Wahrung ihrer vollkommenen Anonymität zu kommunizieren. Mit diesem System sollen interne Informationen zur frühzeitigen und effektiven Aufdeckung von Compliance-Risiken im Unternehmen systematisch genutzt werden.
Prävention
Im Vordergrund eines Compliance Management System stehen präventive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2012/13 umfangreiche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen in allen Divisionen des Konzerns durchgeführt. Um eine möglichst breitflächige Schulungswirkung zu erzielen, wurden neben Präsenzschulungen insbesondere e-learning-Systeme forciert. So wurden im Rahmen eines webbasierten e-learning-Kurses mehr als 4.500 Mitarbeiter des Konzerns einer spezifischen Kartellrechtsschulung und mehr als 18.000 Mitarbeiter einer Schulung zum Verhaltenskodex jeweils samt Abschlusstest unterzogen. Unter Berücksichtigung der Schulungsoffensive 2012/13 lag der Fokus im Berichtszeitraum einerseits darauf, neu eintretenden Mitarbeitern Compliance, insbesondere durch Absolvierung der e-learning-Schulungen, näher zu bringen, und andererseits zielgruppenorientierte Präsenzschulungen durchzuführen. Zudem erfolgten im Berichtszeitraum auch wieder allgemeine Compliance-Schulungen im Rahmen der Führungskräfteausbildung. Neben diesen Maßnahmen wird das Thema Compliance den Mitarbeitern durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen, insbesondere durch Mitarbeitermagazine, Plakatkampagnen oder im Rahmen von Konzern- und Divisionsveranstaltungen, immer wieder nahegebracht.
Informationen zum Thema Compliance im voestalpine-Konzern sind auch auf der Homepage der voestalpine AG sowie für Mitarbeiter im Intranet des Konzerns abrufbar.
Bericht des Vorstandes Lagebericht 2013/14
Dieser Konzernlagebericht bezieht sich auf den IFRS-Konzernabschluss im Sinne des § 245a (1) UGB. Von der Bestimmung des § 267 (4) UGB wird Gebrauch gemacht. Der Lagebericht der voestalpine AG sowie der Konzernlagebericht werden zusammengefasst.
Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage
Das Geschäftsjahr 2013/14 war über weite Strecken von der bis Sommer 2013 anhaltenden Rezession in Europa, einen durch Finanzierungsdebatten der öffentlichen Hand gefährdeten Aufwärtstrend in den USA sowie eine insgesamt überraschend verhaltene Entwicklung der Emerging Markets geprägt. Alles in allem stellten sich die vergangenen zwölf Monate damit vom wirtschaftlichen Umfeld her ausgesprochen herausfordernd dar. Bezeichnend war auch, dass Erwartungen und faktische Entwicklung über lange Strecken deutlich auseinanderliefen. Während die Erwartungshaltung bereits früh im Jahresverlauf ins Positive drehte, folgte ihr die reale Entwicklung erst gegen Jahresende. Positiver Newsflow aus einzelnen Marktsegmenten und Wirtschaftsregionen sowie auf Wirtschaftswachstum drehende Frühindikatoren erzeugten im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 ein tendenziell positives Momentum mit entsprechenden Erwartungen für das neue Geschäftsjahr.
Europa
Trotz des aufkeimenden Optimismus war die europäische Wirtschaft 2013 letztlich von einer stagnierenden Entwicklung des Bruttosozialprodukts geprägt. Die Investitionstätigkeit blieb im Jahresvergleich ebenso rückläufig wie die Industrieproduktion (–0,5 %), erst seit Beginn des Jahres 2014 ist in diesem Bereich ein leicht ansteigender Trend erkennbar.
Der Schlüssel zum Verlassen der Rezession lag einmal mehr bei den Exporten. Hier war es vor allem das für die voestalpine wichtigste Segment, die Automobilindustrie, die – allen voran im Premiumbereich – sich das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 ungebrochen stark entwickelte. Mit der Rückkehr auch des "Volumensegments" auf den Wachstumspfad im Verlauf der 2. Jahreshälfte zeigte die Automobilindustrie seit Längerem wieder ansatzweise alte Stärke.
Obwohl die Vorlaufindikatoren für den privaten Konsum (EU consumer confidence) im abgelaufenen Geschäftsjahr Zuwächse erwarten ließen, blieb eine stärkere Belebung der Nachfrage aus. Die europäische Bauindustrie zeigte auch 2013/14 weiterhin keine nennenswerten Belebungstendenzen.
Bei Betrachtung der Entwicklung des Europäischen Wirtschaftsraumes im Detail wurde im Geschäftsjahr 2013/14 erkennbar, dass die extremen Unterschiede in der Wirtschaftsentwicklung zwischen dem Zentralraum und der Peripherie im Abnehmen begriffen sind. Maßgeblich dafür ist eine langsam einsetzende Erholung in den peripheren – vor allen südeuropäischen – Staaten, in denen die teils schmerzvollen Reformen langsam in verbesserte Wettbewerbsfähigkeit übersetzt werden und entsprechend positive Wirkung zu zeigen beginnen.
Nordamerika
Die wirtschaftliche Stimmung in Nordamerika begann sich bereits am Anfang des Geschäftsjahres 2013/14 aufzuhellen, allerdings dauerte es einige Monate, bis sich das besser werdende Sentiment auch in eine steigende Nachfrage übersetzte. Im Herbst 2013 kam es jedoch aufgrund massiver politischer Konflikte im Zusammenhang mit der Finanzierung des Budgets in den USA zum "Government Shutdown", der vorerst neuerlich Verunsicherung und Volatilität in die Märkte zurückbrachte. Durch die letztlich erfolgreiche politische Einigung auf ein Bundesbudget für die nächsten beiden Jahre wurden jedoch die Bedenken über weitere negative Implikationen relativ rasch ausgeräumt. In weiterer Folge stabilisierte sich der Aufwärtstrend, sodass die US-Notenbank bereits eine Rücknahme des staatlichen Anleihenankaufsprogramms ("Tapering") – als Notmaßnahme im Zuge der Finanzkrise implementiert – in Aussicht stellte. Eine Maßnahme, die die Stabilität, welche der Wirtschaftsaufschwung in Nordamerika mittlerweile gewonnen hat, unterstreicht. Etwas gedämpft wurde der positive Verlauf durch den extrem strengen Winter, der den Anstieg des BIP im 1. Kalenderquartal 2014 (= 4. Geschäftsquartal 2013/14 der voestalpine AG) auf 2,6 % sinken ließ. Sämtliche Makrofrühindikatoren weisen aber für den weiteren Jahresverlauf positive Tendenzen aus. So stieg unter anderem der Wert des Konsumentenvertrauens (US consumer confidence) im März 2014 auf ein neues 6-Jahres-Hoch.
Für die voestalpine bedeutet diese erfreuliche US-Entwicklung positive Impulse für mehrere am nordamerikanischen Kontinent vertretene Konzernsparten wie etwa die Eisenbahninfrastruktur – und dort vor allem der Bereich der Weichentechnologie. Aber auch das Energiesegment und damit Nahtlosrohre und Schweißzusatzwerkstoffe zeigen in Nordamerika eine solide Nachfrage.
War der amerikanische Automobilmarkt bislang nur mittelbar via Exporten der europäischen Autoproduzenten ein Thema für den voestalpine-Konzern, so entstand mit der Eröffnung eines Autoteile-Zulieferwerks in Cartersville, Georgia (USA) im Frühling 2014 auch ein direkterer Link zum US-Automobilmarkt – wenn auch vorerst vor allem zu deutschen Automobilherstellern bzw. ihren Werken in dieser Region.
Die US-Luftfahrtindustrie konnte die exzellente Entwicklung der letzten Jahre trotz aller Schwierigkeiten im Dreamliner-Projekt von Boeing auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fortschreiben.
Stabil auf zufriedenstellendem Niveau entwickelte sich die Nachfrage im Bereich Werkzeugstahl in den Vereinigten Staaten, während die kanadischen Märkte keine nennenswerten positiven Impulse setzen konnten.
Brasilien/Südamerika
Zu überdurchschnittlichem Wachstum, das Emerging Markets üblicherweise auszeichnet, ist Brasilien auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zurückgekehrt, obwohl sich das BIP-Wachstum 2013 nach sehr enttäuschenden 0,9 % vom Vorjahr auf etwas über 2 % erhöht hat. Die Industrie konnte 2013 nur einen marginalen Zuwachs von 1,2 % darstellen, während der Servicebereich mit ca. 2 % doch stärker gewachsen ist. Am stärksten entwickelte sich der landwirtschaftliche Sektor mit einem Plus von über 8 %, eine Entwicklung, die den Spezialprofilen der Metal Forming Division zugute kam, wenngleich die anderen wesentlichen Absatzmärkte schwach blieben. So blieb etwa im Bereich der Sonderwerkstoffe für die Öl- und Gasindustrie sowie bei Spezialstählen für die Konsumgüterindustrie die Nachfrage über das gesamte letzte Geschäftsjahr auf bescheidenem Niveau.
Die strukturellen Defizite, ausgelöst von Schwachstellen in der Infrastruktur, steigenden Stückkosten und wachsender Bürokratie, schlagen sich negativ auf die Produktivität und damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Landes nieder. Ein Umstand, der selbst durch eine Abwertung des brasilianischen Real zum US-Dollar um 16 % im Kalenderjahr 2013 nicht aufgefangen werden konnte, weshalb für die weitere Entwicklung dieses größten Wirtschaftsraumes am südamerikanischen Kontinent eine Rückkehr zur Exportnation zumindest mittelfristig nicht in Sicht ist. Einziger Träger einer Mindestkonjunktur bleibt damit der Binnenmarkt, für den die voestalpine sehr gut aufgestellt ist.
China
Seinen Wachstumskurs verteidigen und 2013 einen BIP-Zuwachs von 7,7 % zu erreichen, war Ziel des Landes. Dass dieser für europäische Maßstäbe immer noch hohe Wert dennoch kritisch gesehen wird, lag in der unterjährigen
Umsatz des voestalpine-Konzerns
Mio. EUR
Entwicklung. Ausgelöst von der Ansage der neuen Regierung, "überinvestierte" bzw. überhitzte Sektoren – wie beispielsweise die Bauindustrie – zu bremsen, kam es in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 zu einer merklichen Abkühlung der ökonomischen Entwicklung. Erst nachdem im Sommer 2013 die politischen Zügel ohne großes Aufsehen wieder etwas gelockert wurden, folgte eine positive Trendwende, gegen Ende des Geschäftsjahres führte die Freigabe größerer Infrastrukturprojekte noch zu zusätzlicher Dynamik. Darin beinhaltet sind Investitionen in die Eisenbahninfrastruktur sowohl im urbanen Bereich als auch bei längeren Überlandstrecken, wovon insbesondere der Bereich der Weichensysteme in der Metal Engineering Division profitierte und weiterhin profitiert. Aber auch der private Konsum, insbesondere die Nachfrage nach Autos, stieg im letzten Geschäftsjahr in China sprunghaft an. Eine Entwicklung, die sowohl die europäischen Exporte als auch zunehmend die im Land gefertigten Fahrzeuge europäischer Hersteller betrifft. Vor diesem Hintergrund errichtet die Metal Forming Division zurzeit zwei weitere neue Werke für Autoteile und Spezialprofile in Qinhuangdao und Suzhou.
Maßgeblich für die insgesamt sehr positive Entwicklung des Konzerns in China ist eine rasch breiter werdende Mittelschicht, die durch ihr Konsumverhalten die Nachfrage nach Automobilen, aber etwa auch nach Spezialstählen der Special Steel Division ankurbelt. Für diesen Bereich des voestalpine-Konzerns war der asiatische Raum im globalen Vergleich der erfolgreichste Markt im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Erweiterung der Aktivitäten durch den Erwerb von Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzhen) sowie der Ausbau des Serviceangebotes durch Greenfield-Investitionen tragen der langfristig positiven Einschätzung der ökonomischen Entwicklung des chinesischen Wirtschaftsraumes Rechnung. Da aber einige grundlegende Probleme – wie etwa eine seit Längerem diskutierte spekulative Blase im Immobilienbereich einschließlich daraus abgeleiteter Unsicherheiten im chinesischen Bankenund Finanzwesen oder die teils desaströse Umweltverschmutzung – bisher ungelöst blieben, sollte auch in Zukunft realistischerweise trotz des enormen Potenzials des Landes nicht mit einem unterbrechungsfreien Aufwärtstrend gerechnet werden.
Geschäftsverlauf der Divisionen
Die insgesamt gesehen – insbesondere im Vergleich zu traditionellen Stahlunternehmen – weitgehend stabile Entwicklung des voestalpine-Konzerns in diesem ökonomisch unverändert herausfordernden Umfeld des Geschäftsjahres 2013/14 liegt im Geschäftsmodell des Unternehmens begründet. Einmal mehr sorgten die Divisionen Metal Engineering und Metal Forming mit ihrem "downstream"-orientierten Portfolio für hohe Konstanz in der Geschäftsentwicklung, was die vor mittlerweile eineinhalb Jahrzehnten eingeschlagene Strategie der Verlängerung der
Umsatz nach Divisionen
in % der addierten Divisionsumsätze Geschäftsjahr 2013/14
Umsatz nach Branchen
Umsatz nach Regionen
Wertschöpfung, sprich Produktion ganzer Hightech-Komponenten und Bauteile für definierte Kernbranchen bei gleichzeitig höchster Kompetenz in der Herstellung des Materials Stahl selbst, bestätigt.
Die Metal Engineering Division war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 bezogen auf die für den voestalpine-Konzern intern maßgeblichen Ergebniskennzahlen EBITDA- und EBIT-Marge sowie ROCE einmal mehr beste Division in der Gruppe. Die sich bereits seit einer Reihe von Geschäftsjahren auf stabil hohem Niveau entwickelnden Ergebnisse werden durch die breite Aufstellung der Division abgesichert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich praktisch alle Geschäftssegmente der Division weitgehend einheitlich auf hohem Niveau.
Die Metal Forming Division fand in der Berichtsperiode ebenfalls relativ ruhige Märkte mit hoher Nachfrage vor allem nach Automobilteilen und -komponenten vor. Die Entwicklung des Bereiches Spezialprofile bewegte sich 2013/14 zwar ebenfalls auf weitgehend stabilem Niveau, jedoch aufgrund der unverändert verhaltenen Situation der Bau- und Bauzulieferindustrie in Europa auf insgesamt niedrigerem Margenstandard.
Die etwas zyklischeren Divisionen Steel und Special Steel waren vom zeitweise schwierigen Marktumfeld in Europa stärker betroffen als die "downstream"-Divisionen. Während die Special Steel Division aufgrund ihrer globalen Aufstellung die Schwächen in Europa zum Teil durch internationales Geschäft kompensieren konnte, litt die Steel Division nicht nur durch ihren geografischen Fokus auf Europa mit seinem generell schwierigen makroökonomischen Umfeld, sondern auch durch die anhaltenden strukturellen Überkapazitäten in der europäischen Stahlindustrie, die selbst im obersten Qualitätsbereich die Preissetzungsfähigkeit einschränkt.
Die europäische Stahlindustrie 2013/14
Die Weltrohstahlproduktion wuchs im Kalenderjahr 2013 um +4,5 % auf 1.578 Mio. Tonnen, nachdem im Vorjahr nur ein bescheidenes Plus von +1,4 % zu Buche stand. Verantwortlich für diese starke jüngste Entwicklung war einmal mehr das Wachstum im asiatischen Raum (+7,3 % gegenüber dem Vorjahr), allen voran China mit einem Zuwachs von 9,3 %, der die rückläufigen Produktionsdaten in Nordamerika (–2,1 % gegenüber dem Vorjahr) und Europa (–2,2 % gegenüber dem Vorjahr) mehr als wettmachte.
Während in Nordamerika bereits 2012 wieder relativ hohe Produktionsraten erreicht wurden und daher der Rückgang 2013 von einem vergleichsweise soliden Ausgangsniveau stattfand, war der Rückgang in Europa eine Fortsetzung des seit 2011 vorherrschenden Abwärtstrends mit einem vorläufigen Tiefpunkt im Sommer 2013.
Seit September 2013 zeigt der Monatsvergleich auch in Europa wieder aufsteigende Tendenz mit einer signifikanten Beschleunigung gegen Ende des Geschäftsjahres 2013/14 (März 2014 +7,0 % gegenüber März 2013). Das Verbleiben der Lagerstände auf normalem Niveau weist darauf hin, dass das produzierte Material von der gestiegenen Nachfrage absorbiert wird. Diese positiven Entwicklungen gegen Ende des Geschäftsjahres auf der Mengenseite konnten von den Herstellern jedoch nicht in steigende Preise übersetzt werden. Die installierten Überkapazitäten in Europa führen nach wie vor zu einem Wettkampf um Mengen und Auslastung zwischen den Werken. Eine Situation, die aufgrund der Dimensionen des Problems auch ein weiterer wirtschaftlicher Aufschwung in Europa kaum maßgeblich entschärfen wird.
In diesem Umfeld hat sich die bisherige Strategie des voestalpine-Konzerns, in die Verlängerung der Wertschöpfung zu investieren und im Stahlbereich selbst auf die technologisch anspruchsvollsten Marktsegmente zu setzen, schon allein insoferne ausgezahlt, als die Steel Division ergebnismäßig die Benchmark in der europäischen Stahlindustrie darstellt und der Konzern insgesamt in seiner Ergebnisentwicklung nicht mehr mit traditionellen Stahlherstellern vergleichbar ist. Die Wachstumsstrategie 2020 bedeutet die konsequente Fortsetzung dieses 2001 erfolgreich eingeschlagenen Weges.
Bericht über die finanziellen Leistungsindikatoren des voestalpine-Konzerns
Umsatz und operatives Ergebnis
Unter über weite Strecken des Geschäftsjahres 2013/14 unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Bedingungen erreichte der voest
EBITDA
Mio. EUR
EBIT
Mio. EUR
Ergebnis nach Steuern
Mio. EUR
alpine-Konzern eine weiterhin solide Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen. Trotz einer Ausweitung der Versandmengen in der Steel Division gegenüber dem letzten Geschäftsjahr und nur leichten Mengeneinbußen in den Divisionen Metal Engineering und Special Steel reduzierten sich die Umsatzerlöse um 2,6 % von 11.524,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf 11.228,0 Mio. EUR in der aktuellen Berichtsperiode. Ausschlaggebend dafür war ein insgesamt rezessives Preisniveau, ausgelöst durch sinkende Vormaterialkosten und eine anhaltend starke Wettbewerbsintensität. Abgesehen von der Metal Forming Division, die die Umsatzerlöse um 2,0 % steigern konnte, betraf der Rückgang alle übrigen Divisionen gleichermaßen.
Die Entwicklung in den wesentlichen Ergebniskategorien zeigt in der Gegenüberstellung mit dem Vorjahr ein differenziertes Bild. Die Abnahme bei EBITDA und EBIT ist zum weitaus überwiegenden Teil auf einen weiterhin kritischen Konjunkturverlauf im Energiebereich zurückzuführen und hier einerseits auf anhaltende Schwächen im Energiemaschinenbau, mit denen insbesondere die Special Steel Division konfrontiert war, sowie andererseits auf die stark rückläufigen Projektvergaben beim Pipelinebau, von denen der Geschäftsbereich Grobblech (Steel Division) negativ betroffen war. Vor diesem Hintergrund berichtet die Steel Division im aktuellen Geschäftsjahr einen deutlichen Ergebnisrückgang (EBITDA –12,0 %, EBIT –25,5 %), während sich die Ergebnisse der Special Steel Division (EBITDA –2,3 %, EBIT +1,2 %) sowie der Metal Engineering Division (EBITDA +0,6 %, EBIT –0,2 %) weitgehend auf Vorjahresniveau befinden. Erfreulich ist, dass in der Metal Forming Division sowohl das EBITDA (+8,2 %) als auch das EBIT (+10,2 %) merkbar zulegen konnten. Als Konsequenz dieser Performance der einzelnen Divisionen erzielte der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2013/14 ein operatives Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 1.382,7 Mio. EUR, das somit um 3,4 % unter dem Vorjahreswert von 1.431,3 Mio. EUR zu liegen kam. Mit einem Minus von 6,0 % fiel die Verringerung des Betriebsergebnisses (EBIT) von 843,1 Mio. EUR auf 792,3 Mio. EUR etwas deutlicher aus.
Ergebnis vor und nach Steuern
Dass das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2013/14 mit 656,0 Mio. EUR dennoch stabil gehalten werden konnte (Vorjahr 654,7 Mio. EUR), liegt an den deutlich gesunkenen Finanzierungskosten in der aktuellen Berichtsperiode, bedingt durch das insgesamt niedrige Zinsniveau und die Rückzahlung einer im Zuge der Finanzkrise im Frühjahr 2009 begebenen Unternehmensanleihe mit einem Zinskupon von 8,75 %. Durch eine gegenüber dem Vorjahr konstante Steuerquote von 20,3 % befindet sich auch das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2013/14 mit 522,9 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (521,9 Mio. EUR). Als Folge daraus blieb das Ergebnis je Aktie (EPS) mit 2,60 EUR gegenüber dem Vorjahreswert (2,61 EUR) ebenfalls praktisch unverändert.
Dividendenvorschlag
Vorbehaltlich der Zustimmung der am 2. Juli 2014 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 0,95 EUR je Aktie ausgeschüttet. Das bedeutet gegenüber der Vorjahresdividende von 0,90 EUR eine Steigerung je Aktie um 5,6 %. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie von 2,60 EUR entspricht dieser Vorschlag einer Ausschüttungsquote von 36,5 %.
Gemessen am durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2013/14 von 31,21 EUR, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 3,0 %.
Gearing praktisch gleichbleibend gegenüber dem Vorjahr
Trotz Ausweitung der Investitionstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 943,9 Mio. EUR wurde einmal mehr deutlich, dass mit der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Konzerns keine Verschlechterung der wesentlichen Verschuldungskennzahlen verbunden ist. Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) liegt zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 mit 45,8 % nur geringfügig über dem Wert zum 31. März 2013 (44,5 %).
Die Nettofinanzverschuldung nahm im Jahresvergleich um 6,5 % von 2.259,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 2.407,1 Mio. EUR in der aktuellen
Ergebnis je Aktie
EUR
Dividende je Aktie
Nettofinanzverschuldung, Eigenkapital, Gearing
Berichtsperiode zu, was einerseits auf das angesprochene hohe Investitionsniveau zurückzuführen, andererseits durch eine Zunahme des Nettoumlaufvermögens (Working Capital) bedingt ist (erhöhte Zwischenläger aufgrund kommender Hochofengroßreparaturen). Durch die solide Ergebnisentwicklung wurde aber auch die Eigenmittelbasis weiter gestärkt. Konkret verbesserte sich das Eigenkapital um 3,7 % von 5.075,3 Mio. EUR per 31. März 2013 auf 5.261,0 Mio. EUR per Ende März 2014.
Cashflow
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikant um beinahe ein Drittel auf 917,0 Mio. EUR gegenüber einem Vorjahreswert von 1.321,9 Mio. EUR. Während das Ergebnis nach Steuern im Jahresvergleich praktisch unverändert blieb, war überwiegend die Veränderung des Working Capital ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang. Wurden im Geschäftsjahr 2012/13 noch 225,0 Mio. EUR finanzielle Mittel durch die Abnahme des Nettoumlaufvermögens freigesetzt, mussten im Geschäftsjahr 2013/14 258,4 Mio. EUR in den Aufbau des Working Capital investiert
Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
werden, wobei die Metal Engineering Division durch die Erhöhung des Vormaterialbestandes in Vorbereitung der Hochofengroßreparatur im Sommer 2014 und die teilweise Rückstellungsauflösung in Verbindung mit dem Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial sowie der Schließung TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG, Duisburg, am stärksten von der Zunahme des Working Capital betroffen war.
Der Mittelabfluss aufgrund der Investitionstätigkeit fiel im aktuellen Geschäftsjahr mit 786,6 Mio. EUR um 5,2 % niedriger aus als im Vorjahr (–829,6 Mio. EUR). Konträr dazu stellt sich die Entwicklung beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dar. Verringerten sich die Zahlungsmittel im Geschäftsjahr 2012/13 durch die Finanzierungsaktivitäten der voestalpine-Gruppe nur um 74,7 Mio. EUR, reduzierten sie sich im Geschäftsjahr 2013/14 um 674,2 Mio. EUR, was neben planmäßigen Tilgungen von Krediten und Dividendenzahlungen buchtechnisch vor allem auf den zu Beginn des Geschäftsjahres erfolgten Mittelabfluss infolge der bereits angesprochenen Rückzahlung einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Mio. EUR und einem Kupon von 8,75 % zurückzuführen ist.
| Mio. EUR | GJ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2013/14 |
2. Quartal 2013/14 |
3. Quartal 2013/14 |
4. Quartal 2013/14 |
2013/14 | 2012/131 | Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 2.936,1 | 2.787,5 | 2.660,5 | 2.843,9 | 11.228,0 | 11.524,4 | –2,6 |
| EBITDA | 366,3 | 320,6 | 319,9 | 375,9 | 1.382,7 | 1.431,3 | –3,4 |
| EBITDA-Marge | 12,5 % | 11,5 % | 12,0 % | 13,2 % | 12,3 % | 12,4 % | |
| EBIT | 223,3 | 177,2 | 172,5 | 219,3 | 792,3 | 843,1 | –6,0 |
| EBIT-Marge | 7,6 % | 6,4 % | 6,5 % | 7,7 % | 7,1 % | 7,3 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) |
179,9 | 140,5 | 136,1 | 199,5 | 656,0 | 654,7 | 0,2 |
| Ergebnis nach Steuern2 |
138,6 | 101,4 | 111,6 | 171,3 | 522,9 | 521,9 | 0,2 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
47.154 | 47.744 | 47.085 | 48.113 | 48.113 | 46.351 | 3,8 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
2 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf
Effizienz- und Kostenoptimierungsprogramm 2014–2016
Die generellen Herausforderungen an europäische Industrieunternehmen wie anhaltende Unsicherheiten auf makroökonomischer Ebene, volatiles Abnehmerverhalten, vielfach unsichere politische Rahmenbedingungen sowie permanente Personal- und Energiekostensteigerungen werden speziell in der Stahlindustrie durch strukturelle Überkapazitäten und dadurch hohe Wettbewerbsintensität mit starkem Preisdruck noch zusätzlich verschärft.
In diesem Umfeld ist neben einer klaren strategischen Ausrichtung eine schlanke Kostenstruktur unerlässlich. Um die durch konsequente langjährige Arbeit erreichte solide Wettbewerbsposition und damit letztlich die Existenz des voestalpine-Konzerns langfristig abzusichern, hat der Vorstand im Frühjahr 2014 die Umsetzung eines konzernalen Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramms im Umfang von 900 Mio. EUR – zu erreichen über drei Jahre – verabschiedet.
Die Schwerpunkte des Programms liegen neben weiteren Optimierungen in den Bereichen Logistik, Instandhaltung und Energieeffizienz, vor allem auch im Bereich des Einkaufs – und zwar sowohl auf der Rohstoffseite als auch im generellen Einkauf –, aber auch in der Erschließung neuer Marktregionen sowie neuen Organisationsmodellen in einer Reihe von Geschäftsbereichen (einschließlich der gesamten Steel Division), in der kompromisslosen Hebung von konzernalen Synergien und nicht zuletzt in der beschleunigten Restrukturierung nicht (ausreichend) performender Standorte.
Schließung TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG
Der Vorstand der voestalpine AG hat im März 2012 den Beschluss gefasst, die Schienenproduktion der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Duisburg einzustellen. Die in der Folge mit dem Betriebsrat geführten Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die verbliebenen rund 350 Mitarbeiter wurden im Mai 2013 positiv beendet. Die Schließung der Gesellschaft erfolgte wie geplant im 4. Kalenderquartal 2013 und mit 1. Jänner 2014 wurden die verbliebenen Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft überstellt. Mit dem Abbau der Anlagen und der Auslieferung des Restschienenbestandes zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 sind alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG nunmehr zur Gänze abgeschlossen.
(Investition in) Direktreduktionsanlage in Texas, USA
Am 23. April 2014 erfolgte der Spatenstich für die Errichtung der neuen Direktreduktionsanlage des Konzerns in Texas, USA. Das Werk wird nach einer knapp zweijährigen Bauphase im Vollbetrieb jährlich 2 Mio. Tonnen "Eisenschwamm", in der Fachsprache DRI oder HBI – für "Direct Reduced Iron" bzw. "Hot Briquetted Iron" – genannt, erzeugen. Dieses HBI wird zum Teil an den bestehenden Standorten in Österreich im klassischen Stahlerzeugungsprozess über die Hochofenroute eingesetzt und optimiert dort den Rohstoff-Einsatzmix, was die Produktionskosten deutlich senken wird. Damit wird die Konkurrenzfähigkeit der bestehenden Standorte in Europa langfristig abgesichert. Auf der anderen Seite eröffnet das neue Werk in Corpus Christi, Texas, das mit einer Investitionssumme von 550 Mio. EUR die bislang größte Auslandsinvestition des voestalpine-Konzerns darstellt, neue Wachstumsoptionen im amerikanischen Wirtschaftsraum. Allein in Nordamerika verfügt der voestalpine-Konzern bereits heute über 68 Unternehmen und erwirtschaftet mit deren rund 2.500 Mitarbeitern einen jährlichen Umsatz von etwa 1 Mrd. EUR, vornehmlich in den Bereichen Automotive, Edelstahl, Energie und Luftfahrt.
Die Direktreduktionsanlage in Texas wird 150 Arbeitsplätze schaffen und auf der Umweltseite dem Konzern insgesamt zu einer weiter verbesserten CO2-Bilanz sowie einer neuerlich gesteigerten Energieeffizienz verhelfen. Ausschlaggebend dafür ist die Verwendung von Erdgas zur Reduktion des Eisens aus Erz bzw. Pellets, welches im Vergleich zur klassischen Hochofenroute, die Koks als Reduktionsmittel verwendet, deutlich weniger CO2-Ausstoß verursacht. Damit macht der Konzern einen weiteren Schritt in Richtung Absicherung seiner führenden Position in Bezug auf Umwelt- und Energieeffizienz. Das Projekt liegt zum Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 sowohl zeitlich als auch kostenmäßig exakt auf Plan.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Nachdem im Juli 2012 das deutsche Bundeskartellamt im Kartellverfahren betreffend Eisenbahn-Oberbaumaterial Bußgelder wegen wettbewerbswidriger Absprachen zulasten der Deutschen Bahn gegen vier Hersteller und Lieferanten von Schienen verhängte, wurde das Bußgeldverfahren im Zusammenhang mit dem sogenannten Schienenkartell mit der Entscheidung zum Teilkomplex "Privatmarkt" im Juli 2013 abgeschlossen. Das Kapitel "Privatmarkt" umfasst die Lieferungen von Schienen und Bahnoberbaumaterial an kommunale Verkehrsbetriebe sowie an Industriekunden und Bauunternehmen. In diesem Teilkomplex wurde gegen die voestalpine-Gruppe ein Bußgeld in Höhe von 6,4 Mio. EUR verhängt. Insgesamt entfielen damit im Rahmen des Bußgeldverfahrens 14,9 Mio. EUR auf voestalpine-Gesellschaften. Im Übrigen wurde in beiden Verfahren der Kronzeugenstatus für den weitaus überwiegenden Teil bestätigt.
Im Hinblick auf Schadenersatzforderungen der Kunden für vom Kartell umfasste Lieferungen wurden entsprechende Vereinbarungen sowohl für direkte als auch für indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn abgeschlossen, womit nur mehr Schadenersatzansprüche für Lieferungen an kommunale Verkehrsbetriebe und den sonstigen Privatmarkt offen sind. Aufgrund der hohen Anzahl involvierter Unternehmen ist der Zeitraum für deren vollständige Abwicklung derzeit noch nicht abschätzbar.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2013/14 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlungen für direkte und indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn sowie um die Zahlungen im Rahmen der Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG reduziert. Die insgesamt verbleibende Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2013/14 an die aktuelle Einschätzung angepasst, wodurch sich ein einmaliger Ertrag (Saldo aus Auflösung und Zuführung) von 8,1 Mio. EUR ergeben hat; sie beträgt zum 31. März 2014 76,4 Mio. EUR.
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschluss-Stichtag
Dazu verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 29.
Investitionen
Die Investitionstätigkeit des voestalpine--Konzerns wurde nach einer Phase der Konsolidierung im Gefolge "der Krise" seit dem Geschäftsjahr 2012/13 im Interesse einer forcierten Weiterentwicklung des Konzerns stark ausgeweitet. 2013/14 belief sich das Gesamtinvestitionsvolumen auf 943,9 Mio. EUR, es lag damit nochmals um 10,9 % über dem Vorjahreswert von 851,5 Mio. EUR.
Das Investitionsvolumen der Steel Division lag mit 447,4 Mio. EUR bzw. 61,3 % signifikant über dem Wert des vergangenen Geschäftsjahres (277,3 Mio. EUR). Die längerfristige Ausrichtung der Division basiert dabei nicht auf einer Kapazitätsausweitung der Stahlproduktion, sondern vielmehr auf einer kontinuierlichen Anteilserhöhung höchstqualitativer Produkte. Vor diesem Hintergrund ist nicht zuletzt die Errichtung der Kontiglühe II zur Erzeugung von höchstwertigem Elektroband zu sehen. Die mit Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 gestartete Hochlaufphase hat eine ausgezeichnete Performance erbracht, wodurch die Inbetriebnahme auf Ende April 2014 vorgezogen werden konnte. Ebenfalls unter dem Aspekt neuer Qualitätsdimensionen erfolgt der umfassende Neubau des im kommenden Herbst in Betrieb gehenden Grobblech-Walzgerüstes. Ziel sind vor allem völlig neue Güten im Hinblick auf Sauergasbeständigkeit und Festigkeiten für den Energiebereich. Neben der Produktmixverbesserung bildet die Kosteneffizienz in der Produktion ein zentrales operatives wie strategisches Anliegen. Aktuelle Schwerpunkte dabei bilden die Neuinvestitionen von Kohleeindüsungsanlagen an allen drei Hochöfen in Linz (Österreich) sowie der Bau einer Direktreduktionsanlage in Texas (USA). Während die Arbeiten zur Installation der Kohleeindüsungsaggregate schon weit fortgeschritten sind und noch im Laufe des Geschäftsjahres 2014/15 beendet werden, befindet sich die Errichtung der Direktreduktionsanlage noch in einer frühen Phase (Details dazu im Kapitel "Ereignisse von besonderer Bedeutung im Jahresverlauf").
