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voestalpine AG — Annual Report 2013
Jun 5, 2013
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Annual Report
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Jahresfinanzbericht 2012/13
www.voestalpine.com
Entwicklung der Kennzahlen
| Mio. EUR | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11.724,9 | 8.550,0 | 10.953,7 | 12.058,2 | 11.524,4 |
| EBITDA | 1.710,1 | 1.004,3 | 1.605,6 | 1.301,9 | 1.441,8 |
| EBITDA-Marge | 14,6 % | 11,7 % | 14,7 % | 10,8 % | 12,5 % |
| EBIT | 988,7 | 352,0 | 984,8 | 704,2 | 853,6 |
| EBIT-Marge | 8,4 % | 4,1 % | 9,0 % | 5,8 % | 7,4 % |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 700,0 | 183,3 | 781,0 | 504,4 | 654,7 |
| Ergebnis nach Steuern1 | 611,6 | 186,8 | 594,6 | 413,3 | 521,9 |
| Gewinn je Aktie (EUR) | 3,26 | 0,65 | 3,04 | 1,98 | 2,61 |
| Summe Aktiva | 12.846,5 | 12.294,1 | 13.076,4 | 12.612,1 | 13.079,3 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 1.357,9 | 1.606,1 | 957,6 | 856,5 | 1.321,9 |
| Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Beteiligungen |
1.078,9 | 542,5 | 422,7 | 574,6 | 851,5 |
| Abschreibungen | 721,3 | 652,3 | 620,8 | 597,7 | 588,2 |
| Eigenkapital | 4.262,5 | 4.262,4 | 4.691,1 | 4.836,3 | 5.075,3 |
| Nettofinanzverschuldung | 3.761,6 | 3.037,3 | 2.713,1 | 2.585,7 | 2.259,2 |
| Nettofinanzverschuldung in % des Eigenkapitals (Gearing) |
88,2 % | 71,3 % | 57,8 % | 53,5 % | 44,5 % |
| Return on Capital employed (ROCE) | 11,4 % | 4,4 % | 12,4 % | 8,6 % | 10,6 % |
| Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr | 1.645,0 | 5.043,3 | 5.585,1 | 4.255,0 | 4.128,8 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien zum 31.03. |
167.003.706 | 168.390.878 | 168.581.289 | 168.749.435 | 172.358.534 |
| Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) | 9,85 | 29,95 | 33,13 | 25,22 | 23,96 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 1,05 | 0,50 | 0,80 | 0,80 | 0,902 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende Geschäftsjahr |
44.004 | 42.021 | 45.260 | 46.473 | 46.351 |
Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.
Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.
Kennzahlen im Überblick
voestalpine-Konzern
| Mio. EUR | 2011/12 | 2012/13 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 12.058,2 | 11.524,4 | –4,4 |
| EBITDA | 1.301,9 | 1.441,8 | 10,7 |
| EBITDA-Marge | 10,8 % | 12,5 % | |
| EBIT | 704,2 | 853,6 | 21,2 |
| EBIT-Marge | 5,8 % | 7,4 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 46.473 | 46.351 | –0,3 |
| voestalpine-Divisionen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Steel | Special Steel | Metal Engineering | Metal Forming |
| Umsatz | 3.921,7 | 2.748,4 | 2.913,6 | 2.310,2 |
| EBIT | 218,4 | 223,6 | 319,6 | 167,6 |
| EBIT-Marge | 5,6 % | 8,1 % | 11,0 % | 7,3 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.676 | 12.721 | 11.374 | 10.853 |
Mio. EUR
Umsatz
Mio. EUR
2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13
352,0
EBITDA Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen
1.710,1 1.004,3 1.605,6 1.301,9 1.441,8 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13
ROCE Return on Capital employed
Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Online-Version auf unserer Website www.voestalpine.com
Highlights
- Globale konjunkturelle Abkühlung über gesamtes Geschäftsjahr 2012/13. Stabilisierungstendenzen im 2. Halbjahr fehlt ausreichende Dynamik, um Trendwende herbeizuführen.
- Regional unterschiedliche Entwicklungen Aufschwungtendenzen in den USA und zuletzt auch in Brasilien steht ein nachlassendes Momentum in Asien (vor allem China) gegenüber, in Europa weiterhin rezessive Tendenzen durch Krise im Süden und nationale Sparmaßnahmen auf breiter Front.
- Größte Auslandsinvestition des Konzerns in Angriff genommen Bau einer Direktreduktionsanlage in Texas.
- Steel Division in schwierigem Umfeld mit weitgehend stabiler Ergebnisentwicklung, Benchmark in der EU-Stahlindustrie.
- Divisionen Special Steel und Metal Forming trotz jeweils moderatem Ergebnisrückgang weiterhin mit solider Ertragslage.
- Metal Engineering Division aufgrund breiter Aufstellung und hoher Spezialisierung mit hervorragender Entwicklung.
- Konzernumsatz gegenüber Vorjahr vor allem aufgrund geringerer Rohstoffpreise um 4,4 % von 12,1 Mrd. EUR auf 11,5 Mrd. EUR gesunken.
- Alle Ergebniskategorien gegenüber dem (durch einmalige Vorsorgen von 205,0 Mio. EUR belasteten) Vorjahr deutlich verbessert.
- Operatives Ergebnis (EBITDA) nach 1.301,9 Mio. EUR im Vorjahr um 10,7 % auf 1.441,8 Mio. EUR gesteigert; Betriebsergebnis (EBIT) mit 853,6 Mio. EUR gegenüber 2011/12 (704,2 Mio. EUR) um 21,2 % erhöht.
- Trotz um 48,2 % gesteigertem Investitionsaufwand Verbesserung des Free Cashflow um 50,5 % von 337,8 Mio. EUR auf 508,3 Mio. EUR.
- Bilanzstruktur deutlich gestärkt: Eigenmittel erstmals über 5 Mrd. EUR, Nettofinanzverschuldung auf 2,26 Mrd. EUR verringert, Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) per 31. März 2013 auf 44,5 % gesenkt (Vorjahr: 53,5 %).
- Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung: 0,90 EUR je Aktie (nach 0,80 EUR je Aktie im Vorjahr) – Dividendenrendite von 2,9 % auf 3,8 % erhöht.
- Mitarbeiteranzahl (FTE/Vollzeitäquivalent) per 31. März 2013 mit 46.351 im Wesentlichen konstant (Vorjahr 46.473).
Inhaltsverzeichnis
Unternehmen
- Highlights
- voestalpine weltweite Präsenz
- voestalpine-Konzern im Überblick
- Aufsichtsrat
- Vorstand
- Brief des Vorstandes
- Investor Relations
- Corporate Governance-Bericht
- Compliance
Lagebericht
- Wirtschaftliches Umfeld
- Geschäftsverlauf
- Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf
- Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
- Investitionen
- Akquisitionen
- Mitarbeiter
- Rohstoffe
- Forschung und Entwicklung
- Umwelt
- Risikomanagement
- Angaben gemäß § 243a UGB
- Ausblick
Divisionsberichte
- Steel Division
- Special Steel Division
- Metal Engineering Division
- Metal Forming Division
voestalpine AG Konzernabschluss 2012/13
- Bericht des Aufsichtsrates
- Konzernbilanz
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
- Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- Beteiligungen
voestalpine AG Jahresabschluss 2012/13
- Bilanz zum 31. März 2012
- Gewinn- und Verlustrechnung
- für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2013
- Anlagenspiegel zum 31. März 2013
- Anhang zum UGB-Abschluss 2012/13
- Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Service
- Glossar
- Kontakt, Impressum
voestalpine-Konzern im Überblick
Der voestalpine-Konzern ist in vier Divisionen gegliedert, die mit ihren Produktportfolios jeweils zu den führenden Anbietern in Europa oder weltweit gehören.
Steel Division
Europäischer Top-Player
Europäischer Top-Lieferant von höchstwertigem Stahlband und weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen sowie bei Großturbinengehäusen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 3.921,7 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 218,4 |
| EBIT-Marge | 5,6 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.676 |
Die voestalpine Steel Division ist strategischer Partner für Europas namhafte Automobilhersteller und große Automobilzulieferer. Darüber hinaus ist sie einer der größten Lieferanten an die europäische Konsumgüter- und Hausgeräteindustrie sowie an den Maschinenbau. Für den Energiebereich fertigt sie Grobbleche, welche in der Öl- und Gasindustrie bei Anwendungen unter extremen Bedingungen – etwa für Tiefsee-Pipelines oder im Dauerfrostbereich – eingesetzt werden. Die Division ist darüber hinaus weltweit führend im Guss von Großturbinengehäusen.
Special Steel Division
Weltweite Führerschaft
Weltweite Führerschaft im Werkzeugstahl, führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.748,4 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 223,6 |
| EBIT-Marge | 8,1 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.721 |
Die voestalpine Special Steel Division ist global führender Hersteller von metallischen Hochleistungswerkstoffen (High Performance Metals), welche spezifisch entwickelte Materialeigenschaften bezüglich Verschleißfestigkeit, Schleifbarkeit und Zähigkeit aufweisen. Abnehmer dieser Werkstoffe sind die Automobil- und Konsumgüterindustrie im Bereich Werkzeugstahlanwendungen sowie der Kraftwerksbau und die Öl- und Gasindustrie im Bereich von Spezialkomponenten. Die Division ist auch führender Lieferant von Schmiedeteilen für die Luftfahrt und die Energieerzeugungsindustrie.
Metal Engineering Division
Weltweite Führerschaft
Weltmarktführer in der Weichentechnologie, europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, führende Position bei Nahtlosrohren für Spezialanwendungen und hoch qualitativen Schweißzusatzwerkstoffen.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.913,6 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 319,6 |
| EBIT-Marge | 11,0 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.374 |
Die voestalpine Metal Engineering Division hat sich mit ihren ultralangen kopfgehärteten HSH©-Schienen mit Längen bis zu 120 m am weltweiten Eisenbahnmarkt eine führende Position erarbeitet. Die Division ist darüber hinaus weltweit größter Anbieter von höchstentwickelten Weichensystemen sowie Streckenmonitoring-Equipment für alle Bahneinsatzbereiche. Darüber hinaus nimmt sie führende Positionen bei veredeltem Draht, anspruchsvollen Nahtlosrohren für die weltweite Öl- und Gasindustrie sowie hoch qualitativen Schweißzusatzwerkstoffen ein.
Metal Forming Division
Weltweite Führerschaft
Weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallverarbeitungslösungen in den Bereichen Sonder- und Spezialprofilen, Präzisionsstahlband sowie von Spezialkomponenten für die Kraftfahrzeug- und Luftfahrtindustrie.
des Konzernumsatzes
| Umsatz (Mio. EUR) | 2.310,2 |
|---|---|
| EBIT (Mio. EUR) | 167,6 |
| EBIT-Marge | 7,3 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.853 |
Die voestalpine Metal Forming Division ist ein führender globaler Anbieter von kundenspezifischen Spezial- und Präzisionsprofilen sowie von Profilsystemlösungen in den Bereichen Bau, Kabinenbau für Nutzfahrzeuge und Luftfahrt. Die Division beliefert die Automobilindustrie sowohl mit anspruchvollsten Karosseriepressteilen als auch hoch innovativen Strukturteilen und Sicherheitskomponenten. Darüber hinaus produziert die Division kaltgewalztes Spezial-Präzisionsdünnband und Gesamtlösungen im Bereich Hochregallagertechnologie.
Der Aufsichtsrat der voestalpine AG
Dr. Joachim Lemppenau
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
Dr. Heinrich Schaller (seit 04.07.2012)
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012) Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (bis 04.07.2012) Erstbestellung: 20.01.1994 Generaldirektor a. D. der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Dr. Hans-Peter Hagen
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
Dr. Josef Krenner
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz
Dr. Michael Kutschera MCJ. (NYU)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien
Mag. Dr. Josef Peischer
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Vom Betriebsrat entsandt:
Josef Gritz
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz
Brigitta Rabler (ab 01.05.2013)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.05.2013 Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Johann Heiligenbrunner (bis 30.04.2013)
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 24.03.2000 Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Gerhard Scheidreiter
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg
Hans-Karl Schaller
Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz
Der Vorstand der voestalpine AG
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
Rubrik
geboren 1967 Mitglied des Vorstandes seit 2004 Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement
Dipl.-Ing. Franz Rotter
geboren 1957 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Entwicklung neuer Produkte und Märkte
Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952 Mitglied des Vorstandes seit 1995 Vorsitzender des Vorstandes seit 2004 Leitung der Steel Division Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner
geboren 1963 Mitglied des Vorstandes seit 2012 Leitung der Metal Forming Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
geboren 1967 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion: Beschaffungsstrategie
Der Aufsichtsrat der voestalpine AG hat in seiner Sitzung vom 22. März 2013 die mit 31. März 2014 auslaufenden Mandate aller fünf Mitglieder des Vorstandes mit unveränderten Zuständigkeiten um weitere fünf Jahre verlängert.
Jahresfinanzbericht 2012/13 15
Sehr geehrte Damen und Herren,
rund 25 Jahre ist es her, dass die europäische Stahlindustrie nach den Boomjahren des Wiederaufbaus von einer existenziellen Krise erschüttert wurde. Politisch dominierte Eigentümerstrukturen, der Glaube an grenzenloses Wachstum und das Ignorieren von Grundprinzipien der Marktwirtschaft zugunsten eines zunehmend durch Protektionismus und Subventionen geprägten Staatsdirigismus führten letztlich dazu, dass sich immer mehr Länder "ihre" durch enorme Überkapazitäten geprägte Stahlindustrie nicht mehr leisten konnten. Was folgte, waren Werksschließungen verbunden mit Demonstrationen, Streiks und wilden Auseinandersetzungen zwischen Politik, Gewerkschaften, Belegschaften und Unternehmensleitungen sowie schließlich als letzte Konsequenz der grundsätzliche Paradigmenwechsel – Privatisierung und Konsolidierung. Aus einer durch Staatseigentum geprägten Industrie wurden börsennotierte oder privat geführte Konzerne, von rund 30 größeren Stahlunternehmen noch zu Beginn der 1990er-Jahre sind heute in der Europäischen Union weniger als zehn mehr oder weniger große Unternehmensgruppen verblieben.
Man müsste meinen vorbildlich – eine Entwicklung wie aus dem Lehrbuch für Betriebswirtschaft: Die europäische Stahlindustrie und mit ihr die Politik haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. – Weit gefehlt! Was ist tatsächlich passiert? Nach den – letztlich überschaubar gebliebenen – Strukturanpassungsmaßnahmen der 1990er-Jahre setzte kurz nach den Ereignissen von "9/11" ein vor allem vom wirtschaftlichen Erwachen Chinas getriebener weltweiter ökonomischer Aufschwung mit einer bis dahin in der jüngeren Wirtschaftsgeschichte noch nicht dagewesenen Dynamik ein, der erst mit den Vorgängen um "Lehman" im September 2008 ein jähes Ende fand. Der globale, alle wesentlichen Industriebereiche erfassende Nachfrageboom deckte über Jahre die nach wie vor bestehenden gravierenden strukturellen Schwächen der europäischen Stahlindustrie zu – ja er verstärkte sie insofern sogar noch, als viele Unternehmen der Versuchung des schnellen Geldes durch eine Erweiterung ihrer Kapazitäten im Massenstahlbereich nicht widerstehen konnten und damit zu einer zusätzlichen Verschärfung der Kapazitätsproblematik beitrugen.
Die nunmehr seit bald fünf Jahren anhaltende Staatsschulden-, Finanz- und Wirtschaftskrise, unter der Europa stärker als alle anderen Wirtschaftsregionen dieser Welt leidet, beschert der Stahlindustrie mehr als nur ein leidvolles Déjà-vu der 80er- und 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts: Denn nicht nur, dass Staatsinterventionismus, Arbeitskampf sowie Protektionismus und Subventionsüberlegungen die aktuelle Diskussion wieder anheizen, ist die überwiegend unter immer stärkerem finanziellem Substanzverlust leidende Industrie zunehmend weniger in der Lage, sich die zur Erhaltung der globalen Konkurrenzfähigkeit erforderlichen Investitionen in zukunftsorientierte Technologien und Qualität zu leisten. Die europäische Stahlindustrie ist vor diesem Hintergrund gerade dabei, ihre jahrhundertelange technologische Vorherrschaft zu verlieren.
Nicht zu leugnendes Faktum am Lauf der Dinge ist, dass jedes Produkt, jeder Prozess einem mehr oder weniger langen Lebenszyklus unterliegt und damit irgendwann an sein Ende kommt. Das gilt auch für Stahlprodukte, Stahlerzeugungsverfahren und Stahlstandorte. Wenn Produkte, Verfahren und Standorte, gleich in welchem Industriebereich, nicht einer permanenten Erneuerung unterzogen werden – und dies stößt aufgrund härter werdenden Wettbewerbs und damit immer häufiger limitierter finanzieller Mittel naturgemäß an Grenzen –, ergibt sich für sie ein Ablaufdatum – und je kompetitiver eine Branche, je beschränkter die Nachfrage, umso klarer wird dieses Datum im Einzelfall erkennbar.
Manche gesellschaftliche und politische Gruppierungen tendieren heute – auch als Reaktion auf kritische, da nur am ultimativen monetären Nutzen orientierte Entwicklungen der letzten Jahrzehnte – dazu, diesen ökonomischen Kreislauf außer Kraft setzen zu wollen. Das heißt, nicht mehr konkurrenzfähige Produktionsstandorte unter allen Umständen erhalten zu wollen – sei es durch politischen Druck auf Eigentümer und Management, Subventionen, protektionistische Maßnahmen oder letztlich Verstaatlichung –, und bedeutet damit nichts anderes, als die Grundgesetze von Angebot und Nachfrage außer Kraft zu setzen. Die Erfahrungen des ersten derartigen Versuchs in den 1980er-Jahren lehren uns, dass dies schon insofern nicht funktioniert, als daraus letztlich zwangsläufig ein Subventionswettlauf entsteht, den sich Staaten auf Dauer nicht leisten können. Am Ende des Tages kommt es damit erst recht zu den dann überfälligen Strukturbereinigungen, allerdings in nur noch größeren Dimensionen, mit noch schmerzvolleren sozialen Härten und zu noch höheren Kosten, da durch das künstliche Erhalten unrentabler Unternehmen mit zunehmender Dauer auch gesunde in ihrer Existenz in Frage gestellt werden. Für die betroffenen Menschen stellt diese Vorgangsweise alles andere als einen fairen Weg dar, da sie in einer letztlich trügerischen Hoffnung auf einen sicheren Arbeitsplatz gehalten werden. Menschlich fairer und gleichzeitig ökonomisch sinnvoller wäre es, ihnen rechtzeitig und offen die Fakten darzulegen und ihnen damit – solange noch ausreichend Mittel vorhanden sind – eine fundierte berufliche Um- oder Neuorientierung zu ermöglichen. Aber eine solche Vorgangsweise würde gleichermaßen Mut und Ehrlichkeit voraussetzen, heute bei vielen Entscheidungsträgern nicht wirklich herausragende Eigenschaften. Probleme aufzuschieben, "wegzudiskutieren", zu versuchen, sie "auszusitzen", funktioniert in einer globalisierten und extrem dynamisch gewordenen Wirtschaftswelt nicht mehr. Wer aussitzt, wird von den Konkurrenten überrollt – genau das droht heute der europäischen Stahlindustrie.
Einmal mehr bleibt uns damit in Bezug auf unser Unternehmen nur die Feststellung, dass sich der Weg weg vom klassischen Stahlunternehmen hin zum stahlbasierten Technologie- und Industriegüterkonzern im Hochqualitätsbereich als richtige Alternative zu einer immer noch in Millionen Tonnen denkenden Industrie erwiesen hat. – Und auf eines können Sie sich verlassen: Wir werden diesen Weg mit größter Konsequenz weiter fortsetzen. Die Basis dafür haben wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat in Form des Konzepts "Strategie 2020" gelegt, für die nächsten zehn Jahre – und darüber hinaus.
Linz, 27. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Investor Relations
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Kursverlauf der voestalpine-Aktie
Die negative Stimmung auf den Finanzmärkten zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, von der auch die Aktie der voestalpine AG betroffen war, beruhte einerseits auf globalen Konjunkturängsten und anderseits auf der anhaltenden Schuldenkrise vor allem in Europa, aber auch den USA. Im Sommer 2012, zu einem Zeitpunkt, als sich die konjunkturelle Erwartungshaltung noch weiter einzutrüben begann, setzte auf den internationalen Aktienmärkten eine Gegenbewegung ein, ausgelöst vor allem durch die Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi, bereits notleidende Länder bei weiterer Krisenverschärfung de facto unbegrenzt zu stützen. Damit verzeichneten Aktien in einer Phase von ausgeprägtem Konjunkturpessimismus zum Teil enorme Kursgewinne. Die starken Kurszuwächse der voestalpine-Aktie gegen Ende des Kalenderjahres 2012 waren dabei aber nicht nur auf externe Faktoren zurückzuführen, sondern basierten auch auf der guten Ergebnisentwicklung des 1. Halbjahres 2012/13.
Die im 1. Quartal 2013 eskalierende Bankenkrise in Zypern verdeutlichte anhand der Entwicklung der voestalpine-Aktie einmal mehr, dass sich internationale Investoren in Zeiten unsicherer Marktgegebenheiten zuallererst vorzugsweise aus weniger liquiden Märkten zurückziehen bzw. von konjunkturabhängigen Werten trennen. Darüber hinaus gab es im 1. Kalenderquartal 2013 auch keine Unterstützung aus fundamentaler Sicht, im Gegenteil wurden die Wachstumserwartungen 2013 für Europa im Quartalsverlauf gesenkt.
Auf das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 gesehen führte dieses Umfeld dazu, dass die Indizes ATX, STOXX Index (Europe) und DJ Industrial Index im Geschäftsjahresverlauf um jeweils etwa 10 % zulegen konnten, sich der Wert der voestalpine-Aktie aber im gleichen Zeitraum um 5 % von 25,22 EUR auf 23,96 EUR verringerte.
Investment in die voestalpine-Aktie
Die Aktie der voestalpine AG ist seit Oktober 1995 an der Wiener Börse gelistet und wurde kurz darauf (Dezember 1995) in den ATX aufgenommen. Der Ausgabekurs von 20,71 EUR entspricht nach dem Aktiensplitt von 1:4 im August 2006 einem Kurs von 5,18 EUR, womit bis Ende März 2013 ein Gesamtwertzuwachs (ohne Dividenden) von 363 % erzielt werden konnte. Inklusive geleisteter Dividenden konnte in diesem Zeitraum ein Total Shareholder Return von 572 % erreicht werden. Seit dem Börsengang hat die voestalpine AG damit nicht nur für ihre Kunden und Mitarbeiter, sondern auch für ihre Aktionäre nachhaltig Wert geschaffen.
Durch die konsequente Fokussierung auf hochqualitative Nischenprodukte für anspruchsvollste Kundensegmente ist es in den Vergangenheit gelungen, die Abhängigkeit vom "klassischen" Stahlzyklus deutlich zu limitieren. Das solide Geschäftsmodell mit einer breiten Diversifizierung der Produktpalette nach Regionen und Branchen trägt dazu bei, die Konjunkturabhängigkeit – sprich Zyklizität – insgesamt zu reduzieren. Die führende Marktposition in sämtlichen großen Geschäftsbereichen stützt sich auf innovative Produktlösungen rund um den Werkstoff Stahl sowie die Technologie- und Qualitätsführerschaft durch einen starken Fokus auf Forschung und Entwicklung.
Die langfristigen Wachstumsperspektiven des voestalpine-Konzerns erstrecken sich vorwiegend auf die Bereiche Mobilität und Energie mit einem klaren Wachstumsschwerpunkt außerhalb Europas und dem Ziel, den Umsatz bis 2020 von derzeit 11,5 Mrd. EUR auf eine Größenordnung von 20 Mrd. EUR zu steigern. Die dafür notwendigen Investitionen werden die Dividendenpolitik der voestalpine AG, die unter normalen Konjunkturbedingungen eine nachhaltige vierprozentige Verzinsung auf den Durchschnittskurs des jeweiligen Geschäftsjahres vorsieht, nicht beeinträchtigen. Seit dem Börsengang 1995 wurde ohne Unterbrechung und somit auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten jährlich eine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Dabei liegt die durchschnittliche Dividendenrendite für die Geschäftsjahre 1996 bis 2012/13 trotz der vergangenen Krisenjahre mit 3,9 % nur knapp unter dieser 4-Prozent-Marke.
Kapitalerhöhung um 2 % zum weiteren Ausbau des Mitarbeiterprogramms
Der Vorstand der voestalpine AG hat am 12. September 2012 beschlossen, von seiner Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 3.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien, somit um rund 2 %, zu erhöhen. Der Ausgabebetrag pro Stückaktie wurde mit 23,51 EUR festgelegt. Er entspricht damit dem Durchschnitt der Börsenschlusskurse der voestalpine-Aktie während der letzten zehn Handelstage vor Beschlussfassung.
Die neu geschaffenen Aktien dienen dem Ausbau und der Absicherung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms der voestalpine AG. Bereits im Jahr 2000 wurde im Konzern ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm eingeführt, das seither kontinuierlich ausgebaut wird. Die Kapitalerhöhung wurde am 24. November 2012 im Firmenbuch der voestalpine AG eingetragen. Damit beträgt das Grundkapital des Unternehmens nunmehr 313.309.235,65 EUR und ist zerlegt in 172.449.163 Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Anleihen
Hybridanleihen (2007–2014, 2013–2019)
Im Zuge der Finanzierung des Erwerbs der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde im Oktober 2007 eine nachrangige Hybridanleihe mit einem Emissionsvolumen von 1.000 Mio. EUR und einem Kupon von 7,125 % begeben. Die frühestmögliche Call-Option seitens der voestalpine AG ist im Oktober 2014. Die Hybridanleihe notierte in den ersten beiden Jahren aufgrund der damals generell schwierigen Finanzund Wirtschaftslage unter dem Ausgabekurs. Sie erreichte ihren Tiefstkurs von 75 (% des Face Value) im Frühjahr 2009. In weiterer Folge entwickelte sich die Anleihe ab Beginn des Kalenderjahres 2010 äußerst positiv und schloss mit Ende des Geschäftsjahres 2012/13 bei etwa 105 (% des Face Value).
Mit dem Ziel einer Optimierung des Finanzierungsportfolios hat die voestalpine AG im Februar 2013 allen Inhabern der Hybridanleihe 2007 angeboten, einen Umtausch in eine neue Hybridanleihe 2013 mit einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR zu tätigen. Da über 70 % der Investoren von der Umtauschmöglichkeit Gebrauch machen wollten, mussten entsprechende Kürzungen der Zuweisung vorgenommen werden. Der Kupon der (neuen) Hybridanleihe 2013 beträgt bis zum 31. Oktober 2014 fix 7,125 %, danach liegt er bis 31. Oktober 2019 bei 6 %. Die Nachfrage nach dieser Schuldverschreibung war derart hoch, dass der Kurs innerhalb weniger Tage nach Laufzeitbeginn (20. März 2013) auf ca. 109,5 (% des Face Value) anstieg.
Unternehmensanleihe 1 (2009–2013)
Im März 2009 hat die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 400 Mio. EUR und einem Kupon von 8,75 % begeben. Die Tilgung der Anleihe erfolgte mit Ende März 2013. Die Anleihe war gleich zu Beginn stark nachgefragt und erreichte etwa ein Jahr nach Begebung einen Höchstwert von über 114 (% des Face Value).
Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)
Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Die Nachfrage seitens der Anleger war von Beginn an sehr stark, was sich in einer positiven Kursentwicklung manifestierte. Insbesondere im Kalenderjahr 2012 konnten signifikante Steigerungen verzeichnet werden. Per Ende März 2013 lag der Kurs dieser Anleihe bei ca. 109,5 (% des Face Value).
Unternehmensanleihe 3 (2012–2018)
Ende September 2012 hat die voestalpine AG erfolgreich eine weitere Anleihe, und zwar mit einem Volumen von 500 Mio. EUR und einer Verzinsung von 4 %, am Kapitalmarkt begeben. Die Anleihe wurde weitaus überwiegend von internationalen Investoren, vor allem aus Deutschland, der Schweiz und Großbritannien, gezeichnet. Das Orderbuch hatte eine Größenordnung von 1,7 Mrd. EUR und umfasste 270 verschiedene Investoren. Die Ausgabe und Handelsaufnahme der Anleihe an der Luxemburger Börse erfolgte am 5. Oktober 2012. Wie groß das Vertrauen seitens der Anleihegläubiger in das Unternehmen ist, zeigt die Kursentwicklung am Sekundärmarkt. Bis Ende März 2013 stieg ihr Kurs auf etwa 106 (% des Face Value).
Eigentümerstruktur
Die (indikative) Eigentümerstruktur nach Regionen zeigt per 1. April 2013 folgendes Bild:
Eigentümerstruktur
Größte Einzelaktionäre
| Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG | < 15 % |
|---|---|
| voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung | 14,4 % |
| Oberbank AG | 7,9 % |
| Norges Bank | > 4 % |
Analysen über die voestalpine AG werden derzeit
von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:
Baader Bank AG, München Bank of America/Merrill Lynch, London Citigroup, London
Commerzbank, Frankfurt Credit Suisse, London Davy, Dublin Deutsche Bank, London
Erste Bank, Wien Exane BNP Paribas, Paris Goldman Sachs, London HSBC, London
Jefferies, London JP Morgan, London Kepler Cheuvreux, Frankfurt MainFirst, Frankfurt
Morgan Stanley, London Raiffeisen Centrobank, Wien Société Générale, Paris
Steubing, Frankfurt UBS, London.
Informationen zur Aktie
| Aktiennominale | 313.309.235,65 EUR, zerlegt in 172.449.163 Stückaktien |
|---|---|
| Stand der Aktien im Eigenbesitz zum 31. März 2013 | 90.629 Stück |
| Aktiengattung | Stammaktien lautend auf Inhaber |
| Wertpapierkennnummer | 93750 (Börse Wien) |
| ISIN | AT0000937503 |
| Reuters | VOES.VI |
| Bloomberg | VOE AV |
| Kurse (jeweils zum Tagesende) | |
|---|---|
| ------------------------------- | -- |
| Börsenhöchstkurs April 2012 bis März 2013 | 28,71 EUR |
|---|---|
| Börsentiefstkurs April 2012 bis März 2013 | 19,98 EUR |
| Kurs zum 31. März 2013 | 23,96 EUR |
| Ausgabekurs IPO Oktober 1995 | 5,18 EUR |
| All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) | 66,11 EUR |
| Börsenkapitalisierung zum 31. März 2013* | 4.128.848.681,97 EUR |
| * Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien. |
| Geschäftsjahr 2012/13 | |
|---|---|
| Gewinn/Aktie | 2,61 EUR |
| Dividende/Aktie | 0,90 EUR* |
| Buchwert/Aktie | 29,06 EUR |
| * Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung. |
| Terminvorschau 2013/14 | |
|---|---|
| Hauptversammlung | 3. Juli 2013 |
| Ex-Dividenden-Tag | 8. Juli 2013 |
| Dividenden-Zahltag | 15. Juli 2013 |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2013/14 | 7. August 2013 |
| Veröffentlichung 2. Quartal 2013/14 | 6. November 2013 |
| Veröffentlichung 3. Quartal 2013/14 | 11. Februar 2014 |
| Geschäftsbericht 2013/14 | 4. Juni 2014 |
| Hauptversammlung | 2. Juli 2014 |
Corporate Governance-Bericht
Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex
Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.
Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2012. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Er erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen, und auch die zwischenzeitlich erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.
Neben den verbindlich einzuhaltenden "L--Regeln" werden auch sämtliche "C-Regeln" und "R-Regeln" des Kodex eingehalten.1
Unter Bezugnahme auf die Regel 49 des Kodex wird festgehalten, dass die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft erbracht hat. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2012/13 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 35.420,83 EUR.
Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2013/14 beschließt.
Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei mehr als einer Sitzung des Aufsichtsrates gefehlt.
Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat
Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.
1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommendations), das sind Empfehlungen.
Zusammensetzung des Vorstandes
| Dr. Wolfgang Eder geboren 1952 |
Mitglied des Vorstandes seit 1995; Vorsitzender des Vorstandes seit 2004; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014 (am 22.03.2013 wiederbestellt bis 31.03.2019); Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG, Linz |
Leitung der Steel Division Zugeordnete Konzernfunktionen: Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Inno vationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Compliance; Recht; M&A Strategisches Umweltmanage ment; Investor Relations; Revision |
|---|---|---|
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner geboren 1963 |
Mitglied des Vorstandes seit 01.04.2012; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014 (am 22.03.2013 wiederbestellt bis 31.03.2019); Mitglied des Aufsichtsrates der Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-Aktiengesellschaft |
Leitung der Metal Forming Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie |
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer geboren 1967 |
Mitglied des Vorstandes seit 2011; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014 (am 22.03.2013 wiederbestellt bis 31.03.2019); Mitglied des Aufsichtsrates der VA Erzberg GmbH |
Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion: Beschaffungsstrategie |
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA geboren 1967 |
Mitglied des Vorstandes seit 2004; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014 (am 22.03.2013 wiederbestellt bis 31.03.2019); Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz; Vorsitzender des Aufsichtsrates der APK-Pensionskasse AG, Wien; Mitglied des Aufsichtsrates der Josef Manner & Comp. AG, Wien |
Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern treasury; Steuern; Managementinfor mationssysteme; Risikomanagement |
| Dipl.-Ing. Franz Rotter geboren 1957 |
Mitglied des Vorstandes seit 2011; Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014 (am 22.03.2013 wiederbestellt bis 31.03.2019) |
Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Entwicklung neuer Produkte und Märkte |
Zusammensetzung des Aufsichtsrates
| Dr. Joachim Lemppenau geboren 1942 |
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg |
|---|---|
| Dr. Heinrich Schaller geboren 1959 |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 04.07.2012) Erstbestellung: 04.07.2012 Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz |
| Mitglied des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank International AG, Wien Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen |
|
| KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger geboren 1942 |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004, bis 04.07.2012) Erstbestellung: 20.01.1994 Generaldirektor a. D. der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der Raiffeisen Bank International AG, Wien Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen |
| KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft, Innsbruck Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, Klagenfurt Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen |
| Dr. Hans-Peter Hagen geboren 1959 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien |
| Dr. Josef Krenner geboren 1952 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz Vorsitzender des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing |
| Dr. Michael Kutschera, MCJ (NYU) geboren 1957 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien |
| Mag. Dr. Josef Peischer geboren 1946 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz |
| Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf geboren 1961 |
Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG, Wien Mitglied des Board of Directors von Molibdenos y Metales S.A., Santiago, Chile |
Vom Betriebsrat entsandt:
| Josef Gritz | Mitglied des Aufsichtsrates |
|---|---|
| geboren 1959 | Erstentsendung: 01.01.2000 |
| Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl | |
| Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz | |
| Brigitta Rabler | Mitglied des Aufsichtsrates (ab 01.05.2013) |
| geboren 1959 | Erstentsendung: 01.05.2013 |
| Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz | |
| Johann Heiligenbrunner | Mitglied des Aufsichtsrates (bis 30.04.2013) |
| geboren 1948 | Erstentsendung: 24.03.2000 |
| Vorsitzender a. D. des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz | |
| Gerhard Scheidreiter | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1964 | Erstentsendung: 01.01.2012 |
| Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der Böhler Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg | |
| Hans-Karl Schaller | Mitglied des Aufsichtsrates |
| geboren 1960 | Erstentsendung: 01.09.2005 |
| Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz | |
| Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz |
Angaben zur Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Corporate Governance-Kodex, Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Website www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme der Herren Dr. Heinrich Schaller, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Dr. Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).
Ausschüsse des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln.
Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:
Präsidialausschuss
Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.
Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Er ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.
Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:
- Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
- Hans-Karl Schaller
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers und die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Er hat auch die Konzernrechnungslegung zu überwachen, den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems zu überwachen.
Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:
- Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
- Dr. Heinrich Schaller (Stellvertretender Vorsitzender)
- KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
- Dr. Josef Krenner (Finanzexperte)
- Hans-Karl Schaller
- Josef Gritz
Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsratsund Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/13 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von sieben Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses und vier Sitzungen des Präsidialausschusses wahrgenommen. In diesen Sitzungen wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere Fragen der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns, kartellrechtliche Angelegenheiten, Maßnahmen des Risikomanagements und der Liquiditätssicherung sowie die Verlängerung der Mandate des Vorstandes behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlages für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Präsidialausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit Fragen zur Konzernstrategie sowie zu kartellrechtlichen Belangen und darüber hinaus in seiner Funktion als Vergütungsausschuss insbesondere mit Fragen im Zusammenhang mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder. In seiner Funktion als Nominierungsausschuss bildeten die Vorbereitung des Vorschlages zur Wahl des Nachfolgers von Dr. Scharinger, Herrn Dr. Heinrich Schaller, zum Mitglied des Aufsichtsrates der voestalpine AG sowie die Verlängerung der Vorstandsmandate die Tätigkeitsschwerpunkte.
In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte anhand einer Frageliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.
Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance-Kodex
Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2012/13 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt (Prüfung gemäß Regel 62 des Corporate Governance-Kodex). Die Prüfung der Einhaltung der die Abschlussprüfung betreffenden Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei Wolf Theiss Rechtsanwälte GmbH. Als Ergebnis der Evaluierung haben die Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung 2012 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.
Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar.
Frauenförderung in Vorstand, Aufsichtsrat und leitenden Stellen
Der Anteil weiblicher Führungskräfte (ausgenommen Vorstandsmitglieder) lag im Geschäftsjahr 2012/13 bei rund 10,1 % und blieb damit gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmern weiter auszubauen. Aus diesem Grund sieht der diesbezügliche Vorstandsbeschluss vor, dass Frauen auf jeder Ausbildungsstufe des Management-Developmentsystems vertreten sein müssen. Im Geschäftsjahr 2012/13 waren von insgesamt 146 Teilnehmern 22 Frauen. Der Frauenanteil ist damit in der Managementausbildung gegenüber dem Vorjahr von 12,4 % auf 15,1 % gestiegen.
Insgesamt lag der Frauenanteil in der voestalpine--Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 bei 12,6 %. Diese im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor niedrige Quote hat branchenspezifische, historische und kulturelle Hintergründe. Im öffentlichen Bewusstsein dominiert in Bezug auf einen Stahl- und Industriegüterkonzern nach wie vor das Bild der Schwerindustrie und entsprechend schwierig stellt sich auch die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar.
Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft, aber es besteht das generelle Bestreben, den Anteil von Frauen im Konzern auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am Girls' Day, Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und/oder die verstärkte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Außerdem wird der Auf- und Ausbau von betrieblichen Kinderbetreuungseinrichtungen bzw. von Kooperationen mit entsprechenden externen Einrichtungen forciert, um Frauen den Eintritt bzw. Wiedereintritt in das Berufsleben zu erleichtern. Mittlerweile sind aufgrund dieser Bemühungen auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen (z. B. Feuerverzinkungsanlagen, Drahtverarbeitungsanlagen) Frauen in obersten Führungspositionen tätig, leitende Funktionen nehmen Frauen auch im Finanz-, Personal- und Rechtsbereich in einer Reihe von Konzernunternehmen ein.
Im Rahmen des jährlichen Personalreportings wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit aller Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikationen und in Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.
