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VERBUND AG Annual Report 2013

Apr 7, 2014

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Annual Report

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Chancen erkennen heißt Perspektiven gewinnen.

flow

Wollen Sie mehr zum Thema Chancen erfahren? Dann lesen Sie die neue Ausgabe von flow. Das Corporate Magazine von VERBUND ist für Sie online auf www.verbund.com/flow unter "flow to go" kostenlos verfügbar.

Gestaltungskonzept Diagramme und Tabellen

Säulen-/Balkenbreite

Breite Säulen oder Balken stellen physisch zählbare Messgrößen dar. Beispiele: MW, GWh, Mitarbeiter/-innen

Mittelbreite Säulen oder Balken stellen aggregierte Werte dar. Beispiele: Tsd. €, Mio. €, Mrd. €

Schmale Säulen oder Balken stellen Werte in Euro pro Einheit dar. Beispiele: €/Aktie, €/MWh

Linien oder Punktlinien stellen Anteile, Quotienten oder Indizes dar.

  • Beispiele: Dividendenrendite in %,
  • Aktienkurs indexiert, BIP-Wachstum in %

Farben

  • Aktuelles Jahr
  • Neutral
  • Vorjahre
  • Planwerte
  • VERBUND
  • Hervorhebung

"VERBUND verwendet grundsätzlich geschlechtergerechte Formulierungen. Aus Gründen der Lesbarkeit wurde an einzelnen Stellen nur die männliche Form angeführt, stets sind aber Männer wie Frauen angesprochen."

Fünf-Jahres-Vergleich

VERBUND-Konzern 2013

Einheit 2009 2010 2011 20126 20136
Umsatzerlöse1 Mio. € 3.483,1 3.307,9 3.027,7 3.174,3 3.269,9
EBITDA2 Mio. € 1.251,5 1.059,2 1.069,5 1.235,4 1.296,4
Bereinigtes EBITDA3 Mio. € 1.277,9 1.154,5
Operatives Ergebnis (EBIT)2 Mio. € 1.042,3 828,5 1.030,0 900,2 147,1
Operatives Ergebnis vor
Werthaltigkeitsprüfungen2
Mio. € 1.042,3 828,5 827,8 955,9 931,5
Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht
fortzuführenden Aktivitäten
Mio. € 0,2 – 351,4
Konzernergebnis2 Mio. € 644,4 400,8 355,8 389,3 579,9
Bereinigtes Konzernergebnis3 Mio. € 625,4 384,5
Bilanzsumme Mio. € 10.345,2 11.291,0 11.859,3 12.387,3 12.808,6
Eigenkapital2 Mio. € 3.409,7 4.372,4 4.919,1 5.099,4 5.546,5
Nettoverschuldung2 Mio. € 4.788,9 4.233,9 4.050,1 3.311,7 3.665,9
Zugänge zum Sachanlagevermögen
(ohne Unternehmenserwerb)
Mio. € 471,9 635,7 581,4 680,3 575,0
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 968,0 778,2 829,9 1.034,7 837,4
Free Cashflow4 Mio. € – 1.512,3 – 439,0 – 195,7 – 164,4 546,7
EBITDA-Marge1, 2 % 35,9 32,0 35,3 38,9 39,6
EBIT-Marge1, 2 % 29,9 25,0 34,0 28,4 4,5
Return on Capital Employed (ROCE)2 % 13,1 8,2 6,9 6,3 4,8
Eigenkapitalrentabilität (ROE)2 % 22,4 12,9 10,0 10,0 12,1
Eigenkapitalquote (bereinigt)2 % 34,3 39,9 43,0 42,6 44,6
Nettoverschuldungsgrad2 % 140,4 96,8 82,3 64,9 66,1
Gross Debt Coverage (FFO)2 % 20,2 17,6 19,5 20,6 26,0
Gross Interest Cover (FFO)2, 5 X 4,8 3,6 3,9 4,5 5,5
Schlusskurs 29,71 27,88 20,74 18,76 15,52
Marktkapitalisierung Mio. € 9.156,6 9.685,9 7.203,7 6.517,5 5.390,2
Ergebnis je Aktie2 2,09 1,28 1,02 1,12 1,67
Cashflow je Aktie 3,14 2,49 2,39 2,98 2,41
Buchwert je Aktie2 10,12 11,62 12,42 12,83 14,22
Kurs/Gewinn-Verhältnis (Ultimo)2 X 14,21 21,71 20,25 16,74 9,30
Kurs/Cashflow-Verhältnis X 9,46 11,18 8,68 6,30 6,44
Kurs/Buchwert-Verhältnis2 X 2,94 2,40 1,67 1,46 1,09
(Vorgeschlagene) Dividende je Aktie 1,00 0,55 0,55 0,60 0,55
(Vorgeschlagene) Sonderdividende je Aktie 0,25 0,45
Dividendenrendite % 4,21 1,97 2,65 3,20 6,44
Ausschüttungsquote2 % 59,79 47,67 53,71 53,54 59,91
Ø Betriebswirtschaftlicher Personalstand 2.820 3.015 3.045 3.100 3.256
Stromabsatz1 GWh 51.289 55.729 46.887 47.483 50.276
Erzeugungskoeffizient 1,06 0,99 0,89 1,11 1,07

Die Kennzahlenwerte wurden an die Änderung der Bilanzierungsmethode für Energiederivate im Wholesale-Portfolio angepasst. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1.1.2011. Die Werte der Jahre vor 2011 wurden nicht angepasst. // 2 Die Kennzahlenwerte wurden an die (frühzeitig angewendete) Änderung der Bilanzierungsmethode für Leistungen an Arbeitnehmer gem. IAS 19 (2011) angepasst. Die Änderung erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1.1.2011. Die Werte der Jahre vor 2011 wurden nicht angepasst. // ³ Bereinigt um außergewöhnliche Effekte. (siehe Glossar) // 4 Die Berechnung wurde im Geschäftsjahr 2013 retrospektiv angepasst. (siehe Glossar) // 5 Zinsaufwendungen ohne den Kommanditisten zurechenbare Ergebnisanteile // 6 Für die Berechnung der Kennzahlen wurde das Ergebnis nach Ertragsteuer aus nicht fortzuführenden Aktivitäten (entspricht dem Ergebnis nach Steuern, das den zur Veräußerung gehaltenen "französischen Gas-Kombi-Kraftwerken Pont-sur-Sambre und Toul zuzurechnen ist) miteinbezogen.

Investor Relations

VERBUND Jahresfinanzbericht 2013

Teil 1 – Konzern 5
Konzernlagebericht 13
Konzernabschluss 70
Teil 2 – Mutterunternehmen 240
Lagebericht 247
Jahresabschluss 278

Teil 1

Vorwort des Vorstands

Werte Aktionärinnen und Aktionäre, im vergangenen Jahr hat sich einmal mehr die massive Veränderung auf dem europäischen Strommarkt manifestiert. Für VERBUND ist dies Herausforderung und Ansporn zugleich: Die Marktlage ist und bleibt überaus schwierig. Gleichzeitig eröffnet die Energiewende auch neue Perspektiven für Stromversorger. Diese wollen wir als Chancen nutzen – und dafür haben wir 2013 die Weichen gestellt.

Umbruch als Chance Die Strombranche ist weiterhin im tief greifenden Umbruch. Immer mehr Kilowattstunden kommen aus Wind- und Sonnenkraft, diese Technologien werden massiv überfördert. Im Gegenzug sind moderne Gaskraftwerke für den Ausgleich notwendig, aber sie rechnen sich nicht – auch weil der CO2-Markt versagt. Die Stromnachfrage ist schwach, die Großhandelspreise sind anhaltend niedrig. Die Folge: Europäische Stromversorger müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln und ihre Kosten- und Kapitalstruktur verbessern, um auch künftig am Markt zu bestehen. VERBUND begegnet diesen Herausforderungen aktiv. Im vergangenen Jahr haben wir Maßnahmen für eine wirtschaftlich weiterhin erfolgreiche Zukunft gesetzt und die strategische Ausrichtung konsequent weiterentwickelt.

Strategie geschärft, Kosten gesenkt Unser Fokus liegt auf der Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraft, der optimalen Vermarktung der Eigenerzeugung in Österreich und Deutschland und dem Betrieb des österreichischen Hochspannungsnetzes. Auf diese Kernaktivitäten und Kernmärkte haben wir uns 2013 fokussiert. Im April wurde der Asset-Swap abgeschlossen. Dabei verkaufte VERBUND den 50-%-Anteil an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. und erwarb im Gegenzug Anteile an 8 Laufwasserkraftwerken in Deutschland. Die Transaktion stärkt unsere Finanzkraft, reduziert Risiken und unterstreicht unsere Position als führendes Wasserkraftunternehmen im Herzen Europas. Bei den Investitionen konzentrieren wir uns auf die Fertigstellung und Effizienz-Steigerung von Wasserkraftwerken sowie auf regulierte Geschäftsfelder wie das österreichische Hochspannungsnetz und die Windkraft. Großen Stellenwert nahm 2013 die Umsetzung unseres internen Kostensenkungs- und Effizienz-Steigerungsprogramms ein.

Zukunft mit Wasser- und Windkraft Mit mehr als vier Fünftel der Eigenerzeugung bleibt Wasserkraft die große Stärke von VERBUND. Im Herbst 2013 wurde das modernisierte steirische Mur-Kraftwerk Pernegg wieder eröffnet. In Albanien ging im Quartal 1/2013 die zweite Stufe des Laufkraftwerks Ashta ans Netz. Ende 2014 erfolgt die Inbetriebnahme des Pumpspeicher-Kraftwerks Reißeck II/Kärnten – aktuell unser größtes Projekt. Zudem nutzen wir Windkraft als Chance: Im niederösterreichischen Bruck an der Leitha realisieren wir 3 Windparks, in Rumänien wurde der zweite Teil des Windparks Casimcea fertiggestellt. Die 10 neuen Windparks im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz laufen bereits im Vollbetrieb. Im Bereich Wärmekraft bleiben die Rahmenbedingungen extrem fordernd. Die Gas-Kombikraftwerke von VERBUND lassen sich derzeit – wie alle Gaskraftwerke in Europa – nicht wirtschaftlich betreiben. Daher arbeiten wir an der Restrukturierung unseres Gasportfolios. Wichtige Schritte im vergangenen Jahr waren die weitgehende Übernahme der VERBUND Thermal Power, die Optimierung des Gasbezugs sowie Kostensenkungen im Betrieb. Das eröffnet uns Handlungsspielräume für weiterführende Maßnahmen. Derzeit evaluieren wir alle Möglichkeiten – vom Verkauf über die Stilllegung bis zur Schließung einzelner Kraftwerksstandorte.

Marktoffensive und neue Geschäftsmodelle Im Stromvertrieb bauen wir unsere Kundenbasis deutlich aus. Am 1.9.2013 hat VERBUND als erster Anbieter den Strompreis für Privatkunden in Österreich gesenkt. Dies und die zugkräftige neue Werbekampagne führten dazu, dass wir Ende Dezember bereits rund 305.000 Kunden im Segment Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe belieferten. Bei Business- und Industriekunden konnten wir unsere Marktposition weiter ausbauen. Im Stromhandel sind wir einer der führenden Anbieter von Grünstrom. Vor allem auf dem deutschen Markt erzielten wir im vergangenen Jahr wieder Erfolge mit unseren H2Ö-Stromprodukten. Wir arbeiten intensiv an wegweisenden Services und Geschäftsmodellen. Unter der Marke SMATRICS bieten wir gemeinsam mit Siemens Österreich landesweit eine Ladeinfrastruktur und Mobilitätsservices für Elektro-Fahrzeuge an – und das mit 100% Strom aus Wasserkraft. Für unsere Industriekunden haben wir innovative Dienstleistungen wie das virtuelle Kraftwerk VERBUND Power Pool oder das Energieeffizienz-Netzwerk VERBUND ECO-NET eingeführt.

Ergebnisentwicklung Das operative Geschäft war 2013 von einer guten Wasserführung der Flüsse geprägt. Der Erzeugungskoeffizient von 1,07 lag um 7,0% über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 4 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Das insgesamt rückläufige Niveau der Großhandelspreise für Strom und die schwierige wirtschaftliche Situation für Gaskraftwerke belasteten das operative Geschäft. Das EBITDA verbesserte sich um 61,0 Mio. € auf 1.296,4 Mio. €. Zusätzlich beeinflussten erhebliche Einmal-Effekte das Ergebnis. Die erfolgreiche Realisierung des Asset-Swaps mit E.ON wirkte positiv. Wertminderungen als Ergebnis von Werthaltigkeitsprüfungen, vor allem im Bereich der Gaskraftwerke sowie bei der Minderheitsbeteiligung an der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group), wirkten negativ. Das Konzernergebnis stieg insbesondere durch Einmal-Effekte um 190,6 Mio. € auf 579,9 Mio. €.

Mit Verantwortung vorangehen Das Marktumfeld für Stromversorger bleibt herausfordernd. Wirtschaftliches und profitables Handeln, finanzielle Stabilität und Nachhaltigkeit sind für VERBUND wichtiger denn je. Wir wachsen mit Augenmaß in unseren Kernbereichen – in der Erzeugung und Übertragung, im Handel und Vertrieb von Strom. Dabei bekennen wir uns zur wertorientierten Unternehmensführung. Wir werden weiter die Effizienz steigern, Kosten verringern und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Mit einem klaren Ziel vor Augen: den Erfolg unseres Unternehmens für Sie, unsere Aktionäre, sowie für unsere Beschäftigten und Kunden nachhaltig abzusichern.

Dividende und Ausblick Bei der Hauptversammlung am 9.4.2014 werden wir für das Geschäftsjahr 2013 wie angekündigt eine Dividende von 1 € pro Aktie vorschlagen. Diese Dividende besteht aus einer Basisdividende von 0,55 € pro Aktie und einer Sonderdividende von 0,45 € pro Aktie. Grund für die Ausschüttung der Sonderdividende ist der 2013 erfolgreich abgeschlossene Asset-Swap. Unsere Aktionäre sollen wie geplant an der Wertrealisierung teilhaben. Für 2014 planen wir eine Ausschüttungsquote von rund 50% – bezogen auf das um Einmal-Effekte bereinigte Konzernergebnis. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 ein EBITDA von rund

850 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 150 Mio. €. Wir danken Ihnen und allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dafür, dass Sie uns auf unserem Weg begleiten und unterstützen. Auf eine erfolgreiche Zukunft!

Bericht des Aufsichtsrats

Das Geschäftsjahr 2013 war für VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen, erneut ein Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen. Mit umfassenden Restrukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen und einer überdurchschnittlich guten Wasserführung gelang es VERBUND aber, seine Strategie des profitablen und nachhaltigen Wachstums trotz widriger Markt- und Branchenbedingungen konsequent weiterzuverfolgen und wiederum ein gutes Ergebnis zu erzielen. Der Aufsichtsrat hat diese positive Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt.

Erfüllung der Aufgaben Der Aufsichtsrat hat in 5 Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 87%. Der Vorsitzende hat zudem regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrats gehalten, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Mitglieder involviert waren. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung und über die Lage und die Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in wesentlichen zukunftsorientierten Fragen, insbesondere zu Struktur und Strategie, beraten und entsprechend der umfangreichen Berichterstattung des Vorstands dessen Geschäftsführung laufend überwacht. Die Kontrolle, die in einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Zudem fanden regelmäßig Gespräche zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Mitgliedern des Vorstands, insbesondere dem Vorsitzenden, statt.

Wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrats Unter den wichtigsten Entscheidungen des Aufsichtsrats ist neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Genehmigung des Konzernbudgets insbesondere die Bestellung bzw. Wiederbestellung des Vorstands hervorzuheben. Der Aufsichtsrat verlängerte die Vorstandsfunktionen von Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber, Dr. Johann Sereinig und Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner um eine weitere Periode von 5 Jahren. Gleichzeitig bestellte er Dr. Peter Kollmann mit Wirkung vom 1.1.2014 zum Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer. Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer schied per 30.6.2013 aus dem Vorstand aus und übernahm ab 1.1.2014 eine andere Führungsfunktion im Konzern. Der Aufsichtsrat dankt Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer für ihre erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand.

Corporate Governance Kodex, Ausschüsse des Aufsichtsrats Als führendes börsennotiertes Unternehmen hat sich VERBUND schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex verpflichtet und ist bestrebt, den Bestimmungen, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, abgesehen von einer geringfügigen und begründeten Abweichung, vollständig eingehalten. Gemäß der Anforderung des Kodex (Regel 36) führte der Aufsichtsrat im Berichtsjahr wieder eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. Im Rahmen einer ausführlichen offenen Diskussion wurden vor allem die Arbeitsweise und Organisation des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse behandelt. Dabei wurden auch die Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Verbesserungen festgestellt und weitere Anregungen erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus im Zusammenhang mit der Genehmigung von Verträgen mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern in ihren Funktionen nahestehen, erneut auch mit anderen möglichen Interessenkollisionen auseinandergesetzt und keine Konflikte festgestellt. Wie im Corporate Governance Kodex vorgesehen, fanden Sitzungen bei Bedarf auch ohne Teilnahme des Vorstands statt. Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats tagte im Berichtsjahr 4 Mal (insbesondere zur Vorbereitung der Plenarsitzungen, aber auch zu den Neustrukturierungen, vor allem im thermischen Bereich). Der Prüfungsausschuss, der vom Arbeitsausschuss losgelöst als eigener Ausschuss eingerichtet wurde, hielt 3 Sitzungen ab: Er befasste sich dabei vor allem mit dem Halbjahresabschluss und der Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. mit der Bestellung und der Arbeit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus beschäftigte er sich eingehend mit dem Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystem und mit den Prüfungen durch die Interne Revision. Entsprechend dem Corporate Governance Kodex und der Geschäftsordnung wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats eingerichtet, die ihre in der Geschäftsordnung festgeschriebenen Aufgaben wahrnahmen. Der Vergütungsausschuss hielt 3 Sitzungen ab. Der Nominierungsausschuss trat 3 Mal zusammen, um die Vorstandsbestellung vorzubereiten. In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gab es, abgesehen vom Wechsel eines Arbeitnehmervertreters, keine Änderungen. Weitere Informationen über die Zusammensetzung, die Arbeitsweise und die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sind dem Corporate Governance Bericht zu entnehmen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen. Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2013 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 96 (4) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstands wurde genehmigt, dem Vorschlag zur Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat ebenso zustimmend zur Kenntnis genommen wie der vom Vorstand vorgelegte Corporate Governance Bericht, der von Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft und testiert wurde. Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für den hohen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2013 aus. Den Aktionären, Kunden und Partnern dankt der Auf-

Wien, im März 2014 Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender des Aufsichtsrats

Strategie

Die Vision von VERBUND lautet "Mit sauberem Strom geben wir der Zukunft Energie". Um dies zu erreichen, wird die Unternehmensstrategie regelmäßig überarbeitet und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst.

Strategische Grundsätze

  • Wir richten unsere unternehmerischen Aktivitäten an wirtschaftlichem und profitablem Handeln,
  • finanzieller Stabilität und Nachhaltigkeit aus. • Wir streben langfristig ein Rating im A-Bereich an.
  • Der Free Cashflow soll abzüglich Dividenden positiv sein.
  • Wir erweitern unsere Wertschöpfungskette mit energienahen Dienstleistungen. Investitionen in Forschung und Entwicklung bilden die Basis für künftige Geschäftsmodelle.

Märkte

  • Österreich und Deutschland sind unsere Heimmärkte.
  • Südosteuropa hat für uns eine langfristige Perspektive wenn entsprechend sichere Rahmenbedin-
  • gungen vorliegen. • Italien und Frankreich zählen nicht mehr zu den strategischen Wachstumsmärkten von VERBUND.

Stromerzeugung

  • Wasser- und Windkraft sind unsere wichtigsten Erzeugungstechnologien.
  • Wir investieren nicht mehr in CO2-emittierende Technologien und optimieren bestehende Wärme-

Stromübertragung

  • Mit dem leistungsfähigen Übertragungsnetz sichern wir die Stromversorgung Österreichs.
  • Wir bekennen uns zum nationalen Netzentwicklungsplan.

Stromhandel und -vertrieb

  • Unsere Aktivitäten im Stromhandel dienen primär der Absicherung und Vermarktung der Eigen-
  • erzeugung. • Innovative Grünstromprodukte steigern die Wertigkeit unseres Stroms.
  • Wir entwickeln neue Handelsprodukte und bauen unsere Dienstleistungen aus.
  • Am Endkundenmarkt positionieren wir uns als führender österreichischer Qualitätsstromlieferant.

Die Energiewende bringt neue Herausforderungen für Handel und Vertrieb. Wir sehen das als Chance für innovative Produkte und Dienstleistungen.

Investor Relations

Internationales Börsenumfeld

Das Jahr 2013 hat an den wichtigsten internationalen Börsenplätzen deutliche Kurszuwächse gebracht. Die Gründe dafür lagen in der Erwartung einer weiterhin expansiven Notenbankpolitik, eines langfristig niedrigen Zinsniveaus und einer moderaten Konjunkturbelebung in den Industriestaaten. Der US-Börsenindex Dow Jones Industrial konnte den größten Kurszuwachs seit knapp 20 Jahren verzeichnen und zum 31.12.2013 mit dem Rekordwert von 16.576,7 Punkten um 26,5% über dem Ultimowert 2012 schließen. Auch in Tokio gab es ein wahres Kursfeuerwerk. Die betont expansive Politik der japanischen Regierung führte beim Leitindex Nikkei 225 zu einem Anstieg von 56,7% gegenüber dem 31.12.2012. Mit einem Zuwachs von 17,9% erzielte auch der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 eine beachtliche Kursentwicklung. Dennoch gab es im Jahr 2013 keine globale Aktienhausse, weil viele kleinere Aktienmärkte und vor allem die Börsen vieler Emerging Markets nur bescheidene Zuwächse erringen konnten oder gar Verluste hinnehmen mussten. Die Kursentwicklung des ATX blieb hinter jener des Euro Stoxx 50 zurück. Dies ist auf die Fokussierung der Investoren auf große Börsenplätze zurückzuführen. So verzeichnete der ATX zum 31.12.2013 mit 2.546,5 Punkten einen Anstieg von 6,1% gegenüber dem 31.12.2012.

VERBUND-Aktie

Nach einem kurzfristigen Aufwärtstrend und dem Erreichen des Jahreshöchststands von 19,9 € am 3.1.2013 war für die VERBUND-Aktie ein weiteres schwieriges Jahr. Die anhaltenden Unsicherheiten über die künftige Entwicklung des deutschen Strommarkts und die niedrigen Großhandelspreise für Strom drückten auf den Aktienkurs. Ende Juni wurde mit 14,3 € der niedrigste Wert seit dem Jahr 2004 verzeichnet. Ab September stieg die VERBUND-Aktie. Grund dafür war die Erwartung von positiven Veränderungen am Strommarktdesign vor der deutschen Wahl, die die Großhandelspreise für Strom kurzfristig ansteigen ließ. Bis zum Jahresende verlor die VERBUND-Aktie allerdings wieder deutlich an Wert und schloss zum 31.12.2013 mit 15,5 € um 17,3% unter dem Kurs vom 31.12.2012. Der Branchenindex DJ STOXX Utilities stieg hingegen um 7,5%, weil vor allem die iberischen und französischen Versorger massive Kursanstiege verzeichneten.

Aktienkurs 2013 (indexiert)

Nächste Termine: Hauptversammlung: 9.4.2014 Ex-Dividendentag: 16.4.2014 Dividendenzahltag: 29.4.2014 Ergebnis Quartal 1/2014: 7.5.2014

Schlusskurse

Aktienkennzahlen

Einheit 2012 2013 Veränderung
Höchstkurs 23,0 19,9 – 13,3%
Tiefstkurs 14,5 14,3 – 1,4%
Letztkurs 18,8 15,5 – 17,3%
Performance % – 9,5 – 17,3
Marktkapitalisierung Mio. € 6.517,5 5.390,2 – 17,3%
Gewichtung ATX % 3,4 2,6
Umsatz Wert Mio. € 1.344,7 1.844,7 37,2%
Umsatz Stück/Tag Stück 288.203 456.952 58,6%

Aktivitäten des VERBUND-Investor-Relations-Teams

Kontakt: Andreas Wollein Leiter Finanzmanagement und Investor Relations Tel.: +43(0)50313-52604 [email protected] Die aktive und offene Kommunikation mit unseren Investoren, Analysten und Kleinaktionären im Rahmen von Roadshows, Conference Calls und persönlichen Gesprächen ist uns ein wichtiges Anliegen. Im Jahr 2013 war das VERBUND-Investor-Relations-Team auf Roadshows in Europa und den USA und nahm an mehreren großen Investoren-Konferenzen teil. Gemeinsam mit dem Vorstand traf das Team Investoren aus aller Welt. Diese wurden über die wesentlichen Kennzahlen sowie die operative

und strategische Entwicklung von VERBUND informiert. Bei einem Analystentag in London informierte das Top-Management im Juni mehr als 30 Analysten über die Konzernstrategie, aktuelle Ereignisse sowie die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.

Um die Finanzkommunikation noch besser an die Bedürfnisse der Analysten und Investoren anpassen zu können, haben wir im Juli eine Perzeptionsanalyse durchgeführt. Dabei wurden 12 Sell-side-Analysten und 13 Investoren über ihre Einschätzungen zu Themen wie Strategie, Marktumfeld und die

Investor-Relations-Arbeit befragt. Auf der Website www.verbund.com finden sich im Bereich "Investor Relations" umfangreiche Informationen wie unsere Geschäfts- und Zwischenberichte, unsere Termine und Veranstaltungen, aktuelle Aussendungen, Präsentationen und Excel-Datensheets sowie die Dokumente zu den Hauptversamm-

lungen. Die Beobachtung durch 19 renommierte heimische und internationale Investmentbanken sichert die Bekanntheit der VERBUND-Aktie am Kapitalmarkt. Folgende Investmenthäuser analysieren VERBUND:

Barclays Capital (Peter Bisztyga) Berenberg Bank (Lawson Steele) Citigroup (Andrew Simms) Commerzbank (Tanja Markloff) Credit Suisse (Zoltan Fekete) Deutsche Bank (Alexander Karnick) Erste Group (Thomas Unger) Exane BNP Paribas (Olivier van Doosselaere) Goldman Sachs (Deborah Wilkens) HSBC (Adam Dickens)

Kepler Cheuvreux (Ingo Becker) Macquarie Research (Robert Schramm-Fuchs) Mainfirst (Andreas Thielen) BofA Merrill Lynch (Christopher Kuplent) Morgan Stanley (Anne Azzola Lim) Raiffeisen Centrobank AG (Teresa Schinwald) Raymond James (Emmanuel Retif) UBS (Patrick Hummel) Warburg Research (Stephan Wulf)

Konzernlagebericht

Konzern

Der Konzernlagebericht bezieht sich auf den Konzernabschluss von VERBUND. Dieser wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Für Links und Verweise auf externe Quellen im Konzernlagebericht wird keine Haftung übernommen.

Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für Stromversorger in Europa haben sich im Jahr 2013 weiter verschlechtert. Die schwache Konjunktur, Überkapazitäten am europäischen Strommarkt, die massive Förderung der neuen Erneuerbaren und der Verfall der Kohle- und CO2-Zertifikatspreise schickten die Strompreise weiter auf Talfahrt. Die bisherigen Bemühungen, in den überversorgten CO2-Markt einzugreifen, konnten die Zertifikatspreise nicht stützen. Gleichzeitig verharrten die Gaspreise aufgrund langfristiger mengen- und ölpreisgebundener Abnahmeverträge auf hohem Niveau. Die Konsequenz der Preisentwicklungen bei Strom, Gas und CO2-Zertifikaten: Gaskraftwerke sind heute nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Der Strompreisverfall beeinflusst auch unmittelbar die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftwerke und Windparks.

In der Energiewirtschaft verändern sich die Bedingungen derzeit sehr rasch. Das ist Herausforderung und Chance zugleich.

Die künftige Entwicklung der Energiemärkte hängt stark von der Gestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Nach den Wahlen im Herbst 2013 hat sich die Politik sowohl in Österreich als auch in Deutschland zu den wesentlichen Herausforderungen der Energiewende bekannt. Dazu gehören ein wirksames Emissionshandelssystem auf europäischer Ebene, die Evaluierung und Anpassung von Ökostrom-Förderregimen und die Integration der neuen Erneuerbaren in den europäischen Energiemarkt. Diese Eckpunkte sind ein erster Schritt in Richtung mehr Markt und Wettbewerb.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum schwächte sich 2013 weiter ab. Folgende Faktoren belasteten die Konjunktur stark: der konsolidierte Sparkurs im Euroraum, die fortwährende Unsicherheit über die Entwicklung der US-Staatsfinanzen sowie die zunehmende Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern. Große Schwellenländer wie China, Brasilien oder Indien, die mit ihrer starken Entwicklung die weltweite Konjunktur jahrelang vorangetrieben haben, verlieren zunehmend an Wachstum. Laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2014 dürfte das reale Wirtschaftswachstum in den Industrieländern 2013 nur um 1,3% steigen, nach 1,4% im Vorjahr. Im Euroraum führte die Schuldenkrise zu einem erneuten Rückgang der realen Wirtschaftsleistung um 0,4%, nach einem Minus von 0,7% im Jahr davor. Der Wirtschaftsabschwung zeigte sich dabei nicht mehr nur in der Peripherie, sondern auch in den Kernländern der Eurozone, wie beispielsweise in Frankreich und den Niederlanden. Deutschland und Österreich wiesen demgegenüber 2013 mit einem realen BIP-Plus von 0,5% bzw. 0,3% eine vergleichsweise positive konjunkturelle Entwicklung auf.

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftsentwicklung drückt Energienachfrage

Der Energieverbrauch in Österreich dürfte 2013 etwas über dem Niveau des Vorjahres liegen. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatte die kühle Witterung während mehrerer Monate der ersten Jahreshälfte. Über das gesamte Jahr gesehen stiegen die Heizgradsummen um 1,1%. Sie werden üblicherweise als temperaturabhängiger Indikator für den Einsatz von Heizenergie herangezogen. Von der wirtschaftli-

chen Entwicklung gingen dagegen kaum Impulse auf den Energieverbrauch aus. Der Verbrauch von Erdgas sank 2013 (Jänner bis November) um 3,6%. Der kältere Jänner und März sowie der kühlere Frühling führten zu einem stärkeren Erdgasverbrauch in der Wärmeversorgung. Der Einsatz zur Stromerzeugung in Kraftwerken lag preisbedingt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (Jänner bis November: –31,3%). Der Grund: Gaskraftwerke lassen sich aufgrund niedriger Stromgroßhandelspreise und teurer ölpreisgebundener Gaslieferverträge nicht wirtschaftlich betreiben. Die Gas-

nachfrage der Industrie war wiederum durch die schwache Produktion gekennzeichnet. Der Verbrauch von Steinkohle stieg, was auf eine gute Auslastung im Stahlbereich zurückzuführen sein

dürfte. In der Stromerzeugung hingegen nahm ihr Einsatz um 2,0% (Jänner bis November) ab. Der Mineralölverbrauch verzeichnete 2013 ebenfalls eine Zunahme. Bei einer insgesamt stabilen Nachfrage nach Kraftstoffen war insbesondere der höhere Absatz an Gasöl für Heizzwecke (Heizöl extra

leicht) für die Gesamtentwicklung verantwortlich. Die erneuerbaren Energien hielten ihren Deckungsanteil. Zwar gab es bei Wasserkraft einen Rückgang um 3,9% (Jänner bis November), neue erneuerbare Energien – insbesondere Windkraft und Sonnenenergie – konnten ihren Aufwärtstrend jedoch fortsetzen.

Stromnachfrage steigt leicht an, Importabhängigkeit nimmt deutlich zu

Die verhaltene Konjunktur schlägt sich in einem schwachen Wachstum des Stromverbrauchs nieder. Im Jahr 2013 (Jänner bis November) lag Österreichs Stromverbrauch nach vorläufigen Angaben der

E-Control um lediglich 0,7% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Wasserführung lieferten Wasserkraftwerke von Jänner bis November um 3,9% weniger Strom. Der Einsatz der Wärmekraftwerke ging in diesem Zeitraum um 15,5% zurück. Vor allem Gaskraftwerke werden zunehmend vom Markt gedrängt. Im Vergleich

zum Vorjahr erzeugten diese Anlagen von Jänner bis November um 31,3% weniger Strom. Die "sonstige Erzeugung" nahm in diesem Zeitraum um 10,0% zu. Sie umfasst die Stromproduktion aus sonstigen erneuerbaren Energieträgern (ohne Biomasse – diese fällt unter die thermische Erzeugung) sowie aus den in der Statistik noch nicht zuordenbaren Anlagen. Insgesamt sank die Stromproduktion in Österreich 2013 (Jänner bis November) um 5,2%. Der Erzeugungsrückgang wurde durch deutlich gestiegene Nettoimporte kompensiert.

Ölpreise geben leicht nach

Das Barrel der Sorte Brent (Frontmonat) kostete 2013 durchschnittlich 108,7 \$/bbl, gegenüber 111,7 \$/bbl im Jahr zuvor (–2,7%). Auf Eurobasis war Brent-Öl um 5,7% billiger, weil der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Die Entwicklung der Ölpreise war 2013 von einer Auf-und-ab-Bewegung auf hohem Niveau gekennzeichnet. Anfang des Jahres lösten Anzeichen einer Belebung der Weltwirtschaft und die Erwartung einer zunehmenden Ölnachfrage Preissteigerungen bis zu rund 119 \$/bbl aus. Auch sorgte die geopolitische Lage im Nahen Osten (Syrien, Ägypten, Iran, Gaza) für Verunsicherung. Danach entspannte sich die Situation am Ölmarkt wieder etwas. Im Sommer wurden die Märkte erneut nervöser. Vor allem ab Mitte August führten streikbedingte Förderausfälle in Libyen sowie Produktionsausfälle im Südsudan und in der Nordsee zu einem Anstieg der Frontmonatspreise auf über 110 \$/bbl. Die drohende militärische Intervention der USA nach dem Chemiewaffenangriff in Syrien ließ diese bis Ende August weiter auf knapp 117 \$/bbl ansteigen. Erst gegen Ende des Quartals 3/2013 verbilligte sich Rohöl. Gründe dafür waren die verbesserte Angebotslage – einige Förderanlagen in Libyen konnten die Produktion wieder aufnehmen – sowie Entspannungssignale aus Syrien und dem Iran.

Preisentwicklung Rohöl (Brent Front Month)

Monatsdurchschnittspreise Quelle: ICE

Gaspreise auf hohem Niveau, anhaltender Preisverfall am Steinkohlemarkt

Der Großteil der Erdgas-Einfuhren in die Europäische Union basiert auf langfristigen ölpreis- und mengengebundenen Lieferverträgen. Die Entwicklung am Ölmarkt beeinflusst daher – mit mehrmonatiger Verzögerung – auch die Gaspreise. Demgegenüber werden Großhandelsmärkte wie der TTF-Hub (Title Transfer Facility) in Holland sowie der NCG-Hub (Net Connect Germany) in Deutschland immer wichtiger. Hier hat Öl keinen direkten Einfluss auf die Preisbildung. An den Gashandelsmärkten lagen die Preise 2013 neuerlich deutlich unter jenen ölpreisgebundener Langfristverträge. Die langfristigen Abnahmeverpflichtungen und die Ölpreisbindung sind nicht mehr vereinbar mit einem liberalisierten wettbewerbsorientierten Energiemarkt. Seit geraumer Zeit bemühen sich daher Gasimporteure und große

Gasverbraucher – so auch VERBUND – um eine marktkonforme Anpassung. Gaseinfuhren nach Österreich – die von Statistik Austria erhobenen Gasimportpreise spiegeln zu einem Großteil die Preissituation in den langfristigen ölpreisgebundenen Verträgen – verteuerten sich in den ersten 9 Monaten des Jahres 2013 um durchschnittlich 3,2%. Der Spotpreis am europäischen Handelspunkt NCG erhöhte sich 2013 um 2,0 €/MWh auf 27,1 €/MWh. Verantwortlich dafür waren vor allem das kältere erste Halbjahr sowie die niedrig befüllten Gasspeicher. Am Terminmarkt wirkte sich der Preisanstieg nicht aus: Lieferkontrakte für 2014 (NCG-Frontjahr) gaben um knapp 1% auf 26,7 €/MWh nach.

Kohlelieferungen in den ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) wurden neuerlich deutlich günstiger. Die Kohlepreise am Spotmarkt lagen 2013 um 14,6% und jene am Terminmarkt (ARA-Frontjahr) um 16,4% unter jenen im Vorjahr (jeweils Eurobasis). Der Grund dafür: die anhaltende Konjunkturschwäche und ein Überangebot, weil US-Kohleproduzenten wegen des verstärkten Konkurrenzdrucks durch preisgünstiges Schiefergas im Heimmarkt in den Exportmarkt ausweichen.

Preisentwicklung Kohle, Öl und Gas in €/MWh thermisch

Monatsdurchschnittspreise, Terminmarkt Front-Year Quelle: ICE, EEX

Politische und regulatorische Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene

Strommarkt aus dem Gleichgewicht geraten

Der gesamte konventionelle Kraftwerkspark in Kontinentaleuropa ist von der derzeitigen Fehlsteuerung der Energiemärkte negativ betroffen. Maßgeblich dafür sind der nicht marktorientierte Ausbau neuer erneuerbarer Energien und der nicht funktionierende CO2-Markt. Insbesondere der Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik wird massiv staatlich subventioniert und der daraus erzeugte Strom vorrangig ins Netz eingespeist. Konventionelle Kraftwerke stehen einer schwierigen Marktsituation gegenüber, da sie mit geförderten Technologien im Wettbewerb stehen. Für Gaskraftwerke wird die Situation zusätzlich verschärft – die Gasbezugspreise sind aufgrund der nicht marktkonformen Abnahmeverträge viel zu hoch. Die Folge: In ganz Europa werden hochmoderne Kraftwerke geschlossen, weil sie nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Ein ausgewogener Kraftwerksmix ist aber auch in Zukunft dringend für die Versorgungssicherheit notwendig, etwa wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Die Einbindung neuer erneuerbarer Energien erfordert daher Mechanismen, die ein wettbewerbliches Marktdesign mit Versorgungs-

sicherheit in Einklang bringen. Die von der EU-Kommission vorgestellten Leitlinien für staatliche Eingriffe in den Strommarkt sind ein erster Schritt zu mehr Wettbewerbsorientierung. Darüber hinaus sind weitere Schritte – wie im 6-Punkte-Programm von VERBUND zur Verbesserung des Marktsystems gefordert – unerlässlich. Dazu gehören vor allem ein ehrgeiziges Klimaziel für 2030, die Reform des Emissionshandels zum Leitinstrument einer langfristigen europäischen Energie- und Klimapolitik und die Marktintegration der Erneuerbaren.

EU will staatliche Interventionen einschränken, um Binnenmarkt zu verwirklichen

Im November 2013 legte die EU-Kommission das "Paket über staatliche Interventionen" vor. Darin wird kritisch angemerkt, dass unkoordinierte nationalstaatliche Interventionen der Vollendung eines europäischen Energiebinnenmarkts entgegenstehen. Zu Fördermechanismen für erneuerbare Technologien wie auch zur Einführung von Kapazitätsmechanismen gibt die EU-Kommission Leitlinien vor. So sollen etwa Einspeisetarife für erneuerbare Energien weitgehend abgebaut und durch marktnähere Mechanismen ersetzt werden. Kapazitätsmechanismen sollen nur dann eingeführt werden, wenn sie zur Versorgungssicherheit absolut notwendig sind. Verbindliche Beihilfebestimmungen sollen diese Vorgaben Zum 6-Punkte-Programm von VERBUND: www.verbund.com

bis Mitte 2014 durchsetzen. Außerdem will die EU-Kommission die Rolle der Nachfrage ("Demand Response") im Energiebinnenmarkt stärken, sie kündigt in dem Paket entsprechende Maßnahmen an. VERBUND unterstützt die Kommission in ihrem Streben nach einem echten europäischen Energiebin-

Emissionshandelsreform braucht mehr als nur Backloading

Koalitionsvertrag in Deutschland: Eckpfeiler für eine erfolgreiche Energiewende

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 18. Legislaturperiode trägt den Titel "Deutschlands Zukunft gestalten". Das Kapitel "Wachstum, Innovation und Wohlstand" widmet sich den energiepolitischen Herausforderungen für die Energiewende. Die Koalitionspartner bekennen sich darin zur Gleichrangigkeit der Ziele des energiepolitischen Dreiecks: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Davon ausgehend bezieht sich der Vertrag auf die stärkere Berücksichtigung des europäischen Strommarkts und europagerechte Förderbedingungen.

Eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – bei Bestandsschutz für Altanlagen – soll bis zum Sommer 2014 erfolgen. Für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren wird ein Korridor festgelegt (40–45% bis 2025 sowie 55–60% bis 2030) und jährlich überprüft. Der Ausbau soll mit dem Netz synchronisiert und verstärkt zwischen Bund und Ländern abgestimmt werden. Darüber hinaus gibt es ein Bekenntnis zu konventionellen Kraftwerken und der dafür notwendigen Schaffung von verlässlichen Rahmenbedingungen. Energie-Effizienz ist laut Vertrag die zweite Säule einer nachhaltigen Energiewende. Beim Klimaschutz wird auf europäischer Ebene eine 40%ige CO2-Reduktion bis 2030 angestrebt. In der Elektro-Mobilität möchte Deutschland zum Leitmarkt und -anbieter werden. Das Ziel von 1 Mio. Elektro-Fahrzeugen bis 2020 wurde bestätigt, der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll vorangetrieben werden. Grundsätzlich werden im Koalitionsvertrag alle zentralen energiepolitischen Themen angesprochen. Wie diese Maßnahmen auf den Strommarkt wirken werden, hängt stark von der konkreten Ausgestaltung und dem Zeitplan der Umsetzung ab. Zur Beratung von Bundesregierung und Parlament und zum Dialog mit allen Akteuren wird ein "Forum Energiewende" gegründet.

CO2-

Energiepolitik in Österreich

Gesetzliche Neuerungen für den Energiesektor

Im Dezember 2012 ging das Bundesenergieeffizienzgesetz im Rahmen des Energieeffizienzpakets in Österreich in Begutachtung. Der Gesetzesentwurf wurde intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert und passierte am 3.4.2013 den Ministerrat. Die Verhandlungen zum Gesetz scheiterten jedoch Anfang Juni 2013 und wurden auf die Zeit nach der Nationalratswahl verschoben. Ein Beschluss im Parlament ist damit erst 2014 möglich. Das Bundesenergieeffizienzgesetz steht hoch oben auf der Agenda der neuen Regierung – die entsprechende EU-Richtlinie schreibt die Umsetzung bis zum Sommer 2014 vor. Beschlossen wurden 2013 hingegen die Novellen zum ElWOG, GWG und E-ControlG, ebenfalls Teile des Energieeffizienzpakets. Damit wurde die vollständige Hinterlegung von Stromlieferungen mit Herkunftsnachweisen bei der Stromkennzeichnung verpflichtend. Darüber hinaus sind für VERBUND Änderungen im Endkundenbereich (vor allem zur Erleichterung des Lieferantenwechsels) und bei den Tarifen (für neue Pumpspeicher-Kraftwerke) relevant.

Energie-Effizienz ist ein wesentlicher Pfeiler der Energiewende – und eine große Chance für Europa.

Regierungsprogramm in Österreich

Im Dezember 2013 wurden die Koalitionsverhandlungen von SPÖ und ÖVP nach den Nationalratswahlen im September abgeschlossen. Als gemeinsames Ziel der Regierungsparteien im Energiebereich wurde ein effizientes, leistbares und sozial verträgliches Energie-System genannt. Explizit angesprochen wird im Regierungsprogramm neben Versorgungssicherheit, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und einer lebenswerten Umwelt insbesondere die Vorreiterrolle Österreichs in der Anti-AKW-Politik. Die Erarbeitung einer "Energiestrategie 2030" unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder sowie die laufende Evaluierung bzw. das Monitoring der Energiepolitik können dafür zu Schlüsselinstrumenten

Finanzen

Einflussfaktoren auf das Ergebnis

Großhandelspreise für Strom

VERBUND kontrahierte den Großteil der eigenen Stromerzeugung von 2013 bereits 2012 am Terminmarkt. Die Großhandelspreise für Grundlast lagen mit durchschnittlich 49,3 €/MWh um 12,0% und jene für Spitzenlast mit durchschnittlich 60,9 €/MWh um 11,8% unter jenen des Lieferjahres 2012. Die gedämpften Wirtschaftserwartungen, die niedrigen Preise für Kohle und CO2-Zertifikate, Überkapazitäten am europäischen Strommarkt und der weitere Ausbau der geförderten erneuerbaren Energien übten enormen Druck auf den Terminmarkt aus. Für Lieferungen am nächsten Tag (Spotmarkt) lagen die Preise auf dem Großhandelsmarkt für Strom im Jahr 2013 ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau. Die Preise für Grundlast sanken um 11,3% auf 37,8 €/MWh, jene für Spitzenlast um 8,9% auf 48,7 €/MWh.

Futurespreise im Jahr vor der Lieferung gehandelt. Die angegebenen Jahre sind jeweils die Lieferjahre. Jahresdurchschnittswerte. Quelle: EEX, EPEX Spot

Entwicklung der Wasserführung

Die Wasserführung ist für VERBUND von besonderer Bedeutung, da mehr als vier Fünftel des Stroms aus Wasserkraft produziert werden. Sie wird mit dem Erzeugungskoeffizienten gemessen: Der Wert 1,00 steht für den langjährigen Durchschnitt. Das Jahr 2013 war ein gutes Wasserjahr. Der Erzeugungskoeffizient der Lauf- und Laufschwellkraftwerke lag mit 1,07 um 7 % über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die einzelnen Quartale stellten sich wie folgt dar: Quartal 1: 1,20, Quartal 2: 1,05, Quartal 3: 0,92 und Quartal 4: 1,20.

Erzeugungskoeffizient (Monatsdurchschnittswerte)

Stromaufbringung und -absatz

Im Jahr 2012 wurde eine Bilanzierungsänderung vorgenommen. Die Werte vor 2011 wurden nicht angepasst.

Die Eigenerzeugung von VERBUND war mit 35.539 GWh um 311 GWh höher als im Vorjahr. Die Erzeugung aus Wasserkraft stieg 2013 um 458 GWh. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die neu erworbenen Kraftwerksanteile in Deutschland (+1.563 GWh) zurückzuführen. Der Erzeugungskoeffizient lag mit 1,07 um 4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Negativ wirkte sich darüber hinaus die Erzeugung der Jahres- und Pumpspeicher-Kraftwerke aus: Sie ist um 210 GWh gesunken. Dies ist – trotz Abstau und intensiverem Wälzbetrieb – auf geringere Zuflüsse zurückzuführen. Die Erzeugung aus Windkraft stieg durch die Inbetriebnahme von Anlagen in Rumänien und Deutschland um 323 GWh auf 565 GWh. Insgesamt kamen 425 GWh aus den Windparks in Deutschland und Rumänien. Die Erzeugung aus Wärmekraft sank hingegen um 469 GWh. Das Gas-Kombikraftwerk Mellach/Steiermark produzierte 2013 marktbedingt nur 394 GWh (2012: 1.048 GWh). Die Erzeugung der anderen thermischen Kraftwerke von VERBUND in Österreich betrug 2.362 GWh – das sind um 211 GWh weniger als im Vorjahr. Die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke produzierten nach Inbetriebnahme des Kraftwerks Toul

(im Quartal 4/2012) um 396 GWh mehr Strom als 2012. Der Bezug von Fremdstrom für Handel und Vertrieb erhöhte sich um 2.845 GWh. Der Fremdbezug für Verlust- und Regelenergie war nahezu unverändert.

Stromaufbringung Konzern GWh
2012 2013 Veränderung
Wasserkraft1 30.485 30.943 1,5%
Wind/Sonne 242 565 133,4%
Wärmekraft 4.500 4.031 –10,4%
Eigenerzeugung 35.228 35.539 0,9 %
Fremdbezug Handel 12.029 14.874 23,6%
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 3.142 3.175 1,1%
Stromaufbringung 50.398 53.589 6,3%

1 inkl. Bezugsrechte

Der Stromabsatz stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2.793 GWh. Der Mehrabsatz an Weiterverteiler (+1.095 GWh) geht auf eine höhere Abgabe an deutsche Stadtwerke zurück. Die Liefermengen an österreichische Landesenergieversorger waren nahezu unverändert. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen nahmen um 1.174 GWh zu. Der Hauptgrund ist der gestiegene Absatz über Strombörsen aufgrund der Vermarktung der Stromerzeugung der neu erworbenen Kraftwerksanteile in Deutschland. VERBUND konnte außerdem den Absatz an Endkunden – sowohl im Inland als auch im Ausland – erhöhen (+525 GWh). Im Ausland konnte der Absatz an industrielle Endkunden durch erfolgreiche Vertriebsaktivitäten am deutschen Markt deutlich gesteigert werden. Auch der Eigenbedarf an Strom ist gestiegen (+228 GWh). Dies ist vor allem durch den stärkeren Einsatz der Pumpspeicher-Kraftwerke begründet.

Stromabsatz und Eigenbedarf Konzern GWh

2012 2013 Veränderung
Endkunden 9.568 10.093 5,5%
Weiterverteiler 20.506 21.601 5,3%
Händler 17.409 18.583 6,7%
Stromabsatz 47.483 50.276 5,9 %
Eigenbedarf 2.457 2.685 9,3%
Verlust- und Regelenergie 459 627 36,7%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 50.398 53.589 6,3%

Im Jahr 2013 setzte VERBUND rund 49% des verkauften Stroms am österreichischen Markt ab. Der deutsche Markt bildete mit rund 88% der im Ausland abgesetzten Mengen den Schwerpunkt der internatio-

Stromabsatz nach Ländern GWh
2012 2013 Veränderung
Österreich 24.316 24.722 1,7%
Deutschland 20.211 22.433 11,0%
Frankreich 2.179 2.252 3,4%
Rumänien 97 286 194,8%
Sonstige 680 583 –14,3%
Stromabsatz 47.483 50.276 5,9 %

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

Im Geschäftsjahr 2013 waren sowohl das operative Ergebnis als auch das Finanzergebnis von Effekten aus

Werthaltigkeitsprüfungen belastet: Das schlechte Marktumfeld sowie der Rückgang der Großhandelspreise für Strom (unter von VERBUND definierten Niveaus für vorzeitige Einpreisungen der Eigenerzeugung) waren die wesentlichen Anhaltspunkte für Wertminderungen im Erzeugungsportfolio im ersten Halbjahr 2013. Das Erzeugungs-

portfolio von VERBUND wurde vor diesem Hintergrund zum 30.6.2013 auf seine Werthaltigkeit geprüft. Die nach einer kurzen Erholung im Quartal 3/2013 wieder stetig gefallenen Marktpreise für Strom-futures und die nachhaltig gesunkenen Strompreisprognosen eines renommierten Marktforschungs-instituts und Informationsdienstleisters stellten erneut Anhaltspunkte für Wertminderungen dar. Aus diesem Grund wurde das Erzeugungsportfolio von VERBUND zum Ende der Berichtsperiode 2013 erneut auf seine Werthaltigkeit überprüft. Zudem wurden zum 31.12.2013 aufgrund von Anhaltspunkten für eine Wertminderung erstmals auch die langfristigen Vermögenswerte des Segments "Netz" auf ihre Werthaltigkeit geprüft.

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im operativen Ergebnis beliefen sich 2013 auf –784,4 Mio. €. Sie resultierten im Wesentlichen aus der Wertminderung der Gas-Kombikraftwerke Mellach/Steiermark (–269,8 Mio. €), Pont-sur-Sambre (–172,5 Mio. €) und Toul (–145,9 Mio. €), einzelner Kraftwerke der Wasserkraftwerksgruppe Grenzkraftwerke (–86,8 Mio. €), der Windparks Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum in Niederösterreich (–25,7 Mio. €), der steirischen Laufwasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf (–18,0 Mio. €) sowie der langfristigen Vermögenswerte des Segments "Netz" (–47,5 Mio. €).

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im Finanzergebnis beliefen sich 2013 auf –463,3 Mio. €. Sie resultierten aus Wertminderungen der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH (–25,7 Mio. €), der Sorgenia S.p.A. (Group) (–396,0 Mio. €) und der Energie AG Oberösterreich (–41,6 Mio. €). Weitere Details zu den Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen sind im Anhang dargestellt.

Auswirkungen des Asset-Swaps mit E.ON

Am 24.4.2013 erfolgte der Abschluss des Asset-Swaps mit dem deutschen Versorger E.ON. Im Rahmen dieser Transaktion verkaufte VERBUND den 50-%-Anteil an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. an E.ON und erwarb im Gegenzug E.ON-Anteile an 8 Laufwasserkraftwerken in Deutschland. Diese Transaktion wirkte sich, wie in der Folge in den relevanten Bereichen beschrieben, deutlich auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Jahres 2013 aus. Insbesondere das Finanzergebnis zeigt einen positiven Effekt aus Unternehmenserwerben in Höhe von +1.184,4 Mio. €. Weitere Details zu den Auswirkungen des Asset-Swaps sind im Anhang dargestellt.

Nicht fortzuführende Aktivitäten

Mit Wirkung vom 11.12.2013 wurden die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul – inklusive eng damit verbundener immaterieller Vermögenswerte bzw. sonstiger Forderungen – als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft. Da diese Kraftwerke zusätzlich einen geografischen Geschäftsbereich darstellen, ist das ihnen zuzurechnende Ergebnis getrennt von den fortzuführenden Aktivitäten darzustellen. Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten belief sich auf –351,4 Mio. € (2012: 0,2 Mio. €).

Ertragslage

Obwohl das den französischen Gas-Kombikraftwerken zuzurechnende Ergebnis nach IFRS 5 gesondert von den fortzuführenden Aktivitäten darzustellen ist (siehe Anhang: Angabe 31), bezieht sich die Analyse der Ertragslage zur besseren Aussagekraft auf das zusammengefasste Ergebnis aus fortzufüh-

Ergebnispositionen Mio. €
2012 2013 Veränderung
EBITDA 1.235,4 1.296,4 4,9%
Operatives Ergebnis 900,2 147,1 –83,7%
Konzernergebnis 389,3 579,9 49,0%
Ergebnis je Aktie 1,12 1,67 49,1%
(Vorgeschlagene) Dividende je Aktie in € 0,60 1,00 66,7%

Ergebnisentwicklung

Trotz gesunkener Absatzpreise und einer geringeren Wasserführung stieg das EBITDA aufgrund eines positiven Einmal-Effekts um 61 Mio. € auf 1.296,4 Mio. €. Das operative Ergebnis sank aufgrund der negativen Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 753,1 Mio. € auf 147,1 Mio. €. Das Konzernergebnis stieg aufgrund von positiven Effekten aus dem Asset-Swap um 190,6 Mio. € auf 579,9 Mio. €.

Dividende

Dividende je Aktie in €

Der für die Dividendenausschüttung maßgebliche Einzelabschluss 2013 der börsennotierten VERBUND AG wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensrechts (UGB) erstellt. Er weist einen Bilanzgewinn von 347,4 Mio. € aus. In der Hauptversammlung am 9.4.2014 wird, wie im Geschäftsbericht 2012 angekündigt, eine Dividende von 1,00 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagen. Diese Dividende besteht aus einer Basisdividende von 0,55 € pro Aktie und einer Sonderdividende von 0,45 € pro Aktie. Grund für die Ausschüttung der Sonderdividende ist der 2013 erfolgreich abgeschlossene Asset-Swap mit E.ON. Die Basisdividende orientiert sich an einer Ausschüttungsquote von rund 50% (49,7%), bezogen auf das um Einmal-Effekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe von 384,5 Mio. €. Die Einmal-Effekte im Jahr 2013 betrafen insbesondere die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen, die wesentlichen Effekte aus dem Asset-Swap, das negative Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) sowie die positiven Effekte im Bereich der Ertragsteuern. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das berichtete Konzernergebnis beträgt 2013 somit 59,9%. Im Jahr 2012 war eine Dividende von 0,60 € pro Aktie ausgeschüttet worden, die Ausschüttungsquote lag bei 53,5%.

Erlöspositionen Mio. €
2012 2013 Veränderung
Stromerlöse 2.773,7 2.720,8 – 1,9%
Netzerlöse 343,8 385,2 12,0%
Sonstige Erlöse 56,9 163,9
Umsatzerlöse 3.174,3 3.269,9 3,0 %

Stromerlöse

Die Stromerlöse von VERBUND sanken 2013 gegenüber dem Vorjahr um 1,9% auf 2.720,8 Mio. €. Der Stromabsatz stieg um 5,9% bzw. 2.793 GWh. Demgegenüber stand jedoch eine deutlich negative Preisabweichung infolge des allgemein niedrigeren Preisniveaus im Großhandel.

Stromerlöse nach Kundenbereichen Mio. €
2012 2013 Veränderung
Endkunden 720,9 737,7 2,3%
Weiterverteiler 971,2 948,2 –2,4%
Händler 1.081,5 1.034,9 –4,3%
Stromerlöse 2.773,7 2.720,8 –1,9%
davon Inland 1.310,5 1.248,2 –4,8%
davon Ausland 1.463,1 1.472,6 0,7%

Netzerlöse

Im Jahr 2013 stiegen die externen Netzerlöse um 12,1% auf 385,2 Mio. €. Die im Jahr 2012 gebildete Rückstellung für die mögliche Aufhebung der Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2012 (SNE-VO 2012) wurde angepasst und zum Großteil aufgelöst. Aufgrund der bestätigenden Erkenntnisse des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs zum Netzverlustentgelt/Netznutzungsentgelt für Pumpspeicher-Kraftwerke sowie aufgrund der Bestätigung des Systemdienstleistungsentgelts unter Zugrundelegung der SNE-VO 2013 bedarf es keiner weiteren Vorsorgen. Durch die Rückstellungsauflösung konnte der deutliche Rückgang der internationalen Erlöse überkompensiert werden.

Sonstige Erlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen Erlöse stiegen um 107,0 Mio. € auf 163,9 Mio. €. Dies ist vor allem auf Erlöse aus Gaslieferungen sowie aus dem Verkauf von Grünstromzertifikaten (insbesondere aus rumänischen Windparks) zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 157,2 Mio. € auf 238,9 Mio. €. Dieser deutliche Anstieg resultierte im Wesentlichen (166,6 Mio. €) aus dem 60%igen Rückerwerb der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller infolge des Asset-Swaps mit E.ON (Details siehe Anhang). Negativ wirkten hingegen der Wegfall von positiven Effekten im Jahr 2012 wie die Aktivierung der Kosten des Probebetriebs des Gas-Kombikraftwerks Mellach/Steiermark sowie Erträge aus Pönalezahlungen.

Aufwendungen Mio. €
2012 2013 Veränderung
Strom-, Netz- und Gasbezug sowie
Emissionszertifikatebezug (Handel) 1.261,5 1.327,0 5,2%
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige
Aufwendungen 168,5 205,0 21,7%
Personalaufwand 319,6 361,3 13,0%
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen 278,0 355,9 28,0%
Sonstige betriebliche Aufwendungen 272,5 328,0 20,4%

Aufwendungen für Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug

Die Aufwendungen für den Strom-, Netz- und Gasbezug sowie den Emissionszertifikatebezug stiegen um 5,2% auf 1.327,0 Mio. €. Der Fremdstrombezug für das Handels- und Vertriebsgeschäft sowie für die Verlust- und Regelenergie erhöhte sich insgesamt um 2.878 GWh. Dieser Anstieg wurde großteils durch gesunkene Beschaffungspreise sowie geringere Aufwandserstattungen für Bezugsrechte kompensiert. Die Aufwendungen für den Strombezug stiegen somit gegenüber 2012 in Summe um 29,2 Mio. €.

Die Aufwendungen für den Netzbezug erhöhten sich um 22,8 Mio. €. Die Aufwendungen für den Gasbezug stiegen um 17,0 Mio. €. Der Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach/Steiermark ist seit dem Quartal 3/2012 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Im Jahr 2013 betrug der daraus resultierende Ergebniseffekt –5,2 Mio. € (2012: –60,4 Mio. €).

Brennstoffeinsatz

Der Brennstoffeinsatz und die sonstigen einsatzabhängigen Aufwendungen stiegen um 21,7% auf 205,0 Mio. €. Der Anstieg geht im Wesentlichen darauf zurück, dass die französischen Gas- Kombikraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul erstmals am 31.10.2012 vollkonsolidiert worden sind. Darüber hinaus stieg der Aufwand für den Zukauf von CO2-Emissionszertifikaten. Gegenläufig wirkte der geringere Einsatz des Gas-Kombikraftwerks Mellach (–654 GWh).

Personalaufwand

Der Personalaufwand stieg um 41,7 Mio. € auf 361,3 Mio. €. Der höhere Aufwand für Löhne, Gehälter und Nebenkosten (13,3 Mio. €) ergibt sich vor allem aus der Vollkonsolidierung der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S., der POWEO Toul Production S.A.S., der Grenzkraftwerke GmbH und der Innwerk AG. Im Bereich der Abfertigungen und der Altersversorgung resultierte der Mehraufwand (28,4 Mio. €) größtenteils aus getroffenen Vorsorgen für Altersteilzeitantritte im Zusammenhang mit der Umsetzung des Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramms.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen um 78,0 Mio. € auf 355,9 Mio. €. Der Anstieg resultierte zum überwiegenden Teil aus dem Erwerb von Anteilen an bayrischen Wasserkraftwerken infolge des Asset-Swaps mit E.ON sowie aus der Vollkonsolidierung der französischen Kraftwerksgesellschaften POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und POWEO Toul Production S.A.S. seit dem Quartal 4/2012. Aufwandserhöhend wirkten darüber hinaus die Inbetriebnahmen der Windparks in Rumänien und Deutschland.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 55,6 Mio. € auf 328,0 Mio. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Erfassung einer Rückstellung für einen belasteten Gasspeichermietvertrag, der Vollkonsolidierung der französischen Kraftwerksgesellschaften POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und POWEO Toul Production S.A.S. seit dem Quartal 4/2012, dem Erwerb von Anteilen an bayrischen Wasserkraftwerken infolge des Asset-Swaps mit E.ON, aus höheren Kosten für Instandhaltungen im Bereich Wasserkraft sowie aus Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Quartal 2/2013.

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im operativen Ergebnis

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen werden im Kapitel "Einflussfaktoren auf das Ergebnis" beschrieben. In Summe wirkten die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen mit 784,4 Mio. € negativ auf das operative Ergebnis (2012: –55,8 Mio. €).

Operatives Ergebnis

Infolge dieser Entwicklungen verringerte sich das operative Ergebnis um 753,1 Mio. € auf 147,1 Mio. €. Das operative Ergebnis vor Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen sank um 24,4 Mio. € auf 931,5 Mio. €.

Finanzergebnis Mio. €
2012 2013 Veränderung
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen –56,9 –215,5
Sonstiges Beteiligungsergebnis 8,5 4,2 –50,6%
Zinsertrag 37,3 32,6 –12,6%
Zinsaufwand –183,3 –187,8 2,5%
Übriges Finanzergebnis 20,1 22,9 13,9%
Finanzergebnis – 174,3 – 343,6 97,1 %

Beteiligungsergebnis

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen verringerte sich um 158,6 Mio. € auf

–215,5 Mio. €. Der Beitrag der Auslandsbeteiligungen sank dabei um 144,3 Mio. € auf –250,4 Mio. €. Dies ist hauptsächlich auf den geringeren Beitrag der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) in Höhe von –230,7 Mio. € (2012: –81,2 Mio. €) zurückzuführen. Das Ergebnis aus der Beteiligung an Sorgenia war insbesondere durch folgende Faktorgen beeinflusst: erfasste Wertminderungen ihrer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Tirreno Power S.p.A., Wertminderungen von Firmenwerten der Sorgenia Green S.r.l., Wertminderungen von aktivierten E&P-Projektkosten und Wertberichtigungen von Forder-ungen im Bereich des Endkundengeschäfts. Zudem kamen seitens VERBUND erfasste Wertminderungen von Zeitwertanpassungen aus stillen Reserven zum Tragen, die in Bezug auf die Beteiligung an der

Tirreno Power S.p.A. anlässlich von Kapitalerhöhungen und Anteilserwerben aufgedeckt wurden. Das Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH belief sich auf –20,2 Mio. € (2012: +8,9 Mio. €). Es war insbesondere durch die erfasste Wertminderung des (in Zusammenhang mit der als Betreibermodell ausgestalteten Wasserkraftwerkskonzession für ein 2-stufiges Hydromatrix-Kraftwerk im Norden Albaniens) bilanzierten immateriellen und Beteiligungsergebnis Ausland in Mio. €

nach der Equity-Methode

finanziellen Vermögenswerts der Energji Ashta Shpk, einer Tochtergesellschaft der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, beeinflusst. Ursachen für die Wertminderung waren ausbleibende Zahlungen

der Korporata Elektroenergjetike Shqiptare (KESH) und gesunkene Strompreisprognosen. Der Beitrag der französischen Kraftwerksgesellschaften POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und POWEO Toul Production S.A.S. zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen hatte sich 2012 auf –86,2 Mio. € belaufen. Die beiden Gesellschaften werden seit dem Quartal 4/2012 vollkonsolidiert. Der Beitrag der türkischen Enerjisa Enerji A.S. hatte sich 2012 auf 50,2 Mio. € belaufen. Diese

Beteiligung wurde mit Wirkung vom 24.4.2013 veräußert. Die Erträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Inlandsbeteiligungen betrugen 2013 in Summe 34,9 Mio. € (2012: 49,3 Mio. €). Dabei handelt es sich insbesondere um den Ergebnisbeitrag der KELAG in Höhe von 34,0 Mio. € (2012: 33,5 Mio. €). Der Beitrag der SSG belief sich 2013 auf null (2012: 9,8 Mio. €). Grund ist die Veräußerung der SSG an die Energie Steiermark mit Wirkung vom 18.1.2013. Die 34,57-%- Beteiligung an der SSG war bereits zum 31.12.2012 als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Zinsertrag und Zinsaufwand

Der Zinsertrag verringerte sich gegenüber 2012 um 4,7 Mio. € auf 32,6 Mio. €. Der Zinsaufwand stieg um 4,4 Mio. € auf 187,8 Mio. €. Dies ist vor allem auf die geringere Verrechnung negativer Ergebnisanteile an die anderen Kommanditisten der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG sowie auf geringere, gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten zurückzuführen. Demgegenüber standen niedrigere Zinsen für sonstige Verbindlichkeiten aus Stromlieferverpflichtungen. Dies resultierte insbesondere aus dem Rückkauf von 60% der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller im Zuge des Asset-Swaps mit E.ON.

Übriges Finanzergebnis

Das übrige Finanzergebnis verbesserte sich um 2,8 Mio. € auf 22,9 Mio. €. Im Jahr 2012 war das übrige Finanzergebnis von Bewertungseffekten im Zusammenhang mit den französischen Aktivitäten (Bewertung einer gesamthaften Stillhalterposition, Bewertung von Garantieverbindlichkeiten) geprägt gewesen. Der Entfall dieser Effekte führte 2013 zu einem Anstieg von 5,1 Mio. €. Negativ auf das übrige Finanzergebnis wirkte hingegen der im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. € geringere Saldo aus bewertungsbedingten und realisierten Fremdwährungskursgewinnen und -verlusten.

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im Finanzergebnis

Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen werden im Kapitel "Einflussfaktoren auf das Ergebnis" beschrieben. In Summe wirkten die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen mit 463,3 Mio. € negativ auf das Finanzergebnis (2012: –28,2 Mio. €).

Effekte aus Unternehmenserwerben

Die Effekte aus Unternehmenserwerben in Höhe von +1.184,4 Mio. € resultierten aus dem Asset-Swap mit E.ON. Dieser ist im Kapitel "Einflussfaktoren auf das Ergebnis" beschrieben.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis stieg von –239,7 Mio. € um 617,2 Mio. € auf 377,5 Mio. €. Das Finanzergebnis vor Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen und aus Unternehmenserwerben sank um 169,3 Mio. € auf –343,6 Mio. €.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern veränderten sich um 282,5 Mio. € auf +121,0 Mio. €. Der Aufwand für laufende Ertragsteuern sank um 120,9 Mio. € auf 61,5 Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Verschlechterung des operativen Ergebnisses zurückzuführen. Die latenten Ertragsteuern erhöhten sich von 21,0 Mio. € um 161,6 Mio. € auf 182,6 Mio. €. Dieser Effekt ergibt sich hauptsächlich aus steuerlich verwertbaren Verlusten aus der Liquidation der VERBUND Italia S.p.A., die im Berichtsjahr eingeleitet

Konzernergebnis

Nach Berücksichtigung der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 65,7 Mio. € ergibt sich ein Konzernergebnis von 579,9 Mio. €. Das ist ein Anstieg um 190,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug 1,67 € (2012: 1,12 €) bei einer Stückzahl von 347.415.686 Aktien.

Vermögenslage

Bilanz in Mrd. €

Werte in Klammern sind Vorjahreswerte.

Konzernbilanz (Kurzfassung) Mio. €
2012 Anteil 2013 Anteil Veränderung
Langfristiges Vermögen 9.781,9 79% 11.044,7 86 % 12,9%
Kurzfristiges Vermögen 1.273,6 10% 1.626,4 13% 27,7%
Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte
1.331,8 11% 137,5 1%
Aktiva 12.387,3 100 % 12.808,6 100 % 3,4 %
Eigenkapital 5.099,4 41% 5.546,5 43% 8,8%
Langfristige Schulden 6.046,3 49% 5.750,3 45% –4,9%
Kurzfristige Schulden 1.241,7 10% 1.511,8 12% 21,8%
Passiva 12.387,3 100 % 12.808,6 100 % 3,4 %

Aktiva

Die Entwicklung des Vermögens von VERBUND war 2013 wesentlich vom Erwerb von Anteilen an bayrischen Wasserkraftwerken geprägt. Aus dieser Transaktion resultierte ein Anstieg des Firmenwerts um

161,1 Mio. € und des Sachanlagevermögens um 2.694,2 Mio. €. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf 575,0 Mio. €. Darin enthalten waren unter anderem 156,6 Mio. € Investitionen in Windenergieanlagen in Rumänien, 92,7 Mio. € in das Pumpspeicher-Kraftwerk Reißeck II/Kärnten, 43,3 Mio. € in Windenergieanlagen in Österreich und 36,0 Mio. € in Windenergieanlagen in Deutschland. Verringernd auf das Sachanlagevermögen wirkten Wertminderungen von 766,8 Mio. €. Davon betrafen 277,5 Mio. € das Gas-Kombikraftwerk Mellach/Steiermark, 172,5 Mio. € das Gas-Kombikraftwerk Pont-sur-Sambre, 145,9 Mio. € das Gas-Kombikraftwerk Toul und 19,3 Mio. € die steirischen Laufkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf. Infolge der angestrebten Veräußerung der Kraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul wurde Sachanlagevermögen in Höhe von 132,5 Mio. € zu den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten umgegliedert. Die planmäßigen Abschreibungen des Sachanlagevermögens betrugen 349,2 Mio. €.

Der Rückgang des Buchwerts der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist vor allem auf anteilig erfasste negative Ergebnisse der Sorgenia S.p.A. (Group) in Höhe von –230,7 Mio. € und eine Wertminderung der Beteiligung an der Sorgenia S.p.A. (Group) in Höhe von 396,0 Mio. € zurückzuführen. Die Vollkonsolidierung der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG

und der Grenzkraftwerke GmbH im Quartal 2/2013 bewirkte einen Buchwertabgang von 30,8 Mio. €. Der Buchwertrückgang der sonstigen Beteiligungen ist im Wesentlichen auf die Wertminderung der

Beteiligung an der Energie AG zurückzuführen. Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich insgesamt um 42,1%. Dieser Anstieg resultierte vor allem aus den gestiegenen Ausleihungen (+550,0 Mio. €). Gegenläufig wirkten die Verringerung der kurzfristigen Veranlagungen bei Kreditinstituten (–65,4 Mio. €) und Bewertungseffekte bei

Energiederivaten (–43,5 Mio. €). Die Veränderung der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betraf – neben der Umgliederung der Gas-Kombikraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul – den Abgang der Beteiligung an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) in Höhe von 1.054,9 Mio. € und an der SSG in Höhe von 275,9 Mio. €.

Wir entlasten unsere Bilanz, um uns für künftige Herausforderungen zu rüsten. Damit können wir Marktchancen noch besser wahrnehmen.

Passiva

Zum 31.12.2013 betrug die bereinigte Eigenkapitalquote 44,6% (31.12.2012: 42,6%). Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um 307,3 Mio. €, vor allem aufgrund planmäßiger und außerplanmäßiger Tilgungen (–318,1 Mio. €) und Veränderungen bei den Geldmarktgeschäften (–60,5 Mio. €). Die Aufnahme langfristiger Fremdmittel in Höhe von 210,0 Mio. € erfolgte vor allem durch die Begebung eines Schuldschein-

darlehens. Der Anstieg der latenten Steuerschulden ist auf die Zeitwertbewertung der Wasserkraftwerke im Rahmen des Asset-Swaps mit E.ON zurückzuführen. Vermindernd wirkten latente Steueransprüche im Zusammen-

hang mit der eingeleiteten Liquidation der VERBUND Italia S.p.A. Der 17,7%ige Anstieg der lang- und kurzfristigen Rückstellungen resultierte im Wesentlichen aus 2 Gründen: der Erhöhung personalbezogener Rückstellungen infolge der Vollkonsolidierung der im Quartal 2/2013 erworbenen bayrischen Gesellschaften sowie aus der Bildung einer Rückstellung für einen belastenden Mietvertrag für einen Gasspeicher. Gegenläufig entwickelten sich die Rückstellungen für drohende Verluste aus Lieferverpflichtungen für Fernwärme für die Stadt Graz sowie für Abbruchkosten und

Kontaminationskosten bei thermischen Kraftwerken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen inklusive der sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt um 26,5%. Die Gründe dafür liegen insbesondere im Rückkauf von 60% der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller in Höhe von 282,4 Mio. €. Erhöhend wirkten eine langfristige sonstige Verbindlichkeit in Bezug auf die Verpflichtung zur unentgeltlichen Rückübertragung der neu erworbenen 50-%-Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an die Bundesrepublik Deutschland bzw. den Freistaat Bayern mit Wirkung vom 31.12.2050.

Finanzlage

Geldflussrechnung in Mio. €

Geldflussrechnung (Kurzfassung) Mio. €

2012 2013 Änderung
Cashflow aus operativer Tätigkeit 1.034,7 837,4 –19,1%
Cashflow aus Investitionstätigkeit –762,1 –420,2 –44,9%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –484,2 –455,6 –5,9%
Veränderung der liquiden Mittel – 211,6 – 38,4 – 81,9 %
Liquide Mittel am Ende der Periode 121,7 83,3 –31,6%

Cashflow aus operativer Tätigkeit

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug 837,4 Mio. €. Er sank damit im Vergleich zum Vorjahr (1.034,7 Mio. €) um 197,3 Mio. €. Diese Veränderung resultierte vor allem aus folgenden Entwicklungen: gesunkenen Deckungsbeiträgen aus der Erzeugung (–202,6 Mio. €), Rückgängen bei den Schwankungsmargen von Futurekontrakten im Energiebereich (–20,0 Mio. €), gestiegenen sonstigen betrieblichen Ein- und Auszahlungen hauptsächlich aufgrund der Ausweitung des Konsolidierungskreises (–57,2 Mio. €) sowie geringeren Zuflüssen aus Beteiligungen. Ganzjährig erstmals vollkonsolidiert wurden die Gesellschaften der französischen Gas-Kombikraftwerke und seit 30.4.2013 die Gesellschaften der Grenzkraftwerksgruppe. Der Rückgang der Ertragssteuerzahlungen (+75,8 Mio. €) wirkte gegenläufig.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verringerte sich um 341,9 Mio. € auf 420,2 Mio. €. Diese Veränderung resultierte vor allem aus der Differenzzahlung in Bezug auf den Asset-Swap mit E.ON (+405 Mio. €). Zusätzlich wurden liquide Mittel berücksichtigt – abzüglich der Kosten aus Bestätigungen, Zustimmungs- und Verzichtserklärungen des Partnerunternehmens und der Kosten aus dem teilweisen Ersatz von Refinanzierungskosten. Geringere Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (+99,9 Mio. €), Einzahlungen aus dem Abgang der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der SSG (+270,9 Mio. €) und geringere Auszahlungen für Kapitalerhöhungen bei und Anteilserwerbe von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (+190,5 Mio. €) wirkten sich positiv auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit aus. Gegenläufig wirkten gestiegene Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen (–601,6 Mio. €) aus der Zwischenveranlagung von Überliquidität in Festgeldern mit unterschiedlichen Laufzeiten.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (–455,6 Mio. €) veränderte sich gegenüber 2012 um +28,6 Mio. €. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Krediten und sonstigen Finanzverbindlichkeiten (+157,0 Mio. €), vor allem aus der Aufnahme eines Schuldscheindarlehens im November 2013. Gegenläufig wirkten die Ein- bzw. Auszahlungen aus Geldmarktgeschäften sowie höhere Dividendenauszahlungen (–46,1 Mio. €).

Kennzahlen und wertorientierte Unternehmensführung

Die wesentlichen Kennzahlen sind die EBIT-Marge und der Nettoverschuldungsgrad. Die wertorientierte Unternehmensführung misst VERBUND über den EVA® (Economic Value Added) und die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC).

EBIT-Marge

Die Umsatzrentabilität (EBIT-Marge) sank 2013 von 28,4% auf 4,5%. Der Rückgang ist vor allem auf negative Einmal-Effekte aufgrund von Werthaltigkeitsprüfungen zurückzuführen.

Nettoverschuldungsgrad

Der Nettoverschuldungsgrad ermittelt sich wie folgt:

Verzinsliche Nettoverschuldung (Kurzfassung) Mio. €

2012 2013 Veränderung
Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten 3.879,7 3.651,6 – 5,9%
Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten – bilanziell
geschlossene Positionen
408,6 360,0 – 11,9%
Kommanditisten zurechenbares Kapital 32,7 2,2 – 93,3%
Sonstige verzinsliche Schulden 1.250,2 1.118,6 – 10,5%
Finanzaktiva – bilanziell geschlossene Positionen – 408,6 – 360,0 – 11,9%
Verzinsliche Bruttoverschuldung 5.162,5 4.772,2 – 7,6 %
Liquide Mittel – 121,5 – 83,2 – 31,5%
Wertpapiere und Ausleihungen – 351,7 – 834,4 137,2%
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte – 1.331,8 – 137,5 – 89,7%
Sonstige – 45,8 – 51,3
Verzinsliche Nettoverschuldung 3.311,7 3.665,9 10,7 %
Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in % 64,9 % 66,1 %

EVA®

Der EVA® (Economic Value Added) belief sich 2013 auf –120,8 Mio. €. Der EVA® zeigt die mit dem eingesetzten Geschäftsvermögen erzielte Rendite, die über oder unter den Kapitalkosten liegt. Im Unterschied zum EBIT und zu am Cashflow oder an Margen orientierten Kennzahlen berücksichtigt der EVA® auch risikobewertete Opportunitätskosten für das Gesamtkapital. Der EVA® wird als Nettogröße aus dem Net Operating Profit After Tax (NOPAT) nach Abzug der Kapitalkosten des durchschnittlichen

Geschäftsvermögens (Capital Charge) ermittelt. Der NOPAT bezeichnet den operativen Gewinn vor Finanzierungskosten inklusive Beteiligungsergebnis und nach Berücksichtigung pauschaler Ertragsteuern; im Jahr 2013 betrug der NOPAT 462,1 Mio. € (2012: 594,3 Mio. €). Er reduzierte sich aufgrund des gesunkenen Strompreisniveaus und des generell schwierigen Marktumfelds. Daher bleibt die Konzernrendite unter jener der gewichteten

durchschnittlichen Kapitalkosten. Das Geschäftsvermögen (Capital Employed) entspricht dem durchschnittlichen Gesamtvermögen abzüglich der Vermögenswerte, die noch nicht zur Leistungserstellung und -verwertung beitragen, und abzüglich unverzinslicher Schulden. Das durchschnittliche Capital Employed betrug 2013 insgesamt 9.715,6 Mio. € (2012: 9.388,5 Mio. €).

Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)

Zur Berechnung der Kapitalkosten (Capital Charge) wird das Geschäftsvermögen (Capital Employed) mit den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) multipliziert. Die WACC umfassen das gewichtete Mittel der Renditeforderungen der Eigen- und Fremdkapitalgeber. Sie leiten sich aus den am Kapitalmarkt beobachtbaren Erwartungen ab. Mithilfe des Kapitalmarkt-Preisbildungsmodells (Capital Asset Pricing Model, CAPM) werden Eigenkapital-Risikozuschläge berechnet. Die Kosten für Fremdkapital basieren auf Marktdaten. Eigen- und Fremdkapitalkosten werden anhand der vom Markt abgeleiteten Kapitalstruktur gewichtet. Die WACC für VERBUND lagen 2013 bei 6,00% (2012: 6,75%). Sie wurden wie folgt ermittelt:

Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)

6,48 % 2,59 % Risikofreier Zinssatz
x +
0,90 0,93 % Fremdkapital-Spread
= =
5,86 % 3,52 %
+
2,59 % 26,48 % Ertragsteuersatz
= =
8,46 % 2,59 %
x x
60 % 40 % Fremdkapitalquote
WACC
6,00 %

Finanzierung

Finanzierungsstrategie

In einem volatilen und wenig planbaren energiewirtschaftlichen Umfeld setzt die Finanzierungsstrategie von VERBUND auf 3 Säulen: die Absicherung der Liquidität und die Sicherstellung geeigneter Liquiditätsreserven, die Absicherung eines langfristig soliden Ratings sowie die Optimierung der Kapitalstruktur.

Absicherung der Liquidität und Sicherstellung geeigneter Liquiditätsreserven

Die jederzeitige Absicherung der Liquidität hat für uns oberste Priorität. Per 31.12.2013 verfügte VERBUND über einen syndizierten Kredit von 750,0 Mio. €, welcher nicht gezogen wurde. Dieser Kredit läuft noch bis 2018. Er war am 17.10.2011 mit 25 nationalen und internationalen Banken abgeschlossen worden. VERBUND verfügte weiters über nicht kommittierte Linien von 591,5 Mio. €, vorwiegend bei österreichischen Banken. Zusätzlich halten wir jederzeit liquide Mittel mit Fristigkeiten von 3 bis 6

Monaten. Per 31.12.2013 hatte VERBUND insgesamt 705,0 Mio. € in Festgeldern und am Geldmarkt bei einer Vielzahl von Banken veranlagt. Diese Veranlagungen dienen dazu, den hohen Mittelbedarf 2014 – vorwiegend für die Tilgung einer Anleihe über 500,0 Mio. € im Juni 2014 – zu decken.

Absicherung eines langfristig soliden Ratings

Je besser die Bonität eines Unternehmens ist, desto einfacher und kostengünstiger ist der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Ein solides Rating eröffnet VERBUND unterschiedliche Finanzierungsinstrumente, auch am Kapitalmarkt. Die Kreditwürdigkeit von VERBUND wird mit einem Langfristrating von A– (Standards & Poor's/S&P) beziehungsweise Baa1 (Moody's) bewertet – jeweils mit stabilem Ausblick. Das Rating bei S&P blieb im gesamten Jahr 2013 stabil. Moody's hat das Rating hingegen um insgesamt 2 Stufen reduziert: im April von A2 auf A3 und im August von A3 auf Baa1. Die Herabstufung folgte der negativen Entwicklung des Versorgersektors. Das schwierige Branchenumfeld

hat die Kapitalstruktur und die Cashflows vieler Versorger in Europa verschlechtert. Langfristig strebt VERBUND ein solides Rating in der Kategorie A an. Daher fokussieren wir bei der Konzernsteuerung unter anderem auf 2 zentrale Rating-Kennzahlen: FFO/Net Debt und RCF/Net Debt. Für ein Rating im Bereich A erwarten S&P sowie Moody's ein FFO/Net Debt von zumindest 20% bzw. ein RCF/Net Debt von 10–15%.

Optimierung der Kapitalstruktur

VERBUND steuert seine Kapitalstruktur durch den Nettoverschuldungsgrad (Gearing): die Nettoverschuldung dividiert durch das Eigenkapital. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus der Bruttoverschuldung abzüglich liquider Mittel, kurzfristiger Veranlagungen sowie Wertpapieren im kurz- und langfristigen Vermögen. Ziel ist, das Gearing langfristig unter 80% zu halten. Dazu hat VERBUND 2013 zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Im Rahmen von Desinvestitionen haben wir uns von nicht strategischen Aktivitäten sowie von nicht mehrheitlichen Beteiligungen getrennt.

Darüber hinaus ist eine langfristig ausgewogene Dividendenpolitik gegenüber unseren Aktionären und Fremdkapitalgebern notwendig.

Stand zum 31.12.2013: S&P: A–/stable outlook Moody's: Baa1/stable outlook

Finanzierungsmaßnahmen

Zur Finanzierung des laufenden Investitionsprogramms konnte VERBUND 2013 wiederum auf die starke Innenfinanzierungkraft zurückgreifen. Der operative Cashflow belief sich auf 837,4 Mio. €. Der Free Cashflow betrug 546,7 Mio. €. Dank der hohen Innenfinanzierung kam es nur zu einer Fremdmittel-Aufnahme: einem Schuldschein-darlehen über 200,0 Mio. € im November 2013. Davon wurden 138,0 Mio. € für eine 5-jährige Laufzeit mit einem fixen All-in-Zinssatz von 1,75% verzinst. Der variabel verzinste Teil basiert auf dem 6-Monats-Euribor plus einem Risikoaufschlag von 70 Basispunkten.

Das Fremdmittel-Portfolio von VERBUND setzte sich per 31.12.2013 wie folgt zusammen: 60,3% Anleihen, 39,0% Kredite (davon 6,6% Exportförderkredite) und 0,7% sonstige Finanzverbindlichkeiten.

Die nachfolgenden Kennzahlen beziehen sich auf die reinen externen Finanzverbindlichkeiten, ohne ehemalige Cross-Border-Leasing-Transaktionen, exklusive Finanzgarantien und Kommanditanteile. Der Buchwert der Finanzverbindlichkeiten von VERBUND betrug 3.651,6 Mio. €. Davon sind 98,9% in Euro finanziert und 1,1% in Yen. Für alle Verbindlichkeiten war die Duration per 31.12.2013 rund 3 Jahre, die durchschnittliche Restlaufzeit belief sich auf 4,6 Jahre. Die Effektivverzinsung betrug 4,2%, per 31.12.2013 waren 92,2% dieser Finanzverbindlichkeiten fix und 7,8% variabel verzinst.

Eine ausgewogene Kapitalstruktur ist notwendig, um auch in Zukunft Chancen flexibel nutzen zu können.

Tilgungen und Tilgungsstruktur

Im Jahr 2013 wurden 168,4 Mio. € langfristige Fremdmittel getilgt. Für 2014 bestehen Fälligkeiten von 590,6 Mio. €, 2015 fallen Tilgungen in der Höhe von 749,7 Mio. € an. Die Fälligkeiten im Jahr 2014 können aus dem Free Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsreserven bedient werden.

in Mrd. €

Finanzverbindlichkeiten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen mit ihrem Einsatz und ihrem Wissen wesentlich zu den Zielen und zur Entwicklung unseres Unternehmens bei. Um den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern, legen wir Wert auf hoch qualifizierte und engagierte Beschäftigte. Wir investieren in die Menschen, indem wir sie leistungs- und marktgerecht entlohnen sowie konsequent und bedarfsorientiert

Kennzahlen Mitarbeiter/-innen

Einheit 2012 2013
Ø Betriebswirtschaftlicher Personalstand Personen 3.100 3.2561
davon Lehrlinge Personen 172 188
Neuaufnahmen Personen 190 144
Fluktuationsrate % 2,0 2,6
Durchschnittsalter der Mitarbeiter/-innen Jahre 43,9 44,1
Weiterbildung pro Mitarbeiter/-in Stunden 36,8 38,4

Anstieg aufgrund der Ausweitung des Konsolidierungskreises

Marktlage erfordert Personalmaßnahmen

Das Jahr 2013 war von der anhaltend schwierigen Lage auf den europäischen Energiemärkten geprägt. Um Kosten zu senken und wettbewerbsfähig zu bleiben, hat VERBUND verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet, wie zum Beispiel den Stopp externer Personalaufnahmen ab Mitte April und ein Reorga-

nisationsprogramm. Bereits in den Vorjahren haben wir nur moderate Personalanstiege zugelassen. Dieser Kurs wurde im vergangenen Jahr verschärft. Aufgrund des Zukaufs der Grenzkraftwerke GmbH und der Innwerk AG erhöhte sich der Personalstand im Vergleich zu 2012 dennoch um 5%. Dabei wurden 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen. Die Anzahl der Neuaufnahmen ist im Vergleich zu 2012 gesunken. Im Jahr 2013 wurden vor allem Lehrstellen, für die Nachfolgeplanung relevante Stellen sowie Posi-

tionen, die im ersten Quartal ausgeschrieben worden waren, besetzt. Im Rahmen der Reorganisation hat die Weiterbeschäftigung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Notwendige Personalreduktionen werden sozial verträglich durch Pensionierungen und Regelungen zur Altersteilzeit umgesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen werden vermieden. Um diese Ziele zu erreichen, setzte VERBUND wesentliche Initiativen wie die Schaffung eines "internen Arbeitsmarkts" und den Abschluss eines Sozialplans.

Interner Arbeitsmarkt fördert Weiterbeschäftigung

Offene Planstellen werden vorrangig mit Kapazitäten aus dem internen Arbeitsmarkt besetzt. Dabei kommen uns die langjährigen Investitionen in die umfassende Weiterqualifizierung zugute: Den von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen viele Einsatzgebiete offen. Gezielte Umschulungen schaffen weitere Perspektiven für Teilnehmer am internen Arbeitsmarkt. VERBUND trägt damit im Sinn einer nachhaltigen Personalentwicklung dem Grundsatz der Weiterbeschäftigung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung.

Sozialplan unterstützt Übergang

Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung wurde ein detaillierter Sozialplan ausverhandelt. Dieser sieht mehrere Maßnahmen vor. Neben gesetzlich festgelegten Modellen zur Altersteilzeit wird es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine neue Herausforderung am externen Arbeitsmarkt suchen, Überbrückungszahlungen aus dem Sozialplan geben. Beschäftigte, die sich beruflich neu orientieren wollen, können eine von VERBUND mitfinanzierte Arbeitsstiftung nutzen. Sie erhalten für die Verweildauer in der Stiftung auf Basis der gesetzlichen Regelungen Arbeitslosengeld. Weitere interne Um- und Weiterbildungsangebote – teilweise unter Nutzung der gesetzlichen Bildungskarenz – ermöglichen sozial verträgliche und an individuelle Bedürfnisse angepasste Lösungen für alle betroffenen Mitarbei-

Wir schaffen neue Chancen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um nachhaltige Beschäftigung zu garantieren.

Lehrlingsausbildung sichert Nachwuchs

Die bereits vor Jahren eingeleitete Lehrlingsoffensive wird grundsätzlich fortgesetzt. Damit wollen wir der altersstrukturbedingten Pensionierungswelle der nächsten 5 Jahre begegnen. Die durchgängige, qualitative Personalplanung anhand von "Jobfamilien" hat gezeigt: Facharbeiter sowie Meister sind die

Anzahl der Lehrlinge

Hauptbetroffenen dieses Pensionsschubs. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gewerblichen Bereich sind für die Zukunft unseres Kerngeschäfts strategisch wichtig. Deswegen legen wir besonderes Augenmerk auf die Sicherung ihres Wissens: Wir investieren in hohem Maß in die Ausbildung unserer eigenen Lehrlinge sowie in eine strukturierte Nachfolgeplanung.

Seit über 60 Jahren hat die Ausbildung von Lehrlingen eine große Bedeutung im Unternehmen. In 3 Lehrwerkstätten und an rund 23 Standorten in Österreich und Deutschland werden den jungen Talenten die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten für die zukünftigen Herausforderungen bei VERBUND vermittelt. Jedes Jahr starten über 40 engagierte Frauen und Männer ihre 4-jährige Ausbildung zum "Elektro- und Metalltechniker" bzw. "Elektronik- und Elektrotechniker". Diese gefragten Doppelberufe bieten ausgezeichnete Zukunftschancen. Die Ergebnisse der Lehrabschlussprüfungen bestätigen die hohe Qualität der Ausbildung bei VERBUND. Im Jahr 2013 haben alle Lehrlinge diese bestanden,

davon etwa ein Drittel mit ausgezeichnetem Erfolg. Aus den Reihen unserer Lehrlinge haben wir in den vergangenen Jahren einen "Jungfacharbeiter-Pool" aufgebaut. Diese Jungfacharbeiterinnen und Jungfacharbeiter erhalten eine weiterführende Ausbildung in den Kraftwerken. Dadurch können wir in den kommenden Jahren die erforderlichen gewerblichen Positionen im Betrieb größtenteils intern besetzen.

Nachhaltigkeit

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist eine nachhaltige Unternehmensführung besonders wichtig. Die umweltschonende, erneuerbare und sozial akzeptierte Energiegewinnung ist unsere Stärke. Damit leistet VERBUND einen wichtigen Beitrag für die Zukunft. Im Jahr 2013 wurden die neuen Guidelines der Global Reporting Initiative für die Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Diese sehen die Konzentration auf wesentliche Unternehmensthemen vor und regen eine noch stärkere Einbindung der Stakeholder an.

