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VERBUND AG Annual Report 2007

Apr 14, 2008

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Annual Report

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VERBUND 2007 | GESCHÄFTSBERICHT

AKTIE

AKTIENKENNZAHLEN

EINHEIT 2007 2006 2005 2004

HÖCHSTKURS1
49,95 41,58 30,13 16,56

TIEFSTKURS1
31,21 30,05 16,39 9,29

LETZTKURS1
47,88 40,42 30,13 16,39
PERFORMANCE
%
18,46 34,15 83,83 77,00
MIO. €
MARKTKAPITALISIERUNG
14.756,62 12.457,44 9.286,07 5.051,40
GEWICHTUNG ATX
%
5,36 4,59 4,57 3,99
MIO. €
UMSATZ WERT
6.180,40 5.500,65 1.830,90 761,61
UMSATZ STÜCK/TAG1
STÜCK
665.119 592.491 318.220 225.270

GEWINN/AKTIE1
1,88 1,63 1,13 0,76

CASHFLOW/AKTIE1
2,62 2,45 2,21 1,42

BUCHWERT/AKTIE1
8,68 7,44 6,18 5,19
KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS
X
25,48 24,86 26,59 21,45
KURS-CASHFLOW-VERHÄLTNIS
X
18,27 16,52 13,65 11,51
KURS/BUCHWERT
X
5,52 5,43 4,87 3,16

DIVIDENDE/AKTIE1
0,90 0,75 0,50 0,30
DIVIDENDENRENDITE
%
1,88 1,86 1,66 1,83
AUSSCHÜTTUNGSRATE
%
47,89 46,13 44,12 39,26
EV/EBITDA
X
15,28 14,39 15,75 12,88

1 DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1 : 10 IST BERÜCKSICHTIGT

KAPITALMARKTKALENDER 2008

TERMIN DATUM
JAHRESERGEBNIS 2007 27.02.2008
VERÖFFENTLICHUNG GESCHÄFTSBERICHT 2007 27.02.2008
HAUPTVERSAMMLUNG 26.03.2008
DIVIDENDEN-EX-TAG 02.04.2008
DIVIDENDEN-ZAHLTAG 15.04.2008
ZWISCHENBERICHT QUARTAL 1/2008 22.04.2008
ZWISCHENBERICHT QUARTALE 1-2/2008 28.07.2008
ZWISCHENBERICHT QUARTALE 1-3/2008 21.10.2008

BASISINFORMATIONEN

GRUNDKAPITAL (€) 308.200.000
AKTIEN (STÜCK) 308.200.000
BÖRSENNOTIERUNGEN
WIEN 877738
FRANKFURT 877738
BERLIN 877738
STUTTGART 877738
MÜNCHEN 877738
LONDON 4661607
AMERICAN DEPOSITARY RECEIPT OEZVY
INFORMATIONSSYSTEME
BLOOMBERG VER AV
REUTERS VERB.VI
ISIN AT0000746409
RATINGAGENTUREN
STANDARD & POOR'S A
MOODY'S A1

UMSATZERLÖSE

+5,6%

MIO. € 2005 2006 2007 806,5 527,0

MIO. € 2005 2006 2007 753,9 680,5

OPERATIVES ERGEBNIS

+13,6%

GEWINN JE AKTIE

+15,6%

DIVIDENDE JE AKTIE

+20,0%

OPERATIVER CASHFLOW

+7,1%

INHALT

POSITIONIERUNG 2
BERICHT DES VORSTANDES 4
STRATEGIE 9
AKTIE 12
LAGEBERICHT 18
MARKT UND BRANCHE 18
GESCHÄFTSVERLAUF 22
AUSBLICK UND ZIELE 34
GESCHÄFTSBEREICHE 38
NACHHALTIGKEIT 56
RISIKOMANAGEMENT 60
WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG 62
ANGABEN GEMÄSS § 243a UGB 64
KONZERNABSCHLUSS 68
GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS 68
BILANZ DES VERBUND-KONZERNS 69
KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS 70
ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS 71
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 72
BESTÄTIGUNGSVERMERK 136
CORPORATE GOVERNANCE 138
ORGANE DER GESELLSCHAFT 141
BERICHT DES AUFSICHTSRATES 146
GLOSSAR 148
IMPRESSUM/KONTAKT

Human Energy. Die Kraft der Ideen ist die Energie der Zukunft im Wettbewerb um die Märkte von morgen.

Die Idee steht am Beginn des Wandels. Die Phantasie der Menschen im Verbund. Sie treibt das Unternehmen vorwärts. Und bewegt unsere Gesellschaft dazu, die Herausforderungen der Zukunft mit neuer Energie zu bewältigen.

Das Denken macht den Unterschied. Schafft Vorsprung für das Unternehmen. Im Wettbewerb um die besten Strategien. Für die Märkte von morgen. Jede Veränderung beginnt im Kopf. Und das ist erst der Anfang.

Es ist das Handeln, das entscheidend ist. Die Entschlossenheit, mit der wir diese Aufgaben anpacken. Die Nachhaltigkeit, mit der wir heute Schritte setzen, die sich morgen und übermorgen auswirken werden. Mit Energie für die Zukunft.

DR. JOHANN SEREINIG STV. VORSITZENDER DES VORSTANDES

MAG. CHRISTIAN KERN MITGLIED DES VORSTANDES

DR. MICHAEL PISTAUER VORSITZENDER DES VORSTANDES

DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER MITGLIED DES VORSTANDES

HUMAN ENERGY

Forcierter Klimaschutz und steigender Energie bedarf – das sind nur zwei Herausforderungen, denen sich die Energiewirtschaft künftig stellen muss. So hat der Verbund im Jahr 2007 die Ini tia tive ergriffen und mit einer neuen Unterneh mens strategie die Weichen für die künftige Kon zern-Entwicklung gestellt: Mittel- und lang fristi ger Fokus des Wasserkraft-Konzerns ist die verstärkte Konzentration auf erneuerbare und CO2 arme Energieträger sowie die weitere Internatio nalisierung des Unternehmens. Bis 2015 sollen insgesamt 6,7 Mrd. € in Europa investiert werden.

Der Konzern ist für diese neuen Herausforder ungen gut aufgestellt: Im Jahr 2007 erzielte der Verbund – trotz schwieriger Rahmenbedingungen – erneut ein sehr gutes Ergebnis. Im Berichtsjahr konnten wir den Umsatz um 5,6 % auf 3.038,3 Mio. € und das operative Ergebnis um 13,6 % auf 916,1 Mio. € steigern. Das Konzernergebnis wuchs um 15,6 % auf 579,2 Mio. €.

Dafür verantwortlich sind vor allem zwei Fakto ren: »Human Energy« unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Verbund-Strom aus er neuerbarer heimischer Wasserkraft. Kompetenz, Professionalität, Können, Wissen und Phantasie der Verbund-Belegschaft und die geballte Kraft des Wassers in den Verbund-Anlagen ergänzen einander hervorragend.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitar beitern sowie allen Führungskräften. Ohne ihre »Human Energy« könnten wir heute weder auf das erfreuliche Geschäftsergebnis noch auf die – im österreichischen und europäischen Vergleich – hervorragende Wettbewerbsposition des Verbund verweisen: Denn der Verbund zählt heute zu den

profitabelsten Energieunternehmen Europas. Das spiegelt sich unter anderem in der Verbund-Aktie wider, die 2007 in einem schwierigen Umfeld um 18,5 % zulegte.

Das erste Halbjahr 2007 war in Zentraleuropa von einem äußerst milden Winter sowie einem sehr trockenen Frühjahr und Frühsommer geprägt. Bei manchen Fließgewässern Österreichs war der geringste Durchfluss seit Jahrzehnten zu verzeichnen. Die Wasserführung der heimischen Flüsse verbesserte sich ab Herbst jedoch deutlich, so dass der Erzeugungskoeffizient zum Jahresende bei 0,97 lag.

2007 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt

Europas Energiewirtschaft stand 2007 ganz im Zeichen der Voll-Liberalisierung des EU-Strom markts zur Jahresmitte. Damit entsteht nun ein Markt mit nahezu einer halben Milliarde Ver brauchern, darunter nicht weniger als 20 Millio nen Geschäftskunden. Für den Verbund als füh renden Erzeuger von Strom aus erneuerbarer Energie eröffnet sich damit eine Reihe von Chancen, die wir entschlossen nutzen.

Aktuell expandiert der Verbund massiv in der Türkei, wo der Konzern gemeinsam mit der Sabanci-Holding im Energieunternehmen »EnerjiSA« aktiv wird. Dessen Ziel ist es, bis 2015 die Erzeugungskapazitäten auf 5.000 Megawatt zu verzehnfachen und den Marktanteil im türki schen Strommarkt auf zumindest 10 % zu stei gern. In der Türkei besteht ein enormes Wachs -

tums potenzial im Energiesektor: Der Stromver brauch wird sich bis 2020 vervierfachen.

Die Verbund-Beteiligungen konnten 2007 erneut Ergebniszuwächse erzielen. In Italien stockte die Sorgenia ihren Anteil an der Erzeugungstochter »Energia Italiana« auf 78 % auf und erwarb die Mehrheit an Frankreichs zweitgrößtem Wind kraft erzeuger SFE. In Frankreich beteiligen sich Poweo und Verbund gemeinsam mehrheitlich am Großprojekt eines Flüssiggas-Terminals samt Regasifizierungsanlage bei Le Havre-Antifer.

Investitionen von 6,7 Mrd. € in Europa geplant

Im Zuge der weiteren Internationalisierung wird der Verbund auch eine neue 100-%-Tochter gesell schaft gründen: In der »Verbund International« werden die Auslandsbeteiligungen des Konzerns

gebündelt. Damit wird nicht nur die Wertent wicklung der Beteiligungen sichergestellt, sondern auch jene finanzielle Flexibilität geschaffen, die es erlaubt, neue Wachstumschancen optimal zu nutzen.

Im Heimmarkt Österreich konnten wir im vergangenen Jahr die Position des Verbund als füh rendes Elektrizitätsunternehmen weiter ausbauen. Mit dem Rückkauf des Stromvertriebsunter nehmens Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) wurden 50 Großkunden gewonnen, und der Markt anteil bei den Endkunden wurde auf 6 % ge steigert.

Besonders erfreulich waren auch die positiven Behördenentscheide für die 380-kV-Steiermark leitung, mit deren Bau im Spätherbst begonnen wurde, sowie die Fertigstellung der Erweiterung des Kraftwerks Gerlos, das zu einem echten Spitzenkraftwerk mit dreifacher Leistung ausgebaut wurde. Auch schritten die Arbeiten an der Erweiterung der Kraftwerksgruppe Kaprun um das Pumpspeicherwerk Limberg II, mit welchem die Leistung ab 2012 mehr als verdoppelt wird, rascher voran als geplant.

Als einer der führenden Wasserkraftkonzerne Europas setzt der Verbund künftig noch stärker auf erneuerbare Energieträger. Dazu wurde die Tochtergesellschaft VERBUND-Austrian Renew able Power GmbH (ARP) gegründet. Deren Ziel ist, bis 2015 im In- und Ausland neue Erzeug ungs kapa zitäten von bis zu 400 Megawatt zu realisieren. Auch in die Forschung und Entwicklung innovativer Energietechnik soll verstärkt investiert werden.

Der Verbund ist für die Zukunft gut positioniert. Für 2008 erwarten wir erneut eine Steigerung der Kennzahlen. Die Herausforderungen bleiben zwar groß, doch wissen wir uns dafür gut vorbereitet. Bis 2015 wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern im In- und Ausland neue Stromerzeug ungskapazitäten in der Größenordnung von 15.000 MW schaffen, wovon 8.000 MW direkt dem Verbund zugeordnet werden können. Das entspricht einer Verdoppelung unserer gesamten derzeitigen Kraftwerksleistung in Österreich.

In den kommenden Jahren werden die Heraus forderungen für die Energie- und insbesondere die Elektrizitätswirtschaft global stark anwachsen. Die zunehmende Ressourcenverknappung und der steigende Energieverbrauch bewegen sich diametral auseinander. Die Energieversorgung ist im herkömmlichen System nicht ad infinitum fortschreibbar, sodass ein Paradigmenwechsel angebracht scheint: Die Zukunft der Stromver sorgung kann nur in einem komplexen System liegen, in dem erhöhte Energieeffizienz und verstärktes Energiesparen zu den Leitlinien gehören. In der Umsetzung bedarf es eines intensiven Zusammenwirkens von konventionellen und dezentralen regenerativen Elektrizitätssystemen. Das neue Energiesystem muss von technologischen, ökonomischen und politischen Innovationen getrieben werden.

Verbund verstärkt Engagement im Bereich erneuerbare Energien

Wir sind zuversichtlich, dass der Verbund seine besonderen Stärken auch in Zukunft in Erfolge umwandeln kann.

DR. MICHAEL PISTAUER DR. JOHANN SEREINIG MAG. CHRISTIAN KERN DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER

STRATEGIE DES VERBUND

Der Verbund ist einer der profitabelsten Energiekonzerne in Europa. Grundlage dafür ist unverändert die Stromerzeugung aus regenerativer Wasserkraft in Österreich. Die Strategie des Verbund wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter fokussiert sowie noch stärker auf den Aufbau ertragsstarker industrieller Werte in Österreich und definierter ausländischer Zielmärkte ausgerichtet.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit, Verantwortungsbewusstsein, ertragsstarkes Wachstum und die internationale Ausrichtung bleiben dabei unverändert wichtige Werte und Ziele des Verbund. Ebenso bleibt die österreichische Wasserkraft zentraler Motor des Verbund – ein anspruchsvolles Wachs tums programm für erneuerbare Energien in Europa kommt jetzt als neuer Baustein hinzu.

Die offensive Weiterentwicklung der Strategie schließt an das erfolgreiche Wachstum der vergangenen Jahre an: Die Restrukturierung des Konzerns wurde abgeschlossen, die wettbewerbsfähige Neuaus rich t ung der Gruppe in Folge der Strommarkt-Liberalisierung in Europa ist gelungen, die Internationa lisierung des Verbund mit Partnerschaften in Italien, Frankreich und der Türkei erfolgreich eingeleitet.

Der Verbund ist auf die neuen Herausforderungen, die sich im Marktumfeld mit nachhaltigen Preis steigerungen für Primärenergie, der globalen Klima-Diskussion und einer weiter verschärften Konsoli dierung der europäischen Energiewirtschaft aktuell zeigen, sehr gut vorbereitet. Die gute Ertragskraft des Konzerns, die weitgehend auf brennstoffkostenunabhängiger und klimaneutraler Wasserkraft aufbaut, erlaubt die Umsetzung langfristiger Investitions- und Expansionspläne im In- und Ausland.

Das Wettbewerbsumfeld des Verbund ist durch die Energiemarkt-Öffnung in Europa geprägt, wobei diese Liberalisierung nicht ohne Widersprüche fortgesetzt wird. Einerseits strebt die EU nach Wett bewerb unter vielen »gleichgestellten« Anbietern, andererseits ist die Sehnsucht nach – auch im glo balen Vergleich – wettbewerbsfähigen »europäischen Energiegiganten« vorhanden. Die Marktmacht der großen europäischen Energieversorger ist ebenso ein Faktor wie die Bemühung der EU, die Übertragungsnetze eigentumsrechtlich von der Erzeugung zu entflechten.

Politische und gesellschaftliche Erwartungen – Stichworte dazu sind »Klimaschutz« und »gerechte Preise« für Energie –, die Entwicklung der Erzeugungskapazitäten und vor allem die Frage nach der langfristigen Absicherung der Primärenergieversorgung setzen enge Leitlinien für das unternehmerische Handeln. Sie lassen jedoch – gerade für Unternehmen mit der Struktur, Größe und Flexibilität des Verbund – ausreichend Raum für intelligente Nischen-Strategien.

Die Unabhängigkeit des Verbund-Konzerns soll in den kommenden Jahren durch eine fokussierte Investitionspolitik abgesichert werden. Die Konzentration auf Wasserkraft und andere erneuerbare Energieträger, der Ausbau der Marktführerschaft in Österreich, eine hohe Profitabilität auch in einer intensiven Investitionsphase und die Entwicklung der bestehenden sowie neuer Auslandsbeteiligungen als Wachstumsmotor für den Konzern bilden die Säulen des strategischen Konzeptes.

Insgesamt plant der Verbund bis zum Jahr 2015 ein strategisches Investitionsprogramm von 6,7 Mrd. €, 60 % davon sollen in internationale Wachstumsprojekte im erweiterten Europa fließen, 40 % in den Ausbau der Erzeugung und der Übertragungsnetze in Österreich.

MARKTFÜHRERSCHAFT IN ÖSTERREICH

Der Ausbau der führenden Marktstellung bei der Erzeugung in Österreich erfolgt unter Beachtung strenger Profitabilitätsvorgaben. In den Stammmärkten Österreich und Deutschland werden der weitere Ausbau und die ständige Optimierung von Handel und Vertrieb konsequent vorangetrieben. Bis 2015 sollen bis zu 3 Mrd. € allein in Österreich investiert werden, 60 % davon in die Erzeugung, 40 % in den Ausbau des Übertragungsnetzes. Schwerpunkte der Investitionen in neue Erzeugungskapazitäten werden dabei in etwa gleichem Ausmaß bei Wasserkraft und Gaskraftwerken liegen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Ausbau weiterer regenerativer Energieträger.

Die Struktur der österreichischen Elektrizitätswirtschaft baut nach wie vor im Wesentlichen auf der föderalen Struktur des Landes auf und könnte durch eine gesellschaftsrechtliche Konsolidierung wesentliche positive Effizienzgewinne erfahren. Der Verbund wird daher den Konsolidierungsanspruch unter seiner Führung aufrechterhalten und auch weiter vorantreiben, wenn die Eigentümer dafür die Voraussetzungen schaffen und eine Beteiligung des Verbund als Einstieg in die österreichische Konsolidierung gewünscht ist.

Der Verbund begrüßt ausdrücklich die Bestrebungen der Europäischen Kommission, den liberalisier ten Elektrizitätsbinnenmarkt europaweit zu vereinheitlichen und zu verbessern, sowie das wesent liche Teilziel, mittels der Schaffung von Investitionsanreizen den Netzausbau zu fördern. Besondere Bedeu t ung kommt hier den grenzüberschreitenden Verbindungsleitungen zu, da der europäische Markt derzeit von Engpass-Situationen geprägt und in seiner Weiterentwicklung behindert ist.

Der Verbund ist allerdings davon überzeugt, dass die oben genannten Ziele nicht über ein Ownership Unbundling – die eigentumsrechtliche Trennung von Erzeugung und Netz – unterstützt werden. Der Verbund hat als Vorreiter bereits 1999 die erst ab 2006 von der EU verpflichtend vorgeschriebene gesellschaftsrechtliche Entflechtung seiner Geschäftsbereiche konsequent und umfassend umgesetzt. Dieser bestehende Rechtsrahmen des Legal Unbundling ist ausreichend - sofern dieses Konzept europa weit in gleicher Weise umgesetzt und zudem die Einhaltung wirkungsvoll kontrolliert wird. Das Owner ship Unbundling steht nach Rechtsauffassung des Verbund nicht im Einklang mit der österreichischen Rechtsordnung sowie den einschlägigen – das Eigentumsrecht betreffenden – Bestimmungen des EG-Vertrages.

EXPANSION IN EUROPÄI - SCHE WACHSTUMSMÄRKTE

Der Verbund wird im erweiterten Europa über Erzeugungsprojekte, Beteiligungen und Partnerschaften weiterwachsen. Mit den Kooperationen in Italien, Frankreich und der Türkei wurden in den vergangenen Jahren die erfolgreichen Grundlagen für ein internationales Wachstum des Verbund gelegt.

Im Mittelpunkt der Verbund-Expansionsstrategie steht – neben der Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungen – der Wachstumsraum CEE/SEE (Zentral- und Südosteuropa), der einen enormen Nachholbedarf an leistungsfähiger und umweltfreundlicher Stromerzeugung aufweist. Der Verbund legt seinen Fokus auf Kraftwerksprojekte in Ländern, die neben attraktiven Marktbedingungen ein politisch, rechtlich und energiewirtschaftlich stabiles Umfeld für Investitionen und Partnerschaften erwarten lassen. Bei diesen Investitionen wird der Verbund in erster Linie auf die Erzeugung aus Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energieträgern sowie Gas setzen, der Einsatz von Stein- und Braunkohle kann – unter Einhaltung höchster Umweltschutzbestimmungen – in einzelnen Ländern zur Erzielung relevanter Marktanteile ergänzend sinnvoll sein.

Der Verbund plant, insgesamt bis zu 2 Mrd. € in der Region CEE/SEE zu investieren. Wie bei den bis herigen internationalen Expansionsschritten sind regionale Partnerschaften mit regionalen Partnern oder auch der Zusammenschluss in internationalen Kooperationen möglich. Ziel ist es, möglichst rasch eine marktkritische Erzeugungs- und Handelsposition in diesem Wachstumsraum aufzubauen.

Das Wachstumsprogramm des Verbund bei erneuerbaren Energien – über die Wasserkraft in Österreich hinaus – hat zum Ziel, bis 2015 in Europa zusätzlich 400 Megawatt elektrischer Leistung aus regenerativen Energiequellen bereitzustellen, um einen signifikanten Beitrag zum sauberen Erzeugungsportfolio zu erreichen.

Zu diesem Zweck wurde die VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) gegründet, die alle in- und ausländischen Aktivitäten des Verbund im Bereich erneuerbarer Energie bündelt, die nicht von den Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei abgedeckt werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf Windkraftanlagen liegen, ergänzt um Solar-, Biomasse- und Biogas-Aktivitäten. Dafür ist in den Planungsrechnungen ein Investitionsvolu men von mehr als 300 Mio. € gewidmet, das in Akquisitio nen, Kooperationen und die Entwicklung von Projekten in Österreich und im erweiterten Europa investiert werden soll.

Die heute bestehenden Auslandsbeteiligungen des Verbund in Italien, Frankreich und der Türkei sollen im Jahr 2008 in der »Verbund International AG« (VI) gebündelt werden. Alle zukünftigen Expansions projekte im erweiterten Europa werden über die VI akquiriert und entwickelt. Der Verbund selbst bleibt die strategische Managementholding des Konzerns und damit in seiner schlanken und konzernführenden Struktur unverändert bestehen.

Die Errichtung der VI schafft für den Verbund die strukturellen Voraussetzungen für wichtige strategi sche Optionen und internationale Partnerschaften. Eine Umsetzung dieser Optionen über eine VI-Kapitalerhöhung ermöglicht nicht nur ein expansives Wachstum, sondern stärkt darüber hinaus die Finanzkraft des Verbund-Konzerns insgesamt.

Das Expansionsprogramm des Verbund wird unter Beachtung der relevanten Kapitalkosten (WACC) und der daraus abgeleiteten Rentabilitätsanforderungen (ROIC) des Konzerns geplant und umgesetzt. Eine grundlegende Voraussetzung für alle Wachstumsschritte des Verbund ist der Erhalt eines stabilen A-Ratings, das oberste Priorität hat. Nur ein stabiles A–Rating ermöglicht es dem Verbund-Konzern, auch weiterhin neben der hohen Innenfinanzierungskraft auch auf attraktive Finanzierungsmög lich keiten am internationalen Kapitalmarkt zurückgreifen zu können.

Attraktives Wachstum durch Investitionen und Akquisitionen im In- und Ausland, eine weiterhin überdurchschnittliche Profitabilität sowie ein gutes Standing am Kapitalmarkt sind die unverzichtbaren Bausteine in der Strategie des Verbund, um Wertschaffung und damit industriellen Werteaufbau errei chen zu können. Die neue Strategie und die Ausrichtung des Verbund schaffen dafür die erforderlichen Voraussetzungen.

»SAUBERES« WACHSTUM MIT ERNEUERBARER ENERGIE

»VERBUND INTERNATIONAL« ZUR OPTIMIERUNG DER AUSLANDSBETEILIGUNGEN

GUTE VERBUND-POSITION AM KAPITALMARKT ERHALTEN

AKTIE

TURBULENTES BÖRSEJAHR

2007 war ein turbulentes Börsejahr. Nachdem die internationalen Börsen überwiegend freundlich in das neue Börsejahr gestartet waren, kam es Ende Feburar zu einem ersten kräftigen Kursrückgang. Auslöser dieses Rückgangs waren Kurskorrekturen an der Börse in Shanghai aufgrund von Befürchtungen über wirtschaftsdämpfende Maßnahmen der chinesischen Regierung. Hinzu kamen wachsende Sorgen über die weltweite Konjunkturentwicklung und erste Anzeichen für erhöhte Ausfälle bei Hypothekardarlehen in den USA. Die internationalen Aktienmärkte konnten sich von diesem Rückschlag, getragen von anhaltend positiven Unternehmensergebnissen sowie zahlreichen Übernahmen und Fusionen, rasch erholen. Bis Mitte Juli erreichten viele Börsenindizes neue Rekorde oder zumindest mehrjährige Höchst stände. Zwischen Mitte Juli und Mitte August kam es allerdings an allen wichtigen Aktien märkten zu einem zweiten deutlichen Kursrückgang. Die Verluste waren primär auf die Krise am US-Hypothekenmarkt (Subprime-Krise) zurückzuführen. Als Reaktion auf die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten senkte die US-Notenbank Fed überraschend den Leitzins, die Europäische Zentralbank EZB verzichtete auf eine für September von vielen Analysten erwartete Zinserhöhung. Darauf reagierten die Aktienmärkte mit deutlichen Kursanstiegen – viele Indizes konnten zwischen Mitte und Ende Oktober ihre Jahreshöchststände wieder erreichen und teilweise übertreffen. Anfang

November kam es an den internationalen Aktienmärkten zu einem dritten Kursrutsch. Die Gründe dafür waren vielfältig: Das wahre Ausmaß der US-Hypothekenkrise wurde immer deutlicher. Fast täglich gab es neue Meldungen über massiven Abschreibungsbedarf bei den Banken. Belastend auf die Märkte wirkte auch der hohe Ölpreis, der mehrmals nur knapp an der 100-Dollar-Marke/Barrel schei terte. Auch der schwache Dollar führte zu großer Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten. Ende November konnten sich die Märkte allerdings auch von diesem Rückschlag erholen und die Mehrzahl der Börsen konnte trotz eines turbulenten Jahres eine knapp positive Entwicklung aufweisen.

Der New Yorker Aktienindex Dow Jones Industrial konnte einen Anstieg von 6,4 % verzeichnen. Er ist damit etwa doppelt so stark gestiegen wie der marktbreitere S&P-500-Index, was die Anlegerpräferenz für Large Caps widerspiegelt. Diese Präferenz der Investoren hat 2007 auch den Euro Stoxx 50 beflügelt, der um 6,8 % – und damit stärker als die meisten (west-)europäischen Börseindizes – zugelegt hat. Nach einem besonders schwachen zweiten Halbjahr schloss der japanische Börseindex Nikkei 225 das Gesamtjahr 2007 mit einem Minus von 11,1 %. Die Zurücknahme der Risikoneigung hat die Emerging Markets 2007 weit weniger beeinflusst als dies bei vergleichbaren Ereignissen in der Vergangenheit der Fall war. Besonders gut entwickelt haben sich die Kurse an den chinesischen Börsen, aber auch an Bör sen in ölexportierenden Ländern. Ein insgesamt gutes Jahr, mit deutlichen Kursgewinnen im ersten und einer Seitwärtsbewegung im zweiten Halbjahr, haben die Börsen der mittel-osteuropäischen Länder gezeigt: Der Osteuropaindex CECE ist – in Euro berechnet – im Jahr 2007 um 10,0 % angestiegen.

Der Wiener Leitindex ATX konnte mit einem Plus von 1,1 % eine knapp positive Kursperformance erzielen. Nicht zuletzt aufgrund der Dominanz von Mid und Small Caps unter den in Wien notierten Unternehmen konnte der ATX die Performance des Euro Stoxx 50 nicht erreichen. Der österreichische Aktienmarkt wurde im ersten Halbjahr durch gute Volkswirtschafts- und Unter nehmensdaten sowie durch Unternehmensübernahmen beflügelt. Nachdem am 9. Juli 2007 der Wiener Börseindex ATX noch mit einem neuen Allzeithoch schließen konnte (4.981,87 Punkte), fiel der Kurs – im internationalen Gleichklang – deutlich. Besonders betroffen von den Kursverlusten waren die nicht im ATX enthaltenen, aber an der Wiener Börse ein Schwergewicht darstellenden Immobilienaktien. Deren Kursrückgänge haben die Stimmung an der Börse negativ beeinflusst. Ein zudem negativer News flow bei einzelnen Titeln hat in der zweiten Jahreshälfte ebenfalls dazu beigetragen, dass die Ge winne der ersten sechs Monate weitgehend wieder abgegeben werden mussten.

VERBUND-AKTIE

Die Verbund-Aktie schloss im Jahr 2006, nach einer positiven Performance von 34,2 %, mit einem Kurs von 40,4 €. Zu Beginn des neuen Handelsjahres kam die Verbund-Aktie durch Gewinnmitnahmen

PERFORMANCE ATX +1,1%

JAHRESPERFORMANCE +18,5%

unter Druck und fiel innerhalb weniger Tage auf 37,6 €. Nach der Veröffentlichung des besten Er geb nisses der Unternehmensgeschichte kam es zu einem weiteren deutlichen Kursrückgang – das Jahres ergebnis lag unter den Erwartungen der Analysten. Auch der Kurseinbruch an der Shanghaier Börse belastete die Verbund-Aktie. Zum Ende des Quartals konnte sich die Aktie allerdings wieder etwas erholen und schloss bei 33,6 €. Die Performance im Quartal 1/2007 betrug –17,0 %. Im Quartal 2/2007 konnte die Verbund-Aktie einen Großteil der Verluste aus dem Quartal 1/2007 wettmachen. Aus schlag gebend dafür waren im Wesentlichen die über den Erwartungen der Analysten liegenden Ergebnisse zum Quartal 1/2007. Die Aktie konnte in der Woche der Ergebnisveröffentlichung um über 10 % zulegen. Per 30. 06. 2007 lag der Kurs bei 37,9 €. Mit einer positiven Performance von 12,9 % entwickelte sich die Verbund-Aktie somit im Quartal 2/2007 deutlich besser als der ATX und der Branchenindex DJ STOXX Utilities. Die Performance im ersten Halbjahr 2007 lag bei –6,3 %. Nach einer Seitwärtsbe we g ung zu Beginn des dritten Quartals kam die Verbund-Aktie – bedingt durch die »Subprime-Krise« – zwischen Mitte Juli und Mitte August deutlich unter Druck. Die Verbund-Aktie konnte sich allerdings sehr rasch wieder erholen und vor allem im September deutliche Kurszuwächse verzeichnen. Per 30. 09. 2007 schloss die Aktie mit einem Kurs von 40,4 € exakt auf dem Stand von Ende 2006. Die Performance im Quartal 3/2007 betrug somit 6,7 %. Im Quartal 4/2007 konnte die Verbund-Aktie trotz der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten um beachtliche 18,5 % an Wert zulegen. Dieser massive Anstieg konnte im Wesentlichen durch die steigenden Primärenergiepreise – vor allem bei Öl und Kohle – und den damit einhergehenden Anstieg der Großhandelspreise für Strom begründet werden. Auch die im Quartal 4/2007 sehr gute Wasserführung wirkte sich positiv auf die Kursentwicklung aus. Unterstützend auf die Aktie wirkten auch die positiven Berichte der Investmentbanken, die ihre Erwartungen für die Großhandelspreise für Strom für die kommenden Jahre an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst haben. Speziell »umweltfreundliche Erzeuger« werden von den Ana lysten sehr positiv gesehen. Zum Jahresende schloss die Verbund-Aktie mit einem Kurs von 47,9 € und einer positiven Performance im Jahr 2007 von 18,5 %. Die Verbund-Aktie entwickelte sich damit auch 2007 deutlich besser als der ATX und besser als der Branchenindex DJ STOXX Utilities.

AKTIONÄRSSTRUKTUR UNVERÄNDERT

Der Verbund weist ein Grundkapital von 308.200.000 € aus, das sich auf insgesamt 308.200.000 Aktien verteilt. 51 % der Aktien befinden sich im Besitz der Republik Österreich, 49 % sind an der Börse notiert. Großaktionäre sind die EVN AG und die Wiener Stadtwerke Holding AG mit je > 10 % sowie die TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG mit > 5 %. Die restlichen < 24 % befinden sich im Streubesitz. Die Verbund-Aktie notiert an der Wiener Börse. Außerdem kann sie in Frankfurt, an deutschen Regionalbörsen, in London und in den USA über ein American Depositary Receipt erworben werden.

UMSATZ UND MARKT - KAPITALISIERUNG DEUTLICH HÖHER

HÖHERE DIVIDENDEN - AUSSCHÜTTUNG GEPLANT Der Börsenumsatz in Verbund-Aktien erreichte einen Wert von 6.180,4 Mio. €. Durchschnittlich wurden im Berichtsjahr täglich 665.119 Aktien gehandelt. Der sich aus der Marktkapitalisierung ergebende Gesamtwert des Unternehmens betrug 14.756,6 Mio. €, die Gewichtung im ATX 5,4 %.

Für das Geschäftsjahr 2007 wird der Hauptversammlung am 26. 03. 2008 eine Dividendenerhöhung um 20 % von 0,75 €/Aktie auf 0,90 €/Aktie vorgeschlagen. Damit erhöht der Verbund die Dividenden aus schüttung bereits zum siebenten Mal in Folge. Die Pay-out-Ratio (Ausschüttungsrate) beträgt 47,89 %, die Dividendenrendite bezogen auf den Aktienkurs am 31. 12. 2007 1,88 %.

AKTIENKENNZAHLEN

EINHEIT 2007 2006 2005 2004
HÖCHSTKURS* 49,95 41,58 30,13 16,56
TIEFSTKURS* 31,21 30,05 16,39 9,29
LETZTKURS* 47,88 40,42 30,13 16,39
PERFORMANCE % 18,46 34,15 83,83 77,00
MARKTKAPITALISIERUNG MIO. € 14.756,62 12.457,44 9.286,07 5.051,40
GEWICHTUNG ATX % 5,36 4,59 4,57 3,99
UMSATZ WERT MIO. € 6.180,40 5.500,65 1.830,90 761,61
UMSATZ STÜCK/TAG* STÜCK 665.119 592.491 318.220 225.270
GEWINN/AKTIE* 1,88 1,63 1,13 0,76
CASHFLOW/AKTIE* 2,62 2,45 2,21 1,42
BUCHWERT/AKTIE* 8,68 7,44 6,18 5,19
KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS X 25,48 24,86 26,59 21,45
KURS-CASHFLOW-VERHÄLTNIS X 18,27 16,52 13,65 11,51
KURS-BUCHWERT X 5,52 5,43 4,87 3,16
VORGESCHLAGENE DIVIDENDE/AKTIE* 0,90 0,75 0,50 0,30
DIVIDENDENRENDITE % 1,88 1,86 1,66 1,83
AUSSCHÜTTUNGSRATE % 47,89 46,13 44,12 39,26
EV/EBITDA X 15,28 14,39 15,75 12,88

* DER AM 23. 05. 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1 : 10 IST BERÜCKSICHTIGT

INVESTOR RELATIONS

Der Schwerpunkt der Investor-Relations-Tätigkeit des Verbund liegt in der umfassenden, transparenten und zeitgleichen Kommunikation mit Analysten und Investoren. In diesem Sinne wurde die Investor-Relations-Arbeit 2007 neuerlich intensiviert und weiter ausgebaut. Das Management kommunizierte im Rahmen von umfangreichen Road-Shows in Europa und den USA die erzielten Ergebnisse sowie die strategischen Ziele des Unternehmens. Der Kapitalmarkt honorierte wie schon in den vergangenen Jahren die exzellente Positionierung des Verbund im europäischen Strommarkt. Die Analysten der Investmentbanken beurteilten den Konzern durchwegs positiv. Seitens der Investoren bestand anhaltend starkes Kaufinteresse, das auch maßgeblich für die hervorragende Aktienperformance des Verbund war.

Neben den bereits in regelmäßigen Abständen erscheinenden Research-Berichten großer Investment häuser und den Rating-Berichten der Agenturen Moody's und Standard & Poor's wurde die Verbund-Aktie 2007 zusätzlich von der Citigroup, der Capital Bank, der Credit Suisse und Landsbanki Kepler gecovert. Folgende Investmenthäuser veröffentlichen regelmäßig Research-Berichte über den Verbund:

  • Capital Bank (Martin Michalky) Citigroup (Lauren Thorpe)
  • Credit Suisse (Christopher Kuplent) Deutsche Bank (Roland Neuwirth)
  • Landsbanki Kepler (Ingo Becker) Merrill Lynch (Simon Flowers)
  • Raiffeisen Centrobank (Teresa Schinwald) Sal. Oppenheim (Stephen Wulf)
  • Société Générale (John Honoré) UniCredit (Harald Weghofer)

  • Erste Bank (Christoph Schultes) Goldman Sachs (Deborah Wilkens)

  • Natixis Securities (Philippe Ourpatian) Oddo Securities (Grégory Deschamps)

AUSBAU INVESTOR-RELATIONS-ARBEIT

UMFASSENDES INTERNATIONALES RESEARCH

LAGEBERICHT MARKT UND BRANCHE

EUROPÄISCHES UMFELD

In Europa setzt sich der Konzentrationsprozess in der Energiewirtschaft fort: Die fünf größten Energie versorger der EU-27 haben bereits einen Marktanteil von etwa 65 %. Einschätzungen von Experten zufolge ist die Konsolidierung auf diesem Markt noch lange nicht zu Ende. Durch diese Tendenzen hat die Wettbewerbsintensität vor allem in kleinteiligeren Kundensegmenten deutlich abgenommen. Aus diesem Grund gaben die Staaten der Europäischen Union ein Bekenntnis zu mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt ab. Insbesondere wird eine stärkere Entflechtung der vertikal integrierten Energiekonzer ne angestrebt, die sowohl Übertragungsnetze besitzen als auch in Produktion und Verteilung gegenüber Endkunden tätig sind.

Im März 2007 setzte sich die EU die drei »20-Prozent-Ziele«: Bis zum Jahr 2020 sollen der Ausstoß der Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 um 20 % reduziert, der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix auf 20 % gesteigert und die Energieeffizienz um 20 % erhöht werden.

PREISE, NACHFRAGE UND KAPAZITÄTEN

STROMMARKT

Die wichtigsten europäischen Börsen für den Stromhandel sind die deutsche EEX, die Nordpool für die skandinavischen Länder sowie die Powernext in Frankreich und die italienische GME. Deutschland, Österreich, die Schweiz und auch Frankreich und Belgien bilden mittlerweile eine homogene Preiszone.

Die Preisentwicklung verlief an der Powernext etwa auf gleichem Niveau wie an der EEX, der kontinentaleuropäischen Leitbörse. An der Nordpool lagen die Preise etwas niedriger, an der italienischen GME deutlich höher. Alle Börsen konnten aber im Jahresdurchschnitt 2007 gegenüber 2006 ein Sinken der Spotmarktpreise (Base) verzeichnen (EEX –25 %, Nordpool –25 %, Powernext –17 %, GME –7 %).

Am Spotmarkt kamen preisdämpfende Effekte durch den massiven Verfall der CO2-Emmissions zertifikatpreise für die erste Zuteilungsperiode sowie durch das milde Winterwetter zu Jahresanfang zum Tragen. Die maximale Tagesnotierung des Base-Spotpreises lag 2007 bei 159,0 €/MWh. Das ist deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres mit 301,5 €/MWh. Die höchste Stundennotierung wurde am 15. 11. 2007 in der Stunde 18 mit einem Wert von 821,9 €/MWh verzeichnet, im Vergleich dazu lag dieser Spitzenwert am 07. 11. 2006 bei 2.436,6 €/MWh.

Am Terminmarkt war ein ähnlicher Preisverfall nicht zu verzeichnen, dort vollzogen die Preise im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung. Der Jahresdurchschnittspreis für das Front Year Base lag 2007 mit 55,8 €/MWh um 1,5 % über dem Wert des Vorjahres. Die Notierungen für das Front Year Peak lagen im Jahresdurchschnitt mit 79,3 €/MWh rund 2 % unter dem Wert von 2006.

PREISANSTIEG BEI PRIMÄRENERGIE

Der Ölpreis wird seit Jahren vom steigenden weltweiten Verbrauch in die Höhe getrieben: Vor allem der Boom in China führt dort zu einer gewaltigen Nachfrage. Zugleich halten zahlreiche geopolitische

Risiken den Ölpreis auf einem hohen Niveau – so die Spannungen zwischen dem Westen und dem Groß-Förderer Iran, Unruhen und Attentate im Irak, Rebellenangriffe auf Pumpanlagen in Nigeria. Hinzu kommt der generell höhere Öl-Verbrauch in den Wintermonaten.

Im Jahr 2007 kletterte der Preis für Rohöl der Sorte Brent bis auf 95,76 USD/bbl (23. 11. 2007).

Die Erdgaspreise am Terminmarkt entwickelten sich im Jahresverlauf 2007 ähnlich wie die Rohölpreise. Am Spotmarkt waren die Auswirkungen des milden Winters deutlich zu spüren. Der Durchschnittspreis für Erdgas (Lieferung Zeebrügge) lag mit 14,95 €/MWh um rund 31 % unter den Vorjahreswerten.

Einen deutlichen Preisanstieg unter den Primärenergieträgern verzeichnete Steinkohle. Die Spotmarkt-Preise auf Dollarbasis stiegen um 90 % gegenüber dem Jahresende 2006. Gründe dafür waren die hohe Nachfrage aus Asien und die geringeren Liefermengen aus Australien.

Der CO2-Markt hat sich im Laufe seiner ersten Handelsperiode von 2005 bis 2007 zu einem bedeutenden Faktor auf den Energiemärkten entwickelt. Für den Strommarkt ist der CO2-Handel nach den Primärenergiepreisen bereits die zweitwichtigste Determinante bei der Preisbildung.

Die Preisentwicklung für die European Union Allowances (EUA) verzeichnete in der ersten Handels periode einen turbulenten Verlauf. Zu Beginn der Periode, Mitte des Jahres 2005, stiegen die Preise auf knapp 30 €/t. Gegen Ende der Handelsperiode verfiel der Preis um nahezu 100 % auf 0,02 €/t. Die Zertifikate für die zweite Handelsperiode 2008–2012 pendelten sich am letzten Handelstag des Jahres 2007 bei 22 €/t (für 2008) bzw. 25 €/t (für 2012) ein. Die Preisentwicklung für diese zweite Handels periode ist vor allem durch die deutliche Verknappung der Gratis-Emissionszertifikate zu erklären. Die nationalen Allokationspläne sehen ab 2008 zum Teil erhebliche Kürzungen bei den kostenlosen staat lichen Zuteilungen vor.

CO2-MARKT

STROMNACHFRAGE Laut E-Control soll sich in Österreich mittelfristig das Stromverbrauchswachstum fortsetzen. Dabei
wird für Österreich bis 2016 mit einem jährlichen Strombedarfswachstum von 1,7 % gerechnet.
In den neuen EU-Staaten ist aufgrund des wirtschaftlichen Aufholbedarfs von einem höheren
Verbrauchswachstum von bis zu 6 % auszugehen.
2007 wurde allerdings der Stromabsatz in vielen europäischen Ländern durch den milden Winter
2006/2007 beeinflusst. Auch in Österreich sank der Verbrauch in den ersten vier Monaten des Jahres
2007 um 3,2 %, ab Mai kam es aber bereits wieder zu Zuwächsen.
REGULATORISCHE
VORHABEN DER EU
Neben den bereits erwähnten »20-%-Zielen« hat die Europäische Kommission 2007 die Nationalen
Allokationspläne für die zweite Handelsperiode (2008 bis 2012) geprüft und um durchschnittlich 6,4 %
gekürzt. Der österreichische Allokationsplan II ging von einer kostenlosen CO2-Zuteilungsmenge von
32,8 Mio. t/Jahr aus, die von der Europäischen Kommission auf 30,7 Mio. t/Jahr gekürzt wurde (–7,6 %).
Für die österreichische Elektrizitätswirtschaft bedeutet das eine verschärfte Ausgangslage für die kom
mende Periode 2008 bis 2012. Der österreichischen Elektrizitätswirtschaft wurden Gratiszertifikate im
Ausmaß von 7,7 Mio. t/Jahr zugeteilt. Gegenüber den prognostizierten Emissionen hätten die Stromver -
sorger nach dem eingereichten NAP II jährlich 3,7 Mio. Tonnen einsparen müssen, jetzt sind es 4,2 Mio.
Tonnen. Die Reduktionsverpflichtung liegt somit bei mehr als einem Drittel des aktuellen Ausstoßes, im
Vergleich dazu muss die Industrie lediglich ein Fünftel einsparen.
KONZENTRATIONSWELLE
HÄLT AN
Auf Unternehmensebene schreitet die Konzentration in Europa voran. 1999 kamen die fünf größten
Utilities in der EU-27 auf einen Anteil am Stromabsatz von 45 %. Heute liegt ihr Anteil bei etwa 65 %.
Zu Beginn des Jahres 2007 übernahm die spanische Iberdrola den britischen Stromlieferanten Scottish
Power. Die italienische Enel und der spanische Mischkonzern Acciona kauften sich im Herbst 2007 bei
der spanischen Endesa ein, nachdem sie sich monatelang einen erbitterten Übernahmekampf mit der
deutschen E.ON geliefert hatten.
Die jüngste Fusion von Gaz de France (GdF) und Suez, die im September des Jahres bekannt gegeben
wurde und über die mehr als eineinhalb Jahre verhandelt worden war, zeigt, wie breit Super-Utilities
künftig aufgestellt sein werden. Solche Unternehmen sind nicht nur auf Gas oder nur Strom konzentri
ert, sondern betreiben beide Geschäfte gemeinsam.

ÖSTERREICH

ERNEUERBARE ENERGIEN UND ENERGIEEFFIZIENZ

Das im Jänner 2007 veröffentlichte Regierungsprogramm setzt klare Ziele im Bereich der Energie. Der Anteil an erneuerbarer Energie soll bis 2010 auf mindestens 25 %, bis 2020 auf 45 % am Gesamt energieverbrauch steigen. Bei der Stromerzeugung soll der erneuerbare Anteil bis 2010 sogar auf 80 % erhöht werden. Zur optimalen Nutzung der Wasserkraft soll ein Masterplan erstellt werden.

Fortschritte soll es weiters durch eine Vielzahl von Maßnahmen, zum Beispiel durch einen Energie-Check aller österreichischen Haushalte, auch im Bereich der Energieeffizienz geben. Ziel ist es, die Effizienz der eingesetzten Energie um mindestens 5 % bis 2010 bzw. 20 % bis 2020 zu verbessern.

Ein neues Ökostromgesetz soll der Stromproduktion aus Wind, Sonne oder Biomasse neuen Schwung verleihen. Bis 2015 soll der Anteil von Strom aus Ökoanlagen inklusive Kleinwasserkraft auf 15 % der an Endkunden abgegebenen Strommenge angehoben werden. Der Ende November 2007 in Begut -

achtung gegangene Novellierungsentwurf sieht dafür unter anderem die Verlängerung der Tariflauf zeiten auf 15 Jahre und die Erhöhung der jährlich neu hinzukommenden Fördermittel von bisher 17 auf 21 Mio. € vor. Darüber hinaus soll der verbindliche Schlüssel, der die Mittel auf die einzelnen Technologien aufteilt, entfallen. Ausgenommen davon ist die Photovoltaik, für die weiterhin bis zu 10 % der Mittel zur Verfügung stehen. Nach dem sechswöchigen Begutachtungszeitraum wird Anfang 2008 die Regierungsvorlage präsentiert werden.

In Österreich ist bis 2016 ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 4 Mrd. € in den Neubau, die Sanierung oder den Ausbau von Kraftwerken geplant. Dadurch wird die derzeit installierte Leistung von 19 GW um 40 % auf knapp 27 GW steigen. Im Detail sieht dies die Errichtung von 23 Kraftwerkspro jekten mit einer Gesamtkapazität von 7,8 GW vor (2,2 GW Wasser; 4,3 GW thermisch, primär Gas; 1,3 GW erneuerbare Energieträger, vor allem Wind und Biomasse).

Nach diesen Investitionen ab 2016 sieht die Regulierungsbehörde E-Control in ihrer Versorgungssicher heitsstudie von November 2007 die Notwendigkeit von weiteren Kraftwerksinvestitionen, damit bei wachsendem Stromverbrauch die Versorgungssicherheit weiterhin aufrecht erhalten werden kann.

PERSPEKTIVEN FÜR DEN ENERGIEMARKT

Die Weltwirtschaft expandierte 2007 erneut kräftig. Allerdings haben sich die Konjunkturrisiken infolge der US-Immobilienkrise und der Finanzmarktturbulenzen verstärkt. In den Industrieländern war eine Verlangsamung des Wachstums zu verzeichnen. Demgegenüber setzte sich die starke Expansion in den Schwellenländern fort.

In Europa blieb die konjunkturelle Grundtendenz solide, wenngleich in abgeschwächter Form. Das reale Wirtschaftswachstum betrug nach der Prognose der EU-Kommission 2,9 % in der EU-27 und 2,6 % im Eurogebiet. Das Wirtschaftswachstum stützte sich dabei vor allem auf die lebhafte Investitionstätigkeit. Auch zeigte sich die Industriekonjunktur in robuster Verfassung.

Die österreichische Wirtschaft wuchs laut WIFO im Jahr 2007 um real 3,4 % und damit erneut deutlich stärker als jene im Euroraum und in der EU-27. Die dynamische Konjunktur wurde dabei vom Export getragen und erfasste auch die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen. Das hohe Wachstum beschleunigte den Anstieg der Beschäftigungszahlen.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern hat nicht nur im österreichischen Regierungs pro gramm einen beachtlichen Stellenwert, sondern gewinnt in der gesamten Energiebranche zunehmend an Bedeutung.

In Deutschland bestehen bereits Windkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 20.600 MW. Dies ist mehr als die gesamte österreichische Kraftwerksleistung. Deutschland sieht vor allem im Offshore-Be reich noch großes Potenzial und plant sogar, die Leistung noch zu verdoppeln. Das Leitszenario 2007 des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geht im Jahr 2020 von einem Beitrag der erneuerbaren Energieträger an der Strombereitstellung von 27 % aus, im Jahr 2030 scheinen mehr als 40 % erreichbar, im Jahr 2050 gar 77 %.

Der Verbund ist im Hinblick auf diese Entwicklung gut aufgestellt. Er erzeugte 2007 86 % seines Stroms aus Wasserkraft und wird in Zukunft über strategische Partnerschaften und Akquisitionen im In- und Ausland fokussiert in Projekte im Bereich weiterer erneuerbarer Energien investieren. Federführend dabei wird die 2007 gegründete VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP) sein.

VERSORGUNGSSICHERHEIT

KONJUNKTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN

ERNEUERBARE ENERGIEN IM FOKUS

GESCHÄFTSVERLAUF

HIGHLIGHTS

NEUERLICH SEHR GUTES ERGEBNIS ERWIRTSCHAFTET

Der Verbund-Konzern konnte unter den dargestellten Rahmenbedingungen im Jahr 2007 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Umsatzerlöse stiegen von 2.878,2 Mio. € im Jahr 2006 auf 3.038,3 Mio. €, das entspricht einem Zuwachs von 5,6 %. Besonders erfreulich ist die im Vergleich zum Umsatz überproportionale Verbesserung der Ertragskennzahlen. Das operative Ergebnis erhöhte sich von 806,5 Mio. € um 13,6 % auf 916,1 Mio. €. Das Konzernergebnis beträgt 579,2 Mio. € nach 501,1 Mio. € im Vorjahr, somit beträgt die Wachstumsrate 15,6 %. Der Economic Value added (EVA), die für den Verbund-Konzern steuerungsrelevante Kennzahl für die Wertschaffung, stieg im Geschäftsjahr 2007 um 15,3 % auf 405,8 Mio. €.

EINFLUSSFAKTOREN

Im Jahr 2007 wirkten vor allem folgende Einflussfaktoren auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Verbund:

  • Höhere Forwardpreise/Geringere Spotmarktpreise
  • Wasserführung unter langjährigem Durchschnitt

HÖHERE FORWARDPREISE/ GERINGERE SPOTMARKT - PREISE

Trotz des starken Rückganges der Spotmarktpreise konnte der Verbund seine durchschnittlichen

Forwardkontrakte Year Base 2007 lagen im Durchschnitt mit 55,0 €/MWh um rund 34 % über dem Vorjahresniveau (41,2 €/MWh). Der Durchschnittspreis für das Front Year Peak 2007 betrug im Handelsjahr 2006 81,0 €/MWh und war damit um 44 % höher als im Vorjahr (56,3 €/MWh).

Das Spotmarktpreisniveau war hingegen 2007 stark rückläufig. Die Preise für Bandenergie lagen um 25 % (2007: 38,0 €/MWh, 2006: 50,8 €/MWh), jene für Spitzenenergie um 23 % (2007: 56,2 €/MWh, 2006: 73,3 €/MWh) unter den Durchschnittspreisen von 2006. Das Quartal 1/2007 war durch die milde Witterung und eine hohe Auslastung der Windkraftanlagen geprägt. Demzufolge waren die Spotmarktnotierungen

QUELLE: EUROPEAN ENERGY EXCHANGE

an der EEX sowohl für Base- als auch Peak-Liefer ung en im Quartal 1/2007 deutlich unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahres zeitraumes. Beeinflusst durch den Preisverfall bei den Emissionszertifikaten blieben die Preise auch in den Quartalen 2/2007 und 3/2007 auf niedrigem Niveau, ehe sie im Quartal 4/2007 deutlich anzogen. Als Grund für diesen Anstieg kann eine Kältewelle einhergehend mit einer sehr windarmen Periode genannt werden. Darüber hinaus war die Angebotsseite durch die Stillstände der deutschen Kernkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Biblis geschwächt. Zusätzlich preistreibend wirkten Streiks in Frankreich.

Die Wasserführung der energiewirtschaftlich genutzten Flusssysteme lag 2007 unter dem langjährigen Durchschnitt. Da der Verbund 86 % seines Stroms in Wasserkraftwerken erzeugt, stellt dies einen wesentlichen Einflussfaktor auf das Ergebnis dar. Der Erzeugungskoeffizient, mit dem die Wasserfüh r ung gemessen wird, lag im Jahr 2007 mit 0,97 um drei Prozentpunkte unter dem langjährigen Durch schnitt der letzten 30 Jahre, jedoch um einen Prozentpunkt über dem Wert von 2006.

WASSERFÜHRUNG UNTER LANGJÄHRIGEM DURCHSCHNITT

Die Wasserführung ent wickelte sich im Jahres verlauf wie folgt: Das Quartal 1/2007 zeigte signifikant über den Er wartungswerten liegende Temperaturen. Infolge der sofort abflusswirksamen Nieder schläge lag der Erzeug ungskoef fizient im Quartal 1/2007 mit einem Wert von 1,02 über dem Normjahr. Aufgrund der geringen Schnee fälle im Winter fiel der Erzeugungskoeffizient nach der Schneeschmelze im Frühling und Früh sommer unter Regeljahresniveau und lag im Quartal 2/2007 bei 0,78. In den Sommermonaten führten hohe Tem pera turen und regionale extreme Trockenheit ebenfalls zu Werten unter der Norm. Der Sep tember war je doch von massiven Niederschlägen und deutlich unterdurchschnittlichen Tempe raturen geprägt. In Summe zeigte das Quartal 3/2007 eine leicht unterdurchschnitt liche Wasserführung (Er zeug ungs koef fizient: 0,98). Die Witterung im Oktober und November war signifikant durch Nord west wetterlagen mit Niederschlagsmengen, die vereinzelt über 250 % des Erwar t ung swertes lagen, gekenn zeichnet. Der Dezember wies wechselnde Niederschlagsverhältnisse auf. Ins gesamt zeigte das Quartal 4/2007 mit einem Erzeugungskoeffizienten von 1,18 eine deutlich überdurchschnittliche Wasser führung.

ERTRAGSLAGE

KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG (KURZFASSUNG) MIO. €

2005 2006 2007 ÄNDERUNG
UMSATZERLÖSE 2.134,4 2.878,2 3.038,3 5,6 %
OPERATIVES ERGEBNIS 527,0 806,5 916,1 13,6 %
KONZERNERGEBNIS 349,3 501,1 579,2 15,6 %
ERGEBNIS JE AKTIE (€) * 1,13 1,63 1,88 15,6 %

DIE FÜR DIE ERMITTLUNG DER KENNZAHLEN MASSGEBLICHEN BERECHNUNGSMODALITÄTEN SIND IM GLOSSAR ERLÄUTERT.

* DER AM 23. MAI 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1 : 10 IST BERÜCKSICHTIGT

UMSATZERLÖSE GESTIEGEN

Die Umsatzerlöse des Verbund-Konzerns stiegen gegenüber dem Vorjahr um 5,6 % auf 3.038,3 Mio. €.

STROMERLÖSE

Die Erlöse im Stromgeschäft konnten trotz schwacher Spotmarktpreise unter anderem aufgrund der in Vorperioden kontrahierten höheren Forward-Preise ausgeweitet werden. Positiv auf die Stromerlöse wirkte auch die im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Eigenerzeugung. Die hydraulische Erzeu -

UMSATZERLÖSE 2007 MIO. €
STROMERLÖSE 2.718,0
NETZERLÖSE 274,5
UMSATZERLÖSE SONSTIGE ERLÖSE 44,9
+5,6% EMISSIONSZERTIFIKATE
(SALES)
0,9

gung stieg im Wesentlichen aufgrund des vermehrten Speichereinsatzes um 467 GWh, während die thermische Erzeugung um 247 GWh zurückging. Im Detail stiegen die Stromerlöse von 2.535,8 Mio. € um 7,2 % auf 2.718,0 Mio. €.

Die Stromerlöse mit Endkunden (das sind Haus halte, Gewerbebetriebe sowie Industriekunden und deren Handelsunternehmen) stiegen – infolge des Rückkaufes der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) – um 54,6 Mio. €. Zuwächse in Höhe von 194,8 Mio.€ konnten im Absatz an Weiterverteiler erzielt werden. Hingegen waren die Stromerlöse mit Händlern leicht

Von den Stromerlösen wurden 10,9 % im Kundensegment Endkunden, 40,7 % im Segment Weiterver teiler und 48,4 % im Segment Händler erzielt. Über 63,0 % (Vorjahr: 66,4 %) der Stromumsätze wurden im Ausland lukriert, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

rückläufig.

NETZERLÖSE Die Netzerlöse stiegen von 268,2 Mio. €
um 2,3 % auf 274,5 Mio. €. Diese Umsatzsteigerung konnte
trotz Tarifkürzung en bei den Brutto- und Netto komponenten verzeichnet werden. Gründe dafür sind
im Wesentlichen der Anstieg der Umsätze bei Grenzkapazitätsauktionen sowie die Tarifer höhungen bei
der Verlustkompo nen te und den Systemdienstleistungen. Die verrechnungsrelevante, transportierte
Energiemenge im 220-/380-kV-Netz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % auf 19.029 GWh.

Die sonstigen Umsatzerlöse waren aufgrund des Preisverfalls der Emissionszertifikate stark rückläufig. In den sonstigen Umsatzerlösen werden die Erlöse aus dem Handel mit Emissionszertifikaten in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 31,4 Mio. €) erfasst. Diesen Umsatzerlösen stand ein Bezug von Emissions zertifi katen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 30,8 Mio. €) gegenüber. SONSTIGE UMSATZERLÖSE

Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen um 20,5 % auf 52,6 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen zurückzuführen. GERINGERE SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

STROMBEZUGSAUFWAND GESTIEGEN

Der Strombezugsaufwand stieg um 3,4 % auf 1.378,2 Mio. €. Haupteinflussfaktor dafür war der – bedingt durch den gestiegenen Absatz – um 4,9 % höhere mengenmäßige Fremdstrombezug. Die Eigen er zeug ung stieg in der Berichtsperiode durch den vermehrten Speichereinsatz um 0,8 % oder 220 GWh. Der Erzeugungskoeffizient lag in der Berichtsperiode bei 0,97 und damit um 3 % unter dem langjährigen Durchschnitt. Der deutliche Anstieg der Netzbezüge um 40,1 Mio. € auf 78,6 Mio. € war durch die weit über der Erwartung liegende Ausweitung des Endkunden geschäftes der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH (APS) sowie den Rückkauf der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) bedingt.

BRENNSTOFFEINSATZ AUF VORJAHRESNIVEAU

Der Brennstoffeinsatz und die sonstigen bezogenen Leistungen verringerten sich minimal um 0,2 % auf 98,6 Mio. €. Geringeren Aufwendungen für den Zukauf von Emissionszertifikaten standen höhere Aufwendungen für Steinkohle gegenüber. Der höhere Steinkohleaufwand ist auf eine höhere Stromer -

zeug ung im Kraftwerk Dürnrohr sowie auf deutlich gestiegene Kohlepreise zurückzuführen. Thermisch wurde im Jahr 2007 um 247 GWh weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Die geringere thermische Erzeugung resultierte aus der Schließung des Kraftwerks Voitsberg im Mai 2006.

Der Personalaufwand einschließlich des Aufwandes für Abfertigung und Altersversorgung sank im Ver gleich zum Vorjahr um 5,2 % auf 262,0 Mio. €. Während der laufende Personalaufwand um 5,7 % auf 219,8 Mio. € anstieg, führte der um 38,4 % auf 42,2 Mio. € reduzierte Aufwand für Abfertigung und Altersversorgung insgesamt zu einer deutlichen Entlastung. Erhöhend wirkte die kollektivvertragliche Anpassung der Löhne, Gehälter und Nebenkosten bei nahezu unverändertem Personalstand (2.441 Mitarbeiter; Vorjahr: 2.438 Mitarbeiter). Entlastend wirkte hingegen vor allem der Wegfall der im Vor jahr berücksichtigten Vorsorge für die Prämienerhöhung zur Krankenzusatzversicherung. Darüber hinaus wurde die aufwandserhöhende Wirkung der verbraucherpreisindizierten Anpassung der Pensionen durch die kapitalmarktorientierte Erhöhung des Abzinsungssatzes kompensiert. Die Neuberechnung der Vorruhestandsrückstellung unter Berücksichtigung der »Schwerarbeiterregelung« führte zu einer signifikanten Reduktion des Personalaufwands, während die geringe Performance der Pensionskasse den Personalaufwand im Jahr 2007 belastete.

%

PERSONALAUFWAND DURCH GERINGERE BILANZIELLE SONDER - EFFEKTE STARK ENTLASTET

AUFWENDUNGEN 2007

Die sonstigen betrieblichen Aufwendun gen sanken um 9,4 Mio. € auf 173,2 Mio. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf geringere Rechts- und Beratungsauf wen dungen sowie auf geringere Aufwend un g en für Kraftwerkspro jekte zurückzu führen. Die Werbeaufwen dun gen stiegen dagegen geringfügig an.

DEUTLICHE REDUKTION DER SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN

Auf Basis der oben beschriebenen Einfluss faktoren und Entwicklungen wurde das operative Ergebnis von 806,5 Mio. € um 13,6 % auf 916,1 Mio. € gesteigert.

ENTWICKLUNG OPERATIVES ERGEBNIS MIO. €

2005 2006 2007

Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich von –67,4 Mio. € auf –33,7 Mio. €.

Das Finanzierungsergebnis verbesserte sich um 3,2 % oder 3,5 Mio. €. Erstmalig wurden die den Komman ditgesellschaftern zuzurechnenden Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) (41,3 Mio. €; Vorjahr: 47,3 Mio. €) im Finanzier ungs ergebnis als Zins auf wand erfasst (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang). Dies führte aufgrund des rückläufigen Ergebnisses der ATP zu einer Verbesserung im Finanzier ungs ergebnis in Höhe von 6,0 Mio. €. Die Anleihe zinsen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig. Den Anleihe tilgungen des Vorjahres stand die im Juni 2007 erfolgte Begebung einer festverzinsliche Anleihe mit einem Nominale

FINANZERGEBNIS DURCH HÖHERE EQUITY-ERGEBNISSE VERBESSERT

OPERATIVES ERGEBNIS SIGNIFIKANT GESTEIGERT von 500 Mio. € gegenüber. Die Aufwandszinsen bei Kreditinstituten stiegen im Wesentlichen aufgrund von Neuaufnahmen bei der Europäischen Investi tionsbank (EIB) und der Oesterreichischen Kontrollbank AG deutlich an. Positiv wirkte sich hingegen die Zinssatzänderung bei der Drohverlustrückstellung der ATP aus. Das um die Fremdwährungseffekte und Anteile von konzernfremden Kommanditisten bereinigte Finanzierungsergebnis verbesserte sich ebenfalls geringfügig.

Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich deutlich um 77,0 % auf 54,9 Mio. €. Das Ergebnis der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen stieg um 28,6 Mio. € auf 51,8 Mio. €. Ursache dafür waren deutlich höhere Ergebnisse der STE WEAG-STEG GmbH und der Sorgenia SpA Group. Darüber hinaus entfielen bei der Bilan zierung des Anteils am KELAG-Konzern die im Vorjahr erfassten Auf wend ungen im Zusammen hang mit der Umstellung des KELAG-Konzerns auf IFRS. Negativ auf das Beteiligungsergebnis wirkte sich das At-Equity-Ergebnis der Poweo SA aus.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen konnte im Wesentlichen aufgrund höherer Erträge aus gestiegenen Wertpapierveranlagungen und gestiegenen Ausschüttungen um 6,3 Mio. € gesteigert werden.

Hauptursache für den Effektivsteuersatz in Höhe von 24,6 % (bei einem Körperschaftsteuersatz von 25 %) waren im Wesentlichen nicht steuerwirksame Beteiligungserträge der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen, denen die erstmals im Finanzierungsergebnis ausgewiesenen nicht steuerwirksamen Ergebnisanteile der Kommanditgesellschafter der ATP gegenüberstanden.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn (ohne Kommanditisten) nahmen, bedingt durch den hö heren Gewinn bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP), um 25,5 Mio. € auf 85,9 Mio. € zu.

BESTES KONZERNERGEBNIS DER UNTERNEHMENS - GESCHICHTE

Das Konzernergebnis nach International Financial Reporting Standards (IFRS) (Periodenergebnis, zuzurechnen den Aktionären des Mutter unternehmens) und damit das Ergebnis je Aktie stiegen um 15,6 % auf 579,2 Mio. € bzw. auf 1,88 €.

KONZERNERGEBNIS MIO. € 349,3 501,1 579,2

2005 2006 2007

VERMÖGENSLAGE

KONZERNBILANZ (KURZFASSUNG) MIO. €

2006 ANTEIL 2007 ANTEIL
AKTIVA 6.440,2 100 % 7.339,8 100 %
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 5.874,4 91 % 6.323,3 86 %
KURZFRISTIGES VERMÖGEN 565,8 9 % 1.016,5 14 %
PASSIVA 6.440,2 100 % 7.339,8 100 %
EIGENKAPITAL 2.292,7 36 % 2.674,6 37 %
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.039,1 47 % 3.680,0 50 %
KURZFRISTIGE SCHULDEN 1.108,4 17 % 985,2 13 %

Das langfristige Vermögen lag mit 6.323,3 Mio. € um 448,9 Mio. € über dem Vor jahreswert. Als Haupt grund dafür kann der am 31. 05. 2007 erfolgte Erwerb von 49,99 % der Anteile am türkischen Stromer zeug er EnerjiSA Enerji Üretim A.S. angesehen werden. Der Kaufpreis betrug 245,3 Mio. € und ist unter den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen erfasst. Weiters führten Kapitaler höhungen an Gesellschaften der Poweo Group sowie die Berücksichtigung der jährlichen Anteils ergebnisse zu einem Anstieg der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 256,0 Mio. € lagen deutlich über den Abschreibun gen. Die langfristigen Finanzanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens um 450,7 Mio. € auf 1.016,5 Mio. € war im Wesentlichen durch Geldmarktgeschäfte und einen deutlich höheren Bestand an liquiden Mitteln verursacht.

