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Verallia Deutschland AG

Interim / Quarterly Report Jul 22, 2019

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Interim / Quarterly Report

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Verallia Deutschland AG

Bad Wurzach

Zwischenbericht zum 30. Juni 2019

UNTERNEHMENSKENNZAHLEN KONZERN

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1. Halbjahr 1. Halbjahr
2019 2018
--- --- --- ---
Umsatzerlöse in Mio. EUR 275,9 253,7
EBIT in Mio. EUR 37,5 32,0
Konzernergebnis in Mio. EUR 23,5 19,3
Cashflow aus operativer Tätigkeit in Mio. EUR 40,7 42,6
Investitionen in Mio. EUR 15,4 15,6
Ergebnis je Aktie in EUR 23,38 19,18
Umsatzrendite1) in % 13,6 12,6
Eigenkapitalquote2) in % 14,0 17,5
Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) Stichtag 3.105 3.016

1) Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatzerlöse x 100

2) jeweils zum 30. Juni

ZWISCHENLAGEBERICHT

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2019

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Die Verallia Deutschland AG (VD) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird. Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten, die sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges befinden. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine.

Mit der Zielsetzung einer effizienteren Ressourcenallokation werden seit Ende Berichtsjahr 2018 neben dem Segment Deutschland sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment geführt, Russland und die Ukraine werden folglich seither unter Osteuropa subsummiert. Die Vorjahresdarstellung wird in diesem Zwischenlagebericht entsprechend angepasst.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft befindet sich laut Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel) im Abschwung. In den vergangenen Monaten hat sich demzufolge die konjunkturelle Dynamik weiter verlangsamt. Dazu beigetragen haben dürfte nicht zuletzt auch die weltweit hohe wirtschaftspolitische Unsicherheit. Vor diesem Hintergrund rechnet das IfW nun nur noch mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 0,6 Prozent im laufenden Jahr.

Das ifo Institut, München, ist aufgrund der Ergebnisse ihrer Konjunkturumfragen im Mai ebenfalls der Meinung, dass es der deutschen Konjunktur weiterhin an Schwung fehlt. Etwas positiver betrachtet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) die konjunkturelle Lage in Deutschland. Es geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft sich im Frühsommer 2019 zwar ein wenig schwächer als im Vorjahr zeigt, nach einem starken Jahresauftakt und vor allem dank einer starken Binnenwirtschaft insgesamt aber gut aufgestellt ist. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte in diesem Jahr um 0,9 Prozent wachsen, so die aktuelle, im Vergleich zum Frühjahr geringfügig nach unten angepasste Prognose des Konjunkturteams am DIW Berlin.

Osteuropa

Die Wirtschaft in den osteuropäischen Ländern stellt sich auch in der ersten Jahreshälfte 2019 insgesamt als stabil dar.

Für Russland hat das Jahr 2019 verhalten begonnen. Die industrielle Produktion stieg dennoch weiter an und obwohl der Mehrwertsteuersatz angehoben wurde hatte dies nur eine geringe Auswirkung auf die Inflation. Das Bruttoinlandsprodukt lag im ersten Halbjahr jedoch unter der Prognose. Insgesamt wird 2019 ein Wachstum in Höhe von 1 - 1,2% erwartet.

Nach einigen Jahren politischer und wirtschaftlicher Spannungen gelang es der ukrainischen Wirtschaft das beste Ergebnis der letzten sieben Jahre zu erreichen. Die Wirtschaft verzeichnete 2018 ein Wachstum in Höhe von 3,3%. 2019 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,7% erwartet. Dennoch leidet die Ukraine nach wie vor unter den Auswirkungen des Russland-Konflikts, insbesondere im Energiesektor. Dem wirkt die Regierung mit verschiedenen Maßnahmen im Hinblick auf den privaten Konsum sowie die fiskalpolitische Konsolidierung entgegen.

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Umsatzentwicklung

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz in der aktuellen Berichtsperiode beträgt 275,9 Mio. Euro und liegt damit 8,8% über dem Umsatz des ersten Geschäftshalbjahres 2018 von 253,7 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies sowohl auf Mengen- als auch Preiseffekte, leicht unterstützt auch durch eine positive Entwicklung der Wechselkurse von Rubel und Griwna.

