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Viscom AG Annual Report 2010

Mar 30, 2011

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Annual Report

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KOMPETENZ. INNOVATION. TECHNOLOGIE. WELTWEIT. MOTIVATION.

GESCHÄFTSBERICHT 2010

VISCOM IM FOKUS 01
VORWORT DES VORSTANDES 02
BERICHT DES AUFSICHTSRATES 04
DIE VISCOM-AKTIE 08
INTERVIEW 10
KONZERNLAGEBERICHT 2010 UND IFRS-KONZERNABSCHLUSS 2010 15
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS82
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND
BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE83
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER94
FINANZKALENDER 201195
GLOSSAR DER FACHBEGRIFFE 95
IMPRESSUM96

MEHRJAHRESBERICHT

FÜNFJAHRESBERICHT DES VISCOM-KONZERNS

2010 2009 2008 2007 2006
Gesamtergebnisrechnung
Umsatzerlöse T€ 40.024 20.874 49.915 51.986 53.307
EBIT T€ 7.132 -13.893 -1.586 4.482 10.219
EBT T€ 7.475 -13.275 -1.272 5.488 10.762
Ertragsteuern T€ 3.048 -442 -435 -1.929 -2.389
Periodenergebnis T€ 10.523 -13.717 -1.707 3.559 8.373
Bilanz
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte T€ 51.120 43.113 59.407 67.485 73.259
Langfristige Vermögenswerte T€ 11.073 5.005 5.612 5.643 3.056
Gesamtvermögen T€ 62.193 48.118 65.019 73.128 76.315
Passiva
Eigenkapital T€ 53.662 42.842 56.677 61.499 62.574
Kurzfristige Schulden T€ 8.232 5.045 7.809 11.100 13.741
Langfristige Schulden T€ 299 231 533 529 0
Gesamtkapital T€ 62.193 48.118 65.019 73.128 76.315
Kapitalflussrechnung
CF aus betrieblicher Tätigkeit T€ 4.686 1.757 2.007 -5.650 -4.717
CF aus Investitionstätigkeit T€ -4.394 -2.635 -328 -2.107 -299
CF aus Finanzierungstätigkeit T€ -6 -26 -3.274 -4.455 34.040
Finanzmittelbestand Ende der Periode T€ 25.905 25.322 26.254 27.726 40.144
Personal
Anzahl Mitarbeiter Jahresende 264 273 412 376 346
Investitionen
Immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen (gezahlt)
T€ 449 186 937 3.234 1.269
Aktie
Anzahl Aktien 9.020.000 9.020.000 9.020.000 9.020.000 9.020.000
Dividendensumme T€ 0 0 0 2.706 4.510
Dividende je Aktie 0,00 0,00 0,00 0,30 0,50
Eigenkapital je Aktie 5,95 4,75 6,28 6,82 6,94
Kennzahlen
EBIT-Marge % 17,8 -66,6 -3,2 8,6 19,2
Eigenkapitalrentabilität % 19,6 -32,0 -3,0 5,8 13,4

STANDORTE WELTWEIT

Viscom ist weltweit mit eigenen Niederlassungen, Applikationszentren und Servicestützpunkten präsent. Zusätzlich steht ein dichtes Repräsentantennetzwerk für unsere Kunden zur Verfügung.

VISCOM IM FOKUS

KOMPETENZ, DIE ÜBERZEUGT

Stetig bündeln wir unsere Aktivitäten mit Blick auf unsere Kernkompetenz: Die industrielle Bildverarbeitung auf der Basis von optischen und röntgentechnischen Prüfsystemen. International steht Viscom weit oben im Ranking der Produzenten hochwertiger Inspektionssysteme für die Automatische Optische Inspektion (AOI) und Röntgenprüfung (AXI). Europaweit sind wir Marktführer bei der Automatischen Optischen Inspektion von elektronischen Baugruppen.

DICHT AM MARKT

Von der Automobilelektronik über die Luft- und Raumfahrttechnik bis zur Industrieelektronik und Unterhaltungselektronik: Viscom-Inspektionssysteme sind unverzichtbar in beinahe allen Bereichen der Elektronikindustrie. Kontinuierlich eröffnen wir neue Anwendungspotenziale und halten dabei Schritt mit Qualitätsanforderungen im High-End-Bereich.

STARKE STRATEGIEN

Unser Antrieb zur Generierung von Produktinnovationen – sowie immer neuer Anwendungen für bewährte Technologien – sind intensive Forschungsund Entwicklungszyklen in Verbindung mit einem effizienten Projektmanagement. Benutzerorientierung, Kunden- und Marktnähe sind dabei primäre Kriterien – der Erfolg gibt uns Recht.

Die hohe Qualifikation und Kreativität unserer Mitarbeiter ist die Basis dieses Erfolgs. Als moderner Arbeitgeber mit offener Unternehmenskultur und flachen Hierarchien bauen wir auf eine hohe Identifikation mit unserem Unternehmen.

DIE ZIELE IM BLICK

Mit Technologien wachsen: Seit mehr als 25 Jahren punktet Viscom mit überzeugenden Innovationen. Unsere Wettbewerbsposition weiter auszubauen und den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern bleibt unser klares Ziel.

VORWORT DES VORSTANDES

wir blicken auf ein überaus erfolgreiches Jahr zurück. Die Wende ist geschafft, die globale Wirtschaftskrise überwunden – weit besser, als es noch am Beginn des abgelaufenen Jahres zu prognostizieren war. Mittlerweile steht fest: Das Geschäftsjahr 2010 hat unsere ohnehin optimistischsten Erwartungen übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr (20,9 Mio. €) konnten wir in 2010 unsere Umsatzerlöse nahezu verdoppeln. Insgesamt belief sich der Umsatz auf rund 40 Mio. €, das EBIT lag bei 7,1 Mio. € (Vj.: -13,9 Mio. €).

Krise als Chance: Dieser Begriff charakterisiert unsere Entwicklung im vergangenen Jahr. Konsequente Konsolidierung und effiziente Organisation, Kundenorientierung und nicht zuletzt eine marktnahe, innovative Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer im Fokus unserer Aktivitäten stand – dies sind wesentliche Inhalte unserer Unternehmenspolitik. Dank unserer Technologieführerschaft stehen Viscom-Produkte international an der Spitze. Ein weit gespanntes, fein verzweigtes Netzwerk in Europa, Asien und Amerika trägt seinen unverzichtbaren Teil dazu bei. Verwurzelt in unserem Stammhaus in Hannover agieren wir nach wie vor eigenständig.

In puncto Auftragseingang konnten wir Rekordmonate verzeichnen. Wir starten mit einem Auftragsbestand von etwa 13,5 Mio. € in das neue Jahr. Unsere Auftragsbücher haben sich gefüllt. Produktion und Inbetriebnahme sind bestens ausgelastet, die Maschinen laufen auf Hochtouren. Konkret heißt das zurzeit: Unsere Kapazitäten sind für drei Monate im Voraus ausgelastet.

Volker Pape, Dr. Martin Heuser Vorstand

Den erfreulich guten Auftragsbestand bewältigen wir zum einen mit unserem Stamm fest angestellter Mitarbeiter, verstärkt durch den Einsatz von Leiharbeitskräften. Das Outsourcing von Fertigungsschritten der Modulfertigung auf Zulieferer macht uns wesentlich flexibler und hilft dabei, die Produktionsabläufe ohne Abstriche bei der Qualität zu optimieren.

Die Investitionsbereitschaft in den Hauptabsatzmärkten der Viscom AG, insbesondere in der Automobilzulieferindustrie, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder kräftig gestiegen – dies verstärkte die positive Entwicklung des Auftragseingangs.

Mit Niederlassungen und Applikationszentren sind wir weltweit vertreten; im Rahmen von Evaluierungen haben wir vor allem Schlüsselkunden vor Ort unsere technologisch herausragenden Prüfsysteme vorgestellt: Mit beachtlichem Erfolg, vor allem im asiatischen Raum. Der Umsatz in dieser Region hat sich gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum mehr als verfünffacht.

Erfreulich ist die große Nachfrage nach dem technologisch führenden High-End-Prüfsystem X7056, welches die optische Inspektion mit der Röntgeninspektionstechnologie kombiniert und aufgrund der hohen Prüftiefe und -geschwindigkeit wesentliche Vorteile bei der Prüfung von Elektronikbaugruppen bietet.

Organisatorische Effizienz und schlanke Strukturen sorgen für Sicherheit und eröffnen weitere Wachstumsperspektiven. Wir gehen derzeit davon aus, einen Umsatz von 45 bis 47 Mio. € sowie eine EBIT-Marge von 10 bis 13 % im Geschäftsjahr 2011 zu erreichen. Ambitionierte Ziele: Unsere weiter steigende Präsenz am Markt, das auf unsere Kernkompetenz ausgerichtete Produktportfolio, zufriedene Kunden sowie unsere hoch motivierten Mitarbeiter werden im aktuellen Geschäftsjahr dafür sorgen, dass wir sie erreichen.

Wir möchten nicht versäumen, einen Wechsel an der Unternehmensspitze zu vermelden. Unser Finanzvorstand Herr Ulrich Mohr hat zum 31. Dezember 2010 die Viscom AG verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Sein hoher Einsatz und seine Kompetenz haben stets in erheblichem Maße zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen. Dafür danken wir Herrn Mohr. Seit dem 1. Juli 2010 ist Herr Dirk Schwingel als kaufmännischer Leiter der Viscom AG aktiv – er wird die Aufgaben seines Bereichs mit Engagement und Sachverstand weiterführen.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen. Wir werden weiter den geschäftlichen Erfolg unseres Unternehmens vorantreiben.

Der Vorstand

Dr. Martin Heuser Volker Pape

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Im Geschäftsjahr 2010 stand die Geschäftsleitung und die Belegschaft der Viscom AG der Herausforderung gegenüber, den Turnaround nach dem Umsatzeinbruch im vorherigen Geschäftsjahr zu vollziehen. Dank der vom Vorstand bereits in 2009 eingeleiteten bzw. vorgenommenen Restrukturierungsmaßnahmen und der anziehenden Umsätze konnte dieses Ziel überzeugend erreicht werden. Im Folgenden berichtet der Aufsichtsrat über seine Tätigkeit im vergangenen Geschäftsjahr 2010, insbesondere über seine Beratungen, die Einhaltung des Corporate Governance Kodex, die Prüfung der Abschlüsse der Viscom AG und des Konzerns sowie personelle Veränderungen im Vorstand der Gesellschaft.

ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Im vergangenen Geschäftsjahr 2010 nahm der Aufsichtsrat seine ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Dabei standen die Bewältigung der Auswirkungen der Wirtschaftskrise und das Zurückführen des Unternehmens auf den Wachstumspfad im Vordergrund der Aktivitäten von Vorstand und Aufsichtsrat. Die genannten Sachverhalte hat der Aufsichtsrat aktiv durch Beratungen und Diskussionen mit dem Vorstand begleitet. Dabei hat er die Geschäftsführung auf der Grundlage von schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichten und in gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat der Aufsichtsrat sorgfältig überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

AUFSICHTSRATSZUSAMMENSETZUNG

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht gemäß § 11 Abs. 1 der Satzung i.V.m. §§ 95 Satz 1 bis 4, 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung ohne Bindung an Wahlvorschläge zu wählen sind. Im Geschäftsjahr 2010

Bernd Hackmann Aufsichtsratsvorsitzender

gehörten die Herren Bernd Hackmann (Aufsichtsratsvorsitzender), Klaus Friedland (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) sowie Prof. Dr. Claus-E. Liedtke dem Aufsichtsrat der Viscom AG an. Ihre Amtszeit ist identisch und endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013 zu beschließen hat.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2010 in insgesamt sieben ordentlichen Sitzungen – am 23. Februar, 16. März, 1. Juni, 2. Juni, 19. August, 10. November und 3. Dezember 2010 – ausführlich über die Geschäftspolitik, die relevanten Aspekte der Unternehmensplanung einschließlich der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, den Gang der Geschäfte, die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements sowie der konzerninternen Compliance, die strategischen Ziele sowie alle wesentlichen organisatorischen und personellen Veränderungen zeitnah und umfassend unterrichten lassen. Sämtliche Sitzungen fanden als Präsenzsitzungen statt. Ergänzend fanden bei eilbedürftigen Vorgängen fernmündliche und schriftliche Beschlussfassungen außerhalb von Sitzungen statt.

In sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden. Außerdem wurden dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, die nach eingehender Prüfung und Erörterung mit dem Vorstand genehmigt wurden. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat in seinem monatlichen Berichtswesen die zur Beurteilung der Geschäftsentwicklung notwendigen Kennzahlen jeweils im Vergleich zum Budget und zum Vorjahr zur Verfügung gestellt. Die Berichterstattung durch den Vorstand erfolgte dabei sowohl anlassbezogen auf Wunsch bzw. ausdrückliche Nachfrage des Aufsichtsrats als auch periodisch nach Maßgabe der vom Aufsichtsrat für den Vorstand erlassenen Geschäftsordnung. Der Aufsichtsratsvorsitzende ließ sich zudem regelmäßig vom Vorstand über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorgänge im Unternehmen unterrichten.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN UND PRÜFUNGEN IM AUFSICHTSRAT

Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand insbesondere über die sich verbessernde Situation im Umsatz sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf das operative Geschäft der Viscom AG informiert. Der Aufsichtsrat hat die Organisation einschließlich des Risikomanagements sowie die wirtschaftliche, finanzielle und strategische Situation des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert und strategische sowie geschäftspolitische Fragen diskutiert. Mit Freude wurde insbesondere die Entwicklung des zweiten Halbjahres verfolgt, in der das Unternehmen nicht nur den Umsatz signifikant steigern konnte, sondern auch durch die in 2009 und Anfang 2010 erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen wieder einen respektablen Gewinn erzielen konnte.

Wesentliche Themen der Aufsichtsratssitzungen des Geschäftsjahres 2010 waren insbesondere die strategische Ausrichtung des Unternehmens nach der Wirtschaftskrise, die Entwicklungsstratgie, sowie die Vertriebs- und Marketingausrichtung des Unternehmens auf den asiatischen Märkten. Der Aufsichtsrat befasste sich in den Aufsichtsratssitzungen zudem mit Fragen der Effizienzprüfung, der Aktualisierung der Vorstandsverträge, dem neuen Geschäftsverteilungsplans des Vorstands aufgrund des Ausscheidens von Herrn Ulrich Mohr zum 31. Dezember 2010 sowie der Compliance-Richtlinie des Unternehmens. In der letzten Aufsichtsratssitzung am 3. Dezember 2010 erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand detailliert die Budgetplanung 2011 des Konzerns. Zudem wurden die Zwischenfinanzberichte vor ihrer Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert.

Der Aufsichtsrat unterstützte den Vorstand bei der Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung 2010 und erörterte in seiner Sitzung vom 16. März 2010 in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte zum 31. Dezember 2009 sowie den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der Viscom AG zu verbundenen Unternehmen.

An den Aufsichtsratssitzungen nahmen stets alle Aufsichtsratsmitglieder teil.

AUSSCHÜSSE

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

CORPORATE GOVERNANCE

Informationen zu den aufsichtsratsbezogenen Aspekten der Corporate Governance der Gesellschaft sind in der Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB in diesem Geschäftsbericht zu finden. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in der Erklärung zur Unternehmensführung, die Teil des Lageberichts ist, individualisiert ausgewiesen. Interessenkonflikte bei Aufsichtsratsmitgliedern sind nicht aufgetreten. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Aufsichtsrat im Hinblick auf die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex unter anderem eine Effizienzprüfung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen. Die Ergebnisse dieser Prüfung sind in die Arbeit des Aufsichtsrats eingeflossen. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat am 26. Februar 2010 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Sie wurde der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Viscom AG dauerhaft zugänglich gemacht. Über die Corporate Governance des Unternehmens berichtet der Vorstand – zugleich auch für den Aufsichtsrat – in der für die Viscom AG veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB.

RECHNUNGSLEGUNG

Als Abschlussprüfer für den Jahres- und Konzernabschluss der Viscom AG zum 31. Dezember 2010 wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 2. Juni 2010 die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Hannover, gewählt und vom Aufsichtsrat beauftragt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag verhandelt und den Auftrag erteilt. Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat über alle für seine Aufgaben wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse bei der Durchführung der Abschlussprüfung unverzüglich berichtet. Darüber hinaus wurde mit dem Abschlussprüfer vereinbart, dass dieser den Aufsichtsrat informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss 2010 der Viscom AG und den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Besondere Prüfungsschwerpunkte waren die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse, die Bewertung des Vorratsvermögens und die Prüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte. Außerdem hat er das bei der Viscom AG bestehende Risikofrüherkennungssystem nach § 317 Abs. 4 HGB geprüft und als Ergebnis dieser Prüfung festgestellt, dass den durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich festgelegten Verpflichtungen der Geschäftsführung Rechnung getragen wird. Der vom Vorstand der Viscom AG nach § 312 AktG aufgestellte Bericht über die Beziehungen der Viscom AG zu verbundenen Unternehmen wurde ebenfalls vom Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

  1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

  2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

  3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Am 28. März 2011 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die Jahres- und Konzernabschlussunterlagen, der Bericht des Vorstandes über die Beziehungen der Viscom AG zu verbundenen Unternehmen, die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und alle sonstigen Vorlagen und Sitzungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung rechtzeitig ausgehändigt. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen, ergänzende Auskünfte sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Nach ausführlicher Besprechung des Prüfungsverlaufs und der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers, nach eingehender Auseinandersetzung mit den Prüfungsberichten des Abschlussprüfers und auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts schloss sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat stellte fest, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen zu erheben sind. Er billigte in seiner Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. März 2011 den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt (§ 172 Satz 1 AktG).

Der Aufsichtsrat hat auch den Bericht des Vorstandes über die Beziehungen der Viscom AG zu verbundenen Unternehmen geprüft und sich auf Basis seiner eigenen Prüfung und Erörterung des Berichts dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Er hat in seiner Sitzung vom 28. März 2011 festgestellt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind.

VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND

Das für Finanzen zuständige Vorstandsmitglied Ulrich Mohr ist nach Beendigung seiner ordentlichen Amtszeit mit Wirkung zum Ablauf des 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand der Viscom AG ausgeschieden, um sich anderen beruflichen Aufgaben zuzuwenden. Seine Aufgaben werden künftig von den beiden Vorstandsmitgliedern Dr. Martin Heuser und Volker Pape gemeinsam wahrgenommen. Herr Mohr hat in seiner Zeit als Finanzvorstand einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens geleistet.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Geschäftsführern der Tochterunternehmen, dem Betriebsrat, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für das große Engagement und für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens.

Hannover, 28. März 2011

Der Aufsichtsrat

Bernd Hackmann Aufsichtsratsvorsitzender

DIE VISCOM-AKTIE

Listing Regulierter Markt (General Standard)
Kürzel V6C
ISIN DE 000 7846867
Anzahl der Aktien 9.020.000 Stück
Marktkapitalisierung zum 31.12.2010 58,18 Mio. €
Höchstkurs (Xetra) am 21.12.2010 6,75 €
Tiefstkurs (Xetra) am 27.01.2010 3,10 €
Durchschnittliches Handelsvolumen (Xetra/Tag) 5.019 Stück
Ergebnis je Aktie 1,18 €

Stand: 31.12.2010

MARKTUMFELD

Der globale wirtschaftliche Aufschwung hielt im Berichtsjahr an, folglich entwickelten sich auch die internationalen Aktienmärkte positiv. Dennoch belasteten die Aus- und Nachwirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise – sowie die zunehmende Verschärfung der europäischen Schuldenkrise – die Finanzmärkte auch in 2010. Die Staatsverschuldungen der so genannten PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) führten zu erheblichen Anspannungen an den Kapitalmärkten und damit zum Anstieg von Risikoaufschlägen auf die Staatsanleihen dieser Länder. Die Verunsicherung der Märkte ist trotz konsequenten Handelns der Politik auf EU- und internationaler Ebene bis heute spürbar.

Für die deutschen Unternehmen setzte sich in 2010 die konjunkturelle Erholung fort, so dass sie mehrheitlich die Krise hinter sich gelassen haben und teilweise sogar Rekordergebnisse erzielen konnten. Im Gegensatz zu anderen EU-Staaten profitierte die deutsche Wirtschaft von der starken Exportnachfrage gerade aus aufstrebenden Märkten wie China, aber auch die gestiegene Inlandsnachfrage und der robuste Arbeitsmarkt führten zu einer raschen Erholung der Konjunktur. Zudem wurde die Konjunktur in Deutschland nicht durch geplatzte Immobilienblasen und eine erhöhte Verschuldung der Privathaushalte belastet. Das stärkste Wachstum der deutschen Wirtschaft seit der Wiedervereinigung fand auch an den deutschen Kapitalmärkten ein positives Echo. Der deutsche Leitindex DAX pendelte über Monate in einem Bereich von 6.000 Punkten und erreichte am Jahresende 2010 mit über 7.000 Punkten sogar seinen höchsten Stand seit Juni 2008.

VISCOM-AKTIE

Der Kurs der Viscom-Aktie konnte sich in 2010 deutlich steigern. Nach einem Anfangskurs von 3,59 € erreichte die Viscom-Aktie zunächst am 27. Januar 2010 ihren Jahres-Tiefststand mit 3,10 €. Der Ende März 2010 bekannt gegebene positive Unternehmensausblick und die im Jahresverlauf folgenden erfreulichen Unternehmensmeldungen führten zu einem konstanten Anstieg des Aktienkurses. Den Höchststand im Geschäftsjahr 2010 erreichte die Viscom-Aktie am 21. Dezember 2010 mit 6,75 €. Die Viscom-Aktie notierte am 30. Dezember 2010 bei 6,45 €, einem Plus von rund 80 % gegenüber dem Vorjahres-Stichtag (Vj.: 3,59 €).

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Die starke Beteiligung der beiden Unternehmensgründer und Vorstände der Viscom AG prägt die Aktionärsstruktur des Unternehmens: 59,6 % der Anteile befinden sich im Besitz der Herren Heuser und Pape und sollen dort auch weiterhin gehalten werden. Die Grünwald Equity V2 Beteiligungs GmbH hält rund 10,3 % am Aktienkapital der Viscom AG. Der Streubesitz von 28,6 % verteilt

sich vorrangig auf Investoren in Deutschland und dem europäischen Ausland. Ziel der Viscom AG ist eine möglichst breite Verteilung des Streubesitzes, um trotz der geringen Zahl frei handelbarer Aktien eine möglichst hohe Liquidität in der Aktie zu erhalten. Die Viscom AG selbst hält 1,5 % eigener Aktien, die das Unternehmen im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms erworben hat – diese Aktien sollen als Akquisitionswährung für mögliche Übernahmen eingesetzt werden.

HAUPTVERSAMMLUNG

Die ordentliche Hauptversammlung der Viscom AG fand am 2. Juni 2010 in Hannover statt. Anwesend waren ca. 120 Aktionäre und Aktionärsvertreter, die rund 72,6 % des Grundkapitals vertraten. Zu den Tagesordnungspunkten gehörten die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Ermächtigung zum Aktienrückkauf und die Beschlussfassung über Satzungsänderungen zur Anpassung an das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG). Alle Tagesordnungspunkte wurden mit der erforderlichen Mehrheit angenommen.

INVESTOR RELATIONS

Ziel unserer Investor Relations-Arbeit ist es, allen Kapitalmarktteilnehmern eine faire Bewertung der Viscom AG zu ermöglichen. Viscom kommuniziert deshalb kontinuierlich und transparent. Das Unternehmen präsentierte sich im Jahr 2010 in zahlreichen Einzelgesprächen mit Investoren sowie auf der Entry & General Standard Konferenz Frankfurt und auf dem Börsentag Hannover. Alle Informationen rund um die Viscom-Aktie stehen zeitnah auf der Website www.viscom.de/de_ir zur Verfügung.

ENTWICKLUNG DER VISCOM-AKTIE IM GESCHÄFTSJAHR 2010

Quelle: www.ariva.de

STARKE ZAHLEN ÜBERZEUGEN. DAS INTERVIEW.

Volker Pape, Dr. Martin Heuser und Dirk Schwingel (v.l.n.r.) Vorstand und Kaufmännischer Leiter

Alle Anzeichen sprechen dafür: Die Krise liegt eindeutig hinter Viscom. Im Geschäftsjahr 2010 hat das Unternehmen die Rückkehr in die Erfolgszone bewältigt, mit Schwung und der richtigen Strategie. Kunden aus der Automobilzulieferindustrie investieren wie vor der Krise in hochwertiges Fertigungsequipment, die asiatischen Märkte sind im frischen Aufwind. Bei Viscom herrscht Hochkonjunktur, die Geschäftszahlen übertreffen selbst optimistischste Prognosen. Weitere Aussichten: durchweg positiv. Was ist sonst noch erwähnenswert? Die Vorstände der Viscom AG, Dr. Martin Heuser und Volker Pape, sowie der kaufmännische Leiter, Dirk Schwingel, stellen sich den Fragen.

Ein aufregendes Jahr liegt hinter Viscom: Nach dem Krisenjahr 2009 hat der Markt sich in Rekordzeit stabilisiert. Haben Sie damit gerechnet?

VOLKER PAPE: Nicht von vornherein – aber im letzten Quartal 2009 kamen erstmals wieder deutlich positive Signale, vor allem Asien ließ uns hoffen. Innerhalb kürzester Zeit hat sich dann Anfang 2010 das Marktumfeld um 180 Grad gedreht. Gerade unser Hauptabsatzmarkt, die Automobilzulieferindustrie, erholte sich schneller als erwartet und die Nachfrage nach unseren Prüfsystemen stieg rasant an. Unsere Kunden haben nicht nur Erneuerungsinvestitionen getätigt, sondern auch neue Produktionslinien aufgebaut, also ihre Kapazitäten erweitert. Einen großen Umsatzanteil konnten wir auch mit mittelständischen Kunden, vorrangig aus Deutschland, erwirtschaften. Zudem zeigten Vertriebsaktivitäten in anderen – neuen – Marktsegmenten erste Erfolge, hier beginnt sich unser unternehmerischer Mut zu rentieren. Im asiatischen Markt konnten wir zum Beispiel neue Kunden aus den Bereichen Telekommunikation und EMS (Lohnfertiger) gewinnen.

Welche Erfahrungen haben Sie aus der Krise gewonnen?

DR. MARTIN HEUSER: Wichtig war vor allem: Wir haben sehr frühzeitig, bereits Ende 2008, auf den Markteinbruch reagiert. Viscom wurde auf den Prüfstand gestellt, Restrukturierungen im Personalbereich beschlossen, die Organisation verschlankt und an die neuen Herausforderungen angepasst. Wir haben uns auf unsere Kernkompetenzen fokussiert – integriert in diese Strategie haben wir das Outsourcing von Fertigungsschritten auf Zulieferer und die Straffung des Produktportfolios. Insgesamt sind wir sogar gestärkt aus der Krise gekommen, unsere Mannschaft ist gut aufgestellt, unsere Produkte sind technologisch führend am Markt. Wir haben auch in schlechten Zeiten intensiv in marktnahe Forschung und Entwicklung investiert und stehen heute mit innovativen Spitzenprodukten "Made in Germany" bereit.

Die Viscom-Auftragsbücher sind voll. Wie sieht Ihre Prognose für 2011 aus? Wann können Sie an "alte" Zeiten anknüpfen, an Umsätze wie vor der Krise?

VOLKER PAPE: Unsere Erwartungshaltung ist realistisch, sie wurzelt auf dem Boden der Tatsachen. Somit sehen wir die Euphorie der Weltwirtschaft noch etwas verhalten – in 2010 haben sicherlich auch Aufholeffekte zum starken Umsatzanstieg beigetragen. Für uns ist es wichtig, den größten Wachstumsmarkt der Elektronikproduktion in Asien zunehmend zu erschließen. Daher werden wir dort gezielt auch personelle Maßnahmen zur Verstärkung unserer vertrieblichen Aktivitäten umsetzen. Wir sind zuversichtlich, dass diese Maßnahme positive Umsatzeffekte auslösen wird. Für 2011 rechnen wir mit einem Umsatz von 45 bis 47 Mio. € bei einer EBIT-Marge von 10 bis 13 %. Damit wären wir bereits 2011 deutlich ertragsstärker als vor der Krise.

Kommen wir zu den internationalen Märkten. Der Auftragseingang in Asien war in 2010 hervorragend. Wie entwickeln sich die Margen dort, gibt es einen harten Preiskampf?

VOLKER PAPE: In Asien, vorrangig in China, sind Automobilzulieferer eher ein kleiner Teil des Marktes. Hier dominieren Produzenten für Produkte der Bereiche Consumer, Communication und Computer (die drei Cs), häufig als EMS (Lohnfertiger) bekannt. Die Technologie ist dieselbe, der Ansatz ein anderer: Unsere Maschinen werden dort eher zur Prozessregelung als zur Qualitätsprüfung eingesetzt – mit dem Ziel, einen möglichst hohen Durchsatz zu erreichen. Hier wird der Prozess kontinuierlich anhand der Prüfergebnisse optimiert. Fehler werden praktisch vermieden, bevor sie entstehen. Vor diesem Hintergrund sind auch asiatische Unternehmen durchaus bereit, in höherwertige Systeme zu investieren. Allerdings stehen viele dieser produzierenden Unternehmen unter einem erheblichen Preisdruck. Es ist damit zu rechnen, dass dies einen gewissen Druck auf die erzielbaren Margen in dieser Region hat. Insgesamt ist der asiatische Markt preissensibler als der europäische. Durch passende Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt – dazu gehören spezielle Angebote für den asiatischen Markt – konnten wir aber diesen Effekt positiv abfedern.

