Earnings Release • Jul 29, 2021
Earnings Release
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Finanzbericht: 28674837

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| 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 | ||
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | in Mio. EUR | 262,5 | 284,3 |
| EBIT | in Mio. EUR | 40,1 | 45,1 |
| Konzernergebnis | in Mio. EUR | 25,5 | 35,5 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | in Mio. EUR | 48,9 | 68,1 |
| Investitionen | in Mio. EUR | 25,5 | 20,8 |
| Ergebnis je Aktie | in EUR | 25,38 | 35,15 |
| Umsatzrendite 1) | in % | 15,3 | 15,9 |
| Eigenkapitalquote 2) | in % | 11,9 | 6,5 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) | Stichtag | 2.895 | 3.029 |
1) Umsatzrendite = Operatives Ergebnis / Umsatzerlöse x 100
2) jeweils zum 30. Juni
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2021
Die Verallia Deutschland AG (VD) - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird.
Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten, die sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges befinden. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk "Verallia Ukraine" in Rivne, Ukraine.
Auch im ersten Halbjahr 2021 hat die Covid-19-Pandemie die Verallia Deutschland AG - wie viele Unternehmen und Menschen in den Ländern, in denen die Gesellschaft tätig ist - entsprechend beeinflusst. Dank sehr klarer, strenger Direktiven seitens des Vorstands, die auf den Vorgaben der Behörden und den unternehmensinternen Business Continuity Plänen basieren, konnte die Verallia Deutschland AG jedoch die Produktionskapazitäten durchgängig zu 100 % aufrechterhalten. Aus gesundheitlicher Sicht gab es in den Werken kaum Beeinträchtigungen. Vor allem durch die geschlossene Gastronomie war eine etwas geringere Nachfrage nach Behälterglas von Kundenseite in beiden geographischen Segmenten zu verzeichnen.
Nachdem das Wiederaufflammen der Corona-Pandemie die wirtschaftliche Erholung im Winterhalbjahr ins Stocken gebracht hatte, nimmt die Konjunktur in Deutschland dem Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW Kiel) zufolge, nun wieder Fahrt auf.
Auch das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) macht im Juni 2021 einen Sprung nach oben. Allerdings treten derweil Pandemiefolgen in den Vordergrund, die nicht unmittelbar auf die Eindämmung des Infektionsgeschehens zurückzuführen sind. Lt. DIW-Experten verschärfen sich seit Monaten Knappheiten bei vielen Rohstoffen und Vorleistungsgütern. Die weltweit kräftige Erholung hat vielschichtige Lieferengpässe mit sich gebracht, die die Produktion vieler Unternehmen spürbar behindern. Mit den Lieferengpässen hat auch der Preisdruck zugenommen, zumal die konjunkturelle Dynamik weltweit hoch ist. So waren die Preise für Rohstoffe, Vorleistungsgüter und Transportleistungen zuletzt auf breiter Front aufwärtsgerichtet.
Immerhin steigt die Nachfrage nach deutschen Gütern und Dienstleistungen weiter merklich - besonders die aus dem Ausland.
Der Bundesverband der Glasindustrie (BV Glas) berichtet, dass der saisonbereinigte ifo Geschäftsklimaindex für die Glasindustrie im Juni 2021 gegenüber Mai um 4,9 Punkte auf 106,2 Punkte steigt. Dies ist der beste Wert seit April 2019 und das Ergebnis aus der Beurteilung der derzeitigen Geschäftslage (plus 0,7 Punkte) und den Erwartungen an die zukünftige Geschäftslage (plus 9,1 Punkte) gegenüber dem Vormonat.
Alle drei im ifo Geschäftsklima betrachteten Glassektoren, d.h. auch Behälterglas, tragen zu dieser positiven Entwicklung bei.
Auch in den osteuropäischen Ländern steht die Wirtschaft weiterhin maßgeblich unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie.
Russlands Wirtschaft hat die Coronakrise trotz hoher Infektionszahlen insgesamt relativ gut überstanden. Die größten Einbußen verzeichnet der private Konsum, aufgrund steigender Arbeitslosigkeit und sinkendem verfügbarem Einkommen. Nach einem moderaten BIP-Rückgang in 2020 erwartet das russische Wirtschaftsministerium für das Jahr 2021 einen BIP-Anstieg um ca. 3 %. Für das Gesamtjahr 2021 wird vom IWF eine Inflationsrate von ca. 4,5 % prognostiziert.
