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VERBUND AG Annual Report 2008

Apr 24, 2009

765_10-k_2009-04-24_2efb71c7-ae9f-487c-b271-9dc2afe58da0.pdf

Annual Report

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FÜNF-JAHRES-VERGLEICH

EINHEIT 20081 2007 2006 2005 2004
UMSATZERLÖSE MIO. € 3.744,7 3.038,3 2.878,2 2.134,4 1.712,0
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) MIO. € 1.138,6 916,1 806,5 526,5 385,5
KONZERNERGEBNIS (OHNE ANTEILE ANDERER GES.) MIO. € 686,6 579,2 501,1 349,3 235,4
BILANZSUMME MIO. € 8.293,8 7.339,8 6.440,2 6.596,7 6.237,3
EIGENKAPITAL MIO. € 3.128,1 2.674,6 2.292,7 1.904,9 1.599,2
NETTOVERSCHULDUNG (NET DEBT)2 MIO. € 2.508,0 1.872,2 1.729,4 1.891,1 2.255,1
INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN MIO. € 440,3 249,4 201,2 117,7 77,9
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT MIO. € 934,2 807,6 753,9 680,5 438,5
FREE CASHFLOW MIO. € -187,5 161,1 239,8 597,3 269,0
EBITDA-MARGE % 35,3 36,2 34,2 33,1 33,1
UMSATZRENTABILITÄT (ROS; EBIT-MARGE) % 30,4 30,2 28,0 24,7 22,5
RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE)2 % 16,3 16,1 15,9 11,3 8,4
EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE) % 27,3 26,8 26,8 22,3 17,6
EIGENKAPITAL-QUOTE (BEREINIGT)2 % 41,3 39,6 39,6 35,0 30,6
NETTOVERSCHULDUNGSGRAD (GEARING)2 % 80,2 70,0 75,4 99,3 141,0
GROSS DEBT COVERAGE (FFO)2 % 39,4 33,1 39,6 32,8 21,4
GROSS INTEREST COVER (FFO)2, 4 X 9,6 8,1 7,7 6,2 4,2
HÖCHSTKURS5 59,30 49,95 41,58 30,13 16,56
TIEFSTKURS5 29,74 31,21 30,05 16,39 9,29
LETZTKURS5 32,56 47,88 40,42 30,13 16,39
MARKTKAPITALISIERUNG MIO. € 10.035,0 14.756,6 12.457,4 9.286,1 5.051,4
GEWINN JE AKTIE5 2,23 1,88 1,63 1,13 0,76
CASHFLOW JE AKTIE5 3,03 2,62 2,45 2,21 1,42
BUCHWERT JE AKTIE5 10,15 8,68 7,44 6,18 5,19
KURS/GEWINN-VERHÄLTNIS (ULTIMO) X 14,61 25,48 24,86 26,59 21,45
KURS/CASHFLOW-VERHÄLTNIS X 10,74 18,27 16,52 13,65 11,52
KURS/BUCHWERT-VERHÄLTNIS X 3,21 5,52 5,43 4,87 3,16
(VORGESCHLAGENE) DIVIDENDE JE AKTIE5 1,05 0,90 0,75 0,50 0,30
DIVIDENDEN-RENDITE % 3,22 1,88 1,86 1,66 1,83
PAY-OUT RATIO % 47,13 47,89 46,13 44,12 39,26
EV/EBITDA2 X 9,49 15,13 14,42 15,82 12,88
BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER PERSONALSTAND 2.541 2.441 2.438 2.436 2.500
STROMABGABE3 GWh 92.525 102.191 102.898 95.407 81.911
ERZEUGUNGSKOEFFIZIENT 1,01 0,97 0,96 0,98 0,99

1 DIE KENNZAHLEN FÜR 2008 SIND AUFGRUND DER MODIFIZIERTEN DARSTELLUNG BETREFFEND DER BEWERTUNG DER SICHERUNGSINSTRUMENTE GEM. IAS 39 IM STROMGESCHÄFT NUR EINGESCHRÄNKT MIT JENEN DER VORJAHRE VERGLEICHBAR.

2 DIE KENNZAHLEN WURDEN EINER ÜBERARBEITUNG UNTERZOGEN. DIE VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

3 STROMABGABE NACH FREMDSTROMHANDELSSALDIERUNG (NACH DEM ABGANG DES SEGMENTS ÖKOSTROM): 2008: 56.057 GWH; 2007: 57.038 GWH

4 ZINSAUFWENDUNGEN OHNE DIE DEN KOMMANDITISTEN ZURECHENBAREN ERGEBNISANTEILE

5 DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1:10 IST BERÜCKSICHTIGT

UMSATZERLÖSE

+23,2%

2006 2007 2008

€ 2006 2007 2008 0,90 0,75

OPERATIVER CASHFLOW

+15,7%

+16,7%

DIVIDENDE JE AKTIE

OPERATIVES ERGEBNIS

+18,6%

+24,3%

GEWINN JE AKTIE

INHALT

POSITIONIERUNG $\overline{2}$
BERICHT DES VORSTANDES 4
BERICHT DES AUFSICHTSRATES 8
ORGANE DER GESELLSCHAFT 11
STRATEGIE 14
AKTIE 17
KONZERNLAGEBERICHT 22
MARKT UND BRANCHE 24
GESCHÄFTSVERLAUF 30
AUSBLICK UND ZIELE 45
GESCHÄFTSBEREICHE 49
NACHHALTIGKEIT 72
RISIKOMANAGEMENT 78
MITARBEITER 82
WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG 84
ANGABEN GEMÄSS § 243 a UGB 86
KONZERNABSCHLUSS 88
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS 90
BILANZ DES VERBUND-KONZERNS 91
KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS 92
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS 93
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 94
BESTÄTIGUNGSVERMERK 163
CORPORATE GOVERNANCE 172
GLOSSAR 183
IMPRESSUM/KONTAKT 186

DISCLAIMER: DIESER GESCHÄFTSBERICHT ENTHÄLT ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN, DIE ÜBLICHERWEISE MIT BEGRIFFEN WIE "ERWARTEN", "PLANEN", "RECHNEN" UND ÄHNLICHE FORMULIERUNGEN UMSCHRIEBEN WERDEN. DIE TATSÄCHLICHEN EREIGNISSE UND ERGEBNISSE KÖNNEN AUFGRUND VER-SCHIEDENSTER FAKTOREN WESENTLICH VON DER ERWARTETEN ENTWICKLUNG ABWEICHEN. DIESER GESCHÄFTSBERICHT IST AUCH IN ENGLISCHER SPRACHE VERFÜGBAR. IM ZWEIFELSFALL GILT DIE DEUTSCHSPRACHIGE VERSION.

UM EINE LEICHTERE LESBARKEIT DES TEXTES ZU GEWÄHRLEISTEN, WURDE IM VORLIEGENDEN BERICHT AUF DIE EXPLIZITE GESCHLECHTSNEUTRALE SCHREIBWEISE VERZICHTET. ZUR VEREINFACHUNG WURDE STELLVERTRETEND FÜR BEIDE GESCHLECHTSFORMEN JEWEILS NUR DIE KÜRZERE MÄNNLICHE SCHREIBWEISE ANGEWANDT.

Flow. Das Leitmotiv dieses Geschäftsberichts geht auf die These Panta rhei (alles fließt) aus der antiken griechischen Philosophie zurück. Gemäß der Flusslehre ist das Sein nicht statisch, sondern als ewiger Wandel dynamisch zu erfassen. Das galt und gilt auch heute – mehr denn je – für den Verbund-Konzern, dessen Basis und Erfolg die Wasserkraft Österreichs bildet. Der Verbund bezieht den Großteil seines Stroms aus Flüssen. Wie die Quelle seines Geschäftserfolgs ist auch der Konzern selbst einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen und gestaltet diesen sowie sein Umfeld im engeren und weiteren Sinne aktiv mit.

Die gesamte Welt befindet sich in einem rasanten Wandel, ökomisch, ökologisch und sozial. Das erfordert Flexibilität, von Individuen ebenso wie von Gesellschaften. Doch versucht der Verbund nicht nur, Water-Flow und Cash-Flow in Einklang zu bringen. Das Unternehmen hat sich bereits seit langem der Nachhaltigkeit verpflichtet und will bleibende Werte für kommende Generationen schaffen.

MAG. CHRISTIAN KERN DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER DR. MICHAEL PISTAUER DR. JOHANN SEREINIG

BERICHT DES VORSTANDES

Aufgrund seiner starken Ausrichtung auf die Energiegewinnung aus nachhaltiger Wasserkraft erreichte der Verbund auch im Berichtsjahr ein sehr positives Ergebnis: Trotz der schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen erzielten wir beim Umsatz eine Steigerung um 23,2 % auf 3.744,7 Mio. €, verbesserten das Operative Ergebnis um 24,3 % auf 1.138,6 Mio. € und steigerten das Konzernergebnis um 18,6 % auf 686,6 Mio. €.

Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich: einerseits die ausgezeichnete strategische Positionierung des Verbund, deren Fundamente in den Jahren zuvor gelegt worden waren; andererseits profitierte der Konzern auch von seiner Hedging-Strategie, aufgrund derer ein Gutteil der Eigenerzeugung jeweils ein Jahr im voraus verkauft wird.

Zwei große Themenkomplexe beherrschten im Jahr 2008 die öffentliche Diskussion: In der ersten Jahreshälfte waren es die Ölpreise, die nicht zuletzt wegen der großen Nachfrage in China und Indien in zuvor nicht geahnte Dimensionen stiegen. Im Sommer begannen die Preise zu fallen, und ab Herbst beherrschte die Krise am Finanzmarkt die Schlagzeilen. Sie hat in den vergangenen Monaten auch zu einem deutlichen Wirtschaftsabschwung geführt.

In turbulenten Zeiten, die vor allem an den Börsen in aller Welt zu spüren waren, verlor auch die Verbund-Aktie an Wert. Sie schloss Ende 2008 mit einer negativen Performance von 32,0 %, entwickelte sich damit jedoch deutlich besser als der Wiener ATX (–61,2 %).

Der Verbund-Konzern war über das gesamte Jahr 2008 – bezogen auf die Marktkapitalisierung – das höchstbewertete Unternehmen an der Wiener Börse. Mit Wirkung vom 22. 12. 2008 wurde die Verbund-Aktie in den »ATX five« aufgenommen. Dieser ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex, der aus den fünf höchstgewichteten Aktien des ATX besteht.

Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft machten auch vor dem Verbund nicht Halt: Auch wenn unser Konzern nach wie vor 88 % seines Stroms in Österreich aus Wasserkraft – und immer mehr aus »neuen« erneuerbaren Energien wie Windkraft und Photovoltaik – erzeugt, bleibt der Verbund von den Folgen der Krise nicht verschont. Die gute Ertragslage der vergangenen Jahre und die ausgezeichnete Positionierung am europäischen Energiesektor ermöglichen es uns jedoch, unseren Expansionskurs fortzusetzen.

Erleichtert wird dies auch durch die hohe Innenfinanzierungskraft und durch die gute Liquidität des Verbund, die durch die gute Ergebnisentwicklung, die steigenden Cashflows begründet und das starke Rating begünstigt ist.

Bei der geplanten Expansion wollen wir uns in erster Linie auf die Umsetzung und Entwicklung der

bestehenden Projekte konzentrieren – also jener, die bereits in Bau sind oder von den Behörden genehmigt wurden. Die Umsetzung neuer Projekte werden wir davon abhängig machen, ob diese wertschaffend sind.

Das bedeutet eine gewisse Vorsicht, die leicht zu begründen ist: Durch den Rückgang der Ölpreise sind auch die Großhandelspreise für andere Energieträger – also auch jene für Strom – unter Druck geraten. Außerdem sind durch die Bankenkrise die Finanzierungskosten für große Projekte gestiegen. Weiters ist noch nicht mit Sicherheit abzusehen, wie sich das wirtschaftliche Umfeld in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Der Verbund steht damit vor einer großen Herausforderung für seine Zukunft: Es gilt, antizyklisch – also jetzt – zu investieren.

Einige Beispiele zu den geplanten Investitionen in Österreich: Im Bereich der erneuerbaren Wasserkraft sind der Weiterbau am Pumpspeicherkraftwerk Limberg II mit einer Leistung von 480 Megawatt (MW), die fortgesetzte Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach und der Neubau des Laufkraftwerks Werfen/Pfarrwerfen als wichtigste Projekte zu nennen. Zu erwähnen sind außerdem die Erweiterung des Kraftwerks Hieflau und die Automatisierung der Kraftwerks- und Wehrsteuerung an der Donau. Weiters erfolgte der Spatenstich für die Errichtung des Gaskraftwerks Mellach bei Graz (832 MW), dessen Inbetriebnahme für 2011 vorgesehen ist.

»DAS PRINZIP ALLER DINGE IST DAS WASSER, DENN WASSER IST ALLES UND INS WASSER KEHRT ALLES ZURÜCK.«

Auch auf den Ausbau der Übertragungsnetze wird viel Wert gelegt: So gehen in der Steiermark die Arbeiten an der 380-kV-Höchstspannungsleitung zügig voran; mit einer Fertigstellung aller fünf Abschnitte ist Mitte 2009 zu rechnen. Der Baubeginn des Abschnitts »Salzach neu–St. Peter« der geplanten 380-kV-Salzburgleitung ist für Mitte 2009 vorgehen, die Inbetriebnahme für Ende 2010/Anfang 2011. Auch an der Errichtung des Teilstücks »Tauern–Salzach neu« als Freileitung hält der Verbund fest. Die Engpässe an den Leitungen zwischen Österreich und Tschechien wurden im Berichtsjahr durch die Inbetriebnahme des zweiten Systems der Leitung Slavetice–Dürnrohr entschärft.

Durch den Ankauf dreier Windparks in Niederösterreich, Bezirk Bruck an der Leitha, mit einer Gesamtleistung von 49 MW gelangen dem Verbund in Österreich große Fortschritte im Bereich der »neuen« erneuerbaren Energien. Auch in Kroatien, Rumänien und Bulgarien sind derzeit weitere Windkraftprojekte in Planung.

Auch in der Erzeugung von Strom aus Sonnenenergie ist der Verbund aktiv: Seit Herbst 2008 liefern zwei Kraftwerke in Andalusien, Spanien, ganzjährig umweltfreundlichen Sonnenstrom für 1.500 Haushalte.

In der Türkei erhielt der Verbund im Juli 2008 gemeinsam mit der Sabanci Group den Zuschlag für den Kauf der Verteilnetzgesellschaft Baskent EDAS, die drei Millionen Endkunden versorgt. Experten rechnen damit, dass sich der Stromverbrauch in der Türkei bis zum Jahr 2020 vervierfachen wird. Umso wichtiger ist es, dass der Verbund dort bereits jetzt massiv investiert: Zu erwähnen sind das Gaskraftwerk Bandirma mit 919 MW, für das ebenso bereits ein Baubeschluss vorliegt wie für die Wasserkraftwerke Hacininoglu (142 MW), Kavsakbendi (180 MW), Kandil (214 MW), Sarigüzel (103 MW), Menge (85 MW) und Köprü (145 MW).

In Albanien setzte sich der Verbund gegen starke internationale Konkurrenz beim Zuschlag zur Errichtung des Flusskraftwerkes Ashta (48 MW) durch. Das Kraftwerk ist am Drin geplant, einem Abfluss des Shkodersees.

Für die internationalen Beteiligungen ist seit Mai 2008 die VERBUND-International GmbH (VI) zuständig. Sie verantwortet auch die laufenden Engagements bei der französischen Poweo Group, wo der Verbund mit rund 30 % der größte Aktionär ist, und bei der italienischen Sorgenia Group. Hier hat sich der Anteil des Verbund im Jahr 2008 durch eine einseitige Kapitalerhöhung von 38 auf 43 % erhöht.

In Österreich konnten wir im Jahr 2008 die Stromlieferungen an Endkunden deutlich ausbauen. Im Bereich Haushalt, Gewerbe und Landwirtschaft stieg die Zahl der Kunden von 130.000 auf 180.000 an: Damit gehört der Verbund heute zu den Top-5-Energielieferanten auf dem österreichischen Markt. Auch im Sektor Business und Industrie erfolgte eine deutliche Zunahme auf 212 Kunden mit einer Akquisitionsmenge von rund 14 Terawattstunden (TWh).

Besonders hervorzuheben sind die Kompetenz und das Engagement unserer Mitarbeiter, bei denen wir

THALES VON MILET (UM 625 – UM 547 V. CHR.), GRIECHISCHER PHILOSOPH

uns hiermit herzlich bedanken wollen! Die Personalzahl im Konzern hat sich im Berichtsjahr um 100 auf 2.541 erhöht. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die Aufnahme von Mitarbeitern zum zeitgerechten Ersatz von Pensionierungen und die starke Expansion des Verbund weit über Österreich hinaus. In den kommenden Jahren ist eine weitere Ausweitung der internationalen Aktivitäten vorgesehen. Eine Vorbildfunktion auf dem heimischen Arbeitsmarkt hat der Konzern auch durch die Anhebung der Ausbildungsplätze für Lehrlinge von 25 auf 31: Damit wollen wir dem natürlichen Abgang von Facharbeitern frühzeitig begegnen.

Zuletzt zum Ausblick auf die Zukunft: Experten prognostizieren zumindest für die kommenden Monate einen weiteren deutlichen Wirtschaftsabschwung. Die Auswirkungen von weiteren Unsicherheiten in diesem ökonomischen Umfeld könnten auch den Verbund treffen.

2009 strebt der Verbund unter weiterhin sehr schwierigen Rahmenbedingungen und auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung an, zumindest gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Weiters will der Verbund an seiner bisherigen Dividendenpolitik festhalten.

DR. MICHAEL PISTAUER DR. JOHANN SEREINIG DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER MAG. CHRISTIAN KERN

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Das Geschäftsjahr 2008 war für den Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen wiederum ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Nach den sehr guten letzten Jahren stellte der zunehmend internationale Konzern mit einer neuerlichen Ergebnissteigerung eindrucksvoll unter Beweis, dass sein Wachstum profitabel und nachhaltig ist.

Der Aufsichtsrat hat diese erfreuliche Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. Im Berichtsjahr hat er in sechs Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 91 %, kein Mitglied blieb mehr als der Hälfte der Sitzungen fern. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat darüber hinaus regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehalten und in Fällen von Abwesenheiten einzelner Mitglieder deren Meinung eingeholt, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Aufsichtsratsmitglieder involviert waren.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert.

Im Juni 2008 regelte der Aufsichtsrat die Nachfolge des zum Jahresende ausgeschiedenen Generaldirektors Dr. Michael Pistauer und bestellte Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber zum Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand per 01. 01. 2009. Dr. Johann Sereinig wurde als stellvertretender Vorsitzender und Generaldirektor-Stellvertreter bestätigt. Zum selben Zeitpunkt trat eine neue Geschäftsverteilung im Vorstand in Kraft.

Der Aufsichtsrat hat dem ausgeschiedenen Generaldirektor Dr. Michael Pistauer den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seine großen Verdienste ausgesprochen.

Neben der Vorstandsbestellung ist besonders hervorzuheben, dass wichtige Entscheidungen für eine verstärkte Investitionstätigkeit im In- und Ausland auf Basis der neu formulierten Unternehmensstrategie mit dem Ziel von wertschaffendem Wachstum getroffen wurden. Im Inland betrifft dies vor allem eine Reihe von großen und mittelgroßen Wasserkraftwerksprojekten sowie das Gas- und Dampf-Kraftwerk Mellach; im Ausland gelang die Akquisition eines Wasserkraftprojektes in Albanien und der

Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Rahmen der Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei, wo zudem auch ein Verteilnetzbetreiber erworben werden konnte. Darüber hinaus konnten entsprechend der strategischen Zielsetzung mehrere Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien (Windkraftparks, Fotovoltaikanlagen) im In- und Ausland realisiert werden.

Weiters hat der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr neue Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen. Die Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken.

In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates nunmehr auch alle Ausschüsse (Arbeitsausschuss, Prüfungsausschuss, Dringlichkeitsausschuss, Nominierungsausschuss und Präsidial- bzw. Vergütungsausschuss) und ihre Kompetenzen genau geregelt. Mit diesen Neufassungen wird dem Österreichischen Corporate Governance Kodex noch besser entsprochen.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund der umfangreichen Berichterstattung des Vorstandes dessen Geschäftsführung laufend überwacht. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, der insbesondere mit der Sitzungsvorbereitung befasst war, tagte im Berichtsjahr sechsmal, der Prüfungsausschuss (insbesondere zur Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. zur Abstimmung mit dem Abschlussprüfer) zweimal.

Als führendes börsenotiertes Unternehmen seiner Branche hat sich der Verbund schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex verpflichtet und bemüht sich, jenen Bestimmungen, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, mit ganz geringen Abweichungen vollständig eingehalten.

Gemäß dem Corporate Governance Kodex und der neuen Geschäftsordnung wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrates eingerichtet. Der Nominierungsausschuss trat in Zusammenhang mit der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes zu drei Sitzungen zusammen. Der Vergütungsausschuss, der mit dem Präsidium ident ist, hielt drei Sitzungen ab, die die Vergütung des Vorstandes zum Gegenstand hatten.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrates kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu einer Änderung. Nach dem Rücktritt von DDr. Erhard Schaschl wurde Mag. Herbert Kaufmann per 26. 03. 2008 in den Aufsichtsrat gewählt. Im Präsidium ist seither Dr. Maximilian Eiselsberg 1. Stellvertreter des Vorsitzenden und Dkfm. Peter Püspök 2. Stellvertreter des Vorsitzenden. Weitere Informationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates und seine Vergütung sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.

Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

CORPORATE GOVERNANCE, AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

JAHRESABSCHLUSS UND PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie, dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2008 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 125(2) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstandes wurde genehmigt, dem Vorschlag zur Gewinnverteilung zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für die im Geschäftsjahr 2008 geleistete erfolgreiche Arbeit aus.

Für den Aufsichtsrat

Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender Wien, im Februar 2009

ORGANE DER GESELLSCHAFT 2008

KURZDARSTELLUNG

VORSTAND

Dr. Michael Pistauer (bis 31. 12. 2008) Generaldirektor und Vorsitzender des Vorstandes Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber (ab 01. 01. 2009) Generaldirektor und Vorsitzender des Vorstandes Dr. Johann Sereinig Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mitglied des Vorstandes Mag. Christian Kern Mitglied des Vorstandes

Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes

Nähere Angaben zum Vorstand finden Sie im Corporate Governance-Bericht auf Seite 173 ff

AUFSICHTSRAT

Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender
Gewerke DDr. Erhard Schaschl 1. Stv. Vorsitzender (bis 26. 03. 2008)
Dr. Maximilian Eiselsberg 2. Stv. Vorsitzender (bis 26. 03. 2008)
1. Stv. Vorsitzender (ab 26. 03. 2008)
Generaldirektor i.R. Dkfm. Peter Püspök 2. Stv. Vorsitzender (ab 26. 03. 2008)
o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Günther Brauner
Dipl.-Betriebswirt Alfred H. Heinzel
Generaldirektor Dr. Burkhard Hofer
Mag. Herbert Kaufmann (im Aufsichtsrat ab 26. 03. 2008)
Dr. Michael Losch
Dipl.-Ing. Hansjörg Tengg
Ing. Siegfried Wolf
Anton Aichinger Vorsitzender der Konzernvertretung
Kurt Christof Zentralbetriebsratsvorsitzender
Harald Novak Zentralbetriebsratsvorsitzender
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner Betriebsratsvorsitzende
Ing. Joachim Salamon Zentralbetriebsrat

Nähere Angaben zum Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen finden Sie im Corporate Governance-Bericht auf Seite 175 ff

POSITIONIERUNG

STRATEGIE

Tragende Säule bleibt für den Verbund Österreichs Wasserkraft, die eine langfristig saubere, CO2-freie Gewinnung von elektrischem Strom aus heimischen Ressourcen gewährleistet. Der Verbund setzt seinen strategischen Investitionskurs im In- und Ausland fort. In Österreich soll die führende Marktstellung durch eine Forcierung des Ausbaus der Erzeugungs- und Übertragungskapazitäten gestärkt werden. Grundlage der Umsetzung unserer Strategie ist die Beibehaltung eines stabilen A-Ratings.

»MEHR ALS DIE VERGANGENHEIT INTERESSIERT MICH DIE ZUKUNFT, DENN IN IHR GEDENKE ICH ZU LEBEN.«

Panta rhei – alles fließt. Dieses Zitat aus der griechischen Philosophie galt 2008 auch für den Verbund.
Durch die nachhaltige Stromerzeugung aus regenerativer Wasserkraft in Österreich konnte der Verbund
seinen überaus profitablen Erfolgskurs als Energiekonzern im Herzen Europas fortführen. Gerade vor
dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen über Nachhaltigkeit und Umweltschutz, unter anderem
im Zusammenhang mit dem Energie- und Klimapaket der EU, bietet die Fokussierung auf eine saubere,
CO2-freie Gewinnung von elektrischem Strom einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.
WERTE UND ZIELE Nachhaltig handeln und wachsen. Wichtige Werte und Ziele des Verbund bleiben dabei wirtschaftliche
Nachhaltigkeit, Kunden- und Wettbewerbsorientierung, Verantwortungsbewusstsein, ertragsstarkes
Wachstum und die internationale Ausrichtung. Im Inland bildet die österreichische Wasserkraft als
wichtigste Ressource einen Eckpfeiler des aktiv gelebten Nachhaltigkeitsgedankens. Dieser spiegelt sich
auch in den Auslandsaktivitäten wider: Hier verfolgt der Verbund ein anspruchsvolles europäisches
Wachstumsportfolio, das auf eine Stromgewinnung aus den erneuerbaren Energiequellen Wasserkraft,
Wind und Sonne sowie den CO2-armen fossilen Energieträger Erdgas ausgerichtet wird.
RAHMENBEDINGUNGEN Die Energiemarkt-Liberalisierung in Europa prägt unverändert das Wettbewerbsumfeld des Verbund.
Dieser Prozess, angetrieben durch verschiedene EU-Initiativen, verläuft nicht ohne Widersprüche.
Einerseits strebt die EU nach Wettbewerb unter vielen »gleichgestellten« Anbietern; andererseits ist die
Sehnsucht nach – auch im globalen Vergleich – wettbewerbsfähigen »europäischen Energie-Giganten«
vorhanden. Die aus Sicht der EU-Kommission weiterhin zu konzentrierte Marktmacht der großen
europäischen Energiekonzerne ist ebenso ein Faktor wie die unveränderten Bemühungen der EU, die
Übertragungs-netze eigentumsrechtlich von der Erzeugung zu entflechten.
Ausdrücklich begrüßt der Verbund die Bestrebungen der Europäischen Kommission, den liberalisierten
Elektrizitätsbinnenmarkt europaweit zu vereinheitlichen und zu verbessern. Ebenso begrüßt wird das
wesentliche Teilziel, mittels der Schaffung von Investitionsanreizen den Netzausbau zu fördern.

Besondere Bedeutung kommt dabei den grenzüberschreitenden Verbindungsleitungen zu, da der

europäische Markt derzeit von Engpass-Situationen geprägt und in seiner nachhaltigen Weiterentwicklung und dem Zusammenwachsen der Marktregionen noch deutlich behindert ist.

Allerdings ist der Verbund davon überzeugt, dass die oben genannten Ziele nicht über ein »Ownership Unbundling« – die eigentumsrechtliche Trennung des Übertragungs- vom Erzeugungs- und Versorgungsbereich – erreicht werden. Aufgrund der Bestrebungen der Staaten der sogenannten »Like minded group«, zu der neben anderen Staaten insbesondere Deutschland, Frankreich und Österreich gehören, und seiner größeren Elektrizitäts- und Gasunternehmen ist es gelungen, einen »3. Weg«, das »Effective and Efficient Unbundling«, als gleichwertige Option neben Ownership Unbundling und Independent System Operator in den Entwurf der Strombinnenmarktrichtlinie zu integrieren. Der Verbund hat als Vorreiter bereits 1999 die gesellschaftsrechtliche Entflechtung seiner Geschäftsbereiche konsequent und umfassend umgesetzt, die von der EU erst seit 2006 verpflichtend vorgeschrieben ist.

Besonderen Herausforderungen sieht sich der Verbund auch seitens des Marktumfeldes gegenüber: Dies betrifft zum einen die globale Finanzmarktkrise und deren Folgen für die Wirtschaft, insbesondere was die Finanzierung von neuen Projekten und die Entwicklung der Strompreise betrifft. Hier kann der Verbund seine gute Ertragskraft, die weitgehend auf brennstoffkostenunabhängiger Wasserkraft aufbaut, nützen. Diese hilft gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine ausreichende Innenfinanzierungskraft für den ambitionierten Expansionskurs sicherzustellen. Zum anderen ist die derzeit intensive Diskussion über den Klimawandel von enormer Bedeutung für die Energiewirtschaft.

ALBERT EINSTEIN (1879 – 1955), DEUTSCHER PHYSIKER

Hier besticht der Verbund durch seine attraktive Positionierung mit einem CO2-armen und damit zukunftsfähigen Erzeugungsportfolio, das die Basis für ein langfristiges Wachstum im In- und Ausland legt.

Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2007 ein ambitioniertes Investitionsprogramm zum Ausbau der Marktführerschaft in Österreich und zur Expansion in Europa beschlossen.

In Österreich liegt der Fokus auf dem Ausbau der Wasserkrafterzeugung und des Hochspannungsnetzes. Schwerpunkte der Investitionen in neue Erzeugungskapazitäten werden dabei in erster Linie bei Wasserkraft und in zweiter Linie bei Erdgas liegen. Ein weiterer Fokus liegt im Ausbau der Windkrafterzeugung. In Hinblick auf die Versorgungssicherheit in Österreich ist der Schluss des 380-kV-Rings in Österreich ein wesentliches Ziel.

Im erweiterten Europa ist die Strategie des Verbund auf profitables Wachstum ausgerichtet. Realisiert wird dies über Erzeugungsprojekte, Beteiligungen und Partnerschaften. Dazu wurden die bestehenden Auslandsbeteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei im Jahr 2008 in der VERBUND-International GmbH (VI) gebündelt. Zukünftig werden Expansionsprojekte im erweiterten Europa verstärkt über die VI akquiriert und entwickelt.

In den kommenden Jahren wird vor allem die Weiterentwicklung der oben genannten Beteiligungen forciert. In Italien werden wir unsere Beteiligung an der Sorgenia-Group weiter aufstocken, in der Türkei planen wir mit unserem Joint-Venture EnerjiSA die Umsetzung eines ambitionierten Business-Plans, für die bis 2015 insgesamt mehr als 1 Mrd. € zur Verfügung gestellt werden.

Dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung tragend, setzt der Verbund speziell auf die erneuerbaren Energiequellen Wasserkraft, Windkraft und Sonne sowie den CO2-armen Energieträger Erdgas.

MARKTFÜHRERSCHAFT IN ÖSTERREICH

EXPANSION IN EUROPA

ERNEUERBARE ENERGIEN

400 MW elektrischer Leistung aus neuen erneuerbaren Energiequellen. Das Ziel – über die österreichische Wasserkraft hinaus –, in einem ersten Schritt zusätzlich 400 MW elektrischer Leistung aus regenerativen Energiequellen bereitzustellen, unterstreicht die nachhaltige Ausrichtung der Verbund-Strategie.

Die organisatorische Verankerung der Ausrichtung auf erneuerbare Energien als wichtige Säule des Verbund wurde durch die Gründung der VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) im Jahr 2007 sichergestellt. Dieses Tochterunternehmen bündelt alle in- und ausländischen Aktivitäten des Verbund im Bereich der erneuerbaren Energien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden bereits erste Projekte im In- und Ausland erfolgreich realisiert: Neben der Inbetriebnahme von zwei Photovoltaik-Kraftwerken in Spanien mit einer Leistung von insgesamt 3 MW wurden drei Windparks in Österreich mit einer Gesamtleistung von 49 MW erworben. Zudem befinden sich derzeit mehrere hundert MW an Windkraftprojekten in Südosteuropa durch die ARP in Entwicklung.

Auch in den kommenden Jahren wird der Schwerpunkt der Expansion bei den Renewables bei Windkraft liegen. Dazu kommen noch Photovoltaik- und Kleinwasserkraft-Aktivitäten. Im Bereich der erneuerbaren Energien sollen Akquisitionen, Kooperationen und die Entwicklung von Projekten in Österreich sowie in der erweiterten EU realisiert werden.

»WAGEN WIR, DIE DINGE ZU SEHEN, WIE SIE SIND.«

A-RATING

Starkes Rating sichert hohe Flexibilität in der Finanzierung und Zugang zu den Finanzmärkten. Der Verbund zählt heute zu den am besten gerateten Versorgern Europas. Grundlage der Umsetzung unserer Wachstums-Strategie ist die Beibehaltung des stabilen A-Ratings um weiterhin einen hohe Flexibilität in der Finanzierung aufrechtzuerhalten. Dies ist gerade angesichts der deutlich veränderten Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten von herausragender Bedeutung. Denn die Projekte des Expansionskurses sollen weiterhin durch ein ausgewogenes Verhältnis von hoher Innenfinanzierungskraft und wirtschaftlich attraktiver Kapitalmarktfinanzierung realisiert werden. nachhaltige Ausrichtung der Verbund-Strategie.

PROFITABLES WACHSTUM

Der Verbund bekennt sich bei der Umsetzung seiner Strategie zu einem wertschaffenden Wachstum. Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist die oberste Prämisse für Entscheidungen im Verbund. Aus diesem Grund ist der Economic Value Added (EVA) die entscheidende Messgröße für alle Steuerungsmaßnahmen. Der EVA wird in allen Unternehmensbereichen des Verbund als zentrales

Steuerungskriterium eingesetzt. Grundsätzlich werden jene Investitions- bzw. Akquisitionsprojekt im

Verbund realisiert, die den höchsten Wertbeitrag liefern.

AKTIE

Der Verbund-Konzern war über das gesamte Jahr 2008 – bezogen auf die Marktkapitalisierung – das höchstbewertete Unternehmen an der Wiener Börse. Aber auch die Verbund-Aktie konnte sich dem äußerst negativen Börseumfeld nicht entziehen, das durch die US-Hypothekenkrise ausgelöst worden war: Die Verbund-Aktie schloss im Jahr 2008 nach einer negativen Performance von 32,0 % mit einem Kurs von 32,6 €. Mit Wirkung vom 22. 12. 2008 wurde die Verbund-Aktie in den ATX five aufgenommen. Der ATX five ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex, der aus den fünf höchstgewichteten Aktien des ATX besteht.

ALBERT SCHWEITZER (1875 – 1965), THEOLOGE, MUSIKER, ARZT UND PHILOSOPH

Das Börsejahr 2008 stand ganz im Zeichen der Finanzmarktkrise. Bereits im Geschäftsbericht 2007 haben wir an dieser Stelle über die US-Hypothekenkrise berichtet. Dass daraus eine noch nie da gewesene Finanzmarktkrise entstehen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Schon Ende des Jahres 2007 gab es fast täglich Meldungen über massiven Abschreibungsbedarf bei den Banken. Darüber hinaus belasteten der hohe Ölpreis und der schwache Dollar die internationalen Aktienmärkte. Trotzdem konnte die Mehrzahl der Börsen im Jahr 2007 noch eine knapp positive Entwicklung aufweisen.

Auch im ersten Halbjahr 2008 waren die internationalen Aktienmärkte weiterhin von hohen Wertberichtigungserfordernissen bei Finanzinstituten infolge der Krise am US-Hypothekenmarkt geprägt. Zu Unsicherheit an den Märkten führte auch die wachsende Sorge über rückläufige Wachstums- und steigende Inflationsraten.

Nach starken Kursrückgängen zu Jahresbeginn und in der ersten Märzhälfte war an den internationalen Börsen zwischen Mitte März und Mitte Mai eine deutliche Erholung zu verzeichnen. Diese Kursgewinne gingen aber an den meisten internationalen Börsen in den letzten Wochen des Quartals 2/2008 wieder verloren, da insbesondere weitere Ölpreisanstiege die Konjunkturentwicklung in den Industrieländern belasteten und den Spielraum der Notenbanken für Zinssenkungen eliminierten.

Nach einer volatilen Seitwärtsbewegung der Märkte in den Monaten Juli und August kam es ab September – als Folge der vom US-Hypothekenmarkt ausgegangenen Vertrauenskrise – zu massiven Kursverlusten.

Die Krise nahm von nun an dramatische Ausmaße an. In der ersten Septemberhälfte mussten die beiden auf Immobilienfinanzierung spezialisierten US-Institute Fannie Mae und Freddie Mac unter staatliche Verwaltung gestellt werden.

Wenige Tage später, am 15. 09. 2008, kam es zum »schwarzen Montag«. Lehman Brothers musste Insolvenz anmelden, Merrill Lynch wurde von der Bank of America aufgekauft. Der US-Leitindex Dow Jones BÖRSEJAHR 2008

erlitt daraufhin den stärksten Tagesverlust seit den Terrorattacken am 11. 09. 2001. Auch der Versicherungsriese AIG geriet in Kapitalnot und wurde von der US-Notenbank gerettet. In der zweiten Septemberhälfte erreichte die Finanzmarktkrise schließlich auch die europäischen und japanischen Banken. Täglich gab es neue negative Meldungen aus dem Bankensektor. Die letzten verbliebenen US-Investmentbanken, Goldman Sachs und Morgan Stanley, gaben ihren Sonderstatus auf und wurden gewöhnliche Geschäftsbanken. Die Weltbörsen befanden sich im freien Fall. Erst die Ankündigung eines Rettungspaketes der US-Regierung für die Finanzbranche löste ein kurzfristiges Kursfeuerwerk an den Börsen aus.

Ab Ende September wurden weltweit von den Regierungen bis dahin für unvorstellbar gehaltene Summen zur Rettung der Banken bereitgestellt. Großbritannien beschloss Teilverstaatlichungen der größten Banken. Viele internationale Notenbanken senkten in einer konzentrierten Aktion ihre Leitzinsen. Trotzdem setzten die Börsen ihre Talfahrt fort.

Es wurde immer deutlicher, dass die Finanzmarktkrise auch massive Auswirkungen auf die Realwirtschaft hat. Nach den Rettungspaketen für die Banken wurden nun weltweit Konjunkturpakete geschnürt. Dennoch kriselte es in weiteren Branchen, allen voran in der Automobilindustrie.

Die europäische Zentralbank und andere europäische Notenbanken senkten ihre Leitzinsen Anfang November erneut. Ebenfalls Anfang November korrigierte der Internationale Währungsfonds seine

»BEREIT SEIN IST VIEL, WARTEN ZU KÖNNEN IST MEHR. DEN RECHTEN AUGENBLICK NÜTZEN IST ALLES.«

Konjunkturprognose wegen der Finanzmarktkrise drastisch und sagte der Weltwirtschaft für 2009 eine Rezession voraus. Die Weltbank erwartete für 2009 wegen der Finanzmarktkrise nur noch ein globales Wachstum von 1,0 %.

Mitte November baten die US-Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler um staatliche Finanzhilfen, um die Folgen der Finanzmarktkrise zu bewältigen. Darüber hinaus gab es fast täglich Unternehmensmeldungen über Stellenabbau.

Diese negativen Meldungen führten dazu, dass die meisten großen Aktienindizes Mitte November auf neue Mehrjahrestiefstände fielen. Einhergehend mit dem Kursverfall an den Aktienmärkten kam es auch an den Rohstoffmärkten zu deutlichen Korrekturen. Der Ölpreis fiel Ende November zum ersten Mal seit 2005 unter die Marke von 50 US-Dollar, nachdem er noch im Sommer beinahe 150 US-Dollar betragen hatte. Als Hauptgrund galt die sinkende Nachfrage infolge der Konjunkturflaute, die durch die Finanzmarktkrise ausgelöst wurde.

Am 04. 12. 2008 senkte die Europäische Zentralbank, als Antwort auf die sich verschlimmernde Wirtschaftslage, den Leitzins um 75 Basispunkte auf 2,5 %. So stark hat die EZB den Leitzins in ihrer zehnjährigen Geschichte noch nie bewegt. In Amerika hat die FED den Leitzins im Laufe des Jahres 2008 bis auf einen Korridor von 0,0 bis 0,25 % gesenkt.

Trotz aller Bemühungen der Regierungen und Notenbanken eine Antwort auf die Finanzmarktkrise zu finden, konnten sich die internationalen Aktienmärkte bis zum Jahresende kaum von ihren Tiefständen erholen und schlossen auf Jahressicht mit massiven Kursverlusten.

Der US-Börseindex Dow Jones Industrial (DJI) hat sich 2008 um 33,8 % vermindert, der Euro Stoxx 50 um 44,3 % und der japanische Börseindex Nikkei 225 ist auf Jahressicht um 42,1 % zurück gegangen. Die Emerging Markets haben sich 2008 schwächer entwickelt als die etablierten Marktplätze, eine Folge

der generellen Risikoaversion der Investoren. Der in Euro berechnete Osteuropaindex CECE weist für das Gesamtjahr einen Rückgang um 53,5 % auf.

Performance ATX –61,2 % Auch die Wiener Börse konnte sich 2008 den weltweit ungünstigen Rahmenbedingungen nicht entziehen. Zudem war die Wiener Börse durch die vorsichtige Haltung internationaler Anleger gegenüber den CEE-Ländern – aufgrund des starken Engagements österreichischer Unternehmen – negativ belastet. Der Wiener Leitindex ATX konnte sich im ersten Halbjahr 2008 mit einem Rückgang um 12,6 % klar besser behaupten als der europäische Indexbenchmark, der Euro Stoxx 50. Dieser Vorsprung wurde aber im Verlauf der zweiten Jahreshälfte eingebüßt. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt der hohe Gewichtungsanteil der weltweit unter Druck stehenden Finanztitel. Der ATX schloss 2008 mit einer negativen Performance von 61,2 % bei 1.750,83 Punkten.

Jahresperformance –32,0 % Die Verbund-Aktie schloss im Jahr 2007 nach einer positiven Performance von 18,5 %, mit einem Kurs von 47,9 €. Zu Beginn des neuen Handelsjahres konnte die Verbund-Aktie ihre positive Entwicklung fortsetzen und am 08. 01. 2008 mit 51,1 € ein neues, vorläufiges Allzeithoch erreichen. In den folgenden Tagen verlor die Aktie – im Einklang mit den internationalen Börsen – jedoch deutlich an Wert. Die Verbund-Aktie fiel bis auf 40,5 €, konnte sich anschließend aber sehr rasch von diesem Tiefstkurs im Quartal 1/2008 erholen. Zum 31. 03. 2008 schloss die Verbund-Aktie mit einem Kurs von 45,1 € und einer negativen Performance im Quartal 1/2008 von 5,8 %.

ARTHUR SCHNITZLER (1862 – 1931), ÖSTERREICHISCHER SCHRIFTSTELLER

Im Quartal 2/2008 konnte die Verbund-Aktie – in einem sehr schwierigen Marktumfeld – um beachtliche 26,2 % an Wert zulegen. Am 23. 06. 2008 erreichte die Verbund-Aktie mit 59,3 € ein neues

AKTIENKENNZAHLEN

EINHEIT 2008 2007 2006 2005
HÖCHSTKURS* 59,30 49,95 41,58 30,13
TIEFSTKURS* 29,74 31,21 30,05 16,39
LETZTKURS* 32,56 47,88 40,42 30,13
PERFORMANCE % –32,00 18,46 34,15 83,83
MARKTKAPITALISIERUNG MIO. € 10.034,99 14.756,62 12.457,44 9.286,07
GEWICHTUNG ATX % 10,14 5,36 4,59 4,57
UMSATZ WERT MIO. € 6.221,13 6.180,40 5.500,65 1.830,90
UMSATZ STÜCK/TAG* STÜCK 546.238 665.119 592.491 318.220
GEWINN/AKTIE* 2,23 1,88 1,63 1,13
CASHFLOW/AKTIE* 3,03 2,62 2,45 2,21
BUCHWERT/AKTIE* 10,15 8,68 7,44 6,18
KURS/GEWINN-VERHÄLTNIS X 14,61 25,48 24,86 26,59
KURS/CASHFLOW-VERHÄLTNIS X 10,74 18,27 16,52 13,65
KURS/BUCHWERT X 3,21 5,52 5,43 4,87
VORGESCHLAGENE DIVIDENDE/AKTIE* 1,05 0,90 0,75 0,50
DIVIDENDENRENDITE % 3,22 1,88 1,86 1,66
AUSSCHÜTTUNGSRATE % 47,13 47,89 46,13 44,12
EV/EBITDA** X 9,49 15,13 14,42 15,82

*DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLIT IM VERHÄLTNIS 1:10 IST BERÜCKSICHTIGT.

**DIE KENNZAHLEN WURDEN EINER ÜBERARBEITUNG UNTERZOGEN. DIE VORJAHRSWERTE WURDEN ANGEPASST.

WIENER BÖRSE

VERBUND-AKTIE

Allzeithoch. Dieser massive Anstieg war im Wesentlichen durch die steigenden Primärenergiepreise und den damit einhergehenden Anstieg der Großhandelspreise für Strom begründet. Unterstützend auf die Aktie wirkten auch positive Berichte der Investmentbanken. Die Kursziele für die Verbund-Aktie wurden von den Analysten aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen zum Teil deutlich erhöht.

»AN DER BÖRSE IST ALLES MÖGLICH – AUCH DAS GEGENTEIL.«

Zum 30. 06. 2008 schloss die Verbund-Aktie mit einem Kurs von 56,9 € und einer positiven Performance in den Quartalen 1–2/2008 von 18,9 %.

Im Quartal 3/2008 verlor die Verbund-Aktie 24,2 % an Wert und schloss am 30. 09. 2008 mit einem Kurs von 43,2 €. Die Verbund-Aktie konnte sich trotz positiver Unternehmensnachrichten und einem nach wie vor positiven Umfeld für Wasserkrafterzeuger dem äußerst negativen Börseumfeld nicht entziehen.

Im Quartal 4/2008 verlor die Verbund-Aktie weitere 24,5 % an Wert. Dieser massive Rückgang war im Wesentlichen durch den Verfall der Primärenergiepreise und dem damit einhergehenden Rückgang der Großhandelspreise für Strom begründet. Aufgrund der durch die Finanzmarktkrise ausgelösten, sehr negativen Aussichten für die Weltwirtschaft haben darüber hinaus nahezu alle Investmentbanken ihre Prognosen für die Primärenergiepreise und damit auch für die Großhandelspreise für Strom zurückgenommen. Diese geringeren Preiserwartungen führten zu geringeren Ergebnisschätzungen und somit

R
EVN A
E HOLDING AG
EUBESITZ

zu geringeren Kurszielen und Herabstufungen für die Verbund-Aktie. Zum Jahresende schloss die Verbund-Aktie mit einem Kurs von 32,6 € und einer negativen Performance im Jahr 2008 von 32,0 %. Die Verbund-Aktie entwickelte sich damit auch 2008 deutlich besser als der ATX (–61,2 %) und besser als der Branchenindex DJ STOXX Utilities (–38,5 %).

Der Verbund weist ein Grundkapital von 308.200.000 € aus, verteilt auf 308.200.000 Aktien. 51 % der Aktien befinden sich im Besitz der Republik Österreich, 49 % sind an der Börse notiert. Großaktionäre sind die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG mit je > 10 % sowie die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG mit > 5 %. Die restlichen < 24 % befinden sich im Streubesitz.

Die Verbund-Aktie notiert an der Wiener Börse. Außerdem kann sie in Frankfurt, an deutschen Regionalbörsen, in London und in den USA über ein American Depositary Receipt erworben werden.

Der Börsenumsatz in Verbund-Aktien erreichte einen Wert von 6.221,1 Mio. €. Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr täglich 546.238 Aktien gehandelt. Der sich aus der Marktkapitalisierung ergebende Gesamtwert des Unternehmens betrug am 31. 12. 2008 10.035,0 Mio. €, die Gewichtung im ATX 10,1 %. Der Verbund-Konzern war über das gesamte Jahr 2008 – bezogen auf die Marktkapitalisierung – das höchstbewertete Unternehmen an der Wiener Börse. Mit Wirkung Montag, 22. 12. 2008 wurde die Verbund-Aktie in den ATX five aufgenommen. Der ATX five ist ein kapitalisierungsgewichteter Preisindex, der aus den fünf höchstgewichteten Aktien des ATX besteht.

ANDRÉ KOSTOLANY (1906 – 1999), US-BÖRSENKOLUMNIST

Höhere Dividendenausschüttung geplant. Für das Geschäftsjahr 2008 wird der Hauptversammlung am 25. 03. 2009 eine Dividendenerhöhung um 16,7 % von 0,90 €/Aktie auf 1,05 €/Aktie vorgeschlagen. Damit erhöht der Verbund die Dividenden-ausschüttung bereits zum achten Mal in Folge. Die Payout-Ratio (Ausschüttungsrate) beträgt 47,1 %, die Dividendenrendite bezogen auf den Aktienkurs am 31. 12. 2008 3,2 %. DIVIDENDE

Umfassende, transparente und zeitgleiche Kommunikation mit Analysten und Investoren. Das Management kommunizierte im Rahmen von umfangreichen Road-Shows in Europa und den USA die erzielten Ergebnisse sowie die strategischen Ziele des Unternehmens.

Internationale Investmenthäuser covern den Verbund. Neben den bereits in regelmäßigen Abständen erscheinenden Research-Berichten großer Investment-häuser und den Rating-Berichten der Agenturen Moody's und Standard & Poor's wurde die Verbund-Aktie 2008 zusätzlich von Morgan Stanley und Nomura gecovert. Folgende Investmenthäuser veröffentlichten 2008 regelmäßig Research-Berichte über den Verbund:

Capital Bank (Nikolay Koulichev) Citigroup (Stephen Hunt) Credit Suisse (Christopher Kuplent) Deutsche Bank (James Brand) Erste Bank (Christoph Schultes) Goldman Sachs (Deborah Wilkens) Kepler Capital Markets (Ingo Becker) Merrill Lynch (Simon Flowers) Natixis Securities (Philippe Ourpatian) Oddo Securities (Stéphane Lacaze) Raiffeisen Centrobank (Teresa Schinwald) Sal. Oppenheim (Gregor Kirstein) Société Générale (John Honoré) UniCredit (Harald Weghofer) Morgan Stanley (Tanja Markloff) Nomura (John Musk)

AKTIONÄRSSTRUKTUR

UMSATZ UND MARKTKAPITALISIERUNG

INVESTOR RELATIONS

RESEARCH

KONZERNLAGEBERICHT

KONZERNLAGEBERICHT MARKT UND BRANCHE

BERICHT ÜBER DEN GE-SCHÄFTSVERLAUF UND DIE WIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise und deren Folgen für die globale Wirtschaft sind auch in Österreich spürbar. Dennoch dürfte die österreichische Wirtschaft laut einer Prognose des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) im Jahr 2008 noch um 1,8 % gewachsen sein. Der Stromverbrauch in Österreich nahm 2008 auf Grund der noch günstigen Entwicklung der Sachgüterproduktion und des stärkeren Heizenergiebedarfes der Haushalte zu. Im Außenhandel mit elektrischer Energie verringerte sich 2008 das Defizit zum zweiten Mal in Folge und lag in den ersten elf Monaten des Jahres 2008 bei rund 6,0 % des Verbrauchs. Die europäische Energiepolitik war im Jahr 2008 durch eine intensive Diskussion zwischen Europaparlament und EU-Rat über den Kern des Binnenmarktpakets – die stärkere Trennung von Netz-betrieb und Energieproduktion – bestimmt. Das Energie- und Klimaschutzpaket der EU-Kommission sieht die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen vor, fixiert den Anteil erneuerbarer Energiequellen und fordert die Steigerung der Energie-Effizienz.

»DIE KRISE KANN EIN PRODUKTIVER ZUSTAND SEIN. MAN MUSS IHR NUR DEN BEIGESCHMACK DER KATASTROPHE NEHMEN.«

KONJUNKTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN Konjunktur schwächt sich 2008 deutlich ab. Nach der Hochkonjunkturphase von 2004 bis 2007 bremsten 2008 die Krise auf den Finanzmärkten und der bis Sommer 2008 anhaltende Preisauftrieb bei den Rohstoffen das Wachstum der Weltwirtschaft ein: Das globale BIP dürfte im Jahr 2008 um nur mehr 3,4 % gewachsen sein, nach noch 5,2 % im Jahr 2007. Die gleichzeitige Eintrübung der Konjunktur in den drei großen Wirtschaftsräumen USA, Europa und Japan beeinträchtigte auch die Entwicklung der bisher sehr expansiven Schwellenländer in Asien und Lateinamerika. In der EU dürfte sich das Wirtschaftswachstum auf 1,0 % (2007: 2,9 %) verringern. Auswirkungen der internationalen Abschwächung sind auch in Österreich zu spüren: Vor allem die Exporte litten unter der Dämpfung der Auslandsnachfrage. Der Konjunkturabschwung drückte auf das Investitionsklima. Mit einem Plus von 1,8 % gemäß WIFO dürfte die österreichische Wirtschaft 2008 dennoch kräftiger als der EU-Schnitt expandiert sein.

ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Tiefe Temperaturen erhöhen den Energiebedarf. Der Gesamtenergieverbrauch in der EU wie auch in Österreich war in der Vergangenheit durch stetige Zuwächse gekennzeichnet, die lediglich infolge externer Entwicklungen – Ölpreise, Wirtschaftslage, unterschiedliche Witterungsbedingungen – zeitweise unterbrochen wurden.

So ist in den vergangenen zehn Jahren der Energieverbrauch in der EU-15 um 8 %, in Österreich sogar um 17 % gestiegen. Auch 2008 nahm dieser in Österreich weiter zu: Dies ist vor allem durch die kühlere Witterung zu erklären, die den Heizbedarf der privaten Haushalte erhöhte.

Die Heizgradsummen – das sind die in der Energiewirtschaft üblichen Messgrößen für den temperaturbedingten Energiebedarf – waren im Jahresdurchschnitt 2008 um rund 4 % höher als noch ein Jahr zuvor (höhere Heizgradsummen bedeuten einen höheren Heizenergiebedarf).

Die künftige Entwicklung des Energiebedarfs in der EU wie auch in Österreich wird insbesondere davon abhängen, wie rasch eine Trendwende durch Maßnahmen in jenen Bereichen geschafft wird, die die größten Einsparpotenziale bieten. Auch wenn alle Sektoren Beiträge zur Effizienzsteigerung leisten müssen, wird besonderes Augenmerk auf den Verkehr und auf die Raumwärme zu legen sein.

Österreichs Stromverbrauch stieg 2008. Der Stromverbrauch in Österreich erhöhte sich in den vergangenen zehn Jahren um 25 % und damit dynamischer als der Gesamtenergieverbrauch. 2008 war in den ersten elf Monaten ein weiterer Zuwachs von 2,0 % gegeben. Dies hängt mit der kühleren Witterung und der im ersten Halbjahr noch günstigen Entwicklung der Sachgüterproduktion zusammen. Diese führte zu einem erhöhten Strombedarf bei den Unternehmen.

Bei einer deutlich höheren Stromproduktion insgesamt – nach vorläufigen Zahlen von E-Control über die ersten elf Monate 2008 +5,3 % – sanken die Importe um 11,6 % bzw. die Exporte um 4,0 %. Die Wasserkraft-Erzeugung expandierte dabei ebenfalls deutlich um 6,1 %, und auch die Erzeugung aus Wärmekraft legte um 3,8 % zu.

Im Anstieg der sonstigen Erzeugung (+5,8 %) sind sowohl die Zunahme der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern (ohne Biomasse – sie fällt in den Bereich kalorische Erzeugung) als auch die in der Statistik noch nicht aufteilbaren Anlagen enthalten.

Durch diese Entwicklung verringerte sich das Defizit im Außenhandel mit elektrischer Energie 2008 zum zweiten Mal in Folge und lag in den ersten elf Monaten des Jahres 2008 bei rund 6 % des Ver-

MAX FRISCH (1911 – 1991), SCHWEIZER SCHRIFTSTELLER

brauchs. 2003 hatte es etwa 9 % des Verbrauchs ausgemacht, in den Jahren 2004 und 2005 aber nur rund 4 %. 2006 war das Strom-Außenhandelsdefizit ähnlich wie im Jahr 2003 aufgrund des heißen Sommers auf mehr als 10 % gestiegen, im Jahr 2007 auf etwas unter 10 % zurückgegangen.

Der Stromverbrauch korreliert eng mit dem Wirtschaftswachstum. Für die Zukunft geht die E-Control davon aus, dass die positive Korrelation zwischen Wirtschaftswachstum und Stromnachfrage bestehen bleibt. Strom ist eine intelligente Energieform: Der Verbrauch wird durch Energieeffizienz-Maßnahmen zum Teil weiter verstärkt (z. B. durch die Nutzung von Wärmepumpen oder Elektroautos). Auch die demografische Entwicklung (also die Zunahme der Single-Haushalte und die höhere Lebenserwartung) sowie die verstärkte Nutzung von elektrischen Geräten führen zu einem höheren Stromverbrauch. Demzufolge rechnet die E-Control mit einem mittelfristigen Wachstum in Österreich von +1,8 % pro Jahr. Kurzfristig wird sich allerdings die Abschwächung der Konjunktur im Jahr 2009 auf den Stromverbrauch dämpfend auswirken.

Auch der Stromverbrauch in der EU erhöhte sich 2008. Länder wie Luxemburg, Frankreich und Portugal verzeichneten allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008 Zuwächse von jeweils etwa 4 %. In Tschechien, Irland und der Slowakei lag das Stromverbrauchswachstum jeweils zwischen 2 und 2,5 %. Rund 1 % mehr verbrauchten Länder wie Deutschland, Griechenland, Belgien, Italien, Ungarn und UK. Polens Stromverbrauch stagnierte und in Dänemark, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Finnland waren Verbrauchsrückgänge zwischen –0,2 % und –2,4 % zu beobachten.

Der Ölpreis durchbrach die Marke von 146 USD/bbl. Der bereits im Jahr 2007 zu beobachtende Anstieg der Notierungen an den internationalen Rohöl-Märkten setzte sich im ersten Halbjahr 2008 fort und erreichte Anfang Juli 2008 mit etwas mehr als 146 USD/bbl (Brent Front Month) einen historischen Höchststand. Damit notierte ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent um etwa 50 USD höher als noch zu Jahresbeginn.

PREISENTWICKLUNG ROHÖL

Die Gründe für diesen Preisanstieg waren geopolitische Spannungen, Terroranschläge auf Öl-Infrastruktur im wichtigen Förderland Nigeria und ein starkes Wirtschaftswachstum in asiatischen Staaten

2004 2005 2006 2007 2008

US\$/bbl

€/bbl

»BEKLAGTE MAN EHEMALS DIE SCHULD DER WELT, SO SIEHT MAN JETZT MIT GRAUSEN AUF DIE SCHULDEN DER WELT.«

mit großer Nachfrage nach Öl. Anzuführen sind außerdem zu geringe Investitionen in die Exploration und Produktion, wobei Spekulationen zusätzlich preistreibend wirkten.

Ab Juli 2008 kamen die Ölpreise vor allem wegen der Finanzmarktkrise und der dadurch ausgelösten Konjunkturabschwächung unter Druck. Der Rohölpreis gab kontinuierlich nach und notierte gegen Ende des Jahres zeitweilig unter 40 USD/bbl. Im Durchschnitt des Jahres 2008 kostete Rohöl der Sorte Brent 98 USD/bbl gegenüber 73 USD/bbl noch in 2007 (+36 %).

Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet in ihrem World Energy Outlook 2008 vom November 2008, dass der Ölpreis bis zum Jahr 2015 wieder bis auf 100 US-Dollar/Barrel ansteigen wird. Bis 2030 soll der Prognose zufolge sogar die Marke von 200 US-Dollar/Barrel überschritten werden.

Auch bei den Gaspreisen war im ersten Halbjahr 2008 ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten, der im Sommer seinen Höhepunkt erreichte. Danach gingen die Preise zurück. Im Durchschnitt des Jahres 2008 war Gas am EEX-Terminmarkt (EGT-Frontjahr) um 41 % teurer als noch ein Jahr zuvor.

Die hohen Öl- und Gaspreise im ersten Halbjahr 2008 gaben auch den Kohlepreisen Auftrieb. Im Durchschnitt des Jahres 2008 notierte Kohle am EEX-Terminmarkt (ARA-Frontjahr, Eurobasis) um knapp 57 % über dem Durchschnittsniveau von 2007. Durch den weltweiten Wirtschaftsabschwung fielen auch die Kohlepreise gegen Ende des Jahres auf etwas unter 85 USD/t.

Die CO2-Preise sanken in der zweiten Jahreshälfte. Im Januar 2005, kurz vor Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls, wurde das Europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS) eingeführt. Das EU-ETS ist das zentrale Element der europäischen Klimapolitik, um die 8 %ige Emissionsreduktion gegenüber 1990 laut Kyoto-Protokoll zu erfüllen (EU-15). Die europäische Reduktionsverpflichtung wird über den europaweiten Lastenausgleich (EU Burden Sharing Agreement) auf die Mitgliedsstaaten verteilt, was Österreich zu einer Emissionsreduktion von 13 % verpflichtet.

In der ersten Emissionshandelsperiode 2005 bis 2007 wurden mehr Emissionsrechte zugeteilt als benötigt. Demzufolge war der CO2-Preis (EU-Allowance – EUA) in 2007 kontinuierlich bis auf ein Niveau von 0,01 €/t CO2 im Dezember 2007 gesunken. Im Zuge der restriktiveren Zuteilung der Zertifikate für die zweite Handelsperiode 2008 bis 2012 zogen die Preise deutlich an. Der Preis für den EUA-Benchmarkkontrakt mit Fälligkeit Dezember 2008 stieg im ersten Halbjahr 2008 kontinuierlich bis auf rund 29 €/t CO2 an. Der fallende Ölpreis und die Finanzmarktkrise sorgten in der Folge auch im CO2-Markt zu sinkenden Preisen. Zuletzt wurde für EUAs mit Fälligkeit Dezember 2008 ein Preis von rund 15 €/t erreicht.

Der Sekundär-Markt für projektbezogene Emissionsrechte (Certified Emission Reduction (CER), Emission Reduction Unit (ERU)) folgte im Wesentlichen dem Trend, der vom EUA-Markt vorgezeichnet wurde. Der Kontrakt CER mit Fälligkeit Dezember 2008 erreichte zuletzt rund 14 €/t CO2. Die EUA-Kontrakte Dezember 2009 bis Dezember 2014 lagen zu Ende des Jahres 2008 bei 16 bis 21 €/t CO2.

EU beharrt auf stärkerer Entflechtung. Seit der Liberalisierung sind die europäischen Energiemärkte in grundlegender Neuordnung: Dennoch ist nach Ansicht der EU-Kommission der Strom-Binnenmarkt noch nicht zufriedenstellend umgesetzt.

Aufgrund der Sektoruntersuchungen hatte die EU-Kommis-sion am 19. 09. 2007 das dritte Legislativpaket zum Energie-Binnenmarkt vorgelegt, welches als Kernelement die Einführung eines strengeren Entflech-

ARTHUR SCHOPENHAUER (1788 – 1860), DEUTSCHER PHILOSOPH

tungsregimes für vertikal integrierte Energiekonzerne, und zwar die eigentumsrechtliche Entflechtung des Übertragungsbereichs vom Erzeugungs- und Versorgungsbereich eines vertikal integrierten Elektrizitätsunternehmen vorsah. Durch intensive Verhandlungen kam es im Herbst 2008 auf EU-Ebene im Energieministerrat zu einer politischen Einigung. Der von den Staaten der »Like-minded Group« (darunter auch Österreich, Deutschland und Frankreich) verfolgte »Dritte Weg« (Effective and Efficient Unbundling – EEU-Modell) wurde als vollwertige dritte Option neben dem Ownership Unbundling und dem Independent System Operator (ISO) akzeptiert.

Zwecks Erleichterung des grenzüberschreitenden Energiehandels soll eine Agentur für die Zusammenarbeit der einzelstaatlichen Regulierungsbehörden (ACER – Agency for the Cooperation of European Regulators) eingerichtet werden. Sie soll bei grenzüberschreitenden Netzproblemen verbindliche Entscheidungen treffen können.

Um die bi- und multilaterale Zusammenarbeit und Investitionen zu fördern, soll ein neues europäisches Netz der Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber geschaffen werden (»European Network for TSO«, ENTSO). EU-Netzbetreiber sollen darin zusammenarbeiten und gemeinsame Marktvorgaben, technische Bestimmungen und Sicherheitsnormen entwickeln sowie die auf EU-Ebene erforderlichen Investitionen planen und koordinieren.

Um einen besseren Marktzugang für neue und kleine Versorger sowie eine nachvollziehbare Preisgestaltung zu gewährleisten, ist vorgesehen, die bestehenden Transparenz-Anforderungen auszuweiten. Hierzu zählen Angebots- und Nachfrage-Vorhersagen und neue Pflichten für Erzeuger und Übertragungsnetzbetreiber zur Veröffentlichung von Daten.

Ehrgeizige Vorgaben zur Erreichung der Klimaziele. Am 17. 12. 2008 hat das EU-Parlament das Klimaund Energiepaket, auf das sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder nach harten Verhandlungen geeinigt hatten, beschlossen.

REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Mit den sogenannten 20-20-20-Zielen bekennt sich die Europäische Union zu einer integrierten Energie- und Klimapolitik:

  • Verringerung der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 % gegenüber 1990. Erhöhung der Zielvorgabe auf 30 %, wenn andere Industrienationen, einschließlich den USA, sich zu verbindlichen Minderungszielen verpflichten,
  • Erreichung eines Anteils erneuerbarer Energiequellen am Endenergieverbrauch von 20 % bis 2020
  • Steigerung der Energie-Effizienz um 20 % bis 2020.

Die Regeln für den CO2-Handel ändern sich ab 2013: Stromerzeuger müssen 100 % ihrer Emissionsrechte ersteigern. Davon ausgenommen sind Kraftwerke in Ländern, deren Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weniger als die Hälfte des EU-Durchschnittes beträgt. Für diese ist ein Beginn mit mindestens 30 % auktionierter Zertifikate im Jahr 2013 und die anschließende Steigerung auf den vollen Wert bis spätestens 2020 vorgesehen.

Das EU-Ziel, im Jahr 2020 einen Anteil von 20 % erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch zu erreichen, wird auf die Mitgliedsstaaten aufgeteilt, wobei die nationalen Zielquoten von 10 % (Malta) bis 49 % (Schweden) reichen. Österreich ist verpflichtet, seinen Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 von derzeit 23 % auf 34 % auszubauen. Bis zum 30. 06. 2010 haben die Mitgliedsstaaten Zeit, der EU-Kommission ihre nationalen Aktionspläne mit den Zielen für die einzelnen Sektoren und den

»MÄRKTE SIND WIE FALLSCHIRME: SIE FUNKTIONIEREN NUR, WENN SIE OFFEN SIND.«

Maßnahmen zur Zielerreichung vorzulegen. Betroffen sind die drei Bereiche Stromproduktion, Wärmebzw. Kälte-Erzeugung sowie der Verkehr.

Weiters hält die EU-Kommission zur Erreichung der Klimaziele eine Verbesserung der Energie-Effizienz in der EU bis 2020 um 20 % für notwendig.

Einige wenige Konzerne dominieren den Markt. In abgeschwächter Form setzte sich die seit der Strommarkt-Liberalisierung zu beobachtende Konsolidierungswelle im Jahr 2008 fort. Da die nationalen Wettbewerbsbehörden in den meisten europäischen Ländern Fusionen und Übernahmen kaum noch zulassen, wachsen die großen Player primär außerhalb ihres Heimmarkts. Mittlerweile dominiert eine Handvoll Energiekonzerne den europäischen Markt. Die fünf größten Utilities in der EU-27 halten mittlerweile zusammen einen Anteil von etwa zwei Drittel des Stromabsatzes.

Die Fusion von Gaz de France (GdF) und Suez, die im Juli 2008 vollzogen wurde, zeigt, wie breit Super-Utilities künftig aufgestellt sein werden. Die Électricité de France SA (EdF) baute ihre Vormachtstellung auf dem europäischen Strommarkt weiter aus. Im September 2008 hat sich der französische Konzern mit dem größten britischen Kernkraftwerksbetreiber, British Energy Group plc, der rund ein Sechstel der Stromproduktion des Landes liefert, auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt.

Ihre endgültigen Positionen im Markt haben die großen Energiekonzerne noch nicht gefunden; sie streben nach wie vor nach Wachstum durch Zukäufe und Fusionen. Nationale Champions werden ihre Basis nutzen, um sich vor Übernahmen zu schützen oder grenzüberschreitend kleinere Übernahmen anzustreben.

Die weitere Entwicklung ist jedoch eng im Zusammenhang mit den Bemühungen der EU zur Intensivierung des Wettbewerbs zu sehen: Mit der Definition neuer Entflechtungsregeln, der europaweiten Regulierung sowie einer strengeren Anwendung des Wettbewerbs- und Kartellrechts will man der weiteren Konzentration von Marktmacht entgegenwirken.

KONSOLIDIERUNG IM EUROPÄISCHEN UMFELD Mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz zur Energiewende. Vor dem Hintergrund des europäischen Spannungsfelds von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stellte die EU-Kommission am 13. 11. 2008 die überarbeitete EU-Energiestrategie vor. Die Hauptpfeiler sind die Maßnahmen im Bereich der Energienetze, ein EU-Aktionsplan für Energieversorgungssicherheit und -solidarität sowie Vorschläge zu Energieeinsparungen. Damit soll ein weiterer Beitrag zu den 20-20-20- Klimaschutzzielen geleistet werden.

Österreichs Regierung hat in den vergangenen Jahren vermehrt tiefgreifende Maßnahmen zur Erreichung der ambitionierten Energie- und Klimaschutzziele durchgeführt. Die nationale Klimastrategie, der Klima- und Energiefonds sowie der im Mai 2008 vorgestellte »Masterplan Wasserkraft« seien beispielsweise als Antworten auf die wachsenden Herausforderungen genannt.

In Österreich beträgt das technisch-wirtschaftliche Gesamtpotenzial an Wasserkraft zur Stromerzeugung 56.000 GWh, wovon derzeit bereits etwas mehr als zwei Drittel realisiert sind. Das noch ausbaufähige technisch-wirtschaftliche Wasserkraftpotenzial liegt theoretisch bei 18.000 GWh. Aus ökologischen Gründen machbar sind 13.000 GWh, wobei 7.000 GWh bis 2020 ausbaubar sind. Mit der Realisierung dieser 7.000 GWh kann Österreich 3,1 Mio. t CO2 einsparen.

Verbund wächst nachhaltig. Bereits in der Vergangenheit hat der Verbund stark in den Ausbau der Wasserkraft investiert. Künftig setzt der Verbund sein ambitioniertes Wachstumsprogramm im In- und

HELMUT SCHMIDT (*1918), EHEMALIGER DEUTSCHER BUNDESKANZLER

Ausland fort. Investiert wird in internationale Wachstumsprojekte im erweiterten Europa und in den Ausbau von Erzeugungsanlagen und Übertragungsnetzen in Österreich. Wichtig sind dabei auch ökologische Grundsätze: Im Mittelpunkt der Verbund-Expansionsstrategie im In- und Ausland stehen CO2 freie bzw. -arme Anlagen.

Durch sein Investitionsprogramm trägt der Verbund wesentlich zur Erreichung der europäischen wie österreichischen Klimaschutzziele bei.

PERSPEKTIVEN FÜR DEN ENERGIEMARKT

GESCHÄFTSVERLAUF

Trotz des schwierigen Marktumfelds verbesserten sich die Kennzahlen des Verbund im Geschäftsjahr 2008 erneut: Die Umsatzerlöse stiegen von 3.038,3 Mio. € im Jahr 2007 auf 3.744,7 Mio. € (+ 23,2 %). Das Operative Ergebnis erhöhte sich von 916,1 Mio. € um 24,3 % auf 1.138,6 Mio. €. Das Konzernergebnis beträgt 686,6 Mio. € nach 579,2 Mio. € im Vorjahr. Somit liegt die Wachstumsrate bei 18,6 %. Der Economic Value Added (EVA), die für den Verbund-Konzern steuerungsrelevante Kennzahl für die Wertschaffung, stieg im Geschäftsjahr 2008 trotz einer Erhöhung der Kapitalkosten um 1,3 Mio. € auf 440,8 Mio. €. Die EBIT-Marge, das Verhältnis von Operativem Ergebnis zu Umsatzerlösen, nahm von 30,2 % auf 30,4 % zu. Der Verbund liegt damit im Spitzenfeld der europäischen Versorgerwerte. Durch den höheren Anstieg der verzinslichen Nettoverschuldung bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals verschlechterte sich das Gearing nur geringfügig von 70,0 % auf 80,2 %.

»WAS IMMER DU HAST, DU MUSST ES ENTWEDER VERMEHREN ODER VERLIEREN.«

EINFLUSSFAKTOREN

Auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Verbund wirkten im Jahr 2008 vor allem folgende Einflussfaktoren:

  • Deutlich höhere Spotmarktpreise/stabile Forwardpreise
  • Wasserführung leicht über langjährigem Durchschnitt
  • Bilanzielle Sondereffekte

Der Verbund konnte seine durchschnittlichen Absatzpreise 2008 neuerlich deutlich erhöhen. Sehr positiv wirkte sich vor allem die deutliche Erholung der Spotmarktpreise auf die Ertragslage aus. Aus dem Terminmarkt resultierten keine nennenswerten ergebnisrelevanten Effekte, da der Verbund auf Grund seiner Vermarktungsstrategie seine Produktion größtenteils im Voraus verkauft und die Preise für das Frontjahr in den Handelsjahren 2006 und 2007 im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung vollzogen.

Die Preise für im Jahr 2007 gehandelte Forwardkontrakte Year Base 2008 lagen im Durchschnitt mit 55,8 €/MWh um +1,5 % nur geringfügig über dem Vorjahresniveau (55,0 €/MWh). Der Durchschnittspreis für das Front Year Peak 2008 betrug im Handelsjahr 2007 79,3 €/MWh und war damit um 2,1 % niedriger als im Vorjahr (81,0 €/MWh).

Am Spotmarkt hingegen fiel der Anstieg im Jahr 2008 deutlich aus: Dies ist insbesondere auf den höheren CO2-Preis der zweiten Handelsperiode des europäischen Emissionshandelssystems im Vergleich zum für 2007 relevanten Preis der ersten Handelsperiode zurückzuführen. Der massive Anstieg der Öl-, Gas- und Kohlepreise im ersten Halbjahr 2008 sorgte für zusätzlichen Aufwärtsdruck im Spotmarkt. Gemessen an den Notierungen an der European Energy Exchange (EEX) lagen sowohl die Base- als auch die Peak-Preise im Jahresdurchschnitt 2008 massiv über dem Niveau des Vorjahres: Die Preise für Bandenergie notierten mit 65,8 €/MWh um 73 %, jene für Spitzenenergie mit 88,1 €/MWh um 57 % über den Mittelwerten von 2007.

Wasserführung leicht über langjährigem Durchschnitt. Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf das Ergebnis ist die für die Wasserkrafterzeugung maßgebliche durchschnittliche Wasserführung der Flüsse, die mit dem Erzeugungskoeffizienten gemessen wird. Im Jahr 2008 entsprach die Erzeugung aus Laufund Laufschwellkraft nahezu dem langjährigen Mittel: Der Erzeugungskoeffizient lag bei 1,01, die

HENRY FORD (1863 – 1947), US-GROSSINDUSTRIELLER

Maßzahl war damit um vier Prozentpunkte höher als der Wert für das Jahr 2007 und um fünf Prozentpunkte höher als jener von 2006.

Die Wasserführung entwickelte sich im Jahresverlauf wie folgt: Das Quartal 1/2008 war, vergleichbar zum Vorjahr, durch Temperaturen über dem Mittelwert gekennzeichnet und wies einen überdurchschnittlichen Erzeugungskoeffizienten von 1,03 auf. Niederschläge waren durch die hohen Temperaturen und somit fehlende Schneeretention vielfach sofort erzeugungswirksam. Der Februar 2008 war außergewöhnlich niederschlagsarm, im März wurden die Normzahlen des Niederschlags vielfach überschritten.

Dieser Temperaturtrend setzte sich auch im Quartal 2/2008 fort. Die Temperaturen im Bundesgebiet waren im Vergleich zum langjährigen Mittel tendenziell zu hoch. Die großen Neuschneemengen, die zu Beginn des Quartals fielen, konnten in der Abschmelzphase energiewirtschaftlich genutzt werden. Der Erzeugungskoeffizient im Quartal 2/2008 lag mit 1,04 im überdurchschnittlichen Bereich, besonders der Juni war auch von lokalen Starkregenereignissen geprägt.

Übernormale Temperaturen und rege Gewittertätigkeit gab es auch zu Beginn des 3/2008. Tiefdruckzellen über der Adria führten im August zu Starkniederschlagsereignissen: Dadurch kam es vor allem in Kärnten, aber auch im Donaueinzugsgebiet zu lokalen Hochwasserereignissen und daraus resultierenden Erzeugungsverlusten. Der September 2008 hingegen war durch vorwiegend unternormale Temperaturen gekennzeichnet; die Monatssummen des Niederschlags blieben im Westen und Süden häufig unter 75 % des Normalwertes. Der Erzeugungskoeffizient des Septembers lag mit 0,87 signifikant unter dem langjährigen Mittel, das gesamte Quartal 3/2008 in seiner Hydraulizität bei 0,99.

In seiner meteorologischen und hydrologischen Ausprägung war das Quartal 4/2008 recht heterogen. Bundesweit notierte man unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, lokal waren vor allem in Lagen südlich der Alpen auch Extremereignisse mit Starkregen und lokalen Überschwemmungen zu verzeichnen. Die Temperaturwerte Österreichs lagen, besonders in den Monaten November und Dezember, durchwegs über dem langjährigen Durchschnitt. Die Wasserführung der energiewirtschaftlich genutzten Flüsse lag im Quartal 4/2008 mit einem Erzeugungskoeffizienten von 0,96 im unterdurchschnittlichen Bereich.

Belastung durch bilanzielle Sondereffekte. Die Ergebnisentwicklung des Verbund war im Jahr 2008 von bilanziellen Sondereffekten geprägt, die in Summe negative Auswirkungen auf das Operative Ergebnis im Ausmaß von rund 30,0 Mio. € und auf das Finanzergebnis im Ausmaß von rund 110,0 Mio. € hatten. Die Einmaleffekte im Operativen Ergebnis betrafen vor allem außerordentliche Instandhaltungen,

»WASSER IST EIN FREUNDLICHES ELEMENT FÜR DEN, DER DAMIT BEKANNT IST UND ES ANZUWENDEN WEISS.«

jene im Finanzergebnis sind vor allem auf den im Rahmen des Impairmenttests festgestellten Abwertungsbedarf der Energie Klagenfurt GmbH und bewertungsbedingte Abwertungen des Veranlagungsportefeuilles auf Grund der Finanzmarktkrise zurückzuführen.

ERTRAGSLAGE

Die für die Ermittlung der Kennzahlen maßgeblichen Berechnungsmodalitäten sind im Glossar erläutert.

Umsatzerlöse um 23,2 % gestiegen. Die Umsatzerlöse des Verbund-Konzerns stiegen gegenüber dem Vorjahr um 23,2 % auf 3.744,7 Mio. €.

KONZERN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (KURZFASSUNG) MIO. €
2006 2007 2008 ÄNDERUNG
UMSATZERLÖSE 2.878,2 3.038,3 3.744,7 23,2 %
OPERATIVES ERGEBNIS 806,5 916,1 1.138,6 24,3 %
KONZERNERGEBNIS 501,1 579,2 686,6 18,6 %
ERGEBNIS JE AKTIE (€)* 1,63 1,88 2,23 18,6 %

*DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLIT IM VERHÄLTNIS 1:10 IST BERÜCKSICHTIGT.

Höhere Stromerlöse auf Grund höherer Spotmarktpreise. Die Erlöse im Stromgeschäft konnten vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Spotmarktpreise ausgeweitet werden. Positiv auf die Erlöse wirkte darüber hinaus auch die Eigenerzeugung, die im Vergleich zum Vorjahr um 353 GWh oder 1,2 % zunahm. Die Stromproduktion aus Laufkraftwerken stieg aufgrund des günstigeren Wasserdargebots stark an, die Erzeugung aus Speicherkraftwerken wurde auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Die Erzeugung aus thermischen Kraftwerken zeigte hingegen einen Rückgang, der im Wesentlichen durch die von April bis Juni im Kraftwerk Dürnrohr einmalig durchgeführten Erneuerungsarbeiten verursacht wurde. Im Detail stiegen die Stromerlöse von 2.718,0 Mio. € um 25,1 % auf 3.400,0 Mio. €.

Die Stromerlöse mit Endkunden (das sind Haushalte, Gewerbebetriebe, Landwirtschaft sowie Industriekunden und deren Handelsunternehmen) verzeichneten im Wesentlichen in Folge des Rückkaufes der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC), aber auch auf Grund von Erfolgen in der Akquisition von Neukunden, einen deutlichen Anstieg um 345,8 Mio. €. Zuwächse in Höhe von 160,5 Mio. € konnten im Absatz an Weiterverteiler erzielt werden. Diese Zuwächse sind vor allem auf die Steigerung der Absatzpreise in den europäischen Strommärkten zurückzuführen. Die Stromerlöse mit Händlern stiegen um 175,7 Mio. €.

Von den Stromerlösen wurden 18,9 % im Kundensegment Endkunden, 37,3 % im Segment Weiter-

JOHANN WOLFGANG VON GOETHE (1749 – 1832), DEUTSCHER DICHTER

verteiler und 43,8 % im Segment Händler erzielt. 60,8 % der Stromumsätze (Vorjahr: 63,0 %) wurden im Ausland lukriert, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Netzerlöse erneut höher. Die Netzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10,0 % auf 302,0 Mio. €. Die verrechnungsrelevante, transportierte Energiemenge im 220/380-kV-Netz sank im Jahr 2008 um 4,6 % auf 18.163 GWh (Vorjahr 19.029 GWh). Ursache dafür war insbesondere die höhere kalorische und hydraulische Erzeugung in den unterlagerten Netzen und die daraus resultierenden geringeren transportieren Mengen im Hochspannungsnetz. Trotz gesunkener Nettomengen konnten Umsatzsteigerungen durch einen Anstieg der internationalen Erlöse aus Versteigerungen sowie durch Erhöhungen der Tarife Arbeit Brutto und Systemdienstleistung verzeichnet werden.

Sonstige Umsatzerlöse geringfügig verringert. Sie gingen um 3,1 Mio. € auf 42,7 Mio. € zurück. In den sonstigen Umsatzerlösen werden unter anderem die Erlöse aus Fernwärmelieferungen ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge deutlich erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 82,9 % auf 96,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den Verwertungserlös aus dem Verkauf des gesamten Kraftwerksstandortes Voitsberg an die A-TEC Beteiligungs GmbH zurückzuführen.

Strombezugsaufwand um 24,4 % gestiegen. Der Strom- und Netzbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel) stieg um 24,4 % auf 1.813,9 Mio. €. Haupteinflussfaktor dafür war das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Spotmarktpreisniveau. Der Fremdstrombezug ging im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres mengenmäßig um 1.334 GWh oder 4,6 % zurück. Aufgrund der besseren Wasserführung (Erzeugungskoeffizient: 1,01; Vorjahr 0,97) nahm die Eigenerzeugung 2008 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 353 GWh oder 1,2 % zu. Der Netzbezug erhöhte sich um 25,8 Mio. € auf 104,4 Mio. €. Ausschlaggebend dafür war eine deutliche Ausweitung des Endkundengeschäftes.