In Asien und Europa haben sich Ihre Absatzmärkte in 2010 gut erholt, die Umsätze in den USA stellen dagegen noch nicht zufrieden. Wie schätzen Sie die Entwicklung der US-amerikanischen Märkte in 2011 ein?

VOLKER PAPE: Die Erholung des Marktes in den USA hat im Vergleich zu Europa später und langsamer eingesetzt als in früheren vergleichbaren Zyklen. Aber auch die Region USA sendet seit Anfang 2011 wieder positive Signale – auch wenn sich dies noch nicht in Auftragseingang und Umsatz widerspiegelt. Dennoch hat die Signalwirkung aus den USA große Bedeutung auf die Produktion von Konsumgütern in Asien. Die Entscheider vieler Unternehmen sitzen in den USA, deshalb ist für uns die Niederlassung vor Ort sehr wichtig. Die Investitionen finden dagegen häufig in Asien statt, da diese Unternehmen in Asien und nicht in den USA produzieren.

Viscom profitiert sehr von der Automobilzulieferindustrie. Hier besteht nach wie vor eine große Abhängigkeit. Welche Anstrengungen unternehmen Sie, um diesen Effekt zu minimieren?

VOLKER PAPE: Viscom profitiert momentan wieder sehr von dieser Abhängigkeit – die Automobilzulieferindustrie ist und bleibt unser Hauptabsatzmarkt. Unsere Produkte sind nun einmal auf den hohen Qualitätsstandard ausgerichtet, den gerade die Automobilindustrie als Massenmarkt fordert. Nichtsdestotrotz sehen wir natürlich auch, dass wir uns weiterhin breiter am Markt aufstellen müssen. Unser vorrangiges Ziel ist die Gewinnung von Kunden aus dem Bereich Computer, Consumer, Communication und dort vor allem aus dem EMS-Bereich. Diese Lohnfertiger, die vorrangig am asiatischen Markt ansässig sind, fertigen im Auftrag namhafter Hersteller Standardkomponenten für Smartphones oder Laptops. In 2010 konnten wir uns über erste Erfolge in diesen Bereichen freuen. Durch gezielte Akquise, Evaluationen beim Kunden, durch Repräsentanten und Mitarbeiter, die die Sprache der asiatischen Kunden sprechen, wollen wir in 2011 weitere Marktsegmente erschließen und Viscom als namhaften Hersteller von High-End-Inspektionssystemen etablieren.

Welche Maschinen waren die Verkaufsschlager in 2010?

VOLKER PAPE: In 2010 waren unsere Inspektionssysteme S3088, S6056 und X7056 die Renner. Das kombinierte AOI-/AXI-System X7056 ist auch einzigartig auf dem Markt! Diese Maschine arbeitet mit der Automatischen Optischen Inspektion (AOI) und der Röntgeninspektion (AXI) – und zwar gleichzeitig. Nach wie vor stellt sich aber auch der Verkauf der High-End-Maschine S6056 höchst erfreulich dar. Dieses Inspektionssystem bietet durch die Automatische Optische Inspektion (AOI) eine schnelle und zuverlässige Baugruppenprüfung und ein übergreifendes Prozessmanagement in der Fertigung. Die S3088, mittlerweile in der Version III erhältlich, sorgt für eine absolut sichere und wirtschaftliche Fehlerdetektion und für eine schnelle Prozessoptimierung.

Forschung und Entwicklung werden bei Viscom groß geschrieben. Werden Sie hier weiterhin investieren?

DR. MARTIN HEUSER: Erstklassige Prüfmaschinen neu- und weiterentwickeln – das bleibt natürlich unerlässlich. Wir haben immer ein Ohr am Markt: Wollen wir Technologieführer bleiben, müssen wir frühzeitig auf Markttrends reagieren. Die anwenderfreundliche Maschinen-Bedienoberfläche "vVision", die ihren Benutzern eine intuitive Bedienung des Prüfsystems ermöglicht, haben wir in 2010 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Eine erfolgreiche Premiere, die positive Resonanz und lebhaftes Interesse hervorrief. Aktuell läuft die Einführungsphase der neuen Oberfläche bei ausgewählten industriellen Kunden, die Serienauslieferung für die erste Systemfamilie ist ab dem dritten

S3088 flex mit neuer Maschinen-Bedienoberfläche "vVision"

Quartal 2011 geplant. Ebenso erfolgreich präsentiert sich unser neues 3D-Pastendruckinspektionssystem, welches bei der Herstellung von Leiterplatten die korrekte Stelle und die richtige Menge der aufgebrachten Lotpaste aus verschiedenen Schrägansichten überprüft. Durch die Optimierung der Sensortechnologie konnten wir zudem eine höhere Genauigkeit erzielen. Aufgrund der äußerst speziellen Prüfsystematik ist unser 3D-Pastendruckinspektionssystem optimal auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt. Im Frühjahr 2011 startet schon nach der Testphase bei industriellen Kunden die Auslieferung.

Überkapazitäten im Bereich Photovoltaik haben dazu geführt, dass die Produktion dieser Industrie teilweise nicht ausgelastet war. Viscom hat die Aktivitäten in diesem Bereich stark eingeschränkt. Wollen Sie hier demnächst wieder investieren?

DR. MARTIN HEUSER: Ein zentraler Punkt unserer Strategie zur Bewältigung der Krisensituation war der Ansatz, sich auf unser Kerngeschäft zu fokussieren. Viscom hat eine führende Stellung bei der Inspektion elektronischer Baugruppen. Für diese Anwendung haben wir leistungsstarke Seriensysteme, die effizient produziert und zur Anwendung gebracht werden können. Diese Systeme stehen im Fokus unserer Strategie. Darüber hinaus ist die Inspektion von Bonddraht-Verbindungen ebenfalls eine Anwendung, die wir inzwischen in größeren Stückzahlen umsetzen. Einzelsysteme oder Sonderlösungen wollen wir zukünftig nur noch im Ausnahmefall realisieren, wenn es strategisch sinnvoll ist.

Das Elektroauto – kurzlebiger Hype oder eine Entwicklung für die Zukunft, an der auch Viscom partizipieren könnte? Sehen Sie hier, dass neue Marktanteile gewonnen werden können?

VOLKER PAPE: Natürlich kann Viscom an dieser Entwicklung partizipieren. Die Motoren in den Elektroautos sind sicherlich anders, aber die elektronischen Baugruppen und Steuerelemente – dazu gehören ABS, Airbag, ESP – unterliegen weiter höchsten Qualitätsansprüchen. Dazu kommt: In den nächsten Jahren wird es immer mehr Elektronikbausteine im Auto geben, die geprüft werden müssen. Dieses Wachstum generiert einen höheren Bedarf an Inspektionssystemen – das ist gut für Viscom. Elektroautos vergrößern den Markt nicht, sondern verändern ihn, es findet eine Verschiebung statt. Die Elektronik umfasst in Elektro- oder Hybridfahrzeugen z. B. auch neue Motorsteuerungen oder Batteriemanagementsysteme. Allerdings können wir uns auch neue Marktsegmente für Viscom vorstellen. Wichtig ist die Frage: Was wird im Elektroauto verbaut, wodurch profitiert Viscom zusätzlich? Dies wird u. a. die Batterieprüfung, insbesondere die dort angewandte Verbindungstechnik, sein.

Zum Finanziellen. Die Cash-Situation ist sehr positiv. Stichwort Akquisitionen – planen Sie da etwas?

DIRK SCHWINGEL: Mit einer Eigenkapitalquote von 86,3 % sind wir sehr komfortabel aufgestellt. Wir sind offen für zukunftsträchtige Akquise und prüfen regelmäßig, ob neue Technologien zu unseren Produkten passen – oder ob Übernahmekandidaten das Produktportfolio von Viscom adäquat ergänzen würden. Wenn alles passt, werden wir natürlich auch Investitionen tätigen.

Wann rechnen Sie mit einer Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen?

DIRK SCHWINGEL: Aufgrund des Verlustvortrags aus 2009 ist eine Dividende für 2010 nicht möglich. Unser Ziel für 2011 ist es aber, die Dividendenfähigkeit wieder herzustellen, um in 2012 wieder eine Dividende ausschütten zu können. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Gesellschaft einen Bilanzgewinn erwirtschaftet. Da die Gesellschaft nicht über freie Kapitalrücklagen verfügt, die für Dividendenzahlungen an die Aktionäre aufgelöst werden könnten, bedeutet dies, dass die Gesellschaft einen Jahresüberschuss erwirtschaften muss, der die vorhandenen Verlustvorträge übersteigt. Der resultierende Bilanzgewinn steht uns dann für Dividendenzahlungen zur Verfügung.

Der Auftragsbestand ist hervorragend, die Aussichten für die nächsten Monate sehr gut. Wie weit im Voraus ist die Produktion ausgelastet? Welche Liefertermine haben die Maschinen derzeit? Und nicht zuletzt: Haben die Viscom-Lieferanten Lieferschwierigkeiten?

DR. MARTIN HEUSER: Die Produktion ist für drei Monate ausgelastet, zurzeit beschäftigen wir dort zusätzlich Leiharbeitskräfte. Unsere Standard- und Serienmaschinen haben eine Lieferzeit zwischen 8 und 14 Wochen. Die Situation bei unseren Lieferanten? Die war in 2010 teilweise sehr angespannt, aktuell entspannt sich die Lage leicht. Aber es ist immer noch spürbar, dass viele Produzenten ihre Läger deutlich reduziert haben und nun schwer in der Lage sind, unsere gestiegene Nachfrage zu befriedigen. Besonders dramatisch ist die Situation im Bereich elektronischer Bauteile. Hier sind wir bei Schlüsselbauelementen gezwungen, Kontrakte schon für die nächsten 24 Monate abzuschließen. Konsequenterweise haben wir uns in 2010 für zahlreiche Komponenten neue Zulieferer gesucht – die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten konnte damit reduziert werden.

Planen Sie, weitere Mitarbeiter einzustellen?

DIRK SCHWINGEL: Nein, nicht in nennenswertem Umfang. Unsere Planung für 2011 geht davon aus, dass wir mit der vorhandenen Mannschaft unseren angestrebten Umsatz von 45 bis 47 Mio. € schaffen werden. Bei Bedarf werden wir erst einmal auf Leiharbeitskräfte zurückgreifen.

Viscom ist technologisch führend – sogar die in ihren Inspektionssystemen verwendeten Röntgenquellen und Kameraeinheiten (VisCam) bauen Sie selbst. Wollen Sie diese Eigenentwicklungen intensivieren? Oder wird zukünftig doch mehr von Lieferanten übernommen?

DR. MARTIN HEUSER: Unsere Strategie des Outsourcing verfolgen wir weiterhin. Schlüsselkomponenten - wie beispielsweise eine Hochgeschwindigkeitskamera - entwickelt Viscom nach wie vor selbst, lässt diese aber extern produzieren. Einfache Module und Komponenten beziehen wir über Zulieferer, sie werden nicht mehr selbst gefertigt. Wir fokussieren uns stärker als in der Vergangenheit auf unsere Kernkompetenzen, lagern deshalb Fertigungsbereiche aus und nutzen so optimal das Know-how unserer Lieferanten. Zudem vermeiden wir das aufwändige und damit teure Betreiben eigener Produktionsanlagen.

Wie sieht die Flexibilität der Produktion generell aus? Wie kann sich Viscom noch besser auf Schwankungen einstellen?

DR. MARTIN HEUSER: Standardsysteme machen über 80 % des Geschäfts der Viscom AG aus. Standardisierung macht es möglich, in Zeiten geringerer Nachfrage kundenneutral Baugruppen oder ganze Systeme vorzufertigen. In Zeiten starker Auslastung greifen wir auf diese Systeme zurück. Belastungsspitzen in der Produktion werden somit flexibel ausgeglichen, eine weitgehend konstante Produktionsauslastung ist also machbar. Wichtig ist zudem der Faktor Arbeitszeit: Wir bieten flexible Arbeitszeitmodelle in der Produktion; in Zeiten starker Nachfrage leisten unsere Mitarbeiter Überstunden und Wochenendarbeit, die sie bei Flaute mit Freizeit ausgleichen. Im Resultat lassen uns all diese Strategien deutlich flexibler agieren – insgesamt auch eine positive Nachwirkung der Krise.

KONZERNLAGEBERICHT 2010 IFRS-KONZERNABSCHLUSS 2010

KOMPETENZ. INNOVATION. TECHNOLOGIE. WELTWEIT. MOTIVATION.

GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN 17
ERTRAGSLAGE 22
FINANZLAGE 26
VERMÖGENSLAGE 26
KENNZAHLEN ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 28
NACHTRAGSBERICHT 29
RISIKOBERICHT 29
PROGNOSEBERICHT 2011/2012 32
BESTEHENDE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN 34
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG 35
BERICHT ÜBER ZUSÄTZLICHE ANGABEPFLICHTEN
FÜR BÖRSENNOTIERTE AKTIENGESELLSCHAFTEN 35
SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT 36
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG 37
KONZERN-BILANZ VERMÖGENSWERTE 38
KONZERN-BILANZ EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 39
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 40
VERÄNDERUNGEN DES KONZERN-EIGENKAPITALS 41
KONZERN-ANHANG 42
SEGMENTINFORMATION 69
KAPITALFLUSSRECHNUNG SEGMENTE71
SONSTIGE ANGABEN 72

KONZERNLAGEBERICHT 2010 GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

STRUKTUR DER GESELLSCHAFT UND IHRER BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Die Viscom AG, Hannover (im Folgenden: Viscom AG) ist die führende Gesellschaft innerhalb der Viscom-Gruppe (nachfolgend Viscom genannt). Mit ihren Gruppengesellschaften in Asien, in den USA, Frankreich und Tunesien, an denen die Viscom AG mehrheitlich oder zu 100 % die Anteile hält, verfügt die Gruppe über eine effiziente und marktorientierte Organisationsstruktur. Alle Gesellschaften sind auf ihre Kundengruppen und deren Anforderungen ausgerichtet. Daher können sie schnell und flexibel reagieren und agieren. Außerdem profitieren sie von den Vorteilen des Konzernverbundes, durch den es möglich ist, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu nutzen. Die Produktion erfolgt ausschließlich am Heimatstandort Hannover. Damit nutzt Viscom die Produktionsvorteile eines der am besten entwickelten Industriestandorte und kann so eine sehr hohe Qualität ihrer Produkte garantieren.

Die Viscom AG wurde 2001 aus der Viscom GmbH in eine Aktiengesellschaft formgewandelt. Das Kapital der Gesellschaft ist in 9.020.000 Aktien aufgeteilt, von denen sich rund 59,6 % direkt oder indirekt im Besitz der Gründer und Vorstandsmitglieder Dr. Martin Heuser und Volker Pape befinden.

Die Grünwald Equity Beteiligungs V2 GmbH, Grünwald, ist zum 31. Dezember 2010 mit mehr als 10 % an der Viscom AG beteiligt.

Am 29. Juli 2008 hat der Vorstand auf Basis der Genehmigung der Hauptversammlung vom 12. Juni 2008 und nach Rücksprache mit dem Aufsichtsrat beschlossen, bis zum 31. März 2009 bis zu 902.000 eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Zum Stichtag 31. März 2009 hat die Gesellschaft 134.940 Aktien zurück gekauft. Die Viscom AG besitzt zum 31. Dezember 2010 rund 1,5 % eigene Aktien. Die übrigen Anteile befinden sich im Streubesitz.

Der Vorstand der Viscom AG besteht zum 31. Dezember 2010 aus drei Mitgliedern: Dr. Martin Heuser: Technik Volker Pape: Vertrieb Ulrich Mohr: Finanzen (Herr Ulrich Mohr ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand ausgeschieden)

Nach dem Ausscheiden von Herrn Mohr wurden dessen Aufgaben unter den beiden verbleibenden Vorständen aufgeteilt.

Der Vorstand wird von einem aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat überwacht: Bernd Hackmann (Vorsitzender) Klaus Friedland (stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dr. Claus-Eberhard Liedtke

SEGMENTE UND WESENTLICHE STANDORTE

Viscom entwickelt, fertigt und vertreibt hochwertige automatisierte Prüfsysteme für die industrielle Fertigung. Die Geschäftsaktivitäten unterscheiden sich zum einen nach dem projektspezifischen Anpassungsaufwand der Standardkomponenten und Standardsysteme, zum anderen nach der Technik, mit der potenzielle Fertigungsfehler durch die Prüfsysteme erfasst werden.

Geografisch segmentiert sich das Geschäft in den europäischen Absatzmarkt, der vom Stammsitz der Gesellschaft in Hannover und einer Vertriebstochter bei Paris in Frankreich bedient wird, in den amerikanischen Absatzmarkt mit einer Vertriebstochter bei Atlanta in den USA und in den asiatischen Absatzmarkt mit einer Vertriebstochter in Singapur, die wiederum eine Vertriebstochter in Shanghai hat. Die Erschließung und Bearbeitung des nordafrikanischen Absatzmarktes wird durch das neu gegründete Vertriebsunternehmen in Tunis (Tunesien), einer Tochtergesellschaft von Viscom France S.A.R.L., Cergy Pontoise Cedex, Frankreich, wahrgenommen.

GESCHÄFTSPROZESSE

Die Prüfsysteme werden am Stammsitz der Viscom AG entwickelt und produziert. Dort sind alle zentralen Funktionen wie z. B. kaufmännische Verwaltung, Entwicklung, Marketing und Vertriebsleitung angesiedelt.

Die Produktentwicklung geschieht zum einen als Basisentwicklung für zukünftige Prüfsystemgenerationen und zum anderen als projektspezifische Entwicklung auch zur Anpassung von Basistypen an kundenspezifische Belange.

Ein großer Teil der Produktion erfolgt auftragsbezogen. Dabei wird auf eine hauseigene Vorproduktion diverser Baugruppen zurückgegriffen.

Der Vertrieb wird von Vertriebsmitarbeitern der Viscom AG und der Gruppenunternehmen sowie von Repräsentanten, die als Industrievertreter für Maschinenbauunternehmen im Markt agieren, wahrgenommen.

Wesentliche Geschäftsprozesse werden mittels der Unternehmenssoftware proAlpha gesteuert und unterstützt. Das sich in diesem System befindliche Auftragsbearbeitungsmodul wird an allen Viscom-Standorten weltweit eingesetzt.

RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN

Im Geschäftsjahr 2010 gab es keinerlei Änderungen der externen rechtlichen Einflussfaktoren, die einen spürbaren Einfluss auf das Geschäft ausgeübt haben.

Die positiv verbesserte gesamtwirtschaftliche Situation in 2010 hat sich auch bei Viscom widergespiegelt. Viscom verzeichnet eine starke Zunahme beim Auftragseingang. Der Trend verstärkter Investitionstätigkeit in der Automotive-Industrie sowie im Elektro- und Konsumgüterbereich führte bei Viscom zu einem hohen Auftragseingang. Die Fertigungsauslastung ist demzufolge hoch.

STEUERUNGSSYSTEM

Die Steuerung des Konzerns basiert auf einem Berichtssystem, das Geschäfts- und Bereichsleitung in Form monatlich aktualisierter Reports zur Verfügung gestellt wird. Diese Monatsberichte enthalten die Konzern-Gesamtergebnisrechnung mit den Einzeldarstellungen der Konzerngesellschaften.

Des Weiteren erfolgt eine detaillierte Darstellung der Kostenstruktur der Viscom AG und den weiteren Unternehmen der Gruppe, der Umsätze der Regionen in denen die Maschinen installiert wurden, des Auftragseingangs, des Auftragsbestands, der Anzahl der Mitarbeiter, der liquiden Mittel, des Gesamtforderungsbestandes sowie des Forderungsbestandes gegenüber Tochtergesellschaften, der getätigten Bestellungen zum Wareneinkauf sowie der Bestände an Waren, teilfertigen und fertigen Systemen.

Zudem geben sie einen Überblick zu Fluktuation, Krankenstand, Pro-Kopf-Umsatz und liefern Kennzahlen des Projektmanagements, der Produktentwicklung, der Produktion und der Logistik.

Die Aussagen der Monatsberichte werden in regelmäßigen Besprechungen von der Geschäftsleitung und den Bereichsleitern analysiert. Der sich daraus eventuell ergebende Handlungsbedarf führt zu Entscheidungen, die in der Regel kurzfristig umgesetzt werden.

Seit der Börsennotierung der Gesellschaft und mit dem Wechsel vom Prime Standard in den General Standard im September 2009, werden Quartalsabschlüsse, die den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften entsprechen, durch Zwischenmitteilungen und dem Halbjahresfinanzbericht veröffentlicht.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Sie besteht grundsätzlich aus einem jährlichen Fixgehalt sowie einer gewinnabhängigen Tantieme. Das Fixum bleibt über mehrere Jahre konstant.

Bezüglich der variablen Vergütung wird mit den Vorstandsmitgliedern im Vorhinein jeweils eine Tantiemevereinbarung abgeschlossen. Sie orientiert sich am Gewinn und auch an der Höhe des Grundgehalts.

Die Gesamtvergütung für die Aufsichtsratsmitglieder besteht aus einem Fixum in Höhe von 45 T€ (Vj.: 45 T€) plus einem variablen Anteil. Der Betrag wird in der Hauptversammlung zum abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossen.

ENTWICKLUNG VON GESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHE

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Nach dem historischen Konjunktureinbruch 2008/ 2009 war bereits Anfang 2010 gewiss: Das wirtschaftliche Umfeld war in besserer Verfassung als noch 12 Monate zuvor. Die eingeleiteten Konjunkturprogramme und geldpolitischen Impulse in Milliardenhöhe durch Regierungen und Notenbanken bewirkten die erhoffte Stabilisierung. Der Aufschwung war zu Beginn des Jahres noch labil und vollzog sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die anhaltende Wirtschaftsbelebung führte in den kommenden Monaten zu einem konjunkturellen Aufholprozess.

Die Finanzmärkte waren auch 2010 weiterhin von der europäischen Schuldenkrise geprägt. Ein nach oben korrigiertes Haushaltsdefizit in Griechenland war der Auslöser dafür, dass auch andere finanzschwache Länder des Euro-Raums in die Krise rutschten. Das zunehmende Misstrauen hinsichtlich der Liquidität der sog. PIIGS-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien) führte zum Anstieg von Renditen und Risikoprämien der Staatsanleihen dieser Länder. Auch umfassende finanzielle Unterstützungen für diese Länder konnten nicht verhindern, dass die Staatsverschuldungen im Euro-Raum auch in der zweiten Jahreshälfte 2010 immer wieder für Turbulenzen sorgten. In diesem Zeitraum rutschte der Euro kurzzeitig unter 1,20 US-Dollar. Danach bewirkten eine sich erholende Konjunktur im Euro-Raum und die unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbanken eine kräftige Erholung der Gemeinschaftswährung, so dass der Euro die 1,40 US-Dollar wieder überstieg.

Die Konjunkturdaten, vor allem in den USA, verschlechterten sich ab der Jahresmitte 2010. Die Euro-Zone dagegen profitierte von einem überdurchschnittlich starken deutschen Wirtschaftswachstum. Der kräftige Aufschwung der deutschen Wirtschaft in 2010 mit einem Plus von 3,6 % gegenüber 2009 führte zum stärksten Wachstum seit der Wiedervereinigung. Das DIW Berlin erwartet für 2011 ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von rund 2,2 %.

Branchenentwicklung

Viscom ist mit ihren Produkten hauptsächlich in der Elektronikindustrie vertreten. Die Prüfung von elektronischen Baugruppen ist das Hauptumsatzsegment.

Die technische Entwicklung in der Elektronikindustrie war für Viscom in den vergangenen Jahren ein Wachstumsmotor. Im gesamten Geschäftsjahr 2010 profitierte Viscom im Allgemeinen vom Wirtschaftsaufschwung, hier insbesondere der Automobilelektronikbranche, die überproportional gewachsen ist. Sowohl der mengenmäßige Einsatz als auch die Qualitätsanforderungen an die elektronischen Baugruppen wachsen weiterhin. Hinzu kommt, dass die komplexen und immer kleiner werdenden elektronischen Baugruppen nur noch durch automatische Inspektionssysteme zuverlässig geprüft werden können. Hohe Auflösung, sichere Fehlerfindung, großer Durchsatz und guter Service sind Qualitätsmerkmale, die der Kunde bereits vor der Kaufentscheidung belegt haben möchte. Viscom erntete in 2010 die Erfolge, welche entwicklungsseitig in 2009 vorangetrieben wurden sowie aufgrund des Nachholbedarfs des Marktes. Hierbei erwies sich der deutsche Markt als umsatzstärkster. Mit seinen Entwicklungen konnte Viscom in den vergangenen Jahren diesen Qualitätsnachweis im direkten Vergleich erbringen und sich so eine bedeutende Marktposition sichern.

Viscom hat in 2010 ihre Anstrengungen intensiviert, um in anderen Branchen wie z. B. in der Telekommunikation, Industrieelektronik und der Halbleiterherstellung Fuß zu fassen und die Abhängigkeit vom Automobilsektor zu verringern.

Zielbranchen, Zielmärkte und Zielkunden

Die von Viscom produzierten Prüfsysteme werden vor allem in der Elektronikindustrie eingesetzt. Dabei sind die Hersteller von elektronischen Baugruppen das Hauptkundensegment mit über 80 % des Umsatzes. Ein Teil dieser Unternehmen fertigt direkt für den Endkunden. Der größte Teil der Viscom-Kunden stellt jedoch als Zulieferer für andere Unternehmen z. B. elektronische Baugruppen her, die als Zulieferteile in Endprodukte fließen, wie z. B. Motorsteuergeräte in ein Automobil. Ein zunehmender Anteil der Kunden sind darüber hinaus sogenannte Electronic Manufacturing Services (EMS). Dies sind Unternehmen, die keine eigenen Marken besitzen, sondern ausschließlich als verlängerte Werkbank von Produktlieferanten agieren.

Mit der Zunahme der Elektronik im Auto, verbunden mit den hohen Zuverlässigkeitsanforderungen für Fahrzeugsysteme, hat sich die Automobilindustrie zu einer bedeutenden Kundengruppe bei der Prüfung von elektronischen Baugruppen entwickelt. Diese Baugruppen, bei denen es sich oft um Bauteile für sicherheitsrelevante Komponenten (ABS, ESP, Airbag etc.) handelt, werden in der Regel von Systemen geprüft, wie sie von Viscom angeboten werden.

Derzeit ist aufgrund des steigenden technologischen Anspruchs auch in der Konsumgüterindustrie der Qualitätsdruck sehr viel höher als in früheren Jahren. Hier wird allerdings der Fokus mehr auf die Qualität des Prozesses gelegt, denn ein stabiler Prozess erhöht die Auslieferungsqualität, bedeutet aber vor allen Dingen auch weniger Ausschuss und damit höhere Effizienz in der Fertigung. Gleichzeitig versuchen sich zunehmend insbesondere asiatische Elektronikhersteller als Premium-Anbieter zu positionieren, die vor wenigen Jahren noch als Niedrigpreisanbieter galten. Bei diesen Herstellern wird es immer wichtiger, Rückläufer aufgrund schlechter Qualität zu vermeiden.

Enge und langfristige Kundenkontakte bilden die Basis für eine umfassende und individuelle Betreuung. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit fließen in die Entwicklung neuer und in die Weiterentwicklung bereits bewährter Systemlösungen ein. So entwickelt Viscom mit hoher Innovationskraft kundennah neue Lösungen und erschließt damit zukünftige Märkte wie z. B. den Electronic Manufacturing Services-Markt.

Kundenstruktur

Viscom erzielte rund 55 % des Umsatzes mit ihren fünf größten Kunden. Weitere 30 % des Umsatzes wurden mit 32 Kunden getätigt. Der restliche Umsatz wird mit 320 verschiedenen Kunden realisiert.

Marktstellung

Viscom ist mit ihren optischen, röntgentechnischen sowie kombinierten Inspektionssystemen in den Produktionsbetrieben mit den höchsten Qualitätsanforderungen besonders stark vertreten.

Hauptkunden sind dementsprechend Unternehmen, bei denen die Sicherheit der Produkte besondere Priorität besitzt. Hierzu gehören die Raumfahrt- und Medizintechnik sowie – als mengenmäßig besonders herausragender Bereich – die Automobilelektronik. Hier ist Viscom seit Jahren weltweit einer der führenden Lieferanten von Maschinen zur Qualitätssicherung.

Die von Viscom in den vergangenen Jahren betriebenen Modelloffensiven und Weiterentwicklungen mit ihren erheblichen technischen und ökonomischen Fortschritten führten in der Vergangenheit zu einem Ausbau der Marktposition in Deutschland und Europa sowie einer langfristigen Kundenbindung.

Viscom konnte im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern seine Marktstellung stabilisieren und ausbauen. Dieses spiegelte sich im Geschäftsjahr 2010 durch einen Anstieg des Auftragseingangs und Umsatzes wider. Die in 2009 eingeleiteten und in 2010 umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen trugen maßgeblich zur positiven Ertragsentwicklung bei.

