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VERBUND AG Interim / Quarterly Report 2016

May 10, 2016

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Interim / Quarterly Report

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Gestern, heute, morgen. Wir geben der Zukunft Energie.

Zwischenbericht Quartal 1/2016

Auf einen Blick
Vorwort des Vorstands
Investor Relations
Konzernzwischenlagebericht 0 8
Geschäftsentwicklung 0 8
Chancen- und Risikomanagement 15
Segmentbericht 16
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 21
Konzernzwischenabschluss 23
Gewinn- und Verlustrechnung 23
Gesamtergebnisrechnung 24
Bilanz 25
Entwicklung des Eigenkapitals 26
Geldflussrechnung 28
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben 30
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 47

Auf einen Blick

  • Positive Ergebnisentwicklung trotz verschärfter Rahmenbedingungen am Strommarkt
  • Wasserführung im Quartal 1/2016 entspricht dem langjährigen Durchschnitt, im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozentpunkte niedriger
  • Durchschnittlich realisierte Absatzpreise für Strom marktbedingt gesunken
  • Höherer Beitrag aus dem regulierten Geschäft und Restrukturierungserfolge
  • Steigende Kundenzahlen bestätigen Attraktivität von breiter Produktpalette
  • Ergebnisausblick für 2016 bestätigt

Kennzahlen

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Mio. € 727,2 806,3 10,9%
Mio. € 217,8 213,5 – 2,0%
Mio. € 217,8 213,5 – 2,0%
Mio. € 123,8 129,4 4,5%
Mio. € 63,4 82,4 29,9%
Mio. € 63,5 82,4 29,9%
0,18 0,24 29,9%
% 17,0 16,1
% 30,0 26,5
Mio. € 166,1 265,8 60,0%
– 7,8%
– 18,7%
3.092 2.954 – 4,4%
GWh 12.574 13.725 9,2%
1,03 1,00
Veränderung
0,6%
2,8%
% 48,2 49,1
Mio. € 3.685,4 3.484,7 – 5,4%
% 67,8 62,4
Mio. €
Mio. €
Einheit
Mio. €
Mio. €
37,0
266,3
31.12.2015
11.763,0
5.433,3
34,1
216,5
31.3.2016
11.830,1
5.584,8

Die Vergleichsinformationen wurden gemäß IAS 8 retrospektiv angepasst. // 2 Bereinigt um außergewöhnliche Effekte.

Vorwort des Vorstands

Geschätzte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Großhandelspreise für Strom an der deutschen Strombörse EEX sind wesentliche Einflussgrößen auf die Ergebnisentwicklung von VERBUND. Um den Jahreswechsel 2015/16 fielen diese, ausgehend von ihren ohnedies schon historisch niedrigen Niveaus, nochmals dramatisch. Dieser neuerliche Rückgang war auf gesunkene Weltmarktpreise für Kohle bzw. auf die weiter gefallenen CO2-Preise zurückzuführen und verschärfte den Druck auf jene Versorger, die ihre eigenen Stromerzeugungsmengen im freien Wettbewerbsmarkt verkaufen müssen. Auf Basis des aktuellen Preisniveaus ist ein Neubau von Kraftwerkskapazitäten wirtschaftlich nur dann vertretbar, wenn – wie es bei den neuen erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen wie Wind und Photovoltaik der Fall ist – Subventionen seitens der Stromkunden bezahlt werden oder besondere projektspezifische Rahmenbedingungen gegeben sind. Auf diesen Preisniveaus ist aber auch die Wirtschaftlichkeit von bereits bestehenden Kraftwerksanlagen, insbesondere im Gas- bzw. Kohlebereich, oftmals nicht mehr gegeben, weshalb die Aktienkurse vieler europäischer Versorger im Quartal 1/2016 erneut in zunehmenden Maße unter Druck gerieten.

Diese schwierigen Rahmenbedingungen veranlassen VERBUND – nach den bereits umgesetzten Effizienzsteigerungsprogrammen – weitere Maßnahmen zur zusätzlichen Stärkung der Ergebnisentwicklung und des Free Cashflows zu erarbeiten, um die Ertragskraft des Unternehmens zu stabilisieren und die Verschuldung zu reduzieren. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt dabei auf einer weiteren Kürzung der Wachstums- und Instandhaltungsinvestitionen, der Aufwandspositionen und in einer Überarbeitung der Dividendenpolitik. Details dazu planen wir gegen Mitte des Jahres 2016 zu finalisieren und zu veröffentlichen.

Der strategische Fokus im Quartal 1/2016 lag neben dem Beginn der Erarbeitung der oben erwähnten Maßnahmen in der weiteren konsequenten Umsetzung unserer Strategie. Dazu zählen die Steigerung des regulierten Anteils im Anlagenportfolio des Konzerns sowie die signifikanten Ergebnisbeiträge aus der Vermarktung von Flexibilitäts- und Grünstromprodukten im Trading.

Im Vertrieb konnten trotz intensiven Wettbewerbs die Kundenzahlen erhöht und Ergebnisbeiträge erzielt werden. So belief sich die Anzahl der Strom- und Gaskunden zum 31.3.2016 auf rund 374.000. Dies stellt eine weitere Steigerung gegenüber dem Jahresende 2015 dar.

Der Ausbau unserer innovativen Energiedienstleistungen stand im Quartal 1/2016 im Fokus. So startete VERBUND GETEC Energiecontracting zu Jahresbeginn 2016 mit dem Betrieb von acht Anlagen in Vorarlberg. Über 20 Gewerbekunden werden hier mit Wärme aus Biomasse, Solarthermie und Erdgas sowie Kälte aus Strom versorgt. Unser Joint Venture Solavolta hat begonnen, die ersten TESLA Energy Powerwalls zu installieren.

Die Ergebnisentwicklung für das Quartal 1/2016 fiel trotz der schwierigen Rahmenbedingungen positiv aus: Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,5%, das EBITDA verringerte sich leicht um 2,0% auf 213,5 Mio. €. Die Wasserführung der Flüsse lag mit einem Erzeugungskoeffizienten von 1,00 im langjährigen Durchschnitt und um 3 Prozentpunkte unter dem Niveau des Quartals 1/2015. Die schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen spiegelten sich in gesunkenen durchschnittlichen Absatzpreisen wider. Diese negativen Effekte konnten allerdings durch ein höheres Ergebnis im Segment Netz kompensiert werden. Das Konzernergebnis lag mit 82,4 Mio. € um 29,9% über dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das verbesserte Finanzergebnis, insbesondere aufgrund von Anleihetilgungen im Jahr 2015, zurückzuführen. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft erwarten wir für das Geschäftsjahr 2016 ein EBITDA von rund 750 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 230 Mio. €.

Investor Relations

Heftige Kursverluste prägten den Jahresbeginn 2016 an den internationalen Börsen. Die Kursverluste bewegten sich bis Mitte Februar im zweistelligen Prozentbereich. Hauptgründe hierfür waren die Sorgen um die globale Konjunkturentwicklung sowie der schwache Ölpreis. Steigende Ölpreise, relativ robuste Konjunkturdaten und die Aussicht auf eine noch vorsichtigere Zinspolitik der US-Notenbank haben in der zweiten Hälfte des ersten Quartals jedoch zu steigenden Kursen an den Aktienmärkten geführt. Der US-Aktienindex Dow Jones Industrial konnte somit im ersten Quartal 2016 sogar noch einen leichten Kursgewinn verzeichnen (+1,5% im Vergleich zum Jahresultimo). Der Euro Stoxx 50 beendete das Quartal hingegen, trotz einer besonders expansiven Politik der Europäischen Zentralbank, 8,0% unter dem Wert per Jahresende. Dem japanischen Leitindex Nikkei 225 erging es noch schlechter, er lag zum Ende des Quartals um 12,0% unter dem Ultimowert 2015, was auf den besonders starken Einbruch bis Mitte Februar zurückzuführen war. Im Gegensatz dazu gab es in den Emerging Markets insgesamt eine positive Entwicklung. Der MSCI Emerging Markets Index stieg im Quartal 1/2016 um insgesamt 5,4%.

VERBUND-Aktie: Relative Kursentwicklung 2016

Die VERBUND-Aktie verzeichnete im Quartal 1/2016 nach einem kurzen Kursanstieg zu Jahresbeginn einen starken Kursverfall, der ab Mitte Jänner in eine volatile Seitwärtsbewegung überging. Ende Februar kam es zu einer Trendwende mit steigenden Kursen bis zum Quartalsende. Die VERBUND-Aktie schloss mit 11,2 € um 5,3% unter dem Wert vom 31.12.2015. Sie entwickelte sich damit im Gleichklang mit dem ATX (–5,3%) und dem Branchenindex DJ STOXX Utilities (–5,3%).

Nächster anstehender Termin: Halbjahresergebnis: 28.7.2016

Aktienkennzahlen

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Höchstkurs 17,3 12,1 – 30,1%
Tiefstkurs 14,7 10,0 – 31,7%
Letztkurs 15,6 11,2 – 27,9%
Performance % 1,9 – 5,3
Marktkapitalisierung Mio. € 5.412,7 3.901,5 – 27,9%
Gewichtung ATX % 2,8 2,3
Umsatz Wert Mio. € 350,9 267,9 – 23,7%
Umsatz Stück/Tag Stück 351.663 407.395 15,8%

Kontakt: Andreas Wollein Leiter Finanzmanagement und Investor Relations Tel.: +43(0)50313-52604 E-Mail: [email protected]

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsentwicklung

Stromaufbringung und Absatz

Stromaufbringung Konzern in GWh

Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Wasserkraft1 6.162 5.949 – 3,4%
Wind/Sonne 278 266 – 4,4%
Wärmekraft 1.014 490 – 51,7%
Eigenerzeugung 7.453 6.705 – 10,0 %
Fremdbezug Handel und Vertrieb 4.975 6.961 39,9%
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 1.095 917 – 16,3%
Stromaufbringung 13.524 14.583 7,8 %

inkl. Bezugsrechten

Die Eigenerzeugung von VERBUND fiel im Quartal 1/2016 mit 6.705 GWh um 748 GWh bzw. 10,0% geringer aus als im Quartal 1/2015. Die Erzeugung aus Wasserkraft ging um 212 GWh im Vergleich zur Vorjahresperiode zurück. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 1,00 auf dem langjährigen Durchschnitt und um 3 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke verringerte sich um 4,3%.

Erzeugungskoeffizient (Monatsdurchschnittswerte)

Die Windkraft- und Photovoltaikanlagen produzierten trotz Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen in Österreich im Laufe des Jahres 2015 aufgrund des durchgängig geringeren Windaufkommens um 12 GWh weniger Strom.

Die Erzeugung aus Wärmekraft sank um 524 GWh. Dies ist im Wesentlichen auf die Stilllegung des Kraftwerks Dürnrohr mit 30.4.2015 zurückzuführen (–511 GWh). Das Gas-Kombikraftwerk Mellach produzierte im Quartal 1/2016 – bedingt durch den Einsatz für Engpassmanagement – um 7 GWh mehr Strom.

Der Bezug von Fremdstrom für den Handel und Vertrieb erhöhte sich um 1.986 GWh, um den erhöhten Absatz im In- und Ausland (Anstieg bei Endkunden und Weiterverteilern) bei gleichzeitig gesunkener Eigenerzeugung (Rückgang sowohl bei Wasserkraft als auch Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie Wärmekraft) zu decken. Der Fremdbezug für Verlust- und Regelenergie sank aufgrund eines Rückganges bei der Regelenergie um 178 GWh.

