Annual Report • Apr 2, 2020
Annual Report
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| 2019 | 2018 | 2017 | 12/2016 | 02/2016 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Mio. EUR | 570,3 | 522,8 | 504,2 | 421,1 | 68,4 |
| Jahresergebnis | Mio. EUR | 50,8 | 38,0 | 25,0 | 30,2 | 0,0 |
| EBIT | Mio. EUR | 77,7 | 63,2 | 49,3 | 42,2 | 2,7 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | Mio. EUR | 107,8 | 108,2 | 98,6 | 84,1 | -1,5 |
| Investitionen | Mio. EUR | 43,4 | 34,5 | 48,7 | 41,9 | 14,0 |
| Umsatzrendite | % | 13,6 | 12,1 | 9,8 | 10,0 | 4,0 |
| Eigenkapitalquote | % | 5,3 | 9,1 | 12,5 | 12,8 | 13,5 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am Stichtag | Anzahl | 3.131 | 3.066 | 3.057 | 3.103 | 3.101 |
| Dividende je Aktie | EUR | 17,06 | 17,06 | 17,06 1) | 14,26 1) | 0,00 |
| Börsenkurs am Stichtag 2) | EUR | 510,00 | 550,00 | 550,00 | 520,00 | 445,00 |
| Höchstkurs 2) | EUR | 580,00 | 600,00 | 560,00 | 549,00 | 446,00 |
| Tiefstkurs 2) | EUR | 500,00 | 500,00 | 515,00 | 390,00 | 430,00 |
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| 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 494,2 | 533,7 | 520,7 | 521,5 | 512,0 |
| Jahresergebnis | 10,9 | -5,8 | 4,7 | -3,4 | 19,2 |
| EBIT | 27,9 | 12,3 | 24,4 | 19,8 | 37,7 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 49,4 | 61,9 | 60,5 | 27,0 | 45,6 |
| Investitionen | 31,8 | 27,9 | 36,1 | 48,2 | 47,0 |
| Umsatzrendite | 5,6 | 2,3 | 4,7 | 3,8 | 7,4 |
| Eigenkapitalquote | 14,5 | 11,9 | 22,0 | 26,5 | 33,0 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am Stichtag | 3.182 | 3.154 | 3.160 | 3.334 | 3.389 |
| Dividende je Aktie | 0,00 | 0,00 | 12,40 | 22,50 | 23,50 |
| Börsenkurs am Stichtag 2) | 435,00 | 373,59 | 428,16 | 424,99 | 424,00 |
| Höchstkurs 2) | 440,00 | 457,89 | 451,00 | 444,00 | 459,90 |
| Tiefstkurs 2) | 339,00 | 354,17 | 415,00 | 395,00 | 381,00 |
1) Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter
2) Börsenplatz Frankfurt
WKN 685160
ISIN DE0006851603
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| Hauptversammlung | 13. Mai 2020 |
| Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 | 30. Juli 2020 |
sehr geehrte Aktionäre und Anleger,
liebe Leserinnen und Leser,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
wir können mit Vielem zufrieden sein, was wir 2019 erreicht haben: Die Geschäfte gehen gut, unsere Produktion ist voll ausgelastet, Glas liegt wieder mehr denn je im Trend. All dies hat auch die Messe Brau Beviale im November in Nürnberg gezeigt, auf der wir uns wieder einmal sehr erfolgreich präsentiert haben. Der Börsengang der Verallia SA, unserer Muttergesellschaft, die nun an der Pariser Börse gelistet ist, war ebenfalls ein Erfolg. Wir sind nach wie vor ein zuverlässiger Arbeitgeber und konnten im Berichtsjahr in Deutschland viele neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in unserem Team begrüßen.
Der Erfolg von Glas, der Erfolg der Verallia Deutschland AG bringt allerdings auch Anstrengungen mit sich. Steigende Nachfrage heißt zugleich steigende Anforderungen an Produktion oder Logistik. Die erfreulichen Neuinvestitionen in Wannen, in Dreitropfenmaschinen an den einzelnen Standorten sind zugleich jeweils eine Herausforderung an die ganze Mannschaft: an Planer, an Sicherheitsfachkräfte, an die Werkstätten. In den Zeiten des Umbaus wie im anschließenden Anlauf neuer Anlagen.
Eine Veränderung gab es im Berichtsjahr auch im Vorstand der Verallia Deutschland AG. Unser langjähriger Personalvorstand Thomas Beyer ging in den Ruhestand und wir haben mit Joachim Böttiger ein neues Gesicht auf dieser Position. Ganz neu im Unternehmen ist er jedoch nicht, da er sich davor zwei Jahre als unser Unternehmensjurist ins Unternehmen eingearbeitet und erfolgreich eingebracht hat.
Vertrautes ändert sich. Das betrifft auch Strukturen in den Werken bei der Arbeitsorganisation, Stichwort "APU". An allen Standorten wurde die sogenannte Autonomous Production Unit eingeführt. Das bedeutet, dass sich die Produktionsorganisation nun entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Glasschmelze bis zur Verpackung unserer Produkte orientiert und ausrichtet und nicht mehr wie bislang getrennt nach den einzelnen Fertigungsschritten Schmelze, Heiß- und Kaltende organisiert ist.
Solche Herausforderungen, solche Veränderungen sind anstrengend. Wir wissen, dass strukturelle Änderungen Zeit brauchen, bis sie im Alltag reibungslos funktionieren. Gerade wegen der gestiegenen Nachfrage nach Glas sind wir allerdings auch darauf angewiesen, unsere Arbeit so effizient, so schlank wie möglich zu organisieren. Da ist von uns allen ein hohes Maß an Flexibilität gefordert. Dass diese Arbeit gesund und unfallfrei abzulaufen hat, ist dabei ein Muss! An dieser Stelle können wir mit dem Erreichten im Jahr 2019 nicht zufrieden sein. Hier müssen wir uns 2020 wieder deutlich verbessern!
Im industriellen Bereich können wir 2020 ebenfalls noch besser werden und unsere operative Leistung optimieren. Unser Ziel ist es, die Mengen noch schneller zu steigern,um die Nachfrage besser bedienen zu können und damit an die insgesamt sehr zufriedenstellenden Ergebnisse bei Umsatz und Jahresüberschuss des Berichtsjahres anknüpfen zu können. Beide Kennzahlen liegen 2019 wie geplant über denen des Vorjahres. Alle Standorte in Deutschland sowie in Osteuropa haben positiv zum Unternehmenserfolg beigetragen.
Alle detaillierten Zahlen, Daten und Fakten finden Sie auf den folgenden Seiten dieses Berichts.
Wenn ich sage alle Standorte haben zum Unternehmenserfolg beigetragen, dann meine ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen allen - einschließlich der Arbeitnehmervertreter - gilt der Dank für die geleistete Arbeit und ihr Engagement im Berichtsjahr.
Wir können sie für die Verallia Deutschland AG nur miteinander - als Team - erreichen. "Teamarbeit" ist einer unserer Grundwerte bei Verallia. Sie weiter zu stärken, kann ein guter Vorsatz fürs Jahr 2020 sein. Wir müssen überlegen, was uns zufrieden macht. "Dass unsere Kunden zufrieden sind": Ja! Wenn wir die Anforderungen, die das laufende Geschäftsjahr mit sich bringen wird, bestehen: auch Ja! Wenn wir gute Wege finden, dies gemeinsam zu erreichen: dann können wir uns auf 2020 freuen! Wir danken jetzt schon allen, die auf ihre jeweilige Weise dazu beitragen.
Eine der großen Anstrengungen für das laufende Geschäftsjahr wird die weitere Steigerung der Nachhaltigkeit unseres Unternehmens sein. Wir wollen nicht nur Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen und wirtschaftlich erfolgreich sein, sondern vor allem auch unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten. Unsere Produkte sind schon nachhaltig. Unsere Produktionsverfahren sind jedoch energieintensiv, was uns in der (umwelt-)politischen Diskussion bezüglich CO2-Emissionen einerseits zwar herausfordert, andererseits jedoch auch anspornt uns auch hier weiterhin zu verbessern. Wir werden andere oder neue, eventuell auch zusätzliche Wege gehen und Investitionen tätigen, um unser Ziel von "2 % weniger CO2-Ausstoss" zu erreichen. Hierzu sind alle Unternehmensbereiche gefragt und gefordert. Auch dies kann nur funktionieren, wenn alle Abteilungen zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen.
Wie wir dieses Vorhaben als verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Unternehmen gemeinsam mit unseren internationalen Schwestergesellschaften angehen, können Sie auch dem Statement on Extra-Financial Performance der Verallia Gruppe entnehmen.
Ihr
Hugues Denissel
Vorstandsvorsitzender
Hugues Denissel, Vorstandsvorsitzender
Joachim Böttiger, Personalvorstand
Karsten Fuchs, Vertriebsvorstand
Sebastian Kopsch, Finanzvorstand
Roland Unfried, Technikvorstand
Der Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG hat den Vorstand im Geschäftsjahr 2019 konstruktiv begleitet und eingehend beraten. Dazu hat sich das Gremium intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst und die ihm nach Gesetz, Satzung der Gesellschaft, Corporate Governance sowie Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrgenommen. Das Aufsichtsgremium hat den Vorstand kontinuierlich überwacht und sich von der Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit seines Handelns und seiner Maßnahmen überzeugt.
Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Geschäfts- und Risikoentwicklung sowie der Corporate Governance unterrichtet. Darin eingeschlossen waren auch Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft.
Zur Beurteilung der Situation lagen dem Gremium jeweils aussagekräftige Unterlagen des Vorstands vor. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsgremium war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Alle Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen.
Im Berichtsjahr fanden insgesamt 4 Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Zusätzlich wurde im schriftlichen Umlaufverfahren ein Beschluss zur Refinanzierung der Verallia Gruppe gefasst. Gegenstand regelmäßiger Beratungen im Aufsichtsratsgremium waren der Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie den Vorjahres- und Plan-/ Budgetvergleichen. Es wurde stets die aktuelle Situation der Verallia Deutschland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage intensiv besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Osteuropa. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.
In der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2019 wurden der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018 einschließlich des Berichts des Aufsichtsrats gebilligt. Ferner wurden der Bericht und die Entsprechenserklärung zur Corporate Governance verabschiedet. Darüber hinaus stimmt der Aufsichtsrat der Einladung und Tagesordnung einschließlich der Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung zu und beschloss die Versammlungsleitung an Frau Dr. Anne-Marie Peter, Rechtsanwältin und Mitglied des Aufsichtsratsgremiums zu übertragen.
In der der Aufsichtsratssitzung vorausgehenden Sitzung des Personalausschusses des Aufsichtsrats wurden zwei Personalien besprochen: zum einen die Verlängerung des Vertrags von Herrn Hugues Denissel als Vorstandsvorsitzender für weitere zwei Jahre, beginnend am 1. Dezember 2019. Zum anderen schlug der Personalausschuss dem Aufsichtsgremium für die Nachfolge des Personalvorstands und Arbeitsdirektors Herr Thomas Beyer, der Ende September in den Ruhestand ging, vor, hier eine interne Lösung anzustreben und Herrn Joachim Böttiger, den bisherigen Legal Director, nach einer entsprechenden Übergangs- und Einarbeitungszeit zum Vorstand zu berufen. Beide Vorschläge wurden vom Gremium einstimmig beschlossen.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seiner Sitzung am 15. Mai 2019 neben der Vorbereitung für die anschließende Hauptversammlung mit der finalen Bestellung von Herrn Joachim Böttiger zum Vorstand Personal der Verallia Deutschland AG.
In der Aufsichtsratssitzung am 17. September 2019 wurde beschlossen den Geschäftsverteilungsplan des Vorstands mit der Bestellung von Herrn Joachim Böttiger zum Personalvorstand, und dem Ausschieden von Herrn Beyer, entsprechend anzupassen und die Verantwortung für das Ressort Recht dem Personalbereich zu zuweisen. Darüber hinaus informierte der Aufsichtsratsvorsitzende über den Stand des Projekts Börsengang der Verallia Gruppe.
Inhaltliche Schwerpunkte der Sitzung vom 10. Dezember 2019 bildeten die Berichterstattung des Vorstands über den Stand der Strukturanpassung der Prozessorganisation in sogenannte Autonomous Production Units (APU) sowie die Vorstellung und Besprechung der aus den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung abgeleiteten Maßnahmen. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie vom Vorstand und Aufsichtsrat für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG dauerhaft zugänglich. Für ausführlichere Informationen zur Corporate Governance verweisen wir auf die Seiten 9 bis 17 dieses Geschäftsberichts.
Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr 2019 nicht ergeben.
Turnusgemäß fanden im Berichtsjahr Neuwahlen zum Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung statt. Seit dem 15. Mai 2019 gehören dem Gremium als Vertreter der Anteilseigner erneut die Mitglieder Michel Giannuzzi, Didier Fontaine, Denis Michel, Alice Mouty und Dr. Anne-Marie Peter an. Aufgrund des Ausscheidens von Herrn Eric Placidet zum 28. Februar 2019 aus dem Aufsichtsratsgremium aus beruflichen Gründen, wurde Herr Yves Merel, Industrial Director der Verallia Gruppe, an diesem Tag ergänzend zum neuen Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Die drei Vertreter der Arbeitnehmerseite Dieter Müller, Manfred Griesar und Michal Schneider waren bereits im April 2019 von der in Deutschland tätigen Belegschaft als Mitglieder des Aufsichtsrats wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat Herrn Michel Giannuzzi zu seinem Vorsitzenden gewählt und den bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Dieter Müller im Amt bestätigt. Die Amtsperiode aller gewählten Mitglieder dauert gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit, also das Geschäftsjahr 2023 beschließt.
Der Aufsichtsrat dankt Herrn Eric Placidet für sein Engagement in diesem Gremium während seiner Zeit der Zugehörigkeit.
Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich aus Herrn Giannuzzi als Vorsitzendem sowie Herr Müller als stellvertretendem Vorsitzenden und Herr Michel zusammen. Der Personalausschuss trat im Berichtszeitraum zwei Mal zusammen.
Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Mit Alice Mouty und Dr. Anne-Marie Peter gehören zudem 2 Frauen dem Aufsichtsratsgremium an.
Da aufgrund der neuen europarechtlichen Bestimmungen KPMG die Gesellschaft ohnehin nur noch bis 2020 hätte prüfen dürfen, bevor ein Wechsel der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgenommen werden musste, hat sich der Aufsichtsrat dazu entschlossen, die Prüfungsleistung für das Wirtschaftsjahr 2019 neu auszuschreiben. Ergebnis der Ausschreibung war die Empfehlung an den Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorzuschlagen, die PWC Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 zu bestellen.