Im Dialog mit unseren Stakeholdern

Wir führen einen offenen und sachlichen Dialog mit unseren Anspruchsgruppen und sorgen dafür, dass unser Handeln verständlich und nachvollziehbar ist. Im Jahr 2013 haben wir eine strukturierte Umfrage unter Stakeholdern in Österreich und Deutschland (mit Schwerpunkt Bayern) durchgeführt. Die Fragen betrafen VERBUND im Allgemeinen sowie unsere Nachhaltigkeitskommunikation. Die Erhebung der Ansprüche und Wünsche erfolgte in einer Online-Befragung sowie in Interviews mit Personen aus den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen. Ziele waren die Evaluierung der bisherigen Kommunikation und das Aufzeigen möglicher künftiger Themen in der Berichterstattung sowie neuer Arbeitsschwerpunkte.

Die Stakeholder von VERBUND schätzen unsere offene Kommunikation. Wir nutzen ihr Feedback als Chance zur Weiterentwicklung.

Die Ergebnisse der Umfrage: Mehr als 60% der österreichischen und bayrischen Stakeholder sind mit dem Informationsaustausch mit VERBUND (sehr) zufrieden. Als wesentliche Stärken der Stakeholder-Kommunikation wurden in den Einzelgesprächen die rasche Bereitstellung qualitativ hochwertiger Informationen und die hohe Kompetenz der Ansprechpartner genannt. Darüber hinaus schätzen deutsche Stakeholder die vertrauens- und respektvolle Kommunikation sowie den hohen Servicecharakter. Im direkten Ranking der Themenfelder zeigt sich: Aus Sicht der österreichischen Stakeholder sind die sichere Stromversorgung für VERBUND-Kunden, die Wertsteigerung des Unternehmens, Umwelt-, Natur- und Klima-

Nachhaltigkeit systematisch messen

Seit 2002 veröffentlicht VERBUND Nachhaltigkeitsberichte nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative. Die zeitnahe und auditierbare Datenerhebung stellt eine große Herausforderung für uns dar. Wir haben 2013 dazu ein neues, zentrales Datenerfassungssystem für alle Nachhaltigkeitskennzahlen eingerichtet. Die zentrale Datenerfassung steigert auch die Effizienz: Die Übernahme von Daten aus Vorsystemen verringert den Arbeitsaufwand in der Erhebung und Überprüfung. Die strukturierte Erhebung mit einheitlichen Definitionen und nachvollziehbaren Prozessen verringert die Fehlerquellen und erhöht die Transparenz. Die bessere Überprüfbarkeit der Nachhaltigkeitsdaten ist die Basis für eine hohe Qualität und Glaubwürdigkeit der berichteten Zahlen. Weitere Vorteile des neuen Systems sind die höhere Datensicherheit und schnellere Zugriffszeiten – eine wesentliche Erleichterung bei der Erstellung von verschiedenen Berichten.

Unternehmensleitbild von VERBUND: www.verbund.com > Über uns

Nachhaltigkeitsberichte von VERBUND: www.verbund.com > Verantwortung

VERBUND in Nachhaltigkeitsindices

Unser Einsatz für nachhaltige Unternehmensführung zeigt Wirkung. Wir werden von mehreren spezialisierten Nachhaltigkeitsagenturen bewertet und sind in zahlreichen Indices vertreten, zum Beispiel im:

  • VÖNIX (VBV-Österreichischer Nachhaltigkeitsindex): Dieser Aktienindex besteht aus börsennotierten österreichischen Unternehmen, die mit ihrer sozialen und ökologischen Leistung führend
  • sind. Bewertet wird von rfu sustainability research consulting. • FTSE4Good Europe Index and Global Index: eine Reihe von Börsenindices, spezialisiert auf ethisches
  • Investment; das Rating-Institut ist Ethical Investment Research Services (EIRIS). • STOXX Europe Sustainability Index: Dieser Aktienindex gehört zur Familie des Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Neben ökonomischen werden auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Das Rating führt Sustainalytics (Headoffice in Amsterdam) durch.

Für VERBUND ist Klima- und Umweltschutz selbstverständlich – zur Sicherung der Lebensgrundlagen für uns alle.

Treibhausgasemissionen weiter gesenkt

VERBUND wurde 2013 erneut für die umfassende Berichterstattung zu Treibhausgasemissionen und Klimaschutz ausgezeichnet. Das Carbon Disclosure Project bewertet weltweit börsennotierte Unternehmen. Wie schon 2012 ist VERBUND das beste österreichische Unternehmen und das beste Energieunternehmen der D-A-CH-Region. Ausgewiesen werden die Gesamtemissionen nach Vorgabe des Greenhouse Gas Protocol. Dabei überwiegen die direkten Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle und Gas sowie die indirekten Emissionen aus zugekauftem Strom. Aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energien und der niedrigen Emissionen gehört VERBUND zu den umweltfreundlichsten Energieunternehmen in Europa. Durch die Reduktion der Erzeugung aus Wärmekraft sanken die Treibhausgasemissionen 2013 auf 104 t/GWh. Sie werden in den nächsten Jahren weiter abnehmen. Damit bleiben wir unter den Besten in der Peergroup.

Umweltmanagementsystem und -zertifizierungen

Mit unserem Umweltmanagementsystem verbessern wir seit 1995 laufend die Leistungen der Standorte für die Umwelt. Externe Zertifizierungen nach internationalen Standards unterstützen unseren hohen Qualitätsanspruch. Zum Jahresende 2013 waren rund 80% aller Kraftwerksstandorte EMAS- bzw. ISO-14001 zertifiziert – unter anderem 116 der 127 Wasserkraftwerke. Alle österreichischen Wärmekraftwerke verfügen über ein Umweltmanagementsystem nach EMAS und ISO 14001. Um die Umweltauswirkungen des Betriebs von Windkraftanlagen besser kontrollieren zu können, werden derzeit die 3 österreichischen Windparks von VERBUND ebenfalls in ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem aufgenommen. Die Windparks in Deutschland und Rumänien folgen in den nächsten Jahren. Schon seit 2008 entsprechen alle Netz-

Standorte und -Leitungen folgenden Normen: ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, OHSAS 18001 und EMAS. Seit 1999 überprüft TÜV-SÜD die Herkunft unseres Wasserkraft-Stroms anhand strenger Kriterien. Das Gütesiegel bestätigt, dass der von Endkunden bestellte Grünstrom in der entsprechenden Qualität

Erneuter Erfolg im Carbon Disclosure Project: www.cdp.net

Siehe auch: www.voenix.at www.ftse.com www.stoxx.com und Menge in unseren Wasserkraftwerken erzeugt und ins Netz eingespeist wird. Damit ist VERBUND ein Vorreiter unter den Stromunternehmen in Europa.

Kennzahlen Umwelt
Stromerzeugung Einheit 2012 2013
Stromerzeugung (netto, gesamt) GWh 35.228 35.539
davon Wasser GWh 30.485 30.943
davon Wind/Sonne GWh 242 565
davon Klärschlamm GWh 2 2
davon Steinkohle GWh 2.568 2.312
davon Erdgas GWh 1.927 1.685
davon Öl GWh 5 32
Anteil erneuerbarer Erzeugung
(Wasser, Wind, Sonne, Klärschlamm)
% 87,2 88,7
Direkter Energieeinsatz Einheit 2012 2013
Steinkohle t 907.990 820.522
Braunkohle t
Öl (Heizöl schwer) t 1.110 10.156
Erdgas 1.000 Nm³ 246.472 313.067
Biomasse und Ersatzbrennstoffe (Klärschlamm) t 17.256 12.987
Strom (Netzbezug) GWh 2.455 2.372
Treibhausgasemissionen Einheit 2012 2013
Gesamtemissionen
(Scope 1– 3 nach Greenhouse Gas Protocol)
t/GWh 3.975 3.697
davon Scope 1 (direkte Emissionen) kt CO2e 2.903 2.777
davon Scope 2 (indirekte Emissionen) kt CO2e 1.072 919
davon Scope 3 (sonstige indirekte Emissionen) kt CO2e 0,6 0,3
Spezifische Emissionen bezogen auf Gesamterzeugung
(Scope 1– 3 )
t/GWh 113 104
Emissionsvermeidung durch erneuerbare Erzeugung1 Einheit 2012 2013
CO2 kt 24.890 25.523
Energieeffizienz im Übertragungsnetz2 Einheit 2012 2013
Transportierte Strommenge im Netz der APG GWh 42.144 43.137
Netzverluste GWh 615 595
Anteil der Netzverluste
an der gesamten transportierten Menge
% 1,5 1,4

Berechnung der vermiedenen Emissionen erfolgt auf Basis der Emissionswerte eines modernen Steinkohlekraftwerks (Typ Dürnrohr). // 2 APG-Netzebene 1

Innovation, Forschung und Entwicklung

Innovation war und ist die Triebfeder jeder gesellschaftlichen Entwicklung. Deshalb forcieren wir bei VERBUND Forschung und Entwicklung mit einem klaren Ziel: Technologien und Geschäftsfelder der Zukunft frühzeitig zu fördern und zur Marktreife zu entwickeln. Mit unserem "Competence Centre Innovation" engagieren wir uns für Themen von morgen – wie Energiemanagement, erneuerbare Stromerzeugung oder Elektro-Mobilität. Denn wir wollen eine schlauere Strom-Zukunft für Österreich und Europa.

Kennzahlen F&E

Einheit 2012 2013
Anzahl der F&E-Projekte Anzahl 81 82
Projektvolumen gesamt1 Mio. € 149,8 203,2
davon EU-Projekte1 Mio. € 93,3 125,4
VERBUND-Anteil gesamt1 Mio. € 14,3 15,8
Jährliche VERBUND-Aufwendungen1 Mio. € 5,2 6,1

1 über die gesamte Laufzeit der Projekte

Smart Energy – das Energie-System der Zukunft

Solar-Strom-Pakete: www.verbund.at > Haushalte Im Programm "Energiemanagement und Services" haben wir mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen den Zugang zu unseren Kunden ausgebaut. Durch die innovative Verknüpfung von Speicherlösungen mit einer Fotovoltaikanlage oder Wärmepumpe können Haushalte ihren Energiebedarf in höherem Maß selbst abdecken. Das stärkt die Rolle der Kunden als "Prosumer". Den Stromkonsumenten bietet sich dadurch sowohl ein energetischer als auch ein finanzieller Vorteil bei der Entwicklung des Energie-Systems der Zukunft.

Intelligente Energie-Produkte und -Services ermöglichen unseren Kunden neue Chancen am Strommarkt.

Neue Stromlösungen: www.verbund.at > Geschäftskunden

Im Businessbereich eröffnen wir kleinen und mittleren Unternehmen sowie Industriebetrieben Zugang zum Stromhandel. Mit dem VERBUND Power Pool bauen wir eine neue Marktrolle am Regelenergiemarkt auf. Dabei werden Lastpotenziale und Flexibilitäten von Betrieben gebündelt und gemeinsam vermarktet. Durch Demand Response erbringen wir so Systemdienstleistungen, die dem einzelnen Kunden nicht zugänglich wären. Mit VERBUND ECO-NET wird Energie-Effizienz wissenschaftlich fundiert und systematisch nutzbar gemacht. Die Idee: Betriebe lernen voneinander, um gemeinsam Energie zu sparen.

Vorrang für Elektro-Mobilität mit 100% erneuerbarer Energie

Elektro-Mobilität kann maßgeblich dazu beitragen, die österreichischen Energie- und Klimaziele 2020 zu erfüllen. Zudem unterstützt sie die Stabilisierung der Netze, die durch die Integration von volatiler Energie aus Wind- und Sonnenkraft belastet sind. Der zusätzlich benötigte Strom kommt zu 100% aus erneuerbaren Quellen – allen voran der bewährten Wasserkraft. Um die positiven Effekte der Elektro-Mobilität für Wirtschaft, Standort und Arbeitsmarkt optimal zu nutzen, braucht es politische Akzente:

  • ein regionenübergreifendes nationales Konzept mit europäischer Anbindung,
  • transparente, nicht-prohibitive Marktregeln,
  • eine fiskalische und beschaffungsorientierte Marktstimulierung.

Elektro-Mobilität betrachten wir als eine Chance, die Österreich den Energie- und Klimazielen 2020 näherbringt.

Das von VERBUND geführte größte österreichische Forschungsprojekt EMPORA haben wir bereits erfolgreich abgeschlossen, das Anschlussprojekt EMPORA2 befindet sich im Endspurt. Darüber hinaus koordinieren wir die grenzüberschreitende E-Mobility-Region VIBRATe, arbeiten am größten EU-Elektro-Mobilitätsprojekt "Green eMotion" mit und haben das internationale Leuchtturmprojekt "Crossing Borders" gestartet. Der von VERBUND initiierten Plattform Austrian Mobile Power haben sich

schon mehr als 30 bedeutende österreichische Unternehmen angeschlossen. Nach Jahren der Forschung und Entwicklung kommt Elektro-Mobilität nun in Österreich auf die Straße: Unser gemeinsam mit Siemens gegründeter E-Mobility Provider Austria baut unter dem Markennamen SMATRICS bis Ende 2014 ein flächendeckendes Hochleistungsladenetz auf. Zudem werden attraktive E-Mobilitätspakete für Firmen- und Privatkunden angeboten.

Stromhandel: Neue Strategien in schwierigem Umfeld

Die aktuelle Marktsituation zeigt weiterhin eine Seitwärtsbewegung der Großhandelspreise für Strom. Sie ist geprägt durch ein stagnierendes Preisniveau im längerfristigen Bereich. Kurzfristig zeigt sich hohe Volatilität. Auslöser dafür ist primär die stark schwankende Stromproduktion in Wind- und Fotovoltaikanlagen. Unsere Stromhändler reagieren darauf mit dem Einsatz neuer, optionsbasierter Absicherungsprodukte und der Weiterentwicklung der Optimierungs- und Prognoseinstrumente.

Wasserkraft: Effizient und umweltfreundlich

Wir setzen den Weg fort, unsere Anlagen mit innovativen Lösungen noch effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Versuchsanlage im Laufkraftwerk Retznei/Steiermark in Form einer HydroConnect-Wasserkraft-Fischschnecke. Diese soll die Passierbarkeit für Fische mit Stromerzeugung verbinden. Zudem arbeiten wir daran, die durchgängige Bewegung von Fischen flussabwärts- und -aufwärts sowie den Fischschutz im Allgemeinen weiter zu verbessern.

Weitere Informationen: www.smatrics.at

Windkraft: Vorreiter in der Betriebsoptimierung

Wir haben unser Windkraft-Portfolio in kurzer Zeit auf rund 400 MW ausgebaut. Die mehr als 140 Windturbinen, die zwischen 1,8 und 7,5 MW leisten, werden in Echtzeit überwacht. Sie liefern ständig Daten, die sofort verarbeitet werden. Derzeit entwickeln wir ein Analysetool, um aus dieser Vielzahl von Datensätzen automatisch Abweichungen in der Performance zu erkennen und Maßnahmen für die Schadensvorbeugung abzuleiten. Mit dieser Technologie ist VERBUND Vorreiter in der Optimierung von Windparks in Österreich.

Wärmekraft: Stromerzeugung nach Bedarf

Die stark schwankende Stromerzeugung aus neuen erneuerbaren Energien erfordert auch einen flexiblen Betrieb unserer Wärmekraftwerke. Dafür untersuchen wir unter anderem die Mindestlastabsenkung und sogenannte Lastgradient-Steigerungen. Eine weitere Herausforderung ist die zeitliche Trennung von Strom- und Wärmeerzeugung bei Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (Fernwärmespeicher). Außerdem konzentrieren wir uns auf die Lebensdauer hoch belasteter Bauteile, die vorbeugende Schadensabwehr durch strukturierte Bauteil-Analytik und eine ständige Effizienzverbesserung der Kraftwerke.

Stromnetz: Wirksame Übertragung sichern

Weitere Informationen: zu APG-Projekten: www.apg.at Unsere unabhängige Netztochter APG arbeitet innovativ am Netzausbau und der noch besseren Nutzung der Stromnetz-Infrastruktur. In zahlreichen energiewirtschaftlichen Szenarien wurden die Auswirkungen neuer Energie-Systeme auf das Netz und den Markt analysiert. Die Ergebnisse bilden unter anderem die Basis für die Netzplanung und unterstützen die Planung des Stromübertragungssystems auf europäischer Ebene. Im vergangenen Jahr wurde neben dem Netzentwicklungsplan (NEP 2013) der "APG-Masterplan 2030" als solide langfristige Planungsgrundlage abgeschlossen.

Mit der Optimierung der Infrastruktur sichern wir die Stabilität des Netzes und verringern Risiken.

Auch das Thema Smart Grid war Gegenstand der Innovationsarbeit. Eines der Projekte – das Active Demand Side Management (aDSM) – führt zur Etablierung einer verbesserten Einspeiseprognose für

Solarstrom. Dies hilft, die Lasten im Stromnetz künftig noch besser zu verteilen. In der Systemführung sieht sich die APG in ihrem Netz zunehmend mit kritischen Lastfluss-Situationen und dem Erreichen der Stabilitätsgrenzen konfrontiert. Zur Aufrechterhaltung der Netzsicherheit werden daher ständig neue Monitoring-Systeme entwickelt – wie Thermal Rating, Eiswalzen-Monitoring oder Wide-Area-Measurement-Systeme. Diese laufen teilweise bereits im Produktivbetrieb.

Chancen- und Risikomanagement

Gerade in Zeiten des Umbruchs wird deutlich, wie wichtig ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagement ist: Es kann Entscheidungen untermauern, mögliche Auswirkungen von Risiken reduzieren und Potenziale sichtbar machen. Im Jahr 2000 hat VERBUND das Risikomanagement zentral installiert; ab 2001 begann der konzernweite Aufbau der Aufgaben und Funktionen. Heute ist dieses System ein etablierter Bestandteil des umfassenden Steuerungskonzepts. Wir verstehen Risikomanagement als wiederholte Abfolge der folgenden Prozesse: Risikoidentifikation, Analyse, Bewertung, Erhebung möglicher Ursachen für Abweichungen, Ableitung von Bewertungsvorschriften sowie Überwachung der konkreten Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen.

Grundsätze, Strukturen und Prozesse

Das Chancen- und Risikomanagement von VERBUND orientiert sich an übergeordneten Zielen wie Wertsteigerung, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Als Teil des Führungs- und Steuerungssystems wird das Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt. Die Bewertung der Risikolage fließt in strategische Entscheidungen, in die periodisch aktualisierte Beurteilung von Projekten während ihrer Umsetzung sowie in die Steuerung des laufenden Geschäfts ein. Die durchgehende quantitative Bewertung von Chancen und Risiken erleichtert die Einbindung des Risikomanagements in das wertorientierte Steuerungskonzept von VERBUND. Die Risikodarstellung im Berichtswesen orientiert sich an 2 Grundsätzen: Vollständigkeit sowie Nachvollziehbarkeit von Zusammenhängen und Veränderungen.

Finanzinstrumente und Risikomanagement: siehe Anhang

Ein Unternehmen wie VERBUND ist besonderen Risiken ausgesetzt. Unser strategisches Risikomanagement bietet die Chance, Entwicklungen zu steuern.

VERBUND verfügt über verschiedene Risk Management Committees (RMCs). Diese beschäftigen sich mit Schwerpunkten wie Energie-, Betriebs- und Finanzwirtschaft, regulatorischen Rahmenbedingungen oder Informationssicherheit und Datenschutz. Unter dem Vorsitz des Konzernrisikomanagements analysieren sie die Risikolage in den operativen Einheiten und treffen risikospezifische Entscheidungen. Seit 2008 koordiniert ein im Risikomanagement angesiedelter Chief Information Security Officer (CISO) sämtliche Belange der Informationssicherheit und des Datenschutzes im Konzern. Zur Bewältigung außerordentlicher Ereignisse hat VERBUND ein Konzernkrisenmanagement etabliert, das laufend an geänderte Rahmenbedingungen und wachsende Anforderungen angepasst wird. Die VERBUND-Tochter APG wurde 2012 als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber zertifiziert und verfügt seither über eine

eigenständige Risikoorganisation. Das Chancen- und Risikomanagement ist wesentlicher Teil der Geschäftsprozesse von VERBUND. Die Risikosteuerung basiert auf Ergebnis-, Bestands- sowie Liquiditätsgrößen. In einem laufenden Monitoring erfassen wir mögliche Gefährdungen und Chancen, modellieren Wirkungszusammenhänge, ermitteln Abweichungen und leiten daraus notwendige Aktionen ab. Alle wesentlichen Prozesse im Unternehmen durchlaufen diesen Regelkreis. Im Zuge der Aufbereitung strategischer Entscheidungen werden Geschäftspläne um Chancen und Risiken erweitert. Das wesentliche Entscheidungskriterium bildet die

erwartete Verzinsung des investierten Kapitals unter Berücksichtigung des Risikos. Energiewende und Wirtschaftskrise erhöhen das Risiko für erforderliche Wertberichtigungen. Die ordentliche Geschäftsentwicklung ist wesentlich durch Marktpreisrisiken geprägt. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklung von Großhandelspreisen für Strom, von Preisen für Gas, Kohle oder Zertifikate, von Zinsen sowie von Wechselkursen. Diese Risiken werden mit statistischen Bewertungsverfahren beurteilt. Die Bewertung betrieblicher Risiken erfolgt durch die Einschätzung von Experten. Die Bewertungen unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Aus der finanziellen Abwicklung von Geschäftsprozessen resultieren Risiken durch mögliche Forderungsausfälle. Ihre Bewertung erfolgt

durch am Markt verfügbare Bonitätskriterien. Für Projekte wird während der Umsetzungsphase das Risiko ungeplanter Auszahlungen aufgrund von Zeit-, Kosten- bzw. Qualitätsabweichungen erhoben und berichtet. Die Bewertung umfasst die gesamte verbleibende Projektlaufzeit und stellt die möglichen finanziellen Auswirkungen nach Berücksichtigung von unvorhergesehenen Auszahlungen und Maßnahmen zur Gegensteuerung dar.

Aktuelle Risikolage von VERBUND

Die Geschäftstätigkeit von VERBUND bindet hohe Finanzmittel. Sie erfordert den Einsatz und die Verfügbarkeit technisch komplexer Anlagen und Betriebsabläufe. Zudem ist sie Teil der gesellschaftspolitischen Diskussion. Die Errichtung von Sachanlagen geht regelmäßig mit langen Genehmigungsverfahren einher. Der Betrieb und die Erhaltung der über lange Jahre genutzten Vermögenswerte erfordern hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Chancen gehen immer auch mit Risiken einher. Die Identifikation von Risikofaktoren hilft uns, ein Sicherheitsnetz aufzubauen.

Risiken in Umfeld und Branche

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise führt zur Verschlechterung der externen – also nicht direkt beeinflussbaren – Risikofaktoren. Sie stammen aus den Bereichen Politik, Volkswirtschaft, Energiewirtschaft und Soziales. Damit verringert sich die Planungssicherheit für VERBUND. Dies kann negative Folgen für anstehende Investitionsentscheidungen und die Werthaltigkeit des Geschäftsvermögens haben. Der Ausbau der österreichischen Stromversorgung erfolgt im Rahmen der gesamteuropäischen Entwicklung. Die EU-

Wachstumsstrategie "Europa 2020" und die darin definierten Wachstumsziele geben die Leitlinien vor. Die Risikoabteilung der Wertschöpfungsstufe "Handel und Vertrieb" stellt die Einhaltung vorgegebener Limits im Stromgeschäft sicher. Der geförderte Ausbau der Stromerzeugung aus Windkraft und Fotovoltaik hat bestehende Wettbewerbs- und Marktmechanismen außer Kraft gesetzt. Die bei der Liberalisierung des Strommarkts etablierten Grundpfeiler haben in kurzer Zeit beträchtlich an Bedeutung verloren – etwa der Einsatz von Kraftwerken nach variablen Produktionskosten (Merit-Order) oder die Unterscheidung zwischen Grundlast (Base) und Spitzenlast (Peak). Die Entwicklung eines nachhaltig tragfähigen Marktdesigns ist derzeit Gegenstand intensiver Fachdiskussionen, an denen sich VERBUND aktiv beteiligt.

Als führender Stromerzeuger mit überwiegendem Anteil an Wasserkraft ist VERBUND stark von der nicht beeinflussbaren Entwicklung des Wasserdargebots abhängig. Die Erzeugung aus Laufkraftwerken kann nur in sehr geringem Ausmaß gesteuert werden (Schwellbetrieb). Demgegenüber werden Speicherkraftwerke mit spezifischen Rückhaltezeiten pro Tag, Monat oder Jahr eingesetzt. Die Wirtschaftlichkeit der Pumpspeicher von VERBUND begründet sich durch die Flexibilität des über Jahrzehnte aufgebauten Gesamtsystems. Weitere Ertragschancen ergeben sich aus zusätzlichen Einsatzstunden zur Abdeckung ungeplant nachgefragter Mengen. Der Ergebnisbeitrag hängt wesentlich von der Häufigkeit und dem

absoluten Ausmaß kurzfristiger Preisschwankungen auf den Strommärkten ab. Informations- und Kommunikationssysteme bilden das Rückgrat der Geschäftstätigkeit von VERBUND. Angesichts der zunehmenden internationalen Vernetzung stellt Cyber Crime auch für VERBUND ein steigendes

Bedrohungspotenzial dar. Daher werden auch auf diesem Gebiet entsprechende Aktivitäten gesetzt. Hohes Augenmerk legt VERBUND auf die Sicherheit der leittechnischen Systeme. Bei der am 2.5.2013 aufgetretenen Störung des Leittechniknetzwerks bei einzelnen Verteilnetz- und Kraftwerksbetreibern in Österreich wurde auch das VERBUND-Krisenmanagement aktiviert. Dadurch konnte sehr rasch der gesi-

cherte Normalzustand wiederhergestellt werden. Ein weiteres Risiko stellt der Klimawandel dar. Dieser kann langfristig sowohl das saisonale als auch das jährliche Wasserdargebot beeinflussen.

Risiken durch rechtliche Rahmenbedingungen

In der vergangenen Legislaturperiode konnte keine Einigung auf ein nationales Energieeffizienzgesetz erreicht werden. Dieses ist daher eine Priorität der neuen Bundesregierung. In ihrem Programm ist von "verbindlichen Branchenverpflichtungen auf gesetzlicher Basis für alle Energieträger" bei Anrechnung bestehender Programme die Rede. Aufgrund der europarechtlich vorgegebenen Umsetzungsfrist rech-

net VERBUND mit einem nationalen Gesetzesbeschluss bis Mitte 2014. Nach monatelangen Verzögerungen auf EU-Ebene einigten sich im Jänner 2014 Kommission, Rat und Parlament auf den Text der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie "Markets in Financial Instruments Directive" (MiFID). Entgegen den zwischenzeitlich anderslautenden Entwürfen von MiFID II werden

Energiegroßhändler auch künftig keine Wertpapier- oder Banklizenz halten müssen. Beim Überschreiten bestimmter Schwellwerte sieht die "European Market Infrastructure on" (EMIR) vor, dass außerbörsliche OTC (Over the Counter)-Derivatgeschäfte über eine zentrale Gegenpartei abzurechnen (zu "clearen") sind. Anders als ursprünglich angenommen ist VERBUND derzeit nicht davon betroffen. Dessen ungeachtet sind solche Geschäfte seit Februar 2014 an ein Transaktionsregister zu

melden. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Österreich würde den Handel mit Aktien und Anleihen und jenen mit Derivaten besteuern. Dies könnte nicht zuletzt auch in Hinblick auf mögliche Fusionen, Verkäufe und Übernahmen von Unternehmen für VERBUND relevant sein.

Weitere Risikofaktoren

Der 2013 mit E.ON durchgeführte Anteilstausch ist die bilanziell umfangreichste Transaktion in der Unternehmensgeschichte von VERBUND. Veränderte Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten führten 2013 zu Wertberichtigungen sowie zur weiterführenden Reorganisation des Gasportfolios. Dies umfasst auch die Einleitung rechtlicher Schritte. Die Umsetzung möglicher Handlungsoptionen kann das Konzernergebnis erheblich beeinflussen.

Zur Abwicklung des Geschäfts hat VERBUND langfristige Verträge abgeschlossen. Geänderte Rahmenbedingungen haben die Wirtschaftlichkeit einiger dieser Vereinbarungen beeinflusst. Die mögliche Anpassung der Verträge reduziert die Risiken. Das Risiko von Wertberichtigungen für Anlagen bleibt hoch. Darüber hinaus können bisher ungeplante Zuschüsse in Konzerngesellschaften erforderlich sein. VERBUND bildet gemäß den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) Rückstellungen: für vertraglich vereinbarte Aufwendungen aus laufenden Reorganisationsprogrammen, für Pensionen und Abfertigungen sowie für die Nachnutzungsphase von Erzeugungsanlagen (zum Beispiel für deren Abbruch). Weicht die aktuelle Situation von den Annahmen für die Bildung dieser Vorsorgen ab, kann dies zu Ergebnisschwankungen führen.

Im Rahmen des Finanzmanagements minimiert ein effektives Monitoring von Kontrahenten-Risiken Leistungs- und Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern. Limits werden zentral vergeben und laufend überwacht. Stabile Geldflüsse aus dem operativen Ergebnis stellen die Bedienung des Fremdkapitals sicher. Darüber hinaus verfügt VERBUND über ausreichende Kreditlinien, mit denen sich liquide Mittel kurzfristig bereitstellen lassen. Dem möglichen Schlagendwerden gegebener Sicherheiten wird laufend gegengesteuert. Dazu zählen auch mögliche Auswirkungen einer weiteren Änderung des Ratings der

VERBUND AG auf die außerbücherlich geführte Cross-Border-Leasing-Transaktion. Auch die Abwicklung des Investitionsprogramms von VERBUND ist mit Risiken verbunden. Die frühzeitige Einbindung der Anspruchsgruppen, die Einhaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen und ein gutes Management zeitgleich abzuwickelnder Projekte sollen den Erfolg der Umsetzung sicher-

stellen. Das Risikomanagement ist in den gesamten Projektzyklus eingebunden. Naturereignisse wie Hochwasser, Sturm oder Lawinen können einen ungeplanten Ausfall von Anlagen zur Stromerzeugung oder -übertragung verursachen sowie Folgeschäden nach sich ziehen.

Ausblick: Chancen und Risiken für 2014

Das geplante operative Ergebnis für 2014 kann durch Wertberichtigungen, das Mengen- und Preisrisiko der Eigenerzeugung sowie Ausfallsrisiken schwanken. Es verändert sich – bei sonst gleichen Annahmen – durch Variation folgender Faktoren um 1,0% wie folgt (ausgehend von der zum 31.12.2013 eingepreisten Erzeugungsmenge):

  • Erzeugung aus Wasserkraft: +/–9,3 Mio. €
  • Großhandelspreise Strom (Wasser- und Wärmekraftwerke): +/–3,8 Mio. €

Das Finanzierungsergebnis schwankt aufgrund der Stichtagsbewertung einer plangemäß im Jahr 2015 zu tilgenden Yen-Verbindlichkeit sowie sonstiger Änderungen von Marktpreisen und Zinsniveaus. Das Finanzergebnis für 2014 verändert sich – bei sonst gleichen Annahmen – durch Variation des folgenden Faktors um 1,0% wie folgt:

• Fremdwährungskurs JPY zu EUR (Finanzierungsergebnis): +/–0,4 Mio. €

Sensitivitäten für Zeitwerte und Finanzinstrumente: siehe Anhang

Ausblick

Die Expansion der Weltwirtschaft bleibt 2014 moderat. Zwar haben sich zuletzt in den Industrieländern die Perspektiven aufgehellt. Die konjunkturelle Dynamik ist aber immer noch gemäßigt, und Abwärtsrisiken

Konjunktur bessert sich in mäßigem Tempo

Die Schuldenkrise im Euroraum ist nach wie vor ungelöst, und Rückschläge sind möglich. In den USA konnte zuletzt der Haushaltsstreit mit einem Kompromiss beigelegt werden. Der grundsätzliche Konflikt über die Ausgabenpolitik und die Maßnahmen zur Eindämmung der Staatsschulden ist aber nicht endgültig gelöst. Unsicherheiten gibt es auch bei den konjunkturellen Aussichten für die großen Schwellenländer, die lange Zeit der Motor der Weltwirtschaft waren. Eine markante Abschwächung des Wachstums in diesen

Ländern würde die Weltkonjunktur spürbar bremsen. Für Europa sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) erste Zeichen einer Konjunkturerholung. Gleichwohl dürfte das Tempo der Belebung moderat bleiben – die strukturellen Anpassungsprozesse in den Krisenländern werden die Konjunktur noch einige Zeit belasten. Der Euroraum dürfte 2014 laut IWF mit einem Plus von 1,0% in den Wachstumsbereich zurückkehren. Die österreichische Wirtschaft dürfte 2014 nach der Prognose des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) um 1,7% wachsen.

Die Energiewende schafft Chancen, birgt aber auch Risiken. Ihre Bewältigung erfordert einen funktionierenden europäischen Strommarkt.

Herausforderung Energiewende

Der Strommarkt befindet sich im tiefgreifendsten Umbruch seit der Liberalisierung im Jahr 1999. Neue erneuerbare Energien werden massiv gefördert. Auf der anderen Seite ist die Stromnachfrage konjunkturbedingt schwach bis rückläufig. Aus diesen Gründen liefert der Terminmarkt für die nächsten Jahre keine Investitionsanreize, die Strompreise bleiben niedrig und stagnieren. Bei einem weiteren starken Ausbau erneuerbarer Energien sind für die Versorgungssicherheit mittelfristig Investitionen in neue flexible Kraft-

werke und leistungsfähige Netze notwendig. Hinzu kommt, dass derzeit der CO2-Markt nicht funktioniert. Durch die niedrigen Preise bleibt der Lenkungseffekt hin zu emissionsarmen Erzeugungstechnologien aus. So kommt es, dass Gaskraftwerke mit ihren hohen Brennstoffkosten (durch zumeist langfristige mengen- und ölpreisgebundene Verträge) nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Jene Kraftwerke mit den höchsten spezifischen CO2-Emissionen, nämlich

Braunkohlekraftwerke, sind hingegen profitabel. Die Energiewende braucht Augenmaß und eine ganzheitliche Betrachtung. Es ist ein funktionierender gemeinsamer europäischer Strombinnenmarkt zu schaffen, der die 3 zentralen Ziele der europäischen Energiepolitik berücksichtigt: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Investitionen in Wasserkraft und regulierte Geschäftsbereiche

Der Investitionsplan von VERBUND wurde an die geänderten Rahmenbedingungen am europäischen Strommarkt angepasst: Im Zeitraum 2014–2018 werden 2,3 Mrd. € investiert. Davon entfallen 1,5 Mrd. € auf Wachstumsinvestitionen und 0,8 Mrd. € auf Instandhaltungen. Die Investitionen betreffen fast ausschließlich unsere Kernmärkte Österreich und Deutschland. Wir werden laufende Bauprojekte fertigstellen und die Effizienz bestehender Wasserkraftwerke erhöhen. Ebenso investieren wir in regulierte Geschäftsbereiche: Windkraft sowie das österreichische Hochspannungsnetz. Im Geschäftsjahr 2014 planen wir insgesamt 369,5 Mio. € zu investieren, davon 207,3 Mio. € in Wachstum und 162,2 Mio. € in Instandhaltungen.

Wir sehen unsere Chance in der Stromerzeugung aus Wasser- und Windkraft in den Heimmärkten Österreich und Deutschland.

Dividendenpolitik

Für das Geschäftsjahr 2013 planen wir eine Dividende von 1 € pro Aktie auszuschütten. Diese Dividende besteht aus einer Basisdividende von 0,55 € pro Aktie und einer Sonderdividende von 0,45 € pro Aktie. Grund für die Ausschüttung der Sonderdividende ist der 2013 erfolgreich abgeschlossene Asset-Swap mit E.ON. Für 2014 planen wir eine Ausschüttungsquote von rund 50% – bezogen auf das um Einmal-Effekte bereinigte Konzernergebnis.

Ergebnisausblick 2014

Die Entwicklung des VERBUND-Ergebnisses hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab: den Großhandelspreisen für Strom, der Eigenerzeugung und der weiteren energiewirtschaftlichen Entwicklung der Gaskraftwerke. Das Ergebnis 2013 war wesentlich durch außerordentliche Effekte, wie Wertminderungen bei Gaskraftwerken oder Beteiligungen, sowie durch Buchgewinne aus dem Asset-Swap beeinflusst. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 ein EBITDA von rund 850 Mio. € und ein Konzernergebnis von rund 150 Mio. €.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Nach § 243a Abs. 2 UGB sind die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme für den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das Interne Kontrollsystem (IKS) von VERBUND umfasst sämtliche Maßnahmen zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit dieses Prozesses sowie zur Einhaltung externer Vorschriften. Das Risikomanagementsystem wird im Kapitel "Chancen- und Risikomanagement" gesondert erläutert.

Organisatorischer Rahmen

VERBUND trägt Verantwortung gegenüber zahlreichen Anspruchsgruppen und der Umwelt. Die Konzernführung handelt nach den im Unternehmensleitbild festgelegten Prinzipien. Der Vorstand ist für die Einrichtung und Gestaltung des IKS verantwortlich, dessen Wirksamkeit vom Prüfungsausschuss des

Grundlagen des Internen Kontrollsystems

Der Rechnungslegungsprozess von VERBUND ist durch konzernweite Richtlinien und Vorgaben geregelt. In der praktischen Umsetzung sind die Durchführung, Kontrolle und Überwachung der Geschäftsvorgänge strukturell voneinander getrennt. Dadurch soll kein einzelner Mitarbeiter in der Lage sein, alle

Prozess-Schritte eines Geschäftsfalles vom Beginn bis zum Ende alleine durchzuführen. Die Prüfung von Berechtigungen ist in die systemtechnische Abwicklung der Geschäfte integriert. Die Einhaltung und Wirksamkeit dieser Kontrollen wird periodisch überprüft. Ausgehend von der Prozesslandkarte von VERBUND werden Geschäftsprozesse und darin enthaltene Risiken sowie Kontrollen des Rechnungslegungsprozesses systematisch analysiert und dokumentiert. Die Dokumentation der zeitlichen Abfolge der Kontrollen, Ablaufdiagramme und die Prozesslandkarte bilden zusammen das regelmäßig aktualisierte Prozesshandbuch. Die Organisation von VERBUND passt sich fortlaufend an geänderte interne sowie externe Rahmenbedingungen an.

Berichtswesen unter Einhaltung von Unbundling-Bestimmungen

Die internen Quartals- und Jahresberichte vereinen Informationen aus Controlling, Finanz- und Risikomanagement. Alle Berichte beruhen auf konzernweit einheitlichen Erstellungs- und Bewertungsvorschriften. Die VERBUND-Tochter APG tritt am Markt seit 2012 als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber auf. Ein externer Gleichbehandlungsbeauftragter überwacht die Einhaltung der vertraglich fixierten Unbundling-Bestimmungen.

Periodische Überwachung

Die Revision prüft die Abwicklung der Geschäftsprozesse sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Die Prüfungen erfolgen nach dem vom VERBUND-Vorstand verabschiedeten Revisionsprogramm, ergänzt durch Kurz- und Sonderprüfungen. Die Revisionsberichte umfassen Empfehlungen und Maßnahmen. Eine periodische Nachverfolgung stellt die Umsetzung vorgeschlagener Verbesserungen sicher. Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verfügt die APG seit März 2012 über eine eigene Revision.

Unternehmensleitbild von VERBUND: www.verbund.com > Über uns

Aktionärsstruktur und Angaben zum Kapital

Angaben gemäß § 243a Abs. 1 UGB

Aktionärsstruktur in %

  1. Das Grundkapital setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: 170.233.686 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49% des Aktienkapitals, und 177.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51% des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Zum Bilanzstichtag befanden sich daher 347.415.686 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Punkt 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen

    1. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl. I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: "Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51% beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5% des Grundkapitals beschränkt." Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.
    1. Die Aktionärsstruktur der VERBUND AG ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51% des Grundkapitals befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Mehr als 25% des Grundkapitals sind im Eigentum eines Syndikats der Landes-Energieunternehmen Wiener Stadtwerke Holding AG und EVN AG. Mehr als 5% befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 20% des Grundkapitals sind im Streubesitz.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Bei VERBUND bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Entsprechend der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ist eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich. Gemäß dem Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) ist im Aufsichtsrat ein Nominierungsausschuss eingerichtet, der für den Aufsichtsrat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vorbereitet. Die Regeln des ÖCGK betreffend Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden eingehalten (siehe dazu den Corporate-Governance-Bericht 2013). Darüber hinaus bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung.
    1. Genehmigtes Kapital: Die außerordentliche Hauptversammlung vom 24.9.2010 ermächtigte den Vorstand gemäß § 169 AktG, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 23.9.2015 um bis zu 154.100.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 154.100.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu

erhöhen. Ausgabebetrag, Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung sind mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Voraussetzung ist, dass die Republik Österreich im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital neue Aktien zeichnet und dass dadurch ihr Anteil aus der Beteiligung an der Gesellschaft auch nach Durch-

führung einer solchen Kapitalerhöhung nicht unter 51% des Grundkapitals fällt. In der Folge hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 24.11.2010 eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 39.215.686 Stückaktien beschlossen, wodurch sich das Grundkapital auf 347.415.686,00 € erhöhte. Nach dieser Kapitalerhöhung besteht die Ermächtigung des Vorstands, bis 23.9.2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale 347.415.686,00 € um bis zu 114.884.314,00 € durch Ausgabe von bis zu 114.884.314 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) zu erhöhen.

Aktienrückerwerb: Die 66. ordentliche Hauptversammlung der VERBUND AG vom 17.4.2013 hat den Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab 17.4.2013 sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben. Der Gegenwert darf dabei nicht mehr als 15% unter bzw. über dem durchschnittlichen Börsenkurs der letzten 5 Börsentage vor Erwerb der Aktien liegen. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder auf Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt

werden. Der Vorstand wurde für die Dauer von 5 Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine andere Art der Veräußerung eigener Aktien als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrecht) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Schließlich wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlichenfalls das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss

Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstands i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.

    1. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Regelungen, die sich auf den im § 243a Z. 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im Übrigen ist ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes unwahrscheinlich.
    1. Entschädigungsvereinbarungen i.S.d. § 243a Z. 9 UGB bestehen nicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag am 31.12.2013 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 18.2.2014 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Geschäftsbereiche

Strom

Im Jahr 2013 stammten 87% des von VERBUND erzeugten Stroms aus klimafreundlicher Wasserkraft. Mit diesem hohen Anteil sind wir ein Garant für saubere Energie in Österreich und Deutschland, unserem zweitwichtigsten Absatzmarkt. Ergänzt wird das Erzeugungsportfolio durch Windkraft, Fotovoltaik sowie thermische Anlagen zur Stromerzeugung und Wärmegewinnung. VERBUND ist auf allen Wertschöpfungsstufen tätig: in der Erzeugung und Übertragung sowie im Handel und Vertrieb von Strom.

Betriebswirtschaftliche Entwicklung im Segment Strom

Der Außenumsatz im Segment Strom sank 2013 um 0,7% auf 2.642,7 Mio. €. 83,1% des Außenumsatzes im Konzern wurden im Segment Strom erwirtschaftet. Das operative Ergebnis in diesem Segment sank jedoch um 44,5% auf 497,1 Mio. €. Hauptgründe dafür waren Wertminderungen als Ergebnis von Werthaltigkeitsprüfungen, insbesondere bei Gaskraftwerken.

Stromaufbringung

Marktposition bei erneuerbarer Stromerzeugung wiederum stark ausgebaut

Am 24.4.2013 schlossen wir den Ende 2012 mit dem deutschen Stromversorger E.ON vereinbarten Asset-Swap ab. VERBUND tauschte den 50-%-Anteil an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. gegen E.ON-Anteile an 8 Laufwasserkraftwerken an der Grenzstrecke von Inn und Donau zwischen Deutschland und Österreich. Die damit erworbene zusätzliche anteilige und durchschnittliche Jahreserzeugung beläuft sich auf 2.011 GWh. An diesen zweistaatlichen Anlagen war VERBUND schon zuvor direkt bzw. indirekt beteiligt und hielt Strombezugsrechte. Die Kraftwerke stehen jetzt zu 100% in unserem Eigentum.

Technisch ausgereift, wirtschaftlich aussichtsreich: Wasser- und Windkraft haben das größte Potenzial bei erneuerbaren Energien.

Zusammen mit den 2013 in Betrieb genommenen Anlagen – dem Murkraftwerk Kalsdorf/Steiermark und dem Innkraftwerk Gars Triebwerk/Bayern – besitzen wir nun 94 Lauf- und 21 Speicherkraftwerke. Dazu kommen Bezugsrechte an 12 Laufwasserkraftwerken der Ennskraftwerke AG. Per 31.12.2013 betrug die Engpassleistung (maximale Dauerleistung) der Stromerzeugung aus Wasserkraft 7.745 MW. Das Regelarbeitsvermögen – die Erzeugungsmöglichkeit in einem Jahr mit durchschnittlichem Wasser-

dargebot (Regeljahr) – belief sich auf 28.778 GWh. Im Jahr 2013 kam es zum bisher größten Zuwachs an Windkraft bei VERBUND. In Rumänien gingen die Windparks Casimcea II (102 MW) und Casimcea III (25 MW) ans Netz. In Deutschland wurden die letzten Anlagen des neu erworbenen 86-MW-Windkraft-Portfolios in Betrieb genommen. Damit verfügen wir über 17 Windparks in 4 Ländern mit insgesamt 377 MW Leistung. 2 Fotovoltaikparks in Spanien

(3 MW) runden das erneuerbare Erzeugungsportfolio ab. Wärmekraftwerke in Österreich und Frankreich vervollständigen die Stromerzeugung bei VERBUND. Mit den 6 kommerziell betriebenen Wärmekraftwerken (2.505 MW) und dem konservierten Dampfkraftwerk Korneuburg (285 MW) verfügen wir über insgesamt 2.790 MW Leistung aus Wärmekraft.

Eigenstromerzeugung in GWh

Eigenstromerzeugung

Anzahl Engpass
leistung
MW
Regelarbeits
vermögen
GWh
2010 GWh 2011 GWh 2012 GWh 2013 GWh
Wasserkraft1 127 7.745 28.778 26.708 24.216 30.485 30.943
Wind/Sonne 19 380 112 127 242 565
Wärmekraft 7 2.790 4.258 5.410 4.500 4.031
Summe 153 10.915 28.778 31.078 29.753 35.228 35.539

1 inkl. Bezugsrechte

Stromerzeugung gestiegen

Die Eigenerzeugung von VERBUND lag 2013 mit 35.539 GWh um 0,9% über dem Vorjahr. Insgesamt 30.943 GWh oder 87% des Stroms stammten aus Wasserkraftwerken. Das sind 1,5% mehr als 2012. Alleine die Lauf-, Laufschwell- und Tagesspeicherkraftwerke produzierten um 2,6% mehr Strom. Der Erzeugungskoeffizient – die Maßzahl für die Erzeugung aus Lauf- und Laufschwellkraftwerken – betrug 1,07. Er lag damit um 7% über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 4 Prozentpunkte unter dem Wert im Vorjahr. Aufgrund der 2013 erworbenen deutschen Kraftwerksanteile stieg die Erzeugung dennoch an. Die Jahresspeicherkraftwerke produzierten 2013 – trotz stärkerem Einsatz im Wälzbetrieb und höherem

Abstau – um 4,5% weniger Strom. Maßgeblich dafür waren die geringeren natürlichen Zuflüsse. Sonstige erneuerbare Energiequellen (Wind und Sonne) trugen 565 GWh Strom bei. Die Erzeugung aus Wärmekraft wurde 2013 um weitere 10,4% zurückgenommen. Vor allem für Gaskraftwerke haben

sich die Marktbedingungen weiter verschlechtert. Zusätzlich zur eigenen Erzeugung bezieht VERBUND Strom von externen Anbietern. Im Jahr 2013 erhöhte sich diese Strommenge um 23,6%. Daran hatten wesentlichen Anteil: die Vermarktung der Erzeugung aus den neu erworbenen Wasserkraftwerksanteilen in Deutschland bis April 2013 (im Eigentum seit 24.4.2013) und Rückkäufe von Erzeugungsabsicherungen wegen unwirtschaftlicher Rahmenbedingung für die Wärmekraftwerke, vor allem aber die teils geringe Wasserführung im Quartal 3/2013.

Stromaufbringung Segment Strom GWh
2012 2013 Veränderung
Wasserkraft1 30.485 30.943 1,5%
Wind/Sonne 242 565 133,4%
Wärmekraft 4.500 4.031 –10,4%
Eigenerzeugung 35.228 35.539 0,9 %
Fremdbezug Handel 12.029 14.874 23,6%
Konzernintern 282 219 –22,4%
Stromaufbringung 47.539 50.632 6,5%

1 inkl. Bezugsrechte

Stromabsatz

Im Jahr 2013 setzte VERBUND 50.632 GWh Strom ab (inkl. Eigenbedarf) – das sind um 6,5% mehr als im Vorjahr. Die Liefermengen an Weiterverteiler stiegen um 5,2%, vor allem wegen des höheren Absatzes an deutsche Stadtwerke. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen lagen um 7,0% über dem Vorjahr. Grund dafür ist der gestiegene Absatz über Strombörsen aufgrund der Vermarktung der deutschen Wasserkraft. An Endkunden wurden 5,5% mehr Strom als im Vorjahr abgegeben, hier wirkte sich die Akquisition von Neukunden am österreichischen und am deutschen Markt positiv aus.

Stromabsatz und Eigenbedarf Segment Strom GWh
2012 2013 Veränderung
Endkunden 9.568 10.093 5,5%
Weiterverteiler 18.378 19.342 5,2%
Händler 17.228 18.441 7,0%
Konzernintern 677 896 32,2%
Stromabsatz 45.851 48.772 6,4%
Eigenbedarf 1.688 1.861 10,2%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 47.539 50.632 6,5%

Am Heimmarkt Österreich setzte VERBUND 25.077 GWh Strom ab (inkl. Eigenbedarf), das sind um 2,9% mehr als 2012. Der im Inland gelieferte Strom machte 50% des Gesamtabsatzes (inkl. Eigenbedarf) aus. An die Auslandsmärkte wurden mit 25.555 GWh um 10,3% mehr Strom geliefert. Mit 88% entfiel der größte Teil der im Ausland abgesetzten Mengen auf Deutschland, unseren mit Abstand wichtigsten internationalen Markt. Hier gewannen wir vor allem mit der Premiummarke H2Ö – hochwertigem Ökostrom aus TÜV-SÜD-zertifizierten VERBUND-Wasserkraftwerken – Kunden und bauten die Marktposition als führender Grünstromlieferant aus.

Stromvertrieb

Kundenstamm weiter ausgebaut

Seit dem Einstieg ins Kleinkundengeschäft (Haushalte/Landwirtschaft und Gewerbe) zählt VERBUND zu den preislich attraktivsten Anbietern am heimischen Markt – und dies trotz der Belieferung mit Premiumstrom aus österreichischer Wasserkraft. Die Liberalisierung des Endkundenmarkts wäre ohne das Engagement von VERBUND nicht so erfolgreich: VERBUND ist für rund 60% aller seit 2005 gewechselten Stromkunden in Österreich verantwortlich.

Die Anzahl der Kunden ist 2013 weiter gestiegen: Zum Jahresende bezogen bereits rund 305.000 Kunden im Segment Haushalt/Landwirtschaft und Gewerbe VERBUND-Strom aus 100% österreichischer Wasserkraft. Im Haushaltskundensegment halten wir mittlerweile einen Marktanteil von 6,6%. Die Produktaus-

wahl für Kunden wurde mit dem Fokus auf 2 klar unterscheidbare H2Ö-Produkte vereinfacht. Als erstes Stromunternehmen in Österreich senkten wir per 1.9.2013 – auf Basis der gefallenen Beschaffungskosten – die Energiepreise der H2Ö-Produkte. Ein durchschnittlicher Privathaushalt mit rund 3.500 kWh Stromverbrauch im Jahr spart damit rund 10%. Die Preissenkung bezieht sich auf den reinen Energiepreis – ohne Netzkosten, Steuern und Abgaben. Parallel dazu startete eine multimediale österreichweite Werbekampagne mit den Publikumslieblingen Stermann & Grissemann. Sie bewerben Strom aus Wasserkraft und zeigen humorvoll, wie leicht es ist, den Stromanbieter zu wechseln.

Auf dem heimischen Endkundenmarkt herrscht Wettbewerb wie nie zuvor. Das ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für Innovation.

Im Berichtsjahr punkteten wir nicht nur in der Akquisition von Neukunden, sondern auch als serviceorientiertes Unternehmen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kürte VERBUND im März 2013 erneut zum klaren Testsieger unter allen Stromanbietern in Bezug auf Servicequalität.

Erwähnenswert ist auch das soziale Engagement von VERBUND bei der Hochwasserkatastrophe im Juni 2013 in Österreich. Zur Unterstützung der betroffenen Anrainer boten wir Bestandskunden 2 Monate

Gratisstrom an (Energiepreis exkl. Grundpreis – ohne Netzkosten, Steuern und Abgaben). Bei Business- und Industriekunden ist VERBUND in Österreich und Deutschland innovativ und serviceorientiert positioniert. Die Nähe zu den Kunden bietet große Chancen für den Ausbau der Produktpalette. Dabei kommt uns unsere führende Marktposition in Österreich zugute. Die Kunden wünschen sich einen kompetenten Ansprechpartner für alle Fragen rund um Energie. Wir können langjährige Partnerschaften nutzen und ihnen innovative Lösungen für Energie-Effizienz bieten.

Energienahe Dienstleistungen werden zu wesentlichem Standbein

Im Geschäftsjahr 2013 haben wir die Erweiterung energienaher Dienstleistungen vorangetrieben. Sie ergänzen das stromorientierte Produktangebot und sollen zukünftig zu einem wichtigen Standbein ausgebaut werden. Bei der Entwicklung neuer Produkte zielen wir gleichermaßen auf Business- und Industriekunden sowie auf Haushaltskunden ab.

Mitte 2013 haben wir VERBUND ECO-NET eingeführt – eine innovative Methode zur Steigerung der Energie-Effizienz. Dabei schließen sich mehrere Unternehmen zusammen, um voneinander zu lernen

Haushalt/Landwirtschaft und Gewerbe

und gemeinsam Energie zu sparen. Unterstützt von erfahrenen Praktikern nutzen sie Synergien, bauen

fundiertes Know-how auf, reduzieren Energieverbrauch und -kosten und senken CO2-Emissionen. Mit dem VERBUND Power Pool sind wir der erste Anbieter in Österreich, der als virtueller Kraftwerksbetreiber auftritt. Dabei werden die Lastpotenziale und Flexibilitäten von Betrieben gebündelt und gemeinsam am Regelenergiemarkt vermarktet. Am VERBUND Power Pool können Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen teilnehmen. Die Betriebe können so ihre Energiekosten senken und Zu-

satzerlöse generieren. Haushaltskunden spielen eine immer wichtigere Rolle im Energie-System. Sie entwickeln sich von reinen Verbrauchern zu nachhaltigkeitsorientierten, energie-effizient handelnden Marktteilnehmern. Dabei gewinnt die eigene Stromproduktion an Bedeutung. Wir unterstützen unsere Kunden seit mehreren Jahren mit Fotovoltaikangeboten. Das VERBUND Eco-Solar-Paket, das Fotovoltaikanlagen mit attraktiven Stromtarifen verknüpft, wurde 2013 um einen Batteriespeicher erweitert (Eco-Solar-Plus). Der Anteil an selbst genutztem Strom kann dadurch deutlich erhöht werden. Beide Pakete überzeugten zahlreiche Kunden. Mit VERBUND Eco Kombi ist ab 2014 eine erweiterte Lösung mit einer Wärmepumpe am Markt.

Die kurzfristigen Märkte eröffnen zusätzliche Chancen – vor allem für die Vermarktung unserer flexiblen Kraftwerkserzeugung.

Stromhandel

Unser Schwerpunkt im Stromhandel ist die bestmögliche Vermarktung der konzerneigenen Erzeugung (Asset Based Trading) und die optimale Strombeschaffung für den Vertrieb. Dazu kommt das Proprietary Trading (Eigenhandel) unter strengen Risikorichtlinien. Durch den Stromhandel hat VERBUND eine starke Präsenz auf den wichtigsten außerbörslichen OTC (Over the Counter)-Märkten sowie auf den Börseplätzen Europas. Dies ist auch für unser Kerngeschäft Stromerzeugung ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Das gewonnene Know-how stärkt unsere Position am Strommarkt und ermöglicht uns, auf Veränderungen am

Markt unmittelbar zu reagieren. Mit der fortschreitenden Integration der europäischen Strommärkte und dem Anstieg erneuerbarer Energien erhält der Stromhandel laufend größeres Gewicht. Der Energiemarkt verändert sich immer stärker und wird dynamischer. Daher werden die kurzfristige Vermarktung und die optimale Steuerung der Kraftwerkskapazitäten zunehmend wichtiger. Der Spotmarkt und besonders der kurzfristige Intraday-Handel sowie der Regelenergiemarkt gewinnen an Bedeutung. VERBUND hat diesen Trend frühzeitig erkannt, die Vermark-

tung der Eigenerzeugung optimiert und bereits Anfang 2012 den Intraday-Handel personell verstärkt. Im Rahmen des Stromhandels bieten wir eine umfassende Palette an Produkten und Dienstleistungen an, die wir laufend an geänderte Marktanforderungen anpassen. Das Spektrum reicht vom Marktzugang (Market Access) über flexible Vermarktungs- und Absicherungsangebote oder Prognoseleistungen bis zur Abwicklung von Transaktionen. Besonders wichtig sind innovative Produkte, die den individuellen Kundenanforderungen entsprechen – wie Optionsprodukte, virtuelle Kraftwerke und die Direktvermarktung erneuerbarer Energien.

Das Portfolio umfasst auch den Handel mit Emissionszertifikaten und Nachweisen für die Stromherkunft. Damit tragen wir dem steigenden Bewusstsein für die Produktionsart und den Ursprung der Energie Rechnung. Dies entspricht auch dem Trend zu erneuerbaren Energien und nachhaltigen Erzeugungstechnologien. VERBUND zählt bereits heute zu den führenden Grünstromanbietern in Europa.

Strompreise

Um kurzfristige Absatz- und Preisrisiken zu verringern, vermarktet VERBUND den Großteil der Stromerzeugung am Terminmarkt. Die Preisentwicklung auf diesem Markt 2013 hat nur untergeordneten Einfluss auf die Erlöse im Berichtsjahr. Sie wirkt sich vor allem auf die Ergebnisse der Folgeperioden aus.

Strompreise im Großhandel weiter zurückgegangen

Auf dem Großhandelsmarkt für Strom haben sich die Preise für sofortige Lieferungen (Spotmarkt) 2013 weiter verringert. Hauptgründe dafür: der Preisverfall am Steinkohlemarkt und bei Emissionsrechten sowie die zunehmende Einspeisung von gefördertem Strom aus Wind- und Solarkraft. Außerdem belastete die schwache konjunkturelle Entwicklung die Strompreise. Am Spotmarkt der Pariser Strombörse EPEX Spot lagen die Preise für Grundlast (Base) für das Marktgebiet Deutschland/Österreich 2013 im Jahresdurchschnitt mit 37,8 €/MWh um 11,3% unter jenen des Vorjahres. Die Preise für Spitzenenergie (Peak) lagen mit 48,7 €/MWh um 8,9% unter den Mittelwerten von 2012.

Strompreisentwicklung am Spotmarkt in €/MWh

Am Terminmarkt der Leipziger Strombörse EEX wurde 2013 für das Marktgebiet Deutschland/Österreich Grundlast für 2014 (Front-Year-Base) im Durchschnitt mit 39,1 €/MWh gehandelt, Spitzenenergie (Front-Year-Peak) mit 49,7 €/MWh. Im Jahr 2012 waren für Front-Year-Base-Kontrakte durchschnittlich 49,3 €/MWh, für Front-Year-Peak 60,9 €/MWh zu zahlen. Die gedämpften Wirtschaftserwartungen, die niedrigeren Preise für Kohle und CO2-Zertifikate, Überkapazitäten am europäischen Strommarkt sowie die Erwartung höherer Einspeisungsmengen aus erneuerbaren Energien durch den Anlagenzubau übten enormen Druck auf den Terminmarkt aus.

Strompreisentwicklung am Terminmarkt in €/MWh

Marktgebiet Deutschland/Österreich. Achsenbezeichnung bezieht sich auf den Zeitraum des Handels, Lieferstellung im darauffolgenden Jahr. Monatsdurchschnittswerte. Quelle: EEX

Preise für CO2-Zertifikate deutlich unter Vorjahresniveau

Aufgrund der Überversorgung des CO2-Marktes mit Zertifikaten sanken die Preise im europäischen Handel mit Emissionsrechten 2013 neuerlich deutlich. CO2-Emissionsrechte (EUA – European Union Allowance) mit Lieferung im Dezember 2013 (EUA-13) wurden 2013 mit durchschnittlich 4,5 € je Tonne CO2 gehandelt. Das sind um 40,0% weniger, als im Vorjahr für 2012er-Zertifikate bezahlt wurde. Die Verunsicherung über das Backloading – die vorübergehende Herausnahme von CO2-Zertifikaten aus dem Emissionshandel – führte zum neuerlichen Preisverfall. Erst nach dem Bekenntnis zu dieser Maßnahme im November 2013 – am 8.11.2013 hat der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten mehrheitlich die Aufnahme von Trilogverhandlungen mit dem Parlament freigemacht, nachdem sich der Ministerrat lange Zeit nicht auf eine Position einigen konnte – stabilisierten sich die

CO2-Preise auf niedrigem Niveau. Certified Emission Reductions (CER – Gutschriften aus emissionsmindernden Maßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern) kosteten im Durchschnitt nur noch 0,4 €/t (2012: 3,0 €/t). CER-13- Zertifikate sind im EU-Emissionshandel nur noch eingeschränkt verwendbar, die Nachfrage war gering.

Ausbau der Stromerzeugung

Wasserkraft ist und bleibt unsere DNA

Die Strategie von VERBUND sieht vor, die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu steigern. Dabei setzen wir weiterhin in erster Linie auf Wasserkraft. Im Jahr 2013 konnten wir wichtige Projekte fort-

führen und abschließen. Auf der Baustelle für das Pumpspeicher-Kraftwerk Reißeck II in Kärnten liefen die Montagearbeiten auf Hochtouren. Im Berichtsjahr wurden alle Großkomponenten plangemäß in die Kraftwerkskavernen gebracht. Ab der geplanten Inbetriebnahme 2014 wird das neue Kraftwerk die Turbinenleistung der Kraftwerksgruppe Malta/Reißeck um 430 MW auf 1.459 MW erhöhen.

Terminmarkt

60

Weiters standen Effizienz-Steigerungen bei bestehenden Kraftwerken im Fokus. Die Revitalisierung des steirischen Murkraftwerks Pernegg wurde nach einer mehrjährigen Umbauphase abgeschlossen, der dritte und letzte neue Maschinensatz ging im Frühjahr 2013 in Betrieb. Auch die Kraftwerke Mayrhofen und Roßhag im Zillertal/Tirol werden auf den neuesten Stand der Technik gebracht, seit Mai 2011 läuft dazu ein 4-jähriges Erneuerungsprogramm. Und seit Oktober 2012 wird Österreichs ältestes Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug/Niederösterreich modernisiert. Bis 2020 wird jährlich ein Maschi-

nensatz erneuert, damit erhöht sich das Regelarbeitsvermögen um rund 60 GWh. Das steirische Murkraftwerk Kalsdorf – ein Kooperationsprojekt von VERBUND und SSG (jeweils 50%) – mit 81,2 GWh Jahreserzeugung ging 2013 ans Netz.

Für das grenzüberschreitende Gemeinschaftskraftwerk Inn mit einer jährlichen Erzeugung über 440 GWh Strom sind per 1.7.2013 nach zwischenstaatlicher Abstimmung die Genehmigungsbescheide in Österreich und in der Schweiz in Kraft getreten. An diesem Projekt sind VERBUND (50%), TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG (36%) und Engadiner Kraftwerke AG (14%) beteiligt.

Wasser ist und bleibt unsere DNA. Unsere führende Position als Wasserkraftunternehmen in Europa ist Chance und Auftrag zugleich.

In Albanien sind die Wasserkraftwerke Ashta I und II am Fluss Drin seit dem Quartal 1/2013 vollständig in Betrieb. Die beiden Staustufen mit insgesamt 53 MW Leistung und 242 GWh Regelarbeitsvermögen wurden unter der Federführung von VERBUND errichtet. Der albanische Konzessionsgeber bestätigte

Anfang Juli 2013 die Fertigstellung mit dem "Final Completion Certificate". Im Rahmen des wertschöpfenden Ausbaus der Wasserkraft evaluiert VERBUND eine Reihe weiterer Projekte für Laufkraftwerke- und (Pump-)Speicherkraftwerke in Österreich und Deutschland. Darüber hinaus werden in diesen Ländern in den kommenden Jahren zur Umsetzung der Vorgaben aus der europäischen Wasserrahmenrichtlinie rund 200 Mio. € in die Errichtung von Fischwanderhilfen für die durchgängige Passierbarkeit von Flüssen sowie in die ökologische Strukturierung (zum Beispiel mit den LIFE+-Projekten Netzwerk Donau und Traisen) investiert.

Schäden durch Hochwasser im Jahr 2013

Anfang Juni 2013 traten an Donau, Inn und vielen Zuflüssen extreme Hochwasser auf. Das Ausmaß und die Folgen übertrafen – gerade im Donau-Abschnitt stromaufwärts von der Ennsmündung – deutlich das große Hochwasser im Jahr 2002. Die Hochwasserabfuhr an den VERBUND-Kraftwerken an Salzach, Inn und Donau erfolgte gemäß den behördlichen Vorschriften. Bei Extremereignissen ist die Abfuhr auch über die Schleusen der Donaukraftwerke notwendig. Daher kam es bei einigen Anlagen zu starken Auskolkungen in den Schleusenunterhäfen. Weitere Hochwasserschäden betreffen die Überströmstrecken im Eferdinger Becken sowie im Machland. An Dämmen sind hingegen keine relevanten Schäden aufgetreten.

inkl. Bezugsrechte

Schwieriges Marktumfeld für Gaskraftwerke

Um die Stromversorgung vor dem Hintergrund der Energiewende sicherzustellen, sind zuverlässig verfügbare und flexibel einsetzbare Wärmekraftwerke erforderlich. Gas-Kombikraftwerke sind dafür besonders gut geeignet, zudem verfügen sie über eine CO2-arme Technologie. Diese Kraftwerke gleichen wetterbedingte Schwankungen bei neuen erneuerbaren Energien optimal aus, sie sind flexibel regelbar, effizient und ermöglichen die Auskopplung von Fernwärme.

Im Mai 2012 ging das Gas-Kombikraftwerk Mellach/Steiermark als modernstes und leistungsstärkstes Wärmekraftwerk Österreichs in Betrieb. Es kann zur erforderlichen Flexibilisierung des Kraftwerksparks beitragen. Der Einsatz dieses hocheffizienten und klimafreundlichen Gaskraftwerks ist jedoch unwirtschaftlich. Gründe dafür sind der geförderte Ausbau der erneuerbaren Energien, die niedrigen Großhandelspreise für Strom sowie langfristige mengen- und ölpreisgebundene Gaslieferverträge. VERBUND reichte daher im Mai 2013 beim österreichischen Kartellgericht den Antrag auf Abstellung des wettbewerbswidrigen Verhaltens durch EconGas ein. Da zugleich auch die Abnahme und die Zahlung von Erdgas eingestellt wurden, hat EconGas ein Schiedsverfahren auf Zahlung und Feststellung des auf-

rechten Bestehens des Gasliefervertrags eingebracht. Beide Verfahren laufen. Die Situation der französischen Gas-Kombikraftwerke Toul und Pont-sur-Sambre ist unverändert

schwierig. Mit Wirkung vom 31.12.2013 wurden sie als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft. Wir arbeiten weiter an der Restrukturierung unseres Gasportfolios. Dabei evaluieren wir alle Möglichkeiten – vom Verkauf über die Stilllegung bis zur Schließung einzelner Kraftwerksstandorte.

Zügiger Ausbau der Windkraft

Die 5 deutschen Windparks mit 86 MW im Bundesland Rheinland-Pfalz sind seit Ende 2013 in

Vollbetrieb. Zudem wurde der zweite Teil des rumänischen Windparks Casimcea fertiggestellt. Damit verfügt VERBUND in Rumänien über Kapazitäten von 226 MW aus Windkraft.

Neben Wasserkraft spielt Windkraft eine wichtige Rolle für VERBUND. Wir nutzen ihre Chance als saubere und erneuerbare Energiequelle.

Windkraft Leistung in MW

Netz

Unser rund 3.500 Kilometer langes Übertragungsnetz bildet das Rückgrat der österreichischen Stromversorgung. Bis 2020 sollen in Österreich laut Ökostromgesetz zusätzlich rund 2.000 MW Windkraftleistung ans Netz gebracht werden. Projekte wie die 380-kV-Salzburgleitung und die 380-kV-Verbindung nach Deutschland sind dafür die Grundvoraussetzung. Ein rascher Ausbau der Infrastruktur, aber insbesondere auch Optimierungsmaßnahmen sind für das Gelingen der Energiewende entscheidend.

Weitere Informationen zum Übertragungsnetz: www.apg.at

Der Ausbau des Übertragungsnetzes ermöglicht das Wachstum erneuerbarer Energien in Europa. Das erhöht die Chance für eine gelungene Energiewende.

Betriebswirtschaftliche Entwicklung im Segment Netz und Netzverlustenergiemengen

Im Jahr 2013 ist der Außenumsatz im Segment Netz um 8,6% auf 523,2 Mio. € gestiegen. Die im Jahr 2012 gebildete Rückstellung für die mögliche Aufhebung der Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2012 (SNE-VO 2012) wurde angepasst und zum Großteil aufgelöst. Aufgrund der vergangenen, bestätigenden Erkenntnisse des Österreichischen Verfassungsgerichtshofs zum Netzverlustentgelt/Netznutzungsentgelt für Pumpspeicher-Kraftwerke sowie aufgrund der Bestätigung des Systemdienstleistungsentgelts unter Zugrundelegung der SNE-VO 2013 bedarf es keiner weiteren Vorsorgen. Durch die Rückstellungsauflösung konnten der deutliche Rückgang der internationalen Erlöse sowie die Wertminderung der Sachanlagen überkompensiert werden. Dadurch stieg das EBIT im Segment Netz auf 84,4 Mio. €.

Stromaufbringung Segment Netz GWh
2012 2013 Veränderung
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 3.142 3.175 1,1%
Konzernintern 677 896 32,2%
Stromaufbringung 3.819 4.071 6,6 %
Stromabsatz und Eigenbedarf Segment Netz GWh
2012 2013 Veränderung
Weiterverteiler 2.128 2.259 6,1%
Händler 182 142 – 22,1%
Konzernintern 282 219 – 22,4%
Stromabsatz 2.592 2.619 1,1 %
Eigenbedarf 768 824 7,3%
Regelenergie 459 627 36,7%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 3.819 4.071 6,6 %

Tarifprüfung 2013 und neue Systemnutzungsentgelte 2014

Bei der Tarifprüfung 2013 konnten 2 besonders wichtige Punkte erreicht werden:

  • eine grundsätzlich fixierte Kapitalverzinsung von 6,42% vor Steuern bis zum Jahr 2017 und
  • eine Akontierung der Kapitalkosten für die Investitionen des genehmigten Netzentwicklungsplans analog zur Vorgangsweise der Vorjahre.

Die Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2014 (SNE-VO 2014) wurde am 20.12.2013 veröffentlicht. Die Tarifierungsbasis für die Brutto- und Nettotarife sinkt, unter anderem durch die kostenmindernde Berücksichtigung von internationalen Erlösen, um 15% auf 124,4 Mio. €. Die gesamte Tarifierungsbasis (inklusive der Netzebene 3, der Verlustentgelte und der Systemdienstleistung) sinkt um 8,5% auf 263,0 Mio. €. Die Entgelte für Pumpspeicher bleiben unverändert. Für den Bezug von Energie aus dem Netz für Zwecke der negativen Regelenergie werden ab 2014 Netznutzungsentgelte analog zu den Pumpspeichern eingehoben. Bei den Systemdienstleistungs- und Netzverlustentgelten kommt es durch höhere Erzeugungsmengen zu Senkungen von 9–10%.

Investitionen im Segment Netz weiter auf hohem Niveau

Im Jahr 2013 wurden 106,9 Mio. € in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. Dabei entfielen 21,0 Mio. € auf die Umstellung der Donauschiene auf den 380-kV-Betrieb. Weitere große Investitionen in die Netzerweiterung waren die Montage des dritten und vierten Systems der 380-kV-Leitung Dürnrohr-Sarasdorf in Niederösterreich (13,4 Mio. €) sowie die Errichtung eines zusätzlichen Transformators im Umspannwerk Zell am Ziller/Tirol (11,9 Mio. €). Im Rahmen der Betriebsinvestitionen – das sind Investitionen in bestehende Anlagen – wurden unter anderem 6,9 Mio. € in die Erneuerung der Sekundäreinrichtungen, 4,8 Mio. € in den Umbau des Umspannwerks Bisamberg/ Niederösterreich und 2,7 Mio. € in die Erneuerung von Eigenbedarf- und USV-Anlagen investiert.

Versorgungssicherheit

Sichere Versorgung ohne Unterbrechungen

Im Jahr 2013 wurden keine Versorgungsunterbrechungen verzeichnet. Damit war der gesetzliche Auftrag für einen sicheren Netzbetrieb, trotz kritischer Netzsituationen und Störfälle, ohne Einschränkungen erfüllt. Um dies zu erreichen, wurden zahlreiche Maßnahmen für den Netzausbau, den koordinierten Netzbetrieb, die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sowie für Forschung und Innovation gesetzt. Im Zuge der Umstellung der Donauschiene auf den Betrieb mit 380 kV musste erstmals – um die Netzsicherheit zu gewährleisten – für ein Netzumbauprojekt die Bereithaltung eines thermischen Kraftwerks (Redispatch-Möglichkeit) bestellt werden.

Im Mai 2013 kam es im Umspannwerk St. Peter/Oberösterreich bei der Inbetriebnahme eines neuen 380-/220-kV-Transformators aufgrund eines Produktionsfehlers zu einem Großbrand. Trotz der dadurch verursachten Terminverschiebungen konnte die Netzsicherheit mit umfangreichen netztechnischen Maßnahmen und dem raschen Bau eines Provisoriums gewährleistet werden. In der Folge wurde die starkstromwegerechtliche Abnahme der 380-kV-Donauschiene am 25.9.2013 erfolgreich

abgeschlossen. Im Juni 2013 fiel die 380-kV-Leitung von Tauern/Salzburg nach Lienz/Osttirol durch einen Murenabgang aus. Die Stromversorgung konnte durch Sonderschaltungen und Eingriffe in den Kraftwerksbetrieb – vor allem aber durch die rasche Errichtung eines 1-systemigen 380-kV-Leitungsprovisoriums – gesi-

chert werden. Die erfolgreiche Wiederinbetriebnahme der Leitung erfolgte im Oktober 2013. Im zweiten Halbjahr 2013 mussten umfangreiche und kostenintensive kraftwerksseitige Maßnahmen (Redispatch) umgesetzt werden, um den unzulässig hohen Belastungen der 380-kV-Leitung Slavetice/CZ–Dürnrohr entgegenzuwirken. Ursachen dieser Überbelastung waren hohe Ökostromexporte aus Deutschland, hohe Stromimporte in Österreich aufgrund geringer thermischer und hydrauli-

scher Erzeugung sowie notwendige Anlagenabschaltungen im tschechischen Netz. Eine besondere Herausforderung stellte die Umsetzung der umfangreichen Netzausbauten, Instandhaltungen und Revisionen dar. Sie mussten während des laufenden Betriebs durchgeführt werden. Die APG konnte die erforderlichen Arbeiten im Jahr 2013 – dank vorausschauender betrieblicher Abschaltplanung und diverser Leitungsprovisorien – ohne Versorgungsunterbrechung meistern.

2,4% mehr Strom transportiert

Die Regelzone APG hat im Jahr 2013 auf Basis der angemeldeten Fahrpläne 44.606 GWh Strom importiert und 34.454 GWh exportiert. Das ergibt per Saldo einen Importüberhang von 10.152 GWh. Der Verbrauch in dieser Regelzone liegt bei rund 60.000 GWh (Abgabe öffentliches Netz inkl. Pumpeinsatz und Netzverluste). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Transportmenge auf der Netzebene 1 (220-/380-kV-Netz) um 2,4%.

Stromtransport in TWh

APG ist Teil der europäischen Netzsicherheit

Ein wichtiger Beitrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ist die internationale Zusammenarbeit mit anderen Übertragungsnetzbetreibern. Hierzu zählt unter anderem die enge Kooperation von derzeit 12 Übertragungsnetzbetreibern im Rahmen der TSC (TSO Security Cooperation). Dieser Initiative ist 2013 nun auch der dänische Übertragungsnetzbetreiber (Transmission System Opera-

tor/TSO) beigetreten. Durch die Umsetzung der internationalen Netzbetreiber-Kooperation und deren Weiterentwicklung – auch durch die Einrichtung eines gemeinsamen TSC-Joint-Office (in München) – werden auf europäischer Ebene umfangreiche Maßnahmen gesetzt. Ziel ist, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien zu ermöglichen und dem Strommarkt die höchstmögliche Netzkapazität zur Verfügung zu stellen.

Die Belastung der Netze steigt weiter an. Eine gut koordinierte internationale Zusammenarbeit bietet die Chance, Engpässen gegenzusteuern.

Leitungsbauprojekte

Für den Ausbau des Netzes wurden sowohl der Masterplan Netz als auch der Netzentwicklungsplan (NEP) erstellt. Darin werden die dringend notwendigen Projekte auf Basis umfangreicher energiewirt-

schaftlicher Entwicklungsszenarien analysiert. Der im November 2013 veröffentlichte Masterplan 2030 stellt die Grundlage für die strategische Langfristentwicklung des Netzes dar. Aufbauend auf zukünftigen energiewirtschaftlichen Entwicklungs-

szenarien definiert er die erforderlichen Ausbauschritte für das Zielnetz 2030. Der NEP ist eine gesetzliche Verpflichtung (gemäß § 37 ElWOG 2010). Er basiert auf den langfristigen strategischen Planungen des Masterplans 2030, auf detaillierten Netzanalysen sowie auf den angefragten Netzanschluss- bzw. Netzverbundprojekten. Mittels NEP wird allen Marktteilnehmern mitgeteilt, welche langfristig wichtigen Übertragungsinfrastrukturen im Netz ausgebaut werden müssen. Der NEP enthält eine Auflistung von bereits beschlossenen Investitionen sowie von Projekten, welche binnen der nächsten 3 Jahre verpflichtend umzusetzen sind. Darüber hinaus ist darin die weitere Netzausbau-

planung für die nächsten 10 Jahre dargestellt. Die 380-kV-Salzburgleitung ist von wesentlicher Bedeutung für die Abstützung der regionalen Verteilernetze in Salzburg und Oberösterreich. Sie ist ebenso ein wichtiger Abschnitt des österreichischen 380-kV-Sicherheitsrings und die Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Österreich. Das Projekt wird als TEN-E-Projekt (Transeuropäische Energienetze) aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Die europäische Bedeutung wurde durch die Aufnahme in die Liste der europäischen PCI-Projekte (Project of Common Interest) untermauert.

Projektinformationen zur 380-kV-Salzburgleitung: www.apg.at

Bis Ende 2013 wurden von den Behörden-Sachverständigen die Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt sowie Stellungnahmen zu sämtlichen Einwendungen verfasst. Am 8.1.2014 erfolgte die Veröffentlichung des UVP-Gutachtens per Edikt. Die mündliche UVP-Verhandlung wird vom 2.–5.6.2014 stattfinden. Mit dem Baubeginn kann aufgrund des zu erwartenden Verfahrensablaufs frühestens Ende 2015 gerechnet werden. Die Inbetriebnahme ist folglich für 2019 geplant.

Die Schließung des 380-kV-Rings ist ein wesentlicher Beitrag für eine sichere Stromversorgung in der Zukunft und Chance für mehr erneuerbare Energie.

Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI)

Der enorme Bedarf an Investitionen in die Energie-Infrastruktur war einer der Gründe für die Vorlage einer EU-Verordnung zu Leitlinien der transeuropäischen Energie-Infrastruktur (TEN-E-Leitlinien). Diese Leitlinien bilden den strategischen Rahmen für die langfristigen Vorstellungen der EU im Bereich der Energie-Infrastrukturen und führen das Konzept der "Vorhaben von gemeinsamem Interesse" ein. Im Oktober 2013 veröffentlichte die Europäische Kommission eine Liste von 250 Projekten (rund 140 Projekte im Bereich der Stromübertragung und -speicherung), die sie als "Projekte von gemeinsamem europäischem Interesse" definiert hat. Insgesamt 7 Masterplanprojekte wurden von der EU-Kommission in den Rang eines "Projects of Common Interest" erhoben.

Beteiligungen

Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Europas Energieversorger haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. In der Folge haben wir unsere Strategie geschärft und das Beteiligungsportfolio bereinigt. Für die Beteiligung in Italien bestehen derzeit Verkaufsabsichten. Ebenso wird eine weitere Bereinigung des inländischen Beteiligungsportfolios angestrebt.

VERBUND hat die Marktstrategie geschärft: Mit dem Verkauf nichtstrategischer Beteiligungen erweitern wir die Chancen für unsere Zukunftsthemen.

Auslandsbeteiligungen

Italien

Im Jahr 2013 lag der Beitrag der Sorgenia S.p.A. (Group) zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen bei –230,7 Mio. € (2012: –81,2 Mio. €). Zusätzlich wurde eine Wertminderung der Beteiligung erfasst. Die Werthaltigkeitsprüfung hatte eine negative Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ergeben. Daraus resultierte eine Abwertung der Beteiligung

von –396,0 Mio. €. Zum 31.12.2013 war der Buchwert der Sorgenia S.p.A. (Group) null. Das schwierige Marktumfeld 2013 wirkte sich insbesondere auf die Profitabilität der Gas-Kombikraftwerke im Day-ahead-Markt negativ aus. Weiters verringerten die erfasste Wertminderung der Tirreno Power und der Sorgenia Green sowie Wertberichtigungen von Kundenforderungen das Ergebnis. Das Wachstum im Endkundengeschäft blieb unter den Erwartungen. Aufgrund der gesamtwirtschaftlich angespannten Lage und der deutlichen Verschlechterung der finanziellen Situation von Sorgenia sind 2014 weitere Maßnahmen zur finanziellen Stabilisierung und zur Reduktion der Nettoverschuldung geplant. Ziel ist, die Liquidität zu sichern und die Verschuldung zu reduzieren sowie die Fokussierung auf das Kerngeschäft voranzutreiben. Weitere Optionen zur Restrukturierung in Bezug auf Sorgenia Green und das Endkundengeschäft werden derzeit evaluiert.

Mit 31.12.2013 wurde die italienische Beteiligung als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft (Details siehe Anhang).

Türkei

Am 24.4.2013 erfolgte das Closing des Verkaufs des 50-%-Anteils an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. an die deutsche E.ON. Im Rahmen dieser Transaktion verkaufte VERBUND den Anteil an der Enerjisa Enerji A.S. an E.ON und erwarb im Gegenzug E.ON-Anteile an 8 Laufwasserkraftwerken in Deutschland (Details siehe Anhang). Die Effekte aus Unternehmenserwerben in Höhe von +1.243,8 Mio. € resultierten aus diesem Asset-Swap.

nach der Equity-Methode

Inlandsbeteiligungen

KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft

Die KELAG erhöhte ihren Beitrag zum Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von 33,5 Mio. € im Vorjahr auf 34,0 Mio. €. Die anteilige Dividende für VERBUND betrug 14,1 Mio. €. Im Jahr 2013 baute die KELAG ihre Aktivitäten insbesondere im Strom- und Erdgashandel im In- und Ausland aus.

Die KELAG ist in den Geschäftsfeldern Strom, Erdgas und Wärme österreichweit tätig. In den Bereichen Wasser- und Windkraft ist sie auch im Ausland aktiv. VERBUND war per 31.12.2013 mit 35,17% an der KELAG beteiligt.

nach der Equity-Methode

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig

Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. €
Nach IFRS Anhang 20121 2013
Umsatzerlöse 3.159.919 3.181.583
Stromerlöse 1 2.759.550 2.632.710
Netzerlöse 2 343.757 385.240
Sonstige Erlöse 3 56.612 163.633
Sonstige betriebliche Erträge 4 79.840 238.575
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug 5 – 1.260.625 – 1.326.114
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen 6 – 160.448 – 121.866
Personalaufwand 7 – 318.956 – 357.635
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
8 – 275.330 – 346.337
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9 – 268.712 – 303.686
Operatives Ergebnis vor Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen 955.687 964.520
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 10 – 55.755 – 466.073
Operatives Ergebnis 899.932 498.447
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 11 – 56.891 – 215.490
Sonstiges Beteiligungsergebnis 12 8.459 4.189
Zinsertrag 13 37.337 32.589
Zinsaufwand 14 – 183.340 – 187.763
Übriges Finanzergebnis 15 20.102 22.856
Finanzergebnis vor Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen und
aus Unternehmenserwerben
– 174.333 – 343.620
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen 16 – 28.244 – 463.262
Effekte aus Unternehmenserwerben 17 – 37.085 1.184.372
Finanzergebnis – 239.662 377.491
Ergebnis vor Ertragsteuern 660.270 875.937
Ertragsteuern 18 – 161.453 121.042
Ergebnis nach Ertragsteuern aus fortzuführenden Aktivitäten 498.816 996.979
Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden
Aktivitäten2
19 219 – 351.390
Periodenergebnis 499.036 645.589
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen
(Konzernergebnis) 389.326 579.939
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 109.710 65.650
Ergebnis je Aktie in €3 20 1,12 1,67

Die Vergleichsinformationen wurden gemäß IFRS 5 angepasst. // 2 Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten entspricht dem Ergebnis nach Ertragsteuern, das den "zur Veräußerung gehaltenen" französischen Gas-Kombikraftwerken in Pont-sur-Sambre und Toul zuzurechnen ist. // 3 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen einander.

Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. €
Nach IFRS Anhang 2012 2013
Periodenergebnis 499.036 645.589
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten
Verpflichtungen
39 – 42.550 – 42.187
Sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
– 5.907 – 807
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden
– 48.456 – 42.994
Differenzen aus der Währungsumrechnung 21 33.895 126.918
Bewertungen von zur Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumenten
21 11.180 – 5.088
Bewertungen von Cashflow-Hedges 21 – 39.787 – 45.822
Sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
21 – 30.087 47.170
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umgegliedert werden
– 24.799 123.179
Sonstiges Ergebnis vor Ertragsteuern – 73.255 80.184
Ertragsteuern 22 18.636 23.885
Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern – 54.620 104.069
Gesamtperiodenergebnis 444.416 749.658
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen
(Konzernergebnis)
338.823 687.791
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 105.593 61.867

Bilanz

in Tsd. €
Nach IFRS Anhang 31.12.2012 31.12.2013
Langfristiges Vermögen 9.781.921 11.044.728
Immaterielle Vermögenswerte 23 662.130 798.930
Sachanlagen 24 7.385.833 9.398.608
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 25 908.786 264.125
Sonstige Beteiligungen 26, 38 134.567 87.127
Finanzanlagen und sonstige Forderungen 27, 29, 38 690.605 495.937
Kurzfristiges Vermögen 1.273.647 1.626.420
Vorräte 28 129.197 84.799
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Forderungen
29, 38 1.022.780 1.458.336
Liquide Mittel 30, 38 121.670 83.285
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte
31 1.331.759 137.481
Aktiva 12.387.327 12.808.628
in Tsd. €
Nach IFRS 31.12.2012 31.12.2013
Eigenkapital 5.099.394 5.546.540
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen 32 – 35 4.458.405 4.940.918
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen 36 640.989 605.622
Langfristige Schulden 6.046.254 5.750.246
Finanzverbindlichkeiten 37, 38 3.935.301 3.359.528
Rückstellungen 39 654.024 705.233
Latente Steuerschulden 40 200.830 613.721
Baukostenbeiträge und Zuschüsse 41 649.584 685.124
Abgrenzungen – Cross-Border-Leasing 42 53.598 52.003
Sonstige Verbindlichkeiten 38, 43 552.917 334.637
Kurzfristige Schulden 1.241.679 1.511.843
Finanzverbindlichkeiten 37, 38 385.763 654.240
Rückstellungen 39 189.198 287.505
Laufende Steuerschulden 44 37.240 36.150
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
38, 45 629.479 533.948
Passiva 12.387.327 12.808.628

Entwicklung des Eigenkapitals

Nach IFRS Grundkapital Kapital
rücklagen
Ange
sammelte
Ergebnisse
Neu
bewertungen
der Netto
schuld aus
leistungs
orientierten
Verpflich
tungen
Anhang 32 33 34 39
Stand per 1.1.2012 347.416 954.327 3.299.235 – 97.728
Änderung Konsolidierungskreis 107
Verschiebung zwischen Gesellschafterstämmen – 4.183
Gesamtperiodenergebnis 389.326 – 32.758
Dividende – 191.079
Stand per 31.12.2012 347.416 954.327 3.493.407 – 130.486
Stand per 1.1.2013 347.416 954.327 3.493.407 – 130.486
Verschiebung zwischen Gesellschafterstämmen 241
Gesamtperiodenergebnis 579.939 – 27.789
Dividende – 208.529
Übrige Eigenkapitalveränderungen 1.391
Stand per 31.12.2013 347.416 954.327 3.866.449 – 158.275
in Tsd. €
Differenzen
aus der
Währungs
umrechnung
Bewertungen
von zur
Veräußerung
verfügbaren
Finanz
instrumenten
Bewertungen
von
Cashflow
Hedges
Übrige
Bestandteile
des sonstigen
Ergebnisses
Den
Aktionären
der
VERBUND AG
zuzurech
nendes
Eigenkapital
Den nicht
beherrschen
den Anteilen
zuzurech
nendes
Eigenkapital
Gesamt
summe
Eigenkapital
35 26, 27 21 36
– 165.032 – 1.988 – 28.528 7.033 4.314.736 604.352 4.919.088
107 107
– 4.183 – 651 – 4.833
36.083 8.742 – 62.598 28 338.823 105.593 444.416
– 191.079 – 68.306 – 259.384
– 128.948 6.754 – 91.126 7.061 4.458.405 640.989 5.099.394
– 128.948 6.754 – 91.126 7.061 4.458.405 640.989 5.099.394
241 – 241 0
125.461 – 3.603 12.856 927 687.791 61.867 749.658
– 208.529 – 96.994 – 305.523
1.620 3.011 0 3.011
– 3.487 3.151 – 78.270 9.608 4.940.918 605.622 5.546.540

Geldflussrechnung

in Tsd. €
Nach IFRS Anhang 2012 2013
Periodenergebnis 499.036 645.589
Abschreibungen auf (gekürzt um Zuschreibungen zu)
immaterielle(n) Vermögenswerte(n) und Sachanlagen
335.221 1.149.313
Abschreibungen auf (gekürzt um Zuschreibungen zu)
Finanzanlagen
4.463 76.733
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen (gekürzt um erhaltene Dividenden)
108.177 628.398
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen – 12.741 – 7.686
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der latenten
Steuerschulden
– 48.038 – 275.990
Veränderung der Baukostenbeiträge und Zuschüsse 75.318 33.389
Erträge aus der Auflösung der Abgrenzungen aus Cross-Border
Leasing-Transaktionen
– 1.595 – 1.595
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 12.658 – 1.463.350
Zwischensumme 972.499 784.800
Veränderung der Vorräte – 22.083 44.792
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sowie der sonstigen Forderungen
– 203.752 – 28.655
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten
222.882 – 44.168
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen und der laufenden
Steuerschulden
65.163 80.648
Cashflow aus operativer Tätigkeit 43 1.034.709 837.418
in Tsd. €
Nach IFRS Anhang 2012 2013
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen – 659.997 – 560.094
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 28.742 18.013
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 32.706 – 634.298
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 420.644 132.600
Einzahlungen (Vorjahr: Auszahlungen) für Investitionen in
vollkonsolidierte Tochterunternehmen
47 – 33.440 382.021
Auszahlungen für Investitionen in nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungen
– 328.063 – 137.500
Einzahlungen aus Abgängen nach der Equity-Methode
bilanzierter Beteiligungen
48 53.540 313.600
Einzahlungen (Vorjahr: Auszahlungen) aus Abgängen von bzw.
Investitionen in kurzfristige(n) Finanzanlagen
– 210.820 65.447
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 762.100 – 420.211
Auszahlungen aus Verschiebungen zwischen
Gesellschafterstämmen – 4.200 0
Auszahlungen (Vorjahr: Einzahlungen) aus Geldmarktgeschäften 60.486 – 60.547
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte)
53.000 228.560
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte)
– 334.083 – 318.081
Gezahlte Dividenden – 259.385 – 305.523
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 49 – 484.182 – 455.592
Veränderung der liquiden Mittel – 211.573 – 38.385
Liquide Mittel zum 1.1. 333.243 121.670
Liquide Mittel zum 31.12. 121.670 83.285

Anhang von VERBUND

Die VERBUND AG mit Sitz Am Hof 6a, 1010 Wien, ist das Mutterunternehmen des national wie international tätigen Energiekonzerns VERBUND. Die VERBUND AG ist am Handelsgericht Wien unter der

Nummer FN 76023z im Firmenbuch eingetragen. VERBUND erzeugt, handelt und vertreibt Strom an Marktteilnehmer von Energiebörsen, Händler, Energieversorgungsunternehmen, Industrieunternehmen sowie Haushalts- und Gewerbekunden. Weiters betreibt VERBUND durch die Austrian Power Grid AG das österreichische Übertragungsnetz und hält Beteiligungen an in- und ausländischen Energieversorgungsunternehmen.