Eine neue Pandemiewelle hat die Wachstumsprognosen der ukrainischen Wirtschaft zu Jahresbeginn eingedämmt. Gemäß aktualisierter Prognose der Nationalbank Mitte April ergibt sich für das Gesamtjahr 2021 ein BIP-Wachstum von 3,8 %. Zur Jahresmitte stellt sich eine Erholung der Wirtschaft ein, wobei neben der Zusammenarbeit mit dem IWF insbesondere der Konsum eine wichtige Stütze darstellt.
Der Konzernumsatz in der aktuellen Berichtsperiode beträgt 262,5 Mio. Euro und liegt damit 7,7 % unter dem Umsatz des ersten Geschäftshalbjahres 2020 von 284,3 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf Mengeneinbußen durch die Corona-Krise, darüber hinaus auf schwächere Wechselkurse der osteuropäischen Währungen.
Der Umsatz in Deutschland fiel um 5,0 % von 209,7 Mio. Euro auf 199,3 Mio. Euro. Auch in Osteuropa war ein Rückgang, um 15,3 % von 74,6 Mio. Euro auf 63,2 Mio. Euro, zu verzeichnen.
Das Operative Ergebnis (EBIT) des Verallia Deutschland Konzerns beträgt 40,1 Mio. Euro und ist damit um 5,0 Mio. Euro bzw. 11,1 % niedriger als in der Vergleichsperiode 2020. Wegen zweier Wannenbauten konnte der Umsatzrückgang prozentual nicht vollständig durch gesunkene Umsatzkosten kompensiert werden. Analog dazu fiel auch das EBITDA von 67,4 Mio. Euro auf 61,3 Mio. Euro.
Das Finanzergebnis beträgt -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: -0,3 Mio. Euro). Der Zinsaufwand verbesserte sich von -4,0 Mio. Euro auf -3,6 Mio. Euro, zurückzuführen insbesondere auf eine durchgereichte Umfinanzierung der gesamten Verallia Gruppe. Die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen enthalten im Gegensatz zum Vorjahr Währungsverluste in Osteuropa, resultierend aus einem teilweise in Euro vorgehaltenen Zahlungsmittelbestand.
Insgesamt ergibt sich somit ein Rückgang des Ergebnisses vor Steuern von 44,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode 2020 auf 36,2 Mio. Euro zum 30. Juni 2021. Trotzdem stiegen die Ertragsteuern von 9,4 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro. Im Vorjahr war hier ein Sondereffekt aus der Inanspruchnahme von Verlustvorträgen in Russland enthalten.
Somit ist ein Konzernergebnis in Höhe von 25,5 Mio. Euro im Vergleich zu 35,5 Mio. Euro in der Vergleichsperiode zu verzeichnen.
Im Sonstigen Ergebnis sind Zeitwertänderungen von Sicherungsgeschäften für Zins- und Rohstoffrisiken in Höhe von insgesamt 13,3 Mio. Euro (Vorjahr: -0,8 Mio. Euro) enthalten, gegenläufig dazu die daraus resultierenden latenten Steuern in Höhe von -3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro). Außerdem führt eine Erhöhung des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von insgesamt 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) und einem entsprechenden latenten Steueraufwand in Höhe von -1,9 Mio. Euro (Vorjahr: -0,5 Mio. Euro). Die Verbesserung des Wechselkurses sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro zwischen 01. Januar und 30. Juni 2021 ergibt Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von 6,7 Mio. Euro, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (Vorjahr: -12,6 Mio. Euro). Insgesamt liegt das Gesamtergebnis mit 46,2 Mio. Euro um insgesamt 22,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert in Höhe von 23,4 Mio. Euro.
Beim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum Halbjahr (30. Juni 2021) mit dem Jahresabschluss (31. Dezember 2020) sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten.
Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 407,4 Mio. Euro auf 416,5 Mio. Euro. Die Sachanlagen erhöhten sich sowohl zyklisch- als auch währungsbedingt von 245,4 Mio. Euro auf 254,1 Mio. Euro. Die Vorräte, hierbei insbesondere die Fertigen Erzeugnisse, nahmen saisonal um 6,1 Mio. Euro auf 79,7 Mio. Euro zu.
Die Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich signifikant von 38,0 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist dies auf gesunkene Cashpool-Forderungen innerhalb der Verallia Gruppe zurückzuführen. Diese resultieren hauptsächlich aus der erfolgten Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von 49,6 Mio. Euro, gegenläufig dazu verhalten sich der laufende Cashflow sowie die Entwicklung der Cashflow-Hedges.
Auf der Passivseite führte die erfolgte Ergebnisabführung für 2020 zu einem entsprechenden Rückgang der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Per 30.06.2021 ist hierin hauptsächlich das auf das erste Halbjahr 2021 entfallende, an die Horizon Holdings Germany abzuführende handelsrechtliche Ergebnis der Verallia Deutschland AG enthalten.
Der Rückgang der langfristigen Rückstellungen von 85,2 Mio. Euro auf 77,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf einen erhöhten Abzinsungssatz der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.
Der Rückgang der kurzfristigen Rückstellungen von 15,4 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro resultiert in erster Linie aus dem teilweisen Verbrauch sowie der teilweisen Auflösung der Rückstellung für die CO 2-Unterdeckung.
Die Erhöhung der Sonstigen Verbindlichkeiten von 12,8 Mio. Euro auf 24,2 Mio. Euro beinhaltet unter anderem die gewährte Stundung von Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
Das Eigenkapital erhöhte sich deutlich um 21,6 Mio. Euro auf 49,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg somit von 6,8 % zum 31. Dezember 2020 auf 11,9 % zum 30. Juni 2021 an.
Der Cashflow fiel gegenüber dem Vorjahr von 62,3 Mio. Euro auf 58,1 Mio. Euro, in erster Linie aufgrund des niedrigeren Operativen Konzernergebnisses. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit lag Working-Capital-bedingt sogar 19,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr bei 48,9 Mio. Euro. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit liegt bei -30,7 Mio. Euro (Vorjahr: -24,0 Mio. Euro). Größtes Einzelprojekt ist hierbei ein Wannenbau in Bad Wurzach. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt -27,3 Mio. Euro (Vorjahr: -53,4 Mio. Euro). Die Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH führte gleichzeitig zu einer Verringerung der Sonstigen Vermögenswerte. Darüber hinaus wurde ein Teil der langfristigen Finanzierung in einen Nachhaltigkeits-Bond umgewandelt.
Insgesamt verringerte sich der Zahlungsmittelbestand im Berichtszeitraum um 8,8 Mio. Euro (Vorjahr: 8,5 Mio. Euro).
Die meisten wichtigen Ergebnis- und Ertragskennzahlen liegen wegen der Corona-Krise unter Vorjahresniveau. Demgegenüber erhöhte sich das Gesamtergebnis aufgrund der Entwicklung diverser makroökonomischer Faktoren stark. Erfreulich ist zudem, dass beide geographischen Segmente auch in der aktuellen Berichtsperiode einen positiven Beitrag sowohl zum Operativen Ergebnis als auch zum Konzernergebnis nach Steuern leisten.
Die Verallia Deutschland AG geht davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr - vorausgesetzt, es erfolgt kein neuer Covid-19-bedingter Lockdown - auch die operativen Kennzahlen segmentübergreifend wieder verbessern. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die großen Investitionen für turnusgemäße Wannenbauten im dritten und vierten Quartal umgesetzt wurden, wurden die Wannenbauten 2021 bereits in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres realisiert.
Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei der Verallia Deutschland AG ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Dieser gibt die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Rückkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte.
Im betrachteten Halbjahr 2021 ist für die Standorte der Verallia Deutschland AG inklusive der Standorte in Osteuropa für den TF2 ein Wert von 4,8 (12 Monatswert) zu verzeichnen (Vorjahr: 2,8). Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen trotz des in 2019 gestarteten und in 2020 fortgeführten Reaktionsprogramms auf Unfälle. Unfallursachen werden unter Hinzuziehen der Führungskräfte nun intensiver untersucht und die daraus abgeleiteten Maßnahmen in allen Werken überprüft.