Linz, 21. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Compliance
Seit dem Börsengang im Jahr 1995 hat der voestalpine-Konzern seine Compliance-Aktivtäten zum Schutz des Unternehmens vor finanziellen Schäden und Reputationsverlusten kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn stand im Zuge des Börsengangs der Aufbau der Kapitalmarkt-Compliance, die in der Folge durch zusätzliche Compliance-Themen ergänzt wurde. So gab es seit dem Jahr 2002 regelmäßig Kartellrechtsschulungen in allen Divisionen des Konzerns. Eine wesentliche weitere Maßnahme war im Jahr 2009 die Einführung eines für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns gültigen Verhaltenskodex.
Im Geschäftsjahr 2011/12 kam es schließlich – nicht zuletzt als Konsequenz aus dem "Schienenkartellverfahren" – zur Implementierung eines neuen, umfassenden Compliance Management Systems. Neben einem Group Compliance Officer wurden auch Compliance Officer in allen Divisionen des Konzerns bestellt. Der Group Compliance Officer ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und weisungsfrei. Die divisionalen Compliance Officer berichten an den Group Compliance Officer und an die jeweiligen Divisionsvorstände.
Verhaltenskodex
Der im abgelaufenen Geschäftsjahr aktualisierte Verhaltenskodex (Code of Conduct) der voestalpine AG ist die Basis für moralisch, ethisch und rechtlich einwandfreie Verhaltensweisen des Managements und aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns. Der Verhaltenskodex richtet sich aber nicht nur an das Management und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sondern auch an die Kunden, Lieferanten und andere Geschäftspartner.
Im Fall eines Verstoßes gegen gesetzliche Vorschriften, interne Richtlinien oder gegen Bestimmungen des voestalpine-Verhaltenskodex muss jeder Mitarbeiter mit disziplinären Konsequenzen rechnen. Darüber hinaus können Zuwiderhandlungen auch straf- und zivilrechtliche Konsequenzen haben, wie z. B. Regress- und Schadenersatzforderungen.
Compliance-Richtlinien
Die Bestimmungen des Verhaltenskodex werden durch Konzernrichtlinien ergänzt und konkretisiert:
Business Conduct
Diese Richtlinie regelt etwa die Zulässigkeit von Geschenken, Einladungen und anderen Vorteilen, Spenden, Sponsoring, Nebentätigkeiten und den privaten Bezug von Waren und Dienstleistungen durch Mitarbeiter von Kunden und Lieferanten.
Richtlinie betreffend den Umgang mit Geschäftsvermittlern und Beratern
In ihr ist die Vorgehensweise festgelegt, welche vor der Beauftragung von Handelsvertretern, sonstigen vertriebsbezogenen Beratern, Konsulenten oder Lobbyisten einzuhalten ist. Auf Basis einer objektivierten Prüfung des Umfeldes und des Tätigkeitsrahmens des Geschäftspartners vor Aufnahme von Geschäftsbeziehungen soll sichergestellt werden, dass auch die Geschäftspartner die Gesetze und den Verhaltenskodex des voestalpine-Konzerns einhalten.
Der Verhaltenskodex und die Compliance-Richtlinien gelten konzernweit und stehen in insgesamt 14 Sprachen zur Verfügung.
Whistleblowing-System
Im Jänner 2012 wurde ein webbasiertes Hinweisgebersystem eingeführt. Meldungen über Compliance-Verstöße sollen in erster Linie zwar offen, das heißt unter Nennung des Namens des Hinweisgebers, erfolgen, das neue System bietet aber zusätzlich die Möglichkeit, Fälle von Fehlverhalten auch auf anonymer Basis zu melden und mit Hinweisgebern unter Wahrung ihrer vollkommenen Anonymität zu kommunizieren. Mit diesem System sollen zusätzlich interne Informationen zur frühzeitigen und effektiven Aufdeckung von Compliance-Risiken im Unternehmen systematisch genutzt werden.
Prävention
Im Vordergrund eines Compliance Management System stehen präventive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden auch im Geschäftsjahr 2012/13 umfangreiche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen in allen Divisionen des Konzerns durchgeführt. Um eine möglichst breitflächige Schulungswirkung zu erzielen, werden dabei neben Präsenzschulungen insbesondere e-learning-Systeme forciert. So wurden allein im letzten Geschäftsjahr im Rahmen eines webbasierten e-learning-Kurses mehr als 4.500 Mitarbeiter des Konzerns einer spezifischen Kartellrechtsschulung und mehr als 18.000 Mitarbeiter einer Schulung zum Verhaltenskodex – jeweils samt Abschlusstest – unterzogen. Compliance-Schulungen erfolgen bereits seit einigen Jahren auch im Rahmen der Führungskräfteausbildung. Darüber hinaus wird das Thema Compliance den Mitarbeitern durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen, insbesondere durch Mitarbeitermagazine, Plakatkampagnen oder im Rahmen von Konzern- und Divisionsveranstaltungen, immer wieder nahegebracht.
Informationen zum Thema Compliance im voestalpine-Konzern sind auch auf der Homepage der voestalpine AG sowie für Mitarbeiter im Intranet des Konzerns abrufbar.
Bericht des Vorstandes
Lagebericht 2012/13
Dieser Konzernlagebericht bezieht sich auf den IFRS-Konzernabschluss im Sinne des § 245a (1) UGB. Von der Bestimmung des § 267 (4) UGB wird Gebrauch gemacht. Der Lagebericht der voestalpine AG sowie der Konzernlagebericht werden zusammengefasst.
Wirtschaftliches Umfeld
Die globale Konjunktur fand seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 trotz massiver staatlicher Interventionen sowie des umfassenden Eingreifens von Institutionen der internationalen Staatengemeinschaft keine nachhaltige Stabilisierung.
War 2011 ein gewisser Optimismus auf breiterer Basis spürbar, wurde er im Laufe des Jahres 2012 und damit über das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 des voestalpine-Konzerns wieder von einer pessimistischen Stimmung in den meisten Wirtschaftsregionen der Welt abgelöst. Es kam weltweit zu einer Abkühlung der Konjunktur, der von den einzelnen Volkswirtschaften seither mit unterschiedlichen Methoden und bislang ebensolchem Erfolg begegnet wird. Wirtschaftssanierung über konsequente Sparprogramme oder über – schuldenfinanzierte – Wachstumsprogramme lautet dabei die grundsätzliche ideologische Auseinandersetzung.
Europa
Bislang haben die in fast ganz Europa ergriffenen Sparmaßnahmen in einigen Ländern zwar zu ersten budgetären Sanierungserfolgen geführt, nicht jedoch zu einer Belebung der Konjunktur. Südeuropa verharrt insgesamt in einer rezessiven Entwicklung, wobei es im Laufe des Geschäftsjahres 2012/13 zu einem Übergreifen der negativen Stimmung auch auf einzelne Länder des europäischen Zentralraumes kam (Frankreich, Slowenien). Branchenbezogen waren von dieser Entwicklung fast alle für die voestalpine AG wesentlichen Abnehmerbereiche betroffen, wobei sich auf Kundenebene ein durchaus differenziertes Bild ergibt: So befinden sich Kunden mit globaler Aufstellung und damit der Möglichkeit, Schwächen in Europa durch Exporte abzumildern, in einer deutlich besseren Lage als Unternehmen, die sich auf den europäischen Markt fokussieren.
Dies gilt grundsätzlich für alle Branchen, zeigt sich aber ganz besonders in der europäischen Automobilindustrie, dem weitaus wichtigsten Kundensegment des voestalpine-Konzerns. Während die deutsche Automobilindustrie die rückläufigen Absatzzahlen in Europa überwiegend durch Exporte, vor allem in die USA und nach Asien, kompensieren konnte, wurden die Hersteller mit Fokus auf dem europäischen Heimmarkt von den Zulassungsrückgängen massiv getroffen und müssen nun in einem gesättigten und schrumpfenden Markt Produktionskapazitäten anpassen, was in ihren jeweiligen Heimatregionen auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung weiter schwächt. Die Lkw-, Bus- und Maschinenbauindustrie folgt grundsätzlich demselben Prinzip. Die Bauindustrie mit ihren überwiegend regional orientierten Märkten bleibt weiterhin das schwächste Branchensegment, da einerseits die öffentlichen Infrastrukturinvestitionen durch die Schwäche der Staatsfinanzen in fast allen europäischen Ländern auf Jahre hinaus auf niedrigem Niveau verharren werden und andererseits auch der private Bausektor durch Finanzierungsrestriktionen und generelle Vorsicht geprägt ist. Ähnliches gilt auch für den Energiesektor, der in Europa durch eine breite Verunsicherung über die langfristige Ausrichtung der grundlegenden Versorgungsstrukturen geprägt ist. Vergleichsweise solide hingegen blieb der private Konsum, wodurch der Konsumgüterund Hausgerätebereich im Geschäftsjahr 2012/13 eine relativ robuste Nachfrageentwicklung zeigte.
USA / Nordamerika
Die Vereinigten Staaten von Amerika setzen anders als Europa vornehmlich auf eine Politik der Wirtschaftsbelebung. Vorerst gibt die ökonomische Entwicklung dieser Strategie recht, waren die Wachstumsraten im abgelaufenen Geschäftsjahr dort in den meisten Segmenten doch deutlich positiver als in Europa. Neben einer Stabilisierung im Baubereich konnte vor allem die amerikanische Autoindustrie einen imposanten Rebound feiern. Der private Konsum als eine tragende Säule des amerikanischen Wirtschaftsmodells zeigte über weite Strecken des abgelaufenen Geschäftsjahres ebenfalls eine eher robuste Entwicklung, wenn auch gegen Jahresende insgesamt eine Verlangsamung der Wachstumsraten erkennbar war. Trotz aller Probleme um den "Dreamliner" unverändert erfolgreich entwickelte sich die US-Luftfahrtindustrie.
Kurzfristige konjunkturelle Rückschläge durch das Erreichen der im Bundesgesetz verankerten Schuldenobergrenze haben in jüngster Zeit an Intensität verloren, wenngleich die Nachhaltigkeit der amerikanischen Fiskalpolitik dadurch (un)regelmäßig in Frage gestellt wird. Das Problem der enormen Staatsverschuldung bleibt jedenfalls weiterhin ungelöst.
Brasilien
Die Konjunkturentwicklung Brasiliens, dem für den voestalpine-Konzern wichtigsten Wirtschaftsraum Südamerikas, konnte im Geschäftsjahr 2012/13 nicht an die Dynamik vergangener Jahre anschließen. Vor allem auf der Industriegüterseite zeigte sich eine tendenziell zurückhaltende Entwicklung, während das private Konsumverhalten durchaus auf ansprechendem Niveau verblieb. Gegen Ende des Geschäftsjahres ließen Ankündigungen von politischer Seite betreffend zusätzliche Konjunkturförderprogramme wieder eine optimistischere Stimmung zum weiteren gesamtwirtschaftlichen Grundtrend aufkommen.
Asien
Die Entwicklung der chinesischen Volkswirtschaft verlor im Laufe des Geschäftsjahres 2012/13 an Dynamik. Vor allem im Herbst 2012 war nicht zuletzt in Folge der politischen Machtübergabe eine deutliche Abflachung der Wirtschaftstätigkeit spürbar. Gegen Ende des Geschäftsjahres gewann die gesamtökonomische Entwicklung zwar wieder etwas an Momentum, allerdings verdichten sich gleichzeitig Zweifel an der Nachhaltigkeit im Sinne eines "echten" Aufschwungs.
Japan, seit zwei Jahrzehnten in einer Stagnationsphase gefangen, reagierte gegen Ende des Geschäftsjahres 2012/13 auf die verhaltenen globalen Entwicklungen mit einer massiv expansiven Geldpolitik. Dieser unerwartete Strategiewechsel der Bank of Japan zeigte unmittelbar Auswirkungen auf die Währungsparitäten und beschert seither der traditionell stark exportorientierten japanischen Industrie zusätzlichen Rückenwind im globalen Wettbewerb. Vor allem im Bereich der Energieindustrie waren diese Entwicklungen durch eine unmittelbare Verbesserung der Position gegenüber europäischen Wettbewerbern bei globalen Projekten spürbar.
Generelle Tendenzen
Unabhängig von der dargestellten spezifischen Entwicklung in den großen Wirtschaftsräumen lassen sich die Tendenzen in für den voestalpine-Konzern wichtigen global verzweigten Industriesegmenten wie folgt zusammenfassen:
Der im Energiesektor zentrale Bereich der Pipelineprojekte zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr praktisch in allen Wirtschaftsräumen der Welt rückläufige Tendenzen. Während die Explorationstätigkeit, vor allem getrieben von den USA, auf gutem Niveau blieb, wurden große Pipelineprojekte praktisch weltweit zeitlich nach hinten verschoben. Im Bereich der Energieumwandlung, dem Kraftwerksbau, blieb die schon seit Längerem verhaltene Nachfrage auch über das gesamte Geschäftsjahr 2012/13 global betrachtet unverändert niedrig.
Weitgehend konträr verhielt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die globale Nachfrage aus dem Bereich Eisenbahninfrastruktur. Mit Ausnahme Europas bestimmen hohe Infrastrukturinvestitionen in fast allen übrigen Regionen der Welt das Bild dieser Industrie. Neben einer anhaltend starken Nachfragesituation in Nordamerika, den meisten Ländern Asiens und praktisch allen Minenregionen der Welt, kamen zusätzliche Impulse aus dem Mittleren Osten und Südafrika. Die Luftfahrtindustrie trotzte – wie auch der landwirtschaftliche Nutzfahrzeugsektor – der globalen Konjunkturabkühlung. Beide Segmente zeigten über den gesamten Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 eine sehr stabile Nachfrageentwicklung.
Entwicklung der Divisionen
Die Divisionen des voestalpine-Konzerns waren von diesen Entwicklungen – je nach regionaler und branchenmäßiger Ausrichtung – unterschiedlich betroffen. Während die Metal Engineering Division auf breiter Basis, das heißt praktisch in all ihren Segmenten, eine durchaus erfreuliche Geschäftsentwicklung verbuchen konnte, waren die übrigen Divisionen mehr oder weniger stark von der rückläufigen Gesamtkonjunktur betroffen, ohne dass allerdings auch nur eine Division von der Auslastung oder dem Ergebnis her in Probleme geraten wäre. Die Special Steel Division konnte durch ihre globale Aufstellung die Konjunkturrückgänge in Europa und in anderen Teilen der Welt überwiegend kompensieren und auch die vor allem im Branchenvergleich hervorragend performende Metal Forming Division wird anhand ihrer Ziffern in der Richtigkeit über ihre Internationalisierungsstrategie bestätigt. Die Steel Division war durch die zu rund 85 % auf den europäischen Wirtschaftsraum fokussierte Aufstellung und die insgesamt schwierige Situation der europäischen Stahlindustrie mit den größten Herausforderungen konfrontiert, hat sich
dabei aber einmal mehr als Benchmark der Branche in der Europäischen Union erwiesen.
Die Stahlindustrie 2012/13
Die Weltrohstahlproduktion wuchs im Kalenderjahr 2012 nur mehr sehr moderat um 1,2 % auf insgesamt 1.518 Mio. Tonnen, wobei dieser Anstieg überwiegend auf die vergleichsweise noch günstigere Entwicklung in der 1. Jahreshälfte zurückzuführen ist.
Europa konnte zum globalen Wachstum nicht beitragen, war die Produktion mit –4,7 % im Jahresvergleich doch deutlich rückläufig. Diese Entwicklung spiegelt die gesamtökonomische Situation des Kontinents klar wider, wobei "zyklische" Industrien wie die Stahlindustrie von rezessiven Entwicklungen überproportional tangiert werden. Die gesunkene Produktionsmenge verdeutlicht einmal mehr die strukturellen Auslastungsprobleme der in Europa installierten Rohstahlkapazitäten. Der anhaltende Wettbewerb um Mengen, der immer noch mehr über die Preisseite ausgetragen wird, führt unvermeidbar zu immer niedrigerer Profitabilität des gesamten Sektors. Auf breiter Basis antwortet die europäische Stahlindustrie auf diese Situation bereits seit längerer Zeit mit verstärkten Kostensenkungsprogrammen, was die Industrie insgesamt zwar produktiver macht, gleichzeitig aber auch die konkrete Gefahr in sich birgt, durch fehlende Mittel auf der Investitions- und Entwicklungsseite im globalen Wettbewerb an Schlagkraft zu verlieren, die aber mehr denn je für die Bewältigung der Herausforderungen an die Zukunft des Werkstoffes unverzichtbar ist. Stichwort: alternative Werkstoffe!
Global betrachtet konnte die deutlich positivere Entwicklung in Nordamerika und Asien, hier vor allem in China, den Rückgang in Europa mehr als kompensieren. Konkret trugen in erster Linie Nordamerika mit einem Wachstum von 2,5 % und Asien insgesamt mit einem von 2,7 % (China +3,1 %) zum globalen Produktionszuwachs bei. Auffällig ist dabei allerdings, dass China mit
Umsatz des voestalpine-Konzerns
Mio. EUR
einem Anstieg von 3,1 % 2012 deutlich hinter den hohen Zuwächsen der vergangenen Jahre (+9,3 % 2010 und +8,9 % 2011) zurückblieb. Einmal mehr unterstreicht die Entwicklung der europäischen Stahlindustrie die Richtigkeit der Strategie der voestalpine AG, sich im klassischen Stahlbereich nur auf die anspruchsvollsten Produktsegmente zu konzentrieren und im Übrigen die Unternehmensgruppe weiter konsequent in Richtung Technologie- und Industriegüterkonzern – ebenfalls mit dem Fokus auf zukunftsorientierten Produktlösungen – zu entwickeln.
Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns
Umsatz und operatives Ergebnis
Die Umsatzentwicklung des voestalpine-Konzerns bildet im Jahresvergleich mit einem Rückgang um 4,4 % auf 11.524,4 Mio. EUR (gegenüber 12.058,2 Mio. EUR im Vorjahr) zum einen die gesamtkonjunkturelle Abschwächung, zum anderen aber auch die gesunkenen Vormaterialkosten ab.
Der Umsatzrückgang betraf alle Divisionen, wobei er in der Metal Engineering Division mit –1,4 % in engen Grenzen blieb.
Auf der Ergebnisseite verzeichnete der Konzern im Vergleich zum Vorjahr in allen Kategorien – zum Teil sehr erhebliche – Zuwächse: In diesem Zusammenhang ist allerdings bei Betrachtung der Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2011/12 auf negative Einmaleffekte in Form der damals gebildeten Rückstellungen in Höhe von 205,0 Mio. EUR für Vorsorgen im Zusammenhang mit Risiken aus dem Bahnkartellverfahren in Deutschland sowie der Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg hinzuweisen.
Das operative Ergebnis (EBITDA) erreichte 2012/13 1.441,8 Mio. EUR, dies entspricht einer Steigerung um 10,7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 1.301,9 Mio. EUR.
Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte um 21,2 % von 704,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011/12 auf aktuell 853,6 Mio. EUR gesteigert werden.
Umsatz nach Divisionen
in % der addierten Divisionsumsätze Geschäftsjahr 2012/13
Umsatz nach Branchen
Bauindustrie
2 % Luftfahrt 11 % 29 % Automobilindustrie 16 % Energieindustrie 5 % Haushaltsgeräte/Konsumgüter 2 % Lagertechnik 9 % in % des Gruppenumsatzes Geschäftsjahr 2012/13 13 % Bahnsysteme 13 % Sonstige
Maschinen- und Stahlbau
Der Sondereffekt aus der erwähnten Rückstellung von 205,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011/12 fiel zur Gänze in der Metal Engineering Division an, weshalb sich dort im 12-Monats-Vergleich naturgemäß große Zuwächse in der Entwicklung der Ergebnisdaten ergeben. Aber auch bereinigt um diesen Effekt konnte die Division im abgelaufenen Geschäftsjahr die bereits sehr hohen Vorjahreswerte sowohl beim EBITDA als auch beim EBIT nochmals übertreffen.
In den anderen Divisionen stellt sich die Ergebnisentwicklung im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich dar: Während die Steel Division nur marginale (EBITDA –1,6 %, EBIT –3,6 %) und die Metal Forming Division moderate (EBITDA –6,7 %, EBIT –9,5 %) Rückgänge hinnehmen mussten, verfehlte die Special Steel Division die hervorragenden Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011/12 doch deutlicher (EBITDA –14,2 %, EBIT –18,1 %).
Insgesamt gesehen ist die sowohl in Anbetracht des konjunkturellen Umfeldes als auch im Branchenvergleich erfreuliche Entwicklung der voestalpine-Gruppe auf die breite Aufstellung des Konzerns sowohl in geografischer als auch in branchenmäßiger Hinsicht einerseits sowie die Kombination von Stahlerzeugung und der Verarbeitung von Stahl, aber zunehmend auch anderen Werkstoffen, jeweils fokussiert auf technologisch anspruchsvollste Segmente, zurückzuführen. Die in den vergangenen zwölf Jahren konsequent umgesetzte Strategie der Verlängerung der Wertschöpfungskette auf Basis von Premiumprodukten findet in der Ergebnisentwicklung gerade unter konjunkturell herausfordernden Rahmenbedingungen ihre Bestätigung.
Ergebnis vor und nach Steuern
Das Ergebnis vor Steuern stieg im Jahresvergleich von 504,4 Mio. EUR im Vorjahr um 29,8 % auf 654,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich per 31. März 2013 auf 521,9 Mio. EUR, was einem Zuwachs um 26,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von 413,3 Mio. EUR entspricht. Das Ergebnis je Aktie stieg demnach um 31,8 % von 1,98 EUR je Aktie im Vorjahr auf 2,61 EUR je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/13.
Dividendenvorschlag
Vorbehaltlich der Zustimmung der am 3. Juli 2013 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 0,90 EUR je Aktie ausgeschüttet, was einer Steigerung gegenüber der Vorjahresdividende von 0,80 EUR je Aktie um 12,5 % entspricht. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie von 2,61 EUR entspricht dieser Vorschlag einer Ausschüttungsquote von rund 35 %.
Gemessen am durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine-Aktie im Geschäftsjahr 2012/13 von 23,99 EUR, ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 3,8 %.
Gearing per 31. März 2013 von 53,5 % auf 44,5 % gesunken
Für die Struktur der Bilanz des voestalpine-Konzerns brachte die Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine weitere deutliche Stärkung. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes und einer Steigerung der Investitionen um annähernd 50 % verringerte sich die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital) im Jahresvergleich zum 31. März 2013 um 9 Prozentpunkte auf 44,5 %.
Die deutliche weitere Verbesserung der Eigen-/ Fremdmittelrelation im wirtschaftlich sehr herausfordernden abgelaufenen Geschäftsjahr konnte sowohl durch eine Steigerung des Eigenkapitals (um 4,9 % von 4.836,3 Mio. EUR per 31. März 2012 auf 5.075,3 Mio. EUR per 31. März 2013) als auch durch eine Senkung der Nettofinanzverschuldung (um 12,6 % von 2.585,7 Mio. EUR per 31. März 2012 auf 2.259,2 Mio. EUR per 31. März 2013) erzielt werden. Vor allem der Abbau der Verschuldung um weitere 326,5 Mio. EUR bedeutet insoferne eine bemerkenswerte Entwicklung, als das abgelaufene Geschäftsjahr mit Investitionen in Höhe von 851,5 Mio. EUR bereits einen ersten Schritt zur Umsetzung der Wachstumsstrategie 2020 brachte. Die starke, 2012/13 einmal mehr unter Beweis gestellte
EBITDA – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen
Mio. EUR
EBIT – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
Mio. EUR
Ergebnis nach Steuern
Ergebnis je Aktie
EUR
Dividende je Aktie
EUR * Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung. 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2012/13 1,05 0,50 0,80 0,80 0,90*
Nettofinanzverschuldung, Eigenkapital, Gearing
38 Jahresfinanzbericht 2012/13
Innenfinanzierungskraft des Konzerns stellt eine wichtige Basis für die Umsetzung der Wachstumsambitionen der Zukunft dar.
Cashflow
Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit konnte mit 1.321,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 856,5 Mio. EUR um 54,3 % erhöht werden. Neben dem besseren Ergebnis nach Steuern ist diese Steigerung auf die Entwicklung des Working Capital zurückzuführen, welche im Geschäftsjahr 2012/13 eine Freisetzung von liquiden Mitteln in der Höhe von 225,0 Mio. EUR ermöglichte. Diese positive Entwicklung gründet sich neben dem Umsatzrückgang im 12-Monats-Vergleich vor allem auf eine strukturelle Verringerung des Working Capital, das im Verhältnis zum Umsatz per 31. März 2013 auf 15,9 % gesenkt werden konnte (von 16,9 % per 31. März 2012).
Die Investitionen wurden gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht, was sich in der Entwicklung des Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2012/13 mit –829,6 Mio. EUR entsprechend niederschlug – eine sehr deutliche Steigerung von 73,3 % gegenüber dem Vorjahreswert von –478,6 Mio. EUR. Diese Zunahme bei der Mittelverwendung wurde aber durch den noch stärker gestiegenen Cashflow aus der Betriebstätigkeit mehr als nur kompensiert.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit war im Geschäftsjahr 2012/13 mit –74,7 Mio. EUR nur mehr leicht negativ, eine deutliche Veränderung gegenüber dem Vorjahreswert von –933,7 Mio. EUR. Diese Entwicklung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ist neben planmäßigen Tilgungen von Krediten und Schuldverschreibungen auf Mittelaufnahmen unter anderem durch die sehr erfolgreiche internationale Platzierung einer weiteren Benchmark-Anleihe im Oktober 2012 zurückzuführen.
| Mio. EUR | GJ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Quartal 2012/13 |
2. Quartal 2012/13 |
3. Quartal 2012/13 |
4. Quartal 2012/13 |
2012/13 | 2011/12 | Veränderung in % |
|
| Umsatzerlöse | 3.050,6 | 2.882,2 | 2.719,7 | 2.871,8 | 11.524,4 | 12.058,2 | –4,4 |
| EBITDA | 375,0 | 354,8 | 321,9 | 390,1 | 1.441,8 | 1.301,9 | 10,7 |
| EBITDA-Marge | 12,3 % | 12,3 % | 11,8 % | 13,6 % | 12,5 % | 10,8 % | |
| EBIT | 230,7 | 210,0 | 174,4 | 238,6 | 853,6 | 704,2 | 21,2 |
| EBIT-Marge | 7,6 % | 7,3 % | 6,4 % | 8,3 % | 7,4 % | 5,8 % | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) |
185,1 | 162,7 | 125,9 | 181,0 | 654,7 | 504,4 | 29,8 |
| Ergebnis nach Steuern | 144,9 | 124,6 | 100,0 | 152,4 | 521,9 | 413,3 | 26,3 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
46.075 | 46.115 | 44.696 | 46.351 | 46.351 | 46.473 | –0,3 |
Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns
Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf
Verabschiedung der langfristigen Konzernstrategie
Der voestalpine-Konzern hat bereits ab dem Börsengang 1995, insbesondere aber seit der strategischen Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2001/02, konsequent den Weg des wertsteigernden Wachstums beschritten. Mit dieser ausschließlich "high tech/high quality"- und nicht an Umsatz und Menge orientierten Strategie nimmt die Unternehmensgruppe heute sowohl in Bezug auf die Profitabilität als auch qualitativ und technologisch in ihren Kernsegmenten eine führende Position in Europa ein und ist darüber hinaus in wesentlichen Geschäftsbereichen Weltmarktführer.
Diesen Anspruch gilt es, insbesondere vor dem Hintergrund eines sich permanent – und das immer schneller – ändernden globalen makroökonomischen Umfeldes, auch langfristig nicht nur abzusichern, sondern auch auszubauen.
Im Dezember 2012 hat daher der Aufsichtsrat der voestalpine AG – nach einem intensiven und detaillierten zwölfmonatigen Diskussionsprozess mit dem Vorstand – die Grundzüge der Konzernstrategie 2020 genehmigt, die folgende Prämissen und Zielsetzungen beinhaltet:
- Der voestalpine-Konzern setzt den Weg des wertsteigernden Wachstums langfristig konsequent fort.
- Der Wachstumsfokus liegt dabei auf den Branchen Mobilität und Energie, geografisch vor allem auf den Wachstumsmärkten außerhalb Europas. In Europa steht die Festigung der Markt-, Qualitäts- und Technologieführerschaft in den Kernsegmenten im Vordergrund.
- Der weitere Ausbau des bereits heute dominierenden Verarbeitungsanteils – und damit der
forcierte Wandel vom Stahlunternehmen zum Technologie- und Industriegüterkonzern – wird konsequent vorangetrieben.
- In den technologisch anspruchsvollsten Marktund Produktsegmenten Mobilität und Energie strebt der Konzern in den von ihm bearbeiteten Bereichen eine global führende Position an.
- Gleichzeitig wird damit die nachhaltige Absicherung der Ergebnisführerschaft angestrebt.
Unter der Voraussetzung eines sich mittelfristig wieder stabilisierenden globalen Konjunkturumfeldes beträgt der Zielumsatz für das Geschäftsjahr 2020/21 20 Mrd. EUR, als EBITDA- bzw. EBIT-Marge werden 14 % bzw. 9 % und als Return on capital employed (ROCE) 15 % im langfristigen Durchschnitt angestrebt.
Um diese quantitativen Zielsetzungen zu realisieren, geht es in der langfristigen Ausrichtung vor allem um den konsequenten Ausbau des qualitativen Führungsanspruchs in den Kernsegmenten des Konzerns.
- Seit dem IPO 1995 wurde das Umsatzvolumen außerhalb Europas von damals gerade einmal 6 % auf aktuell 23 % kontinuierlich ausgebaut. Langfristig wird das Ziel verfolgt, ein ausgeglichenes Umsatzverhältnis zwischen Europa und der übrigen Welt zu erreichen, wobei für das Geschäftsjahr 2020/21 40 % des Umsatzes auf Märkte außerhalb Europas entfallen sollen. Europa stellt dabei weiterhin den Ausgangspunkt für Innovationen dar, wird aber im Unterschied zu Asien und den beiden Amerika kein primärer Wachstumstreiber mehr sein.
- Seit 1995 erhöhte sich der Anteil der aus Konzernsicht zentralen Wachstumsbranchen Mobilität (Automobil, Bahn, Luftfahrt) und Energie von 32 % des Konzernumsatzes auf mittlerweile 60 %. 2020/21 soll der konzernale
Umsatzanteil dieser beiden Bereiche bei rund 70 % liegen.
Ähnlich auffällig stellt sich in den vergangenen Jahren die Entwicklung der "klassischen", zyklischen Stahl- versus die vergleichsweise stabileren Verarbeitungsaktivitäten dar: Seit 2001/02 wurde der "Stahlanteil" von 55 % auf nur noch 29 % des Konzernumsatzes verringert; er soll bis 2020/21 weiter auf etwa 25 % reduziert werden. Ein völliger Ausstieg aus der Stahlproduktion war zwar ebenfalls Gegenstand der Strategiediskussion, wurde aber verworfen, da eine Abgabe der hoch qualitativen eigenen Stahlbasis eine massive Schwächung der auf dem eigenen Werkstoff-Know-how aufbauenden Downstreambereiche nach sich ziehen würde.
Mit der Umsetzung der Strategie 2020 wird der voestalpine-Konzern auch in einem noch mehr als bisher permanenten Veränderungen unterliegenden globalen Umfeld ein innovativer und verlässlicher Partner seiner Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre sein.
Schließung TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG
Nach dem Vorstandsbeschluss vom März 2012, die Schienenproduktion der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Duisburg zu schließen, wurden die in der Folge geführten Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und Sozialplan für die verbleibenden rund 350 Mitarbeiter am 16. Mai 2013 erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die Schließung wird nach Abarbeitung noch verbliebener Aufträge planmäßig gegen Ende des Kalenderjahres 2013 erfolgen (zur bilanziellen Rückstellung siehe Kapitel "Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial").
Straffung der Konzernstruktur
Die vormals eigenständigen Divisionen Profilform und Automotive wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 zusammengeführt und bilden seither gemeinsam die Metal Forming Division.
Die Gesamtkompetenzen des Konzerns werden damit erstmals in vier ähnlich großen Divisionen gebündelt.
Nach dem ersten Jahr der neuen Division stellt sich ihre Bilanz durchwegs positiv dar. Die umfangreichen Globalisierungsschritte der Geschäftsbereiche Tubes & Sections bzw. Automotive Body Parts, getragen von Aufträgen renommierter Unternehmen, laufen sowohl terminlich als auch kostenmäßig exakt nach Plan. Die neue Division kann durch die gemeinsam stärkere globale Präsenz ihre Marktposition effizienter und zielorientierter ausbauen. Insgesamt investiert sie derzeit rund 120 Mio. EUR in den Aufbau oder Ausbau von Produktionsstandorten in Deutschland, Rumänien, den USA, China, Südafrika und Brasilien.
Zu den wirtschaftlichen Eckdaten der Metal Forming Division wird auf das Kapitel "Divisionsberichte" verwiesen.
Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial
Im Kartellverfahren betreffend Eisenbahn-Oberbaumaterial hat das deutsche Bundeskartellamt Anfang Juli 2012 Bußgelder in Höhe von insgesamt 124,5 Mio. EUR gegen vier Hersteller und Lieferanten von Schienen wegen wettbewerbswidriger Absprachen zu Lasten der Deutschen Bahn AG verhängt. Davon entfielen 8,5 Mio. EUR auf Gesellschaften des voestalpine-Konzerns. Dieses Ergebnis hat den angestrebten Kronzeugenstatus für den weitaus überwiegenden Teil des Verfahrens bestätigt, das vergleichsweise geringe Bußgeld betrifft lediglich Randbereiche. Damit ist dieses Verfahren zum Hauptkomplex Deutsche Bahn abgeschlossen. In weiterer Folge wird das Bundeskartellamt Lieferungen von Bahnoberbaumaterial an regionale und lokale Nachfrager untersuchen. Wann mit einer Entscheidung in diesen weiteren Sachverhaltskomplexen zu rechnen ist, ist aus heutiger Sicht nicht abschätzbar.
Nach intensiven Verhandlungen ist es Ende April 2013 gelungen, eine Einigung mit der Deutschen Bahn in Bezug auf Schadenersatzleistungen für direkte Lieferungen im Rahmen des Schienenkartells zu erzielen (wobei bezüglich des konkreten Betrages Stillschweigen vereinbart wurde). Damit ist ein erster, vom Umfang her großer Teilkomplex des Kartellverfahrens für die voestalpine AG abgeschlossen. Darüber hinaus sollte hierdurch auch die Basis für eine langfristig tragfähige weitere Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn wiederhergestellt sein.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2011/12 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 205,0 Mio. EUR wurde entsprechend der aktuellen Einschätzung auf 204,4 Mio. EUR angepasst und wird als angemessen erachtet.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Dazu verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 29.
Investitionen
Waren die Investitionen der letzten Jahre im Interesse einer progressiven Entschuldung der Bilanz durch eine Beschränkung des Aufwandes auf etwa dem Abschreibungsniveau geprägt, wurde mit Unterschreiten der Gearing-Ratio von 50 % im abgelaufenen Geschäftsjahr die Investitionstätigkeit im voestalpine-Konzern wieder deutlich dynamischer.
Mit 851,5 Mio. EUR (Vorjahr 574,6 Mio. EUR) lagen die Investitionen 2012/13 erstmals seit dem Geschäftsjahr 2008/09 wieder deutlich über Abschreibungsniveau (Abschreibungen im Geschäftsjahr 2012/13: 588,2 Mio. EUR). Es handelte sich dabei neben notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen wie der Zustellung eines Hochofens in der Metal Engineering Division vor allem um Vorhaben, die konsequent dem weiteren Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft dienen und gleichzeitig die regionale Diversifikation des Konzerns außerhalb Europas vorantreiben. Im Detail stellte sich die Investitionstätigkeit der einzelnen Divisionen im Geschäftsjahr 2012/13 wie folgt dar:
Mit 277,3 Mio. EUR entfiel ein knappes Drittel des konzernalen Investitionsaufwandes im Geschäftsjahr 2012/13 auf die Steel Division (Vor
jahr: 197,8 Mio. EUR, +40,2 %). Im Zentrum der Aktivitäten standen die letzten Maßnahmen des seit 2009 laufenden Großinvestitionsprogramms "L6", ergänzt um notwendige Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen. Nach der Inbetriebnahme der DeNOX-Anlage am Sinterband mit Jahresende 2012 bildet die Inbetriebnahme der Kontiglühe 2 (Investitionsvolumen 150 Mio. EUR) den Abschluss von "L6". Die Steel Division wird dann über das derzeit weltweit modernste Aggregat zur Herstellung von Elektroband verfügen.
Das neue Investitionsprogramm "Linz 2020" dient der langfristigen Absicherung der Technologie- und Qualitätsführerschaft sowie der Kosten- und Produktmixoptimierung. Wesentliche Projektbestandteile sind unter anderem Zustellungen aller drei Hochöfen einschließlich der Installation von Kohleeindüsungsaggregaten ("PCI"), der Ausbau der sekundärmetallurgischen Kapazitäten auf 80 % der Stahlwerkskapazität sowie die Erneuerung der Brammenbearbeitungsanlagen. Eine Erweiterung der Stahlerzeugungskapazität am Standort Linz über 6 Mio. Tonnen hinaus ist im Rahmen dieses Programms nicht vorgesehen. In der Grobblechfertigung befindet sich derzeit der Neubau des Walzgerüstes planmäßig in Umsetzung. In Verbindung mit einer neuen Walztechnologie wird in diesem Segment damit die Erschließung neuer Produktqualitäten möglich.
Die Special Steel Division investierte im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 257,2 Mio. EUR und verdoppelte damit den Vorjahreswert von 128,7 Mio. EUR. Zu den wesentlichsten Investitionen zählte dabei die Erweiterung der Kapazitäten zur Herstellung pulvermetallurgischer Stähle am Standort Kapfenberg. Planmäßig verläuft die Umsetzung der Neukonzeption des Stahlwerkes am Standort Wetzlar (Deutschland), wobei dort im Zuge eines insgesamt vierjährigen Ausbauprogramms der Fokus noch stärker auf Produktivität, Qualität sowie Umweltschutz und Arbeitssicherheit gelegt wird.
Im weltweiten Service- und Vertriebsnetzwerk der Division wird kontinuierlich in den Ausbau der An- und Bearbeitungsaktivitäten investiert. Die Schwerpunkte lagen dabei im vergangenen Jahr in Kanada, China und Deutschland. Die Division Special Steel zielt damit nicht nur auf die Verlängerung der Wertschöpfungskette, sondern auch auf eine signifikante Stärkung der eigenen Position im Kundenservice ab.
Die Investitionen der Metal Engineering Division lagen im Geschäftsjahr 2012/13 mit 164,9 Mio. EUR um rund 27,5 % über dem Vorjahreswert (129,3 Mio. EUR). Das kostenmäßig umfangreichste Projekt bildete dabei die Zustellung eines der beiden Hochöfen am Standort Donawitz. Auf der Drahtseite wurde bei der vor rund einem Jahr mehrheitlich übernommenen CPA Filament GmbH die Errichtung einer Produktionsanlage zur Herstellung von ultrafesten Feinstdrähten weitergeführt und weitgehend abgeschlossen. Das Unternehmen beginnt derzeit die Hochlaufphase (siehe auch Kapitel "Akquisitionen"). Neben einer Vielzahl kleinerer Projekte, die sich plangemäß in Umsetzung befinden, sei exemplarisch die Einrichtung von umfangreichen Laborund Testgeräten in Kindberg/Österreich für die Qualitätsüberprüfung von Nahtlosrohren hervorgehoben.
