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voestalpine AG Annual Report 2012

May 30, 2012

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2011/12

www.voestalpine.com

Entwicklung der Kennzahlen

Mio. EUR 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12
Umsatzerlöse 10.481,2 11.724,9 8.550,0 10.953,7 12.058,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit
vor Abschreibungen (EBITDA)
1.836,5 1.710,1 1.004,3 1.605,6 1.301,9
EBITDA-Marge 17,5 % 14,6 % 11,7 % 14,7 % 10,8 %
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 1.152,6 988,7 352,0 984,8 704,2
EBIT-Marge 11,0 % 8,4 % 4,1 % 9,0 % 5,8 %
Ergebnis vor Steuern (EBT) 979,6 700,0 183,3 781,0 504,4
Ergebnis nach Steuern1 751,9 611,6 186,8 594,6 413,3
Gewinn je Aktie (EUR) 4,69 3,26 0,65 3,04 1,98
Summe Aktiva 12.601,8 12.846,5 12.294,1 13.076,4 12.612,1
Cashflow aus der betrieblichen
Geschäftstätigkeit
1.135,8 1.357,9 1.606,1 957,6 856,5
Investitionen SAV, IAV und Beteiligungen 3.910,1 1.078,9 542,5 422,7 574,6
Abschreibungen 683,9 721,3 652,3 620,8 597,7
Eigenkapital 4.289,3 4.262,5 4.262,4 4.691,1 4.836,3
Nettofinanzverschuldung 3.571,7 3.761,6 3.037,3 2.713,1 2.585,7
Nettofinanzverschuldung in %
des Eigenkapitals (Gearing)
83,3 % 88,2 % 71,3 % 57,8 % 53,5 %
Return on Capital employed (ROCE) 13,4 % 11,4 % 4,4 % 12,4 % 8,6 %
Börsenkapitalisierung Ende Geschäftsjahr 7.006,4 1.645,0 5.043,3 5.585,1 4.255,0
Anzahl der ausstehenden Aktien
zum 31.03.
159.235.738 167.003.706 168.390.878 168.581.289 168.749.435
Aktienkurs Ende Geschäftsjahr (EUR) 44,00 9,85 29,95 33,13 25,22
Dividende je Aktie (EUR) 2,10 1,05 0,50 0,80 0,802
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent)
Ende Geschäftsjahr
46.170 44.004 42.021 45.260 46.473

1 Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.

Kennzahlen im Überblick

voestalpine-Konzern

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatz 10.953,7 12.058,2 10,1
EBITDA 1.605,6 1.301,9 –18,9
EBITDA-Marge 14,7 % 10,8 %
EBIT 984,8 704,2 –28,5
EBIT-Marge 9,0 % 5,8 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 45.260 46.473 2,7
voestalpine-Divisionen
Mio. EUR Steel Special Steel Metal
Engineering
Profilform Automotive
Umsatz 4.130,3 2.945,0 2.955,6 1.251,5 1.224,6
EBIT 226,5 272,9 96,9 126,6 58,5
EBIT-Marge 5,5 % 9,3 % 3,3 % 10,1 % 4,8 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.702 12.363 11.344 4.556 6.808

Umsatz

1.836,5 1.710,1 1.004,3 1.605,6 1.301,9 Mio. EUR

EBITDA Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen

Den aktuellen Geschäftsbericht finden Sie auch als Online-Version auf unserer Website www.voestalpine.com

Highlights1

  • Erste Phase des Geschäftsjahres 2011/12 bis Sommer 2011 noch durch konjunkturellen Optimismus auf breiter Front geprägt.
  • Ab Herbst 2011 zunehmende Nervosität auf den Märkten und damit verbunden zurückhaltendes Bestellverhalten bei Kunden in einigen Branchen.
  • In Europa gegen Ende des Jahres 2011 neuerliche Eskalation der Verschuldungskrise, USA entwickelt sich deutlich positiv.
  • Erste Anzeichen einer gewissen Abkühlung der Dynamik in den Wachstumsregionen China und Brasilien verstärkten zum Jahreswechsel 2011/12 die Unsicherheiten über die weitere globale Konjunkturentwicklung.
  • Die stark "downstream" orientierten Divisionen Special Steel (bis 31. März 2012 Division Edelstahl), Metal Engineering (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme), Profilform und Automotive entwickeln sich trotz schwierigen Marktumfeldes stabil und halten das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres.
  • Stark volatile Ergebnisentwicklung in der Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl) infolge von Konjunkturängsten und strukturellen Überkapazitäten in Europa.
  • Trotz konjunkturell schwierigen Umfeldes erhöht voestalpine den Konzernumsatz auf ein neues All-Time-High von 12,1 Mrd. EUR.
  • Alle Ergebniskategorien durch negative Einmaleffekte aus dem Bahnbereich in Höhe von 205 Mio. EUR geprägt und daher deutlich unter Vorjahreswerten.
  • EBITDA mit 1.301,9 Mio. EUR um 18,9 % unter Vorjahr (1.605,6 Mio. EUR), EBIT mit 704,2 Mio. EUR um 28,5 % unter Vorjahr (984,8 Mio. EUR).
  • Bei Ausklammerung der Einmaleffekte von 205 Mio. EUR nahezu stabile Ergebnisentwicklung.
  • Reduktion der Gearing-Ratio (Nettofinanzverschuldung zu Eigenkapital) von 57,8 % auf 53,5 %.
  • Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung: 0,80 EUR je Aktie.
  • Mitarbeiteranzahl (in Vollzeitäquivalenten) von 45.260 zum 31. März 2011 auf 46.473 zum 31. März 2012 gestiegen (+2,7 %).
  • Die (rein buchtechnischen) Effekte der Purchase Price Allocation (PPA) aus der BÖHLER-UDDEHOLM-Akquisition belasten das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns im Geschäftsjahr 2011/12 mit 47,4 Mio. EUR, sodass sich das EBIT vor PPA auf 751,6 Mio. EUR beläuft; dies entspricht einer EBIT-Marge vor PPA von 6,2 %.

1 Gemäß IFRS alle Werte nach Purchase Price Allocation (PPA).

Unternehmen

  • Highlights
  • voestalpine-Konzern im Überblick
  • voestalpine weltweite Präsenz
  • Aufsichtsrat
  • Vorstand
  • Brief des Vorstandes
  • Investor Relations
  • Corporate Governance-Bericht
  • Einführung einer neuen Compliance-Struktur

Lagebericht

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Geschäftsverlauf
  • Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf
  • Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
  • Investitionen
  • Akquisitionen und Devestitionen
  • Mitarbeiter
  • Rohstoffe
  • Forschung und Entwicklung
  • Umwelt
  • Risikomanagement
  • Angaben gemäß § 243a UGB
  • Ausblick

Divisionsberichte

  • Steel Division
  • Special Steel Division
  • Metal Engineering Division
  • Profilform Division
  • Automotive Division

Inhaltsverzeichnis

voestalpine AG Konzernabschluss 2011/12

  • Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Anhang zum Konzernabschluss
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • Beteiligungen

voestalpine AG Jahresabschluss 2011/12

  • Bilanz zum 31. März 2012
  • Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012
  • Anlagenspiegel zum 31. März 2012
  • Anhang zum UGB-Abschluss 2011/12
  • Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
  • Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Service

  • Glossar
  • Kontakt, Impressum

voestalpine-Konzern im Überblick

Die Unternehmen der voestalpine-Gruppe zählen in ihren Kernsegmenten zu den weltweit oder zumindest in Europa führenden Anbietern und sind jeweils im obersten Technologie- und Qualitätsbereich tätig. Nachfolgend eine Übersicht über die einzelnen Divisionen des Konzerns, ihre Produkte, Kunden und Märkte sowie die wichtigsten Kennzahlen im Geschäftsjahr 2011/12.

Steel Division

(bis 31. März 2012 Division Stahl)

Europäischer Top-Player Europäischer Top-3-Lieferant bei höchstwertigem Stahlband und weltweit führende Position bei Grobblech für anspruchsvollste Anwendungen.

Special Steel Division

(bis 31. März 2012 Division Edelstahl)

Weltweite Führerschaft

Weltweite Führerschaft im Werkzeugstahl; führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezial-Schmiedeteilen.

Metal Engineering Division

(bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme)

Weltweite Führerschaft

Europäischer Marktführer bei Schienen und veredeltem Draht, Weltmarktführer in der Weichentechnologie sowie bei kompletten Bahnsystemen; führende Position bei Schweißzusatzstoffen und Nahtlosrohren.

Profilform Division

Weltweite Führerschaft

Weltweiter Marktführer bei Sonder- und Spezialprofilen; führende Position bei Präzisionsstahlband.

Automotive Division

Europäischer Top-Player

Europäischer Top-3-Anbieter für Spezialkomponenten in der Automobilzulieferindustrie.

Umsatz (Mio. EUR) 4.130,3
EBIT (Mio. EUR) 226,5
EBIT-Marge 5,5 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.702
Umsatz (Mio. EUR) 2.945,0
EBIT (Mio. EUR) 272,9
EBIT-Marge 9,3 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 12.363
Umsatz (Mio. EUR) 2.955,6
EBIT (Mio. EUR) 96,9
EBIT-Marge 3,3 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 11.344
Umsatz (Mio. EUR) 1.251,5
EBIT (Mio. EUR) 126,6
EBIT-Marge 10,1 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 4.556
Umsatz (Mio. EUR) 1.224,6
EBIT (Mio. EUR) 58,5
EBIT-Marge 4,8 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 6.808

ab 1. April 2012

Metal Forming Division

Weltweite Führerschaft

Weltweit führender Anbieter von hochwertigen Metallweiterarbeitungslösungen – insbesondere Sonder- und Spezialprofile, Präzisionsstahlband sowie Spezialkomponenten für die Automobilindustrie.

Umsatz (Mio. EUR) 2.476,1
EBIT (Mio. EUR) 185,1
EBIT-Marge 7,5 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 11.364

Werte pro forma, addiert

Der Aufsichtsrat der voestalpine AG

Dr. Joachim Lemppenau

Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 07.07.1999 Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg

KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004) Erstbestellung: 20.01.1994 Generaldirektor a. D. der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz

KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Oberbank AG, Linz

Dr. Hans-Peter Hagen

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 04.07.2007 Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien

Dr. Josef Krenner

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz

Dr. Michael Kutschera MCJ. (NYU)

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien

Mag. Dr. Josef Peischer

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz

Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf

Mitglied des Aufsichtsrates Erstbestellung: 01.07.2004 Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte

Vom Betriebsrat entsandt:

Josef Gritz

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2000 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz

Johann Heiligenbrunner

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 24.03.2000 Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz

Johann Prettenhofer (bis 31.12.2011)

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2008 Vorsitzender a. D. des Arbeiterbetriebsrates der Böhler Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Gerhard Scheidreiter (seit 01.01.2012)

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.01.2012 Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg

Hans-Karl Schaller

Mitglied des Aufsichtsrates Erstentsendung: 01.09.2005 Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz

Der Vorstand der voestalpine AG

Mitglied des Vorstandes seit 2004 Leitung des Ressorts Finanzen Zugeordnete Konzernfunktionen: Bilanzen; Controlling einschließlich Beteiligungscontrolling; Konzern-Treasury; Steuern; Managementinformationssysteme; Risikomanagement

Dipl.-Ing. Franz Rotter geboren 1957 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Special Steel Division Zugeordnete Konzernfunktion: Langfristige Entwicklung neuer Produkte und Märkte

Dr. Wolfgang Eder

geboren 1952 Mitglied des Vorstandes seit 1995 Vorsitzender des Vorstandes seit 2004 Leitung der Steel Division

Zugeordnete Konzernfunktionen:

Konzernentwicklung einschließlich Rohstoffstrategie; F&E- und Innovationstrategie; Corporate Human Resources; Konzernkommunikation und Marktauftritt; Recht; Compliance; M&A; Strategisches Umweltmanagement; Investor Relations; Revision

Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner

geboren 1963 Mitglied des Vorstandes seit 2012 Leitung der Metal Forming Division Zugeordnete Konzernfunktion: Informationstechnologie

Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer geboren 1967 Mitglied des Vorstandes seit 2011 Leitung der Metal Engineering Division Zugeordnete Konzernfunktion:

Beschaffungsstrategie

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Geschäftsjahr 2011/12 war nicht nur durch ein schwieriges konjunkturelles Umfeld geprägt, sondern brachte für den voestalpine-Konzern auch sehr spezifische zusätzliche Herausforderungen, deren Entstehungsgeschichte zum Teil weit in die Vergangenheit zurückgeht. Dies gilt insbesondere für das seit dem Frühjahr 2011 beim deutschen Bundeskartellamt anhängige Verfahren im Bereich Eisenbahnoberbaumaterial ("Schienenkartell"), dessen Wurzeln sehr lange zurückliegen. Die voestalpine AG hat sich in diesem von ihr selbst initiierten Verfahren zu vorbehaltloser Zusammenarbeit mit den Behörden bekannt und es gleichzeitig zum Anlass genommen, die konzernalen Compliance-Strukturen einer umfassenden Erneuerung zu unterziehen. Mit der seit Herbst 2011 geltenden Compliance-Organisation verfügt der Konzern heute über ein alle Ebenen erfassendes Instrumentarium einschließlich eines zeitgemäßen Hinweisgebersystems zur Sicherstellung einer ordentlichen Unternehmensführung auf Basis des letzten internationalen Erkenntnisstandes in diesem Bereich.

Vergleichsweise kurz dagegen ist der Zeitraum, seit dem die BÖHLER-UDDEHOLM-Gruppe – heute voestalpine Special Steel Division – zum Konzern der voestalpine AG gehört. Aber allein die gemeinsame Entwicklung in den rund fünf Jahren seit dem Erwerb der Mehrheit im Sommer 2007 hat nicht nur die strategische, sondern auch die operative Richtigkeit dieser Übernahme bestätigt. Strategisch heute hervorragend und deutlichen Mehrwert schaffend in den Konzern integriert, hat die Edelstahlgruppe auch von den operativen Kennzahlen her trotz der Krise der Jahre 2008 und 2009 die Erwartungen des Jahres 2007 heute längst in jeder Beziehung erfüllt. Vor wenigen Wochen endgültig abgeschlossen werden konnten auch die Verhandlungen über die finale Bewertung jener BÖHLER-UDDEHOLM-Anteile, über deren Kaufpreis es im Zuge des Squeeze-out-Verfahrens zunächst keine Einigung gab. Mit 3. Mai 2012 wurde der entsprechende Vergleich vom zuständigen Gremium ohne Einschränkungen genehmigt. Damit ist auch dieses letzte Kapitel der bisher größten österreichischen Industrieakquisition endgültig beendet.

Eine ganz andere, nämlich eine unendliche Geschichte droht der Kampf Europas um seine Zukunft zu werden. Wir haben an dieser Stelle in den letzten Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass Europa endlich Führungskompetenz und Zielorientierung braucht, sich endlich dazu aufraffen muss, seine öffentlichen Ausgaben in den Griff zu bekommen und zum Teil über Jahrhunderte gewachsene politische Verwaltungsstrukturen auf das für eine moderne Gesellschaft notwendige Ausmaß zu reduzieren. Die aktuelle Entwicklung in den Staaten Südeuropas sollte als Zeichen an der Wand verstanden werden, dass Reformen in vielen Ländern längst überfällig sind – aber nicht bloß im Sinne kosmetischer Veränderungen, sondern es braucht eine grundlegende Neuorientierung, und zwar auch eine des gesellschaftlichen Selbstverständnisses. Die zunehmende Tendenz in vielen Ländern, sich auf die gleichzeitig immer geringer werdende Lösungskompetenz "des Staates" oder "der Politik" zu verlassen, lässt Europa im härter werdenden globalen Wettbewerb Schritt für Schritt zurückfallen. Was Europa braucht, sind ambitionierte Unternehmen und engagierte Mitarbeiter, für deren Wettbewerbsfähigkeit die Politik entsprechende Rahmenbedingungen schafft – und nicht eine zunehmend staatlich regulierte Gesellschaft, die sich zu Lasten und auf Kosten von uns allen in Orwell'sche Dimensionen entwickelt.

Eine Diskussion über europäische Werte, Ziele und moralische Grundsätze verbunden mit der Bereitschaft, in allen Lebensbereichen wirklich Verantwortung zu übernehmen, ist längst überfällig. Die Delegation der Verantwortung an anonyme Staatsapparate und eine Politik, die sich im Interesse ihrer Wiederwahl lieber an Meinungsumfragen als an den langfristigen Notwendigkeiten unserer Gesellschaft orientiert, stellt jedenfalls keine Lösung dar. Es geht darum, den nächsten Generationen eine lebenswerte Zukunft zu ermöglichen, und das braucht mehr, als nur gleichermaßen schwärmerisch-idealistische wie unrealistisch-utopische Ressourcen- und Umweltagendas zu entwickeln. Das braucht vielmehr eine ausgewogene Betrachtung aller Grundbedürfnisse der Menschen – von Arbeit und sozialer Sicherheit über Bildung und Gesundheit bis zum sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und Umwelt – und vieles mehr. Nur wenn die Gewichtung all dieser unser Dasein bestimmenden Faktoren zueinander stimmt, ist das Leben auch in Zukunft lebenswert. Daran haben wir konsequent zu arbeiten, auch im Bewusstsein, dass dabei der Realwirtschaft, der Industrie, eine zentrale Rolle zukommt.

Für den voestalpine-Konzern hat das neue Geschäftsjahr insofern eine ganz besondere Bedeutung, als wir die vor rund zwei Jahren begonnene Arbeit an der langfristigen Ausrichtung unseres Unternehmens heuer zu einem erfolgreichen Ende bringen wollen. Die in den letzten Jahren enorm gestiegene Volatilität unseres operativen Umfeldes, aber auch die sich in immer kürzeren Abständen ändernden Rahmenbedingungen unseres Handelns machen langfristige wirksame Entscheidungen zu einer enormen Herausforderung. Es sind schon sehr viele bewegliche Ziele, mit denen man in diesem Prozess konfrontiert ist. Sich dieser Herausforderung aber nicht zu stellen hieße, seinem Unternehmen eine geordnete Zukunft zu verweigern und damit genau das zu tun, was wir umgekehrt der Politik in immer stärkeren Maße vorwerfen: nämlich durch permanentes Zuwarten die Zukunft in Frage zu stellen.

Eines zeichnet sich in der Diskussion über die Zukunft der voestalpine jedenfalls bereits heute klar ab: Wir werden alles daransetzen, unsere Position als führendes Unternehmen in Bezug auf Technologie, Innovation und Qualität mit größter Konsequenz weiter auszubauen, und dabei den Fokus unseres Handelns noch stärker als bisher auf die Transformation vom Werkstoffunternehmen zu einem Technologie- und Verarbeitungskonzern legen. Dabei wird der Werkstoff Stahl in seiner anspruchsvollsten Form zweifellos auch in Zukunft die Basis darstellen, allerdings nur in jenem Umfang, als dies die weitere Entwicklung der Rahmenbedingungen in Europa sinnvollerweise zulässt. In jedem Fall werden wir unsere Entscheidung so treffen, dass die künftige Entwicklung des voestalpine-Konzerns in größtmöglichem Einklang mit den langfristigen Interessen und Erwartungen sowohl unserer Mitarbeiter als auch unserer Kunden und Aktionäre steht.

Linz, 26. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter

Investor Relations

voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes

Kursverlauf der voestalpine-Aktie

Nach einer mehrwöchigen Seitwärtsbewegung zu Beginn des Geschäftsjahres und einem im Zuge der Ergebnisveröffentlichung 2010/11 markanten Kursanstieg trübte sich die Entwicklung der voestalpine-Aktie im Gefolge zunehmender Konjunkturängste im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise und der weiteren Entwicklung des Euro ab Sommer 2011 massiv ein. Sie folgte damit dem generellen Trend zyklischer Industrietitel in Europa, der durch die Nähe des österreichischen Kapitalmarktes zu Osteuropa noch verstärkt wurde.

Erst zum Ende des Kalenderjahres 2011 hellte sich die Stimmung an den europäischen Börsen wieder etwas auf. Auch der Kurs der voestalpine-Aktie erholte sich, ohne allerdings auch nur annähernd das Niveau der ersten Monate des Geschäftsjahres wieder zu erreichen. Gemessen am Ausgangswert zu Jahresbeginn bedeutet dies einen Kursrückgang um rund 24 % von 33,13 EUR auf 25,22 EUR.

Anleihen

Hybridanleihe (2007–2014)

Die Hybridanleihe wurde im Oktober 2007 zur teilweisen Refinanzierung des Erwerbs der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft mit einem Volumen von 1.000 Mio. EUR begeben. Nach den Turbulenzen auf den Finanzmärkten ab Herbst 2008 verringerte sich der Anleihekurs gegen Ende des Geschäftsjahres 2008/09 bis auf 75 (% des Face Value). Seit April 2009 hat sich der Preis der Anleihe dann allerdings relativ rasch erholt, sie notierte im Jänner 2010 erstmals wieder über 100 (% des Face Value) und lag zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 bei 103 (% des Face Value).

Unternehmensanleihe 1 (2009–2013)

Die im März 2009 zum Höhepunkt der Kreditkrise aus Gründen der Liquiditätssicherung begebene Unternehmensanleihe (Volumen 400 Mio. EUR, Kupon 8,75 %) hat seit ihrer Emission deutliche Kursgewinne verzeichnet. Verglichen zum Höchstkurs von über 114 (% des Face Value) im März 2010 notierte die Anleihe mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 aber wieder etwas niedriger bei etwa 106 (% des Face Value).

Unternehmensanleihe 2 (2011–2018)

Anfang Februar 2011 wurde von der voestalpine AG eine siebenjährige Anleihe mit einem Kupon von 4,75 % und einem Volumen von 500 Mio. EUR erfolgreich am Kapitalmarkt platziert. Lag der Kurs der Anleihe, die im geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gehandelt wird, Anfang April 2011 noch knapp unter dem Ausgabekurs, gab es bis Ende März 2012 deutliche Zugewinne. Das Wertpapier schloss am 31. März 2012 bei 105 (% des Face Value).

Eigentümerstruktur

Die (indikative) Eigentümerstruktur nach Regionen zeigt per 1. April 2012 folgendes Bild:

Eigentümerstruktur

Unverändert blieb der Kreis der meldepflichtigen Kernaktionäre der voestalpine AG, deren Anteilsbestand sich zum Ende des Geschäftsjahres wie folgt darstellt:

Größte Einzelaktionäre

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG > 15 %
voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung 12,9 %
Oberbank AG 7,9 %

Analysen über die voestalpine AG werden derzeit

von folgenden Investmentbanken/Instituten erstellt:

Bank of America/Merrill Lynch, London Barclays Capital, London BHF-BANK,

Frankfurt CA Cheuvreux, Frankfurt/Paris Citigroup, London Commerzbank, Frankfurt

Credit Suisse, London Davy, Dublin Deutsche Bank, London Erste Bank, Wien

Exane BNP Paribas, Paris HSBC, London JP Morgan, London Kepler, Frankfurt

MainFirst, Frankfurt Nomura, London Raiffeisen Centrobank, Wien Steubing, Frankfurt UBS, London.

Informationen zur Aktie

Aktiennominale 307.132.044,75 EUR,
zerlegt in 169.049.163 Stückaktien
Stand der Aktien im Eigenbesitz
zum 31. März 2012: 299.728 Stk.
Aktiengattung Stammaktien lautend auf Inhaber
Wertpapierkennnummer 93750 (Börse Wien)
ISIN AT0000937503
Reuters VOES.VI
Bloomberg VOE AV
Kurse (jeweils zum Tagesende)
Börsenhöchstkurs April 2011 bis März 2012 38,90 EUR
Börsentiefstkurs April 2011 bis März 2012 18,38 EUR
Kurs zum 31. März 2012 25,22 EUR
Ausgabekurs IPO Oktober 1995 5,18 EUR
All-Time-High-Kurs (12. Juli 2007) 66,11 EUR
Börsenkapitalisierung zum 31. März 2012* 4.255.017.003,53 EUR
* Basis: Gesamtaktienanzahl abzüglich rückgekaufter Aktien.
Geschäftsjahr 2011/12
Gewinn/Aktie 1,98 EUR
Dividende/Aktie 0,80 EUR*
Buchwert/Aktie 28,24 EUR
* Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung.
Terminvorschau 2012/13
Hauptversammlung 4. Juli 2012
Ex-Dividenden-Tag 9. Juli 2012
Dividenden-Zahltag 16. Juli 2012
Veröffentlichung 1. Quartal 2012/13 7. August 2012
Veröffentlichung 2. Quartal 2012/13 7. November 2012
Veröffentlichung 3. Quartal 2012/13 7. Februar 2013
Geschäftsbericht 2012/13 4. Juni 2013
Hauptversammlung 3. Juli 2013

Corporate Governance-Bericht

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex

Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.

Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2012. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.

Er erlangt Geltung durch freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen. Vorstand und Aufsichtsrat der voestalpine AG haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, den Corporate Governance-Kodex anzuerkennen und haben auch die zwischenzeitlich erfolgten Regeländerungen angenommen bzw. umgesetzt. Die voestalpine AG bekennt sich somit zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung.

Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" werden auch sämtliche "C-Regeln" und "R-Regeln" des Kodex eingehalten.1

Unter Bezugnahme auf die Regel 49 des Kodex wird festgehalten, dass die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft erbracht hat. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2011/12 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 89.791 EUR.

Mit 1. Juli 2011 hat Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer als neues Vorstandsmitglied die Leitung der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme) sowie die Konzernfunktion Beschaffungsstrategie übernommen. Er folgt damit Dipl.-Ing. Josef Mülner nach, der per 30. Juni 2011 in den Ruhestand getreten ist. Seit 1. April 2012 hat Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner ebenfalls als Vorstandsmitglied die Leitung der Metal Forming Division, welche aus der rückwirkend mit diesem Stichtag erfolgenden Zusammenlegung der Divisionen Automotive und Profilform entsteht, inne. Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner (bisher Leitung Division Automotive) sowie Mag. Wolfgang Spreitzer (bisher Leitung Division Profilform) sind mit Ende des Geschäftsjahres aus dem Vorstand ausgeschieden, werden jedoch über diesen Zeitraum hinaus für den Konzern tätig sein. Mag. Wolfgang Spreitzer bekleidet für zwölf Monate noch verschiedene Aufsichtsratsfunktionen und wird mit 1. April 2013 in den Ruhestand treten. Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner wird dem Vorstand bei Neuprojekten sein Knowhow für weitere drei Jahre zur Verfügung stellen und mit 1. Juni 2015 die Pension antreten.

1 Im Corporate Governance-Kodex sind folgende Regeln vorgesehen: "L-Regeln" (= Legal), das sind gesetzlich vorgeschriebene Maßnahmen; "C-Regeln" (Comply or Explain), deren Nichteinhaltung begründet werden muss; "R-Regeln" (Recommendations), das sind Empfehlungen.

Zusammensetzung des Vorstandes

Dr. Wolfgang Eder
geboren 1952
Mitglied des Vorstandes seit 1995;
Vorsitzender des Vorstandes seit 2004;
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014;
Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG, Linz;
Mitglied des Aufsichtsrates der Allianz Elementar
Versicherungs-AG, Wien
Leitung der Steel Division
(bis 31.03.2012 Division Stahl)
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Konzernentwicklung einschließlich
Rohstoffstrategie; F&E- und Inno
vationstrategie (ab 01.04.2012);
Corporate Human Resources;
Konzernkommunikation und Markt
auftritt; Recht; Compliance; M&A
Strategisches Umweltmanagement;
Investor Relations; Revision
Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner
Mitglied des Vorstandes seit 01.04.2012;
geboren 1963
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Metal Forming Division
(bis 31.03.2012 Divisionen Profilform
und Automotive)
Zugeordnete Konzernfunktion:
Informationstechnologie
Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner
Mitglied des Vorstandes seit 2003 (bis 31.03.2012)
geboren 1953
Leitung der Automotive Division
Zugeordnete Konzernfunktion:
F&E und Innovationsstrategie
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
geboren 1967
Mitglied des Vorstandes seit 01.07.2011;
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Metal Engineering
Division (bis 31.03.2012
Division Bahnsysteme)
Zugeordnete Konzernfunktion:
Beschaffungsstrategie
Dipl.-Ing. Josef Mülner
geboren 1947
Mitglied des Vorstandes seit 2003 (bis 30.06.2011);
Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Intertrading
Aktiengesellschaft (bis 09.06.2011);
Mitglied des Aufsichtsrates der VA Erzberg GmbH
Leitung der Bahnsysteme Division
Zugeordnete Konzernfunktion:
Beschaffungsstrategie einschließlich
Rohstoffstrategie
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA
geboren 1967
Mitglied des Vorstandes seit 2004;
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014;
Vorsitzender des Aufsichtsrates der VA Intertrading
Aktiengesellschaft, Linz (ab 30.06.2011);
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
der APK-Pensionskasse AG, Wien;
Mitglied des Aufsichtsrates der Josef Manner &
Comp. AG, Wien
Leitung des Ressorts Finanzen
Zugeordnete Konzernfunktionen:
Bilanzen; Controlling einschließlich
Beteiligungscontrolling; Konzern
treasury; Steuern; Managementinfor
mationssysteme; Risikomanagement
Dipl.-Ing. Franz Rotter
Mitglied des Vorstandes seit 01.01.2011;
geboren 1957
Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.03.2014
Leitung der Special Steel Division
(bis 31.03.2012 Division Edelstahl)
Zugeordnete Konzernfunktion:
Langfristige Entwicklung
neuer Produkte und Märkte
Mag. Wolfgang Spreitzer
Mitglied des Vorstandes seit 2001 (bis 31.03.2012)
geboren 1951
Leitung der Profilform Division
Zugeordnete Konzernfunktion:
Informationstechnologie

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Dr. Joachim Lemppenau
geboren 1942
Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004)
Erstbestellung: 07.07.1999
Vorstandsvorsitzender a. D. der Volksfürsorge Versicherungsgruppe, Hamburg
KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger
geboren 1942
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates (seit 01.07.2004)
Erstbestellung: 20.01.1994
Generaldirektor a. D. der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG, Linz
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
der Raiffeisen Bank International AG, Wien
KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Oberbank AG, Linz
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg
Aktiengesellschaft, Innsbruck
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der BKS Bank AG, Klagenfurt
Mitglied des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen
Dr. Hans-Peter Hagen
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 04.07.2007
Generaldirektor der VIENNA INSURANCE GROUP AG Wiener Versicherung Gruppe, Wien
Dr. Josef Krenner
geboren 1952
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Leiter der Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich, Linz
Mitglied des Aufsichtsrates der Lenzing AG, Lenzing
Vorsitzender des Aufsichtsrates der AMAG Austria Metall AG, Braunau-Ranshofen
Dr. Michael Kutschera, MCJ (NYU)
geboren 1957
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Rechtsanwalt, Partner bei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, Wien
Mag. Dr. Josef Peischer
geboren 1946
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Direktor a. D. der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich, Linz
Dipl.-Ing. Dr. Michael Schwarzkopf
geboren 1961
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstbestellung: 01.07.2004
Generaldirektor der Plansee Holding AG, Reutte
Mitglied des Aufsichtsrates der Mayr-Melnhof Karton AG, Wien
Mitglied des Board of Directors von Molibdenos y Metales S.A., Santiago, Chile

Vom Betriebsrat entsandt:

Josef Gritz
geboren 1959
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 01.01.2000
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der voestalpine Stahl
Donawitz GmbH & Co KG, Donawitz
Johann Heiligenbrunner
geboren 1948
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 24.03.2000
Vorsitzender des Angestelltenbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Johann Prettenhofer
geboren 1949
Mitglied des Aufsichtsrates (bis 31.12.2011)
Erstentsendung: 01.01.2008
Vorsitzender a. D. des Arbeiterbetriebsrates der Böhler
Edelstahl GmbH & Co KG,
Kapfenberg
Gerhard Scheidreiter
geboren 1964
Mitglied des Aufsichtsrates (seit 01.01.2012)
Erstentsendung: 01.01.2012
Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates der Böhler
Edelstahl GmbH & Co KG, Kapfenberg
Hans-Karl Schaller
geboren 1960
Mitglied des Aufsichtsrates
Erstentsendung: 01.09.2005
Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der voestalpine AG, Linz
Vorsitzender des Europäischen Betriebsrates der voestalpine AG, Linz

Sämtliche Aufsichtsratsmandate der Kapitalvertreter enden mit Beendigung der Hauptversammlung der voestalpine AG, die über das Geschäftsjahr 2013/14 beschließt.

Kein Mitglied des Aufsichtsrates hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei mehr als einer Sitzung des Aufsichtsrates gefehlt.

Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Vergütungsbericht für Vorstand und Aufsichtsrat wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen.

Angaben zur Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates haben bestätigt, dass sie sich auf der Grundlage der vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien als unabhängig betrachten (Corporate Governance-Kodex, Regel 53). Die vom Aufsichtsrat festgelegten Kriterien für die Unabhängigkeit sind auf der Website www.voestalpine.com einsehbar und entsprechen im Wesentlichen dem Anhang 1 zum Corporate Governance-Kodex. Zudem sind mit Ausnahme der Herren Dr. Scharinger, der den Anteilseigner Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG vertritt, und Dr. Peischer, der die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung vertritt, sämtliche von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates solche Mitglieder, die nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % sind oder Interessen solcher Anteilseigner vertreten (Regel 54).

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist durch die Satzung befugt, aus seiner Mitte Ausschüsse zu bilden und deren Aufgaben und Rechte festzulegen. Den Ausschüssen kann auch das Recht zur Entscheidung übertragen werden. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat haben das Recht, für Ausschüsse des Aufsichtsrates Mitglieder mit Sitz und Stimme nach dem in § 110 Abs.1 ArbVG festgelegten Verhältnis namhaft zu machen. Dies gilt nicht für Ausschüsse, die die Beziehungen zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstandes behandeln.

Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrates sind eingerichtet:

Präsidialausschuss

Der Präsidialausschuss ist gleichzeitig Nominierungs- und Vergütungsausschuss im Sinne des Corporate Governance-Kodex.

Der Präsidialausschuss unterbreitet als Nominierungsausschuss dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung. Der Präsidialausschuss ist als Vergütungsausschuss auch zuständig für den Abschluss, die Änderung bzw. die Auflösung von Dienstverträgen mit den Vorstandsmitgliedern sowie für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Abwicklung von Aktienoptionsplänen für Vorstandsmitglieder. Weiters hat der Präsidialausschuss das Recht, in dringenden Fällen Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet auch über die Zulässigkeit der Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.

Mitglieder des Präsidialausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger (Stellvertretender Vorsitzender)
  • Hans-Karl Schaller

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers und die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Er hat auch die Konzernrechnungslegung zu überwachen, den Konzernabschluss zu prüfen sowie einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und darüber dem Aufsichtsrat zu berichten. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des unternehmensweiten Internen Kontrollsystems, des Internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems zu überwachen.

Mitglieder des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates:

  • Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)
  • KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger (Stellvertretender Vorsitzender)
  • KR Dr. Franz Gasselsberger, MBA
  • Dr. Josef Krenner (Finanzexperte)
  • Hans-Karl Schaller
  • Josef Gritz

Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen im Geschäftsjahr 2011/12

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011/12 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und vier Sitzungen des Präsidialausschusses wahrgenommen. In diesen Sitzungen wurden neben den laufenden Berichten über die aktuelle geschäftliche und finanzielle Situation der Unternehmensgruppe insbesondere Fragen der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns und der Neuausrichtung der Konzernstruktur, kartellrechtliche Angelegenheiten, Maßnahmen des Risikomanagements und der Liquiditätssicherung sowie Änderungen im Vorstand behandelt. Der Prüfungsausschuss befasste sich mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses der Gesellschaft, mit der Vorbereitung des Vorschlags für die Bestellung des Abschlussprüfers sowie mit Themen des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Der Präsidialausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit Fragen zur Konzernstrategie und -struktur sowie zu kartellrechtlichen Belangen und darüber hinaus in seiner Funktion als Vergütungsausschuss insbesondere mit Fragen im Zusammenhang mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder; in seiner Funktion als Nominierungsausschuss bildete die Vorbereitung der Veränderungen in der personellen Zusammensetzung des Vorstandes den Tätigkeitsschwerpunkt.

In der letzten Sitzung des Geschäftsjahres führte der Aufsichtsrat auch die gemäß Regel 36 des Corporate Governance-Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte anhand einer Frageliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.

Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance-Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung seiner Einhaltung durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2011/12 durch den Wirtschaftsprüfer des Konzerns durchgeführt (Prüfung gemäß Regel 62 des Corporate Governance-Kodex). Als Ergebnis der Evaluierung hat der Prüfer festgestellt, dass die von der voestalpine AG abgegebene Erklärung zur Einhaltung des Corporate Governance-Kodex in der Fassung 2012 den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Der Prüfbericht der externen Evaluierung ist auf der Homepage www.voestalpine.com einsehbar.

Frauenförderung in Vorstand, Aufsichtsrat und leitenden Stellen

Der Anteil weiblicher Führungskräfte lag im Geschäftsjahr 2011/12 bei 10,2 %. Im Rahmen der internen Führungskräfteentwicklung wird großer Wert darauf gelegt, den Anteil an weiblichen Teilnehmern forciert auszubauen. Aus diesem Grund sieht der diesbezügliche Vorstandsbeschluss auch vor, dass Frauen auf jeder Ausbildungsstufe vertreten sein müssen. Im Geschäftsjahr 2011/12 waren von insgesamt 121 Teilnehmern 16 Frauen (13,2 %).

Insgesamt lag der Frauenanteil in der voestalpine-Gruppe im Geschäftsjahr 2011/12 bei rund 12,4 %. Diese im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen nach wie vor niedrige Quote hat branchenspezifische, historische und kulturelle Hintergründe. Im öffentlichen Bewusstsein dominiert in Bezug auf einen Stahl- und Verarbeitungskonzern nach wie vor das Bild der Schwerindustrie und entsprechend schwierig stellt sich auch die Rekrutierung von Mitarbeiterinnen auf breiter Basis dar.

Explizite "Frauenquoten" gibt es in keiner Konzerngesellschaft, aber der Konzern ist bestrebt, den Anteil von Frauen auf allen Ebenen nachhaltig mit geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies umfasst eine Reihe von teilweise auch länderspezifischen Aktivitäten wie die Teilnahme am Girl's Day, die gezielte Förderung von Frauen in technischen Lehrberufen und die forcierte Einstellung von weiblichen Absolventen technischer Schulen und Universitäten. Mittlerweile sind auf Grund dieser Bemühungen auch in traditionell männerdominierten technischen Unternehmensbereichen (z. B. Feuerverzinkungsanlagen, Drahtverarbeitungsanlagen) Frauen in obersten Führungspositionen tätig, leitende Funktionen nehmen Frauen auch im Finanz- und Rechtsbereich einer Reihe von in- und ausländischen Konzernunternehmen ein.

Im Rahmen des periodischen Personalreportings wird zum Monitoring der Nachhaltigkeit aller Maßnahmen der Frauenanteil bei Führungskräften nach Qualifikationen und in Ausbildungsprogrammen regelmäßig erhoben und analysiert.

Linz, 16. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter

Einführung einer neuen Compliance-Struktur im voestalpine-Konzern

Seit dem Börsengang im Jahr 1995 hat der voestalpine-Konzern seine Compliance-Aktivitäten zum Schutz des Unternehmens vor finanziellen Schäden und Reputationsverlusten kontinuierlich ausgebaut. Zu Beginn stand im Zuge des Börsengangs der Aufbau der Kapitalmarkt-Compliance, die in der Folge durch zusätzliche Compliance-Themen ergänzt wurde. So gab es seit dem Jahr 2002 regelmäßig Kartellrechtsschulungen in allen Divisionen des Konzerns. Eine wesentliche Maßnahme war im Jahr 2009 die Einführung eines für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns gültigen Verhaltenskodex.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde im voestalpine-Konzern eine neue, umfassende Compliance-Struktur eingeführt. Neben einem konzernalen Compliance-Verantwortlichen wurden auch Compliance-Verantwortliche in allen Divisionen bestellt. Der konzernale Compliance-Verantwortliche ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und ist weisungsfrei. Die divisionalen Compliance-Verantwortlichen berichten an den konzernalen Compliance-Verantwortlichen und an die jeweiligen Divisionsvorstände.

Mit Einführung der neuen Compliance-Struktur wurde vom Vorstand der voestalpine AG auch eine Reihe von Compliance-Regelwerken verabschiedet. Im Compliance-Handbuch werden unter anderem die grundsätzliche Zielsetzung und die Compliance-Strategie festgelegt. Die Richtlinie Business Conduct sowie die Richtlinie betreffend den Umgang mit Geschäftsvermittlern und Beratern ergänzen und konkretisieren den Verhaltenskodex vor allem zum Thema Korruption.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde darüber hinaus ein webbasiertes Hinweisgebersystem eingeführt, welches anonyme Meldungen von Mitarbeitern über Verstöße in den der Compliance zugewiesenen Bereichen Kartellrecht, Korruption, Fraud und Interessenkonflikte zulässt. Dies soll eine systematische Nutzung interner Informationen zur frühzeitigen und effektiven Aufdeckung von Compliance-Risiken im Unternehmen ermöglichen.

Im Vordergrund der Tätigkeit der Compliance-Verantwortlichen stehen präventive Maßnahmen. In diesem Zusammenhang wurden umfangreiche Schulungs- und Trainingsmaßnahmen in allen Bereichen des Konzerns durchgeführt. Um eine möglichst breitflächige Schulungswirkung zu erzielen, werden insbesondere E-Learning-Systeme forciert. So wurden beispielsweise im Rahmen eines internetbasierten E-Learning-Kurses mehr als 4.500 Mitarbeiter des Konzerns einer spezifischen Kartellrechtsschulung samt Abschlusstest unterzogen. Derartige E-Learning-Kurse werden auch in Zukunft verstärkt zu Schulungszwecken eingesetzt. Compliance-Schulungen erfolgen seit einigen Jahren auch im Rahmen der Führungskräfteausbildung. Darüber hinaus wird das Thema Compliance den Mitarbeitern durch regelmäßige Kommunikationsmaßnahmen, insbesondere auf den großen Konzern- und Divisionsveranstaltungen, immer wieder nahegebracht.

Informationen zum Thema Compliance im voestalpine-Konzern sind auch auf der Homepage der voestalpine AG sowie für Mitarbeiter im Intranet des Konzerns abrufbar.