Die PWC Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, die von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 erstmalig zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Verallia Deutschland AG und des Konzerns geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG und der zusammengefasste Lagebericht für die Verallia Deutschland AG und den Konzern wurde nach den Vorschriften des Deutschen Handelsrechts (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte gemäß § 315 a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der europäischen Union anzuwenden sind. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 18. März 2020 zur Prüfung vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG sowie den Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließt sich das Aufsichtsratsgremium an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 63 die Angaben gemäß § 289a HGB und § 315e HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Durch die Veröffentlichung des "Statement on Extra-Financial Performance" der Verallia Gruppe, in den die Verallia Deutschland AG mit einfließt, konnte die Verallia Deutschland AG von der Aufstellung eines eigenen CSR-Berichts befreit werden.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Arbeitnehmervertretern sowie dem Vorstand der Verallia Deutschland AG für ihren Einsatz im Jahr 2019. Ein besonderer Dank gilt Herrn Thomas Beyer für 18 Jahre engagierte Tätigkeit als Personalvorstand und Arbeitsdirektor.
Bad Wurzach, im März 2020
Der Aufsichtsrat
Michel Giannuzzi, Vorsitzender
Corporate Governance bezeichnet die verantwortungsvolle, transparente und auf langfristige Wertschöpfung ausgelegte Leitung und Überwachung von Unternehmen. Eine gute Corporate Governance bildet die Basis für nachhaltigen Erfolg. Diesem Prinzip fühlen sich sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG schon seit Jahren verpflichtet. Corporate Governance bildet den Ordnungsrahmen für die Führung und Kontrolle eines Unternehmens. Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient neben dem Verhaltens- und Handlungskodex der Verallia Gruppe dabei als Richtlinie. Es wird daher in den Leitungsgremien regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass unternehmensweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien (Compliance) eingehalten und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens befolgt werden. Darüber hinaus stärk die Transparenz der Unternehmensinformationen das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG betrachten Corporate Governance nicht als ein starres System; so kann es unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtszeitraum wiederum mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Aktualisierung der Entsprechenserklärung ist mit Veröffentlichung dieses Geschäftsberichts geplant. Die aktuelle Version ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht und somit dauerhaft zugänglich gemacht. Die Verallia Deutschland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die indirekte Einbindung der Gesellschaft in die mit fast 97 % am Kapital beteiligte Verallia Gruppe, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.
Die Verallia Deutschland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Dieses System ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Beratungs- und Überwachungsorgan gekennzeichnet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen.
Der Vorstand der Verallia Deutschland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehörten zum Ende des Berichtszeitraums neben dem Vorsitzenden vier weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.
Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht (grundsätzlich) aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs - davon fünf Vertreter des Mehrheitsaktionärs, der Verallia Gruppe - repräsentieren die Anteilseigner. Eines der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Berichtszeitraum traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.
Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 16 des Geschäftsberichts dargestellt.
Zum aktuellen Zeitpunkt hält weder ein Mitglied des Vorstands noch eines des Aufsichtsrats Anteile am Kapital der Verallia Deutschland AG.
Im Berichtszeitraum wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt, d. h., es wurden von ihnen keine Aktien der Verallia Deutschland AG ge- oder verkauft.
Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten.
Die Verallia Deutschland AG setzt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Hinsichtlich des 2015 erlassenen "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, die Zusammensetzung beim aktuellen Status quo zu belassen. Darüber hinaus hat das Unternehmen auch die Vorgaben des am 06. Juli 2017 in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz umgesetzt.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 64 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf.
Die Vergütung des Aufsichtsrats in einer Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Verallia Deutschland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a. Die 5 Vertreter des Mehrheitsaktionärs verzichteten im Geschäftsjahr wie in den Vorjahren auf ihre Vergütung.
Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 65 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.
Die Verallia Deutschland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.
Die Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Aktionäre dort ihr Stimmrecht - eine Stimme je Aktie - aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben festgelegt, dass die Aktionäre die Unterstützung und die Informationen erhalten, die Gesetz, Satzung und Kodex vorsehen. Die Einberufung der Hauptversammlung wird einschließlich der Tagesordnung sowie aller erforderlichen Berichte und Unterlagen auf unserer Internetseite veröffentlicht. Ebenso werden dort die detaillierten Abstimmungsergebnisse jeweils direkt nach der Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.
Im Berichtszeitraum fand eine ordentliche Hauptversammlung der Verallia Deutschland AG am 15. Mai 2019 in Bad Wurzach statt. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 13. Mai 2020 vorgesehen.
Die Verallia Deutschland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter de.verallia.com ebenso alle Pressemitteilungen und Insiderinformationen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind ebenfalls im Finanzkalender auf der Internetseite abrufbar.
Der Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG zum 31. Dezember 2019 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Die Hauptversammlung hat die PWC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 bestellt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.
Für die Verallia Deutschland AG gelten die Regeln und Bestimmungen des Compliance-Programms, das für die gesamte internationale Verallia Gruppe erarbeitet und eingeführt wurde.
Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird, oder zu benennen, welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; dies ist zu begründen.
In der Aufsichtsratssitzung im März 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG gemeinsam eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der aktuellen Fassung vom 07. Februar 2017 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt.
Vorstand und Aufsichtsrat der Verallia Deutschland AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "DCGK") in der Fassung vom 7 Februar 2017 seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im März 2019 entsprochen wurde und den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 auch weiterhin entsprochen wird, mit Ausnahme folgender Abweichungen, die nachstehend näher erläutert werden:
1. Entgegen Ziffer 2.3.2 Satz 2 DCGK wurde und wird für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre in der Hauptversammlung von der Gesellschaft kein Vertreter bestellt.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Bestellung eines weisungsgebundenen Vertreters zur Stimmabgabe in der Hauptversammlung angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen zusätzlichen administrativen und kostenverursachenden Aufwands nicht sinnvoll ist. Darüber hinaus ist eine effiziente Wahrnehmung der Aktionärsinteressen in den Hauptversammlungen durch die von Aktionären gegebenen Vollmachten und durch die Möglichkeit der Briefwahl ausreichend gewährleistet.
2. Entgegen Ziffer 4.1.5 Satz 2 DCGK hat der Aufsichtsrat für den Vorstand keine Zielgröße für den Frauenanteil festgelegt.
Nach Auffassung des Aufsichtsrates soll bei der Berufung in den Vorstand allein die Qualifikation des Bewerbers eine Rolle spielen, wobei gleicher Eignung Frauen bevorzugt berücksichtigt werden sollen. Auf eine Zielgröße wurde daher verzichtet.
3. Entgegen Ziffer 4.2.3 Satz 9 DCGK wurde und wird eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen oder der Vergleichsparameter bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern nicht ausgeschlossen.
Nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat ist eine nachträgliche Änderung und Anpassung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter geboten, wenn außerordentliche Entwicklungen auf Seiten der Gesellschaft Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte der vorgesehenen variablen Vergütung des Vorstands haben. Die Gesellschaft ist der Ansicht, dass eine nachträgliche Anpassung der Zielwerte und sonstigen Paramater der variablen Vergütungsteile sinnvoll und erforderlich ist, um positive und negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren.
4. Entgegen den Ziffern 4.2.4 und 4.2.5 DCGK wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht in Form eines individualisierten Vergütungsberichts offengelegt.
Die Hauptversammlung vom 12. Oktober 2016 hat erneut einen Opt-out-Beschluss für die Jahres- und Konzernabschlüsse der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. März 2016 bis zum 31. Dezember 2016 sowie die Geschäftsjahre 2017 bis einschließlich 2020, längstens jedoch bis zum 11. Oktober 2021 beschlossen. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.4 und 4.2.5 DCGK.
5. Entgegen Ziffer 5.1.2 Satz 8 DCKG wurde und wird eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder nicht festgelegt.
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass eine festgelegte Altersgrenze ein nicht gewolltes Ausschlusskriterium für qualifizierte Vorstandsmitglieder sein könnte und dies den Aufsichtsrat pauschal in seiner Auswahl geeigneter Vorstandsmitglieder einschränkt.
6. Entgegen Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 DCGK wurden und werden vom Aufsichtsrat, abgesehen vom Personalausschuss, keine weiteren fachlich qualifizierten Ausschüsse, insbesondere kein Prüfungs- sowie Nominierungsausschuss, gebildet.
Als einziger Ausschuss besteht der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Verzichtet wird daher auch auf die Bildung eines Prüfungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.2 DCGK sowie auf die Bildung eines Nominierungsausschusses gemäß Ziffer 5.3.3 DCGK. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung von weiteren Ausschüssen angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und des lediglich neunköpfigen Aufsichtsrats für nicht sinnvoll bzw. erforderlich. Alle Themen der Aufsichtsratsarbeit werden durch den Gesamtaufsichtsrat erarbeitet, soweit sie nicht dem Personalausschuss des Aufsichtsrats übertragen sind. Insbesondere ist der Aufsichtsrat der Auffassung, dass bei der Bildung von Ausschüssen die Arbeit des Aufsichtsrats unnötig erschwert werden würde.
7. Entgegen Ziffer 5.4.1 Satz 2 DCGK wurden und werden für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats keine konkreten Ziele benannt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Ziffer 5.4.2 DCGK und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Zudem wurde auch kein Kompetenzprofil erarbeitet.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft hat sich am Unternehmensinteresse auszurichten. Die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung wählt der Aufsichtsrat daher nach fachlicher Kompetenz und Erfahrung aus. Der Aufsichtsrat hat lediglich eine Altersgrenze für seine Mitglieder beschlossen. Er ist der Auffassung, dass für seine Zusammensetzung insbesondere auf die spezifische Situation, die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, Vielfalt (Diversity) und eine angemessene Beteiligung von Frauen zu achten ist, und wird dies bei seinen Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien auch berücksichtigen. Doch sollte der Aufsichtsrat bestmöglich zusammengesetzt sein. Die Festlegung konkreter Ziele sowie fester Kompetenzprofilen für die Zusammensetzung erscheint hierfür weder geeignet noch zweckmäßig.
8. Entgegen Ziffer 5.4.6 Satz 2 DCGK wurden und werden die Mitgliedschaft in Ausschüssen bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt.
Die Satzung der Verallia Deutschland AG sieht für die Mitgliedschaft in Ausschüssen keine gesonderte Vergütung vor. Diese Regelung wird im Hinblick auf den mit der jeweiligen Tätigkeit verbunden Aufwand für angemessen erachtet, insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Aufsichtsrat keine Ausschüsse, abgesehen von dem Personalausschuss, bildet und entsprechende Abweichungen zu Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3 erklärt hat.
9. Entgegen Ziffer 7.1.2 Satz 2 DCGK wurden und werden unterjährige Finanzinformationen vom Vorstand vor der Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.
Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass eine gesonderte Erörterung der Berichte nicht notwendig ist, da der Aufsichtsrat ohnehin regelmäßig über alle relevanten Geschäftsvorgänge informiert wird.
Bad Wurzach, im März 2020
Verallia Deutschland AG
Für den Vorstand
Hugues Denissel
Für den Aufsichtsrat
Michel Giannuzzi
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| Hugues Denissel | Vorstandsvorsitzender, Bad Waldsee |
| Thomas Beyer (bis 30.09.2019) | Personal, Bad Waldsee |
| Joachim Böttiger (ab 01.07.2019) | Personal, Leutkirch |
| Karsten Fuchs | Vertrieb, Niederstetten |
| Sebastian Kopsch | Finanzen, Zürich, Schweiz Bad Waldsee |
| Roland Unfried | Technik, Bad Waldsee |
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| Michel Giannuzzi Vorsitzender | Vorsitzender des Verwaltungsrats und Vorstandsvorsitzender, Verallia SA, Courbevoie, Frankreich |
| Dieter Müller Stellvertretender Vorsitzender | Betriebsrat, Verallia Deutschland AG, Essen |
| Didier Fontaine | Chief Financial Officer and Head of Strategic Planning, Verallia Packaging SAS, Asniere, Frankreich |
| Manfred Griesar | Betriebsrat, Verallia Deutschland AG, Helferskirchen |
| Yves Merel (ab 15.05.2019) | Industrial Director, Verallia Packaging SAS, Courbevoie, Frankreich |
| Denis Michel | Secretary General Human Resources, EHS and Sustainable Development, Verallia Packaging SAS, Paris, Frankreich |
| Alice Mouty | Legal Director, Verallia Packaging SAS Courbevoie, Frankreich |
| Dr. Anne-Marie Peter | Rechtsanwältin und Partnerin der Schulte Riesenkampff Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Bad Soden |
| Eric Placidet (bis 28.02.2019) | Vice President Finance & CFO, Certainteed Cooperation, Gladwyne, USA |
| Michael Schneider | Betriebsrat, Verallia Deutschland AG, Hawangen |
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| Hugues Denissel | Mitglied des Verwaltungsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Mitglied des Verwaltungsrats JSC Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | |
| Roland Unfried | Mitglied des Verwaltungsrats JSC Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland |
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| Michel Giannuzzi | Präsident Verallia Packaging SAS, Courbevoie, Frankreich |
| Präsident Horizon Holdings SAS, Courbevoie, Frankreich | |
| Präsident Horizon Holdings I SAS, Courbevoie, Frankreich | |
| Präsident Horizon Holdings II SAS, Courbevoie, Frankreich | |
| Delegierter Horizon Intermediate Holdings S.C.A., Luxemburg, Luxemburg | |
| Vorsitzender des Verwaltungsrats Rayen Cura S.A.I.C., Mendoza, Argentinien | |
| Vorsitzender des Verwaltungsrats Verallia Italia S.p.A., Lonigo, Italien | |
| Mitglied des Beirats Vidrieras de Canarias S.A., Telde, Spanien | |
| Didier Fontaine | Mitglied des Verwaltungsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Mitglied des Verwaltungsrats JSC Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | |
| Denis Michel | Mitglied des Verwaltungsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Vorsitzender des Verwaltungsrats JSC Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | |
| Präsident Obale SAS, Courbevoie, Frankreich | |
| Direktor Verallia Chile S.A., Rengo, Chile | |
| Mitglied des Verwaltungsrats Verallia France S.A., Courbevoie, Frankreich | |
| Mitglied des Beirats Vidrieras de Canarias S.A., Telde, Spanien | |
| Alice Mouty | Mitglied des Verwaltungsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Mitglied des Verwaltungsrats JSC Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland | |
| Vorsitzende des Aufsichtsrats Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | |
| Mitglied des Verwaltungsrats Verallia France S.A., Courbevoie, Frankreich |
Der Lagebericht für Konzern und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG wurde für das Geschäftsjahr 01. Januar - 31. Dezember 2019 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.
Die 1946 gegründete Verallia Deutschland AG - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt wird.
Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von Glasverpackungen.
Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke in Osteuropa Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine, das seit September 2019 unter Private JSC "Verallia Ukraine" firmiert.
Nach dem Übergang der gesamten Verallia Gruppe von der Compagnie de Saint-Gobain an die Apollo Gruppe und die Bpifrance hält die BRH Holdings GP, Ltd. als Tochtergesellschaft von Apollo, indirekt 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. EURO der Verallia Deutschland AG. Davon wurden 2016 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, übertragen und 5,0 % sind im Besitz der Verallia France S.A., Courbevoie, Frankreich. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern.
Am 25. April 2016 hat die Verallia Deutschland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Horizon Holdings Germany GmbH abgeschlossen. Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund dieses Vertrags den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie (brutto / vor Körperschaftsteuer: EUR 20,27) für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen.
Die eigenständige Verallia Gruppe (Verallia SA, Courbevoie, und ihre Tochtergesellschaften) ist einer der Weltmarktführer für Glasverpackungen auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel.