Der Umsatz in Deutschland stieg um 6,4% von 190,2 Mio. Euro auf 202,3 Mio. Euro. In Osteuropa konnte sogar eine Steigerung um 15,9% von 63,6 Mio. Euro auf 73,7 Mio. Euro erreicht werden.

Ertragslage

Das Operative Ergebnis des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 37,5 Mio. Euro und ist damit um 5,5 Mio. Euro höher als in der Vergleichsperiode 2018. Preis- und Effizienzsteigerungen führten zu einer Verbesserung der Umsatzkosten im Verhältnis zum Umsatz. Im Vorjahr wurden CO2 -Zertifikate innerhalb des Verallia Konzerns veräußert, was die Sonstigen Erträge mit 3,3 Mio. Euro positiv beeinflusste. Entsprechend niedriger sind die Sonstigen Erträge. Gegenläufig hierzu verhielt sich die Erhöhung der Sonstigen Aufwendungen, hierin enthalten waren 2018 Rückstellungsbildungen in Höhe von 0,9 Mio. Euro für zurückzugebende CO2 -Zertifikate sowie 2,5 Mio. Euro für die sich aus der Entscheidung der EU-Kommission ergebende Rückforderung von Netzentgeltbefreiungen für Strombezug der Jahre 2012 und 2013. Das Finanzergebnis beträgt -5,3 Mio. Euro (Vorjahr: -6,2 Mio. Euro). Der Zinsaufwand stieg von -4,6 Mio. Euro auf -5,3 Mio. Euro, zurückzuführen insbesondere auf höhere zu verzinsende Basisbeträge im Rahmen der Ergebnisabführung und eines Verallia-internen Rubel-Darlehens. Aufgrund des mittlerweile erreichten positiven Zahlungsmittelbestandes in Russland konnten dieses Jahr Zinserträge in Höhe von 0,2 Mio. Euro erzielt werden (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen enthalten wie im Vergleichszeitraum Währungsverluste aus dem konzerninternen Rubel-Darlehen, welche seit dem zweiten Halbjahr 2018 jedoch teilweise temporär abgesichert sind und deshalb im Berichtsjahr nur zu geringen Aufwendungen führten.

Insgesamt ergibt sich somit eine Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern von 25,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2018 auf 32,2 Mio. Euro zum 30. Juni 2019. In der Folge stiegen die Ertragsteuern von -6,5 Mio. Euro auf -8,7 Mio. Euro.

Somit ist ein Konzernergebnis in Höhe von 23,5 Mio. Euro im Vergleich zu 19,3 Mio. Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen.

Im Sonstigen Ergebnis sind Zeitwertänderungen von Sicherungsgeschäften für Zins- und Rohstoffrisiken in Höhe von insgesamt -4,9 Mio. Euro enthalten, gegenläufig dazu die daraus resultierenden latenten Steuern in Höhe von 1,4 Mio. Euro. Außerdem führt ein signifikanter Rückgang des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von insgesamt -8,9 Mio. Euro und einem entsprechenden latenten Steuerertrag in Höhe von 2,6 Mio. Euro. Die Verbesserung des Wechselkurses sowohl von Rubel als auch Griwna im Vergleich zum Euro ergibt Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 7,1 Mio. Euro, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (Vorjahr: -1,3 Mio. Euro). Insgesamt liegt das Gesamtergebnis mit 20,8 Mio. Euro um insgesamt 2,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 18,0 Mio. Euro.

Finanz- und Vermögenslage

Beim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum Halbjahr (30. Juni 2019) mit dem Jahresabschluss (31. Dezember 2018) sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten.

Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 von 439,1 Mio. Euro auf 431,2 Mio. Euro.

Die Sachanlagen erhöhten sich hierbei insbesondere wegen der gemäß IFRS 16 erstmalig zu erfassenden Nutzungsrechten aus Leasingverträgen von 238,3 Mio. Euro auf 242,1 Mio. Euro. Die getätigten Investitionen, vor allem im Rahmen des Wannenbaus in Essen, und die laufenden Abschreibungen gleichen sich in etwa aus.