Grundsätze der Rechnungslegung

Grundlagen

Der Konzernabschluss von VERBUND wurde gemäß § 245a (1) UGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss von VERBUND einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Der Bilanzstichtag aller vollkonsolidierten Tochterunternehmen ist der 31.12.2013.

Der Konzernabschluss von VERBUND besteht aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Entwicklung des Eigenkapitals, Geldflussrechnung und Anhang. Mit Ausnahme des Anhangs – in diesem erfolgen Betragsangaben grundsätzlich in Millionen Euro (Mio. €) – ist der Konzernabschluss von VERBUND in Tausend Euro (Tsd. €) aufgestellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und bei der Ermittlung von Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

Konsolidierungsmethoden In den Konzernabschluss von VERBUND sind alle wesentlichen Unternehmen, die unter der Beherrschung der VERBUND AG stehen (Tochterunternehmen), im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Beherrschung ist gegeben, wenn die VERBUND AG direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit einen Nutzen zu ziehen. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss beginnt mit dem Zeitpunkt des Erlangens von

Beherrschung; sie endet mit deren Wegfall. Die erstmalige Einbeziehung eines Tochterunternehmens erfolgt im Erwerbsfall mithilfe der Erwerbsmethode. Es kommt dabei zu einer Erfassung und Bewertung der zum erworbenen Unternehmen gehörigen, identifizierbaren materiellen und immateriellen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten sowie der nicht beherrschenden Anteile. Positive Unterschiedsbeträge zwischen der übertragenen Gegenleistung zuzüglich etwaiger nicht beherrschender Anteile und, im Fall sukzessiver Unternehmenserwerbe, zuzüglich einer bereits zuvor von VERBUND gehaltenen Beteiligung und dem beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens werden als Firmenwerte bilanziert. Negative Unter-

schiedsbeträge werden sofort ergebniswirksam erfasst. Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (Gemeinschaftsunternehmen), sowie Unternehmen, auf welche die VERBUND AG direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Equity-Methode ist eine Konsolidierungs- bzw. Bewertungsmethode, bei der die Beteiligung zunächst mit ihren Anschaffungskosten angesetzt wird. In der Folge wird der Beteiligungsansatz um Veränderungen des Anteils von VERBUND am Reinvermögen des Beteiligungsunternehmens angepasst; es erfolgt eine "Einzeilenkonsolidierung". Ein maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der VERBUND AG direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20%, aber weniger als 50% zusteht. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen werden mit ihrem anteiligen IFRS-Ergebnis aus einem (konsolidierten) Zwischen- oder Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als 3 Monate vor dem Bilanzstichtag von VERBUND liegt. Treten bei einem nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen bedeutende Ereignisse oder Geschäftsfälle zwischen diesem

Stichtag und dem Bilanzstichtag von VERBUND ein, so werden entsprechende Anpassungen berücksichtigt. Konzerninterne Geschäfte, Forderungen, Verbindlichkeiten und Zwischengewinne werden unter Berücksichtigung latenter Steuern eliminiert. Bei konzerninternen Unternehmenserwerben und Zusammenführungen von Gemeinschaftsunternehmen, sogenannten Transaktionen unter gemeinschaftlicher Beherrschung, werden die Buchwerte des übertragenen Unternehmens fortgeführt.

Eine Auflistung aller Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen von VERBUND ist in der Tabelle "Konzernunternehmen" am Ende des Anhangs dargestellt. Der Kreis der in den Konzernabschluss von VERBUND einbezogenen Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen hat sich in der Berichtsperiode 2013 wie folgt entwickelt:

Konsolidierungskreis

Bilanzierung nach der
Vollkonsolidierung Equity-Methode
Stand per 31.12.2012 40 12
Zugänge aus Neugründung durch Abspaltung 1 0
Zu- bzw. Abgänge aus Unternehmenserwerben 4 – 3
Abgänge aus Veräußerungen 0 – 2
Stand per 31.12.2013 45 7
davon inländische Unternehmen 18 6
davon ausländische Unternehmen 27 1

Der Zugang aus Neugründung durch Abspaltung betrifft die mit Wirkung vom 22.5.2013 erfolgte Neugründung der rumänischen Ventus Renew Romania S.R.L. als 90%iges Tochterunternehmen von VERBUND. Die Neugründung wurde durch eine Abspaltung von 23 in Bau befindlichen Windkraftanlagen

(installierte Leistung: 69 MW) aus der Alpha Wind S.R.L. durchgeführt. Die Zugänge bzw. Abgänge aus Unternehmenserwerben betreffen die mit Wirkung vom 24.4.2013 erworbenen 100 % der Anteile an der deutschen Innwerk AG. Die Innwerk AG war zu Jahresbeginn von der E.ON Wasserkraft GmbH (nunmehr E.ON Kraftwerke GmbH) im Wege einer Abspaltung (u.a.) mit 50%igen Beteiligungen an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH ausgestattet. Infolgedessen wurden die Innwerk AG sowie die bisher nach der Equity-Methode bilanzierten 50%igen Beteiligungen an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH erstmals vollkon-

solidiert (siehe: Unternehmenserwerbe). Die Abgänge aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen beziehen sich auf die mit Wirkung vom 18.1.2013 erfolgte Veräußerung der 34,57%igen Beteiligung an der STEWEAG-STEG GmbH und die mit Wirkung vom 24.4.2013 erfolgte Veräußerung der 50%igen Beteiligung an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) (siehe: (31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bzw. Unternehmenserwerbe).

Konsolidierungskreis

Unternehmenserwerbe

Erwerb (weiterer) bayrischer Wasserkraftwerkskapazitäten (Grenzkraftwerke)

Mit Wirkung vom 24.4.2013 erfolgte der Erwerb von (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten mit einer durchschnittlichen Jahreserzeugung von rund 2.000 GWh. Diese bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten werden durch jeweils 50%ige Anteile an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH, einen 47%igen Miteigentumsanteil am Laufkraftwerk Nußdorf und durch die auf deutschem Staatsgebiet befindlichen Anlagen der Laufkraftwerke Ering-Frauenstein und Obernberg-Egglfing (inklusive einer Berechtigung zum Bezug von 50% der in den Kraftwerken erzeugten Elektrizität) repräsentiert. Die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, die Donaukraftwerk Jochenstein AG und die Grenzkraftwerke GmbH wurden bislang von der VERBUND AG bzw. der VERBUND Hydro Power AG und der E.ON Wasserkraft GmbH (nunmehr E.ON Kraftwerke GmbH) als Gemeinschaftsunternehmen geführt; die von VERBUND bereits zuvor gehaltenen 50%igen Eigenkapitalanteile wurden bislang nach der Equity-Methode bilanziert. Die auf österreichischem Staatsgebiet befindlichen Anlagen der Laufkraftwerke Ering-Frauenstein und Obernberg-Egglfing waren bislang die VERBUND zuzurechnenden Teile von gemeinschaftlich geführtem Vermögen der VERBUND Hydro Power AG und der E.ON Wasserkraft GmbH (nunmehr E.ON Kraftwerke GmbH). Die bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten wurden seitens der E.ON Wasserkraft GmbH (nunmehr E.ON Kraftwerke GmbH) zu Jahresbeginn vorbereitend in die (neu errichtete) Innwerk AG abgespalten, an der VERBUND nach Erhalt sämtlicher wettbewerbsrechtlicher und sonstiger (regulatorischer) Freigaben

insgesamt 100% der Anteile erwarb. Der Unternehmenserwerb der Innwerk AG war Teil einer gesamthaft zu beurteilenden Transaktion (Asset-Swap), in deren Rahmen außerdem 20,28% der Kapazität der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller (zurück)erworben und 50% der Anteile an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) an die DD Turkey Holdings S.à.r.l., ein 100%iges Tochterunternehmen der E.ON SE, veräußert wurden. Im Quartal 3/2009 waren Kapazitäten der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller als ein Teil der übertragenen Gegenleistung für den Erwerb von 13 Laufkraftwerken am bayrischen Inn in Form eines langfristigen Stromliefervertrags an die E.ON Wasserkraft GmbH (nunmehr E.ON Kraftwerke GmbH) abgetreten worden. Diese gesamthaft zu beurteilende Transaktion war durch die strategische Fokussierung von VERBUND auf Mehrheitsbeteiligungen mit dem Schwerpunkt auf Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf den österreichischen und deutschen Markt bedingt.

Der Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung setzt sich aus dem beizulegenden Zeitwert der zum 31.12.2012 als "zur Veräußerung gehalten" eingestuften 50%igen Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) (Buchwert zum 24.4.2013: 1.192,4 Mio. €), dem beizulegenden Zeitwert der zuvor an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH gehaltenen Eigenkapitalanteile (Buchwert zum 24.4.2013: 30,8 Mio. €), den beizulegenden Zeitwerten von durch Konfusion untergehenden Forderungen und Verbindlichkeiten, dem Rückerwerb von 60% der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller und einer Differenzzahlung der E.ON an VERBUND in Höhe von 405,0 Mio. € zusammen. Bedingte Gegenleistungen wurden keine vereinbart. Die Zeitbewertungen der Beteiligungen an der Enerjisa Enerji A.S. (Group), der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG sowie der Grenzkraftwerke GmbH erfolgten ebenso ergebniswirksam wie die Erfassung der ermittelten Gewinne bzw. Verluste aus zuvor bestehenden Beziehungen zwischen VERBUND und der Innwerk AG bzw. ihren Betei-

ligungsunternehmen (siehe: (17) Effekte aus Unternehmenserwerben). Die (endgültigen) beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten stellten sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden in Mio. €
Beizulegender
Zeitwert zum
Erwerbszeitpunkt
Immaterielle Vermögenswerte 1,8
Sachanlagen 2.694,2
Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen 9,0
Vorräte 0,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige Forderungen1 6,2
Liquide Mittel 9,5
Summe der erworbenen Vermögenswerte 2.721,1
Langfristige Rückstellungen 102,4
Latente Steuerschulden2 622,8
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten3 81,9
Kurzfristige Rückstellungen 11,1
Laufende Steuerschulden 5,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 5,0
Summe der übernommenen Schulden 829,0
Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert 1.892,1
Firmenwert4 161,1
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 2.053,2
davon aus der Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) 1.671,1
davon aus zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteilen 949,2
davon aus durch Konfusion untergehenden Forderungen 0,3
davon aus durch Konfusion untergehenden Verbindlichkeiten – 46,7
davon aus dem Rückerwerb von Stromlieferverpflichtungen – 115,8
davon in bar – 405,0

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die kurzfristigen sonstigen Forderungen stellten (aufgrund der kurzen Restlaufzeiten) die Buchwerte – diese entsprechen außerdem den Bruttobeträgen der Forderungen – eine realistische Schätzung ihrer beizulegenden Werte dar. // 2 Die übernommenen latenten Steuerschulden wurden mit erworbenen latenten Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 59,0 Mio. € saldiert. // 3 Diese Position bezieht sich auf die Verpflichtung zur unentgeltlichen Rückübertragung der neu erworbenen 50%igen Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an die Bundesrepublik Deutschland bzw. den Freistaat Bayern mit Wirkung vom 31.12.2050. // 4 Der Firmenwert aus dieser gesamthaft zu beurteilenden Transaktion (Asset-Swap) resultierte ausschließlich aus der unterschiedlichen Bewertung des abschreibungsbedingten Steuervorteils im beizulegenden Zeitwert des erworbenen Vermögens und den dem erworbenen Vermögen zuordenbaren übernommenen latenten Steuerschulden. Während der abschreibungsbedingte Steuervorteil diskontiert zu berücksichtigen ist, sind latente Steuerschulden undiskontiert anzusetzen.

Vor dem Hintergrund der Komplexität der Bilanzierungs- und Bewertungsfragen in Zusammenhang mit dieser gesamthaft zu beurteilenden Transaktion wurde die erstmalige Bilanzierung dieses Unternehmenserwerbs in den seit dem 24.4.2013 veröffentlichten Konzernzwischenabschlüssen als "vorläufig" eingestuft. Zum 31.12.2013 wurden im Wesentlichen Anpassungen bei der Bewertung der Gegenleistung bzw. des erworbenen Vermögens und den übernommenen laufenden Steuerschulden vorgenommen. Für die Bewertung der Gegenleistung und des erworbenen Vermögens wurde das Preisgerüst (ab 2020) anhand der durchschnittlichen Strompreisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Zu Beginn des Planungszeitraums (2013 bis 2016) wurde das Preisgerüst jedoch anhand der Preisnotierungen für Energiefutures bestimmt; bis 2020 erfolgte dann durch lineare Interpolation ein Heranführen des Preisniveaus an die Energiepreisprognosen. Die bisher bilanzierten erworbenen laufenden Steuerschulden waren unvollständig. Sie entsprechen nun den bis zum 24.4.2013 in den erworbenen Gesellschaften angefallenen laufenden Steuerschulden. Die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs ist nun als

endgültig einzustufen. Durch die Anpassungen ergaben sich folgenden Auswirkungen auf die "vorläufigen" erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden, den Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung

Sachanlagen – 128,9
Summe der erworbenen Vermögenswerte – 128,9
Latente Steuerschulden – 31,4
Kurzfristige Rückstellungen 0,0
Laufende Steuerschulden 5,7
Summe der übernommenen Schulden – 25,7
Summe des identifizierbaren Nettovermögens zum beizulegenden Zeitwert – 103,2
Firmenwert 52,8
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung – 50,4
davon aus zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteilen – 59,4
davon aus dem Rückerwerb von Stromlieferverpflichtungen 9,0

Auswirkungen der Anpassungen auf die als "vorläufig" eingestuften erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Mio. €

Durch die Anpassung der Bewertung der Gegenleistung reduzierten sich die Effekte aus Unter-

nehmenserwerben um 59,4 Mio. €; die Auswirkung auf die laufenden Ertragsteuern betrug 5,7 Mio. €. Die neuen Tochterunternehmen von VERBUND lieferten in der Berichtsperiode 2013 einen Beitrag zu den Umsatzerlösen von VERBUND in Höhe von 118,8 Mio. €; der Beitrag zum Periodenergebnis von VERBUND betrug –55,3 Mio. €. Wäre der Unternehmenserwerb bereits zu Beginn der Berichtsperiode erfolgt, so hätten die neuen Tochterunternehmen mit 178,2 Mio. € an Umsatzerlösen und –52,8 Mio. € an Periodenergebnissen zu den entsprechenden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung von VERBUND beigetragen. Hierzu ist allerdings anzumerken, dass aufgrund der bereits zuvor bestehenden Stromlieferverträge mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG und der Donaukraftwerk Jochenstein AG – diese berechtigten VERBUND, die Hälfte der Stromerzeugung gegen einen vertraglichen Aufwandsersatz zuzüglich einer Eigenkapitalverzinsung abzunehmen – sowie aufgrund des Haltens 50%iger nach der Equity-Methode bilanzierter Beteiligungen schon vor der Erstkonsolidierung de facto eine 50%ige Zurechnung von Umsatzerlösen und Periodenergebnissen zu VERBUND erfolgte.

Währungsumrechnung

In den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen werden Geschäftsfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Transaktionszeitpunkt bewertet. Die Folgebewertung monetärer Bilanzposten erfolgt mit dem jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag. Kursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam im

übrigen Finanzergebnis erfasst. Die funktionale Währung der VERBUND AG sowie die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Mit Ausnahme der rumänischen Tochterunternehmen (Alpha Wind S.R.L., CAS Regenerabile S.R.L., Ventus Renew Romania S.R.L. und VERBUND Trading Romania S.R.L.) sowie der bulgarischen Haos Invest EAD ist die funktionale Währung der vollkonsolidierten Tochterunternehmen ebenfalls der Euro. Für den Konzernabschluss von VERBUND werden die Jahresabschlüsse dieser ausländischen Tochterunternehmen nach der Methode der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei der Umrechnung der Eigenkapitalfortschreibung von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen wird entsprechend verfahren. Mit Ausnahme der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) ist die funktionale Währung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungsunternehmen ebenfalls der Euro. Mit Wirkung vom 3.12.2012 stufte VERBUND diese Beteiligung jedoch als "zur Veräußerung gehalten" ein, wodurch die Differenzen aus der Währungsumrechnung "eingefroren" wurden. Anlässlich der Veräußerung der Beteiligung am 24.4.2013 wurden diese Währungsumrechnungsdifferenzen in

die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (siehe: (17) Effekte aus Unternehmenserwerben). Vermögenswerte und Schulden ausländischer Konzernunternehmen mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Monats- (vollkonsolidierte Tochterunternehmen) bzw. zu Quartalsdurchschnittskursen (nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungsunternehmen). Stichtagsumrechnungsdifferenzen werden im

sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse entwickelten sich wie folgt:

Land Währungs
einheit
31.12.2012
Devisen
referenzkurs
der EZB
31.12.2013
Devisen
referenzkurs
der EZB
2012
Durchschnitts
kurs
2013
Durchschnitts
kurs
Bulgarien1 1 € = BGN 1,9558 1,9558 1,9558 1,9558
Rumänien 1 € = RON 4,4445 4,4710 4,4471 4,4172
Türkei 1 € = TRY 2,3551 2,3246

Der Währungsumrechnung zugrunde liegende Wechselkurse

Der bulgarische Lew (BGN) ist fest an den Euro gekoppelt; es gibt daher keine Wechselkursschwankungen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neu anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31.12.2013 verpflichtend anzuwendenden International Accounting Standards (IAS), International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie all jene Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), die in den Rechtsbestand der Europäischen Union übernommen worden sind, beachtet.

In der Berichtsperiode 2013 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend anzuwenden bzw. wurden von VERBUND frühzeitig angewendet:

Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht
durch
das IASB
(übernommen
von der EU)
Pflicht
zur Anwendung
für VERBUND
Auswirkungen
auf den Konzernabschluss
von VERBUND
IAS 36 Änderungen: Angaben
zum erzielbaren Betrag bei
nicht finanziellen
Vermögenswerten
29.5.2013
(19.12.2013)
1.1.2014 Angabe des erzielbaren Betrags
einer zahlungsmittelgenerie
renden Einheit nur dann, wenn
eine Wertminderung oder
Wertaufholung statt
gefunden hat
IAS 32 Änderungen: Saldierung
finanzieller
Vermögenswerte und
finanzieller
Verbindlichkeiten
16.12.2011
(13.12.2012)
1.1.2014 Keine
IAS 39 Änderungen: Novation von
Derivaten und Fortsetzung
der Bilanzierung von
Sicherungsgeschäften
27.6.2013
(19.12.2013)
1.1.2014 Keine
IFRS 1 Änderungen: Darlehen der
öffentlichen Hand
13.3.2012
(4.3.2013)
1.1.2013 Keine
IFRS 7 Änderungen: Saldierung
finanzieller
Vermögenswerte und
finanzieller
Verbindlichkeiten
16.12.2011
(13.12.2012)
1.1.2013 Zusätzliche Anhangsangaben
IFRS 13 Ermittlung des
beizulegenden Zeitwerts
12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2013 Zusätzliche Anhangsangaben
Diverse Jährliche Verbesserungen
an den IFRS
Zyklus 2009 – 2011
17.5.2012
(27.3.2013)
1.1.2013 Keine

Neu anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Durch die Änderungen zu IAS 36 wird die verpflichtende Angabe des erzielbaren Betrags eingeschränkt. Aufgrund der Änderungen an IAS 36 durch IFRS 13 war für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, für die der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts oder der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, die dieser Einheit zugeordnet waren, signifikant im Vergleich zum Gesamtbuchwert der Einheit war, der erzielbare Betrag anzugeben. Durch die Standardänderung ist der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nur mehr dann anzugeben, wenn in der Berichtsperiode eine Wertminderung oder Wertaufholung stattgefunden hat. Diese Standardänderung

hat daher Auswirkungen auf die Anhangsangaben im vorliegenden Konzernabschluss von VERBUND. Die Änderungen zu IFRS 7 betreffen zusätzliche Anhangsangaben für saldierte Finanzinstrumente und für Finanzinstrumente, die zwar nicht saldiert wurden, aber einer Globalaufrechnungs- oder ähnlichen Vereinbarung unterliegen. Die Änderungen an IFRS 7 führten zu zusätzlichen Anhangsangaben

im Konzernabschluss von VERBUND. Durch IFRS 13 wird der Begriff des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten, Schulden und Eigenkapitalinstrumenten standardübergreifend definiert. Der beizulegende Zeitwert wird als jener Preis, den ein Unternehmen am Bewertungsstichtag bei der Veräußerung eines Vermögenswerts erhalten bzw. bei Übertragung einer Schuld entrichten müsste, normiert. Hierzu wird grundsätzlich eine gewöhnliche Transaktion zwischen beliebigen Marktteilnehmern am liquidesten Markt unterstellt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts hat auf einer hypothetischen Transaktion zu beruhen; das Vorliegen einer tatsächlichen Veräußerungs- bzw. Übertragungsabsicht ist grundsätzlich unbeachtlich. IFRS 13 enthält weiters Konkretisierungen der Grundregeln für bestimmte Bewertungssachverhalte, definiert eine Hierarchie der bewertungsrelevanten Inputfaktoren – die sogenannten Levels werden dabei de facto aus IFRS 7 übernommen –, beschreibt Bewertungsmethoden und vereinheitlicht bzw. erweitert die erforderlichen Anhangsangaben. Die Anwendung dieses neuen Standards führte zu zusätzlichen Anhangsangaben im vorliegenden Konzernabschluss von VERBUND.

Das IASB hat weiters Standards verabschiedet, die von VERBUND in der Berichtsperiode 2013 (noch) nicht angewendet worden sind, weil entweder die Übernahme in den Rechtsbestand der Europäischen Union noch aussteht oder sie noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Neue, aber noch nicht anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Neue, aber noch nicht anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht
durch
das IASB
(übernommen
von der EU)1
Pflicht
zur Anwendung
für VERBUND
Voraussichtliche Auswirkungen
auf den Konzernabschluss
von VERBUND
IAS 19 Änderungen:
Leistungsorientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge
21.11.2013
(für Q3/2014
erwartet)
1.1.2015 Keine
IAS 27 Einzelabschlüsse 12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2014 Keine
IAS 28 Anteile an assoziierten
Unternehmen und
Gemeinschafts
unternehmen
12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2014 Keine
IFRS 9 Finanzinstrumente 12.11.2009,
28.10.2010,
16.12.2011 und
19.11.2013
(zurückgestellt)
nicht vor
1.1.2017
werden derzeit untersucht
IFRS 10 Konzernabschlüsse 12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2014 Keine
Standard bzw. Interpretation Veröffentlicht
durch
das IASB
(übernommen
von der EU)1
Pflicht
zur Anwendung
für VERBUND
Voraussichtliche Auswirkungen
auf den Konzernabschluss
von VERBUND
IFRS 11 Gemeinschaftliche
Vereinbarungen
12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2014 Einstufung eines bisher als
Gemeinschaftsunternehmen
behandelten eigenständigen
Vehikels als gemeinschaftliche
Tätigkeit und damit Übergang
von der Bilanzierung nach der
Equity-Methode zum Einbezug
von anteiligem Vermögen,
Schulden, Erlösen und
Aufwendungen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen
12.5.2011
(11.12.2012)
1.1.2014 Zusätzliche Anhangsangaben
IFRS 10
IFRS 11
IFRS 12
Änderungen:
Konzernabschlüsse,
gemeinschaftliche
Vereinbarungen und
Angaben zu Anteilen an
anderen Unternehmen:
Übergangsleitlinen
28.6.2012
(4.4.2013)
1.1.2014 Keine
IFRS 10
IFRS 12
IAS 27
Änderungen:
Kapitalanlage
gesellschaften
31.10.2012
(20.11.2013)
1.1.2014 Keine
IFRS 14 Regulatorische
Abgrenzungsposten
30.1.2014
(für Q1/2015
erwartet)
1.1.2016 Keine
IFRIC 21 Abgaben 20.5.2013
(für Q2/2014
erwartet)
1.1.2014 Keine
Diverse Jährliche Verbesserungen
an den IFRS
Zyklus 2010 – 2012
12.12.2013
(für Q3/2014
erwartet)
1.1.2015 Keine
Diverse Jährliche Verbesserungen
an den IFRS
Zyklus 2011 – 2013
12.12.2013
(für Q3/2014
erwartet)
1.1.2015 Keine

Neue, aber noch nicht anzuwendende bzw. angewendete Bilanzierungsregeln

Grundlage: EU Endorsement Status Report vom 30.1.2014

Durch IFRS 11 werden die Bilanzierungsregeln für Gemeinschaftsunternehmen, gemeinschaftliche Tätigkeiten und gemeinschaftlich geführtes Vermögen in IAS 31 und jene für nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen in SIC 13 ersetzt; IAS 28 wird aufgrund dessen umbenannt. IFRS 11 eliminiert das Wahlrecht, Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen quotal zu konsolidieren; diese sind in Zukunft verpflichtend nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Darüber hinaus werden Gemeinschaftsunternehmen klarer gegenüber gemeinschaftlichen Tätigkeiten – diese umfassen nunmehr auch gemeinschaftlich geführtes Vermögen – abgegrenzt. Haben die Partnerunternehmen eines gemeinschaftlich geführten Unternehmens aufgrund der Rechtsform, der vertraglichen Vereinbarung oder sonstiger Sachverhalte und Umstände unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten des gemeinschaftlich geführten Unternehmens bzw. Verpflichtungen aus dessen Schulden, so liegt in Zukunft kein Gemeinschaftsunternehmen, sondern eine gemeinschaftliche Tätigkeit vor. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind die Vermögenswerte und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen anteilig im IFRS-Konzernabschluss des Partnerunternehmens zu erfassen. Bis dato wurden bei VERBUND sämtliche Beteiligungen an Unternehmen, deren Führung gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnerunternehmen ausgeübt wird, nach der Equity-Methode bilanziert. Die Existenz von Stromlieferverträgen, welche die Partnerunternehmen des gemeinschaftlich geführten Unternehmens im Wesentlichen pro rata zum Bezug des von diesem erzeugten Stroms berechtigen, liefert allerdings einen Anhaltspunkt dafür, dass eine gemeinschaftliche Tätigkeit (und kein Gemeinschaftsunternehmen) vorliegt. Gemäß den Kriterien von IFRS 11 sind bis auf eine Beteiligung auch zukünftig alle Beteiligungen an Unternehmen, deren Führung gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnerunternehmen ausgeübt wird, als Gemeinschaftsunternehmen einzustufen und damit weiterhin nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Die Beteiligung an der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft (Kapitalbeteiligung VERBUND :Energie AG im Verhältnis 50:50) ist aufgrund der Sachverhalte und Umstände, dass die Tätigkeit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft ausschließlich auf die Belieferung der beiden Parteien mit dem produzierten Strom zu Produktionskosten (inkl. einer fixen Gewinnmarge) ausgerichtet ist und deshalb die seitens der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft eingegangenen Schulden im Wesentlichen nur durch die Zahlungsströme beglichen werden können, die ihr aus dem Verkauf des Stroms an die Parteien zufließen, als gemeinsame Tätigkeit einzustufen. Dies hat zur Folge, dass die Ennskraftwerke Aktiengesellschaft zukünftig nicht mehr nach der Equity-Methode zu bilanzieren ist. In den Konzernabschluss von VERBUND ist der VERBUND zuzurechnende Anteil an Vermögen und Schulden bzw. Erlösen und Aufwendungen aufzunehmen. Maßgeblich für die Höhe des Anteils ist dabei das Verhältnis der Stromlieferungen an die beiden Parteien. Die Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besitzt und betreibt 12 Wasserkraftwerke entlang der Enns und Steyr. Das Verhältnis der Stromlieferungen an die beiden Parteien unterscheidet sich von Kraftwerk zu Kraftwerk. Aus Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten werden die Vermögenswerte und Schulden bzw. Erlöse und Aufwendungen der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft auf Basis des durchschnittlichen Verhältnisses der gesamten Stromlieferungen (VERBUND 62% und Energie AG 38%) in den Konzernabschluss von VERBUND aufgenommen werden. Die Umstellung der Bilanzierungsmethode hat im Jahr 2014 retrospektiv zu erfolgen. Für die aktuelle Berichtsperiode werden sich voraussichtlich folgende Korrekturbeträge ergeben (für die Berichtsperiode 2014 werden Korrekturbeträge in ähnlicher Höhe erwartet):

Korrekturbeträge für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. €
2013
Umsatzerlöse – 1,6
Operatives Ergebnis 3,0
Finanzergebnis – 1,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 1,8
Periodenergebnis 1,1
Den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen (Konzernergebnis) 1,1
Ergebnis je Aktie in € 0,0
Korrekturbeträge für die Posten der Bilanz in Mio. €
1.1.2013 31.12.2013
Langfristiges Vermögen 25,6 47,4
Kurzfristiges Vermögen 0,4 – 22,6
Aktiva 26,0 24,8
Eigenkapital 6,7 8,5
Langfristige Schulden 16,2 16,2
Kurzfristige Schulden 3,1 0,1
Passiva 26,0 24,8

Durch IFRS 12 werden die Anhangsangaben zu Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie zu strukturierten Unternehmen in einem umfassenden Standard zusammengefasst. Die derzeit erforderlichen Anhangsangaben gemäß IAS 27, IAS 28 und IAS 31 werden insbesondere um Anhangsangaben zu den wesentlichen Prämissen und Ermessensentscheidungen bei der Festlegung des Konsolidierungskreises erweitert. Die Anwendung dieses neuen Standards wird zu zusätzlichen Anhangsangaben im Konzernabschluss von VERBUND führen.

Geänderter Ausweis

Um die Darstellung der Vermögenslage zu verbessern, wurde der Abgrenzungsposten für ausstehende Rechnungen für Investitionen von den übrigen sonstigen Rückstellungen in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert. In der Berichts- und Vergleichsperiode ergaben sich folgende Korrekturbeträge:

Korrekturbeträge für die Posten der Bilanz in Mio. €
31.12.2012 31.12.2013
Kurzfristige Schulden 0,0 0,0
Rückstellungen – 96,1 – 101,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
96,1 101,0

Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte

Bei der Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses ist die übertragene Gegenleistung (zuzüglich etwaiger nicht beherrschender Anteile und einer etwaigen bereits zuvor von VERBUND gehaltenen Beteiligung) dem beizulegenden Zeitwert des übernommenen Nettovermögens gegenüberzustellen, um einen allfälligen Unterschiedsbetrag aus dem Unternehmenszusammenschluss zu ermitteln. Ist dieser positiv, so handelt es sich um einen Firmenwert; ist dieser negativ, so ist die Ermittlung der Wertansätze der Einflussgrößen auf den Unterschiedsbetrag zu überprüfen. Sofern auch

nach der Überprüfung ein negativer Unterschiedsbetrag verbleibt, ist dieser ergebniswirksam zu erfassen. Firmenwerte sind gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung zu unterziehen. Für diesen Zweck sind sie auf jene zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu verteilen, die erwartungsgemäß von den infolge eines Unternehmenszusammenschlusses entstehenden Synergien profitieren werden. Diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen der untersten organisatorischen Ebene, auf der das Management von VERBUND den Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht. Wenn Firmenwerte nicht ohne Willkür einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen werden können, kann diese unterste

Ebene auch mehrere zahlungsmittelgenerierende Einheiten, auf die sich die Firmenwerte zwar beziehen, denen sie jedoch nicht zugeordnet werden können, umfassen. Die Werthaltigkeitsprüfung eines Firmenwerts erfolgt, indem der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem Buchwert einschließlich Firmenwert verglichen wird. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, so ist zunächst der Firmenwert abzuschreiben; gegebenenfalls verbleibende Wertminderungen reduzieren pro rata die Buchwerte der anderen Vermögenswerte. Firmenwertabschreibungen dürfen in Folgeperioden nicht mehr rückgängig gemacht werden. Die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgt bei VERBUND grundsätzlich aufbauend auf der Mittelfristplanung im Quartal 4 der jeweiligen Berichtsperiode. Zusätzlich zur jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitsprüfung erfolgt zum Bilanzstichtag eines jeden Konzernzwischenabschlusses (und gegebenenfalls auch zum Ende der Berichtsperiode) eine qualitativ ausgerichtete Analyse, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen. Werden dabei Anhaltspunkte für eine Wertminderung erkannt, erfolgt eine

(zusätzliche) Werthaltigkeitsprüfung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 zu Anschaffungskosten und, sofern ihre Nutzungsdauer nicht als unbestimmbar klassifiziert wird, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen bewertet. Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen 10 bis 20 Jahre; Software wird über 4 Jahre abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten angesetzt und jährlich auf ihre

Werthaltigkeit überprüft, sind aber für den Konzernabschluss von VERBUND unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungskosten von VERBUND betrugen in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 6,1 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €). Forschungskosten werden in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst; Entwicklungskosten sind hingegen gemäß IAS 38 unter bestimmten Voraussetzungen als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu aktivieren und in der Folge über ihre Nutzungsdauer abzuschreiben. Im Konzernabschluss von VERBUND werden Entwicklungskosten mangels Erfüllung der entsprechenden Ansatzkriterien bzw. mangels betragsmäßiger Wesentlichkeit in der Berichtsperiode ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. Solange immaterielle Vermögenswerte noch nicht zur Nutzung zur Verfügung stehen, ist deren Werthaltigkeit jährlich zu überprüfen.

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten (einschließlich aktivierungspflichtiger Rückbau- und Stilllegungskosten) abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und allfälliger Wertminderungen bewertet.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden bei Vorliegen eines qualifizierten Vermögenswerts aktiviert. Gemäß den Bilanzierungsregeln von VERBUND entsteht aus einem Projekt nur dann ein qualifizierter Vermögenswert, wenn die Errichtungsdauer mindestens 12 Monate beträgt. Insoweit eine spezifische Fremdfinanzierung des qualifizierten Vermögenswerts vorliegt, werden die tatsächlichen Fremdkapitalkosten (abzüglich der Veranlagungserträge aus etwaigen Zwischenveranlagungen) aktiviert. Erfolgt hingegen eine allgemeine Konzernfinanzierung, so werden die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten aktiviert. Die monatsgenau ermittelten durchschnittlichen Fremdkapitalkosten von VERBUND betrugen in der Berichtsperiode 2013 rund 4,2% (Vorjahr: rund 4,4%).

Sachanlagen

Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen orientieren sich an den erwarteten Nutzungsdauern ihrer Komponenten. Im Einzelnen werden folgende Nutzungsdauern verwendet:

Nutzungsdauer in Jahren
Wohn-, Geschäfts- und Betriebsgebäude, sonstige betriebliche Baulichkeiten 20 – 50
Wasserbauten 75
Maschinelle Anlagen 6 – 75
Elektrische Anlagen 5 – 33
Leitungen 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 10

Geleaste Vermögenswerte

Trägt VERBUND bei einem geleasten Vermögenswert alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem, wird der Vermögenswert zum Barwert der Mindestleasingzahlungen (oder gegebenenfalls zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert) im langfristigen Vermögen angesetzt. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit passiviert. Der Vermögenswert wird über die erwartete Nutzungsdauer oder gegebenenfalls über die kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinssatzmethode fortgeführt.

Alle übrigen Mietverträge, bei denen VERBUND als Leasingnehmer auftritt, werden als Operating-Leasingverhältnisse bilanziert. Die Leasingzahlungen werden grundsätzlich linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse als Ertrag bzw. Aufwand erfasst.

Werthaltigkeit von nicht finanziellen Vermögenswerten

Gemäß IAS 36 wird insbesondere bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten die Werthaltigkeit der Buchwerte überprüft, wenn Anhaltspunkte für eine Wertminderung erkannt werden. Für Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht zur Nutzung zur Verfügung stehen, ist zumindest jährlich eine Werthaltigkeitsprüfung durchzuführen – unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt oder nicht (siehe: Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte). Ein Vermögenswert bzw. eine zahlungsmittelgenerierende Einheit ist dann wertgemindert, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit

übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Beizulegende Zeitwerte sind primär marktpreisorientiert zu ermitteln und können, der Bewertungshierarchie in IFRS 13 entsprechend, beispielsweise auf vorliegende bindende Kaufangebote, die sekundäre Preisbildung auf aktiven Märkten oder vergleichbare zeitnahe Transaktionen innerhalb der Branche abstellen. Ist die Anwendung marktpreisorientierter Verfahren nicht möglich, kommen kapitalwertorientierte Verfahren zur Anwendung. Gesetzt den Fall, dass kapitalwertorientierte Verfahren angewendet werden, kommt die Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) zum Einsatz. Künftige Erweiterungsinvestitionen und Restrukturierungsausgaben werden dabei in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einbezogen. Als Preisgerüst werden in den ersten 3 Jahren des Planungszeitraums Preisnotierungen für Energiefutures verwendet. Ab dem siebenten Jahr des Planungszeitraums werden die durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft herangezogen. Im Zeitraum dazwischen erfolgt (durch lineare Interpolation) ein Heranführen des Preisniveaus für Strom, Erdgas und Emissionszertifikate an die Energiepreisprognosen. Für die Extrapolation dieser Strompreisprognosen (ab dem 23. Jahr des Planungszeitraums) wird von einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 2,0% ausgegangen. Nutzungswerte werden im Regelfall mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren bestimmt. Hierbei kommt die Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) zum Einsatz. Das Preisgerüst wird durch das VERBUND Energy Market Model (VEMM) determiniert. Das VEMM ist ein energiewirtschaftliches Simulationswerkzeug zur Erstellung mittel- und langfristiger Strom- und Erdgaspreisszenarien für Energiemärkte. Die Cashflows werden grundsätzlich aus den aktuellen, vom Management genehmigten Mittelfristplanungen abgeleitet. In Einklang mit IAS 36 wird sichergestellt, dass künftige Erweiterungsinvestitionen und Restrukturierungsausgaben (ohne bestehende Verpflichtung) nicht in die Nutzungswertermittlung einbezogen werden. Der Diskontierungszinssatz ist ein Nach-Steuer-Zinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen, den Zeitwert des Geldes und die spezifischen Risiken des Vermögenswerts (oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) widerspiegelt; die Ermittlung des entsprechenden Vor-Steuer-Zinssatzes erfolgt iterativ. Gesetzt den Fall, dass eine Wertminderung in einer Folgeperiode nicht mehr gegeben ist, ist eine ergebniswirksame Wertaufholung zu erfassen. Sowohl Wertminderungen als auch Wertaufholungen werden ergebniswirksam erfasst, in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Segmentberichterstattung in den Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen ausgewiesen und im Anhang erläutert. Betreffen Wertminderungen bzw. Wertaufholung nicht fortzuführende Aktivitäten, werden diese im Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten ausgewiesen und im Anhang erläutert.

Anteile an (mangels Wesentlichkeit) nicht konsolidierten Tochterunternehmen, nicht nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten bzw. Gemeinschaftsunternehmen sowie sonstige Beteiligungen werden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und

grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet. Jene Beteiligungen, für die der beizulegende Zeitwert nicht aus vergleichbaren zeitnahen Transaktionen in der Berichtsperiode abgeleitet werden kann bzw. für die eine Zeitwertbewertung mittels Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) aufgrund nicht verlässlich ermittelbarer Cashflows zu

unterlassen ist, werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert. Die Beteiligungsbuchwerte von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden gemäß IAS 28 entsprechend der Beteiligungsquote von VERBUND spiegelbildlich zu den Reinvermögensänderungen beim Beteiligungsunternehmen fortgeführt. Diese Fortführung des anteiligen Eigenkapitals erfolgt zeitversetzt um maximal ein Quartal im Nachhinein (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung). Die Beteiligungsbuchwerte werden dabei um die VERBUND zustehenden Anteile am Periodenergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie um Dividenden, Eliminierungen wesentlicher Zwischenergebnisse und die Fortführung von Zeitwertanpassungen aus stillen Reserven und Lasten, die anlässlich von Anteilserwerben aufgedeckt worden sind, erhöht oder vermindert. Im Beteiligungsbuchwert enthaltene Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben (siehe: Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte) und gemäß IAS 28 weder gesondert ausgewiesen noch gemäß IAS 36 jährlich auf Werthaltigkeit getestet. Wenn der Anteil von VERBUND an Verlusten einer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung dem Buchwert der Beteiligung entspricht bzw. diesen übersteigt, werden weitere Verluste nur in dem Umfang berücksichtigt und als Schuld angesetzt, wie rechtliche oder faktische Verpflichtungen eingegangen oder Zahlungen für die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung geleistet wurden. Der Buchwert der Beteiligung umfasst dabei den nach der Equity-Methode ermittelten Anteil zuzüglich sämtlicher langfristiger Anteile, die dem wirtschaftlichen Gehalt nach der Nettoinvestition in die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung zuzuordnen sind.

Beteiligungen

Werthaltigkeit von Beteiligungen

Zum Bilanzstichtag wird für Nettoinvestitionen in assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen sowie für sonstige Beteiligungen überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung im Sinne von IAS 39 vorliegen (siehe: Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte). Wenn solche vorliegen, ist für die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen eine Werthaltigkeitsprüfung nach Maßgabe von IAS 36 durchzuführen.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt anhand des erzielbaren Betrags, welcher den höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert darstellt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung werden in erster Linie marktpreisorientierte Verfahren und alternativ kapitalwertorientierte Verfahren verwendet. Sofern letztgenannte angewendet werden, werden seitens VERBUND der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts die besten verfügbaren Informationen zugrunde gelegt, die ein hypothetischer Erwerber in einer Transaktion zu Marktbedingungen heranziehen würde. Zur Ermittlung des Nutzungswerts wird in der Regel der auf VERBUND entfallende anteilige Barwert der geschätzten, zukünftig vom assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen als Ganzem erzielbaren Cashflows herangezogen.

Finanzanlagen und Ausleihungen

Die Finanzanlagen und langfristigen sonstigen Forderungen umfassen im Wesentlichen Schuldtitel und Investmentfondsanteile sowie Veranlagungen aus vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen, deren B-Loans jedoch fortgeführt wurden. Mithilfe der Effektivzinssatzmethode ermittelte

Zinserträge werden ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Die Schuldtitel und Investmentfondsanteile werden als "zur Veräußerung verfügbar" (Available for Sale) klassifiziert. In diese Kategorie fallen Finanzinstrumente grundsätzlich dann, sofern sie weder "Kredite und Forderungen" darstellen noch "bis zur Endfälligkeit gehalten" werden noch "ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" bewertet werden. Käufe und Verkäufe von Finanzanlagen werden zum Handelstag bilanziert. Der Wertansatz in der Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel auf Basis von Börsenkursen ermittelt wird. Es handelt sich somit um Stufe-1-Bewertungen im Sinne von IFRS 13. Sofern Preise auf aktiven Märkten nicht verfügbar sind, werden die beizulegenden Zeitwerte mithilfe anerkannter Bewertungsmodelle auf Basis von beobachtbaren Inputdaten ermittelt, die entweder direkt (auf der Basis von Marktpreisen) oder indirekt (abgeleitet von Marktpreisen) bestimmt werden (Stufe-2-Bewertungen). Marktinduzierte Wertänderungen werden gemäß IAS 39 bis zur Veräußerung oder bis zu allfälligen Wertminderungen ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Etwaige Wertminderungen werden hingegen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung

erfasst (siehe: Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte). Die verzinslichen Ausleihungen werden als "Kredite und Forderungen" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen nach der Effektivzinssatzmethode bewertet. Im Fall von Wertminderungen erfolgt die Bewertung mit dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten Rückzahlungen. Die ehemals in Zusammenhang mit Cross-Border-Leasing-Transaktionen erworbenen Medium-Term-Notes werden ebenfalls als

"Kredite und Forderungen" klassifiziert. Die Wertpapiere und Ausleihungen, die mit vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen in Zusammenhang stehen, deren B-Loans jedoch fortgeführt wurden, werden zusammen mit den dazugehörigen Finanzverbindlichkeiten im Konzernabschluss von VERBUND als bilanziell geschlossene Positionen bezeichnet (siehe: Cross-Border-Leasing-Transaktionen).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen werden als "Kredite und Forderungen" klassifiziert und gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für deren erwartete uneinbringliche Bestandteile bilanziert. Im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung werden die Forderungen, für die ein potenzieller Wertminderungsbedarf besteht, anhand vergleichbarer Ausfallsrisikoeigenschaften (insbesondere der Außenstandsdauer) gruppiert, gemeinsam auf Werthaltigkeit getestet und gegebenenfalls ergebniswirksam wertberichtigt. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung

der betreffenden Forderungen. Die kurzfristigen sonstigen Forderungen enthalten Derivate und Sicherungsinstrumente aus dem Finanz- und Energiebereich sowie Zwischenveranlagungen in Form von Geldmarktgeschäften. Letztere werden als "Kredite und Forderungen" klassifiziert. Die in den kurzfristigen sonstigen Forderungen enthaltenen sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Darüber hinaus beinhalten die sonstigen kurzfristigen Forderungen die Bestände an Emissionszertifikaten (siehe: Emissionszertifikate).

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht als "ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert werden, dahingehend untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise im Sinne von IAS 39 auf eine Wertminderung hindeuten. Solche Anhaltspunkte wären z.B. erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Emittenten, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner oder Emittenten, der Wegfall eines aktiven Marktes für den finanziellen Vermögenswert oder eine bedeutende nachteilige Veränderung des technologischen, ökonomischen oder rechtlichen Umfelds bzw. des Marktumfelds

des Schuldners oder Emittenten. Im Fall von Eigenkapitalinstrumenten, die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifiziert werden, ist insbesondere ein signifikanter (mehr als 20%iger) oder länger (mehr als 9 Monate) anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten als objektiver Hinweis auf eine Wertminderung anzusehen. Liegt eine Wertminderung vor, so wird diese ergebniswirksam erfasst.

Die Bilanzierung von Emissionszertifikaten, die VERBUND zum Verbrauch in Zusammenhang mit dem CO2-Ausstoß thermischer Kraftwerke hält, erfolgt unter Beachtung der Bilanzierungsregeln gemäß

IAS 38, IAS 20 und IAS 37. Die Emissionszertifikate werden am Tag der Zuteilung bzw. Anschaffung zum beizulegenden Zeitwert (im Fall von unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikaten) oder zu den Anschaffungskosten (im Fall von entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten) bilanziert. Für unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate wird in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts (Level 1) – hierfür ist grundsätzlich der Börsenkurs an der European Energy Exchange (EEX) maßgeblich – ein Passivposten für den erhaltenen Zuschuss gebildet, der anlässlich des Verbrauchs, der Abschreibung oder der Veräußerung von Emissionszertifikaten ergebniswirksam im Brennstoffeinsatz aufgelöst wird. Der CO2-Ausstoß führt zu einem "Verbrauch" von Emissionszertifikaten, der nach dem gewogenen Durchschnittspreisverfahren bewertet und ergebniswirksam im Brennstoffeinsatz erfasst wird. Die Rückgabeverpflichtung wird durch eine sonstige Verbindlichkeit in korrespondierender Höhe berücksichtigt. Bei einer Unterdeckung bildet Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte

Emissionszertifikate

VERBUND eine zusätzliche Rückstellung in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der fehlenden Emissions-

zertifikate. Die Bewertung von Emissionszertifikaten, die VERBUND zu Handelszwecken hält, erfolgt ergebniswirksam in den sonstigen Erlösen. Gemäß der Ausnahmeregelung für Rohstoff- und Warenhändler (Brokerage Exemption) bildet den Bewertungsmaßstab dabei der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Die Bewertung der Vorräte an den Primärenergieträgern Erdgas, Kohle und Heizöl sowie an Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt zu den Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Letzterer ergibt sich aus den geplanten Stromerlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. Die Ermittlung des Einsatzes an Primärenergieträgern und an Roh-, Hilfs- und Vorräte

Betriebsstoffen erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Die Bewertung von Vorräten an Erdgas, die VERBUND zu Handelszwecken hält, erfolgt ergebniswirksam in den sonstigen Erlösen. Gemäß der Ausnahmeregelung für Rohstoff- und Warenhändler (Brokerage Exemption) bildet den Bewertungsmaßstab dabei der beizulegende Zeitwert (Level 1) abzüglich Veräußerungskosten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenpreis für Frontmonat-Gasforwards am Central European Gas Hub (CEGH) bzw. an der NetConnect Germany (NCG).

Herkunftsnachweisbzw. Grünstromzertifikate Die Bilanzierung von gewährten Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikaten, die von VERBUND zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden, erfolgt unter Beachtung der Bilanzierungsregeln gemäß IAS 2 und IAS 20. Die Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikate werden bei Erwerb des Rechtsanspruchs (i.d.R. Produktion von Strom in zertifizierten Kraftwerken) als Vorrat erfasst. Der Ertrag aus der Zuteilung der Zertifikate wird saldiert mit der Bestandsveränderung aus dem Abgang von Zertifikaten in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Folgebewertung erfolgt ggf. zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Erlöse aus dem Verkauf von Herkunftsnachweis- oder Grünstromzertifikaten werden in den sonstigen Umsatzerlösen erfasst.

"Zur Veräußerung gehaltene" Vermögenswerte und nicht fortzuführende Aktivitäten Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung bzw. nicht fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Unmittelbar vor der Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" werden die Vermögenswerte oder Bestandteile einer Veräußerungsgruppe gemäß den sonstigen Rechnungslegungsmethoden des Konzerns neu bewertet. Danach werden die Vermögenswerte bzw. die Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert

und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Als nicht fortzuführende Aktivitäten werden Geschäftsbereiche von VERBUND bezeichnet, die (inklusive ihrer Cashflows) vom restlichen Konzern klar abgegrenzt werden können und die einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellen, Teil eines einzelnen abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs sind, oder ein Tochterunternehmen darstellen, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde. Eine Einstufung als nicht fortzuführende Aktivität erfolgt bei Veräußerung oder sobald der Geschäftsbereich die Kriterien für eine Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" erfüllt, wenn dies früher der Fall ist. Wenn ein Geschäftsbereich als nicht fortzuführende Aktivitäten eingestuft wird, werden die Vergleichsinformationen in Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung so angepasst, als ob der Geschäftsbereich von Beginn der Vergleichsperiode an als nicht fortzuführende Aktivität eingestuft worden wäre.

Finanzielle Schulden werden bei Zuzählung mit ihrem beizulegenden Zeitwert (unter Einbeziehung von Transaktionskosten, die direkt der Emission zuzurechnen sind) erfasst. Dieser entspricht in der Regel dem tatsächlich zugeflossenen Betrag. Etwaige Agien, Disagien oder sonstige Unterschiede zwischen dem zugeflossenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag werden durch Anwendung der Effektivzinssatzmethode über die Laufzeit der Finanzierung verteilt und periodengerecht im Zinsaufwand ausgewiesen.

Einzelne Finanzverbindlichkeiten, die ursprünglich in Zusammenhang mit Cross-Border-Leasing-Transaktionen entstanden sind (siehe: Cross-Border-Leasing-Transaktionen), wurden mithilfe der sogenannten Fair-Value-Option beim erstmaligen Ansatz als "ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert. Dadurch konnten Inkongruenzen, die sich andernfalls bei der Bewertung ergeben hätten, beseitigt werden (siehe: Finanzinstrumente und Risikomanagement).

Eine Finanzgarantie im Sinne von IAS 39 ist ein Vertrag, durch den sich der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, falls ein

bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß nachkommt. Ist VERBUND der Garantiegeber, so wird die Forderung gegenüber dem Schuldner aus den zu leistenden Garantieentgelten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt; gleichzeitig kommt es zur Passivierung einer Garantieverbindlichkeit in derselben Höhe. Die Forderungen aus zu leistenden Garantieentgelten werden als "Kredite und Forderungen" klassifiziert und mithilfe der Effektivzinssatzmethode fortgeführt. Die Garantieverbindlichkeiten werden zum höheren Betrag aus dem entsprechend den Bilanzierungsregeln für Rückstellungen gemäß IAS 37 anzusetzenden Wert und dem Zugangswert abzüglich kumulierter, gemäß IAS 18 bereits ergebniswirksam erfasster Amortisationen (zu fortgeführten Anschaf-

fungskosten) bewertet. Ist VERBUND hingegen der Garantienehmer, so liegen regelmäßig nicht bilanzierungsfähige Eventualforderungen vor.

Werden Netztarife durch einen Regulator auf Basis von Kosten- bzw. Erlösschätzungen festgelegt und Minder- oder Mehrkosten bzw. -erlöse aus der Vergangenheit bei der Tariffestsetzung in der Zukunft berücksichtigt, so ist der Netzbetreiber berechtigt, Mehrkosten bzw. Mindererlöse in zukünftigen Jahren von den Netznutzern im Wege höherer Tarife abgegolten zu bekommen, oder verpflichtet, Minderkosten bzw. Mehrerlöse den Netznutzern im Wege niedrigerer Tarife rückzuvergüten. Solche Ansprüche bzw. Verpflichtungen werden als regulatorische Vermögenswerte bzw. Schulden bezeichnet. Regulatorische Vermögenswerte und Schulden sind in den meisten Fällen mangels Erfüllung der allgemeinen Ansatz-

kriterien in den IFRS nicht bilanzierungsfähig. VERBUND ist mit seinem Geschäftssegment "Netz" einem solchen durch die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) regulierten Tarifregime unterworfen. Im Konzernabschluss von VERBUND werden, so die allgemeinen Ansatzkriterien in den IFRS nicht erfüllt sind, weder regulatorische Vermögenswerte aktiviert noch regulatorische Schulden passiviert.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzgarantien

Regulatorische Vermögenswerte und Schulden

Pensionsverpflichtungen, pensionsähnliche Verpflichtungen, gesetzliche Abfertigungen und Altersteilzeitverpflichtungen Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen ist VERBUND unter bestimmten Voraussetzungen verpflichtet, Pensionszahlungen auf Endgehaltsbasis an (ehemalige) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach deren Eintreten in den Ruhestand zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen stand bis zum 31.12.2013 teilweise zweckgebundenes Pensionskassenvermögen der BAV Pensionskassen AG (Pensionskasse) gegenüber. Mit Wirkung vom 1.1.2014 wurde das Pensionskassenvermögen an die APK Pensionskasse AG übertragen, die seitdem für die Veranlagung verantwortlich ist. Zur Absicherung von Versorgungsansprüchen aus betrieblicher Altersversorgung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VERBUND Innkraftwerke GmbH und der Innwerk AG bestehen Treuhandlösungen (Contractual Trust Arrangement, CTA). Soweit die Verpflichtungen durch die Pensionskasse zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung seitens VERBUND; für das CTA bestehen keine Nachschussverpflichtungen. Sowohl das Pensionskassenvermögen als auch das CTA werden als Planvermögen im Sinne von IAS 19 bilanziert und mit den Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und

pensionsähnliche Verpflichtungen saldiert. Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) ermittelt, wobei Neubewertungen der Nettoschuld – dabei handelt es sich um versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bzw. Erträge des Planvermögens unter Ausschluss des erwarteten Zinsertrags –

im Entstehungsjahr im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Mit Ausnahme des Nettozinsaufwands werden sämtliche Aufwendungen (und Erträge) im Zusammenhang mit diesen Verpflichtungen als Personalaufwand erfasst. Der Nettozinsaufwand wird

im Zinsaufwand ausgewiesen. Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten zum 31.12.2013; als Rechnungsgrundlagen werden die "AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die

Pensionsversicherung – Pagler & Pagler" herangezogen. Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in Anteilen verschiedener Investmentfonds unter Beachtung der Bestimmungen des Pensionskassengesetzes bzw. den entsprechenden Verordnungen der Finanzmarktaufsicht (FMA). Die Veranlagung des Treuhandvermögens durch den Helaba Pension Trust e.V. erfolgt ebenfalls in Form von Investment-

fondsanteilen. Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen den Arbeitgeberanteil für die nach Pensionsantritt zu leistenden Prämien zur Krankenzusatzversicherung (KZV). Die Berechnung der Rückstellungen

erfolgt analog zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis bis zum 31.12.2002 begann, erhalten auf Basis österreichischer arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Höhe dieser Zahlung ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezugs abhängig. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der PUC-Methode mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren, wobei Neubewertungen der Nettoschuld sofort im sonstigen Ergebnis erfasst werden.

Für alle nach dem 31.12.2002 in Österreich beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegenüber dem Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53% des Bruttoentgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet; es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.

Im Rahmen von Altersteilzeitmodellen wird Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, vor dem Eintritt des ASVG-Pensionsanspruchs unter Entgeltfortzahlung bis zum gesetzlich geregelten Pensionsantrittsalter aus dem Unternehmen auszuscheiden. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der PUC-Methode, wobei Neubewertungen der Nettoschuld sofort ergebniswirksam realisiert werden. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensionsähnliche

Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden im Pensionsaufwand ausgewiesen. Zum Zweck der Absicherung von Wertguthaben aus Altersteilzeitmodellen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VERBUND Innkraftwerke GmbH und der Innwerk AG bestehen ebenfalls Treuhand-lösungen (Contractual Trust Arrangement, CTA). Eine Nachschussverpflichtung besteht nicht. Das CTA wird als Planvermögen im Sinne von IAS 19 bilanziert und mit der Rückstellung für Altersteil-

Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber außenstehenden Dritten vorliegen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Erfüllung wahrscheinlich zu einem zukünftigen Ressourcenabfluss führen wird. Hierzu muss die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden können. Sofern eine solche zuverlässige Schätzung nicht möglich ist, unterbleibt die Rückstellungsbildung. Die Bewertung der Rückstellung erfolgt zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag. Der Erfüllungsbetrag stellt die bestmögliche Schätzung jener Ausgabe dar, mit der eine gegenwärtige Verpflichtung am Bilanzstichtag erfüllt oder auf einen Dritten übertragen werden könnte. Dabei werden zukünftige Kostensteigerungen, die am Bilanzstichtag

absehbar und wahrscheinlich sind, berücksichtigt. Verpflichtungen, die aus dem Rückbau oder der Stilllegung von thermischen Kraftwerken und Windkraftanlagen resultieren, werden in der Berichtsperiode ihrer Entstehung mit ihren diskontierten Erfüllungsbeträgen als Rückstellung für Abbruchkosten passiviert; zugleich erhöhen sich grundsätzlich die Wertansätze für die Kraftwerksanlagen (siehe: Sachanlagen). In den Folgeperioden werden die aktivierten Rückbau- oder Stilllegungskosten über die (Rest-)Nutzungsdauer der Kraftwerksanlagen abgeschrieben; die Rückstellungen werden jährlich aufgezinst.

Drohverlustrückstellungen werden für erwartete Verluste aus sogenannten "belasteten" Verträgen gemäß IAS 37 gebildet. Sie werden in Höhe des unvermeidbaren Ressourcenabflusses angesetzt. Dies ist der geringere Betrag aus der Erfüllung des Vertrags und allfälligen Kompensationszahlungen bei Nichterfüllung. Die Erfassung von Wertminderungen auf mit dem "belasteten" Vertrag verbundene

Vermögenswerte geht jedoch der Erfassung von Drohverlustrückstellungen vor. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der Barwert des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags wesentlich von dessen Nominalwert abweicht, diskontiert. Gemäß den Bilanzierungs- und Bewertungsregeln von VERBUND werden grundsätzlich sämtliche Rückstellungen, deren Erfüllung mehr als 12 Monate in der Zukunft liegt, diskontiert. Der Diskontierungszinssatz ist ein an die schuldspezifischen Risiken angepasster Vor-Steuer-Zinssatz. Die Aufzinsungsbeträge werden als Zinsaufwand ausgewiesen; etwaige Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis erfasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dies gilt auch für die Sachleistungsverpflichtung aus einem 20-jährigen Stromliefervertrag, die in der Berichtsperiode 2009 aus dem Erwerb der Kraftwerksgruppe Inn GmbH (nunmehr VERBUND Innkraftwerke GmbH) entstanden ist. Diese Sachleistungsverpflichtung wird durch periodische Verzinsung erhöht und fortschreitend in jenem Ausmaß getilgt, in dem VERBUND durch Lieferung bzw. Zeitablauf von der Strom-

Rückstellungen

Sonstige Verbindlichkeiten

lieferverpflichtung frei wird. Im Zuge des Erwerbs (weiterer) bayrischer Wasserkraftwerkskapazitäten

erfolgte eine außerplanmäßige Tilgung von 60% der Verpflichtung (siehe: Unternehmenserwerbe). Ebenso wird die im Rahmen des Erwerbs (weiterer) bayrischer Wasserkraftwerkskapazitäten übernommene Verpflichtung zur unentgeltlichen Rückübertragung von 50% der Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an den Freistaat Bayern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der erwartete beizulegende Zeitwert der Anteile zum Rückübertragungszeitpunkt (31.12.2050) wird periodisch ermittelt und unter Anwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes (dieser entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zum Erwerbszeitpunkt) diskontiert. Änderungen bezüglich des erwarteten beizulegenden Zeitwerts der Anteile werden im übrigen Finanzergebnis erfasst.

Zuschüsse der öffentlichen Hand

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand mindern nicht die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Vermögenswerte, für die sie gewährt worden sind, sondern führen zur Bildung eines Passivpostens. Sie werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt, sofern hinreichend sicher ist, dass VERBUND die Voraussetzungen für die Gewährung des Zuschusses erfüllen und der Zuschuss tatsächlich gewährt werden wird. Der Passivposten wird ergebniswirksam über die erwartete Nutzungsdauer des

entsprechenden Vermögenswerts aufgelöst. Aufwands- bzw. Ertragszuschüsse der öffentlichen Hand führen ebenfalls zur Bildung eines Passivpostens, der entsprechend dem zeitlichen Anfall der dazugehörigen Aufwendungen periodengerecht aufgelöst wird.

Baukostenbeiträge, die VERBUND (insbesondere von Landesenergiegesellschaften) z.B. für Kraftwerksprojekte erhält, werden gemäß IFRIC 18 bilanziert. Die im Gegenzug gewährten Strombezugs- und Benützungsrechte führen zur Bildung eines Passivpostens, der entweder über die Vertragsdauer oder (mangels einer solchen) über die Nutzungsdauer der Anlagen ergebniswirksam aufgelöst wird. Die Auflösungsbeträge werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Baukostenbeiträge

Cross-Border-Leasing-Transaktionen In den Berichtsperioden 1999 bis 2001 schloss VERBUND mehrere Cross-Border-Leasing-Transaktionen ab. Dabei wurden Kraftwerke an amerikanische Investoren verleast und gleichzeitig wieder mittels

eines Finanzierungsleasingvertrags zurückgeleast. Bei den Transaktionen war eine vollständige bilanzielle Deckung der Verpflichtungen, sowohl für die Equity-Teile als auch für die Loan-Teile, durch die entsprechende Anschaffung von Wertpapieren (Zero-Coupons, Medium-Term-Notes) oder durch Ausleihungen an Finanzinstitute gegeben.

Mit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise im Laufe der Berichtsperiode 2008 veränderte sich das Risikoprofil der Cross-Border-Leasing-Transaktionen – im Wesentlichen durch Bonitätsverschlechterungen von Vertragsparteien (Banken und Versicherungen). Gleichzeitig erhöhte sich durch den gestiegenen Liquiditätsbedarf von amerikanischen Cross-Border-Leasing-Investoren sowie aufgrund von Einigungen dieser Investoren mit den amerikanischen Steuerbehörden hinsichtlich der anzuerkennenden Steuervorteile deren Bereitschaft, einzelne Transaktionen vorzeitig zu beenden.

In den Berichtsperioden 2009 und 2010 wurden insgesamt rund 85% des ursprünglichen Volumens an Cross-Border-Leasing-Transaktionen aufgelöst. Die letzte noch aufrechte Transaktion von VERBUND hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur (siehe: Sonstige Verpflichtungen und Risiken). Für den Barwertvorteil aus dieser Transaktion wurde ein Passivposten gebildet, der über die Vertragsdauer ergebniswirksam aufgelöst wird. Der Ausweis der Auflösungsbeträge erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die Auflösung der Cross-Border-Leasing-Transaktionen erfolgte zum Teil als vollständige Auflösung, das heißt, es wurden auch alle dazugehörigen Verbindlichkeiten (A-Loans und B-Loans) und Veranlagungen rückgeführt. Zum Teil erfolgten partielle Auflösungen, bei denen die Transaktionen mit den Investoren und die dazugehörigen A-Loans rückgeführt, die bestehenden B-Loans aber von VERBUND fortgeführt wurden. Die entsprechenden B-Payment-Undertaking-Agreements bzw. die entsprechenden Veranlagungen wurden in der Folge daher auch weitergeführt. Die bilanzielle Deckung ist somit weiterhin gegeben. Die Bewertung der in Fremdwährung (ausschließlich US-Dollar) bestehenden Salden erfolgt zum Stichtagskurs. Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung entsprechen einander sowohl

wertmäßig als auch valutarisch und werden gegeneinander aufgerechnet. Zur besseren Verständlichkeit werden im Anhang zum Konzernabschluss von VERBUND die aus vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen resultierenden Finanzanlagen und -verbindlichkeiten weiterhin gesondert dargestellt; sämtliche Positionen sind bilanziell geschlossen.

Der für die Berichtsperiode in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für vollkonsolidierte Tochterunternehmen aus deren steuerpflichtigen Einkommen und dem jeweils anzuwendenden Ertragsteuersatz errechneten laufenden Ertragsteuern sowie die

Veränderungen der latenten Steuerschulden und -erstattungsansprüche. Gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode zur Steuerabgrenzung in IAS 12 werden latente Steuern für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den steuerlichen Wertansätzen auf Ebene des Tochterunternehmens gebildet. Latente Steuerschulden und -erstattungsansprüche werden für temporäre Differenzen gebildet, die zu steuerpflichtigen oder abzugsfähigen Beträgen bei der Ermittlung von zu versteuernden Einkommen zukünftiger Berichtsperioden führen. Wahrscheinlich realisierbare Steuervorteile aus noch nicht genutzten Verlustvorträgen werden in die Ermittlung der Steuerabgrenzungen miteinbezogen. Firmenwerte, die im Rahmen der Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen entstehen, führen zu keinen Steuerabgrenzungen; temporäre Differenzen, die aus der steuerlichen Abschreibbarkeit von Firmenwerten in Folgeperioden entstehen bzw. sich verändern, werden hingegen latenziert. Eine weitere Ausnahme von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden temporäre Unterschiede in Bezug auf

die Wertansätze von Beteiligungen, sofern diese nicht aus steuerwirksamen Abschreibungen resultieren. Zur Ermittlung der Steuerabgrenzungen sind jene Ertragsteuersätze anzuwenden, die erwartungsgemäß zu dem Zeitpunkt gelten werden, zu dem sich die temporären Differenzen wahrscheinlich wieder ausgleichen werden. Der auf die VERBUND AG anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt 25%. Für die vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden die folgenden Ertragsteuersätze (abhängig vom Sitzstaat) angewendet:

Ertragsteuern

Ertragsteuersätze der Tochterunternehmen in %

2012 2013
Österreich 25,0 25,0
Bulgarien 10,0 10,0
Deutschland – Personengesellschaften1 12,26 – 12,89 12,25 – 12,95
Deutschland – Kapitalgesellschaften2 27,5 27,5 – 28,92
Frankreich 33,33 33,33
Italien3 27,5 (+5,57) 27,5 (+5,57)
Rumänien 16,0 16,0
Spanien4 20,0 / 25,0 / 30,0 20,0 / 25,0 / 30,0

Die Gewerbesteuerbelastung hängt vom jeweiligen Hebesatz ab, der je nach Gemeinde unterschiedlich ist. // 2 Der angegebene Körperschaftsteuersatz umfasst auch den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer. // 3 Neben der Körperschaftsteuer existiert zusätzlich die Imposta regionale sulle attività produttive (IRAP) als regionale Steuer. // 4 In Spanien existiert ein gestaffelter Steuersatz.

Ab der Berichtsperiode 2005 hat VERBUND die vom Gesetzgeber mit dem Steuerreformgesetz 2005 eingeräumte Möglichkeit zur Bildung einer Unternehmensgruppe für steuerliche Zwecke in Anspruch

genommen; der Gruppenträger ist die VERBUND AG. In der Steuergruppe werden die Gruppenmitglieder vom Gruppenträger mit den auf sie entfallenden Körperschaftsteuerbeträgen mittels Steuerumlagen belastet. Im Verlustfall erfolgt auf diesem Wege bei inländischen Gruppenmitgliedern eine Gutschrift. Die Steuerumlagen werden nur bei wesentlichen Abweichungen im Nachhinein angepasst. Bei Verlustübernahmen von ausländischen Gruppenmitgliedern wird, sofern die Voraussetzungen für eine zukünftige Nachversteuerung voraussichtlich erfüllt werden, in Höhe der erwarteten zukünftigen Steuerzahlung eine Verbindlichkeit aus laufenden Steuerschulden erfasst. Eine Abzinsung der erwarteten zukünftigen Steuerzahlung erfolgt nicht.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Erfassung unrealisierter Bewertungsgewinne oder -verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, sofern nicht die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 erfüllt sind. In diesem Fall werden diese speziellen Bilanzierungsregeln angewendet. Die Anforderungen gemäß IAS 39 an die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften umfassen insbesondere die Dokumentation der Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft und der Sicherungsstrategie sowie die regelmäßige prospektive und retrospektive Effizienz-Messung. Ein Sicherungsgeschäft gilt als effizient, wenn sich die Zeitwertänderung des Sicherungsinstruments in einer Bandbreite von 80% bis 125% der gegenläufigen Zeitwertänderung des Grundgeschäfts bewegt.

Im Fall der Bilanzierung von sogenannten Fair-Value-Hedges werden das derivative Sicherungsinstrument und das Grundgeschäft (hinsichtlich des abgesicherten Risikos) ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird ein derivatives Finanzinstrument jedoch als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges eingesetzt, so werden die unrealisierten Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument zunächst im sonstigen Ergebnis bilanziert. Sie werden erst dann in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert ("recycelt"), wenn das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Werden hochwahrscheinliche zukünftige Transaktionen abgesichert, und führen diese Transaktionen in späteren Perioden zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit, so sind gemäß IAS 39 die bis zu diesem Zeitpunkt im sonstigen Ergebnis bilanzierten Beträge in jener Periode ergebniswirksam aufzulösen, in der auch der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die Transaktion zum Ansatz von nicht finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, werden die im sonstigen Ergebnis bilanzierten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswerts bzw. der Verbind-

lichkeit verrechnet (Basis Adjustment), was im Zugangszeitpunkt zu keinem Ergebniseffekt führt. Derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, solche mit negativem beizulegendem Zeitwert in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten oder den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Sogenannte Eigenverbrauchsverträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf von VERBUND abgeschlossen und in diesem Sinn gehalten werden, werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert (Own-use Exemption). Falls die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung eines solchen Eigenverbrauchsvertrags höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen daraus, ist für diesen Eigenverbrauchsvertrag eine Rückstellung gemäß IAS 37 zu bilden. Kommt es jedoch bei Lieferverträgen, die bis dato Eigenverbrauchsverträge darstellten, zu einem Nettoausgleich im Sinne von IAS 39, so sind die Befreiungsregelungen für Eigenverbrauchsverträge nicht länger anzuwenden, und die Lieferverträge sind als freistehende Derivate zu qualifizieren und ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren.

Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken werden im Finanzbereich einzelne derivative Finanzinstrumente (vor allem Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) eingesetzt. Abgesehen von den Derivativgeschäften in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen Positionen (siehe: Cross-Border-Leasing-Transaktionen) wurden Zinsswaps (Swaps von variabler auf fixe Verzinsung) abgeschlossen, um das bestehende Zinsniveau auch längerfristig abzusichern. Diese Zinsswaps wurden als Cashflow-Hedges designiert (siehe: Derivative Finanzinstrumente). Jene Zinsswaps hingegen, die auf der Ebene von Tochterunternehmen konzerninterne Finanzierungen absichern, werden im Konzernabschluss von

VERBUND als freistehende Derivate bilanziert. Bei einzelnen bilanziell geschlossenen Positionen (siehe: Cross-Border-Leasing-Transaktionen) führen die Veranlagungen zu variablen Erträgen, denen fixe Aufwendungen gegenüberstehen. Zur Risikovermeidung wurden für die entsprechenden Finanzverbindlichkeiten Zinsswaps abgeschlossen. Diese Zinsswaps weisen in puncto Zins- und Währungsrisiko ein Risikoprofil auf, das jenem der dazugehörigen Bilanzposten genau entgegengesetzt ist. Deswegen erfolgt als Ausgleich zur Zeitbewertung der Zinsswaps eine dem gesicherten Risiko entsprechende Buchwertanpassung der dazugehörigen

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus den jeweiligen Kursen (Fremdwährungswechselkurse und Zinskurven) am Bilanzstichtag. Hierbei handelt es sich um Stufe-2-

Bewertungen aus der Sicht von IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den VERBUND bei Auflösung des Geschäfts am Bilanzstichtag erhalten würde bzw. zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem die aktuellen Zinsniveaus, Yield-Kurven und das Kreditrisiko der Vertragspartner berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um Stufe-2-Bewertungen aus der Sicht von IFRS 13.

Sicherungsgeschäfte im Finanzbereich

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte derivativer Finanzinstrumente im Finanzbereich

Sicherungsgeschäfte im Energiebereich; Strom- und Gaskontrakte im Wholesale-Portfolio Im Rahmen der Bilanzierung von Cashflow-Hedges setzt VERBUND derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des Preisrisikos aus zukünftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäften ein. Als Sicherungs-

instrumente werden Forward- oder Futurekontrakte als Derivate im Sinne von IAS 39 eingesetzt. VERBUND überprüft monatlich, ob die kumulierte Wertänderung des Grundgeschäfts im Verhältnis zu der des Sicherungsgeschäfts in der von IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften geforderten Bandbreite von 80% bis 125% liegt. Etwaige in dieser Bandbreite liegende, aber von 100% abweichende ineffektive Teile der Zeitwertänderung des Sicherungsinstruments werden ergebniswirksam erfasst.

Nicht als Sicherungsinstrumente designierte Strom-, Gas- sowie CO2-Derivate werden dem Wholesale-

Portfolio zugeordnet und zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet. Die Zeitwertänderungen von Sicherungsinstrumenten, die im Rahmen von Cashflow-Hedges eingesetzt werden, werden bis zur Realisierung des Grundgeschäfts ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit einer Aufrechnungsvereinbarung vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktion für Zwecke der Bilanzierung saldiert (siehe: Finanzinstrumente und Risikomanagement). In der Folge werden die Bewertungseffekte mit dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft verrechnet; in Summe ist somit kein Ergebniseffekt zu erwarten.

Die Erfassung von Zeitwertänderungen von (freistehenden) Strom- sowie Gasderivaten im Wholesale-Portfolio, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert wurden, erfolgt abzüglich bereits realisierter Futures und nach Saldierung positiver und negativer Zeitwerte ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung (siehe: Finanzinstrumente und Risikomanagement). Diese Derivate umfassen auch Put-Optionen zur Absicherung der Erlöse aus Eigenerzeugung gegen Preisverfall.

Energiehandelskontrakte

Um die Optimierung der Eigenerzeugung bestmöglich zu gewährleisten, ist eine Präsenz von VERBUND auf den Handelsmärkten Voraussetzung. Dabei wird neben der wertschöpfungsmäßig dominanten Eigenstromvermarktung unter strikten Risikomanagementvorgaben auch ein Third-Party-Geschäft betrieben. Die Bewertung der Energiehandelskontrakte im Third-Party-Trading-Bereich (Future- und Forwardkontrakte für Strom, Gas und CO2) erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Das Ergebnis aus der Bewertung und Realisierung dieser derivativen Energiehandelskontrakte wird saldiert (netto) in den Strom- oder Gaserlösen bzw. in den sonstigen Umsatzerlösen (CO2) ausgewiesen.

Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten im Energiebereich

Die beizulegenden Zeitwerte der von VERBUND eingesetzten Future- und Forwardkontrakte können zu jedem Bilanzstichtag zuverlässig ermittelt werden, da für Futurekontrakte entsprechende Börsenkurse an den jeweiligen Börsen (European Energy Exchange (EEX), Intercontinental Exchange (ICE), Central European Gas Hub (CEGH)) vorliegen bzw. die Bewertung von Forwardkontrakten mit einer von Börsenkursen abgeleiteten Forwardpreiskurve unter Anwendung einer risikolosen Zinsstrukturkurve und Berücksichtigung des Kreditrisikos der Vertragspartner durchgeführt wird. Die Bewertung der von VERBUND eingesetzten Optionen erfolgt auf Basis der von Brokern (ICAP) bereitgestellten Marktinformationen zum jeweiligen Ultimo. Bei den Bewertungen von Strom-, Gas- und CO2- Futurekontrakten sowie von Optionen handelt es sich folglich um Stufe-1-Bewertungen gemäß IFRS 13; bei den Bewertungen von Strom-, Gas- und CO2-Forwardkontrakten sowie von Gasswaps handelt es sich grundsätzlich um Stufe-2-Bewertungen. Einzig bei der Bewertung des freistehenden Derivats aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach handelt es sich um eine Stufe-3- Bewertung gemäß IFRS 13.

Umsatzrealisierung

Die Realisierung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Lieferung an den Kunden bzw. mit Erfüllung der Leistung. Eine Lieferung gilt als erbracht, wenn gemäß den vertraglichen Vereinbarungen die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Käufer übergegangen sind, das Entgelt – dies ist der beizulegende Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung – vertraglich festgelegt und die Erfüllung der Forderung aus Lieferungen und Leistungen wahrscheinlich ist. Die Umsatzerlöse resultieren überwiegend aus den Verkäufen von Strom an Industrie- und Haushaltskunden, an Energieversorgungsunternehmen, Händler und Strombörsen sowie aus Netzleistungen. Umsatzerlöse aus Stromlieferungen an Großkunden werden ebenso wie die Erlöse aus dem Energiehandel und Netzleistungen zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Im Kleinkundensegment werden Erlöse erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Teillieferung erbracht worden ist. Die Umsatzerlöse aus Netzleistungen umfassen Erlöse aus nationalen Netztarifen, die seitens der Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) per Verordnung zur Abdeckung der Kosten des Netzes gewährt werden, Erlöse aus Versteigerungen der Kapazitäten an engpassbehafteten Grenzen und Erlöse aus der Inter-TSO-Compensation

(ITC) zum Ausgleich der internationalen Stromtransportkosten. Die Realisierungen von Standard-Terminkontrakten im Trading-Bereich, deren Hauptzweck nicht die finale physische Energielieferung, sondern die Bewirtschaftung einer Trading-Position ist, werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen, wobei die zugrunde liegenden Umsätze und Bezugskosten miteinander verrechnet und netto in den Umsatzerlösen dargestellt werden; dies entspricht dem Erfolg aus dem

Handel (Trading) mit derivativen Finanzinstrumenten im Energiebereich. Umsatzerlöse werden um allfällige Erlösschmälerungen gekürzt und ohne Umsatzsteuer sowie nach Eliminierung konzerninterner Transaktionen ausgewiesen.

Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen

Die Erstellung eines IFRS-Konzernabschlusses erfordert Ermessensbeurteilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch das Management, die den Ansatz und den Wert von Vermögenswerten und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen

und Aufwendungen während der Berichtsperiode wesentlich beeinflussen können. Insbesondere bei den folgenden Annahmen und Schätzungen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass es in folgenden Berichtsperioden zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner Vermögenswerte und Schulden kommen kann.

Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten Zur Ermittlung erzielbarer Beträge mithilfe kapitalwertorientierter Verfahren werden die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC) verwendet; diese entsprechen der durchschnittlichen gewichteten Verzinsung von Eigen- und Fremdkapital. Die Gewichtung von Eigen- und Fremdkapitalverzinsung – diese entspricht einer Kapitalstruktur zu Marktwerten – wurde aus einer adäquaten Peergroup abgeleitet.

Die Eigenkapitalverzinsung wird mithilfe des Capital-Asset-Pricing-Models (CAPM) aus Basiszins, Marktrisikoprämie und Beta-Faktor bestimmt. Der Basiszins entspricht der Rendite einer de-factorisikofreien und laufzeitäquivalenten Kapitalanlage und wird anhand der Zinsstrukturkurve für Staatsanleihen der Deutschen Bundesbank bestimmt ("Svensson Methode"). Die Marktrisikoprämie entspricht jener Prämie, die ein Eigenkapitalgeber über den Basiszins hinaus für das Halten des Marktportfolios verlangt; zur Schätzung der Marktrisikoprämie verwendet VERBUND das arithmetische Mittel langfristiger Zeitreihen. Der Beta-Faktor misst die Beziehung zwischen der Kursentwicklung eines Eigenkapitaltitels und eines Gesamtmarkts; er ist damit ein Maß für dessen systematisches Risiko. Eigenkapitaltitel von Stromerzeugern und Übertragungsnetzbetreibern zeigen grundsätzlich unterschiedliche Beta-Faktoren. Jene von Stromerzeugern sind grundsätzlich weniger volatil als der Gesamtmarkt;

jene von Übertragungsnetzbetreibern sind noch stabiler. Die Fremdkapitalverzinsung vor Steuern entspricht der Rendite von am Markt gehandelten Schuld-

titeln mit äquivalentem Ausfallsrisiko und äquivalenter Laufzeit. Um das Länderrisiko entsprechend abzubilden, werden auf die Eigen- und Fremdkapitalverzinsung entsprechende Zuschläge berücksichtigt. Jedes Land zeigt ein mehr oder minder hohes Ausfallsrisiko. Der Kapitalmarkt reflektiert dieses Ausfallsrisiko durch unterschiedliche Renditen für Staatsanleihen und Credit-Default-Swaps.

Vor dem Hintergrund des derzeit volatilen Finanzmarktumfelds wird die Entwicklung der Kapitalkosten (und insbesondere der Länderrisikoprämien) laufend beobachtet.

Kaufpreisallokationen

Erwerb (weiterer) bayrischer Wasserkraftwerkskapazitäten (Grenzkraftwerke)

Die Kaufpreisallokation für den mit Wirkung vom 24.4.2013 erfolgten Erwerb von (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten umfasste die Zeitbewertung zuvor gehaltener Eigenkapitalanteile (d.h. der 50%igen, bislang nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH), die Zeitbewertung der Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group), die Ermittlung von Gewinnen bzw. Verlusten aus zuvor bestehenden Beziehungen zwischen VERBUND und den bayrischen Kraftwerksgesellschaften, die Zeitbewertung der rückerworbenen Stromlieferverpflichtung (60%) aus der Tiroler Kraftwerksgruppe Zemm/Ziller sowie die Identifizierung und Zeitbewertung erworbener

Vermögenswerte und übernommener Schulden. Die Bewertung der 50%igen Beteiligungen an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, Donaukraftwerke Jochenstein AG und Grenzkraftwerke GmbH ergab einen beizulegenden Zeitwert von 949,2 Mio. €; jene der veräußerten 50%igen Beteiligung an Enerjisa Enerji A.S. (Group) einen beizulegenden Zeitwert von 1.671,1 Mio. €. Die Ergebniseffekte aus diesen Bewertungen in Höhe von 918,4 Mio. € bzw. 478,7 Mio. € wurden im Ergebnis aus Unternehmenserwerben erfasst. Der beizulegende Zeitwert des rückerworbenen Teils der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Kraftwerksgruppe Zemm/Ziller betrug 115,8 Mio. €. Der Buchwert des zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten rückerworbenen Teils hat zum Transaktionszeitpunkt 282,4 Mio. € betragen. Der aus der Tilgung resultierende Ertrag in Höhe von 166,6 Mio. € wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die identifizierten Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Laufwasserkraftwerke Braunau-Simbach, Eggelfing-Obernberg, Ering-Frauenstein, Jochenstein, Nußdorf, Oberaudorf-Ebbs, Passau-Ingling und Schärding-Neuhaus. Die wesentlichen Komponenten der Kraftwerksanlagen wurden durch technische Experten identifiziert; als grundsätzlicher Zuordnungsmaßstab diente dabei der auf vergleichbare bereits in VERBUND-Besitz stehende Laufwasserkraftwerke angewandte Komponentenansatz. Die beizulegenden Zeitwerte (Stufe 3) des Vermögens wurden mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode) ermittelt. Der

Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug 6,75% (Österreich) bzw. 6,25% (Deutschland). Es wurden zuerst die Anteile an den Laufwasserkraftwerken und die einzelnen Gesellschaftsanteile bewertet. Der Wert der Gesellschaftsanteile wurde in der Folge auf die einzelnen Kraftwerksanteile verteilt. Da die erworbene Grenzkraftwerke GmbH keine Kraftwerke hält, sondern eine Betriebsführungs- und Servicegesellschaft für alle anderen erworbenen Laufwasserkraftwerke ist, wurde der Wert der Gesellschaftsanteile den Kraftwerken der anderen erworbenen Gesellschaften zugeordnet. Dementsprechend wurde der beizulegende Zeitwert des Mitarbeiterstamms in Abzug gebracht. Sofern möglich, wurden die einzelnen Kraftwerkskomponenten in der Folge separat bewertet. Für die übrigen Kraftwerkskomponenten erfolgte die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe eines Umlageverfahrens. Der nach Abzug der separat bewerteten Kraftwerkskomponenten verbleibende beizulegende Zeitwert der Kraftwerke wurde auf Basis von fiktiven Anschaffungskosten und verbleibenden Restnutzungsdauern auf die übrigen Kraftwerkskomponenten umgelegt. Zusätzlich wurde auf Kraftwerkskom-

ponentenebene, sofern abschreibbar, der abschreibungsbedingte Steuervorteil berücksichtigt. Die übernommenen Schulden setzen sich im Wesentlichen aus latenten Steuerschulden, Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer und der Verpflichtung zur unentgeltlichen Rückübertragung der neu erworbenen 50%igen Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an die Bundesrepublik Deutschland bzw. den Freistaat Bayern mit Wirkung vom 31.12.2050 zusammen. Die latenten Steuerschulden resultieren überwiegend aus der Bewertung des erworbenen Vermögens zum beizulegenden Zeitwert bei steuerrechtlicher Buchwertfortführung. Die Ermittlung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer erfolgte auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten. Die Verpflichtung zur Rückübertragung der erworbenen 50%igen Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG wurde mit dem diskontierten beizulegenden Zeitwert (im Jahr 2050) des bei Rückübertragung abgehenden Kon-

zernreinvermögens angesetzt. Die bewertungsrelevanten Cashflows für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen Vermögenswerte wurden aus aktuellen Planungen der Gesellschaften abgeleitet. Als Mengengerüst lag der Bewertung eine über den Planungszeitraum gleichbleibende Erzeugungsmenge, die dem Regelarbeitsvermögen (die durchschnittliche Jahreserzeugung aller Kraftwerke beträgt rund 3.900 GWh) entspricht, zugrunde. Das Preisgerüst (ab 2020) wurde anhand der durchschnittlichen Strompreisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Zu Beginn des Planungszeitraums (2013 bis 2016) wurde das Preisgerüst jedoch anhand der Preisnotierungen für Energiefutures bestimmt; bis 2020 erfolgte durch lineare Interpolation ein Heranführen des Preisniveaus an die Energiepreisprognosen. Die prognostizierten Stromerlöse wurden um Abschläge für die Erzeugungscharakteristik und das hydrologische Prognose- und Verfügbarkeitsrisiko gekürzt. Diese aus Erfahrungswerten abgeleiteten Abschläge entsprechen der prozentualen Differenz zum reinen Base-Preis und dienen der Modellierung der Erzeugungswertigkeit. Für die erzielbaren Mehrerlöse aufgrund des Verkaufs von "zertifiziertem" Strom (mit Herkunftsnachweisen aus Wasserkraft) wurde ein aus Preisnotierungen abgeleiteter Zuschlag pro MWh des RAV angenommen. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden SNE-VO geschätzt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 2,0% bis

4,3% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum gliederte sich in eine Detailplanungs- und eine Grobplanungsphase. Die Detailplanungsphase umfasste einen Zeitraum von 6 Jahren. Die Grobplanungsphase hatte einen Horizont von 94 Jahren, wodurch den langfristigen Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen von Laufwasserkraftwerken Rechnung getragen wurde. Es wurde mithin von einer endlichen Reinvestitions-

kette, die auf Erfahrungswerten beruhende Ersatzinvestitionen berücksichtigt, ausgegangen. Teile der übertragenen Gegenleistung, denen wesentliche Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen zugrunde liegen, stellen die Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group), die zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile (50% der Anteile an den bisher nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH) und die rückerworbene Stromlieferverpflichtung (60%) aus der Tiro-

ler Kraftwerksgruppe Zemm/Ziller dar. Der beizulegende Zeitwert (Stufe 3) der Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) wurde mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode) ermittelt. Die Enerjisa Enerji A.S. (Group) umfasst die 3 Geschäftsbereiche "Erzeugung", "Handel" und "Distribution". Der Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug für die Geschäftsbereiche "Erzeugung" bzw. "Handel" 9,25% und für den Ge-

schäftsbereich "Distribution" 7,25%. Die bewertungsrelevanten Cashflows für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts wurden aus aktuellen Planungen der Enerjisa Enerji A.S. (Group) abgeleitet. Als Mengengerüst lag der Bewertung der Geschäftsbereiche "Erzeugung" und "Handel" die erwartete Erzeugungsmenge zugrunde. Zum Bewertungszeitpunkt wies die Enerjisa Enerji A.S. (Group) eine Kapazität von 1.700 MW (6 Gas-Kombikraftwerke, 6 Wasserkraftwerke und 2 Wind-Solar-Kraftwerke) aus, welche nach Einschätzungen des Enerjisa Enerji A.S. (Group) Managements bis zum Jahr 2015 zu einem Zielportfolio mit einer installierten Leistung von rund 5.000 MW anwachsen wird. Das Preisgerüst wurde (mangels eines aktiven Markts für Energiefutures in der Türkei) anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Markforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt. Für die Extrapolation dieser Strompreisprognosen (ab 2029, 2031 bzw. 2036 je nach Erzeugungstechnologie bzw. Marktforschungsinstitut und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft) wurde von einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 1,7% bis 2,0% ausgegangen. Der Planungszeitraum wurde im Geschäftsbereich "Erzeugung" auf Basis der jeweiligen Lizenzdauern bestimmt (längstens bis 2062). Für den Geschäftsbereich "Handel" wurde er bis einschließlich 2055 festgelegt. Die bewertungsrelevanten Cashflows des Geschäftsbereichs "Distribution" wurden durch die erwarteten Tarifeinnahmen (anreizbasiertes Regulierungssystem) bestimmt. Nach Ende des Planungszeitraums (ab 2037) wurde von einem zeitlich unbegrenzten Fortbestand des Kundenstocks im Geschäftsbereich

ausgegangen. Dabei wurde eine konstante Wachstumsrate von 2,0% pro Jahr angenommen. Die Bewertung der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile erfolgte analog zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des erworbenen Vermögens. Der beizulegende Zeitwert der bisher gehaltenen Eigenkapitalanteile setzt sich daher aus dem beizulegenden Zeitwert der schon bisher gehaltenen Anteile an den Laufwasserkraftwerken und dem beizulegenden Zeitwert der schon bisher gehaltenen Gesellschaftsanteile an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke GmbH zusammen. Im Gegensatz zur Bewertung des erworbenen Vermögens erfolgte jedoch keine Berücksichtigung des Mitarbeiterstamms und des abschreibungsbedingten

Steuervorteils. Der beizulegende Zeitwert der rückerworbenen Stromlieferverpflichtung (60%) aus der Tiroler Kraftwerksgruppe Zemm/Ziller wurde mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode) ermittelt. Der Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug 6,75%. Die bewertungsrelevanten Tilgungen der Stromlieferverpflichtung wurden aus aktuellen Planungen der VERBUND AG abgeleitet. Das Mengengerüst wird durch die monatlich zu liefernde Strommenge determiniert. Das Preisgerüst (ab 2020) wurde anhand der durchschnittlichen Strompreisprognosen (Peak-Preis) zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Zu Beginn des Planungszeitraums (2013 bis 2016) wurde das Preisgerüst jedoch anhand der Preisnotierungen für Energiefutures bestimmt; bis 2020 erfolgte durch lineare Interpolation ein Heranführen des Preisniveaus an die Energiepreisprognosen. Um der Optimierung innerhalb der Peak-Zeiten und der Erhögung des natürlichen Zulaufs durch Pumpen Rechnung zu tragen, wurde zusätzlich ein Aufschlag auf die prognostizierten Peak-Preise basierend auf Erfahrungswerten der letzten 12 Monate angesetzt. Der

Planungshorizont umfasst die Dauer der zeitlich befristeten Stromlieferverpflichtung (August 2029). Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte im Rahmen dieser Kaufpreisallokation zugrunde lagen, sind daher die Strompreisprognosen, die Entwicklung

der Clean-Spark-Spreads, der Diskontierungszinssatz und die erwarteten Tarifeinnahmen. Da zum Ende der Berichtsperiode 2013 Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Erzeugungsportfolios von VERBUND vorlagen (siehe: Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Erzeugungsportfolios), wurden die im Rahmen dieser Transaktionen erworbenen (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten auf ihre Werthaltigkeit überprüft (siehe: Werthaltigkeitsprüfungen von Kraftwerken).