Die Special Steel Division investierte im Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 181,8 Mio. EUR, womit sich das Volumen gegenüber dem Vorjahr (257,2 Mio. EUR) um 29,3 % verringerte. Das Wachstum in dieser Division wird hauptsächlich durch die konsequente Realisierung der Value Added-Strategie in definierten Industriesegmenten getragen. In diesem Zusammenhang wurden in bedeutenden Vertriebsregionen Maßnahmen zum Ausbau von Serviceaktivitäten wie Wärmebehandlung, Anarbeitung und Beschichtung umgesetzt. Darüber hinaus wurde nach der Akquisition der Eifeler-Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 der Ausbau der Produktion von speziellen Beschichtungstechnologien für hochwertigen Werkzeugstahl in globalen Wachstumsmärkten (China, Taiwan) vorangetrieben. In Kapfenberg (Österreich) wurde im Rahmen der Optimierung des globalen Vertriebs von Werkzeugstahl, Schnellarbeitsstahl und Sonderwerkstoffen das Verteilerzentrum erweitert. Die Maßnahmen in der Edelstahlproduktion konzentrierten sich in erster Linie auf Projekte zur Qualitäts- und Produktivitätsoptimierung. Neben diesen beiden Hauptpunkten wurden vor allem am Standort Wetzlar/Deutschland im Rahmen eines vier Jahre dauernden Investitionsprogramms darüber hinaus auch Maßnahmen zu den Themen Steigerung der Arbeitssicherheit und Verbesserung des Umweltschutzes umgesetzt. In der 2. Hälfte 2013 konnten mit der Inbetriebnahme des neuen Duowalzgerüstes am Standort Mürzzuschlag (Österreich) bzw. mit der Kapazitätserweiterung pulvermetallurgischer Stähle am Standort Kapfenberg (Österreich) zwei für die Special Steel Division wegweisende Investitionsvorhaben finalisiert werden.
Die Investitionstätigkeit der Metal Engineering Division erhöhte sich um 4,4 % von 164,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf aktuell 172,1 Mio. EUR, und das trotz der im Vorjahr vorgenommenen Zustellung eines der beiden Hochöfen am Standort Donawitz (Österreich). Ganz im Zeichen der Umsetzung der langfristigen Ziele steht die vom Umfang aktuell wichtigste Investition der Division: die Errichtung eines neuen Drahtwalzwerkes am Standort Donawitz (Österreich). Die neue Drahtstraße soll 2016 in Betrieb gehen, womit die Metal Engineering Division dann über Europas modernste Anlage zur Produktion von höchstqualitativem Draht für die Automobil- und Energieindustrie verfügt. Weitere Investitionsschwerpunkte im Geschäftsjahr 2013/14 bilden ein neuer Hubbalkenofen für die Schienenproduktion und vom Einzelvolumen her mehrere kleinere Projekte im Weichenbereich.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Metal Forming Division, die ihre Investitionen von 142,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf 130,6 Mio. EUR in der aktuellen Berichtsperiode um 8,4 % verringerte, stand die Implementierung der Globalisierungsstrategie. Mit dem Bau von neuen Werken in den USA, Südafrika und China begleitet die Division strategisch wichtige Automobilkunden auf ihrem Expansionskurs, um sie vor Ort mit anspruchsvollsten sicherheitsrelevanten Automobilkomponenten mit Schwerpunkt auf dem neuen Produktsegment "phs-ultraform" (presshärtende Stähle auf Basis neuer Technologie) zu versorgen. Die dafür notwendigen Anlagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr fertiggestellt und bereits hochgefahren, womit die Produktion für die Kunden mit Geschäftsjahresbeginn 2014/15 aufgenommen werden konnte. Weitere gleiche oder ähnliche Werke befinden sich aufgrund massiver Kundennachfrage in Planung oder Umsetzung. Ähnlich dem Geschäftsbereich Automotive fokussierten sich auch im Geschäftsbereich Tubes and Sections die Maßnahmen auf die weiter fortschreitende Internationalisierung der Kunden insbesondere in der Baumaschinen- und Landmaschinenindustrie. Mit der Fertigstellung eines neuen Profilwerkes in China werden international tätige Abnehmer in diesen Kundenbranchen ab Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 mit Sonderprofilen in diesem Wachstumsmarkt beliefert. Im Geschäftsbereich Precision Strip wurde die zweite Ausbaustufe am Standort Kematen (Österreich) – eines der weltweit modernsten Kaltwalzzentren zur Herstellung von hochwertigem Bandstahl – im Verlauf der 1. Hälfte des Geschäftsjahres abgeschlossen.
Akquisitionen
Im Zuge der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Konzerns erfolgten im Geschäftsjahr 2013/14 von der Größenordnung her zwar überschaubare, aber von der Bedeutung für die Weiterentwicklung des Konzerns betrachtet wichtige Akquisitionen. Während die Übernahmen in der Metal Engineering Division vorwiegend der Erweiterung des Produktportfolios dienten, zielten die Akquisitionen in der Special Steel Division auf die Vertiefung der kundenspezifischen Wertschöpfung bzw. der forcierten Internationalisierung ab.
Im Einzelnen wurde im Bereich der Metal Engineering Division zu Beginn des Geschäftsjahres 2013/14 das italienische Unternehmen Trafilerie di Cittadella S.p.A. zugekauft und vollständig integriert. Im Einzelnen hat dabei die voestalpine Böhler Welding Group GmbH 90 % der Aktien des Spezialisten für die Herstellung von hochqualitativem nahtlosem Fülldraht (Seamless Flux Cored Wire) übernommen. Der mit 60 Mitarbeitern erzielte Jahresumsatz der italienischen Gesellschaft belief sich 2012 auf 13,7 Mio. EUR.
Ebenfalls im Geschäftsbereich Schweißtechnik wurde Ende 2013 das indische Unternehmen Maruti Weld Pvt Ltd. mit Sitz in Delhi akquiriert, das sich mit der Herstellung von Schweißelektroden beschäftigt. Der Zukauf des Unternehmens, das 2012 mit 180 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,7 Mio. EUR erreichte, zielt auf die Durchdringung des Wachstumsmarktes Indien ab und bietet mit seinen modern ausgestatteten Anlagen eine hervorragende regionale Produktionsbasis.
Mit dem Erwerb der Assets von Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd (Shenzhen) mit rund 100 Mitarbeitern verstärkte die Special Steel Division im 1. Quartal 2013/14 ihre Position im Zukunftsmarkt China weiter. Im Rahmen eines Asset-Deals wurden die entsprechenden Produktions- und Servicestandorte zugekauft, womit der Distributions- und Servicebereich weiter ausgebaut wird. Darüber hinaus dient die Akquisition der Fokussierung auf anspruchsvolle Sonderwerkstoffe in den Wachstumsbranchen Energie und Mobilität. Gleichermaßen der Special Steel Division zugeordnet ist die Akquisition von Eifeler France S.a.r.l. im Dezember 2013, die als Ergänzung der bereits Ende März 2013 übernommenen Eifeler-Gruppe mit insgesamt neun Gesellschaften in
Deutschland, der Schweiz und den USA getätigt wurde. Eifeler France S.a.r.l. beschäftigt 15 Mitarbeiter und wies zuletzt einen Umsatz von 1,6 Mio. EUR auf.
Mitarbeiter
Der voestalpine-Konzern beschäftigte zum 31. März 2014 43.875 Personen (ohne Lehrlinge und Leihpersonal). Das entspricht einem Anstieg um 1.797 Personen (+4,3 %) gegenüber dem Personalstand vom 31. März 2013 (42.078). Der Gesamtbeschäftigtenstand (inkl. Lehrlinge und Leiharbeitskräfte auf Basis FTE/Vollzeitäquivalent) steigerte sich auf 48.113 Beschäftigte und ist damit insgesamt um 1.762 Beschäftigte oder 3,8 % höher als im Vorjahr (46.351 FTEs).
Aufgrund der vermehrten Internationalisierungsaktivitäten des Konzerns in den vergangenen Jahren hat sich auch die Mitarbeiterstruktur im Bereich der Stammbelegschaft verändert: Mittlerweile sind mehr als 52,1 % der Mitarbeiter (22.864 Personen) an internationalen Konzernstandorten außerhalb Österreichs beschäftigt, 21.011 Mitarbeiter in österreichischen Unternehmen.
Zum Geschäftsjahresende bildete der voestalpine--Konzern 1.405 Lehrlinge aus (65,6 % davon in österreichischen Gesellschaften, 34,4 % an internationalen Standorten). Gegenüber dem Vorjahr (1.351 Jugendliche) hat sich die Zahl der Lehrlinge um 54 Jugendliche erhöht (+4,0 %).
Mitarbeiterbeteiligung
Das bereits seit dem Jahr 2001 bestehende und seither schrittweise ausgebaute Beteiligungsmodell ist derzeit außerhalb Österreichs auch für Konzernmitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Belgien zugänglich. Durch die Integration weiterer Gesellschaften im Geschäftsjahr 2013/14 konnten in diesen Ländern bereits mehr als 10.000 Mitarbeiter außerhalb Österreichs zur Teilnahme eingeladen werden. Zum 31. März 2014 sind über die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung insgesamt rund 23.300 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt und halten rund 22,3 Mio. Stück Aktien. Durch eine generelle Stimmrechtsbündelung gehören die Mitarbeiter mit einem Anteil von 13,0 % am Grundkapital (Vorjahr: 13,3 %) zu den beiden größten Kernaktionären der voestalpine AG. Ebenfalls im Wege der Stiftung werden darüber hinaus rund 1,8 Mio. Stück Privataktien ehemaliger und derzeitiger Konzernmitarbeiter verwaltet, das entspricht 1,0 % der stimmberechtigten Aktien. Insgesamt befinden sich derzeit somit 14,0 % des Grundkapitals der voestalpine AG (Vorjahr: 14,4 %) im Eigentum der Mitarbeiter.
Stahlstiftung in Österreich
Die 1987 gegründete Stahlstiftung bietet ausgeschiedenen voestalpine-Mitarbeitern aus fast allen österreichischen Konzerngesellschaften die Möglichkeit, bis zu vier Jahre lang zielgerichtete Ausund Weiterbildungsmaßnahmen zur beruflichen Neu- bzw. Aufqualifizierung zu absolvieren. Mit dieser Einrichtung können zum einen die sozialen Folgen von Freisetzungen deutlich gemildert und zum anderen die Teilnehmer bei der Suche nach neuer Beschäftigung bestmöglich unterstützt werden. So haben mehr als 86 % der Arbeit suchenden Teilnehmer im Geschäftsjahr 2013/14 mithilfe der Stahlstiftung einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Diese auch im internationalen Vergleich hohe Vermittlungsquote verbesserte sich damit gegenüber dem Vorjahr sogar leicht.
Zum Ende des Geschäftsjahres befanden sich insgesamt 407 Personen in der Betreuung der Stahlstiftung, davon entfielen 55,0 % auf Teilnehmer von Unternehmen außerhalb des voestalpine--Konzerns. Die Gesamtzahl der aktiven Stiftungsteilnehmer im Geschäftsjahr 2013/14 betrug 777 und stieg gegenüber dem Vorjahr (739 Personen) um 5,1 % an.
Schwerpunkte der HR-Aktivitäten
Messen
Der voestalpine-Konzern war auch im vergangenen Geschäftsjahr auf einer Reihe von Karrieremessen vertreten. Der Schwerpunkt lag in der Rekrutierung von Studenten technisch-natur
wissenschaftlicher Studiengänge. voestalpine-Teams aus den Bereichen Technik und HR präsentierten den Konzern nicht nur beim Internationalen Studententag der Metallurgie in Krakau (Polen), sondern auch auf nationalen Studentenmessen in ganz Österreich und Deutschland als attraktiven Arbeitgeber für Berufseinsteiger. Um die Gesamtstrategie des voestalpine-Konzerns zu unterstützen, wurden auch internationale Karrieremessen nicht vernachlässigt – so gab etwa die deutsch-chinesische Karrieremesse SinoJobs Career Days dem Konzern die Möglichkeit, sich auch asiatischen Talenten als internationales Industrieunternehmen zu präsentieren.
voestalpine AG ist Österreichs BEST RECRUITER 2013/14
Die voestalpine AG wurde als österreichischer Gesamtsieger in der BEST RECRUITERS-Studie 2013/14 ausgezeichnet. (Zum Vergleich: Bei der ersten Studie 2010/11 lag die voestalpine AG noch auf Platz 37.) BEST RECRUITERS untersucht jährlich die 500 Top-Arbeitgeber des Landes im Hinblick auf verschiedenste Kriterien wie Karriere-Website, Social-Web, Online-Stellenanzeigen und Umgang mit Testbewerbungen. Die voestalpine hat die Ergebnisberichte der vergangenen drei Studien genau analysiert und zahlreiche Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt. Besonderes Augenmerk lag auf den zielgruppenspezifischen HR-Online-Kanälen, die die voestalpine in den letzten Jahren sukzessive aufgebaut hat. Neben der Unternehmens-Website gibt es eine eigene Lehrlings-Website, eine Karriereseite auf Facebook oder einen Karrierebereich am Corporate Blog. Diese Kanäle konnten im Hinblick auf ihre Reichweite neuerlich ausgebaut werden. Besonders Berichte aus dem Arbeitsalltag auf Facebook oder die Rubrik "Bloggende Mitarbeiter" erfreuen sich großer Resonanz.
voestalpine-Studentenabend an der Montanuniversität Leoben
Für die Zielgruppe der technischen Studenten gab es zusätzlich zu laufenden Aktivitäten wie
Messen, Exkursionen etc. erstmalig einen voestalpine-Studentenabend an der für den Konzern wichtigen Montanuniversität Leoben. Rund 450 Studierende nutzten die Gelegenheit, sich über den voestalpine-Konzern zu informieren. Alle fünf Vorstandsmitglieder der voestalpine AG – zwei davon selbst Absolventen der Montanuniversität Leoben – präsentierten persönlich Arbeitswelt, Forschung oder Produkte des Konzerns. Nach den Vorträgen nutzten die Studierenden die Möglichkeit, sich bei den verschiedenen voestalpine-Gesellschaften über Jobmöglichkeiten zu informieren und Fragen an die Vorstandsmitglieder zu stellen.
Lehrlinge (Fokus Österreich, Deutschland)
Die voestalpine beschäftigt 1.405 Lehrlinge weltweit. Der Großteil wird in Österreich und Deutschland ausgebildet, wo das "duale System" aus Schule und Praxis Anwendung findet. Aktuell werden rund 50 Ausbildungsberufe an 38 Standorten angeboten. Zahlreiche Schüler und Eltern nutzten im letzten Geschäftsjahr den "Tag der offenen Tür" an verschiedenen Standorten, um sich persönlich über die Berufsmöglichkeiten zu informieren. Auch die voestalpine-Onlinekanäle (Lehrlings-Website, Facebook oder seit Kurzem auch Instagram) werden von den Jugendlichen intensiv genutzt.
Der voestalpine-Konzern investiert mehr als 21.400 EUR in die Ausbildung jedes einzelnen Lehrlings. Dass sich diese Investition lohnt, zeigen die Lehrlinge regelmäßig bei internationalen Wettbewerben, aber auch durch beeindruckende Lehrabschlusszahlen: 95,6 % haben im letzten Geschäftsjahr die Lehrabschlussprüfung bestanden. Von den österreichischen Absolventen haben 63,0 % mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg die Prüfung abgelegt (dieses System ist für andere Länder nicht anwendbar).
Neben der Vermittlung von fachlichem Wissen unterstützt die voestalpine auch die persönlichen und sozialen Fähigkeiten: Sprachreisen, Planspiele, Gesundheitsseminare oder Exkursionen zu anderen Unternehmen sind Teil dieses Konzepts.
Mitarbeiterbefragung
Im Oktober 2013 fand im voestalpine-Konzern wieder eine Mitarbeiterbefragung statt. Mitarbeiter weltweit (!) bewerteten anonym mittels Fragebogen Aspekte wie Arbeitsbedingungen, Zusammenarbeit oder Führungssituation. Ziel ist mit dieser alle drei Jahre stattfindenden Befragung, die aus Mitarbeitersicht relevanten Kriterien für eine attraktive Arbeitswelt zu identifizieren und laufend zu verbessern.
Die Rekordrücklaufquote von 75,2 % unterstreicht das Vertrauen der Mitarbeiter in die voestalpine-Befragung. Die Stärken aus Mitarbeitersicht liegen in der hohen Leistungsbereitschaft, Freude an der Arbeit und den Aktivitäten zum Thema Arbeitssicherheit. Auch der Stolz, in der voestalpine zu arbeiten und die Identifikation mit dem Unternehmen sind hoch.
Als konzernweite Themen wurden "Feedback" und "Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten" aufgegriffen. Auf Unternehmensebene definiert zusätzlich jede Gesellschaft zwei bis drei Kernmaßnahmen zur Verbesserung. Ein konzernweites Maßnahmenmonitoring und Erfahrungsaustausch unterstützen die Gesellschaften in der Aufarbeitung der Ergebnisse. Die Mitarbeiter werden laufend über die Aktivitäten informiert. Die nächste Mitarbeiterbefragung ist für 2016 geplant.
Führungskräfteentwicklung
Im Geschäftsjahr 2013/14 nahmen 168 Teilnehmer aus 21 Ländern am internen Führungskräfteentwicklungsprogramm value:program teil, 40,5 % der Teilnehmer von Konzernunternehmen außerhalb Österreichs. Der Frauenanteil lag bei 15,5 %. Dass die voestalpine auch mit ihrem Führungskräfteentwicklungsprogramm "Einen Schritt voraus." ist, belegt die rege Vortragstätigkeit. In Fachvorträgen auf vier Kongressen in Österreich und Deutschland erregten die innovativen Designs und Methoden des Programms das Interesse von hochkarätigem Fachpublikum.
Kooperation mit Universitäten
Die voestalpine ermöglicht jedes Jahr internationalen Studierenden der Emory University (Atlanta/USA) ein zehnwöchiges Volontariat. Im Gegenzug erhalten ausgewählte Studierende der Linzer Johannes Kepler Universität ein Jahresstipendium an der Emory University. Die Studierenden des internationalen MBA Programms "ACT – Austria, Canada, Taiwan", ein gemeinsames Studienprogramm der Johannes Kepler Universität Linz, der University of Victoria in Kanada sowie der National Sun Yat-sen University in Kaohsiung in Taiwan, wurden am Standort Linz mit einer umfassenden Werksführung und mehrwöchigen Projektarbeiten unterstützt.
Mit der Montanuniversität Leoben (MUL) gibt es zahlreiche Kooperationen: Sponsoring des Montanuni-Trucks und der Metal Days, um Jugendliche für ein Studium an der MUL zu interessieren, Teilnahme am Kontaktforum (Studentenmesse an der MUL), Unternehmenspräsentation etc. Zudem bieten voestalpine--Gesellschaften Studenten die Möglichkeit, Praktika oder wissenschaftliche Arbeiten in Zusammenarbeit mit der voestalpine durchzuführen. Auf internationaler Ebene unterstützte die voestalpine wieder den in Krakau (Polen) stattgefundenen Internationalen Studententag der Metallurgie 2013 als Sponsor mit einem Fachvortrag und Messestand. An der dreitägigen Veranstaltung nahmen über 200 Studenten von rund 15 Universitäten aus ganz Europa teil.
High Mobility Pool
Die Internationalisierung des High Mobility Pool wurde nach der erfolgreichen europaweiten Rekrutierung der Teilnehmer für die Generation 2011 weiter fortgesetzt. Für die Generation 2013 konnten Teilnehmer aus Brasilien, China, Kanada und Mexiko gewonnen werden. Der High Mobility Pool bietet "High Potentials" mit einigen Jahren Berufserfahrung die Möglichkeit, den voestalpine-Konzern über konkrete Projekte innerhalb der einzelnen Divisionen und Bereiche kennenzulernen.
Rohstoffe
Die Preise der für die hochofenbasierte Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffe – Erz, Kohle, Koks, Schrott – haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr tendenziell nach unten bewegt, gleichzeitig wurden die Preisausschläge bei Eisenerz im Vergleich zu den Vorjahren geringer. Bewegte sich der Preis von Feinerzen am Spotmarkt zu Beginn des Geschäftsjahres 2013/14 in einer Bandbreite zwischen 130 und 140 USD (CFR China), ist er in den folgenden Monaten auf 110 USD gefallen, ehe er über den Sommer auf das Ausgangsniveau zurückkehrte. Der unerwartete Anstieg war im Wesentlichen auf einen erhöhten Eisenerzbedarf chinesischer Stahlerzeuger zurückzuführen. Die anschließende Seitwärtsbewegung des Preises dauerte bis Ende des Kalenderjahres an, ehe es dann zu einer erneuten Abschwächung auf unter 110 USD kam. Bei den Experten am Rohstoffmarkt herrscht weitgehende Einigkeit, dass sich die Erzpreise in den kommenden Jahren tendenziell weiter verbilligen sollten, offen ist allerdings, in welcher Größenordnung sich der weitere Rückgang bewegen wird. Vor diesem Hintergrund haben im vergangenen Jahr einige große Eisenerzproduzenten angekündigt, ihre mittelfristigen Investitions- und Ausbaupläne zurückzunehmen.
Aus Umweltschutzgründen kam es in China in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 anstelle von Feinerz zu einer verstärkten Nachfrage nach Stückerzen und Pellets, wodurch sich bei diesen Kategorien die Preisdifferenz zu Feinerzen deutlich erhöhte.
Der schon seit Beginn 2011 zu beobachtende Preisverfall bei Kokskohle setzte sich 2013/14 unvermindert fort. Der Preis für eine Tonne Kokskohle am Spotmarkt (FOB Australien) hat sich
gegen Ende des Geschäftsjahres auf die 100 USD-Marke zubewegt und gab damit in den vergangenen drei Jahren um etwa zwei Drittel des Wertes nach. Die Gründe dafür liegen einerseits im zusätzlichen Kohleangebot aus der Mongolei, das vorwiegend von chinesischen Stahlherstellern genutzt wird, die damit ihren Importbedarf aus Australien und Kanada limitieren, andererseits aber auch daran, dass es bei den Kohleproduzenten seit 2011 weltweit zu keinen klimabedingten Produktionsausfällen mehr gekommen ist.
Die Beschaffungskosten für Koks haben sich in den letzten Jahren ähnlich jener für Kokskohle deutlich verringert, wobei der Preis in den letzten drei Jahren von 500 USD je Tonne auf knapp über 200 USD je Tonne (FOB Russland, Kolumbien, Japan) zurückging. Damit hat sich auch die Preisdifferenz von Kokskohle und Koks – und damit die Wertschöpfung für die Veredelung – auf ca. 100 USD reduziert.
Der Preisverlauf bei Eisen- und Stahlschrott, der neben flüssigem Roheisen als ergänzendes Einsatzmaterial im Stahlwerk dient, unterliegt der regionalen Entwicklung von Angebot und Nachfrage, die sich tendenziell weniger volatil darstellt als bei Eisenerz, Kohle und Koks. Im Geschäftsjahr 2013/14 schwankte der Schrottpreis je Tonne in einer Größenordnung von 250 bis 290 EUR. Die langfristige Rohstoffstrategie der voestalpine AG zielt weiterhin konsequent auf eine diversifizierte und breite Basis von Bezugsquellen ab, um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Probleme in Bezug auf die grund-
sätzliche Verfügbarkeit von Rohstoffen sind in den nächsten Jahren aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.
Forschung und Entwicklung
Dem Trend der vergangenen Geschäftsjahre folgend, ist der voestalpine-Konzern mit einem Forschungs- & Entwicklungsaufwand im Geschäftsjahr 2013/14 von 130,0 Mio. EUR weiterhin das forschungsintensivste österreichische Unternehmen. Die F&E-Aufwendungen stiegen damit im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr (125,6 Mio. EUR) um 4,4 Mio. EUR oder 3,5 % und stellen einen neuen Rekordwert dar, der einmal mehr auch die Bedeutung des Bereiches für den Konzern deutlich macht. Die Forschungsquote (Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz) erhöhte sich im Jahresvergleich von 1,1 % auf 1,2 %, der F&E-Koeffizient (Mittel gemessen an der Wertschöpfung) stieg von 2,87 % auf 2,90 %.
Wesentliche Schwerpunkte der Forschungstätigkeit liegen einerseits in den Industriebranchen mit den größten Wachstumspotenzialen, nämlich Mobilität und Energie, sowie andererseits auf den Gebieten der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Bei Prozessentwicklungen stehen Themen wie Energieeffizienz, Ressourceneffizienz, CO2-Verringerung, Zero Waste sowie die stetige Qualitätssteigerung im Vordergrund. Sämtliche Produktionsprozesse werden hinsichtlich ihrer Potenziale zur Rückgewinnung von Wertstoffen und Energie durchleuchtet. In Zusammenarbeit mit Universitätsinstituten verfolgt der Konzern die Entwicklung und Optimierung von Recyclingprozessen für metallhaltige Rückstände (insbesondere Zink, Blei und Kupfer). Weitere Projekte befassen sich mit der Rückgewinnung von Wärme aus Schlacke.
Der Forschungsbereich Ressourceneffizienz setzt sich vor allem mit der Erhöhung der Flexibilität bei Einsatzstoffen, z. B. durch innovative Mischungen von Erzen oder die verstärkte Substitution von Kohle durch Erdgas etwa über die HBI-/DRI-Technologie auseinander, aber sehr stark auch mit der Optimierung der gesamten Prozesskette, d. h. der Verbesserung der Kombination und Abstimmung einzelner Prozessschritte, basierend auf Simulationen der metallurgischen Verfahrens- und Umformtechnik sowie der Entwicklung modellbasierter Systemsteuerungen.
Die Schwerpunkte der Produktentwicklung für die Sektoren Mobilität und Energie liegen in folgenden Bereichen: höchstfeste Stähle, vor allem HD-(High Ductility-)Stähle, neue Elektrobandqualitäten zum Einsatz in Elektromotoren, Werkzeuge und Werkzeugwerkstoffe für hoch- und höchstfeste Stähle, geschmiedete Luftfahrtkomponenten aus Nickelbasislegierungen, Head Check- und verschleißoptimierte Schienenstähle, Life-Cycle-optimierte Weichen, hochfeste Kaltfließpressdraht-Werkstoffe, neuartige anspruchsvolle Profile und Rohre aus hochfesten beschichteten Stählen, Schweißzusatzwerkstoffe für höchstfeste und hochwarmfeste Anwendungen sowie Bauteile und Komponenten für den Sektor Erneuerbare Energien.
Im Bereich Luftfahrt konnten Gesellschaften der Special Steel Division in Kooperation mit einem Triebwerkshersteller im Rahmen eines CleanSky-Projekts die Ergebnisse aus computerbasierten Schmiede- und Wärmebehandlungssimulationen für die konkrete Auslegung und Optimierung von Triebwerksscheiben aus einer Nickelbasislegierung nutzbar machen. Dabei wird die Verteilung mechanischer Eigenschaften im Schmiedeteil, beispielsweise jene der Dehngrenze, vorab modelliert und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Gemeinsam können dann Schmiedeteilgeometrie und Prozessführung so optimiert werden, dass schlussendlich – ganz im Sinne des Leichtbaus
Forschungsaufwendungen des voestalpine-Konzerns
– eine Turbinenscheibe mit maßgeschneiderter Verteilung der mechanischen Eigenschaften geschmiedet und geliefert werden kann.
In der Metal Engineering Division wurden nach intensiver Forschungstätigkeit in der Werkstoffentwicklung von hochfesten sauergasbeständigen Stählen für Ölfeldrohre die ersten Aufträge erfolgreich abgearbeitet. Im Bereich der Gewindeentwicklung wurde im Oktober 2013 das Connection Testing Center in Betrieb genommen, um gasdichte Rohrgewindeverbindungen unter kombinierten Lasten bis zu höchsten Anforderungen testen zu können. Eine hochinnovative Schienenstahlsorte für den Straßenbahnbereich mit hervorragenden Schweiß- und Verschleißeigenschaften wurde in Rekordzeit entwickelt und auch bereits im Markt platziert, während die rissresistente bainitische Schienenstahlsorte DOBAIN® aktuell europaweit auf Kundenwunsch in diversen
Teststrecken erprobt wird. Mit der Neuentwicklung einer Band-Pulver-Kombination (Alloy 625) für das Elektroschlackeschweißen ist es möglich, die Auftragsschweißung für den Schutz von Anlagenkomponenten vor chemischer und thermischer Belastung mit einer Lage zu fertigen, bisher waren zumindest zwei Lagen notwendig (Geschäftsbereich Welding Consumables).
Wie bereits erwähnt, setzt die voestalpine auch weiterhin die erfolgreiche langjährige Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Universitätsund Forschungsinstituten sowie Kompetenzzentren fort bzw. baut sie gezielt weiter aus. Im Forschungsprogramm COMET beispielsweise ist der Konzern an zehn verschiedenen Kompetenzzentren und Projekten zu unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten beteiligt. Die zentralen Vorhaben liegen in den Bereichen Metallurgie (K1-MET für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung), Werkstoffentwicklung (MPPE) und Mechatronik (ACCM – Austrian Center of Competence in Mechatronics). Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Kooperationen im Bereich der Stahlverarbeitung (AC2T – Austrian Competence Center in Tribology, Join4+, K2Mobility, FFT – Future Farm Technology), der Werkstoffprüfung (ZPT – Zerstörungsfreie Prüftechnik), der Oberflächenentwicklung (CEST – Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie) und für zukunftsweisende IT-Lösungen (SCCH – Software Competence Center Hagenberg). Diese Kompetenzzentren fungieren als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, sie orientieren sich in ihrer Forschungstätigkeit an aktuellen Fragestellungen der Industrie.
Kernkompetenz und Forschungsschwerpunkt des an der Montanuniversität Leoben angesiedelten K2-Zentrums MPPE – Material-, Prozess- und Produkt-Engineering – sind die Integration und Optimierung von Werkstoffwahl, Herstellverfahren und Bauteilgeometrie mit dem Ziel höchster Funktionalität und Prozesssicherheit, Leichtbau und geringstmöglicher Kosten. Die voestalpine kooperiert in zahlreichen F&E-Projekten mit dem MPPE. Nach der positiven internationalen Evaluierung des Kompetenzzentrums wurden die Kooperationsverträge für die zweite Phase dieses K2-Zentrums in Kraft gesetzt.
Im Juni 2013 feierte das österreichische Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie, die CEST GmbH, sein fünfjähriges Bestehen. Die voestalpine Stahl GmbH als einer der Miteigentümer des CEST ist seit Jahren auch im gemeinsam getragenen Forschungsprogramm verankert. Zusammen mit den Experten der Technischen Universität Wien, der Technischen Universität Graz, der Johannes Kepler Universität Linz und der Montanuniversität Leoben werden und wurden in über 20 Projekten in den letzten Jahren Antworten auf brennende Fragen der Oberflächentechnik – unter anderem dem Ersatz von Chrom VI – bearbeitet.
Im neuen Rahmenprogramm der Europäischen Union zur Förderung von Forschung und Innovation, HORIZON 2020, beteiligt sich die voestalpine am Public Private Partnership SPIRE (Sustainable Process Industry through Resource and Energy Efficiency), einer Initiative der energieintensiven Industrien, unter anderem der Stahlindustrie, mit dem Ziel der Entwicklung neuer übergreifender energie- und ressourceneffizienter Lösungen.
Umwelt
Umweltaufwendungen
Die Umweltinvestitionen des voestalpine--Konzerns lagen im Geschäftsjahr 2013/14 bei rund 23 Mio. EUR (2012/13: 27 Mio. EUR), die laufenden Betriebsaufwendungen der Umweltanlagen bei rund 218 Mio. EUR1 (2012/13: 213 Mio. EUR). Damit standen die gesamten Umweltaufwendungen des voestalpine-Konzerns mit 241 Mio. EUR geringfügig über dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres (2012/13: 240 Mio. EUR).
Umweltprojekte der voestalpine im letzten Geschäftsjahr
Wie schon in den vergangenen Jahren lagen auch im letzten Geschäftsjahr die Hauptmaßnahmen am Umweltsektor in den Bereichen Luftreinhaltung, Wasserwirtschaft, Energieeffizienz, Lärm sowie Abfall- und Kreislaufwirtschaft.
Schwerpunkt der Maßnahmen in der Luftreinhaltung war die Minimierung der Staubemissionen durch Installation neuer Absauge- und Filteranlagen bzw. ganzer Entstaubungssysteme, vor allem am größten Standort in Linz (Österreich) sowie bei Villares Metals in Brasilien. Auch an einem Werksstandort der Metal Engineering Division in China konnte durch die Optimierung der Entstaubungsanlagen eine maßgebliche Verbesserung der Arbeitsplatzsituation erzielt werden.
Der Fokus im Bereich Wasserwirtschaft lag im Geschäftsjahr 2013/14 auf der Optimierung der Kühlsysteme. So stellte etwa in der Special Steel Division der Standort Kapfenberg (Österreich) teilweise von offenen Kühlwassersystemen auf geschlossene um, während in der Metal Forming Division bei voestalpine Rotec GmbH am Standort Krieglach (Österreich) die Umstellung der Kühlsysteme für die Hydraulikstationen auf ein Sicherheitssystem für den Fall von Leckagen erfolgte.
Viele Maßnahmen wurden im Konzern im Laufe der vergangenen Jahre zur Steigerung der Energieeffizienz umgesetzt. So weisen etwa die Produktionsanlagen am Stahlstandort Linz heute überwiegend deutlich geringere spezifische Energieverbräuche als noch vor fünf Jahren aus. Besonders signifikant gesteigert wurde dabei die Energieeffizienz an den Hochöfen. Zurückzuführen ist dies auf generell optimierte Anlagenkonfigurationen, eine möglichst stabile Fahrweise der Produktionsanlagen sowie umfassende anlagenenergieeffizienzsteigernde Maßnahmen wie Pumpenprogramme, moderne Elektromotoren, optimierte Thermoprozesse und Reduzierung von Stillstandsverbräuchen.
In der Special Steel Division wurde im Bereich der Energieeffizienz am Standort Uddeholm (Schweden) die nächste Phase der Brennstoffumstellung von Öl auf Flüssigerdgas erfolgreich umgesetzt. Zusätzlich wurde eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Ausbringens als Beitrag zur Energie- und Ressourceneffizienz gesetzt. An anderen Standorten der Division wurden zur Hebung der Energieeffizienz zusätzliche Messeinrichtungen für das Energiemonitoring installiert.
Umweltmanagement
Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Gesellschaften des voestalpine-Konzerns für die Umsetzung von Maßnahmen im Umweltbereich ausgezeichnet. Neben der erfolgreichen Erstzertifizierung ISO 14001 des neuen voestalpine Stahl Service
1 Basis: österreichische Standorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt. Center in Rumänien wurden die Anstrengungen folgender Standorte im Bereich Umweltmanagement belohnt: die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, Kindberg (Österreich), erhielt den staatlichen EMAS-Preis für die Umwelterklärung 2012 und wurde darüber hinaus für Energieeffizienz mit dem klima:aktiv-Preis für Kompetenz im Klimaschutz prämiert. Ebenfalls mit einem klima:aktiv-Preis wurde die BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg (Österreich), ausgezeichnet. Die voestalpine VAE GmbH, die voestalpine Weichensysteme GmbH und die voestalpine HYTRONICS GmbH, alle Zeltweg (Österreich), wurden mit dem EMAS Award 2014 für das Langzeit-Maßnahmenpaket auf dem Gebiet "Ganzheitliche Lebenszyklus-Optimierung von Produkt-Portfolios und von Produktionsprozessen" geehrt. Die Auszeichnung als "ÖKO-Profit Betrieb" erhielt die voestalpine Böhler Welding Group GmbH für den Standort Hamm in Deutschland.
Umweltpolitische Themen
7. Umweltaktionsprogramm (UAP) der EU
Das aktuelle 7. EU Umweltaktionsprogramm, seit Ende 2013 in Kraft, bildet den strategischen Rahmen für die europäische Umweltpolitik bis 2020. Dabei ist eine Reihe der 60 konkretisierten Maßnahmen für die voestalpine relevant.