Die Vorräte, hierbei insbesondere die Fertigen Erzeugnisse, nahmen dank hohem Produktionsvolumen trotz guter Absatzlage um 5,1 Mio. Euro auf 87,4 Mio. Euro zu, teilweise auch währungsbedingt.

Saisonal beeinflusst ist der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15,7 Mio. Euro auf 45,0 Mio. Euro, außerdem sind hier Sondereffekte im Bereich Factoring enthalten. Ebenso zyklischer Natur ist die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 4,9 Mio. Euro auf 73,3 Mio. Euro.

Die Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich signifikant von 70,3 Mio. Euro auf 30,0 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist dies auf gesunkene Cashpool-Forderungen innerhalb der Verallia Gruppe zurückzuführen. Diese resultieren hauptsächlich aus der erfolgten Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von 51,3 Mio. Euro. Auf der Passivseite führte dies zu einem entsprechenden Rückgang der Sonstigen Verbindlichkeiten. Aufgrund der zum Halbjahr jeweils nicht darzustellenden Ergebnisabführung des laufenden Jahres werden zum 30. Juni 2019 Ertragsteuerschulden in Höhe von 7,7 Mio. Euro ausgewiesen. Im Zuge der Ergebnisabführung zum Jahresende gehen diese dann weitgehend wieder auf die Horizon Holdings Germany GmbH über.

Das Eigenkapital erhöhte sich um 20,1 Mio. Euro auf 60,2 Mio. Euro. Diese Steigerung ergibt sich größtenteils aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von 23,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg somit von 9,1% zum 31. Dezember 2018 auf 14,0% zum 30. Juni 2019 an.

Cashflow

Der Cashflow stieg gegenüber dem Vorjahr von 48,8 Mio. Euro auf 55,2 Mio. Euro, in erster Linie dank des erhöhten Operativen Konzernergebnisses. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit sank leicht, von 42,6 Mio. Euro auf 40,7 Mio. Euro. Hier wirkt sich insbesondere die Erhöhung der Vorräte um 2,9 Mio. Euro aus, während im Vorjahr eine Verminderung der Vorräte in Höhe von 3,9 Mio. Euro zu verzeichnen war. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei -14,8 Mio. Euro (Vorjahr: -21,9 Mio. Euro). Größtes Einzelprojekt war hierbei der Wannenbau in Essen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -19,8 Mio. Euro (Vorjahr: -16,4 Mio. Euro). Die Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH führte gleichzeitig zu einer Verringerung der Sonstigen Vermögenswerte.

Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand im Berichtszeitraum um 7,2 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Fast alle wichtigen Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen über Vorjahresniveau, zum Teil sogar deutlich. Hauptgrund sind die bereits erwähnte Absatzlage sowie eine verbesserte Kostenstruktur. Erfreulich ist, dass beide geographischen Segmente auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven Beitrag sowohl zum Operativen Ergebnis als auch zum Konzernergebnis nach Steuern leisten.

Die Verallia Deutschland AG geht davon aus, dass sich diese Entwicklung auch im zweiten Halbjahr so fortsetzt. Unsicher stellen sich weiterhin die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage weiter stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung bleibt jedoch abzuwarten.

In Deutschland wird den bestehenden Herausforderungen mit nochmals verstärkten Anstrengungen sowohl auf Kosten- als auch Erlösseite begegnet.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Arbeitssicherheit

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei der Verallia Deutschland AG ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Dieser gibt die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Rückkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte.

Im betrachteten Halbjahr 2019 ist für die Standorte der Verallia Deutschland AG inklusive der Standorte in Osteuropa für den TF2 ein Wert von 3,7 für das erste Halbjahr 2019 zu verzeichnen (Vorjahr: 0,6).

Dieser Anstieg der Unfallzahlen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass seit 2019 für die statistische Erfassung der Unfallzahlen im TF2-Wert auch Unfälle hinzugerechnet werden, bei denen der Verunfallte eine alternative Tätigkeit durchführen kann. Gleichzeitig ist erkennbar, dass die Sensibilität für Gefährdungen wieder gestärkt werden muss, sowie Führungskräfte keine unsicheren Verhaltensweisen und Situationen dulden dürfen.