VERBUND sichert seine zukünftige Eigenerzeugung durch eine ex ante festgelegte Einpreisungsstrategie gegen Preisrisiken ab. Dabei kommen derivative Finanzinstrumente im Energiebereich, insbesondere Forward- und Futurekontrakte, zum Einsatz. Die Einpreisungsstrategie von VERBUND sieht für den Fall, dass bestimmte Auslösepreise erreicht werden, vor, zukünftige Erzeugungsmengen vorzeitig einzupreisen, um sich gegen fallende Preise abzusichern. Eine solche vorzeitige Einpreisung ermöglicht bei der Überschreitung des oberen Auslösepreises das "Einloggen" eines bereits als hoch zu beurteilenden Preisniveaus und sichert damit (unerwartet) hohe Margen für zukünftige Erzeugungsmengen ab. Bei der Unterschreitung des unteren Auslösepreises ermöglicht eine solche vorzeitige Einpreisung das "Einloggen" eines bereits als niedrig zu beurteilenden Preisniveaus und sichert damit (unerwartet) niedrige, aber akzeptable Margen für zukünftige Erzeugungsmengen gegen weitere Rückgänge der Preisnotierungen ab.

Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Erzeugungsportfolios

Die Entwicklungen der Preisnotierungen für Emissionszertifikate und Stromfutures weisen eine sehr starke positive Korrelation auf. Durch die Entscheidung des Europaparlaments vom 16.4.2013 gegen ein "Backloading" im EU-Emissionshandelssystem – das Backloading bezeichnet eine Verschiebung der Versteigerung von Emissionszertifikaten, um durch eine Korrektur des Überangebots an Emissionszertifikaten deren Preise anzuheben – verzeichneten die Preisnotierungen für Emissionszertifikate und Stromfutures signifikante Rückgänge. Infolgedessen wurden im Mai 2013 die unteren Auslösepreise von VERBUND gleich mehrmals unterschritten, was zu vorzeitigen Einpreisungen führte. Nach langen Debatten entschied sich das Europaparlament am 3.7.2013 doch noch für ein Backloading von 900 Mio. Emissionszertifikaten in die Handelsperiode ab 2019. Diese Entscheidung hatte aber bestenfalls einen kurzfristigen (unwesentlichen) Einfluss auf die Entwicklung der Preisnotierungen für Emissionszertifikate und Stromfutures.

Vor dem Hintergrund dieser Anhaltspunkte für eine Wertminderung wurde das Erzeugungsportfolio

von VERBUND zum 30.6.2013 auf seine Werthaltigkeit geprüft. Die nach einer kurzen Erholung im Quartal 3/2013 im Quartal 4/2013 wieder gefallenen Marktpreise für Stromfutures und die nachhaltig gesunkenen Strompreisprognosen eines renommierten Marktforschungsinstituts und Informationsdienstleisters in der Energiewirtschaft stellten erneut Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Erzeugungsportfolios dar. Aus diesem Grund wurde das Erzeugungsportfolio von VERBUND zum Ende der Berichtsperiode 2013 erneut auf seine Werthaltigkeit überprüft.

Für erzielbare Beträge, die auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt wurden, wurde ab dem Quartal 2/2013 das Preisgerüst (ab 2020) anhand der durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Für den Beginn des Planungszeitraums (2013 bis 2016) wurde das Preisgerüst jedoch anhand der Preisnotierungen für Energiefutures bestimmt; bis 2020 erfolgte dann (durch lineare Interpolation) ein Heranführen des Preisniveaus für Strom, Erdgas und Emissionszertifikate an die Energiepreisprognosen. Bislang wurde zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte nur eine dieser beiden Prognosen verwendet. Für die Extrapolation dieser Strompreisprognosen (ab 2036) wurde von einer nachhaltigen Preissteigerungsrate in Höhe von 2,0% ausgegangen. Ohne diese Schätzungsänderung wären die erzielbaren Beträge (des wertgeminderten Vermögens) zum 31.12.2013 um 614,2 Mio. € höher und die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 610,5 Mio. € weniger negativ ausgefallen.

Schätzungsänderung betreffend Preisgerüst bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfungen wurden die Firmenwerte von VERBUND den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

Firmenwerte
2012 2013
Windparks Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum 25,3 0,0
Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke 161,1
Kraftwerksgruppe Inn 280,4 280,4
Geschäftssegment "Strom" 300,0 300,0
Firmenwert von VERBUND 605,7 741,5

Windparks in Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum

Der erzielbare Betrag für die Windparks Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum (in Betrieb befindliche installierte Leistung: 49 MW, in Bau befindliche Leistung: 57 MW) wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die Berechnung erfolgte mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode). Der Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug

6,00% (30.6.2013) bzw. 6,25% (31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der VERBUND Wind Power Austria GmbH bzw. der VERBUND Renewable Power GmbH abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Ausbau der Windparks wurde in den Plandaten entsprechend berücksichtigt. Die Inbetriebnahme der neuen Windkraftanlagen in Petronell-Carnuntum und Hollern ist für Anfang 2014 geplant; die neuen Windkraftanlagen in Bruck sollen Anfang 2015 ans Netz gehen. Der Zeitbewertung der in Betrieb befindlichen Windparks lag als Mengengerüst eine auf mehrjährigen Erfahrungen beruhende jährliche Einspeisung von 100 GWh zugrunde. Für die im Zuge des Ausbaus der Windparks neu zu errichtenden Windkraftanlagen war eine jährliche erwartete Einspeisung von 139,8 GWh maßgeblich. Das Preisgerüst ergab sich bei den in Betrieb befindlichen Windkraftanlagen für die ersten bis zu 4,5 Jahre (abhängig vom Windpark) und bei den neu zu errichtenden Windkraftanlagen für die ersten 13 Jahre ab der Inbetriebnahme aus festen Einspeisetarifen gemäß Ökostromgesetz (ÖSG). Die prognostizierten Stromerlöse wurden nach dem Ende fester Einspeisetarife um 13%ige Ausgleichsenergiekosten gekürzt. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden SNE-VO geschätzt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 2,0%

bis 2,7% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum erstreckte sich bis zum Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2039; es war davon auszugehen, dass keine Reinvestition erfolgt. Die Wartungs- und Instandhaltungszyklen wurden anhand

des abgeschlossenen Wartungsvertrags mit dem Windkraftanlagen-Hersteller bestimmt. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Strompreisprognosen, die prognostizierten jährliche Erzeugungsmengen der bestehen-

den, in Betrieb befindlichen und noch zu errichtenden Windkraftanlagen und der Diskontierungszinssatz. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert der Windparks in Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum zuzüglich des Firmenwerts gegenübergestellt. Für die Berichtsperiode 2013 wurde die bereits zum 30.6.2013 erfasste Wertminderung bestätigt. Zum 30.6.2013 betrug der erzielbare Betrag 65,1 Mio. € und die erfasste Wertminderung 25,7 Mio. €.

Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten

Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke

Mit Wirkung vom 24.4.2013 erfolgte der Erwerb von (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten (siehe: Unternehmenserwerbe). Die Summe der übertragenen Gegenleistung bei dieser Transaktion betrug 2.053,2 Mio. €. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Firmenwert in Höhe von 161,1 Mio. € erfasst. Die Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke setzt sich aus den Laufwasserkraftwerken Braunau-Simbach, Eggelfing-Obernberg, Ering-Frauenstein, Jochenstein, Nußdorf, Oberaudorf-Ebbs, Passau-Ingling und Schärding-Neuhaus (jedes Kraftwerk stellt eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit dar) zusammen. Der Firmenwert wurde dieser Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Ein-

heiten zugeordnet, weil er auf dieser Ebene durch das Management überwacht (bzw. gesteuert) wird. Der entstandene Firmenwert resultiert ausschließlich aus der unterschiedlichen Bewertung des abschreibungsbedingten Steuervorteils im beizulegenden Zeitwert der Laufwasserkraftwerke und den den Laufwasserkraftwerken zuordenbaren übernommenen latenten Steuerschulden. Während der abschreibungsbedingte Steuervorteil diskontiert zu berücksichtigen ist, sind latente Steuerschulden

undiskontiert anzusetzen. Der erzielbare Betrag für die Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke wurde in der Berichtsperiode 2013 auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten erfolgte analog zur Werthaltigkeitsprüfung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke (siehe: Werthaltig-

keitsprüfungen von Kraftwerken). Um der Ursache der Entstehung des Firmenwerts Rechnung zu tragen, wurden bei der Gegenüberstellung von erzielbarem Betrag und Buchwert die den Laufwasserkraftwerken zuordenbaren latenten Steuerschulden berücksichtigt. Eine Wertminderung des Firmenwerts kann sich bei dieser Vorgehensweise daher nur dann ergeben, wenn die Differenz zwischen dem im beizulegenden Zeitwert der Laufwasserkraftwerke berücksichtigten abschreibungsbedingten Steuervorteil und den den Kraftwerken

zuordenbaren latenten Steuerschulden den Firmenwert nicht mehr übersteigt. Im Zuge der 2-stufigen Werthaltigkeitsprüfung der Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke wurde zum 31.12.2013 auf der ersten Stufe (bei der Werthaltigkeitsprüfung der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten) eine Wertminderung der Laufwasserkraftwerke von 86,8 Mio. € erfasst (siehe: Werthaltigkeitsprüfungen von Kraftwerken). Auf der zweiten Stufe wurde die Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwerts wie oben beschrieben durchgeführt. Die Differenz zwischen dem (seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt fortgeführten) abschreibungsbedingten Steuervorteil (237,2 Mio. €) und den (fortgeführten) latenten Steuerschulden (656,8 Mio. €) überstieg den Firmenwert (161,1 Mio. €) um 258,6 Mio. €. Daher konnte die Werthaltigkeit des der Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke zugeordneten

Firmenwerts bestätigt werden. Da die Werthaltigkeit des Firmenwerts direkt mit dem erzielbaren Betrag bzw. Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke zusammenhängt,

waren die wesentlichen Bewertungsannahmen die Strompreisprognosen und der Diskontierungssatz. Nach Auffassung des Managements führen für möglich gehaltene Änderungen der wesentlichen Bewertungsannahmen nicht dazu, dass der Buchwert der Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke (abzüglich der latenten Steuerschulden) zuzüglich des Firmenwerts den erzielbaren Betrag übersteigt.

Kraftwerksgruppe Inn

Mit Wirkung vom 31.8.2009 erfolgte der Erwerb von 99,7% der Anteile an der Kraftwerksgruppe Inn GmbH (nunmehr VERBUND-Innkraftwerke GmbH) zu Anschaffungskosten in Höhe von 1.430,3 Mio. € (für 100% der Anteile; 0,3% davon waren nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen). Die Kraftwerksgruppe setzt sich aus 13 Laufkraftwerken am bayrischen Inn zusammen. Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Firmenwert in Höhe von 580,4 Mio. € erfasst; Die Kraftwerksgruppe Inn setzt sich aus den Laufwasserkraftwerken Aubach, Feldkirchen, Gars, Jettenbach I, Jettenbach II, Neuötting, Perach, Rosenheim, Stammham, Teufelsbruck, Töging, Wasserburg und Wasserburg Triebwerk (jedes Kraftwerk stellt eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit dar) zusammen. Vom Firmenwert wurden 280,4 Mio. € dieser Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeord-

net, weil dieser Teil auf dieser Ebene durch das Management überwacht (bzw. gesteuert) wird. In den Berichtsperioden 2010 und 2011 wurden insgesamt 29,73% der Anteile an der VERBUND Innkraftwerke GmbH an die als Holding geführte Innkraft Bayern GmbH & Co KG, die evn naturkraft Beteiligungs- und Betriebs-GmbH und die WIEN ENERGIE GmbH verkauft. Durch diese Transaktionen

blieb der Firmenwert unverändert. Der erzielbare Betrag für die Kraftwerksgruppe Inn wurde in der Berichtsperiode 2013 auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die Berechnung erfolgte mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode). Der Diskontierungszinssatz nach

Steuern betrug 6,25% (30.6.2013 und 31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der VERBUND Innkraftwerke GmbH abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lagen als Mengengerüste über den Planungszeitraum gleichbleibende, dem Regelarbeitsvermögen (RAV) entsprechende Erzeugungsmengen in Höhe von rund 1.900 GWh zugrunde. Die prognostizierten Stromerlöse wurden um Abschläge für die Erzeugungscharakteristik und das hydrologische Prognose- und Verfügbarkeitsrisiko gekürzt. Diese aus Erfahrungswerten abgeleiteten Abschläge entsprechen der prozentualen Differenz zum reinen Base-Preis und dienen der Modellierung der Erzeugungswertigkeit. Für die erzielbaren Mehrerlöse aufgrund des Verkaufs von "zertifiziertem" Strom (mit Herkunftsnachweisen aus Wasserkraft) wurde ein aus Preisnotierungen abgeleiteter Zuschlag pro MWh des RAV angenommen. Der Wasserzins wurde auf Basis der Bescheide der jeweiligen Landratsämter berücksichtigt. Die wesentlichen jährlichen Auf-

wendungen aus den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 2,0% bis 4,3% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum gliederte sich in eine Detailplanungs- und eine Grobplanungsphase. Die Detailplanungsphase umfasste einen Zeitraum von 6 Jahren. Die Grobplanungsphase hatte einen Horizont von 94 Jahren, wodurch den langfristigen Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen von Laufwasserkraftwerken Rechnung getragen wurde. Es wurde mithin von einer endlichen Reinvestitionskette, die auf Erfahrungswerten beruhende Ersatzinvestitionen berücksichtigt, ausgegangen. Die (theoretisch) mögliche Ausübung von Heimfallsrechten durch den Freistaat Bayern geht in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Kraftwerksgruppe Inn ein und berücksichtigt die aktuelle Erzeugungswertigkeit der Stromproduktion. Der in der Berichtsperiode 2011 mit dem Freistaat Bayern getroffenen Vereinbarung, das bestehende Heimfallsrecht an den Laufkraftwerken Wasserburg, Teufelsbrück und Gars in ein sogenanntes Notheimfallsrecht umzuwandeln (siehe: Sonstige Verpflichtungen und Risiken), wurde

entsprechend Rechnung getragen. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Strompreisprognosen und der Diskontierungszinssatz.

Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert der Kraftwerksgruppe Inn zuzüglich des Firmenwerts gegenübergestellt. Für die Berichtsperiode 2013 konnte die Werthaltigkeit des der Kraftwerksgruppe zugeordneten Firmenwerts bestätigt werden. Die derzeitigen Bewertungsannahmen führen dazu, dass der erzielbare Betrag der Kraftwerksgruppe Inn den Buchwert zuzüglich des (auf 100% hochgerechneten)

Firmenwerts um 156,9 Mio. € übersteigt. Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahmen sowie jene wertmäßigen Veränderungen, bei deren Eintreten der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert der Kraftwerksgruppe Inn zuzüglich des Firmenwerts wäre:

Wertmäßige Ausprägung
der wesentlichen
Bewertungsannahme
Wertmäßige Veränderung,
bei der erzielbarer Betrag
gleich Buchwert wäre
Strompreis1 53,8 € pro MWh – 9,00%
Diskontierungszinssatz 6,25% +0,75 PP

Sensitivitätsanalyse für die Kraftwerksgruppe Inn

Der angegebene Strompreis bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Strompreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont.

Geschäftssegment "Strom"

Mit Wirkung vom 31.8.2009 erfolgte der Erwerb von 99,7% der Anteile an der Kraftwerksgruppe Inn GmbH (nunmehr VERBUND-Innkraftwerke GmbH), die 13 Laufkraftwerke am bayrischen Inn betreibt, zu Anschaffungskosten in Höhe von 1.430,3 Mio. € (für 100% der Anteile; 0,3% davon waren nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen). Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde ein Firmenwert in

Höhe von 580,4 Mio. € erfasst; davon wurden 300,0 Mio. € dem Geschäftssegment "Strom" zugeordnet. Durch Verschiebungen zwischen den Gesellschafterstämmen in den Berichtsperioden 2010 und 2011 reduzierte sich der durchgerechnete Anteil von VERBUND an der VERBUND-Innkraftwerke GmbH von

99,7% auf 70,27%. Der Firmenwert blieb durch diese Transaktionen unverändert. Der erzielbare Betrag für das Geschäftssegment "Strom" wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Das Geschäftssegment "Strom" umfasst neben dem gesamten Erzeugungsportfolio von VERBUND auch den Stromhandel und den Stromvertrieb (siehe: Segmentberichterstattung). Dadurch wurde letztendlich in einem Top-down-Test der gesamte Firmenwert aus

dem Erwerb der 13 Laufkraftwerke am bayrischen Inn auf seine Werthaltigkeit geprüft. Der beizulegende Zeitwert für das Geschäftssegment "Strom" wurde mithilfe eines marktpreisorientierten Verfahrens ermittelt. Den Ausgangspunkt bildete dabei der Börsenkurs von VERBUND. Dieser betrug zum Jahresultimo 15,52 € pro Aktie (Vorjahr: 18,76 € pro Aktie). Durch das In-Beziehung-Setzen operativer bzw. wertorientierter Performancegrößen zum Gesamtunternehmenswert von VERBUND (Marktkapitalisierung zuzüglich Nettoverschuldung) wurde mithilfe von Analogieverfahren auf den

beizulegenden Zeitwert des Geschäftssegments "Strom" geschlossen. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert des Geschäftssegments "Strom" zuzüglich des Firmenwerts gegenübergestellt. Für die Berichtsperiode 2013 konnte die Werthaltigkeit des dem Geschäftssegment "Strom" zugeordneten Firmenwerts bestätigt werden.

Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahme sowie jene wertmäßigen Veränderungen, bei deren Eintreten der erzielbare Betrag gleich dem Buchwert des Geschäftssegments "Strom" zuzüglich des Firmenwerts wäre:

Sensitivitätsanalyse für das Geschäftssegment "Strom"

Wertmäßige Ausprägung
der wesentlichen
Bewertungsannahme
Wertmäßige Veränderung,
bei der erzielbarer Betrag
gleich Buchwert wäre
Aktienkurs 15,52 €/Aktie – 9,07%

Gas-Kombikraftwerk Mellach

Der erzielbare Betrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach (installierte Leistung (elektrisch): 848 MW) wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Der

Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug 6,75% (30.6.2013 und 31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lag als Mengengerüst die installierte Leistung des Gas-Kombikraftwerks zugrunde; als maximale Wärmeauskopplung wurden 400 MW (thermisch) angenommen. Der angenommene Wirkungsgrad im Volllastbetrieb betrug 58,8%. Der Einsatz des Kraftwerks wurde unter Berücksichtigung energiewirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen bzw. Restriktionen mithilfe eines Optimierungsmodells bestimmt. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Marktsituation war mittelfristig von einer stillstehenden oder nur sehr geringfügigen Erzeugung auszugehen. In den Planungen wurde ferner eine Wärmeauskopplung von bis zu 200 GWh pro Jahr berücksichtigt; für den Zeitraum der Stillstände wurde die Erfüllung des Wärmelieferungs- und Bezugsvertrags für den Fernwärmebedarf des Großraums Graz durch das kohlebefeuerte Fernheizkraftwerk Mellach angenommen. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden SNE-VO geschätzt. Die zusätzlich zu den Kosten aus dem Wartungsvertrag anfallenden Instandhaltungskosten wurden ebenso wie die Stillstandskosten von den technischen Fachverantwort-lichen geschätzt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 1,9% bis

2,5% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum wurde auf Basis der Gesamtkapazität von 150.000 äquivalenten Betriebsstunden (Equivalent Operating Hours, EOHs) bestimmt. Das Ende des Planungszeitraums wurde je nach Strom- und Gaspreisszenario und je nach Einsatzszenario für das Kraftwerk zwischen 2045 und 2051 erreicht. Die Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen wurden anhand des abge-

schlossenen Wartungsvertrags mit der Siemens AG Österreich bestimmt. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen,

waren die Entwicklung der Clean-Spark-Spreads und der Diskontierungszinssatz. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert des Gas-Kombikraftwerks Mellach gegenübergestellt. Für die Berichtsperiode 2013 wurde die bereits zum 30.6.2013 erfasste Wertminderung bestätigt; zusätzliche Wertminderungsbedarfe konnten nicht festgestellt werden. Die unterjährig erfasste Wertminderung betrug 277,5 Mio. € (Vorjahr: 53,7 Mio. €). Die Auflösung abgegrenzter Zuschüsse der öffentlichen Hand kürzte die Wertminderung um 7,6 Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €). Der Nettoergebniseffekt aus der Wertminderung betrug damit insgesamt 269,9 Mio. € (Vorjahr: 52,2 Mio. €).

Werthaltigkeitsprüfungen von Kraftwerken

Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahmen, bei denen es für möglich gehalten wird, dass wertmäßige Veränderungen innerhalb der nächsten Berichtsperiode wesentliche weitere Wertminderungen bzw. Wertaufholungen zur Folge hätten, sowie deren Auswirkungen auf die Buchwerte der Vermögenswerte:

Sensitivitätsanalyse für das Gas-Kombikraftwerk Mellach

Wertmäßige
Ausprägung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Veränderung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Auswirkungen
auf die
Buchwerte der
Vermögens
werte
Clean-Spark-Spread1 33,8 € pro MWh ±5% +30,5 Mio. €
– 27,4 Mio. €
Diskontierungszinssatz 6,75% ±0,25 PP – 7,5 Mio. €
+11,1 Mio. €

Der angegebene Clean-Spark-Spread bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Clean-Spark-Spread konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont.

Gas-Kombikraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul

Der erzielbare Betrag für die Gas-Kombikraftwerke Pont-sur-Sambre und Toul (installierte Leistungen: 420 MW bzw. 422 MW) wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Der Diskontierungszinssatz nach Steuern betrug 6,25% (30.6.2013) bzw. 6,50%

(31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. bzw. der POWEO Toul Production S.A.S. abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lagen als Mengengerüste die installierten Leistungen der Gas-Kombikraftwerke zugrunde. Der angenommene Wirkungsgrad im Volllastbetrieb betrug jeweils 52,0%. Der Einsatz der Kraftwerke wurde unter Berücksichtigung energiewirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen bzw. Restriktionen mithilfe eines Optimierungsmodells bestimmt. In den Planungen wurde für Frankreich ab 2017 von der Einführung eines Kapazitätsmarktmechanismus zur Schaffung von Betriebs- und Investitionsanreizen für (notwendige) "konventionelle" Back-up-Kraftwerke ausgegangen. Die jährlichen Kapazitätsprämien pro MW wurden von den energiewirtschaftlichen Fachverantwortlichen mittels Szenarienbildung geschätzt. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden Tarife der Réseau de Transport d'Electricité S.A. (RTE) geschätzt. Die wesentlichen jährlichen

Aufwendungen aus den Planungen wurden mit einer Preissteigerungsrate von 1,9% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum wurde für beide Gas-Kombikraftwerke auf der Basis einer Gesamtkapazität von 150.000 äquivalenten Betriebsstunden (Equivalent Operating Hours, EOHs) bestimmt. Das Ende des Planungszeitraums wurde je nach Kraftwerk, je nach Strom- und Gaspreisszenario und je nach Einsatzszenario für die Kraftwerke zwischen 2032 und 2035 erreicht. Die Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen wurden anhand der abgeschlossenen Wartungsverträge mit der Siemens S.A.S.

bestimmt. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Entwicklung der Clean-Spark-Spreads, die Kapazitätsprämien und der Diskontierungszinssatz.

Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert der Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul gegenübergestellt. Die zum 30.6.2013 erfasste Wertminderung betrug 198,7 Mio. € (Pont-sur-Sambre) bzw. 191,8 Mio. € (Toul). In den aktualisierten Strompreisprognosen eines der beiden Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft wurden die Annahmen hinsichtlich der Kapazitätsprämien signifikant geändert. Dies führte dazu, dass sich der unterjährig erfasste Wertminderungsaufwand zum 31.12.2013 um 26,2 Mio. € (Pont-sur-Sambre) bzw. 45,9 Mio. € (Toul) verringerte. Der in der Berichtsperiode 2013 erfasste Wertminderungsaufwand beträgt daher 172,5 Mio. € (Pont-sur-

Sambre) bzw. 145,9 Mio. € (Toul). Zum 11.12.2013 wurden die Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft und zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich

Veräußerungskosten bewertet (siehe: (31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte). Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahmen, bei denen es für möglich gehalten wird, dass wertmäßige Veränderungen innerhalb der nächsten Berichtsperiode wesentliche weitere Wertminderungen bzw. Wertaufholungen zur Folge hätten, sowie deren Auswirkungen auf die Buchwerte der Vermögenswerte:

Sensitivitätsanalyse für die Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul

Wertmäßige
Ausprägung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Veränderung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Auswirkungen
auf die
Buchwerte der
Vermögens
werte
Clean-Spark-Spread1 19,5 € pro MWh – 5% – 29,8 Mio. €
Kapazitätsprämie2 0,3 Mio. € pro MW – 10% – 15,8 Mio. €
Diskontierungszinssatz 6,50% +0,25 PP – 7,1 Mio. €

Der angegebene Clean-Spark-Spread bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Clean-Spark-Spread konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont. // 2 Die angegebene Kapazitätsprämie bezieht sich auf das Jahr 2020. Die Kapazitätsprämie wird nur in einer der beiden Preisprognosen der renommierten Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft berücksichtigt. Die Sensitivitätsanalyse variiert die Kapazitätsprämie konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont.

Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke

Die Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke setzt sich aus den Laufwasserkraftwerken Braunau-Simbach, Eggelfing-Obernberg, Ering-Frauenstein, Jochenstein, Nußdorf, Oberaudorf-Ebbs, Passau-Ingling und Schärding-Neuhaus (jedes Kraftwerk stellt eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit dar) zusammen. Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Laufwasserkraftwerke wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Der Diskontierungszinssatz nach

Steuern betrug 6,75% (Österreich) bzw. 6,25% (Deutschland). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der Grenzkraftwerke GmbH, die die Betriebsführungs- und Servicegesellschaft für alle Laufwasserkraftwerke der Kraftwerksgruppe ist, abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lagen als Mengengerüste über den Planungszeitraum gleichbleibende, dem Regelarbeitsvermögen (RAV) entsprechende Erzeugungsmengen von in Summe rund 3.900 GWh zugrunde. Die prognostizierten Stromerlöse wurden um Abschläge für die Erzeugungscharakteristik und das hydrologische Prognose- und Verfügbarkeitsrisiko gekürzt. Diese aus Erfahrungswerten abgeleiteten Abschläge entsprechen der prozentualen Differenz zum reinen Base-Preis und dienen der Modellierung der Erzeugungswertigkeit. Für die erzielbaren Mehrerlöse aufgrund des Verkaufs von "zertifiziertem" Strom (mit Herkunftsnachweisen aus Wasserkraft) wurde ein aus Preisnotierungen abgeleiteter Zuschlag pro MWh des RAV angenommen. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden SNE-VO geschätzt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus

den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 2,0% bis 4,3% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum gliederte sich in eine Detailplanungs- und eine Grobplanungsphase. Die Detailplanungsphase umfasste einen Zeitraum von 6 Jahren. Die Grobplanungsphase hatte einen Horizont von 94 Jahren, wodurch den langfristigen Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen von Laufwasserkraftwerken Rechnung getragen wurde. Es wurde mithin von einer endlichen Reinvestitionskette,

die auf Erfahrungswerten beruhende Ersatzinvestitionen berücksichtigt, ausgegangen. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde

lagen, waren die Strompreisprognosen und der Diskontierungszinssatz. Die erzielbaren Beträge der Laufwasserkraftwerke wurden deren Buchwerten gegenübergestellt. Bei 5 der 9 Laufwasserkraftwerke (Braunau-Simbach, Jochenstein, Oberaudorf-Ebbs , Passau-Ingling, und Schärding-Neuhaus) überstieg der Buchwert den erzielbaren Betrag. Zum 31.12.2013 war daher eine

Wertminderung von in Summe 86,8 Mio. € zu erfassen. Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahmen, bei denen es für möglich gehalten wird, dass wertmäßige Veränderungen innerhalb der nächsten Berichtsperiode wesentliche weitere Wertminderungen bzw. Wertaufholungen zur Folge hätten, sowie deren Auswirkungen auf die Buchwerte der Vermögenswerte:

Sensitivitätsanalyse für die Kraftwerksgruppe Grenzkraftwerke

Wertmäßige
Ausprägung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Veränderung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Auswirkungen auf
die Buchwerte der
Vermögens
werte
53,8 € pro MWh ±5% +86,8 Mio. €
– 168,0 Mio. €
6,75% bzw. 6,25% ±0,25 PP – 200,9 Mio. €
+86,8 Mio. €

Der angegebene Strompreis bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Strompreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont.

Laufwasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf

Der erzielbare Betrag für die steirischen Laufwasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf (jedes Kraftwerk stellt eine eigene zahlungsmittelgenerierende Einheit dar) wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Der Diskontierungszinssatz nach Steuern

betrug 6,75% (30.6.2013 und 31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der VERBUND Hydro Power AG abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lagen als Mengengerüste über den Planungszeitraum gleichbleibende, dem Regelarbeitsvermögen (RAV) entsprechende Erzeugungsmengen in Höhe von 88,6 GWh bzw. 81,2 GWh zugrunde. Die prognostizierten Stromerlöse wurden um Abschläge für die Erzeugungscharakteristik und das hydrologische Prognose- und Verfügbarkeitsrisiko gekürzt. Diese aus Erfahrungswerten abgeleiteten Abschläge entsprechen der prozentualen Differenz zum reinen Base-Preis und dienen der Modellierung der Erzeugungswertigkeit. Für die erzielbaren Mehrerlöse aufgrund des Verkaufs von "zertifiziertem" Strom (mit Herkunftsnach-weisen aus Wasserkraft) wurde ein aus Preisnotierungen abgeleiteter Zuschlag pro MWh des RAV angenommen. Die Netzdienstleistungskosten wurden auf Basis der geltenden SNE-VO geschätzt. Die wesentlichen jährlichen Auf-

wendungen aus den Planungen wurden mit Preissteigerungsraten von 2,0% bis 4,3% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum gliederte sich in eine Detailplanungs- und eine Grobplanungsphase. Die Detailplanungsphase umfasste einen Zeitraum von 6 Jahren. Die Grobplanungsphase hatte einen Horizont von 94 Jahren, wodurch den langfristigen Reinvestitions-, Wartungs- und Instandhaltungszyklen von Laufwasserkraftwerken Rechnung getragen wurde. Es wurde mithin von einer endlichen Reinvestitionskette,

die auf Erfahrungswerten beruhende Ersatzinvestitionen berücksichtigt, ausgegangen. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde

lagen, waren die Strompreisprognosen und der Diskontierungszinssatz. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert der Laufwasserkraftwerke Gössendorf und Kalsdorf gegenübergestellt. Für die Berichtsperiode 2013 wurde die bereits zum 30.6.2013 erfasste Wertminderung bestätigt. Die unterjährig erfasste Wertminderung betrug 19,3 Mio. €. Die Auflösung abgegrenzter Baukostenbeiträge und Zuschüsse kürzte die Wertminderung um 1,3 Mio. €.

Windpark in Kavarna

Der von der bulgarischen Haos Invest EAD betriebene Windpark an der Schwarzmeerküste, für den ein anhaltender Engpass im vorgelagerten Leitungsnetz besteht, wurde vor dem Hintergrund von Anhaltspunkten für eine Wertminderung zum 31.3.2013 und 31.12.2013 auf seine Werthaltigkeit geprüft. Die gegenwärtige Phase politischer Instabilität in Bulgarien und die rechtlichen Unklarheiten in Bezug auf die Finanzierung des bulgarischen Leitungsnetzes ließen annehmen, dass sich der Zeitpunkt einer Möglichkeit, voll in das Leitungsnetz einzuspeisen, weiter verzögern würde. Seit Dezember 2013 gibt es zudem eine neue Energiesteuer, die im Rahmen des Budgetgesetzes 2014 beschlossen wurde. Obwohl es zu einer Aufhebung der Netzgebühren kam, musste von einem Ersatz dieser Regelung ausgegangen werden. Darüber hinaus war infolge der Implementierung eines (neuen) Finanzierungsregimes mit deutlichen Mehrkosten (z.B. für Ausgleichsenergie) für Windenergieerzeuger zu rechnen. Hierfür wur-

den Erfahrungswerte aus Rumänien herangezogen. Der erzielbare Betrag wurde zum 31.3.2013 und 31.12.2013 auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Der

Diskontierungszinssatz vor Steuern betrug 8,00% (31.3.2013) bzw. 7,50% (31.12.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der Haos Invest EAD abgeleitet. Der Ermittlung des Nutzungswerts lag als Mengengerüst eine auf Basis von Windgutachten geschätzte Erzeugungsmenge zugrunde. Die installierte Leistung beträgt 16 MW; aufgrund des anhaltenden Engpasses im vorgelagerten Leitungsnetz wurde jedoch bis Anfang 2017 nur mit einer durchschnittlich 65%igen Einspeisung gerechnet. Das Preisgerüst ergab sich bis zum Jahr 2025 aus festen Einspeisetarifen gemäß den bulgarischen Ökostromregelungen. Die prognostizierten Stromerlöse wurden nach dem Ende fester Einspeisetarife um Ausgleichsenergiekosten in Höhe von 15,0% (31.3.2013: 10,0%) gekürzt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden mit

einer Preissteigerungsrate von 2,0% fortgeschrieben. Der Planungszeitraum erstreckte sich bis zum Ende der Nutzungsdauer im Jahr 2030; es war davon auszugehen, dass keine Reinvestition erfolgt. Die Wartungs- und Instandhaltungszyklen sowie deren Kosten wurden auf Basis von abgeschlossenen bzw. angebotenen Wartungsverträgen mit dem Wind-

kraftanlagen-Hersteller bestimmt. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Strompreisprognosen, der Zeitpunkt, ab dem eine Volleinspeisung in das Leitungsnetz möglich sein würde, die prognostizierten jährlichen Erzeugungsmengen der Windkraftanlagen und der

Diskontierungszinssatz. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert des Windparks in Kavarna gegenübergestellt. Die bereits unterjährig erfasste Wertminderung betrug 3,1 Mio. €. Zum 31.12.2013 war eine weitere Wertminderung von 5,3 Mio. € zu erfassen.

Werthaltigkeitsprüfung der Vermögenswerte des Segments "Netz" Das Geschäftssegment "Netz" entspricht der Austrian Power Grid AG (APG), die als gesellschaftsrechtlich eigenständiger und unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonenführer (Independent Transmission Operator, ITO) im Netzbereich Österreich das 220/380-kV-Hoch-

spannungsnetz sowie Teile des 110-kV-Netzes betreibt und erhält. Die APG übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen eines natürlichen Monopols, das durch die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft (E-Control) auf Basis einer kostenbasierten Tarifierung reguliert wird, aus. Die E-Control führt jährliche Kostenprüfungen bei der APG durch. Als Ergebnis dieser Kostenprüfung werden die jährlichen Netzkosten bescheidmäßig festgestellt. Die daraus abgeleiteten jährlichen Netzerlöse setzen sich als Kostenersatz anerkannter Kosten zuzüglich einer Verzinsung des anerkannten eingesetzten Kapitals (regulatorische Kapitalbasis)

zusammen. Ausgangspunkt für die Ermittlung der regulatorischen Kapitalbasis ist das eingesetzte Kapital gemäß unternehmensrechtlichem Jahresabschluss der APG. Davon werden das Regulierungskonto und die regulatorische Rücklage abgezogen (bzw. gegebenenfalls hinzugezählt). Ebenso werden bei den Kosten diverse Anpassungen vorgenommen. Es kommt dabei regelmäßig zu Abweichungen zwischen dem eingesetzten Kapital gemäß IFRS-Bilanz und regulatorischer Kapitalbasis. Auch die Aufwendungen und Erträge gemäß IFRS-Gewinn- und Verlustrechnung weichen von den anerkannten Netzkosten und

Netzerlösen ab. Darüber hinaus übersteigt derzeit der marktkonforme gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz den von der E-Control festgelegten Kapitalkostensatz. Das kumulierte Zusammenspiel all dieser Faktoren stellte einen Anhaltspunkt für eine Wertminderung dar, weshalb das Vermögen des Segments "Netz" zum 31.12.2013 auf seine Werthaltigkeit geprüft wurde. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis

des Nutzungswerts ermittelt. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern betrug 7,00%. Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der APG abgeleitet. Das Preisbzw. Mengengerüst wurde durch die geplanten Kosten in Verbindung mit den geplanten Stromabgabemengen bestimmt. Dabei stellte der Kostenanpassungsfaktor einen kostenmindernden und der Netzbetreiberpreisindex einen kostenerhöhenden Faktor dar. Investitionen wurden auf Basis des gesetzlich verpflichtenden Netzentwicklungsplans 2013 berücksichtigt. Weiters wurde angenommen, dass ab 2014 keine weiteren Vorsorgen in Zusammenhang mit den Systemnutzungsentgelte-Verordnungen (SNE-VO) bzw. Systemnutzungstarife-Verordnungen (SNT-VO) gebildet werden und die Zahlungen an die beeinspruchenden Parteien 2014 geleistet werden (siehe: Bewertung von Rückstellungen). Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen wurden mit Preissteigerungsraten zwischen 2,0% bis 4,3%

fortgeschrieben. Die Detailplanungsphase umfasst den Zeitraum der Gültigkeit des Netzentwicklungsplans 2013, welcher die wichtigen Übertragungsinfrastrukturen in den nächsten 10 Jahren (2014 bis 2023) im Netz der APG festlegt. Nach Ende des Detailplanungszeitraums (ab 2024) wurde von einem zeitlich unbegrenzten Fortbestand der APG ausgegangen. Dabei wurde angenommen, dass dem Eigentümer auf lange Sicht über das Regulierungssystem eine marktkonforme gewichtete durchschnittliche Verzinsung der regulatorischen Kapitalbasis zugestanden wird. Davon in Abzug gebracht wurden laufzeitangepasste

normalisierte Abschläge. Für die Grobplanungsphase wurde kein Wachstum berücksichtigt. Der erzielbare Betrag wurde dem Buchwert des Vermögens des Segments "Netz" gegenübergestellt. Da der Buchwert den erzielbaren Betrag überstieg, war eine Wertminderung von 47,5 Mio. € zu erfassen.

Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren zum einen der Unterschied zwischen dem marktkonformen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz und dem von der E-Control festgelegten Kapitalkostensatz in der Detailplanungsphase und zum anderen die nahezu volle Abgeltung der regulatorischen Kapitalbasis mit einem marktkonformen gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz in der Grobplanungsphase.

Die folgende Tabelle zeigt die Werte der wesentlichen Bewertungsannahmen, bei denen es für möglich gehalten wird, dass wertmäßige Veränderungen innerhalb der nächsten Berichtsperiode wesentliche weitere Wertminderungen bzw. Wertaufholungen zur Folge hätten, sowie deren Auswirkungen auf die Buchwerte der Vermögenswerte:

Sensitivitätsanalyse für die Vermögenswerte des Segments "Netz"

Wertmäßige
Ausprägung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Veränderung der
wesentlichen
Bewertungs
annahme
Auswirkungen auf
die Buchwerte der
Vermögens
werte
Unterschied zwischen dem marktkonformen
gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz
und dem von der E-Control festgelegten – 22,8 Mio. €
Kapitalkostensatz 0,50% ±0,25PP +22,8 Mio. €

Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH

Die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen von VERBUND und EVN AG. Sie hält (indirekt) eine 100%ige Beteiligung an der Energji Ashta Shpk. Die Energji Ashta Shpk errichtete und betreibt im Rahmen einer als Betreibermodell ausgestalteten Wasserkraftwerkskonzession ein 2-stufiges Hydromatrix-Kraftwerk (installierte Leistung: 53 MW) am Drin im Norden Albaniens.

In der Bauphase kam es zu hochwasserbedingten Schäden, einem Bauverzug und entsprechenden Mehrkosten. Seitens albanischer Regierungsvertreter wurde als wirtschaftliche Kompensation dafür eine Konzessionsdauerverlängerung in Aussicht gestellt; vor dem Hintergrund der zwischenzeitlich veränderten politischen Verhältnisse war eine solche über 2043 hinaus jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet. Darüber hinaus waren die Annahmen bezüglich des Diskontierungszinssatzes angesichts eines gestiegenen Marktrisikos nach oben zu revidieren. Vor dem Hintergrund dieser Anhaltspunkte für eine Wertminderung wurde die nach der Equity-Methode bilanzierte 50,01%ige Beteiligung an der

Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH bereits zum 30.6.2013 auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des Nutzungswerts ermittelt. Die Berechnung erfolgte nach der

DCF-Methode. Der Diskontierungszinssatz vor Steuern betrug 13,00% (30.6.2013). Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen der Energji Ashta Shpk abgeleitet. Der Ermittlung des Nutzungswerts lag als Mengengerüst eine über den Planungszeitraum gleichbleibende, dem Regelarbeitsvermögen (RAV) entsprechende Erzeugungsmenge in Höhe von 242 GWh zugrunde. Das Preisgerüst ergab sich für die ersten 15 Jahre ab Inbetriebnahme aus dem Stromabnahmevertrag mit der Korporata Elektroenergjetike Shqiptare (KESH). Für die Zeit danach Werthaltigkeitsprüfungen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

wurden die Strompreisprognosen von den Partnerunternehmen VERBUND und EVN AG gemeinschaftlich ermittelt; sie entsprechen in etwa jenen des VERBUND Energy Market Model (VEMM). Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden ab 2014 mit einer Preissteigerungsrate von 2,0%

fortgeschrieben. Der Planungszeitraum umfasste die Laufzeit der Wasserkraftwerkskonzession. Die in den Quartalen 3–4/2013 ausbleibenden Zahlungen der KESH stellten erneut Anhaltspunkte für eine Wertminderung dar. Deshalb wurde die 50,01%ige Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH zum 31.12.2013 noch einmal auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Abweichend von der Werthaltigkeitsprüfung vom 30.6.2013 wurden die Annahmen bezüglich des Preisgerüsts und des Planungszeitraums aufgrund der Entwicklungen in den Quartalen 3–4/2013 grundlegend geändert. Zum 31.12.2013 wurden die Annahmen hinsichtlich der Absatzpreise der ersten 15 Konzessionsjahre reduziert. Im Gegenzug wurde davon ausgegangen, dass die Wasserkraftwerkskonzession auf zumindest 100 Jahre verlängert wird. Die Strompreisprognosen wurden ausschließlich anhand des VEMM ermittelt. Außerdem waren die Annahmen bezüglich des Diskontierungszinssatzes angesichts des erneut gestiegenen Marktrisikos nach oben zu revidieren. Der angewandte Diskontierungszinssatz vor Steuern

betrug 14,75%. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Strompreisprognosen, die Laufzeit der Wasserkraftwerkskonzession und der Diskontierungs-

zinssatz. In der Berichtsperiode 2013 wurde der Buchwert der Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH auf null herabgemindert. Zusätzlich hält VERBUND jedoch langfristige Ausleihungen gegenüber der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach

eine Erhöhung der Nettoinvestition in die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH darstellen. Der erzielbare Betrag wurde daher dem Buchwert des Nettoinvestments in die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH gegenübergestellt. Die bereits unterjährig erfasste Wertminderung betrug 8,5 Mio. €. Zum 31.12.2013 war eine weitere Wertminderung von 17,2 Mio. € zu erfassen.

Sorgenia S.p.A. (Group)

Die Sorgenia S.p.A. (Group) ist ein assoziiertes Unternehmen von VERBUND, das mehrheitlich im Eigentum der italienischen CIR S.p.A. steht. Mit einem Erzeugungsportfolio, das im Wesentlichen aus 4 Gas-Kombikraftwerken (installierte Leistung: 3.170 MW) und aus Windparks (installierte Leistung: 121 MW) besteht, zählt sie zu den führenden italienischen Energiekonzernen in privater Hand. Die Sorgenia S.p.A. (Group) hält weiters eine (durchgerechnet) 39%ige Beteiligung an der Tirreno Power S.p.A., einer italienischen Kraftwerksgesellschaft mit einem gleichfalls von Gas-Kombikraftwerken dominierten Erzeugungsportfolio, sowie eine 50%ige Beteiligung an der Sorgenia France S.A., einer französischen Windparkgesellschaft. Darüber hinaus ist die Sorgenia S.p.A. (Group) in geringfügigem

Umfang in der Exploration und Produktion (E&P) von Erdöl bzw. Erdgas tätig. Die italienische Marktsituation ist derzeit durch eine sinkende Stromnachfrage aufgrund der negativen makroökonomischen Entwicklung bzw. Überkapazitäten am Strommarkt und durch sinkende Clean-Spark-Spreads gekennzeichnet. Darüber hinaus waren die Annahmen bezüglich des Diskontierungszinssatzes angesichts eines gestiegenen Marktrisikos nach oben zu revidieren. Vor dem Hintergrund dieser Anhaltspunkte für eine Wertminderung wurde die nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligung an der Sorgenia S.p.A. (Group) zum 30.6.2013 auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Der erzielbare Betrag wurde auf Basis des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 3) abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Die Berechnung erfolgte durch eine Sum-of-the-parts-Bewertung der Geschäftsbereiche mithilfe der DCF-Methode und der Multiplikatormethode. Die geschäftsbereichsspezifischen Diskontierungszinssätze nach Steuern

betrugen 7,25% bzw. 8,00%. Die bewertungsrelevanten Cashflows wurden aus aktuellen Planungen für die Sorgenia S.p.A. (Group) abgeleitet und beruhen primär auf marktnahen Daten. Der Zeitbewertung lagen als Mengengerüst die installierten Leistungen der Kraftwerke zugrunde. Der angenommene Wirkungsgrad der Gas-Kombikraftwerke betrug im Volllastbetrieb durchschnittlich 49,0%. Der Einsatz der Gas-Kombikraftwerke wurde unter Berücksichtigung energiewirtschaftlicher und technischer Rahmenbedingungen bzw. Restriktionen mithilfe von Optimierungsmodellen bestimmt. Der Zeitbewertung der Windparks lag als Mengengerüst eine jährliche Einspeisung zwischen 233 GWh und 408 GWh zugrunde; dabei wurde ein weiterer Ausbau um 79 MW an installierter Leistung für die Jahre 2017 bis 2019 angenommen. Das Preisgerüst wurde anhand der durchschnittlichen Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Die wesentlichen jährlichen Aufwendungen aus den Planungen wurden, Kosteneinsparungen berücksichtigend, mit Preissteigerungsraten von etwa 2,0% fortgeschrieben. Die Zeitbewertung des Endkundengeschäfts im Stromund Gasbereich erfolgte durch Multiplikation der Kundenanzahl mit marktüblichen Kundenakquisitionskosten. Für die vorübergehend bei der Sorgenia S.p.A. (Group) verbliebenen Projekt- und Unternehmensanteile im E&P-Bereich wurden die Buchwerte als realistische Schätzung ihrer beizulegenden Zeitwerte angesetzt; bereits veräußerte Projekt- und Unternehmensanteile trugen durch den Barwert

erwarteter Earn-outs zur Zeitbewertung bei. Der Planungszeitraum wurde für die Gas-Kombikraftwerke auf Basis von Gesamtkapazitäten zwischen 120.000 und 150.000 äquivalenten Betriebsstunden (Equivalent Operating Hours, EOHs) bestimmt. Das

Ende des Planungszeitraums wurde generell mit 2035 angenommen. Die wesentlichen Bewertungsannahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen, waren die Entwicklung der Clean-Spark-Spreads, der Diskontierungszinssatz sowie die Veräußerungs-

erlöse für die Projekt- und Unternehmensanteile im E&P-Bereich. Die unterjährig erfasste Wertminderung betrug 396,0 Mio. €. Durch die Erfassung von anteiligen laufenden Periodenergebnissen wurde der Buchwert der Beteiligung an der Sorgenia S.p.A. (Group) auf null herabgemindert (siehe: (11) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen). Zum 31.12.2013 wurde die Beteiligung an der Sorgenia S.p.A. (Group) als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft und zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet (siehe: (31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte).

Die 5,18%ige Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich wird im Konzernabschluss von VERBUND als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert bilanziert (siehe: (38) Zusätzliche Angaben zu

Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7). Die nachteiligen Veränderungen des ökonomischen Umfelds (siehe: Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Erzeugungsportfolios) stellten auch gemäß IAS 39 einen objektiven Hinweis auf eine Wertminderung der Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich dar. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts (Stufe 2) erfolgte nach der Multiplikatormethode. Der beizulegende Zeitwert zum 30.6.2013 in Höhe von 69,1 Mio. € wurde mithilfe einer aus einer Peergroup abgeleiteten Trading Multiple ermittelt. Infolge des Rückgangs des beizulegenden Zeitwerts wurden im sonstigen Ergebnis (und damit direkt im Eigenkapital) erfasste Bewertungen in Höhe von 3,7 Mio. € ergebnisneutral ausgebucht und ergebniswirksame Wertminderungen in Höhe von 41,6 Mio. € erfasst.

Bewertung von sonstigen Beteiligungen

Bewertung des Erdgasliefervertrags für das Gas-Kombikraftwerk Mellach Zwischen der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. und der EconGas GmbH besteht ein langfristiger Erdgasliefervertrag. Die Fahrweise aus der Einsatzoptimierung des Gas-Kombikraftwerks Mellach führt zum Weiterverkauf wesentlicher Erdgasmengen. Eine solche Bewirtschaftung des Erdgasliefervertrags wird in den IFRS einem Nettoausgleich des Erdgasliefervertrags gleichgestellt; die Befreiungsregelung für Eigenbedarfsverträge in IAS 39 (Own-use Exemption) war folglich nicht mehr anwendbar. Der Erdgasliefervertrag wird daher seit 2012 als freistehendes Derivat qualifiziert und

ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert (Stufe 3) des freistehenden Derivats aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach wurde mithilfe eines kapitalwertorientierten Verfahrens (DCF-Methode) ermittelt. Die Bewertung erfolgte mithilfe einer risikolosen Zinsstrukturkurve und unter Berücksichtigung des Kreditrisikos der Vertragspartner.

Der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts lag als Mengengerüst die vertragliche, aber in einem Monatsraster einsatzoptimierte Take-or-pay-Menge über die Vertragslaufzeit (bis 2026) zugrunde. Das Preisgerüst wurde als Differenz zwischen einem prognostizierten Wholesale-Preis für Erdgas und dem prognostizierten (an den Erdölpreis gebundenen) Vertragspreis bestimmt; die Preise wurden anhand der Prognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft ermittelt. Darüber hinaus wurde der Unterschied zwischen dem vertraglich vereinbarten und marktüblichen Leistungspreis berücksichtigt.

Am 29.5.2013 wurde ein Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH beim Oberlandesgericht Wien eingebracht. Seit diesem Zeitpunkt werden auch die

möglichen Ausgänge des Verfahrens mittels Szenarienmodell bei der Bewertung berücksichtigt. Die bedeutenden nicht beobachtbaren Inputfaktoren, die der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde lagen, waren die Laufzeit des Erdgasliefervertrags, die Take-or-pay-Menge, die Preisprognosen für Erdgas und Erdöl und die Szenarien für den Ausgang des kartellrechtlichen Verfahrens.

Sensitivitätsanalyse für bedeutende nicht beobachtbare Inputfaktoren
in Mio. €
Annahme Änderung der
Annahme
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung
des operativen
Ergebnisses um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung des
operativen
Ergebnisses um
Prognostizierter (an den Erdölpreis
gebundener) Vertragspreis für Erdgas1
28,8 €/MWh ±10% – 37,7 33,6
Prognostizierter Wholesale-Preis
für Erdgas2
27,3 €/MWh ±10% 36,4 – 33,2
Laufzeit3 2026 n.a. n.a. n.a.
Jährliche Take-or-pay-Menge4 3.125 GWh n.a. n.a. n.a.
Szenarien bezüglich des Ausgangs
des kartellrechtlichen Verfahrens5
n.a. n.a. n.a. n.a.

Der angegebene Vertragspreis bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Strompreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont. Die Sensitivitätsanalyse variiert den prognostizierten Preis konstant über die Laufzeit des Erdgasliefervertrags. // 2 Der angegebene Wholesale-Preis für Erdgas bezieht sich auf das Jahr 2020. Dies ist das erste Jahr, in dem das Preisgerüst anhand der durchschnittlichen Preisprognosen zweier renommierter Marktforschungsinstitute und Informationsdienstleister in der Energiewirtschaft bestimmt wird. Die Sensitivitätsanalyse variiert den Strompreis konstant über die Zeit bis zum Planungshorizont. Die Sensitivitätsanalyse variiert den prognostizierten Preis konstant über die Laufzeit des Erdgasliefervertrags. // 3 Im Erdgasliefervertrag wurde eine 20-jährige Laufzeit bis 2031 vereinbart. Beide Vertragspartner haben jedoch nach 15 Jahren die einmalige Möglichkeit einer ordentlichen Kündigung. Da davon ausgegangen wird, dass der zu diesem Zeitpunkt durch den Erdgasliefervertrag benachteiligte Vertragspartner von diesem Kündigungsrecht Gebrauch machen wird, wird der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eine 15-jährige Laufzeit zugrunde gelegt. // 4 Im Erdgasliefervertrag wurde eine über die gesamte Vertragslaufzeit fixe jährliche Take-or-pay-Menge vereinbart. Veränderungen der jährlichen Take-or-pay-Menge können sich daher nur aus Vertragsänderungen ergeben. // 5 Die Anhangsangaben zu den Szenarien bezüglich des Ausgangs des Verfahrens zur Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH sowie zur Sensitivität dieses Inputfaktors unterbleiben, da damit zu rechnen ist, dass diese Anhangsangaben die Lage von VERBUND im kartellrechtlichen Verfahren ernsthaft beeinträchtigen.

Die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Abfertigungsverpflichtungen (Buchwert zum 31.12.2013: 628,8 Mio. €; Vorjahr: 501,0 Mio. €) erfolgte aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren dabei der Abzinsungszinssatz, das geschätzte Pensionsantrittsalter und die geschätzte Lebenserwartung sowie künftige Gehalts- bzw. Pensionserhöhungen:

Versicherungsmathematische Annahmen zu Pensionsverpflichtungen

2012 2013
4,00% 3,50 %
2,25% 2,25 %
2,75% 2,75 %
keine keine
Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P
Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P

Versicherungsmathematische Annahmen zu pensionsähnlichen Verpflichtungen

2012 2013
Abzinsungssatz 4,00% 3,50 %
Fluktuation (in Abhängigkeit von der Unternehmenszugehörigkeit) 0,0%– 4,0% 0,0 %– 4,0 %
Trend der Zuschusszahlungen auf Basis des Spitalskostenindex 4,5% / 7,5% 4,0 % / 7,0 %
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P
Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P

Versicherungsmathematische Annahmen zu Abfertigungsverpflichtungen

2012 2013
Abzinsungssatz 4,00% 3,50 %
Gehaltssteigerungen 2,75% 2,75 %
Fluktuation (in Abhängigkeit von der Unternehmenszugehörigkeit) 0,0%– 4,0% 0,0 %– 4,0 %
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P
Pagler & Pagler
AVÖ 2008-P

Die bestehenden Pensionsverpflichtungen, pensionsähnlichen Verpflichtungen und gesetzlichen Abfertigungsverpflichtungen setzen VERBUND Investitions-, Zinsänderungs-, Lebenserwartungs-, Gehaltsrisiken, Preissteigerungs- und Fluktuationsrisiken aus. Investitionsrisikoreduzierend wirkt die Veranlagungsstrategie, die sich an den Vorgaben des Pensionskassengesetzes bzw. den entsprechenden Verordnungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) orientiert. Dennoch können Veranlagungserträge, die unter der Rendite von erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen liegen, zu einer Erhöhung der Verpflichtungen führen. Ein Absinken der Rendite von erstrangigen festverzinslichen Industrieanleihen, ein Anstieg der Lebenserwartung, Gehaltssteigerungen und Preissteigerungen im Bereich der medizinischen Versorgung würden ebenfalls in einer Erhöhung der Verpflichtungen resultieren. Weiters ergäbe sich eine höhere Verpflichtung, wenn die zukünftige tatsächliche Fluktuationsrate unter der aktuell angenommenen liegen würde.

Bewertung von Pensionsverpflichtungen, pensionsähnlichen Verpflichtungen und gesetzlichen Abfertigungen

In den nachfolgenden Sensitivitätsanalysen für Pensions-, pensionsähnliche und Abfertigungsverpflichtungen wurden die Auswirkungen resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen auf die Verpflichtungen dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Die Ermittlung der geänderten Verpflichtung erfolgt analog zur Ermittlung der tatsächlichen Verpflichtung nach der Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gemäß IAS 19.

Sensitivitätsanalyse für die Nettoschuld aus Pensionsverpflichtungen 2013

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Nettoschuld um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Nettoschuld um
Abzinsungssatz ±0,25 – 2,70% 2,85%
Pensionssteigerungen ±0,50 5,22% – 4,81%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 4,49% – 4,71%

Sensitivitätsanalyse für die pensionsähnlichen Verpflichtungen 2013

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um um
Abzinsungssatz ±0,25 – 4,23% 4,54%
Trend der Zuschusszahlungen auf Basis des
Spitalskostenindex für Neuverträge ±0,50 9,09% – 8,06%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 5,52% – 5,56%

Sensitivitätsanalyse für die Abfertigungsverpflichtungen 2013

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Abzinsungssatz ±0,25 – 2,11% 2,18%
Gehaltssteigerungen ±0,50 4,34% – 4,10%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 0,13% – 0,15%

Sensitivitätsanalyse für die Nettoschuld aus Pensionsverpflichtungen 2012

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Nettoschuld um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Nettoschuld um
Abzinsungssatz ±0,25 – 2,42% 2,53%
Pensionssteigerungen ±0,50 4,84% – 4,50%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 4,75% – 4,78%

Sensitivitätsanalyse für die pensionsähnlichen Verpflichtungen 2012

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Abzinsungssatz ±0,25 – 4,15% 4,46%
Trend der Zuschusszahlungen auf Basis des
Spitalskostenindex für Neuverträge
±0,50 9,20% – 7,96%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 5,07% – 5,12%

Sensitivitätsanalyse für die Abfertigungsverpflichtungen 2012

Änderung der
Annahme in
Prozentpunkten
bzw. Jahren
Bei Anstieg der
Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Bei Verringerung
der Annahme
Veränderung der
Verpflichtung
um
Abzinsungssatz ±0,25 – 2,11% 2,19%
Gehaltssteigerungen ±0,50 4,38% – 4,13%
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ±1 Jahr 0,03% – 0,24%

Mit den Entscheidungen vom 27.9.2011 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die Systemnutzungstarife-Verordnungen (SNT-VO) für 2009, 2010 und 2011 aufgehoben. Als Konsequenz aus diesen Entscheidungen droht der Austrian Power Grid AG im Jahr 2014 die (vorläufige) Rückzahlung der auf Basis dieser Verordnungen erhobenen Netznutzungsentgelte für Pumpspeicher-Kraftwerke, der Netzverlustentgelte sowie der Systemdienstleistungsentgelte in all jenen Verfahren, welche als Anlassfälle qualifiziert wurden bzw. von der Ausdehnung der Anlassfallwirkung umfasst waren. Für diese drohenden Rückzahlungsverpflichtungen wurde durch die Bildung von Rückstellungen vorgesorgt. Die Bewertung dieser Vorsorgen (Buchwert zum 31.12.2013: 46,5 Mio. €, Vorjahr: 41,7 Mio. €) erfolgte aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Die Systemnutzungsentgelte-Verordnung (SNE-VO) für 2012 wurde von den Erzeugungsunternehmen ebenfalls in Bezug auf die oben angeführten Entgeltkomponenten beeinsprucht; bezüglich Netzverlustentgelt und Netznutzungsentgelt für Pumpspeicher-Kraftwerke hat der VfGH die SNE-VO als gesetzeskonform bestätigt. Hinsichtlich Systemdienstleistungsentgelt hat der VfGH die angefochtenen Bestimmungen der SNE-VO 2012 aufgehoben; die SNE-VO 2013 hinsichtlich Systemdienstleistungsentgelt wurde unter Verweis auf die ergänzende Begriffsbestimmung der "Ausfallsreserve" als Anteil der Sekundärregelung im ElWOG

durch BGBl. I Nr. 174/2013 bestätigt. Die (verbleibenden) drohenden Rückzahlungsverpflichtungen betreffen bezüglich der SNE-VO für 2012 daher nur mehr die Anlassfall-Verfahren zum Systemdienstleistungsentgelt. Aus diesem Grund war die Rückstellung zum 31.12.2013 teilweise aufzulösen. Die Bewertung dieser Vorsorgen (Buchwert zum 31.12.2013: 4,0 Mio. €; Vorjahr 31,9 Mio. €) erfolgte aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die aus den SNT-VO und der SNE-VO resultierenden Rückstellungen für Stromlieferungen und Netzleistungen waren jeweils das geschätzte Ausmaß des Erlösentfalls, die gesetzlichen Verzugszinsen, der Rückzahlungszeitraum und der Diskontierungszinssatz in Höhe von 3,50% (Vorjahr: 4,35%).

Bewertung von Rückstellungen

Die Bewertung der Drohverlustrückstellungen (Buchwert zum 31.12.2013: 38,4 Mio. €, Vorjahr: 56,2 Mio. €) erfolgte aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Die Drohverlustrückstellungen wurden für belastete Mietverträge, belastete Stromlieferverträge und die (faktische) Verpflichtung zur Durchführung eines Renaturierungsprojekts gebildet. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren dabei die erwarteten zukünftigen saisonalen Spreads der Erdgaspreise, die Strom- und Primärenergiepreise, die Kosten für Emissionszertifikate, die erwarteten Kosten des Renaturierungs-

projekts und der Diskontierungszinssatz in Höhe von 3,50% (Vorjahr: 4,35%). Die Bewertung der Rückstellungen für Abbruch- und Dekontaminationskosten (Buchwert zum 31.12.2013: 25,4 Mio. €; Vorjahr: 39,8 Mio. €) erfolgte aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Im Vergleich zum Vorjahr erfolgte auf Basis aktualisierter Gutachten die Auflösung von Abbruchkostenrückstellungen für thermische Kraftwerke. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren dabei die erwarteten Abbruchzeitpunkte (überwiegend im Zeitband 2025 bis 2045 bei thermischen Kraftwerken und im Zeitband 2026 bis 2038 bei Windkraftanlagen), etwaige Gutachten zur Bestimmung der Abbruch- und Dekontaminationskosten, die Valorisierung dieser Kosten und der Diskontierungszinssatz in Höhe von 3,50% (Vorjahr: 4,35%).

Eventualverbindlichkeiten

Die in der Bilanz von VERBUND nicht erfassten Eventualverbindlichkeiten werden quartalsweise in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Ist ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen weder hinreichend wahrscheinlich, sodass eine Rückstellungsbildung geboten ist, noch unwahrscheinlich, so werden die betreffenden Verpflichtungen als Eventualverbindlichkeiten erfasst. Die Einschätzung wird von den Fachverantwortlichen unter Berücksichtigung von marktbezogenen Inputs (sofern möglich) und Gutachten (in Einzelfällen) vorgenommen.

Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung von VERBUND sind die Geschäftstätigkeiten den Segmenten "Strom", "Netz" sowie "Beteiligungen & Services" zugeordnet. Die Abgrenzung der Geschäftssegmente und die Berichtsinhalte entsprechen der internen Berichtsstruktur an den Gesamtvorstand als Hauptentscheidungsträger.

Gemäß § 8 Abs. 3 ElWOG haben integrierte Elektrizitätsunternehmen für Erzeugungs-, Stromhandelsund Versorgungstätigkeiten, Übertragungstätigkeiten sowie Verteilungstätigkeiten gesonderte Bilanzen und Ergebnisrechnungen zu veröffentlichen. Die Segmentberichterstattung von VERBUND ist gemäß IFRS 8 jedoch an der internen Steuerung und Berichterstattung (Management Approach) auszurichten, wodurch sich die folgende Abgrenzung der Geschäftssegmente ergibt:

Strom

Das Geschäftssegment "Strom" umfasst sämtliche Tochterunternehmen bzw. Profit-Center von VERBUND, die mit dem Bau, dem Betrieb und der Instandhaltung hydraulischer, thermischer und fotovoltaischer oder windenergetischer Kraftanlagen befasst sind. Das Geschäftssegment "Strom" umfasst darüber hinaus den Energiehandel sowie den Vertrieb von Strom an Endkunden (Haushalts-, Gewerbe-, Business- und Industriekunden). In der Berichtsperiode 2013 wurde die zum 24.4.2013 erstmals vollkonsolidierte Innwerk AG, die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, die Donaukraftwerk Jochenstein AG und die Grenzkraftwerke GmbH (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung) dem Geschäftssegment "Strom" zugeordnet.

Netz

Das Geschäftssegment "Netz" entspricht der Austrian Power Grid AG (APG), die als gesellschaftsrechtlich eigenständiger und unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber und Regelzonenführer (Independent Transmission Operator, ITO) im Netzbereich Österreich das 220/380-kV-Hochspannungsnetz sowie Teile des 110-kV-Netzes betreibt und erhält.

Beteiligungen & Services

Das Geschäftssegment "Beteiligungen & Services" umfasst insbesondere die Leitungs- und Steuerungsfunktionen in Bezug auf die in- und ausländischen Beteiligungen von VERBUND. Hierzu zählen insbesondere die direkt von der VERBUND AG gehaltenen Beteiligungen an der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG, der Ennskraftwerke AG sowie die (indirekt) von der VERBUND International GmbH gehaltenen Beteiligungen der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) (mit Wirkung vom 11.12.2013 als "zur Veräußerung gehalten eingestuft). Weiters ist dem Segment "Beteiligungen & Services" die (indirekt) von der VERBUND Hydro Power AG gehaltene Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk zugeordnet. Darüber hinaus werden diesem Geschäftssegment die ausländischen Projektgesellschaften von VERBUND bis zum Baubeginn der Produktionskapazitäten zugeordnet; danach erfolgt eine Umgliederung in das Geschäftssegment "Strom". Die VERBUND Renewable Power GmbH – sie ist die Leitgesellschaft für Projektentwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien – wird daher ebenfalls im Geschäftssegment "Beteiligungen & Services" erfasst. Diesem Geschäftssegment sind auch jene Tochterunternehmen bzw. Profit-Center zugeordnet, die Konzernfunktionen wie z.B. Finanzierungsleistungen, Shared-Service-Center-Leistungen und Telekommunikationsdienstleistungen erbringen.

Segmentabgrenzung

Erläuterung der Geschäftssegmentdaten Zur internen Performancemessung der Geschäftssegmente wird in erster Linie das operative Ergebnis herangezogen. Das operative Ergebnis je Geschäftssegment entspricht der Summe der operativen Ergebnisse der in das jeweilige Geschäftssegment einbezogenen Tochterunternehmen unter Berücksichtigung intersegmentärer Umsätze und Aufwendungen. Die Transaktionen zwischen den

Geschäftssegmenten werden zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet. Für das Geschäftssegment "Beteiligungen & Services" ist ferner das Beteiligungsergebnis, welches zur Gänze diesem Geschäftssegment zugerechnet wird, von Bedeutung. Da einige nach der Equity-Methode bilanzierte und sonstige Beteiligungen von zu den Geschäftssegmenten "Strom" und "Netz" zugehörigen Tochterunternehmen gehalten werden, kommt es zu einer (vernachlässigbaren) asymmetrischen

Allokation von Vermögen und Ergebnissen. Die intern berichtete Vermögensgröße ist das Capital Employed. Das Capital Employed entspricht dem Gesamtvermögen eines Geschäftssegments abzüglich jener Vermögenswerte, die bei VERBUND (noch) nicht zum Prozess der Leistungserstellung und Leistungsverwertung beitragen (z.B. geleistete Anzahlungen, Anlagen in Bau, Finanzanlagen aus bilanziell geschlossenen Positionen), und abzüglich

unverzinslicher Schulden. Die anderen wesentlichen nicht zahlungswirksamen Posten, die neben den Abschreibungen auf immaterielles und Sachanlagevermögen in das operative Ergebnis eingehen, umfassen insbesondere Bewertungseffekte aus Derivaten und Sicherungsgeschäften im Energiebereich, Auflösungsbeträge aus dem Passivposten für erhaltene Baukostenbeiträge, unbare Rückstellungsveränderungen sowie etwaige

Abschreibungen auf Primärenergievorräte. Die Zugänge zu immateriellem und Sachanlagevermögen umfassen Investitionen sowie Erhöhungen aufgrund etwaiger Unternehmenserwerbe. Die Zugänge zu nach der Equity-Methode bilanzierten und sonstigen Beteiligungen umfassen Kapitalerhöhungen sowie etwaige Anteilserwerbe. Kapitalerhöhungen bei zur Veräußerung gehaltenen Beteiligungen sind in den Zugängen nicht erfasst (siehe: (31) Zur

Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte). Die Bewertung sämtlicher Geschäftssegmentdaten steht in Einklang mit den IFRS.

Geschäftssegmentdaten in Mio. €
Strom Netz Beteiligungen
& Services
Eliminierung Summe
Konzern
2013
Außenumsatz 2.642,7 523,2 15,8 0,0 3.181,6
Innenumsatz 177,7 110,2 92,2 – 380,0 0,0
Gesamtumsatz 2.820,3 633,4 108,0 – 380,0 3.181,6
Operatives Ergebnis 497,1 84,4 – 46,6 – 36,5 498,4
Abschreibungen – 263,1 – 68,4 – 16,1 1,2 – 346,3
Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
– 416,0 – 47,5 – 2,6 0,0 – 466,1
Andere wesentliche nicht
zahlungswirksame Posten
257,8 77,1 – 2,4 – 37,9 294,6
Beteiligungsergebnis 509,8 509,8
davon Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
– 215,5 – 215,5
davon Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
– 463,3 – 463,3
davon Effekte aus
Unternehmenserwerben
1.184,4 1.184,4
Capital Employed 7.975,1 1.008,2 8.437,7 – 7.676,2 9.744,8
davon Buchwert der nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
2,2 1,1 260,8 0,0 264,1
Zugänge zu immateriellem und
Sachanlagevermögen
3.157,7 106,9 13,4 0,0 3.278,0
Zugänge zu Beteiligungen 0,2 0,0 1,2 0,0 1,3

Geschäftssegmentdaten

Geschäftssegmentdaten in Mio. €
Strom Netz Beteiligungen
& Services
Eliminierung Summe
Konzern
2012
Außenumsatz 2.661,2 481,7 17,0 0,0 3.159,9
Innenumsatz 145,8 58,6 93,2 – 297,5 0,0
Gesamtumsatz 2.806,9 540,3 110,2 – 297,5 3.159,9
Operatives Ergebnis 896,1 2,6 – 47,8 49,0 900,0
Abschreibungen – 202,3 – 64,8 – 9,5 1,3 – 275,3
Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
– 55,8 0,0 0,0 0,0 – 55,8
Andere wesentliche nicht
zahlungswirksame Posten
17,8 – 74,5 2,8 48,3 – 5,5
Beteiligungsergebnis – 113,7 – 113,7
davon Ergebnis aus nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
– 56,9 – 56,9
davon Effekte aus
Werthaltigkeitsprüfungen
– 28,2 – 28,2
davon Effekte aus
Unternehmenserwerben
– 37,1 – 37,1
Capital Employed 6.568,1 1.079,8 6.918,5 – 4.879,9 9.686,4
davon Buchwert der nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
16,6 1,3 890,9 0,0 908,8
Zugänge zu immateriellem und
Sachanlagevermögen
535,6 142,5 15,1 0,0 693,1
Zugänge zu Beteiligungen 0,0 0,0 309,1 0,0 309,1

Überleitungsrechnungen

Das operative Ergebnis in der Summenspalte entspricht jenem in der Gewinn- und Verlustrechnung von VERBUND; die Überleitungsrechnung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern kann daher der Gewinn-

und Verlustrechnung entnommen werden. Die Überleitungsrechnung vom Gesamtbetrag für das Capital Employed zur Bilanzsumme von VERBUND ist wie folgt:

Überleitungsrechnung vom Capital Employed zur Bilanzsumme in Mio. €
2012 2013
Capital Employed 9.686,4 9.744,8
Nicht im Prozess der Leistungserstellung und -verwertung eingesetztes
Vermögen 1.016,1 927,0
Unverzinsliche Schulden 1.684,8 2.136,8
Summe der Vermögenswerte von VERBUND 12.387,3 12.808,6

Die unternehmensweiten Angaben umfassen gemäß IFRS 8 eine geografische Segmentberichterstattung für die Umsätze (nach Ort der Lieferung) und die langfristigen Vermögenswerte. Ferner sind Angaben zu

wichtigen Kunden erforderlich. Es gibt keinen einzelnen Kunden von VERBUND, mit dem die Umsatzerlöse 10% der gesamten Umsatzerlöse erreichen oder übersteigen.

Geografische Segmentberichterstattung: Umsätze in Mio. €
2012 2013
Stromlieferungen im Inland 1.310,5 1.248,2
Stromlieferungen im Ausland 1.463,1 1.472,5
davon in Deutschland 1.276,9 1.279,4
davon in Frankreich 132,2 137,4
davon in restlichen EU-Staaten 45,1 46,6
davon in anderen Staaten 9,0 9,1
Stromlieferungen an nicht fortzuführende Aktivitäten 4,4 11,9
Stromlieferungen der nicht fortzuführenden Aktivitäten – 18,5 – 99,9
Stromerlöse 2.759,6 2.632,7
Netzleistungen im Inland 236,7 318,4
Netzleistungen im Ausland 107,1 66,9
davon in EU-Staaten 106,9 65,9
davon in anderen Staaten 0,2 1,0
Netzerlöse 343,8 385,2
Sonstige Erlöse im Inland 56,0 147,2
Sonstige Erlöse im Ausland 1,0 16,7
Sonstige Erlöse der nicht fortzuführenden Aktivitäten – 0,3 – 0,3
Sonstige Erlöse 56,6 163,6
Summe der Umsatzerlöse 3.159,9 3.181,5
Geografische Segmentberichterstattung: langfristiges Vermögen in Mio. €
2012 2013
Immaterielles und Sachanlagevermögen 8.048,0 10.197,5
davon in Österreich 5.871,2 6.773,1
davon in Deutschland 1.473,6 3.045,1
davon in Frankreich 460,2 0,0
davon in restlichen EU-Staaten 243,0 379,3
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 908,8 264,1
davon in Österreich und Deutschland 274,0 264,1
davon in Italien 620,5
davon in anderen Staaten1 14,3 0,0

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Unternehmensweite Angaben

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Stromerlöse

(2) Netzerlöse

(3)

Sonstige Erlöse

Stromerlöse nach Kundenbereichen in Mio. €
2012
Inland
2013
Inland
2012
Ausland
2013
Ausland
2012
Summe
2013
Summe
Stromlieferungen an Händler 39,9 31,8 1.041,6 1.003,1 1.081,5 1.034,9
Stromlieferungen an
Weiterverteiler
815,2 772,3 156,1 175,9 971,2 948,2
Stromlieferungen an
Endkunden
455,5 444,2 265,4 293,5 720,9 737,7
Stromerlöse nach
Kundenbereichen
1.310,5 1.248,2 1.463,1 1.472,6 2.773,7 2.720,8
Stromlieferungen an nicht
fortzuführende Aktivitäten
4,4 11,9
Stromlieferungen der nicht
fortzuführenden Aktivitäten
– 18,5 – 99,9
Stromerlöse 2.759,6 2.632,7
Netzerlöse nach Kundenbereichen in Mio. €
2012
Inland
2013
Inland
2012
Ausland
2013
Ausland
Energieversorgungsunternehmen 177,2 244,1 4,3 – 1,6
Industriekunden 14,4 16,6 0,0 0,0
Übrige 45,0 57,6 102,9 68,5
Netzerlöse 236,6 318,3 107,2 66,9
Sonstige Erlöse in Mio. €
2012 2013
Umsatzerlöse aus Gaslieferungen bzw. Gashandel 1,9 65,6
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Herkunftsnachweis- bzw.
Grünstromzertifikaten
0,8 38,0
Umsatzerlöse aus Fernwärmelieferungen 15,8 18,7
Umsatzerlöse für Consulting- und Projektierungsleistungen sowie für
sonstige Leistungsverrechnungen
13,0 17,3
Personalbeistellung 9,8 8,2
Benützungs- und Betriebsführungsentgelte 6,3 6,7
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Emissionszertifikaten 2,1 3,1
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Abfallprodukten 2,3 1,5
Übrige 4,6 4,5
Sonstige Erlöse 56,6 163,6
Sonstige betriebliche Erträge in Mio. €
2012 2013
Ertrag aus dem Rückerwerb von 60% der Stromlieferverpflichtung aus der
Tiroler Speicherkraftwerksgruppe Zemm/Ziller 0,0 166,6
Bestandsveränderungen und aktivierte Eigenleistungen 35,2 26,3
Erträge aus diversen Lieferungen und Leistungen 14,2 17,1
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten 7,2 14,4
Miet- und Pachterträge 2,8 3,3
Bestandsveränderungen von Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikaten 2,8 2,9
Versicherungsentschädigungen 11,1 1,7
Planmäßige Auflösung des Abgrenzungspostens aus Cross-Border-Leasing 1,6 1,6
Zeitanteilige Auflösung von Baukostenbeiträgen 1,7 1,6
Übrige jeweils < 1,0 Mio. € 3,1 3,1
Sonstige betriebliche Erträge 79,8 238,6

Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug in Mio. €

2012 2013
Aufwendungen für Strombezug 1.047,2 1.076,7
Aufwendungen für Netzbezug (Systemnutzung) 145,1 167,5
Aufwendungen für Gasbezug 64,1 81,1
Aufwendungen für den Bezug von Herkunftsnachweis- bzw.
Grünstromzertifikaten
0,0 1,5
Emissionszertifikatebezug (Handel)1 4,2 – 0,7
Strom, Netz- und Gas- und Zertifikatebezug 1.260,6 1.326,1

1 Die negativen Emissionszertifikatebezugsaufwendungen in der Berichtsperiode 2013 resultieren im Wesentlichen aus der Bewertung von Emissionszertifikaten.

Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen in Mio. €
2012 2013
Erdgaseinsatz 77,4 36,0
Kohle- und Heizöleinsatz1 73,1 63,5
Entgeltlich erworbene Emissionszertifikate 0,6 8,5
Sonstige einsatzabhängige Aufwendungen 9,3 13,8
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen 160,4 121,9

Im Kohle- und Heizöleinsatz sind 5,1 Mio. € an Abschreibungen von Kohlevorräten auf den Nettoveräußerungswert enthalten.

(4) Sonstige betriebliche Erträge

(5) Strom-, Netz- und Gasbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel)

(6) Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen

(7) Personalaufwand

Personalaufwand in Mio. €
2012 2013
Löhne und Gehälter 244,4 251,7
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge 52,8 55,4
Sonstige Sozialaufwendungen 4,0 4,3
Zwischensumme 301,1 311,4
Aufwendungen für Altersversorgung 14,8 40,7
Aufwendungen für Abfertigungen 3,0 5,6
Personalaufwand 319,0 357,6

Die Pensionskassenbeiträge an die beitragsorientierte Veranlagungs- und Risikogemeinschaft betrugen in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 7,7 Mio. € (Vorjahr: 7,8 Mio. €). Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten insgesamt 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) an Beiträgen an eine Mitarbeitervorsorgekasse.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Mio. €
2012 2013
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 5,3 6,6
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 270,1 339,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 275,3 346,3

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sonstige betriebliche Aufwendungen in Mio. €
2012 2013
Instandhaltung von Kraftwerken und Leitungsanlagen durch Dritte 93,6 120,3
Mieten1 12,0 40,1
Werbeaufwendungen 17,7 20,3
Sonstige Leistungen durch Dritte 21,0 17,3
Materialaufwand für Instandhaltung und Kfz-Betrieb 14,1 15,0
Entschädigungsleistungen 7,5 13,1
Aufwand für Aufsicht durch die E-Control 12,5 13,0
Rechts-, Beratungs- und Prüfungsaufwendungen 16,7 12,7
Kosten für beigestelltes Personal, Aushilfsarbeiten 12,5 10,9
Reisespesen, Fortbildung 10,3 10,2
Aufwendungen für EDV 9,0 10,2
Konzessionsabgaben 11,3 6,8
Versicherungen 5,4 5,3
Gebühren 4,0 4,6
Betriebskosten 3,9 4,0
Mitgliedsbeiträge 2,9 3,7
Bezogene Telekommunikationsdienste 3,4 3,7
Sonstige Abgaben 1,6 2,3
Auflösung von Rückstellungen2 – 2,5 – 20,7
Übrige jeweils < 1,0 Mio. € 11,9 11,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen 268,7 303,7

(9) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Anstieg bei den Mieten in der Berichtsperiode 2013 ist im Wesentlichen auf die Bildung einer Rückstellung für einen belastenden Mietvertrag in Zusammenhang mit einem fiktiven Gasspeicher zurückzuführen. // 2 Die Auflösung von Rückstellungen betrifft in der Berichtsperiode 2013 im Wesentlichen Rückstellungen für den Rückbau von thermischen Kraftwerken.

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen in Mio. €
2012 2013
Wertminderung des Gas-Kombikraftwerks Mellach – 53,7 – 277,5
Auflösung abgegrenzter Zuschüsse der öffentlichen Hand für das Gas
Kombikraftwerk Mellach
1,5 7,6
Wertminderung der Laufwasserkraftwerke Braunau-Simbach, Jochenstein,
Oberaudorf-Ebbs , Passau-Ingling und Schärding-Neuhaus
– 86,8
Wertminderung der Vermögenswerte des Segments "Netz" 0,0 – 47,5
Wertminderung der Windparks Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum
(davon Firmenwert: – 25,3 Mio. €)
0,0 – 25,7
Auflösung abgegrenzter Zuschüsse der öffentlichen Hand für die Windparks
Bruck/Hollern/Petronell-Carnuntum
0,0 0,0
Wertminderung der Laufwasserkraftwerke
Gössendorf und Kalsdorf
0,0 – 19,3
Auflösung abgegrenzter Zuschüsse für die Laufwasserkraftwerke Gössendorf
und Kalsdorf
0,0 1,3
Wertminderung des Windparks Kavarna 0,0 – 8,5
Übrige – 3,5 – 9,8
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen – 55,8 – 466,1

Darüber hinaus waren in der Berichtsperiode 2013 Wertminderungen der französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre (172,5 Mio. €) und Toul (145,9 Mio. €) zu erfassen. Diese wurden im Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten ausgewiesen (siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen bzw. (19) Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten).

In der Berichtsperiode 2013 wurde der Buchwert der 45,75%igen Beteiligungen an der Sorgenia S.p.A. (Group) durch laufende Verluste bzw. durch Wertminderungen (siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen) auf null herabgemindert. Die nicht erfassten, sondern außerbücherlich

in Evidenz gehaltenen Verluste betrugen 7,8 Mio. €. Ebenso wurde der Buchwert der 50,01%igen Beteiligung an der Shokra Region Beteiligungsholding GmbH durch laufende Verluste bzw. durch Wertminderungen (siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen) auf null herabgemindert. Zusätzlich hält VERBUND jedoch langfristige Ausleihungen gegenüber der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach eine Erhöhung der Nettoinvestition in die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH darstellen. VERBUND erfasste daher auch nach Herabminderung des Buchwerts der Beteiligung an der

Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH auf null weitere laufende Verluste bzw. Wertminderungen. Die anteilig erfassten IFRS-Ergebnisse aus Zwischen- bzw. Jahresabschlüssen assoziierter bzw. Gemeinschaftsunternehmen sind insbesondere durch folgende Effekte beeinflusst:

Das Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Sorgenia S.p.A. (Group) war insbesondere durch erfasste Wertminderungen ihrer nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Tirreno Power S.p.A., Wertminderungen von Firmenwerten der Sorgenia Green S.r.l., Wertminderungen von aktivierten E&P-Projektkosten und Wertberichtigungen von Forderungen im Bereich des Endkundengeschäfts sowie durch seitens VERBUND erfasste Wertminderungen von

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

136

(11) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen Zeitwertanpassungen aus stillen Reserven, die in Bezug auf die Beteiligung an der Tirreno Power S.p.A.

anlässlich von Kapitalerhöhungen und Anteilserwerben aufgedeckt worden sind, beeinflusst. Das Ergebnis aus der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH war insbesondere durch die erfasste Wertminderung des (in Zusammenhang mit der als Betreibermodell ausgestalteten Wasserkraftwerkskonzession für ein 2-stufiges Hydromatrix-Kraftwerk im Norden Albaniens) bilanzierten immateriellen und finanziellen Vermögenswerts der Energji Ashta Shpk beeinflusst. Ursache für die Wertminderung waren ausbleibende Zahlungen der

Korporata Elektroenergjetike Shqiptare (KESH). Die folgenden Tabellen zeigen eine Zusammenfassung aggregierter Gewinn- und Verlustrechnungsdaten für die nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen von VERBUND. Sämtliche nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden mit ihrem anteiligen IFRS-Ergebnis aus einem Zwischen- bzw. Jahresabschluss erfasst, dessen Stichtag nicht mehr als 3 Monate vor dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft liegt (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung). Die Gewinn- und Verlustrechnungsdaten der Beteiligungsunternehmen beziehen sich demnach grundsätzlich auf den Zeitraum 1.10.2012 bis 30.9.2013; sie beruhen auf offengelegten Abschlüssen bzw. auf

von VERBUND nach bestem Wissen fortentwickelten Datengrundlagen. Die Unterschiede zwischen dem anteiligen Periodenergebnis und dem Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sind vor allem auf die Fortschreibung von Zeitwertanpassungen, die anlässlich von Anteilserwerben aufgedeckt worden sind, Wertminderungen von Beteiligungen, Anpassungen an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von VERBUND und im Vorjahr außerdem auf Anpassungen aus der Berücksichtigung von Ereignissen und Geschäftsfällen zwischen dem Bilanzstichtag des letzten (konsolidierten) Zwischen- oder Jahresabschlusses des Beteiligungsunternehmens und dem Bilanzstichtag von VERBUND zurückzuführen.

Gemeinschaftsunternehmen 2013 in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Umsatzerlöse 54,7 27,6
Periodenergebnis – 100% 3,2 – 40,5
Periodenergebnis – Anteil von VERBUND 1,5 – 20,3
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,0 0,0
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Gemeinschaftsunternehmen
1,5 – 20,2

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2013:

Gewinn- und Verlustrechnungen – Anteil von VERBUND in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Erträge 28,5 20,5
Aufwendungen – 27,0 – 40,7
Periodenergebnis – Anteil von VERBUND 1,5 – 20,3

1 Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2012 in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Türkei Sonstige1
Umsatzerlöse 201,8 1.911,1 94,6
Periodenergebnis – 100% 11,6 99,1 – 36,6
Periodenergebnis – Anteil von VERBUND 5,6 49,6 – 18,3
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity
Methode
– 0,6 0,7 27,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Gemeinschaftsunternehmen
5,1 50,2 8,9

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2012: Gewinn- und Verlustrechnungen – Anteil von VERBUND in Mio. €

Österreich und
Deutschland
Türkei Sonstige1
102,6 986,6 61,9
– 97,0 – 937,1 – 80,2
5,6 49,6 – 18,3

1 Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Assoziierte Unternehmen 2013 in Mio. €
Österreich Italien
Umsatzerlöse 1.602,2 2.548,4
Periodenergebnis – 100% 96,3 – 553,9
Periodenergebnis – Anteil von VERBUND 33,9 – 252,9
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,0 22,2
Ergebnis aus nach der Equity-Methode assoziierten Unternehmen 33,9 – 230,7
Assoziierte Unternehmen 2012 in Mio. €
Österreich Italien Frankreich1
Umsatzerlöse 2.669,1 2.366,4 70,5
Periodenergebnis – 100% 130,5 – 74,1 0,5
Periodenergebnis – Anteil von VERBUND 46,3 – 33,8 0,5
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der
Equity-Methode
0,0 – 47,4 – 86,6
Ergebnis aus nach der Equity-Methode assoziierten
Unternehmen
46,3 – 81,2 – 86,2

In den Unterschieden aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde die Aufholung von bisher nicht erfassten, sondern außerbücherlich in Evidenz gehaltenen Verlusten berücksichtigt.

Sonstiges Beteiligungsergebnis in Mio. €

2012 2013
Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen bzw. Beteiligungen 4,9 – 4,1
Erträge aus sonstigen Beteiligungen 4,3 3,7
Beteiligungserträge aus nicht konsolidierten Tochterunternehmen 4,5 6,8
Aufwendungen aus sonstigen Beteiligungen – 5,2 – 2,3
Übrige 0,0 0,0
Sonstiges Beteiligungsergebnis 8,5 4,2

In der Berichtsperiode 2013 wurden im Zuge des Abgangs der zur Veräußerung gehaltenen Beteiligung an der STEWEAG-STEG GmbH –4,1 Mio. € an Ergebniseffekten aus Umgliederungen von sonsti-

gen Ergebnissen im Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen bzw. Beteiligungen erfasst. In der Vergleichsperiode waren im Ergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen bzw. Beteiligungen Ergebniseffekte von insgesamt 5,4 Mio. € anlässlich des Abgangs der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH, der Gletscherbahnen Kaprun AG und der Energie Klagenfurt GmbH erfasst. Davon resultierten insgesamt –1,0 Mio. € aus Umgliederungen von sonstigen Ergebnissen in die Gewinn- und Verlustrechnung.

Zinsertrag in Mio. € (13)
2012 2013 Zinsertrag
Zinsen aus Finanzanlagen in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen
Positionen 27,6 27,8
Zinsen aus Geldmarktgeschäften 2,6 1,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7,1 3,4
Zinsertrag 37,3 32,6
Zinsaufwand in Mio. € (14)
2012 2013 Zinsaufwand
Zinsen für Anleihen 104,7 103,2
Zinsen für Bankkredite 41,3 43,7
Zinsen für Finanzverbindlichkeiten in Zusammenhang mit bilanziell
geschlossenen Positionen 27,6 27,8
Zinsen für sonstige Verbindlichkeiten aus Stromlieferverpflichtungen 45,5 26,6
Nettozinsaufwand aus personalbezogenen Verpflichtungen 22,5 22,8
Zinsen für sonstige langfristige Rückstellungen 6,2 6,0
Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeit aus Kommanditisten
zuzurechnenden Kapitalanteilen1 – 19,3 – 16,5
Gemäß IAS 23 aktivierte Fremdkapitalkosten – 23,7 – 16,6
Kommanditisten zuzurechnende Ergebnisanteile – 39,7 – 32,6
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18,2 23,3
Zinsaufwand 183,3 187,8

In der Berichtsperiode 2013 führten die VERBUND Beteiligungsholding GmbH und die STEWEAG-STEG GmbH eine Kapitalerhöhung bei der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. durch. Im Zuge dieser reduzierte sich der Kommanditanteil der STEWEAG-STEG GmbH an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. auf 10,01 %. Anschließend erwarb die VERBUND Beteiligungsholding GmbH den 10,01%igen Kommanditanteil an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. von der STEWEAG-STEG GmbH. Im Vorjahr brachte die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft ihren 6,51%igen Kommanditanteil an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. in die VERBUND Thermal Power GmbH ein. Darüber hinaus erwarb die VERBUND Beteiligungsholding GmbH Kommanditanteile in Höhe von 14,71 % von der STEWEAG-STEG GmbH, 0,08 % von der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG und 0,06 % vom Land Burgenland. Dadurch sanken in der Berichtsperiode 2013 und im Vorjahr die den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteile, die in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst werden.

(12) Sonstiges Beteiligungsergebnis

(15) Übriges Finanzergebnis

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus der Ausschüttung von Investmentfonds, Erträge aus Wertpapierveranlagungen und ergebniswirksame Bewertungsergebnisse aus Finanzinstrumenten. Die Veranlagungen in Investmentfonds wurden ursprünglich insbesondere zur Deckung der Pensionsrückstellungen durchgeführt; mittlerweile enthalten sie aber auch Veranlagungen zur Bildung von Liquiditätsreserven. Im übrigen Finanzergebnis werden ferner Erträge aus Ausleihungen sowie Fremdwährungskursgewinne und -verluste erfasst.

Übriges Finanzergebnis in Mio. €
2012 2013
Fremdwährungskursgewinne 20,2 25,3
Erträge aus Finanzinstrumenten 14,9 6,7
Bewertung einer Anteilsrückgabeverpflichtung 4,7
Bewertung einer gesamthaften Stillhalterposition 13,4 0,0
Bewertung von Garantieverbindlichkeiten – 18,5 0,0
Fremdwährungskursverluste – 9,9 – 11,8
Übrige 0,0 – 2,1
Übriges Finanzergebnis 20,1 22,9

Das Ergebnis aus der Bewertung einer Anteilsrückgabeverpflichtung betrifft die Verpflichtung zur Rückübertragung von 50% der Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an die Bundesrepublik Deutschland bzw. an den Freistaat Bayern. Es resultiert aus der (mit dem ursprünglichen Effektivzins-

satz) diskontierten Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Anteile zum 31.12.2050. Das Ergebnis aus der Bewertung von Garantieverbindlichkeiten betrifft im Vorjahr die Finanzgarantie für die Baufinanzierung des Gas-Kombikraftwerks Toul und die Finanzgarantie für die Verpflichtungen der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. gegenüber der ENI S.p.A. aus einem Erdgasliefervertrag. Beide Finanzgarantien gingen anlässlich der Erstkonsolidierung der POWEO Toul Production S.A.S und

der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. unter (siehe: (17) Effekte aus Unternehmenserwerben). Die Wertänderungen der mit bilanziell geschlossenen Positionen in Zusammenhang stehenden derivativen Finanzinstrumente und der zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewerteten Verbindlichkeiten werden grundsätzlich ebenfalls im übrigen Finanzergebnis erfasst. Die Ergebniseffekte dieser beiden Posten gleichen sich allerdings im Wesentlichen aus und wurden daher in die obige Tabelle nicht miteinbezogen.

Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen in Mio. €
2012 2013
Wertminderung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der
Sorgenia S.p.A. (Group)
0,0 – 396,0
Wertminderung der sonstigen Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich 0,0 – 41,6
Wertminderung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der
Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH
0,0 – 25,7
Wertminderung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der
STEWEAG-STEG GmbH
– 15,6 0,0
Wertminderung der sonstigen Beteiligung an der Burgenland Holding AG – 4,2 0,0
Wertminderung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der
Gletscherbahnen Kaprun AG
– 5,3
Wertminderung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der
Energie Klagenfurt GmbH
– 2,5
Übrige Wertminderungen – 0,6 0,0
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen – 28,2 – 463,3
Effekte aus Unternehmenserwerben 2012 in Mio. €
2013
Zeitbewertung zuvor gehaltener Eigenkapitalanteile an neuen
Tochterunternehmen
0,0 918,4
Zeitbewertung der eingetauschten Beteiligung an der
Enerjisa Enerji A.S. (Group)
0,0 478,7
Umgliederung der Differenzen aus der Währungsumrechnung der
Enerjisa Enerji A.S. (Group)
0,0 – 127,9
Umgliederung übriger zu recycelnder sonstiger Ergebnisse der
Enerjisa Enerji A.S. (Group)
0,0 – 36,2
Nebenkosten aus Bestätigungen, Zustimmungs- und Verzichtserklärungen 0,0 – 32,5
Erfolgshonorare der Investmentbanken 0,0 – 11,3
Kosten aus dem Ersatz von Refinanzierungskosten der
Enerjisa Enerji A.S. (Group)
0,0 – 5,0
Gewinne bzw. Verluste aus zuvor bestehenden Beziehungen 0,0 0,1
Zeitbewertung der Beteiligungen und Untergang von
Garantieverbindlichkeiten für die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S.
und POWEO Toul Production S.A.S.
– 31,2
Umgliederung zu recycelnder sonstiger Ergebnisse der POWEO Pont-sur
Sambre Production S.A.S. und POWEO Toul Production S.A.S.
– 5,9
Effekte aus Unternehmenserwerben – 37,1 1.184,4

(16) Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen

(17) Effekte aus Unternehmenserwerben

(18)

Ertragsteuern

Ertragsteuern in Mio. €
2012 2013
Aufwand für laufende Ertragsteuern1 182,5 65,0
Aufwand für zukünftige Nachversteuerungen von Verlustübernahmen
ausländischer Gruppenmitglieder
3,8 4,3
Veränderung latenter Ertragsteuern – 24,9 – 190,3
Ertragsteuern 161,5 – 121,0

Im Aufwand für laufende Ertragsteuern sind aperiodische Erträge in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) enthalten.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und erfasstem Steueraufwand von VERBUND sind wie folgt:

Steuerüberleitungsrechnung in Mio. €
2012 2013
Rechnerischer Ertragsteueraufwand 165,1 219,0
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen von nach der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen 0,0 105,4
Differenzen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 10,8 50,5
Erwerb französischer Gas-Kombikraftwerke
(inklusive Outside-basis Differences) 30,5 8,3
Effekte aus der Werthaltigkeitsprüfung der Windparks Bruck/Hollern/Petronell 0,0 6,3
Differenzen aus nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten und latenten
Steueransprüchen
9,6 4,4
Effekte aus der Tilgung der langfristigen Finanzverbindlichkeit aus
Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteilen – 4,8 – 4,1
Differenzen aus steuerfreien Prämien – 0,1 0,0
Differenzen aus Firmenwertabschreibungen gem. § 9 Abs 7 KStG – 0,5 – 0,5
Effekte aus konzerninternen Beteiligungsabschreibungen – 19,3 – 1,0
Differenzen aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen – 1,6 – 1,3
Differenzen aus unterschiedlichen ausländischen Steuersätzen – 0,5 – 1,4
Differenzen aus steuerfreien Beteiligungserträgen – 2,8 – 1,6
Effekte aus konzerninternen Umstrukturierungen – 22,0 – 11,8
Differenzen aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlusten und
latenten Steueransprüchen 0,0 – 31,8
Differenzen aus der Liquidation von Tochterunternehmen1 0,0 – 158,4
Effekte aus Unternehmenserwerben 0,0 – 298,9
Differenzen aus sonstigen Posten 5,8 – 1,8
Ertragsteueraufwand der Periode 170,1 – 118,8
Aperiodischer Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag (laufend und latent) – 8,7 – 2,3
Erfasster Ertragsteueraufwand 161,5 – 121,0
Effektivsteuersatz 24,5 % – 13,8 %

Diese Differenzen ergaben sich aus dem Ansatz latenter Steueransprüche für steuerlich verwertbare Verluste aus der Liquidation der VERBUND Italia S.p.A. in liquidazione, die in der Berichtsperiode 2013 eingeleitet worden ist.

Mit Wirkung vom 11.12.2013 wurden die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul inklusive (eng) mit den Gas-Kombikraftwerken verbundene immaterielle Vermögenswerte bzw. sonstige Forderungen als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft (siehe: (31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte). Da die französischen Gas-Kombikraftwerke einen geografischen Geschäftsbereich darstellen, ist das ihnen zuzurechnende Ergebnis getrennt von den fortzuführenden Aktivitäten darzustellen. Die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst.

(19) Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten

Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten1 in Mio. €
2012 2013
Umsatzerlöse 18,9 100,2
Stromerlöse 18,5 99,9
Sonstige Erlöse 0,3 0,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,8 0,3
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug – 5,3 – 12,8
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen – 8,1 – 83,2
Personalaufwand – 0,6 – 3,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 2,6 – 9,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 3,8 – 24,4
Operatives Ergebnis vor Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen 0,2 – 33,0
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen2 0,0 – 318,3
Operatives Ergebnis 0,2 – 351,4
Ertragsteuern 0,0 0,0
Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten3 0,2 – 351,4
Ergebnis je Aktie in €4 0,0 – 1,0

Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten wurde nach dem inkrementalen Ansatz ermittelt. Er zeigt, mit welchen Erlösen und Aufwendungen nach Vollzug der Veräußerung weiterhin bzw. nicht mehr zu rechnen ist. // 2 Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen beinhalten das Ergebnis der Werthaltigkeitsprüfungen vom 30.6.2013 und jener, die unmittelbar vor der Einstufung der französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul als "zur Veräußerung gehalten" durchzuführen waren. Seit der Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" waren keine weiteren Wertminderungen bzw. Wertaufholungen mehr zu erfassen. // 3 Das Ergebnis nach Ertragsteuern aus nicht fortzuführenden Aktivitäten war in der Berichtsperiode 2013 und im Vorjahr vollständig den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnen. // 4 Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen einander.

Ermittlung des Ergebnisses je Aktie in Mio. €
2012 2013
Periodenergebnis 499,0 645,6
Den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnendes Periodenergebnis – 109,7 – 65,7
Konzernergebnis 389,3 579,9
Gewichteter Durchschnitt der in Umlauf befindlichen Aktienstückzahl 347.415.686 347.415.686
Ergebnis je Aktie in €1 1,12 1,67

Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien bzw. andere Sachverhalte, die zu Verwässerungseffekten führen könnten, bestanden nicht; unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie entsprechen daher einander.

(20) Ergebnis je Aktie

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

(21) Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung

Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung
2012 2012 2013 2013
Differenzen aus der
Währungsumrechnung
Bewertungsergebnis im Eigenkapital 33,9 – 0,9
Umgliederungsbetrag in die Gewinn
und Verlustrechnung
0,0 33,9 127,9 126,9
Bewertungen von zur Veräußerung
verfügbaren Finanzinstrumenten
Bewertungsergebnis im Eigenkapital 11,2 – 4,2
Umgliederungsbetrag in die Gewinn
und Verlustrechnung
0,0 11,2 – 0,8 – 5,1
Bewertungen von Cashflow-Hedges
Bewertungsergebnis im Eigenkapital 102,4 80,4
Umgliederungsbetrag in die Gewinn
und Verlustrechnung
– 142,2 – 126,2
Verrechnung mit dem erstmaligen
Wertansatz von Bilanzposten
0,0 – 39,8 0,0 – 45,8
Sonstige Ergebnisse aus nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen
Bewertungsergebnis im Eigenkapital – 46,6 6,8
Umgliederungsbetrag in die Gewinn
und Verlustrechnung
11,6 40,3
Verrechnung mit dem erstmaligen
Wertansatz von Bilanzposten
4,9 – 30,1 0,0 47,2
Sonstiges Ergebnis – 24,8 123,2
Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis in Mio. €
2012
Vor
2012 2012
Nach
2013
Vor
2013 2013
Nach
Steuern Steuern Steuern Steuern Steuern Steuern
Neubewertungen der
Nettoschuld aus
leistungsorientierten
Verpflichtungen
– 42,5 11,5 – 31,1 – 42,2 11,2 – 31,0
Sonstige Ergebnisse aus nach
der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen – 5,9 – 5,9 – 0,8 – 0,8
Summe der Posten, die nicht
nachträglich in die Gewinn
und Verlustrechnung
umgegliedert werden – 48,5 11,5 – 37,0 – 43,0 11,2 – 31,8
Differenzen aus der
Währungsumrechnung
33,9 33,9 126,9 126,9
Bewertungen von zur
Veräußerung verfügbaren
Finanzinstrumenten
11,2 – 2,8 8,4 – 5,1 1,2 – 3,9
Bewertungen von
Cashflow-Hedges
– 39,8 9,9 – 29,8 – 45,8 11,5 – 34,4
Sonstige Ergebnisse aus nach
der Equity-Methode
bilanzierten Beteiligungen
– 30,1 – 30,1 47,2 47,2
Summe der Posten, die
nachträglich in die Gewinn
und Verlustrechnung
umgegliedert werden – 24,8 7,2 – 17,6 123,2 12,7 135,9
Sonstiges Ergebnis – 73,3 18,6 – 54,6 80,2 23,9 104,1

(22) Ertragsteuern auf das sonstige Ergebnis

Erläuterungen zur Bilanz

(23) Immaterielle Vermögenswerte Als immaterielle Vermögenswerte werden Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Strombezugsrechte, Wasserrechte, Software, Nutzungsrechte für Fremdanlagen sowie daraus abgeleitete Lizenzen und Firmenwerte ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte in Mio. €
Konzessionen,
Rechte,
Lizenzen
Firmenwerte Summe
2013
Anschaffungskosten zum 1.1. 104,8 605,7 710,6
Zugänge aus Unternehmenserwerben 1,8 161,1 162,9
Zugänge 7,6 0,0 7,6
Abgänge – 2,7 0,0 – 2,7
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" – 0,4 0,0 – 0,4
Umbuchungen 0,1 0,0 0,1
Anschaffungskosten zum 31.12. 111,2 766,8 878,0
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 48,4 0,0 48,4
Abschreibungen 6,6 6,6
Abschreibungen (nicht fortzuführende Aktivitäten) 0,1 0,1
Wertminderungen 1,3 25,3 26,6
Abgänge – 2,6 0,0 – 2,6
Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" – 0,1 0,0 – 0,1
Umbuchungen – 0,1 0,0 – 0,1
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 53,7 25,3 79,0
Nettobuchwert zum 31.12. 57,5 741,5 798,9
Nettobuchwert zum 1.1. 56,4 605,7 662,1
Immaterielle Vermögenswerte in Mio. €
Konzessionen,
Rechte,
Lizenzen
Firmenwerte Summe
2012
Anschaffungskosten zum 1.1. 72,3 605,7 678,1
Zugänge aus Unternehmenserwerben 21,2 0,0 21,2
Zugänge 12,9 0,0 12,9
Abgänge – 3,0 0,0 – 3,0
Umbuchungen 1,4 0,0 1,4
Anschaffungskosten zum 31.12. 104,8 605,7 710,6
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 45,9 0,0 45,9
Abschreibungen 5,3 5,3
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0
Abgänge – 2,8 0,0 – 2,8
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 48,4 0,0 48,4
Nettobuchwert zum 31.12. 56,4 605,7 662,1
Nettobuchwert zum 1.1. 26,4 605,7 632,1

Als Sachanlagen werden Immobilien, maschinelle und elektrische Anlagen, Leitungen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Anlagen in Bau und Projekte ausgewiesen.

Sachanlagen in Mio. € Grundstücke und Bauten Maschinelle Anlagen Elektrische Anlagen Leitungen Betriebsund Geschäftsausstattung Anlagen in Bau und Projekte Summe 2013 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 1.1. 5.967,1 3.451,7 2.605,8 1.262,5 158,4 611,4 14.057,0 Währungsdifferenzen – 0,2 – 0,7 – 0,1 0,0 0,0 – 0,3 – 1,2 Zugänge aus Unternehmenserwerben 1.098,7 947,5 618,3 0,2 1,2 28,3 2.694,2 Zugänge 63,7 176,1 72,6 8,5 12,6 241,6 575,0 Abgänge – 5,1 – 3,1 – 40,3 – 0,3 – 7,9 – 0,1 – 56,7 Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" – 93,1 – 315,7 – 51,1 – 3,0 – 0,1 0,0 – 462,9 Umbuchungen 73,8 156,6 78,1 5,0 0,2 – 313,7 0,0 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.12. 7.104,9 4.412,6 3.283,2 1.272,9 164,4 567,2 16.805,2 Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 2.560,0 1.671,8 1.756,1 576,3 103,0 4,0 6.671,1 Währungsdifferenzen 0,0 – 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0 – 0,1 Abschreibungen 99,3 102,3 101,0 25,6 11,6 0,0 339,7 Abschreibungen (nicht fortzuführende Aktivitäten) 2,5 6,4 0,4 0,1 0,0 0,0 9,5 Wertminderungen 102,9 217,7 85,3 41,1 0,3 1,2 448,5 Wertminderungen (nicht fortzuführende Aktivitäten) 63,3 217,1 35,8 2,1 0,0 0,0 318,3 Abgänge – 3,3 – 2,5 – 36,7 – 0,2 – 7,3 0,0 – 50,0 Einstufung als "zur Veräußerung gehalten" – 66,3 – 225,3 – 36,6 – 2,2 0,0 0,0 – 330,4 Umbuchungen 2,2 0,0 0,1 0,0 0,0 – 2,3 0,0 Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 2.760,5 1.987,4 1.905,4 642,7 107,7 2,9 7.406,6

Nettobuchwert zum 31.12. 4.344,4 2.425,2 1.377,8 630,2 56,8 564,3 9.398,6 Nettobuchwert zum 1.1. 3.407,1 1.779,9 849,8 686,2 55,4 607,4 7.385,8 (24) Sachanlagen

Sachanlagen in Mio. €
Grund
stücke
und
Bauten
Maschi
nelle
Anlagen
Elektri
sche
Anlagen
Leitungen Betriebs
und Ge
schäfts
aus
stattung
Anlagen
in Bau
und
Projekte
Summe
2012
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
zum 1.1.
5.695,6 2.645,9 2.353,4 1.207,8 151,0 986,7 13.040,4
Währungsdifferenzen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 – 2,5 – 2,6
Zugänge aus
Unternehmenserwerben
56,8 153,3 29,0 1,7 0,1 226,3 467,2
Zugänge 51,5 131,4 103,3 14,8 16,2 363,2 680,3
Abgänge – 6,8 – 65,2 – 44,1 – 0,1 – 10,7 0,0 – 126,9
Umbuchungen 170,0 586,4 164,3 38,3 1,9 – 962,4 – 1,4
Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten
zum 31.12.
5.967,1 3.451,7 2.605,8 1.262,5 158,4 611,4 14.057,0
Kumulierte
Abschreibungen
zum 1.1.
2.459,4 1.547,4 1.689,9 544,8 102,4 117,8 6.461,7
Abschreibungen 81,1 72,9 80,2 25,5 10,4 0,0 270,1
Abschreibungen (nicht
fortzuführende Aktivitäten)
0,5 1,8 0,3 0,0 0,0 0,0 2,6
Wertminderungen 7,4 36,5 11,4 1,9 0,0 0,0 57,3
Wertaufholungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Abgänge – 4,3 – 64,3 – 42,1 0,0 – 9,9 0,0 – 120,5
Umbuchungen 15,9 77,4 16,4 4,1 0,0 – 113,8 0,0
Kumulierte
Abschreibungen
zum 31.12.
2.560,0 1.671,8 1.756,1 576,3 103,0 4,0 6.671,1
Nettobuchwert zum 31.12. 3.407,1 1.779,9 849,8 686,2 55,4 607,4 7.385,8
Nettobuchwert zum 1.1. 3.236,2 1.098,5 663,5 663,0 48,5 869,0 6.578,7
in Mio. €
2012 2013
106,7 156,6
88,9 92,7
11,1 43,3
136,9 36,0
21,5 21,0
7,3 20,3
1,8 13,4
5,6 11,9
14,3 8,8
13,6 8,0
14,6 6,7
11,7 6,1
22,6 2,6
48,5 0,2
10,0 0,1
165,2 147,3
680,3 575,0

Die Zugänge (exklusive jene aus Unternehmenserwerben) stellen sich im Detail wie folgt dar:

In der Berichtsperiode 2002 wurde auf Basis eines Finanzierungsleasingverhältnisses das Kraftwerk Triebenbach übernommen. Dieses ist zum 31.12.2013 mit einem Restbuchwert von 13,0 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €) im Sachanlagevermögen enthalten. Dieser verteilt sich auf die folgenden Gruppen von Vermögenswerten: Grundstücke und Bauten 8,9 Mio. € (Vorjahr: 9,2 Mio. €), maschinelle Anlagen

2,3 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) und elektrische Anlagen 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €). In der Berichtsperiode 2013 erfolgte eine vorzeitige Beendigung des Leasingverhältnisses und damit eine vollständige Tilgung der Finanzierungsleasingverbindlichkeit.

Überleitung von den Leasingzahlungen auf deren Barwert 2012 in Mio. €
2013 2014 – 2017 ab 2018
Leasingzahlungen 1,6 14,1
Abzinsungsbeträge – 0,1 – 1,3
Barwert der Leasingverbindlichkeit zum 31.12.2012 1,5 12,8

In der Berichtsperiode 2013 wurden (die anderen) 50% der Anteile an der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerk Jochenstein AG und der Grenzkraftwerke AG erworben (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung). Die erstmalige Vollkonsolidierung dieser 3 Beteiligungen führte (nach einer ergebniswirksamen Neubewertung der zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteile) zu einem "Abgang" der bisher nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung).

(25) Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Im Vorjahr erfolgten Kapitalerhöhungen bei der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) und bei der französischen POWEO Toul Production S.A.S. Weiters wurden Anteile an der italienischen Sorgenia

S.p.A. (Group) erworben. Die Abgänge im Vorjahr betrafen die Beteiligungen an der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S und der POWEO Toul Production S.A.S., die erstmalig vollkonsolidiert wurden, und die Veräußerungen der Beteiligungen an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH, Gletscherbahnen Kaprun AG und Energie Klagenfurt GmbH. Außerdem wurden die Beteiligungen an der türkischen Enerjisa Enerji A.S. (Group) und der STEWEAG-STEG GmbH als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen in Mio. €
2012 2013
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 1.1. 2.205,2 961,1
Zugänge 309,1 0,0
Dividenden – 27,9 – 14,4
Ergebnis aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode1 – 56,9 – 201,0
Sonstiges Ergebnis aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode – 42,9 6,0
Sonstiges Ergebnis aus Währungsdifferenzen 37,4 0,0
Abgänge bzw. Einstufungen als "zur Veräußerung gehalten" – 1.462,9 – 30,8
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 31.12. 961,1 721,0
Kumulierte Wertanpassungen zum 1.1. 89,9 52,3
Wertminderungen1 23,4 404,5
Abgänge – 61,0 0,0
Kumulierte Wertanpassungen zum 31.12. 52,3 456,8
Nettobuchwert zum 31.12. 908,8 264,1
Nettobuchwert zum 1.1. 2.115,3 908,8

In der Berichtsperiode 2013 wurde der Buchwert der Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH durch die Erfassung von negativen Ergebnissen aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode und Wertminderungen auf null herabgemindert. VERBUND hält jedoch langfristige Ausleihungen gegenüber der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach eine Erhöhung der Nettoinvestition in die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH darstellen. Die weiteren negativen Ergebnisse aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode (– 14,5 Mio. €) und eine Wertminderung (– 17,2 Mio. €) reduzierten den Buchwert dieser langfristigen Ausleihungen und wurden daher in oben stehender Tabelle nicht berücksichtigt.

Die folgenden Tabellen zeigen eine Zusammenfassung aggregierter Bilanzdaten für die nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen von VERBUND. Die Bilanzdaten der Beteiligungsunternehmen beziehen sich grundsätzlich auf den 30.9.2013 (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung); sie beruhen auf offengelegten Abschlüssen bzw. auf von VERBUND nach bestem

Wissen fortentwickelten Datengrundlagen. Die Unterschiede zwischen dem anteiligen Eigenkapital und dem Beteiligungsansatz sind vor allem auf fortgeführte Zeitwertanpassungen aus stillen Reserven und Lasten, die anlässlich von Anteilserwerben aufgedeckt worden sind, Firmenwerte, kumulierte Wertminderungen von Beteiligungen, Anpassungen an die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden von VERBUND und Anpassungen aus der Berücksichtigung von Ereignissen und Geschäftsfällen zwischen dem Bilanzstichtag des letzten (konsolidierten) Zwischen- oder Jahresabschlusses des Beteiligungsunternehmens und dem Bilanzstichtag

Gemeinschaftsunternehmen 2013 in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Vermögenswerte 130,9 170,4
Schulden 82,5 165,1
Eigenkapital – 100% 48,4 5,3
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 23,1 2,6
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,0 – 2,6
Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten
Gemeinschaftsunternehmen zum 31.12.2013 23,1 0,0

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2013: Bilanzen – Anteil von VERBUND in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Langfristiges Vermögen 58,2 69,4
Kurzfristiges Vermögen 5,4 15,8
Langfristige Schulden 14,6 20,1
Kurzfristige Schulden 25,8 62,5
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 23,1 2,6

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2012 in Mio. €
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Vermögenswerte 273,3 200,1
Schulden 164,6 154,3
Eigenkapital – 100% 108,7 45,8
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 53,2 22,9
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,0 – 8,6
Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten
Gemeinschaftsunternehmen zum 31.12.2012
53,2 14,3

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Gemeinschaftsunternehmen 2012: Bilanzen – Anteil von VERBUND
Österreich und
Deutschland
Sonstige1
Langfristiges Vermögen 119,1 71,8
Kurzfristiges Vermögen 15,5 28,2
Langfristige Schulden 66,7 44,3
Kurzfristige Schulden 14,7 32,9
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 53,2 22,9

Hierunter fällt die Beteiligung an der (österreichischen) Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH, die indirekt die Beteiligung an der albanischen Energji Ashta Shpk hält.

Assoziierte Unternehmen 2013 in Mio. €
Österreich Italien
Vermögenswerte 1.674,0 2.968,7
Schulden 871,5 2.598,4
Eigenkapital – 100% 685,9 370,3
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 240,7 169,4
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,3 – 169,4
Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten
Unternehmen zum 31.12.2013
241,0 0,0
Assoziierte Unternehmen 2012 in Mio. €
Österreich Italien
Vermögenswerte 1.967,1 3.708,9
Schulden 1.338,5 2.804,6
Eigenkapital – 100% 628,6 904,3
Eigenkapital – Anteil von VERBUND 220,5 412,8
Unterschiede aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode 0,3 207,7
Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten
Unternehmen zum 31.12.2012
220,8 620,5
(26) Sonstige Beteiligungen in Mio. €
Sonstige
Beteiligungen
Anteile an nicht
konsolidierten
Tochter
unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Summe
2013
(Fortgeschriebene) Anschaffungskosten zum 1.1. 1,0 138,3 139,3
Zugänge aus Anteilserwerben und -erhöhungen 0,2 1,2 1,3
Abgänge 0,0 0,0 – 0,1
(Fortgeschriebene) Anschaffungskosten zum 31.12. 1,2 139,4 140,6
Kumulierte Wertanpassungen zum 1.1. 0,0 4,8 4,8
Wertminderungen 0,0 41,6 41,6
Zeitbewertung im sonstigen Ergebnis 0,0 7,1 7,1
Kumulierte Wertanpassungen zum 31.12. 0,0 53,5 53,5
Nettobuchwert zum 31.12. 1,2 85,9 87,1

Nettobuchwert zum 1.1. 1,0 133,5 134,6

Sonstige Beteiligungen in Mio. €
Anteile an nicht
konsolidierten
Tochter
unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Summe
2012
(Fortgeschriebene) Anschaffungskosten zum 1.1. 1,4 137,5 138,8
Zugänge aus Anteilserwerben und -erhöhungen 0,0 1,5 1,5
Abgänge – 0,1 – 0,7 – 0,8
Wechsel der Konsolidierungsmethode – 0,3 0,0 – 0,3
(Fortgeschriebene) Anschaffungskosten zum 31.12. 1,0 138,3 139,3
Kumulierte Wertanpassungen zum 1.1. 0,0 8,9 8,9
Wertminderungen 0,0 4,7 4,7
Zeitbewertung im sonstigen Ergebnis 0,0 – 8,3 – 8,3
Abgänge 0,0 – 0,5 – 0,5
Kumulierte Wertanpassungen zum 31.12. 0,0 4,8 4,8
Nettobuchwert zum 31.12. 1,0 133,5 134,6
Nettobuchwert zum 1.1. 1,4 128,5 129,9

Die Zugänge der Berichtsperiode 2013 bei den sonstigen Beteiligungen betrafen im Wesentlichen die Kapitalerhöhungen bei der E-Mobility Provider Austria GmbH & Co KG (1,1 Mio. €) und der VERBUND

Trading Serbia d.o.o. (0,2 Mio. €). Die Wertminderungen beziehen sich zur Gänze auf die Werthaltigkeitsprüfung der als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich (siehe: Ermes-

sensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen). Im Vorjahr betrafen die Zugänge die Kapitalausstattungen der E-Mobility Provider Austria GmbH sowie der E-Mobility Provider Austria GmbH & Co KG und eine Kapitalerhöhung bei der POWEO Blarginhem Production S.A.R.L. Die Wertminderungen waren bei der Burgenland Holding AG und der POWEO Blarginhem S.A.R.L. zu erfassen. Der Wechsel der Konsolidierungsmethode bei den nicht konsolidierten Tochterunternehmen betraf die VERBUND Trading Romania S.R.L.

in Mio. €
2012 2013
284,6 275,7
124,0 84,3
282,0 135,9
690,6 495,9

(27) Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen

Finanzanlagen – Cross-Border-Leasing bzw. bilanziell geschlossene Positionen
Wertpapiere
(Wertrechte) aus
bilanziell
geschlossenen
Positionen
Sonstige
Ausleihungen
aus bilanziell
geschlossenen
Positionen
Summe
2013
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 1.1. 51,5 233,1 284,6
Fremdwährungsbewertung – 2,8 – 13,8 – 16,6
Zugänge 2,3 1,7 4,0
Kapitalisierte Zinsen 0,0 10,0 10,1
Abgänge – 1,3 – 5,0 – 6,3
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 31.12. 49,7 226,0 275,7
davon langfristiges Vermögen 49,7 226,0 275,7
davon kurzfristiges Vermögen 0,0 0,0 0,0
Finanzanlagen – Cross-Border-Leasing bzw. bilanziell geschlossene Positionen
Wertpapiere
(Wertrechte) aus
bilanziell
geschlossenen
Positionen
Sonstige
Ausleihungen
aus bilanziell
geschlossenen
Positionen
Summe
2012
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 1.1. 52,0 236,4 288,4
Fremdwährungsbewertung – 1,5 – 8,0 – 9,5
Zugänge 2,3 1,5 3,8
Kapitalisierte Zinsen 0,0 10,0 10,0
Abgänge – 1,3 – 6,8 – 8,1
Fortgeschriebene Anschaffungskosten zum 31.12. 51,5 233,1 284,6
davon langfristiges Vermögen 51,5 233,1 284,6
davon kurzfristiges Vermögen 0,0 0,0 0,0

Die Wertpapiere bestanden zum 31.12.2013 aus Medium-Term-Notes mit einem Nominale in Höhe

von 66,1 Mio. \$ (Vorjahr: 65,5 Mio. \$) bzw. 49,7 Mio. € (Vorjahr: 51,5 Mio. €). Wertpapiere in Höhe von 59,7 Mio. € (Vorjahr: 51,5 Mio. €) und Ausleihungen in Höhe von 226,0 Mio. € (Vorjahr: 233,1 Mio. €) sind verpfändet. Sowohl die Wertpapiere als auch die Ausleihungen dienen Banken zur Besicherung von Krediten.

Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen in Mio. €
Ausleihungen
an Beteiligungs
unternehmen
Wertpapiere
(Wertrechte)
Sonstige
Ausleihungen
Summe
2013
Anschaffungskosten zum 1.1. 107,1 155,6 1,1 263,7
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 9,0 0,0 9,0
Zugänge 67,3 0,1 560,3 627,7
Abgänge – 67,2 – 50,0 0,0 – 117,2
Umbuchungen – 37,6 0,0 – 560,2 – 597,8
Anschaffungskosten zum 31.12. 69,6 114,6 1,2 185,4
Kumulierte Wertanpassungen
zum 1.1.
0,0 25,7 0,0 25,7
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Wertaufholungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Zeitbewertung im sonstigen Ergebnis 0,0 – 3,1 0,0 – 3,1
Umgliederungen ("Recycling") 0,0 0,9 0,0 0,9
Ergebnis aus nach der Equity
Methode bilanzierten Beteiligungen1
14,5 14,5
Wertminderungen von nach der
Equity-Methode bilanzierten
Beteiligungen1
17,2 17,2
Abgänge 0,0 – 0,2 0,0 – 0,2
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Kumulierte Wertanpassungen
zum 31.12.
31,7 23,4 0,0 55,1
Nettobuchwert zum 31.12. 37,9 91,2 1,2 130,3
Nettobuchwert zum 1.1. 107,1 129,8 1,1 238,0
Nettobuchwert der sonstigen lang
fristigen Forderungen zum 31.12.
89,9
Nettobuchwert der sonstigen lang
fristigen Forderungen zum 1.1.
168,0
Nettobuchwert gesamt zum 31.12. 220,3
Nettobuchwert gesamt zum 1.1. 406,0

Der Buchwert der Beteiligung an der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH wurde in der Berichtsperiode 2013 auf null herabgemindert. Die langfristige Ausleihung gegenüber der Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH stellt ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach eine Erhöhung der Nettoinvestition in die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH dar. Aus diesem Grund reduzierten das negative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen und die erfasste Wertminderung der Nettoinvestition in die Shkodra Region Beteiligungsholding GmbH (siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen) den Buchwert der langfristigen Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen.

Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen in Mio. €
Ausleihungen
an Beteiligungs
unternehmen
Wertpapiere
(Wertrechte)
Sonstige
Ausleihungen
Summe
2012
Anschaffungskosten zum 1.1. 242,7 156,9 17,9 417,6
Zugänge 16,3 0,7 0,8 17,8
Abgänge – 137,7 – 2,0 – 0,3 – 140,0
Umbuchungen – 14,2 0,0 – 17,4 – 31,6
Anschaffungskosten zum 31.12. 107,1 155,6 1,1 263,7
Kumulierte Wertanpassungen
zum 1.1. 0,0 29,3 0,0 29,3
Wertminderungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Wertaufholungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Zeitbewertung im sonstigen Ergebnis 0,0 – 3,1 0,0 – 3,1
Umgliederungen ("Recycling") 0,0 0,0 0,0 0,0
Abgänge 0,0 – 0,5 0,0 – 0,5
Umbuchungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Kumulierte Wertanpassungen
zum 31.12. 0,0 25,7 0,0 25,7
Nettobuchwert zum 31.12. 107,1 129,8 1,1 238,0
Nettobuchwert zum 1.1. 242,7 127,6 17,9 388,3
Nettobuchwert der sonstigen lang
fristigen Forderungen zum 31.12.
168,0
Nettobuchwert der sonstigen lang
fristigen Forderungen zum 1.1.
168,0
Nettobuchwert gesamt zum 31.12. 406,0
Nettobuchwert gesamt zum 1.1. 556,2

Die Wertpapiere in Höhe von 91,2 Mio. € (Vorjahr: 129,8 Mio. €) bestanden überwiegend aus Anteilen an Investmentfonds sowie aus Staatsanleihen (Österreich) und waren als "zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Zum 31.12.2013 waren keine Wertpapiere als Sicherheit in Zusammenhang mit dem Handel an Strombörsen und der Ausgleichsenergiebewirtschaftung verpfändet (Vorjahr: 53,9 Mio. €). Diese Verpfändungen des Vorjahres wurden in der Berichtsperiode 2013 durch Cash-Depots ersetzt.

In den langfristigen sonstigen Forderungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente, die mit Finanzverbindlichkeiten aus bilanziell geschlossenen Positionen in Zusammenhang stehen, in Höhe von 84,3 Mio. € (Vorjahr: 124,1 Mio. €) enthalten.

Vorräte in Mio. €
2012 2013
Heizöl 7,3 5,3
Kohle 85,7 69,1
Erdgas 19,1 3,6
Abzüglich Wertberichtigungen – 3,8 – 19,8
Vorräte an Primärenergieträgern zu Erzeugungszwecken 108,3 58,2
Erdgas zu Handelszwecken 8,1 5,8
Bewertungen von Erdgas zu Handelszwecken 0,5 0,2
Beizulegender Zeitwert von Erdgas zu Handelszwecken 8,6 6,0
Emissionszertifikate zu Handelszwecken 6,2 8,7
Bewertungen von Emissionszertifikaten zu Handelszwecken 0,0 1,6
Beizulegender Zeitwert von Emissionszertifikaten zu Handelszwecken 6,2 10,3
Herkunftsnachweis- bzw. Grünstromzertifikate 2,8 5,7
Hilfs- und Betriebsstoffe 3,3 4,3
Sonstige 0,0 0,3
Vorräte 129,2 84,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen in Mio. €
2012 2013 2012 2013
Langfristig Langfristig Kurzfristig Kurzfristig
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 0,0 0,0 295,8 304,7
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen 0,0 0,0 91,1 75,3
Sonstige Ausleihungen 10,2 560,3
Ausleihungen an Beteiligungs
unternehmen
0,9 38,5
Forderungen gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
0,0 0,0 3,4 1,3
Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
168,0 89,9 621,3 478,3
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige
Forderungen 168,0 89,9 1.022,8 1.458,3

Die sonstigen Forderungen mit einer Frist von mehr als einem Jahr wurden unter den Finanzanlagen und langfristigen sonstigen Forderungen ausgewiesen (siehe: (27) Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen).

(29) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

(28) Vorräte

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
in Mio. €
2012
Langfristig
2013
Langfristig
2012
Kurzfristig
2013
Kurzfristig
0,0 0,0 206,2 160,2
0,0 0,0 210,8 145,4
0,0 0,0 60,3 78,1
0,0 0,0 13,4 35,8
32,7 14,8
0,0 0,0 1,5 3,7
124,1 84,3 0,0 2,5
0,0 0,0 61,6 0,0
39,0 0,0 2,9 0,0
4,9 5,6 31,8 37,7
168,0 89,9 621,3 478,3

Die wesentlichen Wertberichtigungen bzw. Zahlungsstörungen (Überfälligkeiten) waren wie folgt:

Wertberichtigungen in Mio. €
Forderung
netto
(Buchwert)
davon: zum
Bilanzstichtag
wertgemindert
Wert
berichtigungen
Forderung
brutto
2013
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
304,7 8,3 5,5 310,1
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen
75,3 0,0 0,0 75,3
Forderungen gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
1,3 0,0 0,0 1,3
Ausleihungen 598,8 0,0 0,0 598,8
Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
478,3 0,0 0,0 478,3
Summe 1.458,3 8,3 5,5 1.463,8
Wertberichtigungen in Mio. €
Forderung
netto
(Buchwert)
davon: zum
Bilanzstichtag
wertgemindert
Wert
berichtigungen
Forderung
brutto
2012
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
295,8 0,9 6,9 302,8
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen
91,1 0,0 0,0 91,1
Forderungen gegenüber nicht
konsolidierten Tochterunternehmen
3,4 0,0 0,0 3,4
Ausleihungen 11,1 0,0 0,0 11,1
Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
621,3 0,0 0,0 621,3
Summe 1.022,8 0,9 7,0 1.029,7
Überfälligkeiten 2013 in Mio. €
Buchwert davon zum
Bilanzstich
davon zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber
in den angegebenen Zeitbändern überfällig
tag weder
wertgemin
dert noch
überfällig
bis 30 Tage 31 bis 120
Tage
121 bis 360
Tage
> 360 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
304,7 280,2 14,6 0,5 0,5 0,5
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen
75,3 71,3 4,0 0,0 0,0 0,0
Forderungen gegenüber nicht
konsolidierten
Tochterunternehmen 1,3 1,3 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausleihungen 598,8 598,8 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
478,3 478,2 0,0 0,0 0,1 0,0
Summe 1.458,3 1.429,8 18,6 0,6 0,5 0,5
Überfälligkeiten 2012 in Mio. €
Buchwert davon zum
Bilanzstich
davon zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber
in den angegebenen Zeitbändern überfällig
tag weder
wertgemin
dert noch
überfällig
bis 30 Tage 31 bis 120
Tage
121 bis 360
Tage
> 360 Tage
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
295,8 281,8 10,9 0,6 1,6 0,1
Forderungen gegenüber
Beteiligungsunternehmen
91,1 86,8 4,3 0,0 0,0 0,0
Forderungen gegenüber nicht
konsolidierten
Tochterunternehmen 3,4 3,4 0,0 0,0 0,0 0,0
Ausleihungen 11,1 11,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Forderungen und
Vermögenswerte
621,3 620,5 0,6 0,0 0,0 0,1
Summe 1.022,8 1.003,7 15,8 0,6 1,6 0,2

Die langfristigen sonstigen Forderungen waren in den Berichtsperioden 2013 und 2012 weder überfällig noch wertgemindert.

Liquide Mittel in Mio. €
2012 2013
Guthaben bei Kreditinstituten 121,6 83,2
Kassenbestand 0,1 0,1
Liquide Mittel 121,7 83,3

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristigen Finanzveranlagungen, die in den liquiden Mitteln ausgewiesen wurden, betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als 3 Monate. Die liquiden Mittel entsprechen dem Fonds der liquiden Mittel in der Geldflussrechnung; sie stellen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Sinne von IAS 7 dar.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte in Mio. €
2012 2013
Immaterielle Vermögenswerte 0,0 0,3
Sachanlagen 0,0 132,5
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen1 1.331,8 1,0
Finanzanlagen und sonstige Forderungen 0,0 3,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1.331,8 137,5

Die kumulierten im sonstigen Ergebnis erfassten Erträge und Aufwendungen, die in Verbindung mit den als "zur Veräußerung gehalten" eingestuften nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stehen, betragen 0,0 Mio. € (Vorjahr: – 168,2 Mio. €).

Liquide Mittel

(30)

(31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum 31.12.2013 war die 50,1%ige Beteiligung an der POWEO Outre-mer Solaire S.A.S. (Group) nach wie vor als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft und wurde zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Unvorhersehbare Verzögerungen bei der Fertigstellung von Sonnenkraftanlagen und offene steuerrechtliche Fragen führten dazu, dass die Veräußerung nicht innerhalb der Ein-Jahres-Frist erfolgen konnte. Die Veräußerung soll nunmehr im ersten Halbjahr 2014 durch einen Share Deal erfolgen. Die POWEO Outre-mer Solaire S.A.S. (Group) ist in der Projektentwicklung und im Betrieb von Fotovoltaikparks und Dach-Fotovoltaikanlagen in den französischen Überseegebieten tätig. Der vorübergehende Verbleib dieser Beteiligung bei VERBUND stellt lediglich einen Zwischenschritt zur bestmöglichen Verwertung der Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien der (ehemaligen) POWEO Production S.A.S. dar. Die Entscheidung zur Veräußerung dieser Projekte war durch die strategische Fokussierung von VERBUND auf Mehrheitsbeteiligungen mit dem Schwerpunkt auf Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf den österreichischen und deutschen

Markt bedingt. Mit Wirkung vom 11.12.2013 wurde die 45,75%ige Beteiligung an der italienischen Sorgenia S.p.A. (Group) als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft und zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Veräußerung soll innerhalb eines Jahres durch einen Share Deal erfolgen. Die Sorgenia S.p.A. (Group) nimmt eine signifikante Position im italienischen Energiemarkt ein. Sie baut und betreibt Gaskraftwerke, ist in der Entwicklung und dem Ausbau von Kapazitäten aus erneuerbaren Energieträgern tätig und Anbieter von Strom und Gas. Die Entscheidung zur Veräußerung der Beteiligung war durch die strategische Fokussierung von VERBUND auf Mehrheitsbeteiligungen mit dem Schwerpunkt auf Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf den

österreichischen und deutschen Markt bedingt. Mit Wirkung vom 11.12.2013 wurden die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul inklusive eng mit den Gas-Kombikraftwerken verbundene immaterielle Vermögenswerte bzw. sonstige Forderungen als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft und zum niedrigeren Betrag aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Veräußerung soll innerhalb eines Jahres durch einen Asset-Deal erfolgen. Die Gas-Kombikraftwerke in Pontsur-Sambre und Toul haben eine installierte Leistung von 420 bzw. 422 MW und sind seit 2009 bzw. 2012 in Betrieb. Die Entscheidung zur Veräußerung der beiden französischen Gas-Kombikraftwerke war durch die strategische Fokussierung von VERBUND auf Mehrheitsbeteiligungen mit dem Schwerpunkt auf

Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf den österreichischen und deutschen Markt bedingt. Im Vorjahr waren die 34,57%ige Beteiligung an der STEWEAG-STEG GmbH und die 50% Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft. Die Beteiligung an der STEWEAG-STEG GmbH wurde mit Wirkung vom 18.1.2013 veräußert. Die Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) ist im Zuge einer gesamthaft zu beurteilenden Transaktion zum Erwerb von (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten mit Wirkung vom 24.4.2013 abgegangen (siehe: Grund-

sätze der Rechnungslegung). Sämtliche Beteiligungen, die von VERBUND in der Berichtsperiode und im Vorjahr als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft wurden, waren dem Segment "Beteiligungen & Services" zuzuordnen. Die Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul waren Teil des Segments "Strom".

(32)
Grundkapital Das Grundkapital setzt sich wie auch im Vorjahr aus 170.233.686 Stückaktien in Form von Inhaberaktien
(Kategorie A) und 177.182.000 Stückaktien in Form von Namensaktien (Kategorie B) zusammen. Die
Kategorie B repräsentiert 51% des Grundkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für
Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde
voll eingezahlt.

In den Kapitalrücklagen wurde mit 954,3 Mio. € (Vorjahr: 954,3 Mio. €) jener Teil der Rücklagen ausgewiesen, der nicht aus dem Periodenergebnis früherer Berichtsperioden gebildet worden ist. (33) Kapitalrücklagen

Die angesammelten Ergebnisse umfassen die thesaurierten Gewinne sowie die Effekte auf das den Aktionären der VERBUND AG zuzurechnende Eigenkapital aus der Verschiebung zwischen Gesellschafterstämmen. Von den angesammelten Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der VERBUND AG ausgeschüttet werden, der in dem gemäß den Bilanzierungsregeln des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) aufgestellten Jahresabschluss der VERBUND AG als Bilanzgewinn zum 31.12.2013 ausgewiesen ist. Der noch nicht festgestellte Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2013 betrug 347,4 Mio. € (Vorjahr: 208,4 Mio. €). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, eine Ausschüttung von 0,55 € pro Aktie (Vorjahr: 0,60 €) zuzüglich einer Sonderdividende von 0,45 € pro (34) Angesammelte Ergebnisse

Aktie (Vorjahr: 0,00 €) vorzunehmen.

(35) Rücklage für Differenzen aus der Währungsumrechnung

Nicht beherrschende

(36)

Anteile

Die Rücklage für Differenzen aus der Währungsumrechnung enthielt im Vorjahr im Wesentlichen die Währungsumrechnung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group). Anlässlich der Veräußerung dieser Beteiligung wurden die kumulierten Differenzen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (siehe: (21) Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung).

Nicht beherrschende Anteile in %
2012 2013
VERBUND-Innkraftwerke GmbH 29,73 29,73
VERBUND Hydro Power AG 19,67 19,67
Alpha Wind S.R.L. 10,00 10,00
Ventus Renew Romania S.R.L. 10,00
VERBUND Thermal Power GmbH 20,00 0,00

Die Verschiebungen zwischen den Gesellschafterstämmen in der Berichtsperiode beziehen sich auf den Erwerb von 20,00% der Anteile an der VERBUND Thermal Power GmbH von der Energie Steiermark AG und den konzerninternen Verkauf von 50,00% der Anteile an der Grenzkraftwerke GmbH von der

VERBUND Hydro Power AG an die VERBUND AG. Die den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteile an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. in Höhe von 0,00% (Vorjahr: 24,28%) wurden gemäß IAS 32 in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst. Gleiches galt für die den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteile an den im Vorjahr erworbenen 10 Windpark- und 2 Infrastrukturgesellschaften im Gebiet des rheinlandpfälzischen Hunsrücks.

Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Mio. €
2012
Langfristig
2013
Langfristig
2012
Kurzfristig
2013
Kurzfristig
Anleihen 2.141,7 1.584,0 62,9 553,8
Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.266,4 1.413,4 280,2 71,5
Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Sonstigen
85,8 0,0 42,7 28,9
Kommanditisten zuzurechnende
Kapitalanteile
32,7 2,2 0,0 0,0
Zwischensumme 3.526,7 2.999,6 385,8 654,2
Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten – bilanziell
geschlossene Positionen
408,6 360,0 0,0 0,0
Lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten
3.935,3 3.359,5 385,8 654,2
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten1 2012 in Mio. €
2013
Buchwert zum 1.1. 3.825,1 3.912,5
Zugänge aus Unternehmenserwerben 381,1 0,0
Nettoveränderung der Geldmarktgeschäfte 60,5 – 60,5
Aufnahmen 53,0 210,0
Veränderung der Zinsabgrenzung 7,5 – 5,2
Kursgewinne bzw. -verluste – 10,8 – 10,5
Veränderung der Garantieverbindlichkeiten – 42,9 0,0
Außerplanmäßige Tilgungen – 69,0 – 73,3
Veränderung der den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteile – 75,4 – 30,5
Planmäßige Tilgungen – 216,6 – 244,7
durch Konfusion bei Unternehmenserwerben untergegangene
Verbindlichkeiten
0,0 – 44,0
Buchwert zum 31.12. 3.912,5 3.653,8
davon langfristige Schulden 3.526,7 2.999,6
davon kurzfristige Schulden 385,8 654,2

1 exklusive Finanzverbindlichkeiten aus bilanziell geschlossenen Positionen (37) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten – bilanziell geschlossene Positionen in Mio. €
2012 2013
Buchwert zum 1.1. 408,5 408,6
Kursgewinne bzw. -verluste – 12,2 – 19,5
Kapitalisierung 27,6 27,8
Tilgungen bzw. Abgänge – 19,1 – 17,2
Marktwertveränderungen 3,8 – 39,8
Buchwert zum 31.12. 408,6 360,0
davon langfristige Schulden 408,6 360,0
davon kurzfristige Schulden 0,0 0,0
Den Kommanditisten zurechenbare Anteile in Mio. €
2012 2013
Buchwert zum 1.1. 108,2 32,7
Zugänge 0,0 18,6
Kommanditisten zuzurechnende Ergebnisanteile – 39,7 – 32,6

Die Zugänge bei den den Kommanditisten zuzurechnenden Anteile betrafen zum einen die Kapitalerhöhungen bei der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. Zum anderen erfolgten Kapitalerhöhungen bei den im Vorjahr erworbenen 10 Windpark- und 2 Infrastrukturgesellschaften im Gebiet des rheinland-pfälzischen Hunsrücks. Die Abgänge resultieren aus dem Erwerb der verbleibenden Kommanditanteile an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. von der STEWEAG-

Abgänge – 34,0 – 16,5 Sonstige Veränderungen – 1,8 0,1 Buchwert zum 31.12. 32,7 2,2

STEG GmbH durch die VERBUND Beteiligungsholding GmbH. Im Vorjahr verringerten sich die den Kommanditisten zuzurechnenden Anteile an der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. aufgrund der Einbringung von 6,51% der Kommanditanteile von der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG in die VERBUND Thermal Power GmbH. Außerdem erwarb die VERBUND Beteiligungsholding GmbH Kommanditanteile in Höhe von 14,71% von der STEWEAG-STEG GmbH, 0,08% von der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG und 0,06% vom Land

Burgenland. In der Berichtsperiode 2013 wurden Aufnahmen von neuen langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 210,0 Mio. € (Vorjahr: 53,0 Mio. €) getätigt. Diese Aufnahmen erfolgten in Form von Schuldscheindarlehen in Höhe von 138,0 Mio. € bei der Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (fix verzinst) sowie in Höhe von 62,0 Mio. € beim selben Institut (variabel verzinst). Außerdem erfolgten Kreditaufnahmen in Höhe von 5,0 Mio. € bei der Raiffeisenbank Bruck-Carnuntum eGen (fix verzinst)

und in Höhe von 5,0 Mio. € bei der Sparkasse Hainburg-Bruck-Neusiedl AG (fix verzinst). Weiters erfolgten planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten (exklusive Finanzverbindlichkeiten in Zusammenhang mit vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen) in Höhe von 244,7 Mio. € (Vorjahr: 216,6 Mio. €); außerplanmäßige vorzeitige Tilgungen erfolgten in Höhe von 73,3 Mio. € (Vorjahr: 69,0 Mio. €). Darin ist in Höhe von 14,7 Mio. € auch die vorzeitige Tilgung einer Finanzierungsleasingverbindlichkeit enthalten (Finanzierungsleasing Kraftwerk Triebenbach; siehe:

(24) Sachanlagen). Darüber hinaus wurden kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (Barvorlagen) in Höhe von 60,5 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) getilgt. Am Geldmarkt wurden keine neuen Finanzverbindlichkeiten aufgenom-

men (Vorjahr: 60,5 Mio. €). Bei den zugrunde liegenden Konditionen der bestehenden Finanzverbindlichkeiten ergaben sich bei einzelnen Finanzierungen aufgrund der in der Berichtsperiode 2013 erfolgten Herabstufung der Bonitätsbewertung durch Moody's geringfügige Anpassungen der Zinssätze; die Laufzeiten blieben

unverändert. Bei den Finanzverbindlichkeiten aus den vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen wurden Kapitalisierungen in Höhe von insgesamt 27,8 Mio. € (Vorjahr: 27,6 Mio. €) vorgenommen.

Tilgungen bzw. Abgänge erfolgten insgesamt in Höhe von 17,2 Mio. € (Vorjahr: 19,2 Mio. €). Zum 31.12.2013 und 31.12.2012 bestanden bei VERBUND keine Verbindlichkeiten mit hypothekarischer Sicherstellung.

Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2013

Längste
Laufzeit
Emissions
volumen
Buchwert
zum 31.12.
Bis
inklusive
1 Jahr
Anleihen
Eurowährung 2020 2.112,7 2.098,5 553,0
Fremdwährungen (¥) 2015 126,1 39,3 0,8
Summe Anleihen 2.238,8 2.137,8 553,8
davon fix verzinst 2020 2.238,8 2.137,8 553,8
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Eurowährung 2037 1.688,2 1.484,8 71,5
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
1.688,2 1.484,8 71,5
davon fix verzinst 2037 1.157,7 1.200,1 48,9
davon variabel verzinst 2030 530,4 284,7 22,5
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen
Eurowährung 2021 28,9 28,9 28,9
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen 28,9 28,9 28,9
davon fix verzinst 2021 28,9 28,9 28,9
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen1
Fremdwährungen (\$) 2030 360,0 0,0
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten – bilanziell geschlossene Positionen
360,0 0,0
davon fix verzinst 2030 360,0 0,0
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile 2,2 0,0
Gesamtsumme Finanzverbindlichkeiten 4.013,7 654,2

Bei diesen Finanzverbindlichkeiten besteht aktivseitig eine bilanzielle Deckung; manche Angaben sind daher nicht aussagekräftig.

in Mio. €
› 1 bis 2
Jahre
› 2 bis 3
Jahre
› 3 bis 4
Jahre
› 4 bis 5
Jahre
Über 5
Jahre
Gewichteter
Nominal
zinssatz
Gewichteter
effektiver
Zinssatz
Beizulegen
der Zeitwert
zum 31.12.
499,1 0,0 0,0 14,5 1.031,9 4,88% 4,97 % 2.288,6
38,3 4,10 % 4,10 % 41,2
537,4 0,0 0,0 14,5 1.031,9 4,86 % 4,83% 2.329,8
537,4 0,0 0,0 14,5 1.031,9 4,86% 4,83 % 2.329,8
211,4 75,4 273,7 305,7 547,0 2,89% 3,31 % 1.505,1
211,4 75,4 273,7 305,7 547,0 2,89 % 3,31 % 1.505,1
189,3 53,4 189,7 283,7 435,3 3,38% 3,55 % 1.126,1
22,1 22,1 84,1 22,1 111,8 0,81% 1,79 % 379,0
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 4,25% 4,47 % 29,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 4,25 % 4,47 % 29,2
0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 4,25% 4,47 % 29,2
0,0 0,0 0,0 0,0 360,0 374,2
0,0 0,0 0,0 0,0 360,0 374,2
0,0 0,0 0,0 0,0 360,0 374,2
2,2 0,0 0,0 0,0 0,0
751,0 75,4 273,7 320,3 1.938,9

Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2012

Längste
Laufzeit
Emissions
volumen
Buchwert
zum 31.12.
Bis
inklusive
1 Jahr
Anleihen
Eurowährung 2020 2.112,7 2.154,6 61,7
Fremdwährungen (¥) 2015 126,1 50,0 1,2
Summe Anleihen 2.238,8 2.204,6 62,9
davon fix verzinst 2020 2.238,8 2.204,6 62,9
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Eurowährung 2037 1.687,7 1.546,6 280,2
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 1.687,7 1.546,6 280,2
davon fix verzinst 2037 1.159,3 1.129,2 188,4
davon variabel verzinst 2030 528,4 417,4 91,8
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen
Eurowährung 2021 135,6 128,6 42,7
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen 135,6 128,6 42,7
davon fix verzinst 2021 111,6 113,8 41,3
davon variabel verzinst 2015 24,0 14,7 1,1
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen1
Fremdwährungen (\$) 2030 408,6 0,0
Summe Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten – bilanziell geschlossene Positionen
408,6 0,0
davon fix verzinst 2030 408,6 0,0
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile 32,7 0,0
Gesamtsumme Finanzverbindlichkeiten 4.321,1 385,8

Bei diesen Finanzverbindlichkeiten besteht aktivseitig eine bilanzielle Deckung; manche Angaben sind daher nicht aussagekräftig.

in Mio. €
› 1 bis 2
Jahre
› 2 bis 3
Jahre
› 3 bis 4
Jahre
› 4 bis 5
Jahre
Über 5
Jahre
Gewichteter
Nominal
zinssatz
Gewichteter
effektiver
Zinssatz
Beizulegen
der Zeitwert
zum 31.12.
498,6 498,5 72,7 0,0 1.023,0 4,88% 4,97% 2.447,9
0,0 48,9 0,0 0,0 0,0 1,10% 4,43% 54,0
498,6 547,4 72,7 0,0 1.023,0 4,86 % 4,88 % 2.501,9
498,6 547,4 72,7 0,0 1.023,0 4,86% 4,88% 2.501,9
63,1 211,4 305,7 75,4 610,8 2,66% 3,34% 1.635,2
63,1 211,4 305,7 75,4 610,8 2,66 % 3,34 % 1.635,2
32,0 180,3 274,6 44,3 409,4 3,38% 3,79% 1.227,5
31,1 31,1 31,1 31,1 201,4 0,68% 1,55% 407,7
73,5 12,4 0,0 0,0 0,0 2,08% 3,77% 130,5
73,5 12,4 0,0 0,0 0,0 2,08 % 3,77 % 130,5
72,3 0,0 0,0 0,0 0,0 1,94% 3,37% 115,8
1,2 12,4 0,0 0,0 0,0 3,19% 4,60% 14,7
0,0 0,0 0,0 0,0 408,6 438,1
0,0 0,0 0,0 0,0 408,6 438,1
0,0 0,0 0,0 0,0 408,6 438,1
32,7 0,0 0,0 0,0 0,0
667,9 771,2 378,4 75,4 2.042,4

(38) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 2013 in Mio. €
Aktiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39 oder
Bewertung nach
anderen IFRS
Stufe Buchwert
zum 31.12.
Beizu
legender
Zeitwert
zum 31.12.
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen FAAC 1,2
Sonstige Beteiligungen FAAFS 2 69,1 69,1
Sonstige Beteiligungen FAAC 16,8
Sonstige Beteiligungen 87,1
Wertpapiere FAAFS 1 85,5 85,5
Wertpapiere FAAFS 2 2,7 2,7
Wertpapiere FAAC 3,0
Wertpapiere – bilanziell geschlossene Positionen LAR 2 49,7 43,2
Sonstige Ausleihungen – bilanziell geschlossene
Positionen
LAR 2 226,0 227,4
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich –
bilanziell geschlossene Positionen
FAHFT 2 84,3 84,3
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 37,9 41,2
Sonstige Ausleihungen LAR 2 1,2 1,2
Sonstige 5,6
Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige
Forderungen
495,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 304,7 304,7
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 75,3 75,3
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
LAR 1,3 1,3
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 38,5 38,8
Sonstige Ausleihungen LAR 2 560,3 563,5
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FAHFT 2 160,2 160,2
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich FAHFT 2 2,5 2,5
Geldmarktgeschäfte LAR 2 145,4 144,9
Emissionszertifikate IAS 38 / IAS 2 14,8
Sonstige LAR 55,3 55,3
Sonstige 100,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
kurzfristige sonstige Forderungen
1.458,3
Liquide Mittel LAR 83,3 83,3
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten FAAC1 21,0
Kredite und Forderungen LAR2 1.578,9
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
FAAFS3 157,4
Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand FAHFT4 247,1

Financial Assets at Cost (Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten) // 2 Loans and Receivables (Kredite und Forderungen) // 3 Financial Assets Available for Sale (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) // 4 Financial Assets Held for Trading (Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand)

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 2013
Passiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39 oder
Bewertung nach
anderen IFRS
Stufe Buchwert
zum 31.12.
Beizu
legender
Zeitwert
zum 31.12.
Anleihen FLAAC 2 2.137,8 2.329,8
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Sonstigen
FLAAC 2 1.513,8 1.534,3
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAAC 2 86,0 100,3
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAFVPL 2 273,9 273,9
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile IAS 32 2,2
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4.013,8
Stromlieferverpflichtung 183,7
Anteilsrückgabeverpflichtung FLAAC 3 80,6 80,6
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 54,9 54,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 2,6 2,6
Passivposten für erhaltene Zuschüsse
(Emissionszertifikate)
IAS 20 0,0
Sonstige FLAAC 12,8 12,8
Sonstige 0,0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 334,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 164,7 164,7
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 1 1,0 1,0
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 2 132,8 132,8
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 10,5 10,5
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich FLHFT 2 32,3 32,3
Sonstige FLAAC 134,7 134,7
Sonstige 57,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
533,9
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Schulden zu fortgeführten
Anschaffungskosten
FLAAC5 4.133,1
Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
FLAFVPL6 273,9
Finanzielle Schulden im Handelsbestand FLHFT7 231,6

Financial Liabilities at Amortised Cost (Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten) // 6 Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss (Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert) // 7 Financial Liabilities Held for Trading (Finanzielle Schulden im Handelsbestand)

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 2012
in Mio. €
Aktiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39 oder
Bewertung nach
anderen IFRS
Level Buchwert
zum
31.12.
Beizu
legender
Zeitwert
zum 31.12.
Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen FAAC 1,0
Sonstige Beteiligungen FAAFS 2 114,4 114,4
Sonstige Beteiligungen FAAC 19,1
Sonstige Beteiligungen 134,6
Wertpapiere FAAFS 1 124,2 124,2
Wertpapiere FAAFS 2 2,7 2,7
Wertpapiere FAAC 3,0
Wertpapiere – bilanziell geschlossene Positionen LAR 2 51,5 43,2
Sonstige Ausleihungen – bilanziell geschlossene
Positionen
LAR 2 233,1 245,3
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich –
bilanziell geschlossene Positionen
FAHFT 2 124,0 124,0
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 107,1 102,5
Sonstige Ausleihungen LAR 2 1,1 1,1
Sonstige 44,0
Sonstige Finanzanlagen und langfristige sonstige
Forderungen
690,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR 295,8 295,8
Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen LAR 91,1 91,1
Forderungen gegenüber nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
LAR 3,4 3,4
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen LAR 2 0,9 0,8
Sonstige Ausleihungen LAR 2 10,2 10,2
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FAHFT 2 206,2 206,2
Geldmarktgeschäfte LAR 2 210,8 211,1
Emissionszertifikate IAS 38 / IAS 2 32,7
Sonstige LAR 75,1 75,1
Sonstige 96,5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
kurzfristige sonstige Forderungen
1.022,8
Liquide Mittel LAR 121,7 121,7
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten FAAC1 23,1
Kredite und Forderungen LAR2 1.201,8
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
FAAFS3 241,3
Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand FAHFT4 330,2

Financial Assets at Cost (Finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten) // 2 Loans and Receivables (Kredite und Forderungen) // 3 Financial Assets Available for Sale (Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) // 4 Financial Assets Held for Trading (Finanzielle Vermögenswerte im Handelsbestand)

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien 2012 in Mio. €
Passiva – Bilanzposten Bewertungs
kategorie nach
IAS 39 oder
Bewertung nach
anderen IFRS
Level Buchwert
zum
31.12.
Beizu
legender
Zeitwert
zum 31.12.
Anleihen FLAAC 2 2.204,6 2.501,9
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und
Sonstigen
FLAAC 2 1.675,1 1.765,7
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAAC 2 88,3 117,7
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten –
bilanziell geschlossene Positionen
FLAFVPL 2 320,4 320,4
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile IAS 32 32,7
Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 4.321,0
Stromlieferverpflichtung 464,3
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 53,9 53,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 1,7 1,7
Passivposten für erhaltene Zuschüsse
(Emissionszertifikate)
IAS 20 10,1
Sonstige FLAAC 5,4 5,4
Sonstige 17,5
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 552,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAAC 207,5 207,5
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 1 1,5 1,5
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 2 150,6 150,6
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich FLHFT 3 6,5 6,5
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich FLHFT 2 47,1 47,1
Sonstige FLAAC 117,2 21,1
Sonstige 99,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
629,5
Aggregiert nach Bewertungskategorien
Finanzielle Schulden zu fortgeführten
Anschaffungskosten
FLAAC5 4.299,8
Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
FLAFVPL6 320,4
Finanzielle Schulden im Handelsbestand FLHFT7 259,6

Financial Liabilities at Amortised Cost (Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten) // 6 Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss (Finanzielle Schulden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert) // 7 Financial Liabilities Held for Trading (Finanzielle Schulden im Handelsbestand)

Für die in obiger Tabelle als FLAFVPL klassifizierten Finanzverbindlichkeiten (aus bilanziell geschlossenen Positionen) beträgt die Differenz zwischen dem Buchwert zum 31.12.2013 und dem Betrag, den VERBUND bei Fälligkeit zahlen müsste, 50,1 Mio. € (Vorjahr: 72,2 Mio. €). Die Umrechnung des Fälligkeitsbetrags erfolgte dabei zum Kurs (1 € = \$) am Bilanzstichtag in Höhe von 1,3791 (Vorjahr: 1,31940). Die derivativen Finanzinstrumente im Finanzbereich (aus bilanziell geschlossenen Positionen) können im Insolvenzfall mit den als FLAFVPL klassifizierten Finanzverbindlichkeiten (aus bilanziell geschlosse-

nen Positionen aufgerechnet werden (siehe: Finanzinstrumente und Risikomanagement). Von den in obiger Tabelle als FAHFT bzw. FLHFT klassifizierten derivativen Finanzinstrumente im Energiebereich betreffen positive Zeitwerte in Höhe von 51,8 Mio. € (Vorjahr: 108,7 Mio. €) und negative Zeitwerte in Höhe von 94,6 Mio. € (Vorjahr: 93,1 Mio. €) als Cashflow-Hedges designierte Sicherungsgeschäfte. Diese Zeitwerte sind nicht saldierte Werte; nach dem entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsregeln von VERBUND vorgenommenen Inter-Portfolio-Netting (siehe: Finanzinstrumente und Risikomanagement) sind die Cashflow-Hedges nicht mehr isolierbar.

Stufe-3-Bewertung von Finanzinstrumenten: Erdgasliefervertrag1 in Mio. €

2012 2013
Buchwert zum 1.1. 60,4
Zugänge 58,2
Bewertungsergebnis (im Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug erfasst) 2,2 5,1
Abgänge
Buchwert zum 31.12. 60,4 65,4

1 Der beizulegende Zeitwert des freistehenden Derivats aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach wird auf Basis einer Stufe-3-Bewertung ermittelt (siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen).

Stufe-3-Bewertung von Finanzinstrumenten: Stillhalterposition1 in Mio. €
2012 2013
Buchwert zum 1.1. 13,4
Zugänge
Bewertungsergebnis (im übrigen Finanzergebnis erfasst) – 13,4
Abgänge 0,0
Buchwert zum 31.12.

Bis zur Verzichtserklärung seitens des Managements der POWEO Direct Energie im Vorjahr wurde der beizulegende Zeitwert der gesamthaften Stillhalterposition in Bezug auf die ehemaligen Tochter- bzw. Enkelunternehmen der POWEO Production S.A.S. (inklusive der von VERBUND bereitgestellten Finanzierungen und Garantien) gegenüber der POWEO Direct Energie auf Basis einer Stufe-3-Bewertung ermittelt.

Bewertungsverfahren und Inputfaktoren bei der Ermittlung beizulegender Zeitwerte

Stufe Finanzinstrumente Bewertungsverfahren Inputfaktoren
1 Börsennotierte Wertpapiere Marktwertorientiert Nominalwerte, Börsenpreis
1 Börsennotierte
Energietermingeschäfte
Marktwertorientiert An der Börse festgestellter
Abrechnungspreis
2 Übrige zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Vermögenswerte und
Schulden im Finanzbereich
Kapitalwertorientiert Bereits fixierte oder über Forward-Rates
ermittelte Cashflows, Zinsstrukturkurve,
Kreditrisiko der Vertragspartner
2 Wertpapiere bzw. sonstige
Ausleihungen aus bilanziell
geschlossenen Positionen, langfristige
Ausleihungen, Ausleihungen an
Beteiligungsunternehmen,
Geldmarktgeschäfte,
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten, Anleihen und
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Kapitalwertorientiert Mit den Finanzinstrumenten
verbundene Zahlungen,
Zinsstrukturkurve, Kreditrisiko der
Vertragspartner (Credit-Default-Swaps
bzw. Credit-Spread-Kurven)
2 Nicht börsennotierte
Energietermingeschäfte
Kapitalwertorientiert Von Börsenpreisen abgeleitete
Forwardpreiskurve, Zinsstrukturkurve,
Kreditrisiko der Vertragspartner
3 Nicht börsennotierte
Energietermingeschäfte
(Erdgasliefervertrag für das Gas
Kombikraftwerk Mellach)
Kapitalwertorientiert Preisprognosen für Erdgas und Erdöl,
im Monatsraster einsatzoptimierte
Take-or-pay-Menge, Vertragslaufzeit,
Zinsstrukturkurve, Kreditrisiko der
Vertragspartner, Wahrscheinlichkeit des
Obsiegens im kartellrechtlichen
Verfahren
3 Anteilsrückgabeverpflichtung
(Verpflichtung zur Rückübertragung
von 50% der Anteile an der
Donaukraftwerk Jochenstein AG)
Kapitalwertorientiert Preisprognosen für Strom, gewichtete
durchschnittliche Nach-Steuer
Kapitalkosten
– Liquide Mittel, Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen,
kurzfristige sonstige Forderungen,
sonstige Geldaufnahmen im Rahmen
der kurzfristigen Kreditfazilitäten
sowie kurzfristige sonstige
Verbindlichkeiten
Buchwerte als realistische Schätzung
des beizulegenden Zeitwerts
– Anteile an nicht konsolidierten
Tochterunternehmen und sonstige
Beteiligungen
Verlässliche Ermittlung der zukünftigen
Cashflows größtenteils nicht möglich;
keine vergleichbaren Transaktionen zur
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
mittels Analogieverfahren

Analyse der vereinbarten Mittelabflüsse

Die Darstellung der vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Mittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten von VERBUND im Anwendungsbereich von IFRS 7 ist wie folgt:

Mittelabflüsse zum 31.12.2013 in Mio. €
Fälligkeit 2014 2015 2016–2018 ab 2019
Anleihen 600,9 617,9 165,0 1.099,4
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 108,9 254,4 736,2 625,1
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen 29,3 0,0 0,0 0,0
Finanzverbindlichkeiten – bilanziell geschlossene
Positionen1 16,2 16,7 50,1 457,5
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile 0,0 2,2 0,0 0,0
Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten 755,3 891,2 951,3 2.182,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 165,4 0,5 1,2 0,2
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 9,3 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
1,7 0,0 0,0 0,0
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich2 690,7 314,6 375,6 896,7
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich3 4,1 3,5 0,4 0,0
Sonstige 134,7 1,8 1,6 7,5
Mittelabflüsse aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und aus sonstigen Verbindlichkeiten 1.006,0 320,5 378,9 904,5
Mittelabflüsse aus Verbindlichkeiten gemäß IFRS 7 1.761,3 1.211,7 1.330,1 3.086,5
Mittelabflüsse zum 31.12.2012 in Mio. €
Fälligkeit 2013 2014 2015–2017 ab 2018
Anleihen 104,0 604,0 783,3 1.141,3
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 297,5 93,6 670,0 710,8
Finanzverbindlichkeiten gegenüber Sonstigen 45,2 77,5 12,4 0,0
Kommanditisten zuzurechnende Kapitalanteile 17,2 17,4 52,3 495,7
Finanzverbindlichkeiten – bilanziell geschlossene
Positionen1 0,0 32,7 0,0 0,0
Mittelabflüsse aus Finanzverbindlichkeiten 463,9 825,1 1.518,0 2.347,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207,5 0,3 1,2 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 21,1 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
1,6 0,0 0,0 0,0
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich2 872,9 344,0 389,4 957,1
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich3 1,8 1,9 2,6 – 0,4
Sonstige 112,6 2,0 4,0 5,6
Mittelabflüsse aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen und aus sonstigen Verbindlichkeiten 1.217,6 348,2 397,2 962,5
Mittelabflüsse aus Verbindlichkeiten gemäß IFRS 7 1.681,5 1.173,3 1.915,2 3.310,2

Den Mittelabflüssen aus bilanziell geschlossenen Positionen stehen entsprechende Mittelzuflüsse aus dazugehörigen Finanzanlagen gegenüber. // 2 mit und ohne Sicherungsbeziehung // 3 ohne Sicherungsbeziehung; Die Mittelabflüsse der derivativen Finanzinstrumente im Finanzbereich mit Sicherungsbeziehung werden saldiert mit dem Mittelabfluss des entsprechenden Grundgeschäfts dargestellt.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die Nettoergebnisse gemäß IFRS 7 umfassen im Wesentlichen Wertminderungen und Wertaufholungen, Fremdwährungsgewinne und -verluste sowie realisierte Abgangsergebnisse.

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
in Mio. €
2012
Netto
ergebnis
2012
davon Wert
minderungen
2013
Netto
ergebnis
2013
davon Wert
minderungen
Finanzielle Vermögenswerte zu
Anschaffungskosten
– 3,4 – 4,2 0,0 0,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
0,0 0,0 – 42,5 – 41,6
Kredite und Forderungen – 10,4 – 0,9 – 16,1 0,5
Finanzielle Schulden zu fortgeführten
Anschaffungskosten
8,0 1,1
Finanzielle Schulden ergebniswirksam
zum beizulegenden Zeitwert
0,9 49,2
Finanzielle Vermögenswerte bzw.
Schulden im Handelsbestand
– 66,2 – 33,6
Gesamtzinsaufwendungen – 190,8 – 197,5
Gesamtzinserträge 52,2 39,3
Bewertungen im sonstigen Ergebnis1 11,2 – 4,2
Umgliederungen aus dem sonstigen
Ergebnis in die Gewinn- und
Verlustrechnung1
0,0 – 0,8

Diese Nettoergebnisse resultieren aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

Das Nettoergebnis der Kategorie "finanzielle Vermögenswerte zu Anschaffungskosten" wurde im Beteiligungsergebnis erfasst; Dividendenerträge von finanziellen Vermögenswerten zu Anschaffungskosten bzw. zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden in obiger Tabelle

nicht berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wurde

im Wesentlichen im übrigen Finanzergebnis erfasst. Das Nettoergebnis der Kategorie "Kredite und Forderungen" wurde, insoweit es Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthielt, im operativen Ergebnis erfasst; Fremdwährungskurseffekte aus Ausleihungen in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen Positionen wurden

im übrigen Finanzergebnis erfasst. Die Nettoergebnisse der "finanziellen Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten" und der "finanziellen Schulden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert" umfassten Fremdwährungskurseffekte

in Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten und wurden im übrigen Finanzergebnis erfasst. Die Nettoergebnisse der "finanziellen Vermögenswerte bzw. Schulden im Handelsbestand" resultierten zum einen aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente im Energiebereich (Wholesale und Trading); dieser Teil wurde im operativen Ergebnis (Stromerlöse) erfasst. Zum anderen resultierten die Nettoergebnisse aus der Bewertung der (sonstigen) derivativen Finanzinstrumente im Finanzbereich; diese Nettoergebnisse wurden im übrigen Finanzergebnis erfasst.

Die Gesamtzinsaufwendungen wurden im Zinsaufwand erfasst; die Gesamtzinserträge wurden zum Teil im Zinsertrag und zum Teil im übrigen Finanzergebnis erfasst.

(39) Lang- und kurzfristige Rückstellungen

Lang- und kurzfristige Rückstellungen in Mio. €
2012
Langfristig
2013
Langfristig
2012
Kurzfristig
2013
Kurzfristig
239,2 346,9
141,3 147,3
120,5 134,6
13,1 27,8 3,4 18,5
7,4 7,8 53,9 55,7
132,6 40,8 131,9 213,3
654,0 705,2 189,2 287,5

Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zur Rückstellung
in Mio. €
2012
Pensions
verpflichtungen
2013
Pensions
verpflichtungen
2012
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
2013
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
Anwartschaftsbarwert der durch
Fondsvermögen gedeckten
Verpflichtungen
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens
190,4
– 155,7
206,4
– 154,6


Nettowert der durch Fondsvermögen
gedeckten Verpflichtungen
34,7 51,8
Anwartschaftsbarwert der nicht
durch Fondsvermögen gedeckten
Verpflichtungen
204,5 295,1 120,5 134,6
Buchwert der Rückstellungen
zum 31.12.
239,2 346,9 120,5 134,6
Pensionsaufwand in Mio. €
2012
Pensions
verpflichtungen
2013
Pensions
verpflichtungen
2012
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
2013
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
Dienstzeitaufwand
(erworbene Ansprüche) 1,0 2,0 2,3 2,0
Nettozinsaufwand 10,0 11,6 5,6 4,8
Pensionsaufwand (im
Periodenergebnis erfasst)
11,0 13,6 7,9 6,8
Neubewertungen der Nettoschuld 35,7 28,7 – 3,6 7,6
Pensionsaufwand (im
Gesamtperiodenergebnis erfasst)
46,7 42,3 4,3 14,4
Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts in Mio. €
2012
Pensions
verpflichtungen
2013
Pensions
verpflichtungen
2012
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
2013
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 373,0 394,9 119,3 120,5
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 91,6 0,0 3,0
Dienstzeitaufwand (erworbene
Ansprüche)
1,0 2,0 2,3 2,0
Pensionszahlungen bzw.
KZV-Zuschusszahlungen
(Leistungszahlungen)
– 31,7 – 34,3 – 3,1 – 3,3
Zinsaufwand 16,9 17,9 5,6 4,8
Neubewertungen aus
erfahrungsbedingten Anpassungen
8,7 2,8 – 8,8 – 3,4
Neubewertungen aus Veränderungen
bei finanziellen Annahmen
27,0 26,7 5,2 11,0
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 394,9 501,6 120,5 134,6

Zum 31.12.2013 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen 13 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre) und die der pensionsähnlichen Verpflichtungen 15 Jahre (Vorjahr: 16 Jahre).

Entwicklung des Planvermögens in Mio. €
2012
Pensions
verpflichtungen
2013
Pensions
verpflichtungen
2012
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
2013
Pensions
ähnliche
Verpflichtungen
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 1.1. 147,8 155,7
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 0,4
Beitragszahlungen von VERBUND 10,6 1,6
Auszahlungen (Leistungszahlungen) – 9,9 – 10,0
Zinserträge 6,9 6,2
Übrige Gewinne (+) bzw. Verluste (–) 0,3 0,7
Beizulegender Zeitwert des
Planvermögens zum 31.12.
155,7 154,6

Die Pensionskasse erzielte in der Berichtsperiode 2013 einen Gewinn in Höhe von 7,0 Mio. € (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 7,7 Mio. €). Die Deckungslücke stellt den Teil der nicht durch Planvermögen gedeckten Pensionszusagen dar; dabei handelt es sich vor allem um Direktzusagen an Pensionsbezieher. Für die Berichtsperiode 2014 werden laufende Zahlungen an die Pensionskasse zur Deckung leistungsorientierter Pläne in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) erwartet.

in %
2013
aktiver
Markt
kein aktiver
Markt
Summe aktiver
Markt
kein aktiver
Markt
Summe
30,0 30,0 33,6 33,6
15,8 3,2 19,0 16,5 16,5
12,7 12,7 15,6 15,6
12,4 12,4 14,3 14,3
11,2 11,2 8,0 8,0
6,8 6,8 3,7 3,7
4,6 4,6 6,8 6,8
2,4 2,4 1,5 1,5
0,9 0,9 0,0 0,0
96,8 3,2 100,0 100,0 100,0
2012

Mit 1.1.2014 wurde die für die Veranlagung des Fondsvermögens verantwortliche Pensionskasse gewechselt. Die obige Aufstellung bezieht sich auf die Veranlagung durch die BAV Pensionskassen AG zum 10.12.2013. Danach begann die BAV Pensionskassen AG mit der Veräußerung der Wertpapiere. Zum 31.12.2013 lag das Planvermögen ausschließlich als Bargeld vor und wurde mit Wirkung vom

1.1.2014 an die APK Pensionskasse AG übertragen, die seitdem für die Veranlagung verantwortlich ist. VERBUND stimmt die allgemeinen Veranlagungsrichtlinien regelmäßig mit der BAV Pensionskassen AG bzw. in Zukunft der APK Pensionskasse AG ab. Das Risikomanagement in der BAV Pensionskassen AG und der APK Pensionskasse AG orientiert sich an den Vorgaben des Pensionskassengesetzes bzw. an den entsprechenden Verordnungen der Finanzmarktaufsicht (FMA).

Rückstellungen für Abfertigungen

Zusammensetzung der Rückstellungen für Abfertigungen in Mio. €
2012 2013
Rückstellungen für gesetzliche Abfertigungen 138,8 144,3
Rückstellungen für Abfertigungen aus Sondervereinbarungen gemäß
Sozialplan 2,5 3,0
Buchwert der Rückstellung zum 31.12. 141,3 147,3
Abfertigungsaufwand in Mio. €
2012 2013
Dienstzeitaufwand 1,8 1,8
Nettozinsaufwand 6,0 5,6
Abfertigungsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) 7,8 7,4
Neubewertungen der Abfertigungsverpflichtung 12,4 5,6
Abfertigungsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) 20,2 13,0
Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts in Mio. €
2012 2013
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 130,1 138,8
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 5,7
Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) 1,8 1,8
Zinsaufwand 6,0 5,6
Abfertigungszahlungen (Leistungszahlungen) – 11,5 – 13,2
Neubewertungen aus erfahrungsbedingten Anpassungen 3,9 – 0,4
Neubewertungen aus Veränderungen bei finanziellen Annahmen 8,5 6,0
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 138,8 144,3

Zum 31.12.2013 beträgt die durchschnittliche Laufzeit der Abfertigungsverpflichtungen 18 Jahre (Vorjahr: 18 Jahre).

Rückstellungen für Altersteilzeit

Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zur Rückstellung in Mio. €
2012 2013
Anwartschaftsbarwert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtungen 18,6 48,9
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens – 2,1 – 2,6
Buchwert der Rückstellungen zum 31.12. 16,5 46,3
Aufwand für Altersteilzeit in Mio. €
2012 2013
Dienstzeitaufwand – 3,9 0,1
Nettozinsaufwand – 0,5 0,6
Entlastung aus der Rückstellung für Reorgansiationsaufwendungen1 – 1,3 – 0,2
Neubewertungen 9,2 30,9
Aufwand für Altersteilzeit (im Periodenergebnis erfasst) 3,5 31,4

Diese Entlastung stammt aus der bestimmungsgemäßen Verwendung der in den sonstigen personalbezogenen Rückstellungen ausgewiesenen Vorsorge für Reorganisationsaufwendungen.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts in Mio. €
2012 2013
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 20,5 18,6
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 7,5
Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) – 3,9 0,1
Nettozinsaufwand 0,5 0,6
Vorruhestandszahlungen – 7,7 – 8,8
Neubewertungen 9,2 30,9
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 18,6 48,9
Entwicklung des Planvermögens in Mio. €
2012 2013
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. 2,0 2,1
Zugänge aus Unternehmenserwerben 0,0 0,4
Beitragszahlungen von VERBUND 0,0 0,0
Übrige Gewinne (+) bzw. Verluste (–) 0,1 0,1
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. 2,1 2,6
Fondsvermögen in %
2012 2013
Renten – Euro 100,0 100,0
Gesamt 100,0 100,0

Sonstige personalbezogene Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen personalbezogenen Rückstellungen in Mio. €
2012
Langfristig
2013
Langfristig
2012
Kurzfristig
2013
Kurzfristig
Rückstellung für Urlaubsansprüche 20,3 21,1
Rückstellung für
Reorganisationsaufwendungen
1,3 1,1
Rückstellung für Prämien aus dem
leistungsorientierten Gehaltssystem
18,9 18,9
Rückstellung für Jubiläumsgelder 5,4 7,1
Übrige 2,0 0,7 13,4 14,6
Sonstige personalbezogene
Rückstellungen
7,4 7,8 53,9 55,7
Entwicklung der sonstigen personalbezogenen Rückstellungen in Mio. €
2012 2013
Buchwert zum 1.1. 56,4 61,3
davon langfristig 6,7 7,4
davon kurzfristig 49,7 53,9
Neubildung 53,3 55,7
Aufzinsung 0,3 0,3
Verwendung – 46,7 – 53,2
Auflösung – 0,7 – 0,3
Umbuchungen – 1,4 – 0,3
Buchwert zum 31.12. 61,3 63,5
davon langfristig 7,4 7,8
davon kurzfristig 53,9 55,7

Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in Mio. €
Drohverlust
rückstellungen
Übrige Summe
Buchwert zum 1.1.2013 56,2 208,3 264,5
davon langfristig 55,7 76,9 132,6
davon kurzfristig 0,6 131,4 131,9
Zugang bzw. Abgang aus Unternehmenserwerben 0,0 1,5 1,5
Neubildung 26,9 123,0 149,9
Aufzinsung 2,3 3,8 6,2
Verwendung – 3,7 – 68,1 – 71,8
Auflösung – 43,3 – 52,7 – 96,1
Buchwert zum 31.12.2013 38,4 215,8 254,2
davon langfristig 7,8 33,0 40,8
davon kurzfristig 30,6 182,8 213,3
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in Mio. €
Drohverlust
rückstellungen
Übrige Summe
Buchwert zum 1.1.2012 64,8 162,7 227,4
davon langfristig 63,0 73,9 136,9
davon kurzfristig 1,8 88,8 90,6
Zugang bzw. Abgang aus Unternehmenserwerben 0,0 4,7 4,7
Neubildung 8,1 121,4 129,5
Aufzinsung 2,8 3,4 6,2
Verwendung – 0,6 – 70,6 – 71,2
Auflösung – 18,8 – 13,3 – 32,2
Buchwert zum 31.12.2012 56,2 208,3 264,5
davon langfristig 55,7 76,9 132,6
davon kurzfristig 0,6 131,4 131,9

Entwicklung der übrigen sonstigen Rückstellungen in Mio. €

Abbruch
und Dekon
tamina
tionskosten
Erhaltungs
aufwen
dungen
Rechts-,
Prüfungs
und
Beratungs
aufwen
dungen
Strom
lieferungen
und Netz
leistungen
Sonstige Summe
Buchwert zum 1.1.2013 39,8 50,8 7,9 97,7 12,1 208,3
davon langfristig 39,8 0,5 0,0 31,9 4,6 76,9
davon kurzfristig 0,0 50,3 7,9 65,8 7,4 131,4
Zugang bzw. Abgang aus
Unternehmenserwerben
0,0 1,3 0,0 0,0 0,2 1,5
Neubildung 4,5 55,3 4,5 27,7 31,1 123,0
Aufzinsung 1,6 0,3 0,0 1,7 0,3 3,8
Verwendung 0,0 – 41,9 – 4,5 – 19,9 – 1,8 – 68,1
Auflösung – 20,5 – 1,7 – 1,3 – 29,1 0,0 – 52,7
Buchwert zum 31.12.2013 25,4 64,0 6,5 77,9 41,9 215,8
davon langfristig 25,4 0,5 0,0 0,0 7,0 33,0
davon kurzfristig 0,0 63,5 6,5 77,9 34,8 182,8

Entwicklung der übrigen sonstigen Rückstellungen in Mio. €

Abbruch
und Dekon
tamina
tionskosten
Erhaltungs
aufwen
dungen
Rechts-,
Prüfungs
und
Beratungs
aufwen
dungen
Strom
lieferungen
und Netz
leistungen
Sonstige Summe
Buchwert zum 1.1.2012 29,0 45,8 5,9 59,8 22,2 162,7
davon langfristig 29,0 0,5 0,0 39,4 4,9 73,9
davon kurzfristig 0,0 45,3 5,9 20,4 17,2 88,8
Zugang bzw. Abgang aus
Unternehmenserwerben
4,1 0,0 0,0 – 1,7 2,3 4,7
Neubildung 5,6 48,9 6,2 57,0 3,7 121,4
Aufzinsung 1,3 0,1 0,0 1,7 0,2 3,4
Verwendung 0,0 – 43,1 – 3,9 – 18,6 – 5,0 – 70,6
Auflösung – 0,2 – 0,9 – 0,3 – 0,5 – 11,4 – 13,3
Buchwert zum 31.12.2012 39,8 50,8 7,9 97,7 12,1 208,3
davon langfristig 39,8 0,5 0,0 31,9 4,6 76,9
davon kurzfristig 0,0 50,3 7,9 65,8 7,4 131,4

(40) Latente Steuerschulden Die Unterschiede zwischen den Steuerwerten und den Buchwerten in der IFRS-Bilanz wirken sich mit folgenden Steuerlatenzen aus:

Steuerlatenzen in Mio. €
2012 2013
Latente Steuererstattungsansprüche 190,1 447,2
davon aus der Liquidation von Tochterunternehmen1 0,0 158,4
davon aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen 72,6 95,2
davon aus Verlustvorträgen 29,8 78,3
davon aus Beteiligungsabschreibungen 60,6 56,1
davon aus derivativen Finanzinstrumenten 11,8 23,1
davon aus sonstigen Posten 15,3 36,1
Latente Steuerschulden – 390,9 – 1.060,9
davon aus Sachanlagen (aus unterschiedlichen Nutzungsdauern,
Zeitwertanpassungen bei Kaufpreisallokationen)
– 242,5 – 844,8
davon aus steuerlichen Sonderabschreibungen – 99,8 – 96,1
davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 0,0 – 33,6
davon aus steuerlich abzugsfähigen Firmenwerten – 5,3 – 18,6
davon aus derivativen Finanzinstrumenten – 1,2 – 2,0
davon aus sonstigen Posten – 42,1 – 65,8
Latente Steuererstattungsansprüche (+) bzw. Steuerschulden (–) saldiert – 200,8 – 613,7

Diese Differenzen ergaben sich aus dem Ansatz latenter Steueransprüche für steuerlich verwertbare Verluste aus der Liquidation der VERBUND Italia S.p.A., die in der Berichtsperiode 2013 eingeleitet worden ist.

Die Nettoposition für latente Steuern hat sich in der Berichtsperiode 2013 und im Vorjahr wie folgt

Steuerlatenzen in Mio. €
2012 2013
Stand 1.1. – 243,2 – 200,8
Im Periodenergebnis erfasste Veränderungen 24,9 186,1
Im sonstigen Ergebnis erfasste Veränderungen 18,6 23,9
Veränderungen durch Unternehmenserwerb 0,0 – 622,8
Sonstige Veränderungen – 1,2 0,0
Stand 31.12. – 200,8 – 613,7

Die im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen betrafen im Wesentlichen die Bewertungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, die Bewertungen von Cashflow-Hedges und die

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Verpflichtungen. Für folgende steuerliche Verluste und abzugsfähige temporäre Differenzen wurden keine latenten Steuererstattungsansprüche angesetzt, weil es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das VERBUND die latenten Steuererstattungsansprüche

latenten Steuererstattungsansprüche angesetzt wurden in Mio. €
2012 2013
Steuerliche Verluste1 158,5 207,4
Abzugsfähige temporäre Differenzen2 210,7 393,7
Summe 369,2 601,1

Steuerliche Verluste und abzugsfähige temporäre Differenzen, für die keine

Von den steuerlichen Verlusten betreffen 25,8 Mio € (Vorjahr: 17,5 Mio. €) in Frankreich nicht abzugsfähige Zinsen (Zinsschranke). Während der Vortrag in das Folgejahr ungeschmälert möglich ist, erfolgt ab dem zweiten Jahr der Vortrag unter Abzug eines jährlichen Abschlags von 5 %. Die übrigen steuerlichen Verluste verfallen nach geltendem Steuerrecht nicht. // 2 Die abzugsfähigen temporären Differenzen verfallen nach geltendem Steuerrecht nicht.

Zum 31.12.2013 war davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen die insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital (Outsidebasis Differences) der in den IFRS-Konzernabschluss von VERBUND einbezogenen Tochterunternehmen

in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben werden; Steuerabgrenzungen wurden daher nicht vorgenommen. Zum 31.12.2013 war ebenfalls davon auszugehen, dass die Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben werden; Steuerabgrenzungen wurden daher nicht vorgenommen.

Dieser Passivposten umfasst abgegrenzte Baukostenzuschüsse, die insbesondere von Landesenergiegesellschaften (z.B. für Kraftwerksprojekte) geleistet wurden, sowie abgegrenzte Zuschüsse der öffentlichen Hand (siehe: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Baukostenbeiträge und Zuschüsse in Mio. €
2012 2013
Baukostenbeiträge 609,6 650,6
Zuschüsse der öffentlichen Hand 39,9 34,5
Baukostenbeiträge und Zuschüsse 649,6 685,1

In diesem Posten wird der abgegrenzte Mittelzufluss in Höhe des Barwertvorteils aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen dargestellt. Zum 31.12.2013 beträgt dieser noch 52,0 Mio. € (Vorjahr: 53,6 Mio. €).

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfassten planmäßigen Auflösungen beliefen sich dabei auf 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €).

(41) Baukostenbeiträge und Zuschüsse

(42) Abgrenzungen – Cross-Border-Leasing

(43) Langfristige sonstige

Langfristige sonstige Verbindlichkeiten in Mio. €

Verbindlichkeiten

2012 2013
464,3 183,7
80,6
53,9 54,9
1,7 2,6
10,1 0,0
22,9 12,8
552,9 334,6

Die Stromlieferverpflichtung entspricht der Sachleistungsverpflichtung aus einem 20-jährigen Stromliefervertrag, die in der Berichtsperiode 2009 als Teil der Gegenleistung für den Erwerb der Kraftwerksgruppe Inn GmbH (nunmehr VERBUND Innkraftwerke GmbH) eingegangen worden ist. // 2 Die Anteilsrückgabeverpflichtung bezieht sich auf die unentgeltliche Rückübertragung der in der Berichtsperiode 2013 neu erworbenen 50%igen Anteile an der Donaukraftwerk Jochenstein AG an die Bundesrepublik Deutschland bzw. den Freistaat Bayern mit Wirkung vom 31.12.2050.