Die bedeutendste Herausforderung stellt dabei die ökologische Bewertung von Produkten über den ganzen Lebenszyklus hinweg bis hin zu ihrer Wiederverwertung dar. Die voestalpine lässt diese Bilanz schon bei der Entwicklung der Werkstoffe und dann wieder bei der Produktion einfließen. Für sie tragen die ökologischen Vorteile von Stahl und damit die überzeugende ökologische Werkstoffperformance maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bei. Durch das divisions- und bereichsübergreifende LCA-Team des Konzerns und seine aktive Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Interessenvertretungen zum Thema Life-Cycle Assessment ist eine konsequente und kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Thematik gewährleistet.
Klima- und Energiepolitik
Im März 2014 hat der Europäische Rat die Kommission damit beauftragt, bis Juni 2014 Vorschläge für eine kohärente Klima- und Energiepolitik für den Zeitraum 2020 und 2030 zu erarbeiten. Er will im Oktober 2014 über diese Vorschläge abstimmen.
Der Europäische Rat hat dabei festgelegt, dass es – bezogen auf das Jahr 2030 – einen verbindlichen Zielwert für die CO2-Emissionsverringerungen der EU geben wird. Dieses "2030-Klimaziel" wird jedoch nicht isoliert festgelegt und beschlossen, sondern als Teil eines politischen Rahmens, der die Aspekte Treibhausgase, Erneuerbare Energie und Energieeffizienz umfassen wird.
In der Gestaltung des Entwurfes für einen solchen Rahmen muss die Kommission folgende Aspekte gleichrangig behandeln: leistbare Energiepreise, industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit, Erreichung der Ziele für Klima und Umwelt sowie Maßnahmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der energieintensiven europäischen Industrien zu gewährleisten.
Die Verringerung der Energieimportabhängigkeit der EU wurde vom Europäischen Rat als eigenständiges Ziel festgelegt, welches durch hohe Diversifikation der Energiequellen, Energieeffizienz, Netzausbau und eine Weiterentwicklung der Fördermechanismen für Erneuerbare Energien hinsichtlich Kosteneffizienz und eine Konvergenz nationaler Systeme nach 2020 erreicht werden soll.
Aus der Sicht der voestalpine enthalten diese Schlussfolgerungen die grundsätzlich richtigen Weichenstellungen, die aber von der Kommission auch tatsächlich in ausreichender Detaillierung und Eindeutigkeit entwickelt werden müssen. Vor allem bedarf es innerhalb des EU-Emissionshandelssystems kostenfreier Zuteilung anhand von technisch-wirtschaftlich realistischen "Benchmarks" auf Basis tatsächlicher Produktion und ohne Einschränkung durch zusätzliche "Korrekturfaktoren" sowie einer Revision der Energieeffizienzrichtlinie, die die industrielle Energierückgewinnung würdigt und nicht pönalisiert.
Industrieemissionsrichtlinie (IED), Stand der Technik
Wie bereits im Vorjahresgeschäftsbericht dargestellt, ist die Neufassung der Industrieemissionsrichtlinie (IE-RL) 2010/75/EU Anfang 2011 als Ersatz für die IVU-Richtlinie (Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) in Kraft getreten. Sie soll die europaweite Vereinheitlichung der anlagenbezogenen Grenzwerte und Maßnahmen für bestimmte industrielle Tätigkeiten gewährleisten.
Zwischenzeitlich ist der innerösterreichische nationale Umsetzungsprozess so weit vorangeschritten, dass die Erfordernisse zur Einhaltung des Stands der Technik zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung in den jeweiligen Materienrechten wie etwa Abfallwirtschaftsgesetz, Gewerbeordnung und Wasserrechtsgesetz inhaltlich abgebildet wurden.
An den integrierten Hüttenstandorten der Steel Division und der Metal Engineering Division wurden bereits im Geschäftsjahr 2013/14 durch Direktanwendung der IE-RL und jener Dokumente, die die erforderlichen Umweltschutzmaßnahmen festlegen, die Bereiche der Roheisenund Stahlproduktion einer Evaluierung in Hinblick auf allfällige Anpassungsbedarfe unterzogen. Im Ergebnis wurde bei der Prüfung festgestellt, dass die Ausgestaltung der Anlagenstruktur bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt dem "aktuell neu definierten" Stand der Technik entspricht.
Entwicklung der Umweltaufwendungen1
1 Basis: österreichische Konzernstandorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt.
Bericht über die Risiken des Unternehmens
Risikomanagement, wie es im voestalpine-Konzern verstanden und angewendet wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte Gruppe dar.
Der voestalpine-Konzern verfügt bereits seit dem Geschäftsjahr 2000/01 über ein immer wieder aktualisiertes und weiter entwickeltes Risikomanagementsystem, das auch in Form einer allgemeinen und konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert ist.
Mit Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie des Risikomanagementsystems wurde in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem kontinuierlich mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystems bzw. dessen Überwachung befasst. Risikomanagement und Internes Kontrollsystem sind im voestalpine-Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsungebunden.
Der systematische Risikomanagementprozess unterstützt das Management, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse, Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg.
Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.
Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mehrfach jährlich konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, finanzielle und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.
Die im Vorjahresgeschäftsbericht für die wesentlichen Risikofelder dargestellten Vorsorgemaßnahmen haben nach wie vor Gültigkeit:
Rohstoffverfügbarkeit
Die langfristige Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten stellt eine permanente Herausforderung dar. Der voestalpine-Konzern verfolgt daher bereits seit einigen Jahren eine diesen Risiken entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der anhaltenden Volatilität auf den Rohstoffmärkten permanent an Bedeutung gewinnen (Näheres dazu im Kapitel "Rohstoffe" dieses Geschäftsberichtes).
Richtlinie zur Rohstoffpreisabsicherung
Beim Rohstoffpreisrisikomanagement werden die Auswirkungen von Schwankungen am Rohstoffmarkt auf das EBIT ermittelt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheit des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. In einer internen Richtlinie sind Ziele, Grundsätze, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten sowie Methodik, Abläufe und Entscheidungsprozesse für den Umgang mit Rohstoffrisiken umfassend festgelegt.
CO2-Thematik
Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.
Ausfall von IT-Systemen
Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird an einem überwiegenden Teil der Konzernstandorte von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Tochtergesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) wahrgenommen. Aufgrund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur weiteren Minimierung möglicher IT-Ausfalls- und Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet, deren Einhaltung jährlich in Form von Audits überprüft wird. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens auf IT-Systeme und -Anwendungen weiter zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr erfolgte eine Onlinekampagne zur weiteren Sensibilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich IT-Sicherheitsthemen.
Ausfall von Produktionsanlagen
Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Weitere Maßnahmen sind eine konsequente vorbeugende Instandhaltung, eine risikoorientierte Reserveteillagerung sowie die laufende Schulung der Mitarbeiter.
Wissensmanagement
Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung vor Know-how-Verlust, wurden schon in der Vergangenheit anspruchsvolle Projekte initiiert, die konsequent weitergepflegt werden. Es erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, weiters werden neue Erkenntnisse aus wesentlichen Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen im Sinne von "lessons learned" entsprechend ab- und eingearbeitet. Detaillierte Prozessdokumentationen, vor allem auch im IT-gestützten Bereich, tragen ebenfalls zur Sicherung des vorhandenen Wissens bei.
Risiken aus dem Finanzbereich
Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet, quantifiziert und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft verwendet werden.
Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, auch in Krisenzeiten ihre Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist weiters eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.
Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallsrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird auch durch Monitoring des Zahlungsverhaltens und engen Kontakt mit den Kunden verringert und – vor allem auch aufgrund der Krisenerfahrungen der Vergangenheit – als gering eingeschätzt. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Per 31. März 2014 waren 78 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein tägliches Monitoring des Ratings und der Veränderung der CDS-Levels (Credit Default Swap) der Kontrahenten gesteuert.
Währungsrisiko
Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten durch das Konzern-Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Zinsrisiko
Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird insbesondere das Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) gemanagt. Mit Stichtag 31. März 2014 führt die Erhöhung des Zinsniveaus um 1 % zu einer Erhöhung des Nettozinsaufwandes im nächsten Geschäftsjahr im Ausmaß von 6,5 Mio. EUR. Dies ist jedoch eine Stichtagsbetrachtung, die im Zeitverlauf zu starken Schwankungen führen kann. Da die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Liquiditätsreserve hält, bestehen auch zinstragende Veranlagungen. Um daraus ein Zinsrisiko zu vermeiden, wird das Zinsänderungsrisiko – ausgedrückt durch die modifizierte Duration – der Aktivseite an das Zinsänderungsrisiko der Passivseite gekoppelt (Aktiv-Passiv-Management).
Preisrisiko
Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt. Zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen eingesetzt.
Unsicherheiten in der Gesetzgebung
Steuerrechtliche
Firmenwertabschreibung in Österreich
Mit Beschluss vom 30. Jänner 2014 hat der Verwaltungsgerichtshof ein Vorabentscheidungsersuchen an den EUGH (VwGH 30. Jänner 2014, EU 2014/0001-1 (2013/15/0186)) – gerichtet. Unter anderem mit der Frage, ob die Firmenwertabschreibung bei Anschaffung einer inländischen Beteiligung im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung Beihilfecharakter im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV hat. Der Ausgang des EUGH-Vorabentscheidungsverfahrens ist offen. Bei Qualifikation der Firmenwertabschreibung als "Beihilfe" könnte es zu einer Rückabwicklung für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren ab Beihilfengewährung kommen. Eine Rückabwicklung des bisherigen Steuerentlastungseffekts in Höhe von 169,5 Mio. EUR als auch eine Auflösung der gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von 126,5 Mio. EUR ist abhängig vom Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens. Derzeit wird das Risiko einer Rückabwicklung als unwahrscheinlich angesehen.
EEG-Umlage in Deutschland
Die Befreiung von der EEG-Umlage (Erneuerbare Energien Gesetz) in Deutschland für strom intensive Unternehmen wird von der EU-Kommission auf ihre Übereinstimmungen mit EU-Beihilfevorschriften überprüft. Es besteht daher das Risiko, dass eventuell Rückzahlungen erfolgen müssten bzw. zukünftige Befreiungen entfallen. Von diesem Risiko ist ein Unternehmen der Special Steel Division betroffen. Die Befreiung der EEG-Umlage für ein Jahr beträgt rund 22 Mio. EUR. Derzeit wird das Risiko einer Rückzahlung als unwahrscheinlich angesehen.
Wirtschafts- und Finanzkrise
Basierend auf den Erkenntnissen aus Wirtschaftsund Finanzkrisen der jüngsten Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die in den vergangenen Geschäftsjahren sowie den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Diese zielen insbesondere darauf ab,
- die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
- die hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung auf stabilem Niveau zu erhalten,
- ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie,
- das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitätsund Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.
Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Die Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab.
Es ist festzuhalten, dass die Risiken im voestalpine-Konzern aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine
Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.
Bericht über wesentliche Merkmale des Internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Die Einrichtung eines angemessenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand hat dazu konzernweit verbindlich anzuwendende Richtlinien verabschiedet. Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.
Der gesamte Prozess von der Beschaffung bis zur Zahlung unterliegt strengen Konzernrichtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken vermeiden sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie z. B. Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung von sensiblen Tätigkeiten durch eine restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den jeweiligen Unternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Ordnungsmäßigkeit dieser SAP-Systeme wird seit letztem Geschäftsjahr unter anderem auch durch im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleistet. Weiters werden ebenfalls seit letztem Geschäftsjahr Berichte über kritische Berechtigungen und Berechtigungskonflikte in automatisierter Form erstellt.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften die Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungs- und Berichtssystem übernommen.
Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich von allen betroffenen Konzerngesellschaften einzuhalten.
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem und andererseits auch zahlreiche manuelle Kontrollen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten.
Die Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist im Controlling-Handbuch der voestalpine zusammengefasst.
Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an die Vorstände und Geschäftsführer der Gesellschaften sowie nach Genehmigung an den Bereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf berichtet. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.
Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem Risikomanagement. Mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung werden dabei regelmäßig erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind.
Die Überwachung der Einhaltung und die Qualität des Internen Kontrollsystems erfolgen laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.
Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen des Jahresabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.
Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen
Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2014 313.309.235,65 EUR und ist in 172.449.163 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.
Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, sowie die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, halten jeweils mehr als 10 % (und weniger als 15 %) am Grundkapital der Gesellschaft. Die Oberbank AG, Linz, hält mehr als 5 % (und weniger als 10 %) und die Norges Bank (Norwegische Zentralbank) hält mehr als 4 % (und weniger als 5 %) am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.
Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie der Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17. (Eigenkapital) des Anhanges zum Konzernabschluss 2013/14 verwiesen.
Die im Oktober 2007 begebene Hybridanleihe mit einem aktuellen Volumen von 500 Mio. EUR, die im März 2013 begebene Hybridanleihe mit
einem Volumen von 500 Mio. EUR, die 500 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2011–2018, die 500 Mio. EUR Festverzinsliche Schuldverschreibung 2012–2018, das im Herbst 2008 abgeschlossene und im November 2012 teilweise prolongierte Schuldscheindarlehen in der Höhe von aktuell 169,5 Mio. EUR, das im Mai 2012 abgeschlossene Schuldscheindarlehen in der Höhe von 400 Mio. EUR, eine OeKB-(= Oesterreichische Kontrollbank-)Beteiligungsfinanzierung in der Höhe von 83 Mio. EUR sowie der im November 2011 abgeschlossene syndizierte Kredit in der Höhe von 800 Mio. EUR (400 Mio. EUR Kredit zur Festigung des Liquiditätsbedarfes von Investitionen und Tilgungen, welcher im Geschäftsjahr 2012/13 gezogen wurde, und 400 Mio. EUR Revolving Credit Facility zur Liquiditätssicherung) und der 250-Mio.-EUR-Kredit der Europäischen Investitionsbank enthalten sogenannte Change of Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihen steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den Kreditgebern im Falle des Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihen erhöht sich der jeweilige Festzinssatz (Zinssatz der Festzinsperioden) bzw. die jeweilige Marge (Zinssatz der Variablen Zinsperioden) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ausblick
Verlief das Jahr 2013 in der Realität deutlich schwächer, als zu Jahresbeginn selbst von renommierten Experten erwartet, sollte 2014 doch erstmals seit "der Krise" nicht nur eine weitere Konsolidierung in den für die Weltwirtschaft bestimmenden Regionen bringen, sondern auch eine wieder zunehmende Dynamik des Wirtschaftswachstums zulassen. Hauptgründe für die wachsende Zuversicht sind in Europa die Fortschritte in der wirtschaftlichen Restrukturierung der südeuropäischen und – eingeschränkter – auch der zentraleuropäischen Länder, eine intakte Aufwärtsentwicklung des Wirtschaftswachstums in Nordamerika, eine Stabilisierung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf einem Niveau von rund 7 % jährlich und die Chance, dass Indien nach den jüngsten Parlamentswahlen zumindest auf mittlere Sicht wieder auf einen echten Wachstumskurs zurückkehrt. Zumindest kurzfristig eingeschränkt bleiben hingegen die Wachstumsaussichten in Brasilien und Russland, in Bezug auf Russland zudem mit der Unsicherheit möglicher weiterer Sanktionen behaftet. Auch die Tatsache, dass die globalen Konjunkturprognosen – anders als im Vorjahr – in den vergangenen Monaten mehrfach nach oben revidiert wurden, deutet auf zunehmende Zuversicht in Bezug auf den weiteren Konjunkturverlauf hin.
Trotz dieses sich verbessernden ökonomischen Umfeldes wäre es aber verfrüht, bereits von einer breiten globalen Konjunkturwende zu sprechen. Es könnte aber gelingen, 2014 die Voraussetzungen für eine mittelfristige Rückkehr zu einer wieder deutlicheren Aufwärtsentwicklung der Weltkonjunktur, als dies in den letzten Jahren der Fall war, zu schaffen.
Die Nachfrageindikationen der wichtigsten Kundenbranchen deuten für den weiteren Verlauf des Jahres überwiegend auf eine stabile bis eher positive Bedarfsentwicklung hin. So sind etwa aus der Bau- und Bauzulieferindustrie in Europa erstmals seit Jahren Signale einer gewissen Belebung zu verzeichnen, in den USA entwickelt sich dieser Industriebereich inzwischen ebenfalls wieder deutlich stärker als zuletzt und in China zeichnet sich zwar kein weiteres Wachstum, aber eine weitgehend stabile Entwicklung auf solidem Niveau ab.
War die außereuropäische Automobilindustrie bereits im vergangenen Jahr durch deutlich steigende Absatzzahlen geprägt, folgt ihr in den letzten Monaten nunmehr auch der europäische Kraftfahrzeugsektor in diesem Aufwärtstrend, und zwar zunehmend auch über das gesamte Größenspektrum.
Schwächster der großen Industriesektoren dürfte – wie schon 2013 – auch 2014 der Energiebereich bleiben. Abgesehen von einer weitgehend stabilen Entwicklung der Öl- und Gasexploration zeichnet sich im Bereich des Energietransports (Öl- und Gas-Pipelines) nur eine leichte Belebung in Form der Realisierung von zum Teil bereits mehrfach verschobenen Einzelprojekten ab. Eine breitere Erholung in diesem Bereich erscheint auch 2014 unwahrscheinlich. Gleiches gilt für die konventionelle Energieerzeugung, wo – abgesehen von China – aus heutiger Sicht kein nennenswerter Aufschwung erkennbar ist. Hauptgrund der kritischen Entwicklung ist zum einen die anhaltende Unsicherheit über Form und Auswirkungen der Energiewende (insbesondere in Europa) und zum anderen die Finanzierungsschwäche einzelner Volkswirtschaften mit grundsätzlich hohem Bedarf an den Energieträgern Öl und Gas. Im Gegensatz dazu entwickelt sich der Bereich der Alternativenergie grundsätzlich weiter positiv, allerdings wirkt sich die Rücknahme der Subventionen in vielen Ländern zunehmend auf die Investitionstätigkeit aus.
Wenig Änderungen zeichnen sich im Bereich der Konsumgüter-, Hausgeräte- und Elektroindustrie ab, die sich auch 2014 auf einem insgesamt soliden Nachfrageniveau entwickeln sollten. Von anhaltend guter Konjunktur geprägt ist der Landmaschinenbau, auch im Bereich des allgemeinen Maschinenbaus zeigt die Nachfrage in den letzten Monaten steigende Tendenz.
Von unverändert hoher Nachfrage geprägt bleiben die Luftfahrtindustrie und der außereuropäische Eisenbahnsektor.
Für den voestalpine-Konzern zeichnet sich vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2014/15 folgende Entwicklung ab:
Steel Division
Vollauslastung der Produktion bei anhaltendem Preisdruck in Europa aufgrund weiter bestehender Überkapazitäten und tendenziell sinkenden Rohstoffpreisen
Special Steel Division
Abgesehen von saisonalen Schwankungen weitgehende Vollauslastung der Produktion bei alles in allem stabilem Preisniveau auf der Ein- und Verkaufsseite
Metal Engineering Division
Vollauslastung der Produktion bei konstanter Nachfrage und insgesamt stabilen bzw. in einzelnen Geschäftsbereichen leicht rückläufigen Preisen auf solidem Niveau
Metal Forming Division
Weitgehende Vollauslastung bei überwiegend guter Nachfrage, neue internationale Produktionsstätten schaffen nach Bewältigung der Anlaufherausforderungen zusätzliche Umsatz- und Ergebnischancen.
Der voestalpine-Konzern sollte aufgrund seiner spezifischen strategischen Position als Qualitätsund Technologieführer im High-End-Bereich der Stahlprodukte in Verbindung mit dem neuen, über die nächsten drei Jahre wirksam werdenden 900-Mio.-EUR-Ergebnisoptimierungsprogramm auch 2014/15 seine Ergebnisführerschaft der letzten Jahre behaupten können.
Für das Geschäftsjahr 2014/15 zeichnet sich vor dem Hintergrund eines sich stabilisierenden wirtschaftlichen Umfeldes ein operatives Ergebnis (EBITDA) bzw. Betriebsergebnis (EBIT) etwas über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres ab.
Steel Division
Kennzahlen der Steel Division
| Mio. EUR | 2012/131 | 2013/14 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.921,7 | 3.809,7 | –2,9 |
| EBITDA | 446,3 | 392,9 | –12,0 |
| EBITDA-Marge | 11,4 % | 10,3 % | |
| EBIT | 214,9 | 160,0 | –25,5 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 4,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.676 | 11.192 | 4,8 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Kunden der Steel Division
Märkte der Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Während sich in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14 die europäische Stahlkonjunktur noch sehr verhalten zeigte, änderte sich die Situation von der Nachfrage her in der Folge sukzessive zum Besseren. Insbesondere das 4. Geschäftsquartal 2013/14 war von einer Marktbelebung infolge relativ niedriger Kundenläger geprägt, aber auch von einem Anspringen der realen Nachfrage. Dass die Preisentwicklung nicht mit den Steigerungsraten der Auftragseingänge konform ging, liegt daran, dass in der Vergangenheit vorübergehend aus dem Markt genommene Aggregate zur Stahlerzeugung nahezu im Gleichklang mit den zunehmenden Kundenbedarfen wieder in Betrieb genommen wurden, womit die Preise auf unverändert tiefem Niveau verharrten. Leicht positive Auswirkungen brachte im letzten Geschäftsquartal die Preisentwicklung der für die hochofenbasierte Stahlerzeugung wichtigsten Rohstoffe Erz, Kohle und Schrott, die tendenziell nachgaben, wobei aber die Kostenverringerung überwiegend an die Endkunden weitergegeben wurde. Das stabil niedrige Preisniveau für Stahlprodukte in Europa hatte zur Folge, dass Lagerstandsveränderungen über das gesamte Jahr gesehen relativ wenig Bewegung in die Preise brachten, da das spekulative Element der Vorrätehaltung nicht zum Tragen kam. Obwohl global betrachtet im abgelaufenen Geschäftsjahr die Preise in anderen Weltregionen, insbesondere den USA, deutlich über jenen in Europa lagen, stiegen die Importe nach Europa dennoch an.
In Bezug auf die wesentlichste Kundenbranche der Steel Division, die Automobilindustrie, ergibt sich im Jahresverlauf betrachtet ein differenziertes Bild. Während die exportorientierten deutschen Premiumhersteller kontinuierlich solide Zuwachsraten und Verkaufsrekorde präsentierten, hatten die auf den europäischen Markt fokussierten Automobilproduzenten vor allem zu Beginn des Geschäftsjahres noch mit massiven Auslastungsproblemen zu kämpfen und signalisierten erst im Jahresverlauf eine schrittweise Erholung. Dieser positive Trend vor allem im Klein- und Kompaktwagensegment sollte sich im Geschäftsjahr 2014/15 fortsetzen.
Die Hausgeräte- und Elektroindustrie bewegte sich 2013/14 trotz hoher Wettbewerbsintensität weitgehend stabil. Während die Haushaltsgerätehersteller auch im jetzt begonnenen Geschäftsjahr ein stabiles Produktionsniveau erwarten, wird in der Elektroindustrie mit leicht steigenden Bedarfen gerechnet, die jedoch etwas unter früheren Erwartungen liegen, da sich die Elektromobilität nicht mit der bisher angenommenen Geschwindigkeit auf dem Markt durchsetzen wird.
Volatil und leicht unter dem Vorjahr liegend stellte sich in den vergangenen zwölf Monaten der Auftragseingang im Geschäftsbereich Maschinenbau dar. Für das neue Geschäftsjahr zeichnet sich allerdings ein wieder etwas günstigeres Umfeld ab. Nach Jahren eines massiven Konjunktureinbruchs der Bauindustrie – insbesondere in Süd- und Osteuropa – wäre es zwar immer noch verfrüht, von einer Entspannung zu sprechen, jedoch gibt es erste vorsichtige Signale einer Trendwende, die sich in den kommenden Quartalen verstärken sollten.
Das Kundensegment, das im abgelaufenen Geschäftsjahr die für die Steel Division schwierigsten Bedingungen aufwies, war der konventionelle Energiesektor (Öl, Gas). Die fehlenden Grobblechaufträge aus einer Vielzahl von sistierten Pipelineprojekten konnten zwar mengenmäßig durch erhöhten Verkauf von Bandprodukten mehr als kompensiert werden, ertragsmäßig mussten durch das Ausweichen auf weniger attraktive Segmente jedoch erhebliche Einbußen hingenommen werden. Das gegenüber dem Vorjahr um 12 % schwächere operative Ergebnis (EBITDA) der Division ist fast zur Gänze auf diesen Einbruch im konventionellen Energiebereich zurückzuführen. Im Verlauf des neuen Geschäftsjahres sollte eine – langsame – Normalisierung des weltweiten Projektgeschäftes am Linepipe-Sektor eintreten.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die ungebrochen hohe Wettbewerbsintensität in der europäischen Stahlindustrie spiegelt sich auch in der Kennzahlenentwicklung der Steel Division wider. Trotz einer kontinuierlich ansteigenden Nachfrage im Verlauf des Geschäftsjahres 2013/14, die sowohl mit 5,7 Mio. Tonnen in der Rohstahlproduktion als auch mit 5,1 Mio. Tonnen bei der Versandmenge Rekordwerte mit sich brachte, lagen die wichtigsten finanziellen Kennziffern der Division doch relativ deutlich unter den Vorjahreswerten. Das Preisniveau, das bereits 2012/13 rückläufig war, hat sich im vergangenen Geschäftsjahr nochmals erheblich abgeschwächt. Auf der Kostenseite zeigte sich keine Entspannung in vergleichbarem Ausmaß. Während der anteilsmäßig größte Kostenblock im Rohstoffbereich – Eisenerz – auf einem relativ hohen Niveau verblieb, wirkte die etwas rückläufige Entwicklung bei den Preisen von Kohle, Koks, Schrott und Legierungen zwar dämpfend auf die Herstellkosten, führte aber im Hinblick auf das sinkende Preisniveau zu keinen positiven Margeneffekten. Vor diesem Hintergrund schwächten sich die Umsatzerlöse um 2,9 % von 3.921,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf 3.809,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013/14 ab. Neben den verschärften Preisbedingungen wirkten sich auch der ungünstigere Produktmix innerhalb des Geschäftsbereiches Grobblech aufgrund des Ausbleibens von Linepipe-Großprojekten sowie Einmalaufwendungen im 2. Quartal 2013/14 in Höhe von 10 Mio. EUR für die vorzeitige Auflösung eines ungünstigen langfristigen Vertragsverhältnisses belastend auf das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres aus. Als Konsequenz gab das operative Ergebnis (EBITDA) um 12,0 % von 446,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf 392,9 Mio. EUR in der aktuellen Berichtsperiode nach, womit die EBITDA-Marge von 11,4 % auf 10,3 % zurückging. Mit einer Verringerung um 25,5 % von 214,9 Mio. EUR auf 160,0 Mio. EUR hat sich das Betriebsergebnis (EBIT) noch deutlicher rückläufig entwickelt. Das entspricht einer EBIT-Marge von 4,2 % verglichen mit einer EBIT-Marge von 5,5 % im Vorjahr.
Konträr zur Entwicklung im Jahresvergleich stellt sich die Gegenüberstellung der unmittelbar aufeinanderfolgenden Quartale dar, die zuletzt einen klaren Aufwärtstrend erkennen lässt. Die Umsatzerlöse erhöhten sich von 886,8 Mio. EUR im 3. Quartal um 12,2 % auf 994,6 Mio. EUR im 4. Quartal 2013/14, was in erster Linie auf eine Zunahme der Versandmengen bei gleichzeitig verbessertem Produktmix zurückzuführen ist, während das generelle Preisniveau weitgehend stabil blieb. Auch wenn sich die Eisenerzpreise am Spotmarkt seit Beginn des 4. Quartals 2013/14 nach unten bewegten, verminderte sich die Kostenbasis aufgrund des verzögerten Wirksamwerdens von zwei bis drei Monaten nur unwesentlich. In Anbetracht dieser Entwicklung konnte das EBITDA von 87,5 Mio. EUR im 3. Quartal um 22,9 % auf 107,5 Mio. EUR im 4. Quartal 2013/14 zulegen, die EBITDA-Marge verbesserte sich von 9,9 % im Vorquartal auf 10,8 %. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich das EBIT um 62,0 % von 28,7 Mio. EUR auf 46,5 Mio. EUR und damit die EBIT-Marge von 3,2 % auf 4,7 %. Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) in der Steel Division war zum Ende des 4. Quartals des Geschäftsjahres 2013/14 mit 11.192 um 4,8 % höher als zum 31. März 2013 (10.676 FTE).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2013/14 |
2. Quartal 2013/14 |
3. Quartal 2013/14 |
4. Quartal 2013/14 |
GJ 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 989,8 | 938,5 | 886,8 | 994,6 | 3.809,7 |
| EBITDA | 111,3 | 86,6 | 87,5 | 107,5 | 392,9 |
| EBITDA-Marge | 11,2 % | 9,2 % | 9,9 % | 10,8 % | 10,3 % |
| EBIT | 55,3 | 29,5 | 28,7 | 46,5 | 160,0 |
| EBIT-Marge | 5,6 % | 3,1 % | 3,2 % | 4,7 % | 4,2 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.805 | 11.026 | 10.862 | 11.192 | 11.192 |
Quartalsentwicklung der Steel Division
Quartalsentwicklung der Steel Division
Special Steel Division
Kennzahlen der Special Steel Division
| Mio. EUR | 2012/131 | 2013/14 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.748,4 | 2.627,9 | –4,4 |
| EBITDA | 366,8 | 358,5 | –2,3 |
| EBITDA-Marge | 13,3 % | 13,6 % | |
| EBIT | 221,8 | 224,4 | 1,2 |
| EBIT-Marge | 8,1 % | 8,5 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.721 | 12.885 | 1,3 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Kunden der Special Steel Division
Märkte der Special Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das Marktumfeld der Special Steel Division war im Geschäftsjahr 2013/14 über weite Strecken von einem rezessiven makroökonomischen Umfeld in Europa, volatilen Entwicklungen in Nordamerika sowie einem insgesamt gedämpften Wachstumstempo in den Emerging Markets geprägt. Erst gegen Ende des Kalenderjahres 2013 setzte eine Stabilisierung ein, welche sich auch entsprechend positiv auf die Entwicklung im letzten Geschäftsjahresquartal 2013/14 auswirkte.
Vor allem Europa verzeichnet seit Jahresbeginn 2014 nach einem alles in allem recht schwierigen Kalenderjahr 2013 erstmals wieder eine leicht positive Entwicklung. War der Großteil des Geschäftsjahres von hoher Volatilität durch äußerst kurzfristige Disposition auf Kundenseite sowie zusätzlichen Preisdruck durch unterausgelastete Kapazitäten des Wettbewerbs geprägt, so entwickelte sich die Nachfrage zuletzt vor allem im Bereich Automobil deutlich positiv, auch der Maschinenbau zeigte eine zumindest stabile, tendenziell sogar leicht steigende Nachfragesituation, inbesondere in Deutschland und auch in Italien. Der Schwermaschinenbau blieb genauso wie der Energiemaschinenbau (Kraftwerksbau) in ganz Europa unverändert schwach. Während die Vorzeichen in den USA zu Beginn des Geschäftsjahres schon deutlich positiver als in Europa tendierten, verlief der Aufschwung zunächst dennoch schleppend und wurde zusätzlich von politischen Diskussionen über die Anhebung der Staatsschulden-Obergrenze überlagert. Gegen Ende des Kalenderjahres nahm die Konjunktur aber an Fahrt auf und die Nachfrage, vor allem im Bereich Werkzeugstahl, stabilisierte sich auf zufriedenstellendem Niveau. Im Gegensatz dazu blieb die wirtschaftliche Entwicklung Kanadas über das gesamte Geschäftsjahr unverändert verhalten.
Der brasilianische Markt zeigte sowohl im Bereich allgemeiner Konsum als auch bei Sonderwerkstoffen für die Öl- und Gasindustrie in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres kaum nennenswerte Nachfrageimpulse und konnte erst gegen Ende 2013/14 zu einem bescheidenen, inlandsgetriebenen Wachstumskurs zurückkehren.
Asien war zu Beginn des Geschäftsjahres von einer zunehmenden Verunsicherung über die ökonomische Expansionsgeschwindigkeit Chinas geprägt, die Konjunktur gewann aber mit Fortdauer des Geschäftsjahres an Stabilität. Zuletzt beeinträchtigten zwar politische Unruhen in Thailand und Indonesien die ökonomische Entwicklung der Region, insgesamt jedoch zeigte der asiatische Raum in Bezug auf die Nachfrage nach Produkten der Special Steel Division im globalen Vergleich die positivste Dynamik. Der Geschäftsbereich High Performance Metals entwickelte sich in den Produktsegmenten Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl insgesamt gesehen sehr stabil, begründet durch die über das gesamte Geschäftsjahr ungebrochen gute Nachfrage aus dem Bereich Konsumgüter sowie die mit Fortdauer der Berichtsperiode zunehmende Dynamik aus den Bereichen Automobil und Maschinenbau. Die Sparte Sonderwerkstoffe konnte gegen Ende des Geschäftsjahres aufgrund des leicht an Dynamik gewinnenden Öl- und Gassegments ebenfalls etwas an Fahrt aufnehmen. Bei Spezialschmiedeteilen setzte sich der positive Trend der letzten Jahre im Segment Luftfahrt unverändert fort, wohingegen im Energiemaschinenbau die Nachfrage unverändert schwach blieb und auch für die nähere Zukunft keine nennenswerten Impulse erwarten lässt. Der Bereich Value Added Services konnte durch die planmäßig verlaufende Integration der Akquisitionen im Bereich Spezialbeschichtung, Wärmebehandlung und mechanische Bearbeitung wesentlich gestärkt werden. Die globale Erweiterung dieses Geschäftsfeldes durch Inbetriebnahme neuer Kapazitäten in China sowie Europa verläuft bisher sehr erfolgreich und stellt einen der wesentlichen Treiber des Wachstums der Special Steel Division im Rahmen der 2020-Strategie des voestalpine-Konzerns dar.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Auch wenn sich die Rahmenbedingungen für die Special Steel Division im Geschäftsjahresverlauf 2013/14 überwiegend schwierig darstellten, konnte sie bei allen wesentlichen Kennzahlen das solide Niveau des Vorjahres halten. Während das Umsatzniveau im Jahresvergleich leicht zurückging, konnte die Ertragskraft stabil gehalten werden. Ausschlaggebend für die um 4,4 % von 2.748,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2.627,9 Mio. EUR gesunkenen Umsatzerlöse waren in jeweils etwa gleichem Ausmaß die rezessive Preisentwicklung einerseits und der Rückgang der Versandmengen andererseits. Dass trotz dieser Ausgangsbasis das operative Ergebnis (EBITDA) und das Betriebsergebnis (EBIT) konstant gehalten werden konnten, ist das Resultat einer konsequenten Optimierung der Produktionsprozesse und strikter Kostenkontrolle, aber auch erster positiver Beiträge der im Vorjahr stattgefundenen Akquisitionen. Im Einzelnen verminderte sich das EBITDA nur leicht um 2,3 % von 366,8 Mio. EUR im Vorjahr auf 358,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013/14. Vor dem Hintergrund eines unter dem Vorjahr liegenden Umsatzniveaus konnte die operative Ergebnismarge (EBITDA-Marge) sogar von 13,3 % auf 13,6 % gesteigert werden. Mit 224,4 Mio. EUR konnte das EBIT von 221,8 Mio. EUR aus dem Vorjahr sogar leicht übertroffen werden, wodurch
sich auch die EBIT-Marge von 8,1 % auf 8,5 % erhöhte.