Das Eigenkapital stieg um 381,9 Mio. € auf 2.674,6 Mio. €. Die um geschlossene Bilanzpositionen aus den Cross-Border-Leasing-Transaktionen bereinigte Eigenkapitalquote beträgt damit 39,3 % nach 39,2 % zum Vorjahresstichtag. Der Ausweis der den Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Kapitalanteile (44,3 %) an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) erfolgte im Fremdkapital als Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern in der Position langfristige Finanzverbindlichkeiten. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen um 634,4 Mio. € auf 1.981,9 Mio. €. Am 25. 06. 2007 wurde von der voll konsolidierten VERBUND-International Finance B.V., der zentralen Finanzierungsgesellschaft des Verbund-Konzerns, eine festverzinsliche Anleihe mit einem Nominale von 500 Mio. € zum Ausgabekurs von 99,487 begeben. Die Anleihe wird von der Verbundgesellschaft garantiert. Die Laufzeit beträgt sieben Jahre, die Verzinsung 5,0 %. Darüber hinaus wurden im Jahr 2007 Aufnahmen in Höhe von 544,2 Mio. € und Rückzahlungen in Höhe von 430,9 Mio. € getätigt. Weiters wurden in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erstmals die den Kommanditgesell schaf tern zuzurechnenden Kapital- bzw. Ergebnisanteile der ATP in Höhe von 125,7 Mio. € (Vorjahr: 107,6 Mio. €) ausgewiesen. Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen sanken – im Wesent lichen bedingt durch geringere Steuerrückstellungen – um 7,2 % auf 1.041,3 Mio. €; die Finanzver bind lichkeiten – Cross Border Leasing um 6,7 % auf 604,6 Mio. € – und die übrigen lang- und kurz fristigen Verbindlichkeiten stiegen um 5,9 % auf 367,2 Mio. €. Insgesamt erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Schulden um 517,7 Mio. € auf 4.665,2 Mio. €.

Die Nettoverschuldung stieg, im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, um 74,4 Mio. € auf 1.763,4 Mio. €.

LANGFRISTIGES VERMÖGEN GESTIEGEN

EIGENKAPITAL DEUTLICH GESTÄRKT

FINANZVERBINDLICHKEITEN GESTIEGEN

NETTOVERSCHULDUNG GESTIEGEN

VERZINSLICHE NETTOVERSCHULDUNG (KURZFASSUNG) MIO. €
---------------------------------------------- -- --------
VERZINSLICHE NETTOVERSCHULDUNG 1.817,4 1.689,0 1.763,4
SONSTIGE –8,8 –13,1 –19,8
KURZFRISTIGE VERANLAGUNGEN 0,0 0,0 –245,8
WERTPAPIERE UND AUSLEIHUNGEN CROSS BORDER LEASING –1.037,4 –580,3 –537,8
WERTPAPIERE UND AUSLEIHUNGEN –237,8 –333,6 –371,8
KASSA/LIQUIDE MITTEL –29,7 –88,0 –330,1
VERZINSLICHE BRUTTOVERSCHULDUNG 3.131,1 2.704,0 3.268,8
SONSTIGE VERZINSLICHE SCHULDEN 43,8 61,6 67,2
VERZINSLICHE RÜCKSTELLUNGEN 681,2 684,7 651,5
KOMMANDITISTEN ZURECHENBARES KAPITAL 60,6 107,6 125,7
FINANZVERBINDLICHKEITEN CROSS BORDER LEASING 1.100,7 610,1 568,3
KURZ- UND LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 1.244,8 1.239,9 1.856,3
2005 2006 2007

FINANZLAGE

KAPITALFLUSSRECHNUNG (KURZFASSUNG) MIO. €

2005 2006 2007
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 680,5 753,9 807,6
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –83,2 –514,0 –646,6
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT –579,9 –181,5 81,1
VERÄNDERUNG KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL 17,4 58,3 242,2
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 31. 12. 29,7 88,0 330,1

CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT GESTIEGEN

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit stieg im Vergleich zum Vorjahr um 53,8 Mio. € auf 807,6 Mio. €. Der operative Cashflow konnte trotz deutlich höherer Ertragsteuerzahlungen im Wesentlichen aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Stromgeschäft gesteigert werden. Positiv wirkten darüber hinaus höhere Zuflüsse aus Beteiligungen sowie geringere Umsatzsteuerzahlungen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich um 132,5 Mio. € auf 646,6 Mio. €. Dies resultierte vor allem aus den gestiegenen Investitionen in Finanzanlagen, wie insbesondere dem Erwerb von 49,99 % der Anteile am türkischen Stromerzeuger EnerjiSA Enerji Üretim A.S. sowie höheren Investi tionen in die Poweo Group. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen um 48,2 Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich um 262,6 Mio. € auf 81,1 Mio. €. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Aufnahme von Krediten sowie auf die Begebung einer festverzins lich en Anleihe mit einer Nominale von 500 Mio. € zurückzuführen. Die Laufzeit der Anleihe beträgt sieben Jahre, die Verzinsung 5,0 %. Darüber hinaus reduzierten sich die Tilgungen von Anleihen und Krediten. Die Rückzahlungen kurzfristiger Aufnahmen stiegen hingegen deutlich an. Die Dividendenausschüt tung en stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 121,0 Mio. €.

DIE FÜR DIE ERMITTLUNG DER WE - SENT LICHEN KENNZAHLEN MASS - GEBLICHEN BERECHNUNGS MODALI - TÄTEN SIND IM GLOSSAR ERLÄUTERT.

WESENTLICHE STEUERUNGSRELEVANTE KENNZAHLEN

Die Kennzahlen des Verbund-Konzerns zeigen die hervorragende Ertragsentwicklung und die solide Bilanzstruktur. Das Unternehmen ist damit hervorragend für weiteres profitables Wachstum unter nachhaltigen Aspekten aufgestellt.

Bei der Berechnung von Kennzahlen eliminiert der Verbund die Effekte der Cross-Border-Leasing-Transaktionen, da es sich dabei um geschlossene Positionen auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz handelt.

WESENTLICHE STEUERUNGSRELEVANTE KENNZAHLEN

EINHEIT 2005 2006 2007
EBIT-MARGE % 24,7 28,0 30,2
NET GEARING % 95,4 73,7 65,9
ECONOMIC VALUE ADDED (EVA) MIO. € 201,8 351,9 405,8

Die EBIT-Marge, das Verhältnis von operativem Ergebnis zu Umsatzerlösen, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr erneut. Sie stieg von einem bereits sehr hohen Niveau von 28,0 % auf 30,2 %. Dieser Anstieg ist vor allem auf höhere Deckungsbeiträge aus dem Stromgeschäft zurückzuführen. Der Verbund liegt damit im Spitzenfeld der europäischen Versorgerwerte.

Durch den geringen Anstieg der verzinslichen Nettoverschuldung bei gleichzeitiger Erhöhung des Eigenkapitals verbesserte sich das Net Gearing von 73,7 % auf 65,9 %.

Der EVA konnte um 53,9 Mio. € auf 405,8 Mio. € verbessert werden und repräsentiert den Wertzu wachs, der für die Stakeholder erzielt wurde. Diese Kennzahl zeigt die Überrendite, die nach Abzug aller Kostenelemente, einschließlich risikoadjustierter Eigen- und Fremdkapitalkosten (WACC Konzern: 7,0 %) erwirtschaftet wird.

DIVIDENDE UND AUSSCHÜTTUNGSPOLITIK

Der für die Dividendenausschüttung maßgebliche Einzelabschluss der börsenotierten Verbundgesell schaft wurde nach den Vorschriften des österreichischen Unternehmensrechtes (UGB) erstellt. Der darin ausgewiesene Jahresüberschuss nach UGB beträgt 333,1 Mio. €. Nach Rücklagenveränderung ergibt sich ein Bilanzgewinn von 277,4 Mio. €.

Der Hauptversammlung wird daher die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 € je Aktie vorgeschlagen, das entspricht einer Steigerung von 20,0 % gegenüber dem Vorjahr. Entsprechend der Ausschüttungspoli tik plant der Verbund mittelfristig eine Pay-out-Ratio von 45–50 % des Kon zern ergebnisses beizubehalten, auch wenn in Zukunft die Investitio nen stark erhöht werden.

INVESTITIONEN

Die Investitionen betrugen insgesamt 710,7 Mio. € und lagen damit um 28,9 % über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Investitionen in at Equity bilanzierte Beteiligungen sowie auf höhere Investitionen in Sachanlagevermögen zurückzuführen. Von den Gesamtinvestitionen entfallen 256,0 Mio. € auf Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte sowie 454,7 Mio. € auf Investitionen in das Finanzanlagevermögen.

SACHANLAGEVERMÖGEN FINANZANLAGEVERMÖGEN IMMATERIELLES ANLAGEVERMÖGEN

EBIT-MARGE IM EUROPÄ - ISCHEN SPITZENFELD

NET GEARING WEITERHIN DEUTLICH UNTER 100 %

EVA ERNEUT DEUTLICH GESTEIGERT SIEHE AUCH »WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG« S. 62

Die größte Investition in Sachanlagevermögen betraf im Jahr 2007 das Speicherkraftwerk Limberg II. Für die kommenden Jahre ist mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Investitionen zu rechnen.

INVESTITIONEN IN SACHANLAGEVERMÖGEN MIO. €
KW KAPRUN LIMBERG II 62,8
380-KV-LEITUNG KAINACHTAL–SÜDBURGENLAND 20,4
KW GERLOS II 12,6
AUTOMATISIERUNG VON WASSERKRAFTWERKEN (AHP) 11,3
KW WERFEN/PFARRWERFEN 10,3
KW ASCHACH ERNEUERUNG HAUPTMASCHINEN 8,6
KW HIEFLAU ERWEITERUNG 8,5
UW SARASDORF 7,2
KW WALLSEE SCHLEUSENANLAGEN 7,0
220-KV-LEITUNG ERNSTHOFEN–BISAMBERG (GENERALSANIERUNG) 6,1
KW SALZA SPERRENERNEUERUNG 4,3
380-/110-KV-RESERVETRAFO 3,6
UW WIEN-SÜDOST UBH-NEU 3,5
380-KV-LEITUNG TAUERN-PONGAU-SALZACH-ST.PETER 3,2
UW WIEN-SÜDOST UMBAU DER 380-/220-KV-ANLAGE AUF FERNSTEUERUNG 3,0
EINZELINVESTITIONEN JEWEILS UNTER 3,0 MIO. € 77,0
SUMME 249,4

FINANZSTRATEGIE UND FINANZIERUNG

Die Finanzstrategie des Verbund-Konzerns ist auf fünf Säulen aufgebaut:

  • Bedarfsgerechte, zentrale Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften
  • Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsreserve
  • Erhaltung eines starken Single-A-Ratings
  • Erhaltung einer weitreichenden finanziellen Flexibilität
  • Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limits

Entsprechend dieser Strategie setzte der Verbund eine Reihe von Maßnahmen, die 2007 konsequent weiterentwickelt wurden.

ZENTRALE KONZERN - FINANZIERUNG DURCH DIE VERBUND-INTERNATIONAL FINANCE B.V.

SICHERSTELLUNG EINER ANGEMESSENEN LIQUIDITÄTSRESERVE

Im Jänner 2005 wurde eine Finanzierungsgesellschaft in Amsterdam, die VERBUND-International Finance B.V. (VIF) gegründet, um die gesamte mittel- und langfristige Finanzierung im Verbund-Konzern optimal zu bündeln. In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 wurden, soweit dies betriebs wirtschaftlich sinnvoll war, existierende Fremdmittel der Verbund-Tochtergesellschaften in die VIF übertragen. Künftig werden alle mittel- und langfristigen Finanzierungen für den Verbund-Konzern ausschließlich über die VIF, die unter der Garantie der börsenotierten Verbundgesellschaft steht, durchgeführt. Der kurzfristige Geldausgleich zwischen den Tochtergesellschaften des Verbund-Konzerns wird von der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) durchgeführt.

Der Verbund verfügt über einen hohen und stabilen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquiditätsreserve ist ein zentrales Element der Finanz -

strategie. Der Verbund-Konzern verfügt aufgrund seiner hohen Bonität über unkommittierte Kredit linien bei Banken in Höhe von 840 Mio. €. Zusätzlich verfügt der Verbund seit Jänner 2005 über einen in Europa breit gestreuten syndizierten Kredit in Höhe von 750 Mio. €, der im Jänner 2007 erneut um ein Jahr verlängert wurde und damit für weitere fünf Jahre bis 2012 zur Verfügung steht. Der syndizierte Kredit soll dem Konzern eine angemessene Liquiditätsreserve sichern und eine weitreichende Flexibi lität für mögliche zukünftige Akquisitionen gewähren. Der syndizierte Kredit wurde im Geschäftsjahr 2007 nicht ausgenutzt.

Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds.

Die Bonität eines Unternehmens bestimmt die Finanzierungskosten. Je besser die Bonität, desto einfacher ist der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten, desto breiter sind die Möglichkeiten der Fremdfinanzierung und desto kostengünstiger ist die Aufnahme von Fremdmitteln. Der langfristigen Absicherung des hohen Ratings des Verbund kommt vor allem nach den durch die Subprime-Krise in Amerika ausgelösten Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten noch höhere Bedeutung zu. Der Verbund-Konzern unterhält eine regelmäßige intensive Kommunikation mit den Rating-Agenturen Standard & Poor´s und Moody´s mit dem Ziel, langfristig ein starkes Single-A-Rating zu halten und damit günstige Finanzierungskonditionen am internationalen Kapitalmarkt zu erzielen. Der Verbund hält derzeit bei Standard & Poor´s ein A/stable outlook und bei Moody´s ein A1/stable outlook. Die hohe Bonität drückt sich in den günstigen Finanzierungskosten des Unternehmens aus.

Die Finanzierungsaktivitäten des Verbund werden konsequent nach den Richtlinien des bereits mehrmals prämierten Risk Management Treasury ausgerichtet. Dieses Risk-Management-System wird Jahr für Jahr weiterentwickelt und zählt im deutschsprachigen Raum zu den am weitesten entwickelten.

Hinsichtlich der Finanzkennzahlen lässt sich folgende positive Entwicklung dokumentieren:

FINANZKENNZAHLEN

EINHEIT 2005 2006 2007
ZINSAUFWAND INKL. WÄHRUNGSEFFEKTE MIO. € 166,8 149,5 140,2
ZINSAUFWAND EXKL. WÄHRUNGSEFFEKTE MIO. € 160,4 143,9 140,1
GROSS INTEREST COVERAGE* X 8,9 10,6 11,4
GROSS DEBT COVERAGE % 35,9 43,7 35,7

* EXKLUSIVE ERGEBNISANTEIL KONZERNFREMDER KOMMANDITGESELLSCHAFTER

Der Zinsaufwand inkl. Kurseffekte verringerte sich trotz hoher Fremdmittelaufnahmen um 6,2 % auf 140,2 Mio. €. Der Verbund hat in den vergangenen drei Jahren 1.100,4 Mio. € an Verbindlichkeiten getilgt.

Trotz der hohen Fremdmittelaufnahmen konnte die Gross Interest Coverage aufgrund des gestiegenen Cashflows auf 11,4 X erhöht werden. Die Gross Debt Coverage, die ein bereinigtes Operatives Ergebnis mit der verzinslichen Bruttoverschuldung in Beziehung setzt, verschlechterte sich hingegen durch die Fremdmittelaufnahmen geringfügig.

RATINGRELEVANTE KENNZAHLEN AUF HOHEM NIVEAU

LANGFRISTIGES ZIEL: STARKES SINGLE-A-RATING

OPTIMIERUNG DER RISIKOSTRUKTUR AUF BASIS VORGEGEBENER LIMITE

POSITIVE ENTWICKLUNG DER FINANZKENNZAHLEN

Der Verbund-Konzern weist per 31. 12. 2007 lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1.856,3 Mio. €1 (Vorjahreswert: 1.239,9 Mio. €) auf. Der Fair Value der Finanzverbindlichkeiten beträgt 1.858,2 Mio. € und zeigt, dass der Verbund-Konzern derzeit um 2,1 Mio. € schlechter finanziert ist als zu aktuellen Marktbedingungen. 91,7 % der Finanz verbindlichkeiten sind in Euro und 8,3 % in Japanischen Yen finanziert. Die durchschnittliche Verzins ung der Finanzverbindlichkeiten beträgt 4,2 %. Die Zinsreagibilität zeigt, dass 76,2 % der Finanzver bind lichkeiten fix und 23,8 % variabel verzinst sind. Die Duration des Finanzverbindlichkeiten port folios beträgt 2,8 Jahre, die durchschnittliche Restlaufzeit 5,1 Jahre. FINANZIERUNGSSTRUKTUR

Bezüglich der erforderlichen Angaben zu IAS 32 und IAS 39 wird auf den Anhang verwiesen.

1 BILANZWERT EXKLUSIVE FINANZVERBINDLICHKEITEN – CROSS BORDER LEASING UND EXKLUSIVE KOMMANDITISTEN ZURECHENBAREN KAPITALS.

Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich um 616,5 Mio. € auf 1.856,3 Mio. €. Der Hauptgrund dafür lag in Fremdmittelaufnahmen zur Finanzierung der steigenden Investitionen in Kraftwerke und des Ausbaus der Auslands-Joint-Ventures. FREMDMITTELAUFNAHMEN

Am 27. 03. 2007 nahm die VIF einen 10-jährigen Kredit bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Finanzierung des Speicherkraftwerks Limberg II auf. Der Kredit in der Höhe von 200 Mio. € weist eine variable Verzinsung auf Basis des 6-Monats-Euribor plus einer Marge von 9,9 Basispunkten auf.

Am 25. 06. 2007 begab die VIF einen 5 % 500 Mio. € Benchmark Bond mit einer Laufzeit von sieben Jahren. Der Bond konnte mit einem Spread von 20 Basispunkten auf den 7-Jahres-Mid-Swap abgeschlossen werden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf anwendungsorientierte innovative Forschungsprojekte mit dem Ziel der betrieblichen Verwertung und Umsetzung in den Kernbereichen des Verbund. Die F&E-Aktivitäten reichen von der technischen Weiterentwicklung von Anlagen, Verfahren und Produk ten bis hin zu ökologischen Fragestellungen.

Aus der Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Projekte sollen einige richtungweisende Projekte hervorgehoben werden:

• Die Stromerzeugung im Donaukraftwerk Aschach konnte durch neu berechnete Turbinenschaufeln mit optimierter Geometrie deutlich gesteigert werden.

• Im Rahmen eines EU-Pro jektes wurden Untersuchungen zur weiteren Hebung des traditionell hohen Sicherheitsstandards bei Dämmen und Talsperren durchgeführt.

• Neben Projekten zum Klimawandel, der immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rückt, wurden Initiativen zu Zukunftstechnologien im Bereich der Speicher ung von Energie sowie der ökonomischeren Nutzung der Übertragungsnetze gesetzt.

Insgesamt wurden im Jahre 2007 im Verbund 58 innovative und anwendungsorientierte Forschungs projekte bearbeitet, wovon 21 abgeschlossen wurden. Die Forschungsprojekte weisen ein Projekt volu men von insgesamt 29,1 Mio. € auf, woran der Verbund mit 20,4 Mio. € beteiligt ist. 2007 beliefen sich die Forschungsausgaben des Verbund auf 9,0 Mio. €. Im Rahmen seiner europäischen Kooperationen ist der Verbund an 9 EU-Projekten beteiligt.

Im Sinne einer offenen Kommunikationspolitik führte der Verbund drei Forschungsforen zu den Themen »Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Donaukraftwerk Aschach«, »Netze der Zukunft« und »Architektur im Verbund« mit der Verleihung des Forschungspreises VERENA durch.

AUSBLICK UND ZIELE

POSITIVER AUSBLICK 2008

Das Geschäftsjahr 2007 war für den Verbund trotz schwieriger Rahmenbedingungen wie eine unterdurchschnittliche Wasserführung und stark gesunkene Spotmarktpreise wieder ein sehr gutes Jahr. Die Gründe dafür lagen in der erfolgreichen Absicherungsstrategie der eigenen Erzeugungsmengen, der starken Stellung des Verbund im heimischen Strommarkt und in der hohen Diversifizierung und Internationalisierung der Handels- und Vertriebsaktivitäten. Zusätzlich hat der Verbund durch den erfolgreichen Ausbau seiner Auslands-Joint-Ventures in Italien, Frankreich und jüngst in der Türkei die Grundlage für zukünftiges Wachstum gelegt. Für das Geschäftsjahr 2008 erwarten wir weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung.

EUROPÄISCHE GROSSHANDELSPREISE AUF HOHEM NIVEAU

Im Quartal 4/2007 stiegen die Großhandelspreise für Strom in Europa erheblich an. Ein Hauptgrund für den Preisanstieg der Strompreise liegt in dem neuerlichen Preisschub der Primärenergieträger Öl, Gas und Kohle. Der Ölpreis hat am Jahres beginn 2008, getrieben durch die starke Nachfrage, aber auch durch geopolitische Unsicherheiten, die magische 100-USD/bbl-Grenze überschritten. Der Gaspreis folgt der Ölpreisentwicklung mit einer Zeitverschiebung von einigen Monaten. Der Kohlepreis ist im Geschäftsjahr 2007, getrieben von der starken Nachfrage aus China und Indien und von weltweiten Transportengpässen, um rund 90 % gestiegen. Derzeit gibt es keine Signale, die auf einen wesentlichen Rückgang der Primärenergiepreise in 2008 hinweisen. Dabei wird diese preistreibende Entwicklung im Euroraum noch durch den schwachen USD abgefedert.

Zusätzlich wirken sich die Preise der CO2-Zertifikate für die zweite Allokationsperiode 2008–2012, die sich auf einem Niveau zwischen 20 und 25 €/t eingeschwungen haben, preiserhöhend auf die Produk tionskosten der thermischen Stromerzeugungseinheiten in Europa aus.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, der die Großhandelspreise für Strom nach oben bewegt, liegt im starken Anstieg der Investitionskosten in neue Kraftwerksanlagen. Die Investitionskosten in ein neues Gas- oder Kohlekraftwerk haben sich aufgrund der starken weltweiten Nachfrage nach neuen Er zeu gungskapazitäten in den vergangenen zwei Jahren dramatisch erhöht. Durch den hohen Druck in neue Erzeugungsanlagen zu investieren ist eine Abkühlung dieser Entwicklung zumindest kurzfristig nicht zu erwarten.

Die Großhandelspreise für Strom am deutschen Terminmarkt lagen daher Ende 2007 für das Geschäfts jahr 2008 über 60 €/MWh für Grundlaststrom und bei über 80 €/MWh für Spitzenlaststrom. Auch die Spotmarktpreise am Beginn 2008 lagen wieder deutlich über dem schwachen Niveau der Quartale 2 und 3/2007. Der Verbund hat am Ende des Geschäftsjahres 2007 bereits 65 % seiner Eigener zeugung für 2008 zu deutlich höheren Vertragspreisen als in 2007 verkauft.

Die europäische Union hat im Zuge der Verhandlungen zur Zuteilung der Emissionszertifikate eindeutig signalisiert, dass sie im Sinne eines umfassenden Klimaschutzes am Ziel festhält, die CO2- Emissionen in Europa nachhaltig zu senken. Daher hat die europäische Kommission die nationalen Alloka tions pläne der Mitgliedsstaaten für die zweite Allokationsperiode massiv gekürzt und damit eine weitere Verknappung der Zertifikate bewirkt. Die Verknappung führte in Folge zu einem Anstieg der Termin preise für CO2-Zertifikate für die zweite Allokationsperiode. Das Preisband für CO2-Zertifikate, die im Falle einer Unterdeckung von Unternehmen zugekauft werden müssen, lag durchgängig zwi schen 20 und 25 €/t.

Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2007 ein Investitionsprogramm von 6,7 Mrd. € bis 2015 zum Ausbau von Erzeugungskapazitäten und Stromnetzen im In- und Ausland beschlossen. Davon entfallen rd. 40 % der geplanten Investitionen auf das Inland und 60 % auf das Ausland. Im Inland liegt der Fokus auf dem Ausbau der Wasserkrafterzeugung und des Hochspannungsnetzes. Im Ausland liegt der Fokus auf dem Ausbau der bestehenden Joint-Ventures in Italien, Frankreich und in der Türkei bzw. auf neuen Projekten im südosteuropäischen Raum. Diese Projekte sollen zukünftig in einer eigenen Tochtergesellschaft der Verbundgesellschaft, der Verbund International, gebündelt werden. Zusätzlich hat der Verbund Mittel für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der Windkraft in Österreich und in Europa, reserviert.

Das geplante Investitionsprogramm wird nur unter wertschaffenden Kriterien realisiert. Innerhalb des Verbund-Konzerns wird jedes potentzielle Investitions- oder Akquisitionsobjekt nach seinem Wertbeitrag analysiert und nur dann realisiert, wenn es einen Return erwirtschaftet, der über dem WACC liegt. Für den Konzern wurde ein WACC von 7 % definiert, je nach Wertschöpfungsstufe bzw. nach Zielland wurden die WACC für die Segmente angepasst. Ein weiteres wesentliches Kriterium für die geplanten Investitionen ist das klare Bekenntnis des Unternehmens, das starke Single-A-Rating zu behalten. Aufgrund der jüngsten Kapitalmarktturbulenzen im Zuge der Subprime-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Erhaltung eines A-Ratings für jedes Unternehmen ist.

Im Geschäftsjahr 2008 plant der Verbund auch eine weitere Marktanteilserhöhung im heimi schen Endkundenmarkt. Mit der Direktvertriebsgesellschaft VERBUND-Austrian Power Sales GmbH (APS) sorgt der Verbund in Österreich für mehr Wettbewerb im Endkundenvertrieb. Mit Jahresende 2007 wurden bereits rd. 130.000 Kunden akquiriert. Um unsere Eigenerzeugung in Österreich teilweise abzusichern und einen höheren Marktanteil in einem weniger preissensitiven Kundenseg ment zu gewinnen, planen wir mittelfristig rd. 25 % der Eigenerzeugung an in- und ausländische End kunden abzusetzen.

Wir haben 2007 in einem schwierigen Umfeld unsere ambitionierten Ziele hinsichtlich Umsatz, opera tives Ergebnis, Gewinn je Aktie, Net Gearing und Economic Value added übertroffen.

2008 planen wir unter den aktuellen Rahmenbedingungen und auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung wieder steigende Ergebnisse zu erzielen und die Kennzahlen weiter zu verbessern. Weiters wollen wir die Dividendenausschüttung erneut erhöhen.

CO2-EMISSIONSHANDEL: HOHE PREISE FÜR DIE ZWEITE ALLOKATIONS - PERIODE

PROFITABLES WACHSTUM DURCH INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN IN EUROPA

WEITERE EXPANSION IM HEIMISCHEN ENDKUNDENMARKT

WEITERE ERGEBNIS - VERBESSERUNG UND ERHÖHUNG DER DIVIDENDE GEPLANT

GESCHÄFTSBEREICHE

ING. MAG. MICHAEL AMERER

STROM

Der Verbund erzeugt 86 Prozent seines Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft. Darüber hinaus betreibt er drei Wärmekraftwerke, die erzeugungstechnisch »State-of-the-Art« sind und die Umweltbelastung so gering wie möglich halten.

KENNZAHLEN KRAFTWERKE

ANZAHL EPL
MW
RAV
GWh
2004
GWh
2005
GWh
2006
GWh
2007
GWh
WASSERKRAFT 87 5.967 21.685 21.978 21.816 20.836 21.406
WÄRMEKRAFT 9 1.850 4.891 4.223 4.233 3.986
BEZUGSRECHTE WASSERKRAFT 20 590 3.030 2.984 2.972 3.017 2.915
SUMME 116 8.407 24.715 29.853 29.011 28.087 28.307

DIPL.-ING. DR. HERBERT SCHRÖFELBAUER

VORSITZENDER DES VORSTANDES

VORSTANDSMITGLIED »Wir erneuern und erweitern unsere Kraftwerke mit modernsten Technologien und in enger Zusammenarbeit mit Ökologie-Experten, um einerseits die Natur nachhaltig zu schützen und zu schonen und andererseits den steigenden Strombedarf aus der gleichen Menge des erneuerbaren Energieträgers Wasserkraft effizient abzudecken.«

Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) deckt mit ihrer umweltfreundlichen Wasserkrafterzeugung mehr als ein Drittel des österreichischen Stromverbrauchs. Sie ist damit der mit Abstand größte Stromerzeuger Österreichs und einer der bedeutensten Wasserkrafterzeuger Europas.

Die Wasserkrafterzeugung des Konzerns stammt zum überwiegenden Teil aus 66 Laufkraftwerken und 21 Speicherkraftwerken und wird durch Bezugsrechte an Wasserkraftwerken der Ennskraft werke AG, der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke AG und der Donaukraftwerke Jochenstein AG sowie der E.ON Wasserkraft GmbH (mit zusammen 20 Laufwasserkraftwerken) ergänzt. Insgesamt steht dem Verbund somit eine Erzeugungskapazität aus Wasserkraft mit einer Engpassleistung (EPL) von 6.557 MW bzw. einem Regelarbeitsvermögen von 24.715 GWh zur Vermarktung zur Verfügung.

Die Erzeugung wird durch drei einsatzbereite thermische Kraftwerke mit einer Engpassleistung von 815 MW ergänzt. Sechs Wärmekraftwerke sind derzeit stillgelegt, konserviert oder verpachtet. Der kalorische Kraftwerkspark des Verbund ist hochflexibel und kann je nach Marktbedarf sowohl Grund last als auch Spitzenstrom erzeugen.

Der Verbund betreibt Großhandelsgeschäfte im europäischen Markt in Form von Tradinggeschäften an Strombörsen und bilateral mit über 150 Partnern. Er ist an den Strombörsen in Wien, Leipzig, Paris und Rom vertreten. Zusätzlich beliefert der Verbund Industriebetriebe und Weiterverteiler in Europa. Tochtergesellschaften in Deutschland, Slowenien, Ungarn, Tschechien und der Slowakei tragen zur Festigung der Marktposition bei. Über Joint-Ventures ist der Verbund in Italien, Frankreich, Grie chen land und der Türkei aktiv. Über die Handelstätigkeit wird der Kraftwerkseinsatz optimiert und die Eigenerzeugung bestmöglich vermarktet. Der Verbund handelt mit rund 102 TWh etwa das Eineinhalb fache des physikalischen Stromverbrauchs in Österreich und zählt mit diesem Handelsvolumen zu den führenden Stromhändlern Europas.

Mitte 2005 startete der Verbund mit dem Direktvertrieb an österreichische Endkunden, um seine Marktposition in Österreich nachhaltig zu stärken und damit besser vertikal integriert zu sein. Bislang konnten rund 130.000 Kunden gewonnen werden. Der Verbund ist damit der bei weitem erfolgreichste »alternative« Anbieter in Österreich. Als überzeugende Argumente für einen Wechsel tragen dazu der deutliche Preisvorteil und die »Sauberkeit« des Stroms bei, der aus erneuerbarer Wasserkraft gewonnen wird.

KENNZAHLEN SEGMENT STROM

EINHEIT 2005 2006 2007 ÄNDERUNG
UMSATZ EXTERN MIO. € 1.871,9 2.595,4 2.743,1 5,7 %
EBITDA MIO. € 608,6 885,5 1.008,3 13,9 %
EBIT MIO. € 481,0 762,9 884,6 16,0 %
INVESTED CAPITAL MIO. € 3.451,0 3.458,3 3.744,9 8,3 %
ROIC % 12,4 20,0 21,4 7,0 %
INVESTITIONEN MIO. € 63,1 120,4 169,1 40,4 %

Die Umsatzerlöse im Segment Strom, das die Stromerzeugung, den Stromhandel und den Stromver trieb umfasst, stiegen um 5,7 % auf 2.743,1 Mio. €. Die Gründe liegen in Absatzausweitungen und den aufgrund der höheren Großhandelspreise gestiegenen Vertragspreisen. Im Segment Strom wurden rund 90,3 % des Gesamtumsatzes im Konzern erzielt.

Das EBIT stieg um 16,0 % auf 884,6 Mio. €. Die Ursache dafür war die Realisierung der gestiegenen Großhandelspreise in marktpreisindizierten Verträgen bei gleichzeitig niedrigem Kostenniveau. Das Segment Strom erzielte rund 96,6 % des Konzern-EBIT.

Der Return on Invested Capital (ROIC), die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, konnte auf 21,4 % verbessert werden. Das Invested Capital erhöhte sich um 8,3 % auf 3.744,9 Mio. €. Damit konnte erneut eine Verbesserung der Rentabilität im Segment Strom erzielt werden.

BETRIEBSWIRTSCHAFT - LICHE ENTWICKLUNG

INVESTITIONEN

Die Investitionen ins Sachanlagevermögen lagen mit 169,1 Mio. € um 40,5 % über dem Vorjahres niveau. Im Segment Strom wurden 67 % aller Investitionen des Konzerns getätigt.

Die wichtigsten Projekte im Bereich der Erzeugung aus erneuerbarer Wasserkraft waren die Erweiterung des Speicherkraftwerks Gerlos II, der Neubau des Pumpspeicherkraftwerks Limberg II, die Fortsetzung der Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach, der Neubau des Laufkraftwerks Werfen/Pfarr werfen an der Salzach, die Automatisierung der Kraftwerks- und Wehrsteuerung an der Donau und der Drau sowie die Erweiterung des Kraftwerks Hieflau.

Die Inbetriebnahme des neuen Maschinensatzes im Kraftwerk Gerlos II im November 2007 brachte eine neuartige Turbine zum Einsatz, die über einen bislang nicht erreichten Wirkungsgrad von 91,5 % verfügt. Die Leistung des Kraftwerks wurde von 65 MW auf 200 MW erhöht.

Das neue Pumpspeicherkraftwerk Limberg II wird die Leistung der bestehenden Speicherkraftwerke Kaprun (dzt. 353 MW) ohne zusätzlichen Wasserbedarf mehr als verdoppeln. Die Inbetriebnahme ist für 2012 vorgesehen. Das Kraftwerk wird dann mit einer Leistung von 833 MW die Versorgung Öster reichs mit Spitzenstrom noch besser absichern.

Die 2006 begonnene Maschinenerneuerung im Donaukraftwerk Aschach wurde fortgesetzt. Durch dieses Projekt wird die Kapazität des Kraftwerks um 45 GWh oder rund vier Prozent erhöht. Die Revision der Maschinensätze erfolgt im Jahresrhythmus und wird im Jahr 2010 abgeschlossen sein.

Seit 2006 wird an der Salzach in Salzburg gemeinsam mit der Salzburg AG ein modernes Laufkraftwerk mit einer Erzeugungskapazität von 76,5 GWh errichtet. Das neue Kraftwerk Werfen/Pfarrwerfen wird als fünftes Wasserkraftwerk an der mittleren Salzach errichtet und soll ab März 2009 mehr als 22.000 Haushalte mit elektrischer Energie aus erneuerbarer Wasserkraft versorgen.

Die Erweiterung des steirischen Kraftwerks Hieflau wurde 2007 beschlossen. Durch den Ausbau werden zusätzlich 108 GWh Erzeugungskapazität gewonnen. Der Abschluss der Arbeiten soll im Jahr 2010 erfolgen. Die Erweiterung der bestehenden Anlage sieht einen zweiten Druckstollen vor, der parallel zum bestehenden verlaufen wird.

Ein wichtiger Beitrag zur Effizienzsteigerung ist die Automatisierung der Steuerwarten an Donau, Drau und in den steirischen Kraftwerken. Im Jahr 2007 wurde in Kaprun eine Zentralwarte eröffnet, die sämt liche Speicherkraftwerke des Verbund in Österreich überwacht und steuert. Die Zentralisierung der Steuerung für die Laufkraftwerke an der Donau und der steirischen Kraftwerke an jeweils einem Ort wird im Jahr 2010 abgeschlossen sein. Damit wird einerseits eine höhere Verfügbarkeit der Kraftwerke gewährleistet, andererseits werden die Kosten für die Überwachung und Steuerung wesentlich gesenkt. Die Umstellung von lokaler Steuerung auf zentrale Steuerung erfolgt bei laufendem Betrieb der Kraftwerke.

Im Bereich der kalorischen Kraftwerke waren die wichtigsten Projekte die Planungs- und Vorbereit ungs arbeiten für die Kraftwerke Mellach und Klagenfurt sowie die Erneuerungsarbeiten im Kraftwerk Dürnrohr.

Die bestehende Kraftwerksinfrastruktur in Mellach-Werndorf bietet die beste Voraussetzung für den Bau eines neuen modernen Kraftwerks. Das neue Gas-Kombi-Kraftwerk Mellach mit einer Leistung von 850 MW wird pro Jahr rund 5 Mrd. kWh Strom liefern. Eine weitere Steigerung der Energieausnutzung ergibt sich durch das Auskoppeln von bis zu 250 MW Fernwärme für den Großraum Graz. Die Um welt verträglichkeitsprüfung wurde in zweiter Instanz positiv abgeschlossen. Das Bieterverfahren soll bis Mitte 2008 abgeschlossen werden.

Im Kraftwerk Dürnrohr wurde die gesamte Leittechnik erneuert.

Durch die Investitionen und durch antizipatives Management konnte die Produktivität weiter gesteigert werden. Im Jahr 2002 wurden 9,5 GWh je Mitarbeiter erzeugt, im Jahr 2007 waren es 16,5 GWh je Mitarbeiter, so dass das Ziel, im Jahr 2010 einen Wert von 30 GWh je Mitarbeiter zu erreichen, realistisch erscheint.

AUFBRINGUNG
GWh
2006 2007 ÄNDERUNG
WASSERKRAFT 23.854 24.321 2,0 %
WÄRMEKRAFT 4.233 3.986 –5,8 %
EIGENERZEUGUNG 28.087 28.307 0,8 %
FREMDBEZUG 27.385 28.731 4,9 %
KONZERNAUFBRINGUNG 55.472 57.038 2,8 %
FORWARDKONTRAKTE 47.507 45.153 –5,0 %

AUFBRINGUNG

Mit 97 % des langjährigen Durchschnitts lag die Erzeugung der Flusskraftwerke über dem Vorjahres niveau.

Die Zuflüsse zu den Speicherkraftwerken betrugen lediglich 91 % des langjährigen Durchschnittes. Zusätzlich wurde aufgrund der ungünstigen Preisentwicklung der Wälzbetrieb verringert. Aufgrund der hohen Speicherstände zu Jahresbeginn konnte die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke dennoch um über 7 % gesteigert werden. In den Wasserkraftwerken wurde somit insgesamt um 2 % mehr erzeugt als im Vorjahr.

ABSATZ

ABSATZ NACH KUNDENSEGMENTEN GWh

2006 2007 ÄNDERUNG
ENDKUNDEN 4.190 4.392 4,8 %
WEITERVERTEILER 22.911 24.799 8,2 %
HÄNDLER 26.264 25.959 –1,2 %
EIGENBEDARF 2.107 1.888 –10,4 %
KONZERNVERWENDUNG 55.472 57.038 2,8 %
FORWARDKONTRAKTE 47.507 45.153 –5,0 %

Bereits zum Halbjahresabschluss 2005 änderte der Verbund die Bilanzierungs- und Bewertungsmetho den des Fremdstromhandels/Third-Party-Trading und folgte damit der internationalen Branchenpraxis. Entsprechend der Nettowertmethode nach IAS 39 wurde eine Saldierung der Ein- und Verkäufe von Standard-Forward-Kontrakten im Handel mit Dritten vorgenommen.

Der dadurch bereinigte Stromabsatz des Konzerns betrug inklusive Eigenbedarf 57.038 GWh, davon wurden 23.523 GWh in Österreich und 33.516 GWh in Europa außerhalb Österreichs verkauft. Dies entspricht insgesamt einem Anstieg um 2,8 %. Die Kunden des Verbund-Konzerns werden in End kunden, Weiterverteiler und Großhändler segmentiert.

Das Endkundengeschäft im In- und Ausland hat mit 4.392 GWh einen Anteil von 7,7 % am Gesamt absatz und zeigt eine kontinuierlich steigende Tendenz. Die Treiber für diese Entwicklung sind die anhaltenden Erfolge am österreichischen Markt sowie die Internationalisierung. Zu dieser Entwicklung trug unter anderem auch der Rückkauf der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) vom slowenischen

Energiekonzern Istrabenz im August des abgelaufenen Geschäftsjahres bei. Mit dem Rückkauf der APC gewann der Verbund etwa 50 Industriekunden. Die APC wurde 2004 vom Verbund veräußert. Dies war Bedingung der EU-Wettbewerbsbehörde für die damalige »Österreichische Stromlösung«. An öster reichische Endkunden, deren Anzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr von rund 60.000 auf 130.000 erhöht werden konnte, wurden 3.215 GWh geliefert.

An Weiterverteiler wurden insgesamt 24.799 GWh Strom abgesetzt, das sind um 8,2 % mehr als im Geschäftsjahr 2006. Während der mengenmäßige Absatz an die heimischen Landesversorger nahezu gleich geblieben ist, konnte abermals eine Ausweitung der Absatzmengen im Ausland, vor allem in Frankreich, erzielt werden.

Der Absatz an Stromhändler sank im Jahr 2007 um 1,2 % auf 25.959 GWh.

Aufgrund des geringen Wälzpumpeneinsatzes sank der Eigenbedarf bei nahezu unveränderten Netzver lusten um 10,4 % auf 1.888 GWh.

Die regionale Absatzstruktur zeigt, dass nach Saldierung des Forwardhandelsgeschäftes mehr als die Hälfte der vom Verbund erzeugten Energie außerhalb Österreichs verkauft wurde. Der Auslandsanteil liegt (ohne Berücksichtigung des Eigenbedarfs) bei 60,8 %.

Der Auslandsabsatz konnte insgesamt um 2 % gesteigert werden, wobei in Frankreich die höchsten Steigerungsraten zu verzeichnen waren. Die größten Mengen wurden in den Märkten Deutschland und Frankreich abgesetzt. Diese Entwicklung beweist den hohen Stellenwert, den Märkte außerhalb Öster reichs für die Wertschöpfung des Verbund haben.

Im Inland wurden im Berichtsjahr 23.523 GWh abgesetzt. Dies entspricht einer Steigerung um 4,0 %. Den größten Anteil am Inlandsabsatz hatten die österreichischen Energieversorgungsunternehmen.

ABSATZ NACH LÄNDERN GWh
2006 2007
ÖSTERREICH
22.625
23.523
DEUTSCHLAND
24.630
23.689
FRANKREICH
3.962
8.342
SLOWENIEN
2.240
513
ITALIEN
1.499
436
SONSTIGE
516
535
SUMME
55.472
57.038

Die Entwicklung der Strompreise am Forward- und Spotmarkt wurde im Jahr 2007 durch nach wie vor knappe Erzeugungskapazitäten, hohe Preise für fossile Primärenergie und vor allem den Verfall der Preise für CO2-Emissionszertifikate bestimmt. Erstmals konnten in Deutschland auch preisbeeinflussende Wirkungen durch den höheren Anteil von Windenergie beobachtet werden.

Die Preise für im Jahr 2006 gehandelte Forwardkontrakte Year Base 2007 lagen im Durchschnitt um über 34 % über dem Vorjahresniveau, das Spotmarktpreisniveau im Laufe des Jahres hingegen war mit 37,99 €/MWh stark (–25,2 %) rückläufig. Die tiefen Spotmarktpreise für Strom vor allem in den Quartalen 1–3/2007 waren auf die niedrigen CO2-Spotmarktpreise (Absinken um 95 % im Vergleichs zeitraum) sowie schwächere Spotmarktpreise für Erdgas zurückzuführen (ca. –10 %). Im Quartal 4/2007 kam es allerdings wieder zu einer Stabilisierung des Spotmarktpreisniveaus.

Im Jahresverlauf 2007 stiegen die Preise für Steinkohle und Rohöl bzw. Ölprodukte stark. Am stärksten betroffen waren die Preise für Steinkohle, die von ca. 67 \$/t zu Jahresbeginn auf ca. 127 \$/t zu

PREISE

Jahresende stiegen (+90 %). Die Preissteigerung wurde durch stark steigende Frachtraten, Engpässe bei Infrastruktur (Eisenbahnen, Häfen, Schiffe) und hohe Nachfrage verursacht.

Die Preise für Rohöl der Sorte Brent stiegen von etwa 60 \$/bbl zu Jahresbeginn auf über 95 \$/bbl zu Jahres ende an (+58 %). Hauptursache waren unter den Erwartungen liegende Angebots steigerungen in Verbindung mit hohem Nachfragewachstum, die zu weltweit sinkenden Lagerständen führten.

Die Preise für Erdgas blieben im Durchschnitt in etwa auf Vorjahresniveau. Hier verhinderte vor allem der milde Winter 2006/07 mit unterdurchschnittlicher Preisentwicklung einen Anstieg.

Ungeachtet des niedrigen Spotmarktpreisniveaus im laufenden Jahr zeigte der Handelsmarkt für 2008 deutlich höhere Preise, da auch die CO2-Zertifikatspreise für die zweite Zuteilungsperiode (2008–2012) auf einem stabilen Preisniveau um 22 €/MWh liegen. Sollte dieses Preisniveau beibehalten werden, ist auch mit einem massiven Anstieg der Strom-Spotmarktpreise in 2008 zu rechnen.

2008 werden auf der Erzeugungsseite der Neubau der Pumpspeicherkraftwerke Limberg II und Reißeck II, die Fortsetzung des Neubaus des Laufkraftwerks Werfen/Pfarrwerfen, die Erweiterung des Kraft werkes Hieflau sowie der Neubau von zwei Laufkraftwerken an der Mur oberhalb von Graz, die weitere Automatisierung der Steuerung von Donau- und steirischen Kraftwerken sowie die weitere schrittweise Erneuerung des Maschinenparks des Donaukraftwerks Aschach die wesentlichen Herausforderungen sein.

AUSBLICK

Im Rampenlicht der Öffentlichkeit wird der Baubeginn des GDK-Kraftwerks in Mellach – voraussichtlich im Herbst 2008 – sowie die Diskussionen und Verhandlungen rund um den geplanten GDK-Block in Klagenfurt sein. Diese beiden Projekte sind Meilensteine für die Verbesserung der Energie infrastruktur in den südlichen Bundesländern Österreichs und stärken die Erzeugungsposition des Verbund signifikant.

Im Handel und Vertrieb liegen die Herausforderungen in der Schaffung neuer Vermarktungsstrukturen für zusätzliche Erzeugungskapazitäten in Österreich und im Ausland sowie im Aufbau von Strukturen für den Gashandel, der vor allem für die Absicherung von Primärenergie von großer Bedeutung sein wird.

Es ist das erklärte Ziel des Konzerns, seinen Marktanteil bei österreichischen Energieversorgungs unter nehmen deutlich zu erhöhen. Die Zahl der österreichischen Endkunden soll auf 180.000 angehoben werden.

Die Integration der im August von Istrabenz zurückgekauften Vertriebstochter APC sowie der Ausbau und die Absicherung der Marktposition des Verbund in Zentral-, Ost- und Südosteuropa sind große Aufgaben für die Vertriebs- und Handelstöchter des Konzerns. Die Ziele dieser Gesellschaften sind die Erhaltung der Preisführerschaft, die Entwicklung innovativer Produkte für die Industrie sowie die Etablierung als profitabelstes Energie-Vertriebsunternehmen Österreichs.

Zur Unterstützung der Auslandsstrategie des Verbund wird der Konzern seine Erfahrungen und Kom petenzen seinen Partnern in Europa anbieten. Nicht zuletzt dafür ist es erforderlich, qualifiziertes Fach personal aufzunehmen und auszubilden sowie Nachwuchsführungskräfte aufzubauen, die besonderes Fachwissen mit hoher Flexibilität kombinieren können.

Weitere Effizienzsteigerungen in Produktion und Instandhaltung und der Erhalt der Kostenführerschaft sind langfristig die Instrumente, um der ertragsstärkste Energieerzeuger in Europa zu bleiben. Beson dere Marktkenntnisse und komplexe Systeme für das Management der Marktrisiken sind erforderlich, um bei steigender Volatilität auf der Beschaffungs- wie Absatzseite die Ergebnisqualität kontinuierlich halten zu können.

NETZ

Die VERBUND-Austrian Power Grid AG (APG) ist die unabhängige Netzgesellschaft des Verbund und Betreiber des größten überregionalen Übertragungsnetzes in Österreich. Die APG verantwortet die Planung, Betriebsführung, Wartung und den Ausbau des rd. 3.300 Trassen-Kilometer langen Netzes, das als Hoch- und Höchstspannungsnetz auf den Spannungsebenen 110 kV, 220 kV und 380 kV geführt wird. Die Länge der Leitungen beträgt rund 6.500 Kilometer (Systemlänge).

Das Übertragungsnetz der Verbund-Tochtergesellschaft gilt als »Backbone« der österreichischen Stromversorgung. Es ermöglicht sowohl den innerösterreichischen als auch den internationalen Austausch von elektrischer Energie, dient der stabilen Versorgung der regionalen Verteilnetze und erlaubt die Teilnahme am internationalen Stromhandel. Der effiziente Betrieb dieses Netzes ist im Sinne des liberalisierten Strommarktes Voraussetzung für den flexiblen und profitablen Kraftwerkseinsatz sowie in Erfüllung des gesetzlichen Auftrages Grundlage für den sicheren, effizienten und kostengünstigen Stromtransport. Die 380-kV- und die 220-kV-Leitungen sind Teil des gesamteuropäischen UCTE-Netzes, das einen europäischen Energiemarkt ermöglicht.

Die Anforderungen an den effizienten und sicheren Netzbetrieb in Österreich steigen durch den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sowie infolge der fortschreitenden Liberalisierung des europäischen Marktes und der damit einhergehenden Marktorientierung der Teilnehmer enorm:

  • Der durch Nachfrage und Marktpreise gesteuerte Kraftwerkseinsatz und die höheren Handelsaktivitäten führen zu regionalen Ungleichgewichten zwischen Erzeugung und Verbrauch.
  • Durch die stark gestiegene Aufbringung aus erneuerbarer Windkraft in Österreich und Europa entstehen Schwankungen, die zusätzliche Regel- und Ausgleichsenergie – und oft deren plötzlichen Einsatz und Transport – erfordern. Dadurch entstehen weitere Anforderungen technischer Natur an die be reits massiv überlasteten Nord-Süd-Verbindungen im österreichischen Übertragungsnetz und Heraus forderungen organisatorischer Natur an das Management der Leistungsflüsse.
BETRIEBSWIRTSCHAFT -
LICHE ENTWICKLUNG

KENNZAHLEN SEGMENT NETZ

EINHEIT 2005 2006 2007 ÄNDERUNG
AUSSENUMSATZ MIO. € 255,0 274,7 285,4 3,9 %
EBITDA MIO. € 115,6 117,9 115,8 –1,8 %
EBIT MIO. € 70,1 68,3 62,2 –8,9 %
INVESTED CAPITAL MIO. € 751,3 756,5 799,5 5,7 %
ROIC % 8,1 7,3 6,6 –9,7 %
INVESTITIONEN MIO. € 47,2 73,7 76,0 3,1 %

Die Umsatzerlöse im Segment Netz stiegen 2007 um 3,9 % auf 285,4 Mio. €. Ursache waren die höheren internationalen Erlöse aus Versteigerungen nach Slowenien, Italien und der Schweiz. Der Anteil der Umsatzerlöse aus dem Segment Netz am Gesamtumsatz betrug rund 9,4 %.

Erhöhte Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen durch stark gestiegene Aufwendungen für Strombezug und Systemnutzung (Sekundärregelung) sowie erhöhte Abschreibungen überkompensiert. Das EBIT verringerte sich somit um 8,9 % auf 62,2 Mio. €. Das Segment Netz erzielte rund 6,8 % des Konzern-EBIT.

Der Return-on-Invested-Capital (ROIC) ist aufgrund des gesunkenen Ergebnisses und des gestiegenen Invested Capital auf 6,6 % zurückgegangen.

2007 wurde die APG wieder einer Tarifprüfung durch den Regulator unterzogen. Die von der APG vorgebrachten Argumente bezüglich der umfangreichen Investitionsvorhaben und der schwierigen Netzsituation wurden durch den Regulator anerkannt. Die Tarife für Systemdienstleistung werden mit 01. 01. 2008 um 18 % und für Arbeit brutto um 30 % steigen. Die Nettokomponenten werden um 1 % und die Tarife für Verlustenergie um 14 % reduziert. Bezogen auf die Umsätze ergibt sich damit über alle Tarifkomponenten eine durchschnittliche Erhöhung um 12 %.

Die Tariferhöhungen sind im Wesentlichen durch eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zur finanziellen Sicherung des Netzausbaus begründet.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr insgesamt rund 76,0 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung der Investitions tätigkeit, womit der starke Aufwärtstrend der letzten Jahre fortgesetzt wurde.

Als wesentliche Projekte sind die 380-kV-Steiermarkleitung (20,4 Mio. €), das Umspannwerk Sarasdorf (7,2 Mio. €) sowie die Fortsetzung der Generalerneuerung der 220-kV-Leitung Ernsthofen–Bisamberg (6,1 Mio. €) anzuführen. Ebenfalls hervorzuheben sind der Umbau des Umspannwerkes Wien-Südost (4,2 Mio. €), die Errichtung des neuen Stromnetz-Kontrollzentrums (3,6 Mio. €), ein Reservetrafo im Umspannwerk Dürnrohr (3,6 Mio. €), die Verstärkung der Anspeisung von Linz (2,0 Mio. €) sowie der Umbau des Umspannwerkes Wallsee (1,7 Mio. €).

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Vorbereitungen für die Errichtung der 380-kV-Salzburg leitung. Das Projekt Salzach neu–St. Peter befindet sich in der zweiten Instanz des Umweltsenats – der Bescheid wird im Quartal 2/2008 erwartet.

Durch den Einsatz der im Vorjahr installierten Phasenschiebertransformatoren konnte die Situation auf den belasteten Nord-Süd-Verbindungen vorerst leicht entschärft werden. Im Quartal 1/2007 wären ohne den Einsatz der Phasenschieber und Engpassmanagementmaßnahmen in 63 % der Zeit Ver let z ung en der (n-1)-Grenze aufgetreten. In den Quartalen 2 und 3/2007 haben zusätzlich die saisonale Witterung bzw. günstige Lastflüsse dazu beigetragen, dass Überschreitungen der (n-1)-Sicherheits grenze nahezu vermieden werden konnten. Allerdings kann keinesfalls von einer generellen Entschärf ung der Situation gesprochen werden, für die Wintersaison 2007/08 wurden wieder alle Vorbereitungen für entsprechend massive Engpassmanagementmaßnahmen getroffen.

Das international verpflichtend einzuhaltende Maß für Versorgungssicherheit ist das (n-1)-Kriterium. Ein Netz erfüllt dieses Kriterium, wenn ein beliebiges Betriebsmittel im Netz ausfallen kann, ohne dass es zu Versorgungsunterbrechungen oder gar zu einem Blackout kommt. In den vergangenen Jahren war es nicht möglich, dieses Kriterium durchgehend einzuhalten. Auch 2007 musste die APG daher aufgrund der Überlastungen bei der UCTE die Ausnahmegenehmigungen für die Verletzungen der (n-1)- Sicherheit beantragen und die Genehmigung verlängern lassen.

Um das (n-1)-Kriterium vollständig erfüllen und damit dem gesetzlichen Auftrag der sicheren und zuverlässigen Stromversorgung entsprechen zu können, ist der weitere Netzausbau unabdingbar. Vor allem die Lückenschlüsse im 380-kV-Ring in Salzburg und der Steiermark sind von besonderer Bedeu -

INVESTITIONEN 2007

VERSORGUNGSSICHERHEIT UND ENGPASS - MANAGEMENT

t ung. Die für die Verbund-Tochter APG bedeutendsten Meilensteine waren 2007 der Baubescheid und der Baubeschluss für die Steiermarkleitung. Anfang Oktober 2007 wurde mit der Errichtung nach mehr als 20 Jahren Vorbereitungszeit begonnen.

Für die 380-kV-Salzburgleitung Salzach neu-St. Peter wurden positive Bescheide erlassen, jedoch in offener Frist eine Beeinspruchung eingebracht. Der Bescheid zweiter Instanz wird für das Quartal 2/2008 erwartet.

NETZAUSBAU

Seit Anfang April 2007 sind alle im Gemeinschaftsprojekt Netzausbau Linz Südost zwischen der APG und der Linz Strom GmbH er richteten Leitungsabschnitte sowie das Umspannwerk Pichling in Betrieb. Damit kann der am stärksten wachsende Wirtschaftsraum Österreichs auch in Zukunft ausreichend mit elektrischer Energie versorgt werden.

Im November 2007 wurde das Umspannwerk Sarasdorf – ein Gemeinschaftsprojekt mit der nieder österreichischen EVN AG – offiziell eröffnet. Mit Hilfe dieses Umspannwerks kann der Überschuss der im Brucker Becken erzeugten Windkraft durch die Einspeisung in das Hochspannungsnetz auch für die Verbrauchszentren im Süden nutzbar gemacht werden. Jetzt kann die Windkraft zum Betrieb der großen Pumpspeicherkraftwerke im Süden des Landes zur Erzeugung von erneuerbarem Wasserkraft strom genutzt werden – ein gutes Beispiel, wie erneuerbare Energien zielführend kombiniert werden können, um die Energieeffizienz zu steigern und eine nachhaltige Ressour cen nutzung zu gewährleisten.

Mitte des Jahres erfolgten Baubescheid und Spatenstich zur Errichtung des neuen Stromnetz-Kontroll zentrums bei Wien – ein Projekt, das ebenfalls einen wesentlichen Meilenstein für Österreichs größten Übertragungsnetzbetreiber darstellt.

Im Jahr 2008 steht vor allem der Bau der Steiermark-Leitung im Fokus der unternehmerischen Tätig - AUSBLICK keit, um den 380-kV-Ring in Österreich endlich zu schließen und somit die Versorgungssicherheit wesentlich zu erhöhen. Dieses Projekt soll bis Mitte 2009 abgeschlossen sein. Im Zeitraum von 2007 bis 2015 plant die Verbund-Tochter APG Gesamt-Investitionen in den Ausbau des österreichischen Hochund Höchstspannungsnetzes in Höhe von 1.100 Mio. €. Unter Umständen kann es aufgrund komple xer behördlicher Verfahren und unterschiedlicher Raumordnungen in einzelnen Bundesländern jedoch zu Verzögerungen beim Ausbau der für die Versorgungssicherheit und den Wettbewerb erfolgskritischen Infrastruktur kommen.

Bereits jetzt gewährleistet die unabhängige Netzgesellschaft des Verbund trotz der angespannten Netz situation einen gemäß EU-Definitionen funktionierenden Marktplatz ohne Diskriminierung von Markt teilnehmern. Aus diesem Grund treffen auch die generellen Vorwürfe der EU an die Netzbetrei ber, sie ermöglichten nicht die Entfaltung des Wettbewerbes und sie investierten zu wenig, für die APG nicht zu. Für die aus diesem Grund von der EU vorgeschlagene Entflechtung der Eigentümerstrukturen zwischen Erzeugern und Betreibern von Übertragungsnetzen (»Ownership Unbundling«) sieht der Verbund keine Notwendigkeit, da die Vorwürfe für den österreichischen Markt nicht zutreffen. Im Gegenteil: Auch 2007 war Österreich wieder Strom-Nettoimporteur, zu Spitzenzeiten werden zwei Drittel des österreichischen Bedarfs importiert. Seit dem Start der Liberalisierung haben sich die gren z überschreitenden Handelsaktivitäten vervielfacht. Die vorgegebenen Ziele der EU hinsichtlich der Verfügbarkeit von Grenzkapazitäten werden von der APG nicht nur erfüllt, sondern sogar übererfüllt. Die Netztarife der Verbund-Netzgesellschaft APG gehören – und dies trotz der erschwerenden topo graphischen Bedingungen in Österreich – zu den fünf günstigsten innerhalb der EU.

Die Effizienz der Netzgesellschaft des Verbund-Konzerns beweist sich außerdem dadurch, dass es gelungen ist, bei lastflussbasierten Auktionen von Grenzkapazitäten im zentral- und osteuropäischen Raum eine führende Rolle einzunehmen. Die APG wird sich auch in Zukunft verstärkt in einer Brücken kopf funktion bei der Gestaltung des südosteuropäischen Marktes engagieren. Diese Ziele sowie die Instand haltung, Verbesserung und die notwendige Leistungssteigerung des Übertragungsnetzes erfordern verstärkte Investitionen. Unter den gegebenen Bedingungen ist es das Ziel der APG, für die kommenden Jahre weiter angemessene Ergebnisbeiträge zu erzielen und Eigen kapital im Hinblick auf die Investi tionstätigkeit aufzubauen.

BETEILIGUNGEN

Das Segment Beteiligungen umfasst alle nicht voll konsolidierten Gesellschaften des Verbund. Von den rund 60 Beteiligungen im In- und Ausland werden derzeit 14 at equity konsolidiert. Zu den Aufgaben des Bereichs Beteiligungen zählen die Integration neuer Beteiligungen, das Beteiligungscontrolling, das Beteiligungsmanagement und die Beteiligungsentwicklung über Bereitstellung von technischem, wirt schaftlichem und juristischem Know-how für Kraftwerksprojekte und die Entwicklung von Beteili gun g en im Ausland.

Die wichtigsten Projekte im abgelaufenen Jahr waren die Integration der neu erworbenen türkischen Beteiligung EnerjiSA, die Kapitalaufstockung bei der französischen Beteiligung Poweo im Rahmen einer Kapitalmarkttransaktion sowie intern der Aufbau personeller und organisatorischer Ressourcen für die weitere internationale Expansion.

Der Verbund plant bis 2015 ein internationales Investitionsprogramm von bis zu 4 Mrd. €. Klare Strukturen sollen 2008 durch Trennung von Inlands- und Auslandsbeteiligungen mit der Umfirmierung und Umwandlung der »VERBUND-BeteiligungsgmbH«, bisher Leitgesellschaft für alle Beteiligungen im In- und Ausland, in die »Verbund International AG« (VI) geschaffen werden. Die heute bestehenden

Auslands beteiligungen des Verbund in Italien, Frankreich und der Türkei werden in die VI eingebracht. Alle zukünftigen Expansionsprojekte im erweiterten Europa werden über die VI akquiriert und entwickelt. Die VI schafft auch Optionen für Kapitalerhöhungen zur Umsetzung eines noch stärkeren internationalen Wachstums.

KONZERNBETEILIGUNGSERGEBNIS MIO. €
47,0 31,0 54,9
2005 2006 2007

Das Beteiligungsergebnis 2007 erfasst die Ergebnisse des Jahres 2006, da die testierten Ergebnisse für das Jahr 2007 noch nicht vorlagen. Das Beteiligungs er gebnis betrug im Jahr 2007 54,9 Mio. € (+77,0 %) und setzte damit nach einem Rückgang 2006 den Wachstumstrend der Vorjahre fort. Die wichtigsten Beiträge kamen von der österreichischen STEWEAG-STEG GmbH mit 29,1 Mio. €, der österreichischen KELAG mit 13,5 Mio. € und der italienischen Sorgenia Gruppe mit 15,5 Mio. €. Die französische Poweo Gruppe steuert aufgrund der Aufbau- und Investitionstätigkeit –7,8 Mio. € bei. Die 2007 erworbene türkische EnerjiSA wird erstmals 2008 im Beteiligungsergebnis erfasst werden.

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER BETEILIGUNGEN

STEWEAG-STEG GMBH

Die STEWEAG-STEG GmbH (SSG) ist der größte Energieversorger in der Steiermark. Ihr Unterneh mens zweck ist im Wesentlichen die Erzeugung, die Beschaffung, die Verarbeitung, der Transport und der Vertrieb von Energie und Energieträgern jeglicher Art sowie der Stromhandel. Der Verbund ist mit 34,6 % an der SSG beteiligt. Die restlichen 65,4 % sind im Besitz der Energie Steiermark AG.

In den Quartalen 1–3/2007 sank der Energieabsatz im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 8.135 GWh (–1,8 %). Der Umsatz konnte hingegen im Vergleichszeitraum auf 443,4 Mio. € (+7,9 %) gesteigert werden. Dies ist auf die Umsetzung von Preissteigerungen zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern der Quartale 1–3/2007 stieg im Vergleich zu 2006 von 36,6 Mio. € auf 47,2 Mio. € (+29,1 %). Dies ist großteils auf ein verbessertes Beteiligungsergebnis, in diesem Zeitraum 22,5 Mio. €, zurückzuführen.

Die SSG beabsichtigt, in Gössendorf und Kalsdorf gemeinsam mit dem Verbund zwei neue Lauf kraft werke zu errichten. Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für die beiden Murkraft werke südlich von Graz. Mit einem positiven UVP-Bescheid erster Instanz wird Anfang 2008 gerechnet. Mit einer Gesamtleistung von 34 MW sollen 45.000 steirische Haushalte mit Strom versorgt werden.

KELAG

Die KELAG ist der größte Energieversorger in Kärnten und ist in den Geschäftsfeldern Strom und Erdgas tätig. Die Verteilung von Strom und Erdgas erfolgt über die Tochtergesellschaft KELAG Netz GmbH. Das Tochterunternehmen Wärmebetriebe Gesellschaft m.b.H. (WBG) ist österreichweit im Geschäftsfeld Wärme erfolgreich. Der Verbund hält 35,1 % der Aktien an der KELAG und ist damit der zweitgrößte Aktionär nach der Kärntner Energieholding Beteiligungs GmbH.

Im Juni wurde von der KELAG eine Investitions- und Expansionsoffensive mit dem deutschen Energie konzern RWE angekündigt. Demnach sollen – verteilt auf die nächsten zehn Jahre – in Summe 1 Mrd. € investiert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Optimierung bestehender Kraftwerke und dem Bau neuer Kraftwerke in Kärnten, wofür ein Volumen von 400 bis 600 Mio. € veranschlagt ist. Ein zweiter

Expansionsschwerpunkt liegt mit rund 400 Mio. € bei der WBG im Bereich Biomasse und Biogas, vor allem im südeuropäischen Raum.

Die KELAG hat von der Esso Austria GmbH das Tochterunternehmen Österreichische Fernwärme gesell schaft mbH (ÖFWG) erworben. Der Erwerb steht unter dem kartellrechtlichen Vorbehalt der Bundes wettbewerbs behörde. Die ÖFWG betreibt rund 400 Nah- und Fernwärmeanlagen in Österreich. Das Unternehmen verkauft pro Jahr rund 800 Mio. kWh Wärme und erwirtschaftet mit zirka 100 Mit arbeitern einen Jahresumsatz von rund 60 Mio. €. Der Erwerb der ÖFWG ist ein wichtiger Schritt der KELAG zur Umsetzung der von den Eigentümern definierten Wachstumsstrategie.

Die Energie Klagenfurt GmbH (EKG) ist eine Gesellschaft zur Erzeugung, Übertragung, Verteilung von und dem Handel mit Strom, Fernwärme und Gas. An der Energie Klagenfurt sind die Stadtwerke Klagenfurt AG mit 51 % und der Verbund mit 49 % beteiligt.

In den Quartalen 1–3/2007 stieg der Stromabsatz im Vergleich zum Budget leicht auf 430 GWh (+1,0 %), der Wärmeabsatz sank witterungsbedingt auf 191 GWh (–22,0 %). Ebenso sank witterungsbedingt der Gasabsatz auf 77 GWh (–19,4 %). Der Gesamtumsatz der EKG sank damit auf 68,5 Mio. € (–5,0 %). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der Höhe von 3,1 Mio. € entspricht dem Budget.

Für die Realisierung des Gas-Dampf-Kraftwerkes (GDK) Klagenfurt wurde von der EKG eine Tochtergesellschaft, die Kraftwerkserrichtungs und -betriebs GmbH gegründet. Die Stadtwerke und der Verbund verwirklichen mit dem GDK Klagenfurt ein Projekt, das die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt Klagenfurt und des Landes Kärnten langfristig sichert. Durch den Ersatz des alten Fernheizwerkes und den Bau des modernen GDK am Stadtrand wird ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Luft- und Feinstaubsituation in Klagenfurt geleistet. Das Projekt wird derzeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen.

Das Investitionsvolumen beträgt 250 Mio. €, die Dimensionierung ist mit 400 MW elektrischer Leistung und 200 MW thermischer Leistung geplant. Damit sind im Jahr 2015 etwa 40 % des Stromverbrauches in Kärnten oder der Bedarf von 240.000 Haushalten gedeckt. Derzeit sind 16.500 Haushalte an das Fernwärmenetz angeschlossen, in Zukunft können es bis zu 25.000 Haushalte sein.

Die im Jahr 1999 gemeinsam mit der italienischen Industrieholding CIR (Gruppe De Benedetti) ge grün dete Sorgenia ist der fünftgrößte italienische Energiekonzern. Die Sorgenia erzeugt Strom und handelt mit Strom und Erdgas. Der Anteil des Verbund an der Sorgenia SpA wird über die Verbund Italia SpA ge halten und beträgt durchgerechnet rund 38 %. Die Sorgenia ist indirekt mit 39 % (über ihre 78 prozent ige Beteiligung an Energia Italiana) auch am Erzeugungsunternehmen Tirreno Power SpA beteiligt, das über mehr als 3.000 MW installierte Leistung verfügt.

Die Sorgenia-Gruppe umfasst zahlreiche Tochtergesellschaften in den Bereichen Stromerzeugung (thermische Kraftwerke, Wasserkraft und andere erneuerbare Energien), Strom- und Gasvertrieb, Energie sparen und Engineering. Die Gruppe ist am italienischen Markt, der aufgrund geringer Erzeugungs kapa zitäten hochpreisig und seit Juli 2007 vollständig liberalisiert ist, äußerst erfolgreich tätig. Der Umsatz der Sorgenia Gruppe in den Quartalen 1–3/2007 lag mit 727,1 Mio. € um 2,1 % über dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 47,9 Mio. € auf 57,8 Mio. € und lag so bereits knapp über dem Gesamtjahresergebnis des Vorjahres.

