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VERBUND AG Interim / Quarterly Report 2012

Jul 25, 2012

765_ir_2012-07-25_ea079e4f-53b6-4fe6-981a-ffbcf2dfc9de.pdf

Interim / Quarterly Report

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Wirksamkeit, die darauf beruht, durch Schonung von Ressourcen bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Highlights 04
Bericht des Vorstands 05
Investor Relations 07
Konzernzwischenlagebericht 0 8
Geschäftsentwicklung 0 8
Risikomanagement 15
Ausblick 16
Geschäftsbereiche 17
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 22
Konzernzwischenabschluss 23
Gewinn- und Verlustrechnung 23
Gesamtergebnisrechnung 24
Bilanz 25
Entwicklung des Eigenkapitals 26
Geldflussrechnung 28
Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben 30
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 42
Bericht über die prüferische Durchsicht
des verkürzten Konzernzwischenabschlusses 43
Stellungnahme zum Konzernzwischenlagebericht und zur Erklärung der
gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG 44

Highlights

  • Operatives Ergebnis (+11,9%) und Konzernergebnis (+12,4%) aufgrund deutlich gestiegener Wasserkrafterzeugung und der Einpreisungsstrategie verbessert
  • Profitabilität gestiegen: EBITDA-Marge von 34,6% auf 39,9% verbessert
  • Gas-Kombikraftwerk Mellach/Österreich (838 MW) offiziell eröffnet
  • Windpark Dagpazari/Türkei (39 MW) und Gas-Kombikraftwerk Aprilia/Italien (800 MW) am Netz
  • Ausblick 2012: Operatives Ergebnis von rund 800 Mio. € und Konzernergebnis von rund 350 Mio. €

Kennzahlen

Einheit Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Umsatzerlöse1 Mio. € 1.562,8 1.460,0 7,0%
Operatives Ergebnis Mio. € 434,7 388,7 11,9%
Umsatzrentabilität (ROS; EBIT-Marge)1 % 27,8 26,6
EBITDA Mio. € 622,9 505,1 23,3%
EBITDA-Marge1 % 39,9 34,6
Konzernergebnis Mio. € 198,2 176,3 12,4%
Ergebnis je Aktie 0,57 0,51 12,4%
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 440,4 491,7 – 10,4%
Zugänge zum Sachanlagevermögen Mio. € 261,3 219,4 19,1%
Free Cashflow Mio. € 63,2 63,4 – 0,3%
Betriebswirtschaftlicher Personalstand 3.056 2.983 2,4%
Stromabsatz1 GWh 23.182 23.351 – 0,7%
Erzeugungskoeffizient 1,09 0,86
Einheit 30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
Bilanzsumme Mio. € 11.930,8 11.859,3 0,6%
Eigenkapital Mio. € 4.935,1 4.929,4 0,1%
Eigenkapital-Quote (bereinigt) % 42,9 43,0
Nettoverschuldung Mio. € 4.425,3 4.035,7 9,7%
Nettoverschuldungsgrad % 89,7 81,9

1 Die Kennzahlenwerte wurden an die Änderung der Bilanzierungsmethode für Energiederivate im Wholesale-Portfolio angepasst. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1.1.2011.

Bericht des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im ersten Halbjahr 2012 konnte VERBUND trotz des anhaltend schwierigen Markt- und Branchenumfelds eine Verbesserung des Ergebnisses erzielen. Da VERBUND mehr als vier Fünftel des Stroms aus Wasserkraft gewinnt, hat sich insbesondere die gute Wasserführung positiv auf unser Geschäft ausgewirkt.

Operatives Ergebnis und Konzernergebnis gestiegen

Das operative Ergebnis erhöhte sich um 11,9% auf 434,7 Mio. €. Verantwortlich dafür war in erster Linie die um 26,8% gestiegene Erzeugung von Strom aus Wasserkraft. Der Erzeugungskoeffizient lag im ersten Halbjahr 2012 mit 1,09 um 9,0% über dem langjährigen Durchschnitt und um 23 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres. Zusätzlich profitierte VERBUND von höheren Absatzpreisen: Die für das Geschäftsjahr 2012 maßgeblichen Strompreise, welche im Jahr 2011 über Terminmarktkontrakte ("Year Base 2012") gehandelt wurden, lagen mit 56,0 €/MWh um 12,3% über dem Vergleichswert 2010. Aufgrund unserer Vermarktungs- und Absicherungsstrategie haben wir rund 60% unserer Eigenerzeugung bereits 2011 über den Terminmarkt eingepreist. Die Spotmarktpreise sanken in den Quartalen 1–2/2012 hingegen um 18,9% auf 42,8 €/MWh. Im operativen Ergebnis schlug sich aber auch die weiterhin angespannte wirtschaftliche Situation für Gaskraftwerke in Europa negativ nieder: Das hochmoderne, am 22.6.2012 offiziell eröffnete Gas-Kombikraftwerk in Mellach musste erneut wertgemindert werden. Nichtsdestotrotz konnte das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2012 gesteigert werden. Es stieg um 12,4% auf 198,2 Mio. €.

Strommarkt im Umbruch

Der weiterhin stark mit öffentlichen Mitteln geförderte Ausbau der Erneuerbaren, die konjunkturbedingt schwache und zum Teil rückläufige Stromnachfrage sowie hohe Überkapazitäten führen zu aktuell niedrigen Strompreisen. Gaskraftwerke sind neben den niedrigen Strompreisen zusätzlich durch langfristige, teure ölpreisindizierte Gaslieferverträge wirtschaftlich massiv unter Druck. Auch der Lenkungseffekt des CO2-Markts hin zu CO2-armen Erzeugungstechnologien funktioniert derzeit nicht – so sind Braunkohlekraftwerke aktuell deutlich wirtschaftlicher als Gaskraftwerke. Flexible Kraftwerke, wie Gas- und Pumpspeicherkraftwerke, werden jedoch mittelfristig zum Ausgleich der volatilen Erneuerbaren-Erzeugung und damit für die europäische Versorgungssicherheit benötigt. Vor diesem Hintergrund findet gerade eine intensive Diskussion über die Anpassung des Strommarktdesigns statt. Auch VERBUND bringt sich mit seinem energiewirtschaftlichen Know-how aktiv in die Diskussion ein.

Volle Konzentration auf Wasser- und Windkraft

VERBUND begegnet diesen Herausforderungen mit einer klaren Strategie: Wir investieren weiter in Wasser- und Windkraft und stärken damit unsere Position als einer der führenden Stromerzeuger aus erneuerbaren Energien. Ein Beispiel dafür ist das Pumpspeicher-Kraftwerk Reißeck II in Kärnten. Die Arbeiten auf der größten Wasserkraftbaustelle Österreichs schreiten zügig voran. Ab 2014 wird dieses Kraftwerk die Turbinenleistung der Kraftwerksgruppe Malta/Reißeck um 430 MW auf 1.459 MW erhöhen. Auch beim Ausbau der Windkraft als langfristige und saubere Ergänzung zur Wasserkraft sind wir auf einem guten Weg: Im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha wird VERBUND 3 Windparks mit insgesamt 57 MW realisieren: Im Juni 2012 erfolgte der Spatenstich für die Windparks Hollern II und Petronell-Carnuntum II, im Juli erging der positive UVP-Bescheid für den Windpark Bruck-Göttlesbrunn.

Internationale Märkte

In Deutschland, unserem wichtigsten Auslandsmarkt, konnten wir unsere Marktposition weiter ausbauen und den Stromabsatz um 8,1% steigern.

Im Wachstumsmarkt Türkei setzen wir das Investitions- und Ausbauprogramm mit unserem Partner Sabanci fort. Im Mai 2012 ging der Windpark Dagpazari (39 MW) ans Netz. Derzeit sind in der Türkei 12 Kraftwerke in Bau. Bis 2015 sollen rund 5.000 MW Leistung installiert sein.

In Italien nahm das Gas-Kombikraftwerk Aprilia (800 MW) im Quartal 2/2012 den Betrieb auf. Mit einer installierten Leistung von nunmehr ca. 4.500 MW sind die für diesen Markt gesteckten Ziele nahezu erreicht. Die Profitabilität von Sorgenia S.p.A. (Group) ist aufgrund der schwierigen Situation für Gaskraftwerke und der Rezession in Italien jedoch deutlich gesunken. Sorgenia S.p.A. (Group) wird daher Restrukturierungsmaßnahmen einleiten, mit dem Ziel, die Ergebnisse deutlich zu verbessern und die Verschuldung des Unternehmens zu reduzieren.

In Frankreich wurde im Quartal 2/2012 der Gasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Pont-sur-Sambre (412 MW) im Rahmen eines Sauvegarde-Verfahrens aufgehoben. Das ermöglicht den Zugang zu günstigeren Gaspreisen am Spotmarkt und verbessert die wirtschaftliche Situation des Kraftwerks erheblich. Das Gas-Kombikraftwerk Toul (413 MW) wird planmäßig Ende 2012 in Betrieb gehen.

Seit Mai 2012 wird der erste Teil des rumänischen Windparks Casimcea (99 MW) sukzessive in Betrieb genommen, zeitgleich begannen die Bauarbeiten für den zweiten Teil (102 MW).

In Albanien hat das Wasserkraftwerk Ashta am Drin-Fluss im Juni 2012 erstmals Strom ins Netz eingespeist. Nach der Fertigstellung beider Kraftwerksstufen Anfang 2013 wird es rund 100.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Ausblick auf das Gesamtjahr

Unter der Annahme einer durchschnittlichen Wasserführung im 2. Halbjahr 2012 erwarten wir für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis in Höhe von rund 800 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 350 Mio. €. Bei einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa können allerdings zusätzliche negative Ergebniseffekte im 2. Halbjahr 2012 nicht ausgeschlossen werden. Die Dividendenpolitik wird sich an einer Ausschüttungsquote von ca. 50% des Konzernergebnisses orientieren.

Investor Relations

Im ersten Halbjahr 2012 war die Entwicklung der Aktienkurse primär von politischen Entwicklungen geprägt und daher sehr volatil. Während die Märkte Ende März noch durchwegs positiv schlossen, führte die Schuldenkrise einiger europäischer Länder im April und Mai erneut zu wachsender Besorgnis und deutlichen Kurskorrekturen. Positive politische Nachrichten im Zusammenhang mit der Euro-Krise führten im Juni zu einer Gegenreaktion an den internationalen Aktienmärkten. Die Kursniveaus vom Quartal 1/2012 konnten jedoch nicht mehr erreicht werden. Der US-Börsenindex Dow Jones Industrial schloss zum 30.6.2012 mit 5,4% über dem Ultimowert 2011, der Nikkei 225 verbesserte sich um 6,5%. Der Euro Stoxx 50 sank um 2,2%.

Im Quartal 1/2012 konnte die VERBUND-Aktie deutlich an Wert zulegen. Die anhaltenden Unsicherheiten im Versorgersektor und die daraus resultierenden niedrigen Großhandelspreise für Strom wirkten sich im Quartal 2/2012 jedoch deutlich negativ auf die VERBUND-Aktie aus. Zum 30.6.2012 schloss die VERBUND-Aktie mit 18,1 € um 12,9% unter dem Ultimowert 2011. Sie entwickelte sich daher schwächer als der ATX (+4,4%) und der Branchenindex DJ STOXX Utilities (0,0%).

Aktienkennzahlen
Einheit Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Höchstkurs 23,0 32,5 – 29,2%
Tiefstkurs 17,9 25,0 – 28,4%
Letztkurs 18,1 30,0 – 39,7%
Performance % – 12,9 7,6
Marktkapitalisierung Mio. € 6.277,8 10.422,5 – 39,8%
Gewichtung ATX % 4,1 5,0
Umsatz Wert Mio. € 742,6 1.956,3 – 62,0%
Umsatz Stück/Tag Stück 291.072 538.274 – 45,9%

Nächste anstehende Termine: Zwischenbericht Quartale 1– 3/2012: 24.10.2012

Kontakt:

Mag. Andreas Wollein Leiter Finanzmanagement und Investor Relations Tel.: +43(0)50313-52604 [email protected]

Konzernzwischenlagebericht

Geschäftsentwicklung

Stromaufbringung und Absatz

Stromaufbringung Konzern GWh

Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Wasserkraft1 14.903 11.753 26,8%
Wind/Sonne 87 66 30,6%
Wärmekraft1 2.106 2.454 – 14,2%
Eigenerzeugung 17.096 14.273 19,8 %
Fremdbezug Handel 5.915 8.726 – 32,2%
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 1.525 1.256 21,4%
Stromaufbringung 24.536 24.254 1,2 %

1 inkl. Bezugsrechte

Die Eigenerzeugung von VERBUND war in den Quartalen 1–2/2012 mit 17.096 GWh um 2.823 GWh höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 3.150 GWh. Der Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke lag mit 1,09 um 9,0% über dem langjährigen Durchschnitt und um 23Prozentpunkte über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg deutlich (+34,0%). Dies ist insbesondere auf den hohen Speicherstand zu Jahresbeginn zurückzuführen. Die Erzeugung aus Wärmekraft sank hingegen um 348 GWh. Das neu errichtete Gas-Kombikraftwerk Mellach in der Steiermark erzeugte in den Quartalen 1–2/2012 445 GWh (Quartale 1–2/2011: 0 GWh). Die Erzeugung der anderen thermischen Kraftwerke von VERBUND in Österreich war hingegen rückläufig (–688 GWh). Auch das Gas-Kombikraftwerk Pont-sur-Sambre in Frankreich erzeugte weniger Strom (–105 GWh). Der Fremdstrombezug aus dem Handels- und Vertriebsgeschäft ging um 32,2% zurück. Der Fremdbezug für Verlust- und Regelenergie stieg um 269 GWh auf 1.525 GWh. Die Netzverlustenergiemengen gingen um 30 GWh zurück. Im Zuge der ITO-Umsetzung beschafft APG den Energiebedarf für Sekundärregelung, Tertiärregelung und ungewollten Austausch seit 1.1.2012 frei am Markt (+ 299 GWh).