Bericht des Vorstandes Lagebericht 2011/12

Dieser Lagebericht stellt den Konzernlagebericht dar, da von der Bestimmung des § 267 (4) UGB Gebrauch gemacht wird und der Lagebericht der voestalpine AG sowie der Konzernlagebericht zusammengefasst werden.

Wirtschaftliches Umfeld

Entwicklung der Weltwirtschaft

Mit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 trat die globale Konjunktur in eine generell instabile und in Bezug auf die verschiedenen Wirtschaftsregionen auch sehr uneinheitliche Entwicklungsphase ein. Diesem anhaltend herausfordernden Umfeld konnte sich auch der voestalpine-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht entziehen.

Während in der ersten Phase des Geschäftsjahres 2011/12 in den meisten wichtigen Abnehmerindustrien und -regionen noch konjunktureller Optimismus überwog, waren die Märkte spätestens ab dem Herbst 2011 durch zunehmende Nervosität und spürbare Zurückhaltung sowohl in Bezug auf die konjunkturelle Erwartungshaltung als auch das generelle Bestellverhalten gekennzeichnet.

Mit den ersten Anzeichen einer eigentlich bereits seit Längerem erwarteten leichten Abkühlung der Dynamik in wichtigen Wachstumsregionen, insbesondere China und Brasilien, kam es zu einer massiven Verstärkung der Unsicherheiten über die weitere globale Konjunkturentwicklung – dies, obwohl beide Länder immer noch ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum aufweisen. In Nordamerika entwickelte sich die Wirtschaftslage gleichzeitig günstiger als erwartet, wogegen Europa gesamtwirtschaftlich – mit Ausnahme weniger exportorientierter Länder – im Jahresverlauf zunehmend schwächer und zuletzt sogar in Richtung Rezession tendierte.

Erschwerend kam hinzu, dass es der europäischen Politik bislang nicht gelungen ist, Griechenland wirtschaftlich zu stabilisieren, und die Verschuldungskrise gleichzeitig zunehmend auch auf Italien, vor allem aber Spanien übergriff, womit sich die wirtschafts- und finanzpolitische Instabilität Europas zusätzlich verschärfte. Vor diesem Hintergrund zeigte die Realwirtschaft in Europa über den größten Teil des Jahres insgesamt noch einen vergleichsweise robusten Verlauf, der im Wesentlichen der stabil positiven Entwicklung in den meisten west- und nordeuropäischen Volkswirtschaften zuzuschreiben ist.

Entwicklung der wichtigsten Abnehmerbranchen

Die für den voestalpine-Konzern wichtigsten Abnehmerbranchen nahmen bis zum Spätsommer 2011 eine alles in allem recht solide, danach jedoch sehr uneinheitliche Entwicklung.

Das mit einem Anteil von rund einem Drittel am Konzernumsatz größte Kundensegment, die Automobilindustrie, war in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2011/12 in Europa noch von einer insgesamt stabilen Nachfrage gekennzeichnet. Während die Premiumhersteller auch von der ab Herbst 2011 spürbaren Konsumzurückhaltung bislang unbeeinflusst blieben, machte sich im Volumensegment im weiteren Jahresverlauf ein deutlicher Nachfragerückgang bemerkbar, sodass sich in diesem Bereich auch die Auslastung der Automobilwerke teilweise rückläufig entwickelte. Ein stabil guter Geschäftsverlauf auf anhaltend hohem Niveau prägte im Geschäftsjahr 2011/12 den traditionellen Energiebereich (Öl, Gas, Wasser), wogegen der jahrelange Aufwärtstrend der Alternativenergien (Wind, Solar) in Europa zum Erliegen kam.

Der Maschinenbau, traditionell stark exportgetrieben, zeigte im gesamten Jahresverlauf eine solide Entwicklung; Ähnliches gilt für die anteilsmäßig zwar noch kleine, aber insbesondere im Hochtechnologiesegment des Konzerns stark an Bedeutung gewinnende Luftfahrtindustrie.

Weniger erfreulich stellte sich hingegen die Entwicklung in den Branchen Haushaltsgeräte und Konsumgüterindustrie dar, die an den positiven Trend aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr nicht mit der gleichen Dynamik anschließen konnten; beide Segmente waren von der im Jahresverlauf eintretenden Konjunktureintrübung vergleichsweise stark betroffen.

Zwar stabil, allerdings unverändert auf mäßigem Niveau stellte sich die Lage der Bauindustrie dar. Erste Signale einer Erholung in Osteuropa zu Beginn des Geschäftsjahres haben sich im weiteren Verlauf nicht bestätigt, eine nachhaltige strukturelle Erholung zeichnet sich insbesondere auf Grund der Restriktionen durch die angespannten öffentlichen Finanzen in vielen Ländern Europas jedenfalls nicht ab.

Im Bereich der Eisenbahninfrastruktur blieb die Nachfrage nach Weichen und Spezialschienen über das gesamte Geschäftsjahr 2011/12 stabil auf gutem Niveau. Negativ stellt sich allerdings die Entwicklung im Segment der Standardschienen dar, das durch steigende Kapazitäten, sinkende Preise und einen insgesamt äußerst aggressiven Wettbewerb europaweit massiv unter Druck geraten ist. Da sich auch auf längere Sicht keine Verbesserung der Perspektive abzeichnet, hat der voestalpine-Konzern im Frühjahr 2012 beschlossen, sich aus diesem Segment zurückziehen. Gleichzeitig erfolgt ein weiterer internationaler Ausbau der führenden Position im Bereich Spezialschienen.

Auf die einzelnen Divisionen des voestalpine-Konzerns hat sich das dargestellte Konjunkturumfeld im Geschäftsjahr 2011/12 sehr unterschiedlich ausgewirkt: Während die stark "downstream" orientierten Divisionen Special Steel (bis 31. März 2012 Division Edelstahl), Metal Engineering (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme), Profilform und Automotive von üblichen saisonalen Schwankungen abgesehen sowohl umsatz- als auch ergebnismäßig ihr Vorjahresniveau zumindest halten konnten, blieb die stark gestiegene Mengen-, Preis- und Rohstoffkostenvolatilität im klassischen Stahlbereich nicht ohne

Umsatz des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR

Auswirkungen auf die Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl).

Entwicklung der Stahlindustrie

Nachdem im Kalenderjahr 2011 noch ein Anstieg der weltweiten Rohstahlproduktion um etwa 7 % auf 1.491 Mio. Tonnen verzeichnet wurde, der ausschließlich durch einen weiterhin stark wachsenden Stahlbedarf außerhalb Europas bedingt war, blieb das Produktionsniveau im 1. Kalenderquartal 2012 erstmals seit Langem auch global gesehen lediglich konstant.

Diese Entwicklung spiegelt einerseits die aktuelle Verunsicherung über das Ausmaß des weiteren Wachstums einiger der großen asiatischen Volkswirtschaften (China, Korea, Japan) wider und ist andererseits auch Ausdruck der seit Herbst 2011 deutlich geringeren Nachfrage in Europa, die wiederum zu einer rückläufigen Auslastung der meisten europäischen Stahlwerke führte. Der von einer Reihe von Herstellern des Commodity-Segments zur Gegensteuerung unternommene Versuch, das eigene Produktionsniveau über einen intensiven Preiskampf am Spotmarkt zu stabilisieren, blieb erfolglos. Zusätzlich wurde die negative Preisspirale ab Herbst 2011 durch rückläufige Rohstoffpreise, die von den Kunden als kurzfristige Preisnachlässe eingefordert werden, sogar noch weiter verschärft. Als einzige Region wies Nordamerika 2011 eine durchwegs positive und von den globalen Turbulenzen unbeeindruckte Entwicklung auf; die dortige Stahlindustrie konnte auf Grund der wirtschaftlichen Dynamik in den USA ihre hohen Wachstumsraten des Vorjahres auch zu Beginn des Kalenderjahres 2012 fortschreiben.

Geschäftsverlauf des voestalpine-Konzerns1

Umsatz und operatives Ergebnis

Vor dem Hintergrund eines in allen Belangen herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes konnte der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2011/12 mit 12.058,2 Mio. EUR einen neuen Rekordumsatz erzielen. Gegenüber dem Vorjahr (10.953,7 Mio. EUR) entspricht dies einem Umsatzzuwachs um 10,1 %, der von einer Steigerung in allen Divisionen getragen wurde. Das relativ größte Plus wies dabei die Automotive Division mit einem Zuwachs von 17,7 % aus. Mit einem Anstieg um 7,6 % gelang selbst der in einem ausgesprochen schwierigen Marktumfeld agierenden Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl) auch noch eine erhebliche Erhöhung ihrer Umsatzerlöse.

Ergebnismäßig konnte das Vorjahresniveau allerdings nicht erreicht werden; neben dem dafür vor allem maßgeblichen Umstand, dass sowohl

Umsatz nach Divisionen

in % der addierten Divisionsumsätze Geschäftsjahr 2011/12

EBITDA als auch EBIT stark von negativen Einmaleffekten (Vorsorgen für Schließung Schienenfertigung Duisburg und Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial) in der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme) beeinflusst waren, hat dazu auch der konjunkturbedingte Ergebnisrückgang in der Steel Division beigetragen.

Dennoch weist der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2011/12 immer noch ein EBITDA von 1.301,9 Mio. EUR bzw. eine EBITDA-Marge von 10,8 % aus. Gegenüber dem Vorjahr (1.605,6 Mio. EUR) entspricht dies einem absoluten EBITDA-Rückgang um 18,9 %. Ohne die Einmaleffekte im Ausmaß von 205,0 Mio. EUR ergeben sich hingegen ein EBITDA von 1.506,9 Mio. EUR und eine EBITDA-Marge von 12,5 %, dies entspricht einer nur leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Performance.

Ein ähnliches Bild zeigt naturgemäß das operative Ergebnis: Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte liegt das EBIT bei 704,2 Mio. EUR und damit um 28,5 % unter dem Vorjahreswert (984,8 Mio. EUR). Unbeeinflusst von den einmaligen Ergebniseffekten in Höhe von 205,0 Mio. EUR ergibt sich im Geschäftsjahr 2011/12 hingegen ein EBIT von 909,2 Mio. EUR und damit ein nur um 7,7 % unter dem Vorjahreswert liegendes bereinigtes Ergebnis.

Diese gemessen an der Entwicklung des Gesamtmarktes relativ geringe Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen auf die insgesamt stabile Performance der Verarbeitungsdivisionen Special Steel, Metal Engineering und Automotive zurückzuführen, wogegen die Steel Division auf Grund des schwierigen Marktumfeldes insbesondere im 3. Quartal des Geschäftsjahres deutlich unter ihrem Vorjahresergebnis liegt.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass das Schlussquartal auch in der Steel Division wieder von einer positiveren Dynamik als das Vorquartal geprägt war, die auch eine Rückkehr zur Vollauslastung ermöglichte. Dennoch lag die 2. Hälfte 2011/12 konzernal gesehen ergebnismäßig sowohl hinter dem 1. Halbjahr als auch der Vergleichsperiode des Vorjahres zurück. Insgesamt zeigt der voestalpine-Konzern im Geschäftsjahr 2011/12 auf Grund seiner langen Wertschöpfungskette und der führenden Position in Bezug auf Technologie, Innovation und Qualität im Branchenvergleich aber eine deutlich geringere Volatilität in der unterjährigen Ergebnisentwicklung und einen (ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten) letztlich nur leichten Rückgang des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr.

Ergebnis vor und nach Steuern, Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis vor Steuern weist im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 35,4 % von 781,0 Mio. EUR auf 504,4 Mio. EUR aus. Ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte ergibt sich wiederum nur ein Rückgang von 9,2 % auf 709,4 Mio. EUR.

Die Steuerquote für das Geschäftsjahr 2011/12 ist mit 18,1 % auf Grund von Sondereffekten aus dem Bahnzulieferbereich, vor allem im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes in Duisburg und dem Kartellverfahren, atypisch niedrig. Damit ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern1 von 413,3 Mio. EUR, dies ist ein Rückgang von 30,5 % gegenüber dem Vorjahr (594,6 Mio. EUR) bzw. ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,98 EUR (Vorjahr: 3,04 EUR).

Dividendenvorschlag: 0,80 EUR je Aktie

Vorbehaltlich der Zustimmung der am 4. Juli 2012 stattfindenden Hauptversammlung der voestalpine AG wird an die Aktionäre eine Dividende von 0,80 EUR je Aktie ausgeschüttet. Dies entspricht dem Wert des vergangenen Geschäftsjahres. Bezogen auf das Ergebnis je Aktie (EPS) von 1,98 EUR stellt diese Dividende eine Ausschüttungsquote von 40,5 % und damit eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 26,3 % dar. Ausgehend vom durchschnittlichen Börsenkurs der voestalpine Aktie im Geschäftsjahr 2011/12 von 27,78 EUR ergibt sich daraus eine Dividendenrendite von 2,9 %.

1
Vor nicht beherrschenden Anteilen und Hybridkapitalzinsen.

EBITDA – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Abschreibungen

Mio. EUR

EBIT – Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit

Mio. EUR

Ergebnis nach Steuern

Ergebnis je Aktie

EUR

Dividende je Aktie

EUR * Gemäß Vorschlag an die Hauptversammlung. 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12 2,10 1,05 0,50 0,80 0,80*

Mio. EUR Nettofinanzverschuldung Eigenkapital — Gearing (in %) 3.571,7 83,3 3.761,6 88,2 3.037,3 71,3 2.713,1 2.585,7 57,8 53,5 4.289,3 4.262,5 4.262,4 4.691,1 4.836,3 2007/08 2008/09 2009/10 2010/11 2011/12

Nettofinanzverschuldung, Eigenkapital, Gearing

Gearing weiter gesunken

Die Verschuldungssituation des voestalpine-Konzerns hat sich 2011/12 weiter entspannt. Die Gearing Ratio (Nettofinanzverschuldung gemessen an den Eigenmitteln) konnte gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres von 57,8 % auf 53,5 % gesenkt werden. Maßgeblich dafür ist einerseits ein ergebnisbedingtes Anwachsen des Eigenkapitals von 4.691,1 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 4.836,3 Mio. EUR – ein Plus von 3,1 %; andererseits wurde durch eine entsprechend positive Cashflow-Entwicklung die Nettofinanzverschuldung per Ende März 2012 auf 2.585,7 Mio. EUR verringert. Dies entspricht einem Rückgang um 4,7 % gegenüber den 2.713,1 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.

Cashflow

Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit lag für das Geschäftsjahr 2011/12 bei 856,5 Mio EUR, dies entspricht einem Rückgang von 10,6 % gegenüber dem Vorjahreswert von 957,6 Mio. EUR. Die Ursachen für diesen Rückgang liegen einerseits in der etwas schwächeren operativen Perfor-

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR GJ 1. Quartal 2011/12 2. Quartal 2011/12 3. Quartal 2011/12 4. Quartal 2011/12 2011/12 2010/11 Veränderung in % Umsatzerlöse 3.051,5 2.926,2 2.899,5 3.181,0 12.058,2 10.953,7 10,1 EBITDA 462,9 361,3 293,8 183,9 1.301,9 1.605,6 –18,9 EBITDA-Marge 15,2 % 12,3 % 10,1 % 5,8 % 10,8 % 14,7 % EBIT 317,6 213,8 145,0 27,8 704,2 984,8 –28,5 EBIT-Marge 10,4 % 7,3 % 5,0 % 0,9 % 5,8 % 9,0 % Ergebnis vor Steuern (EBT) 271,8 171,5 90,5 –29,4 504,4 781,0 –35,4 Ergebnis nach Steuern 209,6 136,5 65,3 1,9 413,3 594,6 –30,5 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 45.161 45.944 45.144 46.473 46.473 45.260 2,7

mance und andererseits in einem um 137,8 Mio. EUR gestiegenen Working Capital. Dieser Anstieg ist überwiegend durch die deutlich gestiegenen Umsatzerlöse bedingt. Relativ gesehen konnte das Working Capital auf einen Wert von 16,9 % der Umsatzerlöse im Vergleich zu 17,4 % des Vorjahres sogar leicht gesenkt werden. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Wert von 478,6 Mio. EUR gegenüber der Vorperiode (349,7 Mio. EUR) um 36,9 % an. Hauptverantwortlich dafür sind wieder höhere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nach der Konsolidierungsphase der letzten Jahre. Dennoch liegen die Investitionen damit auch in diesem Geschäftsjahr unter dem Niveau der Abschreibungen (597,7 Mio. EUR). Der negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg mit einem Wert von 933,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert von 407,4 Mio. EUR deutlich an. Der Hintergrund für diese Entwicklung liegt in der gegenüber dem Vorjahr erhöhten Dividendenzahlung im Juni 2011 einerseits und planmäßigen Tilgungen von Krediten und Schuldverschreibungen andererseits.

Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf

Straffung der Konzernstruktur

Im Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat der voestalpine AG vor dem Hintergrund der langfristigen Wachstumsstrategie des Konzerns einstimmig die Weichen für eine effizientere Unternehmensstruktur und einen weiteren Generationswechsel im Konzernvorstand gestellt. Kern der Entscheidung ist die Zusammenführung der bisher eigenständigen Divisionen Automotive und Profilform zur neuen Division "Metal Forming Division". (Zu den damit verbundenen Wechseln im Vorstand der voestalpine AG wird auf das Kapitel "Corporate Governance" verwiesen.) Durch die Zusammenfassung der beiden Divisionen werden erhebliche Synergieeffekte erzielt. So bestand schon bisher eine enge Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Entwicklung, die künftig noch weiter an Effizienz gewinnen wird. Die Position am Markt gewinnt durch die in Zukunft einheitliche Betreuung wichtiger Kundensegmente – insbesondere der Automobilindustrie und des Energiesektors – weiter an Schlagkraft. Generell soll die neue Division durch die gemeinsam stärkere globale Präsenz ihre Marktposition zügig ausbauen.

Schließung TSTG Schienen Technik

Der Vorstand der voestalpine AG hat am 13. März 2012 beschlossen, die Schienenproduktion am Standort der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG ("TSTG") in Duisburg zu schließen. Der Grund dafür liegt in der mangelnden Wirtschaftlichkeit des Standortes, die einerseits bedingt ist durch die fehlende eigene Vormaterialversorgung und andererseits durch massive Überkapazitäten im Standardschienenbereich in Europa und den damit in Zusammenhang stehenden permanenten Druck auf das Preisniveau. Schon in den vergangenen Jahren hatte die TSTG vor diesem Hintergrund mit sinkender Auslastung zu kämpfen und zuletzt hohe Verluste geschrieben. Die Schließung soll frühestens zum Ende des Jahres 2012 erfolgen. Alle bestehenden Kundenaufträge werden wie vertraglich vereinbart ausgeführt. Die Geschäftsführung der TSTG hat mit den Arbeitnehmervertretern Verhandlungen über einen Sozialplan aufgenommen. Auch Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung in anderen Unternehmen des Konzerns werden geprüft.

Squeeze-out BÖHLER-UDDEHOLM – Überprüfung der Barabfindung

Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung der Minderheitsaktionäre der 2007 mehrheitlich erworbenen BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde am 24. November 2011 ein Vergleich abgeschlossen. Darin verpflichtete sich die voestalpine AG zur Nachzahlung eines Betrages von 6,50 EUR je Aktie zuzüglich Zinsen in Höhe von 5,19 % ab 24. Juni 2008 (Tag des Squeeze-out-Beschlusses in der Hauptversammlung der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft) an die von der Zwangsabfindung betroffenen Aktionäre. Weiters verpflichtete sich die voestalpine AG zur Zahlung der Verfahrenskosten und der Anwaltskosten der Antragsteller. Der Vergleich bedurfte zu seiner Wirksamkeit noch der Genehmigung durch das zuständige Gericht. Diese Genehmigung erfolgte Anfang Mai 2012 und unmittelbar im Anschluss daran wurde der Nachzahlungsbetrag samt Zinsen an die ehemaligen Minderheitsaktionäre der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft ausbezahlt.

Die Gesamtkosten für die Barabfindung waren bereits im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 fast zur Gänze rückgestellt. Im Zuge des vorliegenden Jahresabschlusses wurde der Basisbetrag direkt gegen Eigenkapital verrechnet, der mit der Abfindung verbundene Zinsaufwand ist im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung in den Finanzaufwendungen erfasst.

Kartellverfahren Bahnoberbaumaterial

Auf Grund von Kartellabsprachen im Vertrieb von Schienen und anderen Oberbaumaterialien in Deutschland wurde für die in diesem Bereich tätigen und betroffenen Gesellschaften des Konzerns beim deutschen Bundeskartellamt im Frühjahr 2011 eine Selbstanzeige eingereicht. Das Bundeskartellamt hat daraufhin ein Verfahren eingeleitet und im Mai 2011 bei Gesellschaften des Konzerns sowie externen Unternehmen Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das umfangreiche behördliche Ermittlungsverfahren ist derzeit noch im Gang.

Der Vorstand der voestalpine AG hat am 13. März 2012 beschlossen, eine entsprechende Rückstellung für dieses Kartellverfahren sowie für die Schließung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG zu bilden. Aus heutiger Sicht sind mit dieser Rückstellung in Höhe von 205 Mio. EUR sämtliche finanziellen Risiken sowohl im Zusammenhang mit diesem Kartellverfahren als auch mit der Schließung der Schienenproduktion in Duisburg abgedeckt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Dazu verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang unter Punkt 30.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit des voestalpine-Konzerns stellte sich im Geschäftsjahr 2011/12 deutlich dynamischer dar als im Jahr zuvor: Das Gesamtinvestitionsvolumen stieg – getragen von einer Erhöhung in allen Divisionen – um 35,9 % von 422,7 Mio. EUR auf 574,6 Mio. EUR, wovon 559,9 Mio. EUR für Sachanlagen, 12,8 Mio. EUR für immaterielle Vermögensgegenstände und 1,9 Mio. EUR für Beteiligungen und Wertpapiere Finanzanlagen aufgewendet wurden.

Im Einzelnen steigerte die Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl), auf die mit 197,8 Mio. EUR 34,4 % des konzernalen Investitionsvolumens entfallen, ihre Investitionsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr (152,6 Mio. EUR) um 29,6 %. Im Mittelpunkt stand das mehrjährige, auf die langfristige Erschließung neuer Produktdimensionen und -qualitäten ausgerichtete Investitionsprogramm "L6" am Standort Linz, das nach der erfolgreichen Fertigstellung der letzten großen Vorhaben – Umbau der Breitbandstraße und Neuerrichtung der Stranggießanlage CC7 (Inbetriebnahme jeweils im Sommer 2011) sowie Bau eines neuen Tiegelgasgasometers (Frühjahr 2012) – nunmehr weitestgehend abgeschlossen ist. Für Dezember 2012 ist der Abschluss des letzten noch ausstehenden Einzelvorhabens, die Inbetriebnahme der neuen DeNOX-Anlage am Sinterband 5, vorgesehen; die Arbeiten an diesem zur Optimierung des Energiekreislaufes und der Verringerung der Emissionen im Hochofenbereich notwendigen Aggregats verlaufen plangemäß.

Darüber hinaus wurden bzw. werden auch in den Geschäftsbereichen Anarbeitung, Stahl Service Center und Gießerei erhebliche Investitionsvorhaben planmäßig realisiert; hervorzuheben ist dabei insbesondere das vor der Fertigstellung stehende neue Steel Service Center in Giurgiu, Rumänien (Investitionsaufwand rund 20 Mio. EUR).

Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 87,9 Mio. EUR erhöhte die Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl) ihre Investitionen um 46,4 % auf nunmehr 128,7 Mio. EUR und weist damit einen Anteil von 22,4 % am konzernalen Gesamtvolumen aus. Der Fokus bei den Investitionsmaßnahmen in dieser Division war im Wesentlichen auf die Beseitigung von Kapazitätsengpässen und auf die Verkürzung von Durchlaufzeiten in der Produktion gerichtet. Dazu zählte primär die Erhöhung der Kapazität bei Aggregaten zur Erzeugung umgeschmolzener Güten (ESU) sowie pulvermetallurgisch hergestellter Stähle. Hier werden im Rahmen eines zweijährigen Investitionsprojekts mit einem Volumen von rund 16 Mio. EUR am Standort Kapfenberg (Österreich) eine neue Produktionshalle errichtet, eine zweite heiß-isostatische Presse installiert sowie die Schmelz- und Verdüsungskapazität durch ein größeres Ofengefäß mit Schnellwechseleinrichtung entsprechend erhöht. Darüber hinaus wurden die Investitionen im Vertrieb auf den Ausbau des Kundenservice konzentriert. Dies betrifft insbesondere die mechanische Bearbeitung von Edelstählen mit einem Schwerpunkt am deutschen Markt.

Auch in der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme) liegt das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2011/12 mit einer Steigerung um 34,5 % von 96,1 Mio. EUR auf 129,3 Mio. EUR (dies entspricht 22,5 % des konzernalen Investitionsaufwandes) deutlich über dem Vorjahreswert. Die großen Einzelinvestitionen wurden dabei allerdings bereits in den Vorjahren erfolgreich abgeschlossen, sodass sich die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf eine Vielzahl von kleineren Vorhaben beschränkt haben. Gleichzeitig sind die Vorarbeiten für die Neuzustellung des Hochofens 4 in Donawitz (Österreich) bereits voll angelaufen. Diese Zustellung wird im Sommer des Geschäftsjahres 2012/13 planmäßig abgewickelt.

In der Profilform Division wurde die Ausbaustufe 1 (Walzanlagen, Längsteilanlage, Glühanlagen und Bandschleifanlagen) des Investitionsprojekts Kematen (Österreich) im Bereich Precision Strip erfolgreich in Betrieb genommen. Der Produktionsbetrieb der neuen Anlagen läuft – abgesehen von Optimierungsarbeiten – plangemäß. Die Infrastruktur für die Ausbaustufe 2 (Bandfertigung, insbesondere für vergütete Sägebänder) wurde bereits fertiggestellt. Die Investitionen der Profilform Division betrugen im Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt 55,4 Mio. EUR, was gegenüber dem Vorjahr (52,3 Mio. EUR) einem Zuwachs von 5,9 % und einem Anteil von 9,6 % am konzernalen Investitionsaufwand entspricht.

Mit 54,4 Mio. EUR hat die Automotive Division ihr Investitionsvolumen im Geschäftsjahr 2011/12 gegenüber dem Vorjahr (28,0 Mio. EUR) nahezu verdoppelt und damit rund 9,5 % der konzernalen Investitionsmittel in Anspruch genommen. Neben kleineren maschinellen Erneuerungen für die Herstellung von Rohrkomponenten hat die Division nunmehr auch in Linz (Österreich) mit der Herstellung gestanzter Bauteile begonnen. Dazu wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Servopressen und die erforderliche Infrastruktur in Betrieb genommen. Durch die forcierten Globalisierungsprojekte strategischer Schlüsselkunden veranlasst, wurden 2010/11 Projekte in China, den USA und Südafrika gestartet, welche auf Grund des verstärkten Trends zu komplexen Bauteilen auf Basis der Technologie "Warmumformung" in den nächsten zwei Jahren in diesen Ländern zu umfangreichen Investitionen führen werden.

Akquisitionen und Devestitionen

Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgten nur zwei kleinere, strategisch jedoch bedeutsame Akquisitionen, beide im Geschäftsbereich Weichentechnik der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme).

Das von der voestalpine BWG GmbH & Co KG mit einem Anteil von 71,0 % erworbene deutsche Unternehmen LASA Schienentechnik GmbH, Bremen, das auf Instandhaltung und Verschweißen von Straßenbahnweichen und -schienen spezialisiert ist, wurde erstmals im Geschäftsjahr 2011/12 in den Konzernabschluss miteinbezogen; sie baut damit den Nahverkehrs-Servicebereich aus.

Zum anderen wurden vom niederländischen Unternehmen Baas B.V. Anlagevermögen und Know-how für die Entwicklung und Produktion von Radsatzdiagnose- und Achserkennungssystemen auf Glasfasertechnologiebasis zur Gänze übernommen.

Die Integration beider Aktivitäten in die Weichentechnologiesparte verlief plangemäß.

Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 beschäftigte der voestalpine-Konzern 41.649 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge und Leihpersonal). Das entspricht gegenüber dem Vergleichswert zum 31. März 2011 (40.700) einem Anstieg um 949 Beschäftigte bzw. um 2,3 %. Unter Berücksichtigung von 1.263 Lehrlingen und 4.305 Leasing-Mitarbeitern beträgt der Gesamtmitarbeiterstand per Ende März 2012 47.217 Personen.

Die Beschäftigtenentwicklung wird im vorliegenden Geschäftsbericht letztmalig auf dieser Berechnungsgrundlage dargestellt. Im Sinne einer besseren Vergleichbarkeit der Daten sowohl mit jenen anderer internationaler Konzerne als auch einer höheren Aussagekraft der langfristigen Mitarbeiterentwicklung im Unternehmen selbst wird ab dem Geschäftsjahr 2012/13 auf den Indikator "Vollzeitäquivalent" (FTE) umgestellt. Bei der Kenngröße "FTE" (full-time equivalent) entspricht ein Vollzeitmitarbeiter einem Vollzeitäquivalent von 1, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt. Daraus ergibt sich per 31. März 2012 im voestalpine-Konzern ein Personalstand von 46.473 Mitarbeitern im Vollzeitäquivalent, was gegenüber dem Vorjahr (45.260 Mitarbeiter) einer Steigerung um 2,7 % entspricht.

Der Eigenpersonalstand zum 31. März 2012 liegt immer noch (um 3,2 % bzw. 1.384 Mitarbeiter) unter dem Vorkrisenniveau zum 30. September 2008. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass personelle Bedarfe nach wie vor in erheblichem Ausmaß durch Leiharbeitskräfte abgedeckt werden, um auf die tendenziell gestiegene Volatilität von Nachfrageschwankungen möglichst flexibel reagieren zu können. Die Zahl der Leiharbeitskräfte hat sich demzufolge im abgelaufenen Geschäftsjahr um 6,7 % von 4.036 auf 4.305 Personenjahre erhöht.

Das Verhältnis von in Österreich tätigen zu "internationalen" Mitarbeitern ist im Geschäftsjahr 2011/12 unverändert geblieben. Mit 53,5 % (22.297 Personen) ist die Mehrheit der Beschäftigten an Konzernstandorten außerhalb Österreichs tätig, auf inländische Standorte entfallen damit 19.352 Mitarbeiter bzw. 46,5 %.

Darüber hinaus bildete der voestalpine-Konzern zum 31. März 2012 weltweit 1.263 Lehrlinge aus (davon bereits 36,4 % an internationalen Standorten). Gegenüber dem Vorjahr (1.330 Lehrlinge) entspricht dies einem Rückgang um 5,0 % oder um 67 Jugendliche.

Stahlstiftung in Österreich

Die 1987 gegründete Stahlstiftung bietet ausgeschiedenen voestalpine-Mitarbeitern aus praktisch allen österreichischen Konzerngesellschaften die Möglichkeit, Aus- und Weiterbildungen zur beruflichen Neu- bzw. Aufqualifizierung für die Dauer von bis zu vier Jahren zu absolvieren. Neben der Abfederung sozialer Folgen von Arbeitsplatzverlusten kann damit die Suche nach neuer Beschäftigung bestmöglich begleitet und unterstützt werden. Im Geschäftsjahr 2011/12 haben 85 % der arbeitsuchenden Teilnehmer mithilfe der Stahlstiftung auch tatsächlich einen neuen Arbeitsplatz gefunden.

Mit 31. März 2012 befanden sich 506 Personen in Betreuung der Stahlstiftung, das sind um 18,3 % weniger als im Jahr zuvor. Die Stahlstiftung steht darüber hinaus auch externen Unternehmen offen, deren Anteil zuletzt bei 36,4 % der Teilnehmer lag.

Bildungskarenz in Österreich

Im Zuge der Finanzkrise hat die Stahlstiftung als zusätzliche Leistung auf maximal zwölf Monate befristete "Bildungskarenzaktivitäten" zur Aufqualifizierung von Mitarbeitern organisiert und zum überwiegenden Teil auch finanziert. Die Zugangsmöglichkeit zu diesem Angebot wurde im Zuge der konjunkturellen Normalisierung bereits im Dezember 2010 eingestellt, mit Beginn des Kalenderjahres 2012 ist nun auch der letzte Teilnehmer aus diesem Angebot ausgeschieden. Nach Ende der Bildungsmaßnahmen ist im Normalfall die Rückkehr in die Stammgesellschaft gewährleistet. 97 % der Teilnehmer nahmen nach Abschluss die Tätigkeit in ihrem Unternehmen wieder auf.

Mitarbeiterbeteiligung

Im Herbst 2011 beging der voestalpine-Konzern das zehnjährige Jubiläum seines seit Einführung viel beachteten Mitarbeiterbeteiligungsmodells. Ausgehend von Österreich wurde das Modell mittlerweile auf Konzerngesellschaften in Großbritannien, Deutschland, Polen, Belgien und den Niederlanden ausgedehnt. Im laufenden Geschäftsjahr ist die schrittweise Einbeziehung weiterer Unternehmen bzw. Länder vorgesehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 sind über die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung insgesamt 22.400 Mitarbeiter an der voestalpine AG beteiligt und halten rund 20,1 Mio. Stück Aktien. Mit einem Anteil von 11,9 % am Grundkapitel sind die Mitarbeiter durch generelle Stimmrechtsbündelung der zweitgrößte Kernaktionär der voestalpine AG.

Ebenfalls im Wege der Stiftung werden darüber hinaus rund 1,6 Mio. Stück Privataktien von ehemaligen und aktuellen Konzernmitarbeitern (das entspricht knapp 1 % der stimmberechtigten Aktien) verwaltet.

Insgesamt befinden sich derzeit somit annähernd 13 % des Grundkapitals der voestalpine AG im Eigentum ihrer Mitarbeiter, dieser Wert blieb gegenüber dem Vorjahr praktisch unverändert.

Schwerpunkte der Human Resources-Aktivitäten

Lehrlingsausbildung

Die voestalpine-Gruppe bekennt sich zur eigenen Lehrausbildung und hat diese auch in konjunkturell schwierigen Phasen auf höchstem Standard kontinuierlich beibehalten. Derzeit werden die Aktivitäten in Bezug auf die Berufsausbildung Jugendlicher sowohl in Österreich als auch international fortgesetzt, wobei vor allem auch die zielgruppengemäße Kommunikation im Vordergrund steht. So wird eine eigene Website eingerichtet, die gezielte Informationen etwa über sämtliche angebotenen Lehrberufe oder alle ausbildenden Standorte bündelt. Einen immer wichtiger werdenden Ansprechkanal für junge Menschen stellen die sozialen Medien dar, die aktuell einen Schwerpunkt in der Kommunikationsentwicklung bilden.

Führungskräfteentwicklung

An der konzernweiten Führungskräfteentwicklung unter der Bezeichnung "value:program" nahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 121 Führungskräfte des Konzerns aus 17 Ländern teil. Das Programm wurde um eine Ausbildungsstufe für das Top-Management, die sogenannte "visionstage", erweitert, die sich gezielt mit langfristigen strategischen Herausforderungen befasst. Für die innovative Konzeption dieser Stufe wurde die voestalpine AG mit dem österreichischen Human Ressource Award ausgezeichnet und auch für den Europäischen Human Resources Award nominiert.

High Mobility Pool

Die Ausbildung im Rahmen des "High Mobility Pool", die im vergangenen Jahr vor allem im Hinblick auf die forcierte Internationalisierung und modernisierte Inhalte neu konzipiert wurde, wird auf Grund der äußerst positiven Resonanz konsequent weitergeführt. Dieser Pool bietet "High Potentials" aus Europa mit einigen Jahren Berufserfahrung die Möglichkeit, den voestalpine-Konzern über konkrete Projekte in den einzelnen Divisionen und Bereichen kennenzulernen.

Personalmarketing

Für die hohen Standards des HR-Bereichs sowie die intensivierten Personalmarketingmaßnahmen des Konzerns wurde die voestalpine AG mit einer Reihe von Auszeichnungen bedacht. So erreichte das Unternehmen bei der CAREER'S BEST RECRUITER'S Studie 2011/12 erneut den 1. Platz in der Branche Eisen/Metall, wurde mit dem "goldenen Siegel" ausgezeichnet und konnte darüber hinaus den 1. Rang auch im Vergleich mit Deutschland behaupten. Insgesamt wurden jeweils 500 österreichische und 500 deutsche Unternehmen in 22 Branchen untersucht und in Bezug auf den Online- und Offline-Auftritt des Unternehmens sowie auf die Bewerbungsresonanz bewertet. Besonders hervorgehoben wurde von der Jury das Online-Bewerbungsportal des voestalpine-Konzerns, das derzeit von Gesellschaften aus Österreich, Deutschland und den Niederlande genutzt wird und schrittweise auf weitere Länder ausgeweitet werden soll.

Rohstoffe

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch eine stark zunehmende Preisvolatilität bei den für die Stahlerzeugung relevanten Rohstoffen geprägt. Nach massiven Preissprüngen bereits im Geschäftsjahr 2010/11 vor allem bei Eisenerz – allein im April 2010 kam es zu einer Preiserhöhung um 70 % – verteuerte sich zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 auch die metallurgische Kohle erheblich, vor allem bedingt durch Überschwemmungen im Nordosten Australiens und eine damit temporär verbundene Angebotsverknappung. Analog zur konjunkturbedingt sinkenden Stahlnachfrage gaben allerdings im Herbst 2011 die Preise für Koks, Kokskohle und schließlich auch für Eisenerz um bis zu 25 % nach und traten damit in eine generell volatilere Phase ein. Die Preisbewegungen bei Schrott fielen hingegen im Jahresverlauf deutlich moderater aus. Alles in

Niveau. Auch die Tendenz auf Herstellerseite zu immer kürzeren Preisbildungszeiten bei Erz und Kohle – bis hin zu Tagespreisen – setzt sich weiter fort, wobei es den Stahlunternehmen zwischenzeitlich jedoch weitgehend gelungen ist, ihrerseits die Verträge mit den Kunden ebenfalls entsprechend flexibler zu gestalten und sich damit auch gegen kurzfristige Preisschwankungen bei Rohstoffen

besser als in der Vergangenheit abzusichern.

allem blieben die Rohstoffpreise im Geschäftsjahr 2011/12 aber insgesamt immer noch auf hohem

Mittel- bis langfristig sollten sich die wichtigsten Rohstoffe auf einem zwar weiterhin hohen, aber insbesondere bei Kohle, Koks und Eisenerz doch deutlich unter den bisherigen Spitzenwerten liegenden Niveau entwickeln. Getrieben durch die Bedarfs- und Preisentwicklung der vergangenen Jahre wurden zum einen angebotsseitig sowohl von etablierten als auch von neuen Anbietern umfangreiche zusätzliche Minenkapazitäten erschlossen, die in den kommenden Jahren sukzessive in Betrieb gehen. Zum anderen hat gleichzeitig auch eine Reihe von Stahlunternehmen ihre Rückwärtsintegration stark vorangetrieben. Beide Faktoren sollten sich mittelfristig preisdämpfend auswirken.

Die langfristige Strategie des voestalpine-Konzerns zielt auf eine weiterhin konsequente Diversifikation von Bezugsquellen in sämtlichen Rohstoffkategorien ab, um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Eine über das bestehende Ausmaß hinausgehende Rückwärtsintegration ist nicht geplant.

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf 116,7 Mio. EUR. Auf Grund der kontinuierlichen Effizienzsteigerung auch im Bereich der F&E-Organisation konnte das zur Verfügung gestellte F&E-Budget von über 120 Mio. EUR – bei konsequenter Umsetzung aller geplanten Vorhaben – damit erheblich unterschritten werden.

Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 verfügt der voestalpine-Konzern über ein Forschungsund Entwicklungsbudget von 132,3 Mio. EUR, das entspricht einer weiteren Anhebung der Mittel für Technologie und Innovation um 9,4 % auf den nun mit Abstand höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. In der langfristigen Betrachtung steigerte die voestalpine-Gruppe ihre F&E-Aufwendungen in den vergangenen zehn Jahren um durchschnittlich 11 % pro Jahr.

Die Forschungsquote des Konzerns (Anteil der F&E-Aufwendungen am Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2011/12 bei 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %), der F&E-Koeffizient (F&E-Aufwendungen gemessen an der Wertschöpfung) betrug 2,61 % (Vorjahr: 2,55 %).

Der strategischen Ausrichtung des Konzerns entsprechend liegen die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte auf anspruchsvollsten Produkt- und Werkstofflösungen für Anwendungen in den Bereichen Mobilität und Energie. Im Vordergrund steht die Entwicklung innovativer Komplettlösungen, die optimalen Kundennutzen bei gleichzeitig reduzierten Lebenszykluskosten gewährleisten.

Eine der zentralen Stärken des Konzernverbundes stellt die Verbindung aller dazu erforderlichen Kompetenz- und Wertschöpfungsschritte dar; so geht die Werkstoffentwicklung typischerweise mit der Weiterentwicklung von Verarbeitungstechnologien (wie Umform- oder Fügeprozessen), Werkzeugstahlqualitäten und Schweißzusatzwerkstoffen einher.

Aktuelle Forschungsund Entwicklungs-Highlights

Zu den bedeutendsten Innovationen, die daraus entstanden, zählt zweifellos die "phs®-ultraform"- Technologie, die im Frühjahr 2012 im Rahmen des Genfer Automobilsalons erstmals der breiten Fachwelt präsentiert wurde. Die Abkürzung "phs" steht für "press hardening steel". Sie bezeichnet insbesondere sicherheitsrelevante Automobilbauteile, die trotz Leichtbauweise höchste Festigkeit (bis 1.800 Megapascal), kathodischen Korrosionsschutz sowie die Möglichkeit, Platinen mit unterschiedlichsten Festigkeits- und Dickenkombinationen ("tailored property parts") zu verarbeiten, bieten. "phs®-ultraform" leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Thema automobiler Leichtbau und ist damit unter anderem auch für Anwendungen in der Elektromobilität prädestiniert. Nach der bereits äußerst erfolgreichen

Forschungsaufwendungen des voestalpine-Konzerns

Markteinführung des "indirekten" Herstellungsverfahrens gelang im Geschäftsjahr 2011/12 ein weiterer entscheidender Durchbruch, der nunmehr auch die Produktion derartiger Bauteile im Wege des "direkten Prozesses" ermöglicht.

Die bereits in der Bauindustrie erfolgreich eingeführte Zink-Magnesium-Beschichtung von Stahlband und Profilen leistet einen hervorragenden Beitrag zur Ressourcenschonung: Zinkoberflächen werden durch eine Zulegierung von Magnesium in ihrer Korrosionsbeständigkeit stark verbessert, was eine Reduzierung der Schichtdicke bei gleichbleibender Schutzwirkung

ermöglicht. Derzeit erfolgt die Weiterentwicklung dieser Beschichtungstechnologie für den Einsatz auch im Automobilbereich.