Die zahlreichen Investitionsprojekte der Sorgenia konnten plangemäß weiterentwickelt werden. Nach der Fertigstellung der 770-MW-Gas-und-Dampf-Anlage Termoli 2006 wird 2008 das thermische Kraft -

ENERGIE KLAGENFURT GMBH

SORGENIA SPA

werk Modugno mit ebenfalls 770 MW installierter Leistung in Betrieb gehen. Zwei weitere gleich groß dimensionierte GuD-Kraftwerke stehen kurz vor Baubeginn. Im Bereich der erneuerbaren Energien liegt der Schwerpunkt bei Windkraftanlagen, die zum Teil bereits in Betrieb sind oder sich in der Bauphase befinden. Im Dezember 2007 erwarb die Sorgenia 99,9 % der Societé Française d'Eoliennes (SFE), die mit 100 MW installierter Windkraftkapazität und zahlreichen bereits genehmigten Windund Photovoltaikprojekten der zweitgrößte Anbieter elektrischer Energie aus Windkraft in Frankreich ist.

Das Genehmigungsverfahren für ein 12 Mrd. m3 LNG-Terminal in Gioia Tauro in Kalabrien, an dem die Sorgenia zusammen mit dem Energieversorger IRIDE zu gleichen Teilen eine Beteiligung von 51 % hält, ist in fortgeschrittenem Stadium. Das LNG-Projekt verfügt über eine Finanzierungszusage der EU.

POWEO SA

Die an der Euronext börsenotierte Poweo SA ist Frankreichs führendes unabhängiges Strom- und Gas vertriebsunternehmen. Der Verbund erhöhte im Zuge der Kapitalerhöhung in der Poweo sowie nach Ausübung von Wandlungsrechten seinen Anteil von 20,6 auf rund 30 %.

Per 01. 07. 2007 erfolgte die vollständige Liberalisierung des französischen Strommarktes. Da Haus halts kunden sich nun für alternative Strom- und Gaslieferanten entscheiden können, bietet sich der Poweo großes Marktpotenzial. Die Poweo belieferte Ende September rund 87.800 Kunden.

In den Quartalen 1–3/2007 erzielte die Poweo einen Umsatz in Höhe von 233,2 Mio. €. Dies entspricht einer Steigerung von 40 % gegenüber den Quartalen 1–3/2006. Aufgrund der niedrigen Großhandels preise in Frankreich, hohen Markteintrittskosten in den Haushaltsmarkt und Projektentwicklungs kosten für den Aufbau des Erzeugungsportfolios wird die Gesellschaft für das Jahr 2007 einen Verlust ausweisen.

Poweo und Verbund gründeten gemeinsam die Erzeugungsgesellschaft Poweo Production SAS Der Anteil des Verbund-Konzerns daran liegt bei 40 %. Im Februar 2007 erfolgte der Baubeginn für das Gas-und-Dampf-Kraftwerk Pont sur Sambre, das 2009 in Betrieb gehen und eine Leistung von 412 MW aufweisen wird. Weitere thermische Kraftwerke befinden sich derzeit in der Planungs- und Genehmi gungs phase. Darüber hinaus ergänzt die Poweo ihr Erzeugungsportfolio mit Projekten im Bereich erneuerbare Energien.

Im Quartal 3/2007 beteiligte sich der Verbund mit 24,5 % an der Projektentwicklungsgesellschaft Gaz de Normandie. Weitere Partner sind mit 34 % die Poweo SA, E.ON Ruhrgas mit 24,5 % und die Compagnie Industrielle Maritime mit 17 %. Die Gaz de Normandie plant die Errichtung eines Flüssiggas-Terminals (LNG) in der Nähe von Le Havre. Diese Anlage soll über eine Regasifizierungs kapazität von 9 Mrd. m3 verfügen und erfordert Investitionen in Höhe von 500–600 Mio. €. Die Entscheidung über den Baubeschluss wird im Jahr 2009 nach Abschluss einer Machbarkeitsstudie und der erforderlichen Genehmigungsverfahren gefällt werden.

Im Mai 2007 trat der Verbund in ein Joint-Venture mit der türkischen Sabanci-Gruppe ein. Beide Partner halten je 49,99 % an der EnerjiSA Enerji Üretim A.S., die zuvor mehrheitlich im Eigentum der Sabanci-Gruppe stand. Das Ziel der Partnerschaft ist, gemeinsam bis 2015 einen zumindest zehnprozentigen Marktanteil im türkischen Elektrizitätssektor zu erlangen. Um über die dafür erforderlichen Erzeugungskapazitäten verfügen zu können, soll der Kraftwerkspark bis 2015 auf 5.000 MW installierte Leistung ausgebaut werden.

Derzeit betreibt die EnerjiSA vier Wasserkraftwerke mit 92,5 MW und vier Gaskraftwerke mit einer Erzeugungskapazität von insgesamt 370 MW. Sie verfügt über Lizenzen für zehn zusätzliche Wasser kraft werke mit einer Kapazität von 908 MW und die Lizenz für ein Braunkohlekraftwerk mit 450 MW. Bereits im Herbst 2007 wurde der Baubeschluss für die beiden ersten Wasserkraftwerke Hacininoglu und Kavsakbendi gefasst. Die beiden Kraftwerke sollen im Jahr 2011 fertiggestellt sein und ans Netz gehen. Ebenso wurde mit der Vorbereitung zur Errichtung eines Gaskraftwerkes in Bandirma mit einer Kapazität von 900 MW begonnen.

In den Quartalen 1–3/2007 konnte die EnerjiSA 1816 GWh Strom und circa 710,6 Tausend Tonnen Dampf absetzen und damit einen Umsatz von 165,4 Mio. € erzielen. Aufgrund der Aufbau-Phase der Beteiligung betrug das Ergebnis nach Steuern in den Quartalen 1–3/2007 2,0 Mio. €. Dieses Ergebnis wird sich aus letzter Sicht im Quartal 4/2007 noch verbessern.

Die EnerjiSA positioniert sich als integrierter Anbieter am türkischen Markt. Zu diesem Zweck wurde Ende 2007 die EnerjiSA Enerjisi Toptan Satis A.S., eine Handels- und Wholesale-Gesellschaft, gegründet. An der Privatisierung regionaler Verteilnetze, die für 2008 angekündigt wurde, wird sich die EnerjiSA beteiligen, um eine natürliche Absicherung des Erzeugungsportfolios zu erlangen.

ERNEUERBARE ENERGIEN

Der Verbund wird sich zukünftig noch stärker seiner Verantwortung als Stromproduzent aus erneuerbaren Energien stellen. Dies ist ein Schwerpunkt der künftigen strategischen Ausrichtung des Verbund. Um Kompetenz, Wissen und alle Aktivitäten zu bündeln, wurde im Quartal 4/2007 die VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH (ARP), eine 100-prozentige Tochter des Konzerns, gegründet. Ihre Aufgabe ist es, ein Portfolio von Energieerzeugungsanlagen, von der Entwicklung von Greenfieldpro jekten bis zur Akquisition von Gesellschaften, aufzubauen und Energie aus neuen erneuerbaren Energieträgern sowie Kleinwasserkraftwerken zu gewinnen.

ENERJISA ENERJI ÜRETIM A.S.

GRÜNDUNG DER VERBUND-AUSTRIAN RENEWABLE POWER GMBH (ARP)

Geplant ist, mit einem auszulösenden Investitionsvolumen von rd. 800 Mio. € teilweise gemeinsam mit Partnern 400 MW zusätzliche Erzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energieträgern bis 2015 zu erwerben, zu errichten und zu betreiben. Neben der Windkraft, die das Primärenergie-Portfolio verstärkt bereichern soll, werden Schwerpunkte auch auf die Erzeugung aus Kleinwasserkraft, Photovoltaik, Biomasse und Geothermie gelegt – Technologien, die langfristige Wachstumschancen versprechen.

Die Investitionen werden auch in innovative Pilotprojekte, in Forschungskooperationen und in Risikokapital für neue Energietechnologien fließen. Die Akquisitions- und Investitionsaktivitäten bleiben nicht auf Österreich beschränkt, sondern werden auf ganz Europa ausgeweitet. Der Fokus liegt auf dem deutschsprachigen Raum, Kroatien, Griechenland und Rumänien. In einem weiteren Schritt soll Südosteuropa erschlossen werden. Bei ihrer Geschäftstätigkeit wird die Verbundtochter ARP in hartem Wettbewerb stehen, denn die europäischen Energieversorgungsunternehmen wollen bis zum Jahr 2011 an die 50 Mrd. € in alternative erneuerbare Energien wie Windkraft, Solarenenergie und Biomasse investieren.

Der Konzern erwartet sich von der neuen Tochtergesellschaft rasches Agieren am europäischen Markt, eine Verbesserung des Marktprofils als »erneuerbarer« Konzern sowie einen nachhaltigen Beitrag zum profitablen Wachstum des Konzerns. Die Unabhängigkeit von Rohstoff- bzw. Emissionskosten wird dabei unterstützend wirken.

NACHHALTIGKEIT

Wasserkraft zählt zu den umweltfreundlichsten und zuverlässigsten Arten der Stromerzeugung. Damit Wasserkraft auch in Zukunft als umweltfreundliche Energiequelle genutzt werden kann, bedarf es Strategien und Handlungsweisen, die Jahrzehnte vorausplanen. Deshalb steht für den Verbund nachhaltiges Agieren seit seiner Gründung im Mittelpunkt all seiner Unternehmungen.

Nachhaltigkeit meint wirtschaftliches Handeln vereint mit ökologischen und sozialen Aspekten und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Verbund. Seit 2002 dokumentiert der Verbund dies in einem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht.

Die Berichterstattung erfolgt nach den international gültigen Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI), deren dritte Generation »G3« im Herbst 2006 veröffentlicht und vom Verbund sofort für den Nachhaltigkeitsbericht 2006 in vollem Umfang – auf GRI-Level A+ – umgesetzt wurde.

Die GRI-Richtlinie wird laufend durch so genannte »Sector Supplements« ergänzt, die branchenspezifische Berichtsvorschriften enthalten. Der Verbund beteiligte sich im Frühjahr 2007 an der Feedback phase der »Electric Utility Sector Supplements«. Die Verbund-Experten prüften die Vorschläge für neue

Indikatoren im Elektrizitätswirtschaftsbereich und nahmen dazu Stellung. Damit konnte die Konzern erfahrung in der Erstellung und Berechnung von aussagekräftigen Kennzahlen für diesen internationalen Standard zur Verfügung gestellt werden.

Der nachhaltige Dialog mit allen Stakeholder-Gruppen gehört zu den Grundprinzipien des Verbund. Die Öffentlichkeit wird über regionale und überregionale Projekte z.B. mit Umwelterklärungen, über Informationsbüros und -veranstaltungen vor Ort laufend informiert. Die offene Kommunikation mit Anrainern, Behörden und Medien beginnt bereits im Vorfeld von Projekten und wird kontinuierlich fortgesetzt. Nur damit kann eine Vertrauensbasis aufgebaut werden, die einen konsensorientierten Dialog ermöglicht.

Für Nachhaltigkeit im Verbund zeichnet der Konzernvorstand direkt verantwortlich, er gibt die Ziele in diesem Bereich vor und schafft die erforderlichen Rahmenbedingungen zu deren Umsetzung. Die Koor dination aller Nachhaltigkeitsaktivitäten wird von der Nachhaltigkeitsbeauftragten wahrgenommen.

Es ist für den Unternehmenserfolg wichtig, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter des Verbund nachhaltig agiert. Eines der wichtigsten Ziele im Nachhaltigkeitsbereich im Verbund ist deshalb die weitere Verankerung des nachhaltigen Denkens im Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu wurde im Juli 2007 der Nachhaltigkeitsbericht 2006 den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzernzentrale in Wien präsentiert. Die Teilnehmer konnten einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit im Nachhaltigkeitsbereich werfen und Projekte bzw. deren Inhalte genauer kennen lernen. Vorträge an Standorten in den Bundesländern ergänzen dieses Angebot des persönlichen Dialogs mit dem Nachhaltigkeitsteam.

Nachhaltiges und ganzheitliches Wirtschaften rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses von Investoren und Anlegern, so dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik auch den Aktienkurs positiv beeinflusst. Die Verbund-Aktie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds vertreten.

Als zunehmend international agierender Konzern nimmt der Verbund aktiv eine eindeutige Position zur Vermeidung von Korruption ein, kommuniziert diese sowohl nach innen als auch nach außen und erarbeitet eine eigene Antikorruptionsrichtlinie. Damit wird die seit Jahrzehnten gelebte Unternehmens praxis auch schriftlich in einer Richtlinie festgehalten.

Im Jahr 2007 wurden unter Einbeziehung eines externen Experten die Grundsätze gegen Korruption und Bestechung ausgearbeitet. In weiterer Folge wird die Richtlinie nach innen und außen kommuniziert und sichergestellt, dass die festgelegte Politik auch implementiert, umgesetzt, kontrolliert und sanktioniert wird.

Als Unternehmen, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, engagiert sich der Verbund auch im sozialen Bereich. Im Jahr 1957 wurde das Haus »Schwalbennest« im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl aus Mitteln des Verbund gebaut und wird seitdem auch vom Verbund unterstützt.

Seit 1989 fördert der Verbund die Hans-Radl-Schule für körperbehinderte Kinder im 18. Wiener Gemeinde bezirk durch eine Patenschaft. Die jährlichen Zuschüsse dienen der schulischen Ausbildung und der therapeutischen Betreuung in unterschiedlichen Projekten.

Der Verbund beteiligt sich auch an der Aktion »Ein Funken Wärme«, die von einer großen österreichischen Tageszeitung gemeinsam mit der Caritas ins Leben gerufen wurde. Familien, die sich die Heiz kosten nicht leisten können, erhalten eine Unterstützung von bis zu 500 €.

INTENSIVER DIALOG MIT STAKEHOLDERN

VERANKERUNG DER NACHHALTIGKEIT IM UNTERNEHMEN

ERSTELLUNG EINER ANTI - KORRUPTIONSRICHTLINIE

GESELLSCHAFT

UMWELT

Der Verbund erzeugt Strom zu rund 86 % aus Wasserkraft. Die Produktionsweise der Stromerzeugung aus der erneuerbaren Wasserkraft war deshalb von Anfang an ein nachhaltiger Weg. In den 1970er-Jahren wurde der Umweltschutz systematisch in alle Unternehmensbereiche integriert. Das Umwelt manage mentsystem wurde in das Gesamtmanagement des Verbund eingebunden und wird an den Produktionsstandorten nach EMAS und ISO zertifiziert. Seit 1999 werden von externen Gutachtern auch Produktaudits durchgeführt. Das garantiert den Kunden, dass das Produkt »Wasserkraftstrom« auch wirklich zu 100 % aus heimischer Wasserkraft stammt.

Bei Neubauprojekten werden Natur- und Landschaftsschutz bereits in der Planungsphase umfassend berücksichtigt. Bestehende Laufkraftwerke werden mit Fischaufstiegshilfen ausgestattet, die eine Durch gängigkeit der Gewässer – wie sie in der Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird – und damit eine Fischwanderung flussaufwärts ermöglichen. Im Jahre 2007 konnten die Fischaufstiegshilfen Villach, Spielfeld und Melk fertig gestellt werden.

Aber nicht nur bauliche, sondern auch Managementmaßnahmen wurden im vergangenen Jahr gesetzt, so z.B. die Fortsetzung der Auditierung/Zertifizierung von Kraftwerksstandorten und Netzgruppen. Mit Ende 2007 verfügen alle Kraftwerke der Werksgruppen Untere Donau, Mur, Glockner-Kaprun inkl. Salzach, Drau-Flusskraftwerke sowie das Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen der Werksgruppe Obere Donau über ein Umweltmanagementsystem. Derzeit laufen Vorbereitungen für die Standorte Malta und die Hauptverwaltung in Wien. Im Bereich Netz konnte das Umweltmanagementsystem um die Netzgruppen Nord und Ost erweitert werden.

Um die Kosten für umweltrelevante Maßnahmen besser erfassen und vergleichen zu können, hat der Verbund bereits vor mehreren Jahren eine Umweltkostenrechnung eingeführt. In den letzten Jahren wurden in den operativen Bereichen dafür jährlich knapp 50 Mio. € aufgewendet.

Das Umweltschutzengagement des Verbund und die Berichterstattung darüber wird auch extern gewürdigt: Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2006 erhielt der Verbund bereits zum vierten Mal eine Auszeichnung beim »Austrian Sustainability Reporting Award«.

MITARBEITER

Im Jahr 2007 beschäftigte der Verbund 2.441 MitarbeiterInnen, davon 95 % Angestellte, 1 % Arbeiter und 4 % Lehrlinge. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Personalstand um 3 MitarbeiterInnen erhöht. Insgesamt wurden 138 MitarbeiterInnen aufgenommen und weitere 19 Mitarbeiter mit der Übernahme der APC in den Konzernpersonalstand integriert und damit die natürliche Fluktuation ausgeglichen. Das Durchschnittsalter liegt bei 44,5 Jahren, rund 72 % gehören der Generation der über 40-Jährigen an.

Die 2007 neu konzeptionierte Personalstrategie mit dem Zeithorizont 2008 bis 2012 unterstützt die Expansion des Konzerns sowohl auf dem Heimmarkt als auch auf den europäischen Märkten und trägt mit gezielten Maßnahmen wesentlich dazu bei, profitables Wachstum im In- und Ausland zu sichern. Der Verbund gewährleistet die Versorgungssicherheit und effiziente Erzeugung.

Folgende Werte bilden die Grundlage der Personalarbeit:

  • Förderung und Forderung von Leistung
  • Faire und leistungsorientierte Entlohnung
  • Objektivität und Transparenz
  • Denken und Handeln nach internationalen Maßstäben
  • Aktive Frauenförderung
  • Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung
  • Personalstrategie als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie
  • Personalentwicklung

Einen Anreiz für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet das leistungsorientierte Gehaltsmodell, das im Stromgeschäft und in der Holding bereits seit einigen Jahren angewendet wird und durch variable Gehaltsbestandteile die Motivation und Leistungsorientierung fördert. Transparente und nachvoll ziehbare Mechanismen der Gehaltsfindung garantieren so eine faire Entlohnung der Mitarbeiter. Dieses erfolgreiche Gehaltsmodell wird in den kommenden Jahren Schritt für Schritt auch von den anderen Gesellschaften des Konzerns übernommen werden.

Jedes Unternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, genauer gesagt mit deren Qualifikation und Sachkenntnissen. Personalentwicklung ist daher ein zentrales Thema für den Verbund und wird als langfristige Investition in die Zukunft des Unternehmens betrachtet.

Der Kernbereich der Personalarbeit lag in der Förderung von Potenzialträgern und Nachwuchs fü h r un g s kräften im Rahmen des so genannten »Talent Management«, dessen 2006 geplante Förderpro gram me konsequent umgesetzt wurden. Darüber hinaus wurde die Führungskräftequalifizierung neu strukturiert.

Wesentliche Schwerpunkte stellten 2007 die Fortsetzung der Englisch-Sprachoffensive zur Förderung der Internationalität, ein internes Controlling-Qualifizierungskonzept sowie die Entwicklung eines neuen dreistufigen Ausbildungsprogramms zum Thema »Energy Market« dar.

Durch das energiewirtschaftliche Weiterbildungsprogramm soll die Kernkompetenz des Verbund weiter gestärkt werden. In den operativen Gesellschaften sind Schulungen zum Thema Sicherheit ein zentraler Bestandteil der Aus- und Weiterbildung.

Frauen werden schon bei Stellenausschreibungen konkret angesprochen, weitere Maßnahmen sind geplant.

Unserer gesellschaftlichen Verantwortung verleihen wir durch die sozialverträgliche Gestaltung notwendiger Personalreduktionen Ausdruck.

Durchschnittlich beansprucht jeder Mitarbeiter des Verbund rund eine Bildungswoche pro Jahr, rund 87 % aller MitarbeiterInnen haben im Jahr 2007 an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Die Bildungs investitionen pro Mitarbeiter In betrugen 1.455 €.

BILDUNGSINVESTITIONEN PRO MITARBEITERiN € 1.068 1.220 1.455 2005 2006 2007

RISIKOMANAGEMENT

Das unternehmensweite Risikomanagement stellt für den Verbund ein maßgebliches Instrument der
Unternehmensführung dar. Mit dem Ziel, den Unternehmenswert laufend zu steigern, müssen für die
Wahrnehmung von Chancen auch Risiken eingegangen werden.
Konzernweites Risikomanagement hat somit die gezielte Sicherung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns, aber auch bestehender und künftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale im
Fokus. Um die Chancen und Risiken in einem immer komplexer werdenden Markt möglichst frühzeitig
erkennen und abwägen zu können, betreibt der Verbund bereits seit 2001 ein unternehmensweites
Risikomanagement.
AUFGABEN Im Verbund ist das unternehmensweite Risikomanagement in die Aufbau- und Ablauforganisation inte
griert. Die wesentlichen Schwerpunkte liegen in der Sicherung des permanenten Informationsaus -
tausches über risikorelevante Sachverhalte und in der Weiterentwicklung des Risikomanagements in
allen Bereichen des Konzerns.
Die zur Optimierung des Risikomanagementprozesses und zur weiteren Erhöhung des Risikobewusst -
seins implementierte unternehmensweite Risikomanagement-Software läuft zur vollsten Zufriedenheit
und unterstützt damit die konzernweite Risikobetrachtung. Weitere Schwerpunkte im Geschäftsjahr
waren die Behandlung von Projektrisiken, die Miteinbeziehung neuer Beteiligungen des Verbund sowie
Krisenmanagementaktivitäten in einzelnen Gesellschaften des Konzerns.
Grundsätzlich versteht der Verbund Risiko bzw. Chance als die Möglichkeit einer negativen oder posi
tiven Abweichung von Unternehmenszielen und -kennzahlen. Der systematische Risikomanagement -
prozess beginnt mit der regelmäßigen Identifikation der Risiken in den einzelnen Organisationsein -
heiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die dabei festgestellten Einzelrisiken werden erfasst
und mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens zu Hauptrisiken zusammengefasst.
RISIKEN 2008 Die Hauptrisiken werden von den Risikoverantwortlichen laufend hinsichtlich ihrer Quantifizierung
und Modellierung überprüft, weiters werden sie vierteljährlich zu einer unternehmensweiten Risiko -
kennzahl zusammengefasst. Dabei finden moderne Risiko-Tools und die jeweils beste Bewertungs -
methode (z.B. Value at Risk, Sensitivitätsanalyse, Expertenschätzung) unter Berücksichtigung von
Korrelationen mittels Monte-Carlo-Simulation Anwendung. Im Rahmen des standardisierten
Berichtswesens wird der Vorstand über das Ergebnis informiert, die fünf größten dieser Hauptrisiken
werden im Rahmen des kaufmännischen Berichts des Vorstandes an den Aufsichtsrat berichtet.
Die rechnerische Schwankungsbreite im Verhältnis zum Plan-Konzerngewinn 2008 liegt in einer maxi
malen Bandbreite von +16 % (best case) und –18 % (worst case). Das Konfidenzniveau beträgt 95 %.
Das institutionalisierte Berichtswesen dient dem Verbund nicht nur als Frühwarnsystem, sondern ist
auch die Basis für die Einleitung und Durchführung von rechtzeitigen und zielgerichteten Steuerungs -
maßnahmen zur Risikobewältigung und -begrenzung.

HAUPTRISIKEN FÜR 2008

VERBUND (ÖSTERREICHISCHE ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-AG)

FREMDWÄHRUNGSRISIKO Resultiert vordergründig aus Finanzierung in JPY. Ri si ko minimierung durch etwaige Absicherungsstrategien, Limite und Monitoring

INFORMATIKRISIKO Zur Risikominimierung wird moderne Hard- und Software eingesetzt.

EIGENSTROM

Dieses Risiko setzt sich aus dem Mengenrisiko aufgrund volatiler Wasserführung und dem damit verknüpften Preisrisiko zusammen. Risikominimierung durch Analyse, Wasserführungs prognosen und langfristigen Verkauf.

ANLAGENRISIKO Resultiert aus Schäden an den Anlagen. Risikominimierung durch optimierte Instand hal tungsstrategie und Versicherung.

BRENNSTOFFRISIKO Verlustrisiko aufgrund von Veränderungen der Rohstoffpreise. Optimierung durch Preisprognosen, mengenmäßige Vorausplanung und Absicherungsstrategien.

KURSRISIKO WERTPAPIERE Schwankungsrisiko der gehaltenen Wertpapiere. Risiko minimierung durch Anlage strategievorgaben, Monito ring und Quantifizierung.

PERSONALRISIKO Dazu sind Risiken wie Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage und der Mitarbeiterausfall zu nennen.

KONTRAHENTENRISIKO Die Gefahr, dass die Geschäfts partner ihren Verpflichtungen nicht oder erst verspätet nachkommen. Risikobegrenzung durch Funktionstrennung, internes Scoring, Limitsystem

PREISRISIKO FREMDSTROM Verlustrisiko aufgrund der Preisvolatilität im Strom markt. Zur Überwachung des Risikos wurde organisatorisch ein eigenes Rulebook für den Stromhandel ausgearbeitet mit Funktionstrennung, Verantwortungszuweisung, Limitsystem (u.A. VaR). Das Risiko wird mit Hilfe von Stromtermingeschäften

und Monitoring.

minimiert.

Risikobegrenzung durch Ausrichtung auf eine angemessene Kapitalzielstruktur sowie laufenden Kontakten zu Ratingagenturen.

RATINGÄNDERUNGSRISIKO

PROZESS-/RECHTSRISIKO Dazu sind etwaige Risiken aus Rechtsstreitigkeiten zu nennen. Absicherung erfolgt durch laufendes Monitoring.

ERZEUGUNG HANDEL/VERTRIEB ÜBERTRAGUNG BETEILIGUNGEN

ANLAGENRISIKO Resultiert aus Schäden an den Anlagen. Risikominimierung durch optimierte Instand haltungsstrategie und Versicherung.

GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Verlustrisiko aufgrund von Gesetzeseinführungen oder -änderungen. Minimierung durch Monitoring und verstärktes Lobbying.

ZINSÄNDERUNGSRISIKO Hervorgerufen durch Zinssatzänderungen. Risiko absicherung durch etwaige Absicherungsstrategien, Limite und Monitoring.

BETEILIGUNGSRISIKO Resultiert aus Schwankungen des Beteiligungsansatzes, Dividenden bzw. Gewinn ausschüttungen und Risiken der Eventualverbindlichkeiten bzw. Forderungen. Risiko optimierung durch Identi fi kation, Analyse, Quantifi zierung und Monitoring.

Nähere Details zur Verwendung von Finanzinstrumenten, das schwerpunktmäßige Risikomanagement in den Bereichen Finanz, Strom, Informatik und Netz sowie Methoden sind im Kapitel »Risiken/ Risikomanagement« des Anhangs angeführt.

Bereits 2006 wurde der Verbund in Bezug auf die hohe Qualität des Risikomanagements von einigen Unternehmensberatungsgesellschaften als Best-Practice-Unternehmen genannt. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung wird auch ein internationaler Erfahrungsaustausch mit anderen Energie unternehmen und der Industrie gepflegt.

Zur Schaffung und Sicherstellung der Risikokultur im Verbund wurden Risikohandbücher und -richtlinien erstellt beziehungsweise werden regelmäßige Schulungen und Workshops durchgeführt.

Im Berichtszeitraum hat sich die Risikolage des Verbund-Konzerns nicht wesentlich verändert, per 31. 12. 2007 sind für das Geschäftsjahr 2008 keine Risiken zu erkennen, die für den Verbund einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.

Im Rahmen der Berichterstattung nach Punkt 80 Österreichischer Corporate Governance Kodex wurde von den Wirtschaftsprüfern die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements evaluiert und als ange messen beurteilt.

SIEHE AUCH »ANHANG RISIKO - MANAGEMENT« S. 120

WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ist die oberste Prämisse für sämtliche Entscheidungen im Verbund. Aus diesem Grund ist der Economic Value added (EVA) die entscheidende Messgröße für alle Steuerungsmaßnahmen, da er im Gegensatz zu EBIT, Cashflow oder margenorientierten Kenn zahlen auch die risikoadjustierten Kapitalkosten erfasst und dazu beiträgt, Fehlallokationen zu vermeiden. Der EVA wird in allen Unternehmensbereichen des Verbund als zentrales Steuerungskriterium eingesetzt.

Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes wird dann erzielt, wenn die Renditen auf das eingesetzte Vermögen (ROIC) den Zinssatz für die Kapitalkosten (WACC) übersteigen.

Der Return on Invested Capital (ROIC) zeigt die Gesamtrendite des Unternehmens und ist das Verhältnis des Geschäftsergebnisses zum durchschnittlichen Geschäftsvermögen (Invested Capital).

Das Geschäftsergebnis wird definiert als der operative Gewinn vor Finanzierungskosten, jedoch inklusive des Beteiligungsergebnisses, nach Berücksichtigung der Ertragssteuern.

Die Kapitalkosten werden durch Multiplikation des Geschäftsvermögens (als Summe aller zinstragenden Kapitalpositionen zu Buchwerten) mit den gewichteten Kapitalkosten errechnet.

Die Differenz von ROIC und WACC ergibt den relativen Wertbeitrag. Durch Multiplikation mit dem eingesetzten Geschäftsvermögen erhält man den absoluten Wertbeitrag (EVA).

WEIGHTED-AVERAGE-COST-OF-CAPITAL (WACC) =

Der Zinssatz für die Kapitalkosten basiert auf einem Weighted-Average-Cost-of-Capital-Ansatz (WACC) mittels Peer-Analyse und einer Zielkapitalstruktur. Im Jahr 2007 wurde die Herleitung der Kapital kosten umfassend überarbeitet, der WACC wurde aufgrund einer Anpassung an die aktuellen Fremd kapitalkosten, einer überarbeiteten Peer-Analyse und damit verbundenen Änderung der aktuellen Beta-Faktoren aktualisiert. Der WACC beträgt 7,0 %.

GEWICHTETE KAPITALKOSTEN

EIGENKAPITALKOSTENSATZ 60 % FREMDKAPITALKOSTENSATZ 40 %
MARKTRISIKOPRÄMIE 5,0 % RISIKOFREIER ZINSSATZ 4,4 %
X BETA-FAKTOR 1,03 + FREMDKAPITAL-SPREAD 0,6 %
= EIGENKAPITAL-RISIKOPRÄMIE 5,1 % = FREMDKAPITAL-KOSTENSATZ VOR STEUERN 5,0 %
+ RISIKOFREIER BASISZINSSATZ 4,4 % – ERTRAGSTEUERSATZ 25 %
= EIGENKAPITAL-KOSTENSATZ 9,5 % = FREMDKAPITAL-KOSTENSATZ NACH STEUERN 3,8 %
EIGENKAPITALQUOTE 60 % + FREMDKAPITALQUOTE 40 %
WACC = 7,0 %

Zukünftige Investitions- und Akquisitionsprojekte werden nach einheitlich festgelegten Kriterien und Modellen beurteilt, wobei für die Segmente und Regionen unterschiedliche Kapitalkosten herangezogen werden. Für die unterschiedlichen Segmente variieren die Kapitalkosten je nach Region zwischen 6,0 % und 13,5 %. Die Entscheidungsfindung erfolgt dabei ausschließlich nach wertorientierten und strategi schen Kriterien, um

  • eine kapitalmarktorientierte Rendite für die Aktionäre,
  • eine Steigerung des Marktwertes und
  • ein nachhaltiges Unternehmensergebnis

zu gewährleisten.

Im Sinne einer optimalen Kapitalallokation werden jene Projekte realisiert, die den höchsten Barwert aufweisen. Durch die Integration des EVA in die Entscheidungsfindung wird sichergestellt, dass die Überprüfung der perio dischen Wertbeiträge von realisierten Projekten nach den gleichen Grund sätzen wie bei der Entscheidung über die Projekte erfolgt.

Der EVA-Berechnung liegen ein Geschäftsergebnis nach Minderheiten von 678,0 Mio. € (Vorjahr: 591,0 Mio. €) sowie ein durchschnittliches Invested Capital nach Minderheiten von 3.889,1 Mio. € (Vorjahr: 3.416,0 Mio. €) zugrunde. Im Rahmen der Berechnung des Invested Capital wurden heuer erstmals für die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen die Beteiligungsansätze des Vorjahres herangezogen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

EVA-ENTWICKLUNG MIO. €

2005 2006 2007

201,8 351,9 405,8

VERWENDUNG IM OPERATIVEN BERICHTS - WESEN UND BEI DER BEURTEILUNG VON PROJEKTEN

ANGABEN GEMÄSS § 243a UGB

  1. Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt. Zum Bilanzstichtag befinden sich daher 308.200.000 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Pkt. 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen Rechte und Pflichten.

    1. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: »Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.« Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.
    1. Die Aktionärsstruktur des Verbund ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51 % des Grundkapitals der Verbundgesellschaft befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Jeweils mehr als 10 % des Grundkapitals befinden sich im Eigentum der Landesenergieversorger Wiener Stadtwerke Holding AG und EVN AG. Mehr als 5 % befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 24 % des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Beim Verbund bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Entsprechend dem Österreichischen Corporate Governance Kodex ist gem. Beschluss des Aufsichts rates eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor dem 65. Geburtstag möglich. Darüber hinaus bestehen keine, über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vor standes und des Aufsichtsrates. Ferner bestehen auch keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen über die Änderung der Satzung.
    1. Die in der 59. o. Hauptversammlung am 20. März 2006 dem Vorstand gem. § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG erteilte Ermächtigung zum Aktienrückkauf ist am 20. September 2007 abgelaufen, ohne dass vom Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen wurde. Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstandes i.S.d. § 243a Z. 7 UGB.
    1. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Rege l ungen, die sich auf den im § 243a Z. 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im Übrigen ist unserer Ansicht nach ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes derzeit nicht möglich.
    1. Entschädigungsvereinbarungen i.S.d. § 243a Z. 9 UGB bestehen nicht.

Wien, am 28. Jänner 2008

Der Vorstand

Dr. Michael Pistauer Dr. Johann Sereinig

Vorstandsdirektorin Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern Mitglied des Vorstandes Mitglied des Vorstandes

Generaldirektor Generaldirektor-Stellvertreter Vorsitzender des Vorstandes Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS

GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 2007 2006
UMSATZERLÖSE
1
3.038.343 2.878.194
STROMERLÖSE 2.718.004 2.535.760
NETZERLÖSE 274.536 268.234
SONSTIGE 45.803 74.200
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
2
52.560 66.118
STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG (HANDEL)
3
–1.458.027 –1.402.676
BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN
4
–98.620 –98.837
PERSONALAUFWAND
5
–262.009 –276.382
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
14
–182.942 –177.410
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
6
–173.174 –182.554
OPERATIVES ERGEBNIS 916.131 806.453
FINANZIERUNGSERGEBNIS1
7
–104.717 –108.229
ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
8
51.789 23.186
BETEILIGUNGSERGEBNIS – SONSTIGE
8
3.101 7.830
ERGEBNIS AUS FINANZINVESTITIONEN
9
16.092 9.811
FINANZERGEBNIS –33.735 –67.402
ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN 882.396 739.051
ERTRAGSTEUERN
11
–217.251 –177.587
ERGEBNIS GESAMT 665.145 561.464
ZUZURECHNEN DEN AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS (KONZERNERGEBNIS) 579.178 501.060
ZUZURECHNEN DEN ANTEILEN ANDERER GESELLSCHAFTER 85.967 60.404
ERGEBNIS JE AKTIE €2, 3
21
1,88 1,63

1 DIE KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDEN ERGEBNISANTEILE WURDEN IM FINANZIERUNGSERGEBNIS ERFASST. VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

2 VERWÄSSERT IST GLEICH UNVERWÄSSERT

3 DER AM 23. 05. 2006 ERFOLGTE AKTIENSPLITT IM VERHÄLTNIS 1 : 10 IST BERÜCKSICHTIGT

BILANZ DES VERBUND-KONZERNS

BILANZ DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 31. 12. 2007 31. 12. 2006
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 6.323.288 5.874.424
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 12 11.015 7.993
SACHANLAGEN 13 4.131.969 4.068.911
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 15 1.156.275 785.175
SONSTIGE BETEILIGUNGEN 15 39.690 36.654
FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING 16 537.817 580.342
SONSTIGE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN 17 446.522 395.349
KURZFRISTIGES VERMÖGEN 1.016.490 565.768
VORRÄTE 18 48.814 52.207
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN 19 637.556 425.592
LIQUIDE MITTEL 20 330.120 87.969
AKTIVA 7.339.778 6.440.192
ANHANG 31. 12. 2007 31. 12. 2006
AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS ZURECHENBARES EIGENKAPITAL 21–24,26 2.407.456 2.071.083
ANDEREN GESELLSCHAFTERN ZURECHENBARES EIGENKAPITAL 25 267.169 221.610
LANGFRISTIGE SCHULDEN 3.679.988 3.039.099
FINANZVERBINDLICHKEITEN1 27 1.605.163 908.639
FINANZVERBINDLICHKEITEN – CROSS BORDER LEASING 27 604.562 647.928
RÜCKSTELLUNGEN 28 619.978 624.751
RÜCKSTELLUNGEN FÜR LATENTE STEUERN 11 148.554 147.364
BAUKOSTENBEITRÄGE 30 419.398 426.449
ABGRENZUNGEN – CROSS BORDER LEASING 31 250.759 256.702
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 32 31.574 27.266
KURZFRISTIGE SCHULDEN 985.165 1.108.400
FINANZVERBINDLICHKEITEN 27 376.767 438.846
RÜCKSTELLUNGEN 28 225.372 235.611
RÜCKSTELLUNGEN FÜR LAUFENDE STEUERN 29 47.440 114.564
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 33 335.586 319.379
PASSIVA 7.339.778 6.440.192

1 DIE KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDEN KAPITALANTEILE WURDEN IN DEN LANGFRISTIGEN FINANZVERBINDLICHKEITEN ERFASST. VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES VERBUND-KONZERNS TAUSEND €
ANHANG 2007 2006
ERGEBNIS 665.145 561.464
GEWINNANTEIL FÜR KOMMANDITISTEN 41.277 47.283
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN
(ABZGL. AUFLÖSUNG BAUKOSTENZUSCHÜSSE)
166.697 158.509
ZU- UND ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN SOWIE AT-EQUITY-VERÄNDERUNGEN –21.267 –6.783
ERGEBNIS AUS DEM ABGANG VON ANLAGEN 1.310 –11.452
VERÄNDERUNG VON VORRÄTEN 2.525 –25.356
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGEN FORDERUNGEN
26.706 46.213
VERÄNDERUNG VON BEWERTUNGSBEDINGTEN FREMDWÄHRUNGSSCHWANKUNGEN,
ZINSABGRENZUNGEN UND DISAGIO
13.720 –6.092
VERÄNDERUNG VON RÜCKSTELLUNGEN UND LATENTEN STEUERN –88.211 149.400
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN MIT AUSNAHME DER
FINANZVERBINDLICHKEITEN SOWIE VERÄNDERUNG DER ABGRENZUNG AUS CROSS BORDER LEASING
–276 –158.789
ERGEBNIS AUS DER VERSCHMELZUNG NICHT KONSOLIDIERTER TOCHTERUNTERNEHMEN UND
KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNGEN
0 –541
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 807.626 753.856
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN –243.115 –194.921
ABGÄNGE VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN UND SACHANLAGEN 4.690 8.672
INVESTITIONEN IN FINANZANLAGEN –454.714 –348.146
ABGÄNGE VON FINANZANLAGEN 49.935 47.886
ZUGANG/ABGANG VON KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN, GESCHÄFTSBEREICHEN –
KONSOLIDIERUNGSKREISÄNDERUNG
–4.998 –33.213
VERÄNDERUNG VON LANGFRISTIGEN FORDERUNGEN 1.637 5.682
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –646.564 –514.040
VERÄNDERUNG VON KURZFRISTIGEN AUFNAHMEN –291.057 306.474
AUFNAHME VON ANLEIHEN, DARLEHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN 783.395 52.889
VERANLAGUNGEN IM ZUSAMMENHANG MIT CROSS BORDER LEASING 0 –36.433
TILGUNG VON ANLEIHEN, DARLEHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN –125.066 –340.495
TILGUNG UND FINANZANLAGENABGÄNGE IM ZUSAMMENHANG MIT CROSS BORDER LEASING –656 –1.511
ERHALTENE BAUKOSTENBEITRÄGE 9.193 11.821
VERÄNDERUNG VON VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
446 –138
DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG UND ENTNAHMEN –295.166 –174.152
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 81.089 –181.545
VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL 242.150 58.271
LIQUIDE MITTEL ZU BEGINN DES GESCHÄFTSJAHRES 87.969 29.698
LIQUIDE MITTEL AM ENDE DES GESCHÄFTSJAHRES
20
330.120 87.969

SIEHE ERLÄUTERUNGEN UNTER PUNKT VII. SONSTIGE ANGABEN

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS DES VERBUND-KONZERNS1 TAUSEND €
AKTIONÄREN DES MUTTERUNTERNEHMENS ZURECHENBARES EIGENKAPITAL
GRUND- KAPITAL-
KAPITAL RÜCKLAGEN
ANGE-
ERGEBNISSE
SONSTIGE
SAMMELTE RÜCKLAGEN
SUMME ANDEREN
GESELL-
SCHAFTERN
ZURECHEN-
BARES
EIGENKAPITAL
GESAMT
SUMME
EIGEN
KAPITAL
ANHANG 21 22 23 24 25
STAND PER 01. 01. 2006 223.978 10.936 1.485.488 2.837 1.723.239 181.688 1.904.927
DIREKT IM EIGENKAPITAL
ERFASSTE ERGEBNISSE AUS
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜG
BAREN FINANZINSTRUMENTEN
-4.276 -4.276 -531 -4.807
AT EQUITY BILANZIERTEN
BETEILIGUNGEN
4.106 4.106 4.106
CASHFLOW HEDGES -23 -23 -23
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICH
TIGTER ERGEBNISSE VOR STEUERN
0 0 0 -193 -193 -531 -724
– STEUERN DARAUF 1.077 1.077 132 1.209
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICH
TIGTER ERGEBNISSE NACH STEUERN
0 0 0 884 884 -399 485
PERIODENERGEBNIS 501.060 501.060 60.404 561.464
SUMME DER BERÜCKSICHTIGTEN
GEWINNE UND VERLUSTE
0 0 501.060 884 501.944 60.005 561.949
DIVIDENDE -154.100 -154.100 -20.083 -174.183
KAPITALERHÖHUNG AUS
GESELLSCHAFTSMITTELN
84.222 -84.222 0 0
STAND PER 31. 12. 2006 308.200 10.936 1.748.226 3.721 2.071.083 221.610 2.292.693
STAND PER 01. 01. 2007 308.200 10.936 1.748.226 3.721 2.071.083 221.610 2.292.693
DIREKT IM EIGENKAPITAL
ERFASSTE ERGEBNISSE AUS
ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜG
BAREN FINANZINSTRUMENTEN
-14.076 -14.076 -780 -14.856
AT EQUITY BILANZIERTEN
BETEILIGUNGEN
CASHFLOW HEDGES
-2.752
1.653
-2.752
1.653
-2.752
1.653
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICH
TIGTER ERGEBNISSE VOR STEUERN 0 0 0 -15.175 -15.175 -780 -15.955
– STEUERN DARAUF 3.520 3.519 194 3.713
SUMME IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICH
TIGTER ERGEBNISSE NACH STEUERN
0 0 0 -11.655 -11.656 -586 -12.242
PERIODENERGEBNIS 579.178 579.178 85.966 665.144
SUMME DER BERÜCKSICHTIGTEN
GEWINNE UND VERLUSTE 0 0 579.178 -11.655 567.523 85.380 652.903
DIVIDENDE -231.150 -231.150 -39.821 -270.971
STAND PER 31. 12. 2007 308.200 10.936 2.096.254 -7.934 2.407.456 267.169 2.674.625

1 DIE KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDEN KAPITALANTEILE WURDEN IN DEN LANGFRISTIGEN FINANZVERBINDLICHKEITEN ERFASST. VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2007 I. GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) mit Sitz Am Hof 6a, A-1010 Wien, Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien (FN 76023z), bildet gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften den Verbund, für den der nachfolgende IFRS-Konzernabschluss 2007 erstellt wurde.

Der Verbund liefert elektrische Energie an Abnehmer von Börsen, Händler, Energieversorgungsunter nehmen, Industrieunternehmen sowie Haushalts- und Gewerbekunden und betreibt das österreichische Höchstspannungsnetz. Der stetig intensivierte Stromhandel stellt dabei einen integralen Bestandteil der Gesamtvermarktung der Eigenerzeugung dar. Der Verbund trägt mit rund 45 % zur Erzeugung elektrischer Energie in Österreich bei, wobei rund 86 % der Erzeugung des Verbund aus Wasserkraft stammen.

GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesell schaft) wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standard (IFRSs), wie sie in der Europäischen Union und vom IASB anzuwenden sind, aufgestellt.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen voll konsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Der Bilanzstichtag sämtlicher Unternehmen ist der 31. 12. 2007. Die VERBUND Italia S.p.A. wurde auf Basis eines zum 31. 10. 2007 erstellten Zwischenabschlusses einbezogen.

Der Konzernabschluss ist in Tausend Euro (T€) (Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Verbund-Kon zerns, Bilanz des Verbund-Konzerns, Kapitalflussrechnung des Verbund-Konzerns und Entwick lung des Eigenkapitals des Verbund-Konzerns) und Millionen Euro (Mio. €) (Anhangs angaben) aufgestellt. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch die Verwendung automati scher Rechenhilfen Rundungsdifferenzen auftreten.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -METHODEN

Muttergesellschaft ist die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesell schaft). In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss (»Control«) der Muttergesellschaft stehen (»Tochtergesellschaften«), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochter gesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Unternehmen, die gemeinsam mit einem anderen Unternehmen geführt werden (»Gemeinschaftsunter nehmen«), sowie Unternehmen, auf die die Muttergesellschaft direkt oder indirekt einen maßgeblichen Einfluss ausübt (»assoziierte Unternehmen«), sind nach der Equity-Methode bilanziert.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen, identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden (einschließlich Eventualschulden). Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert ausgewiesen.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Zwischengewinne werden eliminiert.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die Austrian Power Vertriebs GmbH, die VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH sowie die »Suengu« Beteiligungsverwaltung GmbH (künftig: VERBUND-Beteiligungs hold ing GmbH) erstmals vollkonsolidiert.

Die Verbund-Austrian Renewable Power GmbH wurde mit September 2007 gegründet und die »Suengu« Beteiligungsverwaltung GmbH mit Dezember 2007 zum Preis von 23 T€ erworben. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft entspricht nahezu dem Kaufpreis, und es bestanden keine wesentlichen Vermögenswerte oder Schulden.

Der Verbund-Konzern erwarb im Geschäftsjahr 2007 100 % des Strom-Großhandelsunternehmens Austrian Power Vertriebs GmbH. Der Erwerbszeitpunkt war der 16. 08. 2007.

Die Vermögenswerte und Schulden der Austrian Power Vertriebs GmbH zum Erwerbszeitpunkt stellen sich wie folgt dar:

VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN DER AUSTRIAN POWER VERTRIEBS GMBH MIO. €
AKTIVA
LANGFRISTIGES VERMÖGEN 4,1
KURZFRISTIGES VERMÖGEN 27,1
AKTIVA 31,2
PASSIVA
EIGENKAPITAL 4,7
LANGFRISTIGE SCHULDEN 0,9
KURZFRISTIGE SCHULDEN 25,6
PASSIVA 31,2
UMSATZERLÖSE IM BERICHTSJAHR 250,9
BILANZVERLUST IM BERICHTSJAHR –0,1
BILANZVERLUST SEIT DEM ERWERBSZEITPUNKT –0,9

Bei der Kaufpreisfindung wurden stille Reserven in Form eines Kundenstocks i.H.v. 3,5 Mio. € identifi ziert. Dieser wurde unter Berücksichtigung von Steuereffekten aktiviert. Der resultierende Firmenwert wurde aufgrund von Unwesentlichkeit sofort ergebniswirksam erfasst.

Weiters erwarb der Verbund-Konzern 49,99 % der Anteile am türkischen Stromerzeuger EnerjiSA Enerji Üretim A.S. Die Geschäftsbereiche der EnerjiSA Enerji Üretim A.S. umfassen im Wesentlichen die Er zeug ung und Verteilung von Strom aus Wärme- und Wasserkraftwerken. Das erworbene Unternehmen stellt ein Gemeinschaftsunternehmen gemäß IAS 31 »Anteile an Joint-Ventures« dar und wird nach der Equity-Methode in den Abschluss des Verbund-Konzerns einbezogen. Partnerunternehmen ist neben der Verbundgesellschaft die türkische Sabanci-Holding A.S. Der Erwerbszeitpunkt war der 31. 05. 2007.

Der Kaufpreis für die Anteile betrug inklusive Nebenkosten 245,3 Mio. €.

In den Konzernabschluss sind neben der Verbundgesellschaft als Mutterunternehmen 15 (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen und 13 (Vorjahr: 12) nach der Equity-Methode bilanzierte Unternehmen einbe zogen.

In den Konzernabschluss nicht durch Vollkonsolidierung einbezogene verbundene Unternehmen (siehe Tabelle »Konzernunternehmen«) haben insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernab schluss. Dies gilt analog für die Auswirkungen der nicht nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen.

Der Konsolidierungskreis ist in der Tabelle »Konzernunternehmen« am Ende des Anhanges angeführt.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

NEU ANGEWANDTE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses wurden alle zum 31. 12. 2007 verpflichtend anzuwendenden Änderungen bestehender IAS, neuer IFRS sowie von IFRIC- und SIC-Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) und vom IASB anzuwenden sind, beachtet.

Unter Berücksichtigung der herrschenden Fachmeinung zur Bilanzierung kündbarer Finanzinstrumente gemäß IAS 32 wurde der Ausweis der den Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Kapital- bzw. Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) (44,3 %) angepasst. In der Bilanz erfolgte der Ausweis im Fremdkapital als Verbindlichkeit gegenüber den Gesellschaftern im Posten »langfristige Finanzverbindlichkeiten«. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde der auf Kommanditgesellschafter entfallende Anteil am Ergebnis im Finanzierungs ergebnis dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.

Für das Geschäftsjahr 2007 sind folgende Standards/Interpretationen erstmals zur Anwendung gebracht worden:

NEUE IFRS/IFRIC

ANZUWENDEN AB
IFRS 7 ANHANGSANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN 01. 01. 2007
IFRIC 10 ZWISCHENBERICHTERSTATTUNG UND WERTMINDERUNG 01. 11. 2006

GEÄNDERTE IFRS/IFRIC

ANZUWENDEN AB
IAS 1 DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES 01. 01. 2007
IAS 32 FINANZINSTRUMENTE: ANGABEN UND DARSTELLUNG 01. 01. 2007

Der International Accounting Standards Board hat im August 2005 den IFRS 7 »Anhangsangaben zu Finanzinstrumenten« verabschiedet. Dieser enthält neue Anforderungen betreffend Angaben zur Bedeutung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden für die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens. Weiters verlangt IFRS 7 Zusatzangaben hinsichtlich der Berichterstattung über Risiken, die mit finanziellen Vermögenswerten und Schulden verbunden sind.

IFRIC 10 »Zwischenberichterstattung und Wertminderung« wurde im Juli 2006 herausgegeben. Dieser stellt fest, dass Wertminderungen in Bezug auf Firmenwerte und in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte, die im Zwischenabschluss erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein

Wertaufholungsverbot gilt, in künftigen Zwischenabschlüssen oder Konzernabschlüssen nicht rückgängig gemacht werden dürfen.

Die Ergänzung des IAS 1 »Darstellung des Abschlusses« bringt zusätzliche Angaben zum Kapital, wie beispielsweise zur Kapitalstruktur sowie deren Ermittlung und Steuerung durch das Management.

Mit der Änderung im August 2005 wurden die Angabenvorschriften in IAS 32 durch IFRS 7 »Anhangs angaben zu Finanzinstrumenten« ersetzt. Dabei wurde der Titel von IAS 32 auf »Finanzinstrumente: Darstellung« abgeändert.

Die Änderung zu IAS 1 sowie der neue IFRS 7 führten zu deutlich erweiterten Angabeverpflichtungen im Anhang des Verbund-Konzerns.

Die bereits zwecks Anwendung in der EU angenommenen Änderungen bestehender oder neuer Stan dards und Interpretationen, die bis 31. 12. 2007 herausgegeben, aber noch nicht in Kraft getreten sind, wurden nicht freiwillig vorzeitig angewendet.

NOCH NICHT ANZUWENDENDE IFRS/IFRIC

VORGESEHENER ANWENDUNGSZEITPUNKT
IFRS 8 OPERATIVE SEGMENTE 01. 01. 2009
IFRIC 11 KONZERNINTERNE GESCHÄFTE UND GESCHÄFTE MIT EIGENEN ANTEILEN NACH IFRS 2 01. 03. 2007

IFRS 8 regelt die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen sowie Kundenbeziehungen des Unternehmens. Nach diesem ist die Segmentberichterstattung so aufzuberei ten, wie unternehmensintern an den zentralen Entscheidungsträger des Unternehmens – als Grundlage für Entscheidungen hinsichtlich Leistungsbeurteilung und Ressourcenallokation – berichtet wird (Management Approach). Demgegenüber sieht IAS 14 vor, die Segmentberichterstattung nach Ur sprung und Art der Chancen und Risiken des Unternehmens zu strukturieren (Risks and Rewards Approach). IFRS 8 tritt mit 01. 01. 2009 in Kraft und ersetzt den IAS 14 vollständig. Für den Verbund-Konzern werden sich aus dem IFRS 8 keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.

Die im November 2006 veröffentlichte IFRIC 11 »Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen nach IFRS 2« befasst sich mit der Fragestellung, wie IFRS 2 auf aktienbasierte Vergütungs ver ein barungen anzuwenden ist, bei denen Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens oder Eigen kapi talinstrumente einer anderen Gesellschaft innerhalb des Konzerns gewährt werden. Da IFRS 2 derzeit bei der Verbundgesellschaft keine Anwendung findet, gilt dies ebenso für IFRIC 11.

Alle übrigen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 in der Bilanz zu Anschaf fungskosten abzüglich planmäßiger linearer und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminde r ungen, die unter dem Posten Abschreibungen ausgewiesen werden, bewertet.

Entwicklungskosten wurden im Verbund-Konzern mangels Erfüllung der Ansatzkriterien gemäß IAS 38 oder aufgrund von nur unwesentlichen Beträgen in der Periode ihres Anfalles erfolgswirksam erfasst.

Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, werden mit ihren Anschaf fungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer und außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen bewertet.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen neben den Material- und Fertigungseinzel kosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt.

SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer und der abnutzbaren Sachanlagen orientieren sich an den erwarteten Nutzungsdauern im Konzern. Im Einzelnen wurden konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern verwendet:

NUTZUNGSDAUER JAHRE
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BEGRENZTER NUTZUNGSDAUER 10–30
BAUTEN
WOHN-, GESCHÄFTS- UND BETRIEBSGEBÄUDE, SONSTIGE BETRIEBLICHE BAULICHKEITEN 20–50
WASSERBAUTEN 75
TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN 10–50
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 4–10

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (siehe Wertminderung von Vermö gens werten) sind im Verbund-Konzern unwesentlich. Firmenwerte voll konsolidierter Tochterunter nehmen bestanden zum 31. 12. 2007 nicht.

VERMIETETE UND GEMIETETE VERMÖGENSWERTE

Gehen bei vermieteten oder verleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf den Leasingnehmer über (Finanzierungsleasing), so wird gemäß IAS 17 beim Leasinggeber nicht der Leasinggegenstand, sondern der Barwert der künftig zu erhaltenden Leasing raten nach Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen bilanziert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Barwert der künftigen Leasingraten und der Summe der nicht abgezinsten Leasingraten stellt einen abgegrenzten Zinsenertrag dar und wird über die Laufzeit der Verträge nach Maßgabe des ausstehenden Forderungsbetrages vereinnahmt. Ebenso wird bei gemieteten Sachanlagen, bei denen der Verbund alle wesentlichen Risiken und Chancen trägt, der Vermögenswert im Anlagevermögen aktiviert und der Barwert der Verpflichtung passiviert.

WERTMINDERUNGEN VON NICHT FINANZIELLEN VERMÖGENSWERTEN

Bei allen in den Anwendungsbereich von IAS 36 fallenden Vermögenswerten wird jeweils zum Bilanz stichtag geprüft, ob Anzeichen einer Wertminderung vorliegen (Impairment Test). Bei Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt jährlich ein Impairment Test auch ohne Anhaltspunkt. Beim Impairment Test erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Be trages. Dieser entspricht dem höheren Wert aus Nutzungswert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten des betroffenen Vermögenswertes. Der Nutzungswert wird jeweils anhand von Vorschaurechnungen (Mittelfristplanungen, Business-Plänen) und daraus abgeleiteten künftigen Zahlungsströmen ermittelt, wobei an die Branche und das Unternehmensrisiko angepasste Abzinsungs sätze vor Steuern sowie Wachstumsfaktoren angewendet werden. Spezifische Risiken werden in den erzielbaren Beträgen berücksichtigt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem für diesen Gegenstand angesetzten Buchwert, ist der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag zu verringern und ein Wertminderungsaufwand (außerplanmäßige Abschreibung) zu erfassen. Entfallen in Folgeperioden die Gründe für die Wertminderung, wird, außer bei Firmenwerten, eine Wertaufholung erfasst.

BETEILIGUNGEN

Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstige Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind, werden gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for Sale, AFS) klassifiziert und grund sätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Kann der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden, wird dieser mit den Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt.

Die Wertansätze der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden gemäß IAS 28 jährlich, entsprechend dem vom Verbund-Konzern gehaltenen Kapitalanteil, um den dem Verbund-Konzern zustehenden Anteil am Ergebnis dieser Beteiligung erhöht oder vermindert. Darin enthaltene Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben.

Zum jeweiligen Bilanzstichtag werden die Beteiligungen auf Anzeichen für Wertminderung überprüft und gegebenenfalls werden Impairment Tests gemäß IAS 36 durchgeführt. Enthalten nach der Equity-Methode einbezogene Beteiligungen an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen einen Firmenwert oder andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wird auch ohne das Vorliegen von Anzeichen jährlich ein Impairment Test durchgeführt. Die Beurteilung der Werthaltigkeit erfolgt auf Basis der Ermittlung des erzielbaren Betrages. Diese periodisch und auf Basis aktueller Annahmen durchgeführte Prüfung ergab für das laufende Geschäftsjahr keinen Bedarf zur Erfassung von Wertminderungen.

Wertpapiere sind als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert. Der Wertansatz in der Bilanz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der auf Basis von Börsekursen ermittelt wird. Wertänderungen werden gemäß IAS 39 bis zur Veräußerung erfolgsneutral in die Rücklagen eingestellt. Die Erfassung von Wertminde r ungen wird erfolgswirksam vorgenommen. Käufe und Verkäufe werden mit dem Handelstag bilanziert.

Verzinsliche Ausleihungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen (Loans and Receivables, LaR) zugerechnet und mit ihren fortgeschriebenen Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertminderungen bilanziert. Im Falle von Wertminderungen erfolgt die Bewertung zum Barwert der erwarteten Rückzahlungen. Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode erfolgswirksam erfasst.

Zur Erfassung der Wertpapiere und Ausleihungen im Zusammenhang mit den Cross-Border-Leasing-Transaktionen siehe weiter unten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen sowie Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhält nis besteht, werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugerechnet und gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert.

Die lang- und kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Finanzierungsleasing (siehe gemietete und vermietete Vermögenswerte) und derivative Finanzinstru mente aus dem Finanz- und Strombereich (siehe derivative Finanzinstrumente). Zur Bilanzierung der in den kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthaltenen Emissionszertifikate siehe unten.

Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Ausleihungen siehe Wertpapiere und Ausleih ungen.

Die sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert.

Die Bilanzierung von Emissionszertifikaten, die zum Verbrauch im Zusammenhang mit dem CO2- Ausstoß thermischer Kraftwerke gehalten werden, wird unter Beachtung der Regelungen von IAS 38, IAS 20 und IAS 37 vorgenommen. Die Zertifikate werden am Tag der Zuteilung oder Anschaffung zum beizulegenden Zeitwert oder den Anschaffungskosten aktiviert. Für unentgeltlich zugeteilte Zertifikate wird in Höhe des beizulegenden Zeitwertes ein Abgrenzungsposten für den erhaltenen Zuschuss gebildet, der mit Verbrauch, Abschreibung oder Veräußerung der Zertifikate ertragswirksam aufgelöst

WERTPAPIERE UND AUSLEIHUNGEN

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

EMISSIONSZERTIFIKATE

wird. Zertifikate, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden gemäß IAS 2 erfolgswirksam zum
Nettoveräußerungspreis bewertet.
VORRÄTE Die Bewertung der Vorräte an Primärenergie sowie an Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt zu Anschaf -
fungs kosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Dieser ergibt sich bei
marktgängigen Vorräten aus dem aktuellen Marktpreis und bei den übrigen Vorräten aus der Herlei -
t ung von den geplanten Erlösen abzüglich noch anfallender Herstellungskosten. In diesem Betrag sind
Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch auf
Erfahrungswerten beruhende Wertabschläge berücksichtigt. Die Ermittlung des Einsatzes der Primär -
energievorräte und der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt nach dem gleitenden Durchschnitts preis -
verfahren.
Noch nicht abrechenbare Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten
umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie systematisch zuordenbare Material- und
Fertigungsgemeinkosten.
FINANZVERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages abzüglich
Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen
Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird unter Verwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit
der Finanzierung verteilt und im Finanzierungsergebnis ausgewiesen.
Im Fremdkapital unter den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfolgt auch der Ausweis der den
konzernfremden Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Anteile an der VERBUND-Austrian
Thermal Power GmbH & Co KG (44,3 %).
PENSIONSVERPFLICH -
T UNGEN, PENSIONSÄHN
LICHE VERPFLICHTUNGEN
UND GESETZLICHE
ABFERTIGUNGEN
Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter
bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.
Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise für diesen Zweck gebundenes Pensions -
kassenvermögen der BAV Pensionskassen AG gegenüber. Soweit diese Verpflichtungen durch die BAV
Pensionskassen AG (Pensionskasse) zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung vonseiten
des Arbeitgebers.
Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche
Verpflichtungen werden gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt, wobei ver
sicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nach der Korridormethode erfasst werden. Versiche -
r ungsmathematische Gewinne oder Verluste, das sind Abweichungen zwischen prognostiziertem und
am Ende der Berichtsperiode ermitteltem tatsächlichen Pensionsaufwand, werden somit erst dann (über
künftige Perioden verteilt) im Aufwand erfasst, wenn die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder
Verluste 10 % des höheren Betrages aus Barwert der Verpflichtung oder beizulegendem Wert des Fonds -
vermögens übersteigen. Soweit jedoch die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste ein
Ausmaß von 20 % der prognostizierten bilanzierten Rückstellung überschreiten, werden diese sofort
ergebniswirksam erfasst. Sämtliche Aufwendungen (und Erträge) im Zusammenhang mit diesen
Verpflichtungen werden als Personalaufwand erfasst.
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen erfolgt auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten
für die Stichtage 01. 01. und 31. 12. 2007. Als Rechnungsgrundlagen werden die »AVÖ 1999-P – Rech -
nungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler« herangezogen.
Die Veranlagung des Pensionskassenvermögens erfolgt durch die Pensionskasse vorwiegend in ver
schiedenen Investmentfonds unter Beachtung der Bestimmungen des Pensionskassengesetzes.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen den Arbeitgeberanteil für die nach Pensionsantritt zu leistenden Prämien zur Krankenzusatzversicherung (KZV). Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt analog zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen.

Aufgrund einer Reorganisation des KZV-Systems in Vorjahren werden Neuverträge derzeit nur mehr mit Selbstbehalt abgeschlossen. Für Inhaber von Altverträgen mit Ausschluss eines Selbstbehalts besteht laufend die Möglichkeit zum Übertritt ins neue System.

Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis vor dem 31. 12. 2002 begann, erhalten auf Basis arbeitsrechtlicher Verpflichtungen bei Kündigung durch den Arbeitgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine einmalige Abfertigung. Die Höhe dieser Zahlung ist von der Anzahl der Dienstjahre und des bei Abferti gungsanfall maßgeblichen Bezuges abhängig. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem Ansparzeitraum von 25 Jahren, wobei versiche r ungsmathematische Gewinne oder Verluste sofort erfolgswirksam realisiert werden. Soweit die Rech nungsannahmen von den für die Pensionsrückstellung angewendeten Annahmen abweichen, wurden sie in untenstehender Tabelle separat angeführt.

Für alle nach dem 31. 12. 2002 beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeit nehmers mehr auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Bei diesem Abfertigungsmodell ist der Arbeitgeber nur zur regelmäßigen Leistung der Beiträge verpflichtet, und es wird daher als beitragsorientierter Plan gemäß IAS 19 bilanziert.

Den Berechnungen zum 31. 12. 2007 und zum 31. 12. 2006 liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

2007 2006
PENSION
ABZINSUNGSSATZ BANDBREITE 4,75–5,00 % BANDBREITE 4,25–4,50 %
PENSIONSSTEIGERUNGEN 2,25 % 1,75 %
GEHALTSSTEIGERUNGEN 3,00 % 2,75 %
FLUKTUATION KEINE KEINE
PENSIONSALTER FRAUEN 56,5 – 65 56,5 – 65
PENSIONSALTER MÄNNER 61,5 – 65 61,5 – 65
ERWARTETE LANGFRISTIGE VERZINSUNG DES FONDSVERMÖGENS
(ERMITTELT AUF BASIS DER SEKUNDÄRMARKTRENDITE FESTVER
ZINSLICHER ÖSTERREICHISCHER BUNDESANLEIHEN)
4,0 % 4,0 %
PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
ABZINSUNGSSATZ BANDBREITE 4,75–5,00 % BANDBREITE 4,25–4,50 %
FLUKTUATION (IN ABHÄNGIGKEIT VON DER UNTERNEHMENSZUGEHÖRIGKEIT) 0,0–4,0 % 0,0–4,0 %
TREND DER ZUSCHUSSZAHLUNGEN AUF BASIS SPITALSKOSTENINDIZES:
NEUVERTRÄGE (MIT SELBSTBEHALT) 4,5 % 4,5 %
ALTVERTRÄGE (OHNE SELBSTBEHALT) 7,5 % 7,5 %
GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN
ABZINSUNGSSATZ 4,75 % 4,25 %
FLUKTUATION (IN ABHÄNGIGKEIT VON DER UNTERNEHMENSZUGEHÖRIGKEIT) 0,0–4,0 % 0,0–4,0 %

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für das Unternehmen eine rechtliche oder tatsächliche Ver pflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses vorliegt und es wahr schein lich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Mittelabfluss führen wird. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schät z ung ermittelt werden kann. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrages nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Abzinsungssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen werden im Finanzierungsergebnis erfasst.

Im Rahmen von Altersteilzeitmodellen wird Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, vor dem Eintritt des ASVG-Pensionsanspruches unter Entgeltfortzahlung bis zum gesetzlich geregelten Pensionsantrittsalter aus dem Unternehmen auszuscheiden. Die Bewertung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19 nach der Projected-Unit-Credit-Methode, wobei versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste sofort erfolgswirksam realisiert werden. Die Bewertungsparameter entsprechen im Wesentlichen jenen für pensionsähnliche Verpflichtungen. Die daraus zu erfassenden Aufwendungen werden im Pensions aufwand ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den fort geführten Anschaffungskosten bewertet.

Erhaltene Baukostenzuschüsse sowie Investitionszuschüsse öffentlicher Hand werden als Passivposten unter den Schulden erfasst und über die Nutzungsdauer der betroffenen Anlagen verteilt erfolgswirksam aufgelöst. Zur Erfassung erhaltener Zuschüsse im Zusammenhang mit Emissionszertifikaten siehe Emissionszertifikate.

Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG hat in den Jahren 1999 bis 2001 mehrere Cross-Border-Leasing-Transaktionen abgeschlossen. Dabei wurden Kraftwerke an US-Investoren verleast und gleichzeitig wieder mittels eines Finanzierungsleasingvertrags zurückgeleast. Damit verbleibt das zivilrechtliche Eigentum bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG. Die Laufzeit der Verträge liegt zwischen 48 und 56 Jahren.