Stromabsatz und Eigenbedarf Konzern in GWh
Q1– 2/2012 Q1– 2/2011 Veränderung
Endkunden 4.743 4.443 6,8%
Weiterverteiler 10.413 10.426 – 0,1%
Händler 8.026 8.483 – 5,4%
Stromabsatz 23.182 23.351 – 0,7 %
Eigenbedarf 1.139 903 26,1%
Regelenergie 215 0
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 24.536 24.254 1,2 %

Der Stromabsatz sank in den Quartalen 1–2/2012 um 169 GWh. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen gingen um 457 GWh zurück. Zwar wurde in den Quartalen 1–2/2012 mehr Strom über Börsen abgesetzt, die Erzeugungsabsicherung über den OTC-Handelsmarkt wurde jedoch deutlich zurückgenommen. Der Absatz an Endkunden konnte hingegen gesteigert werden (+300 GWh). Der leichte Rückgang beim Absatz an heimische Endkunden (–170 GWh) wurde durch höhere Mengen an ausländische Endkunden (+470 GWh) deutlich überkompensiert.

Stromabsatz nach Ländern GWh
Q1– 2/2012 Q1– 2/2011 Veränderung
Österreich 11.937 12.071 – 1,1%
Deutschland 9.358 8.655 8,1%
Frankreich 1.533 1.924 – 20,3%
Italien 161 216 – 25,3%
Sonstige 193 485 – 60,2%
Stromabsatz 23.182 23.351 – 0,7 %

VERBUND setzte in den Quartalen 1–2/2012 rund 48,5% des Stroms auf internationalen Märkten ab. Dies betraf vor allem die Strommärkte Deutschland und Frankreich. Der deutsche Markt bildete mit 83,2% der im Ausland abgesetzten Mengen den Schwerpunkt der internationalen Handels- und Vertriebsaktivitäten von VERBUND.

Ertragslage

Ergebnisse in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Umsatzerlöse1 1.562,8 1.460,0 7,0%
EBITDA 622,9 505,1 23,3%
Operatives Ergebnis 434,7 388,7 11,9%
Konzernergebnis 198,2 176,3 12,4%
Ergebnis je Aktie in € 0,57 0,51 12,4%

1 Die Kennzahlenwerte wurden an die Änderung der Bilanzierungsmethode für Energiederivate im Wholesale-Portfolio angepasst. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1.1.2011.

Umsatzerlöse in Mio. €

Erträge

Die Stromerlöse stiegen in den Quartalen 1–2/2012 um 5,0% auf 1.359,8 Mio. €. Der Anstieg ist auf die insgesamt positive Preisabweichung infolge gestiegener, im Vorjahr kontrahierter Forwardpreise zurückzuführen. Der Stromabsatz sank hingegen geringfügig um 0,7%.

Die externen Netzerlöse stiegen um 34,4% auf 178,3 Mio. €. Hauptgründe für diesen Anstieg waren gestiegene internationale Umsatzerlöse aus der Versteigerung von Grenzkapazitäten (+32,0 Mio. €) sowie erstmalige Erlöse aus Ausgleichsenergie (+19,6 Mio. €), da der gesamte Regelenergiemarkt ab 2012 durch APG abgewickelt wird. Die Vorsorge bei APG aufgrund der potenziellen Aufhebung der Systemnutzungsentgelte-Verordnung (SNE-VO) hat eine negative Auswirkung auf die Netzerlöse in Höhe von 14,6 Mio. €.

Die sonstigen Erlöse sanken um 7,9 Mio. € auf 24,6 Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Erlöse aus dem Emissionszertifikatehandel zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 23,9 Mio. € auf 44,8 Mio. €. Dies resultierte insbesondere aus der Aktivierung der Inbetriebsetzungskosten des Gas-Kombikraftwerks Mellach sowie aus höheren Erlösen aus Schadensabrechnungen.

Aufwendungen

Die Aufwendungen für Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel) sanken in den Quartalen 1 –2/2012 um 10,0% auf 597,6 Mio. €. Der Fremdstrombezug aus dem Handelsund Vertriebsgeschäft sowie für die Verlust- und Regelenergie reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2.542 GWh. Dieser deutlichen Mengenreduktion aufgrund der stark gestiegenen Eigenerzeugung standen insgesamt leicht höhere Beschaffungspreise gegenüber. Die Aufwendungen für Netzbezüge erhöhten sich gegenüber den Quartalen 1 –2/2011 um 6,2 Mio. €.

Der Brennstoffeinsatz und die sonstigen einsatzabhängigen Aufwendungen stiegen um 44,3% auf 84,6 Mio. €. Der Anstieg geht im Wesentlichen auf den Einsatz des Gas-Kombikraftwerks Mellach zurück, welches in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 445 GWh Strom erzeugte. Gegenläufig wirkten der geringere Einsatz von Kohle und Heizöl sowie der geringere Aufwand für den Zukauf von CO2- Emissionszertifikaten. Der durch den Probebetrieb bedingte Brennstoffeinsatz wurde (gekürzt um die aus dem Stromverkauf resultierenden Erlöse) aktiviert; die entsprechende Gegenposition ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Der Personalaufwand stieg in den Quartalen 1–2/2012 um 30,7 Mio. € auf 196,1 Mio. €. Der Aufwand für Löhne, Gehälter und Nebenkosten erhöhte sich um 5,2 Mio. € auf 152,8 Mio. €. Erhöhend wirkten die kollektivvertragliche Anpassung der Gehälter sowie der geringfügig gestiegene durchschnittliche Personalstand (+73 im Vergleich zum 30.6.2011) vor allem aufgrund der Umsetzung des Unbundling der APG. Der Aufwand für Abfertigung und Altersversorgung stieg um 25,5 Mio. € auf 43,3 Mio. €. Die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen, Abfertigungsverpflichtungen sowie Altersteilzeitprogramme erfolgte auf Basis eines zum 30.6.2012 aktualisierten versicherungsmathematischen Gutachtens. Der Diskontierungszinssatz betrug dabei 4,25% (30.6.2011 und 31.12.2011: 4,75%). Die in den Quartalen 1–2/2012 ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Verluste umfassten insgesamt 24,9 Mio. € (Quartale 1–2/2011: Gewinne in Höhe von 3,0 Mio. €).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 17,2 Mio. € auf 133,7 Mio. €. Der Grund dafür war die höhere Abschreibungsbasis wegen der Wertaufholung des Donaukraftwerks Freudenau und der Laufkraftwerksketten Mittlere Salzach und Obere Drau im Geschäftsjahr 2011. Aufwandserhöhend wirkten darüber hinaus die Inbetriebnahmen des Pumpspeicher-Kraftwerks Limberg II im Quartal 3/2011 sowie des Gas-Kombikraftwerks Mellach.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode um 20,4 Mio. € auf 107,9 Mio. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Instandhaltungen und Werbeaufwendungen sowie auf den Wegfall von Rückstellungsauflösungen zurückzuführen.

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

Das Gas-Kombikraftwerk in Mellach wurde zum 30.6.2012 nach dem Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation für Gaskraftwerke auf seine Werthaltigkeit geprüft. Der erzielbare Betrag des Gas-Kombikraftwerks wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die aus der Werthaltigkeitsprüfung resultierende Wertminderung betrug 53,7 Mio. €. Die Auflösung abgegrenzter Zuschüsse der öffentlichen Hand kürzte die Wertminderung um 1,5 Mio. €. Der Nettoergebniseffekt aus der Wertminderung betrug damit insgesamt 52,2 Mio. €.

Operatives Ergebnis

Infolge dieser Entwicklungen erhöhte sich das operative Ergebnis um 11,9% auf 434,7 Mio. €. Die EBIT-Marge stieg leicht von 26,6% auf 27,8%.

Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen fiel im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Mio. € auf –24,2 Mio. €. Der Beitrag der Auslandsbeteiligungen sank dabei um 5,8 Mio. € auf –50,8 Mio. €.

Der Beitrag der türkischen Beteiligung(en) zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrug 12,2 Mio. € gegenüber –3,7 Mio. € in den Quartalen 1–2/2011. Die Kursentwicklungen EUR/TRY bzw. USD/TRY führten zu ergebniswirksamen Kursgewinnen aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten. Der daraus resultierende Effekt auf das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von VERBUND betrug in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 25,1 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –30,1 Mio. €).

Der Beitrag der französischen Beteiligungen zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrug –34,1 Mio. € gegenüber –39,9 Mio. € in den Quartalen 1–2/2011. Für die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. wurde im Quartal 1/2012 ein gerichtliches Sanierungsverfahren (Procédure de Sauvegarde) eingeleitet, das im Quartal 2/2012 zur Auflösung des nachteiligen Erdgasliefervertrags führte. Der aus der gerichtlichen Vertragsauflösung resultierende Ergebniseffekt in Höhe von 62,3 Mio. € führte einerseits zu einem Ausgleich der außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verluste in Höhe von 43,3 Mio. € und andererseits, nach der Kürzung um weitere laufende Verluste, zur Erfassung eines Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen in Höhe von 13,9 Mio. €. Zur Sicherstellung der Finanzlage der POWEO Toul Production S.A.S. wurde im Quartal 2/2012 seitens VERBUND eine Patronatserklärung beigebracht. Dies führte zu einer Erfassung von bislang außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verlusten in Höhe von 48,0 Mio. €.

Der Beitrag der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) betrug in den Quartalen 1–2/2012 –30,5 Mio. € gegenüber – 3,2 Mio. € in den Quartalen 1–2/2011. Die Hauptgründe für die negative Entwicklung waren das schwierige Marktumfeld für Gaskraftwerke in Europa sowie ein geringeres Beteiligungsergebnis von Tirreno Power.

Aufwendungen in Mio. €

84,6 Brennstoffeinsatz

196,1 Personalaufwand

133,7 Abschreibungen

107,9 Sonstige

Aufgrund der strategischen Fokussierung von VERBUND wurde eine Bereinigung im Beteiligungsportfolio vorgenommen. Am 30.5.2012 erfolgte die Unterzeichnung eines Verkaufsvertrags über die 45%ige Beteiligung an der Gletscherbahnen Kaprun AG. Dies führte zu einer Wertminderung in Höhe von 5,3 Mio. € und zur Einstufung der Beteiligung als zur Veräußerung gehalten, weil der Verkaufsprozess zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen war. Weiters wurden im Quartal 2/2012 im sonstigen Beteiligungsergebnis 3,6 Mio. € an positiven Ergebniseffekten aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH erfasst. Die Beteiligung an der C.E.M.P d.o.o. wurde mit einem positiven Ergebnis von 0,9 Mio. € veräußert. Die bis zum 30.6.2012 umgesetzten Maßnahmen führten in Summe zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis.

Die Erträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Inlandsbeteiligungen betragen 26,6 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 36,0 Mio. €). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Ergebnisse der SSG in Höhe von 12,4 Mio. € (16,0 Mio. €) und der KELAG in Höhe von 15,4 Mio. € (14,2 Mio. €).