(44) Laufende Steuerschulden

Laufende Steuerschulden in Mio. €
2012 2013
Körperschaftsteuer 37,2 29,0
Sonstige Steuern 0,0 7,1
Laufende Steuerschulden 37,2 36,1

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten in Mio. €
2012 2013
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 207,5 164,7
Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich 158,7 144,3
Ausstehende Rechnungen für Investitionen 96,1 101,0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 42,0 35,7
Derivative Finanzinstrumente im Finanzbereich 47,1 32,3
Verbindlichkeiten gegenüber der ECRA 16,9 10,8
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 21,1 8,7
Verbindlichkeiten aus dem Bereich soziale Sicherheit (unter anderem
Sozialversicherungsinstitute)
5,2 5,2
Stromlieferverpflichtung 7,2 3,5
Abgrenzungen von Stromvorauszahlungen 2,9 2,9
Sonstige 24,8 24,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige
sonstige Verbindlichkeiten
629,5 533,9

(45) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten

Erläuterungen zur Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung von VERBUND wurde nach der indirekten Methode erstellt. Die Zusammensetzung des Fonds der liquiden Mittel ist aus den Erläuterungen zur Bilanz ersichtlich (siehe: Erläuterungen zur Bilanz).

Die wesentlichen nicht zahlungswirksamen Transaktionen der Berichtsperiode 2013 umfassen vor allem unbare Zeitbewertungen im Zuge des Unternehmenserwerbs von (weiteren) bayrischen Wasserkraftwerkskapazitäten, die damit in Zusammenhang stehenden Umgliederungen sonstiger Ergebnisse in die Gewinn- und Verlustrechnung (siehe: (17) Effekte aus Unternehmenserwerben) sowie den Ertrag aus dem Rückerwerb von 60% der Stromlieferverpflichtung aus der Tiroler Speicherkraftwerksgruppe

Zemm/Ziller (siehe: (4) sonstige betriebliche Erträge). In Zusammenhang mit Zugängen zu immateriellem und Sachanlagevermögen entstanden offene Posten an kurzfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 13,4 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €).

Mit Wirkung vom 11.12.2013 wurden die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke in Pont-sur-Sambre und Toul inklusive eng mit den Gas-Kombikraftwerken verbundener immaterieller Vermögenswerte bzw. sonstiger Forderungen als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft (siehe: (31) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte). Der Cashflow aus operativer Tätigkeit, der diesen beiden Gas-Kombikraftwerken zuzurechnen ist, beträgt –52,6 Mio. € (Vorjahr: –7,5 Mio. €).

Ergänzende Informationen zum Cashflow aus operativer Tätigkeit in Mio. €
2012 2013
Gezahlte (–) bzw. erhaltene (+) Schwankungsmargen (Variation-Margins) aus
Futurekontrakten im Energiebereich – 12,9 – 20,0
Gezahlte Ertragsteuern1 – 161,7 – 103,8
Erhaltene Zinsen 22,5 36,1
Gezahlte Zinsen – 159,6 – 171,4
Erhaltene Dividenden 36,7 24,9

Die gezahlten Ertragsteuern betreffen im Wesentlichen Cashflows aus operativer Tätigkeit.

Die Einzahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Tochterunternehmen (+382,0 Mio. €) resultierten aus der Differenzzahlung in Bezug auf den durchgeführten Asset-Swap, wobei die türkische Beteiligung gegen Anteile an bayrischen Wasserkraftwerken getauscht wurde. Zusätzlich wurden liquide Mittel abzüglich der Kosten aus Bestätigungen, Zustimmungs- und Verzichtserklärungen des Partnerunternehmens und der Kosten aus dem Ersatz von Refinanzierungskosten berücksichtigt.

Die Einzahlungen aus Abgängen von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen in der Berichtsperiode 2013 resultierten im Wesentlichen aus der Veräußerung der Beteiligung an der STEWEAG-STEG GmbH. Aus der Veräußerung der Beteiligung an der Energie Klagenfurt GmbH im Vorjahr erfolgten in der Berichtsperiode Einzahlungen in Höhe von 40 Mio. €.

Nicht zahlungswirksame Transaktionen

Cashflow aus operativer Tätigkeit der nicht fortzuführenden Aktivitäten

(46) Ergänzende Informationen zum Cashflow aus operativer Tätigkeit

(47) Einzahlungen für Investitionen in vollkonsolidierte Tochterunternehmen

(48) Einzahlungen aus Abgängen nach der Equity-Methode bilanzierter Beteiligungen

(49) Ergänzende Informationen zum Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

Ergänzende Informationen zum Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. €
2012 2013
Gezahlte Dividenden – an nicht beherrschende Anteile – 68,3 – 97,0
Gezahlte Dividenden – an die Aktionäre der VERBUND AG – 191,1 – 208,5

Finanzinstrumente und Risikomanagement

VERBUND nutzt originäre und derivative Finanzinstrumente im Finanz- und Energiebereich auch für Zwecke des Risikomanagements.

Finanzbereich

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit und den damit verbundenen Finanzierungstransaktionen unterliegt VERBUND umfangreichen Finanzrisiken. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Zins- und Liquiditätsrisiken, Kontrahentenrisiken, Kursrisiken aus Wertpapieren, Währungsrisiken und dem

Risiko einer Veränderung des Ratings von VERBUND zusammen. Im Finanzbereich von VERBUND stellt daher die Identifizierung, die Analyse und die Bewertung von Risiken und Chancen sowie die Festlegung von in diesem Zusammenhang zu setzenden Maßnahmen einen Schwerpunkt dar, was im Eintrittsfall zu einer Gewinnabsicherung bzw. Schadensbegrenzung

führen kann. Für den Finanzbereich wurden eigene Regelungen im Rahmen von Konzernrichtlinien festgelegt, um die finanziellen Risiken auch entsprechend zu überwachen und zu steuern. Dies bedeutet unter anderem die Berechnung und Bewertung marktüblicher Kennzahlen hinsichtlich Zinsbindung, Währungsverteilung und Duration der Finanzverbindlichkeiten, um bei Bedarf entsprechende Maßnahmen vorschlagen und einleiten zu können. Durch eine in der Regel auf die laufende und die darauffolgende Berichtsperiode ausgerichtete Liquiditätsplanung und daraus resultierende entsprechende Veranlagungen bzw. Aufnahmen wird eine jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt.

Finanzinstrumente

Zu den von VERBUND gehaltenen originären Finanzinstrumenten zählen insbesondere Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen, Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbind-

lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Finanzbereich setzen sich wie folgt zusammen und sind in den angeführten Bilanzposten erfasst:

Derivative Finanzinstrumente in den sonstigen Forderungen in Mio. €
Referenzwert1 Positive Zeitwerte
31.12.2012
Positive Zeitwerte
31.12.2013
Zinsswaps – bilanziell geschlossene
Positionen (Fixzinsempfänger)
245,9 Mio. \$
(Vorjahr:
241,1 Mio. \$)
124,1 84,3
Zinsswaps Finanzverbindlichkeiten (ohne
designierte Sicherungsbeziehung)
257,0 Mio. €
(Vorjahr: 0,0 Mio. €)
0,0 2,5
Devisentermingeschäfte im Stromhandel 0,0 Mio. HUF
(Vorjahr:
63,2 Mio. HUF)
0,0 0,0

Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar.

Derivative Finanzinstrumente in den sonstigen Verbindlichkeiten in Mio. €
Referenzwert1 Negative Zeitwerte
31.12.2012
Negative Zeitwerte
31.12.2013
Zinsswaps – bilanziell geschlossene
Positionen (Fixzinsempfänger)
447,8 Mio. €
(Vorjahr:
413,9 Mio. €)
41,1 28,5
Zinsswaps Finanzverbindlichkeiten (ohne
designierte Sicherungsbeziehung)
53,5 Mio.€
(Vorjahr: 99,2 Mio. €)
6,0 3,8

1 Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar.

Die angeführten derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der wirtschaftlichen Absiche-

rung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Die Wertschwankungen der Zinsswaps in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen Positionen (siehe: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) dienen dem Ausgleich der Wertschwankungen der dazugehörigen Finanzverbindlichkeiten, die ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

werden. Für variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 447,8 Mio. € (Vorjahr: 413,9 Mio. €) bestehen Zinsswaps zur Absicherung gegen Zinssatzsteigerungen. Diese Zinsswaps werden als Cashflow-Hedges bilanziert. Die durch diese Sicherungsgeschäfte abgesicherten künftigen Zinszahlungen werden in den folgenden 13 Jahren (2014 bis 2026) eintreten und dabei entsprechend ergebniswirksam werden.

In der Berichtsperiode 2013 und im Vorjahr wurden im Rahmen von (konzerninternen) Projektfinanzierungen weitere Zinsswaps (von variabler auf fixe Verzinsung) mit einem zum 31.12.2013 aushaftenden Nominalbetrag in Höhe von 257,0 Mio. € (Vorjahr: 40,8 Mio. €) abgeschlossen. Diese Zinsswaps dienen zwar wirtschaftlich gesehen ebenfalls der Absicherung gegen Zinssatzsteigerungen, sind aber aus Konzernsicht als freistehende Derivate, die ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind, zu erfassen. Selbiges gilt für einen Zinsswap (von variabler auf fixe Verzinsung) mit einem Nominalbetrag in Höhe von 53,5 Mio. € (Vorjahr: 58,4 Mio. €), der im Zuge des Unternehmenserwerbs der

POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. im Vorjahr zuging. Zur Absicherung von Stromhandelsgeschäften bzw. für Grenzkapazitäten wurden in den Vorjahren HUF-Devisentermingeschäfte abgeschlossen; diese wurden ergebniswirksam bewertet. Zum Bilanzstichtag besteht keine Absicherung mehr.

Liquiditätsrisiko

Um eine ausreichende Liquiditätsreserve sicherzustellen, wurde in der Berichtsperiode 2011 eine 5-jährige syndizierte Kreditlinie in Höhe von 750,0 Mio. € mit zweimaliger jeweils 1-jähriger Verlängerungsoption abgeschlossen. Die Aufnahme erfolgte im Rahmen eines internationalen Bankensyndikats über die VERBUND International Finance GmbH. Diese Kreditlinie wurde nicht ausgenützt. Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und

Investmentfonds. Für die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Mittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten gemäß IFRS 7 siehe: (38) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko im Strom- und Netzgeschäft sowie im Finanzbereich konzerneinheitlich bewertet und überwacht. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität entweder auf Basis eines externen Investment-Grade-Ratings einer internationalen Rating-Agentur (Moody's, Standard & Poor's) oder nach einer internen Bonitätsüberprüfung, die ein Rating-Äquivalent ermittelt, abgeschlossen. Dabei wird für jeden Kontrahenten ein individuelles Limit vergeben, welches konzernweit überwacht wird. Geldmarktveranlagungen werden ebenfalls nur mit Finanzpartnern mit geprüfter Bonität abgeschlossen. Auf Basis von Ausfallswahrscheinlichkeiten, die von internationalen Rating-Agenturen ermittelt werden, erfolgt eine Beobachtung des gesamten Kontrahentenrisikos und des Kundenstruktur-Portefeuilles. Entspricht die Bonitätsbeurteilung oder das Rating nicht den gestellten Anforderungen – das heißt, es wird kein Investment-Grade-Rating erreicht –, werden Geschäfte grundsätzlich nur auf Basis einer ausreichenden Besicherung (z.B. Vorauszahlungen, Bankgarantien, Patronatserklärungen) abgeschlossen. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallsrisiken minimiert. Eine weitere Risikoreduktion wird durch das Abschließen von Aufrechnungsvereinbarungen

erreicht. In der Vergangenheit wurde das Kontrahentenrisiko in der Regel nicht versichert. In der Berichtsperiode 2013 wurde im Bereich des Endkundengeschäfts eine Kreditversicherung für Europa (10% Selbstbehalt) mit einer vorerst 1-jährigen Laufzeit abgeschlossen. Zum 31.12.2013 sind von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32,9 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) durch diese Versicherung

gedeckt, wobei allerdings eine Höchstdeckungsquote pro Jahr von 10,0 Mio. € besteht. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wesentlichen Finanzinstrumente mit Kreditrisiko nach Bonitätsgruppen:

Bonitäts
gruppe
Äqui
valent
Moody's
Rating
Wert
papiere
und Aus
leihungen
bilanziell
geschlos
sener Po
sitionen
Sonstige
Wert
papiere
und
Invest
ment
fonds
Lang
fristige
und kurz
fristige
sonstige
Forde
rungen
Derivate
im
Finanz
bereich
Forde
rungen
aus Liefe
rungen
und Leis
tungen
Derivate
im
Energie
bereich
Geld
markt
geschäfte
und
liquide
Mittel
A bis Aa3 0,0 2,4 3,9 0,0 10,8 3,8 0,1
B bis A3 204,9 0,0 0,0 1,9 116,8 72,0 573,2
C bis Baa3 70,8 0,0 0,0 85,0 97,5 55,7 214,9
D unter
Baa3
0,0 0,0 0,0 0,0 3,9 28,7 0,0
Ohne Rating 0,0 88,8 73,7 0,0 75,7 0,0 0,7
Summe 275,7 91,2 77,6 86,8 304,7 160,2 789,0

Finanzinstrumente mit Kreditrisiko nach Bonitätsgruppen in Mio. €

Bei den Wertpapieren und Ausleihungen in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen Positionen besteht aus Sicht von VERBUND kein Kursänderungs- oder Währungsrisiko. Diese Veranlagungen erfolgten entweder währungs- und fristenkongruent oder wurden durch entsprechende Derivate den Laufzeiten, Zinsen und Währungen der entsprechenden Finanzverbindlichkeiten angepasst. Das verbleibende Risiko ist somit ein Bonitätsrisiko bzw. Ausfallsrisiko des Partners, bei dem die Veranlagungen erfolgt sind. Dieses wurde wiederum dadurch minimiert, dass nur bei Partnern mit ursprünglich erstklassiger Bonität (Gruppe A) veranlagt wurde, wobei eine laufende Beobachtung der Bonitätseinstufung und der Zahlungsfähigkeit der Geschäftspartner erfolgt, um bei drohenden Ausfällen rasch, zeitgerecht und vertragsgemäß reagieren zu können (siehe: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; Sonstige Ver-

pflichtungen und Risiken). Bei den nicht eingestuften sonstigen Wertpapieren handelt es sich insbesondere um inländische Investmentfonds (Großanlegerfonds), die zur Deckung personalbezogener Rückstellungen angeschafft

wurden. Die im Bereich der langfristigen und kurzfristigen sonstigen Forderungen als "nicht geratet" ausgewiesenen Beträge beinhalten neben diversen Kleinbeträgen im Wesentlichen Ausleihungen gegenüber nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen (siehe: Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen). Angesichts der engen Verflechtungen mit VERBUND erscheinen Bonitäts-

einstufungen für Beteiligungsunternehmen nicht sinnvoll. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich die als "nicht geratet" ausgewiesenen Beträge insbesondere aus der erfolgten Ausweitung des Endkundengeschäfts, welches zu einer großen Anzahl von Forderungen geführt hat, die im Einzelnen unter der Bagatellgrenze (< 0,1 Mio. €) liegen. Außerdem sind darin auch Unternehmen enthalten, für die zwar keine Bonitätseinstufungen durchgeführt wurden, aber aufgrund besonderer Umstände (z.B. gesetzliche Kontrahierungszwänge) doch Kreditlimits vergeben wurden.

Zinsänderungsrisiko

Die Schwankungen des Zinssatzes werden von VERBUND als wesentliches Cashflow-Risiko angesehen. Zum 31.12.2013 beläuft sich der Anteil der Finanzverbindlichkeiten (unter Berücksichtigung der abgeschlos-

senen Zinsswaps), bei denen VERBUND ein entsprechendes Zinsrisiko trägt, auf 7,8% (Vorjahr: 9,9%). Ein Zinsanstieg um 1,0% würde bei dem zum Bilanzstichtag bestehenden Kreditportefeuille zu einem um 2,8 Mio. € p.a. (Vorjahr: 4,3 Mio. € p.a.) geringeren Ergebnis vor Ertragsteuern führen. Grundsätzlich wird versucht, durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten die Auswirkung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen auf die Ertragslage weiter zu verringern. Länger andauernde negative Marktpreis-

veränderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern. Zum 31.12.2013 bestehen Zinsswaps (Nominale 245,9 Mio. \$) in Zusammenhang mit bilanziell geschlossenen Positionen. Der Zeitwert dieser Derivate bildet mit den zugehörigen Wertpapieren, Ausleihungen und Forderungen jeweils eine Mikrobewertungseinheit, die dem bilanzierten beizulegenden Zeitwert der dazugehörigen Finanzverbindlichkeit exakt entspricht. Die Zeitwertänderungen der Zinsswaps entsprechen den zinsinduzierten Wertschwankungen der gesicherten und den

zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzverbindlichkeiten. Zum 31.12.2013 bestehen weitere Zinsswaps über einen Nominalbetrag von insgesamt 447,8 Mio. € (Vorjahr: 413,9 Mio. €). Es erfolgte dabei ein Wechsel von variabler auf fixe Verzinsung, um das bestehende niedrige Zinsniveau auch längerfristig abzusichern. Diese Zinsswaps wurden als Sicherungs-

instrumente im Rahmen von Cashflow-Hedges gemäß IAS 39 designiert. In der Berichtsperiode wurden im Rahmen von Projektfinanzierungen zusätzliche Zinsswaps (von variabler auf fixe Verzinsung) mit einem Nominale von 218,3 Mio. € abgeschlossen, für die aus Konzernsicht keine Sicherungsbeziehung darstellbar war und die daher ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten waren. Selbiges gilt für einen Zinsswap (von variabler auf fixe Verzinsung) mit einem Nominale in Höhe von 53,5 Mio. € (Vorjahr: 58,4 Mio. €), der im Zuge des Unternehmenserwerbs der POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. im Vorjahr zuging. Insgesamt werden Zinsswaps mit

einem Nominale von 310,5 Mio. € (Vorjahr: 99,2 Mio. €) ergebniswirksam bewertet. Für die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten siehe: (38) Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7. Die durchschnittliche Restlaufzeit des Gesamtportefeuilles beträgt 4,6 Jahre (Vorjahr: 4,9 Jahre).

Währungsänderungsrisiko

Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen nahezu zur Gänze auf der Währungsbasis Euro abgewickelt werden, keine wesentlichen Währungsänderungsrisiken; das Gleiche gilt grundsätzlich für

die übrigen originären Finanzinstrumente. Da die Wertpapiere und Ausleihungen aus bilanziell geschlossenen Positionen sowie die dazugehörigen Verpflichtungen ausschließlich in US-Dollar denominiert sind, entsteht daraus kein

Währungsänderungsrisiko. Zum 31.12.2013 stellt sich das Währungsänderungsrisiko der gesamten Finanzverbindlichkeiten (in Yen) wie folgt dar:

Aushaftung in Mio. €
Fremdwährung 31.12.2012 31.12.2013
5.550,0 Mio. ¥ (Vorjahr: 5.550,0 Mio. ¥) 48,9 38,3

Bei der angeführten Finanzverbindlichkeit besteht ein ungesichertes Fremdwährungsänderungsrisiko in Höhe von 5.550,0 Mio. ¥. Bei einem Anstieg des Kurses von Yen zu Euro um 1,0% würde sich das Ergebnis vor Ertragsteuern um rund 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) verschlechtern.

Risiko aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen

Mit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise im Laufe der Berichtsperiode 2008 veränderte sich für VERBUND das Risikoprofil der Cross-Border-Leasing-Transaktionen – im Wesentlichen durch Bonitätsverschlechterungen von Vertragsparteien (Banken und Versicherungen). Gleichzeitig erhöhte sich durch den gestiegenen Liquiditätsbedarf von amerikanischen Cross-Border-Leasing-Investoren sowie durch Einigungen dieser Investoren mit den amerikanischen Steuerbehörden in puncto anzuerkennender Steuervorteile deren Bereitschaft, einzelne Transaktionen vorzeitig zu beenden. VERBUND nutzte diese Möglichkeiten und konnte in den Berichtsperioden 2009 und 2010 insgesamt rund 85% des ursprünglichen Volumens an Cross-Border-Leasing-Transaktionen auflösen. Das verbleibende Transaktionsvolumen beträgt insgesamt rund 966,0 Mio. \$ und entspricht rund 15% der gesamten ursprünglichen Transaktionen. Der ursprünglich erzielte Nettobarwertvorteil dieser Transaktion betrug rund 76,0 Mio. €. Diese letzte noch aufrechte Transaktion hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur. Haftungen, die allenfalls für VERBUND daraus entstehen könnten – dies ist aus heutiger Sicht allerdings sehr unwahrscheinlich –, sind zum Teil noch durch Rückhaftungen abgesichert (siehe: Sonstige Verpflichtungen und

Risiken). Die vorzeitigen Beendigungen von Cross-Border-Leasing-Transaktionen erfolgten zum Teil als vollständige Auflösungen, das heißt, es wurden auch alle dazugehörigen Verbindlichkeiten (A-Loans und B-Loans) und Veranlagungen rückgeführt. Zum Teil erfolgten partielle Auflösungen, bei denen die Transaktionen mit den Investoren und die zugehörigen A-Loans rückgeführt, die bestehenden B-Loans aber von VERBUND fortgeführt wurden. Die bestehenden B-Payment-Undertaking-Agreements bzw. die entsprechenden Veranlagungen sowie die damit in Zusammenhang stehenden Derivate (Zinsswaps, Fair-Value-Hedges) wurden bei diesen als partiell aufgelöst bezeichneten Transaktionen weitergeführt. Die bilanzielle Deckung ist somit weiterhin gegeben. Aufwendungen und Erträge aus der Bewertung dieser Positionen entsprechen einander wertmäßig wie valutarisch und werden gegeneinander aufge-

rechnet. Der Referenzwert der Zinsswaps beläuft sich auf 245,9 Mio. \$ (Vorjahr: 241,9 Mio. \$). Bilanziell kommt es (mangels gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Verrechnung der erfassten Beträge) zu keiner Aufrechnung der finanziellen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die die bilanziell geschlossenen Positionen betreffen. Im Insolvenzfall können die Zinsswaps (84,3 Mio. €, Vorjahr: 124,0 Mio. €) und die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (273,9 Mio. €, Vorjahr: 320,4 Mio. €) aufgerechnet werden. Die Nettoverbindlichkeit aus

diesen beiden Positionen beträgt zum 31.12.2013 daher 189,6 Mio. € (Vorjahr: 196,4 Mio. €). Bei der einzig verbliebenen Cross-Border-Leasing-Transaktion besteht weiterhin das Risiko, dass eine Grundbucheintragung durchgeführt wird, wenn das Rating von VERBUND unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Durch die im Berichtsjahr von der Rating-Agentur Moody's erfolgte Herabstufung des Ratings von VERBUND wurde dieser Head-Lease-Filing-Trigger nicht ausgelöst, erforderlich ist aber eine Absicherung des Eigenkapitalinvestors voraussichtlich in Form einer Bankgarantie. Für die abgeschätzten erforderlichen zukünftigen Aufwendungen wurde in Form einer Rückstellung vorgesorgt. Weiterhin besteht das Risiko, dass bei einer Ratingverschlechterung der Emittenten einer Veranlagung unter einen bestimmten Schwellenwert die Veranlagung auszutauschen ist oder zusätzliche Sicherheiten bereitzustellen sind. Gleiches gilt bei 2 vorzeitig beendeten Transaktionen, bei denen die Finanzverbindlichkeiten fortgeführt wurden, wenn der Emittent der Veranlagungen oder VERBUND eine bestimmte Verschlechterung im Rating erfuhr. Diesfalls wären entsprechende Maßnahmen durchzu-

führen. Die Ratings der Vertragsparteien bzw. das Rating von VERBUND lagen zum 31.12.2013 (mit Ausnahme der beschriebenen Absicherung des Eigenkapitalinvestors bei der letzten verbliebenen Transaktion) über den vertraglich vereinbarten Schwellenwerten. Für VERBUND besteht daher derzeit kein Handlungsbedarf, einzelne Vertragspartner oder Veranlagungen auszutauschen. Dieses Risiko ist nicht zuletzt auch dadurch herabgemindert, dass zum Teil Gewährträgerhaftungen durch Gebietskörperschaften für einzelne Vertragsparteien bestehen.

Energiebereich

Im Kerngeschäft ist VERBUND auf internationalen Energiemärkten tätig und dabei Markt-, Kontrahentenund operationalen Risiken ausgesetzt, denen entsprechende Chancen gegenüberstehen. Nachhaltiges wirtschaftliches Tätigsein auf diesen Märkten erfordert angemessene Strukturen und Prozesse sowie strikte konzerninterne Regelungen. Der Umgang mit den Marktrisiken wird durch Regelbücher und darin festgelegte Limits gemanagt. Dem Kontrahentenrisiko wird durch separate Richtlinien sowohl auf Konzern- wie auch auf Ebene der Tochterunternehmen begegnet. Für das Management der operatio-

nalen Risiken existiert ein Prozesshandbuch. Die aktuelle Ausnutzung der diversen Limits in puncto Marktrisiko (Value-at-Risk, Stress-Limit, Stop-Loss- und Positionslimits) wird ebenso wie die Risikolage der (derivativen) Finanzinstrumente im

Energiebereich tagesaktuell überwacht, gesteuert und berichtet. Zum 31.12.2013 setzten sich die derivativen Finanzinstrumente im Energiebereich (Stromfutures und Stromforwards sowie Optionen, Gasforwards und Gasswaps sowie das freistehende Derivat aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach, CO2-Futures) wie folgt zusammen:

Cashflow-Hedges (Absatz und Beschaffung) zum 31.12.2013 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 38,4 55,9 – 17,5
Forwards 13,4 38,8 – 25,4
Swaps 0,0 0,0 0,0
Summe vor Netting 51,8 94,6 – 42,8
davon kurzfristig 51,6 82,7 – 31,1
davon langfristig 0,2 11,9 – 11,7
davon im sonstigen Ergebnis – 42,8
Wholesale zum 31.12.2013 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 57,8 71,6 – 13,8
Forwards 129,1 76,4 52,7
Swaps 0,0 0,0 0,0
Optionen 0,0 2,5 – 2,5
Erdgasliefervertrag 0,0 65,4 – 65,4
Summe vor Netting 187,0 216,0 – 29,0
davon kurzfristig 143,6 183,1 – 39,5
davon langfristig 43,4 32,9 10,5
Bereits realisierte Futures – 53,0
Summe – 82,0

Trading zum 31.12.2013 in Mio. €

Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 0,1 0,7 – 0,6
Forwards 442,1 442,0 0,1
Summe vor Netting 442,2 442,7 – 0,5
davon kurzfristig 252,5 253,3 – 0,7
davon langfristig 189,7 189,4 0,2
Gesamt zum 31.12.2013 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 96,3 128,1 – 31,8
Forwards 584,7 557,2 27,5
Swaps 0,0 0,0 0,0
Optionen 0,0 2,5 – 2,5
Erdgasliefervertrag 0,0 65,4 – 65,4
Summe vor Netting 681,0 753,3 – 72,3
Berücksichtigung von Netting-Vereinbarungen – 520,8 – 520,8 0,0
Summe nach Netting 160,2 232,5 – 72,3
EEX/ECX-Abrechnung Variation-Margins zu Futures 0,0 – 33,2 33,2
Erfasst in den kurzfristigen sonstigen Forderungen bzw.
sonstigen Verbindlichkeiten
160,2 199,3 – 39,0

Zum 31.12.2012 setzten sich die derivativen Finanzinstrumente im Energiebereich (Stromfutures und Stromforwards, Gasforwards und Gasswaps sowie das freistehende Derivat aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach, CO2-Futures und CO2-Forwards) wie folgt zu-

Cashflow-Hedges (Absatz und Beschaffung) zum 31.12.2012 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 84,1 61,9 22,2
Forwards 24,6 31,3 – 6,7
Swaps 0,0 0,0 0,0
Summe vor Netting 108,7 93,1 15,5
davon kurzfristig 107,3 76,5 30,7
davon langfristig 1,4 16,6 – 15,2
davon im sonstigen Ergebnis 15,5
Wholesale zum 31.12.2012 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 24,5 79,5 – 55,0
Forwards 130,5 70,9 59,6
Swaps 1,4 0,2 1,1
Erdgasliefervertrag 0,0 60,4 – 60,4
Summe vor Netting 156,4 211,1 – 54,7
davon kurzfristig 114,6 137,5 – 22,9
davon langfristig 41,9 73,6 – 31,7
Bereits realisierte Futures – 19,8
Summe – 74,5
Trading zum 31.12.2012 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 0,2 0,4 – 0,2
Forwards 834,5 832,0 2,5
Summe vor Netting 834,8 832,4 2,3
davon kurzfristig 659,6 657,7 2,0
davon langfristig 175,1 174,7 0,4
Gesamt zum 31.12.2012 in Mio. €
Positive
Zeitwerte
Negative
Zeitwerte
Netto
Futures 108,9 141,8 – 33,0
Forwards 989,6 934,2 55,4
Swaps 1,4 0,2 1,1
Erdgasliefervertrag 0,0 60,4 – 60,4
Summe vor Netting 1.099,8 1.136,6 – 36,8
Berücksichtigung von Netting-Vereinbarungen – 893,6 – 893,6 0,0
Summe nach Netting 206,2 243,0 – 36,8
EEX/ECX-Abrechnung Variation-Margins zu Futures 0,0 – 30,5 30,5
Erfasst in den kurzfristigen sonstigen Forderungen bzw.
sonstigen Verbindlichkeiten
206,2 212,5 – 6,3

Derivative Finanzinstrumente im Energiebereich mit positiven Zeitwerten sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst; solche mit negativen Zeitwerten finden sich unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Aufrechnungsvereinbarung (Netting-Klausel) vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die

Zwecke der Rechnungslegung saldiert, weil ein Ausgleich auf Nettobasis beabsichtigt ist. Mittels Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen von potenziellen Preisschwankungen am Strommarkt (–10,0% bis +10,0%) auf das operative Ergebnis (Wholesale-Portfolio, Trading-Portfolio) sowie auf das Eigenkapital (Cashflow-Hedges) gemessen (für Auswirkungen in Zusammenhang mit dem freistehenden Derivat aus dem langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach siehe: Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen). Eine Steigerung des Marktpreises um 10,0% hätte derzeit eine Auswirkung auf das operative Ergebnis in Höhe von –0,5 Mio. € (Vorjahr: +4,0 Mio. €) und auf das Eigenkapital (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) in Höhe von –47,9 Mio. €. (Vorjahr: –49,2 Mio. €). Ein Fallen des Marktpreises um 10,0% hätte derzeit eine Auswirkung auf das operative Ergebnis in Höhe von +0,5 Mio. € (Vorjahr: –4,0 Mio. €) und auf das Eigenkapital (ohne Berücksichtigung latenter Steuern) in Höhe von +47,9 Mio. € (Vorjahr: +49,2 Mio. €). Die durch Cashflow-Hedges abgesicherten künftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte werden in den folgenden 4 Jahren (2014 bis 2017) eintreten und dabei entsprechend ergebniswirksam werden. Zum 31.12.2013 ergaben sich keine ergebniswirksam zu erfassenden ineffektiven Teile aus Cashflow-Hedges

gemäß IAS 39. In der Berichtsperiode 2013 wurde ein Betrag in Höhe von 78,1 Mio. € (Vorjahr: 120,3 Mio. €) eigenkapitalerhöhend im sonstigen Ergebnis erfasst; 136,4 Mio. € (Vorjahr: 147,6 Mio. €) wurden ergebniswirksam als Ertrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Kapitalmanagement

Ziele des Kapitalmanagements von VERBUND sind eine Absicherung der Liquidität, die Sicherstellung geeigneter Liquiditätsreserven, die Optimierung der Kapitalstruktur (bilanzielles Eigenkapital und Fremdkapital) sowie die Absicherung eines langfristigen soliden Ratings. Im Zuge des Kapitalmanagements überwacht der Vorstand regelmäßig die folgenden Kennzahlen: Gearing, Nettoverschuldung/EBITDA und

FFO/Nettoverschuldung sowie die Dividende, die an die Aktionäre der VERBUNDAG ausgeschüttet wird. Der Konzern strebt zur Sicherung eines Ratings im Bereich A daher ein Gearing von <80%, eine Nettoverschuldung/EBITDA < 3,5 und ein Verhältnis FFO/Nettoverschuldung von > 25% an.

In der Berichtsperiode 2013 und im Vorjahr wurden diese 3 Zielwerte erreicht:

Gearing in Mio. €
2012 2013
Nettoverschuldung 3.311,7 3.665,9
Eigenkapital 5.099,4 5.546,5
Gearing in % 64,9 % 66,1 %
Nettoverschuldung/EBITDA in Mio. €
2012 2013
Nettoverschuldung 3.311,7 3.665,9
EBITDA 1.235,4 1.296,4
Nettoverschuldung/EBITDA 2,7 2,8
FFO/Nettoverschuldung in Mio. €
2012 2013
FFO 1.062,6 1.239,6
Nettoverschuldung 3.311,7 3.665,9
FFO/Nettoverschuldung 32,1 % 33,8 %

Die langfristig ausgewogene Dividendenpolitik stellt einen weiteren wichtigen Aspekt des Kapitalmanagements von VERBUND dar. Sie orientiert sich an einer Ausschüttungsquote von rund 50% – bezogen auf das um Einmal-Effekte bereinigte Konzernergebnis.

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Zum 31.12.2013 waren rund 85% des ursprünglichen Volumens an Cross-Border-Leasing-Transaktionen aufgelöst. Die letzte noch aufrechte Transaktion hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur. Für den nicht getilgten Teil der Leasingverbindlichkeit aus dieser Cross-Border-Leasing-Transaktion besteht zum 31.12.2013 eine subsidiäre Haftung von VERBUND in Höhe von 478,6 Mio. € (Vorjahr: 511,5 Mio. €). Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner sind 349,7 Mio. € (Vorjahr: 384,3 Mio. €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Strombezugsberechtigten und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftungen) gesichert. Darüber hinaus sind 179,5 Mio. € (Vorjahr: 178,3 Mio. €) durch bilanzexterne Veranlagungen in Zero-Coupons der Europäischen Investitionsbank, die auch durch eine Garantie der Financial Security Assurance Inc. (FSA) versichert sind, abgedeckt.

Verträge und Bestellobligo 2013 in Mio. €
Gesamtver
pflichtung zum
31.12.2013
Verpflichtung
innerhalb eines
Jahres
Verpflichtung
innerhalb von 5
Jahren
Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge k.A.1 34,2 170,3
Bestellobligo für Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und sonstige Leistungen
497,5 373,7 474,2
Verträge und Bestellobligo 2012 in Mio. €
Gesamtver
pflichtung zum
31.12.2013
Verpflichtung
innerhalb eines
Jahres
Verpflichtung
innerhalb von 5
Jahren
Miet-, Leasing- und Versicherungsverträge k.A.1 24,4 107,5
Bestellobligo für Sachanlagen, immaterielle
Vermögenswerte und sonstige Leistungen 599,2 450,2 575,0

Die Gesamtverpflichtung ist aufgrund unbestimmter Vertragsdauern betragsmäßig nicht bestimmbar.

Die Weglokoks S.A. bietet im Rahmen eines jährlich kündbaren Basisvertrags der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. jährlich mindestens 450.000 t Steinkohle zu verhandelbaren Preisen an. Mit der OKD S.A. besteht ebenfalls ein jährlich kündbarer Basisvertrag über eine zu liefernde Menge in Höhe von jährlich mindestens 600.000 t Steinkohle zu verhandelbaren Preisen. Für die Lieferung in der Berichtsperiode 2014 wurde bisher mit der Weglokoks S.A. ein Bezugsvertrag über 450.000 t abgeschlossen. Zudem wurde die Lieferung von 60.000 t kolumbianischer Steinkohle mit dem Lieferanten

ICT Coal GmbH vereinbart. Mit der EconGas GmbH besteht ein 15 Jahre nach Lieferbeginn kündbarer Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach. Am 29.5.2013 wurde bezüglich dieses langfristigen Erdgasliefervertrags der Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH beim Oberlandesgericht Wien eingebracht. Der Gasbezug und die Zahlungen wurden zum selben Zeitpunkt

eingestellt. Darüber hinaus bestehen weitere für die Geschäftstätigkeit übliche Bezugsverträge, die vor allem die Lieferung von Strom und Primärenergieträgern, aber auch Sachanlagen und Wartungs- bzw. Instandhaltungsleistungen umfassen.

Eventualverbindlichkeiten

Verträge und Bestellobligo

Bezugsverträge

Sonstige Verpflichtungen

Durch die Leistung von Baukostenzuschüssen für Kraftwerke an der Donau und an der Drau sowie für die Kraftwerksgruppe Malta haben Landesenergiegesellschaften (anteilige) Strombezugsrechte erworben. VERBUND ist aufgrund dieser Stromlieferverträge verpflichtet, einen Teil der in diesen Kraftwerken erzeugten Elektrizität gegen Ersatz vertraglich bestimmter buchmäßiger Aufwendungen (exklusive Abschrei-

bungen und Zinsen) an die Landesenergiegesellschaften zu liefern. In der Berichtsperiode 2011 konnte mit dem Freistaat Bayern eine Vereinbarung getroffen werden, das bestehende Heimfallsrecht an den Laufkraftwerken Wasserburg, Teufelsbrück und Gars in ein sogenanntes Notheimfallsrecht – dieses besteht nur für den Fall, dass VERBUND die Kraftwerke dauerhaft nicht mehr betreibt oder sie endgültig stilllegt – umzuwandeln. Im Gegenzug verpflichtete sich VERBUND dazu, bis 2021 bestimmte wasserwirtschaftliche Maßnahmen sowie Umwelt- und Infrastrukturmaßnahmen am bayrischen Inn vorzunehmen.

Zwischen der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. und der Steirischen Gas-Wärme GmbH besteht ein Wärmelieferungs- und Bezugsvertrag für den Fernwärmebedarf des Großraums Graz. Zur Erfüllung der daraus resultierenden Lieferverpflichtung sind die Fernheizkraftwerke Mellach und

Neudorf-Werndorf sowie das Gas-Kombikraftwerk Mellach berechtigt. Für Kraftwerks- und Leitungsbauten werden – dies ist typisch für die Energiewirtschaft – laufend Entschädigungszahlungen an Grundeigentümer für wirtschaftliche Nachteile geleistet. Der Barwert dieser Verpflichtungen ist für VERBUND insgesamt nicht wesentlich.

2012 2013 Veränderung
Angestellte 2.850 2.986 136
Arbeiter 78 82 5
Lehrlinge 172 188 15
Durchschnittlicher betriebswirtschaftlicher
Personalstand1
3.100 3.256 156

Durchschnittlicher betriebswirtschaftlicher Personalstand

Teilzeitbeschäftigte wurden arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag hatten 222 (Vorjahr: 289) Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kündigungsschutz bietet. Die Voraussetzungen dafür waren eine zumindest 20-jährige Tätigkeit bei VERBUND und die Vollendung des 45. Lebensjahres.

Personalbereitstellungen

Durchschnittlicher Personalstand

In der Berichtsperiode 2013 waren durchschnittlich 48 (Vorjahr: 60) Dienstnehmer an die PÖYRY Energy GmbH zur Erfüllung verschiedenster Aufgaben im Bereich Engineering und Consulting abgestellt. VERBUND hält an der PÖYRY Energy GmbH einen Anteil von 25,1% (siehe: Konzernunternehmen). Die Abstellung erfolgt zu standardisierten Verrechnungssätzen, wobei die Abrechnung einerseits von der

Qualifikation und andererseits von marktkonformen Stundensätzen abhängt. Darüber hinaus gab es in der Berichtsperiode 2013 durchschnittlich insgesamt 38 Abstellungen (Vorjahr: 10) an nicht konsolidierte Tochterunternehmen von VERBUND.

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers Die Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers beziehen sich auf die vollkonsolidierten Tochterunternehmen von VERBUND, die vom (Netzwerk des) Konzernabschlussprüfer(s) geprüft wurden; die entsprechenden Aufwendungen bei mangels Wesentlichkeit nicht konsolidierten Tochterunternehmen sind hierin nicht enthalten. Der Konzernabschlussprüfer von VERBUND war 2013 ebenso wie 2012 die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH.

Aufwendungen für Leistungen des Konzernabschlussprüfers
in Tsd. €
Deloitte1
2012
Deloitte1
2013
Netzwerk
2012
Netzwerk
2013
Konzern- und
Jahresabschlussprüfungsleistungen 340,5 341,7 201,3 263,5
Sonstige Bestätigungsleistungen 208,9 213,2 8,0 34,4
Steuerberatungsleistungen 8,0 7,4 0,0 0,0
Sonstige Beratungsleistungen 14,8 143,9 0,0 0,0
Gesamtaufwendungen 572,2 706,2 209,3 297,9

Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Bei den Gemeinschaftsunternehmen von VERBUND sind die folgenden Aufwendungen für Leistungen des (Netzwerks des) Konzernabschlussprüfers angefallen: 9,0 Tsd. € (Vorjahr: 62,9 Tsd. €) an Konzernund Jahresabschlussprüferleistungen (davon Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH: 9,0 Tsd. €; Vorjahr: 62,9 Tsd. €) und 11,2 Tsd. € (Vorjahr: 8,3 Tsd. €) an sonstigen Bestätigungsleistungen (davon Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH: 11,2 Tsd. €; Vorjahr: 8,3 Tsd. €).

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) von VERBUND zählen alle Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen. Darüber hinaus zählen die Vorstände und Aufsichtsräte von VERBUND sowie von ihnen oder ihren nahen Angehörigen beherrschte oder maßgeblich beeinflusste Unternehmen zu den nahestehenden Unternehmen und Personen. Die Republik Österreich ist aufgrund ihrer Stellung als Mehrheitsaktionärin eine nahestehende Person. Folglich gelten auch unter beherrschendem oder maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehende Unternehmen als nahestehend. Dazu zählen insbesondere die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), die Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (ASFINAG), die Bundesbeschaffungs GmbH (BBG), die OMV und die Telekom Austria sowie die Energie-Control Austria für die Regulierung der Elektrizitäts- und Erdgas-

wirtschaft (E-Control). Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet. Die Geschäftstransaktionen mit nicht in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochter-, Gemeinschafts- oder assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht angeführt.

Mit der Ennskraftwerke AG besteht ein Strombereitstellungsvertrag, gemäß dem VERBUND berechtigt ist, die in deren Kraftwerken erzeugte Elektrizität abzüglich des Strombezugs anderer berechtigter Partnerunternehmen gegen Ersatz vertraglich bestimmter buchmäßiger Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Eigenkapitalverzinsung abzunehmen.

Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen

Die wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen wirkten sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz von VERBUND wie folgt aus:

Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen in Mio. €
2012 2013
Gewinn- und Verlustrechnung
Stromerlöse 32,0 0,4
Netzerlöse 5,3 5,7
Sonstige Erlöse 11,1 4,1
Sonstige betriebliche Erträge 1,4 0,1
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug – 47,8 – 28,8
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen – 0,7 – 0,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 0,9 – 0,5
Zinsaufwand – 2,0 – 0,1
Zinsertrag 1,9 2,2
Übriges Finanzergebnis 1,8 2,1
Geschäftsbeziehungen mit Gemeinschaftsunternehmen in Mio. €
31.12.2012 31.12.2013
Bilanz
Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen 106,3 38,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige
Forderungen
43,8 86,2
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 44,0 0,0
Kurzfristige Rückstellungen 2,5 1,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige
Verbindlichkeiten
16,4 0,6

Die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, die Donaukraft Jochenstein AG und die Grenzkraftwerke GmbH waren bis zu ihrer Erstkonsolidierung bzw. die Enerjisa Enerji A.S. (Group) bis zum Beteiligungsabgang, jeweils mit Wirkung vom 24.4.2013, noch als nahestehende Unternehmen zu qualifizieren (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung). Die Energie Klagenfurt GmbH war für einen Teil der

Vergleichsperiode 2012 noch nahestehendes Unternehmen im Sinne von IAS 24. In der Berichtsperiode 2013 bezog VERBUND auf Basis von Stromlieferverträgen insgesamt Strom von der Ennskraftwerke AG um 20,6 Mio. € (Vorjahr: 23,8 Mio. €), von der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG bis zu ihrer Erstkonsolidierung um 5,7 Mio. € (Vorjahr: 16,3 Mio. €) und von der Donaukraft-

werk Jochenstein AG bis zu ihrer Erstkonsolidierung um 2,0 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €). Gegenüber der Energji Ashta Shpk bestand zum 31.12.2013 eine in den Finanzanlagen enthaltene langfristige Ausleihung in Höhe von 33,9 Mio. € (Vorjahr: 67,3 Mio. €) und eine sonstige kurzfristige Forderung in Höhe von 39,4 Mio. € (Vorjahr: 28,2 Mio. €). Beide dienten im Wesentlichen der Finanzierung von Errichtungsleistungen in Zusammenhang mit einer albanischen Wasserkraftwerkskonzession. Zur Sicherstellung der mit den Errichtungsleistungen beauftragten Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag von VERBUND beigebrachte Garantien (zugunsten der ANDRITZ HYDRO GmbH) und Patronatserklärungen zugunsten der albanischen Energy Regulatory Entity (ERE) und des albanischen

Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Energie (METE). Im Vorjahr bestanden von VERBUND beigebrachte Patronatserklärungen für das türkische Gemeinschaftsunternehmen Enerjisa Enerji A.S. (Group). Mit Veräußerung der Beteiligung an der Enerjisa Enerji A.S. (Group) mit Wirkung vom 24.4.2013 wurden sämtliche Sicherstellungen beendet (siehe auch: Grundsätze der Rechnungslegung).

Durch die Leistung von Baukostenzuschüssen für Kraftwerke an der Donau und an der Drau sowie für die Kraftwerksgruppe Malta hat die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG (anteilige) Strombezugsrechte erworben. VERBUND ist aufgrund dieser Stromlieferverträge verpflichtet, einen Teil der in diesen Kraftwerken erzeugten Elektrizität gegen Ersatz vertraglich bestimmter buchmäßiger Aufwendungen (exklusive

Abschreibungen und Zinsen) an die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG zu liefern. Die wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen wirkten sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz von VERBUND wie folgt

Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen in Mio. €
2012 2013
Gewinn- und Verlustrechnung
Stromerlöse 375,7 75,6
Netzerlöse 50,0 22,8
Sonstige Erlöse – 10,3 3,2
Sonstige betriebliche Erträge 5,1 10,6
Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug – 98,2 – 25,6
Brennstoffeinsatz und sonstige einsatzabhängige Aufwendungen 0,0 0,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1,7 – 0,8
Zinsaufwand – 0,5 0,0
Zinsertrag 3,3 0,0
Übriges Finanzergebnis 6,0 0,0
31.12.2012 31.12.2013
Bilanz
Finanzanlagen und langfristige sonstige Forderungen 0,1 0,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige
Forderungen
31,8 4,9
Kurzfristige Rückstellungen 0,4 0,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristige sonstige
Verbindlichkeiten
9,1 2,0

Bei der Ermittlung der obigen Angaben wurde entsprechend berücksichtigt, dass die STEWEAG-STEG GmbH im Vorjahr zumindest für einen Teil der Vergleichsperiode 2012 (siehe: Grundsätze der Rechnungslegung) und die Kärntner Restmüllverwertungs GmbH sowie die Gletscherbahnen Kaprun AG zumindest für einen Teil der Vergleichsperiode 2012 noch nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24 waren. Die POWEO Pont-sur-Sambre Production S.A.S. und die POWEO Geschäftsbeziehungen mit assoziierten Unternehmen

Toul Production S.A.S. waren in der Vergleichsperiode bis zu ihrer erstmaligen Vollkonsolidierung im

Quartal 4/2012 ebenfalls als nahestehende Unternehmen einzustufen. Die Stromerlöse wurden im Wesentlichen mit der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG (45,2 Mio. €; Vorjahr: 69,6 Mio. €) und mit der STEWEAG-STEG GmbH (23,2 Mio. € bis zur Beteiligungsveräußerung; Vorjahr: 285,7 Mio. €) erzielt. Diesen Stromerlösen standen Strombezüge von der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG in Höhe von 23,9 Mio. € (Vorjahr: 20,9 Mio. €) gegenüber. Die Netzerlöse wurden mit der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG erzielt (20,0 Mio. €; Vorjahr: 20,6 Mio. €). Die KELAG-Kärntner Elektrizitäts-AG leistete in der Berichtsperiode 2013 insgesamt Baukostenbeiträge in Höhe von

38,6 Mio. € (Vorjahr: 47,6 Mio. €). VERBUND garantiert zugunsten der Eni North Africa BV, dass die Sorgenia S.p.A. (Group) ihren Verpflichtungen aus dem zwischen der Sorgenia S.p.A. (Group) und Eni North Africa BV bestehenden Erdgasliefervertrag nachkommt.

Zum 31.12.2013 bestanden aus sonstigen Haftungsverhältnissen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 29,9 Mio. € (Vorjahr: 29,9 Mio. €). Dabei handelt es sich um Garantien, die VERBUND für die nicht konsolidierte Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd. Sti. (VBOC) abgegeben hat. Die VBOC ist im Rahmen eines Betreibermodells (Build Operate Transfer, BOT) über 15 Jahre mit der Betriebsführung des Wasserkraftwerks Birecik am Euphrat in der Türkei betraut. Die Garantien beziehen sich auf Haftungen der VBOC aus ihrer Betriebsführungstätigkeit für die Birecik Baraj ve Hidroelektrik Santrali Eventualverbindlichkeiten im Beteiligungsbereich

Sonstige Verpflichtungen im Beteiligungsbereich

Die offenen Einzahlungsverpflichtungen im Beteiligungsbereich umfassen Eigenkapitalzufuhren zu Beteiligungsunternehmen, sofern die entsprechenden Gesellschafterbeschlüsse bereits gefasst sind. Zum 31.12.2013 bestehen im Beteiligungsbereich keine offenen Einzahlungsverpflichtungen (Vorjahr:

0,0 Mio. €). Die Sorgenia S.p.A. (Group) betreibt ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, bei dem Stock Options an Mitglieder des Managements ausgegeben werden. Für die im Rahmen dieses Vergütungsprogramms erworbenen Aktien an der Sorgenia S.p.A. (Group) bestehen seitens der Mitglieder des Managements Verkaufsoptionen, die es ihnen ermöglichen, die Aktien den Eigentümern der Sorgenia S.p.A. (Group) anteilig anzudienen. Derzeit hält VERBUND 45,75% an der Sorgenia S.p.A. (Group).

Transaktionen mit der Republik Österreich sowie unter ihrem beherrschenden Einfluss stehenden Unternehmen Die Stromerlöse mit Unternehmen, die unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehen, betrugen in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 56,6 Mio. € (Vorjahr: 93,7 Mio. €). Die Stromabnehmer waren dabei im Wesentlichen die Bundesbeschaffungs GmbH, die OMV und die Telekom Austria. Der Strombezug von unter beherrschendem bzw. maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehenden Unternehmen betrug in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Die Stromlieferungen erfolgten im Wesentlichen durch die ÖBB.

Der im Brennstoffeinsatz enthaltene Gasbezug von unter maßgeblichem Einfluss der Republik Österreich stehenden Unternehmen betrug in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 22,3 Mio. € (Vorjahr: 72,3 Mio. €). Dieser Gasbezug resultierte aus dem bestehenden langfristigen Erdgasliefervertrag für das Gas-Kombikraftwerk Mellach mit der EconGas GmbH. In der Berichtsperiode 2013 betrug der Ergebniseffekt aus der Zeitbewertung dieses als freistehendes Derivat zu qualifizierenden Erdgasliefervertrags –5,1 Mio. € (Quartale 1–4/2012: –60,4 Mio. €; siehe auch: (37) Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten). Das dazugehörige derivative Finanzinstrument im Energiebereich wurde in Höhe von 54,9 Mio. € (31.12.2012: 53,9 Mio. €) in den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten und in Höhe von 10,5 Mio. € (31.12.2012: 6,5 Mio. €) in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Am 29.5.2013 wurde bezüglich dieses langfristigen Erdgasliefervertrags der Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH beim Oberlandesgericht Wien eingebracht. Der Gasbezug und die Zahlungen wurden zum selben Zeitpunkt eingestellt. Zum 31.12.2013 besteht das Risiko, dass die nicht abgenommenen Erdgasmengen aus der vertraglich vereinbarten Take-or-pay-Verpflichtung verrechnet werden. Für dieses Risiko wurde eine Rückstellung gebildet. Die Angabe der Höhe unterbleibt, da damit zu rechnen ist, dass die Angabe die Lage von VERBUND im kartellrechtlichen

Verfahren ernsthaft beeinträchtigt. Der Aufwand von VERBUND für die Aufsicht durch E-Control betrug in der Berichtsperiode 2013 insgesamt 13,0 Mio. € (Vorjahr: 12,5 Mio. €).

Detaillierte Angaben zu den Organen der VERBUND AG sind im Corporate-Governance-Bericht dargestellt. Die folgenden Darstellungen konzentrieren sich auf die Bezüge der Mitglieder des Vorstands und

Laufende Bezüge des Vorstands in €
Fixe Bezüge Variable Bezüge
Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber 665.954 465.256
Dr. Johann Sereinig 634.407 401.385
Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner 447.920 247.568
Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (bis 30.6.2013)
Anteilige Bezüge bis 30.6.2013 222.698 159.900
Sonstige Bezüge 370.000

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2013 insgesamt 3.615.088 € (Vorjahr: 3.274.545 €). Darin enthalten sind durch die Vertragsauflösung mit Dr. Baumgartner-Gabitzer bedingte Bezüge in Höhe von 190.000 € (Vorzieheffekt bei der Auszahlung der variablen Anteile für 2012 und 2013) sowie 180.000 € (vertragliche Abfindungszahlung), insgesamt sohin 370.000 €, die als "sonstige

Bezüge" ausgewiesen sind. Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt im Folgejahr, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an die Vorstandsmitglieder in der Berichtsperiode

2013 gewährten variablen Bezüge für die Berichtsperiode 2012. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Für die Berichtsperiode 2012 betrug dieser Prozentsatz zwischen 50% und 70%. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruhte in der Berichtsperiode 2012 zu 50% auf der Erreichung des geplanten Konzernergebnisses und zu 50% auf qualitativen, zum Teil mittelfristigen Zielen, beispielsweise im Bereich Innovation, Forschung und Entwicklung, bei der Konsolidierung und Restrukturierung des Beteiligungsportfolios sowie der Rationalisierung und Effizienz-Steigerung. Weiters wurde die erfolgreiche Umsetzung des Asset-Swaps (Veräußerung der Türkei Beteiligung und Erwerb von Laufkraftwerken an Inn und Donau) berücksichtigt. Die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstands waren gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Angaben zu den Organen

Die betriebliche Altersvorsorge besteht für die Mitglieder des Vorstands im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. In der Berichtsperiode 2013 wurden für den Vorstand Pensions-

kassenbeiträge in Höhe von 130.892 € (Vorjahr: 148.552 €) bezahlt. In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen die gesetzlichen Regelungen unter Berücksichtigung der Anforderungen des ÖCGK (Regel 27a) zur Anwendung. In der Berichtsperiode 2013 sind 622.259 € (Vorjahr: 507.589 €) für Pensionen und Abferti-

gungen zugunsten von Anspruchsberechtigten zur Auszahlung gelangt. Im Periodenergebnis wurden Aufwendungen für Abfertigung und Altersversorgung – dies sind Vergütungen nach Beendigung des Vertragsverhältnisses – in Höhe von 137.153 € (Vorjahr: 107.451 €) erfasst. Die im Periodenergebnis erfassten Aufwendungen für die Altersversorgung für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene betrugen 183.423 € (Vorjahr: 666.635 €). Darüber hinaus wurden Aufwendungen in Höhe von 276.313 € (Vorjahr: 624.983) im Zusammenhang mit

Neubewertungen im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen insgesamt 314.969 € (Vorjahr: 203.679 €). An die Leitungsorgane des Konzerns und der Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Es gibt bei VERBUND wie im Vorjahr keine Aktienoptionsprogramme für den Vorstand oder leitende Angestellte.

Konzernunternehmen

Die nachfolgende, gemäß § 245a (1) UGB in Verbindung mit § 265 (2) UGB erstellte Liste der Konzernunternehmen umfasst die Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen von VERBUND. In dieser Liste sind außerdem auch nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen, nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen von

2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon
solidie
rungsart
Oberge
sellschaft
Anteil
der
Oberge
sellschaft
am
Kapital
Sitz Kon
solidie
rungsart
Oberge
sellschaft
Anteil der
Oberge
sellschaft
am
Kapital
VERBUND AG (VH) Wien VK Wien VK
Austrian Power
Grid AG (APG)
Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
CAS Regenerabile
S.R.L.
Bukarest VK VRP
VRP-AT
99,90%
0,10%
Bukarest VK VRP
VRP-AT
99,90 %
0,10 %
Donaukraftwerk
Jochenstein
Aktiengesellschaft
Passau EQ2 VH 50,00% Passau VK VH
VHP-IW
50,00 %
50,00 %
Grenzkraftwerke
Gesellschaft mit
beschränkter
Haftung
Simbach EQ2 VHP 50,00% Simbach VK VH
VHP-IW
50,00 %
50,00 %
2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon Oberge Anteil Sitz Kon Oberge Anteil der
solidie sellschaft der solidie sellschaft Oberge
rungsart Oberge
sellschaft
rungsart sellschaft
am
am Kapital
Kapital
Haos Invest EAD Sofia VK VRP 100,00% Sofia VK VRP 100,00 %
Innwerk AG
(VHP-IW) Landshut VK VH 100,00 %
Österreichisch
Bayerische
Kraftwerke VH 50,00 %
Aktiengesellschaft Simbach EQ2 VH 50,00% Simbach VK VHP-IW 50,00 %
POWEO Pont-sur Boulogne Boulogne
Sambre Production Billan VIN-FR 60,00% Billan VIN-FR 60,00 %
S.A.S. court VK VIN 40,00% court VK VIN 40,00 %
Boulogne Boulogne
POWEO Toul Billan VIN-FR 60,00% Billan VIN-FR 60,00 %
Production S.A.S. court VK VIN 40,00% court VK VIN 40,00 %
VERBUND
Beteiligungsholding
GmbH (VBH) Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND
Finanzierungs
service GmbH Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND
International
Finance GmbH Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND
International
Frankreich GmbH
(VIN-FR) Wien VK VIN 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND
International GmbH
(VIN) Wien VK VBH 100,00% Wien VK VBH 100,00 %
VERBUND Italia
S.p.A. in
liquidazione (VIT)
Mailand VK VIN 100,00% Mailand VK VIN 100,00 %
VERBUND
Management
Service GmbH
Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND
Photovoltaics
Ibérica S.L. Madrid VK VRP 100,00% Madrid VK VRP 100,00 %
VERBUND
Renewable Power
GmbH (VRP) Wien VK VBH 100,00% Wien VK VBH 100,00 %
VERBUND Sales
GmbH (VSA) Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon Oberge Anteil Sitz Kon Oberge Anteil der
solidie
rungsart
sellschaft der
Oberge
solidie
rungsart
sellschaft Oberge
sellschaft
sellschaft am
am
Kapital
Kapital
VERBUND Telekom
Service GmbH Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
VERBUND Thermal VBH 70,51%
Power GmbH & Co VTP
KG in Liqu. Graz VK GmbH 6,51% Graz VK VBH 100,00 %
VERBUND Thermal
Power GmbH
(VTP GmbH) Graz VK VBH 80,00% Graz VK VBH 100,00 %
VERBUND VH 99,90% VH 99,90 %
Tourismus GmbH Wien VK VBH 0,10% Wien VK VBH 0,10 %
VERBUND Trading VTR 99,00% VTR 99,00 %
Romania S.R.L. Bukarest VK VH 1,00% Bukarest VK VH 1,00 %
VERBUND
Umwelttechnik Klagen Klagen
GmbH furt VK APG 100,00% furt VK APG 100,00 %
VERBUND Wind
Power Austria VRP 99,75% VRP 99,75 %
GmbH (VRP-AT) Wien VK VBH 0,25% Wien VK VBH 0,25 %
VERBUND Wind
Power Deutschland Wörr Wörr
GmbH (VRP-DE) stadt VK VRP-AT 100,00% stadt VK VRP-AT 100,00 %
VERBUND
Trading AG Wien VK VH 100,00% Wien VK VH 100,00 %
Windpark
Dichtelbach GmbH
& Co. KG
Wörr
stadt
VK VRP-AT 95,00% Wörr
stadt
VK VRP-AT 95,00 %
Windpark
Dörrebach GmbH &
Wörr Wörr
Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark Eichberg Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark Ellern Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark Hochfels Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark
Rheinböllen GmbH Wörr Wörr
& Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark
Schönborn GmbH Wörr Wörr
& Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon Oberge Anteil Sitz Kon Oberge Anteil der
solidie
rungsart
sellschaft der
Oberge
solidie
rungsart
sellschaft Oberge
sellschaft
sellschaft am
am Kapital
Kapital
Windpark
Seibersbach GmbH Wörr Wörr
& Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark Stetten I Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Windpark
Utschenwald Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 95,00% stadt VK VRP-AT 95,00 %
Alpha Wind S.R.L. Bukarest VK VRP 90,00% Bukarest VK VRP 90,00 %
Ventus Renew
Romania S.R.L.
Bukarest VK VRP 90,00 %
Infrastruktur
Oberheimbach I Wörr Wörr
GmbH & Co. KG stadt VK VRP-AT 81,00% stadt VK VRP-AT 81,00 %
VERBUND Hydro
Power AG (VHP) Wien VK VH 80,33% Wien VK VH 80,33%
Infrastruktur
Bischheim GmbH & Wörr Wörr
Co. KG stadt VK VRP-AT 76,00% stadt VK VRP-AT 76,00 %
VERBUND
Innkraftwerke
GmbH Töging VK VH 70,27% Töging VK VH 70,27 %
Shkodra Region
Beteiligungsholding
GmbH (VHP-AL-HI) Wien EQ2 VHP 50,01% Wien EQ2 VHP 50,01 %
Ennskraftwerke
Aktiengesellschaft Steyr EQ2 VH 50,00% Steyr EQ2 VH 50,00 %
VIT 17,22% VIT 17,22 %
SOR SOR
Sorgenia S.p.A. Mailand EQ GENIA 81,30% Mailand EQ GENIA 81,57 %
KELAG-Kärntner
Elektrizitäts Klagen Klagen
Aktiengesellschaft furt EQ VH 35,17% furt EQ VH 35,17 %
Sorgenia Holding
S.p.A. (SORGENIA) Mailand EQ VIT 34,97% Mailand EQ VIT 34,97 %
Kraftwerk Nußdorf
Errichtungs- und
Betriebs GmbH &
Co KG Wien EQ2 VHP 33,33% Wien EQ2 VHP 33,33 %
Kraftwerk Nußdorf
Errichtungs- und
Betriebs GmbH Wien EQ2 VHP 33,33% Wien EQ2 VHP 33,33 %
2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon Oberge Anteil Sitz Kon Oberge Anteil der
solidie sellschaft der solidie sellschaft Oberge
rungsart Oberge
sellschaft
rungsart sellschaft
am
am Kapital
Kapital
OeMAG
Abwicklungsstelle
für Ökostrom AG Wien EQ APG 24,40% Wien EQ APG 24,40 %
POWEO
Blaringhem VIN-FR 60,00% VIN-FR 60,00 %
Production S.A.R.L. Paris NK VIN 40,00% Paris NK VIN 40,00 %
VERBUND
EcoSales GmbH Wien NK VSA 100,00% Wien NK VSA 100,00 %
VERBUND Trading
& Sales
Deutschland GmbH München NK VTR 100,00% München NK VTR 100,00 %
VERBUND Trading
Croatia d.o.o. u
likvidaciji Zagreb NK VTR 100,00% Zagreb NK VTR 100,00 %
VERBUND Trading
Czech Republic
s.r.o. Prag NK VTR 100,00% Prag NK VTR 100,00 %
VERBUND Trading
Hungária Kft.
"végelszámolás"
Budapest NK VTR 100,00% Budapest NK VTR 100,00 %
VERBUND Trading
Serbia d.o.o. Belgrad NK VTR 100,00% Belgrad NK VTR 100,00 %
VERBUND Trading Bratis
Slovakia s.r.o. Bratislava NK VTR 100,00% lava NK VTR 100,00 %
Lestin & Co Tauch-,
Bergungs- und
Sprengunterneh
men Gesellschaft
m.b.H. (LESTIN)
Wien NK VHP 82,35% Wien NK VHP 82,35 %
VERBUND Mobile VH 75,10%
Power Region
GmbH
AL
MEN
Wien NK LAND 24,90% Wien NK VH 75,10 %
Verbundplan
Birecik Baraji
Isletme Ltd. Sti. Birecik NK VHP 70,00% Birecik NK VHP 70,00 %
POWEO Outre-mer NK1 NK1
Solaire S.A.S. Paris VIN-FR 50,10% Paris VIN-FR 50,10 %
E-Mobility Provider
Austria GmbH Wien NK2 VBH 50,00% Wien NK2 VBH 50,00 %
E-Mobility Provider
Austria GmbH & Co
KG Wien NK2 VBH 50,00% Wien NK2 VBH 50,00 %
2012 2013
Gesellschaft Sitz Kon
solidie
rungsart
Oberge
sellschaft
Anteil
der
Oberge
sellschaft
am
Kapital
Sitz Kon
solidie
rungsart
Oberge
sellschaft
Anteil der
Oberge
sellschaft
am
Kapital
Gemeinschafts
kraftwerk Inn
GmbH
Landeck NK VH 50,00% Landeck NK2 VH 50,00 %
smart Energy
Services GmbH
Wien NK2 VSA 50,00 %
PÖYRY Energy
GmbH
Wien NK VH 25,10% Wien NK VH 25,10 %
Enerjisa Enerji A.S.
(VIN-TR-HI)
Istanbul EQ1, 2 VIN 50,00%
STEWEAG-STEG
GmbH
Graz EQ1 VH 34,57%
Almenland Energie
GmbH
(ALMENLAND)
Fladnitz NK VRP 50,00%
VERBUND Trading
Macedonia DOOEL
Skopje NK VTR 100,00%

VK = vollkonsolidiertes Tochterunternehmen / EQ = nach der Equity-Methode bilanziertes Beteiligungsunternehmen / NK = wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidiertes Unternehmen

als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft // 2 Gemeinschaftsunternehmen

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Bilanzstichtag am 31.12.2013 und der Freigabe zur Veröffentlichung am 18.2.2014 gab es keine angabepflichtigen Ereignisse.

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss von VERBUND ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von VERBUND

vermittelt. Wir bestätigen außerdem nach bestem Wissen, dass der Konzernlagebericht von VERBUND den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von VERBUND entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen VERBUND ausgesetzt ist.

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der VERBUND AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31.12.2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für das am 31.12.2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsich-

tigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Audi-

ting (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber

bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzern-

abschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und

ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18.2.2014 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Maximilian Schreyvogl MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance Bericht

gemäß § 243b UGB

Corporate Governance – Rahmen

Die VERBUND AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Österreich. Der Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance ergibt sich aus dem österreichischen Recht, insbesondere dem Aktien- und Kapitalmarktrecht, dem Unternehmensgesetzbuch und den Bestimmungen über die betriebliche Mitbestimmung, aus der Gesellschaftssatzung und den Geschäftsordnungen für die Organe der Gesellschaft sowie schließlich aus dem Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK).

Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex

Allgemeines

VERBUND bekennt sich vorbehaltlos zum Österreichischen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung. Mit der aktiven Umsetzung der Anforderungen des Kodex soll eine verantwortliche, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Unternehmens sicher-

gestellt und ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder geschaffen werden. Auch im Geschäftsjahr 2013 sahen es Vorstand und Aufsichtsrat als vorrangige Aufgabe, allen Regeln des Kodex bestmöglich zu entsprechen und die hohen unternehmensinternen Standards zu halten und weiterzuentwickeln. Wie in den Jahren davor hat ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer Anwendung und

Einhaltung des Kodex extern evaluiert und den vorliegenden Corporate Governance Bericht testiert. Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar. Er wurde zuletzt im

Jahr 2012 überarbeitet. Detaillierte Informationen über die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie seiner Ausschüsse finden sich unter den Punkten "Vorstand" und "Aufsichtsrat".

Wesentliche Ereignisse 2013

Die wichtigsten Ereignisse im Bereich der Corporate Governance im Geschäftsjahr 2013 waren Verän-

derungen im Vorstand sowie eine Änderung bei den Ausschüssen des Aufsichtsrats. Im Vorstand kam es zur Wiederbestellung dreier Vorstandsmitglieder, zum Ausscheiden eines bisherigen Vorstandsmitglieds und zur Neubestellung eines Vorstandsmitglieds (CFO). Aufgrund der neuen

Zusammensetzung des Vorstands wurde die Geschäftsverteilung adaptiert. Im Aufsichtsrat wurde der Prüfungsausschuss vom Arbeitsausschuss losgelöst, als eigener Ausschuss eingerichtet und neu besetzt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde entsprechend geändert.

Abweichungen

VERBUND befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex einschließlich der R-Regeln annähernd lückenlos. Die Abweichungen im Geschäftsjahr 2013, die gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben sind, beziehen sich auf die für das Geschäftsjahr 2013 geltende Fassung des Kodex vom Juli 2012. Bei 2 C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex gab es teilweise eine etwas abweichende Handhabung, die im Folgenden im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert wird:

C-Regel 2:

Das Prinzip "one share – one vote" wird bei der VERBUND-Aktie grundsätzlich eingehalten. Eine Ausnahme besteht lediglich in einer Stimmrechtsbeschränkung, die im "Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden", und in der darauf basierenden Satzungsbestimmung verankert ist. Diese lautet: "Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51% beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5% des Grundkapitals beschränkt."

C-Regel 45:

Die Bestimmung, wonach Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen in anderen Gesellschaften wahrnehmen dürfen, die zum Unternehmen in Wettbewerb stehen, wurde mit 2 Ausnahmen von allen

Mitgliedern des Aufsichtsrats eingehalten. Sollte bei den zwei betreffenden Aufsichtsratsmitgliedern in einem konkreten Anlassfall ein Interessenkonflikt bestehen, werden vom Vorsitzenden entsprechende Maßnahmen verfügt (wie z.B. Vorenthaltung bestimmter Informationen oder Unterlagen, Nichtteilnahme an Abstimmungen oder Verlassen der Sitzung). Dies war im Berichtsjahr nur in einer Sitzung bei 2 Tagesordnungspunkten

Vorstand

Zusammensetzung des Vorstands

Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2013 aus vier bzw. ab 1.7.2013 aus drei Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat beschloss am 5.3.2013 die Verlängerung der Vorstandsfunktionen von Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber, Dr. Johann Sereinig und Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner auf eine weitere Periode von 5 Jahren. Gleichzeitig bestellte er Dr. Peter Kollmann mit Wirkung vom 1.1.2014 zum Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer. Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer schied per 30.6.2013 aus dem Vorstand aus und übernahm per 1.1.2014 eine andere Führungsfunktion im Konzern.

Der Vorstand

Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Generaldirektor Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber
Vorsitzender
1956 1.1.2009 31.12.2018
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Johann Sereinig
Vorsitzender-Stellvertreter
1952 1.1.1994 31.12.2018
Vorstandsdirektorin Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer 1957 1.1.2007 30.6.2013
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Günther
Rabensteiner
1953 1.4.2011 31.12.2018

Konzernexterne Aufsichtsratsmandate von Vorstandsmitgliedern

Name Gesellschaft Funktion
Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Palfinger AG Mitglied
Dr. Johann Sereinig FK Austria Wien AG Mitglied
Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer FIMBAG-Finanzmarktbeteiligung AG Mitglied

Arbeitsweise und Geschäftsverteilung

In der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt. Weiters enthält sie die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bzw. durch seinen Arbeitsausschuss bedür-

fen. Dazu zählen auch wesentliche Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften. Die Geschäftsverteilung des Vorstands bildet einen Bestandteil der Geschäftsordnung und legt die Aufgabenbereiche der Vorstandsmitglieder unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands fest. Nach dem Ausscheiden von Dr. Baumgartner-Gabitzer wurde die Geschäftsverteilung adaptiert.

Geschäftsverteilung

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Strategie, M&A und Corporate Development, Corporate Affairs, Recht,
Kommunikation, Innovation, Finanzen, Controlling, Risikomanagement
Erzeugung Wasserkraft (ab 1.7.2013), Tourismus (ab 1.7.2013)
Revision, Personalausschuss
Dr. Johann Sereinig Geschäftssteuerung und Marketing, Strategisches Personalmanagement
Stromhandel, Stromvertrieb
Telekom Services, Management Services
Revision, Personalausschuss
Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer
(bis 30.6.2013)
Übertragungsnetz
Erzeugung Wasserkraft
Competence Center Wasserkraft
Tourismus
Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Internationale Beteiligungen
Thermische Erzeugung, Erneuerbare Energien
Übertragungsnetz (ab 1.7.2013)
Competence Centers Wasserkraft, Wärmekraft und Renewables

Vergütung für den Vorstand

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2013 insgesamt 3.615.088 € (Vorjahr: 3.274.545 €). Darin enthalten sind durch die Vertragsauflösung mit Dr. Baumgartner-Gabitzer bedingte Bezüge in Höhe von 190.000 € (Vorzieheffekt bei der Auszahlung der variablen Anteile für 2012 und 2013) sowie 180.000 € (vertragliche Abfindungszahlung), insgesamt also 370.000 €, die nachstehend als "sonstige Bezüge" ausgewiesen sind.

Vergütung für den Vorstand
Name Fixe Bezüge in € Variable Bezüge in €
Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber 665.954 465.256
Dr. Johann Sereinig 634.407 401.385
Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner 447.920 247.568
Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (bis 30.6.2013)
anteilige Bezüge bis 30.6.2013 222.698 159.900
sonstige Bezüge 370.000

Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt im Folgejahr, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an die Vorstandsmitglieder im Jahr 2013 gewährten

variablen Bezüge für das Geschäftsjahr 2012. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Für das Geschäftsjahr 2012 betrug dieser Prozentsatz zwischen 50% und 70%. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruhte 2012 zu 50% auf der Erreichung des geplanten Konzernergebnisses und zu 50% auf qualitativen, zum Teil mittelfristigen Zielen, beispielsweise im Bereich Innovation, Forschung und Entwicklung, bei der Konsolidierung und Restrukturierung des Beteiligungsportfolios und der Rationalisierung und Effizienz-Steigerung. Weiters wurde die erfolgreiche Umsetzung des Asset-Swaps (Veräußerung der Türkei-Beteiligung und Erwerb von Anteilen an Laufkraftwerken an Inn und Donau) berücksichtigt. Die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung

des Vorstands waren gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstands im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. Im Geschäftsjahr 2013 wurden für den Vorstand Pensionskassenbeiträge in der Höhe von 130.892 € bezahlt (Vorjahr: 148.552 €). In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen die gesetzlichen Regelungen unter Berücksichtigung der Anforderungen des ÖCGK (Regel 27a) zur Anwendung.

Im Jahr 2013 sind 622.259 € (Vorjahr: 507.589 €) für Pensionen und Abfertigungen zugunsten von Anspruchsberechtigten zur Auszahlung gelangt. Im Periodenergebnis wurden Aufwendungen für Abfertigung und Altersversorgung (Vergütungen nach Beendigung des Vertragsverhältnisses) in Höhe von 137.153 € (Vorjahr: 107.451 €) erfasst. Die im Periodenergebnis erfassten Aufwendungen für die Altersversorgung für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene betrugen 183.423 € (Vorjahr: 666.635 €). Darüber hinaus wurden Aufwendungen von 276.313 € (Vorjahr: 624.983 €) im

Zusammenhang mit Neubewertungen im sonstigen Ergebnis erfasst. An die Organe der Leitung des Konzerns und der Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Es gibt bei VERBUND keine Aktienoptionsprogramme für den Vorstand oder leitende Angestellte.

D&O-Versicherung

Bei VERBUND besteht eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung zugunsten der leitenden Organe. Einbezogen sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und die leitenden Angestellten der VERBUND AG sowie alle Mitglieder des Vorstands, Aufsichtsrats, Beirats und der Geschäftsführung sowie die Prokuristen und sonstigen leitenden Angestellten der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochterunternehmen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

Aufsichtsrat

Auch der Aufsichtsrat hat sich ausdrücklich dem Österreichischen Corporate Governance Kodex verpflichtet. Damit ist der Kodex neben dem österreichischen Aktiengesetz und Unternehmensgesetzbuch, der Gesellschaftssatzung sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat zur Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrats geworden.

Persönliche Angaben, Vorsitz und Organfunktionen

Der Aufsichtsrat besteht aus insgesamt 15 Mitgliedern – zehn von der Hauptversammlung gewählten Kapitalvertretern und fünf vom Betriebsrat entsendeten Arbeitnehmervertretern. Im Geschäftsjahr 2013 kam es im Aufsichtsrat zu einem Wechsel eines Arbeitnehmervertreters, bei den Kapitalvertretern gab es keine Änderungen.

Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Dr. Gilbert Frizberg
Vorsitzender
Geschäftsführer der FI Beteiligungs- und Finanzierungs
GmbH, Geschäftsführer der Transfer Industries GmbH,
Geschäftsführender Gesellschafter der
Franz Heresch & Co GmbH
1956 16.3.2000 o. HV 2015
Dkfm. Peter Püspök
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Aufsichtsrat der Semper Constantia Privatbank (Vorsitzender
Stv.), der Mareto Kunststoffverarbeitung GmbH und der
TUPACK Verpackungen GmbH
1946 16.3.2000 o. HV 2015
Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Aufsichtsrat der KSV 1870 Holding AG (Vorsitzender-Stv.),
der Richter Pharma AG, der Bene AG (Vorsitzender-Stv.), der
Voglauer Möbelwerk Gschwandtner & Zwilling GesmbH, der
UMDASCH AG, der LISEC Holding GmbH und der LISEC
Austria GmbH
1949 7.4.2010 o. HV 2015
Dipl.-Betriebswirt Alfred H. Heinzel
Geschäftsführender Gesellschafter in mehreren
Gesellschaften der Heinzel Gruppe; Aufsichtsrat der Miba AG
(Vorsitzender-Stv.), der Allianz Elementar Versicherungs AG,
der Zellstoff Pöls AG (Vorsitzender), der Wilfried Heinzel AG
(Vorsitzender), der Europapier AG (Vorsitzender), der
Europapier International AG (Vorsitzender), der Laakirchen
Papier AG (Vorsitzender), der Mitterbauer Beteiligungs-AG
(Vorsitzender-Stv.) und der Estonian Cell A.S./Kunda, Estland
1947 16.3.2000 o. HV 2015
Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Mag. Harald Kaszanits
Generalsekretär und Kabinettchef des Bundesministeriums
für Wirtschaft, Familie und Jugend
1963 7.4.2010 o. HV 2015
Mag. Herbert Kaufmann
Aufsichtsrat der Letisco Kosice-Airport Kosice A.S., der Ksc
Holding A.S. und der Flughafen Friedrichshafen GmbH,
Board der VIE Malta Limited und der MMLC-Malta
Mediterranean Link Consortium Limited
1949 26.3.2008 o. HV 2015
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr
Sprecher des Vorstands der EVN AG;
stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der
Burgenland Holding AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats der
Netz Niederösterreich GmbH, der Rohöl-Aufsuchungs AG
und der RAG-Beteiligungs-AG
1953 13.4.2011 o. HV 2015
Dr. Gabriele Payr
Vorsitzende des Vorstands der Wiener Stadtwerke Holding
AG (bis 31.12.2013); Vorsitzende des Aufsichtsrats der WIEN
ENERGIE GmbH (bis 20.09.2013), der WIEN ENERGIE
Gasnetz GmbH (bis 27.07.2013), der WIENER NETZE GmbH
(bis 20.09.2013), der WIPARK Garagen GmbH (bis
31.12.2013), der Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen,
der B&F WIEN – Bestattung und Friedhöfe GmbH, der
Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der
Wiener Stadtwerke Gesellschaft m.b.H.; Aufsichtsrat der
WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna
Insurance Group, Generalrat der Oesterreichische
Nationalbank
1959 13.4.2011 o. HV 2015
Christa Wagner
Geschäftsführende Gesellschafterin in mehreren
Gesellschaften der JOSKO Gruppe
1960 7.4.2010 o. HV 2015
Ing. Siegfried Wolf
Chairman of the Board der Russian Machines LLC;
Aufsichtsratsvorsitzender der GAZ Group, der Glavstroy
OJSC, der SBERBANK Europe AG (ehem. Volksbank Int. AG),
Aufsichtsrat der Österreichische Industrieholding AG
(Vorsitzender-Stv.), der Siemens Aktiengesellschaft
Österreich, der STRABAG SE, der Banque Baring Brothers
Sturdza S.A. und der Continental AG
1957 16.3.2000 o. HV 2015

Hinsichtlich der (Neben-)Funktionen sind Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften und in wesentlichen vergleichbaren Gesellschaften angeführt. Soweit zutreffend, sind hauptberufliche Funktionen angegeben.

Arbeitnehmervertreter

Name Geburtsjahr
Anton Aichinger
Vorsitzender der Konzernvertretung der
Arbeitnehmer
1955 seit 25.10.2006 von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet
Kurt Christof
Zentralbetriebsratsvorsitzender
Aufsichtsrat der Stadtwerke Voitsberg GmbH
(Vorsitzender-Stv.) und der Sparkasse
Voitsberg/Köflach Bankaktiengesellschaft
1964 seit 8.3.2004 von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet
Ing. Wolfgang Liebscher
Zentralbetriebsratsvorsitzender
1966 seit 1.11.2013 von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet
Harald Novak
Zentralbetriebsratsvorsitzender
1952 27.9.1991– 9.5.1993
15.12.2000– 31.10.2013
von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner
Betriebsratsvorsitzende
Aufsichtsrat der BAV Pensionskassen AG
1951 seit 29.8.2006 von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet
Ing. Joachim Salamon
Zentralbetriebsrat
1956 seit 25.10.2006 von der Arbeitnehmer
vertretung entsendet

Unabhängigkeit

Kriterien für die Unabhängigkeit

Der Aufsichtsrat der VERBUND AG hat in seiner Sitzung vom 23.2.2010 folgende Leitlinien für seine Unabhängigkeit (gem. C-Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex) festgelegt:

  • "Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen 5 Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leiten-
  • der Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein. • Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den
  • Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig. • Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten 3 Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder
  • Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein. • Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein
  • Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratsmitglied ist. • Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat angehören. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die
  • Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten. • Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden."

Auf Basis dieser Leitlinien für die Unabhängigkeit (Anlage zum Österreichischen Corporate Governance Kodex) haben alle zehn Kapitalvertreter eine schriftliche Erklärung über ihre Unabhängigkeit abgegeben. Acht davon haben sich als unabhängig erklärt, zwei Aufsichtsratsmitglieder (Layr, Payr) haben sich (jeweils hinsichtlich eines Kriteriums) als nicht unabhängig eingestuft. Die folgenden Kapitalvertreter im Aufsichtsrat entsprechen darüber hinaus auch dem Unabhängigkeitskriterium der C-Regel 54 (Keine Vertretung eines Anteilseigners mit einer Beteiligung von mehr als 10%): Frizberg, Püspök, Süßenbacher, Heinzel, Kaufmann, Wagner und Wolf.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Das Plenum des Aufsichtsrats hielt im Geschäftsjahr 2013 5 Sitzungen ab. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 87%. Ein Mitglied des Aufsichtsrats nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen persönlich teil. Eine der Sitzungen fand in der Kraftwerksgruppe Malta statt und wurde mit der Besichtigung der Kraftwerksbaustelle Reißeck II verbunden. Zusätzlich wurde eine

ganztägige Informationsveranstaltung für die Aufsichtsratsmitglieder abgehalten. Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrats waren insbesondere Beschlussfassungen zu folgenden

  • Themen: • Konzern- und Jahresabschluss VERBUND AG 2012
  • Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung
  • Bestellung bzw. Wiederbestellung von Vorstandsmitgliedern
  • Wahl des Aufsichtsratspräsidiums und Konstituierung der Ausschüsse
  • Prüfungsauftrag an die Abschlussprüfer
  • Ermächtigung zum Verkauf des Fernheizkraftwerks Graz
  • Kapitalerhöhung bei der Austrian Power Grid AG
  • Ermächtigung zur Beendigung oder Besicherung der Cross-Border-Leasing-Transaktion Freudenau
  • Umsetzung von Investitionen bei der VERBUND Hydro Power AG
  • Fremdmittelaufnahmen sowie Garantie- und Haftungsübernahmen
  • Veränderungen bei VERBUND Thermal Power einschließlich Begleitmaßnahmen
  • Strukturänderungen bei Beteiligungen inkl. Zusammenlegung von Gesellschaften
  • Ermächtigung zum Verkauf der Sorgenia-Anteile
  • Genehmigung des Konzernbudgets für 2014

(siehe auch die Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse des Aufsichtsrats)

Selbstevaluierung der Tätigkeit des Aufsichtsrats

Gemäß der Anforderung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (Regel 36) hat der Aufsichtsrat in der letzten Sitzung des abgelaufenen Geschäftsjahres wieder eine Selbstevaluierung durchgeführt. Dabei hat sich der Aufsichtsrat im Rahmen einer ausführlichen Diskussion ohne Teilnahme des Vorstands mit der Effizienz seiner Tätigkeit, vor allem seiner Organisation und Arbeitsweise, auseinandergesetzt. Im Zuge dessen wurden auch die Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Verbesserungen festgestellt und weitere Anregungen erörtert.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

Gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat wählt der Aufsichtsrat jährlich im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung einen Arbeitsausschuss, der zugleich als Dringlichkeitsausschuss fungiert, einen Prüfungsausschuss, einen Präsidial- und Vergütungsausschuss sowie einen Nominierungsausschuss. Im abgelaufenen Jahr hat der Aufsichtsrat den Prüfungsausschuss vom Arbeitsausschuss getrennt und als eigenen Ausschuss eingerichtet und neu besetzt. In diesem Sinn wurde die

Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geändert. Jeder Vorsitzende eines Ausschusses hat über die Tätigkeit des von ihm geleiteten Ausschusses und über die gefassten Beschlüsse dem Aufsichtsrat zu berichten; in dringenden Fällen berichtet der Vorsitzende eines Ausschusses dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats vorweg.

Arbeitsausschuss, gleichzeitig Dringlichkeitsausschuss

Die Anzahl der Mitglieder im Arbeitsausschuss wurde vor 4 Jahren von sechs auf vier gewählte Mitglieder reduziert. Er setzt sich aus dem Vorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und einem weiteren Mitglied des Aufsichtsrats zusammen. Hinsichtlich der Arbeitnehmervertreter gilt § 92 Abs. 4 AktG.

  • Der Arbeitsausschuss • hat die Sitzungen des Aufsichtsrats vorzubereiten und den Aufsichtsrat bei der ständigen Überwachung der Geschäftsführung unbeschadet der Rechte des Aufsichtsrats gemäß § 95 AktG zu unter-
  • stützen und • ist als Dringlichkeitsausschuss (Regel 39 ÖCGK) tätig.

Dem Arbeitsausschuss werden vom Aufsichtsrat ständig die in Anlage 2 der Geschäftsordnung des

Vorstands angeführten zustimmungspflichtigen Angelegenheiten übertragen. Zur Entscheidung von Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit des Dringlichkeitsausschusses fallen oder die ihm zur Entscheidung übertragen worden sind, hat der Vorsitzende die Voraussetzungen für eine rasche Entscheidung zu schaffen (verkürzte Einberufung, Videokonferenz); die Dringlichkeit ist darzulegen. Der Arbeitsausschuss kann bei Bedarf und in einem bestimmten Einzelfall dem Vorsitzenden die Entscheidungsbefugnis übertragen.

Der Dringlichkeitsausschuss entscheidet in all jenen Fällen, in denen zur Erlangung wirtschaftlicher Vorteile oder zur Abwehr eines drohenden Vermögensschadens eine unverzügliche Entscheidung des Aufsichtsrats erforderlich ist.

Den Vorsitz im Arbeitsausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrats, im Fall seiner Verhinderung die Stellvertreter in der gewählten Reihenfolge.

Name Funktion
Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender
Dkfm. Peter Püspök 1. stellvertretender Vorsitzender
Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher 2. stellvertretender Vorsitzender
Mag. Harald Kaszanits Mitglied
Anton Aichinger Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner Arbeitnehmervertreterin

Mitglieder des Arbeitsausschusses

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats hatte im Geschäftsjahr 2013 4 Sitzungen. Tätigkeitsschwer-

  • punkte des Arbeitsausschusses waren: • Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen
  • Verwertung der Anteile an der Almenland Energie GmbH
  • Vorstandsvertrag in der Austrian Power Grid AG (Umlaufbeschluss)
  • Berichte des Vorstands gemäß Geschäftsordnung

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss ist gemäß § 92 Abs. 4a AktG eingerichtet und wurde 2013 in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats als eigener Ausschuss des Aufsichtsrats (losgelöst vom Arbeitsausschuss) verankert. Er setzt sich aus dem Vorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und einem weiteren Mitglied des

Aufsichtsrats zusammen. Hinsichtlich der Arbeitnehmervertreter gilt § 92 Abs. 4 AktG. Der Prüfungsausschuss nimmt die Aufgaben gemäß § 92 Abs. 4a AktG sowie gemäß Regel 40 des ÖCGK wahr. Er verfügt über den von Gesetz und Kodex geforderten Finanzexperten, der auch den Vorsitz führt.

Funktion
Vorsitzender
1. stellvertretender Vorsitzender
2. stellvertretender Vorsitzender
Mitglied
Arbeitnehmervertreter
Arbeitnehmervertreterin

Mitglieder des Prüfungsausschusses

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hielt im Geschäftsjahr 2013 3 Sitzungen ab. Tätigkeits-

  • schwerpunkte des Prüfungsausschusses waren: • Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss 2012 inkl. Gewinnverwendung
  • Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers
  • Halbjahresabschluss 2013
  • Überwachung der Rechnungslegungsprozesse
  • Internes Kontrollsystem, Revisions- und Risikomanagementsystem
  • Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte 2013 mit dem Abschlussprüfer
  • Prüfprogramm und Prüfungsberichte der Internen Revision

Präsidial- und Vergütungsausschuss

Der Aufsichtsrat bestellt gemäß seiner Geschäftsordnung einen Präsidial- und Vergütungsausschuss, der sich aus dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusammensetzt. Dem Vergütungsaus-

  • schuss werden vom Aufsichtsrat ständig folgende Angelegenheiten übertragen: • Abschluss oder Abänderung von Vorstandsverträgen
  • Festsetzung der Vergütung der Mitglieder des Vorstands
  • Beschlussfassung über Tantiemen oder Prämien an Vorstandsmitglieder

Mitglieder des Präsidial- und Vergütungsausschusses

Name Funktion
Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender
Dkfm. Peter Püspök 1. stellvertretender Vorsitzender
Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher 2. stellvertretender Vorsitzender

Der Vergütungsausschuss verfügt mit Dr. Frizberg über den in Regel 43 ÖCGK geforderten Experten. Im Geschäftsjahr 2013 fanden 3 Sitzungen des Vergütungsausschusses statt. Gegenstand der Sitzungen waren die Zielvereinbarungen und die variable Vergütung des Vorstands sowie der Vorstandsvertrag des neu bestellten Vorstandsmitglieds. Darüber hinaus trat das Präsidium regelmäßig zusammen, um aktuelle Themen zu erörtern, zum Teil gemeinsam mit dem Vorstand oder einzelnen Vorstandsmitgliedern.

Nominierungsausschuss

Der Aufsichtsrat bestellt gemäß seiner Geschäftsordnung einen Nominierungsausschuss, der sich aus dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusammensetzt. Bezüglich der Mitwirkung der

Arbeitnehmervertretung gilt § 92 Abs. 4 AktG. Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung von Mandaten im Vorstand. Er hat darauf zu achten, dass eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich ist, und er hat die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats vorzubereiten.

Mitglieder des Nominierungsausschusses

Name Funktion
Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender
Dkfm. Peter Püspök 1. stellvertretender Vorsitzender
Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher 2. stellvertretender Vorsitzender
Anton Aichinger Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner Arbeitnehmervertreterin

Der Nominierungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2013 zur Vorbereitung der Vorstandsbestellung

Zustimmungspflichtige Verträge – Interessenkollisionen

Im Geschäftsjahr 2013 lagen die nachfolgenden vom Aufsichtsrat der VERBUND AG entsprechend Aktiengesetz und Österreichischem Corporate Governance Kodex (Regel 49) genehmigten Verträge bzw. Geschäftsfälle zwischen dem VERBUND-Konzern und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unternehmen mit Nahebeziehungen zu Aufsichtsratsmitgliedern vor, über die jährlich im Aufsichtsrat

Aufsichtsratsmitglied Dr. Gilbert Frizberg

Zu Aufträgen von Konzerngesellschaften aus den Vorjahren, die vom Aufsichtsrat genehmigt wurden, hat die Hereschwerke Regeltechnik GmbH, die im wirtschaftlichen Einflussbereich von Dr. Gilbert Frizberg steht, ihre Leistungen 2013 abgeschlossen und abgerechnet. Aufgrund der Abrechnung erfolgten 2013 Zahlungen von insgesamt 115.673 € (inkl. USt und inkl. Ausbezahlung eines Deckungsrücklasses). Dazu wurden 2 kleine Folgeaufträge im Gesamtwert von 3.900 € erteilt und abgerechnet.