Die aus dem Verleasen erhaltenen Finanzmittel wurden bis auf den bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG verbleibenden Barwertvorteil zur Deckung der künftigen Leasingraten in hochklassige Wertpapiere (Medium Term Notes) investiert oder als Ausleihungen bei Finanzinstituten ausschließlich erstklassiger Bonität (A-Rating von Moody's und Standard & Poor´s) veranlagt. Der Barwertvorteil wird über die Vertragsdauer in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöst.

Bei den bis Ende 2000 abgeschlossenen Cross-Border-Leasing-Transaktionen war eine vollständige bilanzielle Deckung der Verpflichtungen, sowohl für den Equity-Teil als auch für den Loan-Teil, durch die entsprechende Anschaffung von Wertpapieren oder durch Ausleihungen an Finanzinstitute gegeben. Bei diesen Ausleihungen handelt es sich um abgeschlossene Schuldbeitrittsverträge mit Finanzinstituten erstklassiger Bonität. Für den nicht getilgten Teil aus den Leasingverbindlichkeiten besteht eine subsidiäre Haftung der AHP bzw. der Verbundgesellschaft. Neben den Rückgriffsrechten gegen die Haupt schuldner bestehen Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörper schaften (aus Gewährträgerhaftung). Entsprechend den Übergangsbestimmungen zu IAS 39 (überarbeitet 2000) wurde die Ausbuchung dieser Beträge beibehalten. Die Abstimmung der Laufzeiten und der Nominalbeträge der Veranlagungen bzw. der Ausleihungen erfolgte genau entsprechend den jeweili-

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

BAUKOSTENZUSCHÜSSE UND ZUSCHÜSSE ÖFFENTLICHER HAND

WERTPAPIERE, AUSLEI-H UNGEN UND FINANZVER - BINDLICHKEITEN AUS CROSS BORDER LEASING

gen Verpflichtungen. Die Bewertung der in Fremdwährung (ausschließlich USD) bestehenden Salden erfolgt zum USD-Stichtagskurs. Bewertungsaufwand und Bewertungsertrag entsprechen einander sowohl wertmäßig als auch valutarisch vollständig.

Bei einer 2001 abgeschlossenen Transaktion wurden vorerst keine entsprechenden Wertpapiere ange schafft bzw. Zahlungen an Finanzinstitute geleistet. Die zugeflossenen Mittel wurden zur Gänze als Finanzierungsmittel verwendet. Um das Fremdwährungsrisiko aus dieser Transaktion zu vermeiden, wurden entsprechende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurde mit einer Restruk turierung dieser Transaktion begonnen. Ziel dieser Restrukturierung ist der Abschluss eines Schuld übernahmevertrages (Equity Payment Undertaking Agreements), um eine den übrigen Transaktionen angepasste Struktur zu erreichen.

Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesell schaf ten aus dem steuerpflichtigen Einkommen und dem anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer sowie die Veränderung der Steuerabgrenzungsposten.

Die Verbundgesellschaft ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988. Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuer umlagen belastet oder (im Verlustfall) gutgeschrieben. Durch die Verrechnung von Steuerum lagen erfolgt eine Kürzung des Steueraufwandes in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Gruppen trägers. Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppen mitgliedern nur bei Wesentlichkeit angepasst.

Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen Balance-Sheet-Liability-Methode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede.

Das Finanzierungsergebnis umfasst angefallene Zinsen und zinsenähnliche Aufwendungen für Finanz verbindlichkeiten. Weiters sind mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne und -verluste, die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen mit Ausnahme der Personalrückstellungen sowie die aus kurzfristigen Zwischenveranlagungen oder -aufnahmen resultierenden Zinsaufwendungen und -erträge enthalten.

Im Finanzierungsergebnis erfolgt auch der Ausweis der den konzernfremden Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (44,3 %).

Veränderungen aus der Bewertung der Finanzverbindlichkeiten für die Vorfinanzierung der Baukosten beiträge der Republik Österreich sowie die entsprechenden Aufwands- und Ertragszinsen werden er folgs neutral ausgewiesen, da die Position wirtschaftlich geschlossen ist.

Das Beteiligungsergebnis enthält neben dem Ergebnis aus Equity-Bewertungen Wertminderungen, Zuschreibungen, Veräußerungsergebnisse und Dividenden. Die Dividenden werden im Zeitpunkt des Ausschüttungsbeschlusses als Zufluss erfasst.

ERTRAGSTEUERN

FINANZIERUNGSERGEBNIS

BETEILIGUNGSERGEBNIS

ERGEBNIS AUS FINANZINVESTITIONEN

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Investmentfonds-Ausschüttungserträge sowie Erträge aus Wertpapierveranlagungen. Die Investmentfonds-Veranlagungen wurden vor allem ursprünglich zur Deckung der Pensionsrückstellungen durchgeführt. Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge aus Ausleihungen erfasst.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung einschließlich Guthaben bei Kreditinstituten sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

LAND WÄHRUNGSEINHEIT EZB DEVISENREFERENZKURS
31. 12. 2007 31. 12. 2006
JAPAN 1 € = JPY 164,9300 156,9300
SCHWEIZ 1 € = CHF 1,6547 1,6069
USA 1 € = USD 1,4721 1,3170
TSCHECHIEN 1 € = CZK 26,6280 27,4850
POLEN 1 € = PLN 3,5935 3,8310
UNGARN 1 € = HUF 253,7300 251,7700
TÜRKEI 1 € = TRY 1,7170 1,8640

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zur wirtschaftlichen Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungs- und Zinsände r ungsrisiken werden einzelne derivative Finanzinstrumente, vor allem Devisentermingeschäfte und Zins swaps, eingesetzt. Diese erfüllen zum Teil die Voraussetzungen für das Hedge Accounting. Derivative Finanzinstrumente werden bei Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten angesetzt und in den Folge perioden mit dem Zeitwert bewertet. Die Erfassung unrealisierter Bewertungsgewinne oder verluste erfolgt grundsätzlich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, außer die Voraussetzungen für die Bilanzier ung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) sind erfüllt.

Bei Fair Value Hedges werden sowohl das derivative Sicherungsinstrument als auch das Grundgeschäft hinsichtlich des abgesicherten Risikos erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei Cash Flow Hedges werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der derivativen Sicherungs instrumente in den sonstigen Rücklagen erfasst, bis das Grundgeschäft realisiert wird. Im Realisations zeit punkt des Grundgeschäfts wird der Erfolgsbeitrag des Sicherungsinstruments aus den sonstigen Rücklagen entfernt und Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des Vermögenswertes.

Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting ist unter anderem die regelmäßige Doku men tation der Sicherungsbeziehung und die Messung der Hedge-Effizienz. Die Hedge-Effizienz muss dabei zwischen 80 % und 125 % liegen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften ergibt sich aus Terminkursen am Bilanz stich tag. Bei nicht börsegehandelten Geschäften (OTC) werden Preise für vergleichbare Geschäfte sowie Auflösungsangebote (Unwind-Angebote) der jeweiligen Geschäftspartner herangezogen.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den der Verbund bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktver hält nisse, vor allem die aktuellen Zinsenniveaus und Yield-Kurven, berücksichtigt.

Positive beizulegende Zeitwerte sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen

Forderungen, negative in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.

Im Finanzbereich werden beim Verbund derivative Finanzinstrumente zur Absicherung des Zeitwertes bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten verwendet. Dabei werden folgende Gruppen unterschieden:

Bei einzelnen Cross-Border-Leasing-Transaktionen führen die Veranlagungen zu variablen Erträgen, denen fixierte Verpflichtungen gegenüberstehen. Zur Risikovermeidung wurden auf die entsprechenden Finanzverbindlichkeiten Derivativgeschäfte (Zinsswaps) abgeschlossen, die als Fair Value Hedges qualifiziert wurden. Da die den Swaps zuzurechnenden Positionen ein exakt entgegengesetztes Risikoprofil aufweisen, erfolgt im Ausgleich zur Fair-Value-Bewertung der Derivativgeschäfte eine auf das gesicherte Risiko entfallende Buchwertanpassung der Finanzverbindlichkeiten.

Im Gegensatz zu den vorangeführten Transaktionen ist bei einer 2001 abgeschlossenen Cross-Border-Leasing-Transaktion vorerst keine Währungskongruenz von Aktiv- und Passivseite gegeben. Um das daraus entstehende Fremdwährungsrisiko auszuschalten, wurden entsprechende Devisentermin ge schäfte abgeschlossen. Diese sind ebenfalls als Fair Value Hedges bilanziert.

Im Energiebereich werden beim Verbund derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente gegen unerwünschte Preisentwicklungen bei Stromgeschäften sowie zur Absicherung von Preisrisiken aus künftigen Beschaffungsgeschäften eingesetzt. Die effektiven Sicherungsgeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften ständig als geschlossene Positionen geführt. Die Sicherungsgeschäfte bei Stromgeschäften der Verbundgesellschaft werden, sofern sie die Voraussetzungen für das Hedge Accounting erfüllen, unter Anwendung des Fair Value Hedge Accounting bilanziert. Die Sicherungs geschäfte zur Absicherung von Preisrisiken aus künftigen Beschaffungsgeschäften werden, sofern sie die Voraussetzungen für das Hedge Accounting erfüllen, unter Anwendung des Cash Flow Hedge Accoun t ing bilanziert.

Um die Optimierung der Eigenerzeugung bestmöglich zu gewährleisten, ist eine Präsenz auf den Han dels märkten Voraussetzung. Dabei wird neben dem wertschöpfungsmäßig dominanten Eigenstrom handel unter strikten Risikomanagementvorgaben auch ein Third-Party-Geschäft betrieben. Die Be wert ung der Energiehandelskontrakte im Third-Party-Trading-Bereich (Stromfutures, Stromforwards) erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Die Ergebnisse aus derivativen Energiehandelskontrakten werden netto ausgewiesen.

Zur Erfassung der Erträge und Aufwendungen aus der Realisierung bzw. Bewertung der Kontrakte siehe Umsatzrealisierung.

Umsatzerlöse aus Stromlieferungen an Großkunden werden ebenso wie die Erlöse aus Stromhandel und Netzleistungen zum Zeitpunkt der Erbringung realisiert. Die jährlich im Nachhinein abgerechneten Erlöse im Kleinkundensegment wurden auf Basis von Akonto-Rechnungen erfasst. Die Erlöse aus Personalbeistellungen und Consulting- und Projektierungsleistungen werden auf Basis der geleisteten Arbeitsstunden erfasst.

Der Ausweis der Erträge und Aufwendungen aus der Realisierung bzw. Bewertung von Energiehandels kontrakten (Stromfutures und Stromforwards) erfolgt unter den Umsatzerlösen aus Stromlieferungen

SICHERUNGSGESCHÄFTE IM FINANZBEREICH

SICHERUNGSGESCHÄFTE IM ENERGIEBEREICH

ENERGIEHANDELS - KONTRAKTE IM STROMHANDEL

UMSATZREALISIERUNG

auf Basis einer Nettodarstellung. Dementsprechend werden die Einkäufe von Handelskontrakten mit derivativem Charakter mit den Verkäufen des Tradingbereiches saldiert dargestellt.

ERMESSENSBEURTEILUNGEN UND ZUKUNFTSBEZOGENE ANNAHMEN

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeur teilungen bei der Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Insbesondere bei den folgenden Annahmen und Schätzungen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass es in folgenden Geschäftsjahren zu einer wesentlichen Anpassung der Wertansätze einzelner Vermögenswerte und Schulden kommen kann.

  • In den Jahren 1998 und 1999 wurden aufgrund der Strommarktliberalisierung Wertminderungen in Höhe von 732,3 Mio. € und 145,4 Mio. € erfasst und Drohverlustrückstellungen für schwebende Geschäfte in Höhe von 321,1 Mio. € gebildet. Die Beurteilung der Werthaltigkeit der hydraulischen und thermischen Kraftwerke (Buchwert abzüglich Baukostenzuschüsse: 1.066 Mio. €; Vorjahr: 1.090 Mio. €) erfolgt auf Basis von Vorschaurechnungen für künftige Zahlungsströme sowie unter Anwend ung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Dieser Vorsteuerzinssatz beträgt 9,0 %. Im Rahmen der periodisch und auf Basis aktueller Annahmen durch geführten Impairment Tests wurde aufgrund anhaltender Unsicherheiten hinsichtlich der zukünftigen Strompreisentwicklungen bis dato keine Wertaufholung erfasst. Wesentliche Einfluss faktoren waren im hydraulischen Bereich die Mindererzeugung und erhöhte Investitionen in Umwelt schutzeinrichtungen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, Einschnitte in die Betriebsführung (Schwallbegrenzung) aus der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie für Speicherkraftwerke und Einschränkungen für wasserrechtliche Betriebsgenehmigungen sowie im thermischen Bereich die Umsetzung des Emissionszertifikatehandels und die Entwicklung der Erzeugungskapazitäten in Europa.
  • Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze (einschließlich Firmenwerte) von nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen (Buchwert: 1.156,3 Mio. €, Vorjahr: 785,2 Mio. €) erfolgt auf Basis von Vorschaurechnungen für künftige Zahlungsströme sowie unter Anwendung eines an die Branche und das Unternehmensrisiko angepassten Abzinsungssatzes. Bei den im Geschäftsjahr durchgeführten Impairment Tests für Beteiligungen, die Firmenwerte enthalten, wurden für die Sorgenia S.p.A. Group 8,5 % (Vorjahr: 11,2 %) und für die STEWEAG-STEG GmbH bzw. für die Energie Klagenfurt GmbH 8,5 % (Vorjahr: 9,3 %) den Berechnungen als Abzinsungssätze (WACC vor Steuern) zugrunde gelegt. Für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an der Poweo SA wurde der Börsenkurs herangezogen, der zum 31. 12. 2007 35,70 € (29. 12. 2006: 36,95 €) betrug. Die Börsenkapitalisierung betrug anteilig rd. 121 Mio. € (Vorjahr: rd. 45 Mio. €).
  • Für die Bewertung der bestehenden Vorsorgen für Pensions- und pensionsähnliche Verpflichtungen, Abfertigungsverpflichtungen sowie Altersteilzeitprogramme (Buchwert 532,3 Mio. €, Vorjahr: 554,5 Mio. €) werden Annahmen für Abzinsungssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung und künftige Gehalts- bzw. Pensionserhöhungen verwendet.
  • Die Bewertung der Abbruchkosten (Buchwert 13,7 Mio. €, Vorjahr: 13,9 Mio. €) erfolgt aufgrund von Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag.
  • Zu den in der Bilanz nicht erfassten Eventualschulden in Höhe von 21,2 Mio. € (Vorjahr: 19,3 Mio. €) werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat.

  • Die Cross-Border-Leasing-Transaktionen wurden als Financial-Lease und Financial-Lease-Back-Trans aktionen qualifiziert. Details zu den Transaktionen finden sich unter den Bilanzierungs- und Bewert ungsmethoden.

  • Aufgrund eines im Berichtsjahr neu strukturierten ITC-Abrechnungsmodells können die bis 31. 12. 2007 erbrachten Netztransportleistungen von der zuständigen Abrechnungsstelle (RWE/ SWISSGRID) nicht vollständig abgerechnet werden. Daher werden diese Leistungen auf Basis des vorliegenden Berechnungsmodells im Abschluss erfasst, und es können in der Folgeperiode Aufrol lungs differenzen entstehen.

II. NICHT FORTGEFÜHRTE AKTIVITÄTEN (AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE) 2006

Im Vorjahr wurde seit 01. 10. 2006 die ergebnisneutrale Abwicklung der Förderung des Ökostroms aufgrund gesetzlicher Vorgaben nicht mehr von der Verbund-Austrian Power Grid AG, sondern von der für diesen Zweck gegründeten OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) durchgeführt. Das Segment Ökostrom wurde gemäß IFRS 5 als nicht fortgeführter Geschäftsbereich ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern und die Netto-Cashflows der nicht fortgeführten Aktivitäten stellten sich wie folgt dar:

ERGEBNIS NACH STEUERN NICHT FORTGEFÜHRTER AKTIVITÄTEN MIO. €
2006
UMSATZERLÖSE 340,2
AUFWENDUNGEN / ERTRÄGE 340,2
ERGEBNIS VOR STEUERN = NACH STEUERN 0,0
ERGEBNIS AUS DEM ABGANG 0,0
ERGEBNIS AUS NICHT FORTGEFÜHRTEN BEREICHEN (ÖKOSTROM) 0,0
ERGEBNIS JE AKTIE NICHT FORTGEFÜHRTER AKTIVITÄTEN 0,0
CASHFLOWS NICHT FORTGEFÜHRTER AKTIVITÄTEN MIO. €
2006
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 7,6
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT –33,2
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 25,6

VERÄNDERUNG LIQUIDER MITTEL NICHT FORTGEFÜHRTER AKTIVITÄTEN 0,0

III. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG NACH GESCHÄFTSFELDERN

Gemäß § 8 Abs. 3 ElWOG haben Elektrizitätsgesellschaften für die Bereiche Erzeugung, Übertragung und Verteilung gesonderte Bilanzen und Ergebnisrechnungen aufzustellen und im Anhang zu veröffentlichen, wenn sie zumindest zwei der Funktionen Erzeugung, Übertragung und Verteilung wahr nehmen. Die Segmentierung des Verbund erfolgt in Anlehnung an das ElWOG. Da die Erzeugung den weitaus überwiegenden Anteil ihrer Umsätze mit anderen Segmenten tätigt, stellt sie ein internes, gemäß IAS 14.35 nicht gesondert berichtspflichtiges Segment dar. Die Erzeugung wird daher gemeinsam mit dem Stromhandel und -vertrieb als Segment »Strom« ausgewiesen, jenem Geschäftszweig, der zur Gänze dem uneingeschränkten Wettbewerb unterliegt. Die Verrechnung zwischen den Segmenten erfolgt zu fremdüblichen Marktpreisen.

Zu dem nicht fortgeführten Segment Ökostrom siehe Punkt II. oben.

Das Segment »Beteiligung & Services« umfasst entsprechend IAS 14.20 die Leitungs- und Steuerungs funktionen der Verbundgesellschaft, die Finanzierungsfunktion der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH und der VERBUND-International Finance B.V., die Shared Service Center-Leistungen der VERBUND-Management Service GmbH, die Telekomaktivitäten der VERBUND-Telekom Service GmbH, die Aktivitäten der Beteiligungsgesellschaft der VERBUND-BeteiligungsgmbH sowie ab 2007 sowohl die für den Bereich erneuerbare Energie gegründete VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH als auch die zur Optimierung des Beteiligungsmanagements erworbene »Suengu« Beteiligungsverwaltungs GmbH.

Das Segmentergebnis ist als »operatives Ergebnis« definiert. Dementsprechend wird nur unverzinsliches Segmentvermögen bzw. werden nur unverzinsliche Segmentschulden den Segmenten zugeordnet.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (GESCHÄFTSFELDER) MIO. €
-------------------------------------------- --------
FORTGEFÜHRTE BEREICHE NICHT FORT
GEFÜHRTE
BEREICHE
STROM NETZ BETEILIGUNG
UND SERVICES
ELIMI-
NIERUNG
SUMME
KONZERN
ÖKOSTROM
2007
AUSSENUMSATZ 2.743,1 285,4 9,8 0,0 3.038,3 0,0
INNENUMSATZ 129,2 40,9 63,6 –233,7 0,0 0,0
GESAMTUMSATZ 2.872,3 326,3 73,4 –233,7 3.038,3 0,0
ABSCHREIBUNGEN –123,7 –53,6 –5,6 0,0 –182,9 0,0
BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/
ERTRÄGE (OHNE ABSCHREIBUNGEN)
–1.864,0 –210,5 –98,5 233,7 –1.939,3 0,0
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 884,6 62,2 –30,7 0,0 916,1 0,0
ERGEBNIS DER AT EQUITY
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 51,8 0,0 51,8 0,0
BUCHWERT DER AT EQUITY
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 1.156,3 0,0 1.156,3 0,0
UNVERZINSLICHES SEGMENTVERMÖGEN 3.648,6 850,6 154,3 –6,8 4.646,6 0,0
UNVERZINSLICHE SEGMENTSCHULDEN –1.056,0 –142,0 –53,7 6,8 –1.244,9 0,0
OPERATIVER CASHFLOW 685,5 81,7 245,6 –205,2 807,6 0,0
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLES
UND SACHANLAGEVERMÖGEN
169,1 76,0 11,1 0,0 256,1 0,0
2006
AUSSENUMSATZ 2.595,4 274,7 8,1 0,0 2.878,2 340,2
INNENUMSATZ 110,8 33,2 48,6 –192,7 0,0 0,0
GESAMTUMSATZ 2.706,2 308 56,7 –192,7 2.878,2 340,2
ABSCHREIBUNGEN –122,6 –49,6 –7,7 2,4 –177,4 0,0
BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/
ERTRÄGE (OHNE ABSCHREIBUNGEN)
–1.820,7 –190,1 –73,9 190,4 –1.894,3 –340,1
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) 762,9 68,3 –24,9 0,0 806,5 0,1
AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN –0,4 0,0 0,0 0,0 –0,4 0,0
ERGEBNIS DER AT EQUITY
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 23,2 0,0 23,2 0,0
BUCHWERT DER AT EQUITY
BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN
0,0 0,0 785,2 0,0 785,2 0,0
UNVERZINSLICHES SEGMENTVERMÖGEN 3.735,9 831,4 200,2 –8,2 4.759,3 0,0
UNVERZINSLICHE SEGMENTSCHULDEN –1.449,4 –190,0 –238,9 8,2 –1.870,1 0,0
OPERATIVER CASHFLOW 602,7 95,2 290,7 –242,3 746,3 7,6
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLES
UND SACHANLAGEVERMÖGEN
120,4 73,7 9,3 0,0 203,4 0,0

GEOGRAPHISCHE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die geographische Segmentierung umfasst die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Inland, Staaten der Europäischen Union und Drittländern:

GEOGRAPHISCHE SEGMENTBERICHTERSTATTUNG MIO. €
2007 2006
STROMLIEFERUNGEN INLAND 1.005,6 852,9
DAVON WEITERVERTEILER 644,3 658,4
DAVON ENDKUNDEN1 245,0 113,7
DAVON HÄNDLER 116,3 80,8
STROMLIEFERUNGEN AUSLAND 1.712,4 1.682,8
DAVON EU-MITGLIEDSSTAATEN 1.710,6 1.682,8
DAVON SONSTIGE LÄNDER 1,8 0,0
ZWISCHENSUMME STROMERLÖSE 2.718,0 2.535,7
ERLÖSE FÜR NETZLEISTUNGEN (INLAND) 274,5 268,2
ZWISCHENSUMME STROM- UND NETZERLÖSE 2.992,5 2.803,9
SONSTIGE UMSATZERLÖSE – HANDEL MIT EMISSIONSZERTIFIKATEN
(DAVON 0,6 MIO. € AUSLAND, VORJAHR: 27,9 MIO. €) 0,9 31,4
SONSTIGE UMSATZERLÖSE – SONSTIGE (INLAND) 44,9 42,8
UMSATZERLÖSE GESAMT 3.038,3 2.878,2
DAVON UMSATZERLÖSE INLAND 1.325,3 1.167,4
DAVON UMSATZERLÖSE AUSLAND 1.713,0 1.710,7

1 DAVON AUS WEITERVERRECHNETEN NETZGEBÜHREN 60,6 MIO. € (VORJAHR: 20,3 MIO. €)

Wesentliche dem Auslandsgeschäft zuordenbare Vermögenswerte umfassen die at equity bilanzierten Anteile an der Sorgenia S.p.A. Group (EU) in Höhe von 223,0 Mio. € (Vorjahr: 209,4 Mio. €), an der Poweo SA (EU) in Höhe von 88,0 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €), an der Poweo Production SAS in Höhe von 50,6 Mio. € (Vorjahr: 13,3 Mio. €) sowie die in 2007 erworbenen Anteile an der EnerjiSA Enerji Üretim A.S in Höhe von 245,3 Mio. €. Die dem Auslandsgeschäft zuzurechnenden Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 350,6 Mio. € (Vorjahr: 44,0 Mio. €) und betrafen im Wesentlichen den oben erwähnten Erwerb sowie die weitere Aufstockung der Anteile an der Poweo SA und der Poweo Production SAS

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG

(1) UMSATZERLÖSE

Zur Entwicklung der Umsatzerlöse siehe geographische Segmentberichterstattung.

SONSTIGE UMSATZERLÖSE MIO. €
2007 2006
UMSATZERLÖSE FÜR CONSULTING- UND PROJEKTIERUNGSLEISTUNGEN
SOWIE FÜR SONSTIGE LEISTUNGSVERRECHNUNGEN 17,6 10,5
UMSATZERLÖSE AUS FERNWÄRMELIEFERUNGEN 11,2 15,1
PERSONALBEISTELLUNG 9,2 10,1
BENÜTZUNGS- UND BETRIEBSFÜHRUNGSENTGELTE 4,8 4,8
UMSATZERLÖSE AUS VERKAUF VON ABFALLPRODUKTEN/KOHLE/HEIZÖL 1,1 1,6
UMSATZERLÖSE AUS EMISSIONSZERTIFIKATEN 0,9 31,4
SONSTIGES 1,0 0,7
SONSTIGE UMSATZERLÖSE 45,8 74,2

(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE MIO. €
2007 2006
ZEITANTEILIGE AUFLÖSUNG VON BAUKOSTENBEITRÄGEN 16,2 16,6
BESTANDSVERÄNDERUNGEN UND AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN 13,6 13,0
ERLÖSE AUS DIVERSEN LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 8,4 8,3
ERTRÄGE AUS FORDERUNGSZUSCHREIBUNG 2,5 2,3
MIET- UND PACHTERLÖSE 1,1 1,2
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG
ZU SACHANLAGEN UND IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTEN 1,0 11,7
ERTRÄGE AUS DER AUFLÖSUNG VON RÜCKSTELLUNGEN 0,8 3,0
ERLÖSE AUS SOZIALEINRICHTUNGEN 0,6 0,7
VERSICHERUNGSENTSCHÄDIGUNGEN 0,6 0,6
ERLÖSE AUS MATERIALVERKÄUFEN 0,6 0,6
ERTRÄGE BETRIEBSBEIHILFE GEMÄSS ELWOG 0,0 1,8
ÜBRIGE 7,2 6,3
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 52,6 66,1

STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG MIO. €

2007 2006
AUFWENDUNGEN FÜR STROMBEZUG 1.378,2 1.333,3
AUFWENDUNGEN FÜR SYSTEMNUTZUNG 78,6 38,5
EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG 1,2 30,8
STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG 1.458,0 1.402,6

Der durch die Erzeugung bedingte Einsatz von Emissionszertifikaten ist im Brennstoffeinsatz erfasst (siehe auch Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN MIO. €
2007 2006
BRENNSTOFFEINSATZ 91,6 91,8
SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN 7,0 7,0
BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZABHÄNGIGE AUFWENDUNGEN 98,6 98,8

(4) BRENNSTOFFEINSATZ UND SONSTIGE EINSATZAB-

(3) STROM- UND NETZBEZUG SOWIE EMISSIONSZERTI - FIKATEBEZUG (HANDEL)

HÄNGIGE AUFWENDUNGEN

PERSONALAUFWAND MIO. €
2007 2006
LÖHNE UND GEHÄLTER 176,0 168,6
AUFWENDUNGEN FÜR GESETZLICH VORGESCHRIEBENE SOZIALABGABEN
SOWIE VOM ENTGELT ABHÄNGIGE ABGABEN UND PFLICHTBEITRÄGE 40,7 36,0
SONSTIGE SOZIALAUFWENDUNGEN 3,1 3,3
ZWISCHENSUMME 219,8 207,9
AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG 34,3 52,3
AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN 7,9 16,2
PERSONALAUFWAND 262,0 276,4

(5) PERSONALAUFWAND

Der Rückgang des Aufwandes für Abfertigungen und Altersversorgung ist durch die Erhöhung des Abzinsungssatzes sowie den Entfall der im Vorjahr berücksichtigten Steigerung der Prämien für die Krankenzusatzversicherung begründet. In den Aufwendungen für Abfertigungen sind 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) für Einzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse enthalten. Der Ertrag des Pensionskassenvermögens entlastet den Altersversorgungsaufwand mit 1,2 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €). Die Pensionskassenbeiträge an die beitragsorientierte Veranlagungs- und Risikogemeinschaft betrugen 6,4 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €).

(6) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN MIO. €

2007 2006
LEISTUNGEN VON DRITTEN 63,1 73,6
WERBEAUFWENDUNGEN 14,3 12,0
RECHTS-, BERATUNGS- UND PRÜFUNGSAUFWAND 13,3 16,6
KOSTEN FÜR BEIGESTELLTES PERSONAL, AUSHILFSARBEITEN 11,6 10,3
REISESPESEN, FORTBILDUNG 11,0 10,3
MATERIALAUFWAND FÜR INSTANDHALTUNG UND KFZ-BETRIEB 10,9 14,2
VORSORGE FÜR STRITTIGE NETZAUSGLEICHSFORDERUNGEN 6,5 0,0
AUFWENDUNGEN FÜR EDV 6,3 5,3
AUFWAND FÜR AUFSICHT E-CONTROL1 6,1 5,6
GEBÜHREN 3,7 3,2
NACHRICHTENAUFWAND 3,2 3,0
AUFWENDUNGEN AUS DER WERTBERICHTIGUNG VON FORDERUNGEN 3,0 0,9
VERSICHERUNGEN 3,0 3,0
MITGLIEDSBEITRÄGE 2,4 2,4
BETRIEBSKOSTEN 2,3 2,5
VERLUSTE AUS DEM ABGANG VON IMMATERIELLEM BZW. SACHANLAGEVERMÖGEN 2,3 0,7
MIETEN 1,8 2,5
ENTSCHÄDIGUNGSLEISTUNGEN 1,5 3,1
SONSTIGE BETRIEBLICHE STEUERN 1,1 2,5
SONSTIGE POSTEN 5,8 10,9
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 173,2 182,6

1 ENERGIE-CONTROL ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR DIE REGULIERUNG IN DER ELEKTRIZITÄTS- UND ERDGASWIRTSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (E-CONTROL)

In dem Posten Leistungen von Dritten sind die Aufwendungen für die regelmäßige Wartung (Revision) und Instandhaltung der Energieerzeugungs- und Übertragungseinrichtungen enthalten.

(7) FINANZIERUNGS - ERGEBNIS

FINANZIERUNGSERGEBNIS MIO. €
2007 2006
ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE 72,8 73,3
KURSGEWINNE 4,0 15,2
ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN –140,0 –143,9
KURSVERLUSTE –0,2 –0,3
BEWERTUNGSERGEBNIS AUS DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN/FINANZBEREICH 0,0 –5,2
KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZURECHENBARE ANTEILE AM ERGEBNIS –41,3 –47,3
FINANZIERUNGSERGEBNIS –104,7 –108,2

(8) BETEILIGUNGSERGEBNIS

BETEILIGUNGSERGEBNIS MIO. €
2007 2006
ERTRÄGE AUS AT EQUITY BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN 51,8 23,2
BETEILIGUNGSERTRÄGE AUS VERBUNDENEN, NICHT KONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN 4,6 4,7
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON FINANZANLAGEN/BETEILIGUNGEN 0,2 2,1
ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN AN SONSTIGEN UNTERNEHMEN 1,6 1,2
AUFWENDUNGEN AUS VERBUNDENEN, NICHT KONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN –3,3 –0,2
BETEILIGUNGSERGEBNIS 54,9 31,0

Dieser Posten enthält im Wesentlichen Investmentfonds-Ausschüttungserträge sowie Erträge aus Wertpapierveranlagungen. Die Investmentfonds-Veranlagungen wurden im Wesentlichen ursprünglich zur Deckung der Vorsorgen für Pensionsverpflichtungen durchgeführt. Darüber hinaus sind in dieser Position Erträge aus Ausleihungen erfasst.

(9) ERGEBNIS AUS FINANZINVESTITIONEN

NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGSKATEGORIE MIO. €
2007 2006
NETTO- WERT- NETTO- WERT
ERGEBNIS MINDERUNG ERGEBNIS MINDERUNG
FINANCIAL ASSETS MEASURED AT AMORTIZED COST –2,9 0,0 2,3 –0,2
AVAILABLE FOR SALE FINANCIAL ASSETS (AFS) 0,0 0,0 –0,1 0,0
LOANS AND RECEIVABLES 2,5 –6,1 2,9 –1,1
FINANCIAL LIABILITIES MEASURED AT AMORTIZED COST 4,0 0,0 9,9 0,0
FINANCIAL ASSETS/LIABILITIES HELD FOR TRADING 2,6 0,0 –0,9 0,0
GESAMTZINSAUFWENDUNGEN –136,0 –126,0
GESAMTZINSERTRÄGE 88,7 82,5
ERGEBNISNEUTRAL IN DIE AFS-RÜCKLAGE EINGESTELLT –15,3 –5,2
ERGEBNISWIRKSAM AUS DER AFS-RÜCKLAGE ENTNOMMEN –0,1 –0,1

(10) NETTOERGEBNISSE NACH BEWERTUNGS - KATEGORIE IAS 39

Das Nettoergebnis der Kategorie Financial Assets measured at Amortized Cost ist im Beteiligungser geb nis erfasst. Dividendenerträge wurden nicht mit einbezogen.

Das Nettoergebnis der Kategorie Loans and Receivables ist im operativen Ergebnis enthalten und be trifft im Wesentlichen Erträge aus Forderungszuschreibungen. Die Wertminderungen dieser Kategorie resultieren aus Wertberichtigungen bzw. Abschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Das Nettoergebnis der Financial Liabilities Measured at Amortized Cost umfasst Kursgewinne im Zusammenhang mit Finanzverbindlichkeiten und ist im Finanzierungsergebnis ausgewiesen.

Das Nettoergebnis aus den Financial Assets/Liabilities Held for Trading betrifft das Ergebnis aus dem Trading-Bereich des Stromgeschäftes und ist demgemäß im operativen Ergebnis (Stromerlösen) enthalten.

Die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzierungsergebnis erfasst.

(11) ERTRAGSTEUERN

ERTRAGSTEUERN MIO. €

ERTRAGSTEUERN 217,3 177,6
VERÄNDERUNG LATENTER ERTRAGSTEUERN 0,3 11,4
(DAVON APERIODISCHER AUFWAND 10,6 MIO. €, VORJAHR: AUFWAND 1,5 MIO. €) 217,0 166,2
AUFWAND FÜR LAUFENDE ERTRAGSTEUERN
2007 2006

Der Steueraufwand des Jahres 2007 von 217,3 Mio. € ist um 3,3 Mio. € geringer als der rechnerische Steueraufwand von 220,6 Mio. €, der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25 % auf den Gewinn vor Ertragsteuern (882,4 Mio. €) ergeben würde. Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechne rischem und ausgewiesenem Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:

STEUERÜBERLEITUNGSRECHNUNG MIO. €
2007 2006
RECHNERISCHER ERTRAGSTEUERAUFWAND 220,6 184,8
UNTERSCHIEDLICHE AUSLÄNDISCHE STEUERSÄTZE 0,2 0,0
STEUERMINDERUNG AUFGRUND VON
STEUERFREIEN BETEILIGUNGSERTRÄGEN –14,6 –7,3
FIRMENWERTABSCHREIBUNG GEM. § 9 ABS. 7 KSTG –1,1 0,0
STEUERFREIEN PRÄMIEN –0,7 –0,7
SONSTIGEN POSTEN –0,1 0,0
STEUERMEHRUNGEN AUFGRUND VON
SONSTIGEN POSTEN 1,1 0,1
ERTRAGSTEUERAUFWAND DER PERIODE 205,4 176,9
APERIODISCHER ERTRAGSTEUERERTRAG/-AUFWAND (LAUFEND UND LATENT) 11,9 0,7
AUSGEWIESENER ERTRAGSTEUERAUFWAND 217,3 177,6
EFFEKTIVSTEUERSATZ 24,6 % 22,6 %

Laufende Ertragsteuern in Höhe von 3,7 Mio. € wurden direkt dem Eigenkapital gutgeschrieben. Die direkt im Eigenkapital verrechneten latenten Steuern betragen 0,2 Mio. €.

Die Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuer- und in der IFRS-Bilanz wirken sich mit folgender Steuerlatenz aus:

STEUERLATENZ MIO. €
2007 2006
PENSIONS- UND ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNGEN 61,3 66,0
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE 0,2 0,4
AKTIVE LATENTE STEUERN 61,5 66,4
SACHANLAGEN (UNTERSCHIEDLICHE NUTZUNGSDAUERN) –117,0 –118,3
STEUERLICHE SONDERABSCHREIBUNGEN –83,5 –85,3
SONSTIGE –9,6 –10,2
PASSIVE LATENTE STEUERN –210,1 –213,8
AKTIVE (+)/PASSIVE (–) ABGRENZUNG FÜR LATENTE STEUERN (SALDIERT) –148,6 –147,4

Die per Saldo passive Abgrenzung für latente Steuern hat sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt verändert:

PASSIVE ABGRENZUNG FÜR LATENTE STEUERN MIO. €
ANFANGSBESTAND 01. 01. 2007 –147,4
ERGEBNISNEUTRALE VERÄNDERUNG –0,9
ERGEBNISWIRKSAME VERÄNDERUNG –0,3
ENDBESTAND 31. 12. 2007 –148,6

Die ergebnisneutrale Veränderung bezieht sich im Wesentlichen auf Wertminderungen von direkt im Eigenkapital erfassten immateriellen Vermögenswerten sowie Gewinne und Verluste aus zur Veräußer ung verfügbaren Finanzinstrumenten und Cashflow Hedges.

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die vor allem aus einbehaltenen Gewinnen und nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschieds beträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzern abschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

LANGFRISTIGES VERMÖGEN

(12) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Als immaterielle Vermögenswerte werden Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Strombezugsrechte, Wasserrechte, Software, Nutzungsrechte für Fremdanlagen sowie daraus abgeleitete Lizenzen ausgewiesen.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 2007 MIO. €
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2007 44,1
VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREIS 0,2
ZUGÄNGE 6,7
ABGÄNGE –0,6
ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007 50,4
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 01. 01. 2007 36,1
VERÄNDERUNG KONSOLIDIERUNGSKREIS 0,2
ABSCHREIBUNGEN 2007 3,6
DAVON AUSSERPLANMÄSSIG 0,0
ABGÄNGE –0,5
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 31. 12. 2007 39,4
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 11,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 8,0

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 2006 MIO. € ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2006 43,0 ZUGÄNGE 2,2 ABGÄNGE –1,2 UMBUCHUNGEN 0,1 ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2006 44,1 KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 01. 01. 2006 34,4 ABSCHREIBUNGEN 2006 2,8 DAVON AUSSERPLANMÄSSIG 0,0 ABGÄNGE –1,1 KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN STAND 31. 12. 2006 36,1 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 8,0 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2005 8,6

GRUNDSTÜCKE
UND BAUTEN
MASCHINELLE
ANLAGEN
ELEKTRISCHE
ANLAGEN
LEITUNGEN BETRIEBS- UND
AUSSTATTUNG
GESCHÄFTS
ANZAHLUNGEN,
IN ANLAGEN
GELEISTETE
PROJEKTE
BAU UND
SUMME
2007
ANSCHAFFUNGS-/HERSTEL
LUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2007 5.274,9 1.932,4 2.020,9 920,8 111,4 257,1 10.517,4
VERÄNDERUNG KONSO
LIDIERUNGSKREIS 0,0 0,0 0,0 0,0 0,2 0,0 0,2
ZUGÄNGE 15,9 15,9 37,5 9,4 9,9 160,9 249,4
ABGÄNGE –1,0 –4,0 –74,0 0,0 –7,0 –52,5 –138,5
UMBUCHUNGEN 24,8 16,1 31,9 1,6 0,2 –74,8 –0,3
ANSCHAFFUNGS-/HERSTEL
LUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007
5.314,6 1.960,4 2.016,3 931,7 114,6 290,6 10.628,2
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 01. 01. 2007 2.557,4 1.681,3 1.622,2 434,9 88,1 64,6 6.448,5
VERÄNDERUNG KONSO
LIDIERUNGSKREIS
0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1
ABSCHREIBUNGEN 2007 66,9 28,4 58,1 19,6 6,3 0,0 179,3
ABGÄNGE –0,3 –3,8 –68,6 0,0 –6,5 –52,5 –131,7
UMBUCHUNGEN 2,5 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,5 0,0
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 31. 12. 2007
2.626,4 1.705,9 1.611,8 454,5 88,1 9,6 6.496,2
NETTOBUCHWERT
STAND 31. 12. 2007 2.688,2 254,5 404,5 477,2 26,5 281,0 4.132,0
NETTOBUCHWERT
STAND 31. 12. 2006
2.717,5 251,1 398,7 485,9 23,3 192,5 4.068,9
2006
ANSCHAFFUNGS-/HERSTEL
LUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2006 5.273,8 1.924,6 1.976,8 904,3 109,3 173,5 10.362,3
ZUGÄNGE 11,6 6,8 36,2 16,4 9,6 120,6 201,2
ABGÄNGE –11,9 –0,1 –15,6 0,0 –7,8 –10,5 –45,9
UMBUCHUNGEN 1,4 1,1 23,6 0,1 0,4 –26,6 –0,1
ANSCHAFFUNGS-/HERSTEL
LUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2006 5.274,9 1.932,4 2.020,9 920,8 111,4 257,1 10.517,4
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 01. 01. 2006 2.499,2 1.652,6 1.583,2 416,1 89,6 77,0 6.317,8
ABSCHREIBUNGEN 2006 66,4 28,8 54,6 18,8 6,1 0,0 174,6
DAVON AUSSERPLANMÄSSIG 0,0 0,2 0,3 0,0 0,0 0,0 0,4
ABGÄNGE –8,2 –0,1 –15,5 0,0 –7,6 –10,1 –41,6
ZUSCHREIBUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 –2,3 –2,3
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
STAND 31. 12. 2006
2.557,4 1.681,3 1.622,2 434,9 88,1 64,6 6.448,5
NETTOBUCHWERT
STAND 31. 12. 2006 2.717,5 251,1 398,7 485,9 23,3 192,5 4.068,9
NETTOBUCHWERT
STAND 31. 12. 2005 2.774,6 272,0 393,6 488,2 19,7 96,5 4.044,5

SACHANLAGEN MIO. €

(13) SACHANLAGEN

Die Zugänge 2007 stellen sich im Detail wie folgt dar:

ZUGÄNGE MIO. €
2007 2006
KRAFTWERK KAPRUN LIMBERG II 62,8 41,4
380-KV-LEITUNG KAINACHTAL-SÜDBURGENLAND 20,4 2,2
KRAFTWERK GERLOS II 12,6 22,3
AUTOMATISIERUNG VON WASSERKRAFTWERKEN DER VERBUND-AUSTRIAN HYDRO POWER AG 11,3 10,4
KRAFTWERK WERFEN/PFARRWERFEN 10,3 2,6
ERNEUERUNG HAUPTMASCHINEN KRAFTWERK ASCHACH 8,6 4,3
KRAFTWERK HIEFLAU–ERWEITERUNG 8,5 0,0
ERRICHTUNG DES UW SARASDORF 7,3 2,3
KRAFTWERK WALLSEE–SCHLEUSENANLAGEN 7,0 2,2
220-KV-LEITUNG ERNSTHOFEN–BISAMBERG (GENERALSANIERUNG) 6,1 5,7
KRAFTWERK SALZA–SPERRENERNEUERUNG 4,3 1,6
380-/110-KV-RESERVETRANSFORMATOR 3,6 0,6
UMSPANNWERK WIEN-SÜDOST – ERRICHTUNG DER NEUEN HAUPTSCHALTLEITUNG 3,5 0,6
380-KV-LEITUNG TAUERN–PONGAU–SALZACH–ST.PETER 3,2 4,0
UW WIEN-SÜDOST UMBAU DER 380-/220-KV-ANLAGE AUF FERNSTEUERUNG 3,0 2,5
ERRICHTUNG VON SCHALTANLAGEN IM NETZRAUM LINZ 2,0 12,3
PHASENSCHIEBER-TRANSFORMATOREN 0,6 22,1
KRAFTWERK GERLOS – SPERRE GMÜND GRUNDABLASS 0,3 3,1
KRAFTWERK LEOBEN 0,2 3,3
BAGGERGARNITUR FÜR KRAFTWERKE AN DER DRAU 0,0 3,3
SONSTIGE MIT EINZELBETRÄGEN UNTER 3 MIO. € 73,8 54,4
SUMME 249,4 201,2

Im Geschäftsjahr 2002 wurde auf Basis eines Finanzierungsleasingverhältnisses das Kraftwerk Trieben bach übernommen. Dieses ist zum 31. 12. 2007 mit einem Restbuchwert von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 19,8 Mio. €) im Sachanlagevermögen enthalten.

Die entsprechende Verbindlichkeit wird innerhalb eines Jahres mit 0,9 Mio. €, in den darauffolgenden vier Jahren mit 3,9 Mio. € und danach mit insgesamt 15,7 Mio. € getilgt. Die Summe der nicht abge zinsten Leasingraten betrug inklusive der Restwertzahlung 24,7 Mio. € (Vorjahr: 25,5 Mio. €). Das Leasingverhältnis endet am 30. 04. 2015.

Es bestehen keine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien gemäß IAS 40.

ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN 182,9 177,4
AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN 0,0 0,4
PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN 182,9 177,0
2007 2006
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN MIO. €

(14) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGEN

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Kosten für Kraftwerksprojekte.

BETEILIGUNGEN
BILANZIERTE
AT EQUITY
KONSOLIDIERTEN
UNTERNEHMEN
VERBUNDENEN
AN NICHT
ANTEILE
BETEILIGUNGEN
SONSTIGE
SUMME
2007
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2007 785,2 5,6 42,3 833,1
ZUGÄNGE AUS ANTEILSERWERB 351,1 3,1 0,7 354,9
ZUGÄNGE AUS ERGEBNIS 61,8 0,0 0,0 61,8
ABGÄNGE AUS ERGEBNIS –11,8 0,0 0,0 –11,8
ABGÄNGE –1,6 –0,2 –0,7 –2,5
DIVIDENDENZAHLUNGEN –28,5 0,0 0,0 –28,5
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007 1.156,3 8,5 42,3 1.207,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2007 0,0 0,2 11,0 11,2
WERTMINDERUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0
ABGÄNGE 0,0 –0,2 0,0 –0,2
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2007 0,0 0,0 11,0 11,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 1.156,3 8,5 31,3 1.196,0
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 785,2 5,3 31,3 821,8
2006
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2006 599,9 18,1 34,4 652,4
ÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 0,0 –12,8 8,3 –4,5
ZUGÄNGE AUS ANTEILSERWERB 173,9 0,3 1,7 175,9
ZUGÄNGE AUS ERGEBNIS 43,6 0,0 0,0 43,6
ABGÄNGE AUS ERGEBNIS –13,6 0,0 0,0 –13,6
ABGÄNGE –2,7 0,0 –2,1 –4,9
DIVIDENDENZAHLUNGEN –15,9 0,0 0,0 –15,9
(FORTGESCHRIEBENE) ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2006 785,2 5,6 42,3 833,0
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2006 0,0 5,6 11,6 17,1
ÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 0,0 –5,6 1,5 –4,1
WERTMINDERUNGEN 0,0 0,2 0,0 0,2
ABGÄNGE 0,0 0,0 –2,1 –2,1
KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2006 0,0 0,2 11,0 11,2
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 785,2 5,3 31,3 821,8
NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2005 599,9 12,5 22,8 635,3

NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN MIO. €

(15) NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN (INKLUSIVE ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN)

Die Zugänge aus Anteilserwerb bei den at equity bilanzierten Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die EnerjiSA Enerji Üretim A.S., die Poweo SA sowie die Poweo Production SAS.

Die Veränderung im Wertansatz der at equity bilanzierten Beteiligungen wird als Zu- oder Abgang ausgewiesen.

Im Nettobuchwert der at equity bilanzierten Beteiligungen sind folgende Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer enthalten:

(16) FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING

FIRMENWERTE UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER
31. 12. 2007 31. 12. 2006
NETTOBUCHWERT 1.156,3 785,2
DAVON FIRMENWERT 237,9 212,3
DAVON IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER 15,3 19,2

Die Firmenwerte und immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Impairment Test unterzogen – siehe Bilanzierungsund Bewertungsmethoden (Beteiligungen).

Die Beteiligungszugänge bei den Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen die Verbund-GasbeteiligungsgmbH (1,8 Mio. €) die APT Power Trading SL, trgovanje z elektricna energija d.o.o. (0,9 Mio. €) und die Verbund-Austrian Power Trading ENERGA Hellas Electricity Supply and Trade S.A. (0,3 Mio. €). Die Beteiligungszugänge bei den sonstigen Betei li gungen betreffen im Wesentlichen die Kärntner Restmüllverwertungs GmbH (0,7 Mio. €).

Die Beteiligungsabgänge der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen betreffen die Szélerömü Park Kisfalud Korlátolt Felelösségü Társaság (Anschaffungskosten: 0,2 Mio. €/kumulierte Wertanpassungen: 0,2 Mio. €). Die Beteiligungsabgänge der sonstigen Beteiligungen betreffen eine Korrektur des Beteiligungsansatzes an der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH (Anschaffungskosten: 0,7 Mio. €/kumulierte Wertanpassungen: 0,0 Mio. €) anlässlich der Rückzahlung von nicht gebundenen Kapitalrücklagen.

FINANZANLAGEN – CROSS BORDER LEASING MIO. €
CROSS BORDER
(WERTRECHTE)
WERTPAPIERE
DES ANLAGE -
VERMÖGENS
LEASING
AUSLEIHUNGEN
CROSS BORDER
SONSTIGE
LEASING
SUMME
FORTGESCHRIEBENE ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2006 48,0 532,3 580,3
FREMDWÄHRUNGSBEWERTUNG –5,4 –67,0 –72,4
ZUGÄNGE 1,1 3,0 4,1
KAPITALISIERTE ZINSEN 0,1 42,4 42,5
ABGÄNGE 0,0 –16,7 –16,7
FORTGESCHRIEBENE ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007 43,8 494,0 537,8

Erläuterungen zu den Cross-Border-Leasing-Transaktionen finden sich im Abschnitt »Bilanzierungsund Bewertungsmethoden«.

Die Wertpapiere bestehen nur mehr aus Medium Term Notes mit einem Nominale in Höhe von 62,1 Mio. USD (Vorjahr: 61,0 Mio. USD).

Bei den Wertpapieren besteht keine Verpfändung, von den Ausleihungen ist ein Betrag von 346,6 Mio. € (Vorjahr: 371,7 Mio. €) verpfändet. Davon sind 253,5 Mio. € an US-Investoren und 93,1 Mio. € an Banken zur Besicherung von Bankgarantien verpfändet.

2007 ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 20071 42,9 278,0 6,7 327,5 ZUGÄNGE 0,7 36,7 71,0 108,5 ABGÄNGE –1,1 –25,3 0,0 –26,4 UMBUCHUNGEN –1,1 0,0 –3,7 –4,8 ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2007 41,3 289,4 74,0 404,7 KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2007 0,0 23,3 0,0 23,3 WERTMINDERUNGEN 0,0 15,6 0,0 15,6 WERTERHÖHUNGEN 0,0 –0,3 0,0 –0,3 ABGÄNGE 0,0 –0,1 0,0 –0,1 UMBUCHUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2007 0,0 38,6 0,0 38,6 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 41,3 250,8 74,0 366,1 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 42,9 254,6 6,7 304,1 SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 80,4 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 20061 91,2 GESAMT NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2007 446,5 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 395,3 2006 ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 01. 01. 2006 43,6 123,3 25,4 192,4 ZUGÄNGE 1,7 161,6 0,0 163,4 ABGÄNGE 0,0 –7,0 0,0 –7,0 UMBUCHUNGEN –2,5 0,0 –18,8 –21,3 ANSCHAFFUNGSKOSTEN STAND 31. 12. 2006 42,9 278,0 6,7 327,5 KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 01. 01. 2006 0,0 18,2 0,0 18,2 WERTMINDERUNGEN 0,0 6,1 0,0 6,1 WERTERHÖHUNGEN 0,0 –0,9 0,0 –0,9 ABGÄNGE 0,0 –0,1 0,0 –0,1 UMBUCHUNGEN 0,0 0,0 0,0 0,0 AUSLEIHUNGEN AN UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN BETEILIGUNGSVER - HÄLTNIS BESTEHT WERTPAPIERE (WERTRECHTE) OHNE CROSS BORDER LEASING SONSTIGE AUSLEIHUNGEN OHNE CROSS BORDER LEASING SUMME

KUMULIERTE WERTANPASSUNGEN STAND 31. 12. 2006 0,0 23,3 0,0 23,3 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 42,9 254,6 6,7 304,1 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2005 43,6 105,1 25,4 174,2

NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 91,2 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2005 108,0

NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2006 395,3 NETTOBUCHWERT STAND 31. 12. 2005 282,2

SONSTIGE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN MIO. €

(17) SONSTIGE FINANZ - ANLAGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

1) VORJAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST

GESAMT

SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN

Die Umbuchungen der Anschaffungskosten betreffen Umgliederungen in das kurzfristige Vermögen.

Die Zugänge bei den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (0,7 Mio. €), betreffen eine Ausleihung an die CEMP d.o.o. (0,4 Mio. €) und eine Ausleihung an die Kraftwerk Nussdorf Er richtungs- und Betriebs GmbH & Co KG (0,3 Mio. €).

Die Wertpapiere (250,8 Mio. €, Vorjahr: 254,6 Mio. €) bestehen überwiegend aus Anteilen an Invest ment fonds sowie Anleihen und sind als zur Veräußerung verfügbar eingestuft.

Von den Wertpapieren wurden 65,9 Mio. € (Vorjahr: 36,0 Mio. €) als Sicherheit vor allem in Zusam menhang mit dem Handel an Strombörsen und der Ausgleichsenergiebewirtschaftung verpfändet.

Die sonstigen Ausleihungen von 74,0 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) bestehen im Wesentlichen aus Aus leihung an Poweo Pont sur Sambre (71,0 Mio. €) sowie langfristigen Forderungen gegenüber der Republik Österreich aus der Vorfinanzierung von Baukostenbeiträgen für Rechnung der Republik Österreich (2,9 Mio. €). Mit den Baukostenbeiträgen wurden der Schifffahrt dienende Anlagenteile bei Donaukraftwerken finanziert.

Die im Vorjahr unter den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, erfasste Stromkostenvorauszahlung an die Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft (28,9 Mio. €, Vorjahr: 30,2 Mio. €) wurde in die sonstigen langfristigen Forderungen umgegliedert. Diese verminderte sich 2007 um 1,3 Mio.€. Der Vorjahreswert wurde angepasst.

Die sonstigen langfristigen Forderungen enthalten nach Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen 3,2 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) als Barwert künftiger Leasingraten für vom Verbund an einen Groß kunden in Bestand gegebene Anlagen (Finanzierungsleasing gemäß IAS 17). Die Leasingverträge enden am 30. 9. 2010. Die Summe der nicht abgezinsten künftigen Leasingraten beträgt 3,3 Mio. € (Vorjahr: 5,1 Mio. €). Die innerhalb eines Jahres fälligen Tilgungen betragen 1,6 Mio. €, die Tilgungen zwischen 2009 und 2010 1,6 Mio.€.

In den sonstigen langfristigen Forderungen sind Forderungen aus den beizulegenden Zeitwerten der derivativen Finanzinstrumente des Finanzbereichs im Zusammenhang mit dem Cross Border Leasing in Höhe von 47,9 Mio. € (Vorjahr: 47,0 Mio. €) enthalten.

KURZFRISTIGES VERMÖGEN

Als kurzfristiges Vermögen werden sämtliche Vermögenswerte ausgewiesen, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten oder innerhalb des normalen Verlaufs des Geschäftszyklus realisiert (verbraucht) werden.

VORRÄTE MIO. €
2007 2006 VERÄND.
PRIMÄRENERGIETRÄGER 46,5 49,6 –3,1
ABZÜGLICH WERTBERICHTIGUNGEN –0,5 –0,5 0,0
ZWISCHENSUMME 46,0 49,1 –3,1
HILFS- UND BETRIEBSSTOFFE 2,8 2,6 0,2
NOCH NICHT ABRECHENBARE LEISTUNGEN 0,0 0,5 0,5
VORRÄTE 48,8 52,2 –2,4

(18) VORRÄTE

Die Primärenergieträger betreffen im Wesentlichen Kohle- und Ölvorräte.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN MIO. €
KURZFRISTIG LANGFRISTIG
2007 2006 2007 2006
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 248,1 211,1 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT DENEN
EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT 32,5 37,3 0,0 0,0
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN 2,2 18,8 0,0 0,0
AUSLEIHUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT DENEN
EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT 0,7 4,2 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT 9,7 4,0 0,0 0,0
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 344,4 150,2 80,4 91,2
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGE FORDERUNGEN 637,6 425,6 80,4 91,2

(19) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN

Die sonstigen Forderungen mit einer Frist von mehr als einem Jahr sind in der Bilanz in den langfristigen sonstigen Forderungen ausgewiesen – siehe (17). Aufgrund der Umgliederung einer Stromkosten vorauszahlung von den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zu den sonstigen Forderungen wurden die Vorjahreszahlen angepasst.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE MIO. €
KURZFRISTIG LANGFRISTIG
2007 2006 2007 2006
VERANLAGUNGEN BEI BANKEN > 3 MONATE < 1 JAHR 245,8 0,0 0,0 0,0
STROMKOSTENVORAUSZAHLUNG ÖBK 0,0 0,0 28,9 30,2
ZEITWERTE DER DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTE
FINANZBEREICH 0,0 0,0 47,9 47,0
TRADING – ENERGIEBEREICH 31,3 49,1 0,0 0,0
HEDGE – ENERGIEBEREICH 2,9 8,8 0,0 0,0
SICHERSTELLUNGEN BEI DER EEX/STROMHANDEL 22,6 32,6 0,0 0,0
GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUS AUKTIONEN 10,9 0,4 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS SCHLEUSENBETRIEB UND -INSTANDHALTUNG 4,7 2,1 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS ZINSABGRENZUNGEN 2,6 1,6 0,0 0,0
FORDERUNGEN ELWOG 1,8 1,8 0,0 0,0
FORDERUNGEN REPUBLIK ÖSTERREICH 1,6 0,7 0,0 0,0
FORDERUNGEN AUS VERRECHNUNGEN VON STEUERN 0,9 0,6 0,0 0,0
SICHERSTELLUNGEN IN ZUSAMMENHANG MIT STROMTRANSPORTEN 0,5 5,6 0,0 0,0
SONSTIGE FORDERUNGEN AUS DER PERSONALVERRECHNUNG 0,3 0,5 0,0 0,0
FINANZIERUNGSBEITRÄGE 0,2 2,7 0,0 0,0
GELEISTETE ANZAHLUNGEN FÜR IN FOLGEPERIODEN
WIRKSAME AUFWENDUNGEN – STROMGESCHÄFT 0,2 3,6 0,0 0,0
EMISSIONSZERTIFIKATE 0,1 24,4 0,0 0,0
ANZAHLUNGEN AUF FINANZINSTRUMENTE 0,0 0,0 0,0 8,6
FORDERUNG FINANZIERUNGSLEASING 0,0 0,0 3,2 4,8
SONSTIGE 18,0 15,7 0,4 0,6
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTE 344,4 150,2 80,4 91,2

Die als Sicherstellungen angeführten Beträge von insgesamt 23,1 Mio. € (Vorjahr: 38,2 Mio. €) sind vor allem in Zusammenhang mit dem Handel an Strombörsen und mit der Ausgleichsenergiebewirt schaf t ung verpfändet.

Wesentliche Wertberichtigungen bzw. Zahlungsstörungen (Überfälligkeiten) bestanden zum 31. 12. bei den folgenden Forderungen:

WERTBERICHTIGUNGEN MIO. €
-------------------- --------
SUMME 290,3 10,4 300,7 252,4 8,3 260,7
UNTERNEHMEN 9,7 0,0 9,7 4,0 0,0 4,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT
DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
32,5 3,7 36,2 37,3 5,1 42,4
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 248,1 6,7 254,8 211,1 3,2 214,3
2007 2006
WERTBE-
2007 RICHTIGUNG
2007 2006 RICHTIGUNG 2006
BUCHWERT BRUTTO BUCHWERT WERTBE- BRUTTO
SUMME 300,7 10,3 6,1 6,1 6,3
UNTERNEHMEN 9,7 0,5 0,0 0,0 0,0
FORDERUNGEN GEGENÜBER VERBUNDENEN
FORDERUNGEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN, MIT
DENEN EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
36,2 0,0 0,1 0,0 3,7
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 254,8 9,8 6,0 6,0 2,6
BRUTTO
2007
ÜBERFÄLLIG
1–30 TAGE
ÜBERFÄLLIG
31–120 TAGE
ÜBERFÄLLIG
121–360 TAGE
ÜBERFÄLLIG
> 361 TAGE
ÜBERFÄLLIGKEITEN MIO. €

Die Wertberichtigungen zu Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Ausmaß von 2,3 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) nahe stehende Unternehmen gemäß IAS 24 (nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen).

Im Bereich der sonstigen Forderungen besteht eine wesentliche Wertberichtigung in Höhe von 2,2 Mio. €.

(20) LIQUIDE MITTEL

LIQUIDE MITTEL MIO. €
2007 2006
KURZFRISTIGE VERANLAGUNGEN 116,1 80,6
GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 213,9 7,2
KASSENBESTAND 0,1 0,2
LIQUIDE MITTEL 330,1 88,0

Die Bindungsdauer sämtlicher kurzfristiger Finanzveranlagungen betrug zum Zeitpunkt der Veran lagung weniger als drei Monate.

EIGENKAPITAL

Die Zusammensetzung und die Veränderungen sind in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt.

Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt.

Zum Bilanzstichtag befinden sich 308.200.000 Aktien (Vorjahr: 308.200.000) in Umlauf.

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das Periodenergebnis (ohne Anteile anderer Gesellschafter) durch den gewichteten Durchschnitt der im Jahr 2007 im Umlauf befindlichen Aktien (308.200.000, Vorjahr: 308.200.000) dividiert wird. Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Aktien oder andere Sachverhalte, die zu Verwässerungseffekten führen könnten, bestehen nicht.

Unter den Kapitalrücklagen wird mit 10,9 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €) jener Teil der Rücklage ausgewiesen, der nicht aus dem Periodenergebnis früherer Jahre gebildet wurde.

Die angesammelten Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns thesaurierten Gewinne. Von diesen Ergebnissen kann jener Betrag an die Aktionäre der Muttergesellschaft ausgeschüttet werden, der in dem nach österreichischen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Einzelabschluss der Mutter gesellschaft als »Bilanzgewinn« zum 31. 12. 2007 ausgewiesen ist – zur vorgeschlagenen Dividende siehe (26).

SONSTIGE RÜCKLAGEN MIO. €
GEWINNE UND VERLUSTE AUS
ZUR VERÄUSSERUNG AT EQUITY CASHFLOW
VERFÜGBAREN BILANZIERTEN HEDGES
FINANZ- BETEILI
INSTRUMENTEN GUNGEN
STAND PER 01. 01. 2007 –1,0 4,8 0,0 3,8
VERÄNDERUNG –10,5 –2,7 1,7 –11,6
RECYCLING (VERÄUSSERUNG) –0,1 0,0 0,0 0,0
STAND PER 31. 12. 2007 –11,6 2,1 1,7 –7,8

Die erfassten Beträge sind Nettobeträge nach Abzug darauf entfallender Ertragsteuern. Die berücksichtigten Ertragsteuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse betragen für das Geschäftsjahr 2007 3,5 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €).

Zu den Gewinnen und Verlusten aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten siehe Bilan zie r ungs- und Bewertungsmethoden (Wertpapiere und Ausleihungen). Die Gewinne und Verluste aus at equity bilanzierten Beteiligungen spiegeln folgende beim Beteiligungsunternehmen ergebnisneutral erfassten Eigenkapitalveränderungen wider: Währungsumrechnungsdifferenzen, Neubewertung des Anlagevermögens, Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und von Cashflow Hedges.

(21) GRUNDKAPITAL

(22) KAPITALRÜCKLAGEN

(23) ANGESAMMELTE ERGEBNISSE

(24) SONSTIGE RÜCKLAGEN

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die Fremdanteile am Eigenkapital der konsolidierten Tochtergesellschaften. Fremdanteile bestehen an der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (19,7 %) und an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH (40,5 %). Die Entwicklung der Anteile anderer Gesellschafter ist in der Entwicklung des Eigenkapitals des Verbund-Konzerns dargestellt. Die den Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Kapitalanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) wurden gemäß IAS 32 erstmals in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst. Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der Muttergesell - (25) ANDEREN GESELLSCHAFTERN ZURECHENBARES EIGENKAPITAL (26) DIVIDENDE

schaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Dieser beträgt für das Geschäftsjahr 2007 277,4 Mio. € (Vorjahr: 231,2 Mio. €). Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, diesen zur Gänze auszuschütten. Demnach soll die Ausschüttung pro Aktie 0,90 € (Vorjahr: 0,75 €) betragen.

LANG- UND KURZFRISTIGE SCHULDEN

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN MIO. €
LANGFRISTIG KURZFRISTIG
2007 2006 2007 2006
ANLEIHEN 646,9 484,5 344,0 76,7
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN 783,5 264,9 18,0 176,8
FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN 49,1 51,6 14,8 185,3
KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE 125,7 107,6 0,0 0,0
SUMME FINANZVERBINDLICHKEITEN OHNE CROSS BORDER LEASING 1.605,2 908,6 376,8 438,8
FINANZVERBINDLICHKEITEN CROSS BORDER LEASING 604,6 647,9 0,0 0,0
LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2.209,8 1.556,5 376,8 438,8

Die Finanzverbindlichkeiten (ohne Cross-Border-Leasing-Finanzverbindlichkeiten) entwickelten sich wie folgt:

FINANZVERBINDLICHKEITEN (OHNE CROSS BORDER LEASING) MIO. €
STAND ZUM 01. 01. 2007 (LANG- UND KURZFRISTIG) 1.347,4
NEUE KONZERNGESELLSCHAFTEN 0,3
NETTOVERÄNDERUNG GELDMARKTGESCHÄFTE –292,1
VERÄNDERUNG DER ZINSABGRENZUNG 14,3
PLANMÄSSIGE TILGUNGEN –125,0
AUFNAHMEN (NACH ABZUG KOSTEN) 1.025,9
KURSGEWINNE –7,0
VERÄNDERUNG DER DEN KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDEN KAPITALANTEILE 18,1
SONSTIGE VERÄNDERUNGEN 0,1
STAND ZUM 31. 12. 2007 (LANG- UND KURZFRISTIG) 1.982,0

(27) LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBIND-LICHKEITEN

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden die den Kommanditgesellschaftern zuzurechnenden Kapital- bzw. Ergebnisanteile an der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG (ATP) ausgewiesen (siehe auch »Finanzierungs ergebnis«/»Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden«). Diese entwickelten sich wie folgt:

ANTEILE KOMMANDITGESELLSCHAFTER PER 31. 12. 125,7 107,6
AUSSCHÜTTUNG –24,2 0,0
KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDE ANTEILE AM ERGEBNIS (FINANZIERUNGSERGEBNIS) 41,4 47,3
ERGEBNISNEUTRALE VERÄNDERUNG AUS CASHFLOW HEDGE 0,9 –0,3
ANTEILE KOMMANDITGESELLSCHAFTER PER 01. 01. 107,6 60,6
2007 2006
DEN KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE MIO. €

Die Cross-Border-Leasing-Finanzverbindlichkeiten entwickelten sich wie folgt:

STAND ZUM 31. 12. 2007 604,6
MARKTWERTVERÄNDERUNG CROSS BORDER LEASING –1,5
TILGUNGEN/ABGÄNGE AUS DEM CROSS BORDER LEASING –30,9
KAPITALISIERUNG CROSS BORDER LEASING 61,4
KURSGEWINN AUS BEWERTUNG GEM. IAS 39 –72,3
STAND ZUM 01. 01. 2007 647,9
CROSS-BORDER-LEASING-FINANZVERBINDLICHKEITEN MIO. €

Im Jahr 2007 wurden Aufnahmen von neuen langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 1.030,5 Mio. € vorgenommen. Davon betrafen 330,5 Mio. € Aufnahmen, die im Rahmen des Refinanzierungsverfahrens der Oesterreichische Kontrollbank AG für ausländische Beteiligungserwer be direkt bei der Verbundgesellschaft vorgenommen wurden. Die übrigen Aufnahmen in Höhe von 700 Mio. € erfolgten bei der voll konsolidierten Tochtergesellschaft Verbund-International Finance BV in den Niederlanden, bei der aufgrund der von den Ratingagenturen angesprochenen »structural subordination« die Fremdmittelaufnahmen des Konzens grundsätzlich konzentriert werden sollen. Diese Aufnahmen erfolgten in Form einer 500-Mio.-€-Schuldverschreibung sowie als Kreditaufnahme in Höhe von 200 Mio. € bei der Europäischen Investitionsbank. Von den gesamten Neuaufnahmen werden 281,5 Mio. € variabel und 749,0 Mio. € fix verzinst.