Zinsertrag und Zinsaufwand

Der Zinsertrag verbesserte sich in den Quartalen 1–2/2012 gegenüber den Quartalen 1–2/2011 um 2,3 Mio. € auf 19,7 Mio. €. Geringeren Erträgen aus Geldmarktgeschäften standen höhere sonstige Zinsen und ähnliche Erträge gegenüber. Der Zinsaufwand verbesserte sich um 33,1 Mio. € auf –93,7 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Verrechnung negativer Ergebnisanteile (bedingt durch die Wertminderung des Gas-Kombikraftwerks Mellach) an die Kommanditisten der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG zurückzuführen. Darüber hinaus sank der Zinsaufwand für Bankkredite infolge vorzeitiger außerplanmäßiger Tilgungen. Höhere sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen resultierten im Wesentlichen aus einem Tilgungsagio und Spesen aus der teilweisen vorzeitigen Tilgung einer Anleihe in Fremdwährung (JPY).

Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis verschlechterte sich in den Quartalen 1–2/2012 um 13,3 Mio. € auf –9,9 Mio. €.

Zum 30.6.2012 betrug die bestmögliche Schätzung der Garantieverbindlichkeiten für die Baufinanzierung des Gas-Kombikraftwerks in Toul 74,1 Mio. € (31.12.2011: 42,9 Mio. €). Der aus dieser Bewertung in den Quartalen 1–2/2012 resultierende Ergebniseffekt machte –32,4 Mio. € aus (Quartale 1–2/2011: 0,0 Mio. €). Zum 30.6.2012 betrug der beizulegende Zeitwert der gesamthaften Stillhalterposition in Bezug auf die ehemaligen Tochter- bzw. Enkelunternehmen der POWEO Production S.A.S. (inklusive der von VERBUND bereitgestellten Finanzierungen und Garantien) gegenüber der POWEO S.A. und der Direct Energie S.A. 3,8 Mio. € (31.12.2011: 13,4 Mio. €). Der aus dieser Bewertung resultierende Ergebniseffekt belief sich auf 9,6 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –12,7 Mio. €).

Das Finanzergebnis verbesserte sich somit insgesamt um 9,7 Mio. € auf –100,8 Mio. €.

Nach Berücksichtigung eines Effektivsteuersatzes von 25,2% und der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 51,6 Mio. € ergibt sich ein Konzernergebnis von 198,2 Mio. €. Das entspricht einer Steigerung von 12,4% gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Vermögenslage

Konzernbilanz (Kurzfassung) Mio. €
30.6.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil Veränderung
Aktiva 11.930,8 100,0 % 11.859,3 100,0 % 0,6 %
Langfristiges Vermögen 10.539,4 88,3% 10.299,7 86,8% 2,3%
Kurzfristiges Vermögen 1.373,9 11,5 % 1.558,5 13,1% – 11,8%
Zur Veräußerung gehaltenes
langfristiges Vermögen 17,5 0,1 % 1,1 0,0% n.a.
Passiva 11.930,8 100,0 % 11.859,3 100,0 % 0,6 %
Eigenkapital 4.935,1 41,4 % 4.929,4 41,6% 0,1%
Langfristige Schulden 5.735,6 48,1 % 5.886,2 49,6% – 2,6%
Kurzfristige Schulden 1.260,1 10,6 % 1.043,7 8,8% 20,7%

Aktiva

Die Entwicklung des Vermögens von VERBUND war in den Quartalen 1–2/2012 einerseits durch Investitionen in Sachanlagen und in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen sowie andererseits durch einen Rückgang der liquiden Mittel gekennzeichnet. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf insgesamt 261,3 Mio. €. Davon wurden 83,1 Mio. € in die Errichtung von Windkraftanlagen in Rumänien, 40,4 Mio. € in das Pumpspeicher-Kraftwerk Reißeck II und 38,5 Mio. € in das Gas-Kombikraftwerk in Mellach investiert. Die Investitionen in nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen beliefen sich auf 182,0 Mio. € und betrafen zur Gänze Kapitalerhöhungen bei der türkischen Enerjisa Enerji A.S. Der Buchwertanstieg um 8,5% ist weiters auf ergebnisneutral erfasste Fremdwährungsgewinne (+54,9 Mio. €) aus der Währungsumrechnung der türkischen Gemeinschaftsunternehmen sowie Beteiligungsergebnisse (+23,7 Mio. €) zurückzuführen. Dividendenausschüttungen (–27,9 Mio. €), ergebnisneutral erfasste sonstige Ergebnisse (–31,6 Mio. €) sowie der Verkauf der Beteiligungen an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH und an der Gletscherbahnen Kaprun AG wirkten gegenläufig.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen inklusive der sonstigen Forderungen stiegen insgesamt um 6,3%. Dieser Anstieg ist insbesondere auf gestiegene Forderungen aus Steuerzahlungen (+82,8 Mio. €), gestiegene Forderungen gegenüber der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und der POWEO Toul Production S.A.S. und Bewertungen von Derivaten im Energiebereich zurückzuführen. Gegenläufig wirkten die kurzfristigen Veranlagungen in Geldmarktgeschäfte, die per saldo um 129,0 Mio. € reduziert wurden.

Passiva

Die Kapitalstruktur blieb gegenüber dem 31.12.2011 de facto unverändert: Zum 30.6.2012 betrug die bereinigte Eigenkapitalquote 42,9% (31.12.2011: 43,0%). Die Finanzverbindlichkeiten gingen mit 1,5% geringfügig zurück. Dies ist insbesondere auf planmäßige Tilgungen und die vorzeitige anteilige Rückführung einer Fremdwährungsanleihe in JPY in Höhe von 69,0 Mio. € zurückzuführen. Die Nettoverschuldung stieg trotzdem um 9,7% auf 4.425,3 Mio. €. Die Gründe dafür liegen vor allem im Anstieg der Garantieverbindlichkeiten für die Baufinanzierung des Gas-Kombikraftwerks in Toul (+31,2 Mio. €) sowie im Rückgang der liquiden Mittel (–273,9 Mio. €). Die 4,7%ige Reduktion der lang- und kurzfristigen Rückstellungen ist vor allem durch die rückläufige Entwicklung der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Investitionen (–49,4 Mio. €) und für Erhaltungsaufwendungen (–24,3 Mio. €) bedingt. Gegenläufig wirkte insbesondere der Anstieg der personalbezogenen Rückstellungen (+17,4 Mio. €). Dieser resultierte im Wesentlichen aus der Anpassung des Diskontierungszinssatzes, aus Pensionserhöhungen und aus der Kollektivvertragserhöhung bei den Bemessungsgrundlagen der Abfertigungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive der sonstigen Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um 7,7%. Der Grund dafür ist insbesondere im Beibringen einer Patronatserklärung für die POWEO Toul Production S.A.S. zu sehen, die zu einer ergebniswirksamen Erfassung der Einstandspflicht in Höhe von 48,0 Mio. € führte.

Finanzlage

Geldflussrechnung (Kurzfassung) Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Cashflow aus operativer Tätigkeit 440,4 491,7 – 10,4%
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 377,2 – 428,3 11,9%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 337,1 – 537,8 37,3%
Veränderung der liquiden Mittel – 273,9 – 474,5 42,3%
Liquide Mittel zum 30.6. 59,4 14,5 n.a.

Cashflow aus operativer Tätigkeit

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug 440,4 Mio. € und fiel damit um 10,4% geringer aus als in den Quartalen 1–2/2011. Gestiegene Deckungsbeiträge aus der Erzeugung (+98,5 Mio. €) wurden durch Rückgänge bei den erhaltenen Schwankungsmargen aus Futurekontrakten im Energiebereich (–43,9 Mio. €) kompensiert. Zudem stiegen im Vergleich zu den Quartalen 1–2/2011 vor allem die Auszahlungen für Ertragssteuern deutlich.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich gegenüber den Quartalen 1–2/2011 um –51,1 Mio. €. Die Auszahlungen für Kapitalerhöhungen bei bzw. Anteilserwerbe von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrugen in den Quartalen 1–2/2012 182,0 Mio. €. In den Quartalen 1–2/2011 gab es hierzu Auszahlungen in Höhe von 211,5 Mio. €. Per saldo veränderten sich die Ein- bzw. Auszahlungen aus bzw. für Zwischenveranlagungen um +89,6 Mio. €.

Der Free Cashflow ist mit 63,2 Mio. € wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres positiv.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich gegenüber den Quartalen 1–2/2011 um +200,7 Mio. € und stieg insbesondere infolge der um 312,2 Mio. € geringeren Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten. Gegenläufig wirkte, dass in den Quartalen 1–2/2012 keine neuen Finanzverbindlichkeiten aufgenommen wurden (–146,8 Mio. €).

Risikomanagement

Bei den geschäftlichen Aktivitäten im In- und Ausland ist VERBUND mit zahlreichen Chancen und Risiken konfrontiert. Energiewende, Eurokrise und die Preisentwicklung an den Primärenergiemärkten führen zu einem Rückgang der Margen. Außerdem erhöht sich die Gefahr weiterer Wertminderungen von Anlagen und Beteiligungen.

Operatives Ergebnis: Mengen- und Preisrisiko, Gefahr von Wertberichtigungen

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft hängt wesentlich von nicht beeinflussbaren hydrologischen Einflüssen ab. Weiters schlagen sich Schwankungen der Großhandelspreise für Strom sowie der Rückgang des Base-Peak-Spreads als maßgeblicher Werttreiber für Pumpspeicher in der Ergebnisentwicklung nieder. Die Wirtschaftlichkeit der Wärmekraftwerke wird vor allem durch die Entwicklung der Preise für Strom, Primärenergie (Erdgas, Steinkohle) sowie CO2-Zertifikate und die daraus abgeleiteten jährlichen Einsatzstunden beeinflusst.

Anlagen-, Personal-, Betriebs- und Instandhaltungs- sowie vertragliche Risiken werden laufend beobachtet. Schwerpunkte für 2012 sind die Nachverhandlung von Gasbezugsverträgen und die Beobachtung der Entwicklung der Werthaltigkeit der Anlagen. Weitere Wertberichtigungen stellen ein potenzielles Risiko für das Ergebnis dar. Berücksichtigt man die mit 30.6.2012 eingepreisten Erzeugungsmengen, verändert sich das operative Ergebnis für 2012 – bei sonst gleichen Annahmen – durch Variation folgender Faktoren um 1,0% wie angeführt:

  • Mehr- oder Mindererzeugung aus Wasserkraft: +/–5,3 Mio. €
  • Großhandelspreise Strom (Wasser- und Wärmekraftwerke): +/–2,2 Mio. €
  • Clean-Spark-Spread (Differenz von Gas- und Strompreis unter Berücksichtigung der CO2-Kosten bei Variation des Strompreises): +/–0,3 Mio. €

Finanzergebnis: Bewertungseffekte im Finanzierungs- und Beteiligungsergebnis

Das Finanzergebnis von VERBUND ist zunehmend von der Entwicklung der Beteiligungen beeinflusst. Dies spiegelt die Ausweitung der Geschäftstätigkeit, geänderte energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Bewertungseffekte von Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung wider. Zusätzlich können weitere Wertminderungen der Beteiligungsansätze eintreten sowie gegebene Haftungen und Garantien schlagend werden.

Das Fremdwährungsrisiko der JPY-Verbindlichkeit ist nach teilweiser Tilgung im Quartal 1/2012 entsprechend gesunken. Das Finanzergebnis für 2012 verändert sich zum Stichtag 30.6.2012 – bei sonst gleichen Annahmen – durch Variation folgender Faktoren im Ausmaß von 1,0% wie angeführt:

  • Fremdwährungskurs JPY zu EUR (Finanzierungsergebnis): +/–0,6 Mio. €
  • Fremdwährungskurs TRY zu EUR (Beteiligungsergebnis): +/–3,8 Mio. €
  • Stromgroßhandelspreise in internationalen Beteiligungen (Beteiligungsergebnis): +/–3,6 Mio. €

Die offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen sind in den ausgewählten erläuternden Anhangsangaben dargestellt.

Ausblick

Der europäische Strommarkt befindet sich im grundlegenden Umbruch. Der bis 2022 vereinbarte Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie und der dynamische Ausbau der stark schwankenden Stromerzeugung, insbesondere aus Windkraft und Fotovoltaik, stellen die Stromversorgung in Europa vor große ökonomische und technische Herausforderungen.

Zum einen wird der Ausbau von Wind- und Sonnenkraft massiv gefördert und führt damit zu Verwerfungen auf den europäischen Strommärkten. Zum anderen ist die Profitabilität der ergänzenden Gaskraftwerke in ganz Europa massiv unter Druck. Verantwortlich dafür sind die nach wie vor negativen bzw. schwachen Clean-Spark-Spreads. Relativ niedrigen Großhandelspreisen für Strom stehen großteils langfristige, ölindizierte und derzeit teure Gasbezugsverträge gegenüber. Mittelfristig gehen wir allerdings von einem steigenden Kapazitätsbedarf im europäischen Strommarkt aus, der den wirtschaftlichen Betrieb von Gaskraftwerken sicherstellen wird.