Die auf Basis des speziellen Gefüges Bainit neu entwickelte Hochleistungsschiene befindet sich zurzeit in der intensiven und langwierigen Phase der Gleis- und Zulassungstests. Erste Ergebnisse haben gegenüber den perlitischen Referenzschienen bisher das – erwartete – fehlerfreie Verhalten bewiesen.

Die bereits im Vorjahr als "Best Service Provider of the Rail Industry" ausgezeichnete voestalpine VAE-Gruppe, Weltmarktführer in der Weichentechnologie, wurde im Februar 2012 mit einer weiteren internationalen Anerkennung bedacht: Dem Unternehmen wurde für die Entwicklung einer auf die speziellen Wüstenklimabedingungen ausgerichteten Heißläufer- und Festbremsortungsanlage der renommierte "Middle East Rail Award" in der Kategorie "Most Innovative Use of Technology" überreicht.

Das laufende Konzernprojekt "Kraftwerk 50plus" zielt als weiteres wichtiges F&E-Vorhaben auf die Erhöhung des Wirkungsgrades thermischer Kraftwerke ab. Durch neue bzw. verbesserte Werkstoffe und daraus gefertigte Komponenten wurde es bereits möglich, den Wirkungsgrad in Dampfkraftwerken von 42 % auf 52 % zu erhöhen. Wie schon bei den bereits dargestellten Mobilitätsinnovationen handelt es sich bei diesen Entwicklungen ebenfalls weitgehend um technologisch einzigartige Neuheiten, die in dieser Form weltweit nur vom voestalpine-Konzern angeboten werden.

Im Bereich erneuerbarer Energien ist das von voestalpine Polynorm B.V. entwickelte Photovoltaiksystem für Flachdächer hervorzuheben, das unter dem Markennamen "iFIX" erfolgreich auf den Markt gebracht wurde. Es zeichnet sich vor allem durch optimale Bauform sowie geringsten Montageaufwand auf der Baustelle aus.

Die Profilform Division hat darüber hinaus der Anforderung nach witterungsbeständigen Rohrquerschnitten für Aufständerungen von Photovoltaikanlagen durch die Entwicklung eines korrosionstechnisch optimierten und zum Patent angemeldeten Querschnitts aus bandbeschichtetem Stahlband Rechnung getragen. Mit der Entwicklung und Markteinführung eines Systems zur werkzeuglosen Befestigung von Systemquerschnitten durch Metsec plc (Großbritannien) konnte die Wettbewerbsfähigkeit durch Verringerung des Montageaufwands wesentlich gesteigert werden.

Darüber hinaus nimmt auch die weitere Optimierung von Ressourcen in der Produktion einen nach wie vor hohen Stellenwert in der F&E-Tätigkeit des Konzerns ein. So wurde im Edelstahlwerk von Hagfors (Schweden) eine Methode entwickelt, um das Legierungsmittel Ferro-Molybdän durch günstigere Zusatzstoffe zu ersetzen und damit bei gleicher Wirkung auch noch ein erheblich höheres Ausbringen zu erzielen.

Zu den Höhepunkten der globalen Forschungsund Entwicklungskooperationen mit wissenschaftlichen Partnern wird auf die Darstellungen in den bisherigen Aktionärsbriefen zum Geschäftsjahr 2011/12 verwiesen.

Umwelt

Die umweltspezifischen Investitionen des voestalpine-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/12 auf rund 32 Mio. EUR1 und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 20 Mio. EUR. Auch der laufende Aufwand für den Betrieb und die Erhaltung von Umweltschutzanlagen überstieg mit 212 Mio. EUR den Vergleichswert des vergangenen Jahres (194 Mio. EUR). Insgesamt wendete der voestalpine-Konzern somit im Geschäftsjahr 2011/12 rund 244 Mio. EUR (2010/11: 214 Mio. EUR) für direkt umweltbezogene Maßnahmen (einschließlich rund 10 Mio. EUR für CO2-Zertifikate) auf.

Schwerpunkte der Umweltmaßnahmen im Geschäftsjahr 2011/12

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde konzernweit erneut eine Reihe umweltrelevanter Aktivitäten umgesetzt. Die Schwerpunkte lagen dabei in den Bereichen Energie- und Rohstoffeffizienz, Luft- und Wasseremissionen sowie Abfallvermeidung und -wiederverwertung.

Die Umweltmaßnahmen am Konzernstandort Linz (Steel Division) betrafen insbesondere die Verbesserung der Kokereigasgewinnung zur Verwertung im integrierten Hüttenwerk, die Verringerung gefährlicher Abfälle im Bereich der Sinteranlage um rund ein Drittel sowie neue Vorhaben zur Optimierung der Wasserwirtschaft und

zur weiteren Reduktion von Staubemissionen im gesamten Produktionsprozess. Darüber hinaus wurde in der Gießerei eine deutliche Verringerung der Abfälle bei gleichzeitiger Erhöhung der Rohstoffeffzienz erreicht. Mit dem Einbau einer zweiten Trennstufe bei der bestehenden Alt-Chromitsandtrennanlage wird der Verbrauch von Neusand künftig um bis zu 10 % gesenkt.

Am schwedischen Produktionsstandort Hagfors der Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl) wurde mit dem Umstieg von Erdöl und Flüssiggas auf das umweltfreundlichere Erdgas als Energieträger eine substanzielle Verminderung spezifischer Emissionen (Stickstoffoxide, Schwefeldioxid und Staub) erzielt. Unter einer Reihe von weiteren Optimierungsmaßnahmen ist der Umbau eines Ofens auf die neue regenerative Brennertechnologie, verbunden sowohl mit ökologischen als auch ökonomischen Vorteilen, hervorzuheben. An den Divisionsstandorten Kapfenberg (Österreich) und Villares (Brasilien) standen umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktion im Vordergrund.

In der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme) wird am österreichischen Standort Zeltweg durch den Einsatz eines neuen Filterkonzepts die Abluft zahlreicher Schweiß- und Schleifprozesse gereinigt und kann dadurch während der Heizsaison in die Hallen rückgeführt werden. Insgesamt können durch

1 Basis: österreichische Konzernstandorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt.

Entwicklung der Umweltaufwendungen1

die bis zu 100.000 m³/h rückgeführte Luft jährlich ca. 1.100 MWh Heizwärme gespart werden. Der Standort Zeltweg wird damit überwiegend mit Fernwärme aus Biomasse und Abwärmenutzung (das heißt weitgehend CO2-neutral) beheizt. Auch in den Geschäftsbereichen Stahl und Schweißtechnik der Metal Engineering Division wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weitere Maßnahmen zur Emissionsreduktion gesetzt.

Auch in den Gesellschaften der nunmehrigen Metal Forming Division stellen die weitere Erhöhung der Energieeffizienz und Luftreinhaltungsmaßnahmen einen permanenten operativen Schwerpunkt dar. Darüber hinaus erfolgen dort auch über die Produktentwicklung immer wieder wesentliche Beiträge zur nachhaltigen Optimierung des Ressourceneinsatzes. So wurden etwa am britischen Standort Birmingham neuartige Profile für modulare Systeme entwickelt, deren Vorteile vor allem in einer erheblichen Gewichtsreduktion im Vergleich zum bisher verwendeten Standard und in einer rund 10%igen Einsparung der Materialbeschichtung liegen.

Umweltpolitische Schwerpunkte

Der von der Europäischen Kommission im Dezember 2010 erstellte Entwurf des Zuteilungsmechanismus für CO2-Emissionszertifikate, der für den Zeitraum von 2013 bis 2020 gilt und

1 Basis: österreichische Konzernstandorte, da hier der weitaus größte Teil der umweltsensiblen Emissionen des Konzerns anfällt. EU-weit einheitliche Benchmark-Werte festlegt, wurde nach Beschlussfassung durch den EU-Ministerrat und das Europäische Parlament am 17. Mai 2011 veröffentlicht. In der Folge ist auch die nationale Umsetzung in Österreich durch eine Verordnung des Umweltministers erfolgt. Der festgelegte Zuteilungsmechanismus wurde jedoch vom europäischen Stahlverband EUROFER und einer Reihe von Mitgliedsunternehmen, darunter der voestalpine AG, angefochten. Die entsprechenden Klagen, die im Juli 2011 beim EU-Gerichtshof eingebracht wurden, sind insbesondere gegen die mit den heutigen technischen Möglichkeiten nicht erreichbaren spezifischen CO2-Emissionsvorgaben gerichtet.

Das langfristig wohl auf europäischer Ebene bedeutsamste und im Hinblick auf die Zukunft der energieintensiven Industrien in Europa bedeutendste Thema stellen die von der EU-Kommission skizzierten "Roadmaps 2050" dar. Diese sehen bis 2050 eine weitgehend kohlenstofffreie Energieerzeugung und Realwirtschaft in Europa vor. Die konkrete Festlegung der Reduktionspfade zur Erreichung dieses Ziels sowie die Beurteilung auf Branchenebene stehen noch aus. Der europäische Stahlverband EUROFER bringt sich in die diesbezüglichen Diskussionen entsprechend ein, wobei vor allem weitere preistreibende Eingriffe in den bestehenden EU-Zertifikatehandel und eine neuerliche drastische Verschärfung der Emissionsreduktionsziele im Gefolge der "Roadmap"-Diskussionen verhindert werden sollen. Im voestalpine-Konzern werden derzeit die Zielsetzungen und Risiken im Detail evaluiert, aber auch auf mögliche langfristige Chancen und Potenziale im Hinblick auf die strategische Positionierung des Konzerns (etwa in Bezug auf neue, innovative Werkstoffe und Technologien) untersucht.

In Bezug auf die bereits in den bisherigen Veröffentlichungen ausführlich behandelten Themenbereiche Post-Kyoto/Weltklimakonferenz 2011, Life Cycle Assessment, REACH (Verordnung zur Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien) und Industrieemissionsrichtlinie (IERL) 2010/75/EU wird auf Grund des im Wesentlichen unveränderten Standes auf die letzten drei Aktionärsbriefe zum Geschäftsjahr 2011/12 verwiesen.

Risikomanagement

Risikomanagement, wie es im voestalpine-Konzern bereits seit dem Geschäftsjahr 2000/01 betrieben wird, dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes als auch der Wertsteigerung und stellt damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar.

Das zwischenzeitlich mehrfach aktualisierte und laufend erweiterte Risikomanagementsystem ist in Form einer allgemeinen und konzernweit gültigen Verfahrensanweisung verankert. Der systematische Risikomanagementprozess trägt dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Abwendung beziehungsweise Vermeidung von Gefahren zu ergreifen.

Durch Inkrafttreten des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes 2008 und der damit verbundenen erhöhten Bedeutung des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie des Risikomanagementsystems wurde im Rahmen des Aufsichtsrates der voestalpine AG ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der sich unter anderem kontinuierlich mit Fragen zum Risikomanagement und zum Internen Kontrollsystem (IKS) bzw. deren Überwachung befasst.

Sowohl das Risikomanagement als auch das Interne Kontrollsystem sind im voestalpine-Konzern integrierte Bestandteile bestehender Managementsysteme. Die Interne Revision überwacht die Betriebs- und Geschäftsabläufe sowie das Interne Kontrollsystem und agiert in der Berichterstattung und bei der Wertung der Prüfungsergebnisse als unabhängiger unternehmensinterner Bereich weisungsfrei.

Risikomanagement erstreckt sich sowohl über die strategische als auch die operative Ebene und ist damit ein maßgebliches Element für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Das strategische Risikomanagement dient der Evaluierung und Absicherung der strategischen Zukunftsplanungen. Die Strategie wird auf Konformität mit dem Zielsystem überprüft, um wertsteigerndes Wachstum durch bestmögliche Ressourcenallokation sicherzustellen.

Das operative Risikomanagement basiert auf einem revolvierenden Prozess, der mindestens einmal jährlich konzernweit einheitlich durchlaufen wird. Die Bewertung identifizierter Risiken erfolgt anhand einer Bewertungsmatrix mit Beurteilung der möglichen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dokumentiert werden im Wesentlichen Betriebs-, Umwelt-, Markt-, Beschaffungs-, Technologie-, finanzielle und IT-Risiken. Unterstützt wird dieser Prozess durch ein spezielles webbasiertes IT-System.

Die schon im Geschäftsbericht 2010/11 dargestellten Vorsorgemaßnahmen in den wesentlichen Risikofeldern haben nach wie vor Gültigkeit. Es sind dies:

Rohstoffverfügbarkeit

Zur Absicherung der Rohstoff- und Energieversorgung in den erforderlichen Mengen und Qualitäten verfolgt der voestalpine-Konzern bereits seit Jahren eine den erhöhten Risiken entsprechende diversifizierte Beschaffungsstrategie. Langfristige und enge Lieferbeziehungen, die Ausweitung des Lieferantenportfolios sowie der kontrollierte Ausbau der Eigenversorgung bilden dabei die Kernelemente, die angesichts der tendenziell immer höheren Volatilität auf den Rohstoffmärkten ständig an Bedeutung gewinnen (Näheres dazu im Kapitel "Rohstoffe" dieses Geschäftsberichtes).

Richtlinie zur Rohstoffpreisabsicherung

Im Zuge des Rohstoffpreisrisikomanagements werden laufend die Auswirkungen von Schwankungen am Rohstoffmarkt auf das operative Ergebnis ermittelt. Darauf aufbauend und unter Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten des jeweiligen Rohstoffes werden Preissicherungen in Form von Lieferverträgen mit Fixpreisvereinbarung oder in Form von derivativen Finanzkontrakten vorgenommen. Eine interne Richtlinie regelt dabei konzernweit die Vorgehensweise im Einzelnen.

CO2-Thematik

Risiken in Bezug auf CO2 werden gesondert im Kapitel "Umwelt" dieses Geschäftsberichtes behandelt.

Ausfall von IT-Systemen

Die Servicierung der Geschäfts- und Produktionsprozesse, die großteils auf komplexen Systemen der Informationstechnologie basieren, wird von einer zu 100 % im Eigentum der Konzernholding voestalpine AG stehenden und auf IT spezialisierten Gesellschaft ("voestalpine group-IT GmbH") wahrgenommen.

Auf Grund der Bedeutung von IT-Sicherheit bzw. zur Minimierung möglicher IT-Sicherheitsrisiken wurden in der Vergangenheit sicherheitstechnische IT-Mindeststandards erarbeitet, deren Einhaltung jährlich in Form eines externen Audits überprüft wird. Um das Risiko des unautorisierten Eindringens in IT-Systeme und IT-Anwendungen weiter zu reduzieren, werden zusätzlich periodische Penetrationstests durchgeführt.

Ausfall von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Anlagen werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulung der Mitarbeiter sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Anlagenbereich.

Wissensmanagement

Zur nachhaltigen Sicherung des Wissens, insbesondere zur Absicherung vor Know-how-Verlust, werden seit vielen Jahren entsprechende Projekte verfolgt, die auch konsequent weiterentwickelt werden. Grundsätzlich erfolgt eine permanente Dokumentation des vorhandenen Wissens, in die neue Erkenntnisse aus wesentlichen Prozessen oder Projekten, aber auch aus ungeplanten Vorfällen im Sinne von "lessons learned" entsprechend eingearbeitet werden. Detaillierte, ITgestützte Prozessdokumentationen stellen dabei ein zentrales Element zur Wissenssicherung dar.

Risiken aus dem Finanzbereich

Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition sind in Bezug auf das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für den Finanzbereich der einzelnen Konzerngesellschaften. Finanzielle Risiken werden ständig beobachtet, quantifiziert und – wo sinnvoll – abgesichert. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und der Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten, die ausschließlich in Verbindung mit einem Grundgeschäft verwendet werden.

Im Einzelnen werden Finanzierungsrisiken durch folgende Maßnahmen abgesichert:

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken bestehen im Allgemeinen darin, dass ein Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Tilgung der im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Die bestehenden Liquiditätsreserven versetzen die Gesellschaft in die Lage, ihren Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend erstellt wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken durch das zentrale Konzern-Treasury ermittelt.

Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können. Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch Kreditversicherungen und bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Ausfallsrisiken aus dem verbleibenden Eigenrisiko werden auch durch Monitoring und engen Kontakt mit den Kunden verringert und sind im Übrigen vor allem auch auf Grund der Krisenerfahrungen der letzten Jahre als vergleichsweise gering einzuschätzen. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive. Per 31. März 2012 waren 77 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über eine Kreditversicherung gedeckt.

Währungsrisiko

Eine Absicherung erfolgt im Konzern zentral durch den Abschluss von derivativen Sicherungsinstrumenten über das Konzern Treasury. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 % der budgetierten Zahlungsströme innerhalb der nächsten zwölf Monate.

Zinsrisiko

Die Zinsrisikobeurteilung erfolgt für den gesamten Konzern zentral in der voestalpine AG. Hier wird im Wesentlichen unterschieden zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Die Strategie zielt darauf ab, durch simultane Steuerung des Zinsänderungsrisikos und der Zinssensitivität die Auswirkungen von Zinsschwankungen unter Beachtung des Zinsaufwands zu minimieren. Ausgehend vom Stichtag 31. März 2012 würde ein Anstieg des Zinsniveaus um 1 % zu einer Erhöhung des Nettozinsaufwands im nächsten Geschäftsjahr um 2,8 Mio. EUR führen.

Preisrisiko

Eine Preisrisikobeurteilung findet ebenfalls in der voestalpine AG statt. Zur Quantifizierung des Zins- und Währungsrisikos werden insbesondere Szenarioanalysen, aber auch das Value-at-Risk-Konzept verwendet. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb des nächsten Geschäftstages und innerhalb eines Jahres ermittelt. Dabei werden die Korrelationen der einzelnen Währungen zueinander berücksichtigt. Im Zinsmanagement wird zusätzlich die "present value basis point"- Methode angewandt.

Wirtschafts- und Finanzkrise

Basierend auf den Erkenntnissen aus der Wirtschafts- und Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009 bzw. deren Auswirkungen auf den voestalpine-Konzern wurden in den vergangenen Jahren zusätzliche – vor allem unternehmerische – Maßnahmen zur Risikominimierung gesetzt, die auch in den nächsten Jahren konsequent weiterverfolgt werden.

Diese zielen insbesondere darauf ab,

  • • die negativen Folgen selbst einer rezessiven Konjunkturentwicklung auf das Unternehmen durch entsprechende planerische Vorkehrungen zu minimieren ("Szenarioplanung"),
  • • die wettbewerbsdifferenzierende hohe Produktqualität bei gleichzeitiger permanenter Effizienzsteigerung und laufender Kostenoptimierung aufrechtzuerhalten,
  • • kontinuierlich ausreichend finanzielle Liquidität auch im Falle enger Finanzmärkte zur Verfügung zu haben sowie
  • • das innerbetriebliche Know-how im Hinblick auf den langfristigen Ausbau der Qualitätsund Technologieführerschaft noch effizienter als bisher abzusichern.

Zur Verringerung oder Eliminierung der in der Vergangenheit im voestalpine-Konzern festgestellten Risiken werden laufend konkrete Maßnahmen erarbeitet und umgesetzt, die auf eine Senkung der potenziellen Schadenshöhe und/ oder eine Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit abzielen.

Es ist festzuhalten, dass die Risiken im voestalpine-Konzern aus heutiger Sicht begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Es sind keine Risiken einer zukünftigen Bestandsgefährdung erkennbar.

Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Gemäß § 243a Abs. 2 UGB in der Fassung des URÄG 2008 sind im Lagebericht von Gesellschaften, deren Aktien zum Handel auf einem geregelten Markt zugelassen sind, die wichtigsten Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Die Einrichtung eines angemessenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess liegt gemäß § 82 AktG in der Verantwortung des Vorstandes. Der Vorstand hat dazu, konzernweit verbindlich, anzuwendende Richtlinien verabschiedet.

Der dezentralen Struktur des voestalpine-Konzerns folgend ist die lokale Geschäftsführung jeder Konzerngesellschaft zur Einrichtung und Ausgestaltung eines den Anforderungen des jeweiligen Unternehmens entsprechenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess sowie für die Einhaltung der in diesem Zusammenhang bestehenden konzernweiten Richtlinien und Vorschriften verpflichtet.

Der gesamte Prozess, von der Beschaffung bis zur Zahlung, unterliegt strengen Konzernrichtlinien, welche die mit den Geschäftsprozessen in Zusammenhang stehenden Risiken vermeiden sollen. In diesen Konzernrichtlinien sind Maßnahmen und Regeln zur Risikovermeidung festgehalten, wie z. B. Funktionstrennungen, Unterschriftenordnungen sowie ausschließlich kollektive und auf wenige Personen eingeschränkte Zeichnungsberechtigungen für Zahlungen (Vieraugenprinzip).

Kontrollmaßnahmen in Bezug auf die IT-Sicherheit stellen in diesem Zusammenhang einen Eckpfeiler des Internen Kontrollsystems dar. So wird die Trennung von sensiblen Tätigkeiten durch eine restriktive Vergabe von IT-Berechtigungen unterstützt. Für die Rechnungslegung in den jeweiligen Unternehmen wird im Wesentlichen die Software SAP verwendet. Die Funktionsfähigkeit dieses Rechnungslegungssystems wird unter anderem auch durch im System eingerichtete automatisierte IT-Kontrollen gewährleistet.

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden bei voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften die Werte in das konzerneinheitliche Konsolidierungs- und Berichtssystem übernommen.

Konzernweit einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Erfassung, Buchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen sind im voestalpine-Konzernbilanzierungshandbuch geregelt und verbindlich von allen betroffenen Konzerngesellschaften einzuhalten.

Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen sind einerseits automatische Kontrollen im Konsolidierungs- und Berichtssystem als auch zahlreiche manuelle Kontrollen implementiert. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten.

Die Darstellung der Organisation des Berichtswesens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist im Controlling-Handbuch der voestalpine AG zusammengefasst.

Aus den Rechnungswesen- bzw. Controlling-Abteilungen der einzelnen Gesellschaften ergehen Monatsberichte mit Key Performance Indicators (KPI) an die Vorstände und Geschäftsführer der Gesellschaften sowie nach Genehmigung an den Bereich Corporate Accounting & Reporting zur Verdichtung, Konsolidierung und Berichtslegung an den Konzernvorstand. Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wird eine Reihe von Zusatzinformationen wie detaillierte Soll-Ist-Vergleiche in ähnlichem Ablauf berichtet. Quartalsweise erfolgen ein Bericht an den jeweiligen Aufsichtsrat oder Beirat der Gesellschaften sowie ein konsolidierter Bericht an den Aufsichtsrat der voestalpine AG.

Neben den operativen Risiken unterliegt auch die Rechnungslegung dem Risikomanagement. Mögliche Risiken in Bezug auf die Rechnungslegung werden dabei regelmäßig erhoben und Maßnahmen zu deren Vermeidung getroffen. Der Fokus wird dabei auf jene Risiken gelegt, die unternehmenstypisch als wesentlich zu erachten sind.

Die Überwachung der Einhaltung und die Qualität des Internen Kontrollsystems erfolgen laufend im Rahmen von Revisionsprüfungen auf Ebene der Konzerngesellschaften. Die Interne Revision arbeitet eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammen. Sie ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und berichtet periodisch an den Vorstand und in der Folge an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates der voestalpine AG.

Darüber hinaus unterliegen die Kontrollsysteme einzelner Unternehmensbereiche ebenfalls den Prüfungshandlungen des Wirtschaftsprüfers im Rahmen des Jahresabschlusses, soweit diese Kontrollsysteme für die Aufstellung des Konzernabschlusses und für die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung sind.

Angaben gemäß § 243a UGB

Das Grundkapital der voestalpine AG beträgt zum 31. März 2012 307.132.044,75 EUR und ist in 169.049.163 auf Inhaber lautende Stückaktien geteilt. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht (1 share = 1 vote). Der voestalpine AG sind keine Vereinbarungen ihrer Aktionäre bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken.

Die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Invest GmbH & Co OG, Linz, hält mehr als 15 %, die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung, Linz, mehr als 10 % und die Oberbank AG, Linz, mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft.

Die Stimmrechte der von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung für die Arbeitnehmer der an der Mitarbeiterbeteiligung teilnehmenden Konzerngesellschaften der voestalpine AG treuhändig gehaltenen Aktien werden durch den Vorstand der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung ausgeübt. Die Art der Ausübung des Stimmrechtes bedarf jedoch der Zustimmung des Beirates der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung. Über die Zustimmung wird im Beirat mit einfacher Mehrheit beschlossen. Der Beirat ist paritätisch von je sechs Personen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite besetzt. Dem Vorsitzenden des Beirates, der von der Arbeitnehmerseite zu besetzen ist, steht ein Dirimierungsrecht zu.

Für Befugnisse des Vorstandes, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben, wie der Erwerb eigener Aktien, genehmigtes oder bedingtes Kapital, wird auf Punkt 17 (Eigenkapital) des Anhangs zum Konzernabschluss 2011/12 verwiesen.

Die im Oktober 2007 begebene Hybridanleihe, die 400 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2009–2013, die 500 Mio. EUR festverzinsliche Schuldverschreibung 2011–2018, langfristige Finanzierungsverträge in einem anfänglichen Volumen von gesamt 2,1 Mrd. EUR, welche die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2008/09 mit nationalen und internationalen Kreditinstituten abgeschlossen hat, der im November 2011 abgeschlossene syndizierte Kredit in der Höhe von 800 Mio. EUR (400 Mio. EUR Kredit zur Festigung des Liquiditätsbedarfs von Investitionen und Tilgungen im Geschäftsjahr 2012/13 und 400 Mio. EUR Revolving Credit Facility zur Liquiditätssicherung) und das Anfang Mai 2012 abgeschlossene Schuldscheindarlehen in der Höhe von 400 Mio. EUR enthalten sogenannte Changeof-Control-Klauseln. Mit Ausnahme der Hybridanleihe steht gemäß den Bedingungen dieser Finanzierungen den Inhabern der Anleihen bzw. den Kreditgebern im Falle des Eintritts eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft das Recht zu, die Rückzahlung zu verlangen. Gemäß den Emissionsbedingungen der Hybridanleihe erhöht sich der Festzinssatz in der Höhe von 7,125 % (Zinssatz der Festzinssatzperiode) bzw. die Marge in der Höhe von 5,05 % (Zinssatz der variablen Zinsperiode) 61 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels um 5 %. Der voestalpine AG steht ein Kündigungsrecht mit Wirkung bis spätestens 60 Tage nach Eintritt eines Kontrollwechsels zu. Eine Änderung in der Kontrolle der voestalpine AG findet gemäß den Bedingungen der angeführten Anleihen und Finanzierungsverträge statt, wenn eine kontrollierende Beteiligung im Sinne des österreichischen Übernahmegesetzes erworben wird.

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.

Ausblick

Die globale Wirtschaftsentwicklung war bis zum 3. Kalenderquartal 2011 überwiegend noch von einem breiten Aufwärtstrend geprägt. Ausgenommen davon blieben nur die krisengeschüttelten Länder Südeuropas sowie die im politischen Umbruch befindlichen Staaten Nordafrikas und von Teilen des Nahen und Mittleren Ostens. Gegen Ende des Jahres setzte dann allerdings eine differenzierte Entwicklung ein: Während sich Nordamerika sowie die Märkte in Nord- und Westeuropa weiterhin relativ stabil entwickelten, begann sich die Lage im übrigen Europa – insbesondere in den südlichen Ländern – zunehmend zu verschärfen; gleichzeitig verstärkten sich Zweifel an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs in China, aber auch in wichtigen Ländern Südamerikas.

Rezessive Tendenzen in Europa als Folge einer weiteren Eskalation der Schuldenkrise vor allem in Griechenland und in Spanien sowie eine verstärkte Volatilität der chinesischen und brasilianischen Wirtschaftsentwicklung führten ab dem 4. Kalenderquartal zu zunehmender Unsicherheit über die weitere Erholung der globalen Märkte. Daran können auch vergleichsweise günstige US-Wirtschaftsdaten und eine nach den Katastrophenereignissen vom März 2011 schneller als erwartet verlaufende Erholung der japanischen Volkswirtschaft nichts ändern. Zunehmende Nervosität der Kapitalmärkte sowie anhaltende Zweifel an der Krisenresistenz der Finanzmärkte tragen zur Jahresmitte 2012 ebenfalls nicht dazu bei, das Vertrauen in eine positive Wirtschaftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf zu stärken.

Die schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinterlassen vor allem in Europa zuletzt in steigendem Ausmaß auch Spuren in der Realwirtschaft. Neben der seit den Krisenjahren 2008 und 2009 immer noch nicht wieder zu alter Stärke zurückgekehrten Bau- und Bauzulieferindustrie leiden inzwischen auch erhebliche Teile der Automobilindustrie sowie des Energiesektors unter einer zunehmenden Nachfrageschwäche, die auch durch eine weiterhin zufriedenstellende Entwicklung im Maschinenbau, der Luftfahrt und der Eisenbahninfrastruktur nicht kompensiert werden kann.

Ganz spezifische Herausforderungen zeichnen sich in diesem Umfeld für die europäische Stahlindustrie, insbesondere den Flachstahlbereich, ab: Die durch strukturelle Überkapazitäten gekennzeichnete Branche ist weit von der zu Jahresbeginn 2012 erhofften Erholung bis zum Sommer oder gar einem selbsttragenden Aufschwung im Jahresverlauf entfernt. Die massive Unterauslastung in Europa führt vor allem im Bereich der Massenstähle in Verbindung mit stark volatilen, tendenziell jedoch sinkenden Rohstoffpreisen zu wertvernichtenden Preiskämpfen.

Vor diesem Hintergrund erweist sich einmal mehr die konsequente "downstream"-Strategie des voestalpine-Konzerns in Verbindung mit dem Anspruch auf Technologie- und Qualitätsführerschaft als Schlüssel zur Differenzierung: Die heute für zwei Drittel des Konzernumsatzes verantwortlichen drei Verarbeitungsdivisionen kompensieren mit ihrer seit mehreren Quartalen weitgehend stabilen Ergebnisentwicklung in hohem Ausmaß die Volatilität der Steel Division. Sie werden damit immer mehr ergebnisbestimmend und geben den Weg vom Stahl- zum Verarbeitungs- und Technologiekonzern vor. In ergebnismäßiger Hinsicht bedeutet dies, dass für das Geschäftsjahr 2012/13 trotz des schwierigen Umfeldes im Stahlbereich auf Grund der "downstream"-Stärke des Konzerns aus heutiger Sicht wieder ein operatives Ergebnis in etwa auf dem Niveau des abgelaufenen Jahres möglich sein sollte. Letztlich wird die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf aber durch die schon hinlänglich bekannten makroökonomischen Themen Schuldenkrise, Kapitalmarktvolatilität und Finanzmarktskepsis sowie das Wachstumstempo der Schwellenländer bestimmt bleiben.

60 Jahresfinanzbericht 2011/12 Dr. Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes der voestalpine AG Leitung der Steel Division

Steel Division1

(bis 31. März 2012 Division Stahl)

Kennzahlen der Steel Division

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 3.839,3 4.130,3 7,6
EBITDA 594,7 456,9 –23,2
EBITDA-Marge 15,5 % 11,1 %
EBIT 371,5 226,5 –39,0
EBIT-Marge 9,7 % 5,5 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 10.626 10.702 0,7

4 %

Übriges Europa

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Entwicklung der europäischen Stahlindustrie war im Verlauf des Geschäftsjahres 2011/12 sowohl kostenseitig, insbesondere bei den Rohstoffen Erz und Kohle, als auch in Bezug auf die Preistrends durch eine stark zunehmende Volatilität gekennzeichnet. Die im Vergleich zum Vorkrisenniveau deutlich kürzer gewordenen Zyklen spiegeln einerseits das gegenüber der Vergangenheit ungleich vorsichtigere Bestellverhalten der Kunden, andererseits aber auch die schnellere Reaktion der Stahlhersteller (das heißt höhere Flexibilität im Hinblick auf nachfragebedingte Produktionsanpassungen) wider.

Auf gesamteuropäischer Ebene bestehen in der Stahlindustrie ungeachtet vereinzelter Stilllegungsmaßnahmen nach wie vor sehr erhebliche strukturelle Überkapazitäten insbesondere bei Standardgüten.

Die konjunkturelle Entwicklung stellte sich im Jahresverlauf sehr uneinheitlich dar: Nachdem sich die Nachfrage zu Beginn des Geschäftsjahres noch auf sehr hohem Niveau bewegte, waren die Stahlpreise auf dem Spotmarkt bereits über den Sommer rückläufig. Deutlich verzögert reagierten demgegenüber die Rohstoffpreise, die erst ab September (bei Kohle) bzw. Oktober 2011 (bei Erzen) nachzugeben begannen. Diese Konstellation noch relativ hoher Rohstoff-Einstandskosten bei bereits signifikant geringeren Erlösen im Kurzfristgeschäft hat schließlich im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 einen auch für die

Steel Division deutlich spürbaren Margendruck nach sich gezogen. Im Schlussquartal wurde eine noch weiter gehende Ergebnisbelastung nur durch ein Anziehen der Nachfrage ab der Jahreswende 2011/12 verhindert.

Gleichermaßen differenziert stellt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Entwicklung der für die Steel Division wichtigsten Kundenbranchen dar. Die europäische Automobil- und Automobilzulieferindustrie zeigte ein insgesamt positives, wenngleich regional und herstellerspezifisch unterschiedliches Bild. Dem anhaltenden "Boom" der stark exportorientierten Premiumhersteller in Deutschland stand hier ab dem Herbst insbesondere in Südeuropa eine zunehmend schwierigere Entwicklung der Klein- und Kompaktwagenhersteller gegenüber.

Der Energiesektor zeichnete sich zunächst – nicht zuletzt getrieben vom hohen Ölpreis – durch eine hohe Investitionsbereitschaft aus, allerdings war auch hier im Jahresverlauf verstärkter Konkurrenzdruck und ein damit zunehmend schwieriger werdendes Marktumfeld zu beobachten. Die rege Exporttätigkeit in außereuropäische Märkte, insbesondere nach Australien, Brasilien, Nordamerika und in den Nahen Osten, führte aber im konventionellen Energiebereich zu einer alles in allem sehr erfreulichen Entwicklung im Segment Grobblech.

Durchaus positiv entwickelte sich auch der Maschinenbau, dessen (im europäischen Vergleich dominanter) deutscher Sektor im vergangenen

1 Seit 1. April 2011 werden die beiden Tochterunternehmen voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH und Importkohle Gesellschaft m.b.H. nicht mehr im Rahmen der Steel Division gesteuert und berichtet. Im vorliegenden Konzernabschluss sind diese beiden Gesellschaften dem Geschäftssegment "Sonstige" zugeordnet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Jahr sogar ein zweistelliges Wachstum aufwies. Die Rohr- und Profilindustrie bewegte sich im Kalenderjahr 2011 auf einem stabilen, allerdings immer noch deutlich unter den Vorkrisenwerten liegenden Niveau, wohingegen sich die Absatzmengen an die europäische Hausgeräteindustrie vor dem Hintergrund des weiter steigenden Importdrucks insbesondere aus Asien gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig darstellten. Im Bereich des Stahlhandels und der Stahl-Service-Center blieb das Marktumfeld volatili-

tätsbedingt schwierig. In der Bauwirtschaft ist das europäische Gesamtvolumen im letzten Jahr zwar erneut leicht geschrumpft, zuletzt zeigten sich jedoch gewisse Stabilisierungstendenzen.

Entwicklung der Kennzahlen

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 weist die Steel Division zwar einen Anstieg der Umsatzerlöse bei gleichzeitig jedoch markantem Rückgang des operativen Ergebnisses aus. Trotz des plangemäßen Umbaustillstandes der Warmbreitbandstraße im Sommer 2011 und gedämpfter Nachfrage im darauffolgenden Herbst legten die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2011/12 um 7,6 % von 3.839,3 Mio. EUR auf 4.130,3 Mio. EUR zu. Dem stand allerdings ein markanter Einbruch des EBIT um 39,0 % von 371,5 Mio. EUR auf 226,5 Mio. EUR gegenüber, der aus einer im Vergleich zum Vorjahr insgesamt niedrigeren Auslastung bzw. rückläufigen Liefermengen sowie einer in der 2. Hälfte des Geschäftsjahres sehr gedrückten Preisentwicklung resultiert. Die EBIT-Marge sank demzufolge im Geschäftsjahr 2011/12 von 9,7 % auf 5,5 %.

Im unterjährigen Vergleich weist die Steel Division im 4. Quartal 2011/12 jedoch einen Umsatzsprung und vor allem wieder eine deutliche Ergebnisverbesserung aus: Gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal stiegen die Umsatzerlöse um 12,4 % von 995,2 Mio. EUR auf 1.118,7 Mio. EUR, wobei der neuerliche Rückgang des Preisniveaus im Kurzfristgeschäft durch erhebliche Mengensteigerungen mehr als kompensiert werden konnte. Auch ergebnismäßig lag die Steel Division im 4. Quartal 2011/12 mit einem EBIT-Anstieg von 9,9 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR deutlich besser als im Vorquartal, die EBIT-Marge erhöhte sich damit von 1,0 % im 3. Quartal auf 5,0 % im 4. Quartal 2011/12. Möglich wurde diese positive Entwicklung vor allem durch die bereits zu Beginn dieser Periode erfolgte Rückkehr zur Vollauslastung der Produktionskapazitäten.

Zum 31. März 2012 waren in der Steel Division 10.702 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent1 ) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr (10.626) entspricht dies einer leichten Steigerung des Leistungspersonalstandes um 0,7 %.

Mio. EUR 1. Quartal
2011/12
2. Quartal
2011/12
3. Quartal
2011/12
4. Quartal
2011/12
GJ
2011/12
Umsatzerlöse 1.038,3 978,1 995,2 1.118,7 4.130,3
EBITDA 155,9 116,1 68,2 116,7 456,9
EBITDA-Marge 15,0 % 11,9 % 6,9 % 10,4 % 11,1 %
EBIT 101,3 59,8 9,9 55,5 226,5
EBIT-Marge 9,8 % 6,1 % 1,0 % 5,0 % 5,5 %
Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalent)
10.382 10.571 10.408 10.702 10.702

Quartalsentwicklung der Steel Division

Quartalsentwicklung der Steel Division

Dipl.-Ing. Franz Rotter

66 Jahresfinanzbericht 2011/12 Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG Leitung der Special Steel Division

Special Steel Division

(bis 31. März 2012 Division Edelstahl)

Kennzahlen der Special Steel Division

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.631,3 2.945,0 11,9
EBITDA 388,1 429,7 10,7
EBITDA-Marge 14,7 % 14,6 %
EBIT 208,5 272,9 30,9
EBIT-Marge 7,9 % 9,3 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 11.995 12.363 3,1

Kunden der Special Steel Division

Märkte der Special Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Nach einem starken 1. Halbjahr war die 2. Hälfte des Geschäftsjahres atmosphärisch vom Übergreifen der durch die Staatsschuldenkrise in Europa und gewisse Marktschwächen in einigen Schwellenländern getriebenen Verunsicherung von der Finanz- auf die Realwirtschaft geprägt. Das Marktumfeld schwächte sich demzufolge im 3. Quartal ab, um sich allerdings gegen Ende des Geschäftsjahres doch wieder zu erfangen. Insgesamt führte das vorsichtigere und tendenziell volatile Bestellverhalten in wichtigen Abnehmerbranchen zu gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufigen Auftragseingängen.

Alles in allem verzeichnete die Special Steel Division im Geschäftsjahr 2011/12 aber eine solide Nachfrage, die vor allem von den Sektoren Automobil, Maschinenbau, Öl- und Gasexploration, Konsumgüterherstellung und Luftfahrt getragen wurde, wohingegen der Energiemaschinenbau über den gesamten Zeitraum sehr verhalten tendierte. Auf Grund einer insgesamt erfreulichen Marktentwicklung waren die Kapazitäten in den divisionalen Produktionsgesellschaften – von punktuellen Ausnahmen im 3. Quartal des Geschäftsjahres abgesehen – voll ausgelastet.

In regionaler Hinsicht stellte sich die Nachfrage nach Edelstahl und Edelstahlprodukten auf praktisch allen Kernmärkten ungebrochen stabil, im bedeutendsten Einzelabsatzmarkt Deutschland sogar ausgesprochen robust dar. Hervorzuheben ist der Umstand, dass in Asien einzelne Kundensegmente eine zurückhaltende Entwicklung verzeichneten, während gleichzeitig die USA mit deutlich höherer Dynamik im Orderverhalten die ursprünglichen Erwartungen übertreffen konnten.

Bei den einzelnen Produktsegmenten der Special Steel Division wiesen insbesondere Spezialstähle – etwa antimagnetische Schwerstangen für die Öl- und Gasförderung, aber auch Speziallegierungen, Ventilstähle und Edelbaustähle – die stärksten Steigerungen gegenüber dem Vorjahr auf. Bei Werkzeugstahl stellte sich die Bedarfsentwicklung hingegen über weite Strecken leicht rückläufig dar, in diesem Segment zog die Nachfrage erst gegen Ende des Geschäftsjahres wieder an. Im Produktbereich Schnellarbeitsstahl war der Bedarf vor allem in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres hoch, schwächte sich jedoch im Schlussquartal tendenziell ab.

Entwicklung der Kennzahlen

Die Division Edelstahl konnte im Geschäftsjahr 2011/12 signifikante Umsatz- und Ergebnissteigerungen erzielen und damit bereits wieder nahezu ihr Vorkrisenniveau erreichen.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 11,9 % von 2.631,3 Mio. EUR auf 2.945,0 Mio. EUR. Noch markanter stellte sich mit einem Plus von fast einem Drittel die Verbesserung des EBIT dar, das von 208,5 Mio. EUR auf 272,9 Mio. EUR zulegen konnte. Für das Geschäftsjahr 2011/12 ergibt sich damit ein Anstieg der EBIT-Marge von 7,9 % auf 9,3 %. Ermöglicht wurde diese erfreuliche Ergebnisentwicklung vor allem durch den Ausbau der divisionalen Kapazitäten und die damit verbundene Ausweitung der Produktions- und Versandmengen.