Das Chancenmanagementsystem sowie konkrete Chancen und Potenziale der Verallia Deutschland AG sind im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020 dargestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt sind hier keine wesentlich anderen Erkenntnisse festzustellen. Die beschriebenen Chancen behalten auch für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2021 ihre Geltung. Einzelne Entwicklungen seit Geschäftsjahresende sind nachfolgend aufgeführt.
Die vorsichtige Öffnung der Restaurants und Gaststätten im Rahmen der Lockerungen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie sorgt wieder für steigende Nachfrage bei alkoholischen und nicht-alkoholischen Getränken. Allerdings wird derzeit das Niveau vor der Pandemie noch nicht erreicht. Erste Informationen lassen auf eine gute Ernte bei Sommergemüse hoffen.
Durch die konsequente Implementierung des Produktionssystems VIM (Verallia Industrial Management) in den deutschen und osteuropäischen Werken konnten gute Fortschritte in den Bereichen Kostensenkung, Verbesserung der Produktqualität und Flexibilisierung erzielt werden. Mit der "Cost Deployment Methode" können jetzt die Werke besser identifizieren, wo ihre Einsparungsmöglichkeiten liegen und welche Werke "Good Practices" von anderen Standorten übernehmen können. Es gibt einen starken Fokus auf die CO2-Reduzierung, basierend auf einer Scherbenquotenerhöhung, Gasverbrauchsoptimierung und Gewichtsreduzierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Behebung der zugrundeliegenden Ursachen von Problemen mittels eines strukturierten Problemlösungsprozesses. Ferner wenden die Mitarbeiter ihr Wissen bei der konsequenten Bearbeitung und Verfolgung von Optimierungspotentialen zur Erreichung einer nachhaltigen Verbesserung unserer Leistungsgrößen an.
Die Verallia Deutschland AG verfügt über ein konzernweit implementiertes Risikomanagementsystem. Eine detaillierte Beschreibung des Systems wie auch der einzelnen Risiken ist im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020 enthalten. Alle dort gemachten Aussagen besitzen nach wie vor weitestgehend ihre Gültigkeit. Die größte Dynamik weisen generell die Markt- und Absatzrisiken auf und in Deutschland zwischenzeitlich ebenso die Beschaffungsrisiken und rechtlichen Risiken des Energiesektors.
Durch die Corona-Pandemie ergeben sich in allen Bereichen sowohl im Beschaffungs-, Absatz- als auch im Finanzbereich Planungsunsicherheiten. Diese werden durch ein erhöhtes Ausfallrisiko bei Kunden und Lieferanten hervorgerufen, welche auch auf die Liquiditätsplanung Einfluss haben.
Als Folge der Corona-Krise sind verminderte oder verspätete Zahlungseingänge nicht auszuschließen. Dem wird durch intensiviertes Kunden-Monitoring entgegengewirkt. Außerdem werden staatliche Unterstützungsmaßnahmen geprüft und bei Bedarf in Anspruch genommen.
Des Weiteren könnten sich durch das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld Wertminderungsrisiken für die einzelnen Vermögenswerte der Verallia Deutschland AG ergeben. Wie in diesem Zwischenbericht dargestellt, ist die Lage des Verallia Deutschland Konzerns derzeit jedoch nicht als deutlich verschlechtert einzustufen. Ein Triggering-Event für die Überprüfung der Werthaltigkeit sämtlicher Vermögenswerte liegt dementsprechend nicht vor.
Die Märkte sind weiterhin volatil, da ein Ende der Corona-Pandemie noch nicht mit Sicherheit abzusehen ist. Dadurch besteht das Risiko am Markt kurzfristig benötigte neue Bedarfe nicht kurzfristig zur Verfügung stellen zu können, bzw. nicht die benötigte Ware am Lager zu haben. Der rückläufige Konsum von Mineralwasser zu Gunsten von Leitungswasser könnte sich auch auf den Absatz von Glasflaschen negativ auswirken, auch wenn hier vor allem PET Einweg betroffen ist.