Aufsichtsratsmitglied Dr. Gabriele Payr

Zwischen VERBUND und dem Konzern der Wiener Stadtwerke, deren Vorstandsvorsitzende Dr. Gabriele Payr bis 31.12.2013 war, besteht eine Vielzahl von teils langjährigen vertraglichen Beziehungen, die bereits vor der Mitgliedschaft von Dr. Payr im Aufsichtsrat abgeschlossen wurden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde auf Basis der bestehenden Verträge ein Auftragsvolumen von insgesamt 645 Tsd. € abgewickelt. Dies betraf im Wesentlichen Stromrechnungen, Übertragungsverluste, Systemgebühren und sonstige Leistungen für Gesellschaften von VERBUND. Darüber hinaus bestehen Vertragsbeziehungen über Stromlieferungen mit der e&t Energie HandelsgmbH, an der die Wiener Stadtwerke zu 45% beteiligt sind.

Aufsichtsratsmitglied Dr. Peter Layr

Zwischen VERBUND und dem Konzern der EVN, deren Vorstandssprecher Dr. Peter Layr ist, besteht eine Vielzahl von teils langjährigen vertraglichen Beziehungen, die bereits vor der Mitgliedschaft von Dr. Layr im Aufsichtsrat abgeschlossen wurden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde auf Basis der bestehenden Verträge ein Auftragsvolumen von insgesamt 5,63 Mio. € abgewickelt. Dies betraf im Wesentlichen Strom-, Gas- oder Netzbezüge, Betriebsführungen, Benützungsgebühren, Netzzutrittsentgelte sowie sonstige Leistungen und Weiterverrechnungen für verschiedene Gesellschaften von VERBUND. (Größter Einzelposten war ein Gasbezug über 3,42 Mio. €). Darüber hinaus bestehen Vertragsbeziehungen über Stromlieferungen mit der e&t Energie HandelsgmbH, an der die EVN zu 45% beteiligt ist.

Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2013 eingehend mit möglichen (anderen) Interessenkollisionen bei Aufsichtsratsmitgliedern befasst, die sich insbesondere aus Aktivitäten bzw. Beteiligungen im Energiebereich ergeben könnten. Dabei wurde von einzelnen Mitgliedern auf die bereits im Vorjahr offengelegten Engagements oder Beteiligungen, vor allem im Kleinwasserkraftbereich sowie bei Windkraftprojekten, verwiesen. Neue Meldungen bzw. Offenlegungen erfolgten nicht. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats besteht bei den offengelegten Aktivitäten in keinem Fall ein grundlegender Interessenkonflikt, der Maßnahmen nach sich ziehen müsste. Sollte es in Zukunft zu entsprechenden Konflikten kommen, werden rechtzeitig geeignete Maßnahmen, wie z.B. Stimmenthaltung oder Nichtteilnahme bei der Beratung und Abstimmung zu einzelnen Tagesordnungspunkten,

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 314.969 €

(Vorjahr: 203.679 €). Darin ist auch der Ersatz von verrechneten Spesen (Reisekosten) enthalten. Nachdem die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder seit 2006 unverändert war, wurde in der 66. o. Hauptversammlung am 17.4.2013 im Hinblick auf die gestiegenen Anforderungen bezüglich Aufgabenumfang und Verantwortung des Aufsichtsrats eine Erhöhung beschlossen. Dabei wurde das nachstehende Vergütungsschema für die Mitglieder des Aufsichtsrats festgelegt, welches die jährliche Aufwandsentschädigung für die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder sowie das Sitzungsgeld (für alle Mitglieder) regelt.

Vergütungsschema Aufsichtsrat in €
Jährliche Aufwandsentschädigung
Vorsitzender 25.000
Vorsitzender-Stellvertreter 15.000
Mitglied 10.000
Sitzungsgeld 500

Diese Höhe der Vergütung kommt auch für die Tätigkeit im Arbeitsausschuss und für die Tätigkeit im Prüfungsausschuss zur Anwendung. Für die Tätigkeit in anderen Ausschüssen erfolgt wie bisher keine

gesonderte Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2013 wurden im Einzelnen an die Mitglieder des Aufsichtsrats folgende Vergütungen ausbezahlt:

Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats in €
Name (ohne Titel) Jährliche
Aufwandsentschädigung
Sitzungsgelder
Gilbert Frizberg, Vors. 65.000 5.500
Peter Püspök, Vors.-Stv. 55.000 5.500
Reinhold Süßenbacher, Vors.-Stv. 45.000 5.500
Alfred Heinzel 10.000 0
Harald Kaszanits 30.000 5.500
Herbert Kaufmann 10.000 2.500
Peter Layr 10.000 1.500
Gabriele Payr 10.000 2.500
Christa Wagner 10.000 2.000
Siegfried Wolf 10.000 1.500
Arbeitnehmervertreter
Anton Aichinger 5.500
Kurt Christof 2.500
Wolfgang Liebscher 500
Harald Novak 2.000
Ingeborg Oberreiner 5.500
Joachim Salamon 2.500

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats sind in die bei VERBUND bestehende D&O-Versicherung einbezogen.

Maßnahmen zur Förderung von Frauen

(§ 243b Abs. 2 Z. 2 UGB)

Als nachhaltig wirtschaftender Konzern nimmt sich VERBUND gesellschaftsrelevanter Themen wie der Chancengleichheit am Arbeitsplatz an. VERBUND behandelt seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleich ohne Ansehen von Geschlecht, Alter, Religion, Kultur, Hautfarbe, gesellschaftlicher Herkunft, sexueller Orientierung oder Nationalität. Jeder Form von Diskriminierung oder Mobbing wird entschie-

den entgegengetreten. Auf eine Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat der VERBUND AG hat der Vorstand keinen Einfluss, da die Auswahl der Aufsichtsratsmitglieder ausschließlich in die Kompetenz der Aktionäre (bzw. der Hauptversammlung) fällt. Mit Dr. Gabriele Payr, Christa Wagner und Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner (als

Arbeitnehmervertreterin) gehören dem Aufsichtsrat der VERBUND AG drei Frauen an. Per 31.12.2013 sind 15 Frauen konzernweit in leitenden Positionen (1. und 2. Führungsebene) beschäftigt. Somit beträgt der Frauenanteil in leitenden Positionen 11,8%. Der Frauenanteil am gesamten konzernweiten Mitarbeiterstand beträgt 18,4%. Seit 2012 wird einer weiblichen Führungskraft ermög-

licht, ihre Aufgaben in Teilzeit auszuüben. Um das Thema Gleichbehandlung (Diversity Management) für VERBUND zu forcieren, wurden alle bereits vorhandenen Maßnahmen zentral bei der Gleichbehandlungsbeauftragten angesiedelt und werden laufend weiterentwickelt. So wurde 2012 das VERBUND-Frauennetzwerk ins Leben gerufen. Mittelfristig liegt der Fokus zunächst auf der Gewährleistung der Gleichbehandlung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Langfristig soll das Netzwerk alle Aspekte von Diversity Management erfassen,

speziell wenn es um den Wandel von gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen geht. Eine weitere konkrete Maßnahme stellt die Teilnahme am Führungskräfteprogramm "Zukunft.Frauen" dar. Dieses vom Wirtschaftsministerium, der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung initiierte Programm soll Frauen bei ihrem Weg an die Spitze unterstützen und

sie in ihrem Selbstvertrauen im Hinblick auf die Übernahme von Führungspositionen stärken. Um die Gleichberechtigung aktiv voranzutreiben, bekennt sich VERBUND seit Jahren zu einer gezielten Förderung hoch qualifizierter Frauen. Ziel ist es, mehr qualifizierte Frauen, vor allem auch Technikerinnen, als Mitarbeiterinnen für das Unternehmen zu begeistern. Daher hat VERBUND im Frühjahr 2013 zum fünften Mal ein Frauenstipendium an drei herausragende Studentinnen der TU Wien vergeben. Von einer Jury wurden eine Studienbeginnerin der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau, eine Masterstudentin der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau und eine PhD-Studentin der Studienrichtung Elektrotechnik und Energietechnik ausgewählt, die mit einem maßgeschneiderten Förderungspaket im Wert von je 5.000 Euro unterstützt werden.

Darüber hinaus fand 2013 das erste Alumni-Treffen für VERBUND-Frauenstipendiatinnen statt. Eingeladen waren alle Stipendiatinnen, die seit 2009 das VERBUND-Frauenstipendium erhalten haben. Mit diesem ersten Alumni-Event konnte ein weiterer Schritt gesetzt werden, um Frauen in der Technik nicht nur individuell zu unterstützen, sondern auch den Austausch und die Vernetzung untereinander zu

VERBUND wurde 2013 mit der amaZone-Urkunde in der Kategorie "Öffentliche und Öffentlichkeitsnahe Unternehmen" ausgezeichnet. Mit der vom Verein Sprungbrett verliehenen Urkunde werden jene Betriebe ausgezeichnet, die sich engagieren, junge Frauen in handwerklichen und technischen Berufen auszubilden. Die Auszeichnung ist eine Bestätigung dafür, dass sich VERBUND für die Lehrlingsausbildung von jungen Frauen in technischen Berufen engagiert und ein Zeichen für fortschrittliche und gleichstellungsorientierte Personalpolitik setzt. Zusätzlich nimmt VERBUND jährlich am Töchtertag sowie an den FIT (Frauen in die Technik)-Infotagen teil, um bereits eine sehr junge weibliche Zielgruppe anzusprechen und sie für die spannenden technischen Berufe zu begeistern. So freut sich das Unternehmen über die steigende Anzahl weiblicher Lehrlinge, die jährlich die Ausbildung zum einzigartigen

und chancenreichen Doppelberuf Elektrotechnik und Metalltechnik beginnen. VERBUND nimmt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ernst und hat dazu schon verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel flexible Arbeitszeiten oder die Möglichkeit, ein drittes Karenzjahr in Anspruch zu nehmen, erfolgreich in der Praxis umgesetzt. Seit der Verleihung des Grundzertifikats "Audit Beruf und Familie" im Jahr 2009 wurden die zahlreichen vorhandenen Aktivitäten jährlich durch gezielte Maßnahmen ergänzt – wie beispielsweise die Einführung eines Employee-Assistance-Programms, das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei familiären und beruflichen Problemen durch Beratung und Coaching unterstützt. So wurde 2013 erstmals vom Unternehmen eine Ferienkinderbetreuung des Betriebsrats unterstützt, und an 2 Bürostandorten wurden Eltern-Kind-Zimmer eingerichtet, die im Fall von kurzfristigen Betreuungsengpässen genutzt werden können.

Entsprechenserklärung des Vorstands zum Österreichischen Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2013 in der VERBUND AG angewandt und nach Maßgabe der oben angeführten Erläuterungen eingehalten. Lediglich bei 2 Kodex-Regeln gab es teilweise Abweichungen, die zum Teil aus gesetzlichen Gegebenheiten resultieren und entsprechend erklärt und begründet werden. Auch im Geschäftsjahr 2014 wird VERBUND die Einhaltung des Kodex fortsetzen, wobei weiterhin die möglichst lückenlose Umsetzung aller Regeln angestrebt wird. Die Anwendung des Corporate Governance Kodex hat für VERBUND von Beginn an einen sehr hohen Stellenwert und bildet einen wesentlichen Baustein im Hinblick auf die Stärkung des Vertrauens der Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit in das

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Externe Überprüfung

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch für das Geschäftsjahr 2013 eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung der Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer vorgenommen.

Zusammenfassendes Ergebnis des Berichts über die Evaluierung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2013

Wir haben die Einhaltung der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Juli 2012 (ÖCGK – herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance)

im Geschäftsjahr 2013 bei der VERBUND AG evaluiert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter: Für die Berichterstattung über die Umsetzung und Einhaltung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen ("Entsprechenserklärung") sowie die ordnungsgemäße Aufstellung des Corporate Governance Berichts gemäß § 243b UGB und gemäß

ÖCGK ist der Vorstand der VERBUND AG verantwortlich. Verantwortung des Prüfers: Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Evaluierung festzustellen, ob die Darstellungen in der Entsprechenserklärung zutreffend sind und ob der Corporate Governance Bericht zum Stichtag 31.12.2013 den gesetzlichen Vorschriften sowie den Anforderungen des ÖCGK entspricht und die darin gemachten Angaben zutreffend sind. Wir haben unsere Evaluierung unter Beachtung der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen (KFS/PG 13) durchgeführt. Danach haben wir unsere Berufspflichten einschließlich der Vorschriften zur Unabhängigkeit einzuhalten und den Auftrag unter Beachtung des Grundsatzes der Wesentlichkeit so zu planen und durchzuführen, dass wir unsere Beurteilung mit einer hinreichenden Sicherheit abgeben können. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Prüfers und umfasste insbesondere folgende Tätigkeiten: Wir haben unsere Evaluierung auf Basis des Fragebogens für die freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance, durchgeführt. Die Evaluierung erfolgte durch Befragung der Organe und der von diesen namhaft gemachten Mitarbeitern der Gesellschaft sowie durch Einsichtnahme in die uns von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Unterlagen. Unsere Evaluierung beinhaltete auch eine stichprobenweise Überprüfung der uns vorgelegten Nachweise und gegebenen Angaben. Gegenstand unseres Auftrags ist weder eine Abschlussprüfung noch eine prüferische Durchsicht von Abschlüssen. Ebenso ist weder die Aufdeckung und Aufklärung strafrechtlicher Tatbestände, wie z.B. von Unterschlagungen oder sonstigen Untreuehandlungen und Ordnungswidrigkeiten, noch die Beurteilung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung Gegenstand unseres Auftrags. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil über die Angemessenheit der Entsprechenserklärung zu

Prüfungsurteil: Aufgrund der bei unserer Evaluierung gewonnenen Erkenntnisse stellt die Entsprechenserklärung des Vorstands nach unserer Beurteilung die Umsetzung der Empfehlungen des ÖCGK bei der VERBUND AG im Geschäftsjahr 2013 zutreffend dar. Weiters entspricht der Corporate Governance Bericht der VERBUND AG für das am 31.12.2013 endende Geschäftsjahr den gesetzlichen Vorschriften in § 243b UGB sowie den Anforderungen des ÖCGK, und die darin gemachten Angaben sind zutreffend.

Wien, am 18.2.2014 Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Erich Lehner Mag. Elfriede Baumann Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Glossar

Baseload/Grundlast

Base-Bandlieferungen sind Liefermengen mit konstanter Leistung von 00:00 bis 24:00 Uhr.

Bereinigtes EBITDA

Zu den Bereinigungen zählen – neben Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen im operativen Bereich – Auswirkungen aus Restrukturierungsaufwendungen aus einem konzernweiten Einsparungsprogramm sowie sonstigen Aufwendungen und Erträgen mit einmaligem beziehungsweise seltenem Charakter im operativen Ergebnis. Darüber hinaus wird beim bereinigten EBITDA das operative Ergebnis aus nicht fortzuführenden Aktivitäten berücksichtigt. Das EBITDA ist unsere wichtigste interne Ergebniskennzahl und Indikator für die nachhaltige Ertragskraft unserer Geschäfte.

Bereinigtes Konzernergebnis

Zu den Bereinigungen zählen – neben Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen und Effekten aus Unternehmenserwerben – Auswirkungen aus gesellschaftsrechtlichen Restrukturierungen und Restrukturierungsaufwendungen aus einem konzernweiten Einsparungsprogramm sowie sonstigen Aufwendungen und Erträgen mit einmaligem beziehungsweise seltenem Charakter (nach Steuern und Minderheitsanteilen). Darüber hinaus werden beim bereinigten Konzernergebnis außergewöhnliche Steuereffekte nicht berücksichtigt.

Betreibermodell

Betreibermodelle bezeichnen Public Private Partnerships, bei denen Planung, Finanzierung, Bau und eigenständiger Betrieb anlagentechnischer Infrastruktur an eine Betreibergesellschaft vergeben werden.

Bilanziell geschlossene Positionen

Bilanziell geschlossene Positionen umfassen (fortgeführte) Finanzverbindlichkeiten und dazugehörige Finanzanlagen aus vorzeitig beendeten Cross-Border-Leasing-Transaktionen; vormals wurden Finanzverbindlichkeiten aus Cross-Border-Leasing bzw. gegenüber der Republik Österreich sowie die dazugehörigen Veranlagungen ebenso behandelt.

Bruttoverschuldung

Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten zuzüglich verzinslicher Rückstellungen und sonstiger verzinslicher Schulden abzüglich geschlossener Positionen.

Capital Employed

Gesamtvermögen abzüglich jener Vermögenswerte, die (noch) nicht zum Prozess der Leistungserstellung und -verwertung beitragen (z.B. geleistete Anzahlungen, Anlagen in Bau, Finanzanlagen aus bilanziell geschlossenen Positionen), und abzüglich unverzinslicher Schulden.

Cashflow

Saldo aus dem Zufluss und dem Abfluss von liquiden Mitteln; setzt sich aus dem Cashflow aus der operativen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit zusammen.

Clean-Dark-Spread

Differenz zwischen Brennstoffpreis (Kohle) inkl. CO2-Preis und Strompreis.

Clean-Spark-Spread

Differenz zwischen Brennstoffpreis (Gas) inkl. CO2-Preis und Strompreis.

Cross-Border-Leasing

Leasing über Staatsgrenzen hinweg. Leasinggeber und -nehmer haben ihren Standort in unterschiedlichen Ländern.

Durchschnittlicher Betriebswirtschaftlicher Personalstand

Berechnung nach tatsächlichen Stichtagen der Ein- und Austritte sowie dem Beschäftigungsausmaß.

Earnings before Interest and Tax (EBIT)

Operatives Ergebnis.

Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA)

Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte unter Berücksichtigung von Effekten aus Werthaltigkeitsprüfungen.

EBIT-Marge

Earnings before Interest and Tax (EBIT) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

E-Control (Energie-Control Austria)

2001 wurde die Energie-Control GmbH (E-Control) gegründet. Mit 3.3.2011 wurde die E-Control in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt (§ 2, § 43 Energie-Control-Gesetz). Ihre Aufgabe ist, die Umsetzung der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes zu überwachen und eventuell regulierend einzuschreiten.

ECRA (Emission Certificate Registry Austria GmbH)

Vom Gesetzgeber auf Grundlage des Emissionszertifikategesetzes (EZG) als Registerstelle eingerichtet; ihre Aufgabe ist die Vergabe, den Besitz, die Übertragung und die Löschung von Emissionszertifikaten technisch zu administrieren.

Eigenkapitalquote (bereinigt)

Eigenkapital im Verhältnis zum um bilanziell geschlossene Positionen bereinigten Gesamtkapital.

Eigenkapitalrentabilität (ROE)

Periodenergebnis (bereinigt um das Ergebnis aus der Auflösung von Cross-Border-Leasing-Transaktionen) im Verhältnis zum durchschnittlichen Eigenkapital.

ElWOG

Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz. Durch das ElWOG wurde die Elektrizitätsbinnenmarktrichtlinie der EU in Österreich umgesetzt.

Engpassleistung (EPL)

Die maximale Dauerleistung, die ein Kraftwerk unter Normalbedingungen abgeben kann.

Enterprise Value (EV)

Der Enterprise Value entspricht der Marktkapitalisierung zuzüglich der Nettoverschuldung und gibt den Gesamtunternehmenswert zu Marktwerten wieder.

Equity-Methode

Methode zur Bilanzierung von Beteiligungsunternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann, und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Bei der Equity-Methode wird der Beteiligungsansatz im Grunde an die Veränderung des anteiligen Eigenkapitals des Beteiligungsunternehmens angepasst; es erfolgt eine "Einzeilenkonsolidierung". Die Veränderungen werden entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis (das heißt direkt im Eigenkapital) erfasst.

Erzeugungskoeffizient

Der Erzeugungskoeffizient ist der Quotient aus der tatsächlichen Stromerzeugung eines (oder einer Reihe von) Wasserkraftwerkes(n) in einem Zeitraum und der durchschnittlichen (aus historischen Wasserführungen ermittelten) Erzeugungsmöglichkeit dieses(r) Wasserkraftwerke(s) im selben Zeitraum. Dieser langjährige Durchschnitt ist gleich 1. Folglich bedeutet 1,1 eine 10%ige Mehrproduktion.

Fluktuationsrate

Die Fluktuationsrate ist der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das Unternehmen aufgrund von Kündigung, einvernehmlicher Lösung, vorzeitigem Austritt oder Lösung während der Probezeit verlassen haben. Der Anteil wird im Verhältnis zum Mitarbeiterstand zum Bilanzstichtag berechnet.

Free Cashflow

Cashflow aus operativer Tätigkeit zuzüglich des Cashflows aus Investitionstätigkeit ohne Einzahlungen und Auszahlungen aus Investitionen bzw. Abgängen in Finanzanlagen abzüglich gezahlter Dividenden; steht für Zahlungen aus der Finanzierungstätigkeit (z.B. Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten) sowie Ein- und Auszahlungen in Finanzanlagen zur Verfügung.

Funds from Operations (FFO)

Operatives Ergebnis zuzüglich Abschreibungen, Zinsertrag und effektiver Steuern.

Gearing

Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital.

Gross Debt Coverage

Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zur Bruttoverschuldung.

Gross Interest Cover

Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zum Zinsaufwand (inklusive Zinsen im Personalbereich).

Heizgradsummen

Summe der Heizgradtage eines bestimmten Zeitabschnitts.

Inter-TSO-Compensation (ITC)

Inter-TSO-Compensation (ITC) ist die Kompensation für die Kosten für Transitströme in Übertragungsnetzen.

Nettoverschuldung (Net Debt)

Bruttoverschuldung abzüglich liquider Mittel, kurzfristiger Veranlagungen und Ausleihungen sowie der Wertpapiere im kurzfristigen und langfristigen Vermögen.

Pay-out-Ratio

(Vorgeschlagene) Dividendenzahlung im Verhältnis zum Konzernergebnis.

Peakload/Spitzenlast

Peak bezeichnet den Zeitbereich mit hoher Stromnachfrage (Spitzenlast), üblicherweise tagsüber an Werktagen. In Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und der Schweiz von 08:00 bis 20:00 Uhr eines jeden Wochentages (Montag bis Freitag).

Performance

Bezeichnet die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder eines Portfolios, z.B. über ein Jahr, bezogen auf ein bestimmtes Risikomaß.

Regelarbeitsvermögen (RAV)

Durchschnittliche, aus historischen Wasserführungen ermittelte Erzeugungsmöglichkeit eines Wasserkraftwerks.

Return on Capital Employed (ROCE)

Um die steuerbereinigten Zinsaufwendungen (inklusive Zinsen im Personalbereich) erhöhtes Periodenergebnis (Net Operating Profit after Tax, NOPAT) im Verhältnis zum durchschnittlichen Capital Employed.

Schwankungsmarge (Variation Margin)

Die Variation Margin stellt bei Futures die täglich bezahlte Gutschrift oder Lastschrift aus der Bewertung dar (d.h. die von der Börse bezahlte Bewertung). Im Gegensatz zur sogenannten Initial Margin hat die Variation Margin nicht den Charakter einer Sicherheitsleistung. Bei der Variation Margin handelt es sich, obwohl die Beträge täglich auf dem Margin-Konto gutgeschrieben bzw. belastet werden, um nicht realisierte Gewinne bzw. Verluste; die Position als solche ist nach wie vor schwebend.

Systemnutzungstarife-Verordnung (SNT-VO)

Die Systemnutzungstarife-Verordnung bestimmte die Grundsätze für die Ermittlung und die Zuordnung der Kosten, die Kriterien für die Tarifbestimmung sowie die Tarife für die zur Netznutzung zu entrichtenden Entgelte. Die Verordnung wurde jährlich von der Energie-Control-Kommission erlassen. Seit 2012 wird die Systemnutzungsentgelte-Verordnung von der Regulierungskommission der E-Control erlassen.

Value-at-Risk (VaR)

Verfahren, das zur Berechnung des Verlustpotenzials aus Preisänderungen der Handelsposition angewandt wird. Die Berechnung dieses Verlustpotenzials, das unter Annahme einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (z.B. 95 %) angegeben wird, wird auf der Basis marktorientierter Preisänderungen vorgenommen.

Teil 2

Drei-Jahres-Vergleich

2011
3.422,2
2012
2.667,4
2013
2.726,7
556,9 – 259,7
282,9 415,6 – 672,6
274,3 393,1 – 546,9
191,1 208,4 347,4
5.596,3 5.604,3 5.582,6
4.652,6 4.385,1 4.753,8
6,2 8,5 2,8
1,4 1,8 1,8
2.889,9 3.092,1 2.336,8
– 9,5 %
10,1% 14,4% – 21,7 %
7,8% 10,0% – 4,6 %
6,2% 7,8% – 3,6 %
51,7% 55,2% 41,9 %
9,7 6,1 -
288,2 377,0 – 285,3
71,4% 48,0% 128,8 %
32,5 23,0 19,9
17,9 14,5 14,3
20,7 18,8 15,5
0,55 0,60 1,00
2,65% 3,20% 6,44 %
163 168 172,8
55.729 64.397 53.589
462,3
13,5%
20,9%

inklusive Systembedarf

Organe der Gesellschaft

Vorstand

Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Generaldirektor Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber
Vorsitzender
1956 1.1.2009 31.12.2018
Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Johann Sereinig
Vorsitzender-Stellvertreter
1952 1.1.1994 31.12.2018
Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner 1953 1.4.2011 31.12.2018
Vorstandsdirektorin Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer
(bis 30.6.2013)
1957 1.1.2007 30.06.2013
Vorstandsdirektor Dr. Peter F. Kollmann 1962 1.1.2014 31.12.2018

Aufsichtsrat

Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Dr. Gilbert Frizberg
Vorsitzender
Geschäftsführer der FI Beteiligungs- und Finanzierungs
GmbH, Geschäftsführer der Transfer Industries GmbH,
Geschäftsführender Gesellschafter der Franz Heresch &
Co GmbH 1956 16.3.2000 o. HV 2015
Dkfm. Peter Püspök
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Aufsichtsrat der Semper Constantia Privatbank
(Vorsitzender-Stv.), der Mareto Kunststoffverarbeitung
GmbH und der TUPACK Verpackungen GmbH 1946 16.3.2000 o. HV 2015
Mag. Dr. Reinhold Süßenbacher
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Aufsichtsrat der KSV 1870 Holding AG (Vorsitzender
Stv.), der Richter Pharma AG, der Bene AG (Vorsitzender
Stv.), der Voglauer Möbelwerk Gschwandtner & Zwilling
GesmbH, der UMDASCH AG, der LISEC Holding GmbH
und der LISEC Austria GmbH 1949 7.4.2010 o. HV 2015
Dipl.-Betriebswirt Alfred H. Heinzel
Geschäftsführender Gesellschafter in mehreren
Gesellschaften der Heinzel Gruppe, Aufsichtsrat der
Miba AG (Vorsitzender-Stv.), der Allianz Elementar
Versicherungs AG, der Zellstoff Pöls AG (Vorsitzender),
der Wilfried Heinzel AG (Vorsitzender), der Europapier
AG (Vorsitzender), der Europapier International AG
(Vorsitzender), der Laakirchen Papier AG (Vorsitzender),
der Mitterbauer Beteiligungs-AG (Vorsitzender-Stv.) und
der Estonian Cell A.S., Kunda/Estland 1947 16.3.2000 o. HV 2015
Mag. Harald Kaszanits
Generalsekretär und Kabinettchef des
Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend 1963 7.4.2010 o. HV 2015
Name Geburtsjahr Datum der
Erstbestellung
Ende der
laufenden
Funktionsperiode
Mag. Herbert Kaufmann
Aufsichtsrat der Letisco Kosice-Airport Kosice A.S., Ksc
Holding A.S. und der Flughafen Friedrichshafen GmbH,
Board der VIE Malta Limited und der MMLC-Malta
Mediterranean Link Consortium Limited
1949 26.3.2008 o. HV 2015
Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr
Sprecher des Vorstands der EVN AG, stellvertretender
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Burgenland Holding
AG, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Netz
Niederösterreich GmbH, der Rohöl-Aufsuchungs AG und
der RAG Beteiligungs- AG
1953 13.4.2011 o. HV 2015
Dr. Gabriele Payr
Vorsitzende des Vorstands der WIENER STADTWERKE
Holding AG (bis 31.12.2013), Vorsitzende des
Aufsichtsrats der WIEN ENERGIE GmbH (bis 20.9.2013),
der WIEN ENERGIE Gasnetz GmbH (bis 27.7.2013), der
WIENER NETZE GmbH (bis 20.9.2013), der WIPARK
Garagen GmbH (bis 31.12.2013), der Aktiengesellschaft
der Wiener Lokalbahnen, der B&F WIEN – Bestattung
und Friedhöfe GmbH, der Gemeinnützige Wohnungs
und Siedlungsgesellschaft der Wiener Stadtwerke
Gesellschaft m.b.H., Aufsichtsrat der WIENER
STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance
Group, Generalrat der Oesterreichische Nationalbank
1959 13.4.2011 o. HV 2015
Christa Wagner
Geschäftsführende Gesellschafterin in mehreren
Gesellschaften der JOSKO Gruppe
1960 7.4.2010 o. HV 2015
Ing. Siegfried Wolf
Chairman of the Board der Russian Machines LLC,
Aufsichtsratsvorsitzender der GAZ Group, der Glavstroy
Corporation OJSC, der SBERBANK Europe AG (ehem.
Volksbank Int. AG), Aufsichtsrat der Österreichische
Industrieholding AG (Vorsitzender-Stv.), der Siemens
Aktiengesellschaft Österreich, der STRABAG SE, der
Banque Baring Brothers Sturdza S.A. und der
Continental AG
1957 16.3.2000 o. HV 2015

Arbeitnehmervertreter

Name Geburtsjahr
Anton Aichinger von der
Vorsitzender der Konzernvertretung der Arbeitnehmer
Arbeitnehmer 1955 seit 25.10.2006 vertretung entsendet
Kurt Christof
Zentralbetriebsratsvorsitzender
Aufsichtsrat der Stadtwerke Voitsberg GmbH von der
(Vorsitzender-Stv.) und der Sparkasse Arbeitnehmer
Voitsberg/Köflach Bankaktiengesellschaft 1964 seit 8.3.2004 vertretung entsendet
von der
Ing. Wolfgang Liebscher Arbeitnehmer
Zentralbetriebsratsvorsitzender 1966 seit 1.11.2013 vertretung entsendet
27.9.1991–
9.5.1993, von der
Harald Novak 15.12.2000– Arbeitnehmer
Zentralbetriebsratsvorsitzender 1952 31.10.2013 vertretung entsendet
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner von der
Betriebsratsvorsitzende Arbeitnehmer
Aufsichtsrat der BAV Pensionskassen AG 1951 seit 29.8.2006 vertretung entsendet
von der
Ing. Joachim Salamon Arbeitnehmer
Zentralbetriebsrat 1956 seit 25.10.2006 vertretung entsendet

Bericht des Aufsichtsrats

Das Geschäftsjahr 2013 war für VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen, erneut ein Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen. Mit umfassenden Strukturierungs- und Einsparungsmaßnahmen und einer überdurchschnittlich guten Wasserführung gelang es VERBUND aber, seine Strategie des profitablen und nachhaltigen Wachstums trotz widriger Markt- und Branchenbedingungen konsequent weiterzuverfolgen und wiederum ein gutes Ergebnis zu erzielen. Der Aufsichtsrat hat diese positive Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt.

Erfüllung der Aufgaben Der Aufsichtsrat hat in 5 Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 87%. Der Vorsitzende hat zudem regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrats gehalten, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Mitglieder involviert waren. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung und über die Lage und die Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand in wesentlichen zukunftsorientierten Fragen, insbesondere zu Struktur und Strategie, beraten und entsprechend der umfangreichen Berichterstattung des Vorstands dessen Geschäftsführung laufend überwacht. Die Kontrolle, die in einer offenen und konstruktiven Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, gab keinen Anlass zu Beanstandungen. Zudem fanden regelmäßig Gespräche zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Mitgliedern des Vorstands, insbesondere dem Vorsitzenden, statt.

Wesentliche Beschlüsse des Aufsichtsrats Unter den wichtigsten Entscheidungen des Aufsichtsrats ist neben der Feststellung des Jahresabschlusses und der Genehmigung des Konzernbudgets insbesondere die Bestellung bzw. Wiederbestellung des Vorstands hervorzuheben. Der Aufsichtsrat verlängerte die Vorstandsfunktionen von Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber, Dr. Johann Sereinig und Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner um eine weitere Periode von 5 Jahren. Gleichzeitig bestellte er Dr. Peter Kollmann mit Wirkung vom 1.1.2014 zum Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer. Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer schied per 30.6.2013 aus dem Vorstand aus und übernahm ab 1.1.2014 eine andere Führungsfunktion im Konzern. Der Aufsichtsrat dankt Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer für ihre erfolgreiche Tätigkeit im Vorstand.

Corporate-Governance-Kodex, Ausschüsse des Aufsichtsrats Als führendes börsennotiertes Unternehmen hat sich VERBUND schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex verpflichtet und ist bestrebt, den Bestimmungen, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, abgesehen von einer geringfügigen und begründeten Abweichung, vollständig eingehalten. Gemäß der Anforderung des Kodex (Regel 36) führte der Aufsichtsrat im Berichtsjahr wieder eine Selbstevaluierung seiner Tätigkeit durch. Im Rahmen einer ausführlichen offenen Diskussion wurden vor allem die Arbeitsweise und Organisation des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse behandelt. Dabei wurden auch die Umsetzung der im Vorjahr beschlossenen Verbesserungen festgestellt und weitere Anregungen erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich darüber hinaus im Zusammenhang mit der Genehmigung von Verträgen mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern in ihren Funktionen nahestehen, erneut auch mit anderen möglichen Interessenkollisionen auseinandergesetzt und keine Konflikte festgestellt. Wie im CorporateGovernance-Kodex vorgesehen, fanden Sitzungen bei Bedarf auch ohne Teilnahme des Vorstands statt. Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats tagte im Berichtsjahr 4 Mal (insbesondere zur Vorbereitung der Plenarsitzungen, aber auch zu den Neustrukturierungen, vor allem im thermischen Bereich). Der Prüfungsausschuss, der vom Arbeitsausschuss losgelöst als eigener Ausschuss eingerichtet wurde, hielt 3 Sitzungen ab: Er befasste sich dabei vor allem mit dem Halbjahresabschluss und der Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. mit der Bestellung und der Arbeit des Abschlussprüfers. Darüber hinaus beschäftigte er sich eingehend mit dem Kontroll-, Revisions- und Risikomanagementsystem und mit den Prüfungen durch die Interne Revision. Entsprechend dem Corporate-Governance-Kodex und der Geschäftsordnung wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrats eingerichtet, die ihre in der Geschäftsordnung festgeschriebenen Aufgaben wahrnahmen. Der Vergütungsausschuss hielt 3 Sitzungen ab. Der Nominierungsausschuss trat 3 Mal zusammen, um die Vorstandsbestellung vorzubereiten. In der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gab es, abgesehen vom Wechsel eines Arbeitnehmervertreters, keine Änderungen. Weitere Informationen über die Zusammensetzung, die Arbeitsweise und die Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder sind dem Corporate-

Jahresabschluss und Konzernabschluss Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln, sowie dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen. Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2013 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 96 (4) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstands wurde genehmigt, dem Vorschlag zur Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat ebenso zustimmend zur Kenntnis genommen wie der vom Vorstand vorgelegte Corporate-Governance-Bericht, der von Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. geprüft und testiert wurde. Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für den hohen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2013 aus. Den Aktionären, Kunden und Partnern dankt der

Wien, im März 2014

Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender des Aufsichtsrats Lagebericht

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Rahmenbedingungen

Die Rahmenbedingungen für Stromversorger in Europa haben sich im Jahr 2013 weiter verschlechtert. Die schwache Konjunktur, Überkapazitäten am europäischen Strommarkt, die massive Förderung der neuen Erneuerbaren und der Verfall der Kohle- und CO2-Zertifikatspreise schickten die Strompreise weiter auf Talfahrt. Die bisherigen Bemühungen, in den überversorgten CO2-Markt einzugreifen, konnten die Zertifikatspreise nicht stützen. Gleichzeitig verharrten die Gaspreise aufgrund langfristiger, mengenund ölpreisgebundener Abnahmeverträge auf hohem Niveau. Die Konsequenz der Preisentwicklungen bei Strom, Gas und CO2-Zertifikaten: Gaskraftwerke sind heute nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Der Strompreisverfall beeinflusst auch unmittelbar die Wirtschaftlichkeit der Wasserkraftwerke und

Windparks. Die künftige Entwicklung der Energiemärkte hängt stark von der Gestaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen ab. Nach den Wahlen im Herbst 2013 hat sich die Politik sowohl in Österreich als auch in Deutschland zu den wesentlichen Herausforderungen der Energiewende bekannt. Dazu gehören ein wirksames Emissionshandelssystem auf europäischer Ebene, die Evaluierung und Anpassung von Ökostrom-Förderregimen und die Integration der neuen Erneuerbaren in den europäischen Energiemarkt. Diese Eckpunkte sind ein erster Schritt in Richtung mehr Markt und Wettbewerb.

Konjunkturelle Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum schwächte sich 2013 weiter ab. Folgende Faktoren belasteten die Konjunktur stark: der konsolidierte Sparkurs im Euroraum, die fortwährende Unsicherheit über die Entwicklung der US-Staatsfinanzen sowie die zunehmende Wachstumsabschwächung in den Schwellenländern. Große Schwellenländer wie China, Brasilien oder Indien, die mit ihrer starken Entwicklung die weltweite Konjunktur jahrelang vorangetrieben haben, verlieren zunehmend an Wachstum. Laut der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2014 dürfte das reale Wirtschaftswachstum in den Industrieländern 2013 nur um 1,3% steigen, nach 1,4% im Vorjahr. Im Euroraum führte die Schuldenkrise zu einem erneuten Rückgang der realen Wirtschaftsleistung um 0,4%, nach einem Minus von 0,7% im Jahr davor. Der Wirtschaftsabschwung zeigte sich dabei nicht mehr nur in der Peripherie, sondern auch in den Kernländern der Eurozone, wie beispielsweise in Frankreich und den Niederlanden. Deutschland und Österreich wiesen demgegenüber 2013 mit einem realen BIP-Plus von 0,5% bzw. 0,3% eine vergleichsweise positive konjunkturelle Entwicklung auf.

Energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftsentwicklung drückt Energienachfrage

Der Energieverbrauch in Österreich dürfte 2013 etwas über dem Niveau des Vorjahres liegen. Den stärksten Einfluss auf die Entwicklung hatte die kühle Witterung während mehrerer Monate der ersten Jahreshälfte. Über das gesamte Jahr gesehen stiegen die Heizgradsummen um 1,1%. Sie werden üblicherweise als temperaturabhängiger Indikator für den Einsatz von Heizenergie herangezogen. Von der wirtschaftlichen Entwicklung gingen dagegen kaum Impulse auf den Energieverbrauch aus.

Der Verbrauch von Erdgas sank 2013 (Jänner bis November) um 3,6%. Der kältere Jänner und März sowie der kühlere Frühling führten zu einem stärkeren Erdgasverbrauch in der Wärmeversorgung. Der Einsatz zur Stromerzeugung in Kraftwerken lag preisbedingt deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (Jänner bis November: –31,3%). Der Grund: Gaskraftwerke lassen sich aufgrund niedriger Stromgroßhandelspreise und teurer ölpreisgebundener Gaslieferverträge nicht wirtschaftlich betreiben. Die Gas-

nachfrage der Industrie war wiederum durch die schwache Produktion gekennzeichnet. Der Verbrauch von Steinkohle stieg, was auf eine gute Auslastung im Stahlbereich zurückzuführen

sein dürfte. In der Stromerzeugung hingegen nahm ihr Einsatz um 2,0% (Jänner bis November) ab. Der Mineralölverbrauch verzeichnete 2013 ebenfalls eine Zunahme. Bei einer insgesamt stabilen Nachfrage nach Kraftstoffen war insbesondere der höhere Absatz an Gasöl für Heizzwecke (Heizöl extra

leicht) für die Gesamtentwicklung verantwortlich. Die erneuerbaren Energien hielten ihren Deckungsanteil. Zwar gab es bei Wasserkraft einen Rückgang um 3,9% (Jänner bis November), neue erneuerbare Energien – insbesondere Windkraft und Sonnenenergie – konnten ihren Aufwärtstrend jedoch fortsetzen.

Stromnachfrage steigt leicht an, Importabhängigkeit nimmt deutlich zu

Die verhaltene Konjunktur schlägt sich in einem schwachen Wachstum des Stromverbrauchs nieder. Im Jahr 2013 (Jänner bis November) lag Österreichs Stromverbrauch nach vorläufigen Angaben der E-Control

um lediglich 0,7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Wasserführung lieferten Wasserkraftwerke von Jänner bis November um 3,9Prozentpunkte weniger Strom. Der Einsatz der Wärmekraftwerke ging in diesem Zeitraum um 15,5% zurück. Vor allem Gaskraftwerke werden zunehmend vom Markt gedrängt.

Im Vergleich zum Vorjahr erzeugten diese Anlagen von Jänner bis November um 31,3% weniger Strom. Die "sonstige Erzeugung" nahm in diesem Zeitraum um 10,0% zu. Sie umfasst die Stromproduktion aus sonstigen erneuerbaren Energieträgern (ohne Biomasse – diese fällt unter die thermische Erzeugung) sowie aus den in der Statistik noch nicht zuordenbaren Anlagen. Insgesamt sank die Stromproduktion in Österreich 2013 (Jänner bis November) um 5,2%. Der Erzeugungsrückgang wurde durch deutlich gestiegene Nettoimporte kompensiert.

Ölpreise geben leicht nach

Das Barrel der Sorte Brent (Frontmonat) kostete 2013 durchschnittlich 108,7 \$/bbl, gegenüber 111,7 \$/bbl im Jahr zuvor (– 2,7 %). Auf Eurobasis war Brent-Öl um 5,7 % billiger, weil der Euro gegenüber dem US-Dollar aufwertete. Die Entwicklung der Ölpreise war 2013 von einer Auf-und-ab-Bewegung auf hohem Niveau gekennzeichnet. Anfang des Jahres lösten Anzeichen einer Belebung der Weltwirtschaft und die Erwartung einer zunehmenden Ölnachfrage Preissteigerungen bis zu rund 119 \$/bbl aus. Auch sorgte die geopolitische Lage im Nahen Osten (Syrien, Ägypten, Iran, Gaza) für Verunsicherung. Danach entspannte sich die Situation am Ölmarkt wieder etwas. Im Sommer wurden die Märkte erneut nervöser. Vor allem ab Mitte August führten streikbedingte Förderausfälle in Libyen sowie Produktionsausfälle im Südsudan und in der Nordsee zu einem Anstieg der Frontmonatspreise auf über 110 \$/bbl. Die drohende militärische Intervention der USA nach dem Chemiewaffenangriff in Syrien ließ diese bis Ende August weiter auf knapp 117 \$/bbl ansteigen. Erst gegen Ende des Quartals 3/2013 verbilligte sich Rohöl. Gründe dafür waren die verbesserte Angebotslage – einige Förderanlagen in Libyen konnten die Produktion wieder aufnehmen – sowie Entspannungssignale aus Syrien und dem Iran.

Gaspreise auf hohem Niveau, anhaltender Preisverfall am Steinkohlemarkt

Der Großteil der Erdgas-Einfuhren in die Europäische Union basiert auf langfristigen ölpreis- und mengengebundenen Lieferverträgen. Die Entwicklung am Ölmarkt beeinflusst daher – mit mehrmonatiger Verzögerung – auch die Gaspreise. Demgegenüber werden Großhandelsmärkte wie der TTF-Hub (Title Transfer Facility) in Holland sowie der NCG-Hub (Net Connect Germany) in Deutschland immer wichtiger. Hier hat Öl keinen direkten Einfluss auf die Preisbildung. An den Gashandelsmärkten lagen die Preise 2013 neuerlich deutlich unter jenen ölpreisgebundener Langfristverträge. Die langfristigen Abnahmeverpflichtungen und die Ölpreisbindung sind nicht mehr vereinbar mit einem liberalisierten wettbewerbsorientierten Energiemarkt. Seit geraumer Zeit bemühen sich daher Gasimporteure und große

Gasverbraucher – so auch VERBUND – um eine marktkonforme Anpassung. Gaseinfuhren nach Österreich – die von Statistik Austria erhobenen Gasimportpreise spiegeln zu einem Großteil die Preissituation in den langfristigen ölpreisgebundenen Verträgen – verteuerten sich in den ersten 9 Monaten des Jahres 2013 um durchschnittlich 3,2%. Der Spotpreis am europäischen Handelspunkt NCG erhöhte sich 2013 um 2,0 €/MWh auf 27,1 €/MWh. Verantwortlich dafür waren vor allem das kältere erste Halbjahr sowie die niedrig befüllten Gasspeicher. Am Terminmarkt wirkte sich der Preisanstieg nicht aus: Lieferkontrakte für 2014 (NCG-Frontjahr) gaben um knapp 1% auf 26,7 €/MWh

nach. Kohlelieferungen in den ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) wurden neuerlich deutlich günstiger. Die Kohlepreise am Spotmarkt lagen 2013 um 14,6% und jene am Terminmarkt (ARA-Frontjahr) um 16,4% unter jenen im Vorjahr (jeweils Eurobasis). Der Grund dafür: die anhaltende Konjunkturschwäche und ein Überangebot, weil US-Kohleproduzenten wegen des verstärkten Konkurrenzdrucks durch preisgünstiges Schiefergas im Heimmarkt in den Exportmarkt ausweichen.

Politische und regulatorische Rahmenbedingungen auf europäischer Ebene

Strommarkt aus dem Gleichgewicht geraten

Der gesamte konventionelle Kraftwerkspark in Kontinentaleuropa ist von der derzeitigen Fehlsteuerung der Energiemärkte negativ betroffen. Maßgeblich dafür sind der nicht marktorientierte Ausbau neuer erneuerbarer Energien und der nicht funktionierende CO2-Markt. Insbesondere der Ausbau von Windkraft und Fotovoltaik wird massiv staatlich subventioniert und der daraus erzeugte Strom vorrangig ins Netz eingespeist. Konventionelle Kraftwerke stehen einer schwierigen Marktsituation gegenüber, da sie mit geförderten Technologien im Wettbewerb stehen. Für Gaskraftwerke wird die Situation zusätzlich verschärft – die Gasbezugspreise sind aufgrund der nicht marktkonformen Abnahmeverträge viel zu hoch. Die Folge: In ganz Europa werden hochmoderne Kraftwerke geschlossen, weil sie nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Ein ausgewogener Kraftwerksmix ist aber auch in Zukunft dringend für die Versorgungssicherheit notwendig, etwa wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Die Einbindung neuer erneuerbarer Energien erfordert daher Mechanismen, die ein wettbe-

werbliches Marktdesign mit Versorgungssicherheit in Einklang bringen. Die von der EU-Kommission vorgestellten Leitlinien für staatliche Eingriffe in den Strommarkt sind ein erster Schritt zu mehr Wettbewerbsorientierung. Darüber hinaus sind weitere Schritte – wie im 6-Punkte-Programm von VERBUND zur Verbesserung des Marktsystems gefordert – unerlässlich. Dazu gehören vor allem ein ehrgeiziges Klimaziel für 2030, die Reform des Emissionshandels zum Leitinstrument einer langfristigen europäischen Energie- und Klimapolitik und die Marktintegration der

EU will staatliche Interventionen einschränken, um Binnenmarkt zu verwirklichen

Im November 2013 legte die EU-Kommission das "Paket über staatliche Interventionen" vor. Darin wird kritisch angemerkt, dass unkoordinierte nationalstaatliche Interventionen der Vollendung eines europäischen Energiebinnenmarkts entgegenstehen. Zu Fördermechanismen für erneuerbare Technologien wie auch zur Einführung von Kapazitätsmechanismen gibt die EU-Kommission Leitlinien vor. So sollen etwa Einspeisetarife für erneuerbare Energien weitgehend abgebaut und durch marktnähere Mechanismen ersetzt werden. Kapazitätsmechanismen sollen nur dann eingeführt werden, wenn sie zur Versorgungssicherheit absolut notwendig sind. Verbindliche Beihilfebestimmungen sollen diese Vorgaben bis Mitte 2014 durchsetzen. Außerdem will die EU-Kommission die Rolle der Nachfrage ("Demand Response") im Energiebinnenmarkt stärken, sie kündigt in dem Paket entsprechende Maßnahmen an. VERBUND unterstützt die Kommission in ihrem Streben nach einem echten europäischen Energiebinnenmarkt.

Emissionshandelsreform braucht mehr als nur Backloading

Das EU-Emissionshandelssystem erfüllt seinen Zweck, emissionsarme Technologien zu fördern, nur unzureichend. Der Grund: Die Preise für CO2-Zertifikate sind anhaltend sehr niedrig, da zu viele Zertifikate ausgegeben wurden. Um den Überschuss kurzfristig einzudämmen, sprachen sich die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten nach langem Zögern Ende 2013 für ein "Backloading" aus. Dabei soll die Versteigerungsmenge in der dritten Handelsperiode (2013– 2020) temporär reduziert werden – um 900 Mio. CO2-Zertifikate. VERBUND erwartet daraus kaum Auswirkungen auf die CO2-Preise. Die Marktteilnehmer waren beim bestehenden Überangebot von rund 2,5 Mrd. Zertifikaten von einer stärkeren und permanenten Verknappung ausgegangen. Um den EU-Emissionshandel als Leitsystem für die Reduktion der CO2-Emissionen zu etablieren, bedarf es vielmehr einer tief greifenden Reform. Neben einer dauerhaften Herausnahme von CO2-Zertifikaten sollte insbesondere ein Mechanismus implementiert werden, durch den das Volumen der künftigen Auktionen laufend an den Zielerreichungsgrad der Emissionsreduktion angepasst wird – abhängig vom Ausbau der erneuerbaren Energien, der Effizienz-Steigerung und der Entwicklung der Stromnachfrage.

Koalitionsvertrag in Deutschland: Eckpfeiler für eine erfolgreiche Energiewende

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD für die 18. Legislaturperiode trägt den Titel "Deutschlands Zukunft gestalten". Das Kapitel "Wachstum, Innovation und Wohlstand" widmet sich den energiepolitischen Herausforderungen für die Energiewende. Die Koalitionspartner bekennen sich darin zur Gleichrangigkeit der Ziele des energiepolitischen Dreiecks: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Davon ausgehend bezieht sich der Vertrag auf die stärkere Berücksichtigung

des europäischen Strommarkts und europagerechte Förderbedingungen. Eine grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) – bei Bestandsschutz für Altanlagen – soll bis zum Sommer 2014 erfolgen. Für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren wird ein Korridor festgelegt (40–45% bis 2025 sowie 55–60% bis 2030) und jährlich überprüft. Der Ausbau soll mit dem Netz synchronisiert und verstärkt zwischen Bund und Ländern abgestimmt werden. Darüber hinaus gibt es ein Bekenntnis zu konventionellen Kraftwerken und der dafür notwendigen Schaffung von verlässlichen Rahmenbedingungen. Energie-Effizienz ist laut Vertrag die zweite Säule einer nachhaltigen Energiewende. Beim Klimaschutz wird auf europäischer Ebene eine 40%ige CO2-Reduktion bis 2030 angestrebt. In der Elektro-Mobilität möchte Deutschland zum Leitmarkt und -anbieter werden. Das Ziel von 1 Mio. Elektro-Fahrzeugen bis 2020 wurde bestätigt, der Ausbau der Ladeinfrastruktur soll vorangetrieben werden. Grundsätzlich werden im Koalitionsvertrag alle zentralen energiepolitischen Themen angesprochen. Wie diese Maßnahmen auf den Strommarkt wirken werden, hängt stark von der konkreten Ausgestaltung und dem Zeitplan der Umsetzung ab. Zur Beratung von Bundesregierung und Parlament und zum Dialog mit allen Akteuren wird ein "Forum Energiewende" gegründet.

Energiepolitik in Österreich

Gesetzliche Neuerungen für den Energiesektor

Im Dezember 2012 ging das Bundesenergieeffizienzgesetz im Rahmen des Energieeffizienzpakets in Österreich in Begutachtung. Der Gesetzesentwurf wurde intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert und passierte am 3.4.2013 den Ministerrat. Die Verhandlungen zum Gesetz scheiterten jedoch Anfang Juni 2013 und wurden auf die Zeit nach der Nationalratswahl verschoben. Ein Beschluss im Parlament ist damit erst 2014 möglich. Das Bundesenergieeffizienzgesetz steht hoch oben auf der Agenda der neuen Regierung – die entsprechende EU-Richtlinie schreibt die Umsetzung bis zum Sommer 2014 vor. Beschlossen wurden 2013 hingegen die Novellen zum ElWOG, GWG und E-ControlG – ebenfalls Teile des Energieeffizienzpakets. Damit wurde die vollständige Hinterlegung von Stromlieferungen mit Herkunftsnachweisen bei der Stromkennzeichnung verpflichtend. Darüber hinaus sind für VERBUND Änderungen im Endkundenbereich (vor allem zur Erleichterung des Lieferantenwechsels) und bei den Tarifen (für neue Pumpspeicher-Kraftwerke) relevant.

Regierungsprogramm in Österreich

Im Dezember 2013 wurden die Koalitionsverhandlungen von SPÖ und ÖVP nach den Nationalratswahlen im September abgeschlossen. Als gemeinsames Ziel der Regierungsparteien im Energiebereich wurde ein effizientes, leistbares und sozial verträgliches Energie-System genannt. Explizit angesprochen wird im Regierungsprogramm neben Versorgungssicherheit, Wohlstand, Wettbewerbsfähigkeit und einer lebenswerten Umwelt insbesondere die Vorreiterrolle Österreichs in der Anti-AKW-Politik. Die Erarbeitung einer "Energiestrategie 2030" unter Einbeziehung aller relevanten Stakeholder sowie die laufende Evaluierung bzw. das Monitoring der Energiepolitik können dafür Schlüsselinstrumente werden.

Finanzen

Einflussfaktoren auf das Ergebnis

Großhandelspreise für Strom

VERBUND kontrahierte den Großteil der eigenen Stromerzeugung von 2013 bereits 2012 am Terminmarkt. Die Großhandelspreise für Grundlast lagen mit durchschnittlich 49,3 €/MWh um 12,0% und jene für Spitzenlast mit durchschnittlich 60,9 €/MWh um 11,8% unter jenen des Lieferjahres 2012. Die gedämpften Wirtschaftserwartungen, die niedrigen Preise für Kohle und CO2-Zertifikate, Überkapazitäten am europäischen Strommarkt und der weitere Ausbau der geförderten erneuerbaren Energien übten enormen Druck auf den Terminmarkt aus. Für Lieferungen am nächsten Tag (Spotmarkt) lagen die Preise auf dem Großhandelsmarkt für Strom im Jahr 2013 ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau. Die Preise für Grundlast sanken um 11,3% auf 37,8 €/MWh, jene für Spitzenlast um 8,9% auf 48,7 €/MWh.

Entwicklung der Wasserführung

Die Wasserführung ist für VERBUND von besonderer Bedeutung, da mehr als vier Fünftel des Stroms aus Wasserkraft produziert werden. Sie wird mit dem Erzeugungskoeffizienten gemessen: Der Wert 1,00 steht für den langjährigen Durchschnitt. Das Jahr 2013 war ein gutes Wasserjahr. Der Erzeugungskoeffizient der Lauf- und Laufschwellkraftwerke lag mit 1,07 um 7% über dem langjährigen Durchschnitt, aber um 4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Die einzelnen Quartale stellten sich wie folgt

dar: Quartal 1: 1,20, Quartal 2: 1,05, Quartal 3: 0,92 und Quartal 4: 1,20. Die Eigenerzeugung von VERBUND war mit 35.539 GWh um 311 GWh höher als im Vorjahr. Die Erzeugung aus Wasserkraft stieg 2013 um 458 GWh. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die neu erworbenen Kraftwerksanteile in Deutschland (+1.563 GWh) zurückzuführen. Der Erzeugungskoeffizient lag mit 1,07 um 4 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Negativ wirkte sich darüber hinaus die Erzeugung der Jahresund Pumpspeicher-Kraftwerke aus: Sie ist um 210 GWh gesunken. Dies ist – trotz Abstau und intensiverem Wälzbetrieb – auf geringere Zuflüsse zurückzuführen. Die Erzeugung aus Windkraft stieg durch die Inbetriebnahme von Anlagen in Rumänien und Deutschland um 323 GWh auf 565 GWh. Insgesamt kamen 425 GWh aus den Windparks in Deutschland und Rumänien. Die Erzeugung aus Wärmekraft sank hingegen um 469 GWh. Das Gas-Kombikraftwerk Mellach/Steiermark produzierte 2013 marktbedingt nur 394 GWh (2012: 1.048 GWh). Die Erzeugung der anderen thermischen Kraftwerke von VERBUND in Österreich betrug 2.362 GWh – das sind um 211 GWh weniger als im Vorjahr. Die beiden französischen Gas-Kombikraftwerke produzierten nach Inbetriebnahme des Kraftwerks Toul (im Quartal 4/2012)

um 396 GWh mehr Strom als 2012. Der Bezug von Fremdstrom für Handel und Vertrieb erhöhte sich um 2.845 GWh. Der Fremdbezug für Verlust- und Regelenergie war nahezu unverändert.

Stromaufbringung Konzern in GWh

2012 2013 Veränderung
Wasserkraft1 30.485 30.943 1,5%
Wind/Sonne 242 565 133,4%
Wärmekraft1 4.500 4.031 – 10,4%
Eigenerzeugung 35.228 35.539 0,9 %
Fremdbezug Handel 12.029 14.874 23,6%
Fremdbezug Verlust- und Regelenergie 3.142 3.175 1,1%
Konzernaufbringung 50.398 53.589 6,3%

1 inkl. Bezugsrechte

Der Stromabsatz stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2.793 GWh. Der Mehrabsatz an Weiterverteiler (+1.095 GWh) geht auf eine höhere Abgabe an deutsche Stadtwerke zurück. Die Liefermengen an österreichische Landesenergieversorger waren nahezu unverändert. Die Stromlieferungen an Handelsunternehmen nahmen um 1.174 GWh zu. Der Hauptgrund ist der gestiegene Absatz über Strombörsen aufgrund der Vermarktung der neu erworbenen Kraftwerksanteile in Deutschland. VERBUND konnte außerdem den Absatz an Endkunden – sowohl im Inland als auch im Ausland – erhöhen (+525 GWh). Im Ausland konnte der Absatz an industrielle Endkunden durch erfolgreiche Vertriebsaktivitäten am deutschen Markt deutlich gesteigert werden. Auch der Eigenbedarf an Strom ist gestiegen (+228 GWh). Dies ist vor allem durch den stärkeren Einsatz der Pumpspeicher-Kraftwerke begründet.

Stromabsatz und Eigenbedarf Konzern in GWh
2012 2013 Veränderung
Endkunden 9.568 10.093 5,5%
Weiterverteiler 20.506 21.601 5,3%
Händler 17.409 18.583 6,7%
Stromabsatz 47.483 50.277 5,9 %
Eigenbedarf 2.457 2.685 9,3%
Verlust- und Regelenergie 459 627 36,7%
Summe aus Stromabsatz und Eigenbedarf 50.398 53.589 6,3%

Im Jahr 2013 setzte VERBUND rund 49% des verkauften Stroms am österreichischen Markt ab. Der deutsche Markt bildete mit rund 88% der im Ausland abgesetzten Mengen den Schwerpunkt der inter-

Ertragslage

Umsatz und Ergebnis

Einheit 2012 2013
Umsatzerlöse Tsd. € 2.667.377,0 2.726.684,9
Ergebnis vor Zinsaufwendungen und Steuern (EBIT) Tsd. € 556.875,9 – 259.714,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) Tsd. € 415.593,5 – 672.637,2
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag Tsd. € 393.084,7 – 546.931,0
Bilanzgewinn Tsd. € 208.449,4 347.415,7
Eigenkapitalrentabilität (ROE) % 14,4 – 21,7
Gesamtkapitalrentabilität (ROI) % 10,0 – 4,6
Return on Capital Employed (ROCE) % 7,8 – 3,6
Umsatzrentabilität (ROS) % 20,9 – 9,5

Umsatzerlöse gestiegen

Die Steigerung bei den Umsatzerlösen ist vorwiegend durch die Ausweitung des Gasgeschäfts um

119.467,0 Tsd. € und die Steigerung beim Zertifikatehandel um 27.801,7 Tsd. € bedingt. Demgegenüber sanken die Stromerlöse um 86.856,9 Tsd. €. Wobei die Stromerlöse mit Energieversorgungsunternehmen (EVU) um 2,6% auf 1.361.165,4 Tsd. € und die Stromerlöse mit Händlern um 6,7% auf 1.014.601,4 Tsd. € zurückgingen. Haupteinflussfaktor dafür war trotz gestiegener Absatzmengen

der Rückgang der maßgeblichen Strompreise um ca. 12% im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil der auf die ausländischen Absatzmärkte – vor allem Deutschland – entfallenden Stromer-

löse lag bei unverändert 45,0% (Vorjahr: 45,0%). Der Stromabsatz erhöhte sich im Konzern gegenüber dem Vorjahr um 3.190,8 GWh oder 6,3%. Die nicht umsatzmäßig erfassten Forwardkontrakte sanken um 16,5% auf 135.942 GWh.

Sonstige betriebliche Erträge gestiegen

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 14,5% auf 43.574,5 Tsd. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus der Verrechnung von Dienstleistungen an Konzernunternehmen zurückzuführen.

Aufwand für Strombezug gesunken

Der Strombezugsaufwand sank um 2,8% auf 2.202.078,7 Tsd. €. Hauptverantwortlich hierfür war, wie bei den Umsatzerlösen, trotz gestiegener Einsatzmengen der Rückgang der maßgeblichen Strompreise um ca. 12% im Vergleich zum Vorjahr. Der Strom- und Netzbezug sowie Gas- und Emissionszertifikatebezug (Handel) insgesamt erhöhte sich um 3,8% auf 2.449.111,4 Tsd. €.

Personalaufwand

Der laufende Personalaufwand stieg unwesentlich um 319,6 Tsd. € auf 25.602,6 Tsd. €. Erhöhend wirkten hier die kollektivvertragliche Anpassung der Gehälter und Nebenkosten um 3,0%, die kollektivvertraglich vorgeschriebenen Biennien sowie der höhere Personalstand. Dem steht ein Rückgang bei den Prämien, Gratifikationen und Remunerationen gegenüber. Die Aufwendungen für das Sozialkapital sanken um 3.466,4 Tsd. €. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus dem Wegfall von Einmal-Effekten aus dem Jahr 2012, wie dem Wegfall der Korridormethode. Dem stehen die Zinssatzsenkung von 4% auf 3,5% bei Pensionen und Abfertigungen sowie die Pensionserhöhung und die höheren Bemessungsgrundlagen bei den Abfertigungen gegenüber. Insgesamt stieg der betriebswirtschaftliche Personal-

Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 25.773,8 Tsd. € auf 110.771,6 Tsd. €. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch eine Vorsorge für das Betreiben eines fiktiven Gasspeichers bedingt.

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT)

Auf Basis der oben beschriebenen Einflussfaktoren und des stark negativen Finanzergebnisses in Höhe von –802.332,0 Tsd. € (Vorjahr: +231.103,8 Tsd. € ), hauptsächlich bedingt durch negative Ergebnisübernahmen in Höhe von 694.463,6 Tsd. €, die Vorsorge für Garantieerklärungen in Höhe von 285.245,0 Tsd. € und der Wertberichtigung einer Ausleihung an verbundene Unternehmen in Höhe von 80.680,6 Tsd. € sowie einer Beteiligung in Höhe von 45.003,0 Tsd. €, sank das EGT von 415.593,5 Tsd. € um 261,8% auf –672.637,2 Tsd. €.

Vermögenslage

Vermögenslage

Einheit 2012 2013
Anlagevermögen Tsd. € 4.385.119,9 4.753.833,3
Umlaufvermögen Tsd. € 1.115.648,4 646.609,9
Nettoumlaufvermögen (Working Capital) Tsd. € 900.939,9 – 686.408,5
Nettoverschuldung (Net Debt) Tsd. € 1.484.151,0 3.011.659,5
Eigenkapital Tsd. € 3.092.084,2 2.336.843,8
Kurzfristige Schulden Tsd. € 291.820,7 1.386.607,2
Kurzfristiges Vermögen Tsd. € 1.192.760,6 700.198,7
Eigenkapitalquote % 55,2 41,9

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen stiegen in Höhe von 1.754,9 Tsd. €, wovon 1.223,7 € auf Strombezugsrechte, 608,5 Tsd. € auf Software, 1.222,7 Tsd. € auf Büroadaptierungen und 1.618,9 Tsd. € auf Betriebs- und Geschäftsausstattung entfielen, denen Abschrei-

bungen in Höhe von 2.848,1 Tsd. € und Abgänge in Höhe von 70,8 Tsd. € gegenüberstanden. Die Position der Finanzanlagen veränderte sich im Beteiligungsbereich (+1.122.856,4 Tsd. €) durch den Erwerb der Innwerk AG (+1.385.219,0 Tsd. €), die Erhöhung des Beteiligungsansatzes an der VERBUND Beteiligungsholding GmbH (+53.399,7 Tsd. €) und den Erwerb von Anteilen an der Grenzkraftwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung (+840,0 Tsd. €), dem der Verkauf der Anteile an der STEWEAG-STEG GmbH (–270.900,0 Tsd. €) und Abschreibungen von Beteiligungen (–45.702,3 Tsd. €) gegenüber-

standen. Die sonstigen Finanzanlagen verringerten sich in Summe um 755.897,9 Tsd. €. Den Gewährungen von Ausleihungen im Ausmaß von 228.498,4 Tsd. € standen Rückzahlungen von Ausleihungen in Höhe von 854.450,8 Tsd. € und eine Wertberichtigung in Höhe von 80.680,6 Tsd. € gegenüber. Die Wertpapiere verringerten sich in Höhe von 48.964,7 Tsd. €.

Umlaufvermögen

Der Abbau beim Umlaufvermögen um 469.038,5 Tsd. € auf 646.609,9 Tsd. € resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Forderungen an die VERBUND Finanzierungsservice GmbH in Höhe von 736.998,0 Tsd. € im Zuge des Cash-Managements, dem eine kurzfristige Finanzierung der Austrian Power Grid in Höhe von 250.000,0 Tsd. € gegenüberstand. Die sonstigen Forderungen verringerten sich vor allem durch den Eingang einer ausstehenden Rate aus der Veräußerung einer Beteiligung aus dem Jahr 2012 in Höhe von 40.000,0 Tsd. €, dem die Forderung gegenüber dem Finanzamt aus zu hohen Körperschaftsteuervorauszahlungen in Höhe von 33.866,5 Tsd. € gegenübersteht. Die sonstigen Forderungen aus dem Stromhandelsgeschäft, den Strombörsen, dem Emissionszertifikatehandel und Sicherheiten aus dem Stromgeschäft stiegen um 58.280,4 Tsd. €.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wurde aufgrund des Jahresergebnisses und der Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 um 755.240,4 Tsd. € auf 2.336.843,8 Tsd. € gesenkt. Die Eigenkapitalquote sank dadurch von 55,2% auf 41,9%.

Verbindlichkeiten

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen per Saldo um 444.626,3 Tsd. € auf 2.839.085,9 Tsd. €. Im Jahr 2013 wurden Aufnahmen/Tilgungen bei Kreditinstituten per Saldo in Höhe von 184.666,7 Tsd. € getätigt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben annähernd gleich. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kam es zu einem Aufbau in Höhe von 562.555,4 Tsd. € auf 2.003.478,2 Tsd. €. Dieser Aufbau resultiert zum einen aus dem Cash-Management in Höhe von 277.826,8 Tsd. € und zum anderen aus dem Verkauf von 60% einer langfristigen Verbindlichkeit aus einem Stromliefervertrag von der E.ON Wasserkraft GmbH an die VERBUND International GmbH im Zuge des Erwerbs der Innwerk AG (ausstehender Betrag zum 31.12.2013 in Höhe von 280.859,2 Tsd. €). Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich aus dem oben genannten Grund neben der planmäßigen Tilgung entsprechend.

Finanzlage

Finanzstrategie

In einem volatilen und wenig planbaren energiewirtschaftlichen Umfeld setzt die Finanzierungsstrategie von VERBUND auf 3 Säulen: die Absicherung der Liquidität und die Sicherstellung geeigneter Liquiditätsreserven, die Absicherung eines langfristig soliden Ratings sowie die Optimierung der Kapitalstruktur.

Absicherung der Liquidität und Sicherstellung geeigneter Liquiditätsreserven

Die jederzeitige Absicherung der Liquidität hat für uns oberste Priorität. Per 31.12.2013 verfügte VERBUND über einen syndizierten Kredit von 750,0 Mio. €, welcher nicht gezogen wurde. Dieser Kredit läuft noch bis 2018. Er war am 17.10.2011 mit 25 nationalen und internationalen Banken abgeschlossen worden. VERBUND verfügte weiters über nicht kommittierte Linien in Höhe von 591,5 Mio. €, vorwiegend bei österreichischen Banken. Zusätzlich halten wir jederzeit liquide Mittel mit Fristigkeiten von 3 bis 6

Monaten. Per 31.12.2013 hatte VERBUND insgesamt 705,0 Mio. € in Festgeldern und am Geldmarkt bei einer Vielzahl von Banken veranlagt. Diese Veranlagungen dienen dazu, den hohen Mittelbedarf 2014 – vorwiegend für die Tilgung einer Anleihe über 500,0 Mio. € im Juni 2014 – zu decken.

Absicherung eines langfristig soliden Ratings

Je besser die Bonität eines Unternehmens ist, desto einfacher und kostengünstiger ist der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Ein solides Rating eröffnet VERBUND unterschiedliche Finanzierungsinstrumente, auch am Kapitalmarkt. Die Kreditwürdigkeit von VERBUND wird mit einem Langfristrating von A– (Standards & Poor's/S&P) beziehungsweise Baa1 (Moody's) bewertet – jeweils mit stabilem Ausblick. Das Rating bei S&P blieb im gesamten Jahr 2013 stabil. Moody's hat das Rating hingegen um insgesamt 2 Stufen reduziert: im April von A2 auf A3 und im August von A3 auf Baa1. Die Herabstufung folgte der negativen Entwicklung des Versorgersektors. Das schwierige Branchenumfeld

hat die Kapitalstruktur und die Cashflows vieler Versorger in Europa verschlechtert. Langfristig strebt VERBUND ein solides Rating in der Kategorie A an. Daher fokussieren wir bei der Konzernsteuerung unter anderem auf 2 zentrale Rating-Kennzahlen: FFO/Net Debt und RCF/Net Debt. Für ein Rating im Bereich A erwarten S&P sowie Moody's ein FFO/Net Debt von zumindest 20% bzw. ein RCF/Net Debt von 10–15%.

Optimierung der Kapitalstruktur

VERBUND steuert seine Kapitalstruktur durch den Nettoverschuldungsgrad (Gearing): die Nettoverschuldung dividiert durch das Eigenkapital. Die Nettoverschuldung errechnet sich aus der Bruttoverschuldung abzüglich liquider Mittel, kurzfristiger Veranlagungen sowie Wertpapieren im kurz- und langfristigen Vermögen. Ziel ist, das Gearing langfristig unter 80% zu halten. Dazu hat VERBUND 2013 zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Im Rahmen von Desinvestitionen haben wir uns von nicht strategischen Aktivitäten

sowie von nicht mehrheitlichen Beteiligungen getrennt. Darüber hinaus ist eine langfristig ausgewogene Dividendenpolitik gegenüber unseren Aktionären und Fremdkapitalgebern notwendig.

Einheit 2012 2013
Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit Tsd. € 377.031,6 – 285.342,8
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit Tsd. € 238.650,4 – 458.334,4
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Tsd. € – 612.514,1 741.042,1
Finanzergebnis Tsd. € 231.103,8 – 802.332,0
Gearing (Nettoverschuldungsgrad) % 48,0 128,8
Schuldentilgungsdauer Jahre 6,1 -

Finanzkennzahlen

Das Finanzergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1.033.435,8 Tsd. € auf –802.332,0 Tsd. €. Hauptverantwortlich dafür waren die um 681.324,0 Tsd. € höheren Verlustübernahmen, denen um 84.930,2 Tsd. € höhere Beteiligungserträge gegenüberstanden. Zusätzlich wurde für drohende Verluste aus dem Beteiligungsbereich mit 286.809,5 Tsd. € vorgesorgt. Im Bereich der Finanzanlagen gab es zudem um 52.676,7 Tsd. € geringere Erträge aus Verkäufen und um 100.376,2 Tsd. € höhere Wertberich-

tigungen. Der Aufbau der verzinslichen Nettoverschuldung um 1.527.508,5 Tsd. € und der gleichzeitige Abbau des bereinigten Eigenkapitals um 755.345,4 Tsd. € führten zu einer Erhöhung des Gearings um 80,8 Prozentpunkte auf 128,8%. Durch den Mittelabfluss aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit und den

gleichzeitigen Aufbau der Schulden um 735.714,7 Tsd. € ist die Schuldentilgungsdauer negativ. Die Zusammensetzung des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten (Fonds der flüssigen Mittel) kann der Anhangerläuterung (5) entnommen werden.

Geldflussrechnung

(1) Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit

Der Netto-Geldfluss aus der operativen Tätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt und führte

zu einem Mittelabfluss von 285.342,8 Tsd. € (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von 377.031,6 Tsd. €). Die Vorräte erhöhten sich vorwiegend durch den Anstieg des Lagers für Emissionszertifikate in Höhe von 2.605,3 Tsd. €, dem der Abbau des Gaslagers in Höhe von 2.130,6 Tsd. € gegenübersteht. Neu sind

die Vorräte für Herkunftsnachweise in Höhe von 235,0 Tsd. €. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen ist vor allem durch den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27.192,6 Tsd. € (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 11.290,9 Tsd. €), den Abbau der sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.398,5 Tsd. €, den Anstieg der Sicherheitsleistungen für den Stromderivathandel in Höhe von 55.280,4 Tsd. € sowie den Aufbau der aktiven Steuerlatenzen in Höhe von 86.033,6 Tsd. € und den Aufbau der sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 2.741,2 Tsd. € bedingt. Zusätzlich führte der Überhang der Körperschaftsteuervorauszahlungen zur Körperschaftsteuerrückstellung zu einem Anstieg der sonstigen Forderungen in Höhe von 33.866,5 Tsd. €.

Die Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen sowie der Steuerschulden ist durch den Abbau der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um 2.649,7 Tsd. € und den Abbau der Steuerrückstellungen um 24.550,7 Tsd. €, dem der Aufbau von Drohverlustrückstellungen in Höhe von 313.359,0 Tsd. € gegen-

übersteht, bedingt. Die Rückstellungen aus dem Stromgeschäft blieben annähernd unverändert. Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert zu 9.895,7 Tsd. € aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus dem Stromgeschäft sowie dem Aufbau der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.801,1 Tsd. €.

(2) Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit

Beim Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von 458.334,4 Tsd. € (Vorjahr: Mittelzufluss in Höhe von 283.650,4 Tsd. €), der insbesondere aus dem Zugang von Beteiligungen in Höhe von 1.438.878,7 Tsd. € (davon Gesellschafterzuschüsse in Höhe von 53.399,7 Tsd. €), der Gewährung von Ausleihungen in Höhe von 228.498,4 Tsd. € und dem Erwerb von Wertpapieren in Höhe von 1.408,9 Tsd. € resultiert. Dem stehen Tilgungen von Ausleihungen in Höhe von 854.450,8 Tsd. €, Abgänge von Beteiligungen in Höhe von 310.900,0 Tsd. € (davon 40.000,0 Tsd. € aus einer Veräußerung im Jahr 2012, welche erst in 2013 zur Zahlung gelangte) sowie Abgänge von

Wertpapieren in Höhe von 50.373,6 Tsd. € gegenüber. Bei den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen handelte es sich überwiegend um Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 1.978,7 Tsd. €, um Investitionen in Büroadaptierungen in Höhe von 1.375,2 Tsd. €, um Investitionen in Rechte in Höhe von 1.223,7 Tsd. € und um Investitionen in Software in Höhe von 763,3 Tsd. €.

(3) Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit

Im Rahmen der für 2012 beschlossenen Dividendenausschüttung wurden 208.449,4 Tsd. € an die Aktio-

näre zur Auszahlung gebracht. Das entsprach einer Dividende von 0,60 € je Aktie. Im Rahmen der Konzernfinanzierung kam es durch die Gewährung kurzfristiger Mittel an die Austrian Power Grid AG zu einem Mittelabfluss in Höhe von 250.000,0 Tsd. € (Vorjahr: Mittelabfluss in Höhe von 32,7 Tsd. €).

Im Rahmen des Konzernclearings kam es zu einem Mittelzufluss in Höhe von 1.014.824,8 Tsd. € (Vorjahr: Mittelabfluss in Höhe von 175.302,0 Tsd. €). Es erfolgten Kreditaufnahmen in Höhe von 200.000,0 Tsd. € sowie Kredittilgungen in Höhe von 15.333,3 Tsd. €.

Geldflussrechnung in Tsd. €
Erläuterung 2012 2013
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 393.084,7 – 546.931,0
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
2.548,1 2.848,1
Abschreibungen auf Finanzanlagen 26.006,6 126.382,8
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigem Vermögen – 39.132,0 302,8
Veränderung der langfristigen Rückstellungen und der
latenten Steuerschulden
4.604,8 1.847,6
Erträge aus der Auflösung von Baukostenbeiträgen – 35,1 – 35,1
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 3.345,5 – 17.315,4
Veränderung der Vorräte – 2.399,2 – 762,9
Veränderung der Leistungsforderungen sowie der
sonstigen Forderungen
– 63.388,2 – 150.069,5
Veränderung der Leistungsverbindlichkeiten sowie der
sonstigen Verbindlichkeiten
26.346,6 11.696,8
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 26.050,0 286.692,9
Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit (1) 377.031,6 – 285.342,8
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und Sachanlagen
– 10.344,8 – 5.341,0
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
2.135,6 68,1
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen – 452.682,3 – 1.668.786,0
Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 699.541,9 1.215.724,5
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit (2) 238.650,4 – 458.334,4
Ein- bzw. Auszahlungen aus Geldmarktgeschäften – 26,5 0,0
Aufnahme von langfristigen Krediten 0,0 200.000,0
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten
(exklusive Geldmarktgeschäfte)
– 246.086,2 – 15.333,3
Einzahlungen aus erhaltenen Baukostenbeiträgen und
Zuschüssen
12,0 0,0
Ein- bzw. Auszahlungen aus der Zu- bzw. Abnahme der
Konzernfinanzierungen
– 32,7 – 250.000,0
Ein- bzw. Auszahlungen aus der Zu- bzw. Abnahme der
Konzernclearingsalden
– 175.302,0 1.014.824,8
Gezahlte Dividenden und Ergebnisverrechnungen – 191.078,6 – 208.449,4
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit (3) – 612.514,1 741.042,1
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel 3.168,0 – 2.635,0
Kassenbestand und liquide Mittel per 1.1. 4.865,0 8.032,9
Kassenbestand und liquide Mittel per 31.12.1 8.032,9 5.397,9

Erläuterung im Anhang Nr. 5

Bericht über Forschung, Entwicklung und Umwelt

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen mit ihrem Einsatz und ihrem Wissen wesentlich zu den Zielen und zur Entwicklung unseres Unternehmens bei. Um den wirtschaftlichen Erfolg nachhaltig zu sichern, legen wir Wert auf hoch qualifizierte und engagierte Beschäftigte. Wir investieren in die Menschen, indem wir sie leistungs- und marktgerecht entlohnen sowie konsequent und bedarfsorientiert

Marktlage erfordert Personalmaßnahmen

Das Jahr 2013 war von der anhaltend schwierigen Lage auf den europäischen Energiemärkten geprägt. Um Kosten zu senken und wettbewerbsfähig zu bleiben, hat VERBUND verschiedene Maßnahmen in die Wege geleitet, wie zum Beispiel den Stopp externer Personalaufnahmen ab Mitte April und ein Reorgani-

sationsprogramm. Bereits in den Vorjahren haben wir nur moderate Personalanstiege zugelassen. Dieser Kurs wurde im vergangenen Jahr verschärft. Aufgrund des Zukaufs der Grenzkraftwerke GmbH und der Innwerk AG erhöhte sich der Personalstand bei VERBUND im Vergleich zu 2012 dennoch um 5%. Dabei wurden 216 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernommen. Die Anzahl der Neuaufnahmen ist im Vergleich zu 2012 gesunken. Im Jahr 2013 wurden vor allem Lehrstellen, für die Nachfolgeplanung relevante Stellen

sowie Positionen, die im ersten Quartal ausgeschrieben worden waren, besetzt. Im Rahmen der Reorganisation hat die Weiterbeschäftigung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oberste Priorität. Notwendige Personalreduktionen werden sozial verträglich durch Pensionierungen und Regelungen zur Altersteilzeit umgesetzt. Betriebsbedingte Kündigungen werden vermieden. Um diese Ziele zu erreichen, setzte VERBUND wesentliche Initiativen wie die Schaffung eines "internen Arbeitsmarkts" und den Abschluss eines Sozialplans.

Interner Arbeitsmarkt fördert Weiterbeschäftigung

Offene Planstellen werden vorrangig mit Kapazitäten aus dem internen Arbeitsmarkt besetzt. Dabei kommen uns die langjährigen Investitionen in die umfassende Weiterqualifizierung zugute: Den von der Restrukturierung betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen viele Einsatzgebiete offen. Gezielte Umschulungen schaffen weitere Perspektiven für Teilnehmer am internen Arbeitsmarkt. VERBUND trägt damit im Sinn einer nachhaltigen Personalentwicklung dem Grundsatz der Weiterbeschäftigung dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rechnung.

Sozialplan unterstützt Übergang

Gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung wurde ein detaillierter Sozialplan ausverhandelt. Dieser sieht mehrere Maßnahmen vor. Neben gesetzlich festgelegten Modellen zur Altersteilzeit wird es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine neue Herausforderung am externen Arbeitsmarkt suchen, Überbrückungszahlungen aus dem Sozialplan geben. Beschäftigte, die sich beruflich neu orientieren wollen, können eine von VERBUND mitfinanzierte Arbeitsstiftung nutzen. Sie erhalten für die Verweildauer in der Stiftung auf Basis der gesetzlichen Regelungen Arbeitslosengeld. Weitere interne Um- und Weiterbildungsangebote – teilweise unter Nutzung der gesetzlichen Bildungskarenz – ermöglichen sozial verträgliche und an individuelle Bedürfnisse angepasste Lösungen für alle betroffenen Mitarbeite-

Lehrlingsausbildung sichert Nachwuchs

Die bereits vor Jahren eingeleitete Lehrlingsoffensive bei VERBUND wird grundsätzlich fortgesetzt. Damit wollen wir der altersstrukturbedingten Pensionierungswelle der nächsten 5 Jahre begegnen. Die durchgängige, qualitative Personalplanung anhand von "Jobfamilien" hat gezeigt: Facharbeiter sowie Meister

sind die Hauptbetroffenen dieses Pensionsschubs. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gewerblichen Bereich sind für die Zukunft unseres Kerngeschäfts strategisch wichtig. Deswegen legen wir besonderes Augenmerk auf die Sicherung ihres Wissens: Wir investieren in hohem Maß in die Ausbildung unserer eigenen Lehrlinge sowie in eine strukturierte

Nachfolgeplanung. Seit über 60 Jahren hat die Ausbildung von Lehrlingen eine große Bedeutung im Unternehmen. In 3 Lehrwerkstätten und an rund 23 Standorten in Österreich und Deutschland werden den jungen Talenten die nötigen Kompetenzen und Fähigkeiten für die zukünftigen Herausforderungen bei VERBUND vermittelt. Jedes Jahr starten rund 40 engagierte Frauen und Männer ihre 4-jährige Ausbildung zum "Elektro- und Metalltechniker" bzw. "Elektronik- und Elektrotechniker". Diese gefragten Doppelberufe bieten ausgezeichnete Zukunftschancen. Die Ergebnisse der Lehrabschlussprüfungen bestätigen die hohe Qualität der Ausbildung bei VERBUND. Im Jahr 2013 haben alle Lehrlinge diese bestanden,

davon etwa ein Drittel mit ausgezeichnetem Erfolg. Aus den Reihen unserer Lehrlinge haben wir in den vergangenen Jahren einen "Jungfacharbeiter-Pool" aufgebaut. Diese Jungfacharbeiter erhalten eine weiterführende Ausbildung in den Kraftwerken. Dadurch können wir in den kommenden Jahren die erforderlichen gewerblichen Positionen im Betrieb größtenteils intern besetzen.

Nachhaltigkeit

In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist eine nachhaltige Unternehmensführung besonders wichtig. Die umweltschonende, erneuerbare und sozial akzeptierte Energiegewinnung ist unsere Stärke. Damit leistet VERBUND einen wichtigen Beitrag für die Zukunft. Im Jahr 2013 wurden die neuen Guidelines der Global Reporting Initiative für die Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Diese sehen die Konzentration auf wesentliche Unternehmensthemen vor und regen eine noch stärkere Einbindung der

Im Dialog mit unseren Stakeholdern

Wir führen einen offenen und sachlichen Dialog mit unseren Anspruchsgruppen und sorgen dafür, dass unser Handeln verständlich und nachvollziehbar ist. Im Jahr 2013 haben wir eine strukturierte Umfrage unter Stakeholdern in Österreich und Deutschland (mit Schwerpunkt Bayern) durchgeführt. Die Fragen betrafen VERBUND im Allgemeinen sowie unsere Nachhaltigkeitskommunikation. Die Erhebung der Ansprüche und Wünsche erfolgte in einer Online-Befragung sowie in Interviews mit Personen aus den unterschiedlichsten Anspruchsgruppen. Ziele waren die Evaluierung der bisherigen Kommunikation und das Aufzeigen möglicher künftiger Themen in der Berichterstattung sowie neuer Arbeitsschwer-

punkte. Die Ergebnisse der Umfrage: Mehr als 60% der österreichischen und bayrischen Stakeholder sind mit dem Informationsaustausch mit VERBUND (sehr) zufrieden. Als wesentliche Stärken der Stakeholder-Kommunikation wurden in den Einzelgesprächen die rasche Bereitstellung qualitativ hochwertiger Informationen und die hohe Kompetenz der Ansprechpartner genannt. Darüber hinaus schätzen deutsche Stakeholder die vertrauens- und respektvolle Kommunikation sowie den hohen Servicecharakter. Im direkten Ranking der Themenfelder zeigt sich: Aus Sicht der österreichischen Stakeholder sind die sichere Stromversorgung für VERBUND-Kunden, die Wertsteigerung des Unternehmens, Umwelt-, Natur-

Nachhaltigkeit systematisch messen

Seit 2002 veröffentlicht VERBUND Nachhaltigkeitsberichte nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative. Die zeitnahe und auditierbare Datenerhebung stellt eine große Herausforderung für uns dar. Wir haben 2013 dazu ein neues zentrales Datenerfassungssystem für alle Nachhaltigkeitskennzahlen eingerichtet. Die zentrale Datenerfassung steigert auch die Effizienz: Die Übernahme von Daten aus Vorsystemen verringert den Arbeitsaufwand in der Erhebung und Überprüfung. Die strukturierte Erhebung mit einheitlichen Definitionen und nachvollziehbaren Prozessen verringert die Fehlerquellen und erhöht die Transparenz. Die bessere Überprüfbarkeit der Nachhaltigkeitsdaten ist die Basis für eine hohe Qualität und Glaubwürdigkeit der berichteten Zahlen. Weitere Vorteile des neuen Systems sind die höhere Datensicherheit und schnellere Zugriffszeiten – eine wesentliche Erleichterung bei der Erstellung von verschiedenen Berichten.

VERBUND in Nachhaltigkeitsindices

Unser Einsatz für nachhaltige Unternehmensführung zeigt Wirkung. Wir werden von mehreren spezia-

  • lisierten Nachhaltigkeitsagenturen bewertet und sind in zahlreichen Indices vertreten, zum Beispiel im: • VÖNIX (VBV-Österreichischer Nachhaltigkeitsindex): Dieser Aktienindex besteht aus börsennotierten österreichischen Unternehmen, die mit ihrer sozialen und ökologischen Leistung führend sind.
  • Bewertet wird von rfu sustainability research consulting. • FTSE4Good Europe Index and Global Index: eine Reihe von Börsenindices, spezialisiert auf ethisches
  • Investment; das Rating-Institut ist Ethical Investment Research Services (EIRIS). • STOXX Europe Sustainability Index: Dieser Aktienindex gehört zur Familie des Dow Jones Sustainability Index (DJSI). Neben ökonomischen werden auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt. Das Rating führt Sustainalytics (Headoffice in Amsterdam) durch.

Treibhausgasemissionen weiter gesenkt

VERBUND wurde 2013 erneut für die umfassende Berichterstattung zu Treibhausgasemissionen und Klimaschutz ausgezeichnet. Das Carbon Disclosure Project bewertet weltweit börsennotierte Unternehmen. Wie schon 2012 ist VERBUND das beste österreichische Unternehmen und das beste Energieunternehmen der D-A-CH-Region. Ausgewiesen werden die Gesamtemissionen nach Vorgabe des Greenhouse Gas Protocol. Dabei überwiegen die direkten Emissionen aus der Stromerzeugung aus Kohle und Gas sowie die indirekten Emissionen aus zugekauftem Strom. Aufgrund des hohen Anteils erneuerbarer Energien und der niedrigen Emissionen gehört VERBUND zu den umweltfreundlichsten Energieunternehmen in Europa. Durch die Reduktion der Erzeugung aus Wärmekraft sanken die Treibhausgasemissionen 2013 auf 104 t/GWh. Sie werden in den nächsten Jahren weiter abnehmen. Damit bleiben wir unter den Besten in der Peergroup.

Umweltmanagementsystem und -zertifizierungen

Mit unserem Umweltmanagementsystem verbessern wir seit 1995 laufend die Leistungen der Standorte für die Umwelt. Externe Zertifizierungen nach internationalen Standards unterstützen unseren hohen Qualitätsanspruch. Zum Jahresende 2013 waren rund 80% aller Kraftwerksstandorte EMAS- bzw. ISO-14001-zertifiziert – unter anderem 116 der 127 Wasserkraftwerke. Alle österreichischen Wärmekraftwerke verfügen über ein Umweltmanagementsystem nach EMAS und ISO 14001. Um die Umweltauswirkungen des Betriebs von Windkraftanlagen besser kontrollieren zu können, werden derzeit die 3 österreichischen Windparks von VERBUND ebenfalls in ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem aufgenommen. Die Windparks in Deutschland und Rumänien folgen in den nächsten Jahren. Schon seit 2008 entsprechen alle Netz-Standorte und -Leitungen folgenden Normen: ISO 9001, ISO 14001, ISO

27001, OHSAS 18001 und EMAS. Seit 1999 überprüft TÜV-SÜD die Herkunft unseres Wasserkraft-Stroms anhand strenger Kriterien. Das Gütesiegel bestätigt, dass der von Endkunden bestellte Grünstrom in der entsprechenden Qualität und Menge in unseren Wasserkraftwerken erzeugt und ins Netz eingespeist wird. Damit ist VERBUND ein Vorreiter unter den Stromunternehmen in Europa.

Innovation, Forschung und Entwicklung

Innovation war und ist die Triebfeder jeder gesellschaftlichen Entwicklung. Deshalb forcieren wir bei VERBUND Forschung und Entwicklung mit einem klaren Ziel: Technologien und Geschäftsfelder der Zukunft frühzeitig zu fördern und zur Marktreife zu entwickeln. Mit unserem "Competence Center Innovation" engagieren wir uns für Themen von morgen – wie Energiemanagement, erneuerbare Stromerzeugung oder Elektro-Mobilität. Denn wir wollen eine schlauere Strom-Zukunft für Österreich und Europa.

Einheit 2012 2013
Anzahl der F&E Projekte Anzahl 81 82
Projektvolumen gesamt1 Mio. € 149,8 203,2
davon EU-Projekte1 Mio. € 93,3 125,4
VERBUND-Anteil gesamt1 Mio. € 14,3 15,8
Jährliche VERBUND-Aufwendungen1 Mio. € 5,2 6,1

Kennzahlen F & E

1 über die gesamte Laufzeit der Projekte

Smart Energy – das Energie-System der Zukunft

Im Programm "Energiemanagement und Services" haben wir mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen den Zugang zu unseren Kunden ausgebaut. Durch die innovative Verknüpfung von Speicherlösungen mit einer Fotovoltaikanlage oder Wärmepumpe können Haushalte ihren Energiebedarf in höherem Maß selbst abdecken. Das stärkt die Rolle der Kunden als "Prosumer". Den Stromkonsumenten bietet sich dadurch sowohl ein energetischer als auch ein finanzieller Vorteil bei der

Entwicklung des Energie-Systems der Zukunft. Im Businessbereich eröffnen wir kleinen und mittleren Unternehmen sowie Industriebetrieben Zugang zum Stromhandel. Mit dem VERBUND Power Pool bauen wir eine neue Marktrolle am Regelenergiemarkt auf. Dabei werden Lastpotenziale und Flexibilitäten von Betrieben gebündelt und gemeinsam vermarktet. Durch Demand Response erbringen wir so Systemdienstleistungen, die dem einzelnen Kunden nicht zugänglich wären. Mit VERBUND ECO-NET wird Energie-Effizienz wissenschaftlich fundiert und systematisch nutzbar gemacht. Die Idee: Betriebe lernen voneinander, um gemeinsam Energie zu sparen.