Im unmittelbaren Quartalsvergleich weist die Division ebenfalls eine steigende Entwicklung auf: So legten die Umsatzerlöse im 4. Quartal des Geschäftsjahres, im Wesentlichen auf Grund von Mengensteigerungen im Geschäftsbereich High Performance Metals (Werkzeugstahl), um 11,0 % von 701,9 Mio. EUR auf 779,4 Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis stieg gegenüber dem 3. Quartal sogar um 38,1 % von 55,1 Mio. EUR auf 76,1 Mio. EUR, demgemäß verbesserte sich die EBIT-Marge im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2011/12 von 7,8 % auf 9,8 %.

Zum 31. März 2012 beschäftigte die Division Edelstahl 12.363 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent1 ). Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (11.995) entspricht dies einem Zuwachs um 3,1 %.

1 Siehe Erläuterungen im Kapitel "Mitarbeiter".

Mio. EUR 1. Quartal
2011/12
2. Quartal
2011/12
3. Quartal
2011/12
4. Quartal
2011/12
GJ
2011/12
Umsatzerlöse 750,7 713,0 701,9 779,4 2.945,0
EBITDA 120,6 97,1 93,4 118,6 429,7
EBITDA-Marge 16,1 % 13,6 % 13,3 % 15,2 % 14,6 %
EBIT 82,7 59,0 55,1 76,1 272,9
EBIT-Marge 11,0 % 8,3 % 7,8 % 9,8 % 9,3 %
Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalent)
12.032 12.222 12.060 12.363 12.363

Quartalsentwicklung der Special Steel Division

Quartalsentwicklung der Special Steel Division

Mio. EUR

Geschäftsjahr 2011/12

Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer

72 Jahresfinanzbericht 2011/12 Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG Leitung der Metal Engineering Division

Metal Engineering Division

(bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme)

Kennzahlen der Metal Engineering Division

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.723,3 2.955,6 8,5
EBITDA 422,4 210,3 –50,2
EBITDA-Marge 15,5 % 7,1 %
EBIT 308,9 96,9 –68,6
EBIT-Marge 11,3 % 3,3 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 11.114 11.344 2,1

Kunden der Metal Engineering Division

in % des Divisionsumsatzes Geschäftsjahr 2011/12

Märkte der Metal Engineering Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Für die Metal Engineering Division stellte sich das Marktumfeld im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt positiv, in den einzelnen Geschäftsbereichen aber auch sehr differenziert dar.

Im Geschäftsbereich Schienentechnik setzte sich die gegensätzliche Entwicklung von Premiumqualitäten und Standardprodukten unvermindert fort. Die Auslastung des auf wärmebehandelte Spezialschienen ausgerichteten Produktionsstandortes Donawitz, Österreich, lag über das gesamte Geschäftsjahr hinweg auf hohem Niveau, wohingegen der Standort Duisburg, Deutschland, durch die sich verschärfende Situation bei Standardgüten – gekennzeichnet durch Überkapazitäten und ein damit stark sinkendes Preisniveau in Europa und einen permanent an Aggressivität zunehmenden Wettbewerb vor allem seitens asiatischer Hersteller auf den internationalen Exportmärkten – stark unter Druck geriet.

Als unmittelbare Folge dieser bereits seit einigen Jahren andauernden Entwicklung sowie der entsprechend negativen Perspektiven hat der voestalpine-Konzern Mitte März nach eingehender Analyse beschlossen, die TSTG Schienentechnik GmbH & Co KG ("TSTG") in Duisburg zu schließen. Für die damit einhergehenden Schließungskosten sowie zur Abdeckung allfälliger Risiken im Zusammenhang mit dem Schienen-Kartellverfahren in Deutschland (Näheres dazu siehe unter "Wesentliche Ereignisse im Jahresverlauf") wurden zum 31. März 2012 insgesamt 205,0 Mio. EUR an Rückstellung gebildet.

Der Geschäftsbereich Weichentechnik war von einer stabilen Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten und gleichzeitig einer sogar anhaltend hervorragenden Entwicklung in Nordamerika, Südafrika, Brasilien und Australien gekennzeichnet. Auch in China war nach der stark rückläufigen Investitionstätigkeit im Kalenderjahr 2011 zuletzt wieder eine Nachfragebelebung im Bereich Bahninfrastruktur spürbar.

Deutlich positiv zeigte sich im Geschäftsjahr 2011/12 auch das Marktumfeld bei Nahtlosrohren, das auf Grund der Ölpreisentwicklung durch einen stabil hohen Bedarf im OCTG-Segment (Oil Country Tubular Goods/Ölfeldrohre) vor allem in Nordamerika und dem MENA-Raum, aber auch ein Wiederanziehen der Nachfrage aus Russland geprägt war. Die Vollauslastung wurde zudem durch eine gute Auftragslage bei industriellen Rohren für die Nutzfahrzeug- und Automobilindustrie – basierend auf der von der voestalpine entwickelten thermomechanischen Walztechnologie – ermöglicht.

Auch das Auftragsvolumen im Geschäftsbereich Draht lag 2011/12 auf einem sehr guten Niveau; auf Grund konjunkturell bedingter Bedarfsrückgänge wurden zuletzt jedoch ein leicht steigender Wettbewerbsdruck und insgesamt tendenziell volatilere Marktverhältnisse spürbar.

Der Geschäftsbereich Schweißtechnik blieb nach wie vor durch Investitionsrückgänge im Projektbereich (Kraftwerksbau und Petrochemie) und einen erheblichen Margendruck im Standardsegment der Schweißzusatzwerkstoffe bestimmt. Der Geschäftsbereich Stahl schließlich war im gesamten Verlauf 2011/12 durch Vollauslastung, aber auch eine hohe Volatilität der Rohstoffeinsatzkosten geprägt.

Entwicklung der Kennzahlen

Die Metal Engineering Division konnte ihr bereits hohes Umsatzniveau der Vergangenheit im Geschäftsjahr 2011/12 neuerlich übertreffen, ergebnismäßig auf Grund von Sonderereignissen jedoch nicht an das Vorjahr anschließen.

Im Einzelnen stiegen zwar die Umsatzerlöse um 8,5 % von 2.723,3 Mio. EUR auf 2.955,6 Mio. EUR, wogegen sich das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Rückgang um 68,6 % von 308,9 Mio. EUR auf 96,9 Mio. EUR auf Grund einmaliger Sondereffekte deutlich schwächer darstellt. Bereinigt um die durch die Bildung einer einmaligen Rückstellung von 205,0 Mio. EUR für die Standortschließung in Duisburg sowie für etwaige Risiken im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Kartellverfahren bedingten Sondereffekte weist die Division allerdings ein gegenüber dem Vorjahr nur leicht rückläufiges operatives Ergebnis von 301,9 Mio. EUR und damit eine durchaus zufriedenstellende Entwicklung auf.

Die EBIT-Marge für das Geschäftsjahr 2011/12 beträgt 3,3 % bzw. 10,2 % ohne Berücksichtigung der Sondereffekte (Vorjahr: 11,3 %). Die insgesamt positive Entwicklung in den Geschäftsbereichen Draht, Schweißtechnik und Nahtlosrohre mit signifikant höheren Versandmengen konnte den massiven Mengen- und Preisrückgang bei Standardschienen in ergebnismäßiger Hinsicht nicht zur Gänze kompensieren.

Gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal legten die Umsatzerlöse im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 um 4,1 % von 724,1 Mio. EUR auf 727,1 Mio. EUR zu. Aus der operativen Tätigkeit – d. h. ohne einmalige Sondereffekte – resultiert in diesem Zeitraum ein Ergebnis von 66,7 Mio. EUR (EBIT-Marge: 9,2 %), das damit gegenüber dem 3. Quartal (63,3 Mio. EUR, Marge: 8,7 %) annähernd stabil blieb. Die teilweise deutlich gestiegenen Liefermengen wurden im 4. Quartal durch Preisrückgänge in den Geschäftsbereichen Schienentechnik und Draht bei gleichzeitig nur leicht gesunkenen Einsatzkosten belastet. Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte wurde im 4. Geschäftsquartal hingegen ein Verlust in Höhe von 138,3 Mio. EUR (das entspricht einer EBIT-Marge von –19,0 %) ausgewiesen.

Zum 31. März 2012 waren in der Metal Engineering Division 11.344 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent1 ) beschäftigt. Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (11.114) entspricht dies einer leichten Steigerung des Leistungspersonalstandes um 2,1 %.

1 Siehe Erläuterungen im Kapitel "Mitarbeiter".

Mio. EUR 1. Quartal
2011/12
2. Quartal
2011/12
3. Quartal
2011/12
4. Quartal
2011/12
GJ
2011/12
Umsatzerlöse 752,8 751,6 724,1 727,1 2.955,6
EBITDA 120,7 108,2 91,2 –109,8 210,3
EBITDA-Marge 16,0 % 14,4 % 12,6 % –15,1 % 7,1 %
EBIT 92,2 79,7 63,3 –138,3 96,9
EBIT-Marge 12,2 % 10,6 % 8,7 % –19,0 % 3,3 %
Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalent)
11.165 11.289 11.080 11.344 11.344

Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division

Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division

Mio. EUR

Jahresfinanzbericht 2011/12 77

Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner

78 Jahresfinanzbericht 2011/12 Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG Leitung der Metal Forming Division

Profilform Division

Kennzahlen der Profilform Division

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.139,3 1.251,5 9,8
EBITDA 159,5 167,0 4,7
EBITDA-Marge 14,0 % 13,3 %
EBIT 118,0 126,6 7,3
EBIT-Marge 10,4 % 10,1 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 4.582 4.556 –0,6

Kunden der Profilform Division

Märkte der Profilform Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

In Europa wurde die im Geschäftsjahr 2011/12 zunächst durchaus positive Konjunkturentwicklung im Jahresverlauf von der zunehmenden Verunsicherung über die Auswirkungen der hohen Staatsverschuldung einer Reihe von Euro-Ländern beeinträchtigt. Zudem haben die ursprünglich starken Impulse aus Wachstumsregionen wie China zuletzt nachgelassen.

Diese gesamtwirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich auch im Geschäftsverlauf der Profilform Division wider, der sich nach einem sehr starken 1. Quartal mit hoher Nachfrage in nahezu allen wesentlichen Abnehmerbranchen in weiterer Folge abschwächte, um im Schlussquartal des letzten Geschäftsjahres wiederum zu einem ansprechenden Niveau zurückzukehren.

Der Geschäftsbereich Rohre und Profile verzeichnete vor allem aus den Bereichen Nutzfahrzeuge und landwirtschaftliche Maschinen über den gesamten Verlauf des Geschäftsjahres erfreulich positive Nachfrageimpulse, und zwar sowohl auf den Kernmärkten Europas und Nordamerikas als auch in den Wachstumsregionen China, Indien und Brasilien.

Die deutliche Rücknahme öffentlicher Fördermittel für Alternativenergien in Europa zog einen nicht unerwarteten Rückgang im Bereich Solarenergie mit einer stark verringerten Zahl von Neuprojekten nach sich. Die erhoffte breitere Belebung in der Bau- und Bauzulieferindustrie trat nicht ein, vor allem Russland entwickelte sich in diesem Bereich unverändert enttäuschend.

Im Geschäftsbereich Precision Strip führte die bis zum Ende des Kalenderjahres 2011 außerordentlich robuste Nachfrageentwicklung zu deutlichen Mengensteigerungen in allen Abnehmersegmenten, erst gegen Ende des Geschäftsjahres war hier ein leichter Auftragsrückgang spürbar.

Der Geschäftsbereich Lagertechnik profitierte von der anhaltend guten Nachfrage aus dem Logistiksektor, in dem nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika zahlreiche Großprojekte vergeben wurden. Auftragseingang und -stand entwickelten sich demgemäß äußerst positiv und führten zu einer anhaltend guten Auslastung der Fertigungskapazitäten.

In regionaler Hinsicht war die Marktentwicklung durch einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf in Europa und eine steigende Tendenz in Nordamerika geprägt. Während sich die Nachfrage in Europa zum Ende des Geschäftsjahres allerdings zunehmend verhaltener zeigte, verfestigte sich die positive Grundstimmung in den USA, wohingegen Osteuropa und insbesondere Russland auch im abgelaufenen Geschäftsjahr generell deutlich hinter den Erwartungen blieben.

Ebenfalls nur durchschnittlich verlief die Geschäftsentwicklung in Brasilien. Die Stärke der brasilianischen Währung, hohe Fremdkapitalkosten und starke Schwankungen der lokalen Vormaterialpreise wirkten sich negativ auf die Nachfrage aus.

Entwicklung der Kennzahlen

Gegenüber den Vergleichswerten des Vorjahres konnte die Profilform Division im Geschäftsjahr 2011/12 sowohl Umsatzerlöse als auch operatives Ergebnis steigern.

Der Umsatzzuwachs um knapp 10 % von 1.139,3 Mio. EUR auf 1.251,5 Mio. EUR ist zum einen durch höhere Mengen und zum anderen durch einen Anstieg des durchschnittlichen Erlösniveaus bedingt. Aus diesen Gründen legte auch das EBIT zu, das gegenüber dem Vorjahr um 7,3 % von 118,0 Mio. EUR auf 126,6 Mio. EUR verbessert werden konnte. Die EBIT-Marge blieb mit 10,1 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/11 (10,4%) nahezu unverändert.

Im 4. Quartal des Geschäftsjahres wies die Profilform Division gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal einen Umsatzanstieg um knapp 10 % von 295,1 Mio. EUR auf 324,4 Mio. EUR auf, das EBIT stieg in diesem Zeitraum um mehr als ein Drittel von 26,7 Mio. EUR auf 35,7 Mio. EUR. Die EBIT-Marge erhöhte sich im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2011/12 von 9,0 % auf 11,0 %. Hauptgrund der gegenüber dem 3. Quartal verbesserten Kennzahlen sind die stark gestiegenen Versandmengen.

Die Profilform Division beschäftigte zum 31. März 2012 4.556 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent1 ). Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres (4.582) entspricht dies einem leichten Rückgang des Leistungspersonalstandes um 0,6 %.

1 Siehe Erläuterungen im Kapitel "Mitarbeiter".

Mio. EUR 1. Quartal
2011/12
2. Quartal
2011/12
3. Quartal
2011/12
4. Quartal
2011/12
GJ
2011/12
Umsatzerlöse 329,6 302,4 295,1 324,4 1.251,5
EBITDA 51,2 33,2 36,7 45,9 167,0
EBITDA-Marge 15,5 % 11,0 % 12,4 % 14,1 % 13,3 %
EBIT 41,1 23,1 26,7 35,7 126,6
EBIT-Marge 12,5 % 7,6 % 9,0 % 11,0 % 10,1 %
Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalent)
4.668 4.698 4.564 4.556 4.556

Quartalsentwicklung der Profilform Division

Quartalsentwicklung der Profilform Division

Automotive Division

Kennzahlen der Automotive Division

Mio. EUR 2010/11 2011/12 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.040,1 1.224,6 17,7
EBITDA 121,1 109,2 –9,8
EBITDA-Marge 11,6 % 8,9 %
EBIT 64,0 58,5 –8,6
EBIT-Marge 6,2 % 4,8 %
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent) 6.264 6.808 8,7

Kunden der Automotive Division

in % des Divisionsumsatzes Geschäftsjahr 2011/12

Märkte der Automotive Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Produktionsziffern der europäischen Automobilhersteller bewegten sich über den größten Teil des Geschäftsjahres 2011/12 auf einem stabil hohem Niveau. Sie wiesen im Jahresverlauf 2011 einen Anstieg um knapp 6 % auf, wobei sich diese Dynamik allerdings im 1. Kalenderquartal 2012 abzuschwächen begann. Ungebrochen positiv stellte sich über den gesamten Verlauf jedoch die Entwicklung der für den voestalpine-Konzern wichtigen Premiumhersteller – allen voran der deutschen Marken – dar, wobei sich das Wachstum in diesem Segment weiterhin tendenziell in Regionen außerhalb Europas verlagert. Der voestalpine-Konzern trägt dem durch forcierte Investitionen in Produktionskapazitäten in diesen Wachstumsmärkten (insbesondere China, Südafrika, USA) Rechnung, um so die globalen Entwicklungsschritte strategischer Kunden bestmöglich begleiten zu können.

Der Nutzfahrzeugmarkt hat sich im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres zwar erholt, bewegt sich jedoch immer noch unter dem Vorkrisenniveau. Anhaltend dynamisch zeigte sich der (überschaubare) Non-Automotive-Bereich der Division, insbesondere die Nachfrage nach höchstwertigen Produktlösungen für Solarthermie/Photovoltaik sowie der Bereich Heizungstechnik.

Vor diesem Hintergrund wies die Automotive Division im Verlauf des Geschäftsjahres 2011/12 an nahezu allen Standorten und in praktisch sämtlichen Anlagenkategorien eine sehr gute Auslastung aus.

Entwicklung der Kennzahlen

Auf Grund dieser insgesamt guten Marktentwicklung und der stabilen Kapazitätsauslastung stiegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2011/12 um 17,7 % von 1.040,1 Mio. EUR auf 1.224,6 Mio. EUR. Der gleichzeitige Rückgang des EBIT um 8,6 % von 64,0 Mio. EUR auf 58,5 Mio. EUR ist durch gestiegene Materialkosten sowie einmalige Sondereffekte bedingt.

Im unterjährigen Quartalsvergleich weist die Division nach einem saisonal bedingt schwächeren 2. Quartal eine in weiterer Folge positive Tendenz auf. Im 4. Quartal des Geschäftsjahres stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal um 11,8 % von 302,1 Mio. EUR auf 337,7 Mio. EUR, das EBIT legte im Schlussquartal um 14,1 % von 13,5 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR zu. Die EBIT-Marge blieb im 4. Quartal mit 4,6 % (gegenüber 4,5 % im 3. Quartal) konstant.

Zum 31. März 2012 waren in der Automotive Division 6.808 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalent1 ) beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr (6.264 Mitarbeiter) entspricht dies einem (produktions- und auslastungsbedingten) Zuwachs beim Leistungspersonal um 8,7 %.

1 Siehe Erläuterungen im Kapitel "Mitarbeiter".

Mio. EUR 1. Quartal
2011/12
2. Quartal
2011/12
3. Quartal
2011/12
4. Quartal
2011/12
GJ
2011/12
Umsatzerlöse 293,1 291,7 302,1 337,7 1.224,6
EBITDA 31,1 24,1 26,3 27,7 109,2
EBITDA-Marge 10,6 % 8,3 % 8,7 % 8,2 % 8,9 %
EBIT 18,5 11,1 13,5 15,4 58,5
EBIT-Marge 6,3 % 3,8 % 4,5 % 4,6 % 4,8 %
Mitarbeiter
(Vollzeitäquivalent)
6.247 6.491 6.349 6.808 6.808

Quartalsentwicklung der Automotive Division

Quartalsentwicklung der Automotive Division

Mio. EUR

Geschäftsjahr 2011/12

Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel, MBA

88 Jahresfinanzbericht 2011/12 Mitglied des Vorstandes der voestalpine AG Leitung des Ressorts Finanzen

voestalpine AG Konzernabschluss 2011/12

Konzernabschluss 2011/12

  • Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Anhang zum Konzernabschluss
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
  • Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG
  • Beteiligungen

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2011/12

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011/12 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von fünf Plenarsitzungen, zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und vier Sitzungen des Präsidialausschusses wahrgenommen. Dabei hat der Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft gegeben.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. März 2012 wurden von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungsund Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft.

Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt und ergeben, dass der Jahresabschluss sowie der gemäß § 245a UGB nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Der Abschlussprüfer hat sowohl für den Jahresabschluss als auch den Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und bestätigt, dass der Lagebericht und der Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

Nach vorhergehender Befassung des Prüfungsausschusses hat der Aufsichtsrat am 29. Mai 2012 den Jahresabschluss zum 31. März 2012 geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt. Der Aufsichtsrat hat zudem nach vorheriger Befassung des Prüfungsausschusses den Lagebericht sowie den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht und den Corporate Governance-Bericht zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Corporate Governance-Bericht wurde ebenfalls von der Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, im Rahmen der jährlich durchgeführten externen Evaluierung der Einhaltung der C- und R-Regeln des Corporate Governance-Kodex durch die voestalpine AG geprüft, und es wurde festgestellt, dass der Bericht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht.

Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Bilanzgewinn von 136.000.000,00 EUR schließt; es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,80 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat

Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender)

Linz, am 29. Mai 2012

voestalpine AG Konzernbilanz zum 31.03.2012

Aktiva
Anhang 31.03.2011 31.03.2012
A. Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 9 4.371.380 4.378.335
Firmenwert 10 1.419.550 1.421.162
Andere immaterielle Vermögenswerte 11 379.888 321.992
Anteile an assoziierten Unternehmen 12 142.799 149.405
Andere Finanzanlagen 12 158.695 160.458
Latente Steuern 13 383.196 369.825
6.855.508 6.801.177
B. Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 14 2.824.106 2.952.712
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Forderungen
15 1.709.767 1.774.397
Andere Finanzanlagen 453.633 406.580
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 1.233.433 677.229
6.220.939 5.810.918
Summe Aktiva 13.076.447 12.612.095

Tsd. EUR

Passiva
Anhang 31.03.2011 31.03.2012
A. Eigenkapital
Grundkapital 307.132 307.132
Kapitalrücklagen 421.083 405.664
Hybridkapital 992.096 992.096
Eigene Aktien –24.485 –15.686
Andere Rücklagen –167.482 –181.906
Gewinnrücklagen 3.089.439 3.258.635
Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens 4.617.783 4.765.935
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 73.330 70.356
17 4.691.113 4.836.291
B. Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen 18 833.156 852.857
Rückstellungen 19 83.324 131.308
Latente Steuern 13 237.010 204.004
Finanzverbindlichkeiten 20 3.070.553 1.970.658
4.224.043 3.158.827
C. Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten
Rückstellungen 19 402.073 631.060
Steuerschulden 134.719 78.845
Finanzverbindlichkeiten 20 1.427.930 1.799.194
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten 21 2.196.569 2.107.878
4.161.291 4.616.977
Summe Passiva 13.076.447 12.612.095

Tsd. EUR

voestalpine AG Konzern-Kapitalflussrechnung 2011/12

Tsd. EUR
Anhang
2010/11 2011/12
Betriebstätigkeit
Ergebnis nach Steuern 594.559 413.274
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge
24
600.011 581.030
Veränderung Working Capital
Veränderung Vorräte –614.236 –121.172
Veränderung Forderungen und Verbindlichkeiten 275.139 –189.151
Veränderung Rückstellungen 102.147 172.564
–236.950 –137.759
Cashflow aus der Betriebstätigkeit 957.620 856.545
Investitionstätigkeit
Investitionen in andere immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen –467.155 –552.884
Einnahmen aus dem Abgang von Anlagevermögen 11.904 35.351
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung von Anteilen 2.583 –1
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung von Anteilen 2.729 1.344
Investitionen in andere Finanzanlagen 100.237 37.578
Cashflow aus der Investitionstätigkeit –349.702 –478.612
Finanzierungstätigkeit
Dividenden –155.525 –206.225
Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter/
Sonstige Veränderungen
–6.112 –7.274
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 5.160 5.651
Anteilszukauf von nicht beherrschenden Gesellschaftern –16.959 –3.043
Veränderung langfristige Finanzverbindlichkeiten –210.859 –1.097.389
Veränderung kurzfristige Finanzverbindlichkeiten –23.125 374.611
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit –407.420 –933.669
Verminderung/Erhöhung der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
200.498 –555.736
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresanfang 1.028.619 1.233.433
Veränderungen von Währungsdifferenzen 4.316 –468
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Jahresende
16
1.233.433 677.229

voestalpine AG Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2011/12

Tsd. EUR Anhang 2010/11 2011/12
Umsatzerlöse 1, 2 10.953.695 12.058.249
Umsatzkosten –8.519.672 –9.614.069
Bruttoergebnis 2.434.023 2.444.180
Sonstige betriebliche Erträge 3 334.015 354.025
Vertriebskosten –959.173 –985.419
Verwaltungskosten –554.805 –594.596
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4 –269.213 –514.001
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 984.847 704.189
Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 5 30.088 20.081
Finanzerträge 6 54.107 79.564
Finanzaufwendungen 7 –288.074 –299.461
Ergebnis vor Steuern (EBT) 780.968 504.373
Ertragsteuern 8 –186.409 –91.099
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 594.559 413.274
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 512.745 333.506
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 9.800 7.754
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 72.014 72.014
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 31 3,04 1,98

voestalpine AG Gesamtergebnisrechnung 2011/12

Tsd. EUR
Anhang
2010/11 2011/12
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 594.559 413.274
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 7.344 4.131
Währungsumrechnung 9.503 7.371
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste –21.110 –24.562
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto –4.263 –13.060
Gesamtergebnis in der Periode 590.296 400.214
Zuzurechnen den:
Anteilseignern des Mutterunternehmens 509.165 321.320
Nicht beherrschenden Gesellschaftern 9.117 6.880
Vorgesehener Anteil Hybridkapitalbesitzer 72.014 72.014
Gesamtergebnis in der Periode 590.296 400.214

voestalpine AG Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2011/12

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Hybrid
kapital
Eigene
Aktien
Währungs
umrechnung
Stand am 01.04.2010 307.132 417.511 992.096 –34.450 2.080
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 10.151
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0 10.151
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0 10.151
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 0 –4.805 0 9.965 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 –5.165 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 13.542 0 0 0
0 3.572 0 9.965 0
Stand am 31.03.2011 =
Stand am 01.04.2011
307.132 421.083 992.096 –24.485 12.231
Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss) 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis
Hedge Accounting 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0 8.219
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 0 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis in der Periode, netto 0 0 0 0 8.219
Gesamtergebnis in der Periode 0 0 0 0 8.219
Rückkauf/Verkauf von eigenen Aktien 0 –3.148 0 8.799 0
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 –15.528 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 3.257 0 0 –2.075
0 –15.419 0 8.799 –2.075
Stand am 31.03.2012 307.132 405.664 992.096 –15.686 18.375
Summe Eigen
Versicherungs
kapital der Anteils
Nicht beherr
Hedging
mathematische
Gewinn
eigner des Mutter
schende Anteile
Summe
Rücklage
+Gewinne/–Verluste
rücklagen
unternehmens
am Eigenkapital
Eigenkapital
–27.473
–138.509
2.671.216
4.189.603
72.844
4.262.447
0
0
584.759
584.759
9.800
594.559
7.317
0
0
7.317
27
7.344
0
0
0
10.151
–648
9.503
0
–21.048
0
–21.048
–62
–21.110
7.317
–21.048
0
–3.580
–683
–4.263
7.317
–21.048
584.759
581.179
9.117
590.296
0
0
0
5.160
0
5.160
0
0
–155.525
–155.525
–8.490
–164.015
0
0
0
–5.165
7
–5.158
0
0
–11.011
2.531
–148
2.383
0
0
–166.536
–152.999
–8.631
–161.630
–20.156
–159.557
3.089.439
4.617.783
73.330
4.691.113
0
0
405.520
405.520
7.754
413.274
4.135
0
0
4.135
–4
4.131
0
0
0
8.219
–848
7.371
0
–24.540
0
–24.540
–22
–24.562
4.135
–24.540
0
–12.186
–874
–13.060
4.135
–24.540
405.520
393.334
6.880
400.214
0
0
0
5.651
0
5.651
0
0
–206.225
–206.225
–8.879
–215.104
0
0
0
–15.528
–153
–15.681
0
–163
–30.099
–29.080
–822
–29.902
0
–163
–236.324
–245.182
–9.854
–255.036
–16.021
–184.260
3.258.635
4.765.935
70.356
4.836.291

voestalpine AG Anhang zum Konzernabschluss 2011/12

A. Allgemeines und Unternehmenszweck

Unternehmenszweck der voestalpine AG und ihrer Konzerngesellschaften (in weiterer Folge als "Konzern" bezeichnet) sind insbesondere Erzeugung, Verarbeitung und der Vertrieb von Werkstoffen aus Stahl, die Forschung und Entwicklung im Bereich der Metallurgie, Metallweiterverarbeitung und Werkstofftechnik.

Die voestalpine AG ist oberstes Mutterunternehmen, welches einen Konzernabschluss erstellt. Die Eintragung ins Firmenbuch sowie der Sitz der Gesellschaft sind in Linz. Die Adresse der voestalpine AG lautet voestalpine-Straße 1, 4020 Linz, Österreich. Die Aktien der voestalpine AG sind an der Börse in Wien, Österreich, gelistet.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2012 (einschließlich der Vorjahreszahlen zum 31. März 2011) wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Der Konzernabschluss wird in tausend Euro (= funktionale Währung des Mutterunternehmens) aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt.

Der Vorstand der voestalpine AG hat den Konzernabschluss am 16. Mai 2012 genehmigt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss wird mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt.

Die für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden mit nachfolgend aufgelisteten Ausnahmen.

Seit 1. April 2011 werden die beiden Tochterunternehmen voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH und Importkohle Gesellschaft m.b.H nicht mehr im Rahmen der Steel Division gesteuert und berichtet. Im vorliegenden Konzernabschluss sind diese beiden Gesellschaften dem Geschäftssegment Sonstige zugeordnet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards wurden im Geschäftsjahr 2011/12 erstmals angewandt:

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IAS 24 (2009) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen
und Personen
1. Jänner 2011
IFRS 1 (2010) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting
Standards
1. Juli 2010
diverse Standards Verbesserungen zu den IFRS 2010 1. Jänner 2011

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Änderungen des IAS 24 beinhalten eine Klarstellung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen. Die neue Definition verstärkt den symmetrischen Ansatz bei der Bestimmung von Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen und stellt die Umstände klar, unter denen Personen und Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Aus der Erstanwendung der Überarbeitung von IAS 24 ergaben sich mit einer Ausnahme keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Kernaktionäre, die auf Grund der Equitykonsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren, werden seit diesem Geschäftsjahr als nahestehende Unternehmen berichtet.

Die erstmalige Anwendung der restlichen im Geschäftsjahr 2011/12 neu anzuwendenden Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr 2011/12 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. anwendbar:

Standard Inhalt Inkrafttreten1
IFRS 7 (2010) Finanzinstrumente: Angaben – Übertragung finanzieller
Vermögenswerte
1. Juli 2011

1 Die Standards sind für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die angeführten Standards werden nicht vorzeitig angewandt. Es ist nicht zu erwarten, dass die neuen Rechnungslegungsvorschriften einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben werden.

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Konsolidierungsmethoden

Die Jahresabschlüsse aller voll- bzw. quotenkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage beibehalten.

Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem Marktwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag der Anschaffungskosten, der das Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.

Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Gemäß IAS 21 werden die in den Konzernabschluss einbezogenen und in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Das Eigenkapital wird mit dem historischen Umrechnungskurs bewertet. Währungsumrechnungsdifferenzen werden in der Rücklage für Währungsumrechnung direkt im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen in die jeweilige funktionale Währung der Gesellschaft mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Wechselkursgewinne bzw. -verluste aus der Umrechnung zum Transaktionszeitpunkt und Bilanzstichtag werden grundsätzlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Wechselkurse von wesentlichen Währungen (lt. EZB-Fixing) haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs 31.03.2011 31.03.2012
USD 1,4207 1,3356
GBP 0,8837 0,8339
BRL 2,3058 2,4323
SEK 8,9329 8,8455
PLN 4,0106 4,1522
Jahresdurch
schnittskurs 2010/11 2011/12
USD 1,3223 1,3775
GBP 0,8496 0,8629
BRL 2,2797 2,3356
SEK 9,2714 9,0264
PLN 3,9845 4,1922

Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Der Ermittlung der erzielbaren Beträge im Zuge der Wertminderungstests werden mehrere Annahmen, beispielsweise über die künftigen Mittelüberschüsse und den Abzinsungssatz, zugrunde gelegt. Die Mittelüberschüsse entsprechen den Werten des zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung aktuellsten Unternehmensplans.
  • Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist, werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen.
  • Für die Bewertung der bestehenden Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter,

Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.

Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Betriebliche Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. dem Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst.

Investitionszuschüsse werden passiviert und über die Nutzungsdauer des Anlagegegenstandes aufgelöst. Kostenzuschüsse werden periodengerecht entsprechend den zugehörigen Aufwendungen vereinnahmt. In der Berichtsperiode werden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 11,4 Mio. EUR (2010/11: 11,5 Mio. EUR) für Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie arbeitsmarktfördernde Maßnahmen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr 2011/12 betragen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 116,7 Mio. EUR (2010/11: 109,0 Mio. EUR).

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Herstellungskosten bei selbst erstellten Sachanlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsnotwendigen Materialund Fertigungsgemeinkosten.

Die Abschreibungen werden über die erwartete Nutzungsdauer linear erfolgsmindernd erfasst. Grundstücke werden nicht abgeschrieben. Die erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Gebäude 2,0–20,0 %
Technische Anlagen
und Maschinen
3,3–25,0 %
Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
5,0–20,0 %

Für qualifizierte Vermögenswerte, deren Anfangszeitpunkt für die Aktivierung am oder nach dem 1. April 2009 liegt, werden Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Als Anfangszeitpunkt der Aktivierung gilt jener Tag, ab dem Ausgaben für den Vermögenswert sowie Fremdkapitalkosten anfallen und die erforderlichen Arbeiten durchgeführt werden, um den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch oder Verkauf bereitzustellen. Zuvor wurden sämtliche Fremdkapitalkosten direkt ergebniswirksam erfasst.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsmethode und die Nutzungsdauer sind ident mit jenen unter IAS 16 erfassten Sachanlagen.

Leasing

Gemietete Vermögenswerte werden als Finanzierungsleasing bewertet, wenn diese wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind. Alle anderen gemieteten Vermögenswerte werden als operatives Leasing behandelt. Mietzahlungen für operatives Leasing werden als Aufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der erstmalige Ansatz von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing erfolgt als Vermögenswerte des Konzerns zum Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen am Beginn der Leasingvereinbarung. Die korrespondierenden Verbindlichkeiten gegenüber den Leasinggebern werden in der Konzernbilanz unter den Finanzierungsverbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden über die erwartete Nutzungsdauer analog den eigenen Vermögenswerten oder die kürzere Leasinglaufzeit abgeschrieben. Der Konzern tritt nicht als Leasinggeber auf.

Firmenwerte

Alle Unternehmenserwerbe werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Firmenwerte entstehen bei Erwerben von Tochterunternehmen sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen.

Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet und gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben, sondern zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Bei Anteilen an assoziierten Unternehmen beinhaltet der ausgewiesene Buchwert auch den Buchwert des Firmenwerts.

Negative Firmenwerte aus Unternehmenserwerben werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei der Veräußerung von Tochterunternehmen sowie assoziierten Unternehmen wird der anteilige Firmenwert bei der Berechnung des Veräußerungsgewinnes oder -verlustes berücksichtigt.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Forschungsaufwendungen zur Erlangung von neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Entsprechend IAS 38.57 werden Entwicklungsaufwendungen bei Erfüllen der Voraussetzungen aktiviert. Die erforderlichen Voraussetzungen werden regelmäßig nicht erfüllt. Die aktivierten Entwicklungskosten sind daher unwesentlich. Aufwendungen für selbst erstellte Firmenwerte und Marken werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Erworbene andere immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden erfolgsmindernd linear über die erwartete Nutzungsdauer erfasst. Die maximalen erwarteten Nutzungsdauern betragen:

Auftragsstand 1 Jahr
Kundenbeziehungen 11 Jahre
Technologie 5 Jahre

Impairmenttest von Firmenwerten, anderen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen Firmenwerte zugeordnet sind, sowie andere immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer werden zumindest einmal jährlich einem Impairmenttest unterzogen. Alle anderen Vermögenswerte und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf eine Wertminderung dahingehend überprüft.

Für Zwecke des Impairmenttests werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cashflows generiert, zusammengefasst (zahlungsmittelgenerierende Einheit). Firmenwerte werden jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass diese Nutzen aus Synergien aus dem betreffenden Unternehmenserwerb ziehen und die niedrigste konzernale Ebene der Managementüberwachung der Cashflows darstellen.

Der Wertminderungsaufwand wird in der Höhe erfasst, in der der Buchwert des einzelnen Vermögenswertes bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert. Wertminderungsaufwendungen bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, welchen Firmenwerte zugeordnet sind, verringern vorrangig den Buchwert des Firmenwerts. Darüber hinausgehende Wertminderungsaufwendungen reduzieren anteilig die Buchwerte der Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Mit Ausnahme von Firmenwerten erfolgt eine Wertaufholung im Falle des Wegfalls von früheren Wertminderungsindikatoren.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die anteiligen Ergebnisse sowie das anteilige Eigenkapital von assoziierten Unternehmen, welche nicht von untergeordneter Bedeutung sind, werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden von der voestalpine AG nur zu Sicherungszwecken für Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken gehalten. Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Auf den Großteil davon findet Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 Anwendung. Gewinne und Verluste bedingt durch Wertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten werden entweder im Ergebnis oder direkt im Eigenkapital abgebildet, je nachdem, ob es sich um einen Fair Value-Hedge oder um einen Cashflow-Hedge handelt.

Forderungen und Kredite werden zu fortgeführten Anschaffungskosten erfasst. Wertpapiere werden erfolgswirksam zum Marktwert bewertet, da die Kriterien gemäß IAS 39.9 zur Anwendung der Fair Value-Option erfüllt werden. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht vorhanden.

Andere Finanzanlagen

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollbzw. quotenkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den Anderen Finanzanlagen ausgewiesen und zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet.

Wertpapiere werden zum Marktwert bewertet. Von der Fair Value-Option wird Gebrauch gemacht. Marktwertveränderungen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens mit den aktuell gültigen Steuersätzen ermittelt.

In Übereinstimmung mit IAS 12 werden alle temporären Bewertungs- und Bilanzierungsdifferenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss als latente Steuern erfasst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden in jener Höhe aktiviert, mit deren Verbrauch innerhalb einer überschaubaren Periode gerechnet werden kann.

Latente Steuern auf Grund von Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen, an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden in Übereinstimmung mit IAS 12.39 nicht angesetzt.

Die latenten Steuern werden auf Basis des jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatzes berechnet. Künftige fixierte Steuersätze werden für die Abgrenzung ebenfalls berücksichtigt.

Emissionszertifikate

Emissionszertifikate werden auf Grund der unentgeltlichen Zuteilung mit Anschaffungskosten von null bewertet. In den sonstigen Rückstellungen sind im Fall der Unterallokation aliquote Vorsorgen für CO2-Emissionszertifikate enthalten. Die Bewertung der fehlenden Zertifikate erfolgt mit gesicherten Durchschnittskursen oder mit dem Marktwert zum Bilanzstichtag.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten der Fertigstellung und des Vertriebs. In Ausnahmefällen können für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Einklang mit IAS 2.32 die Wiederbeschaffungskosten die Bewertungsgrundlage sein.

Die Ermittlung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten für gleichartige Vorräte erfolgt nach dem gewogenen Durchschnittspreisverfahren bzw. nach einem ähnlichen Verfahren. Die Herstellungskosten beinhalten direkt zurechenbare Kosten und alle anteiligen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung. Fremdkapitalzinsen sowie allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden nicht aktiviert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch den Abschluss von Kreditversicherungen Rechnung getragen. Nicht bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Verkaufte Forderungen, bei denen das Ausfallsrisiko auf den Käufer übertragen wird und der Verkäufer im Ausmaß des Selbstbehaltes aus Kreditversicherungen eine Ausfallshaftung übernimmt, werden zur Gänze ausgebucht, da die Verfügungsmacht auf den Käufer übergegangen ist.

Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages gemäß IAS 11 verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag (percentage of completion method) jeweils als Teil der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den geschätzten gesamten Auftragskosten zu erfassen. Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragskosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Rechnungsabgrenzungen werden unter den sonstigen Forderungen bzw. sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks zusammen und werden zu Marktwerten bewertet.

Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

Die Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen beinhalten Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen sowie Jubiläumsgelder und werden entsprechend IAS 19 nach der Barwertmethode ("projected unit credit method") bewertet.

Arbeitnehmer von österreichischen Gesellschaften, deren Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben im Falle einer Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Arbeitgeber oder Pensionierung Anspruch auf eine Abfertigungszahlung. Die Höhe dieser Zahlung ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und dem jeweiligen Lohn bzw. Gehalt zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses. Bei Arbeitnehmern, deren Dienstverhältnis nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst.

Im Konzern bestehen sowohl beitrags- als auch leistungsbezogene Pensionszusagen. Beitragsbezogene Zusagen führen nach Zahlung der Prämien zu keinen weiteren künftigen Verpflichtungen. Leistungsbezogene Zusagen garantieren dem Arbeitnehmer bestimmte Pensionen, welche sich nach einem bestimmten Prozentsatz der Löhne bzw. Gehälter in Abhängigkeit der Dienstjahre oder einem fix valorisierten Betrag pro Dienstjahr berechnen. Leistungsbezogene Zusagen werden in den Jahresabschlüssen der jeweiligen Gesellschaften bis zum Erreichen der vertraglichen Unverfallbarkeit erfasst. Anschließend werden diese Pensionen an eine Pensionskasse übertragen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste von Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Die Bewertung des Sozialkapitals erfolgt in den wesentlichen Ländern des Konzerns auf Basis der nachstehenden Parameter:

2010/11 2011/12
Zinssatz (%) 4,75 4,75
Lohn-/Gehalts
erhöhungen (%)
3,25 3,25
Pensions
erhöhungen (%)
2,25 2,25
Pensionsalter Männer/
Frauen (Jahre)
max. 65 max. 65
Sterbetafeln AVÖ
2008-P
AVÖ
2008-P

Zinsaufwendungen resultierend aus dem Sozialkapital werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden bei Bestehen von gegenwärtigen Verpflichtungen, resultierend aus vergangenen Ereignissen, welche zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führen, mit jenem Betrag angesetzt, der auf Basis zuverlässiger Schätzungen am wahrscheinlichsten ist. Falls wesentlich, werden diese Rückstellungen abgezinst.

Die den Rückstellungen zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen abweichen, wenn sich die Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Wir weisen darauf hin, dass unter Inanspruchnahme der Schutzklausel Angaben zu Rückstellungen dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind gegenwärtige Verpflichtungen auf Grund vergangener Ereignisse, für die der Abfluss von Ressourcen zur Regulierung der Verbindlichkeit unwahrscheinlich ist, oder mögliche Verpflichtungen auf Grund vergangener Ereignisse, deren Existenz oder Nichtexistenz von weniger sicheren zukünftigen Ereignissen abhängen, welche nicht unter der vollständigen Kontrolle des Unternehmens stehen. Wenn in äußerst seltenen Fällen eine bestehende Schuld nicht in der Bilanz als Rückstellung angesetzt werden kann, weil keine verlässliche Schätzung der Schuld möglich ist, ist ebenfalls eine Eventualverbindlichkeit zu erfassen.