Stromabsatz und Eigenbedarf Konzern in GWh
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Endkunden 2.238 2.794 24,8%
Weiterverteiler 5.966 6.516 9,2%
Händler 4.370 4.416 1,1%
Stromabsatz 12.574 13.725 9,2 %
Eigenbedarf 794 728 – 8,2%
Regelenergie 156 130 – 16,9%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 13.524 14.583 7,8 %

Der Stromabsatz inkl. Eigenbedarf von VERBUND erhöhte sich im Quartal 1/2016 um 1.059 GWh bzw. 7,8%. Im Wesentlichen handelt es sich dabei einerseits um einen erhöhten Absatz im Endkundenbereich. Die an Endkunden gelieferten Strommengen stiegen um 555 GWh. Der Ausbau der Aktivitäten hin zum Endkunden führte dazu, dass im Quartal 1/2016 die abgesetzten Mengen im Vertrieb sowohl im Inland als auch im Ausland wesentlich erhöht werden konnten. Die steigenden Kundenzahlen im Privatkundensegment führten ebenfalls zu Mengensteigerungen. Per Ende März 2016 wurden rund 374.000 Strom- und Gaskunden beliefert.

Weiters stieg auch der Absatz an Weiterverteiler (+550 GWh). Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf eine Erhöhung der nachgefragten Mengen in Deutschland sowie in Frankreich zurückzuführen. In Frankreich handelte es sich dabei unter anderem um abgesetzte Mengen in Bezug auf Dienstleistungen für Dritte, die durch verstärkte Kraftwerksoptimierungsmaßnahmen im Zuge des Marktzuganges durch VERBUND nachgefragt wurden. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen erhöhten sich leicht um 46 GWh.

Der Eigenbedarf an Strom sank um 65 GWh. Diese Entwicklung ist auf eine geringere Erzeugung aus dem Wälzbetrieb in den ersten drei Monaten 2016 zurückzuführen.

Stromabsatz nach Ländern in GWh
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Österreich 6.694 6.920 3,4%
Deutschland 4.401 4.860 10,4%
Frankreich 1.255 1.708 36,2%
Rumänien 155 143 – 7,2%
Sonstige 71 94 32,8%
Stromabsatz 12.574 13.725 9,2 %

VERBUND setzte im Quartal 1/2016 rund 50% des verkauften Stroms auf dem österreichischen Markt ab. Der deutsche Markt bildete mit 71% der im Ausland abgesetzten Mengen den Schwerpunkt der internationalen Handels- und Vertriebsaktivitäten.

Strompreise

Futurespreise im Jahr vor der Lieferung gehandelt. Die angegebenen Jahre sind jeweils die Lieferjahre. Durchschnittswerte Quelle: EEX, EPEX Spot

Die für das Geschäftsjahr 2016 maßgeblichen Preise für Strom-Future-Kontrakte (Frontjahr-Base 2016 gehandelt 2015) lagen mit durchschnittlich 31,0 €/MWh um 11,8 % unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der Absicherungsstrategie hat VERBUND den Großteil der Eigenerzeugung bereits 2015 über den Terminmarkt eingepreist. Die Spotmarktpreise (Base) fielen um 21,2 % auf 25,3 €/MWh. Ihre Entwicklung prägten vor allem die konjunkturbedingt geringe Nachfrage sowie die niedrigen Preise für Brennstoffe.

Ertragslage

Ergebnispositionen in Mio. €
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Umsatzerlöse 727,2 806,3 10,9%
EBITDA 217,8 213,5 – 2,0%
Operatives Ergebnis 123,8 129,4 4,5%
Konzernergebnis 63,4 82,4 29,9%
Ergebnis je Aktie in € 0,18 0,24 29,9%

Stromerlöse

Die Stromerlöse von VERBUND stiegen im Quartal 1/2016 um 30,7 Mio. € auf 610,1 Mio. €. Der mengenmäßige Stromabsatz stieg um 9,2% bzw. 1.151 GWh. Marktbedingt sanken jedoch die durchschnittlichen Absatzpreise, sowohl die Termin- als auch die Spotmarktpreise für 2016 waren rückläufig.

Netzerlöse

Im Quartal 1/2016 sind die Netzerlöse gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres um 11,0 Mio. € auf 117,6 Mio. € gestiegen. Dies ist zum einen auf gestiegene internationale Netzerlöse aus Versteigerungen von Grenzkapazitäten und zum anderen auf gestiegene Erlöse aus dem österreichischen regulierten Tarifsystem zurückzuführen. Die Erhöhung der Tariferlöse kann mit Mengen- und Tarifsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr begründet werden.

Sonstige Erlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erlöse stiegen um 37,4 Mio. € auf 78,6 Mio. €. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere Erlöse aus Gaslieferungen in Zusammenhang mit Dienstleistungen für Dritte zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken um 3,4 Mio. € auf 10,9 Mio. €.

Aufwendungen für Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug

Die Aufwendungen für Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug stiegen um 88,4 Mio. € auf 452,6 Mio. €. Der Fremdstrombezug für das Handels- und Vertriebsgeschäft sowie für die Verlust- und Regelenergie erhöhte sich insgesamt um 1.808 GWh. Dieser mengenmäßige Anstieg wurde zum Teil durch gesunkene Beschaffungspreise kompensiert. Die Aufwendungen für den Strombezug stiegen daher gegenüber dem Quartal 1/2015 um 40,6 Mio. €, die Aufwendungen für Netzbezug erhöhten sich um 15,3 Mio. €. Die Aufwendungen für den Gasbezug in Zusammenhang mit Dienstleistungen für Dritte stiegen um 28,8 Mio. €. Der Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach ist seit dem Quartal 3/2012 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Im Quartal 1/2016 betrug der daraus resultierende Ergebniseffekt –5,9 Mio. € (Quartal 1/2015 –8,5 Mio. €).

Brennstoffeinsatz

Der Brennstoffeinsatz und die sonstigen einsatzabhängigen Aufwendungen sanken um 8,8 Mio. € auf 28,5 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den geringeren Einsatz der thermischen Kraftwerke (Details siehe Kapitel Stromaufbringung und Absatz) und die damit einhergehenden geringeren Aufwendungen für Emissionszertifikate zurückzuführen.

Personalaufwand

Der Personalaufwand sank um 2,4 Mio. € auf 77,9 Mio. €. Die Reduktion ergab sich vor allem aus der konsequenten Umsetzung personalwirtschaftlicher Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm (+1,9 Mio. €).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen geringfügig um 2,7 Mio. € auf 44,7 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Dotierungen für Rückstellungen zurückzuführen.

EBITDA

Infolge dieser Entwicklungen sank das EBITDA um 2,0% auf 213,5 Mio. €.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sanken um 9,9 Mio. € auf 84,1 Mio. €. Dies resultierte unter anderem aus einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Abschreibungsbasis des Sachanlagevermögens, im Wesentlichen aufgrund von Anlagenabgängen und Wertminderungen.

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stieg um 3,9 Mio. € auf 7,4 Mio. €. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Ergebnisbeiträge der KELAG in Höhe von 7,6 Mio. € (Quartal 1/2015: 3,3 Mio. €).

Zinsertrag und Zinsaufwand

Der Zinsertrag sank gegenüber dem Quartal 1/2015 um 0,2 Mio. € auf 8,1 Mio. €. Der Zinsaufwand reduzierte sich um 10,5 Mio. € auf 33,3 Mio. €. Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Anleihezinsen durch die planmäßige Tilgung einer Anleihe sowie auf die positiven Effekte eines vorzeitigen teilweisen Anleiherückkaufs zurückzuführen.

Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis verbesserte sich im Quartal 1/2016 um 2,6 Mio. € auf 1,6 Mio. €. Dies resultierte aus der Bewertung von Zinsabsicherungsgeschäften (–1,5 Mio. €), der Bewertung einer Inhaberposition im Zusammenhang mit dem VERBUND-Anteil am Gemeinschaftskraftwerk Inn (+0,7 Mio. €) sowie dem im Vergleich zum Vorjahr positiven Saldo aus Fremdwährungskursgewinnen bzw. –verlusten (+3,7 Mio. €).

Konzernergebnis

Nach Berücksichtigung eines Effektivsteuersatzes in Höhe von 21,9% und der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 7,0 Mio. € ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von 82,4 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 29,9% im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,24 € (Quartal 1/2015: 0,18 €) bei einer Aktienstückzahl von 347.415.686 Stück.

Vermögenslage

Konzernbilanz (Kurzfassung) in Mio. €
31.12.2015 Anteil 31.3.2016 Anteil Veränderung
Langfristiges Vermögen 11.085,0 94,2% 11.013,5 93,1 % – 0,6%
Kurzfristiges Vermögen 678,0 5,8% 816,6 6,9 % 20,4%
Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte
Aktiva 11.763,0 100,0 % 11.830,1 100,0 % 0,6 %
Eigenkapital 5.433,3 46,2% 5.584,8 47,2 % 2,8%
Langfristige Schulden 5.349,8 45,5% 5.120,5 43,3% – 4,3%
Kurzfristige Schulden 979,9 8,3% 1.124,9 9,5 % 14,8%
Passiva 11.763,0 100,0 % 11.830,1 100,0 % 0,6 %

Aktiva

Das Vermögen von VERBUND erhöhte sich im Quartal 1/2016 geringfügig um 0,6%. Im Sachanlagevermögen standen Zugängen in Höhe von 34,1 Mio. € planmäßige Abschreibungen in Höhe von 82,3 Mio. € gegenüber. Der wesentlichste Zugang zum Sachanlagevermögen betraf Investitionen in das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II/Kärnten. Die Erhöhung des kurzfristigen Vermögens resultierte im Wesentlichen aus Veränderungen bei den derivativen Finanzinstrumenten im Energiebereich aufgrund des Strompreisverfalls.

Passiva

Das Eigenkapital ist gegenüber dem 31.12.2015 vor allem aufgrund des Periodenergebnisses für das Quartal 1/2016 sowie von Bewertungen von Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis leicht gestiegen. Die Veränderung der lang- und kurzfristigen Schulden ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung von kurzfristigen Barvorlagen (Finanzverbindlichkeiten) im Vergleich zum Jahresultimo 2015 zurückzuführen.

Finanzlage

Geldflussrechnung (Kurzfassung) in Mio. €
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Cashflow aus operativer Tätigkeit 166,1 265,8 60,0%
Cashflow aus Investitionstätigkeit 73,2 –48,1 –165,7%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –33,1 –177,0
Veränderung der liquiden Mittel 206,2 40,8 –80,2%
Liquide Mittel zum 31.3. 247,9 70,4 –71,6%

Cashflow aus operativer Tätigkeit

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Quartal 1/2016 +265,8 Mio. € und verbesserte sich damit um 99,7 Mio. €. Dies resultierte aus gestiegenen Nettoeinzahlungen aus dem Segment Netz aufgrund der Begleichung von Forderungen aus dem Engpassmanagement 2015 sowie geringeren Steuerzahlungen. Gegenläufig wirkten gesunkene Nettoeinzahlungen aus dem Stromgeschäft, hervorgerufen durch das niedrigere Preisniveau.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Quartal 1/2016 –48,1 Mio. € (Quartal 1/2015: 73,2 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ergab sich im Quartal 1/2016 im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (–49,0 Mio. €). Die große Abweichung im Vergleich zum Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus den Einzahlungen (+171,9 Mio. €) aus Abgängen sonstiger Beteiligungen (Verkauf Pont-sur-Sambre Power S.A.S. und Toul Power S.A.S.) und vollkonsolidierter Tochterunternehmen (Haos Invest EAD), die im Quartal 1/2015 abgeschlossen wurden.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Quartal 1/2016 –177,0 Mio. € und veränderte sich somit um –143,9 Mio. €. Die Veränderung resultierte im Wesentlichen aus höheren Auszahlungen in Zusammenhang mit Geldmarktgeschäften (–139,0 Mio. €).