Planmäßige Tilgungen von langfristigen Finanzverbindlichkeiten exkl. Cross-Border-Leasing-Trans aktio nen erfolgten in Höhe von insgesamt 125,0 Mio. €. Außerplanmäßig erfolgten keine Tilgungen. Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Barvorlagen) wurden 305,8 Mio. € getilgt und 13,7 Mio. € am Geldmarkt neu aufgenommen.

Bei den zugrundeliegenden Konditionen der bestehenden Finanzverbindlichkeiten ergaben sich keine Änderungen hinsichtlich der Zinssätze oder der Laufzeiten.

Bei den Finanzverbindlichkeiten aus Cross-Border-Leasing-Transaktionen wurden Kapitalisierungen in Höhe von 61,4 Mio. € (Vorjahr: 65,9 Mio. €) vorgenommen. Tilgungen/Abgänge erfolgten in Höhe von 30,9 Mio. € (Vorjahr: 521,4 Mio. €).

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit hypothekarischer Sicherstellung.

Weitere Angaben zu den Finanzverbindlichkeiten können der folgenden Tabelle entnommen werden:

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2007 MIO. €

×íl τ.
SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN OHNE
CROSS BORDER LEASING
1.978,5 1.982,0 125,7
604,6
794,2
0,0
0,0
14,8
376,8
0,0
0,0
31,6
247,1
0,0
3,4
4,4
18,2
0,0
0,0
1,0
20,3
0,0
3,8
4,9
125,7
597,4
737,6
190,1 1.129,6 4,16 % 4,21 %
634,1
3C. CROSS BORDER LEASING1
ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE
3B. KOMMANDITGESELLSCHAFTERN
DAVON VARIABEL VERZINST 2015 37,6 33,3 14,8 1,0 1,0 1,0 1,1 14,5 3,77 % 3,65 % 33,3
DAVON FIX VERZINST 2021 34,9 30,6 0,0 30,6 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90% 3,72 % 31,0
3A. SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
OHNE CROSS BORDER LEASING
72,5 63,9 14,8 31,6 1,0 1,0 1,1 14,5 2,87 % 3,69 % 64,3
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2009 34,8 30,6 0,0 30,6 0,0 0,0 0,0 0,0 1,90 % 3,72 % 30,9
EUROWÄHRUNGEN 2021 37,7 33,3 14,7 1,0 1,0 1,0 1,1 14,5 3,77 % 3,51 % 33,3
3. FINANZVERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER SONSTIGEN
DAVON VARIABEL VERZINST 2020 442,4 414,0 15,9 85,4 9,8 10,2 19,2 273,6 5,07 % 4,77 % 409,7
DAVON FIX VERZINST 2021 410,3 387,4 2,1 129,3 7,4 9,1 169,8 69,7 3,52 % 3,94 % 372,6
SUMME VERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
852,8 801,5 18,0 214,7 17,2 19,3 189,0 343,3 4,32 % 4,41 % 782,3
EUROWÄHRUNGEN 2021 852,8 801,5 18,0 214,7 17,2 19,3 189,0 343,3 4,32 % 4,41% 782,3
2. VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER KREDITINSTITUTEN
DAVON FIX VERZINST 2017 1.053,2 990,9 344,0 0,8 0,0 0,0 0,0 646,1 4,11 % 4,06 % 1.011,6
SUMME ANLEIHEN 1.053,2 990,9 344,0 0,8 0,0 0,0 0,0 646,1 4,11 % 4,06 % 1.011,6
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2015 168,1 110,5 32,4 0,0 0,0 0,0 0,0 78,2 3,52 % 2,22 % 123,2
EUROWÄHRUNGEN 2017 885,0 880,5 311,5 0,8 0,0 0,0 0,0 567,9 4,18 % 5,00 % 888,4
1. ANLEIHEN < > > > > >
LAUFZEIT BIS EMISSIONS
VOLUMEN
AUSHAFTUNG
31. 12. 2007
RESTLAUFZEIT
= 1 JAHR
1 BIS 2 JAHRE
RESTLAUFZEIT
2 BIS 3 JAHRE
RESTLAUFZEIT
3 BIS 4 JAHRE
RESTLAUFZEIT
4 BIS 5 JAHRE
RESTLAUFZEIT
RESTLAUFZEIT
5 JAHRE
NOMINALZINSSATZ
GEWICHTETER
GEWICHTETER
EFFEKTIVER
ZINSSATZ
FAIR VALUE
31. 12. 2007

1 DIESEN ANGABEN ENTSPRECHEN GLEICH HOHE AKTIVPOSTEN, TEILWEISE ANGABEN DAHER NICHT SINNVOLL.

LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN 2006 MIO. €

GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN INKL.
CROSS BORDER LEASING
1.995,4 438,8 341,9 168,4 16,7 13,4 1.016,1
GESAMTSUMME FINANZVER
BINDLICHKEITEN OHNE
CROSS BORDER LEASING
1.313,1 1.347,5 438,8 341,9 168,4 12,9 13,0 372,4 3,81 % 4,02 %
SUMME FINANZVERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER SONSTIGEN
992,4 185,3 0,9 32,8 4,8 1,5 767,1
3C. CROSS BORDER LEASING1 647,9 0,0 0,0 0,0 3,8 0,4 643,7 2
ZUZURECHNENDE KAPITALANTEILE 107,6 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 107,6
3B. KOMMANDITGESELLSCHAFTERN
DAVON VARIABEL VERZINST 2015 208,0 204,7 185,0 0,9 1,0 1,0 1,0 15,7 3,69 % 3,75 % 204,7
DAVON FIX VERZINST 2021 34,9 32,2 0,3 0,0 31,9 0,0 0,0 0,0 1,90 % 3,90 % 32,7
3A. SUMME FINANZVERBINDLICH
KEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
OHNE CROSS BORDER LEASING
242,9 236,9 185,3 0,9 32,8 1,0 1,0 15,8 3,45 % 3,88 % 237,4
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2009 34,8 32,1 0,3 0,0 31,9 0,0 0,0 0,0 1,90 % 3,91 % 32,6
3. FINANZVERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER SONSTIGEN
EUROWÄHRUNGEN
2021 208,1 204,7 185,0 0,9 1,0 1,0 1,0 15,8 3,69 % 3,74 % 204,7
DAVON VARIABEL VERZINST 2020 305,5 301,6 174,9 10,2 10,2 10,2 10,2 85,7 3,71 % 4,11 % 300,9
DAVON FIX VERZINST 2016 141,6 140,2 2,0 1,7 124,6 1,7 1,7 8,5 2,72 % 3,06 % 135,4
SUMME VERBINDLICHKEITEN
GEGENÜBER KREDITINSTITUTEN
447,1 441,8 176,9 11,9 134,8 11,9 11,9 94,3 3,40 % 3,70 % 436,3
EUROWÄHRUNGEN 2020 447,1 441,8 176,9 11,9 134,8 11,9 11,9 94,3 3,40 % 3,70 % 436,3
2. VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER KREDITINSTITUTEN
DAVON FIX VERZINST 2017 623,2 561,2 76,7 329,0 0,8 0,0 0,0 154,8 4,27 % 4,12 % 581,7
SUMME ANLEIHEN 623,2 561,2 76,7 329,0 0,8 0,0 0,0 154,8 4,27% 4,12 % 581,7
FREMDWÄHRUNGEN (JPY) 2015 168,1 116,1 2,2 31,8 0,0 0,0 0,0 82,1 3,52 % 2,28 % 129,5
EUROWÄHRUNGEN 2017 455,0 445,1 74,5 297,1 0,8 0,0 0,0 72,7 4,47 % 5,23 % 452,2
1. ANLEIHEN
LAUFZEIT BIS EMISSIONS
VOLUMEN
AUSHAFTUNG
31. 12. 2006
RESTLAUFZEIT
= 1 JAHR
<
1 BIS 2 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
2 BIS 3 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
3 BIS 4 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
4 BIS 5 JAHRE
RESTLAUFZEIT
>
RESTLAUFZEIT
5 JAHRE
>
NOMINALZINSSATZ
GEWICHTETER
GEWICHTETER
EFFEKTIVER
ZINSSATZ
FAIR VALUE
31. 12. 2006

1 DIESEN ANGABEN ENTSPRECHEN GLEICH HOHE AKTIVPOSTEN, TEILWEISE ANGABEN DAHER NICHT SINNVOLL.

2 IM VORJAHR ERFOLGTE KEINE ANGABE. EINE NACHTRÄGLICHE FAIR-VALUE-ERMITTLUNG WÜRDE EINEN VERTRETBAREN AUFWAND ÜBERSTEIGEN.

AKTIVA 2007
ANTEILE AN NICHT KONSOLI
DIERTEN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN
AFS/FAAC
8,4

SONSTIGE BETEILIGUNGEN2
SONSTIGE BETEILIGUNGEN
AFS/FAAC
31,3
39,7
WERTPAPIERE CBL
(MEDIUM TERM NOTES)
LAR
43,8
42,4
FINANZANLAGEN – CBL
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN CBL
LAR
494,0
537,8
576,9
AUSLEIHUNGEN AN BETEILIGTE
UNTERNEHMEN
LAR
41,3
42,6
WERTPAPIERE OHNE CBL
AFS
250,8
250,8
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN
OHNE CBL
LAR
74,0
78,6
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL) MIT HEDGE-BEZIEHUNG
IAS 39
47,9
47,9
BARWERT LEASINGRATEN
(FINANZIERUNGSLEASING)
IAS 17
3,2
SONSTIGE

29,3
SONSTIGE FINANZANLAGEN
UND SONSTIGE FORDERUNGEN
SONSTIGE LANGFRISTIGE
(LANGFRISTIG)
FORDERUNGEN
80,4
446,5
FORDERUNGEN AUS LIEFE
RUNGEN UND LEISTUNGEN
LAR
248,1
248,1
FORDERUNGEN GGÜ. UNTER
NEHMEN MIT BETEILIGUNGS
VERHÄLTNIS
LAR
32,5
32,5
FORDERUNGEN GGÜ. VERBUN
DENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
LAR
9,7
9,7
AUSLEIHUNGEN
LAR
2,9
2,9
VERANLAGUNGEN BEI BANKEN
(> 3 M. < 1 J.)
LAR
245,8
245,8
DERIVATE ENERGIEBEREICH
OHNE HEDGEBEZIEHUNG
FAHFT
31,3
31,3
DERIVATE ENERGIEBEREICH
MIT HEDGEBEZIEHUNG
IAS 39
2,9
2,9
GEWÄHRTE SICHERHEITEN
LAR
23,1
23,1
SONSTIGE
LAR
19,2
19,2
EMMISSIONSZERTIFIKATE
IAS 38, IAS 2
0,1
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN UND SONSTIGEN
FORDERUNGEN (KURZFRISTIG)
SONSTIGE

21,1
637,6
LIQUIDE MITTEL
LAR
330,1
330,1
330,1
DAVON AGGREGIERT NACH
FINANCIAL ASSETS MEASURED
BEWERTUNGSKATEGORIE
AT AMORTIZED COST
FAAC
39,7
AVAILABLE FOR SALE
FINANCIAL ASSETS
AFS
250,8
LOANS AND RECEIVABLES
LAR
1.564,5
FINANCIAL ASSETS HELD
FOR TRADING
FAHFT
31,3

BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES MIO. €

BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES (FORTSETZUNG) MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGS-
KATEGORIE1
BUCHWERT
ZUM 31.12.2007
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2007
PASSIVA 2007
FINANZVERBINDLICHKEITEN
(LANG- U. KURZFRISTIG)
FLAC 1.856,2 1.858,1
FINANZVERBINDLICHKEITEN CBL
(LANGFRISTIG) FLAC 604,6 634,1
FINANZVERBINDLICHKEITEN
KOMMANDITGESELLSCHAFTER
(LANGFRISTIG)
IAS 32 125,7
DERIVATE FINANZBEREICH
(CBL) MIT HEDGE-BEZIEHUNG
IAS 39. 11,6 11,6
VERBINDLICHKEITEN
AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN
FLAC 1,0 1,0
SONSTIGE FLAC 18,9 18,9
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGEN VERBINDLICH
KEITEN (LANGFRISTIG)
SONSTIGE 0,1
31,6
VERBINDLICHKEITEN
AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN
FLAC 60,2 60,2
DERIVATE ENERGIEBEREICH
OHNE HEDGE-BEZIEHUNG
FLHFT 35,7 35,7
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER UNTERNEHMEN MIT
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
FLAC 43,0 43,0
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER VERBUNDENEN UNTER
NEHMEN NICHT KONSOLIDIERT
FLAC 8,2 8,2
SONSTIGE FLAC 13,6 13,6
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGEN VERBINDLICH
KEITEN (KURZFRISTIG)
SONSTIGE 174,9
335,6
DAVON AGGREGIERT NACH
BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL LIABILITES
MEASURED AT AMORTIZED COST
FLAC 2.605,7
FINANCIAL LIABILITES
HELD FOR TRADING
FLHFT 35,7

1 BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39/BEWERTUNG NACH ANDEREM IAS/IFRS

2 GRUNDSÄTZLICH AFS; DA BEIZULEGENDER ZEITWERT NICHT VERLÄSSLICH ERMITTELBAR, BEWERTUNG ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN (ABZUGLICH ALLFÄLLIGER WERTMINDERUNGEN)

BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES (FORTSETZUNG) MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGS-
KATEGORIE1
BUCHWERT
ZUM 31.12.2006
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2006
AKTIVA 2006
ANTEILE AN NICHT KONSOLI
DIERTEN VERBUNDENEN
UNTERNEHMEN
AFS/FAAC 5,3
SONSTIGE BETEILIGUNGEN2 SONSTIGE BETEILIGUNGEN AFS/FAAC 31,3
36,6
WERTPAPIERE CBL
(MEDIUM TERM NOTES)
LAR 48,0 3
FINANZANLAGEN – CBL SONSTIGE AUSLEIHUNGEN CBL LAR 532,3
580,3
3
AUSLEIHUNGEN AN BETEILIGTE
UNTERNEHMEN
LAR 42,9 43,5
WERTPAPIERE OHNE CBL AFS 254,6 254,6
SONSTIGE AUSLEIHUNGEN
OHNE CBL
LAR 6,7 6,7
DERIVATE FINANZBEREICH (CBL)
MIT HEDGE-BEZIEHUNG
IAS 39 47,0 47,9
BARWERT LEASINGRATEN
(FINANZIERUNGSLEASING)
IAS 17 4,8
SONSTIGE 39,4
SONSTIGE FINANZANLAGEN
UND SONSTIGE FORDERUNGEN
(LANGFRISTIG)
SONSTIGE LANGFRISTIGE
FORDERUNGEN
91,2
395,4
FORDERUNGEN AUS LIEFER
UNGEN UND LEISTUNGEN
LAR 211,1 211,1
FORDERUNGEN GGÜ. UNTER
NEHMEN MIT BETEILIGUNGS
VERHÄLTNIS
LAR 37,3 37,3
FORDERUNGEN GGÜ. VERBUND
ENEN UNTERNEHMEN
NICHT KONSOLIDIERT
LAR 4,0 4,0
AUSLEIHUNGEN LAR 23,0 23,0
DERIVATE ENERGIEBEREICH
OHNE HEDGEBEZIEHUNG
FAHFT 49,1 49,1
DERIVATE ENERGIEBEREICH
MIT HEDGEBEZIEHUNG
IAS 39 8,8 8,8
GEWÄHRTE SICHERHEITEN LAR 38,2 38,2
SONSTIGE LAR 7,7 7,7
EMMISSIONSZERTIFIKATE IAS 38, IAS 2 24,4
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN UND SONSTIGEN
FORDERUNGEN (KURZFRISTIG)
SONSTIGE 22,0
425,6
LIQUIDE MITTEL
DAVON AGGREGIERT NACH
BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL ASSETS MEASURED
AT AMORTIZED COST
LAR
FAAC
88,0
88,0
36,6
88,0
AVAILABLE FOR SALE
FINANCIAL ASSETS AFS 254,6
LOANS AND RECEIVABLES LAR 1.039,2
FINANCIAL ASSETS HELD
FOR TRADING
FAHFT 49,1
BEWERTUNGSKATEGORIEN, BUCHWERTE UND FAIR VALUES (FORTSETZUNG) MIO. €
BILANZPOSITION BEWERTUNGS-
KATEGORIE1
BUCHWERT
ZUM 31.12.2006
FAIR VALUE
ZUM 31.12.2006
PASSIVA 2006
FINANZVERBINDLICHKEITEN
(LANG- U. KURZFRISTIG)
FLAC 1.239,9 1.255,4
FINANZVERBINDLICHKEITEN
CBL (LANGFRISTIG)
FLAC 647,9 3
FINANZVERBINDLICHKEITEN
KOMMANDITGESELLSCHAFTER
(LANGFRISTIG) IAS 32 107,6
DERIVATE FINANZBEREICH (CBL)
MIT HEDGE-BEZIEHUNG
IAS 39 9,2 9,2
VERBINDLICHKEITEN
AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN FLAC 0,7 0,7
SONSTIGE FLAC 15,8 15,8
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGEN VERBINDLICH
KEITEN (LANGFRISTIG) SONSTIGE 1,6
27,3
VERBINDLICHKEITEN
AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN
FLAC 82,6 82,6
DERIVATE ENERGIEBEREICH
OHNE HEDGE-BEZIEHUNG
FLHFT 35,3 35,3
DERIVATE ENERGIEBEREICH
MIT HEDGEBEZIEHUNG
IAS 39 8,8 8,8
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER UNTERNEHMEN MIT
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS
FLAC 40,0 40,0
VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER VERBUNDENEN UNTER
NEHMEN NICHT KONSOLIDIERT FLAC 6,1 6,1
SONSTIGE FLAC 36,5 36,5
VERBINDLICHKEITEN AUS
LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
UND SONSTIGEN VERBINDLICH
KEITEN (KURZFRISTIG) SONSTIGE 110,1
319,4
DAVON AGGREGIERT NACH
BEWERTUNGSKATEGORIE
FINANCIAL LIABILITES
MEASURED AT AMORTIZED
COST
FLAC 2.069,5
FINANCIAL LIABILITES
HELD FOR TRADING
FLHFT 35,3

1 BEWERTUNGSKATEGORIE NACH IAS 39/BEWERTUNG NACH ANDEREM IAS/IFRS

GRUNDSÄTZLICH AFS; DA BEIZULEGENDER ZEITWERT NICHT VERLÄSSLICH ERMITTELBAR, BEWERTUNG ZU ANSCHAFFUNGSKOSTEN (ABZUGLICH ALLFÄLLIGER WERTMINDERUNGEN)

3 IM VORJAHR ERFOLGTE KEINE ANGABE. NACHTRÄGLICHE FAIR-VALUE-ERMITTLUNG AUS SYSTEMTECHNISCHEN GRÜNDEN MIT VERTRETBAREM AUFWAND NICHT MÖGLICH.

(28) LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN

LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €

LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN 845,4 860,4
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 313,1 305,9
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT 50,5 72,2
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN 141,5 146,5
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 116,0 109,5
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN 224,3 226,3
2007 2006

Die Rückstellungen für Pensionen, pensionsähnliche Verpflichtungen (Prämien zur Krankenzusatzver sicherung) und Abfertigungen werden zur Gänze als langfristig angesehen. Zu den Fristen der sonstigen Rückstellungen siehe unten.

MIO. €
PENSIONS- PENSIONSÄHNLICHE
VERPFLICHTUNGEN
2006
250,9 258,7 116,3 128,3
–42,8 –43,6 –0,3 –18,8
224,3 226,3 116,0 109,5
0,5 0,6 2,1 2,2
18,2 16,5 5,7 4,3
–6,2 –6,1
9,9 5,4 0,7 15,7
22,4 16,4 8,5 22,2
–1,2 –8,0
427,5 426,5 128,3 103,1
0,5 0,6 2,1 2,2
18,2 16,5 5,7 4,3
–31,9 –31,1 –2,0 –1,8
4,1 15,0 –17,9 20,5
418,3 427,5 116,3 128,3
157,6 156,5
0,6 0,3
–8,1 –7,2
6,2 6,1
–5,0 1,9
151,2 157,6
2007
167,4
–151,2
16,2
RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN
VERPFLICHTUNGEN
2006
168,8
–157,6
11,2
2007


PENSIONS-
VERPFLICHTUNGEN
PENSIONSÄHNLICHE
VERPFLICHTUNGEN
2007 2006 2007 2006
ENTWICKLUNG DER NICHT REALISIERTEN VERSICHERUNGS
MATHEMATISCHEN GEWINNE BZW. VERLUSTE
KUM. VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)/VERLUSTE (–) 01. 01. –43,6 –36,0 –18,8 –14,1
VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)/VERLUSTE (–) DES JAHRES –4,1 –14,9 17,9 –20,4
VERANLAGUNGSGEWINNE (+)/-VERLUSTE (–) DES JAHRES –5,0 1,9
AMORTISATION DES JAHRES 9,9 5,4 0,7 15,7
KUM. VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE GEWINNE (+)/VERLUSTE (–) 31. 12. –42,8 –43,6 –0,3 –18,8

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN (FORTSETZUNG) MIO. €

Die geschätzte Kostensteigerung der medizinischen Versorgung hat einen maßgeblichen Einfluss auf den im Personalaufwand enthaltenen Prämienaufwand für Krankenzusatzversicherungen. Die Verän der ung der Kostensteigerung um einen Prozentpunkt hat auf Basis des Barwerts der Verpflichtung (DBO) in Höhe von 116,3 Mio. € die folgenden Effekte:

EFFEKT DER GESCHÄTZTEN KOSTENSTEIGERUNG DER MEDIZINISCHEN VERSORGUNG MIO. €
1 %-PUNKT 1 %-PUNKT
STEIGERUNG SENKUNG
EFFEKT AUF DIENSTZEIT- UND ZINSAUFWAND +1,7 –1,4
EFFEKT AUF DBO +22,8 –19,2

HISTORISCHE INFORMATION PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNG

2003 2004 2005 2006 2007
PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNG (DBO)
ZUM 31. 12. IN MILLIONEN € 55,6 75,8 103,1 128,3 116,3
ERFAHRUNGSBEDINGTE ANPASSUNGEN (+) GEWINN/(–) VERLUST
IN % DES BARWERTS DER VERPFLICHTUNG
(DBO) ZUM PERIODENENDE –3,84 % 3,85 % 1,03 % –3,67 % 5,26 %

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameterannahmen zum Unterschied zur Abweichung der auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parameter verursacht sind. Dies betrifft unter anderem Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

HISTORISCHE INFORMATION PENSIONVERPFLICHTUNG MIO. €

2003 2004 2005 2006 2007
PENSIONSVERPFLICHTUNG (DBO) ZUM 31. 12. 403,2 378,2 426,5 427,5 418,3
PLANVERMÖGEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT –154,6 –145,0 –156,5 –157,6 –151,2
UNTERDECKUNG (+) /ÜBERSCHUSS (–) 248,6 233,2 270,0 269,9 267,1
ERFAHRUNGSBEDINGTE ANPASSUNGEN (+) GEWINN / (–) VERLUST
IN % DES BARWERTS DER VERPFLICHTUNG (DBO)
ZUM PERIODENENDE 0,42 % 0,44 % 0,40 % –3,56 % –1,16 %
IN % DES PLANVERMÖGENS ZUM PERIODENENDE 5,79 % 0,92 % 7,28 % 1,21 % –3,28 %

Die Deckungslücke stellt den Teil der nicht durch Planvermögen gedeckten Pensionszusagen dar. Dabei handelt es sich vor allem um Direktzusagen an Pensionsbezieher.

Im Jahr 2008 werden laufende Zahlungen an die beitragsorientierte Pensionskasse in Höhe von 6,0 Mio. € erwartet.

Das Fondsvermögen besteht aus:

FONDSVERMÖGEN ANTEIL IN %
2007 2006
RENTEN – EURO 40,89 50,88
RENTEN – EURO HIGH YIELD 4,00
RENTEN – EURO CORPORATES 4,04 7,09
RENTEN – NICHT EURO 11,73
AKTIEN – EURO 8,96 10,29
AKTIEN – NICHT EURO 18,60 17,66
AKTIEN – EMERGING MARKETS 5,61 3,14
ALTERNATIVE INVESTMENTS 5,87 6,74
IMMOBILIENFONDSANTEILE 1,00
BARGELD 3,30 0,20
GESAMT 100,00 100,00
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN 141,5 146,5
RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN AUS SONDERVEREINBARUNGEN GEMÄSS SOZIALPLAN 6,2 5,8
RÜCKSTELLUNG FÜR GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN 135,3 140,7
2007 2006
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN
RÜCKSTELLUNGEN FÜR GESETZLICHE ABFERTIGUNGEN MIO. €
ABFERTIGUNGSVERPFLICHTUNGEN
2007 2006
ÜBERLEITUNG DER IN DER BILANZ AUSGEWIESENEN RÜCKSTELLUNG
BARWERT (DBO) DER VERPFLICHTUNGEN 135,3 140,7
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 135,3 140,7
DER PERSONALAUFWAND ENTHÄLT
DIENSTZEITAUFWAND 2,6 3,3
ZINSAUFWAND 5,8 5,4
ERFASSTER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER GEWINN (–) BZW.VERLUST (+) –2,7 4,9
IM PERSONALAUFWAND ERFASSTER ABFERTIGUNGSAUFWAND 5,7 13,6
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 01. 01. 140,7 135,5
ERFOLGSWIRKSAM ERFASSTER NETTOAUFWAND 5,7 13,6
ABFERTIGUNGSZAHLUNGEN –11,1 –8,4
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 135,3 140,7
RÜCKSTELLUNGEN FÜR ALTERSTEILZEIT MIO. €
VORRUHESTAND
2007 2006
ÜBERLEITUNG DER IN DER BILANZ AUSGEWIESENEN RÜCKSTELLUNG
BARWERT (DBO) DER VERPFLICHTUNGEN 50,5 72,2
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 50,5 72,2
DER PERSONALAUFWAND ENTHÄLT
ZINSAUFWAND 2,3 2,3
ENTLASTUNG AUS DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNG –1,2 –2,2
ERFASSTER VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER GEWINN (–) BZW.VERLUST (+) –4,1 6,1
IM PERSONALAUFWAND ERFASSTER AUFWAND –3,1 6,2
ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNG
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 01. 01. 72,2 88,4
UMGLIEDERUNG AUS DER DROHVERLUSTRÜCKSTELLUNG 1,2 2,3
ERFOLGSWIRKSAM ERFASSTER NETTOAUFWAND –3,1 6,2
VORRUHESTANDSZAHLUNGEN –19,8 –24,7
BILANZIERTE RÜCKSTELLUNG 31. 12. 50,5 72,2

Mit der Rückstellung für Altersteilzeitmodelle wird für Überbrückungszahlungen im Rahmen der Altersteilzeit in Höhe von 50,5 Mio. € (Vorjahr: 72,2 Mio. €) vorgesorgt. Diese Modelle ermöglichen dem Unternehmen eine sozial verträgliche Personalreduktion.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €
DROHVERLUST
RÜCKSTEL -
LUNGEN
PERSONAL -
RÜCKSTEL -
BEZOGENE
SONSTIGE
LUNGEN
ÜBRIGE SUMME
BUCHWERT 01. 01. 2007
DAVON > 1 JAHR 74,5 3,5 15,0 93,0
DAVON < 1 JAHR 38,4 49,7 124,8 212,9
SUMME 01. 01. 2007 112,9 53,2 139,8 305,9
ÄNDERUNG DES KONSOLIDIERUNGSKREISES 0,0 0,4 0,1 0,5
NEUBILDUNG 14,0 41,1 111,0 166,1
AUFZINSUNG 3,1 0,7 0,5 4,2
VERWENDUNG –27,7 –39,9 –66,6 –134,2
AUFLÖSUNG –0,4 –0,6 –27,2 –28,2
UMGLIEDERUNG 0,0 –1,2 0,0 –1,2
BUCHWERT 31. 12. 2007 101,9 53,7 157,3 313,1
DAVON > 1 JAHR 86,9 50,3 14,7 151,9
DAVON < 1 JAHR 15,0 3,4 142,6 161,0

Die Drohverlustrückstellungen wurden im Geschäftsjahr 1998 aufgrund der erwarteten Auswirkungen der Liberalisierung des Strommarktes bzw. werden laufend für belastete Verträge gebildet. Der Schätz wert für die Rückstellung wurde anhand einer Discounted-Cashflow-Berechnung ermittelt, bei der die

künftigen Geldzu- und abflüsse mit einem Zinssatz von 5,0 % (Vorjahr 4,5 %) abgezinst wurden. Aus der Anpassung des Diskontierungssatzes ergaben sich zum 31. 12. 2007 um rund 1,8 Mio. € geringere Drohverlustrückstellungen.

Die sonstigen personalbezogenen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Ur laubs ansprüche, Gleitzeitsalden und Überstunden sowie die Vorsorgen für Personalreorganisationen, Urlaubszuschüsse, Leistungsprämien und Jubiläumsgelder.

ÜBRIGE SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN MIO. €

LEISTUNGEN
ENTSCHÄDI -
GUNGS -
ABBRUCH -
KOSTEN
INVESTITIONEN
AUSSTEHENDE
RECHNUNGEN
FÜR
ERHALTUNGS -
AUFWENDUN -
GEN
WENDUNGEN
PRÜFUNGS,-,
TUNGSAUF -
UND BERA -
RECHTS-,
STROM-/NETZ
LIEFERUNGEN
SONSTIGE SUMME
BUCHWERT 01. 01. 2007
DAVON > 1 JAHR 0,6 13,9 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0 15,0
DAVON < 1 JAHR 4,6 0,0 33,0 32,8 1,5 36,3 16,6 124,8
SUMME 01. 01. 2007 5,2 13,9 33,0 33,3 1,5 36,3 16,6 139,8
ÄNDERUNG DES KON
SOLIDIERUNGSKREISES
0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0 0,1
NEUBILDUNG 1,1 0,0 42,2 29,5 2,2 24,6 11,4 111,0
AUFZINSUNG 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5
VERWENDUNG –0,2 –0,1 –32,8 –28,2 –1,0 –2,3 –2,1 –66,7
AUFLÖSUNG –3,4 0,0 0,0 –0,6 –0,4 –17,6 –5,3 –27,3
UMGLIEDERUNG 0,0 0,0 0,0 –1,5 0,0 1,5 0,0 0,0
BUCHWERT 31. 12. 2007 2,7 13,7 42,4 32,6 2,3 43,0 20,6 157,3
DAVON > 1 JAHR 0,6 13,7 0,0 0,4 0,0 0,0 0,0 14,7
DAVON < 1 JAHR 2,1 0,0 42,4 32,2 2,3 43,0 20,6 142,6
STEUERRÜCKSTELLUNGEN (LAUFENDE STEUERN) 47,4 114,6
KÖRPERSCHAFTSTEUER 47,4 114,6
LAUFENDE STEUERN 2007 2006
(29) RÜCKSTELLUNGEN FÜR STEUERRÜCKSTELLUNGEN (LAUFENDE STEUERN) MIO. €

Die Steuerrückstellungen wurden zur Gänze als kurzfristig angesetzt.

(30) BAUKOSTENBEITRÄGE

Im Rahmen dieser Position werden vor allem von Landesgesellschaften an den Verbund geleistete und nicht rückzahlbare Baukostenbeiträge in Höhe von 419,4 Mio. € (Vorjahr: 426,4 Mio. €) passiviert. Diese räumen Strombezugs- und Benützungsrechte an Kraftwerken und sonstigen Anlagen des Verbund auf deren Nutzungsdauer ein. Die Auflösung der Baukostenbeiträge erfolgt analog zur Abschreibung der betroffenen Anlagen.

(31) ABGRENZUNGEN – CROSS BORDER LEASING

In diesen Abgrenzungen wird der Mittelzufluss aus den Cross-Border-Leasing-Transaktionen in Höhe von insgesamt 250,8 Mio. € (Vorjahr: 256,7 Mio. €) erfasst. Der im Geschäftsjahr ertragswirksam aufgelöste Anteil beträgt 5,9 Mio. €.

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFR.) 31,6 27,3
SONSTIGE 0,1 0,0
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 1,0 0,7
ERHALTENE ANZAHLUNG AUS BETEILIGUNGSVERKAUF 0,0 1,6
VERBINDLICHKEITEN AUS WASSERNUTZUNGSRECHTEN 2,6 2,6
ZEITWERT VON DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN/FINANZBEREICH 11,6 9,2
VERBINDLICHKEITEN REPUBLIK ÖSTERREICH 16,3 13,2
2007 2006

(32) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (LANGFRISTIG)

VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINLICHKEITEN (KURZFRISTIG) MIO. €

2007 2006
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 60,2 82,6
ERHALTENE ANZAHLUNGEN FÜR IN FOLGEPERIODEN WIRKSAME ERTRÄGE 125,9 52,7
ZEITWERTE VON DERIVATIVEN FINANZINSTRUMENTEN
TRADING – ENERGIEBEREICH 35,7 35,3
HEDGE – ENERGIEBEREICH 0,0 8,8
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER UNTERNEHMEN MIT BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS 43,0 40,0
VERBINDLICHKEITEN FINANZAMT 24,0 23,9
ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUS AUKTIONEN 11,7 6,4
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER DER PENSIONSKASSE 10,5 20,6
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN NICHT KONSOLIDIERT 8,2 6,1
SOZIALE SICHERHEIT (U.A. SOZIALVERSICHERUNGSINSTITUTE) 4,2 4,3
ERHALTENE MIETVORAUSZAHLUNGEN 2,4 2,5
VERBINDLICHKEITEN AUS WASSERNUTZUNGSRECHTEN 1,9 0,0
ERHALTENE ANZAHLUNGEN 0,9 0,7
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER OEMAG 0,0 5,7
VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER ECRA 0,0 24,4
SONSTIGE 7,0 5,4
VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFR.) 335,6 319,4

(33) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN (KURZFRISTIG)

Aus der 2005 beschlossenen und vorgesorgten Dotierung der Pensionskasse zur Hintanhaltung von weiteren Klagen wurden 2006 die beiden ersten Sonderbeiträge in die Pensionskasse einbezahlt. Zum 31. 12.. 2007 werden noch weitere Sonderbeiträge in Höhe von 10,5 Mio. € in den sonstigen Verbind lichkeiten ausgewiesen, die im Jänner 2008 bezahlt wurden.

VI. RISIKEN/RISIKOMANAGEMENT

FINANZINSTRUMENTE

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

FINANZBEREICH

Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Finanzbereich setzen sich wie folgt zusammen und sind in den folgenden Bilanzpositionen erfasst:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE €

REFERENZWERT POSITIVER NEGATIVER POSITIVER NEGATIVER
FREMDWÄHRUNG ZEITWERT ZEITWERT ZEITWERT ZEITWERT
31. 12. 2007 31. 12. 2007 31. 12. 2006 31. 12. 2006
SONSTIGE FORDERUNGEN
ZINSSWAP CROSS BORDER LEASING
(FIXZINSEMPFÄNGER)* 231,7 USD 47,9 47,0
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
DEVISENTERMINGESCHÄFT
CROSS BORDER LEASING* 27,8 USD (VJ: 27,2 USD) 11,6 9,2

* HEDGE ACCOUNTING NACH IAS 39

Alle angeführten Derivativgeschäfte dienen ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Für die angeführten Geschäfte wurde Hedge Accounting nach IAS 39 angewendet.

Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicher ten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertveränderungen der Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, im Berichtsjahr ergaben sich aus dem Finanzbereich keine diesbezüglichen Verrechnungen.

Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar.

Der Verbund ist in der Berichtsperiode all seinen Zahlungsverpflichtungen (Zinsen und Tilgungen) aus Darlehensverbindlichkeiten pünktlich und ordnungsgemäß nachgekommen. Dies gilt auch für alle anderen Verbindlichkeiten soweit nicht rechtliche oder inhaltliche Einwendungen bestanden haben. LIQUIDITÄTSRISIKO

Aus Gebühren- und Kostengründen bestehen zum 31. 12. 2007 keine kontrahierten Kreditlinien mit inländischen Finanzinstituten. Um eine ausreichende Liquiditätsreserve sicherzustellen, besteht seit

Anfang 2005 eine fünfjährige syndizierte Kreditlinie, mit zweimaliger Verlängerungsoption über 750 Mio. €. Die Aufnahme erfolgte im Rahmen eines europäischen Bankensyndikats über die Finanzier ungsgesellschaft in den Niederlanden. Die möglichen Verlängerungsoptionen wurden in Anspruch genommen, die bis Anfang 2012 bestehende Linie wurde nicht ausgenützt. Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds.

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfalls risiko dar. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko im Stromund Netzgeschäft sowie im Finanzbereich konzerneinheitlich bewertet und überwacht. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität entweder auf Basis eines externen Investment Grade Ratings einer internationalen Ratingagentur (Moody's, Standard & Poor´s) oder nach einer internen Bonitätsüberprüfung, die ein Ratingäquivalent ermittelt, abge schlos sen. Dabei wird für jeden Kontrahenten ein individuelles Limit vergeben, welches konzernweit überwacht wird. Geldmarktveranlagungen werden ebenfalls nur mit Finanzpartnern mit geprüfter Bonität abgeschlossen. Auf Basis von Ausfallswahrscheinlichkeiten – berechnet von internationalen Ratingagenturen – erfolgt eine Beobachtung des gesamten Kontrahentenrisikos und des Kunden struk tur portefeuilles. Entspricht die Bonitätsbeurteilung oder das Rating nicht den gestellten Anforderungen, wird also kein Investment Grade Rating erreicht, werden Geschäfte nur auf Basis einer ausreichenden Besicherung (z.B. Vorauszahlungen, Bankgarantien, Patronatserklärungen) abgeschlossen. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallsrisiken minimiert. Durch abgeschlossene Aufrechnungs verein barungen erfolgt eine weitere Risikoreduzierung. In der Regel wird das Kontrahentenrisiko nicht versichert.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der wesentlichsten Positionen mit Kreditrisiko und den zugeordneten Bonitätsgruppen.

BONITÄTSGRUPPE MIO. €
BONITÄTSGRUPPE MOODY'S RATING
ÄQUIVALENT
TRANSAKTIONEN
CROSS-BORDER
WERTPAPIERE
UND AUSLEI -
HUNG EN BEI
LEASING
WERTPAPIERE/
INVESTMENT -
SONSTIGE
FONDS
AUSLEIHUNGEN
FORDERUNGEN
LANGFRISTIGE
SONSTIGE
UND
FINANZDERIVATE UND LEISTUNGEN
FORDERUNGEN
LIEFERUNGEN
AUS
GELDMARKT -
GESCHÄFTE
A BIS Aa3 537,8 28,7 6,0 47,9 54,5 366,2
B BIS A3 18,6 99,9 123,9 205,2
C BIS Baa3 19,0
D UNTER Baa3 2,6
NICHT GERATET 203,5 41,9 48,1
SUMME 537,8 250,8 147,8 47,9 248,1 571,4

Bei den Wertpapieren und Ausleihungen im Zusammenhang mit den Cross-Border-Leasing-Transak tio nen besteht aus Sicht des Verbund kein Kursänderungs- oder Währungsrisiko. Diese Veranlagungen erfolgten entweder währungs- und fristenkongruent oder wurden durch entsprechende Derivativge schäf te den Laufzeiten, Zinsen und Währungen der entsprechenden Finanzverbindlichkeiten angepasst. Das verbleibende Risiko ist ein reines Bonitätsrisiko bzw. Ausfallsrisiko des Partners, bei dem die Veranlagungen erfolgt sind. Dieses wird wiederum minimiert, weil nur bei Partnern mit erstklassiger Bonität veranlagt wird.

KREDITRISIKO

Bei den nicht eingestuften sonstigen Wertpapieren handelt es sich insbesondere um inländische
Investmentfonds (Großanlegerfonds), die einerseits zur Deckung der Sozialkapitalrückstellung und
andererseits als Liquiditätsreserve angeschafft wurden.
Die im Bereich der sonstigen langfristigen Forderungen und Ausleihungen als nicht geratet ausgewiese
nen Beträge beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen gegenüber assoziierten Unternehmen (Enns -
kraft).
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben sich die nicht bewerteten Werte ins
besondere aus der erfolgten Ausweitung des Endkundengeschäftes, welche zu einer großen Anzahl von
Forderungen geführt hat, die im Einzelnen unter der Bagatellgrenze (0,1 Mio. €) liegen.
ZINSÄNDERUNGSRISIKO Der Verbund betrachtet Schwankungen des Zinssatzes als wesentliches Cashflow-Risiko. Die Risiko -
manage mentregelungen sehen vor, dass maximal 40% der Finanzverbindlichkeiten inkl. Geldmarkt -
geschäften variabel verzinst sein dürfen. Per 31. 12. 2007 beläuft sich der Anteil der Finanzverbind lich -
keiten, bei denen der Verbund ein entsprechendes Zinsrisiko nach Saldierung der Geldmarktgeschäfte
trägt, auf rund 20 % (Vorjahr: 39 %).
Ein Zinsanstieg um 1 % würde bei dem zum Bilanzstichtag bestehenden Kreditportefeuille ohne
Geldmarktaufnahmen zu einem um 4,3 Mio. €
p.a. (Vorjahr: 2,0 Mio. €
p.a.) geringeren Ergebnis
führen. Grundsätzlich wird versucht, durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten die Auswirkung
von kurzfristigen Marktpreisschwankungen auf die Ertragslage weiter zu verringern. Länger andauernde
negative Marktpreisveränderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern.
Zinsswaps bestehen per 31. 12. 2007 nur mehr im Zusammenhang mit den Cross-Border-Leasing
Transaktionen. Diese Zinsswaps werden als Fair Value Hedges qualifiziert. Der Zeitwert dieser Derivat -
geschäfte bildet mit den zugehörigen Wertpapieren, Ausleihungen und Forderungen jeweils eine
Mikrobewertungseinheit, die dem bilanzierten Fair Value der Finanzverbindlichkeit exakt entspricht.
Eine detaillierte Darstellung der Finanzverbindlichkeiten samt Fair Values kann der Tabelle in Punkt
(27) entnommen werden. Die durchschnittliche Restlaufzeit des Gesamtportefeuilles ohne Geldmarkt -
positionen beträgt 5,2 Jahre (Vorjahr: 2,4 Jahre).
WÄHRUNGSÄNDERUNGS -
RISIKO
Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen nahezu zur Gänze auf €-Währungsbasis abgewickelt
werden, keine wesentlichen Risiken aus der Währungsänderung. Gleiches gilt grundsätzlich für die
übrigen originären Finanzinstrumente.
Da die mit den Cross-Border-Leasing-Transaktionen im Zusammenhang stehenden Vermögenswerte
(Finanzanlagen, Ausleihungen) und Verpflichtungen ausschließlich in USD notieren bzw. entsprechende
Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, entsteht daraus kein Währungsänderungsrisiko.
Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten exkl. der Cross-Border-Leasing-Transaktionen sehen die Risiko -
manage mentregelungen im Verbund für die Fremdwährungsanteile Höchstwerte für die jeweiligen
Währungs anteile (max. 8,5 % JPY) vor. Es erfolgten keine Überschreitungen dieser Grenzen.
Per 31. 12. 2007 stellt sich das Fremdwährungsrisiko der gesamten Finanzverbindlichkeiten ohne Be -
rück sichtigung der die Republik Österreich betreffenden Finanzverbindlichkeiten im Zusammenhang
mit der Vorfinanzierung von Baukostenbeiträgen und ohne Zinsabgrenzungen wie folgt dar:
AUSHAFTUNG MIO.
31. 12. 2007 31. 12. 2006
FREMDWÄHRUNG FREMDWÄHRUNG
JAPANISCHE YEN JPY 12.900,0 78,2 JPY 12.900,0 82,2

Ein Fremdwährungs-Kursänderungs-Risiko besteht nur mehr bei der angeführten 12,9-Mrd.-JPY-Verbindlichkeit. Bei einem Anstieg des Verhältnisses von JPY zum € um 1 % würde sich das Ergebnis um rd. 0,8 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) verschlechtern.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten können der Tabelle in Punkt (27) entnommen werden. Die Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente/Finanzbereich können der im Abschnitt »Finanzinstrumente/Finanzbereich« dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen beziehungsweise kurzfristigen Fällig keiten im Wesentlichen dem Buchwert.

ENERGIEBEREICH

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures, Stromforwards und Swaps) aus dem Energiebereich setzen sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM ENERGIEBEREICH MIO. €
BEIZULEGENDE ZEITWERTE REFERENZWERTE
POSITIVE NEGATIVE NETTO KÄUFE VERKÄUFE
2007
TRADING
FUTURES 2,6 2,1 0,5 63,6 0,0
FORWARDS 125,9 130,8 –4,9 1.212,1 1.272,8
TOTAL VOR NETTING 128,5 132,9 –4,4 1.275,7 1.272,8
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 97,2 97,2 0,0 977,6 977,6
TOTAL NACH NETTING 31,3 35,7 –4,4 298,1 295,2
HEDGE
FUTURES 76,6 18,7 57,9 995,7 0,2
FORWARDS 18,7 76,6 –57,9 0,2 995,7
SWAPS 3,7 0,8 2,9 10,5 13,4
TOTAL VOR NETTING 99,0 96,1 2,9 1.006,4 1.009,3
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 96,1 96,1 0,0 9,4 9,4
TOTAL NACH NETTING 2,9 0,0 2,9 997,0 999,9
2006
TRADING
FUTURES 1,2 3,4 –2,2 65,3 0,4
FORWARDS 223,2 207,2 16,0 2.167,4 2.243,9
TOTAL VOR NETTING 224,4 210,6 13,8 2.232,7 2.244,3
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 175,3 175,3 0,0 1.791,5 1.791,5
TOTAL NACH NETTING 49,1 35,3 13,8 441,3 452,8

ZEITWERTE

BEIZULEGENDE ZEITWERTE REFERENZWERTE
POSITIVE NEGATIVE NETTO KÄUFE VERKÄUFE
2006
HEDGE
FUTURES 27,9 19,1 8,8 982,4 0,0
FORWARDS 19,1 27,9 –8,8 0,0 982,4
SWAPS 0,1 –0,1 0,0 6,0 6,0
TOTAL VOR NETTING 47,1 47,1 0,0 988,4 988,4
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE 38,3 38,3 0,0 6,0 6,0
TOTAL NACH NETTING 8,8 8,8 0,0 982,4 982,4

Positive Zeitwerte sind in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forder ungen, negative in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen erfasst. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungs legung saldiert.

Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von potenziellen Marktpreisschwankungen (–10 % bis +10 %) auf das Gesamtportfolio oder getrennt nach Forwards und Futures im Trading gemessen. Aktuell hat eine Marktpreissteigerung von 10 % eine Auswirkung auf das Gesamtportfolio von minus 0,6 Mio. € (Forwards: –6,0 Mio. €, Futures: +5,4 Mio. €).

ZIELE DES EIGENKAPITALMANAGEMENT

Die Ziele unseres Eigenkapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals und eine kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Payout-Ratio von 40–50 % des Konzernergebnisses. Das Kapital wird ins Verhältnis zum Risiko gesetzt und mittels des Verhältnisses der verzinslichen Nettoschulden zum wirtschaftlichen Eigenkapital (Net Gear ing) gesteuert. Die verzinslichen Nettoschulden sind die um verzinsliche Aktiva saldierten verzinslichen Schulden. Wirtschaftliches Eigenkapital ist das bilanzielle Eigenkapital sowie der bilanzielle Anteil ander er Gesellschafter. Das Net Gearing ist 2007 von 73,7 % auf 65,9 % gefallen. Das Ziel ein Net Gearing von unter 100 % bei gleichzeitigem Anstieg des ROE zu erhalten ist im Geschäftsjahr 2007 erreicht worden.

RISIKOMANAGEMENT

Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagements des Verbund liegen die Schwerpunkte vor allem in den nachstehenden Bereichen: Stromgeschäft, Finanz-, Informatik- und Netzbereich.

Für die genannten vier Schwerpunkte wurde jeweils ein eigenes Risk Management Committee eingerichtet. Diese Schwerpunkte zeichnen sich darüber hinaus durch eine quartalsweise Berichterstattung an den Konzernvorstand aus.

Innerhalb dieser Committees wird die Gesamtkoordination aller risikorelevanten Themenstellungen in den einzelnen Bereichen übernommen. Dazu zählen insbesondere die laufende Überprüfung und die Aktualisierung des Risikoportfolios, die Evaluierung und Verfolgung von Steuerungsmaßnahmen und die Schaffung von Risikobewusstsein bei den involvierten Mitarbeitern.

Der Verbund ist durch seine Kerngeschäftstätigkeit auf den internationalen Strommärkten maßgeb lichen Risiken aus dem Stromgeschäft (vor allem Marktrisiken, Kontrahentenrisiken und operatio nalen Risiken) ausgesetzt. Eine wesentliche Voraussetzung dafür stellt die Vorgabe von strikten Risk-Guidelines dar. Realisiert wurde diese Geschäftspolitik hinsichtlich der Marktrisiken durch Erstellung und laufende Aktualisierung von Rulebooks mit diversen Limiten, bezüglich der Kontrahentenrisiken durch Entwicklung einer Konzernrichtlinie für Kontrahenten und bezüglich der operationalen Risiken durch Erstellung eines eigenen Prozesshandbuches.

Der aktuelle Status in Form der Ausnutzung der diversen Limite im Marktrisiko (VaR, Stress-Test, Stop/Loss und Positionslimite) wird täglich automatisiert, berichtet und überwacht.

Im Bereich des operationalen Risikos im Stromgeschäft werden durch eine dokumentierte Aufbau- und Ablauforganisation sowie durch Erstellung von Notfallplänen für Systemausfälle die Risiken gemanagt. Diese Dokumente unterliegen zusätzlich einem jährlichen Review.

Der Verbund unterliegt durch seine Geschäftstätigkeit und durch von ihm getätigte Finanzierungstrans aktionen umfangreichen Finanzrisiken. Diese Risiken umfassen im Wesentlichen das Liquiditätsrisiko, Kontrahentenrisiko, Kursrisiko aus Wertpapieren und Veränderungen von Währungen, Zinsen sowie dem Rating der Verbundgesellschaft.

Für die Überwachung der von der Verbund-Austrian Hydro Power AG abgeschlossenen Cross-Border-Leasing-Transaktionen (siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) wurde zur operativen Umset z ung ein eigenes Risk Management Committee eingesetzt.

In Verfolgung der Konzeption des Risikomanagementsystems des Verbund, das konzernweit Anwen d ung findet, wird neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung dieser Risiken auch durch das Treffen von Sicherungsmaßnahmen eine Begrenzung vorgenommen.

Um die finanziellen Risiken auch entsprechend managen zu können, wurden eigene Regelungen im Rahmen von Konzernrichtlinien für den Finanzbereich entwickelt. Zusätzlich dazu werden Positions limite hinsichtlich Zinsbindung, Währungsverteilung und Duration der Finanzverbindlichkeiten überwacht. Durch eine auf das laufende und das darauffolgende Geschäftsjahr ausgerichtete Liquiditätsplanung wird jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt.

Für den Verbund ist die Informationstechnologie (IT) ein äußerst wichtiger Produktions- und Erfolgs faktor, der alle Bereiche dieser Technologie – seien sie der Informatik, der Leittechnik, der Telekom muni kation oder anderen Fachbereichen zugeordnet – umfasst.

Damit die Mitarbeiter über eine entsprechende Sensibilität in der Nutzung dieser Technologien verfügen, wurden umfangreiche Informationsveranstaltungen und Schulungen abgehalten sowie moderne Medien zur Unterstützung und Fortführung des Informationsicherheitsbewusstseins eingesetzt.

Der höchst sensible Netzbereich zeichnet sich durch umfassende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Österreich, den geplanten Ausbau des Ringschlusses des 380-kV-Netzes in der Steiermark und in Salzburg, die intensiven Aktivitäten des Regulators in diesem Sektor und die zunehmende Internationalisierung der Geschäfte aus. Deshalb werden vierteljährlich die Risikomanage mentaktivitäten und deren Maßnahmen im Netzbereich in einem eigenen Risk Management Commit tee gebündelt.

STROMGESCHÄFT

FINANZBEREICH

INFORMATIONSSICHERHEIT

NETZBEREICH

SIEHE AUCH LAGEBERICHT RISIKOMANAGEMENT S. 60

VII. SONSTIGE ANGABEN

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Für die Kapitalflussrechnung wurde die indirekte Methode gewählt. Die Zusammensetzung des Fonds der flüssigen Mittel kann der Anhangerläuterung (20) entnommen werden.

Dividendeneinzahlungen sowie Zinsenein- und -auszahlungen werden der operativen Tätigkeit zugeordnet. Davon entfallen 23,9 Mio. € (Vorjahr: 15,2 Mio. €) auf Zinseneinzahlungen sowie 53,6 Mio. € (Vorjahr: 62,7 Mio. €) auf Zinsenauszahlungen. Die Dividendeneinzahlungen betrugen 34,5 Mio. € (Vorjahr: 21,7 Mio. €).

Dividendenauszahlungen werden unter der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die Ertragsteuerzahlungen betragen 280,6 Mio. € (Vorjahr: 49,8 Mio. €) und betreffen im Wesent lichen Geldflüsse der operativen Tätigkeit.

SONSTIGE VERPFLICHTUNGEN UND RISIKEN

EVENTUALSCHULDEN Zum 31. 12. 2007 bestanden aus sonstigen Haftungsverhältnissen Eventualschulden in Höhe von
21,2 Mio. €
(Vorjahr: 19,3 Mio. €). Dabei handelt es sich um Garantien, die die Verbund-Austrian
Hydro Power AG für die Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd.Sti., an der sie zu 70,0 % beteiligt ist,
abgegeben hat. Die Garantien beziehen sich auf Haftungen der Verbundplan Birecik Baraji Isletme
Ltd.Sti. aus ihrer Betriebsführungstätigkeit für die Birecik Baraj ve Hidroelektrik Santrali Tesis ve
Islemte Anonim Sikreti in der Türkei.
VERTRÄGE UND VERTRÄGE UND BESTELLOBLIGO 31. 12. 2007 MIO. €
BESTELLOBLIGO GESAMTVERPFLICHTUNG INNERHALB
EINES JAHRES
INNERHALB VON
FÜNF JAHREN
MIET-, LEASING- UND VERSICHERUNGSVERTRÄGE 1 8,1 29,0
BESTELLOBLIGO FÜR SACHANLAGEN, IMMATERIELLE
VERMÖGENSWERTE UND SONSTIGE LEISTUNGEN 432,9 233,0 432,8
BETRIEBSBEIHILFE 1 DIE GESAMTVERPFLICHTUNG IST AUFGRUND UNBESTIMMTER VERTRAGSDAUER BETRAGSMÄSSIG NICHT BESTIMMBAR.
Für das KW Voitsberg III wurde im Jahr 2001 von der Europäischen Kommission eine positive Ent -

scheidung für eine Beihilfe zur Abdeckung von Stranded Costs getroffen. Demgemäß haben in den Jahren 2001 bis 2006 Beihilfezahlungen von der E-Control GmbH stattgefunden. Ein zum 31. 12. 2006 noch ausstehender Betrag in Höhe von 1,8 Mio. € wurde von der E-Control GmbH bis zur Klärung allfälliger Rückforderungsansprüche Dritter einbehalten.

Mit Änderung des § 69 Abs. 6 ElWOG hat der Gesetzgeber festgelegt, dass bei Entstehen eines Anspruch es auf Rückerstattung von bereits gewährten Beihilfen die Republik Österreich oder die E-Control GmbH berechtigt werden, diese von der VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG als Begünstigte verzinst zurückzufordern. Aufgrund mehrerer laufender Verfahren besteht für dieses Risiko eine Rückstellung.

Mit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besteht ein Strombereitstellungsvertrag, wonach die in deren Kraftwerken erzeugte Energie abzüglich der Strombezugsrechte anderer beteiligter Partner an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft und der Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft bestehen Stromlieferungsverträge, wonach die Hälfte der in deren Kraftwerken erzeugten Energie an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Gemäß einem Stromlieferungsvertrag ist die E.ON Wasserkraft GmbH (EWK) verpflichtet, die Hälfte der erzeugten Energie der Kraftwerke Ering und Obernberg der Verbundgesellschaft zu den um den vereinbarten Gewinnzuschlag erhöhten Selbstkosten zu liefern.

Mit der Firma Weglokoks S.A., Katowice, besteht ein unbefristeter, jährlich kündbarer Basisvertrag zur Abnahme von bis zu 300.000 t Steinkohle pro Jahr. Die Lieferungen erfolgen zu marktüblichen Konditionen, eine Abnahmeverpflichtung besteht nicht. Darüber hinaus bestehen weitere für die Geschäftstätigkeit übliche Bezugsverträge, die vor allem die Lieferung von Primärenergieträgern und Strom umfassen.

Im Beteiligungsbereich, insbesondere bei der Poweo und bei der EnerjiSA, bestehen offene Einzahl ungs verpflichtungen in Höhe von 259,8 Mio. € (Vorjahr: 46,2 Mio. €).

Für Kraftwerks- und Leitungsbauten werden – typisch für die Energiewirtschaft – laufend Entschädigungszahlungen an Grundeigentümer für wirtschaftliche Nachteile geleistet. Der Barwert dieser Ver pflichtungen ist jedoch für den Verbund insgesamt nicht wesentlich.

Aufgrund der Entwicklung auf den Finanzmärkten wurde von der BAV Pensionskassen AG zur Abde ck ung leistungsorientierter Pensionsverpflichtungen eine Nachschussverpflichtung i.H.v. rd. 2 Mio. € gemeldet. Da die Erfüllung dieser Verpflichtung nach IFRS nur einen Vermögenstausch zugunsten des Planvermögens darstellt, ist diese nicht erfolgwirksam und wird erst mit den endgültigen Vorschrei b ungen erfasst.

PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT)

PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT) 2.441 2.438 3
LEHRLINGE 97 98 –1
ARBEITER 31 37 –6
ANGESTELLTE 2.313 2.303 10
2007 2006 VERÄND.

PERSONALSTAND (DURCHSCHNITT)

SONSTIGE

VERPFLICHTUNGEN

BEZUGSVERTRÄGE

Teilzeitbeschäftigte sind arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag hatten 612 (Vorjahr: 693) Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kün -
di gungsschutz bietet. Voraussetzung dafür war eine zumindest zwanzigjährige Tätigkeit im Verbund
und die Vollendung des 45. Lebensjahres.
GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN
ZU NAHE STEHENDEN
UNTERNEHMEN UND
PERSONEN
Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen (Related Parties) des Verbund zählen alle verbun
denen oder assoziierten Unternehmen. Darüber hinaus zählen die Vorstände und Mitglieder des
Aufsichtsrates der Verbundgesellschaft zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen. Die
Republik Österreich ist aufgrund ihrer Stellung als Mehrheitsaktionärin eine Related Party.
Eine Liste der Konzernunternehmen ist im Tabellenteil enthalten.
GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN
MIT ASSOZIIERTEN UND
NICHT KONSOLIDIERTEN
Die wesentlichen Geschäftstransaktionen mit den at equity bilanzierten Beteiligungen stellen sich wie
folgt dar:
VERBUNDENEN UNTER GESCHÄFTSTRANSAKTIONEN MIT AT EQUITY BILANZIERTEN BETEILIGUNGEN MIO. €
NEHMEN 2007 2006
UMSATZERLÖSE 593,2 421,0
SONSTIGE ERTRÄGE 4,1 4,3
STROM- UND NETZBEZUG 165,4 81,5
SONSTIGE AUFWENDUNGEN 7,0 6,7
FORDERUNGEN 32,3 44,3
VERBINDLICHKEITEN 42,5 36,5
AUSLEIHUNGEN 42,0 74,7
Die oben angeführten Werte enthalten seit 2006 auch die Geschäftstransaktionen des Verbund-Kon -
zerns mit den ausgegliederten Netzgesellschaften der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft
und der STEWEAG-STEG GmbH (KELAG Netz GmbH und Stromnetz Steiermark GmbH). Der Vor -
jahreswert der Forderungen wurde angepasst.
Zur Wertberichtigung von Forderungen gegenüber nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen
siehe (19) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen.
Die Geschäftstransaktionen mit nicht konsolidierten verbundenen und assoziierten Unternehmen wer
den grundsätzlich aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nicht angeführt.
PERSONALBEREITSTELLUNG Durchschnittlich 78 (Vorjahr: 83) Dienstnehmer waren an die PÖYRY Energy GmbH (ehemals Ver -
bund plan GmbH), an der der Verbund-Konzern einen Anteil von 25,1 % hält, für die Erfüllung ver
schiedenster Engineering- und Consultingaufgaben abgestellt. Die Abstellung erfolgt zu standardisierten
Verrechnungssätzen, wobei die Abrechnung einerseits von der Qualifikation und andererseits von
markt konformen Stundensätzen abhängt.
Darüber hinaus gab es im Jahr 2007 durchschnittlich insgesamt 21 (Vorjahr: 26) Abstellungen an
sonstige Unternehmen des Verbund.
ANGABEN ZU DEN ORGANEN Die Angaben über die Organe der Verbundgesellschaft (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder) sind in
der Anlage angeführt.

BEZÜGE DES VORSTANDES – KURZFRISTIG FÄLLIGE VERGÜTUNGEN €

FIXE BEZÜGE VARIABLE BEZÜGE
DIPL.-ING. HANS HAIDER (BIS 10. 05. 2007) 261.765 369.360
DR. MICHAEL PISTAUER 563.416 345.654
DR. JOHANN SEREINIG 518.084 287.579
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER (AB 01. 01. 2007) 365.688
MAG. CHRISTIAN KERN (AB 11. 05. 2007) 241.672

Die Bezüge der fünf Mitglieder des Vorstandes betrugen insgesamt 2.953.218 € (Vorjahr drei Vor stands mit glieder: 1.993.322 €). Mag. Christian Kern wurde im Geschäftsjahr 2007 ein variabler Bezugs bestandteil in Höhe von 46.417 € ausbezahlt, der noch aus seiner früheren Tätigkeit als Vorstandsmit glied der VERBUND-Austrian Power Trading AG resultiert. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

Die variablen Bezüge der Vorstandsmitglieder sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr betrug dieser Prozentsatz 90 % für den Vorstandsvorsitzenden, 80 % für dessen Stellvertreter und 50 % für die anderen Vorstandsmitglieder. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruht zu 70 % auf der Steigerung des EBIT und des Economic Value added (EVA) und zu 30 % auf individuellen Zielen. Abgesehen vom Prozentsatz der erfolgsabhängigen Vergütung sind die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstandes gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Altersversorgung (Vergütungen nach Beendigung des Vertragsverhältnisses) betrugen für den Vorstand sowie für ehemalige Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene 1.129.577 € (Vorjahr: 1.720.216 €).

Die betriebliche Altersversorgung besteht für die Mitglieder des Vorstandes im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung. In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen im Wesentlichen die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung.

An ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.751.769 € (Vorjahr: 923.924 €) für Abfertigungen und Pensionen ausbezahlt.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen insgesamt 199.503 € (Vorjahr: 215.914 €).

2007 2006
JÄHRLICHE AUFWANDSENTSCHÄDIGUNG FÜR VON DER HAUPTVERSAMMLUNG GEWÄHLTE MITGLIEDER
VORSITZENDER 15.000 15.000
VORSITZENDER STELLVERTRETER (ZWEI) 11.250 11.250
MITGLIEDER 7.500 7.500
SITZUNGSGELD 400 400

VERGÜTUNGSSCHEMA FÜR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER* €

* GEM. REGEL 51 DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates analog Anwendung.

Zustimmungspflichtige Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen (gem. Regel 49 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die nachstehenden Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unter nehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen, abgeschlossen. Die Leistungen wurden für verschiedene Konzerngesellschaften des Verbund erbracht. Die Verträge wurden vom Aufsichts rat genehmigt:

VERTRÄGE MIT AUFSICHTSRATSMITGLIEDERN BZW. UNTER NEHMEN, DIE EINZELNEN MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATES NAHE STEHEN T€

VERTRAGSPARTNER GEGENSTAND
DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER NETZTECHNISCHES GUTACHTEN FÜR ATP KG 12,0
TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN,
INSTITUT FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN
UND ENERGIEWIRTSCHAFT1
STUDIE ZUR SALZBURGLEITUNG FÜR APG 35,0
»SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT
BERATUNGS- UND BETEILIGUNGS
GESELLSCHAFT M.B.H.2 LIEFERUNG UND WARTUNG VON SOFTWARE FÜR APG UND VMSG 144,23

1 DAS AUFSICHTSRATSMITGLIED DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER IST VORSTAND DES INSTITUTS FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN UND ENERGIEWIRTSCHAFT.

2 DAS AUFSICHTSRATSMITGLIED DIPL.-ING. HANSJÖRG TENGG IST GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER »SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT-BERATUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

3 ERFASST IST DER GESAMTE IM JAHR 2007 BEAUFTRAGTE BESTELLWERT (INKLUSIVE 2008), DAVON WURDEN IM JAHR 2007 LEISTUNGEN IN HÖHE VON INSGESAMT 76,6 T€ ERBRACHT, ZUR VERRECHNUNG GELANGTEN 89,2 T€ NETTO.

GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN MIT DER REPUBLIK ÖSTERREICH

Diese Angaben beschränken sich auf direkt mit der Republik Österreich durchgeführte Transaktionen. Transaktionen mit unter dem beherrschenden Einfluss der Republik Österreich stehenden Unter neh men sind in dieser Aufstellung nicht enthalten.

Wesentliche Transaktionen mit der Republik Österreich betreffen die Vorfinanzierung von Baukosten beiträgen – siehe Anhangangabe (16). Die im Vorjahr noch unwesentlichen direkten Stromlieferungen an die Republik Österreich betrugen im Geschäftsjahr 3,5 Mio. €.

Wien, am 28. Jänner 2008

Der Vorstand

Dr. Michael Pistauer Dr. Johann Sereinig (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektorin Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern (Mitglied) (Mitglied)

Generaldirektor Generaldirektor-Stv.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES GEMÄSS § 82 (4) BÖRSEGESETZ

Der Vorstand erklärt, dass der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Jahresabschluss des Verbund-Konzerns nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Ebenso vermittelt der Lagebericht ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz und Ertragslage des Verbund-Konzerns und gibt Auskunft über den Geschäftsverlauf und die Auswirkung bestehender bzw. künftiger Risiken auf die Geschäftstätigkeit des Verbund-Konzerns.