Brennstoffkosten in Folge höherer Bezugskosten für Primärenergie gestiegen. Der Brennstoffeinsatz und die sonstigen einsatzabhängigen Aufwendungen stiegen um 35,9 % auf 134,0 Mio. €. Thermisch wurde im Jahr 2008 im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres, bedingt im Wesentlichen durch die von April bis Juni im Kraftwerk Dürnrohr einmalig durchgeführten Erneuerungsarbeiten, um 634 GWh (–15,9 %) weniger erzeugt. Die Preisanstiege bei den Primärenergieträgern und den CO2-Zertifikaten bis Mitte des Jahres führten insgesamt jedoch zu einem deutlichen Anstieg des Aufwandes für Brennstoffe.

Aufwand für Abfertigungen und Altersversorgung erhöht Personalaufwand. Der Personalaufwand einschließlich des Aufwandes für Abfertigung und Altersversorgung stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16,9 % auf 306,2 Mio. €. Der laufende Personalaufwand erhöhte sich um 8,6 % auf 238,6 Mio. €, der Aufwand für Abfertigungen und Altersversorgung stieg um 60,2 % auf 67,6 Mio. €. Erhöhend wirkte die kollektivvertragliche Anpassung der Löhne, Gehälter und Nebenkosten sowie der Personalanstieg (2.541 Mitarbeiter; Vorjahr: 2.441 Mitarbeiter). Die Volatilität auf den Kapitalmärkten und die daraus resultierenden Veranlagungsverluste des Pensionskassenvermögens sowie die vorgezogene Valorisierung der Pensionen von 2009 auf 01. 11. 2008 führten zu einem signifikanten Anstieg im Bereich des Aufwandes für die Altersversorgung. Darüber hinaus steigerten höhere Bemessungsgrundlagen für die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen den Aufwand für das Sozialkapital.

Sondereffekte belasten sonstige betriebliche Aufwendungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Berichtszeitraum des Vorjahres um 53,0 % auf 264,9 Mio. € an. Grund dafür

»IMMER UND IMMER WIEDER BITTE ICH: WENIGER ZAHLEN, DAFÜR GESCHEITERE.«

waren insbesondere höhere Instandhaltungsmaßnahmen, wie die Sanierung eines Tagesspeicherbeckens, die Beseitigung von Sturmschäden im Leitungsnetz und Baggerungsarbeiten. Darüber hinaus wirkten die Dotierung einer Rückstellung für das Kraftwerk Voitsberg und die Bildung einer Abbruchkostenrückstellung für das Kraftwerk St. Andrä ergebnismindernd.

Operatives Ergebnis erneut deutlich höher. Auf Basis der oben beschriebenen Einflussfaktoren und Entwicklungen wurde das Operative Ergebnis von 916,1 Mio. € um 24,3 % auf 1.138,6 Mio. € gesteigert.

ENTWICKLUNG OPERATIVES ERGEBNIS $M10 \in$
806,5 916,1 1.138,6
2006 2007 2008

Finanzergebnis unter Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis verschlechterte sich deutlich von –33,7 Mio. € auf –113,7 Mio. €.

Das Beteiligungsergebnis verschlechterte sich um 22,9 % auf 42,3 Mio. €. Die Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen fielen um 17,7 Mio. € auf 34,1 Mio. €. Deutlich negativ wirkte sich der im Rahmen des Impairmenttests auf Grund der Verzögerung des Kraftwerkprojekts und Ergebnisrückgängen in allen Segmenten festgestellte Abwertungsbedarf der Energie Klagenfurt GmbH in Höhe von 50,0 Mio. € aus. Positiv auf das At-Equity-Ergebnis wirkten dagegen die deutlich höheren Ergebnisse der KELAG und der italienischen Sorgenia Group, während die Ergebnisse der STEWEAG-STEG GmbH und der französischen POWEO S.A. leicht rückläufig waren. Das sonstige Beteiligungsergebnis erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Dividende der 2008 erworbenen Anteile an der Energie AG Oberösterreich um 5,1 Mio. € auf 8,2 Mio. €.

Der Saldo aus Zinsertrag und Zinsaufwand verschlechterte sich 2008 in Summe um 2,7 Mio. € auf –111,3 Mio. €. Wie bereits im Jahr 2007 wurden die den Kommanditisten zurechenbaren Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) (40,9 Mio. €; Vorjahr: 41,3 Mio. €) als Zinsaufwand erfasst. Dies führte zu einer geringen Verbesserung in Höhe von 0,4 Mio. €. Aufwandserhöhend wirkten die in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführten Fremdmittelaufnahmen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Oesterreichischen Kontrollbank AG sowie die Begebung der 500-Millionen-€-Anleihe im Juni 2007. Deutlich positiv wirkten hingegen die höheren

WLADIMIR ILJITSCH LENIN (1870 – 1924), RUSSISCH – SOWJETISCHER POLITIKER

Erträge aus Geldmarktgeschäften aufgrund von jahresdurchgängig höheren Zwischenveranlagungen.

Das übrige Finanzergebnis verschlechterte sich um 64,7 Mio. € auf –44,7 Mio. €. Aufgrund der internationalen Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf das Veranlagungsportefeuille des Verbund kam es durch Impairments nach IAS 39 zu Wertberichtigungen von Wertpapieren, die zur Sicherstellung des Stromhandels an der EEX hinterlegt wurden, im Ausmaß von 33,6 Mio. €. Belastend wirkten auch bewertungsbedingte JPY-Kursverluste in Höhe von 24,0 Mio. € für eine nicht abgesicherte langfristige Finanzierung in JPY aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr stärkeren JPY-Kurses. Realisierte Kursgewinne bzw. bewertungsbedingte Kursverluste aus USD-Devisentermingeschäften zur Absicherung eines Beteiligungserwerbes führten in Summe zu einem leicht positiven Effekt in Höhe von 2,7 Mio. €.

Effektivsteuersatz betrug 22,8 %. Hauptursache für den Effektivsteuersatz in Höhe von 22,8 % (bei einem Körperschaftsteuersatz von 25 %) waren im Wesentlichen nicht steuerwirksame Beteiligungserträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, denen die im Finanzierungsergebnis ausgewiesenen nicht steuerwirksamen Ergebnisanteile der Kommanditisten der ATP gegenüber standen. Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn (ohne Kommanditisten) nahmen, bedingt durch den höheren Gewinn bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP), um 18,1 Mio. € auf 104,1 Mio. € zu.

Bestes Konzernergebnis der Unternehmensgeschichte: +18,6 %. Das Konzernergebnis nach International Financial Reporting Standards (IFRS) und damit das Ergebnis je Aktie stiegen um 18,6 % auf 686,6 Mio. € bzw. auf 2,23 €.

VERMÖGENSLAGE

Langfristiges Vermögen auf Grund höherer Investitionen gestiegen. Das langfristige Vermögen stieg von 6.323,3 Mio. € zum 31. 12. 2007 um 15,9 % auf 7.326,4 Mio. € zum 31. 12. 2008 an. Die Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände nahmen um 259,6 Mio. € auf 4.402,6 Mio. € zu. Die Investitionen in Höhe von 445,4 Mio. € lagen deutlich über den Abschreibungen. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stiegen um 375,9 Mio. € oder 32,5 %. Diese Erhöhung ist im

KONZERNBILANZ (KURZFASSUNG) MIO. €
2007 ANTEIL 2008 ANTEIL
AKTIVA 7.339,8 100 % 8.293,8 100 %
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 6.323,3 86 % 7.326,4 88 %
KURZFRISTIGES VERMÖGEN 1.016,5 14 % 967,4 12 %
PASSIVA 7.339,8 100 % 8.293,8 100 %
EIGENKAPITAL 2.674,6 37 % 3.128,1 38 %
LANGFRISTIGES SCHULDEN 3.680,0 50 % 3.815,7 46 %
KURZFRISTIGES SCHULDEN 985,2 13 % 1.350,1 16 %

»DIE GEWINNE ANDERER WERDEN FAST WIE EIN EIGENER VERLUST EMPFUNDEN.«

Wesentlichen auf die Kapitalerhöhungen des Verbund in den Auslands-Joint-Ventures – der italienischen Sorgenia Group in Höhe von 200,0 Mio. €, der türkischen Enerjisa Enerji Üretim A.S. in Höhe von 140,1 Mio. € und der französischen POWEO Production SAS iHv 32,8 Mio. € sowie auf einen sukzessiven Anteilserwerb an der Sorgenia Group in Höhe von 58,2 Mio. € zurückzuführen. Weiters führte die Berücksichtigung der jährlichen Anteilsergebnisse zu einem Anstieg der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Der im Rahmen des Impairmenttests festgestellte Abwertungsbedarf der Energie Klagenfurt GmbH in Höhe von 50,0 Mio. € verringerte hingegen die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Die Zunahme der sonstigen Beteiligungen um 149,0 Mio. € auf 188,7 Mio. € zum 31. 12. 2008 begründet sich insbesondere durch den Erwerb von 5,0 % der Anteile am Landesenergieversorger Energie AG Oberösterreich. Das kurzfristigen Vermögen verringerte sich geringfügig um 4,8 % auf 967,4 Mio. €. Höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus dem Stromhandel und sonstigen Forderungen standen geringere liquide Mittel gegenüber.

Das Eigenkapital stieg im Wesentlichen durch Gewinnthesaurierungen. Das Eigenkapital stieg um 453,5 Mio. € auf 3.128,1 Mio. €. Die um aktiv- und passivseitig geschlossene Bilanzpositionen bereinigte Eigenkapitalquote beträgt damit 41,3 % nach 39,6 % zum Vorjahresstichtag.

Finanzverbindlichkeiten gestiegen. Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen um 212,1 Mio. € auf 2.194,1 Mio. €. Im Jahr 2008 wurden Fremdmittelaufnahmen in Höhe von 402,0 Mio. € und Tilgungen in Höhe von 341,0 Mio. € getätigt. Zur Finanzierung des Investitionsprogramms in Kraftwerke und Netze im Österreich und in den Auslands-Joint-Ventures nahm der Verbund günstige Kredite bei der Europäische Investmentbank (EIB) und der Oesterreichische Kontrollbank Aktiengesellschaft (OeKB) auf. Am Ende des Geschäftsjahres führte der Verbund zusätzlich eine Privatplatzierung in Form eines Schuldscheindarlehens durch. Wie schon im Vorjahr wurden in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten die den Kommanditisten zurechenbaren Kapital- bzw. Ergebnisanteile der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) in Höhe von 138,7 Mio. € (Vorjahr: 125,7 Mio. €) ausgewiesen. Die Finanzverbindlichkeiten – Cross-Border-Leasing stiegen um 20,5 % auf 728,6 Mio. €, die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen stiegen – im Wesentlichen bedingt durch höhere Steuerrückstellungen – um 18,0 % auf 1.229,0 Mio. €. Insgesamt erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Schulden um 500,6 Mio. € auf 5.165,8 Mio. €.

WILHELM BUSCH (1832 – 1908), DEUTSCHER SCHRIFTSTELLER UND ZEICHNER

Höhere Nettoverschuldung. Die Nettoverschuldung nahm, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie geringerer Finanzaktiva, um 635,8 Mio. € auf 2.508,0 Mio. € zu.

VERZINSLICHE NETTOVERSCHULDUNG 1.729,4 1.872,2 2.508,0
SONSTIGE –8,4 –8,4 –8,0
KURZFRISTIGE VERANLAGUNGEN 0,0 –245,8 0,0
WERTPAPIERE UND AUSLEIHUNGEN –259,3 –252,1 –269,1
KASSA/LIQUIDE MITTEL –85,7 –328,9 –106,3
VERZINSLICHE BRUTTOVERSCHULDUNG 2.082,7 2.707,4 2.891,4
SONSTIGE VERZINSLICHE SCHULDEN –645,9 -581,5 –706,4
VERZINSLICHE RÜCKSTELLUNGEN 733,2 702,4 675,2
KOMMANDITISTEN ZURECHENBARES KAPITAL 107,6 125,7 138,7
FINANZVERBINDLICHKEITEN CROSS BORDER LEASING 647,9 604,6 728,6
KURZ- UND LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 1.239,9 1.856,3 2.055,3
2006 2007 2008
VERZINSLICHE NETTOVERSCHULDUNG (KURZFASSUNG) MIO. €

Cashflow aus operativer Tätigkeit gestiegen. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit nahm im Vergleich zum Vorjahr um 126,5 Mio. € auf 934,2 Mio. € zu. Dies resultierte im Wesentlichen aus der guten Geschäftsentwicklung im Stromgeschäft, deutlich reduzierten Ertragsteuerzahlungen und höheren Zuflüssen aus Beteiligungen. Negativ auf den operativen Cashflow wirkten hingegen höhere Umsatzsteuerzahlungen sowie die Veränderung des aperiodischen Zahlungsflusses aus Stromderivaten, die sich in Folgeperioden wieder ausgleicht.

FINANZLAGE

KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG) MIO. €
2006 2007 2008
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 753,9 807,6 934,2
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –514,0 –646,6 –1.121,7
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –181,5 81,1 –34,8
VERÄNDERUNG KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL 58,3 242,2 –222,3
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 31. 12. 88,0 330,1 107,8

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich um –475,1 Mio. € auf –1.121,7 Mio. €. Dies resultierte vor allem aus den deutlich gestiegenen Investitionen in Finanzanlagen, wie insbesondere die Kapitalerhöhungen des Verbund in der Sorgenia Group sowie der Erwerb von 5,0 % der Anteile an der Energie AG Oberösterreich. Darüber hinaus stiegen die Investitionen in Sachanlagen deutlich an. Im Geschäftsjahr 2008 investierte der Verbund vor allem in den Ausbau der heimischen Wasserkraft (Limberg II), in den Neubau des 832-MW-Gas-Kombi-Kraftwerkes Mellach und in den Ausbau des österreichischen Hochspannungsnetzes (380-kV-Leitung Steiermark). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich um –115,9 Mio. € auf –34,8 Mio. €. Die geringeren Aufnahmen von Anleihen, Darlehen und langfristigen Krediten sind im Wesentlichen auf die Begebung einer festverzinslichen Anleihe mit einer Nominale von 500 Mio. € im Jahr 2007 zurückzuführen. Darüber hinaus erhöhten sich die Tilgungen von Anleihen und Krediten. Die kurzfristigen Aufnahmen stiegen

»GELD IST DAZU DA, UM AUSGEGEBEN ZU WERDEN: STRÖMENDE WASSER BLEIBEN FRISCH.«

hingegen deutlich an. Die Dividendenausschüttungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 115,0 Mio. €.

Die Kennzahlen zeigen die hervorragende Ertragsentwicklung und die solide Bilanzstruktur. Bei der Berechnung von Kennzahlen eliminiert der Verbund die Effekte von aktiv- und passivseitig geschlossenen Positionen.

WESENTLICHE STEUERUNGSRELEVANTE KENNZAHLEN

EINHEIT 2006 2007 2008
EBIT-MARGE % 28,0 30,2 30,4
NET GEARING % 75,4 70,0 80,2
ECONOMIC VALUE ADDED MIO. € 374,2 439,5 440,8

EBIT-Marge im europäischen Spitzenfeld. Die EBIT-Marge, das Verhältnis von Operativem Ergebnis zu Umsatzerlösen, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr erneut. Sie stieg von einem bereits sehr hohen Niveau von 30,2 % auf 30,4 %. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere Deckungsbeiträge aus dem Stromgeschäft zurückzuführen. Der Verbund liegt damit weiterhin im Spitzenfeld der europäischen Versorgerwerte.

AKTIENKENNZAHLEN

EINHEIT 2006 2007 2008
VORGESCHLAGENE DIVIDENDE/AKTIE* 0,75 0,90 1,05
AUSSCHÜTTUNGSRATE % 46,13 47,89 47,13
DIVIDENDENRENDITE % 1,86 1,88 3,22

*DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLIT IM VERHÄLTNIS 1:10 IST BERÜCKSICHTIGT.

KENNZAHLEN

Die für die Ermittlung der Kennzahlen maßgeblichen Berechnungsmodalitäten sind im Glossar erläutert.

Gearing weiterhin deutlich unter 150 %. Durch den deutlichen Anstieg der Nettoverschuldung auf Grund der Finanzierung des Wachstumprogramms erhöhte sich das Gearing trotz gleichzeitigen Anstiegs des Eigenkapitals von 70,0 % auf 80,2 %. Der Verschuldungsgrad liegt jedoch weiterhin deutlich unter 150 %.

EVA erneut gesteigert. Der EVA konnte trotz einer deutlichen Erhöhung des WACC von 7,0 % auf 8,25 % auf Grund der geänderten Rahmenbedingungen auf den Fremd- und Eigenkapitalmärkten um 1,3 Mio. € auf 440,8 Mio. € verbessert werden und repräsentiert den Wertzuwachs, der für die Stakeholder erzielt wurde. Diese Kennzahl zeigt die Überrendite, die nach Abzug aller Kostenelemente, einschließlich risikoadjustierter Eigen- und Fremdkapitalkosten erwirtschaftet wird.

Vorgeschlagene Dividende: 1,05 € Der für die Dividendenausschüttung maßgebliche Einzelabschluss der börsenotierten Verbundgesellschaft wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensrechtes (UGB) erstellt. Der darin ausgewiesene Jahresüberschuss nach UGB beträgt 621,5 Mio. €. Nach Rücklagenveränderung ergibt sich ein Bilanzgewinn von 323,6 Mio. €. Der Hauptversammlung wird daher die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,05 € je Aktie vorgeschlagen, das entspricht einer Steigerung von 16,7 % gegenüber dem Vorjahr.

FRANCOISE SAGAN (1935 – 2004), FRANZÖSISCHE SCHRIFTSTELLERIN

Trotz des hohen Investitionsbedarfs und der deutlich schlechteren Rahmenbedingungen plant der Verbund seine Ausschüttungspolitik beizubehalten.

Investitionen in Sachanlagen und Finanzanlagen deutlich gestiegen. Die Investitionen betrugen insgesamt 1.215,2 Mio. € und lagen damit um 71,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Von den Gesamtinvestitionen entfallen 445,4 Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie 769,8 Mio. € auf Investitionen in Finanzanlagen. Die größten Investitionen in Sachanlagen betrafen 2008 die 380-kV-Leitung, den Bau des Kraftwerks Limberg II und den Neubau des 832-MW-Gas-Kombi-Kraftwerks Mellach. Der starke Anstieg der Investitionen in Finanzanlagen ist vor allem auf die Eigenkapitalzuschüsse in den Auslands-Joint-Ventures Sorgenia, Enerjisa und POWEO zurückzuführen. Auch in den kommenden Jahren ist mit einer hohen Investitionstätigkeit zu rechnen.

INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN MIO. €
380-KV-LEITUNG KAINACHTAL-SÜDBURGENLAND 90,3
KW KAPRUN LIMBERG II 78,3
GAS- UND DAMPFTURBINEN-KOMBINATIONSKRAFTWERK MELLACH 64,5
KW HIEFLAU ERWEITERUNG 31,5
SOLARKRAFTWERK MERCADILLO/MACAEL 21,0
UW WIEN-SÜDOST 13,8
KW WERFEN/PFARRWERFEN 13,0
AUTOMATISIERUNG VON WASSERKRAFTWERKEN 12,5
KW ASCHACH ERNEUERUNG HAUPTMASCHINEN 9,9
380-KV-LEITUNG DÜRNROHR-SLAVETICE 2. SYSTEM 7,5
220-KV-LEITUNG ERNSTHOFEN-BISAMBERG (GENERALSANIERUNG) 6,2
EINZELINVESTITIONEN JEWEILS UNTER 3,0 € 91,8
SUMME 440,3

Weiteres im Kapitel "Wertorientierte Unternehmensführung" S. 62

DIVIDENDE UND AUS-SCHÜTTUNGSPOLITIK

INVESTITIONEN

FINANZSTRATEGIE UND FINANZIERUNG

Die konservative Finanzstrategie des Verbund hat sich auch 2008 bewährt. Der Konzern wurde selbst im turbulenten Zeiten des Jahres 2008 nur geringfügig negativ belastet. Die wichtigsten Ziele bleiben die langfristige Erhaltung des Single-A-Ratings, die Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsreserve und die bedarfsgerechte, zentrale Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften. Auch die Erhaltung einer weit reichenden finanziellen Flexibilität und die Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limits zählen zu den Säulen der Finanzstrategie. Die Finanzverbindlichkeiten (ohne die den Kommanditisten zurechenbaren Anteile und ohne Finanzverbindlichkeiten Cross-Border-Leasing) erhöhten sich 2008 um 199,1 Mio. € auf 2.055,3 Mio. €. Der Hauptgrund dafür lag in Fremdmittelaufnahmen zur Finanzierung der steigenden Investitionen in Kraftwerke und des Ausbaus der Auslands-Joint-Ventures.

Geringe Auswirkungen durch Finanzmarktkrise. Der Verbund-Konzern verfolgt historisch eine sehr konservative Finanzstrategie, die es ermöglicht, dass er selbst in den turbulenten und schwierigen Zeiten der Finanzmarktkrise und der daraus resultierenden Krise der Realwirtschaft mit nur geringfügigen negativen Auswirkungen für das Jahr 2008 belastet wurde. Diese konservative Strategie hat dazu beigetragen, die finanzielle Positionierung des Konzerns innerhalb der Versorgerbranche Europas zu festigen.

Immerhin zählt der Verbund heute hinsichtlich seiner Kapitalstruktur und finanziellen Kennzahlen zu

»WILLST DU DEN WERT DES GELDES KENNENLERNEN, GEH UND VERSUCHE DIR WELCHES ZU BORGEN. «

den am besten aufgestellten Unternehmen Europas. Die starke Position, die sich letztendlich in der guten Bonität des Unternehmens manifestiert, wird dem Konzern im schwierigen Finanzmarktumfeld Chancen eröffnen, die es gilt wahrzunehmen.

Die bewährte Finanzstrategie basiert im Wesentlichen auf fünf Säulen, die strategisch seit Jahren unverändert bestehen geblieben sind, aber operativ auf die jeweilige aktuelle Situation ausgerichtet werden.

Diese fünf Säulen umfassen die

    1. Absicherung einer starken Bonität: Erhaltung eines starken Single-A-Ratings
    1. Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsreserve
    1. Bedarfsgerechte, zentrale Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften
    1. Erhaltung einer weit reichenden finanziellen Flexibilität
    1. Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limits

Absicherung der starken Bonität. Die Bonität eines Unternehmens bestimmt die Finanzierungskosten und den Zugang zu Finanzierungsinstrumenten. Je besser die Bonität, desto einfacher ist der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten, desto breiter sind die Möglichkeiten der Fremdfinanzierung und desto kostengünstiger ist die Aufnahme von Fremdmitteln. Durch die starke Differenzierung der Risikoaufschläge entsprechend der Rating-Kategorie der Unternehmen als Folge der Finanzmarktkrise kommt der langfristigen Absicherung des hohen Ratings des Verbund noch höhere Bedeutung zu. Das Bekenntnis zu einer nachhaltig stabilen und robusten Kapitalstruktur, die Einhaltung der wesentlichen ratingrelevanten Kennzahlen sowie eine regelmäßige intensive Kommunikation und Diskussion der strategischen Zielsetzungen des Konzerns mit den Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's sind Grundvoraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. Der Verbund hält derzeit bei Standard & Poor's ein A/stable outlook und bei Moody's ein A1/ stable outlook. Damit zählt er im europäischen Versorgerbereich zu den am besten gerateten Unternehmen.

Sicherstellung einer angemessenen Liquidität. Der Verbund verfügt über einen hohen und stabilen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Dazu tragen die umweltfreundlichen, kostengünstigen Wasserkraftwerke ebenso bei wie die gute Positionierung des Verbund im europäischen Stromgroßhandel und -vertrieb. Die Absicherung des stabilen Mittelzuflusses, der jederzeitige schnelle und sichere Zugang zu Liquidität sowie die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquiditätsreserve sind zentrale Elemente der Finanzstrategie. Der Verbund-Konzern verfügt aufgrund seiner hohen Bonität über nicht kommittierte Kreditlinien bei Banken in Höhe von rund 719 Mio. €. Zusätzlich verfügt der Verbund seit Jänner 2005 über einen syndizierten Kredit mit einer Vielzahl internationaler und nationaler Banken in Höhe von 750 Mio. €, der bis Jänner 2012 zur Verfügung steht. Der syndizierte Kredit soll dem Konzern eine angemessene Liquiditätsreserve sichern und eine weitreichende Flexibilität für mögliche zukünftige Akquisitionen gewähren. Der syndizierte Kredit wurde im Geschäftsjahr 2008 nicht ausgenutzt.

Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds. Zur weiteren Erhöhung der Flexibilität plant der Verbund im Quartal 1/2009 den Abschluss eines European Medium Term Note Programms: Das ist eine Emissions-Plattform, unter der, je nach Marktgegebenheiten, sehr schnell Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt werden können.

Zentrale Konzernfinanzierung durch die VERBUND-International Finance B.V. In Amsterdam wurde im Jänner 2005 eine Finanzierungsgesellschaft, die VERBUND-International Finance B.V. (VIF) ge-

BENJAMIN FRANKLIN (1706 – 1790), US-POLITIKER

gründet, um die gesamte mittel- und langfristige Finanzierung im Verbund-Konzern optimal zu bündeln. In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 wurden, soweit dies betriebswirtschaftlich sinnvoll war, existierende Fremdmittel der Verbund-Tochtergesellschaften in die VIF übertragen. Grundsätzlich werden alle mittel- und langfristigen Finanzierungen für den Verbund-Konzern ausschließlich über die VIF, die unter der Garantie der börsenotierten Verbundgesellschaft steht, durchgeführt.

Der kurzfristige Geldausgleich zwischen den Tochtergesellschaften des Verbund-Konzerns wird von der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) durchgeführt. Die VIF und die VFG finanzieren die Tochtergesellschaften des Verbund bedarfsgerecht zu marktorientierten Konditionen. Damit wird sichergestellt, dass die Tochtergesellschaften eine entsprechende Verzinsung auf die von der Holding zur Verfügung gestellten Mittel erzielen.

Erhaltung einer weitreichenden finanziellen Flexibilität. Für den Verbund-Konzern ist der Erhalt einer möglichst weitreichenden finanziellen Flexibilität eine wichtige strategische Prämisse, um zu jeder Zeit die Flexibilität für profitable Investitionen und Akquisitionen zu haben. Dabei gilt es eine solide Kapitalstruktur aufzubauen und zu festigen beziehungsweise entsprechende finanzielle Kennzahlen und Ziele einzuhalten.

FINANZKENNZAHLEN

EINHEIT 2006 2007 2008
ZINSAUFWAND* MIO. € 96,7 140,1 165,0
ZINSERTRAG MIO. € 73,3 72,8 94,6
GROSS INTEREST COVERAGE* X 7,7 8,1 9,6
GROSS DEBT COVERAGE % 39,6 33,1 39,4
GEARING % 75,4 70,0 80,2

* ZINSAUFWENDUNGEN OHNE DIE DEN KOMMANDITISTEN ZURECHENBAREN ERGEBNISANTEILE

Der Zinsaufwand verschlechterte sich von 140,1 Mio. € auf 165,0 Mio. €. Gestiegene Fremdmittelaufnahmen und ein bis Mitte 2008 erhöhtes Zinsniveau waren die Ursachen dafür. Dem erhöhten Zinsaufwand stehen allerdings auch um 21,8 Mio. € höhere Zinserträge aus zusätzlichen Veranlagungen der Überliquidität gegenüber.

Ratingrelevante Kennzahlen auf hohem Niveau. Die ratingrelevanten Kennzahlen konnten trotz der Fremdmittelaufnahmen weiter verbessert werden. Die Gross Interest Coverage (Zinsdeckung) konnte von 8,1 X auf 9,6 X erhöht werden und die Gross Debt Coverage, die ein bereinigtes Operatives Ergebnis mit der verzinslichen Bruttoverschuldung in Beziehung setzt, konnten von 33,1 % auf 39,4 % verbessert werden.

Das Gearing, der Verschuldungsgrad, der die verzinsliche Nettoverschuldung zum Eigenkapital in Beziehung setzt, verschlechterte sich 2008 von 70,0 % auf 80,2 %. Auch in diesem Bereich blieb der Verbund, trotz Auswirkungen der Finanzmarktkrise deutlich besser als die langfristige Zielsetzung v on unter 150 %.

Finanzierungsstruktur besser als aktuelle Marktlage. Der Verbund-Konzern weist per 31. 12. 2008 langund kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (ohne die den Kommanditisten zurechenbaren Anteile und ohne Finanzverbindlichkeiten Cross-Border-Leasing) in Höhe von 2.055,3 Mio. € (Vorjahreswert: 1.856,3 Mio. €) aus. Der Fair Value der Finanzverbindlichkeiten beträgt 2.003,2 Mio. € und zeigt,

»WENN WIR ETWAS ERREICHEN WOLLEN, MÜSSEN WIR RISIKO AUF UNS NEHMEN.«

dass der Verbund-Konzern derzeit um 52,1 Mio. € besser finanziert ist als zu aktuellen Marktbedingungen.

92,4 % der Finanzverbindlichkeiten sind in Euro und 7,6 % in Japanischen Yen finanziert. Die durchschnittliche Verzinsung der Finanzverbindlichkeiten beträgt 4,3 %. Die Zinsreagibilität zeigt, dass 58,3 % der Finanzverbindlichkeiten fix und 41,7 % variabel verzinst sind. Die Duration des Finanzverbindlichkeiten-Portfolios beträgt 2,7 Jahre, die durchschnittliche Restlaufzeit 4,8 Jahre.

Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limite. Die Finanzierungsaktivitäten des Verbund werden konsequent nach den Richtlinien des Risk-Management-Treasury ausgerichtet. Die Entwicklung der Risikostruktur des gesamten Finanzmittelportefeuilles wird dabei nach strengen Kriterien gemonitort.

Im Gesamtjahr 2008 wurden die Positionslimite hinsichtlich der Währungsverteilung des kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeitenportefeuilles (mind. 95 % in EUR Währung und max. 5 % in JPY) ohne Währungseffekte eingehalten.

Ebenfalls wurde das Positionslimit hinsichtlich der Zinsbindung des kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeitenportefeuilles (mind. 55 % fix verzinst, max. 45 % variabel verzinst) eingehalten.

Das Limit hinsichtlich der minimalen Duration von 2,2 Jahren wurde mit einem Ist-Wert per 31. 12. 2008 von 2,7 Jahren ebenfalls nicht überschritten.

Der Value-at-Risk des Ist-Portefeuilles (langfristige Finanzinstrumente, Geldmarktgeschäfte, Anteile an Fonds) ergibt einen Wert von 43,5 Mio. €. Im Falle eines Schock-Szenarios ist auf Sicht von zwölf Monaten mit einem Mehraufwand an Zinsen von 15,6 Mio. € p.a. zu rechnen.

Fremdmittelaufnahmen zur Finanzierung des Investitionsprogramms. Die Finanzverbindlichkeiten (ohne die den Kommanditisten zurechenbaren Anteile und ohne Finanzverbindlichkeiten Cross-Border-Leasing) erhöhten sich um 199,1 Mio. € auf 2.055,3 Mio. €. Der Hauptgrund dafür lag in Fremdmittelaufnahmen zur Finanzierung der steigenden Investitionen in Kraftwerke und des Ausbaus der Auslands-Joint-Ventures.

Am 27. 03. 2008 nahm die VIF einen 9-jährigen Kredit bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Finanzierung des Speicherkraftwerks Limberg II auf. Der Kredit in Höhe von 40 Mio. € weist eine variable Verzinsung auf Basis des 6-Monats-Euribor plus einer Marge von 7,1 Basispunkten auf.

Am 25. 06. 2008 nahm die VIF einen 18-jährigen Kredit bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Finanzierung des Neubaus der 380-kV-Leitung in der Steiermark auf. Der Kredit in Höhe von 90 Mio. € weist eine variable Verzinsung auf Basis des 6-Monats-Euribor plus einer Marge von 9,2 Basispunkten auf.

Am 05. 12. 2008 nahm die Verbundgesellschaft eine Beteiligungsfinanzierung der Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) zur Refinanzierung der Kapitalerhöhung im italienischen Joint Venture Sorgenia in Höhe von 200 Mio. € auf. Der Kredit mit einer Laufzeit von 11 Monaten weist eine variable Verzinsung auf Basis des variablen Verfahrenszinssatzes der OeKB plus einer Marge von 76 Basispunkten auf.

ERNST HAPPEL (1925 – 1992), ÖSTERREICHISCHER FUSSBALLTRAINER

Schließlich schloss die VIF am 29. 12. 2008 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 250 Mio. € ab. Das Schuldscheindarlehen weist insgesamt 7 variabel und fix verzinste Tranchen auf. Die Laufzeiten der Tranchen sind 4,5 bzw. 7 Jahre. Das Pricing für das Schuldscheindarlehen bewegt sich für die fix verzinsten Tranchen bei 170 Basispunkten für die 4,5-jährige Laufzeit und bei 200 Basispunkten für die 7-jährige Laufzeit.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

WINDPARKS BRUCK/
HOLLERN/PETRONELL
Mit Wirkung vom 01. 01. 2009 erfolgte der Unternehmenserwerb von 100% der Windparks Bruck/Hol
lern/Petronell – Carnuntum zu einem Kaufpreis von 86,0 Mio. €
abzüglich der zum 31. 12. 2008 über
nommenen Schulden. Davon sind im Geschäftsjahr 2008 36,7 Mio. €
als Anzahlung geleistet worden.
SCHULDSCHEINDARLEHEN Am 07. 01. 2009 erfolgte der restliche Teil der Zuzählung aus einer Privatplatzierung (Schuldscheindar
lehen) in Höhe von 200,0 Mio. €.
CROSS BORDER LEASING Aufgrund von Veränderungen in der US amerikanischen Steuergesetzgebung und ausgelöst durch die
aktuelle Finanzmarktkrise und dem daraus resultierenden erhöhten Liquiditätsbedarf, steigt die
Bereitschaft der Eigenkapitalinvestoren Cross Border Leasing Transaktionen vorzeitig aufzulösen. Am
22. 1. 2009 erfolgte die vorzeitige Beendigung der im Jahr 2000 abgeschlossenen Cross Border-Leasing
Transaktion Altenwörth (1 und 2). Im Zuge der vorzeitigen Beendigung wurde das Equity Payment
Undertaking aufgelöst und der Differenzbetrag zum vereinbarten Auflösungswert an den amerikanis
chen Investor zurückgeführt. Zusätzlich wurde der A-loan und das A Payment Under-taking aufgelöst,
während der B-loan und das B Payment Undertaking unverändert als geschlossene Bilanzpositionen
bestehen bleiben, und zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst werden.

»WENN SIE NICHT ÜBER DIE ZUKUNFT NACHDENKEN, KÖNNEN SIE KEINE HABEN.«

AUSBLICK UND ZIELE

Das Geschäftsjahr 2008 war historisch das beste in der Geschichte des Unternehmens. Trotz der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen, hervorgerufen durch die Finanzmarktkrise und deren negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, hat der Verbund sowohl im Operativen Ergebnis als auch im Konzernergebnis zweistellige Zuwachsraten erzielt. Für das Geschäftsjahr 2009 bleiben die Rahmenbedingungen widrig. Die Stromnachfrage wird durch die Krise in der Realwirtschaft stagnieren, und die Großhandelspreise für Strom sind durch den starken Rückgang der Preise für die Primärenergieträger Öl, Kohle und Gas bzw. das Sinken der Preise für CO2-Zertifikate ebenfalls deutlich nach unten gegangen. Zusätzlich erschweren die Auswirkungen der Finanzmarktkrise den Zugang zu günstigem Kapital, sodass die Realisierung der Wachstumsprojekte des Verbund schwieriger wird als vor Ausbruch der Finanzmarktkrise.

JOHN GALSWORTHY (1867 – 1933), ENGLISCHER ERZÄHLER

Gleichzeitig sind wir aber davon überzeugt, dass die aktuelle Wirtschaftskrise gesunden Unternehmen, und dazu zählt der Verbund, neue Chancen bieten wird. Die in der Vergangenheit von vielen Versorgern in Europa im Vertrauen auf langfristig günstiges Kapital realisierten Investitionsprojekte bzw. erworbenen Assets sind im aktuellen Umfeld häufig nicht rentabel und werden verstärkt wieder am Markt angeboten werden. Zusätzlich kommen Unternehmen mit einer schwachen Kapitalstruktur und geringer Bonität zusehends unter Druck. Der Verbund sieht daher weiter optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, seine aktuell gute Stellung im europäischen Versorgerbereich nicht nur festigen, sondern weiter ausbauen zu können.

Stromnachfrage in Europa stagniert auf hohem Niveau. Die globale Wirtschaftskrise führt konjunkturbedingt auch zu einer Abschwächung der Nachfrage nach Strom. Während gemäß der Prognose der Europäischen Kommission das langfristig durchschnittliche Stromverbrauchswachstum in Europa bei rund 1,6 % p.a. liegt (EU-27, bis 2020), ist für 2009 mit einem Rückgang, bestenfalls mit einem Stagnieren des Stromverbrauches zu rechnen.

Davon werden allerdings nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sein. Während nämlich die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum 2009 schrumpfen dürfte, ist in den ost- und südosteuropäischen Ländern im Jahr 2009 noch eine Zunahme zu erwarten, mit direkter Korrelation zum jeweiligen Stromverbrauchswachstum.

Der Verbund jedenfalls sollte 2009 aufgrund seiner guten Positionierung in den europäischen Großhandelsmärkten und der starken nationalen und internationalen Diversifizierung der Absatzkanäle – rund 57 % des gesamten Stromabsatzes erzielt der Verbund im Ausland – von einer Reduktion der Stromnachfrage in Europa nur geringfügig negativ beeinflusst werden.

Sollte sich die europäische Wirtschaft im Laufe des Jahres 2009 wieder erholen, erwartet der Verbund eine Rückkehr des Stromverbrauchswachstums auf das durchschnittliche, langfristige Niveau.

Europäische Großhandelspreise schwächer, Absatzpreis höher. Nach dem deutlichen Anstieg der europäischen Großhandelspreise für Strom in den vergangenen Jahren, vorwiegend hervorgerufen durch den starken Anstieg der Preise für Primärenergieträger sowie für CO2-Zertifikate, und nach dem starken Rückgang der Reservekapazitäten im Stromerzeugungsbereich kam es im zweiten Halbjahr 2008 vor allem auf Grund der Finanzmarktkrise und der dadurch ausgelösten Konjunkturabschwächung zu einem deutlichen Rückgang der Großhandelspreise.

Der Verbund-Konzern ist durch seine Absicherungsstrategie im Verkauf der eigenen Stromerzeugung – knapp 70 % der vermarktbaren Eigenerzeugung wurden auf Basis von Year-ahead-forward-Preisen verkauft – für das Geschäftsjahr 2009 bereits großteils abgesichert. Die dabei erzielten durchschnittlichen Absatzpreise liegen über jenen von 2008. Für die verbleibenden 30 % der Stromeigenerzeugung besteht allerdings ein Einpreisungsrisiko, das sich, sollten die Großhandelspreise für Strom auf dem aktuell tiefen Niveau bleiben, negativ auf die durchschnittlichen Absatzpreise des Verbund auswirken könnte.

Mit wieder anspringender Konjunktur sollte der dann wieder wachsende Energiebedarf auch die Primärenergiepreise wieder steigen lassen. So rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem World Energy Outlook 2008 vom November 2008, dass der Ölpreis bis zum Jahr 2015 wieder bis auf 100 US-Dollar/Barrel ansteigen wird. Bis 2030 soll der Prognose zufolge sogar die Marke von 200 US-Dollar/Barrel überschritten werden. Steigende Primärenergiepreise und eine wieder stärkere Stromnachfrage sollten auch wieder zu höheren Strom-Großhandelspreisen führen.

»WENDE DEIN GESICHT DER SONNE ZU, UND DU LÄSST DIE SCHATTEN HINTER DIR.«

Finanzmarktkrise erschwert Zugang zu Kapital. Die Finanzmarktkrise hat zu einem hohen Vertrauensverlust an den internationalen Kapitalmärkten geführt. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sind derzeit noch nicht abschätzbar, fest steht allerdings, dass sich das gesamte System nachhaltig verändern wird.

Durch diese Krise sind nicht nur die Finanzierungskosten gestiegen, sondern es hat sich auch der Zugang zu Kapital deutlich erschwert. Banken sind bei Kreditvergaben deutlich restriktiver geworden, Investoren bei der Bereitstellung von Kapital vorsichtiger. Das Rating und somit die Bonität der Unternehmen wird ein zentraler Wettbewerbsvorteil beim Zugang zu Kapital.

Der Verbund-Konzern ist hinsichtlich seiner Kapitalstruktur und Bonität sehr gut aufgestellt und zählt in Europa innerhalb des defensiven Versorgersektors zu den am besten gerateten Unternehmen. Das macht uns zuversichtlich, dass der Verbund sein Ziel – die Umsetzung des wertschaffenden Investitionsprogramms – trotz der Finanzmarktkrise realisieren kann.

Profitables Wachstum durch Investitionen und Akquisitionen in Europa. Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2007 ein ambitioniertes Investitionsprogramm zum Ausbau von Erzeugungskapazitäten und Stromnetzen im In- und Ausland beschlossen. Im Inland liegt der Fokus auf dem Ausbau der Wasserkrafterzeugung und des Hochspannungsnetzes. Im Ausland konzentriert sich der Verbund auf den Ausbau der bestehenden Joint-Ventures in Italien, Frankreich und der Türkei.

Das Investitionsprogramm, welches 2008 zügig vorangetrieben wurde – bereits rd. 1 Mrd. € wurde investiert – wird allerdings nur nach wertschaffenden Kriterien realisiert. Innerhalb des Verbund-Konzerns wird jedes potentielle Investitions- oder Akquisitionsobjekt nach seinem Wertbeitrag analysiert.

Für den Konzern wurde ein WACC von 8,25 % definiert, je nach Wertschöpfungsstufe bzw. nach Zielland wurden die WACCs für die Segmente angepasst.

Ein weiteres wesentliches Kriterium für die geplanten Investitionen ist das klare Bekenntnis des Unternehmens, das starke Single-A-Rating zu behalten. Jedes Investitionsprojekt wird daher, bevor es umgesetzt wird, hinsichtlich seiner Rating-Auswirkungen geprüft bzw. nur dann realisiert, wenn die Finanzierung im aktuell schwierigen Kapitalmarkt zu ökonomisch sinnvollen Konditionen sichergestellt werden kann.

Zumindest gleichbleibendes Ergebnis für 2009 angestrebt. Der Verbund hat 2008 in einem sehr schwierigen Umfeld seine ambitionierten Ziele hinsichtlich Umsatz, Operatives Ergebnis, Gewinn je Aktie, Gearing und Economic Value Added erreicht.

2009 strebt der Verbund unter weiterhin sehr schwierigen Rahmenbedingungen und auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung an, zumindest gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Weiters will der Verbund an seiner bisherigen Dividendenpolitik festhalten.

SPRICHWORT AUS AFRIKA

GESCHÄFTSBEREICHE

GESCHÄFTSBEREICHE

Das Ergebnis im Geschäftsbereich »Strom« verbesserte sich 2008 vor allem infolge von gestiegenen Großhandelspreisen im europäischen Markt und größerem Wasserdargebot in Österreich. Auch im Bereich »Netz« erhöhten sich nahezu alle Kennzahlen deutlich, und zwar vor allem infolge höherer Erlöse aus Versteigerungen von Transportkapazitäten, aber auch wegen stark gestiegener Investitionen in die Modernisierung des Hochspannungsnetzes in Österreich. Das Segment »Beteiligungen« war geprägt durch die größten Investitionen der Unternehmensgeschichte. Im jüngsten Bereich, »Erneuerbare Energien«, erfolgten die ersten Zukäufe, darunter ein großer Windpark in Österreich.

»MEINER IDEE NACH IST ENERGIE DIE ERSTE UND EINZIGE TUGEND DES MENSCHEN.«

STROM

Eine deutliche Erholung der europäischen Spotmarktpreise für Strom und eine bessere Wasserführung der Flüsse Österreichs prägten das Ergebnis im Jahr 2008. Der Außenumsatz des Segments Strom stieg um 24,9 % auf 3.426,4 Mio. €. Im Inland konnten die Umsatzerlöse um 32,5 % ausgebaut werden, im Ausland wurde eine Zunahme um 20,7 % erzielt. Seinen Kundenstock am österreichischen Strom-Endkundenmarkt erhöhte der Verbund signifikant. Das Verkaufsvolumen stieg in diesem Bereich um rund 82 %. Durch Kraftwerksprojekte im In- und Ausland wird der Verbund seine Eigenerzeugung nachhaltig erweitern.

Aufstieg zum europäischen Player. Mit der Strommarktliberalisierung wandelten sich die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die Energiebranche ab Februar 1999 grundlegend: Die Europäische Union verpflichtete ihre Mitgliedsstaaten, den Strommarkt ab diesem Zeitpunkt schrittweise zu öffnen. Seither wurden in der österreichischen und europäischen-Elektrizitätswirtschaft tief greifende Änderungen vollzogen. Diese werden sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.

Der Verbund erkannte die Deregulierung als Chance, analysierte die neuen Rahmenbedingungen sorgfältig und richtete sein unternehmerisches Handeln konsequent auf die neuen Herausforderungen aus.

Als Antwort auf den liberalisierungsbedingten Rückgang des Marktpotenzials am Heimmarkt kam vom Verbund eine aktive Internationalisierungs- und Diversifikationsstrategie.

Zur optimalen Vermarktung der Eigenerzeugung baute der Verbund als eines der ersten europäischen Energieversorgungsunternehmen eine internationale Handelsgesellschaft auf. Mit Voranschreiten der Marktöffnung startete der Verbund eine aktive Vertriebsoffensive.

1999 – 2008

Zählte das Unternehmen vor der Strommarkt-Öffnung lediglich zwölf Kunden in Österreich, so ist der Verbund heute ein gesamteuropäischer Player. Am Heimmarkt bedient der Verbund bereits 180.000 Kunden. Außerhalb Österreichs erwirtschaftet der Konzern rund 61 % seines Umsatzes.

Nachhaltiges Agieren steht im Mittelpunkt: 88 % Strom aus Wasserkraft. Zur Erzeugung des Großteils seines Stroms nutzt der Verbund schon heute den erneuerbaren Energieträger Wasserkraft. 88 % der Konzernerzeugung wurden 2008 aus solchen Anlagen aufgebracht. Auch legt der Verbund seit Jahren bei seinen Wasserkraftwerken einen besonderen Schwerpunkt auf Effizienzsteigerung. So kann aus vielen Anlagen zusätzlich wertvolle umweltfreundliche Energie gewonnen werden.

In allen Phasen eines Projekts – von der Planung bis zum Abschluss der Bauarbeiten – werden in enger Zusammenarbeit mit Gutachtern, Ökologie-Experten, Fischern, Forstwirten etc. die notwendigen Maßnahmen gesetzt, um die Kraftwerksprojekte so schonend wie möglich abzuwickeln. Hierzu gehören neben der Errichtung von Fischaufstiegshilfen unter anderem auch Wiederaufforstungen, Renaturierungen und Ufergestaltungen.

Im Bereich der kalorischen Erzeugung werden alte Kohlekraftwerke durch hocheffiziente Gaskraftwerke ersetzt, die wesentlich höhere Wirkungsgrade und einen um den Faktor 2,5 geringeren CO2-Ausstoß pro erzeugter Kilowattstunde Strom aufweisen.

WILHELM VON HUMBOLDT (1767 – 1835), DEUTSCHER PHILOSOPH UND SPRACHFORSCHER

Auch in Zukunft wird der Verbund sein Handeln am Prinzip der Nachhaltigkeit orientieren. Dafür nutzt der Konzern die Erfahrungen der Vergangenheit, verbindet sie mit einer prospektiven Einschätzung der Zukunft und gestaltet diese so schon jetzt.

Ressourcenschonende und nachhaltige Erzeugung ist Basis des Verbund. Zum überwiegenden Teil stammt die Stromerzeugung des Verbund aus 67 Laufkraftwerken und 21 Speicherkraftwerken. Dazu kommen noch Bezugsrechte bei der Ennskraftwerke AG, der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG, der Donaukraftwerke Jochenstein AG sowie der E.ON Wasserkraft GmbH (mit zusammen 20 Laufwasserkraftwerken). Insgesamt steht dem Verbund somit eine Erzeugungskapazität aus Wasserkraft mit einer Engpassleistung (EPL) von 6.566 MW bzw. einem Regelarbeitsvermögen von 24.752 GWh zur Vermarktung zur Verfügung.

Als Ergänzung dienen drei einsatzbereite thermische Kraftwerke mit einer Engpassleistung von 815 MW. Fünf Wärmekraftwerke sind derzeit stillgelegt, konserviert oder verpachtet. Der kalorische Kraftwerkspark des Verbund ist hochflexibel und kann je nach Marktbedarf sowohl Grundlast als auch Spitzenstrom erzeugen.

Führende Position im europäischen Stromhandel. Der Verbund betreibt in Europa Großhandelsgeschäfte in Form von Tradinggeschäften an Strombörsen und bilateral mit mehr als 150 Partnern. Er ist an den Strom- bzw. Zertifikatebörsen in Wien, Leipzig, Paris, Amsterdam, Rom und Laibach vertreten. Zusätzlich beliefert der Verbund Industriebetriebe und Weiterverteiler in Europa. Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Rumänien, Serbien, Slowenien, Slowakei, Tschechien und Ungarn tragen zur Festigung der Marktposition bei.

Über Joint-Ventures ist der Verbund in Italien, Frankreich, Griechenland und der Türkei aktiv. Der Kraftwerkseinsatz wird über die Handelstätigkeit mit dem Ziel der bestmöglichen Vermarktung der Eigenerzeugung optimiert. Der Verbund handelt mit rund 93 TWh – das ist etwa ein Drittel mehr als NACHHALTIGKEIT

der physikalische Stromverbrauch in Österreich. Mit diesem Handelsvolumen zählt er zu den führenden Stromhändlern Europas.

Den Direktvertrieb an österreichische Endkunden startete der Verbund Mitte 2005: Ziel ist es, die Marktposition in Österreich nachhaltig zu stärken und besser vertikal integriert zu sein. Bislang konnten rund 180.000 Kunden gewonnen werden. Der Verbund ist heute der Nr.-1-Anbieter bei Industrieund Gewerbekunden und damit der bei weitem erfolgreichste »alternative« Anbieter in Österreich. Als überzeugende Argumente für einen Wechsel tragen dazu der attraktive Preis und die »Sauberkeit« des Stroms bei, der aus erneuerbarer Wasserkraft gewonnen wird.

BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Ergebnis auf Rekordniveau. Im Segment Strom, das die Erzeugung, den Handel und den Vertrieb von Strom umfasst, stieg der Außenumsatz um 24,9 % auf 3.426,4 Mio. €. In diesem Bereich wurden rund 92 % des Gesamtumsatzes im Konzern erzielt. Das Ergebnis des Jahres 2008 war wesentlich durch eine Erholung der Spotmarktpreise und eine Verbesserung der Wasserführung geprägt.

Die Strom-Spotmarktpreise Base stiegen 2008 um durchschnittlich 73 %, was vor allem durch die Kostensteigerung bei den CO2-Zertifikaten sowie bei den Primärenergieträgern bedingt war. Aus dem Terminmarkt resultierten keine nennenswerten ergebnisrelevanten Effekte. Der Verbund verkauft auf Grund seiner Vermarktungsstrategie seine Produktion größtenteils im Voraus und die Preise für das Frontjahr in den Handelsjahren 2006 und 2007 vollzogen im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung.

»WENN ES EINEN GLAUBEN GIBT, DER BERGE VERSETZEN KANN, SO IST ES DER GLAUBE AN DIE EIGENE KRAFT.«

Das EBIT stieg um 24,0 % auf 1.097,2 Mio. €. Die Ursache dafür war die Realisierung der gestiegenen Großhandelspreise in marktpreisindizierten Verträgen bei gleichzeitig niedrigem Kostenniveau. Das Segment Strom erzielte rund 96 % des Konzern-EBIT.

Der Return on Capital Employed (ROCE), die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, konnte auf 22,1 % verbessert werden. Das Capital Employed erhöhte sich um 10,9 % auf 3.526,6 Mio. €. Das bedeutete erneut eine Verbesserung der Rentabilität im Segment Strom.

KENNZAHLEN SEGMENT STROM

EINHEIT 2006 2007 2008 ÄNDERUNG
UMSATZ EXTERN MIO. € 2.595,4 2.743,1 3.426,4 24,9 %
EBITDA MIO. € 885,5 1.008,3 1.219,7 21,0 %
EBIT MIO. € 762,9 884,6 1.097,2 24,0 %
CAPITAL EMPLOYED MIO. € 3.123,6 3.181,1 3.526,6 10,9 %
ROCE % 18,9 22,0 22,1 0,0 %
INVESTITIONEN MIO. € 120,4 169,1 253,3 49,8 %

Details siehe "Ausbau der Erzeugung" Seite 56

Kraftwerksprojekte laufen auf vollen Touren. Das in den vergangenen Jahren vom Verbund forcierte Kraftwerksprogramm geht zügig voran. Die wichtigsten Projekte im Bereich der Erzeugung aus erneuerbarer Wasserkraft waren 2008 der Weiterbau am Pumpspeicherkraftwerk Limberg II, die Fortsetzung der Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach und der Neubau des Laufkraftwerks Werfen/Pfarrwerfen. Auch die Erweiterung des Kraftwerks Hieflau sowie die Automatisierung und zentrale Steuerung der Kraftwerks- und Wehranlagen an der Donau fallen in diesen Bereich. Der Spatenstich für das 832-MW-Gaskraftwerk Mellach bei Graz erfolgte 2008. Die Inbetriebnahme ist für 2011 vorgesehen.

Im Jahr 2008 erzeugte der Verbund 28.660 GWh. Das sind um 353 GWh oder 1,2 % mehr als im Jahr davor. AUFBRINGUNG Der nichtsaldierte Teil des Fremdstromhandels plus sonstiger Strombezugsverträge wurde gegenüber 2007 um 1.334 GWh oder 4,6 % auf 27.397 GWh zurückgenommen. Die Konzernaufbringung erreichte damit im Jahr 2008 56.057 GWh gegenüber 57.038 GWh noch ein Jahr zuvor (–981 GWh bzw. –1,7%).

Der Anteil der Eigenerzeugung an der Konzernaufbringung lag im Berichtsjahr bei 51,1 %, jener des Fremdbezugs bei 48,9 %.

Die Stromproduktion aus Laufkraftwerken stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 %. Der Erzeugungskoeffizient dieser Kraftwerke lag 2008 mit 1,01 deutlich über dem Vorjahreswert von 0,97. Die Erzeugung aus Speicherkraftwerken wurde auf dem Niveau des Vorjahres gehalten.

KENNZAHLEN KRAFTWERKE

SUMME 116 8.086 24.752 29.011 28.086 28.307 28.660
BEZUGSRECHTE WASSERKRAFT 20 590 3.030 2.972 3.017 2.915 3.087
WÄRMEKRAFT 8 1.520 4.223 4.233 3.986 3.352
WASSERKRAFT 88 5.976 21.722 21.816 20.836 21.406 22.221
ANZAHL EPL
MW
RAV
GWh
2005
GWh
2006
GWh
2007
GWh
2008
GWh

MARIE VON EBNER-ESCHENBACH (1830 – 1916), ÖSTERREICHISCHE SCHRIFTSTELLERIN

In Wärmekraftwerken wurde um 15,9 % weniger elektrische Energie erzeugt als ein Jahr zuvor. Dies ist vor allem auf den von April bis Juni 2008 durchgeführten Umbau der Leittechnik im Kraftwerk Dürnrohr zurückzuführen. Die Zuverlässigkeit des Einsatzes der thermischen Anlagen erreichte 2008 den Rekordwert von 98,4 %.

AUFBRINGUNG GWh
2007 2008 ÄNDERUNG
WASSERKRAFT 24.321 25.308 +4,1 %
WÄRMEKRAFT 3.986 3.352 –15,9 %
EIGENERZEUGUNG 28.307 28.660 +1,2 %
FREMDBEZUG 28.731 27.397 –4,6 %
KONZERNAUFBRINGUNG 57.038 56.057 –1,7 %
FORWARDKONTRAKTE 45.153 36.468 –19,2 %

Deutlich mehr Strom an Endkunden verkauft. Der Gesamtabsatz des Verbundkonzerns (nach Fremdstromhandelssaldierung) belief sich im Jahr 2008 auf 56.057 GWh. Dies entspricht einem Rückgang um 1,7 % im Vergleich zu 2007.

Im Endkundengeschäft stiegen die Verkaufsmengen um 4.529 GWh bzw. 103,1 % auf 8.921 GWh. Das sind bereits 16 % des Gesamtabsatzes (exklusive Eigenbedarf). Die Treiber für diese Entwicklung waren die anhaltenden Erfolge am österreichischen Markt sowie die Internationalisierung. Vor allem aber trug der Rückkauf der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) vom slowenischen Energiekonzern Istrabenz zu diesem Ergebnis bei. Der Absatz an Stromhändler sank hingegen 2008 um 5.143 GWh oder 19,8 % auf 20.816 GWh. Die Steigerung der direkten Vermarktung der Eigenerzeugung über die Wholesaleund Endkundenkanäle und die Konzentration auf die Vermarktung höherwertiger Produkte begründen diesen Rückgang.

ABSATZ

An Weiterverteiler wurden im Berichtszeitraum insgesamt 24.480 GWh Strom abgesetzt, das sind um 319 GWh oder 1,3 % weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang ist mit dem Rückkauf der APC begründet, deren Absatzmengen nunmehr direkt an Endkunden geliefert werden.

ABSATZ NACH KUNDENSEGMENTEN GWH
2007 2008 ÄNDERUNG
ENDKUNDEN 4.392 8.921 +103,1 %
WEITERVERTEILER 24.799 24.480 –1,3 %
HÄNDLER 25.959 20.816 –19,8 %
EIGENBEDARF 1.888 1.840 –2,5 %
KONZERNVERWENDUNG 57.038 56.057 –1,7 %
FORWARDKONTRAKTE 45.153 36.468 –19,2 %

Positionierung im Endkundenmarkt signifikant ausgebaut. Seit Juli 2005 beliefert der Verbund österreichische Haushalts- und Gewerbekunden, seit Anfang 2006 auch österreichische Industrieunternehmen. Ziel des Einstiegs in den Endkundenmarkt war es, den Wettbewerb zu beleben sowie einen Teil der Eigenerzeugung direkt an Endkunden zu liefern. Außerdem sollte durch Vertriebsaktivitäten eine positive öffentliche Wahrnehmung des gesamten Konzerns herbeigeführt werden.

»JETZT SIND DIE GUTEN ALTEN ZEITEN, NACH DENEN SIE SICH IN ZEHN JAHREN ZURÜCKSEHNEN WERDEN.«

Der Verbund trug damit maßgeblich zu einer Sensibilisierung des Themas Strom als wertvolles Gut in der Bevölkerung und zu einem Anstieg der Wechselbereitschaft bei. Das ist mit einem österreichweit einheitlichen, einfachen und transparenten Stromangebot gelungen. Zur Kommunikation wurden erfolgreiche Werbekampagnen sowie punktuelle Maßnahmen im Direct Marketing eingesetzt. Im Segment Haushalts-, Gewerbe- und Landwirtschaftskunden nahm der Kundenstock von 130.000 (Ende 2007) auf 180.000 (Ende 2008) zu. In diesem Bereich setzt der Verbund auf Preisführerschaft. Auch in den größeren Verbrauchssegmenten stärkte der Verbund seine Marktposition. Der Kundenstock wurde auf mehr als 200 Business- und Industriekunden mit einer gesamten Belieferungsmenge von 3,8 TWh in 2008 erhöht. Damit zählt der Verbund zu den Top-5-Endkundenlieferanten auf dem österreichischen Markt.

Durch die Energiepartnerschaft mit der Naturparkregion Almenland (Steiermark) leistete der Verbund einen weiteren Beitrag zur Imagefestigung als umweltfreundliches Unternehmen. Ziel der zwölf Gemeinden in der Region ist eine nachhaltige Energiegewinnung und günstige Energieversorgung mit Strom aus Wasserkraft. Im Industriekundenbereich hat sich der Verbund als Qualitäts- und Informa-

ABSATZ NACH LÄNDERN GWh

SUMME 57.038 56.057
SONSTIGE 111 104
ITALIEN 436 238
BULGARIEN 424 283
SLOWENIEN 513 383
FRANKREICH 8.342 7.255
DEUTSCHLAND 23.689 22.696
ÖSTERREICH 23.523 25.098
2007 2008

tionsführer positioniert. Die im August 2007 von Istrabenz zurückgekaufte Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) wurde operativ vollständig integriert. Dadurch wurden Synergien genutzt; die Position am österreichischen Strommarkt konnte weiter ausgebaut werden. Mit innovativen Beschaffungslösungen und professionellster Kundenberatung profilierte sich der Verbund als hochkompetenter Anbieter bei der Strombelieferung von Unternehmen der österreichischen Sachgüterproduktion. Die Erschließung des deutschen Industriekundenmarktes wurde 2008 erfolgreich eingeleitet: So wurden 2008 bereits rund 1 TWh an Industriekunden in Deutschland geliefert.

Auslandsgeschäft bringt deutliches Plus. Die regionale Absatzstruktur zeigt, dass mit 30.959 GWh (nach Saldierung des Fremdstromhandels) 57 % der vom Verbund abgegebenen Strommengen (exklusive Eigenbedarf) im Ausland verkauft wurden. Die größten Absatzmengen entfielen auf Deutschland und Frankreich. Auf Grund deutlicher Zuwächse bei einigen Großkunden stieg die Abgabe an Endkunden im Ausland signifikant (+161,6 %). Demgegenüber gingen sowohl der Absatz an Stromhändler (–18,1 %), wie auch die Abgabe an Weiterverteiler im Ausland zurück (–2,2 %).

Im Inland wurde 2008 mit 25.098 GWh um 6,7 % mehr Strom abgesetzt. Der Absatz an Händler (–37,1 %) und Weiterverteiler (–0,8 %) im Inland war jeweils rückläufig. Demgegenüber wurde an österreichische Endkunden um 81,7 % mehr elektrische Energie geliefert. Der Rückgang bei den Weiterverteilern im Inland ist – wie bereits erwähnt – durch den Rückkauf der APC begründet, wodurch die Umsatzmengen mit diesem Unternehmen nunmehr unter dem Segment Endkunden

PETER USTINOV (1921 – 2004), ENGLISCHER SCHRIFTSTELLER UND SCHAUSPIELER

ausgewiesen werden. Bereinigt um diesen Effekt konnte das Geschäft mit österreichischen Landesversorgern sogar ausgeweitet werden. Die Lieferungen an österreichische Stromversorgungsunternehmen machten 2008 69 % des Inlandsabsatzes (exklusive Eigenbedarf) aus.

Terminmarktpreise waren in den Quartalen 1–2/2008 durch Rohstoffpreishausse getrieben. Nach der Seitwärtsbewegung der Terminmarktpreise in den Jahren 2006 und 2007 zeigten diese im ersten Halbjahr 2008 wieder einen deutlichen Aufwärtstrend. Im Durchschnitt von 2008 lagen die Preise für das Front Year Base mit 70,3 €/MWh um 26 % über dem Mittelwert von 2007. Die Preise für das Front Year Peak stiegen 2008 mit 99,4 €/MWh im Schnitt um 25 % gegenüber dem Vergleichswert des Jahres 2007. Diese Entwicklung war eine Folge des Anstiegs der Rohstoffpreise im ersten Halbjahr 2008, die sich umgehend auf die Stromterminkontrakte auf dem europäischen Kontinent auswirkte. Erst die Finanzmarktkrise führte in der Folge zu einer Korrektur der Strom-Terminmarktpreise.

PREISE

Dynamischer Anstieg der Spotmarktpreise. Am Spotmarkt fiel im Jahresdurchschnitt 2008 der Anstieg dynamisch aus. Dies ist insbesondere auf den um ein Vielfaches höheren CO2-Preis der zweiten Handelsperiode gegenüber dem für 2007 relevanten Preis der ersten Handelsperiode des europäischen Emissionshandelssystems zurückzuführen. Der massive Anstieg der Öl-, Gas- und Kohlepreise im ersten Halbjahr 2008 sorgte für zusätzlichen Aufwärtsdruck im Spotmarkt.

»NICHT DER FLUSS FLIESST, SONDERN DAS WASSER. NICHT DIE JAHRE VERGEHEN, SONDERN WIR.«

Gemessen an den Notierungen an der EEX lagen sowohl die Base- als auch die Peak-Preise im Jahresdurchschnitt 2008 massiv über dem Niveau des Vorjahres: Die Preise für Bandenergie notierten mit 65,8 €/MWh um 73 %, jene für Spitzenenergie mit 88,1 €/MWh um 57 % über den Mittelwerten von 2007.

siehe "Betriebswirtschaftliche
Entwicklung"
Positive Auswirkungen der Preisentwicklung auf das laufende Ergebnis. Aufgrund der gewählten
Vermarktungsstrategie wirkten sich 2008 vor allem die deutliche Erholung der Spotmarktpreise und
eine Verbesserung der Wasserführung positiv auf die Ertragslage aus. Aus dem Terminmarkt resultierten
keine nennenswerten ergebnisrelevanten Effekte, da der Verbund aufgrund seiner Vermarktungsstrategie
seine Produktion größtenteils im Voraus verkauft und die Preise für das Frontjahr in den Handelsjahren
2006 und 2007 im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung vollzogen.
AUSBAU DER ERZEUGUNG Sauberes Wachstum mit erneuerbarer Wasserkraft. Die wichtigsten Projekte im Bereich der Erzeugung
aus erneuerbarer Wasserkraft stellten sich im Jahr 2008 im Detail wie folgt dar:
Durch eine Bauzeitverkürzung kann die Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks Limberg II aus
heutiger Sicht bereits 2011 erfolgen. Diese Anlage mit 480 MW erhöht die Leistungskapazität des
Standortes Kaprun im Spitzenstromsektor auf 833 MW.
Im Donaukraftwerk Aschach wurden die im Jahr 2006 begonnenen Maschinenerneuerungen weiter
fortgesetzt. Die Revision der Maschinensätze erfolgt in den abflussarmen Monaten im Jahresrhythmus
und wird 2010 abgeschlossen sein. Durch dieses Projekt wird die Erzeugungsmenge des Donaukraft
werkes um 45 GWh erhöht.
Mit dem Neubau des Laufkraftwerks Werfen/Pfarrwerfen wurde 2006 gemeinsam mit der Salzburg AG
begonnen. Das mit einer Leistung von 16 MW ausgestattete Flusskraftwerk wird als fünftes Glied in der
Kraftwerkskette an der mittleren Salzach errichtet. Ab März 2009 versorgt das Kraftwerk 22.000 Haus
halte mit elektrischer Energie, bei einer Erzeugungsmenge von 76,5 GWh.

Im Herbst 2009 sollen die Arbeiten zur Erweiterung des Kraftwerks Hieflau, mit denen 2007 begonnen wurde, zu einem Gutteil abgeschlossen werden. Neben der Errichtung eines zweiten Druckstollens, der parallel zum bestehenden verlaufen wird, ist die Installation einer Restwasserturbine vorgesehen. Der Abschluss des Projektes steigert die Erzeugungsmenge des Standortes um 108 GWh.

Der Baubeschluss zur Revitalisierung des Kraftwerks Pernegg wurde im Herbst 2008 gefällt. Bis 2013 werden unter anderem sämtliche Maschinensätze und der Oberwasserkanal des unter Denkmalschutz stehenden Ausleitungskraftwerkes erneuert. Dabei wird besonders auf die Anforderungen des Denkmalschutzes Bedacht genommen.

Für das grenzübergreifende Gemeinschaftskraftwerk Inn mit einer Leistung von 88 MW wird derzeit von den österreichischen Behörden das UVP-Gutachten erstellt. Projektpartner sind hier die TIWAG (Tiroler Wasserkraft AG) und die Engadiner Kraftwerke AG. Bei den schweizerischen Behörden laufen parallel dazu die Vorarbeiten zur Konzessionserteilung. Mit der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2013 wird damit dem Verbund eine Erzeugungsmenge von 208,5 GWh (das ist die Hälfte der Gesamterzeugung) zur Verfügung stehen.

Auch für die mit dem Projektpartner Energie Steiermark AG/STEWEAG-STEG GmbH (SSG) südlich von Graz zu errichtenden Kraftwerke in Gössendorf und Kalsdorf hat der Umweltsenat sämtliche Einsprüche gegen den positiven Bescheid erster Instanz zurückgewiesen.

HERVÉ BAZIN (1911 – 1996), FRANZÖSISCHER SCHRIFTSTELLER

Die Vorarbeiten für zukünftige Neubauten laufen weiter voran: Für das Pumpspeicherprojekt Reißeck II ist das behördliche Genehmigungsverfahren bereits im Gange. Für das Pumpspeicherkraftwerks-Projekt Limberg III sowie für die Laufkraftwerksprojekte Stübing, Gratkorn, Murfeld und Hinterberg (Partner ESTAG/SSG) sind die Einreichungen zur behördlichen Genehmigung vorbereitet. Das gilt auch für die Laufkraftwerksprojekte Bruck, Gries und Stegenwald (Projektpartner Salzburg AG).

Einen großen Beitrag zur Effizienzsteigerung stellen die Automatisierungsprojekte der Steuerwarten der steirischen Wasserkraftwerke und an der Donau dar. In Zukunft werden die steirischen Kraftwerke vom Standort Pernegg und die Kraftwerke an der Donau von der Zentralwarte in Wien-Freudenau ferngesteuert werden. Die Umstellung der Steuerungssysteme erfolgt bei laufendem Betrieb und soll 2009 bzw. 2010 abgeschlossen werden.

Stärkung der Erzeugung aus Wärmekraft auf Basis von umweltfreundlichem Erdgas. Im Jahr 2002 erzeugte der Verbund in seinen Wärmekraftwerken mit einer Engpassleistung von 1.900 MW rund 3.969 GWh. 2008 betrug die Verbund-Erzeugung aus thermischen Kraftwerken mit 3.352 GWh kaum weniger, und das trotz Konservierung bzw. Stilllegung von unrentablen Altanlagen, in deren Folge die Anzahl der betriebenen Kraftwerke auf drei Anlagen mit einer Engpassleistung auf 815 MW zurückgegangen ist.

Mit Inbetriebnahme des Gas-und-Dampfturbinen-Kombinationskraftwerkes Mellach wird 2011 die Engpassleistung der thermischen Kraftwerke wiederum auf 1.647 MW ansteigen und damit eine Erzeugung von rund 7.000 GWh erwartet.

Der Verbund verfügt heute über ein modernes und leistungsfähiges Kompetenzzentrum für thermische Erzeugung. Das Ergebnis dieser Entwicklung sind die hohe Verfügbarkeit der bestehenden Anlagen sowie ein ambitioniertes Erneuerungs- und Ausbauprogramm. Dies zeigt sich auch in einer seit 2002 von 9,5 auf 14,5 GWh pro Dienstnehmer angestiegenen Produktivität im Wärmekraftbereich.

Im Mai 2008 konnte der Baubeschluss für die Errichtung des Gas- und Dampfturbinen-Kombinationskraftwerkes am Standort Mellach-Werndorf gefasst werden und die Vergabe an die Siemens AG Österreich als Generalunternehmer erfolgen. Parallel dazu wurden der Vertrag für den Ausbau der erforderlichen Gasnetzkapazität sowie ein Vertrag mit der EconGas GmbH über die Belieferung mit Erdgas abgeschlossen, sodass die Gasversorgung auf die Dauer von 15 Jahren gesichert ist. Der Spatenstich für die Errichtung des Gaskraftwerks Mellach bei Graz (832 MW) erfolgte am 30. 10. 2008, die Inbetriebnahme ist für 2011 geplant.

Für die Kraftwerke Neudorf-Werndorf 1 und 2 hat der Verbund mit einem Vorprojekt sowie der Vorbereitung eines UVP-Verfahrens für die Modernisierung der bestehenden Anlagen begonnen. Weiters wurden Untersuchungen über die Nutzung der konservierten Kraftwerksstandorte durchgeführt: Für das seit 2004 konservierte Dampfkraftwerk St. Andrä läuft ein Gutachterverfahren zur Verwertung der Anlage.

Im Dampfkraftwerk Dürnrohr wurde die Leittechnikanlage erneuert und termingerecht fertig gestellt. Die Leittechnik entspricht nunmehr dem neuesten Stand der Technik, bereits nach kurzer Zeit ergaben sich deutliche Optimierungserfolge durch die neue Anlage. Weitere Infrastrukturprojekte für das Kraftwerk Dürnrohr sind die Genehmigung der Deponie 3, die Vorbereitung der Verbringung von Kraftwerksreststoffen zur Verfüllung in einem aufgelassenen Bergbau und die ordnungsgemäße Schließung der Deponie 2.

»DIE ZUKUNFT SOLL MAN NICHT VORAUSSEHEN WOLLEN, SONDERN MÖGLICH MACHEN.«

Das Kraftwerk Voitsberg wurde im Oktober 2008 an die A-TEC Beteiligungs GmbH verkauft.

Ausbau und Absicherung der starken Marktposition:

  • Im Jahr 2009 wird der Verbund seine Stromeigen-erzeugung durch die Fertigstellung des Laufkraftwerks Werfen/Pfarrwerfen, die Erweiterung von Hieflau sowie die Fortsetzung der Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach auf eine breitere Basis stellen.
  • Zusätzlich übernimmt der Verbund die Vermarktung seiner Bezugsrechte am Kraftwerk Pont-sur-Sambre am französischen Markt.
  • Auch wird das Ergebnis 2009 von den im Jahr 2008 realisierten Terminmarktpreisen profitieren, da der Verbund seine Stromproduktion für 2009 bereits größtenteils am Terminmarkt verkauft hat.
  • Mit dem Gashandel hat der Verbund im Jahr 2008 begonnen: Dieser soll sukzessive ausgebaut werden. Er stellt ein wichtiges Instrument bei der künftigen Absicherung der Primärenergiebeschaffung für den Verbund dar.
  • Der Ausbau und die Absicherung der Marktposition des Verbund in Zentral-, Ost- und Südosteuropa sind große Aufgaben für die Vertriebs- und Handelstöchter des Konzerns.
  • Erklärtes Ziel des Konzerns im Inlandsmarkt ist es, seine Stromlieferungen an österreichische Energieversorgungsunternehmen deutlich zu erhöhen.
  • Weitere Effizienzsteigerungen in der Produktion zum Erhalt der Kostenführerschaft sind langfristig die Instrumente, um eines der ertragsstärksten Elektrizitätsunternehmen in Europa zu bleiben.

AUSBLICK

NETZ

Die Netz-Tochtergesellschaft des Verbund entwickelte sich 2008 wirtschaftlich und projektbezogen positiv: Die Umsätze der VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) im Segment Netz erhöhten sich um 7,9 % auf 307,9 Mio. €. Und der Bau der 380-kV-Steiermarkleitung erfolgt laut Plan: Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2009 vorgesehen. Für den Abschnitt Salzach neu–St. Peter der 380-kV-Salzburgleitung kann nach aktuellem Stand des Berufungsverfahrens der Baubeginn Mitte 2009 und die Fertigstellung Ende 2010/Anfang 2011 erwartet werden. Der Verbund hält weiterhin an der Ausführung des Abschnitts Tauern–Salzach neu der 380-kV-Salzburgleitung als Freileitung fest.

Vorreiter beim gesellschaftsrechtlichen Unbundling. 1999 hat sich der Verbund mit dem »Legal Unbundling« frühzeitig für das gesellschaftsrechtliche Unbundling verpflichtet und eine Netztochter, heute die VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG), gegründet: Sie ist seither Betreiberin des mit Abstand größten Übertragungsnetzes in Österreich.

Als nach EU-Vorgabe entflochtene Gesellschaft führt die Verbund-Netztochter konsequent Maßnahmen zur Wahrung der Netzsicherheit und zur Steigerung der Effizienz durch. Wenngleich die regelmäßigen Überlastungen des Übertragungsnetzes nur durch die dringend benötigte Fertigstellung des 380-kV-Ringes verhindert werden können und nur damit die Netzsicherheit langfristig gewährleistet werden

ANTOINE DE SAINT-EXUPÉRY (1900 – 1944) , FRANZÖSISCHER SCHRIFTSTELLER

kann, wurde die effiziente Nutzung der Kapazitäten im Netz heute noch weiter optimiert – zum Nutzen der österreichischen Marktteilnehmer und Netzkunden. Dies wird unter anderem durch technische Maßnahmen ermöglicht, wie Einbau von Phasenschiebern, dem Auflegen von Leitungssystemen, Trafo-Tausch, aber auch durch modernes Engpass-Management und Verlustminimierungsprogrammen im Betrieb.

Führend im Stromtransport. Seit dem Jahr 2005 erfolgte die Vergabe grenzüberschreitender Transport-Kapazitäten durch bilaterale Auktionen. Die 2006 veröffentlichten Guidelines verpflichten zu einer koordinierten Auktion. Zu diesem Zweck gründete die APG im Juli 2008 mit sieben anderen Netzbetreibern das »Central Allocation Office« (CAO). Der Verbund ist in der Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Stromtransports im CEE-, SEE- und CSE-Raum federführend.

Um den gestiegenen Anforderungen an den Netzbetrieb zu entsprechen, wird seit Juli 2007 ein neues Stromnetz-Kontrollzentrum errichtet. Die Fertigstellung dieser österreichischen Stromleitzentrale ist für Herbst 2009 geplant.

Der Verbund-Konzern verfügt heute in Österreich über ein 3.300 Trassen-Kilometer langes Netz, das als Hoch- und Höchstspannungsnetz auf den Ebenen 110 kV, 220 kV und 380 kV geführt wird. Die Länge der Leitungen beträgt rund 6.500 Kilometer (Systemlänge). Dieses Übertragungsnetz ist das Rückgrat der österreichischen Stromversorgung: Es erfüllt den gesetzlichen Auftrag des sicheren, effizienten und kostengünstigen Stromtransports. Darüber hinaus sind die 380-kV- und die 220-kV-Leitungen Teil des gesamteuropäischen Netzes der Union for the Coordination of Transmission of Electricity (UCTE). Damit wird die Teilnahme Österreichs am europäischen Strommarkt ermöglicht.

Ausbau des 380-kV-Rings sichert Versorgung in Österreich. Im Hinblick auf die Versorgungssicherheit strebt der Verbund-Konzern die Weiterentwicklung seines Netzes an: Aufgrund der Zunahme der Nord-Süd-Lastflüsse ist die Fertigstellung des 380-kV-Ringes in Österreich für die Netzsicherheit entscheidend. 1999 – 2008

Mit der Steiermarkleitung, die noch heuer in Betrieb gehen wird, erfolgt ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Der zweite Meilenstein ist die Salzburgleitung, deren Fertigstellung frühestens 2010 möglich ist.

Im Zuge der Diskussion rund um das dritte Energiepaket der Europäischen Kommission und dem darin enthaltenen Vorschlag für ein »Ownership Unbundling« zur Trennung der Übertragungsnetzbetreiber von integrierten Stromkonzernen hat sich der Verbund mit der österreichischen Bundesregierung gemeinsam mit den anderen Staaten und Unternehmen der »Like minded group« verhement und letztlich erfolgreich für den so genannten »Dritten Weg« als Independent Transmission Operator (ITO) eingesetzt. Der ITO muss den verschärften Unbundling-Vorschriften des »Effective and Efficient Unbundlings« entsprechen.

NACHHALTIGKEIT

Integriertes Managementsystem in allen Bereichen. Als nachhaltig agierendes Unternehmen setzt auch die Verbund-Netztochter auf das Qualitäts-, Informationssicherheits-, Gesundheits- und Umweltmanagementsystem in allen Bereichen. Im Jahr 2008 wurde das integrierte Managementsystem auf das gesamte Leitungsnetz und alle Werke sowie auf die Hauptverwaltung ausgedehnt.

Alle drei Säulen der Nachhaltigkeit – Wirtschaft, Umwelt und Soziales – werden umfassend und ausgewogen abgedeckt. Durch die Zertifizierung nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001 und OHSAS 18001 wird sichergestellt, dass das integrierte Managementsystem jährlich durch externe Gutachter überprüft wird.

»DER ANFANG IST DIE HÄLFTE DES GANZEN.«

BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Umsatzerlöse im Segment Netz stiegen 2008 um 7,9 % auf 307,9 Mio. €. Ursache waren vor allem die höheren internationalen Erlöse aus Versteigerungen. Der Anteil der Um-satzerlöse aus dem Segment Netz am Gesamtumsatz betrug rund 8,1 %.

KENNZAHLEN SEGMENT NETZ

EINHEIT 2006 2007 2008 ÄNDERUNG
AUSSENUMSATZ MIO. € 274,7 285,4 307,9 +7,9 %
EBITDA MIO. € 117,9 115,8 141,7 +22,4 %
EBIT MIO. € 68,2 62,2 88,0 +41,5 %
CAPITAL EMPLOYED MIO. € 732,2 753,8 672,8 –10,7 %
ROCE % 5,9 8,1 10,1 +24,7 %
INVESTITIONEN MIO. € 73,7 76,0 159,1 +109,3 %

Gegenläufig wirkten gestiegene Aufwendungen für Strombezug und Systemnutzung (Sekundärregelung), höhere Personalaufwendungen sowie Aufwendungen für Schäden aus dem Sturm Emma ab März 2008. Das EBIT erhöhte sich somit um 41,5 % auf 88,0 Mio €. Das Segment Netz erzielte rund 7,7 % des Konzern-EBIT.

Der Return on Capital Employed (ROCE) ist aufgrund des höheren Ergebnisses und des gesunkenen Capital Employed auf 10,1 % gestiegen.

Umfangreiches Engpassmanagement notwendig. Das international verpflichtend einzuhaltende Maß für Versorgungssicherheit ist das (n-1)-Kriterium. Ein Netz erfüllt dieses Kriterium, wenn ein beliebiges Betriebsmittel ausfallen kann, ohne dass es zur Überlastung anderer Betriebsmittel, Versorgungsunterbrechungen oder gar zu einem Blackout kommt. VERSORGUNGSSICHERHEIT

In den vergangenen Jahren war es nicht möglich, dieses Kriterium durchgehend einzuhalten. Auch 2008 mussten bei der UCTE Ausnahmegenehmigungen für die (n-1)-Sicherheit in Anspruch genommen werden.

Der Engpass auf den schwachen Nord-Süd-Leitungsverbindungen in Österreich war im Quartal 1/2008 wieder akut: Neben dem Einsatz der Phasenschieber-Transformatoren musste umfangreiches Engpassmanagement betrieben werden. Der Engpass auf den Grenzleitungen Tschechien–Österreich konnte durch Inbetriebnahme des zweiten Systems der Leitung Dürnrohr–Slavetice am 03. 11. 2008 beseitigt werden.

Die über das 220/380kV-Netz (Netzebene 1) transportierte Energiemenge in der Höhe 35.707,3 GWh hat sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,4 % verringert. Ursache hierfür war die Reduktion des internationalen Stromaustausches sowie eine geringere Abgabe an die unterlagerten Netze. Dadurch kam es auch zu einer Reduktion der Netzverluste um 7,9 %.