Vorrang für Elektro-Mobilität mit 100% erneuerbarer Energie

Elektro-Mobilität kann maßgeblich dazu beitragen, die österreichischen Energie- und Klimaziele 2020 zu erfüllen. Zudem unterstützt sie die Stabilisierung der Netze, die durch die Integration von volatiler Energie aus Wind- und Sonnenkraft belastet sind. Der zusätzlich benötigte Strom kommt zu 100% aus erneuerbaren Quellen – allen voran der bewährten Wasserkraft. Um die positiven Effekte der Elektro-Mobilität für Wirtschaft, Standort und Arbeitsmarkt optimal zu nutzen, braucht es politische Akzente:

  • ein regionenübergreifendes nationales Konzept mit europäischer Anbindung,
  • transparente, nicht-prohibitive Marktregeln,
  • eine fiskalische und beschaffungsorientierte Marktstimulierung.

Das von VERBUND geführte größte österreichische Forschungsprojekt EMPORA haben wir bereits erfolgreich abgeschlossen, das Anschlussprojekt EMPORA2 befindet sich im Endspurt. Darüber hinaus koordinieren wir die grenzüberschreitende E-Mobility-Region VIBRATe, arbeiten am größten EU-Elektro-Mobilitätsprojekt "Green eMotion" mit und haben das internationale Leuchtturmprojekt "Crossing Borders" gestartet. Der von VERBUND initiierten Plattform Austrian Mobile Power haben sich schon mehr

als 30 bedeutende österreichische Unternehmen angeschlossen. Nach Jahren der Forschung und Entwicklung kommt Elektro-Mobilität nun in Österreich auf die Straße: Unser gemeinsam mit Siemens gegründeter E-Mobility Provider Austria baut unter dem Markennamen SMATRICS bis Ende 2014 ein flächendeckendes Hochleistungsladenetz auf. Zudem werden attraktive E-Mobilitätspakete für Firmen- und Privatkunden angeboten.

Stromhandel: Neue Strategien in schwierigem Umfeld

Die aktuelle Marktsituation zeigt weiterhin eine Seitwärtsbewegung der Großhandelspreise für Strom. Sie ist geprägt durch ein stagnierendes Preisniveau im längerfristigen Bereich. Kurzfristig zeigt sich hohe Volatilität. Auslöser dafür ist primär die stark schwankende Stromproduktion in Wind- und Fotovoltaikanlagen. Unsere Stromhändler reagieren darauf mit dem Einsatz neuer, optionsbasierter Absicherungsprodukte und der Weiterentwicklung der Optimierungs- und Prognoseinstrumente.

Wasserkraft: Effizient und umweltfreundlich

Wir setzen den Weg fort, unsere Anlagen mit innovativen Lösungen noch effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Versuchsanlage im Laufkraftwerk Retznei/Steiermark in Form einer HydroConnect-Wasserkraft-Fischschnecke. Diese soll die Passierbarkeit für Fische mit Stromerzeugung verbinden. Zudem arbeiten wir daran, die durchgängige Bewegung von Fischen flussabwärts- und -aufwärts sowie den Fischschutz im Allgemeinen weiter zu verbessern.

Windkraft: Vorreiter in der Betriebsoptimierung

Wir haben unser Windkraft-Portfolio in kurzer Zeit auf mehr als 400 MW ausgebaut. Die mehr als 140 Windturbinen, die zwischen 1,8 und 7,5 MW leisten, werden in Echtzeit überwacht. Sie liefern ständig Daten, die sofort verarbeitet werden. Derzeit entwickeln wir ein Analysetool, um aus dieser Vielzahl von Datensätzen automatisch Abweichungen in der Performance zu erkennen und Maßnahmen für die Schadensvorbeugung abzuleiten. Mit dieser Technologie ist VERBUND Vorreiter in der Optimierung von Windparks in Österreich.

Wärmekraft: Stromerzeugung nach Bedarf

Die stark schwankende Stromerzeugung aus neuen erneuerbaren Energien erfordert auch einen flexiblen Betrieb unserer Wärmekraftwerke. Dafür untersuchen wir unter anderem die Mindestlastabsenkung und sogenannte Lastgradient-Steigerungen. Eine weitere Herausforderung ist die zeitliche Trennung von Strom- und Wärmeerzeugung bei Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (Fernwärmespeicher). Außerdem konzentrieren wir uns auf die Lebensdauer hoch belasteter Bauteile, die vorbeugende Schadensabwehr durch strukturierte Bauteil-Analytik und eine ständige Effizienzverbesserung der Kraftwerke.

Stromnetz: Wirksame Übertragung sichern

Unsere unabhängige Netztochter Austrian Power Grid AG (APG) arbeitet innovativ am Netzausbau und der noch besseren Nutzung der Stromnetz-Infrastruktur. In zahlreichen energiewirtschaftlichen Szenarien wurden die Auswirkungen neuer Energie-Systeme auf das Netz und den Markt analysiert. Die Ergebnisse bilden unter anderem die Basis für die Netzplanung und unterstützen die Planung des Stromübertragungssystems auf europäischer Ebene. Im vergangenen Jahr wurde neben dem Netzentwicklungsplan (NEP 2013) der "APG-Masterplan 2030" als solide langfristige Planungsgrundlage abgeschlossen.

Auch das Thema Smart Grid war Gegenstand der Innovationsarbeit. Eines der Projekte – das Active Demand Side Management (aDSM) – führt zur Etablierung einer verbesserten Einspeiseprognose für

Solarstrom. Dies hilft, die Lasten im Stromnetz künftig noch besser zu verteilen. In der Systemführung sieht sich die APG in ihrem Netz zunehmend mit kritischen Lastfluss-Situationen und dem Erreichen der Stabilitätsgrenzen konfrontiert. Zur Aufrechterhaltung der Netzsicherheit werden daher ständig neue Monitoring-Systeme entwickelt – wie Thermal Rating, Eiswalzen-Monitoring oder Wide-Area-Measurement-Systeme. Diese laufen teilweise bereits im Produktivbetrieb.

Bericht über Zweigniederlassungen

Im Geschäftsjahr gab es keine Zweigniederlassungen.

Bericht über die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Chancen- und Risikomanagement

Gerade in Zeiten des Umbruchs wird deutlich, wie wichtig ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagement ist: Es kann Entscheidungen untermauern, mögliche Auswirkungen von Risiken reduzieren und Potenziale sichtbar machen. Im Jahr 2000 hat VERBUND das Risikomanagement zentral installiert; ab 2001 begann der konzernweite Aufbau der Aufgaben und Funktionen. Heute ist dieses System ein etablierter Bestandteil des umfassenden Steuerungskonzepts. Wir verstehen Risikomanagement als wiederholte Abfolge der folgenden Prozesse: Risikoidentifikation, Analyse, Bewertung, Erhebung möglicher Ursachen für Abweichungen, Ableitung von Bewertungsvorschriften sowie Überwachung der konkreten Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen.

Grundsätze, Strukturen und Prozesse

Das Chancen- und Risikomanagement von VERBUND orientiert sich an übergeordneten Zielen wie Wertsteigerung, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Als Teil des Führungs- und Steuerungssystems wird das Risikomanagement kontinuierlich weiterentwickelt. Die Bewertung der Risikolage fließt in strategische Entscheidungen, in die periodisch aktualisierte Beurteilung von Projekten während ihrer Umsetzung sowie in die Steuerung des laufenden Geschäfts ein. Die durchgehende quantitative Bewertung von Chancen und Risiken erleichtert die Einbindung des Risikomanagements in das wertorientierte Steuerungskonzept von VERBUND. Die Risikodarstellung im Berichtswesen orientiert sich an 2 Grundsätzen:

Vollständigkeit sowie Nachvollziehbarkeit von Zusammenhängen und Veränderungen. VERBUND verfügt über verschiedene Risk Management Committees (RMCs). Diese beschäftigen sich mit Schwerpunkten wie Energie-, Betriebs- und Finanzwirtschaft, regulatorischen Rahmenbedingungen oder Informationssicherheit und Datenschutz. Unter dem Vorsitz des Konzernrisikomanagements analysieren sie die Risikolage in den operativen Einheiten und treffen risikospezifische Entscheidungen. Seit 2008 koordiniert ein im Risikomanagement angesiedelter Chief Information Security Officer (CISO) sämtliche Belange der Informationssicherheit und des Datenschutzes im Konzern. Zur Bewältigung außerordentlicher Ereignisse hat VERBUND ein Konzernkrisenmanagement etabliert, das laufend an geänderte Rahmenbedingungen und wachsende Anforderungen angepasst wird. Die VERBUND-Tochter APG wurde 2012 als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber zertifiziert und verfügt seither über eine

eigenständige Risikoorganisation. Das Chancen- und Risikomanagement ist wesentlicher Teil der Geschäftsprozesse von VERBUND. Die Risikosteuerung basiert auf Ergebnis-, Bestands- sowie Liquiditätsgrößen. In einem laufenden Monitoring erfassen wir mögliche Gefährdungen und Chancen, modellieren Wirkungszusammenhänge, ermitteln Abweichungen und leiten daraus notwendige Aktionen ab. Alle wesentlichen Prozesse im Unternehmen durchlaufen diesen Regelkreis. Im Zuge der Aufbereitung strategischer Entscheidungen werden Geschäftspläne um Chancen und Risiken erweitert. Das wesentliche Entscheidungskriterium bildet die

erwartete Verzinsung des investierten Kapitals unter Berücksichtigung des Risikos. Energiewende und Wirtschaftskrise erhöhen das Risiko für erforderliche Wertberichtigungen. Die ordentliche Geschäftsentwicklung ist wesentlich durch Marktpreisrisiken geprägt. Dazu zählen beispielsweise die Entwicklung von Großhandelspreisen für Strom, von Preisen für Gas, Kohle oder Zertifikate, von Zinsen sowie von Wechselkursen. Diese Risiken werden mit statistischen Bewertungsverfahren beurteilt. Die Bewertung betrieblicher Risiken erfolgt durch die Einschätzung von Experten. Die Bewertungen unterliegen einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Aus der finanziellen Abwicklung von Geschäftsprozessen resultieren Risiken durch mögliche Forderungsausfälle. Ihre Bewertung erfolgt

durch am Markt verfügbare Bonitätskriterien. Für Projekte wird während der Umsetzungsphase das Risiko ungeplanter Auszahlungen aufgrund von Zeit-, Kosten- bzw. Qualitätsabweichungen erhoben und berichtet. Die Bewertung umfasst die gesamte verbleibende Projektlaufzeit und stellt die möglichen finanziellen Auswirkungen nach Berücksichtigung von unvorhergesehenen Auszahlungen und Maßnahmen zur Gegensteuerung dar.

Aktuelle Risikolage von VERBUND

Die Geschäftstätigkeit von VERBUND bindet hohe Finanzmittel. Sie erfordert den Einsatz und die Verfügbarkeit technisch komplexer Anlagen und Betriebsabläufe. Zudem ist sie Teil der gesellschaftspolitischen Diskussion. Die Errichtung von Sachanlagen geht regelmäßig mit langen Genehmigungsverfahren einher. Der Betrieb und die Erhaltung der über lange Jahre genutzten Vermögenswerte erfordern hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Risiken in Umfeld und Branche

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise führt zur Verschlechterung der externen – also nicht direkt beeinflussbaren – Risikofaktoren. Sie stammen aus den Bereichen Politik, Volkswirtschaft, Energiewirtschaft und Soziales. Damit verringert sich die Planungssicherheit für VERBUND. Dies kann negative Folgen für anstehende Investitionsentscheidungen und die Werthaltigkeit des Geschäftsvermögens haben. Der Ausbau der österreichischen Stromversorgung erfolgt im Rahmen der gesamteuropäischen Entwicklung. Die EU-Wachstumsstrategie "Europa 2020" und die darin definierten Wachstumsziele geben die

Leitlinien vor. Die Risikoabteilung der Wertschöpfungsstufe "Handel und Vertrieb" stellt die Einhaltung vorgegebener Limits im Stromgeschäft sicher. Der geförderte Ausbau der Stromerzeugung aus Windkraft und Fotovoltaik hat bestehende Wettbewerbs- und Marktmechanismen außer Kraft gesetzt. Die bei der Liberalisierung des Strommarkts etablierten Grundpfeiler haben in kurzer Zeit beträchtlich an Bedeutung verloren – etwa der Einsatz von Kraftwerken nach variablen Produktionskosten (Merit-Order) oder die Unterscheidung zwischen Grundlast (Base) und Spitzenlast (Peak). Die Entwicklung eines nachhaltig tragfähigen Marktdesigns ist derzeit Gegenstand intensiver Fachdiskussionen, an denen sich VERBUND aktiv

beteiligt. Als führender Stromerzeuger mit überwiegendem Anteil an Wasserkraft ist VERBUND stark von der nicht beeinflussbaren Entwicklung des Wasserdargebots abhängig. Die Erzeugung aus Laufkraftwerken kann nur in sehr geringem Ausmaß gesteuert werden (Schwellbetrieb). Demgegenüber werden Speicherkraftwerke mit spezifischen Rückhaltezeiten pro Tag, Monat oder Jahr eingesetzt. Die Wirtschaftlichkeit der Pumpspeicher von VERBUND begründet sich durch die Flexibilität des über Jahrzehnte aufgebauten Gesamtsystems. Weitere Ertragschancen ergeben sich aus zusätzlichen Einsatzstunden zur Abdeckung ungeplant nachgefragter Mengen. Der Ergebnisbeitrag hängt wesentlich von der Häufigkeit und dem absoluten Ausmaß kurzfristiger Preisschwankungen auf den Strommärkten ab.

Informations- und Kommunikationssysteme bilden das Rückgrat der Geschäftstätigkeit von VERBUND. Angesichts der zunehmenden internationalen Vernetzung stellt Cyber Crime auch für VERBUND ein steigendes Bedrohungspotenzial dar. Daher werden auch auf diesem Gebiet entsprechende Aktivitäten gesetzt.

Hohes Augenmerk legt VERBUND auf die Sicherheit der leittechnischen Systeme. Bei der am 2.5.2013 aufgetretenen Störung des Leittechniknetzwerks bei einzelnen Verteilnetz- und Kraftwerksbetreibern in Österreich wurde auch das VERBUND-Krisenmanagement aktiviert. Dadurch konnte sehr rasch der gesi-

cherte Normalzustand wiederhergestellt werden. Ein weiteres Risiko stellt der Klimawandel dar. Dieser kann langfristig sowohl das saisonale als auch das jährliche Wasserdargebot beeinflussen.

Risiken durch rechtliche Rahmenbedingungen

In der vergangenen Legislaturperiode konnte keine Einigung auf ein nationales Energieeffizienzgesetz erreicht werden. Dieses ist daher eine Priorität der neuen Bundesregierung. In ihrem Programm ist von "verbindlichen Branchenverpflichtungen auf gesetzlicher Basis für alle Energieträger" bei Anrechnung bestehender Programme die Rede. Aufgrund der europarechtlich vorgegebenen Umsetzungsfrist rechnet

VERBUND mit einem nationalen Gesetzesbeschluss bis Mitte 2014. Nach monatelangen Verzögerungen auf EU-Ebene einigten sich im Jänner 2014 Kommission, Rat und Parlament auf den Text der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie "Markets in Financial Instruments Directive" (MiFID). Entgegen den zwischenzeitlich anderslautenden Entwürfen von MiFID II werden Ener-

giegroßhändler auch künftig keine Wertpapier- oder Banklizenz halten müssen. Beim Überschreiten bestimmter Schwellwerte sieht die "European Market Infrastructure Regulation" (EMIR) vor, dass außerbörsliche OTC-(Over the Counter)-Derivatgeschäfte über eine zentrale Gegenpartei abzurechnen (zu "clearen") sind. Entgegen den ursprünglichen Annahmen ist VERBUND derzeit nicht davon betroffen. Dessen ungeachtet sind solche Geschäfte seit Februar 2014 an ein Transakti-

onsregister zu melden. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Österreich würde den Handel mit Aktien und Anleihen und jenen mit Derivaten besteuern. Dies könnte nicht zuletzt auch in Hinblick auf mögliche Fusionen, Verkäufe und Übernahmen von Unternehmen für VERBUND relevant sein.

Weitere Risikofaktoren

Der 2013 mit E.ON durchgeführte Anteilstausch ist die bilanziell umfangreichste Transaktion in der Unternehmensgeschichte von VERBUND. Veränderte Rahmenbedingungen auf den Energiemärkten führten 2013 zu Wertberichtigungen sowie zur weiterführenden Reorganisation des Gasportfolios. Dies umfasst auch die Einleitung rechtlicher Schritte. Die Umsetzung möglicher Handlungsoptionen kann das Konzernergebnis erheblich beeinflussen.

Zur Abwicklung des Geschäfts hat VERBUND langfristige Verträge abgeschlossen. Geänderte Rahmenbedingungen haben die Wirtschaftlichkeit einiger dieser Vereinbarungen beeinflusst. Die mögliche Anpassung der Verträge reduziert die Risiken. Das Risiko von Wertberichtigungen für Anlagen bleibt hoch. Darüber hinaus können bisher ungeplante Zuschüsse in Konzerngesellschaften erforderlich sein. Für vertraglich vereinbarte Aufwendungen aus laufenden Reorganisationsprogrammen, für Pensionen und Abfertigungen sowie für die Nachnutzungsphase von Erzeugungsanlagen (zum Beispiel für deren Abbruch) werden bei VERBUND Rückstellungen gebildet. Weicht die aktuelle Situation von den Annahmen für die Bildung dieser Vorsorgen ab, kann dies zu Ergebnisschwankungen führen.

Im Rahmen des Finanzmanagements minimiert ein effektives Monitoring von Kontrahenten-Risiken Leistungs- und Zahlungsausfälle von Geschäftspartnern. Limits werden zentral vergeben und laufend überwacht. Stabile Geldflüsse aus dem operativen Ergebnis stellen die Bedienung des Fremdkapitals sicher. Darüber hinaus verfügt VERBUND über ausreichende Kreditlinien, mit denen sich liquide Mittel kurzfristig bereitstellen lassen. Dem möglichen Schlagendwerden gegebener Sicherheiten wird laufend gegengesteuert. Dazu zählen auch mögliche Auswirkungen einer weiteren Änderung des Ratings der

VERBUND AG auf die außerbücherlich geführte Cross-Border-Leasing-Transaktion. Auch die Abwicklung des Investitionsprogramms von VERBUND ist mit Risiken verbunden. Die frühzeitige Einbindung der Anspruchsgruppen, die Einhaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen und ein gutes Management zeitgleich abzuwickelnder Projekte sollen den Erfolg der Umsetzung sicherstellen.

Das Risikomanagement ist in den gesamten Projektzyklus eingebunden. Naturereignisse wie Hochwasser, Sturm oder Lawinen können einen ungeplanten Ausfall von Anlagen zur Stromerzeugung oder -übertragung verursachen sowie Folgeschäden nach sich ziehen.

Ausblick: Chancen und Risiken für 2014

Das geplante operative Ergebnis für 2014 kann durch Wertberichtigungen, Marktbewertungen, das

Mengen- und Preisrisiko der Eigenerzeugung sowie Ausfallsrisiken schwanken. Das Finanzergebnis der VERBUND AG wird durch die Beiträge aus den Beteiligungen beeinflusst. Im Beteiligungsergebnis spiegeln sich folgende Faktoren wider: die operative Geschäftstätigkeit der Beteiligungen, geänderte energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen, Aufwendungen für Restrukturierung, die mögliche Wertminderung von Beteiligungsansätzen sowie das mögliche Schlagendwerden gegebener Haftungen und Garantien. Zudem schwankt das Finanzierungsergebnis aufgrund der Stichtagsbewertung einer plangemäß im Jahr 2015 zu tilgenden Yen-Verbindlichkeit.

Finanzinstrumente

Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Finanzbereich

Derivativgeschäfte dienen grundsätzlich ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertveränderungen der Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden grundsätzlich erfolgswirksam in der

Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

Strombereich

Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Stromgeschäft umfassen Stromfutures, Stromforwards und Swaps. Zweck der derivativen Sicherungsgeschäfte im Strombereich ist die Schließung von Strom-

geschäften, die physikalisch nicht rückgedeckt sind. Positive und negative Zeitwerte werden getrennt dargestellt. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von potenziellen Marktpreisschwankungen (–10% bis +10%) auf das Gesamtportfolio oder getrennt nach Forwards und Futures im Trading

gemessen. Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

Für das Jahr 2014 sind per 18.2.2014 keine Risiken zu erkennen, die für die VERBUND AG einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

nach § 243a Abs. 2 UGB

Nach § 243a Abs. 2 UGB sind die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme für den Rechnungslegungsprozess zu beschreiben. Das interne Kontrollsystem (IKS) von VERBUND umfasst sämtliche Maßnahmen zur Sicherstellung der Zuverlässigkeit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit dieses Prozesses sowie zur Einhaltung externer Vorschriften. Das Risikomanagementsystem wird im Kapitel "Chancenund Risikomanagement" gesondert erläutert.

Organisatorischer Rahmen

VERBUND trägt Verantwortung gegenüber zahlreichen Anspruchsgruppen und der Umwelt. Die Konzernführung handelt nach den im Unternehmensleitbild festgelegten Prinzipien. Der Vorstand ist für die Einrichtung und Gestaltung des IKS verantwortlich, dessen Wirksamkeit vom Prüfungsausschuss des

Grundlagen des internen Kontrollsystems

Der Rechnungslegungsprozess von VERBUND ist durch konzernweite Richtlinien und Vorgaben geregelt. In der praktischen Umsetzung sind die Durchführung, Kontrolle und Überwachung der Geschäftsvorgänge strukturell voneinander getrennt. Dadurch soll keine einzelne Mitarbeiterin und kein einzelner Mitarbeiter in der Lage sein, alle Prozess-Schritte eines Geschäftsfalls vom Beginn bis zum Ende

alleine durchzuführen. Die Prüfung von Berechtigungen ist in die systemtechnische Abwicklung der Geschäfte integriert. Die Einhaltung und Wirksamkeit dieser Kontrollen wird periodisch überprüft. Ausgehend von der Prozesslandkarte von VERBUND werden Geschäftsprozesse und darin enthaltene Risiken sowie Kontrollen des Rechnungslegungsprozesses systematisch analysiert und dokumentiert. Die Dokumentation der zeitlichen Abfolge der Kontrollen, Ablaufdiagramme und die Prozesslandkarte bilden zusammen das regelmäßig aktualisierte Prozesshandbuch. Die Organisation von VERBUND passt sich fortlaufend an geänderte interne sowie externe Rahmenbedingungen an.

Berichtswesen unter Einhaltung von Unbundling-Bestimmungen

Die internen Quartals- und Jahresberichte vereinen Informationen aus Controlling, Finanz- und Risikomanagement. Alle Berichte beruhen auf konzernweit einheitlichen Erstellungs- und Bewertungsvorschriften. Die VERBUND-Tochter APG tritt am Markt seit 2012 als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber auf. Ein externer Gleichbehandlungsbeauftragter überwacht die Einhaltung der vertraglich fixierten Unbundling-Bestimmungen.

Periodische Überwachung

Die Revision prüft die Abwicklung der Geschäftsprozesse sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Die Prüfungen erfolgen nach dem vom VERBUND-Vorstand verabschiedeten Revisionsprogramm, ergänzt durch Kurz- und Sonderprüfungen. Die Revisionsberichte umfassen Empfehlungen und Maßnahmen. Eine periodische Nachverfolgung stellt die Umsetzung vorgeschlagener Verbesserungen sicher. Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verfügt die APG seit März 2012 über eine eigene Revision.

Aktionärsstruktur und Angaben

zum Kapital Angaben gemäß § 243a Abs. 1 UGB

  1. Das Grundkapital setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: 170.233.686 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49% des Aktienkapitals, und 177.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51% des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Zum Bilanzstichtag befinden sich daher 347.415.686 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Pkt. 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen

    1. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl. I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: "Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51% beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5% des Grundkapitals beschränkt." Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.
    1. Die Aktionärsstruktur der VERBUND AG ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51% des Grundkapitals der VERBUND AG befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Mehr als 25% des Grundkapitals sind im Eigentum eines Syndikats der Landes-Energieunternehmen WIENER STADTWERKE Holding AG und EVN AG. Mehr als 5% befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 20% des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Bei VERBUND bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Entsprechend der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ist eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich. Gemäß dem Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) ist im Aufsichtsrat ein Nominierungsausschuss eingerichtet, der für den Aufsichtsrat die Bestellung von Vorstandsmitgliedern vorbereitet. Die Regeln des ÖCGK betreffend Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden eingehalten (siehe dazu den Corporate-Governance-Bericht 2013). Darüber hinaus bestehen keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Änderung der Satzung.
    1. Genehmigtes Kapital: Die außerordentliche Hauptversammlung vom 24.9.2010 ermächtigte den Vorstand gemäß § 169 AktG, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 23.9.2015 um bis zu 154.100.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 154.100.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen. Ausgabebetrag, Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung sind mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Voraussetzung ist, dass die

Republik Österreich im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital neue Aktien zeichnet und dass dadurch ihr Anteil aus der Beteiligung an der Gesellschaft auch nach Durchführung einer solchen Kapitalerhöhung nicht unter 51% des Grundkapitals fällt. In der Folge hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 24.11.2010 eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 39.215.686 Stückaktien beschlossen, wodurch sich das Grundkapital auf 347.415.686,00 € erhöhte. Nach dieser Kapitalerhöhung besteht die Ermächtigung des Vorstands, bis 23.9.2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale 347.415.686,00 € um bis zu 114.884.314,00 € durch Ausgabe von bis zu 114.884.314 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) zu erhöhen.

Aktienrückerwerb: Die 66. ordentliche Hauptversammlung der VERBUND AG vom 17.4.2013 hat den Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z. 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten ab 17.4.2013 sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu erwerben. Der Gegenwert darf dabei nicht mehr als 15% unter bzw. über dem durchschnittlichen Börsenkurs der letzten 5 Börsentage vor Erwerb der Aktien liegen. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen oder auf Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt

werden. Der Vorstand wurde für die Dauer von 5 Jahren ab Beschlussfassung gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine andere Art der Veräußerung eigener Aktien als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrecht) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen. Schließlich wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlichenfalls das Grundkapital durch Einziehung dieser eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss

herabzusetzen. Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstands i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.

    1. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Regelungen, die sich auf den im § 243a Z. 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im Übrigen ist unseres Erachtens ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes derzeit nicht möglich.
    1. Entschädigungsvereinbarungen i.S.d. § 243a Z. 9 UGB bestehen nicht.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Ausblick

Die Expansion der Weltwirtschaft bleibt 2014 moderat. Zwar haben sich zuletzt in den Industrieländern die Perspektiven aufgehellt. Die konjunkturelle Dynamik ist aber immer noch gemäßigt und Abwärts-

Konjunktur bessert sich in mäßigem Tempo

Die Schuldenkrise im Euroraum ist nach wie vor ungelöst, und Rückschläge sind möglich. In den USA konnte zuletzt der Haushaltsstreit mit einem Kompromiss beigelegt werden. Der grundsätzliche Konflikt über die Ausgabenpolitik und die Maßnahmen zur Eindämmung der Staatsschulden ist aber nicht endgültig gelöst. Unsicherheiten gibt es auch bei den konjunkturellen Aussichten für die großen Schwellenländer, die lange Zeit der Motor der Weltwirtschaft waren. Eine markante Abschwächung des

Wachstums in diesen Ländern würde die Weltkonjunktur spürbar bremsen. Für Europa sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) erste Zeichen einer Konjunkturerholung. Gleichwohl dürfte das Tempo der Belebung moderat bleiben – die strukturellen Anpassungsprozesse in den Krisenländern werden die Konjunktur noch einige Zeit belasten. Der Euroraum dürfte 2014 laut IWF mit einem Plus von 1,0% in den Wachstumsbereich zurückkehren. Die österreichische Wirtschaft dürfte 2014 nach der Prognose des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) um 1,7%

Herausforderung Energiewende

Der Strommarkt befindet sich im tiefgreifendsten Umbruch seit der Liberalisierung im Jahr 1999. Neue erneuerbare Energien werden massiv gefördert. Auf der anderen Seite ist die Stromnachfrage konjunkturbedingt schwach bis rückläufig. Aus diesen Gründen liefert der Terminmarkt für die nächsten Jahre keine Investitionsanreize, die Strompreise bleiben niedrig und stagnieren. Bei einem weiteren starken Ausbau erneuerbarer Energien sind für die Versorgungssicherheit mittelfristig Investitionen in neue

flexible Kraftwerke und leistungsfähige Netze notwendig. Hinzu kommt, dass derzeit der CO2-Markt nicht funktioniert. Durch die niedrigen Preise bleibt der Lenkungseffekt hin zu emissionsarmen Erzeugungstechnologien aus. So kommt es, dass Gaskraftwerke mit ihren hohen Brennstoffkosten (durch zumeist langfristige mengen- und ölpreisgebundene Verträge) nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Jene Kraftwerke mit den höchsten spezifischen CO2-Emissionen,

nämlich Braunkohlekraftwerke, sind hingegen profitabel. Die Energiewende braucht Augenmaß und eine ganzheitliche Betrachtung. Es ist ein funktionierender gemeinsamer europäischer Strombinnenmarkt zu schaffen, der die 3 zentralen Ziele der europäischen Energiepolitik berücksichtigt: Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Investitionen in Wasserkraft und regulierte Geschäftsbereiche

Der Investitionsplan von VERBUND wurde an die geänderten Rahmenbedingungen am europäischen Strommarkt angepasst: Im Zeitraum 2014–2018 werden 2,3 Mrd. € investiert. Davon entfallen 1,5 Mrd. € auf Wachstumsinvestitionen und 0,8 Mrd. € auf Instandhaltungen. Die Investitionen betreffen fast ausschließlich unsere Kernmärkte Österreich und Deutschland. Wir werden laufende Bauprojekte fertigstellen und die Effizienz bestehender Wasserkraftwerke erhöhen. Ebenso investieren wir in regulierte Geschäftsbereiche: Windkraft sowie das österreichische Hochspannungsnetz. Im Geschäftsjahr 2014 planen wir insgesamt 369,5 Mio. € zu investieren, davon 207,3 Mio. € in Wachstum und 162,2 Mio. € in Instandhaltungen.

Dividendenpolitik

Für das Geschäftsjahr 2013 planen wir eine Dividende von 1 € pro Aktie auszuschütten. Diese Dividende besteht aus einer Basisdividende von 0,55 € pro Aktie und einer Sonderdividende von 0,45 € pro Aktie. Grund für die Ausschüttung der Sonderdividende ist der 2013 erfolgreich abgeschlossene Asset-Swap mit E.ON. Für 2014 planen wir eine Ausschüttungsquote von rund 50% – bezogen auf das um Einmal-Effekte bereinigte Konzernergebnis.

Ergebnisausblick 2014

Die Entwicklung des VERBUND-Ergebnisses hängt maßgeblich von folgenden Faktoren ab: den Großhandelspreisen für Strom, der Eigenerzeugung und der weiteren energiewirtschaftlichen Entwicklung der Gaskraftwerke. Das Ergebnis 2013 der VERBUND AG war wesentlich durch außerordentliche Effekte wie Wertminderungen aus dem Beteiligungsbereich beeinflusst. Auf Basis der Vorschau zu Jahresbeginn erwartet die VERBUND AG für das Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von rund 370 Mio. €.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit 1.1.2014 wurde die für die Veranlagung des Fondsvermögens verantwortliche Pensionskasse gewechselt. Die BAV Pensionskassen AG begann ab dem 10.12.2013 mit der Veräußerung der Wertpapiere. Zum 31.12.2013 lag das Planvermögen folglich ausschließlich als Bargeld vor, das mit Wirkung vom 1.1.2014 an die APK Pensionskasse AG übertragen wurde, die seitdem für die Veranlagung verantwort-

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig Vorsitzender des Vorstands Vorsitzender-Stv. des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Jahresabschluss

Bilanz

AKTIVA in Tsd. €
Erläuterung
im Anhang
2012 2013
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 5.409,3 6.235,0
II. Sachanlagen 31.733,5 32.662,7
III. Finanzanlagen (2) 4.347.977,1 4.714.935,6
4.385.119,9 4.753.833,3
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (3) 14.241,9 15.004,8
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
(4) 1.093.373,5 626.207,2
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (5) 8.032,9 5.397,9
1.115.648,4 646.609,9
C. Rechnungsabgrenzungsposten (6) 103.565,8 182.153,2
5.604.334,0 5.582.596,4
Rückgriffsrechte (7) 4.154.790,7 2.497.927,5
ab Rückhaftungen Cross-Border-Leasing – 456.673,9 – 399.747,8
3.698.116,9 2.098.179,7
PASSIVA in Tsd. €
Erläuterung
im Anhang
2012 2013
A. Eigenkapital
I. Grundkapital (8) 347.415,7 347.415,7
II. Kapitalrücklagen 971.720,3 971.720,3
III. Gewinnrücklagen (9) 1.564.498,7 670.292,1
IV. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag 0,0 Tsd. €,
Vorjahr 0,0 Tsd. €) (10) 208.449,4 347.415,7
3.092.084,2 2.336.843,8
B. Unversteuerte Rücklagen (11) 3.112,1 2.972,0
C. Rückstellungen (12) 105.347,1 393.800,5
D. Verbindlichkeiten (13) 2.394.459,6 2.839.085,9
E. Rechnungsabgrenzungsposten (14) 9.331,2 9.894,2
5.604.334,0 5.582.596,4
Eventualverbindlichkeiten (15) 4.154.790,7 2.497.927,5
ab Rückhaftungen Cross-Border-Leasing – 456.673,9 – 399.747,8
3.698.116,9 2.098.179,7

Gewinn- und Verlustrechnung

in Tsd. €
Erläuterung
im Anhang
2012 2013
1. Umsatzerlöse (16) 2.667.377,0 2.726.684,9
2. Veränderung des Bestands an noch nicht
abrechenbaren Leistungen – 50,0 61,4
3. Sonstige betriebliche Erträge (17) 38.050,6 43.574,8
4. Betriebsleistung
(Zwischensumme aus Z. 1 bis 3)
2.705.377,5 2.770.321,1
5. Aufwendungen für Strom-/Gas-/Netz-/
Emissionszertifikatebezug und sonstige bezogene
Herstellungs- und Dienstleistungen
– 2.399.223,3 – 2.496.024,3
6. Personalaufwand (18) – 34.118,6 – 30.982,3
7. Abschreibungen (19) – 2.548,1 – 2.848,1
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (20) – 84.997,8 – 110.771,6
9. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z. 4 bis 8) 184.489,7 129.694,8
10. Erträge aus Beteiligungen 305.374,2 390.304,4
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
32.156,3 16.139,8
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.294,2 25.293,7
13. Erträge aus dem Abgang von und der
Zuschreibung zu Finanzanlagen
52.719,8 43,1
14. Aufwendungen aus Finanzanlagen – 54.158,3 – 821.189,6
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 141.282,4 – 412.923,3
16. Finanzergebnis
(Zwischensumme aus Z. 10 bis 15)
(21) 231.103,8 – 802.332,0
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 415.593,5 – 672.637,2
18. Steuern vom Einkommen (22) – 22.508,8 125.706,3
19. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 393.084,7 – 546.931,0
20. Auflösung unversteuerter Rücklagen 210,8 140,1
21. Auflösung von Gewinnrücklagen 0,0 894.206,6
22. Zuweisung zu Gewinnrücklagen – 184.846,1 0,0
23. Bilanzgewinn 208.449,4 347.415,7

Entwicklung des Anlagevermögens

Stand
1.1.2013
Zugänge Abgänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte,
Strombezugsrechte, Benützungsentgelte
und ähnliche Rechte und Vorteile sowie
daraus abgeleitete Lizenzen 327.885,7 1.832,2 13,3 0,0
327.885,7 1.832,2 13,3 0,0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte und Bauten, einschließlich der
Bauten auf fremdem Grund
a. mit Wohngebäuden 77,6 0,0 0,0 0,0
b. mit Betriebsgebäuden und anderen
Baulichkeiten
27.113,9 518,8 2,1 0,0
c. unbebaute Grundstücke 7.208,4 0,0 0,0 0,0
2. Elektrische Anlagen 7.776,6 76,8 969,3 431,9
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 18.028,5 1.613,9 289,7 0,0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
in Bau 431,9 632,1 0,0 – 431,9
60.637,0 2.841,6 1.261,0 0,0
Sachanlagen und immaterielle
Vermögensgegenstände
388.522,7 4.673,8 1.274,4 0,0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.678.575,5 1.439.458,7 0,0 26.461,9
2. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
1.026.901,8 228.476,6 854.420,1 0,0
3. Beteiligungen 598.281,8 0,0 287.592,4 – 26.461,9
4. Wertpapiere (Wertrechte) des
Anlagevermögens 73.528,6 1.408,9 50.764,1 0,0
5. Sonstige Ausleihungen 211,2 21,8 30,7 0,0
4.377.498,9 1.669.366,0 1.192.807,3 0,0
Anlagevermögen 4.766.021,6 1.674.039,8 1.194.081,7 0,0

Der Grundwert der Grundstücke beträgt zum 31.12.2013 10.549,1 Tsd. € (Vorjahr: 10.549,1 Tsd. €).

in Tsd. €
Planmäßige
Abschreibungen
2013
Außerplanmäßige
Abschreibungen
2013
Restbuchwert
31.12.2012
Restbuchwert
31.12.2013
Kumulierte
Abschreibungen
Stand
31.12.2013
1.006,6 0,0 5.409,3 6.235,0 323.469,6 329.704,6
1.006,6 0,0 5.409,3 6.235,0 323.469,6 329.704,6
0,6 0,0 2,6 2,0 75,6 77,6
565,2 0,0 10.557,2 10.508,7 17.121,9 27.630,6
0,0 0,0 7.208,4 7.208,4 0,0 7.208,4
306,4 14,6 1.718,2 1.904,2 5.411,8 7.316,1
954,8 0,0 11.815,1 12.407,2 6.945,5 19.352,7
0,0 0,0 431,9 632,1 0,0 632,1
1.827,0 14,6 31.733,5 32.662,7 29.554,8 62.217,5
2.833,6 14,6 37.142,8 38.897,7 353.024,5 391.922,1
0,0 699,3 2.678.555,5 4.143.776,7 719,3 4.144.496,0
0,0 80.680,6 1.026.901,8 320.277,8 80.680,6 400.958,3
0,0 45.003,0 572.276,0 229.911,2 54.316,3 284.227,5
0,0 0,0 70.032,7 20.767,7 3.405,7 24.173,5
0,0 0,0 211,2 202,2 0,0 202,2
0,0 126.382,8 4.347.977,1 4.714.935,6 139.121,9 4.854.057,5
2.833,6 126.397,4 4.385.119,9 4.753.833,3 492.146,4 5.245.979,7

Entwicklung der unversteuerten Rücklagen

in Tsd. €
Stand
1.1.2013
Zuführung
Umbuchung
Auflösung
Abgang
Stand
31.12.2013
Bewertungsreserve aufgrund von
Sonderabschreibungen
1. Vorzeitige Abschreibung
gem. § 7a EStG 1988
1.1. Elektrische Anlagen 122,8 0,0 7,7 115,1
1.2. Betriebs- und
Geschäftsausstattung
108,9
231,7
0,0
0,0
19,8
27,6
89,1
204,1
2. Übertragung stiller Reserven
gem. § 12 EStG
2.1. Elektrische Anlagen 2,4 0,0 2,3 0,1
2.2. Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.034,5 0,0 110,2 924,3
2.3. Anteile an verbundenen
Unternehmen
1.811,1 0,0 0,0 1.811,1
2.4. Wertpapiere 32,4 0,0 0,0 32,4
2.880,4 0,0 112,5 2.767,9
Unversteuerte Rücklagen 3.112,1 0,0 140,1 2.972,0

Fristigkeitenspiegel 2013

in Tsd. €
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Restlaufzeit zum 31.12.2013
Summe
Ausleihungen
1. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen
33.991,7 127.686,1 158.600,0 320.277,8
2. Sonstige Ausleihungen 36,9 164,1 1,2 202,2
34.028,6 127.850,2 158.601,2 320.480,0
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
176.474,5 0,0 0,0 176.474,5
2. Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
290.511,6 0,0 0,0 290.511,6
3. Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
2.861,5 0,0 0,0 2.861,5
4. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
156.359,6 0,0 0,0 156.359,6
626.207,2 0,0 0,0 626.207,2
Verbindlichkeiten
1. Anleihen 939,0 46.645,6 127.823,0 175.407,6
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
15.549,9 245.333,3 36.666,7 297.549,9
3. Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Sonstigen
28.691,5 0,0 0,0 28.691,5
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
124.550,0 1,0 0,0 124.551,0
5. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
837.870,2 81.901,9 1.083.706,1 2.003.478,2
6. Sonstige Verbindlichkeiten 21.915,6 25.021,3 162.470,7 209.407,6
1.029.516,2 398.903,2 1.410.666,5 2.839.085,9

Fristigkeitenspiegel 2012

in Tsd. €
Restlaufzeit zum 31.12.2012
bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Summe
Ausleihungen
1. Ausleihungen an verbundene
Unternehmen 70.418,5 546.016,7 410.466,7 1.026.901,8
2. Sonstige Ausleihungen 22,3 187,4 1,5 211,2
70.440,8 546.204,0 410.468,1 1.027.113,0
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 176.614,2 0,0 0,0 176.614,2
2. Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen
792.694,2 0,0 0,0 792.694,2
3. Forderungen gegenüber
Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht 17.963,5 0,0 0,0 17.963,5
4. Sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände
106.101,7 0,0 0,0 106.101,7
1.093.373,5 0,0 0,0 1.093.373,5
Verbindlichkeiten
1. Anleihen 1.196,2 48.851,3 127.823,0 177.870,5
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
15.333,3 45.333,3 52.000,0 112.666,7
3. Finanzverbindlichkeiten gegenüber
Sonstigen 1.191,5 27.500,0 0,0 28.691,5
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
125.211,2 36,6 0,0 125.247,8
5. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
50.922,7 550.000,0 840.000,0 1.440.922,7
6. Sonstige Verbindlichkeiten 28.078,7 53.011,1 427.970,6 509.060,4
221.933,6 724.732,4 1.447.793,6 2.394.459,6

Anhang zum Jahresabschluss

Anhang – Erläuterungen

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Rundungshinweis

Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen. Der Katalog über die einheitlichen Abschreibungssätze bei VERBUND sieht im Wesentlichen folgende Abschreibungssätze vor:

Abschreibungssatz in % Nutzungsdauer in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände
Rechte an Telekomanlagen 10 10
Rechte an Softwareprodukten 25 4
Sonstige Rechte 5 20
Bauten
Wohn- und Geschäftsgebäude 2 bzw. 3 33,3 bzw. 50
Betriebsgebäude 3 33,3
Technische Anlagen und Maschinen
Maschinelle Anlagen 4 bzw. 5 20 bzw. 25
Elektrische Anlagen 5 20
Telekomanlagen 10 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung 10– 25 4– 10

Bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, die im Wirtschaftsjahr länger als 6 Monate genutzt werden, erfolgt die Abschreibung mit einer vollen Jahresrate, bei solchen, die kür-

zer als 6 Monate genutzt werden, mit einer halben Jahresrate. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und –

soweit abnutzbar – entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten aktiviert. Auf die Ausübung des Bewertungswahlrechts hinsichtlich Einbeziehung der sozialen Aufwendungen, Abfertigungen und betrieblichen Altersversorgung im Sinne des § 203 Abs. 3 UGB sowie die Aktivierung der Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 4 UGB) wird verzichtet. Die geringwertigen Vermögensgegenstände gemäß § 226 Abs. 3 UGB werden im Zugangsjahr

voll abgeschrieben. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Wertpapiere und Wertrechte des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Zeitwerten bewertet; Zuschreibungen werden nicht vorgenommen. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden Abschreibungen vorgenommen; Zuschreibungen werden nicht vorgenommen. Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden als Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

Anlagevermögen

Umlaufvermögen

Noch nicht abrechenbare Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Auf das Bewertungswahlrecht hinsichtlich der Einbeziehung der sozialen Aufwen-

dungen sowie der Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 3 und 4 UGB) wird verzichtet. Die Bewertung der nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren erfassten Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Forderungen in Fremdwährungen sind mit dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt ihres Entstehens bzw. zum niedrigeren Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) des Bilanzstichtages (sofern nicht anderweitig kursgesichert)

bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenso mit dem Devisenreferenzkurs der EZB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Soweit in Folgejahren Steuerentlastungen zu erwarten sind, wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, einen Abgrenzungsposten für latente Steuern auf der Aktivseite der Bilanz zu bilden, wobei die auf die Gruppenmitglieder entfallenden Steuerlatenzen entsprechend den Steuerumlagen beim laufenden Ergebnis in deren Bilanz ausgewiesen sind. Rechnungsabgrenzungsposten

Dieser Abgrenzungsposten resultiert aus Unterschieden zwischen der Unternehmens- und Steuerbilanz bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, die einem bereits abgeschlossenen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, und umfassen jene Beträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung

notwendig waren. Die Rückstellungen für Abfertigungen sind unter Zugrundelegung der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected-Unit-Credit-Methode im vollen versicherungsmathematischen Ausmaß dotiert. Der Ansparzeitraum bei den Abfertigungsrückstellungen beträgt 25 Jahre. Für alle nach dem 31.12.2002 beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53% des Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Über die gesetzlichen Ansprüche hinausgehende Bestimmungen des EVU-Kollektivvertrags werden in den Rückstellungen für Abfertigungen berücksichtigt.

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise für diesen Zweck gebundenes Pensionskassenvermögen der BAV Pensionskassen AG gegenüber. Die gemäß der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected-Unit-Credit-Methode ermittelte Rückstellung wird mit dem Pensionskassenvermögen saldiert ausgewiesen. Soweit diese leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussver-

pflichtung vonseiten des Arbeitgebers. Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche

Verpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt. Der Zinsaufwand wird, wie international üblich, im Finanzergebnis ausgewiesen. Als Rechnungsgrundlagen werden die "AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsver-

sicherung – Pagler & Pagler" herangezogen. Den Berechnungen zum 31.12.2013 und 2012 liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

in %
2012 2013
Zinssatz:
Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen 4,00 3,50
Abfertigungen 4,00 3,50
Trend:
Pensionssteigerungen 2,25 2,25
Gehaltssteigerungen 2,75 2,75
Zuschusszahlungen zu pensionsähnlichen Verpflichtungen – Altverträge 7,00 7,00
Zuschusszahlungen zu pensionsähnlichen Verpflichtungen – Neuverträge 4,00 4,00
Fluktuation 0,00– 4,00 0,00– 4,00
Pensionsalter Frauen 56,5– 65 J. 56,5– 65 J.
Pensionsalter Männer 61,5– 65 J. 61,5– 65 J.
Erwartete langfristige Verzinsung des Fondsvermögens 4,00 3,50

Für die erwartete Rendite des Planvermögens wird derselbe Zinssatz herangezogen, der für die Berechnung der dazugehörigen Rückstellung verwendet wird. Die Abzinsungssätze werden sowohl entsprechend den Restlaufzeiten der Verpflichtungen als auch äquivalent zu dem darin enthaltenen Bestand (Aktive und Pensionisten) differenziert.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Devisenreferenzkurs der EZB des Bilanzstichtages – sofern dieser über dem Entstehungskurs liegt –

bewertet. Verbindlichkeiten aus Fremdwährungsanleihen und -krediten wurden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB bewertet, sofern dieser über dem Entstehungskurs lag. Das Ergebnis dieser Bewertung wird unter den entsprechenden Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geldbeschaffungskosten und Disagios wurden bis 1983 und in den Geschäftsjahren 1994 bis 1997 gemäß § 198 Abs. 7 UGB aktiviert und planmäßig getilgt.

Verbindlichkeiten

Derivative Finanzinstrumente

Sales-Geschäfte

Vermarktung der Eigenerzeugung. Die VERBUND AG führt für die Erzeugungstöchter und für die Bezugsrechte die Absicherung der geplanten Erzeugung durch. Hierbei kauft die VERBUND AG von der jeweiligen Erzeugungstochter zu Marktpreisen bzw. von den Bezugsrechten zu Kostenersatz plus Eigenkapitalverzinsung gemäß entsprechendem Stromliefervertrag Stromforwards ein und verkauft diese spiegelbildlich am Markt über Stromforwards bzw. Stromfutures weiter. Eine etwaige Marge

zwischen Einkaufs- bzw. Verkaufspreis verbleibt in der VERBUND AG. Die Geschäfte zwischen der VERBUND AG und den Erzeugungstöchtern/Bezugsrechten sind entweder als Derivate (soweit Optimierungen stattfinden) oder als Own-Use-Beziehung (wenn die Lieferung ausschließlich vom Erzeuger/Bezugsrecht an die VERBUND AG erfolgt) zu klassifizieren. Die

Geschäfte von der VERBUND AG an die externen Partner stellen Derivate dar. Zwischen den Geschäften mit den Erzeugungstöchtern/Bezugsrechten (Grundgeschäft) bzw. den Geschäften mit externen Partnern (Derivat) bestehen Sicherungsbeziehungen. Für diese Sicherungs-

beziehungen werden Bewertungseinheiten unterstellt. Durch diese Sicherungsbeziehungen wird das Marktpreisrisiko abgesichert.

Sonstige Sales-Geschäfte. Darüber hinaus führt die VERBUND AG im Sales-Bereich OTC-Transaktionen mit externen Counterparts durch. Die erwirtschaftete Marge aus diesen Geschäften verbleibt bei der VERBUND AG. Droht aus einem OTC-Geschäft ein Verlust – d.h. falls der eingeloggte Verkaufspreis

unter den Kosten für die Rückdeckung liegen sollte –, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Ein- und Verkaufsgeschäfte zwischen der VERBUND AG und externen Counterparts (Forwards und Futures) stellen Derivate dar. Die mengenmäßig immer geschlossenen Ein- und Verkaufstransaktionen werden zum Abschlusszeitpunkt als Grundgeschäft und Sicherungsinstrument gewidmet, und es werden jeweils Bewertungseinheiten unterstellt.

Effektivitätsmessung. Im Sales-Bereich treten keine materiellen Ineffektivitäten auf, da sich die Marktwertschwankungen der Derivate bei mengenmäßig nahezu geschlossenen Einkaufs- und Verkaufspositionen regelmäßig aufheben. Die Realisierungen der derivativen Sicherungsgeschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Trading-Bereich

Im Trading-Bereich wird eine Portfoliobewertung auf Jahresbasis durchgeführt. Innerhalb der Jahresportfolios gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen der Geschäfte aus. Es werden gemäß UGB nur Jahresportfolios, die insgesamt negativ sind, durch Einstellung einer Drohverlustrückstellung angesetzt. Positive Jahresportfolios dürfen gemäß UGB nicht angesetzt werden. Das Ergebnis aus dem Trading wird saldiert im Stromerlös dargestellt.

Steuern vom Einkommen

Die VERBUND AG ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988.

Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung bzw. Erhöhung des Steueraufwands in der Gewinn- und

Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern nur bei Wesentlichkeit angepasst.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Interesse einer klaren Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Der Ausweis der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Form und Inhalt entspre-

chend den konzerneinheitlichen Erfordernissen von VERBUND vorgenommen. Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag aufwiesen, wurden gemäß § 223 Abs. 7 UGB nicht angeführt. Die Postenbezeichnungen wurden gemäß § 223 Abs. 4 UGB auf die tatsächlichen Inhalte verkürzt bzw. erweitert,

soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses zweckmäßig erschien. Werden im Vergleich zum Vorjahr Änderungen im Ausweis vorgenommen, so werden die Vorjahresbeträge gemäß § 223 Abs. 2 UGB angepasst oder in der entsprechenden Position gesondert erläutert.

A. Anlagevermögen

Details siehe gesonderte Aufstellung "Entwicklung des Anlagevermögens".

(1) I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Restbuchwert der von verbundenen Unternehmen erworbenen Benützungsrechte an Anlagen beträgt 1.718,7 Tsd. € (Vorjahr: 2.005,1 Tsd. €).

(2) III. Finanzanlagen

Die Angaben gemäß § 238 Z. 2 UGB sind in einer gesonderten Aufstellung "Angaben zu den Beteiligungen

gemäß § 238 Z. 2 UGB" dargestellt. Ausleihungen an verbundene Unternehmen: Details siehe gesonderte Aufstellung "Fristigkeitenspiegel". Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens: Diese bestehen überwiegend aus österreichischen Investmentfondsanteilen und Anleihen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind in Höhe von 0,0 Tsd. € (Vorjahr: 53.231,1 Tsd. €) zur Sicherheit für den Stromhandel verpfändet. Die unterlassenen Zuschreibungen gemäß § 208 Abs. 3 UGB betragen 1.806,1 Tsd. € (Vorjahr: 1.625,6 Tsd. €).

B. Umlaufvermögen

(3) I. Vorräte in Tsd. €
2012 2013
Handelswaren 14.241,9 14.943,4
Noch nicht abrechenbare Leistungen 0,0 61,4
14.241,9 15.004,8

(4) II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Details siehe gesonderte Aufstellung "Fristigkeitenspiegel". In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 32.474,3 Tsd. € (Vorjahr: 43.765,2 Tsd. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Allgemeines

in Tsd. €
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2012 2013
Stromhandelsgeschäfte 48.099,1 85.638,1
Kautionen Stromgeschäft 13.449,8 35.820,4
Zinsabgrenzungen und Provisionen aus Anleihen und Darlehen 1.141,5 56,0
Finanzämter 14,1 33.876,5
Personalverrechnung 186,1 9,7
Geleistete Anzahlungen 6,6 6,6
Emissionzertifikatehandel 2.292,9 663,7
Sonstige 40.911,6 288,5
106.101,7 156.359,6
(5) III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
Kassenbestand
2012
12,9
in Tsd. €
2013
16,2
Guthaben bei Kreditinstituten 8.020,0 5.381,7
8.032,9 5.397,9
(6) C. Rechnungsabgrenzungsposten in Tsd. €
2012 2013
Strombezugsakontierungen 42.919,8 38.243,6
Aktive Steuerlatenz 7.304,4 93.338,0
Disagio, Begebungskosten und Kursdifferenzen bei Anleihen und
langfristigen Krediten
889,0 851,5
Grenzkapazitätsauktionen 104,8 29,7
Sonstige 52.347,8 49.690,3

Die aktive Steuerlatenz resultiert aus Unterschieden zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerlichen Ergebnissen bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 25% zugrunde gelegt.

103.565,8 182.153,2

(7) Rückgriffsrechte

Die Rückgriffsrechte betragen insgesamt 2.497.927,5 Tsd. € (Vorjahr: 4.154.790,7 Tsd. €). Neben den Rückgriffsrechten gegenüber Konzernunternehmen bestehen vorwiegend Rückgriffsrechte gegenüber Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften aus den bei der VERBUND Hydro Power AG abgeschlossenen Cross-Border-Leasing-Transaktionen in Höhe von 399.747,8 Tsd. € (Vorjahr: 456.673,9 Tsd. €). Siehe auch Erläuterungen (15) Eventualverbindlichkeiten.

Eigenkapital

(8) I. Grundkapital

Zum Bilanzstichtag befinden sich 347.415.686 Aktien im Umlauf.

Zusammensetzung Stück Anteil
Inhaberaktien Kategorie A 170.233.686 49%
Namensaktien Kategorie B 177.182.000 51%
beurkundet durch Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich
(hinterlegt beim Bundesministerium für Finanzen)
347.415.686 100 %

Genehmigtes Kapital: Die außerordentliche Hauptversammlung vom 24.9.2010 ermächtigte den Vorstand gemäß § 169 AktG, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 23.9.2015 um bis zu 154.100.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 154.100.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bareinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen. Ausgabebetrag, Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung sind mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen. Voraussetzung ist, dass die Republik Österreich im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital neue Aktien zeichnet und dass dadurch ihr Anteil aus der Beteiligung an der Gesellschaft auch nach Durchführung einer solchen Kapitalerhöhung nicht unter 51% des Grundkapitals fällt. In der Folge hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 24.11.2010 eine Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 39.215.686 Stückaktien beschlossen, wodurch sich das Grundkapital auf 347.415.686,00 € erhöhte. Nach dieser Kapitalerhöhung besteht die Ermächtigung des Vorstands, bis 23.9.2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale 347.415.686,00 € um bis zu 114.884.314,00 € durch Ausgabe von bis zu 114.884.314 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) zu erhöhen.

(9) III. Gewinnrücklagen in Tsd. €
2012 2013
Gesetzliche Rücklage 19.884,0 19.884,0
Freie Rücklagen 1.544.614,8 650.408,1
1.564.498,7 670.292,1

Die gebundenen Kapitalrücklagen und die gesetzliche Gewinnrücklage ergeben in Summe 991.604,3 Tsd. €, das sind mehr als 10% des Grundkapitals.

Erläuterungen zu Passiva

(10) IV. Bilanzgewinn in Tsd. €

Zum 31.12.2012 208.449,4
Ausschüttung – 208.449,4
Gewinnvortrag 0,0
Jahresfehlbetrag – 546.931,0
Rücklagenveränderungen 894.346,7
Zum 31.12.2013 347.415,7

(11) B. Unversteuerte Rücklagen

Details siehe gesonderte Aufstellung "Entwicklung der unversteuerten Rücklagen". Die Veränderung unversteuerter Rücklagen in der Unternehmensgruppe (i.S.d. § 9 Abs. 8 KStG) führte zu einer Steuerbelastung in Höhe von 3.266,4 Tsd. € (Vorjahr: 18.363,5 Tsd. €).

(12) C. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Abfertigungen in Tsd. €
2012 2013
Deckungskapital aufgrund versicherungsmathematischer Berechnung 8.448,3 9.302,9
Versteuerter Teil der Rückstellungen 8.448,3 9.302,9

Im Jahr 2002 wurde die Rückstellung gemäß § 14 EStG auf eine als versteuert geltende Rücklage steuerfrei übertragen (§ 124b Z. 68 EStG).

2. Rückstellungen für Pensionen in Tsd. €
2012 2013
Pensionsrückstellung 30.635,4 31.571,8
davon pensionsähnliche Verpflichtungen 4.995,4 5.541,1
3. Steuerrückstellungen in Tsd. €
2012 2013
Körperschaftsteuer (inklusive Vorperioden) 24.550,7 0,0
Sonstige Steuerrückstellungen 0,0 580,0
24.550,7 580,0
4. Sonstige Rückstellungen in Tsd. €
2012 2013
Drohverluste 24.001,2 337.360,2
Noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen 7.453,4 4.657,3
Strom-/Netzbezug 1.551,6 1.418,8
33.006,2 343.436,3

In den Rückstellungen betreffen 0,0 Tsd. € (Vorjahr: 460,0 Tsd. €) verbundene Unternehmen.

in Tsd. €
Sonstige personalbezogene Rückstellungen 2012 2013
Prämien 3.637,7 3.394,2
Nicht konsumierte Urlaube 2.699,4 2.781,1
Vorpensionen 1.322,2 1.575,5
Urlaubszuschüsse 701,8 760,0
Zeitguthaben 203,6 198,8
Sonstige 141,8 199,9
8.706,4 8.909,5

(13) D. Verbindlichkeiten

Details siehe gesonderte Aufstellung "Fristigkeitenspiegel". In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 1.702.038,3 Tsd. € (Vorjahr: 1.424.211,5 Tsd. €) Finanzverbindlichkeiten sowie 288.870,8 Tsd. € (Vorjahr: 8.434,2 Tsd. €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

in Tsd. €
Sonstige Verbindlichkeiten 2012 2013
Langfristige Stromlieferverpflichtung 473.609,0 183.738,7
Aus Steuern 17.466,3 12.859,9
Personalverrechnung 416,1 606,9
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 304,1 314,4
Sonstige 17.264,9 11.887,8
509.060,4 209.407,6
(14) E. Rechnungsabgrenzungsposten in Tsd. €
2012 2013
Garantieentgelte verbundener Unternehmen 6.784,9 7.509,6
Baukostenbeiträge 842,0 806,9
Aus dem Stromgeschäft 1.175,1 1.577,7
Sonstige Garantieentgelte 529,2 0,0
9.331,2 9.894,2

(15) Eventualverbindlichkeiten

Bei den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um Bürgschaften für sonstige Anleihen und Kredite einschließlich der erforderlichen Zinsenabgrenzungen sowie um sonstige Haftungsübernahmen exklusive der Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit Cross-Border-Leasing-Transaktionen in Höhe von insgesamt 1.743.719,5 Tsd. € (Vorjahr: 3.358.737,5 Tsd. €), von denen 1.724.360,2 Tsd. € (Vorjahr: 2.413.706,5 Tsd. €) verbundene Unternehmen und 0,0 Tsd. € (Vorjahr: 0,0 Tsd. €) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen. Diesen Eventualverbindlichkeiten stehen Rückgriffsrechte in gleicher Höhe gegenüber.

Die Tochtergesellschaft VERBUND Hydro Power AG hat in den Geschäftsjahren 1999 bis 2001 mehrere Cross-Border-Leasing-Transaktionen abgeschlossen. Die in der Bilanz der VERBUND Hydro Power AG ausgewiesenen Werte notieren zur Gänze in USD. Mit Ausnahme einer Transaktion war schon ursprünglich eine vollständige bilanzielle Deckung der Verpflichtungen durch die entsprechende Anschaffung von Wertpapieren oder durch Ausleihungen an Finanzinstitutionen gegeben. Nunmehr liegen nur mehr geschlossene Positionen vor.

Beginnend im Jahr 2009 und in der Berichtsperiode 2010 wurden, auch im Zuge der Finanzmarktkrise, rund 85% des ursprünglichen Volumens der Transaktionen wieder aufgelöst. Die letzte noch verbleibende Transaktion hat eine bilanzexterne Finanzierungsstruktur. Die Auflösung der Transaktionen erfolgte zum Teil als vollständige Auflösung, das heißt, es wurden auch alle dazugehörigen Verbindlichkeiten getilgt. Zum Teil erfolgten partielle Auflösungen, bei denen die Transaktionen mit den Investoren und die dazugehörigen A-Loans rückgeführt, die bestehenden B-Loans sowie die entsprechenden Veranlagungen aber von VERBUND Hydro Power AG fortgeführt werden.

Die VERBUND AG hat im Zusammenhang mit diesen Cross-Border-Leasing-Transaktionen Garantieerklärungen für die VERBUND Hydro Power AG abgegeben, welche im Wesentlichen für die nicht aufgelöste Transaktion sowie für die an VERBUND Hydro Power AG übertragenen Verbindlichkeiten weiterhin in Höhe von insgesamt 754.208,0 Tsd. € (Vorjahr: 796.053,2 Tsd. €) bestehen. Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner sind 399.747,8 Tsd. € (Vorjahr: 456.673,9 Tsd. €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftung) gesichert. Diese Rückhaftungen sind unter den gesamten Rückgriffsrechten (siehe Erläuterung 7) ausgewiesen. Als Eventualverbindlichkeiten aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen nach Abzug dieser Rückhaftungen verbleiben somit insgesamt 354.460,2 Tsd. € (Vorjahr: 339.379,3 Tsd. €).

Bei der einzig verbliebenen Cross-Border-Leasing-Transaktion besteht weiterhin das Risiko, eine Grundbucheintragung durchzuführen, wenn das Rating der VERBUND AG unter einen bestimmten Schwellenwert fällt. Durch die im Berichtsjahr von der Rating-Agentur Moody's erfolgte Herabstufung des Ratings von VERBUND AG wurde dieser Head-Lease-Filing-Trigger nicht ausgelöst, erforderlich ist aber eine Absicherung des Eigenkapital-Investors voraussichtlich in Form einer Bankgarantie. Für die abgeschätzten erforderlichen zukünftigen Aufwendungen wurde bei VERBUND Hydro Power AG in Form einer Rückstellung vorgesorgt.

Die Ratings der Vertragspartner bzw. das Rating der VERBUND AG lagen zum 31.12.2013 mit Ausnahme der beschriebenen Absicherung des Eigenkapitalinvestors bei der letzten verbliebenen Transaktion über den vertraglich vereinbarten Schwellenwerten. Für VERBUND AG bzw. VERBUND Hydro Power AG besteht daher derzeit kein Handlungsbedarf, einzelne Vertragspartner oder Veranlagungen auszutauschen.

Im Zuge der Umstrukturierungen des Telekombereichs bei VERBUND wurden Haftungen gegenüber der ehemaligen tele.ring Telekom Service GmbH und der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft übernommen.

(16) 1. Umsatzerlöse in Tsd. €
2012 2013
Erlöse aus Stromlieferungen
Inland1 Energieversorgungsunternehmen 1.266.993,7 1.220.007,8
Industrie- und Endkunden 164.669,0 185.379,5
Sonstige Kunden 21.305,7 45.990,6
1.452.968,4 1.451.377,9
EU Energieversorgungsunternehmen 131.016,0 141.157,7
Industrie- und Endkunden 18,8 1.987,9
Sonstige Kunden 1.056.974,5 959.488,0
1.188.009,3 1.102.633,6
Drittländer Energieversorgungsunternehmen – 19,7 0,0
Sonstige Kunden 9.033,0 9.122,8
9.013,4 9.122,8
2.649.991,1 2.563.134,2
Netztarifverrechnung; Benützungs- und Betriebsführungsentgelte 2.828,2 2.736,7
Sonstige Erlöse (inkl. Emissionszertifikate und Gashandel) 14.557,6 160.814,0
2.667.377,0 2.726.684,9

1 davon aus weiterverrechneten Netzgebühren 100.085,0 Tsd. € (Vorjahr: 82.285,4 Tsd. €)

(17) 3. Sonstige betriebliche Erträge in Tsd. €
2012 2013
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen
mit Ausnahme der Finanzanlagen
2.056,1 3,8
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 291,5 2.032,9
c) Übrige 35.702,9 41.538,1
38.050,6 43.574,8

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(18) 6. Personalaufwand in Tsd. €
2012 2013
a) Gehälter 21.481,8 21.705,6
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
Mitarbeitervorsorgekassen
Abfertigungszahlungen 221,4 413,5
Beitragszahlungen Mitarbeitervorsorgekasse 144,1 167,8
Veränderung der Abfertigungsrückstellung 652,2 540,8
Aufwendungen/Erträge Übernahmen/Übertritte Konzern 36,1 45,5
1.053,8 1.167,6
c) Aufwendungen für Altersversorgung
Vorpensionen und Pensionszahlungen 2.849,5 3.009,4
Veränderung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche
Verpflichtungen 2.476,0 – 223,2
Aufwendungen/Erträge Übernahmen/Übertritte Konzern 14,5 – 10,4
Veränderung der Rückstellungen für Vorpensionen 405,4 210,8
Pensionskassenbeiträge (einschließlich Nachschussverpflichtung) 1.808,9 987,6
7.554,4 3.974,2
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
3.801,2 3.897,0
e) Sonstige Sozialaufwendungen 227,4 237,9
34.118,6 30.982,3
(19) 7. Abschreibungen in Tsd. €
2012 2013
a) Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen
Planmäßige Abschreibungen 2.500,5 2.781,4
Außerplanmäßige Abschreibungen 0,0 14,6
Sofortabschreibung geringwertiger Vermögensgegenstände
gemäß § 13 EStG 47,6 52,1
2.548,1 2.848,1

298

(20) 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen in Tsd. €
2012 2013
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen fallen 286,2 244,2
b) Übrige
Betriebskosten für Baulichkeiten, Mieten und Leasing 8.990,9 36.488,3
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 7.303,1 19.031,9
Übriger Verwaltungsaufwand für Administration 18.278,3 17.480,4
Werbungs- und Markterschließungskosten 23.895,0 16.130,8
Kostenerstattung für Dienstleistungen 4.752,9 4.017,4
IT-Support, EDV 3.510,6 3.841,4
Mitgliedsbeiträge 1.272,4 1.489,7
Telekomleistungen, Datendienste 1.311,0 1.199,6
Aus- und Weiterbildung 627,2 657,1
Aushilfsarbeiten und Personalabstellungen 533,1 472,8
Sonstige 14.237,1 9.718,0
84.711,6 110.527,4
84.997,8 110.771,6
(21) 16. Finanzergebnis 2012 in Tsd. €
2013
Erträge aus Beteiligungen
aus verbundenen Unternehmen 274.191,1 360.752,8
davon aus Gewinngemeinschaften 21.756,6 16.657,5
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
aus verbundenen Unternehmen 29.949,1 15.051,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 24.682,9 22.355,9
Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen 52.719,8 0,0
Aufwendungen aus Finanzanlagen
aus verbundenen Unternehmen 13.151,7 775.144,2
davon aus Gewinngemeinschaften 13.139,6 694.463,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon Zinsenkomponente für langfristige Personalrückstellungen 1.639,8 1.521,6

aus verbundenen Unternehmen 69.533,2 88.144,8

(22) 18. Steuern vom Einkommen in Tsd. €
2012 2013
Steuern vom Einkommen der Unternehmensgruppe 175.346,4 43.491,9
davon an Gruppenmitglieder weiterbelastet – 175.708,1 – 82.122,4
Nachträge/Gutschriften aus Vorperioden 10.983,3 – 1.042,2
Latente Steuern
11.887,2
– 86.033,6
22.508,8 – 125.706,3

III. Sonstige Angaben

1. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

in Tsd. €
Wesentliche Posten: Gesamtverpflichtung 2014 2014– 2018
Miet- und Leasingverträge, Versicherungen 1 10.922,3 46.479,7
Bestellobligo 10.240,3 8.685,0 10.240,3
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1 11,9 59,7

Die Gesamtverpflichtung ist aufgrund unbestimmter Vertragsdauer betragsmäßig nicht ermittelbar.

Mit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besteht ein Strombereitstellungsvertrag, wonach die in deren Kraftwerken erzeugte Energie abzüglich der Strombezugsrechte anderer beteiligter Partner an die VERBUND AG gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft und der Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft bestehen Stromlieferverträge, wonach die Hälfte der in deren Kraftwerken erzeugten Energie an die VERBUND AG gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemes-

senen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist. Gemäß einem Stromliefervertrag ist die Innwerk AG verpflichtet, die Hälfte der erzeugten Energie der Kraftwerke Ering und Obernberg der VERBUND AG zu den um den vereinbarten Gewinnzuschlag er-

höhten Selbstkosten zu liefern. Mit der VERBUND Management Service GmbH besteht ein Vertrag für die Verrechnung von Dienstleistungen in den Bereichen Informatik, Versicherung, Beschaffung, Finanzbuchhaltung, Personalverrechnung sowie administrative Services.

Mit der VERBUND Finanzierungsservice GmbH besteht ein Vertrag für die Verrechnung von Dienst-

leistungen bezüglich Zahlungsverkehrsabwicklung und Cash Management. Im Bereich Stromvertrieb und -handel bestehen Auftragsverträge mit der VERBUND Trading AG und

der VERBUND Sales GmbH. Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Soweit diese Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung vonseiten des Arbeitgebers. Aufgrund der Entwicklung auf den Finanz-märkten wurde von der BAV Pensionskassen AG zur Abdeckung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen eine Nachschussverpflichtung in Höhe von 133,3 Tsd. € (Vorjahr: 17,7 Tsd. €)

gemeldet. Zum Bilanzstichtag hatten fünf Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kündigungsschutz bietet. Voraussetzung dafür waren eine 20-jährige Tätigkeit bei VERBUND und die Vollendung des

  1. Lebensjahres. Die VERBUND AG garantiert grundsätzlich zugunsten der EconGas GmbH, dass die VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. ihren Verpflichtungen aus einem langfristigen Erdgasliefervertrag nachkommt. Am 29.5.2013 wurde jedoch bezüglich des langfristigen Erdgasliefervertrags seitens der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. ein Antrag auf Abstellung eines kartellrechtswidrigen Verhaltens der EconGas GmbH beim Oberlandesgericht Wien eingebracht. Weiters verpflichtet sich die VERBUND AG, dass sie für sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Abwicklung der

Liquidation der VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu. aufkommen wird. Es bestehen keine offenen Einzahlungsverpflichtungen im Beteiligungsbereich (Vorjahr: 0,0 Tsd. €).

Stromgeschäft

Die derivativen Finanzinstrumente (Strom-/Gas-/Co2-Futures und -Forwards) aus dem Stromgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. €
Trading Gesamt –
positive
Gesamt –
negative
Gesamt –
netto
Futures 85,8 664,7 – 578,9
Forwards 442.116,6 442.021,5 95,1
Total vor Netting 442.202,4 442.686,2 – 483,8
davon langfristig 189.661,7 189.426,2 235,5
in Tsd. €
Sales Zeitwerte –
positive
Zeitwerte –
negative
Zeitwerte –
netto
Futures 96.214,0 127.434,1 – 31.220,1
Forwards1 140.167,2 117.964,9 22.202,3
Optionen 0,0 2.519,6 – 2.519,6
Total vor Netting 236.381,3 247.918,6 – 11.537,3
davon langfristig 42.426,7 47.627,7 – 5.201,0

2. Angaben zu Finanzinstrumenten

in Tsd. €
Gesamt Zeitwerte –
positive
Zeitwerte –
negative
Zeitwerte2 –
netto
Futures 96.299,8 128.098,8 – 31.799,0
Forwards 582.283,8 559.986,4 22.297,4
Optionen 0,0 2.519,6 – 2.519,6
Total vor Netting 678.583,7 690.604,8 – 12.021,1
davon langfristig 232.088,4 237.053,9 – 4.965,5
Berücksichtigung der Nettingverträge3 – 521.278,8 – 521.278,8 0,0
157.304,9 169.326,1 – 12.021,1

1 In den Zeitwerten der positiven Forwards betreffen 22.892,6 Tsd. € und in den Zeitwerten der negativen Forwards 2.281,2 Tsd. € verbundene Unternehmen. // 2 Der positive Zeitwert in Höhe von 397,2 Tsd. € für die Jahresportfolios 2014 bis 2020 kommt in der Bilanz nicht zum Ansatz. Dem negativem Zeitwert in Höhe von – 11.047,5 Tsd. € stehen positiv bewertete Grundgeschäfte in selber Höhe gegenüber, mit denen eine Bewertungseinheit gebildet wurde. // 3 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Die derivativen Finanzinstrumente (Strom-/Gas-/Co2-Futures und -Forwards) aus dem Stromgeschäft setzten sich im Vorjahr wie folgt zusammen:

in Tsd. €
Trading Zeitwerte –
positive
Zeitwerte –
negative
Zeitwerte –
netto
Futures 249,6 423,8 – 174,1
Forwards 834.502,9 831.979,7 2.523,2
Total vor Netting 834.752,5 832.403,4 2.349,1
davon langfristig 175.107,0 174.740,8 366,2
in Tsd. €
Sales Zeitwerte –
positive
Zeitwerte –
negative
Zeitwerte –
netto
Futures 108.614,8 138.979,6 – 30.364,8
Forwards1 152.864,9 116.804,9 36.059,9
Total vor Netting 261.479,6 255.784,5 5.695,1
davon langfristig 42.097,3 53.877,0 – 11.779,7
in Tsd. €
Gesamt Zeitwerte –
positive
Zeitwerte –
negative
Zeitwerte2 –
netto
Futures 108.864,4 139.403,3 – 30.538,9
Forwards 987.367,7 948.784,6 38.583,1
Total vor Netting 1.096.232,1 1.088.188,0 8.044,2
davon langfristig 217.204,4 228.617,8 – 11.413,5
Berücksichtigung der Nettingverträge3 – 892.860,8 – 892.860,8 0,0
203.371,3 195.327,1 8.044,2

In den Zeitwerten der positiven Forwards betreffen 19.892,4 Tsd. € und in den Zeitwerten der negativen Forwards 15.094,4 Tsd. € verbundene Unternehmen. // 2 Der positive Zeitwert in Höhe von 2.283,1 Tsd. € für die Jahresportfolios 2013 bis 2015 kommt in der Bilanz nicht zum Ansatz. Dem negativen Zeitwert in Höhe von 5.761,1 Tsd. € stehen positiv bewertete Grundgeschäfte in selber Höhe gegenüber, mit denen eine Bewertungseinheit gebildet wurde. // 3 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Durchschnitt 2012 2013
Angestellte 168 172
in Tsd. €
2012 2013
Vorstandsmitglieder, ausgeschiedene Vorstandsmitglieder und
deren Hinterbliebene 889,8 – 124,8
Andere Arbeitnehmer 7.718,4 5.266,7
8.608,2 5.141,8

Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstands im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. Im Geschäftsjahr 2013 wurden für den Vorstand Pensionskassen-

beiträge in der Höhe von 130.892 € bezahlt (Vorjahr: 148.552 €). In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen die gesetzlichen Regelungen unter Berücksichtigung der Anforderungen des ÖCGK (Regel 27a) zur Anwendung. Im Geschäftsjahr 2013 sind 622.259 € (Vorjahr: 507.589 €) für Abfertigungen und Pensionen

zugunsten von Anspruchsberechtigten zur Auszahlung gelangt. Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung (Vergütung nach Beendigung des Vertragsverhältnisses) betrugen 93.247 € (Vorjahr: 254.615 €). Die Aufwendungen für Altersversorgung für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene betrugen 499.131 € (Vorjahr: 1.144.454 €).

Die Angaben über die Organe der Gesellschaft (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder) sind vor dem Lagebericht angeführt.

4. Aufwand für Abfertigungen und Pensionen

5. Organe der Gesellschaft

Vergütung für den Vorstand
in €
Name Fixe Bezüge Variable Bezüge Gesamt
Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber 665.954 465.256 1.131.210
Dr. Johann Sereinig 634.407 401.385 1.035.792
Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner 447.920 247.568 695.488
Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer
(bis 30.6.2013)
anteilige Bezüge bis 30.6.2013 222.698 159.900 382.598
sonstige Bezüge 370.000 370.000

Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer zu Beginn des Folgejahres, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an alle Vorstandsmitglieder im Jahr 2013 ausbezahlten variablen Bezüge des Geschäftsjahres 2012.

Die Bezüge der vier Mitglieder des Vorstands betrugen im Jahr 2013 insgesamt 3.615.088 € (Vorjahr: 3.274.545 €). Darin enthalten sind durch die Vertragsauflösung mit Frau Dr. Baumgartner-Gabitzer bedingte Bezüge in Höhe von 190.000 € (Vorzieheffekt bei der Auszahlung der variablen Anteile für 2012 und 2013) sowie 180.000 € (vertragliche Abfindungszahlung), insgesamt sohin 370.000 €, die als "sonstige

Bezüge" ausgewiesen sind. Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr 2012 betrug dieser Prozentsatz maximal 50% und 70%. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruhte 2012 zu 50% auf der Erreichung des geplanten Konzernergebnisses und zu 50% auf qualitativen, zum Teil mittelfristigen Zielen, beispielsweise im Bereich Innovation, Forschung und Entwicklung, bei der Konsolidierung und Restrukturierung des Beteiligungsportfolios und der Rationalisierung und Effizienz-Steigerung). Weiters wurde die erfolgreiche Umsetzung des Asset-Swaps (Veräußerung der Türkei-Beteiligung und Erwerb von Laufkraftwerken an Inn und Donau) berücksichtigt. Die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstands waren gegenüber dem Vorjahr unverändert.

An die Leitungsorgane des Konzerns und deren Tochterunternehmen wurden wie im Vorjahr keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt. Es gibt bei VERBUND wie im Vorjahr keine Aktienoptionspro-

gramme für den Vorstand oder leitende Angestellte.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen insgesamt 314.969 € (Vorjahr: 203.679 €). Vergütungsschema für Aufsichtsratsmitglieder (gemäß Regel 51 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

in €
2012 2013
Vorsitzender 15.000 15.000
Vorsitzender-Stellvertreter (zwei) 11.250 11.250
Mitglieder 7.500 7.500
Sitzungsgeld 400 400

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats analog Anwendung.

Zustimmungspflichtige Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats nahestehen (gemäß Regel 49 des Österreichischen Corporate Governance

Kodex): Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine nicht fremdüblichen Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats nahestehen, abgeschlossen. Es wurden Leistungen für verschiedene Konzerngesellschaften von VERBUND erbracht, diese Verträge wurden vom Aufsichtsrat genehmigt.

Die VERBUND AG ist das konsolidierungspflichtige Mutterunternehmen von VERBUND. Mit der der VERBUND Beteiligungsholding GmbH, der VERBUND Finanzierungsservice GmbH, der VERBUND International Finance GmbH, der VERBUND International Frankreich GmbH, der VERBUND Management Service GmbH, der VERBUND Mobile Power Region GmbH, der VERBUND Sales GmbH, der VERBUND Telekom Service GmbH und der VERBUND Trading AG bestehen Ergebnisabführungsverträge.

VERBUND hat die bereits bestehende Aufteilung in Geschäftsfelder (formales Unbundling) im Geschäftsjahr 1999 durch ein rechtliches Unbundling ergänzt, d.h. durch die weitere Errichtung von gesellschaftsrechtlich eigenständigen Unternehmen mit getrennten Geschäftsleitungen und Rechnungswesen.

Geschäfte im Sinne des § 8 Abs. 3 ElWOG werden insbesondere mit folgenden Gesellschaften getätigt:

Stromlieferungen VERBUND Hydro Power AG, VERBUND Thermal Power GmbH & Co KG in Liqu., VERBUND Innkraftwerke GmbH, VERBUND International GmbH, VERBUND International Frankreich GmbH, Ennskraftwerke Aktiengesellschaft, Innwerk AG, Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft, Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, STEWEAG-STEG GmbH, Austrian Power Grid AG, POWEO Pont-sur-Sambre Produc-

tion S.A.S., POWEO Toul Production S.A.S. Stromhandel/-vertrieb VERBUND Trading AG, VERBUND Sales GmbH, VERBUND Trading & Sales Deutschland GmbH, VERBUND Trading Czech Republic s.r.o., VERBUND Trading Slovakia s.r.o., VERBUND

Trading Romania S.R.L., VERBUND International GmbH Netzdienstleistungen Austrian Power Grid AG

Telekommunikation VERBUND Telekom Service GmbH

Dienstleistungen VERBUND Management Service GmbH

Finanzierung VERBUND Finanzierungsservice GmbH, VERBUND International Finance GmbH Personalabstellungen VERBUND Trading AG, VERBUND International GmbH

6. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

7. Konzernbeziehungen

8. Unbundling

9. Angaben gem.
§ 78 Elektrizitätswirt
schafts- und -organi
sationsgesetz
Ergebnis der Stromkennzeichnung Anteil 2013
kWh
Wasserkraft 100,0% 1.152.945.000
Summe der in Österreich an Endkunden für deren eigene Verwendung
abgegebenen Strommenge 100,0% 1.152.945.000

100% der für die Stromkennzeichnung verwendeten Herkunftsnachweise stammen aus Österreich.

Umweltauswirkung der Stromproduktion für die an Endkunden für
deren eigene Verwendung abgegebene Strommenge
2013
Radioaktiver Abfall mg/kWh 0,0
CO2-Emissionen g/kWh 0,0

Wien, am 18.2.2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Vorsitzender des Vorstands

Dr. Johann Sereinig Vorsitzender-Stv. des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Mitglied des Vorstands

Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands

Angaben zu den Beteiligungen gemäß § 238 Z. 2 UGB

in Tsd. €
Sitz Kapitalanteil
in % per
31.12.2013
letzter
Jahres
abschluss
(+)
(–)
Jahresüber
schuss/
-fehlbetrag
Eigenkapital1
Verbundene Unternehmen
konsolidiert2
Austrian Power Grid AG Wien 100,00 2013 + 37.661,8 312.967,8
Innwerk AG Landshut 100,00 2013 + 86.668,0 214.227,7
VERBUND Beteiligungsholding
GmbH
Wien 100,00 2013 649.258,6 1.286.781,5
VERBUND
Finanzierungsservice GmbH
Wien 100,00 2013 + 2.120,2 218,1
VERBUND International
Finance GmbH
Wien 100,00 2013 - 5.109,1 2.035,0
VERBUND International
Frankreich GmbH
Wien 100,00 2013 - 40.085,2 7.852,2
VERBUND Management
Service GmbH
Wien 100,00 2013 + 1.769,2 3.120,7
VERBUND Sales GmbH Wien 100,00 2013 + 6.977,2 7.351,9
VERBUND Telekom Service
GmbH
Wien 100,00 2013 + 5.474,9 2.325,0
VERBUND Trading AG Wien 100,00 2013 + 399,3 2.167,0
VERBUND Tourismus GmbH Wien 99,90 2013 616,7 4.790,9
VERBUND Hydro Power AG Wien 80,33 2013 + 280.356,5 1.357.272,4
VERBUND Innkraftwerke
GmbH
Töging 70,27 2013 + 34.281,4 334.235,1
Donaukraftwerk Jochenstein
Aktiengesellschaft
Passau 50,00 2013 + 1.537,7 15.510,2
Grenzkraftwerke Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
Simbach 50,00 2013 + 3.537,3 3.587,3
Österreichisch-Bayerische
Kraftwerke Aktiengesellschaft
Simbach 50,00 2013 + 10.482,2 58.571,4
Verbundene Unternehmen
nicht konsolidiert
VERBUND Mobile Power
Region GmbH
Wien 75,10 2012 10,6 40,7
Assoziierte Unternehmen
Ennskraftwerke
Aktiengesellschaft3
Steyr 50,00 2012 + 335,9 13.429,0
Gemeinschaftskraftwerk Inn
GmbH
Landeck 50,00 2012 + 5,4 231,8
KELAG-Kärntner Elektrizitäts
Aktiengesellschaft3
Klagenfurt 35,17 2012 + 90.850,4 620.356,2
PÖYRY Energy GmbH Wien 25,10 2012 + 3.046,4 15.331,2

1 Eigenkapitalbegriff entsprechend § 224 Abs. 3 lit. a UGB oder lokalem Recht // 2 Vollkonsolidierung gemäß § 253–261 UGB // 3 Konsolidierung "at equity" gemäß § 263–264 UGB

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der VERBUND AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31.12.2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31.12.2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Bestimmungen vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei

von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahres-

abschlusses. Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der VERBUND AG zum 31.12.2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1.1.2013 bis zum 31.12.2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach

§ 243a UGB zutreffen. Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 18.2.2014 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Maximilian Schreyvogl MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand stellt den Antrag (gemäß § 96 Abs. 1 AktG), zulasten des verteilungsfähigen Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2013 auf die 347.415.686 Stückaktien eine Dividende von 0,55 € pro Aktie und eine Sonderdividende in Höhe von 0,45 EUR pro Aktie, das sind in Summe 347.415.686 €, auszuschütten.

Stromkennzeichnungsdokumentation

Dokumentation gem. § 78 Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz

Ergebnis der Stromkennzeichnung Anteil 2013
kWh
Wasserkraft 100,0% 1.152.945.000
Summe der in Österreich an Endkunden für deren eigene Verwendung
abgegebenen Strommenge
100,0% 1.152.945.000
100% der für die Stromkennzeichnung verwendeten Herkunftsnachweise
stammen aus Österreich.
Umweltauswirkung der Stromproduktion für die an Endkunden für
deren eigene Verwendung abgegebene Strommenge
2013
Radioaktiver Abfall mg/kWh 0,0
CO2-Emissionen g/kWh 0,0

Prüfungsvermerk

Infolge kommen wir unserer Prüfungspflicht gemäß § 79 Abs. 6 ElWOG nach und haben die von der

VERBUND AG, Wien, erstellte Dokumentation gem. § 78 ElWOG für das Geschäftsjahr 2013 geprüft. Die für die Stromkennzeichnung verwendeten gesetzlichen Nachweise wurden von der VERBUND AG erbracht. Im Rahmen der durchgeführten Prüfungshandlungen sind wir nicht auf Tatsachen gestoßen, die uns zu der Annahme veranlassen würden, dass die vorgelegte Dokumentation im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht.

Wien, am 18.2.2014 Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Maximilian Schreyvogl MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

Glossar

EBIT ("earnings before interest and taxes")

Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inkl. personalbezogener Zinsen) und Steuern.

Eigenkapitalquote

Eigenkapital zuzüglich der um die latenten Steuern bereinigten unversteuerten Rücklagen und Investitionszuschüsse im Verhältnis zum Gesamtkapital.

Fiktive Schuldentilgungsdauer

Verhältnis der Schulden zum Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Gearing

Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital zuzüglich der um die latenten Steuern bereinigten unversteuerten Rücklagen und Investitionszuschüsse.

Netto-Geldfluss

Saldo aus dem Zufluss und dem Abfluss von liquiden Mitteln; wird üblicherweise gegliedert in Netto-Geldflüsse aus der operativen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.

Nettoumlaufvermögen

Kurzfristiges Vermögen (inkl. kurzfristiger Ausleihungen und kurzfristiger Rechnungsabgrenzungsposten) abzüglich kurzfristiger Schulden (inkl. kurzfristiger Rechnungsabgrenzungen).

Nettoverschuldung

Zinsbelastetes Fremdkapital abzüglich liquider Mittel (inkl. Pos. Wertpapiere und Anteile des Umlaufvermögens), bereinigt um aktiv- und passivseitig geschlossene Positionen (z.B. bei Cross-Border-Leasing-Geschäften).

ROCE ("return on capital employed")

Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inkl. personalbezogener Zinsen) abzüglich darauf entfallender Steuern im Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital.

ROE ("return on equity")

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum Eigenkapital zuzüglich der um die latenten Steuern bereinigten unversteuerten Rücklagen und Investitionszuschüsse am Beginn des Geschäftsjahres.

ROI ("return on investment")

Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inkl. personalbezogener Zinsen) und Steuern im Verhältnis zum Gesamtkapital am Beginn des Geschäftsjahres.

ROS ("return on sales")

Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inkl. personalbezogener Zinsen) und Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.

Teil 3 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

gemäß § 82 (4) Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die

wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist. Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, im März 2014

Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig

Vorsitzender des Vorstands Stv. Vorsitzender des Vorstands

Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner Dr. Peter F. Kollmann Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

per 31.12.2013

100,00% 100,00% Ashta Beteiligungsverwaltung GmbH

100,00% Lestin & Co. Tauch- und Bergungsunternehmen Gesellschaft m.b.H

Energji Ashta Shpk

Legende

Vollkonsolidierung

Equitybewertung

Gemeinschafts-

unternehmen, Equitybewertung

Nicht konsolidiert

* ) held for sale **) in Liquidation

IMPRESSUM & OFFENLEGUNG

Herausgeber: VERBUND AG Am Hof 6a, 1010 Wien

Dieser Geschäftsbericht wurde inhouse mit FIRE.sys produziert. Diagramm- und Tabellenkonzept: Roman Griesfelder, aspektum gmbh Kreativkonzept und Design: Brainds Konzept und Beratung: Grayling Übersetzung und Sprachendienst: Austria Sprachendienst International Druck: Lindenau Productions

Kontakt: VERBUND AG

Am Hof 6a, 1010 Wien, Österreich Telefon: +43(0)50313-0 Fax: +43(0)50313-54191 E-Mail: [email protected] Homepage: www.verbund.com Firmenbuchnummer: FN 76023z Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien UID-Nr.: ATU14703908 DVR-Nr.: 0040771 Unternehmenssitz: Wien, Österreich

Investor Relations:

Andreas Wollein Telefon: +43(0)50313-52604 E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation:

Beate McGinn Telefon: +43(0)50313-53702 E-Mail: [email protected]

Aktionärsstruktur:

– Republik Österreich (51,0 %) – Syndikat (>25,0 %) bestehend aus EVN AG (deren Aktionäre sind: Niederösterreichische Landes-Beteiligungsholding GmbH, 51 %, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, 32,5 %) und Wiener Stadtwerke (deren Alleinaktionärin die Stadt Wien ist) – TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG (>5,0 %, deren Alleinaktionär das Land Tirol ist) – Streubesitz (<20,0 %): Zu den Eigentümern der Aktien, die sich im Streubesitz befinden, sind uns keine näheren Daten bekannt.

Hinweis zu gesetzlichen bzw. satzungsmäßigen Stimmrechtsbeschränkungen:

Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.

Aufsichtsbehörde/Berufsverband:

E-Control GmbH/E-Control Kommission Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Wirtschaftskammer Österreich Oesterreichs Energie

Unternehmensgegenstand:

Der Unternehmensgegenstand liegt schwerpunktmäßig in Erzeugung, Transport, Handel und Vertrieb von elektrischer Energie.

Vorstand:

Wolfgang Anzengruber (Vorsitzender), Johann Sereinig (stv. Vorsitzender), Peter F. Kollmann, Günther Rabensteiner

Aufsichtsrat:

Gilbert Frizberg (Vorsitzender), Peter Püspök (1. stv. Vorsitzender), Reinhold Süßenbacher (2. stv. Vorsitzender), Alfred H. Heinzel, Harald Kaszanits, Herbert Kaufmann, Peter Layr, Gabriele Payr, Christa Wagner, Siegfried Wolf, Anton Aichinger, Ingeborg Oberreiner, Kurt Christof, Harald Novak, Joachim Salamon

Grundlegende Richtung:

Branchen- und unternehmensbezogene Informationen für Kunden, Partner und die breite Öffentlichkeit

Besondere gesetzliche Grundlagen:

Österreichisches Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz mit den dazugehörigen Verordnungen und Ausführungsgesetzen. Die angeführten gesetzlichen Grundlagen können über das Rechtsinformationssystem des Bundeskanzleramtes unter www.ris.bka.gv.at abgerufen werden.

UW 790 – gedruckt nach der Richtlinie "Druckerzeugnisse" des Österreichischen Umweltzeichens