Hinsichtlich möglicher Verpflichtungen weisen wir darauf hin, dass Angaben zu Eventualverbindlichkeiten dann nicht gemacht werden, wenn dadurch die Interessen des Unternehmens ernsthaft beeinträchtigt werden könnten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten (mit Ausnahme von Derivateverbindlichkeiten) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Stock-Option-Programm

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2006 wurde für Organmitglieder und leitende Angestellte des voestalpine-Konzerns ein Stock-Option-Programm beschlossen.

Diese Optionen konnten jederzeit – unter Einhaltung der Emittenten-Compliance-Verordnung – zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 30. Juni 2011 ausgeübt werden. Die Optionen konnten ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft stand.

Jede Option hat den Inhaber nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen zum Bezug einer voestalpine-Aktie ermächtigt. Die voestalpine AG beabsichtigte zum Zusagezeitpunkt, die Gegenleistung in Aktien zu erbringen – ohne Wahlrecht für den Stock-Option-Inhaber. Gemäß IFRS 2 handelte es sich daher um eine "share-based payment transaction". Auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen nach der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde vom Vorstand der voestalpine AG beschlossen, die Stock-Option-Inhaber bei Ausübung in bar abzufinden. Die Bewertung der Option (Personalaufwand) ist mit dem Fair Value zum Zusagezeitpunkt mit entsprechender Gegenbuchung direkt im Eigenkapital erfolgt. Zum Ausübungszeitpunkt wurde die Barabfindung ebenfalls direkt im Eigenkapital erfasst.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in den österreichischen Konzerngesellschaften basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen mehrerer Geschäftsjahre. Erstmals im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.

Zur Umsetzung des österreichischen Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird jeweils eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen. Der Wert der Gegenleistung ist nicht von Kursschwankungen abhängig. IFRS 2 kommt für Aktienzuteilungen auf Grund von niedrigeren Kollektivvertragsabschlüssen daher nicht zur Anwendung.

Für Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs wurde ein internationales Beteiligungsmodell entwickelt, das zunächst im Geschäftsjahr 2009/10 in mehreren Gesellschaften in Großbritannien und Deutschland konkret gestartet werden konnte. Auf Grund der in diesen Pilotversuchen gesammelten sehr positiven Erfahrungen wurde das Modell in diesen beiden Ländern weiter ausgebaut sowie in den Niederlanden, in Polen und in Belgien neu eingeführt. Im Geschäftsjahr 2011/12 nahmen insgesamt 49 Gesellschaften in diesen fünf Ländern an der internationalen Mitarbeiterbeteiligung teil.

Weiters werden Mitarbeiterprämien zum Teil in Aktien vergütet. Gemäß IFRS 2 wird bei anteilsbasierenden Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente der beizulegende Zeitwert als Personalaufwand erfasst, wobei die Gegenbuchung direkt im Eigenkapital erfolgt.

Zum 31. März 2012 hält die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter rund 12,9 % (31. März 2011: 13,0 %) der Aktien der voestalpine AG.

C. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis (siehe Anlage zum Anhang "Beteiligungen") wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss beinhaltet neben dem Jahresabschluss der voestalpine AG auch die Abschlüsse der von der voestalpine AG (und ihren Tochtergesellschaften) beherrschten Unternehmen.

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der Konzern die direkte oder indirekte Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik der Gesellschaft zu bestimmen, um aus deren Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss miteinbezogen. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen sowie Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf welche der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, aber keine Beherrschung auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen sind in der Anlage zum Anhang "Beteiligungen" angeführt.

Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss mit folgenden anteiligen Werten einbezogen:

31.03.2011 31.03.2012
Langfristiges Vermögen 27,4 25,7
Kurzfristiges Vermögen 91,0 95,4
118,4 121,1
Eigenkapital 30,4 29,0
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 11,3 11,5
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 76,7 80,6
118,4 121,1
2010/11 2011/12
Umsatzerlöse 245,9 298,6
Umsatzkosten 179,8 225,5
Ergebnis nach Steuern 42,0 46,9
31.03.2011 31.03.2012
Langfristiges Vermögen 328,2 342,6
Kurzfristiges Vermögen 700,7 760,0
1.028,9 1.102,6
Eigenkapital 369,1 394,8
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 69,5 96,2
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 590,3 611,6
1.028,9 1.102,6
2010/11 2011/12
Umsatzerlöse 2.129,5 2.285,8
Ergebnis nach Steuern 88,5 53,1
Mio. EUR

Die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen zeigen folgende Werte (100 %):

Der Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Voll
konsolidierung
Quoten
konsolidierung
Equity
Methode
Stand am 01.04.2011 288 2 12
Zugänge aus Unternehmenserwerben
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 4
Abgänge
Umgründungen –9
Abgänge oder Veräußerung –5
Stand am 31.03.2012 278 2 12
davon ausländische Gesellschaften 222 0 5

Bei den beiden quotenkonsolidierten Unternehmen handelt es sich um die voestalpine Tubulars GmbH und die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG, die gemeinschaftlich mit NOV Grant Prideco geführt werden.

Datum der
Endkonsolidierung
01.04.2011
31.03.2012
01.04.2011
01.04.2011
31.03.2012
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011
01.04.2011

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

D. Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2011/12 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:

Name der Gesellschaft Anteil in % Datum der
Erstkonsolidierung
Vollkonsolidierung
Böhler Welding Group GmbH 100,000 % 16.03.2012
LASA Schienentechnik GmbH 100,000 % 01.04.2011
voestalpine HYTRONICS GmbH 100,000 % 01.04.2011
voestalpine Standortservice GmbH 100,000 % 01.04.2011

Die erstkonsolidierten Gesellschaften (mit Ausnahme der Umstrukturierungen) haben im Geschäftsjahr seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 0,1 Mio. EUR (2010/11: –0,5 Mio. EUR) zum Ergebnis nach Steuern und 3,6 Mio. EUR (2010/11: 6,8 Mio. EUR) zum Umsatz beigetragen.

Die Pro-forma-Werte "seit Periodenbeginn" sind mit den obigen Angaben ident.

Bei den Konsolidierungskreiszugängen handelt es sich um eine Neugründung, um eine Abspaltung und um die Konsolidierung von bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen.

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Auf Grund von Unsicherheiten in der Bewertung sind im Einklang mit IFRS 3 die Positionen immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte und Rückstellungen als vorläufig zu erachten.

Die Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird als Transaktion zwischen Eigentümern behandelt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile wird direkt im Eigenkapital erfasst. In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 35,4 Mio. EUR (2010/11: 16,9 Mio. EUR) bezahlt oder vorgesorgt. Dieser Wert beinhaltet auch den Betrag aus dem Barabfindungsverfahren an die ehemaligen Minderheitsaktionäre der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft, der im Eigenkapital verrechnet wurde (siehe auch Punkt 19. Rückstellungen). Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 0,5 Mio. EUR (2010/11: 4,6 Mio. EUR) wurden ausgebucht, der darüber hinausgehende Betrag in Höhe von 34,9 Mio. EUR (2010/11: 12,3 Mio. EUR) wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Konzernkapitalrücklagen dotiert ("double credit approach").

Der Fair Value der im Eigenkapital verrechneten offenen Put-Optionen beträgt zum 31. März 2012 0,0 Mio. EUR (2010/11: 2,5 Mio. EUR).

E. Erläuterungen und sonstige Angaben

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

2010/11 2011/12
Umsatzerlöse verrechnet 10.772,4 11.844,1
Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen 181,3 214,1
Umsatzerlöse 10.953,7 12.058,2
Mio. EUR

2. Geschäftssegmente

Der voestalpine-Konzern verfügt über sechs berichtspflichtige Segmente: Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl), Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl), Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme), Profilform Division, Automotive Division sowie Sonstige. Das Berichtssystem spiegelt das interne Finanzberichtswesen, die Managementstruktur und die Hauptquellen der Risiken und Chancen der Gesellschaft wider und orientiert sich im Wesentlichen an der Art der angebotenen Produkte.

Der Schwerpunkt der Steel Division liegt auf der Erzeugung und Verarbeitung von Flachstahlprodukten für die Automobil-, Hausgeräte- und Bauindustrie. Sie ist europäischer Top-3-Lieferant bei hochqualitativem Stahlband und Grobblech für anspruchsvollste Einsatzbereiche. Dieser Division sind neben der Produktion von warm- und kaltgewalzten sowie elektrolytisch verzinkten, feuerverzinkten und organisch beschichteten Blechen sowie Elektroband auch die Grobblech- und Gießereiaktivitäten sowie diverse nachgelagerte Bereiche zugeordnet.

Die Special Steel Division ist globaler Marktführer bei Werkzeugstahl. Des Weiteren nimmt diese eine führende Position bei Schnellarbeitsstahl und Spezialschmiedeteilen ein. Die Special Steel Division fertigt Langprodukte, Mittelband, Freiformschmiedestücke und Gesenkschmiedestücke aus Edelstahl. Hauptkundengruppe ist der Werkzeugbau, der wiederum schwerpunktmäßig für die Automobilindustrie arbeitet sowie für die Konsumgüterindustrie. Zweites Standbein ist die Energietechnik – von der Exploration bis zu Komponenten für Gas- und Dampfturbinen. Weiters ist die Special Steel Division weltweiter Lieferant für die Luftfahrt.

Die Metal Engineering Division stellt das weltweit breiteste Sortiment an hochwertigen Schienenund Weichenprodukten, Walzdraht, gezogenem Draht und Spannstahl, Nahtlosrohren, Schweißzusatzstoffen sowie Halbfertigerzeugnissen her. Im Bereich Bahnsysteme ist voestalpine weltweit Technologieführer. Darüber hinaus bietet die Division eine umfangreiche Palette an Servicedienstleistungen im Bereich der Schiene und Weiche an. Die Metal Engineering Division verfügt zudem über eine eigene Stahlproduktion.

In der Profilform Division sind die Rohr- und Profilaktivitäten des voestalpine-Konzerns zusammengefasst. Erzeugt werden geschweißte Formrohre und Hohlprofile, offene Standardprofile sowie kundenspezifisch gefertigte Sonderrohre und -profile. Darüber hinaus produziert diese Division Hochregallager sowie Elemente zur Straßensicherheit. Die Division ist weltweiter Marktführer im Bereich Sonder- und Spezialprofile sowie führend bei Präzisionsstahlband. Den Schwerpunkt stellen Lieferungen an die Bau- und die Automobilzulieferindustrie sowie an die Bereiche Transport, Lagerung und Möbelindustrie dar.

Die Automotive Division bündelt alle Aktivitäten des voestalpine-Konzerns in Richtung Be- und Verarbeitung von Stahl und anderen Werkstoffen wie Kunststoff und Verbundwerkstoffen zu Komponenten, Modulen und Systemen für die Automobilindustrie. Der Fokus liegt dabei auf der Karosserie, auf Präzisionsteilen sowie auf der Sicherheitstechnik. Die Automotive Division hat sich zum europäischen Top-3-Anbieter für Spezialkomponenten in der Automobilzulieferindustrie entwickelt.

Ab 1. April 2012 werden die beiden Divisionen Automotive und Profilform zur Metal Forming Division zusammengeführt.

Unter Sonstige sind die Konzernholding, diverse Finanzierungsgesellschaften und Rohstoffeinkaufsgesellschaften des Konzerns sowie die Gesellschaften der group-IT beinhaltet. Diese wurden zusammengefasst, da die Koordination und Unterstützung der Tochtergesellschaften im Vordergrund stehen.

Die Umsatzerlöse, Aufwendungen und Ergebnisse der Segmente beinhalten Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftssegmenten. Diese Lieferungen und Leistungen werden zu Verrechnungspreisen bewertet, die konkurrenzfähigen Marktpreisen entsprechen, die nicht nahestehenden Kunden für ähnliche Produkte verrechnet werden. Diese Transaktionen werden im Konzernabschluss eliminiert.

Der voestalpine-Konzern verwendet das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) als Maßstab, um die Entwicklung der Segmente darzustellen, da das EBIT in der Stahl- und stahlverarbeitenden Industrie als gängige Vergleichskennzahl für die Beurteilung des Geschäftserfolgs verwendet wird. Des Weiteren ist der voestalpine-Konzern der Ansicht, dass dies ein allgemein anerkannter Indikator für die Darstellung der Ertragskraft des Konzerns ist.

Die Geschäftssegmente1 des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Geschäftssegmente Steel Division Special Steel Division Metal Engineering Division 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 Segmentumsätze 3.839,3 4.130,3 2.631,3 2.945,0 2.723,3 2.955,6 1.139,3 1.251,5 1.040,1 1.224,6 1.586,6 1.869,4 –2.006,2 –2.318,2 10.953,7 12.058,2 davon Umsatzerlöse mit externen Kunden 3.545,7 3.815,4 2.567,0 2.875,9 2.688,3 2.919,4 1.109,7 1.220,5 1.037,4 1.221,4 5,6 5,6 0,0 0,0 10.953,7 12.058,2 davon Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 293,6 314,9 64,3 69,1 35,0 36,2 29,6 31,0 2,7 3,2 1.581,0 1.863,8 –2.006,2 –2.318,2 0,0 0,0 EBITDA 594,7 456,9 388,1 429,7 422,4 210,3 159,5 167,0 121,1 109,2 –55,9 –68,7 –24,3 –2,5 1.605,6 1.301,9 Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 223,2 230,4 179,6 156,8 113,5 113,3 41,5 40,3 57,1 50,7 5,9 6,2 0,0 0,0 620,8 597,7 davon Wertminderungen 0,0 0,0 7,7 0,6 0,0 0,1 0,0 0,0 2,7 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 10,4 1,0 davon Wertaufholungen 0,0 0,0 0,0 0,3 0,0 1,9 0,0 0,0 3,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 3,4 2,2 Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 371,5 226,5 208,5 272,9 308,9 96,9 118,0 126,6 64,0 58,5 –61,8 –74,8 –24,3 –2,4 984,8 704,2 EBIT-Marge 9,7 % 5,5 % 7,9 % 9,3 % 11,3 % 3,3 % 10,4 % 10,1 % 6,2 % 4,8 % 9,0 % 5,8 % Ergebnisse von assoziierten Unternehmen 15,9 14,8 0,0 0,0 7,7 –0,2 0,0 0,0 0,0 0,0 5,7 4,7 0,8 0,8 30,1 20,1 Zinsen und ähnliche Erträge 1,9 1,7 14,3 18,2 3,9 47,0 2,6 1,3 1,4 1,2 128,6 169,9 –106,3 –174,6 46,4 64,7 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57,9 67,7 53,1 57,2 32,4 37,3 18,2 17,7 11,6 14,2 218,8 291,8 –108,5 –191,6 283,5 294,3 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –67,7 –26,7 –52,5 –74,2 –74,5 –13,2 –27,5 –30,4 –2,4 –12,6 33,0 70,3 5,2 –4,3 –186,4 –91,1 Ergebnis nach Steuern 270,0 154,1 118,9 156,9 213,5 94,9 75,4 79,6 51,5 33,6 626,9 929,1 –761,6 –1.034,9 594,6 413,3 Segmentvermögen 3.610,3 3.652,0 4.095,0 4.007,9 2.428,6 2.552,1 1.083,7 1.116,0 930,2 905,4 9.554,8 9.621,1 –8.626,2 –9.242,4 13.076,4 12.612,1 davon Anteile an assoziierten Unternehmen 92,6 99,3 0,0 0,0 18,5 16,7 0,0 0,0 0,0 0,0 2,3 3,1 29,4 30,3 142,8 149,4 Nettofinanzverschuldung 802,5 1.026,4 728,4 647,6 402,2 432,3 151,6 171,7 228,6 244,4 443,9 117,9 –44,1 –54,6 2.713,1 2.585,7 Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 152,6 196,9 87,5 128,1 94,7 129,1 52,3 55,4 28,0 54,4 5,3 8,8 0,0 0,0 420,4 572,7 Mitarbeiter (ohne Leihpersonal und Lehrlinge) 9.605 9.683 11.364 11.524 10.078 10.446 4.200 4.205 4.789 5.117 664 674 0 0 40.700 41.649

1 Seit 1. April 2011 werden die beiden Tochterunternehmen voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH und Importkohle Gesellschaft m.b.H nicht mehr im Rahmen der Steel Division gesteuert und berichtet. Im vorliegenden Konzernabschluss sind diese beiden Gesellschaften dem Geschäftssegment Sonstige zugeordnet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Mio. EUR

Profilform
Division
Automotive
Division
Sonstige Überleitung Summe Konzern
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
1.139,3 1.251,5 1.040,1 1.224,6 1.586,6 1.869,4 –2.006,2 –2.318,2 10.953,7 12.058,2
1.109,7 1.220,5 1.037,4 1.221,4 5,6 5,6 0,0 0,0 10.953,7 12.058,2
29,6 31,0 2,7 3,2 1.581,0 1.863,8 –2.006,2 –2.318,2 0,0 0,0
159,5 167,0 121,1 109,2 –55,9 –68,7 –24,3 –2,5 1.605,6 1.301,9
41,5 40,3 57,1 50,7 5,9 6,2 0,0 0,0 620,8 597,7
0,0 0,0 2,7 0,3 0,0 0,0 0,0 0,0 10,4 1,0
0,0 0,0 3,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 3,4 2,2
118,0 126,6 64,0 58,5 –61,8 –74,8 –24,3 –2,4 984,8 704,2
10,4 % 10,1 % 6,2 % 4,8 % 9,0 % 5,8 %
0,0 0,0 0,0 0,0 5,7 4,7 0,8 0,8 30,1 20,1
2,6 1,3 1,4 1,2 128,6 169,9 –106,3 –174,6 46,4 64,7
18,2 17,7 11,6 14,2 218,8 291,8 –108,5 –191,6 283,5 294,3
–27,5 –30,4 –2,4 –12,6 33,0 70,3 5,2 –4,3 –186,4 –91,1
75,4 79,6 51,5 33,6 626,9 929,1 –761,6 –1.034,9 594,6 413,3
1.083,7 1.116,0 930,2 905,4 9.554,8 9.621,1 –8.626,2 –9.242,4 13.076,4 12.612,1
0,0 0,0 0,0 0,0 2,3 3,1 29,4 30,3 142,8 149,4
151,6 171,7 228,6 244,4 443,9 117,9 –44,1 –54,6 2.713,1 2.585,7
52,3 55,4 28,0 54,4 5,3 8,8 0,0 0,0 420,4 572,7
4.200 4.205 4.789 5.117 664 674 0 0 40.700 41.649

dem Geschäftssegment Sonstige zugeordnet. Die Vorjahresvergleichszahlen wurden entsprechend angepasst. Mio. EUR

EBITDA 2010/11 2011/12
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung –3,5 –0,9
Forderungswertberichtigungen/-verzicht –18,5 –1,7
Konsolidierung –1,9 0,8
Sonstiges –0,4 –0,7
EBITDA – Summe Überleitung –24,3 –2,5

In den folgenden Tabellen wird die Überleitung zu den Kennzahlen EBITDA und EBIT dargestellt:

Mio. EUR
----------
EBIT 2010/11 2011/12
Währungsdifferenzen inkl. Ergebnis aus Derivatebewertung –3,5 –0,9
Forderungswertberichtigungen/-verzicht –18,5 –1,7
Konsolidierung –1,9 0,8
Sonstiges –0,4 –0,6
EBIT – Summe Überleitung –24,3 –2,4
Mio. EUR

Alle übrigen Kennzahlen enthalten im Wesentlichen nur Konsolidierungseffekte.

Geografische Informationen

In der folgenden Tabelle werden ausgewählte Finanzinformationen nach den wesentlichen geografischen Regionen zusammengefasst dargestellt. Segmenterlöse von externen Kunden sind nach geografischen Regionen auf der Grundlage des Standorts der Kunden angegeben. Langfristige Vermögenswerte und Investitionen sind nach Unternehmensstandorten zugeordnet.

Österreich Europäische Union Übrige Länder
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
Außenumsätze 1.079,4 1.213,4 6.834,7 7.482,2 3.039,6 3.362,6
Langfristige Vermögenswerte 4.225,4 4.174,3 1.537,0 1.537,7 547,6 556,7
Investitionen in Sachanlagen
und immaterielle Vermögenswerte
271,3 363,6 109,8 143,9 39,3 65,2
Mio. EUR

Der voestalpine-Konzern weist keine Umsatzerlöse aus Geschäftsvorfällen mit einem einzigen externen Kunden auf, die sich auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen.

3. Sonstige betriebliche Erträge

2010/11 2011/12
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen 6,3 12,4
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 37,8 48,7
Kursgewinne und Erträge aus der Bewertung von Derivaten 47,8 60,9
Übrige betriebliche Erträge 242,1 232,0
334,0 354,0
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2011/12 sind in den übrigen betrieblichen Erträgen 92,1 Mio. EUR (2010/11: 105,1 Mio. EUR) betriebliche Erlöse aus dem Verkauf von Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2010/11 2011/12
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag fallen 15,6 19,7
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen 4,1 2,5
Kursverluste und Aufwendungen aus der Bewertung von Derivaten 43,4 67,4
Übrige betriebliche Aufwendungen 206,1 424,4
269,2 514,0
Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2011/12 sind in den übrigen betrieblichen Aufwendungen 149,7 Mio. EUR (2010/11: 117,7 Mio. EUR) Aufwendungen aus betrieblichen Produkten, die nicht Hauptzweck des Unternehmens sind, enthalten.

In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind weiters Aufwendungen für Risiken im Zusammenhang mit dem Kartellverfahren im Bahnzulieferbereich sowie der geplanten Stilllegung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Höhe von 204,8 Mio. EUR enthalten.

5. Ergebnisse von assoziierten Unternehmen

2010/11 2011/12
Erträge aus assoziierten Unternehmen 30,1 21,3
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0,0 –1,2
30,1 20,1
Mio. EUR

Die Erträge aus assoziierten Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der METALSERVICE S.P.A., der Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd., der Scholz Austria GmbH und der VA Intertrading Aktiengesellschaft.

Mio. EUR

6. Finanzerträge

2010/11 2011/12
Erträge aus Beteiligungen 5,0 7,6
davon von verbundenen Unternehmen 3,5 5,6
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen 2,9 2,9
davon von verbundenen Unternehmen 0,0 0,3
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43,5 61,8
davon von verbundenen Unternehmen 0,6 0,2
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
2,7 7,3
54,1 79,6

7. Finanzaufwendungen

2010/11 2011/12
Aufwendungen aus anderen Finanzanlagen
Aufwendungen aus der Marktwertbewertung 4,1 0,3
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0,0 0,0
Sonstige Aufwendungen 0,5 4,9
4,6 5,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 283,5 294,3
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,3 0,4
288,1 299,5
Mio. EUR

8. Ertragsteuern

Die Ertragsteuern beinhalten die gezahlten und geschuldeten Ertragsteuern sowie die latenten Steuern (+Steueraufwand/–Steuerertrag).

2010/11 2011/12
Ertragsteuern 163,6 106,4
Tatsächlicher Steueraufwand 161,4 108,7
Steueranpassungen aus Vorjahren 2,2 –2,3
Latente Steuern 22,8 –15,3
Entstehung/Umkehrung temporärer Differenzen 44,9 –7,1
Auswirkungen Steuersatzänderungen –0,5 0,2
Berücksichtigung steuerlicher Verluste früherer Perioden –21,6 –8,4
186,4 91,1

Mio. EUR

Die Steuersatzänderungen betreffen ausschließlich ausländische Steuern.

Die folgende Überleitung zeigt die Differenz zwischen dem österreichischen Körperschaftsteuersatz von 25 % und dem effektiven Konzernsteuersatz:

2010/11 2011/12
Ergebnis vor Steuern 781,0 504,4
Ertragsteueraufwand auf Basis des
österreichischen Körperschaftsteuersatzes
25,0 % 195,3 25,0 % 126,1
Differenz zu ausländischen Steuersätzen 1,1 % 8,5 2,6 % 13,1
Steuerfreie Erträge und Aufwendungen 1,4 % 11,1 –3,4 % –17,0
Steuerfreie Erträge von Beteiligungen –1,1 % –8,8 –1,5 % –7,4
Auswirkungen von Teilwertabschreibungen
auf Beteiligungen und Nutzung bisher nicht
berücksichtigter Verlustvorträge 0,5 % 4,0 –4,5 % –22,8
Steuern aus Vorperioden 0,3 % 2,7 –1,5 % –7,5
Eigene Aktien 0,1 % 0,8 0,2 % 1,0
Hybridanleihe –2,3 % –18,2 –3,6 % –18,0
Sonstige Differenzen –1,1 % –9,0 4,8 % 23,6
Effektiver Konzernsteuersatz (%)/-steueraufwand 23,9 % 186,4 18,1 % 91,1

Dividenden (Zinsen) auf Hybridkapital stellen in Österreich eine steuerliche Betriebsausgabe dar. Die Steuerentlastung wird ertragswirksam erfasst und führt zu einer Verminderung des Konzernsteueraufwandes.

9. Sachanlagen

Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.454,8 7.670,2 923,7 594,1 11.642,8
Kumulierte Abschreibungen –1.165,7 –5.316,1 –675,5 –1,5 –7.158,8
Buchwerte am 01.04.2010 1.289,1 2.354,1 248,2 592,6 4.484,0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.542,6 8.159,7 926,8 275,6 11.904,7
Kumulierte Abschreibungen –1.222,5 –5.612,5 –698,2 –0,1 –7.533,3
Buchwerte am 31.03.2011 1.320,1 2.547,2 228,6 275,5 4.371,4
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.581,0 8.526,1 958,7 297,7 12.363,5
Kumulierte Abschreibungen –1.275,1 –5.974,7 –735,4 0,0 –7.985,2
Buchwerte am 31.03.2012 1.305,9 2.551,4 223,3 297,7 4.378,3

Die Buchwerte der Sachanlagen haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Summe
Buchwerte zum 01.04.2010 1.289,1 2.354,1 248,2 592,6 4.484,0
Konsolidierungskreisänderungen 0,8 0,0 0,0 0,8 1,6
Zugänge 20,6 171,4 41,6 176,6 410,2
Umbuchungen 67,1 413,1 –0,7 –493,7 –14,2
Abgänge –1,2 -3,2 –1,9 –2,4 –8,7
Abschreibungen –61,8 –392,0 –60,9 0,0 –514,7
Wertminderungen –0,3 –7,6 0,0 0,0 –7,9
Wertaufholungen 3,4 0,0 0,0 0,0 3,4
Währungsdifferenzen 2,4 11,4 2,3 1,6 17,7
Buchwerte zum 31.03.2011 1.320,1 2.547,2 228,6 275,5 4.371,4
Konsolidierungskreisänderungen –0,6 –0,9 0,1 0,4 –1,0
Zugänge 40,0 267,8 50,0 201,6 559,4
Umbuchungen 14,9 148,6 5,2 –175,2 –6,5
Abgänge –11,3 –2,1 –1,7 –3,0 –18,1
Abschreibungen –61,3 –404,2 –58,6 0,0 –524,1
Wertminderungen –0,4 –0,6 0,0 0,0 –1,0
Wertaufholungen 1,3 0,8 0,1 0,0 2,2
Währungsdifferenzen 3,2 –5,2 –0,4 –1,6 –4,0
Buchwerte zum 31.03.2012 1.305,9 2.551,4 223,3 297,7 4.378,3

Zum 31. März 2012 bestehen Verfügungsbeschränkungen bei Sachanlagen in Höhe von 10,4 Mio. EUR (31. März 2011: 11,2 Mio. EUR). Weiters bestehen zum 31. März 2012 Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 271,4 Mio. EUR (31. März 2011: 179,9 Mio. EUR).

In der Berichtsperiode wurden – wie auch im Vorjahr – Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände in unwesentlicher Höhe aktiviert. Der Berechnung wurde ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz von 4,7 % (2010/11: 4,4 %) zugrunde gelegt.

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und kumulierte Abschreibungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) stellen sich zum 31. März 2012 wie folgt dar:

31.03.2011 31.03.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 38,5 36,8
Kumulierte Abschreibungen –11,7 –11,5
Buchwerte 26,8 25,3
Mio. EUR

Die Buchwerte der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

2010/11 2011/12
Buchwerte zum 01.04. 23,3 26,8
Zugänge 7,0 0,0
Umbuchungen 0,0 0,3
Abgänge 0,0 –1,4
Abschreibungen –3,5 –0,4
Buchwerte zum 31.03. 26,8 25,3

Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach den allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Sachanlagen. Der Marktwert, basierend auf vergleichbaren Veräußerungstransaktionen, wird auf 26,4 Mio. EUR (31. März 2011: 29,0 Mio. EUR) geschätzt. Mieterträge von und Aufwendungen für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind unwesentlich.

Der Buchwert für jede Gruppe von Vermögenswerten aus Finanzierungsleasing stellt sich wie folgt dar:

Sachanlagen Immaterielle Summe
Grundstücke,
grundstücks
gleiche
Rechte und
Bauten
Technische
Anlagen und
Maschinen
Andere
Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Anzahlungen
und Anlagen
in Bau
Vermögens
werte
2010/11
Anschaffungskosten 84,6 33,3 1,3 0,0 1,3 120,5
Kumulierte
Abschreibungen
–21,2 –17,8 –0,9 0,0 –1,3 –41,2
Buchwerte 63,4 15,5 0,4 0,0 0,0 79,3
2011/12
Anschaffungskosten 81,7 33,1 1,5 0,0 1,0 117,3
Kumulierte
Abschreibungen
–21,7 –19,7 –1,0 0,0 –1,0 –43,4
Buchwerte 60,0 13,4 0,5 0,0 0,0 73,9
Mindestleasing
zahlungen aus
Finanzierungsleasing
Abzinsungen aus
Finanzierungsleasing
Barwert der Mindest
leasingzahlungen aus
Finanzierungsleasing
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
Laufzeit bis zu einem Jahr 7,5 11,2 –2,4 –1,7 5,1 9,5
Laufzeit zwischen einem Jahr
und fünf Jahren
34,1 25,6 –8,3 –5,8 25,8 19,8
Laufzeit über fünf Jahre 30,5 23,4 –4,5 –2,5 26,0 20,9
72,1 60,2 –15,2 –10,0 56,9 50,2
Mio. EUR

Der Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasing weist folgende Laufzeiten aus:

Die wesentlichsten Finanzierungsleasingverhältnisse für Gebäude- und Fertigungsanlagen haben eine Laufzeit zwischen fünf und 22 Jahren. Der Konzern hat dabei die Möglichkeit, die Anlagen am Ende eines vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben bzw. eine Verlängerungsoption auszuüben.

Neben den Finanzierungsleasingvereinbarungen bestehen Verpflichtungen aus operativen Leasingvereinbarungen über Sachanlagen, welche nicht in der Bilanz ausgewiesen sind. Diese Verpflichtungen weisen folgende Laufzeiten aus:

2010/11 2011/12
Laufzeit bis zu einem Jahr 34,5 38,0
Laufzeit zwischen einem Jahr und fünf Jahren 100,7 103,3
Laufzeit über fünf Jahre 59,7 48,3
194,9 189,6

Zahlungen in Höhe von 47,2 Mio. EUR (2010/11: 41,0 Mio. EUR) auf Grund von operativen Leasingvereinbarungen werden als Aufwendungen erfasst.

Die wesentlichsten operativen Leasingvereinbarungen beziehen sich auf Gebäude mit Mindestleasinglaufzeiten von 15 Jahren mit Verlängerungsverpflichtung in bestimmten Fällen von rund zehn Jahren. Es bestehen Kaufoptionen am Ende der Leasingdauer. Beschränkungen im Hinblick auf Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse sind keine vorhanden.

Aufgliederung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände nach Funktionsbereichen

2010/11 2011/12
Umsatzkosten 521,0 513,6
Vertriebskosten 51,9 38,5
Verwaltungskosten 36,6 30,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,3 15,6
620,8 597,7
Mio. EUR

Wertminderungen und Wertaufholungen

Im Abschlussjahr wurden (im Wesentlichen auf Grund von Minderbeschäftigung) Wertminderungen auf Sachanlagen (betrifft im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen in der Special Steel Division) im Ausmaß von 1,0 Mio. EUR (31. März 2011: 7,9 Mio. EUR) durchgeführt. Diese sind im Wesentlichen in den Umsatzkosten erfasst.

Wertaufholungen auf Sachanlagen in Höhe von 2,2 Mio. EUR wurden in der Berichtsperiode auf Grund eines Anstiegs der beizulegenden Zeitwerte erfolgswirksam erfasst (31. März 2011: 3,4 Mio. EUR in der Automotive Division). Die Wertaufholungen betreffen im Wesentlichen die Metal Engineering Division. Diese sind in den Sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

10. Firmenwert

31.03.2010 31.03.2011 31.03.2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.435,8 1.435,0 1.436,6
Wertminderungen –15,4 –15,4 –15,4
Buchwert 1.420,4 1.419,6 1.421,2

Mio. EUR

Die Buchwerte der Firmenwerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Firmenwert
Buchwerte zum 01.04.2010 1.420,4
Währungsdifferenzen –0,8
Buchwerte zum 31.03.2011 1.419,6
Konsolidierungskreisänderungen 0,4
Währungsdifferenzen 1,2
Buchwerte zum 31.03.2012 1.421,2
Mio. EUR
2010/11 2011/12
Summe Steel Division 160,2 160,2
High Performance Metals 621,7 622,8
Special Forging 14,0 14,0
Summe Special Steel Division 635,7 636,8
Weichentechnik 129,9 123,7
Schienentechnik 25,2 31,9
Stahl 25,8 25,8
Welding Consumables 169,4 169,4
Summe Metal Engineering Division 350,3 350,8
Rohre und Profile 46,0 46,0
Lagertechnik 11,2 11,2
Precision Strip 103,8 103,8
Summe Profilform Division 161,0 161,0
Präzisionsteile und Sicherheitstechnik 16,9 16,9
Lasergeschweißte Platinen 4,5 4,5
Großpressteile 20,9 20,9
Strukturteile 70,1 70,1
Summe Automotive Division 112,4 112,4
voestalpine-Konzern 1.419,6 1.421,2
Mio. EUR

Impairmenttest von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit Firmenwerten

Firmenwerte werden folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Diese Firmenwerte werden im Hinblick auf den Nutzungswert unter Anwendung der Discounted Cashflow-Methode auf Werthaltigkeit überprüft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Vor-Steuer-Cashflows einer Mittelfristplanung jeweils Anfang März. Dieser Mittelfristplanung werden sowohl Vergangenheitsdaten als auch die erwartete zukünftige Marktperformance als Annahmen zugrunde gelegt. Die konzernalen Planungsprämissen werden dabei um sektorale Planungsannahmen erweitert. Konzerninterne Einschätzungen werden um externe Marktstudien ergänzt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten und nach dem Capital Asset Pricing Model berechnet (Weighted Average Costs of Capital). Die Abzinsung der Cashflows erfolgt grundsätzlich unter Heranziehung eines WACC von 8,4 % vor Steuern (2010/11: 8,4 %).

Für die 3-Jahres-Mittelfristplanung in der Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl) wurden externe Marktprognosen für den Absatz von Flachprodukten in Europa verwendet und um konzerninterne Einschätzungen des Verkaufs ergänzt. Der Produktionsplan spiegelt die Absatzprognosen wider. Beschaffungsseitig wurden die Rohstoffannahmen laut Weltmarktprognosen um konzerninterne Spezifika adaptiert. Bei der Impairmentberechnung wurde das letzte Planjahr als Basis für die Ermittlung der Cashflows in der ewigen Rente herangezogen. Es wird in der ewigen Rente mit einer Wachstumsrate von 1 % gerechnet.

Die Impairmenttests in der Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl) basieren auf einem dreijährigen Detailplanungszeitraum. Es wurde einheitlich eine Wachstumsrate von 1 % unterstellt. Die 3-Jahres-Mittelfristplanung der Special Steel Division wurde sowohl unter Berücksichtigung der regionalen Rahmenbedingungen in den Kernmärkten als auch unter Einbeziehung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der für die Gesellschaften der Division wichtigsten Industriesegmente erstellt. Die externen Prognosen wurden durch interne Einschätzungen adaptiert. Vormaterialpreisveränderungen können im Wesentlichen an die Kunden weitergegeben werden.

Für die Impairmenttests der Cash Generating Units (CGU) in der Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme) wurde ebenfalls die dreijährige Mittelfristplanung herangezogen. Die ewige Rente basiert auf dem letzten Planjahr. Mit Ausnahme der CGU Welding Consumables (1 % Wachstumsfaktor) wurde mit keinem Wachstumsfaktor gerechnet. Als Basis für die Planung der CGU Welding Consumables wurden Markterwartungen für die wichtigsten Absatzregionen und Abnehmerbranchen unter Verwendung von externen Marktstudien herangezogen, welche um die interne Einschätzung zur Wettbewerbs- und Marktanteilsentwicklung ergänzt wurden. Die Planungen der CGUs Stahl, Weichentechnik und Schienentechnik basieren auf externen Marktprognosen und Bedarfserwartungen wesentlicher Hauptkunden, welche um konzerninterne Einschätzungen angepasst wurden. Beschaffungsseitig wurden für alle CGUs der Metal Engineering Division für die Rohstoff- und Vormaterialpreisentwicklung Weltmarktprognosen verwendet, die um konzerninterne Spezifika adaptiert wurden.

In der Profilform Division basieren die absatzseitigen Planungsannahmen auf Markteinschätzungen für die wichtigsten Abnehmerbranchen und Industriesektoren unter Berücksichtigung spezieller externer Marktstudien (z. B. Global Truck Report) sowie der Markterwartungen der wichtigsten Kunden. Für die Entwicklung der Vormaterialpreise wurden die Prognosen internationaler Research-Institute zugrunde gelegt. Es wurde das dritte Planjahr als Basis für die Ermittlung der ewigen Rente herangezogen. Wachstumsrate wurde keine verwendet.

Die Impairmenttests für die in der Automotive Division bestehenden Cash Generating Units (CGU) basieren auf einem dreijährigen Detailplanungszeitraum der Unternehmensgruppen. Die Planungsvorgaben der Division für die einzelnen Einheiten orientieren sich an den mittelfristigen Produktionsprognosen für den paneuropäischen Automobilmarkt. Konzernexterne Prognosen wurden durch interne Einschätzungen nach unten revidiert. In der ewigen Rente – basierend auf dem letzten Jahr des Detailplanungszeitraums – wird bei allen CGUs mit einem Wachstumsfaktor von 1 % gerechnet.

Sofern nicht anders angeführt, sind die divisionalen Angaben für alle CGUs innerhalb der jeweiligen Division gleichermaßen relevant.

Die Werthaltigkeit aller Firmenwerte wurde dadurch bestätigt. Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes (8,4 %) um 10 % die Buchwerte noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.

In folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bestehen immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer:

2010/11 2011/12
High Performance Metals 62,5 62,5
Ebene Special Steel Division 149,9 92,9
Summe Special Steel Division 212,4 155,4
Welding Consumables 12,6 12,6
Summe Metal Engineering Division 12,6 12,6
Precision Strip 2,6 2,6
Summe Profilform Division 2,6 2,6
voestalpine-Konzern 227,6 170,6
Mio. EUR

In den immateriellen Vermögenswerten mit unbegrenzter Nutzungsdauer sind ausschließlich Markenrechte enthalten. Die Periode, in der diese Markenrechte voraussichtlich Cashflows generieren werden, unterliegt keiner vorhersehbaren Begrenzung. Die Markenrechte unterliegen daher keiner Abnutzung und werden nicht planmäßig abgeschrieben.

In den Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer war im Vorjahr ein Kapitalmarktfinanzierungsvorteil enthalten, der sich auf den Markennamen Böhler-Uddeholm bezieht. Im November 2011 hat eine Umbenennung der ehemaligen BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft auf voestalpine Edelstahl GmbH stattgefunden. Der Finanzierungsvorteil wird daher langfristig kontinuierlich abschmelzen. Der Abschreibungszeitraum beträgt zehn Jahre.

11. Andere immaterielle Vermögenswerte

Marken Sonstige Geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.036,2 0,9 1.264,7
Kumulierte Abschreibungen 0,0 –802,3 0,0 –802,3
Buchwerte am 01.04.2010 227,6 233,9 0,9 462,4
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.044,6 1,4 1.273,6
Kumulierte Abschreibungen 0,0 –893,7 0,0 –893,7
Buchwerte am 31.03.2011 227,6 150,9 1,4 379,9
Anschaffungs- und Herstellungskosten 227,6 1.053,5 3,5 1.284,6
Kumulierte Abschreibungen –2,3 –960,3 0,0 –962,6
Buchwerte am 31.03.2012 225,3 93,2 3,5 322,0
Mio. EUR

In der Spalte "Marken" sind Marken mit unbegrenzter Nutzungsdauer in Höhe von 170,6 Mio. EUR enthalten. Wertminderungen sind keine angefallen.

Marken Sonstige Geleistete
Anzahlungen
Summe
Buchwerte zum 01.04.2010 227,6 233,9 0,9 462,4
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 –1,1 0,0 –1,1
Zugänge 0,0 7,3 0,8 8,1
Umbuchungen 0,0 9,5 –0,3 9,2
Abgänge 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,0 –95,6 0,0 –95,6
Wertminderungen 0,0 –2,5 0,0 –2,5
Währungsdifferenzen 0,0 –0,6 0,0 –0,6
Buchwerte zum 31.03.2011 227,6 150,9 1,4 379,9
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 0,6 0,0 0,6
Zugänge 0,0 10,3 1,4 11,7
Umbuchungen 0,0 1,7 0,8 2,5
Abgänge 0,0 –0,3 0,0 –0,3
Abschreibungen –2,3 –70,4 0,0 –72,7
Währungsdifferenzen 0,0 0,4 –0,1 0,3
Buchwerte zum 31.03.2012 225,3 93,2 3,5 322,0

Die Buchwerte der anderen immateriellen Vermögenswerte haben sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Mio. EUR

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte können in den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten und Sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sein.