Mit der stetigen Weiterentwicklung der Produkte, der Verbesserung der Geschäftsprozesse und der Anpassung der Vertriebsorganisation an die veränderten Rahmenbedingungen hat Viscom den Anspruch, auch in Zukunft den gestellten Anforderungen gewachsen zu sein.

Forschung und Entwicklung

Das Hauptaugenmerk der Entwicklungsaktivitäten liegt in der Weiterentwicklung der bestehenden Systemlösungen sowie in der Umsetzung neuer Marktanforderungen im Bereich der optischen Prüfverfahren und der Röntgenprüfverfahren. In diesem Bereich wird auch die Definition neuer Produkte und Maschinen vorangetrieben. So wird derzeit u. a. ein 3D-Pastenprüfsystem entwickelt, das noch in 2011 Marktreife erlangen soll. Ein weiteres Projekt beinhaltet die Entwicklung einer neuartigen Benutzeroberfläche, die zukünftig bei allen Viscom AOI- und AXI-Systemen eingesetzt werden soll ("vVision"). Der Aufwand für Forschung und Entwicklung, ohne die kundenspezifischen Entwicklungen, betrug im Verhältnis zu den Umsatzerlösen rund 8 %.

ERTRAGSLAGE

UMSATZENTWICKLUNG

Der Umsatz 2010 beläuft sich auf 40.024 T€ (Vj.: 20.874 T€). Dies entspricht einem Plus von rund 91,7 % gegenüber dem Vorjahr 2009.

Das Geschäftsjahr 2010 entwickelte sich ab dem zweiten Quartal positiv. Das erste Quartal 2010 weist einen Umsatz von 5.102 T€ (Vj.: 5.471 T€) auf und lag damit geringfügig unter dem des Vorjahresquartals. Im zweiten Quartal 2010 konnte Viscom einen Umsatz von 7.742 T€ (Vj.: 4.285 T€) erzielen. Der Quartalsumsatz erreichte im dritten Quartal 2010 10.131 T€ (Vj.: 3.844 T€). Das vierte Quartal 2010 trug mit einer weiteren Steigerung zu einem positiveren Gesamtbild bei, der Umsatz betrug 17.049 T€ (Vj.: 7.274 T€). Entsprechend der Erfahrung der Vorjahre lagen die Umsatzerlöse im zweiten Halbjahr 2010 wieder über denen des ersten Halbjahres 2010. Der Umsatzverlauf zeigt damit wieder die übliche Saisonalität.

PERIODENERGEBNIS

Das Periodenergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von -13.717 T€ auf 10.523 T€ gestiegen. Verantwortlich dafür ist der wesentliche Anstieg in den Umsatzerlösen, hervorgerufen durch die nachhaltige Belebung der Investitionsbereitschaft der Kunden. Die in 2009 begonnene Restrukturierung des Konzerns und die konsequente Kostenreduktion trugen maßgeblich zur positiven Ergebnisentwicklung bei. Unter anfänglicher Nutzung des staatlichen Konjunkturprogrammes (Kurzarbeit) am Standort Hannover ist es gelungen, den Personalaufwand weiter zu reduzieren. Die Personaleinsatzquote bezogen auf den Umsatz verringerte sich von 73,2 % in 2009 auf 37,9 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte ebenfalls erfolgreich von 40,4 % im Vorjahr auf 22,7 % in 2010 gesenkt werden. Weitere wesentliche positive Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 4.080 T€, die Aktivierung von Entwicklungsleistungen in Höhe von 1.065 T€ und die Sondereffekte, die sich aus der Reduzierung des Wertberichtigungsbedarfs für Slow Mover-Artikel, die in einem bestimmten Zeitraum nicht oder nur selten nachgefragt wurden – in Höhe von 1.695 T€ ergeben.

Die Umsatzrentabilität vor Steuern beträgt 18,7 % (Vj.: -63,6 %).

ERGEBNIS JE AKTIE

Viscom hat vom 29. Juli 2008 bis 31. März 2009 134.940 eigene Aktien für 587 T€ über die Börse erworben. Durch den Aktienrückkauf verringerte sich die Anzahl der gewinnberechtigten Aktien von 9.020.000 Aktien auf 8.885.060 Aktien. Im Jahr 2010 wurde die Option auf Rückkauf von Aktien nicht wahrgenommen.

Im Geschäftsjahr 2010 beträgt das Ergebnis je Aktie 1,18 € (verwässert und unverwässert) – bezogen auf 8.885.060 Aktien – im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie -1,54 € bezogen auf 8.885.748 Aktien im Jahresdurchschnitt.

Für das Geschäftsjahr 2010 wird keine Dividende ausgeschüttet.

ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT

Der gegenüber dem Vorjahr stark gestiegene Umsatz führte zu einem höheren Verbrauch an Lagerteilen. Daraus resultieren geringere Wertberichtigungen für den Lagerbestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Baugruppen aufgrund der kürzeren Lagerreichweiten. Absolut reduzierte sich die gesamte Wertberichtigung um 1.346 T€ gegenüber dem Vorjahr.

Dem Risiko von Forderungsausfällen wurde aufgrund des höheren Forderungsbestandes zum Jahresende mit höheren Einzelwertberichtigungen begegnet. Bezogen auf den Forderungsbestand reduzierte sich die prozentuale Wertberichtigung gegenüber dem Vorjahr deutlich von 17 % auf 10,2 %.

Die bereits im Periodenergebnis erläuterten Sondereffekte haben auch das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit beeinflusst. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzgl. Zinsergebnis) erhöhte sich auf 7.132 T€ (Vj.: -13.893 T€).

FINANZERGEBNIS

Im Vergleich zum Vorjahresergebnis hat sich das Finanzergebnis reduziert. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Unternehmensanleihen in Höhe von 500 T€ fällig und gelangten zur Auszahlung. Die übrigen finanziellen Mittel wurden entweder als Festgeld angelegt oder flexibel auf Tagesgeldkonten gehalten. Das Finanzergebnis 2010 beträgt 343 T€ (Vj.: 618 T€), dies entspricht einer Reduzierung um 44,5 %.

WECHSELKURSERGEBNIS

Das Berichtsjahr 2010 startete mit einem niedrigen US-Dollarkurs in Relation zum Euro. Im Jahresverlauf und zum Jahresende gewann er offensichtlich gegenüber dem Euro an Wert. Die Wechselkursveränderungen hatten jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Auftragsvergaben unserer Kunden. Rund 4,5 % des Gesamtumsatzes unterlagen einem direkten Wechselkurseinfluss.

AUFTRAGSEINGANG

Der Auftragseingang 2010 lag mit 48.249 T€ deutlich über dem Vorjahreswert in Höhe von 19.931 T€. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2010 betrug 13.480 T€ (Vj.: 5.255 T€). Die Erhöhung dieser beiden Kennzahlen lässt sich aus der aktuell vorherrschenden Belebung der Investitionsbereitschaft der Kunden ableiten.

MITARBEITER

Die folgende Tabelle zeigt den Stand der Viscom-Mitarbeiter zum 31. Dezember 2010. Im Jahresverlauf verringerte sich die Anzahl der Mitarbeiter u. a. durch einen weiteren Personalabbau auf 264 (Vj.: 273). Zum Jahreswechsel befinden sich 9 Mitarbeiter in der Ausbildung.

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich 259 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) im Konzern beschäftigt. Davon können 105 Mitarbeiter den kaufmännischen Arbeitnehmern (Vertrieb, Entwicklung und Verwaltung) und 154 Mitarbeiter den gewerblichen Arbeitnehmern (Produktion, Logistik, Projekte und Service) zugeordnet werden.

MITARBEITER

Stand: 31.12.2010 AG USA Asien Frankreich Total
Total 221 15 23 5 264
davon Vollzeit 200 15 23 4 242
davon Teilzeit 21 0 0 1 22
zusätzlich: Auszubildende 9 0 0 0 9

REGIONALE ENTWICKLUNGEN Deutschland

Der Umsatz in Deutschland in Höhe von 17.239 T€ hat sich gegenüber dem Vorjahr (10.072 T€) deutlich gesteigert. Damit bleibt der Heimatmarkt der Viscom auch im Jahr 2010 der wichtigste Absatzmarkt. Das Unternehmen ist in Deutschland Marktführer für die Herstellung von Systemen zur Inspektion elektronischer Baugruppen (AOI und AXI).

Durch den Erfolg der neuen S3088-III, der bewährten Systemplattform S6056 und der zukunftsweisenden Technologie der X7056 konnten in Deutschland weitere neue Kunden im Mittelstand gewonnen werden. Dabei handelt es sich u. a. auch um Lohnfertiger, die im Auftrag anderer Firmen Produkte herstellen.

Europa

Im übrigen Europa lag der Umsatz mit 11.759 T€ (Vj.: 6.873 T€) ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau, der prozentuale Anstieg fällt nahezu gleich aus wie in Deutschland. Auf diesen Märkten bietet Viscom sowohl Low-Cost- als auch High-End-Produkte für verschiedene Kundengruppen und Ansprüche an.

In 2010 gingen vermehrt Impulse von der Verlagerung und dem Neuaufbau von Fertigungskapazitäten in Osteuropa aus als in den Vorjahren.

Amerika

Der amerikanische Markt erholt sich nur langsam von der Finanz- und Wirtschaftskrise der vergangenen beiden Jahre. In Amerika konnte Viscom mit 3.397 T€ eine Steigerung von rund 38 % seines Vorjahresumsatzes (2.459 T€) erzielen. Auf dem amerikanischen Kontinent wurden Vertriebsaktivitäten neu organisiert. Das Vertriebsbüro in San José wurde geschlossen.

Asien (inkl. Australien)

In Asien konnte der Umsatzeinbruch des Vorjahres aufgeholt werden. Der Umsatz einschließlich der Direktlieferungen stieg um das 5,2-fache auf 7.629 T€ (Vj.: 1.470 T€). Getragen wurde dieser Anstieg durch die gute Marktstellung der Automotive- und Elektronikgeräte-Hersteller. Durch Umstrukturierung und erweitere Vertriebsaktivitäten konnten zudem neue chinesische Kunden gewonnen werden.

PRODUKTE/PRÜFSYSTEME

Die von Viscom hergestellten Prüfsysteme basieren auf der Technologie der digitalen Bildverarbeitung, die in der Branchensprache als Machine Vision bezeichnet wird. Dabei werden digitalisierte Bilder mittels spezieller Softwaretools und Algorithmen interpretiert und somit die zu prüfenden Objekte vermessen, kontrolliert und verifiziert. Mit Hilfe dieser Mess- und Prüftechnik kann ein kompletter Fertigungsprozess überwacht bzw. gesteuert werden.

Die Bilder können dabei ein-, zwei- oder dreidimensional gewonnene Abbildungen aus optischen Flächenkameras, aus Röntgendetektoren oder auch aus Laserscannern bzw. ähnlichen optischen Systemen sein.

Während im optischen Bereich Sensoren unterschiedlichster Art als Standardprodukte zur Verfügung stehen, ist Viscom im Röntgenbereich auch als Hersteller von Röntgenröhren und der zugehörigen Steuerelektronik aktiv.

Die im Jahr 2010 hergestellten Prüfsysteme waren überwiegend optische Inspektionssysteme vom Typ S3088-II und III, S6056 und X7056. Das Modell S3088-II war ursprünglich für den asiatischen Raum konzipiert worden, wird aber mittlerweile auch in Europa und in Amerika verkauft.

Durch die kontinuierliche Produktentwicklung hat Viscom ein vergleichsweise breites Produkt-Knowhow. Die einzelnen Maschinentypen können aufgrund einer Baukastenstruktur in vielen Varianten hergestellt werden. Dies stellt für die Kunden einen eindeutigen Vorteil dar. Oftmals können preisgünstige Modellvarianten – wie die S3088-Produktfamilie – als Einstieg und mit der Möglichkeit des späteren Auf- oder Umrüstens angeboten werden. Dieses Erstgeschäft ist von großer Bedeutung, da eine einmal getroffene Systementscheidung des Kunden meist auch eine langfristige ist und Viscom damit Folgegeschäfte sichert.

Viscom produziert mit einer hohen Modellvielfalt eine in der Regel vergleichsweise geringe Stückzahl. Dies wird ermöglicht durch die Verwendung standardisierter Module. Die Modellvarianten entstehen durch Überarbeitungen im Design und Anpassungen an das jeweilige Einsatzgebiet. So werden alle AOI-Systeme am Markt ausschließlich mit zwei Applikationssoftwarepaketen (SI für Baugruppeninspektion und VMC für allgemeine Inspektion) betrieben. Beide wiederum bauen auf einer Basisbibliothek auf.

Neben der optischen Inspektion fokussiert sich Viscom im Röntgen-Bereich auf die Computertomografie und auf technisch anspruchsvolle Kundenprojekte. Der Fokus für 2010 lag auf der Weiterentwicklung von Maschinen für den asiatischen Markt, der Entwicklung eines 3D-Pastenprüfsystems sowie einer neuen Betriebssystemoberfläche. Die Entwicklungen werden in 2011 fortgesetzt.

Durch die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems wurde eine stetige Qualitätsverbesserung erreicht. Viscom ist seit Januar 2005 durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.

FINANZLAGE

Viscom konnte im Geschäftsjahr 2010 weiterhin die benötigte Liquidität ausschließlich aus Eigenmitteln sicherstellen. Auch die Niederlassungen benötigten keine zusätzlichen Darlehen von der Muttergesellschaft. Die Eigenkapitalquote im Konzern beträgt rund 86,3 %.

ZAHLUNGSMITTEL/CASHFLOW

Die Zahlungsmittel zum 31. Dezember 2010 betrugen 25.905 T€ (Vj.: 25.322 T€). Sie haben sich damit gegenüber dem Vorjahr trotz des Aufbaus der Forderungen und der Vorräte um rund 600 T€ erhöht. Der Cashflow aus:

• betrieblicher Tätigkeit weist einen positiven Saldo in Höhe von 4.686 T€ aus (Vj.: 1.757 T€). Dieses ist zum Großteil auf die Zunahme des Jahresüberschusses und der gleichzeitigen Zunahme der Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Veränderung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verhielt sich gegenläufig.

• Investitionstätigkeit beträgt -4.394 T€ (Vj.: -2.635 T€) und wird insbesondere durch den zusätzlichen Erwerb von Unternehmensanleihen (3.143 T€) mit einer Restlaufzeit zwischen einem und zwei Jahren und durch die Aktivierung der EntwicklungsleistuNgen geprägt.

• Finanzierungstätigkeit beträgt -6 T€ (Vj.: -26 T€).

Die überfälligen Forderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Größere Zahlungsausfälle waren nicht zu verzeichnen.

Zum Konzernabschlussstichtag wiesen alle Bankkonten einen positiven Saldo auf. Zum Abschlusszeitpunkt bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

VERMÖGENSLAGE

Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein deutlich positiver Jahresüberschuss erwirtschaftet. Dies führte in Verbindung mit dem in diesem Zusammenhang gestiegenen Eigenkapital sowie mit einem Anstieg der Rückstellungen und einem Anstieg der Verbindlichkeiten zu einer Erhöhung der Bilanzsumme von 48.118 T€ um 29 % auf 62.193 T€.

Die Vermögenslage und hier insbesondere die liquiden Mittel haben sich im Geschäftsjahr 2010 trotz des Aufbaus des Working Capital positiv entwickelt. Der Forderungs- und Lagerbestand bewegt sich deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten wurden in der Regel mit Skonto innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele ausgeglichen.

ANLAGEVERMÖGEN

Im Anlagevermögen ist unter den immateriellen Vermögenswerten im Wesentlichen die Aktivierung der Entwicklungsleistungen erfasst. Diese steigen gegenüber dem Vorjahr von 1.505 T€ auf 2.310 T€.

FORDERUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 12.155 T€ über dem Vorjahresniveau (Vj.: 6.618 T€). Ausschlaggebend dafür sind vor allem die gestiegenen Umsatzerlöse, insbesondere im letzten Quartal 2010. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 1.244 T€ (Vj.: 1.101 T€). Insgesamt erhöhten sich die überfälligen Forderungen (8.039 T€) gegenüber dem Vorjahr um rund das 2,7-fache. Die Mehrzahl der überfälligen Forderungen bewegt sich im kurzfristigen Bereich. Länger als 6 Monate überfällig sind rund 7,5 % des Gesamtforderungsbestandes.

VORRÄTE

Der Bilanzwert der Vorräte beträgt 10.162 T€ zum Geschäftsjahresende (Vj.: 8.499 T€). In dieser Nettovorratsbetrachtung eingeschlossen sind mit 5.946 T€ Wertberichtigungen für größere Lagerreichweiten (Vj.: 7.441 T€), Einzelwertberichtigungen mit 0 T€ auf teilfertige Systeme (Vj.: 89 T€) sowie mit 5.141 T€ Einzelwertberichtigungen für die Miet- und Demomaschinen (Vj.: 4.903 T€). Die Nettovorräte haben sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1.663 T€ erhöht, die Bruttovorräte um 102 T€.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund des höheren Bestellvolumens zum Jahresende auf 1.681 T€ (Vj.: 738 T€) erhöht. Zum 31. Dezember 2010 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

EIGENKAPITAL

Die Summe des Eigenkapitals zuzüglich der Rücklagen hat sich von 42.842 T€ im Vorjahr um 25 % auf 53.662 T€ erhöht. Diese Zunahme resultiert insbesondere aus dem positiven Jahresergebnis für das laufende Geschäftsjahr. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich geringfügig aufgrund der höheren Bilanzsumme auf 86,3 % (Vj.: 89,0 %).

INVESTITIONEN

Die Gesamtsumme der in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen getätigten Investitionen belief sich auf 1.529 T€ (Vj.: 1.049 T€).

Der größte Teil der vorgenommenen Investitionen mit 1.065 T€ entfällt auf aktivierte Entwicklungsleistungen, der Rest verteilt sich u. a. auf Software (15 T€, Vj.: 73 T€), und auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (301 T€; Vj.: 76 T€).

Im Laufe des Geschäftsjahres 2010 wurden Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und zwei Jahren mit einem Gesamtwert von 3.187 T€ erworben.

Der Ausweis der Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt unter den Finanzanlagen (3.166 T€). Die kurzfristigen Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden in den kurzfristigen Vermögenswerten (1.603 T€) ausgewiesen.

MIET- UND LEASINGVERTRÄGE

Fast alle Investitionsgüter befanden sich im direkten Eigentum von Viscom und deren Tochtergesellschaften. Aus Liquiditäts- und Wirtschaftlichkeitserwägungen heraus wurden die Betriebsgebäude und die Firmenfahrzeuge angemietet bzw. geleast.

SUBVENTIONEN

Viscom hat 2010 Subventionen in Höhe von 43 T€ erhalten.

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

2010
T€
2009
T€
Liquidität 1. Grades (Zahlungsmittel minus kurzfristige Schulden) 17.673 20.277
Liquidität 2. Grades 32.426 29.337
(Liquidität 1. Grades plus Forderungen minus langfristige Schulden)
Liquidität 3. Grades (Liquidität 2. Grades plus Vorräte) 42.587 37.836
Vermögen:
Zahlungsmittel 25.905 25.322
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.053 9.291
40.958 34.613
+ Vorräte 10.162 8.499
51.120 43.112
Schulden:
Kurzfristige Schulden 8.232 5.045
Langfristige Schulden 299 231
Cashflow 1
Periodenergebnis nach Steuern 10.523 -13.717
+ Aufwand für planmäßige Abschreibung 804 2.858
11.327 -10.859
Eigenkapitalrentabilität
Periodenergebnis/Eigenkapital 19,6 % -32,0 %
Return on Investment (ROI)
Periodenergebnis/Bilanzsumme 16,9 % -28,5 %
Umsatz-Rentabilität
EBT/Umsatz 18,7 % -63,6 %
Return on Capital Employed (ROCE)
EBIT/(Bilanzsumme – Guthaben bei Kreditinstituten – 25,4 % -78,3 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten)
Verschuldungskennzahl
Schulden (-) -8.531 -5.276
+ Zahlungsmittel 25.905 25.322
+ Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15.052 9.291
= Netto-Guthaben 32.426 29.337
Working Capital
Kurzfristige Vermögenswerte – Schulden 42.589 37.836
Eigenkapitalquote
Eigenkapital/Bilanzsumme 86,3 % 89,0 %

NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

RISIKOBERICHT

STRATEGIE, PROZESS UND ORGANISATION DES RISIKOMANAGEMENTS

Da das Mutterunternehmen Viscom AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems inklusive der Früherkennung von Risiken gemäß § 91 Abs. 2 AktG sowohl im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen als auch auf den Konzernrechnungslegungsprozess, zu beschreiben.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungs- bzw. Konzernrechnungslegungsprozess ist gesetzlich nicht definiert. Viscom versteht das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnt sich an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind.

Das Risikomanagement sieht vor, die Entscheidungsträger möglichst zeitnah und vollständig mit der Entwicklung wesentlicher Risiken vertraut zu machen, um ihnen ein rechtzeitiges und angemessenes vorausschauendes Agieren als auch Reagieren zu ermöglichen. Dazu finden regelmäßig Sitzungen der leitenden Mitarbeiter statt, in denen der aktuelle Status und die Vorgehensweise bei den als wesentlich erkannten Risikopositionen auf Basis entsprechender Auswertungen und Berichte geklärt werden. Gegebenenfalls werden zu dem bekannten Status weitergehende Informationen benötigt, die von Mitarbeitern aus den Fachbereichen eingeholt werden.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess. Über die Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Folgende bei Viscom vorhandene Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems erachtet der Vorstand der Viscom AG für wesentlich im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess:

  • Verfahren zur Identifikation, Beurteilung und Dokumentation aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Unternehmensprozesse und Risikofelder. Diese umfassen Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens sowie administrative und operative Unternehmensprozesse, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Jahres- und Konzernabschlusses einschließlich des Lage- und Konzernlageberichts generieren.

  • Prozessintegrierte Kontrollen (z. B. IT-gestützte Kontrollen und Zugriffsbeschränkungen, Funktionstrennung, analytische Kontrollen).

  • Monatliche interne Konzernberichterstattung mit Analyse wesentlicher Entwicklungen. Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zum Sicherstellen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und ggf. Korrekturen der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Einbezug der von den Abschlussprüfern vorgelegten bzw. der hierzu geführten Abschlussbesprechungen. Unter Verwendung bereits festgelegter Kontrollmechanismen und Plausibilitätskontrollen werden fehlerbehaftete Formularabschlüsse bereits vor dem Konsolidierungsprozess korrigiert.

  • Maßnahmen, die die ordnungsmäßige ITgestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

  • Neben manuellen Prozesskontrollen und unter Anwendung des "Vier-Augen-Prinzips" wird die Vollständig- und Richtigkeit der Konzernzahlen geprüft.

Die folgenden Risiken werden entsprechend § 91 Abs. 2 AktG regelmäßig in den Managementsitzungen geprüft und bei Bedarf einer Entscheidung zugeführt.

LÄNDERRISIKO

Umsätze werden fast ausschließlich mit Kunden aus Industrienationen mit einem funktionierenden Rechtssystem getätigt. Die Errichtung von Handelsschranken für von Viscom vertriebene Produkte ist aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nicht zu erwarten. Es bestehen derzeit keine Einfuhrbeschränkungen für die Prüfsysteme von Viscom.

BRANCHENRISIKO

Die Kundenbasis von Viscom stammt zu mehr als drei Vierteln direkt oder indirekt aus dem Automobilsektor. Durch die Spezialisierung auf die Leiterplattenprüfung für Automobilzulieferer besteht ein erhöhtes Risiko im Falle einer langfristigen Schwächung dieses Marktes, welches in der jüngeren Vergangenheit sichtbar wurde. Unabhängig von der Konjunktur in der Automobilindustrie wächst der Anteil der Elektronik im Automobil.

Die Geschäftsstrategie von Viscom ist, dieses Risiko durch verschiedene Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten mit Anwendungsgebieten in anderen Branchen zu reduzieren.

KUNDENRISIKO

Viscom erzielte rund 55 % des Umsatzes mit den fünf größten Kunden. Damit hat sich der Umsatzanteil gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozentpunkte erhöht.

WÄHRUNGSRISIKO

Die Wechselkurse zum Euro waren teilweise großen Schwankungen ausgesetzt. Für Viscom ist die Entwicklung gegenüber dem US-Dollar, dem sich auch der ostasiatische Wirtschaftsraum anschließt, von Bedeutung.

US-Dollar-Verkäufe wurden bei entsprechend positiver Entwicklung in Tranchen getätigt, um eventuelle Währungsverluste so niedrig wie möglich zu halten. Kursabsicherungen wie z. B. über Devisentermingeschäfte wurden in 2010 nicht abgeschlossen, wurden aber in der Vergangenheit bei Bedarf vereinbart.

BEZUGSRISIKO

Die Beschaffung von Komponenten und Dienstleistungen von Fremdlieferanten ist grundsätzlich mit dem Änderungsrisiko von Lieferzeiten und -preisen behaftet. Durch entsprechende Einkaufsverhandlungen konnten die Bezugspreise größtenteils stabil gehalten werden. Es gibt kaum direkte Abhängigkeiten zu jeweils einem Lieferanten. Im Berichtszeitraum gab es bei den Wiederbeschaffungszeiten von einzelnen Bauteilen und Komponenten aufgrund der allgemeinen guten Auftragslage bei Lieferanten Engpässe, die sich in längeren Lieferzeiten niederschlugen. Zukünftig wird Lieferengpässen mit einer geänderten Einkaufsstrategie begegnet. Hierzu erfolgt der Auf- und Ausbau der Lieferantenbasis.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Durch den Börsengang im Jahr 2006 wurde eine wesentliche Verbesserung der Liquiditätssituation erreicht. Für die bisher getätigten und die für 2011 geplanten Ausgaben werden keine fremden Finanzmittel benötigt.

AUSFALLRISIKO

Ein Ausfallrisiko bei einzelnen Kunden kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Viscom stellt aber mit entsprechenden Kontrollverfahren sicher, dass Verkäufe nur an Kunden erfolgen, die sich als kreditwürdig zum Zeitpunkt des Verkaufs erwiesen haben.

Viscom bürgt nicht für Verpflichtungen anderer Parteien.

Das maximale Ausfallrisiko ist anhand des in der Bilanz angesetzten Buchwertes der jeweiligen Vermögenswerte ersichtlich.

MARKEN- UND PATENTRISIKO

Die Marke Viscom ist in den wichtigsten Industrienationen der Welt registriert. Nur in sehr seltenen Fällen gab es Überschneidungen mit anderen Marken.

Um das eigene Know-how gegenüber Dritten nicht immer offen legen zu müssen, wurden bisher nur wenige Verfahrenspatente, wie z. B. die beantragten und teilweise eingetragenen Patente für die MX-Produkte angemeldet. Derzeit gibt es keinen Rechtstreit weder über Marken- noch über Patentauseinandersetzungen.

WETTBEWERBSRISIKO/WETTBEWERBSVORTEIL

Einige Wettbewerber von Viscom sind Tochtergesellschaften multinationaler Großkonzerne mit hoher Investitionskraft. Durch permanente Produktinnovationen verbunden mit einer im Wettbewerbsvergleich deutlich höheren Flexibilität – z. B. in der Anpassung der Maschinen entsprechend der Kundenwünsche – konnte Viscom seine Marktanteile in der Vergangenheit erhöhen oder zumindest halten. Viscom ist auch weiterhin bestrebt, seine Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen.

WICHTIGE VORGÄNGE DES GESCHÄFTSJAHRES

Wesentliche Rechtsstreitigkeiten waren zum 31. Dezember 2010 nicht existent.

In der kurz- bzw. mittelfristigen Entwicklung der Gesellschaft bestehen derzeit geringe Risiken aufgrund der allgemeinen erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung in der Automobilbranche.

Risiken aus den Geschäftsbeziehungen, insbesondere Forderungsausfallrisiken bei den umsatzstärksten Kunden sind derzeit nicht erkennbar. Jedoch bestehen auch weiterhin Risiken hinsichtlich der zukünftigen Umsatzerlöse, da diese insbesondere von dem weiteren Geschäftsverlauf in der Automobil-Zulieferindustrie abhängen.

Die Entwicklung für das Geschäftsjahr 2011 wird vom Unternehmen positiv gesehen und es wird ein weiteres Wachstum gegenüber 2010 erwartet.

Die ordentliche Hauptversammlung der Viscom AG fand am 2. Juni 2010 im Alten Rathaus in Hannover statt. Aufgrund der unbefriedigenden Umsatz- und Ertragssituation konnte für das Geschäftsjahr 2009 keine Dividende ausgeschüttet werden.

PROGNOSEBERICHT 2011/2012

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen sich für das Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert dar. Im Jahr 2010 hat sich die Markterholung verstärkt fortgesetzt. Die regional sehr unterschiedliche Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft spiegelt sich im Auftragseingang wider. In vielen produzierenden Schwellenländern – insbesondere in Asien – hat sich das Wirtschaftswachstum wieder stabilisiert oder ist bereits gestiegen. Somit ist aus diesen Ländern auch wieder eine höhere Investitionsbereitschaft für die Jahre 2011/2012 zu erwarten. Auch wird die zunehmende Technisierung zu weiteren elektronischen Produkten und zu einer stetigen Ausweitung der Elektronikfertigung führen. Viele neue Produkte sind so konzipiert, dass ihre Herstellung mit einer hinreichenden Produktqualität nur mit Hilfe einer sinnvoll ausgelegten Inspektion zu gewährleisten sein wird.