Chancen- und Risikomanagement

Bedingt durch die Umbrüche am europäischen Energiemarkt sanken die mittelfristigen Großhandelspreise zu Beginn dieses Jahres auf neue Tiefststände. Damit einhergehende Umsatzverluste übersteigen den nach Einsparungswellen begrenzten Handlungsspielraum der betroffenen Unternehmen. Durch Stilllegung unwirtschaftlicher Kraftwerkskapazitäten wird das Risiko großräumiger Netzausfälle in Europa weiter ansteigen. Ersichtlich wird dies durch erhöhte Aufwendungen zur Beseitigung kritischer Situationen. VERBUND nutzt die sich daraus ergebenden Chancen in den Bereichen Regelenergie und Engpassmanagement.

In diesem herausfordernden Umfeld wurde der eingeschlagene Sparkurs seitens VERBUND im Quartal 1/2016 konsequent fortgesetzt und das Investitionsprogramm wird bis Jahresmitte 2016 evaluiert. Der Aufbau neuer Geschäftsfelder (Energiedienstleistungen) zur Erschließung möglicher zukünftiger Chancen wird zusätzlich weiterverfolgt. Laufende Projekte mit Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit sowie im Zusammenhang mit der Erzeugung aus Wasserkraft werden kostenoptimiert fortgeführt. Die noch in der Durchführung befindliche Restrukturierung der thermischen Erzeugung ist jedoch auch mit gerichtlichen Verfahren verbunden. Diese betreffen im Wesentlichen die Beendigung eines langfristigen Gasliefervertrags sowie das Aufkündigen einer gemeinschaftlichen Betriebsführung. Die schwierige wirtschaftliche Lage spiegelt sich zusätzlich in der Verschlechterung des Ratings von VERBUND und in damit verbundenen möglichen höheren Aufwendungen wider.

Sensitivitäten in Bezug auf das operative Ergebnis

Mögliche Schwankungen des operativen Ergebnisses resultieren im Wesentlichen aus der Stromerzeugung im Bereich Wasserkraft – insbesondere aus nicht beeinflussbaren hydrologischen Bedingungen. Aufgrund der geringen variablen Einsatzkosten der Wasserkraft zeigt auch die mittelfristige Prognose positive Deckungsbeiträge, welche jedoch wesentlich unter dem Niveau der Vorjahre zu liegen kommen werden. Der stark steigende Einsatz der Kraftwerke für die Regelenergie und das Engpassmanagement hat deren Ergebnisvolatilität zur Folge. Laufende Verfahren sowie geänderte Rahmenbedingungen können zu Wertminderungen, -aufholungen bzw. Veränderungen von Rückstellungen führen und damit das operative Ergebnis beeinflussen.

Finanzergebnis

Die mögliche Schwankungsbreite des Finanzergebnisses erklärt sich durch die nachfolgenden Positionen: Beteiligungserträge, Bewertungseffekte, Änderungen von Marktpreisen und Zinsen sowie durch Beibringung zusätzlicher bzw. das Schlagendwerden gegebener Sicherheiten.

Das geplante Konzernergebnis für das Gesamtjahr 2016 verändert sich – bei sonst gleichen Annahmen – durch Variation der nachfolgend angeführten Faktoren (ausgehend vom Absicherungsstand zum 31.3.2016 für Erzeugungsmengen bzw. Zinsen):

  • +/–1% Erzeugung aus Wasserkraft: +/–3,0 Mio. €
  • +/–1% Erzeugung aus Windkraft +/–0,3 Mio. €
  • +/–1 €/MWh Großhandelspreise Strom: +/–3,3 Mio. €
  • +/–1 Prozentpunkt Zinsen: +/–3,6 Mio. €

Segmentbericht

Im Zuge eines internen "Controlling Excellence"-Projekts wurde die Organisation der Konzernsteuerung wesentlich überarbeitet. Seit dem Quartal 1/2016 wird zur internen Performancemessung der Segmente in erster Linie das EBITDA herangezogen. Darüber hinaus erfolgt die Performancemessung durch den Konzernvorstand seit dem Quartal 1/2016 auf Ebene der Segmente Erneuerbare Erzeugung, Absatz, Netz, Energiedienstleistungen, Thermische Erzeugung, Services und Beteiligungen.

Mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte werden die Segmente Energiedienstleistungen, Thermische Erzeugung, Services und Beteiligungen in nachfolgender Segmentberichterstattung in der Kategorie "Alle sonstigen Segmente" zusammengefasst.

Aufgrund der geänderten Zusammensetzung der Segmente wurden die Segmentinformationen des Vorjahrs angepasst.

Segment Erneuerbare Erzeugung

Im Segment Erneuerbare Erzeugung werden die Erzeugungstechnologien Wasser, Wind und Photovoltaik gebündelt.

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Gesamtumsatz Mio. € 250,9 202,0 – 19,5%
EBITDA Mio. € 145,3 113,1 – 22,1%
Equity-Ergebnis Mio. € 0,2 0,1 – 51,6%
Capital Employed Mio. € 7.425,6 7.406,5 – 0,3%

Kennzahlen – Segment Erneuerbare Erzeugung

Aktuelles aus dem Segment Erneuerbare Erzeugung

Beim Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II in Kärnten befinden sich die Sanierungsarbeiten in Teilabschnitten des Druckstollens sowie in der Unterkammer des Wasserschlosses Schoberboden in der Endphase. Die Inbetriebsetzung der Anlage wird im Quartal 2/2016 fortgesetzt.

VERBUND hat begonnen, die Instandhaltung an seinem ältesten Windpark in Bruck/Leitha selbst zu übernehmen. Dieser Schritt der vertikalen Integration in der Wertschöpfungskette bietet sowohl Kostensenkungs- als auch Effizienzsteigerungspotenziale. Der Windpark Bruck/Leitha ist der älteste Windpark im VERBUND-Windportfolio und ging im Jahr 2000 in Betrieb. Da dieser Windpark keine Ökostromförderung mehr bezieht und aufgrund des derzeit niedrigen Strompreisniveaus ergab sich für einen rentablen Weiterbetrieb die Notwendigkeit, die Stromgestehungskosten weiter zu reduzieren. Daher erfolgen seit 1.5.2015 die Wartung und die Störungsbehebung durch VERBUND-Personal. Zudem ist geplant, 2016 weitere Windparks in die Eigeninstandhaltung zu übernehmen.

Segment Absatz

Das Segment Absatz umfasst alle Handels- und Vertriebsaktivitäten von VERBUND.

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Gesamtumsatz Mio. € 578,1 631,7 9,3%
EBITDA Mio. € 34,0 32,6 – 4,2%
Equity-Ergebnis Mio. € 0,0 0,0
Capital Employed Mio. € 428,0 458,7 7,2%

Kennzahlen – Segment Absatz

Aktuelles aus dem Segment Absatz

Die Schwerpunkte der Handelsaktivitäten liegen aktuell auf dem weiteren Ausbau des Angebots an innovativen Grünstrom- und Flexibilitätsprodukten sowie Energiedienstleistungen, auf der Direktvermarktung erneuerbarer Energien (insbesondere Wind- und Kleinwasserkraft) sowie der Nutzung von kurzfristigen Marktchancen.

Die umfassende Palette an Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Energiewirtschaft wird laufend an die geänderten Marktanforderungen angepasst. Das Spektrum reicht dabei von Einsatzoptimierung und Marktzugang (Market Access) über flexible Vermarktungs- und Absicherungsangebote bis zu Prognosedienstleistungen und regulatorischen Services. Besonders wichtig sind innovative maßgeschneiderte Produkte, welche den individuellen Kundenanforderungen entsprechen. Beispiele dafür sind Grünstromprodukte, virtuelle Kraftwerke und die Direktvermarktung erneuerbarer Energien, die als neues Wachstumsfeld im Mittelpunkt der Aktivitäten steht.

Der Energiemarkt verändert sich laufend und wird dynamischer. Mit der fortschreitenden Integration der europäischen Strommärkte und dem Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien erhält insbesondere der kurzfristige Stromhandel immer mehr Bedeutung. Somit stellt die Vermarktung von Flexibilität für eigene Anlagen als auch für Kunden in den Bereichen Erzeugungsmanagement (z.B. virtuelles Kraftwerk, Demand-Side-Management), Ausgleichsenergieoptimierung, Intraday Trading und Regelreservevermarktung eine der Herausforderungen und gleichzeitig eine zentrale Aufgabe des Strom- bzw. Energiehandels dar.

VERBUND hat die Verpflichtung aus dem Energieeffizienzgesetz mit der Einmeldung der generierten Maßnahmen bei der Nationalen Monitoringstelle am 14.2.2016 für das Jahr 2015 zur Gänze erfüllt. Im Quartal 1/2016 wurden weiters folgende Vertriebsmaßnahmen gesetzt: VERBUND schenkte jedem Kunden, der eine LED-Lampe in einer zur REWE-Gruppe gehörenden Handelskette kaufte, eine zweite gratis dazu. Derzeit vergibt VERBUND gemeinsam mit Miele einen Energiebonus auf A++ und A+++ Kühlund Gefriergeräte.

Segment Netz

Das Segment Netz umfasst die Aktivitäten der Austrian Power Grid AG (APG).

Kennzahlen – Segment Netz

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Gesamtumsatz Mio. € 183,1 197,4 7,8%
EBITDA Mio. € 44,5 72,6 63,1%
Equity-Ergebnis Mio. € 0,1 0,0 – 61,7%
Capital Employed Mio. € 1.065,8 1.217,7 14,2%

Aktuelles aus dem Segment Netz

Versorgungssicherheit und Engpassmanagement

Im Quartal 1/2016 waren wiederholt Eingriffe in den Kraftwerksbetrieb erforderlich, um den sicheren Systembetrieb in der Regelzone APG aufrechterhalten zu können. Zudem waren zur Bewältigung von Engpässen außerhalb des Netzgebietes der APG – vorrangig in Deutschland und Polen – umfangreiche kraftwerkseitige Maßnahmen in Österreich notwendig. Die von Deutschland kontrahierten Netzreservekraftwerke wurden häufig zum Einsatz gebracht und stellten einen wesentlichen Baustein zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit dar.

Tarifregulierung

Der APG wurde am 15.2.2016 das Schreiben bezüglich der Verfahrenseröffnung 2016 von der Energie-Control Austria (ECA) zugestellt. Vorrangiges Ziel der APG bei der Tarifprüfung ist weiterhin die Absicherung der Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

380-kV-Salzburgleitung: Abwicklung UVP-Genehmigungsverfahren in zweiter Instanz

Beim Projekt "Salzburgleitung" endete mit 27.1.2016 die Beschwerdefrist gegen den positiven UVP-Bescheid erster Instanz der Salzburger Landesregierung. Als Behörde zweiter Instanz übernimmt das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) in Wien die Abwicklung des weiteren UVP-Genehmigungsverfahrens.