Mit der Zielsetzung einer effizienten Ressourcenallokation werden neben dem Segment Deutschland sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment, Osteuropa, geführt.
In Deutschland gehört die Verallia Deutschland AG zu den führenden Anbietern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Gläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden.
Das Produktportfolio der Verallia Deutschland AG ist mit den Getränkebereichen Wein / Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.
JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Russland hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden. JSC "Kavminsteklo" ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. JSC "Kavminsteklo" verfügt über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier- und Spirituosenbereich sowie Gläser anzubieten.
Private JSC "Verallia Ukraine" mit Sitz in Rivne Oblast in der Ukraine produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser überwiegend für den Premiumbereich. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt.
Das Steuerungssystem bei Verallia Deutschland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung der Budgetdaten gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen.
Zur gezielten Steuerung des Konzerns erfolgt insbesondere eine Betrachtung der einzelnen Segmente. Die Segmentierung folgt grundsätzlich den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig sind von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt, sowie der damit verbundenen Managementstruktur.
Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung.
Als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Verallia Deutschland der Umsatz und mittlerweile das Operative Ergebnis vor Abschreibungen und Zuschreibungen (EBITDA) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch auf Segmentebene. Im Zuge des Börsengangs der Verallia SA dient mittlerweile im gesamten Verallia Konzern das EBITDA als ein bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator und löst damit das Operative Ergebnis (EBIT) ab. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Operativen Ergebnisses am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote, das Operative Ergebnis sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt.
Im nichtfinanziellen Bereich ist das Thema Arbeitssicherheit als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Verallia, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße herangezogen. Zudem nehmen die Themen Energie und CO2 vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs, immer bedeutenderen Raum ein.
Die Weltwirtschaft befand sich 2019 laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Wandel und das Wesen der Globalisierung hat sich verändert: die Digitalisierung hat neue Möglichkeiten eröffnet und die globalen Wertschöpfungsverflechtungen haben in den letzten Jahren etwas nachgelassen. Die weltwirtschaftliche Dynamik wird weiterhin durch die Handelskonflikte und den Abschwung der globalen Industriekonjunktur gedämpft. Diese tritt weiter mehr oder weniger auf der Stelle, wobei sich ein schwacher Anstieg in den aufstrebenden Volkswirtschaften und eine leichte Drosselung in den entwickelten Ländern in etwa ausgleichen. Auch das Leibnitz Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) bestätigt, dass sich die Weltkonjunktur weiter abgekühlt hat. Die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe ist im Sommerhalbjahr gesunken, insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Dies zeigt sich auch in der gesamtwirtschaftlichen Produktion, deren Anstieg sich wieder verlangsamt hat. Allerdings steht der schwachen Industrie nach wie vor eine robuste Dienstleistungs- und Konsumkonjunktur gegenüber, die durch kräftige Lohnzuwächse gestützt wird.
Die Konjunktur im Euroraum hat bereits seit Anfang des Jahres 2018 spürbar an Schwung verloren und dieser Trend hat sich 2019 fortgesetzt, laut IfW vor allem da die Wertschöpfung in der Industrie aufgrund fehlender außenwirtschaftlicher Impulse nachgab. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich hingegen soweit gebessert, dass die Löhne auch hier wieder etwas stärker stiegen und die Konsumnachfrage bei anhaltend niedriger Inflation durch spürbare Reallohnzuwächse gestützt wird. Zu ganz ähnlichen Ansichten gelangt auch ifo, das die privaten Konsumausgaben ebenfalls als Konjunkturstütze ausweist. Als äußerst robust erweist sich in Europa derzeit der Markt für Behälterglas. Im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussionen erfährt der Werkstoff Glas derzeit eine sehr hohe Wertschätzung.
Wie im Euroraum sind auch in Deutschland die privaten Konsumausgaben gestiegen und damit auch hier eine verlässliche Stütze der binnenwirtschaftlichen Entwicklung, konstatiert das BMWi. Hierzu trug vermutlich auch im Inland die merkliche Erhöhung der verfügbaren Einkommen bei. Die Inflationsrate blieb mit 1,1 % stabil und die Kerninflationsrate erhöhte sich leicht auf 1,6 %. Insgesamt stand das Jahr 2019 für die deutsche Wirtschaft allerdings laut IfW im Zeichen des Abschwungs. Den Indikatoren zufolge verlangsamt sich dieser jedoch. Nachdem im ersten Quartal noch Aufholeffekte produktionsausweitend wirkten, hat die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr praktisch stagniert. Auch für das Schlussquartal war keine nennenswerte Dynamik erkennbar. Während die Produktion in der Industrie tendenziell abwärtsgerichtet ist - da sie weiterhin unter der globalen Investitionsschwäche leidet, die nicht zuletzt durch die Handelskonflikte ausgelöst wurde - deutet sich bei den Auftragseingängen eine Stabilisierung an und der Arbeitsmarkt hat sich trotz der schwachen Konjunktur zuletzt wieder günstiger entwickelt. So hat sich auch das Geschäftsklima gegen Jahresende hin auf niedrigem Niveau stabilisiert. Die Konjunkturforscher des IfW Kiel und des ifo Instituts rechnen mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,5 %. Die Unwägbarkeiten angesichts des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds bleiben nach wie vor hoch.
Die Wirtschaft in den osteuropäischen Ländern stellt sich im Berichtsjahr insgesamt als stabil dar.
Russlands Wirtschaft wuchs in 2019 moderat. Mit einem BIP-Anstieg von ca. 1,2 % fiel das Wachstum nur schwach aus. Gründe sind im Ausbleiben privater Investitionen, einer Mehrwertsteuererhöhung sowie einem Rückgang der Ölproduktion zu sehen. Die Inflationsrate sinkt zum Jahresende auf ca. 3,8 %.
Der Wechselkurs im Verhältnis zum Euro bewegte sich im Geschäftsjahr 2019 auf einem sich nahezu kontinuierlich verstärkendem Niveau. Zum 31. Dezember 2019 erreichte er einen Schlusswert von 69,50 Rubel / Euro. Der Verlauf in den Monaten Januar bis Dezember 2019 lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Die Stabilisierung der ukrainischen Wirtschaft setzt sich im Jahr 2019 weiterhin fort. Für das Gesamtjahr 2019 verzeichnet das BIP ein Plus zwischen 3 und 4 %. Die Inflationsrate sank auf 5 % und erreicht somit das niedrigste Level seit sechs Jahren. Die Exporte stiegen 2019 an, hauptsächlich verantwortlich dafür sind die höheren Ausfuhren von Agrargütern nach Rekordernten. Gleichzeitig verringerte sich aber die Industrieproduktion in der Ukraine.
Die ukrainische Währung zeigte sich 2019 stärker. Der Schlusswert im Dezember beträgt 26,70 Griwna / Euro. Im Folgenden ist der Kursverlauf 2019 dargestellt:

Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Glasverpackungen für Getränke und Lebensmittel. Damit ist das Unternehmen in einem stabilen bis sich leicht positiv entwickelnden Markt tätig. Die insgesamt positive Absatzentwicklung von Verallia Deutschland resultiert aus der gestiegenen Nachfrage am Markt, die durch die Diskussion um Plastikverpackungen verstärkt wird. Die Verallia Deutschland AG profitiert somit vom allgemeinen Trend der Renaissance von Glas. Immer mehr Hersteller von Getränken und Lebensmitteln reagieren auf den Einfluss bzw. die Wünsche der Endverbraucher und verpacken ihre Produkte wieder öfter in Glas. Das führt produktionsseitig zu einer Vollauslastung der Kapazitäten. Gleichzeitig können die gestiegenen Einkaufspreise im Markt weitergegeben werden. Das Inlandsgeschäft war gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Geschäftsverlauf ist mit Umsatzspitzen im Sommer generell saisonal geprägt, wobei das erste Halbjahr 2019 noch besser war als die zweite Jahreshälfte. Eine verbesserte Marktsituation in Russland und der Ukraine trägt ebenfalls zum Wachstum bei.
Entgegen des allgemeinen leicht rückläufigen Trends im Biersegment in Deutschland hat sich der Absatz der Verallia Deutschland AG in diesem Segment im Berichtsjahr 2019 weiterhin positiv entwickelt. Immer mehr deutsche Brauereien fokussieren sich auf alkoholfreie Biere und Bierspezialitäten wie beispielsweise Hellbiere und Craft Beer, die den Trend zur Regionalität und Premiumisierung bedienen. Gleichzeitig werden die Exportaktivitäten intensiviert und tragen zur positiven Entwicklung bei. Ein weiterer Trend, die Individualisierung der Gebinde als bedeutendes Element der Markenstrategie, beeinflusste den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend positiv. Diese Entwicklung scheint sich auch zukünftig fortzusetzen.
Der Absatz von Weinflaschen ist in Deutschland, aufgrund der Bulk-Wein-Füllungen importierter Weine sowie einer sehr guten Ernte im Inland im Vorjahr, nach wie vor auf einem guten Niveau. Im Markt zeigen sich ebenfalls immer deutlicher Tendenzen zur Individualisierung. Im Sektbereich setzt sich die Tendenz zur Sättigung des Marktes bei Sektmischgetränken weiter fort. Der Absatz alkoholfreier Sekte steigt dagegen weiter.
Die trockene Witterung während der Erntesaison 2019 beeinflusste das Segment Gläser. Dennoch kann der Bereich Lebensmittel allgemein und für Verallia Deutschland als stabil bezeichnet werden.
Der Behälterglasmarkt in Europa ist trotz des anhaltenden intensiven Wettbewerbsverhaltens derzeit insgesamt eher von einer hohen Nachfrage nach Glas bestimmt. Dennoch sollten verlässliche Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft nicht außer Acht gelassen werden. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse, Engpässe bei Kunden zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten.
Die osteuropäischen Konzerngesellschaften haben sich alle positiv entwickelt und mengenmäßig gegenüber Vorjahr verbessert. In Russland konnte insgesamt ein Anstieg des Glasabsatzes verzeichnet werden. Auch nach der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2018 stieg der Absatz im Biersegment im Berichtsjahr weiter an. Positive Trends verzeichneten außerdem die Bereiche Wein / Sekt und Mineralwasser, während der Absatz bei den sonstigen nichtalkoholischen Getränken sowie Gläsern rückläufig war. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine ist der Bereich Spirituosen durch die Besteuerung und Regulierung in seiner Entwicklung gehemmt. Positive Impulse gibt es in der Ukraine im Bereich Lebensmittel.
Insgesamt ist die Entwicklung in den für die Verallia Deutschland AG geographisch relevanten Märkten Deutschland und Osteuropa im Berichtsjahr als positiv zu sehen. Davon konnte auch die Verallia Deutschland AG profitieren. Aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Situation in Osteuropa kann noch nicht abschließend beurteilt werden, ob der in 2019 beobachtbare Trend nachhaltig sein wird.
Die Verallia Deutschland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München gehandelt.
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| EUR | 2019 | 2018 | 2017 | 12 / 2016 | 02/2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis je Aktie | 50,51 | 37,60 | 24,71 | 29,89 | - 0,02 |
| Jahresergebnis AG je Aktie | 0,00 ** | 0,00 ** | 0,00 ** | 0,00 ** | 1,89 |
| Dividende je Aktie | 17,06 * | 17,06 * | 17,06 * | 14,26 * | 0,00 |
| Börsenkurs am Stichtag | 510,00 | 550,00 | 550,00 | 520,00 | 445,00 |
| Höchstkurs | 580,00 | 600,00 | 560,00 | 549,00 | 446,00 |
| Tiefstkurs | 500,00 | 500,00 | 515,00 | 390,00 | 430,00 |
* Garantiedividende für Minderheitsgesellschafter
** nach Ergebnisabführung
Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf im Jahr 2019 abgebildet. Insgesamt wurde in diesen zwölf Monaten in Frankfurt ein Volumen von 338 Stück (Vorjahr: 1.361 Stück) gehandelt. Aufgrund des geringen Minderheitsanteils von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden, bleibt das Handelsvolumen, gesehen an der Gesamtzahl der Aktien, relativ gering.

Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2019 beträgt bei Verallia Deutschland 570,3 Mio. EURO, nach 522,8 Mio. EURO im Vorjahr und ist damit 47,5 Mio. EURO höher. Die Steigerung ist sowohl mengen- als auch preisbedingt.
Das Segment Deutschland trägt hierzu 409,5 Mio. EURO bei (Vorjahr: 385,4 Mio. EURO).
In Osteuropa betrug der Umsatz 160,9 Mio. EURO (Vorjahr: 137,3 Mio. EURO). Der positive Markttrend des Vorjahres hat sich im Berichtsjahr sogar noch etwas verstärkt. Allerdings ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund nach wie vor nur bedingt als stabil anzusehen. Auch die Landeswährungen sind weiterhin sehr volatil.
Im Lagebericht zum 31. Dezember 2018 wurden aus dem Budget abgeleitete Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr 2019 qualitativ-komparativ zum Vorjahr angegeben. Die tatsächliche Entwicklung des Umsatzes im Geschäftsjahr 2019 liegt für beide Segmente somit im Rahmen dieser Prognosen, deutlich über Vorjahr.
In der Verallia Deutschland AG betrug der Umsatz 413,3 Mio. EURO (Vorjahr: 388,9 Mio. EURO) und lag damit ebenfalls in der intern erwarteten Größenordnung.
Das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsgesellschafter) des Geschäftsjahres beträgt 50,5 Mio. EURO (Vorjahr: 37,6 Mio. EURO). Maßgeblich für die Erhöhung sind die gesteigerten Umsätze. Aufgrund erhöhter Produktivität sind die Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahr unterproportional angestiegen.
Die Sonstigen Erträge enthielten im Vorjahr Erträge aus der Veräußerung von CO2-Zertifikaten innerhalb der übergeordneten Verallia Gruppe, im Geschäftsjahr Erträge aus Versicherungserstattungen für einen Schadensfall an einer Lagerhalle.
Die Sonstigen Aufwendungen enthalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen Aufwendungen aus Anlagenabgängen, Abfindungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit dem oben genannten Schadensfall sowie insbesondere Rückstellungszuführungen aufgrund einer Unterdeckung an CO2-Zertifikaten zum Geschäftsjahresende.
Das Operative Ergebnis (EBIT) beläuft sich im Geschäftsjahr 2019 insgesamt auf 77,7 Mio. EURO (Vorjahr: 63,2 Mio. EURO). Auch für die Ergebnisentwicklung wurden im Lagebericht zum 31. Dezember 2018 Prognosen für 2019 angegeben. Sowohl der Gesamtkonzern als auch die einzelnen Segmente liegen wie prognostiziert deutlich über Vorjahr. Das Segment Deutschland verbesserte sich von 45,6 Mio. EURO auf 53,4 Mio. EURO, Osteuropa von 17,5 Mio. EURO auf 24,3 Mio. EURO.
Einhergehend mit der Erhöhung des Operativen Ergebnisses konnte auch das EBITDA von 103,5 Mio. EURO im Vorjahr auf 121,1 Mio. EURO im Berichtsjahr gesteigert werden. Davon entfallen auf Deutschland 84,6 Mio. EURO, auf Osteuropa 36,5 Mio. EURO.