CHANCENBERICHT

Das Chancenmanagementsystem sowie konkrete Chancen und Potenziale der Verallia Deutschland AG sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind hier keine wesentlich anderen Erkenntnisse festzustellen. Die beschriebenen Chancen behalten auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2019 ihre Geltung. Einzelne Entwicklungen seit Geschäftsjahresende sind nachfolgend aufgeführt.

Markt- und absatzspezifische Chancen

In den letzten Monaten ist ein deutlicher Trend weg von Kunststoffen als Verpackungsmaterial zu erkennen. Dies eröffnet auch weitere neue Chancen für Glasverpackungen. Diese sind in allen Marktsegmenten, vor allem in den Bereichen Wasser und Food spürbar. Neue kundenindividuelle Designs und auch die gestiegene Nachfrage von Standardprodukten können sich positiv auf den Absatz auswirken.

Industrielle und technische Chancen

Durch die konsequente Implementierung des Produktionssystems VIM (Verallia Industrial Management) in den deutschen und osteuropäischen Werken konnten gute Fortschritte in den Bereichen Kostensenkung, Verbesserung der Produktqualität und Flexibilisierung erzielt werden. Die Initialisierungsprojekte als Grundstein für die kontinuierliche und nachhaltige Bearbeitung von Optimierungspotenzialen wurde erfolgreich abgeschlossen. Es konnten zahlreiche Mitarbeiter die theoretische Ausbildung zum Einsatz der VIM-Instrumente abschließen und diese in konkreten Verbesserungsprojekten erfolgreich anwenden. Ein zentraler Fokus liegt hier auf der Behebung der zugrundeliegenden Ursachen von Problemen mittels eines strukturierten Problemlösungsprozesses. Ferner wenden die Mitarbeiter ihr Wissen bei der konsequenten Bearbeitung und Verfolgung von Optimierungspotentialen zur Erreichung einer nachhaltigen Verbesserung unserer Leistungsgrößen an.

RISIKOBERICHT

Die Verallia Deutschland AG verfügt über ein konzernweit implementiertes Risikomanagementsystem. Eine detaillierte Beschreibung des Systems wie auch der einzelnen Risiken ist im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2018 enthalten. Alle dort gemachten Aussagen besitzen nach wie vor weitestgehend ihre Gültigkeit. Die größte Dynamik weisen generell die Markt- und Absatzrisiken auf und in Deutschland zwischenzeitlich ebenso die Beschaffungsrisiken und rechtlichen Risiken des Energiesektors.

Markt- und Absatzrisiken

Der deutsche Markt für Behälterglas ist weiter durch starken Wettbewerb geprägt. Obgleich die Nachfrage nach Glasverpackungen derzeit anhaltend hoch ist, bleibt abzuwarten wie nachhaltig diese sein wird. Der positive Trend könnte sich auch im zweiten Halbjahr weiter fortsetzen. Entscheidend für das Gesamtvolumen wird dabei aber die Witterung sein. Schlechte Ernteergebnisse oder ein kühler Sommer könnten sich kurzfristig negativ auf den Absatz auswirken.

In Russland wird 2019 die Beschränkung der Verwendung bestimmter Mineralwasserquellen für die kleinen Wasserabfüller im Mineralwassersegment als Risiko gesehen, was jedoch nur geringe Auswirkungen haben wird. Ein größeres Risiko wird in der Transportversorgung während der Hauptsaison gesehen, da unterversorgte Kunden tendenziell auf Wettbewerber zurückgreifen werden.

In der Ukraine hat die hohe Verbrauchsteuer auf Alkohol nach wie vor einen starken Einfluss auf den Konsum. Der Inlandsmarkt insgesamt ist immer noch kompliziert, jedoch zumindest nicht mehr rückläufig. Obwohl der Markt für Lebensmittel seit 2016 ein deutliches Wachstum zeigt, herrscht dennoch ein harter Preiswettbewerb, der Herausforderungen im weiteren Geschäftsverlauf 2019 darstellt.

Beschaffungsrisiken

Die Energiepreise sind weiterhin relativ volatil. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet.