In Russland beeinflusst die Corona-Pandemie ebenfalls spürbar die Nachfrage, wobei der Rückgang bei Mineralwasser und Sekt am größten ist. Im ersten Halbjahr 2021 zeigen sich zudem Auswirkungen durch den Ausbau der Kapazitäten bei verschiedenen Produzenten. Die Überkapazitäten sowohl bei Flaschen als auch bei Gläsern wirken sich auf die Preise aus.
In der Ukraine stellen, neben zunehmender Kosteninflation, zusätzlich Überkapazitäten sowie steigender Wettbewerb auf dem polnischen und anderen EU-Absatzmärkten die größten Herausforderungen dar.
Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment, spezifische Dienstleistungen sowie Frachtkapazitäten, in derer Beschaffung wir mit wirtschaftlichen Risiken wie Marktpreisrisiken aufgrund von Konjunkturzyklen, Preiserhöhungen seitens der Lieferanten und Versorgungsengpässen aufgrund der Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten sowie Qualitätsrisiken konfrontiert werden können.
Wir analysieren hierzu kontinuierlich politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen und passen unser Beschaffungsmanagement im Bedarfsfall an.
Marktpreisrisiken begegnen wir durch mittel- und langfristige Lieferverträge, wodurch wesentliche Preisrisiken verringert werden. Lieferengpässe können bei fehlenden Ausweichmöglichkeiten zu Produktionsstillständen und eigenen Lieferverzögerungen mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Dies betrifft insbesondere die Beschaffung von Rohstoffen, Verpackungsmaterial und Vergütungsmitteln. Wir begegnen diesen Risiken zum einen mit einem intensiven Lieferantenmanagement und zum anderen sowohl durch eine enge Abstimmung mit unseren Kernlieferanten als auch einer laufenden Marktbeobachtung.
Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren und enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten verbessern wir permanent die Qualität der bezogenen Produkte.
Die Energiepreise sind in der Tendenz zunehmend volatil. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet.
Es besteht auch für die neue Handelsperiode eine Unterdeckung an CO 2-Zertifikaten. Dies führt zu einem stichtagsbezogenen Rückstellungsbedarf in Höhe von 3,3 Mio. Euro. In dem Maße, in dem zum Stichtag eine Unterdeckung an CO 2-Emissionsrechten vorliegt, besteht ein entsprechendes Risiko in Bezug auf deren Wertentwicklung. Auf Ebene der Verallia Gruppe ist im Rahmen des Risikomanagementsystems durch eine vorwärtsgerichtete Sicherung aller CO 2-Emissionsrechte die Versorgung mit CO 2-Emissionsrechten für die kommenden Jahre gewährleistet.
Die Risikolage hat sich gegenüber dem 31.12.2020 wenig verändert, positiv sind die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie hervorzuheben. Durch die sinkenden Inzidenzwerte haben sich die aus dem Lockdown resultierenden Risiken deutlich verringert.
Die Entwicklungen des für die Verallia Deutschland AG wichtigen Energiesektors werden weiterhin aufmerksam verfolgt. Die zunehmende Anzahl an gesetzlichen Änderungen bietet dabei sowohl Chancen als auch Risiken. Durch das intensive Risikomanagement und die interne Organisation wird den Risiken bestmöglich begegnet.
Sämtliche Risiken werden aktuell und für die Zukunft als nicht bestandsgefährdend beurteilt. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum 31. Dezember 2020 hat sich die Risikolage nicht grundlegend verändert.
Wir sehen unsere Prognosen zum Umsatz und EBITDA aus dem Geschäftsbericht zum 31.12.2020 für das Gesamtjahr 2021 nach wie vor als zutreffend an.
Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die großen Investitionen für turnusmäßige Wannenbauten ins dritte und vierte Quartal gelegt wurden, wurden die Wannenbauten 2021 bereits in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres realisiert.
Die Arbeitssicherheit bleibt auch im zweiten Halbjahr 2021 ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Die bereits im Jahr 2019 eingeleiteten Maßnahmen werden weiterverfolgt. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2021 eine Stabilisierung der Unfallereignisse. Für das Gesamtjahr 2021 gehen wir von einer deutlichen Überschreitung der ursprünglichen Prognose (1,7) aus.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Im Juli 2021
Verallia Deutschland AG
Der Vorstand
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| Hugues Denissel Vorsitzender |
Joachim Böttiger Personal |
Karsten Fuchs Vertrieb |
| Sebastian Kopsch Finanzen |
Roland Unfried Technik |
Alle Zahlen und Angaben sind nicht extern geprüft.