Der Austausch mit angrenzenden Netzbetreibern schwankte im Jahr 2008 zwischen einem maximalen Import von 2.800 MW und einem maximalen Export von 2.332 MW.

Die Investitionen auf Rekordniveau. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr insgesamt rund 159,1 Mio. €. Dies stellt einen Rekord dar, der insbesondere durch den Bau der Steiermarkleitung (90,4 Mio. €) erreicht wurde.

ARISTOTELES (384 – 322 V. CHR.), GRIECHISCHER PHILOSOPH

Weitere wesentliche Erweiterungsinvestitionen sind insbesondere die Errichtung eines neuen Stromnetz-Kontrollzentrums (13,8 Mio. €), die Auflage des zweiten 380-kV-Systems von Dürnrohr nach Slavetice (Staatsgrenze, 8,4 Mio. €) sowie die Anbindung des Kraftwerks Limberg II (4,5 Mio. €) anzuführen. Ebenfalls hervorzuheben sind bei den Betriebsinvestitionen der Abschluss der Generalerneuerung der 220-kV-Leitung Ernsthofen-Bisamberg (6,2 Mio. €), der Trafotausch in Hessenberg (4,5 Mio. €), die Generalerneuerung der 110-kV-Leitung Ernsthofen-Hessenberg (2,9 Mio. €) und der Umbau der 110-kV-Anlage in Wien-Südost (1,7 Mio. €).

Im Mittelpunkt der Modernisierung des österreichischen Hochspannungsnetzes steht der 380-kV-Ring. Dieser Leitungsring stellt eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Ballungszentren, den Kraftwerksstandorten und zu den europäischen Netzpartnern dar. Zusätzlich wird der Ring für die weitere Integration der erneuerbaren Energiequellen (insbesondere der Windkraft) sowie deren Transport zu den Verbrauchern benötigt.

Zügige Errichtung der 380-kV-Steiermarkleitung. Die Arbeiten laufen plangemäß. Ende Dezember 2008 waren die Fundierungen bei allen 341 Masten abgeschlossen, rund 60 % der Maste aufgestellt. Die Abholzungsarbeiten sind abgeschlossen, mit dem Wiederaufforsten wurde begonnen. Das gesamte Projekt wird durch ökologische und forstfachliche Bauaufsichten begleitet.

Im Bereich der Umspannwerke sind die Bauarbeiten im Umspannwerk Oststeiermark sowie die Anlagenerweiterungen in den Umspannwerken Wien-Südost und Südburgenland großteils abgeschlossen.

Das Gesamtinvestitionsvolumen der 380-kV-Steiermarkleitung (Leitung und Umspannwerke) beträgt rund 181,3 Mio. €.

Status 380-kV-Salzburgleitung. Sowohl der Verfassungsgerichtshof als auch der Verwaltungsgerichtshof haben entschieden, dass allen Beschwerden gegen den Bescheid des Umweltsenats über die »380-kV-

INVESTITIONEN

NETZAUSBAU

Salzburgleitung Salzach neu–St. Peter« wegen zwingendem öffentlichen Interesse der Salzburgleitung keine aufschiebende Wirkung zuerkannt wird. Damit wurden alle bisher eingebrachten Anträge um aufschiebende Wirkung durch die Höchstgerichte abgewiesen. Der für Mitte 2009 angestrebte Baubeginn lässt die Inbetriebnahme für Ende 2010/Anfang 2011 erwarten. Die Errichtung des zweiten Projektes »Tauern–Salzach neu« der Salzburgleitung, das den geplanten 380-kV-Höchstspannungsring schließen soll, wird durch eine im Dezember 2008 beschlossene Novelle zum Salzburger Landeselektrizitätsgesetz (LEG) behindert. Die Novelle ist verfahrensrechtlich als auch verfassungsrechtlich bedenklich und schreibt eine Einreichung von Teilverkabelungen in sensiblen Gebieten vor. Sie lässt daher eine mehrjährige Verzögerung des Projektes erwarten. Weitere Investitionen für den Ausbau des österreichischen Hoch- und Höchstspannungsnetzes. Das Jahr 2009 wird vor allem durch die Fertigstellung der 380-kV-Steiermarkleitung gekennzeichnet sein – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer noch effizienteren Stromversorgung. Darüber hinaus sind weitere Investitionen für den Ausbau des österreichischen Hoch- und Höchst-spannungsnetzes im Umfang von 1 Mrd. € bis 2016 vorgesehen. Im Dezember 2008 wurde der Europäische Verbund der Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO) gegründet. Der Verbund-Konzern wird eine aktive Rolle in dieser neuen Vereinigung anstreben. AUSBLICK

»ICH BIN BEREIT ÜBERALL HINZUGEHEN, VORAUSGESETZT, DER WEG FÜHRT VORWÄRTS.«

BETEILIGUNGEN

Die wichtigsten Projekte im abgelaufenen Jahr waren der erfolgreiche Zuschlag für den Erwerb der Verteilnetzgesellschaft Baskent EDAS, der Zuschlag für das Kraftwerksprojekt Ashta im Norden Albaniens und der Erwerb eines Anteils von 5 % an der Energie AG Oberösterreich. Zusätzlich wurden in den Joint-Venture-Gesellschaften in Italien (Sorgenia Group), Frankreich (POWEO Group) und der Türkei (Enerjisa Group) weitere Schritte für das internationale Wachstum des Verbund gesetzt. Als jeweils zweitgrößter Aktionär der STEWEAG-STEG GmbH (SSG), der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (KELAG) und der Energie Klagenfurt GmbH (EKG) ist der Verbund in den nächsten Jahren am Bau neuer Kraftwerke und der Modernisierung bestehender Anlagen in der Steiermark und in Kärnten beteiligt.

Neustrukturierung des Beteiligungsbereiches. 1997 wurde die VERBUND-BeteiligungsgmbH (VBG) gegründet, um die Beteiligungen von Verbundgesellschaft und Erzeugungstöchtern, wie Donaukraft oder Tauernkraft, im Konzern zusammenzufassen. Die VBG war für die Betreuung aller in- und ausländischen Beteiligungen verantwortlich. Um weiteres internationales Wachstum zu fördern, wurde im Mai 2008 durch Umfirmierung der VBG die VERBUND-International GmbH (VI) geschaffen. Sie hält alle Auslandsbeteiligungen des Konzerns. Dagegen wurden die Inlandsbeteiligungen anderen Leitgesellschaften zugeordnet. Das Segment Beteiligungen umfasst alle nicht voll konsolidierten Gesellschaften des Verbund. Von den über 60 Beteiligungen im In- und Ausland werden derzeit 16 at Equity einbezogen.

DAVID LIVINGSTONE (1813 – 1873), ENGLISCHER FORSCHUNGSREISENDER

Infolge der im November 2007 beschlossenen Strategie und des damit einhergehenden Investitionsprogramms wurde eine grundlegende Neustrukturierung des Beteiligungsbereichs vorgenommen.

Größter Zukauf der Unternehmensgeschichte. Im Rahmen der Privatisierungsprozesse in der Türkei erhielt der Verbund gemeinsam mit seinem türkischen Partner Sabanci am 01. 07. 2008 den Zuschlag für die Verteilnetzgesellschaft Baskent EDAS. Diese versorgte im Jahr 2007 etwa drei Millionen Endkunden, was einem Anteil von 9 % des türkischen Endkundenmarkts entspricht. Bei Baskent EDAS handelt es sich um den größten Zukauf in der Geschichte des Verbund. Die Anteile wurden zu je 49 % vom Verbund und von Sabanci übernommen. Die restlichen Anteile trägt das gemeinsame Joint-Venture Enerjisa. Mit September 2008 wurde der behördliche Genehmigungsprozess abgeschlossen. Das Closing der Transaktion ist für 28. 01. 2009 angesetzt.

In einem weiteren Bieterverfahren hat sich der Verbund 2008 erfolgreich gegen die internationale Konkurrenz durchgesetzt und den Zuschlag für das Kraftwerksprojekt Ashta im Norden Albaniens erhalten. Geplant ist die Errichtung und der Betrieb eines Laufkraftwerks mit einer installierten Leistung von 48 MW. Der Verbund stellt beim Kraftwerk Ashta mit der Verwendung einer Matrixturbine erneut seine innovative Einstellung gegenüber neuen umweltfreundlichen Technologien unter Beweis. Bei diesem Konzept sind die einzelnen kleinen Propeller-Turbinen-Generatoreinheiten in Form einer Matrix angeordnet. So können Projekte wirtschaftlich entwickelt werden, die mit konventionellen Lösungen bis dato nicht profitabel waren. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks in Albanien wird für 2012 erwartet.

Klare Rahmenbedingungen für Neuerwerbungen. Neue Akquisitionen, die durch den Verbund erworben und entwickelt werden, müssen vorgegebenen Renditeforderungen entsprechen und auf saubere Erzeugung fokussieren. Langfristig müssen signifikante Marktpositionen in den Zielregionen möglich sein. Wirtschaftliche Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein und ertragsstarkes Wachstum stellen dabei unverändert wichtige Werte und Ziele dar.

1997 – 2008

NACHHALTIGKEIT

Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum im Ausland geschaffen. Durch die Errichtung der VI wurden die strukturellen Voraussetzungen für das weitere nachhaltige Wachstum des Verbund im Ausland geschaffen. Die Erzielung einer überdurchschnittlichen Profitabilität durch Investitionen und Akquisitionen im Ausland sowie ein gutes Standing am Kapitalmarkt sind auch für 2009 die unverzichtbaren Bausteine, um nachhaltige industrielle Werte zu schaffen.

Bei der Errichtung und Inbetriebnahme ihrer Kraftwerke gemeinsam mit ihren Partnern legt die VI höchsten Wert auf modernste Technologien, um effizient und umweltverträglich Strom und Wärme zu erzeugen und damit den Konzernprinzipien Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein optimal zu entsprechen.

In Italien, wo mit dem Partner CIR das mittlerweile fünftgrößte Energieunternehmen aufgebaut wurde, soll auch zukünftig unter dem Slogan »L'energia sensibile« der Anteil an erneuerbaren Energien kontinuierlich ausgebaut werden, wie etwa durch den Erwerb des französischen Windparkbetreibers Societe Francaise d'Eoliennes (SFE) Ende 2007. Die Sorgenia ist mit ihren Töchtern dazu auch bestens aufgestellt: Energia Plassier S.r.l. sorgt für Wasser-, Soluxia für Sonnen- und Energia Minervino SpA für Windkraft. Zusätzlich setzen hochmoderne thermische Kraftwerke neue Maßstäbe.

In Frankreich sorgt die POWEO S.A. für Wettbewerb am Endkundenmarkt, wobei sie eine zusätzliche Beschleunigung durch ihre »grüne« Strategie anstrebt. 71,5 MW Wind-, Wasser- sowie Solarkraftwerke

»WER AUF FRISCHEN WIND WARTET, DARF NICHT VERSCHNUPFT SEIN, WENN ER KOMMT.«

sind bereits in Betrieb, und weitere Erneuerbare-Energie-Projekte befinden sich in Planung.

Besonders stark wächst das Engagement in der Türkei. Die erste Phase des Investitionsprogramms sieht den Bau von neun Wasserkraftwerken sowie eines Gaskraftwerks mit einer Gesamtleistung von rund 1.900 MW vor. Bis 2015 will die Enerjisa insgesamt 5.000 MW neue Kraftwerksleistung schaffen, davon ein erheblicher Teil aus Wasserkraft. Als zukünftiges integriertes Energieunternehmen will Enerjisa die gesamte Wertschöpfungskette abdecken und einen Marktanteil von 10 % erlangen.

Auch in Südosteuropa, wo mit Albanien der nächste Auslandsmarkt betreten wurde, bleibt der Verbund seinem Image als führender Energieerzeuger aus Wasserkraft treu. Er wurde als Bestbieter für die Errichtung und den Betrieb eines 48-MW-Laufkraftwerkes (Ashta) ausgewählt und wird nach Fertigstellung einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit Albaniens leisten.

BETEILIGUNGSERGEBNIS Das Beteiligungsergebnis betrug im Jahr 2008 42,3 Mio. € (–23 %). Die wichtigsten Beiträge kamen von der österreichischen STEWEAG-STEG GmbH mit 24,8 Mio. €, der österreichischen KELAG mit 37,8 Mio. € und der italienischen Sorgenia-Group mit 30,0 Mio. €. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses ist primär auf die notwendig gewordene Abschreibung der Energie Klagenfurt GmbH zurückzuführen.

Um der gestiegenen Bedeutung des Beteiligungsergebnisses Rechnung zu tragen, kommt es ab 2009 zu einer quartalsweisen Erfassung des Beteiligungsergebnisses. Für die über das Jahr verteilte anteilige laufende Ergebnisberücksichtigung wurden im Jahr 2008 die dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

ENERJISA – Zügige Planung in der Türkei. Im Mai 2007 trat der Verbund in ein Joint-Venture mit der türkischen Sabanci-Group ein. Beide Partner halten je 50 % an der Enerjisa Enerji Üretim A.S., die zuvor mehrheitlich im Eigentum der Sabanci-Group stand. Das Ziel der Partnerschaft ist, gemeinsam bis 2015 einen zumindest zehnprozentigen Marktanteil im türkischen Elektrizitätssektor zu erlangen. Um über die dafür erforderlichen Erzeugungskapazitäten verfügen zu können, soll der Kraftwerkspark AUSLANDSBETEILIGUNGEN

bis 2015 auf 5.000 Megawatt installierte Leistung ausgebaut werden. Derzeit betreibt die Enerjisa vier Wasserkraftwerke mit zusammen 85 MW und vier Gaskraftwerke mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 370 MW. Sie verfügt über Lizenzen für neun zusätzliche Wasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 910 MW, die Lizenz für ein Gaskraftwerk mit 919 MW installierter Leistung sowie ein Braunkohlekraftwerk mit 450 MW.

Zur Umsetzung des ambitionierten Business-Plans der Enerjisa wurden bereits die Baubeschlüsse für das Gaskraftwerk Bandirma (919 MW), die Wasserkraftwerke Hacininoglu (142 MW) und Kavsakbendi (180 MW) gefasst. Mitte Juli 2008 folgte mit dem Baubeschluss für die Wasserkraftwerke Kandil (214 MW) und Sarigüzel (103 MW), Menge (85 MW) und Köprü (145 MW) ein weiterer Schritt zur Umsetzung des 5.000-MW-Erzeugungsportfolios.

Alle Kraftwerksprojekte werden zügig vorangetrieben. Der Großteil soll zwischen 2010 und 2012 ans Netz gehen. Für die Finanzierung der Kraftwerksprojekte schloss die Enerjisa im Juni 2008 einen Kredit in Höhe von 1 Mrd. € mit einem breiten Bankensyndikat unter Führung der IFC (Mitglied der Weltbank-Gruppe), WestLB AG und Akbank T.A.S. ab.

In den Quartalen 1–3/2008 setzte die Enerjisa 2.067 GWh Strom und circa 819 Tausend Tonnen Dampf ab und erzielte damit einen Umsatz von 271,7 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern in den Quartalen 1–3/2008 war 4,1 Mio. €. (Vorjahr: –6,9 Mio. €)

HELMUT QUALTINGER (1928 – 1986), ÖSTERREICHISCHER SCHAUSPIELER UND KABARETTIST

POWEO – Starkes Umsatzplus in Frankreich. Die börsenotierte POWEO-Group ist neben den ehemaligen Monopolbetrieben EdF und GDF SUEZ das führende unabhängige Strom- und Gasversorgungsunternehmen Frankreichs. Der Verbund ist mit einem Anteil von rund 30 % an der POWEO S.A. sowie mit 40 % an der POWEO Production SAS beteiligt.

Seit der vollständigen Liberalisierung des französischen Strommarkts per 01. 07. 2007 können auch Frankreichs Haushaltskunden ihre Strom- und Gaslieferanten frei wählen. Die Wechselbereitschaft war jedoch zunächst eher gering. Erst durch eine Gesetzesänderung Ende 2007, die den wechselwilligen Haushaltskunden ein volles Rückkehrrecht zu den regulierten Tarifen garantierte, gewann die Liberalisierung in diesem Segment an Dynamik. Im September 2008 hat die POWEO die Marke von 200.000 Kunden übersprungen. Mit Hilfe der unternehmenseigenen Direktvertriebsgesellschaft Arelys konnte die Kundenakquisition im zweiten Halbjahr auf bis zu 1.000 Neukunden pro Tag gesteigert werden.

In den Quartalen 1–3/2008 erzielte die POWEO einen Umsatz in Höhe von 367 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung um 57 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 2007. Aufgrund der kompetitiven Preispolitik und der hohen Akquisitions-, Marketing- und Projektentwicklungskosten für den Aufbau des Erzeugungsportfolios wird die Gesellschaft für das Jahr 2008 voraussichtlich einen Verlust ausweisen.

Im Quartal 1/2009 startet in Frankreich der Probebetrieb für das Gas-und-Dampf-Kraftwerk Pont-sur-Sambre mit einer Leistung von 412 MW. Der Vollbetrieb wird Mitte 2009 aufgenommen. Weitere thermische Kraftwerke befinden sich derzeit in der Planungs- und Genehmigungsphase.

Im Bereich erneuerbarer Energie stieg die installierte Gesamtleistung von 17 MW Ende 2007 auf derzeit 71,5 MW. Dies umfasst neben den bereits seit 2007 bestehenden Windkraftanlagen Moulins de Boulay, Luc Fonds de Plaine und Rose de Vents nun auch die 2008 hinzugekommenen Windkraftanlagen Louville (24 MW), Les Renardières (12 MW) und Is-en-Bassigny (12 MW) sowie die Wasserkraftwerke Pradeaux (3 MW) und Pradel (2 MW) und Solarkraftwerke (1,5 MW).

SORGENIA – Massiver Ausbau in Italien. Die im Jahr 1999 gemeinsam mit der italienischen Industrieholding CIR (Gruppe De Benedetti) gegründete Sorgenia ist mittlerweile der fünftgrößte italienische Energiekonzern. Die Sorgenia-Group erzeugt Strom und handelt mit Strom und Erdgas. Die Sorgenia betreibt selbst Kraftwerke und ist indirekt mit 39 % (über ihre 78-prozentige Beteiligung an Energia Italiana) auch am Erzeugungsunternehmen Tirreno Power SpA beteiligt, das über rund 3.000 MW installierte Leistung verfügt.

Mit einer einseitig von der Verbund Italia im Juni 2008 durchgeführten Kapitalerhöhung von 200 Mio. € in der Sorgenia Holding SpA erfolgte gleichzeitig eine Kapitalerhöhung in der Sorgenia SpA zum weiteren Ausbau des Kraftwerksparks. Zusätzlich erwarb der Verbund Aktien von Sorgenia-Mitarbeitern aus Stock-Option-Programmen. Damit erhöhte der Verbund seinen direkten und indirekten Anteil an der Sorgenia S.p.A. in diesem Jahr von 37,8 % auf 42,7 %. Für 2009 ist eine weitere Kapitalerhöhung durch den Verbund in der Höhe von 150 Mio. € vereinbart, wodurch der Verbund seinen Anteil auf rund 44 % steigern wird. Damit kann der Verbund seine strategische Position im italienischen Markt verstärken und partizipiert in höherem Ausmaß an den Ergebnissen sowie an der Wertsteigerung der Sorgenia-Group.

Die Stromerlöse der Sorgenia-Group nahmen in den Quartalen 1–3/2008 im Vergleich zur Vorperiode um 35 % von 1.321,5 auf 1.784,1 Mio. € zu. Aufgrund der Fokussierung auf das Marktsegment der Kleinkunden wurde der gesamte Absatz um 10 % auf 7,8 TWh ausgebaut.

»WASSER IST DAS BLUT DES PLANETEN.«

Das Kraftwerksportfolio der Sorgenia-Group wird weiterhin ausgebaut und optimiert. Umsetzungsprobleme im Bereich des Generalunternehmers Alstom verzögern die Inbetriebnahme des 770-MW-Gaskraftwerks in Modugno im Süden Italiens: Diese ist nun für Mitte 2009 geplant. Im April 2008 wurde mit dem Bau des Gaskraftwerks in Lodi (770 MW) begonnen. Ein weiteres 770-MW-Gaskraftwerk, Aprilia in Latium, wird Anfang 2009 in Bau gehen. Zusätzlich sind umfangreiche Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien geplant.

STEWEAG-STEG GMBH – Umsatzplus und neue Kraftwerke. Die STEWEAG-STEG GmbH (SSG) ist der größte Energieversorger in der Steiermark. Ihr Unternehmenszweck ist im Wesentlichen die Erzeugung, Beschaffung, Verarbeitung sowie der Transport und Vertrieb von Energie und Energieträgern jeglicher Art und der Stromhandel. Der Verbund ist mit 34,57 % an der SSG beteiligt. Die restlichen 65,43 % sind im Besitz der Energie Steiermark AG. INLANDSBETEILIGUNGEN

In den Quartalen 1–3/2008 verringerte sich der Energieabsatz im Vergleich zum Vorjahr um 28,8 % auf 5.793 GWh. Der Umsatz wurde hingegen im Vergleichszeitraum auf 451,37 Mio. € (+1,8 %) gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern der Quartale 1–3/2008 sank im Vergleich zu 2007 von 47,2 Mio. € auf 39,13 Mio. € (–17,1 %).

In Gössendorf und Kalsdorf beabsichtigt die SSG gemeinsam mit dem Verbund zwei neue Laufkraftwerke zu errichten. Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für diese beiden Murkraftwerke südlich von Graz. Der positive UVP-Bescheid erster Instanz wurde Anfang 2008 erteilt, aufgrund von Einsprüchen wird mit einem Baubeschluss im Jahr 2009 gerechnet. Mit einer Gesamtleistung von knapp über 34 MW sollen 45.000 steirische Haushalte mit Strom versorgt werden.

Weiters plant die SSG, wiederum gemeinsam mit dem Verbund, den Bau von zwei neuen Laufkraftwerken nördlich von Graz: in Gratkorn und Stübing. Im Falle einer erfolgreichen UVP wird 2010 mit der Errichtung des Kraftwerkes in Gratkorn begonnen, 2012 soll das Kraftwerk in Stübing folgen.

Die geplante Bauzeit beträgt jeweils zweieinhalb Jahre. Mit einer Gesamtleistung von 20,9 MW sollen 26.500 steirische Haushalte versorgt werden.

KELAG – Expansionsoffensive gestartet. Die KELAG ist der größte Energieversorger in Kärnten und in den Geschäftsfeldern Strom, Erdgas und Wärme tätig. Über die Tochtergesellschaft KELAG Netz GmbH erfolgt die Verteilung von Strom und Erdgas. Das Tochterunternehmen KELAG Wärme GmbH ist österreichweit im Geschäftsfeld Wärme erfolgreich. Der Verbund hält 35,12 % der Aktien an der KELAG und ist damit der zweitgrößte Aktionär nach der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH. Wie 2007 angekündigt, wurde von der KELAG eine Investitions- und Expansionsoffensive mit dem deutschen Energie-konzern RWE gestartet. Demnach soll – verteilt auf die nächsten Jahre – in Summe eine Mrd. € investiert werden. Einen Schwerpunkt bildet die Optimierung bestehender Anlagen und der Bau neuer Kraftwerke in Kärnten, wofür ein Volumen von 400 bis 600 Mio. € veranschlagt ist. Ein zweiter Fokus liegt mit rund 400 Mio. € bei der KELAG Wärme GmbH im Bereich Biomasse und Biogas, vor allem im südeuropäischen Raum.

Mit 01. 07. 2008 wurde die KELAG Wärme GmbH gegründet. Die Fusion der Österreichischen Fernwärmegesellschaft m.b.H. und der Wärmebetriebe Gesellschaft m.b.H. zur KELAG Wärme GmbH stellt einen wichtigen Meilenstein für die Unternehmungen der KELAG dar. Die KELAG Wärme betreibt 77 Fernheizwerke und über 1.000 Energiezentralen. Das Unternehmen verkauft pro Jahr rund 1.496 GWh Wärme sowie 56 GWh elektrischen Strom und beschäftigt rund 210 Mitarbeiter.

LEONARDO DA VINCI (1452 – 1519), ITALIENISCHER UNIVERSALGELEHRTER

ENERGIE KLAGENFURT GMBH – Strom und Wärme für Klagenfurt und Kärnten. Die Energie Klagenfurt GmbH (EKG) ist eine Gesellschaft zur Erzeugung, Übertragung, Verteilung von und zum Handel mit Strom, Fernwärme und Gas. An der Energie Klagenfurt sind die Stadtwerke Klagenfurt AG mit 51 % und der Verbund mit 49 % beteiligt.

In den ersten drei Quartalen des Jahres 2008 sank der Stromabsatz im Vergleich zum Budget leicht auf 299,2 GWh (–4,3 %), der Wärmeabsatz stieg auf 218,6 GWh (+1,4 %). Der Gasabsatz stieg auf 80 GWh (+5,4 %). Der Gesamtumsatz der EKG wuchs somit auf 76,89 Millionen €. Der Bilanzgewinn der ersten drei Quartale des Jahres 2008 sank im Vergleich zum letzten Jahr von 6,45 Mio. € auf 3,57 Mio. € (–44,7 %).

Im Jahr 2008 wurde eine Abwertung des Beteiligungsansatzes in Höhe von 50 Mio. € durchgeführt, da sich sowohl der Bau des 400-MW-Gas-Dampf-Kraftwerks (GDK) in Klagenfurt verzögert als auch in allen Segmenten der EKG Ergebnisrückgänge zu verzeichnen sind. Neben dem Rückgang der Margen infolge der gestiegenen Primärenergiekosten wirkt insbesondere der Wegfall der Kraft-Wärme-Kopplung-Förderung negativ. Zur Gegensteuerung wurde von der Geschäftsführung ein Restrukturierungsprogramm ausgearbeitet, das insbesondere im Personal- und sonstigen Aufwandsbereich Einsparungen in der Zukunft vorsieht.

Für die Realisierung des GDK Klagenfurt wurde von der EKG eine Tochtergesellschaft, die Kraftwerkerrichtungs- und -betriebs GmbH, gegründet. Die Stadtwerke und der Verbund verwirklichen mit dem GDK Klagenfurt ein Projekt, das die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten langfristig sichert. Durch den Ersatz des alten Fernheizwerks und den Bau des modernen GDK am Stadtrand soll ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Luft- und Feinstaubsituation in Klagenfurt geleistet werden. Das Investitionsvolumen beträgt rund 300 – 350 Mio. €, das Projekt ist auf 400 MW elektrische Leistung und 200 MW thermische Leistung ausgelegt. Damit wären im Jahr 2015 etwa 40 % des Stromverbrauchs in Kärnten oder der Bedarf von 240.000 Haushalten gedeckt.

ERNEUERBARE ENERGIEN

Der Verbund will mit seiner 100%-Tochter VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) in einem ersten Schritt 400 MW durch erneuerbare Energien realisieren. In Andalusien (Spanien) liefern seit Herbst 2008 zwei Photovoltaik-Anlagen des Verbund sauberen Sonnen-Strom ans Netz. Damit können rund 1.500 Durchschnittshaushalte ganzjährig mit elektrischer Energie versorgt werden. Im November 2008 fand das Signing für drei österreichische Windparks mit einer Gesamtleistung von 49 MW statt. Der Erwerb fand mit Wirkung vom 01.01.2009 statt. Weitere Windparkprojekte sind derzeit in Kroatien, Rumänien und Bulgarien in der Projekt-Pipeline. Die Energiepartnerschaft mit zwölf steirischen Gemeinden wurde im September 2008 durch die Gründung der Almenland Energie GmbH intensiviert.

RENEWABLES UND FORSCHUNG

Wasserkraft und mehr. Erneuerbare Energie hat im Verbund große Tradition, denn die Wasserkraft bildet seit seiner Gründung die Basis für den umweltschonenden Erzeugungsmix des Unternehmens. Angesichts der aktuellen Entwicklungen hat sich der Verbund im Jahr 2007 eine saubere Wachstumsstrategie verschrieben, die noch stärker als bisher auf regenerativen Energieträgern basiert. Für Wirtschaft und Umwelt bietet der Einsatz erneuerbarer Energien großes Potenzial. Deshalb will der Verbund den Anteil der erneuerbaren Energien in seinem Portfolio nachhaltig ausbauen. Um auf die besonderen Anforderungen des sehr dynamischen und stark international ausgerichteten Renewables-Marktes flexibel reagieren zu können, gründete der Verbund 2007 die 100%-Tochtergesellschaft VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH.

»WER LEBEN WILL, DER MUSS WAS TUN.«

Dieses Unternehmen bündelt die Kompetenzen des Verbund-Konzerns im Segment »neue« erneuerbare Energien, also beispielsweise in der Stromerzeugung durch Windkraft und Photovoltaik. Weiters widmet sich die ARP der Nachhaltigkeit, dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Forschung.

Beim Aufbau von neuen Erzeugungskapazitäten sollen in einem ersten Schritt 400 MW realisiert werden: Im technologischen Fokus stehen hierbei Windkraft und Photovoltaik. Dem Verbund gelang innerhalb kürzester Zeit der erfolgreiche Einstieg in den internationalen Renewables-Markt. Ziel des Verbund ist es, sich zu einem europäischen Player in diesem Marktsegment zu entwickeln.

Verbund unterstützt Klimaschutz. Im Frühjahr 2008 schloss der Verbund eine Energiepartnerschaft mit der steirischen Region Almenland. Mit diesen zwölf Gemeinden soll langfristig eine Modellregion mit Vorzeigecharakter geschaffen werden, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Dadurch wird die nachhaltige und umweltfreundliche Entwicklung dieser steirischen Region unterstützt. Die Kooperation beruht auf zwei Säulen: Zum einen bezieht die Region CO2-neutralen Verbund-Strom aus Wasserkraft, und zum anderen werden lokale Kleinwasserkraftwerke errichtet, modernisiert und revitalisiert. Zur Realisierung des zweiten Eckpfeilers hat der Verbund im November 2008 mit der Region Almenland eine gemeinsame Gesellschaft gegründet: die Almenland Energie GmbH.

PHOTOVOLTAIK

Kauf zweier Sonnenkraftwerke in Spanien. Eine wesentliche Prämisse zur Umsetzung von Renewables-Projekten stellt die ausreichende Verfügbarkeit eines Primärenergieträgers dar. Spanien hat hinsichtlich der Stromerzeugung aus Sonnenenergie erhebliche natürliche Standortvorteile. Dank der guten Einstrahlungswerte und der daraus resultierenden hohen Energieausbeute kann in Spanien die Primärenergie Sonne sehr effizient genutzt werden.

Das war auch ein entscheidender Grund für den Verbund, sein Photovoltaik-Engagement in Spanien zu starten: 2008 erwarb er in Andalusien zwei Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3 MW. Beide Anlagen liefern seit Herbst 2008 sauberen Sonnenstrom ans Netz.

Bei beiden Photovoltaik-Kraftwerken – Mercadillo (Provinz Jaén) und Macael (Provinz Almeria) – kam österreichisches Know-how zum Einsatz. Die Module wurden von der KIOTO Clear Energy AG mit Sitz in St. Veit (Kärnten) hergestellt.

Die Jahresproduktion der beiden Anlagen, die eine Fläche von 22 Fußballfeldern bedecken, beträgt in Summe rund 5,2 GWh: Damit können etwa 1.500 durchschnittliche Haushalte ganzjährig mit elektrischer Energie versorgt werden. Der Beitrag zum Klimaschutz besteht in der Vermeidung von jährlich rund 4.000 Tonnen CO2. Die Gesamtinvestition für die beiden Projekte beläuft sich auf rund 20 Mio. €.

Alle spanischen Photovoltaik-Aktivitäten sind in der Tochtergesellschaft VERBUND-Photovoltaics Iberica S.L. gebündelt.

Engagement in Österreich, Rumänien, Bulgarien und Kroatien. Der Verbund forciert künftig besonders stark die Windkraft.Im Herbst 2008 hat der Verbund den Erwerb von drei Windparks in Niederösterreich unterzeichnet. Die Windparks, welche rund 5 % des österreichischen Windmarktes abdecken, liegen im östlichsten niederösterreichischen Bezirk, Bruck an der Leitha. Bei einer installierten Gesamtleistung von 49 MW und einer Jahresstromproduktion von rund 105 GWh liefern insgesamt 25 Windkraftanlagen Strom für zirka 29.000 österreichische Durchschnittshaushalte.

WILHELM BUSCH (1832 – 1908), DEUTSCHER SCHRIFTSTELLER UND ZEICHNER

In Kroatien entwickelt der Verbund derzeit einen Windpark mit einer geplanten Leistung von rund 60 MW. Der Standort dieses Kooperationsprojekts liegt in Krs Padene, im Raum Knin-Ervenik. Weitere Projekte in Kroatien mit einer Gesamtleistung von bis zu 140 MW befinden sich in der Planungsphase.

Ähnliche Projekte verfolgt der Verbund aktuell in Rumänien und Bulgarien, Ländern mit sehr guten Windverhältnissen und noch großem Ausbaupotenzial für diese Form der Stromerzeugung. Für die kommenden Jahre befinden sich hier zahlreiche Windparks in der Projekt-Pipeline.

WINDKRAFT

NACHHALTIGKEIT

NACHHALTIGKEIT

Nachhaltiges Handeln hat für den Verbund einen sehr hohen Stellenwert: Es ist in alle Unternehmensbereiche integriert. Seit Mai 2008 ist die VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) mit allen Standorten und Leitungen nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, OHSAS 18001 und EMAS zertifiziert. Damit ist das geplante Typenszenario der Verbund-Anlagen abgeschlossen. Die Zertifizierungen werden nun in den Verwaltungsgebäuden fortgesetzt. Im Jahr 2008 wurde entsprechend der gelebten Praxis im Verbund eine Richtlinie für faire Geschäftspraktiken, insbesondere gegen Korruption und Bestechung, erstellt. Im Bereich Forschung wurden 2008 60 Projekte bearbeitet: Diese haben über die gesamte Laufzeit ein Volumen von 31,3 Mio. €; der Verbund trägt davon 16,1 Mio. €.

»EINE REISE VON TAUSEND MEILEN BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT.«

2002 – 2008

Seit 2002 widmet der Verbund dem Thema Nachhaltigkeit besondere Aufmerksamkeit. Das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln wurde seither in allen Geschäftsfeldern systematisch gestärkt.

Die beste Voraussetzung dafür war und ist das Kerngeschäft des Verbund: die umweltfreundliche Produktion von Strom, insbesondere aus Wasserkraft. Sie bildet die Basis und gibt die Richtung für alle weiteren Handlungen des Konzerns vor.

Dementsprechend werden die Auswirkungen des Handelns auf die betriebswirtschaftliche, die ökologische und die soziale Dimension bereits bei der Planung von Projekten berücksichtigt. Im Idealfall gelingt es, Win-win-win-Situationen zu schaffen, bei denen der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens zu einer Schonung oder gar Verbesserung von Umweltaspekten führt und gleichzeitig einen Benefit für die Mitarbeiter und/oder die Gesellschaft hervorbringt.

Besonders gut gelungen ist dies beim Projekt »Trassenmanagement«: Nach einer wissenschaftlichen Erhebung und Analyse sämtlicher im Verbund-Höchstspannungsnetz vorkommenden Trassen wurden innovative Bewirtschaftungsformen erarbeitet. Diese erlauben die Entstehung artgerechterer, weil abwechslungsreicherer Biotope für die Wildtiere. Außerdem schuf man damit regionale Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten. Dabei wird der finanzielle Aufwand des Unternehmens für die Freihaltung der Trassen sogar reduziert.

Um diese Erfolge systematisch erzielen zu können, wurde im Jahr 2003 ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem in die Gesamtorganisation implementiert. Ein Entscheidungs- und ein Arbeitsgremium erheben seitdem regelmäßig jene Bereiche oder Projekte, bei denen verstärkt Nachhaltigkeitsimpulse zu setzen sind. Sie legen Ziele fest, erarbeiten Maßnahmen, setzen diese um und kontrollieren die Zielerreichung.

Dieser Prozess der Bewusstmachung und die Erfahrung der realen Erfolge wirken wieder zurück auf das

Selbstverständnis des Unternehmens. Die Neufassung des Unternehmensleitbildes im Jahr 2006 war eines der Ergebnisse dieses kontinuierlichen Veränderungsprozesses in Richtung wachsender Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft.

Mit dem Bewusstsein wuchsen auch die Herausforderungen. So nimmt der Verbund auch am globalen Kampf gegen Korruption und Bestechung teil und hat seine Haltung und die seit Jahrzehnten gelebte Unternehmenspraxis im Jahr 2008 in einer Richtlinie dokumentiert. Diese unterstützt jeden Mitarbeiter mit konkreten Anleitungen dabei, stets nur faire Geschäftspraktiken zuzulassen und auch selbst anzuwenden. Die Arbeit am Thema »Anti-Korruption« wird 2009 für die Mitarbeiter eigentlich erst beginnen. In Workshops will der Verbund besonders exponierte Kollegen mit der neuen Regelung vertraut machen und gemeinsam mit ihnen einen Katalog mit »Fragen und Antworten« erarbeiten: Mit deren Hilfe sollen die Mitarbeiter konkrete Situationen besser meistern können. Dies wird unter anderem beim steigenden Engagement des Konzerns im Ausland hilfreich sein.

Während der Verbund bei seinen Produktionsanlagen – Kraftwerken und Leitungen – laufend Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gesetzt hat, waren die Verwaltungsstandorte noch nicht intensiv unter diesem Gesichtspunkt analysiert worden. Zu gering schienen die erzielbaren Einsparungen im Bürobetrieb verglichen mit jenen Mengen, die durch eine neue Turbine, einen neuen Generator oder eine höhere Spannungsebene bei der Stromübertragung zu schaffen waren.

LAOTSE (VERMUTLICH 6. JAHRHUNDERT V. CHR.), CHINESISCHER PHILOSOPH

Mit einem Projekt zur Erhöhung der Energieeffizienz am Standort der Hauptverwaltung in Wien 1, Am Hof 6a, soll das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Energie gestärkt werden. Der Verbund will in der Umsetzung 2009 einen Schwerpunkt auf die Nutzermotivation legen: Denn die beste Regelungstechnik wird ineffizient, wenn der Mensch nicht "mitdenkt".

Der nächste Know-how-Transfer von den Produktionsanlagen in die Hauptverwaltung wird die Umweltzertifizierung der Konzernzentrale in Wien 1, Am Hof 6a, nach EMAS und ISO 14001 sein. Diese ist für 2009 geplant. Seit der Verbund bei seinen Kraftwerken bereits 1995 ein Umweltmanagementsystem implementiert hat, zeigt sich, dass Kollegen und Kolleginnen in zertifizierten Anlagen ein wesentlich höheres Bewusstsein für Umweltschutz und Ressourcenschonung haben.

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiter des Verbund ist eine weitere wichtige Zielsetzung für das Jahr 2009. Im Rahmen eines Audits für Beruf und Familie sollen die bestehenden Maßnahmen analysiert und die gegenwärtige Situation verbessert werden.

Teilnahme an CSR-Veranstaltungen. Am 15. 05. 2008 nahm der Verbund am 3. Österreichischen CSR-Tag in Wien teil (CSR = Corporate Social Responsibility): Dieser wird von respACT (austrian business council for sustainable development) veranstaltet und bildet eine professionelle Plattform für den Erfahrungsaustausch zu Nachhaltig-keitsthemen. Der Verbund beteiligte sich am Panel »Nachhaltige Energieversorgung – von der Rolle der EU über die Energieversorger bis zum Endverbraucher«. So konnte dieses Thema mit internationalen Experten und Vertretern der österreichischen CSR-Community diskutiert werden.

Bei der KinderBusinessWeek der Wirtschaftskammer Österreich und der Jungen Wirtschaft vom 21.–25. 07. 2008 in Wien lernten Kinder und Jugendliche elektrische Energie und den Verbund kennen. Die Sieben- bis Vierzehnjährigen konnten am Fahrradergometer ausprobieren, wie viel Muskelkraft notwendig ist, um eine Glühbirne zum Leuchten oder ein Radio zum Spielen zu bringen. Vorträge zum Thema Stromerzeugung aus Wasserkraft und zu neuen erneuerbaren Energien gaben Gelegenheit, genau nachzufragen. Beim Improvisationstheater »Energie in Bewegung« ging es dann richtig rund.

UMWELT

Zertifizierung bringt hohen Nutzen. Die Grundlage aller Umweltaktivitäten des Verbund stellen Umweltmanagementsysteme nach EMAS bzw. ISO 14001 dar. Im Jahr 1995 wurde begonnen, an mindestens einem Standort jedes Anlagentyps – kleines und großes Fluss-, Speicher- und Dampfkraftwerk sowie Umspannwerk – ein UMS aufzubauen. Dieses »Typszenario« konnte 2008 abgeschlossen werden, nun werden die Zertifizierungen auf andere Anlagen ausgeweitet.

Bereits 1996 wurden die Wasserkraftwerke Villach, Kellerberg und Paternion an der oberen Drau sowie die Dampfkraftwerke Dürnrohr und Voitsberg sowohl nach EMAS als auch nach ISO zertifiziert. Im April 1998 folgte eine Hochspannungsanlage (Umspannwerke Tauern und Zell am Ziller inklusive der dazwischen liegenden 69 Kilometer langen 380-kV-Leitung) nach ISO 14001, da zu diesem Zeitpunkt eine EMAS-Auditierung von Hochspannungsanlagen noch nicht möglich war.

Mit der Auditierung der Speicherkraftwerksgruppe Glockner-Kaprun im Jahr 2000, des Flusskraftwerkes Freudenau (2001) sowie der Hochspannungsanlage auch nach EMAS war das Typszenario abgeschlossen. Durch die Übernahme der ehemaligen STEWEAG-STEG-Kraftwerke im Jahr 2002 kamen insgesamt 39 zusätzliche Standorte zur VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP): Sie waren alle bereits nach ISO 14001 zertifiziert.

»WAS WIR WISSEN, IST EIN TROPFEN, WAS WIR NICHT WISSEN, EIN OZEAN.«

Da Umweltmanagementsysteme einen hohen Nutzen für die Standorte bringen, werden seither – über den ursprünglich geplanten Umfang hinaus – sowohl die Standorte als auch die Zertifizierungssysteme sukzessive erweitert. So ist zum Beispiel seit Mai 2008 die gesamte VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) mit allen Standorten und Leitungen nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 27001, OHSAS 18001 und EMAS zertifiziert.

KENNZAHLEN UMWELT

EINHEIT 2008 2007 2006
ERZEUGUNG (NETTO, OHNE EIGENVERBRAUCH) GWh 28.660 28.307 28.087
DAVON WASSER GWh 25.308 24.321 23.853
DAVON WÄRME GWh 3.352 3.986 4.233
TRANSPORTIERTE STROMMENGE IM NETZ DER APG GWh 35.707 36.977 36.566
NETZVERLUSTE GWh 454 493 478
ANTEIL DER NETZVERLUSTE AN DER GESAMTEN TRANSPORTIERTEN MENGE % 1,3 1,3 1,3

BRENNSTOFFEINSATZ WÄRMEKRAFTWERKE

EINHEIT 2008 2007 2006
STEINKOHLE t 1.022.090 1.190.889 1.046.222
BRAUNKOHLE t 0 0 656.545
HEIZÖL SCHWER t 70.029 83.973 98.029
GAS 1.000 m3 13.532 25.156 21.436
BIOMASSE UND ERSATZBRENNSTOFFE (KLÄRSCHLAMM) t 21.184 19.186 21.309
DAVON BIOGENER ANTEIL t 21.184 19.186 21.309
DAVON FOSSILER ANTEIL t 0 0 0

EMISSIONSVERMEIDUNG DURCH WASSERKRAFT (VERGLEICHSBASIS: KW DÜRNROHR)

EINHEIT 2008 2007 2006
SO2 t 11.630 11.501 11.309
NOX t 12.461 12.323 12.109
STAUB t 554 548 538
CO2 t 22.430 22.180 21.795

EMISSIONEN IN DIE LUFT (WÄRMEKRAFTWERKE)

EINHEIT 2008 2007 2006
CO2 FOSSIL kt 2.885 3.407 3.701

Das kommende Jahrzehnt wird für Europa grundlegende Änderungen bei der Energieerzeugung und -nutzung bringen: Denn laut dem im Dezember 2008 beschlossenen Klima- und Energiepaket der Europäischen Union sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 % gegenüber 1990 reduziert werden. Schneller als andere Sektoren, sollen Industrie und Energiewirtschaft die Emissionen um 21 % im Vergleich zu 2005 senken. Für jedes darauf folgende Jahr ist eine Abnahme um weitere 1,7 % vorgesehen.

Die neuen Regelungen im europäischen Emissionshandelssystem sehen vor, dass alle Zuteilungen ab 2013 europaweit nach Sektoren einheitlich erfolgen werden; außerdem wird die Elektrizitätswirtschaft

ISAAC NEWTON (1642 – 1726), ENGLISCHER PHILOSOPH UND NATURWISSENSCHAFTER

keine Gratiszertifikate mehr erhalten. Ausgenommen davon sind lediglich einige bestehende Kraftwerke in osteuropäischen Mitgliedsstaaten, für die eine Übergangsregelung getroffen wurde. Die Strategie des Verbund steht im Einklang mit der Klimapolitik Österreichs sowie jener der EU und leistet einen Beitrag zur Erreichung der Ziele.

Schon heute erfolgen rund 88 % der Stromerzeugung des Verbund aus Wasserkraft: Der Verbund zählt damit in der EU zu den Unternehmen mit dem höchsten Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien.

Bei den spezifischen Emissionen (t CO2 pro GWh) aus der gesamten Erzeugung liegt der Verbund bei 101 t/GWh (2007: 120 t/GWh, 2006: 132 t/GWh): Ähnliche Werte werden in der EU nur von Unternehmen mit sehr hohem Kernenergie-Anteil erreicht.

Im Bereich der thermischen Produktion hat der Verbund in den vergangenen Jahren Kohlekraftwerke mit relativ hohen spezifischen Emissionen außer Betrieb gesetzt und die Produktion auf sauberere Kraftwerke verlagert. Die spezifischen Emissionen sanken dadurch von 149 t/GWh im Jahr 2004 auf 101 t/GWh im Jahr 2008.

Mit den Gas-und-Dampf-Kraftwerken Mellach und Klagenfurt sind Neuinvestitionen geplant, nach deren Inbetriebnahme die spezifischen Emissionen aus der thermischen Produktion weiter abnehmen werden. Der forcierte Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Bereich von Wasser, Wind und Sonne ist ebenfalls Teil der Strategie des Verbund zur Reduktion der Emissionen.

Die Aktivitäten des Verbund beschränken sich nicht auf den eigenen Kraftwerkspark. Er setzt auch Impulse: Um Österreichs »Klimaschutzgemeinde 2008« zu finden, veranstaltete er gemeinsam mit dem Lebensministerium, dem Gemeindebund und der »Kronen Zeitung« einen bundesweiten Wettbewerb. Ganz Österreich war aufgerufen, Projekte in den Kategorien Bewusstseinsbildung, Energie-Effizienz und Erneuerbare Energie einzureichen. Mehr als 80 Städte und Gemeinden reichten ihre Klimaschutzprojekte ein: Als Sieger gingen Munderfing, Großschönau und Güssing hervor.

SOZIALES

Schwerpunkt »Kultur« und »Kinder«. Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Verbund schwerpunktmäßig in den Bereichen »Kultur« und »Kinder« wahr.

Auch 2008 unterstützte der Konzern das große Klassik-Open-Air-Konzert der Wiener Philharmoniker im Schlosspark Schönbrunn. Mit dem Wiener Konzerthaus ging der Verbund eine längerfristige Partnerschaft ein, indem er seit September 2008 Premium-Sponsor dieser renommierten Wiener Kulturinstitution ist. Die Aktion »Freier Samstag im MAK« wurde auch 2008 fortgesetzt: Als Sponsor des Museums für Angewandte Kunst in Wien ermöglicht der Verbund allen Interessierten, die Ausstellungen an Samstagen gratis zu besuchen.

Der Verbund beteiligte sich 2008 auch an der Aktion »A Letter To The Stars«, bei der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes »Denk.Mal« die Möglichkeit hatten, sich individuell und auf einer sehr persönlichen Ebene mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen.

Seit Ende Mai 2008 steht Kindern im Wiener Tiergarten Schönbrunn ein weiterer Erlebnisbereich zur Verfügung: Der 200 Quadratmeter große WasserKraftSpielplatz wurde vom Verbund mitfinanziert und vermittelt spielerisch die Faszination des Elements Wasser und dessen Bedeutung für die Energieerzeu-

»DIE DAUER DES MENSCHLICHEN LEBENS IST EIN AUGENBLICK, DAS WESEN EIN BESTÄNDIGER STROM.«

gung. Als Bindeglied zwischen den beiden Schwerpunkten »Kunst« und »Kinder« wurde auch das Wiener Kindertheater unterstützt.

Die langjährigen Verbund-Patenschaften mit dem SOS-Kinderdorf in der Hinterbrühl (seit 1957) und der Hans-Radl-Schule für körperbehinderte Kinder in Wien 18 (seit 1989) werden ebenfalls weitergeführt. Der Verbund nahm auch an der Aktion »Ein Funken Wärme« von Caritas und »Kronen Zeitung« im Winter 2007/2008 teil. Bedürftige Personen erhielten daraus einen Zuschuss zu ihren Heizkosten.

Der Österreichischen Bergrettung wurde beim Ankauf modernster Ausrüstung geholfen: Gemeinsame Aktivitäten zur Unfallprävention und eine Informationskampagne werden zu mehr Sicherheit im alpinen Gelände beitragen.

MITARBEITER

FORSCHUNG

Zur Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern finden Sie einen ausführlichen Beitrag ab Seite 86.

Von Fischen und Fernwärme. Zuverlässige und sichere Stromversorgung auf hohem technischem Niveau ist das Hauptthema des Verbund. Ein effektives Forschungsmanagement unterstützt seit Ende der 1980er-Jahre praxisnahe, innovative Ideen in den Bereichen »Erzeugung aus Wasser- und Wärmekraft« und »Energieübertragung«. Neben den Projekten, die direkt im Verbund durchgeführt werden, werden einige in Kooperation mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen bearbeitet.

Publiziert werden diese Ergebnisse in der Schriftenreihe »Forschung im Verbund«, im Internet und im Rahmen von Forschungsforen. Letztere fanden 2008 zu den Themen »Effizienzsteigerungsmaßnahmen zur CO2-Reduktion und Genehmigungsverfahren von Wärmekraftwerken« und »Naturgewalten – Zunehmende Herausforderung für die Infrastruktur aufgrund des Klimawandels?« statt.

Einige der wichtigsten Projekte sind:

  • Die Erforschung des automatisierten Betriebs der Donaukraftwerke durch eine Zentralwarte, die begleitend zur Erneuerung weiterer Turbinen und Generatoren im Kraftwerk Aschach durchgeführt worden war.
  • Detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen über die Wirksamkeit von Fischwanderhilfen an Donau, Drau und Mur.
  • Die Lebensdauer hoch belasteter Dampfleitungen, das Schwingungsverhalten von Saugzuggebläsen und die Möglichkeiten der Fernwärmespeicherung bei den Wärmekraftwerken des Verbund.
  • Projekte zur Entwicklung von neuen Allokationsverfahren bei der Vergabe von Netzkapazitäten und zu Ansätzen wie Smart Grids, einem innovativen Ansatz, mit dem Angebot und Nachfrage optimiert werden sollen, indem auch die Endkunden durch Informationstechnik verstärkt in den Strommarkt eingebunden werden. Dazu zählen zum Beispiel mit dem Netzbetreiber vertraglich vereinbarte Abschaltungen, um Stromspitzen zu vermeiden, oder die Bündelung dezentraler Erzeuger zu einem virtuellen Kraftwerk.
  • Am Forschungsinstitut für Regulierungsökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien, das auf Initiative der VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) 2005 gegründet worden war, wird der Einfluss wirtschaftlicher, rechtlicher und ökologischer Randbedingungen auf den Netzbetrieb erforscht.

Insgesamt wurden im Jahr 2008 60 anwendungsorientierte Forschungsprojekte, zumeist mit Partnern, bearbeitet und 19 abgeschlossen. Diese Projekte haben über die gesamte Laufzeit und inklusive dem

MARC AUREL (121 – 180), RÖMISCHER KAISER

Anteil der Partner ein Volumen von 31,3 Mio. €, woran der Verbund mit 16,1 Mio. € beteiligt ist. Davon entfielen auf das Jahr 2008 4,6 Mio. € für Forschung im Verbund.

RISIKOMANAGEMENT

Der Verbund-Konzern ist neben anderen Faktoren sehr stark von den Bewegungen des Großhandelspreises für Strom abhängig. Mehr Niederschläge erhöhen die Wasserführung der Flüsse und damit die Menge des erzeugten Stroms, weniger Niederschläge reduzieren sie. Mit seinen internationalen Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei setzt sich der Verbund neuen Risiken aus, denen aber auch entsprechende Chancen gegenüberstehen. Für das Jahr 2009 sind per 31. 12. 2008 keine Risiken zu erkennen, die für den Verbund einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.

»LEBEN IST KEIN STILLEBEN.« OSKAR KOKOSCHKA (1886 – 1980) , ÖSTERR. MALER

2000 – 2008

Risikomanagement unterstützt Wachstumsstrategie. Seit dem Beginn der Strommarkt-Liberalisierung in Österreich am 19. 02. 1999 ist der Verbund dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Schon vorher wurden entsprechende Risikomanagement-Tools entwickelt sowie die Holdingeinheit Risikomanagement im Jahr 2000 gegründet. Dies unterstützt die internationale Wachstumsstrategie.

Heute kann sich die Konzernleitung auf ein weitläufiges Corporate Riskmanagement in allen Tochtergesellschaften stützen. Durch die Kenntnis der Risiken ergibt sich ein besserer Umgang mit und ein bewussteres Eingehen von Risiken. Auch Chancen kann der Verbund intensiver nützen.

Die künftigen Herausforderungen für das Risikomanagement betreffen die weitere Internationalisierung und die damit auf den Verbund neu zukommenden Chancen und Risiken in allen Ländern, in denen sich der Konzern engagiert.

Auch das Risikomanagement unterstützt den Verbund auf seinem Weg des nachhaltigen Agierens. Denn aus der höheren Transparenz der Chancen und Risiken in allen Geschäftsbereichen ergibt sich eine höhere Sensibilität in Bezug auf längerfristige Auswirkungen. Ein besonderer Schwerpunkt wird bei Projektentscheidungen vor allem auf die spezifischen Risiken und Chancen und damit die nachhaltigen Auswirkungen gelegt.

UNTERNEHMENSWEITES RISIKOMANAGEMENT

Ein maßgebliches Instrument der Konzernführung. Das unternehmensweite Risikomanagement ist eines der maßgeblichen Instrumente der Konzernführung. Corporate Riskmanagement bedeutet für den Verbund die gezielte Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, aber auch die Fokussierung auf bestehende und künftige Erfolgs- und Wachstumspotenziale.

Die Koordination des unternehmensweiten Risikomanagements erfolgt zentral in der Holding. Eigens dafür ausgebildete Ansprechpersonen in den einzelnen Konzernbereichen sind für die Erhebung und Bewertung von Risiken und Chancen sowie für die Initiierung und Dokumentation von Maßnahmen

verantwortlich. Für diese konzernweite Chancen- und Risikobetrachtung bedient sich der Verbund einer speziell auf seine Bedürfnisse angepassten Software.

Im Geschäftsjahr 2008 lagen die Schwerpunkte bei neuen Projektrisiken und bei der Ausweitung des Horizonts auf neue Beteiligungen. Auch mögliche Bedrohungen, ausgelöst durch die internationale Finanzkrise, sowie die Weiterentwicklung des Krisenmanagements sind zu erwähnen.

Der Verbund definiert Risiko bzw. Chance als die Möglichkeit einer negativen oder positiven Abweichung von Unternehmenszielen und -kennzahlen.

CHANCEN UND RISIKEN 2009

Für das Jahr 2009 wurden folgende Hauptrisiken und -chancen ermittelt:

HAUPTRISIKEN FÜR 2009

KURSRISIKO WERTPAPIERE
Schwankungsrisiko der gehalte
nen Wertpapiere. Risiko
minimierung durch Anlage
strategievorgaben, Monitoring
und Quantifizierung.
RATINGÄNDERUNGSRISIKO
Risikobegrenzung durch
Ausrichtung auf eine angemes
sene Kapitalzielstruktur sowie
laufenden Kontakten zu
Ratingagenturen.
ZINSÄNDERUNGSRISIKO
Hervorgerufen durch
Zinssatzänderungen. Risiko
absicherung durch etwaige
Absicherungsstrategien, Limite
und Monitoring.
PERSONALRISIKO
Dazu sind Risiken wie Ände
rungen der arbeitsrechtlichen
Gesetzeslage und der Mitar
beiterausfall zu nennen.
PROZESS-/RECHTSRISIKO
Dazu sind etwaige Risiken aus
Rechtsstreitigkeiten zu nennen.
Absicherung erfolgt durch lau
fendes Monitoring.
HANDEL/VERTRIEB ÜBERTRAGUNG BETEILIGUNGEN
KONTRAHENTENRISIKO
Die Gefahr, dass die Geschäfts
partner ihren Verpflichtungen
nicht oder erst verspätet nach
kommen. Risikobegrenzung
durch Funktionstrennung,
internes Scoring, Limitsystem
und Monitoring.
ANLAGENRISIKO
Resultiert aus Schäden an den
Anlagen. Risikominimierung
durch optimierte Instand
haltungsstrategie und
Versicherung.
BETEILIGUNGSRISIKO
Resultiert aus Schwankungen des
Beteiligungsansatzes, Dividenden
bzw. Gewinnausschüttungen und
Risiken der Eventualverbindlich
keiten bzw. Forderungen. Risiko
optimierung durch Identifika
tion, Analyse, Quantifizierung
und Monitoring.
PREISRISIKO FREMDSTROM
Verlustrisiko aufgrund der Preis
volatilität im Strommarkt. Zur
Überwachung des Risikos wurde
organisatorisch ein eigenes Rule
book für den Stromhandel aus
gearbeitet mit Funktionstren
nung, Verantwortungszuweisung,
Limitsystem (u.A. VaR). Das
Risiko wird mit Hilfe von Strom
termingeschäften minimiert.
GESETZLICHE
RAHMENBEDINGUNGEN
Verlustrisiko aufgrund von
Gesetzeseinführungen oder
-änderungen. Minimierung
durch Monitoring und
verstärktes Lobbying.
PROJEKTRISIKO
Resultiert aus Änderungen hin
sichtlich des Fertigstellungs
termins, des Kostenrahmens
oder der vorgesehenen Qualität
eines Projekts.
VERBUND ÖSTERREICHISCHE ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-AG

Der Vorstand wird quartalsweise über die Hauptrisiken und die Aktivitäten der einzelnen Risk Management Committees informiert. Die fünf größten Hauptrisiken werden im Rahmen des kaufmännischen Berichts des Vorstandes an den Aufsichtsrat berichtet.

Die rechnerische Schwankungsbreite im Verhältnis zum Plan-Konzerngewinn 2009 liegt im Bereich von +16 % (Best-Case-Szenario) und –22 % (Worst-Case-Szenario). Das Worst-Case Szenario basiert auf einem Konfidenzniveau von 95 %, d.h. mit nur 5 % Eintrittswahrscheinlichkeit kann der Verlust größer als –22 % sein.

Nähere Details zur Verwendung von Finanzinstrumenten, das schwerpunktmäßige Risikomanagement
in den Bereichen Finanz, Commodities, Informatik und Netz sowie Methoden sind im Kapitel
»Chancen- und Risikomanagement« des Anhangs angeführt.
Im Berichtszeitraum hat sich die Risikolage des Verbundkonzerns nicht wesentlich verändert. Per
31. 12. 2008 sind für das Geschäftsjahr 2009 keine Risiken zu erkennen, die für den Verbund einzeln
oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.
Im Rahmen der Berichterstattung nach Punkt 80 Österreichischer Corporate Governance Kodex wurde
von den Wirtschaftsprüfern die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements evaluiert und als
angemessen beurteilt.
MENGEN- UND PREISRISIKO Das Mengen- und Preisrisiko im Stromgeschäft beeinflusst das Konzernergebnis am stärksten. Eine
Mehr- bzw. Mindererzeugung aus Wasserkraft im Ausmaß von 1 % gegenüber dem geplanten Er
zeugungswert würde für das Gesamtjahr 2009 einen Ergebniseffekt von 12,2 Mio. €
bewirken.
Eine Veränderung der Großhandelspreise als weiteres großes Chancen-Risiko-Potenzial im Ausmaß von
1 % zeigt eine Sensitivität von ca. 4,3 Mio. €.
Ein weiteres Risikofeld sind der Bedarf des Konzerns für seine Kraftwerke an den Primärenergieträgern
»WER A SAGT, MUSS NICHT B SAGEN. ER KANN AUCH ERKENNEN, DASS A FALSCH WAR.«
Heizöl, Erdgas oder Steinkohle sowie ein ausreichender Bestand an Emissionszertifikaten. Durch die
international erwartete langfristig steigende Nachfrage ist zukünftig wieder mit einem höheren
Preisniveau bei Brennstoffen zu rechnen.
BETEILIGUNGSRISIKEN Neue Beteiligungen bedeuten neue Chancen und Risiken. Die internationale Wachstumsstrategie in
Form weiterer Akquisitionen mit den Schwerpunkten Italien, Türkei und Frankreich bringt neue
Chancen und Risiken mit sich. Zu nennen sind hier vor allem die Schwankungen der Beteiligungser
träge, die Veränderungen des Beteiligungsansatzes (auch in Abhängigkeit von Fremdwährungsdiffe
renzen) und übernommene Haftungen sowie Garantien.
REGULATORISCHE RISIKEN Der Verbund ist vielen Vorschriften unterworfen. Durch die Mitgliedschaft Österreichs in der EU, wo
der Wettbewerb seit jeher ein zentrales Thema darstellt, ist der Verbund einer Vielzahl an Vorschriften
unterworfen. So fordert die 2009 in Kraft tretende, nunmehr dritte Richtlinie zur Liberalisierung des
Elektrizitätsbinnenmarktes eine eigentumsrechtliche Trennung der Versorgung und Erzeugung vom
Betrieb der Netze, um auf diese Weise diskriminierungsfreie Investitionen in Infrastrukturen, den fairen
Netzzugang für Neueinsteiger und Markttransparenz zu fördern. Der Verbund, der schon vor Jahren
eine gesellschaftsrechtliche und räumliche Trennung seines Übertragungsnetzbetreibers vorgenommen
hat, vertritt gemeinsam mit anderen europäischen Stromkonzernen den Standpunkt, dass sich diese
Ziele auch mittels eines so genannten »Unabhängigen Übertragungsnetz- und Fernleitungsbetreibers«
(ITO) erreichen lassen.
AUSWIRKUNGEN DER
FINANZMARKTKRISE
Verbund steht auf sehr guter Basis. Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft
erhöhen auch die finanziellen Risiken des Verbund. Kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungen sind
teurer und schwieriger geworden. Der Verbund ist hinsichtlich seiner Liquidität sehr gut positioniert
und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven. Dazu kommen eine syndizierte Kreditlinie und eine

seit langem eingeräumte Bankenlinie.

Der Verbund veranlagt konservativ in einem breiten Veranlagungsportfolio überwiegend auf dem Geldmarkt bei erstklassigen Banken, ein kleinerer Teil wird in geldmarktnahen Wertpapieren als Sicherheit für die Handelsaktivitäten veranlagt. Das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten von Wertpapieren bzw. das Kursrisiko steigen. Das Wertpapierportfolio wird laufend auf dessen Werthaltigkeit nach IFRS überprüft, und Kursverluste/-gewinne werden entsprechend ihrer Nachhaltigkeit gebucht und ausgewiesen.

Der Verbund hat zwischen 1999 und 2001 Lease-and-lease-back-Konstruktionen abgeschlossen, durch die ein nicht unbeträchtlicher Nettobarwertvorteil erzielt werden konnte. Durch die Finanzmarktkrise kam es zu Ratingverschlechterungen einzelner Vertragspartner, wodurch im Einzelfall zusätzliche Sicherheiten zu geringfügigen Mehrkosten zu leisten sind. Derzeit wird daran gearbeitet, erste Cross-Border-Leasing-Transaktionen wieder aufzulösen.

BERTOLD BRECHT (1898 – 1956), DEUTSCHER SCHRIFTSTELLER

MITARBEITER

Die Mitarbeiter sind ein zentraler Erfolgsfaktor für den Verbund. Im Lichte der Wachstumsstrategie ist es besonders wichtig, die richtigen Mitarbeiter aufzunehmen und ihnen das nötige Wissen zu vermitteln. Langfristiges Personalmarketing stellt sicher, dass der erhöhte Personalbedarf der kommenden Jahre abgedeckt wird. Eine Aufstockung der Lehrstellen (Doppelberuf des Elektrobetriebs- und Maschinenbautechnikers) trägt dazu bei, den natürlichen Abgang des Fachpersonals aufzufangen. Die Weiterbildung der Mitarbeiter ist eine langfristige Investition in die Zukunft des Konzerns: Die Schwerpunkte 2008 waren die Führungskräfteentwicklung, die Mechatronik-Ausbildung der Mitarbeiter in der Zentralwarte Donau sowie interkulturelle Trainings.

»BILDUNG IST DAS, WAS ÜBRIG BLEIBT, WENN DER LETZTE DOLLAR WEG IST.«

1998 – 2008 Auf Restrukturierung folgt Wachstum. Durch die Restrukturierung des Verbund in den Jahren 1998 bis
2006 wurde der Personalstand auf die Hälfte reduziert. Dies erfolgte auf sozial verträgliche Weise, sodass
keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden mussten. Gleichzeitig fand eine Weiter
qualifizierung des Stammpersonals statt. Seit 2007 steht wieder das Wachstum im Vordergrund, vor
allem im Ausland.
Die Herausforderungen für den Verbund waren im Jahr 2008 einerseits die voranschreitende Interna
tionalisierung und die Expansion, andererseits die Struktur der Belegschaft, die durch ein hohes Durch
schnittsalter geprägt ist.
PERSONALMARKETING Potenzielle Mitarbeiter gezielt ansprechen. Der Wettbewerb um neue, hochqualifizierte Mitarbeiter
wird härter, und der wird sich auch in den nächsten Jahren erhöhen. Es ist nötig, rechtzeitig die richti
gen Bewerber anzusprechen, deshalb verfolgt der Verbund eine zielgerichtete und langfristige Personal
marketing-Strategie: Um mit potenziellen Mitarbeitern möglichst früh in Kontakt zu treten, pflegt der
Verbund Partnerschaften mit österreichischen Technik- und Wirtschaftsuniversitäten und nimmt an
den wichtigsten Karrieremessen teil. Damit soll die Bekanntheit und Attraktivität der Arbeitgebermarke
Verbund erhöht werden.
Traineeprogramm fortgesetzt. Um die nationale und internationale Wachstumsstrategie des Verbund
zu begleiten, wurde im Oktober 2008 wieder ein Traineeprogramm gestartet. Die Trainees arbeiten in
unterschiedlichen Abteilungen und erhalten einen individuellen Entwicklungsplan, in dem die Aus- und
Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart werden. Dadurch wird eine bedarfsgerechte und nachhaltige
Entwicklung ermöglicht.

Mehr Nachwuchs aus den eigenen Reihen. Mittelfristig wird ein hoher Anteil der Facharbeiter des Verbund in den Ruhestand treten, deshalb wird rechtzeitig für Nachwuchs gesorgt: Bisher hat der Konzern jährlich 25 Lehrlinge aufgenommen und in einer Doppelberufslehre zum Elektrobetriebs- und

Maschinenbautechniker ausgebildet. 2008 wurde diese Zahl auf 31 neue Lehrlinge gesteigert, für die Zukunft ist eine weitere Aufstockung der Lehrlingsplätze geplant.

Gutes Arbeitsklima sorgt für Motivation. Ein ausschlaggebendes Kriterium für die Leistungsbereitschaft ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Als Erstanalyse wurde 2008 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, in die auch gesundheitsrelevante Aspekte einbezogen waren: Die Kollegen zeichnen ein positives Bild des Arbeitsklimas und der Motivation im Verbundkonzern. Hohe gefühlte Sicherheit des Arbeitsplatzes, gute Einkommenssituation und Zufriedenheit mit der ausgeübten Tätigkeit führen zu ausgezeichneten Werten bei Loyalität und Bindung an das Unternehmen.

Unsere Gesundheitsoffensive. Seit 2008 läuft das Gesundheitsmanagement »Fit & Gesund im Verbund«: Als Auftakt konnten alle Mitarbeiter an ihrem Standort einen Fitness-Check machen.

Interkulturelle Trainings im Mittelpunkt der Weiterbildung. Sollen Mitarbeiter Leistung erbringen, so müssen sie nicht nur motiviert sein, es ist auch notwendig, dass sie über das entsprechende Wissen verfügen. Um dieses zu fördern, ist Personalentwicklung ein zentrales Thema für den Verbund. Sie wird als langfristige Investition in die Zukunft des Unternehmens betrachtet.

Zentrale Themen waren im Jahr 2008 die Führungskräfteentwicklung und die Mechatronik-Ausbildung der Mitarbeiter in der Zentralwarte Donau. Ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in

MARK TWAIN (1835 – 1910), US-SCHRIFTSTELLER

den operativen Gesellschaften sind Schulungen zum Thema Sicherheit. Einen Schwerpunkt nahmen auch die interkulturellen Trainings ein, vor allem für die im Ausland tätigen Mitarbeiter. 2008 lag der Fokus auf dem Zielland Türkei: Interkulturelle Workshops wurden in Wien und in Istanbul abgehalten.

KENNZAHLEN

EINHEIT 2008 2007 2006
PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT) PERSONEN 2.541 2.441 2.303
DAVON LEHRLINGE PERSONEN 98 98 98
NEUAUFNAHMEN PERSONEN 211 165 89
WEITERBILDUNG PRO MITARBEITER STUNDEN 46,1 48,5 40,0
DIREKTER BILDUNGSAUFWAND PRO MITARBEITER 1.345 1.455 1.220
DURCHSCHNITTSALTER DER MITARBEITER JAHRE 44,2 44,5 44,6

WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Der Verbund konnte trotz der schwierigen Situation auf den internationalen Finanzmärkten den EVA® neuerlich von 439,5 Mio. € um 1,3 Mio. € auf 440,8 Mio. € steigern und somit für seine Aktionäre einen positiven Wertbeitrag leisten. Die Kapitalkosten wurden im Oktober 2008 aktualisiert und betragen seitdem 8,25 %.

»WENN DU NICHT WÄCHST, WIRST DU KLEINER.«

2003 – 2008

Im Verbund wird ein starker Fokus auf eine wertorientierte Unternehmensführung gelegt. Dazu wurde im Jahr 2003 ein Projekt zur wertorientierten Unternehmensführung zur Schaffung von mehr Transparenz über die Wertschaffung im Verbund durchgeführt und der EVA® als Spitzenkennzahl festgelegt. Zukünftig wird, aufgrund der starken Investitionstätigkeit des Verbund, das wertorientierte Management des Investitionsportfolios in den Fokus der wertorientierten Unternehmensführung rücken.

Die entscheidende Messgröße heißt EVA®. Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist die oberste Prämisse für Entscheidungen im Verbund. Aus diesem Grund ist der EVA® die entscheidende Messgröße für alle Steuerungsmaßnahmen, da er im Gegensatz zu EBIT, Cashflow oder margenorientierten Kennzahlen auch die risikoadjustierten Kapitalkosten erfasst und dazu beiträgt, Fehlallokationen zu vermeiden. Der EVA® wird in allen Unternehmensbereichen des Verbund als zentrales Steuerungskriterium eingesetzt. Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes wird dann erzielt, wenn der EVA®, der sich als Nettogröße aus dem Net Operating Profit After Tax (NOPAT) nach Abzug der Kosten für das Geschäftsvermögen (Capital Employed) ergibt, positiv ist. Der NOPAT wird als der operative Gewinn vor Finanzierungskosten definiert, jedoch inklusive des Beteiligungsergebnisses und nach Berücksichtigung der Ertragssteuern.

Das Geschäftsvermögen entspricht dem Gesamtvermögen abzüglich der nicht in den Prozess der Leistungserstellung und -verwertung involvierten Teile und dem unverzinslich zur Verfügung gestellten Fremdkapital. Die Kosten für das Geschäftsvermögen (Capital Charge) werden durch Multiplikation des Capital Employed (als Summe aller zinstragenden Kapitalpositionen zu Buchwerten) mit den gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital = WACC) errechnet.

Konzern-WACC beträgt 8,25 %. Die gewogenen durchschnittlichen Kapitalkosten, die das gewichtete Mittel der Renditeforderungen der Eigen- und Fremdkapitalgeber reflektieren, werden grundsätzlich anhand der, am Kapitalmarkt beobachtbaren, Renditeerwartungen abgeleitet. Mit Hilfe des Kapitalmarktpreisbildungsmodell (CAPM) werden Eigenkapitalrisikozuschläge ermittelt. Die Gewichtung

von Eigen- und Fremdkapitalkosten erfolgt anhand der Zielkapitalstruktur.

Die Aktualisierung der Kapitalkosten im Oktober 2008 betrifft im Wesentlichen den Basiszinssatz und die Berücksichtigung von Risikozuwächsen durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten des Konzerns in Ländern mit unterentwickelten Kapitalmärkten. Der aktualisierte Konzern-WACC beträgt 8,25 % und stellt sich wie folgt dar:

GEWICHTETE KAPITALKOSTEN

MARKTRISIKOPRÄMIE 5,6 % RISIKOFREIER ZINSSATZ 4,8 %
X BETA-FAKTOR 1,00 + FREMDKAPITAL-SPREAD 1,9 %
= EIGENKAPITAL-RISIKOPRÄMIE 5,6 % = FREMDKAPITAL-KOSTENSATZ VOR STEUERN 6,7 %
+ RISIKOFREIER BASISZINSSATZ 4,8 % – ERTRAGSTEUERSATZ 23,8 %
= EIGENKAPITAL-KOSTENSATZ 10,4 % = FREMDKAPITAL-KOSTENSATZ NACH STEUERN 5,1 %
EIGENKAPITALQUOTE 60 % FREMDKAPITALQUOTE 40 %
WACC = 8,25 %

Vor dem Hintergrund der Turbulenzen der Finanzmärkte im Zuge der Finanzmarktkrise könnte sich eine weitere Anpassung der Kapitalkosten, insbesondere hinsichtlich der Absenkung des Basiszinssatzes, im Verlauf des Geschäftsjahres 2009 ergeben.

Verwendung im operativen Berichtswesen und bei der Beurteilung von Projekten. Zukünftige Inves-

JÜDISCHES SPRICHWORT

titions- und Akquisitionsprojekte werden nach einheitlich festgelegten Kriterien und Modellen beurteilt, wobei für die Segmente und Regionen unterschiedliche Kapitalkosten herangezogen werden. Für die unterschiedlichen Segmente variieren die Kapitalkosten je nach Region. Die Entscheidungsfindung erfolgt nach wertorientierten und strategischen Kriterien, um

  • eine kapitalmarktorientierte Rendite für die Aktionäre,
  • eine Steigerung des Marktwertes und
  • ein nachhaltiges Unternehmensergebnis

zu gewährleisten.

Im Sinne einer optimalen Kapitalallokation werden jene Projekte realisiert, die den höchsten Barwert aufweisen. Durch die Integration des EVA® in die Entscheidungsfindung wird sichergestellt, dass die Überprüfung der periodischen Wertbeiträge von realisierten Projekten nach den gleichen Grundsätzen wie bei der Entscheidung über die Projekte erfolgt.

Berechnung des EVA®. Der EVA®-Berechnung liegen ein Net Operating Profit After Tax (NOPAT) von 890,3 Mio. € (Vorjahr: 777,7 Mio. €) sowie ein durchschnittliches Capital Employed von 5.448,8 Mio. € (Vorjahr: 4.831,3 Mio. €) zugrunde.

ANGABEN GEMÄSS § 243a UGB

  1. Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt. Zum Bilanzstichtag befinden sich daher 308.200.000 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Pkt. 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen Rechte und Pflichten.

    1. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: »Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.« Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.
    1. Die Aktionärsstruktur des Verbund ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51 % des Grundkapitals der Verbundgesellschaft befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Jeweils mehr als 10 % des Grundkapitals befinden sich im Eigentum der Landesenergieversorger Wiener Stadtwerke Holding AG und EVN AG. Mehr als 5 % befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 24 % des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Beim Verbund bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Entsprechend dem Österreichischen Corporate Governance Kodex (Fassung vom Juni 2007) ist gem. Beschluss des Aufsichtsrates eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor dem 65. Geburtstag möglich. Darüber hinaus bestehen keine, über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Ferner bestehen auch keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen über die Änderung der Satzung.
    1. Die in der 61. o. Hauptversammlung am 26. März 2008 dem Vorstand gem. § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG erteilte Ermächtigung zum Aktienrückkauf läuft bis 26. September 2010; bisher wurde vom Vorstand kein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstandes i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.
    1. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Regelungen, die sich auf den im § 243a Z. 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im übrigen ist unserer Ansicht nach ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes derzeit nicht möglich.
    1. Entschädigungsvereinbarungen i.S.d. § 243a Z. 9 UGB bestehen nicht.

Wien, am 27. Jänner 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig

Vorstandsdirektorin Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Vorsitzender des Vorstandes Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes

KONZERNABSCHLUSS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 2008 2007
UMSATZERLÖSE
1
3.744.749 3.038.343
STROMERLÖSE 3.400.032 2.718.004
NETZERLÖSE 301.987 274.536
SONSTIGE 42.730 45.803
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
2
96.111 52.560
STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG (HANDEL)
3
–1.813.916 –1.458.027
BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
4
–133.999 –98.620
PERSONALAUFWAND
5
–306.224 –262.009
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
14
–183.229 –182.942
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
6
–264.915 –173.174
OPERATIVES ERGEBNIS 1.138.577 916.131
ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
7
34.090 51.789
BETEILIGUNGSERGEBNIS – SONSTIGE
7
8.215 3.101
ZINSERTRAG
8
94.623 72.833
ZINSAUFWAND
9
–205.876 –181.396
ÜBRIGES FINANZERGEBNIS
10
–44.747 19.938
FINANZERGEBNIS –113.694 –33.735
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 1.024.883 882.396
ERTRAGSTEUERN
11
–234.142 –217.251
ERGEBNIS GESAMT 790.741 665.145
ZUZURECHNEN DEN AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS (KONZERNERGEBNIS) 686.639 579.178
ZUZURECHNEN DEN ANTEILEN ANDERER GESELLSCHAFTER 104.102 85.967
ERGEBNIS JE AKTIE 1 2,23 1,88

1 Verwässert ist gleich unverwässert

BILANZ DES VERBUND-KONZERNS

BILANZ DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 31. 12. 2008 31. 12. 2007
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 7.326.417 6.323.288
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 12 12.542 11.015
SACHANLAGEN 13 4.390.012 4.131.969
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 15 1.532.157 1.156.275
SONSTIGE BETEILIGUNGEN 15 188.696 39.690
FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING 16 590.441 537.817
SONSTIGE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN 17, 19 612.569 446.522
KURZFRISTIGES VERMÖGEN 967.422 1.016.490
VORRÄTE 18 66.448 48.814
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN 19 793.192 637.556
LIQUIDE MITTEL 20 107.782 330.120
AKTIVA 8.293.839 7.339.778
ANHANG 31. 12. 2008 31. 12. 2007
AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS ZURECHENBARES EIGENKAPITAL 21–25,27 2.867.786 2.407.456
ANDEREN GESELLSCHAFTERN ZURECHENBARES EIGENKAPITAL 26 260.299 267.169
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.815.679 3.679.988
FINANZVERBINDLICHKEITEN 28 1.597.984 1.605.163
FINANZVERBINDLICHKEITEN – CROSS BORDER LEASING 28 728.581 604.562
RÜCKSTELLUNGEN 30 647.914 619.978
LATENTE STEUERSCHULDEN 11 179.247 148.554
BAUKOSTENBEITRÄGE 32 401.883 419.398
ABGRENZUNGEN – CROSS BORDER LEASING 33 244.816 250.759
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 34 15.254 31.574
KURZFRISTIGE SCHULDEN 1.350.075 985.165
FINANZVERBINDLICHKEITEN 28 596.094 376.767
RÜCKSTELLUNGEN 30 235.115 225.372
RÜCKSTELLUNGEN FÜR LAUFENDE STEUERN 31 166.725 47.440
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 35 352.141 335.586
PASSIVA 8.293.839 7.339.778

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 2008 2007
ERGEBNIS 790.741 665.145
GEWINNANTEIL FÜR KOMMANDITISTEN 40.914 41.277
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
(ABZGL. AUFLÖSUNG BAUKOSTENZUSCHÜSSE)
168.195 166.697
ZU- UND ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN SOWIE AT-EQUITY VERÄNDERUNGEN 45.750 –21.267
ERGEBNIS AUS DEM ABGANG VON ANLAGEN –28.537 1.310
VERÄNDERUNG VON VORRÄTEN –17.634 2.525
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
–201.341 26.706
VERÄNDERUNG VON BEWERTUNGSBEDINGTEN FREMDWÄHRUNGSSCHWANKUNGEN,
ZINSABGRENZUNGEN UND DISAGIO
27.965 13.720
VERÄNDERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN UND LATENTEN STEUERN 128.241 –88.211
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN MIT AUSNAHME DER FINANZ
VERBINDLICHKEITEN SOWIE VERÄNDERUNG DER ABGRENZUNG AUS CROSS BORDER LEASING
–20.126 –276
ERGEBNIS AUS DER VERSCHMELZUNG NICHT KONSOLIDIERTER TOCHTERUNTERNEHMEN UND
KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNGEN
0 0
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 934.168 807.626
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN –423.141 –243.115
ABGÄNGE VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN 29.908 4.690
INVESTITIONEN IN FINANZANLAGEN –769.793 –454.714
ABGÄNGE VON FINANZANLAGEN 38.744 49.935
ZUGANG/ABGANG VON KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN, GESCHÄFTSBEREICHEN –
KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNG
0 –4.998
VERÄNDERUNG VON LANGFRISTIGEN FORDERUNGEN 2.608 1.637
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –1.121.674 –646.564
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN AUFNAHMEN 316.372 –291.057
AUFNAHME VON ANLEIHEN, DARLEHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN 402.000 783.395
VERANLAGUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT CROSS BORDER LEASING 0 0
TILGUNG VON ANLEIHEN, DARLEHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN –340.980 –125.066
TILGUNG UND FINANZANLAGENABGÄNGE IM ZUSAMMENHANG MIT CROSS BORDER LEASING –463 –656
BAUKOSTENBEITRÄGE –2.481 9.193
VERÄNDERUNG VON VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
867 446
DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG UND ENTNAHMEN –410.147 –295.166
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –34.832 81.090
VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL –222.338 242.151
LIQUIDE MITTEL ZU BEGINN DES GESCHÄFTSJAHRES 330.120 87.969
LIQUIDE MITTEL AM ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES
20
107.782 330.120

Siehe Erläuterungen unter Punkt VI. Sonstige Angaben

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS ZURECHENBARES EIGENKAPITAL
GRUNDKAPITAL KAPITAL
RÜCKLAGEN
ANGESAMMELTE
ERGEBNISSE
RÜCKLAGEN
WÄHRUNGS
DIFFERENZ
SONSTIGE
RÜCKLAGEN
SUMME ZURECHENBARES
EIGENKAPITAL
ANDEREN
GESELLSCHAFTERN
GESAMTSUMME
EIGENKAPITAL
ANHANG 21 22 23 24 25 26
STAND PER 01. 01. 2007 308.200 10.936 1.748.226 0 3.721 2.071.083 221.610 2.292.693
DIREKT IM EIGENKAPITAL
ERFASSTE ERGEBNISSE AUS
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜG
BAREN FINANZINSTRUMENTEN
–14.076 –14.076 –780 –14.856
NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
–2.752 –2.752 –2.752
CASHFLOW HEDGES 1.653 1.653 1.653
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCK
SICHTIGTER ERGEBNISSE VOR STEUERN
– STEUERN DARAUF
0 0 0 0 –15.175
3.520
–15.175
3.519
–780
194
–15.955
3.713
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCK
SICHTIGTER ERGEBNISSE NACH STEUERN 0
0 0 0 –11.655 –11.656 –586 –12.242
PERIODENERGEBNIS 579.178 579.178 85.966 665.144
SUMME DER BERÜCKSICHTIGTEN
GEWINNE UND VERLUSTE
0 0 579.178 0 –11.655 567.523 85.380 652.903
DIVIDENDE –231.150 –231.150 –39.821 –270.971
STAND PER 31. 12. 2007 308.200 10.936 2.096.254 0 –7.934 2.407.456 267.169 2.674.625
STAND PER 01. 01. 2008 308.200 10.936 2.096.254 0 –7.934 2.407.456 267.169 2.674.625
ÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREIS –56 –56 –56
DIREKT IM EIGENKAPITAL
ERFASSTE ERGEBNISSE AUS
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜG
BAREN FINANZINSTRUMENTEN
–11.885 –11.885 –503 –12.387
NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
–52.459 –174 –52.633 –52.633
CASHFLOW HEDGES 150.775 150.775 150.775
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCK
SICHTIGTER ERGEBNISSE VOR STEUERN
0 0 0 –52.459 138.716 86.257 –503 85.754
– STEUERN DARAUF –35.130 –35.130 126 –35.004
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCK
SICHTIGTER ERGEBNISSE NACH STEUERN 0
0 0 –52.459 103.587 51.127 –377 50.750
PERIODENERGEBNIS 686.639 686.639 104.102 790.741
SUMME DER BERÜCKSICHTIGTEN
GEWINNE UND VERLUSTE
0 0 686.639 –52.459 103.587 737.766 103.725 841.491
DIVIDENDE –277.380 –277.380 –110.594 –387.974
STAND PER 31. 12. 2008 308.200 10.936 2.505.457 –52.459 95.653 2.867.786 260.299 3.128.085

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2008 I. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) mit Sitz Am Hof 6a, A-1010 Wien, Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien (FN 76023z), bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften den Verbund, für den der nachfolgende IFRS-Konzernabschluss 2008 erstellt wurde.