Durch im Vorjahr durchgeführte Übertragungen innerhalb der Verallia Gruppe besteht nach wie vor eine Unterdeckung an CO2 -Zertifikaten. Dies führt zu einem stichtagsbezogenen Rückstellungsbedarf in Höhe von 6,9 Mio. Euro. In dem Maße, in dem zum Stichtag eine Unterdeckung an CO2 -Emissionsrechten vorliegt, besteht ein entsprechendes Risiko in Bezug auf deren Wertentwicklung. Auf Ebene der Verallia Gruppe ist im Rahmen des Risikomanagementsystems durch eine vorwärtsgerichtete Sicherung aller CO2 -Emissionsrechte die Versorgung mit CO2 -Emissionsrechten für die kommenden Jahre gewährleistet.

Rechtliche Risiken

Die jüngsten Entwicklungen im Energiesektor haben regulatorische und rechtliche Auswirkungen zur Folge und erfordern von der Verallia Deutschland AG eine erhöhte Aufmerksamkeit. Die dabei zeitlich immer kürzer werdenden Abstände bei gesetzlichen Änderungen belasten die Planungssicherheit - sowohl bezüglich finanzieller Belastungen als auch des Verwaltungsaufwands. So könnte sich durch neue Gesetze, aber auch durch Vorgaben der EU die Situation für die Verallia Deutschland AG verändern.

Einschätzung der Gesamtsituation

Sämtliche Risiken werden aktuell und für die Zukunft als nicht bestandsgefährdend beurteilt. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum 31. Dezember 2018 hat sich die Risikolage nicht grundlegend verändert.

PROGNOSEBERICHT

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage im zweiten Halbjahr 2019

Sämtliche in unserem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2018 getroffenen Aussagen sehen wir nach wie vor als zutreffend an. Für die einzelnen Segmente ergeben sich damit folgende Prognosen:

Deutschland

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2019 unverändert mit einem Umsatz deutlich über Vorjahr und einer signifikanten Verbesserung beim Operativen Ergebnis.

Osteuropa

Analog zu Deutschland rechnen wir auch in Osteuropa weiterhin damit, dass sowohl Umsatz als auch Operatives Ergebnis deutlich über dem Vorjahr liegen werden.

Allgemein

Verallia Deutschland hat die Ausrichtung auf nachhaltige Ertragssicherung und qualitativ hochwertige Produkte auch in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres aufrechterhalten und sieht sich in der Fokussierung auf Innovation, Service und Qualität insgesamt bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2019 wird in Anlehnung an den Prognosebericht vom 31. Dezember 2018 für den Verallia Deutschland Konzern mit einer deutlichen Erhöhung des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr (Umsatz 2018: 522,8 Mio. Euro) und mit einer ebenfalls deutlichen Steigerung des Operativen Ergebnisses (Operatives Ergebnis 2018: 63,2 Mio. Euro).

Die Arbeitssicherheit bleibt auch im zweiten Halbjahr 2019 ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Um dem Anstieg der Unfallrate zu begegnen sind zusätzliche Maßnahmen definiert und implementiert worden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) eine Stabilisierung und ein Abklingen der Unfallereignisse, im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2019; durch die eingeleiteten Gegenmaßnahmen gehen wir für die Werke in Deutschland, Russland und der Ukraine von einem Prognosewert für den TF2 von 5,5 aus, womit wir den Zielwert von 1,4 deutlich überschreiten.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Im Juli 2019

Verallia Deutschland AG

Der Vorstand

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Hugues Denissel Thomas Beyer Joachim Böttiger
Vorsitzender Personal

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Karsten Fuchs Sebastian Kopsch Roland Unfried
Vertrieb Finanzen Technik

Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft.