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2021
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| in TEUR | 1.Hj. 2021 | 1.Hj. 2020 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | 25.512 | 35.462 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) | 6.535 | 1.624 |
| Ertragsteuern | -1.906 | -474 |
| 4.629 | 1.150 | |
| Posten, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden dürfen | ||
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | 13.284 | -819 |
| Latente Steuern auf Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | -3.877 | 274 |
| Währungsumrechnung | 6.665 | -12.633 |
| 16.072 | -13.178 | |
| Sonstiges Ergebnis | 20.701 | -12.028 |
| Gesamtergebnis | 46.213 | 23.434 |
| davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend | 45.924 | 23.434 |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 289 | - |
Das auf andere Gesellschafter entfallende Gesamtergebnis in Höhe von TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 0) ergibt sich aus dem anteiligen Jahresergebnis in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 314) sowie anteiligen Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR -314).
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| in TEUR | 1.Hj. 2021 | 1.Hj. 2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 262.544 | 284.326 |
| Umsatzkosten | -207.093 | -223.904 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -14.151 | -13.073 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2 | -5 |
| Sonstige Erträge | 112 | 59 |
| Sonstige Aufwendungen | -1.267 | -2.294 |
| Operatives Ergebnis | 40.143 | 45.109 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.559 | -3.986 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 38 | 43 |
| Zinsergebnis | -3.521 | -3.943 |
| Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen | -384 | 3.651 |
| Finanzergebnis | -3.905 | -292 |
| Ergebnis vor Steuern | 36.238 | 44.817 |
| Ertragsteueraufwand | -8.941 | -11.419 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | -1.785 | 2.064 |
| Ertragsteuern gesamt | -10.726 | -9.355 |
| Konzernergebnis | 25.512 | 35.462 |
| davon entfallen auf: | ||
| gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind | 25.375 | 35.148 |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | 137 | 314 |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) | 25,38 | 35,15 |
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| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.872 | 1.762 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.933 | 1.907 |
| Sachanlagen | 254.147 | 245.396 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 |
| Latente Steueransprüche | 5.177 | 5.303 |
| Langfristige Vermögenswerte | 264.713 | 255.952 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 79.733 | 73.606 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.739 | 22.395 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 8.691 | 17.445 |
| Sonstige Vermögenswerte | 25.667 | 37.967 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 151.830 | 151.413 |
| Summe Aktiva | 416.543 | 407.365 |
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| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 |
| Kapitalrücklagen | 113.452 | 105.867 |
| Gewinnrücklagen | -4.711 | -45.597 |
| Konzernergebnis | 25.375 | 59.107 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -113.400 | -119.913 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 2.661 | 2.372 |
| Eigenkapital | 49.377 | 27.836 |
| Langfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 77.452 | 85.160 |
| Latente Steuerschulden | 14.934 | 7.742 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 135.086 | 135.443 |
| Langfristige Schulden | 227.472 | 228.345 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Rückstellungen | 5.152 | 15.443 |
| Ertragsteuerschulden | 527 | 239 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 36.391 | 53.189 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 73.400 | 69.515 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 24.224 | 12.798 |
| Kurzfristige Schulden | 139.694 | 151.184 |
| Summe Passiva | 416.543 | 407.365 |
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| in TEUR | 1.Hj. 2021 | 1.Hj. 2020 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis des Konzerns | 25.512 | 35.462 |
| Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis | 14.631 | 9.647 |
| Operatives Konzernergebnis | 40.143 | 45.109 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 21.105 | 22.338 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -1.576 | -1.263 |
| Gezahlte und erhaltene Zinsen | -716 | -3 |
| Gezahlte und erhaltene Ertragsteuern (operativ) | -1.624 | -4.196 |
| Erhaltene Dividende | 58 | 62 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 696 | 210 |
| Cashflow | 58.086 | 62.257 |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte | 274 | 405 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -10.329 | 436 |
| Veränderung der Vorräte | -4.894 | -11.485 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | -13.754 | -242 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) | 19.472 | 16.716 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 48.855 | 68.087 |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | 45 | 79 |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | -30.773 | -24.054 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -30.728 | -23.975 |
| Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH | -49.553 | -85.861 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 44.112 | 1.270 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | -45.733 | -14.436 |
| Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | -2.447 | -3.027 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter | 26.243 | 48.180 |
| Veränderung der Verbindlichkeit aus unechtem Factoring | 77 | 449 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -27.301 | -53.425 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -9.174 | -9.313 |
| Wechselkursbedingte Veränderung | 420 | 793 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -8.754 | -8.520 |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | 17.445 | 28.384 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | 8.691 | 19.864 |
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| Verallia Deutschland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen |
Andere Gewinn- rücklagen |
Gewinn- vortrag |
Konzern- ergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | 26.000 | 87.466 | 249 | -49.025 | - | 50.507 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 35.148 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | -3.592 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | 2.773 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | 1.624 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -200 | - | |
| Dividende | - | - | - | -29.251 | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 7.401 | - | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | 174 | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 50.507 | - | -50.507 |
| 30.06.2020 | 26.000 | 95.041 | 249 | -27.164 | - | 35.148 |
| 01.01.2021 | 26.000 | 105.867 | 249 | -45.846 | - | 59.107 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 25.375 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | 12.801 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | 483 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | 6.535 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -5.783 | - | - |
| Dividende | - | - | - | -32.257 | - | - |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | 7.355 | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 230 | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 59.107 | - | -59.107 |
| 30.06.2021 | 26.000 | 113.452 | 249 | -4.960 | - | 25.375 |
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| Verallia Deutschland AG | Fremdgesellschafter | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Kumulierte Währungs- umrechnungs- differenzen |
Summe Eigenkapital |
Minderheiten- kapital |
Kumuliertes übriges Konzern- ergebnis |
Summe Eigenkapital |
Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | -93.346 | 21.851 | 2.287 | 253 | 2.540 | 24.391 |
| Konzernergebnis | - | 35.148 | - | 314 | 314 | 35.462 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | -3.592 | - | - | - | -3.592 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | 2.773 | - | - | - | 2.773 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | 1.624 | - | - | - | 1.624 |
| Währungsumrechnung | -12.319 | -12.319 | -314 | - | -314 | -12.633 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | -200 | - | - | - | -200 |
| Dividende | - | -29.251 | - | - | - | -29.251 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 7.401 | - | - | - | 7.401 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | 174 | - | - | - | 174 |
| Umgliederung | - | - | 253 | -253 | - | - |
| 30.06.2020 | -105.665 | 23.609 | 2.226 | 314 | 2.540 | 26.149 |
| 01.01.2021 | -119.913 | 25.464 | 1.874 | 498 | 2.372 | 27.836 |
| Konzernergebnis | - | 25.375 | - | 137 | 137 | 25.512 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | 12.801 | - | - | - | 12.801 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | 483 | - | - | - | 483 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | 6.535 | - | - | - | 6.535 |
| Währungsumrechnung | 6.513 | 6.513 | 152 | - | 152 | 6.665 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | -5.783 | - | - | - | -5.783 |
| Dividende | - | -32.257 | - | - | - | -32.257 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | 7.355 | - | - | - | 7.355 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 230 | - | - | - | 230 |
| Umgliederung | - | - | 498 | -498 | - | - |
| 30.06.2021 | -113.400 | 46.716 | 2.524 | 137 | 2.661 | 49.377 |
DES VERALLIA DEUTSCHLAND KONZERNS ZUM 30. JUNI 2021
Ausgewählte erläuternde Anhangangaben nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für den Konzernzwischenbericht der Periode vom 01. Januar bis 30. Juni 2021.
Die Verallia Deutschland AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 88410 Bad Wurzach, Oberlandstraße, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 610192 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der international tätigen Verallia Gruppe. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Im Konzern sind zum Stichtag 2.895 Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 2.945) beschäftigt.
Die Verallia SA, Paris, ist mit 96,7 % an der Verallia Deutschland AG indirekt beteiligt. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendender International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Dieser verkürzte Abschluss ist im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 und den darin enthaltenen Anhangangaben zu sehen. Damit informiert das Unternehmen über den Geschäftsverlauf in der Unternehmensgruppe.