Das Finanzergebnis weist - 12,4 Mio. EURO aus (Vorjahr: - 11,1 Mio. EURO). Aufgrund von Einmaleffekten im Zuge von Umfinanzierungen verringerte sich das Zinsergebnis um 2,4 Mio. EURO, teilweise kompensiert wurde dies durch eine Verbesserung der Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen wegen wieder etwas stärkeren Wechselkursen von Russischem Rubel und Ukrainischer Griwna.
Die Umsatzrendite (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) stieg von 12,1 % zum 31. Dezember 2018 auf 13,6 % zum 31. Dezember 2019.
Der Ertragsteueraufwand in Höhe von 18,6 Mio. EURO (Vorjahr: 14,1 Mio. EURO) liegt quotal leicht über dem Vorjahr, hauptsächlich aufgrund höherer steuerlicher Hinzurechnungen. 13,7 Mio. EURO (Vorjahr: 10,8 Mio. EURO) hiervon gehen auf den Organträger über, die entsprechenden Bilanzpositionen werden mit der Kapitalrücklage verrechnet. Der Latente Steuerertrag erhöhte sich von 0,1 Mio. EURO auf 4,1 Mio. EURO, hauptsächlich wegen der Reduzierung einer Wertberichtigung auf aktive latente Steuern für Verlustvorträge in Russland aufgrund mittlerweile nachhaltig besserer wirtschaftlicher Situation.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 570.321 | 522.756 |
| Umsatzkosten | - 461.208 | - 427.510 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 25.905 | - 23.279 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 8 | - 30 |
| Sonstige Erträge | 3.329 | 4.282 |
| Sonstige Aufwendungen | - 8.878 | - 13.054 |
| Operatives Ergebnis | 77.651 | 63.165 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 12.137 | - 9.404 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 443 | 82 |
| Zinsergebnis | - 11.694 | - 9.322 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | - 736 | - 1.816 |
| Finanzergebnis | - 12.430 | - 11.138 |
| Ergebnis vor Steuern | 65.221 | 52.027 |
| Ertragsteueraufwand | - 18.553 | - 14.113 |
| Latenter Steuerertrag | 4.092 | 51 |
| Ertragsteuern gesamt | - 14.461 | - 14.062 |
| Jahresergebnis | 50.760 | 37.965 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | 253 | 367 |
| Konzernergebnis | 50.507 | 37.598 |
Der Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG betrug im Geschäftsjahr aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wie im Vorjahr 0,0 Mio. EURO. 85,9 Mio. EURO wurden an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt (Vorjahr: 51,3 Mio. EURO). Im Ergebnis vor Steuern sind im Finanzergebnis erfasste Zuschreibungen der osteuropäischen Beteiligungen in Höhe von 40,0 Mio. EURO (Vorjahr: 15,0 Mio. EURO) enthalten. Diese erfolgten auf Basis der jährlich durchzuführenden Überprüfung der Beteiligungsbuchwerte.
Die Umsatzrendite der AG liegt bei 13,6 % (Vorjahr: 11,5 %), resultierend vorwiegend aus deutlichen Verbesserungen aus dem laufenden Geschäft.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 413.260 | 388.915 |
| Bestandsveränderung | - 941 | 3.405 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 269 | 131 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.481 | 5.937 |
| Materialaufwand | - 138.637 | - 130.477 |
| Personalaufwand | - 97.105 | - 91.939 |
| Abschreibungen | - 28.486 | - 27.695 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 98.586 | - 103.461 |
| Betriebsergebnis | 56.255 | 44.816 |
| Finanzergebnis | 30.299 | 7.662 |
| Ergebnis vor Steuern | 86.554 | 52.478 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 265 | - 365 |
| Ergebnis nach Steuern | 86.289 | 52.113 |
| Sonstige Steuern | - 428 | - 855 |
| Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | - 85.861 | - 51.258 |
| Jahresüberschuss | - | - |
| Bilanzgewinn / -verlust | - | - |
Die Bilanzsumme hat sich um 24,8 Mio. EURO auf 463,9 Mio. EURO erhöht. Auf der Aktivseite ergibt sich insbesondere eine Erhöhung der Sachanlagen um 10,7 Mio. EURO durch einen im Geschäftsjahr durchgeführten Wannenbau in Essen sowie gemäß IFRS 16 erstmalig zu bilanzierender Leasingverhältnisse. Außerdem resultierte der positive Geschäftsverlauf in einem um 17,1 Mio. EURO höheren Cash-Bestand.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.323 | 2.028 | 14,5 % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.126 | 2.394 | - 11,2 % |
| Sachanlagen | 248.906 | 238.251 | 4,5 % |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 | 0,0 % |
| Sonstige Forderungen | - | 2 | - 100,0 % |
| Latente Steueransprüche | 3.639 | 1.545 | 135,5 % |
| Langfristige Vermögenswerte | 258.578 | 245.804 | 5,2 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 76.726 | 82.355 | - 6,8 % |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 32.523 | 29.331 | 10,9 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 28.384 | 11.315 | 150,9 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 67.725 | 70.286 | - 3,6 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 205.358 | 193.287 | 6,2 % |
| Summe Aktiva | 463.936 | 439.091 | 5,7 % |
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. EURO wird durch folgende Grafik deutlich:

Die Vorratsbestände konnten aufgrund einer Abnahme der Fertigerzeugnisse gesenkt werden.
Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. EURO:

Die Bilanzsituation zum Jahresende stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.
Die langfristigen Schulden haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018 leicht erhöht. Im Zuge einer konzernweiten Refinanzierung im Zusammenhang mit dem Börsengang der Verallia SA wurde das langfristige konzerninterne Darlehen neu aufgesetzt. Der Zinssatz reduzierte sich hierbei von 2,9 % auf 1,9 %, wertmäßig blieb es nahezu unverändert. Die im Geschäftsjahr erstmalig anzusetzende Leasingverbindlichkeiten kamen bestandserhöhend dazu. Die Erhöhung der kurzfristigen Rückstellungen ist auf die stichtagsbezogene Unterdeckung an CO2-Zertifikaten zurückzuführen, bei den langfristigen Rückstellungen auf Actuarial Losses innerhalb der Pensionen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich zum Jahresende 2019 deutlich reduziert. Die Passiva zeigen darüber hinaus einen deutlichen Rückgang des Eigenkapitals insbesondere aufgrund einer relativ hohen Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft, komplementär dazu höhere Sonstige Verbindlichkeiten. Wesentlichen Einfluss darauf hatte die Rücknahme von Wertminderungen der Beteiligungen an den osteuropäischen Gesellschaften im für die Ergebnisabführung maßgeblichen Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG. Somit verringerte sich die Eigenkapitalquote von 9,1 % auf 5,3 %. Generell wird im Konzern ein intensives Working-Capital-Management inkl. Factoring betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Der verbleibende Bedarf wird hauptsächlich durch konzerninterne Darlehen sowie Cashpool-Vereinbarungen abgedeckt.
Der ROI für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2019 liegt bei 19,7 % (Vorjahr: 17,6 %).
Die Eigenkapitalrendite wurde von 94,8 % im Vorjahr auf 208,1 % gesteigert, resultierend in erster Linie aus dem Rückgang des Eigenkapitals, aber auch aus der Erhöhung des Jahresergebnisses.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 | 0,0 % |
| Rücklagen | 38.690 | 77.566 | - 50,1 % |
| Konzernergebnis | 50.507 | 37.598 | 34,3 % |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - 93.346 | - 103.929 | - 10,2 % |
| Anteile anderer Gesellschafter | 2.540 | 2.833 | - 10,3 % |
| Eigenkapital | 24.391 | 40.068 | - 39,1 % |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 85.316 | 79.765 | 7,0 % |
| Latente Steuerschulden | 11.081 | 15.817 | - 29,9 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 153.766 | 146.536 | 4,9 % |
| Langfristige Schulden | 250.163 | 242.118 | 3,3 % |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 11.377 | 8.637 | 31,7% |
| Ertragsteuerschulden | 573 | 478 | 19,9% |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 91.392 | 55.679 | 64,1% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 68.210 | 78.221 | - 12,8% |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17.830 | 13.890 | 28,4% |
| Kurzfristige Schulden | 189.382 | 156.905 | 20,7% |
| Summe Passiva | 463.936 | 439.091 | 5,7% |
In der AG war eine Erhöhung der Bilanzsumme von 402,8 Mio. EURO im Vorjahr auf 431,7 Mio. EURO im Berichtsjahr zu verzeichnen. Auf der Aktivseite ergab sich eine Erhöhung der Finanzanlagen um 35,6 Mio. EURO, im Wesentlichen bedingt durch die Zuschreibung der osteuropäischen Beteiligungen. Enthalten ist hier zu dem der Erwerb der ausstehenden Minderheitsanteile an der Private JSC "Verallia Ukraine". Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht erhöht, durch eine relativ hohe Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH im Berichtsjahr verminderten sich dafür die Forderungen aus konzerninternem Cashpooling. Bei den Passiva erhöhten sich die Rückstellungen insgesamt um 4,8 Mio. Euro, davon entfallen 3,6 Mio. EURO auf eine stichtagsbezogene Unterdeckung an CO2-Zertifikaten, außerdem im Wesentlichen auf noch nicht abgerechnete Energiebezüge. Daneben erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 37,4 Mio. EURO auf 237,2 Mio. EURO, hierin enthalten ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von 85,9 Mio. EURO (Vorjahr: 51,3 Mio. EURO). Die Eigenkapitalquote verringerte sich als Folge der erhöhten Bilanzsumme von 12,9 % auf 12,0 %, die Eigenkapitalrendite vor Gewinnabführung betrug 165,1 % (Vorjahr: 98,6 %). Die langfristigen, endfälligen Darlehensverbindlichkeiten blieben in der Höhe weitgehend unverändert.
Zu den nicht zu bilanzierenden Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten verweisen wir auf Punkt (18) des Konzernanhangs.
Basierend auf einem Operativen Ergebnis in Höhe von 77,7 Mio. EURO (Vorjahr: 63,2 Mio. EURO) beträgt der Cashflow aus operativer Tätigkeit zum 31. Dezember 2019 107,8 Mio. EURO (Vorjahr: 108,2 Mio. EURO). Insbesondere niedrigere Verbindlichkeiten reduzierten die positiven Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 35,3 Mio. EURO (Vorjahr: - 41,8 Mio. EURO) resultiert aus verschiedenen Investitionsprojekten an sämtlichen Standorten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 57,6 Mio. EURO (Vorjahr: - 59,2 Mio. EURO) ergibt sich größtenteils aus der Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH, daneben aus Zinszahlungen und einem niedrigeren Cashpool-Bestand. Insgesamt erhöhte sich somit der Zahlungsmittelbestand um 17,1 Mio. EURO (Vorjahr: 6,9 Mio. EURO).
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Operatives Konzernergebnis | 77.651 | 63.165 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 43.453 | 38.928 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | - 3.346 | - 2.974 |
| Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern | - 5.942 | - 3.926 |
| Erhaltene Dividende | 61 | 57 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 329 | 44 |
| Cashflow | 112.206 | 95.294 |
| Veränderung der Vorräte | 8.939 | 4.174 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | - 1.649 | 690 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten / Rückstellungen | - 11.662 | 8.076 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 107.834 | 108.234 |
| Ein- / Auszahlungen für Abgang / Investitionen langfristiger Vermögenswerte | - 35.306 | - 41.769 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 35.306 | - 41.769 |
| Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH | - 51.258 | - 34.980 |
| Ein- / Auszahlungen aus der Aufnahme / Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | - 4.969 | - 3.648 |
| gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | - 6.910 | - 6.618 |
| sonstige Veränderungen | 5.512 | - 13.913 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 57.625 | - 59.159 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 14.903 | 7.306 |
| Wechselkursbedingte Veränderung | 2.166 | - 394 |
| Zunahme der Zahlungsmittel | 17.069 | 6.912 |
Die sonstigen Veränderungen innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit resultieren hauptsächlich aus Veränderungen des konzerninternen Cashpool-Kontos.
Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

Die Investitionen in Höhe von insgesamt 43,4 Mio. EURO (Vorjahr: 34,5 Mio. EURO) verteilen sich folgendermaßen auf die Segmente:

Größte Einzelinvestition war im Berichtsjahr die Erneuerung einer Glasschmelzwanne mit Peripherie im Werk Essen. Durch die erstmalige Anwendung des IFRS 16 sind Nutzungsrechte i.H.v. 6,8 Mio. EURO enthalten.
Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 463,9 Mio. EURO (Vorjahr: 439,1 Mio. EURO):


Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2019 für die einzelnen Segmente dar:
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| TEUR | Deutschland | Osteuropa |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 409.455 | 160.866 |
| Umsatzkosten | - 332.767 | - 128.441 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 18.144 | - 7.761 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 8 | - |
| Sonstige Erträge | 469 | 2.860 |
| Sonstige Aufwendungen | - 5.642 | - 3.236 |
| Operatives Ergebnis | 53.363 | 24.288 |
| Zinsaufwand | - 11.463 | - 674 |
| Zinsertrag | - | 443 |
| Zinsergebnis | - 11.463 | - 231 |
| Sonstige Finanzaufwendungen/-erträge | - 251 | - 485 |
| Finanzergebnis | - 11.714 | - 716 |
| Ergebnis vor Steuern | 41.649 | 23.572 |
| Ertragsteueraufwand | - 13.962 | - 4.591 |
| Latenter Steuerertrag | 501 | 3.591 |
| Ertragsteuern gesamt | - 13.461 | - 1.000 |
| Jahresergebnis | 28.188 | 22.572 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | - | 253 |
| Konzernergebnis | 28.188 | 22.319 |
Die Werte für Deutschland umfassen ausschließlich die Zahlen der AG und ergeben eine Umsatzrendite von 13,0 %. Osteuropa liegt dieses Jahr mit 15,1 % sogar noch leicht darüber.
Der Verallia Deutschland Konzern ist nur in einem Geschäftsbereich - Flaschen & Gläser - tätig. Die Glasproduktion unterteilt sich in verschiedene Produktgruppen, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.
Die Umsätze in Tonnen haben sich im Geschäftsjahr 2019 folgendermaßen entwickelt:

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Verallia Deutschland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten".
Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet.
Zum Stand 31. Dezember 2019 ist an den Standorten der Verallia Deutschland AG, und damit für das Segment Deutschland, für die Kennzahl TF2 ein Wert von 7,2 zu verzeichnen. Dieser Stand an Unfällen mit Arbeitszeitausfall stellt eine deutliche Verschlechterung zum Jahr 2018 dar und liegt weit oberhalb der Zielvorgabe von 1,4. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen mit 2 Unfällen auf niedrigem Niveau.
Insgesamt hat Verallia Deutschland somit an den deutschen wie auch osteuropäischen Standorten mit einem Wert von 3,7 für den Indikator TF2 das Ziel bezogen auf alle Standorte nicht erreicht. Dieser Anstieg der Unfallzahlen ist u.a. darauf zurückzuführen, dass seit 2019 für die statistische Erfassung der Unfallzahlen im TF2-Wert auch Unfälle hinzugerechnet werden, bei denen der Verunfallte eine alternative Tätigkeit durchführen kann. Gleichzeitig ist erkennbar, dass die Sensibilität für Gefährdungen wieder gestärkt werden muss, sowie Führungskräfte keine unsicheren Verhaltensweisen und Situationen dulden dürfen. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in Deutschland und in Osteuropa im Zeitverlauf.