ZWISCHENABSCHLUSS

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2019

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

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in TEUR 1. Hj. 2019 1. Hj. 2018
Jahresergebnis 23.457 19.327
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) -8.887 -
Ertragsteuern 2.594 -
-6.293 -
Posten, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden dürfen
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges -5.140 -
In den Verlust umgegliederte Verluste aus Sicherungsbeziehungen 264 -
Ertragsteuern 1.424 -
Währungsumrechnung 7.073 -1.316
3.621 -1.316
Sonstiges Ergebnis -2.672 -1.316
Gesamtergebnis 20.785 18.011
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend 20.484 17.923
davon auf andere Gesellschafter entfallend 301 88

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

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in TEUR 1. Hj. 2019 1. Hj. 2018
Umsatzerlöse 275.944 253.744
Umsatzkosten -222.907 -208.270
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -13.455 -11.860
Forschungs- und Entwicklungskosten -5 -18
Sonstige Erträge 152 3.260
Sonstige Aufwendungen -2.257 -4.870
Operatives Ergebnis 37.472 31.986
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.333 -4.588
Zinsen und ähnliche Erträge 224 11
Zinsergebnis -5.109 -4.577
Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen -193 -1.579
Finanzergebnis -5.302 -6.156
Ergebnis vor Steuern 32.170 25.830
Ertragsteueraufwand -9.132 -7.457
Latenter Steueraufwand/-ertrag 419 954
Ertragsteuern gesamt -8.713 -6.503
Konzernergebnis 23.457 19.327
davon entfallen auf:
gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind 23.377 19.177
Minderheitsanteile am Eigenkapital 80 150
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) 23,38 19,18

BILANZ

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

Aktiva

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 2.252 2.028
Immaterielle Vermögenswerte 2.282 2.394
Sachanlagen 242.115 238.251
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.584 1.584
Sonstige Forderungen - 2
Latente Steueransprüche 1.995 1.545
Langfristige Vermögenswerte 250.228 245.804
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 87.408 82.355
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.031 29.331
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18.483 11.315
Sonstige Vermögenswerte 30.025 70.286
Kurzfristige Vermögenswerte 180.947 193.287
Summe Aktiva 431.175 439.091

Passiva

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
Rücklagen 103.310 75.381
Konzernergebnis 23.377 37.598
Beitrag des Mutterunternehmens 2.258 2.185
Währungsumrechnungsdifferenzen -97.077 -103.929
Anteile anderer Gesellschafter 2.286 2.833
Eigenkapital 60.154 40.068
Langfristige Schulden
Rückstellungen 87.756 79.765
Latente Steuerschulden 11.949 15.817
Finanzielle Verbindlichkeiten 151.613 146.536
Langfristige Schulden 251.318 242.118
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 9.030 8.637
Ertragsteuerschulden 7.704 478
Finanzielle Verbindlichkeiten 5.622 4.419
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.287 78.221
Sonstige Verbindlichkeiten 24.060 65.150
Kurzfristige Schulden 119.703 156.905
Summe Passiva 431.175 439.091

KAPITALFLUSSRECHNUNG

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

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in TEUR 1. Hj. 2019 1. Hj. 2018
Jahresergebnis des Konzerns 23.457 19.327
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis 14.015 12.659
Operatives Konzernergebnis 37.472 31.986
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 21.406 19.809
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -1.575 -1.662
Gezahlte und erhaltene Zinsen -455 -493
Gezahlte und erhaltene Ertragsteuern (operativ) -1.967 -979
Erhaltene Dividende 61 57
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 284 60
Cashflow 55.226 48.778
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 851 447
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 371 3.334
Veränderung der Vorräte -2.873 3.890
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -12.190 -9.055
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) -711 -4.792
Cashflow aus operativer Tätigkeit 40.674 42.602
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 296 309
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
ohne Kontrollwechsel -770 -
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -14.322 -22.241
Cashflow aus Investitionstätigkeit -14.796 -21.932
Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH -51.258 -34.980
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 726 3.650
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -1.170 -4.580
Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten -3.044 -2.540
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter 39.174 23.616
Veränderung der Verbindlichkeit aus unechtem Factoring -4.218 -1.563
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -19.790 -16.397
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 6.088 4.273
Wechselkursbedingte Veränderung 1.080 308
Veränderung der Zahlungsmittel 7.168 4.581
Finanzmittel am Anfang der Periode 11.315 4.403
Finanzmittel am Ende der Periode 18.483 8.984

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS

für die Zeit vom 01. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2018 sowie vom 01. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019