Der direkte Quartalsvergleich, d. h. 3. Quartal mit 4. Quartal des vergangenen Geschäftsjahres, zeigt einen recht eindrucksvollen Fortschritt in Bezug auf die operative Geschäftsentwicklung. Die Verbesserung bei Umsatz- und Ergebniszahlen folgt einer signifikanten Ausweitung der Versandmengen, da sich das verbesserte wirtschaftliche Umfeld noch nicht unmittelbar in einem höheren Preisniveau niedergeschlagen hat. Im Einzelnen lagen die Umsatzerlöse im 4. Quartal 2013/14 mit 680,8 Mio. EUR um 9,6 % über dem Wert des unmittelbaren Vorquartals von 621,2 Mio. EUR. Um mehr als ein Drittel, und zwar von 77,5 Mio. EUR auf 104,7 Mio. EUR, konnte das EBITDA im gleichen Zeitraum gesteigert werden, womit die EBITDA-Marge von 12,5 % auf 15,4 % stieg. Eindrucksvoll auch die Zunahme des Betriebsergebnisses (EBIT), das im 4. Geschäftsquartal mit 69,9 Mio. EUR den besten Wert des Geschäftsjahres erzielte und damit das EBIT des 3. Quartals 2013/14 (44,7 Mio. EUR) um 56,4 % übertraf. Mit 10,3 % wurde im 4. Quartal 2013/14 erstmals seit Längerem auch wieder eine zweistellige EBIT-Marge ausgewiesen, nachdem sie noch im Vorquartal ein Niveau von nur 7,2 % erreichte.
Zum 31. März 2014 waren in der Special Steel Division 12.885 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt und damit um 1,3 % mehr als zum Vergleichstag des vergangenen Geschäftsjahres (12.721 FTE).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2013/14 |
2. Quartal 2013/14 |
3. Quartal 2013/14 |
4. Quartal 2013/14 |
GJ 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 682,8 | 643,1 | 621,2 | 680,8 | 2.627,9 |
| EBITDA | 98,5 | 77,8 | 77,5 | 104,7 | 358,5 |
| EBITDA-Marge | 14,4 % | 12,1 % | 12,5 % | 15,4 % | 13,6 % |
| EBIT | 65,0 | 44,8 | 44,7 | 69,9 | 224,4 |
| EBIT-Marge | 9,5 % | 7,0 % | 7,2 % | 10,3 % | 8,5 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
12.884 | 12.898 | 12.884 | 12.885 | 12.885 |
Quartalsentwicklung der Special Steel Division
Quartalsentwicklung der Special Steel Division
Mio. EUR
Geschäftsjahr 2013/14
Metal Engineering Division
Kennzahlen der Metal Engineering Division
| Mio. EUR | 2012/131 | 2013/14 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.913,6 | 2.830,7 | –2,8 |
| EBITDA | 432,8 | 435,3 | 0,6 |
| EBITDA-Marge | 14,9 % | 15,4 % | |
| EBIT | 317,9 | 317,2 | –0,2 |
| EBIT-Marge | 10,9 % | 11,2 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.374 | 11.845 | 4,1 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Kunden der Metal Engineering Division
Märkte der Metal Engineering Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Metal Engineering Division zeigte auch im Geschäftsjahr 2013/14 eine unverändert hervorragende Performance, vor allem getragen von einer sehr positiven Entwicklung in den Geschäftsbereichen Rail Technology, Turnout Systems und Tubulars.
Der Geschäftsbereich Rail Technology profitierte von einer anhaltend guten Projektsituation für wärmebehandelte Spezialschienen in Asien, Südamerika und Russland. Die Investitionszurückhaltung der europäischen Bahnbetreiber in den letzten Jahren sollte in den nächsten Jahren zu einem Nachholbedarf in Bezug auf notwendige Erhaltungsaufwendungen führen. Die Schließung der Schienenproduktion in Duisburg, begründet auf anhaltendem Wettbewerbsdruck bei Standardschienen in Europa mit der Konsequenz permanenter Verluste, wurde im Geschäftsjahr 2013/14 planmäßig beendet.
Sehr zufriedenstellend verlief die Entwicklung auch im Geschäftsbereich Turnout Systems. Südafrika, Nordamerika und China zeichneten für eine hohe Nachfrage nach Weichen aus dem voestalpine-Konzern verantwortlich. Dadurch konnten unter anderem die rückläufigen Aktivitäten in Australien ausgeglichen werden, die auf reduzierte Investitionen der Minenbetreiber zurückzuführen sind. Hervorzuheben ist, dass das Wachstumssegment Hytronics (Antriebs-, Überwachungs- und Diagnosesysteme) im vergangenen Geschäftsjahr den Wachstumspfad erfolgreich fortsetzen und damit das Geschäftsvolumen beträchtlich ausweiten konnte.
Im Geschäftsbereich Tubulars konnte das gute Ergebnisniveau der vergangenen Geschäftsjahre
gehalten werden. Der stabile Ölpreis von über 100 USD pro Barrel gewährleistete eine nachhaltig hohe Investitionstätigkeit der Öl- und Gasindustrie in den für den Geschäftsbereich Tubulars wichtigen Regionen Nordamerika und Mittlerer Osten. Auch wenn die Wettbewerbsintensität in Nordamerika, dem bedeutendsten Markt im Bereich OCTG (Oil Country Tubular Goods), im Steigen begriffen ist, sollte die Spezialisierung auf technologisch anspruchsvollste Produkte für die Öl- und Gasindustrie auch weiterhin eine stabil solide Geschäftsentwicklung gewährleisten. Die zunehmenden Anstrengungen Nordamerikas, energieautark zu werden, und die damit verbundene Fokussierung auf die verstärkte Förderung von Schiefergas ergeben auch für den Geschäftsbereich Tubulars positive Zukunftsperspektiven.
Die deutliche Aufwärtstendenz der europäischen Automobilproduktion, vor allem in der 2. Hälfte des Kalenderjahres 2013, resultierte auch in einer verbesserten Auftragslage für hochqualitative Produkte im Geschäftsbereich Wire Technology, welche sich auch im Geschäftsjahr 2014/15 fortsetzen sollte.
Im Geschäftsbereich Welding Consumables sind im vergangenen Geschäftsjahr wirklich belebende Nachfrageimpulse ausgeblieben. Vor allem die Marktschwäche in Europa, insbesondere im Energiemaschinenbau, wirkte sich merkbar auf den Geschäftsgang aus, wobei das 4. Quartal 2013/14 eine leicht ansteigende Entwicklung brachte. Im Gegensatz zu Europa stellte sich das Marktumfeld in China, Südostasien und den USA etwas positiver dar. Eingeleitete Optimierungsmaßnahmen sowie Komplexitätsvereinfachungen sollten sich im kommenden Geschäftsjahr weiter unterstützend auf die operative Performance auswirken.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Metal Engineering Division wies 2013/14 sowohl im Jahresverlauf als auch im Vergleich zum Vorjahr eine unverändert überzeugende Entwicklung in Bezug auf die Profitabilität aus und blieb damit einmal mehr die ertragsstärkste Division im voestalpine-Konzern. Bedingt durch ein teilweise rückläufiges Preisniveau als Folge abnehmender Einsatzkosten und reduzierte Auslieferungen von Standardschienen aufgrund der Standortschließung in Duisburg am Ende des Kalenderjahres 2013 sind die Umsatzerlöse der Division im vergangenen Geschäftsjahr allerdings leicht zurückgegangen.
Konkret lagen sie im Geschäftsjahr 2013/14 bei 2.830,7 Mio. EUR und damit um 2,8 % unter dem Wert des vorangegangen Geschäftsjahres (2.913,6 Mio. EUR). Ergebnismäßig konnte allerdings neuerlich das hervorragende Niveau des Vorjahres erreicht werden. Mit 435,3 Mio. EUR bewegte sich das operative Ergebnis (EBITDA) sogar geringfügig über dem Wert des letzten Geschäftsjahres (432,8 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge stieg damit von 14,9 % auf 15,4 %. Ein ähnliches Bild ergibt sich in Bezug auf das Betriebsergebnis (EBIT), das mit 317,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2013/14 praktisch konstant geblieben ist (Vorjahr 317,9 Mio. EUR). Die EBIT-Marge konnte gleichzeitig von 10,9 % auf 11,2 % angehoben werden.
Eine leicht rückläufige Tendenz weist die Gegenüberstellung des 4. Quartals 2013/14 mit dem unmittelbaren Vorquartal auf. Vor allem durch eine schließungsbedingt deutlich reduzierte Liefermenge an Standardschienen gegen Ende des Geschäftsjahres reduzierten sich die Umsatzerlöse um 3,3 % von 678,4 Mio. EUR im 3. Quartal auf 655,8 Mio. EUR im 4. Quartal 2013/14. Das operative Ergebnis (EBITDA) gab deutlich um 5,5 % von 107,9 Mio. EUR auf 102,0 Mio. EUR nach und die dazu korrespondierende EBITDA-Marge von 15,9 % auf 15,6 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) verminderte sich vom 3. auf das 4. Quartal 2013/14 um 8,7 % von 78,5 Mio. EUR auf 71,7 Mio. EUR und die EBIT-Marge von 11,6 % auf 10,9 %.
Zum 31. März 2014 waren in der Metal Engineering Division 11.845 Mitarbeiter (FTE) beschäftigt, ein – überwiegend akquisitionsbedingt – um 4,1 % höherer Wert als zum gleichen Stichtag des Vorjahres (11.374 Mitarbeiter).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2013/14 |
2. Quartal 2013/14 |
3. Quartal 2013/14 |
4. Quartal 2013/14 |
GJ 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 766,9 | 729,6 | 678,4 | 655,8 | 2.830,7 |
| EBITDA | 112,3 | 113,1 | 107,9 | 102,0 | 435,3 |
| EBITDA-Marge | 14,6 % | 15,5 % | 15,9 % | 15,6 % | 15,4 % |
| EBIT | 83,2 | 83,8 | 78,5 | 71,7 | 317,2 |
| EBIT-Marge | 10,8 % | 11,5 % | 11,6 % | 10,9 % | 11,2 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
11.558 | 11.834 | 11.760 | 11.845 | 11.845 |
Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division
Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division
Mio. EUR
Metal Forming Division
Kennzahlen der Metal Forming Division
| Mio. EUR | 2012/131 | 2013/14 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.310,2 | 2.356,9 | 2,0 |
| EBITDA | 255,5 | 276,4 | 8,2 |
| EBITDA-Marge | 11,1 % | 11,7 % | |
| EBIT | 165,5 | 182,3 | 10,2 |
| EBIT-Marge | 7,2 % | 7,7 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.853 | 11.416 | 5,2 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst.
Kunden der Metal Forming Division
Märkte der Metal Forming Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Metal Forming Division hat im Geschäftsjahr 2013/14 eine solide Entwicklung genommen und bestätigte vor allem im Abschlussquartal eindrucksvoll ihren Aufwärtstrend, der im Übrigen nur zum Teil auf eine nachfragegetriebene Markterholung zurückzuführen ist. In erster Linie geht die positive Tendenz auf umfangreiche Prozessverbesserungen in den Produktionsgesellschaften sowie breit angelegte Produktoptimierungen zurück.
Im Geschäftsbereich Automotive Body Parts hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Nachfrageentwicklung im Automobil-Premiumsegment – massiv unterstützt durch Exporte nach Übersee – zunächst einmal mehr deutlich vom lange Zeit darniederliegenden Kompaktwagensegment abgehoben. Nach Jahren rückläufiger Absatzzahlen ergab sich jedoch in der 2. Hälfte 2013/14 auch bei Klein- und Kompaktautos eine Trendumkehr in der Nachfrage. Gleichzeitig blieb die Expansion der deutschen Premiumhersteller in den Märkten China und USA ungebrochen. Sie bot für den Geschäftsbereich Automotive Body Parts die Chance, ihre langjährigen Kunden mit dem Aufbau neuer Werke zur Herstellung von sicherheitsrelevanten Automobilkomponenten weltweit zu begleiten, wobei die ersten Lieferungen aus diesen Standorten mit Beginn des Geschäftsjahres 2014/15 getätigt wurden.
Eine Stabilisierung auf solidem Niveau verzeichnete der Geschäftsbereich Tubes & Sections. Die strukturellen Schwächen in der europäischen Bauindustrie haben sich allerdings unverändert fortgesetzt, nur in Osteuropa konnte ein leichter Aufschwung verzeichnet werden. Die Einführung der Euro 6-Umweltnorm mit 1. Jänner 2014 für Lkw-Zulassungen in der Europäischen Union resultierte zwar in einer erhöhten Nachfrage im 3. Geschäftsquartal, der aber prompt eine Abschwächung bereits im Folgequartal folgte. Die Nachfrage in der Baumaschinen- und Landmaschinenindustrie bewegte sich über das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 auf sehr zufriedenstellendem Niveau, im Flugzeugsektor führten die auf Rekordniveau liegenden Produktionsraten ebenfalls zu einer exzellenten Bedarfsentwicklung. In regionaler Hinsicht war die Entwicklung in den USA abgesehen von saisonalen Effekten durch den kalten Winter sehr zufriedenstellend. In Brasilien wurde die Marktschwäche in der Bus- und Nutzfahrzeugindustrie durch eine gute Auftragslage im Landmaschinenbereich weitgehend kompensiert. Europa präsentierte sich dagegen nicht nur in der Bauindustrie, sondern auch in anderen Sektoren das gesamte Jahr über eher verhalten.
Der sehr global aufgestellte Geschäftsbereich Precision Strip war aufgrund der Veränderung der Währungsparitäten im Geschäftsjahr 2013/14 einem verstärkten Konkurrenzdruck durch japanische Mitbewerber ausgesetzt. Marktseitig zeigte sich in diesem Segment vor allem in den USA und Deutschland eine Belebung der Nachfrage, während die Situation in China auch im Jahresverlauf angespannt blieb. Gegen Ende des Geschäftsjahres kam es letztlich doch zu einem leichten Anstieg im Auftragseingang, wodurch es bei kaltgewalzten Edelstahlprodukten letztlich doch noch zu einer einigermaßen zufriedenstellenden Ergebnisentwicklung kam.
Von einer weiterhin regen Projekttätigkeit bei Hochregallagern – nicht zuletzt hervorgerufen durch den Boom des Onlinehandels – profitierte der Geschäftsbereich Warehouse & Rack Solutions. Die gute Auftragslage sichert darüber hinaus bereits heute eine solide Auslastung der Kapazitäten über das gesamte Geschäftsjahr 2014/15.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Nicht zuletzt ausgehend von einem leichten dynamischeren Marktumfeld erhöhten sich die Umsatzerlöse der Metal Forming Division im Geschäftsjahr 2013/14 um 2,0 % von 2.310,2 Mio. EUR auf 2.356,9 Mio. EUR. Dieser Anstieg wurde gleichermaßen von einer Verbesserung der Nachfrage in allen Geschäftsbereichen wie auch einem Zuwachs auf der Ergebnisseite infolge kompromisslos umgesetzter Maßnahmen im Kostenbereich getragen. Damit konnte das operative Ergebnis (EBITDA) der Division um 8,2 % von 255,5 Mio. EUR 2012/13 auf 276,4 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr angehoben werden, was einer Marge von 11,7 % entspricht (Vorjahr 11,1 %). Die prozentuell stärkste Verbesserung des operativen Ergebnisses weisen die Geschäftsbereiche Tubes & Sections und Material Handling aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde von 165,5 Mio. EUR auf 182,3 Mio. EUR gesteigert, was einer Verbesserung um 10,2 % entspricht und zu einer EBIT-Marge von 7,7 % führte (Vorjahr 7,2 %).
Die Gegenüberstellung des 4. Quartals 2013/14 mit dem direkten Vorquartal bestätigt den positiven Trend, der sich in einer deutlichen Steigerung sowohl der Umsatz- als auch der Ergebniszahlen manifestiert. Gestützt auf eine überaus solide Performance in den Geschäftsbereichen Tubes & Sections und Automotive Body Parts konnten die Umsatzerlöse um 7,4 % von 574,4 Mio. EUR auf 616,8 Mio. EUR zulegen. Gleichzeitig wurde auch ein erheblicher Fortschritt in ergebnismäßiger Hinsicht erzielt, wo das Geschäft mit Rohren und Profilen den größten Beitrag lieferte. Während das EBITDA um 26,9 % von 64,6 Mio. EUR im 3. Quartal 2013/14 auf 82,0 Mio. EUR im letzten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres stieg, konnte das EBIT sogar um ein Drittel von 41,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR verbessert werden. Die korrespondierenden Margen liegen mit 13,3 % (EBITDA-Marge) und 9,0 % (EBIT-Marge) ebenfalls deutlich über den Werten des unmittelbaren Vorquartals (11,2 % EBITDA-Marge und 7,3 % EBIT-Marge).
In der Metal Forming Division arbeiteten zum Geschäftsjahresende 2013/14 11.416 Beschäftigte (FTE), dies bedeutet eine vor allem investitionsbedingte Zunahme um 5,2 % gemessen am Vergleichsstichtag des Vorjahres (10.853 Beschäftigte).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2013/14 |
2. Quartal 2013/14 |
3. Quartal 2013/14 |
4. Quartal 2013/14 |
GJ 2013/14 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 597,9 | 567,8 | 574,4 | 616,8 | 2.356,9 |
| EBITDA | 68,5 | 61,3 | 64,6 | 82,0 | 276,4 |
| EBITDA-Marge | 11,5 % | 10,8 % | 11,2 % | 13,3 % | 11,7 % |
| EBIT | 46,1 | 39,0 | 41,7 | 55,5 | 182,3 |
| EBIT-Marge | 7,7 % | 6,9 % | 7,3 % | 9,0 % | 7,7 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
11.117 | 11.185 | 10.780 | 11.416 | 11.416 |
Quartalsentwicklung der Metal Forming Division
- Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
Quartalsentwicklung der Metal Forming Division
Mio. EUR
voestalpine AG Konzernabschluss 2013/14
Konzernabschluss 2013/14
- Bericht des Aufsichtsrates
- Konzernbilanz
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
- Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- Beteiligungen
Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2013/14
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013/14 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses und einer Sitzung des Präsidialausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2014 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und ergeben, dass der Jahresabschluss sowie der gemäß § 245a UGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat sowohl für den Jahresabschluss als auch den Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.
Nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat am 3. Juni 2014 den Jahresabschluss zum 31. März 2014 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat zudem nach vorheriger Befassung des Prüfungsausschusses den Lagebericht sowie den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht und den Corporate Governance-Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung der Einhaltung der C- und R-Regeln des Corporate Governance-Kodex durch die voestalpine AG geprüft, und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht und die Regeln eingehalten werden. Die Prüfung der Einhaltung der den Wirtschaftsprüfer betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH. Auch diese Prüfung hat die Einhaltung der Regeln bestätigt.
Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2013/14 mit einem Bilanzgewinn von 164.000.000,00 EUR schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,95 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat
Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
Linz, am 3. Juni 2014
voestalpine AG Konzernbilanz zum 31.03.2014
| Anhang | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|---|
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 9 | 4.580.658 | 4.771.962 |
| Firmenwert | 10 | 1.470.165 | 1.472.259 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 11 | 320.874 | 336.691 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 12 | 156.387 | 133.399 |
| Andere Finanzanlagen | 12 | 109.207 | 91.061 |
| Latente Steuern | 13 | 343.621 | 313.559 |
| 6.980.912 | 7.118.931 | ||
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 14 | 2.876.876 | 2.937.212 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
15 | 1.655.559 | 1.619.156 |
| Andere Finanzanlagen | 473.329 | 429.718 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 16 | 1.092.671 | 532.480 |
| 6.098.435 | 5.518.566 | ||
| Passiva | |||
|---|---|---|---|
| Anhang | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
| A. Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 313.309 | 313.309 | |
| Kapitalrücklagen | 472.533 | 470.837 | |
| Hybridkapital | 993.248 | 993.248 | |
| Eigene Aktien | –4.743 | –1.497 | |
| Andere Rücklagen | 16.103 | –93.618 | |
| Gewinnrücklagen | 3.217.504 | 3.513.853 | |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 5.007.954 | 5.196.132 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 67.298 | 64.879 | |
| 17 | 5.075.252 | 5.261.011 | |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen | 18 | 1.004.660 | 1.028.892 |
| Rückstellungen | 19 | 113.769 | 99.184 |
| Latente Steuern | 13 | 189.609 | 187.403 |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 2.558.804 | 2.596.892 |
| 3.866.842 | 3.912.371 | ||
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | |||
| Rückstellungen | 19 | 612.237 | 504.702 |
| Steuerschulden | 60.747 | 58.293 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 1.324.609 | 806.176 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |||
| und sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 2.139.660 | 2.094.944 |
| 4.137.253 | 3.464.115 | ||
| Summe Passiva | 13.079.347 | 12.637.497 | |
voestalpine AG Konzern-Kapitalflussrechnung 2013/14
| Anhang | 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | |||
| Ergebnis nach Steuern | 521.928 | 522.892 | |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 24 | 574.989 | 652.541 |
| Veränderung Working Capital | |||
| Veränderung Vorräte | 85.801 | –118.449 | |
| Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten | 179.817 | –33.788 | |
| Veränderung Rückstellungen | –40.603 | –106.193 | |
| 225.015 | –258.430 | ||
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.321.932 | 917.003 | |
| Investitionstätigkeit | |||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte | |||
| und Sachanlagen | –740.125 | –891.176 | |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 9.452 | 43.671 | |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | –86.094 | –18.382 | |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 1.527 | 660 | |
| Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen | –14.403 | 78.609 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –829.643 | –786.618 | |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| Dividenden | –220.036 | –212.763 | |
| Dividenden nicht beherrschende Gesellschafter | –7.968 | –10.485 | |
| Verkauf von eigenen Aktien | 4.886 | 1.571 | |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –39.685 | –6.728 | |
| Kapitalerhöhung | 78.807 | 0 | |
| Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten | 585.487 | 60.652 | |
| Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | –476.211 | –506.413 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –74.720 | –674.166 | |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und | |||
| Zahlungsmitteläquivalente | 417.569 | –543.781 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 677.229 | 1.092.671 | |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –2.127 | –16.410 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende | 16 | 1.092.671 | 532.480 |
voestalpine AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2013/14
| Anhang | 2012/131 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse 1, 2 |
11.524.401 | 11.227.955 |
| Umsatzkosten | –9.221.018 | –8.938.379 |
| Bruttoergebnis | 2.303.383 | 2.289.576 |
| Sonstige betriebliche Erträge 3 |
371.667 | 360.588 |
| Vertriebskosten | –964.606 | –976.534 |
| Verwaltungskosten | –570.623 | –589.025 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 4 |
–296.725 | –292.266 |
| EBIT | 843.096 | 792.339 |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 5 |
15.362 | 11.956 |
| Finanzerträge 6 |
63.284 | 40.528 |
| Finanzaufwendungen 7 |
–267.083 | –188.818 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 654.659 | 656.005 |
| Ertragsteuern 8 |
–132.731 | –133.113 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 521.928 | 522.892 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 444.872 | 448.086 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 4.436 | 3.174 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 72.620 | 71.632 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 30 |
2,61 | 2,60 |
Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. Tsd. EUR
voestalpine AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013/14
| Anhang | 2012/131 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 521.928 | 522.892 |
| Posten des sonstiges Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Hedge Accounting | 9.294 | –1.254 |
| Währungsumrechnung | –2.472 | –107.906 |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | 5.218 | –3.772 |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
12.040 | –112.932 |
| Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | –126.553 | –28.016 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen | –285 | –160 |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
–126.838 | –28.176 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –114.798 | –141.108 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 407.130 | 381.784 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 331.147 | 310.176 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 3.363 | –24 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 72.620 | 71.632 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 407.130 | 381.784 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst. Tsd. EUR
1
voestalpine AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2013/14
| Stand am 01.04.2012 Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) |
Kapitalrücklagen | Hybridkapital | Eigene Aktien | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 307.132 | 405.664 | 992.096 | –15.686 | ||
| 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Posten des sonstiges Ergebnisses, | |||||
| die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden | |||||
| Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien Dividendenausschüttung |
0 0 |
–6.057 0 |
0 0 |
10.943 0 |
|
| Dividende Hybridkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Veränderung Hybridkapital | 0 | 0 | 1.152 | 0 | |
| Kapitalerhöhung | 6.177 | 72.958 | 0 | 0 | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 0 | –32 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 6.177 | 66.869 | 1.152 | 10.943 | ||
| Stand am 31.03.2013 = Stand am 01.04.2013 |
313.309 | 472.533 | 993.248 | –4.743 | |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Posten des sonstiges Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||||
| Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ergebnisanteil von assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
|||||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste von assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zwischensumme der Posten des sonstiges Ergebnisses, die nicht nachträglich in das Periodenergebnis umgegliedert werden |
0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien | 0 | –1.675 | 0 | 3.246 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividende Hybridkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 0 | –21 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Stand am 31.03.2014 | 0 313.309 |
–1.696 470.837 |
0 993.248 |
3.246 –1.497 |
| Andere Rücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Summe Eigenkapital |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital |
Summe Eigenkapital der Anteils eigner des Mutterunternehmens |
Gewinnrücklagen | Hedging-Rücklage | Währungs umrechnung |
| 4.836.291 | 70.356 | 4.765.935 | 3.074.375 | –16.021 | 18.375 |
| 521.928 | 4.436 | 517.492 | 517.492 | 0 | 0 |
| 9.294 | 0 | 9.294 | 0 | 9.294 | 0 |
| –2.472 | –1.021 | –1.451 | 0 | 0 | –1.451 |
| 5.218 | 0 | 5.218 | 0 | 0 | 5.218 |
| 12.040 | –1.021 | 13.061 | 0 | 9.294 | 3.767 |
| –126.553 | –52 | –126.501 | –126.501 | 0 | 0 |
| –285 | 0 | –285 | –285 | 0 | 0 |
| –126.838 –114.798 |
–52 –1.073 |
–126.786 –113.725 |
–126.786 –126.786 |
0 9.294 |
0 3.767 |
| 407.130 | 3.363 | 403.767 | 390.706 | 9.294 | 3.767 |
| 4.886 | 0 | 4.886 | 0 | 0 | 0 |
| –143.191 | –8.070 | –135.121 | –135.121 | 0 | 0 |
| –99.710 | 0 | –99.710 | –99.710 | 0 | 0 |
| 0 | –2.800 | –3.952 | 0 | 0 | |
| 0 | 79.135 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | –32 | 0 | 0 | 0 | |
| 1.649 | –8.106 | –8.794 | 0 | 688 | |
| –168.169 | –6.421 | –161.748 | –247.577 | 0 | 688 |
| 5.075.252 | 67.298 | 5.007.954 | 3.217.504 | –6.727 | 22.830 |
| 3.174 | 519.718 | 519.718 | 0 | 0 | |
| 0 | –1.254 | 0 | –1.254 | 0 | |
| –107.906 | –3.211 | –104.695 | 0 | 0 | –104.695 |
| 0 | –3.772 | 0 | 0 | –3.772 | |
| –3.211 | –1.254 | ||||
| –109.721 | 0 | –108.467 | |||
| 13 | –28.029 | –28.029 | 0 | 0 | |
| 0 | –160 | –160 | 0 | 0 | |
| 13 | –28.189 | –28.189 | 0 | 0 | |
| –3.198 | –137.910 | –28.189 | –1.254 | –108.467 | |
| –24 | 381.808 | 491.529 | –1.254 | –108.467 | |
| 0 | 1.571 | 0 | 0 | 0 | |
| –8.688 | –155.178 | –155.178 | 0 | 0 | |
| 0 | –42.790 | –42.790 | 0 | 0 | |
| 0 | –21 | 0 | 0 | 0 | |
| –3.772 –112.932 –28.016 –160 –28.176 –141.108 381.784 1.571 –163.866 –42.790 9.081 –196.025 |
6.293 –2.395 |
2.788 –193.630 |
2.788 –195.180 |
0 0 |
0 0 |
| 5.261.011 | 64.879 | 5.196.132 | 3.513.853 | –7.981 | –85.637 |
voestalpine AG Anhang zum Konzernabschluss 2013/14
A. Allgemeines und Unternehmenszweck
Unternehmenszweck der voestalpine AG und ihrer Konzerngesellschaften (in weiterer Folge als "Konzern" bezeichnet) sind insbesondere Erzeugung, Verarbeitung und der Vertrieb von Werkstoffen aus Stahl, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Metallurgie, Metallweiterverarbeitung und Werkstofftechnik.
Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.
Der Konzernabschluss zum 31. März 2014 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2013) wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting
Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss wird in tausend Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 26. Mai 2014 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Informationen
Der Konzernabschluss wird mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.
Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 7, Änderung | Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2013 |
| IAS 12, Änderung | Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte |
1. Jänner 2013 |
| IAS 1, Änderung | Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses |
1. Juli 2012 |
| IAS 19, Änderung | Leistungen an Arbeitnehmer | 1. Jänner 2013 |
| diverse Standards | Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvements-Projekt 2009–2011) (Ausnahme: Änderungen im Zusammenhang mit IAS 32 bereits im Geschäftsjahr 2012/13 vorzeitig angewandt) |
1. Jänner 2013 |
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals angewandt:
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 13 definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS ab und schreibt die Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor. Aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 13 ergeben sich im Konzernabschluss der voestalpine AG zusätzliche Anhangangaben.
Durch die Änderungen des IFRS 7 wurden neue Angabevorschriften zur Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz aufgenommen. Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2014.
Die Änderungen des IAS 1 verlangen, dass die Posten des sonstigen Ergebnisses danach gruppiert werden, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled) werden oder nicht. Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung wurde entsprechend angepasst.
Durch die Änderungen des IAS 19 wird die Korridormethode abgeschafft und es werden die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt. Weiters ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand künftig sofort ergebniswirksam zu erfassen und es werden erweiterte Anhangangaben im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen gefordert. Im voestalpine-Konzern wurden bereits bisher die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. In der voestalpine AG wird durch die Änderungen des IAS 19 eine Änderung bei der Bilanzierung der "expected return on plan assets" ausgelöst. Bis zum 31. März 2013 wurden im voestalpine-Konzern die "expected return on plan assets" in Abhängigkeit von den zugrunde liegenden Verträgen mit den Pensionskassen im EBIT oder im Finanzergebnis ausgewiesen, nunmehr werden diese vollständig im Finanzergebnis erfasst.
Mio. EUR
Aufgrund der Änderungen des IAS 19 wurde das Geschäftsjahr 2012/13 durch folgende Korrekturbeträge in den betroffenen Posten rückwirkend angepasst:
| 2012/13 | |
|---|---|
| Umsatzkosten | –4,3 |
| Vertriebskosten | –1,6 |
| Verwaltungskosten | –4,2 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –0,4 |
| EBIT | –10,5 |
| Nettozinsaufwand langfristige Personalrückstellung | 10,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 0,0 |
Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Anwendung der übrigen neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr 2013/14 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar:
| Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|
| Konzernabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| Gemeinsame Vereinbarungen | 1. Jänner 2014 |
| Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1. Jänner 2014 |
| Einzelabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts unternehmen |
1. Jänner 2014 |
| Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2014 |
| Wertminderung von Vermögenswerten – Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte |
1. Jänner 2014 |
| Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften |
1. Jänner 2014 |
| Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 11, Gemeinsame Vereinbarungen, und IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen – Übergangsleitlinien |
1. Jänner 2014 |
| Änderung IFRS 10, Konzernabschlüsse, IFRS 12, Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, und IAS 27, Einzelabschlüsse – Investmentgesellschaften |
1. Jänner 2014 |
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 10 definiert den Begriff der Beherrschung neu und umfassender. Damit soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung durch Unternehmen, die gemeinsam eine Vereinbarung kontrollieren, welche entweder als Gemeinschaftsunternehmen oder als gemeinsame Geschäftstätigkeit klassifiziert werden. Dieser Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und schafft die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab, wodurch diese künftig nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IAS 28 beinhaltet nun die Vorschriften zu assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß IFRS 11 nach der Equity-Methode bewertet werden. Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 werden die Ergebnisse der equitykonsolidierten Gesellschaften im EBIT des Konzernabschlusses ausgewiesen werden. voestalpine Tubulars GmbH und voestalpine Tubulars GmbH & Co KG werden bis zum 31. März 2014 quotenkonsolidiert und ab dem Geschäftsjahr 2014/15 auf die Equity-Methode umgestellt. Für aktuell elf assoziierte Unternehmen, die auch schon bisher nach der Equity-Methode einbezogen wurden, erfolgt dann ebenfalls der Ausweis im EBIT. Die Angaben zu quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Punkt C. Konsolidierungskreis dargestellt.
IFRS 12 enthält die Angabepflichten für Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte strukturierte Einheiten, woraus sich eine Reihe zusätzlicher Anhangangaben im Konzernabschluss der voestalpine AG ergeben werden.
Im Juni 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, um den Regelungsgehalt bestimmter Übergangsleitlinien zu deren Erstanwendung klarzustellen.
Im Oktober 2012 wurden Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, um eine Ausnahme qualifizierter Investmentgesellschaften vor der Vorschrift, Tochterunternehmen zu konsolidieren, zu schaffen.
Durch die Änderungen des IAS 32 werden Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz klargestellt und infolgedessen neue Angabevorschriften in IFRS 7 aufgenommen.
Die Änderungen von IAS 36 stellen eine Korrektur von Angabevorschriften zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte dar, die im Zusammenhang mit IFRS 13 weiter als beabsichtigt geändert wurden.
Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei aufgrund von gesetzlichen Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung.
Die angeführten Standards werden nicht vorzeitig angewandt. Es werden – mit Ausnahme der beschriebenen Änderungen durch IFRS 11 – keine wesentlichen Auswirkungen aus den neuen bzw. überabeiteten Standards auf den Konzernabschluss der voestalpine AG erwartet.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Konsolidierungsmethoden
Die Jahresabschlüsse aller voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage beibehalten.
Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.
Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
Währungsumrechnung
Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.
In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung erfasst.
Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | 31.03.2013 | 31.03.2014 |
|---|---|---|
| USD | 1,2805 | 1,3788 |
| GBP | 0,8456 | 0,8282 |
| BRL | 2,5703 | 3,1276 |
| SEK | 8,3553 | 8,9483 |
| PLN | 4,1804 | 4,1719 |
| Jahresdurch | ||
| schnittskurs | 2012/13 | 2013/14 |
| USD | 1,2869 | 1,3401 |
| GBP | 0,8147 | 0,8435 |
| BRL | 2,5891 | 3,0162 |
| SEK | 8,6150 | 8,7396 |
| PLN | 4,1653 | 4,2043 |
Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
- Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans.
- Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.
- Für die Bewertung der bestehenden Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter,
Lebenserwartung und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.
Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.
Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 20,6 Mio. EUR (2012/13: 28,6 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2013/14 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 130,0 Mio. EUR (2012/13: 125,6 Mio. EUR).
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern betragen:
| Gebäude | 2,0–20,0 % |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen |
3,3–25,0 % |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
5,0–20,0 % |
Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. April 2009 liegt, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen. Zuvor wurden sämtliche Fremdkapitalkosten direkt ergebniswirksam erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.
Leasing
Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.
Firmenwerte
Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen.
Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.
Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen wird der darauf entfallende Firmenwert auf der Grundlage der relativen Werte nach IAS 36.86 bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.