Der Verbund-Konzern erzeugt, handelt und vertreibt elektrische Energie an Abnehmer von Börsen, Händlern, Energieversorgungsunternehmen, Industrieunternehmen, Haushalts- und Gewerbekunden und hält Beteiligungen an Unternehmen mit dem zuvor beschriebenen Geschäftszweck. Weiters betreibt der Verbund-Konzern das österreichische Hochspannungsnetz.

GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Bilanzstichtag sämtlicher vollkonsolidierter Unternehmen ist der 31. 12. 2008.

Der Verbund-Konzernabschluss ist in Tausend Euro (T€) (Gewinn- und Verlustrechnung des Verbund-Konzerns, Bilanz des Verbund-Konzerns, Kapitalflussrechnung des VERBUND-Konzerns und Entwicklung des Eigenkapitals des Verbund-Konzerns) und Millionen Euro (Mio. €) (Anhangsangaben) aufgestellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -METHODEN

Muttergesellschaft ist die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft). In den Konzernabschluss sind alle wesentlichen Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss (»Control«) der Muttergesellschaft stehen (»Tochtergesellschaften«), im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall.

Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (»Gemeinschaftsunternehmen«) sowie Unternehmen, auf die die Muttergesellschaft direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluss ausübt (»assoziierte Unternehmen«), werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen, identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden). Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert ausgewiesen.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Zwischengewinne werden unter Berücksichtigung latenter Steuern eliminiert.

Mit Stichtag 01. 01. 2008 wurde die Austrian Power Vertriebs GmbH mit der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH verschmolzen. Für den Konzernabschluss ergeben sich dadurch keine Änderungen, da beide Gesellschaften 100 %ige Tochtergesellschaften der Verbundgesellschaft waren.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die ENERGJI ASHTA Shpk. sowie der Teilkonzern VERBUND-Photovoltaics Iberica S.L. erstmals vollkonsolidiert.

Der Abschluss der VERBUND-Photovoltaics Iberica S.L. (Group) umfasst die im Juli 2008 gegründete Muttergesellschaft VERBUND-Photovoltaics Iberica S.L. sowie die in den Quartalen 2–3/2008 erworbenen Gesellschaften der Mercadillo-Gruppe (19 Gesellschaften) und der Macael-Gruppe (9 Gesellschaften) zur Errichtung und zum Betrieb von Solarparks in Spanien. Zum Erwerbszeitpunkt waren keine nennenswerten Vermögenswerte und Schulden vorhanden. Aus dem Erwerb der Gesellschaften der Mercadillo-Gruppe und der Macael-Gruppe resultierte kein Unterschiedsbetrag.

Die ENERGJI ASHTA Shpk. wurde im Dezember 2008 mit einem Stammkapital von rd. 1,0 Mio. € gegründet. Der Geschäftsbereich der Gesellschaft umfasst die Errichtung und den Betrieb von Wasserkraftwerken in Albanien.

Anfang des Jahres wurden 50,0 % der Anteile an der türkischen Stromhandelsgesellschaft Enerjisa Elektrik Enerjisi Toptan Satis A.S. zum Kaufpreis von 0,3 Mio. € erworben. Weiters erwarb der Verbund-Konzern im April 2008 50,0 % der Anteile an der türkischen Gashandelsgesellschaft Enerjisa Dogalgaz Toptan Satis A.S. um 0,2 Mio. €.

Im November 2008 wurde die Enerjisa Elektrik Dagitim A.S. mit einem Grundkapital von rd. 0,025 Mio. € gegründet. Der Anteil des Verbund-Konzerns beträgt 49 %. Das Gemeinschaftsunternehmen Enerjisa Elektrik Üretim A.S., an dem der Verbund mit 50 % beteiligt ist, hält weitere 2 % der Anteile. Die Enerjisa Elektrik Dagitim A.S. dient gemäß den Vorgaben der türkischen Privatisierungsbehörde für das Verteilnetz Baskent als Erwerbsgesellschaft für den Erwerb der Verteilnetzgesellschaft Baskent Elektrik Dagitim A.S., für den der Verbund-Konzern gemeinsam mit der Sabanci Holding A.S. im Jahr 2008 den Zuschlag erhielt.

Diese Beteiligungen stellen Gemeinschaftsunternehmen gemäß IAS 31 »Anteile an Joint-Ventures« dar und werden nach der Equity-Methode in den Verbund-Konzernabschluss einbezogen. Partnerunternehmen neben der Verbundgesellschaft ist die türkische Sabanci Holding A.S.

In den Konzernabschluss sind neben der Verbundgesellschaft als Mutterunternehmen 16 (Vorjahr: 15) Tochterunternehmen und 16 (Vorjahr: 13) nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen einbezogen.

In den Konzernabschluss nicht durch Vollkonsolidierung einbezogene verbundene Unternehmen (siehe Tabelle »Konzernunternehmen«) haben insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss. Dies gilt analog für die Auswirkungen der nicht nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen. Weitere Ausnahmen sind in der Beteiligungsliste angeführt.

Der Konsolidierungskreis ist in der Tabelle »Konzernunternehmen« am Ende des Anhanges angeführt.

NEU ANGEWANDTE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. 12. 2008 verpflichtend anzuwendenden Änderungen bestehender IASs, neuer IFRSs sowie von IFRIC- und SIC-Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, beachtet.

Für das Geschäftsjahr 2008 sind folgende Standards/Interpretationen erstmals zur Anwendung gebracht worden:

NEUE IFRSs/IFRICs

ANZUWENDEN AB
IFRIC 11 IFRS 2 – GESCHÄFTE MIT EIGENEN AKTIEN UND AKTIEN VON KONZERNUNTERNEHMEN 01. 03. 2007
IFRIC 14 IAS 19 – DIE BEGRENZUNG EINES LEISTUNGSORIENTIERTEN VERMÖGENSWERTES,
MINDESTDOTIERUNGSVERPFLICHTUNGEN UND IHRE WECHSELWIRKUNG
01. 01. 2008
GEÄNDERTE IFRSs/IFRICs
ANZUWENDEN AB
IAS 39 FINANZINSTRUMENTE: ANSATZ UND BEWERTUNG 01. 07. 2008
IFRS 7 FINANZINSTRUMENTE: ANGABEN 01. 07. 2008

Die im November 2006 veröffentlichte Interpretation IFRIC 11 »IFRS 2 – Geschäfte mit eigenen Aktien und Anteilen von Konzernunternehmen« befasst sich mit der Fragestellung, wie IFRS 2 auf aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen anzuwenden ist, bei denen Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens oder Eigenkapitalinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden. Da IFRS 2 derzeit bei der Verbundgesellschaft keine Anwendung findet, gilt dies ebenso für IFRIC 11.

IFRIC 14 »IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkungen« befasst sich mit Detailfragen der Bilanzierung von Pensionsplänen. Zur Absicherung von Pensionszusagen sehen gesetzliche oder vertragliche Bestimmungen in verschiedenen Ländern vor, dass Arbeitgeber Mindestfinanzierungszahlungen für ihre Pensionspläne oder andere Pläne für Leistungen an Arbeitnehmer leisten. Darunter fallen auch die im Pensionskassengesetz geregelten Deckungsvorschriften österreichischer Pensionskassen. Solche Mindestfinanzierungsvorschriften, wie die bestehende Nachschusspflicht gegenüber durch Pensionskassenvermögen gedeckten Pensionsverpflichtungen, hätten eigentlich keine Auswirkungen auf die Bewertung der Vermögenswerte oder Schulden eines leistungsorientierten Planes, da die bezahlten Beiträge zum Zeitpunkt der Zahlung Vermögenswerte des Planes werden.

Gemäß IAS 19.58 ist die Bewertung einer eventuellen Überdeckung eines leistungsorientierten Planes auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens in Form von Rückerstattungen aus dem Plan oder der Minderung künftiger Beitragszahlungen an den Plan beschränkt. IFRIC 14 beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Mindestfinanzierungsvorschriften und der durch IAS 19 auferlegten Bewertungsobergrenze für Überdeckungen in leistungsorientierten Plänen.

Im Zusammenhang mit einer zur Überdeckung führenden – und damit nicht in der DBO enthaltenen – Nachschusspflicht hat der Arbeitgeber grundsätzlich nur dann eine weitere Schuld aus bestehenden Mindestfinanzierungsvorschriften anzusetzen, wenn die zu zahlenden Beiträge nicht an die Gesellschaft rückgezahlt werden können oder für zukünftige Beitragsreduktionen verwendet werden können. Da die zum 31. 12. 2008 fälligen Nachschüsse an die Pensionskasse zu keinem Überschuss führen, kommt es aufgrund von IFRIC 14 zu keinen bilanziellen Auswirkungen.

Im Oktober 2008 verabschiedete das IASB Änderungen zu IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung« und IFRS 7 »Finanzinstrumente: Anhangsangaben«. Diese Änderungen beziehen sich auf die Möglichkeiten zur Umklassifizierung einzelner Finanzinstrumente zwischen Bewertungskategorien. Sie sind rückwirkend zum 01. 07. 2008 anzuwenden. Die Übernahme in das europäische Recht erfolgte am 15. 10. 2008. Für den VERBUND-Konzern resultieren hieraus keine Auswirkungen. Die vom IASB im November 2008 veröffentlichte Klarstellung des Zeitpunkts des Inkrafttretens der Änderungen sowie des Übergangs wurde bislang noch nicht in das europäische Recht übernommen.

Die in der EU bereits angenommenen Änderungen bestehender oder neuer Standards und Interpretationen, die bis 31. 12. 2008 herausgegeben wurden, aber noch nicht in Kraft getreten sind, wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet.

NOCH NICHT ANZUWENDENDE NEUE IFRSs/IFRICs

VORGESEHENER ANWENDUNGSZEITPUNKT
IFRS 8 OPERATIVE SEGMENTE 01. 01. 2009
IFRIC 12 DIENSTLEISTUNGSKONZESSIONSVEREINBARUNGEN1 01. 01. 2008
IFRIC 13 KUNDENTREUEPROGRAMME 01. 07. 2008
IFRIC 15 VEREINBARUNGEN ÜBER DIE ERRICHTUNG VON IMMOBILIEN1 01. 01. 2009
IFRIC 16 ABSICHERUNG EINER NETTOINVESTITION IN EINEN AUSLÄNDISCHEN GESCHÄFTSBETRIEB1 01. 10. 2008
IFRIC 17 SACHDIVIDENDEN AN EIGENTÜMER1 01. 07. 2009

1 Die Standards, die von der EU nicht übernommen wurden, sind gemäß IASB für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

NOCH NICHT ANZUWENDENDE GEÄNDERTE IFRSs/IFRICs2

VORGESEHENER ANWENDUNGSZEITPUNKT
IAS 1 DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES 01. 01. 2009
IAS 23 FREMDKAPITALKOSTEN 01. 01. 2009
IAS 27 KONZERN- UND SEPARATE EINZELABSCHLÜSSE NACH IFRS 01. 07. 2009
IAS 32 FINANZINSTRUMENTE: DARSTELLUNG 01. 01. 2009
IAS 39 FINANZINSTRUMENTE: ANSATZ UND BEWERTUNG1 01. 07. 2009
IFRS 1 ERSTMALIGE ANWENDUNG DER INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS1 01. 01. 2009
IFRS 2 ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGEN 01. 01. 2009
IFRS 3 UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE1 01. 07. 2009

IFRS 8 »Operative Segmente« regelt die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen und Kundenbeziehungen des Unternehmens. Nach diesem ist die Segmentberichterstattung so aufzubereiten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Demgegenüber sieht IAS 14 vor, die Segmentberichterstattung nach Ursprung und Art der Chancen und Risiken des Unternehmens zu strukturieren (Risks and Rewards Approach). IFRS 8 tritt mit 01. 01. 2009 in Kraft und ersetzt den IAS 14 vollständig. Für den VERBUND-Konzern werden sich aus IFRS 8 keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

IFRIC 12 »Diensleistungskonzessionsvereinbarungen« erstreckt sich auf die Bilanzierung von Dienstleistungsvereinbarungen zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen. Diese Dienstleistungen umfassen den Bau, den Betrieb und die Erhaltung von Infrastrukturen, die in der Verfügungsmacht der öffentlichen Hand bleiben. Der VERBUND-Konzern untersucht derzeit, wie sich die Anwendung dieser Interpretation auf den Konzernabschluss auswirken wird.

IFRIC 13 »Kundentreueprogramme« regelt den Ausweis von Umsatzerlösen in Zusammenhang mit Kundenbonusprogrammen, die entweder von den Herstellern bzw. Dienstleistungsanbietern selbst oder 2 Im Zuge des Annual Improvements kam es ferner zu geringfügigen Überarbeitungen einzelner IFRSs.

über Dritte angeboten werden. Die Auswirkungen der Anwendung dieser Interpretation auf den Verbund-Konzernabschluss werden derzeit untersucht.

Durch IFRIC 15 »Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien« wird die Bilanzierung von Immobilienverkäufen reguliert, bei denen der Vertragsabschluss mit dem Erwerber bereits vor Beendigung der Bauarbeiten erfolgte. Die Errichtung von Immobilien ist nicht Teil der Geschäftstätigkeit des Verbund-Konzerns, weshalb auch die Neuerungen des IFRIC 15 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben werden.

Mit IFRIC 16 »Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb« sollen Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der Währungssicherung eines ausländischen Geschäftsbetriebes beantwortet werden. Hierunter fallen etwa das zu sichernde Risiko, das Unternehmen, das das Sicherungsinstrument innerhalb des Konzerns halten darf, und die buchhalterische Erfassung des Abgangs eines ausländischen Geschäftsbetriebes. Die Auswirkungen dieser Interpretation auf den Verbund-Konzernabschluss werden derzeit eingehend untersucht.

IFRIC 17 »Sachdividenden an Eigentümer« befasst sich mit der Bilanzierung einer Verbindlichkeit zur Sachdividendenausschüttung. Diese Verbindlichkeit ist zu dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem die Ausschüttung nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht. Da keine Sachdividenden ausgeschüttet werden, findet die Interpretation keine Anwendung im Verbund-Konzernabschluss.

Aus der Änderung des IAS 1 »Darstellung des Abschlusses« resultieren zum einen geänderte Begrifflichkeiten und zum anderen neue Vorschriften zur Darstellung des Abschlusses. Künftig sind insbesondere nicht eigentümerbezogene Eigenkapitalveränderungen von den eigentümerbezogenen Eigenkapitalveränderungen strikt zu trennen. Darüber hinaus sind Derivate gemäß ihrer Fristigkeit zu untergliedern und darzustellen. Dafür bietet sich die Möglichkeit des Ausweises sämtlicher nicht eigentümerbezogenen Eigenkapitalveränderungen in einem sogenannten »Statement of Comprehensive Income«. Für den Verbund-Konzern werden sich hieraus im Geschäftsjahr 2009 Änderungen in der Aufbereitung und Darstellung des Konzernabschlusses ergeben.

Mit der Überarbeitung des IAS 23 »Fremdkapitalkosten« wurde das Wahlrecht, Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, als Aufwand zu erfassen, abgeschafft. Diese Fremdkapitalkosten sind daher künftig verpflichtend als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Verbund-Konzernabschluss werden derzeit untersucht.

Während die Überarbeitung des IAS 27 »Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS« geänderte Vorschriften zur bilanziellen Darstellung von Minderheitsanteilen sowie zur Bilanzierung im Fall eines Verlusts des beherrschenden Einflusses auf eine Tochtergesellschaft enthält, wird mit den Änderungen des IFRS 3 »Unternehmenszusammenschlüsse« die Anwendung der Erwerbsmethode auf Unternehmenszusammenschlüsse weiterentwickelt.

Aufgrund der Änderung des IAS 32 »Finanzinstrumente: Darstellung« und des IAS 1 »Darstellung des Abschlusses« betreffend Fragen der Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital können kündbare Instrumente künftig unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert werden. Hierdurch soll das gesellschaftsrechtliche Eigenkapital von Personengesellschaften im IFRS-Einzelabschluss dem Eigenkapital zugeordnet werden können. Diese Klassifizierung als Eigenkapital ist jedoch auf den Einzelabschluss beschränkt und daher im Konzernabschluss nicht anwendbar. Folglich werden sich aus der Änderung des IAS 32 und des IAS 1 keine Auswirkungen auf den Verbund-Konzernabschluss ergeben.

Die Änderungen des IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung« ermöglichen fortan unter bestimmten Umständen die Abbildung von Inflationsrisiken als Grundgeschäft sowie die Abbildung einseitiger Risiken in einem Grundgeschäft. Ob sich durch die Änderung des IAS 39 wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben, wird derzeit untersucht.

Aus der Überarbeitung des IFRS 1 »Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards« resultieren aufgrund der Beschränkung des Standards auf IFRS-Erstanwender keine Auswirkungen auf den Verbund-Konzernabschluss.

Die Änderungen des IFRS 2 »Anteilsbasierte Vergütungen« betreffen im Wesentlichen die Definitionen von Ausübungsbedingungen und die Regelungen zur Annullierung eines Planes durch eine andere Partei als das Unternehmen. Da im Verbund-Konzern nur bei nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen anteilsbasierte Vergütungen bestehen, findet IFRS 2 nur dort Anwendung.

Alle übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene, immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 in der Bilanz zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Entwicklungskosten wurden im Verbund-Konzern mangels Erfüllung der Ansatzkriterien gemäß IAS 38 oder aufgrund von nur unwesentlichen Beträgen in der Periode ihres Anfalles erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer und der abnutzbaren Sachanlagen orientieren sich an den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Im Einzelnen wurden konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern verwendet:

NUTZUNGSDAUER JAHRE
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BEGRENZTER NUTZUNGSDAUER 10 – 30
BAUTEN
WOHN-, GESCHÄFTS- UND BETRIEBSGEBÄUDE, SONSTIGE BETRIEBLICHE BAULICHKEITEN 20 – 50
WASSERBAUTEN 75
TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 10 – 50
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 4 – 10

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (siehe Wertminderung von Vermögenswerten) sind im Verbund-Konzern unwesentlich. Firmenwerte vollkonsolidierter Tochterunternehmen bestanden zum 31. 12. 2008 nicht.

Gehen bei vermieteten oder verleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf den Leasingnehmer über (Finanzierungsleasing), so wird gemäß IAS 17 beim Leasinggeber nicht der Leasinggegenstand, sondern der Barwert der künftig zu erhaltenden Leasingraten nach Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen bilanziert. Der Unterschiedsbetrag zwischen

SACHANLAGEN UND IMMATRIELLE VER-MÖGENSWERTE

VERMIETETE UND GEMIETETE VERMÖGENSWERTE

einen abgegrenzten Zinsenertrag dar und wird über die Laufzeit der Verträge nach Maßgabe des ausstehenden Forderungsbetrages vereinnahmt. Ebenso wird bei gemieteten Sachanlagen, bei denen der Verbund-Konzern alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, der Vermögenswert mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen im Anlagevermögen aktiviert und der Barwert der Verpflichtung passiviert. Für die in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden, nicht finanziellen Vermögenswerte wird bei Vorliegen eines Anhaltspunkts einer Wertminderung die Werthaltigkeit der Buchwerte geprüft (Impairment Test). Ein jährlicher Impairment Test ist für Geschäfts- oder Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer und noch nicht nutzungsbereite Vermögenswerte durchzuführen, unabhängig davon, ob ein Anhaltspunkt vorliegt. Eine Wertminderung ergibt sich dann, wenn der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird mittels kapitalwertorientiertem Verfahren nach der Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Methode) bestimmt. Dabei werden die relevanten Zahlungsströme auf Basis von Finanzplänen der Geschäftsführung abgeleitet. Der Kapitalisierungszinssatz ist der Vorsteuerzinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zeitwerts des Geldes und die spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Ein Wertminderungsaufwand ist in Höhe des Betrages, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt, zu berücksichtigen. Entfallen in Folgeperioden die Gründe für die Wertminderung, wird, außer bei Geschäfts- oder Firmenwerten, eine Wertaufholung erfasst. Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale, AFS) klassifiziert und grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt, wenn die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode nicht möglich ist und auf eine Bewertung mittels Diskontierung der erwarteten Cashflows aufgrund nicht verlässlich ermittelbarer Cashflows verzichtet wurde. Die Wertansätze der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden gemäß IAS 28 jährlich, entsprechend dem vom Verbund-Konzern gehaltenen Kapitalanteil, um den dem Verbund-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis, an erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen, Ausschüttungen und Zwischenergebniseliminierungen dieser Beteiligung sowie aus fortgeschriebenen Fair Value Anpassungen aus einem vorangegangen Unternehmenserwerb erhöht oder vermindert. Darin enthaltene Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Zum jeweiligen Bilanzstichtag wird geprüft, ob ein Anhaltspunkt einer Wertminderung hinsichtlich der Nettoinvestition vorliegt, und soweit sich ein solcher ergibt, ein Impairment Tests gemäß IAS 36 durchgeführt. Die Beurteilung der Werthaltigkeit erfolgt auf Basis der Ermittlung des erzielbaren Betrages, welcher der höhere Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist. Der erzielbare Betrag der Beteiligungen wird primär auf Grundlage des Konzepts des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten werden marktpreisorientierte Verfahren vorrangig vor kapitalwertorientierten Verfahren verwendet. Grundsätzlich sind dabei die besten verfügbaren Informationen zur Bewertung zu Grunde zu legen, die ein Unternehmen zum Bilanzstichtag im Zusammenhang mit dem Verkauf des Vermögenswerts zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern heranziehen würde. WERTMINDERUNG VON NICHT FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN BETEILIGUNGEN

dem Barwert der künftigen Leasingraten und der Summe der nicht abgezinsten Leasingraten stellt

Im Geschäftsjahr lagen folgende Anhaltspunkte einer möglichen Wertminderung vor: 1

  • Der Börsenpreis der POWEO S.A. (Group), welche anteilig die POWEO Production S.A.S. beinhaltet, lag von Herbst 2008 bis Jahresende signifikant unter dem Buchwert.
  • Eine Realisierung der zum Erwerb der Energie Klagenfurt GmbH angenommenen Ergebnisentwicklung erscheint nicht mehr gegeben zu sein.
  • Der Verkaufspreis von Unternehmensanteilen an der von der VERBUND-GasbeteiligungsgmbH gehaltenen Beteiligung an der GAZ DE NORMANDIE S.A.S unterschreitet nach einer marktüblichen Transaktion den Buchwert.

Wertpapiere mit Ausnahme der im Zusammenhang mit den Cross Border Leasing-Transaktionen angeschafften Wertpapiere sind als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert. In diese Kategorie werden Finanzinstrumente eingeordnet, die weder Kredite noch Forderungen darstellen, noch bis zur Endfälligkeit gehalten werden, noch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Der Wertansatz in der Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der auf Basis von Börsekursen ermittelt wird. Wertänderungen werden gemäß IAS 39 bis zur Veräußerung erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die Erfassung von Wertminderungen bei Vorliegen wesentlicher objektiver Hinweise gemäß konzerninterner Vorgaben wird erfolgswirksam vorgenommen. Käufe und Verkäufe werden mit dem Handelstag bilanziert.

Die Wertpapiere im Zusammenhang mit den Cross Border Leasing-Transaktionen sind als Kredite und Forderungen (Medium Term Notes) eingestuft und mit ihren fortgeschriebenen Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bewertet.

Verzinsliche Ausleihungen einschließlich jener im Zusammenhang mit den Cross Border Leasing-Transaktionen werden der Kategorie Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, LaR) zugerechnet und mit ihren fortgeschriebenen Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bilanziert. Im Falle von Wertminderungen erfolgt die Bewertung zum Barwert der erwarteten Rückzahlungen. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen sowie Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugerechnet und gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert.

Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen über Wertberichtigungskonten vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallsrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallsrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt.

Die lang- und kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Finanzierungsleasing (siehe gemietete und vermietete Vermögenswerte) und derivative Finanzinstrumente aus dem Finanz- und Strombereich (siehe derivative Finanzinstrumente). Zur Bilanzierung der in den kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthaltenen Emissionszertifikate siehe unten.

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Ausleihungen siehe Wertpapiere und Ausleihungen.

1 siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Ermessensspielräume)

WERTPAPIERE UND AUSLEIHUNGEN

FORDERUNGEN AUS LIEFE-RUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGEN FORDERUNGEN

Sonstige Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert.

WERTMINDERUNGEN VON
FINANZIELLEN
VERMÖGENSWERTEN
Zu jedem Abschlussstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgs
wirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst werden, daraufhin untersucht, ob objektive sub
stanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahr
scheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Marktes für den
finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, recht
lichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden
Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine
Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Hinweisen auf Wertminderungen werden diese
erfolgswirksam erfasst.
FINANZVERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich
Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen
Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
der Finanzierung verteilt und im Finanzierungsergebnis ausgewiesen.
Einzelne Verbindlichkeiten aus Cross Border Leasing-Transaktionen wurden beim erstmaligen Ansatz
als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft (Fair Value Option). Durch die
Einstufung konnten Inkongruenzen bei der Bewertung beseitigt werden, die sich aus der ansonsten
vorzunehmenden Bewertung ergeben würden.
Für weitere Details siehe unten Sicherungsgeschäfte im Finanzbereich sowie Punkt VI Risiken/Risiko
management – Finanzbereich.
EMISSIONSZERTIFIKATE Die Bilanzierung von Emissionszertifikaten, die zum Verbrauch im Zusammenhang mit dem CO2-
Ausstoß thermischer Kraftwerke gehalten werden, wird unter Beachtung der Regelungen von IAS 38,
IAS 20 und IAS 37 vorgenommen. Die Zertifikate werden am Tag der Zuteilung oder Anschaffung zum
beizulegenden Zeitwert oder den Anschaffungskosten aktiviert. Für unentgeltlich zugeteilte Zertifikate
wird in Höhe des beizulegenden Zeitwertes ein Abgrenzungsposten für den erhaltenen Zuschuss
gebildet, der mit Verbrauch, Abschreibung oder Veräußerung der Zertifikate ertragswirksam aufgelöst
wird. Zertifikate, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden gemäß IAS 2 erfolgswirksam zum
Nettoveräußerungspreis erfasst und bewertet.
VORRÄTE Die Bewertung der Vorräte an Primärenergie sowie an Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt zu Anschaffungs
kosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei markt
gängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei den übrigen Vorräten aus der Herleitung von
den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. In diesem Betrag sind Bestands
risiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch auf Erfahrungs
werten beruhende Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primärenergievorräte
und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.
PENSIONSVERPFLICHTUNGEN,
PENSIONSÄHNLICHE VER
PFLICHTUNGEN UND GESETZ
LICHE ABFERTIGUNGEN
Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter
bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.
Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise für diesen Zweck gebundenes Pensions
kassenvermögen der BAV Pensionskassen AG (Pensionskasse) gegenüber. Soweit diese Verpflichtungen
durch die Pensionskasse zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung vonseiten des
Arbeitgebers.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit-Methode ermittelt, wobei

versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nach der Korridormethode erfasst werden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, das sind Abweichungen zwischen prognostiziertem und am Ende der Berichtsperiode ermitteltem tatsächlichen Pensionsaufwand, werden somit erst dann (über künftige Perioden verteilt) im Aufwand erfasst, wenn die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste 10 % des höheren Betrages aus Barwert der Verpflichtung oder beizulegendem Wert des Fondsvermögens übersteigen. Soweit jedoch die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste ein Ausmaß von 20 % der prognostizierten bilanzierten Rückstellung überschreiten, werden diese sofort ergebniswirksam erfasst. Sämtliche Aufwendungen (und Erträge) im Zusammenhang mit diesen Verpflichtungen werden als Personalaufwand erfasst.

Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten für die Stichtage 01. 01. und 31. 12. 2008. Als Rechnungsgrundlagen werden die »AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler« herangezogen.

Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in verschiedenen Investmentfonds unter Beachtung der Bestimmungen des Pensionskassengesetzes.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen den Arbeitgeberanteil für die nach Pensionsantritt zu leistenden Prämien zur Krankenzusatzversicherung (KZV). Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt analog zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen.

Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis bis zum 31. 12. 2002 begann, erhalten auf Basis österreichischer arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Höhe dieser Zahlung ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit-Methode mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren, wobei versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste sofort erfolgswirksam realisiert werden. Soweit die Rechnungsannahmen von den für die Pensionsrückstellung angewendeten Annahmen abweichen, wurden sie in der Tabelle unter (30) separat angeführt.

Für alle nach dem 31. 12. 2002 in Österreich beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet, und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.

Im Rahmen von Altersteilzeitmodellen wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, vor dem Eintritt des ASVG-Pensionsanspruches unter Entgeltfortzahlung bis zum gesetzlich geregelten Pensionsantrittsalter aus dem Unternehmen auszuscheiden. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit-Methode, wobei versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste sofort erfolgswirksam realisiert werden. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensionsähnliche Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden im Pensionsaufwand ausgewiesen.

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für das Unternehmen eine rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen

RÜCKSTELLUNGEN

Abzinsungssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden im Zinsaufwand erfasst.

SONSTIGE VERBIND-LICHKEITEN

BAUKOSTENZUSCHÜSSE UND ZUSCHÜSSE ÖFFENTLICHER HAND

CROSS BORDER LEASING

Sonstige Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Erhaltene Baukostenzuschüsse sowie Investitionszuschüsse öffentlicher Hand werden als Passivposten unter den Schulden erfasst und über die Nutzungsdauer der betroffenen Anlagen verteilt erfolgswirksam aufgelöst.

Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG hat in den Jahren 1999 bis 2001 mehrere Cross Border Leasing-Transaktionen abgeschlossen. Dabei wurden Kraftwerke an US-Investoren verleast und gleichzeitig wieder mittels eines Finanzierungsleasingvertrags zurückgeleast. Damit verbleibt das zivilrechtliche Eigentum bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG. Die Laufzeit der Verträge liegt zwischen 48 und 56 Jahren.

Die aus dem Verleasen erhaltenen Finanzmittel wurden bis auf den bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG verbleibenden Barwertvorteil zur Deckung der künftigen Leasingraten in hochklassige Wertpapiere (Zero Coupons, Medium Term Notes) investiert oder als Ausleihungen bei Finanzinstituten ausschließlich ursprünglich erstklassiger Bonität (A-Rating von Moody's und S&P) veranlagt. Der Barwertvorteil wird über die Vertragsdauer in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst. Der Verbund-Konzern erzielte durch den Abschluss dieser Transaktionen einen Nettobarwertvorteil von rd. 300 Mio. €.

Bei den bis Ende 2000 abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen war eine vollständige bilanzielle Deckung der Verpflichtungen, sowohl für den Equity-Teil als auch für den Loan-Teil, durch die entsprechende Anschaffung von Wertpapieren (Zero Coupons, Medium Term Notes) oder durch Ausleihungen an Finanzinstitute gegeben. Bei diesen Ausleihungen handelt es sich um abgeschlossene Schuldbeitrittsverträge mit Finanzinstituten guter und erstklassiger Bonität. Für den nicht getilgten Teil aus den Leasingverbindlichkeiten besteht eine subsidiäre Haftung der Verbundgesellschaft. Neben den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner bestehen Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftung). Entsprechend den Übergangsbestimmungen zu IAS 39 (überarbeitet 2000) wurde die Ausbuchung dieser Beträge beibehalten. Die Abstimmung der Laufzeiten und der Nominalbeträge der Veranlagungen bzw. der Ausleihungen erfolgte genau entsprechend den jeweiligen Verpflichtungen. Die Bewertung der in Fremdwährung (ausschließlich USD) bestehenden Salden erfolgt zum USD-Stichtagskurs. Bewertungsaufwand und Bewertungsertrag entsprechen einander sowohl wertmäßig als auch valutarisch vollständig und werden gegeneinander verrechnet.

Bei einer 2001 abgeschlossenen Transaktion wurden vorerst keine entsprechenden Wertpapiere angeschafft bzw. Zahlungen an Finanzinstitute geleistet. Die zugeflossenen Mittel wurden zur Gänze als Finanzierungsmittel verwendet. Um das Fremdwährungsrisiko aus dieser Transaktion zu vermeiden, wurden entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Im Berichtsjahr erfolgte der Abschluss einer Restrukturierung dieser Transaktion, wobei das Ziel erreicht wurde, durch den Abschluss eines Schuldübernahmevertrages (Equity Payment Undertaking Agreement) eine den übrigen Transaktionen angepasste Struktur zu erzielen. Im Zuge der Finanzmarktkrise kam es auch zu einzelnen Auswirkungen auf die vom Verbund-Konzern abgeschlossenen Transaktionen. Diese werden im Risikoteil beschrieben.

ERTRAGSTEUERN

Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpflichtigen Einkommen und dem anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer sowie die Veränderung der Steuerabgrenzungsposten.

Der Verbund-Konzern hat ab dem Wirtschaftsjahr 2005 die vom Gesetzgeber mit dem Steuerreformgesetz 2005 eingeräumte Möglichkeit zur Bildung einer Unternehmensgruppe für steuerliche Zwecke in Anspruch genommen.

Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet oder (im Verlustfall) gutgeschrieben. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern nur bei Wesentlichkeit angepasst. Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen Balance Sheet Liability-Methode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im IFRS-Konzernabschluss und den bei einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede, sofern diese nicht aus steuerwirksamen Beteiligungsabschreibungen resultieren.

Der auf die Muttergesellschaft Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG anzuwendende Körperschaftsteuersatz beträgt 25 %.

Für die vollkonsolidierten Gesellschaften wurden folgende Ertragsteuersätze angewendet:

ERTRAGSTEUERSÄTZE FÜR DIE VOLLKONSOLIDIERTEN GESELLSCHAFTEN %

2008 2007
ÖSTERREICH 25 25
ITALIEN 27,5 / 4,8176 33
NIEDERLANDE 20 / 25,5 20 / 23,5 / 25,5
SPANIEN 25
ALBANIEN 25

Für die Verbundgesellschaft und die vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist die funktionale Währung der Euro.

Transaktionen in Fremdwährung werden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet. Folgende wesentliche Kurse wurden zum Bilanzstichtag hierfür herangezogen:

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

LAND WÄHRUNGSEINHEIT EZB DEVISENREFERENZKURS
31. 12. 2008 31. 12. 2007
ALBANIEN 1 € = ALL 123,80004 121,78004
JAPAN 1 € = JPY 126,1400 164,9300
POLEN 1 € = PLN 4,1535 3,5935
TSCHECHIEN 1 € = CZK 26,8750 26,6280
UNGARN 1 € = HUF 266,7000 253,7300
USA 1 € = USD 1,3917 1,4721

Die Jahresabschlüsse der Konzerngesellschaften in fremder Währung werden in Euro umgerechnet. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß IAS 21 nach der Methode der funktionalen Währung. Bei nicht

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

4 Für den albanischen Lek (ALL) wird von der EZB kein Devisenreferenzkurs veröffentlicht. Der angegebene Wechselkurs wurde von Reuters veröffentlicht.

in Euro berichtenden Gesellschaften werden Vermögenswerte und Schulden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank, die Aufwendungen und Erträge mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst.

Folgende Kurse wurden zum Bilanzstichtag für die Umrechnung von Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften in fremder Währung herangezogen:

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

LAND WÄHRUNGSEINHEIT EZB DEVISENREFERENZKURS
31. 12. 2008 31. 12. 2007 Durch
schnitts
kurs 2008
TÜRKEI 1 € = TRY 2,1488 1,7170 1,8800

DERIVATIVE FINANZ-INSTRUMENTE

Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folgeperioden mit dem Zeitwert bewertet. Die Erfassung unrealisierter Bewertungsgewinne oder -verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung, außer die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (Hedge Accounting) sind erfüllt. In diesem Fall werden die Regelungen für Hedge Accounting angewendet.

Bei Fair Value Hedges werden sowohl das derivative Sicherungsinstrument als auch das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts zunächst in den sonstigen Rücklagen erfasst. Sie werden erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Werden geplante Transaktionen gesichert und führen diese Transaktionen in späteren Perioden zum Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit, sind gemäß IAS 39 die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfassten Beträge in der Periode erfolgswirksam aufzulösen, in der auch der Vermögenswert oder die Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Führt die Transaktion zum Ansatz von nicht finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten, werden die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Beträge mit dem erstmaligen Wertansatz des Vermögenswertes bzw. der Verbindlichkeit verrechnet, was im Wesentlichen zu keiner Ergebnisauswirkung führt.

Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting ist unter anderem die regelmäßige Dokumentation der Sicherungsbeziehung und die Messung der Hedge-Effizienz. Die Hedge-Effizienz muss dabei zwischen 80 % und 125 % liegen.

Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, negative in den sonstigen Finanzverbindlichkeiten oder den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.

Verträge, die für Zwecke des Empfangs oder der Lieferung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarf des Unternehmens abgeschlossen und in diesem Sinn gehalten werden (Eigenverbrauchverträge), werden nicht als derivative Finanzinstrumente, sondern als schwebende Geschäfte bilanziert.

SICHERUNGSGESCHÄFTE IM FINANZBEREICH

Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisiken werden im Finanzbereich einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Zinsswaps, eingesetzt.

Bei einzelnen Cross Border Leasing-Transaktionen führen die Veranlagungen zu variablen Erträgen, denen fixierte Verpflichtungen gegenüberstehen. Zur Risikovermeidung wurden auf die entsprechenden Finanzverbindlichkeiten Derivativgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen. Da die den Swaps zuzurechnenden Positionen ein im Hinblick auf das Zins- und Währungsrisiko exakt entgegengesetztes Risikoprofil aufweisen, erfolgt im Ausgleich zur Fair Value-Bewertung der Derivativgeschäfte eine auf das gesicherte Risiko entfallende Buchwertanpassung der Finanzverbindlichkeiten.

Im Gegensatz zu den vorangeführten Transaktionen ist bei einer 2001 abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktion vorerst keine Währungs-Kongruenz von Aktiv- und Passivseite gegeben. Um das daraus entstehende Fremdwährungsrisiko auszuschalten, wurden entsprechende Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus Kursen am Bilanzstichtag. Bei nicht börsegehandelten Geschäften (OTC) werden Auflösungsangebote (Unwind-Angebote) der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen.

Der Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den der Verbund-Konzern bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem die aktuellen Zinsenniveaus und Yield-Kurven, berücksichtigt.

Der Verbund-Konzern setzt im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings gemäß IAS 39 derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des Preisrisikos aus zukünftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäften ein. Als Sicherungsinstrumente werden Forward- oder Futurekontrakte als Derivate im Sinne des IAS 39.9 eingesetzt.

Zum Bilanzstichtag wird getestet, ob die kumulierte Wertänderung des Grundgeschäfts im Verhältnis zu der des Sicherungsgeschäfts in der von IAS 39 zur Anwendung von Cashflow-Hedge-Accounting geforderten Bandbreite von 80 % bis 125 % liegt. Ein allfälliger in dieser Bandbreite liegender, jedoch von 100 % abweichender ineffektiver Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments wird im Periodenergebnis erfasst.

Nicht als Sicherungsinstrumente designierte Stromderivate werden dem Wholesale-Portfolio zugeordnet und mit dem Fair Value über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die Portfoliostruktur im Stromgeschäft, bedingt durch vermehrten Nettoausgleich von Stromkontrakten im Geschäftsjahr 2008, modifiziert. Um ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, wurde die diesbezügliche bilanzielle Darstellung für das Geschäftsjahr 2008 angepasst.

Im Rahmen dieser Umstrukturierung wurden die bisher bestehenden Sicherungsinstrumente aus Fair Value Hedges zum 01.04.2008 dedesigniert. Mit gleichem Stichtag wurde begonnen, Cashflow Hedges auf Basis der erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen zu designieren. Die designierten Cashflow Hedges dienen zur Absicherung des Preisrisikos bei künftigen Absatz- sowie Beschaffungsgeschäften. Die Marktwertbewertung der im Rahmen von Cashflow Hedges eingesetzten Sicherungsinstrumente beträgt zum 31. 12. 2008 148,2 Mio. €. Diese wird bis zur Realisierung des Grundgeschäftes ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst und in der Folge mit dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft verrechnet, womit in Summe keine Ergebnisbelastung zu erwarten ist. Nicht als Sicherungsinstrumente designierte Stromderivate aus dem Wholesale-Portfolio werden mit dem Fair Value bewertet. Die Marktwertbewertung der Derivate im Wholesale-Portfolio beträgt zum 31. 12. 2008 8,3 Mio. € und wurde erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

ERMITTLUNG DER FAIR VALUES VON DERIVATIVEN FINANZ-INSTRUMENTEN IM FINANZBEREICH

SICHERUNGSGESCHÄFTE IM ENERGIEBEREICH, STROMKONTRAKTE IM WHOLESALE-PORTFOLIO

ENERGIEHANDELSKONTRAKTE
IM STROMHANDEL
Um die Optimierung der Eigenerzeugung bestmöglich zu gewährleisten, ist eine Präsenz auf den Han
delsmärkten Voraussetzung. Dabei wird neben der wertschöpfungsmäßig dominanten Eigenstromver
marktung unter strikten Risikomanagementvorgaben auch ein Third-Party-Geschäft betrieben. Die
Bewertung der Energiehandelskontrakte im Third-Party-Trading-Bereich (Stromfutures,
Stromforwards) erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten über die Gewinn- und Verlustrechnung. Das Er
gebnis aus der Bewertung und Realisierung dieser derivativen Energiehandelskontrakte wird netto in
den Stromerlösen ausgewiesen.
ERMITTLUNG DER FAIR VALUES
VON DERIVATIVEN FINANZ
INSTRUMENTEN IM ENERGIE
BEREICH
Die Fair Values der im Verbund-Konzern eingesetzten Stromfutures und Stromforwards können zu
jedem Bilanzstichtag zuverlässig ermittelt werden, da entsprechende Börsenkurse von der EEX bzw.
PNX vorliegen (Stromfutures) bzw. die Bewertung mit einer von den Börsenkursen abge
leiteten Forward-Preis-Kurve unter Anwendung einer EURIBOR-basierten Diskontierung erfolgt
(Stromforwards).
UMSATZREALISIERUNG Umsatzerlöse aus Stromlieferungen an Großkunden werden ebenso wie die Erlöse aus Stromhandel
und Netzleistungen zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Im Kleinkundensegment werden Erlöse
erfasst, wenn gegenüber dem Kunden eine abrechenbare Lieferung erbracht worden ist. Die Erlöse aus
Personalbeistellungen und Consulting- und Projektierungsleistungen werden auf Basis der geleisteten
Arbeitsstunden erfasst.
Der Ausweis der Erträge und Aufwendungen aus der Realisierung bzw. Bewertung von Energiehandels
kontrakten (Stromfutures und Stromforwards) erfolgt unter den Umsatzerlösen aus Stromlieferungen
auf Basis einer Nettodarstellung. Dementsprechend werden die Einkäufe von Handelskontrakten mit
derivativem Charakter mit den Verkäufen des Tradingbereiches saldiert dargestellt.
ERMESSENSBEURTEILUNGEN
UND ZUKUNFTSBEZOGENE
ANNAHMEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRSs erfordert Ermessensbeur
teilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Festlegung von
Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert
der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und
den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen
können.
Insbesondere bei den folgenden Annahmen und Schätzungen besteht ein nicht unerhebliches Risiko,
dass es in folgenden Geschäftsjahren zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner
Vermögenswerte und Schulden kommen kann.
• In den Jahren 1998 und 1999 wurden aufgrund der Strommarktliberalisierung Wertminderungen in
Höhe von 732,3 Mio. €
und 145,4 Mio. €
erfasst und Drohverlustrückstellungen für schwebende Ge
schäfte in Höhe von 321,1 Mio. €
gebildet. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der hydraulischen und
thermischen Kraftwerke (Buchwert abzüglich Baukostenzuschüsse: 1.104,1 Mio. €,
Vorjahr: 1.066,8
Mio. €) erfolgt primär nach dem Nutzungswertkonzept.
Relevante Zahlungsströme werden dabei auf
Basis von Finanzplänen über die erzeugungsartspezifische Nutzungsdauer abgeleitet. Der Kapitali
sierungszinssatz ist der Vorsteuerzinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zeitwerts des
Geldes und die spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Dieser Vorsteuerzinssatz beträgt
von 9,50 % bis 10,00 %. Im Rahmen der periodisch und auf Basis aktueller Annahmen durchgeführten
Impairment Tests wurde aufgrund anhaltender Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Strom
preisentwicklungen bis dato keine Wertaufholung erfasst. Wesentliche Einflussfaktoren waren im
hydraulischen Bereich von Netzeinspeisern zu entrichtende Entgelte, Erzeugungswertigkeit, Prognose
und Verfügbarkeitsrisiken und zukünftige Gefährdungspotentiale anlagenspezifischer Abgaben. Im
Bereich der thermischen Erzeugung war neben den zu entrichtenden Entgelten von Netzeinspeisern

die Umsetzung des Emissionszertifikatehandels ein wesentlicher Einflussfaktor.

  • Die Beteiligungen an der POWEO S.A. (Group) und der Energie Klagenfurt GmbH, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, sowie an der VERBUND-GasbeteiligungsgmbH (Buchwerte: 235,9 Mio. €; Vorjahr: 267,6 Mio. €) wurden nach Vorliegen von Anhaltspunkten geprüft, ob eine Wertminderung vorliegt.
  • Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags der Beteiligung an der POWEO S.A., einschließlich deren Anteil an der POWEO Production S.A.S., wurde der Börsenpreis der POWEO S.A. herangezogen. Aufgrund der Unterschreitung des Buchwerts wurde nachgelagert der Nutzungswert anhand des Konzepts der durchschnittlichen Kapitalkosten nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Die Zahlungsströme leiten sich aus dem Finanzplan der POWEO S.A. ab. Der Prognosezeitraum für Vertriebsaktivitäten umfasst die Detailplanungsphase mit einer sukzessiven Erhöhung der Kundenanzahl sowie eine Fortführungsphase mit Fortentwicklung der Aktivität nach Erreichen der angestrebten Kundenanzahl. Nach dem Nutzungswertkonzept werden in Betrieb oder Bau befindliche oder vollständig genehmigte Anlagenkapazitäten anteilig in die Bewertung der POWEO S.A. einbezogen. Der Prognosezeitraum der anteiligen Produktionsaktivitäten variiert nach Maßgabe des erzeugungsartenabhängigen Anlagenzyklus von 20 bis 35 Jahren. Die Detailplanungsphase umfasst die Errichtung und anfängliche Inbetriebnahme der Erzeugungskapazitäten. Daran anschließend werden in einer Grobplanungsphase die erzeugungsartenabhängigen Zahlungsrückflüsse über die Nutzungsdauer berücksichtigt. Im Rahmen der Fortführungsphase wird von einer unbegrenzten Fortentwicklung der Erzeugungsanlagen ausgegangen. Die nachhaltigen Überschüsse stellen somit die gleichbleibenden, regelmäßigen Zahlungsüberschüsse aus einer erzeugungstypabhängigen unbegrenzt fortgeführten Anlagenkapazität dar, die in Anlehnung an den Barwert eines Anlagenzyklus abgeleitet wurden. Die Zahlungsströme werden mit nach Geschäftsaktivitäten differenzierten Vorsteuerkapitalkosten von 7,90 % bis 10,00 % kapitalisiert. Es wird von einer nachhaltigen Wachstumsrate der Zahlungsüberschüsse der Fortführungsphase von 0,5 % ausgegangen. Wesentliche Werttreiber stellen zum einen im Vertriebsbereich die angestrebte Kundenanzahl und zum anderen im Produktionsbereich die durchschnittliche Wachstumsrate der Zahlungsströme in der Grobplanungsphase dar.
  • Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags der Beteiligung an der POWEO Production S.A. wurde vorrangig der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen, der nach dem Konzept der durchschnittlichen Kapitalkosten nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt wurde. Auf Basis des vom Management angestrebten Ausbaus des nach Erzeugungsarten differenzierten Anlagenportfolios leiten sich die Zahlungsüberschüsse grundsätzlich nach branchenüblichen Renditen ab. Der Prognosezeitraum variiert nach Maßgabe des erzeugungsartenabhängigen Anlagenzyklus von 25 bis 35 Jahren. Die Detailplanungsphase umfasst überwiegend den Ausbau des Produktionsportfolios. Daran anschließend werden in einer Grobplanungsphase die erzeugungsartenabhängigen Zahlungsrückflüsse über die Nutzungsdauer berücksichtigt. Im Rahmen der Fortführungsphase wird von einer unbegrenzten Fortentwicklung der differenzierten Produktionskapazitäten ausgegangen. Die nachhaltigen Überschüsse stellen somit die gleichbleibenden, regelmäßigen Zahlungsüberschüsse aus einer erzeugungstypabhängigen unbegrenzt fortgeführten Anlagenkapazität dar, die in Anlehnung an den Barwert eines erzeugungstypspezifischen Zyklus abgeleitet wurden. Die Zahlungsströme werden mit nach Geschäftsaktivitäten differenzierten Nachsteuerkapitalkosten von 7,25 % bis 7,75 % kapitalisiert. Es wird von einer nachhaltigen Wachstumsrate der Zahlungsüberschüsse der Fortführungsphase von 0,5 % ausgegangen. Die durchschnittliche Wachstumsrate der Zahlungsströme in der Grobplanungsphase sowie die Kapitalkosten haben einen signifikanten Werteinfluss. Im Falle einer durchschnittlichen Wachstumsrate der Zahlungsströme der Grobplanungsphase von 1,8 % oder jeweils 0,2 % höherer Kapitalkosten haben erzielbarer Betrag und Buchwert dasselbe Niveau.
  • Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags der Beteiligung an der Energie Klagenfurt GmbH wurde der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen, der nach dem Konzept der durchschnittlichen Kapitalkosten nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt wurde. Die Zahlungsströme leiten

sich auf Grundlage eines Finanzplanes ab, den ein sachverständiger, vertragswilliger und unabhängiger Geschäftspartner mit ihm verfügbaren Informationen annehmen würde. Der Prognosezeitraum gliedert sich in drei Phasen. In der Detailplanungsphase wird im Wesentlichen angenommen, dass Optimierungsmaßnahmen und wahrscheinliche Erweiterungen des Energieresourcings initiiert werden, die in der daran anschließenden Grobplanungsphase zu tragen kommen. Damit wird im Laufe der Grobplanungsphase eine branchenübliche Ertragskraft des Unternehmens erzielt. In der Fortführungsphase wird von einer nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens in einem eingeschwungenen Zustand ausgegangen. Die Zahlungsströme werden mit einem risikoäquivalenten Kapitalkostensatz von 7,50 % kapitalisiert. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Zahlungsströme in der Fortführungsphase mit einem Wachstum von 1,0 % fortentwickeln. Der erzielbare Betrag der Beteiligung unterschreitet den Buchwert und in Folge dessen wurde ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 50,0 Mio. € im Geschäftsjahr berücksichtigt.

  • Zur Ermittlung des erzielbaren Betrags der Beteiligung an der GAZ DE NORMANDIE S.A.S wurde der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen, der auf Basis eines zeitnahen Verkaufspreises von Anteilen des Unternehmens zwischen zwei unabhängigen Geschäftspartnern bestimmt wurde. Der erzielbare Betrag der Beteiligung unterschreitet den Buchwert und in Folge dessen wurde ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 2,3 Mio. € im Geschäftsjahr berücksichtigt.
  • Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen, Abfertigungsverpflichtungen sowie Altersteilzeitprogramme (Buchwert 538,0 Mio. €, Vorjahr: 532,3 Mio. €) werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung und künftige Gehalts- bzw. Pensionserhöhungen verwendet.
  • Die Bewertung der Abbruchkosten (Buchwert: 29,5 Mio. €, Vorjahr: 13,7 Mio. €) erfolgt aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag. Die wesentlichen bestimmenden Faktoren dabei sind der Abbruchzeitpunkt, das Gutachten zur Bestimmung der Abbruchkosten, die Valorisierung dieser Kosten und der Zinssatz.
  • Die in der Bilanz nicht erfassten Eventualschulden in Höhe von 22,7 Mio. € sowie Cross Border Leasing 3.976,2 Mio. € (Vorjahr: 21,2 Mio. € und Cross Border Leasing in Höhe von 3.718,7 Mio. €) werden zu jedem Quartalsabschluss im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Ist die Wahrscheinlichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht derart wahrscheinlich, um eine bilanzielle Erfassung der Verpflichtung vornehmen zu müssen, aber auch nicht unwahrscheinlich, so werden die Verpflichtungen unter den Eventualschulden ausgewiesen. Die Einschätzung wird von den fachlich Verantwortlichen – sofern möglich – unter Berücksichtigung von Markterwartungen und – in Einzelfällen – von Gutachten vorgenommen.
  • Aufgrund eines Einspruches des bulgarischen TSO Elektroenergien Sistemen Operator EAD (ESO) gegen die erste ITC-Abrechnung (internationale Netznutzung) für Januar 2008 war es erst im Dezember 2008 möglich, Monatsrechnungen für den Zeitraum Februar bis August 2008 zu erstellen. Darüber hinaus konnten von der zuständigen Abrechnungsstelle (RWE/swissgrid) bis zum Bilanzstichtag keine Abrechnungsbeträge für den Zeitraum September bis Dezember 2008 bekanntgegeben werden. Daher werden diese Leistungen auf Basis eines vorliegenden Berechnungsmodells im Abschluss erfasst, und es können in der Folgeperiode Aufrollungsdifferenzen entstehen.

II. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN

In der Segmentberichterstattung sind die Geschäftsaktivitäten der Verbundgesellschaft den Segmenten

  • Strom
  • Netz
  • Beteiligung und Services

zugeordnet.

Das Segment »Strom« beinhaltet

  • die Erzeugung
  • den Stromhandel sowie
  • den Stromvertrieb.

Gemäß § 8 Abs. 3 ElWOG haben Elektrizitätsgesellschaften für die Bereiche Erzeugung, Übertragung und Verteilung gesonderte Bilanzen und Ergebnisrechnungen aufzustellen und im Anhang zu veröffentlichen, wenn sie zumindest zwei der Funktionen Erzeugung, Übertragung und Verteilung wahrnehmen. Die Segmentierung des Verbund-Konzerns erfolgt in Anlehnung an das ElWOG. Da die Erzeugung den weitaus überwiegenden Anteil ihrer Umsätze mit anderen Segmenten tätigt, stellt sie ein internes, gemäß IAS 14.35 nicht gesondert berichtspflichtiges Segment dar. Die Erzeugung wird daher gemeinsam mit dem Stromhandel und -vertrieb als Segment »Strom« ausgewiesen.

Das Segment »Beteiligung & Services« umfasst entsprechend IAS 14.20

  • die Leitungs- und Steuerungsfunktionen sowie die Aktivitäten im Bereich der Inlandsbeteiligungen der Verbundgesellschaft,
  • die Finanzierungsfunktion der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH und der VERBUND-International Finance B.V.,
  • die Shared Service Center-Leistungen der VERBUND Management Service GmbH,
  • die Telekomaktivitäten der VERBUND-Telekom Service GmbH,
  • die Aktivitäten der VERBUND-International GmbH im Bereich ausländischer Beteiligungen,
  • die für den Bereich erneuerbare Energie gegründete VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH als auch
  • die zur Optimierung des Beteiligungsmanagements erworbene VERBUND-Beteiligungsholding GmbH.

Die Segment-Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Diese werden unter Bedingungen wie unter fremden Dritten abgerechnet. Die Summe der Außen- und Innenumsätze ergibt den Gesamtumsatz.

ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN

Die Abschreibungen betreffen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Im Segment Beteiligung & Services sind nicht zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von 139,7 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) enthalten.

Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen das in Betrieb befindliche Dampfkraftwerk Mellach.

Um den finanziellen Erfolg seiner Geschäftssegmente »Strom«, »Netz« und »Beteiligungen & Services« zu beurteilen, zieht die Verbundgesellschaft als Kriterium das »operative Ergebnis« heran. Das operative Ergebnis ermittelt sich als Summe der operativen Ergebnisse der in das Segment einbezogenen Gesellschaften unter Berücksichtigung von intersegmentären Umsätzen und Aufwendungen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen spiegelt die anteiligen Unternehmensergebnisse wider. Das unverzinsliche Vermögen bzw. die unverzinslichen Schulden der Segmente setzen sich aus sämtlichen unverzinslichen Positionen exklusive Ertragsteuer zusammen.

Wesentliche dem Auslandsgeschäft zuordenbare Vermögenswerte umfassen

WESENTLICHE DEM AUSLANDSGESCHÄFT ZUORDENBARE VERMÖGENSWERTE MI0. €
2008 2007
VOLLKONSOLIDIERTE UNTERNEHMEN VERBUND-PHOTOVOLTAICS IBERICA S.L. (EU) 21,0 0,0
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE ANTEILE SORGENIA S.P.A. (GROUP) (EU) 507,4 223,0
POWEO S.A. (GROUP) (EU) 76,6 88,0
POWEO PRODUCTION S.A.S. (EU) 82,7 50,6
ENERJISA ENERJI ÜRETIM A.S. (TÜRKEI) 333,2 245,3

Die dem Auslandsgeschäft zuzurechnenden Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2008 432,8 Mio. € (Vorjahr: 350,6 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen weitere Aufstockungen der Anteile an der Enerjisa Enerji Üretim A.S., an der Sorgenia S.p.A. (Group) sowie an der POWEO Production S.A. (Group).

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (GESCHÄFTSFELDER) MIO. €
STROM NETZ BETEILI-
GUNGEN
& SERVICES
ELIMI-
NIERUNG
SUMME
KONZERN
QUARTALE 1–4/2008
AUSSENUMSATZ 3.426,4 307,9 10,5 0,0 3.744,7
INNENUMSATZ 126,9 43,6 79,1 –249,6 0,0
GESAMTUMSATZ 3.553,3 351,5 89,6 –249,6 3.744,7
ABSCHREIBUNGEN –120,6 –53,7 –7,0 0,0 –181,3
WERTMINDERUNGEN –1,9 0,0 0,0 0,0 –1,9
BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE –2.333,6 –209,8 –129,2 249,6 –2.422,9
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 1.097,2 88,0 –46,6 0,0 1.138,6
ERGEBNIS DER NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 34,1 0,0 34,1
BUCHWERT DER NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 1.532,2 0,0 1.532,2
UNVERZINSLICHES SEGMENTVERMÖGEN 3.936,3 957,3 989,4 –35,1 5.847,9
UNVERZINSLICHE SEGMENTSCHULDEN –1.144,3 –219,6 –18,7 35,1 –1.347,5
OPERATIVER CASHFLOW 647,6 101,8 643,5 –458,7 934,2
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLES UND SACHANLAGEVERMÖGEN 253,3 159,1 33,2 0,0 445,4
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (GESCHÄFTSFELDER) FORTSETZUNG MIO. €
STROM NETZ BETEILI- ELIMI- SUMME
GUNGEN NIERUNG KONZERN
& SERVICES
QUARTALE 1–4/2007
AUSSENUMSATZ 2.743,1 285,4 9,8 0,0 3.038,3
INNENUMSATZ 129,2 40,9 63,6 –233,7 0,0
GESAMTUMSATZ 2.872,3 326,3 73,4 –233,7 3.038,3
ABSCHREIBUNGEN –123,7 –53,6 –5,6 0,0 –182,9
WERTMINDERUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE –1.864,0 –210,5 –98,5 233,7 –1.939,3
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 884,6 62,2 –30,7 0,0 916,1
ERGEBNIS DER NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN 0,0 0,0 51,8 0,0 51,8
BUCHWERT DER NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN 0,0 0,0 1.156,3 0,0 1.156,3
UNVERZINSLICHES SEGMENTVERMÖGEN 3.648,6 850,6 154,3 –6,8 4.646,6
UNVERZINSLICHE SEGMENTSCHULDEN –1.056,0 –142,0 –53,7 6,8 –1.244,9
OPERATIVER CASHFLOW 685,5 81,7 245,6 –205,2 807,6
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLES UND SACHANLAGEVERMÖGEN 169,1 76,0 11,1 0,0 256,1

GEOGRAPHISCHE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die geographische Segmentierung umfasst die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Inland, Staaten der Europäischen Union und Drittländern:

GEOGRAPHISCHE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG MIO. €
2008 2007
STROMLIEFERUNGEN INLAND 1.332,4 1.005,6
DAVON WEITERVERTEILER 762,1 644,3
DAVON ENDKUNDEN1 470,3 245,0
DAVON HÄNDLER 100,1 116,3
STROMLIEFERUNGEN AUSLAND 2.067,6 1.712,4
DAVON EU-MITGLIEDSSTAATEN 2.065,5 1.710,6
DAVON SONSTIGE LÄNDER 2,0 1,8
SUMME STROMERLÖSE 3.400,0 2.718,0
ERLÖSE FÜR NETZLEISTUNGEN (INLAND) 302,0 274,5
ZWISCHENSUMME STROM- UND NETZERLÖSE 3.702,0 2.992,5
SONSTIGE UMSATZERLÖSE – SONSTIGE (INLAND) 42,7 45,8
UMSATZERLÖSE GESAMT 3.744,7 3.038,3
DAVON UMSATZERLÖSE INLAND 1.677,7 1.325,3
DAVON UMSATZERLÖSE AUSLAND 2.067,0 1.713,0

1 Davon aus weiterverrechneten Netzgebühren 66,9 Mio. € (Vorjahr: 60,6 Mio. €).

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) UMSATZERLÖSE

(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE

ERTRÄGE

STROMERLÖSE NACH KUNDENSEGMENTEN MIO. €
2008 2007
KUNDENSEGMENT
ENDKUNDEN 641,2 295,4
WEITERVERTEILER 1.267,7 1.107,2
HÄNDLER 1.491,1 1.315,4
SUMME STROMERLÖSE 3.400,0 2.718,0
SONSTIGE UMSATZERLÖSE MIO. €
2008 2007
UMSATZERLÖSE AUS FERNWÄRMELIEFERUNGEN 14,1 11,2
UMSATZERLÖSE FÜR CONSULTING- UND PROJEKTIERUNGSLEISTUNGEN
SOWIE FÜR SONSTIGE LEISTUNGSVERRECHNUNGEN
11,6 17,6
PERSONALBEISTELLUNG 10,0 9,2
BENÜTZUNGS- UND BETRIEBSFÜHRUNGSENTGELTE 5,3 4,8
UMSATZERLÖSE AUS VERKAUF VON ABFALLPRODUKTEN/KOHLE/HEIZÖL 1,2 1,1
SONSTIGES 0,5 1,9
SONSTIGE UMSATZERLÖSE 42,7 45,8
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE MIO. €
2008 2007
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG
ZU SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN 36,1 1,0
BESTANDSVERÄNDERUNGEN UND AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN 19,9 13,6
ZEITANTEILIGE AUFLÖSUNG VON BAUKOSTENBEITRÄGEN 15,0 16,2
ERLÖSE AUS DIVERSEN LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 8,9 8,4
ERTRÄGE AUS DER AUFLÖSUNG VON RÜCKSTELLUNGEN 3,3 0,8
VERSICHERUNGSENTSCHÄDIGUNGEN 3,1 0,6
MIET- UND PACHTERLÖSE 1,0 1,1
ERLÖSE AUS MATERIALVERKÄUFEN 1,0 0,6
ERLÖSE AUS SOZIALEINRICHTUNGEN 0,6 0,6
ERTRÄGE AUS FORDERUNGSZUSCHREIBUNG 0,4 2,5
ÜBRIGE 6,8 7,2
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 96,1 52,6
STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG 1.813,9 1.458,0
EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG 0,0 1,2
AUFWENDUNGEN FÜR SYSTEMNUTZUNG 104,4 78,6
AUFWENDUNGEN FÜR STROMBEZUG 1.709,5 1.378,2
2008 2007
STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG MIO. €

(3) STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATE-BEZUG (HANDEL)

BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN 134,0 98,6
SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN 8,0 7,0
ENTGELTLICH ERWORBENE EMISSIONSZERTIFIKATE 15,9 0,4
BRENNSTOFFEINSATZ 110,1 91,2
2008 2007
BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN MIO. €

(4) BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN

2008 2007 LÖHNE UND GEHÄLTER 192,9 176,0 AUFWENDUNGEN FÜR GESETZLICH VORGESCHRIEBENE SOZIALABGABEN SOWIE VOM ENTGELT ABHÄNGIGE ABGABEN UND PFLICHTBEITRÄGE 42,5 40,7 SONSTIGE SOZIALAUFWENDUNGEN 3,2 3,1 ZWISCHENSUMME 238,6 219,8 AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG 55,5 34,3 AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN 12,1 7,9 PERSONALAUFWAND 306,2 262,0

PERSONALAUFWAND MIO. €

Der Anstieg des Aufwandes für Abfertigungen und Altersversorgung ist durch höhere Bemessungsgrundlagen und Veranlagungsverluste des Pensionskassenvermögens begründet. Diese belasteten den Altersversorgungsaufwand mit 11,6 Mio. €, während im Vorjahr 1,2 Mio. € Ertrag entlastend wirkten. Die Pensionskassenbeiträge an die beitragsorientierte Veranlagungs- und Risikogemeinschaft betrugen 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €).

Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse.

(5) PERSONALAUFWAND

(6) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN MIO. € 2008 2007 INSTANDHALTUNG VON KRAFTWERKEN 74,0 39,4 LEISTUNGEN DURCH DRITTE 35,5 23,7 RECHTS-, BERATUNGS- UND PRÜFUNGSAUFWAND 24,0 13,3 ABBRUCHKOSTEN 17,6 0,0 ENTSCHÄDIGUNGSLEISTUNGEN 16,9 1,5 WERBEAUFWENDUNGEN 15,5 14,3 KOSTEN FÜR BEIGESTELLTES PERSONAL, AUSHILFSARBEITEN 14,2 11,6 MATERIALAUFWAND FÜR INSTANDHALTUNG UND KFZ-BETRIEB 12,5 10,9 REISESPESEN, FORTBILDUNG 10,9 11,0 AUFWENDUNGEN FÜR EDV 6,6 6,3 AUFWAND FÜR AUFSICHT E-CONTROL1 6,4 6,1 MIETEN 4,3 1,8 NACHRICHTENAUFWAND 3,7 3,2 GEBÜHREN 3,6 3,7 VERSICHERUNGEN 3,1 3,0 MITGLIEDSBEITRÄGE 3,1 2,4 BETRIEBSKOSTEN 3,1 2,3 SONSTIGE BETRIEBLICHE STEUERN 1,5 1,1 AUFWENDUNGEN AUS DER WERTBERICHTIGUNG VON FORDERUNGEN 0,9 3,0 VERLUSTE AUS DEM ABGANG VON IMMATERIELLEM BZW. SACHANLAGEVERMÖGEN 0,9 2,3 VORSORGE FÜR STRITTIGE NETZAUSGLEICHSFORDERUNGEN 0,0 6,5 SONSTIGE POSTEN 6,6 5,8 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 264,9 173,2

In dem Posten Leistungen von Dritten sind die Aufwendungen für die regelmäßige Wartung (Revision) und Instandhaltung der Energieerzeugungs- und Übertragungseinrichtungen enthalten.

(7) BETEILIGUNGSERGEBNIS BETEILIGUNGSERGEBNIS MIO. €
2008 2007
ERTRÄGE AUS NACH DER EQUITY-METHODE
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN 34,1 51,8
BETEILIGUNGSERTRÄGE AUS VERBUNDENEN, NICHT KONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN 5,5 4,6
ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN AN SONSTIGEN UNTERNEHMEN 5,0 1,6
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON FINANZANLAGEN/BETEILIGUNGEN 0,0 0,2
AUFWENDUNGEN AUS VERBUNDENEN, NICHT KONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN –2,3 –3,3
BETEILIGUNGSERGEBNIS 42,3 54,9

In den Erträgen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen ist eine infolge eines Impairment Tests erforderlich gewordene Wertminderung der Beteiligung an der Energie Klagenfurt GmbH im Ausmaß von 50,0 Mio. € enthalten.

(8) ZINSERTRAG

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Zinsen und ähnliche Erträge (94,6 Mio. €; Vorjahr: 72,9 Mio. €).

1 Energie-Control Österreichische Gesellschaft für die Regulierung in der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft mit beschränkter Haftung (E-Control)

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Zinsen und ähnliche Aufwendungen (165,0 Mio. €; Vorjahr: 140,1 Mio. €) sowie den Kommanditisten zurechenbare Anteile am Ergebnis (40,9 Mio. €; Vorjahr: 41,3 Mio. €).

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Investmentfonds-Ausschüttungserträge und Erträge aus Wertpapierveranlagungen sowie erfolgswirksame Bewertungsergebnisse. Die Investmentfonds-Veranlagungen wurden ursprünglich vor allem zur Deckung der Pensionsrückstellungen durchgeführt, enthalten aber auch Veranlagungen, die zur Bildung von Liquiditätsreserven erfolgt sind. Darüber hinaus werden in dieser Position Erträge aus Ausleihungen sowie Fremdwährungskursgewinne und -verluste erfasst.

ÜBRIGES FINANZERGEBNIS MIO. €
2008 2007
ERTRÄGE AUS FINANZINSTRUMENTEN 16,3 16,1
ERGEBNIS AUS DEM ABGANG VON FINANZINSTRUMENTEN 0,8 0,0
FREMDWÄHRUNGSKURSGEWINNE 27,2 4,0
WERTMINDERUNG VON FINANZINSTRUMENTEN –38,8 0,0
SONSTIGER AUFWAND AUS FINANZINSTRUMENTEN –1,7 0,0
FREMDWÄHRUNGSKURSVERLUSTE –48,6 –0,2
ÜBRIGES FINANZERGEBNIS –44,8 19,9
ERTRAGSTEUERN 234,1 217,3
VERÄNDERUNG LATENTER ERTRAGSTEUERN –7,6 0,3
(DAVON APERIODISCHER AUFWAND 0,9 MIO. €, VORJAHR: AUFWAND 10,6 MIO. €) 241,7 217,0
AUFWAND FÜR LAUFENDE ERTRAGSTEUERN
2008 2007
ERTRAGSTEUERN MIO. €

Der Steueraufwand des Jahres 2008 von 234,1 Mio. € ist um 22,1 Mio. € geringer als der rechnerische Steueraufwand von 256,2 Mio. €, der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern (1.024,9 Mio. €) ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

STEUERÜBERLEITUNGSRECHNUNG MIO. €
2008 2007
RECHNERISCHER ERTRAGSTEUERAUFWAND 256,2 220,6
UNTERSCHIEDLICHE AUSLÄNDISCHE STEUERSÄTZE 0,3 0,2
STEUERMINDERUNGEN AUFGRUND VON
STEUERFREIEN BETEILIGUNGSERTRÄGEN –23,7 –14,6
STEUERFREIEN PRÄMIEN –0,8 –0,7
SONSTIGEN POSTEN –0,5 –0,1
FIRMENWERTABSCHREIBUNG GEM. § 9 ABS. 7 KSTG 0,0 –1,1
STEUERMEHRUNGEN AUFGRUND VON
SONSTIGEN POSTEN 1,6 1,1
ERTRAGSTEUERAUFWAND DER PERIODE 233,1 205,4
APERIODISCHER ERTRAGSTEUERAUFWAND (LAUFEND UND LATENT) 1,0 11,9
AUSGEWIESENER ERTRAGSTEUERAUFWAND 234,1 217,3
EFFEKTIVSTEUERSATZ 22,8 % 24,6 %

(9) ZINSAUFWAND

(10) ÜBRIGES FINANZERGEBNIS

(11) ERTRAGSTEUERN

Laufende Ertragsteuern in Höhe von 3,3 Mio. € wurden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betragen –38,2 Mio. €.

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz wirken sich mit folgender Steuerlatenz aus:

STEUERLATENZ MIO. €
2008 2007
PENSIONS- UND ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNGEN 55,9 61,3
WERTMINDERUNGEN AUS BETEILIGUNGEN 11,3 0,0
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE 0,0 0,2
AKTIVE LATENTE STEUERN 67,2 61,5
SACHANLAGEN (UNTERSCHIEDLICHE NUTZUNGSDAUERN) –115,9 –117,0
STEUERLICHE SONDERABSCHREIBUNGEN –81,4 –83,5
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE –38,0 0,0
SONSTIGE –11,1 –9,6
PASSIVE LATENTE STEUERN –246,4 –210,1
AKTIVE (+)/PASSIVE (–) ABGRENZUNG FÜR LATENTE STEUERN (SALDIERT) –179,2 –148,6

Die Nettoposition für latente Steuern hat sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt verändert:

ENDBESTAND 31. 12. 2008 –179,2
ERGEBNISWIRKSAME VERÄNDERUNG 7,6
ERGEBNISNEUTRALE VERÄNDERUNG –38,2
ANFANGSBESTAND 01. 01. 2008 –148,6
NETTOPOSITION FÜR LATENTE STEUERN MIO. €

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich im Wesentlichen auf direkt im Eigenkapital erfasste Gewinne und Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und Cashflow Hedges.

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die vor allem aus einbehaltenen Gewinnen und nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

LANGFRISTIGES VERMÖGEN

Als immaterielle Vermögenswerte werden Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Strombezugsrechte, Wasserrechte, Software, Nutzungsrechte für Fremdanlagen sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.

(12) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIO. €
2008 2007
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 50,4 44,1
VERÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS 0,0 0,2
ZUGÄNGE 5,1 6,7
ABGÄNGE –2,7 –0,6
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 52,7 50,4
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 01. 01. 39,4 36,1
VERÄNDERUNGEN KONSOLIDIERUNGSKREIS 0,0 0,2
ABSCHREIBUNGEN 2008 3,5 3,6
ABGÄNGE –2,7 –0,5
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 31. 12. 40,2 39,4
NETTOBUCHWERT STAND AKTUELLES JAHR 12,5 11,0
NETTOBUCHWERT STAND VORJAHR 11,0 8,0

(13) SACHANLAGEN

SACHANLAGEN MIO. €
GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
MASCHINELLE
ANLAGEN
ELEKTRISCHE
ANLAGEN
LEITUNGEN BETRIEBS- UND
AUSSTATTUNG
GESCHÄFTS
ANZAHLUNGEN,
ANLAGEN IN
GELEISTETE
PROJEKTE
BAU UND
SUMME
2008
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGS
KOSTEN STAND 01. 01. 2008
5.314,6 1.960,4 2.016,3 931,7 114,6 290,6 10.628,2
ZUGÄNGE 10,7 10,3 39,3 16,8 9,2 354,1 440,3
ABGÄNGE –71,2 –233,7 –106,8 0,0 –11,7 0,0 –423,4
UMBUCHUNGEN 8,0 7,1 31,9 0,5 0,7 –48,3 0,0
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGS
KOSTEN STAND 31. 12. 2008 5.262,1 1.744,1 1.980,7 949,0 112,9 596,4 10.645,1
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 01. 01.2 008
2.626,4 1.705,9 1.611,8 454,5 88,1 9,6 6.496,2
ABSCHREIBUNGEN 2008 66,4 26,6 57,5 20,1 6,7 0,5 177,8
WERTMINDERUNGEN 0,7 0,5 0,6 0,0 0,0 0,0 1,9
ABGÄNGE –70,5 –233,6 –105,2 0,0 –11,5 0,0 –420,8
UMBUCHUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 31. 12. 2008
2.623,0 1.499,4 1.564,7 474,6 83,3 10,1 6.255,1
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2008 2.639,1 244,7 416,0 474,4 29,6 586,3 4.390,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 2.688,2 254,5 404,5 477,2 26,5 281,0 4.132,0
2007
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGS
KOSTEN STAND 01. 01. 2007
5.274,9 1.932,4 2.020,9 920,8 111,4 257,1 10.517,4
VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGS
KREIS 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
ZUGÄNGE 15,9 15,9 37,5 9,4 9,9 160,9 249,4
ABGÄNGE –1,0 –4,0 –74,0 0,0 –7,0 –52,5 –138,5
UMBUCHUNGEN 24,8 16,1 31,9 1,6 0,2 –74,8 –0,3
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGS
KOSTEN STAND 31. 12. 2007
5.314,6 1.960,4 2.016,3 931,7 114,6 290,6 10.628,2
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 01. 01. 2007
2.557,4 1.681,3 1.622,2 434,9 88,1 64,6 6.448,5
VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGS
KREIS
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1
ABSCHREIBUNGEN 2007 66,9 28,4 58,1 19,6 6,3 0,0 179,3
ABGÄNGE –0,3 –3,8 –68,6 0,0 –6,5 –52,5 –131,7
UMBUCHUNGEN 2,5 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,5 0,0
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 31. 12. 2007
2.626,4 1.705,9 1.611,8 454,5 88,1 9,6 6.496,2
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 2.688,2 254,5 404,5 477,2 26,5 281,0 4.132,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 2.717,5 251,1 398,7 485,9 23,3 192,5 4.068,9

Die Zugänge 2008 stellen sich im Detail wie folgt dar:

ZUGÄNGE MIO. €
2008 2007
380-KV-LEITUNG KAINACHTAL-SÜDBURGENLAND 90,3 20,4
KRAFTWERK KAPRUN LIMBERG II 78,3 62,8
GAS- UND DAMPFTURBINEN-KOMBINATIONSKRAFTWERK MELLACH 64,5 2,5
KRAFTWERK HIEFLAU – ERWEITERUNG 31,5 8,5
SOLARKRAFTWERKE IN SPANIEN 21,0 0,0
UMSPANNWERK WIEN-SÜDOST – ERRICHTUNG DER NEUEN HAUPTSCHALTLEITUNG 13,8 3,5
KRAFTWERK WERFEN/PFARRWERFEN 13,0 10,3
AUTOMATISIERUNG VON WASSERKRAFTWERKEN 12,5 11,3
KRAFTWERK GERLOS II 0,4 12,6
SONSTIGE MIT EINZELBETRÄGEN UNTER 10 MIO. € 115,0 117,5
SUMME 440,3 249,4

Im Geschäftsjahr 2002 wurde auf Basis eines Finanzierungsleasingverhältnisses das Kraftwerk Triebenbach übernommen. Dieses ist zum 31. 12. 2008 mit einem Restbuchwert von 17,9 Mio. € (Vorjahr: 18,8 Mio. €) im Sachanlagevermögen enthalten.

ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN 183,2 182,9
WERTMINDERUNGEN 1,9 0,0
PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN 181,3 182,9
2008 2007
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die Wertminderungen betreffen im Wesentlichen das in Betrieb befindliche Dampfkraftwerk Mellach.

(14) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

(15) NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN UND SONSTIGE BETEILI-GUNGEN (INKLUSIVE ANTEILE AN VERBUN-DENEN UNTERNEHMEN)

NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN MIO. €
EQUITY-METHODE
BETEILIGUNGEN
BILANZIERTE
NACH DER
KONSOLIDIERTEN
UNTERNEHMEN
VERBUNDENEN
AN NICHT
ANTEILE
BETEILIGUNGEN
SONSTIGE
ANZAHLUNGEN
AUF BETEILI
GELEISTETE
GUNGEN
SUMME
2008
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2008 1.156,3 8,5 42,3 0,0 1.207,0
ZUGÄNGE AUS ANTEILSERWERB 432,9 4,1 110,8 36,7 584,6
ZUGÄNGE AUS ERGEBNIS 95,9 0,0 0,0 0,0 95,9
ABGÄNGE AUS ERGEBNIS –64,5 0,0 0,0 0,0 –64,5
ABGÄNGE 0,0 0,0 –0,5 0,0 –0,5
DIVIDENDENZAHLUNGEN –38,5 0,0 0,0 0,0 –38,5
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2008 1.582,2 12,5 152,6 36,7 1.784,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2008 0,0 0,0 11,0 0,0 11,0
WERTMINDERUNGEN 50,0 2,3 0,0 0,0 52,3
ABGÄNGE 0,0 0,0 –0,1 0,0 –0,1
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2008 50,0 2,3 10,9 0,0 63,2
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2008 1.532,2 10,2 141,8 36,7 1.720,8
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 1.156,3 8,5 31,3 0,0 1.196,0
2007
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2007 785,2 5,6 42,3 0,0 833,1
ZUGÄNGE AUS ANTEILSERWERB 351,1 3,1 0,7 0,0 354,9
ZUGÄNGE AUS ERGEBNIS 61,8 0,0 0,0 0,0 61,8
ABGÄNGE AUS ERGEBNIS –11,8 0,0 0,0 0,0 –11,8
ABGÄNGE –1,6 –0,2 –0,7 0,0 –2,5
DIVIDENDENZAHLUNGEN –28,5 0,0 0,0 0,0 –28,5
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007 1.156,3 8,5 42,3 0,0 1.207,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01.01.2007 0,0 0,2 11,0 0,0 11,2
WERTMINDERUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
ABGÄNGE 0,0 –0,2 0,0 0,0 –0,2
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2007 0,0 0,0 11,0 0,0 11,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 1.156,3 8,5 31,3 0,0 1.196,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 785,2 5,3 31,3 0,0 821,8
Die Zugänge bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betreffen Anteilserwerbe,
Kapitalerhöhungen und Zuschüsse. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2008 resultieren im Wesentlichen
aus der Enerjisa Enerji Üretim A.S. (140,1 Mio. €),
der Sorgenia S.p.A. (Group) (258,2 Mio. €).
Die Wertminderungen bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen betreffen eine
infolge eines Impairment Tests erforderlich gewordene Wertberichtigung der Beteiligung an der Energie
Klagenfurt GmbH. Die Veränderung im Wertansatz der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteili
gungen wird als Zu- oder Abgang ausgewiesen.
der POWEO Production S.A.S. (32,8 Mio. €) und
Im Nettobuchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sind folgende Firmenwerte
und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten:
FIRMENWERTE UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER
31. 12. 2008 31. 12. 2007
NETTOBUCHWERT 1.532,2 1.156,3
DAVON FIRMENWERT 268,9 237,9
DAVON IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER 0,5 15,3

Die Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen (siehe Bilanzierungsund Bewertungsmethoden (Beteiligungen)). Die Abnahme der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer ist auf die abschließende Abrechnung eines im Zuge eines Anteilserwerbs an der Sorgenia S.p.A. (Group) als langfristige Forderung aus einer Beihilfe erfassten Vermögenswertes begründet, die zu einer Auflösung führte.