Wien, am 28. Jänner 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. Dr. Michael Pistauer Dr. Johann Sereinig (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektorin Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer Mag. Christian Kern (Mitglied) (Mitglied)

KONZERNUNTERNEHMEN

KONZERNUNTERNEHMEN T€

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE -
RUNGSART
BETEILIGUNGS -
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS -
STICHTAG
EIGENKAPITAL JAHRESÜBER -
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
ANMERKUNG
KONSOLIDIERUNGSKREIS
Österreichische Elektrizitätswirtschafts
Aktiengesellschaft
WIEN VK 31. 12. 2007 1.282.618 318.800 1
VERBUND-Austrian Power Grid AG WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 290.895 40.518 1
VERBUND Italia S.p.A. MAILAND VK 100,00 % 31. 12. 2006 229.213 2.342
VERBUND-Telekom Service GmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 2.704 4.950 1
VERBUND-International Finance B.V. AMSTERDAM VK 100,00 % 31. 12. 2007 2.270 270 1
VERBUND-Austrian Power Trading AG WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 1.512 167 1
VERBUND-Finanzierungsservice GmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 218 1.052 1
VERBUND Management Service GmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 725 2.129 1
VERBUND-Austrian Power Sales GmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 252 209 1
VERBUND-BeteiligungsgmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 3.893 1.291 1
Austrian Power Vertriebs Gmbh WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 2.517 1.011 1
VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 6.255 10 1
Suengu Beteiligungsverwaltung GmbH
(künftig: VERBUND-Beteiligungsholding
GmbH)
WIEN VK 100,00 % 31. 12. 2007 6.254 2 1
VERBUND-Austrian Hydro Power AG WIEN VK 80,33 % 31. 12. 2007 1.433.121 434.720 1
VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH. GRAZ VK 59,49 % 31. 12. 2007 1.555 1.154 1
VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH
& Co KG
GRAZ VK 55,65 % 31. 12. 2007 283.408 93.080 1
Österreichisch-Bayerische Kraftwerke
Aktiengesellschaft
SIMBACH EQ 50,00 % 31. 12. 2006 51.361 3.272 5
Ennskraftwerke Aktiengesellschaft STEYR EQ 50,00 % 31. 12. 2006 42.586 695 1,5
Donaukraftwerk Jochenstein
Aktiengesellschaft
PASSAU EQ 50,00 % 31. 12. 2006 12.361 818 5
Enerjisa Enerji Üretim A.S. ISTANBUL EQ 49,99 % 31. 05. 2007 469.955 2,5,7
Energie Klagenfurt GmbH KLAGENFURT EQ 49,00 % 31. 12. 2006 143.808 -1.8691,5,6
Grenzkraftwerke Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
SIMBACH EQ 40,17 % 31. 12. 2006 127 77 5
Sorgenia S.p.A. (Group) MAILAND EQ 38,26 % 31. 12. 2006 517.103 69.217 3
KELAG-Kärntner Elektrizitäts
Aktiengesellschaft
KLAGENFURT EQ 35,12 % 31. 12. 2006 340.463 38.487 2
STEWEAG-STEG GmbH GRAZ EQ 34,57 % 31. 12. 2006 483.223 84.100 3
POWEO SA (Group) PARIS EQ 30,23 % 30. 09. 2007 218.839 -25.886 1
davon POWEO Production SAS 40,00 %
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs
und Betriebs GmbH
WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2006 45 4
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und
Betriebs GmbH & Co KG
WIEN EQ 26,77 % 31. 12. 2006 36 95

2 KONZERNABSCHLUSS NACH IFRS EQ = EQUITYBEWERTUNG

3 TEILKONZERNABSCHLUSS NACH IFRS NK = NICHT KONSOLIDIERT

4 GRÜNDUNG 2007

5 GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

6 RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1.10.-31.12.2006

7 ZWISCHENBILANZ AUF DEN ERWERBSSTICHTAG

8 IN GRÜNDUNG BEFINDLICH, KEINE WESENTLICHEN GESCHÄFTSAKTIVITÄTEN 2006

1 IFRS-ABSCHLUSS-DATEN VK = VOLLKONSOLIDIERUNG

KONZERNUNTERNEHMEN (FORTSETZUNG) T€

GESELLSCHAFT SITZ KONSOLIDIE -
RUNGSART
BETEILIGUNGS -
RECHNETE
DURCHGE
QUOTE
ABSCHLUSS -
STICHTAG
EIGENKAPITAL JAHRESÜBER -
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
ANMERKUNG
STROM
VERBUND ROMANIA S.R.L. BUKAREST NK 100,00 % 31. 12. 2006 5 8
VERBUND-Austrian Power Trading
Czech Republic s.r.o. PRAG NK 100,00 % 31. 12. 2006 216 -9
VERBUND-Austrian Power Trading
Slovakia, s.r.o.
BRATISLAVA NK 100,00 % 31. 12. 2006 265 35
VERBUND-Austrian Power Trading
Deutschland GmbH
MÜNCHEN NK 100,00 % 31. 12. 2006 187 79
VERBUND-Austrian Power Trading
Hungária Energia-kereskedelmi
Korlátolt Felelösségü Társaság
BUDAPEST NK 100,00 % 31. 12. 2006 710 400
APT Power Trading SL, trgovanje
z elektricno energijo d.o.o. LAIBACH NK 100,00 % 31. 12. 2006 631 78
APT Austrian Power Trading Polska Sp.z o.o. WARSCHAU NK 100,00 % 31. 12. 2006 100 -34
VERBUND-Austrian Power Trading d.o.o. ZAGREB NK 100,00 % 31. 12. 2007 10 4
VERBUND-Austrian Power Trading Sr d.o.o. BELGRAD NK 100,00 % 31. 12. 2007 10 4
VERBUND-Power Trading Macedonia DOOEL SKOPJE NK 100,00 % 31. 12. 2007 10 4
VERBUND-GasbeteiligungsgmbH WIEN NK 100,00 % 31. 12. 2007 1.772 -19
RIECADO Regional Energy Capacity Auction
Data Operator GmbH
WIEN NK 74,80 % 31. 12. 2006 28 -22
VERBUND-Austrian Power Trading ENERGA
Hellas Electricity Supply and Trade S.A.
ATHEN NK 55,00 % 31. 12. 2006 440 -60
Energie Austria GmbH WIEN NK 52,80 % 31. 12. 2006 57 -1
Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH LANDECK NK 50,00 % 31. 12. 2006 203 3 5
CEMP d.o.o. ZAGREB NK 50,00 % 31. 12. 2006 185 -26 5
PLINSKO PARNA ELEKTRARNA d.o.o. KIDRICEVO NK 40,00 % 31. 12. 2006 1.208 0
SAVA Izrabljanje naravnega vira d.o.o. MEDVODE NK 35,00 % 31. 12. 2006 24 0
GAZ DE NORMANDIE S.A.S. PARIS NK 24,50 % 31. 12. 2007 7.150 4
OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG WIEN NK 24,40 % 31. 12. 2006 5.089 89
UMWELT
VERBUND-Umwelttechnik GmbH KLAGENFURT NK 100,00 % 31. 12. 2006 1.139 534
Kärntner Restmüllverwertungs GmbH ARNOLDSTEIN NK 42,87 % 31. 12. 2006 20.617 1.686
ENGINEERING
Verbundplan Birecik Baraji Isletme Ltd.Sti. BIRECIK NK 56,23 % 31. 12. 2006 5.712 5.316
PÖYRY Energy GmbH WIEN NK 25,10 % 31. 12. 2006 10.047 1.426
TOURISMUS
Tauern Touristik GmbH KAPRUN NK 83,90 % 31. 12. 2006 3.705 44
GLETSCHERBAHNEN KAPRUN
AKTIENGESELLSCHAFT
KAPRUN NK 45,00 % 30. 09. 2006 35.569 -721
SONSTIGE
Lestin & Co. Tauch-, Bergungs- und
Sprengunternehmen Gesellschaft m.b.H.
WIEN NK 82,35 % 31. 12. 2006 475 -120
Lestin & Co. Tauch- und Bergungsunter
nehmen Gesellschaft m.b.H.
PASSAU NK 82,35 % 31. 12. 2006 79 3

ALLE WERTANGABEN ERFOLGEN – SOWEIT KEINE IFRS-DATEN VORLIEGEN – NACH NATIONALEM HANDELSRECHT.

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

FINANZINFORMATIONEN ZU ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

Grenzkraftwerke Gesellschaft mit beschränkter Haftung
SIMBACH
EQ
40,17 %
31. 12. 2006
Sorgenia S.p.A. (Group)
MAILAND
EQ
38,26 %
31. 12. 2006
KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft
KLAGENFURT
EQ
35,12 %
31. 12. 2006
STEWEAG-STEG GmbH
GRAZ
EQ
34,57 %
31. 12. 2006
POWEO SA (Group)
PARIS
EQ
30,23 %
30. 09. 2007
davon POWEO Production SAS
40,00 %
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH & Co KG
WIEN
EQ
26,77 %
31. 12. 2006
Kraftwerk Nussdorf Errichtungs- und Betriebs GmbH
WIEN
EQ
26,77 %
31. 12. 2006
Cemp d.o.o.
ZAGREB
NK
50,00 %
31. 12. 2006
Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH
LANDECK
NK
50,00 %
31. 12. 2006
Gletscherbahnen Kaprun Aktiengesellschaft
KAPRUN
NK
45,00 %
30. 09. 2006
Kärntner Restmüllverwertungs GmbH
ARNOLDSTEIN
NK
42,87 %
31. 12. 2006
PLINSKO PARNA ELEKTRARNA, d.o.o.
KIDRICEVO
NK
40,00 %
31. 12. 2006
SAVA Izrabljanje naravnega vira d.o.o.
MEDVODE
NK
35,00 %
31. 12. 2006
PÖYRY Energy GmbH
WIEN
NK
25,10 %
31. 12. 2006
GAZ DE NORMANDIE S.A.S.
PARIS
NK
24,50 %
31. 12. 2007
OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG
WIEN
NK
24,40 %
31. 12. 2006
WESENTLICHE GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN
Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft
SIMBACH
EQ
50,00 %
31. 12. 2006
LANGFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
Ennskraftwerke Aktiengesellschaft
STEYR
EQ
50,00 %
31. 12. 2006
LANGFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft
PASSAU
EQ
50,00 %
31. 12. 2006
LANGFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
Enerjisa Enerji Üretim A.S.
ISTANBUL
EQ
49,99 %
31. 05. 2007
LANGFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
ERTRÄGE
Energie Klagenfurt GmbH
KLAGENFURT
EQ
49,00%
31. 12. 2006
LANGFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
KURZFRISTIG VERMÖGEN/SCHULDEN
T€
GESAMT ANTEILIG
VERMÖGENS
WERTE
SCHULDEN UMSATZ
ERLÖSE
AUFWEN -
DUNGEN
JAHRESÜBER -
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
VERMÖGENS
WERTE
SCHULDEN UMSATZ
ERLÖSE
AUFWEN -
DUNGEN
JAHRESÜBER -
-FEHLBETRAG
SCHUSS/
42.500 42.373 16.226 77 17.071 17.020 6.517 31
1.629.295 1.112.192 1.916.085 69.217 623.368 425.525 733.094 26.482
1.035.816 695.353 745.517 38.487 363.768 244.201 261.818 13.516
1.067.386 584.164 603.158 84.100 368.995 201.945 208.512 29.073
454.279 203.304 233.242 -25.886 137.329 61.459 70.509 -7.825
14.604 7.925 1.089 95 3.910 2.122 292 25
45 0 4 4 12 0 1 1
548 364 0 -26 274 182 0 -13
4.309 4.106 0 3 2.155 2.053 0 2
59.441 22.218 17.773 -721 26.748 9.998 7.998 -324
77.671 56.648 12.948 1.686 33.298 24.285 5.551 723
1.233 25 0 0 493 10 0 0
25 0 0 0 9 0 0 0
34.642 24.594 36.421 1.426 8.695 6.173 9.142 358
0 0 0 0 0 0 0 0
172.919 167.830 130.970 89 42.192 40.951 31.957 22
147.418 96.057 30.569 28.632 3.272 73.709 48.029 14.329 14.269 1.636
137.634 84.200 68.817 42.100
9.784 11.857 4.892 5.929
31.904 15.905
132.027 89.441 31.613 32.051 695 66.014 44.721 15.807 16.026 348
131.472 76.065 65.736 38.033
555 13.376 32.746 278 6.688 16.373
27.285 14.924 9.620 9.189 818 13.643 7.462 5.372 5.179 409
22.650 13.517 11.325 6.759
4.635 1.407 2.318 704
10.007 5.588
792.766 322.811 0 0 0 396.324 161.381 0 0 0
665.061 178.793 332.481 89.383
127.705 144.018 63.843 71.998
0 0
231.881 88.073 27.445 31.742 -1.869 113.622 43.156 13.448 15.554 -916
166.289 69.027 81.482 33.823
65.592 19.046 32.140 9.333

29.873 14.638

UND GEMEINSCHAFTSUNTERNEHMEN

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft Wien

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM
KONZERNABSCHLUSS
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktien -
gesell schaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser
Konzern abschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn-und
Verlust-Rechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungs -
rechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der
wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
VERANTWORTUNG DER
GESETZLICHEN VERTRETER
FÜR DEN KONZERN -
ABSCHLUSS
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verant
wortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in
Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU
anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrecht -
erhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses
und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist,
sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler; die Auswahl und Anwendung geeigneter
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung
der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
VERANTWORTUNG DES
ABSCHLUSSPRÜFERS
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der
Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden
gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB)
der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on
Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die
Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber
bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnach -
weisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prü
f ungs handlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung sein
er Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsicht -
igter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der
Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und
die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshand lun -
g en festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der ange

wandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenom menen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzern lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 28. Jänner 2008

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

PRÜFUNGSURTEIL

BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

BEKENNTNIS ZUM
CORPORATE GOVERNANCE
KODEX
Der Verbund bekennt sich vorbehaltslos zum Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit der
aktiven Umsetzung des Kodex soll eine verantwortliche, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung
ausgerichtete Leitung und Kontrolle des Konzerns sichergestellt und ein hohes Maß an Transparenz für
alle Stakeholder geschaffen werden.
Der Verbund gehörte zu den ersten Unternehmen Österreichs, die sich zur Einhaltung des Kodex
verpflichtet haben. Auch im Geschäftsjahr 2007 sahen es Vorstand und Aufsichtsrat als vorrangige
Aufgabe, allen Regeln des Kodex bestmöglich zu entsprechen und die hohen unternehmensinternen
Standards kontinuierlich zu optimieren.
WESENTLICHE
EREIGNISSE 2007
prüfers. Die wichtigsten Ereignisse im Bereich der Corporate Governance im Geschäftsjahr 2007 waren der
Wechsel im Vorstand samt entsprechender neuer Geschäftsverteilung sowie ein Wechsel des Abschluss -
Anstelle des ausgeschiedenen Dipl.-Ing. Hans Haider wurde Dr. Michael Pistauer per 11. 05. 2007 zum
Vorsitzenden des Vorstandes und Generaldirektor bestellt. Gleichzeitig folgte ihm Dr. Johann Sereinig
als stellvertretender Vorsitzender und stellvertretender Generaldirektor nach. Am 01. 01. 2007 ist Dr.
Ulrike Baumgartner-Gabitzer und am 11. 05. 2007 Mag. Christian Kern in den Vorstand der Gesellschaft
eingezogen.
und den Konzern bestellt. Mit Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH wurde ein neuer Abschlussprüfer für die Verbundgesellschaft
ERLÄUTERUNGEN
ZU ABWEICHUNGEN
erläutert wird: Der Österreichische Corporate Governance Kodex wurde im Juni 2007 in einigen Punkten den neuen
gesetzlichen Regelungen angepasst. Die Änderungen betrafen insbesondere die Finanzberichterstattung
sowie die externe Kommunikation. Auch in dieser neuen Fassung wird der Kodex vom Verbund nahezu
lückenlos befolgt. Nur bei wenigen C-Regeln der insgesamt 80 Regeln des Kodex besteht teilweise eine
etwas abweichende Handhabung, die im Folgenden (im Sinne des Grundsatzes Comply or Explain)
C-Regel 2: Das Prinzip »one share – one vote« wird bei der Verbund-Aktie grundsätzlich eingehal
ten. Eine Ausnahme besteht lediglich in einer Stimmrechtsbeschränkung, die im Bundes -
verfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der öster -
reichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden, und in der darauf basierenden Sat -
z ungs bestimmung verankert ist. Diese lautet: »Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften
und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt
sind, ist das Stimmrecht jedes Aktionärs in der Hauptversammlung mit 5 % des Grund -
kapitals beschränkt.«
C-Regel 34: Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat ist in der Geschäftsordnung
für den Aufsichtsrat und den Vorstand im Detail geregelt. Für die Informationen und die

Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat besteht ein umfassendes Berichtswesen, das alle Gesellschaften des Konzerns nach einem einheitlichen Standard umfasst. Dieses Berichtswesen wurde im Geschäftsjahr 2007 weiter verbessert und effizienter und übersichtlicher gestaltet. Darüber hinaus wird jährlich ein umfangreicher Bericht über alle Beteiligungen vorgelegt. Eine Verankerung in der Geschäftsordnung wird derzeit ebenso vorbereitet wie die Aufnahme aller bestehenden Ausschüsse des Aufsichtsrates.1 C-Regel 38: Für die Nominierung von Vorstandsmitgliedern wurde vom Aufsichtsrat in seiner 329. Sitzung am 13. 9. 2006 festgelegt, dass diese letztmalig vor Vollendung des 65. Lebensjahres möglich ist. Diese Altersgrenze soll bei der nächsten Änderung der Geschäftsordnung auch entsprechend verankert werden.1 C-Regel 45: Die Bestimmung, wonach Aufsichtsratsmitglieder keine Organfunktionen in anderen Gesellschaften wahrnehmen dürfen, die zum Unternehmen im Wettbewerb stehen, wird – mit einer Ausnahme – von allen Mitgliedern des Aufsichtsrates eingehalten. C-Regel 57: Eine Altersgrenze für die Wahl in den Aufsichtsrat ist derzeit noch nicht vorgesehen. Eine entsprechende Festlegung in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat erscheint pro blematisch, da die Auswahl der Aufsichtsratsmitglieder ausschließlich in die Kompetenz der Aktionäre (bzw. der Hauptversammlung) fällt.

1 EINE ENTSPRECHENDE NEUFASSUNG DER GESCHÄFTSORDNUNGEN FÜR DEN AUFSICHTSRAT UND DEN VORSTAND LIEGT IM ENTWURF VOR. DIESE NEUFASSUNGEN SOLLEN VOM AUFSICHTSRAT IM FEBRUAR 2008 BESCHLOSSEN WERDEN.

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch für das Geschäftsjahr 2007 eine freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung der Bestimmungen des Kodex durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer vorgenommen. Das Prüfungsergebnis kann ebenso wie die Erklärungen zur Umsetzung des Kodex auf der Website des Verbund (www.verbund.at) eingesehen werden.

Zur mittlerweile zum fünften Mal durchgeführten Evaluierung erklärt der Vorstand:

»Der Österreichische Corporate Governance Kodex wurde im Geschäftsjahr 2007 in der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG angewandt und nach Maßgabe der auch auf der Website des Verbund (www.verbund.at) angeführten Erläuterungen eingehalten. In ganz wenigen Fällen besteht eine teilweise abweichende Handhabung einzelner Regeln. Diese resultiert im Wesentlichen aus gesetzlichen Gegebenheiten und wird entsprechend erklärt und begründet. Auch im Geschäftsjahr 2008 wird der Verbund die Einhaltung des Kodex fortsetzen, wobei weiterhin die möglichst lückenlose Umsetzung sämtlicher Regeln angestrebt wird. Für den Verbund hatte die Anwendung des Corporate Governance Kodex von Beginn an einen sehr hohen Stellenwert und bildet einen wesentlichen Baustein im Hinblick auf die Stärkung des Vertrauens der Aktionäre, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in das Unternehmen.«

EXTERNE ÜBERPRÜFUNG – EVALUIERUNG

ENTSPRECHENS - ERKLÄRUNG

WEITERE ANGABEN UND VER - ÖFFENTLICHUNGEN GEMÄSS DEM ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX FINDEN SICH IM ANHANG, IM LAGEBERICHT SOWIE IN DEN KAPITELN »AKTIE« UND »ORGANE DER GESELLSCHAFT«.

ZUSAMMENFASSENDES ERGEBNIS DES BERICHTES ÜBER DIE EVALUIERUNG DER EINHALTUNG DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX IM GESCHÄFTSJAHR 2007

Wir haben die Einhaltung der Empfehlungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung Juni 2007 (ÖCGK – herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Gover nance) im Geschäftsjahr 2007 bei der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG evaluiert. Für die Berichterstattung über die Umsetzung und Einhaltung der Corporate-Governance-Grundsätze im Unternehmen (»Entsprechenserklärung«) ist der Vorstand verantwortlich. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Evaluierung festzustellen, ob die Darstellungen in der Entsprechenserklärung zutreffend sind.

Wir haben unsere Evaluierung auf Basis des Fragebogens für die freiwillige externe Evaluierung der Einhaltung des ÖCGK, herausgegeben vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance, mit der berufsüblichen Sorgfalt durchgeführt. Die Evaluierung erfolgte durch Befragung der Organe und der von diesen namhaft gemachten Mitarbeiter der Gesellschaft sowie durch Einsichtnahme in die uns von der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Unterlagen. Unsere Evaluierung beinhaltete auch eine stichprobenweise Überprüfung der uns vorgelegten Nachweise und gegebenen Angaben. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfungshandlungen eine hinreichend sichere Grundlage für die Evaluierung und die Beurteilung der Angemessenheit der Entsprechenserklärung darstellen.

Nach unserer Überzeugung stellt die Entsprechenserklärung des Vorstandes die Umsetzung der Empfehlungen des ÖCGK bei der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG im Geschäftsjahr 2007 zutreffend dar.

Wien, am 31. Jänner 2008

Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.

(Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüferin)

Mag. Helmut Maukner Mag. Elfriede Baumann

Weitere Angaben und Veröffentlichungen gemäß dem Österreichischen Corporate Governance Kodex finden sich im Anhang, im Lagebericht sowie in den Kapiteln »Aktie« und »Organe der Gesellschaft«.

ORGANE DER GESELLSCHAFT

VORSTAND

Generaldirektor-Stellvertreter Dr. Johann Sereinig (ab 11. 05. 2007) Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes Dr. Michael Pistauer (bis 10. 05. 2007)

Generaldirektor Dr. Michael Pistauer (ab 11. 05. 2007) Vorsitzender des Vorstandes Dipl.-Ing. Hans Haider (bis 10. 05. 2007)

Mitglieder des Vorstandes Dr. Johann Sereinig (bis 10. 05. 2007) Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer (ab 01. 01. 2007) Mag. Christian Kern (ab 11. 05. 2007)

AUFSICHTSRAT

Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender (ab 14. 03. 2007) 1. Stv. Vorsitzender (bis 14. 03. 2007) (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000, gewählt bis zur o. HV 2010) Geschäftsführender Gesellschafter der Hereschwerke Holding GmbH, Vorstand der FI Beteiligungs- und Finanzierungs AG, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Steiermark Gewerke DDr. Erhard Schaschl 1. Stv. Vorsitzender (ab 14. 03. 2007) Vorsitzender (bis 14. 03. 2007) (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000, gewählt bis zur o. HV 2010) Vorstandsvorsitzender der ETN Vermögensverwaltung AG, Aufsichtsratsvorsitzender der Treibacher Industrie AG und der FRAPAG Industrieholding AG, Aufsichtsrat der Generali Vienna Holding AG, der Austrian Airlines AG und der Wienerberger Ziegelindustrie GmbH Dr. Maximilian Eiselsberg 2. Stv. Vorsitzender (im Aufsichtsrat seit 23. 02. 1993, gewählt bis zur o. HV 2010) Rechtsanwalt, Aufsichtsratsvorsitzender VIVAG Vorsorge Immobilienveranlagungs AG, Aufsichtsrat der Kurier Beteiligungs-Aktiengesellschaft

o. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Günther Brauner (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Universitätsprofessor, Vorstand des Institutes für
Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft
der TU Wien
Dipl.-Betriebswirt Alfred H. Heinzel (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Geschäftsführender Gesellschafter der Heinzel
Holding GmbH, Aufsichtsrat der MIBA AG, der
Allianz Elementar Versicherungs AG, der Zellstoff
Pöls AG, der Wilfried Heinzel AG, Biocel Paskov
AG, Czech Republic und der Estonian Cell AS,
Kunda, Estonia
Dr. Burkhard Hofer (im Aufsichtsrat seit 27. 05. 1999,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Sprecher des Vorstandes der EVN AG, Aufsichtsrat
der BEWAG Burgenländische
Elektrizitätswirtschafts AG, der BEGAS
Burgenländische Gaswirtschafts AG, der
Burgenland Holding AG, der RAG-Beteiligungs AG
und der HYPO Investmentbank AG
Dr. Michael Losch (im Aufsichtsrat seit 10. 03. 2005,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Sektionsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft
und Arbeit, Center 1 – Wirtschaftspolitik,
Innovation und Technologie
Generaldirektor i.R. Dkfm. Peter Püspök (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Dipl.-Ing. Hansjörg Tengg (im Aufsichtsrat vom 15. 11. 1983 bis 20. 05. 1986
sowie seit 10. 03. 2005, gewählt bis zur o. HV 2010)
Geschäftsführer der smart technologies GmbH,
Aufsichtsratsvorsitzender der EXAA AG, der
Saubermacher Dienstleistungs AG und der Konsum
Österreich reg.Gen., Aufsichtsratsvorsitzender-Stv.
der APCS AG der AGCS AG und der Euro Bio Fuels
AG
Ing. Siegfried Wolf (im Aufsichtsrat seit 16. 03. 2000,
gewählt bis zur o. HV 2010)
Vorstandsvorsitzender der Magna International
Europe AG, Co-CEO Magna International Inc.,
Aufsichtsrat der ÖIAG, Siemens AG Österreich,
Strabag SE sowie der HGI Beteiligungs AG
Anton Aichinger Vorsitzender der Konzernvertretung
Kurt Christof Zentralbetriebsratsvorsitzender
Harald Novak Zentralbetriebsratsvorsitzender

Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner Betriebsratsvorsitzende Ing. Joachim Salamon Zentralbetriebsrat

Bei den Angaben über sonstige Funktionen sind Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften und weitere bedeutende vergleichbare Funktionen angeführt.

AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

Arbeitsausschuss, gleichzeitig Prüfungsausschuss Dr. Gilbert Frizberg, Vorsitzender
DDr. Erhard Schaschl
Dr. Maximilian Eiselsberg
Dr. Michael Losch
Dkfm. Peter Püspök
Ing. Siegfried Wolf
Anton Aichinger
Harald Novak
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner
Nominierungsausschuss Dr. Gilbert Frizberg, Vorsitzender
DDr. Erhard Schaschl
Dr. Maximilian Eiselsberg
Anton Aichinger
Dipl.-Ing. Ingeborg Oberreiner
Präsidialausschuss, glztg. Vergütungsausschuss Dr. Gilbert Frizberg, Vorsitzender
DDr. Erhard Schaschl
Dr. Maximilian Eiselsberg

UNABHÄNGIGKEIT

Gemäß Regel 53 des Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat als Kriterien für die Unabhän gig keit der gewählten Aufsichtsratsmitglieder die im Anhang zum Kodex angeführten Leitlinien festgelegt.

Sämtliche gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates haben erklärt, dass sie im Sinne der Regel 53 des Corporate Governance Kodex als unabhängig anzusehen sind. Das Aufsichtsratsmitglied Hofer hat erklärt, im Sinne von Pkt. 2 der Leitlinien für die Unabhängigkeit nicht dem Erfordernis zu entsprechen (Geschäftsverhältnisse zum Unternehmen).

Die folgenden Kapitalvertreter im Aufsichtsrat entsprechen darüber hinaus auch dem Unabhängig keitskriterium der Regel 54 des Corporate Governance Kodex (Keine Vertretung eines Anteilseigners von mehr als 10 %): Frizberg, Schaschl, Eiselsberg, Brauner, Heinzel, Püspök, Tengg und Wolf.

DR. MICHAEL PISTAUER VORSITZENDER DES VORSTANDES

Geboren 1943 in Salzburg, verheiratet

  • 1968 Promotion; Univ.-Assistent an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck
  • 1970 Großglockner-Hochalpenstraßen AG (GROHAG); später Alleinvorstand und Generaldirektor
  • 1990 Mitglied des Vorstandes der Tauernkraftwerke AG
  • 1994 Mitglied des Vorstandes (CFO) des Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG)
  • 2002–2005 Präsident des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ); derzeit Vize-Präsident
  • 2003 Stv. Vorsitzender des Verbund-Vorstandes
  • 2007 Vorsitzender des Verbund-Vorstandes

DR. JOHANN SEREINIG

STV. VORSITZENDER DES VORSTANDES

Geboren 1952 in Villach

  • 1976 Promotion (Dr. phil.)
  • 1977 Österreichische Länderbank AG
  • 1984 Berater des Bundesministers für Finanzen
  • 1986 Berater des Bundeskanzlers
  • 1988 Kabinettchef des Bundeskanzlers
  • 1994 Mitglied des Verbund-Vorstandes
  • 1994–2001 Bundeslastverteiler
  • 1995–1997 Vorsitzender des Comité Restreint der UCTE
  • 2007 Stv. Vorsitzender des Verbund-Vorstandes

DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER MITGLIED DES VORSTANDES

Geboren 1957 in Wien, verheiratet

  • 1983 Promotion zum Dr. iur.
  • 1984 Bundesministerium für Handel, Gewerbe und Industrie (Rechtsabteilung)
  • 1987 Beraterin des Wirtschaftsministers
  • 1988 Kabinettchefin des Wirtschaftsministers
  • 1992 Geschäftsführerin des Verbandes der Elektrizitätswerke Österreichs (VEÖ)
  • 1995 Kabinettchefin des Vizekanzlers
  • 1997–2006 Generalsekretärin des VEÖ
  • 1999–2006 Abgeordnete zum Nationalrat
  • 2007 Mitglied des Verbund-Vorstandes

MAG. CHRISTIAN KERN

MITGLIED DES VORSTANDES

Geboren 1966 in Wien

  • 1989 Wirtschaftsjournalist
  • 1991 Assistent des Staatssekretärs für den öffentlichen Dienst
  • 1994 Büroleiter und Pressesprecher des Klubobmannes der sozialdemokratischen Parlamentsfraktion
  • 1997 Assistent des Vorstandes des Verbund (Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG)
  • 1999 Bereichsleiter »Strategisches Marketing und Verkaufssteuerung« des Verbund
  • 2000 Vorsitzender der Geschäftsführung der VERBUND-Austrian Power Vertriebs GmbH
  • 2002 Mitglied des Vorstandes der VERBUND-Austrian Power Trading AG
  • 2007 Mitglied des Verbund-Vorstandes

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Das Geschäftsjahr 2007 war für den Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, wieder ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Der zu einem europäischen Konzern aufgestiegene Strom-Dienstleister erzielte eine weitere Ergebnissteigerung und stellte dabei eindrucksvoll unter Beweis, dass sein Wachstum profitabel und nachhaltig ist.

Der Aufsichtsrat hat diese erfreuliche Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. Im Berichtsjahr hat er in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 92 %.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat darüber hinaus regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehalten und in Fällen von Abwesenheiten einzelner Mitglieder deren Meinung eingeholt, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Aufsichtsratsmitglieder involviert waren.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert.

Mit dem Ausscheiden von Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider per 11. 05. 2007 wurde Dr. Michael Pistauer zum Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor sowie Dr. Johann Sereinig zum stellvertretenden Vorsitzenden und Generaldirektor-Stellvertreter ernannt. Mit dem Eintritt von Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer per 01. 01. 2007 und Mag. Christian Kern per 11. 05. 2007 in den Vorstand sowie dem Ausscheiden von Herrn Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider wurde die Geschäftsverteilung im Vorstand jeweils neu geregelt. Der Aufsichtsrat hat dem ausgeschiedenen Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seinen großen Arbeitseinsatz ausgesprochen.

Besonders hervorzuheben ist, neben einer verstärkten Investitionstätigkeit im Inland und der Gründung der Joint-Venture-Gesellschaft EnerjiSA gemeinsam mit dem türkischen Partner Sabanci, die vom Vorstand ausgearbeitete und im November 2007 einhellig vom Aufsichtsrat beschlossene Unternehmens strategie.

Die Unternehmensstrategie ist auf wertschaffendes Wachstum im In- und Ausland ausgerichtet. Dazu werden Investitionen getätigt, wobei für den Verbund ein Finanzierungsanteil in Höhe von 6,7 Mrd. vorgesehen ist. Davon entfallen aktuell 40 % auf das Inland und 60 % auf das Ausland. Die weiteren Ziele sind: die Marktführung in Österreich weiter auszubauen, die bestehenden Beteiligungen in Italien, Frankreich und der Türkei wertoptimal zu entwickeln, die Wachstumschancen in Zentral- und Südosteuropa zu nutzen und den Bereich der erneuerbaren Energien auch mit dem Schwerpunkt Alternativenergien, wie z.B. Windkraft, bis 2015 zu stärken.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund dieser Berichterstattung die Geschäftsführung des Vorstandes laufend überwacht. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, der insbesondere mit der Sitzungsvorbereitung befasst war, tagte im Berichtsjahr fünfmal und der Prüfungsausschuss (zur Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. zur Abstimmung mit dem Abschlussprüfer) zweimal. Zusätzlich fanden vier Sitzungen des Präsidialausschusses statt.

Als führendes börsenotiertes Unternehmen seiner Branche hat sich der Verbund schon früh zur Ein haltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex gegenüber verpflichtet und bemüht sich, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichts rat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammen arbeit des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, mit ganz geringen Abweichungen vollständig eingehalten.

Gemäß dem Corporate Governance Kodex wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nomi nierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrates eingerichtet. Der Nominierungs ausschuss trat in Zusammenhang mit der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes zu einer Sitzung zusammen; der Vergütungsausschuss hielt ebenso eine Sitzung ab, die die Vergütung des Vorstandes zum Gegenstand hatte.

Im Präsidium des Aufsichtsrates fand ein Wechsel statt: Dr. Gilbert Frizberg wurde im März 2007 zum Präsidenten des Aufsichtsrates gewählt, DDr. Erhard Schaschl ist seither 1. Stellvertreter des Vorsitzenden.

Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 wurden vom neu bestellten Abschlussprüfer, der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft und mit dem unein geschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzern abschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Auf sichts rat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2007 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 125 (2) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstandes wurde genehmigt, und dem Vorschlag zur Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzern lagebericht wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für die im Geschäftsjahr 2007 geleistete erfolgreiche Arbeit aus.

Für den Aufsichtsrat Dr. Gilbert Frizberg Vorsitzender Wien, im Februar 2008 CORPORATE GOVERNANCE, AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

JAHRESABSCHLUSS

GLOSSAR

Ad-hoc-Meldung Nachrichten aus Unternehmen, die so schnell wie möglich auf allen Kanälen, die für die Börse
wichtig sind, verbreitet werden müssen. Grund dafür sind die so genannten »Insider-Regeln«:
Jeder Börsenteilnehmer muss auf dem gleichen Wissensstand sein. Niemand darf aufgrund von
Kenntnissen, die (noch) nicht allgemein verfügbar sind, Aktien kaufen oder verkaufen.
Asset Allocation Die bewusste und gezielte Verteilung von Vermögenswerten auf unterschiedliche Anlage -
möglichkeiten.
Baisse Längere Zeit anhaltende, starke Kursrückgänge an der Börse.
Baseload/Grundlast1 Konstante elektrische Leistung über alle Stunden eines Tages.
Benchmark Bezeichnung für eine Vergleichsgröße, die einem Fonds oder Portfolio als Orientierungs größe
gegenübergestellt wird.
Cashflow Saldo aus dem Zufluss und dem Abfluss von liquiden Mitteln; wird üblicherweise gegliedert in
Cashflow aus der operativen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzier ungs tätigkeit.
Corporate Governance Kodex »Verhaltensregelkodex« für Kapitalgesellschaften, der die Grundsätze guter Unternehmens -
führung festschreibt. Der Inhalt stellt allerdings kein gesatztes Recht dar, sondern ist ein
Regelwerk, dem sich Unternehmen freiwillig unterwerfen.
Cross Border Leasing Leasing über Staatsgrenzen hinweg. Leasinggeber und -nehmer haben ihren Standort in unter
schiedlichen Ländern.
Discounted-Cashflow-Verfahren Ermittlung des Unternehmenswerts durch Kapitalisierung von Cashflows, die je nach Verfahren
unterschiedlich definiert werden. Im Verbund wird das Bruttoverfahren (Entity-Ansatz)
angewendet.
Earnings before Interest
and Taxes (EBIT)
Operatives Ergebnis.
Earnings before Interest, Taxes,
Depreciation and Amortization
(EBITDA)
Operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und
immaterielle Vermögensgegenstände.
Economic Value added
nach Minderheiten (EVA®)
Differenz zwischen dem vom Unternehmen erzielten Ertrag des gesamten netto
verzinslichen Kapitals und den gesamten Kapitalkosten;
EVA® = Invested Capital nach Minderheiten x (ROiC nach Minderheiten – WACC).
E-Control
(Energie-Control GmbH)
Vom Gesetzgeber auf Grundlage des Energieliberalisierungsgesetzes eingerichtet. Aufgabe
ist, die Umsetzung der Liberalisierung des österreichischen Strom- und Gasmarktes zu
überwachen und eventuell regulierend einzuschreiten.
Eigenkapitalquote (bereinigt) Eigenkapital im Verhältnis zum um aktiv- und passivseitig geschlossene Positionen (z.B. bei
Cross-Border-Leasing-Geschäften) bereinigten Gesamtkapital.
ElWOG Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz.
Engpassleistung (EPL) Die maximale Dauerleistung, die ein Kraftwerk unter Normalbedingungen abgeben kann.
Equity-Methode Methode zur Berücksichtigung von Beteiligungsgesellschaften, die nicht auf Basis einer
Vollkonsolidierung mit allen Aktiva und Passiva in den Konzernabschluss einbezogen
werden. Hierbei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigen -
kapitals der Beteiligung fortgeschrieben. Diese Veränderung geht in die Gewinn-und-Verlust -
Rech nung bzw. direkt ins Eigenkapital der Eigentümergesellschaft ein.
Erzeugungskoeffizient Der Erzeugungskoeffizient ist der Quotient aus der tatsächlichen Stromerzeugung eines (oder
einer Reihe von) Wasserkraftwerkes(n) in einem Zeitraum und der durchschnitt lichen (aus his
torischen Wasserführungen ermittelten) Erzeugungsmöglichkeit dieses(r) Wasserkraftwerke(s)
im selben Zeitraum. Dieser langjährige Durchschnitt ist gleich 1. Folglich bedeutet 1,1 eine
10%ige Mehrproduktion.
EV Enterprise Value ist die Marktkapitalisierung zuzüglich der verzinslichen Nettoverschuld ung;
gibt den Gesamtunternehmenswert zu Marktwerten wieder.
Free Cashflow Cashflow aus operativer Tätigkeit zuzüglich des Cashflows aus der Investitionstätigkeit; steht für
Zahlungen aus der Finanzierungstätigkeit (z.B. Dividendenzahlungen oder Kredittilgungen) zur
Verfügung.
Funds from Operations (FFO) Operatives Ergebnis angepasst um Abschreibungen, Zinsertrag und effektive Steuern.
Gross Debt Coverage Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zur verzinslichen Bruttoverschuldung.
Gross Interest Cover Verhältnis von Funds from Operations (FFO) zum Zinsaufwand.
IAS/IFRS International Accounting Standard/International Financial Reporting Standard; die Bezeich -
nung IAS wurde 2001 auf IFRS geändert, wobei jedoch bis dahin veröffentlichte IAS unter
diesem Namen weiterlaufen.
Invested Capital Eingesetztes zinsbelastetes Kapital bereinigt um aktiv- und passivseitig geschlossene Positionen
(z.B. bei Cross-Border-Leasing-Geschäften).
Invested Capital nach
Minderheiten
Eingesetztes zinsbelastetes Kapital nach Minderheiten bereinigt um aktiv- und passivseitig
geschlossene Positionen (z.B. bei Cross-Border-Leasing-Geschäften).
Kyoto-Protokoll Internationales Abkommen zum Klimaschutz der UN-Organisation UNFCCC. Definiert die
Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen, die als Auslöser der
globalen Erwärmung gelten. 1997 verabschiedet, tritt das Kyoto-Protokoll offiziell am
16. 02. 2005 in Kraft.
M&A Abkürzung für »Mergers & Acquisitions« (Fusionen und Übernahmen); Sammelbegriff für alle
Unternehmenszusammenschlüsse durch Kauf, Verkauf, Fusion etc.
Monte-Carlo-Simulation Eignet sich dazu, eine große Zahl an Realisationen von Risiken innerhalb eines Modells mit
einer frei wählbaren Zahl von Simulationen darzustellen. Ergebnis daraus ist eine
Verteilungskurve.
(n-1)-Kriterium Regel, nach welcher der Ausfall eines einzigen Betriebsmittels, z.B. einer Leitung, die Sicherheit
des Netzbetriebes nicht gefährden darf.
Net Gearing Verzinsliche Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital. Ein Maß für Verschuldung.
Over-the-Counter (OTC) Außerhalb der Börsen stattfindender Freiverkehrshandel.
Pay-out-Ratio Vorgeschlagene Dividende je Aktie im Verhältnis zum Gewinn je Aktie. 1 ZITIERT NACH EEX GLOSSAR
Peakload/Spitzenlast1 Kennzeichnet den Lasttyp für Stromlieferung oder Strombezug konstanter Leistung über
12 Stunden von 08:00 bis 20:00 Uhr eines jeden Wochentages (Montag bis Freitag) einer
Lieferperiode.
Performance Bezeichnet die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder eines Portfolios z.B. über ein Jahr,
bezogen auf ein bestimmtes Risikomaß.
Phasenschiebertransformatoren Regelbare Transformatoren, über die der Lastfluss beeinflusst bzw. gesteuert werden kann. Die
Belastung zwischen parallelen Leitungen kann verteilt und die vorhandene Leitungskapazität
besser genutzt werden.
Portfolio Gesamtbestand an Wertpapieren, die ein Kunde oder Investmentfonds besitzt; dient der
Risikostreuung.
Regelarbeitsvermögen (RAV) Gibt an, wie viel Strom in einem bestimmten Zeitraum (meist einem Jahr) von einem
Kraftwerk geliefert werden kann.
Risiko-Management Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und
Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.
ROE Return on Equity; Gewinn nach Ertragsteuern im Verhältnis zum durchschnittlichen
Eigenkapital.
ROIC Return on Invested Capital; um die steuerbereinigten Zinsaufwendungen (inklusive Zinsen im
Personalbereich) erhöhtes Ergebnis nach Steuern (= Geschäftsergebnis) im Verhältnis zum
durchschnittlichen Invested Capital.
ROIC nach Minderheiten Return on Invested Capital nach Minderheiten; um die steuerbereinigten Zinsaufwendungen
(inklusive Zinsen im Personalbereich) erhöhtes Konzernergebnis (= Geschäftsergebnis nach
Minderheiten) im Verhältnis zum durchschnittlichen Invested Capital nach Minderheiten.
Scoring-Verfahren Verfahren zur Bewertung und zum Vergleich unterschiedlicher Alternativen anhand von errech
neten Nutzwerten.
Value-at-Risk (VaR) Verfahren, das zur Berechnung des Verlustpotenzials aus Preisänderungen der Handels position
angewandt wird. Die Berechnung dieses Verlustpotenzials, das unter Annahme einer bestimm -
ten Wahrscheinlichkeit (z.B. 98 %) angegeben wird, wird auf der Basis markt orientierter
Preisänderungen vorgenommen.
Volatilität Intensität der Kursschwankung von Aktien und Devisen bzw. der Preisänderungen von
Massengütern im Vergleich zur Marktentwicklung.
Weighted Average Cost Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten für Eigen- und Fremdkapital.

KONZERNSTRUKTUR

VERBUND Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft)

ERZEUGUNG VERBUND
Austrian Hydro Power AG
AHP
VERBUND
Austrian Thermal Power GmbH & Co KG
ATP
Umweltfreundliche und kostengünstige
Erzeugung bilden die Basis für den Erfolg
des Verbund in ganz Europa. Rund 90 %
des Verbund-Stroms kommen aus Wasser -
kraft. Die Wärmekraft-Tochter liefert die
wichtige Ergänzungsenergie.
HANDEL
VERTRIEB
VERBUND
Austrian Power Trading AG
APT
VERBUND
Austrian Power Sales GmbH
APS
Der Verbund zählt zu den expansivsten
und erfolgreichsten Stromhändlern
Europas und ist in den meisten Mitglieds -
staaten der EU aktiv. Seit Juli 2005 ist der
Verbund auch im Direktvertrieb an öster
reichische Endkunden höchst aktiv.
ÜBERTRAGUNG VERBUND
Austrian Power Grid AG
APG
Der Verbund betreibt das überregionale
Hochspannungsnetz, über das rd. 50 % des
österreichischen Stromverbrauchs trans
portiert werden. Mit seinen Verbindungen
zum internationalen Netz ist der Verbund
auch eine wichtige Schaltstelle im europäi
schen Stromtransport.
BETEILIGUNGEN VERBUND
BeteiligungsgmbH
VBG
Der Verbund hält zahlreiche Beteiligungen
im In- und Ausland, überwiegend im
Kern geschäft Energie. Diese erfolgreichen
Unternehmen liefern steigende Beiträge
zum Ergebnis des Verbund.
ERNEUERBARE
ENERGIEN
VERBUND
Austrian Renewable Power GmbH
ARP
Der Verbund setzt in Zukunft noch stärker
auf die Stromerzeugung aus erneuerbaren
Energieträgern. Neben der Wasserkraft pro
duktion soll das Erzeugungsportfolio künf
tig auch Windkraft, Biomasse,
Photovoltaik, Geothermie etc. umfassen.

DATEN/FAKTEN

ERZEUGUNG

KONZERNAUFBRINGUNG TWh 24,3 4,0 28,7 WASSERKRAFT WÄRMEKRAFT +2,8% FREMDBEZUG 57,0

KENNZAHLEN KRAFTWERKE

EPL* RAV**
ANZAHL GW TWh
WASSERKRAFTWERKE 87 5,9 21,7
WÄRMEKRAFTWERKE 9 1,9 -
BEZUGSRECHTE LAUFKRAFTWERKE 20 0,6 3.0
SUMME 116 8.4 24.7

* ENGPASSLEISTUNG

** REGELARBEITSVERMÖGEN

HANDEL/VERTRIEB

LÄNDERVERTEILUNG

SUMME 57,0 100 %
SONSTIGE 0,5 1 %
ITALIEN 0,4 1 %
SLOWENIEN 0,5 1 %
FRANKREICH 8,4 14 %
DEUTSCHLAND 23,7 42 %
ÖSTERREICH 23,5 41 %
TWh ANTEIL

ÜBERTRAGUNG

STROMTRANSPORT IM 220-/ 380-kV-NETZ TWh

NETZ km
SPANNUNGSEBENE TRASSENLÄNGE SYSTEMLÄNGE
380 kV 1.002,0 1.973,4
220 kV 1.658,6 3.309,1
110 kV 715,7 1.238,0
SUMME 3.376,3 6.520,5

FÜNF-JAHRES-VERGLEICH 1

EINHEIT 2007 2006 2005 2004 2003
UMSATZERLÖSE MIO. € 3.038,3 2.878,2 2.134,4 1.712,0 1.439,3
OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT) MIO. € 916,1 806,5 527,0 386,0 321,2
KONZERNERGEBNIS (OHNE ANTEILE ANDERER GES.) MIO. € 579,2 501,1 349,3 235,4 200,1
BILANZSUMME MIO. € 7.339,8 6.440,2 6.596,7 6.237,3 6.208,3
EIGENKAPITAL2 MIO. € 2.674,6 2.292,7 1.904,9 1.599,2 1.393,7
VERZINSLICHE NETTOVERSCHULDUNG (NET DEBT)2, 4 MIO. € 1.763,4 1.689,0 1.817,4 2.215,4 2.329,6
INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN MIO. € 249,4 201,2 117,7 77,9 74,6
CASHFLOW AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT MIO. € 807,6 753,9 680,5 438,5 410,1
FREE CASHFLOW MIO. € 161,1 239,8 597,3 269,0 481,9
EBITDA-MARGE % 36,2 34,2 33,1 33,2 35,2
EBIT-MARGE % 30,2 28,0 24,7 22,5 22,3
UMSATZRENTABILITÄT2 % 21,2 19,5 18,3 15,4 14,8
ROIC2, 4 % 15,2 14,7 11,2 8,1 7,1
ROE2 % 26,8 26,7 22,3 17,3 16,2
EIGENKAPITALQUOTE (BEREINIGT)2 % 39,3 39,2 34,6 30,3 26,8
NET GEARING2, 4 % 65,9 73,7 95,4 138,5 167,1
GROSS DEBT COVERAGE (FFO)2, 4 % 35,7 43,7 35,9 21,9 18,6
GROSS INTEREST COVERAGE (FFO)5 X 11,4 10,6 8,9 5,9 4,4
HÖCHSTKURS 49,95 41,58 30,13 16,56 9,26
TIEFSTKURS 31,21 30,05 16,39 9,29 7,75
LETZTKURS 47,88 40,42 30,13 16,39 9,26
MARKTKAPITALISIERUNG MIO. € 14.756,62 12.457,44 9.286,07 5.051,40 2.853,93
GEWINN JE AKTIE 1,88 1,63 1,13 0,76 0,65
CASHFLOW JE AKTIE 2,62 2,45 2,21 1,42 1,33
BUCHWERT JE AKTIE2 8,68 7,44 6,18 5,19 4,52
KURS-GEWINN-VERHÄLTNIS (ULTIMO) X 25,48 24,86 26,59 21,45 14,22
KURS-CASHFLOW-VERHÄLTNIS X 18,27 16,52 13,65 11,51 6,94
KURS-BUCHWERT-VERHÄLTNIS2 X 5,52 5,43 4,87 3,16 2,05
(VORGESCHLAGENE) DIVIDENDE JE AKTIE 0,90 0,75 0,50 0,30 0,20
DIVIDENDEN-RENDITE % 1,88 1,86 1,66 1,83 2,16
PAY-OUT-RATIO % 47,89 46,13 44,12 39,26 30,72
EV/EBITDA X 15,28 14,39 15,70 12,80 10,24
BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER PERSONALSTAND 2.441 2.438 2.436 2.500 2.680
STROMABGABE3 GWh 102.191 102.898 95.407 81.911 73.412
ERZEUGUNGSKOEFFIZIENT 0,97 0,96 0,98 0,99 0,87

1 DEFINITIONEN ZU DEN KENNZAHLEN UND DEREN BERECHNUNG SIND IM GLOSSAR ERLÄUTERT.

2 DIE KOMMANDITGESELLSCHAFTERN ZUZURECHNENDEN KAPITAL- BZW. ERGEBNISANTEILE WURDEN ALS LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEIT BZW. IM FINANZIERUNGSERGEBNIS ERFASST. VOR-JAHRESWERTE WURDEN ANGEPASST.

3 STROMABGABE NACH FREMDSTROMHANDELSSALDIERUNG (NACH DEM ABGANG DES SEGMENTS ÖKOSTROM): 2007: 57.038 GWH, 2006: 55.472 GWH.

4 DAS VERZINSLICHE FREMDKAPITAL WURDE UM ZINSSWAPS SOWIE DEVISENTERMINGESCHÄFTE DES CROSS BORDER LEASING BEREINIGT.

5 ZINSAUFWENDUNGEN EXKLUSIVE ERGEBNISANTEIL KONZERNFREMDER KOMMANDITGESELLSCHAFTER.

INHALT

Drei-Jahres-Vergleich 2
Organe der Gesellschaft 3

LAGEBERICHT

4
8
10
16
20
24
25

JAHRESABSCHLUSS

Bilanz 28
Gewinn- und Verlustrechnung 29
Entwicklung des Anlagevermögens 30
Entwicklung der unversteuerten Rücklagen 32
Fristigkeitenspiegel 33
Anhang 34
Glossar 55
Angaben zu den Beteiligungen gemäß § 238 Z 2 UGB 56
Bestätigungsvermerk 58
Gewinnverwendungsvorschlag 59
Bericht des Aufsichtsrates 60
Stromkennzeichnungsdokumentation 62

RUNDUNGSHINWEIS

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

DREI-JAHRES-VERGLEICH

DREI-JAHRES-VERGLEICH MIO. €
2007 2006 2005
UMSATZERLÖSE 2.833,2 2.662,5 1.953,2
BETRIEBSERFOLG (EBIT) 159,1 164,2 91,3
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 378,5 304,9 174,4
JAHRESÜBERSCHUSS 333,1 261,7 157,5
BILANZGEWINN 277,4 231,2 154,1
BILANZSUMME 2.979,7 2.392,0 2.227,7
ANLAGEVERMÖGEN 2.311,6 2.023,1 1.918,3
INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN 3,1 4,6 4,2
PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN 3,4 6,9 7,2
EIGENKAPITAL 1.298,7 1.196,0 1.087,4
UMSATZRENTABILITÄT (ROS) 5,6 % 6,2 % 4,7 %
EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE) 31,6 % 28,0 % 17,1 %
GESAMTKAPITALRENTABILITÄT (ROI) 6,7 % 7,4 % 4,7 %
ROIC 15,3 % 14,0 % 9,5 %
EIGENKAPITALQUOTE 43,6 % 50,0 % 48,8 %
SCHULDENTILGUNGSDAUER 4,7 4,9 7,2
NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT 341,9 241,2 223,2
NET GEARING (NETTOVERSCHULDUNGSGRAD) 56,1 % 16,3 % 11,7 %
QUICK RATIO 209,2 % 85,9 % 30,3 %
HÖCHSTKURS 49,9 41,6 301,3
TIEFSTKURS 31,2 30,1 164,2
LETZTKURS 47,9 40,4 301,3
(VORGESCHLAGENE) DIVIDENDE JE AKTIE1 0,9 0,75 5,0
DIVIDENDEN-RENDITE 1,88 % 1,86 % 1,66 %
BETRIEBSWIRTSCHAFTLICHER PERSONALSTAND 139 118 118
STROMABGABE (GWh)2 57.038 55.355 52.420

1 AKTIENSPLIT 1:10 IN 2006

2 INKLUSIVE SYSTEMBEDARF

ORGANE DER GESELLSCHAFT

AUFSICHTSRAT

DR. GILBERT FRIZBERG VORSITZENDER (AB 14.03.2007)
1. STV. VORSITZENDER (BIS 14.03.2007)
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.3.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
GEWERKE DDR. ERHARD SCHASCHL 1. STV. VORSITZENDER (AB 14.03.2007)
VORSITZENDER (BIS 14.03.2007)
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
DR. MAXIMILIAN EISELSBERG 2. STV. VORSITZENDER
(IM AUFSICHTSRAT SEIT 23.02.1993, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
O.UNIV.-PROF. DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
DIPL.-BETRIEBSWIRT ALFRED H. HEINZEL (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
DR. BURKHARD HOFER (IM AUFSICHTSRAT SEIT 27.05.1999, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
DR. MICHAEL LOSCH (IM AUFSICHTSRAT SEIT 10.03.2005, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
GENERALDIREKTOR I.R. DKFM. PETER PÜSPÖK (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
DIPL.-ING. HANSJÖRG TENGG (IM AUFSICHTSRAT VOM 15.11.1983 BIS 20.05.1986 SOWIE SEIT 10.03.2005,
GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
ING. SIEGFRIED WOLF (IM AUFSICHTSRAT SEIT 16.03.2000, GEWÄHLT BIS ZUR O. HV 2010)
ANTON AICHINGER VORSITZENDER DER KONZERNVERTRETUNG
KURT CHRISTOF ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
HARALD NOVAK ZENTRALBETRIEBSRATSVORSITZENDER
DIPL.-ING. INGEBORG OBERREINER BETRIEBSRATSVORSITZENDE
ING. JOACHIM SALAMON ZENTRALBETRIEBSRAT

VORSTAND

DR. MICHAEL PISTAUER GENERALDIREKTOR (AB 11.05.2007)
GENERALDIREKTOR-STELLVERTRETER (BIS 10.05.2007)
DIPL.-ING. HANS HAIDER GENERALDIREKTOR (BIS 10.05.2007)
DR. JOHANN SEREINIG GENERALDIREKTOR-STELLVERTRETER (AB 11.05.2007)
MITGLIED DES VORSTANDES (BIS 10.05.2007)
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER MITGLIED DES VORSTANDES (AB 01.01.2007)
MAG. CHRISTIAN KERN MITGLIED DES VORSTANDES (AB 11.05.2007)

LAGEBERICHT MARKT UND BRANCHE

EUROPÄISCHES UMFELD

In Europa setzt sich der Konzentrationsprozess in der Energiewirtschaft fort: Die fünf größten Energieversorger der EU-27 haben bereits einen Marktanteil von etwa 65 %. Einschätzungen von Experten zufolge ist die Konsolidierung auf diesem Markt noch lange nicht zu Ende. Durch diese Tendenzen hat die Wettbewerbsintensität vor allem in kleinteiligeren Kundensegmenten deutlich abgenommen. Aus diesem Grund gaben die Staaten der Europäischen Union ein Bekenntnis zu mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt ab. Insbesondere wird eine stärkere Entflechtung der vertikal integrierten Energiekonzerne angestrebt, die sowohl Übertragungsnetze besitzen als auch in Produktion und Verteilung gegenüber Endkunden tätig sind.

Im März 2007 setzte sich die EU die drei »20-Prozent-Ziele«. Bis zum Jahr 2020 sollen der Ausstoß der Treibhausgase im Vergleich zum Jahr 1990 um 20 % reduziert, der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix auf 20 % gesteigert und die Energieeffizienz um 20 % erhöht werden.

PREISE, NACHFRAGE UND KAPAZITÄTEN

Die wichtigsten europäischen Börsen für den Stromhandel sind die deutsche EEX, die Nordpool für die skandinavischen Länder sowie die Powernext in Frankreich und die italienische GME. Deutschland, Österreich, die Schweiz und auch Frankreich und Belgien bilden mittlerweile eine homogene Preiszone.

Die Preisentwicklung verlief an der Powernext etwa auf gleichem Niveau wie an der EEX, der kontinentaleuropäischen Leitbörse. An der Nordpool lagen die Preise etwas niedriger, an der italienischen GME deutlich höher. Alle Börsen konnten aber im Jahresdurchschnitt 2007 gegenüber 2006 ein Sinken der Spotmarktpreise (Base) verzeichnen (EEX –25 %, Nordpool –25 %, Powernext –17 %, GME –7 %).

Am Spotmarkt kamen preisdämpfende Effekte durch den massiven Verfall der CO2-Emmissionszertifikatpreise für die erste Zuteilungsperiode sowie durch das milde Winterwetter zu Jahresanfang zum Tragen. Die maximale Tagesnotierung des Base-Spotpreises lag 2007 bei 159,0 €/MWh. Das ist deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres mit 301,5 €/MWh. Die höchste Stundennotierung wurde am 15. 11. 2007 in der Stunde 18 mit einem Wert von 821,9 €/MWh verzeichnet, im Vergleich dazu lag dieser Spitzenwert am 07. 11. 2006 bei 2.436,6 €/MWh.

Am Terminmarkt war ein ähnlicher Preisverfall nicht zu verzeichnen, dort vollzogen die Preise im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung. Der Jahresdurchschnittspreis für das Base Front Year lag 2007 mit 55,8 €/MWh um 1,5 % über dem Wert des Vorjahres. Die Notierungen für das Front Year Peak lagen im Jahresdurchschnitt mit 79,3 €/MWh rund 2 % unter dem Wert von 2006.

CO2-MARKT

STROMMARKT

Der CO2-Markt hat sich im Laufe seiner ersten Handelsperiode von 2005 bis 2007 zu einem bedeutenden Faktor auf den Energiemärkten entwickelt. Für den Strommarkt ist der CO2-Handel nach den Primärenergiepreisen bereits die zweitwichtigste Determinante bei der Preisbildung.

Die Preisentwicklung für die European Union Allowances (EUA) verzeichnete in der ersten Handelsperiode einen turbulenten Verlauf. Zu Beginn der Periode, Mitte des Jahres 2005, stiegen die Preise auf knapp 30 €/t. Gegen Ende der Handelsperiode verfiel der Preis um nahezu 100 % auf 0,02 €/t. Die Zertifikate für die zweite Handelsperiode 2008 bis 2012 pendelten sich am letzten Handelstag des Jahres 2007 bei 22 €/t (für 2008) bzw. 25 €/t (für 2012) ein. Die Preisentwicklung für die zweite Handelsperiode ist vor allem durch die deutliche Verknappung der Gratis-Emissionszertifikate zu erklären. Die nationalen Allokationspläne sehen ab 2008 zum Teil erhebliche Kürzungen bei den kostenlosen staatlichen Zuteilungen vor.

STROMNACHFRAGE

Laut E-Control1 soll sich in Österreich mittelfristig das Stromverbrauchswachstum fortsetzen. Dabei wird für Österreich bis 2016 mit einem jährlichen Strombedarfswachstum von 1,7 % gerechnet.

In den neuen EU-Staaten ist auf Grund des wirtschaftlichen Aufholbedarfs von einem höheren Verbrauchswachstum von bis zu 6 % auszugehen.

In 2007 wurde allerdings der Stromabsatz in vielen europäischen Ländern durch den milden Winter 2006/2007 beeinflusst. Auch in Österreich sank der Verbrauch in den ersten vier Monaten des Jahres 2007 um 3,2 %, ab Mai kam es aber bereits wieder zu Zuwächsen.

1 Energie-Control Österreichische Gesellschaft für die Regulierung in der Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft mit beschränkter Haftung

REGULATORISCHE VORHABEN DER EU

Neben den bereits erwähnten »20 %-Zielen« hat die Europäische Kommission 2007 die Nationalen Allokationspläne für die zweite Handelsperiode (2008 bis 2012) geprüft und um durchschnittlich 6,4 % gekürzt. Der österreichische Allokationsplan II ging von einer kostenlosen CO2-Zuteilungsmenge von 32,8 Mio. t/Jahr aus, die von der Europäischen Kommission auf 30,3 Mio. t/Jahr gekürzt wurden (–7,6 %).

Für die österreichische Elektrizitätswirtschaft bedeutet das eine verschärfte Ausgangslage für die kommende Periode, 2008 bis 2012. Der österreichischen Elektrizitätswirtschaft wurden Gratiszertifikate im Ausmaß von 7,7 Mio. t/Jahr zugeteilt. Gegenüber den prognostizierten Emissionen hätten die Stromversorger nach dem eingereichten NAP II jährlich 3,7 Mio. Tonnen einsparen müssen, jetzt sind es 4,2 Mio. Tonnen. Die Reduktionsverpflichtung liegt somit bei mehr als einem Drittel des aktuellen Ausstoßes, im Vergleich dazu muss die Industrie lediglich ein Fünftel einsparen.

KONZENTRATIONSWELLE HÄLT AN

Auf Unternehmensebene schreitet die Konzentration in Europa voran. 1999 kamen die fünf größten Utilities in der EU-27 auf einen Anteil am Stromabsatz von 45 %. Heute liegt ihr Anteil bei etwa 65 %.

Zu Beginn des Jahres 2007 übernahm die spanische Iberdrola den britischen Stromlieferanten Scottish Power. Die italienische Enel und der spanische Mischkonzern Acciona kauften sich im Herbst 2007 bei der spanischen Endesa ein, nachdem sie sich monatelang einen erbitterten Übernahmekampf mit der deutschen E.ON geliefert hatten.

Die jüngste Fusion von Gaz de France (GdF) und Suez, die im September des Jahres bekanntgegeben wurde und über die mehr als eineinhalb Jahre verhandelt worden war, zeigt, wie breit Super-Utilities künftig aufgestellt sein werden. Solche Unternehmen sind nicht nur auf Gas oder nur Strom konzentriert, sondern betreiben beide Geschäfte gemeinsam.

ÖSTERREICH

Das im Jänner 2007 veröffentlichte Regierungsprogramm setzt klare Ziele im Bereich der Energie. Der Anteil an erneuerbarer Energie soll bis 2010 auf mindestens 25 %, bis 2020 auf 45 % am Gesamtenergieverbrauch steigen. Bei der Stromerzeugung soll der Erneuerbare Anteil bis 2010 sogar auf 80 % erhöht werden. Zur optimalen Nutzung der Wasserkraft soll ein Masterplan erstellt werden. Fortschritte soll es weiters durch eine Vielzahl von Maßnahmen, zum Beispiel durch einen Energie-Check aller österreichischen Haushalte, auch im Bereich der Energieeffizienz geben. Ziel ist es, die Effizienz der eingesetzten Energie um mindestens 5 % bis 2010 bzw. 20 % bis 2020 zu verbessern. Ein neues Ökostromgesetz soll der Stromproduktion aus Wind, Sonne oder Biomasse neuen Schwung verleihen. Bis 2015 soll der Anteil von Strom aus Ökoanlagen inklusive Kleinwasserkraft auf 15 % der an Endkunden abgegebenen Strommenge angehoben werden. Der Ende November 2007 in Begutachtung gegangene Novellierungsentwurf sieht dafür unter anderem die Verlängerung der Tariflaufzeiten auf 15 Jahre und die Erhöhung der jährlich neu hinzukommenden Fördermittel von bisher 17 auf 21 Mio. € vor. Darüber hinaus soll der verbindliche Schlüssel, der die Mittel auf die einzelnen Technologien aufteilt, entfallen. Ausgenommen davon ist die Photovoltaik, für die weiterhin bis zu 10 % der Mittel zur Verfügung stehen. Nach dem sechswöchigen Begutachtungszeitraum wird Anfang 2008 die Regierungsvorlage präsentiert werden. In Österreich ist bis 2016 ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 4 Mrd. € in den Neubau, die Sanierung oder den Ausbau von Kraftwerken geplant. Dadurch wird die derzeit installierte Leistung von 19 GWh um 40 % auf knapp 27 GWh steigen. Im Detail sieht dies die Errichtung von 23 Kraftwerksprojekten mit einer Gesamtkapazität von 7,8 GWh vor (2,2 GWh Wasser; 4,3 GWh thermisch, primär Gas; 1,3 GW erneuerbare Energieträger, vor allem Wind und Biomasse). Nach diesen Investitionen ab 2016 sieht die Regulierungsbehörde E-Control in ihrer Versorgungssicherheitsstudie von November 2007 die Notwendigkeit von weiteren Kraftwerksinvestitionen, damit bei wachsendem Stromverbrauch die Versorgungssicherheit weiterhin aufrecht erhalten werden kann. PERSPEKTIVEN FÜR DEN ENERGIEMARKT Die Weltwirtschaft expandierte 2007 erneut kräftig. Allerdings haben sich die Konjunkturrisiken infolge der US-Immobilienkrise und den Finanzmarktturbulenzen verstärkt. In den Industrieländern war eine Verlangsamung des Wachstums zu verzeichnen. Demgegenüber setzte sich die starke Expansion in den Schwellenländern fort. ERNEUERBARE ENERGIEN UND ENERGIEEFFIZIENZ VERSORGUNGSSICHERHEIT KONJUNKTURELLE RAHMENBEDINGUNGEN

In Europa blieb die konjunkturelle Grundtendenz solide, wenngleich in abgeschwächter Form. Das reale Wirtschaftswachstum betrug nach der Prognose der EU-Kommission 2,9 % in der EU-27 und 2,6 % im Eurogebiet. Das Wirtschaftswachstum stützte sich dabei vor allem auf die lebhafte Investitionstätigkeit. Auch zeigte sich die Industriekonjunktur in robuster Verfassung.

Die österreichische Wirtschaft wuchs laut WIFO im Jahr 2007 um real 3,4 % und damit erneut deutlich stärker als jene im Euroraum und in der EU-27. Die dynamische Konjunktur wurde dabei vom Export getragen und erfasste auch die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen. Das hohe Wachstum beschleunigte den Anstieg der Beschäftigungszahlen.

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern hat nicht nur im österreichischen Regierungsprogramm einen beachtlichen Stellenwert, sondern gewinnt in der gesamten Energiebranche zunehmend an Bedeutung.

In Deutschland bestehen bereits Windkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 20.600 MWh. Dies ist mehr als die gesamte österreichische Kraftwerksleistung. Deutschland sieht vor allem im Offshore-Bereich noch großes Potenzial und plant sogar, die Leistung noch zu verdoppeln. Das Leitszenario 2007 des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geht im Jahr 2020 von einem Beitrag der erneuerbaren Energieträger an der Strombereitstellung von 27 % aus, im Jahr 2030 scheinen mehr als 40 % erreichbar, im Jahr 2050 gar 77 %.

Der Verbund ist im Hinblick auf diese Entwicklung gut aufgestellt. Er erzeugte 2007 86 % seines Stroms aus Wasserkraft und wird in Zukunft über strategische Partnerschaften und Akquisitionen im In- und Ausland fokussiert in Projekte im Bereich weiterer erneuerbarer Energien investieren. Federführend dabei wird die 2007 gegründete VERBUND-Austrian Renewable Power GmbH sein.

ERNEUERBARE ENERGIEN IM FOKUS

GESCHÄFTSVERLAUF

HIGHLIGHTS

NEUERLICH SEHR GUTES ERGEBNIS ERWIRTSCHAFTET

Die Verbundgesellschaft konnte unter den dargestellten Rahmenbedingungen im Jahr 2007 erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Die Umsatzerlöse stiegen von 2.662,5 Mio. € im Jahr 2006 auf 2.833,2 Mio. €, das entspricht einem Zuwachs von 6,4 %. Während der Betriebserfolg (EBIT) aufgrund der gestiegenen Strombezugskosten annähernd unverändert blieb, stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) auch aufgrund des guten Beteiligungsergebnisses von 304,9 Mio. € auf 378,5 Mio. €. Die Wachstumsrate des EGT beträgt somit 24,1 %. Der Jahresüberschuss stieg um 27,3 % auf 333,1 Mio. €.

EINFLUSSFAKTOREN

Im Jahr 2007 wirkten vor allem folgende Einflussfaktoren auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Verbundgesellschaft:

  • Höhere Forwardpreise/geringere Spotmarktpreise
  • Wasserführung unter langjährigem Durchschnitt

HÖHERE FORWARDPREISE/ GERINGERE SPOTMARKT-PREISE

Trotz des starken Rückganges der Spotmarktpreise konnte der Verbund seine durchschnittlichen Absatzpreise erhöhen. Dies gelang durch die konsequent verfolgte Hedging-Strategie, mit der etwa 60 % des erzeugten Stroms bereits im Jahr 2006 auf einer Year-ahead-Basis für 2007 verkauft wurden.

Die Preise für im Jahr 2006 gehandelte Forwardkontrakte Year Base 2007 lagen im Durchschnitt mit 55,0 €/MWh um 33,5 % über dem Vorjahresniveau (41,2 €/MWh). Der Durchschnittspreis für das Peak Front Year 2007 betrug im Handelsjahr 2006 81,0 €/MWh und war damit um 43,9 % höher als im Vorjahr (56,3 €/MWh).