380-kV-Leitung St. Peter – Staatsgrenze: Genehmigungsbescheid rechtskräftig

Die zuständige UVP-Behörde in Oberösterreich hat in ihrem Genehmigungsbescheid vom Dezember 2015 die Umweltverträglichkeit der Deutschlandleitung festgestellt. Gegen diesen Bescheid wurden keinerlei Beschwerden erhoben, wodurch er mit 4.1.2016 seine Rechtsgültigkeit erlangte.

Ersatzneubau Weinviertelleitung: Umweltverträglichkeitserklärung in Vorbereitung

Bei dem im Jahr 2015 gestarteten Projekt "Ersatzneubau Weinviertelleitung" der APG ist sowohl die detaillierte Trassenplanung als auch die Erstellung der umfangreichen Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) im Zeitplan. Die intensiven Verhandlungen mit Gemeinden und Grundeigentümern verlaufen überwiegend positiv.

Alle sonstigen Segmente

Unter dem Sammelposten "Alle sonstigen Segmente" werden mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte die Segmente Energiedienstleistungen, Thermische Erzeugung, Services und Beteiligungen zusammengefasst.

Kennzahlen – Alle sonstigen Segmente

Einheit Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Gesamtumsatz Mio. € 69,9 57,0 – 18,4%
EBITDA Mio. € – 0,2 0,5
Equity-Ergebnis Mio. € 3,1 7,2 132,7%
Capital Employed Mio. € 395,7 253,9 – 35,8%

Aktuelles aus dem Segment Energiedienstleistungen

Erfolge in der Vermarktung der Energiedienstleistungsprodukte

VERBUND stellte seine Eco-Pakete (Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe, Wallbox und Smart Home) in Kooperation mit der Solavolta Energie- und Umwelttechnik GmbH im Quartal 1/2016 auf sechs Messen in unterschiedlichen Regionen in Österreich vor. Eine weitere überregionale Veranstaltungsreihe für End- und Gewerbekunden zu den Eco-Paketen wurde mit Kooperationspartnern vorbereitet. Beim VERBUND-Power-Pool kam es im Quartal 1/2016 zudem zu einer deutlichen Steigerung der Vermarktungserlöse am Tertiär-Regelenergiemarkt für Flexibilitäten von Industrieanlagen. Bei VERBUND-Eco-Home wurden neue Produktfeatures zur Energieeffizienzsteigerung u.a. mit einer Visualisierung von Stromeinspeisung und -verbrauch (mengen- und kostenmäßig) plangemäß implementiert. Weiters wurde die Akquisitionsphase für ein neues Energieeffizienznetzwerk hinsichtlich des Produktes VERBUND-Eco-Net in den ersten drei Monaten 2016 gestartet.

Neue Themen im Innovationsbereich im Vordergrund

Zu den aktuellen Themenbereichen im Innovationsmanagement von VERBUND zählen u.a.: die Gewinnung von grünem Wasserstoff aus der Elektrolyse als Speicher und Industriegas zur Dekarbonisierung industrieller Produktionsprozesse, die Entwicklung und die Demonstration des Managements von Ladeinfrastruktur für Flottenkunden sowie die Entwicklung und der Testeinsatz von Energiedatenmanagementsystemen.

VERBUND GETEC, Smatrics und Solavolta auf Wachstumskurs

Die Übernahme von Wärmekraftanlagen aus der Wirkungsgrad GmbH in Vorarlberg durch die VERBUND GETEC Energiecontracting erfolgte mit Jahresanfang 2016. Der E-Mobility-Anbieter Smatrics konnte im Quartal 1/2016 ein stetiges Kundenwachstum verzeichnen. Neben den laufenden Vertriebskooperationen mit Autoherstellern begünstigt vor allem die Steuerreform 2015 das positive Marktumfeld. Das Joint Venture Solavolta konnte im Quartal 1/2016 eine Steigerung der installierten Leistung von Photovoltaikanlagen und eine Erhöhung des Auftragseingangs erzielen.

Aktuelles aus dem Segment Thermische Erzeugung

Derzeit evaluiert VERBUND sämtliche Optionen bezüglich dem Kraftwerkestandort Mellach. Dies inkludiert auch Verkaufsgespräche mit potenziellen Investoren. VERBUND strebt eine langfristige Lösung für den Standort wie auch für die nachhaltige und sichere Fernwärmeversorgung für den Großraum Graz an.

Aktuelles aus dem Segment Services

Die VERBUND Services GmbH setzte im Quartal 1/2016 die Umsetzung der Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung in den kaufmännischen Prozessen fort. Personenbezogene Daten sowie die gesamte Informatik- und Telekommunikationsinfrastruktur werden in zentralen Datenbanken erfasst, welche wiederum mit Vorsystem über Schnittstellen verbunden sind und die automatisierten Verrechnungsvorgänge steuern. Portale für ein zentrales Reporting sind ebenfalls vorgesehen. Im Rahmen eines eigenen Projekts wird die Stabilität der im Stromhandelsbereich eingesetzten IT-Systeme sowie der relevanten Infrastruktur mit externen Experten analysiert und verbessert (Elektroinstallationen, USV, Rechenzentrum etc.).

IT- bzw. Cyber-Security-Aspekte und der Schutz personenbezogener Daten gewinnen bei VERBUND zunehmend an Bedeutung. Die diesbezüglichen Vorkehrungen und Ressourcen werden weiter verbessert, ein konzernweites Datenschutzportal – das auch die Anforderungen des deutschen Datenschutzgesetzes und europäische Standards abdeckt – ist in Vorbereitung. In der Informatik wurden im Quartal 1/2016 in enger Zusammenarbeit mit der Vertriebsorganisation neue Systeme zur Onlinekommunikation mit Kunden eingesetzt, und die Neugestaltung der Website wurde fortgeführt.

Aktuelles aus dem Segment Beteiligungen

KELAG – Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft

Im Quartal 1/2016 lag der Beitrag der KELAG zum Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen bei 7,6 Mio. € (Quartal 1/2015: 3,3 Mio. €). Dieser Anstieg ist vor allem auf den geringeren Personalaufwand, gesunkene Aufwendungen für Instandhaltung und den Entfall von Impairments zurückzuführen. Trotz des unsicheren Marktumfelds wird bei KELAG für das Geschäftsjahr 2016 eine stabile Unternehmensentwicklung erwartet.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag am 31.3.2016 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 28.4.2016 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Konzernzwischenabschluss

von VERBUND

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1/20151 Q1/2016
Umsatzerlöse 727,2 806,3
Stromerlöse 1 579,4 610,1
Netzerlöse 2 106,6 117,6
Sonstige Erlöse 41,2 78,6
Sonstige betriebliche Erträge 14,4 10,9
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug 3 – 364,2 – 452,6
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige
Aufwendungen
4 – 37,3 – 28,5
Personalaufwand 5 – 80,2 – 77,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 41,9 – 44,7
EBITDA 217,8 213,5
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen – 94,0 – 84,1
Wertminderungen 0,0 0,0
Operatives Ergebnis 123,8 129,4
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen 6 3,4 7,4
Sonstiges Beteiligungsergebnis 4,1 1,4
Zinsertrag 7 8,3 8,1
Zinsaufwand 8 – 43,8 – 33,3
Übriges Finanzergebnis 9 – 1,1 1,6
Finanzergebnis – 29,0 – 14,9
Ergebnis vor Ertragsteuern 94,8 114,5
Ertragsteuern – 22,0 – 25,1
Periodenergebnis 72,8 89,5
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen
(Konzernergebnis)
63,4 82,4
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 9,4 7,0
Ergebnis je Aktie in €2 0,18 0,24

Die Vergleichsinformationen wurden gemäß IAS 8 retrospektiv angepasst. // 2 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen einander.

Gesamtergebnisrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1/2015 Q1/2016
Periodenergebnis 72,8 89,5
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen
0,7 0,2
Sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
– 4,1 1,4
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
– 3,4 1,6
Differenzen aus der Währungsumrechnung – 0,3 – 0,3
Bewertungen von zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumenten
5,6 – 0,1
Bewertungen von Cashflow Hedges 4,3 90,5
Sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
– 0,1 0,3
Summe der Posten, die nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
9,6 90,3
Sonstiges Ergebnis vor Ertragsteuern 6,1 91,9
Ertragsteuern auf Posten, die nicht nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
– 0,1 – 0,4
Ertragsteuern auf Posten, die nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
– 2,3 – 22,6
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 3,7 69,0
Gesamtperiodenergebnis 76,5 158,4
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen 66,7 151,4
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 9,8 7,0

Bilanz

in Mio. €
Nach IFRS Anhang 31.12.2015 31.3.2016
Langfristiges Vermögen 11.085,0 11.013,5
Immaterielle Vermögenswerte 804,7 806,4
Sachanlagen 9.201,9 9.156,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 267,8 277,3
Sonstige Beteiligungen 11 115,6 108,8
Finanzanlagen und sonstige Forderungen 11 695,0 664,3
Kurzfristiges Vermögen 678,0 816,6
Vorräte 10 19,1 14,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
11 630,0 731,6
Liquide Mittel 11 28,9 70,4
Aktiva 11.763,0 11.830,1
Nach IFRS Anhang 31.12.2015 in Mio. €
31.3.2016
Eigenkapital 5.433,3 5.584,8
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen 4.859,6 5.004,2
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 573,7 580,6
Langfristige Schulden 5.349,8 5.120,5
Finanzverbindlichkeiten 11 2.744,1 2.462,0
Rückstellungen 868,1 874,7
Latente Steuerschulden 549,5 592,8
Baukostenbeiträge und Zuschüsse 748,1 748,9
Abgrenzungen – Cross Border Leasing 48,8 48,4
Sonstige Verbindlichkeiten 11 391,1 393,6
Kurzfristige Schulden 979,9 1.124,9
Finanzverbindlichkeiten 11 385,4 471,8
Rückstellungen 126,9 130,3
Laufende Steuerschulden 30,0 49,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
11 437,6 472,9
Passiva 11.763,0 11.830,1

Entwicklung des Eigenkapitals

Nach IFRS Grundkapital Kapital
rücklagen
Ange
sammelte
Ergebnisse
Neu
bewertungen
der Netto
schuld aus
leistungs
orientierten
Verpflich
tungen
Anhang
Stand per 1.1.2015 347,4 954,3 3.652,2 – 254,2
Periodenergebnis 63,4
Sonstiges Ergebnis – 2,8
Gesamtperiodenergebnis 63,4 – 2,8
Verschiebung zwischen Gesellschafterstämmen 4,9 0,0
Stand per 31.3.2015 347,4 954,3 3.720,6 – 257,0
Stand per 1.1.2016 347,4 954,3 3.776,3 – 259,1
Periodenergebnis 82,4
Sonstiges Ergebnis 1,2
Gesamtperiodenergebnis 82,4 1,2
Änderungen Konsolidierungskreis – 7,2 0,1
Übrige Eigenkapitalveränderungen – 0,4 0,0
Stand per 31.3.2016 347,4 954,3 3.851,2 – 257,8
in Mio. €
Gesamt
summe
Eigenkapital
Den nicht
beherrschen
den Anteilen
zuzurech
nendes
Eigenkapital
Den
Aktionären
der
VERBUND AG
zuzurech
nendes
Eigenkapital
Übrige
Bestandteile
des sonstigen
Ergebnisses
Bewertungen
von
Cashflow
Hedges
Bewertungen
von zur
Veräußerung
verfügbaren
Finanz
instrumenten
Differenzen
aus der
Währungs
umrechnung
5.280,5 591,4 4.689,1 – 2,7 – 29,4 24,2 – 2,8
72,8 9,4 63,4
3,7 0,4 3,2 – 0,9 3,3 4,0 – 0,4
76,5 9,8 66,7 – 0,9 3,3 4,0 – 0,4
4,9 0,0 4,9 0,0 0,0 0,0 0,0
5.361,9 601,2 4.760,7 – 3,6 – 26,2 28,3 – 3,2
5.433,3 573,7 4.859,6 – 0,8 20,4 23,8 – 2,8
89,5 7,0 82,4
69,0 0,0 69,0 0,2 67,9 – 0,1 – 0,3
158,4 7,0 151,4 0,2 67,9 – 0,1 – 0,3
– 7,2 – 0,2 – 7,0
0,2 0,0 0,2 0,6 0,0 0,0 0,0
5.584,8 580,6 5.004,2 0,0 88,4 23,7 – 3,1

Geldflussrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1/2015 Q1/2016
Periodenergebnis 72,8 89,5
Abschreibungen auf (gekürzt um Zuschreibungen zu)
immaterielle(n) Vermögenswerte(n) und Sachanlagen
94,0 84,1
Abschreibungen auf (gekürzt um Zuschreibungen zu)
Finanzanlagen
1,9 1,6
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen (gekürzt um erhaltene Dividenden)
– 3,4 – 7,3
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen – 0,6 – 0,1
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten
Steuerschulden
22,6 28,2
Veränderung der Baukostenbeiträge und Zuschüsse 5,3 – 0,7
Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungen aus
Cross-Border-Leasing-Transaktionen
– 0,4 – 0,4
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 32,6 5,1
Zwischensumme 224,7 200,1
Veränderung der Vorräte 20,0 4,4
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie der sonstigen Forderungen
– 20,0 4,3
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten
– 47,7 33,7
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen und der
laufenden Steuerschulden
– 10,9 23,3
Cashflow aus operativer Tätigkeit1 166,1 265,8

Im Cashflow aus operativer Tätigkeit sind 9,5 Mio. € gezahlte Ertragsteuern (Quartal Q1/2015: 26,8 Mio. €), 7,9 Mio. € gezahlte Zinsen (Quartal Q1/2015: 9,4 Mio. €), 0,4 Mio. € erhaltene Zinsen (Quartal Q1/2015: 0,3 Mio. €) und 6,8 Mio. € erhaltene Dividenden (Quartal Q1/2015: 6,1 Mio. €) enthalten.

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1/2015 Q1/2016
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen – 73,1 – 49,0
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 8,9 0,4
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 27,1 0,0
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0,1 1,3
Auszahlungen für Investitionen in nach der Equity-Methode
bilanzierte und sonstige Beteiligungen – 7,5 – 0,7
Einzahlungen aus Abgängen vollkonsolidierter
Tochterunternehmen sowie nach der Equity-Methode
bilanzierter und sonstiger Beteiligungen 171,9 0,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit 73,2 – 48,1
Einzahlungen aus Verschiebungen zwischen
Gesellschafterstämmen 4,9 0,0
Auszahlungen aus Geldmarktgeschäften – 25,0 – 164,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte) – 13,0 – 12,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 33,1 – 177,0
Veränderung der liquiden Mittel 206,2 40,8
Liquide Mittel zum 1.1. 41,7 28,9
Veränderung der liquiden Mittel 206,2 40,8
Änderungen Konsolidierungskreis 0,0 0,7
Liquide Mittel zum 31.3. 247,9 70,4

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben

Grundsätze der Rechnungslegung

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von VERBUND zum 31.3.2016 wurde in Übereinstimmung mit den für Zwischenberichte maßgeblichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Grundlagen

Der verkürzte Berichtsumfang des Konzernzwischenabschlusses von VERBUND steht in Einklang mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung"; für weitere Informationen und Angaben wird auf den Konzernabschluss von VERBUND zum 31.12.2015 verwiesen. Dieser bildet die Basis für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss von VERBUND.

Mit Wirkung vom 1.1.2016 wurde die bisher wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierte Beteiligung an der SMATRICS GmbH & Co KG vollkonsolidiert. Gleichzeitig wurden die bisher vollkonsolidierten Beteiligungen an der VERBUND Umwelttechnik GmbH und der VERBUND Tourismus GmbH wegen Unwesentlichkeit entkonsolidiert. Die Auswirkungen dieser Änderungen des Konsolidierungskreises werden in der Entwicklung des Eigenkapitals als "Änderungen Konsolidierungskreis" dargestellt. Konsolidierungskreis

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neue

Bilanzierungsregeln

Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss von VERBUND wurden – mit Ausnahme der in der Folge beschriebenen neuen Bilanzierungsregeln des IASB – die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss von VERBUND zum 31.12.2015.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und bei der Ermittlung von Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht
durch das IASB
(übernommen
von der EU)
Pflicht zur
Anwendung
für VERBUND
Wesentliche Auswirkungen auf den
Konzernzwischenabschluss von
VERBUND
IAS 1 Änderungen:
Angabeninitiative
18.12.2014
(18.12.2015)
1.1.2016 Keine
IAS 16
IAS 41
Änderungen: Fruchttragende
Gewächse
30.6.2014
(23.11.2015)
1.1.2016 Keine
IAS 16
IAS 38
Änderungen: Klarstellung
akzeptabler
Abschreibungsmethoden
12.5.2014
(2.12.2015)
1.1.2016 Keine
IAS 19 Änderungen:
Leistungsorientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge
21.11.2013
(17.12.2014)
1.1.2016 Keine
IAS 27 Änderungen: Equity
Methode in
Einzelabschlüssen
12.8.2014
(18.12.2015)
1.1.2016 Keine

Neu anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Neu anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht
durch das IASB
(übernommen
von der EU)
Pflicht zur
Anwendung
für VERBUND
Wesentliche Auswirkungen auf den
Konzernzwischenabschluss von
VERBUND
IFRS 11 Änderungen: Erwerb
von Anteilen an einer
gemeinschaftlichen Tätigkeit
6.5.2014
(24.11.2015)
1.1.2016 Keine
Diverse Jährliche Verbesserungen an
den IFRS
Zyklus 2012–2014
25.9.2014
(15.12.2015)
1.1.2016 Keine

Um die Darstellung der Ertragslage zu verbessern, werden Aufwendungen in Zusammenhang mit Regelenergiedienstleistungen seit dem 30.6.2015 nicht mehr saldiert mit Erträgen in Zusammenhang mit Regelenergiedienstleistungen in den Netzerlösen dargestellt. Stattdessen werden die Aufwendungen in Zusammenhang mit Regelenergiedienstleistungen im Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Berichts- und Vergleichsperiode wurde daher entsprechend angepasst:

Korrekturbeträge für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Q1/2015 Q1/2016
Umsatzerlöse 15,1 14,3
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug – 15,1 – 14,3

Segmentberichterstattung

Im Zuge eines internen "Controlling Excellence"-Projekts wurde die Organisation der Konzernsteuerung wesentlich überarbeitet. Seit dem Quartal 1/2016 wird zur internen Performancemessung der Segmente in erster Linie das EBITDA herangezogen. Darüber hinaus erfolgt die Performancemessung durch den Konzernvorstand seit dem Quartal 1/2016 auf Ebene der Segmente Erneuerbare Erzeugung, Absatz, Netz, Energiedienstleistungen, Thermische Erzeugung, Services und Beteiligungen.

Im Segment Erneuerbare Erzeugung werden die Erzeugungstechnologien Wasser, Wind und Photovoltaik gebündelt. Das Segment Absatz umfasst alle Handels- und Vertriebsaktivitäten und das Segment Netz die Aktivitäten der Austrian Power Grid AG (APG). Im Segment Energiedienstleistungen wird über die neuen Dienstleistungen für den Strommarkt der Zukunft (z.B. Convenience-Services, Energieoptimierung oder E-Mobility) berichtet. Das Segment Thermische Erzeugung umfasst die Strom- und Wärmeerzeugung aus den Brennstoffen Kohle und Gas. Die überwiegend konzerninternen Geschäftsaktivitäten der VERBUND Services GmbH werden im Segment Services berichtet. Das Segment Beteiligungen besteht aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, die keinem anderen Segment zugeordnet wurden. Derzeit ist dies ausschließlich die Beteiligung an der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft.

Mangels Überschreiten der quantitativen Schwellenwerte werden die Segmente Energiedienstleistungen, Thermische Erzeugung, Services und Beteiligungen in nachfolgender Segmentberichterstattung in der Kategorie "Alle sonstigen Segmente" zusammengefasst. Die Spalte Überlei-

Geänderter Ausweis

tung/Konsolidierung enthält die Aktivitäten der VERBUND AG und der VERBUND Finanzierungsservice GmbH sowie nicht konsolidierte Beteiligungen, die keinem Segment zugeordnet wurden bzw. auf Konzernebene durchzuführende Konsolidierungen.

Das EBITDA in der Summenspalte entspricht jenem in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Überleitungsrechnung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern kann daher der Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden. Die Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet. Die Bewertung sämtlicher Geschäftssegmentdaten steht in Einklang mit den IFRS.

In der Vergangenheit wurde ein Firmenwert in Höhe von 300,0 Mio. € dem Segment Energie zugeordnet. Aufgrund der Überarbeitung der Konzernsteuerung war dieser Firmenwert auf die neuen Segmente zu verteilen. Die Reallokation erfolgte auf Basis der relativen Wertansätze vor der Überarbeitung der Konzernsteuerung. Da das frühere Segment Energie im Wesentlichen in die Segmente Erneuerbare Erzeugung und Absatz aufgespalten wurde, wurde dem Segment Erneuerbare Erzeugung ein Firmenwert in Höhe von 287,0 Mio. € und dem Segment Absatz ein Firmenwert in Höhe von 13,0 Mio. € zugeordnet.