Die Beteiligungszugänge bei den Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die VERBUND-GasbeteiligungsgmbH (2,1 Mio. €) und die Alpha Wind S.R.L. (2,0 Mio. €). Die Beteiligungszugänge bei den sonstigen Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die Energie AG Oberösterreich (110,7 Mio. €).

Die Beteiligungsabgänge der sonstigen Beteiligungen betreffen insbesondere eine Korrektur des Beteiligungsansatzes an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH (Anschaffungskosten: 0,3 Mio. €/Kumulierte Wertanpassungen: 0,0 Mio. €) anlässlich der Rückzahlung von nicht gebundenen Kapitalrücklagen.

FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING MIO. €
CROSS BORDER
(WERTRECHTE)
WERTPAPIERE
DES ANLAGE
VERMÖGENS
LEASING
AUSLEIHUNGEN
CROSS BORDER
SONSTIGE
LEASING
SUMME
FORTGESCHRIEBENE ANSCHAFFUNGS KOSTEN STAND 01. 01. 2008 43,8 494,0 537,8
FREMDWÄHRUNGSBEWERTUNG 2,2 17,7 19,9
ZUGÄNGE 1,1 3,1 4,2
KAPITALISIERTE ZINSEN 0,1 44,2 44,3
ABGÄNGE 0,0 –15,8 –15,8
FORTGESCHRIEBENE ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2008 47,1 543,3 590,4

Erläuterungen zu den Cross Border Leasing-Transaktionen finden sich im Abschnitt »Bilanzierungsund Bewertungsmethoden«.

Die Wertpapiere bestehen nur mehr aus Medium Term Notes mit einem Nominale in Höhe von 64,3 Mio. USD (Vorjahr: 62,1 Mio. USD).

Bei den Wertpapieren besteht keine Verpfändung mehr, von den Ausleihungen ist ein Betrag von 409,6 Mio. € (Vorjahr: 346,6 Mio. €) verpfändet. Davon sind 295,3 Mio. € an US-Investoren und 114,3 Mio. € an Banken zur Besicherung von Bankgarantien verpfändet.

(16) FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING

(17) SONSTIGE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

SONSTIGE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN MIO. €

OHNE CROSS BORDER
AUSLEIHUNGEN
SONSTIGE
LEASING
LEASING
---------------------------------------------------------------------
BETEILIGUNGSVER
AUSLEIHUNGEN AN
HÄLTNIS BESTEHT
UNTERNEHMEN,
MIT DENEN EIN
OHNE CROSS BORDER
(WERTRECHTE)
WERTPAPIERE
LEASING
OHNE CROSS BORDER
AUSLEIHUNGEN
SONSTIGE
LEASING
SUMME
2008
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2008 41,3 289,4 74,0 404,7
ZUGÄNGE 0,1 104,9 87,9 192,9
ABGÄNGE –0,2 –38,6 0,0 –38,8
UMBUCHUNGEN –0,7 0,0 –4,0 –4,7
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2008 40,6 355,6 157,8 554,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2008 0,0 38,6 0,0 38,6
WERTMINDERUNG ÜBER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 0,0 38,8 0,0 38,8
WERTMINDERUNGEN ÜBER EIGENKAPITAL 0,0 25,8 0,0 25,8
WERTERHÖHUNGEN 0,0 –4,0 0,0 –4,0
RECYCLING 0,0 –10,5 0,0 –10,5
ABGÄNGE 0,0 0,4 0,0 0,4
UMBUCHUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2008 0,0 89,1 0,0 89,1
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2008 40,6 266,5 157,8 464,9
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 41,3 250,8 74,0 366,1
SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2008 147,6
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 80,4
GESAMT
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2008 612,6
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 446,5
2007
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2007 42,9 278,0 6,7 327,5
ZUGÄNGE 0,7 36,7 71,0 108,5
ABGÄNGE –1,1 –25,3 0,0 –26,4
UMBUCHUNGEN –1,1 0,0 –3,7 –4,8
–1,1 –25,3 0,0 –26,4
–1,1 0,0 –3,7 –4,8
41,3 289,4 74,0 404,7
0,0 23,3 0,0 23,3
0,0 15,6 0,0 15,6
0,0 –0,3 0,0 –0,3
0,0 –0,1 0,0 –0,1
0,0 0,0 0,0 0,0
0,0 38,6 0,0 38,6
41,3 250,8 74,0 366,1
42,9 254,6 6,7 304,1
80,4
91,2

NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 446,5 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 395,3 Die Umbuchungen der Anschaffungskosten betreffen Umgliederungen in das kurzfristige Vermögen.

Die Zugänge bei den Sonstigen Ausleihungen ohne Cross Border Leasing (87,9 Mio. €) betreffen im Wesentlichen eine Ausleihung an die POWEO Pont sur Sambre (86,0 Mio. €) und eine Ausleihung an die EVN AG (1,7 Mio. €).

Die Wertpapiere (266,5 Mio. €, Vorjahr: 250,8 Mio. €) bestehen überwiegend aus Anteilen an Investmentfonds sowie Anleihen und sind als zur Veräußerung verfügbar eingestuft.

Von den Wertpapieren wurden 136,9 Mio. € (Vorjahr: 65,9 Mio. €) als Sicherheit vor allem in Zusammenhang mit dem Handel an Strombörsen und der Ausgleichsenergiebewirtschaftung verpfändet.

Die sonstigen Ausleihungen von 157,8 Mio. € (Vorjahr: 74,0 Mio. €) bestehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Finanzierung von POWEO Pont sur Sambre (157,0 Mio. €).

Die in den sonstigen langfristigen Forderungen erfasste Stromkostenvorauszahlung an die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft (27,8 Mio. €, Vorjahr: 28,9 Mio. €) verminderte sich 2008 um 1,1 Mio. €.

Die sonstigen langfristigen Forderungen enthalten nach Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen 1,6 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) als Barwert künftiger Leasingraten für vom Verbund-Konzern an einen Großkunden in Bestand gegebene Anlagen (Finanzierungsleasing gemäß IAS 17). Die Leasingverträge enden am 30. 09. 2010. Die Summe der nicht abgezinsten künftigen Leasingraten beträgt 1,7 Mio. € (Vorjahr: 3,3 Mio. €). Die innerhalb eines Jahres fälligen Tilgungen betragen 0,9 Mio. €, die Tilgungen 2010 0,7 Mio. €.

In den sonstigen langfristigen Forderungen sind Forderungen aus den beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente des Finanzbereichs im Zusammenhang mit dem Cross Border Leasing in Höhe von 117,9 Mio. € (Vorjahr: 47,9 Mio. €) enthalten.

KURZFRISTIGES VERMÖGEN

Als kurzfristiges Vermögen werden sämtliche Vermögenswerte ausgewiesen, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten oder innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus realisiert (verbraucht) werden.

VORRÄTE MIO. €
2008 2007 ÄNDERUNG
PRIMÄRENERGIETRÄGER 63,6 46,5 17,1
ABZÜGLICH WERTBERICHTIGUNGEN –0,1 –0,5 0,4
ZWISCHENSUMME 63,5 46,0 17,5
HILFS- UND BETRIEBSSTOFFE 2,9 2,8 0,1
VORRÄTE 66,4 48,8 17,6

Die Primärenergieträger betreffen im Wesentlichen Kohle- und Ölvorräte.

(18) VORRÄTE

(19) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEIS-TUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN MIO. €
KURZFRISTIG LANGFRISTIG
2008 2007 2008 2007
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 281,1 248,1 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN,
MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
30,9 32,5 0,0 0,0
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN 2,0 2,2 0,0 0,0
AUSLEIHUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN,
MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
0,6 0,7 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
5,5 9,7 0,0 0,0
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 473,1 344,4 147,6 80,4
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGE FORDERUNGEN 793,2 637,6 147,6 80,4

Die sonstigen Forderungen mit einer Frist von mehr als einem Jahr sind in der Bilanz in den langfristigen sonstigen Forderungen ausgewiesen (siehe (17)).

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE
MIO. €
KURZFRISTIG LANGFRISTIG
2008 2007 2008 2007
ZEITWERTE DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE
ENERGIEBEREICH 383,7 34,2 0,0 0,0
FINANZBEREICH 0,0 0,0 117,9 47,9
EMISSIONSZERTIFIKATE 43,0 0,1 0,0 0,0
STROMKOSTENVORAUSZAHLUNG ÖBK 0,0 0,0 27,8 28,9
FORDERUNGEN REPUBLIK ÖSTERREICH 7,2 1,6 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS ZINSABGRENZUNGEN 5,6 2,6 0,0 0,0
SICHERSTELLUNGEN BEI DER EEX / STROMHANDEL 4,2 22,6 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS VERRECHNUNGEN VON STEUERN 4,0 0,9 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS SCHLEUSENBETRIEB UND -INSTANDHALTUNG 3,6 4,7 0,0 0,0
FORDERUNG FINANZIERUNGSLEASING 0,0 0,0 1,6 3,2
SONSTIGE FORDERUNGEN AUS DER PERSONALVERRECHNUNG 0,4 0,3 0,0 0,0
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUS AUKTIONEN 0,1 10,9 0,0 0,0
VERANLAGUNGEN BEI BANKEN > 3 MONATE < 1 JAHR 0,0 245,8 0,0 0,0
FORDERUNGEN ELWOG 0,0 1,8 0,0 0,0
SICHERSTELLUNGEN IN ZUSAMMENHANG MIT STROMTRANSPORTEN 0,0 0,5 0,0 0,0
SONSTIGE 21,3 18,4 0,3 0,4
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 473,1 344,4 147,6 80,4

Die als Sicherstellungen angeführten Beträge von insgesamt 4,2 Mio. € (Vorjahr: 23,1 Mio. €) sind vor allem in Zusammenhang mit dem Handel an Strombörsen und mit der Ausgleichsenergiebewirtschaftung verpfändet.

Wertberichtigungen bzw. Überfälligkeiten bestehen zum 31. 12. 2008 bei folgenden Forderungen:

WERTBERICHTIGUNGEN MIO. €
BUCHWERT DAVON: ZUM
ABSCHLUSS
STICHTAG
WERTGE
MINDERT
WB BRUTTO
2008
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 281,1 35,0 12,4 293,5
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT
DENEN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
30,9 0,0 1,4 32,3
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTER
NEHMEN NICHT KONSOLIDIERT
5,5 0,0 0,0 5,5
AUSLEIHUNGEN 2,6 0,0 0,0 2,6
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 473,1 0,1 2,3 475,4
SUMME 793,2 35,1 16,1 809,3
2007
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 248,1 31,7 6,7 254,8
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT
DENEN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
32,5 16,4 3,7 36,2
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTER
NEHMEN NICHT KONSOLIDIERT
9,7 0,0 0,0 9,7
AUSLEIHUNGEN 2,9 0,0 0,0 2,9
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 344,4 0,1 2,2 346,6
SUMME 637,6 48,2 12,6 650,2

ÜBERFÄLLIGKEITEN MIO. €

BUCHWERT DAVON: ZUM DAVON: ZUM ABSCHLUSSSTICHTAG
ABSCHLUSS- NICHT WERTGEMINDERT UND IN DEN
STICHTAG FOLGENDEN ZEITBÄNDERN ÜBERFÄLLIG
WEDER WERT- WENIGER ZWISCHEN ZWISCHEN MEHR
GEMINDERT ALS 31 UND 121 UND ALS
NOCH ÜBER- 30 TAGE 120 TAGEN 360 TAGEN 360 TAGE
FÄLLIG
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN 281,1 202,9 4,0 11,4 0,3 1,6
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT
DENEN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT 30,9 29,8 0,4 0,6 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN NICHT KONSOLIDIERT 5,5 5,5 0,0 0,0 0,0 0,0
AUSLEIHUNGEN 2,6 2,6 0,0 0,0 0,0 0,0
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 473,1 467,8 2,2 0,1 0,0 0,3
SUMME 793,2 708,6 6,6 12,1 0,3 1,9

Die Wertberichtigungen zu Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Ausmaß von 0,0 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) nahe stehende Unternehmen gemäß IAS 24 (nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen).

LIQUIDE MITTEL 107,8 330,1
GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN
KASSENBESTAND
0,1 0,1
107,7 213,9
(20) LIQUIDE MITTEL
LIQUIDE MITTEL
KURZFRISTIGE VERANLAGUNGEN
0,0 116,1
2008 2007
MIO. €

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Finanzveranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veranlagung weniger als drei Monate.

Die liquiden Mittel entsprechen dem Fonds der flüssigen Mittel der Kapitalflussrechnung.

EIGENKAPITAL

Die Zusammensetzung und die Veränderungen sind in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

(21) GRUNDKAPITAL Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt.

Zum Bilanzstichtag befinden sich 308.200.000 Aktien (Vorjahr: 308.200.000) in Umlauf.

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Konzernergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der im Jahr 2008 im Umlauf befindlichen Aktien (308.200.000, Vorjahr: 308.200.000) dividiert wird. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien oder andere Sachverhalte, die zu Verwässerungseffekten führen könnten, bestehen nicht.

Die angesammelten Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns thesaurierten Gewinne. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Mutter-

(22) KAPITALRÜCKLAGEN Unter den Kapitalrücklagen wird mit 10,9 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €) jener Teil der Rücklage ausgewiesen, der nicht aus dem Periodenergebnis früherer Jahre gebildet wurde.

(23) ANGESAMMELTE ERGEBNISSE

(24) RÜCKLAGE FÜR WÄHRUNGSDIFFERENZ gesellschaft als »Bilanzgewinn« zum 31. 12. 2008 ausgewiesen ist. Die Währungsrücklage enthält das Ergebnis der Währungsumrechnung der nach der Equity-Methode bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen mit der türkischen Enerjisa Gruppe. Diese beträgt zum 31. 12. 2008 52,5 Mio. €.

SONSTIGE RÜCKLAGEN MIO. €

STAND PER 31. 12. 2008 –20,5 1,9 114,3 95,7
RECYCLING (VERÄUSSERUNG) 6,4 0,0 54,2 60,6
VERÄNDERUNG –15,3 –0,2 58,4 42,9
STAND PER 01. 01. 2008 –11,6 2,1 1,7 –7,8
INSTRUMENTEN LIGUNGEN
FINANZ- TEN BETEI
VERFÜGBAREN BILANZIER- HEDGES
ZUR VERÄUSSERUNG AT EQUITY CASHFLOW SUMME
GEWINNE UND VERLUSTE AUS

Die erfassten Beträge sind Nettobeträge nach Abzug darauf entfallender Ertragsteuern. Die berücksichtigten Ertragsteuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse betragen für das Geschäftsjahr 2008 35,1 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €).

Zu den Gewinnen und Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten siehe »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Wertpapiere und Ausleihungen)«. Die Gewinne und Verluste aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen spiegeln beim Beteiligungsunternehmen im Eigenkapital ergebnisneutral erfasste Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und von Cashflow Hedges wider. Die Gewinne und Verluste aus Cashflow Hedges resultieren aus der Bewertung von Sicherungsinstrumenten zur Absicherung des Preisrisikos bei künftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäften.

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Fremdanteile bestehen an der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (19,7 %) und an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH (40,5 %).

Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Die den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (44,35 %) werden gemäß IAS 32 in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser beträgt für das Geschäftsjahr 2008 323,6 Mio. € (Vorjahr: 277,4 Mio. €). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, diesen zur Gänze auszuschütten. Demnach soll die Ausschüttung pro Aktie 1,05 € (Vorjahr: 0,90 €) betragen.

(25) SONSTIGE RÜCKLAGEN

(26) ANDEREN GESELL-SCHAFTERN ZURECHEN-BARES EIGENKAPITAL

(27) DIVIDENDE

LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

(28) LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
MIO. €
KURZFRISTIG LANGFRISTIG
2008 2007 2008 2007
ANLEIHEN 670,8 646,9 16,7 344,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 770,6 783,5 448,0 18,0
FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN 17,9 49,1 131,4 14,8
KOMMANDITISTEN ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE 138,7 125,7 0,0 0,0
SUMME FINANZVERBINDLICHKEITEN OHNE CROSS BORDER LEASING 1.598,0 1.605,2 596,1 376,8
FINANZVERBINDLICHKEITEN CROSS BORDER LEASING 728,6 604,6 0,0 0,0
LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2.326,6 2.209,8 596,1 376,8

Die Finanzverbindlichkeiten (ohne Cross Border Leasing Verbindlichkeiten) entwickelten sich wie folgt:

FINANZVERBINDLICHKEITEN (OHNE CROSS BORDER LEASING VERBINDLICHKEITEN) MIO. €
STAND ZUM 01. 01. 2008 (LANG- UND KURZFRISTIG) 1.982,0
NETTOVERÄNDERUNG GELDMARKTGESCHÄFTE 103,2
VERÄNDERUNG DER ZINSABGRENZUNG 1,0
PLANMÄSSIGE TILGUNGEN –341,0
AUFNAHMEN (NACH ABZUG KOSTEN) 402,0
VERÄNDERUNG DER DEN KOMMANDITISTEN ZURECHENBAREN KAPITALANTEILE 13,0
KURSVERLUSTE 33,9
STAND ZUM 31. 12. 2008 (LANG- UND KURZFRISTIG) 2.194,1

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden die den Kommanditisten zuzurechnenden Kapitalbzw. Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG ausgewiesen. Diese entwickelten sich wie folgt:

DEN KOMMANDITISTEN ZUZURECHNENDEN KAPITALANTEILE MIO. €
2008 2007
ANTEILE KOMMANDITIST PER 01. 01. 125,7 107,6
ERGEBNISNEUTRALE VERÄNDERUNG AUS CASHFLOW HEDGE –5,7 0,9
KOMMANDITISTEN ZURECHENBARE ANTEILE AM ERGEBNIS 40,9 41,4
AUSSCHÜTTUNG –22,2 –24,2
ANTEILE KOMMANDITIST PER 31. 12. 138,7 125,7

Die Cross Border Leasing Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

STAND ZUM 31. 12. 2008 728,6
MARKTWERTVERÄNDERUNGEN CROSS BORDER LEASING 70,9
TILGUNGEN/ABGÄNGE AUS DEM CROSS BORDER LEASING –30,4
KAPITALISIERUNG CROSS BORDER LEASING 63,6
KURSVERLUSTE 19,9
STAND ZUM 01. 01. 2008 604,6
CROSS BORDER LEASING FINANZVERBINDLICHKEITEN MIO. €

Im Jahr 2008 wurden Aufnahmen von neuen langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 402,0 Mio. € vorgenommen. Davon betrafen 222,0 Mio. € Aufnahmen, die im Rahmen des Refinanzierungsverfahrens der Oesterreichischen Kontrollbank AG für ausländische Beteiligungserwerbe direkt bei der Verbundgesellschaft vorgenommen wurden. Die übrigen Aufnahmen in Höhe von 180,0 Mio. € erfolgten bei der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft VERBUND-International Finance BV in den Niederlanden, bei der die Fremdmittelaufnahmen des Konzens grundsätzlich konzentriert werden. Diese Aufnahmen erfolgten in Form von 130,0 Mio. € bei der Europäischen Investitionsbank sowie in Höhe von 50,0 Mio. € in Form eines Schuldscheindarlehens. Von den gesamten Neuaufnahmen werden 346,2 Mio. € variabel und 55,8 Mio. € fix verzinst.

Die Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten exkl. Cross Border Leasing-Transaktionen erfolgten in Höhe von 341,0 Mio. € plangemäß. Außerplanmäßig erfolgten keine Tilgungen. Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Barvorlagen) wurden 13,7 Mio. € getilgt und 116,9 Mio. € am Geldmarkt neu aufgenommen.

Bei den zugrundeliegenden Konditionen der bestehenden Finanzverbindlichkeiten ergaben sich keine Änderungen hinsichtlich der Zinssätze oder der Laufzeiten.

Bei den Finanzverbindlichkeiten aus Cross Border Leasing-Transaktionen wurden Kapitalisierungen in Höhe von 63,6 Mio. € (Vorjahr: 61,4 Mio. €) vorgenommen. Tilgungen/Abgänge erfolgten in Höhe von 30,4 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €).

Die aus dem Finanzierungsleasingverhältnis des Kraftwerks Triebenbach resultierende Verbindlichkeit wird innerhalb eines Jahres mit 0,9 Mio. €, in den darauffolgenden vier Jahren mit 4,2 Mio. € und danach mit insgesamt 13,6 Mio. € getilgt. Die Summe der nicht abgezinsten Leasingraten betrug inklusive der Restwertzahlung 23,5 Mio. € (Vorjahr: 24,7 Mio. €). Das Leasingverhältnis endet am 30. 04. 2015.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit hypothekarischer Sicherstellung.

Weitere Angaben zu den Finanzverbindlichkeiten können der folgenden Tabelle entnommen werden:

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2008 MIO. €

MIO. - 33
LAUFZEIT BIS EMISSIONS
VOLUMEN
AUSHAFTUNG
31. 12. 2008
RESTLAUFZEIT
<= 1 JAHR
1 BIS 2 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
2 BIS 3 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
3 BIS 4 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
4 BIS 5 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
RESTLAUFZEIT
5 JAHRE
>
NOMINALZINSSATZ
GEWICHTETER
GEWICHTETER
EFFEKTIVER
ZINSSATZ
FAIR VALUE
31. 12. 2008
1.ANLEIHEN
EUROWÄHRUNGEN 2017 589,4 582,9 14,3 0,0 0,0 0,0 0,0 568,6 4,00 % 5,24 % 580,5
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2015 126,1 104,6 2,5 0,0 0,0 0,0 0,0 102,2 4,10 % 3,64 % 111,9
SUMME ANLEIHEN 715,5 687,5 16,7 0,0 0,0 0,0 0,0 670,8 4,02 % 4,54 % 692,4
DAVON FIX VERZINST 2017 715,5 687,5 16,8 0,0 0,0 0,0 0,0 670,8 4,02 % 4,54 % 700,3
DAVON VARIABEL VERZINST 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2.VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER KREDITINSTITUTEN
EUROWÄHRUNGEN 2026 1.243,9 1.218,6 448,0 22,2 24,3 194,7 47,9 481,5 4,61 % 3,85 % 1.161,6
FREMDWÄHRUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
SUMME VERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 1.243,9 1.218,6 448,0 22,2 24,3 194,7 47,9 481,5 4,61 % 3,85 % 1.161,6
DAVON FIX VERZINST
DAVON VARIABEL VERZINST
2023
2026
446,3
797,6
441,6
777,0
125,1
322,9
11,8
10,4
9,0
15,3
178,7
16,0
16,3
31,6
100,3
381,2
3,71 %
5,12 %
3,97 %
3,79 %
432,6
729,0
3.FINANZVERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER SONSTIGEN
EUROWÄHRUNGEN 2021 114,6 109,3 91,5 1,0 1,0 1,1 1,1 13,6 2,50 % 3,51 % 109,3
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2009 34,8 40,0 40,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90 % 4,70 % 39,9
3A. SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
OHNE CROSS BORDER LEASING 149,4 149,3 131,5 1,0 1,0 1,1 1,1 13,6 2,34 % 4,69 % 149,2
DAVON FIX VERZINST 2021 34,9 40,0 40,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90 % 4,70 % 39,9
DAVON VARIABEL VERZINST
3B. KOMMANDITISTEN
2015 114,5 109,3 91,5 1,0 1,0 1,1 1,1 13,6 2,50 % 4,44 % 109,3
ZURECHENBARES KAPITAL 138,7 0,0 138,7 0,0 0,0 0,0 0,0
3C. CROSS BORDER LEASING 728,6 0,0 3,6 0,0 0,8 0,0 724,2 909,1
SUMME FINANZVERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER SONSTIGEN
1.016,6 131,5 143,3 1,0 1,9 1,1 737,8 1.058,3
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN OHNE
CROSS BORDER LEASING
2.108,8 2.194,0 596,2 161,9 25,3 195,8 49,0 1.165,9 4,25 % 4,28 % 2.003,2
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN INKL.
CROSS BORDER LEASING
2.922,7 596,2 165,5 25,3 196,6 49,0 1.890,1 2.912,3

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2007 MIO. €

LAUFZEIT BIS AUSHAFTUNG RESTLAUFZEIT 1 BIS 2 JAHRE
RESTLAUFZEIT
2 BIS 3 JAHRE
RESTLAUFZEIT
3 BIS 4 JAHRE
RESTLAUFZEIT
4 BIS 5 JAHRE
RESTLAUFZEIT
RESTLAUFZEIT NOMINALZINSSATZ
GEWICHTETER
GEWICHTETER
EMISSIONS
VOLUMEN
31. 12. 2007 <= 1 JAHR > > > > 5 JAHRE
>
EFFEKTIVER
ZINSSATZ
FAIR VALUE
31. 12. 2007
1.ANLEIHEN
EUROWÄHRUNGEN 2017 885,0 880,5 311,5 0,8 0,0 0,0 0,0 567,9 4,18 % 5,00 % 888,4
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2015 168,1 110,5 32,4 0,0 0,0 0,0 0,0 78,2 3,52 % 2,22 % 123,2
SUMME ANLEIHEN 1.053,2 990,9 344,0 0,8 0,0 0,0 0,0 646,1 4,11 % 4,06 % 1.011,6
DAVON FIX VERZINST 2017 1.053,2 990,9 344,0 0,8 0,0 0,0 0,0 646,1 4,11 % 4,06 % 1.011,6
DAVON VARIABEL VERZINST 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
2.VERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
EUROWÄHRUNGEN 2021 852,8 801,4 18,0 214,9 17,2 19,3 189,0 343,0 4,32 % 4,41 % 782,3
FREMDWÄHRUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
SUMME VERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 852,8 801,4 18,0 214,9 17,2 19,3 189,0 343,0 4,32 % 4,41 % 782,3
DAVON FIX VERZINST 2021 410,3 387,4 2,1 129,3 7,4 9,1 169,8 69,7 3,52 % 3,94 % 372,6
DAVON VARIABEL VERZINST
3.FINANZVERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER SONSTIGEN
2020 442,4 414,0 15,9 85,6 9,8 10,2 19,2 273,3 5,07 % 4,77 % 409,7
EUROWÄHRUNGEN 2021 37,7 33,3 14,8 1,0 1,0 1,0 1,1 14,4 3,77 % 3,51 % 33,3
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2009 34,8 30,6 0,0 30,6 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90 % 3,72 % 30,9
3A. SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
OHNE CROSS BORDER LEASING 72,5 63,9 14,8 31,6 1,0 1,0 1,1 14,4 2,87 % 3,69 % 64,3
DAVON FIX VERZINST 2021 34,9 30,6 0,0 30,6 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90 % 3,72 % 31,0
DAVON VARIABEL VERZINST 2015 37,6 33,3 14,7 1,0 1,0 1,0 1,1 14,5 3,77 % 3,65 % 33,3
3B. KOMMANDITISTEN
ZURECHENBARES KAPITAL
125,7 0,0 125,7 0,0 0,0 0,0 0,0
3C. CROSS BORDER LEASING 604,6 0,0 0,0 3,4 0,0 3,8 597,4 654,9
SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
794,2 14,8 157,3 4,4 1,0 4,9 611,8 719,2
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN OHNE
CROSS BORDER LEASING
1.978,5 1.982,0 376,8 373,0 18,2 20,3 190,1 1.003,5 4,16 % 4,21 % 1.858,1
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN INKL.
CROSS BORDER LEASING
2.586,6 376,8 373,0 21,6 20,3 193,9 1.600,9 2.513,0

(29) ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN NACH IFRS 7

BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES 2008 MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGSKATE-
GORIE NACH IAS 39/
BEWERTUNG NACH
ANDEREM IAS/IFRS
BUCHWERT
ZUM 31.12.2008
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2008
AKTIVA
ANTEILE AN NICHT KONSOLI
DIERTEN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN
AFS/FAAC 9,2
SONSTIGE BETEILIGUNGEN AFS/FAAC 142,8
GELEISTETE ANZAHLUNGEN
AUF BETEILIGUNGEN
AFS/FAAC 36,7
SONSTIGE BETEILIGUNGEN 188,7
WERTPAPIERE CBL
(MEDIUM TERM NOTES)
LAR 47,1 48,1
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN CBL LAR 543,4 629,8
FINANZANLAGEN – CBL 590,5
AUSLEIHUNGEN BETEILIGTE
UNTERNEHMEN
LAR 40,6 41,3
WERTPAPIERE OHNE CBL AFS 266,5 266,5
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN
OHNE CBL
LAR 157,8 154,2
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL)
FAHFT 117,9 117,9
BARWERT LEASINGRATEN
(FINANZIERUNGSLEASING)
LAR 1,6
SONSTIGE 28,1
SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN 147,6
SONSTIGE FINANZANLAGEN UND
SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN
612,5
FORDERUNGEN AUS LIEFE
RUNGEN UND LEISTUNGEN
LAR 281,1 281,1
FORDERUNGEN GG. UNTER
NEHMEN MIT BETEILIGUNGS
VERHÄLTNIS
LAR 30,9 30,9
FORDERUNGEN GG. VERBUN
DENEN UNTERNEHMEN LAR 5,5 5,5
AUSLEIHUNGEN LAR 2,6 2,6
DERIVATE ENERGIEBEREICH FAHFT 383,6 383,6
GEWÄHRTE SICHERHEITEN LAR 4,2 4,2
SONSTIGE LAR 7,3 7,3
EMMISSIONSZERTIFIKATE IAS 38, IAS 2 43,0
SONSTIGE 35,0
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
793,2
LIQUIDE MITTEL LAR 107,8 107,8
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL ASSETS MEASURED AT AMORTIZED COST FAAC 188,7
AVAILABLE FOR SALE FINANCIAL ASSET AFS 266,5
LOANS AND RECEIVABLES LAR 1.229,9
FINANCIAL ASSETS HELD FOR TRADING FAHFT 501,5
BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES FORTSETZUNG MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGSKATE-
GORIE NACH IAS 39/
BEWERTUNG NACH
ANDEREM IAS/IFRS
BUCHWERT
ZUM 31.12.2008
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2008
PASSIVA
FLAC 2.030,8 1.978,7
FLHFT 24,5 24,5
FINANZVERBINDLICHKEITEN (LANG- U. KURZFR.) 2.055,3
FLAC 429,8 610,3
FLPL 298,8 298,8
FINANZVERBINDLICHKEITEN CBL (LANGFR.) 728,6
FINANZVERBINDLICHKEITEN KOMMANDITIST (LANGFR.) IAS 32 138,7
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL)
FLHFT 10,7 10,7
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN U. LEISTUNGEN
FLAC 2,0 2,0
SONSTIGE FLAC 2,6 2,6
SONSTIGE 0,1
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFR.) 15,3
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN U. LEISTUNGEN
FLAC 59,5 59,5
DERIVATE ENERGIEBEREICH FLHFT 156,5 156,5
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER UNTERNEHMEN MIT
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
FLAC 23,5 23,5
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER VERBUNDENEN UNTER
NEHMEN
FLAC 7,8 7,8
SONSTIGE FLAC 10,9 10,9
SONSTIGE 93,9
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFR.) 352,1
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL LIABILITIES MEASURED AT AMORTIZED COST FLAC 2.566,9
FINANCIAL LIABILITIES DESIGNATED AS AT FAIR VALUE
THROUGH PROFIT OR LOSS UPON INITIAL RECOGNITION
(FAIR VALUE OPTION) FLPL 298,8
FINANCIAL LIABILITIES HELD FOR TRADING FLHFT 191,7
BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES 2007 MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGSKATE-
GORIE NACH IAS 39/
BEWERTUNG NACH
ANDEREM IAS/IFRS
BUCHWERT
ZUM 31.12.2007
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2007
AKTIVA
ANTEILE AN NICHT KONSOLI
DIERTEN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN
AFS/FAAC 8,4
SONSTIGE BETEILIGUNGEN AFS/FAAC 31,3
SONSTIGE BETEILIGUNGEN 39,7
WERTPAPIERE CBL
(MEDIUM TERM NOTES)
LAR 43,7 42,4
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN CBL LAR 494,1 576,9
FINANZANLAGEN – CBL 537,8
AUSLEIHUNGEN BETEILIGTE
UNTERNEHMEN
LAR 41,3 42,6
WERTPAPIERE OHNE CBL AFS 250,8 250,8
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN
OHNE CBL
LAR 74,0 78,6
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL) FAHFT 47,9 47,9
BARWERT LEASINGRATEN
(FINANZIERUNGSLEASING)
LAR 3,2
SONSTIGE 29,3
SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN 80,4
SONSTIGE FINANZANLAGEN UND
SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN
446,5
FORDERUNGEN AUS LIEFE
RUNGEN UND LEISTUNGEN
LAR 248,1 248,1
FORDERUNGEN GG. UNTER
NEHMEN MIT BETEILIGUNGS
VERHÄLTNIS
LAR 32,5 32,5
FORDERUNGEN GG. VERBUN
DENEN UNTERNEHMEN
LAR 9,7 9,7
AUSLEIHUNGEN LAR 2,9 2,9
VERANLAGUNGEN BEI BANKEN
(< 3 M.< 1J.)
LAR 245,8 245,8
DERIVATE ENERGIEBEREICH FAHFT 34,2 34,2
GEWÄHRTE SICHERHEITEN LAR 23,1 23,1
SONSTIGE LAR 19,2 19,2
EMISSIONSZERTIFIKATE IAS 38, IAS 2 0,1
SONSTIGE 21,1
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN
637,6
LIQUIDE MITTEL LAR 330,1 330,1
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL ASSETS MEASURED AT AMORTIZED COST FAAC 39,7
AVAILABLE FOR SALE FINANCIAL ASSET AFS 250,8
LOANS AND RECEIVABLES LAR 1.567,2
FINANCIAL ASSETS HELD FOR TRADING FAHFT 82,1
BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES FORTSETZUNG MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGSKATE-
GORIE NACH IAS 39/
BEWERTUNG NACH
ANDEREM IAS/IFRS
BUCHWERT
ZUM 31.12.2007
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2007
PASSIVA
FINANZVERBINDLICHKEITEN (LANG- U. KURZFR.) FLAC 1.856,2 1.858,1
FLAC 388,8 439,2
FLPL 215,7 215,7
FINANZVERBINDLICHKEITEN CBL (LANGFR.) 604,6
FINANZVERBINDLICHKEITEN KOMMANDITIST (LANGFR.) IAS 32 125,7
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL)
FLHFT 11,6 11,6
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN U. LEISTUNGEN
FLAC 1,0 1,0
SONSTIGE FLAC 18,9 18,9
SONSTIGE 0,1
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFR.) 31,6
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN U. LEISTUNGEN
FLAC 60,2 60,2
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER UNTERNEHMEN MIT
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
FLAC 43,0 43,0
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN FLAC 8,2 8,2
DERIVATE ENERGIEBEREICH FLHFT 35,7 35,7
SONSTIGE FLAC 13,6 13,6
SONSTIGE 174,9
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFR.) 335,6
DAVON AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL LIABILITIES MEASURED AT AMORTIZED COST FLAC 2.390,0
(FAIR VALUE OPTION) FINANCIAL LIABILITIES DESIGNATED AS AT FAIR VALUE
THROUGH PROFIT OR LOSS UPON INITIAL RECOGNITION
FLPL 215,7
FINANCIAL LIABILITIES HELD FOR TRADING FLHFT 47,3

Beizulegende Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward-Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag diskontiert.

Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, stellt die jeweilige Preisnotierung an diesem Markt den Fair Value dar. Die beizulegenden Zeitwerte der börsenotierten Wertpapiere entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Ausleihungen entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Für die Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und für die sonstigen Beteiligungen wurde auf eine Bewertung zum Fair Value aufgrund nicht verlässlich ermittelbarer Cashflows verzichtet. Es konnten keine Fair Values auf Basis vergleichbarer Transaktionen abgeleitet werden.

Für die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Ausleihungen und kurzfristige sonstige Forderungen gelten aufgrund der kurzen Restlaufzeit die Buchwerte als realistische Schätzung ihrer Fair Values.

Die Fair Values börsenotierter Stromtermingeschäfte entsprechen den börsetäglich festgestellten Abrechnungspreisen zum Bilanzstichtag, die von der jeweiligen Börse veröffentlicht werden.

Die beizulegenden Zeitwerte von nicht börsenotierten Stromtermingeschäften werden mit einer von den Börsenkursen abgeleiteten Forward-Preis-Kurve unter Anwendung einer EURIBOR-basierten Diskontierung ermittelt. Die Geschäfte werden einzeln mit ihrem Terminkurs bzw. -preis am Bilanzstichtag bewertet.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus Kursen am Bilanzstichtag. Bei nicht börsegehandelten Geschäften (OTC) werden Auflösungsangebote (Unwind-Angebote) der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen.

Der Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den der Verbund-Konzern bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem die aktuellen Zinsenniveaus und Yield-Kurven, berücksichtigt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit-Spread-Kurve ermittelt.

Der Fair Value von Geldaufnahmen im Rahmen der kurzfristigen Kreditfazilitäten sowie kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten wird wegen der kurzen Laufzeiten in Höhe des Buchwertes angesetzt.

ANALYSE DER VEREINBARTEN MITTELABFLÜSSE

Darstellung der vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7:

MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN NACH IFRS 7 1.264,0 424,9 549,7 2.014,2
MITTELABFLÜSSE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 609,0 196,1 108,0 2,7
SONSTIGE 104,6 0,0 0,0 2,6
DERIVATE FINANZBEREICH 0,0 0,0 34,5 0,0
DERIVATE ENERGIEBEREICH 413,6 195,7 72,0 0,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
7,8 0,0 0,0 0,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN
MIT BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
23,5 0,0 0,0 0,0
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 59,5 0,4 1,5 0,1
MITTELABFLÜSSE FINANZVERBINDLICHKEITEN 655,0 228,8 441,7 2.011,5
CROSS BORDER LEASING 1,8 5,2 0,8 724,3
DERIVATE FINANZBEREICH 24,5 0,0 0,0 0,0
KOMMANDITISTEN ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE 0,0 138,7 0,0 0,0
FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN 132,7 1,8 5,4 14,5
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 462,4 50,3 337,1 549,9
ANLEIHEN 33,6 32,8 98,4 722,8
2009 2010 2011–2013 AB 2014
MITTELABFLÜSSE ZUM 31. 12. 2008 FÄLLIGKEIT MIO. €

MITTELABFLÜSSE ZUM 31. 12. 2007 MIO. €

FÄLLIGKEIT
2008 2009 2010–2012 AB 2013
ANLEIHEN 374,7 32,6 95,4 728,6
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 51,6 245,9 303,7 443,5
FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN 7,1 32,5 4,9 15,4
KOMMANDITISTEN ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE 0,0 125,7 0,0 0,0
CROSS BORDER LEASING 1,8 1,8 5,0 601,2
MITTELABFLÜSSE FINANZVERBINDLICHKEITEN 435,2 438,5 409,0 1.788,7
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 60,2 0,0 1,0 0,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN
MIT BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
43,0 0,0 0,0 0,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
8,2 0,0 0,0 0,0
DERIVATE ENERGIEBEREICH1
DERIVATE FINANZBEREICH 0,0 0,0 34,5 0,0
SONSTIGE 204,8 0,1 0,0 2,6
MITTELABFLÜSSE SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 316,2 0,1 35,5 2,6
MITTELABFLÜSSE VERBINDLICHKEITEN NACH IFRS 7 751,4 438,6 444,5 1.791,3

1 Aufgrund der Anpassung der bilanziellen Darstellung an die modifizierte Portfoliostruktur (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) ist die Angabe von vergleichbaren Vorjahreswerten nicht möglich

NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIE IAS 39

NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIE MIO. €
2008 2007
NETTO- DAVON NETTO- DAVON
ERGEBNIS WERT- ERGEBNIS WERT
MINDERUNG MINDERUNG
FINANCIAL ASSETS MEASURED AT AMORTIZED COST –2,3 –2,3 –2,9 0,0
AVAILABLE FOR SALE FINANCIAL ASSET (AFS) –69,9 –38,8 –15,4 0,0
LOANS AND RECEIVABLES –8,3 –8,7 –3,6 –6,1
FINANCIAL LIABILITIES MEASURED AT AMORTIZED COST –24,0 0,0 4,0 0,0
FINANCIAL LIABILITIES DESIGNATED AS AT FAIR VALUE THROUGH
PROFIT OR LOSS UPON INITIAL RECOGNITION (FAIR VALUE OPTION) –70,9 0,0 1,5 0,0
FINANCIAL ASSETS/LIABILITIES HELD FOR TRADING 70,0 0,0 1,1 0,0
GESAMTZINSAUFWENDUNGEN –162,7 –136,0
GESAMTZINSERTRÄGE 110,9 88,7
ERGEBNISNEUTRAL IN DIE AFS RÜCKLAGE EINGESTELLT –21,8 –15,3
ERGEBNISWIRKSAM AUS DER AFS RÜCKLAGE ENTNOMMEN –10,0 –0,1

Das Nettoergebnis der Kategorie Financial Assets measured at Amortized Cost ist im Beteiligungsergebnis erfasst. Dividendenerträge wurden nicht mit einbezogen.

Das Nettoergebnis der Kategorie Loans and Receivables ist im operativen Ergebnis enthalten und betrifft im Wesentlichen Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen.

Die Nettoergebnisse der Financial Liabilities Measured at Amortized Cost und der Financial Liabilities designated as at Fair Value through Profit or Loss upon initial recognition umfassen FW-Kursverluste im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten und sind im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Das Nettoergebnis der Financial Assets/Liabilities Held for Trading betrifft die Bewertung zum Fair Value der Derivate aus dem Energiebereich und ist demgemäß im operativen Ergebnis (Stromerlösen) enthalten; die Bewertung der Derivate aus dem Finanzbereich ist im übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Zinsaufwand und Zinsertrag erfasst.

(30) LANG- UND KURZFRISTIGE LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
MIO. €
RÜCKSTELLUNGEN LANGFRISTIG KURZFRISTIG
2008 2007 2008 2007
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN 230,9 224,3 0,0 0,0
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 121,2 116,0 0,0 0,0
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN 140,7 141,5 0,0 0,0
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT 30,4 33,1 14,8 17,4
SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN 3,4 3,4 52,0 50,3
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 121,3 101,6 168,3 157,6
LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 647,9 619,9 235,1 225,4

Die Rückstellungen für Pensionen, pensionsähnliche Verpflichtungen (Prämien zur Krankenzusatzversicherung) und Abfertigungen werden zur Gänze als langfristig angesehen. Zu den Fristen der sonstigen Rückstellungen siehe unten.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN MIO. €

PENSIONS- PENSIONSÄHNLICHE
VERPFLICHTUNGEN VEPFLICHTUNGEN
2008 2007 2008 2007
ÜBERLEITUNG DER IN DER BILANZ AUSGEWIESENEN RÜCKSTELLUNG
BARWERT (DBO) DER DURCH FONDSVERMÖGEN GEDECKTEN VERPFLICHTUNGEN 173,8 167,4
BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS –132,7 –151,2
NETTOWERT DER DURCH FONDSVERMÖGEN GEDECKTEN VERPFLICHTUNGEN 41,1 16,2
BARWERT (DBO) DER NICHT DURCH FONDSVERMÖGEN
GEDECKTEN VERPFLICHTUNGEN
231,9 250,9 114,5 116,3
KUMULIERTE VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)/ VERLUSTE (–) –42,1 –42,8 6,7 –0,3
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 230,9 224,3 121,2 116,0
DER PERSONALAUFWAND ENTHÄLT
DIENSTZEITAUFWAND (ERWORBENE ANSPRÜCHE) 0,5 0,5 1,8 2,1
ZINSAUFWAND 19,9 18,2 5,8 5,7
ERWARTETER VERANLAGUNGSGEWINN (–)/-VERLUST (+) –5,9 –6,2
AMORTISIERTE VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (–)/ VERLUSTE (+) 18,7 9,9 –0,1 0,7
IM PERSONALAUFWAND ERFASSTER PENSIONSAUFWAND 33,2 22,4 7,5 8,5
TATSÄCHLICHER VERANLAGUNGSGEWINN (–)/-VERLUST (+) –11,6 –1,2
ENTWICKLUNG DES BARWERTS DER VERPFLICHTUNG (DBO)
BARWERT (DBO) 01. 01. 418,3 427,5 116,3 128,3
DIENSTZEITAUFWAND (ERWORBENE ANSPRÜCHE) 0,5 0,5 1,8 2,1
ZINSAUFWAND 19,9 18,2 5,8 5,7
PENSIONSZAHLUNGEN/KZV-ZUSCHUSSZAHLUNGEN –33,6 –31,9 –2,3 –2,0
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (–)/ VERLUSTE (+) 0,6 4,1 –7,1 –17,9
TATSÄCHLICHE DBO 31. 12. 405,7 418,3 114,5 116,3
ENTWICKLUNG DES FONDSVERMÖGENS
PLANVERMÖGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT 01. 01. 151,2 157,6
FONDS-BEITRAGSZAHLUNGEN 2,1 0,6
FONDS-AUSZAHLUNGEN –9,1 –8,1
ERWARTETER ERTRAG DES PLANVERMÖGENS 5,9 6,2
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)/ VERLUSTE (–) –17,5 –5,0
PLANVERMÖGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT 31. 12. 132,6 151,2
ENTWICKLUNG DER NICHT REALISIERTEN VERSICHERUNGS
MATHEMATISCHEN GEWINNE BZW. VERLUSTE
KUMULIERTE VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)
BZW. VERLUSTE (–) 01. 01. –42,8 –43,6 –0,3 –18,8
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+) BZW. VERLUSTE (–)
DES JAHRES
–0,6 –4,1 7,1 17,9
VERANLAGUNGSGEWINNE (+) BZW. -VERLUSTE (–) DES JAHRES –17,5 –5,0
AMORTISATION DES JAHRES 18,7 9,9 –0,1 0,7
KUMULIERTE VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)
BZW. VERLUSTE (–) 31. 12. –42,2 –42,8 6,7 –0,3

Den Berechnungen zum 31. 12. 2008 und zum 31. 12. 2007 liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

2008 2007
PENSION
ABZINSUNGSSATZ BANDBREITE BANDBREITE
5,00–5,25 % 4,75–5,00 %
PENSIONSSTEIGERUNGEN 2,50 % 2,25 %
GEHALTSSTEIGERUNGEN 3,00 % 3,00 %
FLUKTUATION KEINE KEINE
PENSIONSALTER FRAUEN 56,5 – 65 56,5 – 65
PENSIONSALTER MÄNNER 61,5 – 65 61,5 – 65
ERWARTETE LANGFRISTIGE VERZINSUNG DES FONDSVERMÖGENS (ERMITTELT AUF BASIS
DER SEKUNDÄRMARKTRENDITE FESTVERZINSLICHER ÖSTERREICHISCHER BUNDESANLEIHEN) 2,0 % 4,0 %
PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN (PRÄMIEN ZUR KRANKENZUSATZVERSICHERUNG)
ABZINSUNGSSATZ BANDBREITE BANDBREITE
5,00–5,25 % 4,75–5,00 %
FLUKTUATION (IN ABHÄNGIGKEIT VON DER UNTERNEHMENSZUGEHÖRIGKEIT) 0,0–4,0 % 0,0–4,0 %
TREND DER ZUSCHUSSZAHLUNGEN AUF BASIS SPITALSKOSTENINDIZES:
NEUVERTRÄGE (MIT SELBSTBEHALT) 4,5 % 4,5 %
ALTVERTRÄGE (OHNE SELBSTBEHALT) 7,5 % 7,5 %
GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN
ABZINSUNGSSATZ 5,00 % 4,75 %
FLUKTUATION (IN ABHÄNGIGKEIT VON DER UNTERNEHMENSZUGEHÖRIGKEIT) 0,0–4,0 % 0,0–4,0 %

Die geschätzte Kostensteigerung der medizinischen Versorgung hat einen maßgeblichen Einfluss auf den im Personalaufwand enthaltenen Prämienaufwand für Krankenzusatzversicherungen. Die Veränderung der Kostensteigerung um einen Prozentpunkt hat auf Basis des Barwerts der Verpflichtung (DBO) in Höhe von 114,5 Mio. € die folgenden Effekte:

EFFEKT DER GESCHÄTZTEN KOSTENSTEIGERUNG DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG MIO. €
1 %-PUNKT 1 %-PUNKT
STEIGERUNG SENKUNG
EFFEKT AUF DIENSTZEIT- UND ZINSAUFWAND +1,9 –1,5
EFFEKT AUF DBO +24,1 –18,8

ERFAHRUNGSBEDINGTE ANPASSUNGEN DER LETZTEN 5 JAHRE

2004 2005 2006 2007 2008
PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNG (DBO)
ZUM 31.12. IN MILLIONEN € 75,8 103,1 128,3 116,3 114,5
ERFAHRUNGSBEDINGTE ANPASSUNGEN (+) GEWINN / (–) VERLUST
IN % DES BARWERTS DER VERPFLICHTUNG (DBO)
ZUM PERIODENENDE 3,85 % 1,03 % –3,67 % 5,26 % 0,3 %

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

HISTORISCHE INFORMATION PENSIONVERPFLICHTUNG MIO. €
2004 2005 2006 2007 2008
PENSIONSVERPFLICHTUNG (DBO) ZUM 31.12. 378,2 426,5 427,5 418,3 405,7
PLANVERMÖGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT –145,0 –156,5 –157,6 –151,2 –132,6
UNTERDECKUNG (+) / ÜBERSCHUSS (–) 233,2 270,0 269,9 267,1 273,1
ERFAHRUNGSBEDINGTE ANPASSUNGEN (+) GEWINN / (–) VERLUST
IN % DES BARWERTS DER VERPFLICHTUNG (DBO)
ZUM PERIODENENDE
0,44 % 0,40 % –3,56 % –1,16 % –2,11 %
IN % DES PLANVERMÖGENS ZUM PERIODENENDE 0,92 % 7,28 % 1,21 % –3,28 % –53,9 %

Die Deckungslücke stellt den Teil der nicht durch Planvermögen gedeckten Pensionszusagen dar. Dabei handelt es sich vor allem um Direktzusagen an Pensionsbezieher.

Im Jahr 2009 werden laufende Zahlungen an die beitragsorientierte Pensionskasse in Höhe von 7,0 Mio. € erwartet.

Das Fondsvermögen besteht aus:

FONDSVERMÖGEN ANTEIL IN %
2008 2007
RENTEN – EURO 26,71 40,89
RENTEN – EURO CORPORATES 2,16 4,04
RENTEN – NICHT EURO 6,62 11,73
AKTIEN – EURO 6,53 8,96
AKTIEN – NICHT EURO 9,01 18,60
AKTIEN – EMERGING MARKETS 0,24 5,61
ALTERNATIVE INVESTMENTS 2,07 5,87
IMMOBILIENFONDSANTEILE 0,00 1,00
BARGELD 17,66 3,30
BONDS – EURO MONEY MARKET 29,00 0,00
GESAMT 100,00 100,00
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN MIO. €
2008 2007
RÜCKSTELLUNG FÜR GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN 134,6 135,3
RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN AUS SONDERVEREINBARUNGEN GEMÄSS SOZIALPLAN 6,1 6,2
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 140,7 141,5

RÜCKSTELLUNGEN FÜR GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN

ABFERTIGUNGSVERPFLICHTUNGEN
2008 2007
ÜBERLEITUNG DER IN DER BILANZ AUSGEWIESENEN RÜCKSTELLUNG
BARWERT (DBO) DER VERPFLICHTUNGEN 134,6 135,3
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 134,6 135,3
DER PERSONALAUFWAND ENTHÄLT
DIENSTZEITAUFWAND 2,5 2,6
ZINSAUFWAND 6,2 5,8
ERFASSTER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER GEWINN (–) BZW.VERLUST (+) 2,0 –2,7
IM PERSONALAUFWAND ERFASSTER ABFERTIGUNGSAUFWAND 10,7 5,7
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 01. 01. 135,3 140,7
ERFOLGSWIRKSAM ERFASSTER NETTOAUFWAND 10,7 5,7
ABFERTIGUNGSZAHLUNGEN –11,4 –11,1
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 134,6 135,3

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT

VORRUHESTAND
2008 2007
ÜBERLEITUNG DER IN DER BILANZ AUSGEWIESENEN RÜCKSTELLUNG
BARWERT (DBO) DER VERPFLICHTUNGEN 45,2 50,5
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 45,2 50,5
DER PERSONALAUFWAND ENTHÄLT
ZINSAUFWAND 1,9 2,3
ENTLASTUNG AUS DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNG –2,4 –1,2
ERFASSTER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER GEWINN (–) BZW. VERLUST (+) 7,6 –4,1
IM PERSONALAUFWAND ERFASSTER AUFWAND 7,1 –3,1
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 01. 01. 50,5 72,2
UMGLIEDERUNG AUS DER DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNG 2,4 1,2
ERFOLGSWIRKSAM ERFASSTER NETTOAUFWAND 7,1 –3,1
VORRUHESTANDSZAHLUNGEN –14,8 –19,8
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 45,2 50,5

Mit der Rückstellung für Altersteilzeitmodelle wird für Überbrückungszahlungen im Rahmen der Altersteilzeit in Höhe von 45,2 Mio. € (Vorjahr: 50,5 Mio. €) vorgesorgt. Diese Modelle ermöglichen dem Unternehmen eine sozial verträgliche Personalreduktion.

SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €
BUCHWERT 01. 01. 2008
DAVON > 1 JAHR 3,4
DAVON < 1 JAHR 50,3
SUMME 01. 01. 2008 53,7
NEUBILDUNG 48,5
AUFZINSUNG 0,6
VERWENDUNG –43,8
AUFLÖSUNG –1,0
UMGLIEDERUNG –2,6
BUCHWERT 31. 12. 2008 55,4
DAVON > 1 JAHR 3,4
DAVON < 1 JAHR 52,0

Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Urlaubsansprüche (22,7 Mio. €; Vorjahr: 20,8 Mio. €), Gleitzeitsalden (2,5 Mio. €; Vorjahr: 2,6 Mio. €) sowie die Vorsorgen für Personalreorganisationen (3,9 Mio. €; Vorjahr: 8,9 Mio. €), Urlaubszuschüsse (8,5 Mio. €; Vorjahr: 7,4 Mio. €), Prämien für das leistungsorientierte Gehaltssystem (13,2 Mio. €; Vorjahr: 9,3 Mio. €) und Jubiläumsgelder (3,4 Mio. €; Vorjahr: 3,4 Mio. €).

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €
DROHVERLUST
RÜCKSTEL
LUNGEN
ÜBRIGE SUMME
BUCHWERT 01. 01. 2008
DAVON > 1 JAHR 86,9 14,7 101,6
DAVON < 1 JAHR 15,0 142,6 157,6
SUMME 01. 01. 2008 101,9 157,3 259,2
NEUBILDUNG 58,8 165,6 224,4
AUFZINSUNG 4,1 0,0 4,1
VERWENDUNG –2,1 –98,0 –100,1
AUFLÖSUNG –80,7 –17,3 –98,0
UMGLIEDERUNG 0,0 0,0 0,0
BUCHWERT 31. 12. 2008 82,0 207,6 289,6
DAVON > 1 JAHR 81,0 40,3 121,3
DAVON < 1 JAHR 1,0 167,3 168,3

Die Drohverlustrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 1998 aufgrund der erwarteten Auswirkungen der Liberalisierung des Strommarktes bzw. werden laufend für belastete Verträge gebildet. Der Schätzwert für die Rückstellung wurde anhand einer Discounted Cashflow-Berechnung ermittelt, bei der die künftigen Geldzu- und -abflüsse mit einem Zinssatz von 6,25 % (Vorjahr 5,0 %) abgezinst wurden. Aus der Anpassung des Diskontierungssatzes ergaben sich zum 31. 12. 2008 um rund 0,3 Mio. € geringere Drohverlustrückstellungen.

ÜBRIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €

LEISTUNGEN
ENTSCHÄDI
GUNGS
ABBRUCH
KOSTEN
INVESTITIONEN
AUSSTEHENDE
RECHNUNGEN
FÜR
ERHALTUNGS
AUFWENDUN
GEN
WENDUNGEN
PRÜFUNGS,-,
UND BERAT
UNGSAUF
RECHTS-,
STROM-/NETZ
LIEFERUNGEN
SONSTIGE SUMME
BUCHWERT 01. 01. 2008
DAVON > 1 JAHR 0,6 13,7 0,0 0,4 0,0 0,0 0,0 14,7
DAVON < 1 JAHR 2,1 0,0 42,4 32,2 2,3 43,0 20,6 142,6
SUMME 01. 01. 2008 2,7 13,7 42,4 32,6 2,3 43,0 20,6 157,3
ÄNDERUNG DES KONSOLI
DIERUNGSKREISES 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
NEUBILDUNG 0,1 17,6 64,4 50,2 6,2 14,1 13,0 165,6
AUFZINSUNG 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
VERWENDUNG –0,2 –1,8 –42,1 –31,2 –2,1 –14,6 –6,0 –98,0
AUFLÖSUNG –0,9 0,0 –0,1 –0,9 –0,3 –14,5 –0,6 –17,3
UMGLIEDERUNG 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
BUCHWERT 31. 12. 2008 1,7 29,5 64,6 50,7 6,1 28,0 27,0 207,6
DAVON > 1 JAHR 0,6 29,5 0,0 10,2 0,0 0,0 0,0 40,3
DAVON < 1 JAHR 1,1 0,0 64,6 40,5 6,1 28,0 27,0 167,3
STEUERRÜCKSTELLUNGEN (LAUFENDE STEUERN) MIO. €
2008 2007
KÖRPERSCHAFTSTEUER 166,7 47,4
SONSTIGE STEUERN 0,0 0,0
STEUERRÜCKSTELLUNGEN (LAUFENDE STEUERN) 166,7 47,4

Die Steuerrückstellungen wurden zur Gänze als kurzfristig angesetzt.

(32) BAUKOSTENBEITRÄGE

(31) RÜCKSTELLUNGEN FÜR LAUFENDE STEUERN

Im Rahmen dieser Position werden vor allem von Landesgesellschaften an den Verbund-Konzern geleistete und nicht rückzahlbare Baukostenbeiträge in Höhe von 401,9 Mio. € (Vorjahr: 419,4 Mio. €) passiviert. Diese räumen Strombezugs- und Benützungsrechte an Kraftwerken und sonstigen Anlagen des Verbund-Konzerns auf deren Nutzungsdauer ein. Die Auflösung der Baukostenbeiträge erfolgt analog zur Abschreibung der betroffenen Anlagen.

(33) ABGRENZUNGEN – CROSS BORDER LEASING

In diesen Abgrenzungen wird der Mittelzufluss aus den Cross Border Leasing-Transaktionen in Höhe von insgesamt 244,8 Mio. € (Vorjahr: 250,8 Mio. €) erfasst. Der im Geschäftsjahr ertragswirksam aufgelöste Anteil beträgt 6,0 Mio. €.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) MIO. €
2008 2007
ZEITWERT VON DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN/FINANZBEREICH 10,7 11,6
VERBINDLICHKEITEN AUS WASSERNUTZUNGSRECHTEN 2,6 2,6
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 2,0 1,0
VERBINDLICHKEITEN REPUBLIK ÖSTERREICH 0,0 16,3
SONSTIGE 0,0 0,1
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG) 15,3 31,6

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) MIO. €

2008 2007
ZEITWERTE VON DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN/ENERGIEBEREICH 156,7 35,7
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 59,5 60,2
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER ECRA 41,5 0,0
VERBINDLICHKEITEN FINANZAMT 26,5 24,0
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN MIT BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS 23,5 43,0
ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUS AUKTIONEN 10,9 11,7
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN NICHT KONSOLIDIERT 7,8 8,2
SOZIALE SICHERHEIT (U.A. SOZIALVERSICHERUNGSINSTITUTE) 4,2 4,2
ABGRENZUNGEN VON STROMVORAUSZAHLUNGEN 2,6 0,0
ERHALTENE MIETVORAUSZAHLUNGEN 2,4 2,4
ERHALTENE ANZAHLUNGEN FÜR IN FOLGEPERIODEN WIRKSAME ERTRÄGE 0,0 125,9
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER DER PENSIONSKASSE 0,0 10,5
VERBINDLICHKEITEN AUS WASSERNUTZUNGSRECHTEN 0,0 1,9
SONSTIGE 16,5 7,9
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG) 352,1 335,6

(34) SONSTIGE VERBIND-LICHKEITEN (LANGFRISTIG)

(35) SONSTIGE VERBIND-LICHKEITEN (KURZFRISTIG)

V. RISIKEN/RISIKOMANAGEMENT

CROSS BORDER LEASING-TRANSAKTIONEN

Im Zuge der aktuellen Finanzmarktkrise kam es bei einzelnen Vertragspartnern von Cross Border Leasing-Transaktionen auch zu Ratingverschlechterungen, die einerseits zu einem Handlungsbedarf bei den grundsätzlich sehr konservativ konzipierten Transaktionen führten und andererseits die Gesamtrisikosituation etwas verschlechtert haben.

Die American International Group, Inc. (AIG) ist in einzelnen vom Verbund-Konzern abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen entweder als Equity Payment Undertaker oder als A loan provider involviert. Bei dieser Gesellschaft erfolgte eine Ratingverschlechterung und es wurde der Fortbestand und die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch den US-amerikanischen Staat gesichert. Bei zwei Transaktionen war AIG aufgrund des erfolgten down-gradings verpflichtet, zusätzliche Sicherheiten einzubringen, die auch tatsächlich fristgerecht eingeliefert wurden.

Bei einer Transaktion musste der Verbund-Konzern innerhalb von 60 Tagen nach der Veröffentlichung der Herabstufung der AIG den Schuldübernahmevertrag (Payment Undertaking Agreement) austauschen oder einen Letter of Credit beistellen oder US Treasuries kaufen. Das diesbezügliche Volumen beträgt rd. 29 Mio. €. Der Verbund-Konzern verhandelte über eine vorzeitige Vertragsauflösung, welche am 22. Jänner 2009 stattgefunden hat.

Ein US-Investor ist nach Beginn der aktuellen Krise mit dem Ersuchen an den Verbund-Konzern herangetreten, einzelne Transaktionen vorzeitig aufzulösen. Es wurde deshalb begonnen, an den entsprechenden Kalkulationen und rechtlichen Rahmenbedingungen zu arbeiten. Aufgrund einer geplanten Übernahme bei diesem Investor wurden dann allerdings die Verhandlungen zur vorzeitigen Vertragsauflösung auf Anfang 2009 verschoben.

Zusätzlich wurden mit einem weiteren Investor Verhandlungen über eine vorzeitige Vertragsauflösung bei einer weiteren Transaktion aufgenommen.

Aufgrund der aktuellen Finanzmarktkrise haben sich die Bonitäts-Einstufungen (Ratings) von Counterparts in mehreren weiteren Cross Border Leasing-Transaktionen verschlechtert. Die Ratings liegen aber noch immer über den vertraglich erforderlichen Ratinggrenzen. Für den Verbund-Konzern besteht daher aktuell kein zusätzlicher Handlungsbedarf, einzelne Vertragsparteien oder Veranlagungsinstrumente in Cross Border Leasing-Transaktionen auszutauschen.

Sollte ein Austausch einer Vertragspartei oder eines Veranlagungsinstrumentes notwendig sein, hat der Verbund-Konzern jedoch zu jeder Zeit die Möglichkeit, alternative Instrumente, wie z.B. US-Staatsanleihen oder Letter of Credits, zur Besicherung der Cross Border Leasing-Transaktionen einzusetzen.

Auf einzelne Komponenten der mit den Cross Border Leasing-Transaktionen zusammenhängenden Risiken wird in den folgenden Punkten noch eingegangen.

FINANZINSTRUMENTE

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Finanzbereich setzen sich wie folgt zusammen und sind in den folgenden Bilanzpositionen erfasst:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE MIO. €
REFERENZWERT POSITIVER NEGATIVER POSITIVER NEGATIVER
FREMDWÄHRUNG ZEITWERT ZEITWERT ZEITWERT ZEITWERT
31. 12. 2008 31. 12. 2008 31. 12. 2007 31. 12. 2007
SONSTIGE FORDERUNGEN
ZINSSWAP CROSS BORDER LEASING 236,0 USD
(FIXZINSEMPFÄNGER) (VJ: 231,7 USD) 117,9 47,9
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
DEVISENTERMINGESCHÄFT 28,2 USD
CROSS BORDER LEASING (VJ: 27,8 USD) 10,7 11,6
SONSTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
USD DEVISENTERMINGESCHÄFT 105,0 USD 6,4
USD DEVISENTERMINGESCHÄFT 245,0 USD 18,0

Alle angeführten Derivativgeschäfte dienen ausschließlich der wirtschaftlichen Absicherung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Die Wertschwankungen der Cross Border Leasing-Derivate dienen dem Ausgleich der Wertschwankungen der gesicherten Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum Fair Value bewertet werden.

Die Wertänderungen der USD Devisentermingeschäfte werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen bei den Zinsswaps nur einen Bruchteil dieser Werte dar.

Der Verbund-Konzern ist in der Berichtsperiode all seinen Zahlungsverpflichtungen (Zinsen und Tilgungen) aus Darlehensverbindlichkeiten pünktlich und ordnungsgemäß nachgekommen. Dies gilt auch für alle anderen Verbindlichkeiten, soweit nicht rechtliche oder inhaltliche Einwendungen bestanden haben.

Aus Gebühren- und Kostengründen bestehen zum 31. 12. 2008 keine kontrahierten Kreditlinien mit inländischen Finanzinstituten. Um eine ausreichende Liquiditätsreserve sicherzustellen, besteht seit Anfang 2005 eine fünfjährige syndizierte Kreditlinie mit zweimaliger Verlängerungsoption über 750 Mio. €. Die Aufnahme erfolgte im Rahmen eines europäischen Bankensyndikats über die Finanzierungsgesellschaft in den Niederlanden. Die möglichen Verlängerungsoptionen wurden in Anspruch genommen, die bis Anfang 2012 bestehende Linie wurde nicht ausgenützt. Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds sowie aus einem noch nicht ausgenützten Schuldscheindarlehen über 200 Mio. €.

FINANZBEREICH

LIQUIDITÄTSRISIKO

Zur Darstellung der vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich des IFRS 7 siehe Punkt (29).

KREDITRISIKO

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko im Stromund Netzgeschäft sowie im Finanzbereich konzerneinheitlich bewertet und überwacht. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität entweder auf Basis eines externen Investment Grade Ratings einer internationalen Ratingagentur (Moody's, Standard & Poor´s) oder nach einer internen Bonitätsüberprüfung, die ein Ratingäquivalent ermittelt, abgeschlossen. Dabei wird für jeden Kontrahenten ein individuelles Limit vergeben, welches konzernweit überwacht wird. Geldmarktveranlagungen werden ebenfalls nur mit Finanzpartnern mit geprüfter Bonität abgeschlossen. Auf Basis von Ausfallswahrscheinlichkeiten – berechnet von internationalen Ratingagenturen – erfolgt eine Beobachtung des gesamten Kontrahentenrisikos und des Kundenstrukturportefeuilles. Entspricht die Bonitätsbeurteilung oder das Rating nicht den gestellten Anforderungen, wird also kein Investment Grade Rating erreicht, werden Geschäfte nur auf Basis einer ausreichenden Besicherung (z.B. Vorauszahlungen, Bankgarantien, Patronatserklärungen) abgeschlossen. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallsrisiken minimiert. Durch abgeschlossene Aufrechnungsvereinbarungen erfolgt eine weitere Risikoreduzierung. In der Regel wird das Kontrahentenrisiko nicht versichert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der wesentlichsten Positionen für Finanzinstrumente mit

FINANZINSTRUMENTE MIT KREDITRISIKO UND DIE ZUGEORDNETEN BONITÄTSGRUPPEN MIO. €
BONITÄTSGRUPPE MOODY'S RATING
ÄQUIVALENT
TRANSAKTIONEN
CROSS BORDER
UND AUSLEIH-
WERTPAPIERE
UNGEN BEI
LEASING-
WERTPAPIERE/
INVESTMENT-
SONSTIGE
FONDS
AUSLEIHUNGEN
FORDERUNGEN
LANGFRISTIGE
SONSTIGE
UND
FINANZDERIVATE UND LEISTUNGEN
FORDERUNGEN
LIEFERUNGEN
AUS
ENERGIEDERIVATE GELDMARKT-
GESCHÄFTE
A BIS AA3 412,4 107,2 1,6 117,9 47,9 35,4 88,1
B BIS A3 178,0 19,9 185,4 115,3 222,1 0,1
C BIS BAA3 7,2 51,2 99,2 19,4
D UNTER BAA3 1,7 1,8 27,0
NICHT GERATET 130,5 77,5 64,9 0,1
SUMME 590,4 266,5 264,5 117,9 281,1 383,7 107,8
Bei den Wertpapieren und Ausleihungen im Zusammenhang mit den Cross Border Leasing-Transaktio
nen besteht aus Sicht vom Verbund-Konzern kein Kursänderungs- oder Währungsrisiko. Diese
Veranlagungen erfolgten entweder währungs- und fristenkongruent oder wurden durch entsprechende
Derivativgeschäfte den Laufzeiten, Zinsen und Währungen der entsprechenden Finanzverbindlichkeiten
angepasst. Das verbleibende Risiko ist somit ein Bonitätsrisiko bzw. Ausfallsrisiko des Partners, bei dem
die Veranlagungen erfolgt sind. Dieses wurde wiederum minimiert, als nur bei Partnern mit ursprüng
lich erstklassiger Bonität (Gruppe A) veranlagt wurde, wobei eine laufende Beobachtung der Bonitäts
einstufung und der Zahlungsfähigkeit der Geschäftspartner erfolgt, um bei drohenden Ausfällen rasch,
zeitgerecht und vertragsgemäß reagieren zu können. Diesbezüglich wird auch auf den obigen separaten
Teil zu den Cross Border Leasing-Transaktionen sowie auf den Abschnitt mit den sonstigen finanziellen
Verpflichtungen verwiesen.
mentfonds (Großanlegerfonds), die einerseits zur Deckung der Sozialkapitalrückstellung und anderer Bei den nicht eingestuften Sonstigen Wertpapieren handelt es sich insbesondere um inländische Invest

Kreditrisiko, die weder wertberichtigt noch überfällig sind, und den zugeordneten Bonitätsgruppen:

Die im Bereich der sonstigen langfristigen Forderungen und Ausleihungen als nicht geratet ausgewiesenen Beträge beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen gegenüber assoziierten Unternehmen (Ennskraft) sowie geleistete Anzahlungen für den Erwerb von Windparks.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich die nicht bewerteten Werte insbesondere aus der erfolgten Ausweitung des Endkundengeschäftes, welches zu einer großen Anzahl von Forderungen geführt hat, die im Einzelnen unter der Bagatellgrenze (0,1 Mio. €) liegen.

Der Verbund-Konzern betrachtet Schwankungen des Zinssatzes als wesentliches Cashflow-Risiko. Die Risikomanagementregelungen sehen vor, dass maximal 45 % der Finanzverbindlichkeiten inkl. Geldmarktgeschäften variabel verzinst sein dürfen. Per 31. 12. 2008 beläuft sich der Anteil der Finanzverbindlichkeiten, bei denen der Verbund-Konzern ein entsprechendes Zinsrisiko trägt, auf 42,9 % (Vorjahr: 24 %).

Ein Zinsanstieg um 1 % würde bei dem zum Bilanzstichtag bestehenden Kreditportefeuille ohne Geldmarktaufnahmen zu einem um 7,6 Mio. € p.a. (Vorjahr: 4,3 Mio. € p.a.) geringeren Ergebnis führen. Grundsätzlich wird versucht, durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten die Auswirkung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen auf die Ertragslage weiter zu verringern. Länger andauernde negative Marktpreisveränderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern.

Zinsswaps bestehen per 31. 12. 2008 nur im Zusammenhang mit den Cross Border Leasing-Transaktionen. Der Zeitwert dieser Derivativgeschäfte bildet mit den zugehörigen Wertpapieren, Ausleihungen und Forderungen jeweils eine Mikrobewertungseinheit, die dem bilanzierten Fair Value der Finanzverbindlichkeit exakt entspricht. Die Wertschwankungen der Zinsswaps entsprechen den zinsinduzierten Wertschwankungen der gesicherten und den mit dem Fair Value verbuchten Finanzverbindlichkeiten.

Eine detaillierte Darstellung der Finanzverbindlichkeiten samt Fair Values kann der Tabelle in Punkt (28) entnommen werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit des Gesamtportefeuilles ohne Geldmarktpositionen beträgt 5,0 Jahre (Vorjahr: 5,2 Jahre).

Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen nahezu zur Gänze auf €-Währungsbasis abgewickelt werden, keine wesentlichen Risiken aus der Währungsänderung. Gleiches gilt grundsätzlich für die übrigen originären Finanzinstrumente.

Da die mit den Cross Border Leasing-Transaktionen im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte (Finanzanlagen, Ausleihungen) und Verpflichtungen ausschließlich in USD notieren bzw. entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, entsteht daraus kein Währungsänderungsrisiko.

Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten exkl. der Cross Border Leasing-Transaktionen sehen die Risikomanagementregelungen im Verbund-Konzern für die Fremdwährungsanteile Höchstwerte für die jeweiligen Währungsanteile (max. 8,5 % JPY) vor. Es erfolgten keine Überschreitungen dieser Grenzen.

Per 31. 12. 2008 stellt sich das Fremdwährungsrisiko der gesamten Finanzverbindlichkeiten (JPY) ohne Berücksichtigung der die Republik Österreich betreffenden Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Vorfinanzierung von Baukostenbeiträgen und ohne Zinsabgrenzungen sowie das Risiko aus der Absicherung eines geplanten Erwerbes einer Beteiligung mittels Devisentermingeschäfte (USD) wie folgt dar:

ZINSÄNDERUNGSRISIKO

WÄHRUNGSÄNDERUNGSRISIKO

AUSHAFTUNG MIO. €
31. 12. 2008 31. 12. 2007
FREMDWÄHRUNG FREMDWÄHRUNG
JAPANISCHE YEN JPY 12.900,0 102,3 JPY 12.900,0 78,2
US-DOLLAR USD 350,0 24,4* 0,0 0,0

* Marktwert der Derivate

Ein ungesichertes Fremdwährungsänderungs-Risiko besteht bei der angeführten 12,9 Mrd. JPY-Verbindlichkeit. Bei einem Anstieg des Verhältnisses von JPY zum € um 1 % verschlechtert sich das Ergebnis um rd. 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €).

Eine Kursveränderung des USD zum € um 1 % bewirkt eine Veränderung des Marktwertes der Devisenterminsgeschäfte um 2,5 Mio. €.

ENERGIEBEREICH

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures, Stromforwards, Kohleswaps, CO2-Futures und CO2-Forwards) aus dem Energiebereich setzen sich wie folgt zusammen:

ZEITWERTE STROMBEREICH ZUM 31. 12. 2008 MIO. €
POSITIVE NEGATIVE NETTO
ZEITWERTE ZEITWERTE ZEITWERTE
CASHFLOW HEDGE – ABSATZ UND BESCHAFFUNG
FUTURES 49,3 43,8 5,4
FORWARDS 149,8 -2,3 152,1
SWAPS 13,6 22,9 -9,3
TOTAL VOR NETTING 212,6 64,4 148,2
DAVON IM EIGENKAPITAL, CASHFLOW HEDGE-RÜCKLAGE 148,2
WHOLESALE
FUTURES 34,8 116,9 -82,1
FORWARDS 424,3 354,1 70,2
TOTAL VOR NETTING 459,1 471,0 -11,9
BEREITS REALISIERTE FUTURES 20,3
VERBLEIBENDE ERGEBNISWIRKSAME ERFASSUNG 8,3
TRADING INKL. CO2
FUTURES 0,7 9,3 -8,6
FORWARDS 781,3 767,2 14,1
TOTAL VOR NETTING 782,0 776,5 5,5
GESAMT
FUTURES 84,7 170,0 -85,3
FORWARDS 1.355,4 1.119,0 236,4
SWAPS 13,6 22,9 -9,3
TOTAL VOR NETTING 1.453,7 1.311,9 141,8
BERÜCKSICHTIGUNG VON NETTINGVEREINBARUNGEN -1.070,0 -1.070,0 0,0
TOTAL NACH NETTING 383,7 241,8 141,8
EEX/PNX/ECX-ABRECHNUNG VARIATION MARGINS ZU FUTURES -85,2
ERFASST IN DEN SONSTIGEN FORDERUNGEN BZW. SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN 383,7 156,6 227,0
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM ENERGIEBEREICH 2007 MIO. €
BEIZULEGENDE ZEITWERTE
POSITIVE NEGATIVE NETTO
TRADING
FUTURES 2,6 2,1 0,5
FORWARDS 125,9 130,8 -4,9
TOTAL VOR NETTING 128,5 132,9 -4,4
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 97,2 97,2 0,0
TOTAL NACH NETTING 31,3 35,7 -4,4
HEDGE
FUTURES 76,6 18,7 57,9
FORWARDS 18,7 76,6 -57,9
SWAPS 3,7 0,8 2,9
TOTAL VOR NETTING 99,0 96,1 2,9
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 96,1 96,1 0,0
TOTAL NACH NETTING 2,9 0,0 2,9

Aufgrund der Anpassung der bilanziellen Darstellung an die modifizierte Portfoliostruktur (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) sind die Vorjahreswerte nicht vergleichbar

Positive Zeitwerte sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, negative in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von potentiellen Marktpreisschwankungen (–10 % bis +10 %) auf das operative Ergebnis (Wholesale-Portfolio, Trading-Portfolio) sowie auf das Eigenkapital (Cashflow Hedge-Accounting) gemessen. Aktuell hat eine Marktpreissteigerung von 10 % eine Auswirkung auf das operative Ergebnis iHv +0,8 Mio. € (bzw. ein Absinken des Marktpreises von –10 % iHv –0,8 Mio. €) und eine Auswirkung auf das Eigenkapital ohne Berücksichtigung latenter Steuern iHv –80,5 Mio. € (bzw. ein Absinken des Marktpreises von –10 % iHv +80,5 Mio. €).

Die im Rahmen von Cashflow Hedge-Accounting abgesicherten künftigen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte werden in den folgenden vier Jahren (2009 bis 2012) eintreten und ergebniswirksam.

Zum 31. 12. 2008 ergaben sich keine ergebniswirksam zu erfassenden ineffektiven Teile aus dem Cashflow Hedge-Accounting gemäß IAS 39.

Im Jahr 2008 wurde ein Betrag in Höhe von 73,8 Mio. € der Eigenkapital-Reserve zugeführt, während im gleichen Zeitraum ein Betrag in Höhe von 71,5 Mio. € in die Gewinn- und Verlustrechnung recycelt wurde.

ZIELE DES KAPITALMANAGEMENT

Die Ziele unseres Kapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals und eine kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Pay-out Ratio von 45–50 % des Konzernergebnisses. Das Kapital wird ins Verhältnis zum Risiko gesetzt und mittels des

Verhältnisses der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) gesteuert. Die Nettoverschuldung entspricht den um verzinsliche Aktiva saldierten verzinslichen Schulden. Eigenkapital ist das in der Konzernbilanz ausgewiesene, dem Mutterunternehmen sowie anderen Gesellschaftern zurechenbare Eigenkapital. Das Gearing ist 2008 von 70,0 % auf 80,2 % gestiegen. Das Ziel, ein Gearing von unter 150 % bei gleichzeitigem Anstieg der Eigenkapitalrentabilität zu erhalten, ist im Geschäftsjahr 2008 erreicht worden.

RISIKOMANAGEMENT

Der Verbund-Konzern verfügt über ein unternehmensweites Risikomanagementsystem, im Rahmen dessen sämtliche Risiken und Chancen softwareunterstützt erfasst und mit Maßnahmen hinterlegt werden. Für die Koordination dieses Prozesses ist eine eigene Abteilung in der Holding verantwortlich, welche die Daten aggregiert und quartalsweise über die gesamte Risiko-/Chancensituation an Konzernvorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Fokus des unternehmensweiten Risikomanagements sind alle für den Verbund-Konzern maßgeblichen Bereiche wie Commodities, Finanzen, Informationssicherheit, Übertragungsnetz und aufgrund der internationalen Wachstumsstrategie auch Beteiligungen.

Sowohl für die fünf genannten Schwerpunkte, als auch für weitere Themenbereiche wie z. B. Cross Border Leasing-Transaktionen wurden eigene Risk Management Committees eingerichtet, die regelmäßig tagen. Zentrale Aufgabe der jeweiligen Risk Management Committees ist die Gesamtkoordination aller risikorelevanten Themenstellungen in den einzelnen Bereichen. Dies umfasst insbesondere die laufende Überprüfung und Aktualisierung der Chancen und Risiken, die Evaluierung und Umsetzung von Steuerungsmaßnahmen und die Verstärkung des Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern.

COMMODITIES Der Verbund-Konzern ist im Rahmen seines Kerngeschäfts auf den internationalen Strommärkten mit
entsprechenden Chancen und Risiken (vor allem Marktrisiken, Kontrahentenrisiken und operationalen
Risiken) konfrontiert. Daher stellen strikte Richtlinien die wesentliche Voraussetzung für ein erfolg
reiches Agieren auf den Märkten dar. Der sichere Umgang mit Marktrisiken wird durch Rulebooks und
darin festgelegte Limits sichergestellt. Ähnliches gilt für das Kontrahentenrisiko, welches Gegenstand
eigener Richtlinien auf Konzern- und Töchtergesellschaftsebene ist. Für das Handling der operationalen
Risiken wurde ein eigenes Prozesshandbuch erstellt.

Die aktuelle Ausnutzung der diversen Limite im Marktrisiko (Value at Risk, Stress-Limit, Stop/Lossund Positionslimite) wird täglich überwacht und berichtet.

Durch eine dokumentierte Aufbau- und Ablauforganisation im Bereich des operationalen Risikos im Energiegeschäft sowie durch die Erstellung von Notfallplänen für Systemausfälle werden entsprechende Maßnahmen für das Management dieser Risiken gesetzt. Eine jährliche Überprüfung gewährleistet die Aktualität von Dokumenten und Maßnahmen.