Der Investitionsaufwand der Metal Forming Division erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 30 % von 109,8 Mio. EUR auf 142,6 Mio. EUR. Mitte November 2012 erfolgte der Spatenstich für die Errichtung eines Werkes zur Herstellung von Automobilkomponenten in Cartersville, Georgia/USA, mit geplantem Produktionsbeginn noch in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2013/14. Im Rahmen der forcierten Internationalisierung des Geschäftsbereiches Automotive Body Parts werden parallel dazu auch in Südafrika und China neue Produktionsstandorte errichtet. Ebenfalls für China wurde im 3. Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres der Auftrag zur Errichtung einer Sonderprofilproduktion (Kundenschwerpunkte: Bau- und Landwirtschaftsmaschinen) vergeben. Im Geschäftsbereich Precision Strip wurden die Investitionen in ein neues Walz- und Bandbearbeitungszentrum am Standort Kematen/Österreich weitgehend abgeschlossen.
Akquisitionen
Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgten insgesamt drei Akquisitionen durch die Special Steel Division. Zunächst wurde im 3. Quartal das kanadische Unternehmen Sturdell Industries Inc. mit je einem Standort in Kanada und den USA in der Nähe schon bestehender Vertriebsniederlassungen der Division erworben, um die Serviceaktivitäten im Nordosten Amerikas zu verstärken. Dies betrifft insbesondere den Bereich der mechanischen Bearbeitung (Sägen, Fräsen, Schleifen) von Werkzeugstählen. Der Kauf ermöglicht die Nutzung von Synergien bzw. die Optimierung der Kostenstruktur in den lokalen Märkten.
Im 4. Quartal des Geschäftsjahres hat die Special Steel Division von der in Düsseldorf ansässigen Eifeler-Gruppe neun Gesellschaften – davon sechs in Deutschland, zwei in der Schweiz und eine in den USA – mit einem Umsatz von rund 50 Mio. EUR und etwa 330 Mitarbeitern erworben. Die Unternehmen sind auf qualitativ hochwertige und innovative Beschichtungen von Werkzeugen spezialisiert. Damit kann die Division ihr Serviceangebot im obersten Qualitätsbereich erweitern und noch besser auf die Bedürfnisse von Werkzeugbauern und Werkzeuganwendern eingehen.
Bereits im 1. Quartal 2012/13 tätigte die Metal Engineering Division eine strategisch wichtige Akquisition im Geschäftsbereich Draht. Die voestalpine Austria Draht GmbH erweiterte ihre Aktivitäten in der anspruchsvollen Drahtweiterverarbeitung durch den Erwerb von 54,1 % der Anteile an der CPA Filament GmbH von der österreichischen Steinklauber-Gruppe. Im Rahmen dieses Joint Ventures wurde am Standort Fürstenfeld (Steiermark) eine neue Produktionsanlage für die Herstellung von ultrahochfesten Feinstdrähten (bis 0,08 mm Dicke) errichtet, die derzeit ihren Betrieb aufnimmt.
In den nächsten Jahren sind weitere Ausbaustufen geplant. Im Endausbau sollte der Umsatz des neuen Unternehmens in einer Größenordnung von 70 bis 80 Mio. EUR liegen.
Nach dem Bilanzstichtag erfolgten die Übernahmen der Assets von Rieckermann Steeltech Ltd. (Shanghai) und P.M. Technology Ltd. (Shenzen) zur Stärkung der Position der Special Steel Division im Wachstumsmarkt China. An beiden Standorten sind insgesamt etwa 100 Mitarbeiter mit der Anarbeitung und Wärmebehandlung von anspruchsvollen Sonderstählen beschäftigt, welche vor allem in der Öl- und Gasförderung, der Energie- und Kraftwerkstechnik sowie der Luftfahrtindustrie zum Einsatz kommen und ein hohes Wachstumspotenzial aufweisen.
Mitarbeiter
Entwicklung des Beschäftigtenstandes
Zum 31. März 2013 lag der Gesamtbeschäftigtenstand im voestalpine-Konzern bei 46.351 Personen (auf Basis FTE/Vollzeitäquivalent) und blieb damit gegenüber dem Vorjahr (46.473) weitgehend unverändert. Der marginale Rückgang um 0,3 % ergibt sich bei einer leichten Erhöhung im Bereich der Stammbelegschaft (+1,0 % von 41.649 auf 42.078 Mitarbeiter) und der Lehrlinge (+6,9 % von 1.263 auf 1.350 Jugendliche) durch eine im Jahresvergleich rückläufige Beschäftigung von Leiharbeitskräften (–11,4 % von 4.305 auf 3.816 Personenjahre).
Die kontinuierliche Internationalisierung des Konzerns spiegelt sich nicht zuletzt im weiter – wenn auch nur leicht – gestiegenen Anteil der außerhalb Österreichs beschäftigten Mitarbeiter wider. Zum Ende des Geschäftsjahres waren mit 22.567 Personen 53,6 % (Vorjahr: 53,5 %) der Mitarbeiter an internationalen Standorten tätig, 46,4 % bzw. 19.511 Mitarbeiter (Vorjahr 46,5 %) entfielen auf österreichische Konzerngesellschaften.
Bei den Lehrlingen blieb der Anteil der Jugendlichen, die an außerhalb Österreichs gelegenen Standorten ausgebildet werden, mit 490 Personen bzw. 36,3 % (Vorjahr: 36,4 %) praktisch unverändert.
Mitarbeiterbeteiligung
Das bereits seit dem Jahr 2001 bestehende und seither schrittweise ausgebaute Mitarbeiterbeteiligungsmodell ist derzeit außerhalb Österreichs auch für Konzernmitarbeiter in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Polen und Belgien zugänglich. Insbesondere in den beiden letztgenannten Ländern wurden im Geschäftsjahr 2012/13 weitere Unternehmen in
das Modell einbezogen und die Mitarbeiterbeteiligung damit insgesamt deutlich ausgeweitet. Zum 31. März 2013 sind über die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung insgesamt rund 22.600 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt und halten rund 23 Mio. Stück Aktien. Durch eine generelle Stimmrechtsbündelung gehören die Mitarbeiter mit einem Anteil von 13,3 % am Grundkapital (Vorjahr: 11,9 %) zu den beiden größten Kernaktionären der voestalpine AG. Ebenfalls im Wege der Stiftung werden darüber hinaus rund 1,8 Mio. Stück Privataktien ehemaliger und derzeitiger Konzernmitarbeiter verwaltet, das entspricht 1,1 % der stimmberechtigten Aktien. Insgesamt befinden sich derzeit somit 14,4 % des Grundkapitals der voestalpine AG (Vorjahr: knapp 13 %) im Eigentum der Mitarbeiter.
Stahlstiftung in Österreich
Die 1987 gegründete Stahlstiftung bietet ausgeschiedenen voestalpine-Mitarbeitern aus fast allen österreichischen Konzerngesellschaften die Möglichkeit, bis zu vier Jahre lang zielgerichtete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zur beruflichen Neu- bzw. Aufqualifizierung zu absolvieren. Mit dieser Einrichtung können zum einen die sozialen Folgen von Freisetzungen deutlich gemildert und zum anderen die Teilnehmer bei der Suche nach neuer Beschäftigung bestmöglich unterstützt werden. So haben mehr als 85 % der arbeitsuchenden Teilnehmer im Geschäftsjahr 2012/13 mihilfe der Stahlstiftung einen neuen Arbeitsplatz gefunden; diese auch im internationalen Vergleich hohe Vermittlungsquote blieb damit gegenüber dem Vorjahr unverändert. Zum Ende des Geschäftsjahres befanden sich insgesamt 437 Personen in der Betreuung der Stahlstiftung, davon entfielen 37,3 % auf Teilnehmer von Unternehmen außerhalb des voestalpineKonzerns. Die Zahl der Stiftungsteilnehmer ging gegenüber dem Geschäftsjahr 2011/12 (506 Personen) um 13,6 % zurück.
Schwerpunkte der HR-Aktivitäten
Auszeichnung CAREER'S BEST RECRUITERS
Die voestalpine AG erreichte bei der CAREER'S BEST RECRUITERS-Studie 2012/13 für Österreich das dritte Mal in Folge den 1. Platz in der Branche Eisen/Metall und wurde dafür mit dem goldenen Siegel ausgezeichnet. Insgesamt wurden über 500 österreichische Unternehmen in 23 Branchen hinsichtlich Online- und Offlineauftritt sowie Bewerbungsresonanz bewertet.
Personalmarketing
Der voestalpine-Konzern war auch im vergangenen Geschäftsjahr auf zahlreichen Zielgruppenveranstaltungen in und außerhalb Österreichs präsent und gab so vor allem interessierten Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, die "Arbeitswelt voestalpine" kennenzulernen. Neben den klassischen Aktivitäten wie Messen und Sponsoring wurde auch der HR-Onlineauftritt weiter ausgebaut: Seit März 2012 ist der Konzern mit einer "Karriereseite" auf Facebook vertreten und bietet damit Einblick in das Arbeitsleben an den verschiedenen Konzernstandorten. Zusätzlich wurde eine Lehrlings-Website eingerichtet. Dort werden unter anderem alle in der Gruppe angebotenen Lehrberufe und Ausbildungsstandorte vorgestellt.
Lehrlinge
In Ergänzung zu den lokalen Aktivitäten der einzelnen Konzerngesellschaften wurde im Geschäftsjahr 2012/13 mit lehrlingsausbildenden Standorten in Österreich und Deutschland die gemeinsame Lehrlingskampagne "steel sounds" realisiert. Bei diesem Wettbewerb konnten sich Jugendliche kreativ mit der Welt des Stahls auseinandersetzen und Videos einreichen, bei denen sie mit Stahlprodukten aus dem Alltag "Sounds" gestalteten. Die besten wurden online gewählt und in einen für das Unternehmen komponierten Song integriert. Die Kampagne war gemäß der Zielgruppe "Jugendliche" auf Online und Facebook ausgerichtet. Der Konzern erregte mit dieser Kampagne jedoch nicht nur die Aufmerksamkeit der jugendlichen Zielgruppen, sondern wurde aus über 500 Bewerbungen auch für den Deutschen Preis für Onlinekommunikation in der Kategorie "Recruiting Kampagne" nominiert. Für Lehrlinge im letzten Lehrjahr aus Österreich und Deutschland fand Anfang Dezember erstmals ein zentraler Konzernlehrlingstag statt. Neben einer Podiumsdiskussion mit dem Vorstand der voestalpine AG, Wissenswettbewerben rund um ein eigens gestaltetes voestalpine-"Monopoly", Stahlwelt- und Werksführungen fand dabei auch die Prämierung der "steel sounds"-Gewinner statt.
Führungskräfteentwicklung
Im Geschäftsjahr 2012/13 nahmen 146 Teilnehmer aus 16 Ländern am vierstufigem Führungskräfteentwicklungsprogramm "value:program" teil. Rund 40 % der Teilnehmer kamen dabei von Konzernunternehmen außerhalb Österreichs, der Frauenanteil lag bei 15 %.
"High Mobility Pool"
Die Internationalisierung des "High Mobility Pools" wurde nach der sehr erfolgreichen europaweiten Rekrutierung der Teilnehmer der "Generation 2011" weiter vorangetrieben. Für die "Generation 2013" qualifizierten sich Teilnehmer aus Brasilien, China, Kanada und Mexiko. Der "High Mobility Pool" bietet jungen, gut ausgebildeten und örtlich flexiblen Menschen mit einigen Jahren Berufserfahrung die Möglichkeit, den voestalpine-Konzern in sehr strukturierter Form über konkrete Projekte kennenzulernen und als attraktive Berufschance zu begreifen.
Rohstoffe
Die Preisentwicklung der für die Stahlerzeugung wesentlichen Rohstoffe Eisenerz und Kokskohle blieb auch im Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin ausgesprochen volatil. Für beide Rohstoffe hat sich in den letzten Jahren ein hoch transparenter "Spot-Markt" gebildet, welcher alle wesentlichen Informationen über die Preisentwicklung gleichsam online verfügbar macht. Die Preisbildung erfolgt daher heute auch bei langfristigen Lieferbeziehungen mit den Minenbetreibern anders als in der Vergangenheit nicht mehr auf Jahres-, Halbjahres- oder Quartalsbasis, sondern tagesaktuell.
Von etwa 150 USD für eine Tonne Eisenerz am Spotmarkt (CFR China) zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 kommend, setzte bereits im Frühjahr 2012 eine erste preisliche Abwärtsbewegung ein, ehe es in der Folge zu einer gewissen Stabilisierung kam. Über die Sommermonate brach der Eisenerzpreis dann aber regelrecht ein und erreichte Anfang September 2012 mit unter 90 USD je Tonne seinen bisherigen Tiefststand: Hintergrund dieser Entwicklung war eine schwächere Erznachfrage der chinesischen Stahlproduzenten aufgrund eingetrübter inländischer Konjunkturaussichten. Durch forcierte Infrastrukturprojekte sowie zusätzliche konjunkturstützende Maßnahmen hat sich die chinesische Wirtschaft in der Folge aber stabilisiert. In Erwartung steigender Rohstahlproduktionsdaten gegen Jahresende 2012 kam es im Weiteren zu Preisanstiegen am Eisenerz-Spotmarkt auf über 150 USD pro Tonne. Durch verstärkte Zweifel an der Nachhaltigkeit der Baukonjunktur aufgrund des extrem kalten Winters in China gegen Ende des Geschäftsjahres 2012/13 entwickelten sich die Eisenerzpreise schließlich wieder rückläufig und bewegen sich seither in einer Bandbreite zwischen 130 und 140 USD pro Tonne.
Der bereits seit Beginn 2011 zu beobachtende Preisverfall bei Kokskohle hat sich auch im Geschäftsjahr 2012/13 weiter fortgesetzt. Von einem Tonnenpreis von rund 300 USD im Jänner 2011 kommend, setzte erst im Herbst 2012 eine Stabilisierung bei etwa 150 USD pro Tonne ein. Mit ein Grund dafür ist das zusätzlich auf den Markt drängende Kohlenangebot aus der Mongolei, das in erster Linie für die chinesische Stahlindustrie bestimmt ist, die dadurch ihrerseits weniger internationalen Versorgungsbedarf hat. Darüber hinaus sind die großen Minenbetreiber in Australien zuletzt von unwetterbedingten Produktionsausfällen wie in den Vorjahren verschont geblieben. Koks, ein Veredelungsprodukt der Kokskohle, hat im Wesentlichen eine ähnliche Entwicklung wie die Kohle genommen. Im Einzelnen hat sich der Preis am Spotmarkt von 500 USD pro Tonne Anfang 2011 im Laufe des Geschäftsjahres 2012/13 auf unter 300 USD pro Tonne reduziert. Der Verzicht auf die 40-prozentige Exportsteuer für Koks in China mit Beginn des Kalenderjahres 2013 hat den Druck auf den Kokspreis zuletzt weiter erhöht. Die Preisbewegungen bei Schrott – ebenfalls ein Basisrohstoff für die Stahlerzeugung – fielen wesentlich moderater aus. Wie in den letzten Jahren bewegte sich der Schrottpreis im Geschäftsjahr 2012/13 in einer gewissen Bandbreite um die 300 EUR pro Tonne. Ebenfalls weitgehend unauffällig verlief die Preisentwicklung bei den wesentlichen Legierungsmetallen.
Die langfristige Rohstoffstrategie der voestalpine AG zielt weiterhin konsequent auf eine diversifizierte und breite Basis von Bezugsquellen ab, um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Probleme in Bezug auf die grundsätzliche Verfügbarkeit von Rohstoffen sind in den nächsten Jahren aus heutiger Sicht nicht zu erwarten.
Forschung und Entwicklung
Im Geschäftsjahr 2012/13 stiegen die Forschungsund Entwicklungsaufwendungen des voestalpine--Konzerns auf den neuen Rekordwert von 125,6 Mio. EUR, sie lagen damit um 7,6 % über jenen des Vorjahres (116,7 Mio. EUR). Die Forschungsquote (Anteil der F&E-Aufwendungen am Umsatz) erhöhte sich im Jahresvergleich von 1,0 % auf 1,1 %.
Für das laufende Geschäftsjahr ist eine weitere Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsmittel auf 137 Mio. EUR und damit ein neuerliches F&E-Rekordbudget geplant.
Dies spiegelt die grundlegende Bedeutung dieses Bereichs für die strategische Ausrichtung des voestalpine-Konzerns – langfristiger Ausbau der Technologie- und Qualitätsführerschaft insbesondere in den bereits jetzt dominierenden, erklärten langfristigen Wachstumsbranchen Mobilität und Energie – wider. Neben diesen produktbezogenen Innovationen stellen aber auch die laufende Prozessoptimierung in Bezug auf Energie- und Rohstoffeffizienz sowie die weitere Verringerung der Emissionen einen wichtigen Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten dar. Die voestalpine nutzt dabei nicht nur das konzerninterne Know-how, sondern greift darüber hinaus auf ein Netzwerk aus rund 150 renommierten wissenschaftlichen Einrichtungen in aller Welt sowie auf intensive und langjährige Entwicklungspartnerschaften mit ausgewählten Kunden zurück.
Zusätzlich zu den bereits in den bisherigen Aktionärsbriefen des Geschäftsjahres 2012/13 ausführlich beschriebenen Forschungsvorhaben – Stichworte u. a. Elektroband, Entwicklung von Sonderprofilen, wartungsfreier Gitterturm für die Windenergie sowie führende Teilnahme am Automobilleichtbau-Projekt ALIVE im Rahmen der EU-Green-Car-Initiative – seien exemplarisch folgende weitere Innovationsaktivitäten der Steel Division hervorgehoben:
- Forcierte Entwicklung von Multiphasen--Stählen für die nächsten Karosseriegenerationen: Mit den sogenannten AHSS HD-Stählen (Advanced High-Strength Steels High Ductility) werden um bis zu 60 % bessere Umformeigenschaften bei höchsten Festigkeiten erzielt. Ziel ist es, derartige höherfeste Stähle in sicherheitsrelevanten Bereichen (etwa Türen und Klappen) und in Außenhautteilen wie Seitenwänden zu implementieren. Dazu läuft bei einem renommierten Automobilhersteller bereits der Prozess der Werkstoffzulassung.
- Weiterentwicklung der Zink-Magnesium--Beschichtung für Automobilbleche und erste Serienlieferung eines Karosserieteils an einen Pkw-Premiumhersteller.
- Weiterer Kompetenz Auf- und Ausbau bei phsultraform, dem von der voestalpine-Forschung als Weltneuheit entwickelten feuerverzinkten Warmumformstahl. Er ermöglicht es Automobilherstellern, sicherheitsrelevante Bauteile in der Karosserie ohne Festigkeitsverlust mit einer deutlichen Gewichtsreduktion herzustellen. phs-ultraform-Bauteile stellen eine zukunftsweisende Lösung für sicherheitsspezifische und gleichzeitig korrosionsgefährdete Komponenten in der Automobilindustrie dar, sie werden bereits in hohem Maße von Premiumherstellern für Längsträger, A- und B-Säulen, Seiten- und Stirnwände, Schweller, aber auch für Türen und Klappen eingesetzt. Die Technologie leistet einen wichtigen Beitrag zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei gleichzeitig signifikanter Erhöhung der Insassensicherheit, über entsprechende Investitionen vor Ort wird sie Kunden künftig auch in den USA, Südafrika und China zur Verfügung gestellt.
Forschungsaufwendungen des voestalpine-Konzerns
Der Fokus in der Schienentechnologie liegt in der Entwicklung und Optimierung neuer Werkstoffe für den Nah-, Misch- und Schwerlastverkehr sowie in der Erforschung von Schädigungsphänomenen im Rad-Schiene-Kontakt. Gleichzeitig verlaufen Gleistests mit den neuen, ermüdungsbeständigen bainitischen Schienenstählen bisher sehr positiv. Speziell für den Straßenbahnbereich wurde eine neue, in Bezug auf die Schweißtechnik optimierte, verschleißbeständige Rillenschienenstahlgüte entwickelt, die schon in Kürze auf den Markt kommen wird.
In der Weichentechnologie wurde unter anderem eine neuartige Schwerlastweiche (auch unter Einbeziehung innovativer Sonderschienenprofile) entwickelt und in Australien erfolgreich eingebaut. Diese neue Weichengeneration lässt eine Befahrung auch mit mehr als 40 Tonnen Achslast zu (europäischer Standard: 22,5 Tonnen). Dieses
neuartige Weichenkonzept ging mit der Entwicklung einer innovativen eigenen Weichenstellsystemlösung auf Hytronics-Basis einher, die speziell auf die Anforderungen im Schwerlastverkehr ausgerichtet ist und die Effizienz des Betriebes weiter erhöht.
Bei Schweißzusatzwerkstoffen wurden – vor allem einem Kundenbedarf aus der petrochemischen Industrie entsprechend – spezielle wismutfreie hochlegierte Fülldrahtelektroden entwickelt, die sich durch deutlich verbesserte Produkteigenschaften in der Verarbeitung (etwa bei der Wärmebehandlung) auszeichnen.
Die forcierte Werkstoffentwicklung im hochwertigen Edelstahlsegment ermöglicht vor allem eine Erhöhung des Wirkungsgrades in der Energieerzeugung, etwa durch die Herstellung und den Einsatz größerer, aber zugleich leichterer Niederdruck-Dampfturbinenschaufeln. Darüber hinaus wurden in der Special Steel Division jüngst neue Werkstoffe entwickelt, die zwei wesentliche, oft aber gegensätzlich wirkende Werkstoffeigenschaften – nämlich gute Bearbeitbarkeit im vergüteten Zustand und optimale abrasive Verschleißbeständigkeit – bestmöglich miteinander verbinden. Diese Werkstoffe ermöglichen es Werkzeugherstellern, geometrisch hochkomplexe Werkzeughalterungen ohne Einbußen in den Materialeigenschaften erheblich wirtschaftlicher als bisher herzustellen.
Nicht zuletzt ist die in diesem Segment gemeinsam mit industriellen Partnern betriebene Entwicklung eines korrosionsbeständigen Edelstahls für den Einsatz bei Offshore-Tieflochbohrungen unter extremen Korrosions-, Druck- und Temperaturbedingungen hervorzuheben.
Derartige Forschungserfolge beruhen zu einem wesentlichen Teil auf einem intensiven Wissensaustausch sowohl konzernintern als auch mit externen Partnern. Im Oktober 2012 fand daher bereits zum sechsten Mal die "Synergieplattform" statt, die sich mittlerweile von einer "Forschertagung" zu einer Fachkonferenz für ein breites Spektrum an Konzernmitarbeitern entwickelt hat. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Von der Idee zur Innovation" und bot neben Vorträgen von externen Experten einen Querschnitt durch Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele aus dem Innovationsmanagement des voestalpine-Konzerns.
Die voestalpine-Gruppe ist maßgeblich am österreichischen Kompetenzzentrum K1-MET für metallurgische und umwelttechnische Verfahrensentwicklung beteiligt und unterstützt dieses 2008 gegründete Technologienetzwerk mit einem Projektvolumen von 7,5 Mio. EUR. Im März 2012 fand in diesem Rahmen der Scientific Exchange Day, ein Symposium an der Technischen Universität Graz, statt. Den Schwerpunkt bildeten aktuelle Forschungsergebnisse etwa zu Energieund Rohstoffeffizienz in der Metallurgie oder industriellen Recyclingprozessen. Die im Kompetenzzentrum gewonnenen Erkenntnisse werden laufend in praktische Innovationen umgesetzt, beispielsweise im Rahmen der Optimierung der MEROS-Technologie zur Abgasreinigung in der Sinteranlage am Standort Linz oder in der an der Montanuniversität Leoben errichteten Pilotanlage zum Recycling zinkreicher Stäube.
Umwelt
Umweltaufwendungen
Im Geschäftsjahr 2012/13 beliefen sich die Umweltaufwendungen des voestalpine-Konzerns1 auf insgesamt 240 Mio. EUR und blieben damit auf dem hohen Niveau des Vorjahres (244 Mio. EUR). Im Einzelnen entfielen rund 27 Mio. EUR (2011/12: 32 Mio. EUR) auf umweltrelevante Investitionen und 213 Mio. EUR (2011/12: 212 Mio. EUR) auf laufende Betriebsaufwendungen für Umweltanlagen.
Schwerpunkte der Umweltmaßnahmen
Die teilweise bereits in den vorangegangenen Aktionärsbriefen ausführlich dargestellten Schwerpunkte der Aktivitäten lagen auch im Geschäftsjahr 2012/13 in den Bereichen Energieund Rohstoffeffizienz, Luft- und Wasserreinhaltung sowie Abfallvermeidung und -wiederverwertung.
So wurde am Standort Linz der Steel Division ein zusätzlicher Tiegelgasgasometer in Betrieb genommen, mit dem das im Wege des LD-Verfahrens im Stahlwerk anfallende Tiegelgas optimal genutzt und die Abfackelverluste minimiert werden können. Im Bereich der Luftreinhaltung fand darüber hinaus Ende 2012 die Inbetriebnahme der ersten DeNOX-Anlage in Europa zur Entstickung der Sinterabgase statt. Diese wegweisende Anlage ermöglicht künftig eine weitere Reduktion der NOX-Emissionen um ca. 400 t/Jahr. Darüber hinaus bildet am Standort Linz die im Oktober 2012 begonnene Sanierung der Altlast Kokerei einen langfristigen Sanierungsschwerpunkt. Die Erneuerung des aufgrund der Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg stark kontaminierten Untergrundes erfolgt in Teilschritten und wird sich aufgrund der Dimensionen des betroffenen Areals über eine Dauer von mindestens zehn Jahren erstrecken.
Zur Steigerung der Energieeffizienz in der Special Steel Division wurde an acht Produktionsstandorten eine Ist-Datenerhebung durchgeführt, darüber hinaus kam es zu einer Festlegung von Energie-KPIs (Key Performance Indicators). Durch die Umsetzung konkreter Maßnahmen soll eine nachhaltige Steigerung der Energieeffizienz und damit eine jährliche Einsparung im Ausmaß von bis zu 4 Mio. EUR erzielt werden. Die bereits realisierten Projekte betreffen vor allem die verbesserte Wärmedämmung von Gebäuden, zahlreiche Prozessoptimierungen und die Brennstoffumstellung von Öl auf Flüssigerdgas am schwedischen Standort Hagfors.
Die Umweltvorhaben an einer Reihe von österreichischen und internationalen Standorten der Metal Engineering Division waren insbesondere auf die weitere Optimierung der Wasserwirtschaft und der Energieeffizienz über alle Prozessschritte (einschließlich zusätzlicher Wärmedämmungsund Wärmerückgewinnungsmaßnahmen) ausgerichtet. Ähnliches gilt für die Metal Forming Division, die darüber hinaus in einer Vielzahl von Gesellschaften vor allem in die Verringerung von Produktionsabfällen bzw. deren verbesserte Wiedernutzung als wertvolle Rohstoffe investierte und damit die Ressourceneffizienz in der Produktion erheblich verbessern konnte.
Die ambitionierten Umweltbemühungen des voestalpine-Konzerns werden seit vielen Jahren mit nationalen und internationalen Auszeichnungen honoriert. So erhielt die voestalpine
1 Basis: österreichische Konzernstandorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt.
Entwicklung der Umweltaufwendungen1
Schienen GmbH im Juni 2012 den EMAS-Preis für das "Beste Umweltteam" als Anerkennung für das besondere gemeinsame Engagement von Führungskräften und Mitarbeitern bei der Verbesserung der betrieblichen Umweltauswirkungen.
Umweltpolitische Themen
EU 2050-Fahrpläne
Die EU-Kommission hatte im Jahr 2011 eine Reihe von Mitteilungen in Form von sogenannten "2050-Roadmaps" zu den Themenbereichen Klimapolitik, Energie und Ressourceneffizienz veröffentlicht und mit demselben Zeithorizont auch ein Weißbuch zum Themenbereich Verkehr. Diese Fahrpläne der Kommission wurden zwischenzeitlich auch sowohl vom Europäischen Parlament als auch dem Rat behandelt. Während das EU-Parlament sich zu allen vier Mitteilungen auf eine Resolution einigen konnte, war dies dem Rat nur für die Ressourceneffizienz-Roadmap möglich. Damit liegt der Kommission ein eindeutiger Umsetzungsauftrag nur in diesem Bereich vor, d. h. die Umsetzungsaktivitäten der Kommission sind derzeit auf den Bereich Ressourceneffizienz beschränkt.
Im Bereich Klimapolitik betreibt die EU-Kommission forciert die Weiterentwicklung der Emissionshandelsrichtlinie, etwa durch Vorschläge zur Änderung des Auktionskalenders ("Backloading"), um damit die Zertifikatspreise im Wege dirigistischer Maßnahmen zu erhöhen. Um trotz des fehlenden vollständigen Arbeitsauftrages des Rates die strategische Entwicklung der Klimapolitik voranzutreiben, hat die Kommission im März 2013 eine öffentliche Befragung über die Klimapolitik bis 2030 gestartet.
1 Basis: österreichische Konzernstandorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt.
CO2-Emissionshandel
Der Entwurf der für Österreich geltenden Zuteilungsmengen wurde national zwar bereits am 5. März 2012 veröffentlicht und der EU-Kommission zugestellt, allerdings haben andere Mitgliedstaaten ihre Unterlagen erst später übermittelt, sodass die Prüfung dieser Vorschläge derzeit noch andauert. Da erst nach Abschluss aller Prüfungen der sektorübergreifende Korrekturfaktor CSCF (Cross-Sectoral Correction-Factor) zum Abgleich der Zuteilungen mit dem EU-weiten Cap durch die EU-Kommission festgelegt werden kann, können auch die länderweisen Zuteilungen erst nach Abschluss der Prüfung aller Daten finalisiert werden. Aussagen zur konkreten CO2-Kostenbelastung der nächsten Jahre sind damit derzeit noch nicht möglich.
Einen wichtigen Schwerpunkt bildet derzeit in diesem Zusammenhang die Erstellung einer "Low Carbon Steel Roadmap" durch den europäischen Stahlverband EUROFER. Darin werden Konkretisierungen zu den EU-Roadmaps und die technisch tatsächlich möglichen Potenziale der europäischen Stahlindustrie zur Reduktion von CO2-Emissionen sowie deren Wirtschaftlichkeit dargestellt. Potenziale zeichnen sich insbesondere in der optimierten Nutzung der vorhandenen Schrottmengen, der laufenden technologischen Weiterentwicklungen der Anlagen sowie – allerdings nur langfristig – auch durch sogenannte "Break-Through"-Technologien wie den teilweisen Ersatz der konventionellen Hochofenroute durch DRI/EAF-Stahlerzeugung, d. h. über die Direktreduktion von Eisenerz und die Weiterverarbeitung auf Elektroofenbasis, ab.
Life Cycle Assessment
Life Cycle Assessment (LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltauswirkungen von Produkten über deren gesamten Lebenszyklus. Sie gewinnt nicht zuletzt auch auf Kundenseite zunehmend an Bedeutung. Im voestalpine-Konzern wurde zu diesem Themenbereich eine konzernweite Arbeitsgruppe (unter Einbeziehung von Einkauf, Verkauf, Marketing, Produktion, Forschung und dem Umweltbereich) eingerichtet. Neben der Beobachtung von Entwicklungen nimmt dieser Kreis die Koordination der verschiedenen LCA-Aktivitäten, wie etwa das Datenmanagement und die aktive Beteiligung im Rahmmen von Interessenvertretungen der Branche wie EUROFER und World Steel Association, wahr.
Industrieemissionsrichtlinie
Die Neufassung der Industrieemissionsrichtlinie (IE-RL) 2010/75/ EU ist Anfang 2011 als Ersatz für die IVU-Richtlinie (Richtlinie über die integrierte Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung) in Kraft getreten. Sie soll die europaweite Vereinheitlichung der anlagenbezogenen Grenzwerte und Maßnahmen für bestimmte industrielle Tätigkeiten gewährleisten. Derzeit erfolgt die nationale Umsetzung in den jeweiligen Materienrechten wie etwa Abfallwirtschaftsgesetz, Gewerbeordnung und Wasserrechtsgesetz.
Im voestalpine-Konzern werden derzeit die entsprechenden Betriebsanlagen in Bezug auf einen etwaigen Anpassungsbedarf überprüft, um die aus diesen europäischen Reglementierungen notwendigen Maßnahmen und Änderungen zeitgerecht planen und umsetzen zu können. Zur Gewährleistung einer ökoeffizienten Implementierung der Vorgaben der Industrieemissionsrichtlinie auf nationaler Ebene ist der Konzern auch im laufenden innerösterreichischen Umsetzungsprozess aktiv eingebunden.
Risikomanagement
Die voestalpine-Gruppe verfügt seit dem Geschäftsjahr 2000/01 über ein zwischenzeitlich immer wieder aktualisiertes und erweitertes Risikomanagementsystem, das in Form einer allgemeinen, konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert ist.
Risikomanagement, wie es im voestalpine-Konzern verstanden und angewendet wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit für die Gruppe einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.
Seit Inkrafttreten des Unternehmensrechts--Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie des Risikomanagementsystems ist in der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem kontinuierlich auch mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystem (IKS) bzw. mit dessen Überwachung befasst.
Sowohl das Risikomanagement als auch das Interne Kontrollsystem sind im voestalpine--Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsungebunden.
Der systematische Risikomanagementprozess ist integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse im Unternehmen und dient dazu, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung oder Vermeidung von Gefahren einzuleiten. Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Unternehmenserfolg.
- Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.
- Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mindestens einmal jährlich konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, finanzielle und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles web-basiertes IT-System.
Die im Vorjahresgeschäftsbericht für die wesentlichen Risikofelder dargestellten Vorsorgemaßnahmen haben nach wie vor Gültigkeit:
Rohstoffverfügbarkeit
Zur Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten verfolgt der voestalpine-Konzern bereits seit einigen Jahren eine den erhöhten Risiken entsprechende, diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige und enge Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der gegebenen Volatilität auf den Rohstoffmärkten noch zusätzlich an Bedeutung gewinnen (Näheres dazu im Kapitel "Rohstoffe" dieses Geschäftsberichtes).
Richtlinie zur Rohstoffpreisabsicherung
Beim Rohstoffpreisrisikomanagement werden die Auswirkungen von Schwankungen am Rohstoffmarkt auf das Betriebsergebnis (EBIT) ermittelt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheit des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Eine interne Richtlinie regelt dabei konzernweit die Vorgehensweise im Einzelnen.
CO2-Thematik
Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.
Ausfall von IT-Systemen
Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Gesellschaft (der voestalpine group-IT GmbH) wahrgenommen.
Aufgrund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur Minimierung möglicher IT-Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet, deren Einhaltung jährlich in Form eines Audits überprüft wird. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens auf IT-Systeme und IT-Anwendungen weiter zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt.
Ausfall von Produktionsanlagen
Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden gezielte und umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, eine risikoorientierte Reserveteillagerung sowie die umfassende Schulung der Mitarbeiter sind weitere Maßnahmen.
Wissensmanagement
Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung von Know-how-Verlust, wurden schon in der Vergangenheit umfangreiche Projekte initiiert, die konsequent weitergepflegt werden. Es erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, weiters werden neue Erkenntnisse aus wesentlichen Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen im Sinne von "lessons learned" entsprechend ab- und eingearbeitet. Detaillierte Prozessdokumentationen, vor allem auch im IT-gestützten Bereich, tragen ebenfalls zur Sicherung des vorhandenen Wissens bei.
Risiken aus dem Finanzbereich
Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet, quantifiziert und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten, die immer in Verbindung mit einem Grundgeschäft verwendet werden.
Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:
Liquiditätsrisiko
Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Entsprechende Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist weiters eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.
Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallsrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird auch durch Monitoring und engen Kontakt mit den Kunden überschaubar gehalten und – vor allem auch aufgrund der Krisenerfahrungen der vergangenen Jahre – als überschaubar eingeschätzt. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive. Per 31. März 2013 waren 76 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein tägliches Monitoring des Ratings und der Veränderung ihrer CDS-Levels (Credit Default Swap) gesteuert.
Währungsrisiko
Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten über das Konzern-Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.
Zinsrisiko
Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird im Wesentlichen unterschieden zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Die Strategie zielt darauf ab, durch simultane Steuerung des Zinsänderungsrisikos und der Zinssensitivität die Auswirkungen von Zinsschwankungen unter Beachtung des Zinsaufwands zu minimieren. Mit Stichtag 31. März 2013 führt die Erhöhung des Zinsniveaus um 1 % zu einer Reduktion des Nettozinsaufwands im nächsten Geschäftsjahr in Höhe von 8,2 Mio. EUR. Dies ist jedoch eine Stichtagsbetrachtung, die im Zeitverlauf starken Schwankungen unterliegen kann. Da die voestalpine AG zur Sicherung der Liquidität eine Liquiditätsreserve vorhält, bestehen auch zinstragende Veranlagungen. Um daraus ein Zinsrisiko zu vermeiden, wird das Zinsänderungsrisiko – ausgedrückt durch die modifizierte Duration – der Aktivseite an das Zinsänderungsrisiko der Passivseite gekoppelt (Aktiv-Passiv-Management).
Preisrisiko
Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt. Zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen, aber auch das "Value at risk"-Konzept verwendet. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb des nächsten Geschäftstages und innerhalb eines Jahres ermittelt. Dabei werden die Korrelationen der einzelnen Währungen zueinander berücksichtigt. Im Zinsmanagement wird zusätzlich die "present value basis point"-Methode angewandt.
Wirtschafts- und Finanzkrise
Basierend auf den Erkenntnissen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise der jüngeren Vergangenheit bzw. deren Auswirkungen auf den voest alpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die auch im vergangenen Geschäftsjahr sowie den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt wurden und werden. Diese zielen insbesondere darauf ab,
- die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
- die hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung aufrecht zu erhalten,
- ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie
- das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitätsund Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.
Für die in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken wurden konkrete Absicherungsmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt. Die Maßnahmen zielen auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit ab.
Es ist festzuhalten, dass die Risiken im voestalpine-Konzern aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.
Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.
Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand hat dazu, konzernweit verbindlich, anzuwendende Richtlinien verabschiedet.
Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.
Der gesamte Prozess, von der Beschaffung bis zur Zahlung, unterliegt strengen Konzernrichtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken vermeiden sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie z. B. Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).
Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung von sensiblen Tätigkeiten durch eine restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den jeweiligen Unternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Ordnungsmäßigkeit dieser SAP-Systeme wird seit diesem Geschäftsjahr unter anderem auch durch im System eingerichtete automatisierte Geschäftsprozesskontrollen gewährleistet. Weiters werden ebenfalls seit diesem Geschäftsjahr Berichte über kritische Berechtigungen und Berechtigungskonflikte in automatisierter Form erstellt.
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften die Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungs- und Berichtssystem übernommen.
Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich von allen betroffenen Konzerngesellschaften einzuhalten.
Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Berichts- und Konsolidierungssystem als auch zahlreiche manuelle Kontrollen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten.
Die Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist im Controlling-Handbuch der voestalpine zusammengefasst.
Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPIs) an die Vorstände und Geschäftsführer der Gesellschaften sowie nach Genehmigung an den Bereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf berichtet. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.
Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem Risikomanagement. Mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung werden dabei regelmäßig erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind.
Die Überwachung der Einhaltung und die Qualität des Internen Kontrollsystems erfolgen laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.
Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen des Jahresabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.
Angaben gemäß § 243a UGB
Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2013 313.309.235,65 EUR und ist in 172.449.163 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.
Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, sowie die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, halten jeweils mehr als 10 % (und weniger als 15 %) am Grundkapital der Gesellschaft. Die Oberbank AG, Linz, hält mehr als 5 % (und weniger als 10 %) und die Norges Bank (Norwegische Zentralbank) hält mehr als 4 % (und weniger als 5 %) am Grundkapital der Gesellschaft.
Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.
Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie der Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17 (Eigenkapital) des Anhanges zum Konzernabschluss 2012/13 verwiesen.
Die im Oktober 2007 begebene Hybridanleihe mit einem aktuellen Volumen von 500 Mio. EUR, die im März 2013 begebene Hybridanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. EUR, die 500 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2011– 2018, die 500 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2012–2018, das im Herbst 2008 abgeschlossene und im November 2012 teilweise prolongierte Schuldscheindarlehen in der Höhe von 237 Mio. EUR, das im Mai 2012 abgeschlossene Schuldscheindarlehen in der Höhe von 400 Mio. EUR sowie der im November 2011 abgeschlossene syndizierte Kredit in der Höhe von 800 Mio. EUR (400 Mio. EUR Kredit zur Festigung des Liquiditätsbedarfes von Investitionen und Tilgungen, welcher im Geschäftsjahr 2012/13 gezogen wurde, und 400 Mio. EUR Revolving Credit Facility zur Liquiditätssicherung) und der 250-Mio.-EUR-Kredit der Europäischen Investitionsbank enthalten sogenannte Change-of-Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihen steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den Kreditgebern im Falle des Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihen erhöht sich der jeweilige Festzinssatz (Zinssatz der Festzinsperioden) bzw. die jeweilige Marge (Zinssatz der variablen Zinsperioden) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Ausblick
Das Jahr 2013 sollte nach viereinhalb Jahren Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen Teilen der Welt endlich die Wende zum Besseren bringen – so jedenfalls stellte sich die Erwartungshaltung der Mehrheit der Experten dar, egal ob es sich dabei um renommierte ökonomische Thinktanks oder den politischen Mainstream in den größten Wirtschaftsregionen handelte. Die Nachhaltigkeit der chinesischen Konjunkturentwicklung würde sich nach Bildung der neuen Regierung wieder stabilisieren, das Fiscal-Cliff-Problem der USA wäre ohnehin überbewertet und die Europäische Union bekomme die Staatsschuldenkrise ihrer südlichen Mitgliedsländer wohl zunehmend in den Griff.
Mit der sich etwas anders darstellenden täglichen Realität konfrontiert, hegten schon damals viele Unternehmen Zweifel an diesen optimistischen Erwartungen. Die Fakten zeigten einfach ein anderes Bild: Sie deuteten viel eher auf eine Fortsetzung der stagnierenden, ja rezessiven Entwicklung in Europa hin, einen bestenfalls holprigen Aufschwung in den USA und eine Fortsetzung der ökonomischen Unwägbarkeiten in China. Indien verharrt weiter in bürokratischer Lethargie und der Ausgang der japanischen Geldflutung ist völlig ungewiss, einzig Brasilien zeigt von den großen Volkswirtschaften zuletzt echte Erholungstendenzen.
Aus heutiger Sicht ist festzustellen, dass die globale wirtschaftliche Realität des Frühsommers 2013 leider genau dieser kritischen Erwartungshaltung entspricht und sehr wenig mit der vielfach geäußerten Zuversicht zum Jahresbeginn gemein hat. Die Konjunkturprognosen für das Gesamtjahr wurden zwischenzeitlich nicht bloß einmal auf breiter Front nach unten revidiert.
Vor diesem Hintergrund erscheint es immer weniger wahrscheinlich, dass die erhoffte Konjunkturwende tatsächlich noch im weiteren Verlauf des heurigen Jahres eintritt. Mehr als eine vorübergehende Bedarfsbelebung aufgrund lagerzyklischer Effekte in einzelnen Industriesegmenten ist wohl zunehmend unrealistisch.
Die Nachfrageindikationen der wichtigsten Kundenbranchen deuten für die nächsten Monate jedenfalls überwiegend auf eine unverändert verhaltene generelle Bedarfsentwicklung hin. So sind für die Bau- und Bauzulieferindustrie in Europa noch auf Jahre hinaus schon aufgrund der Budgetrestriktionen der öffentlichen Hand – wenn überhaupt – nur sehr bescheidene Zuwachsraten zu erwarten, kurzfristig muss sogar vor allem in Südeuropa mit weiter anhaltenden rezessiven Entwicklungen gerechnet werden. In den USA stellt sich das Bild zwar etwas besser dar, aber auch hier fehlt es nach wie vor an einer entsprechenden Breite, um von einer umfassenden Trendwende am Bau sprechen zu können. Selbst in China zeigten die Konjunkturförderprogramme der neuen Regierung bisher nicht den erwarteten durchschlagenden Erfolg; im Übrigen wird der wirtschaftliche Schwung des Landes durch die forcierte Transformation von einer staatlich gelenkten zu einer primär konsumgetriebenen Wirtschaft im Vergleich zu den vergangen Jahren deutlich gebremst.
In der Automobilindustrie zeichnet sich auf den außereuropäischen Märkten zwar weiterhin eine überwiegend zufriedenstellende Nachfrageentwicklung ab, die Automobilproduktion in Europa hingegen wird auch mittelfristig mit einer rückläufigen Tendenz konfrontiert sein. Hauptgründe dafür sind einerseits die forcierten Produktionsverlagerungen einer Reihe von Herstellern in die Wachstumsmärkte und andererseits ein krisenbedingt wieder vorsichtigeres Kaufverhalten der europäischen Konsumenten.
Im Energiebereich ist die für 2013 erwartete Belebung der Projekttätigkeit im Bereich Öl- und Gasförderung bisher weitgehend ausgeblieben, die Erwartungen konzentrieren sich damit auf die zweite Jahreshälfte. Für die übrigen Bereiche der konventionellen Energieerzeugung zeichnet sich – abgesehen von China – auch im 2. Halbjahr kein Aufschwung ab. Gleiches gilt für die Alternativenergie, wo die Rücknahme der Subventionen in vielen Ländern Investitionen zunehmend unwirtschaftlich macht.
Konsumgüter-, Hausgeräte und Elektroindustrie sollten sich 2013 generell auf einem vergleichsweise noch relativ soliden Nachfrageniveau entwickeln, Gleiches gilt für den Maschinenbau einschließlich der Sektoren Baumaschinen- und Landmaschinenbau, wobei sich hier China in einzelnen Segmenten, insbesondere dem Baumaschinensektor, deutlich schwächer als in den letzten Jahren darstellt.
Von unverändert hoher Nachfrage geprägt bleiben die Luftfahrtindustrie und der außereuropäische Eisenbahnsektor.
Alles in allem stellt sich das konjunkturelle Gesamtbild kurz vor Ablauf der 1. Hälfte des Jahres 2013 so dar, dass zwar der Abwärtstrend der 2. Jahreshälfte 2012 zum Stillstand gekommen ist, die erwartete Trendwende zum Besseren aber – jedenfalls bisher – nicht stattfindet und sich für deren Eintreten in den nächsten Monaten auch keine wirklichen Anzeichen erkennen lassen.
Für den voestalpine-Konzern zeichnet sich vor diesem Hintergrund für die 1. Hälfte des neuen Geschäftsjahres folgende Entwicklung ab:
Steel Division
Vollauslastung der Produktion bei anhaltendem Preisdruck in Europa aufgrund einer weiter schwachen Nachfrage und volatilen, tendenziell sinkenden Rohstoffpreisen
Special Steel Division
Abgesehen von saisonalen Schwankungen weitgehende Vollauslastung der Produktion bei alles in allem stabilem Preisniveau auf der Ein- und Verkaufsseite
Metal Engineering Division
Vollauslastung der Produktion bei konstanter Nachfrage und insgesamt stabile bzw. leicht rückläufige, noch zufriedenstellende Preise auf solidem Niveau
Metal Forming Division
Weitgehende Vollauslastung bei jedoch weiterhin gedämpften Preisen aufgrund schleppender Gesamtnachfrage; zusätzliche Herausforderungen durch das Anlaufen der neuen internationalen Produktionsstätten
Aus heutiger Sicht ist auch für die 2. Hälfte des Geschäftsjahres wenig Veränderung zu erwarten, da die für eine Wende zu einer positiveren Entwicklung notwendigen Incentives auf globaler Ebene fehlen – eine Einschätzung, die auch durch die Rücknahme der Wachstumserwartungen in allen aktuellen Konjunkturprognosen bestätigt wird.
Der voestalpine-Konzern sollte trotz dieses anhaltend herausfordernden Umfeldes aufgrund seiner spezifischen Wettbewerbsposition als Qualitätsund Technologieführer im High-End-Bereich der Stahlprodukte auch im Geschäftsjahr 2013/14 weiterhin die Ergebnisführerschaft der letzten Jahre behaupten können.
Die forcierte Entwicklung vom Stahl- zum Technologie- und Industriegüterkonzern ermöglicht nicht zuletzt auch eine im Branchenvergleich wesentlich größere Ergebnisstabilität und damit Kalkulierbarkeit aus der Sicht des Kapitalmarktes.
Für das Geschäftsjahr 2013/14 zeichnet sich vor dem Hintergrund der anhaltenden globalen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung aus heutiger Sicht ein operatives Ergebnis (EBITDA) bzw. Betriebsergebnis (EBIT) in etwa auf dem Niveau des abgelaufen Geschäftsjahres ab.
"Wir eröffnen mit unseren Leichtbaustählen unzählige Möglichkeiten für die Zukunft."
Thomas Kurz, Project Manager for Material Development, voestalpine Stahl GmbH, Österreich
62 Jahresfinanzbericht 2012/13
Steel Division
Kennzahlen der Steel Division
| Mio. EUR | 2011/12 | 2012/13 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.130,3 | 3.921,7 | –5,1 |
| EBITDA | 456,9 | 449,8 | –1,6 |
| EBITDA-Marge | 11,1 % | 11,5 % | |
| EBIT | 226,5 | 218,4 | –3,6 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 5,6 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.702 | 10.676 | –0,2 |
Märkte der Steel Division
in % des Divisionsumsatzes
Geschäftsjahr 2012/13
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Die Entwicklung der europäischen Stahlindustrie stellte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin kritisch dar. Die im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesunkene Nachfrage bei weitgehend unverändert gebliebenen Rohstahlkapazitäten resultierte in einem neuerlich verstärkten Wettbewerb um Mengen und Auslastung, der vielfach über die Preisseite geführt wird.
Die für die Entwicklung der Kostenstruktur wesentlichen Rohstoffpreise blieben gleichzeitig in ihrem stark durch die Entwicklungen in China determinierten Verlauf äußerst volatil und lösten damit zusätzliche Negativeffekte aus. So brachten etwa starke Preisrückgänge auf der Eisenerzseite – ausgelöst durch Kaufzurückhaltung chinesischer Händler – die Stahlpreise im Herbst 2012 massiv unter Druck, was auf Kundenseite zu einem abwartenden Kaufverhalten führte und so die Abwärtsspirale zusätzlich beschleunigte. Diese Entwicklung fand erst gegen Ende des Kalenderjahres 2012 ein Ende. Aufgrund der dann äußerst niedrigen Lagerbestände kam im 4. Geschäftsquartal zunächst ein positiver Lagerzyklus in Gang, welcher gegen Ende des Quartals allerdings schon wieder verflachte.
Dieser Trend entspricht einem bereits in den Vorjahren verstärkt beobachteten Muster des Kundenverhaltens, das immer stärker durch kurzfristige Reagibilität zu Lasten längerfristiger Planung gekennzeichnet ist.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist die im Branchenvergleich gute Ergebnis- und Auslastungsentwicklung der Steel Division eine neuerliche Bestätigung für die Richtigkeit des seit Langem beschrittenen Weges, das Produktionsprogramm auf anspruchsvollste Qualitäts- und Kundensegmente zu fokussieren.
Das herausfordernde Marktumfeld, mit dem die Division im Geschäftsjahr 2012/13 konfrontiert war, verdeutlicht ein Blick auf die wesentlichen Kundenbranchen. Sind in den Vorjahren in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie besonders Produzenten im Volumensegment von der rückläufigen Nachfrage in Europa betroffen gewesen, waren im Laufe dieses Geschäftsjahres vermehrt auch die Premiumerzeuger von globalen Marktschwankungen berührt.
Die für den Geschäftsbereich Grobblech wichtigen Vorhaben im Bereich Öl- und Gasförderung sind aufgrund von Projektverschiebungen in den vergangenen zwölf Monaten überwiegend ausgeblieben. Bei den wenigen verbliebenen Projekten ergaben sich aufgrund der geänderten Währungspolitik in einigen Ländern asiatischer Hersteller für europäische Produzenten erhebliche Wettbewerbsnachteile. Auch auf dem Gebiet der alternativen Energien zeigte sich in den vergangenen Quartalen aufgrund einer zunehmend restriktiven Subventionspolitik in immer mehr Staaten eine deutlich rückläufige Nachfrageentwicklung.
Relativ stabil stellte sich hingegen die Geschäftsentwicklung im konsumnahen Bereich, besonders in der Hausgeräte- und Elektroindustrie, dar. Die Maschinenbauindustrie, hauptsächlich von der starken Exportposition deutscher Hersteller gestützt, ist nach wie vor durch eine zufriedenstellende Entwicklung geprägt. Unverändert auf sehr schwachem Niveau verblieb im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 die Bau- und Bauzulieferindustrie. Ebenfalls durch Zurückhaltung gekennzeichnet war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Ordertätigkeit aus der Rohr- und Profilindustrie.
Entwicklung der Kennzahlen
Die Steel Division war im Geschäftsjahr 2012/13 mit einem insgesamt rückläufigen Preisniveau konfrontiert, was zur Folge hatte, dass die Umsatzerlöse um 5,1 % von 4.130,3 Mio. EUR im Vorjahr auf 3.921,7 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr fielen. Trotz des schwierigen Umfeldes konnte das operative Ergebnis (EBITDA) aber mit 449,8 Mio. EUR auf stabilem Niveau gehalten werden (Vorjahr 456,9 Mio. EUR). Neben einer sehr guten Auslastung der Aggregate am Hauptstandort Linz waren die insgesamt gesunkenen Rohstoffkosten bei Eisenerz, vor allem aber bei Kohle und Koks verantwortlich für diesen in Anbetracht des kritischen Marktumfeldes durchaus zufriedenstellenden Verlauf. Dabei konnte die EBITDA-Marge sogar leicht von 11,1 % auf 11,5 % und die EBIT-Marge marginal von 5,5 % auf 5,6 % gesteigert werden. Bei Betrachtung der einzelnen Quartale fällt die insgesamt relativ stabile Ergebnisentwicklung der Division über das gesamte Geschäftsjahr auf, wobei sich die operative Marge stets im zweistelligen Bereich bewegte. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) stellte sich angesichts der schwierigen Bedingungen durchaus ansprechend dar. Mit 218,4 Mio. EUR konnte der Wert des Geschäftsjahres 2011/12 (226,5 Mio. EUR) nahezu wieder erreicht werden. Im unmittelbaren Quartalsvergleich wurden die Umsatzerlöse von 926,4 Mio. EUR im 3. Quartal 2012/13 auf 1.015,7 Mio. EUR im 4. Quartal 2012/13 um 9,6 % gesteigert, zurückzuführen in erster Linie auf eine signifikante Ausweitung der Versandmengen. In einem Umfeld anhaltend schwacher Durchschnittserlöse bei einigermaßen unveränderten Rohstoffeinsatzkosten wurde vor allem durch eine nochmals optimierte Auslastung eine Verbesserung des EBITDA um 9,8 % von 100,8 Mio. EUR auf 110,7 Mio. EUR und des EBIT um 20,0 % von 42,5 Mio. EUR auf 51,0 Mio. EUR erreicht. Damit ergibt sich im Vorquartalsvergleich eine Ausweitung der EBIT-Marge von 4,6 % auf 5,0 %, während die EBITDA-Marge stabil bei 10,9 % blieb.
Zum 31. März 2013 waren in der Steel Division 10.676 Beschäftigte (FTE/Vollzeitäquivalent) tätig, ein Stand, der knapp unter dem des Vorjahres (10.702 Beschäftigte) lag.
| Mio. EUR | 1. Quartal 2012/13 |
2. Quartal 2012/13 |
3. Quartal 2012/13 |
4. Quartal 2012/13 |
GJ 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 999,8 | 979,8 | 926,4 | 1.015,7 | 3.921,7 |
| EBITDA | 108,7 | 129,6 | 100,8 | 110,7 | 449,8 |
| EBITDA-Marge | 10,9 % | 13,2 % | 10,9 % | 10,9 % | 11,5 % |
| EBIT | 52,2 | 72,7 | 42,5 | 51,0 | 218,4 |
| EBIT-Marge | 5,2 % | 7,4 % | 4,6 % | 5,0 % | 5,6 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
10.459 | 10.591 | 10.414 | 10.676 | 10.676 |
Quartalsentwicklung der Steel Division
Quartalsentwicklung der Steel Division
"Wir packen Probleme an der Wurzel. Und lassen nicht locker, bis wir sie gelöst haben."
Cecilia Johnsson, Environmental Manager, Uddeholms AB, Schweden
68 Jahresfinanzbericht 2012/13
Special Steel Division
Kennzahlen der Special Steel Division
| Mio. EUR | 2011/12 | 2012/13 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.945,0 | 2.748,4 | –6,7 |
| EBITDA | 429,7 | 368,7 | –14,2 |
| EBITDA-Marge | 14,6 % | 13,4 % | |
| EBIT | 272,9 | 223,6 | –18,1 |
| EBIT-Marge | 9,3 % | 8,1 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 12.363 | 12.721 | 2,9 |
Kunden der Special Steel Division
Märkte der Special Steel Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2012/13 war in der Special Steel Division von einem im Jahresverlauf deutlich schwieriger werdenden Umfeld geprägt. Während der Geschäftsverlauf in der 1. Jahreshälfte noch durchaus stabil blieb, zeigte die Nachfrage ab Herbst einen spürbaren Rückgang. Verursacht wurde dies in Europa hauptsächlich durch eine zunehmende Verunsicherung wesentlicher Kundensegmente aufgrund der anhaltenden Staatsschuldenkrise. Das Bestellverhalten der Abnehmer wurde kurzfristiger und vorsichtiger und mündete in einem forcierten Abbau der Läger, womit die Produktions- und Versandmengen der Division im Gesamtjahresvergleich unter jenen des Vorjahres zu liegen kamen.
Vor allem im Geschäftsbereich High Performance Metals zeigten diese veränderten Rahmenbedingungen unmittelbare Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung. So war in den meisten Produktsegmenten im Laufe des Geschäftsjahres ein rückläufiger Auftragseingang feststellbar, wobei sich im letzten Quartal bei Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl die Situation zu stabilisieren begann. Bei Spezialstählen für die Öl- und Gasförderung sowie den Flugzeugbau verblieb die Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres auf gutem Niveau, obwohl auch in diesen
Bereichen von Kundenseite vorsichtiger disponiert wurde. Hingegen verzeichneten die Segmente Ventilstahl und Edelbaustahl eine rückläufige Entwicklung. Unverändert verhalten tendierte die Nachfrage bei Warm- und Kaltarbeitsstählen aufgrund eines schwächeren Bedarfs aus dem Automobilbau und dem metallverarbeitenden Gewerbe. Die Situation in diesen Bereichen war gekennzeichnet durch einen Lagerabbau entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Insgesamt verzeichnete der Geschäftsbereich High Performance Metals im 1. Halbjahr 2012/13 ein solides Nachfrageniveau, das vor allem aus den Sektoren Automobil- und Maschinenbau, Öl- und Gasexploration sowie Konsumgüter und Luftfahrt getragen wurde. Der Nachfragerückgang in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 ist vor allem auf eine Eintrübung in der Automobil-, insbesondere der Nutzfahrzeugindustrie, aber – anders als in der Steel Division – auch im Maschinenbau sowie der Konsumgüterindustrie zurückzuführen. Der Geschäftsbereich Special Forgings verzeichnete einen alles in allem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf, wenngleich bei Nutzfahrzeugen, landwirtschaftlichen Maschinen und im allgemeinen Maschinenbau die Nachfrage für geschmiedete Komponenten ebenfalls etwas hinter den Erwartungen zurückblieb, im Gegenzug wurden aber die Bauraten der Flugzeughersteller kontinuierlich erhöht.
Entwicklung der Kennzahlen
Im Geschäftsjahr 2012/13 stellte sich die ziffernmäßige Entwicklung der Special Steel Division etwas schwächer als im Vorjahr dar. Verantwortlich dafür ist nicht ein gesunkenes Preisniveau – das konnte sogar vielmehr leicht angehoben werden –, sondern ein Rückgang der Produktions- und Versandmengen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebniszahlen.
Während sich die Umsatzerlöse um 6,7 % von 2.945,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011/12 auf 2.748,4 Mio. EUR verringerten, fiel der Rückgang in den Ergebniskategorien etwas deutlicher aus. Das operative Ergebnis (EBITDA) war mit 368,7 Mio. EUR (EBITDA-Marge 13,4 %) um 14,2 % geringer als der Vorjahreswert von 429,7 Mio. EUR (EBITDA-Marge 14,6 %). Entsprechend reduzierte sich auch das Betriebsergebnis (EBIT) um 18,1 % von 272,9 Mio. EUR (EBIT-Marge 9,3 %) im Geschäftsjahr 2011/12 auf aktuell 223,6 Mio. EUR (EBIT-Marge 8,1 %).
In der Gegenüberstellung des 4. Quartals mit dem 3. Quartal 2012/13 wird nach der Eintrübung seit Sommer 2012 wieder eine gewisse Aufwärtstendenz erkennbar. So erhöhte sich der Quartalsumsatz um 6,4 % von 642,7 Mio. EUR auf 683,6 Mio. EUR. Das EBITDA wurde um 17,3 % von 79,7 Mio. EUR auf 93,5 Mio. EUR und das EBIT sogar um 29,7 % von 43,8 Mio. EUR auf 56,8 Mio. EUR gesteigert. Entscheidend für diese Verbesserung war die gestiegene Auslastung der Stahlkapazitäten sowohl an den europäischen Standorten in Österreich, Deutschland und Schweden als auch bei der brasilianischen Tochtergesellschaft Villares Metals und damit einhergehend auch eine entsprechende Ausweitung der globalen Versandmengen. Parallel dazu wurden die EBITDA-Marge von 12,4 % auf 13,7 % und die EBIT-Marge von 6,8 % auf 8,3 % verbessert. In der Special Steel Division waren per 31. März 2013 12.721 Beschäftigte (FTE/Vollzeitäquivalent) tätig, dies entspricht im Vergleich mit dem gleichen Stichtag des Vorjahres (12.363 Beschäftigte) einem – vor allem akquisitionsbedingten – Anstieg von 2,9 %.
| Mio. EUR | 1. Quartal 2012/13 |
2. Quartal 2012/13 |
3. Quartal 2012/13 |
4. Quartal 2012/13 |
GJ 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 735,7 | 686,4 | 642,7 | 683,6 | 2.748,4 |
| EBITDA | 104,9 | 90,6 | 79,7 | 93,5 | 368,7 |
| EBITDA-Marge | 14,3 % | 13,2 % | 12,4 % | 13,7 % | 13,4 % |
| EBIT | 68,8 | 54,2 | 43,8 | 56,8 | 223,6 |
| EBIT-Marge | 9,3 % | 7,9 % | 6,8 % | 8,3 % | 8,1 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
12.348 | 12.322 | 12.144 | 12.721 | 12.721 |
Quartalsentwicklung der Special Steel Division
Geschäftsjahr 2012/13
"Wir geben unsere Erfahrung weiter, damit die nächste Generation darauf aufbauen kann."
Gary Click, Technical Director, voestalpine Nortrak Inc., USA
74 Jahresfinanzbericht 2012/13
Metal Engineering Division
Kennzahlen der Metal Engineering Division
| Mio. EUR | 2011/12 | 2012/13 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.955,6 | 2.913,6 | –1,4 |
| EBITDA | 210,3 | 434,6 | 106,7 |
| EBITDA-Marge | 7,1 % | 14,9 % | |
| EBIT | 96,9 | 319,6 | 229,8 |
| EBIT-Marge | 3,3 % | 11,0 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.344 | 11.374 | 0,3 |
Kunden der Metal Engineering Division
Märkte der Metal Engineering Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Auf geradezu schon traditionell solidem Niveau verlief das Geschäftsjahr 2012/13 in der Metal Engineering Division. Einmal mehr gestützt auf die seit Jahren solide Performance im Kundensegment Eisenbahninfrastruktur, das für etwa die Hälfte des Umsatzes der Division verantwortlich zeichnet, stellt sie sich weiterhin als profitabelste Einheit des Konzerns dar.
Der Geschäftsbereich Schienentechnik war bei Premiumqualitäten im Geschäftsjahr 2012/13 trotz der anhaltenden Nachfrageschwäche in Europa aufgrund der teilweisen Verlagerung der Lieferungen in außereuropäische Märkte unverändert gut ausgelastet. Die hohe Wettbewerbsintensität infolge massiver Überkapazitäten und der dadurch hervorgerufene Preisdruck bei Standardschienen unterstreichen gleichzeitig die Richtigkeit der Entscheidung, sich mit der Schließung des Standortes Duisburg aus diesem Segment zurückzuziehen.
Aufgrund seiner weltweiten Präsenz konnte der Geschäftsbereich Weichentechnik die infolge der Budgetrestriktionen hervorgerufenen Investitionsrücknahmen im europäischen Eisenbahnnetz ebenfalls durch verstärkte globale Aktivitäten ausgleichen. Dabei sollte der Nachholbedarf im Bereich der Eisenbahninfrastruktur in Nord- und Südamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, aber auch in der Türkei noch über längere Zeit anhalten.
Der Geschäftsbereich Nahtlosrohre zeigte sich 2012/13 ebenfalls weiterhin in ungebrochen robuster Verfassung. Trotz der rückläufigen Bohraktivitäten im für den OCTG-Bereich (Oil Country Tubular Goods/Ölfeldrohre) wichtigen amerikanischen Markt zeigte sich die Ergebnisentwicklung auf hohem Niveau stabil. Hintergrund dafür ist ein Ausweichen auf Absatzregionen, die neu erschlossen bzw. verstärkt bearbeitet wurden (Russland, MENA-Raum, Australien). Da die technisch immer anspruchsvolleren Bohrungen sowohl bei Erdöl als auch bei Erdgas immer komplexere Verfahren notwendig machen, liegt der Fokus im Nahtlosrohrsegment auf der kontinuierlichen technologischen Weiterentwicklung des Produktportfolios.
Im Geschäftsbereich Draht war nach einem Nachfragerückgang in den ersten drei Quartalen 2012/13, hervorgerufen vor allem durch sinkende Produktionszahlen der europäischen Autohersteller, zuletzt wieder eine Belebung des Geschäftes spürbar. Auch hier verhinderte einmal mehr die Ausrichtung auf ein qualitativ anspruchsvolles Produktportfolio massivere Einbrüche.
Der Geschäftsbereich Welding Consumables war ebenfalls durch ein zurückhaltendes Marktumfeld in Europa gekennzeichnet. Vor allem durch Verzögerungen im Kraftwerksbau zeigte sich auch die Nachfrage nach Schweißzusatzstoffen in Asien etwas verhaltener als in den Vorjahren. Demgegenüber stellte sich die Entwicklung in Nordamerika signifikant besser als zuletzt dar.
Gestützt auf das durchwegs gute Absatzniveau der Weiterverarbeitungsaktivitäten konnten die Aggregate im Geschäftsbereich Stahl durchgehend zur Gänze ausgelastet werden. Vorübergehend musste Vormaterial für die Fertigung von Schienen, Nahtlosrohren und Draht aufgrund einer (planmäßigen) Hochofengroßreparatur im Sommer 2012 sogar zugekauft werden.
Entwicklung der Kennzahlen
Bei Betrachtung der Finanzkennzahlen der Metal Engineering Division ist im Jahresvergleich darauf hinzuweisen, dass die Werte des Vorjahres (Geschäftsjahr 2011/12) durch Einmaleffekte in der Höhe von 205,0 Mio. EUR negativ beeinflusst waren. In diesem Ausmaß wurde eine ergebniswirksame Rückstellung zur Vorsorge für Risiken im Zusammenhang mit dem Schienenkartellverfahren sowie für die Schließung der Standardschienenproduktion in Duisburg gebildet (siehe auch Kapitel "Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf" im Lagebericht).
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2012/13 lagen mit 2.913,6 Mio. EUR nur geringfügig unter dem Wert des Vorjahres (2.955,6 Mio. EUR). Dabei konnte das operative Ergebnis (EBITDA) von 210,3 Mio. EUR auf 434,6 Mio. EUR mehr als verdoppelt werden. Bereinigt um den angesprochenen Sondereffekt in Höhe von 205,0 Mio. EUR ergibt sich immer noch eine Verbesserung des EBITDA um 4,6 %. Die EBITDA-Marge beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 14,9 %, im Vorjahr lag sie bei 7,1 % (bereinigter Wert 14,1 %). Mit einem Anstieg von 96,9 Mio. EUR auf 319,6 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als verdreifacht hat sich das Betriebsergebnis (EBIT). Die EBIT-Marge erhöhte sich damit von 3,3 % auf 11,0 %. Ohne Berücksichtigung der Sondereffekte hätte sich das EBIT um immer noch 5,9 % gesteigert bzw. wäre die EBIT-Marge vom Vorjahr bei 10,2 % gelegen.
Im unterjährigen Vergleich des 4. Geschäftsquartals 2012/13 mit dem unmittelbaren Vorquartal (3. Quartal 2012/13) ergibt sich zwar ein geringfügiger Umsatzrückgang (–2,7 % von 693,3 Mio. EUR im 3. Quartal auf 674,4 Mio. EUR im 4. Quartal), jedoch gleichzeitig eine deutliche Steigerung der Ergebnis- und Ertragslage. Der trotz der üblichen saisonalen Effekte im Bereich der Aktivitäten im Bereich Eisenbahninfrastruktur im 4. Geschäftsquartal zu verzeichnende Ergebnisanstieg ist vor allem auf die Verbesserung der Entwicklung im Geschäftsbereich Draht zurückzuführen, aber auch die Geschäftsbereiche Seamless Tubes und Welding Consumables konnten ihr gutes Ergebnisniveau über den Kalenderjahreswechsel beibehalten.
Vor diesem Hintergrund wurde das operative Ergebnis (EBITDA) von 104,0 Mio. EUR im 3. Quartal 2012/13 auf 124,2 Mio. EUR im 4. Quartal gesteigert, ein Plus von 19,4 %. Damit erreichte die Metal Engineering Division im 4. Quartal eine EBITDA-Marge von 18,4 % nach 15,0 % im 3. Quartal.
Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte sogar um 26,3 % von 74,5 Mio. EUR im 3. Geschäftsquartal auf 94,1 Mio. EUR im 4. Geschäftsquartal verbessert werden. Damit ergibt sich im 4. Quartal eine EBIT-Marge von 14,0 % nach 10,7 % im unmittelbaren Vorquartal.
Zum 31. März 2013 waren in der Metal Engineering Division 11.374 Mitarbeiter (FTE/Vollzeitäquivalent) beschäftigt, ein weitgehend stabiler Wert gegenüber dem Vorjahr (11.344 Mitarbeiter).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2012/13 |
2. Quartal 2012/13 |
3. Quartal 2012/13 |
4. Quartal 2012/13 |
GJ 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 805,6 | 740,3 | 693,3 | 674,4 | 2.913,6 |
| EBITDA | 111,4 | 95,0 | 104,0 | 124,2 | 434,6 |
| EBITDA-Marge | 13,8 % | 12,8 % | 15,0 % | 18,4 % | 14,9 % |
| EBIT | 83,8 | 67,2 | 74,5 | 94,1 | 319,6 |
| EBIT-Marge | 10,4 % | 9,1 % | 10,7 % | 14,0 % | 11,0 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
11.291 | 11.426 | 11.137 | 11.374 | 11.374 |
Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division
Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division
"Wir sind für die ganze Welt gleich nebenan."
Jim Nicolaas, Sales Account Manager, voestalpine Polynorm B.V., Holland
80 Jahresfinanzbericht 2012/13
Metal Forming Division
Kennzahlen der Metal Forming Division
| Mio. EUR | 2011/12 | 2012/13 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.475,2 | 2.310,2 | –6,7 |
| EBITDA | 276,2 | 257,6 | –6,7 |
| EBITDA-Marge | 11,2 % | 11,1 % | |
| EBIT | 185,1 | 167,6 | –9,5 |
| EBIT-Marge | 7,5 % | 7,3 % | |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 11.365 | 10.853 | –4,5 |
Kunden der Metal Forming Division
Märkte der Metal Forming Division
Marktumfeld und Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf der Metal Forming Division war im Geschäftsjahr 2012/13 von einem zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld geprägt, das sich im 4. Geschäftsquartal allerdings auf niedrigem Niveau stabilisierte. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen zeigten die einzelnen Geschäftsbereiche aber eine insgesamt zufriedenstellende Entwicklung.
Der Geschäftsbereich Tubes & Sections war vor allem gekennzeichnet durch einen rückläufigen Bedarf aus dem Segment Baumaschinen, wohingegen sich der Landmaschinensektor auf einem konstant guten Nachfrageniveau bewegte. Die Sektoren Bus und Nutzfahrzeuge tendierten in Europa uneinheitlich. Während exportstarke Hersteller von einem – global betrachtet – zufriedenstellenden Absatzniveau profitierten, gerieten jene Unternehmen, die vorwiegend auf dem europäischen Binnenmarkt tätig sind, unter Druck. Unverändert schwierig stellte sich der für die Division wichtige Baubereich dar, der keine nennenswerten Erholungstendenzen zeigte. Die Luftfahrtindustrie zeigte ein konstant solides Niveau, wobei die geringfügig hinter den Erwartungen zurückliegenden Bauraten bei neuen Modellen zu keinen negativen Auswirkungen führten.
Der Geschäftsbereich Automotive Body Parts war trotz kontinuierlich sinkender Autoverkäufe in Europa weitgehend voll ausgelastet. Vor allem eine gute Nachfrage aus dem Premiumsegment sicherte bis ins 3. Quartal eine sehr zufriedenstellende Produktionsentwicklung. Gegen Ende des Kalenderjahres mussten bei einzelnen Modellen leichte Einbußen hingenommen werden, während sich die Autoverkäufe im Volumensegment im Verlauf des Geschäftsjahres auf niedrigem Niveau stabilisierten. In Anbetracht der weiter rückläufigen Verkaufszahlen in Europa bildet die Internationalisierungsstrategie einen immer entscheidenderen Faktor zur Sicherung der langfristigen Absatzstabilität und Profitabilität dieses Geschäftsbereiches.
Der Geschäftsbereich Precision Strip verzeichnete 2012/13 trotz eines Rückgangs in den Auftragseingängen eine alles in allem immer noch zufriedenstellende Entwicklung, getragen insbesondere von der Nachfrage aus der Konsumgüterindustrie, etwa für Rasierklingen oder hochpräzise Schneidlinien für die Verpackungsindustrie.
Ein ähnliches Bild zeigt auch das Auftragseingangsgeschehen im Geschäftsbereich Material Handling, wo die stabile Nachfrage im Bereich Hochregallager überwiegend aus dem konsumnahen Bereich (Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Bekleidung und Versandhandel) resultierte.
Regional betrachtet verzeichnete die Region Nordamerika deutlich positive Nachfrageimpulse, während die Märkte in Europa insgesamt Konjunkturrückgängen ausgesetzt waren. Dies gilt insbesondere für Südeuropa, zuletzt auch für Frankreich, nicht aber für Großbritannien, wo eine unverändert stabile Nachfrage vorherrscht. Das zu Beginn des Geschäftsjahres eher verhaltene Absatzniveau in Brasilien zeigte aufgrund staatlicher Konjunkturförderprogramme ab dem 2. Halbjahr eine spürbare Aufwärtsentwicklung.
Entwicklung der Kennzahlen
Die Entwicklung der finanziellen Kennzahlen der Metal Forming Division ist durch Einmaleffekte in der Höhe von rund 10 Mio. EUR positiv beeinflusst. Dieser nicht operative Ergebnisbeitrag basiert auf einer strukturellen Umstellung der Pensionsverpflichtungen in einzelnen Gesellschaften der Division, welche auch zu deren teilweiser Neubewertung mit positiven bilanziellen Effekten im 4. Geschäftsquartal führte.
Trotz dieser Sondereffekte konnte die Ergebnisentwicklung der Division nicht ganz an jene des Vorjahres anschließen. So sank der Umsatz im 12-Monats-Vergleich um 6,7 % von 2.475,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 2.310,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2012/13. Das operative Ergebnis (EBITDA) fiel von 276,2 Mio. EUR auf aktuell 257,6 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang um ebenfalls 6,7 %. Damit ergibt sich eine EBITDA-Marge von 11,1 %, die weitgehend jener des Vorjahres (11,2 %) entspricht. Das Betriebsergebnis (EBIT) verringerte sich im selben Betrachtungszeitraum nach 185,1 Mio. EUR im Vorjahr um 9,5 % auf 167,6 Mio. EUR. Im Verhältnis zum Umsatz ergibt sich daraus eine EBIT-Marge von aktuell 7,3 %, ein marginaler Rückgang im Vergleich zu den 7,5 % des Vorjahres.
Die Gründe für den Umsatz- und Ergebnisrückgang liegen neben der generell schwächeren Konjunktur in der spezifischen Entwicklung der für die Division wichtigsten Abnehmerbranchen: Während für den Rohr- und Profilbereich zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 noch breiter Optimismus herrschte und sich der Bereich Automotive Body Parts über die 1. Hälfte der Periode auf stabil hohem Nachfrageniveau bewegte, kühlte die Konjunktur in der 2. Hälfte in beiden Segmenten merklich ab, um sich schließlich gegen Ende des letzten Quartals wieder zu stabilisieren. Sowohl mengen- als auch preisseitig konnten im Geschäftsjahr 2012/13 die teils sehr guten Niveaus des Vorjahres daher insgesamt gesehen nicht ganz gehalten werden.
Im direkten Vergleich des 4. Quartals des Geschäftsjahres 2012/13 mit dem unmittelbaren Vorquartal (3. Quartal 2012/13) ist der erwähnte Einmaleffekt wesentlich für die Ergebnissteigerung mitverantwortlich. Nicht zuletzt durch ihn bedingt erhöhte sich das operative Ergebnis (EBITDA) im 4. Quartal um 41,5 % auf 77,0 Mio. EUR (3. Quartal: 54,4 Mio. EUR) und das Betriebsergebnis (EBIT) sogar um 65,7 % auf 53,7 Mio. EUR (3. Quartal: 32,4 Mio. EUR). Die EBITDA-Marge stieg dadurch im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2012/13 von 9,9 % auf 13,2 %, die EBIT-Marge von 5,9 % auf 9,2 %. Der Umsatzanstieg von 6,5 % auf 583,9 Mio. EUR (3. Quartal: 548,2 Mio. EUR) verdeutlicht jedoch auch eine operative Verbesserung, welche neben der erwähnten generellen Stabilisierung auf negative saisonale Effekte im 3. Geschäftsquartal zurückzuführen ist.