Andere immaterielle Vermögenswerte
Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen bei Erfüllen der Voraussetzungen aktiviert. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Erworbene andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:
| Auftragsstand | 1 Jahr |
|---|---|
| Kundenbeziehungen | 11 Jahre |
| Technologie | 8 Jahre |
Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft.
Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen und die niedrigste konzernale Ebene der Managementüberwachung der Cashflows darstellen.
Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Mit Ausnahme von Firmenwerten erfolgt eine Wertaufholung im Falle des Wegfalls von früheren Wertminderungsindikatoren.
Anteile an assoziierten Unternehmen
Die anteiligen Ergebnisse sowie das anteilige Eigenkapital von assoziierten Unternehmen, welche nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf den Großteil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten werden entweder im Ergebnis oder direkt im Eigenkapital abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um einen Cashflow-Hedge handelt.
Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gemäß IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.
Andere Finanzanlagen
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollbzw. quotenkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den Anderen Finanzanlagen ausgewiesen und zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.
Wertpapiere werden zum Marktwert bewertet. Von der Fair Value-Option wird Gebrauch gemacht. Marktwertveränderungen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.
In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.
Latente Steuern aufgrund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 grundsätzlich nicht angesetzt. Bei in Österreich steuerlich geltend gemachten Abschreibungen auf Beteiligungen werden bei Vorliegen von möglichen künftigen Zuschreibungsverpflichtungen passive Latenzen gebildet.
Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.
Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.
Emissionszertifikate
Gratiszertifikate werden aufgrund der unentgeltlichen Zuteilung über die gesamte Behaltedauer mit Anschaffungskosten von null bewertet. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten im kurzfristigen Vermögen erfasst und zum Bilanzstichtag zum Fair Value bewertet (jedoch mit den Anschaffungskosten begrenzt).
In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation Vorsorgen für CO2-Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung erfolgt mit dem Stichtagskurs (bzw. dem Buchwert) der dafür vorgesehenen Zertifikate.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Verkaufte Forderungen, bei denen das Ausfallsrisiko auf den Käufer übertragen wird und der Verkäufer im Ausmaß des Selbstbehaltes aus Kreditversicherungen eine Ausfallshaftung übernimmt, werden zur Gänze ausgebucht, da die Verfügungsmacht auf den Käufer übergegangen ist.
Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages gemäß IAS 11 verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag ("percentage of completion method") jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den geschätzten gesamten Auftragskosten zu erfassen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.
Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Abfertigungsverpflichtungen
Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigungszahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses. Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.
Beitragsorientierte Pensionspläne
Nach der Einzahlung des Beitrages in die verwaltende Pensionskasse bzw. Versicherung treffen das Unternehmen im Rahmen von beitragsorientierten Plänen keine weiteren Verpflichtungen.
Leistungsorientierte Pensionspläne
Im Rahmen von leistungsorientierten Pensionsplänen garantiert das Unternehmen dem Arbeitnehmer eine bestimmte Pensionshöhe. Die Pensionszahlung beginnt nach der Pensionierung (bzw. Berufsunfähigkeit oder Tod) und endet bei Ableben des ehemaligen Arbeitnehmers (bzw. seiner Hinterbliebenen). Witwen- und Witwerpensionen (in Höhe von 50 % bis 75 % der Eigenpension) werden an überlebende Ehegatten bis zu deren Ableben oder Wiederverheiratung geleistet. Waisenrenten (in Höhe von 10 % bis 20 % der Eigenpension) werden bis Vollendung der Ausbildung, maximal jedoch bis zum 27. Lebensjahr, an unterhaltspflichtige Kinder ausgezahlt.
Demzufolge ist das Langlebigkeitsrisiko das wesentlichste Risiko in den leistungsorientierten Pensionsplänen im Konzern. Den Bewertungen werden die jeweils aktuellsten Sterbetafeln zugrunde gelegt. Der Einfluss einer starken Verringerung der Sterblichkeit liegt deutlich unter 5 % der DBO zum Stichtag. Andere Risiken wie etwa die Teuerung medizinischer Leistungen beeinflussen den Umfang der Verpflichtung nicht.
Bei den Pensionsverpflichtungen im Konzern handelt es sich fast ausschließlich um bereits unverfallbare Anwartschaften.
Österreich
Die Pensionshöhe wird nach einem bestimmten Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnet. Der überwiegende Teil der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen ist an eine Pensionskasse ausgelagert, wobei das Unternehmen die Verpflichtung zur Begleichung allfälliger Unterdeckungen trägt.
Deutschland
In Deutschland existieren verschiedene Pensionsordnungen, deren Leistungsordnungen sich folgendermaßen darstellen lassen:
- ein bestimmter Prozentsatz des Letztgehalts in Abhängigkeit der Dienstjahre
- ein mit den Dienstjahren steigender Prozentsatz einer vereinbarten Zielpensionshöhe
- eine fix vereinbarte Rentenhöhe
- für jedes Dienstjahr ein fix valorisierter Betrag in Relation zum durchschnittlichen Gehalt im Unternehmen
- ein fix valorisierter Betrag pro Dienstjahr
Ein kleiner Teil der Pensionen wird über Versicherungen finanziert, wobei die Verpflichtungen selbst in den Unternehmen verbleiben.
Niederlande
Die Anwartschaften von aktiven Versorgungsanwärtern werden in Form eines beitragsorientierten Pensionsplans abgewickelt. Pensionsansprüche von ehemaligen Arbeitnehmern und Leistungsempfängern ergeben sich als Prozentsatz des Jahresgehalts eines jeden Dienstjahres. Diese Leistungen werden über eine Versicherung abgewickelt und die laufende Indexierung der Leistungen erfolgt durch Vorgabe des Pensionsfonds der Branche. Das Unternehmen hat die Verpflichtung zu zukünftigen Einzahlungen, sofern die Erträge des Versicherers zur Finanzierung der zugesagten Leistungserhöhungen nicht ausreichen. Der leistungsorientierte Plan wurde mit den wesentlichen Verpflichtungen mit 1. Jänner 2013 für Neuzugänge geschlossen.
Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den wesentlichen Ländern des Konzerns auf Basis der nachstehenden Parameter:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Zinssatz (%) | 3,50 | 3,25 |
| Lohn-/Gehaltserhöhungen (%)1 | 3,00 | 3,00 |
| Pensionserhöhungen (%)1 | 2,25 | 2,25 |
| Pensionsalter Männer/Frauen | ||
| Österreich | max. 62 Jahre | max. 62 Jahre |
| Deutschland | 63–67 Jahre | 63–67 Jahre |
| Niederlande | 65–67 Jahre | 65–67 Jahre |
| Sterbetafeln | ||
| Österreich | AVÖ 2008-P | AVÖ 2008-P |
| Deutschland | Richttafeln 2005 G | Richttafeln 2005 G |
| Niederlande | AG2012-2062 | AG2012-2062 |
1 Ansatz nur für gehaltsabhängige bzw. wertgesicherte Zusagen.
Nettozinsaufwendungen resultierend aus dem Sozialkapital werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.
Jubiläumsgeldverpflichtungen
In den meisten österreichischen Konzerngesellschaften haben die Arbeitnehmer einen Anspruch auf Auszahlung eines Jubiläumsgeldes, der entweder auf einer kollektivvertraglichen oder einer Regelung in einer Betriebsvereinbarung beruht. Es handelt sich hierbei um eine Einmalzahlung nach Erreichen des jeweiligen Dienstjubiläums und diese beträgt je nach Dauer der Dienstzeit zwischen einem und drei Monatsbezügen.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.
Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit unwahrscheinlich ist, oder mögliche Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, deren Existenz oder Nichtexistenz von weniger sicheren zukünftigen Ereignissen abhängt, welche nicht unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens stehen. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Bilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, ist ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit zu erfassen.
Hinsichtlich möglicher Verpflichtungen weisen wir darauf hin, dass Angaben zu Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in den österreichischen Konzerngesellschaften basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. In den Geschäftsjahren 2012/13 und 2013/14 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab einem späteren Zeitpunkt an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % bzw. 0,27 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012 bzw. 2013 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.
Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen aufgrund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.
Für Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs wurde ein internationales Beteiligungsmodell entwickelt, das zunächst im Geschäftsjahr 2009/10 in mehreren Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland konkret gestartet werden konnte. Aufgrund der in diesen Pilotversuchen gesammelten sehr positiven Erfahrungen wurde das Modell in diesen beiden Ländern weiter ausgebaut sowie in den folgenden Geschäftsjahren schrittweise in den Niederlanden, in Polen und in Belgien neu eingeführt. Im Geschäftsjahr 2013/14 nahmen insgesamt 64 Gesellschaften in diesen fünf Ländern an der internationalen Mitarbeiterbeteiligung teil.
Zum 31. März 2014 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,0 % (31. März 2013: 14,4 %) der Aktien der voestalpine AG.
C. Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen. Beherrschte Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind alleine und in Summe unwesentlich.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der Konzern die direkte oder indirekte Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik der Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss miteinbezogen. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen.
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf welche der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, aber keine Beherrschung auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.
Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss mit folgenden anteiligen Werten einbezogen:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 28,6 | 31,4 |
| Kurzfristiges Vermögen | 100,4 | 93,9 |
| 129,0 | 125,3 | |
| Eigenkapital | 80,0 | 83,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 13,1 | 13,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 35,9 | 27,8 |
| 129,0 | 125,3 | |
| 2012/13 | 2013/14 | |
| Umsatzerlöse | 295,2 | 277,2 |
| Umsatzkosten | 213,3 | 197,9 |
| Ergebnis nach Steuern | 53,6 | 53,6 |
Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zeigen folgende Werte (100 %):
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 354,0 | 340,7 |
| Kurzfristiges Vermögen | 689,3 | 438,0 |
| 1.043,3 | 778,7 | |
| Eigenkapital | 408,8 | 349,2 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 103,1 | 147,9 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 531,4 | 281,6 |
| 1.043,3 | 778,7 | |
| 2012/13 | 2013/14 | |
| Umsatzerlöse | 2.433,2 | 1.098,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 47,9 | 34,4 |
| Mio. EUR |
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2013 | 291 | 2 | 12 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | 5 | ||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | |||
| Zugänge | 8 | 1 | |
| Abgänge | –1 | ||
| Umgründungen | –6 | –1 | |
| Abgänge oder Veräußerung | –2 | –1 | |
| Stand am 31.03.2014 | 295 | 2 | 11 |
| davon ausländische Gesellschaften | 233 | 0 | 6 |
In den Zugängen aus der Änderung der Konsolidierungsmethode ist ein Wertpapierdachfonds enthalten, der zum 1. April 2013 vollkonsolidiert wurde. Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss sind als unwesentlich zu erachten.
Bei den beiden quotenkonsolidierten Unternehmen handelt es sich um die voestalpine Tubulars GmbH und die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, die gemeinschaftlich mit NOV Grant Prideco geführt werden.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
| Name der Gesellschaft | Datum der Endkonsolidierung |
|---|---|
| Im Geschäftsjahr 2012/13 Vollkonsolidierung | |
| Stratford Joists Limited | 30.06.2013 |
| Digvijay Steels Private Limited | 18.02.2014 |
| ASSAB International Aktiebolag | 31.03.2014 |
| Umgründungen | |
| EIFELER POLITEC GMBH | 01.04.2013 |
| BÖHLER-UDDEHOLM HÄRTEREITECHNIK GmbH | 01.04.2013 |
| voestalpine Profilform Beteiligung GmbH | 01.04.2013 |
| Böhler Uddeholm Precision Steel AB | 01.04.2013 |
| Böhler Uddeholm Service Center AB | 01.04.2013 |
| Böhler Uddeholm Saw Steel AB | 01.04.2013 |
| Im Geschäftsjahr 2012/13 Equity-Methode | |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft | 12.09.2013 |
| Umgründungen | |
| Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG | 03.07.2013 |
D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis
Im Geschäftsjahr 2013/14 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % | Datum der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierung | ||
| Bohler Pacific Pte. Ltd. | 100,000 % | 01.04.2013 |
| Caseli GmbH | 100,000 % | 01.04.2013 |
| Eifeler France S.a.r.l. | 100,000 % | 20.12.2013 |
| Maruti Weld Pvt Ltd | 100,000 % | 20.12.2013 |
| Trafilerie di Cittadella S.p.A. | 90,000 % | 01.06.2013 |
| V 54-Fonds | 97,192 % | 01.04.2013 |
| VA OMV Personalholding GmbH | 100,000 % | 31.03.2014 |
| vaps Personalservice GmbH | 100,000 % | 31.03.2014 |
| voestalpine BWG ltd. | 100,000 % | 01.04.2013 |
| voestalpine Funding International GmbH | 100,000 % | 01.04.2013 |
| voestalpine Texas Holding LLC | 100,000 % | 02.04.2013 |
| voestalpine Texas LLC | 100,000 % | 02.04.2013 |
| voestalpine Wire Technology GmbH | 100,000 % | 22.10.2013 |
| Equity-Methode | ||
| Industrie-Logistik-Linz GmbH | 37,000 % | 03.07.2013 |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um fünf Erwerbe, vier neu gegründete Gesellschaften und um die Konsolidierung vier bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogener Einheiten.
Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Aufgrund von Unsicherheiten in der Bewertung sind im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte sowie Rückstellungen und infolgedessen die Position Firmenwerte als vorläufig zu erachten.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichts periode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 6,2 Mio. EUR (2012/13: 14,9 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 4,1 Mio. EUR (2012/13: 7,7 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 2,1 Mio. EUR (2012/13: 7,2 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert ("double credit approach").
Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2014 5,7 Mio. EUR (31. März 2013: 10,0 Mio. EUR). Aufgrund möglicher Veränderungen in der Gesellschafterstruktur wurde in einem Fall das im Vorjahr angewendete Multiplikatorverfahren bzw. Discounted Cashflow-Verfahren durch die Bewertung anhand des anteiligen Buchwerts des Eigenkapitals ersetzt. Im anderen Fall wird die Discounted Cashflow-Methode unter Beachtung der vertraglichen Höchstgrenzen angewendet. Inputfaktoren in der Discounted Cashflow-Methode sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins.
In der Steel Division wurde die Beteiligung an der VA OMV Personalholding GmbH aufgrund des Wegfalls der gemeinsamen Geschäftsgrundlage von 50 % auf 100 % aufgestockt. Nach der Aufwertung der Altanteile im Finanzerfolg in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurde im Rahmen der Erstkonsolidierung ein Badwill in Höhe von 0,8 Mio. EUR im EBIT erfasst.
Im Bereich der Metal Engineering Division wurde das italienische Unternehmen Trafilerie di Cittadella S.p.A. im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2013/14 übernommen. Die voestalpine Böhler Welding Group GmbH (CGU Welding Consumables) hält damit 90 % der Aktien an diesem Spezialunternehmen für die Herstellung von hochqualitativem nahtlosem Fülldraht (Seamless Flux Cored Wire), der aufgrund seiner Produkteigenschaften – zurückzuführen auf den einzigartigen Herstellungsprozess – besonders für das Verschweißen von hochfesten, kaltzähen und warmfesten Stählen geeignet ist. Trafilerie di Cittadella S.p.A. erzielte 2012 mit 60 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 13,7 Mio. EUR. Die Akquisition trägt zum Ausbau der Fülldrahtkompetenz der CGU Welding Consumables bei. Im Dezember 2013 erfolgte in der Metal Engineering Division ebenfalls in der CGU Welding Consumables der Zukauf des indischen Unternehmens Maruti Weld Pvt Ltd mit Sitz in Delhi. Das auf die Herstellung von Schweißelektroden spezialisierte Unternehmen erzielte 2012 mit 180 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 6,7 Mio. EUR und zählt zu den Top-10-Unternehmen am indischen Schweißtechnikmarkt. Für die voestalpine stellt die Akquisition eine erneute Erweiterung des Produktportfolios im Bereich der Schweißtechnik sowie eine hervorragende regionale Produktionsbasis für die Durchdringung des Wachstumsmarktes Indien dar. Dies sind die wesentlichen Gründe für den bezahlten Firmenwert.
Die Special Steel Division hat im Dezember 2013 eine weitere strategisch wichtige Akquisition mit Eifeler France S.a.r.l. abgeschlossen, welche ein ergänzender Schritt im Rahmen des Erwerbes von insgesamt neun Gesellschaften der Eifeler-Gruppe in Deutschland, der Schweiz und den USA im März 2013 ist. Eifeler France S.a.r.l. weist einen jährlichen Umsatz von 1,6 Mio. EUR auf und beschäftigt 15 Mitarbeiter. Mit dem Know-how der erworbenen Unternehmen der Eifeler-Gruppe kann die Position der Special Steel Division als weltweiter Markt- und Technologieführer im Werkzeugstahl noch weiter gestärkt werden. Die zweite Akquisition des Geschäftsjahres 2013/14 der Special Steel Division betrifft Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzhen). Im Einzelnen erwarb die Division im Rahmen eines Asset-Deals die entsprechenden Produktions- und Servicestandorte in China, an denen insgesamt rund 100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Damit wird sowohl das generelle Distributionsnetz in China weiter verdichtet, als auch eine Verstärkung der Präsenz vor Ort im Bereich der anspruchsvollen Sonderwerkstoffe zum Einsatz in den Bereichen Öl- und Gasförderung, Energie- und Kraftstofftechnik sowie Luftfahrt vorgenommen.
Diese Unternehmenserwerbe haben folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
| Angesetzte | Fair Value | |
|---|---|---|
| Buchwerte | ||
| 19,7 | 5,7 | 14,0 |
| 24,7 | 0,0 | 24,7 |
| –3,9 | –0,8 | 3,1 |
| –19,6 | 0,0 | –19,6 |
| 20,9 | 4,9 | 16,0 |
| –0,6 | ||
| 3,0 | ||
| 23,3 | ||
| 21,4 | ||
| Werte –1,0 –0,9 |
Anpassungen |
Mio. EUR
Die Unternehmenserwerbe trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 21,8 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –0,8 Mio. EUR. Wären die Unternehmenserwerbe schon zum 1. April 2013 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um 9,8 Mio. EUR höher und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 0,6 Mio. EUR höher.
Im Rahmen der Akquisition Trafilerie di Cittadella S.p.A. wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 2,9 Mio. EUR und sonstige Forderungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR übernommen. Durch den Erwerb der Eifeler France S.a.r.l. wurden Lieferforderungen von 0,2 Mio. EUR erworben, die übernommenen Lieferforderungen der Maruti Weld Pvt Ltd betragen 0,6 Mio. EUR, die sonstigen Forderungen 0,1 Mio. EUR. Mit der vaps Personalservice GmbH wurden Lieferforderungen in Höhe von 4,3 Mio. EUR und sonstige Forderungen von 0,5 Mio. EUR erstkonsolidiert. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind bei allen Erwerben als unwesentlich zu betrachten.
Für diese Akquisitionen wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,5 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und 0,1 Mio. EUR in den Umsatzkosten erfasst.
Es wird bei allen oben genannten Akquisitionen nicht erwartet, dass Teile der erfassten Firmenwerte für körperschaftssteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.
E. Erläuterungen und sonstige Angaben
1. Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten (einschl. Dienstleistungen) | 11.318,1 | 10.995,9 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen | 206,3 | 232,1 |
| Umsatzerlöse | 11.524,4 | 11.228,0 |
Mio. EUR
- Geschäftssegmente
Der voestalpine-Konzern verfügt über fünf berichtspflichtige Segmente: Steel Division, Special Steel Division, Metal Engineering Division, Metal Forming Division sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.
Der Schwerpunkt der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Flachstahlprodukten für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie. Sie hält die weltweite Qualitätsführerschaft bei höchstwertigem Stahlband und eine weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen sowie Elektroband auch die Grobblech- und Gießereiaktivitäten sowie diverse nachgelagerte Bereiche zugeordnet.
Die Special Steel Division ist globaler Marktführer im Bereich Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl. Im Segment der Sonderlegierungen für die Öl- und Gasindustrie, Luftfahrtindustrie und den Energiemaschinenbau besetzt die Special Steel Division eine führende Position am Weltmarkt. In der Schmiedetechnologie, sowohl im Freiformschmiedebereich als auch im Gesenkschmiedebereich, zählen die Unternehmen der Special Steel Division zu den führenden Anbietern. Die Hauptkundengruppen für alle wesentlichen Produktsegmente sind schwerpunktmäßig die Automobilindustrie, die Luftfahrtindustrie, die Öl- und Gasindustrie, der Energiemaschinenbau sowie die Werkzeugindustrie im Gesamten.
Die Metal Engineering Division ist Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht und hält eine führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hochqualitativen Schweißzusatzwerkstoffen. Die Division stellt das weltweit breiteste Sortiment an hochwertigen Schienen- und Weichenprodukten, Walzdraht, gezogenem Draht und Spannstahl, Nahtlosrohren, Schweißzusatzstoffen sowie Halbfertigerzeugnissen her. Darüber hinaus bietet die Division eine umfangreiche Palette an Servicedienstleistungen im Bereich der Schiene und Weiche an. Die Metal Engineering Division verfügt zudem über eine eigene Stahlproduktion.
Die Metal Forming Division ist weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallweiterverarbeitungslösungen in den Bereichen Sonder- und Spezialprofilen, Präzisionsbandstahl sowie von Spezialkomponenten für die Kraftfahrzeug- und Luftfahrtindustrie. Die Metal Forming Division ist ein weltweit tätiger Hersteller von geschweißten Formrohren und Hohlprofilen, offenen Spezialprofilen sowie kundenspezifisch gefertigten Sonderrohren und Präzisionsteilen auf höchstem Qualitätsniveau. Die Division bietet für die Automobilindustrie und namhafte Zulieferanten ein Gesamtspektrum von Pressteilen im Karosseriebereich sowie Strukturkomponenten mit hohem Innovationsgrad. Darüber hinaus werden kaltgewalzte Edelbandstähle mit hoher Maßhaltigkeit, engsten Toleranzen und exzellenter Oberflächengüte hergestellt. Weiters ist die Division als Anbieter von anspruchsvollen Produktlösungen in den Bereichen Hochregallager, Systemregale, Straßensicherheit und für die Energie- und Heizungsindustrie tätig.
Zum Segment Sonstige gehören die Konzernholding, diverse Finanzierungs- und Rohstoffeinkaufsgesellschaften sowie eine Personalservicegesellschaft des Konzerns als auch die Gesellschaften der group-IT. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.
Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.
Der voestalpine-Konzern verwendet das EBIT als maßgebliche Kennzahl, um die Entwicklung der Segmente darzustellen. Im voestalpine-Konzern ist diese Kennzahl ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft.
Die Geschäftssegmente1 des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Geschäftssegmente
| Steel Division |
Special Steel Division |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | |
| Segmentumsätze | 3.921,7 | 3.809,7 | 2.748,4 | 2.627,9 |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.655,2 | 3.520,9 | 2.704,5 | 2.576,9 |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 266,5 | 288,8 | 43,9 | 51,0 |
| EBITDA | 446,3 | 392,9 | 366,8 | 358,5 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
231,4 | 232,9 | 145,0 | 134,1 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 |
| davon Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 |
| EBIT | 214,9 | 160,0 | 221,8 | 224,4 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 4,2 % | 8,1 % | 8,5 % |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 11,4 | 9,1 | 0,0 | 0,0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1,9 | 0,8 | 12,6 | 7,5 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 51,7 | 34,5 | 44,5 | 41,9 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –31,0 | –18,2 | –57,3 | –57,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 152,1 | 117,1 | 134,5 | 137,1 |
| Segmentvermögen | 3.684,8 | 3.880,4 | 4.025,8 | 3.871,1 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 104,4 | 102,1 | 0,0 | 0,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 1.011,9 | 1.210,9 | 806,3 | 784,1 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 276,9 | 447,4 | 256,8 | 181,5 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.676 | 11.192 | 12.721 | 12.885 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe dazu Korrekturbeträge
in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitel B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Allgemeine Informationen. Mio. EUR
| Metal Forming Division |
Metal Engineering Division |
Sonstige | Überleitung | Summe Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | |
| 2.310,2 | 2.830,7 | 2.356,9 | 1.380,9 | 1.492,2 | –1.750,4 | –1.889,4 | 11.524,4 | 11.228,0 | |
| 2.279,0 | 2.795,9 | 2.325,5 | 7,8 | 8,8 | 0,0 | 0,0 | 11.524,4 | 11.228,0 | |
| 31,2 | 34,8 | 31,4 | 1.373,1 | 1.483,4 | –1.750,4 | –1.889,4 | 0,0 | 0,0 | |
| 255,5 | 435,3 | 276,4 | –73,3 | –77,9 | 3,2 | –2,5 | 1.431,3 | 1.382,7 | |
| 90,0 | 118,2 | 94,1 | 6,9 | 11,1 | 0,0 | 0,0 | 588,2 | 590,4 | |
| 0,1 | 3,5 | 2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 5,8 | |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | |
| 165,5 | 317,2 | 182,3 | –80,1 | –89,1 | 3,1 | –2,5 | 843,1 | 792,3 | |
| 7,2 % | 11,2 % | 7,7 % | 7,3 % | 7,1 % | |||||
| 0,0 | 1,5 | 0,0 | 2,2 | 0,6 | 0,9 | 0,8 | 15,4 | 12,0 | |
| 3,2 | 2,3 | 3,0 | 101,0 | 91,0 | –78,8 | –75,4 | 42,8 | 29,2 | |
| 25,7 | 28,8 | 23,1 | 181,2 | 129,2 | –75,5 | –77,2 | 261,2 | 180,3 | |
| –31,9 | –77,1 | –36,1 | 66,2 | 55,6 | –0,3 | 0,2 | –132,7 | –133,1 | |
| 111,6 | 215,3 | 126,1 | 290,4 | 654,4 | –376,3 | –727,1 | 521,9 | 522,9 | |
| 1.947,1 | 2.570,5 | 2.011,2 | 10.268,5 | 10.192,4 | –9.506,2 | –9.888,1 | 13.079,3 | 12.637,5 | |
| 0,0 | 16,8 | 0,0 | 0,8 | 1,8 | 32,2 | 12,7 | 156,4 | 133,4 | |
| 490,2 | 405,6 | 426,9 | –340,4 | –448,9 | –0,3 | 28,5 | 2.259,2 | 2.407,1 | |
| 142,5 | 172,2 | 130,6 | 9,5 | 12,3 | 0,0 | –0,5 | 850,6 | 943,5 | |
| 10.853 | 11.845 | 11.416 | 727 | 775 | 0 | 0 | 46.351 | 48.113 |
in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitel B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Allgemeine Informationen. Mio. EUR
| EBITDA | 2012/13 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 4,4 | –3,2 |
| Konsolidierung | –1,1 | –0,8 |
| Sonstiges | –0,1 | 1,5 |
| EBITDA – Summe Überleitung | 3,2 | –2,5 |
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
| EBIT | 2012/13 | 2013/14 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | 4,4 | –3,2 |
| Konsolidierung | –1,1 | –0,8 |
| Sonstiges | –0,2 | 1,5 |
| EBIT – Summe Überleitung | 3,1 | –2,5 |
Mio. EUR
Alle übrigen Kennzahlen enthalten nur Konsolidierungseffekte.
Geografische Informationen
In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.
| Österreich | Europäische Union | Übrige Länder | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | ||
| Außenumsätze | 1.161,6 | 1.121,0 | 7.111,0 | 6.989,6 | 3.251,8 | 3.117,4 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.274,7 | 4.444,5 | 1.627,7 | 1.634,4 | 598,2 | 620,3 | |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
511,5 | 607,1 | 243,4 | 182,0 | 95,7 | 154,4 | |
| Mio. EUR |
Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.
3. Sonstige betriebliche Erträge
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Gewinne aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | ||
| immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 5,6 | 15,7 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 75,6 | 75,4 |
| Kursgewinne und Erträge aus der Bewertung von Derivaten | 42,0 | 27,7 |
| Übrige betriebliche Erträge | 248,5 | 241,8 |
| 371,7 | 360,6 | |
| Mio. EUR |
Im Geschäftsjahr 2013/14 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 81,9 Mio. EUR (2012/13: 98,0 Mio. EUR) betriebliche Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 2012/131 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen |
16,1 | 19,5 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 2,9 | 24,9 |
| Kursverluste und Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten | 35,3 | 29,0 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 242,4 | 218,9 |
| 296,7 | 292,3 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe dazu Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitel B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Allgemeine Informationen. Mio. EUR
5. Ergebnisse von assoziierten Unternehmen
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 17,1 | 13,8 |
| Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | –1,7 | –1,8 |
| 15,4 | 12,0 | |
| Mio. EUR |
Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der METALSERVICE S.P.A., der Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd. und der Scholz Austria GmbH.
6. Finanzerträge
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 8,0 | 8,2 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 6,3 | 1,5 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | 1,2 | 10,0 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 41,6 | 19,2 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,2 | 0,2 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
12,5 | 3,1 |
| 63,3 | 40,5 |
Mio. EUR
7. Finanzaufwendungen
| 2012/131 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen | ||
| Bewertung von Wertpapieren | 2,4 | 4,9 |
| Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,2 |
| Sonstige Aufwendungen | 3,5 | 3,4 |
| 5,9 | 8,5 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 261,2 | 180,3 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen | 0,2 | 0,1 |
| 267,1 | 188,8 |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe dazu Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitel B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Allgemeine Informationen. Mio. EUR
8. Ertragsteuern
Die Ertragsteuern beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/–Steuerertrag).
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 93,5 | 96,7 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 95,8 | 97,0 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | –2,1 | 0,4 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | –0,2 | –0,7 |
| Latente Steuern | 39,2 | 36,4 |
| Entstehung/Umkehrung temporärer Differenzen | 37,3 | 37,6 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | 2,1 | –3,2 |
| Auswirkungen Steuersatzänderungen | –3,3 | 1,0 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | 3,1 | 1,0 |
| 132,7 | 133,1 | |
| Mio. EUR |
Die Steuersatzänderungen betreffen ausschließlich ausländische Steuern.
Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:
| 2012/13 | 2013/14 | |||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 654,7 | 656,0 | ||
| Ertragsteueraufwand auf Basis des österreichischen Körperschaftsteuersatzes |
25,0 % | 163,7 | 25,0 % | 164,0 |
| Differenz zu ausländischen Steuersätzen | 0,6 % | 3,7 | 1,6 % | 10,8 |
| Steuerfreie Erträge und Aufwendungen | –3,1 % | –20,5 | –2,6 % | –17,0 |
| Steuerfreie Erträge von Beteiligungen | –0,8 % | –5,4 | –0,6 % | –4,2 |
| Auswirkungen von Teilwertabschreibungen auf Be - teiligungen und Nutzung bisher nicht berücksichtigter Verlustvorträge bzw. Nichtansatz von Verlustvorträgen |
0,5 % | 3,5 | –1,2 % | –7,8 |
| Steuern aus Vorperioden | 0,0 % | 0,1 | –0,4 % | –2,8 |
| Eigene Aktien | 0,1 % | 0,5 | 0,0 % | 0,2 |
| Hybridanleihe | –2,8 % | –18,0 | –2,7 % | –18,0 |
| Sonstige Differenzen | 0,8 % | 5,1 | 1,2 % | 7,9 |
| Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand | 20,3 % | 132,7 | 20,3 % | 133,1 |
Mio. EUR
Dividenden (Zinsen) auf Hybridkapital stellen in Österreich eine steuerliche Betriebsausgabe dar. Die Steuerentlastung wird ertragswirksam erfasst und führt zu einer Verminderung des Konzernsteueraufwandes.
9. Sachanlagen
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.581,0 | 8.526,1 | 958,7 | 297,7 | 12.363,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.275,1 | –5.974,7 | –735,4 | 0,0 | –7.985,2 |
| Buchwerte am 01.04.2012 | 1.305,9 | 2.551,4 | 223,3 | 297,7 | 4.378,3 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.672,0 | 8.834,5 | 998,9 | 464,3 | 12.969,7 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.329,9 | –6.289,1 | –769,8 | –0,2 | –8.389,0 |
| Buchwerte am 31.03.2013 | 1.342,1 | 2.545,4 | 229,1 | 464,1 | 4.580,7 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.723,8 | 8.960,8 | 1.026,4 | 676,5 | 13.387,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.364,4 | –6.472,0 | –778,6 | –0,5 | –8.615,5 |
| Buchwerte am 31.03.2014 | 1.359,4 | 2.488,8 | 247,8 | 676,0 | 4.772,0 |
Mio. EUR
Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2012 | 1.305,9 | 2.551,4 | 223,3 | 297,7 | 4.378,3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 1,3 | 19,1 | 0,7 | 3,7 | 24,8 |
| Zugänge | 47,9 | 228,4 | 55,4 | 391,2 | 722,9 |
| Umbuchungen | 52,7 | 165,9 | 9,4 | –227,7 | 0,3 |
| Abgänge | –2,5 | –2,3 | –1,7 | –0,3 | –6,8 |
| Abschreibungen | –62,3 | –413,9 | –58,5 | –0,1 | –534,8 |
| Wertminderungen | 0,0 | –0,6 | 0,0 | 0,0 | –0,6 |
| Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Währungsdifferenzen | –0,9 | –2,6 | 0,1 | –0,4 | –3,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 1.342,1 | 2.545,4 | 229,1 | 464,1 | 4.580,7 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 7,9 | 5,3 | 2,3 | 0,4 | 15,9 |
| Zugänge | 67,6 | 249,9 | 68,0 | 488,8 | 874,3 |
| Umbuchungen | 53,1 | 186,7 | 17,0 | –261,2 | –4,4 |
| Abgänge | –22,3 | –24,8 | –3,1 | –3,7 | –53,9 |
| Abschreibungen | –64,4 | –425,4 | –60,5 | –0,1 | –550,4 |
| Wertminderungen | –2,8 | –2,8 | –0,2 | 0,0 | –5,8 |
| Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Währungsdifferenzen | –21,8 | –45,5 | –4,8 | –12,3 | –84,4 |
| Buchwerte zum 31.03.2014 | 1.359,4 | 2.488,8 | 247,8 | 676,0 | 4.772,0 |
| Mio. EUR |
Zum 31. März 2014 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 19,2 Mio. EUR (31. März 2013: 26,9 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2014 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 509,3 Mio. EUR (31. März 2013: 426,4 Mio. EUR).
In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in Höhe von 9,2 Mio. EUR (2012/13: 3,1 Mio. EUR) aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 4,0 % (2012/13: 4,7 %) zugrunde gelegt.
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2014 wie folgt dar:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 47,0 | 25,0 |
| Kumulierte Abschreibungen | –19,6 | –9,9 |
| Buchwerte | 27,4 | 15,1 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04. | 25,3 | 27,4 |
| Zugänge | 10,2 | 0,5 |
| Abgänge | –1,5 | –10,9 |
| Abschreibungen | –6,6 | –1,9 |
| Buchwerte zum 31.03. | 27,4 | 15,1 |
Mio. EUR
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 16,8 Mio. EUR (31. März 2013: 28,1 Mio. EUR) geschätzt. Mieterträge von und Aufwendungen für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind unwesentlich.
Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:
| Sachanlagen | Immaterielle | Summe | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Vermögens werte |
||
| 2012/13 | ||||||
| Anschaffungskosten | 75,5 | 40,4 | 1,9 | 0,0 | 1,0 | 118,8 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–23,2 | –22,9 | –1,1 | 0,0 | –1,0 | –48,2 |
| Buchwerte | 52,3 | 17,5 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 70,6 |
| 2013/14 | ||||||
| Anschaffungskosten | 69,6 | 37,8 | 2,6 | 1,0 | 1,0 | 112,0 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–27,9 | –24,5 | –1,2 | 0,0 | –1,0 | –54,6 |
| Buchwerte | 41,7 | 13,3 | 1,4 | 1,0 | 0,0 | 57,4 |
Mio. EUR
| Mindestleasing zahlungen aus Finanzierungsleasing |
Abzinsungen aus Finanzierungsleasing |
Barwert der Mindest leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | ||
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 8,3 | 7,5 | –1,8 | –1,7 | 6,5 | 5,8 | |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren |
25,7 | 21,4 | –5,3 | –4,9 | 20,4 | 16,5 | |
| Laufzeit über fünf Jahre | 21,0 | 17,1 | –1,7 | –0,8 | 19,3 | 16,3 | |
| 55,0 | 46,0 | –8,8 | –7,4 | 46,2 | 38,6 | ||
| Mio. EUR |
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:
Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Laufzeit zwischen fünf und 22 Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben.
Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 41,3 | 45,0 |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 105,4 | 104,8 |
| Laufzeit über fünf Jahre | 46,0 | 52,9 |
| 192,7 | 202,7 | |
| Mio. EUR |
Zahlungen in Höhe von 53,9 Mio. EUR (2012/13: 49,2 Mio. EUR) aufgrund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.
Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten von 15 Jahren mit Verlängerungsverpflichtung in bestimmten Fällen von rund zehn Jahren. Es bestehen Kaufoptionen am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.
Aufgliederung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 521,5 | 529,5 |
| Vertriebskosten | 27,3 | 19,4 |
| Verwaltungskosten | 24,0 | 22,3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15,4 | 19,2 |
| 588,2 | 590,4 | |
| Mio. EUR |
Wertminderungen und Wertaufholungen
Im Abschlussjahr wurden in der Metal Engineering Division Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 3,5 Mio. EUR aufgrund nicht mehr verwendeter Anlagen und Gebäude gebucht. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In der Metal Forming Division wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,3 Mio. EUR als Vorsorgen für mögliche Verluste aus Verkäufen erfasst. Diese sind in den Umsatzkosten und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. In der Vergleichsperiode wurden (im Wesentlichen aufgrund von Überalterung) Wertminderungen auf Sachanlagen (betrifft technische Anlagen und Maschinen in der Metal Engineering Division und der Special Steel Division) im Ausmaß von 0,6 Mio. EUR durchgeführt. Diese sind im Wesentlichen in den Umsatzkosten erfasst.
In der Berichtsperiode wurden keine Wertaufholungen auf Sachanlagen erfasst. In der Vergleichsperiode wurden Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio. EUR aufgrund eines Anstiegs der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam in der Special Steel Division erfasst. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
10. Firmenwert
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 1.436,6 | 1.485,6 | 1.487,7 |
| Wertminderungen | –15,4 | –15,4 | –15,4 |
| Buchwert | 1.421,2 | 1.470,2 | 1.472,3 |
Mio. EUR
Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Firmenwert | |
|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2012 | 1.421,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 48,3 |
| Abgänge | –0,1 |
| Währungsdifferenzen | 0,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 1.470,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 3,9 |
| Währungsdifferenzen | –1,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2014 | 1.472,3 |
| Mio. EUR |
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Summe Steel Division | 160,1 | 160,1 |
| HPM Production | 378,8 | 378,8 |
| Value Added Services | 306,9 | 305,2 |
| Summe Special Steel Division | 685,7 | 684,0 |
| Steel | 25,8 | 25,8 |
| Rail Technology | 31,9 | 31,9 |
| Turnout Systems | 123,9 | 123,9 |
| Welding Consumables | 169,4 | 173,2 |
| Summe Metal Engineering Division | 351,0 | 354,8 |
| Tubes & Sections | 63,0 | 63,0 |
| Automotive Body Parts | 84,0 | 84,0 |
| Precision Strip | 103,8 | 103,8 |
| Warehouse & Rack Solutions | 11,2 | 11,2 |
| Heating & Installation Components | 11,4 | 11,4 |
| Summe Metal Forming Division | 273,4 | 273,4 |
| voestalpine-Konzern | 1.470,2 | 1.472,3 |
Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten
Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Mio. EUR
Die Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Vor-Steuer-Cashflows einer 3-Jahres-Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten und nach dem Capital Asset Pricing Model berechnet (Weighted Average Costs of Capital). Die Abzinsung der Cashflows erfolgt unter Heranziehung eines WACC von 7,98 % vor Steuern (2012/13: 7,96 %). Dem Länderrisiko wird durch einen CGU-individuellen Cashflow-Zu-/Abschlag Rechnung getragen.
Schätzungen und Annahmen, die zur Bewertung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit signifikantem Anteil am Gesamtfirmenwert des voestalpine-Konzerns herangezogen werden, sind wie folgt:
Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Steel Division wurden externe Markt- und Konjunkturprognosen für den Absatz von Flachprodukten in Europa verwendet. Aufgrund positiver Rückmeldungen aus einzelnen Kundensegmenten wurden teilweise qualitätsbedingte Anpassungen vorgenommen. Der Produktionsplan spiegelt die Absatzprognosen wider. Beschaffungsseitig wurden die Rohstoffannahmen laut Weltmarktprognosen der Planung zugrunde gelegt. Für die Ermittlung der ewigen Rente wurde die 3-Jahres-Mittelfristplanung um ein Jahr verlängert, um einen nachhaltig eingeschwungenen Zustand darzustellen. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1 % gerechnet. Der länderspezifische Cashflow-Zuschlag beträgt 3,49 %.
Die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU High Performance Metals (HPM) Production wurde sowohl unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der CGU als auch unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften der CGU wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die internen Prognosen und Einschätzungen – insbesondere was das auf metallurgisch anspruchsvolle Anwendungsgebiete in Luftfahrt-, Öl- und Gas-, Energiemaschinenbau- sowie Automobilindustrie ausgerichtete Componentsgeschäft betrifft – stützen sich auf externe Informationsquellen und stimmen mit diesen im Wesentlichen überein. Legierungspreisbedingte Vormaterialkostenveränderungen können im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %. Der länderspezifische Cashflow-Abschlag beträgt 3,23 %.
Der Planung der CGU Value Added Services wurden sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der relevanten Industriesegmente sowie die Wachstumsprognosen in den regionalen Absatzmärkten zugrunde gelegt. Einen positiven Niederschlag in der Planung fanden die bereits in der Vergangenheit eingeleitete Vertiefung des Wertschöpfungsprozesses sowie die Fortsetzung der Ölund Gasstrategie, die zu einer signifikanten Verbesserung der Marktposition beiträgt. Über den sogenannten "Legierungspreisanhänger" können auch in dieser CGU legierungspreisbedingte Veränderungen der Materialkosten an den Markt weitergegeben werden. Der Ausgangspunkt für die ewige Rente ist das dritte Planungsjahr. Der verwendete Wachstumsfaktor beträgt auch hier 1 %. Der länderspezifische Cashflow-Abschlag beträgt 6,88 %.
Dem Planungsprozess der CGU Turnout Systems wurden die 3-Jahres-Detailplanungen und Marktprognosen der zur CGU gehörenden Einzelgesellschaften zugrunde gelegt. Zusätzlich eingeflossen sind deren Erwartungen über die jeweilige Entwicklung der allgemeinen Rahmenbedingungen sowie die umfänglichen Bedarfsschätzungen der Kunden. Im Hinblick auf die wesentlichen Faktorkostenentwicklungen sind allgemeine Prognosen über Personalkostenentwicklungen und interne Annahmen über Stahlpreisentwicklungen in die Planungen eingearbeitet worden. Als Basis für die Ermittlung der ewigen Rente wurde das dritte Planjahr herangezogen. Die in den Cashflows extrapolierte Wachstumsrate beträgt 1 %. Der länderspezifische Cashflow-Abschlag beträgt 7,50 %.
Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Welding Consumables wurden neben den allgemein gültigen Prognosen für das Wachstum der Wirtschaft in den relevanten Kernmärkten insbesondere die Entwicklung und die Potenziale in den für den Geschäftsbereich definierten Fokusindustrien berücksichtigt. Die im Zuge des Impairmenttests verwendete Discounted Cashflow-Methode erfolgt unter Anwendung einer ewigen Rente basierend auf der letzten Detailplanungsperiode. Als Wachstumsfaktor für die ewige Rente wurde 1 % angesetzt. Der länderspezifische Cashflow-Abschlag beträgt 7,03 %.
Die Cashflow-Prognosen der CGU Automotive Body Parts orientieren sich an den regionalen Wachstumsprognosen bzw. den mittelfristigen Produktionsprognosen für den paneuropäischen Automobilmarkt, hier im Speziellen für die europäischen Premiumhersteller. Konzernexterne Prognosen wurden durch interne Einschätzungen nach oben revidiert. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %. Der länderspezifische Cashflow-Zuschlag beträgt 2,34 %.
Die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Precision Strip wurde unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften der CGU wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die internen Einschätzungen orientieren sich großteils an den externen Prognosen und wurden tendenziell nach unten angepasst. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %. Der länderspezifische Cashflow-Zuschlag beträgt 3,21 %.
Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde durch die Impairmenttests bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes von 7,98 % auf 8,98 % die Buchwerte von jeder CGU noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist. Weiters hat die Cashflow-Sensitivitätsbetrachtung ergeben, dass bei einer Verringerung der Cashflows um 10 % die Buchwerte von jeder CGU ebenfalls noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.
In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Special Steel Division | 155,4 | 155,4 |
| Welding Consumables | 12,6 | 12,6 |
| Summe Metal Engineering Division | 12,6 | 12,6 |
| Precision Strip | 2,6 | 2,6 |
| Summe Metal Forming Division | 2,6 | 2,6 |
| voestalpine-Konzern | 170,6 | 170,6 |
In den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sind ausschließlich Markenrechte enthalten. Der Zeitraum, in der diese Markenrechte voraussichtlich Cashflows generieren werden, unterliegt keiner vorhersehbaren Begrenzung. Die Markenrechte unterliegen daher keiner Abnutzung und werden nicht planmäßig abgeschrieben.
11. Andere immaterielle Vermögenswerte
| Marken | Sonstige | Geleistete Anzahlungen oder in Erstellung |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.053,5 | 3,5 | 1.284,6 |
| Kumulierte Abschreibungen | –2,3 | –960,3 | 0,0 | –962,6 |
| Buchwerte am 01.04.2012 | 225,3 | 93,2 | 3,5 | 322,0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.081,0 | 14,6 | 1.323,2 |
| Kumulierte Abschreibungen | –8,1 | –994,2 | 0,0 | –1.002,3 |
| Buchwerte am 31.03.2013 | 219,5 | 86,8 | 14,6 | 320,9 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.087,0 | 43,1 | 1.357,7 |
| Kumulierte Abschreibungen | –13,8 | –1.007,2 | 0,0 | –1.021,0 |
| Buchwerte am 31.03.2014 | 213,8 | 79,8 | 43,1 | 336,7 |
| Mio. EUR |
In der Spalte "Marken" sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von 170,6 Mio. EUR enthalten. Wertminderungen sind keine angefallen. Darüber hinaus ist ein Kapitalmarktfinanzierungsvorteil enthalten, der sich auf den Markennamen Böhler-Uddeholm bezieht. Der Kapitalmarktfinanzierungsvorteil wird auf zehn Jahre abgeschrieben.
Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Marken | Sonstige | Geleistete Anzahlungen oder in Erstellung |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2012 | 225,3 | 93,2 | 3,5 | 322,0 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 24,5 | 0,0 | 24,5 |
| Zugänge | 0,0 | 12,4 | 14,4 | 26,8 |
| Umbuchungen | 0,0 | 3,3 | –3,3 | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Abschreibungen | –5,8 | –46,6 | 0,0 | –52,4 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 219,5 | 86,8 | 14,6 | 320,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 4,7 | 0,0 | 4,7 |
| Zugänge | 0,0 | 15,4 | 29,1 | 44,5 |
| Umbuchungen | 0,0 | 4,2 | –0,5 | 3,7 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abschreibungen | –5,7 | –28,5 | 0,0 | –34,2 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | –2,8 | –0,1 | –2,9 |
| Buchwerte zum 31.03.2014 | 213,8 | 79,8 | 43,1 | 336,7 |
Mio. EUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.
Zum 31. März 2014 bestehen Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 3,3 Mio. EUR (31. März 2013: 0,2 Mio. EUR). In den Zugängen der Spalte "geleistete Anzahlungen oder in Erstellung" sind 23,0 Mio. EUR (31. März 2013: 13,2 Mio. EUR) an aktivierten Entwicklungskosten für ein Softwareprojekt zur Darstellung von gesellschaftsübergreifenden und divisional harmonisierten Geschäftsprozessen in der Steel Division enthalten.
| Anteile an verbundenen Unter nehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzah - lungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
19,2 | 149,8 | 57,0 | 80,0 | 17,8 | 0,2 | 324,0 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,1 | –0,4 | –2,2 | –3,0 | –1,4 | 0,0 | –14,1 |
| Buchwerte am 01.04.2012 |
12,1 | 149,4 | 54,8 | 77,0 | 16,4 | 0,2 | 309,9 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
18,6 | 158,5 | 57,1 | 19,6 | 28,8 | 0,0 | 282,6 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,2 | –2,1 | –4,8 | –0,3 | –2,6 | 0,0 | –17,0 |
| Buchwerte am 31.03.2013 |
11,4 | 156,4 | 52,3 | 19,3 | 26,2 | 0,0 | 265,6 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
17,5 | 133,8 | 56,8 | 6,9 | 28,0 | 0,0 | 243,0 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,1 | –0,4 | –7,9 | –0,1 | –3,0 | 0,0 | –18,5 |
| Buchwerte am 31.03.2014 |
10,4 | 133,4 | 48,9 | 6,8 | 25,0 | 0,0 | 224,5 |
12. Anteile an assoziierten Unternehmen und andere Finanzanlagen
Mio. EUR
Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen und anderen Finanzanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Anteile an verbundenen Unter nehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzah lungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2012 |
12,1 | 149,4 | 54,8 | 77,0 | 16,4 | 0,2 | 309,9 |
| Konsolidierungskreis änderungen |
–0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 |
| Zugänge | 0,6 | 3,5 | 0,0 | 1,5 | 12,8 | 0,0 | 18,4 |
| Umbuchungen | –0,2 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,4 | –0,2 | –0,9 |
| Abgänge | –0,2 | 0,0 | 0,0 | –59,4 | –1,2 | 0,0 | –60,8 |
| Wertminderungen | –0,8 | –1,7 | –2,5 | –0,1 | –1,7 | 0,0 | –6,8 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 5,2 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 5,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 |
11,4 | 156,4 | 52,3 | 19,3 | 26,2 | 0,0 | 265,6 |
| Konsolidierungskreis änderungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | –12,4 | 0,0 | 0,0 | –12,4 |
| Zugänge | 0,2 | 0,0 | 0,1 | 0,3 | 2,7 | 0,0 | 3,3 |
| Umbuchungen | –1,2 | –16,0 | –0,1 | –0,1 | –0,2 | 0,0 | –17,6 |
| Abgänge | 0,0 | –1,4 | –0,3 | –0,3 | –3,2 | 0,0 | –5,2 |
| Wertminderungen | 0,0 | –1,8 | –3,1 | –0,2 | –0,5 | 0,0 | –5,6 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,2 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | –3,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –3,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2014 |
10,4 | 133,4 | 48,9 | 6,8 | 25,0 | 0,0 | 224,5 |
Mio. EUR
Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|---|
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1,1 | 0,9 | 0,9 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Ausleihungen | 12,5 | 17,0 | 14,9 |
| Sonstige Forderungen Finanzierung | 2,8 | 8,3 | 9,2 |
| 16,4 | 26,2 | 25,0 | |
| Mio. EUR |
Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen beinhalten Wertpapiere des erstmals im Geschäftsjahr 2013/14 konsolidierten V54 Wertpapierdachfonds mit 389,5 Mio. EUR (31. März 2013: V54 Fondsanteile 385,1 Mio. EUR) und mit 24,2 Mio. EUR (31. März 2013: 28,2 Mio. EUR) andere Wertpapiere. Zum 31. März 2013 war noch ein weiterer Liquiditätsfonds von 60,0 Mio. EUR enthalten.
Ebenfalls in den kurzfristigen anderen Finanzanlagen wurde die VA Intertrading Aktiengesellschaft erfasst (bisher nach der Equity-Methode einbezogen), da die Anwendungsvoraussetzungen von IFRS 5 gegeben sind, jedoch der Ausweis in einer eigenen Zeile der Konzernbilanz aufgrund von Unwesentlichkeit nicht zweckmäßig ist.
V54 Fondsanteile, welche einen Buchwert der kurzfristigen Wertpapiere in Höhe von 39,0 Mio. EUR (31. März 2013: 57,5 Mio. EUR) im Konzernabschluss repräsentieren, sind für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet.
13. Latente Steuern
Die steuerlichen Auswirkungen der temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
| Langfristiges Vermögen | 29,4 | 27,4 | 131,9 | 140,6 |
| Kurzfristiges Vermögen | 68,6 | 66,8 | 81,0 | 71,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 155,9 | 155,1 | 28,3 | 31,7 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 32,3 | 24,6 | 14,8 | 18,0 |
| Verlustvorträge | 56,4 | 52,4 | 0,0 | 0,0 |
| Saldierung der latenten Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde |
–169,6 | –178,5 | –169,6 | –178,5 |
| 173,0 | 147,8 | 86,4 | 83,6 | |
| Zwischengewinneliminierungen (saldiert) | 19,2 | 18,7 | 0,0 | 0,0 |
| Stille Reserven (saldiert) | 0,0 | 0,0 | 102,4 | 93,4 |
| Akquisitionsbedingter Steuervorteil | 144,5 | 126,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | 6,9 | 20,6 | 0,8 | 10,4 |
| Saldierte latente Steuern | 343,6 | 313,6 | 189,6 | 187,4 |
Mio. EUR
Der Steuervorteil aus der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr als latenter Steueraufwand aufgelöst (Restlaufzeit sieben Jahre). Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.
Mit Beschluss vom 30. Jänner 2014 hat der Verwaltungsgerichtshof ein Vorabentscheidungsersuchen an den EUGH – VwGH 30.1.2014, EU 2014/0001-1 (2013/15/0186) – gerichtet. Unter anderem mit der Frage, ob die Firmenwertabschreibung bei Anschaffung einer inländischen Beteiligung im Rahmen der österreichischen Gruppenbesteuerung Beihilfecharakter im Sinne von Art. 107 Abs. 1 AEUV hat. Der Ausgang des EUGH-Vorabentscheidungsverfahrens ist offen. Bei Qualifikation der Firmenwertabschreibung als "Beihilfe" könnte es zu einer Rückabwicklung für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren ab Beihilfengewährung kommen. Eine Rückabwicklung des bisherigen Steuerentlastungseffekts in Höhe von 169,5 Mio. EUR als auch eine Auflösung der gebildeten aktiven latenten Steuern in Höhe von 126,5 Mio. EUR ist abhängig vom Ausgang des Vorabentscheidungsverfahrens. Derzeit wird das Risiko einer Rückabwicklung als unwahrscheinlich angesehen.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 52,4 Mio. EUR (31. März 2013: 56,4 Mio. EUR) wurden erfasst. Zum 31. März 2014 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe
Mio. EUR
von rund 165,1 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2013: rund 158,0 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2024 verfallen rund 44,4 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.
Der Saldo zwischen den aktiven und passiven latenten Steuern ändert sich um 27,9 Mio. EUR. Dies entspricht im Wesentlichen dem latenten Steueraufwand in Höhe von 36,4 Mio. EUR abzüglich den direkt im Eigenkapital verbuchten aktiven latenten Steuern in Höhe von 9,7 Mio. EUR (31. März 2013: 39,8 Mio. EUR)
Zusatzangaben nach IAS 12.81 (a) und (ab):
| Veränderung 2012/13 |
31.03.2013 | Veränderung 2013/14 |
31.03.2014 | |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
42,9 | 103,8 | 9,3 | 113,1 |
| Latente Steuern auf Hedge Accounting | –3,1 | 2,2 | 0,4 | 2,6 |
| Summe im Eigenkapital (Sonstiges Ergebnis) erfasster latenter Steuern |
39,8 | 106,0 | 9,7 | 115,7 |
14. Vorräte
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 870,6 | 914,3 |
| Unfertige Erzeugnisse | 780,9 | 847,6 |
| Fertige Erzeugnisse | 987,2 | 971,5 |
| Handelswaren | 218,1 | 190,8 |
| Noch nicht abrechenbare Leistungen | 7,5 | 7,0 |
| Geleistete Anzahlungen | 12,6 | 6,0 |
| 2.876,9 | 2.937,2 | |
| Mio. EUR |
Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 94,7 Mio. EUR (31. März 2013: 105,0 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beträgt 546,3 Mio. EUR (31. März 2013: 579,3 Mio. EUR). Zum 31. März 2014 wurden keine Vorräte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet (31. März 2013: 2,4 Mio. EUR). 6.231,7 Mio. EUR (31. März 2013: 6.548,0 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.
15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
| 31.03.2013 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
31.03.2014 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.313,0 | 0,9 | 1.234,6 | 1,0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 342,6 | 7,7 | 384,6 | 15,8 |
| 1.655,6 | 8,6 | 1.619,2 | 16,8 | |
| Mio. EUR |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten | 143,6 | 135,3 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne | 21,5 | 16,8 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste | –6,6 | –8,5 |
| Bruttoforderungen aus der Auftragsfertigung | 158,5 | 143,6 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –92,4 | –92,1 |
| Forderungen aus der Auftragsfertigung | 66,1 | 51,5 |
Mio. EUR
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten | 5,3 | 13,1 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne | 2,5 | 1,4 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste | 0,0 | –2,2 |
| Bruttoverbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung | 7,8 | 12,3 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –13,7 | –18,4 |
| Verbindlichkeiten aus der Auftragsfertigung | –5,9 | –6,1 |
| Mio. EUR |
In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:
Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2013/14 betragen 232,1 Mio. EUR (2012/13: 206,3 Mio. EUR).
16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks | 1.092,7 | 532,5 |
Mio. EUR
17. Eigenkapital
Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 240 UGB)
Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2014 im Vergleich zum Vorjahr unverändert 313.309.235,65 EUR und ist in 172.449.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 48,68 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 12. September 2012 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 3.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 2 % zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 24. November 2012 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen. In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 46,39 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 3. Juli 2013 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.
Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die abgesetzten Anschaffungskosten bzw. die Eigenkapitalerhöhung aus den Abgängen zu Anschaffungskosten für verkaufte eigene Aktien.
Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile direkt in der Gewinnrücklage erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Anzahl Stückaktien |
Anzahl eigene Aktien |
Anzahl im Umlauf befindliche Aktien |
|---|---|---|
| 169.049.163 | 299.728 | 168.749.435 |
| 3.400.000 | 3.400.000 | |
| –209.099 | 209.099 | |
| 172.449.163 | 90.629 | 172.358.534 |
| –62.032 | 62.032 | |
| 172.449.163 | 28.597 | 172.420.566 |
Hybridkapital
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1 Mrd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %). Im 1. Kalenderquartal 2013 hat die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % plus Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber durch die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden. Die Anleihebedingungen der Hybridanleihe 2013 entsprechen in vielerlei Hinsicht denen der Hybridanleihe 2007, weisen aber auch einige Abweichungen auf. Die detaillierten Konditionen der Hybridanleihen sind in den jeweiligen Anleihebedingungen dargestellt.
Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.
Die Begebungskosten der neuen Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 497,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13. Unter Berücksichtigung von 50 % des im Geschäftsjahr 2011/12 unter Hybridkapital erfassten Wertes in Höhe von 496,0 Mio. EUR ergibt sich somit in Summe ein Wertansatz für das gesamte Hybridkapital in Höhe von 993,2 Mio. EUR im Eigenkapital.
Für den Teil der Hybridanleihe 2007, der zum Umtausch eingereicht wurde (Nominale 500 Mio. EUR), wurden zum Umtauschzeitpunkt Stückzinsen in Höhe von 13,7 Mio. EUR erfasst. Aufgrund der dadurch entstandenen Zahlungsverpflichtung zur Zinszahlung wurden für den verbleibenden Teil der Hybridanleihe 2007 (Nominale 500 Mio. EUR) zum Bilanzstichtag 31. März 2013 weitere 14,8 Mio. EUR als Dividendenverpflichtung passiviert. Für die beiden Hybridanleihen wurden zum 31. Oktober 2013 71,3 Mio. EUR ausbezahlt. Aufgrund der teilweisen Zahlung bzw. Passivierung im Vorjahr wurden davon nur mehr 42,8 Mio. EUR als Dividende vom Eigenkapital in Abzug gebracht.
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital zum 31. März 2014 resultieren im Wesentlichen aus Fremdanteilen bei dem V54 Fonds, der CGU Turnout Systems, der voestalpine CPA Filament GmbH, der voestalpine Railpro B.V., der ASPAC-Gruppe und der Danube Equity AG.
18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 494,6 | 510,5 |
| Rückstellungen für Pensionen | 394,5 | 400,0 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 115,6 | 118,4 |
| 1.004,7 | 1.028,9 |
Mio. EUR
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 441,8 | 494,6 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 10,0 | 11,4 |
| Zinsaufwand der Periode | 20,5 | 16,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 1,6 |
| Abfertigungszahlungen | –29,1 | –29,3 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
50,5 | 13,7 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
0,9 | 2,8 |
| Sonstige | 0,0 | –1,2 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 494,6 | 510,5 |
Mio. EUR
| Barwert der Pensionsver pflichtungen |
Plan vermögen |
Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2012 | 762,9 | –455,1 | 307,8 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 8,9 | 0,0 | 8,9 |
| Nettozinsen der Periode | 34,8 | –21,1 | 13,7 |
| Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind) |
0,0 | –18,8 | –18,8 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen | –28,3 | 0,0 | –28,3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 5,2 | –2,0 | 3,2 |
| Pensionszahlungen | –31,2 | 20,9 | –10,3 |
| Kursdifferenzen | 2,4 | 0,2 | 2,6 |
| Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen | 0,0 | –21,1 | –21,1 |
| Arbeitnehmereinzahlungen | 0,0 | –0,2 | –0,2 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
135,0 | 0,0 | 135,0 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
2,0 | 0,0 | 2,0 |
| Stand am 31.03.2013 | 891,7 | –497,2 | 394,5 |
| Mio. EUR |
Rückstellungen für Pensionen
Rückstellungen für Pensionen
| Barwert der Pensionsver pflichtungen |
Plan vermögen |
Rückstellung | |
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2013 | 891,7 | –497,2 | 394,5 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 10,2 | 0,0 | 10,2 |
| Nettozinsen der Periode | 27,8 | –15,2 | 12,6 |
| Ertrag aus Planvermögen (ohne Beträge, die in Nettozinsen enthalten sind) |
0,0 | –16,0 | –16,0 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen | –21,5 | 0,0 | –21,5 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Pensionszahlungen | –41,0 | 25,9 | –15,1 |
| Kursdifferenzen | –5,7 | 1,7 | –4,0 |
| Arbeitgebereinzahlungen/-rückzahlungen | 0,0 | 3,0 | 3,0 |
| Arbeitnehmereinzahlungen | 0,0 | –1,6 | –1,6 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
36,6 | 0,0 | 36,6 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der demografischen Annahmen |
1,3 | 0,0 | 1,3 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
–0,9 | 0,0 | –0,9 |
| Planabgeltungen | –80,3 | 80,3 | 0,0 |
| Sonstige | 0,9 | 0,0 | 0,9 |
| Stand am 31.03.2014 | 819,1 | –419,1 | 400,0 |
| Mio. EUR |
Seit dem 1. Jänner 2013 werden für einige niederländische Gesellschaften alle künftigen Pensionsansprüche bei dem industrieweiten Pensionsfonds (PME) aufgebaut. Dies führte im Geschäftsjahr 2012/13 zu einer Plankürzung (curtailment) des leistungsorientierten Plans.
Im laufenden Geschäftsjahr fand für den gleichen Kreis der Konzerngesellschaften eine Planabgeltung (settlement) des leistungsorientierten Plans hinsichtlich sämtlicher bereits erworbener Ansprüche aller aktiven Teilnehmer statt. Diese Pensionsansprüche wurden an einen industrieweiten Pensionsfonds (PME) und somit in einen beitragsorientierten Plan übertragen. Die Entscheidung hierzu wurde mit 15. Mai 2013 definitiv und die Übertragung zum Stichtag 1. Juli 2013 vollzogen.
Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2014 dargestellten Perioden wie folgt dar:
2012/13
| Kategorie | Vermögenswerte mit Marktpreis an einem aktiven Markt |
Vermögenswerte ohne Marktpreis an einem aktiven Markt |
Summe Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Schuldinstrumente | 49,2 % | 2,9 % | 52,1 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 27,0 % | 0,7 % | 27,7 % |
| Immobilien | 2,3 % | 2,0 % | 4,3 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
3,7 % | 0,1 % | 3,8 % |
| Versicherungsverträge | 0,0 % | 2,3 % | 2,3 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 2,8 % | 7,0 % | 9,8 % |
| Summe | 85,0 % | 15,0 % | 100,0 % |
2013/14
| Kategorie | Vermögenswerte mit Marktpreis an einem aktiven Markt |
Vermögenswerte ohne Marktpreis an einem aktiven Markt |
Summe Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Schuldinstrumente | 46,9 % | 0,4 % | 47,3 % |
| Eigenkapitalinstrumente | 24,7 % | 0,8 % | 25,5 % |
| Immobilien | 1,7 % | 1,3 % | 3,0 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
4,5 % | 0,1 % | 4,6 % |
| Versicherungsverträge | 0,0 % | 2,7 % | 2,7 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 4,8 % | 12,1 % | 16,9 % |
| Summe | 82,6 % | 17,4 % | 100,0 % |
Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,3 Mio. EUR (31. März 2013: 1,1 Mio. EUR) enthalten.
Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten Verzinsung des Planvermögens von 3,25 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei 6,3 %.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 27,0 Mio. EUR (2012/13: 22,9 Mio. EUR).
Die Sensitivitätsanalyse der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung leistungsorientierter Verpflichtungen genutzt werden, ergibt folgende Auswirkungen auf die DBO:
| Zinssatz | Lohn-/ Gehaltserhöhungen |
Pensionserhöhungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| +1,0 % | –1,0 % | +0,5 % | –0,5 % | +0,25 % | –0,25 % | ||
| Pensionspläne | –12,7 % | +16,0 % | +0,7 % | –0,6 % | +2,7 % | –2,6 % | |
| Abfertigungen | –10,0 % | +11,8 % | +5,6 % | –5,2 % |
Sensitivitäten
Für den Einfluss des Zinssatzes, der Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie der Pensionserhöhungen wurden konzernale Werte ermittelt. Die Sensitivitäten werden nicht durch Schätzungen oder Näherungen, sondern durch vollständige Bewertungen unter Variation der jeweiligen Parameter ermittelt.
Die erwarteten Beitragszahlungen für leistungsorientierte Pensionspläne für das Geschäftsjahr 2014/15 betragen 14,0 Mio. EUR.
Die durchschnittliche zinsgewichtete Duration für Pensionspläne beträgt 14,8 Jahre und für Abfertigungen 11,2 Jahre.
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 103,3 | 115,6 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 5,4 | 6,3 |
| Zinsaufwand der Periode | 4,7 | 3,8 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 0,5 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | –7,0 | –9,6 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen |
9,7 | 2,7 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen |
–0,5 | 0,0 |
| Sonstige | 0,0 | –0,9 |
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 115,6 | 118,4 |
| Mio. EUR |
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand der Periode | 24,3 | 27,9 |
| Nettozinsen der Periode | 38,9 | 33,3 |
| –Gewinne/+Verluste aus Planabgeltungen, -kürzungen | –28,3 | –21,5 |
| Aufwands-/ertragswirksam erfasste Positionen | 34,9 | 39,7 |
Mio. EUR
Die Nettozinsen der Periode sind in den Finanzaufwendungen erfasst.
19. Rückstellungen
| Stand 01.04.2013 |
Konsoli dierungs kreisän derungen |
Währungs differenzen |
Verbrauch | Auf lösungen |
Um buchung |
Zu weisungen |
Stand 31.03.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||||
| Sonstige Personal aufwendungen |
60,5 | 0,0 | –0,1 | –40,3 | 0,0 | 0,6 | 20,2 | 40,9 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
2,8 | 0,0 | 0,0 | –1,1 | –0,1 | 0,0 | 3,0 | 4,6 |
| Übrige langfristige Rückstellungen |
50,5 | 0,0 | –0,8 | –4,3 | –4,3 | –0,3 | 12,9 | 53,7 |
| 113,8 | 0,0 | –0,9 | –45,7 | –4,4 | 0,3 | 36,1 | 99,2 | |
| Kurzfristige Rückstellungen |
||||||||
| Nicht konsumierte Urlaube |
118,2 | 1,9 | –2,8 | –72,9 | –0,5 | –0,1 | 81,4 | 125,2 |
| Sonstige Personal aufwendungen |
154,2 | 0,4 | –2,0 | –136,9 | –11,8 | –0,3 | 149,5 | 153,1 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
38,4 | 0,0 | –0,2 | –7,6 | –6,5 | 0,0 | 22,6 | 46,7 |
| Belastende Verträge | 34,4 | 0,0 | –0,2 | –23,7 | –6,6 | –0,7 | 19,3 | 22,5 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen |
267,0 | 0,7 | –1,1 | –158,0 | –42,0 | 1,1 | 89,5 | 157,2 |
| 612,2 | 3,0 | –6,3 | –399,1 | –67,4 | 0,0 | 362,3 | 504,7 | |
| 726,0 | 3,0 | –7,2 | –444,8 | –71,8 | 0,3 | 398,4 | 603,9 | |
| Mio. EUR |
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.
Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.
Rückstellungen für belastende Verträge werden angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2012/13 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 204,4 Mio. EUR wurde im Geschäftsjahr 2013/14 im Wesentlichen um die Schadenersatzzahlungen für direkte und indirekte Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn sowie um die Zahlungen im Rahmen der Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG reduziert. Die insgesamt verbleibende Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2013/14 an die aktuelle Einschätzung angepasst, wodurch sich ein einmaliger Ertrag (Saldo aus Auflösung und Zuführung) von 8,1 Mio. EUR ergeben hat, und beträgt zum 31. März 2014 76,4 Mio. EUR.
Die Rückstellung für die EU-Kartellstrafe der voestalpine Austria Draht GmbH aus dem Vorjahr wurde in Höhe von 17,1 Mio. EUR unverändert (mit Ausnahme der Zinsvorsorgen) fortgeführt. Gegen dieses Bußgeld wurde Klage beim Europäischen Gericht erhoben.
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
| Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.244,7 | 755,1 | 2.507,2 | 2.531,2 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6,5 | 5,8 | 39,7 | 32,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
17,2 | 12,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
47,6 | 25,7 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8,6 | 7,6 | 11,9 | 32,9 |
| 1.324,6 | 806,2 | 2.558,8 | 2.596,9 |
20. Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR
Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wurde am 2. April 2013 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wurde mit 8,75 % jährlich verzinst.
Die voestalpine AG hat am 3. Februar 2011 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Februar 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,75 % jährlich verzinst.
Die voestalpine AG hat am 5. Oktober 2012 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Oktober 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,00 % jährlich verzinst.