Trotzdem bleibt die erwartete positive wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Jahren mit Unsicherheiten versehen. Insbesondere in der aktuellen Finanzmarkt- und Branchensituation ist und bleibt jede unternehmensspezifische Prognose aufgrund der hohen Volatilität des Marktes mit einer größeren Unsicherheit behaftet. Die Euro-Krise könnte sich weiter zuspitzen und die Verunsicherung an den Finanzmärkten auf die Realwirtschaft übergreifen.

Die wesentlichen politischen Risikofaktoren haben sich in den letzten Jahren nicht bedeutsam verschoben. Die Krisenregionen im Mittleren und Nahen Osten sind für das direkte Geschäft der Viscom AG von geringer Bedeutung. Von größerem Gewicht sind mögliche handelspolitische Regulierungsmaßnahmen und Währungsschwankungen.

GESCHÄFTSPOLITIK

Schwerpunkte der Strategie von Viscom sind:

  • Hohe Innovationskraft
  • Technologieführerschaft
  • Technologiepartnerschaft mit Schlüsselkunden

Diese Strategien ermöglichen es Viscom, innovative Produkte zu entwickeln und kundenspezifisch anzubieten. Die hohe Innovationskraft schafft die Voraussetzung, neuen Herausforderungen im Markt schnell und in ganzer Breite gerecht werden zu können. Damit lässt sich die Position eines Technologieführers, der sich an Kundenanforderungen orientiert, erreichen und das Image "Wenn einer das kann, dann Viscom" in den Markt transportieren. Die Technologiepartnerschaft wiederum ist die Voraussetzung dafür, das Technologie-Know-how rechtzeitig und in ganzer Tiefe zur Verfügung zu haben, um die anderen Ziele erreichen zu können.

Mit Blick auf diese strategischen Schwerpunkte wird Viscom die Präsenz in den absatzstärksten Regionen weiter ausbauen, um die direkte Kundenunterstützung zu optimieren.

ABSATZMÄRKTE

Der europäische Markt wird von Experten weiterhin als konsolidiert eingeschätzt. Als wichtiger Absatzmarkt von Viscom und als starker Technologie-Trendsetter im Bereich der Automotive- und Industrieelektronik wird dieser Markt nach der Autoabsatzkrise auch zukünftig eine hohe Bedeutung für Viscom haben. Innerhalb des europäischen Marktes – auch in Süd- und Osteuropa – erwartet Viscom in 2011 wieder eine Steigerung des Umsatzes.

Ähnlich ist die Situation in Amerika. In den USA und in Kanada wird die Nachfrage wieder wachsen. Wachstumschancen ergeben sich ebenso in Mittel- und Südamerika.

Die meisten der derzeitigen Voraussagen im Bereich der Elektronikindustrie gehen wieder von einem Wachstum im asiatischen Raum aus. In Asien wird deshalb wieder von einem höheren Umsatz ausgegangen. Erklärtes Ziel des Unternehmens ist es hier, die Marke Viscom noch bekannter zu machen und die Marktchancen besser zu nutzen.

UNTERNEHMENSSEGMENTE

Neben der primären Strukturierung nach geografischen Segmenten (Absatzmärkten) wird bei Viscom auch eine Segmentierung nach Geschäftsbereichen vorgenommen. Da die Umsätze bei der Mehrzahl dieser Segmente jeweils weniger als 10 % des Gesamtumsatzes ausmachen, ist die Segmentierung nach Geschäftsbereichen von untergeordneter Bedeutung.

Die Aufgaben des SP-Bereichs sind die Weiterentwicklung, Produktion und der Vertrieb der Seriensysteme, die den größten Beitrag zum Umsatz des Unternehmens leisten.

Die Bereiche XP und NP entwickeln hingegen in Einzelprojekten neue Erfolg versprechende Produkte für Kundenanwendungen mit Wachstumspotenzial. Sie sind die Innovationstreiber, die im Rahmen von Produktentwicklung und Marktdurchdringung weitere ausbaufähige Ertragsbringer generieren. Auf dieser Basis wird sich sowohl der relative als auch der absolute Erfolgsbeitrag des Geschäftsbereiches SP in den nächsten Jahren noch verstärken. Mit der internen Verlagerung des Seriengeschäftes in den SP-Bereich werden so z. B. die Kapazitäten des XP-Bereiches für die Erschließung anderer Teilmärkte genutzt, in denen u. a. die Prüfung von verborgenen Bauteilen ohne Demontage gefordert wird. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Computertomografie (CT).

Der Geschäftsbereich Service bietet den Viscom-Kunden ein besseres und breiteres Serviceportfolio. Seit der Aufnahme der Tätigkeit konnte der Umsatz stetig ausgebaut werden. Ein weiteres Wachstum dieses Bereichs wird erwartet.

PRODUKTE/DIENSTLEISTUNGEN

Viscom wird sich weiterhin auf die Entwicklung neuer Standard-Prüfsysteme konzentrieren, die auch den zukünftigen Kundenwünschen entsprechen werden. Beispiele dafür sind die Weiterentwicklungen der S3088 für die Aufnahme größerer Prüflinge und der X7056 für die 3D-Röntgenprüfung.

Der XP-Bereich befasst sich u. a. verstärkt mit der Technologie dreidimensionaler Prüfungen (CT).

Durch die immer weiter gewachsene Installationsbasis wird auch das Folgegeschäft in Form von Schulungen, Wartungen, Ersatzteilgeschäft und Umrüstungsprojekten sowohl im Umfang als auch in der Differenzierung weiter zunehmen und den Bereich Service wachsen lassen.

PRODUKTION/PRODUKTIONSVERFAHREN

Im Rahmen der laufenden Verbesserung der Prozessabläufe werden Verfahren weiter standardisiert und rationalisiert. Ziel ist es, eine effiziente Produktion und eine gleich bleibend hohe Qualität der Produkte bei kurzen Lieferzeiten zu gewährleisten.

BESCHAFFUNG

Die derzeitigen Beschaffungsstrukturen haben sich bewährt. Viscom wird weiterhin auf verlässliche Partner setzen und die Beschaffungsstrukturen falls erforderlich international ausbauen.

ERTRAGSLAGE

Viscom erwartet in 2011 und 2012 einen weiter steigenden Umsatz gegenüber 2010. Die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz werden aber auch in den beiden nächsten Jahren im großen Maße von der wirtschaftlichen Gesamtsituation, besonders in der Automobilbranche, abhängen. Viscom hat durch die umgesetzten Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenverbesserung den Grundstein zur weiteren erfolgreichen Geschäftsentwicklung gelegt. Viscom erwartet in 2011 bei einem Zielumsatz von 45 bis 47 Mio. € wieder eine deutlich positive Ertragslage.

FINANZLAGE

Es ist davon auszugehen, dass sich die Finanzlage trotz eines erwarteten Aufbaus des Working Capitals kaum verändern wird. Für 2011 und 2012 sind aufgrund der weiterhin guten Liquiditätslage keine Kreditaufnahmen geplant. Das Kapital kann auch weiterhin für Investitionstätigkeiten eingesetzt werden. Nur ein Teil der Finanzmittel ist mittelfristig, d. h. zwischen ein und zwei Jahren in Unternehmensanleihen angelegt. Der größte Teil, angelegt als Tages- und Festgeld, steht kurzfristig zur Verfügung.

INVESTITIONEN UND DEREN FINANZIERUNG

Auch in der Zukunft wird es weitere Investitionen im Kerngeschäft des Unternehmens geben. Dabei geht es u. a. um die Weiterentwicklung von Produkten, die Ausweitung der regionalen Präsenz und die Stärkung der Organisationsstruktur. Die Investitionen sollen vor allem aus Eigenmitteln finanziert werden. Andere Finanzierungsmodelle werden dort in Anspruch genommen, wo die Wirtschaftlichkeit der Bereitstellung von Ressourcen durch Dritte besser gegeben ist. Aktuell betrifft dies die Bereiche Betriebsliegenschaften und -gebäude sowie den Fuhrpark. In 2010 hat Viscom keine größere Investition getätigt. Die Investitionstätigkeiten wurden aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten auf ein Minimum reduziert.

ANDERE FINANZMITTELABFLÜSSE UND DEREN REFINANZIERUNG

Weitere Finanzmittelabflüsse finden nur in Form von Dividendenzahlungen an die Aktionäre statt. Sie werden in der Regel in Abhängigkeit von der Ertragsstärke der jeweiligen Periode geleistet.

BESTEHENDE ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die Viscom AG unterhält eine Zweigniederlassung in München zur Unterstützung des Vertriebs für den süddeutschen Raum, Österreich, Ungarn und die Schweiz. Diese Zweigniederlassung wird als rechtlich nicht selbstständige Vertriebsniederlassung für den Vertrieb der Viscom-Prüfsysteme genutzt.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG fühlen sich den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Wir verstehen Corporate Governance als ein entscheidendes Element des modernen Kapitalmarktes. Die Viscom AG begrüßt daher den Deutschen Corporate Governance Kodex, der wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften darstellt und um international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung ergänzt. Hierdurch soll das Vertrauen der Anleger und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften gefördert werden. Die Viscom AG orientiert sich an diesen Erwartungen. Durch unsere Corporate Governance stellen wir eine verantwortungsvolle, auf Transparenz und Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicher. Der Vorstand der

Viscom AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über Unternehmensführung.

Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde wie die Entsprechungserklärung am 25. Februar 2011 auf der Internetseite der Viscom AG unter www.viscom.de und dort unter der Rubrik "Investor Relations/Unternehmen/Corporate Governance/ Erklärung zur Unternehmensführung" bzw. "Investor Relations/Unternehmen/Corporate Governance/ Entsprechenserklärung" veröffentlicht und dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung mit der Entsprechenserklärung ist ebenfalls im Geschäftsbericht 2010 der Gesellschaft abgedruckt.

BERICHT ÜBER ZUSÄTZLICHE ANGABEPFLICHTEN FÜR BÖRSENNOTIERTE AKTIENGESELLSCHAFTEN

Im Mai 2006 hat die Viscom AG den IPO vollzogen und war danach bis September 2009 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse im Prime Standard notiert. Seit September 2009 ist Viscom am regulierten Markt im General Standard registriert. Das gezeichnete Kapital beträgt 9.020 T€. Es ist in 9.020.000 auf Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 € je Aktie eingeteilt.

Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Keine der ausgegebenen Aktien ist mit Sonderrechten versehen.

Die HPC Vermögensverwaltung GmbH, Hannover, ist zum 31. Dezember 2010 mit 53,96 % an der Viscom AG beteiligt. Die Grünwald Equity Beteiligungs V2 GmbH, Grünwald, ist zum 31. Dezember 2010 mit mehr als 10 % an der Viscom AG beteiligt.

Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann den Abschluss, die Änderung und die Kündigung der Dienstverträge einem Aufsichtsratsausschuss übertragen.

Zu Änderungen der Satzung, die lediglich die Fassung betreffen, ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Dies gilt auch für die Anpassung der Satzung infolge einer Veränderung des Grundkapitals.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 12. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.500.000 € durch Ausgabe bis zu Stück 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die Viscom AG, vertreten durch den Vorstand, ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 1. Juni 2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Viscom AG befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die erworbenen eigenen Aktien dürfen zu allen gesetzlich zulässigen Zwecken mit Ausnahme des Handels mit eigenen Aktien verwendet werden.

SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die Viscom AG war im Geschäftsjahr 2010 ein von der HPC Vermögensverwaltung GmbH abhängiges Unternehmen. Da in diesem Zeitraum kein Beherrschungsvertrag dieser Gesellschaft mit der Viscom AG bestand, hat der Vorstand der Viscom AG gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene

Gegenleistung und wurde durch die in dem Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Hannover, 10. März 2011

Dr. Martin Heuser Volker Pape

IFRS-KONZERNABSCHLUSS 2010 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Pos. 01.01.–
31.12.2010
T€
01.01.–
31.12.2009
T€
G1 Umsatzerlöse 40.024 20.874
G2 Sonstige betriebliche Erträge 1.525 3.117
41.549 23.991
G3 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -181 -6.648
G4 Sonstige aktivierte Eigenleistungen 1.065 862
G5 Materialaufwand -10.287 -5.529
G6 Personalaufwand -15.105 -15.268
G7 Abschreibungen -804 -2.858
G8 Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.105 -8.443
Betriebliche Aufwendungen -34.417 -37.884
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 7.132 -13.893
G9 Finanzerträge 393 757
G9 Finanzaufwendungen -50 -139
G10 Ertragsteuern 3.048 -442
Periodenergebnis 10.523 -13.717
G11 Periodenergebnis je Aktie, verwässert und unverwässert in € 1,18 -1,54
Sonstiges Ergebnis
Währungsumrechnungsdifferenzen 297 -92
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 297 -92
Gesamtergebnis 10.820 -13.809

KONZERN-BILANZ VERMÖGENSWERTE

AKTIVA

Pos. 31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Kurzfristige Vermögenswerte
A1 Zahlungsmittel 25.905 25.322
A2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.155 6.618
A3 Ertragsteuererstattungsansprüche 282 1.138
A4 Vorräte 10.162 8.499
A5 Sonstige finanzielle Forderungen 2.014 896
A5 Sonstige Vermögenswerte 602 640
Summe kurzfristige Vermögenswerte 51.120 43.113
Langfristige Vermögenswerte
A6 Sachanlagen 1.221 1.372
A7 Immaterielle Vermögenswerte 2.310 1.505
A8 Finanzanlagen 3.166 1.670
A8 Vom Unternehmen ausgereichte Kredite 162 52
A9 Aktive latente Steuern 4.214 406
Summe langfristige Vermögenswerte 11.073 5.005
Summe Vermögenswerte 62.193 48.118

KONZERN-BILANZ EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

PASSIVA

Pos. 31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Kurzfristige Schulden
P1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.681 738
P2 Erhaltene Anzahlungen 788 488
P3 Rückstellungen 1.173 1.439
P4 Ertragsteuerverbindlichkeiten 607 433
P5 Sonstige finanzielle Schulden 2.506 841
P5 Sonstige kurzfristige Schulden 1.477 1.106
Summe kurzfristige Schulden 8.232 5.045
Langfristige Schulden
P3 Langfristige Rückstellungen 299 231
Summe langfristige Schulden 299 231
Eigenkapital
P6 Gezeichnetes Kapital 9.020 9.020
P7 Kapitalrücklage 35.135 41.583
P8 Angesammelte Ergebnisse 9.368 -7.603
P9 Währungsdifferenzen 139 -158
Summe Eigenkapital 53.662 42.842
Summe Eigenkapital und Schulden 62.193 48.118

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Pos. 31.12.2010
T€
31.12.2009
T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodengewinn nach Steuern und Zinsen 10.523 -13.717
G10 Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Ertragsteueraufwand (+) -3.048 442
G9 Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Zinsaufwand (+) 6 139
G9 Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Zinsertrag (-) -394 -757
A6 bis A8 Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Abschreibungen (+) 804 2.858
P3 Zunahme (+) / Abnahme (-) von Rückstellungen -266 -1.206
A6 bis A8 Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang
von langfristigen Vermögenswerten
-20 0
A2 bis A5,
A9
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen
und sonstiger Vermögenswerte
-5.671 13.879
P1 bis P3,
P5
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten 2.772 -2.804
G10 Ertragsteuern erhalten (+) / gezahlt (-) -20 2.923
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 4.686 1.757
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Erlöse (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 89 15
A6 bis A8 Erwerb (-) von langfristigen materiellen und immateriellen
Vermögenswerten
-449 -186
Erwerb (-) von langfristigen Finanzanlagen -3.143 -2.185
G4 Aktivierung von Entwicklungskosten (-) -1.080 -862
G9 Erhaltene Zinsen (+) 189 583
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -4.394 -2.635
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
P7 bis P8 Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien (-) 0 -26
G9 Gezahlte Zinsen (-) -6 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -6 -26
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittel
bestandes
297 -28
Finanzmittelbestand
Veränderung des Finanzmittelbestandes 286 -904
Finanzmittelbestand am 1. Januar 25.322 26.254
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 25.905 25.322

VERÄNDERUNGEN DES KONZERN-EIGENKAPITALS

KONZERN-EIGENKAPITAL

Pos. gezeich
netes
Kapital
T€
Kapital
rücklage
T€
Währungs
differenzen
T€
Angesam
melte
Ergebnisse
T€
Summe
T€
Eigenkapital 01.01.2009 9.020 41.609 -66 6.114 56.677
Periodenergebnis 0 0 0 -13.717 -13.717
Sonstiges Ergebnis 0 0 -92 0 -92
Gesamtergebnis 0 0 -92 -13.717 -13.809
Dividenden 0 0 0 0 0
Erwerb eigener Anteile 0 -26 0 0 -26
Eigenkapital 31.12.2009 9.020 41.583 -158 -7.603 42.842
Eigenkapital 01.01.2010 9.020 41.583 -158 -7.603 42.842
Periodenergebnis 0 0 0 10.523 10.523
Sonstiges Ergebnis 0 0 297 0 297
Gesamtergebnis 0 0 297 10.523 10.820
Dividenden 0 0 0 0 0
Erwerb eigener Anteile 0 0 0 0 0
Ausgleich Verlustvortrag 0 -6.448 0 6.448 0
Eigenkapital 31.12.2010 9.020 35.135 139 9.368 53.662

KONZERN-ANHANG

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN UND ZUM KONZERNABSCHLUSS

GRUNDLEGENDE RECHNUNGSLEGUNGSPRINZIPIEN

Die Viscom AG hat ihren Sitz in Hannover, Deutschland, und ist dort unter der Nummer HRB 59616 im Handelsregister eingetragen. Die Geschäftsadresse lautet Viscom AG, Carl-Buderus-Straße 9-15, 30455 Hannover.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 10. März 2011 vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht 2009 sind im elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und veröffentlicht worden.

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft bestehen in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von automatisierten Prüfsystemen für die industrielle Fertigung. Die Prüfung erfolgt durch den computergestützten optischen und/oder röntgentechnischen Abgleich der Prüfobjekte mit den im Prüfsystem definierten Anforderungen.

Übereinstimmungserklärung

Der vorliegende Abschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurde auf Basis einheitlicher Anwendung und in Übereinstimmung mit allen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Geänderte oder neue IFRS und sich hieraus ergebende Ausweis-, Ansatz- oder Bewertungsänderungen

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 haben sich folgende Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise waren aufgrund der Übernahme in EU-Recht oder des Inkrafttretens der Regelung erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Amendments to IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" – Einstufung der Schuldkomponente von Wandelschuldverschreibungen als kurzoder langfristig

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, stellen klar, wann eine Schuldkomponente von Wandelschuldverschreibungen als kurzfristig zu klassifizieren ist. Aus der Anwendung dieser Änderung haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Viscom ergeben.

Amendments to IAS 7 "Kapitalflussrechnung" – Cashflow aus Investitionstätigkeit

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, stellen klar, dass nur solche Auszahlungen im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen werden dürfen, die auch zu einem aktivierten Vermögenswert geführt haben. Gemeint sind damit z. B. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte nicht erfüllen. Viscom hat die Änderungen dieses Standards angewendet. Änderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich hieraus nicht ergeben.

Amendments to IAS 17 "Leasingverhältnisse" – Immobilienleasingverhältnisse

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, stellen klar, nach welchen Kriterien ein Immobilienleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis zu beurteilen ist. Hierbei ist die wirtschaftliche Substanz des Leasingverhältnisses zu beurteilen. Die Änderungen dieses Standards sind für Viscom relevant. Aus der Anwendung dieser Änderungen haben sich jedoch keine Auswirkungen auf Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Viscom ergeben.

Amendments to IAS 18 "Umsatzerlöse" – Identifizierung von Vermittlungsgeschäften

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, stellen bestimmte Auftragsverhältnisse klar. Danach handelt ein Unternehmen als Auftraggeber, wenn es den wesentlichen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen ausgesetzt ist, während es nur als Stellvertreter agiert, wenn es diesen Risiken im Zusammenhang mit einer Transaktion nicht ausgesetzt ist. In den Anhang des IAS 18 wurden nunmehr allgemeine Leitlinien zur Bestimmung von Auftraggeber ("Principal") und Stellvertreter ("Agent") bei Vermittlungsgeschäften aufgenommen. Die Klarstellungen des betreffenden Standards könnten für Viscom relevant sein, haben sich im Geschäftsjahr jedoch nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt.

Amendments to IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" – Zuordnung eines Geschäfts- und Firmenwertes

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, nehmen Klarstellungen hinsichtlich der Zuordnung eines Geschäftsund Firmenwertes zu den zahlungsmitttelgenerierenden Einheiten für Zwecke eines Wertminderungstests vor. Danach hat die Zuordnung des Geschäfts- und Firmenwertes vor der Zusammenfassung von Segmenten zu erfolgen. Dies hat zur Folge, dass Synergien und Kompensationen zwischen nach IFRS 8 aggregierten Segmenten nicht mehr möglich sind. Die Änderungen dieses Standards war für Viscom nicht relevant.

Amendments to IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" – Zusammenfassung von Vermögenswerten

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden, stellen Folgendes klar: Die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerte sind immer dann zusammen mit einem verbundenen Vertrag, einem Vermögenswert oder einer Schuld zu bilanzieren, wenn sie nur in Verbindung mit diesen Posten vom Geschäfts- oder Firmenwert separiert werden können. Auf die bisher maßgebliche Möglichkeit einer zuverlässigen, individuellen Bewertung kommt es somit nicht mehr primär an.

Weiterhin wurden formelle Veränderungen sowie Ergänzungen zur Bewertung von immateriellen Vermögenswerten im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses vorgenommen, für die kein aktiver Markt existiert. Die Änderungen dieses Standards waren für Viscom nicht relevant.

Amendments to IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" – Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen

Die am 15. Oktober 2008 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 15. September 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 verbindlich anzuwenden. Grundgedanke der Änderung ist es, zusätzliche Anwendungsrichtlinien für die Designation von Sicherungsinstrumenten zur Verfügung zu stellen, da insbesondere bei der Behandlung eines einseitigen Risikos sowie der Berücksichtigung von Inflation innerhalb eines Sicherungsgeschäfts Uneinheitlichkeiten in der Praxis existieren. Die betreffenden Änderungen dieses Standards waren für Viscom nicht relevant.

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre anzuwenden beginnend ab dem 1. Januar 2010, stellen Folgendes klar: Zum einen wurden konkretisierende Klarstellungen von Ausnahmen für den Anwendungsbereich von IAS 39 für im Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss getroffene Terminvereinbarungen vorgenommen. Weiterhin wurde eine Klarstellung für die erfolgsneutrale Umgliederung von Bewertungsänderungen einer Absicherung von Zahlungsströmen aus einer erwarteten Transaktion vorgenommen. Darüber hinaus wurde eine zusätzliche Ausnahme für bestimmte Optionen, die in einen Basisvertrag eingebettet (strukturierte Produkte) sind, eingefügt. Die Änderungen dieses Standards waren für Viscom nicht relevant.

Revised IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" – Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender

Die Änderungen zu IFRS 1 wurden am 28. Januar 2010 mit rückwirkender Anwendung sowie am 15. Oktober 2008 veröffentlicht und mit Bekanntgabe im Amtsblatt der EU am 24. Juli 2010 in EU-Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre beginnend ab 1. Juli 2009 bzw. 1. Januar 2010 anzuwenden. Die Änderungen führen neben formalen Aspekten zwei neue Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf bestimmte Vermögenswerte ein, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält. Die Anwendung der Änderung an IFRS 1 ist für den Viscom-Konzern relevant, hat jedoch keinerlei Einfluss auf diesen Konzernabschluss, da Viscom kein Erstanwender ist.

Amendments to IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen" – Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die bar erfüllt werden

Die am 18. Juni 2009 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden. Die Änderung an diesem Standard stellt für den Anwendungsbereich von IFRS 2 klar, dass ein Unternehmen, welches Güter oder Dienstleistungen im Rahmen einer anteilsbasierten Vergütungsvereinbarung erhält, diese zu bilanzieren hat, unabhängig davon, welche Konzerneinheit für die Erfüllung der zugehörigen Verpflichtung zuständig ist oder ob diese in Anteilen oder in bar erfüllt wird. Aus der Änderung dieses Standards haben sich für den Viscom-Konzernabschluss keine Auswirkungen ergeben.

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre anzuwenden beginnend ab dem 1. Januar 2010, stellen Folgendes klar: Neben Unternehmenszusammenschlüssen, die sich im Anwendungsbereich von IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse, befinden, ist auch die Bildung von Joint Ventures oder Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung ("Common Control Transactions") vom Anwendungsbereich des IFRS 2 ausgeschlossen. Die Änderungen dieses Standards waren für Viscom nicht relevant.

Amendments to IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" – Erweiterung des Anwendungsbereiches mit Folgeänderungen in IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" sowie IAS 31 "Anteile an Joint Ventures"

Die am 10. Januar 2008 veröffentlichten Änderungen wurden mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 12. Juni 2009 in EU-Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 verbindlich anzuwenden. Die Überarbeitung der Standards erweitert den Anwendungsbereich auf Unternehmenszusammenschlüsse von Gegenseitigkeitsunternehmen sowie solche ohne Gegenleistung. Weiterhin werden danach erwerbsbezogene Aufwendungen (Ausnahmen bestehen) als Aufwand erfasst. Darüber hinaus wird das Wahlrecht zur Verwendung der "Full Goodwill-Methode" eingeführt. Auf- und Abstockungen des nicht beherrschenden Anteils an einem Tochterunternehmen ohne Kontrollerwerb bzw. -verlust werden gemäß IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse nunmehr zwingend ergebnisneutral als Eigenkapitaltransaktion behandelt. Ein Kontrollverlust führt zu einem ergebniswirksamen Ansatz der verbleibenden Anteile zum beizulegenden Zeitwert, so dass IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und IAS 31 Anteile an Joint Ventures entsprechend anzupassen waren. Die Änderungen der betreffenden Standards waren für die Viscom-Gruppe im Berichtszeitraum nicht relevant.

Amendments to IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene, langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" – Zur Veräußerung gehaltene Tochterunternehmen

Die am 15. August 2008 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 verbindlich anzuwenden. Die Überarbeitung stellt klar, dass sämtliche Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, dessen geplante Veräußerung den Verlust der Beherrschung zur Folge hat, als zur Veräußerung gehalten einzustufen sind, wenn dem Unternehmen nach der Veräußerung ein Anteil ohne beherrschenden Einfluss am ehemaligen Tochterunternehmen verbleibt. Aus der Änderung dieses Standards haben sich für den Viscom-Konzernabschluss keine Veränderungen ergeben.

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, wurden mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 23. Oktober 2009 in EU-Recht übernommen. Die Änderungen sind für die Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 verbindlich anzuwenden. Durch die Ergänzung des Paragrafen 5b in IFRS 5 wird der Umfang der Anhangsangaben für zur Veräußerung stehende langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche geregelt. Die Änderungen dieses Standards waren für Viscom nicht relevant.

IFRS 8 "Geschäftssegmente" – Bewertung von Vermögenswerten

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 20. Juli 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 anzuwenden, stellen klar, dass im Rahmen der Segmentberichterstattung, Angaben zu (Segment-)Vermögenswerten und Schulden nur dann zu erfolgen haben, wenn diese Angaben auch Gegenstand der regelmäßigen internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger sind. Aus der Änderung dieses Standards haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Viscom ergeben.

Amendments to IFRIC 9 "Neubeurteilung eingebetteter Derivate" – Einschränkung des Anwendungsbereiches

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden, nehmen Klarstellungen hinsichtlich der Einschränkung des Anwendungsbereiches von IFRIC 9 vor. Nach den betreffenden Änderungen fallen sämtliche Verträge mit eingebetteten Derivaten, die im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses im Sinne von IFRS 3 sowie im Rahmen der Entstehung von Joint Ventures gemäß IAS 31 erworben wurden, nicht in den Anwendungsbereich von IFRIC 9. Die Änderungen dieser Interpretation waren für Viscom nicht relevant.

IFRIC 12 "Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen" – Bilanzierung von Rechten und Pflichten

Die am 3. Juli 2008 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 23. Juli 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 30. März 2009 verbindlich anzuwenden. Die Änderungen behandeln die Bilanzierung von Rechten und Pflichten aus Dienstleistungsvereinbarungen bei Unternehmen, die im Auftrag von Gebietskörperschaften öffentliche Leistungen, z. B. den Bau von Straßen oder Flughäfen anbieten. Die Änderung dieser Interpretation ist für Viscom nicht relevant.

IFRIC 15 "Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien" – Einheitliche Umsatzrealisierung Die am 3. Juli 2008 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 23. Juli 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Januar 2010 verbindlich anzuwenden. Gegenstand der Änderung dieser Interpretation ist die einheitliche Umsatzrealisierung bei Unternehmen, die Grundstücke erschließen. Die Änderung dieser Interpretation ist für Viscom nicht relevant.