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Verallia Deutschland AG
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2018 26.000 62.492 249 36.412 - 24.709
Konzernergebnis - - - - - 19.177
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - - - - -
Beiträge des Mutterunternehmens - 59 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - - 24.709 - -24.709
30.06.2018 26.000 62.551 249 61.121 - 19.177
01.01.2019 26.000 73.408 249 3.909 - 37.598
Konzernergebnis - - - - - 23.377
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - -5.140 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - 264 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - -8.887 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - 4.018 - -
Dividende - - - - - -
Beiträge des Mutterunternehmens - 72 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - 77 - -
Umgliederung - - - 37.598 - -37.598
30.06.2019 26.000 73.480 249 31.839 - 23.377

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Verallia Deutschland AG Fremdgesellschafter Gesamt
in TEUR Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen Summe Eigenkapital Minderheitenkapital Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2018 -98.026 51.836 2.482 241 2.723 54.559
Konzernergebnis - 19.177 - 150 150 19.327
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - - -
Währungsumrechnung -1.255 -1.255 -61 - -61 -1.316
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - - -
Dividende - - -4 -4 -4
Beiträge des Mutterunternehmens - 59 - - - 59
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - - -
Umgliederung - - 241 -241 - -
30.06.2018 -99.281 69.817 2.658 150 2.808 72.625
01.01.2019 -103.929 37.235 2.466 367 2.833 40.068
Konzernergebnis - 23.377 - 80 80 23.457
Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges - -5.140 - - - -5.140
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - 264 - 264
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - -8.887 - - - -8.887
Währungsumrechnung 6.852 6.852 221 - 221 7.073
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 4.018 - - - 4.018
Dividende - - -1 -1 -1
Beiträge des Mutterunternehmens - 72 - - - 72
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - 77 -847 - -847 -770
Umgliederung - - 367 -367 - -
30.06.2019 -97.077 57.868 2.206 80 2.286 60.154

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS

DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2019

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den Konzernzwischenbericht der Periode vom 01. Januar bis 30. Juni 2019.

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Verallia Deutschland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen BRH Holdings GP, Ltd. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Die Verallia Deutschland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt derzeit 3.105 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.016).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendender International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Dieser verkürzte Abschluss ist im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 und den darin enthaltenen Anhangangaben zu sehen. Damit informiert das Unternehmen über den Geschäftsverlauf in der Unternehmensgruppe.

Der Zwischenabschluss wurde weder extern geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Es werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 angewandt, zusätzlich IAS 34 Zwischenberichterstattung. Darüber hinaus traten folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevanten Standards zum 1. Januar 2019 in Kraft:

IFRS 16 Leasingverhältnisse:

Der Standard enthält Vorschriften, die explizit die Darstellung von Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten sowie der entsprechenden Auswirkungen auf die Ergebnisse und die Cashflows innerhalb der primären Abschlussbestandteile regeln. Er ersetzt die bisherigen Regelungen, insbesondere IAS 17 Leasingverhältnisse. Der Konzern wendet den neuen Standard ab dem 01. Januar 2019 an. Es wurde der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, die Vergleichsperiode wurde nicht angepasst.

Das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand wird in der Bilanz mit dem Betrag der Leasingverbindlichkeit, der sich aus dem Barwert der restlichen Leasingzahlungen, abgezinst zum Erst-anwendungszeitpunkt mit dem entsprechenden Grenzfremdkapitalzinssatz, angesetzt. Daraus resultierend wurden zum 01. Januar 2019 TEUR 3.569 als Nutzungsrecht für Leasingverhältnisse in den Sachanlagen und respektive in gleicher Höhe als Leasingverbindlichkeit in den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in die Bilanz aufgenommen. Nach Abschreibung des Nutzungsrechts sowie Zu- und Abgängen von Leasingverhältnissen ergibt sich zum 30. Juni 2019 ein Nutzungsrecht in Höhe von TEUR 4.114. Dem stehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.134 gegenüber.

Durch die beschriebene Veränderung steigt der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit um die bisherigen operativen Leasingzahlungen.

IFRIC 23 "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung":

Hieraus ergab sich keine Auswirkung auf die Erstellung des Abschlusses.

Alle anderen Neuerungen waren für den Verallia Deutschland Konzern nicht relevant.