Anteile an
verbundenen
Unter
nehmen
Anteile an
assoziierten
Unter
nehmen
Sonstige
Beteili
gungen
Wert
papiere
Aus
leihungen
Geleistete
Anzah -
lungen
Summe
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
24,3 129,0 61,2 85,1 11,8 0,0 311,4
Kumulierte
Abschreibungen
–7,5 –2,5 –2,2 –3,9 –1,6 0,0 –17,7
Buchwerte
am 01.04.2010
16,8 126,5 59,0 81,2 10,2 0,0 293,7
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
19,6 143,2 59,8 85,4 10,4 0,0 318,4
Kumulierte
Abschreibungen
–7,5 –0,4 –2,2 –4,9 –1,9 0,0 –16,9
Buchwerte
am 31.03.2011
12,1 142,8 57,6 80,5 8,5 0,0 301,5
Anschaffungs- und
Herstellungskosten
19,2 149,8 57,0 80,0 17,8 0,2 324,0
Kumulierte
Abschreibungen
–7,1 –0,4 –2,2 –3,0 –1,4 0,0 –14,1
Buchwerte
am 31.03.2012
12,1 149,4 54,8 77,0 16,4 0,2 309,9

12. Anteile an assoziierten Unternehmen und andere Finanzanlagen

Anteile an
verbundenen
Unter
nehmen
Anteile an
assoziierten
Unter
nehmen
Sonstige
Beteili
gungen
Wert
papiere
Aus
leihungen
Geleistete
Anzah
lungen
Summe
Buchwerte
zum 01.04.2010
16,8 126,5 59,0 81,2 10,2 0,0 293,7
Konsolidierungskreis
änderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 0,0 17,2 2,0 0,5 1,2 0,0 20,9
Umbuchungen –3,8 0,0 0,0 –0,1 –0,3 0,0 –4,2
Abgänge –0,4 0,0 –3,4 –0,2 –2,3 0,0 –6,3
Abschreibungen –0,5 0,0 0,0 –0,9 –0,3 0,0 –1,7
Währungsdifferenzen 0,0 –0,9 0,0 0,0 0,0 0,0 –0,9
Buchwerte
zum 31.03.2011
12,1 142,8 57,6 80,5 8,5 0,0 301,5
Konsolidierungskreis
änderungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zugänge 0,3 4,3 0,3 0,5 10,0 0,2 15,6
Umbuchungen –0,2 0,0 –1,0 0,0 –0,3 0,0 –1,5
Abgänge 0,0 0,0 –2,1 –5,4 –2,3 0,0 –9,8
Abschreibungen –0,1 0,0 0,0 –0,2 –0,3 0,0 –0,6
Zuschreibungen 0,0 0,0 0,0 1,6 0,8 0,0 2,4
Währungsdifferenzen 0,0 2,3 0,0 0,0 0,0 0,0 2,3
Buchwerte
zum 31.03.2012
12,1 149,4 54,8 77,0 16,4 0,2 309,9

Die Ausleihungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.03.2010 31.03.2011 31.03.2012
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1,3 1,1 1,1
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,0 0,0 0,0
Ausleihungen an sonstige Beteiligungen 0,0 0,0 0,0
Sonstige Ausleihungen 8,4 6,9 12,5
Sonstige Forderungen Finanzierung 0,5 0,5 2,8
10,2 8,5 16,4
Mio. EUR

Die kurzfristigen anderen Finanzanlagen beinhalten mit 316,8 Mio. EUR (31. März 2011: 321,4 Mio. EUR) Anteile am V54-Investmentfonds, mit 60,0 Mio. EUR (31. März 2011: 115,6 Mio. EUR) einen weiteren Liquiditätsfonds und mit 29,8 Mio. EUR (31. März 2011: 16,6 Mio. EUR) andere Wertpapiere.

Kurzfristige und langfristige Wertpapiere in Höhe von 151,6 Mio. EUR (31. März 2011: 195,2 Mio. EUR) sind für Investitionskredite der Europäischen Investitionsbank verpfändet.

13. Latente Steuern

Die steuerlichen Auswirkungen der temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften, die zum Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern führen, setzen sich wie folgt zusammen:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.03.2011 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2012
Langfristiges Vermögen 42,8 28,3 100,7 122,4
Kurzfristiges Vermögen 33,2 83,1 62,8 52,2
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 110,8 109,5 25,7 29,8
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 42,2 43,4 35,3 33,3
Verlustvorträge 71,3 62,9 0,0 0,0
Saldierung der latenten Steuern
gegenüber derselben Steuerbehörde –132,3 –155,6 –132,3 –155,6
168,0 171,6 92,2 82,1
Zwischengewinneliminierungen (saldiert) 22,1 19,6 0,0 0,0
Stille Reserven (saldiert) 0,0 0,0 125,5 106,1
Akquisitionsbedingter Steuervorteil 180,6 162,5 0,0 0,0
Sonstige 12,5 16,1 19,3 15,8
Saldierte latente Steuern 383,2 369,8 237,0 204,0

Mio. EUR

Der Steuervorteil aus der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wird unter Anwendung von IAS 12.34 als noch nicht genutzte Steuergutschrift bilanziert und über eine Laufzeit von 14 Jahren mit einem Betrag von 18,1 Mio. EUR pro Jahr aufgelöst. Dem steht eine tatsächliche Steuerersparnis gegenüber.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 62,9 Mio. EUR (31. März 2011: 71,3 Mio. EUR) wurden erfasst. Zum 31. März 2012 bestehen noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von rund 172,0 Mio. EUR (Körperschaftsteuer) (31. März 2011: rund 53,5 Mio. EUR), für welche kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde. Bis 2022 verfallen rund 35,1 Mio. EUR der körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge.

Im Berichtsjahr wurden aktive/passive latente Steuern in Höhe von 7,9 Mio. EUR (31. März 2011: 5,5 Mio. EUR) auf direkt im Eigenkapital verbuchte Positionen ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Zusatzangaben nach IAS 12.81 (a) und (ab):

Veränderung
2010/11
31.03.2011 Veränderung
2011/12
31.03.2012
Latente Steuern auf
versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
7,2 51,6 9,3 60,9
Latente Steuern auf Hedge Accounting –1,7 6,7 –1,4 5,3
Summe im Eigenkapital (Sonstiges Ergebnis)
erfasster latenter Steuern
5,5 58,3 7,9 66,2

14. Vorräte

922,9
823,9
941,3
245,6
7,2
11,8
2.952,7
Mio. EUR

Wertberichtigungen auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert sind in Höhe von 96,2 Mio. EUR (31. März 2011: 78,6 Mio. EUR) im Konzernabschluss enthalten. Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beträgt 683,8 Mio. EUR. Vorräte in Höhe von 3,2 Mio. EUR (31. März 2011: 3,1 Mio. EUR) sind als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. 7.152,6 Mio. EUR (31. März 2011: 6.403,3 Mio. EUR) wurden als Materialaufwand erfasst.

15. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

31.03.2011 Davon
Restlaufzeit
von mehr
als 1 Jahr
31.03.2012 Davon
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.360,3 5,7 1.427,8 3,6
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
10,4 0,0 10,4 0,0
Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
41,7 0,0 47,4 0,0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 297,4 7,7 288,8 10,2
1.709,8 13,4 1.774,4 13,8

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen wie folgt enthalten:

31.03.2011 31.03.2012
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Kosten 118,5 153,3
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Gewinne 8,6 18,8
Bis zum Bilanzstichtag angefallene Verluste –2,0 –5,6
Bruttoforderungen aus der Auftragsfertigung 125,1 166,5
Abzüglich erhaltene Anzahlungen –87,0 –105,4
Forderungen aus der Auftragsfertigung 38,1 61,1
Mio. EUR

Die Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen im Geschäftsjahr 2011/12 betragen 214,1 Mio. EUR (2010/11: 181,3 Mio. EUR).

16. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.03.2011 31.03.2012
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 1.233,4 677,2

17. Eigenkapital

Grundkapital (inkl. Angaben gemäß § 240 UGB)

Das Grundkapital hat sich in der Berichtsperiode nicht verändert. Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2012 307.132.044,75 EUR und ist in 169.049.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 49,66 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 47,32 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2012 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklagen beinhalten im Wesentlichen das Agio (abzüglich Kosten der Eigenkapitalbeschaffung), Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien sowie anteilsbasierte Vergütungen.

Die Rücklagen für eigene Aktien beinhalten die abgesetzten Anschaffungskosten bzw. die Eigenkapitalerhöhung aus den Abgängen zu Anschaffungskosten für verkaufte eigene Aktien.

Die Gewinnrücklagen beinhalten das Ergebnis nach Steuern abzüglich Dividendenausschüttungen. Bei der Aufstockung von Mehrheitsbeteiligungen wird die Differenz zwischen den Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile direkt in der Gewinnrücklage erfasst. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen werden in der Periode, in der sie anfallen, zur Gänze im Eigenkapital erfasst.

Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Die Hedging-Rücklage umfasst Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil von Cashflow-Hedges. Der kumulierte, in die Rücklage eingestellte Gewinn oder Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wird erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn auch das gesicherte Geschäft das Ergebnis beeinflusst.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt entwickelt:

Anzahl
Stückaktien
Anzahl
eigene Aktien
Anzahl im Umlauf
befindliche Aktien
Stand zum 01.04.2010 169.049 658 168.391
Zugänge 0
Abgänge –190 190
Stand zum 31.03.2011 169.049 468 168.581
Zugänge 0
Abgänge –168 168
Stand zum 31.03.2012 169.049 300 168.749
Tsd. Stück

Hybridkapital

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1 Mrd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende auch ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %).

Der Erlös aus der Begebung der Hybridanleihe wird als Teil des Eigenkapitals ausgewiesen, da dieses Instrument die Kriterien von Eigenkapital nach IAS 32 erfüllt. Entsprechend werden auch die zu zahlenden Kupons als Teil der Ergebnisverwendung dargestellt. Die Begebungskosten der Anleihe und das Disagio beliefen sich auf 10,5 Mio. EUR; darauf entfallende Steueransprüche in Höhe von 2,6 Mio. EUR wurden aktiviert. Das Eigenkapital erhöhte sich deshalb um einen Wert von 992,1 Mio. EUR.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital zum 31. März 2012 resultieren im Wesentlichen aus Fremdanteilen bei der VAE-Gruppe, voestalpine Railpro B.V. und Danube Equity AG.

18. Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen

31.03.2011 31.03.2012
Rückstellungen für Abfertigungen 436,1 441,8
Rückstellungen für Pensionen 289,8 307,8
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 107,3 103,3
833,2 852,9

Mio. EUR

2010/11 2011/12
424,6 436,1
11,6 9,8
21,6 20,1
0,0 0,0
–32,8 –32,0
11,1 7,8
436,1 441,8
31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010 31.03.2011 31.03.2012
Barwert der Abfertigungs
verpflichtungen (DBO)
447,8 444,3 424,6 436,1 441,8
Versicherungsmathematische
+Gewinne/–Verluste aus
Parameteränderungen in % 2,7 % 3,5 % –2,4 % –2,7 % 0,0 %
Mio. EUR
Rückstellungen für Pensionen
2010/11 2011/12
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 01.04. 671,2 713,4
Dienstzeitaufwand der Periode 8,4 9,6
Zinsaufwand der Periode 34,2 33,7
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 0,0
Pensionszahlungen –27,0 –30,0
Kursdifferenzen 3,7 4,8
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste 22,9 31,4
Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.03. 713,4 762,9
Pensionskassenvermögen zum 31.03. –423,6 –455,1
Rückstellungen für Pensionen zum 31.03. 289,8 307,8

Mio. EUR

Der Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. März 2012 beträgt 762,9 Mio. EUR (31. März 2011: 713,4 Mio. EUR), davon werden 529,5 Mio. EUR (31. März 2011: 480,3 Mio. EUR) ganz oder teilweise aus einem Fonds finanziert, 233,4 Mio. EUR (31. März 2011: 233,1 Mio. EUR) werden nicht aus einem Fonds finanziert.

2010/11 2011/12
Planvermögen zum 01.04. 348,2 423,6
Erwarteter Pensionskassenertrag der Periode 20,3 23,9
Versicherungsmathematische +Gewinne/–Verluste 11,2 8,7
Kursdifferenzen 1,2 3,7
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 0,0
Arbeitgeberbeiträge 59,4 15,2
Pensionszahlungen –16,7 –20,0
Planvermögen zum 31.03. 423,6 455,1

Mio. EUR

31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010 31.03.2011 31.03.2012
Barwert der Pensions
verpflichtungen (DBO) 616,8 595,4 671,2 713,4 762,9
Planvermögen –337,9 –297,0 –348,2 –423,6 –455,1
278,9 298,4 323,0 289,8 307,8
Versicherungsmathematische
+Gewinne/–Verluste aus
Parameteränderungen in %
1,3 % 7,4 % –7,3 % –4,3 % –1,9 %
2010/11 2011/12
Eigenkapitalinstrumente 28,1 % 28,7 %
Schuldinstrumente 49,1 % 51,2 %
Immobilien 6,2 % 4,6 %
Sonstige 16,6 % 15,5 %
100,0 % 100,0 %

Die wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich in den im Konzernabschluss zum 31. März 2012 dargestellten Perioden wie folgt dar:

Im Planvermögen sind eigene Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert von 1,0 Mio. EUR (31. März 2011: 2,2 Mio. EUR) enthalten.

Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende Renditen. Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgte auf Basis einer erwarteten Verzinsung des Planvermögens von 6 %. Die tatsächliche Verzinsung lag bei 7,7 %.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für beitragsorientierte Pensionen betragen 21,1 Mio. EUR (2010/11: 20,5 Mio. EUR).

2010/11 2011/12
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 01.04. 105,5 107,3
Dienstzeitaufwand der Periode 5,2 5,4
Zinsaufwand der Periode 5,2 4,8
Konsolidierungskreisänderungen 0,0 0,0
Jubiläumsgeldzahlungen –9,2 –8,1
Versicherungsmathematische –Gewinne/+Verluste 0,6 –6,1
Barwert der Jubiläumsgeldverpflichtungen (DBO) zum 31.03. 107,3 103,3

Rückstellungen für Jubiläumsgelder

31.03.2008 31.03.2009 31.03.2010 31.03.2011 31.03.2012
Barwert der Jubiläumsgeld
verpflichtungen (DBO)
112,6 111,9 105,5 107,3 103,3
Mio. EUR

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen/Erträge für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldverpflichtungen gliedern sich wie folgt:

2010/11 2011/12
Dienstzeitaufwand der Periode 25,2 24,8
Zinsaufwand der Periode 61,0 58,6
Erwarteter Pensionskassenertrag der Periode –20,3 –23,9
Aufwands-/ertragswirksam erfasste Positionen 65,9 59,5
Mio. EUR

Der Zinsaufwand der Periode ist in den Finanzaufwendungen erfasst. Der Saldo der übrigen beiden Positionen ist in den Funktionsbereichen Umsatz-, Verwaltungs- und Vertriebskosten und zu einem geringen Teil im Funktionsbereich Sonstiger betrieblicher Aufwand enthalten.

19. Rückstellungen

Stand
01.04.2011
Konsoli
dierungs
kreisände
rungen
Währungs
differenzen
Verbrauch Auf
lösungen
Zu
weisungen
Stand
31.03.2012
24,2 0,0 0,0 –8,1 –0,7 44,6 60,0
6,7 0,0 0,0 –2,1 –0,1 –1,8 2,7
52,4 0,0 –0,2 –2,2 –8,7 27,3 68,6
83,3 0,0 –0,2 –12,4 –9,5 70,1 131,3
100,7 0,0 0,0 –63,5 0,0 73,5 110,7
136,3 0,0 0,3 –137,6 –2,5 144,2 140,7
54,1 –0,2 0,0 -12,4 –12,3 21,0 50,2
20,0 0,0 0,1 –11,4 –4,7 39,2 43,2
91,0 0,0 0,2 –86,0 –15,7 296,8 286,3
402,1 –0,2 0,6 –310,9 –35,2 574,7 631,1
485,4 –0,2 0,4 –323,3 –44,7 644,8 762,4

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen enthalten insbesondere Prämien und Bonifikationen. Die Rückstellungen für Garantien und sonstige Wagnisse sowie die Rückstellungen für belastende Verträge betreffen die laufende Geschäftstätigkeit. Die übrigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Vertriebsprovisionen, Prozess-, Rechts- und Beratungskosten sowie Umweltschutzverpflichtungen.

Die Rückstellungshöhe von Garantien und sonstigen Wagnissen bemisst sich am zuverlässigsten Schätzwert jenes Betrages, der zur Begleichung dieser Verpflichtungen am Bilanzstichtag nötig wäre. Als statistische Messgröße wird der Erwartungswert herangezogen. Dieser wiederum basiert auf einer für die Vergangenheit nachweisbaren Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses.

Rückstellungen für belastende Verträge werden angesetzt, wenn die zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen erforderlichen unvermeidbaren Kosten die erwarteten Erlöse übersteigen. Bevor eine separate Rückstellung für einen belastenden Vertrag erfasst wird, erfasst ein Unternehmen den Wertminderungsaufwand für Vermögenswerte, die mit dem Vertrag verbunden sind.

In den kurz- und langfristigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Risiken im Zusammenhang mit dem Kartellverfahren im Bahnzulieferbereich in Deutschland sowie der geplanten Stilllegung der TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG in Höhe von 205,0 Mio. EUR enthalten.

Die Rückstellung für die EU-Kartellstrafe der voestalpine Austria Draht GmbH aus dem Vorjahr wurde in Höhe von 17,1 Mio. EUR unverändert fortgeführt. Gegen dieses Bußgeld wurde Klage beim Europäischen Gericht erhoben.

Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung der Minderheitsaktionäre der BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde am 24. November 2011 ein Vergleich abgeschlossen. Die Genehmigung des Vergleichs durch das zuständige Gericht erfolgte Anfang Mai 2012. Für die Zahlung an die ehemaligen Minderheitsaktionäre (Basisbetrag und Zinsen) sowie für Verfahrens- und Anwaltskosten wurden zum 31. März 2012 36,9 Mio. EUR rückgestellt. Der Basisbetrag wurde direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Der damit verbundene Zinsaufwand wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Finanzaufwendungen erfasst.

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr
31.03.2011 31.03.2012 31.03.2011 31.03.2012
Anleihen und Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
1.359,4 1.732,8 3.001,5 1.921,2
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 5,1 9,5 51,8 40,7
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
20,6 22,3 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
22,8 14,8 0,1 0,1
Sonstige Verbindlichkeiten 20,1 19,8 17,2 8,7
1.427,9 1.799,2 3.070,6 1.970,7

20. Finanzverbindlichkeiten

Am 17. Dezember 2008 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 333,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wurde in zwei Tranchen getilgt, die erste Teilzahlung von 222,0 Mio. EUR war am 17. Dezember 2010 fällig, der zweite Teilbetrag von 111,0 Mio. EUR wurde am 17. Dezember 2011 getilgt. Die fixe Verzinsung über die gesamte Laufzeit beider Tranchen lag bei 5,75 %.

Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in Höhe von 400,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 30. März 2013 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 8,75 % jährlich verzinst.

Die voestalpine AG hat am 3. Februar 2011 eine Unternehmensanleihe im Umfang von 500,0 Mio. EUR begeben. Die Anleihe wird am 5. Februar 2018 zurückgezahlt. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird mit 4,75 % jährlich verzinst.

21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.03.2011 31.03.2012
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 65,9 74,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.113,2 1.146,4
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel
und der Ausstellung eigener Wechsel
491,0 423,4
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6,4 5,6
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
3,9 4,1
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 114,6 109,0
Sonstige Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit 42,0 41,7
Sonstige Verbindlichkeiten 359,6 303,1
2.196,6 2.107,9

Mio. EUR

22. Eventualverbindlichkeiten

31.03.2011 31.03.2012
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln 0,1 3,1
Bürgschaften, Garantien 2,9 11,4
Sonstige vertragliche Haftungsverhältnisse 4,5 0,0
7,5 14,5

23. Finanzinstrumente

Allgemeines

Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen und kurzfristige Vorlagen, Anleihen und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken auf Grund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.

Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/ EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie das Hybridkapital.

Die maximale nachhaltige Gearing Ratio des Konzerns ist mit 70 % festgelegt, sie darf nur für einen befristeten Zeitraum überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA darf maximal bei 3,0 liegen. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.

In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:

31.03.2011 31.03.2012
Gearing Ratio in % 57,8 % 53,5 %
Nettofinanzverschuldung/EBITDA 1,7 2,0

Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation

Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, was ein Sechsaugenprinzip gewährleistet. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die gesamten Geschäftsprozesse werden einmal jährlich zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.

Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt zu einem hohen Anteil mit derivativen Finanzinstrumenten.

Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngrößen Zinsänderungsrisiko und Marktwertrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um 1 %. Unter Marktwertrisiko ist die Änderung der Marktwerte der zinssensitiven Position bei einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 1 % zu verstehen.

Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird das "@risk"-Konzept eingesetzt. Mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit wird das maximale Verlustpotenzial innerhalb eines Jahres ermittelt. Es wird das Risiko auf die offene Position berechnet, wobei als offene Position die budgetierte Menge für die nächsten zwölf Monate abzüglich der bereits abgesicherten Menge definiert ist. Die Berechnung im Fremdwährungsbereich erfolgt anhand des Varianz-Kovarianz-Ansatzes.

Liquiditätsrisiko – Finanzierung

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG abgegeben wird. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Spitze wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.

Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken zumeist in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Cross-Currency-Swaps währungsgesichert.

Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2012 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 312,3 Mio. EUR (31. März 2011: 318,9 Mio. EUR) und jene der kurzfristigen Veranlagungen 677,2 Mio. EUR (31. März 2011: 1.233,4 Mio. EUR).

Zusätzlich bestehen bei in- und ausländischen Banken jederzeit kündbare Kreditlinien in ausreichender Höhe, die nicht ausgenutzt sind. Neben der Möglichkeit der Ausschöpfung dieser Finanzierungsrahmen steht zur Überbrückung eventueller konjunkturbedingter Tiefs eine vertraglich zugesicherte Liquiditätsreserve im Ausmaß von 800 Mio. EUR (2010/11: 150 Mio. EUR) zur Verfügung.

Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Covenants, die für einen untergeordneten Teil des Gesamtkreditvolumens mit einer einzigen Bank vereinbart sind, werden eingehalten. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden keine Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt.

Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
< 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 und < 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
Anleihen 111,0 399,8 399,7 0,0 496,0 496,5
Bankverbindlichkeiten 1.248,4 1.333,0 2.092,4 1.231,3 13,4 193,4
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.113,1 1.146,0 0,0 0,4 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus
Finance Lease
5,1 9,5 25,8 19,8 26,0 20,9
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
20,1 19,8 17,2 8,6 0,0 0,1
Summe Verbindlichkeiten 2.497,7 2.908,1 2.535,1 1.260,1 535,4 710,9
Mio. EUR

Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:

für Fälligkeit
< 1 Jahr
für Fälligkeit
> 1 und < 5 Jahre
für Fälligkeit
> 5 Jahre
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
Zinsen für Anleihen 65,3 58,8 130,1 95,1 47,6 23,8
Zinsen für Bankverbindlichkeiten 114,4 113,9 181,9 113,8 3,9 2,1
Zinsen für Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Zinsen für Verbindlichkeiten
aus Finance Lease
2,4 1,7 8,3 5,8 4,5 2,5
Zinsen für sonstige
finanzielle Verbindlichkeiten
0,0 0,8 0,0 0,3 0,0 0,0
Summe Zinslast 182,1 175,2 320,3 215,0 56,0 28,4

Die Fälligkeitsstruktur des Kreditportfolios weist im Detail folgendes Rückzahlungsprofil über die nächsten Jahre aus:

Kreditportfolio-Fälligkeitsstruktur

enthält 376,0 Mio. EUR revolvierende Exportkredite

Kredit-/Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.

1

Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte wird durch ein exaktes Debitorenmanagement gering gehalten. Ein hoher Prozentsatz der Liefergeschäfte ist durch Kreditversicherungen abgesichert. Darüber hinaus bestehen bankmäßige Sicherheiten wie Garantien und Akkreditive.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig und noch nicht wertberichtigt sind:

Überfällige und nicht wertberichtigte Forderungen

31.03.2011 31.03.2012
Bis 30 Tage überfällig 145,3 174,9
31 Tage bis 60 Tage überfällig 39,5 44,8
61 Tage bis 90 Tage überfällig 13,5 25,3
91 Tage bis 120 Tage überfällig 7,2 10,8
Mehr als 120 Tage überfällig 18,2 19,7
Summe 223,7 275,5

Auf Forderungen im Portfolio der voestalpine AG erfolgten in der Berichtsperiode folgende Wertberichtigungen:

Wertberichtigungen für Forderungen
2010/11 2011/12
Anfangsbestand zum 01.04. 45,4 46,5
Zugang 17,5 9,9
Währungsdifferenz –0,4 0,0
Konsolidierungskreisänderungen –0,1 0,6
Auflösung –9,3 –9,6
Verbrauch –6,6 –5,6
Endbestand zum 31.03. 46,5 41,8

Mio. EUR

Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.

Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.

Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Wiederbeschaffungskosten. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.

AAA AA A BBB NR
Bond 80 175 141 19 14
Geldmarktveranlagungen
exkl. Habensalden auf Konten
0 154 285 0 0
Derivate1 0 8 18 2 0
1
nur positive Marktwerte
Mio. EUR

Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen

Währungsrisiko

Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in USD, aber auch in geringem Ausmaß durch Exporte in den "Nicht-EUR-Raum".

Eine Absicherung ergibt sich zunächst auf Grund von natürlich geschlossenen Positionen, bei denen z. B. Forderungen in USD aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten für Rohstoffeinkäufe gegenüberstehen (USD-Netting). Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme (netto) der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 50 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.

Der Nettobedarf an USD lag im Geschäftsjahr 2011/12 bei 1.555,1 Mio. USD. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr (1.143,9 Mio. USD) begründet sich durch die Mengen- und Preiserhöhungen im Rohstoffeinkauf sowie durch erhöhte Verkaufspreise. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den "Nicht-EUR-Raum" und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.

Fremdwährungsportfolio 2011/12 (netto)

Anhand der Value-at-Risk-Rechnung ergeben sich per 31. März 2012 auf alle offenen Positionen folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:

Undiversifiziert USD PLN ZAR GBP CAD CHF SEK Sonstige
Position1 –397,58 –22,09 32,81 17,75 7,55 5,91 26,51 16,17
VaR (95 %/J.) 67,49 3,68 6,80 2,31 1,24 1,09 3,09 2,84
1
ungesicherte Planposition für das Geschäftsjahr 2012/13
Mio. EUR

Unter Berücksichtigung der Korrelationen der einzelnen Währungen untereinander errechnet sich ein Portfoliorisiko von 66,0 Mio. EUR (31. März 2011: 69,0 Mio. EUR).

Zinsrisiko

Die voestalpine AG unterscheidet zwischen dem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten und dem Barwertrisiko bei fix verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).

Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwands unter Berücksichtigung des Risikos.

Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um 1 % das Zinsergebnis um 2,8 Mio. EUR (2010/11: 6,4 Mio. EUR) belastet.

Bei einer Zinsbindung von 0,82 Jahren (2010/11: 0,64 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei 0,85 % (2010/11: 1,35 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 1,42 Jahren (2010/11: 1,46 Jahre) bei 3,53 % (2010/11: 4,57 %).

Bestand1 Gewichteter
Durchschnitts
zinssatz
Duration
(Jahre)
Durchschnittl.
Kapitalbin
dung (Jahre)2
Sensitivität bei
1 % Zins
änderung1
Cashflow
Risiko1
aktiv 1.165,6 0,85 % 0,82 0,88 –8,0 –9,3
passiv –3.659,6 3,53 % 1,42 2,86 80,4 12,1
netto –2.494,0 72,4 2,8

1 Angaben in Mio. EUR

exkl. revolvierender Exportkredite in Höhe von 376,0 Mio. EUR

Das anhand der Value-at-Risk-Rechnung per 31. März 2012 ermittelte Barwertrisiko beträgt bei einer 1%igen Zinsänderung auf der Aktivseite 8,3 Mio. EUR (2010/11: 29,7 Mio. EUR) sowie auf der Passivseite 79,5 Mio. EUR (2010/11: 199,4 Mio. EUR). Im Falle eines 1%igen Zinsrückgangs verbleibt somit für die voestalpine AG ein kalkulatorischer (nicht bilanzwirksamer) Nettobarwertverlust von 71,2 Mio. EUR (2010/11: 169,7 Mio. EUR).

Die Bestände der Aktivseite sind in einem Ausmaß von 399,0 Mio. EUR (Vorjahr 407,4 Mio. EUR) in den Wertpapierdachfonds V47 und V54 veranlagt. 96,2 % des Fondsvermögens sind in Anleihen und Geldmarktpapieren in EUR oder in Cash in den drei Subfonds V101, V102, V103 sowie in drei Spezialfonds wie folgt investiert:

Anlagewährung
mit einer Duration von 0,65
123,0 Mio. EUR mit einer Duration von 2,15
114,2 Mio. EUR mit einer Duration von 4,03
15,2 Mio. EUR (sind nur im V54 enthalten)
131,5 Mio. EUR

Der Aktienanteil in den Dachfonds beträgt 15,1 Mio. EUR (3,7 % des Fondsvermögens) und ist in zwei globale Aktienfonds mit unterschiedlichem Investmentansatz aufgeteilt (31. März 2011: 16,2 Mio. EUR, 3,9 % des Fondsvermögens).

Aus Gründen des Kreditrisikomanagements wurden als Ersatz für Geldmarktveranlagungen bei Banken 60,0 Mio. EUR (31. März 2011: 115,6 Mio. EUR) in täglich liquidierbare, extern gemanagte Geldmarktfonds und sonstige Wertpapieren mit A Rating veranlagt.

Im Geschäftsjahr 2011/12 konnten folgende Erträge in den Dachfonds verzeichnet werden:

Dachfonds Performance
V47 4,94 %
V54 4,60 %

Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für die Ermittlung der Zeitwerte werden Preisnotierungen für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung) herangezogen. Nettogewinne in Höhe von 9,4 Mio. EUR (2010/11: Nettogewinne 6,9 Mio. EUR) werden für Finanzinstrumente, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet werden, erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Bestand an derivativen Finanzinstrumenten per 31. März 2012:

Nominale
(Mio. EUR)
Marktwert
(Mio. EUR)
Davon im
Eigenkapital
berücksichtigt
Laufzeit
Devisentermingeschäfte
(inkl. Devisenswap)
711,4 12,9 4,1 < 2 Jahre
Zinsderivate 1.799,0 –23,4 –25,5 < 7 Jahre
Commodity Swap 25,6 0,5 0,0 < 2 Jahre
Summe 2.536,0 –10,0 –21,4

Bei den derivativen Geschäften erfolgt täglich eine Bewertung nach der "Mark to Market"-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt wird (Liquidationsmethode). Eingangsgröße für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen wird unter Einsatz allgemein anerkannter finanzmathematischer Formeln der Marktwert errechnet.

Die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus Sicherungsgeschäften werden wie folgt behandelt:

  • Ist der abzusichernde Vermögenswert oder Schuldposten bereits in der Bilanz angesetzt oder wird eine bilanzunwirksame Verpflichtung abgesichert, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem Sicherungsgeschäft erfolgswirksam erfasst. Gleichzeitig erfolgt der Wertansatz des gesicherten Postens unabhängig von dessen grundsätzlicher Bewertungsmethode ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert. Daraus entstehende unrealisierte Gewinne und Verluste werden mit den unrealisierten Ergebnissen aus dem Sicherungsgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet, sodass in Summe gesehen nur der nicht effektive Teil des Sicherungsgeschäftes in das Periodenergebnis einfließt (Fair Value-Hedges).
  • Wird eine geplante künftige Transaktion gesichert, erfolgt die Erfassung des effektiven Teils der bis zum Bilanzstichtag angesammelten unrealisierten Gewinne und Verluste direkt im Eigenkapital. Ineffektive Teile werden erfolgswirksam erfasst. Entsteht bei Ausführung der Transaktion ein Vermögenswert oder ein Schuldposten in der Bilanz, wird der im Eigenkapital erfasste Betrag bei Ermittlung des Wertansatzes dieses Postens berücksichtigt. Anderenfalls wird der im Eigenkapital erfasste Betrag nach Maßgabe der Erfolgswirksamkeit der geplanten künftigen Transaktion oder der bestehenden Verpflichtung erfolgswirksam verrechnet (Cashflow-Hedges).

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurde Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Die Zins- und Währungssicherungen stellen großteils Cashflow-Hedges dar, während die Rohstoffsicherungen fast ausschließlich als Fair Value-Hedge eingestuft werden. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der Währungs- und Rohstoffsicherungen angewendet.

Nettogewinne für Fremdwährungs- und Zinssicherungsderivate (Cashflow-Hedges) in Höhe von 25,3 Mio. EUR (2010/11: –16,7 Mio. EUR) werden im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst.

Verluste für Rohstoffsicherungen, die als Fair Value-Hedge eingestuft werden, sind in Höhe von 2,6 Mio. EUR (2010/11: Gewinne in Höhe von 2,8 Mio. EUR) ertragswirksam erfasst. Für die entsprechenden Grundgeschäfte sind Gewinne in Höhe von 2,6 Mio. EUR (2010/11: Verluste in Höhe von 2,8 Mio. EUR) ebenfalls ertragswirksam erfasst.

Aus der Rücklage für Währungssicherungen wurden in der Berichtsperiode negative Marktwerte in Höhe von 5,7 Mio. EUR (2010/11: positive Marktwerte in Höhe von 10,7 Mio. EUR) entnommen und ertragswirksam erfasst; positive Marktwerte in Höhe von 4,1 Mio. EUR (2010/11: negative Marktwerte in Höhe von 5,7 Mio. EUR) wurden der Rücklage zugeführt. Die Rücklage für Zinssicherungen wird auf Grund von Marktwertveränderungen um 4,3 Mio. EUR gesenkt (2010/11: 25,3 Mio. EUR erhöht).

Summe vertragliche
Cashflows
Vertragliche Cashflows
< 1 Jahr > 1 und < 5 Jahre > 5 Jahre
2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12
Zinsderivate
Vermögenswerte 4,5 4,6 2,8 2,8 1,7 1,3 0,0 0,5
Verbindlichkeiten –25,7 –30,1 –6,7 –15,9 –19,0 –12,5 0,0 –1,7
–21,2 –25,5 –3,9 –13,1 –17,3 –11,2 0,0 –1,2
Devisenderivate
Vermögenswerte 1,5 5,5 1,0 5,5 0,5 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten –7,2 –1,4 –7,2 –1,4 0,0 0,0 0,0 0,0
–5,7 4,1 –6,2 4,1 0,5 0,0 0,0 0,0

Derivate, die als Cashflow-Hedges abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:

Klassen Finanzinstrumente,
welche zu
fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertet werden
Finanzinstrumente, die zum
Zeitwert bewertet werden
Kategorien Darlehen und
Forderungen
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Held for Trading
(Derivate)
Übrige Summe
Aktiva 2010/11
Andere Finanzanlagen langfristig 8,5 150,2 158,7
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen
1.697,7 12,1 1.709,8
Finanzanlagen kurzfristig 453,6 453,6
Liquide Mittel 1.233,4 1.233,4
Buchwerte 2.939,6 12,1 603,8 3.555,5
Zeitwerte 2.939,6 12,1 603,8 3.555,5
Aktiva 2011/12
Andere Finanzanlagen langfristig 16,6 143,9 160,5
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie sonstige Forderungen
1.772,5 1,9 1.774,4
Finanzanlagen kurzfristig 406,6 406,6
Liquide Mittel 677,2 677,2
Buchwerte 2.466,3 1,9 550,5 3.018,7
Zeitwerte 2.466,3 1,9 550,5 3.018,7

Einteilung von Finanzinstrumenten

Mio. EUR

Die Position "Übrige" in der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhaltet Wertpapiere, die unter Anwendung der Fair Value-Option bewertet wurden, sowie sonstige nicht konsolidierte Beteiligungen.

Klassen Finanzielle
Verbindlichkeiten zu
fortgeführten
Anschaffungskosten
Finanzielle
Verbindlichkeiten
zu Zeitwerten
Kategorien Zu fortgeführten
Anschaffungskosten
bewertete
Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten –
Held for Trading
(Derivate)
Summe
Passiva 2010/11
Finanzverbindlichkeiten langfristig 3.070,6 3.070,6
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 1.427,9 1.427,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie
sonstige Verbindlichkeiten 2.154,3 48,1 2.202,4
Buchwerte 6.652,8 48,1 6.700,9
Zeitwerte 6.716,0 48,1 6.764,1
Passiva 2011/12
Finanzverbindlichkeiten langfristig 1.970,7 1.970,7
Finanzverbindlichkeiten kurzfristig 1.799,2 1.799,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie
sonstige Verbindlichkeiten
2.101,4 12,1 2.113,5
Buchwerte 5.871,3 12,1 5.883,4
Zeitwerte 5.954,7 12,1 5.966,8

Mio. EUR

Die folgende Tabelle analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

Level 1 Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt
(ohne Anpassung)
Level 2 Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (d. h. als Preise)
oder indirekt (d. h. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen
Level 3 Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren
Daten darstellen
Level 1 Level 2 Level 3 Summe
2010/11
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 12,1 12,1
Übrige 534,1 69,7 603,8
534,1 12,1 69,7 615,9
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (Derivate) 48,1 48,1
0,0 48,1 0,0 48,1
Summe 534,1 60,2 69,7 664,0
2011/12
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
Held for Trading (Derivate) 1,9 1,9
Übrige 483,6 66,9 550,5
483,6 1,9 66,9 552,4
Finanzielle Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten –
Held for Trading (Derivate) 12,1 12,1
0,0 12,1 0,0 12,1
Summe 483,6 14,0 66,9 564,5

Im Level 3 sind sonstige Beteiligungen enthalten, die gemäß IAS 39 zum Fair Value zu bewerten sind. Da der Fair Value nicht bei allen sonstigen Beteiligungen verlässlich bestimmbar ist, werden als Näherungswert die Anschaffungskosten fortgeführt. Die Anschaffungskosten (sowohl in der laufenden Berichtsperiode als auch im Vorjahr) entsprechen entweder dem Fair Value oder die Abweichungen sind unwesentlich.

Finanzinstrumente, die nach Level 3 bewertet werden, haben sich in der Berichtsperiode von 69,7 Mio. EUR auf 66,9 Mio. EUR verringert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Konsolidierung sowie dem Abgang von bisher nicht konsolidierten Gesellschaften.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:

2010/11 2011/12
Darlehen und Forderungen 34,8 55,7
Held for Trading (Derivate) –7,6 25,7
Übrige 5,7 11,9
Finanzielle Verbindlichkeiten –212,6 –223,6

Mio. EUR

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:

2010/11 2011/12
Gesamtzinserträge 41,7 54,2
Gesamtzinsaufwendungen –217,0 –220,8
Mio. EUR

Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, beträgt 13,2 Mio. EUR (2010/11: 23,8 Mio. EUR).

24. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten den Kassenbestand, die Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks. Die Auswirkungen von Konsolidierungskreisänderungen wurden eliminiert und sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

2010/11 2011/12
Erhaltene Zinsen 43,5 61,8
Gezahlte Zinsen 236,2 248,5
Gezahlte Steuern 76,2 167,7
Mio. EUR

Erhaltene und gezahlte Zinsen sowie gezahlte Steuern sind im Cashflow aus der Betriebstätigkeit enthalten.

Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge

2010/11 2011/12
Abschreibungen 619,0 593,7
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen –1,3 –7,7
Veränderung von Pensionen und anderen Arbeitnehmerverpflichtungen,
langfristigen Rückstellungen sowie latenten Steuern
5,3 24,0
Sonstige unbare Erträge und Aufwendungen –23,0 –29,0
600,0 581,0
Mio. EUR

Im Cashflow aus der operativen Tätigkeit sind Dividendeneinnahmen in Höhe von 22,7 Mio. EUR (2010/11: 15,0 Mio. EUR) aus assoziierten Unternehmen sowie sonstigen Beteiligungen enthalten.

Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit sind Zugänge an liquiden Mitteln in Höhe von 0,0 Mio. EUR (2010/11: 2,6 Mio. EUR) auf Grund der erstmaligen Konsolidierung von bisher nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften enthalten. Auf Grund des Verkaufs einer Tochtergesellschaft sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0,0 Mio. EUR (2010/11: 0,1 Mio. EUR) liquide Mittel abgegangen und der Verkaufspreis in Höhe von 1,4 Mio. EUR (2010/11: 2,8 Mio. EUR) zugegangen.

Anteilszukäufe von nicht beherrschenden Gesellschaftern werden ab dem Geschäftsjahr 2011/12 im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Vorjahresangaben wurden entsprechend angepasst.

25. Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsbeziehungen zwischen dem Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie equitykonsolidierten Gesellschaften bzw. deren Tochterunternehmen als auch quotenkonsolidierten Unternehmen werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und sind in folgenden Posten des Konzernabschlusses enthalten:

2010/11 2011/12
mit quoten
konsolidierten
Unternehmen
mit equity
konsolidierten
Gesellschaften
und nicht
konsolidierten
Tochterunter
nehmen
mit quoten
konsolidierten
Unternehmen
mit equity
konsolidierten
Gesellschaften
und nicht
konsolidierten
Tochterunter
nehmen
Umsatzerlöse 86,9 453,1 126,2 427,3
Materialaufwand 8,4 192,5 11,3 186,9
Sonstiger betrieblicher Aufwand 0,0 35,6 0,0 35,9
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Forderungen
14,8 109,4 11,4 100,0
Finanzverbindlichkeiten/
Verbindlichkeiten aus Liefe
rungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten 28,4 53,1 17,0 37,1
Mio. EUR

31.03.2011 31.03.2012

In den Forderungen und Verbindlichkeiten mit equitykonsolidierten Gesellschaften und nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind sowohl direkte als auch indirekte Beziehungen enthalten.

Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu Kernaktionären, die auf Grund der Equitykonsolidierung der voestalpine-Anteile einen maßgeblichen Einfluss dokumentieren. Geschäftsfälle werden zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen und stellen sich wie folgt dar:

31.03.2011 31.03.2012
86,3 88,4
256,2 222,0
29,2 2,1

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden 873 Leiharbeitskräfte (2010/11: 862) von einem Beteiligungsunternehmen zur Abdeckung von kurzfristigen Personalengpässen beschäftigt.

Die Nichteinbeziehung der nicht konsolidierten Gesellschaften in den Konzernabschluss hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Vorstand

Die fixen Bezüge des Vorstandes werden entsprechend der österreichischen Rechtslage vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates festgelegt und periodisch einer Überprüfung unterzogen.