FINANZBEREICH Insbesondere im Lichte der Finanzmarktkrise unterliegt der Verbund-Konzern durch seine Geschäftstätigkeit und den von ihm getätigten Finanzierungstransaktionen umfangreichen Finanzrisiken. Diese umfassen im Wesentlichen das Zins- und Liquiditätsrisiko, Kontrahentenrisiko, Kursrisiko aus Wertpapieren, Währungsrisiken sowie das Risiko einer Veränderung des Ratings der Verbundgesellschaft.

Für die Überwachung der von der VERBUND-Austrian Hydro Power AG abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) findet periodisch ein eigenes Risk Management Committee statt.

Das konzernweit angewandte Risikomanagementsystem des Verbund-Konzerns sieht daher auch im Finanzbereich neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung von Risiken und Chancen die Festlegung von damit zusammenhängend zu treffenden Maßnahmen vor, was im Eintrittsfall zu einer Gewinnabsicherung bzw. Schadensbegrenzung führt.

Um die finanziellen Risiken auch entsprechend managen zu können, wurden eigene Regelungen im Rahmen von Konzernrichtlinien für den Finanzbereich entwickelt. Zusätzlich dazu wurden Positionslimits hinsichtlich Zinsbindung, Währungsverteilung und Duration der Finanzverbindlichkeiten definiert, die regelmäßig überwacht und gegebenenfalls angepasst werden. Durch eine auf das laufende und das darauffolgende Geschäftsjahr ausgerichtete Liquiditätsplanung und daraus resultierend entsprechende Veranlagungen und Aufnahmen wird jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt.

Einen weiteren wichtigen Erfolgsfaktor für den Verbund-Konzern stellen sämtliche Bereiche der Informationstechnologie (IT) von der Informatik über die Leittechnik bis hin zur Telekommunikation dar. Damit die Mitarbeiter über eine entsprechende Sensibilität in der Nutzung dieser Technologien sowie im Umgang mit Unternehmensinformationen verfügen, werden regelmäßig umfangreiche Informationsveranstaltungen und Schulungen abgehalten sowie moderne Medien zur Unterstützung und Fortführung des Informationssicherheitsbewusstseins (Awareness) eingesetzt, insbesondere die Security Awareness Software »Virtual Company«.

Der Verbund-Konzern verfügt zudem über eine ausgeprägte Informationssicherheitsorganisation. Deren Aufbau ist in einer konzernweit gültigen »Information Security Policy« festgelegt, welche auch die damit einhergehenden Verantwortlichkeiten und Kompetenzen zuweist. Sie bildet die Grundlage zur Schaffung eines einheitlichen Informationssicherheitsbewusstseins und legt einen Standard für risikogerechte und wirtschaftlich angemessene Maßnahmen zu diesem Bereich fest. Im Rahmen der neu geschaffenen Position eines Chief Information Security Officers (CISO) werden laufend sämtliche Informationssicherheitsbelange des Konzerns geplant und gesteuert. Ausgestattet mit einer direkten Weisungsbefugnis stellt der CISO die Einhaltung der einschlägigen externen und internen Vorgaben sicher. Die übergeordnete Gesamtkoordination aller Themenstellungen zur Informationssicherheit wird vom Risk Management Committee für Informationssicherheit wahrgenommen.

Sämtliche für den Netzbereich maßgeblichen Chancen und Risiken werden im quartalsweise stattfindenden Risk Management Committee Netz diskutiert und gesteuert. Einen Schwerpunkt dabei bildet derzeit das Leitungsprojekt zur Schließung des 380-kV Ringes, ein aus Risikosicht dringend voranzutreibendes Vorhaben. Einen weiteren wichtigen Arbeitsbereich des Risikomanagements, nicht nur im Netzbereich, stellt die Analyse und Bewertung der Folgen und potenziellen Auswirkungen des Klimawandels dar, das auch Gegenstand eines konzernübergreifenden Projektes ist. Im Jahr 2008 war der Netzbereich mit einigen meteorologisch bedingten Ereignissen (u.a. dem Orkan »Emma«) konfrontiert, im Rahmen derer das Krisenmanagement seine Leistungsfähigkeit erfolgreich unter Beweis stellen konnte.

Aufgrund der Umsetzung der Wachstumsstrategie des Verbund-Konzerns vor allem in Südosteuropa und den damit verbundenen Umstrukturierungen und Erweiterungen im Beteiligungsbereich werden hier in Zukunft immer höhere Risiken, aber auch größere Chancen, ausgewiesen werden. Beteiligungsrisiken im Verbund setzen sich aus der Schwankung der Beteiligungserträge, den Veränderungen des Beteiligungsansatzes (inkl. Fremdwährungsdifferenzen) sowie aus übernommenen Haftungen und Garantien zusammen.

INFORMATIONSSICHERHEIT

NETZBEREICH

BETEILIGUNGEN

Weitere Informationen zum Risikomanagement siehe Lagebericht Seite 78

VI. SONSTIGE ANGABEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für die Kapitalflussrechnung wurde die indirekte Methode gewählt. Die Zusammensetzung des Fonds der flüssigen Mittel kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Dividendeneinzahlungen sowie Zinsenein- und -auszahlungen werden der operativen Tätigkeit zugeordnet. Davon entfallen 33,2 Mio. € (Vorjahr: 23,9 Mio. €) auf Zinseneinzahlungen sowie 97,4 Mio. € (Vorjahr: 53,6 Mio. €) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen 49,0 Mio. € (Vorjahr: 34,5 Mio. €).

Dividendenauszahlungen werden unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Ertragsteuerzahlungen betragen 118,8 Mio. € (Vorjahr: 280,6 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Geldflüsse der operativen Tätigkeit.

In den Investitionen für Finanzanlagen sind Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in Höhe von 36,7 Mio. € enthalten. Die Auszahlung betrifft eine im Geschäftsjahr geleistete Anzahlung auf Beteiligungen, die Erstkonsolidierung erfolgt in 2009.

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN UND RISIKEN

EVENTUALSCHULDEN

Bei den bis Ende 2000 abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen ist grundsätzlich eine vollständige Deckung der daraus erwachsenden Verpflichtungen durch Ausleihungen an Finanzinstitute, Zero-Coupons und Medium Term Notes gegeben. Bei den Ausleihungen handelt es sich um abgeschlossene Schuldbeitrittsverträge mit Finanzinstituten guter und erstklassiger Bonität. Bestimmte Verpflichtungen aus den Cross Border Leasing Verträgen wurden, wie auch die zu ihrer Besicherung dienenden Ausleihungen und Zero-Coupons, ausgebucht. Für den nicht getilgten Teil aus diesen Leasingverbindlichkeiten besteht zum 31. 12. 2008 eine subsidiäre Haftung des Verbund-Konzerns in Höhe von 3.976,2 Mio. € (Vorjahr: 3.718,7 Mio. €). Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner sind 3.193,0 Mio. € (Vorjahr: 2.953,1 Mio. €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftungen) gesichert. Darüber hinaus sind 479,2 Mio. € (Vorjahr: 456,2 Mio. €) durch Veranlagungen in Zero Coupons der Europäischen Investitionsbank, die auch durch eine Garantie der Financial Security Assurance Inc. (FSA) versichert sind, abgedeckt.

Zum 31. 12. 2008 bestanden aus sonstigen Haftungsverhältnissen Eventualschulden in Höhe von 22,7 Mio. € (Vorjahr: 21,2 Mio. €). Dabei handelt es sich um Garantien, die die VERBUND-Austrian Hydro Power AG für die Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd.Sti., an der sie zu 70,0 % beteiligt ist, abgegeben hat. Die Garantien beziehen sich auf Haftungen der Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd.Sti. aus ihrer Betriebsführungstätigkeit für die Birecik Barajive ve Hidroelektrik Santrali Tesis ve Isletme Anonim Sikreti in der Türkei.

VERTRÄGE UND BESTELLOBLIGOS 31. 12. 2008
GESAMTVERPFLICHTUNG INNERHALB
EINES JAHRES
INNERHALB VON
FÜNF JAHREN
MIET-, LEASING- UND VERSICHERUNGSVERTRÄGE 1 10,3 40,2
BESTELLOBLIGOS FÜR SACHANLAGEN, IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE UND SONSTIGE LEISTUNGEN
807,3 310,4 807,2

Für das KW Voitsberg III wurde im Jahr 2001 von der Europäischen Kommission eine positive Entscheidung für eine Beihilfe zur Abdeckung von Stranded Costs getroffen. Demgemäß sind in den Jahren 2001 bis 2008 Leistungen von der E-Control erfolgt und der noch ausstehende Restbetrag an die VER-BUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG überwiesen worden. Damit ist diese Forderung beglichen.

Mit Änderung des § 69 Abs. 6 ElWOG hat der Gesetzgeber festgelegt, dass bei Entstehen eines Anspruches auf Rückerstattung von bereits gewährten Betriebsbeihilfen die Republik Österreich oder die E-Control berechtigt werden, diese von der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG als Begünstigte verzinst zurückzufordern. Aufgrund mehrerer laufender Verfahren besteht für dieses Risiko eine Rückstellung.

Mit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besteht ein Strombereitstellungsvertrag, wonach die in deren Kraftwerken erzeugte Energie abzüglich der Strombezugsrechte anderer beteiligter Partner von der Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals abgenommen werden muss.

Mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft und der Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft bestehen Stromlieferungsverträge, wonach die Hälfte der in deren Kraftwerken erzeugten Energie von der Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals abgenommen werden muss.

Gemäß einem Stromlieferungsvertrag ist die E.ON Wasserkraft GmbH (EWK) verpflichtet, die Hälfte der erzeugten Energie der Kraftwerke Ering und Obernberg der Verbundgesellschaft zu den um den vereinbarten Gewinnzuschlag erhöhten Selbstkosten zu liefern. Gleichzeitig ist die Verbundgesellschaft gegenüber der EWK zur Abnahme des gelieferten Stroms verpflichtet.

Mit der Firma Weglokoks S.A., Katowice besteht ein unbefristeter, jährlich kündbarer Basisvertrag zur Abnahme von mindestens 450.000 t Steinkohle zu jährlich verhandelbaren Preisen. Für die Lieferung im ersten Halbjahr 2009 wurden 225.000 t zu einem Fixpreis vereinbart.

OMV Refining & Marketing GmbH liefert gemäß dem am 03. 12. 2008 abgeschlossenen jährlich kündbaren Liefervertrag 72.000 t Heizöl schwer pro Jahr.

Mit EconGas GmbH wurde am 24. 06. 2008 ein 15 Jahre nach Lieferbeginn kündbarer Erdgasliefervertrag über rd. 750 Mio Nm3 Erdgas pro Jahr für das in Bau befindliche GDK Mellach abgeschlossen. Der dafür notwendige Kapazitätserweiterungsvertrag mit Gasnetz Steiermark GmbH über die zur Verfügungstellung von Transportkapazität in Höhe von max.150.400 Nm3 /h für das GDK Mellach wurde am 29. 04. 2008 abgeschlossen.

Darüber hinaus bestehen weitere für die Geschäftstätigkeit übliche Bezugsverträge, die vor allem die Lieferung von Primärenergieträgern und Strom umfassen.

1 Die Gesamtverpflichtung ist aufgrund

unbestimmter Vertragsdauer betragsmäßig nicht bestimmbar.

BETRIEBSBEIHILFE

BEZUGSVERTRÄGE

Im Beteiligungsbereich, insbesondere bei der POWEO und bei der Enerjisa, bestehen offene Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 789,8 Mio. € (Vorjahr: 259,8 Mio. €). SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN

Für Kraftwerks- und Leitungsbauten werden – typisch für die Energiewirtschaft – laufend Entschädigungszahlungen an Grundeigentümer für wirtschaftliche Nachteile geleistet. Der Barwert dieser Verpflichtungen ist jedoch für den Verbund-Konzern insgesamt nicht wesentlich.

Aufgrund der Entwicklung auf den Finanzmärkten wurde von der BAV Pensionskassen AG zur Abdeckung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen eine Nachschussverpflichtung iHv rd. 28,6 Mio. € gemeldet. Da die Erfüllung dieser Verpflichtung nach IFRS nur einen Vermögenstausch zugunsten des Planvermögens darstellt, ist diese nicht erfolgwirksam und wird erst mit den endgültigen Vorschreibungen erfasst.

Gegenüber der Sorgenia S.p.A. (Group) wurde für 2009 die Zeichnung einer Wandelschuldverschreibung durch den Verbund vereinbart.

PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT)

2008 2007 ÄNDERUNG
ANGESTELLTE 2.414 2.313 +101
ARBEITER 29 31 –2
LEHRLINGE 98 97 +1
PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT) 2.541 2.441 +100

Teilzeitbeschäftigte sind arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag hatten 535 (Vorjahr: 612) Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kündigungsschutz bietet. Voraussetzung dafür war eine zumindest zwanzigjährige Tätigkeit im Verbund-Konzern und die Vollendung des 45. Lebensjahres.

Durchschnittlich 74 (Vorjahr: 78) Dienstnehmer waren an die PÖYRY Energy GmbH (ehemals Verbundplan GmbH), an der der Verbund-Konzern einen Anteil von 25,1 % hält, für die Erfüllung verschiedenster Engineering- und Consultingaufgaben abgestellt. Die Abstellung erfolgt zu standardisierten Verrechnungssätzen, wobei die Abrechnung einerseits von der Qualifikation und andererseits von marktkonformen Stundensätzen abhängt. PERSONALBEREITSTELLUNG

Darüber hinaus gab es im Jahr 2008 durchschnittlich insgesamt 20 (Vorjahr: 21) Abstellungen an sonstige verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen des Verbund-Konzerns.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTER-NEHMEN UND PERSONEN

Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) des Verbund-Konzerns zählen alle verbundenen oder assoziierten Unternehmen. Darüber hinaus zählen die Vorstände und Mitglieder des Aufsichtsrates der Verbundgesellschaft und deren nahe Angehörige zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen. Die Republik Österreich ist aufgrund ihrer Stellung als Mehrheitsaktionärin eine Related Party. Ebenso gelten auch unter dem beherrschenden Einfluss der Republik Österreich stehende Unternehmen als Related Party. Zu diesen zählen insbesondere der ÖBB-Konzern, die BBG Bundesbeschaffung GmbH sowie die E-Control.

Eine Liste der Konzernunternehmen ist im Tabellenteil enthalten.

A) Geschäftsbeziehungen mit assoziierten und nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. Die wesentlichen Geschäftstransaktionen mit den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT VERBUNDENEN UNTERNEHMEN MIO. €

2008 2007
UMSATZERLÖSE 625,5 593,2
SONSTIGE ERTRÄGE 4,6 4,1
STROM- UND NETZBEZUG 229,8 165,4
SONSTIGE AUFWENDUNGEN 5,3 7,0
FORDERUNGEN 31,8 32,3
VERBINDLICHKEITEN 23,6 42,5
AUSLEIHUNGEN 41,1 42,0

Der Kreis der nahe stehenden Unternehmen und Personen erweiterte sich gegenüber dem letzten Konzernabschluss um die Enerjisa Elektrik Enerjisi Toptan Satis A.S., die Enerjisa Dogalgaz Toptan Satis A.S. sowie die Enerjisa Elektrik Dagitim A.S.

Zur Wertberichtigung von Forderungen gegenüber nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen siehe (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.

Die Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten verbundenen und assoziierten Unternehmen werden grundsätzlich aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht angeführt.

B) Geschäftsbeziehungen mit der Republik Österreich und unter dem beherrschenden Einfluss der Republik Österreich stehenden Unternehmen.

Die Stromlieferungen an die Republik Österreich betrugen im Geschäftsjahr 1,3 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €), die Stromlieferungen an unter dem beherrschenden Einfluss der Republik Österreich stehende Unternehmen beliefen sich 2008 auf 14,9 Mio. € (Vorjahr: 11,9 Mio. €).

Der Aufwand für die Aufsicht durch die E-Control beläuft sich im Geschäftsjahr 2008 auf 6,4 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €).

C) Angaben zu den Organen.

Die Angaben über die Organe der Verbundgesellschaft (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder) sind in der Anlage angeführt.

BEZÜGE DES VORSTANDES – KURZFRISTIG FÄLLIGE VERGÜTUNGEN €

FIXE VARIABLE
BEZÜGE BEZÜGE*
DR. MICHAEL PISTAUER
591.734
836.288
DR. JOHANN SEREINIG
542.321
303.896
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER
403.677
153.825
MAG. CHRISTIAN KERN
394.546
99.038

* Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer zu Beginn des Folgejahres, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an alle Vorstandsmitglieder im Jahr 2008 ausbezahlten variablen Bezüge des Geschäftsjahres 2007. Mag. Kern wurde im Geschäftsjahr 2008 weiters ein variabler Bezugsbestandteil in der Höhe von 62.563 € ausbezahlt, der noch aus seiner Tätigkeit als Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Power Trading AG resultiert.

Die Bezüge der vier Mitglieder des Vorstandes betrugen insgesamt 3.325.327 € (Vorjahr: 2.953.218 €). Bei Dr. Pistauer sind auch die variablen Bezüge für das Jahr 2008 in Höhe von 470.443 € enthalten, die nach seinem Ausscheiden per 31. 12. 2008 an ihn ausbezahlt wurden.

Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr 2008 betrug dieser Prozentsatz wie im Jahr davor 90 % für den Vorstandsvorsitzenden, 80 % für dessen Stellvertreter und 50 % für die anderen Vorstandsmitglieder. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruhte 2008 zu 50 % auf der Steigerung des Konzernergebnisses und zu 50 % auf qualitativen Zielen. Die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstandes waren gegenüber dem Vorjahr unverändert.

An die Organe wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung betrugen für den Vorstand 598.630 € (Vorjahr: 547.119 €) sowie für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene 20.837 € (Vorjahr: 582.457 €).

Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstandes im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen im Wesentlichen die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung. An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 2.027.403 € (Vorjahr: 1.751.769 €) für Abfertigungen und Pensionen ausbezahlt.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen insgesamt 213.424 € (Vorjahr: 199.503 €).

Transaktionen mit nahestehenden Personen (Zustimmungspflichtige Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen gemäß Regel 49 des Österreichischen Corporate Governance Kodex).

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die nachstehenden Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen, abgeschlossen. Die Leistungen wurden für verschiedene Konzerngesellschaften des Verbund erbracht. Die Verträge wurden vom Aufsichtsrat genehmigt:

VERTRÄGE MIT AUFSICHTSRATSMITGLIEDERN BZW. UNTERNEHMEN, DIE EINZELNEN MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATES NAHE STEHEN TAUSEND €

VERTRAGSPARTNER GEGENSTAND
DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER1 STABILITÄTSSTUDIE, SICHERHEITSMONITORING FÜR APG 36,3
BERATUNGS- UND BETEILIGUNGS »SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT LIEFERUNG UND WARTUNG VON SOFTWARE FÜR APG UND VMSG 142,63
GESELLSCHAFT M.B.H.2

VERGÜTUNGSSCHEMA FÜR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER (GEM. REGEL 51 DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX) MIO. €

2008 2007
VORSITZENDER 15.000 15.000
VORSITZENDER STELLVERTRETER (ZWEI) 11.250 11.250
MITGLIEDER 7.500 7.500
SITZUNGSGELD 400 400

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates analog Anwendung.

1 Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.-Ing. Dr. Günther Brauner ist Vorstand des Institutes für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien.

2 Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.-Ing. Hansjörg Tengg ist geschäftsführender Gesellschafter der »smart technologies« Management Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H.

3 Erfasst ist der gesamte im Jahr 2008 beauftragte Bestellwert, davon wurden im Jahr 2008 Leistungen in Höhe von insgesamt 142,6 T€ erbracht, zur Verrechnung gelangten 97,0 T€ netto.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Mit Wirkung vom 01. 01. 2009 erfolgte der Unternehmenserwerb von 100 % der Windparks Bruck/ Hollern/Petronell – Carnuntum zu einem Kaufpreis von 86,0 Mio. € abzüglich der zum 31. 12. 2008 übernommenen Schulden. Davon sind im Geschäftsjahr 2008 36,7 Mio. € als Anzahlung geleistet worden.

Am 07. 01. 2009 erfolgte der restliche Teil der Zuzählung aus einer Privatplatzierung (Schuldscheindarlehen) in Höhe von 200,0 Mio. €.

Aufgrund von Veränderungen in der US amerikanischen Steuergesetzgebung und ausgelöst durch die aktuelle Finanzmarktkrise und dem daraus resultierenden erhöhten Liquiditätsbedarf steigt die Bereitschaft der Eigenkapitalinvestoren, Cross Border Leasing-Transaktionen vorzeitig aufzulösen.

Am 22. 01. 2009 erfolgte die vorzeitige Beendigung der im Jahr 2000 abgeschlossenen Cross Border-Leasing Transaktion Altenwörth (1 und 2). Im Zuge der vorzeitigen Beendigung wurde das Equity Payment Undertaking aufgelöst und der Differenzbetrag zum vereinbarten Auflösungswert an den amerikanischen Investor zurückgeführt. Zusätzlich wurde der A-loan und das A Payment Undertaking aufgelöst, während der B-loan und das B Payment Undertaking unverändert als geschlossene Bilanzpositionen bestehen bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst werden.

Wien, am 27. Jänner 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. DI Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern (Mitglied) (Mitglied)

WINDPARKS BRUCK/ HOLLERN/PETRONELL

SCHULDSCHEINDARLEHEN

CROSS BORDER LEASING

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 (4) BÖRSEGESETZ

Der Vorstand erklärt, dass der nach den International Financial Reporting Standards (IFRSs) erstellte Jahresabschluss des Verbund-Konzerns nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Ebenso vermittelt der Lagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Verbund-Konzerns und gibt Auskunft über den Geschäftsverlauf und die Auswirkung bestehender bzw. künftiger Risiken auf die Geschäftstätigkeit des Verbund-Konzerns.

Wien, am 27. Jänner 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. DI Wolfgang Anzengruber Dr. Johann Sereinig (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern (Mitglied) (Mitglied)

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERN-ABSCHLUSS

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

VERANTWORTUNG DER GESETZ-LICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS

PRÜFUNGSURTEIL

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

BERICHT ZUM KONZERN-LAGEBERICHT

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 27. Jänner 2009

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird.

ANHANG | VERBUND 2008 | 165

KONZERNUNTERNEHMEN

KONZERNUNTERNEHMEN TAUSEND €

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE
RUNGSART
BETEILIGUNGS
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS
STICHTAG
EIGENKAPITAL JAHRESÜBER
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
ANMERKUNG
KONSOLIDIERUNGSKREIS
ÖSTERREICHISCHE ELEKTRIZITÄTS
WIRTSCHAFTS-AKTIENGESELLSCHAFT
WIEN VK 31. 12. 2008 1.731.193 612.899 1
VERBUND-AUSTRIAN POWER GRID AG WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 320.532 51.020 1
VERBUND ITALIA S.P.A. MAILAND VK 100,00 % 31. 12. 2008 490.266 4.442
VERBUND-TELEKOM SERVICE GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 4.994 4.592 1
VERBUND-INTERNATIONAL FINANCE B.V. AMSTERDAM VK 100,00 % 31. 12. 2008 2.412 412 1
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING AG WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 1.513 840 1
VERBUND-FINANZIERUNGSSERVICE GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 218 1.759 1
VERBUND MANAGEMENT SERVICE GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 1.225 1.936 1
VERBUND-AUSTRIAN POWER SALES GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 6.342 4.299 1
VERBUND-INTERNATIONAL GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 510.823 -15.227 1
VERBUND-AUSTRIAN RENEWABLE POWER GMBH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2008 18.747 1.659 1
VERBUND-BETEILIGUNGSHOLDING GMBH
VERBUND-PHOTOVOLTAICS IBÉRICA, S.L. (GROUP)
WIEN
MADRID
VK
VK
100,00 %
100,00 %
31. 12. 2008
31. 12. 2008
526.817
3.912
-14.704
-727
1
1
ENERGJI ASHTA SHPK TIRANA VK 100,00 % 31. 12. 2008 1.026 -8 1
VERBUND-AUSTRIAN HYDRO POWER AG WIEN VK 80,33 % 31. 12. 2008 1.397.919 526.673 1
VERBUND-AUSTRIAN THERMAL POWER GMBH GRAZ VK 59,49 % 31. 12. 2008 1.653 1.263 1
VERBUND-AUSTRIAN THERMAL POWER GMBH
& CO KG
GRAZ VK 55,65 % 31. 12. 2008 312.865 92.261 1
ÖSTERREICHISCH-BAYERISCHE KRAFTWERKE
AKTIENGESELLSCHAFT
SIMBACH EQ 50,00 % 31. 12. 2007 51.361 3.272 5
ENNSKRAFTWERKE AKTIENGESELLSCHAFT STEYR EQ 50,00 % 31. 12. 2007 42.180 808 1,5
DONAUKRAFTWERK JOCHENSTEIN
AKTIENGESELLSCHAFT
PASSAU EQ 50,00 % 31. 12. 2007 12.766 818 5
ENERJISA ENERJI ÜRETIM A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007 322.201 4.828 2,5
ENERJISA ELEKTRIK ENERJISI TOPTAN SATIS A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007 598 710 5
ENERJISA DOGALGAZ TOPTAN SATIS A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007 344 29 5
ENERJISA ELEKTRIK DAGITIM A.S. ISTANBUL EQ 49,00 % 31. 12. 2008 23 4,5
ENERGIE KLAGENFURT GMBH KLAGENFURT EQ 49,00 % 31. 12. 2007 135.121 1.262 1,5
GRENZKRAFTWERKE GESELLSCHAFT
MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG SIMBACH EQ 40,17 % 31. 12. 2007 127 77 5
SORGENIA S.P.A. (GROUP) MAILAND EQ 42,65 % 31. 12. 2007 550.715 76.855 2,3
KELAG-KÄRNTNER ELEKTRIZITÄTS
AKTIENGESELLSCHAFT KLAGENFURT EQ 35,13 % 31. 12. 2007 422.102 107.671 2
STEWEAG-STEG GMBH GRAZ EQ 34,57 % 31. 12. 2007 516.248 71.619 3
POWEO S.A. (GROUP) PARIS EQ 30,01 % 30. 09. 2008 258.676 -33.611 1
DAVON POWEO PRODUCTION S.A.S 40,00 %
KRAFTWERK NUßDORF ERRICHTUNGS
UND BETRIEBS GMBH
WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2007 49 4
KRAFTWERK NUßDORF ERRICHTUNGS
UND BETRIEBS GMBH & CO KG
WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2007 36 237

1 IFRS-Abschluss-Daten 2 Konzernabschluss nach IFRS 3 Teilkonzernabschluss nach IFRS 4 Gründung 2008 5 Gemeinschaftsunternehmen FC Full consolidation EQ Equity Method NC Non-consolidated

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Handelsrecht.

KONZERNUNTERNEHMEN TAUSEND €

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE
RUNGSART
BETEILIGUNGS
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS
STICHTAG
EIGENKAPITAL JAHRESÜBER
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
ANMERKUNG
STROM
VERBUND ROMANIA S.R.L. BUKAREST NK 100,00 % 31. 12. 2007 4 373
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING
CZECH REPUBLIC S.R.O.
PRAG NK 100,00 % 31. 12. 2007 163 -51
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING
SLOVAKIA, S.R.O.
BRATISLAVA NK 100,00 % 31. 12. 2007 334 -241
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING
DEUTSCHLAND GMBH
MÜNCHEN NK 100,00 % 31. 12. 2007 184 76
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING
HUNGÁRIA ENERGIA-KERESKEDELMI
KORLÁTOLT FELELÖSSÉGÜ TÁRSASÁG
BUDAPEST NK 100,00 % 31. 12. 2007 1.080 405
APT POWER TRADING SL, TRGOVANJE Z
ELEKTRICNO ENERGIJO D.O.O.
LAIBACH NK 100,00 % 31. 12. 2007 1.296 -284
APT AUSTRIAN POWER TRADING POLSKA SP.Z O.O. WARSCHAU NK 100,00 % 31. 12. 2007 77 -9
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING D.O.O. ZAGREB NK 100,00 % 31. 12. 2007 32 22
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING SR D.O.O. BELGRAD NK 100,00 % 31. 12. 2007 12 3
VERBUND-POWER TRADING MACEDONIA DOOEL SKOPJE NK 100,00 % 31. 12. 2007 24 14
VERBUND-GASBETEILIGUNGSGMBH WIEN NK 100,00 % 31. 12. 2007 1.772 -20
RIECADO REGIONAL ENERGY CAPACITY AUCTION
DATA OPERATOR GMBH
WIEN NK 74,80 % 31. 12. 2007 29 0
VERBUND-AUSTRIAN POWER TRADING ENERGA
HELLAS ELECTRICITY SUPPLY AND TRADE S.A. ATHEN NK 55,00 % 31. 12. 2007 641 -299 5
ENERGIE AUSTRIA GMBH WIEN NK 52,80 % 31. 12. 2007 55 -1
ALMENLAND ENERGIE GMBH FLADNITZ NK 50,00 % 31. 12. 2008 18 4,5
GEMEINSCHAFTSKRAFTWERK INN GMBH LANDECK NK 50,00 % 31. 12. 2007 208 5 5
CEMP D.O.O. ZAGREB NK 50,00 % 31. 12. 2007 198 -76 5
PLINSKO PARNA ELEKTRARNA, D.O.O. KIDRICEVO NK 40,00 % 31. 12. 2007 1.209 0
SAVA IZRABLJANJE NARAVNEGA VIRA D.O.O. MEDVODE NK 35,00 % 31. 12. 2007 24 0
ALPHA WIND SRL BUKAREST NK 50,07 % 31. 12. 2008 1.002 4
GAZ DE NORMANDIE S.A.S. PARIS NK 24,50 % 31. 12. 2007 8.084 -1.116
OEMAG ABWICKLUNGSSTELLE FÜR ÖKOSTROM AG WIEN NK 24,40 % 31. 12. 2007 5.436 427
UMWELT
VERBUND-UMWELTTECHNIK GMBH KLAGENFURT NK 100,00 % 31. 12. 2007 1.176 572
KÄRNTNER RESTMÜLLVERWERTUNGS GMBH
ENGINEERING
ARNOLDSTEIN NK 42,87 % 31. 12. 2007 14.631 1.735
VERBUNDPLAN BIRECIK BARAJI ISLETME LTD.STI.
PÖYRY ENERGY GMBH
BIRECIK
WIEN
NK
NK
56,23 %
25,10 %
31. 12. 2007
31. 12. 2007
6.090
12.034
5.236
2.664
TOURISMUS
TAUERN TOURISTIK GMBH KAPRUN NK 83,90 % 31. 12. 2007 3.705 131
GLETSCHERBAHNEN KAPRUN
AKTIENGESELLSCHAFT
KAPRUN NK 45,00 % 30. 09. 2007 38.578 2.917
SONSTIGE
LESTIN & CO. TAUCH-, BERGUNGS- UND SPRENG
UNTERNEHMEN GESELLSCHAFT M.B.H.
WIEN NK 82,35 % 31. 12. 2007 484 9
LESTIN & CO. TAUCH- UND BERGUNGSUNTER
NEHMEN GESELLSCHAFT M.B.H.
PASSAU NK 82,35 % 31. 12. 2007 77 0

1 IFRS-Abschluss-Daten

  • 4 Gründung 2008
  • 5 Gemeinschaftsunternehmen FC Full consolidation

NC Non-consolidated

Alle Wertangaben erfolgen – soweit keine IFRS-Daten vorliegen – nach nationalem Handelsrecht.

2 Konzernabschluss nach IFRS

3 Teilkonzernabschluss nach IFRS

EQ Equity Method

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE
RUNGSART
BETEILIGUNGS
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS
STICHTAG
GRENZKRAFTWERKE GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG SIMBACH EQ 40,17 % 31. 12. 2007
SORGENIA S.P.A. (GROUP) MAILAND EQ 42,65 % 31. 12. 2007
KELAG-KÄRNTNER ELEKTRIZITÄTS-AKTIENGESELLSCHAFT KLAGENFURT EQ 35,13 % 31. 12. 2007
STEWEAG-STEG GMBH GRAZ EQ 34,57 % 31. 12. 2007
POWEO S.A. (GROUP)
DAVON POWEO PRODUCTION S.A.S
PARIS EQ 30,01 %
40,00 %
30. 09. 2008
KRAFTWERK NUßDORF ERRICHTUNGS- UND BETRIEBS GMBH & CO KG WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2007
KRAFTWERK NUßDORF ERRICHTUNGS- UND BETRIEBS GMBH WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2007
ALMENLAND ENERGIE GMBH FLADNITZ NK 50,00 % 31. 12. 2008
CEMP D.O.O. ZAGREB NK 50,00 % 31. 12. 2007
GEMEINSCHAFTSKRAFTWERK INN GMBH LANDECK NK 50,00 % 31. 12. 2007
GLETSCHERBAHNEN KAPRUN AKTIENGESELLSCHAFT KAPRUN NK 45,00 % 30. 09. 2007
KÄRNTNER RESTMÜLLVERWERTUNGS GMBH ARNOLDSTEIN NK 42,87 % 31. 12. 2007
PLINSKO PARNA ELEKTRARNA, D.O.O. KIDRICEVO NK 40,00 % 31. 12. 2007
SAVA IZRABLJANJE NARAVNEGA VIRA D.O.O. MEDVODE NK 35,00 % 31. 12. 2007
ALPHA WIND SRL BUKAREST NK 50,07 % 31. 12. 2008
PÖYRY ENERGY GMBH WIEN NK 25,10 % 31. 12. 2007
GAZ DE NORMANDIE S.A.S. PARIS NK 24,50 % 31. 12. 2007
OEMAG ABWICKLUNGSSTELLE FÜR ÖKOSTROM AG WIEN NK 24,40 % 31. 12. 2007
TAUSEND €
GESAMT ANTEILIG
VERMÖGENS-
WERTE
SCHULDEN UMSATZ-
ERLÖSE
JAHRESÜBER-
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
VERMÖGENS-
WERTE
SCHULDEN UMSATZ-
ERLÖSE
JAHRESÜBER-
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
45.303 45.176 18.722 77 18.197 18.146 7.520 31
2.186.191 1.635.476 1.861.693 76.855 932.410 697.531 794.012 32.779
1.117.283 695.181 934.134 107.671 392.379 244.141 328.059 37.813
1.110.982 594.735 663.408 71.619 384.066 205.600 229.340 24.759
844.128 585.452 366.791 -33.611 253.323 175.694 110.074 -10.087
13.977 7.126 1.291 237 3.742 1.908 346 63
49 0 4 4 13 0 1 1
18 0 0 0 9 0 0 0
1.210 1.012 0 -76 605 506 0 -38
6.327 6.119 0 5 3.164 3.060 0 3
67.467 27.326 27.877 2.917 30.360 12.297 12.545 1.313
72.441 52.856 14.179 1.735 31.055 22.659 6.079 744
1.209 0 0 0 484 0 0 0
24 0 0 0 8 0 0 0
1.002 0 0 0 502 0 0 0
29.891 17.857 38.745 2.664 7.503 4.482 9.725 669
9.398 1.314 0 -1.116 2.303 322 0 -273
126.048 120.612 658.723 427 30.756 29.429 160.728 104

UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN FORTSETZUNG

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE
RUNGSART
BETEILIGUNGS
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS
STICHTAG
WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
ÖSTERREICHISCH-BAYERISCHE KRAFTWERKE AKTIENGESELLSCHAFT SIMBACH EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENNSKRAFTWERKE AKTIENGESELLSCHAFT STEYR EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
DONAUKRAFTWERK JOCHENSTEIN AKTIENGESELLSCHAFT PASSAU EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENERJISA ENERJI ÜRETIM A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENERJISA ELEKTRIK ENERJISI TOPTAN SATIS A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENERJISA DOGALGAZ TOPTAN SATIS A.S. ISTANBUL EQ 50,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENERJISA ELEKTRIK DAGITIM A.S. ISTANBUL EQ 49,00 % 31. 12. 2008
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
ENERGIE KLAGENFURT GMBH KLAGENFURT EQ 49,00 % 31. 12. 2007
LANGFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFR. VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
TAUSEND €
GESAMT ANTEILIG
VERMÖGENS
WERTE
SCHULDEN UMSATZ
ERLÖSE
AUFWEND
UNGEN
JAHRESÜBER
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
VERMÖGENS
WERTE
SCHULDEN UMSATZ
ERLÖSE
AUFWEND
UNGEN
JAHRESÜBER
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
139.740 88.379 30.687 28.107 3.272 69.870 44.190 15.344 14.054 1.636
130.023 79.240 65.012 39.620
9.717 9.139 4.859 4.570
31.379 15.690
126.947 84.767 32.270 32.635 808 63.474 42.384 16.135 16.318 404
126.614 39.855 63.307 19.928
333 44.912 167 22.456
33.442 16.721
26.602 13.836 11.111 10.759 818 13.301 6.918 5.556 5.380 409
21.568 11.506 10.784 5.753
5.034 2.330 2.517 1.165
11.577 5.789
523.724 201.523 193.243 201.003 -4.828 261.857 100.760 96.620 100.500 -2.414
490.253 106.149 245.122 53.073
33.471 95.375 16.735 47.686
196.175 98.086
2.158 1.560 12.045 11.394 710 1.079 780 6.022 5.697 355
89 0 45 0
2.068 1.560 1.034 780
12.103 6.052
350 6 0 24 29 175 3 0 12 14
0 0 0 0
350 6 175 3
53 27
23 0 0 0 0 11 0 0 0 0
0 0 0 0
23 0 12 0
0 0
243.404 108.283 102.643 109.016 1.262 119.268 53.059 50.295 53.418 618
164.309 71.815 80.511 35.189
79.095 36.468 38.757 17.869
110.279 54.037

TAUSEND €

CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT 2008

BEKENNTNIS ZUM
CORPORATE GOVERNANCE
KODEX
Der Verbund bekennt sich vorbehaltlos zum Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit der
aktiven Umsetzung des Kodex soll eine verantwortliche, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung
ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Konzerns sichergestellt und ein hohes Maß an Transparenz für
alle Stakeholder geschaffen werden.
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ist auf der Website des Österreichischen Arbeits
kreises für Corporate Governance unter www.corporate-governance.at abrufbar.
Detaillierte Informationen über die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des Vorstandes und des
Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse finden sich unter den Punkten »Vorstand« und »Aufsichtsrat«.
WESENTLICHE
EREIGNISSE 2008
Der Verbund gehört zu den ersten Unternehmen Österreichs, die sich zur Einhaltung des Kodex
verpflichtet haben. Auch im Geschäftsjahr 2008 sahen es Vorstand und Aufsichtsrat als vorrangige
Aufgabe, allen Regeln des Kodex bestmöglich zu entsprechen und die hohen unternehmensinternen
Standards kontinuierlich zu optimieren.
Die wichtigsten Ereignisse im Bereich der Corporate Governance im Geschäftsjahr 2008 waren das
Inkrafttreten neuer Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Bestellung eines neuen
Vorstandsvorsitzenden und im Zusammenhang damit die Neugestaltung der Geschäftsverteilung.
Die neue Geschäftsordnung für den Vorstand regelt die Zusammensetzung und Arbeitsweise des
Vorstandes, das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, die Informations- und Berichts
pflichten des Vorstandes und die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich auch auf die
wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken. In der Geschäftsordnung
für den Aufsichtsrat sind neben Zusammensetzung, Arbeitsweise und Aufgaben des Aufsichtsrates nun
mehr auch alle Ausschüsse (Arbeitsausschuss, Prüfungsausschuss, Dringlichkeitsausschuss, Nominie
rungsausschuss und Präsidial- bzw. Vergütungsausschuss) und ihre Kompetenzen genau geregelt.
Mit diesen neuen Geschäftsordnungen wird den Anforderungen des Kodex entsprochen, sodass sich die
Zahl der Abweichungen (siehe unten) von fünf auf drei reduziert.
Im Juni 2008 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber zum neuen Vorstands
vorsitzenden und Finanzvorstand des Verbund. Herr Generaldirektor Dipl.-Ing. Anzengruber trat seine
Funktion nach dem pensionsbedingten Ausscheiden von Dr. Michael Pistauer per 01.01.2009 an.
Gleichzeitig trat eine neue Geschäftsverteilung für den Vorstand in Kraft.
ERLÄUTERUNGEN
ZU ABWEICHUNGEN
Der Verbund befolgt die Regelungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex, einschließlich
der R-Regeln annähernd lückenlos. Nur bei wenigen C-Regeln der insgesamt 80 Regeln des Kodex
(Fassung vom Juni 2007) bestand teilweise eine etwas abweichende Handhabung, die im folgenden im
Sinne des Grundsatzes Comply or Explain erläutert wird:
C-Regel 2: Das Prinzip »one share – one vote« wird bei der Verbund-Aktie grundsätzlich eingehal
ten. Eine Ausnahme besteht lediglich in einer Stimmrechtsbeschränkung, die im
Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der
österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden, und in der darauf basierenden
Satzungsbestimmungen verankert ist. Diese lautet: »Mit Ausnahme von Gebietskörper
schaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 %
beteiligt sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5 % des
Grundkapitals beschränkt.«
  • C-Regel 45: Die Bestimmung, wonach Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen in anderen Gesellschaften wahrnehmen dürfen, die zum Unternehmen in Wettbewerb stehen, wird mit einer Ausnahme von allen Mitgliedern des Aufsichtsrates eingehalten.
  • C-Regel 57: Eine Altersgrenze für die Wahl in den Aufsichtsrat ist nicht vorgesehen. Eine entsprechende Festlegung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat erscheint problematisch, da die Auswahl der Aufsichtsratsmitglieder ausschließlich in die Kompetenz der Aktionäre (bzw. der Hauptversammlung) fällt.

Ende 2008 wurde eine Neufassung des Österreichischen Corporate Governance Kodex beschlossen, wobei eine Reihe von Regeln geändert wurde. Diese Neufassung des Kodex gilt ab 01. 01. 2009 und enthält nunmehr 83 Regeln. Nach dieser Änderung hält der Verbund den Kodex noch genauer ein. So fällt durch die Neufassung der C-Regel 57 die Abweichung zu dieser Regel weg, da der Verbund den neugefassten Bestimmungen vollständig entspricht.

DER VORSTAND

Der Vorstand des Verbund setzte sich im Geschäftsjahr 2008 aus vier Mitgliedern zusammen:

DER VORSTAND
GEBURTSJAHR DATUM DER
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
GENERALDIREKTOR
DR. MICHAEL PISTAUER
VORSITZENDER
1943 01. 01. 1994
(VORSITZENDER
SEIT 11. 05. 2007)
31. 12. 2008
GENERALDIREKTOR-STELLVERTRETER
DR. JOHANN SEREINIG
VORSITZENDER-STELLVERTRETER
1952 01. 01. 1994 31. 12. 2013
VORSTANDSDIREKTORIN
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER
1957 01. 01. 2007 31. 12. 2011
VORSTANDSDIREKTOR
MAG. CHRISTIAN KERN
1966 11. 05. 2007 31. 12. 2011

ZUSAMMENSETZUNG DES VORSTANDES

KONZERNEXTERNE AUFSICHTSRATSMANDATE VON VORSTANDSMITGLIEDERN

GESELLSCHAFT FUNKTION
DR. JOHANN SEREINIG WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG MITGLIED

ARBEITSWEISE UND GESCHÄFTSVERTEILUNG

In der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstandes geregelt. Weiters enthält sie die Informations- und Berichtspflichten des Vorstandes sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

DIE AUFGABENBEREICHE DER VORSTANDSMITGLIEDER WURDEN VOM AUFSICHTSRAT UNBESCHADET DER GESAMTVERANTWORTUNG DES VORSTANDES WIE FOLGT FESTGELEGT

DR. MICHAEL PISTAUER CORPORATE DEVELOPMENT, CORPORATE AFFAIRS, FINANZEN,
CONTROLLING, RISIKOMANAGEMENT, ERZEUGUNG, REVISION,
PERSONALAUSSCHUSS
DR. JOHANN SEREINIG STRATEGISCHES MARKETING UND GESCHÄFTSSTEUERUNG, PERSONAL
MANAGEMENT, HANDEL/VERTRIEB, REVISION, PERSONALAUSSCHUSS
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER RECHT, ERNEUERBARE ENERGIEN, ÜBERTRAGUNG, SERVICES
MAG. CHRISTIAN KERN M&A AUSLAND, BETEILIGUNGSENTWICKLUNG AUSLAND

VERGÜTUNG FÜR DEN VORSTAND

Die Bezüge der Mitglieder des Vorstandes betrugen im Jahr 2008 insgesamt 3.325.327 € (Vorjahr: 2.953.218 €):

VERGÜTUNG FÜR DEN VORSTAND

FIXE BEZÜGE
IN ¤
VARIABLE BEZÜGE
IN ¤
GESAMT
IN ¤
DR. MICHAEL PISTAUER 591.734 836.288 1.428.023
DR. JOHANN SEREINIG 542.321 303.896 846.217
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER 403.677 153.825 557.502
MAG. CHRISTIAN KERN 394.546 99.038 493.584

Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer zu Beginn des Folgejahres, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an die Vorstandsmitglieder im Jahr 2008 ausbezahlten variablen Bezüge für das Geschäftsjahr 2007.

Bei Dr. Pistauer sind auch die variablen Bezüge für das Jahr 2008 in Höhe von 470.443 € enthalten, die nach seinem Ausscheiden per 31. 12. 2008 an ihn ausbezahlet wurden. Mag. Kern wurde im Geschäftsjahr 2008 weiters ein variabler Bezugsbestandteil in der Höhe von 62.563 € ausbezahlt, der noch aus seiner vormaligen Tätigkeit als Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Power Trading AG resultiert.

Die variablen Bezüge sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr 2007 betrug dieser Prozentsatz 90 % für den Vorstandsvorsitzenden, 80 % für dessen Stellvertreter und 50 % für die anderen Vorstandsmitglieder. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruhte 2007 zu 50 % auf der Steigerung des operativen Ergebnisses und zu 50 % auf qualitativen Zielen. Die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstandes waren gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstandes im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung.

In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen im Wesentlichen die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung (Vergütungen nach Beendigung des Vertragsverhältnisses) betrugen für den Vorstand sowie für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene im Geschäftsjahr 2008 619.466 € (Vorjahr: 1.129.576 €).

An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 2.027.403 € (Vorjahr: 1.751.769 €) für Abfertigungen und Pensionen ausbezahlt.

An die Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

Im Verbund besteht eine Vermögensschadenhaftpflicht – Versicherung zugunsten der leitenden Organe. Einbezogen sind die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Verbundgesellschaft sowie alle Mitglieder des Vorstandes, Aufsichtsrates, Beirates und der Geschäftsführung sowie die Prokuristen und sonstigen leitenden Angestellten der im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochterunternehmen. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

DER AUFSICHTSRAT

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Gesellschaftssatzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat der Verbundgesellschaft besteht aus insgesamt 15 Mitgliedern – 10 von der Hauptversammlung gewählten Kapitalvertretern und 5 vom Betriebsrat entsendeten Arbeitnehmervertretern. Anstelle von DDr. Erhard Schaschl, der seine Funktion zurückgelegt hat, wurde per 26. 03. 2008 Herr Mag. Herbert Kaufmann in den Aufsichtsrat gewählt.

AUFSICHTSRAT – PERSÖNLICHE ANGABEN, VORSITZ UND ORGANFUNKTIONEN

GEBURTSJAHR DATUM DER
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
DR. GILBERT FRIZBERG
VORSITZENDER
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER
HERESCHWERKE HOLDING GMBH, VORSTAND
DER FI BETEILIGUNGS- UND
FINANZIERUNGS AG, AUFSICHTSRATSVORSITZEN
DER DER ICS – INTERNATIONALISIERUNGSCENTER
STEIERMARK GMBH
1956 16. 03. 2000
(VORSITZENDER SEIT
14. 03. 2007)
O. HV 2010
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG
1. VORSITZENDER-STELLVERTRETER (SEIT 26. 03. 2008)
2. VORSITZENDER-STELLVERTRETER (BIS 26. 03. 2008)
RECHTSANWALT, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER
VIVAG VORSORGE IMMOBILIENVERANLAGUNGS AG,
AUFSICHTSRAT DER KURIER BETEILIGUNGS
AKTIENGESELLSCHAFT
1947 23. 02. 1993 O. HV 2010

D&O – VERSICHERUNG

PERSÖNLICHE ANGABEN, VORSITZ UND ORGAN-FUNKTIONEN

AUFSICHTSRAT – PERSÖNLICHE ANGABEN, VORSITZ UND ORGANFUNKTIONEN – FORTSETZUNG

GEBURTSJAHR DATUM DER
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
DDR. ERHARD SCHASCHL
1. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
(BIS 26. 03. 2008)
VORSTANDSVORSITZENDER DER ETN VERMÖGENS
VERWALTUNG AG, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER
DER TREIBACHER INDUSTRIE AG UND DER FRAPAG
INDUSTRIEHOLDING AG, AUFSICHTSRAT DER
GENERALI VIENNA HOLDING AG, DER AUSTRIAN
AIRLINES AG UND DER WIENERBERGER ZIEGEL
INDUSTRIE AG
1943 16. 03. 2000 AUSGESCHIEDEN AM
26. 03. 2008
GENERALDIREKTOR I.R. DKFM. PETER PÜSPÖK
2. VORSITZENDER-STELLVERTRETER
(SEIT 26. 03. 2008)
1946 16. 03. 2000 O. HV 2010
O.UNIV.-PROF. DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER
UNIVERSITÄTSPROFESSOR, VORSTAND DES IN
STITUTS FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN UND
ENERGIEWIRTSCHAFT DER TU WIEN
1942 16. 03. 2000 O. HV 2010
DIPL.-BETRIEBSWIRT ALFRED H. HEINZEL
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER
HEINZEL HOLDING GMBH, AUFSICHTSRAT DER
MIBA AG, DER ALLIANZ ELEMENTAR VERSICHE
RUNGS AG, DER ZELLSTOFF PÖLS AG, DER WIL
FRIED HEINZEL AG, BIOCEL PASKOV AG, CZECH
REPUBLIK UND DER ESTONIAN CELL AS, KUNDA,
ESTONIA, GENERALRAT DER ÖSTERREICHISCHEN
NATIONALBANK
1947 16. 03. 2000 O. HV 2010
GENERALDIREKTOR DR. BURKHARD HOFER
SPRECHER DES VORSTANDES DER EVN AG, AUF
SICHTSRAT DER BEWAG BURGENLÄNDISCHE
ELEKTRIZITÄTSWIRT-SCHAFTS AG, DER BEGAS
BURGENLÄNDISCHE GASWIRTSCHAFTS AG, DER
BURGENLAND HOLDING AG, DER RAG-BETEILI
GUNGS AG UND DER HYPO INVESTMENTBANK AG
1944 27. 05. 1999 O. HV 2010
MAG. HERBERT KAUFMANN
(AB 26. 03. 2008)
VORSTANDSDIREKTOR UND SPRECHER DES VOR
STANDES DER FLUGHAFEN WIEN AG, AUFSICHTS
RAT DER RAIL CARGO AUSTRIA AG UND DER AUSTRO
CONTROL ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR
ZIVILLUFTFAHRT MBH
1949 AB 26. 03. 2008 O. HV 2010
DR. MICHAEL LOSCH
SEKTIONSLEITER IM BUNDESMINISTERIUM FÜR
WIRTSCHAFT UND ARBEIT, CENTER 1 – WIRT
SCHAFTSPOLITIK, INNOVATION UND TECHNOLOGIE
1968 10. 03. 2005 O. HV 2010
DIPL.-ING. HANSJÖRG TENGG
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER
»SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT BE-
RATUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT
MBH, AUFSICHTSRATS-VORSITZENDER DER EXXA
AG, DER SAUBERMACHER DIENSTLEISTUNGS AG
UND DER KONSUM ÖSTERREICH REG.GEN., AUF
SICHTSRATSVORSITZENDER-STV. DER APCS AG,
DER AGCS AG UND DER EURO BIO FUELS AG
1947 15. 11. 1983
– 20. 05. 1986,
SEIT 10. 03. 2005
O. HV 2010

AUFSICHTSRAT – PERSÖNLICHE ANGABEN, VORSITZ UND ORGANFUNKTIONEN – FORTSETZUNG

GEBURTSJAHR DATUM DER
ERSTBESTELLUNG
ENDE DER LAUFENDEN
FUNKTIONSPERIODE
ING. SIEGFRIED WOLF
VORSTANDSVORSITZENDER DER MAGNA INTER
NATIONAL EUROPE AG, CO-CEO MAGNA INTER
NATIONAL INC., AUF-SICHTSRAT DER ÖIAG,
SIEMENS AG ÖSTERREICH, STRABAG SE SOWIE
DER HGI BETEILIGUNGS AG
1957 16. 03. 2000 O. HV 2010
ANTON AICHINGER
VORSITZENDER DER KONZERNVERTRETUNG DER
ARBEITNEHMER DES VERBUND
1955 25. 10. 2006 VON DER ARBEITNEHMER
VERTRETUNG ENTSENDET
KURT CHRISTOF
ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
1964 08. 03. 2004 VON DER ARBEITNEHMER
VERTRETUNG ENTSENDET
HARALD NOVAK
ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
1952 25. 10. 2006 VON DER ARBEITNEHMER
VERTRETUNG ENTSENDET
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER
BETRIEBSRATSVORSITZENDE
1951 29. 08. 2006 VON DER ARBEITNEHMER
VERTRETUNG ENTSENDET
ING. JOACHIM SALAMON
ZENTRALBETRIEBSRAT
1956 25. 10. 2006 VON DER ARBEITNEHMER
VERTRETUNG ENTSENDET

Der Aufsichtsrat der Verbundgesellschaft hat folgende Leitlinien für seine Unabhängigkeit (gem. C-Regel 53 des Kodex) festgelegt:

  • Das Aufsichtsratsmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsrat ist.
  • Das Aufsichtsratsmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Sämtliche gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates haben schriftlich erklärt, dass sie im Sinne der Regel 53 als unabhängig anzusehen sind. Das Aufsichtsratsmitglied Hofer hat erklärt, im Sinne von Punkt 2 der Leitlinien für die Unabhängigkeit nicht dem Erfordernis zu entsprechen (Geschäftsverhältnisse zum Unternehmen).

Die folgenden Kapitalvertreter im Aufsichtsrat entsprechen darüber hinaus auch dem Unabhängigkeitskriterium der C-Regel 54 (Keine Vertretung eines Anteilseigners mit einer Beteiligung von mehr als 10 %): Frizberg, Eiselsberg, Püspök, Schaschl, Brauner, Heinzel, Kaufmann, Tengg und Wolf.

UNABHÄNGIGKEIT

Das Plenum des Aufsichtsrates hielt im Geschäftsjahr 2008 sechs Sitzungen ab. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 91 %. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrates nicht persönlich teil. Tätigkeitsschwerpunkte des Aufsichtsrates waren Beschlussfassungen zu folgenden Themen: • Feststellung des Jahresabschlusses • neue Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat • Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden • Erwerb eines Anteils an der Energie AG OÖ • Baubeschluss und Vergabe für das Kraftwerk Mellach • Erwerb von Windparks in Österreich und Rumänien • Verkauf des Kraftwerkes Voitsberg • Kapitalmaßnahmen für die Poweo-Beteiligung • Erwerb eines Verteilnetzbetreibers in der Türkei • Garantie- und Haftungsübernahmen sowie Fremdmittelaufnahmen • Genehmigung des Konzernbudgets für 2009. (siehe auch die Tätigkeitsschwerpunkte der Ausschüsse des Aufsichtsrates). Gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat wählt der Aufsichtsrat jährlich im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung folgende Ausschüsse: a)Arbeitsausschuss, gleichzeitig Prüfungsausschuss Der Arbeits-, Prüfungs- und Dringlichkeitsausschuss (im Folgenden kurz der Arbeitsausschuss genannt) setzt sich aus dem Vorsitzenden, seinen beiden Stellvertretern und drei weiteren Mitgliedern des Aufsichtsrates zusammen. Hinsichtlich der Arbeitnehmervertreter gilt § 92 Abs a AktG. Der Arbeitsausschuss • hat die Sitzungen des Aufsichtsrates vorzubereiten und den Aufsichtsrat bei der ständigen Überwachung der Geschäftsführung unbeschadet der Rechte des Aufsichtsrates gemäß § 95 AktG zu unterstützen, • ist als Prüfungsausschuss gemäß § 92 Abs 4a AktG und • als Dringlichkeitsausschuss (Regel 39 ÖCGK) tätig. Dem Arbeitsausschuss werden vom Aufsichtsrat ständig die in Anlage 2 der Geschäftsordnung des Vorstandes angeführten zustimmungspflichtigen Angelegenheiten übertragen. Zur Entscheidung von Angelegenheiten, die in die Zuständigkeit des Dringlichkeitsausschusses fallen oder die ihm zur Entscheidung übertragen worden sind, hat der Vorsitzende die Voraussetzungen für eine rasche Entscheidung zu schaffen (verkürzte Einberufung, Videokonferenz); die Dringlichkeit ist darzulegen. Der Arbeitsausschuss kann bei Bedarf und in einem bestimmten Einzelfall dem Vorsitzenden die Entscheidungsbefugnis übertragen. SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATES ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSWEISE DER AUSSCHÜSSE

Der Dringlichkeitsausschuss entscheidet in allen jenen Fällen, wo zur Erlangung wirtschaftlicher Vorteile oder zur Abwehr eines drohenden Vermögensschadens eine unverzügliche Entscheidung des Aufsichtsrates erforderlich ist.

Den Vorsitz im Arbeitsausschuss führt der Vorsitzende des Aufsichtsrates, im Falle seiner Verhinderung die Stellvertreter in der gewählten Reihenfolge.

MITGLIEDER DES ARBEITSAUSSCHUSSES

FUNKTION
VORSITZENDER
1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
2. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
MITGLIED
MITGLIED
MITGLIED
ARBEITNEHMERVERTRETER
ARBEITNEHMERVERTRETER
ARBEITNEHMERVERTRETER

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates tagte im Geschäftsjahr 2008 sechsmal und der Prüfungsausschuss zweimal. Der Dringlichkeitsausschuss hielt zwei Sitzungen ab.

Tätigkeitsschwerpunkte des Arbeitsausschusses waren:

• Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen

Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses waren:

  • Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss 2007
  • Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers
  • Abstimmung der Prüfungsschwerpunkte 2008 mit dem Abschlussprüfer
  • Prüfprogramm der Internen Revision
  • Zwischenbericht Jahresabschluss 2008

Tätigkeitsschwerpunkte des Dringlichkeitsausschusses waren:

  • Genehmigung von Finanzmitteln für das Italien-Engagement und des Erwerbs eines Verteilnetzes in der Türkei
  • Genehmigung von verschiedenen Kraftwerksprojekten im Ausland (Wasserkraftwerk in Albanien, Photovoltaikpark in Spanien, Windparkprojekt in Rumänien)
  • b) Präsidial- und Vergütungsausschuss

Der Aufsichtsrat bestellt gemäß seiner Geschäftsordnung einen Präsidial- und Vergütungsausschuss, der sich aus dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusammensetzt.

Dem Vergütungsausschuss werden vom Aufsichtsrat ständig folgende Angelegenheiten übertragen:

  • Abschluss oder Abänderung von Vorstandsverträgen,
  • Festsetzung der Vergütung der Mitglieder des Vorstandes,
  • Beschlussfassung über Tantiemen oder Prämien an Vorstandsmitglieder.

MITGLIEDER DES PRÄSIDIAL- UND VERGÜTUNGSAUSSCHUSSES

NAME FUNKTION
DR. GILBERT FRIZBERG VORSITZENDER
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG 1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
DDR. ERHARD SCHASCHL (BIS 26. 03. 2008) 1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
DKFM. PETER PÜSPÖK (AB 26. 03. 2008) 2. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER

Im Geschäftsjahr 2008 fanden drei Sitzungen des Präsidialausschusses bzw. Vergütungsausschusses statt. Gegenstand waren insbesondere die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder sowie der Vorstandsvertrag des neu bestellten Vorstandsvorsitzenden. c) Nominierungsausschuss

Der Aufsichtsrat bestellt gemäß seiner Geschäftsordnung einen Nominierungsausschuss, der sich aus dem Vorsitzenden und seinen beiden Stellvertretern zusammensetzt. Bezüglich der Mitwirkung der Arbeitnehmervertretung gilt § 92 Abs 4 AktG.

Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung von Mandaten im Vorstand. Er hat darauf zu achten, dass eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich ist und er hat die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrates vorzubereiten.

NAME FUNKTION
DR. GILBERT FRIZBERG VORSITZENDER
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG 1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
DDR. ERHARD SCHASCHL (BIS 26. 03. 2008) 1. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
DKFM. PETER PÜSPÖK (AB 26. 03. 2008) 2. STELLVERTRETENDER VORSITZENDER
ANTON AICHINGER ARBEITNEHMERVERTRETER
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER ARBEITNEHMERVERTRETER

MITGLIEDER DES NOMINIERUNGSAUSSCHUSSES

Der Nominierungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2008 im Zusammenhang mit der Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden dreimal.

Jeder Vorsitzende eines Ausschusses hat über die Tätigkeit des von ihm geleiteten Ausschusses und über die gefassten Beschlüsse dem Aufsichtsrat zu berichten; in dringenden Fällen berichtet der Vorsitzende eines Ausschusses dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorweg.

ZUSTIMMUNGSPFLICHTIGE VERTRÄGE

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die nachstehenden Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, an denen ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, abgeschlossen. Die Leistungen wurden für verschiedene Konzerngesellschaften des Verbund erbracht. Die Verträge wurden gemäß Aktiengesetz vom Aufsichtsrat genehmigt.

ZUSTIMMUNGSPFLICHTIGE VERTRÄGE

VERTRAGSPARTNER GEGENSTAND T€
DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER 1) STABILITÄTSSTUDIE, 36,3
SICHERHEITSMONITORING FÜR APG
»SMART TECHNOLOGIES« LIEFERUNG UND WARTUNG VON 142,63)
MANAGEMENT BERATUNGS- UND SOFTWARE FÜR APG UND VMSG
BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H. 2)

1) Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.-Ing. Dr. Günther Brauner ist Vorstand des Institutes für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft der TU Wien. 2) Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.-Ing. Hansjörg Tengg ist geschäftsführender Gesellschafter der »smart technologies« Management Beratungs- und

Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 3) Erfasst ist der gesamte im Jahr 2008 beauftragte Bestellwert, davon wurden im Jahr 2008 Leistungen in Höhe von insgesamt 142,6 tausend € erbracht, zur Verrechnung gelangten 97,0 tausend € netto.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2008 insgesamt 213.424 € (Vorjahr:199.503 €). Darin ist auch der Ersatz von verrechneten Spesen (Reisekosten) enthalten.

In der 59. o. Hauptversammlung am 20. 03. 2006 wurde das nachstehende Vergütungsschema für die Mitglieder des Aufsichtsrates beschlossen, wobei die jährliche Aufwandsentschädigung für alle von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder sowie das Sitzungsgeld festgesetzt wurden. Dieses Vergütungsschema galt auch für das Geschäftsjahr 2008:

VERGÜTUNGSSCHEMA IN €
JÄHRLICHE AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG
VORSITZENDER 15.000
VORSITZENDER-STELLVERTRETER 11.250
MITGLIED 7.500
SITZUNGSGELD 400

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates analog Anwendung. Für das Geschäftsjahr 2008 wurden im einzelnen an die Mitglieder des Aufsichtsrates folgende Vergütungen ausbezahlt (Angaben in €):

VERGÜTUNG AN DIE MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATES IN €
NAME (OHNE TITEL) AUFWANDSENT-
SCHÄDIGUNG
SITZUNGSGELDER
GILBERT FRIZBERG, VORS. 30.000,– 4.800,–
ERHARD SCHASCHL, VORS.-STV. 5.302,– 800,–
MAXIMILIAN EISELSBERG, VORS.-STV. 22.500,– 4.800,–
PETER PÜSPÖK, VORS.-STV. 20.732,– 4.800,–
GÜNTHER BRAUNER 13.233,– 3.600,–
ALFRED HEINZEL 7.500,– 2.000,–
BURKHARD HOFER 7.500,– 2.400,–
HERBERT KAUFMANN 5.733,– 2.000,–
MICHAEL LOSCH 15.000,– 4.800,–
HANSJÖRG TENGG 7.500,– 2.000,–
SIEGFRIED WOLF 15.000,– 1.600,–
ARBEITNEHMERVERTRETER
ANTON AICHINGER 4.400,
KURT CHRISTOF 2.800,–
HARALD NOVAK 4.800,–
INGEBORG OBERREINER 4.800,–
JOACHIM SALAMON 2.800,

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATES

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind in die im Verbund bestehende D&O – Versicherung einbezogen (siehe dazu oben auf Seite 175).

Zur mittlerweile zum sechsten Mal durchgeführten Evaluierung erklärt der Vorstand: »Der Österreichische Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2008 in der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG angewandt und nach Maßgabe der oben angeführten Erläuterungen eingehalten. In ganz wenigen Fällen besteht eine teilweise abweichende Handhabung einzelner Regeln. Diese resultiert im wesentlichen aus gesetzlichen Gegebenheiten und wird entsprechend erklärt und begründet. Auch im Geschäftsjahr 2009 wird der Verbund die Einhaltung des Kodex in seiner geänderten Fassung fortsetzen, wobei weiterhin die möglichst lückenlose Umsetzung sämtlicher Regeln angestrebt wird. Für den Verbund hatte die Anwendung des Corporate Governance Kodex von Beginn an einen sehr hohen Stellenwert und bildet einen wesentlichen Baustein im Hinblick auf die Stärkung des Vertrauens der Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in das Unternehmen.« EVALUIERUNGSBERICHT – ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DES VORSTANDES

EXTERNE ÜBERPRÜFUNG

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch für das Geschäftsjahr 2008 eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung der Bestimmungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer vorgenommen.

Zusammenfassendes Ergebnis des Berichts über die Evaluierung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2008:

Wir haben die Einhaltung der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Juni 2007 (ÖCGK – herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance) im Geschäftsjahr 2008 bei der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG evaluiert. Für die Berichterstattung über die Umsetzung und Einhaltung der Corporate Governance-Grundsätze im Unternehmen (»Entsprechenserklärung«) ist der Vorstand verantwortlich. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Evaluierung festzustellen, ob die Darstellungen in der Entsprechenserklärung zutreffend sind.

Wir haben unsere Evaluierung auf Basis des Fragebogens für die freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance, mit der berufsüblichen Sorgfalt durchgeführt. Die Evaluierung erfolgte durch Befragung der Organe und der von diesen namhaft gemachten Mitarbeiter der Gesellschaft sowie durch Einsichtnahme in die uns von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Unterlagen. Unsere Evaluierung beinhaltete auch eine stichprobenweise Überprüfung der uns vorgelegten Nachweise und gegebenen Angaben. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfungshandlungen eine hinreichend sichere Grundlage für die Evaluierung und die Beurteilung der Angemessenheit der Entsprechenserklärung darstellen.

Nach unserer Überzeugung stellt die Entsprechenserklärung des Vorstandes die Umsetzung der Empfehlungen des ÖCGK bei der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG im Geschäftsjahr 2008 zutreffend dar.

Wien, am 24. Februar 2009

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

Mag. Helmut Maukner Mag. Elfriede Baumann (Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

GLOSSAR

Baseload/Grundlast1 Konstante elektrische Leistung über alle Stunden eines Tages. 1 zitiert nach EEX Glossar
Benchmark Bezeichnung für eine Vergleichsgröße, die einem Fonds oder Portfolio als Orientierungsgröße
gegenübergestellt wird.
Bruttoverschuldung Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten zuzüglich verzinslicher Rückstellungen und
sonstiger verzinslicher Schulden abzüglich geschlossener Positionen.
Capital Employed Gesamtvermögen abzüglich nicht in den Prozess der Leistungserstellung und -verwertung
involvierter Teile (i.e. Anzahlungen, Anlagen in Bau sowie aktiv- und passivseitig geschlossene
Positionen) sowie unverzinslicher Schulden.
Cashflow Saldo aus dem Zufluß und dem Abfluß von liquiden Mitteln; wird üblicherweise gegliedert in
Cashflow aus der operativen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.
Corporate Governance Kodex »Verhaltensregelkodex« für Kapitalgesellschaften, der die Grundsätze guter Unternehmens
führung festschreibt. Der Inhalt stellt allerdings kein gesatztes Recht dar, sondern ist ein
Regelwerk, dem sich Unternehmen freiwillig unterwerfen.
Cross Border Leasing Leasing über Staatsgrenzen hinweg. Leasinggeber und -nehmer haben ihren Standort in unter
schiedlichen Ländern.
Discounted-Cashflow-Verfahren Ermittlung des Unternehmenswerts durch Kapitalisierung von Cashflows, die je nach Ver
fahren unterschiedlich definiert werden. Im Verbund wird das Bruttoverfahren (Entity-Ansatz)
angewendet.
Earnings before Interest and
Tax (EBIT)
Operatives Ergebnis.
Earnings before Interest, Tax,
Depreciation and Amortization
(EBITDA)
Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände.
EBIT-Marge Siehe Umsatzrentabilität.
Economic Value Added (EVA®) Differenz zwischen dem vom Unternehmen erzielten Ertrag auf das im Leistungsprozess einge
setzte Vermögen und den gesamten Kapitalkosten;
EVA ® = NOPAT – (Capital Employed * WACC)
E-Control
(Energie-Control GmbH)
Vom Gesetzgeber auf Grundlage des Energieliberalisierungsgesetzes eingerichtet. Aufgabe ist,
die Umsetzung der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes zu überwachen
und eventuell regulierend einzuschreiten.
Eigenkapital-Quote (bereinigt) Eigenkapital im Verhältnis zum um aktiv- und passivseitig geschlossene Positionen bereinigten
Gesamtkapital.
Eigenkapitalrentabilität (ROE) Gewinn nach Ertragsteuern im Verhältnis zum durchschnittlichen, um aktiv- und passivseitig
geschlossene Positionen bereinigten Eigenkapital.
ElWOG Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz.
Engpaßleistung (EPL) Die maximale Dauerleistung, die ein Kraftwerk unter Normalbedingungen abgeben kann.
Enterprise Value (EV) Der Enterprise Value entspricht der Marktkapitalisierung zuzüglich der Nettoverschuldung;
gibt den Gesamtunternehmenswert zu Marktwerten wieder.
Equity-Methode Methode zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer
Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluß einbezogen werden.
Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals der
Beteiligung fortgeschrieben. Diese Veränderung geht in die Gewinn- und Verlustrechnung bzw.
direkt ins Eigenkapital der Eigentümergesellschaft ein.
Erzeugungskoeffizient Der Erzeugungskoeffizient ist der Quotient aus der tatsächlichen Stromerzeugung eines (oder
einer Reihe von) Wasserkraftwerkes(n) in einem Zeitraum und der durchschnittlichen (aus his
torischen Wasserführungen ermittelten) Erzeugungsmöglichkeit dieses(r) Wasserkraftwerke(s)
im selben Zeitraum. Dieser langjährige Durchschnitt ist gleich 1. Folglich bedeutet 1,1 eine
10%ige Mehrproduktion.
Free Cashflow Cashflow aus operativer Tätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit; steht für
Zahlungen aus der Finanzierungstätigkeit (z.B. Dividendenzahlungen oder Kredittilgungen) zur
Verfügung.

1 zitiert nach EEX Glossar

Funds from Operations (FFO) Operatives Ergebnis angepasst um Abschreibungen, Zinsertrag und effektive Steuern
Gearing Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital.
Geschlossene Positionen Aktiv- und passivseitig geschlossene Positionen beinhalten Verbindlichkeiten aus Cross Border
Leasing und die entsprechenden Vermögenswerte sowie Verbindlichkeiten gegenüber der
Republik Österreich und die entsprechenden Ausleihungen und Forderungen.
Gross Debt Coverage Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zur Bruttoverschuldung.
Gross Interest Cover Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zum Zinsaufwand (inklusive Zinsen im
Personalbereich).
IAS/IFRS International Accounting Standard/International Financial Reporting Standard; die
Bezeichnung IAS wurde 2001 auf IFRS geändert, wobei jedoch bis dahin veröffentlichte IAS
unter diesem Namen weiterlaufen.
Kyoto-Protokoll Internationales Abkommen zum Klimaschutz der UN-Organisation UNFCCC. Definiert die
Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die als Auslöser der globalen
Erwärmung gelten. 1997 verabschiedet, tritt das Kyoto-Protokoll offiziell am 16. 02. 2005 in
Kraft.
(n-1)-Kriterium Regel nach der der Ausfall eines einzigen Betriebsmittels, z. B. einer Leitung, die Sicherheit des
Netzbetriebes nicht gefährden darf.
Nettoverschuldung (Net Debt) Bruttoverschuldung abzüglich Finanzaktiva; Finanzaktiva umfassen liquide Mittel, kurzfristige
Veranlagungen und Ausleihungen sowie Wertpapiere des kurzfristigen und langfristigen
Vermögens.
Pay-out Ratio Vorgeschlagene Dividende je Aktie im Verhältnis zum Gewinn je Aktie.
Peakload/Spitzenlast1 Kennzeichnet den Lasttyp für Stromlieferung oder Strombezug konstanter Leistung über
12 Stunden von 08:00 bis 20:00 Uhr eines jeden Wochentages (Montag bis Freitag) einer
Lieferperiode.
Performance Bezeichnet die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder eines Portfolios z.B. über ein Jahr, bezo
gen auf ein bestimmtes Risikomaß.
Phasenschiebertransformatoren Regelbare Transformatoren, über die der Lastfluß beeinflußt bzw. gesteuert werden kann. Die
Belastung zwischen parallelen Leitungen kann verteilt und die vorhandene Leitungskapazität
besser genutzt werden.
Portfolio Gesamtbestand an Wertpapieren, die ein Kunde oder Investmentfonds besitzt; dient der
Risikostreuung.
Regelarbeitsvermögen (RAV) Gibt an, wie viel Strom in einem bestimmten Zeitraum (meist einem Jahr) von einem
Kraftwerk geliefert werden kann.
Return on Capital Employed
(ROCE)
Um die steuerbereinigten Zinsaufwendungen (inklusive Zinsen im Personalbereich) erhöhtes
Ergebnis nach Steuern (Net Operating Profit after Tax – NOPAT) im Verhältnis zum durch
schnittlichen Capital Employed kann.
Risiko-Management Systematische Vorgehensweise, um potentielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und
Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.
Umsatzrentabilität Die Umsatzrentabilität entspricht dem Quotienten aus den Earnings before Interest and Tax
(EBIT) und den Umsatzerlösen.
Value-at-Risk (VaR) Verfahren, das zur Berechnung des Verlustpotentials aus Preisänderungen der Handelsposition
angewandt wird. Die Berechnung dieses Verlustpotentials, das unter Annahme einer be
stimmten Wahrscheinlichkeit (z.B. 98 %) angegeben wird, wird auf der Basis marktorientierter
Preisänderungen vorgenommen.
Volatilität Intensität der Kursschwankung von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von
Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Weighted Average Cost
of Capital (WACC)
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten für Eigen- und Fremdkapital.

IMPRESSUM / KONTAKT

Herausgeber: Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft)

Am Hof 6a, A-1010 Wien

Projektteam: Hubert Margl, Mag. Winnie Matzenauer, Mag. Martin Weikl, Mag. Andreas Wollein

Design: AHA Group

Text: Verbund; Mag. Heinz Müller

Fotos: Lukas Beck, Stefan Badegruber

Druck: Manz Crossmedia GmbH & Co KG

Kontakt: Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft)

Am Hof 6a, A-1010 Wien

Telefon: +43-(0)50313-0

Fax: +43-(0)50313-54191

E-Mail: [email protected]

Homepage: http://www.verbund.at

Investor Relations: Mag. Andreas Wollein

Telefon: +43-(0)50313-52604

E-Mail: [email protected]

Konzernkommunikation: Mag. Beate McGinn

Telefon: +43-(0)50313-53702

E-Mail: [email protected]

KONZERNSTRUKTUR DATEN/FAKTEN

VERBUND Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft)

ERZEUGUNG VERBUND
Austrian Hydro Power AG
VERBUND
Austrian Thermal Power GmbH & Co KG
Umweltfreundliche und kostengünstige
Erzeugung bilden die Basis für den Erfolg
des Verbund in ganz Europa. Rund 90
Prozent des Verbund-Stroms in Österreich
kommen aus Wasserkraft. Die
Wärmekraft-Tochter liefert die wichtige
Ergänzungsenergie.
HANDEL
VERTRIEB
VERBUND
Austrian Power Trading AG
VERBUND
Austrian Power Sales GmbH
Der Verbund zählt zu den expansivsten
und erfolgreichsten Stromhändlern
Europas und ist in den meisten
Mitgliedsstaaten der EU tätig. Seit Juli 2005
ist der Verbund auch im Direktvertrieb an
österreichische Endkunden höchst aktiv.
Bisher konnten in diesem Segment rund
180.000 Kunden gewonnen werden.
ÜBERTRAGUNG VERBUND
Austrian Power Grid AG
Der Verbund betreibt das überregionale
Hochspannungsnetz in Österreich, über
das rund 50 % des heimischen Strom -
verbrauchs transportiert werden. Mit sei
nen Verbindungen zum internationalen
Netz ist der Verbund auch eine wichtige
Schaltstelle im europäischen Strom -
transport.
BETEILIGUNGEN VERBUND
International GmbH
Zahlreiche Beteiligungen im In- und
Ausland liefern steigende Beiträge zum
Ergebnis des Verbund. Um weiteres inter
nationales Wachstum zu fördern, wurde im
Mai 2008 durch Umfirmierung der
VERBUND-BeteiligungsgmbH die
VERBUND-International GmbH (VI)
geschaffen.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
VERBUND
Austrian Renewable Power GmbH
Der Verbund setzt in Zukunft noch stärker
auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren
Energieträgern. Neben der Wasserkraft
produktion umfasst das Erzeugungsport -
folio künftig auch Windkraft und
Photovoltaik.