In der Metal Forming Division arbeiteten zum Geschäftsjahresende 2012/13 10.853 Beschäftigte (FTE/Vollzeitäquivalent), dies bedeutet einen Rückgang um 4,5 % zum Vergleichstag des Vorjahres (11.365 Beschäftigte).
| Mio. EUR | 1. Quartal 2012/13 |
2. Quartal 2012/13 |
3. Quartal 2012/13 |
4. Quartal 2012/13 |
GJ 2012/13 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 611,1 | 567,0 | 548,2 | 583,9 | 2.310,2 |
| EBITDA | 68,5 | 57,7 | 54,4 | 77,0 | 257,6 |
| EBITDA-Marge | 11,2 % | 10,2 % | 9,9 % | 13,2 % | 11,1 % |
| EBIT | 46,1 | 35,4 | 32,4 | 53,7 | 167,6 |
| EBIT-Marge | 7,5 % | 6,2 % | 5,9 % | 9,2 % | 7,3 % |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
11.272 | 11.068 | 10.283 | 10.853 | 10.853 |
Quartalsentwicklung der Metal Forming Division
Quartalsentwicklung der Metal Forming Division
Mio. EUR
Geschäftsjahr 2012/13
"Wir brauchen gute Nerven, denn bei uns ist kein Tag wie der andere."
Joe Gantley, Transport Manager, Metsec plc, England
voestalpine AG Konzernabschluss 2012/13
Konzernabschluss 2012/13
- Bericht des Aufsichtsrates
- Konzernbilanz
- Konzern-Kapitalflussrechnung
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Anhang zum Konzernabschluss
- Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
- Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
- Beteiligungen
Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2012/13
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/13 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von sieben Plenarsitzungen und drei Sitzungen des Prüfungsausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2013 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und ergeben, dass der Jahresabschluss sowie der gemäß § 245a UGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat sowohl für den Jahresabschluss als auch den Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss steht.
Nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat am 4. Juni 2013 den Jahresabschluss zum 31. März 2013 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat zudem nach vorheriger Befassung des Prüfungsausschusses den Lagebericht sowie den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht und den Corporate Governance-Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen.
Der Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung der Einhaltung der C- und R-Regeln des Corporate Governance-Kodex durch die voestalpine AG geprüft, und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht. Die Prüfung der Einhaltung der den Wirtschaftsprüfer betreffenden C-Regeln des Kodex (Regeln 77 bis 83) erfolgte durch die Rechtsanwaltskanzlei WOLF THEISS Rechtsanwälte GmbH. Auch diese Prüfung hat die Einhaltung der Regeln bestätigt.
Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2012/13 mit einem Bilanzgewinn von EUR 156.000.000,00 schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,90 je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat
Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
Linz, am 4. Juni 2013
voestalpine AG Konzernbilanz zum 31.03.2013
| Anhang | 31.03.2012 | 31.03.2013 |
|---|---|---|
| 9 | 4.378.335 | 4.580.658 |
| 10 | 1.421.162 | 1.470.165 |
| 11 | 321.992 | 320.874 |
| 12 | 149.405 | 156.387 |
| 12 | 160.458 | 109.207 |
| 13 | 369.825 | 343.621 |
| 6.801.177 | 6.980.912 | |
| 14 | 2.952.712 | 2.876.876 |
| 15 | 1.774.397 | 1.655.559 |
| 406.580 | 473.329 | |
| 16 | 677.229 | 1.092.671 |
| 5.810.918 | 6.098.435 | |
Tsd. EUR
| Passiva | ||
|---|---|---|
| Anhang | 31.03.2012 | 31.03.2013 |
| A. Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 307.132 | 313.309 |
| Kapitalrücklagen | 405.664 | 472.533 |
| Hybridkapital | 992.096 | 993.248 |
| Eigene Aktien | –15.686 | –4.743 |
| Andere Rücklagen | –181.906 | 16.103 |
| Gewinnrücklagen | 3.258.635 | 3.217.504 |
| Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens | 4.765.935 | 5.007.954 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 70.356 | 67.298 |
| 17 | 4.836.291 | 5.075.252 |
| B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 18 |
852.857 | 1.004.660 |
| Rückstellungen 19 |
131.308 | 113.769 |
| Latente Steuern 13 |
204.004 | 189.609 |
| Finanzverbindlichkeiten 20 |
1.970.658 | 2.558.804 |
| 3.158.827 | 3.866.842 | |
| C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | ||
| Rückstellungen 19 |
631.060 | 612.237 |
| Steuerschulden | 78.845 | 60.747 |
| Finanzverbindlichkeiten 20 |
1.799.194 | 1.324.609 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 21 |
2.107.878 | 2.139.660 |
| 4.616.977 | 4.137.253 | |
| Summe Passiva | 12.612.095 | 13.079.347 |
Tsd. EUR
voestalpine AG Konzern-Kapitalflussrechnung 2012/13
| Tsd. EUR Anhang |
2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Betriebstätigkeit | ||
| Ergebnis nach Steuern | 413.274 | 521.928 |
| Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 24 581.030 |
574.989 |
| Veränderung Working Capital | –137.759 | 225.015 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 856.545 | 1.321.932 |
| Investitionstätigkeit | ||
| Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte | ||
| und Sachanlagen | –552.884 | –740.125 |
| Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen | 35.351 | 9.452 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen | –1 | –86.094 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen | 1.344 | 1.527 |
| Investitionen in andere Finanzanlagen | 37.578 | –14.403 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –478.612 | –829.643 |
| Finanzierungstätigkeit | ||
| Dividenden | –206.225 | –220.036 |
| Dividenden/Kapitalzuführungen nicht beherrschende Gesellschafter | –7.274 | –7.968 |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien | 5.651 | 4.886 |
| Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern | –3.043 | –39.685 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 78.807 |
| Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten | –1.097.389 | 585.487 |
| Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 374.611 | –476.211 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | –933.669 | –74.720 |
| Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel und | ||
| Zahlungsmitteläquivalente | –555.736 | 417.569 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang | 1.233.433 | 677.229 |
| Veränderungen von Währungsdifferenzen | –468 | –2.127 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende | 16 677.229 |
1.092.671 |
voestalpine AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2012/13
| Tsd. EUR | Anhang | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1, 2 | 12.058.249 | 11.524.401 |
| Umsatzkosten | –9.614.069 | –9.216.757 | |
| Bruttoergebnis | 2.444.180 | 2.307.644 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 354.025 | 371.667 |
| Vertriebskosten | –985.419 | –963.006 | |
| Verwaltungskosten | –594.596 | –566.411 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4 | –514.001 | –296.267 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 704.189 | 853.627 | |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 5 | 20.081 | 15.362 |
| Finanzerträge | 6 | 79.564 | 63.284 |
| Finanzaufwendungen | 7 | –299.461 | –277.614 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 504.373 | 654.659 | |
| Ertragsteuern | 8 | –91.099 | –132.731 |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 413.274 | 521.928 | |
| Zuzurechnen den: | |||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 333.506 | 444.872 | |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 7.754 | 4.436 | |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 72.014 | 72.620 | |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 30 | 1,98 | 2,61 |
voestalpine AG Gesamtergebnisrechnung 2012/13
| Tsd. EUR Anhang |
2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 413.274 | 521.928 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Hedge Accounting | 4.131 | 9.294 |
| Währungsumrechnung | 7.371 | 2.746 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | –24.562 | –126.838 |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | –13.060 | –114.798 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 400.214 | 407.130 |
| Zuzurechnen den: | ||
| Anteilseignern des Mutterunternehmens | 321.320 | 331.147 |
| Nicht beherrschenden Gesellschaftern | 6.880 | 3.363 |
| Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer | 72.014 | 72.620 |
| Gesamtergebnis in der Periode | 400.214 | 407.130 |
voestalpine AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2012/13
| Grundkapital | Kapital rücklagen |
Hybridkapital | Eigene Aktien | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2011 | 307.132 | 421.083 | 992.096 | –24.485 | |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien | 0 | –3.148 | 0 | 8.799 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 0 | –15.528 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 3.257 | 0 | 0 | |
| 0 | –15.419 | 0 | 8.799 | ||
| Stand am 31.03.2012 = Stand am 01.04.2012 |
307.132 | 405.664 | 992.096 | –15.686 | |
| Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Hedge Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamtergebnis in der Periode | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien | 0 | –6.057 | 0 | 10.943 | |
| Dividendenausschüttung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Dividende Hybridkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Veränderung Hybridkapital | 0 | 0 | 1.152 | 0 | |
| Kapitalerhöhung | 6.177 | 72.958 | 0 | 0 | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 0 | –32 | 0 | 0 | |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 6.177 | 66.869 | 1.152 | 10.943 | ||
| Stand am 31.03.2013 | 313.309 | 472.533 | 993.248 | –4.743 | |
| Andere Rücklagen | ||
|---|---|---|
| Hedging Gewinn Rücklage rücklagen |
Währungs umrechnung |
|
| –20.156 2.929.882 |
12.231 | |
| 0 405.520 |
0 | |
| 4.135 0 |
0 | |
| 0 0 |
8.219 | |
| 0 –24.540 |
0 | |
| 4.135 –24.540 |
8.219 | |
| 4.135 380.980 |
8.219 | |
| 0 0 |
0 | |
| 0 –206.225 |
0 | |
| 0 0 |
0 | |
| 0 –30.262 |
–2.075 | |
| 0 –236.487 |
–2.075 | |
| –16.021 3.074.375 |
18.375 | |
| 0 517.492 |
0 | |
| 9.294 0 |
0 | |
| 0 0 |
3.767 | |
| 0 –126.786 |
0 | |
| 9.294 –126.786 |
3.767 | |
| 9.294 390.706 |
3.767 | |
| 0 0 0 –135.121 |
0 0 |
|
| 0 –99.710 |
0 | |
| 0 –3.952 |
0 | |
| 0 0 |
0 | |
| 0 0 |
0 | |
| 0 –8.794 |
688 | |
| 0 –247.577 |
688 | |
| –6.727 3.217.504 |
22.830 |
voestalpine AG Anhang zum Konzernabschluss 2012/13
A. Allgemeines und Unternehmenszweck
Unternehmenszweck der voestalpine AG und ihrer Konzerngesellschaften (in weiterer Folge als "Konzern" bezeichnet) sind insbesondere Erzeugung, Verarbeitung und der Vertrieb von Werkstoffen aus Stahl, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Metallurgie, Metallweiterverarbeitung und Werkstofftechnik.
Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.
Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2012) wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den vom International Accounting
Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Der Konzernabschluss wird in tausend Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt.
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.
Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 27. Mai 2013 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Allgemeine Informationen
Der Konzernabschluss wird mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.
Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.
Zum 1. April 2012 wurden die beiden Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zusammengeführt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals angewandt:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|
| IFRS 7 (2010) | Finanzinstrumente: Angaben – Übertragung finanzieller | |
| Vermögenswerte | 1. Juli 2011 |
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
Die Änderungen in IFRS 7 verlangen zusätzlich Angaben, die die Abschlussadressaten in die Lage versetzen, die Beziehung zwischen übertragenen, aber nicht vollständig ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten und dazugehörigen Verbindlichkeiten nachzuvollziehen und bei ausgebuchten finanziellen Vermögenswerten die Art des anhaltenden Engagements des Unternehmens und die damit verbundenen Risiken zu bewerten. Die erstmalige Anwendung des im Geschäftsjahr 2012/13 neu anzuwendenden Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr 2012/13 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar:
| Standard | Inhalt | Inkrafttreten1 |
|---|---|---|
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 1. Jänner 2013 |
| IAS 27, neue Fassung | Einzelabschlüsse | 1. Jänner 2014 |
| IAS 28, neue Fassung | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts unternehmen |
1. Jänner 2014 |
| IFRS 7, Änderung | Finanzinstrumente: Angaben – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2013 |
| IAS 32, Änderung | Finanzinstrumente: Darstellung – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten |
1. Jänner 2014 |
| IAS 12, Änderung | Ertragsteuern – Latente Steuern: Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte |
1. Jänner 2013 |
| IAS 1, Änderung | Darstellung des Abschlusses – Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses |
1. Juli 2012 |
| IAS 19, Änderung | Leistungen an Arbeitnehmer | 1. Jänner 2013 |
| diverse Standards | Verbesserungen der International Financial Reporting Standards (Improvementsprojekt 2009–2011) (Ausnahme: Änderungen im Zusammenhang mit IAS 32 werden vorzeitig angewandt) |
1. Jänner 2013 |
1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.
IFRS 10 definiert den Begriff der Beherrschung neu und umfassender. Damit soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Dieser Standard ersetzt die Bestimmungen des bisherigen IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" zur Konzernrechnungslegung.
IFRS 11 regelt die Bilanzierung durch Unternehmen, die gemeinsam eine Vereinbarung kontrollieren, welche entweder als Gemeinschaftsunternehmen oder als gemeinsame Geschäftstätigkeit klassifiziert werden. Dieser Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und schafft die Möglichkeit zur Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen ab, wodurch diese künftig nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einzubeziehen sind. IAS 28 beinhaltet nun die Vorschriften zu assoziierten Unternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen, die gemäß IFRS 11 nach der Equity-Methode bewertet werden.
IFRS 12 enthält die Angabepflichten für Tochterunternehmen, gemeinsame Vereinbarungen, assoziierte Unternehmen und nicht konsolidierte strukturierte Einheiten.
IFRS 13 definiert den Begriff des beizulegenden Zeitwerts, steckt einen Rahmen zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts in einem einzigen IFRS ab und schreibt die Angaben zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts vor.
Durch die Änderungen des IAS 32 werden Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz klargestellt und infolgedessen neue Angabevorschriften in IFRS 7 aufgenommen.
Die Änderungen des IAS 1 verlangen, dass die Posten des sonstigen Ergebnisses danach gruppiert werden, ob diese zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled) werden oder nicht.
Durch die Änderungen des IAS 19 wird die Korridormethode abgeschafft und werden die Finanzierungsaufwendungen auf Nettobasis ermittelt. Weiters ist der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand künftig sofort ergebniswirksam zu erfassen und es werden erweiterte Anhangangaben im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen gefordert.
Die angeführten Standards werden nicht vorzeitig angewandt. Die zukünftigen Auswirkungen aus den neuen bzw. überabeiteten Standards auf den Konzernabschluss der voestalpine AG werden derzeit untersucht.
Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Konsolidierungsmethoden
Die Jahresabschlüsse aller voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage beibehalten.
Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.
Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.
Währungsumrechnung
Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.
Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.
In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | 31.03.2012 | 31.03.2013 |
|---|---|---|
| USD | 1,3356 | 1,2805 |
| GBP | 0,8339 | 0,8456 |
| BRL | 2,4323 | 2,5703 |
| SEK | 8,8455 | 8,3553 |
| PLN | 4,1522 | 4,1804 |
| Jahresdurch | ||
| schnittskurs | 2011/12 | 2012/13 |
| USD | 1,3775 | 1,2869 |
| GBP | 0,8629 | 0,8147 |
| BRL | 2,3356 | 2,5891 |
| SEK | ||
| 9,0264 | 8,6150 |
Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.
Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:
- Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans.
- Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.
- Für die Bewertung der bestehenden Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
- Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.
Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.
Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 28,6 Mio. EUR (2011/12: 11,4 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2012/13 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 125,6 Mio. EUR (2011/12: 116,7 Mio. EUR).
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.
Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Materialund Fertigungsgemeinkosten.
Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern betragen:
| Gebäude | 2,0–20,0 % |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen |
3,3–25,0 % |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
5,0–20,0 % |
Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. April 2009 liegt, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen. Zuvor wurden sämtliche Fremdkapitalkosten direkt ergebniswirksam erfasst.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.
Leasing
Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.
Firmenwerte
Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen.
Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.
Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen wird der darauf entfallende Firmenwert auf der Grundlage der relativen Werte nach IAS 36.86 bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.
Andere immaterielle Vermögenswerte
Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen bei Erfüllen der Voraussetzungen aktiviert. Die erforderlichen Voraussetzungen werden regelmäßig nicht erfüllt. Die aktivierten Entwicklungskosten sind daher unwesentlich. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Erworbene andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:
| Auftragsstand | 1 Jahr |
|---|---|
| Kundenbeziehungen | 11 Jahre |
| Technologie | 8 Jahre |
Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft.
Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen und die niedrigste konzernale Ebene der Managementüberwachung der Cashflows darstellen.
Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.
Mit Ausnahme von Firmenwerten erfolgt eine Wertaufholung im Falle des Wegfalls von früheren Wertminderungsindikatoren.
Anteile an assoziierten Unternehmen
Die anteiligen Ergebnisse sowie das anteilige Eigenkapital von assoziierten Unternehmen, welche nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf den Großteil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten werden entweder im Ergebnis oder direkt im Eigenkapital abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um einen Cashflow-Hedge handelt.
Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gemäß IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.
Andere Finanzanlagen
Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollbzw. quotenkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den Anderen Finanzanlagen ausgewiesen und zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.
Wertpapiere werden zum Marktwert bewertet. Von der Fair Value-Option wird Gebrauch gemacht. Marktwertveränderungen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.
In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.
Latente Steuern aufgrund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 nicht angesetzt.
Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt.
Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.
Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.
Emissionszertifikate
Gratiszertifikate werden aufgrund der unentgeltlichen Zuteilung über die gesamte Behaltedauer mit Anschaffungskosten von null bewertet. Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden mit ihren tatsächlichen Anschaffungskosten im kurzfristigen Vermögen erfasst und zum Bilanzstichtag zum Fair Value bewertet (jedoch mit den Anschaffungskosten begrenzt).
In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation Vorsorgen für CO2-Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung erfolgt mit dem Stichtagskurs (bzw. dem Buchwert) der dafür vorgesehenen Zertifikate.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Verkaufte Forderungen, bei denen das Ausfallsrisiko auf den Käufer übertragen wird und der Verkäufer im Ausmaß des Selbstbehaltes aus Kreditversicherungen eine Ausfallshaftung übernimmt, werden zur Gänze ausgebucht, da die Verfügungsmacht auf den Käufer übergegangen ist.
Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages gemäß IAS 11 verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag ("percentage of completion method") jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den geschätzten gesamten Auftragskosten zu erfassen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.
Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.
Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigungszahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses. Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System
übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.
Im Konzern bestehen sowohl beitrags- als auch leistungsbezogene Pensionszusagen. Beitragsbezogene Zusagen führen nach Zahlung der Prämien zu keinen weiteren künftigen Verpflichtungen. Leistungsbezogene Zusagen garantieren dem Arbeitnehmer bestimmte Pensionen, welche sich nach einem bestimmten Prozentsatz der Löhne bzw. Gehälter in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnen. Leistungsbezogene Zusagen werden in den Jahresabschlüssen der jeweiligen Gesellschaften bis zum Erreichen der vertraglichen Unverfallbarkeit erfasst. Anschließend werden diese Pensionen an eine Pensionskasse übertragen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den wesentlichen Ländern des Konzerns auf Basis der nachstehenden Parameter:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Zinssatz (%) | 4,75 | 3,50 |
| Lohn-/Gehalts erhöhungen (%) |
3,25 | 3,00 |
| Pensions erhöhungen (%) |
2,25 | 2,25 |
| Pensionsalter Männer/ Frauen (Jahre) |
max. 65 | max. 65 |
| Sterbetafeln | AVÖ 2008-P |
AVÖ 2008-P |
Zinsaufwendungen resultierend aus dem Sozialkapital werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.
Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.
Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit unwahrscheinlich ist, oder mögliche Verpflichtungen aufgrund vergangener Ereignisse, deren Existenz oder Nichtexistenz von weniger sicheren zukünftigen Ereignissen abhängen, welche nicht unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens stehen. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Bilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, ist ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit zu erfassen.
Hinsichtlich möglicher Verpflichtungen weisen wir darauf hin, dass Angaben zu Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Mitarbeiterbeteiligungsprogramm
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in den österreichischen Konzerngesellschaften basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für jene österreichischen Konzerngesellschaften, die erst ab dem Geschäftsjahr 2007/08 an der Mitarbeiterbeteiligung teilgenommen hatten, ein weiterer Betrag von 0,3 % der für die Kollektivvertragserhöhung 2012 erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung verwendet.
Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen aufgrund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.
Für Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs wurde ein internationales Beteiligungsmodell entwickelt, das zunächst im Geschäftsjahr 2009/10 in mehreren Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland konkret gestartet werden konnte. Aufgrund der in diesen Pilotversuchen gesammelten sehr positiven Erfahrungen wurde das Modell in diesen beiden Ländern weiter ausgebaut sowie in den folgenden Geschäftsjahren schrittweise in den Niederlanden, in Polen und in Belgien neu eingeführt. Im Geschäftsjahr 2012/13 nahmen insgesamt 57 Gesellschaften in diesen fünf Ländern an der internationalen Mitarbeiterbeteiligung teil.
Weiters werden Mitarbeiterprämien zum Teil in Aktien vergütet. Gemäß IFRS 2 wird bei anteilsbasierenden Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert als Personalaufwand erfasst, wobei die Gegenbuchung direkt im Eigenkapital erfolgt.
Zum 31. März 2013 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 14,4 % (31. März 2012: 12,9 %) der Aktien der voestalpine AG.
C. Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen.
Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der Konzern die direkte oder indirekte Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik der Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss miteinbezogen. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen.
Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf welche der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, aber keine Beherrschung auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.
Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss mit folgenden anteiligen Werten einbezogen:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 25,7 | 28,6 |
| Kurzfristiges Vermögen | 95,4 | 100,4 |
| 121,1 | 129,0 | |
| Eigenkapital | 29,0 | 80,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 11,5 | 13,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 80,6 | 35,9 |
| 121,1 | 129,0 | |
| 2011/12 | 2012/13 | |
| Umsatzerlöse | 298,6 | 295,2 |
| Umsatzkosten | 225,5 | 213,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 46,9 | 53,6 |
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 342,6 | 354,0 |
| Kurzfristiges Vermögen | 760,0 | 689,3 |
| 1.102,6 | 1.043,3 | |
| Eigenkapital | 394,8 | 408,8 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 96,2 | 103,1 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 611,6 | 531,4 |
| 1.102,6 | 1.043,3 | |
| 2011/12 | 2012/13 | |
| Umsatzerlöse | 2.285,8 | 2.433,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 53,1 | 47,9 |
| Mio. EUR |
Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zeigen folgende Werte (100 %):
Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Voll konsolidierung |
Quoten konsolidierung |
Equity Methode |
|
|---|---|---|---|
| Stand am 01.04.2012 | 278 | 2 | 12 |
| Zugänge aus Unternehmenserwerben | 15 | ||
| Änderung der Konsolidierungsmethode | |||
| Zugänge | 7 | ||
| Abgänge | |||
| Umgründungen | –8 | ||
| Abgänge oder Veräußerung | –1 | ||
| Stand am 31.03.2013 | 291 | 2 | 12 |
| davon ausländische Gesellschaften | 235 | 0 | 6 |
Bei den beiden quotenkonsolidierten Unternehmen handelt es sich um die voestalpine Tubulars GmbH und die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, die gemeinschaftlich mit NOV Grant Prideco geführt werden.
| Name der Gesellschaft | Datum der Endkonsolidierung |
|---|---|
| Im Vorjahr Vollkonsolidierung | |
| Breuckmann GmbH | 30.06.2012 |
| Umgründungen | |
| voestalpine Profilform GmbH | 01.04.2012 |
| Avesta Welding LLC | 01.04.2012 |
| Uddeholm Machining Aktiebolag | 01.04.2012 |
| VAE Geschäftsführung (Deutschland) GmbH | 01.04.2012 |
| VAE Holding (Deutschland) GmbH | 01.04.2012 |
| voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG | 01.04.2012 |
| WBG Weichenwerk Brandenburg GmbH | 01.04.2012 |
| Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH | 31.03.2013 |
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis
Im Geschäftsjahr 2012/13 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:
| Name der Gesellschaft | Anteil in % | Datum der Erstkonsolidierung |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierung | ||
| voestalpine CPA Filament GmbH | 54,092 % | 01.04.2012 |
| Cargo Service GmbH | 100,000 % | 01.04.2012 |
| voestalpine Track Solutions Saudi Arabia Limited | 51,000 % | 01.05.2012 |
| Bohler Special Steels (Shanghai) Co., Ltd. | 100,000 % | 08.06.2012 |
| voestalpine Profilform (China) Co., Ltd. | 100,000 % | 28.09.2012 |
| voestalpine Stamptec South Africa (Pty) Ltd. | 100,000 % | 01.10.2012 |
| voestalpine Automotive Body Parts Inc. | 100,000 % | 02.10.2012 |
| Grimstows Holdings Inc. | 100,000 % | 03.12.2012 |
| Sturdell Holdings, Inc. | 100,000 % | 03.12.2012 |
| Sturdell Industries Inc. (Canada) | 100,000 % | 03.12.2012 |
| Sturdell Industries, Inc. (USA) | 100,000 % | 03.12.2012 |
| voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. | 100,000 % | 25.12.2012 |
| E B C Eifeler Beschichtungs - Center GmbH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler International GmbH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler-Lafer-Inc. | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler Lasertechnik GmbH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler Nord Coating GmbH Entwicklungscenter für Dünnschichttechnologien |
100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler Swiss AG | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler Süd-Coating GmbH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Eifeler Werkzeuge GmbH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| EIFELER POLITEC GMBH | 100,000 % | 31.03.2013 |
| Vacotec S.A. | 100,000 % | 31.03.2013 |
Bei den Konsolidierungskreiszugängen handelt es sich um sechs Neugründungen, 15 Erwerbe und um die Konsolidierung eines bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmens.
Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden. Aufgrund von Unsicherheiten in der Bewertung sind im Einklang mit IFRS 3 die Positionen Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte und Rückstellungen als vorläufig zu erachten.
Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 14,9 Mio. EUR (2011/12: 35,4 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 7,7 Mio. EUR (2011/12: 0,5 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 7,2 Mio. EUR (2011/12: 34,9 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.
Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Konzernkapitalrücklagen dotiert ("double credit approach").
Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2013 10,0 Mio. EUR (2011/12: 0,0 Mio. EUR).
Anfang Dezember 2012 hat der voestalpine-Konzern das kanadische Unternehmen Sturdell Industries Inc. mit Sitz in Rexdale (Toronto) und einem weiteren Standort in Rochester (New York, USA) erworben. Das auf die Bearbeitung von Formenstählen, ein breites Serviceangebot und den kundennahen Vertrieb spezialisierte Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter und erzielte zuletzt bei positivem Ergebnis einen Jahresumsatz von umgerechnet 19 Mio. EUR. Mit dieser Akquisition baut voestalpine seine Marktposition in Nordamerika im Edelstahlbereich weiter aus.
Ende März 2013 hat der voestalpine-Konzern die in Düsseldorf ansässige Eifeler-Gruppe mit einem Umsatz von rund 50 Mio. EUR und 330 Mitarbeitern übernommen. Die neun operativen Gesellschaften – sechs davon in Deutschland, zwei in der Schweiz und eine in den USA – sind auf qualitativ höchstwertige und innovative Beschichtungen von Komponenten, vorwiegend für die Werkzeugindustrie, spezialisiert.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 erwirbt der voestalpine-Konzern 54,092 % der voestalpine CPA Filament GmbH von der Steinklauber-Gruppe und erweitert seine Aktivitäten in der Drahtweiterverarbeitung. Die voestalpine CPA Filament GmbH errichtet am Standort Fürstenfeld eine neue Produktionsanlage für die Herstellung von ultrahochfesten Feinstdrähten, die mit Jahresende 2013 in Betrieb gehen wird. Beide Partner bringen umfassendes Know-how in die Zusammenarbeit ein. voestalpine verfügt über umfassende Werkstoffkompetenz, metallurgisch-technologische Erfahrung und profitiert von der Nähe des eigenen Stahlwerkes in Donawitz und von der Kooperation mit dem steirischen Stahlverbund. Die Kompetenz der Steinklauber-Gruppe als Anlagenbauer und Technologieführer liegt in der Herstellung hochfester Feinstdrähte und Korde.
Im Rahmen des Mehrheitserwerbs der voestalpine CPA Filament GmbH wurden Put-Optionen mit variablem Kaufpreis für die Anteile des nicht beherrschenden Gesellschafters vereinbart. Der Wert der Put-Option beträgt zum Erwerbszeitpunkt 10,0 Mio. EUR. Der Unternehmenswert wird für die Bewertung der Put-Option auf Basis eines Multiplikatorverfahrens bzw. Discounted Cashflow-Verfahrens ermittelt. Zur Bewertung der Put-Option wurden EBITDs in Höhe von 9,9 Mio. EUR über die Planjahre herangezogen.
| Angesetzte Werte |
Fair Value Anpassungen |
Buchwerte | |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 42,7 | 27,3 | 15,4 |
| Kurzfristiges Vermögen | 16,4 | 0,0 | 16,4 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –14,7 | –8,2 | –6,5 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –6,6 | 0,0 | –6,6 |
| Nettovermögen | 37,8 | 19,1 | 18,7 |
| Zugang nicht beherrschende Anteile | 0,0 | ||
| Firmenwerte/Badwill | 46,0 | ||
| Anschaffungskosten | 83,8 | ||
| Erworbene Zahlungsmittel und | |||
| Zahlungsmitteläquivalente | –5,9 | ||
| Veränderung Kaufpreisverbindlichkeit | 0,0 | ||
| Nettozahlungsmittelabfluss | 77,9 |
Der Unternehmenserwerb der Eifeler-Gruppe hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
Der Firmenwert der Eifeler-Gruppe in Höhe von 46,0 Mio. EUR ergibt sich durch Synergien mit dem bisherigen Kundenstock, den bestehenden Vertriebsstrukturen und durch Einsparungen in der Administration. Die Eifeler-Gruppe trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 0,0 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug ebenfalls 0,0 Mio. EUR. Wäre die Eifeler-Gruppe schon zum 1. April 2012 konsolidiert worden, wären anstatt der o. a. Werte die Konzernumsatzerlöse um 52,3 Mio. EUR höher und das Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 7,6 Mio. EUR höher.
Im Rahmen dieser Akquisition wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 7,8 Mio. EUR, Steuerforderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR und sonstige Forderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind unwesentlich.
Für diese Akquisition wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,8 Mio. EUR in den Umsatzkosten erfasst.
Die Unternehmenserwerbe Sturdell Industries Inc. und voestalpine CPA Filament GmbH haben folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:
| Angesetzte Werte |
Fair Value Anpassungen |
Buchwerte | |
|---|---|---|---|
| Langfristiges Vermögen | 10,3 | 5,9 | 4,4 |
| Kurzfristiges Vermögen | 24,1 | 0,5 | 23,6 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –1,8 | –1,8 | 0,0 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | –2,8 | 0,0 | –2,8 |
| Nettovermögen | 29,8 | 4,6 | 25,2 |
| Zugang nicht beherrschende Anteile | –9,1 | ||
| Firmenwerte/Badwill | 2,1 | ||
| Anschaffungskosten | 22,8 | ||
| Kapitalerhöhung | –12,6 | ||
| Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
–2,0 | ||
| Veränderung Kaufpreisverbindlichkeit | 0,0 | ||
| Nettozahlungsmittelabfluss | 8,2 |
Der Firmenwert in Höhe von 2,1 Mio. EUR ist ausschließlich der Akquisition Sturdell Industries Inc. zuzuordnen und ergibt sich durch Synergien sowohl am Markt als auch in der Optimierung von Auslastung und Kostenstruktur. Die beiden Standorte von Sturdell Industries Inc. befinden sich in unmittelbarer Nähe von bestehenden Vertriebsniederlassungen der Special Steel Division.
Die Unternehmenserwerbe Sturdell Industries Inc. und voestalpine CPA Filament GmbH trugen seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 4,8 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug –1,9 Mio. EUR.
Wäre der Unternehmenserwerb Sturdell Industries Inc. schon zum 1. April 2012 konsolidiert worden, wären anstatt der o. a. Werte die Konzernumsatzerlöse um 10,5 Mio. EUR höher und das Ergebnis nach Steuern des Konzerns um 0,5 Mio. EUR höher. Die voestalpine CPA Filament GmbH wurde zum 1. April 2012 erstkonsolidiert.
Im Rahmen dieser beiden Akquisitionen wurden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR, Steuerforderungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR, sonstige Forderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR und Finanzierungsforderungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind unwesentlich.
Für diese beiden Akquisitionen wurden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,4 Mio. EUR in den Umsatzkosten erfasst.
Es wird bei allen oben genannten Akquisitionen nicht erwartet, dass Teile der erfassten Firmenwerte für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.
E. Erläuterungen und sonstige Angaben
1. Umsatzerlöse
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse verrechnet | 11.844,1 | 11.318,1 |
| Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen | 214,1 | 206,3 |
| Umsatzerlöse | 12.058,2 | 11.524,4 |
Mio. EUR
2. Geschäftssegmente
Der voestalpine-Konzern verfügt über fünf berichtspflichtige Segmente: Steel Division, Special Steel Division, Metal Engineering Division, Metal Forming Division sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.
Der Schwerpunkt der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Flachstahlprodukten für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie. Sie ist europäischer Top-3-Lieferant bei hochqualitativem Stahlband und Grobblech für anspruchsvollste Einsatzbereiche. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen sowie Elektroband auch die Grobblech- und Gießereiaktivitäten sowie diverse nachgelagerte Bereiche zugeordnet.
Die Special Steel Division ist globaler Marktführer bei Werkzeugstahl. Des Weiteren nimmt diese eine führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen ein. Die Special Steel Division fertigt Langprodukte, Mittelband, Freiformschmiedestücke und Gesenkschmiedestücke aus Edelstahl. Hauptkundengruppe ist der Werkzeugbau, der wiederum schwerpunktmäßig für die Automobilindustrie arbeitet sowie für die Konsumgüterindustrie. Zweites Standbein ist die Energietechnik – von der Exploration bis zu Komponenten für Gas- und Dampfturbinen. Weiters ist die Special Steel Division weltweiter Lieferant für die Luftfahrt.
Die Metal Engineering Division stellt das weltweit breiteste Sortiment an hochwertigen Schienenund Weichenprodukten, Walzdraht, gezogenem Draht und Spannstahl, Nahtlosrohren, Schweißzusatzstoffen sowie Halbfertigerzeugnissen her. Im Bereich Bahnsysteme ist voestalpine weltweit sowohl Markt- als auch Technologieführer. Darüber hinaus bietet die Division eine umfangreiche Palette an Servicedienstleistungen im Bereich der Schiene und Weiche an. Die Metal Engineering Division verfügt zudem über eine eigene Stahlproduktion.
Die Metal Forming Division ist weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallweiterverarbeitungslösungen, insbesondere Sonderrohre und -profile, Präzisionsbandstahl, sowie komplexen Komponenten für die Automobilindustrie. Die Metal Forming Division ist ein weltweit tätiger Hersteller von geschweißten Formrohren und Hohlprofilen, offenen Spezialprofilen sowie kundenspezifisch gefertigten Sonderrohren und Präzisionsteilen auf höchstem Qualitätsniveau. Die Division bietet für die Automobilindustrie und namhafte Zulieferanten ein Gesamtspektrum von Pressteilen im Karosseriebereich sowie Strukturkomponenten mit hohem Innovationsgrad. Darüber hinaus werden kaltgewalzte Edelbandstähle mit hoher Maßhaltigkeit, engsten Toleranzen und exzellenter Oberflächengüte hergestellt. Weiters ist die Division als Anbieter von anspruchsvollen Produktlösungen in den Bereichen Hochregallager, Systemregale, Straßensicherheit und für die Energie- und Heizungsindustrie tätig.
Zum 1. April 2012 wurden die beiden Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zusammengeführt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.
Unter Sonstige sind die Konzernholding, diverse Finanzierungsgesellschaften und Rohstoffeinkaufsgesellschaften des Konzerns sowie die Gesellschaften der group-IT beinhaltet. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.
Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.
Der voestalpine-Konzern verwendet das EBIT als maßgebliche Kennzahl, um die Entwicklung der Segmente darzustellen. Im voestalpine-Konzern ist diese Kennzahl ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft.
Die Geschäftssegmente1 des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
Geschäftssegmente
| Steel Division |
Special Steel Division |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | |
| Segmentumsätze | 4.130,3 | 3.921,7 | 2.945,0 | 2.748,4 |
| davon Umsatzerlöse mit externen Kunden | 3.815,4 | 3.655,2 | 2.875,9 | 2.704,5 |
| davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 314,9 | 266,5 | 69,1 | 43,9 |
| EBITDA | 456,9 | 449,8 | 429,7 | 368,7 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
230,4 | 231,4 | 156,8 | 145,0 |
| davon Wertminderungen | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,2 |
| davon Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,3 | 0,4 |
| EBIT | 226,5 | 218,4 | 272,9 | 223,6 |
| EBIT-Marge | 5,5 % | 5,6 % | 9,3 % | 8,1 % |
| Ergebnisse von assoziierten Unternehmen | 14,8 | 11,4 | 0,0 | 0,0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1,7 | 1,9 | 18,2 | 12,6 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 67,7 | 55,1 | 57,2 | 46,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | –26,7 | –31,0 | –74,2 | –57,3 |
| Ergebnis nach Steuern | 154,1 | 152,1 | 156,9 | 134,5 |
| Segmentvermögen | 3.652,0 | 3.684,8 | 4.007,9 | 4.025,8 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 99,3 | 104,4 | 0,0 | 0,0 |
| Nettofinanzverschuldung | 1.026,4 | 1.011,9 | 647,6 | 806,3 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
196,9 | 276,9 | 128,1 | 256,8 |
| Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) | 10.702 | 10.676 | 12.363 | 12.721 |
1 Zum 1. April 2012 wurden die beiden Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zusammengeführt. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Mio. EUR
| 2011/12 2012/13 |
|---|
| 12.058,2 11.524,4 |
| 12.058,2 11.524,4 |
| 0,0 0,0 |
| 1.301,9 1.441,8 |
| 597,7 588,2 |
| 1,0 0,6 |
| 2,2 0,4 |
| 704,2 853,6 |
| 5,8 % 7,4 % |
| 20,1 15,4 |
| 64,7 42,8 |
| 294,3 271,7 |
| –91,1 –132,7 |
| 413,3 521,9 |
| 12.612,1 13.079,3 |
| 149,4 156,4 |
| 2.585,7 2.259,2 |
| 572,7 850,6 |
Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Mio. EUR
| EBITDA | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –0,9 | 4,4 |
| Konsolidierung | 0,8 | –1,1 |
| Sonstiges | –2,4 | –0,3 |
| EBITDA – Summe Überleitung | –2,5 | 3,0 |
In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:
Mio. EUR
| EBIT | 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|---|
| Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung | –0,9 | 4,4 |
| Konsolidierung | 0,8 | –1,1 |
| Sonstiges | –2,3 | –0,1 |
| EBIT – Summe Überleitung | –2,4 | 3,2 |
| Mio. EUR |
Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.
Geografische Informationen
In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.
| Österreich | Europäische Union | Übrige Länder | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | |
| Außenumsätze | 1.213,4 | 1.161,6 | 7.482,2 | 7.111,0 | 3.362,6 | 3.251,8 |
| Langfristige Vermögenswerte | 4.174,3 | 4.274,7 | 1.537,7 | 1.627,7 | 556,7 | 598,2 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
363,6 | 511,5 | 143,9 | 243,4 | 65,2 | 95,7 |
| Mio. EUR |
Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.