Auch die unsichere Situation auf den CO2-Märkten beeinflusst die Strompreisentwicklung negativ. Die CO2-Preise, die einen Umstieg auf umweltfreundlichere Kraftwerkstechnologien fördern sollten, sind unverändert niedrig. So sind aktuell Braunkohlekraftwerke deutlich wirtschaftlicher als Gaskraftwerke. Eine Anpassung des aktuellen CO2-Systems in Europa scheiterte bisher am Widerstand einiger EU-Mitgliedstaaten.

Aus technischer Sicht wird die große Herausforderung im weiteren Ausbau der Energie-Infrastruktur liegen, um die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit in Europa sicherzustellen.

Die weitere Entwicklung des europäischen Strommarkts wird natürlich auch vom derzeit schwierigen makroökonomischen und finanzwirtschaftlichen Umfeld sowie insbesondere von den Entscheidungen der EU über die weitere Ausgestaltung der Rahmenbedingungen abhängen.

VERBUND hat bereits im Jahr 2011 die Geschäftsaktivitäten auf ein schwächer werdendes energie- und finanzwirtschaftliches Umfeld ausgerichtet. In diesem Zusammenhang wurde ein Effizienzsteigerungsprogramm beschlossen, mit dem Ziel, weitere Kosteneinsparungspotenziale zu heben und Prozesse zu optimieren. Im internationalen Geschäft liegt der Schwerpunkt auf der Refokussierung und Restrukturierung der Geschäftsaktivitäten in Frankreich und Italien. Im laufenden Geschäftsjahr wird dieser Weg konsequent weitergeführt. Gleichzeitig setzen wir unser Investitionsprogramm mit Schwerpunkt auf dem Ausbau der Stromproduktion aus regenerativer Energie fort. VERBUND investiert weiterhin in den Ausbau von Wasserkraftwerken und Hochspannungsleitungen in Österreich, aber auch verstärkt in die Windkraft.

Unter der Annahme einer durchschnittlichen Wasserführung im 2. Halbjahr 2012 erwarten wir für das Gesamtjahr ein operatives Ergebnis in Höhe von rund 800 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 350 Mio. €. Bei einer weiteren Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa können allerdings zusätzliche negative Ergebniseffekte im 2. Halbjahr 2012 nicht ausgeschlossen werden. Die Dividendenpolitik wird sich an einer Ausschüttungsquote von ca. 50% des Konzernergebnisses orientieren.

Geschäftsbereiche

Strom

Stromaufbringung Segment Strom GWh
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Wasserkraft1 14.903 11.753 26,8%
Wind/Sonne 87 66 30,6%
Wärmekraft1 2.106 2.454 – 14,2%
Eigenerzeugung 17.096 14.273 19,8 %
Fremdbezug Handel 5.915 8.726 – 32,2%
Konzernintern 161 0
Stromaufbringung 23.172 22.998 0,8 %

1 inkl. Bezugsrechte

Stromerzeugung

Die Gesamterzeugung im Segment Strom war in den Quartalen 1–2/2012 mit 17.096 GWh um 19,8% höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich um 26,8%. Der Erzeugungskoeffizient der Laufkraftwerke lag mit 1,09 um 9,0% über dem vieljährigen Durchschnitt und um 23Prozentpunkte über dem Wert im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Erzeugung der Jahres-speicherkraftwerke stieg aufgrund des hohen Speicherstands zu Jahresbeginn merklich: Sie lag um 34,0% über dem Wert in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In den Quartalen 1–2/2012 stammten rund 87% der VERBUND-Eigenerzeugung aus Wasserkraft.

Die Erzeugung aus Wärmekraft wurde um 14,2% verringert. Maßgeblich dafür ist die ungünstige Preisrelation von Gas- zu Strompreisen. Der Fremdstrombezug aus dem Handels- und Vertriebsgeschäft ging um 32,2% zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegene Erzeugung aus Wasserkraft zurückzuführen.

Spot-Base Spot-Peak Quelle: EPEX Spot

Futurepreise für Strom in €/MWh

Strompreise

Die für das Geschäftsjahr 2012 maßgeblichen Preise für Strom-Futurekontrakte (Front-Year-Base 2012) lagen mit durchschnittlich 56,0 €/MWh um 12,3% über dem Vorjahresniveau. Aufgrund der Absicherungsstrategie hat VERBUND den Großteil der Eigenerzeugung bereits 2011 über den Terminmarkt eingepreist. Die Spotmarktpreise Base fielen hingegen in den Quartalen 1–2/2012 um 18,9% auf 42,8 €/MWh. Ihre Entwicklung prägten vor allem die konjunkturbedingt geringe Nachfrage sowie die niedrigen Preise für Emissionszertifikate.

In den Quartalen 1–2/2012 wiesen die Primärenergiepreise insgesamt eine Abwärtstendenz auf. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg zwar im Quartal 1/2012 von 112 \$/bbl auf bis zu 125 \$/bbl, sank danach aber auf 98 \$/bbl Ende Juni 2012 ab. Der Preis für Steinkohlelieferungen CIF ARA (6.000 kcal/kg) fiel seit Jahresbeginn von 110 \$/t kontinuierlich auf 91 \$/t Ende Juni. Die Spotpreise auf dem Gashub Net Connect Germany (NCG) bewegten sich seit Jänner in einer Bandbreite zwischen 22,2 €/MWh und 37,6 €/MWh und lagen Ende Juni bei 24,1 €/MWh. Der Preis am Gas-Terminmarkt am Handelspunkt NCG für den Front-Year-Future für das Jahr 2013 (Cal13-Kontrakt) lag Ende Juni mit 25,8 €/MWh leicht unter dem Preis zu Jahresbeginn von 26,0 €/MWh.

Stromabsatz

Stromabsatz und Eigenbedarf Segment Strom GWh
Q1– 2/2012 Q1– 2/2011 Veränderung
Endkunden 4.743 4.442 6,8%
Weiterverteiler 9.367 9.362 0,1%
Händler 7.972 8.394 – 5,0%
Konzernintern 334 211 58,3%
Stromabsatz 22.416 22.409 0,0 %
Eigenbedarf 756 589 28,4%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 23.172 22.998 0,8 %

Der Stromabsatz und Eigenbedarf stieg in den Quartalen 1–2/2012 im gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 0,8%. Das Geschäft mit Weiterverteilern veränderte sich geringfügig um 0,1%. Dies ist vor allem auf die höheren Lieferungen an Weiterverteiler aufgrund der gestiegenen Erzeugung aus Wasserkraft zurückzuführen. Dadurch wurde die verringerte Abgabe an Regelenergie aus dem Segment Strom ausgeglichen. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen waren um 5,0% rückläufig. Grund dafür ist ein starker Rückgang der Erzeugungsabsicherung am OTC-Handelsmarkt, der die gestiegene Vermarktung an der Börse überkompensiert.

Am österreichischen Endkundenmarkt verringerten sich die Absatzmengen um 5,8%. In Österreich hat VERBUND mehr als 250.000 Endkunden im Segment Haushalt/Landwirtschaft und Gewerbe bis 100.000 kWh Jahresstromverbrauch. Im Ausland konnten die verkauften Mengen am Endkundenmarkt trotz des Rückzugs aus Frankreich durch Aktivitäten am deutschen Markt deutlich gesteigert werden.

Ausbau der Erzeugung aus Wasserkraft

Beim Projekt Reißeck II in Kärnten sind die maschinellen Vortriebsarbeiten abgeschlossen. Die Kraftkaverne ist fertig ausgebrochen und der Großteil der Betonarbeiten in der Trafokaverne durchgeführt. Vorarbeiten im Bereich des Kabelkanals sind im Gange. Nach der Fertigstellung, die 2014 erfolgen soll, wird das neue Pumpspeicher-Kraftwerk die Kapazität der Kraftwerksgruppe Malta/Reißeck um 430 MW erweitern.

Bei der Revitalisierung des Kraftwerks in Pernegg wurden die Umbauarbeiten am zweiten Maschinensatz im Mai abgeschlossen. Bis zum Beginn des Umbaus der dritten Maschine Ende August 2012 wird das Kraftwerk mit 2 neuen und 1 alten Maschine betrieben.

Für das grenzüberschreitende Gemeinschaftskraftwerk Inn (89 MW) wird in Österreich das Genehmigungsverfahren in zweiter Instanz fortgesetzt. Trotz weiteren Verzögerungen im Verfahrensablauf ist aus derzeitiger Sicht ein Genehmigungsbescheid zweiter Instanz im Jahr 2012 zu erwarten.

Ausbau der Erzeugung aus Wärmekraft

Bereits im März erfolgte die Übernahme einer Kraftwerkslinie des Gas-Kombikraftwerks in Mellach. Nach erfolgreichem Abschluss des Probebetriebes hat VERBUND vom Generalunternehmer Siemens AG Mitte Mai die zweite Linie – und damit die Gesamtanlage – übernommen. Ende Juni fand die offizielle Eröffnungsfeier mit einem "Tag der offenen Tür" statt. Das Gas-Kombikraftwerk in Mellach ist als leistungsstärkstes Kraftwerk Österreichs ein notwendiger Partner für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien.

Ausbau der Erzeugung aus Windkraft

Der Bau des rumänischen Windparks Casimcea schreitet voran. Die Bauarbeiten für Casimcea I, den ersten Teilbereich (99 MW), sind kurz vor dem erfolgreichen Abschluss. Die 43 Anlagen werden derzeit schrittweise in Betrieb genommen. Das 400-kV-Umspannwerk ist in Betrieb und wird künftig mehr als 700 MW sauberer Windenergie in das rumänische Übertragungsnetz einspeisen. Casimcea II, der zweite Teilbereich (102 MW), befindet sich in Bau. Demnächst beginnt die Errichtung der Fundamente.

Im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha realisiert VERBUND 3 Windparks mit 57 MW Gesamtleistung. Der offizielle Spatenstich für die Windparks Hollern II (15 MW) und Petronell-Carnuntum II (21 MW) erfolgte am 12.6.2012. Aktuell wird die Baustelleninfrastruktur errichtet. Für den Windpark Bruck-Göttlesbrunn (21 MW) erging bereits der positive UVP-Bescheid.

Netz

Das Netz der APG ist das Rückgrat der heimischen Stromversorgung. Die im 380-/220-kV-Netz transportierte verrechnungsrelevante Strommenge (ohne Pumpstrom) erhöhte sich in den Quartalen 1–2/2011 um 0,7% auf 9.065 GWh. In der Regelzone APG wurden auf der 380-, 220- und 110-kV-Ebene insgesamt 3.514 GWh importiert und 437 GWh exportiert. Seit 1.1.2012 umfasst diese Zone auch die Regelzone VKW.

Stromaufbringung Segment Netz GWh
Q1– 2/2012 Q1– 2/2011 Veränderung
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 1.525 1.256 21,4%
Konzernintern 334 211 58,3%
Stromaufbringung 1.858 1.467 26,7 %
Stromabsatz und Eigenbedarf Segment Netz GWh
Q1– 2/2012 Q1– 2/2011 Veränderung
Weiterverteiler 1.045 1.064 – 1,8%
Händler 54 88 – 38,6%
Konzernintern 161 0
Stromabsatz 1.260 1.152 9,4 %
Eigenbedarf 383 314 22,0%
Regelenergie 215 0
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 1.858 1.467 26,7 %

Seit 2011 ist die APG für die Beschaffung der Energie zur Deckung von Übertragungs- und Verteilverlusten für den Großteil der österreichischen Netzbetreiber zuständig. Seit 2012 hat sie auch die Bewirtschaftung der Regelenergie inne.

Fortschritt beim zweiten Teil der 380-kV-Salzburgleitung

Für den zweiten Teilabschnitt der 380-kV-Salzburgleitung laufen derzeit die letzten Kartierungs- und Planungsarbeiten. Zeitgleich erfolgt die Fertigstellung der Fachbeiträge für die Umweltverträglichkeitserklärung. Die Einreichung zur UVP ist für den Spätsommer 2012 geplant.

Versorgungssicherheit, Engpassmanagement

Im Quartal 2/2012 konnte die Versorgungssicherheit in der Regelzone APG mit fast ausschließlich netztechnischen Maßnahmen gewährleistet werden. Am 16.5.2012 ging die 220-kV-Leitung Umspannwerk Salzburg – Netzknoten Tauern (Ausfall am 15.2.2012 aufgrund einer Lawine) mit dem neu errichteten Mast Nr. 151 wieder vollständig in Betrieb. Am 23.5.2012 wurde der Phasenschieber-Transformator in Lienz in Betrieb genommen, wodurch der Stromfluss entsprechend der technischen Kapazität der Leitung optimiert werden konnte.