Voraussetzung für die Gewährung einer Bonifikation ist das Vorliegen einer aus quantitativen und qualitativen Elementen bestehenden Zielvereinbarung, welche mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrates abzuschließen ist. Der Maximalbonus ist für Vorstandsmitglieder mit 135 % des Jahresbruttogehalts, für den Vorsitzenden des Vorstandes mit 175 % des Jahresbruttogehalts begrenzt. Bei exakter Erreichung der vereinbarten Zielwerte gebühren für die quantitativen Ziele 60 % des Maximalbonus; bei Erreichen der qualitativen Ziele gebühren 20 % des Maximalbonus. Eine Übererfüllung der Ziele wird proportional bis zur Erreichung des Maximalbonus berücksichtigt. Quantitative Zielgrößen sind das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) und der "Return on Capital Employed" (ROCE). Die konkreten Zielgrößen werden periodisch (üblicherweise jeweils für einen Zeitraum von drei Jahren) vom Präsidialausschuss des Aufsichtsrates mit dem Vorstand vereinbart. Ihre Berechnungsbasis ist unabhängig vom jeweiligen Budget bzw. der dreijährigen Mittelfristplanung, d. h. Budgeterfüllung bedeutet nicht Bonuserreichung. Als qualitatives Ziel im Geschäftsjahr 2011/12 wurde – neben der Vorlage eines Konzepts zur Langfriststrategie des voestalpine-Konzerns – eine deutliche, klar quantifizierte Gearing-Reduktion vereinbart.

Die Höhe der vertraglich zugesagten Firmenpension bemisst sich für die Vorstandsmitglieder Dr. Eder, Dipl.-Ing. Hirschmanner, Dipl.-Ing. Mülner, Dipl.-Ing. Mag. Ottel und Mag. Spreitzer nach der Dauer der Dienstzeit. Pro Dienstjahr beträgt die Höhe der jährlichen Pension 1,2 % des letzten Jahresbruttogehalts. Die Pensionsleistung kann jedoch 40 % des letzten Jahresbruttogehalts (ohne variable Bezüge) nicht übersteigen. Für Dipl.-Ing. Rotter und Dipl.-Ing. Dr. Kainersdorfer besteht eine beitragsorientierte Zusage; dabei wird ein Beitrag in Höhe von 15 % des Jahresbruttogehalts (ohne Bonifikation) vom Unternehmen in die Pensionskasse einbezahlt.

Die Vorstandsmitglieder erhalten bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses eine Abfertigung in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes.

Für die Mitglieder des Vorstandes (wie auch für alle leitenden Angestellten des Konzerns) und des Aufsichtsrates besteht eine D&O-Versicherung, deren Kosten in Höhe von 0,2 Mio. EUR (2010/11: 0,2 Mio. EUR) von der Gesellschaft getragen werden.

Lfd.
Bezüge
Lfd.
Bezüge
Anteils
basierte
fix variabel Abfindungen Vergütungen Summe
Dr. Wolfgang Eder 0,8 1,0 1,1 2,9
Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner
(bis 31.03.2012)
0,6 0,6 3,5 1,1 5,8
Dipl.-Ing. Josef Mülner
(bis 30.06.2011)
0,2 0,2 1,2 0,9 2,5
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
(ab 01.07.2011)
0,3 0,4 0,7
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel 0,6 0,6 1,2 2,4
Dipl.-Ing. Franz Rotter 0,6 0,5 1,1
Mag. Wolfgang Spreitzer
(bis 31.03.2012)
0,6 0,6 2,6 0,9 4,7
2011/12 3,7 3,9 7,3 5,2 20,1
2010/11 3,7 5,1 1,3 0,0 10,1
Mio. EUR

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:

Die laufenden Bezüge des Vorstandes der voestalpine AG sind in der Berichtsperiode gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 auf Grund eines Rückgangs der variablen Gehaltsbestandteile von insgesamt 8,8 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR gesunken.

In der Berichtsperiode sind drei Vorstandsmitglieder ausgeschieden. Für Abfertigungszahlungen in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes sowie für die Abgeltung von vorzeitigen Vertragsauflösungen wurden Abfindungen in Höhe von 7,3 Mio. EUR aufgewendet.

Im Rahmen eines fünfjährigen Stock-Option-Programms, welches mit 30. Juni 2011 endete, wurden von allen berechtigten Mitgliedern des Vorstandes sämtliche Optionen im Geschäftsjahr 2011/12 ausgeübt. Die anteilsbasierten Vergütungen führten zu Auszahlungen von insgesamt 5,2 Mio. EUR. Bezüglich der Angaben zu anteilsbasierten Vergütungen (Stock-Option-Programm) wird auf Punkt 27 verwiesen.

Der leistungsorientierte (current service costs) und beitragsorientierte Pensionsaufwand für Vorstandsmitglieder beträgt in der Berichtsperiode 0,3 Mio. EUR (2010/11: 0,3 Mio. EUR).

Zum Bilanzstichtag waren 2,9 Mio. EUR der variablen Bezüge noch nicht ausbezahlt. An Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Vorstandsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Aufsichtsrat

Gemäß § 15 der Satzung erhalten Aufsichtsratsmitglieder der voestalpine AG als Vergütung für ihre Tätigkeit einen Betrag von einem Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100 % für den Vorsitzenden, 75 % für den stellvertretenden Vorsitzenden und jeweils 50 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20,0 Tsd. EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15,0 Tsd. EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10,0 Tsd. EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Zusätzlich erhalten die Mitglieder ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR pro Sitzung.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011/12 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): 80,0 Tsd. EUR (2010/11: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender): 60,0 Tsd. EUR (2010/11: 60,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2010/11: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2010/11: 0,4 Mio. EUR). Die Auszahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 4. Juli 2012 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtsrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft. Die Abrechnung dieses Mandats erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2011/12 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 89.791,00 EUR (2010/11: 59.410,84 EUR).

26. Angaben zu Arbeitnehmern

Die gesamten Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2010/11 2011/12
Löhne 917,7 991,1
Gehälter 816,9 847,1
Aufwendungen für Abfertigungen 25,4 26,1
Aufwendungen für Pensionen 22,5 24,6
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
401,6 431,1
Sonstige Sozialaufwendungen 49,0 91,3
2.233,1 2.411,3
Mio. EUR

Mitarbeiterstand

Bilanzstichtag Durchschnitt
31.03.2011 31.03.2012 2010/11 2011/12
Arbeiter 25.533 26.225 24.840 25.848
Angestellte 15.167 15.424 15.099 15.321
Lehrlinge 1.330 1.263 1.522 1.430
42.030 42.912 41.461 42.599

27. Anteilsbasierte Vergütungen

Stock-Option-Programm

Im Geschäftsjahr 2006/07 wurde von den Organen der Gesellschaft ein Stock-Option-Programm beschlossen bzw. genehmigt. Die Sperrfrist endete am 30. Juni 2008. Den Vorstandsmitgliedern Dr. Eder, Dipl.-Ing. Hirschmanner, Dipl.-Ing. Mülner, Dipl.-Ing. Mag. Ottel und Mag. Spreitzer wurden insgesamt 900.000 Optionen und leitenden Angestellten 3.309.795 Optionen eingeräumt. Die Optionen und die Rechte zur Ausübung der Optionen waren nicht übertragbar. Die Optionen konnten ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft stand.

Im Einzelnen galten folgende Ausübungsbestimmungen: Liegt der Börsenschlusskurs der voestalpine-Aktie am Tag der Optionsausübung zumindest 15 % über dem Ausübungspreis, kann jeder Stock-Option-Programm-Teilnehmer 50 % seiner Optionen ausüben. Der Ausübungspreis berechnet sich auf Basis des Durchschnitts der Börsenschlusskurse, die sich im Zeitraum vom 1. August 2006 bis 30. September 2006 ergaben. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde mittels "Monte-Carlo-Simulation" durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt. Die übrigen 50 % der Optionen sind ausübbar, wenn der Schlusskurs der voestalpine-Aktie am Ausübungstag über dem Dow Jones EUROSTOXX 600 liegt, wobei Ausgangspunkt für die Berechnung der relativen Performance der 1. Juli 2006 ist. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde anhand der "Binomialmethode" durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

Der Marktwert der Optionen zum Gewährungszeitpunkt beträgt 5,26 EUR pro Option und wurde über einen Zeitraum von 22 Monaten bis zum Ende der Sperrfrist linear verteilt. Folgende Berechnungsparameter wurden zur Bewertung zum Gewährungszeitpunkt herangezogen:

Ausübungspreis EUR 29,78
Aktienkurs bei Gewährung EUR 30,16
Erwartete Volatilität % 28,90
Risikoloser Zins % 3,60
Dividendenrendite % 4,00

Die erwartete Volatilität wurde aus der historischen Volatilität der letzten drei Jahre ermittelt. Auf Grund der zu erwartenden früheren Ausübung von Stock Options gegenüber herkömmlichen Optionen wurde analog ein "early exercise" nach zwei bzw. drei Jahren berücksichtigt. Die Bedingung, dass die relative Performance der voestalpine-Aktie über derjenigen des Dow Jones EURO-STOXX 600 liegen muss, fließt durch einen Abschlag von 7 % in die Bewertung ein.

Die ausstehenden Optionen haben sich in der Berichtsperiode wie folgt entwickelt:

2010/11 2011/12
Ausstehende Optionen zum 01.04. 3.855.330 2.655.247
Verfallene Optionen –12.000 –66.570
Ausgeübte Optionen –1.188.083 –2.588.677
Ausstehende Optionen zum 31.03. 2.655.247 0

Die Ausübungen erfolgten im Durchschnitt mit einem Optionskurs von 5,5 EUR pro Option. Der Vorstand der voestalpine AG hat im Geschäftsjahr 2011/12 900.000 Optionen zu einem durchschnittlichen Optionskurs von 5,73 EUR pro Option ausgeübt.

28. Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer gliedern sich wie folgt:

2010/11 2011/12
Aufwendungen für die Prüfung des Konzernabschlusses 0,2 0,2
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen 0,9 0,9
Aufwendungen für Steuerberatungsleistungen 0,0 0,0
Aufwendungen für sonstige Leistungen 0,0 0,0
1,1 1,1

Mio. EUR

29. Angaben zu außerbilanziellen Geschäften gem. § 266 Z 2a UGB

Lieferforderungen in Höhe von 691,0 Mio. EUR (31. März 2011: 614,2 Mio. EUR) wurden verkauft und aus der Bilanz ausgebucht. Bei den Forderungsverkäufen werden kreditversicherte Lieferforderungen um 100 % des Nennwertes an Kreditinstitute abgetreten, wobei die erwerbenden Kreditinstitute das Ausfallsrisiko (Delkredererisiko und politisches Risiko) übernehmen; ferner wird die Verfügungsmacht auf den Erwerber der Forderungen übertragen. Vom Verkäufer wird eine Ausfallshaftung in Höhe des Selbstbehaltes (größtenteils 10 %) aus der Kreditversicherung übernommen. Zum Bilanzstichtag beträgt das maximale Risiko aus der Ausfallshaftung 69,1 Mio. EUR (31. März 2011: 68,3 Mio. EUR).

30. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

31. Ergebnis je Aktie

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie berechnet sich wie folgt:

2010/11 2011/12
512.745 333.506
169.049.163 169.049.163
–513.338 –338.299
168.535.825 168.710.864
3,04 1,98

32. Gewinnverwendung

Basis für die Gewinnverwendung ist entsprechend dem österreichischen Aktiengesetz der Jahresabschluss der voestalpine AG zum 31. März 2012. Der darin ausgewiesene Bilanzgewinn beträgt 136,0 Mio. EUR. Der Vorstand schlägt eine Dividende in Höhe von 0,80 EUR (2010/11: 0,80 EUR) je Aktie vor.

Linz, 16. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter

Tsd. EUR

Der Konzernabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Anlage zum Anhang: Beteiligungen

Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2012, die Konzern-Gewinnund Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. Mai 2012

Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Dr. Franz Schiessel

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Linz, 16. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes

Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Franz Rotter Mitglied des Vorstandes

voestalpine AG Beteiligungen

Steel Division (bis 31. März 2012 Division Stahl)

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Stahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Breuckmann GmbH DEU 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
Logistik Service GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Anarbeitung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Eurostahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Giesserei Linz GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Giesserei Traisen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KV
voestalpine Grobblech GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Personalberatung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Stahl Service Center GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Standortservice GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH KV
voestalpine Steel Service Center Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KV
voestalpine Steel Service Center Romania SRL ROU 100,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KV
GEORG FISCHER FITTINGS GmbH1 AUT 49,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Herzog Coilex GmbH2 DEU 25,100 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KE
Industrie-Logistik-Linz GmbH & Co KG1 AUT 37,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd1 CHN 51,000 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KE
Kühne + Nagel Euroshipping GmbH1 DEU 49,000 % Logistik Service GmbH KE
METALSERVICE S.P.A.1 ITA 40,000 % voestalpine Stahl Service Center GmbH KE
Ningxia Kocel Steel Foundry Co. Ltd.1 CHN 49,043 % voestalpine Giesserei Linz GmbH KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 25,883 % voestalpine Stahl GmbH KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 4,727 % voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG KE
Scholz Austria GmbH1 AUT 3,401 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG KE
Wuppermann Austria Gesellschaft m.b.H.1 AUT 30,000 % voestalpine Stahl GmbH KE
Austrian Center of Competence
in Mechatronics GmbH
AUT 33,333 % voestalpine Stahl GmbH K0

1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

2 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 30.09.

Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
Cargo Service GmbH AUT 100,000 % Logistik Service GmbH K0
Caseli GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Energie AG Oberösterreich AUT 2,063 % voestalpine Stahl GmbH K0
GWL Gebäude- Wohnungs- und
Liegenschafts-Verwaltungsgesellschaft m.b.H.
AUT 91,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Industrie-Logistik-Linz Geschäftsführungs-GmbH AUT 37,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Kontext Druckerei GmbH AUT 64,800 % voestalpine Stahl GmbH K0
Linzer Schlackenaufbereitungs- und
vertriebsgesellschaft m.b.H.
AUT 33,333 % voestalpine Stahl GmbH K0
VA OMV Personalholding GmbH AUT 50,000 % voestalpine Personalberatung GmbH K0
vivo Mitarbeiter-Service GmbH AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
voestalpine Belgium NV/SA BEL 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine CR, s.r.o. CZE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. HRV 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. SRB 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine d.o.o. SVN 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Danmark ApS. DNK 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Deutschland GmbH DEU 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine France SAS FRA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Hungaria Kft. HUN 99,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Hungaria Kft. HUN 1,000 % Donauländische Baugesellschaft m.b.H. K0
voestalpine Italia S.r. l. ITA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Nederland B.V. NLD 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Polska Sp.z o.o. POL 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Romania S.R.L ROU 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Scandinavia AB SWE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Schweiz GmbH CHE 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Slovakia s.r.o. SVK 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine Stahlwelt GmbH AUT 50,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
voestalpine Stahlwelt GmbH AUT 50,000 % voestalpine AG K0
voestalpine UK Ltd. GBR 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
voestalpine USA Corp. USA 100,000 % voestalpine Eurostahl GmbH K0
Werksgärtnerei Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine Stahl GmbH K0
Special Steel Division (bis 31. März 2012 Division Edelstahl)
-- -- -- --------------------------------------------------------------- --
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Edelstahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Aceros Boehler del Ecuador S.A. ECU 1,753 % BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. KV
Aceros Boehler del Ecuador S.A. ECU 98,247 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 2,500 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 95,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Aceros Boehler del Peru S.A. PER 2,500 % BÖHLER Edelstahl GmbH KV
ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. ARG 94,378 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ACEROS BOEHLER UDDEHOLM S.A. ARG 5,622 % BÖHLER Edelstahl GmbH KV
Aceros Bohler Uddeholm, S.A. de C.V. MEX 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ACOS BOHLER-UDDEHOLM DO BRASIL LTDA. BRA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Aktiebolaget Finansa SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. TUR 99,888 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. TUR 0,036 % Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG KV
ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. TUR 0,036 % BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH KV
ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. TUR 0,036 % BÖHLER Edelstahl GmbH KV
ASSAB Celik ve Isil Islem A.S. TUR 0,003 % Uddeholm Holding AB KV
ASSAB International Aktiebolag SWE 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ASSAB Pacific Pte.Ltd. SGP 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ASSAB SRIPAD STEELS LIMITED IND 70,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ASSAB Steels (China) Ltd. CHN 100,000 % ASSAB Steels (HK) Ltd. KV
ASSAB Steels (HK) Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Korea) Co., Ltd. KOR 85,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd MYS 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. TWN 82,500 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels (Thailand) Ltd. THA 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Steels Singapore (Pte) Ltd. SGP 90,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Technology (Malaysia) Sdn Bhd MYS 100,000 % ASSAB Steels (Malaysia) Sdn Bhd KV
ASSAB Tooling (Beijing) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Dong Guan) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Qing Dao) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling (Xiamen) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling Technology (Chongqing) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
ASSAB Tooling Technology (Ningbo) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
ASSAB Tooling Technology (Shanghai) Co., Ltd. CHN 95,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Associated Swedish Steels Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Associated Swedish Steels Phils., Inc. PHL 92,500 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Böhler Aktiengesellschaft DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Bleche GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Bleche GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Edelstahl GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER GRUNDSTÜCKS BETEILIGUNGS GMBH DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Bohler High Performance Metals Private Limited IND 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler International GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler Kereskedelmi KFT. HUN 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Schmiedetechnik GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG AUT 99,999 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG AUT 0,001 % BÖHLER Schmiedetechnik GmbH KV
Bohler Uddeholm (Australia) Pty Ltd AUS 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER UDDEHOLM AFRICA (PTY) LTD ZAF 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler Uddeholm CZ s.r.o. CZE 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler Uddeholm Italia S.p.A. ITA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER UDDEHOLM POLSKA Sp. z o.o. POL 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER UDDEHOLM ROMANIA S.R.L. ROU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER Wärmebehandlung GmbH AUT 51,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLERSTAHL Vertriebsgesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED GBR 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler-Uddeholm B.V. NLD 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. COL 0,009 % BÖHLER Bleche GmbH & Co KG KV
BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. COL 0,009 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG KV
BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. COL 90,635 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BOHLER-UDDEHOLM COLOMBIA S.A. COL 9,347 % BÖHLER Edelstahl GmbH KV
Bohler-Uddeholm Corporation USA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER-UDDEHOLM DEUTSCHLAND GMBH DEU 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH KV
BÖHLER-UDDEHOLM France S.A.S. FRA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER-UDDEHOLM
HÄRTEREITECHNIK GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH DEU 100,000 % Böhler Aktiengesellschaft KV
Böhler-Uddeholm Iberica S.A.U. ESP 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler-Uddeholm Ltd. CAN 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Böhler-Uddeholm SLOVAKIA, s.r.o. SVK 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BÖHLER-YBBSTAL Profil GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
BU Beteiligungs-und Vermögensverwaltung GmbH AUT 100,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH KV
Buderus Edelstahl GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Buderus Edelstahl Schmiedetechnik GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
DIN ACCIAI S.p.A. ITA 100,000 % Böhler Uddeholm Italia S.p.A. KV
Densam Industrial Co. Ltd. TWN 51,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Densam Industrial Co. Ltd. TWN 49,000 % ASSAB Steels (Taiwan) Ltd. KV
Deville Rectification S.A.S. FRA 100,000 % Buderus Edelstahl GmbH KV
EDRO Engineering, Inc. USA 100,000 % Bohler-Uddeholm Corporation KV
EDRO Specialty Steels GmbH DEU 75,000 % EDRO Specialty Steels, Inc. KV
EDRO Specialty Steels, Inc. USA 100,000 % Bohler-Uddeholm Corporation KV
ENPAR Sonderwerkstoffe GmbH DEU 85,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
EschmannStahl GmbH & Co. KG1 DEU 51,000 % BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH KV
EschmannStahl GmbH & Co. KG1 DEU 49,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Eschmann Textura Internacional –
Transformacao de Ferramentas, Unipessoal, LDA
PRT 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Eschmann Textures India Private Limited IND 99,980 % Eschmann Textures International GmbH KV
Eschmann Textures India Private Limited IND 0,020 % Eschmann Textura Internacional – Trans
formacao de Ferramentas, Unipessoal, LDA
KV
Eschmann Textures International GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Eschmann Vermögensverwaltung GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Eschmann-Stahl Portugal-Acos Finos e
Transformacao de Ferramentas,
Unipessoal Lda. – em Liquidacao
PRT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Gebrüder Böhler & Co. AG CHE 99,830 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
GMV Eschmann International SAS FRA 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Grabados Eschmann International S.L. ESP 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
Gravutex Eschmann International Limited GBR 100,000 % Eschmann Textures International GmbH KV
IS Intersteel Stahlhandel GmbH DEU 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Jing Ying Industrial Co. Ltd. TWN 100,000 % Densam Industrial Co. Ltd. KV
OOO BÖHLER-UDDEHOLM RUS 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
PT Assab Steels Indonesia IDN 100,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Böhler Grundstücks GmbH & Co. KG und EschmannStahl GmbH & Co. KG als befreiend.

Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
Sacma Acciai Speciali S.p.A. ITA 100,000 % Böhler Uddeholm Italia S.p.A. KV
Uddeholm A/S DNK 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Uddeholm AS NOR 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Uddeholm Eiendom AS NOR 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Uddeholm Holding AB SWE 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Uddeholm K.K. JPN 100,000 % ASSAB Pacific Pte.Ltd. KV
Uddeholm Machining Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Uddeholm Oy Ab FIN 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
Uddeholm Svenska Aktiebolag SWE 100,000 % Uddeholms AB KV
Uddeholms AB SWE 100,000 % Uddeholm Holding AB KV
Villares Metals International B.V. NLD 100,000 % Villares Metals S.A. KV
Villares Metals S.A. BRA 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
voestalpine Treasury Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH KV
ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 98,000 % Aceros Boehler del Peru S.A. K0
ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 1,000 % voestalpine Edelstahl GmbH K0
ACEROS BOEHLER BOLIVIA S.A. BOL 1,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH K0
Bohlasia Steels Sdn. Bhd. MYS 53,333 % voestalpine Edelstahl GmbH K0
BÖHLER-UDDEHOLM Immobilien GmbH AUT 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH K0
Böhler-Uddeholm Solidaritätsfonds Privatstiftung AUT 100,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG K0
BÖHLER-UDDEHOLM UKRAINE LLC UKR 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH K0
BÖHLER-UDDEHOLM ZAGREB d.o.o. HRV 100,000 % voestalpine Edelstahl GmbH K0
DEGECANDOR Grundstücksverwaltungsgesell
schaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG
DEU 95,000 % Böhler Aktiengesellschaft K0
Edelstahlwerke Buderus Nederland B.V. NLD 100,000 % Buderus Edelstahl GmbH K0
EDRO Limited CHN 100,000 % EDRO Specialty Steels, Inc. K0
Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 50,977 % BÖHLER-UDDEHOLM HOLDING GMBH K0
Eschmann Beteiligungsgesellschaft mbH DEU 49,023 % Eschmann Vermögensverwaltung GmbH K0
Grundstück-Verwaltungsgesellschaft Gewerbehof
Sendling mbH & Co. KG
DEU 62,916 % Böhler Aktiengesellschaft K0
HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. AUT 99,000 % BÖHLER Edelstahl GmbH & Co KG K0
HOTEL BÖHLERSTERN Gesellschaft m.b.H. AUT 1,000 % BÖHLER Schmiedetechnik GmbH & Co KG K0
Schoeller-Bleckmann (UK) Limited GBR 100,000 % BOHLER-UDDEHOLM (UK) LIMITED K0
V.K. Italia S.p.A. ITA 20,000 % Böhler Uddeholm Italia S.p.A. K0

Metal Engineering Division (bis 31. März 2012 Division Bahnsysteme)

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Advanced Railway Systems GmbH AUT 100,000 % voestalpine HYTRONICS GmbH KV
Avesta Welding LLC USA 100,000 % Bohler Welding Group USA Inc. KV
Böhler Lastechniek Groep Nederland B.V. NLD 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH AUT 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Schweisstechnik Deutschland GmbH DEU 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Soldaduras S.A. de C.V. MEX 99,990 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Soldaduras S.A. de C.V. MEX 0,010 % Böhler Welding Group
Central Eastern Europe GmbH
KV
Böhler Tecnica de Soldagem Ltda. BRA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group Canada Ltd. CAN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group
Central Eastern Europe GmbH
AUT 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group GmbH AUT 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group Greece S.A. GRC 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group India Private Limited IND 99,999 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group India Private Limited IND 0,001 % Böhler Welding Group
Central Eastern Europe GmbH
KV
BOHLER WELDING GROUP ITALIA s.p.a. ITA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group Middle East FZE ARE 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Group Nordic AB SWE 100,000 % BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH KV
Böhler Welding Group Schweiz AG CHE 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
BOHLER WELDING GROUP SRL ROU 100,000 % Böhler Welding Group
Central Eastern Europe GmbH
KV
Bohler Welding Group UK Limited GBR 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Bohler Welding Group USA Inc. USA 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Holding GmbH DEU 94,500 % voestalpine Bahnsysteme GmbH KV
Böhler Welding Holding GmbH DEU 5,500 % BÖHLER-UDDEHOLM
HÄRTEREITECHNIK GmbH
KV
Böhler Welding Technology (China) Co. Ltd. CHN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Böhler Welding Trading (Shanghai) Co., Ltd. CHN 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Contec GmbH Transportation Systems DEU 62,376 % voestalpine HYTRONICS GmbH KV
Control and Display Systems Limited GBR 60,003 % voestalpine HYTRONICS GmbH KV
Digvijay Steels Private Limited IND 50,100 % voestalpine VAE GmbH KV
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
FONTARGEN Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
DEU 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
Groupe Bohler Soudage France S.A.S. FRA 100,000 % BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH KV
Grupo Bohler Soldadura Espana S.A. ESP 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. ESP 50,000 % voestalpine VAE GmbH KV
LASA Schienentechnik GmbH DEU 100,000 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KV
Materiel Ferroviaire d'Arberats SASU FRA 100,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. KV
Nortrak-Damy, Cambios de Via, S.A.P.I. de C.V. MEX 51,007 % voestalpine Nortrak Inc. KV
OOO Böhler Welding Group Russia RUS 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
PT Bohler Welding Group South East Asia IDN 95,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
PT Bohler Welding Group South East Asia IDN 5,000 % BÖHLER Schweißtechnik Austria GmbH KV
Rene Prinsen Spoorwegmaterialen B.V. NLD 100,000 % voestalpine Railpro B.V. KV
Soudokay S.A. BEL 100,000 % Böhler Welding Holding GmbH KV
SST Signal & System Technik GmbH DEU 90,000 % voestalpine HYTRONICS GmbH KV
SST Signal & System Technik GmbH DEU 10,000 % voestalpine Weichensysteme GmbH KV
TSF-A GmbH AUT 50,100 % voestalpine Weichensysteme GmbH KV
TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG1 DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Beteiligungs
verwaltung Deutschland GmbH
KV
TSTG Schienen Technik Verwaltungs GmbH DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Beteiligungs
verwaltung Deutschland GmbH
KV
VAE Geschäftsführung (Deutschland) GmbH DEU 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
VAE Holding (Deutschland) GmbH DEU 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
VAE VKN Industries Private Limited IND 51,000 % voestalpine VAE GmbH KV
VAE VKN Industries Private Limited IND 6,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. KV
VAMAV Vasúti Berendezések Kft. HUN 50,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine Austria Draht GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Bahnsysteme GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine Bahnsysteme Beteiligungsverwaltung
Deutschland GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Bahnsysteme
Vermögensverwaltungs GmbH
AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine BWG GmbH & Co. KG1 DEU 99,997 % VAE Holding (Deutschland) GmbH KV
voestalpine BWG GmbH & Co. KG1 DEU 0,003 % VAE Geschäftsführung (Deutschland) GmbH KV
Gesellschaft Sitz der Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Draht Finsterwalde GmbH DEU 100,000 % voestalpine Austria Draht GmbH KV
voestalpine HYTRONICS GmbH AUT 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi
ve Ticaret Anonim Sirketi
TUR 50,956 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi
ve Ticaret Anonim Sirketi
TUR 0,022 % voestalpine Weichensysteme GmbH KV
voestalpine Kardemir Demiryolu Sistemleri Sanayi
ve Ticaret Anonim Sirketi
TUR 0,022 % Weichenwerk Wörth GmbH KV
voestalpine Klöckner Bahntechnik GmbH DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Beteiligungs
verwaltung Deutschland GmbH
KV
voestalpine Nortrak Inc. USA 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine Nortrak Ltd. CAN 100,000 % voestalpine Nortrak Inc. KV
voestalpine Rail Center Duisburg GmbH DEU 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Beteiligungs
verwaltung Deutschland GmbH
KV
voestalpine Railpro B.V. NLD 70,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Schienen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Stahl Donawitz GmbH & Co KG AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine Stahl Donawitz Immobilien GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Vermögens
verwaltungs GmbH
KV
voestalpine TENS Sp. z o.o. POL 80,000 % voestalpine HYTRONICS GmbH KV
voestalpine VAE GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG KV
voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. ZAF 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Apcarom SA ROU 92,918 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Brasil Produtos Ferroviários Ltda. BRA 59,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Italia S.r.l. ITA 95,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Italia S.r.l. ITA 5,000 % voestalpine VAE UK Ltd. KV
voestalpine VAE Legetecha UAB LTU 66,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Railway Systems Pty.Ltd. AUS 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE Riga SIA LVA 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE SA (Pty) Ltd. ZAF 69,000 % voestalpine VAE Africa (Pty) Ltd. KV
voestalpine VAE Sofia OOD BGR 51,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine VAE UK Ltd. GBR 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die TSTG Schienen Technik GmbH & Co KG und voestalpine BWG GmbH & Co. KG als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine WBN B.V. NLD 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
voestalpine Weichensysteme GmbH AUT 100,000 % voestalpine VAE GmbH KV
WBG Weichenwerk Brandenburg GmbH DEU 100,000 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KV
Weichenwerk Wörth GmbH AUT 70,000 % voestalpine Weichensysteme GmbH KV
voestalpine Tubulars GmbH AUT 50,000 % voestalpine Bahnsysteme Vermögens
verwaltungs GmbH
KQ
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG AUT 49,985 % voestalpine Bahnsysteme Vermögens
verwaltungs GmbH
KQ
voestalpine Tubulars GmbH & Co KG AUT 0,010 % voestalpine Tubulars GmbH KQ
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.1
CHN 29,070 % voestalpine VAE GmbH KE
CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.1
CHN 20,930 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG KE
Burbiola S.A. ESP 50,000 % JEZ Sistemas Ferroviarios S.L. K0
DRAHT + STAHL GmbH DEU 30,930 % voestalpine Draht Finsterwalde GmbH K0
gibSOFT GmbH DEU 75,000 % SST Signal & System Technik GmbH K0
Liegenschaftsverwaltungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme Vermögens
verwaltungs GmbH
K0
KW PenzVAEE GmbH AUT 49,000 % voestalpine Weichensysteme GmbH K0
VAE Murom LLC RUS 50,000 % voestalpine VAE GmbH K0
voestalpine BWG ltd. CHN 100,000 % voestalpine BWG GmbH & Co. KG K0
voestalpine Schienentechnik Beteiligungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG K0
voestalpine Stahl Donawitz GmbH AUT 100,000 % voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG K0
VOEST-ALPINE TUBULAR CORP. USA 100,000 % voestalpine Tubulars GmbH K0
voestalpine Tubulars Middle East FZE ARE 100,000 % voestalpine Tubulars GmbH K0
voestalpine VAE TS d.o.o. Nis SRB 70,000 % voestalpine VAE GmbH K0

Profilform Division

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Profilform GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
BOHLER-UDDEHOLM Precision Strip LLC USA 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Böhler Uddeholm Precision Steel AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler-Uddeholm Precision Strip AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Uddeholm Precision Strip Trading
(Suzhou) Co., Ltd
CHN 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Uddeholm Saw Steel AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Böhler Uddeholm Service Center AB SWE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. MEX 99,999 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Compania de Industria y Comercio, S.A. de C.V. MEX 0,001 % voestalpine Profilform GmbH KV
Global Rollforming Corporation USA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Metsec plc GBR 100,000 % VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc KV
Nedcon Bohemia s.r.o. CZE 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon France SASU FRA 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon Groep N.V. NLD 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Nedcon Lagertechnik GmbH DEU 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon Magazijninrichting B.V. NLD 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Nedcon USA Inc. USA 100,000 % Nedcon Groep N.V. KV
Roll Forming Corporation USA 100,000 % Global Rollforming Corporation KV
SADEF N.V. BEL 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Servitroquel – Notting, S.A. Unipersonal ESP 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH KV
Sharon Custom Metal Forming, Inc. USA 100,000 % Global Rollforming Corporation KV
Société Automatique de Profilage (SAP) FRA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
Société Profilafroid FRA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV

1 Für das gekennzeichnete equitykonsolidierte Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
Stratford Joists Limited GBR 100,000 % Metsec plc KV
VOEST-ALPINE KREMS U.K. plc GBR 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Krems Finaltechnik GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Krems GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Meincol S.A. BRA 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Präzisionsprofil GmbH DEU 90,000 % voestalpine Profilform Beteiligung GmbH KV
voestalpine Präzisionsprofil GmbH DEU 10,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Profilform Beteiligung GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine PROFILFORM s.r.o. CZE 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
voestalpine Straßensicherheit GmbH AUT 100,000 % voestalpine Profilform GmbH KV
ZAO voestalpine Arkada Profil RUS 100,000 % voestalpine Profilform Beteiligung GmbH KV
EURACIER FRA 20,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Gemeinnützige Donau-Ennstaler
Siedlungs-Aktiengesellschaft
AUT 33,333 % voestalpine Krems GmbH K0
Martin Miller Blansko, spol.s.r.o. (in Liquidation) CZE 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Martin Miller North America, Inc. USA 100,000 % BÖHLER-UDDEHOLM Precision Strip GmbH K0
Metal Sections Limited GBR 100,000 % Metsec plc K0
Munkfors Värmeverk Aktiebolag SWE 40,000 % Böhler-Uddeholm Precision Strip AB K0
SADEF FRANCE S.A.R.L. FRA 90,000 % SADEF N.V. K0
SADEF FRANCE S.A.R.L. FRA 10,000 % voestalpine Krems GmbH K0
voestalpine Arkada Zapad IP BLR 100,000 % ZAO voestalpine Arkada Profil K0

Automotive Division

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Automotive GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
Flamco AG CHE 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco B.V. NLD 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon B.V. NLD 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon Ltd. GBR 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Flexcon Sarl FRA 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Flamco Heating Accessories (Changshu) Co., Ltd. CHN 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Holding B.V. NLD 100,000 % voestalpine Automotive Netherlands
Holding B.V.
Flamco Hungary Kft. HUN 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco IMZ B.V. NLD 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco Polska Sp. z o.o. POL 100,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco STAG Behälterbau GmbH DEU 94,000 % Flamco Holding B.V. KV
Flamco STAG Behälterbau GmbH DEU 6,000 % Polynorm GmbH KV
Flamco STAG GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Flamco UK Ltd. GBR 100,000 % Flamco Flexcon Ltd. KV
Kadow und Riese Laser- und
Umformtechnik GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH KV
Polynorm GmbH DEU 100,000 % voestalpine Polynorm B.V. KV
Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % voestalpine Polynorm B.V. KV
STAMPTEC France SAS FRA 100,000 % STAMPTEC-Holding GmbH KV
STAMPTEC-Holding GmbH DEU 95,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
STAMPTEC-Holding GmbH DEU 5,000 % voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG KV
voestalpine Automotive Netherlands Holding B.V. NLD 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Elmsteel Group Limited GBR 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Europlatinen GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die Polynorm Immobilien GmbH & Co. KG als befreiend.

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine HTI Beteiligungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Polynorm B.V. NLD 100,000 % voestalpine Automotive Netherlands
Holding B.V.
KV
voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG1 DEU 100,000 % Polynorm GmbH KV
voestalpine Polynorm Plastics B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. KV
voestalpine Polynorm Van Niftrik B.V. NLD 100,000 % voestalpine Polynorm B.V. KV
voestalpine Rotec AB SWE 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec France S.A. FRA 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 DEU 98,996 % voestalpine HTI Beteiligungs GmbH KV
voestalpine Rotec GmbH & Co. KG1 DEU 1,004 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine ROTEC Iberica S.A. ESP 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec Incorporated USA 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec Limited GBR 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Rotec Sp. z.o.o POL 100,000 % voestalpine Rotec GmbH KV
voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH2 DEU 100,000 % STAMPTEC-Holding GmbH KV
voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH
& Co. KG1
DEU 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Stamptec France FRA 99,998 % STAMPTEC France SAS KV
voestalpine Stamptec GmbH2 DEU 100,000 % STAMPTEC-Holding GmbH KV
Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
voestalpine Stamptec Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 DEU 99,667 % voestalpine Stamptec Holding GmbH KV
voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG1 DEU 0,333 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH
& Co. KG1
DEU 99,933 % voestalpine Stamptec Holding GmbH KV
voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH
& Co. KG1
DEU 0,067 % voestalpine Automotive GmbH KV
voestalpine Stamptec Romania S.R.L. ROU 50,000 % voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH
& Co. KG
KV
voestalpine Stamptec Romania S.R.L. ROU 50,000 % voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH KV
voestalpine Stamptec Schmölln GmbH2 DEU 100,000 % voestalpine Stamptec GmbH KV
W E M E F A Horst Christopeit GmbH DEU 100,000 % Flamco STAG Behälterbau GmbH KV
Entwicklungsgesellschaft Gügling Ost GmbH
& Co. KG
DEU 6,000 % Polynorm GmbH K0
Entwicklungsgesellschaft Gügling
Verwaltungs GmbH
DEU 100,000 % Polynorm GmbH K0
Polynorm Immobilien Beteiligungs-GmbH DEU 100,000 % voestalpine Polynorm B.V. K0
voestalpine Polynorm
Beteiligungsgesellschaft m.b.H.
DEU 100,000 % voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG K0
voestalpine Polynorm Plastics Limited GBR 100,000 % voestalpine Polynorm B.V. K0
voestalpine Stamptec Beteiligungs GmbH DEU 100,000 % voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH
& Co. KG
K0

1 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264b dHGB für die voestalpine Polynorm GmbH & Co. KG, voestalpine Rotec GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Böhmenkirch GmbH & Co. KG, voestalpine Stamptec Nagold GmbH & Co. KG und voestalpine Stamptec Pfaffenhofen GmbH & Co. KG als befreiend.

2 Der vorliegende Konzernabschluss gilt im Sinne des § 264 Abs. 3 dHGB für die voestalpine Stamptec Birkenfeld GmbH, voestalpine Stamptec GmbH und voestalpine Stamptec Schmölln GmbH als befreiend.