IFRIC 16 "Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" – Halten von Sicherungsinstrumenten

Die am 16. April 2009 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 5. Juni 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 verbindlich anzuwenden. Mit den Regelungen des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ("Hedge Accounting") ist es möglich, das aus den unterschiedlichen Währungen von Unternehmen in einem Konzern resultierende Fremdwährungsrisiko als abgesichertes Risiko zu bestimmen und die Wertänderungen des Sicherungsinstruments bis zur Veräußerung des jeweiligen ausländischen Geschäftsbetriebs im Eigenkapital abzugrenzen. Die Interpretation konkretisiert, welche Anforderungen eine solche Sicherungsbeziehung zu erfüllen hat sowie die resultierenden bilanziellen Konsequenzen. Die Änderung dieser Interpretation ist für Viscom nicht relevant.

Die im Rahmen des Annual Improvement Projects 2009 durchgeführten Änderungen, veröffentlicht im April 2009, und mit Veröffentlichung im Amtsblatt der EU am 24. März 2010 in EU-Recht übernommen sowie für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. Juli 2009 anzuwenden, streichen die Ausnahme, dass das Unternehmen, dessen Fremdwährungsrisiken abgesichert werden sollen, nicht das Sicherungsinstrument halten darf. Dies ist nach der vorgenommenen Änderung zulässig. Die Änderung dieser Interpretation ist für Viscom nicht relevant.

IFRIC 17 "Sachdividende an Eigentümer" – Bilanzierung und Bewertung unbarer Ausschüttungen an Anteilseigner

Die am 17. November 2008 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 27. November 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. November 2009 verbindlich anzuwenden. Die Interpretation regelt wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner übertragen werden. Die Änderung dieser Interpretation ist für Viscom nicht relevant.

IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten von Kunden" – Bilanzierung von durch Kunden übertragene Sachanlagen

Die am 29. Januar 2009 veröffentlichte Änderung wurde mit Verkündigung im Amtsblatt der EU am 1. Dezember 2009 in EU-Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre beginnend ab dem 1. November 2009 verbindlich anzuwenden. Die Interpretation regelt die Bilanzierung der Übertragung von Sachanlagen durch einen Kunden beim Empfänger der Übertragung. Dieser setzt die Sachanlagen anschließend ein, um den Kunden mit Waren und Dienstleistungen zu versorgen. Die Interpretation nennt insbesondere den Energiesektor als relevante Anwendungsbranche für die Änderungen. Für Viscom waren die betreffenden Änderungen nicht relevant.

Nicht vorzeitig angewendete Standards und Interpretationen des IASB

Folgende IFRS wurden bis zum Bilanzstichtag vom IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht, sind aber erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden beziehungsweise wurden bisher nicht in EU-Recht übernommen. Der Viscom-Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dazu entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.

Standard/
Inter
pretation
Anwen
dungspflicht
für Ge
schäftsjahre
beginnend ab
Über
nahme
durch
EU-Kom
mission
STANDARDS
IFRS 1 Änderung an IFRS 1
Begrenzte Befreiung
erstmaliger Anwender
von Vergleichsangaben
nach IFRS 7 "Finanzin
strumente: Angaben"
Durch die Änderung wird es erstmaligen IFRS
Anwendern ermöglicht, die Übergangsbestimmungen
des IFRS 7, für die im März 2009 neu aufgenom
menen Angabepflichten anzuwenden. Somit entfällt
auch für IFRS-Erstanwender die Verpflichtung,
Vergleichswerte für die neuen Angabepflichten des
IFRS 7 für Vergleichsperioden, die vor dem
31. Dezember 2009 enden, offen zu legen.
01.07.2011 Ja
IFRS 1 Hyperinflation und fester
Umstellungszeitpunkt
Die Änderung gibt Anwendungsleitlinien, wie bei der
Darstellung von IFRS-konformen Abschlüssen vorzu
gehen ist, wenn ein Unternehmen für einige Zeit die
IFRS-Vorschriften nicht einhalten konnte, weil seine
funktionale Währung starker Hochinflation unterlag.
01.01.2012 Nein
Standard/
Inter
pretation
Anwen
dungspflicht
für Ge
schäftsjahre
beginnend ab
Über
nahme
durch
EU-Kom
mission
STANDARDS
IFRS 7 "Finanzinstrumente: An
hangsangaben" – Transfer
von Finanzinstrumenten,
Trennung der allgemeinen
und speziellen Rege
lungen des Standards
Klarstellung zur Darstellung des Transfers von
Finanzinstrumenten sowie zu zusätzlichen Anhangs
angaben. Regelt die erstmalige Anwendungen der
IFRS.
01.07.2011 Nein
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klas
sifizierung und Wertmin
derung von finanziellen
Vermögenswerten
Regelt die Klassifizierung und Bewertung von finan
ziellen Vermögenswerten. Die bisherigen Kategorien
"loans and receivables", "held to maturity", "availa
ble for sale" und "at fair value through profit or loss"
sollen durch die neuen Kategorien "fair value" und
"at amortised cost" ersetzt werden.
01.01.2013 Nein
IAS 24 Angaben über Bezie
hungen zu nahe stehen
den Unternehmen und
Personen
Die Änderungen erleichtern die Angabepflichten für
Unternehmen unter staatlicher Kontrolle oder bedeu
tende staatlicher Einflussnahme.
01.01.2011 Ja
IAS 32 Einstufung von Bezugs
rechten
Nach den Änderungen sind im Standard definierte
Bezugsrechte, die zu einem festgelegten Wäh
rungsbetrag anteilig an die bestehenden Anteils
eigner eines Unternehmens ausgegeben werden,
nicht mehr als derivative Verbindlichkeit, sondern als
Eigenkapital zu klassifizieren.
01.02.2010 Ja
IAS 12 "Ertragsteuern" – Aus
nahmeregelungen für
Renditeimmobilien
Ausnahmeregelung für Renditeimmobilien, welche
zum beizulegenden Zeitwert nach IAS 40 bewertet
sind.
01.01.2012 Nein
diverse Jährliches Verbesse
rungsprojekt 2010
Ändert zehn IFRS und zwei Interpretationen. Die
Änderungen betreffen im Wesentlichen Klarstel
lungen zur Präsentation, Erfassung und Bewertung
von Abschlussposten.
im
Wesentlichen
01.01.2011
Nein
INTERPRETATIONEN
IFRIC 14 Anmerkung zu IFRIC 14:
Mindestdotierungsver
pflichtungen
Falls ein Unternehmen Mindestdotierungsverpflich
tungen unterliegt und zur Erfüllung dieser Verpflich
tungen Beitragsvorauszahlungen leistet, erlaubt die
Änderung diesen Vorteil aus der Vorauszahlung als
Vermögenswert anzusetzen.
01.01.2011 Ja
IFRIC 19 Tilgung von Finanzver
bindlichkeiten durch Ei
genkapitalinstrumente
Erläutert die Anwendung der IFRS für den Fall, dass
ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine
finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Aktien
oder anderen Eigenkapitalinstrumenten tilgt (so
genannte "debt for equity swaps").
01.07.2010 Ja

Der Viscom-Konzern erwartet, dass die Anwendung der am Stichtag herausgegebenen, aber noch nicht in Kraft getretenen Standards bzw. Interpretationen in künftigen Perioden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben wird.

Grundlagen der Erstellung des Konzernabschlusses

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der IFRS-Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt worden. Die Darstellung erfolgte in T€. Grundsätzlich wurde der Konzernabschluss unter Anwendung der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erstellt.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Positionen zur besseren Übersichtlichkeit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Nach IAS 1 wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten wie auch Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte bzw. Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind.

Grundlagen der Konsolidierung

Grundlage für den IFRS-Konzernabschluss sind – neben dem Abschluss der Viscom AG – die zum 31. Dezember 2010 aufgestellten Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsgrundsätze zugrunde. Soweit abweichende Vorschriften bestehen, wurden notwendige Anpassungsbuchungen vorgenommen. Die Einzelabschlüsse der Beteiligungsunternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt.

Alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen werden latente Steuern gebildet.

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Diese erfasst die identifizierbaren Vermögenswerte (einschließlich der zuvor nicht erfassten immateriellen Vermögenswerte) und Schulden (einschließlich der Eventualschulden – jedoch ohne Berücksichtigung künftiger Restrukturierung) des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Konsolidierungskreis

Neben der Konzernmutter Viscom AG, Hannover, wurden folgende Tochterunternehmen in den IFRS-Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Beteiligungs
quote
Erstmalige
Beherrschung
Viscom France S.A.R.L. Cergy Pontoise Cedex,
Frankreich
100 % 2001
Viscom Machine Vision Pte Ltd. Singapur, Singapur 100 % 2001
Viscom Inc. Atlanta, Georgia, USA 100 % 2001
Viscom Machine Vision Trading Co. Ltd. Shanghai, China 100 % 2007
Viscom Tunisie S.A.R.L. Tunis, Tunesien 99,99 % 2010

Der Konzernabschluss beinhaltet die Tochterunternehmen, bei denen die Viscom AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und somit die Beherrschung ausübt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem der Anspruch der Beherrschung besteht bzw. die Einbeziehung endet, wenn der Anspruch der Beherrschung nicht mehr besteht.

Im Dezember 2010 hat die Viscom France S.A.R.L. mit einem weiteren Gesellschafter die Viscom Tunisie S.A.R.L. gegründet.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Im Konzernabschluss müssen in einem gewissen Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten haben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird das Ausfallrisiko anhand der jeweiligen Erkenntnislage insbesondere der Überfälligkeit geschätzt. Obwohl Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden aus der Automobilindustrie bestehen, wird gegenwärtig kein erhöhtes Forderungsausfallrisiko gesehen.

Vorräte

Die Vorräte unterliegen Schätzungsannahmen hinsichtlich der Abwertungsparameter z. B. der Reichweite und der Bemessung des Fertigstellungsgrades.

Rückstellungen

Bei Rückstellungen, insbesondere bei den Rückstellungen für Garantie- und Nacharbeiten, kann es zu Abweichungen zu den später anfallenden tatsächlichen Aufwendungen für Garantie- und Nacharbeiten kommen, da die Rückstellungen auf Basis verlässlich vergangenheitsorientierter Werte basieren. Dabei wird der Garantie- bzw. Nacharbeitungsaufwand pro installiertem System quantifiziert und als Bemessungsgrundlage für die sich noch zum Jahreswechsel in Garantie- bzw. Nacharbeit befindenden Systeme herangezogen.

Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Zur Berechnung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows der Zahlungsmittel generierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Als Zahlungsmittel generierende Einheit gilt nach IAS 36 die kleinste erkennbare Gruppe von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse aus der laufenden Nutzung generieren, welche von denen anderer Einheiten weitgehend unabhängig sind.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden bei dem erstmaligen Ansatz zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Diese Werte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.

Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung von immateriellen Vermögenswerten werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt, und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Diese bemessen sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäftsoder Firmenwert einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Wertaufhellungen sind für den Geschäftsoder Firmenwert unzulässig.

Nach IAS 38 sind Forschungskosten nicht aktivierungsfähig; Entwicklungskosten nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen. Eine Aktivierung von Entwicklungskosten ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Sicherheit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojektes und des zu entwickelnden Produkts oder Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein. Im Einzelnen muss die Gesellschaft die Vollendung der Entwicklung sowie Nutzung bzw. Verkauf beabsichtigen und auch die dazu notwendigen technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen besitzen. Weiterhin muss die Gesellschaft in der Lage sein, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen und hieraus einen ökonomischen Vorteil zu generieren. Viscom aktiviert Entwicklungskosten, wenn diese Kriterien kumulativ erfüllt und die Entwicklungskosten zuverlässig ermittelbar sind.

Sonstige Entwicklungskosten, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden als Aufwand erfasst, wenn sie anfallen. Entwicklungskosten, die zuvor als Aufwand erfasst wurden, werden in nachfolgenden Berichtsperioden nicht als Vermögenswerte aktiviert. Aktivierte Entwicklungskosten werden als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen, die vom Zeitpunkt ihrer Nutzungsfähigkeit an linear über ihre Nutzungsdauer, maximal über 4 Jahre, abgeschrieben werden. Für die noch nicht zur Nutzung bereit stehenden aktivierten Entwicklungskosten wird einmal jährlich für die Zahlungsmittel generierende Einheit ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Viscom besitzt fünf eingereichte Patente. Zum 31. Dezember 2010 war, bis auf die Eintragung eines Patents in Taiwan, davon noch kein weiteres Patent endgültig erteilt.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten – abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibung und kumulierter Wertminderungen – ausgewiesen. Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung von Sachanlagen werden als Differenz zwischen Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis – einschließlich Einfuhrzoll und nicht erstattungsfähiger Erwerbsteuern – sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen.

Die Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Dienstleistungen für die Herstellung entstehen. Dazu gehören neben den Einzelkosten auch die angemessenen Anteile der fixen und variablen Produktionsgemeinkosten.

Nachträgliche Anschaffungskosten für eine bereits angesetzte Sachanlage werden dem Buchwert des Vermögenswertes hinzugerechnet, wenn es wahrscheinlich ist, dass über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus dem Unternehmen zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen, die keine wesentliche Ersatzinvestition darstellen, werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.

Die verwendeten Nutzungsdauern, Abschreibungsmethoden sowie Restbuchwerte werden in jeder Periode überprüft. Dies ist notwendig, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Vermögenswerten des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und unter der Position "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Anlagen im Bau sind den Sachanlagen zugeordnet und werden zu ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen. Sie werden ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, an dem die betreffenden Vermögenswerte betriebsbereit sind.

Wertminderung von Vermögenswerten

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden im Hinblick auf eine Wertminderung geprüft, wann immer aufgrund von Ereignissen oder Änderungen der Umstände Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Buchwert nicht erzielt werden könnte. Wenn der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, die zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt worden sind, ein Wertminderungsaufwand erfolgswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag von Nettoveräußerungswert und Nutzungswert.

Der Nettoveräußerungswert ist der durch einen Verkauf des Vermögenswertes nach Abzug der Veräußerungskosten aus einer marktüblichen Transaktion erzielbare Wert. Unter dem Nutzungswert ist der Barwert des geschätzten künftigen Cashflows zu verstehen, der aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet wird. Der erzielbare Betrag wird für einen einzelnen Vermögenswert oder – falls dies nicht möglich ist – für die Zahlungsmittel generierende Einheit ermittelt.

Wenn ein Hinweis vorliegt, dass die Wertminderung nicht länger besteht oder sich verringert hat, wird nach Prüfung und Bewertung des Sachverhalts die gegebenenfalls resultierende Wertaufholung als Ertrag in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie für die noch nicht zur Nutzung bereit stehenden immateriellen Vermögenswerte wird einmal jährlich für die Zahlungsmittel generierende Einheit ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Finanzinvestitionen und andere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Finanzinstrumente (Finanzielle Vermögenswerte und Finanzielle Verbindlichkeiten) im Sinne von IAS 32 und IAS 39 werden in die folgenden Kategorien

unterteilt: bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (einschließlich als zu Handelszwecken klassifizierte Vermögenswerte) und Verbindlichkeiten, gewährte Kredite und Forderungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Bei der erstmaligen bilanziellen Erfassung werden diese finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die dem Zeitwert der Gegenleistung entsprechen. Diese Erfassung erfolgt zum Handelstag. Die Folgebewertung variiert für die unterschiedlichen Kategorien finanzieller Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Sie ist im Rahmen der Bilanzierungsmethoden der jeweiligen Bilanzposten beschrieben. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Gewinne und Verluste aus Veränderungen des Zeitwerts von Finanzinstrumenten werden erfolgswirksam ausgewiesen.

Eine Ausnahme bilden die Gewinne und Verluste aus Veränderung des Zeitwertes von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten außer den Forderungen. Sie werden als gesonderte Posten im Eigenkapital bis zum Abgang des Finanzinstruments ausgewiesen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn das Unternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verliert, auf denen der finanzielle Vermögenswert beruht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Da der Konzern auf internationaler Ebene agiert, ist er Marktrisiken durch schwankende Wechselkurse ausgesetzt. Der Konzern hatte im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der geringen, in US-Dollar getätigten Umsätze kein derivatives Finanzinstrument zur Minderung dieser Risiken eingesetzt.

Verzinsliche Darlehen von Viscom an Dritte werden für die Erstbewertung zu Anschaffungskosten – abzüglich von Ausgabekosten – angesetzt. Nach der Erstbewertung werden verzinsliche Darlehen mit fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzins-Methode bewertet. Gleiches gilt auch für die Folgebewertung von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumenten.

Vorräte

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (fertige Systeme), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (Baugruppen, teilfertige Systeme) und die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe). Die Herstellungskosten von fertigen und in der Herstellung befindlichen Erzeugnissen umfassen die Kosten für den Produktentwurf, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, direkter Personalkosten, anderer direkter Kosten und der Produktion direkt zurechenbaren Gemeinkosten (basierend auf Normalauslastung). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert auf Basis der mit der Durchschnittsmethode ermittelten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Gängigkeitsabwertungen, die durch Berücksichtigung von Reichweitenabschlägen vorgenommen werden und ihrem Nettoveräußerungswert.

Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, die für die Produktion vorgesehen sind, wird eine Lagerreichweite größer ein Jahr zu 100 % wertberichtigt (Slow-Mover-Bewertung). Die Lagerreichweite wird auf Basis des historischen Verbrauchs des Vorjahres berechnet. Die fertigen bzw. teilfertigen Systeme werden nach einem Jahr auf Werthaltigkeit geprüft und nach Bedarf dann ebenfalls wertberichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Übrige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden anfänglich zu Anschaffungskosten, die dem Zeitwert der Gegenleistung entsprechen und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode – abzüglich von Abwertungen für uneinbringliche Beträge – angesetzt und fortgeführt. Die Einschätzung über uneinbringliche Beträge wird vorgenommen, wenn eine vollständige Begleichung der Rechnung nicht mehr wahrscheinlich ist. Uneinbringliche Beträge werden ausgebucht, für zweifelhafte Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. In Fremdwährung valutierende Posten werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 behandelt, wenn es sich um kundenspezifische Aufträge handelt, die gesamten Auftragserlöse und Auftragskosten zuverlässig geschätzt werden können, ein wahrscheinlicher Nutzenzufluss aus dem Vertrag zum Unternehmen vorliegt und die noch anfallenden Kosten sowie der Grad der Fertigstellung zuverlässig ermittelt werden können. Liegen diese Voraussetzungen vor, werden die Erlöse und Kosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Dieser ergibt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten. Zahlungen für Abweichungen im Gesamtauftragswerk, Nachforderungen im Rahmen von Preiskalkulationen und ursprünglich nicht berücksichtigte Kosten werden in dem mit dem Kunden vereinbarten Umfang einbezogen.

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrages nicht verlässlich geschätzt werden kann, sind die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten zu erfassen, die wahrscheinlich einzubringen sind. Auftragskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Die Viscom AG weist für alle laufenden Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber Kunden, bei denen die Summe der Teilrechnungen die angefallenen Kosten zuzüglich der erfassten Gewinne (bzw. abzüglich der erfassten Verluste) übersteigt, eine Verbindlichkeit unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Rücklagen und der Bilanzgewinn sind nach Gesetz und Satzung gebildet. Sie werden mit dem Nominalbetrag angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und zuverlässig geschätzt werden kann.

Wenn erwartet wird, dass ein zurückgestelltes Risiko durch Einzahlungen abgedeckt werden kann (z. B. durch Versicherung), wird dieser Anspruch als Vermögenswert separat erfasst, jedoch nur soweit der Anspruch hinreichend gesichert ist. In diesem Fall werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung die entsprechenden Aufwendungen unter Abzug der entsprechenden Erträge ausgewiesen.

Wesentliche Rückstellungen werden für Garantieleistungen und Nacharbeiten gebildet. Dabei wird der Garantie- bzw. Nachbearbeitungsaufwand pro installiertem System quantifiziert und als Bemessungsmaßstab für die sich noch zum Jahreswechsel in Garantie- bzw. Nacharbeit befindenden Systeme herangezogen.

Steuern

Latente Steuern werden nach IAS 12 unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode grundsätzlich auf temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten Gesetzesregelungen. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird wie im Vorjahr ein Steuersatz von 32 % herangezogen. Die Ertragsteuersätze der ausländischen Gesellschaften variieren zwischen 17 % (Vj.: 17 %) und 39 % (Vj.: 40 %).

Latente Steuern werden in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern wird zum jeweiligen Stichtag überprüft. Latente Steuerforderungen werden nur insoweit bilanziert, wie deren Realisierbarkeit aufgrund von zukünftigen positiven Ergebnissen erwartet werden kann.

Soweit latente Steuern sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, so werden dort auch die latenten Steuern darauf ausgewiesen.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, wenn das Unternehmen einen einklagbaren Anspruch auf die Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen und von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Eine entsprechende Saldierung erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss je Einzelgesellschaft.

Umsätze, Aufwendungen und Vermögenswerte werden abzüglich Umsatzsteuer ausgewiesen; es sei denn, dass die entsprechende Steuer nicht absatzfähig ist. Forderungen und Verbindlichkeiten werden inklusive der Umsatzsteuer ausgewiesen. Der Nettobetrag der zu zahlenden oder einzufordernden Umsatzsteuer wird als Forderung oder Verbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen.

Leasing

Im Falle eines Finanzierungsleasings, welches die Chancen und Risiken aus dem Leasingvermögenswert ähnlich einer Eigentümerschaft auf das Unternehmen überträgt, wird der Vermögenswert zum Marktwert, der den beizulegenden Zeitwert repräsentiert, oder – wenn dieser niedriger ist – zum Barwert des Mindestleasings beim Leasingnehmer aktiviert. Zum 31. Dezember 2010 wurde durch Viscom kein Finanzierungsleasing im Konzernabschluss erfasst.

Trägt der Leasinggeber die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Vermögenswert, wird dieser Geschäftsvorfall als Operating-Leasing behandelt. Die Zahlungen für das Operating-Leasing werden ergebniswirksam als Aufwand behandelt. Viscom tätigt ausschließlich Operating-Leasing-Geschäfte.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der ökonomische Nutzen dem Unternehmen zufließt und verlässlich gemessen werden kann.

Umsatzerlöse werden bei Verkaufsgeschäften generell erfasst, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum des Gegenstands auf den Erwerber transferiert wurden.

Die Umsatzrealisierung der Fertigungsaufträge erfolgt nach vertraglicher Vereinbarung und entsprechend dem Projektfortschritt. Wir verweisen darüber hinaus auf unsere Erläuterungen zur Rechnungslegung von Fertigungsaufträgen.

Bei Dienstleistungen werden Umsatzerlöse nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäftes am Bilanzstichtag aufgenommen, wenn das Ergebnis der Dienstleistung verlässlich geschätzt werden kann.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert, sondern als Aufwand in der Periode berücksichtigt, in der sie anfallen, sofern es sich nicht um qualifizierte Vermögenswerte gemäß IAS 23 handelt.

Zinsen

Zinsen werden entsprechend der effektiven Verzinsung der Vermögenswerte und Schulden im Zinsergebnis erfasst.

Dividenden

Dividenden werden erfasst, wenn das Recht des Anteilsinhabers, die Zahlung zu erhalten, entstanden ist.

Mieten

Mieterträge aus Vermögenswerten werden linear über die Laufzeit des Mietvertrages nach den Vertragsbedingungen erfasst.

Währungsumrechnung

Geschäfte in fremder Währung und die Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet (IAS 21).

Die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Konzerngesellschaften werden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet, Aufwendungen und Erträge zum Durchschnittskurs. Das Eigenkapital der Tochtergesellschaften wird mit den historischen Kursen umgerechnet.

Die sich gegenüber den Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital gesondert als Differenzbetrag aus Währungsumrechnung ausgewiesen. Wenn eine ausländische Konzerngesellschaft veräußert wird, werden bislang erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Währungsdifferenzen erfolgswirksam in der Gewinnund-Verlust-Rechnung als Teil des Veräußerungsgewinns oder -verlusts erfasst.

Die Umrechnungsdifferenzen der Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die Beträge werden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die wesentlichen Umrechnungskurse des jeweiligen Geschäftsjahres lauten wie folgt:

UMRECHNUNGSKURSE 2010

1 SGD
=
x CNY
1 EUR
=
x SGD
1 EUR
=
x USD
Stichtagskurs 5,1482 1,7136 1,3362
Durchschnittskurs 4,9688 1,8055 1,3257

UMRECHNUNGSKURSE 2009

1 SGD
=
x CNY
1 EUR
=
x SGD
1 EUR
=
x USD
4,8703 2,0194 1,4406
4,7071 2,0241 1,3948

ANMERKUNGEN ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

(G1) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft gliedern sich wie folgt auf:

AUFGLIEDERUNG
UMSATZERLÖSE
2010
T€
2009
T€
Bau und Lieferungen von
Maschinen
31.598 15.423
Dienstleistungen/Ersatzteile 7.750 4.826
Mieten 676 625
Summe 40.024 20.874

In den Umsatzerlösen sind 383 T€ (Vj.: 664 T€) gemäß IAS 11 ermittelte Auftragserlöse enthalten.

(G2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

AUFGLIEDERUNG SONS
TIGE BETRIEBL. ERTRÄGE
2010
T€
2009
T€
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen für
Nacharbeiten und Garantien
527 1.251
Sachbezüge 338 360
Erträge aus Kursdifferenzen 91 182
Erträge aus abgeschriebenen
Forderungen
55 92
Erträge aus Anlagenverkäufen 26 10
Versicherungsentschädigungen 16 70
Erträge aus der Auflösung von
sonstigen Rückstellungen
10 102
Erträge aus der Erstattung
von Kurzarbeitergeld
0 299
Erträge aus der Ausbuchung
Verbindlichkeit Phoseon
0 366
Übrige betriebliche Erträge 462 385
Summe 1.525 3.117

Die Sachbezüge, die eine korrespondierende Gegenposition im Personalaufwand haben, ergeben sich bei der Versteuerung von geldwerten Vorteilen wie z. B. bei der privaten Kfz-Nutzung.

(G3) VERÄNDERUNGEN DES BESTANDES AN FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSEN

In die Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen gehen die bestandsabhängigen Herstellungskosten der fertigen und teilfertigen Maschinen sowie der Baugruppen ein. Der Nettowert dieser Maschinen und Baugruppen beträgt 6.075 T€ (Vj.: 6.256 T€) bei Anschaffungsund Herstellungskosten in Höhe von 13.698 T€ (Vj.: 13.531 T€) und einer zugehörigen Wertberichtigung in Höhe von 7.623 T€ (Vj.: 7.275 T€).

(G4) SONSTIGE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNG

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Eigenleistungen für Neuentwicklungen in Höhe von 1.065 T€ (Vj.: 862 T€) aktiviert. Die Entwicklungen beziehen sich hauptsächlich auf Software und neue Systeme.

(G5) MATERIALAUFWAND

Der Materialaufwand gliedert sich in Aufwendungen für bezogene Materialien und für bezogene Leistungen:

MATERIALAUFWAND 2010
T€
2009
T€
Materialien einschließlich
Anschaffungsnebenkosten
9.452 5.256
Fremdleistungen 835 273
Summe 10.287 5.529

Die Materialeinsatzquote ist im Wesentlichen von zusätzlichen Auflösungen für die Wertberichtigung der "Slow Mover" geprägt.

(G6) PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand besteht aus Gehaltsaufwendungen und dem Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungen:

PERSONALAUFWAND 2010
T€
2009
T€
Löhne und Gehälter
inkl. Boni und Tantiemen
13.023 12.643
Soziale Abgaben 2.082 2.625
Summe 15.105 15.268
Anzahl der Mitarbeiter
(Jahresdurchschnitt)
259 319
Anzahl der Auszubildenden
(Jahresdurchschnitt)
9 11
Summe 268 330

Der vor dem Hintergrund der gesunkenen Anzahl an Mitarbeitern geringe Rückgang des Personalaufwands resultiert im Wesentlichen aus deutlich höheren Tantiemen und Prämien, die aufgrund der guten Geschäftsentwicklung in 2010 angefallen sind (vgl. Erläuterung P5).

Im Berichtszeitraum wurden Zahlungen im Rahmen beitragsorientierter Versorgungspläne in Höhe von 907 T€ (Vj.: 1.063 T€) geleistet.

(G7) AUFWAND FÜR ABSCHREIBUNGEN

Zum Aufwand für Abschreibungen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter A6 in den Aktiva der Bilanz.

(G8) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen teilen sich wie folgt auf:

SONSTIGE BETRIEBLICHE
AUFWENDUNGEN
2010
T€
2009
T€
Verwaltungs- und
Gemeinkosten
3.040 2.790
Mieten/Leasing 1.574 1.690
Vertriebskosten 1.265 1.313
Garantieleistungen/
Nacharbeiten
1.236 238
Reisekosten 1.197 887
Ausgangsfrachten 408 322
Aufwendungen aus
Währungsdifferenzen
222 198
Wertberichtigungen auf
Forderungen und For
derungsverluste
163 855
Aufwendungen aus der
Wertberichtigung
Forderung Phoseon
0 150
Summe 9.105 8.443

Die Verringerung der Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste gegenüber dem Vorjahr um 692 T€ ist auf das geringere Ausfallrisiko von Forderungen gegenüber Kunden zurück zu führen. Der Anstieg der Aufwendungen für Garantieleistungen/Nacharbeiten um 998 T€ rührt aus dem Anstieg der Anzahl der ausgelieferten Systeme gegenüber dem Vorjahr her.

(G9) FINANZERGEBNIS

Aufgrund von festverzinslichen Geldanlageformen liegen die vereinnahmten Zinsen deutlich unter denen des Vorjahres. Das Finanzergebnis beträgt 343 T€ (Vj.: 618 T€).