3. Sonstige betriebliche Erträge
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Gewinne aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
12,4 | 5,6 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 48,7 | 75,6 |
| Kursgewinne und Erträge aus der Bewertung von Derivaten | 60,9 | 42,0 |
| Übrige betriebliche Erträge | 232,0 | 248,5 |
| 354,0 | 371,7 | |
| Mio. EUR |
Im Geschäftsjahr 2012/13 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 98,0 Mio. EUR (2011/12: 92,1 Mio. EUR) betriebliche Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Steuern, soweit sie nicht unter Steuern | ||
| vom Einkommen und vom Ertrag fallen | 19,7 | 16,1 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 2,5 | 2,9 |
| Kursverluste und Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten | 67,4 | 35,3 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 424,4 | 242,0 |
| 514,0 | 296,3 | |
| Mio. EUR |
Die Abweichung im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011/12 ergibt sich im Wesentlichen aus den im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen für Risiken im Zusammenhang mit dem Kartellverfahren im Bahnzulieferbereich sowie der geplanten Stilllegung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Höhe von 204,8 Mio. EUR.
5. Ergebnisse von assoziierten Unternehmen
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 21,3 | 17,1 |
| Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | –1,2 | –1,7 |
| 20,1 | 15,4 | |
| Mio. EUR |
Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd., der Scholz Austria GmbH und der VA Intertrading Aktiengesellschaft.
Mio. EUR
6. Finanzerträge
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 7,6 | 8,0 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 5,6 | 6,3 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | 2,9 | 1,2 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,3 | 0,0 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 61,8 | 41,6 |
| davon von verbundenen Unternehmen | 0,2 | 0,2 |
| Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens |
7,3 | 12,5 |
| 79,6 | 63,3 | |
7. Finanzaufwendungen
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen | ||
| Aufwendungen aus der Marktwertbewertung | 0,3 | 2,4 |
| Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Aufwendungen | 4,9 | 3,5 |
| 5,2 | 5,9 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 294,3 | 271,7 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen | 0,4 | 0,2 |
| 299,5 | 277,6 | |
| Mio. EUR |
8. Ertragsteuern
Die Ertragsteuern beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/–Steuerertrag).
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Ertragsteuern | 106,4 | 93,5 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 108,7 | 95,8 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | –1,8 | –2,1 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | –0,5 | –0,2 |
| Latente Steuern | –15,3 | 39,2 |
| Entstehung/Umkehrung temporärer Differenzen | –7,1 | 37,3 |
| Steueranpassungen aus Vorjahren | –5,6 | 2,1 |
| Auswirkungen Steuersatzänderungen | 0,2 | –3,3 |
| Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden | –2,8 | 3,1 |
| 91,1 | 132,7 | |
| Mio. EUR |
Die Steuersatzänderungen betreffen ausschließlich ausländische Steuern.
Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:
| 2011/12 | 2012/13 | |||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 504,4 | 654,7 | ||
| Ertragsteueraufwand auf Basis des österreichischen Körperschaftsteuersatzes |
25,0 % | 126,1 | 25,0 % | 163,7 |
| Differenz zu ausländischen Steuersätzen | 2,6 % | 13,1 | 0,6 % | 3,7 |
| Steuerfreie Erträge und Aufwendungen | –3,4 % | –17,0 | –3,1 % | –20,5 |
| Steuerfreie Erträge von Beteiligungen | –1,5 % | –7,4 | –0,8 % | –5,4 |
| Auswirkungen von Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen und Nutzung bisher nicht berücksichtiger Verlustvorträge bzw. Nichtansatz von Verlustvorträgen |
–4,5 % | –22,8 | 0,5 % | 3,5 |
| Steuern aus Vorperioden | –1,5 % | –7,5 | 0,0 % | 0,1 |
| Eigene Aktien | 0,2 % | 1,0 | 0,1 % | 0,5 |
| Hybridanleihe | –3,6 % | –18,0 | –2,8 % | –18,0 |
| Sonstige Differenzen | 4,8 % | 23,6 | 0,8 % | 5,1 |
| Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand | 18,1 % | 91,1 | 20,3 % | 132,7 |
Dividenden (Zinsen) auf Hybridkapital stellen in Österreich eine steuerliche Betriebsausgabe dar. Die Steuerentlastung wird ertragswirksam erfasst und führt zu einer Verminderung des Konzernsteueraufwandes.
9. Sachanlagen
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.542,6 | 8.159,7 | 926,8 | 275,6 | 11.904,7 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.222,5 | –5.612,5 | –698,2 | –0,1 | –7.533,3 |
| Buchwerte am 01.04.2011 | 1.320,1 | 2.547,2 | 228,6 | 275,5 | 4.371,4 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.581,0 | 8.526,1 | 958,7 | 297,7 | 12.363,5 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.275,1 | –5.974,7 | –735,4 | 0,0 | –7.985,2 |
| Buchwerte am 31.03.2012 | 1.305,9 | 2.551,4 | 223,3 | 297,7 | 4.378,3 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 2.672,0 | 8.834,5 | 998,9 | 464,3 | 12.969,7 |
| Kumulierte Abschreibungen | –1.329,9 | –6.289,1 | –769,8 | –0,2 | –8.389,0 |
| Buchwerte am 31.03.2013 | 1.342,1 | 2.545,4 | 229,1 | 464,1 | 4.580,7 |
Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2011 | 1.320,1 | 2.547,2 | 228,6 | 275,5 | 4.371,4 |
| Konsolidierungskreisänderungen | –0,6 | –0,9 | 0,1 | 0,4 | –1,0 |
| Zugänge | 40,0 | 267,8 | 50,0 | 201,6 | 559,4 |
| Umbuchungen | 14,9 | 148,6 | 5,2 | –175,2 | –6,5 |
| Abgänge | –11,3 | –2,1 | –1,7 | –3,0 | –18,1 |
| Abschreibungen | –61,3 | –404,2 | –58,6 | 0,0 | –524,1 |
| Wertminderungen | –0,4 | –0,6 | 0,0 | 0,0 | –1,0 |
| Wertaufholungen | 1,3 | 0,8 | 0,1 | 0,0 | 2,2 |
| Währungsdifferenzen | 3,2 | –5,2 | –0,4 | –1,6 | –4,0 |
| Buchwerte zum 31.03.2012 | 1.305,9 | 2.551,4 | 223,3 | 297,7 | 4.378,3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 1,3 | 19,1 | 0,7 | 3,7 | 24,8 |
| Zugänge | 47,9 | 228,4 | 55,4 | 391,2 | 722,9 |
| Umbuchungen | 52,7 | 165,9 | 9,4 | –227,7 | 0,3 |
| Abgänge | –2,5 | –2,3 | –1,7 | –0,3 | –6,8 |
| Abschreibungen | –62,3 | –413,9 | –58,5 | –0,1 | –534,8 |
| Wertminderungen | 0,0 | –0,6 | 0,0 | 0,0 | –0,6 |
| Wertaufholungen | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,4 |
| Währungsdifferenzen | –0,9 | –2,6 | 0,1 | –0,4 | –3,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 1.342,1 | 2.545,4 | 229,1 | 464,1 | 4.580,7 |
Zum 31. März 2013 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 26,9 Mio. EUR (31. März 2012: 10,4 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2013 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 426,4 Mio. EUR (31. März 2012: 271,4 Mio. EUR).
In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in Höhe von 3,1 Mio. EUR (2011/12: 0,4 Mio. EUR) aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 4,7 % (2011/12: 4,7 %) zugrunde gelegt.
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2013 wie folgt dar:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 36,8 | 47,0 |
| Kumulierte Abschreibungen | –11,5 | –19,6 |
| Buchwerte | 25,3 | 27,4 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| 26,8 | 25,3 |
|---|---|
| 0,0 | 10,2 |
| 0,3 | 0,0 |
| –1,4 | –1,5 |
| –0,4 | –6,6 |
| 25,3 | 27,4 |
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 28,1 Mio. EUR (31. März 2012: 26,4 Mio. EUR) geschätzt. Mieterträge von und Aufwendungen für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind unwesentlich.
Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:
| Sachanlagen Immaterielle |
Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Vermögens werte |
||
| 2011/12 | ||||||
| Anschaffungskosten | 81,7 | 33,1 | 1,5 | 0,0 | 1,0 | 117,3 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–21,7 | –19,7 | –1,0 | 0,0 | –1,0 | –43,4 |
| Buchwerte | 60,0 | 13,4 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 73,9 |
| 2012/13 | ||||||
| Anschaffungskosten | 75,5 | 40,4 | 1,9 | 0,0 | 1,0 | 118,8 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–23,2 | –22,9 | –1,1 | 0,0 | –1,0 | –48,2 |
| Buchwerte | 52,3 | 17,5 | 0,8 | 0,0 | 0,0 | 70,6 |
| Mindestleasing zahlungen aus Finanzierungsleasing |
Abzinsungen aus Finanzierungsleasing |
Barwert der Mindest leasingzahlungen aus Finanzierungsleasing |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | ||
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 11,2 | 8,3 | –1,7 | –1,8 | 9,5 | 6,5 | |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren |
25,6 | 25,7 | –5,8 | –5,3 | 19,8 | 20,4 | |
| Laufzeit über fünf Jahre | 23,4 | 21,0 | –2,5 | –1,7 | 20,9 | 19,3 | |
| 60,2 | 55,0 | –10,0 | –8,8 | 50,2 | 46,2 | ||
| Mio. EUR |
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:
Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Laufzeit zwischen fünf und 22 Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben.
Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Laufzeit bis zu einem Jahr | 38,0 | 41,3 |
| Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren | 103,3 | 105,4 |
| Laufzeit über fünf Jahre | 48,3 | 46,0 |
| 189,6 | 192,7 |
Zahlungen in Höhe von 49,2 Mio. EUR (2011/12: 47,2 Mio. EUR) aufgrund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.
Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten von 15 Jahren mit Verlängerungsverpflichtung in bestimmten Fällen von rund zehn Jahren. Es bestehen Kaufoptionen am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.
Aufgliederung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 513,6 | 521,5 |
| Vertriebskosten | 38,5 | 27,3 |
| Verwaltungskosten | 30,0 | 24,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15,6 | 15,4 |
| 597,7 | 588,2 | |
| Mio. EUR |
Wertminderungen und Wertaufholungen
Im Abschlussjahr wurden (im Wesentlichen aufgrund von Überalterung) Wertminderungen auf Sachanlagen (betrifft technische Anlagen und Maschinen in der Metal Engineering Division und der Special Steel Division) im Ausmaß von 0,6 Mio. EUR (31. März 2012: 1,0 Mio. EUR) durchgeführt. Diese sind im Wesentlichen in den Umsatzkosten erfasst.
Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 0,4 Mio. EUR wurden in der Berichtsperiode aufgrund eines Anstiegs der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst (31. März 2012: 2,2 Mio. EUR; im Wesentlichen in der Metal Engineering Division). Die Wertaufholungen betreffen die Special Steel Division. Diese sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.
10. Firmenwert
| 31.03.2011 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 1.435,0 | 1.436,6 | 1.485,6 |
| Wertminderungen | –15,4 | –15,4 | –15,4 |
| Buchwert | 1.419,6 | 1.421,2 | 1.470,2 |
Mio. EUR
Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Firmenwert | |
|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2011 | 1.419,6 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,4 |
| Währungsdifferenzen | 1,2 |
| Buchwerte zum 31.03.2012 | 1.421,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 48,3 |
| Abgänge | –0,1 |
| Währungsdifferenzen | 0,8 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 1.470,2 |
| Mio. EUR |
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Summe Steel Division | 160,2 | 160,1 |
| HPM Production | 378,8 | 378,8 |
| Value Added Services | 258,0 | 306,9 |
| Summe Special Steel Division | 636,8 | 685,7 |
| Steel | 25,8 | 25,8 |
| Rail Technology | 31,9 | 31,9 |
| Turnout Systems | 123,7 | 123,9 |
| Welding Consumables | 169,4 | 169,4 |
| Summe Metal Engineering Division | 350,8 | 351,0 |
| Tubes & Sections | 63,0 | 63,0 |
| Automotive Body Parts | 84,0 | 84,0 |
| Precision Strip Group | 103,8 | 103,8 |
| Material Handling | 11,2 | 11,2 |
| Flamco Group | 11,4 | 11,4 |
| Summe Metal Forming Division | 273,4 | 273,4 |
| voestalpine-Konzern | 1.421,2 | 1.470,2 |
Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten
Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
Mio. EUR
Aufgrund der Zusammenführung der Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zum 1. April 2012 wurden die CGUs dieser Divisionen zum Teil neu definiert. Aufgrund der strategischen Positionierung und divisionsinterner Umstrukturierungen wurden auch die CGUs der Special Steel Division neu abgegrenzt. Sofern der Firmenwert einer CGU neu aufzuteilen war, erfolgte dies auf Basis der relativen Wertverhältnisse der neu definierten CGUs. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Die Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Vor-SteuerCashflows einer 3-Jahres-Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten und nach dem Capital Asset Pricing Model berechnet (Weighted Average Costs of Capital). Die Abzinsung der Cashflows erfolgt unter Heranziehung eines WACC von 7,96 % vor Steuern (2011/12: 8,4 %). Dem Länderrisiko wird durch einen CGU-individuellen Cashflow-Abschlag Rechnung getragen.
Schätzungen und Annahmen, die zur Bewertung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit signifikantem Anteil am Gesamtfirmenwert des voestalpine-Konzerns herangezogen werden, sind wie folgt:
Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Steel Division wurden externe Marktprognosen für den Absatz von Flachprodukten in Europa verwendet und um konzerninterne Einschätzungen des Verkaufs ergänzt. Der Produktionsplan spiegelt die Absatzprognosen wider. Beschaffungsseitig wurden die Rohstoffannahmen laut Weltmarktprognosen um konzerninterne Spezifika adaptiert. Bei der Impairmentberechnung wurde das letzte Planjahr als Basis für die Ermittlung der Cashflows in der ewigen Rente herangezogen. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1 % gerechnet.
Die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU High Performance Metals (HPM) Production wurde sowohl unter Berücksichtigung der strategischen Ausrichtung der CGU als auch unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften der CGU wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die externen Prognosen wurden durch interne Einschätzungen ergänzt. Legierungspreisbedingte Vormaterialkostenveränderungen können im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %.
Der Planung der CGU Value Added Services wurden sowohl die – durch interne Einschätzungen adaptierten – wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der relevanten Industriesegmente sowie die Wachstumsprognosen in den regionalen Absatzmärkten zugrunde gelegt. Über den so genannten "Legierungspreisanhänger" können auch hier legierungspreisbedingte Veränderungen der Materialkosten an den Markt weitergegeben werden. Der Ausgangspunkt für die ewige Rente ist das dritte Planungsjahr. Der verwendete Wachstumsfaktor beträgt auch hier 1 %.
Dem Planungsprozess der CGU Turnout Systems wurden die 3-Jahres-Detailplanungen und Marktprognosen der zur CGU gehörenden Einzelgesellschaften zugrunde gelegt. Zusätzlich eingeflossen sind deren Erwartungen über die jeweilige Entwicklung der allgemeinen Rahmenbedingungen sowie die umfänglichen Bedarfsschätzungen der Kunden und interne Prognosen. Im Hinblick auf die wesentlichen Faktorkostenentwicklungen sind allgemeine Prognosen über Personalkostenentwicklungen und interne Annahmen über Stahlpreisentwicklungen in die Planungen eingearbeitet worden. Als Basis für die Ermittlung der ewigen Rente wurde das dritte Planjahr herangezogen. Die in den Cashflows extrapolierte Wachstumsrate beträgt 1 %.
Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Welding Consumables wurden neben den allgemein gültigen Prognosen für das Wachstum der Wirtschaft in den relevanten Kernmärkten insbesondere die Entwicklung und die Potenziale in den für den Geschäftsbereich definierten Fokusindustrien berücksichtigt. Die im Zuge des Impairmenttests verwendete Discounted Cashflow-Methode erfolgt unter Anwendung einer ewigen Rente basierend auf der letzten Detailplanungsperiode. Als Wachstumsfaktor für die ewige Rente wurde 1 % angesetzt.
Die Cashflow-Prognosen der CGU Automotive Body Parts orientieren sich an den regionalen Wachstumsprognosen bzw. den mittelfristigen Produktionsprognosen für den paneuropäischen Automobilmarkt. Konzernexterne Prognosen wurden durch interne Einschätzungen nach unten revidiert. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %.
Die 3-Jahres-Mittelfristplanung der CGU Precision Strip wurde unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten und unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften der CGU wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die externen Prognosen wurden durch interne Einschätzungen ergänzt. Bei der Ermittlung der ewigen Rente wurde das letzte Planjahr als Basis herangezogen. Der in die Berechnung eingeflossene Wachstumsfaktor beträgt 1 %.
Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde durch die Impairmenttests bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes (7,96 %) um 10 % die Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.
In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Special Steel Division | 155,4 | 155,4 |
| Welding Consumables | 12,6 | 12,6 |
| Summe Metal Engineering Division | 12,6 | 12,6 |
| Precision Strip Group | 2,6 | 2,6 |
| Summe Metal Forming Division | 2,6 | 2,6 |
| voestalpine-Konzern | 170,6 | 170,6 |
In den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sind ausschließlich Markenrechte enthalten. Die Periode, in der diese Markenrechte voraussichtlich Cashflows generieren werden, unterliegt keiner vorhersehbaren Begrenzung. Die Markenrechte unterliegen daher keiner Abnutzung und werden nicht planmäßig abgeschrieben.
In den Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer war bis zum Geschäftsjahr 2010/11 ein Kapitalmarktfinanzierungsvorteil enthalten, der sich auf den Markennamen Böhler-Uddeholm bezieht. Im November 2011 hat eine Umbenennung der ehemaligen BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft auf voestalpine Edelstahl GmbH stattgefunden. Der Finanzierungsvorteil wird langfristig kontinuierlich abschmelzen. Der Abschreibungszeitraum beträgt zehn Jahre.
| Marken | Sonstige | Geleistete Anzahlungen oder in Erstellung |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.044,6 | 1,4 | 1.273,6 |
| Kumulierte Abschreibungen | 0,0 | –893,7 | 0,0 | –893,7 |
| Buchwerte am 01.04.2011 | 227,6 | 150,9 | 1,4 | 379,9 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.053,5 | 3,5 | 1.284,6 |
| Kumulierte Abschreibungen | –2,3 | –960,3 | 0,0 | –962,6 |
| Buchwerte am 31.03.2012 | 225,3 | 93,2 | 3,5 | 322,0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 227,6 | 1.081,0 | 14,6 | 1.323,2 |
| Kumulierte Abschreibungen | –8,1 | –994,2 | 0,0 | –1.002,3 |
| Buchwerte am 31.03.2013 | 219,5 | 86,8 | 14,6 | 320,9 |
| Mio. EUR |
11. Andere immaterielle Vermögenswerte
In der Spalte "Marken" sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von 170,6 Mio. EUR enthalten. Wertminderungen sind keine angefallen.
| Geleistete Anzahlungen |
||||
|---|---|---|---|---|
| Marken | Sonstige | oder in Erstellung |
Summe | |
| Buchwerte zum 01.04.2011 | 227,6 | 150,9 | 1,4 | 379,9 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,6 |
| Zugänge | 0,0 | 10,3 | 1,4 | 11,7 |
| Umbuchungen | 0,0 | 1,7 | 0,8 | 2,5 |
| Abgänge | 0,0 | –0,3 | 0,0 | –0,3 |
| Abschreibungen | –2,3 | –70,4 | 0,0 | –72,7 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 0,4 | –0,1 | 0,3 |
| Buchwerte zum 31.03.2012 | 225,3 | 93,2 | 3,5 | 322,0 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 24,5 | 0,0 | 24,5 |
| Zugänge | 0,0 | 12,4 | 14,4 | 26,8 |
| Umbuchungen | 0,0 | 3,3 | –3,3 | 0,0 |
| Abgänge | 0,0 | –0,1 | 0,0 | –0,1 |
| Abschreibungen | –5,8 | –46,6 | 0,0 | –52,4 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 | 219,5 | 86,8 | 14,6 | 320,9 |
Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
Mio. EUR
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.
| Anteile an verbundenen Unter nehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzah - lungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
19,6 | 143,2 | 59,8 | 85,4 | 10,4 | 0,0 | 318,4 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,5 | –0,4 | –2,2 | –4,9 | –1,9 | 0,0 | –16,9 |
| Buchwerte am 01.04.2011 |
12,1 | 142,8 | 57,6 | 80,5 | 8,5 | 0,0 | 301,5 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
19,2 | 149,8 | 57,0 | 80,0 | 17,8 | 0,2 | 324,0 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,1 | –0,4 | –2,2 | –3,0 | –1,4 | 0,0 | –14,1 |
| Buchwerte am 31.03.2012 |
12,1 | 149,4 | 54,8 | 77,0 | 16,4 | 0,2 | 309,9 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten |
18,6 | 158,5 | 57,1 | 19,6 | 28,8 | 0,0 | 282,6 |
| Kumulierte Abschreibungen |
–7,2 | –2,1 | –4,8 | –0,3 | –2,6 | 0,0 | –17,0 |
| Buchwerte am 31.03.2013 |
11,4 | 156,4 | 52,3 | 19,3 | 26,2 | 0,0 | 265,6 |
12. Anteile an assoziierten Unternehmen und andere Finanzanlagen
| Anteile an verbundenen Unter nehmen |
Anteile an assoziierten Unter nehmen |
Sonstige Beteili gungen |
Wert papiere |
Aus leihungen |
Geleistete Anzah lungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buchwerte zum 01.04.2011 |
12,1 | 142,8 | 57,6 | 80,5 | 8,5 | 0,0 | 301,5 |
| Konsolidierungskreis änderungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Zugänge | 0,3 | 4,3 | 0,3 | 0,5 | 10,0 | 0,2 | 15,6 |
| Umbuchungen | –0,2 | 0,0 | –1,0 | 0,0 | –0,3 | 0,0 | –1,5 |
| Abgänge | 0,0 | 0,0 | –2,1 | –5,4 | –2,3 | 0,0 | –9,8 |
| Abschreibungen | –0,1 | 0,0 | 0,0 | –0,2 | –0,3 | 0,0 | –0,6 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,6 | 0,8 | 0,0 | 2,4 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 2,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,3 |
| Buchwerte zum 31.03.2012 |
12,1 | 149,4 | 54,8 | 77,0 | 16,4 | 0,2 | 309,9 |
| Konsolidierungskreis änderungen |
–0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | –0,1 |
| Zugänge | 0,6 | 3,5 | 0,0 | 1,5 | 12,8 | 0,0 | 18,4 |
| Umbuchungen | –0,2 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | –0,4 | –0,2 | –0,9 |
| Abgänge | –0,2 | 0,0 | 0,0 | –59,4 | –1,2 | 0,0 | –60,8 |
| Abschreibungen | –0,8 | –1,7 | –2,5 | –0,1 | –1,7 | 0,0 | –6,8 |
| Zuschreibungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 0,8 |
| Währungsdifferenzen | 0,0 | 5,2 | 0,0 | 0,0 | –0,1 | 0,0 | 5,1 |
| Buchwerte zum 31.03.2013 |
11,4 | 156,4 | 52,3 | 19,3 | 26,2 | 0,0 | 265,6 |
| Mio. EUR |
Die Buchwerte der Anteile an assoziierten Unternehmen und anderen Finanzanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.03.2011 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|---|
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1,1 | 1,1 | 0,9 |
| Ausleihungen an assoziierte Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Ausleihungen an sonstige Beteiligungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Ausleihungen | 6,9 | 12,5 | 17,0 |
| Sonstige Forderungen Finanzierung | 0,5 | 2,8 | 8,3 |
| 8,5 | 16,4 | 26,2 | |
| Mio. EUR |
Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen beinhalten mit 385,1 Mio. EUR (31. März 2012: 316,8 Mio. EUR) Anteile am V54-Investmentfonds, mit 60,0 Mio. EUR (31. März 2012: 60,0 Mio. EUR) einen weiteren Liquiditätsfonds und mit 28,2 Mio. EUR (31. März 2012: 29,8 Mio. EUR) andere Wertpapiere.
Kurzfristige und langfristige Wertpapiere in Höhe von 57,5 Mio. EUR (31. März 2012: 151,6 Mio. EUR) sind für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet.
13. Latente Steuern
Die steuerlichen Auswirkungen der temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
| Langfristiges Vermögen | 28,3 | 29,4 | 122,4 | 131,9 |
| Kurzfristiges Vermögen | 83,1 | 68,6 | 52,2 | 81,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 109,5 | 155,9 | 29,8 | 28,3 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 43,4 | 32,3 | 33,3 | 14,8 |
| Verlustvorträge | 62,9 | 56,4 | 0,0 | 0,0 |
| Saldierung der latenten Steuern | ||||
| gegenüber derselben Steuerbehörde | –155,6 | –169,6 | –155,6 | –169,6 |
| 171,6 | 173,0 | 82,1 | 86,4 | |
| Zwischengewinneliminierungen (saldiert) | 19,6 | 19,2 | 0,0 | 0,0 |
| Stille Reserven (saldiert) | 0,0 | 0,0 | 106,1 | 102,4 |
| Akquisitionsbedingter Steuervorteil | 162,5 | 144,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige | 16,1 | 6,9 | 15,8 | 0,8 |
| Saldierte latente Steuern | 369,8 | 343,6 | 204,0 | 189,6 |
Mio. EUR
Der Steuervorteil aus der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr aufgelöst. Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.
Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 56,4 Mio. EUR (31. März 2012: 62,9 Mio. EUR) wurden erfasst. Zum 31. März 2013 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von rund 158,0 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2012: rund 172,0 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2023 verfallen rund 36,3 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.
Die Änderung des Saldos zwischen den aktiven und passiven latenten Steuern mit –11,8 Mio. EUR entspricht nicht dem latenten Steueraufwand mit 39,2 Mio. EUR. Die wesentlichen Ursachen hierfür sind direkt im Eigenkapital verbuchte aktive latente Steuern mit 39,8 Mio. EUR (31. März 2012: 7,9 Mio. EUR) und passive latente Steuern aus Erstkonsolidierung mit –10,3 Mio. EUR.
Zusatzangaben nach IAS 12.81 (a) und (ab):
| Veränderung 2011/12 |
31.03.2012 | Veränderung 2012/13 |
31.03.2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste |
9,3 | 60,9 | 42,9 | 103,8 |
| Latente Steuern auf Hedge Accounting | –1,4 | 5,3 | –3,1 | 2,2 |
| Summe im Eigenkapital (Sonstiges Ergebnis) erfasster latenter Steuern |
7,9 | 66,2 | 39,8 | 106,0 |
14. Vorräte
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 922,9 | 870,6 |
| Unfertige Erzeugnisse | 823,9 | 780,9 |
| Fertige Erzeugnisse | 941,3 | 987,2 |
| Handelswaren | 245,6 | 218,1 |
| Noch nicht abrechenbare Leistungen | 7,2 | 7,5 |
| Geleistete Anzahlungen | 11,8 | 12,6 |
| 2.952,7 | 2.876,9 | |
| Mio. EUR |
Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 105,0 Mio. EUR (31. März 2012: 96,2 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beträgt 579,3 Mio. EUR (31. März 2012: 683,8 Mio. EUR). Vorräte in Höhe von 2,4 Mio. EUR (31. März 2012: 3,2 Mio. EUR) sind als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 6.548,0 Mio. EUR (31. März 2012: 7.152,6 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.
15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
| 31.03.2012 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
31.03.2013 | Davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
|---|---|---|---|
| 1.427,8 | 3,6 | 1.287,9 | 0,9 |
| 10,4 | 0,0 | 6,8 | 0,0 |
| 47,4 | 0,0 | 57,0 | 0,0 |
| 288,8 | 10,2 | 303,9 | 7,7 |
| 1.774,4 | 13,8 | 1.655,6 | 8,6 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten | 153,3 | 143,6 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne | 18,8 | 21,5 |
| Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste | –5,6 | –6,6 |
| Bruttoforderungen aus der Auftragsfertigung | 166,5 | 158,5 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –105,4 | –92,4 |
| Forderungen aus der Auftragsfertigung | 61,1 | 66,1 |
| Mio. EUR |
Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2012/13 betragen 206,3 Mio. EUR (2011/12: 214,1 Mio. EUR).
16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks | 677,2 | 1.092,7 |
17. Eigenkapital
Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 240 UGB)
Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2013 313.309.235,65 EUR (31. März 2012: 307.132.044,75 EUR) und ist in 172.449.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt (31. März 2012: 169.049.163). Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 48,68 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 12. September 2012 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 3.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 2 % zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 24. November 2012 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 46,39 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2012 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.
Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.
Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die abgesetzten Anschaffungskosten bzw. die Eigenkapitalerhöhung aus den Abgängen zu Anschaffungskosten für verkaufte eigene Aktien.
Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile direkt in der Gewinnrücklage erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.
Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:
| Anzahl Stückaktien |
Anzahl eigene Aktien |
Anzahl im Umlauf befindliche Aktien |
|
|---|---|---|---|
| Stand zum 01.04.2011 | 169.049 | 468 | 168.581 |
| Zugänge | 0 | ||
| Abgänge | –168 | 168 | |
| Stand zum 31.03.2012 | 169.049 | 300 | 168.749 |
| Zugänge | 3.400 | 3.400 | |
| Abgänge | –209 | 209 | |
| Stand zum 31.03.2013 | 172.449 | 91 | 172.358 |
| Tsd. Stück |
Hybridkapital
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1 Mrd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %). Im 4. Quartal der Berichtsperiode hat die voestalpine AG in Folge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz +4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR +4,93 % plus Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden. Die Anleihebedingungen der Hybridanleihe 2013 entsprechen in vielerlei Hinsicht denen der Hybridanleihe 2007, weisen aber auch einige Abweichungen auf. Die detaillierten Konditionen der Hybridanleihe 2013 sind in den Anleihebedingungen dargestellt.
Die Erlöse aus der Begebung der Hybridanleihen werden als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt.
Für den Teil der Hybridanleihe 2007, der zum Umtausch eingereicht wurde (Nominale 500 Mio. EUR), wurden zum Umtauschzeitpunkt Stückzinsen in Höhe von 13,7 Mio. EUR erfasst. Aufgrund der dadurch entstehenden Zahlungsverpflichtung zur Zinszahlung werden für den verbleibenden Teil der Hybridanleihe 2007 (Nominale 500 Mio. EUR) zum Bilanzstichtag 14,8 Mio. EUR als Dividendenverpflichtung passiviert.
Die Begebungskosten der neuen Hybridanleihe 2013 beliefen sich auf 2,8 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 497,2 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung von 50 % des im Vorjahr unter Hybridkapital erfassten Wertes in Höhe von 496,0 Mio. EUR ergibt sich somit in Summe ein Wertansatz für das gesamte Hybridkapital in Höhe von 993,2 Mio. EUR im Eigenkapital.
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital zum 31. März 2013 resultieren im Wesentlichen aus Fremdanteilen bei der CGU Turnout Systems, voestalpine CPA Filament GmbH, voestalpine Railpro B.V., ASPAC-Gruppe und Danube Equity AG.
18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen | 441,8 | 494,6 |
| Rückstellungen für Pensionen | 307,8 | 394,5 |
| Rückstellungen für Jubiläumsgelder | 103,3 | 115,6 |
| 852,9 | 1.004,7 | |
| Mio. EUR |
Rückstellungen für Abfertigungen
| 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. 436,1 |
441,8 |
| Dienstzeitaufwand der Periode 9,8 |
10,0 |
| Zinsaufwand der Periode 20,1 |
20,5 |
| Konsolidierungskreisänderungen 0,0 |
0,0 |
| Abfertigungszahlungen –32,0 |
–29,1 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste 7,8 |
51,4 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. 441,8 |
494,6 |
| 31.03.2009 | 31.03.2010 | 31.03.2011 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungs verpflichtungen (DBO) |
444,3 | 424,6 | 436,1 | 441,8 | 494,6 |
| Versicherungsmathematische +Gewinne/–Verluste aus |
|||||
| Parameteränderungen in % | 3,5 % | –2,4 % | –2,7 % | 0,0 % | –11,4 % |
| Mio. EUR |
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 713,4 | 762,9 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 9,6 | 8,9 |
| Zinsaufwand der Periode | 33,7 | 34,8 |
| Kürzungen, Abfindungen, Übertragungen | –2,2 | –28,3 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 5,2 |
| Pensionszahlungen | –27,8 | –31,2 |
| Kursdifferenzen | 4,8 | 2,4 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste | 31,4 | 137,0 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 762,9 | 891,7 |
| Pensionskassenvermögen zum 31.03. | –455,1 | –497,2 |
| Rückstellungen für Pensionen zum 31.03. | 307,8 | 394,5 |
Der Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2013 beträgt 891,7 Mio. EUR (31. März 2012: 762,9 Mio. EUR), davon werden 624,2 Mio. EUR (31. März 2012: 529,5 Mio. EUR) ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert, 267,5 Mio. EUR (31. März 2012: 233,4 Mio. EUR) werden nicht aus einem Fonds finanziert.
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Planvermögen zum 01.04. | 423,6 | 455,1 |
| Erwarteter Pensionskassenertrag der Periode | 23,9 | 21,1 |
| Versicherungsmathematische +Gewinne/–Verluste | 8,7 | 18,8 |
| Kursdifferenzen | 3,7 | –0,2 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 2,0 |
| Arbeitgeberbeiträge | 15,2 | 21,3 |
| Pensionszahlungen | –20,0 | –20,9 |
| Planvermögen zum 31.03. | 455,1 | 497,2 |
Mio. EUR
| 31.03.2009 | 31.03.2010 | 31.03.2011 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Pensions | |||||
| verpflichtungen (DBO) | 595,4 | 671,2 | 713,4 | 762,9 | 891,7 |
| Planvermögen | –297,0 | –348,2 | –423,6 | –455,1 | –497,2 |
| 298,4 | 323,0 | 289,8 | 307,8 | 394,5 | |
| Versicherungsmathematische +Gewinne/–Verluste aus |
|||||
| Parameteränderungen in % | 7,4 % | –7,3 % | –4,3 % | –1,9 % | –17,7 % |
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | 28,7 % | 27,7 % |
| Schuldinstrumente | 51,2 % | 52,1 % |
| Immobilien | 4,6 % | 4,3 % |
| Sonstige | 15,5 % | 15,9 % |
| 100,0 % | 100,0 % |
Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2013 dargestellten Perioden wie folgt dar:
Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,1 Mio. EUR (31. März 2012: 1,0 Mio. EUR) enthalten.
Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten Verzinsung des Planvermögens von 4,75 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei 8,8 %.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 22,9 Mio. EUR (2011/12: 21,1 Mio. EUR).
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04. | 107,3 | 103,3 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 5,4 | 5,4 |
| Zinsaufwand der Periode | 4,8 | 4,7 |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,0 | 0,0 |
| Jubiläumsgeldzahlungen | –8,1 | –7,0 |
| Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste | –6,1 | 9,2 |
| Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03. | 103,3 | 115,6 |
Rückstellungen für Jubiläumsgelder
| 31.03.2009 | 31.03.2010 | 31.03.2011 | 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der Jubiläumsgeld verpflichtungen (DBO) |
111,9 | 105,5 | 107,3 | 103,3 | 115,6 |
| Mio. EUR |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand der Periode | 24,8 | 24,3 |
| Zinsaufwand der Periode | 58,6 | 60,0 |
| Erwarteter Pensionskassenertrag der Periode | –23,9 | –21,1 |
| Aufwands-/ertragswirksam erfasste Positionen | 59,5 | 63,2 |
Mio. EUR
Der Zinsaufwand der Periode ist in den Finanzaufwendungen erfasst.
19. Rückstellungen
| Stand 01.04.2012 |
Konsoli dierungs kreisän derungen |
Währungs differenzen |
Verbrauch | Auf lösungen |
Um buchung |
Zu weisungen |
Stand 31.03.2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen |
||||||||
| Sonstige Personal aufwendungen |
60,0 | 0,0 | 0,0 | –9,1 | –1,1 | 0,0 | 10,7 | 60,5 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
2,7 | 0,0 | 0,0 | –0,3 | –0,2 | 0,2 | 0,4 | 2,8 |
| Übrige langfristige Rückstellungen |
68,6 | 0,1 | –0,2 | –4,3 | –6,5 | –16,7 | 9,5 | 50,5 |
| 131,3 | 0,1 | –0,2 | –13,7 | –7,8 | –16,5 | 20,6 | 113,8 | |
| Kurzfristige Rückstellungen |
||||||||
| Nicht konsumierte Urlaube |
110,7 | 0,5 | 0,4 | –65,3 | 0,0 | 0,0 | 71,9 | 118,2 |
| Sonstige Personal aufwendungen |
140,7 | 0,1 | –0,1 | –128,3 | –11,6 | 0,0 | 153,4 | 154,2 |
| Garantien und sonstige Wagnisse |
50,2 | 0,1 | 0,0 | –16,3 | –11,1 | 0,1 | 15,4 | 38,4 |
| Belastende Verträge | 43,2 | 0,0 | 0,0 | –100,9 | –10,3 | 0,0 | 102,4 | 34,4 |
| Übrige kurzfristige Rückstellungen |
286,3 | 1,2 | 0,3 | –107,7 | –14,9 | 16,4 | 85,4 | 267,0 |
| 631,1 | 1,9 | 0,6 | –418,5 | –47,9 | 16,5 | 428,5 | 612,2 | |
| 762,4 | 2,0 | 0,4 | –432,2 | –55,7 | 0,0 | 449,1 | 726,0 |
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.
Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.
Rückstellungen für belastende Verträge werden angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.
Die für den Themenkomplex Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG im Jahresabschluss 2011/12 gebildete Rückstellung in Höhe von insgesamt 205,0 Mio. EUR wurde um die aktuelle Einschätzung auf 204,4 Mio. EUR angepasst und wird als angemessen erachtet.
Die Rückstellung für die EU-Kartellstrafe der voestalpine Austria Draht GmbH aus dem Vorjahr wurde in Höhe von 17,1 Mio. EUR unverändert (mit Ausnahme der Zinsvorsorgen) fortgeführt. Gegen dieses Bußgeld wurde Klage beim Europäischen Gericht erhoben.
Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung der Minderheitsaktionäre der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde am 24. November 2011 ein Vergleich abgeschlossen. Die Genehmigung des Vergleichs durch das zuständige Gericht erfolgte Anfang Mai 2012. Für die Zahlung an die ehemaligen Minderheitsaktionäre (Basisbetrag und Zinsen) sowie für Verfahrens- und Anwaltskosten wurden zum 31. März 2012 36,9 Mio. EUR rückgestellt. Diese Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2012/13 vollständig verbraucht.
| Restlaufzeit bis zu einem Jahr |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2012 31.03.2013 |
31.03.2012 | 31.03.2013 | |||
| Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
1.732,8 | 1.244,7 | 1.921,2 | 2.507,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 9,5 | 6,5 | 40,7 | 39,7 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
22,3 | 17,2 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
14,8 | 47,6 | 0,1 | 0,0 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 19,8 | 8,6 | 8,7 | 11,9 | |
| 1.799,2 | 1.324,6 | 1.970,7 | 2.558,8 |
20. Finanzverbindlichkeiten
Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 2. April 2013 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 8,75 % jährlich verzinst.
Die voestalpine AG hat am 3. Februar 2011 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Februar 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,75 % jährlich verzinst.
Die voestalpine AG hat am 5. Oktober 2012 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Oktober 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,00 % jährlich verzinst.