Sonstige Gesellschaften

Sitz der
Gesellschaft
Anteilshöhe Obergesellschaft Konsoli
dierungsart
Danube Equity AG AUT 71,373 % voestalpine AG KV
Importkohle Gesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH KV
voestalpine Dienstleistungs- und
Finanzierungs GmbH
DEU 100,000 % voestalpine Finanzierungs Holding GmbH KV
voestalpine Finanzierungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine Finanzierungs Holding GmbH KV
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine group-IT AB SWE 100,000 % voestalpine group-IT GmbH KV
voestalpine group-IT GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
voestalpine group-IT GmbH DEU 100,000 % voestalpine group-IT GmbH KV
voestalpine group-IT Tecnologia da
Informacao Ltda.
BRA 100,000 % voestalpine group-IT GmbH KV
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG KV
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 AUT 19,110 % voestalpine AG KE
APK-Pensionskasse Aktiengesellschaft1 AUT 10,082 % voestalpine Edelstahl GmbH KE
VA Intertrading Aktiengesellschaft1 AUT 38,500 % voestalpine AG KE
Donauländische Baugesellschaft m.b.H. AUT 100,000 % voestalpine AG K0
Intesy Business & IT Solutions Pty Ltd AUS 100,000 % voestalpine group-IT GmbH K0
voestalpine Insurance Services GmbH AUT 100,000 % voestalpine AG K0

Erläuterungen:

KV Vollkonsolidierung

KQ Quotenkonsolidierung

KE Equity-Methode

K0 Keine Konsolidierung

1 Für die gekennzeichneten equitykonsolidierten Unternehmen gilt als Bilanzstichtag der 31.12.

voestalpine AG Jahresabschluss 2011/12

Jahresabschluss 2011/12

  • 196 Bilanz zum 31. März 2012
  • 198 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012
  • 200 Anlagenspiegel zum 31. März 2012
  • 202 Anhang zum UGB-Abschluss 2011/12
  • 220 Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB
  • 222 Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

voestalpine AG Bilanz zum 31. März 2012

Aktiva
31.03.2011 31.03.2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen
75.781,00 18.182,10
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 132.366,69 110.424,49
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.754.886.956,92 5.245.358.046,18
2. Beteiligungen 9.651.109,11 9.651.109,11
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 42.690.473,96 42.690.473,96
4. Sonstige Ausleihungen 1.554,01 7.247.019,86
4.807.230.094,00 5.304.946.649,11
4.807.438.241,69 5.305.075.255,70
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.392,40 180,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.546.491.055,02 2.819.301.582,66
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 82.957.940,34 82.893.691,23
2.629.455.387,76 2.902.195.453,89
II. Wertpapiere und Anteile
1. Eigene Anteile 4.608.558,90 2.952.320,80
2. Sonstige Wertpapiere und Anteile 412.746.023,93 367.670.939,13
417.354.582,83 370.623.259,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Kassenbestand 2.041,13 1.598,55
2. Guthaben bei Kreditinstituten 946.624.654,87 466.598.233,05
946.626.696,00 466.599.831,60
3.993.436.666,59 3.739.418.545,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 6.202.639,29 7.329.980,74
Summe Aktiva 8.807.077.547,57 9.051.823.781,86
Passiva
31.03.2011 31.03.2012
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 307.132.044,75 307.132.044,75
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 542.930.719,51 542.930.719,51
2. Nicht gebundene 90.227.645,14 90.227.645,14
633.158.364,65 633.158.364,65
III. Gewinnrücklagen
1. Andere freie Rücklagen 2.342.265.976,89 3.067.249.276,17
2. Rücklagen für eigene Anteile 4.608.558,90 2.952.320,80
2.346.874.535,79 3.070.201.596,97
IV. Bilanzgewinn 136.000.000,00 136.000.000,00
davon Gewinnvortrag 724.839,74 1.024.649,85
3.423.164.945,19 4.146.492.006,37
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 7.940.788,00 5.405.129,00
2. Rückstellungen für Pensionen 4.427.500,00 5.693.673,00
3. Rückstellungen für Urlaube und Jubiläumsgelder 1.881.724,89 1.480.394,15
4. Steuerrückstellungen 64.176.692,87 13.653.770,32
5. Sonstige Rückstellungen 50.891.919,87 66.271.302,78
129.318.625,63 92.504.269,25
C. Verbindlichkeiten
1. Hybridanleihe 1.000.000.000,00 1.000.000.000,00
davon konvertibel 0,00 0,00
2. Anleihen 1.011.000.000,00 900.000.000,00
davon konvertibel 0,00 0,00
3. Andere langfristige Verbindlichkeiten 0,00 462.000,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 624.981.834,66 660.198.514,05
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454.593,70 1.278.010,54
6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.505.292.541,42 2.164.831.597,17
7. Sonstige Verbindlichkeiten 111.818.782,69 85.924.925,48
davon aus Steuern 503.068,68 1.254.825,03
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 168.999,78 185.276,74
5.254.547.752,47 4.812.695.047,24
D. Rechnungsabgrenzungsposten 46.224,28 132.459,00
Summe Passiva 8.807.077.547,57 9.051.823.781,86
E. Eventualverbindlichkeiten 2.799.551.012,21 2.036.523.651,39

voestalpine AG Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis 31. März 2012

Gesamtkostenverfahren

GJ 2010/11 01.04.2011 – 31.03.2012
1. Umsatzerlöse 67.969.876,43 94.289.755,02
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung
zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
83,33 0,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 510,40 150.204,19
b) Übrige 441.827,57 581.441,03
442.421,30 731.645,22
3. Personalaufwand
a) Gehälter –17.395.181,51 –17.106.852,60
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen
an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
1.127.681,41 –4.135.144,05
c) Aufwendungen für Altersversorgung 1.149.230,79 –246.813,37
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
–2.330.735,49 –2.622.541,36
e) Sonstige Sozialaufwendungen –55.304,87 –64.563,53
–17.504.309,67 –24.175.914,91
4. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
–160.315,34 –99.011,21
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z. 15 fallen –701.573,00 –2.072.391,55
b) Übrige –68.748.252,59 –67.501.995,12
–69.449.825,59 –69.574.386,67
6. Zwischensumme aus Z. 1 bis 5 (Betriebserfolg) –18.702.152,87 1.172.087,45
7. Erträge aus Beteiligungen 594.889.838,50 522.253.769,66
(davon aus verbundenen Unternehmen) (590.553.608,61) (518.352.968,82)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 1.245.081,57 1.473.793,01
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (0,00)
GJ 2010/11 01.04.2011 – 31.03.2012
9.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
64.692.455,66 115.338.297,52
(davon aus verbundenen Unternehmen) (39.956.318,61) (58.239.698,58)
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
96.931.188,35 463.996.188,66
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen
und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens
a) Abschreibungen 0,00 0,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (0,00)
b) Übrige –1.162,30 –719,05
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,00) (0,00)
–1.162,30 –719,05
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen –252.596.922,28 –316.466.964,14
(davon betreffend verbundene Unternehmen) (–50.637.390,66) (–51.807.972,37)
13. Zwischensumme aus Z. 7 bis 12 (Finanzerfolg) 505.160.479,50 786.594.365,66
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 486.458.326,63 787.766.453,11
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 54.044.704,70 70.535.958,22
16. Jahresüberschuss 540.503.031,33 858.302.411,33
17. Auflösung von Gewinnrücklagen
a) Rücklagen für eigene Aktien 1.875.548,35 1.656.238,10
b) Andere freie Rücklagen 0,00 0,00 1.656.238,10
1.875.548,35
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
a) Andere freie Rücklagen –407.103.419,42 –724.983.299,28
–407.103.419,42 –724.983.299,28
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 724.839,74 1.024.649,85
20. Bilanzgewinn 136.000.000,00 136.000.000,00

EUR

voestalpine AG Anlagenspiegel zum 31. März 2012

Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.04.2011
Zugänge Umbuchungen Abgänge
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen 35.100,98 35.100,98
2. Software 1.207.014,12 10.129,46 96.652,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.242.115,10 10.129,46 0,00 131.752,98
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
402.200,97 9.340,65 12.183,53
Summe Sachanlagen 402.200,97 9.340,65 0,00 12.183,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.214.886.956,92 30.541.089,26 70.000,00
2. Beteiligungen 9.651.109,11
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
a) Wertpapiere zur Deckung
der Vorsorge für Pensionen
45.717.857,58
b) Sonstige Wertpapiere und Wertrechte 495.917,78
4. Sonstige Ausleihungen
a) Langfristige Darlehen für Werksangehörige 1.554,01 839,93
b) Sonstige Ausleihungen 7.795.491,29 549.185,51
Summe Finanzanlagen 5.270.753.395,40 38.336.580,55 0,00 620.025,44
Zuschreibungen
im Geschäftsjahr
2011/12
Abschreibungen
im Geschäftsjahr
2011/12
Buchwert
31.03.2011
Buchwert
31.03.2012
Abschreibungen
(kumuliert)
Stand
31.03.2012
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 67.728,36 75.781,00 18.182,10 1.102.309,48 1.120.491,58
0,00 67.728,36 75.781,00 18.182,10 1.102.309,48 1.120.491,58
0,00 31.282,85 132.366,69 110.424,49 288.933,60 399.358,09
0,00 31.282,85 132.366,69 110.424,49 288.933,60 399.358,09
460.000.000,00 4.754.886.956,92 5.245.358.046,18 0,00 5.245.358.046,18
9.651.109,11 9.651.109,11 9.651.109,11
42.194.556,18 42.194.556,18 3.523.301,40 45.717.857,58
495.917,78 495.917,78 495.917,78
1.544,01 714,08 714,08
7.246.305,78 7.246.305,78
460.000.000,00 0,00 4.807.230.094,00 5.304.946.649,11 3.523.301,40 5.308.469.950,51
460.000.000,00 99.011,21 4.807.438.241,69 5.305.075.255,70 4.914.544,48 5.309.989.800,18

EUR

voestalpine AG Anhang zum UGB-Abschluss der voestalpine AG 2011/12

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der voestalpine AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft ist das Mutterunternehmen des voestalpine-Konzerns. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns ist am Sitz der Gesellschaft in Linz erhältlich und auf der voestalpine Homepage www.voestalpine.com abrufbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm des § 222 Abs. 2 UGB, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden beibehalten.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung dieser Posten ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Die verwendeten Abschreibungssätze betragen 25,0 % bis 33,3 %.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die nach der linearen Methode ermittelt werden.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 400,00 EUR werden im Zugangsjahr zur Gänze abgeschrieben.

Beim abnutzbaren Sachanlagevermögen kommen bei den planmäßigen Abschreibungen folgende Sätze zur Anwendung:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12,0–20,0 %

An Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2011/12 ein Betrag von 234,5 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 220,0 Tsd. EUR), für die nächsten fünf Geschäftsjahre beläuft sich die Gesamtverpflichtung auf ca. 1.172,5 Tsd. EUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen ca. 1.100,0 Tsd. EUR).

2. Finanzanlagen

Eine detaillierte Entwicklung der Finanzanlagen ist im Anlagenspiegel dargestellt. Die Bilanzierung der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich allfällig erforderlicher Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen.

Beteiligungsgesellschaften der voestalpine AG (ab 20,0 %)

Anteil am
Kapital in %
Eigenkapital
zum
31.03.2012
Jahres
überschuss/
-fehlbetrag
2011/12
voestalpine Stahl GmbH, Linz 100,00 744.058,1 105.920,8
voestalpine Automotive GmbH, Linz 100,00 341.124,0 28.358,7
voestalpine Profilform GmbH, Krems 100,00 620.190,4 92.012,8
voestalpine Edelstahl GmbH, Wien 100,00 649.673,9 149.378,3
voestalpine Bahnsysteme GmbH & Co KG, Leoben 100,00 373.211,5 –90.792,6
voestalpine Bahnsysteme GmbH, Leoben 100,00 98.191,0 23.647,6
voestalpine group-IT GmbH, Linz 100,00 5.320,9 2.860,6
voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH, Linz 100,00 84,9 34,6
Donauländische Baugesellschaft m.b.H., Linz 100,00 963,9 1,5
voestalpine Finanzierungs Holding GmbH, Linz 100,00 321.224,8 21.102,0
voestalpine Stahlwelt GmbH, Linz1 50,00 1.560,1 –146,3
Danube Equity AG, Linz 71,37 19.874,3 112,0
APK Pensionskasse AG, Wien2 19,11 33.791,3 2.620,1
voestalpine Insurance Services GmbH, Linz2 100,00 1.189,2 618,3
VA Intertrading Aktiengesellschaft, Linz2 38,50 54.816,40 8.913,3
Eigenkapital und Ergebnis zum 31.03.2011
1

Eigenkapital und Ergebnis zum 31.12.2011 Tsd. EUR

Die im Geschäftsjahr 2011/2012 ausgewiesenen Beteiligungszugänge resultieren aus der Übertragung des 5%-Anteils an der vatron gmbh an die voestalpine Stahl GmbH, aus dem Verfahren nach dem Gesellschafterausschlussgesetz der voestalpine Edelstahl GmbH (vormals BÖHLER-UDDEHOLM AG) und aus der konzernalen Übertragung der Beteiligung an der voestalpine Rohstoffbeschaffungs GmbH auf die voestalpine AG.

In der Berichtsperiode wurde auf Grund des gestiegenen Unternehmenswertes eine Zuschreibung einer vollkonsolidierten Beteiligung in Höhe von 460.000,0 Tsd. EUR vorgenommen. Der Zuschreibungsbetrag darf gemäß § 235 Z 1 UGB den ausschüttbaren Gewinn des Geschäftsjahres nicht erhöhen. Dieser Ausschüttungssperre wird durch die unter Punkt 7 beschriebene Zuweisung zu den freien Gewinnrücklagen Rechnung getragen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Wert am Abschlussstichtag bewertet; unter den Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens werden Investmentfondsanteile sowie sonstige Anteilsrechte ausgewiesen.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Ausleihungen in Höhe von 7.247,0 Tsd. EUR sind 532,3 Tsd. EUR innerhalb eines Jahres fällig.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurde von einer möglichen Zuschreibung in Höhe von 2.224,4 Tsd. EUR kein Gebrauch gemacht. Die steuerliche Belastung daraus beträgt 556,1 Tsd. EUR.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Aktivierung der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten. Fremdwährungsforderungen werden zum Entstehungskurs oder mit dem niedrigeren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kursgesicherte Forderungen werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2011
Bilanzwert
31.03.2012
Davon
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Davon
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6,4 0,2 0,2 0,0
Forderungen
gegenüber verbundenen Unternehmen
2.546.491,1 2.819.301,6 2.287.911,1 531.390,5
Sonstige Forderungen
und Vermögensgegenstände
82.957,9 82.893,7 82.893,7 0,0
2.629.455,4 2.902.195,5 2.370.805,0 531.390,5
Tsd. EUR

Die Forderungen der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 2.230.688,2 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Gewinngemeinschaften und Dividendenabfuhr in Höhe von 502.400,0 Tsd. EUR, aus Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von 71.407,1 Tsd. EUR und aus Sonstigen Forderungen in Höhe von 14.806,3 Tsd. EUR. Unter den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind Erträge im Ausmaß von 8.281,9 Tsd. EUR enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

4. Wertpapiere und Anteile

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden dem strengen Niederstwertprinzip gem. § 207 Abs. 1 UGB entsprechend mit den Anschaffungskosten oder jenem Wert, der aus einem am Abschlussstichtag niedrigeren Börsenkurs oder Marktpreis bzw. aus dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert resultiert, bewertet.

Die ausgewiesenen Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Anteilen am V54-Kapitalanlagefonds, aus anderen börsennotierten Aktien, Fondsanteilen und aus rückgekauften eigenen Aktien. Vom Bestand am V54-Kapitalanlagefonds sind 22.990.000 Stück verpfändet. Das entspricht einem Buchwert von 145.531,9 Tsd. EUR.

Die voestalpine AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 168.146 Stück eigene Aktien an die Mitarbeiter bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung und an Gewinner von Gewinnspielen übertragen (siehe Ausführungen zur Mitarbeiterbeteiligung unter Pkt. 14). Der Veräußerungsertrag beim Abgang der eigenen Aktien betrug 3.994,5 Tsd. EUR (Buchverlust 0,7 Tsd. EUR; Buchgewinn 3.995,2 Tsd. EUR).

Eigene Aktien
1.000 Stück
Buchwert
Tsd. EUR
Anteil am
Grundkapital
%
Anteil am
Grundkapital
Tsd. EUR
Stand per 31.03.2011 467,9 4.608,6 0,3 850,0
Zugänge in 2011/12 0,0 0,0 0,0 0,0
Abgänge in 2011/12 168,2 1.656,3 0,1 305,4
Abschreibung 2011/12 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand per 31.03.2012 299,7 2.952,3 0,2 544,6

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die Disagien der im Oktober 2007 begebenen Hybridanleihe (1.975,4 Tsd. EUR) sowie der Anleihe 2018 (2.550,0 Tsd. EUR) ausgewiesen.

6. Grundkapital

Das Grundkapital hat sich in der Berichtsperiode nicht verändert. Das Grundkapital beträgt zum 31. März 2012 307.132.044,75 EUR und ist in 169.049.163 nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Alle Aktien sind zur Gänze eingezahlt.

Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG bis zum 30. Juni 2014 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 152.521.231,38 EUR durch Ausgabe von bis zu 83.949.516 Stück Aktien (ca. 49,66 %) gegen Bareinzahlung und/oder, allenfalls unter teilweisem oder gänzlichem Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre, (i) gegen Sacheinlage, insbesondere durch Einbringung von Beteiligungen, Unternehmen, Betrieben und Betriebsteilen, und/oder (ii) zur Ausgabe an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens im Rahmen eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms oder eines Aktienoptionsprogramms zu erhöhen (genehmigte Kapitalerhöhung). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

Gemäß § 4 Abs. 6 der Satzung ist der Vorstand der voestalpine AG ermächtigt, das Grundkapital um bis zu 145.345.668,35 EUR durch Ausgabe von bis zu 80.000.000 Stück Aktien (= 47,32 %) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG (Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen oder Genussrechte), zu deren Begebung der Vorstand in der Hauptversammlung vom 1. Juli 2009 ermächtigt wurde, zu erhöhen (bedingte Kapitalerhöhung). Der Vorstand hat von seiner Ermächtigung vom 1. Juli 2009 zur Begebung von Finanzinstrumenten im Sinne des § 174 AktG in der Berichtsperiode keinen Gebrauch gemacht.

In der Hauptversammlung vom 7. Juli 2010 wurde der Vorstand bis zum 31. Dezember 2012 zum Erwerb von eigenen Aktien in Höhe von bis zu 10 % des jeweiligen Grundkapitals ermächtigt. Der Rückkaufspreis darf max. 20 % unter und max. 10 % über dem durchschnittlichen Börsenkurs der dem Rückerwerb vorhergehenden drei Börsentage liegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand in der Berichtsperiode nicht Gebrauch gemacht.

7. Gewinnrücklagen

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden 1.656,2 Tsd. EUR aufgelöst und 724.983,3 Tsd. EUR in die freien Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Rücklagen für eigene Aktien stehen den auf der Aktivseite ausgewiesenen eigenen Aktien in gleicher Höhe gegenüber. Die Auflösung bei den Rücklagen für eigene Aktien ergibt sich durch die Verringerung des Bestandes an eigenen Aktien in Höhe von 1.656,2 Tsd. EUR (siehe Pkt. 4 Wertpapiere und Anteile).

8. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet.

Die Rückstellung wird mit dem Barwert der erworbenen Abfertigungsansprüche unter Verwendung der Projected Unit Credit-Methode bewertet. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 5.405,1 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden wie in den Vorjahren gem. IAS 19 mit dem Barwert der erworbenen Pensionsansprüche bewertet. Von diesem Barwert wird das Pensionskapital abgezogen. Diese Nettoverpflichtung wird als Rückstellung für Pensionen ausgewiesen. Die Rückstellung zum Bilanzstichtag beträgt 5.693,7 Tsd. EUR.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder wurden wie im Vorjahr nach IAS 19 gebildet. Die Jubiläumsgeldrückstellung wurde mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaften bewertet. Der Bilanzwert beträgt 704,8 Tsd. EUR.

Die versicherungsmathematischen Berechnungen für Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen erfolgen mit einem Zinssatz von 4,75 % (Vorjahr 4,75 %), Bezugserhöhungen von 3,25 % (Vorjahr 3,25 %) bzw. Pensionserhöhungen von 2,25 % (Vorjahr 2,25 %). Es kommen die Rechnungsgrundlagen von AVÖ 2008 sowie die Pensionsantrittsalter lt. APG 2004 zur Anwendung.

Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten Vorsorgen für sonstige Personalaufwendungen (insbesondere Rückstellung für Prämien in Höhe von 4.014,1 Tsd. EUR), für eine Kartellstrafe in Höhe von 17.100,0 Tsd. EUR, für Prüfungs- und Bilanzveröffentlichungskosten sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Im Verfahren zur Überprüfung der Barabfindung der Minderheitsaktionäre der vormaligen BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft wurde am 24. November 2011 ein Vergleich abgeschlossen. Die Genehmigung des Vergleichs durch das zuständige Gericht erfolgte Anfang Mai 2012. Für die Zahlung an die ehemaligen Minderheitsaktionäre (Basisbetrag und Zinsen) sowie für Verfahrensund Anwaltskosten wurden zum 31. März 2012 36.863,7 Tsd. EUR rückgestellt.

9. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren (für die Verrechnung maßgeblichen) Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages bewertet. Kursgesicherte Verbindlichkeiten werden mit dem vereinbarten Kurs angesetzt.

Bilanzwert
31.03.2011
Bilanzwert
31.03.2012
Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr als
1 Jahr
Restlaufzeit
von mehr als
5 Jahren
Hybridanleihe 1.000.000,0 1.000.000,0 0,0 0,0 1.000.000,0
Anleihe 2011 111.000,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Anleihe 2013 400.000,0 400.000,0 400.000,0 0,0 0,0
Anleihe 2018 500.000,0 500.000,0 0,0 0,0 500.000,0
Darlehen FFG 0,0 462,0 0,0 0,0 462,0
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
624.981,8 660.198,5 411.759,7 248.438,8 0,0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
1.454,6 1.278,0 1.278,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
2.505.292,5 2.164.831,6 1.131.158,3 1.033.673,3 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 111.818,8 85.924,9 85.924,9 0,0 0,0
5.254.547,7 4.812.695,0 2.030.120,9 1.282.112,1 1.500.462,0

Tsd. EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing in Höhe von 2.061.723,7 Tsd. EUR, aus Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von 28.845,7 Tsd. EUR und aus Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 74.262,2 Tsd. EUR. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Aufwendungen in Höhe von 47.714,1 Tsd. EUR, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Die voestalpine AG hat am 16. Oktober 2007 eine gegenüber allen sonstigen Gläubigern nachrangige, unbefristete Anleihe (Hybridanleihe) im Umfang von 1.000.000,0 Tsd. EUR begeben. Der Kupon beträgt 7,125 %, welcher bei Entfall der Dividende ausgesetzt werden kann. Nach sieben Jahren Laufzeit hat die voestalpine AG, nicht aber die Gläubiger, erstmalig die Möglichkeit zur Tilgung der Anleihe oder der Fortsetzung zu einem höheren, aber variablen Zinssatz (3-Monats-EURIBOR plus 5,05 %).

Am 17. Dezember 2008 hatte die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 333.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wurde in zwei Tranchen getilgt, die erste Teilzahlung von 222.000,0 Tsd. EUR wurde am 17. Dezember 2010 fällig, der zweite Teilbetrag von 111.000,0 Tsd. EUR wurde am 17. Dezember 2011 getilgt. Die fixe Verzinsung über die gesamte Laufzeit beider Tranchen lag bei 5,75 %.

Am 30. März 2009 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 400.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird am 30. März 2013 zurückgezahlt, soweit sie nicht vorher zurückgezahlt oder gekauft und entwertet worden ist. Der jeweils ausstehende Nennbetrag der Anleihe wird ab dem 30. März 2009 mit 8,75 % jährlich verzinst. Die Zinsen sind jährlich nachträglich am 30. März jeden Jahres beginnend mit dem 30. März 2010 zahlbar.

Am 3. Februar 2011 hat die voestalpine AG eine fix verzinste Anleihe in der Höhe von 500.000,0 Tsd. EUR begeben. Die Anleihe wird im Februar 2018 zurückgezahlt und mit 4,75 % jährlich verzinst.

31.03.2011 31.03.2012 Hievon
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Bürgschaften, Haftungen 1.000,0 11.627,7 11.627,7
Garantien 2.495.160,6 2.010.866,6 2.010.866,6
Kontrollbankrefinanzierungsrahmen 300.219,9 0,0 0,0
Patronatserklärungen 3.170,5 14.029,4 14.029,4
2.799.551,0 2.036.523,7 2.036.523,7

10. Eventualverbindlichkeiten

Tsd. EUR

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie von Konzernunternehmen für erbrachte Leistungen erhaltene Konzernumlagen in Höhe von 81.228,0 Tsd. EUR, Weiterverrechnungen von Leistungen der Gesellschaft an Konzerngesellschaften in Höhe von 13.027,5 Tsd. EUR und an Dritte in Höhe von 34,3 Tsd. EUR.

12. Sonstige betriebliche Erträge

2010/11 2011/12
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,5 150,2
Übrige sonstige betriebliche Erträge 441,9 581,4
442,4 731,6
Tsd. EUR

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Kostenerstattungen.

13. Personalaufwand

In der Abschlussperiode waren durchschnittlich 95 (Vorjahr: 90) Angestellte in der Gesellschaft beschäftigt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung gliedern sich wie folgt:

Abfertigungen Altersversorgung
Vorstand
Zahlungen 7.062,6 0,0
Dotierung/Verbrauch Rückstellung –3.052,0 –267,3
Konzernale Überrechnungen 6,8 0,0
Sonstige Arbeitnehmer
Zahlungen 34,0
Dotierung/Verbrauch Rückstellung 42,0 156,7
Beiträge MVK 40,4 0,0
Konzernale Überrechnungen 1,3 0,0
AG-Beitrag zur Pensionskasse 0,0 357,4
Summe 4.135,1 246,8
Zinskomponente 311,1 1.376,8
davon Vorstand 205,4 1.064,9
davon sonstige Arbeitnehmer 105,7 311,9
Tsd. EUR

Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm basiert auf der Verwendung eines Teils der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen in mehreren Geschäftsjahren. Im Geschäftsjahr 2000/01 erhielten die Arbeitnehmer als Gegenleistung für eine um 1 % geringere Lohn- und Gehaltserhöhung Aktien der voestalpine AG.

In den Geschäftsjahren 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2007/08 und 2008/09 wurden jeweils zwischen 0,3 % und 0,5 % der für die Erhöhung erforderlichen Lohn- und Gehaltssumme für die Beteiligung der Mitarbeiter an der voestalpine AG verwendet. Die tatsächliche Höhe ergibt sich aus dem monatlich ermittelten Lohn- und Gehaltsverzicht auf Basis 1. November 2002, 2003, 2005, 2007 bzw. 2008 unter Anwendung einer jährlichen Erhöhung von 3,5 %.

Zur Umsetzung des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms wird eine Vereinbarung zwischen dem Betriebsrat und der Gesellschaft geschlossen. Die Aktien werden von der voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung erworben und werden von dieser entsprechend dem jeweiligen Lohn- und Gehaltsverzicht des Mitarbeiters an diesen übertragen.

Insgesamt halten die Mitarbeiter (bzw. die voestalpine Mitarbeiterbeteiligung Privatstiftung treuhändig für die Mitarbeiter) zum Bilanzstichtag 31. März 2012 12,86 % der Aktien der voestalpine AG.

In der Hauptversammlung vom 5. Juli 2006 wurde ein Stock-Option-Programm beschlossen. Im Geschäftsjahr 2006/07 wurden fünf Mitgliedern des Vorstandes 900.000 Optionen und für Führungskräfte in Schlüsselpositionen der voestalpine AG 201.360 Optionen eingeräumt. Diese Optionen konnten jederzeit – unter Einhaltung der Emittenten-Compliance-Verordnung – zwischen dem 1. Juli 2008 und dem 30. Juni 2011 ausgeübt werden, wenn der Teilnehmer in einem aufrechten Organverhältnis oder in einem aufrechten Angestelltenverhältnis zur voestalpine AG oder einer Konzerngesellschaft stand. Die Optionen und Rechte zur Ausübung der Optionen waren nicht übertragbar. Jede Option ermächtigte den Inhaber nach Erfüllung der Ausübungsbedingungen zum Bezug einer voestalpine-Aktie. Die voestalpine AG beabsichtigte zum Zusagezeitpunkt die Gegenleistung in Aktien zu erbringen, ohne Wahlrecht für den Stock-Option-Inhaber. Auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen nach der Akquisition BÖHLER-UDDEHOLM wurde vom Vorstand der voestalpine AG beschlossen, die Stock-Option-Inhaber bei Ausübung in bar abzufinden.

Im Einzelnen galten folgende Ausübungsbestimmungen: Liegt der Börsenschlusskurs der voestalpine-Aktie am Tag der Optionsausübung zumindest 15,0 % über dem Ausübungspreis, kann jeder Stock-Option-Programm-Teilnehmer 50,0 % seiner Optionen ausüben. Der Ausübungspreis beträgt 29,78 EUR und berechnet sich aus dem Durchschnitt der Börsenschlusskurse, die sich im Zeitraum vom 1. August 2006 bis 30. September 2006 ergaben. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde mittels Monte-Carlo-Simulation durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

50,0 % der Optionen sind ausübbar, wenn der Börsenschlusskurs der voestalpine-Aktie am Ausübungstag über dem Dow-Jones EUROSTOXX 600 liegt, wobei Ausgangspunkt für die Berechnung der relativen Performance der 1. Juli 2006 ist. Der Marktwert dieser Optionen zum Zusagezeitpunkt wurde anhand der Binomialmethode durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen betrug zu Beginn der Berichtsperiode 966.180 Stück. Der Optionswert wurde mit einem anerkannten Optionsbewertungsmodell durch einen unabhängigen Gutachter ermittelt. Dieser betrug per 31. März 2011 3,80 EUR. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden 966.180 Optionen zu einem durchschnittlichen Kurs von 5,72 EUR ausgeübt.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden alle Optionen ausgeübt. Von den Vorstandsmitgliedern Dr. Eder, Dipl.-Ing. Hirschmanner, Dipl-Ing. Mülner, Dipl-Ing. Mag. Ottel und Mag. Spreitzer wurden insgesamt 900.000 Optionen zu einem Durchschnittskurs von 5,73 EUR ausgeübt.

14. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem folgende wesentliche Posten enthalten: Honoraraufwendungen für Konsulenten und Gutachter, sonstige fremde Dienstleistungen, Werbeaufwendungen, Beiträge an sonstige Verbände und Vereine, Aufwendungen für unternehmensfremde Arbeitskräfte, Mieten, Pachten, Reise- und Werbeaufwendungen.

15. Erträge aus Beteiligungen

Die Beteiligungserträge betragen 522,3 Mio. EUR (davon 518,4 Mio. EUR aus verbundenen Unternehmen).

16. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens

Unter diesem Posten wird insbesondere die Zuschreibung einer vollkonsolidierten Beteiligung ausgewiesen (460.000,0 Tsd. EUR). Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 3.995,2 Tsd. EUR stammen aus der Veräußerung von eigenen Aktien.

17. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Diese Position enthält Verluste aus dem Abgang von eigenen Aktien (0,7 Tsd. EUR).

18. Zinserträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Saldo aus "Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen" und "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ergibt für das Geschäftsjahr 2011/12 einen Aufwand in Höhe von 201.128,7 Tsd. EUR. Die Zinserträge bestehen großteils aus Zinsen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens, aus Darlehenszinsen von verbundenen Unternehmen und aus Swapzinsen. Die Zinsaufwendungen beinhalten Zinsen von verbundenen Unternehmen, Swapzinsen und sonstige Aufwandszinsen. Die in den Zuweisungen zu den Rückstellungen für Abfertigungen (311,1 Tsd. EUR), Pensionen (1.376,8 Tsd. EUR) und Jubiläumsgelder (51,2 Tsd. EUR) enthaltenen Zinskomponenten sind analog zum Vorjahr ebenfalls im Zinsaufwand enthalten.

19. Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer in Höhe von 230,0 Tsd. EUR betreffen die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2011/12. Darüberhinausgehende Leistungen wurden nicht erbracht.

20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die voestalpine AG ist Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche insbesondere die wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften als Gruppenmitglieder umfasst. Der Gruppenträger hat die Körperschaftsteuer für die Unternehmensgruppe an das zuständige Finanzamt zu leisten. Zwischen dem Gruppenmitglied und dem Gruppenträger besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:

31.03.2011 31.03.2012
Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung 63.987.449,28 80.377,97
Steuerumlagen der Gruppenmitglieder –127.772.492,32 -84.028.418,97
Steuerumlagen an Gruppenmitglieder 5.260.426,63 15.780.269,38
Steuerumlagen Vorjahre 2.026.906,88 –5.494.908,98
Körperschaftsteuer für Vorperioden 2.453.004,83 3.126.722,38
Summe –54.044.704,70 70.535.958,22

EUR

Auf die Aktivierung latenter Steuern wurde gem. § 198 Abs. 10 UGB verzichtet. Der aktivierbare Betrag weist eine Höhe von 1,5 Mio. EUR auf. Quasi-permanente Differenzen in Höhe von 1,9 Mio. EUR sind im aktivierbaren Betrag nicht enthalten.

E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In den sonstigen Rückstellungen sind Vorsorgen für Devisentermingeschäfte in Höhe von 4.934,0 Tsd. EUR auf Grund von Marktwertveränderungen enthalten. Die Bewertung erfolgt nach der "marked to market-Methode". Es wird das Ergebnis rückgestellt, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert werden würde. Die verwendeten Marktdaten sind, wenn vorhanden, Fixings (EZB, EURIBOR, Swapfixing), ansonsten Contributors wie beispielsweise Tullet & Tokyo Liberty.

Umfang der derivativen Finanzinstrumente und Fair Value in Summe zum Bilanzstichtag sind in folgender Tabelle dargestellt:

Nominale Fair Value Laufzeit
Devisentermingeschäfte (inkl. Devisenswap) 1.747,00 4,86 100 % < 2 Jahre
Zinsoptionen 350,00 8,15 100 % < 3 Jahre
Zinsenswap 1.421,71 –30,32 100 % <= 7 Jahre
Commodity Swap 51,25 0,00 100 % < 2 Jahre
Summe 3.569,96 –17,31
Mio. EUR

Bestand an Derivaten

F. Sonstige Angaben

Als Vorstandsmitglieder der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2011/12 folgende Herren bestellt:

  • Dr. Wolfgang Eder, Vorsitzender
  • Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner, Mitglied bis 31. März 2012
  • Dipl.-Ing. Josef Mülner, Mitglied bis 30. Juni 2011
  • Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer, Mitglied seit 1. Juli 2011
  • Mag. DI Robert Ottel, Mitglied
  • Dipl.-Ing. Franz Rotter, Mitglied
  • Mag. Wolfgang Spreitzer, Mitglied bis 31. März 2012
  • Dipl.-Ing. Herbert Eibensteiner, Mitglied seit 1. April 2012

Die fixen und variablen Bezüge der Mitglieder des Vorstandes der voestalpine AG setzen sich für die Berichtsperiode wie folgt zusammen:

Fixe Variable Anteils
basierte
Bezüge Bezüge Abfindungen Vergütungen Summe
Dr. Wolfgang Eder 0,8 1,0 1,1 2,9
Dipl.-Ing. Franz Hirschmanner
(bis 31.03.2012)
0,6 0,6 3,5 1,1 5,8
Dipl.-Ing. Josef Mülner
(bis 30.06.2011)
0,2 0,2 1,2 0,9 2,5
Dipl.-Ing. Dr. Franz Kainersdorfer
(ab 01.07.2011)
0,3 0,4 0,7
Mag. Dipl.-Ing. Robert Ottel 0,6 0,6 1,2 2,4
Dipl.-Ing. Franz Rotter 0,6 0,5 1,1
Mag. Wolfgang Spreitzer
(bis 31.03.2012)
0,6 0,6 2,6 0,9 4,7
2011/12 3,7 3,9 7,3 5,2 20,1
2010/11 3,7 5,1 1,3 0,0 10,1
Mio. EUR

Die laufenden Bezüge des Vorstandes der voestalpine AG sind in der Berichtsperiode gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 auf Grund eines Rückgangs der variablen Gehaltsbestandteile von insgesamt 8,8 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR gesunken.

In der Berichtsperiode sind drei Vorstandsmitglieder ausgeschieden. Für Abfertigungszahlungen in sinngemäßer Anwendung des Angestelltengesetzes sowie für die Abgeltung von vorzeitigen Vertragsauflösungen wurden Abfindungen in Höhe von 7,3 Mio. EUR aufgewendet.

Im Rahmen eines fünfjährigen Stock-Option-Programms, welches mit 30. Juni 2011 endete, wurden von allen berechtigten Mitgliedern des Vorstandes sämtliche Optionen im Geschäftsjahr 2011/12 ausgeübt. Die anteilsbasierten Vergütungen führten zu einem Aufwand von insgesamt 5,2 Mio. EUR.

Dem Aufsichtsrat gehörten in der Berichtsperiode folgende Mitglieder an:

  • Rechtsanwalt Dr. Joachim Lemppenau, Vorsitzender
  • KR Mag. Dr. Ludwig Scharinger, 1. stv. Vorsitzender
  • KR Dr. Franz Gasselsberger, Mitglied
  • GD Dr. Hans-Peter Hagen, Mitglied
  • Dr. Josef Krenner, Mitglied
  • Dr. Michael Kutschera, Mitglied
  • Mag. Dr. Josef Peischer, Mitglied
  • DI Dr. Michael Schwarzkopf, Mitglied
  • BRV Josef Gritz, Mitglied
  • BRV Johann Heiligenbrunner, Mitglied
  • Johann Prettenhofer, Mitglied bis 31. Dezember 2011
  • Arb.-BRV Hans-Karl Schaller, Mitglied
  • Gerhard Scheidreiter, Mitglied seit 1. Jänner 2012

In der Hauptversammlung der Gesellschaft am 5. Juli 2006 wurde beschlossen, die bereits für das Geschäftsjahr 2004/05 angewandte Regelung für die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in die Satzung der Gesellschaft aufzunehmen. Gemäß § 15 der Satzung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder demnach als Vergütung einen Betrag von 1 Promille des Jahresüberschusses gemäß festgestelltem Konzern-Jahresabschluss. Die Aufteilung des Gesamtbetrages erfolgt unter Zugrundelegung eines Aufteilungsschlüssels von 100,0 % für den Vorsitzenden, 75,0 % für die stellvertretenden Vorsitzenden und 50,0 % für alle anderen Mitglieder, wobei dem Vorsitzenden jedenfalls eine Mindestvergütung von 20.000,00 EUR, dem stellvertretenden Vorsitzenden eine Mindestvergütung von 15.000,00 EUR und allen anderen Mitgliedern des Aufsichtsrates eine Mindestvergütung von 10.000,00 EUR zustehen. Begrenzt ist die Aufsichtsratsvergütung mit dem Vierfachen der genannten Beträge. Das Sitzungsgeld beträgt 500,00 EUR pro Sitzung.

Nach dieser Regelung erhalten die Kapitalvertreter des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011/12 folgende Vergütungen: Dr. Joachim Lemppenau (Vorsitzender): Tsd. 80,0 EUR (2010/11: 80,0 Tsd. EUR); Dr. Ludwig Scharinger (stellvertretender Vorsitzender): 60,0 Tsd. EUR (2010/11: 60,0 Tsd. EUR); alle übrigen Kapitalvertreter jeweils 40,0 Tsd. EUR (2010/11: 40,0 Tsd. EUR). Die von der Belegschaftsvertretung nominierten Aufsichtsratsmitglieder erhalten keine Aufsichtsratsvergütung.

Die jährliche Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates und deren Berechnungsweise sind in der Satzung abschließend festgelegt. Sie bedarf damit keiner Beschlussfassung in der Hauptversammlung.

Die Aufsichtsratsvergütungen (inkl. Sitzungsgelder) betragen für das Geschäftsjahr 2011/12 insgesamt 0,4 Mio. EUR (2010/11: 0,4 Mio. EUR). Die Bezahlung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/12 erfolgt spätestens 14 Tage nach der am 4. Juli 2012 stattfindenden Hauptversammlung. An Mitglieder des Aufsichtrates der voestalpine AG wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.

Directors' dealings-Meldungen der Aufsichtsratsmitglieder werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Michael Kutschera als Partner tätig ist, erbrachte als Rechtsberater der voestalpine AG im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen für Fragen im Zusammenhang mit dem Gesellschafterausschlussverfahren betreffend die BÖHLER-UDDEHOLM Aktiengesellschaft, mit der Platzierung eines Bonds 2011 sowie zu börsenrechtlichen Themen. Die Abrechnung dieser Mandate erfolgte zu den jeweils geltenden allgemeinen Stundensätzen der Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH. Das Gesamtvolumen der im Geschäftsjahr 2011/12 für die Kanzlei Binder Grösswang Rechtsanwälte GmbH angefallenen Honorare betrug netto 89.791,00 EUR.

Directors' dealings-Meldungen werden auf der Website der Österreichischen Finanzmarktaufsicht www.fma.gv.at veröffentlicht.

Der Jahresabschluss der voestalpine AG wird samt den zugehörigen Unterlagen beim Firmenbuch des Handelsgerichtes Linz unter der Firmenbuchnummer FN 66209 t eingereicht.

Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2011/12 schließt mit einem Bilanzgewinn von 136.000.000,00 EUR. Es wird vorgeschlagen, eine Dividende von 0,80 EUR je dividendenberechtigter Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Linz, am 16. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Herbert Eibensteiner Franz Kainersdorfer Robert Ottel Franz Rotter

Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der voestalpine AG, Linz, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. März 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2012 sowie der

Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2011 bis zum 31. März 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. Mai 2012

Grant Thornton Unitreu GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Univ.-Doz. Dr. Walter Platzer Dr. Franz Schiessel

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss – gegebenenfalls – samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Erklärung des Vorstandes gem. § 82 (4) BörseG

Der Vorstand der voestalpine AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss der voestalpine AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Linz, am 16. Mai 2012

Der Vorstand

Wolfgang Eder Vorsitzender des Vorstandes

Herbert Eibensteiner Mitglied des Vorstandes

Franz Kainersdorfer Mitglied des Vorstandes

Robert Ottel Mitglied des Vorstandes

Franz Rotter Mitglied des Vorstandes

Glossar

Akquisition. Übernahme oder Kauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen.

Asset Deal. Firmenübernahme durch Kauf der einzelnen Wirtschaftsgüter (anstelle der Anteile).

ATX. "Austrian Traded Index", Leitindex der Wiener Börse, der die 20 wichtigsten Aktien des Prime Market beinhaltet.

Bruttoergebnis. Umsatzerlöse abzüglich Umsatzkosten.

Capital Employed. Das gesamte eingesetzte verzinsliche Kapital.

Cashflow

• aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;

• aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;

• aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/ Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.

EBIT (Earnings before Interest, Taxes). Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.

EBIT-Marge. EBIT/Umsatz.

EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.

EBITDA-Marge. EBITDA/Umsatz.

EBT (Earnings before Taxes). Das Ergebnis vor Steuern und Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter.

Eigenkapital. Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.

Eigenkapitalquote. Eigenkapital/Summe Passiva.

Eigenkapitalrentabilität. Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuss)/Eigenkapital der Vorperiode.

Free Float (oder Streubesitz). Teil des Aktienkapitals, der sich im Streubesitz befindet, das heißt an der Börse frei gehandelt wird.

Fremdkapital. Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Fremdkapitalquote. Fremdkapital/Summe Passiva (je höher die Kennzahl, desto höher der Verschuldungsgrad).

Gearing (Ratio). Nettofinanzverschuldung/ Eigenkapital.

Grundkapital. Das bei Gründung einer Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien von den Gesellschaftern mindestens aufzubringende und in Aktien zerlegte Kapital als Teil des Eigenkapitals.

IFRS ("International Financial Reporting Standards"). Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.

Joint Venture. Kooperationen von mindestens zwei Unternehmen, die voneinander unabhängig bleiben, aber gemeinsames Kapital zusammenführen, um ein bestimmtes Ziel, etwa die Eroberung eines Auslandsmarktes, zu verfolgen.

Kurzfristige Vermögenswerte. Jene Vermögensgegenstände, die nicht dauernd dem Geschäftsbetrieb einer Unternehmung dienen sollen. Zum Beispiel Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder Wertpapiere.

Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung spiegelt den aktuellen Börsenwert einer börsennotierten Firma wider.

Materialaufwand. Fasst alle Aufwendungen zusammen, die für den Ankauf von Rohmaterialien und Hilfsstoffen zur eigenen Verarbeitung benötigt werden.

Nettofinanzverschuldung. Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.

PPA (Purchase Price Allocation), auch Kaufpreisallokation. Im Rahmen der Akquisition werden in der Regel Kaufpreise gezahlt, welche das (buchmäßige) Eigenkapital übersteigen. Die Kaufpreisallokation dient nun der Abbildung dieses Unterschiedsbetrags im Abschluss des übernehmenden Unternehmens. Im Rahmen der Erstkonsolidierung werden daher alle wesentlichen Vermögensgegenstände und Schulden des übernommenen Unternehmens in die Konzernbilanz mit ihrem Verkehrswert aufgenommen. Weiters kommt es zu einer Aktivierung von Immateriellen Vermögensgegenständen (z. B. Marken, Auftragsstand, Kundenbeziehungen und Technologie). Ein dann eventuell noch verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Firmenwert ausgewiesen.

Rating. Eine auf den internationalen Kapitalmärkten anerkannte Einstufung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

ROCE (Return on Capital Employed). EBIT/ Durchschnittliches Capital Employed (bis Geschäftsjahr 2008/09 EBIT/Capital Employed), die Rendite auf das eingesetzte Kapital.

Verbundene Unternehmen. Unternehmen, die direkt oder indirekt unter einheitlicher Leitung – in diesem Fall der voestalpine AG – stehen oder bei denen der voestalpine AG direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte zusteht bzw. auf die sie bestimmenden Einfluss ausübt.

Volatilität. Intensität der Kursschwankungen von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.

Vollzeitäquivalent (FTE). Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.

WACC (Weighted Average Cost of Capital).

Durchschnittliche Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital.

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