KONZERNSTRUKTUR DATEN/FAKTEN

ERZEUGUNG

KONZERNAUFBRINGUNG TWh

KENNZAHLEN KRAFTWERKE

SUMME 116 8.086 24.752
BEZUGSRECHTE LAUFKRAFTWERKE 20 590 3.030
WÄRMEKRAFTWERKE 8 1.520 -
WASSERKRAFTWERKE 88 5.976 21.722
ANZAHL MW GWh
EPL* RAV**

* ENGPASSLEISTUNG

** REGELARBEITSVERMÖGEN

HANDEL/VERTRIEB

KONZERNABSATZ TWh

LÄNDERVERTEILUNG

TWh ANTEIL
ÖSTERREICH 25,1 45 %
DEUTSCHLAND 22,7 40 %
FRANKREICH 7,3 13 %
SLOWENIEN 0,4 1 %
BULGARIEN 0,3 1%
ITALIEN 0,2 0 %
SONSTIGE 0,1 0 %
SUMME 56,0 100 %

ÜBERTRAGUNG

STROMTRANSPORT IM 220-/ 380-KV-NETZ TWh

NETZ km
SPANNUNGSEBENE TRASSENLÄNGE SYSTEMLÄNGE
380 kV 1.002 2.027
220 kV 1.657 3.309
110 kV 712 1.238
SUMME 3.371 6.574

AKTIE

AKTIENKENNZAHLEN

EINHEIT 2008 2007 2006 2005

HÖCHSTKURS1
59,30 49,95 41,58 30,13

TIEFSTKURS1
29,74 31,21 30,05 16,39

LETZTKURS1
32,56 47,88 40,42 30,13
PERFORMANCE
%
-32,00 18,46 34,15 83,83
MIO. €
MARKTKAPITALISIERUNG
10.034,99 14.756,62 12.457,44 9.286,07
GEWICHTUNG ATX
%
10,14 5,36 4,59 4,57
MIO €
UMSATZ WERT
6.221,13 6.180,40 5.500,65 1.830,90
UMSATZ STÜCK/TAG1
STÜCK
546.238 665.119 592.491 318.220

GEWINN/AKTIE1
2,23 1,88 1,63 1,13

CASH-FLOW/AKTIE1
3,03 2,62 2,45 2,21

BUCHWERT/AKTIE1
10,15 8,68 7,44 6,18
KURS/GEWINN-VERHÄLTNIS
X
14,61 25,48 24,86 26,59
KURS/CASH-FLOW-VERHÄLTNIS
X
10,74 18,27 16,52 13,65
KURS/BUCHWERT
X
3,21 5,52 5,43 4,87

VORGESCHLAGENE DIVIDENDE/AKTIE1
1,05 0,90 0,75 0,50
DIVIDENDENRENDITE
%
3,22 1,88 1,86 1,66
AUSSCHÜTTUNGSRATE
%
47,13 47,89 46,13 44,12
EV/EBITDA2
X
9,49 15,13 14,42 15,82

1 DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1:10 IST BERÜCKSICHTIGT

2 DIE KENNZAHLEN WURDEN EINER ÜBERARBEITUNG UNTERZOGEN. DIE VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

KAPITALMARKTKALENDER 2009

TERMIN DATUM
JAHRESERGEBNIS 2008 25.02.2009
VERÖFFENTLICHUNG GESCHÄFTSBERICHT 2008 25.02.2009
HAUPTVERSAMMLUNG 25.03.2009
DIVIDENDEN-EX-TAG 01.04.2009
DIVIDENDEN-ZAHLTAG 14.04.2009
ZWISCHENBERICHT QUARTAL 1/2009 28.04.2009
ZWISCHENBERICHT QUARTAL 1-2/2009 28.07.2009
ZWISCHENBERICHT QUARTAL 1-3/2009 27.10.2009

AKTIONÄRSSTRUKTUR

%

BASISINFORMATIONEN

GRUNDKAPITAL (€) 308.200.000
AKTIEN (STÜCK) 308.200.000
BÖRSENNOTIERUNGEN
WIEN 877738
FRANKFURT 877738
BERLIN 877738
STUTTGART 877738
MÜNCHEN 877738
LONDON 4661607
AMERICAN DEPOSITARY RECEIPT OEZVY
INFORMATIONSSYSTEME
BLOOMBERG VER AV
REUTERS VERB.VI
ISIN AT0000746409
RATINGAGENTUREN
STANDARD & POOR'S A
MOODY'S A1

INHALT

Drei-Jahres-Vergleich 2
Organe der Gesellschaft 3

LAGEBERICHT

Markt und Branche 5
Geschäftsverlauf 12
Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage 13
Forschung, Entwicklung, Umwelt und Mitarbeiter 20
Verwendung von Finanzinstrumenten und Risikoberichterstattung 25
Angaben gemäß § 243a UGB 29
Ausblick und Ziele 30
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 33

JAHRESABSCHLUSS

Bilanz 34
Gewinn- und Verlustrechnung 35
Entwicklung des Anlagevermögens 36
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 38
Fristigkeitenspiegel 39
Anhang – Erläuterungen 40
Angaben zu den Beteiligungen gemäß § 238 Z 2 UGB 62
Glossar 64
Bestätigungsvermerk 65
Bericht des Aufsichtsrates 66
Gewinnverwendungsvorschlag 69
Stromkennzeichnungsdokumentation 70

Rundungshinweis: Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

DREI-JAHRES-VERGLEICH

DREI-JAHRES-VERGLEICH MILLIONEN €

2008 2007 2006 UMSATZERLÖSE 3.498,5 2.833,2 2.662,5 ERGEBNIS VOR ZINSAUFWENDUNGEN UND STEUERN (EBIT) 734,9 419,2 332,8 ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 651,6 378,5 304,9 JAHRESÜBERSCHUSS 621,5 333,1 261,7 BILANZGEWINN 323,6 277,4 231,2 BILANZSUMME 3.448,8 2.979,7 2.392,0 ANLAGEVERMÖGEN 2.503,4 2.311,6 2.023,1 INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN 1,9 3,1 4,6 PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN 3,4 3,4 6,9 EIGENKAPITAL 1.645,9 1.298,7 1.196,0 UMSATZRENTABILITÄT (ROS) 21,0 % 14,8 % 12,5 % EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE) 49,9 % 31,5 % 27,9 % GESAMTKAPITALRENTABILITÄT (ROI) 24,7 % 17,5 % 14,9 % ROCE 18,9 % 13,2 % 12,4 % EIGENKAPITALQUOTE 47,8 % 43,8 % 50,3 % SCHULDENTILGUNGSDAUER 2,5 4,7 4,7 NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 596,0 341,9 241,2 GEARING 90,6 % 105,7 % 73,3 % HÖCHSTKURS 59,3 49,9 41,6 TIEFSTKURS 29,7 31,2 30,1 LETZTKURS 32,6 47,9 40,4 (VORGESCHLAGENE) DIVIDENDE JE AKTIE1 1,05 0,9 0,75 DIVIDENDEN-RENDITE 3,22 % 1,88 % 1,86 % BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER PERSONALSTAND 170 139 118 STROMABGABE (GWH)2 56.057 57.038 55.355

1 Aktiensplit 1:10 in 2006

2 inklusive Systembedarf

ORGANE DER GESELLSCHAFT

AUFSICHTSRAT

DR. GILBERT FRIZBERG VORSITZENDER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16. 03. 2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER HERESCHWERKE HOLDING GMBH,
VORSTAND DER FI BETEILIGUNGS- UND FINANZIERUNGS AG, AUFSICHTSRATS-VOR
SITZENDER DER ICS INTERNATIONALISIERUNGSCENTER STEIERMARK GMBH
GEWERKE DDR. ERHARD SCHASCHL
(BIS 26. 03. 2008)
1. STV. VORSITZENDER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16. 03. 2000)
VORSTANDSVORSITZENDER DER ETN VERMÖGENSVERWALTUNG AG, AUFSICHTS
RATSVORSITZENDER DER TREIBACHER INDUSTRIE AG UND DER FRAPAG INDUSTRIE
HOLDING AG, AUFSICHTSRAT DER GENERALI VIENNA HOLDING AG, DER AUSTRIAN
AIRLINES AG UND DER WIENERBERGER ZIEGELINDUSTRIE GESMBH
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG 2. STV. VORSITZENDER (BIS 26. 03. 2008), 1. STV. VORSITZENDER (AB 26. 03. 2008)
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 23. 02. 1993, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
RECHTSANWALT, AUFSICHTSRATSVORSITZENDER VIVAG VORSORGE IMMOBILIENVER
ANLAGUNGS AG, AUFSICHTSRAT DER KURIER BETEILIGUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
GENERALDIREKTOR I.R. DKFM. PETER PÜSPÖK 2. STV. VORSITZENDER (AB 26. 03. 2008)
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
O.UNIV.-PROF. DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16. 03. 2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
UNIVERSITÄTSPROFESSOR, VORSTAND DES INSTITUTES FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN
UND ENERGIEWIRTSCHAFT
DIPL.-BETRIEBSWIRT ALFRED H. HEINZEL (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16. 03. 2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER HEINZEL HOLDING GMBH, AUF
SICHTSRAT DER MIBA AG, DER ALLIANZ ELEMENTAR VERSICHERUNGS AG, DER
ZELLSTOFF PÖLS AG, DER WILFRIED HEINZEL AG, BIOCEL PASKOV AS, CZECH
REPUBLIC UND DER ESTONIAN CELL AS, KUNDA, ESTONIA, GENERALRAT DER
ÖSTERREICHISCHEN NATIONALBANK
GENERALDIREKTOR DR. BURKHARD HOFER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 27. 05. 1999, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
SPRECHER DES VORSTANDES DER EVN AG, AUFSICHTSRAT DER BEWAG BURGEN
LÄNDISCHE ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS AG, DER BEGAS BURGENLÄNDISCHE
GASWIRTSCHAFTS AG, DER BURGENLAND HOLDING AG, DER RAG-BETEILIGUNGS AG
UND DER HYPO INVESTMENTBANK AG
MAG. HERBERT KAUFMANN (AB 26.03.2008)
MBH
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 26. 03. 2008, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
SPRECHER DES VORSTANDES DER FLUGHAFEN WIEN AG, AUFSICHTSRAT DER RAIL
CARGO AUSTRIA AG UND DER AUSTRO CONTROL ÖSTERR. GES. FÜR ZIVILLUFTFAHRT
DR. MICHAEL LOSCH (IM AUFSICHTSRAT SEIT 10. 03. 2005, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
SEKTIONSLEITER IM BUNDESMINISTERIUM FÜR WIRTSCHAFT UND ARBEIT,
CENTER 1 – WIRTSCHAFTSPOLITIK, INNOVATION UND TECHNOLOGIE
DIPL.-ING. HANSJÖRG TENGG (IM AUFSICHTSRAT VOM 15. 11. 1983 BIS 20. 05. 1986 SOWIE SEIT 10. 03. 2005,
GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER »SMART TECHNOLOGIES«
MANAGEMENT BERATUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.,
AUFSICHTSRATSVORSITZENDER DER EXAA AG, DER SAUBERMACHER DIENSTLEIS
TUNGS AG UND DER KONSUM ÖSTERREICH REG.GEN., AUFSICHTSRATSVOR
SITZENDER-STV. DER APCS AG DER AGCS AG UND DER EURO BIO FUELS AG
ING. SIEGFRIED WOLF (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16. 03. 2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
VORSTANDSVORSITZENDER DER MAGNA INTERNATIONAL EUROPE AG, CO-CEO
MAGNA INTERNATIONAL INC., AUFSICHTSRAT DER ÖIAG, SIEMENS AG ÖSTERREICH,
STRABAG SE SOWIE DER HGI BETEILIGUNGS AG

AUFSICHTSRAT – FORTSETZUNG

ANTON AICHINGER VORSITZENDER DER KONZERNVERTRETUNG DER ARBEITNEHMER UND
ARBEITNEHMERINNEN DES VERBUND
KURT CHRISTOF ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
HARALD NOVAK ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER BETRIEBSRATSVORSITZENDE
ING. JOACHIM SALAMON ZENTRALBETRIEBSRAT

VORSTAND

VORSITZENDER DES VORSTANDES
GENERALDIREKTOR
DIPL. ING. WOLFGANG ANZENGRUBER (AB 01. 01. 2009)
DR. MICHAEL PISTAUER (BIS 31. 12. 2008)
VORSITZENDER-STELLVERTRETER
GENERALDIREKTOR-STELLVERTRETER
DR. JOHANN SEREINIG
MITGLIED DES VORSTANDES DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER
MITGLIED DES VORSTANDES MAG. CHRISTIAN KERN

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

ARBEITSAUSSCHUSS, GLEICHZEITIG PRÜFUNGSAUSSCHUSS UND DRINGLICHKEITSAUSSCHUSS
DR. GILBERT FRIZBERG, VORSITZENDER
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG
DDR. ERHARD SCHASCHL (BIS 26. 03. 2008)
DKFM. PETER PÜSPÖK
O.UNIV.-PROF. DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER (AB 26.03.2008)
DR. MICHAEL LOSCH
ING. SIEGFRIED WOLF
ANTON AICHINGER
HARALD NOVAK
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER
NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
DR. GILBERT FRIZBERG, VORSITZENDER
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG
DKFM. PETER PÜSPÖK (AB 26. 03. 2008)
DDR. ERHARD SCHASCHL (BIS 26. 03. 2008)
ANTON AICHINGER
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER
PRÄSIDIALAUSSCHUSS, GLEICHZEITIG VERGÜTUNGSAUSSCHUSS
DR. GILBERT FRIZBERG, VORSITZENDER
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG
DKFM. PETER PÜSPÖK (AB 26. 03. 2008)
DDR. ERHARD SCHASCHL (BIS 26. 03. 2008)

LAGEBERICHT MARKT UND BRANCHE

Die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise und deren Folgen für die globale Wirtschaft sind auch in Österreich spürbar. Dennoch dürfte die österreichische Wirtschaft laut einer Prognose des WIFO* im Jahr 2008 noch um 1,8 % gewachsen sein.

Der Stromverbrauch in Österreich nahm 2008 aufgrund der noch günstigen Entwicklung der Sachgüterproduktion und des stärkeren Heizenergiebedarfes der Haushalte zu.

Im Außenhandel mit elektrischer Energie verringerte sich 2008 das Defizit zum zweiten Mal in Folge und lag in den ersten elf Monaten des Jahres 2008 bei rund 6,0 % des Verbrauchs.

Die europäische Energiepolitik war im Jahr 2008 durch eine intensive Diskussion zwischen Europaparlament und EU-Rat über den Kern des Binnenmarktpakets – die stärkere Trennung von Netzbetrieb und Energieproduktion – bestimmt.

Das Energie- und Klimaschutzpaket der EU-Kommission sieht die Verringerung der Treibhausgas-Emissionen vor, fixiert den Anteil erneuerbarer Energiequellen und fordert die Steigerung der Energie-Effizienz.

KONJUNKTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN

Nach der Hochkonjunkturphase von 2004 bis 2007 bremsten 2008 die Krise auf den Finanzmärkten und der bis Sommer 2008 anhaltende Preisauftrieb bei den Rohstoffen das Wachstum der Weltwirtschaft ein: Das globale Bruttoinlandsprodukt dürfte im Jahr 2008 um nur mehr 3,4 % gewachsen sein, nach noch 5,2 % im Jahr 2007. Die gleichzeitige Eintrübung der Konjunktur in den drei großen Wirtschaftsräumen USA, Europa und Japan beeinträchtigte auch die Entwicklung der bisher sehr expansiven Schwellenländer in Asien und Lateinamerika.

In der EU dürfte sich das Wirtschaftswachstum auf 1,0 % (2007: 2,9 %) verringern. Auswirkungen der internationalen Abschwächung sind auch in Österreich zu spüren: Vor allem die Exporte litten unter der Dämpfung der Auslandsnachfrage. Der Konjunkturabschwung drückte auf das Investitionsklima. Mit einem Plus von 1,8 % gemäß WIFO dürfte die österreichische Wirtschaft 2008 dennoch kräftiger als der EU-Schnitt expandiert sein.

ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Gesamtenergieverbrauch in der EU wie auch in Österreich war in der Vergangenheit durch stetige Zuwächse gekennzeichnet, die lediglich infolge externer Entwicklungen – Ölpreis, Wirtschaftslage, unterschiedliche Witterungsbedingungen – zeitweise unterbrochen wurden.

* Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO)

KONJUNKTUR SCHWÄCHT SICH 2008 DEUTLICH AB

TIEFE TEMPERATUREN ERHÖHEN DEN EIGENBEDARF

AUCH DER STROMVERBRAUCH IN DER EU ERHÖHTE SICH 2008

So ist in den vergangenen zehn Jahren der Energieverbrauch in der EU-15 um 8 %, in Österreich sogar um 17 % gestiegen. Auch 2008 nahm dieser in Österreich weiter zu: Dies ist vor allem durch die kühlere Witterung zu erklären, die den Heizbedarf der privaten Haushalte erhöhte. Die Heizgradsummen – das sind die in der Energiewirtschaft üblichen Messgrößen für den temperaturbedingten Energiebedarf – waren im Jahresdurchschnitt 2008 um rund 4 % höher als noch ein Jahr zuvor (höhere Heizgradsummen bedeuten einen höheren Heizenergiebedarf). Die künftige Entwicklung des Energiebedarfs in der EU wie auch in Österreich wird insbesondere davon abhängen, wie rasch eine Trendwende durch Maßnahmen in jenen Bereichen geschafft wird, die die größten Einsparpotenziale bieten. Auch wenn alle Sektoren Beiträge zur Effizienzsteigerung leisten müssen, wird besonderes Augenmerk auf den Verkehr und auf die Raumwärme zu legen sein. Der Stromverbrauch in Österreich erhöhte sich in den vergangenen zehn Jahren um 25 % und damit dynamischer als der Gesamtenergieverbrauch. 2008 war in den ersten elf Monaten ein weiterer Zuwachs von 2,0 % gegeben. Dies hängt mit der kühleren Witterung und der im ersten Halbjahr noch günstigen Entwicklung der Sachgüterproduktion zusammen. Diese führte zu einem erhöhten Strombedarf bei den Unternehmen. Bei einer deutlich höheren Stromproduktion insgesamt – nach vorläufigen Zahlen von E-Control* über die ersten elf Monate 2008 +5,3 % – sanken die Importe um 11,6 % bzw. die Exporte um 4,0 %. Die Wasserkraft-Erzeugung expandierte dabei ebenfalls deutlich um 6,1 %, und auch die Erzeugung aus Wärmekraft legte um 3,8 % zu. Im Anstieg der sonstigen Erzeugung (+5,8 %) sind sowohl die Zunahme der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern (ohne Biomasse – sie fällt in den Bereich kalorische Erzeugung) als auch die in der Statistik noch nicht aufteilbaren Anlagen enthalten. Durch diese Entwicklung verringerte sich das Defizit im Außenhandel mit elektrischer Energie 2008 zum zweiten Mal in Folge und lag in den ersten elf Monaten des Jahres 2008 bei rund 6 % des Verbrauchs. 2003 hatte es etwa 9 % des Verbrauchs ausgemacht, in den Jahren 2004 und 2005 aber nur rund 4 %. 2006 war das Strom-Außenhandelsdefizit ähnlich wie im Jahr 2003 aufgrund des heißen Sommers auf mehr als 10 % gestiegen, im Jahr 2007 auf etwas unter 10 % zurückgegangen. Der Stromverbrauch korreliert eng mit dem Wirtschaftswachstum. Für die Zukunft geht die E-Control davon aus, dass die positive Korrelation zwischen Wirtschaftswachstum und Stromnachfrage bestehen bleibt. Strom ist eine intelligente Energieform: Der Verbrauch wird durch Energieeffizienz-Maßnahmen zum Teil weiter verstärkt (z. B. durch die Nutzung von Wärmepumpen oder Elektroautos). Auch die demografische Entwicklung (also die Zunahme der Single-Haushalte und die höhere Lebenserwartung) sowie die verstärkte Nutzung von elektrischen Geräten führen zu einem höheren Stromverbrauch. Demzufolge rechnet die E-Control mit einem mittelfristigen Wachstum in Österreich von +1,8 % pro Jahr. Kurzfristig wird sich allerdings die Abschwächung der Konjunktur im Jahr 2009 auf den Stromverbrauch dämpfend auswirken. ÖSTERREICHS STROM-VERBRAUCH STIEG 2008 * Energie-Control Österreichische Gesellschaft für die Regulierung in der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft mit beschränkter Haftung (E-Control)

Länder wie Luxemburg, Frankreich und Portugal verzeichneten allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 2008 Zuwächse von mehr als 2,5 %. In Tschechien, Irland und der Slowakei lag das Stromverbrauchswachstum bei über 2 %. In fünf der 19 von der Internationalen Energieagentur (IEA) erfassten EU-Länder, waren Verbrauchsrückgänge zwischen –0,2 % (Dänemark) und –2,4 % (Finnland) zu beobachten.

Die EU-Kommission geht davon aus, dass bis 2020 der Stromverbrauch der EU-27 um durchschnittlich 1,6 % pro Jahr ansteigen wird.

Der bereits im Jahr 2007 zu beobachtende Anstieg der Notierungen an den internationalen Rohöl-Märkten setzte sich im ersten Halbjahr fort und erreichte Anfang Juli 2008 mit etwas mehr als 146 USD/bbl (Brent Front Month) einen historischen Höchststand. Damit notierte ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent um etwa 50 USD höher als noch zu Jahresbeginn.

Die Gründe für diesen Preisanstieg waren geopolitische Spannungen, Terroranschläge auf die Öl-Infrastruktur im wichtigen Förderland Nigeria und ein starkes Wirtschaftswachstum in asiatischen Staaten mit großer Nachfrage nach Öl. Anzuführen sind außerdem zu geringe Investitionen in die Exploration und Produktion, wobei Spekulationen zusätzlich preistreibend wirkten.

Ab Juli 2008 kamen die Ölpreise vor allem wegen der Finanzmarktkrise und der dadurch ausgelösten Konjunkturabschwächung unter Druck. Der Rohölpreis gab kontinuierlich nach und notierte gegen Ende des Jahres zeitweilig unter 40 USD/bbl. Im Durchschnitt des Jahres 2008 kostete Rohöl der Sorte Brent 98 USD/bbl gegenüber 73 USD/bbl noch in 2007 (+36 %).

Die IEA rechnet in ihrem World Energy Outlook 2008 vom November 2008, dass der Ölpreis bis zum Jahr 2015 wieder bis auf 100 USD/bbl ansteigen wird. Bis 2030 soll der Prognose zufolge sogar die Marke von 200 USD/bbl überschritten werden.

Auch bei den Gaspreisen war im ersten Halbjahr 2008 ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten, der im Sommer seinen Höhepunkt erreichte. Danach gingen die Preise zurück. Im Durchschnitt des Jahres 2008 war Gas am EEX*-Terminmarkt (EGT-Frontjahr) um 41 % teurer als noch ein Jahr zuvor.

Die hohen Öl- und Gaspreise im ersten Halbjahr 2008 gaben auch den Kohlepreisen Auftrieb. Im Durchschnitt des Jahres 2008 notierte Kohle am EEX-Terminmarkt (ARA-Frontjahr, Eurobasis) um knapp 57 % über dem Durchschnittsniveau von 2007. Durch den weltweiten Wirtschaftsabschwung fielen auch die Kohlepreise gegen Ende des Jahres auf etwas unter 85 USD/t.

Im Januar 2005, kurz vor Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls, wurde das europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS) eingeführt. Das EU-ETS ist das zentrale Element der europäischen Klimapolitik, um die 8 %ige Emissionsreduktion gegenüber 1990 laut Kyoto-Protokoll zu erfüllen (EU-15).

Die europäische Reduktionsverpflichtung wird über den europaweiten Lastenausgleich (EU Burden Sharing Agreement) auf die Mitgliedsstaaten verteilt, was Österreich zu einer Emissionsreduktion von 13 % verpflichtet.

In der ersten Emissionshandelsperiode 2005 bis 2007 wurden mehr Emissionsrechte zugeteilt als benötigt. Demzufolge war der CO2-Preis (EU-Allowance – EUA) in 2007 kontinuierlich bis auf ein Niveau von 0,01 €/t CO2 im Dezember 2007 gesunken. Im Zuge der restriktiveren Zuteilung der Zertifikate für die zweite Handelsperiode 2008 bis 2012 zogen die Preise deutlich an.

Der Preis für den EUA-Benchmarkkontrakt mit Fälligkeit Dezember 2008 stieg im ersten Halbjahr 2008 kontinuierlich bis auf rund 29 €/t CO2 an. Der fallende Ölpreis und die Finanzmarktkrise sorgten in der Folge auch im CO2-Markt für sinkenden Preisen. Zuletzt wurde für EUAs mit Fälligkeit Dezember 2008 ein Preis von rund 15 €/t erreicht.

Der Sekundär-Markt für projektbezogene Emissionsrechte (Certified Emission Reduction (CER), Emission Reduction Unit (ERU)) folgte im Wesentlichen dem Trend, der vom EUA-Markt vorgezeichnet wurde. Der Kontrakt CER mit Fälligkeit Dezember 2008 erreichte zuletzt rund 14 €/t CO2.

Die EUA-Kontrakte Dezember 2009 bis Dezember 2014 lagen zu Ende des Jahres 2008 bei 16 bis 21 €/t CO2.

DER ÖLPREIS DURCHBRACH MARKE VON 146 USD/BBL

* European Energy Exchange (EEX)

DIE CO2-PREISE SANKEN IN DER ZWEITEN JAHRESHÄLFTE REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

DER KERN DES BINNEN-MARKTES WIRD INTENSIV DISKUTIERT

Seit der Liberalisierung sind die europäischen Energiemärkte in grundlegender Neuordnung: Dennoch ist nach Ansicht der EU-Kommission der Strom-Binnenmarkt noch nicht zufriedenstellend umgesetzt.

Aufgrund der von der EU-Kommission vorgenommenen Sektoruntersuchungen hatte die EU-Kommission am 19. 09. 2007 das dritte Legislativpaket zum Energie-Binnenmarkt vorgelegt, welches als Kernelement die Einführung eines strengeren Entflechtungsregimes für vertikal integrierte Energiekonzerne, und zwar die eigentumsrechtliche Entflechtung des Übertragungsbereichs vom Erzeugungs- und Versorgungsbereich eines vertikal integrierten Elektrizitätsunternehmens vorsah.

Durch intensive Verhandlungen kam es im Herbst 2008 auf EU-Ebene im Energieministerrat zu einer politischen Einigung. Der von den Staaten der »Like-minded Group« (darunter auch Österreich, Deutschland und Frankreich) verfolgte »Dritte Weg« (Effective and Efficient Unbundling – EEU-Modell) wurde als vollwertige dritte Option neben dem Ownership Unbundling und dem Independent System Operator (ISO) akzeptiert.

Zwecks Erleichterung des grenzüberschreitenden Energiehandels soll eine Agentur für die Zusammenarbeit der einzelstaatlichen Regulierungsbehörden (ACER – Agency for the Cooperation of European Regulators) eingerichtet werden. Sie soll bei grenzüberschreitenden Netzproblemen verbindliche Entscheidungen treffen können.

Um die bi- und multilaterale Zusammenarbeit und Investitionen zu fördern, soll ein neues europäisches Netz der Übertragungs- und Fernleitungsnetzbetreiber geschaffen werden (»European Network for TSO«, ENTSO). EU-Netzbetreiber sollen darin zusammenarbeiten und gemeinsame Marktvorgaben, technische Bestimmungen und Sicherheitsnormen entwickeln sowie die auf EU-Ebene erforderlichen Investitionen planen und koordinieren.

Um einen besseren Marktzugang für neue und kleine Versorger sowie eine nachvollziehbare Preisgestaltung zu gewährleisten, ist vorgesehen, die bestehenden Transparenz-Anforderungen auszuweiten. Hierzu zählen Angebots- und Nachfrage-Vorhersagen und neue Pflichten für Erzeuger und Übertragungsnetzbetreiber zur Veröffentlichung von Daten.

Am 17. 12. 2008 hat das EU-Parlament das Klima- und Energiepaket, auf das sich die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder nach harten Verhandlungen geeinigt hatten, beschlossen.

Mit den sogenannten 20-20-20-Zielen bekennt sich die europäische Union zu einer integrierten Energie- und Klimapolitik:

  • Verringerung der Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 % gegenüber 1990. Erhöhung der Zielvorgabe auf 30 %, wenn andere Industrienationen, einschließlich den USA, sich zu verbindlichen Minderungszielen verpflichten,
  • Erreichung eines Anteils erneuerbarer Energiequellen am Endenergieverbrauch von 20 % bis 2020 und
  • Steigerung der Energie-Effizienz um 20 % bis 2020.

Die Regeln für den CO2-Handel ändern sich ab 2013: Stromerzeuger müssen 100 % ihrer Emissionsrechte ersteigern. Davon ausgenommen sind Kraftwerke in Ländern, deren Bruttoinlandsprodukt pro Kopf weniger als die Hälfte des EU-Durchschnittes beträgt. Für diese ist ein Beginn mit mindestens 30 % auktionierter Zertifikate im Jahr 2013 und die anschließende Steigerung auf den vollen Wert bis spätestens 2020 vorgesehen.

EHRGEIZIGE VORGABEN ZUR ERREICHUNG DER KLIMAZIELE Das EU-Ziel, im Jahr 2020 einen Anteil von 20 % erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch zu erreichen, wird auf die Mitgliedsstaaten aufgeteilt, wobei die nationalen Zielquoten von 10 % (Malta) bis 49 % (Schweden) reichen. Österreich ist verpflichtet, seinen Anteil an erneuerbaren Energien bis 2020 von derzeit 23 % auf 34 % auszubauen. Bis zum 30. 06. 2010 haben die Mitgliedsstaaten Zeit, der EU-Kommission ihre nationalen Aktionspläne mit den Zielen für die einzelnen Sektoren und den Maßnahmen zur Zielerreichung vorzulegen. Betroffen sind die drei Bereiche Stromproduktion, Wärmebzw. Kälte-Erzeugung sowie der Verkehr.

Weiters hält die EU-Kommission zur Erreichung der Klimaziele eine Verbesserung der Energie-Effizienz in der EU bis 2020 um 20 % für notwendig.

KONSOLIDIERUNG IM EUROPÄISCHEN UMFELD

In abgeschwächter Form setzte sich die seit der Strommarkt-Liberalisierung zu beobachtende Konsolidierungswelle im Jahr 2008 fort. Da die nationalen Wettbewerbsbehörden in den meisten europäischen Ländern Fusionen und Übernahmen kaum noch zulassen, wachsen die großen Player primär außerhalb ihres Heimmarkts. Mittlerweile dominiert eine Hand voll Energiekonzerne den europäischen Markt. Die fünf größten Utilities in der EU-27 halten mittlerweile zusammen einen Anteil von etwa zwei Drittel des Stromabsatzes.

Die Fusion von Gaz de France (GdF) und Suez, die im Juli 2008 vollzogen wurde, zeigt, wie breit Super-Utilities künftig aufgestellt sein werden. Die Électricité de France SA (EdF) baute ihre Vormachtstellung auf dem europäischen Strommarkt weiter aus. Im September 2008 hat sich der französische Konzern mit dem größten britischen Kernkraftwerksbetreiber, British Energy Group plc, der rund ein Sechstel der Stromproduktion des Landes liefert, auf eine milliardenschwere Übernahme geeinigt.

Ihre endgültigen Positionen im Markt haben die großen Energiekonzerne noch nicht gefunden; sie streben nach wie vor nach Wachstum durch Zukäufe und Fusionen. Nationale Champions werden ihre Basis nutzen, um sich vor Übernahmen zu schützen oder grenzüberschreitend kleinere Übernahmen anzustreben.

Die weitere Entwicklung ist jedoch eng im Zusammenhang mit den Bemühungen der EU zur Intensivierung des Wettbewerbs zu sehen: Mit der Definition neuer Entflechtungsregeln, der europaweiten Regulierung sowie einer strengeren Anwendung des Wettbewerbs- und Kartellrechts will man der weiteren Konzentration von Marktmacht entgegenwirken.

PERSPEKTIVEN FÜR DEN ENERGIEMARKT

Vor dem Hintergrund des europäischen Spannungsfelds von Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Nachhaltigkeit stellte die EU-Kommission am 13. 11. 2008 die überarbeitete EU-Energiestrategie vor. Die Hauptpfeiler sind die Maßnahmen im Bereich der Energienetze, ein EU-Aktionsplan für Energieversorgungssicherheit und -solidarität sowie Vorschläge zu Energieeinsparungen. Damit soll ein weiterer Beitrag zu den 20-20-20-Klimaschutzzielen geleistet werden.

Österreichs Regierung hat in den vergangenen Jahren vermehrt tiefgreifende Maßnahmen zur Erreichung der ambitionierten Energie- und Klimaschutzziele durchgeführt. Die nationale Klimastrategie, der Klima- und Energiefonds sowie der im Mai 2008 vorgestellte »Masterplan Wasserkraft« seien beispielsweise als Antworten auf die wachsenden Herausforderungen genannt.

EINIGE WENIGE KONZERNE DOMINIEREN DEN MARKT

MIT ERNEUERBAREN ENERGIEN UND ENERGIEEFFIZIENZ ZUR ENERGIEWENDE

In Österreich beträgt das technisch-wirtschaftliche Gesamtpotenzial an Wasserkraft zur Stromerzeugung 56.000 GWh, wovon derzeit bereits etwas mehr als zwei Drittel realisiert sind. Das noch ausbaufähige technisch-wirtschaftliche Wasserkraftpotenzial liegt theoretisch bei 18.000 GWh. Aus ökologischen Gründen machbar sind 13.000 GWh, wobei 7.000 GWh bis 2020 ausbaubar sind. Mit der Realisierung dieser 7.000 GWh kann Österreich 3,1 Mio. t CO2 einsparen. Bereits in der Vergangenheit hat der Verbund stark in den Ausbau der Wasserkraft investiert. Künftig setzt der Verbund sein ambitioniertes Wachstumsprogramm im In- und Ausland fort. Investiert wird in internationale Wachstumsprojekte im erweiterten Europa und in den Ausbau von Erzeugungsanlagen und Übertragungsnetzen in Österreich. Wichtig sind dabei auch ökologische Grundsätze: Im Mittelpunkt der Verbund-Expansionsstrategie im In- und Ausland stehen CO2-freie bzw. -arme Anlagen. Durch sein Investitionsprogramm trägt der Verbund wesentlich zur Erreichung der europäischen wie österreichischen Klimaschutzziele bei. Durch die Errichtung der VERBUND-International GmbH (VI, vormals VERBUND-BeteiligungsgmbH) wurden die strukturellen Voraussetzungen für das weitere nachhaltige Wachstum des Verbund im Ausland geschaffen. Die Erzielung einer überdurchschnittlichen Profitabilität durch Investitionen und Akquisitionen im Ausland sowie ein gutes Standing am Kapitalmarkt sind auch für 2009 die unverzichtbaren Bausteine, um nachhaltige industrielle Werte zu schaffen. Die bedeutendsten Projekte im abgelaufenen Jahr waren der erfolgreiche Zuschlag für den Erwerb der Verteilnetzgesellschaft Baskent EDAS in der Türkei sowie der Zuschlag für das Kraftwerksprojekt »Ashta« (für die VERBUND-International GmbH) im Norden Albaniens. Zusätzlich wurden in den Joint-Venture-Gesellschaften in Italien (Sorgenia Group), Frankreich (POWEO Group) und der Türkei (Enerjisa Group) weitere Schritte für das internationale Wachstum des Verbund gesetzt. Bei Baskent EDAS handelt es sich um den größten Zukauf in der Geschichte des Verbund. Die Anteile wurden zu je 49 % von der Verbundgesellschaft und von Sabanci übernommen. Die restlichen Anteile trägt das gemeinsame Joint Venture Enerjisa. Mit September 2008 wurde der behördliche Genehmigungsprozess abgeschlossen. Das Closing der Transaktion ist für 28. 01. 2009 angesetzt. Bezüglich weiterer Angaben zur Entwicklung der Beteiligungsstruktur verweisen wir auf Kapitel II, Punkt Gesellschaftsrechtliches des Anhanges. Seit Juli 2005 beliefert der Verbund österreichische Haushalts- und Gewerbekunden, seit Anfang 2006 auch österreichische Industrieunternehmen. Ziel des Einstiegs in den Endkundenmarkt war es, den Wettbewerb zu beleben sowie einen Teil der Eigenerzeugung direkt an Endkunden zu liefern. Außerdem sollte durch Vertriebsaktivitäten eine positive öffentliche Wahrnehmung des gesamten Konzerns herbeigeführt werden. Der Verbund trug damit maßgeblich zu einer Sensibilisierung des Themas Strom als wertvolles Gut in der Bevölkerung und zu einem Anstieg der Wechselbereitschaft bei. Das ist mit einem österreichweit einheitlichen, einfachen und transparenten Stromangebot gelungen. Im Segment Haushalts-, Gewerbe- und Landwirtschaftskunden nahm der Kundenstock von 130.000 (Ende 2007) auf 180.000 (Ende 2008) zu. In diesem Bereich setzt der Verbund auf Preisführerschaft. Auch in den größeren Verbrauchssegmenten stärkte der Verbund seine Marktposition. Der Kundenstock wurde auf mehr als 200 Business- und Industriekunden mit einer gesamten Belieferungsmenge von 3,8 TWh in 2008 erhöht. Damit zählt der Verbund zu den Top-5-Endkundenlieferanten auf dem österreichischen Markt. Im Industriekundenbereich hat sich der Verbund als Qualitäts- und Informationsführer positioniert. Die im August 2007 von Istrabenz zurückgekaufte Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) wurde VERBUND WÄCHST NACHHALTIG

operativ vollständig integriert. Dadurch wurden Synergien genutzt; die Position am österreichischen Strommarkt konnte weiter ausgebaut werden.

Mit innovativen Beschaffungslösungen und professionellster Kundenberatung profilierte sich der Verbund als hochkompetenter Anbieter bei der Strombelieferung von Unternehmen der österreichischen Sachgüterproduktion. Die Erschließung des deutschen Industriekundenmarktes wurde 2008 erfolgreich eingeleitet: So wurden 2008 bereits rund 1 TWh an Industriekunden in Deutschland geliefert.

HÖHERE SPOTMARKTPREISE / STABILE FORWARDPREISE

GESCHÄFTSVERLAUF

Trotz des schwierigen Marktumfelds verbesserten sich die Kennzahlen der Verbundgesellschaft im Geschäftsjahr 2008 erneut: Die Umsatzerlöse stiegen von 2.833,2 Mio. € im Jahr 2007 auf 3.498,5 Mio. €, das entspricht einem Zuwachs von 23,5 %. Während der Betriebserfolg aufgrund der gestiegenen Strombezugskosten (+22,5 %) um 50,6 Mio. € anstieg (+31,8 %), stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 378,5 Mio. € auch aufgrund des guten Beteiligungsergebnisses auf 651,6 Mio. €. Die Wachstumsrate des EGT beträgt somit 72,2 %. Der Jahresüberschuss stieg um 86,6 % auf 621,5 Mio. €.

EINFLUSSFAKTOREN

Auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Verbundgesellschaft wirkten im Jahr 2008 vor allem folgende Einflussfaktoren:

  • Deutlich höhere Spotmarktpreise/stabile Forwardpreise
  • Wasserführung leicht über langjährigem Durchschnitt

Sehr positiv wirkte sich vor allem die deutliche Erholung der Spotmarktpreise auf die Ertragslage aus. Aus dem Terminmarkt resultierten keine nennenswerten ergebnisrelevanten Effekte, da die Verbundgesellschaft auf Grund ihrer Vermarktungsstrategie die Produktion des Konzerns größtenteils im Voraus verkauft und die Preise für das Frontjahr in den Handelsjahren 2006 und 2007 im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung vollzogen. Die Preise für im Jahr 2007 gehandelte Forwardkontrakte Year Base 2008 lagen im Durchschnitt mit 55,8 €/MWh um +1,5 % nur geringfügig über dem Vorjahresniveau (55,0 €/MWh). Der Durchschnittspreis für das Front Year Peak 2008 betrug im Handelsjahr 2007 79,3 €/MWh und war damit um 2,1 % niedriger als im Vorjahr (81,0 €/MWh).

Am Spotmarkt hingegen fiel der Anstieg im Jahr 2008 deutlich aus: Dies ist insbesondere auf den höheren CO2-Preis der zweiten Handelsperiode des europäischen Emissionshandelssystems im Vergleich zum für 2007 relevanten Preis der ersten Handelsperiode zurückzuführen. Der massive Anstieg der Öl-, Gas- und Kohlepreise im ersten Halbjahr 2008 sorgte für zusätzlichen Aufwärtsdruck im Spotmarkt. Gemessen an den Notierungen an der EEX lagen sowohl die Base- als auch die Peak-Preise im Jahresdurchschnitt 2008 massiv über dem Niveau des Vorjahres: Die Preise für Bandenergie notierten mit 65,8 €/MWh um 73 %, jene für Spitzenenergie mit 88,1 €/MWh um 57 % über den Mittelwerten von 2007.

Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf das Ergebnis ist die für die Wasserkrafterzeugung maßgebliche durchschnittliche Wasserführung der Flüsse, die mit dem Erzeugungskoeffizienten gemessen wird. Im Jahr 2008 entsprach die Erzeugung aus Lauf- und Laufschwellkraft nahezu dem langjährigen Mittel: Der Erzeugungskoeffizient lag bei 1,01, die Maßzahl war damit um vier Prozentpunkte höher als der Wert für das Jahr 2007 und um fünf Prozentpunkte höher als jener von 2006. WASSERFÜHRUNG LEICHT ÜBER LANGJÄHRIGEM DURCHSCHNITT

VERMÖGENS-, ERTRAGS- UND FINANZLAGE

UMSATZ UND ERGEBNIS

UMSATZ UND ERGEBNIS

EINHEIT 2008 2007
UMSATZERLÖSE T€ 3.498.505,1 2.833.199,6
ERGEBNIS VOR ZINSAUFWENDUNGEN UND STEUERN (EBIT) T€ 734.907,7 419.192,1
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) T€ 651.550,8 378.461,7
JAHRESÜBERSCHUSS T€ 621.517,5 333.067,6
BILANZGEWINN T€ 323.610,0 277.380,0
EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE) % 49,9 31,5
GESAMTKAPITALRENTABILITÄT (ROI) % 24,7 17,5
ROCE % 18,9 13,2
UMSATZRENTABILITÄT (ROS) % 21,0 14,8

Die Umsatzerlöse der Verbundgesellschaft stiegen gegenüber dem Vorjahr um 23,5 % auf 3.498,5 Mio. €.

Die Erlöse im Stromgeschäft konnten vor allem aufgrund der deutlich gestiegenen Spotmarktpreise ausgeweitet werden. Positiv auf die Erlöse wirkte darüber hinaus auch die Eigenerzeugung im Konzern, die im Vergleich zum Vorjahr um 353 GWh oder 1,2 % zunahm. Die Stromproduktion aus Laufkraftwerken stieg aufgrund des günstigeren Wasserdargebots stark an, die Erzeugung aus Speicherkraftwerken wurde auf dem Niveau des Vorjahres gehalten. Die Erzeugung aus thermischen Kraftwerken zeigte hingegen einen Rückgang, der im Wesentlichen durch die von April bis Juni im Kraftwerk Dürnrohr einmalig durchgeführten Erneuerungsarbeiten verursacht wurde. Im Detail stiegen die Stromerlöse von 2.824,8 Mio. € um 22,9 % auf 3.472,9 Mio. €.

Die Stromerlöse mit Endkunden (das sind Haushalte, Gewerbebetriebe, Landwirtschaft sowie Industriekunden und deren Handelsunternehmen) verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 116,3 Mio. €. Zuwächse in Höhe von 310,3 Mio. € konnten im Absatz an Weiterverteiler erzielt werden. Diese Zuwächse sind vor allem auf die Steigerung der Absatzpreise in den europäischen Strommärkten zurückzuführen.Die Stromerlöse mit Händlern stiegen um 221,5 Mio. €.

Von den Stromerlösen wurden 9,3 % im Kundensegment Endkunden, 46,5 % im Segment Weiterverteiler und 44,2 % im Segment Händler erzielt. Über 59,4 % der Stromumsätze (Vorjahr: 60,3 %) wurden im Ausland lukriert, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 20,7 % auf 49,0 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, dem Verkauf eines Umformerwerkes aufgrund Vertragsablauf und dem Anstieg der Erlöse aus der Konzernverrechnung zurückzuführen.

UMSATZERLÖSE

HÖHERE STROMERLÖSE AUF GRUND HÖHERER SPOTMARKTPREISE

AUFWAND FÜR BEZOGENE
LEISTUNGEN
Der Strombezugsaufwand stieg um 22,8 % auf 3.117,2 Mio. €.
Der Strom- und Netzbezug sowie Emissionszertifikatebezug (Handel) stieg um 23,1 % auf 3.202,3 Mio. €.
Haupteinflussfaktor dafür war das im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Spotmarktpreisniveau.
Der Netzbezug erhöhte sich um 5,7 Mio. €
auf 69,1 Mio. €.
Ausschlaggebend dafür war eine deutliche
Ausweitung des Endkundengeschäftes.
PERSONALAUFWAND Insbesondere durch den erhöhten Personaleinsatz aufgrund der anhaltenden Internationalisierung
der Geschäftstätigkeit in der Verbundgesellschaft stieg der laufende Personalaufwand um 19,7 % auf
19,7 Mio. €.
Erhöhend wirkte auch die kollektivvertragliche Anpassung der Gehälter und Nebenkosten
um 3,7 % zuzüglich einer Einmalzahlung in Höhe von 250 €.
Der Aufwand für Abfertigung und
Altersversorgung ist aufgrund sinkender Anspruchsberechtigter insgesamt um 28,5 % auf 4,4 Mio. €
zurückgegangen. Der betriebswirtschaftliche Personalstand stieg um 31 auf 170 Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen.
SONSTIGER BETRIEBLICHER
AUFWAND
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 20,1 Mio. €
auf 69,1 Mio. €.
Dieser Anstieg ist
im Wesentlichen durch höhere Kostenerstattungen aus den für die Verbundgesellschaft erbrachten
Dienstleistungen der VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) und der VERBUND-Inter
national GmbH (VI) aufgrund ihrer internationalen Tätigkeiten im Renewable- und Beteiligungsbe
reich, sowie dem Anstieg bei den Wertgebühren aufgrund des höheren Finanzierungsvolumens bedingt.
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT)
Auf Basis der oben beschriebenen Einflussfaktoren und Entwicklungen und des positiven Finanzergeb
nisses konnte das EGT von 378,5 Mio. €
um 72,2 % auf 651,6 Mio. €
gesteigert werden.

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSLAGE

EINHEIT 2008 2007
ANLAGEVERMÖGEN T€ 2.503.416,6 2.311.578,4
UMLAUFVERMÖGEN T€ 776.130,4 504.598,3
NETTOUMLAUFVERMÖGEN (WORKING CAPITAL) T€ 237.140,2 438.394,8
NETTOVERSCHULDUNG (NET DEBT) T€ 1.495.275,6 1.379.739,6
EIGENKAPITAL T€ 1.645.891,0 1.298.754,4
KURZFRISTIGE SCHULDEN T€ 737.887,9 430.581,5
KURZFRISTIGES VERMÖGEN T€ 975.028,1 868.976,3
EIGENKAPITALQUOTE % 47,8 43,8

ANLAGEVERMÖGEN

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sanken im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von 4,5 Mio. €, denen Zugänge in Höhe von 2,9 Mio. € gegenüberstanden. Zusätzlich kam es zum Verkauf eines Umformerwerkes, der einen Buchwertabgang von 4,3 Mio. € zufolge hatte.

Die Position der Finanzanlagen veränderte sich vor allem im Beteiligungsbereich (+80,5 Mio. €) durch Erhöhung des Beteiligungsansatzes an der VERBUND-Beteiligungsholding GmbH (VBH) im Zuge von Einbringungen und Kapitalzuführungen, sowie dem Erwerb von 5,02 % an der Energie AG Oberösterreich und dem Erwerb der Anteile der Burgenland Holding Aktiengesellschaft von der VERBUND- Austrian Hydro Power AG (AHP). Dieser Wert ist um die Umstrukturierungen bereinigt und stellt den Saldo aus Zugängen in Höhe von 968,3 Mio. € und Abgänge in Höhe von 837,8 Mio. € sowie Wertberichtigungen in Höhe von 50,0 Mio. € dar. Des weiteren wird auf die Erläuterungen im Anhang zum gesellschaftsrechtlichen Teil verwiesen.

Die sonstigen Finanzanlagen stiegen aufgrund der Ausleihungen in Höhe von 101,4 Mio. € und von Zukäufen von Wertpapieren in Höhe von 145,3 Mio. € denen Abgänge in Höhe von 87,3 Mio. € und Abschreibungen von 42,1 Mio. € gegenüberstanden.

Der Anstieg beim Umlaufvermögen um rund 53,8 % auf 776,1 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 415,4 Mio. €, dem steht die Rückzahlung einer kurzfristigen Veranlagungen in Höhe von 242,5 Mio. € gegenüber. Die Sonstigen Forderungen aus dem Stromhandelsgeschäft, den Strombörsen und Sicherheiten aus dem Stromgeschäft erhöhten sich um 63,2 Mio. €. UMLAUFVERMÖGEN

Das Eigenkapital konnte aufgrund des sehr guten Jahresergebnisses um 347,1 Mio. € auf 1.645,9 Mio. € erhöht werden. Die Eigenkapitalquote ist trotz der hohen Investitionen in Finanzanlagen und in Folge der Mittelaufbringung über Kredite von 43,8 % auf 47,8 % gestiegen.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen per Saldo um 34,7 Mio. € auf 1.548,7 Mio. €. Im Jahr 2008 wurden Aufnahmen/Tilgungen bei Kreditinstituten per Saldo in Höhe von 216,9 Mio. € getätigt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen blieben zum Bilanzstichtag annähernd gleich, die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Stromhandelsgeschäft sanken um 103,4 Mio. € auf 22,5 Mio. €. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen kam es zu einem Rückgang um 111,7 Mio. € auf 514,4 Mio. €.

FINANZLAGE

Der Verbund-Konzern verfolgt historisch eine sehr konservative Finanzstrategie, die es ermöglicht, dass er selbst in den turbulenten und schwierigen Zeiten der Finanzmarktkrise und der daraus resultierenden Krise der Realwirtschaft mit nur geringfügigen negativen Auswirkungen für das Jahr 2008 belastet wurde. Diese konservative Strategie hat dazu beigetragen, die finanzielle Positionierung des Konzerns innerhalb der Versorgerbranche Europas zu festigen. Immerhin zählt die Verbundgesellschaft heute hinsichtlich seiner Kapitalstruktur und finanziellen Kennzahlen zu den am besten aufgestellten Unternehmen Europas. Die starke Position, die sich letztendlich in der guten Bonität des Unternehmens manifestiert, wird dem Konzern im schwierigen Finanzmarktumfeld Chancen eröffnen, die es gilt wahrzunehmen.

Die bewährte Finanzstrategie basiert im Wesentlichen auf fünf Säulen, die strategisch seit Jahren unverändert bestehen geblieben sind, aber operativ auf die jeweilige aktuelle Situation ausgerichtet werden.

Diese fünf Säulen umfassen die

    1. Absicherung einer starken Bonität: Erhaltung eines starken Single-A-Ratings
    1. Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsreserve
    1. Bedarfsgerechte, zentrale Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften
    1. Erhaltung einer weit reichenden finanziellen Flexibilität
    1. Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limits

EIGENKAPITAL

VERBINDLICHKEITEN

FINANZSTRATEGIE UND FINANZIERUNG

ABSICHERUNG DER
STARKEN BONITÄT
Die Bonität eines Unternehmens bestimmt die Finanzierungskosten und den Zugang zu Finanzierungs
instrumenten. Je besser die Bonität, desto einfacher ist der Zugang zu den internationalen Kapital
märkten, desto breiter sind die Möglichkeiten der Fremdfinanzierung und desto kostengünstiger ist die
Aufnahme von Fremdmitteln. Durch die starke Differenzierung der Risikoaufschläge entsprechend der
Rating-Kategorie der Unternehmen als Folge der Finanzmarktkrise kommt der langfristigen Absiche
rung des hohen Ratings der Verbundgesellschaft noch höhere Bedeutung zu. Das Bekenntnis zu einer
nachhaltig stabilen und robusten Kapitalstruktur, die Einhaltung der wesentlichen ratingrelevanten
Kennzahlen sowie eine regelmäßige intensive Kommunikation und Diskussion der strategischen
Zielsetzungen des Konzerns mit den Rating-Agenturen Standard & Poor's und Moody's sind Grund
voraussetzungen, um dieses Ziel zu erreichen. Die Verbundgesellschaft hält derzeit bei Standard &
Poor's ein A/stable outlook und bei Moody's ein A1/stable outlook. Damit zählt sie im europäischen
Versorgerbereich zu den Unternehmen mit dem besten Rating.
SICHERSTELLUNG EINER
ANGEMESSENEN LIQUIDITÄT
Die Verbundgesellschaft verfügt über einen hohen und stabilen Mittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit. Dazu trägt die im Konzern kostengünstige Produktion ebenso bei wie die gute
Positionierung der Verbundgesellschaft im europäischen Stromgroßhandel und -vertrieb. Die Absiche
rung des stabilen Mittelzuflusses, der jederzeitige schnelle und sichere Zugang zu Liquidität sowie die
Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquiditätsreserve sind zentrale Elemente der Finanzstrategie.
Der Verbund-Konzern verfügt aufgrund seiner hohen Bonität über nicht kommittierte Kreditlinien bei
Banken in Höhe von rund 719 Mio. €.
Zusätzlich verfügt der Verbund seit Jänner 2005 über einen syn
dizierten Kredit mit einer Vielzahl internationaler und nationaler Banken in Höhe von 750 Mio. €,
der
bis Jänner 2013 zur Verfügung steht. Der syndizierte Kredit soll dem Konzern eine angemessene
Liquiditätsreserve sichern und eine weitreichende Flexibilität für mögliche zukünftige Akquisitionen
gewähren. Der syndizierte Kredit wurde im Geschäftsjahr 2008 nicht ausgenutzt.
Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds.
Zur weiteren Erhöhung der Flexibilität plant der Verbund im Quartal 1/2009 den Abschluss eines
European Medium Term Note Programms: Das ist eine Emissions-Plattform, unter der, je nach
Marktgegebenheiten, sehr schnell Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt werden können.
ZENTRALE KONZERNFINANZIE
RUNG DURCH DIE VERBUND
INTERNATIONAL FINANCE B.V.
In Amsterdam wurde im Jänner 2005 eine Finanzierungsgesellschaft, die VERBUND-International
Finance B.V. (VIF) gegründet, um die gesamte mittel- und langfristige Finanzierung im Verbund
Konzern optimal zu bündeln. In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 wurden, soweit dies betriebs
wirtschaftlich sinnvoll war, existierende Fremdmittel der Verbund-Tochtergesellschaften in die VIF
übertragen. Grundsätzlich werden alle mittel- und langfristigen Finanzierungen für den Verbund
Konzern ausschließlich über die VIF, die unter der Garantie der börsenotierten Verbundgesellschaft
steht, durchgeführt.
Der kurzfristige Geldausgleich zwischen den Tochtergesellschaften des Verbund-Konzerns wird von der
VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) durchgeführt. Die VIF und die VFG finanzieren die
Tochtergesellschaften des Verbund bedarfsgerecht zu marktorientierten Konditionen. Damit wird
sichergestellt, dass die Tochtergesellschaften eine entsprechende Verzinsung auf die von der Holding zur
Verfügung gestellten Mittel erzielen.
ERHALTUNG EINER
WEITREICHENDEN
FINANZIELLEN FLEXIBILITÄT
Für den Verbund-Konzern ist der Erhalt einer möglichst weitreichenden finanziellen Flexibilität eine
wichtige strategische Prämisse, um zu jeder Zeit die Flexibilität für profitable Investitionen und
Akquisitionen zu haben. Dabei gilt es eine solide Kapitalstruktur aufzubauen und zu festigen
beziehungsweise entsprechende finanzielle Kennzahlen und Ziele einzuhalten.

Die Finanzierungsaktivitäten des Verbund werden konsequent nach den Richtlinien des Risk-Management-Treasury ausgerichtet. Die Entwicklung der Risikostruktur des gesamten Finanzmittelportefeuilles wird dabei nach strengen Monitor-Kriterien überwacht.

Im Gesamtjahr 2008 wurden die Positionslimite hinsichtlich der Währungsverteilung des kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeitenportefeuilles (mind. 95 % in €-Währung und max. 5 % in JPY) ohne Währungseffekte eingehalten.

Ebenfalls wurde das Positionslimit hinsichtlich der Zinsbindung des kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeitenportefeuilles (mind. 55 % fix verzinst, max. 45 % variabel verzinst) eingehalten.

Das Limit hinsichtlich der minimalen Duration von 2,2 Jahren wurde mit einem Ist-Wert per 31. 12. 2008 von 2,7 Jahren ebenfalls nicht überschritten.

FINANZKENNZAHLEN

EINHEIT 2008 2007
NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT T€ 595.971,4 341.904,2
NETTO-GELDFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT T€ –293.494,7 –332.438,6
NETTO-GELDFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT T€ –302.252,0 –10.217,5
FINANZERGEBNIS T€ 441.863,7 219.331,5
GEARING (NETTOVERSCHULDUNGSGRAD) % 90,6 105,7
SCHULDENTILGUNGSDAUER JAHRE 2,5 4,7

Das bereits gute Finanzergebnis des Vorjahres konnte um rund 222,5 Mio. € auf 441,9 Mio. € verbessert werden. Hauptverantwortlich dafür waren die gestiegenen Beteiligungserträge in Höhe 307,8 Mio. €, dem stehen Aufwendungen aus Beteiligungen in Höhe von rund 64,7 Mio. € entgegen.

Der geringere Anstieg der verzinslichen Nettoverschuldung um 115,5 Mio. € gegenüber dem starkem Aufbau des bereinigten Eigenkapitals um 344,9 Mio. € führte zu einem Rückgang des Gearing um 15,1 %-Punkte auf 90,6 %. Durch den Anstieg des Mittelüberschusses aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit um mehr als 254 Mio. € bei nur gering steigenden Verbindlichkeiten um 34,7 Mio. € reduzierte sich die Schuldentilgungsdauer von 4,7 auf 2,5 Jahre.

Am 05. 12. 2008 nahm die Verbundgesellschaft eine Beteiligungsfinanzierung der Österreichische Kontrollbank AG (OeKB) zur Refinanzierung der Kapitalerhöhung im italienischen Joint Venture Sorgenia in Höhe von 200 Mio. € auf. Der Kredit mit einer Laufzeit von 11 Monaten weist eine variable Verzinsung auf Basis des variablen Verfahrenszinssatzes der OeKB plus einer Marge von 76 Basispunkten auf.

Die Geldflüsse des Geschäftsjahres sind nachfolgend in einer separaten Aufstellung dargestellt. Die Zusammensetzung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten (Fonds der flüssigen Mittel) kann der Anhangerläuterung (5) entnommen werden.

Der Netto-Geldfluss aus der operativen Tätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt und beläuft sich auf 595.971,4 tausend € (Vorjahr: 341.904,2 tausend €). Dies resultierte im Wesentlichen aus der guten Geschäftsentwicklung im Stromgeschäft.

OPTIMIERUNG DER RISIKOSTRUKTUR AUF BASIS VORGEGEBENER LIMITE

(1) NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT

Die Abschreibungen aus Finanzanlagen ergaben sich zu 50.000,0 tausend €
aus der Abschreibung einer
Beteiligung und zu 42.068,7 tausend €
aus Abschreibungen auf Wertpapiere.
Die Veränderung der Leistungsforderungen resultierte aus der Steigerung beim Stromhandelsgeschäft,
die Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände ist vor allem durch Sicher
heitsleistungen für den Stromderivathandel und für Ausgleichsenergie bedingt.
Die Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen war durch den Rückgang der Rückstellungen aus
dem Stromgeschäft um 27.770,7 tausend €,
der Anstieg der personalbezogenen Rückstellungen um
1.301,1 tausend €
sowie dem Aufbau der Steuerrückstellungen um 119.116,0 tausend €
bedingt.
Die Veränderung der Leistungsverbindlichkeiten resultierte aus dem Anstieg beim Stromgeschäft, die
Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten ergab sich aus Zahlungen aus dem bewerteten Strom
geschäft und dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuer.
Der Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit je Aktie beläuft sich auf 1,93 €
(Vorjahr: 1,12 €),
das
Verhältnis zu den Umsatzerlösen beträgt 17,0 % (Vorjahr: 9,0 %).
(2) NETTO-GELDFLUSS AUS
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Beim Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von
293.474,7 tausend €
(Vorjahr: Mittelabfluss 137.338,4 tausend €),
der insbesondere aus dem Zugang
von Beteiligungen in Höhe von 496.339,3 tausend €,
Ausleihungen in Höhe von 451.350,0 tausend €
(davon einhergehend in Form einer Erfüllungsübernahme gem. § 1404 ABGB und dem Abgang von
Beteiligungen im Zuge von Einbringungen in Höhe von 365.350,0 tausend €) und Wertpapieren in
Höhe von 145.276,0 tausend €
(davon 44.219,1 tausend €
unbar durch Kauf und Verkauf in gleicher
Höhe) resultierte. Dem standen der Abgang von Beteiligungen in Höhe von 365.803,2 tausend €
(davon einhergehend in Form einer Erfüllungsübernahme gem. § 1404 ABGB und Erhalt einer Auslei
hung im Zuge von Einbringungen in Höhe von 365.350,0 tausend €),
Rückzahlungen von Ausleihun
gen in Höhe von 350.003,5 tausend €
und Abgänge von Wertpapieren in Höhe von 87.312,7 tausend €
(davon 44.219,1 tausend €
unbar durch Kauf und Verkauf in gleicher Höhe) mit einem Abgangsverlust
von netto 4.833,4 €
dagegen .
(3) NETTO-GELDFLUSS AUS
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Im Rahmen der für 2007 beschlossenen Dividendenausschüttung wurden 277.380,0 tausend €
an die
Aktionäre zur Auszahlung gebracht.
Im Rahmen des Konzernclearings kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von 513.583,5 tausend €
(Vorjahr: Mittelabfluss 342.907,8 tausend €).
Kurzfristige Kreditaufnahmen erfolgten in Höhe von 200.000,0 tausend €,
langfristige Kreditaufnah
men in Höhe von 22.000,0 tausend €,
Geldmarktaufnahmen in Höhe von 25.250,9 tausend €.
Zusätzlich kam es zur Rückzahlung der kurzfristigen Veranlagung aus 2007 in Höhe von 242.500,0

tausend €. Tilgungen von Anleihen und Krediten erfolgten in Höhe von 5.112,9 tausend €.

GELDFLUSSRECHNUNG TAUSEND €
ERLÄUTERUNG 2008 2007
JAHRESÜBERSCHUSS 621.517,5 333.067,6
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN 4.450,1 4.361,8
ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN 92.068,7 9.211,1
ERGEBNIS AUS ABGANG VON ANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS 3.362,5 1.675,4
VERÄNDERUNG DER VORRÄTE –3.120,3 –492,0
VERÄNDERUNG DER LEISTUNGSFORDERUNGEN –33.449,3 –13.180,9
VERÄNDERUNG DER SONSTIGEN FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE –56.741,9 12.877,3
VERÄNDERUNG DER LATENTEN STEUERN –19.791,1 –9.698,7
VERÄNDERUNG DER LANGFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN –1.664,7 977,4
VERÄNDERUNG DER KURZFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN 93.408,8 –55.493,0
VERÄNDERUNG DER LEISTUNGSVERBINDLICHKEITEN –6.519,0 –15.339,6
VERÄNDERUNG DER SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN1 –98.118,5 74.048,3
VERÄNDERUNG DER ZINSENABGRENZUNGEN 568,4 –110,5
NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT
(1)
595.971,4 341.904,2
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN –4.723,7 –1.815,4
ABGÄNGE VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN UND SACHANLAGEN 5.908,2 93,5
INVESTITIONEN IN FINANZANLAGEN –683.396,1 –756.649,8
ABGÄNGE VON FINANZANLAGEN 388.716,9 425.933,1
NETTO-GELDFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
(2)
–293.494,7 –332.438,6
DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG –277.380,0 –231.150,0
VERÄNDERUNG DER KONZERNCLEARINGSALDEN –513.583,6 –342.907,8
VERÄNDERUNG DER KURZFRISTIGEN AUFNAHMEN/VERANLAGUNGEN 471.552,1 –246.301,0
AUFNAHME VON LANGFRISTIGEN KREDITEN 22.000,0 330.500,0
TILGUNG VON LANGFRISTIGEN KREDITEN –5.112,9 –15.000,0
VERÄNDERUNG DER KONZERNFINANZIERUNG 0,0 500.000,0
VERÄNDERUNG DER ÜBRIGEN LANGFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN 272,4 –5.358,7
NETTO-GELDFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
(3)
–302.252,0 –10.217,5
VERÄNDERUNG KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL 224,7 –751,9
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 01. 01. 1.203,6 1.955,5
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 31. 12.2 1.428,3 1.203,6

1 inklusive Rechnungsabgrenzungsposten

2 siehe auch Anhang – Erläuterungen (5)

FORSCHUNG, ENTWICKLUNG, UMWELT UND MITARBEITER

NACHHALTIGKEIT

»Nachhaltiges Handeln« hat für den Verbund einen sehr hohen Stellenwert: Es ist in alle Unternehmensbereiche integriert.

Schon seit dem Jahr 2002 widmet der Verbund dem Themenbereich Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern besondere Aufmerksamkeit: Das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln wurde seither systematisch gestärkt.

Die beste Voraussetzung dafür war und ist das Kerngeschäft des Verbund: die umweltfreundliche Produktion von Strom, insbesondere aus Wasserkraft. Sie bildet die Basis und gibt die Richtung für alle weiteren Handlungen des Konzerns vor.

Dementsprechend werden die Auswirkungen des Handelns auf die betriebswirtschaftliche, die ökologische und die soziale Dimension bereits bei der Planung von Projekten berücksichtigt. Im Idealfall gelingt es, Win-win-win-Situationen zu schaffen, bei denen der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens zu einer Schonung oder gar Verbesserung von Umweltaspekten führt und gleichzeitig einen Benefit für die Mitarbeiter und/oder die Gesellschaft hervorbringt.

Um diese Erfolge systematisch erzielen zu können, wurde im Jahr 2003 ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem in die Gesamtorganisation implementiert. Ein Entscheidungs- und ein Arbeitsgremium erheben seitdem regelmäßig jene Bereiche oder Projekte, bei denen verstärkt Nachhaltigkeitsimpulse zu setzen sind. Sie legen Ziele fest, erarbeiten Maßnahmen, setzen diese um und kontrollieren die Zielerreichung.

Dieser Prozess der Bewusstmachung und die Erfahrung der realen Erfolge wirken wieder zurück auf das Selbstverständnis des Unternehmens. Die Neufassung des Unternehmensleitbildes im Jahr 2006 war eines der Ergebnisse dieses kontinuierlichen Veränderungsprozesses in Richtung wachsender Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft.

Mit dem Bewusstsein wuchsen auch die Herausforderungen. So nimmt der Verbund auch am globalen Kampf gegen Korruption und Bestechung teil und hat seine Haltung und die seit Jahrzehnten gelebte Unternehmenspraxis im Jahr 2008 in einer Richtlinie dokumentiert. Diese unterstützt jeden Mitarbeiter mit konkreten Anleitungen dabei, stets nur faire Geschäftspraktiken zuzulassen und auch selbst anzuwenden. Die Arbeit am Thema »Anti-Korruption« wird 2009 für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eigentlich erst beginnen. In Workshops will der Verbund besonders exponierte Kolleginnen und Kollegen mit der neuen Regelung vertraut machen und gemeinsam mit ihnen einen Katalog mit »Fragen und Antworten« erarbeiten: Mit deren Hilfe sollen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konkrete Situationen besser meistern können. Dies wird unter anderem beim steigenden Engagement des Konzerns im Ausland hilfreich sein.

Während der Verbund bei seinen Produktionsanlagen – Kraftwerken und Leitungen – laufend Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gesetzt hat, waren die Verwaltungsstandorte noch nicht intensiv unter diesem Gesichtspunkt analysiert worden. Zu gering schienen die erzielbaren Einsparungen im Bürobetrieb verglichen mit jenen Mengen, die durch eine neue Turbine, einen neuen Generator oder eine höhere Spannungsebene bei der Stromübertragung zu schaffen waren.

Mit einem Projekt zur Erhöhung der Energieeffizienz am Standort der Hauptverwaltung in Wien 1, Am Hof 6a, soll das Bewusstsein für den sorgsamen Umgang mit Energie gestärkt werden. Der Verbund will in der Umsetzung 2009 einen Schwerpunkt auf die Nutzermotivation legen: Denn die beste Regelungstechnik wird ineffizient, wenn der Mensch nicht »mitdenkt«.

Der nächste Know-how-Transfer von den Produktionsanlagen in die Hauptverwaltung wird die Umweltzertifizierung der Konzernzentrale in Wien 1, Am Hof 6a, nach EMAS und ISO 14001 sein. Diese ist für 2009 geplant. Seit der Verbund bei seinen Kraftwerken bereits 1995 ein Umweltmanagementsystem implementiert hat, zeigt sich, dass Kollegen und Kolleginnen in zertifizierten Anlagen ein wesentlich höheres Bewusstsein für Umweltschutz und Ressourcenschonung haben.

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbund ist eine weitere wichtige Zielsetzung für das Jahr 2009. Im Rahmen eines Audits für Beruf und Familie sollen die bestehenden Maßnahmen analysiert und die gegenwärtige Situation verbessert werden.

Am 15. 05. 2008 nahm der Verbund am 3. Österreichischen CSR-Tag in Wien teil (CSR – Corporate Social Responsibility): Dieser wird von respACT (austrian business council for sustainable development) veranstaltet und bildet eine professionelle Plattform für den Erfahrungsaustausch zu Nachhaltigkeitsthemen. Der Verbund beteiligte sich am Panel »Nachhaltige Energieversorgung – von der Rolle der EU über die Energieversorger bis zum Endverbraucher«. So konnte dieses Thema mit internationalen Experten und Vertretern der österreichischen CSR-Community diskutiert werden.

Bei der KinderBusinessWeek der Wirtschaftskammer Österreich und der Jungen Wirtschaft vom 21.–25. 07. 2008 in Wien lernten Kinder und Jugendliche elektrische Energie und den Verbund kennen. Die Sieben- bis Vierzehnjährigen konnten am Fahrradergometer ausprobieren, wie viel Muskelkraft notwendig ist, um eine Glühbirne zum Leuchten oder ein Radio zum Spielen zu bringen. Vorträge zum Thema Stromerzeugung aus Wasserkraft und zu neuen erneuerbaren Energien gaben Gelegenheit, genau nachzufragen. Beim Improvisationstheater »Energie in Bewegung« ging es dann richtig rund.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Zuverlässige und sichere Stromversorgung auf hohem technischem Niveau ist das Hauptthema des Verbund. Ein effektives Forschungsmanagement unterstützt seit Ende der 1980er-Jahre praxisnahe, innovative Ideen in den Bereichen »Erzeugung aus Wasser- und Wärmekraft« und »Energieübertragung«. Neben den Projekten, die direkt im Verbund durchgeführt werden, werden einige in Kooperation mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen bearbeitet.

Publiziert werden diese Ergebnisse in der Schriftenreihe »Forschung im Verbund«, im Internet und im Rahmen von Forschungsforen. Letztere fanden 2008 zu den Themen »Effizienzsteigerungsmaßnahmen zur CO2-Reduktion und Genehmigungsverfahren von Wärmekraftwerken« und »Naturgewalten – Zunehmende Herausforderung für die Infrastruktur aufgrund des Klimawandels?« statt.

CSR-VERANSTALTUNGEN

Insgesamt wurden im Jahr 2008 60 anwendungsorientierte Forschungsprojekte, zumeist mit Partnern, bearbeitet und 19 abgeschlossen. Diese Projekte haben über die gesamte Laufzeit und inklusive dem Anteil der Partner ein Volumen von 31,3 Mio. €, woran der Verbund mit 16,1 Mio. € beteiligt ist. Davon entfielen auf das Jahr 2008 4,6 Mio. € für Forschung im Verbund.

UMWELT

ERNEUERBARE ENERGIEN
IM FOKUS
Erneuerbare Energie hat im Verbund große Tradition, denn die Wasserkraft bildet seit seiner Gründung
die Basis für den umweltschonenden Erzeugungsmix des Konzerns. Angesichts der aktuellen Entwick
lungen hat sich der Verbund im Jahr 2007 einer sauberen Wachstumsstrategie verschrieben, die noch
stärker als bisher auf regenerativen Energieträgern basiert.
Für Wirtschaft und Umwelt bietet der Einsatz erneuerbarer Energien großes Potenzial. Deshalb will der
Verbund den Anteil der erneuerbaren Energien in seinem Portfolio nachhaltig ausbauen. Um auf die
besonderen Anforderungen des sehr dynamischen und stark international ausgerichteten Renewables
Marktes flexibel reagieren zu können, gründete der Verbund 2007 die 100 %-Tochtergesellschaft
VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP).
Dieses Unternehmen bündelt die Kompetenzen des Verbund-Konzerns im Segment »neue« erneuerbare
Energien, also beispielsweise in der Stromerzeugung durch Windkraft und Photovoltaik. Weiters wid
met sich die ARP der Nachhaltigkeit, dem Umwelt- und Klimaschutz sowie der Forschung.
Beim Aufbau von neuen Erzeugungskapazitäten sollen in einem ersten Schritt 400 Megawatt realisiert
werden: Im technologischen Fokus stehen hierbei Windkraft und Photovoltaik.
Dem Verbund gelang innerhalb kürzester Zeit der erfolgreiche Einstieg in den internationalen Renew
ables-Markt. Ziel des Verbund ist es, sich zu einem europäischen Player in diesem Marktsegment zu
entwickeln.
VERBUND UNTERSTÜTZT
KLIMASCHUTZ
Im Frühjahr 2008 schloss der Verbund eine Energiepartnerschaft mit der steirischen Region Almenland.
Mit diesen zwölf Gemeinden soll langfristig eine Modellregion mit Vorzeigecharakter geschaffen wer
den, die einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Dadurch wird die nachhaltige und um
weltfreundliche Entwicklung dieser steirischen Region unterstützt.
Die Kooperation beruht auf zwei Säulen: Zum einen bezieht die Region CO2-neutralen Verbund-Strom
aus Wasserkraft, und zum anderen werden lokale Kleinwasserkraftwerke errichtet, modernisiert und
revitalisiert. Zur Realisierung des zweiten Eckpfeilers hat der Verbund im November 2008 mit der
Region Almenland eine gemeinsame Gesellschaft gegründet: die Almenland Energie GmbH.
Die Aktivitäten des Verbund beschränken sich nicht auf den eigenen Kraftwerkspark. Er setzt auch
Impulse: Um Österreichs »Klimaschutzgemeinde 2008« zu finden, veranstaltete er gemeinsam mit dem
Lebensministerium, dem Gemeindebund und der »Kronen Zeitung« einen bundesweiten Wettbewerb.
Ganz Österreich war aufgerufen, Projekte in den Kategorien Bewusstseinsbildung, Energie-Effizienz und
Erneuerbare Energie einzureichen. Mehr als 80 Städte und Gemeinden reichten ihre Klimaschutzpro
jekte ein: Als Sieger gingen Munderfing, Großschönau und Güssing hervor.

GESELLSCHAFT

Seine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nimmt der Verbund schwerpunktmäßig in den Bereichen »Kultur« und »Kinder« wahr.

Auch 2008 unterstützte der Konzern das große Klassik-Open-Air-Konzert der Wiener Philharmoniker im Schlosspark Schönbrunn. Mit dem Wiener Konzerthaus ging der Verbund eine längerfristige Partnerschaft ein, indem er seit September 2008 Premium-Sponsor dieser renommierten Wiener Kulturinstitution ist. Die Aktion »Freier Samstag im MAK« wurde auch 2008 fortgesetzt: Als Sponsor des Museums für Angewandte Kunst in Wien ermöglicht der Verbund allen Interessierten, die Ausstellungen an Samstagen gratis zu besuchen.

Der Verbund beteiligte sich 2008 auch an der Aktion »A Letter To The Stars«, bei der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projektes »Denk.Mal« die Möglichkeit hatten, sich individuell und auf einer sehr persönlichen Ebene mit dem Thema Holocaust auseinanderzusetzen.

Seit Ende Mai 2008 steht Kindern im Wiener Tiergarten Schönbrunn ein weiterer Erlebnisbereich zur Verfügung: Der 200 Quadratmeter große WasserKraftSpielplatz wurde vom Verbund mitfinanziert und vermittelt spielerisch die Faszination des Elements Wasser und dessen Bedeutung für die Energieerzeugung. Als Bindeglied zwischen den beiden Schwerpunkten »Kunst« und »Kinder« wurde auch das Wiener Kindertheater unterstützt.

Die langjährigen Verbund-Patenschaften mit dem SOS-Kinderdorf in der Hinterbrühl (seit 1957) und der Hans-Radl-Schule für körperbehinderte Kinder in Wien 18 (seit 1989) werden ebenfalls weitergeführt. Der Verbund nahm auch an der Aktion »Ein Funken Wärme« von Caritas und »Kronen Zeitung« im Winter 2007/2008 teil. Bedürftige Personen erhielten daraus einen Zuschuss zu ihren Heizkosten.

Der Österreichischen Bergrettung wurde beim Ankauf modernster Ausrüstung geholfen: Gemeinsame Aktivitäten zur Unfallprävention und eine Informationskampagne werden zu mehr Sicherheit im alpinen Gelände beitragen.

MITARBEITER

Die Mitarbeiter sind ein zentraler Erfolgsfaktor für den Verbund. Im Lichte der Wachstumsstrategie ist es besonders wichtig, die richtigen Mitarbeiter aufzunehmen und ihnen das nötige Wissen zu vermitteln.

Der Wettbewerb um neue, hochqualifizierte Mitarbeiter wird härter, und der wird sich auch in den nächsten Jahren erhöhen. Es ist nötig, rechtzeitig die richtigen Bewerber anzusprechen, deshalb verfolgt der Verbund eine zielgerichtete und langfristige Personalmarketing-Strategie: Um mit potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möglichst früh in Kontakt zu treten, pflegt der Verbund Partnerschaften mit österreichischen Technik- und Wirtschaftsuniversitäten und nimmt an den wichtigsten Karrieremessen teil. Damit soll die Bekanntheit und Attraktivität der Arbeitgebermarke Verbund erhöht werden.

Um die nationale und internationale Wachstumsstrategie des Verbund zu begleiten, wurde im Oktober 2008 wieder ein Traineeprogramm gestartet. Die Trainees arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen und erhalten einen individuellen Entwicklungsplan, in dem die Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vereinbart werden. Dadurch wird eine bedarfsgerechte und nachhaltige Entwicklung ermöglicht.

SCHWERPUNKT »KULTUR« UND »KINDER«

PERSONALMARKETING

POTENZIELLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER GEZIELT ANSPRECHEN

TRAINEEPROGRAMM FORTGESETZT

MEHR NACHWUCHS AUS DEN
EIGENEN REIHEN
Mittelfristig wird ein hoher Anteil der Facharbeiter des Verbund in den Ruhestand treten, deshalb wird
rechtzeitig für Nachwuchs gesorgt: Bisher hat der Konzern jährlich 25 Lehrlinge aufgenommen und in
einer Doppelberufslehre zum Elektrobetriebs- und Maschinenbautechniker ausgebildet. 2008 wurde
diese Zahl auf 31 neue Lehrlinge gesteigert, für die Zukunft ist eine weitere Aufstockung der
Lehrlingsplätze geplant.
GUTES ARBEITSKLIMA SORGT
FÜR MOTIVATION
Ein ausschlaggebendes Kriterium für die Leistungsbereitschaft ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Als
Erstanalyse wurde 2008 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, in die auch gesundheitsrelevante
Aspekte einbezogen waren: Die Kolleginnen und Kollegen zeichnen ein positives Bild des Arbeitsklimas
und der Motivation im Verbundkonzern. Hohe gefühlte Sicherheit des Arbeitsplatzes, gute Einkom
menssituation und Zufriedenheit mit der ausgeübten Tätigkeit führen zu ausgezeichneten Werten bei
Loyalität und Bindung an das Unternehmen.
UNSERE
GESUNDHEITSOFFENSIVE
Seit 2008 läuft das Gesundheitsmanagement »Fit & Gesund im Verbund«: Als Auftakt konnten alle
Mitarbeiter an ihrem Standort einen Fitness-Check im Uniqa-Truck machen.
INTERKULTURELLE TRAININGS
IM MITTELPUNKT DER
WEITERBILDUNG
Sollen Mitarbeiter Leistung erbringen, so müssen sie nicht nur motiviert sein, es ist auch notwendig,
dass sie über das entsprechende Wissen verfügen. Um dieses zu fördern, ist Personalentwicklung ein
zentrales Thema für den Verbund. Sie wird als langfristige Investition in die Zukunft des Unternehmens
betrachtet.
Zentrale Themen waren im Jahr 2008 die Führungskräfteentwicklung und die Mechatronik-Ausbildung
der Mitarbeiter in der Zentralwarte Donau. Ein wichtiger Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in
den operativen Gesellschaften sind Schulungen zum Thema Sicherheit.
Einen Schwerpunkt nahmen auch die interkulturellen Trainings ein, vor allem für die im Ausland täti

gen Mitarbeiter. 2008 lag der Fokus auf dem Zielland Türkei: Interkulturelle Workshops wurden in Wien und in Istanbul abgehalten.

VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Der Verbund-Konzern hängt neben anderen Faktoren sehr stark von den Bewegungen des Großhandelspreises für Strom ab.

Mehr Niederschläge erhöhen die Wasserführung der Flüsse und damit die Menge des erzeugten Stroms, weniger Niederschläge reduzieren sie.

Mit seinen internationalen Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei setzt sich der Verbund neuen Risiken aus, denen aber auch entsprechende Chancen gegenüberstehen.

FINANZINSTRUMENTE

Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Derivativgeschäfte dienen grundsätzlich ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertveränderungen der Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Stromgeschäft umfassen Stromfutures, Stromforwards und Swaps. Zweck der derivativen Sicherungsgeschäfte im Strombereich ist die Schließung von Stromgeschäften, die physikalisch nicht rückgedeckt sind.

Positive und negative Zeitwerte werden getrennt dargestellt. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von potentiellen Marktpreisschwankungen (–10 % bis +10 %) auf das Gesamtportfolio oder getrennt nach Forwards und Futures im Trading gemessen.

Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

FINANZBEREICH

STROMBEREICH

RISIKOBERICHTERSTATTUNG

RISIKOMANAGEMENT IM VERBUND

Das unternehmensweite Risikomanagement ist eines der maßgeblichen Instrumente der Konzernführung. Corporate-Risk-Management bedeutet für den Verbund die gezielte Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, aber auch die Fokussierung auf bestehende und künftige Erfolgs- und Wachstumspotenziale.

Die Koordination des unternehmensweiten Risikomanagements erfolgt zentral in der Holding. Eigens dafür ausgebildete Ansprechpersonen in den einzelnen Konzernbereichen sind für die Erhebung und Bewertung von Risiken und Chancen sowie für die Initiierung und Dokumentation von Maßnahmen verantwortlich. Für diese konzernweite Chancen- und Risikobetrachtung bedient sich der Verbund einer speziell auf seine Bedürfnisse angepassten Software.

Im Geschäftsjahr 2008 lagen die Schwerpunkte bei neuen Projektrisiken und bei der Ausweitung des Horizonts auf neue Beteiligungen. Auch mögliche Bedrohungen, ausgelöst durch die internationale Finanzkrise, sowie die Weiterentwicklung des Krisenmanagements sind zu erwähnen.

Seit dem Beginn der Strommarkt-Liberalisierung in Österreich am 19. 02. 1999 ist der Verbund dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Schon vorher wurden entsprechende Risikomanagement-Tools entwickelt sowie die Holdingeinheit Risikomanagement im Jahr 2000 gegründet. Dies unterstützt die internationale Wachstumsstrategie.

Heute kann sich die Konzernleitung auf ein weitläufiges Corporate-Risk-Management in allen Tochtergesellschaften stützen. Durch die Kenntnis der Risiken ergibt sich ein besserer Umgang mit und ein bewussteres Eingehen von Risiken. Auch Chancen kann der Verbund intensiver nützen.

Die künftigen Herausforderungen für das Risikomanagement betreffen die weitere Internationalisierung und die damit auf den Verbund neu zukommenden Chancen und Risiken in allen Ländern, in denen sich der Konzern engagiert.

Auch das Risikomanagement unterstützt den Verbund auf seinem Weg des nachhaltigen Agierens, denn aus der höheren Transparenz der Chancen und Risiken in allen Geschäftsbereichen ergibt sich eine höhere Sensibilität in Bezug auf längerfristige Auswirkungen. Ein besonderer Schwerpunkt wird bei Projektentscheidungen vor allem auf die spezifischen Risiken und Chancen und damit die nachhaltigen Auswirkungen gelegt.

Der Vorstand wird quartalsweise über die Hauptrisiken und die Aktivitäten der einzelnen Risk Management Committees informiert. Die fünf größten Hauptrisiken werden im Rahmen des kaufmännischen Berichts des Vorstandes an den Aufsichtsrat berichtet.

Im Rahmen der Berichterstattung nach Punkt 80 Österreichischer Corporate Governance Kodex wurde von den Wirtschaftsprüfern die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements evaluiert und als angemessen beurteilt.

Der Verbund definiert Risiko bzw. Chance als die Möglichkeit einer negativen oder positiven Abweichung von Unternehmenszielen und -kennzahlen. CHANCEN UND RISIKEN 2009

Für das Jahr 2009 wurden folgende Hauptrisiken und -chancen ermittelt:

KREDITRISIKO Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko im Stromund Netzgeschäft sowie im Finanzbereich konzerneinheitlich bewertet und überwacht. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität entweder auf Basis eines externen Investment Grade Ratings einer internationalen Rating-Agentur (Moody's, Standard & Poor´s) oder nach einer internen Bonitätsüberprüfung, die ein Ratingäquivalent ermittelt, abgeschlossen. Dabei wird für jeden Kontrahenten ein individuelles Limit vergeben, welches konzernweit überwacht wird.

Geldmarktveranlagungen werden ebenfalls nur mit Finanzpartnern mit geprüfter Bonität abgeschlossen. Auf Basis von Ausfallswahrscheinlichkeiten – berechnet von internationalen Rating-Agenturen – erfolgt eine Beobachtung des gesamten Kontrahentenrisikos und des Kundenstrukturportefeuilles. Entspricht die Bonitätsbeurteilung oder das Rating nicht den gestellten Anforderungen, wird also kein Investment Grade Rating erreicht, werden Geschäfte nur auf Basis einer ausreichenden Besicherung (z.B. Vorauszahlungen, Bankgarantien, Patronatserklärungen) abgeschlossen. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallsrisiken minimiert. Durch abgeschlossene Aufrechnungsvereinbarungen erfolgt eine weitere Risikoreduzierung. In der Regel wird das Kontrahentenrisiko nicht versichert.

Der Verbund betrachtet Schwankungen des Zinssatzes als wesentliches Cashflow-Risiko. Die Risiko ZINSENÄNDERUNGSRISIKO
managementregelungen sehen vor, dass maximal 40 % der Finanzverbindlichkeiten inkl. Geldmarkt
geschäfte variabel verzinst sein dürfen.

Grundsätzlich wird versucht, durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten die Auswirkung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen auf die Ertragslage weiter zu verringern. Länger andauernde negative Marktpreisveränderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern.

Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen nahezu zur Gänze auf €-Währungsbasis abgewickelt werden, keine wesentlichen Risiken aus der Währungsänderung. Gleiches gilt grundsätzlich für die übrigen originären Finanzinstrumente. Mit seinen internationalen Beteiligungen in Nicht-Euro-Zonen setzt sich der Verbund neuen Risiken aus, denen aber auch entsprechende Chancen gegenüberstehen.

Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten sehen die Risikomanagementregelungen im Verbund für die Fremdwährungsanteile Höchstwerte für die jeweiligen Währungsanteile vor. Es erfolgten keine Überschreitungen dieser Grenzen.

Das Mengen- und Preisrisiko im Stromgeschäft ist jener Risikotreiber, der das Ergebnis am stärksten beeinflusst.

Ein weiteres Risikofeld sind der Bedarf des Konzerns für seine Kraftwerke an den Primärenergieträgern Heizöl, Erdgas oder Steinkohle sowie ein ausreichender Bestand an Emissionszertifikaten. Durch die international erwartete langfristig steigende Nachfrage ist zukünftig wieder mit einem höheren Preisniveau bei Brennstoffen zu rechnen.

Die internationale Wachstumsstrategie in Form weiterer Akquisitionen mit den Schwerpunkten Italien, Türkei und Frankreich bringt neue Chancen und Risiken mit sich. Zu nennen sind hier vor allem die Schwankungen der Beteiligungserträge, die Veränderungen des Beteiligungsansatzes (auch in Abhängigkeit von Fremdwährungsdifferenzen) und übernommene Haftungen sowie Garantien.