Beteiligungen

Ausland

Italien

Der Beitrag der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betrug –30,5 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –3,2 Mio. €). Die Hauptgründe für die negative Entwicklung waren das schwierige Marktumfeld für Gaskraftwerke in Europa (gesunkene Deckungsbeiträge) sowie ein geringeres Beteiligungsergebnis von Tirreno Power.

Das Gas-Kombikraftwerk Aprilia (800 MW) hat im Quartal 2/2012 planmäßig den Regelbetrieb aufgenommen. Damit ist die geplante Erweiterung der Kapazitäten von Sorgenia S.p.A. (Group) im Bereich Wärmekraft abgeschlossen. Mit einer installierten Gesamtleistung von mehr als 4.500 MW hat Sorgenia S.p.A. (Group) ihre Position als Nummer 5 am italienischen Strommarkt gefestigt. Das Unternehmen beliefert rund 460.000 Endkunden mit Strom und Gas.

Im Rahmen der Refokussierung und Restrukturierung der Sorgenia S.p.A. (Group) haben die englische Sorgenia E&P Ltd und MPX Energy Ltd ihre Anteile am Orlando-Ölfeld an Iona Energy Ltd. verkauft. Der Erlös aus der Transaktion wird plangemäß in 2 Tranchen innerhalb der nächsten 3 Jahre ausbezahlt und die Verschuldung der Sorgenia S.p.A. (Group) reduzieren.

Frankreich

Der Beitrag der französischen Beteiligungen zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belief sich auf –34,1 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –39,9 Mio. €). Der Hauptgrund für das negative Ergebnis ist eine Ausstattungsverpflichtung von VERBUND an die POWEO Toul Production S.A.S. in Höhe von 48,0 Mio. €, die als Schuld zu bilanzieren ist. Beim Gas-Kombikraftwerk Toul startete im Quartal 2/2012 die Kommissionierungsphase und es soll Ende 2012 in Betrieb gehen. Das Kraftwerk ist – ebenso wie jenes in Pont-sur-Sambre – vom derzeit schwierigen Marktumfeld für Gaskraftwerke in Europa betroffen.

Die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. erzielte ein positives Ergebnis von 13,9 Mio. €. Ausschlaggebend war die Ausbuchung des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten langfristigen Gasliefervertrags mit der ENI S.p.A. in Höhe von 62,3 Mio. €. Nach Eröffnung des Sauvegarde-Verfahrens im März 2012 wurde der Gasliefervertrag mit Wirkung per 24.4.2012 gerichtlich aufgelöst. Dadurch können die Verluste reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit des Kraftwerks Pont-sur-Sambre verbessert werden. Als Folge des Gerichtsbeschlusses hat ENI S.p.A. eine Schadenersatzklage gegen POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. eingebracht.

Türkei

Der Beitrag der türkischen Beteiligung(en) zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belief sich auf 12,2 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –3,7 Mio. €). Aufgrund des sehr kalten Winters und der daraus resultierenden Gasknappheit konnten die Gas-Kombikraftwerke nicht wie geplant betrieben werden. Die hohen Strompreise am Spotmarkt ließen die Umsätze ansteigen, jedoch musste im selben Zeitraum aufgrund der begrenzten Einsatzmöglichkeiten der Gaskraftwerke Strom zugekauft werden. Das Ergebnis konnte dennoch verbessert werden, da die türkische Lira gegenüber dem Euro deutlich aufwertete und damit hohe Kursgewinne aus den Finanzverbindlichkeiten verzeichnet wurden. Im Quartal 2/2012 ging das Windkraftwerk Dagpazari (39 MW) in Betrieb. Die Enerjisa Enerji Üretim A.S. verfügte zum Ende des 1. Halbjahres über eine installierte Leistung von rund 1.690 MW, derzeit sind 12 Kraftwerke mit insgesamt rund 1.700 MW Leistung in Bau. Die Enerjisa Enerji A.S. (Group) beliefert 3,4 Mio. Endkunden.

Inland

Der Beitrag der STEWAG-STEG GmbH (SSG) zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belief sich in den Quartalen 1–2/2012 auf 12,4 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 16,0 Mio. €). Der Energieabsatz der SSG entwickelte sich in allen Bereichen stabil. Der Probebetrieb des Kraftwerks Gössendorf verlief plangemäß.

Die KELAG AG (KELAG) setzte im ersten Halbjahr die positive Unternehmensentwicklung fort. Der Beitrag der KELAG zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belief sich in den Quartalen 1–2/2012 auf 15,4 Mio. € (Quartale 1– 2/2011: 14,2 Mio. €).

Die Energie Klagenfurt GmbH (EKG) wies im ersten Halbjahr – trotz des schwierigen Marktumfelds – eine stabile Ergebnisentwicklung aus. Der Beitrag der EKG zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen belief sich in den Quartalen 1–2/2012 auf 1,1 Mio. € (Quartale 1– 2/2011: 1,9 Mio. €). Dem geplanten 400-MW-Gas-Kombikraftwerk in Klagenfurt/Kärnten wurde in zweiter Instanz keine ausreichende Umweltverträglichkeit attestiert. Energie Klagenfurt prüft derzeit Alternativlösungen für den Standort Klagenfurt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung vom 9.7.2012 wurden Anteile an der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) um insgesamt 9,5 Mio. € erworben. Der Anteilserwerb resultierte aus einer Kapitalerhöhung und der Andienung von Aktien, die im Rahmen eines aktienbasierten Vergütungsprogramms an Mitglieder des Managements der Sorgenia S.p.A. (Group) ausgegeben worden waren. Die Beteiligungsquote von VERBUND an der Sorgenia S.p.A. (Group) erhöhte sich dadurch geringfügig von 44,9% auf 45,7%.

Mit Wirkung vom 12.7.2012 wurde eine Kapitalerhöhung bei der türkischen Enerjisa Enerji A.S. durchgeführt. Der 50%ige Anteil von VERBUND an dieser Kapitalerhöhung betrug 26,1 Mio. €.

Konzernzwischenabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1 – 2/2012 Q1 – 2/20111 Q2/2012 Q2/20111
Umsatzerlöse 1.562,8 1.460,0 725,0 753,5
Stromerlöse 1 1.359,8 1.294,8 649,3 713,1
Netzerlöse 178,3 132,6 77,5 24,4
Sonstige Erlöse 24,6 32,5 – 1,8 16,0
Sonstige betriebliche Erträge 44,8 20,9 13,6 12,2
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie
Emissionszertifikatebezug (Handel)
2 – 597,6 – 664,1 – 259,3 – 364,2
Brennstoffeinsatz und sonstige
einsatzabhängige Aufwendungen
3 – 84,6 – 58,7 – 24,0 – 26,2
Personalaufwand 4 – 196,1 – 165,4 – 95,8 – 83,8
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
– 133,7 – 116,5 – 68,6 – 58,6
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
– 107,9 – 87,6 – 66,7 – 60,0
Operatives Ergebnis vor Effekten
aus Werthaltigkeitsprüfungen
487,7 388,7 224,1 172,9
Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen2 5 – 52,9 0,0 – 52,9 0,0
Operatives Ergebnis 434,7 388,7 171,2 172,9
Ergebnis aus nach der Equity
Methode bilanzierten Beteiligungen 6 – 24,3 – 9,1 – 32,4 – 5,0
Sonstiges Beteiligungsergebnis 7 7,3 4,4 3,5 – 1,0
Zinsertrag 8 19,7 17,4 9,7 8,0
Zinsaufwand 9 – 93,7 – 126,7 – 20,2 – 51,0
Übriges Finanzergebnis 10 – 9,9 3,4 17,6 – 9,4
Finanzergebnis – 100,8 – 110,5 – 21,7 – 58,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 333,9 278,2 149,4 114,5
Ertragsteuern – 84,1 – 69,5 – 41,9 – 31,1
Periodenergebnis 249,9 208,7 107,5 83,4
Den Aktionären der VERBUND AG
zuzurechnen (Konzernergebnis)
198,2 176,3 78,8 67,8
Den nicht beherrschenden Anteilen
zuzurechnen
51,6 32,3 28,8 15,5
Ergebnis je Aktie in €3 0,57 0,51 0,23 0,20

Die Vergleichsinformationen wurden gemäß IAS 8 retrospektiv angepasst. // 2 Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen umfassen Wertminderungen und Wertaufholungen von Sachanlagen (gekürzt um Veränderungen der dazugehörigen abgegrenzten Baukostenbeiträge bzw. Zuschüsse der öffentlichen Hand). // 3 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen einander.

Gesamtergebnisrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Q2/2012 Q2/2011
Periodenergebnis 249,9 208,7 107,5 83,4
Sonstiges Ergebnis aus:
Währungsdifferenzen 11 51,2 – 101,5 32,2 – 56,2
Zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumenten
0,7 – 4,0 – 0,9 – 0,9
Cashflow-Hedges – 7,0 22,7 – 32,1 82,5
Nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
– 31,6 61,0 – 12,1 33,2
Sonstiges Ergebnis vor
Ertragsteuern
13,4 – 21,8 – 13,0 58,7
Ertragsteuern 12 1,7 – 18,4 8,3 – 26,4
Sonstiges Ergebnis nach
Ertragsteuern
13 15,1 – 40,2 – 4,7 32,2
Gesamtperiodenergebnis 265,0 168,4 102,8 115,6
Den Aktionären der
VERBUND AG zuzurechnen
213,5 136,2 74,4 98,8
Den nicht beherrschenden
Anteilen zuzurechnen
51,4 32,2 28,5 16,8

Bilanz

in Mio. €
Nach IFRS Anhang 30.6.2012 31.12.2011
Langfristiges Vermögen 10.539,4 10.299,7
Immaterielle Vermögenswerte 637,4 632,1
Sachanlagen 6.647,9 6.578,7
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 14 2.294,3 2.115,3
Sonstige Beteiligungen 129,5 129,9
Finanzanlagen und sonstige Forderungen 15 830,3 843,6
Kurzfristiges Vermögen 1.373,9 1.558,5
Vorräte 126,4 107,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Forderungen
15 1.188,2 1.118,1
Liquide Mittel 59,4 333,2
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 16 17,5 1,1
Aktiva 11.930,8 11.859,3
in Mio. €
Nach IFRS Anhang 30.6.2012 31.12.2011
Eigenkapital 4.935,1 4.929,4
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen 4.346,1 4.323,5
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 589,0 605,9
Langfristige Schulden 5.735,6 5.886,2
Finanzverbindlichkeiten 17 3.724,8 3.909,0
Rückstellungen 617,6 618,7
Latente Steuerschulden 243,8 247,3
Baukostenbeiträge und Zuschüsse 594,7 574,3
Abgrenzungen – Cross-Border-Leasing 54,4 55,2
Sonstige Verbindlichkeiten 500,3 481,8
Kurzfristige Schulden 1.260,1 1.043,7
Finanzverbindlichkeiten 17 444,9 324,7
Rückstellungen 187,1 225,6
Laufende Steuerschulden 91,1 12,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
537,0 480,9
Passiva 11.930,8 11.859,3

Entwicklung des Eigenkapitals

Nach IFRS Grundkapital Kapitalrücklagen Angesammelte
Ergebnisse
Differenzen aus
der Währungs
umrechnung
Anhang
Stand per 1.1.2011 347,4 954,3 2.880,5 – 35,7
Verschiebung zwischen
Gesellschafterstämmen
1,7
Gesamtperiodenergebnis 176,3 – 101,6
Dividende – 191,1
Stand per 30.6.2011 347,4 954,3 2.867,4 – 137,3
Stand per 1.1.2012 347,4 954,3 3.218,3 – 165,0
Änderung
Konsolidierungskreis
0,1
Gesamtperiodenergebnis 198,2 52,1
Dividende – 191,1
Stand per 30.6.2012 347,4 954,3 3.225,6 – 112,9
in Mio. €
Gesamtsumme
Eigenkapital
Den nicht
beherrschenden
Anteilen
zuzurechnendes
Eigenkapital
Den Aktionären
der
VERBUND AG
zuzurechnendes
Eigenkapital
Übrige
Bestandteile
des sonstigen
Ergebnisses
Bewertung
von
Cashflow
Hedges
Bewertung von
zur Veräußerung
verfügbaren
Finanz
instrumenten
4.372,4 336,4 4.036,0 – 0,2 – 114,4 4,1
3,7 2,0 1,7
168,4 32,2 136,2 – 7,3 71,8 – 2,9
– 251,7 – 60,6 – 191,1
4.292,9 310,0 3.982,9 – 7,5 – 42,6 1,2
4.929,4 605,9 4.323,5 – 1,0 – 28,5 – 2,0
0,1 0,0 0,1
265,0 51,4 213,5 – 0,8 – 37,7 1,5
– 259,4 – 68,3 – 191,1
4.935,1 589,0 4.346,1 – 1,7 – 66,2 – 0,4