Um unserem Anspruch bei Verallia Deutschland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch spezielle Produktinnovationen voran. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das Technische Zentrum in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.
Im Jahr 2019 konnten einige Innovationen realisiert werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen von markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Verallia Deutschland Konzern:

Sowohl in Deutschland als auch in den osteuropäischen Werken ist ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können.
Der Fokus der Entwicklungsaktivitäten in den russischen Werken liegt weiter in einer Ausweitung des Produktportfolios sowie in Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion. JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod schreitet in der Diversifikation des Produktportfolios voran, um die Abhängigkeit von einem Segment zu reduzieren. Außerdem werden kontinuierlich Prozess- und Systemoptimierungen verfolgt. JSC "Kavminsteklo" öffnet sich ebenfalls neuen Geschäftsmöglichkeiten und baut hier insbesondere die Aktivitäten im Gläserbereich aus. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen weiter an der Gewichtsreduzierung von Flaschen, um seine Aktivitäten in Märkten mit Leichtglastechnologie auszubauen und eine Optimierung der Kosten zu erzielen.
Das ukrainische Werk hat die Entwicklung von Innovationen in 2019 ebenfalls weiter fortgeführt, wobei der Fokus auf herausfordernden und innovativen Produkten für den Premiumbereich liegt. Im Rahmen des Produktionssystems wurden erfolgreich weitere Entwicklungen gestartet um Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Bereich der Kosten und Qualität, auszubauen.
Der Energieverbrauch (speziell der Verbrauch von Erdgas und Strom) stellt einen wesentlichen Kostenfaktor bei der Glasherstellung dar. Nicht nur deshalb stehen die Optimierung des Energieeinsatzes und die Reduzierung des Verbrauchs stets im Fokus der Verallia Deutschland AG. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke bezogen auf die Hauptenergieträger belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 1,76 TWh (Vorjahr: 1,78 TWh).
Die Preise von Erdgas und Strom werden sehr stark durch weltpolitische und europäische gesetzliche Entwicklungen beeinflusst. Die alten, langjährig üblichen und häufig jahreszeitgetriebenen Marktpreisgesetze verlieren zunehmend an Bedeutung. Da sich die zukünftige Preisentwicklung daher schwer abschätzen lässt, überwacht die Verallia Deutschland AG die Preisentwicklungen kontinuierlich und sorgfältig.
Die Inlandspreise für Gas und Strom in Russland wurden in 2019 noch einmal weiter erhöht.
Infolge des Konflikts mit Russland versucht die Ukraine durch Gaslieferungen aus EU-Ländern die Abhängigkeit in diesem Bereich zu reduzieren.
Sowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Verallia Deutschland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen.
Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, werden diese explizit genannt.
Der Chancenbericht betrifft sowohl die Verallia Deutschland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.
Verschiedene Marktforschungsinstitute gehen davon aus, dass sich der seit einiger Zeit verstärkt festzustellende Trend wieder hin zu mehr Glasverpackungen in Deutschland als nachhaltig darstellen könnte. Glas als Werkstoff wird zunehmend als ökologisch vorteilhaft wahrgenommen. Neben der Substitution von anderen Verpackungsmaterialien im Einwegbereich, wie beispielsweise bei Food, ist ein deutlicher Trend zu Glas auch bei Mehrwegsystemen für Getränke festzustellen. Dies gilt insbesondere für den Bereich nicht-alkoholische Getränke. Hieraus ergeben sich Wachstumschancen sowohl bei den etablierten Pool-Mehrweg-Systemen als auch für kundenindividuelle Mehrwegsysteme.
Viele Verbraucher erwarten derzeit eine gesamtwirtschaftliche Rezession. Allerdings lässt sich noch kein Konsumverzicht bei Lebensmitteln und Getränken feststellen. Getränkefachverbände gehen davon aus, dass z.B. weniger Urlaubsreisen zu steigendem Konsum in Deutschland führen können.
Wesentliche Chancen für die osteuropäischen Werke liegen in der Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern und in einer verstärkten Exportorientierung.
Durch den Aufbau nachhaltiger Geschäftsbeziehungen sowohl mit lokalen Produzenten als auch internationalen Unternehmen sowie einer kontinuierlichen Qualitätsarbeit und Leistungssteigerung ergeben sich die größten Chancen für die russischen Werke.
Auch Private JSC "Verallia Ukraine" hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden. Auch der Fokus auf das Premiumsegment kann hier Chancen bieten. Die im historischen Verlauf gesehen nach wie vor relativ schwache Griwna ermöglicht dem Unternehmen zudem eine starke Exportorientierung.
Im Bereich der Glasherstellung und -fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Durch Fokussierung auf die regionalen Kundenbedürfnisse sehen wir weiteres Potenzial. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Management). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit, durch systematisches Nutzen von Verbesserungswerkzeugen sowie detaillierte Verlustanalysen können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden zum Beispiel durch eine verbesserte Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen. Ferner bringt uns die Arbeit mit dem Produktionssystem VIM nachhaltig auf ein besseres Qualitätsniveau zum Vorteil der Kunden.
Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch bzw. die weitere Nutzung von Restenergie, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung, wie das Nahwärmeprojekt am Standort Bad Wurzach.
Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten.
In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallia (innerhalb des Verallia Deutschland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können.
In verschiedenen Bereichen sehen wir Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter. Großes Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Initiativen unterschiedlichster Art greifen hier ineinander, um die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern.
Für die Sicherung der Zukunft sind Innovationen ein wichtiges Thema. Auch hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft -z. B. durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten.
Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch seinen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften -ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern.
Chancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch die befreiende nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung der Verallia Gruppe auf unserer Homepage https://de.verallia.com). Diese Thematik wird auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und mit seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Zwischenzeitlich wurde neben dem Anschluss und der Lieferung von Abwärme unseres Werkes Neuburg an das Nahwärmenetz zur Reduzierung der erforderlichen Energiemenge, u. a. bei regionalen Industriebetrieben, auch der Einsatz von nicht aufbereitetem Biogas positiv getestet. So konnten in einem europaweit einzigartigen Versuch bis zu 50 % Biogas direkt zur Befeuerung einer Wanne eingesetzt werden. Auch wenn derzeit ein wirtschaftlicher Einsatz des Biogases einer Dauerverwendung entgegensteht, so bestehen in Abhängigkeit der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen Chancen, dieses Biogas künftig einzusetzen. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus.
Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren.
Durch die Börsennotierung der obersten Muttergesellschaft, Verallia SA, kann die Unternehmensgruppe ihre Wahrnehmung bei den Kunden und Partnern verbessern und es kann ihr mehr Flexibilität geben, um künftige Wachstumschancen zu nutzen. D.h. das Börsenlisting ermöglicht das Image eines Unternehmens sowohl national als auch international zu stärken und zu festigen sowie einen neuen Status zu erlangen, der seine Stabilität untermauert, Offenheit gegenüber der Außenwelt und Expansionsfähigkeit unter Beweis stellt. Der Aktienmarkt kann auch die Finanzierung der Entwicklungsprojekte des Unternehmens erleichtern und das Unternehmen kann seine Finanzierungsquellen diversifizieren. Erste Auswirkungen zeigen sich in einem niedrigeren Refinanzierungssatz.
Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Verallia Deutschland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Verallia Deutschland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.
Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Verallia Deutschland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Verallia Deutschland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.
Unter Risikomanagement versteht Verallia Deutschland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.
Verallia Deutschland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.
Das RMS von Verallia Deutschland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Elementen zusammen:
| ― | Verallia Industrial Management (VIM) |
| ― | Internes Kontrollsystem (IKS) / inkl. Fraud-Prävention |
| ― | Self-Assessments (IT-Security, Business Control) |
| ― | interne und externe Audits |
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden. Außerdem verfolgt Verallia das Ziel einer kontinuierlichen Sensibilisierung der Fach- und Führungskräfte für das Risikomanagement, u. a. durch Online-Schulungen.
Das Produktionssystem VIM (Verallia Industrial Management) bildet den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen ab. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den fünf Säulen EHS (Umwelt, Gesundheit, Sicherheit), Qualität, Supply Chain, Leistung und Team durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems.
Das IKS von Verallia Deutschland ist in das konzernweite Verallia IKS eingebettet, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, der die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert.
Auf Ebene von Verallia Deutschland wurden die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und quantitativ und qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben.
Initiiert durch Verallia werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.
Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. Das Risikomanagementsystem ist konzernweit implementiert, damit werden Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Verallia Deutschland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.
Wesentliche Datengrundlage des Verallia Deutschland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das EBITDA, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und steuerung wird im Verallia Deutschland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.
Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für den Verallia Deutschland Konzern zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Verallia Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

In das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS.
In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und die bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei.
Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Ihre Darstellung erfolgt als Bruttobetrachtung, d. h., es werden die Risiken vor dem Ergreifen von Risikobegrenzungsmaßnahmen sowie die entsprechenden Maßnahmen separat dargestellt und beurteilt. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen.
Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein / Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und / oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering.
Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte, z.B. der verstärkte Einsatz der Getränkedose, in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie.
Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostenveränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als zukünftig schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln.
Im Bereich Wein und auch Food haben die Ernteergebnisse, die nur schwer prognostizierbar sind, einen Einfluss auf den Absatz. Die Ernteerträge bei Wein in Deutschland blieben 2019 deutlich hinter der Rekordernte von 2018, was kurzfristig zu einer leicht niedrigeren Nachfrage nach Glasflaschen führen könnte. Auch bei Food wird die Ernte als unterdurchschnittlich eingeschätzt.
In Russland veränderte sich das Wettbewerbsumfeld durch einen neuen Wettbewerber und dem Ausbau der Kapazitäten bei verschiedenen Produzenten von Glasverpackungen im Food-Bereich. Risiken ergeben sich in Russland außerdem insbesondere infolge externer Einflüsse, wie Änderungen der wirtschaftlichen Situation oder gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zunehmende Regulierungen und die hohe Besteuerung alkoholischer Getränke haben negative Auswirkungen auf dieses Segment. Und obwohl die wirtschaftliche Situation in Russland eine zunehmende Stabilität zeigt, bleibt die Kaufkraft weiter niedrig.
In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Rückläufige Absatzzahlen können gegebenenfalls nur teilweise durch Preisanpassungen und Exporte ausgeglichen werden. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäische Gesellschaften relativ starke Auswirkungen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Ungleichgewichte entstehen. Aktuell ist am Markt eher eine Unterkapazität zu beobachten.
Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet.
Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment, spezifische Dienstleistungen sowie Frachtkapazitäten, bei deren Bezug wir Marktpreis-, Lieferund Qualitätsrisiken ausgesetzt sind.
Liefer- und Marktpreisrisiken begegnen wir durch gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch mittel- und langfristige Lieferverträge, wodurch wesentliche Liefer- und Preisrisiken verringert werden. Darüber hinaus verwenden wir in wichtigen Verträgen Preisgleit- bzw. Indexregelungen, um uns gegen Marktpreisrisiken abzusichern.
Nachfragebedingte Lieferengpässe auf Seiten unserer Lieferanten können bei fehlenden Ausweichmöglichkeiten zu Produktionsstillständen und eigenen Lieferverzögerungen mit negativen Auswirkungen auf das Ergebnis führen. Dies betrifft insbesondere die Beschaffung von Rohstoffen, Verpackungsmaterial und Vergütungsmitteln. Wir begegnen diesen Risiken zum einen mit einem intensiven Lieferantenmanagement und zum anderen durch eine laufende Marktbeobachtung.
Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren und enger Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten verbessern wir permanent die Qualität der bezogenen Produkte.
Die Verallia Deutschland AG hat auch im Geschäftsjahr 2019 Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken aus Steigerungen der Energiekosten durch Abschluss von Tranchen-und Portfolioverträgen, mit Möglichkeiten zur frühzeitigen Sicherung, ergriffen.
Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie in einigen Preiskomponenten spürbar erhöhte Kosten und damit auch Risiken nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und von Alternativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie.
Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetzgebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2-Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Verallia Deutschland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch. Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2-Emissionsrechten. In der 3. Handelsperiode kommt es zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, so dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate zugekauft werden muss. Bei den CO2-Emissionsrechten setzt sich die vorhandene Unterdeckung durch kostenlos zugeteilte Zertifikate fort. Zum Stichtag 31. Dezember 2019 wird ein stichtagsbezogener Rückstellungsbedarf von insgesamt 10,4 Mio. EURO gesehen.In dem Maße, in dem zum Stichtag eine Unterdeckung an CO2-Emissionsrechten vorliegt, besteht ein entsprechendes Risiko in Bezug auf deren Wertentwicklung. Auf Ebene der Verallia Gruppe ist im Rahmen des Risikomanagementsystems durch eine vorwärtsgerichtete Sicherung aller CO2-Emissionsrechte die Versorgung mit CO2-Emissionsrechten für die kommenden Jahre gewährleistet.
Wie in den Vorjahren muss grundsätzlich mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Osteuropa gerechnet werden. Das könnte für Verallia Deutschland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Verallia Deutschland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. Außerdem wird für einen Großteil der Forderungen echtes Factoring durchgeführt. Erfahrungsgemäß entstehen aus den verbleibenden Ausfallrisiken bei Verallia Deutschland nur minimale Schäden.
Abhängig von der jeweiligen Ernte und dem Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.
Verallia Deutschland ist seit 2015 im Wesentlichen über langfristige Darlehen innerhalb der Verallia Gruppe finanziert, seit 2018 Euribor-basiert bei gleichzeitig weitgehender Zinssicherung. Durch die externe Finanzierung der Verallia Gruppe am Finanzmarkt, ist die Verallia Deutschland AG in diesem Punkt weitgehend abhängig von der Beurteilung der Verallia Gruppe insgesamt. Das gewährte Darlehen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus existieren ca. 27,4 Mio. EURO nicht ausgenutzte Kreditlinien.
Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten langfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt. Der Zinsverlauf spiegelt das im Berichtsjahr fast gleichbleibende Zinsniveau des langfristigen konzerninternen Euro-Darlehens wider. Anfang Oktober ist der Zins gesunken in Zusammenhang mit dem Börsengang und der damit verbundenen neuen Konzernfinanzierung.

Im Bereich der Pensionsrückstellungen existieren ebenfalls Zinsänderungsrisiken.
Gemäß IAS 36 wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Daneben erfolgen anlassbezogen auch Wertminderungstests für zahlungsmittelgenerierende Einheiten, denen kein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Insbesondere die rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten sowie volatile Währungen in Osteuropa führten in vergangenen Geschäftsjahren bereits zu Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft - trotz aktuell guter Marktlage - erneut eintreten kann, da diese Unsicherheiten weiterhin bestehen.
Gleichermaßen können bei negativen Entwicklungen bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen im Einzelabschluss der Verallia Deutschland AG erforderlich werden.