Durch die Mitgliedschaft Österreichs in der EU, wo der Wettbewerb seit jeher ein zentrales Thema darstellt, ist der Verbund einer Vielzahl an Vorschriften unterworfen. So fordert die 2009 in Kraft tretende, nunmehr dritte Richtlinie zur Liberalisierung des Elektrizitätsbinnenmarktes eine eigentumsrechtliche Trennung der Versorgung und Erzeugung vom Betrieb der Netze, um auf diese Weise diskriminierungs-

WÄHRUNGSÄNDERUNGSRISIKO

MENGEN- UND PREISRISIKO

BETEILIGUNGSRISIKEN

REGULATORISCHE RISIKEN

freie Investitionen in Infrastrukturen, den fairen Netzzugang für Neueinsteiger und Markttransparenz zu fördern. Der Verbund, der schon vor Jahren eine gesellschaftsrechtliche und räumliche Trennung seines Übertragungsnetzbetreibers vorgenommen hat, vertritt gemeinsam mit anderen europäischen Stromkonzernen den Standpunkt, dass sich diese Ziele auch mittels eines so genannten »Unabhängigen Übertragungsnetzbetreibers« (ITO) erreichen lassen.

Der Verbund steht auf sehr guter Basis. Die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft erhöhen auch die finanziellen Risiken des Verbund. Kurz-, mittel- und langfristige Finanzierungen sind teurer und schwieriger geworden. Der Verbund ist hinsichtlich seiner Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven. Dazu kommen eine syndizierte Kreditlinie und eine seit langem eingeräumte Bankenlinie.

Der Verbund veranlagt konservativ in einem breiten Veranlagungsportfolio überwiegend auf dem Geldmarkt bei erstklassigen Banken, ein kleinerer Teil wird in geldmarktnahen Wertpapieren als Sicherheit für die Handelsaktivitäten veranlagt. Das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten von Wertpapieren bzw. das Kursrisiko steigen. Das Wertpapierportfolio wird laufend auf dessen Werthaltigkeit nach IFRS* und österreichischem Unternehmensrecht überprüft, und Kursverluste/-gewinne werden entsprechend ihrer Nachhaltigkeit gebucht und ausgewiesen.

Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) hat zwischen 1999 und 2001 Lease-and-lease-back-Konstruktionen abgeschlossen, durch die ein nicht unbeträchtlicher Nettobarwertvorteil erzielt werden konnte. Die Verbundgesellschaft hat diesbezüglich Haftungen und Garantien übernommen. Durch die Finanzmarktkrise kam es zu Ratingverschlechterungen einzelner Vertragspartner, wodurch im Einzelfall zusätzliche Sicherheiten zu geringfügigen Mehrkosten zu leisten sind. Derzeit wird daran gearbeitet, erste Cross-Border-Leasing-Transaktionen wieder aufzulösen.

Für das Jahr 2009 sind per 31. 12. 2008 keine Risiken zu erkennen, die für den Verbund einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.

AUSWIRKUNGEN DER FINANZMARKTKRISE

* International Financial Reporting Standards

ANGABEN GEM. § 243A UGB

  1. Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen: 151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt. Zum Bilanzstichtag befinden sich daher 308.200.000 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Pkt. 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen Rechte und Pflichten.

  2. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: »Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt«. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.

  3. Die Aktionärsstruktur des Verbund ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51 % des Grundkapitals der Verbundgesellschaft befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Jeweils mehr als 10 % des Grundkapitals befinden sich im Eigentum der Landesenergieversorger Wiener Stadtwerke Holding AG und EVN AG. Mehr als 5 % befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 24 % des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz.

  4. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  5. Beim Verbund bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.

  6. Entsprechend dem Österreichischen Corporate Governance Kodex (Fassung vom Juni 2007) ist gem. Beschluss des Aufsichtsrates eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor dem 65. Geburtstag möglich. Darüber hinaus bestehen keine, über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Ferner bestehen auch keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen über die Änderung der Satzung.

  7. Die in der 61. o. Hauptversammlung am 26. März 2008 dem Vorstand gem. § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG erteilte Ermächtigung zum Aktienrückkauf läuft bis 26. September 2010; bisher wurde vom Vorstand kein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstandes i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.

  8. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Regelungen, die sich auf den im § 243a Z. 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im Übrigen ist unserer Ansicht nach ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes derzeit nicht möglich.

  9. Entschädigungsvereinbarungen i.S.d. § 243a Z. 9 UGB bestehen nicht.

AUSBLICK UND ZIELE

AUSBLICK 2009

Das Geschäftsjahr 2008 war historisch das beste in der Geschichte des Unternehmens. Trotz der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen, hervorgerufen durch die Finanzmarktkrise und deren negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, hat der Verbund sowohl im Operativen Ergebnis als auch im Konzernergebnis zweistellige Zuwachsraten erzielt.

Für das Geschäftsjahr 2009 bleiben die Rahmenbedingungen widrig. Die Stromnachfrage wird durch die Krise in der Realwirtschaft stagnieren, und die Großhandelspreise für Strom sind durch den starken Rückgang der Preise für die Primärenergieträger Öl, Kohle und Gas bzw. das Sinken der Preise für CO2-Zertifikate ebenfalls deutlich nach unten gegangen. Zusätzlich erschweren die Auswirkungen der Finanzmarktkrise den Zugang zu günstigem Kapital, sodass die Realisierung der Wachstumsprojekte des Verbund schwieriger wird als vor Ausbruch der Finanzmarktkrise.

Gleichzeitig sind wir aber davon überzeugt, dass die aktuelle Wirtschaftskrise gesunden Unternehmen, und dazu zählt die Verbundgesellschaft, neue Chancen bieten wird. Die in der Vergangenheit von vielen Versorgern in Europa im Vertrauen auf langfristig günstiges Kapital realisierten Investitionsprojekte bzw. erworbenen Assets sind im aktuellen Umfeld häufig nicht rentabel und werden verstärkt wieder am Markt angeboten werden. Zusätzlich kommen Unternehmen mit einer schwachen Kapitalstruktur und geringer Bonität zusehends unter Druck. Die Verbundgesellschaft sieht daher weiter optimistisch in die Zukunft und ist überzeugt, seine aktuell gute Stellung im europäischen Versorgerbereich nicht nur festigen, sondern weiter ausbauen zu können.

Die globale Wirtschaftskrise führt konjunkturbedingt auch zu einer Abschwächung der Nachfrage nach Strom. Während gemäß der Prognose der Europäischen Kommission das langfristig durchschnittliche Stromverbrauchswachstum in Europa bei rund 1,6 % p.a. liegt (EU-27, bis 2020), ist für 2009 mit einem Rückgang, bestenfalls mit einem Stagnieren des Stromverbrauches zu rechnen. STROMNACHFRAGE IN EUROPA STAGNIERT AUF HOHEM NIVEAU

Davon werden allerdings nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sein. Während nämlich die Wirtschaftsleistung im Euro-Raum 2009 schrumpfen dürfte, ist in den ost- und südosteuropäischen Ländern im Jahr 2009 noch eine Zunahme zu erwarten, mit direkter Korrelation zum jeweiligen Stromverbrauchswachstum.

Der Verbund jedenfalls sollte 2009 aufgrund seiner guten Positionierung in den europäischen Großhandelsmärkten und der starken nationalen und internationalen Diversifizierung der Absatzkanäle – über 59 % des gesamten Stromabsatzes erzielt die Verbundgesellschaft im Ausland – von einer Reduktion der Stromnachfrage in Europa nur geringfügig negativ beeinflusst werden.

Sollte sich die europäische Wirtschaft im Laufe des Jahres 2009 wieder erholen, erwarten wir eine Rückkehr des Stromverbrauchswachstums auf das durchschnittliche, langfristige Niveau.

Nach dem deutlichen Anstieg der europäischen Großhandelspreise für Strom in den vergangenen Jahren, vorwiegend hervorgerufen durch den starken Anstieg der Preise für Primärenergieträger sowie für CO2-Zertifikate und nach dem starken Rückgang der Reservekapazitäten im Stromerzeugungsbereich, kam es im zweiten Halbjahr 2008 vor allem auf Grund der Finanzmarktkrise und der dadurch ausgelösten Konjunkturabschwächung zu einem deutlichen Rückgang der Großhandelspreise.

Der Verbund-Konzern ist durch seine Absicherungsstrategie im Verkauf der eigenen Stromerzeugung – knapp 70 % der vermarktbaren Eigenerzeugung wurden auf Basis von Year-ahead-forward-Preisen verkauft – für das Geschäftsjahr 2009 bereits großteils abgesichert. Die dabei erzielten durchschnittlichen Absatzpreise liegen über jenen von 2008. Für die verbleibenden 30 % der Stromeigenerzeugung besteht allerdings ein Einpreisungsrisiko, das sich, sollten die Großhandelspreise für Strom auf dem aktuell tiefen Niveau bleiben, negativ auf die durchschnittlichen Absatzpreise der Verbundgesellschaft auswirken könnte.

Mit wieder anspringender Konjunktur sollte der dann wieder wachsende Energiebedarf auch die Primärenergiepreise wieder steigen lassen. So rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem World Energy Outlook 2008 vom November 2008, dass der Ölpreis bis zum Jahr 2015 wieder bis auf 100 USD/bbl ansteigen wird. Bis 2030 soll der Prognose zufolge sogar die Marke von 200 USD/bbl überschritten werden. Steigende Primärenergiepreise und eine wieder stärkere Stromnachfrage sollten auch wieder zu höheren Strom-Großhandelspreisen führen.

Die Finanzmarktkrise hat zu einem hohen Vertrauensverlust an den internationalen Kapitalmärkten geführt. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise sind derzeit noch nicht abschätzbar, fest steht allerdings, dass sich das gesamte System nachhaltig verändern wird.

Durch diese Krise sind nicht nur die Finanzierungskosten gestiegen, sondern es hat sich auch der Zugang zu Kapital deutlich erschwert. Banken sind bei Kreditvergaben deutlich restriktiver geworden, Investoren bei der Bereitstellung von Kapital vorsichtiger. Das Rating und somit die Bonität der Unternehmen wird ein zentraler Wettbewerbsvorteil beim Zugang zu Kapital.

Der Verbund-Konzern ist hinsichtlich seiner Kapitalstruktur und Bonität sehr gut aufgestellt und zählt in Europa innerhalb des defensiven Versorgersektors zu den Unternehmen mit dem besten Rating. Das macht uns zuversichtlich, dass der Verbund-Konzern sein Ziel, die Umsetzung des wertschaffenden Investitionsprogramms, trotz der Finanzmarktkrise realisieren kann.

Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2007 ein ambitioniertes Investitionsprogramm zum Ausbau von Erzeugungskapazitäten und Stromnetzen im In- und Ausland beschlossen. Im Inland liegt der Fokus auf dem Ausbau der Wasserkrafterzeugung und des Hochspannungsnetzes. Im Ausland konzentriert sich der Verbund auf den Ausbau der bestehenden Joint-Ventures in Italien, Frankreich und der Türkei.

Das Investitionsprogramm, welches 2008 zügig vorangetrieben wurde – bereits rd. 1 Mrd. € wurde investiert – wird allerdings nur nach wertschaffenden Kriterien realisiert. Innerhalb des Verbund-Konzerns wird jedes potentielle Investitions- oder Akquisitionsobjekt nach seinem Wertbeitrag analysiert.

Ein weiteres wesentliches Kriterium für die geplanten Investitionen ist das klare Bekenntnis des Unternehmens, das starke Single-A-Rating zu behalten. Jedes Investitionsprojekt wird daher, bevor es realisiert wird, hinsichtlich seiner Rating-Auswirkungen geprüft bzw. nur dann umgesetzt, wenn die Finanzierung im aktuell schwierigen Kapitalmarkt zu ökonomisch sinnvollen Konditionen sichergestellt werden kann.

EUROPÄISCHE GROSSHANDELSPREISE SCHWÄCHER, ABSATZPREIS HÖHER

FINANZMARKTKRISE ERSCHWERT ZUGANG ZU KAPITAL

PROFITABLES WACHSTUM DURCH INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN IN EUROPA ZUMINDEST GLEICHBLEIBEN-DES ERGEBNIS FÜR 2009 ANGESTREBT

2009 strebt die Verbundgesellschaft unter weiterhin sehr schwierigen Rahmenbedingungen und auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung an, zumindest gleichbleibende Ergebnisse zu erzielen. Weiters will die Verbundgesellschaft an ihrer bisherigen Dividendenpolitik festhalten.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Aufgrund von Veränderungen in der US-amerikanischen Steuergesetzgebung und ausgelöst durch die aktuelle Finanzmarktkrise und dem daraus resultierenden erhöhten Liquiditätsbedarf, steigt die Bereitschaft der Eigenkapitalinvestoren Cross Border Leasing-Transaktionen vorzeitig aufzulösen.

Am 22. 01. 2009 erfolgte die vorzeitige Beendigung der im Jahr 2000 abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktion Altenwörth (1 und 2) der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP). Die Verbundgesellschaft hat diesbezüglich Haftungen und Garantien übernommen. Im Zuge der vorzeitigen Beendigung wurde das Equity Payment Undertaking aufgelöst und der Differenzbetrag zum vereinbarten Auflösungswert an den amerikanischen Investor zurückgeführt. Zusätzlich wurde der A-loan und das A Payment Undertaking aufgelöst, während der B-loan und das B Payment Undertaking unverändert als geschlossene Bilanzpositionen bestehen bleiben, und zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst werden.

Wien, am 27. 01. 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber eh. Dr. Johann Sereinig eh. (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer eh. Mag. Christian Kern eh. (Mitglied) (Mitglied)

CROSS BORDER LEASING

JAHRESABSCHLUSS BILANZ

BILANZ TAUSEND €
ANHANG 31. 12. 2008 31. 12. 2007
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (1) 4.982,5 4.974,1
II. SACHANLAGEN 28.704,0 34.651,2
III. FINANZANLAGEN (2) 2.469.730,1 2.271.953,1
2.503.416,6 2.311.578,4
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE (3) 3.612,2 492,0
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (4) 771.089,9 502.902,7
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN (5) 1.428,3 1.203,6
776.130,4 504.598,3
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (6) 169.271,3 163.523,2
3.448.818,3 2.979.699,9
RÜCKGRIFFSRECHTE (7) 6.462.120,1 6.325.851,5
AB RÜCKHAFTUNGEN CROSS BORDER LEASING –3.588.757,9 –3.310.247,5
2.873.362,2 3.015.604,0
PASSIVA
A. EIGENKAPITAL
I. GRUNDKAPITAL (8) 308.200,0 308.200,0
II. KAPITALRÜCKLAGEN (9) 10.936,0 10.936,0
III. GEWINNRÜCKLAGEN (10) 1.003.145,0 702.229,4
IV. BILANZGEWINN (DAVON GEWINNVORTRAG 0,0 TAUSEND €; VORJAHR: 0,0 TAUSEND €) (11) 323.610,0 277.380,0
1.645.891,0 1.298.745,4
B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN (12) 5.118,6 8.126,7
C. RÜCKSTELLUNGEN (13) 246.279,7 156.310,8
D. VERBINDLICHKEITEN (14) 1.548.689,7 1.514.033,2
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (15) 2.839,3 2.483,8
3.448.818,3 2.979.699,9
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN (16) 6.462.120,1 6.325.851,5
AB RÜCKHAFTUNGEN CROSS BORDER LEASING –3.588.757,9 –3.310.247,5
2.873.362,2 3.015.604,0
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG TAUSEND €
ANHANG 2008 2007
1. UMSATZERLÖSE
(17)
3.498.505,1 2.833.199,6
2. VERÄNDERUNG DES BESTANDS AN NOCH NICHT ABRECHENBAREN LEISTUNGEN 3.120,2 492,0
3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
(18)
48.966,2 40.557,2
4. BETRIEBSLEISTUNG (ZWISCHENSUMME AUS Z 1 BIS 3) 3.550.591,5 2.874.248,8
5. AUFWENDUNGEN FÜR STROM-/NETZ-/EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG
UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGS- UND DIENSTLEISTUNGEN
–3.239.402,9 –2.635.997,6
6. PERSONALAUFWAND
(19)
–27.907,8 –25.690,5
7. ABSCHREIBUNGEN
(20)
–4.450,1 –4.361,8
8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
(21)
–69.143,7 –49.068,6
9. BETRIEBSERFOLG (ZWISCHENSUMME AUS Z 4 BIS 8) 209.687,0 159.130,3
10. ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN 543.429,5 235.602,5
11. ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN UND AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENS 29.151,7 20.199,9
12. SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE 63.284,2 12.972,5
13. ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN 1.722,8 1.163,4
14. AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN –114.985,3 –12.257,3
15. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN –80.739,2 –38.349,5
16. FINANZERGEBNIS (ZWISCHENSUMME AUS Z 10 BIS 15)
(22)
441.863,7 219.331,5
17. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 651.550,7 378.461,8
18. STEUERN VOM EINKOMMEN
(23)
–30.033,3 –45.394,2
19. JAHRESÜBERSCHUSS 621.517,4 333.067,6
20. AUFLÖSUNG UNVERSTEUERTER RÜCKLAGEN 3.008,1 822,2
21. ZUWEISUNG ZU GEWINNRÜCKLAGEN –300.915,5 –56.509,8
22. BILANZGEWINN 323.610,0 277.380,0

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

STAND ZUGÄNGE ABGÄNGE UMBU- STAND
CHUNGEN 31. 12. 2008
328.404,2 1.024,8 574,1 0,0 328.854,9
328.404,2 1.024,8 574,1 0,0 328.854,9
109,1 0,0 0,0 0,0 109,1
39.479,9 44,4 646,1 0,0 38.878,2
58,0 0,0 0,0 0,0 58,0
562,6 0,0 562,6 0,0 0,0
31.596,3 45,3 9.765,8 73,6 21.949,4
11.462,5 1.834,0 545,0 565,2 13.316,7
1.407,3 0,0 0,0 –638,7 768,6
84.675,7 1.923,7 11.519,6 0,0 75.079,9
413.080,0 2.948,5 12.093,6 0,0 403.934,8
365.350,0 350.000,0 0,0 365.350,0
245.709,7 422.722,4 0,0 824.623,1
213.377,3 145.275,8 88.420,0 0,0 270.233,1
71.007,0 86.000,0 3,5 0,0 157.003,5
1.564.917,8 1.288.130,6 0,0 2.572.561,4
5. GELEISTETE ANZAHLUNGEN UND ANLAGEN IN BAU 01. 01. 2008
659.754,1
2. AUSLEIHUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN 350.000,0
1.001.635,8
2.295.774,2
2.708.854,2
722.582,3
1.567.866,2
426.984,7
1.300.224,2
0,0
0,0
955.351,7
2.976.496,2

Der Grundwert der Grundstücke beträgt zum 31. 12. 2008 3.697,5 tausend € (Vorjahr: 3.697,5 tausend €).

4.450,1 92.068,7 2.311.578,5 2.503.416,6 473.079,6
0,0 92.068,7 2.271.953,1 2.469.730,1 102.831,3
0,0 0,0 71.007,0 157.003,5 0,0
0,0 42.068,7 201.538,8 217.433,2 52.799,9
0,0 50.000,0 989.673,2 774.611,8 50.011,4
0,0 0,0 350.000,0 365.350,0 0,0
0,0 0,0 659.734,1 955.331,7 20,0
4.450,1 0,0 39.625,3 33.686,5 370.248,3
3.433,7 0,0 34.651,2 28.704,0 46.375,8
0,0 0,0 638,7 0,0 768,6
799,5 0,0 8.134,1 9.637,3 3.679,4
857,7 0,0 5.021,7 637,2 21.312,2
28,1 0,0 351,6 0,0 0,0
0,0 0,0 28,5 28,5 29,4
1.747,3 0,0 20.464,6 18.390,3 20.487,9
1,1 0,0 11,9 10,8 98,3
1.016,4 0,0 4.974,1 4.982,5 323.872,5
1.016,4 0,0 4.974,1 4.982,5 323.872,5
ABSCHREIBUNGEN 2008 ABSCHREIBUNGEN 2008 31. 12. 2007 31. 12. 2008 ABSCHREIBUNGEN
PLANMÄSSIGE AUSSERPLANMÄSSIGE RESTBUCHWERT RESTBUCHWERT KUMULIERTE
TAUSEND €

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN TAUSEND €
STAND ZUFÜHRUNG AUFLÖSUNG STAND
01. 01. 2008 ABGANG 31. 12. 2008
BEWERTUNGSRESERVE AUF GRUND VON SONDERABSCHREIBUNGEN
1. ÜBERTRAGUNG STILLER RESERVEN GEM. § 12 ESTG
1.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 2,2 0,0 2,2 0,0
1.2 GRUNDSTÜCKE, GRUNDSTÜCKSGLEICHE RECHTE UND BAUTEN,
EINSCHLIESSLICH DER BAUTEN AUF FREMDEM GRUND 1.599,1 0,0 336,8 1.262,4
1.3 MASCHINELLE ANLAGEN 173,0 0,0 173,0 0,0
1.4 ELEKTRISCHE ANLAGEN 2.282,4 0,0 2.247,0 35,4
1.5 BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 2.226,4 0,0 249,1 1.977,3
1.6 WERTPAPIERE 32,4 0,0 0,0 32,4
1.7 ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 1.811,1 0,0 0,0 1.811,1
8.126,7 0,0 3.008,1 5.118,6
UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN 8.126,7 0,0 3.008,1 5.118,6

FRISTIGKEITENSPIEGEL

FRISTIGKEITENSPIEGEL TAUSEND €
RESTLAUFZEIT ZUM 31. 12. 2008 RESTLAUFZEIT ZUM 31. 12. 2007
1 JAHR BIS ZU MEHR ALS MEHR ALS
1 JAHR
5 JAHRE SUMME 1 JAHR BIS ZU MEHR ALS MEHR ALS
1 JAHR
5 JAHRE SUMME
AUSLEIHUNGEN
1.AUSLEIHUNGEN AN
VERBUNDENE UNTERNEHMEN
195.600,0 169.750,0 0,0 365.350,0 350.000,0 0,0 0,0 350.000,0
2.SONSTIGE AUSLEIHUNGEN 1,9 36.667,2 120.334,3 157.003,5 3,1 25.436,2 45.567,7 71.007,0
195.601,9 206.417,2 120.334,3 522.353,4 350.003,1 25.436,2 45.567,7 421.007,0
FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1.FORDERUNGEN AUS LIEFERUN
GEN UND LEISTUNGEN
206.549,8 0,0 0,0 206.549,8 179.101,8 0,0 0,0 179.101,8
2.FORDERUNGEN GEGENÜBER
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
443.365,1 0,0 0,0 443.365,1 27.993,8 0,0 0,0 27.993,8
3.FORDERUNGEN GEGENÜBER
UNTERNEHMEN, MIT DENEN
EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
BESTEHT
23.785,6 0,0 0,0 23.785,6 22.754,4 0,0 0,0 22.754,4
4.SONSTIGE FORDERUNGEN
UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
97.389,3 0,0 0,0 97.389,3 273.052,7 0,0 0,0 273.052,7
771.089,9 0,0 0,0 771.089,9 502.902,7 0,0 0,0 502.902,7
VERBINDLICHKEITEN
1.ANLEIHEN 2.504,1 0,0 236.242,5 238.746,6 7.046,3 0,0 236.242,5 243.288,8
2.VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER KREDITINSTITUTEN
428.184,3 199.083,3 73.333,3 700.600,9 149,3 392.483,3 60.866,7 453.499,3
3.ERHALTENE ANZAHLUNGEN
AUF BESTELLUNGEN
0,0 8.095,6 0,0 8.095,6 5.559,1 7.895,2 0,0 13.454,3
4.VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
38.659,6 72,0 0,0 38.731,6 38.486,9 0,0 0,0 38.486,9
5.VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
14.399,9 0,0 500.000,0 514.399,9 126.118,4 0,0 500.000,0 626.118,4
6.VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
BESTEHT
8.536,2 0,0 0,0 8.536,2 1.132,9 0,0 0,0 1.132,9
7.SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 39.578,8 0,0 0,0 39.578,8 138.052,7 0,0 0,0 138.052,7
531.863,0 207.250,9 809.575,8 1.548.689,7 316.545,5 400.378,5 797.109,2 1.514.033,2

ANHANG I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

VORBEMERKUNGEN

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

ANLAGEVERMÖGEN

Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen. Der Katalog über die einheitlichen Abschreibungssätze im Verbund sieht im Wesentlichen folgende Abschreibungssätze vor:

ABSCHREIBUNGSSATZ IN % NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
RECHTE AN TELEKOMANLAGEN 10 10
RECHTE AN SOFTWAREPRODUKTEN 25 4
SONSTIGE RECHTE 5 20
BAUTEN
WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE 2 BZW. 3 33,3 BZW. 50
BETRIEBSGEBÄUDE 3 33,3
TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN
MASCHINELLE ANLAGEN 4 BZW. 5 20 BZW. 25
ELEKTRISCHE ANLAGEN 5 20
TELEKOMANLAGEN 10 10
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 10 – 25 4 – 10

ABSCHREIBUNGSSÄTZE

Bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, die im Wirtschaftsjahr länger als 6 Monate genutzt werden, erfolgt die Abschreibung mit einer vollen Jahresrate, bei solchen, die kürzer als 6 Monate genutzt werden, mit einer halben Jahresrate.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und – soweit abnutzbar – entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

In den Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten aktiviert. Auf die Ausübung des Bewertungswahlrechtes hinsichtlich Einbeziehung der sozialen Aufwendungen, Abfertigungen und betrieblichen Altersversorgung im Sinne des § 203 Abs. 3 UGB sowie die Aktivierung der Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 4 UGB) wird verzichtet. Die geringwertigen Vermögensgegenstände gemäß § 226 Abs. 3 UGB werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt; bei nur vorübergehender Wertminderung sind die Wertpapiere des Anlagevermögens mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden als Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

UMLAUFVERMÖGEN

Noch nicht abrechenbare Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Auf das Bewertungswahlrecht hinsichtlich der Einbeziehung der sozialen Aufwendungen sowie der Fremdkapitalzinsen (§ 203 Abs. 3 und 4 UGB) wird verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Forderungen in Fremdwährungen sind mit dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt ihres Entstehens bzw. zum niedrigeren Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) des Bilanzstichtages (sofern nicht anderweitig kursgesichert) bewertet.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenso mit dem Devisenreferenzkurs der EZB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Soweit in Folgejahren Steuerentlastungen zu erwarten sind, wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, einen Abgrenzungsposten für latente Steuern auf der Aktivseite der Bilanz zu bilden, wobei die auf die Gruppenmitglieder entfallenden Steuerlatenzen entsprechend den Steuerumlagen beim laufenden Ergebnis in deren Bilanz ausgewiesen sind. Dieser Abgrenzungsposten resultiert aus Unterschieden zwischen der Unternehmens- und Steuerbilanz bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, die einem bereits abgeschlossenen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, und umfassen jene Beträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren.

Die Rückstellungen für Abfertigungen sind unter Zugrundelegung der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected Unit Credit-Methode im vollen versicherungsmathematischen Ausmaß dotiert. Der Ansparzeitraum bei den Abfertigungsrückstellungen beträgt 25 Jahre. Für alle nach dem 31. 12. 2002 beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Über die gesetzlichen Ansprüche hinausgehende Bestimmungen des EVU-Kollektivvertrages werden in den Rückstellungen für Abfertigungen berücksichtigt.

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise für diesen Zweck gebundenes Pensionskassenvermögen der BAV Pensionskassen AG gegenüber. Die gemäß der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected Unit Credit-Methode ermittelte Rückstellung wird mit dem Pensionskassenvermögen saldiert ausgewiesen. Soweit diese leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung von Seiten des Arbeitgebers.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit-Methode ermittelt, wobei versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste nach der Korridormethode erfasst werden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, das sind Abweichungen zwischen prognostiziertem und am Ende der Berichtsperiode ermitteltem tatsächlichen Pensionsaufwand, werden somit erst dann (über künftige Perioden verteilt) im Aufwand erfasst, wenn die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste 10 % des höheren Betrages aus Barwert der Verpflichtung oder beizulegendem Wert des Fondsvermögens übersteigen. Soweit jedoch die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste ein Ausmaß von 20 % der prognostizierten bilanzierten Rückstellung überschreiten, werden diese sofort ergebniswirksam erfasst.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen den Arbeitgeberanteil für die nach Pensionsantritt zu leistenden Prämien zur Krankenzusatzversicherung (KZV). Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt analog zur Ermittlung der Pensionsrückstellung. Aufgrund einer Reorganisation des KZV-Systems in den Vorjahren werden Neuverträge derzeit nur mehr mit Selbstbehalt abgeschlossen. Für Inhaber von Altverträgen mit Ausschluss eines Selbstbehaltes besteht laufend die Möglichkeit zum Übertritt ins neue System.

Als Rechnungsgrundlagen werden die »AVÖ 2008-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler« herangezogen.

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2008 und 2007 liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

2008 2007
ZINSSATZ
PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 5,00 – 5,25 % 4,75 – 5,00 %
ABFERTIGUNGEN 5,00 % 4,75 %
TREND
PENSIONSSTEIGERUNGEN 2,50 % 2,25 %
GEHALTSSTEIGERUNGEN 3,00 % 3,00 %
ZUSCHUSSZAHLUNGEN ZU PENSIONSÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN – ALTVERTRÄGE 7,50 % 7,50 %
ZUSCHUSSZAHLUNGEN ZU PENSIONSÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN – NEUVERTRÄGE 4,50 % 4,50 %
FLUKTUATION 0,00 – 4,00 % 0,00 – 4,00 %
PENSIONSALTER FRAUEN 56,5 – 65 56,5 – 65
PENSIONSALTER MÄNNER 61,5 – 65 61,5 – 65
ERWARTETE LANGFRISTIGE VERZINSUNG DES FONDSVERMÖGENS 2,00 % 4,00 %

PARAMETER

Die Abzinsungssätze werden sowohl entsprechend den Restlaufzeiten der Verpflichtungen als auch äquivalent zu dem darin enthaltenen Bestand (Aktive und Pensionisten) differenziert.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Devisenreferenzkurs der EZB des Bilanzstichtages – sofern dieser über dem Entstehungskurs liegt – bewertet.

Verbindlichkeiten aus Fremdwährungsanleihen und -krediten wurden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB bewertet, sofern dieser über dem Entstehungskurs lag. Das Ergebnis dieser Bewertung wird unter den entsprechenden Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geldbeschaffungskosten und Disagios wurden bis 1983 und in den Geschäftsjahren 1994 bis 1997 gemäß § 198 Abs. 7 UGB aktiviert und planmäßig getilgt.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zweck der derivativen Sicherungsgeschäfte im Strombereich ist die Schließung von Stromgeschäften, die physikalisch nicht rückgedeckt sind. Die effektiven Sicherungsgeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften ständig als geschlossene Position geführt.

Die Geschlossenheit der Position ermöglicht die Bilanzierung einer Bewertungseinheit nach österreichischem Unternehmensrecht. Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften erfolgt zu Zeitwerten. Allfällige negative Überhänge, bedingt durch eine nicht 100 %ige Sicherungswirkung, werden als Drohverlustrückstellung bilanziert.

Die Realisierungen der derivativen Sicherungsgeschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Um die Optimierung der Eigenerzeugung bestmöglich zu gewährleisten, ist eine Präsenz auf den Handelsmärkten Voraussetzung. Dabei wird neben dem wertschöpfungsmäßig dominanten Eigenstromhandel unter strikten Risikomanagementvorgaben auch ein Third-Party-Geschäft (Stromfutures, Stromforwards, Stromoptionen und Swaps auf Energiederivate) betrieben.

Die Energiehandelskontrakte werden nach österreichischem Unternehmensrecht in Portfolios unterteilt. Die Portfolios umfassen Jahres-, Quartals- und Monatsprodukte. Saisonale Schwankungen im Stromverbrauch und in der Erzeugung führen zu unterschiedlich hohen Preisen während eines Kalenderjahres. Aufgrund der hohen Korrelation von Jahres-, Quartals- und Monatspreisen werden Jahresportfolios gebildet.

Die Bewertung der Energiehandelskontrakte im Third-Party-Trading-Bereich erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten. Die Ergebnisse aus derivativen Energiehandelskontrakten werden netto ausgewiesen. Eine Drohverlustrückstellung ist nur dann zu bilanzieren, wenn die Bewertung des jeweiligen Jahresportfolios insgesamt negativ ist.

Prämien für erworbene Optionen aus Energiehandelskontrakten werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei Ausübung der Option wird der Buchwert der Optionsprämie auf die Laufzeit des Grundgeschäfts verteilt, bei Nichtausübung erfolgt die Realisierung zum Verfallszeitpunkt.

Erhaltene Prämien für geschriebene Optionen auf Energiehandelskontrakte werden ab dem Zeitpunkt des Abschlusses der Option laufzeitabhängig abgegrenzt. Drohende Verluste aus derartigen Geschäften werden rückgestellt.

SICHERUNGSGESCHÄFTE

ENERGIEHANDELSKONTRAKTE

STEUERN VOM EINKOMMEN

Die Verbundgesellschaft ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988.

Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung bzw. Erhöhung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers.

Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern nur bei Wesentlichkeit angepasst.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

GESELLSCHAFTSRECHTLICHES

Im Zuge einer Einbringung wurden rückwirkend mit 01. 01. 2008 die Kapitalanteile und die damit verbundenen Anschaffungskredite im Wege einer Erfüllungsübernahme an der VERBUND Italia S.p.A., EnerjiSA Enerji Üretim A.S., POWEO Production S.A.S. und der VERBUND-GasbeteiligungsgmbH von der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) als einbringende Gesellschaft in die VERBUND-International GmbH (VI) als übernehmende Gesellschaft eingebracht. Der Wert des gemäß § 14 Abs. 1 UmgrStG eingebrachten Vermögens der Verbundgesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

EINBRINGUNGSBILANZ TAUSEND €
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. FINANZANLAGEN 834.657,4
PASSIVA
A. EINBRINGUNGSKAPITAL 469.307,4
B. ANSCHAFFUNGSVERBINDLICHKEITEN GEMÄß §12 ABS. 2 Z 3 LETZTER SATZ UMGRSTG 365.350,0

Im Zuge einer Einbringung wurden rückwirkend mit 01. 01. 2008 die Kapitalanteile der Gletscherbahnen Kaprun Aktiengesellschaft von der Verbundgesellschaft als einbringende Gesellschaft in die VERBUND Management Service GmbH (VMSG) als übernehmende Gesellschaft eingebracht. Der Wert des gemäß § 14 Abs. 1 UmgrStG eingebrachten Vermögens der Verbundgesellschaft beläuft sich nach einer vollständigen Wertberichtigung auf € 0,00.

Im Zuge einer Einbringung wurden rückwirkend mit 01. 01. 2008 die Kapitalanteile der VI von der Verbundgesellschaft als einbringende Gesellschaft in die VERBUND-Beteiligungsholding GmbH (VBH) als übernehmende Gesellschaft eingebracht. Der Wert des gemäß § 14 Abs. 1 UmgrStG eingebrachten Vermögens der Verbundgesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

EINBRINGUNGSBILANZ TAUSEND €
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. FINANZANLAGEN 640,6
PASSIVA
A. EINBRINGUNGSKAPITAL 640,6

Im Zuge einer Einbringung wurden rückwirkend mit 01. 01. 2008 die Kapitalanteile der VERBUND ROMANIA S.R.L. von der Verbundgesellschaft als einbringende Gesellschaft in die VI als übernehmende Gesellschaft eingebracht.

Der Wert des gemäß § 14 Abs. 1 UmgrStG eingebrachten Vermögens der Verbundgesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

EINBRINGUNGSBILANZ TAUSEND €
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. FINANZANLAGEN 5,0
PASSIVA
A. EINBRINGUNGSKAPITAL 5,0

Im Zuge einer Einbringung wurden rückwirkend mit 30. 09. 2008 die Kapitalanteile der PLINSKO PARNA ELEKTRARNA d.o.o. (PPE) von der Verbundgesellschaft als einbringende Gesellschaft in die VI als übernehmende Gesellschaft eingebracht. Der Wert des gemäß § 14 Abs. 1 UmgrStG eingebrachten Vermögens der Verbundgesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

EINBRINGUNGSBILANZ TAUSEND €
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. FINANZANLAGEN 482,7
PASSIVA
A. EINBRINGUNGSKAPITAL 482,7

Mit Abtretungsvertrag vom 14. 07. 2008 trat die Verbundgesellschaft als abtretende Gesellschaft ihren Geschäftsanteil an der Gesellschaft ECRA Emission Certificate Registry Austria GmbH an die VER-BUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) ab.

Mit Abtretungsvertrag vom 11. 09. 2008 trat die Verbundgesellschaft als abtretende Gesellschaft ihren Geschäftsanteil an der Gesellschaft Austrian Research Centers GmbH an die ARP ab.

Mit Zeichnungsschein und Kaufvertrag vom 03. 07. 2008 erwarb die Verbundgesellschaft Anteile an der Energie AG Oberösterreich.

Mit Aktienkaufvertrag vom 28. 07. 2008 verkaufte die Verbundgesellschaft ihre im April 2008 erworbenen Anteile an der EnerjiSA Dogal Gaz Toptan Satis anonim Sirketi an die VI.

Mit Aktienkaufvertrag vom 07. 09. 2008 verkaufte die Verbundgesellschaft ihre im Jänner 2008 erworbenen Anteile an der EnerjiSA Elektrik Enerjisi Toptan Satis anonim Sirketi an die VI.

Mit Anteilskaufvertrag vom 18. 08. 2008 verkaufte die Verbundgesellschaft ihre Anteile an der EGE Einkaufsgenossenschaft österreichischer Elektrizitätswerke registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung an die VMSG.

Mit Einzahlung des Grundkapitals vom 10. 11. 2008 erwarb die Verbundgesellschaft 49,0 % der Anteile an der Enerjisa Elektrik Dagitim A.S.

Mit Aktienkaufvertrag vom 15. 12. 2008 kaufte die Verbundgesellschaft Anteile an der Burgenland Holding Aktiengesellschaft (BUHO) von der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP).

ALLGEMEINES

Im Interesse einer klaren Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Der Ausweis der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Form und Inhalt entsprechend den konzerneinheitlichen Erfordernissen des Verbund vorgenommen.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag aufwiesen, wurden gemäß § 223 Abs. 7 UGB nicht angeführt. Die Postenbezeichnungen wurden gemäß § 223 Abs. 4 UGB auf die tatsächlichen Inhalte verkürzt bzw. erweitert, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses zweckmäßig erschien.

Werden im Vergleich zum Vorjahr Änderungen im Ausweis vorgenommen, so werden grundsätzlich die Vorjahresbeträge gemäß § 223 Abs. 2 UGB angepasst.

ERLÄUTERUNGEN ZU AKTIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN

Details siehe gesonderte Aufstellung »Entwicklung des Anlagevermögens«.

Der Restbuchwert der von verbundenen Unternehmen erworbenen Benützungsrechte an Anlagen
beträgt 3.150,9 tausend €
(Vorjahr: 3.437,4 tausend €).
(1) I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Angaben gemäß § 238 Z 2 UGB sind in einer gesonderten Aufstellung »Angaben zu den Beteiligun
gen gemäß § 238 Z 2 UGB« dargestellt.
(2) III. FINANZANLAGEN
Ausleihungen an verbundene Unternehmen: Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens: Diese bestehen überwiegend aus österreichischen
Investmentfondsanteilen und Anleihen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind in Höhe von

Die unterlassenen Zuschreibungen betragen 63,5 tausend € (Vorjahr: 42,8 tausend €).

B. UMLAUFVERMÖGEN

I. VORRÄTE TAUSEND €
2008 2007
NOCH NICHT ABRECHENBARE LEISTUNGEN 3.612,2 492,0

Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«.

132.852,0 tausend € (Vorjahr: 65.797,9 tausend €) verpfändet.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 443.365,1 tausend € (Vorjahr 21.049,5 tausend €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 0,0 tausend € (Vorjahr 6.944,3 tausend €) sonstige Forderungen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(3) I. VORRÄTE

(4) II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

(5) III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

(6) C. RECHNUNGS-ABGRENZUNGSPOSTEN

2008 2007
STROMHANDELSGESCHÄFTE 82.192,6 143,2
EMISSIONZERTIFIKATHANDEL 5.373,8 63,8
ZINSABGRENZUNGEN UND PROVISIONEN AUS ANLEIHEN UND DARLEHEN 4.964,9 3.344,0
KAUTIONEN STROMGESCHÄFT 4.216,5 23.103,0
PERSONALVERRECHNUNG 56,6 85,6
FINANZÄMTER 40,8 53,5
FINANZIERUNGSBEITRÄGE 35,2 339,0
GELEISTETE ANZAHLUNGEN 1,5 46,9
GELDMARKTGESCHÄFTE 0,0 245.804,5
IM RAHMEN DER SOZIALEN SICHERHEIT 0,0 0,1
SONSTIGE 507,4 69,1
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 97.389,3 273.052,7

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE TAUSEND €

KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 1.428,3 1.203,6
GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 1.420,9 1.201,9
KASSENBESTAND 7,4 1,7
2008 2007
KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN TAUSEND €
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.271,3 163.523,2
SONSTIGE 57.914,8 59.973,5
GRENZKAPAZITÄTSAUKTIONEN 137,6 10.895,2
DISAGIO, BEGEBUNGSKOSTEN UND KURSDIFFERENZEN BEI ANLEIHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN 1.124,4 1.175,3
STROMBEZUGSAKONTIERUNGEN 29.169,5 30.345,4
AKTIVE STEUERLATENZ 80.925,0 61.133,8
2008 2007
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN TAUSEND €

Die Aktive Steuerlatenz resultiert aus Unterschieden zwischen Unternehmens- und Steuerbilanz bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 25 % zugrunde gelegt.

(7) RÜCKGRIFFSRECHTE Die Rückgriffsrechte betragen insgesamt 6.462.120,1 tausend € (Vorjahr: 6.325.851,5 tausend €). Neben den Rückgriffsrechten gegenüber Konzernunternehmen bestehen vorwiegend Rückgriffsrechte gegenüber Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften aus den bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen in Höhe von 3.588.757,9 tausend € (Vorjahr: 3.310.247,5 tausend €).

Siehe auch Erläuterungen 16, Eventualverbindlichkeiten.

ERLÄUTERUNGEN ZU PASSIVA

A. EIGENKAPITAL

Zum Bilanzstichtag befinden sich 308.200.000 Aktien im Umlauf.

ZUSAMMENSETZUNG GRUNDKAPITAL

GRUNDKAPITAL 308.200.000 100 %
(HINTERLEGT BEIM BUNDESMINISTERIUM FÜR FINANZEN)
BEURKUNDET DURCH ZWISCHENSCHEIN ZUGUNSTEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
NAMENSAKTIEN KATEGORIE B 157.182.000 51 %
INHABERAKTIEN KATEGORIE A 151.018.000 49 %
STÜCK ANTEIL

Die Kapitalrücklagen bestehen ausschließlich aus gebundenen Rücklagen.

GEWINNRÜCKLAGEN TAUSEND €
2008 2007
GESETZLICHE RÜCKLAGE 19.884,0 19.884,0
FREIE RÜCKLAGEN 983.261,0 682.345,4
GEWINNRÜCKLAGEN 1.003.145,0 702.229,4

Die gebundenen Kapitalrücklagen und die gesetzliche Gewinnrücklage ergeben in Summe 30.820,0 tausend €, das sind 10 % des Grundkapitals.

ZUM 31. 12. 2008 323.610,0
RÜCKLAGENVERÄNDERUNGEN –297.907,4
JAHRESÜBERSCHUSS 621.517,4
GEWINNVORTRAG 0,0
AUSSCHÜTTUNG –277.380,0
ZUM 31. 12. 2007 277.380,0
BILANZGEWINN TAUSEND €

Details siehe gesonderte Aufstellung »Entwicklung der unversteuerten Rücklagen«.

Die Veränderung unversteuerter Rücklagen in der Unternehmensgruppe (i.S.d. § 9 Abs. 8 KStG) führte zu einer Steuerbelastung in Höhe von 2.088,5 tausend € (Vorjahr: 1.766,8 tausend €).

1. RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN TAUSEND €
2008 2007
DECKUNGSKAPITAL AUFGRUND VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER BERECHNUNG 7.697,7 8.214,9
VERSTEUERTER TEIL DER RÜCKSTELLUNGEN 7.697,7 8.214,9

(8) I. GRUNDKAPITAL

(9) II. KAPITALRÜCKLAGEN

(10) III. GEWINNRÜCKLAGEN

(11) IV. BILANZGEWINN

(12) B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN

(13) C. RÜCKSTELLUNGEN

In 2002 wurde die Rückstellung gemäß § 14 EStG auf eine als versteuert geltende Rücklage steuerfrei übertragen (§ 124 b Z 68 EStG).

2. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN TAUSEND €
2008 2007
PENSIONSRÜCKSTELLUNG 29.523,8 30.442,1
DAVON PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 4.663,7 4.435,7

Die nicht realisierten versicherungsmathematischen Verluste aus der Anwendung der Korridormethode betragen zum Bilanzstichtag 4.420,7 tausend € (Vorjahr: 4.942,0 tausend €).

3. STEUERRÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €
2008 2007
KÖRPERSCHAFTSTEUER (INKLUSIVE VORPERIODEN) 166.527,4 47.411,4
4. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €
2008 2007
STROM-/NETZBEZUG 19.181,4 33.631,0
DROHVERLUSTE STROMGESCHÄFTE 8.979,0 22.300,2
NOCH NICHT ABGERECHNETE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 5.182,5 6.195,3
ZINSEN FÜR ERHALTENE ANZAHLUNGEN 871,7 1.121,5
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 34.214,6 63.248,0

In den Rückstellungen betreffen 0,0 tausend € (Vorjahr: 4.457,6 tausend €) verbundene Unternehmen.

SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €
2008 2007
NICHT KONSUMIERTE URLAUBE 2.770,7 2.478,1
PRÄMIEN 3.714,5 2.475,9
VORPENSIONEN UND FREIWILLIGE ABFERTIGUNGEN 890,1 1.240,8
URLAUBSZUSCHÜSSE 705,6 573,0
ZEITGUTHABEN 173,7 178,5
SONSTIGE 61,6 48,1
SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN 8.316,2 6.994,4

(14) D. VERBINDLICHKEITEN Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 513.404,1 tausend € (Vorjahr: 513.367,5 tausend €) Finanzverbindlichkeiten, 995,8 tausend € (Vorjahr: 1.593,4 tausend €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 0,0 tausend € (Vorjahr: 111.157,5 tausend €) sonstige Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 8.160,4 tausend € (Vorjahr: 989,8 tausend €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 375,8 tausend € (Vorjahr: 143,1 tausend €) sonstige Verbindlichkeiten.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 39.578,8 138.052,7
SONSTIGE 574,9 194,7
PENSIONSKASSE 0,0 1.520,7
IM RAHMEN DER SOZIALEN SICHERHEIT 280,6 239,6
PERSONALVERRECHNUNG 438,4 161,4
AUS STEUERN 15.764,0 10.020,1
ERHALTENE ZAHLUNGEN AUS DEM BEWERTETEN STROMGESCHÄFT 22.520,9 125.916,2
2008 2007
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN TAUSEND €
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.839,3 2.483,8
PACHTVORAUSZAHLUNG TELEKOMSACHANLAGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN 0,0 11,5
OPTIONSPRÄMIEN STROMGESCHÄFT 236,1 167,5
GARANTIEENTGELTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN 2.603,2 2.304,8
2008 2007
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN TAUSEND €

Bei den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um Bürgschaften für sonstige Anleihen und Kredite einschließlich der erforderlichen Zinsenabgrenzungen sowie um sonstige Haftungsübernahmen exkl. der Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit Cross Border Leasing-Transaktionen in Höhe von insgesamt 1.875.245,7 tausend € (Vorjahr: 2.050.490,0 tausend €), von denen 1.871.878,7 tausend € (Vorjahr: 2.048.944,2 tausend €) verbundene Unternehmen und 3.367,0 tausend € (Vorjahr: 1.545,8 tausend €) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen. Diesen Eventualverbindlichkeiten stehen Rückgriffsrechte in gleicher Höhe gegenüber.

Die Tochtergesellschaft VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) hat in den Geschäftsjahren 1999 bis 2001 mehrere Cross Border Leasing-Transaktionen abgeschlossen. Die in der Bilanz der AHP ausgewiesenen Werte notieren zur Gänze in USD. Die Leasingverbindlichkeiten wurden teilweise durch Abschluss von Schuldübernahmeverträgen an Finanzinstitute guter und erstklassiger Bonität übertragen. Zu diesem Zweck wurden von der AHP Zahlungen in Höhe der Verbindlichkeiten geleistet. Sollte bei einem der Finanzinstitute eine Bonitätsverschlechterung eintreten, hat die AHP darüber hinaus das Recht, dieses Finanzinstitut gegen ein anderes mit der vertraglich vereinbarten Bonität auszutauschen. Für eine in 2001 abgeschlossene Transaktion wurden zur Vermeidung eines Fremdwährungsrisikos entsprechende Termingeschäfte abgeschlossen, für die Abdeckung der restlichen Leasingverbindlichkeiten wurde durch Anschaffung von Wertpapieren und Ausleihungen in vollem Umfang vorgesorgt.

Die Verbundgesellschaft hat in diesem Zusammenhang Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 4.586.874,4 tausend € (Vorjahr: 4.275.361,5 tausend €) für die Verbindlichkeiten aus den Cross Border Leasing-Transaktionen der AHP abgegeben. Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner sind 3.588.757,9 tausend € (Vorjahr: 3.310.247,5 tausend €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftung) gesichert. Diese Rückhaftungen sind unter den gesamten Rückgriffsrechten (siehe Erläuterung 7) ausgewiesen. Als Eventualverbindlichkeiten aus Cross Border Leasing-Transaktionen nach Abzug dieser Rückhaftungen verbleiben somit insgesamt 988.116,5 tausend € (Vorjahr: 965.114,0 tausend €). Darüber hinaus sind 479.253,3 tausend € (Vorjahr: 456.236,9 tausend €) durch Veranlagungen in Zero Coupons der Europäischen Investitionsbank, die auch durch Garantie der Financial Security Assurance Inc. (FSA) versichert sind, abgedeckt.

(15) E. RECHNUNGS-ABGRENZUNGSPOSTEN

(16) EVENTUAL-VERBINDLICHKEITEN Im Zuge der Umstrukturierungen des Telekombereiches im Verbund wurden Haftungen gegenüber der tele.ring Telekom Service GmbH und der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft übernommen.

UMSATZERLÖSE TAUSEND €

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(17) 1. UMSATZERLÖSE

1 davon aus weiterverrechneten Netzgebühren 65.027,9 tausend € (Vorjahr: 57.070,7 tausend €)

2008 2007
ERLÖSE AUS STROMLIEFERUNGEN
INLAND1 ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 1.108.912,2 841.081,3
INDUSTRIE- UND ENDKUNDEN 198.612,5 171.520,5
SONSTIGE KUNDEN 100.071,0 116.313,9
1.407.595,7 1.128.915,7
EU ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 505.436,5 461.665,2
INDUSTRIE- UND ENDKUNDEN 124.266,7 35.051,4
SONSTIGE KUNDEN 1.429.354,2 1.197.382,1
2.059.057,4 1.694.098,7
DRITTLÄNDER ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 0,0 1.255,0
SONSTIGE KUNDEN 6.264,4 506,6
ERLÖSE AUS STROMLIEFERUNGEN 3.472.917,5 2.824.776,0
NETZTARIFVERRECHNUNG; BENÜTZUNGS- UND BETRIEBSFÜHRUNGSENTGELTE 2.636,9 2.202,8
SONSTIGE ERLÖSE (INKL. EMISSIONSZERTIFIKATE) 22.950,7 6.220,8
UMSATZERLÖSE 3.498.505,1 2.833.199,6
(18) 3. SONSTIGE
BETRIEBLICHE ERTRÄGE
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 48.966,2 40.557,2
c) ÜBRIGE 28.334,7 23.846,7
b) ERTRÄGE AUS DER AUFLÖSUNG VON RÜCKSTELLUNGEN 19.052,1 16.689,8
a) ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VOM ANLAGEVERMÖGEN MIT AUSNAHME DER FINANZANLAGEN 1.579,4 20,7
2008 2007
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE TAUSEND €
PERSONALAUFWAND TAUSEND € (19) 6. PERSONALAUFWAND
2008 2007
a) GEHÄLTER 19.699,5 16.455,6
b) AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN UND LEISTUNGEN
AN BETRIEBLICHE MITARBEITERVORSORGEKASSEN
ABFERTIGUNGSZAHLUNGEN 1.709,4 933,6
BEITRAGSZAHLUNGEN MITARBEITERVORSORGEKASSE 65,8 28,1
VERÄNDERUNG DER ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG –517,2 468,3
AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE ÜBERNAHMEN/ÜBERTRITTE KONZERN 116,7 –160,5
1.374,7 1.269,5
c) AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG
VORPENSIONEN UND PENSIONSZAHLUNGEN 3.526,4 3.809,9
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN –918,3 300,1
AUFWENDUNGEN/ERTRÄGE ÜBERNAHMEN/ÜBERTRITTE KONZERN 2,7 –105,6
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR VORPENSIONEN –350,6 –157,9
VORSORGEN FÜR ÜBERTRAGUNGEN AN DIE BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSKASSE 0,0 158,2
PENSIONSKASSENBEITRÄGE (EINSCHLIESSLICH NACHSCHUSSVERPFLICHTUNG) 765,7 880,1
3.025,9 4.884,8
d) AUFWENDUNGEN FÜR GESETZLICH VORGESCHRIEBENE SOZIALABGABEN
SOWIE VOM ENTGELT ABHÄNGIGE ABGABEN UND PFLICHTBEITRÄGE 3.616,3 2.907,4
e) SONSTIGE SOZIALAUFWENDUNGEN 191,4 173,2
PERSONALAUFWAND 27.907,8 25.690,5

Die Zinsen im Personalaufwand für langfristige Personalrückstellungen betragen 2.617,8 tausend € (Vorjahr: 2.380,7 tausend €).

ABSCHREIBUNGEN 4.450,1 4.361,8
SOFORTABSCHREIBUNG GERINGWERTIGER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE GEMÄß § 13 ESTG 49,4 160,5
PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN 4.400,7 4.201,3
a) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE GEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
2008 2007
ABSCHREIBUNGEN TAUSEND €

(20) 7. ABSCHREIBUNGEN

(21) 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN TAUSEND €
2008 2007
a) STEUERN, SOWEIT SIE NICHT UNTER STEUERN VOM EINKOMMEN (Z 18) FALLEN
51,2
51,8
b) ÜBRIGE
KOSTENERSTATTUNG FÜR DIENSTLEISTUNGEN
13.907,0
531,3
WERBUNGS- UND MARKTERSCHLIESSUNGSKOSTEN
13.565,2
12.529,1
RECHTS-, PRÜFUNGS- UND BERATUNGSAUFWENDUNGEN
9.243,2
8.006,3
ÜBRIGER VERWALTUNGSAUFWAND FÜR ADMINISTRATION
9.008,5
6.543,4
IT-SUPPORT, EDV
3.440,0
2.955,8
BETRIEBSKOSTEN FÜR BAULICHKEITEN, MIETEN UND LEASING
2.172,6
1.253,9
MITGLIEDSBEITRÄGE
1.554,0
1.046,7
TELEKOMLEISTUNGEN, DATENDIENSTE
1.150,4
1.249,8
AUS- UND WEITERBILDUNG
1.146,6
1.566,7
AUSHILFSARBEITEN UND PERSONALABSTELLUNGEN
660,6
1.868,0
SONSTIGE AUFWENDUNGEN
13.244,3
11.465,8
69.092,5 49.016,8
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
69.143,7
49.068,6

(22) 16. FINANZERGEBNIS

FINANZERGEBNIS TAUSEND €
2008 2007
ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 505.583,1 210.188,6
DAVON AUS GEWINNGEMEINSCHAFTEN 26.946,3 17.201,4
ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN UND AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENS
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 16.637,3 11.221,8
SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 24.479,5 7.959,1
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN
ABGANG VON ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 0,0 983,2
AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN
AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS 42.068,7 9.211,1
AUFWENDUNGEN AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 14.704,4 3.019,8
ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 30.781,4 24.471,0
(23) 18. STEUERN
VOM EINKOMMEN
STEUERN VOM EINKOMMEN 30.033,3 45.394,2
LATENTE STEUERN –19.791,1 –9.698,7
NACHTRÄGE/GUTSCHRIFTEN AUS VORPERIODEN 1.016,8 8.779,8
DAVON AN GRUPPENMITGLIEDER WEITERBELASTET –189.333,1 –156.992,8
STEUERN VOM EINKOMMEN DER UNTERNEHMENSGRUPPE 238.140,7 203.305,9
2008 2007
STEUERN VOM EINKOMMEN TAUSEND €

III. SONSTIGE ANGABEN

1. GESAMTBETRAG DER SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN

WESENTLICHE POSTEN TAUSEND €
GESAMTVERPFLICHTUNG 2009 2009–2013
MIET- UND LEASINGVERTRÄGE, VERSICHERUNGEN 1 762,3 2.773,3
BESTELLOBLIGO 5.022,2 5.411,1
DAVON GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 1 7,2 36,2

1 die Gesamtverpflichtung ist aufgrund unbestimmter Vertragsdauer betragsmäßig nicht ermittelbar

Mit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besteht ein Strombereitstellungsvertrag, wonach die in deren Kraftwerken erzeugte Energie abzüglich der Strombezugsrechte anderer beteiligter Partner an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft und der Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft bestehen Stromlieferungsverträge, wonach die Hälfte der in deren Kraftwerken erzeugten Energie an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Gemäß einem Stromlieferungsvertrag ist die E.ON Wasserkraft GmbH (EWK) verpflichtet, die Hälfte der erzeugten Energie der Kraftwerke Ering und Obernberg der Verbundgesellschaft zu den um den vereinbarten Gewinnzuschlag erhöhten Selbstkosten zu liefern.

Mit der VERBUND Management Service GmbH (VMSG) besteht ein Vertragswerk für die Verrechnung von Dienstleistungen in den Bereichen Informatik, Versicherung, Liegenschaftsrecht und -verwaltung, Beschaffung, Finanzbuchhaltung, Personalverrechnung sowie administrative Services.

Mit der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) besteht ein Vertragswerk für die Verrechnung von Dienstleistungen bezüglich Zahlungsverkehrabwicklung und Cash Management.

Im Bereich Stromvertrieb und -handel bestehen Auftragsverträge mit der VERBUND-Austrian Power Trading AG und der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH.

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Soweit diese Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung von Seiten des Arbeitgebers. Aufgrund der Entwicklung auf den Finanzmärkten wurde von der BAV Pensionskassen AG zur Abdeckung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen eine Nachschussverpflichtung in Höhe von 1.558,2 tausend € gemeldet.

Zum Bilanzstichtag hatten 11 Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kündigungsschutz bietet. Voraussetzung dafür war eine zwanzigjährige Tätigkeit im Verbund und die Vollendung des 45. Lebensjahres.

Es bestehen offene Einzahlungsverpflichtungen im Beteiligungsbereich in Höhe 471.500,0 tausend € (Vorjahr: 259.400,0 tausend €).

2. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

FINANZBEREICH

Im Zusammenhang mit einer Beteiligung in der Türkei wurden zwei Devisen-Termingeschäfte über insgesamt 350,0 Mio. USD abgeschlossen. Aufgrund der USD-Kurs-Entwicklung weisen diese Geschäfte zum 31. 12. 2008 einen negativen Marktwert von insgesamt 24,47 Mio. € auf, der erfolgswirksam verbucht wurde.

STROMGESCHÄFT

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures und Stromforwards) aus dem Stromgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE AUS DEM STROMGESCHÄFT 2008 MILLIONEN €
POSITIVE
ZEITWERTE
NEGATIVE
ZEITWERTE
NETTO
ZEITWERTE
TRADING
FUTURES 0,6 3,8 –3,2
FORWARDS 771,6 763,8 7,8
TOTAL VOR NETTING 772,2 767,6 4,6
SALES
FUTURES 84,0 160,6 –76,6
FORWARDS1 571,8 351,6 220,2
TOTAL VOR NETTING 655,8 512,2 143,6
GESAMT2
FUTURES 84,6 164,4 –79,8
FORWARDS 1.343,4 1.115,4 228,0
TOTAL VOR NETTING 1.428,0 1.279,8 148,2
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE3 –1.055,5 –1.055,5 0,0
372,5 224,3 148,2

1 In den Zeitwerten der positiven Forwards betreffen 26,6 Mio. € und in denen der negativen Forwards 0,2 Mio. € verbundene Unternehmen.

2 Der positive Zeitwert in Höhe von 148,2 Mio. € für die Jahresportfolien 2009 und 2010 kommt in der Bilanz nicht zum Ansatz.

3 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures und Stromforwards) aus dem Stromgeschäft setzten sich im Vorjahr wie folgt zusammen:

DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE AUS DEM STROMGESCHÄFT 2007 MILLIONEN €
POSITIVE NEGATIVE NETTO
ZEITWERTE ZEITWERTE ZEITWERTE
TRADING
FUTURES 2,6 2,1 0,5
FORWARDS 121,9 126,8 –4,9
TOTAL VOR NETTING 124,5 128,9 –4,4
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 94,4 94,4 0,0
TOTAL NACH NETTING 30,1 34,5 –4,4
SALES
FUTURES 76,6 18,6 58,0
FORWARDS 18,6 76,6 –58,0
TOTAL VOR NETTING 95,2 95,2 0,0
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 95,2 95,2 0,0
TOTAL NACH NETTING 0,0 0,0 0,0

1 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Die derivativen Finanzinstrumente (CO2-Futures und CO2-Forwards) aus dem Emissionshandel setzen sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM EMISSIONSHANDEL 2008 MILLIONEN €
POSITIVE
ZEITWERTE
NEGATIVE
ZEITWERTE
NETTO
ZEITWERTE
CO2
1
FUTURES 0,0 5,4 –5,4
FORWARDS 9,7 3,4 6,3
TOTAL VOR NETTING 9,7 8,8 0,9
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE2 0,9 0,9 0,0
TOTAL NACH NETTING 8,8 7,9 0,9

Die derivativen Finanzinstrumente (CO2-Futures und CO2-Forwards) aus dem Emissionshandel des Vorjahres setzten sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM EMISSIONSHANDEL 2007 MILLIONEN €
POSITIVE NEGATIVE NETTO
ZEITWERTE ZEITWERTE ZEITWERTE
CO2
FUTURES 0,0 0,0 0,0
FORWARDS 4,0 4,0 0,0
TOTAL VOR NETTING 4,0 4,0 0,0
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 2,8 2,8 0,0
TOTAL NACH NETTING 1,2 1,2 0,0

EMISSIONSZERTIFIKATE

1 Der positive Zeitwert in Höhe von 0,9 Mio. € für die Jahresportfolien 2009 kommt in der Bilanz nicht zum Ansatz.

2 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

1 Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

3. PERSONALSTAND

DURCHSCHNITT

ANGESTELLTE 170 139
2008 2007

4. AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN

AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN TAUSEND €
2008 2007
VORSTANDSMITGLIEDER, AUSGESCHIEDENE VORSTANDSMITGLIEDER UND DEREN HINTERBLIEBENE 619,5 1.129,6
ANDERE ARBEITNEHMER 3.781,1 5.024,7
AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN 4.400,6 6.154,3

Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstandes im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen im Wesentlichen die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung betrugen für den Vorstand 598.630 € (Vorjahr: 547.119 €) sowie für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterblieben 20.837 € (Vorjahr: 582.457 €).

5. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Die Angaben über die Organe der Gesellschaft (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder) sind vor dem Lagebericht angeführt.

BEZÜGE DES VORSTANDES
FIXE BEZÜGE VARIABLE BEZÜGE1
DR. MICHAEL PISTAUER 591.734 836.288
DR. JOHANN SEREINIG 542.321 303.896
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER 403.677 153.825
MAG. CHRISTIAN KERN 394.546 99.038

Die Bezüge der vier Mitglieder des Vorstandes betrugen insgesamt 3.325.327 € (Vorjahr fünf Vorstandsmitglieder: 2.953.218 €). Bei Dr. Michael Pistauer sind auch die variablen Bezüge für das Jahr 2008 in Höhe von 470.443 € enthalten, die nach seinem Ausscheiden per 31. 12. 2008 an ihn ausbezahlt wurden.

Die variablen Bezüge der Vorstandsmitglieder sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr betrug dieser Prozentsatz 90 % für den Vorstandsvorsitzenden, 80 % für dessen Stellvertreter und 50 % für die anderen Vorstandsmitglieder. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruht zu 50 % auf der Steigerung des Konzernergebnisses und zu 50 % auf qualitativen Zielen. Abgesehen vom Prozentsatz der erfolgsabhängigen Vergütung sind die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstandes gegenüber dem Vorjahr unverändert.

1 Die Auszahlung der variablen Bezüge erfolgt immer zu Beginn des Folgejahres, da die Zielerreichung erst zum Jahresende ermittelt werden kann. Dargestellt sind daher die an alle Vorstandsmitglieder im Jahr 2008 ausbezahlten variablen Bezüge des Geschäftsjahres 2007. Mag. Christian Kern wurde im Geschäftsjahr 2008 ein variabler Bezugsbestandteil in Höhe von 62.563 € ausbezahlt, der noch aus seiner früheren Tätigkeit als Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Power Trading AG (APT) resultiert.

An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

An ausgeschiedene Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 2.027.403 € (Vorjahr: 1.751.769 €) für Abfertigungen und Pensionen ausbezahlt.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen insgesamt 213.424 € (Vorjahr: 199.503 €).

Vergütungsschema für Aufsichtsratsmitglieder (gemäß Regel 51 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

VERGÜTUNGSSCHEMA FÜR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER €

2008 2007
VORSITZENDER 15.000 15.000
VORSITZENDER STELLVERTRETER (ZWEI) 11.250 11.250
MITGLIEDER 7.500 7.500
SITZUNGSGELD 400 400

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates analog Anwendung.

6. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Zustimmungspflichtige Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen (gemäß Regel 49 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die nachstehenden Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen, abgeschlossen. Die Leistungen wurden für verschiedene Konzerngesellschaften des Verbund erbracht. Die Verträge wurden vom Aufsichtsrat genehmigt:

VERTRÄGE MIT AUFSICHTSRATSMITGLIEDERN BZW. UNTERNEHMEN,

DIE EINZELNEN MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATES NAHE STEHEN TAUSEND €
VERTRAGSPARTNER GEGENSTAND WERT
TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN,
INSTITUT FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN
UND ENERGIEWIRTSCHAFT1
STABILITÄTSSTUDIE UND SICHERHEITS-MONITORING FÜR APG 36,3
»SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT
BERATUNGS- UND BETEILIGUNGS
GESELLSCHAFT M.B.H.2
LIEFERUNG UND WARTUNG VON SOFTWARE FÜR APG UND VMSG 142,63

1 Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.- Ing. Dr. Günther Brauner ist Vorstand des Institutes für elektrische Anlagen und Energiewirtschaft. 2 Das Aufsichtsratsmitglied Dipl.- Ing. Hansjörg Tengg ist geschäftsführender Gesellschafter der »smart technologies« Management Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft m.b.H. 3 Erfasst ist der gesamte im Jahr 2008 beauftragte Bestellwert, davon wurden im Jahr 2008 Leistungen in Höhe von insgesamt 142,6 tausend € erbracht, zur Verrechnung gelangten 97,0 tausend € netto.

7. KONZERNBEZIEHUNGEN

Die Verbundgesellschaft ist das konsolidierungspflichtige Mutterunternehmen des Verbund.

Mit der VERBUND-Austrian Power Grid AG, der VERBUND-Telekom Service GmbH, der VERBUND Management Service GmbH, der VERBUND-Austrian Power Trading AG, der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH und der VERBUND-Beteiligungsholding GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

8. UNBUNDLING

Der Verbund hat die bereits bestehende Aufteilung in Geschäftsfelder (formales Unbundling) im Geschäftsjahr 1999 durch ein rechtliches Unbundling ergänzt, d.h. durch die weitere Errichtung von gesellschaftsrechtlich eigenständigen Unternehmen mit getrennten Geschäftsleitungen und Rechnungswesen.

Geschäfte im Sinne des § 8 Abs. 2 ElWOG werden insbesondere mit folgenden Gesellschaften getätigt:

STROMLIEFERUNGEN VERBUND-Austrian Hydro Power AG, VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG,
Ennskraftwerke Aktiengesellschaft, Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft,
Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft,
STEWEAG-STEG GmbH, VERBUND-Austrian Power Grid AG, Energie Klagenfurt GmbH, POWEO S.A.
STROMHANDEL/-VERTRIEB VERBUND-Austrian Power Trading AG, VERBUND-Austrian Power Sales GmbH, VERBUND-Austrian
Power Trading Deutschland GmbH, VERBUND-Austrian Power Trading Slowenien SL, trgovanje z
elektricno energijo d.o.o., VERBUND-Austrian Power Trading Hungária Energia-kereskedelmi
Korlátolt Felelösségü Társaság, VERBUND-Austrian Power Trading Czech Republic s.r.o., VERBUND
Austrian Power Trading Slovakia s.r.o., VERBUND-Austrian Power Trading ENERGA Hellas Electricity
Supply and Trade S.A.
NETZDIENSTLEISTUNGEN VERBUND-Austrian Power Grid AG
TELEKOMMUNIKATION VERBUND-Telekom Service GmbH
DIENSTLEISTUNGEN VERBUND Management Service GmbH (für Informatik, Versicherung, Liegenschaftsrecht und
-verwaltung, Beschaffung, Finanzbuchhaltung, Personalverrechnung, allgemeine Services),
VERBUND-Austrian Power Grid AG
FINANZIERUNG VERBUND-Finanzierungsservice GmbH, VERBUND-International Finance B.V.
PERSONALABSTELLUNGEN VERBUND-Austrian Power Trading AG, VERBUND-International GmbH

GESELLSCHAFTEN

9. ANGABEN GEM. § 45a ABS. 10 ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-UND -ORGANISATIONSGESETZ

ERGEBNIS DER STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION 2008

ANTEIL kWh
WASSERKRAFT 100,0 % 1.076.883.000
SUMME DER IN ÖSTERREICH AN ENDKUNDEN
FÜR DEREN EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE
100,0 % 1.076.883.000
UMWELTAUSWIRKUNG DER STROMPRODUKTION g/kWh
RADIOAKTIVER ABFALL 0,0
CO2-EMISSIONEN 0,0

Wien, am 27. 01. 2009

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber eh. Dr. Johann Sereinig eh. (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer eh. Mag. Christian Kern eh. (Mitglied) (Mitglied)

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 238 Z 2 UGB

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄß § 238 Z 2 UGB TAUSEND €
SITZ KAPITALANTEIL
IN % PER
31. 12. 2008
LETZTER
JAHRES-
ABSCHLUSS
(+)
(–)
JAHRESÜBERSCHUSS/
-FEHLBETRAG
EIGENKAPITAL1
VERBUNDENE UNTERNEHMEN
KONSOLIDIERT2
VERBUND-Austrian
Power Grid AG WIEN 100,00 2008 + 51.585,03 281.414,5
VERBUND-Telekom
Service GmbH WIEN 100,00 2008 + 4.575,63 4.800,0
VERBUND-International
Finance B.V.
AMSTERDAM 100,00 2008 + 411,8 2.411,8
VERBUND-Austrian
Power Trading AG
WIEN 100,00 2008 + 828,03 1.512,2
VERBUND Management
Service GmbH
WIEN 100,00 2008 + 3.049,03 20.389,3
VERBUND-Austrian
Power Sales GmbH
WIEN 100,00 2008 + 2.500,23 4.517,3
VERBUND-Beteiligungs
holding GmbH
WIEN 100,00 2008 14.704,43 526.815,4
VERBUND-Austrian
Hydro Power AG WIEN 80,33 2008 + 512.816,3 992.541,6
VERBUND-Austrian
Thermal Power GmbH
GRAZ 59,49 2008 + 1.253,5 1.652,5
VERBUND-Austrian
Thermal Power GmbH & Co KG GRAZ 55,65 2008 + 124.970,9 274.338,9
VERBUNDENE UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
APT Austrian Power
Trading Polska Sp.z.o.o. WARSCHAU 100,00 2007 PLN 37,7 PLN 320,9
Energie Austria GmbH WIEN 52,80 2007 1,5 55,5

1 Eigenkapitalbegriff entsprechend § 224 Abs. 3 lit. A UGB

2 Vollkonsolidierung gemäß § 253 – 261 UGB

3 mit der Gesellschaft besteht ein Ergebnisübernahmevertrag

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄß § 238 Z 2 UGB (FORTSETZUNG) TAUSEND €
SITZ KAPITALANTEIL
IN % PER
31. 12. 2008
LETZTER
JAHRES-
ABSCHLUSS
(+)
(–)
JAHRESÜBERSCHUSS/
-FEHLBETRAG
EIGENKAPITAL1 1 Eigenkapitalbegriff
entsprechend
§ 224 Abs. 3 lit. A UGB
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Österreichisch-Bayerische
Kraftwerke Aktiengesellschaft5
SIMBACH 50,00 2007 + 3.272,0 51.361,0 5 Konsolidierung »at equity«
Ennskraftwerke
Aktiengesellschaft5
STEYR 50,00 2007 + 87,5 14.190,3 gemäß § 263-264 UGB
Donaukraftwerk Jochenstein
Aktiengesellschaft5
PASSAU 50,00 2007 + 818,0 12.766,0
Gemeinschaftskraftwerk
Inn GmbH
LANDECK 50,00 2007 + 5,1 208,2
ENERJISA ELEKTRIK
DAGITIM A.S.4 5
ISTANBUL 49,00 TRY 5.000,0 4 Gründung in 2008
Energie Klagenfurt GmbH5 KLAGENFURT 49,00 2007 + 6.051,5 70.410,5
KELAG-Kärntner Elektrizitäts
Aktiengesellschaft5
KLAGENFURT 35,13 2007 11,3 422.102,0
SAVA Izrabljane naravnega
vira d.o.o.
MEDVODE 35,00 2007 + 0,2 24,3
STEWEAG-STEG GmbH5 GRAZ 34,57 2007 + 58.393,7 313.578,2 6 Werte nach IFRS
POWEO S.A.5 6 7 PARIS 30,23 2007 33.611,0 258.676,0 7 Werte des Konzernabschlusses

1 Die Kennzahlen wurden einer Überarbeitung unterzogen. Die Vorjahreswerte wurden

angepasst.

GLOSSAR

EBIT Earnings before Interest and Taxes: Ergebnis vor Zinsaufwendungen
(inklusive personalbezogene Zinsen) und Steuern.1
Eigenkapital-Quote Eigenkapital zuzüglich die, um die latenten Steuern bereinigten
unversteuerten Rücklagen und Investitionszuschüsse, im Verhältnis
zum Gesamtkapital.1
Fiktive Schuldentilgungsdauer Verhältnis der Schulden zum Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit.
Gearing Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital zuzüglich die,
um die latenten Steuern bereinigten unversteuerten Rücklagen und
Investitionszuschüsse.1
Netto-Geldfluss Saldo aus dem Zufluss und dem Abfluss von liquiden Mitteln; wird
üblicherweise gegliedert in Netto-Geldflüsse aus der operativen
Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit.
Nettoumlaufvermögen Kurzfristiges Vermögen (inklusive kurzfristige Ausleihungen und
kurzfristige Rechnungsabgrenzungsposten) abzüglich kurzfristige
Schulden (inklusive kurzfristige Rechnungsabgrenzungen).
Nettoverschuldung Zinsbelastetes Fremdkapital abzüglich flüssige Mittel (inklusive
Wertpapiere und Anteile des Umlaufvermögens) bereinigt um aktiv
und passivseitig geschlossene Positionen (z.B. bei Cross Border
Leasing-Geschäften).1
ROE Return on Equity: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im
Verhältnis zum Eigenkapital zuzüglich die, um die latenten Steuern
bereinigten unversteuerten Rücklagen und Investitionszuschüsse, am
Beginn des Geschäftsjahres.1
ROI Return on Investment: Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inklusive
personalbezogene Zinsen) und Steuern im Verhältnis zum Gesamt
kapital am Beginn des Geschäftsjahres.1
ROCE Return on Capital Employed: Ergebnis vor Zinsaufwendungen
(inklusive personalbezogene Zinsen) abzüglich darauf entfallende
Steuern im Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital.1
ROS Return on Sales: Ergebnis vor Zinsaufwendungen (inklusive personal
bezogene Zinsen) und Steuern im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.1

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss der Österreichische Elektrizitätswirschafts-Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Österreichische Elektrizitätswirschafts-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 27. 01. 2009

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer e.h. MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs e.h.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

schäftsverteilung im Vorstand in Kraft.

Das Geschäftsjahr 2008 war für den Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, trotz
schwieriger Rahmenbedingungen wiederum ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Nach den sehr guten
letzten Jahren stellte der zunehmend internationale Konzern mit einer neuerlichen Ergebnissteigerung
eindrucksvoll unter Beweis, dass sein Wachstum profitabel und nachhaltig ist.
Der Aufsichtsrat hat diese erfreuliche Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. Im Berichtsjahr hat
er in sechs Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse
wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 91 %. Der
Vorsitzende des Aufsichtsrates hat darüber hinaus regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt
mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehalten und in Fällen von Abwesenheiten einzelner Mitglieder
deren Meinung eingeholt, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Aufsichtsratsmitglieder
involviert waren.
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen
der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der
wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich
und schriftlich informiert.
NEUER
VORSTANDSVORSITZENDER
Im Juni 2008 regelte der Aufsichtsrat die Nachfolge des zum Jahresende ausgeschiedenen Generaldirek
tors Dr. Michael Pistauer und bestellte einstimmig Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Anzengruber zum Vor
standsvorsitzenden und Finanzvorstand per 01. 01. 2009. Dr. Johann Sereinig wurde als stellvertretender
Vorsitzender und Generaldirektor-Stellvertreter bestätigt. Zum selben Zeitpunkt trat eine neue Ge

Der Aufsichtsrat hat dem ausgeschiedenen Generaldirektor Dr. Michael Pistauer den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seine großen Verdienste ausgesprochen.

STRATEGIE UND INVESTITIONEN

Neben der Vorstandsbestellung ist besonders hervorzuheben, dass wichtige Entscheidungen für eine verstärkte Investitionstätigkeit im In- und Ausland auf Basis der neu adaptierten Unternehmensstrategie mit dem Ziel von wertschaffendem Wachstum getroffen wurden. Im Inland betrifft dies vor allem eine Reihe von großen und mittelgroßen Wasserkraftwerksprojekten sowie das Gas- und Dampf-Kraftwerk Mellach.

Im Ausland gelang die Akquisition eines Wasserkraftprojektes in Albanien und der Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Rahmen der Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei, wo zudem auch ein Verteilnetzbetreiber erworben werden konnte. Darüber hinaus konnten entsprechend der strategischen Zielsetzung mehrere Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien (Windkraftparks, Photovoltaikanlagen) im In- und Ausland realisiert werden.

Weiters hat der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr neue Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen. Neu geregelt wurden in der Geschäftsordnung für den Vorstand die Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates, die sich nunmehr auch auf die wesentlichen Geschäftsfälle der wichtigsten Tochtergesellschaften erstrecken. In der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat wurden insbesondere alle Ausschüsse (Arbeitsausschuss, Prüfungsausschuss, Dringlichkeitsausschuss, Nominierungsausschuss und Präsidial- bzw. Vergütungsausschuss) und ihre Kompetenzen genau geregelt. Mit diesen Neufassungen wird dem Österreichischen Corporate Governance Kodex noch umfänglicher entsprochen.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund der umfangreichen Berichterstattung des Vorstandes dessen Geschäftsführung laufend überwacht. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates tagte im Berichtsjahr sechsmal und der Prüfungsausschuss (insbesondere zur Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. zur Abstimmung mit dem Abschlussprüfer) zweimal.

Als führendes börsenotiertes Unternehmen seiner Branche hat sich der Verbund schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex gegenüber verpflichtet und bemüht sich, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, mit zwei geringfügigen, begründeten Abweichungen vollständig eingehalten.

Gemäß dem Corporate Governance Kodex und der neuen Geschäftsordnung wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrates eingerichtet. Der Nominierungsausschuss trat in Zusammenhang mit der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes zu drei Sitzungen zusammen. Der Vergütungsausschuss, der mit dem Präsidium ident ist, hielt drei Sitzungen ab, die die Vergütung des Vorstandes zum Gegenstand hatten.

In der Zusammensetzung des Aufsichtsrates kam es im vergangenen Geschäftsjahr zu einer Änderung. Nach dem Rücktritt von DDr. Erhard Schaschl wurde Herr Mag. Herbert Kaufmann per 26. 03. 2008 in den Aufsichtsrat gewählt. Im Präsidium ist seither Dr. Maximilian Eiselsberg 1. Stellvertreter des Vorsitzenden und Dkfm. Peter Püspök 2. Stellvertreter des Vorsitzenden.

Weitere Informationen über die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Aufsichtsrates und seine Vergütung sind dem Corporate Governance-Bericht zu entnehmen.

Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 wurden vom Abschlussprüfer, der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH, geprüft und mit dem Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie, dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

NEUE GESCHÄFTSORDNUNGEN

CORPORATE GOVERNANCE, AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

JAHRESABSCHLUSS UND PRÜFUNGSAUSSCHUSS Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2008 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 125 (2) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstandes wurde genehmigt und dem Vorschlag zur Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für die im Geschäftsjahr 2008 geleistete erfolgreiche Arbeit aus.

Dr. Gilbert Frizberg

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wien, im Februar 2009

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand stellt den Antrag (gemäß § 126 Abs. 2 AktG), zu Lasten des verteilungsfähigen Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2008 auf die 308,20 Mio. Stückaktien eine Dividende von 1,05 € pro Aktie, das sind in Summe 323.610.000 €, auszuschütten.

STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION

DOKUMENTATION GEM. § 45a ABS. 6 ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-UND -ORGANISATIONSGESETZ

ERGEBNIS DER STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION 2008

ANTEIL kWh
WASSERKRAFT 100,0 % 1.076.883.000
SUMME DER IN ÖSTERREICH AN ENDKUNDEN
FÜR DEREN EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE 100,0 % 1.076.883.000

UMWELTAUSWIRKUNG DER STROMPRODUKTION FÜR DIE AN ENDKUNDEN

FÜR DEREN EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE g/kWh
RADIOAKTIVER ABFALL 0,0
CO2-EMISSIONEN 0,0

PRÜFUNGSVERMERK

Wir haben die von der Österreichische Elektrizitätwirtschafts-Aktiengesellschaft, Wien, erstellte Dokumentation gem. § 45a Abs. 6 ElWOG für das Geschäftsjahr 2008 geprüft.

Die für die Stromkennzeichnung verwendeten gesetzlichen Nachweise wurden von der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft erbracht. Im Rahmen der durchgeführten Prüfungshandlungen sind wir nicht auf Tatsachen gestoßen, die uns zu der Annahme veranlassen würden, dass die vorgelegte Dokumentation im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht.

Wien, am 27. 01. 2009

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

IMPRESSUM

Herausgeber: Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) Am Hof 6a, A-1010 Wien

Kontakt: www.verbund.at E-Mail: [email protected]

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