21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 67,9 | 72,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.074,2 | 1.100,6 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel |
456,6 | 444,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 87,9 | 94,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 43,9 | 47,4 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 409,2 | 335,8 |
| 2.139,7 | 2.094,9 | |
Mio. EUR
| 22. Eventualverbindlichkeiten | ||
|---|---|---|
| -- | ------------------------------- | -- |
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln | 3,7 | 3,5 |
| Bürgschaften, Garantien | 2,9 | 1,6 |
| 6,6 | 5,1 | |
| Mio. EUR |
Das deutsche Bundeskartellamt hat am 28. Februar 2013 aufgrund eines anonymen Hinweises die Geschäftsräumlichkeiten der Vertriebsgesellschaft voestalpine Deutschland GmbH in München durchsucht. Der Grund der Hausdurchsuchung ist der Vorwurf, an mehrjährigen und systematischen wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bereich Lieferungen von Bandstahl und Halbzeugen an die deutsche Automobilindustrie beteiligt zu sein. Im Anschluss an die Hausdurchsuchung wurden unternehmensintern Überprüfungen durchgeführt. Es wurden in der voestalpine keine Anhaltspunkte gefunden, die den Vorwurf des Bundeskartellamtes bestätigen. Diese Vorwürfe finden daher keine Berücksichtigung im vorliegenden Jahresabschluss.
23. Finanzinstrumente
Allgemeines
Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen und kurzfristige Vorlagen, Anleihen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken aufgrund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Kapitalmanagement
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.
Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/ EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.
Die Zielgröße für die Gearing Ratio liegt bei 50 % und soll nur für einen befristeten Zeitraum bis maximal 75 % überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.
In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Gearing Ratio in % | 44,5 % | 45,8 % |
| Nettofinanzverschuldung/EBITDA | 1,6 | 1,7 |
Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation
Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, was ein Sechsaugenprinzip gewährleistet. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die gesamten Geschäftsprozesse werden alle zwei Jahre zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.
Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.
Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngrößen Zinsänderungsrisiko und Marktwertrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um 1 %. Unter Marktwertrisiko ist die Änderung der Marktwerte der zinssensitiven Positionen bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 1 % zu verstehen.
Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird das "@risk"-Konzept eingesetzt. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist. Die Berechnung im Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes.
Liquiditätsrisiko – Finanzierung
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.
Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.
Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.
Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken zumeist in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.
Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2014 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 374,7 Mio. EUR (31. März 2013: 415,8 Mio. EUR). Weiters sind liquide Mittel in Höhe von 532,5 Mio. EUR (31. März 2013: 1.092,7 Mio. EUR) im Konzernabschluss ausgewiesen.
Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen stehen zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs vertraglich zugesicherte Kreditlinien im Ausmaß von 400 Mio. EUR (2012/13: 650 Mio. EUR) zur Verfügung.
Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt.
Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten
| Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 und < 5 Jahre |
Restlaufzeit > 5 Jahre |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | |
| Anleihen | 400,0 | 0,0 | 497,1 | 994,1 | 495,8 | 0,0 |
| Bankverbindlichkeiten | 844,7 | 755,1 | 1.412,1 | 1.457,0 | 102,2 | 80,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.073,9 | 1.095,1 | 0,3 | 5,5 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease |
6,5 | 5,8 | 20,4 | 16,5 | 19,3 | 16,3 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
8,6 | 7,6 | 11,8 | 32,8 | 0,1 | 0,1 |
| Summe Verbindlichkeiten | 2.333,7 | 1.863,6 | 1.941,7 | 2.505,9 | 617,4 | 96,5 |
| Mio. EUR |
Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:
| für Fälligkeit < 1 Jahr |
für Fälligkeit > 1 und < 5 Jahre |
für Fälligkeit > 5 Jahre |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 |
| 78,8 | 43,8 | 175,0 | 151,3 | 20,0 | 0,0 |
| 43,6 | 45,3 | 86,7 | 75,3 | 5,7 | 4,4 |
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 1,8 | 1,7 | 5,3 | 4,9 | 1,7 | 0,8 |
| 0,6 | 1,1 | 0,4 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| 124,8 | 91,9 | 267,4 | 231,6 | 27,4 | 5,2 |
Mio. EUR
Zum 31. März 2013 wies die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:
Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur zum 31.03.2013
1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken 2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite
Zum 31. März 2014 weist die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:
Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur zum 31.03.2014
1 nicht enthalten Sollsalden bei Banken 2 enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite
Kredit-/Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.
Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 |
|---|---|
| 176,0 | 137,6 |
| 42,4 | 31,9 |
| 14,5 | 13,7 |
| 11,7 | 9,6 |
| 25,5 | 24,3 |
| 270,1 | 217,1 |
Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen
Mio. EUR
Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:
Wertberichtigungen für Forderungen
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Anfangsbestand zum 01.04. | 41,8 | 41,4 |
| Zugang | 9,3 | 6,2 |
| Währungsdifferenz | –0,1 | –0,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,2 | –0,2 |
| Auflösung | –5,2 | –5,0 |
| Verbrauch | –4,6 | –7,8 |
| Endbestand zum 31.03. | 41,4 | 33,7 |
Mio. EUR
Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.
Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.
| AAA | AA | A | BBB | <bbb nr<="" th=""> | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bond | 135,7 | 135,4 | 28,6 | 6,9 | 5,1 |
| Geldmarktveranlagungen exkl. Habensalden auf Konten |
0,0 | 158,0 | 117,2 | 2,6 | 0,0 |
| Derivate1 | 0,0 | 0,5 | 6,5 | 1,8 | 0,1 |
| 1 nur positive Marktwerte |
Mio. EUR |
Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen
Währungsrisiko
Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in USD, aber auch in geringem Ausmaß durch Exporte in den "Nicht-EUR-Raum".
Eine Absicherung ergibt sich zunächst aufgrund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in USD Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe ebenfalls in USD gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.
Der Nettobedarf an USD lag im Geschäftsjahr 2013/14 bei 936,8 Mio. USD. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (858,7 Mio. USD) begründet sich durch den Mengenanstieg im Rohstoffeinkauf. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.
Fremdwährungsportfolio 2013/14 (netto)
Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2014 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:
| Undiversifiziert | USD | PLN | ZAR | GBP | CAD | CHF | SEK | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Position1 | –271,7 | –6,5 | 58,7 | 33,7 | 53,0 | 11,7 | –37,4 | 1,3 |
| VaR (95 %/J.) | 40,6 | 1,0 | 12,0 | 4,0 | 7,7 | 1,6 | 4,3 | 2,0 |
| ungesicherte Planposition für Geschäftsjahr 2014/15 1 |
Mio. EUR |
Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 35,6 Mio. EUR (31. März 2013: 28,0 Mio. EUR).
Zinsrisiko
Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).
Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos. Zur Erzielung eines Natural Hedges bei den zinstragenden Positionen wird die Modified Duration der Aktivseite in einer engen Bandbreite an die Modified Duration der Passivseite gekoppelt.
Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 6,5 Mio. EUR belastet (2012/13: 8,2 Mio. EUR entlastet).
Bei einer Zinsbindung von 1,31 Jahren (2012/13: 0,89 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 1,22 % (2012/13: 0,81 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 1,96 Jahren (2012/13: 2,07 Jahre) bei 2,86 % (2012/13: 4,11 %).
| Bestand1 | Gewichteter Durchschnitts zinssatz |
Duration (Jahre) |
Durchschnittl. Kapitalbin dung (Jahre) 2 |
Sensitivität bei 1 % Zins änderung1 |
Cashflow Risiko1 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| aktiv | 933,6 | 1,22 | 1,31 | 2,0 | –9,1 | –6,6 |
| passiv | –3.260,9 | 2,86 | 1,96 | 3,8 | 77,8 | 13,1 |
| netto | –2.327,3 | 68,7 | 6,5 |
1 Angaben in Mio. EUR
exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 406,1 Mio. EUR
Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2014 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1%igen Zinsänderung auf der Aktivseite 99,7 Mio. EUR (2012/13: 37,1 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 393,6 Mio. EUR (2012/13: 267,1 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 293,9 Mio. EUR (2012/13: 230,0 Mio. EUR).
Die Bestände der Aktivseite werden in einem Ausmaß von 406,2 Mio. EUR (Vorjahr 410,3 Mio. EUR) im Wertpapierdachfonds V54 veranlagt. 100 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in Euro oder in Cash in den drei Subfonds V101, V102, V103 sowie in diversen Spezialfonds wie folgt investiert:
| Fonds | Anlagewährung | |||
|---|---|---|---|---|
| Subfonds V101 | 63,2 Mio. EUR | mit einer Duration von 4,49 | ||
| Subfonds V102 | 142,2 Mio. EUR | mit einer Duration von 3,98 | ||
| Subfonds V103 | 123,1 Mio. EUR | mit einer Duration von 2,91 | ||
| Spezialfonds | 77,7 Mio. EUR | (sind nur im V54 enthalten) |
Das Fondsvermögen des Dachfonds V54 (bzw. seiner Sub- und Spezialfonds) wird seit dem 1. April 2013 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der voestalpine AG einbezogen.
Neben den Wertpapierfonds bestehen weitere Wertpapierpositionen in Höhe von 7,8 Mio. EUR (31. März 2013: 69,6 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2013/14 konnten im Dachfonds V54 Erträge in Höhe von 1,88 % (2012/13: 4,20 %) verzeichnet werden.
Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 8,2 Mio. EUR (2012/13: 11,2 Mio. EUR) werden für Finanzinstrumente, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet werden, erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Bestand an derivativen Finanzinstrumenten:
| Nominale (Mio. EUR) |
Marktwert (Mio. EUR) |
Davon im Eigenkapital berücksichtigt |
Laufzeit | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.03. 2013 |
31.03. 2014 |
31.03. 2013 |
31.03. 2014 |
31.03. 2013 |
31.03. 2014 |
31.03. 2013 |
31.03. 2014 |
|
| Devisentermingeschäfte (inkl. Devisenswap) |
786,6 | 842,9 | 8,7 | –2,8 | 6,2 | –2,0 | < 2 Jahre | < 2 Jahre |
| Zinsderivate | 1.539,3 | 506,5 | –11,4 | –5,2 | –15,2 | –8,7 | < 7 Jahre | < 6 Jahre |
| Commodity Swap | 15,6 | 12,0 | –1,6 | –0,1 | 0,0 | 0,0 | < 5 Jahre | < 4 Jahre |
| Summe | 2.341,5 | 1.361,4 | –4,3 | –8,1 | –9,0 | –10,7 |
Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:
- Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, sodass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
- Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im Eigenkapital erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im Eigenkapital erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Zins- und Währungssicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während die Rohstoffsicherungen fast ausschließlich als Fair Value-Hedge eingestuft werden. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der Währungs- und Rohstoffsicherungen angewendet.
Nettoverluste für Fremdwährungs- und Zinssicherungsderivate (Cashflow-Hedges) in Höhe von 3,6 Mio. EUR (2012/13: Nettoverluste in Höhe von 4,6 Mio. EUR) werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.
Verluste für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2012/13: Verluste in Höhe von 1,5 Mio. EUR) ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Gewinne in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2012/13: Gewinne in Höhe von 1,5 Mio. EUR) ebenfalls ertragswirksam erfasst.
Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode positive Marktwerte in Höhe von 6,2 Mio. EUR (2012/13: positive Marktwerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR) entnommen und ertragswirksam erfasst; negative Marktwerte in Höhe von 2,0 Mio. EUR (2012/13: positive Marktwerte in Höhe von 6,2 Mio. EUR) wurden der Rücklage zugeführt. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde die Rücklage für Zinssicherungen aufgrund von Marktwertveränderungen um 6,5 Mio. EUR erhöht. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden aus der Rücklage für Zinssicherungen aufgrund von Ineffektivität negative Marktwerte in Höhe von 10,3 Mio. EUR ergebniswirksam entnommen. Die Marktwerte der übrigen Zinssicherungen, für die Cashflow-Hedging angewendet wurde, blieben im Geschäftsjahr 2012/13 unverändert.
| Summe vertragliche Cashflows |
Vertragliche Cashflows | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 und < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||||
| 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | |
| Zinsderivate | ||||||||
| Vermögenswerte | 9,5 | 8,7 | 4,4 | 3,3 | 4,6 | 5,3 | 0,5 | 0,1 |
| Verbindlichkeiten | –24,7 | –17,4 | –10,7 | –5,4 | –13,5 | –11,9 | –0,5 | –0,1 |
| –15,2 | –8,7 | –6,3 | –2,1 | –8,9 | –6,6 | 0,0 | 0,0 | |
| Devisenderivate | ||||||||
| Vermögenswerte | 6,6 | 0,4 | 6,6 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten | –0,4 | –2,3 | –0,4 | –2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| 6,2 | –1,9 | 6,2 | –1,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
Mio. EUR
Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:
| Klassen | Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden |
||
|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Darlehen und Forderungen |
Erfolgswirksam zum beizulegenden | Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
|
| Held for Trading (Derivate) |
Übrige | Summe | ||
| Aktiva 2012/13 | ||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 26,2 | 83,0 | 109,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.634,9 | 20,7 | 1.655,6 | |
| Finanzanlagen kurzfristig | 473,3 | 473,3 | ||
| Liquide Mittel | 1.092,7 | 1.092,7 | ||
| Buchwerte | 2.753,8 | 20,7 | 556,3 | 3.330,8 |
| Zeitwerte | 2.753,8 | 20,7 | 556,3 | 3.330,8 |
| Aktiva 2013/14 | ||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 25,0 | 66,1 | 91,1 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.610,7 | 8,4 | 1.619,1 | |
| Finanzanlagen kurzfristig | 413,8 | 413,8 | ||
| Liquide Mittel | 532,5 | 532,5 | ||
| Buchwerte | 2.168,2 | 8,4 | 479,9 | 2.656,5 |
| Zeitwerte | 2.168,2 | 8,4 | 479,9 | 2.656,5 |
Mio. EUR
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden, sowie sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen.
| Klassen Kategorien |
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten |
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading |
Summe |
|---|---|---|---|
| (Derivate) | |||
| Passiva 2012/13 | |||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.558,8 | 2.558,8 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 1.324,6 | 1.324,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie |
|||
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.119,6 | 25,2 | 2.144,8 |
| Buchwerte | 6.003,0 | 25,2 | 6.028,2 |
| Zeitwerte | 6.105,8 | 25,2 | 6.131,0 |
| Passiva 2013/14 | |||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.596,9 | 2.596,9 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 806,2 | 806,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie |
|||
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.083,6 | 16,8 | 2.100,4 |
| Buchwerte | 5.486,7 | 16,8 | 5.503,5 |
| Zeitwerte | 5.593,0 | 16,8 | 5.609,8 |
Mio. EUR
Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten, deren beizulegender Zeitwert angegeben wird, fallen in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market"-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet.
Die drei Stufen sind wie folgt definiert:
Eingangsparameter Stufe 1 umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann. Stufe 2 umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind. Stufe 3 umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld.
Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 2012/13 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 20,7 | 20,7 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 492,6 | 492,6 | ||
| Übrige | 63,7 | 63,7 | ||
| 492,6 | 20,7 | 63,7 | 577,0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 25,2 | 25,2 | ||
| 0,0 | 25,2 | 0,0 | 25,2 | |
| 2013/14 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 8,4 | 8,4 | ||
| Fair Value-Option (Wertpapiere) | 420,6 | 420,6 | ||
| Übrige | 59,3 | 59,3 | ||
| 420,6 | 8,4 | 59,3 | 488,3 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
16,8 | 16,8 | ||
| 0,0 | 16,8 | 0,0 | 16,8 |
Mio. EUR
Die zugrunde liegenden Vermögenswerte des im Geschäftsjahr 2013/14 erstkonsolidierten Wertpapierdachfonds werden im Rahmen der "Fair Value-Option" ausgewiesen.
Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der "Mark to Market"- Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.
Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen Stufe 1 und Stufe 2 sowie keine Umgruppierungen in oder aus Stufe 3 vorgenommen. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Anfangsbestand | 66,9 | 63,7 |
| Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste: |
||
| Finanzaufwendungen/-erträge | –2,6 | –3,1 |
| Summe der unter dem sonstigen Ergebnis angesetzten Gewinne/Verluste: |
||
| Währungsumrechnung | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,0 | 0,3 |
| Abgänge | –0,6 | –1,6 |
| Endbestand | 63,7 | 59,3 |
Stufe 3 – Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Mio. EUR
In Stufe 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die Abweichungen sind unwesentlich. Die für Vergleichszwecke angestellte dahinterliegende Fair Value-Berechnung basiert auf marktwertorientierten bzw. kapitalwertorientierten Bewertungsverfahren. Als Inputfaktoren dienen Buchwert-Multiples vergleichbarer börsennotierter Unternehmen und – sofern verfügbar – Planungsrechnungen.
Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.
Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Darlehen und Forderungen | 38,0 | 21,3 |
| Held for Trading (Derivate) | 5,7 | –3,8 |
| Übrige | 16,3 | 5,4 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | –200,3 | –126,9 |
| Mio. EUR |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 40,5 | 16,4 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –203,8 | –128,3 |
Mio. EUR
Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 12,1 Mio. EUR (2012/13: 14,8 Mio. EUR).
24. Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 41,6 | 19,2 |
| Gezahlte Zinsen | 185,5 | 177,5 |
| Gezahlte Steuern | 115,2 | 100,1 |
| Mio. EUR |
Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 593,5 | 595,0 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | –2,1 | 9,4 |
| Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen, langfristigen Rückstellungen sowie latenten Steuern |
–1,4 | 11,1 |
| Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen | –15,0 | 37,0 |
| 575,0 | 652,5 | |
| Mio. EUR |
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge
Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 16,9 Mio. EUR (2012/13: 21,3 Mio. EUR) aus assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten.
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Zugänge an liquiden Mitteln in Höhe von 3,9 Mio. EUR (2012/13: 20,5 Mio. EUR) aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von akquirierten bzw. erstmals einbezogenen Gesellschaften enthalten und der Kaufpreis in Höhe von 22,3 Mio. EUR (2012/13: 106,6 Mio. EUR) ist abgegangen. Aufgrund des Verkaufs von Tochtergesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,0 Mio. EUR (2012/13: 0,1 Mio. EUR) liquide Mittel abgegangen und der Verkaufspreis in Höhe von 0,7 Mio. EUR (2012/13: 1,6 Mio. EUR) zugegangen.
Im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgten langfristige Kreditaufnahmen in Höhe von 294,9 Mio. EUR (2012/13: 1.477,9 Mio. EUR). Kredite, Anleihen, Schuldscheine und Darlehen mit einer ursprünglichen Laufzeit von über einem Jahr wurden in Höhe von 772,3 Mio. EUR (2012/13: 1.347,8 Mio. EUR) getilgt.
25. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie equitykonsolidierten Gesellschaften bzw. deren Tochterunternehmen als auch quotenkonsolidierten Unternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:
| 2012/13 | 2013/14 | |||
|---|---|---|---|---|
| mit quoten konsolidierten Unternehmen |
mit equity konsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
mit quoten konsolidierten Unternehmen |
mit equity konsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
|
| Umsatzerlöse | 114,8 | 370,5 | 116,8 | 366,6 |
| Materialaufwand | 10,5 | 201,0 | 9,7 | 186,6 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 0,0 | 35,3 | 0,0 | 24,5 |
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige |
||||
| Forderungen | 12,3 | 93,1 | 9,7 | 71,3 |
| Finanzverbindlichkeiten/ Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen und |
||||
| sonstige Verbindlichkeiten | 50,4 | 56,5 | 28,7 | 46,0 |
| Mio. EUR |
In den Forderungen und Verbindlichkeiten mit equitykonsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind sowohl direkte als auch indirekte Beziehungen enthalten.
Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kernaktionären, die aufgrund der Equitykonsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren. Geschäftsfälle werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und stellen sich wie folgt dar:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 168,0 | 39,3 |
| Finanzverbindlichkeiten/Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
207,8 | 112,2 |
| Erhaltene Garantien | 4,6 | 4,8 |
| Mio. EUR |
Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Vorstand
Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.
Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 200 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 250 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das EBIT und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. der dreijährigen Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitatives Ziel im Geschäftsjahr 2013/14 wurde einerseits die Vorlage eines CSR-Berichtes und andererseits die Erreichung eines Einsparungsvolumens in der Höhe von 180 Mio. EUR aus den divisionalen und konzernalen Kosteneinsparungsprogrammen vereinbart.
Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Dipl.-Ing. Mag. Ottel und Dipl.-Ing. Eibensteiner nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Rotter und Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.
Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2012/13: 0,1 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:
| Lfd. Bezüge fix |
Lfd. Bezüge variabel |
Summe | |
|---|---|---|---|
| Dr. Wolfgang Eder | 0,87 | 1,73 | 2,60 |
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner | 0,64 | 0,90 | 1,54 |
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer | 0,64 | 0,92 | 1,56 |
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel | 0,64 | 0,92 | 1,56 |
| Dipl.-Ing. Franz Rotter | 0,64 | 0,92 | 1,56 |
| 2013/14 | 3,43 | 5,39 | 8,82 |
| 2012/13 | 3,16 | 4,29 | 7,45 |
| Mio. EUR |
Es ist zu berücksichtigen, dass bei Dr. Eder in den variablen Bezügen des Geschäftsjahres 2013/14 aus Anlass der 35-jährigen Unternehmenszugehörigkeit ein Jubiläumsgeld von 0,14 Mio. EUR enthalten ist.
Zusätzlich zu den in der o. a. Tabelle enthaltenen Bezügen sind für Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen im Konzernabschluss folgende Service Costs (Personalaufwand) erfasst: Dr. Eder 0,00 Mio. EUR (2012/13: 0,00 Mio. EUR), Mag. Dipl.-Ing. Ottel 0,17 Mio. EUR (2012/13: 0,11 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Eibensteiner 0,11 Mio. EUR (2012/13: 0,05 Mio. EUR). Für Vorstandsmitglieder mit beitragsorientierten Pensionsverträgen sind zusätzlich folgende Pensionsaufwendungen im Konzernabschluss berücksichtigt: Dipl.-Ing. Rotter 0,09 Mio. EUR (2012/13: 0,09 Mio. EUR) und Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer 0,09 Mio. EUR (2012/13: 0,08 Mio. EUR). Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder mit leistungsorientierten Pensionsverträgen wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,71 Mio. EUR (2012/13: 0,41 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet. Aufgrund der detaillierteren Angaben zu den Pensionsaufwendungen wurden die Vorjahreswerte in der o. a. Tabelle entsprechend angepasst.
Zum Bilanzstichtag waren 3,90 Mio. EUR (2012/13: 3,46 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Aufsichtsrat
Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2013/14 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80 Tsd. EUR (2012/13: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender ab 5. Juli 2012): 60 Tsd. EUR (2012/13: 45,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40 Tsd. EUR (2012/13: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2012/13: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2013/14 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 2. Juli 2014 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2013/14 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit aktien- und kapitalmarktrechtlichen Angelegenheiten sowie mit gesellschaftsrechtlichen Themen eine österreichische Joint Venture-Gesellschaft betreffend. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2013/14 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 102.483,67 EUR (2012/13: 35.420,83 EUR).
26. Angaben zu Arbeitnehmern
Mitarbeiterstand
| Bilanzstichtag | Durchschnitt | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | 2012/13 | ||
| Arbeiter | 26.317 | 27.436 | 26.146 | 26.800 |
| Angestellte | 15.761 | 16.439 | 15.515 | 16.007 |
| Lehrlinge | 1.351 | 1.405 | 1.421 | 1.460 |
| 43.429 | 45.280 | 43.082 | 44.267 |
In den durchschnittlichen Mitarbeitern sind 596 Mitarbeiter (2012/13: 563 Mitarbeiter) für quotenkonsolidierte Gesellschaften enthalten. Die für die quotenkonsolidierten Gesellschaften angeführten Werte sind bereits anteilig (49,995 %) dargestellt. Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Personalaufwand beträgt 2.579,4 Mio. EUR (2012/13: 2.482,5 Mio. EUR1 ).
27. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses | 0,2 | 0,2 |
| Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen | 1,1 | 1,0 |
| Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen | 0,0 | 0,0 |
| Aufwendungen für sonstige Leistungen | 0,0 | 0,0 |
| 1,3 | 1,2 | |
| Mio. EUR |
1 Geschäftsjahr 2012/13 gemäß IAS 19 (revised) rückwirkend angepasst; siehe dazu Korrekturbeträge in der Gewinn- und Verlustrechnung im Kapitel B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Allgemeine Informationen.
28. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften
Lieferforderungen in Höhe von 674,2 Mio. EUR (31. März 2013: 709,4 Mio. EUR) wurden verkauft und aus der Bilanz ausgebucht. Bei den Forderungsverkäufen werden kreditversicherte und nicht kreditversicherte Lieferforderungen um 100 % des Nennwertes an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko (Delkredererisiko und politisches Risiko) übernehmen; ferner wird die Verfügungsmacht auf den Erwerber der Forderungen übertragen. Vom Verkäufer wird bei kreditversicherten Forderungen in der Regel eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehaltes (Bandbreite 10 % – 30 %) aus der Kreditversicherung übernommen. Da die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Ausfallshaftung äußerst gering ist, wird der Zeitwert dieses Risikos mit null bewertet. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 62,2 Mio. EUR (31. März 2013: 69,3 Mio. EUR).
29. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der voestalpine-Konzern hat am 12. September 2013 den schrittweisen Verkauf seines 38,5 %-Anteils an der VA Intertrading Aktiengesellschaft innerhalb der nächsten drei Jahre an einen Investor bekannt gegeben. Zwischen dem voestalpine-Konzern und der VA Intertrading Aktiengesellschaft gab es zuletzt aufgrund fehlender Synergien keine Geschäftsbeziehung mehr. Am 12. September 2013 wurde mit dem Käufer, Calexco S.a.r.l., Luxembourg, ein Kaufvertrag unterzeichnet und somit der Verkaufsprozess erfolgreich abgeschlossen. Als Kaufpreis wurde für den 38,5 %-Anteil ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag vereinbart. Nach Vorliegen der kartellrechtlichen Genehmigungen wurde am 30. April 2014 ein 30,57 %-Anteil der VA Intertrading Aktiengesellschaft sofort veräußert, die restlichen 7,93 % folgen in den kommenden drei Jahren. Gemäß dieser Transaktionsstruktur bleibt die voestalpine AG bis 2017 an der VA Intertrading Aktiengesellschaft geringfügig beteiligt.
30. Ergebnis je Aktie
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 2012/13 | 2013/14 |
|---|---|
| 444.872 | 448.086 |
| 170.749.163 | 172.449.163 |
| –160.339 | –36.683 |
| 170.588.824 | 172.412.480 |
| 2,61 | 2,60 |
31. Gewinnverwendung
Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2014. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 164,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 0,95 EUR (2012/13: 0,90 EUR) je Aktie vor.
Linz, 26. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
Anlage zum Anhang: Beteiligungen
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2014, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 26. Mai 2014
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Josef Töglhofer Mag. Alexandra Winkler-Janovsky
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, 26. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
voestalpine AG Beteiligungen
Steel Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Stahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Cargo Service GmbH | AUT | 100,000 % | Logistik Service GmbH | KV |
| Caseli GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| Logistik Service GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| VA OMV Personalholding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| vaps Personalservice GmbH | AUT | 100,000 % | VA OMV Personalholding GmbH | KV |
| voestalpine Anarbeitung GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Eurostahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Giesserei Linz GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Giesserei Traisen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KV |
| voestalpine Grobblech GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Stahl Service Center GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Standortservice GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KV |
| voestalpine Steel Service Center Romania SRL | ROU | 100,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KV |
| voestalpine Texas Holding LLC | USA | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Texas LLC | USA | 100,000 % | voestalpine Texas Holding LLC | KV |
| GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 | AUT | 49,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Herzog Coilex GmbH2 | DEU | 25,100 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KE |
| Industrie-Logistik-Linz GmbH1 | AUT | 37,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd1 | CHN | 51,000 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KE |
| Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 | DEU | 49,000 % | Logistik Service GmbH | KE |
| METALSERVICE S.P.A.1 | ITA | 40,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KE |
| Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd.1 | CHN | 49,043 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 25,883 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 4,727 % | voestalpine Stahl Donawitz GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 3,401 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KE |
| Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H.1 | AUT | 30,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
2 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 30.09.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Energie AG Oberösterreich | AUT | 2,063 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| GWL Gebäude- Wohnungs- und Liegenschafts Verwaltungsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 91,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| GWL Gebäude- Wohnungs- und Liegenschafts Verwaltungsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 9,000 % | vivo Mitarbeiter-Service GmbH | K0 |
| Kontext Druckerei GmbH | AUT | 64,800 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Linz Center of Mechatronics GmbH | AUT | 10,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Linzer Schlackenaufbereitungs- und vertriebsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 33,333 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| vivo Mitarbeiter-Service GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| voestalpine Belgium NV/SA | BEL | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine CR, s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | HRV | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | SRB | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | SVN | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Danmark ApS. | DNK | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Deutschland GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine France SAS | FRA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Hungaria Kft. | HUN | 99,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Hungaria Kft. | HUN | 1,000 % | Donauländische Baugesellschaft m.b.H. | K0 |
| voestalpine Italia S.r.l. | ITA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Romania S.R.L | ROU | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Scandinavia AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Schweiz GmbH | CHE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Slovakia, s.r.o. | SVK | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine AG | K0 |
| voestalpine UK Ltd. | GBR | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine USA Corp. | USA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
Special Steel Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Aceros Boehler del Ecuador S.A. | ECU | 1,753 % | BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | KV |
| Aceros Boehler del Ecuador S.A. | ECU | 98,247 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 2,500 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 95,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 2,500 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. | ARG | 94,378 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. | ARG | 5,622 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Bohler Uddeholm, S.A. de C.V. | MEX | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ACOS BÖHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA. | BRA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aktiebolaget Finansa | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| ASSAB Pacific Pte. Ltd. | SGP | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB Steels (China) Ltd. | CHN | 100,000 % | ASSAB Steels (HK) Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (HK) Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Korea) Co., Ltd. | KOR | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd | MYS | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. | TWN | 82,500 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Thailand) Ltd. | THA | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. | SGP | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd | MYS | 100,000 % | ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd | KV |
| ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Associated Swedish Steels Aktiebolag | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| Associated Swedish Steels Phils., Inc. | PHL | 92,500 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|---|---|---|---|---|
| BÖHLER Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER GRUNDSTÜCKS BETEILIGUNGS GMBH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH | KV |
| Böhler Grundstücks GmbH & Co. Kommanditgesellschaft1 |
DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH | KV |
| Bohler High Performance Metals Private Limited | IND | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler International GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler Pacific Pte Ltd | SGP | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Böhler PROFIL GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | AUT | 99,999 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | AUT | 0,001 % | BÖHLER Schmiedetechnik GmbH | KV |
| Bohler Special Steels (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd | AUS | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD | ZAF | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Celik Sanayi ve Ticaret A.S. | TUR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm CZ s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | ITA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM POLSKA Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM ROMANIA S.R.L. | ROU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Wärmebehandlung GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLERSTAHL Vertriebsgesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM AS | NOR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 0,009 % | BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 0,009 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 90,635 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 9,347 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler-Uddeholm Corporation | USA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM DEUTSCHLAND GMBH | DEU | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. | FRA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Böhler-Uddeholm Hungary Kft. | HUN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm Iberica S.A.U. | ESP | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM INDIA LIMITED | IND | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler-Uddeholm KK | JPN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Böhler-Uddeholm Ltd. | CAN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm Schweiz AG | CHE | 99,833 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. | SVK | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED | GBR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BU Beteiligungs-und Vermögensverwaltung GmbH |
AUT | 100,000 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Buderus Edelstahl GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| DIN ACCIAI S.p.A. | ITA | 100,000 % | Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | KV |
| Densam Industrial Co. Ltd. | TWN | 51,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Densam Industrial Co. Ltd. | TWN | 49,000 % | ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. | KV |
| Deville Rectification S.A.S. | FRA | 99,996 % | Buderus Edelstahl GmbH | KV |
| Deville Rectification S.A.S. | FRA | 0,004 % | Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. | KV |
| E B C Eifeler Beschichtungs - Center GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| EDRO Engineering, Inc. | USA | 100,000 % | Bohler-Uddeholm Corporation | KV |
| EDRO Specialty Steels GmbH | DEU | 100,000 % | EDRO Specialty Steels, Inc. | KV |
| EDRO Specialty Steels, Inc. | USA | 100,000 % | Bohler-Uddeholm Corporation | KV |
| Eifeler France S.a.r.l. | FRA | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. | KV |
| Eifeler International GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Lasertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Nord Coating GmbH Entwicklungscenter für Dünnschichttechnologien |
DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Swiss AG | CHE | 100,000 % | Eifeler Süd-Coating GmbH | KV |
| Eifeler Süd-Coating GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Werkzeuge GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eifeler-Lafer-Inc. | USA | 100,000 % | Eifeler International GmbH | KV |
| ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH | DEU | 85,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| EschmannStahl GmbH & Co. KG1 | DEU | 51,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | KV |
| EschmannStahl GmbH & Co. KG1 | DEU | 49,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co. Kommanditgesellschaft und die EschmannStahl GmbH & Co. KG als befreiend.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Eschmann Textura Internacional – Transforma cao de Ferramentas, Unipessoal, LDA |
PRT | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Eschmann Textures India Private Limited | IND | 99,980 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Eschmann Textures India Private Limited | IND | 0,020 % | Eschmann Textura Internacional – Transforma cao de Ferramentas, Unipessoal, LDA |
KV |
| Eschmann Textures International GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e Transformacao de Ferramentas, Unipessoal Lda. – em Liquidacao |
PRT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| GMV Eschmann International SAS | FRA | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Grabados Eschmann International S.L. | ESP | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Gravutex Eschmann International Limited | GBR | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Grimstows Holdings Inc. | CAN | 100,000 % | Böhler-Uddeholm Ltd. | KV |
| IS Intersteel Stahlhandel GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Jing Ying Industrial Co. Ltd. | TWN | 100,000 % | Densam Industrial Co. Ltd. | KV |
| OOO BÖHLER-UDDEHOLM | RUS | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| PT Assab Steels Indonesia | IDN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Sacma Acciai Speciali S.p.A. | ITA | 100,000 % | Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | KV |
| Sturdell Holdings, Inc. | USA | 100,000 % | Grimstows Holdings Inc. | KV |
| Sturdell Industries Inc. | CAN | 100,000 % | Grimstows Holdings Inc. | KV |
| Sturdell Industries, Inc. | USA | 100,000 % | Sturdell Holdings, Inc. | KV |
| Uddeholm A/S | DNK | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Eiendom AS | NOR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Holding AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Oy Ab | FIN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Svenska Aktiebolag | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| Uddeholms AB | SWE | 100,000 % | Uddeholm Holding AB | KV |
| Vacotec S.A. | CHE | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Villares Metals International B.V. NLD 100,000 % Villares Metals S.A. |
KV |
|---|---|
| Villares Metals S.A. BRA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
KV |
| voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
KV |
| voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
KV |
| voestalpine Treasury Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
KV |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 98,000 % Aceros Boehler del Peru S.A. |
K0 |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 1,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 1,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH |
K0 |
| ASSAB International Aktiebolag SWE 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| ASSAB Steels Vietnam Company Limited VIE 100,000 % ASSAB Pacific Pte. Ltd. |
K0 |
| Bohlasia Steels Sdn. Bhd. MYS 53,333 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung AUT 100,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG |
K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM UKRAINE LLC UKR 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o. HRV 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH |
K0 |
| DEGECANDOR Grundstücksverwaltungsgesell DEU 95,000 % voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH schaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG |
K0 |
| Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. NLD 100,000 % Buderus Edelstahl GmbH |
K0 |
| EDRO Limited CHN 100,000 % EDRO Specialty Steels, Inc. |
K0 |
| Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 50,977 % BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH |
K0 |
| Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 49,023 % voestalpine Edelstahl Wärmebehandlung GmbH |
K0 |
| Grundstück-Verwaltungsgesellschaft DEU 62,916 % voestalpine Edelstahl Deutschland GmbH Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG |
K0 |
| HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. AUT 99,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG |
K0 |
| HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. AUT 1,000 % BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG |
K0 |
| Schoeller-Bleckmann (UK) Limited GBR 100,000 % BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED |
K0 |
| V.K. Italia S.r.l. ITA 20,000 % Böhler Uddeholm Italia S.p.A. |
K0 |
Metal Engineering Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft dierungsart |
Konsoli | |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Advanced Railway Systems GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| Bohler Welding Group Middle East FZE | ARE | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| Contec GmbH Transportation Systems | DEU | 62,376 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| Control and Display Systems Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | ESP | 70,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| LASA Schienentechnik GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine BWG GmbH | KV |
| Maruti Weld Private Limited | IND | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU | FRA | 100,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | KV |
| Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. | MEX | 51,007 % | voestalpine Nortrak Inc. | KV |
| OOO voestalpine Bohler Welding Russia | RUS | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| PT Bohler Welding Group Asia Pacific | IDN | 95,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| PT Bohler Welding Group Asia Pacific | IDN | 5,000 % | voestalpine Böhler Welding Austria GmbH | KV |
| Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Railpro B.V. | KV |
| SST Signal & System Technik GmbH | DEU | 90,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| SST Signal & System Technik GmbH | DEU | 10,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| Trafilerie di Cittadella S.p.A. | ITA | 90,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| TSF-A GmbH | AUT | 50,100 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| VAMAV Vasúti Berendezések Kft. | HUN | 50,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Austria Draht GmbH | AUT | 99,950 % | voestalpine Wire Technology GmbH | KV |
| voestalpine Austria Draht GmbH | AUT | 0,050 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Böhler Welding Austria GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Belgium S.A. | BEL | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Bohler Welding Canada Ltd. | CAN | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding CEE GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding (China) Co., Ltd | CHN | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Fontargen GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding France SAS | FRA | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Austria GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Germany GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Group GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Hellas S.A. | GRC | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding India Private Limited | IND | 99,999 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding India Private Limited | IND | 0,001 % | voestalpine Böhler Welding CEE GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Italia S.p.A. | ITA | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding Mexico S.A. de C.V | MEX | 99,990 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding Mexico S.A. de C.V | MEX | 0,010 % | voestalpine Böhler Welding CEE GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Nordic AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Austria GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding Romania SRL | ROU | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding CEE GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Schweiz AG | CHE | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Soldas do Brasil Ltda. | BRA | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Spain, S.A. | ESP | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Böhler Welding Trading (Shanghai) Co., Ltd. |
CHN | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding UK Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine Bohler Welding USA, Inc. | USA | 100,000 % | voestalpine Böhler Welding Group GmbH | KV |
| voestalpine BWG GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine BWG ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine BWG GmbH | KV |
| voestalpine CPA Filament GmbH | AUT | 70,000 % | voestalpine Austria Draht GmbH | KV |
| voestalpine Draht Finsterwalde GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Wire Technology GmbH | KV |
| voestalpine HYTRONICS GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 50,956 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG als befreiend.