Das Spotmarktpreisniveau war hingegen 2007 stark rückläufig. Die Preise für Bandenergie lagen um 25,2 % (2007: 38,0 €/MWh, 2006: 50,8 €/MWh), jene für Spitzenenergie um 23,3 % (2007: 56,2 €/MWh, 2006: 73,3 €/MWh) unter den Durchschnittspreisen von 2006. Das Quartal 1/2007 war durch die milde Witterung und eine hohe Auslastung der Windkraftanlagen geprägt. Demzufolge waren die Spotmarktnotierungen an der EEX sowohl für Base- als auch Peak-Lieferungen im Quartal 1/2007 deutlich unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes. Beeinflusst durch den Preisverfall bei den Emissionszertifikaten blieben die Preise auch in den Quartalen 2/2007 und 3/2007 auf niedrigem Niveau, ehe sie im Quartal 4/2007 deutlich anzogen. Als Grund für diesen Anstieg kann eine Kältewelle einhergehend mit einer sehr windarmen Periode genannt werden. Darüber hinaus war die Angebotsseite durch die Stillstände der deutschen Kernkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Biblis geschwächt. Zusätzlich preistreibend wirkten Streiks in Frankreich.

Die Wasserführung der energiewirtschaftlich genutzten Flusssysteme lag 2007 unter dem langjährigen Durchschnitt. Da der Verbund 86 % seines Stroms in Wasserkraftwerken erzeugt, stellt dies einen wesentlichen Einflussfaktor auf das Ergebnis dar. Der Erzeugungskoeffizient, mit dem die Wasserführung gemessen wird, lag im Jahr 2007 mit 0,97 um drei Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt der letzten 30 Jahre, jedoch um einen Prozentpunkt über dem Wert von 2006.

Die Wasserführung entwickelte sich im Jahresverlauf wie folgt:

Das Quartal 1/2007 zeigte signifikant über den Erwartungswerten liegende Temperaturen Infolge der sofort abflusswirksamen Niederschläge lag der Erzeugungskoeffizient im Quartal 1/2007 mit einem Wert von 1,02 über dem Normjahr. Aufgrund der geringen Schneefälle im Winter fiel der Erzeugungskoeffizient nach der Schneeschmelze im Frühling und Frühsommer unter Regeljahresniveau und lag im Quartal 2/2007 bei 0,78. In den Sommermonaten führten hohe Temperaturen und regionale extreme Trockenheit ebenfalls zu Werten unter der Norm. Der September war jedoch von massiven Niederschlägen und deutlich unterdurchschnittlichen Temperaturen geprägt. In Summe zeigte das Quartal 3/2007 eine leicht unterdurchschnittliche Wasserführung (Erzeugungskoeffizient: 0,98). Die Witterung im Oktober und November war signifikant durch Nordwestwetterlagen mit Niederschlagsmengen, die vereinzelt über 250 % des Erwartungswertes lagen, gekennzeichnet. Der Dezember wies wechselnde Niederschlagsverhältnisse auf. Insgesamt zeigte das Quartal 4/2007 mit einem Erzeugungskoeffizient von 1,18 eine deutlich überdurchschnittliche Wasserführung.

WASSERFÜHRUNG UNTER LANGJÄHRIGEM DURCHSCHNITT

VERMÖGENS-, ERTRAG- UND FINANZLAGE

UMSATZ UND ERGEBNIS

UMSATZ UND ERGEBNIS

EINHEIT 2007 2006
UMSATZERLÖSE T€ 2.833.199,6 2.662.485,7
BETRIEBSERFOLG (EBIT) T€ 159.130,3 164.191,9
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) T€ 378.461,8 304.939,2
JAHRESÜBERSCHUSS T€ 333.067,6 261.738,6
BILANZGEWINN T€ 277.380,0 231.150,0
EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE) % 31,6 28,0
GESAMTKAPITALRENTABILITÄT (ROI) % 6,7 7,4
ROIC % 15,3 14,0
UMSATZRENTABILITÄT (ROS) % 5,6 6,2

UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der Verbundgesellschaft stiegen gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf 2.833,2 Mio. €. Die Erlöse im Stromgeschäft konnten trotz schwacher Spotmarktpreise unter anderem aufgrund der in Vorperioden kontrahierten höheren Forward-Preise ausgeweitet werden. Positiv auf die Stromerlöse wirkte auch die im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegene Eigenerzeugung. Die hydraulische Erzeugung stieg im Wesentlichen aufgrund des vermehrten Speichereinsatzes um 467 GWh, während die thermische Erzeugung um 247 GWh zurückging. Im Detail stiegen die Stromerlöse von 2.616,5 Mio. € um 8,0 % auf 2.824,8 Mio. €.

Die Stromerlöse mit Endkunden im Inland (das sind Haushalte, Gewerbebetriebe sowie Industriekunden und deren Handelsunternehmen) stiegen um 57,9 Mio. €. Zuwächse in Höhe von 208,9 Mio. € konnten vor allem im Absatz an ausländische Weiterverteiler erzielt werden. Hingegen waren die Stromerlöse mit Händlern rückläufig. Von den Stromerlösen wurden 7,3 % im Segment Endkunden, 46,2 % im Segment Weiterverteiler, und 46,5 % im Segment Händler erzielt. Über 60,0 % (Vorjahr: 63,8 %) der Stromumsätze wurden im Ausland lukriert, insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Die sonstigen Umsatzerlöse waren aufgrund des Preisverfalls der Emissionszertifikate stark rückläufig. In den sonstigen Umsatzerlösen werden die Erlöse aus dem Handel mit Emissionszertifikaten in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 34,9 Mio. €) erfasst. Diesen Umsatzerlösen stand ein Bezug von Emissionszertifikaten in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 34,3 Mio. €) gegenüber. Durch Ablauf eines Umformerwerk-Leasingvertrages im Vorjahr reduzierten sich im Vergleich die Leasingerträge um 3,8 Mio. € auf 1,6 Mio. €.

SONSTIGE BETRIEBLICHE Die sonstigen betrieblichen Erträge fielen um 4,7 % auf 40,6 Mio. €.
Dies ist im Wesentlichen auf
ERTRÄGE geringere Erträge aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen zurückzuführen.

STROMBEZUGSAUFWAND

Der Strombezugsaufwand stieg um 7,4 % auf 2.537,7 Mio. €.
Haupteinflussfaktor dafür war der, bed
ingt durch den gestiegenen Absatz, um 4,9 % höhere mengenmäßige Fremdstrombezug. Der deutliche
Anstieg der Netzbezüge um 32,5 Mio. €
auf 63,5 Mio. €
war durch die weit über der Erwartung liegen
de Ausweitung des Endkundengeschäftes der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH (APS) bedingt.
Insbesondere durch den erhöhten Personaleinsatz aufgrund der Internationalisierung der Geschäfts
tätigkeit in der Verbundgesellschaft stieg der laufende Personalaufwand um 25,7 % auf 16,5 Mio. €.
Erhöhend wirkte auch die kollektivvertragliche Anpassung der Gehälter und Nebenkosten um 2,55 %.
Im Wesentlichen durch den Entfall positiver Einmaleffekte bei den Aufwendungen für die Altersver
sorgung aus dem Vorjahr, erhöhte sich der Aufwand für Abfertigung und Altersversorgung insgesamt
um 63,4 % auf 6,2 Mio. €.
Der betriebswirtschaftliche Personalstand stieg um 21 auf 139 Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen.
PERSONALAUFWAND
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 6,7 Mio. €
auf 49,1 Mio. €.
Dieser Rückgang ist
im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Renovierungs- und Adaptionsarbeiten des Gebäudes
der Konzernzentrale, sowie auf geringere Rechts- und Beratungsaufwendungen zurückzuführen.
Reisekosten, Kosten für Aus- und Weiterbildung sowie der Telekomaufwand hingegen stiegen auch auf
grund der verstärkten internationalen Geschäftstätigkeiten um 1,2 Mio. €
auf 3,9 Mio. €
an.
SONSTIGER BETRIEB
LICHER AUFWAND

Auf Basis der oben beschriebenen Einflussfaktoren und Entwicklungen und des positiven Finanzergebnisses konnte das EGT von 304,9 Mio. € um 24,1 % auf 378,5 Mio. € gesteigert werden.

ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT)

VERMÖGENSLAGE

VERMÖGENSLAGE

EINHEIT 2007 2006
ANLAGEVERMÖGEN T€ 2.311.578,5 2.023.145,5
UMLAUFVERMÖGEN T€ 504.598,3 252.594,1
NETTOUMLAUFVERMÖGEN (WORKING CAPITAL) T€ 468.134,6 –108.076,0
NETTOVERSCHULDUNG (NET DEBT) T€ 729.151,8 194.343,2
EIGENKAPITAL T€ 1.298.745,4 1.196.005,6
KURZFRISTIGE SCHULDEN T€ 428.265,2 377.459,2
KURZFRISTIGES VERMÖGEN T€ 896.399,8 599.438,9
EIGENKAPITALQUOTE % 43,6 50,0
WORKING CAPITAL RATIO % 209,3 85,9

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sanken im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von 4,4 Mio. €, denen Zugänge in Höhe von 3,4 Mio. € gegenüberstanden.

ANLAGEVERMÖGEN

Die Position der Finanzanlagen veränderte sich vor allem im Beteiligungsbereich durch den Erwerb von 49,99 % an der ENERJISA ENERJI ÜRETIM AS (Enerjisa), die Erhöhung des Beteiligungsansatzes an

der POWEO S.A. und an der POWEO Production S.A.S. in Summe in Höhe von 349,0 Mio. €.
In 2007
wurde weiters der Rückkauf der Austrian Power Vertriebs GmbH (APC) abgewickelt, sowie die Gesell
schaften »Suengu« Beteiligungsverwaltung GmbH (künftig: VERBUND-Beteiligungsholding GmbH)
und die VERBUND-GasbeteiligungsgmbH (VGG) gegründet.
Im Zuge von Beteiligungsumstrukturierungen wurden die Gesellschaften APT Power Trading SL, trgo
vanje z elektricno energijo d.o.o. (APT SI) und die VERBUND-Austrian Power Trading Deutschland
GmbH (APT DE) an die VERBUND-Austrian Power Trading AG übertragen. Die Beteiligung an der
Projektierungsgesellschaft Széle-römü Park Kisfalud Tervezö, Épitö és Üzemeltetö Kft. wurde veräußert.
Die sonstigen Finanzanlagen stiegen aufgrund von Zukäufen von Wertpapieren in Höhe von 36,7 Mio. €
denen Abgänge in Höhe von 25,2 Mio. €
gegenüberstanden.
UMLAUFVERMÖGEN Der Anstieg beim Umlaufvermögen um rund 100 % auf 504,6 Mio. €
resultiert im Wesentlichen aus
kurzfristigen Veranlagungen in Höhe 242,5 Mio. €.
Die Sonstigen Forderungen aus dem Stromhandels
geschäft und Strombörsen reduzierten sich um 18,8 Mio. €.
EIGENKAPITAL Das Eigenkapital konnte aufgrund des guten Jahresergebnisses um 102,7 Mio. €
auf 1.298,7 Mio. €
erhöht werden. Die Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in Finanzanlagen
und in Folge der Mittelaufbringung über eine 500,0 Mio. €-Bond Anleihe über die VERBUND-Inter
national Finance B.V. (VIF) von 50,0 % auf 43,6 % gesunken.
VERBINDLICHKEITEN Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen per Saldo um 537,1 Mio. €
auf 1.514,0 Mio. €.
Am 25. 06. 2007 wurde von der VERBUND-International Finance B.V., der zentralen Finanzierungs
gesellschaft des Verbund-Konzerns, eine festverzinsliche Anleihe mit einem Nominale von 500,0 Mio. €
begeben. Die Mittel aus der Anleihenbegebung wurden an die Verbundgesellschaft weitergereicht, die
Anleihe wird von der Verbundgesellschaft garantiert. Darüber hinaus wurden im Jahr 2007 Aufnahmen/
Tilgungen bei Kreditinstituten per Saldo in Höhe von 315,5 Mio. €
getätigt. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen reduzierten sich zum Bilanzstichtag um 21,7 Mio. €,
die Verbindlichkeiten
im Zusammenhang mit dem Stromhandelsgeschäft stiegen um 73,3 Mio. €
auf 125,9 Mio. €.

FINANZLAGE UND GELDFLUSSRECHNUNG

FINANZSTRATEGIE UND FINANZIERUNG

Die Finanzstrategie des Verbund-Konzerns ist auf fünf Säulen aufgebaut:

  • Bedarfsgerechte, zentrale Konzernfinanzierung der Tochtergesellschaften
  • Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsreserve
  • Erhaltung eines starken Single-A-Ratings
  • Erhaltung einer weitreichenden finanziellen Flexibilität
  • Optimierung der Risikostruktur auf Basis vorgegebener Limits

Entsprechend dieser Strategie setzte der Verbund eine Reihe von Maßnahmen, die 2007 konsequent weiterentwickelt wurden.

Im Jänner 2005 wurde eine Finanzierungsgesellschaft in Amsterdam, die VERBUND-International Finance B.V. (VIF) gegründet, um die gesamte mittel- und langfristige Finanzierung im Verbund-Konzern optimal zu bündeln. In den Geschäftsjahren 2005 und 2006 wurden, soweit dies betriebswirtschaftlich sinnvoll war, existierende Fremdmittel der Verbund-Tochtergesellschaften in die VIF übertragen. Künftig werden alle mittel- und langfristigen Finanzierungen für den Verbund-Konzern ausschließlich über die VIF, die unter der Garantie der börsenotierten Verbundgesellschaft steht, durchgeführt. Der kurzfristige Geldausgleich zwischen den Tochtergesellschaften des Verbund-Konzerns wird von der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) durchgeführt.

Der Verbund verfügt über einen hohen und stabilen Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Liquiditätsreserve ist ein zentrales Element der Finanzstrategie. Der Verbund-Konzern verfügt aufgrund seiner hohen Bonität über unkommitierte Kreditlinien bei Banken in Höhe von 840 Mio. €. Zusätzlich verfügt der Verbund seit Jänner 2005 über einen in Europa breit gestreuten syndizierten Kredit in Höhe von 750 Mio. €, der im Jänner 2007 erneut um ein Jahr verlängert wurde und damit für weitere fünf Jahre bis 2012 zur Verfügung steht. Der syndizierte Kredit soll dem Konzern eine angemessene Liquiditätsreserve sichern und eine weitreichende Flexibilität für mögliche zukünftige Akquisitionen gewähren. Der syndizierte Kredit wurde im Geschäftsjahr 2007 nicht ausgenutzt.

Darüber hinaus bestehen noch Liquiditätsreserven bei den Wertpapieren und Investmentfonds.

Die Bonität eines Unternehmens bestimmt die Finanzierungskosten. Je besser die Bonität desto einfacher ist der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten, desto breiter sind die Möglichkeiten der Fremdfinanzierung und desto kostengünstiger ist die Aufnahme von Fremdmitteln. Der langfristigen Absicherung des hohen Ratings des Verbund kommt vor allem nach den, durch die subprime Krise in Amerika ausgelösten, Verwerfungen an den internationalen Kapitalmärkten noch höhere Bedeutung zu. Der Verbund-Konzern unterhält eine regelmäßige intensive Kommunikation mit den Rating-Agenturen Standard & Poor´s und Moody´s mit dem Ziel, langfristig ein starkes Single-A-Rating zu halten und damit günstige Finanzierungskonditionen am internationalen Kapitalmarkt zu erzielen. Der Verbund hält derzeit bei Standard & Poor´s ein A/stable outlook und bei Moody´s ein A1/stable outlook. Die hohe Bonität des Unternehmens drückt sich in den günstigen Finanzierungskosten des Unternehmens aus.

Die Finanzierungsaktivitäten des Verbund werden konsequent nach den Richtlinien des bereits mehrmals prämierten Risk Management Treasury ausgerichtet. Dieses Risk Management-System wird Jahr für Jahr weiterentwickelt und zählt im deutschsprachigen Raum zu den am weitesten entwickelten.

ZENTRALE KONZERN-FINANZIERUNG DURCH DIE VERBUND-INTERNATIONAL FINANCE B.V.

SICHERSTELLUNG EINER ANGEMESSENEN LIQUIDITÄTSRESERVE

LANGFRISTIGES ZIEL: STARKES SINGLE-A-RATING

OPTIMIERUNG DER RISIKOSTRUKTUR AUF BASIS VORGEGEBENER LIMITS

FINANZKENNZAHLEN

FINANZKENNZAHLEN

EINHEIT 2007 2006
NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT T€ 341.904,2 241.186,9
NETTO-GELDFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT T€ –332.438,6 –137.338,5
NETTO-GELDFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT T€ –10.217,5 –104.415,8
FINANZERGEBNIS T€ 219.331,5 140.747,3
GEARING (NETTOVERSCHULDUNGSGRAD) % 56,1 16,3
QUICK RATIO % 209,2 85,9
SCHULDENTILGUNGSDAUER JAHRE 4,7 4,9
Das bereits gute Finanzergebnis des Vorjahres konnte um rund 78,6 Mio. €
auf 219,3 Mio. €
verbessert
werden. Hauptverantwortlich dafür waren die gestiegenen Beteiligungserträge in Höhe 235,6 Mio. €.
Bei starkem Anstieg der verzinslichen Schulden und gleichzeitigem leichten Abbau des verzinslichen
Vermögens stieg die verzinsliche Nettoverschuldung um 534,8 Mio. €.
Dies führte zu einer Erhöhung
des Gearing um 39,8 %-Punkte auf 56,1 %. Durch die kurzfristige Veranlagung liquider Mittel in Höhe
von 242,5 Mio. €
kam es zu einem Anstieg des kurzfristigen Vermögens und somit zu einem Anstieg
der Quick ratio um 123,3 %-Punkte. Durch den Anstieg des Mittelüberschusses aus gewöhnlicher
Geschäftstätigkeit um mehr als 103 Mio. €
und leicht sinkender Verbindlichkeiten reduzierte sich die
Schuldentilgungsdauer von 4,9 auf 4,7 Jahre.
Die Geldflüsse des Geschäftsjahres sind nachfolgend in einer separaten Aufstellung dargestellt. Die
Zusammensetzung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten (Fonds der flüssigen
Mittel) kann der Anhangerläuterung (5) entnommen werden.
(1) NETTO-GELDFLUSS AUS
OPERATIVER TÄTIGKEIT
Der Netto-Geldfluss aus der operativen Tätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt und
beläuft sich auf 341.904,2 tausend €
(Vorjahr: 241.186,9 tausend €).
Die Veränderung der Leistungsforderungen ergibt sich aus der Steigerung im Segment Endverbraucher.
Die Veränderung der sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände ist vor allem durch geringere
Sicherheitsleistungen für den Stromderivathandel bedingt.
Die Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen wird durch den Aufbau der Rückstellungen aus dem
Stromgeschäft um 11.140,1 tausend €,
den Anstieg der sonstigen personalbezogenen Rückstellungen
um 1.114,6 tausend €
sowie dem Rückgang der Steuerrückstellungen um 67.152,4 tausend €
bedingt.
Die Veränderung der Leistungsverbindlichkeiten resultiert aus dem Stromgeschäft.
Die Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten ergibt sich aus Zahlungen aus dem bewerteten
Stromgeschäft.
Der Netto-Geldfluss aus operativer Tätigkeit je Aktie beläuft sich auf 1,12 €
(Vorjahr: 0,79 €),
das Ver
hältnis zu den Umsatzerlösen beträgt 12,1 % (Vorjahr: 9,0 %).
(2) NETTO-GELDFLUSS AUS
INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Beim Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit ergab sich insgesamt ein Mittelabfluss in Höhe von
332.438,6 tausend €
(Vorjahr: Mittelabfluss 137.338,5 tausend €),
der insbesondere aus dem Zugang
von Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 348.953,2 tausend €;
Ausleihungen in Höhe von 371.000,0 tausend €
und Wertpapieren in Höhe von 36.696,6 tausend €
resultiert. Dem stehen Rückzahlungen von Ausleihungen in Höhe von 401.493,1 tausend €
und
Abgänge von Wertpapieren in Höhe von 25.010,6 tausend €
entgegen
(3) NETTO-GELDFLUSS AUS
FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Im Rahmen der für 2006 beschlossenen Dividendenausschüttung wurden 231.150,0 tausend €
an die
Aktionäre zur Auszahlung gebracht.
Im Rahmen des Konzernclearings kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von 342.907,8 tausend €
(Vorjahr: Mittelzufluss 117.145,4 tausend €).
Im Gegenzug kam es durch die Begebung einer Anleihe
durch die VIF im Rahmen der Konzernfinanzierung zu einem Mittelzufluss in Höhe von 500.000,0 tau
send €.

Kreditaufnahmen erfolgten in der Höhe von 330.500,0 tausend €, wovon ein Teil von 242.500,0 tausend € kurzfristig veranlagt wurde.

Tilgungen von Krediten erfolgten in Höhe von 15.000,0 tausend €.

GELDFLUSSRECHNUNG TAUSEND €
ERLÄUTERUNG 2007 2006
JAHRESÜBERSCHUSS 333.067,6 261.738,6
ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN 4.361,8 7.815,9
ABSCHREIBUNGEN AUF FINANZANLAGEN 9.211,1 856,8
ZUSCHREIBUNGEN ZU FINANZANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS 0,0 –2.874,9
ERGEBNIS AUS ABGANG VON ANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS 1.675,4 –8.558,2
VERÄNDERUNG DER VORRÄTE –492,0 29,6
VERÄNDERUNG DER LEISTUNGSFORDERUNGEN –13.180,9 –43.288,1
VERÄNDERUNG DER SONSTIGEN FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 12.877,3 –11.292,2
VERÄNDERUNG DER LATENTEN STEUERN –9.698,7 –11.352,9
VERÄNDERUNG DER LANGFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN 977,4 –6.033,8
VERÄNDERUNG DER KURZFRISTIGEN RÜCKSTELLUNGEN –55.493,0 87.641,9
VERÄNDERUNG DER LEISTUNGSVERBINDLICHKEITEN –15.339,6 16.666,0
VERÄNDERUNG DER SONSTIGEN VERBINDLICHKEITEN 74.048,3 –46.888,8
FREMDWÄHRUNGSSCHWANKUNGEN 0,0 –2.640,0
VERÄNDERUNG DER ZINSENABGRENZUNGEN –110,5 –633,0
NETTO-GELDFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEIT
(1)
341.904,2 241.186,9
INVESTITIONEN IN IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN –1.815,4 –5.395,1
ABGÄNGE VON IMMATERIELLEN VERMÖGENSGEGENSTÄNDEN UND SACHANLAGEN 93,5 10.679,6
INVESTITIONEN IN FINANZANLAGEN –756.649,8 –351.141,4
ABGÄNGE VON FINANZANLAGEN 425.933,1 208.518,4
NETTO-GELDFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
(2)
–332.438,6 –137.338,5
DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG –231.150,0 –154.100,0
VERÄNDERUNG DER KONZERNCLEARINGSALDEN –342.907,8 117.145,4
VERÄNDERUNG DER KURZFRISTIGEN AUFNAHMEN/VERANLAGUNGEN –246.301,0 0,0
AUFNAHME VON LANGFRISTIGEN KREDITEN 330.500,0 0,0
TILGUNG VON LANGFRISTIGEN KREDITEN –15.000,0 –67.659,7
VERÄNDERUNG DER KONZERNFINANZIERUNG 500.000,0 0,0
VERÄNDERUNG DER ÜBRIGEN LANGFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN –5.358,7 198,5
NETTO-GELDFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
(3)
–10.217,5 –104.415,8
VERÄNDERUNG KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL –751,9 –567,4
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 01. 01. 1.955,5 2.522,9
KASSENBESTAND UND LIQUIDE MITTEL PER 31. 12. 1.203,6 1.955,5

FORSCHUNG, ENTWICKLUNG, UMWELT UND MITARBEITER

NACHHALTIGKEIT

Wasserkraft zählt zu den umweltfreundlichsten und zuverlässigsten Arten der Stromerzeugung. Damit Wasserkraft auch in Zukunft als umweltfreundliche Energiequelle genutzt werden kann, bedarf es Strategien und Handlungsweisen, die Jahrzehnte vorausplanen. Deshalb steht für den Verbund nachhaltiges Agieren seit seiner Gründung im Mittelpunkt all seiner Unternehmungen.

Nachhaltigkeit meint wirtschaftliches Handeln vereint mit ökologischen und sozialen Aspekten und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie des Verbund. Seit 2002 dokumentiert der Verbund dies in einem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht.

Die Berichterstattung erfolgt nach den international gültigen Richtlinien der GRI (Global Reporting Initiative), deren dritte Generation »G3« im Herbst 2006 veröffentlicht und vom Verbund sofort für den Nachhaltigkeitsbericht 2006 in vollem Umfang – auf GRI-Level A+ – umgesetzt wurde.

Die GRI-Richtlinie wird laufend durch sogenannte »Sector Supplements« ergänzt, die branchenspezifische Berichtsvorschriften enthalten. Der Verbund beteiligte sich im Frühjahr 2007 an der Feedbackphase der »Electric Utility Sector Supplements«. Die Verbund-Experten prüften die Vorschläge für neue Indikatoren im Elektrizitätswirtschaftsbereich und nahmen dazu Stellung. Damit konnte die Konzernerfahrung in der Erstellung und Berechnung von aussagekräftigen Kennzahlen für diesen internationalen Standard zur Verfügung gestellt werden.

Der nachhaltige Dialog mit allen Stakeholder-Gruppen gehört zu den Grundprinzipien des Verbund. Die Öffentlichkeit wird über regionale und überregionale Projekte z.B. mit Umwelterklärungen, über Informationsbüros und -veranstaltungen vor Ort laufend informiert. Die offene Kommunikation mit Anrainern, Behörden und Medien beginnt bereits im Vorfeld von Projekten und wird kontinuierlich fortgesetzt. Nur damit kann eine Vertrauensbasis aufgebaut werden, die einen konsensorientierten Dialog ermöglicht. INTENSIVER DIALOG MIT STAKEHOLDERN

VERANKERUNG DER NACHHALTIGKEIT IM UNTERNEHMEN

Für Nachhaltigkeit im Verbund zeichnet der Konzernvorstand direkt verantwortlich, er gibt die Ziele in diesem Bereich vor und schafft die erforderlichen Rahmenbedingungen zu deren Umsetzung. Die Koordination aller Nachhaltigkeitsaktivitäten wird von der Nachhaltigkeitsbeauftragten wahrgenommen.

Es ist für den Unternehmenserfolg wichtig, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter des Verbund nachhaltig agiert. Eines der wichtigsten Ziele im Nachhaltigkeitsbereich im Verbund ist deshalb die weitere Verankerung des nachhaltigen Denkens im Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu wurde im Juli 2007 der Nachhaltigkeitsbericht 2006 den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Konzernzentrale in Wien präsentiert. Die Teilnehmer konnten einen Blick hinter die Kulissen der Arbeit im Nachhaltigkeitsbereich werfen und Projekte bzw. deren Inhalte genauer kennenlernen. Vorträge an Standorten in den Bundesländern ergänzen dieses Angebot des persönlichen Dialogs mit dem Nachhaltigkeitsteam.

Nachhaltiges und ganzheitliches Wirtschaften rückt immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses von Investoren und Anlegern, so dass eine nachhaltige Unternehmenspolitik auch den Aktienkurs positiv beeinflusst.

Die Verbund-Aktie ist in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds vertreten.

Als zunehmend international agierender Konzern nimmt der Verbund aktiv eine eindeutige Position zur Vermeidung von Korruption ein, kommuniziert diese sowohl nach innen als auch nach außen und erarbeitet eine eigene Antikorruptionsrichtlinie. Damit wird die seit Jahrzehnten gelebte Unternehmenspraxis auch schriftlich in einer Richtlinie festgehalten.

Im Jahr 2007 wurden unter Einbeziehung eines externen Experten die Grundsätze gegen Korruption und Bestechung ausgearbeitet. In weiterer Folge wird die Richtlinie nach innen und außen kommuniziert und sichergestellt, dass die festgelegte Politik auch implementiert, umgesetzt, kontrolliert und sanktioniert wird.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf anwendungsorientierte innovative Forschungsprojekte mit dem Ziel der betrieblichen Verwertung und Umsetzung in den Kernbereichen des Verbund. Die F&E-Aktivitäten reichen von der technischen Weiterentwicklung von Anlagen, Verfahren und Produkten bis hin zu ökologischen Fragestellungen.

Aus der Vielzahl der erfolgreich durchgeführten Projekte sollen einige richtungsweisende Projekte hervorgehoben werden: Die Stromerzeugung im Donaukraftwerk Aschach konnte durch neu berechnete Turbinenschaufeln mit optimierter Geometrie deutlich gesteigert werden. Im Rahmen eines EU-Projektes wurden Untersuchungen zur weiteren Hebung des traditionell hohen Sicherheitsstandards bei Dämmen und Talsperren durchgeführt. Neben Projekten zum Klimawandel, der immer stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung rückt, wurden Initiativen zu Zukunftstechnologien im Bereich der Speicherung von Energie sowie der ökonomischeren Nutzung der Übertragungsnetze gesetzt.

Insgesamt wurden im Jahre 2007 im Verbund 58 innovative und anwendungsorientierte Forschungsprojekte bearbeitet, wovon 21 abgeschlossen wurden. Die Forschungsprojekte weisen ein Projektvolumen von insgesamt 29,1 Mio. € auf, woran der Verbund mit 20,4 Mio. € beteiligt ist. 2007 beliefen sich die Forschungsausgaben des Verbund auf 9,0 Mio. €. Im Rahmen seiner europäischen Kooperationen ist der Verbund an 9 EU-Projekten beteiligt.

Im Sinne einer offenen Kommunikationspolitik führte der Verbund drei Forschungsforen zu den Themen »Effizienzsteigerungsmaßnahmen im Donaukraftwerk Aschach«, »Netze der Zukunft« und »Architektur im Verbund« mit der VERENA Forschungspreisverleihung durch.

GESELLSCHAFT

Als Unternehmen, das sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist, engagiert sich der Verbund auch im sozialen Bereich. Im Jahr 1957 wurde das Haus »Schwalbennest« im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl aus Mitteln des Verbund gebaut und wird seitdem auch vom Verbund unterstützt. Seit 1989 fördert der Verbund die Hans-Radl-Schule für körperbehinderte Kinder im 18. Wiener Gemeindebezirk durch eine Patenschaft. Die jährlichen Zuschüsse dienen der schulischen Ausbildung und der therapeutischen Betreuung in unterschiedlichen Projekten.

ERSTELLUNG EINER ANTIKORRUPTIONS-RICHTLINIE

Der Verbund beteiligt sich auch an der Aktion »Ein Funken Wärme«, die von einer großen österreichischen Tageszeitung gemeinsam mit der Caritas ins Leben gerufen wurde. Familien, die sich die Heizkosten nicht leisten können, erhalten eine Unterstützung von bis zu 500 €.

UMWELT

Der Verbund erzeugt Strom zu rund 86 % aus Wasserkraft. Die Produktionsweise der Stromerzeugung aus der erneuerbaren Wasserkraft war deshalb von Anfang an ein nachhaltiger Weg. In den 1970er-Jahren wurde der Umweltschutz systematisch in alle Unternehmensbereiche integriert. Das Umweltmanagementsystem wurde in das Gesamtmanagement des Verbund eingebunden und wird an den Produktionsstandorten nach EMAS und ISO zertifiziert. Seit 1999 werden von externen Gutachtern auch Produktaudits durchgeführt. Das garantiert den Kunden, dass das Produkt »Wasserkraftstrom« auch wirklich zu 100 % aus heimischer Wasserkraft stammt.

Bei Neubauprojekten werden Natur- und Landschaftsschutz bereits in der Planungsphase umfassend berücksichtigt. Bestehende Laufkraftwerke werden mit Fischaufstiegshilfen ausgestattet, die eine Durchgängigkeit der Gewässer – wie sie in der Wasserrahmenrichtlinie gefordert wird – und damit eine Fischwanderung flussaufwärts ermöglichen. Im Jahre 2007 konnten die Fischaufstiegshilfen Villach, Spielfeld und Melk fertig gestellt werden.

Aber nicht nur bauliche, sondern auch Managementmaßnahmen wurden im vergangenen Jahr gesetzt, so z.B. die Fortsetzung der Auditierung/Zertifizierung von Kraftwerksstandorten und Netzgruppen. Mit Ende 2007 verfügen alle Kraftwerke der Werksgruppen Untere Donau, Mur, Glockner-Kaprun inkl. Salzach, Drau-Flusskraftwerke sowie das Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen der Werksgruppe Obere Donau über ein Umweltmanagementsystem. Derzeit laufen Vorbereitungen für die Standorte Malta und die Hauptverwaltung in Wien. Im Bereich Netz konnte das Umweltmanagementsystem um die Netzgruppen Nord und Ost erweitert werden.

Um die Kosten für umweltrelevante Maßnahmen besser erfassen und vergleichen zu können, hat der Verbund bereits vor mehreren Jahren eine Umweltkostenrechnung eingeführt. In den letzten Jahren wurden in den operativen Bereichen dafür jährlich knapp 50 Mio. € aufgewendet.

Das Umweltschutzengagement des Verbund und die Berichterstattung darüber wird auch extern gewürdigt: Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2006 erhielt der Verbund bereits zum vierten Mal eine Auszeichnung beim »Austrian Sustainability Reporting Award«.

MITARBEITERINNEN

Im Jahr 2007 beschäftigte der Verbund-Konzern 2.441 MitarbeiterInnen, davon 95 % Angestellte, 1 % Arbeiter und 4 % Lehrlinge. Gegenüber dem Vorjahr wurde der Personalstand um 2 MitarbeiterInnen erhöht. Insgesamt wurden 138 MitarbeiterInnen aufgenommen und weitere 19 Mitarbeiter mit der Übernahme der APC in den Konzernpersonalstand integriert und damit die natürliche Fluktuation ausgeglichen. Das Durchschnittsalter liegt bei 44,5 Jahren, rund 72 % gehören der Generation der über-40- Jährigen an.

Die im heurigen Jahr neu konzeptionierte Personalstrategie mit dem Zeithorizont 2008 bis 2012 unterstützt die Expansion des Konzerns sowohl auf dem Heimmarkt als auch auf den europäischen Märkten und trägt mit gezielten Maßnahmen wesentlich dazu bei, profitables Wachstum im In- und Ausland zu sichern. Der Verbund gewährleistet die Versorgungssicherheit und effiziente Erzeugung.

Folgende Werte bilden die Grundlage der Personalarbeit:

  • Förderung und Forderung von Leistung
  • Faire und leistungsorientierte Entlohnung
  • Objektivität und Transparenz
  • Denken und Handeln nach internationalen Maßstäben
  • Aktive Frauenförderung
  • Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung
  • Personalstrategie als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie
  • Personalentwicklung

Einen Anreiz für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet das leistungsorientierte Gehaltsmodell, das im Stromgeschäft und in der Holding bereits seit einigen Jahren angewendet wird und durch variable Gehaltsbestandteile die Motivation und Leistungsorientierung fördert. Transparente und nachvollziehbare Mechanismen der Gehaltsfindung garantieren so eine faire Entlohnung der Mitarbeiter. Dieses erfolgreiche Gehaltsmodell wird in den kommenden Jahren Schritt für Schritt auch von den anderen Gesellschaften des Konzerns übernommen.

Jedes Unternehmen steht und fällt mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, genauer gesagt mit deren Qualifikation und Sachkenntnissen. Personalentwicklung ist daher ein zentrales Thema für den Verbund und wird als langfristige Investition in die Zukunft des Unternehmens betrachtet.

Der Kernbereich der Personalarbeit lag in der Förderung von Potentialträgern und Nachwuchsführungskräften im Rahmen des sogenannten »Talent Management«, dessen 2006 geplante Förderprogramme konsequent umgesetzt wurden. Darüber hinaus wurde die Führungskräftequalifizierung neu strukturiert.

Wesentliche Schwerpunkte stellten 2007 die Fortsetzung der Englisch-Sprachoffensive zur Förderung der Internationalität, ein internes Controlling Qualifizierungskonzept sowie die Entwicklung eines neuen dreistufigen Ausbildungsprogramms zum Thema »Energy Market« dar.

Durch das energiewirtschaftliche Weiterbildungsprogramm soll die Kernkompetenz des Verbund weiter gestärkt werden. In den operativen Gesellschaften sind Schulungen zum Thema Sicherheit ein zentraler Bestandteil der Aus- und Weiterbildung.

Frauen werden schon bei Stellenausschreibungen konkret angesprochen, weitere Maßnahmen sind geplant. Unserer gesellschaftlichen Verantwortung verleihen wir durch die sozialverträgliche Gestaltung notwendiger Personalreduktionen Ausdruck.

Durchschnittlich beansprucht jeder Mitarbeiter des Verbund rund eine Bildungswoche pro Jahr, rund 87 % aller MitarbeiterInnen haben im Jahr 2007 an Weiterbildungsmaßnahmen teilgenommen. Die Bildungsinvestitionen pro MitarbeiterInnen betrugen 1.455 €.

VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN UND RISIKOBERICHTERSTATTUNG

FINANZINSTRUMENTE

Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen wie Wertpapiere, Ausleihungen und Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, verbriefte und nicht verbriefte Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

FINANZBEREICH

Derivativgeschäfte dienen grundsätzlich ausschließlich zur wirtschaftlichen Absicherung von bestehenden Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Die Wertschwankungen dieser Sicherungsgeschäfte werden durch die Wertschwankungen der gesicherten Geschäfte ausgeglichen. Die Wertveränderungen der Geschäfte, für die kein Hedge Accounting erfolgt, werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

KREDITRISIKO

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Im Rahmen des konzernweiten Risikomanagements wird das Kontrahentenrisiko im Stromund Netzgeschäft sowie im Finanzbereich konzerneinheitlich bewertet und überwacht. Geschäfte werden, von Bagatellbeträgen abgesehen, prinzipiell nur mit Kunden ausreichender Bonität entweder auf Basis eines externen Investment Grade Ratings einer internationalen Rating-Agentur (Moody's, Standard & Poor´s) oder nach einer internen Bonitätsüberprüfung, die ein Ratingäquivalent ermittelt, abgeschlossen. Dabei wird für jeden Kontrahenten ein individuelles Limit vergeben, welches konzernweit überwacht wird.

Geldmarktveranlagungen werden ebenfalls nur mit Finanzpartnern mit geprüfter Bonität abgeschlossen. Auf Basis von Ausfallswahrscheinlichkeiten – berechnet von internationalen Rating-Agenturen – erfolgt eine Beobachtung des gesamten Kontrahentenrisikos und des Kundenstrukturportefeuilles. Entspricht die Bonitätsbeurteilung oder das Rating nicht den gestellten Anforderungen, wird also kein Investment Grade Rating erreicht, werden Geschäfte nur auf Basis einer ausreichenden Besicherung (z.B. Vorauszahlungen, Bankgarantien, Patronatserklärungen) abgeschlossen. Durch diese Kontrahentenanforderung werden Ausfallsrisiken minimiert. Durch abgeschlossene Aufrechnungsvereinbarungen erfolgt eine weitere Risikoreduzierung. In der Regel wird das Kontrahentenrisiko nicht versichert.

ZINSENÄNDERUNGSRISIKO

Der Verbund betrachtet Schwankungen des Zinssatzes als wesentliches Cashflow-Risiko. Die Risikomanagementregelungen sehen vor, dass maximal 40 % der Finanzverbindlichkeiten inkl. Geldmarktgeschäfte variabel verzinst sein dürfen.

Grundsätzlich wird versucht, durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten die Auswirkung von kurzfristigen Marktpreisschwankungen auf die Ertragslage weiter zu verringern. Länger andauernde negative Marktpreisveränderungen können jedoch die Ertragslage verschlechtern.

Auf der Aktivseite ergeben sich, da Lieferungen nahezu zur Gänze auf €-Währungsbasis abgewickelt werden, keine wesentlichen Risiken aus der Währungsänderung. Gleiches gilt grundsätzlich für die übrigen originären Finanzinstrumente.

Im Bereich der Finanzverbindlichkeiten sehen die Risikomanagementregelungen im Verbund für die Fremdwährungsanteile Höchstwerte für die jeweiligen Währungsanteile vor. Es erfolgten keine Überschreitungen dieser Grenzen.

STROMBEREICH

Die derivativen Finanzinstrumente aus dem Stromgeschäft umfassen Stromfutures, Stromforwards und Swaps. Zweck der derivativen Sicherungsgeschäfte im Strombereich ist die Schließung von Stromgeschäften, die physikalisch nicht rückgedeckt sind.

Positive und negative Zeitwerte werden getrennt dargestellt. Liegt für eine Gegenpartei ein Rahmenvertrag mit Nettingklausel vor, so werden für diese Gegenpartei die positiven und negativen Zeitwerte der Transaktionen für die Zwecke der Rechnungslegung saldiert.

Mittels Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von potentiellen Marktpreisschwankungen (–10 % bis +10 %) auf das Gesamtportfolio oder getrennt nach Forwards und Futures im Trading gemessen. Aktuell hat eine Marktpreissteigerung von zehn Prozent eine Auswirkung auf das Gesamtportfolio von minus 0,6 Mio. € (Forwards: –6,0 Mio. €, Futures: +5,4 Mio. €).

Weitere Angaben zur Bilanzierung und Bewertung finden sich im Kapitel III (2) des Anhangs.

RISIKOMANAGEMENT

Das unternehmensweite Risikomanagement stellt für den Verbund ein maßgebliches Instrument der Unternehmensführung dar. Mit dem Ziel, den Unternehmenswert laufend zu steigern, müssen für die Wahrnehmung von Chancen auch Risiken eingegangen werden.

Konzernweites Risikomanagement hat somit die gezielte Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, aber auch bestehender und künftiger Erfolgs- und Wachstumspotenziale im Fokus. Um die Chancen und Risiken in einem immer komplexer werdenden Markt möglichst frühzeitig erkennen und abwägen zu können, betreibt der Verbund bereits seit 2001 ein unternehmensweites Risikomanagement.

Im Verbund ist das unternehmensweite Risikomanagement in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Die wesentlichen Schwerpunkte liegen in der Sicherung des permanenten Informationsaustausches über risikorelevante Sachverhalte und in der Weiterentwicklung des Risikomanagements in allen Bereichen des Konzerns.

Die zur Optimierung des Risikomanagementprozesses und zur weiteren Erhöhung des Risikobewusstseins implementierte unternehmensweite Risikomanagement-Software läuft zur vollsten Zufriedenheit und unterstützt damit die konzernweite Risikobetrachtung.

WÄHRUNGSÄNDERUNGS-RISIKO

AUFGABEN

Weitere Schwerpunkte im Geschäftsjahr waren die Behandlung von Projektrisiken, die Miteinbeziehung neuer Beteiligungen des Verbund sowie Krisenmanagementaktivitäten in einzelnen Gesellschaften des Konzerns.

Grundsätzlich versteht der Verbund Risiko bzw. Chance als die Möglichkeit einer negativen oder positiven Abweichung von Unternehmenszielen und -kennzahlen. Der systematische Risikomanagementprozess beginnt mit der regelmäßigen Identifikation der Risiken in den einzelnen Organisationseinheiten, Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Die dabei festgestellten Einzelrisiken werden erfasst und mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens zu Hauptrisiken zusammengefasst.

Die Hauptrisiken werden von den Risikoverantwortlichen laufend hinsichtlich ihrer Quantifizierung und Modellierung überprüft, weiters werden sie vierteljährlich zu einer unternehmensweiten Risikokennzahl zusammengefasst. Dabei finden moderne Risiko-Tools und die jeweils beste Bewertungsmethode (z.B. Value at Risk, Sensitivitätsanalyse, Expertenschätzung) unter Berücksichtigung von Korrelationen mittels Monte-Carlo-Simulation Anwendung.

Im Rahmen des standardisierten Berichtswesens wird der Vorstand über das Ergebnis informiert, die fünf größten dieser Hauptrisiken werden im Rahmen des kaufmännischen Berichts des Vorstandes an den Aufsichtsrat berichtet.

Die rechnerische Schwankungsbreite im Verhältnis zum Konzernergebnis vor Steuern 2008 liegt in einer maximalen Bandbreite von +16 % (best case) und –18 % (worst case). Das Konfidenzniveau beträgt 95 %.

Das institutionalisierte Berichtswesen dient dem Verbund nicht nur als Frühwarnsystem, sondern ist auch die Basis für die Einleitung und Durchführung von rechtzeitigen und zielgerichteten Steuerungsmaßnahmen zur Risikobewältigung und -begrenzung.

Im Rahmen des unternehmensweiten Risikomanagement liegen die Schwerpunkte vor allem in den nachstehenden Bereichen: Stromgeschäft, Finanz-, Informatik- und Netzbereich.

Für die genannten vier Schwerpunkte wurde jeweils ein eigenes Risk Management Committee eingerichtet. Diese Schwerpunkte zeichnen sich darüber hinaus durch eine quartalsweise Berichterstattung an den Konzernvorstand aus.

Innerhalb dieser Committees wird die Gesamtkoordination aller risikorelevanten Themenstellungen in den einzelnen Bereichen übernommen. Dazu zählen insbesondere die laufende Überprüfung und Aktualisierung des Risikoportfolios, die Evaluierung und Verfolgung von Steuerungsmaßnahmen und die Schaffung von Risikobewusstsein bei den involvierten Mitarbeitern.

STROMGESCHÄFT

Die Verbundgesellschaft ist durch ihre Kerngeschäftstätigkeit auf den internationalen Strommärkten maßgeblichen Risiken aus dem Stromgeschäft (vor allem Marktrisiken, Kontrahentenrisiken und operationalen Risiken) ausgesetzt. Eine wesentliche Voraussetzung dafür stellt die Vorgabe von strikten Risk-Guidelines dar. Realisiert wurde diese Geschäftspolitik hinsichtlich der Marktrisiken durch Erstellung und laufende Aktualisierung von Rulebooks mit diversen Limiten, bezüglich der Kontrahentenrisiken durch Entwicklung einer Konzernrichtlinie für Kontrahenten und bezüglich der operationalen Risiken durch Erstellung eines eigenen Prozesshandbuches.

Der aktuelle Status in Form der Ausnutzung der diversen Limite im Marktrisiko (VaR, Stress-Test, Stop/Loss und Positionslimite) wird täglich automatisiert, berichtet und überwacht.

Im Bereich des operationalen Risikos im Stromgeschäft werden durch eine dokumentierte Aufbau- und Ablauforganisation sowie durch Erstellung von Notfallsplänen für Systemausfälle die Risiken gemanagt. Diese Dokumente unterliegen zusätzlich einem jährlichen Review.

Der Verbund-Konzern unterliegt durch seine Geschäftstätigkeit und durch von ihm getätigte Finanzierungstransaktionen umfangreichen Finanzrisiken. Diese Risiken umfassen im Wesentlichen das Liquiditätsrisiko, Kontrahentenrisiko, Kursrisiko aus Wertpapieren und Veränderungen von Währungen, Zinsen sowie dem Rating der Verbundgesellschaft.

In Verfolgung der Konzeption des Risikomanagementsystems des Verbund, das konzernweit Anwendung findet, wird neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung dieser Risiken auch durch das Treffen von Sicherungsmaßnahmen eine Begrenzung vorgenommen.

Um die finanziellen Risiken auch entsprechend managen zu können, wurden eigene Regelungen im Rahmen von Konzernrichtlinien für den Finanzbereich entwickelt. Zusätzlich dazu werden Positionslimits hinsichtlich Zinsbindung, Währungsverteilung und Duration der Finanzverbindlichkeiten überwacht. Durch eine auf das laufende und das darauffolgende Geschäftsjahr ausgerichtete Liquiditätsplanung wird jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt.

Für den Verbund ist die Informationstechnologie (IT) ein äußerst wichtiger Produktions- und Erfolgsfaktor, der alle Bereiche dieser Technologie – seien sie der Informatik, der Leittechnik, der Telekommunikation oder anderen Fachbereichen zugeordnet – umfasst.

Damit die Mitarbeiter über eine entsprechende Sensibilität in der Nutzung dieser Technologien verfügen, wurden umfangreiche Informationsveranstaltungen und Schulungen abgehalten sowie moderne Medien zur Unterstützung und Fortführung des Informationsicherheitsbewusstseins eingesetzt.

Der höchst sensible Netzbereich zeichnet sich durch umfassende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit in Österreich, den geplanten Ausbau des Ringschlusses des 380-kV Netzes in der Steiermark und in Salzburg, die intensiven Aktivitäten des Regulators in diesem Sektor und die zunehmende Internationalisierung der Geschäfte aus. Deshalb werden vierteljährlich die Risikomanagementaktivitäten und deren Maßnahmen im Netzbereich in einem eigenen Risk Management Committee gebündelt.

Nähere Details zur Verwendung von Finanzinstrumenten, das schwerpunktmäßige Risikomanagement in den Bereichen Finanz und Strom sowie Methoden sind im Kapitel III. Sonstige Angaben/2. Angaben zu den Finanzinstrumenten des Anhangs angeführt.

Bereits 2006 wurde der Verbund in Bezug auf die hohe Qualität des Risikomanagements von einigen Unternehmensberatungsgesellschaften als Best-Practice-Unternehmen genannt. Im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung wird auch ein internationaler Erfahrungsaustausch mit anderen Energieunternehmen und der Industrie gepflegt.

Zur Schaffung und Sicherstellung der Risikokultur im Verbund wurden Risikohandbücher und -richtlinien erstellt beziehungsweise werden regelmäßige Schulungen und Workshops durchgeführt.

Im Berichtszeitraum hat sich die Risikolage des Verbund-Konzerns nicht wesentlich verändert, per 31. 12. 2007 sind für das Geschäftsjahr 2008 keine Risiken zu erkennen, die für den Verbund einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken bestandsgefährdende Auswirkungen haben könnten.

Im Rahmen der Berichterstattung nach Punkt 80 Österreichischer Corporate Governance Kodex wurde von den Wirtschaftsprüfern die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements evaluiert und als angemessen beurteilt.

FINANZBEREICH

INFORMATIKBEREICH

NETZBEREICH

ANGABEN GEM. § 243A UGB

  1. Das Grundkapital setzt sich wie folgt zusammen:

151.018.000 Stückaktien (Inhaberaktien Kategorie A), das sind 49 % des Aktienkapitals, und 157.182.000 Stückaktien (Namensaktien Kategorie B), das sind 51 % des Aktienkapitals, beurkundet durch einen beim Bundesministerium für Finanzen hinterlegten Zwischenschein zugunsten der Republik Österreich. Das Grundkapital wurde voll eingezahlt. Zum Bilanzstichtag befinden sich daher 308.200.000 Aktien in Umlauf. Alle Aktien haben, abgesehen von der unter Pkt. 2 beschriebenen Stimmrechtsbeschränkung, die gleichen Rechte und Pflichten.

  1. Gemäß dem Bundesverfassungsgesetz, mit dem die Eigentumsverhältnisse an den Unternehmen der österreichischen Elektrizitätswirtschaft geregelt werden (BGBl I 1998/143 Art. 2), sowie der darauf basierenden Satzungsbestimmung besteht die folgende Stimmrechtsbeschränkung: »Mit Ausnahme von Gebietskörperschaften und Unternehmungen, an denen Gebietskörperschaften mit mindestens 51 % beteiligt sind, ist das Stimmrecht in der Hauptversammlung mit 5 % des Grundkapitals beschränkt.« Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.

    1. Die Aktionärsstruktur des Verbund ist wesentlich vom Mehrheitseigentum der Republik Österreich geprägt. 51 % des Grundkapitals der Verbundgesellschaft befinden sich, verfassungsrechtlich verankert, im Eigentum der Republik Österreich. Jeweils mehr als 10 % des Grundkapitals befinden sich im Eigentum der Landesenergieversorger Wiener Stadtwerke Holding AG und EVN AG. Mehr als 5 % befinden sich im Eigentum der TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG. Weniger als 24 % des Grundkapitals befinden sich im Streubesitz.
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Beim Verbund bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungsmodelle.
    1. Entsprechend dem Österreichischen Corporate Governance Kodex ist gem. Beschluss des Aufsichtsrates eine Nominierung zum Vorstand letztmalig vor dem 65. Geburtstag möglich. Darüber hinaus bestehen keine, über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates. Ferner bestehen auch keine nicht unmittelbar aus dem Gesetz ableitbaren Bestimmungen über die Änderung der Satzung.
    1. Die in der 59. o. Hauptversammlung am 20. März 2006 dem Vorstand gem. § 65 Abs. 1 Z. 8 AktG erteilte Ermächtigung zum Aktienrückkauf ist am 20. September 2007 abgelaufen, ohne dass vom Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen wurde. Darüber hinaus bestehen keine Befugnisse des Vorstandes iSd. § 243a Z 7 UGB.
    1. Es bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, mit Regelungen, die sich auf den im § 243a Z 8 UGB geregelten Sachverhalt beziehen. Im übrigen ist unserer Ansicht nach ein öffentliches Übernahmeangebot aufgrund des Verfassungsgesetzes derzeit nicht möglich.
    1. Entschädigungsvereinbarungen iSd § 243a Z 9 UGB bestehen nicht.

AUSBLICK UND ZIELE

Das Geschäftsjahr 2007 war für den Verbund trotz schwieriger Rahmenbedingungen, wie einer unterdurchschnittlichen Wasserführung und stark gesunkenen Spotmarktpreisen, ein weiteres Rekordjahr. Die Gründe dafür lagen in der erfolgreichen Absicherungsstrategie der eigenen Erzeugungsmengen, der starken Stellung des Verbund im heimischen Strommarkt und in der hohen Diversifizierung und Internationalisierung der Handels- und Vertriebsaktivitäten. Zusätzlich hat der Verbund durch den erfolgreichen Ausbau seiner Auslands Joint-ventures in Italien, Frankreich und jüngst in der Türkei die Grundlage für zukünftiges Wachstum gelegt. Für das Geschäftsjahr 2008 erwarten wir weiterhin eine positive Geschäftsentwicklung.

Im Quartal 4/2007 stiegen die Großhandelspreise für Strom in Europa erheblich an. Ausschlaggebend dafür sind im Wesentlichen vier Gründe. Ein Hauptgrund für den Preisanstieg der Strompreise liegt in dem neuerlichen Preisschub der Primärenergieträger Öl, Gas, und Kohle. Der Ölpreis hat am Jahresbeginn 2008, getrieben durch die starke Nachfrage aber auch durch geopolitische Unsicherheiten, die magische 100 \$/bbl Grenze überschritten. Der Gaspreis folgt der Ölpreisentwicklung mit einer Zeitverschiebung von einigen Monaten. Der Kohlepreis ist im Geschäftsjahr 2007, getrieben von der starken Nachfrage aus China und Indien und von weltweiten Transportengpässen, um rund 90 % gestiegen. Derzeit gibt es keine Signale, die auf einen wesentlichen Rückgang der Primärenergiepreise in 2008 hinweisen. Dabei wird diese preistreibende Entwicklung im Euroraum noch durch den schwachen \$ abgefedert.

Zusätzlich wirken sich die Preise der CO2-Zertifikate für die zweite Allokationsperiode 2008–2012, die sich auf einem Niveau zwischen 20 und 25 €/t eingeschwungen haben, preiserhöhend für die Produktionskosten der thermischen Stromerzeugungseinheiten in Europa aus.

Ein weiterer wesentlicher Faktor, der die Großhandelspreise für Strom nach oben bewegt, liegt im starken Anstieg der Investitionskosten in neue Kraftwerksanlagen. Die Investitionskosten in ein neues Gasoder Kohlekraftwerk haben sich aufgrund der starken weltweiten Nachfrage nach neuen Erzeugungskapazitäten in den vergangenen zwei Jahren dramatisch erhöht. Durch den hohen Druck in neue Erzeugungsanlagen zu investieren ist eine Abkühlung dieser Entwicklung zumindest kurzfristig nicht zu erwarten.

Die Großhandelspreise für Strom am deutschen Terminmarkt lagen daher Ende 2007 für das Geschäftsjahr 2008 über 60 €/MWh für Grundlaststrom und bei über 80 €MWh für Spitzenlaststrom. Auch die Spotmarktpreise am Beginn 2008 lagen wieder deutlich über dem schwachen Niveau des zweiten und dritten Quartals 2007. Der Verbund hat daher am Ende des Geschäftsjahres 2007 bereits 65 % seiner Eigenerzeugung für 2008 zu deutlich höheren Vertragspreisen als in 2007 verkauft.

Die europäische Union hat im Zuge der Verhandlungen zur Zuteilung der Emissionszertifikate eindeutig signalisiert, dass sie im Sinne eines umfassenden Klimaschutzes am Ziel, die CO2-Emissionen in Europa nachhaltig zu senken, festhält. Daher hat die europäische Kommission die nationalen Allokationspläne der Mitgliedstaaten für die zweite Allokationsperiode massiv gekürzt und damit eine

POSITIVER AUSBLICK 2008

EUROPÄISCHE GROSS-HANDELSPREISE AUF HOHEM NIVEAU

CO2-EMISSIONSHANDEL: HOHE PREISE FÜR DIE ZWEITE ALLOKATIONS-PERIODE

weitere Verknappung der Zertifikate bewirkt. Die Verknappung führte in Folge zu einem Anstieg der Terminpreise für CO2-Zertifikate für die zweite Allokationsperiode. Das Preisband für CO2-Zertifikate, die im Falle einer Unterdeckung von Unternehmen zugekauft werden müssen, lag durchgängig zwischen 20 und 25 €/t.

PROFITABLES WACHSTUM DURCH INVESTITIONEN UND AKQUISITIONEN IN EUROPA

Der Verbund hat im Geschäftsjahr 2007 ein Investitionsprogramm von 6,7 Mrd. € bis 2015 zum Ausbau von Erzeugungskapazitäten und Stromnetzen im In- und Ausland beschlossen. Davon entfallen rund 40 % der geplanten Investitionen auf das Inland und 60 % auf das Ausland. Im Inland liegt der Fokus auf dem Ausbau der Wasserkrafterzeugung und des Hochspannungsnetzes. Im Ausland liegt der Fokus auf dem Ausbau der bestehenden Joint-ventures in Italien, Frankreich und in der Türkei bzw. auf neuen Projekten im südosteuropäischen Raum. Diese Projekte sollen zukünftig in einer eigenen Tochtergesellschaft der Verbundgesellschaft, der Verbund International, gebündelt werden. Zusätzlich hat der Verbund Mittel für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, vor allem der Windkraft in Österreich und in Europa, reserviert.

Das geplante Investitionsprogramm wird nur unter wertschaffenden Kriterien realisiert. Innerhalb des Verbund-Konzerns wird jedes potentielle Investitions- oder Akquisitionsobjekt nach seinem Wertbeitrag analysiert und nur dann realisiert, wenn es einen Return erwirtschaftet, der über dem WACC liegt. Für den Konzern wurde ein WACC von 7 % definiert, je nach Wertschöpfungsstufe bzw. nach Zielland wurden die WACC für die Segmente angepasst. Ein weiteres wesentliches Kriterium für die geplanten Investitionen ist das klare Bekenntnis des Unternehmens, das starke Single-A-Rating zu behalten. Aufgrund der jüngsten Kapitalmarktturbulenzen im Zuge der subprime Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Erhaltung eines A-Ratings für jedes Unternehmen ist.

WEITERE EXPANSION IM HEIMISCHEN ENDKUNDENMARKT

Im Geschäftsjahr 2008 plant der Verbund auch eine weitere deutliche Marktanteilserhöhung im heimischen Endkundenmarkt. Mit der Direktvertriebsgesellschaft VERBUND-Austrian Power Sales GmbH (APS) sorgt der Verbund in Österreich für deutlich mehr Wettbewerb im Endkundenvertrieb. Mit Jahresende 2007 wurden bereits rund 130.000 Kunden akquiriert. Um unsere Eigenerzeugung in Österreich teilweise abzusichern und einen höheren Marktanteil in einem weniger preissensitiven Kundensegment zu gewinnen, planen wir mittelfristig rund 25 % der Eigenerzeugung an in- und ausländische Endkunden abzusetzen.

WEITERE ERGEBNIS-VERBESSERUNG UND ERHÖHUNG DER DIVIDENDE GEPLANT

Wir haben 2007 in einem schwierigen Umfeld unsere ambitionierten Ziele übertroffen.

2008 planen wir unter den aktuellen Rahmenbedingungen und auf Basis einer durchschnittlichen Wasserführung wieder steigende Ergebnisse zu erzielen und die Kennzahlen weiter zu verbessern. Weiters wollen wir die Dividendenausschüttung erneut erhöhen.

Wien, am 28. 01. 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. Dr. Michael Pistauer eh. Dr. Johann Sereinig eh. (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer eh. Mag. Christian Kern eh. (Mitglied) (Mitglied)

JAHRESABSCHLUSS BILANZ

BILANZ TAUSEND €
ANHANG 31. 12. 2007 31. 12. 2006
AKTIVA
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (1) 4.974,1 5.561,6
II. SACHANLAGEN 34.651,2 35.099,0
III. FINANZANLAGEN (2) 2.271.953,1 1.982.484,9
2.311.578,4 2.023.145,5
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. VORRÄTE (3) 492,0 0,0
II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE (4) 502.902,7 250.638,6
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN (5) 1.203,6 1.955,5
504.598,3 252.594,1
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (6) 163.523,2 116.298,3
2.979.699,9 2.392.037,9
RÜCKGRIFFSRECHTE (7) 6.325.851,5 6.513.121,6
PASSIVA
A. EIGENKAPITAL
I. GRUNDKAPITAL (8) 308.200,0 308.200,0
II. KAPITALRÜCKLAGEN (9) 10.936,0 10.936,0
III. GEWINNRÜCKLAGEN (10) 702.229,4 645.719,6
IV. BILANZGEWINN (DAVON GEWINNVORTRAG 0,0 TAUSEND €; VORJAHR: 0,0 TAUSEND €) (11) 277.380,0 231.150,0
1.298.745,4 1.196.005,6
B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN (12) 8.126,7 8.948,9
C. RÜCKSTELLUNGEN (13) 156.310,8 209.238,3
D. VERBINDLICHKEITEN (14) 1.514.033,2 976.898,1
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (15) 2.483,8 947,0
2.979.699,9 2.392.037,9
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN (16) 6.325.851,5 6.513.121,6
AB RÜCKHAFTUNGEN CROSS BORDER LEASING –3.310.247,5 –3.723.235,1

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG TAUSEND €
ANHANG 2007 2006
1. UMSATZERLÖSE
(17)
2.833.199,6 2.662.485,7
2. VERÄNDERUNG DES BESTANDS AN NOCH NICHT ABRECHENBAREN LEISTUNGEN 492,0 $-29,5$
3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
[18]
40.557.2 42.564.1
4. BETRIEBSLEISTUNG (ZWISCHENSUMME AUS Z 1 BIS 3) 2.874.248,8 2.705.020,3
5. AUFWENDUNGEN FÜR STROM-/NETZ-/EMISSIONSZERTIFIKATEBEZUG
UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGS- UND DIENSTLEISTUNGEN $-2.635.997, 6$ $-2.458.241,5$
[19]
6. PERSONALAUFWAND
$-25.690.5$ $-19.012,7$
7. ABSCHREIBUNGEN
(20)
$-4.361,8$ $-7.815,9$
8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
[21]
$-49.068.6$ $-55.758,3$
9. BETRIEBSERFOLG (ZWISCHENSUMME AUS Z 4 BIS 8) 159.130,3 164.191,9
10. ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN 235.602,5 134.270,1
11. ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN UND AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENS 20.199.9 22.034,9
12. SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE 12.972.5 8.210,6
13. ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN 1.163,4 2.877,8
14. AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN $-12.257,3$ $-881,2$
15. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN $-38.349.5$ $-25.764,9$
16. FINANZERGEBNIS (ZWISCHENSUMME AUS Z 10 BIS 15)
[22]
219.331,5 140.747,3
17. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (EGT) 378,461.8 304.939,2
18. STEUERN VOM EINKOMMEN
[23]
$-45.394.2$ $-43.200,6$
19. JAHRESÜBERSCHUSS 333.067.6 261.738,6
20. AUFLÖSUNG UNVERSTEUERTER RÜCKLAGEN 822.2 980.8
21. ZUWEISUNG ZU GEWINNRÜCKLAGEN $-56.509.8$ $-31.569,4$
22. BILANZGEWINN 277.380,0 231.150,0

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

STAND ZUGÄNGE ABGÄNGE UMBU- STAND
01. 01. 2007 CHUNGEN1 31. 12. 2007
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE, STROM
BEZUGSRECHTE, BENÜTZUNGSENTGELTE
UND ÄHNLICHE RECHTE UND VORTEILE
SOWIE DARAUS ABGELEITETE LIZENZEN 328.083,4 339,4 18,5 0,0 328.404,2
328.083,4 339,4 18,5 0,0 328.404,2
II. SACHANLAGEN
1. GRUNDSTÜCKE, GRUNDSTÜCKSGLEICHE
RECHTE UND BAUTEN, EINSCHLIESSLICH
DER BAUTEN AUF FREMDEM GRUND
a. MIT WOHNGEBÄUDEN 109,1 0,0 0,0 0,0 109,1
b. MIT BETRIEBSGEBÄUDEN UND
ANDEREN BAULICHKEITEN 39.290,7 190,6 1,4 0,0 39.479,9
c. UNBEBAUTE GRUNDSTÜCKE 58,0 0,0 0,0 0,0 58,0
2. MASCHINELLE ANLAGEN 562,6 0,0 0,0 0,0 562,6
3. ELEKTRISCHE ANLAGEN 31.572,1 40,2 15,9 0,0 31.596,3
4. BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 9.700,3 2.194,6 432,4 0,0 11.462,5
5. GELEISTETE ANZAHLUNGEN UND
ANLAGEN IN BAU 768,6 638,7 0,0 0,0 1.407,3
82.061,4 3.064,1 449,8 0,0 84.675,7
SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 410.144,7 3.403,5 468,3 0,0 413.080,0
III.FINANZANLAGEN
1. ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 653.489,2 7.615,8 1.350,9 0,0 659.754,1
2. AUSLEIHUNGEN AN VERBUNDENE UNTERNEHMEN 450.000,0 300.000,0 400.000,0 0,0 350.000,0
3. BETEILIGUNGEN 651.673,4 341.337,4 0,0 8.625,0 1.001.635,8
4. AUSLEIHUNGEN AN UNTERNEHMEN, MIT DENEN
EIN BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT 31.834,5 0,0 1.489,0 –30.345,4 0,0
5. WERTPAPIERE (WERTRECHTE)
DES ANLAGEVERMÖGENS 201.856,4 36.696,6 25.175,7 0,0 213.377,3
6. SONSTIGE AUSLEIHUNGEN 11,0 71.000,0 4,1 0,0 71.007,0
7. GELEISTETE ANZAHLUNGEN AUF FINANZANLAGEN 8.625,0 0,0 0,0 –8.625,0 0,0
1.997.489,5 756.649,8 428.019,7 –30.345,4 2.295.774,2
ANLAGEVERMÖGEN 2.407.634,3 760.053,3 428.487,9 –30.345,4 2.708.854,2

DER GRUNDWERT DER GRUNDSTÜCKE BETRÄGT ZUM 31. 12. 2007 3.697,5 TAUSEND € (VORJAHR: 3.697,5 TAUSEND €).