(G10) ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern beinhalten in den zum 31. Dezember 2010 und 2009 endenden Geschäftsjahren folgende Aufwendungen bzw. Erträge:

ERTRAGSTEUERN 2010
T€
2009
T€
Tatsächliche Ertrag
steuern des abgelaufenen
Geschäftsjahres
703 27
Tatsächliche Ertragsteuern
der Vorjahre
32 22
Latente Ertragsteuern
aus Entstehung und Um
kehrung von temporären
Differenzen und steuerlichen
Verlustvorträgen
-3.783 393
Ertrag/Aufwand aus Ertrag
steuern in der Konzern
Gesamtergebnisrechnung
-3.048 442

Die tatsächlichen Ertragsteuern aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr betreffen die ausländischen Tochterunternehmen in Frankreich, USA und Singapur sowie die Viscom AG.

Die tatsächlichen Ertragsteuern für die Vorjahre in Höhe von 32 T€ resultieren aus dem Aufwand (55 T€) für Mehrsteuern der amerikanischen Gesellschaft und einer Steuererstattung (-23 T€) der Gesellschaft in Singapur.

Der latente Steuerertrag resultiert im Wesentlichen aus der erstmaligen Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aus Vorjahren und darüber hinaus aus der Veränderung der temporären Bilanzdifferenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz auf Ebene der deutschen und amerikanischen Gesellschaft. Weiterhin entsteht durch die ausschließlich im IFRS-Abschluss aktivierten Entwicklungskosten eine passive Steuerlatenz.

Aus der Auszahlung von Dividenden an Anteilseigner resultieren keine ertragsteuerlichen Konsequenzen auf Ebene der Viscom AG.

Die Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand ergibt sich auf Basis des Steuersatzes der Muttergesellschaft (Vj.: durchschnittlicher Konzernsteuersatz) wie folgt:

ÜBERLEITUNG STEUERAUFWAND 2010
T€
2009
T€
Konzernergebnis vor Steuern 7.475 -13.275
Erwarteter Steuerertrag/-aufwand
auf Basis von 32 % (Vj.: 32 %)
2.392 -4.248
Unterschiede zum Konzernsteuersatz -1 37
Nichtaktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 0 4.625
Nutzung von zuvor nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen -1.541 0
Aktivierung von zuvor als nicht nutzbar eingeschätzte steuerliche
Verlustvorträge
-4.080 0
Periodenfremder Steueraufwand für Vorjahre aufgrund der
Betriebsprüfung
0 293
Steuerertrag durch Verlustrücktrag 0 -271
Periodenfremde Steuern 32 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 99 71
Sonstige 51 -65
Tatsächlicher Steueraufwand -3.048 442
LATENTE STEUERVERBINDLICHKEITEN
Konzern-Bilanz
2010
T€
2009
T€
Immaterielles Anlagevermögen 590 272
Forderung Fertigungsaufträge 123 212
Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 21
Bruttobetrag 718 505
Saldierung -718 -505
Nettobetrag 0 0
LATENTE STEUERFORDERUNGEN Konzern-Bilanz
2010 2009
T€ T€
Goodwill 0 0
Bewertung Sachanlagen 50 22
Finanzanlagen 16 0
Vorräte 600 538
Bewertung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 117 129
Bewertung Rückstellungen 37 203
Latente Steuern aus Zwischengewinneliminierung 2 5
Erträge/Verluste aus Währungsumrechnungen 0 14
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 15 0
Übrige Verbindlichkeiten 13 0
Nicht realisierter Umsatz 3 0
Steuerliche Verlustvorträge 4.079 0
Bruttobetrag 4.932 911
Saldierung -718 -505
Nettobetrag 4.214 406

Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft saldiert. Für den Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern auf Ebene der jeweils betroffenen Einzelgesellschaft wird auf Basis von Unternehmensplanungsrechnungen die Werthaltigkeit des Überhangs der aktiven latenten Steuern für hinreichend sicher eingeschätzt. Sämtliche Veränderungen der latenten Steuern in 2010 waren – wie im Vorjahr – erfolgswirksam. Für die zum 31. Dezember 2010 bei der Viscom AG, Hannover, und der Tochtergesellschaft in Singapur bestehenden steuerlichen Verlustvorträge wurden 4.079 T€ (Vj.: 0 T€) aktive latente Steuern bilanziert. Die Beträge der körperschaftsbzw. gewerbesteuerlichen Verlustvorträge der Viscom AG belaufen sich zum Ende des Berichtsjahres auf 12.728 T€ (Vj.: 20.434 T€) bzw. 12.780 T€ (Vj.: 20.552 T€). Aufgrund der Ungewissheit eines bestehenden Rechtsbehelfsverfahrens wurden im aktuellen Berichtsjahr rund 5.200 T€ körperschaftssteuerliche Verlustvorträge nicht berücksichtigt. Durch die steuerliche Ergebniswende mit einem zu versteuernden Einkommen im Geschäftsjahr 2010 – nach steuerlichen Verlusten in 2008 und 2009 – sowie einer positiven Ergebnisprognose im Planungshorizont, werden die steuerlichen Verlustvorträge der Viscom AG zum 31. Dezember 2010 als vollumfänglich werthaltig eingeschätzt. Die steuerlichen Verlustvorträge auf Ebene der Tochtergesellschaft in Singapur betragen 642 T€ (Vj.: 880 T€).

Aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste, mindert sich der tatsächliche Steueraufwand um 1.541 T€ (Vj.: 0 T€).

Für die Nutzung dieser in- und ausländischen steuerlichen Verlustvorträge besteht gesetzlich keine zeitliche Begrenzung.

Ebenfalls wurden keine passiven latenten Steuern für in Höhe von 1.128 T€ (Vj.: 901 T€) thesaurierte Gewinne der ausländischen Tochterunternehmen bilanziert, da derzeit nicht geplant ist, diese Gewinne an die Muttergesellschaft auszuschütten oder die Tochterunternehmen zu veräußern. Würden für diese zeitlichen Unterschiede latente Steuern bilanziert, wären für deren Bewertung aufgrund der gesetzlichen Regelung in § 8b KStG lediglich 5 % der potenziellen Dividende zzgl. eventueller ausländischer Quellensteuer zu berücksichtigen.

(G11) ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie im Geschäftsjahr 2010 beträgt 1,18 € (verwässert und unverwässert) bezogen auf 8.885.060 Aktien im Jahresdurchschnitt. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie -1,54 € (verwässert und unverwässert) bezogen auf 8.979.542 Aktien im Jahresdurchschnitt. Das der Berechnung zugrunde liegende Ergebnis (verwässert und unverwässert) beläuft sich auf 10.523 T€ (Vj.: -13.717 T€).

ANMERKUNGEN ZU VERMÖGENSWERTEN

(A1) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel bestehen aus dem Kassenbe-

stand und den Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von insgesamt 25.905 T€ (Vj.: 25.322 T€). Es handelt sich um Positionen, die zum Jahresende eine Laufzeit von weniger als drei Monate aufweisen und über die frei verfügt werden kann.

(A2) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht kein Zinsänderungsrisiko, da es sich in allen Fällen um kurzfristige Fälligkeiten handelt. Der Buchwert stellt einen angemessenen Näherungswert des beizulegenden Zeitwertes dar.

Die zweifelhaften Forderungen, die zu 100 % wertberichtigt wurden, betragen 302 T€ (Vj.: 139 T€). Die kumulierten Wertberichtigungen auf Forderungen betragen 1.244 T€ (Vj.: 1.101 T€).

Die Zahlungen der Kunden erfolgten 2010 teilweise verspätet außerhalb der vereinbarten Zahlungsziele. Zahlungen auf abgeschriebene und ausgebuchte Forderungen sind in Höhe von 55 T€ (Vj.: 37 T€) erfolgt.

Die Wertberichtigung auf Forderungen entwickelte sich wie folgt:

2010
T€
2009
T€
Stand 1. Januar 1.101 710
Zuführung zur Wertberichti
gung auf Forderungen
0 370
Im Geschäftsjahr als unein
bringlich abgeschriebene
Forderungen
232 120
Auflösung nicht verbrauchter
Wertminderungen
-89 -99
Stand 31. Dezember 1.244 1.101

FERTIGUNGSAUFTRÄGE

Erläuterung zu den Veränderungen der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber Kunden:

FERTIGUNGSAUFTRÄGE
mit aktivischem Saldo
gegenüber Kunden
2010
T€
2009
T€
In der Berichtsperiode
erfasste Auftragserlöse
383 664
Für Fertigungsaufträge ange
fallene Kosten
161 194
Fertigungsaufträge mit
aktivischem Saldo gegen
über Kunden
222 470

Wenn das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist, werden die in der Berichtsperiode erfassten Auftragserlöse auf Grundlage der erwarteten Gesamterlöse und des Fertigstellungsgrads ermittelt. Der Fertigstellungsgrad wird dabei auf Basis der bis zum Stichtag angefallenen Herstellungskosten im Verhältnis zu den gesamten erwarteten Herstellungskosten ermittelt.

(A3) ERTRAGSTEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Ertragsteuererstattungsansprüche beinhalten zum 31. Dezember 2010 als größten Posten Körperschaftrückforderungen der Viscom AG in Höhe von 150 T€ aufgrund von zu hohen Vorauszahlungen für den Veranlagungszeitraum 2009 (im Vorjahr 876 T€ aus Vorauszahlungen für die Veranlagungszeiträume 2007 und 2008).

(A4) VORRÄTE

VORRÄTE 2010
T€
2009
T€
Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe
3.784 2.243
Baugruppen und
teilfertige Systeme
3.616 1.989
Fertige Systeme 2.762 4.267
Summe 10.162 8.499

Bei den fertigen Systemen im Lagerbestand handelt es sich um Miet- und Demomaschinen sowie um frei zum Verkauf stehende Prüfsysteme. Alle Systeme werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit geprüft und bei Bedarf wertberichtigt. In den Baugruppen und teilfertigen Systemen sind – neben vorgefertigten Modulen und bereits aufgebauten Maschinen – auch die sich im Aufbau befindlichen Einheiten (Work in Process) enthalten. Alle Lagerbestände, insbesondere bei den fertigen und teilfertigen Systemen, wurden in 2010 mit den gleichen Wertansätzen wie in 2009 bewertet.

Die kumulierte Wertberichtigung für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beträgt zum Jahresende 3.463 T€ (Vj.: 5.158 T€), für die teilfertigen Systeme und Baugruppen 2.483 T€ (Vj.: 2.372 T€) sowie für die fertigen Systeme 5.121 T€ (Vj.: 4.903 T€).

(A5) ÜBRIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE

ÜBRIGE FORDERUNGEN
UND VERMÖGENSWERTE
2010
T€
2009
T€
Anleihen 1.603 500
Forderung Zins
Unternehmensanleihen
201 73
Debitorische Kreditoren 143 28
Kautionen
Mietverhältnisse/Zoll
67 146
Forderung ggü. Arbeitsamt
aus Kurzarbeitergeld
0 149
Zwischensumme sonstige
finanzielle Forderungen
2.014 896
Geleistete Anzahlungen 421 417
Übrige Vermögenswerte 65 86
Abziehbare Vorsteuer
Spanien
3 7
Forderung ggü. Treuhand
konto Transfergesellschaft
1 72
Sonstige Forderungen 112 58
Sonstige Vermögenswerte 602 640
Summe 2.616 1.536

Bezüglich der Anleihen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter A9.

(A6-A8) SACHANLAGEN/IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
in T€
Patente und
ähnliche
Rechte und
Werte
Software Goodwill Anzahlungen
auf Immate
rielle Ver
mögensge
genstände
Entwick
lungs
kosten
Summe
Immate
rielle Ver
mögens
werte
Restbuchwert zum 01.01.2010 0 613 0 30 862 1.505
Zugänge 0 15 0 0 1.065 1.080
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen Abgänge 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen für das laufende Jahr* 0 194 0 0 82 276
Währungsdifferenzen 0 1 0 0 0 1
Restbuchwert zum 31.12.2010 0 435 0 30 1.845 2.310
01.01.2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.288 1.539 15 30 862 4.734
Kumulierte Abschreibung 2.288 926 15 0 0 3.229
Restbuchwert 0 613 0 30 862 1.505
31.12.2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.288 1.555 15 30 1.927 5.815
Kumulierte Abschreibung 2.288 1.120 15 0 82 3.505
Restbuchwert 0 435 0 30 1.845 2.310
SACHANLAGEN Mieter
einbauten
Technische
Anlagen u.
Maschinen
Betriebs-/
Geschäfts
ausstattung
Fahrzeuge Summe
Sach
anlagen
Summe
Anlage
güter
in T€
Restbuchwert zum 01.01.2010 381 180 695 117 1.373 2.878
Zugänge 0 7 301 141 449 1.529
Abgänge 148 22 93 117 380 380
Abschreibungen Abgänge -148 -10 -23 -99 -280 -280
Abschreibungen für das laufende Jahr* 97 62 309 60 528 804
Währungsdifferenzen 8 0 10 9 27 28
Restbuchwert zum 31.12.2010 292 113 627 189 1.221 3.531
01.01.2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.247 887 2.518 375 5.028 9.762
Kumulierte Abschreibung 866 707 1.823 258 3.655 6.884
Restbuchwert 381 180 695 117 1.373 2.878
31.12.2010
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.395 872 2.726 400 5.393 11.208
Kumulierte Abschreibung 1.103 759 2.099 211 4.172 7.677
Restbuchwert 292 113 627 189 1.221 3.531

* Davon außerplanmäßige Abschreibung 0 T€

IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE
in T€
Patente und
ähnliche
Rechte und
Werte
Software Goodwill Anzahlungen
auf Immate
rielle Ver
mögensge
genstände
Entwick
lungs
kosten
Summe
Immate
rielle Ver
mögens
werte
Restbuchwert zum 01.01.2009 1.990 137 15 629 0 2.771
Zugänge 0 73 0 30 862 965
Umbuchung 0 629 0 -629 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen Abgänge 0 0 0 0 0 0
Abschreibungen für das laufende Jahr* 1.990 226 15 0 0 2.231
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 0 0
Restbuchwert zum 31.12.2009 0 613 0 30 862 1.505
01.01.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.288 837 15 629 0 3.769
Kumulierte Abschreibung 298 700 0 0 0 998
Restbuchwert 1.990 137 15 629 0 2.771
31.12.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2.288 1.539 15 30 862 4.734
Kumulierte Abschreibung 2.288 926 15 0 0 3.229
Restbuchwert 0 613 0 30 862 1.505
SACHANLAGEN Mieter
einbauten
Technische
Anlagen u.
Betriebs-/
Geschäfts
Fahrzeuge Summe
Sach
Summe
Anlage
in T€ Maschinen ausstattung anlagen güter
Restbuchwert zum 01.01.2009 506 268 980 186 1.940 4.711
Zugänge 8 0 76 0 84 1.049
Abgänge 0 24 134 74 232 232
Abschreibungen Abgänge 0 -19 -131 -67 -217 -217
Abschreibungen für das laufende Jahr* 130 83 355 59 627 2.858
Währungsdifferenzen -3 0 -3 -3 -9 -9
Restbuchwert zum 31.12.2009 381 180 695 117 1.373 2.878
01.01.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.239 911 2.576 449 5.175 8.944
Kumulierte Abschreibung 733 643 1.596 263 3.235 4.233
Restbuchwert 506 268 980 186 1.940 4.711
31.12.2009
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.247 887 2.518 375 5.028 9.762
Kumulierte Abschreibung 866 707 1.823 258 3.655 6.884
Restbuchwert 381 180 695 117 1.373 2.878

* Davon außerplanmäßige Abschreibung 1.777 T€. Diese entfallen auf das Segment Europa.

Planmäßige Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:

Jahre
Mietereinbauten 2–14
Technische Anlagen und Maschinen 2–13
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
8–20
Fahrzeuge 5–8
Software 1–6
Patente 12
Know-how/Kundenstamm 3–5

In den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen sind bereits vollständig abgeschriebene, aber noch genutzte Anlagen mit ihren Anschaffungskosten in Höhe von 2.767 T€ (Vj.: 4.423 T€) enthalten.

Es wurden in der Berichtsperiode Entwicklungsaufwendungen aktiviert. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für die Serienprodukte betrug rund 3.100 T€ in 2010.

(A8) FINANZANLAGEN/VOM UNTERNEHMEN AUSGEREICHTE KREDITE UND MIETSICHER-HEITEN

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und zwei Jahren mit Anschaffungskosten von 3.187 T€ erworben. Die kurzfristigen Anleihen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 1.603 T€ unter den sonstigen finanziellen Forderungen ausgewiesen. Die langfristigen Anleihen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 3.138 T€ unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Darüber hinaus sind weitere 28 T€ der Tochterunternehmen unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Das Unternehmen plant, die Anleihen aufgrund der derzeitig hohen Rendite bis zum Laufzeitende zu halten. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Veräußerungswert sämtlicher Unternehmensanleihen 4.742 T€.

Weiterhin sind zweckfreie Darlehen, die an Mitarbeiter vergeben wurden, und Sicherheiten für Mietobjekte beziffert.

Bei den Darlehen werden die fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 162 T€ angesetzt. Der von den Mitarbeitern zu zahlende Zinssatz betrug für Darlehen über 2,5 T€ zwischen 5 % und 5,5 %. Aufgrund des festen Zinssatzes besteht grundsätzlich ein Wertänderungsrisiko, welches jedoch als immateriell eingestuft und insoweit nicht abgesichert wird.

(A9) AKTIVE LATENTE STEUERN

Die Übersicht über die Bestandteile dieser Position ist im Zusammenhang mit den Steuerpositionen G10 der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt und erläutert.

ANMERKUNGEN ZU EIGENKAPITAL UND SCHULDEN

(P1) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden anfangs mit Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Zahlung der Rechnungen erfolgt in der Regel zweimal in der Woche und in der vorgegebenen Zahlungsfrist. Skonto wird, wo immer möglich, in Anspruch genommen. Es handelt sich in allen Fällen um kurzfristige Verbindlichkeiten.

(P2) ERHALTENE ANZAHLUNGEN

Es handelt sich dabei um Vorauszahlungen von Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

(P3) RÜCKSTELLUNGEN

ÜBERSICHT SONSTIGE
RÜCKSTELLUNGEN
01.01.2010
T€
Zugänge
T€
Auflösung
T€
Verbrauch
T€
31.12.2010
T€
Kurzfristige Rückstellungen
Rückstellung für Garantie-/Nacharbeiten 1.012 1.042 441 450 1.163
Rückstellungen für Zahlungsrückerstattung 427 0 0 416 11
Summe kurzfristige Rückstellungen 1.439 1.042 441 866 1.174
Langfristige Rückstellungen
Jubiläumsrückstellungen 156 25 10 31 140
Rückstellungen für Garantieleistungen 75 178 86 8 159
Summe langfristige Rückstellungen 231 203 96 39 299
Summe Rückstellungen 1.670 1.245 537 905 1.473

Die kurzfristigen Rückstellungen bestehen vor allem aus Rückstellungen für zu erwartende Garantieleistungen und Nacharbeiten. Garantierückstellungen werden unter Berechnung der noch anstehenden Garantiemonate für die Projekte und des durchschnittlichen Serviceaufwandes pro Garantiemonat gebildet. In diesem Betrag sind auch Rückstellungen für die im Garantiezeitraum auszuliefernden Ersatzteile enthalten.

Die Rückstellungen für Garantieleistungen und Nacharbeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Umsatzrückgangs deutlich verringert.

Bei den kurzfristigen Rückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme innerhalb der nächsten 12 Monate gerechnet.

In den langfristigen Rückstellungen werden die Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 141 T€ (Vj.: 156 T€) und der langfristige Anteil der Garantierückstellungen in Höhe von 159 T€ (Vj.: 75 T€) ausgewiesen. Bei den Garantierückstellungen wird mit einer Inanspruchnahme innerhalb von 12 bis 36 Monaten, bei der Jubiläumsrückstellung innerhalb von 12 bis 300 Monaten gerechnet.

(P4) ERTRAGSTEUERVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten setzen sich aus Gewerbesteuerrückstellungen (354 T€) und Körperschaftsteuerrückstellungen (278 T€) der Viscom AG sowie Steuererstattungsansprüche in der Niederlassung Singapur (25 T€) zusammen.

(P5) SONSTIGE KURZFRISTIGE UND FINANZIELLE SCHULDEN

Sonstige kurzfristige und finanzielle Schulden enthalten die nachfolgenden Positionen:

SONSTIGE KURZFRISTIGE
UND FINANZIELLE SCHULDEN
2010
T€
2009
T€
Tantiemen, Prämien,
Einmalzahlung
1.266 147
Provisionen Handelsvertreter 598 504
Ausstehende
Eingangsrechnungen
423 12
Soziale Sicherheit 122 146
Kreditorische Debitoren 52 4
Aufsichtsrat 45 28
Zwischensumme sonstige
finanzielle Schulden
2.506 841
Urlaub, Überstunden 547 508
Steuern 430 420
Sonstige 500 178
Zwischensumme sonstige
kurzfristige Schulden
1.477 1.106
Summe 3.983 1.947

Die Position "Sonstige finanzielle Schulden" beinhaltet kurzfristige Verbindlichkeiten in Form von z. B. noch nicht gezahlten Prämien an Mitarbeiter, Provisionen an die Handelsvertreter, welche bereits Anspruch erworben haben, die aber erst mit der Zahlung des Kunden fällig werden, oder ausstehenden Rechnungen, d. h. die Ware wurde bereits geliefert und gebucht, aber die zugehörige Rechnung lag zum Jahreswechsel noch nicht vor. Die Verbindlichkeiten für Tantiemen, Prämien und Einmalzahlungen haben sich bedingt durch den guten Geschäftsverlauf deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Position "Sonstige kurzfristige Schulden" beinhaltet insbesondere noch zu zahlende Steuern sowie die für die auszahlungsfähigen Urlaubstage bzw. Überstunden gebildeten Rückstellungen.

(P6 bis P9) EIGENKAPITAL UND RÜCKLAGEN

Das in Höhe von 9.020.000,00 € (Vj.: 9.020.000,00 €) ausgewiesene Grundkapital der Konzernmutter Viscom AG, bestehend aus 9.020.000 Aktien, ist voll eingezahlt. Bei den 9.020.000 Aktien handelt es sich um auf Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € je Aktie. Das Grundkapital, das am 1. Januar 2006 in 67.200 Aktien eingeteilt war, wurde in 2006 durch eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln um 6.652.800 Aktien (6.653 T€) sowie durch die Ausgabe von 2.300.000 neuen Aktien (2.300 T€) im Zuge des Börsengangs erhöht. Die Kapitalrücklage setzt sich aus dem Aufgeld der bis zum 1. Januar 2005 an der Viscom AG beteiligten BdW, Beteiligungsgesellschaft für die deutsche Wirtschaft, dem der beteiligten Mitarbeiter der Viscom und dem Aufgeld (38.591 T€) aus der Ausgabe der neuen Aktien zusammen. Die Verwendungsmöglichkeiten der Kapitalrücklage entsprechen den Regelungen des Aktiengesetzes. Für die Mitarbeiter existieren keine Aktienoptionsprogramme.

Wie in der entsprechenden ad hoc-Mitteilung vom 29. Juli 2008 mitgeteilt, hat Viscom an diesem Tag begonnen, eigene Aktien über die Börse zu kaufen. Die Viscom AG hat im Zeitraum vom 29. Juli 2008 bis 31. März 2009 insgesamt 134.940 eigene Aktien zurück gekauft. Dies entspricht rund 1,5 % des Grundkapitals. Der Kauf der eigenen Anteile wird erfolgsneutral erfasst und mindert das Eigenkapital. Der Betrag wurde in einer Summe von der Kapitalrücklage abgezogen. Die Aktien wurden zu einem durchschnittlichen Kurs von 4,33 € je Stück erworben. Der Rückkauf dient als mögliche Akquisitionswährung. Von der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar gehaltene Aktien sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden in diesem Zusammenhang keine weiteren Aktien erworben (Vj.: 10.018 Aktien für insgesamt 26 T€). Die Anzahl der gewinnberechtigten Aktien betrug unverändert 8.885.060 Aktien zum 31. Dezember 2010.

Im Geschäftsjahr 2010 ist, wie auch im Vorjahr, keine Dividende ausgeschüttet worden.

Das verwässerte und unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Konzernperiodengewinns durch die Anzahl der im Jahr durchschnittlich ausgegebenen Aktien.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 12. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.500.000 € durch Ausgabe bis zu Stück 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

SEGMENTINFORMATION

ANGABEN ZU DEN GEOGRAFISCHEN SEGMENTEN NACH ABSATZMÄRKTEN

Europa Asien Amerika Konsolidierung Summe
2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009 2010 2009
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Externe Verkäufe 28.998 16.945 7.629 1.470 3.397 2.459 0 0 40.024 20.874
Segmentergebnis 6.735 -12.348 336 -641 37 -904 24 0 7.132 -13.893
zzgl. Finanzergebnis 0 0 0 0 0 0 0 0 343 618
abzgl. Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0 0 0 3.048 -442
Konzernergebnis 10.523 -13.717
Segmentvermögen 47.660 42.639 5.457 1.758 1.424 2.149 -10 -2.194 54.531 44.352
zzgl. Finanzanlagen 4.891 4.222 0 0 22 17 -1.747 -2.017 3.166 2.222
zzgl. latente Steuern
und Steuererstattungs
ansprüche
0 0 0 0 0 0 0 0 4.496 1.544
Total Aktiva 62.193 48.118
Segmentschulden 7.595 4.147 3.812 626 1.275 2.227 -5.057 -2.388 7.625 4.612
zzgl. Finanzverbindlich
keiten
299 231 0 0 0 0 0 0 299 231
zzgl. latente Steuern und
Steuerrückstellungen
0 0 0 0 0 0 0 0 607 433
Total Verbindlichkeiten 8.531 5.276
Investitionen 1.094 1.039 412 0 23 9 0 0 1.529 1.048
Abschreibungen 646 2.698 76 85 102 109 -20 -34 804 2.858

Die geografischen Segmente stellen die Grundlage für die interne Berichterstattung dar, mit der das Management den Konzern steuert, da die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns insbesondere von Unterschieden in den Absatzgebieten beeinflusst werden. Das Management

beurteilt die Ergebnisse der Geschäftssegmente und steuert diese basierend auf dem EBIT als einer zentralen Steuerungsgröße. Die Verrechnung von Leistungen erfolgt in der Regel zwischen dem Segment Europa und den anderen Segmenten auf Basis von Transfer-Preisen.

Die Geschäftssegmente ergänzen die internen Informationen für das Management. Die geografischen Segmente des Konzerns werden nach dem Sitz des Abnehmers bestimmt. Die berichtspflichtigen Segmente erwirtschaften ihren Umsatz hauptsächlich durch die Herstellung und Verkauf von in der nachfolgenden Tabelle genannten Produktgruppen.

Die Produktgruppe "Optische und röntgentechnische Serienprüfsysteme" beinhaltet alle AOI-Standardmaschinen, die losgelöst vom Kundenauftrag bis zu einer bestimmten Fertigungsstufe identisch sind. Optische Sonderprüfsysteme sind hingegen in der Regel eigenständige Entwicklungen, die nur für einen bestimmten Kunden bzw. Kundenkreis hergestellt werden. Die röntgentechnischen Sonderprüfsysteme umfassen Systeme, die innerhalb der Fertigungslinie, aber auch allein stehend eingesetzt werden können, sowie Röntgenröhren, die an Original Equipment Manufacturer weiterverkauft werden. Viscom erzielte rund 55 % (Vj.: 40 %) seines Umsatzes mit den fünf größten Kunden. Externe Verkäufe erfolgten in Höhe von 16.756 T€ (Vj.: 10.072 T€) in Deutschland und in Höhe von 23.267 T€ (Vj.: 10.802 T€) in allen übrigen Ländern.

Die Summe der langfristigen Vermögenswerte mit Ausnahme von Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen (es existieren keine Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit Pensionen oder Rechte aufgrund von Versicherungsverträgen) in Deutschland beträgt 3.257 T€ (Vj.: 2.885 T€); die Summe dieser langfristigen Vermögensgegenstände in den übrigen Ländern beträgt 436 T€ (Vj.: 44 T€).

