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Board/Management Information Nov 5, 2003

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News Details

Corporate | 5 November 2003 15:59

St.-Gobain Oberland AG

Glasindustrie: Schließungen stehen bevor Corporate-News verarbeitet und übermittelt durch die DGAP Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ——————————————————————————– Glasindustrie: Schließungen stehen bevor Pflichtpfand wirkt – Saint-Gobain Oberland AG muss Kapazitäten reduzieren Das Pflichtpfand auf Einweg-Getränkeverpackungen schlägt durch: Die deutsche Behälterglas-Industrie verliert an Marktvolumen. Betroffen ist davon auch die Saint-Gobain Oberland AG mit Hauptsitz in Bad Wurzach. Die staatliche Verpackungsverordnung und die dadurch ausgelöste Unübersichtlichkeit bei den Rücknahmesystemen (“Pfandchaos”) wirken sich nachhaltig negativ auf die Glas-Industrie aus. Von Januar bis September des laufenden Jahres hat allein die Saint-Gobain Oberland AG bei Einwegflaschen ein Absatzvolumen von rund 65.000 Tonnen verloren. Dies hat nachhaltigen Charakter. Als Folge dieser Entwicklung sieht sich das Unternehmen gezwungen, die Kapazität dem künftigen Marktvolumen anzupassen. Die Schließung einer Produktionsanlage (Glasschmelzwanne) im Laufe des nächsten Jahres ist deshalb unvermeidbar. Kritisch wird die derzeitige Lage vor allem durch die geplante Neufassung der Verpackungsverordnung mit ihrer kritikwürdigen Einteilung in “ökologisch vorteilhafte” und “ökologisch nachteilige” Verpackungen. Die Saint-Gobain Oberland AG sieht darin eine durch nichts zu rechtfertigende Benachteiligung der Einweg-Glasverpackung mit ihrem Recyclinganteil von beinahe 90 Prozent. Dagegen werde der Getränkekarton aus mehrlagigem Materialverbund bevorzugt. Wie es jetzt aussieht, gehen der Behälterglas-Industrie insgesamt durch die Auswirkungen des Pflichtpfands auf Dauer etwa 15 Prozent des Marktvolumens und damit rund 1500 Arbeitsplatze verloren. Das Geschäft mit Einweg-Getränkeflaschen droht völlig wegzubrechen. Ein angemessener Ausgleich in anderen Marktsegmenten ist nicht möglich. Dies führt in der Konsequenz zu steigenden Produktionskosten in der von der Kapazitätsreduzierung betroffenen Betriebsstätte. Die Saint-Gobain Oberland AG leitet deswegen Maßnahmen zur Schließung einer Glasschmelzwanne ein. Welcher der vier Produktionsstandorte davon betroffen sein wird und welche Personalmaßnahmen das erfordert, darüber machte das Unternehmen noch keine Angaben. Bad Wurzach, den 5. November 2003 Saint-Gobain Oberland AG Kontakt: Jürgen Dietz Telefon: +49(0)7564/18-338 / Telefax /18-462 e-mail: [email protected] Ende der Mitteilung, (c)DGAP 05.11.2003 ——————————————————————————– WKN: 685160; ISIN: DE0006851603; Index: Notiert: Amtlicher Markt in Frankfurt (General Standard), München und Stuttgart; Freiverkehr in Berlin-Bremen 051559 Nov 03

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