Geldflussrechnung

in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011
Periodenergebnis 249,9 208,7
Abschreibungen auf (gekürzt um Zuschreibungen zu)
immaterielle(n) Vermögenswerte(n) und Sachanlagen
188,1 116,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
(gekürzt um erhaltene Dividenden)
52,1 47,0
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen – 4,2 – 3,1
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten
Steuerschulden
– 2,9 – 14,7
Veränderung der Baukostenbeiträge und Zuschüsse 20,4 23,7
Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungen aus Cross-Border
Leasing-Transaktionen
– 0,8 – 0,8
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge – 8,4 1,2
Zwischensumme 494,2 378,5
Veränderung der Vorräte – 19,3 2,2
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie der sonstigen Forderungen
– 100,2 63,2
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten
– 23,9 44,4
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen und der laufenden
Steuerschulden
89,6 3,4
Cashflow aus operativer Tätigkeit 18 440,4 491,7
in Mio. €
Nach IFRS Anhang Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte
und Sachanlagen – 308,8 – 228,3
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 19,1 2,4
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 58,1 – 399,9
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 313,5 9,6
Auszahlungen für Investitionen in nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen – 182,0 – 215,0
Einzahlungen aus Abgängen vollkonsolidierter
Tochterunternehmen und von nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen 9,5 0,0
Ein- bzw. Auszahlungen aus Abgängen von bzw. Investitionen in
kurzfristige(n) Finanzanlagen – 170,4 402,9
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 377,2 – 428,3
Einzahlungen aus Verschiebungen zwischen
Gesellschafterstämmen 0,0 4,2
Ein- bzw. Auszahlungen aus Geldmarktgeschäften 14,3 – 32,9
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte) 0,0 146,8
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte) – 92,0 – 404,2
Gezahlte Dividenden – 259,4 – 251,7
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 337,1 – 537,8
Veränderung der liquiden Mittel – 273,9 – 474,5
Liquide Mittel zum 1.1. 333,2 489,0
Liquide Mittel zum 30.6. 59,4 14,5

Ausgewählte erläuternde Anhangsangaben

Grundsätze der Rechnungslegung

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von VERBUND zum 30.6.2012 wurde in Übereinstimmung mit den für Zwischenberichte maßgeblichen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der verkürzte Berichtsumfang des Konzernzwischenabschlusses von VERBUND steht in Einklang mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung"; für weitere Informationen und Angaben wird auf den Konzernabschluss von VERBUND zum 31.12.2011 verwiesen. Dieser bildet die Basis für den vorliegenden Konzernzwischenabschluss von VERBUND. Grundlagen

Die VERBUND Trading Romania S.R.L. wurde mit Wirkung vom 1.1.2012 erstmals vollkonsolidiert. Die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH wurde mit Wirkung vom 10.5.2012 veräußert und infolgedessen entkonsolidiert. Konsolidierungskreis

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im vorliegenden Konzernzwischenabschluss von VERBUND wurden – mit Ausnahme der in der Folge beschriebenen neuen Bilanzierungsregeln des IASB und der geänderten Bilanzierungsmethoden – die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet wie im Konzernabschluss von VERBUND zum 31.12.2011.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und bei der Ermittlung von Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht durch das IASB (übernommen von der EU) Pflicht zur Anwendung für VERBUND Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss von VERBUND IFRS 7 Änderungen: Übertragung finanzieller Vermögenswerte 7.10.2010 (22.11.2011) 1.1.2012 Erweiterung der Anhangsangaben in Bezug auf übertragene, aber nicht (oder nicht vollständig) ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte und deren Beziehung zu etwaigen dabei neu entstandenen Verbindlichkeiten

Neu anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Geänderte Bilanzierungsmethoden

Neue

Bilanzierungsregeln

Seit der Berichtsperiode 2005 erfasst VERBUND die Ergebnisse aus Bewertungen und Realisierungen von Energiehandelskontrakten für Strom, die zu Handelszwecken abgeschlossen werden, in den Umsatzerlösen; die zugrunde liegenden Stromein- und -verkäufe werden saldiert (netto) in den Stromerlösen dargestellt. Die Bilanzierungsmethode von VERBUND korrespondiert mit der internationalen Branchenpraxis zur Bilanzierung von Energiehandelskontrakten im Third-Party-Trading-Bereich. Die Darstellung von Energiehandelskontrakten für Strom, die im Rahmen der Eigenerzeugungsvermarktung bzw. im Wholesale-Portfolio abgeschlossen werden, erfolgte bis dato unsaldiert (brutto); Stromeinkäufe wurden im Strombezug, Stromverkäufe im Stromerlös erfasst.

Die Geschäftstätigkeiten im Wholesale-Portfolio zeigen allerdings immer deutlicher Attribute, die typischerweise kennzeichnend für ein Third-Party-Trading sind. Vor diesem Hintergrund wurde, um die Darstellung der Ertragslage zu verbessern, die Bilanzierungsmethode für Energiehandelskontrakte im Wholesale-Portfolio im Quartal 1/2012 dahingehend geändert, dass nunmehr auch diese Geschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert (netto) in den Umsatzerlösen dargestellt werden. In der Bilanz erfolgt eine Saldierung unverändert nur dann, wenn mit der Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Netting-Klausel besteht.

Die Änderung der Bilanzierungsmethode erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1.1.2011 durch Anpassung sämtlicher Vergleichsinformationen. Die Ermittlung der Korrekturbeträge für frühere Berichtsperioden unterblieb aus Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten.

Auswirkung der geänderten Bilanzierungsmethode auf die Stromerlöse
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Q2/2012 Q2/2011
Stromerlöse 1.746,0 1.702,8 826,4 909,9
Korrekturbetrag – 386,2 – 408,0 – 177,1 – 196,8
Stromerlöse bei Saldierung von
Energiehandelskontrakten im
Wholesale-Portfolio 1.359,8 1.294,8 649,3 713,1

Auswirkung der geänderten Bilanzierungsmethode auf den Strom-, Netz-

und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel)
in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Q2/2012 Q2/2011
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie
Emissionszertifikatebezug (Handel) 983,8 1.072,1 436,4 561,0
Korrekturbetrag – 386,2 – 408,0 – 177,1 – 196,8
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie
Emissionszertifikatebezug (Handel)
bei Saldierung von
Energiehandelskontrakten im
Wholesale-Portfolio 597,6 664,1 259,3 364,2

Die Änderung der Bilanzierungsmethode hat weder in den Quartalen 1–2/2012 noch in früheren Berichtsperioden eine Auswirkung auf das Ergebnis; das Ergebnis je Aktie – verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen einander – blieb demnach ebenfalls unverändert.

Segmentberichterstattung

Die mit Wirkung vom 1.1.2012 erstmals vollkonsolidierte VERBUND Trading Romania S.R.L. wurde dem Geschäftssegment "Strom" zugeordnet.

Das operative Ergebnis in der Summenspalte entspricht jenem in der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Überleitungsrechnung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern kann daher der Gewinn- und Verlustrechnung entnommen werden.

in Mio. €
Strom Netz Beteiligun
gen &
Services
Eliminie
rung
Summe
Konzern
1.308,6 245,2 8,9 1.562,8
75,9 29,9 45,7 – 151,5 0,0
1.384,5 275,1 54,6 – 151,5 1.562,8
441,9 – 10,0 – 23,7 26,5 434,7
– 98,2 – 31,5 – 4,6 0,6 – 133,7
– 52,9 0,0 0,0 0,0 – 52,9
25,1 – 33,5 – 1,4 26,3 16,6
– 17,0 0,0 – 17,0
– 24,3 0,0 – 24,3
5.746,6 996,3 6.903,1 – 4.210,8 9.435,2
7,8 1,2 2.285,3 0,0 2.294,3
217,5 42,5 7,6 0,0 267,6
0,0 0,0 182,0 0,0 182,0
in Mio. €
Strom Netz Beteiligun
gen &
Services
Eliminie
rung
Summe
Konzern
Q1 – 2/2011
Außenumsatz 1.252,2 202,4 5,4 1.460,0
Innenumsatz 56,8 28,1 51,9 – 136,8 0,0
Gesamtumsatz 1.309,1 230,4 57,2 – 136,8 1.460,0
Operatives Ergebnis 368,7 30,5 – 10,1 – 0,4 388,7
Abschreibungen – 82,4 – 30,0 – 4,5 0,5 – 116,5
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen1 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Andere wesentliche nicht zahlungswirksame
Posten
– 19,3 4,9 0,1 – 0,3 – 14,6
Beteiligungsergebnis – 4,6 0,0 – 4,6
davon Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
– 9,1 0,0 – 9,1
Capital Employed 4.726,6 900,5 6.842,5 – 4.236,5 8.233,1
davon Buchwert der nach der
Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
24,3 1,3 2.262,6 0,0 2.288,1
Zugänge zu immateriellem und
Sachanlagevermögen
192,2 30,5 5,6 0,0 228,3
Zugänge zu Beteiligungen 0,0 0,0 215,0 0,0 215,0

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen umfassen Wertminderungen und Wertaufholungen von Sachanlagen (gekürzt um Veränderungen der dazugehörigen abgegrenzten Baukostenbeiträge bzw. Zuschüsse der öffentlichen Hand).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Stromerlöse nach Kundenbereichen in Mio. €
Q1 – 2/2012
Inland
Q1 – 2/2011
Inland
Verände-
rung
Q1 – 2/2012
Ausland
Q1 – 2/2011
Ausland
Verände-
rung
Stromlieferungen
an Endkunden
235,1 226,5 3,8% 131,2 102,7 27,8%
Stromlieferungen
an Weiterverteiler
402,2 423,0 – 4,9% 91,2 91,2 0,0%
Stromlieferungen
an Händler
16,0 17,0 – 5,6% 484,1 434,4 11,4%
Summe
Stromerlöse
653,3 666,5 – 2,0 % 706,5 628,3 12,4 %
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel) in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Aufwendungen für Strombezug 526,7 598,9 – 12,1%
Aufwendungen für Netzbezug (Systemnutzung) 72,3 66,1 9,4%
Aufwendungen für Gasbezug1 0,1 – 2,1 n.a.
Emissionszertifikatebezug (Handel)2 – 1,5 1,2 n.a.
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug
(Handel) 597,6 664,1 – 10,0 %

Die negativen Gasbezugsaufwendungen in den Quartalen 1 – 2/2011 resultierten im Wesentlichen aus der Bewertung freistehender Derivate im Energiebereich. Diese standen in Zusammenhang mit dem Gasbezug für das damals in Bau befindliche Gas-und-Dampfturbinen-Kombinationskraftwerk in Mellach. // 2 Die negativen Emissionszertifikatebezugsaufwendungen in den Quartalen 1 – 2/2012 resultierten im Wesentlichen aus der Bewertung von Vorräten an zu Handelszwecken gehaltenen Emissionszertifikaten.

Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Brennstoffeinsatz 81,2 50,7 60,2%
Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate 0,4 4,8 – 92,5%
Übrige einsatzabhängige Aufwendungen 3,1 3,2 – 2,2%
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige
Aufwendungen 84,6 58,7 44,3%

Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel)

(1)

(2)

Stromerlöse

(3) Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen

(4) Personalaufwand

Personalaufwand in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Löhne und Gehälter 123,4 118,9 3,8%
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
27,5 26,9 2,3%
Sonstige Sozialaufwendungen 1,9 1,8 6,9%
Zwischensumme 152,8 147,6 3,5 %
Aufwendungen für Altersversorgung 31,6 15,1 109,8%
Aufwendungen für Abfertigungen 11,7 2,7 n.a.
Personalaufwand 196,1 165,4 18,6 %

Im Rahmen beitragsorientierter Pläne wurden in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 3,8 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 3,7 Mio. €) in die Pensionskasse einbezahlt. Für das Pensionskassenvermögen zur Deckung leistungsorientierter Pläne wird weiterhin unverändert von einer Rendite in Höhe von 2,0% p.a. ausgegangen.

Die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen, Abfertigungsverpflichtungen sowie Altersteilzeitprogramme erfolgte auf Basis eines zum 30.6.2012 aktualisierten versicherungsmathematischen Gutachtens. Der Diskontierungszinssatz betrug dabei 4,25 % (30.6.2011 und 31.12.2011: 4,75%). Die in den Quartalen 1–2/2012 ergebniswirksam erfassten versicherungsmathematischen Verluste (Quartale 1–2/2011: Gewinne) betrugen insgesamt 24,9 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 3,0 Mio. €). Angesichts der gegenwärtigen Entwicklung der Zinslandschaft besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass es in Folgeperioden zu einer weiteren Anpassung des Diskontierungszinssatzes und damit der Rückstellungen kommt.