Optische und
röntgentech
nische Serien
prüfsysteme
Optische
Sonderprüf
systeme
Röntgen
technische
Sonderprüf
systeme
Summe
2010
T€
2009
T€
2010
T€
2009
T€
2010
T€
2009
T€
2010
T€
2009
T€
Externe Verkäufe 34.419 16.297 3.069 1.761 2.536 2.815 40.024 20.874
Segmentvermögen 46.894 34.628 4.182 3.742 3.456 5.982 54.532 44.352
Investitionen 1.315 818 117 88 97 141 1.529 1.048

ANGABEN ZU DEN PRODUKTGRUPPEN

KAPITALFLUSSRECHNUNG SEGMENTE

KAPITALFLUSSRECHNUNG SEGMENTE

Europa Asien Amerika Konsoli
dierung
Summe
2010
T€
2010
T€
2010
T€
2010
T€
2010
T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Periodengewinn nach Steuern und Zinsen 10.196 342 -50 35 10.523
Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Ertragsteuer
aufwand (+)
-3.105 -22 76 3 -3.048
Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Zinsaufwand (+) 0 0 14 -8 6
Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Zinsertrag (-) -399 0 -3 8 -394
Berichtigung Periodenergebnis aufgrund Abschreibungen (+) 646 76 102 -20 804
Zunahme (+) / Abnahme (-) von Rückstellungen 224 0 -457 -33 -266
Gewinne (-) / Verluste (+) aus dem Abgang
von langfristigen Vermögenswerten
-2 -30 0 12 -20
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen
und sonstiger Vermögenswerte
-6.338 -2.470 427 2.710 -5.671
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten 2.902 3.080 -379 -2.831 2.772
Ertragsteuern erstattet (+) / gezahlt (-) -229 -2 211 0 -20
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 3.895 974 -59 -124 4.686
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Erlöse (+) aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 14 117 0 -42 89
Erwerb (-) von langfristigen materiellen und immateriellen
Vermögenswerten
-111 -412 -23 97 -449
Erwerb (-) von langfristigen Finanzanlagen -3.138 0 0 -5 -3.143
Aktivierung von Entwicklungskosten (-) -1.080 0 0 0 -1.080
Erhaltene Zinsen (+) 194 0 3 -8 189
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungs
mittel
-4.121 -295 -20 42 -4.394
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Darlehen 279 0 -290 11 0
Gezahlte Zinsen (-) 0 0 -14 8 -6
Nettozahlungsmittelveränderung aus 279 0 -304 19 -6
Finanzierungstätigkeit
Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittel
bestandes
0 182 52 63 297
Finanzmittelbestand
Veränderung des Finanzmittelbestandes 53 679 -383 -63 286
Finanzmittelbestand am 1. Januar 23.722 925 675 0 25.322
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 23.775 1.786 344 0 25.905

SONSTIGE ANGABEN

ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN UND ZUM FINANZRISIKOMANAGEMENT

Darstellung der Kategorien von Finanzinstrumenten und den dazugehörigen Nettoergebnissen gemäß IFRS 7

Als Finanzinstrumente gelten Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei der Gegenpartei zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen in diesem Zusammenhang liquide Mittel, vertraglich zugesicherte Rechte zum Empfang von Barmitteln oder anderweitigen finanziellen Vermögenswerten wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente und an anderen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen vertragliche Verpflichtungen, ein Barvermögen oder andere finanzielle Vermögenswerte die an andere Unternehmen abzugeben sind. Hierzu zählen aufgenommene Darlehen, kurzfristige Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Derivate.

Die nachstehende Darstellung gibt Auskunft über die Buchwerte der einzelnen Bewertungskategorien. Zudem werden die beizulegenden Zeitwerte je Klasse von Finanzinstrumenten gezeigt. Die Darstellung gestattet den Vergleich zwischen den Buch- und den beizulegenden Zeitwerten.

Für flüssige Mittel und andere kurzfristige originäre Finanzinstrumente, d. h. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, finanzielle Vermögenswerte und sonstige Forderungen sowie Verbindlichkeiten, entsprechen die Zeitwerte den zu den jeweiligen Stichtagen bilanzierten Buchwerten. Die Zeitwerte der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente entsprechen den Marktwerten zum 31. Dezember 2010.

Die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten kann den folgenden Tabellen entnommen werden:

AKTIVA
31.12.2010
Bewer
tungs
kategorie
Summe Nominalwert
Barreserve
Flüssige Mittel/ Anschaffungskosten
Kredite und For
sowie bis zur End
(HTM)
Fortgeführte
derungen (KuF)
fälligkeit gehaltene
Finanzinstrumente
Angaben in T€ Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Finanzanlagen HTM 3.166 3.158 0 0 3.166 3.158
Finanzielle Vermögenswerte
und sonstige Forderungen
KuF 2.296 2.296 0 0 2.296 2.296
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
KuF 12.155 12.155 0 0 12.155 12.155
Flüssige Mittel KuF 25.905 25.905 25.905 25.905 0 0
Summe 43.522 43.514 25.905 25.905 17.617 17.609
PASSIVA
31.12.2010
Bewer
tungs
Summe Fortgeführte Anschaffungskosten
kategorie Finanzielle Ver
bindlichkeiten (FV)
Forderungen (KuF) Kredite und
Angaben in T€ Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FV 1.681 1.681 1.681 1.681 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
FV 2.505 2.505 2.505 2.505 0 0
Summe 4.186 4.186 4.186 4.186 0 0
AKTIVA
31.12.2009
Bewer
tungs
Summe Nominalwert Fortgeführte
Anschaffungskosten
kategorie Flüssige Mittel/
Barreserve
Kredite und
Forderungen (KuF)
Angaben in T€ Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Finanzanlagen und kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
HTM 2.170 2.178 0 0 2.170 2.178
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
KuF 448 448 0 0 448 448
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
KuF 6.618 6.618 0 0 6.618 6.618
Flüssige Mittel KuF 25.322 25.322 25.322 25.322 0 0
Summe 34.558 34.566 25.322 25.322 9.236 9.244
PASSIVA
31.12.2009
Bewer
Summe
tungs
Fortgeführte Anschaffungskosten
kategorie Finanzielle Ver
bindlichkeiten (FV)
Kredite und
Forderungen (KuF)
Angaben in T€ Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Buch
wert
Fair
Value
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
FV 738 738 738 738 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
FV 841 841 841 841 0 0
Summe 1.579 1.579 1.579 1.579 0 0

Die Fair Value Option kommt nicht zur Anwendung. Zum Bilanzstichtag existieren ebenfalls keine Finanzinstrumente der Kategorien "zu Handelszwecken gehalten".

Die Nettoerfolge aus Finanzinstrumenten ergeben sich aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, aus Wertminderungen, Wertaufholungen und aus Ausbuchungen. Hinzu kommen Zinserträge und -aufwendungen und sonstige Ergebniskomponenten aus Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Aus den flüssigen Mitteln und Anleihen haben sich im Geschäftsjahr 2010 Zinserträge in Höhe von 354 T€ (Vj.: 757 T€) ergeben. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden Unternehmensanleihen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und zwei Jahren mit Anschaffungskosten von 3.187 T€ erworben. Die kurzfristigen Anleihen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 1.603 T€ unter den sonstigen finanziellen Forderungen ausgewiesen. Die langfristen Anleihen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten von 3.138 T€ unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Das Unternehmen plant, die Anleihen aufgrund der derzeitig hohen Rendite bis zum Laufzeitende zu halten. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Veräußerungswert der Unternehmensanleihen 3.178 T€. Die Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Geschäftsjahr 2010 mit 224 T€ (Vj.: 1.005 T€) ergebniswirksam erfasst worden.

31.12.2010 Bruttowert aus Zinsen aus der
Folgebewertung
Nettowert
2010
Angaben in T€ Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
Finanzanlagen 3.215 -49 0 0 3.166
Finanzielle Vermögenswerte
und sonstige Forderungen
2.296 0 0 0 2.296
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
13.399 0 0 -1.244 12.155
Derivate 0 0 0 0 0
Flüssige Mittel 25.905 0 0 0 25.905
Summe 44.815 -49 0 -1.244 43.522
31.12.2009 Bruttowert aus Zinsen aus der
Folgebewertung
Nettowert
2009
Angaben in T€ Währungs
umrechnung
Wert
berichtigung
Finanzanlagen 2.179 -9 0 0 2.170
Finanzielle Vermögenswerte
und sonstige Forderungen
448 0 0 0 448
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
7.719 0 0 -1.101 6.618
Derivate 0 0 0 0 0
Flüssige Mittel 25.322 0 0 0 25.322
Summe 35.669 -9 0 -1.101 34.559

Zielsetzungen und Verfahren für das Finanzrisikomanagement (IAS 32/IAS 39)

Die wesentlichen Risiken bei den Finanzinstrumenten der Viscom sind das Ausfallrisiko, das Zinsrisiko und das Wechselkursrisiko.

Der Vorstand hat entsprechende Risikoverfahren festgelegt und überprüft diese regelmäßig. Im Folgenden werden die Risikoverfahren zusammengefasst.

Ausfallrisiko

Viscom stellt mit entsprechenden Kontrollverfahren sicher, dass Verkäufe zum einen nur an Kunden erfolgen, die sich als kreditwürdig erweisen. Zum anderen darf sich das bei Verkäufen bestehende Ausfallrisiko nur innerhalb eines angemessenen Rahmens bewegen.

Viscom bürgt nicht für Verpflichtungen anderer Parteien.

Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich.

Es wurden keine Konditionen eines finanziellen Vermögenswerts, der ansonsten überfällig oder wertgemindert wäre, im Geschäftsjahr neu ausgehandelt. Keine der Ausleihungen an nahe stehende Personen ist überfällig, aber nicht wertgemindert.

Die Kreditqualität von finanziellen Vermögenswerten, die weder überfällig noch wertberichtigt sind, wird bestimmt durch die Bezugnahme auf externe Bonitätsratings (wenn verfügbar) oder historische Erfahrungen über Ausfallquoten der jeweiligen Geschäftspartner.

Aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit hat die Gesellschaft eine Wertberichtigung gebildet, die sowohl das Zins- als auch das Ausfallrisiko berücksichtigt. Zusätzlich wurden Wertberichtigungen auf Einzelsachverhalte gebildet.

ALTERSSTRUKTUR
FINANZIELLER VER
Brutto
bestand
nicht
in den folgenden Zeitbändern überfällig
überfällig
MÖGENSWERTE 31.12.2010
Angaben in T€
< 30
Tage
31 <> 60
Tagen
61 <> 90
Tagen
91 <> 180
Tagen
> 181
Tage
Finanzanlagen 3.215 3.215 0 0 0 0 0
Finanzielle Vermögenswerte
und sonstige Forderungen
2.296 2.296 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
13.399 5.235 3.676 1.168 613 1.537 1.170
davon wertberichtigt 0 0 0 0 17 332 895
Summe 18.910 10.746 3.676 1.168 613 1.537 1.170
ALTERSSTRUKTUR
FINANZIELLER VER
Brutto
bestand
nicht
überfällig
in den folgenden Zeitbändern überfällig
MÖGENSWERTE 31.12.2009
Angaben in T€
< 30
Tage
31 <> 60
Tagen
61 <> 90
Tagen
91 <> 180
Tagen
> 181
Tage
Finanzanlagen und kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
2.170 2.170 0 0 0 0 0
Sonstige finanzielle
Vermögenswerte
448 448 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
7.719 4.716 777 303 67 873 983
Summe 10.337 7.334 777 303 67 873 983

Im Berichtszeitraum wurden keine Zinserträge aus wertberichtigten finanziellen Vermögenswerten vereinnahmt.

Zinsänderungsrisiko

Einzelne Finanzinstrumente der Viscom sind einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Das Zinsänderungsrisiko wird als unwesentlich eingestuft, da die wesentlichen Geldanlagen festverzinslich angelegt wurden. Dieses Risiko wird in den Erläuterungen zu der betreffenden Position benannt. Das Zinsänderungsrisiko wird in keinem Fall durch ein derivatives Finanzinstrument gesichert.

Liquiditätsrisiko

Viscom ist bestrebt, über genügend Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente oder entsprechende unwiderrufliche Kreditlinien zu verfügen, um ihre Verpflichtungen in den nächsten drei Jahren entsprechend ihrer strategischen Planung zu erfüllen. Zum Abschlussstichtag hat die Viscom ihre Kreditlinien nicht in Anspruch genommen.

Zu diesem Termin wurden alle Zahlungsmittel auf laufenden Bankverrechnungskonten und im Kassenbestand als Barmittel gehalten.

In den folgenden Tabellen sind die vertraglichen Restlaufzeiten dargestellt:

Bruttoabflüsse haben nicht stattgefunden.

Wechselkursrisiko

Da Viscom ihr Geschäft international betreibt, ist der Konzern auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Ca. 4,5 % des Konzern-Umsatzes sind in der Muttergesellschaft einem Wechselkursrisiko ausgesetzt. Etwa 1 % des Aufwandes der Muttergesellschaft fällt in einer anderen als der Berichtswährung an. Zum Abschlussstichtag wurden diese Risiken nicht abgesichert. Zum 31. Dezember 2010 betrug der wechselkursrelevante Netto-Forderungsbestand 3,9 Mio. €. Er beinhaltet sowohl Forderungsbestände bei der AG in US-Dollar wie auch Forderungsbestände der Tochtergesellschaften in Euro. Das ergebniswirksame Kursrisiko beträgt bei einer Veränderung von 5 % des Wechselkurses rund 1,5 % des gesamten Forderungsbestandes. Aufgrund der bestehenden Geschäftsvolumina und der Kursentwicklung des Euro zum US-Dollar wird das bestehende Wechselkursrisiko auch ohne Absicherung als akzeptabel angesehen.

Kapitalsteuerung

Die Ziele der Viscom im Hinblick auf die Kapitalsteuerung liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen.

VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITEN Buch Restlaufzeiten
31.12.2010
Angaben in T€
wert < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
1.681 1.681 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.506 2.506 0 0
Summe 4.187 4.187 0 0
VERTRAGLICHE RESTLAUFZEITEN
31.12.2009
Buch
wert
Restlaufzeiten
Angaben in T€ < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
738 738 0 0
Sonstige finanzielle Verb. und Verb. ggü.
nahe stehenden Personen und Unternehmen
841 841 0 0
Summe 1.579 1.579 0 0

Die nicht investierten und damit gebundenen Eigenkapitalteile der Gesellschaft werden für die Steuerung der Liquidität und der Finanzierung der operativen Tätigkeit der Gesellschaft genutzt. Ziel der Gesellschaft ist es, das operative Geschäft überwiegend aus Eigenkapitalmitteln zu finanzieren.

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

Viscom setzte im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der wechselhaften Dollarkurs-Entwicklung und dem niedrigen in Dollar abgerechneten Geschäftsvolumen keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung der Wechselkurs- und Zinsrisiken ein.

Beziehungen zu und sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Organmitgliedern und anderen nahe stehenden Personen

Die nachfolgend aufgeführten Organmitglieder und andere nahe stehende Personen sind nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24:

Vorstand:

Dr. Martin Heuser Volker Pape Ulrich Mohr (mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 ausgeschieden)

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 681 T€ (Vj.: 514 T€). Diese teilen sich wie folgt auf die drei Vorstandsmitglieder auf:

VORSTAND Fixe
Bezüge 2010*
T€
Variable
Bezüge 2010**
T€
Gesamtbezüge
2010
T€
Gesamtbezüge
2009
T€
Dr. Martin Heuser 175 56 231 166
Volker Pape 179 56 235 173
Ulrich Mohr 175 40 215 175
Gesamt 529 152 681 514

* inkl. geldwertem Vorteil (Kfz) **max. variable Bezüge

Die Mitglieder des Vorstands Herr Dr. Heuser und Herr Pape halten jeweils direkt 255.000 Aktien. Darüber hinaus halten beide Vorstandsmitglieder über die HPC Vermögensverwaltung GmbH (4.867.395 Aktien) weitere Aktien an der Viscom AG.

Aufsichtsrat:

Bernd Hackmann (Vorsitzender) Klaus Friedland (Stellvertretender Vorsitzender) Prof. Dr. Claus-Eberhard Liedtke

Die Gesamtaufwandsentschädigungen für die Aufsichtsratsmitglieder werden im Geschäftsjahr voraussichtlich aus einem Fixum in Höhe von 45 T€ (Vj.: 45 T€) plus einem variablen Anteil bestehen. Der auszuzahlende Betrag wird in der Hauptversammlung zum abgelaufenen Geschäftsjahr beschlossen.

Die Bezüge der aktiven Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates betreffen ausschließlich kurzfristige Leistungen im Sinne des IAS 24.16 (a).

Im Zusammenhang mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses des zum 31. Dezember 2010 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieds Herrn Ulrich Mohr wurde eine Rückstellung in Höhe von 101 T€ (Vj.: 0 T€) gebildet (IAS 24.16 (d)).

Gegenüber Aufsichtsratsmitgliedern und gegenüber Vorstandsmitgliedern bestehen zum 31. Dezember 2010 bis auf den fixen Vergütungsbestandteil des Aufsichtsrats keine Forderungen und Verbindlichkeiten.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Herr Bernd Hackmann hält 5.000 Aktien an der Viscom AG. Das Mitglied des Aufsichtsrats Herr Prof. Dr. Claus-Eberhard Liedtke hält 1.621 Aktien an der Viscom AG.

Nahe stehende Personen und Unternehmen

Die HPC Vermögensverwaltung GmbH ist zum 31. Dezember 2010 mit 53,96 % an der Viscom AG beteiligt. Damit ist die HPC Vermögensverwaltung GmbH sowohl ein verbundenes Unternehmen als auch Muttergesellschaft der Viscom AG.

DIENSTLEISTUNGEN VON NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN IN T€

Aus Leasingverträgen:
HPC Vermögensverwaltung GmbH 2010 70
2009 77
Aus Servicedienstleistungen:
HPC Vermögensverwaltung GmbH 2010 240
2009 118
Aus Mieten:
HPC Vermögensverwaltung GmbH 2010 360
2009 360
Marina Hettwer/Petra Pape GbR 2010 165
2009 165
Dr. Martin Heuser/Petra Pape GbR 2010 458
2009 447

Die Viscom AG hat zudem Leasingverträge für Dienstwagen mit der HPC Vermögensverwaltung GmbH abgeschlossen. Weitere Service-Dienstleistungen wie die Betriebskrippe sowie die Hausdienste und sonstige Dienstleistungen wurden in 2010 über die HPC Vermögensverwaltung GmbH abgewickelt.

Die zukünftigen kumulierten Mindestleasingzahlungen betragen für folgende Zeiträume:

KFZ-LEASINGVERPFLICHTUNGEN 2010
T€
2009
T€
Insgesamt 510 628
davon HPC Vermögensverwaltung GmbH (nahe stehende Gesellschaft) 124 166
innerhalb 1 Jahres nach Abschlussstichtag 278 313
davon HPC Vermögensverwaltung GmbH (nahe stehende Gesellschaft) 66 77
mehr als 1 aber weniger als 5 Jahre nach Abschlussstichtag 232 315
davon HPC Vermögensverwaltung GmbH (nahe stehende Gesellschaft) 58 89
mehr als 5 Jahre nach Abschlussstichtag 0 0

Die zukünftigen Service-Dienstleistungen betragen für folgende Zeiträume:

SERVICE-DIENSTLEISTUNGEN 2010
T€
2009
T€
Insgesamt 240 104
davon HPC Vermögensverwaltung GmbH (nahe stehende Gesellschaft) 240 104
innerhalb 1 Jahres nach Abschlussstichtag 240 104
davon HPC Vermögensverwaltung GmbH (nahe stehende Gesellschaft) 240 104
mehr als 1 aber weniger als 5 Jahre nach Abschlussstichtag 0 0
mehr als 5 Jahre nach Abschlussstichtag 0 0

Sonstige nahe stehende Personen

Zwischen der Gesellschaft und der Dr. Martin Heuser/Petra Pape GbR*, Hannover, und der Marina Hettwer/Petra Pape GbR**, Hannover, sowie der HPC Vermögensverwaltung GmbH***, Hannover, bestehen Mietverträge für sieben Objekte in der Carl-Buderus-Straße (CBS) und ein Objekt in der Fränkischen Straße (FS) in Hannover.

Darlehensverträge

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Darlehensverträgen zu den nahe stehenden Personen.

Verträge mit Restlaufzeit Gebäude Mietbeginn Mietdauer Nettomiete
p.m. (€)
Nettomiete
p.a. (€)
ein bis fünf Jahre CBS 10*** 01.03.2002 10 Jahre 15.000 180.000
CBS 10a*** 15.11.2005 10 Jahre 15.000 180.000
FS 28* 01.11.2008 5 Jahre 2.200 26.400
größer als fünf Jahre CBS 9* 01.01.2001 10 Jahre 5.000 60.000
CBS 11* 01.08.2001 10 Jahre 22.500 270.000
CBS 13* 01.11.2007 10 Jahre 6.500 78.000
CBS 15** 15.11.2007 10 Jahre 13.750 165.000
CBS 6* 01.12.2007 10 Jahre 2.000 24.000
Summe Mietverpflichtungen mit Restlaufzeit kleiner 1 Jahr 0
(Vj.: 983.400)
Summe Mietverpflichtungen mit Restlaufzeit 1–5 Jahre 4.139.800
(Vj.: 2.470.300)
Summe Mietverpflichtungen mit Restlaufzeit größer 5 Jahre 2.299.000
(Vj.: 1.529.875)

VERTRÄGE MIT NAHE STEHENDEN PERSONEN

Vom Kündigungsrecht für die Gebäude CBS 9 und CBS 11 wurde in 2010 kein Gebrauch gemacht, die Mietverträge verlängern sich somit jeweils um weitere 10 Jahre.

Verpflichtung als Leasingnehmer aus Operating-Leasingverträgen

VERTRÄGE MIT EXTERNEN

Angaben zu den Kfz-Leasingverhältnissen und Gebäudemieten erfolgen unter den Ausführungen zu nahe stehenden Personen auf den Seiten 79 und 80.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG haben im Februar 2011 die jährliche Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abgegeben, die auch auf der Internetseite der Viscom AG veröffentlicht und dauerhaft zugänglich gemacht wurde.

Verträge mit Restlaufzeit Büro Mietbeginn Mietdauer Nettomiete
p.m. (€)
Nettomiete
p.a. (€)
in 2010 ausgelaufen München 15.03.2007 3 Jahre 1.110 13.320
USA San José 01.12.2006 48 Monate 949 11.388
bis ein Jahr Singapur 01.07.2009 2 Jahre 3.501 42.017
Hannover 01.07.2010 1 Monat 375 4.500
München 01.03.2010 3 Monate 312 3.744
ein bis fünf Jahre Singapur 01.03.2010 2 Jahre 2.101 25.210
Singapur 01.12.2010 2 Jahre 5.978 71.731
Shanghai 01.01.2009 4 Jahre 3.627 43.528
Frankreich 01.09.2004 9 Jahre 1.634 19.610
USA Atlanta 01.10.2006 5,5 Jahre 4.905 58.859
Summe Mietverpflichtungen mit Restlaufzeit kleiner 1 Jahr 209.977
(Vj.: 236.362)
Summe Mietverpflichtungen mit Restlaufzeit 1–5 Jahre 409.070
(Vj.: 90.906)

Das Büro in München für den Vertrieb Süddeutschland, Österreich, Ungarn und Schweiz ist fremd angemietet. Ebenfalls fremd angemietet sind die anderen Mietobjekte in Hannover, USA, Frankreich, Singapur und Shanghai.

Im Geschäftsjahr wurden Operating-Leasingaufwendungen in Höhe von 1.574 T€ (Vj.: 1.690 T€) im Aufwand erfasst.

Bestellobligo

Das Bestellobligo aus erteilten Investitions-/Lieferverträgen zum 31. Dezember 2010 beträgt rund 4.293 T€. (Vj.: 66 T€).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2010 eingetreten sind, liegen nicht vor.

Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers (§314 Abs. 1 Nr. 9 HGB)

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar für die Tätigkeit des Konzernabschlussprüfers für das Jahr 2010 ergibt sich aus folgender Aufstellung:

GESAMTVERGÜTUNG
ABSCHLUSSPRÜFER
2010
T€
2009
T€
Abschlussprüfungsleistungen 72 84
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 27 0
Gesamt
(inkl. Halbjahresabschluss)
99 84

Hannover, 10. März 2011

Dr. Martin Heuser Volker Pape

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Viscom AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, den 10. März 2011

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmuth Schäfer Prof. Dr. Mathias Schellhorn Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG fühlen sich den Grundsätzen guter Corporate Governance verpflichtet. Wir verstehen Corporate Governance als ein entscheidendes Element des modernen Kapitalmarktes. Die Viscom AG begrüßt daher den Deutschen Corporate Governance Kodex, der wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften darstellt und um international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung ergänzt. Hierdurch soll das Vertrauen der Anleger und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften gefördert werden. Die Viscom AG orientiert sich an diesen Erwartungen. Durch unsere Corporate Governance stellen wir eine verantwortungsvolle, auf Transparenz und Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle sicher. Der Vorstand der Viscom AG berichtet in dieser Erklärung – zugleich auch für den Aufsichtsrat – gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über Unternehmensführung.

Entsprechenserklärung und Berichterstattung zur Corporate Governance

Nach § 161 Aktiengesetz (AktG) haben Vorstand und Aufsichtsrat einer in Deutschland börsennotierten Aktiengesellschaft jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden bzw. werden und warum nicht. Die Erklärung ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich zu machen. Die Gesellschaften können somit von den Empfehlungen des Kodex abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offen zu legen und etwaige Abweichungen zu erläutern. Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei.

Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG haben am 25. Februar 2011 die jährliche Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abgegeben, die auch auf der Internetseite der Viscom AG unter www.viscom.de unter der Rubrik "Investor Relations/Unternehmen/Corporate Governance/Entsprechenserklärung" veröffentlicht und dauerhaft zugänglich gemacht wurde.

Für den Zeitraum seit der letzten Entsprechenserklärung vom 26. Februar 2010 bis zum 4. August 2010 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Kodex-Fassung vom 18. Juni 2009, die am 5. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für die Corporate Governance Praxis der Viscom AG seit dem 5. August 2010 bezieht sich die Erklärung auf die Kodex-Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.

Wortlaut der Entsprechenserklärung 2011

Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" grundsätzlich entsprochen wird und in der Vergangenheit wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG beabsichtigen, diese auch in Zukunft zu beachten. Lediglich die folgenden Empfehlungen wurden und werden nicht angewendet:

1. Die Gesellschaft hat für Vorstand und Aufsichtsrat eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) ohne Selbstbehalt abgeschlossen (Kodex Ziffer 3.8).

Die von der Viscom AG abgeschlossene Directors' & Officers-Versicherung (D&O-Versicherung) sah bis zur Einführung des gesetzlich vorgeschriebenen Selbstbehalts für Vorstandsmitglieder mit Wirkung zum 1. Juli 2010 keinen Selbstbehalt für Vorstand und Aufsichtsrat vor. Vorstand und Aufsichtsrat waren der Auffassung, dass ein Selbstbehalt kein adäquates Mittel darstellt, um die – bereits aus dem Gesetz resultierende – Motivation und das Verantwortungsbewusstsein der Organmitglieder weiter zu steigern. Außerdem können etwaige Selbstbehalte durch die Organmitglieder selber versichert werden, so dass die mit dem Selbstbehalt intendierte Verhaltenssteuerung weitgehend ins Leere läuft. Aus diesem Grunde wurde bislang von einem Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung abgesehen.

Die Gesellschaft hat die gesetzliche Verpflichtung zur Einführung eines Selbstbehalts für Vorstandsmitglieder gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG i.V.m. § 23 Abs. 1 Satz 1 EGAktG zum 1. Juli 2010 umgesetzt, sieht aber nach wie vor davon ab, einen entsprechenden Selbstbehalt auch für den Aufsichtsrat einzuführen. Der Gesetzgeber hat in § 116 Satz 1 AktG den Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern den Aufsichtsrat vom zwingenden Selbstbehalt ausdrücklich ausgenommen. Der Charakter des Aufsichtsratsmandats, der auch durch die andersartige Ausgestaltung der Vergütung deutlich wird, lässt eine Differenzierung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat angemessenen erscheinen. Die Ausdehnung des Selbstbehalts in der D&O-Versicherung der Viscom AG auch auf Aufsichtsratsmitglieder erschien deshalb nicht sachgerecht.

2. Kein Angebot der Briefwahl (Kodex Ziffer 2.3.3 Satz 2).

Die Viscom AG macht von der durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG) geschaffenen Möglichkeit der Briefwahl (§ 118 Abs. 2 AktG) vorerst keinen Gebrauch. Vorstand und Aufsichtsrat wollen im Hinblick auf die damit einhergehenden Rechtsunsicherheiten zunächst die Entwicklungen und Erfahrungen bei anderen börsennotierten Emittenten abwarten, bevor die Möglichkeit zur Briefwahl eröffnet wird.

3. Die Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstandes (Kodex Ziffer 4.2.1).

Dies ist zum einen historisch bedingt, da die Vorstände Dr. Martin Heuser und Volker Pape das Unternehmen 1986 als GmbH gemeinsam gegründet haben und in ihren Entscheidungen immer gleichberechtigt waren. Vorstand und Aufsichtsrat sind in diesem Fall der Auffassung, dass in dem mit nur zwei Mitgliedern besetzten Vorstand ein Vorsitzender oder Sprecher nicht erforderlich ist. Im Übrigen geht das Aktienrecht vom Konsensprinzip, d. h. von einem kollegial und nicht hierarchisch gegliederten Vorstand aus. Seit der Gründung des Unternehmens gilt im Vorstand (bzw. zuvor in der Geschäftsführung) das strenge Konsensprinzip. Alle wesentlichen Entscheidungen werden stets gemeinsam durch sämtliche Vorstände getroffen.

4. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet, insbesondere keinen Prüfungs- und Nominierungsausschuss (Kodex Ziffern 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3).

Der Aufsichtsrat besteht lediglich aus drei Mitgliedern. Nach Ansicht des Aufsichtsrats ist eine Ausschussbildung unter den spezifischen Gegebenheiten der Gesellschaft nicht zweckmäßig. Alle Sachverhalte werden von sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats behandelt. Eines Nominierungsausschusses bedarf es darüber hinaus nicht, da der Aufsichtsrat ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner besteht.

5. Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt (Kodex Ziffer 5.4.1 Sätze 2 bis 5).