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft dierungsart |
Konsoli |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 0,022 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 0,022 % | Weichenwerk Wörth GmbH | KV |
| voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| voestalpine Metal Engineering GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine Nortrak Inc. | USA | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Nortrak Ltd. | CAN | 100,000 % | voestalpine Nortrak Inc. | KV |
| voestalpine Rail Center Duisburg GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| voestalpine Railpro B.V. | NLD | 70,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Schienen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Stahl Donawitz GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KV |
| voestalpine TENS Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| voestalpine Track Solutions Saudi Arabia Limited | SAU | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. | ZAF | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Apcarom SA | ROU | 92,918 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. | BRA | 59,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Italia S.r.l. | ITA | 95,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Italia S.r.l. | ITA | 5,000 % | voestalpine VAE UK Ltd. | KV |
| voestalpine VAE Legetecha UAB | LTU | 66,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Railway Systems Pty.Ltd. | AUS | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Riga SIA | LVA | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft dierungsart |
Konsoli | |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine VAE SA (Pty) Ltd. | ZAF | 69,000 % | voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. | KV |
| voestalpine VAE Sofia OOD | BGR | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE UK Ltd. | GBR | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE VKN India Private Limited | IND | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE VKN India Private Limited | IND | 6,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | KV |
| voestalpine WBN B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Weichensysteme GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Wire Technology GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| Weichenwerk Wörth GmbH | AUT | 70,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| voestalpine Tubulars GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KQ |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | AUT | 49,985 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KQ |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | AUT | 0,010 % | voestalpine Tubulars GmbH | KQ |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
CHN | 29,070 % | voestalpine VAE GmbH | KE |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
CHN | 20,930 % | voestalpine BWG GmbH | KE |
| Burbiola S.A. | ESP | 50,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | K0 |
| Liegenschaftsverwaltungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
K0 |
| KW PenzVAEE GmbH | AUT | 49,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | K0 |
| VAE Murom LLC | RUS | 50,000 % | voestalpine VAE GmbH | K0 |
| voestalpine Schienentechnik Beteiligungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | K0 |
| voestalpine Tubulars Middle East FZE | ARE | 100,000 % | voestalpine Tubulars GmbH | K0 |
| VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. | USA | 100,000 % | voestalpine Tubulars GmbH | K0 |
Metal Forming Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Metal Forming GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Böhler Uddeholm Precision Strip Trading (Suzhou) Co., Ltd |
CHN | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm Precision Strip AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM Precision Strip LLC | USA | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. | MEX | 99,999 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. | MEX | 0,001 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Flamco AG | CHE | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Flexcon B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Flexcon Ltd. | GBR | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco GmbH | DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| Flamco Heating Accessories (Changshu) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Holding B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
| Flamco IMZ B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Kft. | HUN | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Ltd. | GBR | 100,000 % | Flamco Flexcon Ltd. | KV |
| Flamco s.a.r.l. | FRA | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco STAG Behälterbau GmbH | DEU | 94,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco STAG Behälterbau GmbH | DEU | 6,000 % | Polynorm GmbH | KV |
| Flamco STAG GmbH | DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| Global Rollforming Corporation | USA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH | KV |
| Metsec plc | GBR | 100,000 % | VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc | KV |
| Nedcon Bohemia, s.r.o. | CZE | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon France SASU | FRA | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Nedcon Groep N.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Nedcon Lagertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon Magazijninrichting B.V. | NLD | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon USA Inc. | USA | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Polynorm GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| Roll Forming Corporation | USA | 100,000 % | Global Rollforming Corporation | KV |
| SADEF N.V. | BEL | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Servitroquel – Notting, S.A. Unipersonal | ESP | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Sharon Custom Metal Forming, Inc. | USA | 100,000 % | Global Rollforming Corporation | KV |
| Société Automatique de Profilage (SAP) | FRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Société Profilafroid | FRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| STAMPTEC France SAS | FRA | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| STAMPTEC-Holding GmbH | DEU | 95,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| STAMPTEC-Holding GmbH | DEU | 5,000 % | voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG | KV |
| voestalpine Automotive Body Parts Inc. | USA | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Elmsteel Group Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Europlatinen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine HTI Beteiligungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Krems Finaltechnik GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Krems GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Meincol S.A. | BRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Polynorm B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
| voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | Polynorm GmbH | KV |
| voestalpine Polynorm Plastics B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
| voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG und die voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG als befreiend.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Präzisionsprofil GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Profilform (China) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine PROFILFORM s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Rotec AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec France S.A. | FRA | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 | DEU | 98,996 % | voestalpine HTI Beteiligungs GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 | DEU | 1,004 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Iberica S.A. | ESP | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Incorporated | USA | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH2 | DEU | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG1 |
DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec France | FRA | 99,998 % | STAMPTEC France SAS | KV |
| voestalpine Stamptec GmbH2 | DEU | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Holding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 | DEU | 99,667 % | voestalpine Stamptec Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 | DEU | 0,333 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG1 |
DEU | 99,933 % | voestalpine Stamptec Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG1 |
DEU | 0,067 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Romania S.R.L. | ROU | 50,000 % | voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG |
KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Stamptec Romania S.R.L. | ROU | 50,000 % | voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Schmölln GmbH2 | DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec South Africa (Pty) Ltd. | ZAF | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Straßensicherheit GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc | GBR | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| W E M E F A Horst Christopeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| ZAO voestalpine Arkada Profil | RUS | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost GmbH & Co. KG |
DEU | 6,000 % | Polynorm GmbH | K0 |
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Verwaltungs GmbH |
DEU | 100,000 % | Polynorm GmbH | K0 |
| EURACIER | FRA | 20,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Martin Miller Blansko, spol. s r. o. (in Liquidation) | CZE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Martin Miller North America, Inc. | USA | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Metal Sections Limited | GBR | 100,000 % | Metsec plc | K0 |
| Munkfors Värmeverk Aktiebolag | SWE | 40,000 % | Böhler-Uddeholm Precision Strip AB | K0 |
| Polynorm Immobilien Beteiligungs-GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | K0 |
| SADEF FRANCE S.A.R.L. | FRA | 90,000 % | SADEF N.V. | K0 |
| SADEF FRANCE S.A.R.L. | FRA | 10,000 % | voestalpine Krems GmbH | K0 |
| voestalpine Arkada Zapad IP | BLR | 100,000 % | ZAO voestalpine Arkada Profil | K0 |
| voestalpine Polynorm Beteiligungsgesellschaft m.b.H. |
DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG | K0 |
| voestalpine Stamptec Beteiligungs GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG |
K0 |
2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH, voestalpine Stamptec GmbH und voestalpine Stamptec Schmölln GmbH als befreiend.
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Rotec GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG und voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG als befreiend.
Sonstige
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Danube Equity AG | AUT | 71,373 % | voestalpine AG | KV |
| Importkohle Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH | KV |
| RLBV54 Fonds | AUT | 97,660 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine Dienstleistungs- und Finanzierungs GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | KV |
| voestalpine Finanzierungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | KV |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine Funding International GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | KV |
| voestalpine group-IT AB | SWE | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine group-IT Tecnologia da Informacao Ltda. |
BRA | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine Personal Services GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 | AUT | 19,110 % | voestalpine AG | KE |
| APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 | AUT | 10,082 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KE |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | K0 |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft | AUT | 38,500 % | voestalpine AG | K0 |
| voestalpine Insurance Services GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | K0 |
Erläuterungen:
KV Vollkonsolidierung
KQ Quotenkonsolidierung
KE Equity-Methode
K0 Keine Konsolidierung
1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
voestalpine AG Jahresabschluss 2013/14
Jahresabschluss 2013/14
- 196 Bilanz zum 31. März 2014
- 198 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014
- 200 Anlagenspiegel zum 31. März 2014
- 202 Anhang zum UGB-Abschluss 2013/14
- 218 Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
- 220 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
voestalpine AG Bilanz zum 31. März 2014
Aktiva
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
6.569,35 | 3.386,34 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 91.967,75 | 933.198,64 |
| 2. Anlagen in Bau | 531.428,99 | 0,00 |
| 623.396,74 | 933.198,64 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.245.358.046,18 | 5.288.829.348,79 |
| 2. Beteiligungen | 9.651.109,11 | 9.651.109,11 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 494.917,78 | 494.917,78 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 6.714.830,21 | 6.160.952,78 |
| 5.262.218.903,28 | 5.305.136.328,46 | |
| 5.262.848.869,37 | 5.306.072.913,44 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.571,64 | 90.430,27 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.999.825.108,33 | 3.324.533.610,74 |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 82.198.292,19 | 110.493.614,49 |
| 3.082.027.972,16 | 3.435.117.655,50 | |
| II. Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Eigene Anteile | 892.695,66 | 281.680,46 |
| 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 409.865.484,10 | 349.865.484,11 |
| 410.758.179,76 | 350.147.164,57 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | ||
| 1. Kassenbestand | 1.879,57 | 329,73 |
| 2. Guthaben bei Kreditinstituten | 875.973.343,03 | 337.081.964,52 |
| 875.975.222,60 | 337.082.294,25 | |
| 4.368.761.374,52 | 4.122.347.114,32 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 9.073.170,82 | 7.226.224,20 |
| Summe Aktiva | 9.640.683.414,71 | 9.435.646.251,96 |
| Passiva | ||
|---|---|---|
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 313.309.235,65 | 313.309.235,65 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| 1. Gebundene | 616.687.528,61 | 616.687.528,61 |
| 2. Nicht gebundene | 90.227.645,14 | 90.227.645,14 |
| 706.915.173,75 | 706.915.173,75 | |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Andere freie Rücklagen | 3.088.038.795,90 | 3.534.435.564,79 |
| 2. Rücklagen für eigene Anteile | 892.695,66 | 281.680,46 |
| 3.088.931.491,56 | 3.534.717.245,25 | |
| IV. Bilanzgewinn | 156.000.000,00 | 164.000.000,00 |
| davon Gewinnvortrag | 878.942,86 | 822.052,31 |
| 4.265.155.900,96 | 4.718.941.654,65 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 7.140.226,00 | 8.574.855,00 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 14.548.863,00 | 18.621.546,00 |
| 3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder | 1.969.352,51 | 2.015.293,65 |
| 4. Steuerrückstellungen | 5.083.357,44 | 8.435.035,32 |
| 5. Sonstige Rückstellungen | 33.840.964,68 | 35.286.887,12 |
| 62.582.763,63 | 72.933.617,09 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Hybridanleihe | 1.000.000.000,00 | 1.000.000.000,00 |
| davon konvertibel | 0,00 | 0,00 |
| 2. Anleihen | 1.400.000.000,00 | 1.000.000.000,00 |
| davon konvertibel | 0,00 | 0,00 |
| 3. Andere langfristige Verbindlichkeiten | 1.059.000,00 | 26.615.000,00 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 918.745.497,19 | 958.563.419,27 |
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.010.146,86 | 1.249.914,38 |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.775.875.404,99 | 1.530.772.201,22 |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 188.863.494,59 | 103.305.458,12 |
| davon aus Steuern | 477.141,47 | 677.547,75 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 207.738,84 | 211.363,96 |
| 5.285.553.543,63 | 4.620.505.992,99 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 27.391.206,49 | 23.264.987,23 |
| Summe Passiva | 9.640.683.414,71 | 9.435.646.251,96 |
| E. Eventualverbindlichkeiten | 1.412.406.169,19 | 1.408.396.063,93 |
voestalpine AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis 31. März 2014
| GJ 2012/13 | 01.04.2013 – 31.03.2014 | |||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 97.782.042,09 | 95.648.558,37 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 299.617,78 | 520.793,60 | ||
| b) Übrige | 711.921,66 | 671.620,43 | ||
| 1.011.539,44 | 1.192.414,03 | |||
| 3. | Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | –16.013.981,52 | –18.240.285,47 | ||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
–1.332.538,99 | –1.232.291,59 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | –8.082.041,41 | –3.809.161,96 | ||
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–2.353.656,00 | –2.683.997,46 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | –65.296,15 | –149.307,63 | ||
| –27.847.514,07 | –26.115.044,11 | |||
| 4. | Abschreibungen | |||
| a) Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
–51.318,01 | –159.555,63 | ||
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 15 fallen | –865.665,45 | –2.465,13 | ||
| b) Übrige | –78.163.451,14 | –80.879.624,38 | ||
| –79.029.116,59 | –80.882.089,51 | |||
| 6. | Zwischensumme aus Z. 1 bis 5 (Betriebserfolg) | –8.134.367,14 | –10.315.716,85 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 316.284.584,00 | 671.100.680,76 | |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (313.457.534,28) | (667.555.785,32) | ||
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
361.699,37 | 340.119,87 | |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (0,00) | (0,00) |
| GJ 2012/13 | 01.04.2013 – 31.03.2014 | |
|---|---|---|
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
78.522.920,74 | 63.981.906,70 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (48.559.161,34) | (45.600.627,92) |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
2.828.633,92 | 960.583,45 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
||
| a) Übrige | –27.501.359,30 | –2.264.634,65 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (0,00) | (0,00) |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –270.668.030,66 | –172.207.861,33 |
| (davon betreffend verbundene Unternehmen) | (–29.815.263,48) | (–19.797.079,41) |
| 13. Zwischensumme aus Z. 7 bis 12 (Finanzerfolg) | 99.828.448,07 | 561.910.794,80 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 91.694.080,93 | 551.595.077,95 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 82.156.870,80 | 57.368.623,43 |
| 16. Jahresüberschuss | 173.850.951,73 | 608.963.701,38 |
| 17. Auflösung von Gewinnrücklagen | ||
| a) Rücklagen für eigene Aktien | 2.059.625,14 | 611.015,20 |
| 18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | ||
| a) Andere freie Rücklagen | –20.789.519,73 | –446.396.768,89 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 878.942,86 | 822.052,31 |
| 20. Bilanzgewinn | 156.000.000,00 | 164.000.000,00 |
| EUR |
voestalpine AG Anlagenspiegel zum 31. März 2014
| Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.04.2013 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|||||
| 1. Software | 1.123.436,21 | 4.525,37 | 2.472,23 | ||
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.123.436,21 | 4.525,37 | 0,00 | 2.472,23 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
396.343,31 | 461.619,15 | 531.458,99 | 5.422,57 | |
| 2. Anlagen in Bau | 531.428,99 | –531.428,99 | |||
| Summe Sachanlagen | 927.772,30 | 461.619,15 | 30,00 | 5.422,57 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.245.358.046,18 | 50.018.290,14 | 6.546.987,53 | ||
| 2. Beteiligungen | 9.651.109,11 | ||||
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | |||||
| a) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte | 494.917,78 | ||||
| 4. Sonstige Ausleihungen | |||||
| a) Sonstige Ausleihungen | 6.714.830,21 | 270.119,89 | 823.997,32 | ||
| Summe Finanzanlagen | 5.262.218.903,28 | 50.288.410,03 | 0,00 | 7.370.984,85 | |
| Summe Anlagevermögen | 5.264.270.111,79 | 50.754.554,55 | 30,00 | 7.378.879,65 |
| Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2013/14 |
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2013/14 |
Buchwert 31.03.2013 |
Buchwert 31.03.2014 |
Abschreibungen (kumuliert) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.03.2014 |
|||||
| 7.708,38 | 6.569,35 | 3.386,34 | 1.122.103,01 | 1.125.489,35 | |
| 0,00 | 7.708,38 | 6.569,35 | 3.386,34 | 1.122.103,01 | 1.125.489,35 |
| 151.847,25 | 91.967,75 | 933.198,64 | 450.800,24 | 1.383.998,88 | |
| 531.428,99 | 0,00 | 0,00 | |||
| 0,00 | 151.847,25 | 623.396,74 | 933.198,64 | 450.800,24 | 1.383.998,88 |
| 5.245.358.046,18 | 5.288.829.348,79 | 0,00 | 5.288.829.348,79 | ||
| 9.651.109,11 | 9.651.109,11 | 9.651.109,11 | |||
| 494.917,78 | 494.917,78 | 494.917,78 | |||
| 6.714.830,21 | 6.160.952,78 | 6.160.952,78 | |||
| 0,00 | 0,00 | 5.262.218.903,28 | 5.305.136.328,46 | 0,00 | 5.305.136.328,46 |
| 0,00 | 159.555,63 | 5.262.848.869,37 | 5.306.072.913,44 | 1.572.903,25 | 5.307.645.816,69 |
| EUR |
voestalpine AG Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2013/14
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der voestalpine AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und ist auf der voestalpine-Homepage www.voestalpine.com abrufbar.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.
C. Erläuterungen zur Bilanz
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.
Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12,0 – 20,0 % |
|---|---|
| ---------------------------------------------------- | --------------- |
An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein Betrag von 175,9 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 131,6 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 879,4 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 658,0 Tsd. EUR).
2. Finanzanlagen
Eine detaillierte Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen.
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital zum 31.03.2014 |
Jahres überschuss/ -fehlbetrag 2013/14 |
|
|---|---|---|---|
| voestalpine Stahl GmbH, Linz | 100,00 | 700.626,3 | 60.466,6 |
| voestalpine Metal Forming GmbH, Linz | 100,00 | 919.614,8 | 90.883,3 |
| voestalpine Edelstahl GmbH, Wien | 100,00 | 563.952,4 | 118.551,4 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG, Leoben | 100,00 | 557.311,9 | 144.411,3 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH, Leoben | 100,00 | 101.413,5 | 22.009,8 |
| voestalpine group-IT GmbH, Linz | 100,00 | 3.318,6 | 858,3 |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Linz | 100,00 | 123,7 | 20,5 |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 | 957,8 | –9,7 |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz | 100,00 | 371.751,0 | 21.493,0 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH, Linz1 | 50,00 | 1.092,6 | 19,6 |
| Danube Equity AG, Linz | 71,37 | 12.597,9 | 850,8 |
| APK Pensionskasse AG, Wien2 | 19,11 | 36.189,1 | 3.316,1 |
| voestalpine Insurance Services GmbH, Linz | 100,00 | 961,9 | 255,9 |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz3 | 38,50 | 57.572,9 | 11.670,4 |
Beteiligungsgesellschaften der voestalpine AG (ab 20,0 %)
1 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.03.2013 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2012 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2013 Tsd. EUR
Die im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen Umgründungszugänge und -abgänge resultieren aus der Einbringung der voestalpine Personal Services GmbH in die voestalpine AG und der Abspaltung der Böhler Uddeholm Härtereitechnik von der voestalpine Edelstahl GmbH in die voestalpine Metal Engineering GmbH. Weiters erfolgten Großmutterzuschüsse in Höhe von 50.000,0 Tsd. EUR an die voestalpine Funding International GmbH und eine Einlagenrückzahlung in Höhe von 4.282,4 Tsd. EUR der Danube Equity AG.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet; unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden sonstige Anteilsrechte ausgewiesen.
3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| Bilanzwert 31.03.2013 |
Bilanzwert 31.03.2014 |
Davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4,6 | 90,5 | 90,5 | 0,0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.999.825,1 | 3.324.533,6 | 3.101.226,1 | 223.307,5 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
82.198,3 | 110.493,6 | 110.493,6 | 0,0 |
| 3.082.028,0 | 3.435.117,7 | 3.211.810,2 | 223.307,5 | |
| Tsd. EUR |
Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 34,5 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 2.617.672,6 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 646.000,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 59.398,4 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 1.428,1 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 904,5 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
4. Wertpapiere und Anteile
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 Abs. 1 UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet.
Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien, Fondsanteilen und aus rückgekauften eigenen Aktien. Vom Bestand am V54-Kapitalanlagefonds sind 5.800.000 Stück verpfändet. Das entspricht einem Buchwert von 36.637,9 Tsd. EUR.
Die voestalpine AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 62.032 Stück eigene Aktien an die Mitarbeiter bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung übertragen (siehe Ausführungen zur Mitarbeiterbeteiligung unter Pkt. 13). Der Veräußerungsertrag beim Abgang der eigenen Aktien betrug 960,6 EUR (Buchgewinn 960,6 Tsd. EUR). Die unterlassene Zuschreibung beträgt 17.873,7 Tsd. EUR. Die daraus resultierende Steuerbelastung beträgt 4.468,4 Tsd. EUR.
| Eigene Aktien 1.000 Stück |
Buchwert Tsd. EUR |
Anteil am Grundkapital % |
Anteil am Grundkapital Tsd. EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand per 31.03.2013 | 90,6 | 892,7 | 0,1 | 164,7 |
| Zugänge in 2013/14 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge in 2013/14 | 62,0 | 611,0 | 0,1 | 112,7 |
| Abschreibung 2013/14 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand per 31.03.2014 | 28,6 | 281,7 | 0,0 | 52,0 |
5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Disagien der im Oktober 2007 begebenen Hybridanleihe (223,4 Tsd. EUR) sowie der Anleihen 2011–2018 (1.675,7 Tsd. EUR) und 2012–2018 (2.505,0 Tsd. EUR) ausgewiesen.
6. Grundkapital
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 48,68 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 12. September 2012 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 3.400.000 neuen, auf Inhaber lautenden Stückaktien und somit um rund 2 % zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 24. November 2012 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen. In der Berichtsperiode hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 46,39 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 3. Juli 2013 wurde der Vorstand für eine Geltungsdauer von 30 Monaten zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.
7. Gewinnrücklagen
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden 611,0 Tsd. EUR aufgelöst und 446.396,8 Tsd. EUR in die freien Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Rücklagen für eigene Aktien stehen den auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien in gleicher Höhe gegenüber. Die Auflösung bei den Rücklagen für eigene Aktien ergibt sich durch die Verringerung des Bestandes an eigenen Aktien in Höhe von 611,0 Tsd. EUR (siehe Pkt. 4 Wertpapiere und Anteile).
8. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.
Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 8.574,9 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gem. IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskassenkapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 18.621,5 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 721,0 Tsd. EUR.
Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 3,25 % (Vorjahr 3,50 %), Bezugserhöhungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008-P sowie die Pensionsantrittsalter lt. APG 2004 zur Anwendung.
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 5.112,0 Tsd. EUR), für eine Kartellstrafe in Höhe von 17.100,0 Tsd. EUR, für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (6.106,8 Tsd. EUR) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.
9. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| Bilanzwert 31.03.2013 |
Bilanzwert 31.03.2014 |
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2007 | 500.000,0 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 0,0 |
| Hybridanleihe 2013 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 0,0 | 500.000,0 |
| Anleihe 2013 | 400.000,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Anleihe 2011–2018 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 |
| Anleihe 2012–2018 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 |
| Darlehen FFG | 1.059,0 | 1.615,0 | 154,0 | 0,0 | 1.461,0 |
| Sonstige Darlehen | 0,0 | 25.000,0 | 0,0 | 0,0 | 25.000,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
918.745,5 | 958.563,4 | 514.350,8 | 382.712,6 | 61.500,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.010,1 | 1.249,9 | 1.249,9 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.775.875,4 | 1.530.772,2 | 694.772,2 | 836.000,0 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 188.863,5 | 103.305,5 | 103.305,5 | 0,0 | 0,0 |
| 5.285.553,5 | 4.620.506,0 | 1.813.832,4 | 2.218.712,6 | 587.961,0 | |
| Tsd. EUR |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 1.410.380,2 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 52.177,2 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 68.214,8 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 50.528,7 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1.000.000,0 Tsd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %). Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 hat die voestalpine AG infolge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR ab 31. März 2013. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % + Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden. Die Anleihebedingungen der Hybridanleihe 2013 entsprechen in vielerlei Hinsicht denen der Hybridanleihe 2007, weisen aber auch einige Abweichungen auf. Die detaillierten Konditionen der Hybridanleihe 2013 sind in den Anleihebedingungen dargestellt.
Am 3. Februar 2011 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Februar 2018 zurückgezahlt und mit 4,75 % jährlich verzinst.
Am 5. Oktober 2012 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2018 zurückgezahlt und mit 4,00 % jährlich verzinst.
| 31.03.2013 | 31.03.2014 | Hievon gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
|---|---|---|---|
| Garantien | 1.412.381,2 | 1.408.682,9 | 1.408.682,9 |
| Patronatserklärungen | 25,0 | 25,0 | 25,0 |
| 1.412.406,2 | 1.408.707,9 | 1.408.707,9 |
10. Eventualverbindlichkeiten
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
11. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 84.105,3 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 10.853,5 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 689,8 Tsd. EUR.
12. Sonstige betriebliche Erträge
| 2012/13 | 2013/14 | |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 299,6 | 520,8 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 711,9 | 671,6 |
| 1.011,5 | 1.192,4 | |
| Tsd. EUR |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen.
13. Personalaufwand
In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 111 (Vorjahr: 99) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:
| Abfertigungen | Altersversorgung | |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Zahlungen | 0,0 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 835,0 | 2.665,0 |
| Konzernale Überrechnungen | 0,0 | 0,0 |
| Beiträge MVK | 3,4 | 0,0 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 216,4 |
| Sonstige Arbeitnehmer | ||
| Zahlungen | 15,8 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 318,3 | 661,6 |
| Beiträge MVK | 56,3 | 0,0 |
| Konzernale Überrechnungen | 3,5 | 18,2 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 248,0 |
| Summe | 1.232,3 | 3.809,2 |
| Zinskomponente | 248,7 | 516,6 |
| davon Vorstand | 136,9 | 404,7 |
| davon sonstige Arbeitnehmer | 111,8 | 111,9 |
| Tsd. EUR |
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen in mehreren Geschäftsjahren. Im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.
Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen.
Insgesamt halten die Mitarbeiter (bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter) zum Bilanzstichtag 31. März 2014 13,98 % der Aktien der voestalpine AG.
14. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten, Pachten, Reise- und Werbeaufwendungen.
15. Erträge aus Beteiligungen
Die Beteiligungserträge betragen 671,1 Mio. EUR (davon 667,6 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen).
16. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens in Höhe von 960,6 Tsd. EUR stammen aus der Veräußerung von eigenen Aktien.
17. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
Diese Position enthält den Buchverlust aus der Abstockung der Beteiligung an der voestalpine Stahl GmbH betreffend voestalpine Personal Services GmbH (2.264,6 Tsd. EUR).
18. Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2013/14 einen Aufwand in Höhe von 108.226,0 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (248,7 Tsd. EUR), Pensionen (516,6 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (21,5 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.
19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von 238,1 Tsd. EUR betreffen die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013/14. Sonstige Bestätigungsleistungen wurden in Höhe von 18,6 Tsd. EUR erbracht.
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.
Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.03.2013 | 31.03.2014 |
|---|---|
| 82.997,13 | 451.316,60 |
| –89.629.098,84 | –77.079.214,17 |
| 8.150.238,79 | 17.496.239,18 |
| –23.742,42 | –26.700,28 |
| –737.265,46 | 1.789.735,24 |
| –82.156.870,80 | –57.368.623,43 |
Auf die Aktivierung latenter Steuern wurde gem. § 198 Abs. 10 UGB verzichtet. Der aktivierbare Betrag weist eine Höhe von 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR) auf. Quasi-permanente Differenzen in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR) sind im aktivierbaren Betrag nicht enthalten.
EUR
E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 6.106,8 Tsd. EUR aufgrund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market-Methode". Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing) ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.
Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:
| Nominale | Fair Value | Laufzeit | |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte (inkl. Devisenswap) | 1.667,83 | 1,79 | 100 % < 2 Jahre |
| Zinsoptionen | 100,00 | 2,11 | 100 % < 1 Jahr |
| Zinsenswap | 377,12 | –8,73 | 100 % < 6 Jahre |
| Commodity Swap | 23,99 | 0,00 | 100 % < 5 Jahre |
| Summe | 2.168,94 | –4,83 | |
Mio. EUR
F. Sonstige Angaben
Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2013/14 folgende Herren bestellt:
- Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
- Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Mitglied
- Mag. DI Robert Ottel, Mitglied
- Dipl.-Ing. Franz Rotter, Mitglied
- Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied
Die fixen und variablen Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:
| 0,87 0,64 0,64 |
1,73 0,90 0,92 |
2,60 1,54 |
|---|---|---|
| 1,56 | ||
| 0,64 | 0,92 | 1,56 |
| 0,64 | 0,92 | 1,56 |
| 3,43 | 5,39 | 8,82 |
| 3,16 | 4,29 | 7,45 |
Mio. EUR
An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (2012/13: 0,4 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:
- Rechtsanwalt Dr. Joachim Lemppenau, Vorsitzender
- Dr. Heinrich Schaller, stellvertretender Vorsitzender
- KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Mitglied
- Dr. Hans-Peter Hagen, Mitglied
- Dr. Josef Krenner, Mitglied
- Dr. Michael Kutschera, MCJ. (NYU), Mitglied
- Mag. Dr. Josef Peischer, Mitglied
- Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf, Mitglied
- Arb.BRV Josef Gritz, Mitglied
- BRV Johann Heiligenbrunner, Mitglied bis 30. April 2013
- BRV Brigitta Rabler, Mitglied seit 1. Mai 2013
- Arb.BRV Gerhard Scheidreiter, Mitglied
- BRV Hans-Karl Schaller, Mitglied
Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2013/14 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80,0 Tsd. EUR (2012/13: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender ab 5. Juli 2012): 60,0 Tsd. EUR (2012/13: 45,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2012/13: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2013/14 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2012/13: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2013/14 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 2. Juli 2014 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2013/14 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit aktien- und kapitalmarktrechtlichen Angelegenheiten sowie mit gesellschaftsrechtlichen Themen eine österreichische Joint Venture-Gesellschaft betreffend. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2013/14 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 102.483,67 EUR (2012/13: 35.420,83 EUR).
Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2013/14 schließt mit einem Bilanzgewinn von 164.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,95 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, am 26. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2014, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2014 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2014 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2013 bis zum 31. März 2014 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 26. Mai 2014
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Josef Töglhofer Mag. Alexandra Winkler-Janovsky
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss – gegebenenfalls – samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 26. Mai 2014
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.
Asset-Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).
ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.
Bruttoergebnis. Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten.
Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.
Cashflow
• aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;
• aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;
• aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/ Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.
EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.
EBT (Earnings before Taxes). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter.
Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalquote. Eigenkapital/Summe Passiva.
Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.
Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, d. h. an der Börse frei gehandelt wird.
Fremdkapital. Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten.
Fremdkapitalquote. Fremdkapital/Summe Passiva (je höher die Kennzahl, desto höher der Verschuldungsgrad).
Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/ Eigenkapital.
Grundkapital. Das bei Gründung einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien von den Gesellschaftern mindestens aufzubringende und in Aktien zerlegte Kapital als Teil des Eigenkapitals.
IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.
Joint Venture. Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, etwa die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.
Kurzfristige Vermögenswerte. Jene Vermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Zum Beispiel Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Wertpapiere.
Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.
Materialaufwand. Fasst alle Aufwendungen zusammen, die für den Ankauf von Rohmaterialien und Hilfsstoffen zur eigenen Verarbeitung benötigt werden.
Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.
PPA (Purchase Price Allocation), auch Kaufpreisallokation. Im Rahmen der Akquisition werden in der Regel Kaufpreise gezahlt, welche das (buchmäßige) Eigenkapital übersteigen. Die Kaufpreisallokation dient nun der Abbildung dieses Unterschiedsbetrags im Abschluss des übernehmenden Unternehmens. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden daher alle wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden des übernommenen Unternehmens in die Konzernbilanz mit ihrem Verkehrswert aufgenommen. Weiters kommt es zu einer Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen (z. B. Marken, Auftragsstand, Kundenbeziehungen und Technologie). Ein dann eventuell noch verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen.
Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.
ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/ Durchschnittliches Capital Employed (bis Geschäftsjahr 2008/09 EBIT/Capital Employed), die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Verbundene Unternehmen. Unternehmen, die direkt oder indirekt unter einheitlicher Leitung – in diesem Fall der voestalpine AG – stehen oder bei denen der voestalpine AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. auf die sie bestimmenden Einfluss ausübt.
Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Vollzeitäquivalent (FTE). Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.
WACC (Weighted Average Cost of Capital).
Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.
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