(5) Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

Das Gas-Kombikraftwerk in Mellach wurde zum 30.6.2012 nach dem Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung aufgrund der gegenwärtig schwierigen Marktsituation für Gaskraftwerke auf seine Werthaltigkeit geprüft. Der erzielbare Betrag des Gas-Kombikraftwerks wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Der Nutzungswert wurde mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens bestimmt. Die aus der Werthaltigkeitsprüfung resultierende Wertminderung betrug 53,7 Mio. €. Die Auflösung abgegrenzter Zuschüsse der öffentlichen Hand kürzte die Wertminderung um 1,5 Mio. €. Der Nettoergebniseffekt aus der Wertminderung betrug damit insgesamt 52,2 Mio. €.

(6)
Ergebnis aus nach
der Equity-Methode
bilanzierten
Beteiligungen
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen in Mio. €
Q1–2/2012
Inland
Q1–2/2011
Inland
Verände-
rung
Q1–2/2012
Ausland
Q1–2/2011
Ausland
Verände-
rung
Erträge bzw. Aufwendungen
aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
31,9 36,0 – 11,5% – 50,8 – 36,3 – 39,9%
Wertminderungen bzw.
Wertaufholungen – 5,3 0,0 n.a. 0,0 – 8,7 100,0%
Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen 26,6 36,0 – 26,2 % – 50,8 – 45,0 – 12,9 %

Die Wertminderungen bzw. Wertaufholungen in den Quartalen 1–2/2011 resultierten aus Werthaltigkeitsprüfungen der mit Wirkung vom 22.9.2011 bzw. 30.9.2011 veräußerten, nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der POWEO Production S.A.S. und der POWEO S.A. (Group).

In der Berichtsperiode 2011 wurden die Buchwerte der Beteiligungen an der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und an der POWEO Toul Production S.A.S. durch laufende Verluste bzw. durch Wertminderungen auf null herabgemindert.

Für die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. wurde im Quartal 1/2012 ein gerichtliches Sanierungsverfahren ("procédure de sauvegarde") eingeleitet, das am 24.4.2012 zur Auflösung des mit der ENI S.p.A. bestehenden, nachteiligen Erdgasliefervertrags führte. Dieser Erdgasliefervertrag wurde seit dem Quartal 3/2011 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (als Passivum) bilanziert. Der aus der gerichtlichen Vertragsauflösung resultierende Ergebniseffekt in Höhe von 62,3 Mio. € führte einerseits zu einem Ausgleich der außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verluste in Höhe von 43,3 Mio. € und andererseits, nach der Kürzung um weitere laufende Verluste, zur Erfassung eines Ergebnisses aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen in Höhe von 13,9 Mio. €.

Zur Sicherstellung der Finanzlage der POWEO Toul Production S.A.S. wurde im Quartal 2/2012 seitens VERBUND eine befristete, betragsmäßig beschränkte Patronatserklärung beigebracht. Die rechtliche Einstandspflicht von VERBUND als Patronatsgeber führte zu einer Erfassung von bislang außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verlusten in Höhe von 48,0 Mio. €. Die kumulierten nicht erfassten, sondern außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verluste für die POWEO Toul Production S.A.S. betrugen zum 30.6.2012 insgesamt 39,3 Mio. € (31.12.2011: 48,8 Mio. €).

Die Kursentwicklungen EUR/TRY bzw. USD/TRY führten bei der Enerjisa Enerji Üretim A.S. und bei der Enerjisa Elektrik Dagitim A.S. – diese wurden in der Berichtsperiode 2011 in die (neu gegründete) Enerjisa Enerji A.S., ein Gemeinschaftsunternehmen von VERBUND und der Sabanci Holding A.S., eingebracht – zu ergebniswirksamen Kursgewinnen (Quartale 1–2/2011: Kursverlusten) aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten. Der daraus resultierende Effekt auf das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von VERBUND betrug in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 25,1 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –30,1 Mio. €).

Mit Wirkung vom 30.5.2012 wurde die 45%ige Beteiligung an der Gletscherbahnen Kaprun AG als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Gemäß IFRS 5 erfolgte vor dieser Einstufung, aber nach der Erfassung des laufenden anteiligen Periodenergebnisses, eine Werthaltigkeitsprüfung. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die daraus resultierende Wertminderung betrug –5,3 Mio. € und wurde im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst.

Im Quartal 2/2012 wurden im sonstigen Beteiligungsergebnis 3,6 Mio. € an Ergebniseffekten aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH erfasst. Darin sind Umgliederungen ("recycling") von sonstigen Ergebnissen in die Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von –1,3 Mio. € enthalten.

(7) Sonstiges Beteiligungsergebnis

(8)

Zinsertrag

Zinsertrag in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Zinsen aus Finanzanlagen in Zusammenhang mit bilanziell
geschlossenen Positionen 13,8 12,5 10,1%
Zinsen aus Geldmarktgeschäften 1,6 2,8 – 43,7%
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,4 2,2 101,7%
Zinsertrag 19,7 17,4 13,1 %
Zinsaufwand in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Zinsen für Anleihen 52,3 52,7 – 0,8%
Zinsen für Bankkredite 21,3 31,7 – 32,6%

(9) Zinsaufwand

Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Zinsen für Anleihen 52,3 52,7 – 0,8%
Zinsen für Bankkredite 21,3 31,7 – 32,6%
Zinsen für Finanzverbindlichkeiten aus bilanziell geschlossenen
Positionen
13,8 12,5 10,1%
Zinsen für sonstige Verbindlichkeiten aus
Stromlieferverpflichtungen
22,8 22,7 0,1%
Zinsen für sonstige langfristige Rückstellungen 3,1 3,5 – 10,7%
Kommanditisten zurechenbare Ergebnisanteile – 17,8 11,7 n.a.
Gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten – 15,0 – 13,8 – 8,3%
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen1 13,1 5,7 131,4%
Zinsaufwand 93,7 126,7 – 26,1 %

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in den Quartalen 1 – 2/2012 sind ein Tilgungsagio und Spesen aus der vorzeitigen Tilgung einer Anleihe in Fremdwährung (JPY) enthalten.

(10) Übriges Finanzergebnis

Übriges Finanzergebnis in Mio. €
Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Erträge aus Finanzinstrumenten 9,4 8,7 9,0%
Erträge aus dem Abgang von Finanzinstrumenten 0,0 0,3 – 100,0%
Fremdwährungskursgewinne 10,1 8,4 20,8%
Fremdwährungskursverluste – 6,7 – 1,2 n.a.
Sonstiger Aufwand aus Finanzinstrumenten – 22,8 – 12,7 – 79,1%
Übriges Finanzergebnis – 9,9 3,4 n.a.

Zum 30.6.2012 betrug der beizulegende Zeitwert der gesamthaften Stillhalterposition in Bezug auf die ehemaligen Tochter- bzw. Enkelunternehmen der POWEO Production S.A.S. (inklusive der von VERBUND bereitgestellten Finanzierungen und Garantien) gegenüber der POWEO S.A. und der Direct Energie S.A. 3,8 Mio. € (31.12.2011: 13,4 Mio. €). Der aus dieser Bewertung in den Quartalen 1–2/2012 resultierende Ergebniseffekt in Höhe von 9,6 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –12,7 Mio. €) wurde im sonstigen Aufwand aus Finanzinstrumenten erfasst (siehe auch: (14) Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen).

Zum 30.6.2012 betrug die bestmögliche Schätzung der Garantieverbindlichkeiten für die Baufinanzierung des Gas-Kombikraftwerks in Toul 74,1 Mio. € (31.12.2011: 42,9 Mio. €). Der aus dieser Bewertung in den Quartalen 1–2/2012 resultierende Ergebniseffekt in Höhe von –32,4 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 0,0 Mio. €) wurde im sonstigen Aufwand aus Finanzinstrumenten erfasst.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Zum 30.6.2012 betrug der Euro-Referenzkurs der EZB für die Türkische Lira 2,2834 TRY (31.12.2011: 2,4432 TRY). Die Kursentwicklung EUR/TRY führte in den Quartalen 1–2/2012 zu Kursgewinnen in Höhe von 54,9 Mio. € (Quartale 1–2/2011: Kursverluste in Höhe von –101,6 Mio. €) aus der Währungsumrechnung des nach der Equity-Methode bilanzierten türkischen Gemeinschaftsunternehmens. Diese Kursgewinne bzw. Kursverluste wurden ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.

Von den Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis entfielen 0,0 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 1,0 Mio. €) auf Bewertungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und 1,7 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –5,7 Mio. €) auf Bewertungen von Cashflow-Hedges.

Vom sonstigen Ergebnis nach Ertragsteuern waren –0,2 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –0,1 Mio. €) den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen.

Erläuterungen zur Bilanz

Zum 30.6.2012 wurden die 100%igen Beteiligungen an der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und an der POWEO Toul Production S.A.S. weiterhin nach der Equity-Methode bilanziert. Die gesamthafte Stillhalterposition in Bezug auf die ehemaligen Tochter- bzw. Enkelunternehmen der POWEO Production S.A.S. steht als ein potenzielles Stimmrecht der POWEO S.A. und der Direct Energie S.A. unverändert einer Beherrschung (u. a.) der beiden Beteiligungsunternehmen entgegen. Zum 30.6.2012 war die gesamthafte Stillhalterposition zwar tief aus dem Geld, hat aber aus der Sicht des Managements von VERBUND nach wie vor hinreichende wirtschaftliche Substanz.

In den Quartalen 1–2/2012 erfolgten Kapitalerhöhungen bei der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group). Der 50%ige Anteil von VERBUND an diesen Kapitalerhöhungen betrug insgesamt 182,0 Mio. €.

Mit Wirkung vom 10.5.2012 wurde die 42,87%ige Beteiligung an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH veräußert (siehe: (7) Sonstiges Beteiligungsergebnis).

Mit Wirkung vom 30.5.2012 wurde die 45%ige Beteiligung an der Gletscherbahnen Kaprun AG als zur Veräußerung gehalten eingestuft (siehe: (16) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).

(11) Währungsdifferenzen

(12) Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis

(13) Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern

(14) Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

(15) Finanzanlagen und sonstige Forderungen Bis dato wurden von VERBUND rund 85% des Cross-Border-Leasing-Transaktionsvolumens vollständig bzw. partiell aufgelöst; die letzte noch aufrechte Transaktion hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur (siehe: Eventualverbindlichkeiten).

Bei den partiell aufgelösten Transaktionen erfolgte zwar eine vorzeitige Beendigung; die B-Loans sowie die dazugehörigen Veranlagungen wurden von VERBUND jedoch fortgeführt. Sämtliche Finanzierungstransaktionen weisen eine bilanzielle Deckung auf.

Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen in Mio. €
30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
Finanzanlagen – bilanziell geschlossene Positionen 291,1 287,4 1,3%
Zinsswaps – bilanziell geschlossene Positionen 128,2 120,2 6,6%
Sonstige Finanzanlagen und sonstige Forderungen 411,0 436,0 – 5,7%
Summe 830,3 843,6 – 1,6 %

In den kurzfristigen Forderungen waren sonstige Ausleihungen aus bilanziell geschlossenen Positionen in Höhe von 0,6 Mio. € (31.12.2011: 0,9 Mio. €) enthalten.

(16) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Im Quartal 2/2012 unterzeichnete VERBUND einen Verkaufsvertrag über 45,0% der Anteile an der Gletscherbahnen Kaprun AG mit der Kapruner Tourismus Holding GmbH. Das Closing ist noch durch die wettbewerbsrechtliche Freigabe aufschiebend bedingt, wird jedoch für das Quartal 3/2012 erwartet. Zum 30.6.2012 wurde die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung daher (noch) als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Die Gletscherbahnen Kaprun AG ist als Betreiber von Aufstiegshilfen und des Schigebiets am Kitzsteinhorn im Salzburger Pinzgau tätig. Die Entscheidung zur Veräußerung dieser Beteiligung war insbesondere durch die strategische Fokussierung von VERBUND bedingt.

Zum 30.6.2012 wurde die 50,1%ige Beteiligung an der POWEO Outre-mer Solaire S.A.S. (Group) nach wie vor als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Die Veräußerung soll weiterhin möglichst zeitnah durch einen Share Deal erfolgen. Die POWEO Outre-mer Solaire S.A.S. (Group) ist in der Projektentwicklung und im Betrieb von Solarparks und Dachfotovoltaikanlagen in den französischen Überseegebieten tätig. Der vorübergehende Verbleib dieser Beteiligung bei VERBUND stellt lediglich einen Zwischenschritt zur bestmöglichen Verwertung der Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien der (ehemaligen) POWEO Production S.A.S. dar. Die Entscheidung zur Veräußerung dieser Projekte war insbesondere durch die strategische Fokussierung von VERBUND bedingt.