Aufgrund der geänderten Zusammensetzung der Segmente wurden die Segmentinformationen des Vorjahrs angepasst.

in Mio. €
Erneuerbare
Erzeugung
Absatz Netz Alle
sonstigen
Segmente
Über
leitung/
Konso
lidierung
Summe
Konzern
Q1/2016
Außenumsatz 32,8 583,5 178,3 10,4 1,4 806,3
Innenumsatz 169,3 48,3 19,1 46,6 – 283,3 0,0
Gesamtumsatz 202,0 631,7 197,4 57,0 – 281,9 806,3
EBITDA 113,1 32,6 72,6 0,5 – 5,2 213,5
Abschreibungen – 63,0 – 0,5 – 18,0 – 2,5 – 0,2 – 84,1
Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
(operatives Ergebnis)
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Andere wesentliche nicht
zahlungswirksame Posten
12,0 – 10,4 2,4 – 4,6 0,6 0,0
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
0,1 0,0 0,0 7,2 0,0 7,4
Capital Employed 7.406,5 458,7 1.217,7 253,9 – 512,1 8.824,6
davon Buchwert der nach
der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
2,4 0,0 1,3 273,5 0,0 277,3
Zugänge zu immateriellem
und Sachanlagevermögen
24,4 0,1 11,6 0,6 0,1 36,6
Zugänge zu nach der
Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5
in Mio. €
Erneuerbare
Erzeugung
Absatz Netz Alle
sonstigen
Segmente
Über
leitung/
Konso
lidierung
Summe
Konzern
Q1/2015
Außenumsatz 30,1 511,6 174,6 10,8 0,0 727,2
Innenumsatz 220,8 66,4 8,5 59,1 – 354,7 0,0
Gesamtumsatz 250,9 578,1 183,1 69,9 – 354,7 727,2
EBITDA 145,3 34,0 44,5 – 0,2 – 5,8 217,8
Abschreibungen – 72,5 – 0,4 – 18,1 – 3,1 0,0 – 94,0
Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
(operatives Ergebnis)
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Andere wesentliche nicht
zahlungswirksame Posten
12,9 – 12,6 1,0 8,1 – 1,3 8,1
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
0,2 0,0 0,1 3,1 0,0 3,4
Capital Employed 7.425,6 428,0 1.065,8 395,7 – 62,0 9.253,1
davon Buchwert der nach
der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
2,3 0,0 1,5 256,0 0,0 259,8
Zugänge zu immateriellem
und Sachanlagevermögen
27,1 0,0 13,5 0,5 0,3 41,5
Zugänge zu nach der
Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Stromerlöse nach Kundenbereichen
in Mio. €
Q1/2015
Inland
Q1/2016
Inland
Verände-
rung
Q1/2015
Ausland
Q1/2016
Ausland
Verände-
rung
Stromlieferungen an Händler 13,2 17,4 32% 226,6 109,8 – 52%
Stromlieferungen an
Weiterverteiler
140,8 139,6 – 1% 50,1 140,3 180%
Stromlieferungen an
Endkunden
101,5 111,8 10% 47,2 91,2 93%
Stromerlöse nach
Kundenbereichen1
255,5 268,7 5 % 323,8 341,3 5 %

Um die Geschäftsentwicklung zutreffender darzustellen, werden die Energiehandelsumsätze netto ausgewiesen, d.h. Realisierungen und Bewertungen werden jeweils saldiert dargestellt. Ohne diesen Nettoausweis wären die Stromerlöse (und die Strombezugsaufwendungen) des Quartals 1/2016 um 550,5 Mio. € (Quartal 1/2015: 517,0 Mio. €) höher gewesen.

(1) Stromerlöse

Netzerlöse

(2)

(4)

Netzerlöse nach Kundenbereichen
in Mio. €
Q1/2015
Inland
Q1/2016
Inland
Verände-
rung
Q1/2015
Ausland
Q1/2016
Ausland
Verände-
rung
Energieversorgungs
unternehmen
63,3 69,6 9,9% 0,0 0,4 n.a.
Industriekunden 5,3 4,9 – 8,1% 0,0 0,0 n.a.
Übrige 16,6 16,2 – 2,3% 21,4 26,4 23,5%
Netzerlöse 85,2 90,7 6,4 % 21,4 26,8 25,3%
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug in Mio. €
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Aufwendungen für Strombezug (inkl. Regelenergie) 291,3 332,0 13,9%
Aufwendungen für Netzbezug (Systemnutzung) 42,6 58,0 36,0%
Aufwendungen für Gasbezug1 30,1 58,9 95,7%
Emissionszertifikatebezug (Handel) 0,1 1,6 n.a.
Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikatebezug 0,1 2,2 n.a.
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug 364,2 452,6 24,3%

Zwischen VERBUND und der EconGas GmbH besteht ein langfristiger Erdgasliefervertrag, der aufgrund seiner Bewirtschaftung als freistehendes Derivat zu qualifizieren und ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren war (siehe: (11) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten). Im Quartal 1/2016 betrug der daraus resultierende Ergebniseffekt –5,9 Mio. € (Quartal 1/2015: – 8,5 Mio. €).

Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen in Mio. €
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
27,8 21,0 – 24,6%
5,9 3,7 – 37,0%
3,6 3,8 5,5%
37,3 28,5 – 23,6 %

Personalaufwand in Mio. € Q1/2015 Q1/2016 Veränderung Löhne und Gehälter 62,7 61,6 – 1,9% Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 14,3 13,3 – 7,2% Sonstige Sozialaufwendungen 1,0 0,9 – 3,9% Zwischensumme 78,1 75,8 – 2,9 % Aufwendungen für Abfertigungen 0,7 0,4 – 32,7% Aufwendungen für Altersversorgung 1,5 1,6 7,4% Personalaufwand 80,2 77,9 – 2,9 %

Strom-, Netz-, Gasund Zertifikatebezug

(5) Personalaufwand

Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen

Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen in Mio. € (6)
Q1/2015
Inland
Q1/2016
Inland
Verände-
rung
Q1/2015
Ausland
Q1/2016
Ausland
Verände-
rung
Ergebnis aus nach
der Equity-Methode
Erträge bzw. Aufwendungen 3,4 7,6 126,3% 0,1 – 0,3
n.a.
bilanzierten
Beteiligungen
Zinsertrag in Mio. € (7)
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung Zinsertrag
Zinsen aus Finanzanlagen in Zusammenhang mit
bilanziell geschlossenen Positionen
7,1 7,2 1,4%
Zinsen aus Geldmarktgeschäften 0,5 0,0 – 92,2%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,7 0,8 26,1%
Zinsertrag 8,3 8,1 – 13,8 %
Zinsaufwand in Mio. € (8)
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung Zinsaufwand
Zinsen für Anleihen 20,7 12,5 – 39,4%
Zinsen für Bankkredite 7,7 5,4 – 29,6%
Zinsen für Finanzverbindlichkeiten aus
bilanziell geschlossenen Positionen
7,1 7,2 1,4%
Nettozinsaufwand aus personalbezogenen Verpflichtungen 3,9 3,8 – 3,1%
Zinsen für sonstige Verbindlichkeiten aus
Stromlieferverpflichtungen
4,4 4,3 – 2,1%
Zinsen für sonstige langfristige Rückstellungen 0,7 0,6 – 14,5%
Kommanditisten zurechenbare Ergebnisanteile 0,1 – 0,1 n.a.
Gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten – 4,6 – 3,9 15,6%
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,9 3,5 – 10,7%
Zinsaufwand 43,8 33,3 – 24,0 %
Übriges Finanzergebnis in Mio. € (9)
Q1/2015 Q1/2016 Veränderung Übriges
Fremdwährungskursgewinne 3,4 2,3 – 31,6% Finanzergebnis
Bewertung Inhaberposition: Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH 1,2 1,9 57,4%

Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen 0,6 0,6 6,0% Fremdwährungskursverluste – 4,8 – 0,1 98,5% Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten im Finanzbereich – 1,7 – 3,2 – 89,4% Übrige 0,3 0,0 – 96,7% Übriges Finanzergebnis – 1,1 1,6 139,6 %

Erläuterungen zur Bilanz

(10) Vorräte

Vorräte in Mio. €
31.12.2015 31.3.2016 Veränderung
Vorräte an Primärenergieträgern zu Erzeugungszwecken 5,7 4,6 – 19,2 %
Erdgas zu Handelszwecken 0,0 0,0 n.a.
Bewertungen von Erdgas zu Handelszwecken 0,0 0,0 n.a.
Beizulegender Zeitwert von Erdgas zu Handelszwecken 0,0 0,0 n.a.
Emissionszertifikate zu Handelszwecken 5,1 5,0 – 1,0%
Bewertungen von Emissionszertifikaten zu Handelszwecken 3,9 0,7 – 82,7%
Beizulegender Zeitwert von Emissionszertifikaten zu
Handelszwecken
9,0 5,7 – 36,7 %
Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikate 0,2 0,1 – 60,9 %
Sonstige 4,1 4,2 3,3%
Vorräte 19,1 14,7 – 23,1 %

Den Bewertungsmaßstab der Vorräte an Erdgas und Emissionszertifikaten, die VERBUND zu Handelszwecken hält, bildet gemäß der Ausnahmeregelung für Rohstoff- und Warenhändler (Brokerage Exemption) der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für Vorräte von Erdgas zu Handelszwecken ist der Börsenpreis für Frontmonat-Gasforwards am Central European Gas Hub (CEGH) bzw. an der NetConnect Germany (NCG) maßgeblich. Der beizulegende Zeitwert von Emissionszertifikaten zu Handelszwecken entspricht dem Börsenkurs an der European Energy (EEX). Die beizulegenden Zeitwerte beruhen damit auf Stufe-1-Bewertungen.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 31.3.2016 in Mio. €
Aktiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39
Stufe Buchwert Beizu
legender
Zeitwert
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen FAAC 5,3
Sonstige Beteiligungen FAAFS 2 86,8 86,8
Sonstige Beteiligungen FAAC 16,8
Sonstige Beteiligungen 108,8
Wertpapiere FAAFS 1 130,1 130,1
Wertpapiere FAAC 3,5
Wertpapiere – bilanziell geschlossene Positionen LAR 2 58,8 53,2
Sonstige Ausleihungen – bilanziell geschlossene
Positionen
LAR 2 271,6 310,5
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich –
bilanziell geschlossene Positionen
FAHFT 2 119,8 119,8
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 56,7 59,7
Sonstige Ausleihungen LAR 2 5,5 5,5
Sonstige 18,2
Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige
Forderungen
664,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 246,3
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 41,9
Ausleihungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 2 3,5 3,8
Sonstige Ausleihungen LAR 2 1,0 1,0
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FAHFT 2 301,2 301,2
Inhaberposition: Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH FAHFT 3 19,9 19,9
Geldmarktgeschäfte LAR 2 0,0 0,0
Emissionszertifikate IAS 38, IAS 2 12,6
Sonstige LAR 32,0
Sonstige 73,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
kurzfristige sonstige Forderungen
731,6
Liquide Mittel LAR 70,4
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten FAAC 25,6
Kredite und Forderungen LAR 787,7
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte FAAFS 216,9
Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand FAHFT 440,9

(11) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 31.3.2016
Passiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39
Stufe Buchwert Beizu
legender
Zeitwert
Anleihen FLAAC 2 1.418,4 1.581,0
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Sonstigen
FLAAC 2 1.061,3 1.112,5
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAAC 2 105,6 150,4
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAFVPL 2 344,5 344,5
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile IAS 32 3,9
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.933,8
Stromlieferverpflichtung 175,8
Anteilsrückgabeverpflichtung FLAAC 3 118,6 178,6
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 69,5 69,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 4,4
Passivposten für erhaltene Zuschüsse
(Emissionszertifikate)
IAS 20 0,3
Sonstige FLAAC 25,0
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 393,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 119,6
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 2 105,2 105,2
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 8,2 8,2
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich FLHFT 2 37,3 37,3
Sonstige FLAAC 85,4
Sonstige 117,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
472,9
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Schulden zu fortgeführten
Anschaffungskosten
FLAAC 2.938,3
Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
FLAFVPL 344,5
Finanzielle Schulden im Handelsbestand FLHFT 220,5
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 31.12.2015
in Mio. €
Aktiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39
Stufe Buchwert Beizu
legender
Zeitwert
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen FAAC 10,6
Sonstige Beteiligungen FAAFS 2 86,8 86,8
Sonstige Beteiligungen FAAC 18,2
Sonstige Beteiligungen 115,6
Wertpapiere FAAFS 1 130,8 130,8
Wertpapiere FAAC 3,0
Wertpapiere – bilanziell geschlossene Positionen LAR 2 64,2 57,9
Sonstige Ausleihungen – bilanziell geschlossene
Positionen
LAR 2 294,0 323,7
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich –
bilanziell geschlossene Positionen
FAHFT 2 123,1 123,1
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 57,5 59,8
Sonstige Ausleihungen LAR 2 5,9 5,9
Sonstige LAR 9,0 9,0
Sonstige 7,5
Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige
Forderungen
695,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 302,5
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 31,7
Ausleihungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 2 3,5 3,7
Sonstige Ausleihungen LAR 2 1,0 1,0
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FAHFT 2 184,0 184,0
Inhaberposition: Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH FAHFT 3 18,0 18,0
Geldmarktgeschäfte LAR 2 0,0 0,0
Emissionszertifikate IAS 38, IAS 2 12,0
Sonstige LAR 30,3
Sonstige 47,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
kurzfristige sonstige Forderungen
630,0
Liquide Mittel LAR 28,9
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten FAAC 31,8
Kredite und Forderungen LAR 828,5
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
FAAFS 217,6
Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand FAHFT 325,1
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 31.12.2015
Passiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39
Stufe Buchwert Beizu
legender
Zeitwert
Anleihen FLAAC 2 1.405,3 1.537,2
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
und Sonstigen
FLAAC 2 1.240,4 1.276,2
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAAC 2 112,8 152,5
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAFVPL 2 368,5 368,5
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile IAS 32 2,5
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3.129,5
Stromlieferverpflichtung 176,1
Anteilsrückgabeverpflichtung FLAAC 3 116,8 176,4
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 66,5 66,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 4,1
Sonstige FLAAC 27,6
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 391,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 118,8
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 2 89,6 89,6
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 5,3 5,3
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich FLHFT 2 33,8 33,8
Sonstige FLAAC 122,1
Sonstige 68,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
437,6
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Schulden zu fortgeführten
Anschaffungskosten
FLAAC 3.148,0
Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
FLAFVPL 368,5
Finanzielle Schulden im Handelsbestand FLHFT 195,2