Der Aufsichtsrat wird sich bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung auch künftig allein an den gesetzlichen Vorgaben orientieren und hierbei – unabhängig vom Geschlecht – die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidaten in den Vordergrund stellen. Dabei ist es selbstverständlich, dass auch die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) – einschließlich einer angemessenen Beteiligung von Frauen – berücksichtigt werden. Hierzu ist es allerdings nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht erforderlich, konkrete Ziele zu benennen. Gerade bei einem Gremium, das lediglich aus drei von den Anteilseignern gewählten Mitgliedern besteht, erscheint die Festsetzung von konkreten Zielen problematisch und häufig schematisch.

6. Die von der Hauptversammlung jährlich zu beschließende feste und variable Vergütung des Aufsichtsrats berücksichtigt nicht den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in Ausschüssen (Kodex Ziffer 5.4.6).

Die Hauptversammlung der Gesellschaft beschließt den festen und den variablen Vergütungsbestandteil jeweils in einem Gesamtbetrag für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder (§ 20 Abs. 1 der Satzung). Über die angemessene Aufteilung des jeweiligen Gesamtbetrags auf die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder beschließt der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen. Dabei wurden in der Vergangenheit der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat regelmäßig durch eine erhöhte Vergütung berücksichtigt. Da der Aufsichtsrat mit Rücksicht auf seine Größe keine Ausschüsse gebildet hat, entfällt insoweit eine differenzierte Vergütungsregelung.

7. Die Satzung sieht keine Altershöchstgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder vor (Kodex Ziffern 5.1.2 und 5.4.1).

Bei der Altersstruktur der derzeitigen Besetzung des Vorstandes stellt sich die Frage nicht. Außerdem soll dem Unternehmen grundsätzlich auch die Expertise erfahrener Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen. Ein allein altersbedingter Ausschluss erscheint Vorstand und Aufsichtsrat nicht sinnvoll, da hierdurch eine optimale Besetzung des Vorstands aus rein formalen Gründen verhindert werden könnte. Eine Festlegung in der Satzung wurde und wird daher als nicht erforderlich erachtet. Hinsichtlich des Aufsichtsrates vertreten Vorstand und Aufsichtsrat die Auffassung, dass eine Altershöchstgrenze die Gesellschaft bei der Gewinnung und dem Halten geeigneter Mitglieder für den Aufsichtsrat unangemessen einschränken könnte.

8. Die Dienstverträge mit den Vorstandsmitgliedern der Viscom AG sehen keine Abfindungs-Caps bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit vor (Kodex Ziffer 4.2.3).

Die Kodexempfehlungen zu den Abfindungs-Caps bei einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit beziehen sich auf den Neuabschluss und die Verlängerung von Vorstandsverträgen und wurden für die Viscom AG bisher nicht relevant. Die Vorstandsverträge der Viscom AG enthalten keine Vereinbarungen über Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund oder infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control). Vereinbarungen über Abfindungszahlungen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund wären nach allgemeiner Ansicht rechtlich auch nicht durchsetzbar, da der Dienstvertrag mit dem Vorstandsmitglied bei Fehlen eines wichtigen Grundes nur einvernehmlich beendet werden kann und keine Verpflichtung des Vorstandsmitglieds besteht, einer Abfindungsbegrenzung im Sinne der Kodexempfehlungen zuzustimmen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Entsprechend einer guten und verantwortungsvollen Corporate Governance arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG kontinuierlich und sehr eng zusammen. Sie stimmen sich in den vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Bereichen, aber auch darüber hinaus regelmäßig zeitnah ab.

Vorstand

Die Viscom AG ist eine Gesellschaft deutschen Rechts, auf dem auch der Deutsche Corporate Governance Kodex beruht. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenständigen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der Viscom AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Vorstand der Viscom AG besteht gegenwärtig aus zwei Mitgliedern: Dr. Martin Heuser (Vorstand Technik und Produktion) und Volker Pape (Vorstand Vertrieb, internationales Geschäft und Unternehmensentwicklung). Das ehemals für Finanzen verantwortliche Vorstandsmitglied Ulrich Mohr ist mit Beendigung seines Dienstvertrags zum 31. Dezember 2010 aus dem Vorstand der Viscom AG ausgeschieden, um sich neuen Aufgaben zuzuwenden. Das Finanzressort wird seit dem Ausscheiden von Herrn Mohr von den Vorstandsmitgliedern Dr. Heuser und Herrn Pape zukünftig gemeinsam verantwortet. Sie werden hierbei durch einen kaufmännischen Leiter unterstützt. Dem Vorstand obliegt die Leitung der Gesellschaft. Zu den Aufgaben des Vorstands zählen in erster Linie die Festlegung der strategischen Ausrichtung und die Führung des Konzerns, die Planung sowie Einrichtung und Überwachung eines Risikomanagementsystems und der Compliance. Alle Mitglieder des Vorstands sind in das tägliche Geschehen im Unternehmen eingebunden und tragen operative Verantwortung.

Der Aufsichtsrat hat eine Geschäftsordnung für den Vorstand erlassen, die die Verantwortlichkeiten, die Vorstandsarbeit und die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat näher regelt. Danach ist jedes Vorstandsmitglied im Rahmen des ihm durch den Geschäftsverteilungsplan zugewiesenen Aufgabenbereichs grundsätzlich allein geschäftsführungsbefugt. Soweit Maßnahmen und Geschäfte eines Aufgabenbereichs zugleich einen oder mehrere andere Aufgabenbereiche betreffen, müssen sich die beteiligten Vorstandsmitglieder untereinander abstimmen. Bei fortdauernden Meinungsverschiedenheiten ist eine Beschlussfassung des Gesamtvorstandes herbeizuführen. Unbeschadet der Geschäftsverteilung bleibt jedes Vorstandsmitglied jedoch für die Geschäftsführung im Ganzen verantwortlich (Grundsatz der Gesamtverantwortung). Maßnahmen und Geschäfte, die für die Gesellschaft von außergewöhnlicher Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, sind ebenfalls stets dem Gesamtvorstand vorbehalten.

Die Beschlüsse des Vorstands werden entweder in Sitzungen oder außerhalb von Sitzungen unter Verwendung moderner Kommunikationsmittel gefasst, sofern kein Vorstandsmitglied der Beschlussfassung außerhalb von Sitzungen widerspricht. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen. Beschlüsse des Vorstands bedürfen der einfachen Mehrheit. Sitzungen des Vorstands sollen in regelmäßigen Abständen, nach Möglichkeit wöchentlich, stattfinden. Sie müssen stattfinden, wenn das Wohl der Gesellschaft es erfordert. Die Festlegung der Termine, die Einberufung zu und die Tagesordnung für Vorstandssitzungen, die Leitung dieser Sitzungen sowie das Sitzungsprotokoll sind Sache des vom Aufsichtsrat hierfür benannten Vorstandsmitglieds.

Der Vorstand ist ferner verpflichtet, den Aufsichtsrat der Gesellschaft über sämtliche Angelegenheiten der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen zu informieren, die vernünftigerweise für den Aufsichtsrat von Interesse sind, insbesondere hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über die in § 90 AktG genannten Gegenstände regelmäßig zu berichten. Diese Berichtspflicht obliegt dem Gesamtvorstand. Vorstandsberichte sind in aller Regel schriftlich vorzulegen, wenn nicht im Einzelfall wegen der Dringlichkeit mündliche Berichterstattung genügt oder geboten ist. Daneben haben die Vorstandsmitglieder den Vorsitzenden des Aufsichtsrats gemeinsam regelmäßig über die Planung, den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich der verbundenen Unternehmen und des Risikomanagements sowie der Compliance mündlich oder schriftlich zu unterrichten. Die Berichterstattung an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats umfasst auch die monatliche Information über Umsätze, Personalaufwand, Auftragseingang und -bestand, getrennt nach Geschäftssparten, sowie die kurzfristige Erfolgsrechnung und die Statuszahlen sowohl der Gesellschaft als auch der direkten und indirekten Beteiligungsunternehmen. Hierbei sind jeweils die Vergleichszahlen des Vorjahres und des Jahresplans zu nennen. Außerdem berichtet der Vorstand anlassbezogen über wesentliche, die aktuelle Geschäftslage betreffende Vorfälle bei der Gesellschaft und bei direkten und indirekten Beteiligungsunternehmen sowie über wesentliche Ereignisse, die über den laufenden Geschäftsbetrieb der Gesellschaft und der mit ihr verbundenen Unternehmen hinausgehen und für die Gesellschaft von besonderem Gewicht sind. Entscheidungsnotwendige Unterlagen werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet.

Während ihrer Tätigkeit unterliegen die Mitglieder des Vorstandes einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Sie sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied des Vorstands darf daher bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen und wird etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen legen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber informieren. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern, sowie ihnen nahe stehenden Personen oder ihnen persönlich nahe stehenden Unternehmungen andererseits, haben branchenüblichen Standards zu entsprechen.

Zudem bedürfen Nebentätigkeiten von Vorstandsmitgliedern, insbesondere die Übernahme von Mandaten in anderen Gesellschaften, grundsätzlich der Zustimmung des Aufsichtsrats.

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der Viscom AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen waren, auf. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften.

Die Viscom AG hat für alle Vorstandsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) mit einem angemessenen Selbstbehalt abgeschlossen.

Mandate der Vorstandsmitglieder

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats haben keine weiteren Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Viscom AG besteht gemäß § 11 Abs. 1 der Satzung i.V.m. §§ 95, 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung ohne Bindung an Wahlvorschläge gewählt werden und deren Amtsperioden identisch sind. Die Gesellschaft ist nicht mitbestimmt.

Derzeit gehören dem Aufsichtsrat der Viscom AG Bernd Hackmann (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Klaus Friedland (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Prof. Dr.-Ing. Claus-E. Liedtke an. Sie wurden entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Hauptversammlung am 18. Juni 2009 im Wege der Einzelwahl gewählt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013 der Gesellschaft zu beschließen hat.

Bei den Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern wird auf die zur Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen geachtet, ebenso wie auf die Vielfalt in der Zusammensetzung (Diversity). Ehemalige Vorstandsmitglieder der Viscom AG sind nicht im Aufsichtsrat vertreten. Dem Gremium gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand stehen.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er wird in Strategie und Planung sowie in alle Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Gemäß der Satzung der Gesellschaft hat der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand beschlossen. Diese sieht unter anderem vor, dass bestimmte, darin aufgezählte Arten von wesentlichen Geschäften des Vorstands der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Daneben ist der Aufsichtsrat unter anderem zuständig für die Bestellung der Mitglieder des Vorstands und die Festlegung des Vergütungssystems, die Vorstandsvergütung im Einzelnen und für die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft.

Die Arbeit im Aufsichtsrat wird vom Aufsichtsratsvorsitzenden bzw., im Falle seiner Verhinderung, durch seinen Stellvertreter koordiniert. Der Aufsichtsratsvorsitzende leitet auch die Sitzungen des Aufsichtsrats und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr. Er ist ferner ermächtigt, im Namen des Aufsichtsrats die zur Durchführung von Aufsichtsratsbeschlüssen erforderlichen Willenserklärungen abzugeben. Dies umfasst in dringenden Fällen auch die vorläufige Zustimmung zu Geschäften der Gesellschaft, die gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Die Aufgaben und Verfahrensregeln im Einzelnen, einschließlich der Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters sowie der Regeln zu Interessenkonflikten und zu einer Effizienzprüfung, sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats niedergelegt, die gemäß der Satzung vom Aufsichtsrat beschlossen wurde. Danach hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt zu halten und mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu beraten. Er hat den Aufsichtsrat, soweit er hiervon Kenntnis erlangt, über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, zu unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einzuberufen.

In der Vergangenheit wurden Aufsichtsratssitzungen grundsätzlich nach Bedarf einberufen, wobei mindestens zwei Sitzungen im Kalenderhalbjahr abgehalten werden mussten. Ab dem Geschäftsjahr 2011 der Gesellschaft werden sechs ordentliche Sitzungen durchgeführt, davon vier jeweils kurz vor Veröffentlichung der Geschäftszahlen, eine unmittelbar im Anschluss an die jährliche Hauptversammlung sowie eine weitere Sitzung im Dezember eines jeden Kalenderjahres. Die Einberufung erfolgt schriftlich durch den Aufsichtsratsvorsitzenden und bei dessen Verhinderung durch seinen Stellvertreter mit einer Frist von 14 Tagen. In dringenden Fällen kann der Aufsichtsratsvorsitzende die Ladungsfrist angemessen abkürzen und die Sitzung auch mündlich, fernmündlich, fernschriftlich, per Fax oder E-Mail einberufen. Mit der Einberufung sind die Gegenstände der Tagesordnung mitzuteilen und Beschlussvorschläge zu übermitteln.

Die Sitzungen sollen nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats grundsätzlich als Präsenzsitzungen stattfinden. Sie können aber auch in Form einer Video- oder Telefonkonferenz abgehalten werden oder einzelne Aufsichtsratsmitglieder können im Wege der Video- oder Telefonübertragung zugeschaltet werden. Auch eine Beschlussfassung durch schriftliche, fernschriftliche oder mittels anderer moderner (auch elektronischer) Kommunikationsmittel übermittelte Stimmabgabe ist zulässig, wenn der Aufsichtsratsvorsitzende dies anordnet und kein Mitglied des Aufsichtsrats diesem Verfahren innerhalb einer vom Vorsitzenden gesetzten angemessenen Frist widerspricht. Schriftlich oder anderweitig gefasste Beschlüsse hat der Aufsichtsratsvorsitzende zu protokollieren und zu unterzeichnen.

Die Beschlüsse des Aufsichtsrats werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst, soweit das Gesetz und die Satzung nichts anderes bestimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Aufsichtsratsvorsitzenden bzw. im Falle seiner Verhinderung die des Stellvertreters. An den in der Regel vierteljährlich stattfindenden ordentlichen Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands teil, sofern der Aufsichtsrat im Einzelfall keine abweichende Regelung trifft. Schriftliche Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt, soweit nicht der Aufsichtsrat im Einzelfall etwas anderes beschließt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind von der Geschäftsführung unabhängig und unterhalten keine geschäftlichen Beziehungen zur Gesellschaft, die ihre unabhängige Meinungsbildung beeinflussen könnten. Berater- sowie sonstige Dienstleistungsoder Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden und bestehen nicht. Sollte ein Aufsichtsratsmitglied in Ausnahmefällen außerhalb seiner Funktion als Aufsichtsrat für das Unternehmen aktiv werden, muss dies vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über etwaige, im jeweiligen Geschäftsjahr aufgetretene Interessenskonflikte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offen zu legen waren, auf.

Die Gesellschaft hat für ihre Aufsichtsratsmitglieder eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt abgeschlossen.

Detaillierte Informationen über die Arbeit des Aufsichtsrates im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 sind im "Bericht des Aufsichtsrates" an die Hauptversammlung enthalten.

Mandate der Aufsichtsratsmitglieder

Die Mandate der Aufsichtsratsmitglieder in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien sind im Anhang zum Jahresabschluss der Viscom AG aufgeführt.

Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstands- und Aufsichtsratsausschüssen

Die Satzung der Gesellschaft sieht vor, dass der Aufsichtsrat aus seiner Mitte Ausschüsse bilden kann. Derzeit bestehen keine Ausschüsse. Nach Ansicht des Aufsichtsrats ist eine Ausschussbildung unter den spezifischen Gegebenheiten der Gesellschaft nicht angezeigt. Denn der Zweck der Ausschussbildung – d. h. Effizienzsteigerung der Entscheidungsprozesse – lässt sich bei einem nur mit drei Mitgliedern besetzten Ausschuss nicht erreichen.

Aufgrund der Größe des Vorstands wurden auch keine Vorstandsausschüsse zur Effizienzsteigerung eingerichtet.

Aktienbesitz der Organmitglieder

Die Mitglieder des Vorstands halten gegenwärtig in folgendem Umfang Aktien der Gesellschaft:

• Dr. Martin Heuser: Stück 255.000 Aktien werden direkt gehalten; zudem hält Herr Dr. Heuser 50 % der Anteile an der HPC Vermögensverwaltung GmbH, die wiederum Stück 4.867.395 Aktien der Viscom AG hält.

• Volker Pape: Stück 255.000 Aktien werden direkt gehalten; zudem hält Herr Pape 50 % der Anteile an der HPC Vermögensverwaltung GmbH, die wiederum Stück 4.867.395 Aktien der Viscom AG hält.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats halten gegenwärtig in folgendem Umfang Aktien der Gesellschaft:

  • Bernd Hackmann: Stück 5.000 Aktien.
  • Prof. Dr.-Ing. Claus-Eberhard Liedtke: Stück 1.621 Aktien.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der Viscom AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung aus. Diese beschließt über alle durch das Gesetz bestimmten Angelegenheiten mit verbindlicher Wirkung für alle Aktionäre und die Gesellschaft. Bei der Beschlussfassung gewährt jede Aktie eine Stimme ("one share, one vote").

Die Hauptversammlung wählt die Mitglieder des Aufsichtsrats und beschließt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen und die Zustimmung zu Unternehmensverträgen, ferner über die Vergütung des Aufsichtsrats sowie über Satzungsänderungen der Gesellschaft. Jedes Jahr findet eine ordentliche Hauptversammlung statt, in der Vorstand und Aufsichtsrat Rechenschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr ablegen. In besonderen Fällen sieht das Aktiengesetz die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet und seine Berechtigung zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts nachweist, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Um die Wahrnehmung der Anteilseignerrechte entsprechend der Kodex-Vorgaben zu erleichtern, bietet die Gesellschaft darüber hinaus denjenigen, die nicht selbst ihr Stimmrecht ausüben wollen oder können, an, über einen von der Viscom AG eingesetzten, weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter in der Hauptversammlung abzustimmen. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der Viscom AG in deutscher Sprache zur Verfügung gestellt.

Vergütungsbericht

Über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat berichtet im Einklang mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex dieser Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist.

Die Viscom AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Vergütungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat individualisiert offen zu legen.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird vom Aufsichtsrat festgelegt und besteht aus einem jährlichen Fixgehalt sowie einer gewinnabhängigen Tantieme. Das Fixum bleibt grundsätzlich über mehrere Jahre konstant.

Im Hinblick auf die variable Vergütung wird mit den Vorstandsmitgliedern im Vorhinein jeweils eine Tantiemevereinbarung abgeschlossen, die sich auch an der Höhe des Grundgehalts orientiert.

Gegenwärtig beträgt die erfolgsabhängige Vergütung der Vorstandsmitglieder Dr. Martin Heuser und Volker Pape 10 % des Jahresgewinns (nach Steuern) der Viscom AG, maximal jedoch ein Drittel der festen Vergütung (ohne geldwerte Vorteile) und die variable Vergütung des Vorstandsmitglieds Ulrich Mohr 3 % des Konzerngewinns (vor Steuern) des Viscom-Konzerns, maximal 40 T€. Sie ist zahlbar mit Feststellung des Jahresabschlusses.

Bei der Viscom AG besteht kein Aktienoptionsprogramm für Führungskräfte und Mitarbeiter.

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2010 betrug wie folgt:

VORSTAND Fixe
Bezüge 2010*
in T€
Variable
Bezüge 2010**
in T€
Gesamt
bezüge 2010
in T€
Gesamt
bezüge 2009
in T€
Dr. Martin Heuser 175 56 231 166
Volker Pape 179 56 235 173
Ulrich Mohr*** 175 40 215 175
Gesamt 529 152 681 514
* inkl. geldwertem Vorteil (Kfz) max. *Herr Ulrich Mohr ist aus dem Vorstand mit Wirkung zum 31.12.2010 ausgeschieden.

Hieraus ergibt sich ein weiterer Bezug in Höhe von 101 T€.

Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste (45 T€) und eine variable Vergütung, die auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat von der Hauptversammlung für das abgelaufene Geschäftsjahr in einem Gesamtbetrag für sämtliche Mitglieder festgelegt wird.

Der Aufsichtsrat entscheidet sodann ausschließlich intern über die angemessene Aufteilung des von der Hauptversammlung festgesetzten Gesamtbetrages auf die einzelnen Mitglieder. Hierbei wird grundsätzlich auch die Funktion als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats berücksichtigt, dies ist jedoch dem Aufsichtsrat selbst überlassen. Im Geschäftsjahr 2009 erhielt der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Zweifache der einfachen Vergütung, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 betrug wie folgt:

AUFSICHTSRAT Gesamtbezüge
2009 in T€
Dr. Jürgen Knorr
(bis 18.06.2009)
10
Hans E. Damisch
(bis 18.06.2009)
7,5
Bernd Hackmann
(ab 18.06.2009)
10
Klaus Friedland
(ab 18.06.2009)
7,5
Prof. Dr.
Claus-Eberhard Liedtke
10
Gesamt 45

Die Vergütung für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 wird in der ordentlichen Hauptversammlung 2011 beschlossen. Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten vom Unternehmen keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen wie z. B. Beratungs- oder Vermittlungsleistungen.

Risikomanagement

Der verantwortungsbewusste Umgang mit geschäftlichen Risiken gehört zu den Grundsätzen guter Corporate Governance. Dem Vorstand der Viscom AG und dem Management im Viscom-Konzern stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Berichts- und Kontrollsysteme zur Verfügung, die die Erfassung, Bewertung und Steuerung von Risiken ermöglichen. Die Systeme werden kontinuierlich weiterentwickelt, den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst und von den Abschlussprüfern überprüft. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement im Viscom-Konzern sind im Risikobericht dargestellt. Hierin ist der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten.

Transparenz

Der offene und transparente Umgang mit Informationen für die relevanten Zielgruppen der Viscom AG genießt einen hohen Stellenwert innerhalb des Unternehmens. Die Gesellschaft hat einen Corporate Governance Beauftragten ernannt, der die Einhaltung des Deutschen Corporate Governance Kodex überwacht.

Die Viscom AG unterrichtet Aktionäre, Finanzanalysten, Aktionärsvereinigungen, Medien und die interessierte Öffentlichkeit regelmäßig über die Lage sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen des Unternehmens. Die Viscom AG stellt sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und institutionellen Investoren mitgeteilt werden, grundsätzlich allen Aktionären und auch der interessierten Öffentlichkeit zeitgleich zur Verfügung. Um eine zeitnahe Information sicherzustellen, nutzt Viscom das Internet und zusätzlich andere Kommunikationswege.

Eine Übersicht aller wesentlichen im Geschäftsjahr veröffentlichten Informationen ist auf unserer Internetseite unter www.viscom.de eingestellt:

• Ad-hoc-Publizität. Wenn außerhalb der regelmäßigen Berichterstattung bei der Viscom AG Tatsachen eintreten, die geeignet sind, den Börsenkurs erheblich zu beeinflussen, so werden diese durch Ad-hoc-Mitteilungen bekannt gemacht. Ad-hoc-Mitteilungen der Viscom AG werden den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft unter der Rubrik "Investor Relations/News/Ad-hoc-Meldungen" zur Verfügung gestellt.

• Meldungen betreffend Stimmrechte. Ebenso veröffentlichen wir unverzüglich nach Eingang einer diesbezüglichen Meldung nach § 21 Wertpapierhandelsgesetz, dass jemand durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50% oder 75 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, überoder unterschreitet in einem europaweit erhältlichen Informationssystem.

Der Gesellschaft sind im Berichtszeitraum (01.01.2010 bis 31.12.2010) keine Mitteilungen über das Erreichen, Über- oder Unterschreiten von Meldeschwellen zugegangen.

• Directors' Dealings. Wertpapiergeschäfte von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der Viscom AG sowie von bestimmten Führungskräften, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen befugt sind (sowie ihnen nach Maßgabe des Wertpapierhandelsgesetz nahe stehende Personen) sind gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz von diesen offen zu legen. Solche Geschäfte werden, sobald sie der Gesellschaft mitgeteilt werden, in einem europaweit erhältlichen Informationssystem sowie auf der Internetseite der Gesellschaft unter der Rubrik "Investor Relations/News/Directors' Dealings" veröffentlicht.

• Meldepflichtige Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von Aktien der Viscom AG oder von sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten durch Organmitglieder (Directors' Dealings) sind der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 von der HPC Vermögensverwaltung GmbH und von Herrn Bernd Hackmann mitgeteilt worden:

Die HPC Vermögensverwaltung GmbH hat am 17.06.2010 Stück 125.000 Aktien zu einem Preis von 4,00 € pro Aktie verkauft.

Herr Bernd Hackmann kaufte am 07.09.2010 Stück 5.000 Aktien zu einem Preis von durchschnittlich 4,80 € pro Aktie.

• Finanzkalender. Mit unserem Finanzkalender, der im Jahres- und im Halbjahresfinanzbericht abgedruckt sowie auf unserer Internetseite dauernd verfügbar ist, informieren wir unsere Aktionäre und den Kapitalmarkt frühzeitig über die Termine wesentlicher Veröffentlichungen (z. B. Jahresfinanzbericht, Halbjahresfinanzbericht, Zwischenmitteilungen oder Hauptversammlung).

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Viscom AG erstellt ihren Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Viscom AG erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Anteilseigner und Interessenten werden über die allgemeine Lage des Unternehmens durch den Jahres- und Halbjahresfinanzbericht und die Zwischenmitteilungen informiert. Alle Berichte stehen auf unserer Internetseite allen Interessenten zeitgleich zur Verfügung.

Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Viscom AG wurden von dem durch die Hauptversammlung 2010 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Hannover, geprüft. Die Prüfungen erfolgten nach deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgelegten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung; ergänzend wurden die International Standards on Auditing beachtet. Sie umfassten auch das Risikomanagement und die Einhaltung der Berichtspflichten zur Corporate Governance nach § 161 AktG.

Mit dem Abschlussprüfer wurde vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über Ausschlussoder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden.

Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren beziehungsweise im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

Angaben zu relevanten Unternehmensführungspraktiken

Über die gesetzlichen Verhaltenspflichten hinaus, die auf sämtliche Organmitglieder und Mitarbeiter der Viscom-Gruppe Anwendung finden, plant der Vorstand für die Mitarbeiter eine Compliance-Richtlinie mit Regelungen für den Umgang mit Geschäftspartnern und staatlichen Institutionen, zur Wahrung der Vertraulichkeit, Unabhängigkeit und Objektivität sowie zur Behandlung von Interessenkonflikten in Kürze zu verabschieden. Die Einhaltung dieser Normen wird durch einen Compliance-Beauftragten überwacht. Nähere Informationen zur Compliance-Richtlinie werden nach Inkrafttreten auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.viscom.de im Bereich Investor Relations öffentlich zugänglich gemacht.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Dr. Martin Heuser Volker Pape

FINANZKALENDER 2011

▪ 30. MÄRZ 2011 Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2010
▪ 30. MÄRZ 2011 Bilanzpressekonferenz, Hannover
▪ 31. MÄRZ 2011 DVFA-Analysten- und Investorenkonferenz, Frankfurt
▪ 12. MAI 2011 Veröffentlichung der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung
▪ 16. JUNI 2011 Hauptversammlung, Hannover
▪ 25. AUGUST 2011 Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts 2011
▪ 11. NOVEMBER 2011Veröffentlichung der Zwischenmitteilung der Geschäftsführung

GLOSSAR DER FACHBEGRIFFE

BEGRIFF DEFINITION
AOI Automatische Optische Inspektion
AXI Automatische Röntgeninspektion
SP Serienprodukte
NP Neue Produkte
XP Röntgenprodukte
CT Computertomografie
SI Softwareplattform für SP-Produkte (AOI/AXI)
VMC Softwareplattform für NP-Sondermaschinen und XP-Produkte
vVision neue Maschinen-Bedienoberfläche
VisCam Viscom-Kameratechnologie (eigens von Viscom entwickeltes Multikamera
konzept mit extrem hohen Datentransferraten)
EMS (Electronic Manu
facturing Services)
Lohnfertiger/Produzenten, insbesondere für Produkte der Bereiche
Consumer, Communication und Computer

IMPRESSUM

HERAUSGEBER Viscom AG, Carl-Buderus-Straße 9 - 15, 30455 Hannover
Tel.: +49 511 94996-0, Fax: +49 511 94996-900
[email protected], www.viscom.de
VERANTWORTLICH Viscom AG, vertreten durch den Vorstand
REDAKTION Dr. Martin Heuser (Vorstand)
Volker Pape (Vorstand)
Dirk Schwingel (Kaufmännische Leitung)
Sandra M. Liedtke (Investor Relations)
LAYOUT UND SATZ CL*GD corinna.lorenz.grafik.design, www.clgd.de
TEXT UND LEKTORAT teXtfabrik, Corinna Preusse (Imageteil)
FOTOGRAFIE Viscom AG
ISO K° Andreas Keudel, www.iso-k.de
DRUCK UND PRODUKTION gutenberg beuys Feindruckerei,
www.feindruckerei.de
REGISTER UND REGISTERNUMMER Viscom AG
Registergericht: Amtsgericht Hannover
Registernummer: HR B 59616
UST-IdNr. gemäß § 27 a
Umsatzsteuergesetz: DE 115675169
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rechtlich geschützt. Reproduktionen aller Art bedürfen
einer schriftlichen Genehmigung der Viscom AG.

Zentrale:

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Kontakt Investor Relations: Viscom AG

Carl-Buderus-Str. 9 - 15 · 30455 Hannover Tel.: +49 511 94996-850 ·Fax: +49 511 94996-555 [email protected] · www.viscom.de

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