Positive Entwicklungen der Tochterunternehmen können im Einzelabschluss der AG zu einer ergebniswirksamen Rücknahme von in Vorjahren erfassten dauerhaften Wertminderungen und über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag somit unmittelbar zu einem Zahlungsmittelabfluss führen.
Verallia Deutschland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 26,3 % im Jahr 2018 auf 28,2 % des Gesamtumsatzes im Jahr 2019.
Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.
Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Verallia Deutschland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Verallia Deutschland langfristig nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Osteuropa in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich.
Im Geschäftsjahr 2018 wurde das konzerninterne Darlehen von Verallia Deutschland an JSC "Kavminsteklo" von Euro in Rubel umgewandelt. Der Nominalbetrag des Darlehens wurde von der Verallia Deutschland AG in Rubel aufgenommen und 1:1 durchgereicht. Dadurch ergeben sich hier insgesamt weder bei der Verallia Deutschland AG noch bei JSC "Kavminsteklo", deren funktionale Währung der RUB ist, ergebniswirksame Währungseffekte. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus variabel verzinslichen konzerninternen Finanzverbindlichkeiten wurde ein Zinsswap abgeschlossen. Darüber hinaus werden Preisänderungsrisiken im Energiebezug (schwebende Geschäfte) durch derivative Finanzinstrumente abgesichert, hierzu werden als Instrumente marktgängige Swap- und Termingeschäfte angewandt.
Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist die Verallia Deutschland AG bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.
Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand oder teilweiser Produktionsausfall anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.
Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert.
Es besteht ein Risiko durch Störungen und verstärkte Schwankungen im Strom- und Erdgasnetz. Um die Erhaltung der Schmelzwannen und der Produktionsmaschinen zu sichern, muss die Funktionsfähigkeit von Notfallanlagen bei Ausfällen im Stromnetz garantiert sein. Daher werden regelmäßig Belastungstests durchgeführt.
Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix, eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung.
Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten.
Infolge eines Cyber-Angriffs bei der Verallia Gruppe kam es in der Vergangenheit zu einem temporären Ausfall des ERP-Systems. Durch bestehende Maßnahmen zur Risikominimierung blieben die Auswirkungen gering und sind auch für die Zukunft als überschaubar einzuschätzen.
Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch die Verallia Zentrale inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Verallia Deutschland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden bereits in der Vergangenheit als auch zukünftig verschiedene zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen.
Qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind ein Schlüssel zum Erfolg der Verallia Deutschland AG. Die unmittelbaren Auswirkungen des Fachkräftemangels in Deutschland zeichnen sich immer deutlicher ab. Themen wie dem demografischen Wandel wird u. a. durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Eine besondere Herausforderung stellt in den letzten Jahren die Besetzung unserer Ausbildungsstellen dar. Neben den sogenannten geburtenschwachen Jahrgängen liegen die Gründe auch in der allgemeinen Arbeitsmarktsituation in Deutschland. Die Standorte nutzen weiterhin die Möglichkeit, Flüchtlinge auszubilden und Fachkräfte zu entwickeln.
Bindung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen und das Schaffen von Anreizen zu bleiben und Einsatzbereitschaft zu zeigen, wird in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema in der Personalstrategie bleiben. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Verallia Deutschland AG als sehr wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können.
Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation.
Von der EU-Kommission wurde gegen Deutschland ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet. Die Regelung in den Jahren 2011 und 2012 wurde in diesem Jahr als unzulässig eingestuft und es ergaben sich Rückforderungen der Befreiungen. Die Neuregelung ab 2013 entspricht den EU EEAG Richtlinien und ist folglich nicht mehr risikobehaftet.
In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 "Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Diesen Teilrückforderungen sind im 4. Quartal 2015 weitere bzw. erneute Teilrücknahmebescheide gefolgt. Gegen die Bescheide wurde Widerspruch eingelegt. Im Jahr 2019 hat der EuGH entschieden: Das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG 2012) ist keine Beihilfe. Es liegt somit für die EEG-Regelung für die Jahre 2014 und 2015 eine abschließende Position vor. Die "Teilrücknahmebescheide" wurden zurückgenommen. Risiken bestehen derzeit keine mehr.
Der Deutsche Bundestag hat am 28. November 2018 das Energiesammelgesetz als Entwurf in erster Lesung beschlossen. Das Energiesammelgesetz vereint Änderungen in verschiedenen Gesetzen, die in Zusammenhang mit der Energiewende und Klimaschutzpolitik stehen. Für die Verallia Deutschland AG sind vor allem die Neuerungen im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) relevant.
Ein Hauptpunkt bezüglich der Begrenzung der EEG-Umlage bleibt die Weiterleitung von Strom an fremde Dritte im Rahmen von sogenannten Werkvertragskonstellationen. Nach § 64 Abs.1 und Abs. 2 EEG 2017 kommt es für die Begrenzung der EEG-Umlage auf die von einem Unternehmen selbst verbrauchte Strommenge an. Strom, der hingegen an selbstständige dritte Unternehmen weitergeleitet und von diesen für eigene Zwecke verbraucht wird, kann nicht als eigene begrenzte Strommenge geltend gemacht werden. Im Bereich der Weiterleitung von Strom innerhalb des Betriebsgeländes werden mit der Novellierung des Gesetzes nun Schätzungsmöglichkeiten eingeführt. Ab 2021 sind jedoch alle weitergeleiteten Strommengen geeicht zu erfassen. Daher besteht in diesem Zusammenhang ein latentes Risiko bezüglich des Nachweises dieser Mengen und den auch von der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte bestätigten Nachweiserfordernisse. Die weitergeleiteten Strommengen sind bei Verallia Deutschland nicht wesentlich in Bezug auf den Gesamtverbrauch.
Weitere rechtliche Risiken werden im Bereich der individuellen Netzentgelte identifiziert. Änderungen der Regelungen und Voraussetzungen zum Erhalt der individuellen Netzentgelte sollten stets verfolgt und überprüft werden.
Die regulatorischen und rechtlichen Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Diverse gesetzliche Änderungen führen darüber hinaus dazu, dass die Bewertung und Einstufung z. B. von Verträgen mit Netzbetreibern und Lieferanten beständig unsicherer werden. Auch technische und organisatorische Maßnahmen aus rechtlichen Rahmenbedingungen müssen frühzeitig erkannt und umgesetzt werden.
Des Weiteren werden gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen im Bereich Energie immer komplexer, unsicherer und sind häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Zusätzliche Anforderungen, wie z. B. der Austausch von Zählern durch geeichte Zählereinheiten, erfordern kurzfristig erhöhte finanzielle Belastungen in Verbindung mit einem deutlich vermehrten Arbeitsaufwand.
Die Verallia Deutschland AG betreibt ein Risikomanagement, das sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Durch das Risikomanagement werden die rechtlichen Risiken erfasst, analysiert sowie vorbeugende Maßnahmen definiert und umgesetzt, um die detektierten Risiken weitestmöglich zu minimieren. Als Risiko werden insbesondere gesehen: Mögliche Verstöße gegen Gesetze und Richtlinien, etwaige Haftungsfälle, wenn die Produktqualität nicht den Anforderungen entspricht, Risiken aus Regulierung wie z. B. Emissionshandel oder EEG-Umlage, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Hiergegen getroffene Maßnahmen sind z. B. Aufbau einer Compliance-Struktur, Investitionen in die Qualitätskontrolle, Prozesse zur Erfassung von Drittstrommengen etc. Wo möglich, werden die Risken zudem durch Versicherungen und Rückstellungen abgedeckt.
In Osteuropa ergibt sich infolge der allgemein instabilen geopolitischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die mögliche zukünftige Einflüsse hieraus auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen.
Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Verallia Deutschland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie in Russland nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung wurde durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt.
Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Verallia Deutschland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
Die Standorte der Verallia Deutschland AG sind historisch gewachsen, mit teilweise unterschiedlicher Nutzung in der Vergangenheit. Durch diese Situation sind bisher unbekannte Risiken für das Unternehmen sowie die Umwelt und damit verbundene Verpflichtungen nicht auszuschließen. Durch eine regelmäßige Abstimmung mit zuständigen Behörden wird ein wichtiger Beitrag zur Eingrenzung der Risiken geleistet.
Im Bereich der Rechnungslegung stellt die Nichteinhaltung rechtlicher Vorgaben und Verpflichtungen ein prinzipielles Risiko dar. Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem sind durch bestehende Ermessensspielräume beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen sowie durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben auf einzelne Mitarbeiter weitere Risiken denkbar.
Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt.
Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.
Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Verallia Deutschland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG in den folgenden 12 Monaten. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflussen den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.
Das IfW Kiel geht in seinem Konjunkturbericht davon aus, dass sich die Weltkonjunktur auf weitere Sicht wieder fängt. Im Prognosezeitraum 2020 dürfte die konjunkturelle Dynamik dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zufolge allerdings weiter verhalten bleiben. Die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich stabilisiert, so das ifo Institut. Die einjährige Abschwächung der Einschätzungen der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ist erst einmal gebremst. In den Schwellenländern ist auch der Rückgang bei den Auftragseingängen gestoppt, während sie in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zumindest deutlich verlangsamt wurde. Die Stimmung unter den Konsumenten bleibt weltweit weiterhin optimistisch, die entsprechenden Indikatoren sind auf einem historisch sehr hohen Niveau. Dies ist vor dem Hintergrund der in vielen Ländern sehr guten Arbeitsmarktlage und den damit einhergehenden deutlichen Einkommenszuwächsen zu sehen. Allerdings machen sich in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften erste Anzeichen einer Verschlechterung der Stimmung unter den Verbrauchern bemerkbar. Insgesamt dominieren die Risiken- wie Handelskonflikte, Brexit und politische Unruhen - weiterhin die Chancen für die weltwirtschaftliche Entwicklung. Unterstützt wird die Konjunktur dagegen von finanzpolitischen Impulsen in vielen Ländern des Euroraums. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wohl um jeweils 1,2 % im laufenden und dem nächsten Jahr zulegen. Das IfW Kiel geht ebenfalls davon aus, dass sich die Konjunktur im Euroraum im Jahr 2020 leicht beleben dürfte.
Für Deutschland signalisieren die Indikatoren nach Aussage des BMWi noch keine konjunkturelle Erholung, aber die Geschäftsklimaindikatoren senden erste Hoffnungsschimmer. Derzeit ist nach den Prognosen des ifo Instituts für Deutschland keine gesamtwirtschaftliche Rezession zu befürchten und das Verarbeitende Gewerbe dürfte allmählich seine rezessive Phase hinter sich lassen. Zwar ist die Unsicherheit bezüglich der Ausgestaltung des Brexits, der Weiterentwicklung des Handelskonflikts, sowie der Folgen des technologischen Wandels in der Automobilbranche weiterhin hoch, die jüngsten Auftragseingänge, die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe sowie ein erneuter Anstieg der Warenexporte Ende 2019 deuten darauf hin, dass der freie Fall gestoppt ist und allmählich Licht am Ende des industriellen Konjunkturtunnels zu sehen ist. Ungeachtet der Industrieschwäche bleiben die Perspektiven für eine Fortsetzung der dynamischen Konsumkonjunktur gut. Dies zeigt sich auch im Bruttoinlandsprodukt, das 2020 mit 1,1 % wieder kräftiger steigen wird, wie auch das IfW Kiel voraussagt. Maßgeblich für ein Wiederanziehen der konjunkturellen Dynamik ist für die Prognostiker die Entwicklung in der Industrie.
Der Ausblick für die wirtschaftliche Entwicklung in den osteuropäischen Ländern ist leicht positiv.
In Russland wird für das Jahr 2020 erneut ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet, wobei der angespannte geopolitische Hintergrund und eine zu erwartende Verlängerung der Sanktionen den Aufschwung wohl dämpfen werden.
Die Ukraine hat die wirtschaftliche Krise überwunden und verzeichnet eine weitere Erholung. Für das kommende Jahr wird ebenfalls mit einem leichten Wachstum gerechnet. Das Ausmaß der positiven Entwicklung hängt jedoch davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholen.
Beeinflusst durch die Nachfrage der Endverbraucher, ist der Trend nach Glasverpackungen nach wie vor ungebrochen oder sogar noch steigend. Die Inlandsnachfrage nach Getränke- und Lebensmittelverpackungen aus Glas entwickelt sich daher positiv und sollte im Prognosezeitraum ebenfalls einen Anstieg verzeichnen können.
Die große Diskussion in der Gesellschaft über Kunststoffverpackungen, die von der Öffentlichkeit zunehmend negativ wahrgenommen werden, kann sich weiterhin positiv auf Glas als Verpackung auswirken. Unter anderem im Segment Alkoholfreie Getränke scheint ein Umdenken bereits stattzufinden.
Der Bierkonsum bleibt weiter leicht rückläufig, was teilweise allerdings durch Biermixgetränke sowie alkoholfreie Biere kompensiert wird. Für die Verpackung insgesamt bedeutet dies ein stabilen bis möglicherweise tendenziell leicht rückläufigen Absatz. Im nationalen Markt wird die dominierende Gebindeform jedoch die Glas-Mehrwegflasche bleiben und der anhaltende Trend zu Individualgebinden scheint sich auch künftig weiterhin fortzusetzen.
Aufgrund der im Vorjahresvergleich geringeren Traubenernte 2019 in Deutschland, die 2020 auf den Markt kommt, wird das Wein- und Sektsegment möglicherweise eine eher rückläufige Nachfrage verzeichnen; es bleibt abzuwarten, was durch Bulk-Wein-Abfüllungen ausländischer Weine ausgeglichen werden kann.
Mehr als jedes andere ist das Segment für Lebensmittelgläser, zu dem auch Obst- und Sauerkonserven zählen, von der Ernte und damit von der Witterung abhängig. Nach 2018 war 2019 die zweite Erntesaison infolge, die aufgrund der Hitze und Dürre in Deutschland als schwierig zu bezeichnen ist und sich entsprechend auch auf den Absatz von Gläsern auswirkt.
Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich Glasverpackungen auch wieder in Bereichen, in denen sie jahrelang durch andere Verpackungsmaterialien subsituiert waren: unter anderem zum Beispiel im Bereich Molkereiprodukte - sowohl als Einweg- als auch als Mehrweggebinde.
Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung 2020 lässt auch weiterhin von einer stabilen Ausgangslage für den Inlandsabsatz von Glasverpackungen ausgehen. Dennoch sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen mittelfristig nicht absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit Unsicherheiten behaftet.
Der Behälterglasmarkt in Osteuropa bleibt weiterhin stark abhängig von externen Einflüssen, wie Änderungen der wirtschaftlichen Situation oder gesetzlichen Rahmenbedingungen.
In Russland ist nach einer Erholung in den letzten Jahren auch mit einer Fortsetzung dieses Trends zu rechnen. Aktuell bringen Beschränkungen und eine konsequente Regulierung der Alkoholproduktion durch die Regierung negative Auswirkungen mit sich.
Der ukrainische Markt dürfte trotz aktueller Aufhellung herausfordernd bleiben. Der Hauptgrund sind steigende Steuern, die direkt den Preis des Endproduktes beeinflussen, sowie der Konsumrückgang bei alkoholischen Getränken. Den nationalen Schwierigkeiten kann mit guten Aussichten bei den Exportaktivitäten begegnet werden.
Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Verallia Deutschland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Verallia Deutschland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach dem strengen BRC-Standard zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Gesellschaft bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Lebensmittelsicherheit - Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette, das in 2013 erfolgreich erweitert wurde zu FSSC 22000. Sämtliche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2019 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Verallia Deutschland, die Qualitätsführerschaft am Markt zu intensivieren.
Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen bzw. Weitergabe an den Kunden auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Verallia Deutschland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.
Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann der Konzern positive Aspekte aus der globalen Bündelung einerseits sowie aus der Kundennähe andererseits gewinnen und somit seine Marktposition ausbauen.
Für das Jahr 2020 wird mit einer weiterwachsenden Weltwirtschaft gerechnet. Dieser Trend wird auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert, wenngleich sich hier das Wachstum deutlich verlangsamt. Die sich auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich voraussichtlich etwas nach oben bewegen.
Die Absatzlage im Behälterglasmarkt entwickelte sich im vergangenen Jahr positiv. Die Verallia Deutschland AG erwartet auch für die nächsten zwölf Monate einen stabilen Markt, was zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten führen dürfte.
Insgesamt ist die Verallia Deutschland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den bestehenden Herausforderungen zu stellen. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.
Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir von einer Preisentwicklung auf dem Niveau der Einkaufsindizes aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland und damit auch für die Verallia Deutschland AG, dass für das Jahr 2020 ein Umsatz deutlich über Vorjahr (Umsatz 2019: 409,5 Mio. EURO) und eine deutliche Verbesserung beim EBITDA (EBITDA 2019: 84,6 Mio. EURO) erwartet werden.
In den osteuropäischen Ländern wird insgesamt ebenfalls mit einem leichten Wirtschaftswachstum gerechnet.
In Russland lag unser Fokus im Berichtsjahr bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer hohen Auslastung, führte. Im kommenden Geschäftsjahr soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch Preisanpassungen, die sich an der Inflation orientierten, verstärkt werden. Es steht weiterhin im Fokus, die erreichten Produktivitätssteigerungen zu halten und auszubauen.
Das Hauptaugenmerk bei JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt auf einer kontinuierlichen Entwicklung des Produktportfolios. Eine Auffrischung des Standardportfolios sowie die Entwicklung von Neuerungen werden deshalb auch im kommenden Jahr das Tagesgeschäft ergänzen.
JSC "Kavminsteklo" hat die feste Absicht, sich in seinem Kernsegment weiter zu festigen und durch kontinuierliche Diversifikation des Portfolios neue Kunden zu gewinnen. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken. JSC "Kavminsteklo" erwartet vom Wachstum der Wein- und Sekt-Produktion, durch die Expansion von Weinanbaugebieten in Südrussland und dem Kaukasus, zu profitieren. Zusätzlich bleibt JSC "Kavminsteklo" zuverlässiger Glasverpackungslieferant für Mineralwasser und Erfrischungsgetränke und hat den Food-Bereich als ergänzendes Geschäftsfeld. Durch die Erhöhung der Kapazitäten bis Ende 2020 wird JSC "Kavminsteklo" die regionale Nachfrage für Glas bedienen können. Dadurch wird die Marktpositionierung weiter verbessert.
In der Ukraine bleibt das nächste Geschäftsjahr herausfordernd, insbesondere durch voraussichtlich starke Kostensteigerungen. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, über die Hälfte der Absätze wird in 27 verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden.
Wir erwarten für das kommende Jahr, dass der Umsatz im Segment Osteuropa auf Vorjahresniveau liegen wird (Umsatz 2019: 160,9 Mio. EURO), für das EBITDA erwarten wir eine beträchtliche Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr (EBITDA 2019: 36,5 Mio. EURO).
Die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld ist durch einige Spannungen geprägt, deren Auswirkungen nur schwer abschätzbar sind. Erhöhungen, vor allem bei den Rohstoff-und Energiepreisen, sind nicht auszuschließen. Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können.
Nicht zuletzt auf Basis der aktuellen Auftragslage rechnen wir für das kommende Jahr mit einer deutlichen Erhöhung des Umsatzes gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 (Umsatz 2019: 570,3 Mio. EURO) und mit einer deutlichen Steigerung des EBITDA (EBITDA 2019: 121,1 Mio. EURO).
Die Arbeitssicherheit bleibt ein zentrales Element bei Verallia Deutschland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr für Deutschland und die osteuropäischen Werke zusammen, gestützt auf die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Unfallsituation, einen Wert von 1,5.
SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT
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| Ziffer | Thema | Angaben bzw. Verweis |
|---|---|---|
| 1 | Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals | Das Grundkapital der Verallia Deutschland AG beträgt zum 31. Dezember 2019 unverändert 26,0 Mio. EURO, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. |
| 2 | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen | Für Aktien der Verallia Deutschland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Verallia Deutschland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme. |
| 3 | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital | Die BRH Holdings GP, Ltd., die AGM Management, LLC, die Apollo Global Management, LLC, die APO Corp., die Apollo Management Holdings GP, LLC, die Apollo Management Holdings, L.P., die Apollo Management GP, LLC, die Apollo Management, L.P., die AIF VIII Management, LLC, die Apollo Management VIII, L.P., die APO Asset Co., LLC, die Apollo Principal Holdings III GP, Ltd., die APH Holdings, L.P., die Apollo Advisors VIII (EH-GP), Ltd., die Apollo Advisors VIII (EH), L.P., die AIF VIII Euro Leverage, L.P., die AP VIII Horizon Holdings Ltd., die AP VIII Horizon Holdings L.P., die Horizon Parent Holdings S.a r.l., die Horizon UP S.a r.l., die Horizon Intermediate Holdings S.C.A., die Horizon Holdings SAS, die Horizon Holdings I SAS, die Horizon Holdings II SAS und die Verallia Packaging SAS haben der Gesellschaft im Januar 2016 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihnen 96,67 % der Stimmrechte an der Verallia Deutschland AG zuzurechnen sind. Aktuell werden 91,73 % der Stimmrechte direkt durch die Horizon Holdings Germany GmbH und weitere 5,01 % der Stimmrechte durch die Verallia France S.A. gehalten. |
| 4 | Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | Zwischen der Horizon Holdings Germany GmbH und der Verallia Deutschland AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. |
| 5 | Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben | Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Verallia Deutschland AG beteiligt sind. |
| 6 | Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen | Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen. |
| 7 | Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien | Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien. |
| 8 | Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen | Für die Verallia Deutschland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor. |
| 9 | Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes | Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft. |
(§ 289B HGB UND § 315B HGB)
Die Verallia Deutschland AG wird in die nichtfinanzielle Konzernerklärung der Verallia SA, Courbevoie, Frankreich einbezogen. Diese nichtfinanzielle Konzernerklärung ist auf unserer Homepage https://de.verallia.com unter Investor Relations veröffentlicht.
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB ist auf unserer Homepage https://de.verallia.com unter Investor Relations veröffentlicht.
Die Mitglieder des Vorstands der Verallia Deutschland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung sowie aus Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.
Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Verallia Deutschland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipierten Mitglieder des Vorstands an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA und der Verallia SA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien sowie der Teilnahme am Management Aktienplan.
Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 12. Oktober 2016 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Sätze 1 Nr. 9 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Verallia Deutschland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Geschäftsjahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Geschäftsjahr.
Bad Wurzach, den 03. März 2020
Der Vorstand
Hugues Denissel, Vorsitzender
Joachim Böttiger, Personal
Karsten Fuchs, Vertrieb
Sebastian Kopsch, Finanzen
Roland Unfried, Technik
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2019
Verallia Deutschland AG
Der Vorstand
Hugues Denissel, Vorsitzender
Joachim Böttiger, Personal
Karsten Fuchs, Vertrieb
Sebastian Kopsch, Finanzen
Roland Unfried, Technik
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| TEUR | Anhang (D) | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | 50.760 | 37.965 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) | (11/12) | - 7.545 | - 5.703 |
| Ertragsteuern | (4/13) | 2.204 | 1.732 |
| - 5.341 | - 3.971 | ||
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Zeitwert / -änderungen von Cashflow-Hedges | (13/19) | - 1.806 | - 2.800 |
| Latente Steuern auf Zeitwert / -änderungen | 818 | ||
| von Cashflow-Hedges | (4/13/19) | 536 | |
| Währungsumrechnung | (11) | 12.678 | - 6.157 |
| 11.408 | - 8.139 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 6.067 | - 12.110 | |
| Gesamtergebnis | 56.827 | 25.855 | |
| davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend | 56.285 | 25.741 | |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | 542 | 114 |
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| TEUR | Anhang (D) | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 570.321 | 522.756 |
| Umsatzkosten | - 461.208 | - 427.510 | |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 25.905 | - 23.279 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 8 | - 30 | |
| Sonstige Erträge | 3.329 | 4.282 | |
| Sonstige Aufwendungen | - 8.878 | - 13.054 | |
| Operatives Ergebnis | (2) | 77.651 | 63.165 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3/16/19) | - 12.137 | - 9.404 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (3/16/19) | 443 | 82 |
| Zinsergebnis | (3/16/19) | - 11.694 | - 9.322 |
| Sonstige Finanzaufwendungen / -erträge | (3/16/19) | - 736 | - 1.816 |
| Finanzergebnis | (3) | - 12.430 | - 11.138 |
| Ergebnis vor Steuern | 65.221 | 52.027 | |
| Ertragsteueraufwand | (4) | - 18.553 | - 14.113 |
| Latenter Steuerertrag | (4) | 4.092 | 51 |
| Ertragsteuern gesamt | (4) | - 14.461 | - 14.062 |
| Jahresergebnis | 50.760 | 37.965 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | 50.507 | 37.598 | |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | 253 | 367 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) | (5) | 50,51 | 37,60 |
Aktiva
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| TEUR | Anhang (D) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (7) | 2.323 | 2.028 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (7) | 2.126 | 2.394 |
| Sachanlagen | (7/17) | 248.906 | 238.251 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | (7/16) | 1.584 | 1.584 |
| Sonstige Forderungen | (16) | - | 2 |
| Latente Steueransprüche | (13) | 3.639 | 1.545 |
| Langfristige Vermögenswerte | 258.578 | 245.804 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (8) | 76.726 | 82.355 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (9/16) | 32.523 | 29.331 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (10/16) | 28.384 | 11.315 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (9/16) | 67.725 | 70.286 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 205.358 | 193.287 | |
| Summe Aktiva | 463.936 | 439.091 | |
| PASSIVA | |||
| TEUR | Anhang (D) | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (11) | 26.000 | 26.000 |
| Kapitalrücklage | (11) | 87.466 | 73.408 |
| Gewinnrücklagen | (11) | - 48.776 | 4.158 |
| Konzernergebnis | (11) | 50.507 | 37.598 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | (11) | - 93.346 | - 103.929 |
| Anteile anderer Gesellschafter | (11) | 2.540 | 2.833 |
| Eigenkapital | 24.391 | 40.068 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (12) | 85.316 | 79.765 |
| Latente Steuerschulden | (13) | 11.081 | 15.817 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (14/16/17) | 153.766 | 146.536 |
| Langfristige Schulden | 250.163 | 242.118 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (12/15) | 11.377 | 8.637 |
| Ertragsteuerschulden | (15) | 573 | 478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (15/16/17) | 91.392 | 55.679 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15/16) | 68.210 | 78.221 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (15/16) | 17.830 | 13.890 |
| Kurzfristige Schulden | 189.382 | 156.905 | |
| Summe Passiva | 463.936 | 439.091 |
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| Verallia Deutschland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Anhang (D) | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2018 | 26.000 | 62.492 | 249 | 36.412 | - | |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - | - 2.800 | - | |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | (12) | - | - | - | - 5.704 | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | (13) | - | - | - | 2.550 | - |
| Ergebnisabführung/Dividende | (6) | - | - | - | - 51.258 | - |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | (4) | - | 10.770 | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | (G) | - | 146 | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - | - | - | |
| Umgliederung | - | - | - | 24.709 | - | |
| 31.12.2018 | 26.000 | 73.408 | 249 | 3.909 | - |
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| Verallia Deutschland AG | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Konzernergebnis | Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2018 | 24.709 | - 98.026 | 51.836 |
| Konzernergebnis | 37.598 | - | 37.598 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - 2.800 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - 5.704 |
| Währungsumrechnung | - | - 5.903 | - 5.903 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 2.550 |
| Ergebnisabführung/Dividende | - | - | - 51.258 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | - | 10.770 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | 146 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - |
| Umgliederung | - 24.709 | - | - |
| 31.12.2018 | 37.598 | - 103.929 | 37.235 |
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| Fremdgesellschafter | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Minderheitenkapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2018 | 2.482 | 241 | 2.723 |
| Konzernergebnis | - | 367 | 367 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | 1 | - | 1 |
| Währungsumrechnung | - 254 | - | - 254 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - |
| Ergebnisabführung/Dividende | - 4 | - | - 4 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - |
| Umgliederung | 241 | - 241 | - |
| 31.12.2018 | 2.466 | 367 | 2.833 |
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| Gesamt | |
|---|---|
| TEUR | Summe Eigenkapital |
| --- | --- |
| 01.01.2018 | 54.559 |
| Konzernergebnis | 37.965 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - 2.800 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - 5.703 |
| Währungsumrechnung | - 6.157 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 2.550 |
| Ergebnisabführung/Dividende | - 51.262 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | 10.770 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | 146 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - |
| Umgliederung | - |
| 31.12.2018 | 40.068 |
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| Verallia Deutschland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Anhang | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.19 | 26.000 | 73.408 | 249 | 3.909 | - | |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - | - 14.651 | - | |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges | - | - | - | 12.845 | - | |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | (12) | - | - | - | - 7.545 | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | (13) | - | - | - | 2.740 | - |
| Ergebnisabführung/Dividende | (6) | - | - | - | - 85.861 | - |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | (4) | - | 13.696 | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | (G) | - | 362 | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - | 1.940 | - | |
| Umgliederung | - | - | - | 37.598 | - | |
| 31.12.19 | 26.000 | 87.466 | 249 | - 49.025 | - |
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| Verallia Deutschland AG | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Konzernergebnis | Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 01.01.19 | 37.598 | - 103.929 | 37.235 |
| Konzernergebnis | 50.507 | - | 50.507 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - 14.651 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges | - | - | 12.845 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - 7.545 |
| Währungsumrechnung | - | 10.583 | 10.583 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | 2.740 |
| Ergebnisabführung/Dividende | - | - | - 85.861 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | - | 13.696 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | 362 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | 1.940 |
| Umgliederung | - 37.598 | - | - |
| 31.12.19 | 50.507 | - 93.346 | 21.851 |
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| Fremdgesellschafter | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | Minderheitenkapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- |
| 01.01.19 | 2.466 | 367 | 2.833 |
| Konzernergebnis | - | 323 | 323 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - |
| Währungsumrechnung | 2.095 | - | 2.095 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - |
| Ergebnisabführung/Dividende | - 1 | - | - 1 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - 2.640 | - 70 | - 2.710 |
| Umgliederung | 367 | - 367 | - |
| 31.12.19 | 2.287 | 253 | 2.540 |
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| Gesamt | |
|---|---|
| TEUR | Summe Eigenkapital |
| --- | --- |
| 01.01.19 | 40.068 |
| Konzernergebnis | 50.830 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges | - 14.651 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges | 12.845 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - 7.545 |
| Währungsumrechnung | 12.678 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | 2.740 |
| Ergebnisabführung/Dividende | - 85.862 |
| Vom Organträger übernommene hypothetische laufende Steuer | 13.696 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | 362 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - 770 |
| Umgliederung | - |
| 31.12.19 | 24.391 |
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| TEUR | Anhang (D)/ Anmerkung | 2019 | 2018 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis des Konzerns | 50.760 | 37.965 | |
| Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis | 26.891 | 25.200 | |
| Operatives Konzernergebnis | 77.651 | 63.165 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | (7) | 43.453 | 38.928 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | (12) | - 3.346 | - 2.974 |
| Gezahlte Zinsen | (3) | - 1.601 | - 1.473 |
| Erhaltene Zinsen | (3) | 443 | 81 |
| Erhaltene/Gezahlte Ertragsteuern (operativ) | (4) | - 4.784 | - 2.534 |
| Erhaltene Dividende | (3) | 61 | 57 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 329 | 44 | |
| Cashflow | 112.206 | 95.294 | |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | (7) | 266 | 1.314 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | (12) | 2.649 | 7.559 |
| Veränderung der Vorräte | (8) | 8.939 | 4.174 |
| Veränderung der Forderungen und finanziellen Vermögenswerte | (9) | - 1.915 | - 624 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) | (15) | - 14.311 | 517 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 107.834 | 108.234 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | (7) | 1.388 | 679 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - 770 | - | |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | (7) * | - 35.924 | - 42.448 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 35.306 | - 41.769 | |
| Ergebnisabführung an die Horizon Holdings Germany GmbH | (6) | - 51.258 | - 34.980 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | (16) | 132.335 | 926 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | (16/17) | - 137.304 | - 4.574 |
| Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | (16) | - 6.910 | - 6.618 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter | (16) | 6.498 | - 13.614 |
| Veränderung der Verbindlichkeit aus unechtem Factoring | (9) | - 986 | - 299 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 57.625 | - 59.159 | |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 14.903 | 7.306 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung | 2.166 | - 394 | |
| Zunahme der Zahlungsmittel | 17.069 | 6.912 | |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | (10) | 11.315 | 4.403 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | (10) | 28.384 | 11.315 |
* Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus den zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.