Von den in obigen Tabellen als FAHFT bzw. FLHFT klassifizierten derivativen Finanzinstrumenten im Energiebereich betreffen positive Zeitwerte in Höhe von 200,6 Mio. € (31.12.2015: 85,2 Mio. €) und negative Zeitwerte in Höhe von 58,9 Mio. € (31.12.2015: 34,3 Mio. €) als Cashflow Hedges designierte Sicherungsgeschäfte. Diese Zeitwerte sind nicht saldierte Werte; nach dem entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsregeln von VERBUND vorgenommenen Inter Portfolio Netting sind die Cashflow Hedges nicht mehr isolierbar.

Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Börsennotierte Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
1 Börsennotierte
Energietermingeschäfte
Marktwertorientiert An der Börse festgestellter
Abrechnungspreis
2 Übrige zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Vermögenswerte und
Schulden im Finanzbereich
Kapitalwertorientiert Bereits fixierte oder über Forward Rates
ermittelte Cashflows, Zinsstrukturkurve,
Kreditrisiko der Vertragspartner
2 Wertpapiere bzw. sonstige
Ausleihungen aus bilanziell
geschlossenen Positionen, langfristige
Ausleihungen, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Anleihen
und sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
Kapitalwertorientiert Mit den Finanzinstrumenten
verbundene Zahlungen,
Zinsstrukturkurve, Kreditrisiko der
Vertragspartner (Credit Default Swaps
bzw. Credit-Spread-Kurven)
2 Sonstige Beteiligung an der
Energie AG Oberösterreich
Marktwertorientiert Trading Multiple
2 Nicht börsennotierte
Energietermingeschäfte
Kapitalwertorientiert Von Börsenpreisen abgeleitete Forward
Preiskurve, Zinsstrukturkurve,
Kreditrisiko der Vertragspartner
3 Nicht börsennotierte
Energietermingeschäfte
(Erdgasliefervertrag für das Gas
Kombikraftwerk Mellach)
Kapitalwertorientiert Preisprognosen für Erdgas und Erdöl,
im Monatsraster optimierte
Take-or-pay-Menge, Vertragslaufzeit,
Zinsstrukturkurve, Kreditrisiko der
Vertragspartner, marktüblicher
Leistungspreis, Wahrscheinlichkeit des
Obsiegens im kartellrechtlichen
Verfahren
3 Anteilsrückgabeverpflichtung
(Verpflichtung zur Rückübertragung
von 50% der Anteile an der
Donaukraftwerk Jochenstein AG)
Kapitalwertorientiert Preisprognosen für Strom, gewichtete
durchschnittliche Nach-Steuer
Kapitalkosten
3 Inhaberposition: Gemeinschafts
kraftwerk Inn GmbH (GKI)
Kapitalwertorientiert
bzw. Black-Scholes
Modell
Preisprognosen für Strom und
Diskontierungszinssatz für die
Ermittlung des Basiswerts (gewichtete
durchschnittliche Nach-Steuer
Kapitalkosten), Volatilität des
Basiswerts, Zinsstrukturkurve
– Liquide Mittel, Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, kurzfristige sonstige
Forderungen, sonstige
Geldaufnahmen im Rahmen der
kurzfristigen Kreditfazilitäten sowie
kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
Buchwerte als realistische Schätzung
des beizulegenden Zeitwerts
– Anteile an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen und sonstige
Beteiligungen
Verlässliche Ermittlung der zukünftigen
Cashflows größtenteils nicht möglich;
keine vergleichbaren Transaktionen zur
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
mittels Analogieverfahren
Stufe-3-Bewertung von Finanzinstrumenten: Erdgasliefervertrag in Mio. €
2015 2016
Buchwert zum 1.1. 63,4 71,8
Bewertungsergebnis (im Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug erfasst) 8,5 5,9
Buchwert zum 31.3. 71,9 77,7

Zwischen VERBUND und der EconGas GmbH war am 24.6.2008 ein langfristiger Erdgasliefervertrag unterzeichnet worden. Die Fahrweise aus der Einsatzoptimierung des Gas-Kombikraftwerks Mellach führte zum Weiterverkauf wesentlicher Erdgasmengen. Eine solche Bewirtschaftung des Erdgasliefervertrags wird in den IFRS einem Nettoausgleich des Erdgasliefervertrags gleichgestellt; die Befreiungsregelung für Eigenbedarfsverträge in IAS 39 (Own Use Exemption) war folglich nicht mehr anwendbar. Der Erdgasliefervertrag wird daher seit 2012 als freistehendes Derivat qualifiziert und ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Am 29.5.2013 wurde ein Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH beim Oberlandesgericht Wien eingebracht und der Gasbezug von der EconGas GmbH eingestellt. Seit diesem Zeitpunkt werden auch die möglichen Ausgänge des Verfahrens mittels Szenarienmodell bei der Bewertung berücksichtigt.

Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren1
in Mio. €
Annahme Änderung der
Annahme
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung
des operativen
Ergebnisses um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung des
operativen
Ergebnisses um
Prognostizierter (an den Erdölpreis
gebundener) Vertragspreis für Erdgas2
32,2 €/MWh ± 5% – 11,6 13,9
Prognostizierter Wholesale-Preis für
Erdgas3
29,4 €/MWh ± 5% 13,3 – 9,8
Laufzeit4 2026 n.a. n.a. n.a.
Jährliche Take-or-pay-Menge5 3.125 GWh n.a. n.a. n.a.
Marktüblicher Leistungspreis6 n.a. n.a. n.a. n.a.
Szenarien bezüglich des Ausgangs
des kartellrechtlichen Verfahrens6
n.a. n.a. n.a. n.a.

In der Sensitivitätsanalyse wurde jeweils ein nicht beobachtbarer Inputfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität können Änderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren jedoch auch gleichzeitig auftreten. Dies kann zu einer Verstärkung oder zu einer (zumindest teilweisen) Neutralisierung der Auswirkungen führen. // 2 Der angegebene Vertragspreis bezieht sich auf das Jahr 2025. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Vertragspreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont. // 3 Der angegebene Wholesale-Preis für Erdgas bezieht sich auf das Jahr 2025. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Wholesale-Preis für Erdgas konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont. // 4 Im Erdgasliefervertrag wurde eine 20-jährige Laufzeit bis 2031 vereinbart. Beide Vertragspartner haben jedoch nach 15 Jahren die einmalige Möglichkeit einer ordentlichen Kündigung. Da davon ausgegangen wird, dass der zu diesem Zeitpunkt durch den Erdgasliefervertrag benachteiligte Vertragspartner von diesem Kündigungsrecht Gebrauch machen wird, wird der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eine 15-jährige Laufzeit zugrunde gelegt. // 5 Im Erdgasliefervertrag wurde eine über die gesamte Vertragslaufzeit fixe jährliche Take-or-pay-Menge vereinbart. Veränderungen der jährlichen Take-or-pay-Menge können sich daher nur aus Vertragsänderungen ergeben. // 6 Die Anhangsangaben zum marktüblichen Leistungspreis und zu den Szenarien bezüglich des Ausgangs des Verfahrens zur Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH sowie zur Sensitivität dieser Inputfaktoren unterbleiben, da damit zu rechnen ist, dass diese Anhangsangaben die Lage von VERBUND im kartellrechtlichen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Stufe-3-Bewertung von Finanzinstrumenten: Inhaberposition: GKI in Mio. €
2015 2016
Buchwert zum 1.1. 17,1 18,0
Bewertungsergebnis (im übrigen Finanzergebnis erfasst) 1,2 1,9
Buchwert zum 31.3. 18,3 19,9

Mit Wirkung vom 22.8.2014 veräußerte VERBUND 40% der 50%igen Beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH an die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Im Zuge dessen räumte die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG VERBUND eine Put- und eine Call-Option ein: VERBUND kann zwischen 1.6.2018 und 30.6.2018 seine verbliebene 10%ige Beteiligung an der Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH an die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG veräußern oder seine 10%ige Beteiligung durch Erwerb von Anteilen der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG auf 25% aufstocken. Der Ausübungspreis entspricht bei beiden Optionen den bis dahin angefallenen anteiligen Investitionskosten für das Gemeinschaftskraftwerk Inn zuzüglich einer Verzinsung.

Sensitivitätsanalyse für bedeutende, nicht beobachtbare Inputfaktoren1
in Mio. €
Annahme Änderung der
Annahme
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung
des Finanz
ergebnisses um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung des
Finanz
ergebnisses um
Strompreis2 71,1 €/MWh ± 5% 4,3 – 3,7
Diskontierungszinssatz 5,25% ± 0,25 PP – 4,1 5,4
Volatilität des Basiswerts 16,00% ± 1 PP 0,5 – 0,5

1 In der Sensitivitätsanalyse wurde jeweils ein nicht beobachtbarer Inputfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität können Änderungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren jedoch auch gleichzeitig auftreten. Dies kann zu einer Verstärkung oder zu einer (zumindest teilweisen) Neutralisierung der Auswirkungen führen. // 2 Der angegebene Strompreis bezieht sich auf das Jahr 2025. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Strompreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont.

Sonstige erläuternde Anhangangaben

Bestellobligo für Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte
und sonstige Leistungen
in Mio. €
31.3.2016 davon fällig
2016
davon fällig
2017 bis 2021
Gesamtverpflichtung 463,3 249,0 209,9

Die letzte noch aufrechte Cross-Border-Leasing-Transaktion von VERBUND hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur. Für den nicht getilgten Teil der Leasingverbindlichkeiten aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen bestand zum 31.3.2016 eine subsidiäre Haftung von VERBUND in Höhe von 514,0 Mio. € (31.12.2015: 575,4 Mio. €). Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner waren insgesamt 345,8 Mio. € (31.12.2015: 402,0 Mio. €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Strombezugsberechtigten und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftungen) gesichert. Darüber hinaus waren 231,6 Mio. € (31.12.2015: 239,1 Mio. €) durch bilanzexterne Veranlagungen abgedeckt.