21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 74,6 | 67,9 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.146,4 | 1.063,2 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel |
423,4 | 456,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 5,6 | 9,1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
4,1 | 4,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern | 109,0 | 87,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit | 41,7 | 43,9 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 303,1 | 406,2 |
| 2.107,9 | 2.139,7 |
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln | 3,1 | 3,7 |
| Bürgschaften, Garantien | 11,4 | 2,9 |
| 14,5 | 6,6 | |
| Mio. EUR |
22. Eventualverbindlichkeiten
Das deutsche Bundeskartellamt hat am 28. Februar 2013 aufgrund eines anonymen Hinweises die Geschäftsräumlichkeiten der Vertriebsgesellschaft voestalpine Deutschland GmbH in München durchsucht. Der Grund der Hausdurchsuchung ist der Vorwurf, an mehrjährigen und systematischen wettbewerbsbeschränkenden Absprachen im Bereich Lieferungen von Bandstahl und Halbzeugen an die deutsche Automobilindustrie beteiligt zu sein. Im Anschluss an die Hausdurchsuchung wurden unternehmensintern Überprüfungen durchgeführt. Bis dato wurden in der voestalpine keine Anhaltspunkte gefunden, die den Vorwurf des Bundeskartellamtes bestätigen. Daher finden diese Vorwürfe auch keinerlei Berücksichtigung im vorliegenden Jahresabschluss.
23. Finanzinstrumente
Allgemeines
Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen und kurzfristige Vorlagen, Anleihen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken aufgrund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Kapitalmanagement
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.
Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/ EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.
Die Zielgröße für die Gearing Ratio liegt bei 50 % und soll nur für einen befristeten Zeitraum bis maximal 75 % überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.
In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Gearing Ratio in % | 53,5 % | 44,5 % |
| Nettofinanzverschuldung/EBITDA | 2,0 | 1,6 |
Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation
Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, was ein Sechsaugenprinzip gewährleistet. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die gesamten Geschäftsprozesse werden alle zwei Jahre zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.
Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.
Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngrößen Zinsänderungsrisiko und Marktwertrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um 1 %. Unter Marktwertrisiko ist die Änderung der Marktwerte der zinssensitiven Position bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 1 % zu verstehen.
Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird das "@risk"-Konzept eingesetzt. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist. Die Berechnung im Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes.
Liquiditätsrisiko – Finanzierung
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.
Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.
Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.
Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken zumeist in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.
Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2013 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 415,8 Mio. EUR (31. März 2012: 312,3 Mio. EUR). Weiters sind liquide Mittel in Höhe von 1.092,7 Mio. EUR (31. März 2012: 677,2 Mio. EUR) im Konzernabschluss ausgewiesen.
Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen stehen zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs vertraglich zugesicherte Kreditlinien im Ausmaß von 650 Mio. EUR (2011/12: 800 Mio. EUR) zur Verfügung.
Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden folgende Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt:
| Emission Senior Bond | 500 Mio. EUR |
|---|---|
| Emission Schuldscheindarlehen | 400 Mio. EUR |
| Umstrukturierung Schuldscheindarlehen | 500 Mio. EUR |
| Verlängerung | 169,5 Mio. EUR |
| Vorzeitige Tilgung | 263 Mio. EUR |
| Unverändert | 67,5 Mio. EUR |
| Verlängerung Hybrid Bond | 500 Mio. EUR |
Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
Verbindlichkeiten
| Restlaufzeit < 1 Jahr |
Restlaufzeit > 1 und < 5 Jahre |
Restlaufzeit > 5 Jahre |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | ||
| Anleihen | 399,8 | 400,0 | 0,0 | 497,1 | 496,5 | 495,8 | |
| Bankverbindlichkeiten | 1.333,0 | 844,7 | 1.368,6 | 1.412,1 | 56,1 | 102,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.146,0 | 1.062,9 | 0,4 | 0,3 | 0,0 | 0,0 | |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease |
9,5 | 6,5 | 19,8 | 20,4 | 20,9 | 19,3 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
19,8 | 8,6 | 8,6 | 11,8 | 0,1 | 0,1 | |
| Summe Verbindlichkeiten | 2.908,1 | 2.322,7 | 1.397,4 | 1.941,7 | 573,6 | 617,4 | |
| Mio. EUR |
Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:
| für Fälligkeit < 1 Jahr |
für Fälligkeit > 1 und < 5 Jahre |
für Fälligkeit > 5 Jahre |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | ||
| Zinsen für Anleihen | 58,8 | 78,8 | 95,1 | 175,0 | 23,8 | 20,0 | |
| Zinsen für Bankverbindlichkeiten | 113,9 | 43,6 | 113,8 | 86,7 | 2,1 | 5,7 | |
| Zinsen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| Zinsen für Verbindlichkeiten aus Finance Lease |
1,7 | 1,8 | 5,8 | 5,3 | 2,5 | 1,7 | |
| Zinsen für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
0,8 | 0,6 | 0,3 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | |
| Summe Zinslast | 175,2 | 124,8 | 215,0 | 267,4 | 28,4 | 27,4 |
Die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios weist im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:
Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur
1 nicht enthalten Kontensalden in Höhe von 80,8 Mio. EUR
enthält 406,1 Mio. EUR revolvierende Exportkredite
Kredit-/Bonitätsrisiko
Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.
Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind:
Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Bis 30 Tage überfällig | 174,9 | 176,0 |
| 31 Tage bis 60 Tage überfällig | 44,8 | 42,4 |
| 61 Tage bis 90 Tage überfällig | 25,3 | 14,5 |
| 91 Tage bis 120 Tage überfällig | 10,8 | 11,7 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 19,7 | 25,5 |
| Summe | 275,5 | 270,1 |
Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:
Mio. EUR
Wertberichtigungen für Forderungen
| 2011/12 | 2012/13 | ||
|---|---|---|---|
| Anfangsbestand zum 01.04. | 46,5 | 41,8 | |
| Zugang | 9,9 | 9,3 | |
| Währungsdifferenz | 0,0 | –0,1 | |
| Konsolidierungskreisänderungen | 0,6 | 0,2 | |
| Auflösung | –9,6 | –5,2 | |
| Verbrauch | –5,6 | –4,6 | |
| Endbestand zum 31.03. | 41,8 | 41,4 | |
| Mio. EUR |
Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.
Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.
Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.
| AAA | AA | A | BBB | NR | |
|---|---|---|---|---|---|
| Bond | 155,6 | 104,2 | 48,8 | 70,3 | 7,2 |
| Geldmarktveranlagungen exkl. Habensalden auf Konten |
0,0 | 261,0 | 553,8 | 0,0 | 0,0 |
| Derivate1 | 0,0 | 1,1 | 16,8 | 2,2 | 0,0 |
| 1 nur positive Marktwerte |
Mio. EUR |
Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen
Währungsrisiko
Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in USD, aber auch in geringem Ausmaß durch Exporte in den "Nicht-EUR-Raum".
Eine Absicherung ergibt sich zunächst aufgrund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen z. B. Forderungen in USD aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.
Der Nettobedarf an USD lag im Geschäftsjahr 2012/13 bei 858,7 Mio. USD. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (1.555,1 Mio. USD) begründet sich durch die Mengen- und Preisreduktionen im Rohstoffeinkauf. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.
Fremdwährungsportfolio 2012/13 (netto)
Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2013 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:
| Undiversifiziert | USD | PLN | ZAR | GBP | CAD | CHF | SEK | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Position1 | –206,9 | –35,3 | 41,3 | 21,4 | 16,3 | 13,2 | –40,6 | 12,4 |
| VaR (95 %/J.) | 33,93 | 5,44 | 8,38 | 2,70 | 2,53 | 2,07 | 4,71 | 1,95 |
| 1 ungesicherte Planposition für Geschäftsjahr 2013/14 |
Mio. EUR |
Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 28,0 Mio. EUR (31. März 2012: 66,0 Mio. EUR).
Zinsrisiko
Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).
Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos. Zur Erzielung eines Natural Hedges bei den zinstragenden Positionen wurde im Geschäftsjahr 2012/13 ein Aktiv-/Passiv-Management eingeführt. Dabei wird die Modified Duration der Aktivseite in einer engen Bandbreite an die Modified Duration der Passivseite gekoppelt.
Die variabel verzinsten Bestände der Aktivseite übersteigen die Bestände der Passivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 8,2 Mio. EUR (2011/12: –2,8 Mio. EUR) entlastet.
Bei einer Zinsbindung von 0,89 Jahren (2011/12: 0,82 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 0,81 % (2011/12: 0,85 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 2,07 Jahren (2011/12: 1,42 Jahre) bei 4,11 % (2011/12: 3,53 %).
| Bestand1 | Gewichteter Durchschnitts zinssatz |
Duration (Jahre) |
Durchschnittl. Kapitalbin dung (Jahre)2 |
Sensitivität bei 1 % Zins änderung1 |
Cashflow Risiko1 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| aktiv | 1.601,9 | 0,81 | 0,89 | 1,03 | –9,2 | 12,8 |
| passiv | –3.725,9 | 4,11 | 2,07 | 3,78 | 95,6 | –4,7 |
| netto | –2.124,0 | 86,4 | 8,1 |
1 Angaben in Mio. EUR
exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 406,1 Mio. EUR
Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2013 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1%igen Zinsänderung auf der Aktivseite 37,1 Mio. EUR (2011/12: 8,3 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 267,1 Mio. EUR (2011/12: 79,5 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 230,0 Mio. EUR (2011/12: 71,2 Mio. EUR).
Nach Verschmelzung der beiden Dachfonds V47 und V54 im Geschäftsjahr 2012/13 werden nun die Bestände der Aktivseite in einem Ausmaß von 410,3 Mio. EUR (Vorjahr 399,0 Mio. EUR) im Wertpapierdachfonds V54 veranlagt. 100 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in Euro oder in Cash in den drei Subfonds V101, V102, V103 sowie in diversen Spezialfonds wie folgt investiert:
| Fonds | Anlagewährung | ||
|---|---|---|---|
| Subfonds V101 | 64,7 Mio. EUR | mit einer Duration von 4,50 | |
| Subfonds V102 | 142,8 Mio. EUR | mit einer Duration von 2,56 | |
| Subfonds V103 | 121,0 Mio. EUR | mit einer Duration von 1,98 | |
| Spezialfonds | 81,6 Mio. EUR | (sind nur im V54 enthalten) |
Der Aktienanteil im Dachfonds wurde im Rahmen der Asset Allocation auf 0 Mio. EUR reduziert (31. März 2012: 15,1 Mio. EUR, 3,7 % des Fondsvermögens).
Neben den Wertpapierfonds bestehen weitere Wertpapierpositionen in Höhe von 69,6 Mio. EUR (31. März 2012: 60,0 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2012/13 konnten folgende Erträge im Dachfonds verzeichnet werden:
| Dachfonds | Performance |
|---|---|
| V54 | 4,20 % |
Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 11,2 Mio. EUR (2011/12: Nettogewinne 9,4 Mio. EUR) werden für Finanzinstrumente, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet werden, erfolgswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente
Bestand an derivativen Finanzinstrumenten per 31. März 2013:
| Nominale (Mio. EUR) |
Marktwert (Mio. EUR) |
Davon im Eigenkapital berücksichtigt |
Laufzeit | |
|---|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte (inkl. Devisenswap) |
786,6 | 8,7 | 6,2 | < 2 Jahre |
| Zinsderivate | 1.539,3 | –11,4 | –15,2 | < 7 Jahre |
| Commodity Swap | 15,6 | –1,6 | 0,0 | < 5 Jahre |
| Summe | 2.341,5 | –4,3 | –9,0 |
Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.
Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:
- Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, sodass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
- Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im Eigenkapital erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im Eigenkapital erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Zins- und Währungssicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während die Rohstoffsicherungen fast ausschließlich als Fair Value-Hedge eingestuft werden. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der Währungs- und Rohstoffsicherungen angewendet.
Nettoverluste für Fremdwährungs- und Zinssicherungsderivate (Cashflow-Hedges) in Höhe von 4,6 Mio. EUR (2011/12: Gewinne in Höhe von 25,3 Mio. EUR) werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.
Verluste für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 1,5 Mio. EUR (2011/12: Verluste in Höhe von 2,6 Mio. EUR) ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Gewinne in Höhe von 1,5 Mio. EUR (2011/12: Gewinne in Höhe von 2,6 Mio. EUR) ebenfalls ertragswirksam erfasst.
Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode positive Marktwerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR (2011/12: negative Marktwerte in Höhe von 5,7 Mio. EUR) entnommen und ertragswirksam erfasst; positive Marktwerte in Höhe von 6,2 Mio. EUR (2011/12: positive Marktwerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR) wurden der Rücklage zugeführt. Aus der Rücklage für Zinssicherungen wurden im Geschäftsjahr 2012/13 aufgrund von Ineffektivität negative Marktwerte in Höhe von 10,3 Mio. EUR ergebniswirksam entnommen. Die Marktwerte der übrigen Zinssicherungen, für die Cashflow-Hedging angewendet wurde, blieben unverändert. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde die Rücklage für Zinssicherungen aufgrund von Marktwertveränderungen um 4,3 Mio. EUR gesenkt.
| < 1 Jahr | Vertragliche Cashflows | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| > 1 und < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||||||||
| 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | ||||
| 4,6 | 9,5 | 2,8 | 4,4 | 1,3 | 4,6 | 0,5 | 0,5 | ||||
| –30,1 | –24,7 | –15,9 | –10,7 | –12,5 | –13,5 | –1,7 | –0,5 | ||||
| –25,5 | –15,2 | –13,1 | –6,3 | –11,2 | –8,9 | –1,2 | 0,0 | ||||
| 5,5 | 6,6 | 5,5 | 6,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||||
| –1,4 | –0,4 | –1,4 | –0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||||
| 4,1 | 6,2 | 4,1 | 6,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | ||||
Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:
| Klassen | Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden |
Finanzinstrumente, die zum Zeitwert bewertet werden |
||
|---|---|---|---|---|
| Kategorien | Darlehen und Forderungen |
Erfolgswirksam zum beizulegenden | Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
|
| Held for Trading (Derivate) |
Übrige | Summe | ||
| Aktiva 2011/12 | ||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 16,6 | 143,9 | 160,5 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.772,5 | 1,9 | 1.774,4 | |
| Finanzanlagen kurzfristig | 406,6 | 406,6 | ||
| Liquide Mittel | 677,2 | 677,2 | ||
| Buchwerte | 2.466,3 | 1,9 | 550,5 | 3.018,7 |
| Zeitwerte | 2.466,3 | 1,9 | 550,5 | 3.018,7 |
| Aktiva 2012/13 | ||||
| Andere Finanzanlagen langfristig | 26,2 | 83,0 | 109,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen |
1.634,9 | 20,7 | 1.655,6 | |
| Finanzanlagen kurzfristig | 473,3 | 473,3 | ||
| Liquide Mittel | 1.092,7 | 1.092,7 | ||
| Buchwerte | 2.753,8 | 20,7 | 556,3 | 3.330,8 |
| Zeitwerte | 2.753,8 | 20,7 | 556,3 | 3.330,8 |
Einteilung von Finanzinstrumenten
Mio. EUR
Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden, sowie sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen.
| Klassen | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Finanzielle Verbindlichkeiten zu Zeitwerten |
|
|---|---|---|---|
| Kategorien | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten |
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – Held for Trading (Derivate) |
Summe |
| Passiva 2011/12 | |||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig | 1.970,7 | 1.970,7 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 1.799,2 | 1.799,2 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie |
|||
| sonstige Verbindlichkeiten | 2.101,4 | 12,1 | 2.113,5 |
| Buchwerte | 5.871,3 | 12,1 | 5.883,4 |
| Zeitwerte | 5.954,7 | 12,1 | 5.966,8 |
| Passiva 2012/13 | |||
| Finanzverbindlichkeiten langfristig | 2.558,8 | 2.558,8 | |
| Finanzverbindlichkeiten kurzfristig | 1.324,6 | 1.324,6 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten |
2.119,6 | 25,2 | 2.144,8 |
| Buchwerte | 6.003,0 | 25,2 | 6.028,2 |
| Zeitwerte | 6.105,8 | 25,2 | 6.131,0 |
Mio. EUR
Die folgende Tabelle analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:
| Level 1 | Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) |
|---|---|
| Level 2 | Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (d. h. als Preise) oder indirekt (d. h. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen |
| Level 3 | Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen |
| Level 1 | Level 2 | Level 3 | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| 2011/12 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 1,9 | 1,9 | ||
| Übrige | 483,6 | 66,9 | 550,5 | |
| 483,6 | 1,9 | 66,9 | 552,4 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 12,1 | 12,1 | ||
| 0,0 | 12,1 | 0,0 | 12,1 | |
| Summe | 483,6 | 14,0 | 66,9 | 564,5 |
| 2012/13 | ||||
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 20,7 | 20,7 | ||
| Übrige | 492,6 | 63,7 | 556,3 | |
| 492,6 | 20,7 | 63,7 | 577,0 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten – |
||||
| Held for Trading (Derivate) | 25,2 | 25,2 | ||
| 0,0 | 25,2 | 0,0 | 25,2 | |
| Summe | 492,6 | 45,9 | 63,7 | 602,2 |
Im Level 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die Abweichungen sind unwesentlich.
Finanzinstrumente, die nach Level 3 bewertet werden, haben sich in der Berichtsperiode von 66,9 Mio. EUR auf 63,7 Mio. EUR verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Wertminderung von nicht konsolidierten Gesellschaften.
Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:
| 2011/12 | 2012/13 |
|---|---|
| 55,7 | 38,0 |
| 25,7 | 5,7 |
| 11,9 | 16,3 |
| –223,6 | –200,3 |
Mio. EUR
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Gesamtzinserträge | 54,2 | 40,5 |
| Gesamtzinsaufwendungen | –220,8 | –203,8 |
| Mio. EUR |
Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 14,8 Mio. EUR (2011/12: 13,2 Mio. EUR).
24. Konzern-Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Erhaltene Zinsen | 61,8 | 41,6 |
| Gezahlte Zinsen | 248,5 | 185,5 |
| Gezahlte Steuern | 167,7 | 115,2 |
| Mio. EUR |
Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 593,7 | 593,5 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | –7,7 | –2,1 |
| Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen, langfristigen Rückstellungen sowie latenten Steuern |
24,0 | –1,4 |
| Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen | –29,0 | –15,0 |
| 581,0 | 575,0 | |
| Mio. EUR |
Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 21,3 Mio. EUR (2011/12: 22,7 Mio. EUR) aus assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten.
Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Zugänge an liquiden Mitteln in Höhe von 20,5 Mio. EUR (2011/12: 0,0 Mio. EUR) aufgrund der erstmaligen Konsolidierung von akquirierten Gesellschaften enthalten und der Kaufpreis in Höhe von 106,6 Mio. EUR (2011/12: 0,0 Mio. EUR) ist abgegangen. Aufgrund des Verkaufs einer Tochtergesellschaft sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,1 Mio. EUR (2011/12: 0,0 Mio. EUR) liquide Mittel abgegangen und der Verkaufspreis in Höhe von 1,6 Mio. EUR (2011/12: 1,4 Mio. EUR) zugegangen.
25. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie equitykonsolidierten Gesellschaften bzw. deren Tochterunternehmen als auch quotenkonsolidierten Unternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:
| 2011/12 | 2012/13 | |||
|---|---|---|---|---|
| mit quoten konsolidierten Unternehmen |
mit equity konsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
mit quoten konsolidierten Unternehmen |
mit equity konsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunter nehmen |
|
| Umsatzerlöse | 126,2 | 427,3 | 114,8 | 370,5 |
| Materialaufwand | 11,3 | 186,9 | 10,5 | 201,0 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | 0,0 | 35,9 | 0,0 | 35,3 |
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen |
11,4 | 100,0 | 12,3 | 93,1 |
| Finanzverbindlichkeiten/ Verbindlichkeiten aus Liefe rungen und Leistungen und |
||||
| sonstige Verbindlichkeiten | 17,0 | 37,1 | 50,4 | 56,5 |
| Mio. EUR |
In den Forderungen und Verbindlichkeiten mit equitykonsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind sowohl direkte als auch indirekte Beziehungen enthalten.
Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kernaktionären, die aufgrund der Equity-Konsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren. Geschäftsfälle werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und stellen sich wie folgt dar:
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 88,4 | 168,0 |
| Finanzverbindlichkeiten/Verbindlichkeiten aus Lieferungen | ||
| und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 222,0 | 207,8 |
| Erhaltene Garantien | 2,1 | 4,6 |
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 828 Leiharbeitskräfte (2011/12: 873) von einem Beteiligungsunternehmen zur Abdeckung von kurzfristigen Personalengpässen beschäftigt.
Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Vorstand
Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.
Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 200 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 250 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das EBIT und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. der dreijährigen Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitatives Ziel im Geschäftsjahr 2012/13 wurde – neben der Vorlage des Strategiekonzepts "voestalpine 2020" (einschließlich Vorschlägen für die konkrete strategische Weiterentwicklung der vier Divisionen) – eine deutliche, klar quantifizierte Reduktion der Gearing Ratio vereinbart.
Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Dipl.-Ing. Mag. Ottel und Dipl.-Ing. Eibensteiner nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für die Vorstandsmitglieder Dipl.-Ing. Rotter und Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.
Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,1 Mio. EUR (2011/12: 0,2 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.
| Lfd. Bezüge fix |
Lfd. Bezüge variabel |
Abfindungen | Anteils basierte Vergütungen |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Wolfgang Eder | 0,9 | 1,4 | 2,3 | ||
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner | 0,4 | 0,6 | 1,0 | ||
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer | 0,7 | 0,7 | 1,4 | ||
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel | 0,7 | 0,8 | 1,5 | ||
| Dipl.-Ing. Franz Rotter | 0,7 | 0,8 | 1,5 | ||
| 2012/13 | 3,4 | 4,3 | 0,0 | 0,0 | 7,7 |
| 2011/12 | 3,7 | 3,9 | 7,3 | 5,2 | 20,1 |
| Mio. EUR |
Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:
In der Vergleichsperiode 2011/12 sind Abfindungen für drei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder in Höhe von 7,3 Mio. EUR sowie Einmalauszahlungen aus einem fünfjährigen Stock-Option-Programm in Höhe von 5,2 Mio. EUR enthalten. Aktuell besteht kein weiteres Stock-Option-Programm.
Der leistungsorientierte (current service costs) und beitragsorientierte Pensionsaufwand für Vorstandsmitglieder beträgt in der Berichtsperiode 0,3 Mio. EUR (2011/12: 0,3 Mio. EUR). Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2011/12: 0,1 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.
Zum Bilanzstichtag waren 3,5 Mio. EUR (2011/12: 2,9 Mio. EUR) der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Aufsichtsrat
Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012/13 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80,0 Tsd. EUR (2011/12: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender bis 4. Juli 2012): 15,0 Tsd. EUR (2011/12: 60,0 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender ab 5. Juli 2012): 45,0 Tsd. EUR; alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2011/12: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind seit der Hauptversammlung 2006 in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner gesonderten jährlichen Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2011/12: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 3. Juli 2013 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2012/13 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 35.420,83 EUR (2011/12: 89.791,00 EUR).
26. Angaben zu Arbeitnehmern
Mitarbeiterstand
| Bilanzstichtag | Durchschnitt | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | 2011/12 | 2012/13 | ||
| Arbeiter | 26.225 | 26.317 | 25.848 | 26.146 | |
| Angestellte | 15.424 | 15.761 | 15.321 | 15.515 | |
| Lehrlinge | 1.263 | 1.351 | 1.430 | 1.421 | |
| 42.912 | 43.429 | 42.599 | 43.082 |
In den durchschnittlichen Mitarbeitern sind 563 Mitarbeiter (2011/12: 550 Mitarbeiter) für quotenkonsolidierte Gesellschaften enthalten. Die für die quotenkonsolidierten Gesellschaften angeführten Werte sind bereits anteilig (49,995 %) dargestellt. Der im vorliegenden Konzernabschluss enthaltene Personalaufwand beträgt 2.472,0 Mio. EUR (2011/12: 2.411,3 Mio. EUR).
27. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses | 0,2 | 0,2 |
| Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen | 0,9 | 1,1 |
| Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen | 0,0 | 0,0 |
| Aufwendungen für sonstige Leistungen | 0,0 | 0,0 |
| 1,1 | 1,3 | |
Mio. EUR
28. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften
Lieferforderungen in Höhe von 709,4 Mio. EUR (31. März 2012: 691,0 Mio. EUR) wurden verkauft und aus der Bilanz ausgebucht. Bei den Forderungsverkäufen werden kreditversicherte Lieferforderungen um 100 % des Nennwertes an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko (Delkredererisiko und politisches Risiko) übernehmen; ferner wird die Verfügungsmacht auf den Erwerber der Forderungen übertragen. Vom Verkäufer wird in der Regel eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehaltes (größtenteils 10 %) aus der Kreditversicherung übernommen. Da die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Ausfallshaftung äußerst gering ist, wird der Zeitwert dieses Risikos mit null bewertet. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 69,3 Mio. EUR (31. März 2012: 69,1 Mio. EUR).
29. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
30. Ergebnis je Aktie
Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Ergebnis | 333.506 | 444.872 |
| Durchschnittlich ausgegebene Aktien | 169.049.163 | 170.749.163 |
| Durchschnittlich gehaltene eigene Aktien | –338.299 | –160.339 |
| Durchschnittliche gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien | 168.710.864 | 170.588.824 |
| Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,98 | 2,61 |
| Tsd. EUR |
31. Gewinnverwendung
Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2013. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 156,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 0,90 EUR (2011/12: 0,80 EUR) je Aktie vor.
Linz, 27. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
Anlage zum Anhang: Beteiligungen
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2013, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Aussagen zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 27. Mai 2013
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Linz, 27. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
voestalpine AG Beteiligungen
Steel Division
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Stahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Cargo Service GmbH | AUT | 100,000 % | Logistik Service GmbH | KV |
| Logistik Service GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Anarbeitung GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Eurostahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Giesserei Linz GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Giesserei Traisen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KV |
| voestalpine Grobblech GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Personalberatung GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Stahl Service Center GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Standortservice GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KV |
| voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KV |
| voestalpine Steel Service Center Romania SRL | ROU | 100,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KV |
| GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 | AUT | 49,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Herzog Coilex GmbH2 | DEU | 25,100 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KE |
| Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG1 | AUT | 37,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd1 | CHN | 51,000 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KE |
| Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 | DEU | 49,000 % | Logistik Service GmbH | KE |
| METALSERVICE S.P.A.1 | ITA | 40,000 % | voestalpine Stahl Service Center GmbH | KE |
| Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd.1 | CHN | 49,043 % | voestalpine Giesserei Linz GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 25,883 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 4,727 % | voestalpine Stahl Donawitz GmbH | KE |
| Scholz Austria GmbH1 | AUT | 3,401 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KE |
| Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H.1 | AUT | 30,000 % | voestalpine Stahl GmbH | KE |
| Austrian Center of Competence in Mechatronics GmbH |
AUT | 33,333 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Caseli GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Energie AG Oberösterreich | AUT | 2,063 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
2 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 30.09.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| GWL Gebäude- Wohnungs- und Liegenschafts Verwaltungsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 91,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| GWL Gebäude- Wohnungs- und Liegenschafts Verwaltungsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 9,000 % | vivo Mitarbeiter-Service GmbH | K0 |
| Industrie-Logistik-Linz Geschäftsführungs-GmbH | AUT | 37,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Kontext Druckerei GmbH | AUT | 64,800 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| Linzer Schlackenaufbereitungs- und vertriebsgesellschaft m.b.H. |
AUT | 33,333 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| VA OMV Personalholding GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine Personalberatung GmbH | K0 |
| vivo Mitarbeiter-Service GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| voestalpine Belgium NV/SA | BEL | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine CR, s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | HRV | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | SRB | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine d.o.o. | SVN | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Danmark ApS. | DNK | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Deutschland GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine France SAS | FRA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Hungaria Kft. | HUN | 99,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Hungaria Kft. | HUN | 1,000 % | Donauländische Baugesellschaft m.b.H. | K0 |
| voestalpine Italia S.r.l. | ITA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Romania S.R.L | ROU | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Scandinavia AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Schweiz GmbH | CHE | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Slovakia, s.r.o. | SVK | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine AG | K0 |
| voestalpine UK Ltd. | GBR | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| voestalpine USA Corp. | USA | 100,000 % | voestalpine Eurostahl GmbH | K0 |
| Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Stahl GmbH | K0 |
Special Steel Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Aceros Boehler del Ecuador S.A. | ECU | 1,753 % | BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | KV |
| Aceros Boehler del Ecuador S.A. | ECU | 98,247 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 2,500 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 95,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Boehler del Peru S.A. | PER | 2,500 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. | ARG | 94,378 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. | ARG | 5,622 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Aceros Bohler Uddeholm, S.A. de C.V. | MEX | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ACOS BÖHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA. | BRA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Aktiebolaget Finansa | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. | TUR | 99,888 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. | TUR | 0,036 % | Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG | KV |
| ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. | TUR | 0,036 % | BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH | KV |
| ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. | TUR | 0,036 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. | TUR | 0,003 % | Uddeholm Holding AB | KV |
| ASSAB International Aktiebolag | SWE | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB Pacific Pte. Ltd. | SGP | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB SRIPAD STEELS LIMITED | IND | 70,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ASSAB Steels (China) Ltd. | CHN | 100,000 % | ASSAB Steels (HK) Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (HK) Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Korea) Co., Ltd. | KOR | 85,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd | MYS | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. | TWN | 82,500 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels (Thailand) Ltd. | THA | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. | SGP | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd | MYS | 100,000 % | ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd | KV |
| ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|---|---|---|---|---|
| ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 95,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Associated Swedish Steels Aktiebolag | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| Associated Swedish Steels Phils., Inc. | PHL | 92,500 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Böhler Aktiengesellschaft | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Edelstahl GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER GRUNDSTÜCKS BETEILIGUNGS GMBH | DEU | 100,000 % | Böhler Aktiengesellschaft | KV |
| Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | Böhler Aktiengesellschaft | KV |
| Bohler High Performance Metals Private Limited | IND | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler International GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler PROFIL GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | AUT | 99,999 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | AUT | 0,001 % | BÖHLER Schmiedetechnik GmbH | KV |
| Bohler Special Steels (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd | AUS | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD | ZAF | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm CZ s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | ITA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM POLSKA Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER UDDEHOLM ROMANIA S.R.L. | ROU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER Wärmebehandlung GmbH | AUT | 51,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLERSTAHL Vertriebsgesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED | GBR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 0,009 % | BÖHLER Bleche GmbH & Co. KG | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 0,009 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 90,635 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. | COL | 9,347 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler-Uddeholm Corporation | USA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM DEUTSCHLAND GMBH | DEU | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. | FRA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM HÄRTEREITECHNIK GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | DEU | 100,000 % | Böhler Aktiengesellschaft | KV |
| Böhler-Uddeholm Hungary Kft. | HUN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm Iberica S.A.U. | ESP | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Bohler-Uddeholm KK | JPN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Böhler-Uddeholm Ltd. | CAN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. | SVK | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| BU Beteiligungs-und Vermögensverwaltung GmbH |
AUT | 100,000 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | KV |
| Buderus Edelstahl GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| DIN ACCIAI S.p.A. | ITA | 100,000 % | Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | KV |
| Densam Industrial Co. Ltd. | TWN | 51,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Densam Industrial Co. Ltd. | TWN | 49,000 % | ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. | KV |
| Deville Rectification S.A.S. | FRA | 99,996 % | Buderus Edelstahl GmbH | KV |
| Deville Rectification S.A.S. | FRA | 0,004 % | Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. | KV |
| E B C Eifeler Beschichtungs - Center GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| EDRO Engineering, Inc. | USA | 100,000 % | Bohler-Uddeholm Corporation | KV |
| EDRO Specialty Steels GmbH | DEU | 100,000 % | EDRO Specialty Steels, Inc. | KV |
| EDRO Specialty Steels, Inc. | USA | 100,000 % | Bohler-Uddeholm Corporation | KV |
| Eifeler International GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Lasertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Nord Coating GmbH Entwicklungscenter für Dünnschichttechnologien |
DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| EIFELER POLITEC GMBH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Swiss AG | CHE | 100,000 % | Eifeler Süd-Coating GmbH | KV |
| Eifeler Süd-Coating GmbH | DEU | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Eifeler Werkzeuge GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eifeler-Lafer-Inc. | USA | 100,000 % | Eifeler International GmbH | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG als befreiend.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft dierungsart |
Konsoli | |
|---|---|---|---|---|
| ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH | DEU | 85,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| EschmannStahl GmbH & Co. KG1 | DEU | 51,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | KV |
| EschmannStahl GmbH & Co. KG1 | DEU | 49,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eschmann Textura Internacional – Transforma cao de Ferramentas, Unipessoal, LDA |
PRT | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Eschmann Textures India Private Limited | IND | 99,980 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Eschmann Textures India Private Limited | IND | 0,020 % | Eschmann Textura Internacional – Transforma cao de Ferramentas, Unipessoal, LDA |
KV |
| Eschmann Textures International GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eschmann Vermögensverwaltung GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e Transformacao de Ferramentas, Unipessoal Lda. – em Liquidacao |
PRT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Gebrüder Böhler & Co. AG | CHE | 99,830 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| GMV Eschmann International SAS | FRA | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Grabados Eschmann International S.L. | ESP | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Gravutex Eschmann International Limited | GBR | 100,000 % | Eschmann Textures International GmbH | KV |
| Grimstows Holdings Inc. | CAN | 100,000 % | Böhler-Uddeholm Ltd. | KV |
| IS Intersteel Stahlhandel GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Jing Ying Industrial Co. Ltd. | TWN | 100,000 % | Densam Industrial Co. Ltd. | KV |
| OOO BÖHLER-UDDEHOLM | RUS | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| PT Assab Steels Indonesia | IDN | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | KV |
| Sacma Acciai Speciali S.p.A. | ITA | 100,000 % | Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | KV |
| Sturdell Holdings, Inc. | USA | 100,000 % | Grimstows Holdings Inc. | KV |
| Sturdell Industries Inc. | CAN | 100,000 % | Grimstows Holdings Inc. | KV |
| Sturdell Industries, Inc. | USA | 100,000 % | Sturdell Holdings, Inc. | KV |
| Uddeholm A/S | DNK | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm AS | NOR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Eiendom AS | NOR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Holding AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|---|---|---|---|---|
| Uddeholm Oy Ab | FIN | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| Uddeholm Svenska Aktiebolag | SWE | 100,000 % | Uddeholms AB | KV |
| Uddeholms AB | SWE | 100,000 % | Uddeholm Holding AB | KV |
| Vacotec S.A. | CHE | 100,000 % | Eifeler Werkzeuge GmbH | KV |
| Villares Metals International B.V. | NLD | 100,000 % | Villares Metals S.A. | KV |
| Villares Metals S.A. | BRA | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| voestalpine Treasury Holding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KV |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. | BOL | 98,000 % | Aceros Boehler del Peru S.A. | K0 |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. | BOL | 1,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | K0 |
| ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. | BOL | 1,000 % | BÖHLER Edelstahl GmbH | K0 |
| ASSAB Steels Vietnam Company Limited | VIE | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | K0 |
| Bohlasia Steels Sdn. Bhd. | MYS | 53,333 % | voestalpine Edelstahl GmbH | K0 |
| Bohler Pacific Pte Ltd | SGP | 100,000 % | ASSAB Pacific Pte. Ltd. | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | K0 |
| Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung | AUT | 100,000 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM UKRAINE LLC | UKR | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | K0 |
| BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o. | HRV | 100,000 % | voestalpine Edelstahl GmbH | K0 |
| DEGECANDOR Grundstücksverwaltungsgesell schaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG |
DEU | 95,000 % | Böhler Aktiengesellschaft | K0 |
| Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | Buderus Edelstahl GmbH | K0 |
| EDRO Limited | CHN | 100,000 % | EDRO Specialty Steels, Inc. | K0 |
| Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH | DEU | 50,977 % | BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH | K0 |
| Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH | DEU | 49,023 % | Eschmann Vermögensverwaltung GmbH | K0 |
| Grundstück-Verwaltungsgesellschaft Gewerbehof Sendling mbH & Co. KG |
DEU | 62,916 % | Böhler Aktiengesellschaft | K0 |
| HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. | AUT | 99,000 % | BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG | K0 |
| HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. | AUT | 1,000 % | BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG | K0 |
| Schoeller-Bleckmann (UK) Limited | GBR | 100,000 % | BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED | K0 |
| V.K. Italia S.r.l. | ITA | 20,000 % | Böhler Uddeholm Italia S.p.A. | K0 |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die EschmannStahl GmbH & Co. KG als befreiend.