Langfristige Finanzverbindlichkeiten in Mio. €
30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
Finanzverbindlichkeiten – bilanziell geschlossene Positionen 419,3 407,6 2,9%
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.305,5 3.501,2 – 5,6%
Summe 3.724,8 3.909,0 – 4,7 %

In den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten waren Finanzverbindlichkeiten aus bilanziell geschlossenen Positionen in Höhe von 0,6 Mio. € (31.12.2011: 0,9 Mio. €) enthalten.

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Im Cashflow aus operativer Tätigkeit sind in den Quartalen 1–2/2012 Zahlungen von Schwankungsmargen ("variation margins") aus Futurekontrakten im Energiebereich in Höhe von insgesamt –10,6 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 33,3 Mio. €) enthalten.

Sonstige erläuternde Anhangsangaben

Gezahlte Dividenden Gesamt
(in Mio. €)
Anzahl der
Stammaktien
Pro Aktie
(in €)
Gezahlte Dividende
Für das Geschäftsjahr 2011 im Jahr 2012 gezahlte
Dividende 191,1 347.415.686 0,55
Für das Geschäftsjahr 2010 im Jahr 2011 gezahlte
Dividende 191,1 347.415.686 0,55

Bestellobligo für Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und sonstige Leistungen in Mio. €

30.6.2012 davon fällig
2012
davon fällig
2013 bis 2017
Gesamtverpflichtung 535,9 343,9 191,1

Die offenen Einzahlungsverpflichtungen im Beteiligungsbereich umfassen Eigenkapitalzufuhren, sofern die entsprechenden Gesellschafterbeschlüsse bereits gefasst sind. Zukünftige Einzahlungsverpflichtungen, die aus Rahmenverträgen von Gemeinschaftsunternehmen noch entstehen können, sind darin nicht erfasst.

Zum 30.6.2012 bestehen im Beteiligungsbereich insgesamt offene Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 44,0 Mio. €. Diese betreffen das türkische Gemeinschaftsunternehmen Enerjisa Enerji A.S. (Group) und sind in Höhe von 26,1 Mio. € im Jahr 2012 und in Höhe von 17,9 Mio. € im Jahr 2013 fällig.

Die letzte noch aufrechte Cross-Border-Leasing-Transaktion von VERBUND hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur. Für den nicht getilgten Teil der Leasingverbindlichkeiten aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen bestand zum 30.6.2012 eine subsidiäre Haftung von VERBUND in Höhe von 519,1 Mio. € (31.12.2011: 532,2 Mio. €). Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner waren insgesamt 389,4 Mio. € (31.12.2011: 409,6 Mio. €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Strombezugsberechtigten und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftungen) gesichert. Darüber hinaus waren 182,2 Mio. € (31.12.2011: 172,9 Mio. €) durch bilanzexterne Veranlagungen abgedeckt.

Zum 30.6.2012 bestanden aus sonstigen Haftungsverhältnissen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 28,0 Mio. € (31.12.2011: 28,1 Mio. €). Dabei handelt es sich um Garantien, die VERBUND für die nicht konsolidierte Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd. Sti. (VBOC) abgegeben hat.

(18)

Cashflow aus operativer Tätigkeit

Bestellobligo

Offene Einzahlungsverpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsbeziehungen mit nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen in Mio. €

Q1 – 2/2012 Q1 – 2/2011 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung
Stromerlöse 216,7 218,4 – 0,8%
Netzerlöse 27,3 25,8 6,0%
Sonstige Erlöse – 3,7 3,7 n.a.
Sonstige betriebliche Erträge 1,4 0,6 122,9%
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug
(Handel)
– 97,6 – 102,8 5,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1,1 – 0,9 – 21,7%
Zinsaufwand – 1,5 0,0 n.a.
Zinsertrag 2,9 2,4 23,0%
Übriges Finanzergebnis 3,9 – 9,1 n.a.
30.6.2012 31.12.2011 Veränderung
Bilanz
Finanzanlagen und sonstige langfristige Forderungen 265,5 269,4 – 1,4%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
kurzfristige Forderungen
263,7 156,4 68,5%
Langfristige Rückstellungen 1,8 0,4 n.a.
Kurzfristige Rückstellungen 3,0 3,4 – 11,4%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten
188,4 76,6 146,0%

Bei der Ermittlung obiger Angaben wurde entsprechend berücksichtigt, dass die POWEO S.A. und die POWEO Production S.A.S. nur bis Ende des Quartals 3/2011 nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 waren; die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und die POWEO Toul Production S.A.S. waren und sind nach wie vor nahestehende Unternehmen von VERBUND. In den Quartalen 1–2/2012 betrugen die Umsatzerlöse mit der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. insgesamt –10,6 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 0,0 Mio. €). Die negativen Umsatzerlöse resultierten aus Gasein- und -verkäufen in Zusammenhang mit der Einsatzoptimierung des Gas-Kombikraftwerks in Pont-sur-Sambre, die saldiert (netto) in den sonstigen Umsatzerlösen dargestellt wurden. Der Strombezug von der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. betrug insgesamt –47,9 Mio. € (Quartale 1–2/2011: –43,4 Mio. €). Die Zinserträge von der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und der POWEO Toul Production S.A.S. – diese wurden zum Teil im übrigen Finanzergebnis erfasst – beliefen sich insgesamt auf 4,8 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 4,6 Mio. €). Zum 30.6.2012 bestanden gegenüber der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und der POWEO Toul Production S.A.S. insgesamt Forderungsposten in Höhe von 339,3 Mio. € (31.12.2011: 250,7 Mio. €); davon waren 165,8 Mio. € (31.12.2011: 173,8 Mio. €) langfristig. Zum 30.6.2012 bestanden gegenüber der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und der POWEO Toul Production S.A.S. insgesamt Schuldposten in Höhe von 133,1 Mio. € (31.12.2011: 42,0 Mio. €); diese waren zur Gänze kurzfristig. Für den Gasbezug in der Inbetriebsetzungsphase des Gas-Kombikraftwerks in Toul schloss die POWEO Toul Production S.A.S. im Quartal 1/2012 einen Erdgasliefervertrag mit der Statoil ASA ab. Dafür wurde seitens VERBUND eine Garantie mit einem Haftungshöchstbetrag in Höhe von 13,5 Mio. € beigebracht. Zur Sicherstellung der Finanzlage der POWEO Toul Production S.A.S. wurde weiters im Quartal 2/2012 seitens VERBUND eine bis 31.12.2012 befristete, mit 48,0 Mio. € betragsmäßig beschränkte Patronatserklärung beigebracht.

Zur Sicherstellung der Baufinanzierung eines thermischen Kraftwerksprojekts der Enerjisa Enerji Üretim A.S. in Tufanbeyli durch ein internationales Bankenkonsortium wurde im Quartal 1/2012 seitens VERBUND und der Sabanci Holding A.S. eine zusätzliche Sponsorenvereinbarung ("sponsor additional support agreement") abgeschlossen.

Die Stromlieferungen an unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehende Unternehmen betrugen in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 47,3 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 29,2 Mio. €). Die Stromabnehmer waren dabei im Wesentlichen die ÖBB, die OMV und die Telekom Austria. Der Strombezug von unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehenden Unternehmen betrug in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 0,9 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 0,1 Mio. €). Der Stromlieferant waren dabei im Wesentlichen die ÖBB.

Der Aufwand von VERBUND für die Aufsicht durch die Energie-Control Austria betrug in den Quartalen 1–2/2012 insgesamt 6,2 Mio. € (Quartale 1–2/2011: 5,2 Mio. €).

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss von VERBUND wurde einer prüferischen Durchsicht durch die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH unterzogen.

Mit Wirkung vom 9.7.2012 wurden Anteile an der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) um insgesamt 9,5 Mio. € erworben. Der Anteilserwerb resultierte aus einer Kapitalerhöhung und der Andienung von Aktien, die im Rahmen eines aktienbasierten Vergütungsprogramms an Mitglieder des Managements der Sorgenia S.p.A. (Group) ausgegeben worden waren. Die Beteiligungsquote von VERBUND an der Sorgenia S.p.A. (Group) erhöhte sich dadurch geringfügig von 44,9% auf 45,7%.

Mit Wirkung vom 12.7.2012 wurde eine Kapitalerhöhung bei der türkischen Enerjisa Enerji A.S. durchgeführt. Der 50%ige Anteil von VERBUND an dieser Kapitalerhöhung betrug 26,1 Mio. €.

Abschlussprüfung bzw. Review

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den Regelungen für Zwischenberichte in den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss von VERBUND zum 30.6.2012 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen vermittelt.

Wir bestätigen weiters, dass der Konzernzwischenlagebericht von VERBUND ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss zum 30.6.2012 sowie bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 24.7.2012 Der Vorstand

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der VERBUND AG, Wien, für den Zeitraum vom 1.1.2012 bis 30.6.2012 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30.6.2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, jeweils für den Zeitraum vom 1.1.2012 bis 30.6.2012, sowie ausgewählte erläuternde Anhangsangaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden ist, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben.

Unsere Haftung für Fahrlässigkeit ist gemäß § 87 Abs. 3 BörseG i.V.m. § 275 Abs. 2 UGB auf 12 Mio. € beschränkt.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Prüferische Durchsicht des Zwischenabschlusses durch den unabhängigen Abschlussprüfer der Gesellschaft" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung und ermöglicht uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit darüber zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss der VERBUND AG nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung", wie er in der Europäischen Union anzuwenden ist, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Konzernzwischenlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den beigefügten Konzernzwischenlagebericht zum 30.6.2012 der VERBUND AG gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Konzernzwischenlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht der VERBUND AG enthält die von § 87 Abs. 1 Z. 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 24.7.2012 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Maximilian Schreyvogl MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

IMPRESSUM & OFFENLEGUNG

Herausgeber: VERBUND AG Am Hof 6a, 1010 Wien, Österreich

Zwischenbericht: inhouse produziert mit FIRE.sys Kreativkonzept und Design: Brainds Konzept und Beratung: Grayling Übersetzung und Sprachendienst: Austria Sprachendienst International Druck: Lindenau Productions

Kontakt: VERBUND AG

Am Hof 6a, 1010 Wien, Österreich Telefon: +43(0)50313-0 Fax: +43(0)50313-54191 E-Mail: [email protected] Homepage: www.verbund.com Firmenbuchnummer: FN 76023z Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID-Nr.: ATU14703908 DVR-Nr.: 0040771 Unternehmenssitz: Wien, Österreich

Investor Relations:

Mag. Andreas Wollein Telefon: +43(0)50313-52604 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation:

Mag. Beate McGinn Telefon: +43(0)50313-53702 E-Mail: [email protected]

Aktionärsstruktur:

– Republik Österreich (51,0 %) – Syndikat (>25,0 %) bestehend aus EVN AG (deren Aktionäre sind: Niederösterreichische Landes-Beteiligungsholding GmbH, 51 %, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, 32,5 %) und Wiener Stadtwerke (deren Alleinaktionär die Stadt Wien ist) – TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG (>5,0 %, deren Alleinaktionär das Land Tirol ist) – Streubesitz (<20,0 %): Zu den Eigentümern der Aktien, die sich im Streubesitz befinden, sind uns keine näheren Daten bekannt.

Hinweis zu gesetzlichen bzw. satzungsmäßigen Stimmrechtsbeschränkungen:

Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.

Aufsichtsbehörde/Berufsverband:

E-Control GmbH/E-Control Kommission Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Wirtschaftskammer Österreich Oesterreichs Energie

Unternehmensgegenstand:

Der Unternehmensgegenstand liegt schwerpunktmäßig in Erzeugung, Transport, Handel und Vertrieb von elektrischer Energie.

Vorstand:

Wolfgang Anzengruber (Vorsitzender), Johann Sereinig (stv. Vorsitzender), Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Günther Rabensteiner

Aufsichtsrat:

Gilbert Frizberg (Vorsitzender), Peter Püspök (1. stv. Vorsitzender), Reinhold Süßenbacher (2. stv. Vorsitzender), Alfred H. Heinzel, Harald Kaszanits, Herbert Kaufmann, Peter Layr, Gabriele Payr, Christa Wagner, Siegfried Wolf, Anton Aichinger, Ingeborg Oberreiner, Kurt Christof, Harald Novak, Joachim Salamon

Grundlegende Richtung:

Branchen- und unternehmensbezogene Informationen für Kunden, Partner und die breite Öffentlichkeit

Besondere gesetzliche Grundlagen:

Österreichisches Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz mit den dazugehörigen Verordnungen und Ausführungsgesetzen. Die angeführten gesetzlichen Grundlagen können über das Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes unter www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.