Zum 01.01.2020 sind für den Verallia Deutschland Konzern folgende, von der EU noch nicht übernommenen Änderungen relevant:

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses", sowie
IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" - Definition von Wesentlichkeit
Änderungen am Rahmenkonzept zur Rechnungslegung

Eine wesentliche Auswirkung hieraus auf die Erstellung von Abschlüssen ist nicht zu erwarten.

C. ERHEBLICHE EREIGNISSE UND GESCHÄFTSVORFÄLLE

Der Rückgang des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen von 1,60% auf 0,77% führte zu versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von insgesamt TEUR 8.887.

D. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Der Konsolidierungskreis des Verallia Deutschland Konzerns umfasst unverändert zum 31. Dezember 2018 vier voll konsolidierte Gesellschaften. Bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurde der Anteilsbesitz um 3,32% auf 100,00% aufgestockt. Die bilanziellen Auswirkungen hieraus waren nicht wesentlich. Der jeweilige Anteilsbesitz an den anderen Gesellschaften blieb im ersten Halbjahr 2019 unverändert.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren, basierend auf Verträgen mit Kunden.

(2) Sachanlagen

Die Investitionen in Sachanlagen des ersten Halbjahres 2019 in Höhe von TEUR 15.368 liegen leicht unter dem Vorjahresniveau von TEUR 15.554.

(3) Vorräte

Die Abwertungen auf Vorräte betragen zum 30. Juni 2019 TEUR 2.262 (31. Dezember 2018: TEUR 2.391).

(4) Finanzielle Vermögenswerte und Finanzielle Verbindlichkeiten

Die Zuordnung der einzelnen Bilanzpositionen zu den gemäß IFRS 13 geforderten Fair-Value-Hierarchien ist im Vergleich zum 31. Dezember 2018 unverändert. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Bilanzpositionen (Langfristige Finanzielle Verbindlichkeiten und Sonstige Forderungen) entspricht näherungsweise deren Buchwert. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows, die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die langfristigen Bilanzpositionen und Cashpool-Forderungen sind nicht relevant für die IFRS 13-Kategorisierung in Stufe 1, 2 oder 3. Alle übrigen Finanzinstrumente werden Stufe 3 zugeordnet und zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

(5) Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 134.507 (31. Dezember 2018: TEUR 204.688), darin enthalten sind Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 9.584 (31. Dezember 2018: TEUR 17.241).

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt grundsätzlich den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie politische, gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit der Zielsetzung einer effizienteren Ressourcenallokation wurde die Managementstruktur Ende 2018 dahingehend angepasst, dass sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment geführt werden, Russland und die Ukraine werden folglich unter Osteuropa subsummiert. Die Vorjahresdarstellung wird gemäß IAS 8 entsprechend angepasst.

Sämtliche Konzernunternehmen sind im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig.

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30.06.2019
in TEUR Deutschland Osteuropa Eliminierung & Anpassung Konzern
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Außenumsatz 202.286 73.658 - 275.944
Intersegmentäre Umsätze - 141 -1411) -
Operatives Ergebnis 26.776 10.659 371) 37.472
Ergebnis vor Steuern 22.581 9.576 131) 32.170
Konzernergebnis 15.953 7.501 31) 23.457
Vermögenswerte 528.850 145.485 -243.1601) 2) 431.175

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30.06.2018
in TEUR Deutschland Osteuropa Eliminierung & Anpassung Konzern
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Außenumsatz 190.175 63.569 - 253.744
Intersegmentäre Umsätze 2 162 -1641) -
Operatives Ergebnis 24.981 6.984 21 1) 31.986
Ergebnis vor Steuern 21.762 4.084 -161) 25.830
Konzernergebnis 16.160 3.204 -371) 19.327
Vermögenswerte zum 31.12.2018 554.114 125.140 -240.1631) 3) 439.091

1) Konsolidierung

2) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -9,917)

3) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -10.528)

G. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Verallia Konzerns werden in Summe angegeben.

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Forderungen 22.860 61.427
Verbindlichkeiten 155.059 201.376

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in TEUR 1. Hj. 2019 1. Hj. 2018
Erträge 6.817 6.067
Aufwendungen/Investitionen 8.597 8.727

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