Der Zwischenabschluss wurde weder extern geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Es werden grundsätzlich die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 angewandt, zusätzlich IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Darüber hinaus traten folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevanten Änderungen zum 1. Januar 2021 in Kraft:
Änderungen an IAS 39, IFRS 9 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze - Phase 2
Hieraus ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf diesen Konzernabschluss.
Der Anstieg des Abzinsungssatzes für die Pensionsrückstellungen von 0,65 % auf 1,00 % führte zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von insgesamt TEUR 6.535 (Vorjahr: TEUR 1.624).
Der Konsolidierungskreis des Verallia Deutschland Konzerns umfasst unverändert zum 31. Dezember 2020 vier voll konsolidierte Gesellschaften. Der jeweilige Anteilsbesitz an sämtlichen Gesellschaften blieb im ersten Halbjahr 2021 unverändert.
Zum 01.07.2021 wurde ein Joint Venture im Bereich der Rohscherbenaufbereitung, die VERRE Recycling GmbH & Co. KG, zusammen mit der REMONDIS Recycling GmbH & Co. KG, gegründet. Der Anteil der Verallia Deutschland AG beträgt 40 %. Die Auswirkungen daraus auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Verallia Deutschland AG sind nicht wesentlich.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren, basierend auf Verträgen mit Kunden.
Die Investitionen in Sachanlagen des ersten Halbjahres 2021 in Höhe von TEUR 25.537 liegen zyklisch bedingt über dem Vorjahresniveau von TEUR 20.769.
Die Abwertungen auf Vorräte betragen zum 30. Juni 2021 TEUR 2.565 (31. Dezember 2020: TEUR 2.444).
Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen.
Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Hierunter fallen im vorliegenden Geschäftsbericht sämtliche Derivate.
Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Darin enthalten sind sämtliche Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 oder 2 fallen.
Für sämtliche weitere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zum Buchwert bilanziert wurden, entspricht der Buchwert näherungsweiße dem beizulegenden Zeitwert, weshalb eine Angabe desselben unterbleiben kann. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Sonstige vertragliche Verpflichtungen belaufen sich auf TEUR 128.078 (31. Dezember 2020: TEUR 164.491), darin enthalten sind Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 10.699 (31. Dezember 2020: TEUR 12.763).
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt grundsätzlich den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie politische, gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit der Zielsetzung einer effizienten Ressourcenallokation werden sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment geführt, Russland und die Ukraine werden folglich unter Osteuropa subsummiert.
Sämtliche Konzernunternehmen sind im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig.
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| 30.06.2021 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Deutschland | Osteuropa | Eliminierung & Anpassung | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 199.265 | 63.279 | - | 262.544 |
| Intersegmentäre Umsätze | - | 428 | -428 1) | - |
| Operatives Ergebnis | 30.405 | 9.959 | -221 1) | 40.143 |
| Ergebnis vor Steuern | 35.097 | 9.391 | -8.250 1) | 36.238 |
| Konzernergebnis | 26.543 | 7.221 | -8.252 1) | 25.512 |
| Vermögenswerte | 496.873 | 136.355 | -216.685 1) 2) | 416.543 |
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| 30.06.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Deutschland | Osteuropa | Eliminierung & Anpassung | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 209.734 | 74.592 | - | 284.326 |
| Intersegmentäre Umsätze | - | 2.914 | -2.914 1) | - |
| Operatives Ergebnis | 29.911 | 15.351 | -153 1) | 45.109 |
| Ergebnis vor Steuern | 31.519 | 18.155 | -4.857 1) | 44.817 |
| Konzernergebnis | 23.406 | 16.917 | -4.861 1) | 35.462 |
| Vermögenswerte zum 31.12.2020 | 501.006 | 126.794 | -220.435 1) 3) | 407.365 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -10.740)
3) Saldierung Latenter Steuern (TEUR -11.118)
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Verallia Konzerns werden in Summe angegeben.
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| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Forderungen | 3.183 | 25.729 |
| Verbindlichkeiten | 170.275 | 187.132 |
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| in TEUR | 1.Hj. 2021 | 1.Hj. 2020 |
|---|---|---|
| Erträge | 8.267 | 4.906 |
| Aufwendungen/Investitionen | 8.220 | 8.189 |
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