Metal Engineering Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Advanced Railway Systems GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| Böhler Lastechniek Groep Nederland B.V. | NLD | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH | AUT | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Schweisstechnik Deutschland GmbH | DEU | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Soldaduras S.A. de C.V. | MEX | 99,990 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Soldaduras S.A. de C.V. | MEX | 0,010 % | Böhler Welding Group Central Eastern Europe GmbH |
KV |
| Böhler Tecnica de Soldagem Ltda. | BRA | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Bohler Welding Group Canada Ltd. | CAN | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Group Central Eastern Europe GmbH |
AUT | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Group GmbH | AUT | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Group Greece S.A. | GRC | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Bohler Welding Group India Private Limited | IND | 99,999 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Bohler Welding Group India Private Limited | IND | 0,001 % | Böhler Welding Group Central Eastern Europe GmbH |
KV |
| BOHLER WELDING GROUP ITALIA s.p.a. | ITA | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Bohler Welding Group Middle East FZE | ARE | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Group Nordic AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH | KV |
| Böhler Welding Group Schweiz AG | CHE | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| BOHLER WELDING GROUP SRL | ROU | 100,000 % | Böhler Welding Group Central Eastern Europe GmbH |
KV |
| Bohler Welding Group UK Limited | GBR | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Bohler Welding Group USA Inc. | USA | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Holding GmbH | DEU | 94,500 % | voestalpine Metal Engineering GmbH | KV |
| Böhler Welding Holding GmbH | DEU | 5,500 % | BÖHLER-UDDEHOLM HÄRTEREITECHNIK GmbH |
KV |
| Böhler Welding Technology (China) Co. Ltd. | CHN | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Böhler Welding Trading (Shanghai) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Contec GmbH Transportation Systems | DEU | 62,376 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Control and Display Systems Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| Digvijay Steels Private Limited | IND | 50,100 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| FONTARGEN Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
DEU | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| Groupe Bohler Soudage France S.A.S. | FRA | 100,000 % | BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH | KV |
| Grupo Bohler Soldadura Espana S.A. | ESP | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | ESP | 70,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| LASA Schienentechnik GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine BWG GmbH | KV |
| Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU | FRA | 100,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | KV |
| Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. | MEX | 51,007 % | voestalpine Nortrak Inc. | KV |
| OOO Böhler Welding Group Russia | RUS | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| PT Bohler Welding Group Asia Pacific | IDN | 95,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| PT Bohler Welding Group Asia Pacific | IDN | 5,000 % | BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH | KV |
| Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Railpro B.V. | KV |
| Soudokay S.A. | BEL | 100,000 % | Böhler Welding Holding GmbH | KV |
| SST Signal & System Technik GmbH | DEU | 90,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| SST Signal & System Technik GmbH | DEU | 10,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| TSF-A GmbH | AUT | 50,100 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| VAMAV Vasúti Berendezések Kft. | HUN | 50,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Austria Draht GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine BWG GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine CPA Filament GmbH | AUT | 54,092 % | voestalpine Austria Draht GmbH | KV |
| voestalpine Draht Finsterwalde GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Austria Draht GmbH | KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG als befreiend.
| Gesellschaft | Sitz der | Anteilshöhe | Obergesellschaft dierungsart |
Konsoli |
|---|---|---|---|---|
| voestalpine HYTRONICS GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 50,956 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 0,022 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi ve Ticaret Anonim Sirketi |
TUR | 0,022 % | Weichenwerk Wörth GmbH | KV |
| voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| voestalpine Metal Engineering GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine Nortrak Inc. | USA | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Nortrak Ltd. | CAN | 100,000 % | voestalpine Nortrak Inc. | KV |
| voestalpine Rail Center Duisburg GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung Deutschland GmbH |
KV |
| voestalpine Railpro B.V. | NLD | 70,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Schienen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine Stahl Donawitz GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KV |
| voestalpine TENS Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | voestalpine HYTRONICS GmbH | KV |
| voestalpine Track Solutions Saudi Arabia Limited | SAU | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | KV |
| voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. | ZAF | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Apcarom SA | ROU | 92,918 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. | BRA | 59,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Italia S.r.l. | ITA | 95,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Italia S.r.l. | ITA | 5,000 % | voestalpine VAE UK Ltd. | KV |
| voestalpine VAE Legetecha UAB | LTU | 66,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Polska Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine VAE Railway Systems Pty.Ltd. | AUS | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE Riga SIA | LVA | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE SA (Pty) Ltd. | ZAF | 69,000 % | voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. | KV |
| voestalpine VAE Sofia OOD | BGR | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE UK Ltd. | GBR | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE VKN India Private Limited | IND | 51,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine VAE VKN India Private Limited | IND | 6,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | KV |
| voestalpine WBN B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| voestalpine Weichensysteme GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine VAE GmbH | KV |
| Weichenwerk Wörth GmbH | AUT | 70,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | KV |
| voestalpine Tubulars GmbH | AUT | 50,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KQ |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | AUT | 49,985 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
KQ |
| voestalpine Tubulars GmbH & Co KG | AUT | 0,010 % | voestalpine Tubulars GmbH | KQ |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
CHN | 29,070 % | voestalpine VAE GmbH | KE |
| CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. |
CHN | 20,930 % | voestalpine BWG GmbH | KE |
| Burbiola S.A. | ESP | 50,000 % | JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. | K0 |
| Liegenschaftsverwaltungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Bahnsysteme Vermögensverwaltungs GmbH |
K0 |
| KW PenzVAEE GmbH | AUT | 49,000 % | voestalpine Weichensysteme GmbH | K0 |
| VAE Murom LLC | RUS | 50,000 % | voestalpine VAE GmbH | K0 |
| voestalpine BWG ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine BWG GmbH | K0 |
| voestalpine Schienentechnik Beteiligungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG | K0 |
| voestalpine Tubulars Middle East FZE | ARE | 100,000 % | voestalpine Tubulars GmbH | K0 |
| VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. | USA | 100,000 % | voestalpine Tubulars GmbH | K0 |
Metal Forming Division
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Metal Forming GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| Böhler Uddeholm Precision Steel AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Precision Strip Trading (Suzhou) Co., Ltd |
CHN | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Saw Steel AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Böhler Uddeholm Service Center AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Böhler-Uddeholm Precision Strip AB | SWE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| BOHLER-UDDEHOLM Precision Strip LLC | USA | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. | MEX | 99,999 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. | MEX | 0,001 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Flamco AG | CHE | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Flexcon B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Flexcon Ltd. | GBR | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco GmbH | DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| Flamco Heating Accessories (Changshu) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Holding B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
| Flamco IMZ B.V. | NLD | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Kft. | HUN | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Ltd. | GBR | 100,000 % | Flamco Flexcon Ltd. | KV |
| Flamco s.a.r.l. | FRA | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco Sp. z o.o. | POL | 100,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco STAG Behälterbau GmbH | DEU | 94,000 % | Flamco Holding B.V. | KV |
| Flamco STAG Behälterbau GmbH | DEU | 6,000 % | Polynorm GmbH | KV |
| Flamco STAG GmbH | DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| Global Rollforming Corporation | USA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Kadow und Riese Laser- und Umformtechnik GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Metsec plc | GBR | 100,000 % | VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc | KV |
| Nedcon Bohemia, s.r.o. | CZE | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon France SASU | FRA | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon Groep N.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Nedcon Lagertechnik GmbH | DEU | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon Magazijninrichting B.V. | NLD | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Nedcon USA Inc. | USA | 100,000 % | Nedcon Groep N.V. | KV |
| Polynorm GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| Roll Forming Corporation | USA | 100,000 % | Global Rollforming Corporation | KV |
| SADEF N.V. | BEL | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Servitroquel – Notting, S.A. Unipersonal | ESP | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | KV |
| Sharon Custom Metal Forming, Inc. | USA | 100,000 % | Global Rollforming Corporation | KV |
| Société Automatique de Profilage (SAP) | FRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Société Profilafroid | FRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| STAMPTEC France SAS | FRA | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| STAMPTEC-Holding GmbH | DEU | 95,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| STAMPTEC-Holding GmbH | DEU | 5,000 % | voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG | KV |
| Stratford Joists Limited | GBR | 100,000 % | Metsec plc | KV |
| voestalpine Automotive Body Parts Inc. | USA | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | KV |
| voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
NLD | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Elmsteel Group Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Europlatinen GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine HTI Beteiligungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Krems Finaltechnik GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Krems GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Meincol S.A. | BRA | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Polynorm B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG als befreiend.
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG1 | DEU | 100,000 % | Polynorm GmbH | KV |
| voestalpine Polynorm Plastics B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. | KV |
| voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. | NLD | 100,000 % | voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. |
KV |
| voestalpine Präzisionsprofil GmbH | DEU | 90,000 % | voestalpine Profilform Beteiligung GmbH | KV |
| voestalpine Präzisionsprofil GmbH | DEU | 10,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Profilform (China) Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Profilform Beteiligung GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine PROFILFORM s.r.o. | CZE | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Rotec AB | SWE | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec France S.A. | FRA | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 | DEU | 98,996 % | voestalpine HTI Beteiligungs GmbH | KV |
| voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 | DEU | 1,004 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Iberica S.A. | ESP | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Incorporated | USA | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Limited | GBR | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Rotec Sp. z o. o. | POL | 100,000 % | voestalpine Rotec GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH2 | DEU | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG1 |
DEU | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec France | FRA | 99,998 % | STAMPTEC France SAS | KV |
| voestalpine Stamptec GmbH2 | DEU | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Holding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 | DEU | 99,667 % | voestalpine Stamptec Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 | DEU | 0,333 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG1 |
DEU | 99,933 % | voestalpine Stamptec Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG1 |
DEU | 0,067 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| voestalpine Stamptec Qinhuangdao Co., Ltd. | CHN | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Romania S.R.L. | ROU | 50,000 % | voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG |
KV |
| voestalpine Stamptec Romania S.R.L. | ROU | 50,000 % | voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec Schmölln GmbH2 | DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec GmbH | KV |
| voestalpine Stamptec South Africa (Pty) Ltd. | ZAF | 100,000 % | STAMPTEC-Holding GmbH | KV |
| voestalpine Straßensicherheit GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc | GBR | 100,000 % | voestalpine Metal Forming GmbH | KV |
| W E M E F A Horst Christopeit Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
DEU | 100,000 % | Flamco STAG Behälterbau GmbH | KV |
| ZAO voestalpine Arkada Profil | RUS | 100,000 % | voestalpine Profilform Beteiligung GmbH | KV |
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost GmbH & Co. KG |
DEU | 6,000 % | Polynorm GmbH | K0 |
| Entwicklungsgesellschaft Gügling Verwaltungs GmbH |
DEU | 100,000 % | Polynorm GmbH | K0 |
| EURACIER | FRA | 20,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Gemeinnützige Donau-Ennstaler Siedlungs-Aktiengesellschaft |
AUT | 33,333 % | voestalpine Krems GmbH | K0 |
| Martin Miller Blansko, spol. s r. o. (in Liquidation) | CZE | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Martin Miller North America, Inc. | USA | 100,000 % | BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH | K0 |
| Metal Sections Limited | GBR | 100,000 % | Metsec plc | K0 |
| Munkfors Värmeverk Aktiebolag | SWE | 40,000 % | Böhler-Uddeholm Precision Strip AB | K0 |
| Polynorm Immobilien Beteiligungs-GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm B.V. | K0 |
| SADEF FRANCE S.A.R.L. | FRA | 90,000 % | SADEF N.V. | K0 |
| SADEF FRANCE S.A.R.L. | FRA | 10,000 % | voestalpine Krems GmbH | K0 |
| voestalpine Arkada Zapad IP | BLR | 100,000 % | ZAO voestalpine Arkada Profil | K0 |
| voestalpine Polynorm Beteiligungsgesellschaft m.b.H. |
DEU | 100,000 % | voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG | K0 |
| voestalpine Stamptec Beteiligungs GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG |
K0 |
2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH, voestalpine Stamptec GmbH und voestalpine Stamptec Schmölln GmbH als befreiend.
1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG, voestalpine Rotec GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG und voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG als befreiend.
Sonstige Gesellschaften
| Sitz der Gesellschaft |
Anteilshöhe | Obergesellschaft | Konsoli dierungsart |
|
|---|---|---|---|---|
| Danube Equity AG | AUT | 71,373 % | voestalpine AG | KV |
| Importkohle Gesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH | KV |
| voestalpine Dienstleistungs- und Finanzierungs GmbH |
DEU | 100,000 % | voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | KV |
| voestalpine Finanzierungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | KV |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine group-IT AB | SWE | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| voestalpine group-IT GmbH | DEU | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine group-IT Tecnologia da Informacao Ltda. |
BRA | 100,000 % | voestalpine group-IT GmbH | KV |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | KV |
| APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 | AUT | 19,110 % | voestalpine AG | KE |
| APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 | AUT | 10,082 % | voestalpine Edelstahl GmbH | KE |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft1 | AUT | 38,500 % | voestalpine AG | KE |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H. | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | K0 |
| voestalpine Insurance Services GmbH | AUT | 100,000 % | voestalpine AG | K0 |
Erläuterungen:
KV Vollkonsolidierung
KQ Quotenkonsolidierung
KE Equity-Methode
K0 Keine Konsolidierung
1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.
voestalpine AG Jahresabschluss 2012/13
Jahresabschluss 2012/13
- 196 Bilanz zum 31. März 2013
- 198 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013
- 200 Anlagenspiegel zum 31. März 2013
- 202 Anhang zum UGB-Abschluss 2012/13
- 220 Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
- 222 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
voestalpine AG Bilanz zum 31. März 2013
Aktiva
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
18.182,10 | 6.569,35 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 110.424,49 | 91.967,75 |
| 2. Anlagen in Bau | 0,00 | 531.428,99 |
| 110.424,49 | 623.396,74 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.245.358.046,18 | 5.245.358.046,18 |
| 2. Beteiligungen | 9.651.109,11 | 9.651.109,11 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 42.690.473,96 | 494.917,78 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 7.247.019,86 | 6.714.830,21 |
| 5.304.946.649,11 | 5.262.218.903,28 | |
| 5.305.075.255,70 | 5.262.848.869,37 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 180,00 | 4.571,64 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.819.301.582,66 | 2.999.825.108,33 |
| 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 82.893.691,23 | 82.198.292,19 |
| 2.902.195.453,89 | 3.082.027.972,16 | |
| II. Wertpapiere und Anteile | ||
| 1. Eigene Anteile | 2.952.320,80 | 892.695,66 |
| 2. Sonstige Wertpapiere und Anteile | 367.670.939,13 | 409.865.484,10 |
| 370.623.259,93 | 410.758.179,76 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | ||
| 1. Kassenbestand | 1.598,55 | 1.879,57 |
| 2. Guthaben bei Kreditinstituten | 466.598.233,05 | 875.973.343,03 |
| 466.599.831,60 | 875.975.222,60 | |
| 3.739.418.545,42 | 4.368.761.374,52 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 7.329.980,74 | 9.073.170,82 |
| Summe Aktiva | 9.051.823.781,86 | 9.640.683.414,71 |
| Passiva | ||
|---|---|---|
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | 307.132.044,75 | 313.309.235,65 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| 1. Gebundene | 542.930.719,51 | 616.687.528,61 |
| 2. Nicht gebundene | 90.227.645,14 | 90.227.645,14 |
| 633.158.364,65 | 706.915.173,75 | |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Andere freie Rücklagen | 3.067.249.276,17 | 3.088.038.795,90 |
| 2. Rücklagen für eigene Anteile | 2.952.320,80 | 892.695,66 |
| 3.070.201.596,97 | 3.088.931.491,56 | |
| IV. Bilanzgewinn | 136.000.000,00 | 156.000.000,00 |
| davon Gewinnvortrag | 1.024.649,85 | 878.942,86 |
| 4.146.492.006,37 | 4.265.155.900,96 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 5.405.129,00 | 7.140.226,00 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 5.693.673,00 | 14.548.863,00 |
| 3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder | 1.480.394,15 | 1.969.352,51 |
| 4. Steuerrückstellungen | 13.653.770,32 | 5.083.357,44 |
| 5. Sonstige Rückstellungen | 66.271.302,78 | 33.840.964,68 |
| 92.504.269,25 | 62.582.763,63 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Hybridanleihe | 1.000.000.000,00 | 1.000.000.000,00 |
| davon konvertibel | 0,00 | 0,00 |
| 2. Anleihen | 900.000.000,00 | 1.400.000.000,00 |
| davon konvertibel | 0,00 | 0,00 |
| 3. Andere langfristige Verbindlichkeiten | 462.000,00 | 1.059.000,00 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 660.198.514,05 | 918.745.497,19 |
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.278.010,54 | 1.010.146,86 |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.164.831.597,17 | 1.775.875.404,99 |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 85.924.925,48 | 188.863.494,59 |
| davon aus Steuern | 1.254.825,03 | 477.141,47 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 185.276,74 | 207.738,84 |
| 4.812.695.047,24 | 5.285.553.543,63 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 132.459,00 | 27.391.206,49 |
| Summe Passiva | 9.051.823.781,86 | 9.640.683.414,71 |
| E. Eventualverbindlichkeiten | 2.036.523.651,39 | 1.412.406.169,19 |
voestalpine AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013
| Gesamtkostenverfahren | ||||
|---|---|---|---|---|
| GJ 2011/12 | 01.04.2012 – 31.03.2013 | |||
| 1. | Umsatzerlöse | 94.289.755,02 | 97.782.042,09 | |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | |||
| a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 150.204,19 | 299.617,78 | ||
| b) Übrige | 581.441,03 | 711.921,66 | ||
| 731.645,22 | 1.011.539,44 | |||
| 3. | Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | –17.106.852,60 | –16.013.981,52 | ||
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
–4.135.144,05 | –1.332.538,99 | ||
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | –246.813,37 | –8.082.041,41 | ||
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–2.622.541,36 | –2.353.656,00 | ||
| e) Sonstige Sozialaufwendungen | –64.563,53 | –65.296,15 | ||
| –24.175.914,91 | –27.847.514,07 | |||
| 4. | Abschreibungen | |||
| a) Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
–99.011,21 | –51.318,01 | ||
| 5. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | |||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 15 fallen | –2.072.391,55 | –865.665,45 | ||
| b) Übrige | –67.501.995,12 | –78.163.451,14 | ||
| –69.574.386,67 | –79.029.116,59 | |||
| 6. | Zwischensumme aus Z. 1 bis 5 (Betriebserfolg) | 1.172.087,45 | –8.134.367,14 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 522.253.769,66 | 316.284.584,00 | |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (518.352.968,82) | (313.457.534,28) | ||
| 8. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.473.793,01 | 361.699,37 | |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (0,00) | (0,00) |
| GJ 2011/12 | 01.04.2012 – 31.03.2013 | |
|---|---|---|
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
115.338.297,52 | 78.522.920,74 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (58.239.698,58) | (48.559.161,34) |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | ||
| Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 463.996.188,66 | 2.828.633,92 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens |
||
| a) Übrige | –719,05 | –27.501.359,30 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (0,00) | (0,00) |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –316.466.964,14 | –270.668.030,66 |
| (davon betreffend verbundene Unternehmen) | (–51.807.972,37) | (–29.815.263,48) |
| 13. Zwischensumme aus Z. 7 bis 12 (Finanzerfolg) | 786.594.365,66 | 99.828.448,07 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 787.766.453,11 | 91.694.080,93 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 70.535.958,22 | 82.156.870,80 |
| 16. Jahresüberschuss | 858.302.411,33 | 173.850.951,73 |
| 17. Auflösung von Gewinnrücklagen | ||
| a) Rücklagen für eigene Aktien | 1.656.238,10 | 2.059.625,14 |
| 18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | ||
| a) Andere freie Rücklagen | –724.983.299,28 | –20.789.519,73 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.024.649,85 | 878.942,86 |
| 20. Bilanzgewinn | 136.000.000,00 | 156.000.000,00 |
| EUR |
voestalpine AG Anlagenspiegel zum 31. März 2013
| Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.04.2012 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
||||
| 1. Software | 1.120.491,58 | 3.735,97 | 791,34 | |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.120.491,58 | 3.735,97 | 0,00 | 791,34 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
399.358,09 | 18.976,55 | 21.991,33 | |
| 2. Anlagen in Bau | 531.428,99 | |||
| Summe Sachanlagen | 399.358,09 | 550.405,54 | 0,00 | 21.991,33 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.245.358.046,18 | 414.600.480,31 | 414.600.480,31 | |
| 2. Beteiligungen | 9.651.109,11 | |||
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | ||||
| a) Wertpapiere zur Deckung der Vorsorge für Pensionen |
45.717.857,58 | 45.717.857,58 | ||
| b) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte | 495.917,78 | 1.000,00 | ||
| 4. Sonstige Ausleihungen | ||||
| a) Langfristige Darlehen für Werksangehörige | 714,08 | 714,08 | ||
| b) Sonstige Ausleihungen | 7.246.305,78 | 292.521,74 | 823.997,31 | |
| Summe Finanzanlagen | 5.308.469.950,51 | 414.893.002,05 | 0,00 | 461.144.049,28 |
| Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2012/13 |
Abschreibungen im Geschäftsjahr 2012/13 |
Buchwert 31.03.2012 |
Buchwert 31.03.2013 |
Abschreibungen (kumuliert) |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.03.2013 |
|||||
| 0,00 | 15.348,72 | 18.182,10 | 6.569,35 | 1.116.866,86 | 1.123.436,21 |
| 0,00 | 15.348,72 | 18.182,10 | 6.569,35 | 1.116.866,86 | 1.123.436,21 |
| 0,00 | 35.969,29 | 110.424,49 | 91.967,75 | 304.375,56 | 396.343,31 |
| 531.428,99 | 531.428,99 | ||||
| 0,00 | 35.969,29 | 110.424,49 | 623.396,74 | 304.375,56 | 927.772,30 |
| 5.245.358.046,18 | 5.245.358.046,18 | 0,00 | 5.245.358.046,18 | ||
| 9.651.109,11 | 9.651.109,11 | 9.651.109,11 | |||
| 42.194.556,18 | 0,00 | 0,00 | |||
| 495.917,78 | 494.917,78 | 494.917,78 | |||
| 714,08 | 0,00 | 0,00 | |||
| 7.246.305,78 | 6.714.830,21 | 6.714.830,21 | |||
| 0,00 | 0,00 | 5.304.946.649,11 | 5.262.218.903,28 | 0,00 | 5.262.218.903,28 |
| 0,00 | 51.318,01 | 5.305.075.255,70 | 5.262.848.869,37 | 1.421.242,42 | 5.264.270.111,79 |
EUR
voestalpine AG Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2012/13
A. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der voestalpine AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und ist auf der voestalpine Homepage www.voestalpine.com abrufbar.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.
C. Erläuterungen zur Bilanz
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen
Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.
Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12,0 – 20,0 % | |
|---|---|---|
| -- | ---------------------------------------------------- | --------------- |
An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012/13 ein Betrag von 239,3 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 225,6 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 1.196,5 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 1.128,0 Tsd. EUR).
2. Finanzanlagen
Eine detaillierte Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen.
| Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital zum 31.03.2013 |
Jahres überschuss/ -fehlbetrag 2012/13 |
|
|---|---|---|---|
| voestalpine Stahl GmbH, Linz | 100,00 | 651.108,9 | 56.414,2 |
| voestalpine Metal Forming GmbH, Linz | 100,00 | 875.731,4 | 42.817,1 |
| voestalpine Edelstahl GmbH, Wien | 100,00 | 556.431,1 | 109.757,2 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH & Co KG, Leoben | 100,00 | 518.200,6 | 144.989,1 |
| voestalpine Metal Engineering GmbH, Leoben | 100,00 | 93.453,8 | 18.909,7 |
| voestalpine group-IT GmbH, Linz | 100,00 | 3.867,8 | 1.407,5 |
| voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Linz | 100,00 | 103,3 | 18,2 |
| Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz | 100,00 | 967,5 | 3,6 |
| voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz | 100,00 | 320.258,0 | 20.033,2 |
| voestalpine Stahlwelt GmbH, Linz1 | 50,00 | 1.573,0 | 12,9 |
| Danube Equity AG, Linz | 71,37 | 17.747,0 | –2.127,3 |
| APK Pensionskasse AG, Wien2 | 19,11 | 33.791,3 | 2.620,1 |
| voestalpine Insurance Services GmbH, Linz | 100,00 | 775,0 | 133,2 |
| VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz3 | 38,50 | 58.502,5 | 12.636,1 |
Beteiligungsgesellschaften der voestalpine AG (ab 20,0 %)
1 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.03.2012 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2011 Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2012 Tsd. EUR
Die im Geschäftsjahr 2012/13 ausgewiesenen Umgründungszugänge und -abgänge resultieren aus der Verschmelzung (side-stream) der voestalpine Profilform GmbH und der voestalpine Automotive GmbH zur voestalpine Metal Forming GmbH.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet; unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden sonstige Anteilsrechte ausgewiesen. Die Anteile an den Investmentfondsanteilen V47 wurden mit den Investmentfondsanteilen V54 verschmolzen. V54-Fondsanteile, die nicht mehr als Wertpapierdeckung für Pensionsrückstellungen benötigt werden, werden vom langfristigen Vermögen ins kurzfristige Vermögen umgegliedert.
3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| Bilanzwert 31.03.2012 |
Bilanzwert 31.03.2013 |
Davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,2 | 4,6 | 4,6 | 0,0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.819.301,6 | 2.999.825,1 | 2.649.934,5 | 349.890,6 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände |
82.893,7 | 82.198,3 | 82.198,3 | 0,0 |
| 2.902.195,5 | 3.082.028,0 | 2.732.137,4 | 349.890,6 | |
| Tsd. EUR |
Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 2.625.452,4 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 286.000,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 74.654,6 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 13.718,1 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 1.627,9 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
4. Wertpapiere und Anteile
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 Abs. 1 UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet.
Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien, Fondsanteilen und aus rückgekauften eigenen Aktien. Vom Bestand am V54-Kapitalanlagefonds sind 8.400.000 Stück verpfändet. Das entspricht einem Buchwert von 53.061,8 Tsd. EUR.
Die voestalpine AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 209.099 Stück eigene Aktien an die Mitarbeiter bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung und an Gewinner von Gewinnspielen übertragen (siehe Ausführungen zur Mitarbeiterbeteiligung unter Pkt. 14). Der Veräußerungsertrag beim Abgang der eigenen Aktien betrug 2.826,1 EUR (Buchverlust –1,4 Tsd. EUR; Buchgewinn 2.827,5 Tsd. EUR). Die unterlassene Zuschreibung beträgt 18.521,4 Tsd. EUR. Die daraus resultierende Steuerbelastung beträgt 4.630,4 Tsd. EUR.
| Eigene Aktien 1.000 Stück |
Buchwert Tsd. EUR |
Anteil am Grundkapital % |
Anteil am Grundkapital Tsd. EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand per 31.03.2012 | 299,7 | 2.952,3 | 0,2 | 544,6 |
| Zugänge in 2012/13 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Abgänge in 2012/13 | 209,1 | 2.059,6 | 0,1 | 379,9 |
| Abschreibung 2012/13 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Stand per 31.03.2013 | 90,6 | 892,7 | 0,1 | 164,7 |
5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Disagien der im Oktober 2007 begebenen Hybridanleihe (605,6 Tsd. EUR) sowie der Anleihen 2011–2018 (2.112,9 Tsd. EUR) und 2012–2018 (3.061,7 Tsd. EUR) ausgewiesen.
6. Grundkapital
Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2013 313.309.235,65 EUR und ist in 172.449.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 48,68 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Der Vorstand der voestalpine AG hat am 12. September 2012 beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und das Grundkapital der voestalpine AG durch Ausgabe von 3.400.000 neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien und somit um rund 2 % zu erhöhen. Diese Kapitalerhöhung wurde am 24. November 2012 im Firmenbuch der Gesellschaft eingetragen.
Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 46,39 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.
In der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2012 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.
7. Gewinnrücklagen
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 2.059,6 Tsd. EUR aufgelöst und 20.789,5 Tsd. EUR in die freien Gewinnrücklagen eingestellt.
Die Rücklagen für eigene Aktien stehen den auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien in gleicher Höhe gegenüber. Die Auflösung bei den Rücklagen für eigene Aktien ergibt sich durch die Verringerung des Bestandes an eigenen Aktien in Höhe von 2.059,6 Tsd. EUR (siehe Pkt. 4 Wertpapiere und Anteile).
8. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.
Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 7.140,2 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gem. IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 14.548,9 Tsd. EUR.
Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 956,7 Tsd. EUR.
Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 3,50 % (Vorjahr 4,75 %), Bezugserhöhungen von 3,00 % (Vorjahr 3,25 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008 sowie die Pensionsantrittsalter lt. APG 2004 zur Anwendung.
Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 4.488,2 Tsd. EUR), für eine Kartellstrafe in Höhe von 17.100,0 Tsd. EUR, für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften sowie für ausstehende Eingangsrechnungen.
Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung der Minderheitsaktionäre der vormaligen BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde am 24. November 2011 ein Vergleich abgeschlossen. Die Genehmigung des Vergleichs durch das zuständige Gericht erfolgte Anfang Mai 2012. Für die Zahlung an die ehemaligen Minderheitsaktionäre (Basisbetrag und Zinsen) sowie für Verfahrensund Anwaltskosten wurden zum 31. März 2012 36.863,7 Tsd. EUR rückgestellt. Diese Rückstellung wurde im Geschäftsjahr 2012/13 vollständig verbraucht.
9. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.
| Bilanzwert 31.03.2012 |
Bilanzwert 31.03.2013 |
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr |
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Hybridanleihe 2007 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 |
| Hybridanleihe 2013 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 0,0 | 500.000,0 |
| Anleihe 2013 | 400.000,0 | 400.000,0 | 400.000,0 | 0,0 | 0,0 |
| Anleihe 2011–2018 | 500.000,0 | 500.000,0 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 |
| Anleihe 2012–2018 | 0,0 | 500.000,0 | 0,0 | 0,0 | 500.000,0 |
| Darlehen FFG | 462,0 | 1.059,0 | 77,0 | 0,0 | 982,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
660.198,5 | 918.745,5 | 414.969,8 | 503.775,7 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.278,0 | 1.010,1 | 1.010,1 | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.164.831,6 | 1.775.875,4 | 1.148.151,0 | 627.724,4 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 85.924,9 | 188.863,5 | 188.863,5 | 0,0 | 0,0 |
| 4.812.695,0 | 5.285.553,5 | 2.153.071,4 | 2.131.500,1 | 1.000.982,0 | |
| Tsd. EUR |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 1.682.991,9 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 35.533,8 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 57.349,7 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 85.239,1 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1.000.000,0 Tsd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %). Im 4. Quartal der Berichtsperiode hat die voestalpine AG in Folge einer Einladung an die Inhaber der Hybridanleihe, diese in einem Verhältnis von 1:1 in eine neue Hybridanleihe umzutauschen, eine neue nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe 2013) im Umfang von 500 Mio. EUR begeben. Das ausstehende Nominale der Hybridanleihe 2007 beträgt durch diesen Umtausch somit 500 Mio. EUR per 31. März 2013. Der Kupon der Hybridanleihe 2013 beträgt 7,125 % bis zum 31. Oktober 2014, 6 % vom 31. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2019, den 5-Jahres-Swapsatz + 4,93 % vom 31. Oktober 2019 bis zum 31. Oktober 2024 und den 3-Monats-EURIBOR + 4,93 % + Step-up von 1 % ab 31. Oktober 2024. Die Hybridanleihe 2013 kann durch die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig am 31. Oktober 2019 gekündigt und getilgt werden. Die Anleihebedingungen der Hybridanleihe 2013 entsprechen in vielerlei Hinsicht denen der Hybridanleihe 2007, weisen aber auch einige Abweichungen auf. Die detaillierten Konditionen der Hybridanleihe 2013 sind in den Anleihebedingungen dargestellt.
Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wurde am 2. April 2013 planmäßig zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wurde ab dem 30. März 2009 mit 8,75 % jährlich verzinst. Die Zinsen waren jährlich nachträglich am 30. März jeden Jahres beginnend mit dem 30. März 2010 zahlbar.
Am 3. Februar 2011 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Februar 2018 zurückgezahlt und mit 4,75 % jährlich verzinst.
Am 5. Oktober 2012 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Oktober 2018 zurückgezahlt und mit 4,00 % jährlich verzinst.
| 31.03.2012 | 31.03.2013 | Hievon gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
|---|---|---|---|
| Bürgschaften, Haftungen | 11.627,7 | 0,0 | 0,0 |
| Garantien | 2.010.866,6 | 1.412.381,2 | 1.412.381,2 |
| Patronatserklärungen | 14.029,4 | 25,0 | 25,0 |
| 2.036.523,7 | 1.412.406,2 | 1.412.406,2 | |
| Tsd. EUR |
10. Eventualverbindlichkeiten
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
11. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 86.604,0 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 10.934,1 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 243,9 Tsd. EUR.
12. Sonstige betriebliche Erträge
| 2011/12 | 2012/13 | |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 150,2 | 299,6 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 581,4 | 711,9 |
| 731,6 | 1.011,5 | |
| Tsd. EUR |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen.
13. Personalaufwand
In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 99 (Vorjahr: 95) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:
| Abfertigungen | Altersversorgung | |
|---|---|---|
| Vorstand | ||
| Zahlungen | 0,0 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 774,4 | 6.068,1 |
| Konzernale Überrechnungen | 13,8 | 11,6 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 197,9 |
| Sonstige Arbeitnehmer | ||
| Zahlungen | 0,0 | 0,0 |
| Dotierung/Verbrauch Rückstellung | 493,1 | 1.584,4 |
| Beiträge MVK | 51,2 | 0,0 |
| Konzernale Überrechnungen | 0,0 | 0,0 |
| AG-Beitrag zur Pensionskasse | 0,0 | 220,0 |
| Summe | 1.332,5 | 8.082,0 |
| Zinskomponente | 262,3 | 1.477,7 |
| davon Vorstand | 142,2 | 1.153,1 |
| davon sonstige Arbeitnehmer | 120,1 | 324,6 |
| Tsd. EUR |
Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen in mehreren Geschäftsjahren. Im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.
In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.
Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen.
Insgesamt halten die Mitarbeiter (bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter) zum Bilanzstichtag 31. März 2013 14,40 % der Aktien der voestalpine AG.
14. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten, Pachten, Reise- und Werbeaufwendungen.
15. Erträge aus Beteiligungen
Die Beteiligungserträge betragen 316,3 Mio. EUR (davon 313,5 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen).
16. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens in Höhe von 2.828,6 Tsd. EUR stammen im Wesentlichen aus der Veräußerung von eigenen Aktien.
17. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
Diese Position enthält Verluste aus dem Abgang von eigenen Aktien (1,4 Tsd. EUR) sowie aus dem Umtausch (500.000,0 Tsd. EUR) und der anschließenden Einziehung der Hybridanleihe 2007 (27.500,0 Tsd. EUR).
18. Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2012/13 einen Aufwand in Höhe von –192.145,1 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (248,1 Tsd. EUR), Pensionen (1.425,5 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (33,5 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.
19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von 234,6 Tsd. EUR betreffen die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2012/13. Sonstige Bestätigungsleistungen wurden in Höhe von 164,6 Tsd. EUR erbracht.
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.
Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.03.2013 |
|---|
| 82.997,13 |
| –89.629.098,84 |
| 8.150.238,79 |
| –23.742,42 |
| –737.265,46 |
| –82.156.870,80 |
| –5.494.908,98 3.126.722,38 –70.535.958,22 |
EUR
Auf die Aktivierung latenter Steuern wurde gem. § 198 Abs. 10 UGB verzichtet. Der aktivierbare Betrag weist eine Höhe von 2,3 Mio. EUR auf. Quasi-permanente Differenzen in Höhe von 4,2 Mio. EUR sind im aktivierbaren Betrag nicht enthalten.
E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 5.377,0 Tsd. EUR aufgrund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "Mark to Market-Methode". Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing), ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.
Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:
| Nominale | Fair Value | Laufzeit |
|---|---|---|
| 1.743,79 | 0,66 | 100 % < 2 Jahre |
| 350,00 | 5,97 | 100 % < 2 Jahre |
| 1.192,42 | –17,36 | 100 % < 7 Jahre |
| 31,22 | 0,00 | 100 % < 5 Jahre |
| 3.317,43 | –10,73 | |
Bestand an Derivaten
F. Sonstige Angaben
Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2012/13 folgende Herren bestellt:
- Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
- Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Mitglied
- Mag. DI Robert Ottel, Mitglied
- Dipl.-Ing. Franz Rotter, Mitglied
- Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied seit 1. April 2012
Die fixen und variablen Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:
| Fixe | Variable | Anteils basierte |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Bezüge | Bezüge | Abfindungen | Vergütungen | Summe | |
| Dr. Wolfgang Eder | 0,9 | 1,4 | 2,3 | ||
| Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner | 0,4 | 0,6 | 1,0 | ||
| Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer | 0,7 | 0,7 | 1,4 | ||
| Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel | 0,7 | 0,8 | 1,5 | ||
| Dipl.-Ing. Franz Rotter | 0,7 | 0,8 | 1,5 | ||
| 2012/13 | 3,4 | 4,3 | 0,0 | 0,0 | 7,7 |
| 2011/12 | 3,7 | 3,9 | 7,3 | 5,2 | 20,1 |
Mio. EUR
An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wurden Pensionszahlungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR (2011/12: 0,1 Mio. EUR) durch die Pensionskasse geleistet.
Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:
- Rechtsanwalt Dr. Joachim Lemppenau, Vorsitzender
- GD KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger, stellvertretender Vorsitzender bis 04.07.2012
- Dr. Heinrich Schaller, stellvertretender Vorsitzender seit 04.07.2012
- KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA, Mitglied
- Dr. Hans-Peter Hagen, Mitglied
- Dr. Josef Krenner, Mitglied
- Dr. Michael Kutschera, Mitglied
- Mag. Dr. Josef Peischer, Mitglied
- DI Dr. Michael Schwarzkopf, Mitglied
- BRV Josef Gritz, Mitglied
- BRV Johann Heiligenbrunner, Mitglied
- Arb.-BRV Hans-Karl Schaller, Mitglied
- Gerhard Scheidreiter, Mitglied
In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. Juli 2006 wurde beschlossen, die bereits für das Geschäftsjahr 2004/05 angewandte Regelung für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in die Satzung der Gesellschaft aufzunehmen. Gemäß § 15 der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder demnach als Vergütung einen Betrag von 1 Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100,0 % für den Vorsitzenden, 75,0 % für die stellvertretenden Vorsitzenden und 50,0 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20.000,00 EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15.000,00 EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10.000,00 EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Das Sitzungsgeld beträgt 500,00 EUR pro Sitzung.
Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2012/13 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): Tsd. 80,0 EUR (2011/12: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender bis 04.07.2012): 15,0 Tsd. EUR (anteilig) (2011/12: 60,0 Tsd. EUR); Dr. Heinrich Schaller (stellvertretender Vorsitzender ab 04.07.2012): 45,0 Tsd. EUR (anteilig); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2011/12: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.
Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner Beschlussfassung in der Hauptversammlung.
Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2011/12: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2012/13 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 3. Juli 2013 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2012/13 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2012/13 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 35.420,83 EUR (2011/12: 89.791,00 EUR).
Directors' dealings Meldungen werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.
Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.
Ergebnisverwendung
Das Geschäftsjahr 2012/13 schließt mit einem Bilanzgewinn von 156.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,90 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Linz, am 27. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter
Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Wien, am 27. Mai 2013
Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Mag. Josef Töglhofer
Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss – gegebenenfalls – samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Linz, am 27. Mai 2013
Der Vorstand
Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes
Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes
Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes
Robert Ottel Mitglied des Vorstandes
Franz Rotter Mitglied des Vorstandes
Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.
Asset Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).
ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.
Bruttoergebnis. Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten.
Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.
Cashflow
• aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;
• aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;
• aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/ Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.
EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.
EBT (Earnings before Taxes). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter.
Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalquote. Eigenkapital/Summe Passiva.
Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.
Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, das heißt an der Börse frei gehandelt wird.
Fremdkapital. Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten.
Fremdkapitalquote. Fremdkapital/Summe Passiva (je höher die Kennzahl, desto höher der Verschuldungsgrad).
Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/ Eigenkapital.
Grundkapital. Das bei Gründung einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien von den Gesellschaftern mindestens aufzubringende und in Aktien zerlegte Kapital als Teil des Eigenkapitals.
IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.
Joint Venture. Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, etwa die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.
Kurzfristige Vermögenswerte. Jene Vermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Zum Beispiel Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Wertpapiere.
Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.
Materialaufwand. Fasst alle Aufwendungen zusammen, die für den Ankauf von Rohmaterialien und Hilfsstoffen zur eigenen Verarbeitung benötigt werden.
Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.
PPA (Purchase Price Allocation), auch Kaufpreisallokation. Im Rahmen der Akquisition werden in der Regel Kaufpreise gezahlt, welche das (buchmäßige) Eigenkapital übersteigen. Die Kaufpreisallokation dient nun der Abbildung dieses Unterschiedsbetrags im Abschluss des übernehmenden Unternehmens. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden daher alle wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden des übernommenen Unternehmens in die Konzernbilanz mit ihrem Verkehrswert aufgenommen. Weiters kommt es zu einer Aktivierung von Immateriellen Vermögensgegenständen (z. B. Marken, Auftragsstand, Kundenbeziehungen und Technologie). Ein dann eventuell noch verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen.
Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.
ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/ Durchschnittliches Capital Employed (bis Geschäftsjahr 2008/09 EBIT/Capital Employed), die Rendite auf das eingesetzte Kapital.
Verbundene Unternehmen. Unternehmen, die direkt oder indirekt unter einheitlicher Leitung – in diesem Fall der voestalpine AG – stehen oder bei denen der voestalpine AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. auf die sie bestimmenden Einfluss ausübt.
Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Vollzeitäquivalent (FTE). Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.
WACC (Weighted Average Cost of Capital).
Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.
Kontakt & Impressum
Kontakt
voestalpine AG, Corporate Communications T. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981 [email protected]
voestalpine AG, Investor Relations T. +43/50304/15-3152, F. +43/50304/55-5581 [email protected]
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Eigentümer und Medieninhaber: voestalpine AG, voestalpine-Straße 1, 4020 Linz. Herausgeber und Redaktion: voestalpine AG, Corporate Communications, T. +43/50304/15-2090, F. +43/50304/55-8981, [email protected], www.voestalpine.com. Gestaltung, Realisierung: gugler* brand, St. Pölten
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