1 UMGLIEDERUNG VON 30.345,4 TAUSEND € IN DIE POSITION RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

PLANMÄSSIGE
ABSCHREIBUNGEN 2007
AUSSERPLANMÄSSIGE
ABSCHREIBUNGEN 2007
RESTBUCHWERT
31. 12. 2006
RESTBUCHWERT
31. 12. 2007
KUMULIERTE
ABSCHREIBUNGEN
926,9 0,0 5.561,6 4.974,1 323.430,1
926,9 0,0 5.561,6 4.974,1 323.430,1
1,1 0,0 13,1 11,9 97,2
1.743,1 0,0 22.018,5 20.464,6 19.015,3
0,0 0,0 28,5 28,5 29,4
28,1 0,0 379,7 351,6 211,0
894,8 0,0 5.882,6 5.021,7 26.574,6
767,7 0,0 6.776,6 8.134,1 3.328,4
0,0 0,0 0,0 638,7 768,6
3.434,9 0,0 35.099,0 34.651,2 50.024,5
4.361,8 0,0 40.660,6 39.625,3 373.454,6
0,0 0,0 653.239,5 659.734,1 20,0
0,0 0,0 450.000,0 350.000,0 0,0
0,0 0,0 639.710,9 989.673,2 11.962,5
0,0 0,0 31.834,5 0,0 0,0
0,0 9.211,1 199.064,0 201.538,8 11.838,5
0,0 0,0 11,0 71.007,0 0,0
0,0 0,0 8.625,0 0,0 0,0
0,0 9.211,1 1.982.484,9 2.271.953,1 23.821,0
4.361,8 9.211,1 2.023.145,5 2.311.578,4 397.275,7

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN

ENTWICKLUNG DER UNVERSTEUERTEN RÜCKLAGEN TAUSEND €
STAND ZUFÜHRUNG AUFLÖSUNG STAND
01. 01. 2007 31. 12. 2007
BEWERTUNGSRESERVE AUF GRUND VON SONDERABSCHREIBUNGEN
1. ÜBERTRAGUNG STILLER RESERVEN GEM. § 12 ESTG
1.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 48,9 0,0 46,7 2,2
1.2 GRUNDSTÜCKE, GRUNDSTÜCKSGLEICHE RECHTE UND BAUTEN,
EINSCHLIESSLICH DER BAUTEN AUF FREMDEM GRUND 1.836,2 0,0 237,1 1.599,1
1.3 MASCHINELLE ANLAGEN 186,9 0,0 13,8 173,0
1.4 ELEKTRISCHE ANLAGEN 2.557,9 0,0 275,5 2.282,4
1.5 BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 2.475,5 0,0 249,1 2.226,4
1.6 WERTPAPIERE 32,4 0,0 0,0 32,4
1.7 ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 1.811,1 0,0 0,0 1.811,1
8.948,9 0,0 822,2 8.126,7
UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN 8.948,9 0,0 822,2 8.126,7

FRISTIGKEITENSPIEGEL

FRISTIGKEITENSPIEGEL TAUSEND €
RESTLAUFZEIT ZUM 31. 12. 2007 RESTLAUFZEIT ZUM 31. 12. 2006
1 JAHR BIS ZU MEHR ALS MEHR ALS
1 JAHR
5 JAHRE SUMME 1 JAHR BIS ZU MEHR ALS MEHR ALS
1 JAHR
5 JAHRE SUMME
AUSLEIHUNGEN
1.AUSLEIHUNGEN AN
VERBUNDENE UNTERNEHMEN
350.000,0 0,0 0,0 350.000,0 400.000,0 0,0 50.000,0 450.000,0
2.AUSLEIHUNGEN AN UNTERNEH
MEN, MIT DENEN EIN BETEILI
GUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT 0,0 0,0 0,0 0,0 1.624,8 6.499,2 23.710,5 31.834,5
3.SONSTIGE AUSLEIHUNGEN 3,1 25.436,2 45.567,7 71.007,0 4,1 5,9 1,0 11,0
350.003,1 25.436,2 45.567,7 421.007,0 401.628,9 6.505,1 73.711,5 481.845,5
FORDERUNGEN UND SONSTIGE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1.FORDERUNGEN AUS LIEFER
UNGEN UND LEISTUNGEN
179.101,8 0,0 0,0 179.101,8 177.637,9 0,0 0,0 177.637,9
2.FORDERUNGEN GEGENÜBER
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
27.993,8 0,0 0,0 27.993,8 5.851,2 0,0 0,0 5.851,2
3.FORDERUNGEN GEGENÜBER
UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
22.754,4 0,0 0,0 22.754,4 20.487,0 0,0 0,0 20.487,0
4.SONSTIGE FORDERUNGEN UND
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
273.052,7 0,0 0,0 273.052,7 46.662,5 0,0 0,0 46.662,5
502.902,7 0,0 0,0 502.902,7 250.638,6 0,0 0,0 250.638,6
VERBINDLICHKEITEN
1.ANLEIHEN 7.046,3 0,0 236.242,5 243.288,8 2.031,0 5.112,9 236.242,5 243.386,4
2.VERBINDLICHKEITEN GEGEN
ÜBER KREDITINSTITUTEN
149,3 392.483,3 60.866,7 453.499,3 15.015,2 122.850,0 0,0 137.865,2
3.ERHALTENE ANZAHLUNGEN
AUF BESTELLUNGEN
5.559,1 7.895,2 0,0 13.454,3 336,0 13.253,8 0,0 13.589,8
4.VERBINDLICHKEITEN
AUS LIEFERUNGEN
UND LEISTUNGEN
38.486,9 0,0 0,0 38.486,9 60.182,3 0,0 0,0 60.182,3
5.VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
126.118,4 0,0 500.000,0 626.118,4 456.333,1 0,0 0,0 456.333,1
6.VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER
UNTERNEHMEN, MIT DENEN EIN
BETEILIGUNGSVERHÄLTNIS BESTEHT
1.132,9 0,0 0,0 1.132,9 0,0 0,0 0,0 0,0
7.SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 138.052,7 0,0 0,0 138.052,7 65.541,4 0,0 0,0 65.541,4
316.545,5 400.378,5 797.109,2 1.514.033,2 599.438,9 141.216,7 236.242,5 976.898,1

ANHANG I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

VORBEMERKUNGEN

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

ANLAGEVERMÖGEN

Die Bewertung des abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen. Der Katalog über die einheitlichen Abschreibungssätze im Verbund sieht im Wesentlichen folgende Abschreibungssätze vor:

ABSCHREIBUNGSSATZ IN % NUTZUNGSDAUER IN JAHREN
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
RECHTE AN TELEKOMANLAGEN 10 10
RECHTE AN SOFTWAREPRODUKTEN 25 4
SONSTIGE RECHTE 5 20
BAUTEN
WOHN- UND GESCHÄFTSGEBÄUDE 2 BZW. 3 33,3 BZW. 50
BETRIEBSGEBÄUDE 3 33,3
TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN
MASCHINELLE ANLAGEN 4 BZW. 5 20 BZW. 25
ELEKTRISCHE ANLAGEN 5 20
TELEKOMANLAGEN 10 10
BETRIEBS- UND GESCHÄFTSAUSSTATTUNG 10–25 4–10

ABSCHREIBUNGSSÄTZE

Bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen, die im Wirtschaftsjahr länger als 6 Monate genutzt werden, erfolgt die Abschreibung mit einer vollen Jahresrate, bei solchen, die kürzer als 6 Monate genutzt werden, mit einer halben Jahresrate.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und – soweit abnutzbar – entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben.

In den Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten aktiviert. Auf die Ausübung des Bewertungswahlrechtes hinsichtlich Einbeziehung der sozialen Aufwendungen, Abfertigungen und betrieblichen Altersversorgung im Sinne des § 203 Abs. 3 UGB sowie die Aktivierung der Fremdkapitalzinsen gemäß § 203 Abs. 4 UGB wurde verzichtet. Die geringwertigen Vermögensgegenstände gemäß § 226 Abs. 3 UGB werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt; bei nur vorübergehender Wertminderung sind die Wertpapiere des Anlagevermögens mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert bilanziert. Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden als Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen.

UMLAUFVERMÖGEN

Noch nicht abrechenbare Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten. Auf das Bewertungswahlrecht hinsichtlich der Einbeziehung der sozialen Aufwendungen sowie der Fremdkapitalzinsen (§ 203 (3) und (4) UGB) wird verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Falle erkennbarer Einzelrisiken ein niedrigerer Wert anzusetzen ist. Forderungen in Fremdwährungen sind mit dem Devisenmittelkurs zum Zeitpunkt ihres Entstehens bzw. zum niedrigeren Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) des Bilanzstichtages (sofern nicht anderweitig kursgesichert) bewertet.

Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenso mit dem Devisenreferenzkurs der EZB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Soweit in Folgejahren Steuerentlastungen zu erwarten sind, wird vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, einen Abgrenzungsposten für latente Steuern auf der Aktivseite der Bilanz zu bilden, wobei die auf die Gruppenmitglieder entfallenden Steuerlatenzen entsprechend den Steuerumlagen beim laufenden Ergebnis in deren Bilanz ausgewiesen sind.

Dieser Abgrenzungsposten resultiert aus Unterschieden zwischen der Unternehmens- und Steuerbilanz bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, die einem bereits abgeschlossenen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, und umfassen jene Beträge, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren.

Die Rückstellungen für Abfertigungen sind unter Zugrundelegung der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected Unit Credit-Methode im vollen versicherungsmathematischen Ausmaß dotiert. Der Ansparzeitraum bei den Abfertigungsrückstellungen beträgt 25 Jahre. Für alle nach dem 31. 12. 2002 beginnenden Arbeitsverhältnisse besteht kein Direktanspruch des Arbeitnehmers auf gesetzliche Abfertigung gegen den Arbeitgeber. Für diese Arbeitsverträge zahlt der Arbeitgeber monatlich 1,53 % des Entgelts in eine Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt werden. Über die gesetzlichen Ansprüche hinausgehende Bestimmungen des EVU-Kollektivvertrages werden in den Rückstellungen für Abfertigungen berücksichtigt.

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise für diesen Zweck gebundenes Pensionskassenvermögen der BAV Pensionskassen AG gegenüber. Die gemäß der in der internationalen Rechnungslegung üblichen Projected Unit Credit-Methode ermittelte Rückstellung wird mit dem Pensionskassenvermögen saldiert ausgewiesen. Soweit diese leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung vonseiten des Arbeitgebers.

Die Rückstellungen für laufende Pensionen, Anwartschaften auf Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden nach der Projected Unit Credit-Methode ermittelt, wobei versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste nach der Korridormethode erfasst werden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste, das sind Abweichungen zwischen prognostiziertem und am Ende der Berichtsperiode ermitteltem tatsächlichen Pensionsaufwand, werden somit erst dann (über künftige Perioden verteilt) im Aufwand erfasst, wenn die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste 10 % des höheren Betrages aus Barwert der Verpflichtung oder beizulegendem Wert des Fondsvermögens übersteigen. Soweit jedoch die kumulierten, nicht erfassten Gewinne oder Verluste ein Ausmaß von 20 % der prognostizierten bilanzierten Rückstellung überschreiten, werden diese sofort ergebniswirksam erfasst.

Die pensionsähnlichen Verpflichtungen betreffen den Arbeitgeberanteil für die nach Pensionsantritt zu leistenden Prämien zur Krankenzusatzversicherung (KZV). Die Berechnung der Rückstellungen erfolgt analog zur Ermittlung der Pensionsrückstellung. Aufgrund einer Reorganisation der KZV-Systems in Vorjahren werden Neuverträge derzeit nur mehr mit Selbstbehalt abgeschlossen. Für Inhaber von Altverträgen mit Ausschluss eines Selbstbehaltes besteht laufend sie Möglichkeit zum Übertritt ins neue System.

Als Rechnungsgrundlagen werden die »AVÖ 1999-P – Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung – Pagler & Pagler« in der Ausprägung für Angestellte mit modifizierter Sterbewahrscheinlichkeit aufgrund der höheren Lebenserwartung herangezogen.

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2007 und 2006 liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

2007 2006
ZINSSATZ
PENSIONEN UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 4,75–5,00 % 4,25–4,50 %
ABFERTIGUNGEN 4,75 % 4,25 %
TREND
PENSIONSSTEIGERUNGEN 2,25 % 1,75 %
GEHALTSSTEIGERUNGEN 3,00 % 2,75 %
ZUSCHUSSZAHLUNGEN ZU PENSIONSÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN – ALTVERTRÄGE 7,50 % 7,50 %
ZUSCHUSSZAHLUNGEN ZU PENSIONSÄHNLICHEN VERPFLICHTUNGEN – NEUVERTRÄGE 4,50 % 4,50 %
FLUKTUATION 0,00–4,00 % 0,00–4,00 %
PENSIONSALTER FRAUEN 56,5–65 56,5–65
PENSIONSALTER MÄNNER 61,5–65 61,5–65
ERWARTETE LANGFRISTIGE VERZINSUNG DES FONDSVERMÖGENS 4,00 % 4,00 %

PARAMETER

Die Abzinsungssätze werden sowohl entsprechend den Restlaufzeiten der Verpflichtungen als auch äquivalent zu dem darin enthaltenen Bestand (Aktive und Pensionisten) differenziert.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Devisenreferenzkurs der EZB des Bilanzstichtages – sofern dieser über dem Entstehungskurs liegt – bewertet.

Verbindlichkeiten aus Fremdwährungsanleihen und -krediten wurden zu dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der EZB bewertet, sofern dieser über dem Entstehungskurs lag. Das Ergebnis dieser Bewertung wird unter den entsprechenden Verbindlichkeiten ausgewiesen. Geldbeschaffungskosten und Disagios wurden bis 1983 und in den Geschäftsjahren 1994 bis 1997 gemäß § 198 (7) UGB aktiviert und planmäßig getilgt.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zweck der derivativen Sicherungsgeschäfte im Strombereich – insbesondere Stromfutures – ist die Schließung von Stromgeschäften, die physikalisch nicht rückgedeckt sind. Die effektiven Sicherungsgeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften ständig als geschlossene Position geführt.

Die Geschlossenheit der Position ermöglicht die Bilanzierung einer Bewertungseinheit nach österreichischem Unternehmensrecht. Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften erfolgt zu Zeitwerten. Allfällige negative Überhänge, bedingt durch eine nicht 100 %ige Sicherungswirkung, werden als Drohverlustrückstellung bilanziert.

Die Realisierungen der derivativen Sicherungsgeschäfte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Um die Optimierung der Eigenerzeugung bestmöglich zu gewährleisten, ist eine Präsenz auf den Handelsmärkten Voraussetzung. Dabei wird neben dem wertschöpfungsmäßig dominanten Eigenstromhandel unter strikten Risikomanagementvorgaben auch ein Third Party Geschäft (Stromfutures, Stromforwards, Stromoptionen und Swaps auf Energiederivate) betrieben.

Die Energiehandelskontrakte werden nach österreichischem Unternehmensrecht in Portfolios unterteilt. Die Portfolios umfassen Jahres-, Quartals- und Monatsprodukte. Saisonale Schwankungen im Stromverbrauch und in der Erzeugung führen zu unterschiedlich hohen Preisen während eines Kalenderjahres. Aufgrund der hohen Korrelation von Jahres-, Quartals- und Monatspreisen werden Jahresportfolios gebildet.

Die Bewertung der Energiehandelskontrakte im Third Party Trading-Bereich erfolgt zu beizulegenden Zeitwerten. Die Ergebnisse aus derivativen Energiehandelskontrakten werden netto ausgewiesen. Eine Drohverlustrückstellung ist nur dann zu bilanzieren, wenn die Bewertung des jeweiligen Jahresportfolios insgesamt negativ ist.

Prämien für erworbene Optionen aus Energiehandelskontrakten werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei Ausübung der Option wird der Buchwert der Optionsprämie auf die Laufzeit des Grundgeschäfts verteilt, bei Nichtausübung erfolgt die Realisierung zum Verfallszeitpunkt.

Erhaltene Prämien für geschriebene Optionen auf Energiehandelskontrakte werden ab dem Zeitpunkt des Abschlusses der Option laufzeitabhängig abgegrenzt. Drohende Verluste aus derartigen Geschäften werden rückgestellt.

SICHERUNGSGESCHÄFTE

ENERGIEHANDELS-KONTRAKTE

STEUERN VOM EINKOMMEN

Die Verbundgesellschaft ist Gruppenträger im Sinne des § 9 Abs. 8 KStG 1988.

Vom Gruppenträger werden an die Gruppenmitglieder die von diesen verursachten Körperschaftsteuerbeträge mittels Steuerumlagen belastet bzw. (im Verlustfall) gutgeschrieben. Durch die Verrechnung von Steuerumlagen erfolgt eine Kürzung bzw. Erhöhung des Steueraufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung des Gruppenträgers.

Bei nachträglichen Abweichungen werden die Steuerverrechnungen gegenüber den Gruppenmitgliedern nur bei Wesentlichkeit angepasst.

II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ALLGEMEINES

Im Interesse einer klaren Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert. Der Ausweis der einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Form und Inhalt entsprechend den konzerneinheitlichen Erfordernissen des Verbund vorgenommen.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag aufwiesen, wurden gemäß § 223 Abs. 7 UGB nicht angeführt. Die Postenbezeichnungen wurden gemäß § 223 Abs. 4 UGB auf die tatsächlichen Inhalte verkürzt bzw. erweitert, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses zweckmäßig erschien.

Werden im Vergleich zum Vorjahr Änderungen im Ausweis vorgenommen, so werden grundsätzlich die Vorjahresbeträge gemäß § 223 Abs. 2 UGB angepasst.

ERLÄUTERUNGEN ZU AKTIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN

Details siehe gesonderte Aufstellung »Anlagenspiegel«.

Der Restbuchwert der von verbundenen Unternehmen erworbenen Benützungsrechte an Anlagen
beträgt 3.437,4 tausend €
(Vorjahr: 3.723,8 tausend €).
(1) I. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Angaben gemäß § 238 Z 2 UGB sind in einer gesonderten Aufstellung »Angaben zu den Beteiligun
gen gemäß § 238 Z 2 UGB« dargestellt.
(2) III. FINANZANLAGEN
Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Betei
ligungsverhältnis besteht: Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«. Im Geschäftsjahr
wurden Strombezugsakontierungen in Höhe von 30.345,4 tausend €
von den Ausleihungen in die
Rechnungsabgrenzungsposten umgegliedert.
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens: Diese bestehen überwiegend aus österreichischen
Investmentfondsanteilen und Anleihen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind in Höhe von
65.797,9 tausend €
(Vorjahr: 35.924,7 tausend €) verpfändet.

Die unterlassenen Zuschreibungen betragen 42,8 tausend € (Vorjahr: 298,5 tausend €).

B. UMLAUFVERMÖGEN

VORRÄTE TAUSEND €
2007 2006
NOCH NICHT ABRECHENBARE LEISTUNGEN 492,0 0,0

(4) II. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

(3) I. VORRÄTE

Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 21.049,5 tausend € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und 6.944,3 tausend € sonstige Forderungen. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE TAUSEND €
2007 2006
GELDMARKTGESCHÄFTE 245.804,5 0,0
KAUTIONEN STROMGESCHÄFT 23.103,0 38.486,3
ZINSABGRENZUNGEN UND PROVISIONEN AUS ANLEIHEN UND DARLEHEN 3.344,0 1.465,3
FINANZIERUNGSBEITRÄGE 339,0 2.672,9
STROMHANDELSGESCHÄFTE 143,2 3.623,8
PERSONALVERRECHNUNG 85,6 55,5
ZERTIFIKATHANDEL 63,8 0,0
FINANZÄMTER 53,5 70,3
GELEISTETE ANZAHLUNGEN 46,9 1,5
IM RAHMEN DER SOZIALEN SICHERHEIT 0,1 0,0
SONSTIGE 69,1 286,9
SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 273.052,7 46.662,5

(5) III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN

KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN TAUSEND €

KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 1.203,6 1.955,5
GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 1.201,9 1.948,0
KASSENBESTAND 1,7 7,5
2007 2006

(6) C. RECHNUNGS-ABGRENZUNGSPOSTEN

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN TAUSEND €
2007 2006
AKTIVE STEUERLATENZ 61.133,8 51.435,1
STROMBEZUGSAKONTIERUNGEN 30.345,4 0,0
GRENZKAPAZITÄTSAUKTIONEN 10.895,2 426,8
DISAGIO, BEGEBUNGSKOSTEN UND KURSDIFFERENZEN
BEI ANLEIHEN UND LANGFRISTIGEN KREDITEN
1.175,3 1.226,2
SONSTIGE 59.973,5 63.210,2
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 163.523,2 116.298,3

Die Aktive Steuerlatenz resultiert aus Unterschieden zwischen der Unternehmens- und Steuerbilanz bei Posten, deren Aufwandsbelastung erst in Zukunft steuerlich verrechenbar sein wird. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 25 % zugrunde gelegt.

Die Rückgriffsrechte betragen insgesamt 6.325.851,5 tausend € (Vorjahr: 6.513.121,6 tausend €) netto. Neben den Rückgriffsrechten gegenüber Konzernunternehmen bestehen vorwiegend Rückgriffsrechte gegenüber Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften aus den bei der VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) abgeschlossenen Cross Border Leasing-Transaktionen in Höhe von 3.310.247,5 tausend € (Vorjahr: 3.723.235,1 tausend €).

Siehe auch Erläuterungen 16, Eventualverbindlichkeiten.

ERLÄUTERUNGEN ZU PASSIVA

A. EIGENKAPITAL

Zum Bilanzstichtag befinden sich 308.200.000 Aktien in Umlauf.

ZUSAMMENSETZUNG GRUNDKAPITAL

GRUNDKAPITAL 308.200.000 100 %
(HINTERLEGT BEIM BUNDESMINISTERIUM FÜR FINANZEN)
BEURKUNDET DURCH ZWISCHENSCHEIN ZUGUNSTEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH
NAMENSAKTIEN KATEGORIE B 157.182.000 51 %
INHABERAKTIEN KATEGORIE A 151.018.000 49 %
STÜCK ANTEIL

Die Kapitalrücklagen bestehen ausschließlich aus gebundenen Rücklagen.

GEWINNRÜCKLAGEN TAUSEND €
2007 2006
GESETZLICHE RÜCKLAGE 19.884,0 19.884,0
FREIE RÜCKLAGEN 682.345,4 625.835,6
GEWINNRÜCKLAGEN 702.229,4 645.719,6

Die gebundenen Kapitalrücklagen und die gesetzliche Gewinnrücklage ergeben in Summe 30.820,0 tausend €, das sind 10 % des Grundkapitals.

BILANZGEWINN TAUSEND €
ZUM 31. 12. 2006 231.150,0
AUSSCHÜTTUNG –231.150,0
GEWINNVORTRAG 0,0
JAHRESÜBERSCHUSS 333.067,6
RÜCKLAGENVERÄNDERUNGEN –55.687,6
ZUM 31. 12. 2007 277.380,0

(7) RÜCKGRIFFSRECHTE

(8) I. GRUNDKAPITAL

(9) II. KAPITALRÜCKLAGEN

(10) III. GEWINNRÜCKLAGEN

(11) IV. BILANZGEWINN

(12) B. UNVERSTEUERTE RÜCKLAGEN

Details siehe gesonderte Aufstellung »Entwicklung der unversteuerten Rücklagen«.

Die Veränderung unversteuerter Rücklagen in der Unternehmensgruppe (iSd § 9 Abs. 8 KStG) führte zu einer Steuerbelastung in Höhe von 1.766,8 tausend € (Vorjahr: 2.174,7 tausend €).

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN TAUSEND € 2007 2006 DECKUNGSKAPITAL AUFGRUND VERSICHERUNGSMATHEMATISCHER BERECHNUNG 8.214,9 7.746,6 VERSTEUERTER TEIL DER RÜCKSTELLUNGEN 8.214,9 7.746,6 (13) C. RÜCKSTELLUNGEN

In 2002 wurde die Rückstellung gemäß § 14 EStG auf eine als versteuert geltende Rücklage steuerfrei übertragen (§ 124 b Z 68 EStG).

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN TAUSEND €
2007 2006
PENSIONSRÜCKSTELLUNG 30.442,1 30.142,0
DAVON PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 4.435,7 4.079,4

Die nicht realisierten versicherungsmathematischen Verluste aus der Anwendung der Korridormethode betragen zum Bilanzstichtag 4.942,0 tausend € (Vorjahr: 5.797,3 tausend €).

STEUERRÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €
2007 2006
KÖRPERSCHAFTSTEUER (INKLUSIVE VORPERIODEN) 47.411,4 114.563,8
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN 63.248,0 50.906,1
ZINSEN FÜR ERHALTENE ANZAHLUNGEN 1.121,5 1.121,5
DROHVERLUSTE ENERGIEDERIVATE 4.407,8 143,9
NOCH NICHT ABGERECHNETE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN 6.195,3 4.993,4
DROHVERLUSTE STROMGESCHÄFTE 17.892,4 10.261,8
STROM-/NETZBEZUG 33.631,0 34.385,5
2007 2006
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €

In den Rückstellungen betreffen 4.457,6 tausend € (Vorjahr: 4.699,6 tausend €) verbundene Unternehmen.

SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN TAUSEND €
2007 2006
NICHT KONSUMIERTE URLAUBE 2.478,1 1.956,3
PRÄMIEN 2.475,9 1.882,8
VORPENSIONEN UND FREIWILLIGE ABFERTIGUNGEN 1.240,8 1.398,7
URLAUBSZUSCHÜSSE 573,0 453,3
ZEITGUTHABEN 178,5 149,5
SONSTIGE 48,1 39,2
SONSTIGE PERSONALBEZOGENE RÜCKSTELLUNGEN 6.994,4 5.879,8

Details siehe gesonderte Aufstellung »Fristigkeitenspiegel«.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 513.367,5 tausend € (Vorjahr: 0,0 tausend €) Finanzverbindlichkeiten, 1.593,4 tausend € (Vorjahr: 0,0 tausend €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 111.157,5 tausend € (Vorjahr: 456.333,1 tausend €) sonstige Verbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen 989,8 tausend € (Vorjahr: 0,0 tausend €) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 143,1 tausend € (Vorjahr: 0,0 tausend €) sonstige Verbindlichkeiten.

SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN TAUSEND €
2007 2006
ERHALTENE ZAHLUNGEN AUS DEM BEWERTETEN STROMGESCHÄFT 125.916,2 52.624,3
AUS STEUERN 10.020,1 9.300,6
PENSIONSKASSE 1.520,7 3.347,3
IM RAHMEN DER SOZIALEN SICHERHEIT 239,6 177,9
PERSONALVERRECHNUNG 161,4 15,2
SONSTIGE 194,7 76,1
SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN 138.052,7 65.541,4
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.483,8 947,0
PACHTVORAUSZAHLUNG TELEKOMSACHANLAGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN 11,5 23,0
OPTIONSPRÄMIEN STROMGESCHÄFT 167,5 0,0
GARANTIEENTGELTE VERBUNDENE UNTERNEHMEN 2.304,8 924,0
2007 2006
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN TAUSEND €

(15) E. RECHNUNGS-ABGRENZUNGSPOSTEN

Bei den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten handelt es sich um Bürgschaften für sonstige Anleihen und Kredite einschließlich der erforderlichen Zinsenabgrenzungen sowie um sonstige Haftungsübernahmen exkl. der Eventualverbindlichkeiten in Zusammenhang mit Cross Border Leasing-Transaktionen in Höhe von insgesamt 2.050.490,0 tausend € (Vorjahr: 1.678.083,6 tausend €), von denen 2.048.944,2 tausend € (Vorjahr: 1.544.556,8 tausend €) verbundene Unternehmen und 1.545,8 tausend € (Vorjahr: 133.526,8 tausend €) Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen. Diesen Eventualverbindlichkeiten stehen Rückgriffsrechte in gleicher Höhe gegenüber.

Die Tochtergesellschaft VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) hat in den Geschäftsjahren 1999 bis 2001 mehrere Cross Border Leasing-Transaktionen abgeschlossen. Die in der Bilanz der AHP ausgewiesenen Werte notieren zur Gänze in \$. Die Leasingverbindlichkeiten wurden teilweise durch Abschluss von Schuldübernahmeverträgen an Finanzinstitute erstklassiger Bonität übertragen. Zu diesem Zweck wurden von der AHP Zahlungen in Höhe der Verbindlichkeiten geleistet. Sollte bei einem der Finanzinstitute eine Bonitätsverschlechterung eintreten, hat die AHP darüber hinaus das Recht, dieses Finanzinstitut gegen ein anderes mit der vertraglich vereinbarten, erstklassigen Bonität auszutauschen. Für eine in 2001 abgeschlossene Transaktion wurden zur Vermeidung eines Fremdwährungsrisikos entsprechende Termingeschäfte abgeschlossen, für die Abdeckung der restlichen Leasingverbindlichkeiten wurde durch Anschaffung von Wertpapieren und Ausleihungen in vollem Umfang vorgesorgt. (16) EVENTUAL-VERBINDLICHKEITEN

(14) D. VERBINDLICHKEITEN

(17) 1. UMSATZERLÖSE

Im Vorjahr erfolgte bei drei Transaktionen der Abschluss eines zusätzlichen »Payment Undertaking Agreement« (kumulativer Schuldübernahmevertrag), mit dem sich ein Dritter verpflichtete, die Verbindlichkeiten der VERBUND-Austrian Hydro Power AG zu erfüllen. Damit verbunden war auch die Übertragung der für die Deckung der Finanzverbindlichkeiten vorhandenen Wertpapiere (US Treasuries) und in weiterer Folge deren Austausch gegen Papiere der European Investment Bank.

Die Verbundgesellschaft hat in diesem Zusammenhang Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 4.275.361,5 tausend € (Vorjahr: 4.835.038,0 tausend €) für die Verbindlichkeiten aus den Cross Border Leasing-Transaktionen der AHP abgegeben. Von den Rückgriffsrechten gegen die Hauptschuldner sind 3.310.247,5 tausend € (Vorjahr: 3.723.235,1 tausend €) durch Rückhaftungen von Finanzinstituten, Landesgesellschaften und Gebietskörperschaften (aus Gewährträgerhaftung) gesichert. Diese Rückhaftungen sind unter den gesamten Rückgriffsrechten (siehe Erläuterung 7) ausgewiesen. Als Eventualverbindlichkeiten aus Cross Border Leasing-Transaktionen nach Abzug dieser Rückhaftungen verbleiben somit insgesamt 965.114,0 tausend € (Vorjahr: 1.111.802,9 tausend €).

Im Zuge der Umstrukturierungen des Telekombereiches im Verbund wurden Haftungen gegenüber der tele.ring Telekom Service GmbH und der KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft übernommen.

UMSATZERLÖSE TAUSEND €
2007 2006
ERLÖSE AUS STROMLIEFERUNGEN
INLAND1 ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 841.081,3 756.814,3
INDUSTRIE- UND ENDKUNDEN 171.520,5 113.661,5
SONSTIGE KUNDEN 116.313,9 75.663,7
1.128.915,7 946.139,5
EU ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 461.665,2 253.994,4
INDUSTRIE- UND ENDKUNDEN 35.051,4 127.118,7
SONSTIGE KUNDEN 1.197.382,1 1.289.185,5
1.694.098,7 1.670.298,6
DRITTLÄNDER ENERGIEVERSORGUNGSUNTERNEHMEN 1.255,0 0,0
SONSTIGE KUNDEN 506,6 26,4
ERLÖSE AUS STROMLIEFERUNGEN 2.824.776,0 2.616.464,5
NETZTARIFVERRECHNUNG; BENÜTZUNGS- UND BETRIEBSFÜHRUNGSENTGELTE 2.202,8 2.204,2
SONSTIGE ERLÖSE (INKL. EMISSIONSZERTIFIKATE) 6.220,8 43.817,0
UMSATZERLÖSE 2.833.199,6 2.662.485,7

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 DAVON AUS WEITERVERRECHNETEN NETZGEBÜHREN 57.070,7 TAUSEND € (VORJAHR: 19.104,9 TAUSEND €)

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE 40.557,2 42.564,1
c) ÜBRIGE 23.846,7 23.865,3
b) ERTRÄGE AUS DER AUFLÖSUNG VON RÜCKSTELLUNGEN 16.689,8 9.663,5
a) ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VOM ANLAGEVERMÖGEN MIT AUSNAHME DER FINANZANLAGEN 20,7 9.035,3
2007 2006
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE TAUSEND €

(18) 3. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

PERSONALAUFWAND TAUSEND €
2007 2006
a) GEHÄLTER 16.455,6 13.090,9
16.455,6 13.090,9
b) AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN UND LEISTUNGEN
AN BETRIEBLICHE MITARBEITERVORSORGEKASSEN
ABFERTIGUNGSZAHLUNGEN 933,6 521,9
BEITRAGSZAHLUNGEN MITARBEITERVORSORGEKASSE 28,1 10,0
VERÄNDERUNG DER ABFERTIGUNGSRÜCKSTELLUNG 468,3 821,1
ERTRÄGE ÜBERNAHMEN/ÜBERTRITTE KONZERN –160,5 –151,4
1.269,5 1.201,6
c) AUFWENDUNGEN FÜR ALTERSVERSORGUNG
VORPENSIONEN UND PENSIONSZAHLUNGEN 3.809,9 3.660,5
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
UND PENSIONSÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN 300,1 –314,2
ERTRÄGE ÜBERNAHMEN/ÜBERTRITTE KONZERN –105,6 –10,8
VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR VORPENSIONEN –157,9 –463,3
VORSORGEN FÜR ÜBERTRAGUNGEN AN DIE BEITRAGSORIENTIERTE PENSIONSKASSE 158,2 –780,2
PENSIONSKASSENBEITRÄGE (EINSCHLIESSLICH NACHSCHUSSVERPFLICHTUNG) 880,1 472,4
4.884,8 2.564,4
d) AUFWENDUNGEN FÜR GESETZLICH VORGESCHRIEBENE SOZIALABGABEN
SOWIE VOM ENTGELT ABHÄNGIGE ABGABEN UND PFLICHTBEITRÄGE 2.907,4 1.981,5
e) SONSTIGE SOZIALAUFWENDUNGEN 173,2 174,3
PERSONALAUFWAND 25.690,5 19.012,7

(19) 6. PERSONALAUFWAND

ABSCHREIBUNGEN 4.361,8 7.815,9
SOFORTABSCHREIBUNG GERINGWERTIGER VERMÖGENSGEGENSTÄNDE GEMÄSS § 13 ESTG 160,5 73,7
PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN 4.201,3 7.742,2
a) ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE GEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
2007 2006
ABSCHREIBUNGEN TAUSEND €

(20) 7. ABSCHREIBUNGEN

(21) 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN TAUSEND €
2007 2006
a) STEUERN, SOWEIT SIE NICHT UNTER STEUERN VOM EINKOMMEN (Z 18) FALLEN 51,8 891,9
51,8 891,9
b) ÜBRIGE
WERBUNGS- UND MARKTERSCHLIESSUNGSKOSTEN 12.529,1 10.336,5
RECHTS-, PRÜFUNGS- UND BERATUNGSAUFWENDUNGEN 8.006,3 11.608,0
ÜBRIGER VERWALTUNGSAUFWAND FÜR ADMINISTRATION 6.543,4 5.049,8
IT-SUPPORT, EDV 2.955,8 3.249,1
AUSHILFSARBEITEN UND PERSONALABSTELLUNGEN 1.868,0 1.774,8
AUS- UND WEITERBILDUNG 1.566,7 1.074,4
BETRIEBSKOSTEN FÜR BAULICHKEITEN, MIETEN UND LEASING 1.253,9 1.540,7
TELEKOMLEISTUNGEN, DATENDIENSTE 1.249,8 865,4
MITGLIEDSBEITRÄGE 1.046,7 1.154,8
SONSTIGE AUFWENDUNGEN 11.997,1 18.212,9
49.016,8 54.866,4
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN 49.068,6 55.758,3

(22) 16. FINANZERGEBNIS

FINANZERGEBNIS TAUSEND €
2007 2006
ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 210.188,6 120.999,8
DAVON AUS GEWINNGEMEINSCHAFTEN 17.201,4 39.627,4
ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN UND AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENS
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 11.221,8 18.613,9
SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 7.959,1 4.320,2
ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN
ABGANG VON ANTEILEN AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 983,2 0,0
ZUSCHREIBUNG ZU BETEILIGUNGEN 0,0 2.874,9
AUFWENDUNGEN AUS FINANZANLAGEN
AUSSERPLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN AUF WERTPAPIERE DES ANLAGEVERMÖGENS 9.211,1 627,0
AUFWENDUNGEN AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 3.019,8 229,7
ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN
AUS VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 24.471,0 11.980,1
STEUERN VOM EINKOMMEN TAUSEND €
2007 2006
STEUERN VOM EINKOMMEN DER UNTERNEHMENSGRUPPE 203.305,9 166.106,4
DAVON AN GRUPPENMITGLIEDER WEITERBELASTET –156.992,8 –112.283,4
NACHTRÄGE/GUTSCHRIFTEN AUS VORPERIODEN 8.779,8 730,5
LATENTE STEUERN –9.698,7 –11.352,9
STEUERN VOM EINKOMMEN 45.394,2 43.200,6

(23) 18. STEUERN VOM EINKOMMEN

III. SONSTIGE ANGABEN

1. GESAMTBETRAG DER SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN

WESENTLICHE POSTEN TAUSEND €
GESAMTVERPFLICHTUNG 2008 2008–2012
MIET- UND LEASINGVERTRÄGE, VERSICHERUNGEN 1 624,1 2.331,8
BESTELLOBLIGO 6.007,1 5.979,4 6.007,1
DAVON GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN 1 7,2 36,2

1 DIE GESAMTVERPFLICHTUNG IST AUFGRUND UNBESTIMMTER VERTRAGSDAUER BETRAGSMÄSSIG NICHT ERMITTELBAR.

Mit der Ennskraftwerke Aktiengesellschaft besteht ein Strombereitstellungsvertrag, wonach die in deren Kraftwerken erzeugte Energie abzüglich der Strombezugsrechte anderer beteiligter Partner an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Mit der Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft und der Donaukraftwerk Jochenstein Aktiengesellschaft bestehen Stromlieferungsverträge, wonach die Hälfte der in deren Kraftwerken erzeugten Energie an die Verbundgesellschaft gegen Ersatz der buchmäßigen Aufwendungen zuzüglich einer angemessenen Verzinsung des Eigenkapitals zu liefern ist.

Gemäß einem Stromlieferungsvertrag ist die E.ON Wasserkraft GmbH (EWK) verpflichtet, die Hälfte der erzeugten Energie der Kraftwerke Ering und Obernberg der Verbundgesellschaft zu den um den vereinbarten Gewinnzuschlag erhöhten Selbstkosten zu liefern.

Gemäß einem Stromlieferungsvertrag aus 1993 werden von der »Elektrim« Towarzystwo Handlowe – Spolka Akcyjna und der Polskie Sieci Elektroenergetyczne S.A. (PSE), Warschau, jährlich bis zu 1.600 GWh importiert.

Mit der VERBUND Management Service GmbH (VMSG) besteht ein Vertragswerk für die Verrechnung von Dienstleistungen in den Bereichen Informatik, Versicherung, Liegenschaftsrecht und -verwaltung, Beschaffung, Finanzbuchhaltung, Personalverrechnung sowie administrative Services.

Mit der VERBUND-Finanzierungsservice GmbH (VFG) besteht ein Vertragswerk für die Verrechnung von Dienstleistungen bezüglich Zahlungsverkehrabwicklung und Cash Management.

Im Bereich Stromvertrieb und -handel bestehen Auftragsverträge mit der VERBUND-Austrian Power Trading AG, VERBUND-Austrian Power Sales GmbH, VERBUND-Austrian Power Trading Deutschland GmbH und der APT Power Trading SL, trgovanje z elekticno ernergijo d.o.o.

Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Verträgen besteht die Verpflichtung, an Mitarbeiter unter bestimmten Voraussetzungen nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten. Soweit diese Pensionsverpflichtungen durch die BAV Pensionskassen AG zu erfüllen sind, besteht eine Nachschussverpflichtung vonseiten des Arbeitgebers.

Zum Bilanzstichtag hatten 14 Dienstnehmer einen Treuebrief, der einen erhöhten Kündigungsschutz bietet. Voraussetzung dafür war eine zwanzigjährige Tätigkeit im Verbund und die Vollendung des 45. Lebensjahres.

Es bestehen offene Einzahlungsverpflichtungen im Beteiligungsbereich in Höhe 259.400,0 tausend € (Vorjahr: 45.333,5 tausend €).

2. ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

Zum Abschlussstichtag bestehen im Finanzbereich keine derivativen Finanzinstrumente.

FINANZBEREICH

STROMGESCHÄFT

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures, Stromforwards und Swaps auf Energiederivate) aus dem Stromgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM STROMGESCHÄFT 2007 MIO. € POSITIVE NEGATIVE NETTO REFERENZWERT ZEITWERTE ZEITWERTE ZEITWERTE KÄUFE VERKÄUFE TRADING FUTURES 2,6 2,1 0,5 61,4 0,0 FORWARDS 121,9 126,8 –4,9 1.195,8 1.254,3 TOTAL VOR NETTING 124,5 128,9 –4,4 1.257,2 1.254,3 BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 94,4 94,4 0,0 965,4 965,4 TOTAL NACH NETTING 30,1 34,5 –4,4 291,8 288,9 HEDGE FUTURES 76,6 18,6 58,0 995,7 0,2 FORWARDS 18,6 76,6 –58,0 0,2 995,7 TOTAL VOR NETTING 95,2 95,2 0,0 995,9 995,9 BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 95,2 95,2 0,0 0,2 0,2 TOTAL NACH NETTING 0,0 0,0 0,0 995,7 995,7

1 LIEGT FÜR EINE GEGENPARTEI EIN RAHMENVERTRAG MIT NETTINGKLAUSEL VOR, SO WERDEN FÜR DIESE GEGENPARTEI DIE POSITIVEN UND NEGATIVEN ZEITWERTE DER TRANSAKTIONEN FÜR DIE ZWECKE DER RECHNUNGSLEGUNG SALDIERT.

Die derivativen Finanzinstrumente (Stromfutures, Stromforwards und Optionen) aus dem Stromgeschäft setzten sich im Vorjahr wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM STROMGESCHÄFT 2006 MIO. €
POSITIVE
ZEITWERTE1
NEGATIVE
ZEITWERTE1
NETTO
ZEITWERTE1
KÄUFE REFERENZWERT
VERKÄUFE
TRADING
FUTURES 1,2 3,4 –2,2 65,3 0,4
FORWARDS 221,4 205,3 16,1 2.163,3 2.239,9
TOTAL VOR NETTING 222,6 208,7 13,9 2.228,6 2.240,3
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE2 175,2 175,2 0,0 1.790,6 1.790,6
TOTAL NACH NETTING 47,4 33,5 13,9 438,0 449,7
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM STROMGESCHÄFT 2006 (FORTSETZUNG) MIO. €
POSITIVE NEGATIVE NETTO REFERENZWERT
ZEITWERTE1 ZEITWERTE1 ZEITWERTE1 KÄUFE VERKÄUFE
HEDGE
FUTURES 27,9 19,1 8,8 982,4 0,0
FORWARDS 19,1 27,9 –8,8 0,0 982,4
SWAPS 0,4 0,4 0,0 12,1 12,1
TOTAL VOR NETTING 47,4 47,4 0,0 994,5 994,5
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE2 38,6 38,6 0,0 12,1 12,1
TOTAL NACH NETTING 8,8 8,8 0,0 982,4 982,4

1 DER POSITIVE ZEITWERT IN HÖHE VON 13,9 MIO. € FÜR DIE JAHRESPORTFOLIEN 2007 UND 2009 KOMMT IN DER BILANZ NICHT ZUM ANSATZ.

2 LIEGT FÜR EINE GEGENPARTEI EIN RAHMENVERTRAG MIT NETTINGKLAUSEL VOR, SO WERDEN FÜR DIESE GEGENPARTEI DIE POSITIVEN UND NEGATIVEN ZEITWERTE DER TRANSAKTIONEN FÜR DIE ZWECKE DER RECHNUNGSLEGUNG SALDIERT.

Die derivativen Finanzinstrumente (CO2-Futures, CO2-Forwards) aus dem Emissionshandel setzen sich wie folgt zusammen: EMISSIONSZERTIFIKATE

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM EMISSIONSHANDEL 2007 MIO. €
POSITIVE
ZEITWERTE
NEGATIVE
ZEITWERTE
NETTO
ZEITWERTE
KÄUFE REFERENZWERT
VERKÄUFE
CO2
FUTURES 0,0 0,0 0,0 2,2 0,0
FORWARDS 4,0 4,0 0,0 16,3 18,5
TOTAL VOR NETTING 4,0 4,0 0,0 18,5 18,5
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 2,8 2,8 0,0 12,2 12,2
TOTAL NACH NETTING 1,2 1,2 0,0 6,3 6,3

1 LIEGT FÜR EINE GEGENPARTEI EIN RAHMENVERTRAG MIT NETTINGKLAUSEL VOR, SO WERDEN FÜR DIESE GEGENPARTEI DIE POSITIVEN UND NEGATIVEN ZEITWERTE DER TRANSAKTIONEN FÜR DIE ZWECKE DER RECHNUNGSLEGUNG SALDIERT.

Die derivativen Finanzinstrumente (CO2-Forwards) aus dem Emissionshandel des Vorjahres setzten sich wie folgt zusammen:

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE AUS DEM EMISSIONSHANDEL 2007 MIO. €
POSITIVE
ZEITWERTE
NEGATIVE
ZEITWERTE
NETTO
ZEITWERTE
KÄUFE REFERENZWERT
VERKÄUFE
CO2
FORWARDS 1,8 1,9 –0,1 4,1 4,0
BERÜCKSICHTIGUNG DER NETTINGVERTRÄGE1 0,2 0,2 0,0 0,9 0,9
TOTAL NACH NETTING 1,6 1,7 –0,1 3,2 3,1

1 LIEGT FÜR EINE GEGENPARTEI EIN RAHMENVERTRAG MIT NETTINGKLAUSEL VOR, SO WERDEN FÜR DIESE GEGENPARTEI DIE POSITIVEN UND NEGATIVEN ZEITWERTE DER TRANSAKTIONEN FÜR DIE ZWECKE DER RECHNUNGSLEGUNG SALDIERT.

3. PERSONALSTAND

DURCHSCHNITT

2007 2006
ANGESTELLTE 139 118

4. AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN

AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN 6.154,3 3.766,0
ANDERE ARBEITNEHMER 5.024,7 2.045,8
VORSTANDSMITGLIEDER, EHEMALIGE VORSTANDSMITGLIEDER UND DEREN HINTERBLIEBENE 1.129,6 1.720,2
2007 2006
AUFWAND FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN TAUSEND €

Die betriebliche Altersversorgung besteht für alle Mitglieder des Vorstandes im Wege einer beitragsorientierten Pensionskassenregelung.

In Bezug auf die Ansprüche der Vorstandsmitglieder bei Beendigung ihrer Funktion kommen im Wesentlichen die gesetzlichen Regelungen zur Anwendung.

5. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Die Angaben über die Organe der Gesellschaft (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder) sind vor dem Lagebericht angeführt.

BEZÜGE DES VORSTANDES
FIXE BEZÜGE VARIABLE BEZÜGE
DIPL.-ING. HANS HAIDER (BIS 10. 05. 2007) 261.765 369.360
DR. MICHAEL PISTAUER 563.416 345.654
DR. JOHANN SEREINIG 518.084 287.579
DR. ULRIKE BAUMGARTNER-GABITZER (AB 01. 01. 2007) 365.688
MAG. CHRISTIAN KERN (AB 11. 05. 2007) 241.672

Die Bezüge der fünf Mitglieder des Vorstandes betrugen insgesamt 2.953.218 € (Vorjahr drei Vorstandsmitglieder: 1.993.322 €). Mag. Christian Kern wurde im Geschäftsjahr 2007 ein variabler Bezugsbestandteil in Höhe von 46.417 € ausbezahlt, der noch aus seiner früheren Tätigkeit als Vorstandsmitglied der VERBUND-Austrian Power Trading AG resultiert. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse ausbezahlt.

Die variablen Bezüge der Vorstandsmitglieder sind erfolgsabhängig und mit einem bestimmten Prozentsatz der jeweiligen Fixbezüge limitiert. Im Geschäftsjahr betrug dieser Prozentsatz 90 % für den Vorstandsvorsitzenden, 80 % für dessen Stellvertreter und 50 % für die anderen Vorstandsmitglieder. Die Höhe der erfolgsabhängigen Bezugsbestandteile richtet sich nach dem Grad der Erreichung von für das Geschäftsjahr vereinbarten Zielen. Die Zielvereinbarung beruht zu 70 % auf der Steigerung des

EBIT und des Economic Added Value (EVA) und zu 30 % auf individuellen Zielen. Abgesehen vom Prozentsatz der erfolgsabhängigen Vergütung sind die Grundsätze für die Erfolgsbeteiligung des Vorstandes gegenüber dem Vorjahr unverändert.

An ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene wurden 1.751.769 € (Vorjahr: 923.924 €) für Abfertigungen und Pensionen ausbezahlt.

Die Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen insgesamt 199.503 € (Vorjahr: 215.914 €).

Vergütungsschema für Aufsichtsratsmitglieder (gemäß Regel 51 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

VERGÜTUNGSSCHEMA FÜR AUFSICHTSRATSMITGLIEDER* €

2007 2006
VORSITZENDER 15.000 15.000
VORSITZENDER STELLVERTRETER (ZWEI) 11.250 11.250
MITGLIEDER 7.500 7.500
SITZUNGSGELD 400 400

* GEM. REGEL 51 DES ÖSTERREICHISCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Diese Regelung findet auch für den Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates analog Anwendung.

6. GESCHÄFTSBEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Zustimmungspflichtige Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. mit Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen (gemäß Regel 49 des Österreichischen Corporate Governance Kodex):

Im Geschäftsjahr 2007 wurden die nachstehenden Verträge mit Aufsichtsratsmitgliedern bzw. Unternehmen, die einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehen, abgeschlossen. Die Leistungen wurden für verschiedene Konzerngesellschaften des Verbund erbracht. Die Verträge wurden vom Aufsichtsrat genehmigt:

DIE EINZELNEN MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATES NAHE STEHEN
GEGENSTAND
NETZTECHNISCHES GUTACHTEN FÜR ATP KG 12,0
INSTITUT FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN
STUDIE ZUR SALZBURGLEITUNG FÜR APG
35,0
»SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT
LIEFERUNG UND WARTUNG VON SOFTWARE FÜR APG UND VMSG
144,23

1 DAS AUFSICHTSRATSMITGLIED DIPL.-ING. DR. GÜNTHER BRAUNER IST VORSTAND DES INSTITUTES FÜR ELEKTRISCHE ANLAGEN UND ENERGIEWIRTSCHAFT.

2 DAS AUFSICHTSRATSMITGLIED DIPL.-ING. HANSJÖRG TENGG IST GESCHÄFTSFÜHRENDER GESELLSCHAFTER DER »SMART TECHNOLOGIES« MANAGEMENT-BERATUNGS- UND BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT M.B.H.

3 ERFASST IST DER GESAMTE IM JAHR 2007 BEAUFTRAGTE BESTELLWERT (INKLUSIVE 2008), DAVON WURDEN IM JAHR 2007 LEISTUNGEN IN HÖHE VON INSGESAMT 76,6 T€ ERBRACHT, ZUR VERRECHNUNG GELANGTEN 89,2 T€ NETTO.

VERTRÄGE MIT AUFSICHTSRATSMITGLIEDERN BZW. UNTERNEHMEN,

7. KONZERNBEZIEHUNGEN

Die Verbundgesellschaft ist das konsolidierungspflichtige Mutterunternehmen des Verbund.

Mit der VERBUND-Austrian Power Grid AG, der VERBUND-Telekom Service GmbH, der VERBUND Management Service GmbH, der VERBUND-Austrian Power Trading AG, der VERBUND-Austrian Power Sales GmbH, der »Sunegu« Beteiligungsverwaltungs GmbH (künftig: VERBUND-Beteiligungsholding GmbH) und der VERBUND-GasbeteiligungsgmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge.

8. UNBUNDLING

Der Verbund hat die bereits bestehende Aufteilung in Geschäftsfelder (formales Unbundling) im Geschäftsjahr 1999 durch ein rechtliches Unbundling ergänzt, d.h. durch die weitere Errichtung von gesellschaftsrechtlich eigenständigen Unternehmen mit getrennten Geschäftsleitungen und Rechnungswesen.

Geschäfte im Sinne des § 8 Abs. 2 ElWOG werden insbesondere mit folgenden Gesellschaften getätigt:

GESELLSCHAFTEN

VERBUND-Austrian Hydro Power AG, VERBUND-Austrian Thermal Power GmbH & Co KG, Ennskraft
werke Aktiengesellschaft, Österreichisch-Bayerische Kraftwerke Aktiengesellschaft, Donaukraftwerk
Jochenstein Aktiengesellschaft, KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, STEWEAG-STEG
GmbH, VERBUND-Austrian Power Grid AG, Energie Klagenfurt GmbH, POWEO S.A.
VERBUND-Austrian Power Trading AG, VERBUND-Austrian Power Sales GmbH, Austrian Power
Vertriebs GmbH, VERBUND-Austrian Power Trading Deutschland GmbH, APT Power Trading SL
trgovanje z elektri_no energijo d.o.o., VERBUND-Austrian Power Trading Hungária Energia
kereskedelmi Korlátolt Felelösségü Társaság, VERBUND-Austrian Power Trading Czech Republic
s.r.o., VERBUND-Austrian Power Trading Slovakia s.r.o., VERBUND-Austrian Power Trading ENERGA
Hellas Electricity Supply and Trade S.A.
VERBUND-Austrian Power Grid AG
VERBUND-Telekom Service GmbH
VERBUND Management Service GmbH (FÜR INFORMATIK, VERSICHERUNG, LIEGENSCHAFTS
RECHT UND -VERWALTUNG, BESCHAFFUNG, FINANZBUCHHALTUNG, PERSONALVERRECHNUNG,
ALLGEMEINE SERVICES), VERBUND-Austrian Power Grid AG
VERBUND-Finanzierungsservice GmbH, VERBUND-International Finance B.V.
VERBUND-Austrian Power Trading AG, VERBUND-BeteiligungsgmbH

9. ANGABEN GEM. § 45A ABS. 10 ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-UND -ORGANISATIONSGESETZ

ERGEBNIS DER STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION

ANTEIL kWh
WASSERKRAFT 100,0 % 916.347.656
SUMME DER IN ÖSTERREICH AN ENDKUNDEN
FÜR DEREN EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE 100,0 % 916.347.656

INVESTMENTS IN 2007

UMWELTAUSWIRKUNG DER STROMPRODUKTION g/kWh
RADIOAKTIVER ABFALL 0,0
CO2-EMISSIONEN 0,0

Die Abnahme der abgegebenen Strommenge (Vorjahr: 1.642.438.863 kWh) ist auf Umstrukturierungen bei Endkunden zurückzuführen, so dass diese nicht mehr in den Angaben gem. Definition des § 5 Z9 ElWOG als Endkunden zu führen sind.

Wien, am 28. 01. 2008

Der Vorstand

Generaldirektor Generaldirektor-Stv. Dr. Michael Pistauer eh. Dr. Johann Sereinig eh. (Vorsitzender) (Stv. Vorsitzender)

Vorstandsdirektor Vorstandsdirektor Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer eh. Mag. Christian Kern eh. (Mitglied) (Mitglied)

GLOSSAR

EBIT Earnings before Interest and Taxes: Ergebnis vor Finanzergebnis und
Steuern.
Eigenkapital-Quote Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital.
Fiktive Schuldentilgungsdauer Verhältnis der Schulden zum Mittelüberschuss aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit.
Gearing Nettoverschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital.
Netto-Geldfluss Netto-Geldfluss d.h. Saldo aus dem Zufluss und dem Abfluss von
liquiden Mitteln; wird üblicherweise gegliedert in Netto-Geldflüsse
aus der operativen Tätigkeit, der Investitionstätigkeit und der
Finanzierungstätigkeit.
Nettoumlaufvermögen Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiges Fremdkapital.
Nettoverschuldung Zinsbelastetes Fremdkapital abzüglich flüssige Mittel (inklusive
Ausleihungen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens).
Quick Ratio Verhältnis des liquiden kurzfristigen Vermögens zum kurzfristigen
Fremdkapital.
ROE Return on Equity: Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im
Verhältnis zum Eigenkapital am Beginn des Geschäftsjahres.
ROI Return on Investment: EBIT im Verhältnis zum Gesamtkapital am
Beginn des Geschäftsjahres.
ROIC Return on Invested Capital; Jahresüberschuss/-fehlbetrag zuzüglich
steuerbereinigter Zinsaufwendungen im Verhältnis zum durchschnit
tlichen Invested Capital (Eigenkapital zuzüglich verzinslicher
Schulden).
ROS Return on Sales: EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen.
Working Capital Ratio Verhältnis des Umlaufvermögens (inklusive kurzfristige
Rechnungsabgrenzungsposten) zu den kurzfristigen Schulden.

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 238 Z 2 UGB

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 238 Z 2 UGB TAUSEND €
SITZ KAPITALANTEIL
IN % PER
31. 12. 2007
LETZTER
JAHRES-
ABSCHLUSS
(+)
(–)
JAHRESÜBERSCHUSS/
-FEHLBETRAG
EIGENKAPITAL1
VERBUNDENE UNTERNEHMEN,
KONSOLIDIERT2
VERBUND Italia S.p.A. MAILAND 100,00 2006 + 2.342,1 229.213,0
VERBUND-Austrian
Power Grid AG
WIEN 100,00 2007 + 41.491,63 249.267,8
VERBUND-BeteiligungsgmbH WIEN 100,00 2007 + 1.291,2 5.006,2
VERBUND-Telekom
Service GmbH
WIEN 100,00 2007 + 4.905,43 2.525,7
VERBUND-International
Finance B.V.
AMSTERDAM 100,00 2007 + 269,6 2.269,6
VERBUND-Austrian Power
Trading AG
WIEN 100,00 2007 + 151,83 1.512,2
VERBUND Management
Service GmbH
WIEN 100,00 2007 + 2.128,73 725,0
VERBUND-Austrian
Power Sales GmbH
WIEN 100,00 2007 + 208,73 252,3
Austrian Power
Vertriebs GmbH
WIEN 100,00 2007 + 1.010,8 2.517,2
»Suengu« Beteiligungsverwal
tung GmbH4 (KÜNFTIG: VERBUND
Beteiligungsholding GmbH)
WIEN 100,00 2007 + 0,0 6.252,3
VERBUND-Austrian
Hydro Power AG
WIEN 80,33 2007 + 419.625,1 1.035.401,6
VERBUND-Austrian
Thermal Power GmbH
GRAZ 59,49 2007 + 1.139,8 1.555,3
VERBUND-Austrian Thermal
Power GmbH & Co KG
GRAZ 55,65 2007 + 95.234,3 199.368,0
VERBUNDENE UNTERNEHMEN,
NICHT KONSOLIDIERT
APT Austrian Power Trading
Polska Sp.z.o.o. PLN WARSCHAU 100,00 2006 121,6 358,6
VERBUND ROMANIA S.R.L. RON BUKAREST 100,00 17,6
VERBUND-GasbeteiligungsgmbH4 WIEN 100,00 2007 19,83 1.771,9
Energie Austria GmbH WIEN 52,80 2006 0,7 57,0
SITZ KAPITALANTEIL
IN % PER
31. 12. 2007
LETZTER
JAHRES-
ABSCHLUSS
(+)
(–)
JAHRESÜBERSCHUSS/
-FEHLBETRAG
EIGENKAPITAL1
ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN
Österreichisch-Bayerische
Kraftwerke Aktien
gesellschaft5
SIMBACH 50,00 2006 + 3.272,0 51.361,0
Ennskraftwerke Aktien
gesellschaft5
STEYR 50,00 2006 + 151,8 14.712,9
Donaukraftwerk Jochenstein
Aktiengesellschaft5
PASSAU 50,00 2006 + 818,0 12.361,0
Gemeinschaftskraftwerk
Inn GmbH
LANDECK 50,00 2006 + 3,1 203,1
ENERJISA ENERJI ÜRETIM
AS5, 6, 7 TRY
ISTANBUL 49,99 2006 170.216,0 381.084,0
Energie Klagenfurt
GmbH5
KLAGENFURT 49,00 2006 + 3.335,3 67.413,5
Gletscherbahnen Kaprun
Aktiengesellschaft
KAPRUN 45,00 2005/06 721,1 35.569,5
POWEO Production S.A.S.5, 6 PARIS 40,00 2006 91,0 12.744,0
PLINSKO PARNA
ELEKTRARNA d.o.o.
KIDRICEVO 40,00 2006 + 0,5 1.208,2
KELAG-Kärntner
Elektrizitäts
Aktiengesellschaft5
KLAGENFURT 35,12 2006 + 38.640,5 365.904,6
SAVA Izrabljane
naravnega vira d.o.o.
MEDVODE 35,00 2006 + 0,0 5.823,0
STEWEAG-STEG GmbH5 GRAZ 34,57 2006 + 48.994,9 294.829,0
POWEO S.A.5, 6, 7 PARIS 30,23 2006 + 7.310,0 103.154,0

1 EIGENKAPITALBEGRIFF ENTSPRECHEND § 224 ABS. 3 LIT. A UGB

2 VOLLKONSOLIDIERUNG GEMÄSS § 253–261 UGB

3 MIT DER GESELLSCHAFT BESTEHT EIN ERGEBNISÜBERNAHMEVERTRAG

4 GRÜNDUNG IN 2007

5 KONSOLIDIERUNG »AT EQUITY« GEMÄSS § 263 – 264 UGB

6 WERTE NACH IFRS

7 WERTE DES KONZERNABSCHLUSSES

ANGABEN ZU DEN BETEILIGUNGEN GEMÄSS § 238 Z 2 UGB (FORTSETZUNG) TAUSEND €

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 28. 01. 2008

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

BEI VERÖFFENTLICHUNG ODER WEITERGABE DES JAHRESABSCHLUSSES IN EINER VON DER BESTÄTIGTEN FASSUNG ABWEICHENDEN FORM BEDARF ES ZUVOR UNSERER ERNEUTEN STELLUNGNAHME, SOFERN HIERBEI UNSER BESTÄTIGUNGSVERMERK ZITIERT ODER AUF UNSERE PRÜFUNG HINGEWIESEN WIRD.

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG

Der Vorstand stellt den Antrag (gemäß § 126 (2) AktG), zu Lasten des verteilungsfähigen Bilanzgewinnes des Geschäftsjahres 2007 auf die 308,20 Mio. Stückaktien eine Dividende von 0,90 € pro Aktie, das sind in Summe 277.380.000 €, auszuschütten.

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

Das Geschäftsjahr 2007 war für den Verbund, Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen, wiederum ein außerordentlich erfolgreiches Jahr. Der zu einem europäischen Konzern aufgestiegene Strom-Dienstleister erzielte eine weitere Ergebnissteigerung und stellte dabei eindrucksvoll unter Beweis, dass sein Wachstum profitabel und nachhaltig ist.

Der Aufsichtsrat hat diese erfreuliche Entwicklung aktiv begleitet und unterstützt. Im Berichtsjahr hat er in fünf Plenarsitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Befugnisse wahrgenommen. Dabei betrug die Anwesenheitsrate aller Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 92 %. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat darüber hinaus regelmäßig in wichtigen Angelegenheiten Kontakt mit den Mitgliedern des Aufsichtsrates gehalten und in Fällen von Abwesenheiten einzelner Mitglieder deren Meinung eingeholt, sodass in wesentlichen Angelegenheiten stets alle Aufsichtsratsmitglieder involviert waren.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung sowie über die Lage und Strategie des Unternehmens, einschließlich der wesentlichen Konzerngesellschaften, sowie über die Risikolage und das Risikomanagement mündlich und schriftlich informiert.

Mit dem Ausscheiden von Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider per 11. 05. 2007 wurde Dr. Michael Pistauer zum Vorstandsvorsitzenden und Generaldirektor sowie Dr. Johann Sereinig zum stellvertretenden Vorsitzenden und Generaldirektor-Stellvertreter ernannt. Mit dem Eintritt von Dr. Ulrike Baumgartner per 01. 01. 2007 und Mag. Christian Kern per 11. 05. 2007 in den Vorstand sowie dem Ausscheiden von Herrn Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider wurde die Geschäftsverteilung im Vorstand jeweils neu geregelt. Der Aufsichtsrat hat dem ausgeschiedenen Generaldirektor Dipl.-Ing. Hans Haider den Dank für seine erfolgreiche Tätigkeit und für seinen großen Arbeitseinsatz ausgesprochen.

Besonders hervorzuheben ist, neben einer verstärkten Investitionstätigkeit im Inland und der Gründung der Joint Venture Gesellschaft EnerjiSA gemeinsam mit dem türkischen Partner Sabanci, die im November 2007 einhellig vom Aufsichtsrat beschlossene und vom Vorstand ausgearbeitete Unternehmensstrategie.

Die Unternehmensstrategie ist auf wertschaffendes Wachstum im In- und Ausland ausgerichtet. Dazu werden Investitionen getätigt, wobei für den Verbund ein Finanzierungsanteil in Höhe von 6,7 Mrd. € vorgesehen ist. Davon entfallen aktuell 40 % auf das Inland und 60 % auf das Ausland. Die weiteren Ziele sind die Marktführung in Österreich weiter auszubauen, die bestehenden Beteiligungen in Italien, Frankreich und Türkei wertoptimal zu entwickeln, die Wachstumschancen in Zentral- und Südosteuropa zu nutzen und den Bereich der erneuerbaren Energien auch mit dem Schwerpunkt Alternativenergien, wie z.B. Windkraft, bis 2015 zu stärken.

Der Aufsichtsrat hat aufgrund dieser Berichterstattung die Geschäftsführung des Vorstandes laufend überwacht. Die Kontrolle, die im Rahmen einer offenen Diskussion zwischen Vorstand und Aufsichtsrat stattfand, hat zu keinerlei Beanstandungen Anlass gegeben.

Der Arbeitsausschuss des Aufsichtsrates, der insbesondere mit der Sitzungsvorbereitung befasst war, tagte im Berichtsjahr fünfmal und der Prüfungsausschuss (zur Vorbereitung der Beschlussfassung über den Jahresabschluss bzw. zur Abstimmung mit dem Abschlussprüfer) zweimal. Zusätzlich fanden vier Sitzungen des Präsidialausschusses statt.

Als führendes börsenotiertes Unternehmen seiner Branche hat sich der Verbund schon früh zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Auch der Aufsichtsrat sieht sich dem Kodex gegenüber verpflichtet und bemüht sich, den Bestimmungen des Kodex, die den Aufsichtsrat betreffen, konsequent zu entsprechen. In diesem Sinn werden alle Regeln, welche die Zusammenarbeit des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie den Aufsichtsrat selbst betreffen, mit ganz geringen Abweichungen vollständig eingehalten.

Gemäß dem Corporate Governance Kodex wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Nominierungsausschuss und ein Vergütungsausschuss des Aufsichtsrates eingerichtet. Der Nominierungsausschuss trat in Zusammenhang mit der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes zu einer Sitzung zusammen; der Vergütungsausschuss hielt ebenso eine Sitzung ab, die die Vergütung des Vorstandes zum Gegenstand hatte.

Im Präsidium des Aufsichtsrates fand ein Wechsel statt. Dr. Gilbert Frizberg wurde im März 2007 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt, DDr. Erhard Schaschl ist seither 1. Stellvertreter des Vorsitzenden.

Der Jahresabschluss mit dem Lagebericht sowie der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2007 wurden vom neu bestellten Abschlussprüfer, der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH geprüft und mit dem Bestätigungsvermerk versehen.

Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat, dass Buchführung, Jahresabschluss und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns vermitteln sowie, dass Lagebericht und Konzernlagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss stehen.

Nach eingehender Prüfung und Erörterung im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss über das Geschäftsjahr 2007 gebilligt, wodurch dieser gemäß § 125 (2) Aktiengesetz festgestellt ist. Der Lagebericht des Vorstandes wurde genehmigt und dem Vorschlag zur Gewinnverteilung wurde zugestimmt. Der Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Abschließend spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank für die im Geschäftsjahr 2007 geleistete erfolgreiche Arbeit aus.

Wien, im Februar 2008

Für den Aufsichtsrat

Dr. Gilbert Frizberg (Vorsitzender)

CORPORATE GOVERNANCE, AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATES

JAHRESABSCHLUSS UND PRÜFUNGSAUSSCHUSS

STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION

DOKUMENTATION GEM. § 45A ABS. 6 ELEKTRIZITÄTSWIRTSCHAFTS-UND -ORGANISATIONSGESETZ

ERGEBNIS DER STROMKENNZEICHNUNGSDOKUMENTATION

ANTEIL kWh
WASSERKRAFT 100,0 % 916.347.656
SUMME DER IN ÖSTERREICH AN ENDKUNDEN FÜR DEREN
EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE 100,0 % 916.347.656
UMWELTAUSWIRKUNG DER STROMPRODUKTION FÜR DIE AN ENDKUNDEN
FÜR DEREN EIGENE VERWENDUNG ABGEGEBENE STROMMENGE
g/kWh
RADIOAKTIVER ABFALL 0,0
CO2-EMISSIONEN 0,0

PRÜFUNGSVERMERK

Wir haben die von der Österreichische Elektrizitätwirtschafts-Aktiengesellschaft, Wien, erstellte Dokumentation gem. § 45a Abs. 6 ElWOG für das Geschäftsjahr 2007 geprüft.

Die für die Stromkennzeichnung verwendeten gesetzlichen Nachweise wurden von der Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft erbracht. Im Rahmen der durchgeführten Prüfungshandlungen sind wir nicht auf Tatsachen gestoßen, die uns zu der Annahme veranlassen würden, dass die vorgelegte Dokumentation im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen nicht den tatsächlichen Verhältnissen entspricht.

Wien, am 28. 01. 2008

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Mag. Gerhard Marterbauer MMag. Dr. Klaus-Bernhard Gröhs

IMPRESSUM

Herausgeber: Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbundgesellschaft) Am Hof 6a, A-1010 Wien

Kontakt: www.verbund.at E-Mail: [email protected]

Design: aha puttner red cell Werbeagentur GmbH Druck: Manz Crossmedia GmbH & Co KG