Eventualverbindlichkeiten

Bestellobligo

Zum 31.3.2016 bestanden aus sonstigen Haftungsverhältnissen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 8,2 Mio. € (31.12.2015: 8,2 Mio. €). Dabei handelt es sich um Garantien, die VERBUND für die nicht konsolidierte Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd. Sti. (VBOC) abgegeben hat.

In Zusammenhang mit den Verfahren zwischen VERBUND und der EconGas GmbH, VERBUND und der Energie Steiermark Wärme GmbH sowie VERBUND und EVN AG gab es gegenüber dem zum 31.12.2015 beschriebenen Stand keine wesentlichen Entwicklungen (es fanden zum Beispiel erste Zeugeneinvernahmen statt). Die Angaben zu etwaigen Eventualverbindlichkeiten bzw. Rückstellungen in Zusammenhang mit diesen Verfahren unterbleiben, weil damit zu rechnen ist, dass diese Anhangangaben die Lage von VERBUND in den Verfahren ernsthaft beeinträchtigen. Anhängige Verfahren

Im Quartal 1/2016 erhoben weitere Parteien Schadenersatzforderungen in Zusammenhang mit dem Drau-Hochwasser 2012. Der beanspruchte Schadenersatz beläuft sich derzeit in Summe auf rund 105,1 Mio. € (31.12.2015: 98,3 Mio. €). Diese Forderungen werden von VERBUND dem Grunde und der Höhe nach bestritten. Die Angaben zu etwaigen Eventualverbindlichkeiten bzw. Rückstellungen in Zusammenhang mit diesen Schadenersatzansprüchen unterbleiben, weil damit zu rechnen ist, dass diese Anhangangaben die Lage von VERBUND in den Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Am 18.2.2016 wurde VERBUND ein Feststellungsantrag der Energie Steiermark Wärme GmbH vom Kartellgericht Wien zugestellt. Die Energie Steiermark Wärme GmbH wirft VERBUND vor, dass die Schließung des FHKW Neudorf/Werndorf II in Bezug auf die Fernwärmelieferungen vom Standort Mellach missbräuchlich im Sinne des KartG gewesen sei. Die Angaben zu etwaigen Eventualverbindlichkeiten bzw. Rückstellungen in Zusammenhang mit diesen Verfahren unterbleiben, weil damit zu rechnen ist, dass diese Anhangangaben die Lage von VERBUND in diesem Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Betreffend die zum 31.12.2015 beschriebene Möglichkeit zur Geltendmachung einer Firmenwertabschreibung für ausländische Beteiligungen bei Aufnahme in eine Steuergruppe ist am 10.2.2016 das Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) zur anhängigen Sache ergangen. Der VwGH hat entschieden, dass die Firmenwertabschreibung auch beim Erwerb ausländischer EU-Beteiligungen zuzulassen ist. VERBUND hat diesbezüglich in der Vergangenheit Bescheidbeschwerden für die Jahre 2010 bis 2012 eingebracht, deren Bearbeitung bis zur rechtskräftigen Beendigung des VwGH-Verfahrens ausgesetzt wurde. Die Bescheide in den fortgesetzten Verfahren sind bis jetzt noch nicht ergangen. Bei für VERBUND positiven Bescheiden werden Firmenwertabschreibungen in Höhe von 98,8 Mio. € (dies entspricht einer Steuererstattung in Höhe von 24,7 Mio. € zzgl. Anspruchszinsen) für die Jahre 2010 bis 2012 anerkannt. Der Antrag auf Aufhebung des Bescheids für 2013 wird fristgerecht eingereicht werden (Firmenwertabschreibung in Höhe von 32,9 Mio. € bzw. Steuererstattung in Höhe von 8,2 Mio. €). Für die Jahre ab 2014 wird die Firmenwertabschreibung mittels Bescheidbeschwerden bzw. in den Steuererklärungen beansprucht werden. Ab der Veranlagung 2014 ist zudem zu beachten, dass der weitere Abzug der Firmenwertabschreibung erschwert wurde. Sofern die Firmenwertabschreibung uneingeschränkt anerkannt wird, bedeutet dies, dass VERBUND insgesamt bei zwei ausländischen Beteiligungen eine Firmenwertabschreibung in Höhe von bis zu 580,5 Mio. € (Reduktion zukünftiger Steuerzahlungen daher 145,1 Mio. €) geltend machen kann. Sobald die Möglichkeit zur Geltendmachung hinreichend sicher ist, erfolgt die Erfassung gemäß den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von VERBUND.

Geschäftsbeziehungen mit nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen in Mio. €

Q1/2015 Q1/2016 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung
Stromerlöse 13,5 15,5 14,5%
Netzerlöse 6,5 6,7 2,7%
Sonstige Erlöse 0,3 – 0,2 – 178,5%
Sonstige betriebliche Erträge 0,1 0,1 – 17,0%
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug – 9,1 – 9,1 – 1,1%
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 0,7 0,0 92,6%
Zinsertrag 0,5 0,4 – 17,0%
Zinsaufwand 0,0 0,0 34,4%
Übriges Finanzergebnis 0,6 0,6 0,5%

Geschäftsbeziehungen mit nach der Equity-Methode bilanzierten

Beteiligungsunternehmen in Mio. €
31.12.2015 31.3.2016 Veränderung
Bilanz
Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 40,4 39,6 – 1,9%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige kurzfristige Forderungen
24,0 33,9 41,5%
Baukostenbeiträge und Zuschüsse 286,5 287,3 0,3%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
2,7 3,0 12,3%

Die Stromerlöse mit nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen wurden im Wesentlichen mit der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG (9,2 Mio. €; Quartal 1/2015: 8,4 Mio. €) und mit der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (5,4 Mio. €; Quartal 1/2015: 5,1 Mio. €) erzielt. Den Stromerlösen standen Strombezüge von der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG in Höhe von 6,6 Mio. € (Quartal 1/2015: 8,9 Mio. €) und von der OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (1,8 Mio. €; Quartal 1/2015: 0,0 Mio. €) gegenüber.

Die Stromerlöse mit Unternehmen, die unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehen, betrugen im Quartal 1/2016 insgesamt 6,9 Mio. € (Quartal 1/2015: 8,0 Mio. €). Die Stromabnahmen erfolgten im Wesentlichen durch die Bundesbeschaffungs GmbH (BBG), die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG (ASFINAG) und die Telekom Austria Group. Der Strombezug von Unternehmen, die unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehen, betrug im Quartal 1/2016 insgesamt 0,0 Mio. € (Quartal 1/2015: 0,1 Mio. €). Die Stromlieferungen erfolgten durch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).

Für das Gas-Kombikraftwerk Mellach besteht ein langfristiger Erdgasliefervertrag mit der EconGas GmbH. Der Ergebniseffekt aus der Zeitbewertung des als freistehendes Derivat zu qualifizierenden kartellrechtlich beanstandeten Erdgasliefervertrags mit der EconGas GmbH betrug im Quartal 1/2016 –5,9 Mio. € (Quartal 1/2015: –8,5 Mio. €; siehe: (11) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten). Das dazugehörige derivative Finanzinstrument im Energiebereich wurde in Höhe von 69,5 Mio. € (31.12.2015: 66,5 Mio. €) in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 8,2 Mio. € Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

(31.12.2015: 5,3 Mio. €) in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Die Angaben zu etwa
igen Eventualverbindlichkeiten oder Rückstellungen in Zusammenhang mit dem kartellrechtlichen
Verfahren unterbleiben, weil damit zu rechnen ist, dass diese Anhangangaben die Lage von VERBUND
im Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.
Der Aufwand von VERBUND für die Aufsicht durch E-Control betrug im Quartal 1/2016 insgesamt
1,9 Mio. € (Quartal 1/2015: 1,7 Mio. €).
Abschlussprüfung Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von VERBUND wurde weder einer Abschlussprüfung noch
bzw. Review einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag
Zwischen dem Bilanzstichtag am 31.3.2016 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 28.4.2016 gab es
keine angabepflichtigen Ereignisse.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den Regelungen für Zwischenberichte in den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss von VERBUND zum 31.3.2016 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

Wir bestätigen weiters, dass der Konzernzwischenlagebericht von VERBUND ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 31.3.2016 sowie bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs vermittelt.

Wien, am 28.4.2016 Der Vorstand

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Notizen

IMPRESSUM & OFFENLEGUNG

Herausgeber: VERBUND AG Am Hof 6a, 1010 Wien

Dieser Zwischenbericht wurde inhouse mit FIRE.sys produziert. Diagramm- und Tabellenkonzept: Roman Griesfelder, aspektum gmbh Kreativkonzept und Design: Brainds Konzept und Beratung: Grayling Übersetzung und Sprachendienst: ASI GmbH – Austria Sprachendienst International Druck: VERBUND AG (inhouse)

Kontakt: VERBUND AG

Am Hof 6a, 1010 Wien, Österreich Telefon: +43(0)50313-0 Fax: +43(0)50313-54191 E-Mail: [email protected] Homepage: www.verbund.com Firmenbuchnummer: FN 76023z Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID-Nr.: ATU14703908 DVR-Nr.: 0040771 Unternehmenssitz: Wien, Österreich

Investor Relations:

Andreas Wollein Telefon: +43(0)50313-52604 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation:

Beate McGinn Telefon: +43(0)50313-53702 E-Mail: [email protected]

Aktionärsstruktur:

– Republik Österreich (51,0 %) – Syndikat (>25,0 %) bestehend aus EVN AG (deren Aktionäre sind: Niederösterreichische Landes-Beteiligungsholding GmbH, 51 %, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, 32,5 %) und Wiener Stadtwerke (deren Alleinaktionärin die Stadt Wien ist) – TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG (>5,0 %, deren Alleinaktionär das Land Tirol ist) – Streubesitz (<20,0 %): Zu den Eigentümern der Aktien, die sich im Streubesitz befinden, sind uns keine näheren Daten bekannt.

Hinweis zu gesetzlichen bzw. satzungsmäßigen Stimmrechtsbeschränkungen:

Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.

Aufsichtsbehörde/Berufsverband:

E-Control GmbH/E-Control Kommission Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft Wirtschaftskammer Österreich Oesterreichs Energie

Unternehmensgegenstand:

Der Unternehmensgegenstand liegt schwerpunktmäßig in Erzeugung, Transport, Handel und Vertrieb von elektrischer Energie und sonstiger Energieträger sowie im Anbieten und Durchführen von Energiedienstleistungen.

Vorstand:

Wolfgang Anzengruber (Vorsitzender), Johann Sereinig (stv. Vorsitzender), Peter F. Kollmann, Günther Rabensteiner

Aufsichtsrat:

Gilbert Frizberg (Vorsitzender), Michael Süß (1. stv. Vorsitzender), Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß (2. stv. Vorsitzende), Harald Kaszanits, Martin Krajcsir, Peter Layr, Werner Muhm, Susanne Riess, Jürgen Roth, Christa Wagner, Anton Aichinger, Ingeborg Oberreiner, Kurt Christof, Wolfgang Liebscher, Joachim Salamon

Grundlegende Richtung:

Branchen- und unternehmensbezogene Informationen für Kunden, Partner und die breite Öffentlichkeit

Besondere gesetzliche Grundlagen:

Österreichisches Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz mit den dazugehörigen Verordnungen und Ausführungsgesetzen. Die angeführten gesetzlichen Grundlagen können über das Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes unter www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.