Die Verallia Deutschland AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in 88410 Bad Wurzach, Oberlandstraße, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Ulm unter der Registernummer HRB 610192 eingetragen. Sie ist ein Tochterunternehmen der international tätigen Verallia Gruppe. Die Geschäftstätigkeit des Verallia Deutschland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas. Im Konzern sind zum Stichtag 3.131 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.066) beschäftigt.
Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Als Folge des Börsengangs der Verallia SA im Oktober 2019 hat sich diese Beteiligung entsprechend verringert. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %.
Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Verallia SA, Paris, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Greffe du Tribunal de Nanterre, Nanterre/Frankreich, eingesehen werden.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Geschäftsjahr ist für alle konsolidierten Gesellschaften das Kalenderjahr.
Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt.
Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende für den Verallia Deutschland Konzern relevante Standards herausgegeben:
Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften nach der modifiziert retrospektiven Methode, die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2018 wurden dementsprechend nicht angepasst.
Mit den Regelungen des IFRS 16 entfällt als Leasingnehmer die Unterscheidung zwischen Finance- und Operating-Lease-Vereinbarungen. Der Leasingnehmer bilanziert das wirtschaftliche Recht am Leasinggegenstand in Form eines Nutzungsrechts, das über den geringeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingvertrags und der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben wird. Parallel dazu wird eine Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen passiviert und mittels der Effektivzinsmethode fortgeführt.
Per 01. Januar 2019 ergibt sich hieraus die Bilanzierung sowohl von Nutzungsrechten als auch von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.569.
Der hierbei großteils einheitlich angewandte gewichtete Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 0,2 %, folglich ergaben sich keine wesentlichen Abzinsungseffekte.
Der Unterschied der Leasingverbindlichkeiten zu den zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen finanziellen Verpflichtungen aus Operating-Lease-Verhältnissen ergibt sich aus nichtansatzpflichtigen Leasingverhältnissen mit Restlaufzeit unter einem Jahr oder niedrigem Wert (TEUR 1.539).
Direkte Kosten blieben bei der erstmaligen Bewertung der Nutzungsrechte unberücksichtigt. Leasingverhältnisse deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, wurden wie kurzfristigen Leasingverhältnissen bilanziert.
Für Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasinggeber auftritt, ergaben sich aus der Erstanwendung des IFRS 16 keine wesentlichen Änderungen.
Neben der ergänzenden Regelung des IFRIC 23 sind Änderungen an IFRS 9 und IAS 19 sowie jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2015- 2017) in Kraft getreten, diese haben jedoch keinen oder keinen wesentlichen Effekt auf den Konzernabschluss.
| ― | Änderungen an IAS 1 und IAS 8 Definition von Wesentlichkeit, anzuwenden ab 01. Januar 2020 |
| ― | Änderungen an IAS 39, IFRS 9, und IFRS 7 Interest Benchmark Reform, anzuwenden ab 01. Januar 2020 |
Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, dass die künftige erstmalige Anwendung eine wesentliche Auswirkung auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird.
Seit 01. März 2016 besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag und eine ertragsteuerliche Organschaft zwischen der Verallia Deutschland AG (beherrschtes Unternehmen) und der Horizon Holdings Germany GmbH (beherrschendes Unternehmen). Die daraus resultierende Verbindlichkeit aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 85.861 wird seit diesem Jahr ihrem finanziellen Charakter folgend unter den Kurzfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten (Vorjahr: Kurzfristige Sonstige Verbindlichkeiten) ausgewiesen und mit dem Eigenkapital verrechnet. Das Vorjahr wurde entsprechend um TEUR 51.258 angepasst. Die laufenden organschaftlichen Ertragsteuern der Verallia Deutschland AG werden im Ertragsteueraufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet.
Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.
Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens jedes Kalenderjahr oder bei Vorliegen eines Triggering Events ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den Langfristplänen der Cash Generating Unit (CGU), denen sie zugeordnet werden, basiert.
Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.
Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Verallia Deutschland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt.
Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.
Abgesehen von den CO2-Emissionsberechtigungen unterliegen die Immateriellen Vermögenswerte einer planmäßigen linearen Abschreibung über längstens 8 Jahre, enthalten sind Software und Lizenzen. Die Abschreibungen sind größtenteils in den Umsatzkosten enthalten.
Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear, bei Formen nutzungsbezogen.
Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben.
Die Verallia Deutschland AG erhält jährlich unentgeltlich Emissionsberechtigungen zugeteilt. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird, sofern die zum Stichtag im Bestand befindlichen Zertifikate nicht ausreichen, eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer CGU den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht.
Leasingvereinbarungen werden seit 01. Januar 2019 gemäß IFRS 16 behandelt.
Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.
Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden auf Basis der Leasingraten grundsätzlich zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in der Regel in gleicher Höhe angesetzt, und zwar mit dem Barwert der zu diesem Zeitpunkt noch nicht geleisteten Leasingzahlungen. Der Vermögenswert wird über den geringeren Zeitraum aus Laufzeit des Leasingvertrags und der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt. Die Nutzungsrechte sind in der Bilanz in der Position Sachanlagen enthalten, die dazugehörige Schuld je nach Fristigkeit in den Lang- oder Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die Freistellungen vom bilanziellen Ansatz gemäß IFRS 16.5 für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, werden angewandt. Die darauf entfallenden Leasingzahlungen werden direkt im operativen Ergebnis erfasst.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals zum Zeitpunkt erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet.
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
| ― | zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ― | FVOCI-Schuldinstrumente (Investments in Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden) |
| ― | FVOCI-Eigenkapitalinvestments (Eigenkapitalinvestments, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden) |
| ― | FVTPL (zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust) |
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL bewertet wurde:
| ― | Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und |
| ― | die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet.
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| Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL | Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Für Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, siehe Anhangangabe 16 und 19. |
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst. |
| Eigenkapitalinvestments zu FVOCI | Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im Sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert. |
Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft und bewertet. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird zu FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, ein Derivat ist oder beim Erstansatz als FVTPL designiert wird.
Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und Nettogewinne oder -verluste, einschließlich Zinsaufwendungen, werden im Gewinn oder Verlust erfasst.
Andere finanzielle Verbindlichkeiten werden bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen und Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Gewinn oder Verlust erfasst.
Der Konzern bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste (ECL) für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Der Konzern bemisst die Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste.
Finanzinstrumente werden einer der drei folgenden Kreditausfallstufen zugeordnet:
| ― | Stufe 1: Finanzinstrumente bei erstmaliger Erfassung und Finanzinstrumente mit keiner signifikanten Veränderung des Ausfallrisikos |
| ― | Stufe 2: Finanzinstrumente, die eine signifikante Veränderung des Ausfallrisikos auf Basis der Erwartungen über die Laufzeit des Vertrags aufweisen |
| ― | Stufe 3: Finanzinstrumente mit beeinträchtigter Bonität |
Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist, und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt der Konzern angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen des Konzerns und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen, beruhen.
Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen.
Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes wird abgeschrieben, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung z.B. aufgrund Insolvenz- oder vergleichbarer Verfahren nicht mehr davon ausgeht, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. Der Konzern führt eine individuelle Einschätzung über den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung durch.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte und Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder die Zahlungsströme mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen wurden.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und in der Bilanz als Nettobetrag ausgewiesen, wenn der Konzern einen gegenwärtigen, durchsetzbaren Rechtsanspruch hat, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen, und es beabsichtigt ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Verwertung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.
Der Konzern hält derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Preis-, Währungs- und Zinsrisiken, dies erfolgt z.B. in Form von Devisentermingeschäften, Warentermingeschäften und Zinsswaps. Derivate werden beim erstmaligen Ansatz und im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Soweit keine bilanzielle Sicherungsbeziehung besteht, werden sich daraus ergebende Änderungen grundsätzlich im Gewinn oder Verlust erfasst.
Zum Beginn der designierten Sicherungsbeziehungen dokumentiert der Konzern die Risikomanagementziele und -strategien, die er im Hinblick auf die Absicherung verfolgt. Der Konzern dokumentiert des Weiteren die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument und ob erwartet wird, dass sich Veränderungen der Zahlungsströme des gesicherten Grundgeschäfts und des Sicherungsinstruments kompensieren.
Wenn ein Derivat als Instrument zur Absicherung von Zahlungsströmen (cash flow hedge) dient, wird der wirksame Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgsneutral im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis erfasst. Ein unwirksamer Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Derivats wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst.
Eine Umgliederung beider Komponenten in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt dann, wenn das Grundgeschäft ergebniswirksam erfasst wird.
Falls nicht mehr erwartet wird, dass die abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme eintreten, werden die Beträge, die in die Rücklage für Sicherungsbeziehungen und die Rücklage für Kosten der Absicherung eingestellt worden sind, unmittelbar in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Der Ausweis der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente erfolgt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung dem Ausweis der abgesicherten Grundgeschäfte. Dient z.B. das Finanzinstrument zur Absicherung von Beschaffungsrisiken erfolgt ein Ausweis innerhalb der Umsatzkosten.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.
Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.
Sämtliche latente Steuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (11) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als latente Steuerschuld oder latenter Steueranspruch bilanziert. Die Ermittlung erfolgt zum Steuersatz des Organträgers.
Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen und somit den Umsatzkosten und Allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.
Umsatzerlöse werden unter Abzug von erwarteten Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Verfügungsgewalt, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird. Rückkäufe werden seit 01. Januar 2018 gemäß IFRS 15 umsatzmindernd erfasst.
Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte und langfristigen Vermögenswerten zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, Nutzungsdauer von Schmelzwannen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.
Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage in Osteuropa, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den für die Wertminderungstests der dortigen Cash Generating Units verwendeten Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrundeliegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde. Im Weiteren verweisen wir auf die Punkte 7, 12, 13 und 19.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 insgesamt selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet. Währungsdifferenzen, die konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten betreffen, werden ergebniswirksam behandelt, sofern die Darlehen nicht Bestandteil der Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sind.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 2019 | 2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Russischer Rubel | RUB | 69,47700 | 79,56360 | 72,46239 | 74,01810 |
| Ukrainische Griwna | UAH | 26,70830 | 31,68880 | 28,93443 | 32,09708 |
Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Verallia Deutschland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.
Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde in voller Höhe mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.
Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.
In den Konzernabschluss des Verallia Deutschland Konzerns sind, neben der Verallia Deutschland AG, unverändert vier ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
| ― | Private JSC "Verallia Ukraine", Ukraine |
| ― | JSC "Kavminsteklo", Russland |
| ― | JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland |
| ― | ZAO STI, Russland |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Verallia Deutschland Konzerns und der Verallia Deutschland AG mit Stand vom 31. Dezember 2019 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren, basierend auf Verträgen mit Kunden. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen, die insbesondere die Aufteilung nach Zielmärkten enthalten, verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung. Das durchschnittliche Zahlungsziel vor Factoring beträgt 60 Tage (Vorjahr: 63 Tage).
Im Operativen Ergebnis sind insgesamt Zu- und Abschreibungen in Höhe von TEUR 43.453 (Vorjahr: TEUR 38.928) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.
Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 116.783 (Vorjahr: TEUR 108.618), davon Sozialabgaben TEUR 17.372 (Vorjahr: TEUR 15.633) sowie Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 222.507 (Vorjahr: TEUR 202.027).
Die Sonstigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 2.384 (Vorjahr: TEUR 31). Die Sonstigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen entsprechende Aufwendungen aus versicherungsfähigen Schadensfällen, Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von TEUR 275 (Vorjahr: TEUR 864) sowie Buchverluste (siehe (7) Langfristige Vermögenswerte) und Zuführungen zu Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.576 wegen stichtagsbezogener Unterdeckung an CO -Zertifikaten.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Sonstige Finanzerträge und -aufwendungen | - 736 | - 1.816 |
| davon Erträge aus Beteiligungen | 61 | 57 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 443 | 82 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | - |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 12.137 | - 9.404 |
| davon an verbundene Unternehmen | - 9.343 | - 6.408 |
| Finanzergebnis | - 12.430 | - 11.138 |
Die Sonstigen Finanzerträge und -aufwendungen enthalten Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR - 797 (Vorjahr: TEUR - 1.873). Die Zinsaufwendungen enthalten im Berichtsjahr einmalige Aufwendungen aus einer konzernweiten Refinanzierung innerhalb des Verallia Konzerns in Höhe von TEUR - 2.417. Zu weiteren Ausführen zur konzerninternen Finanzierung verweisen wir auf die Punkte (14), (16) und Note H.
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9 belaufen sich auf TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 82), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten, im Wesentlichen bestehend aus konzerninternen Darlehen, auf TEUR 10.648 (Vorjahr: TEUR 7.812).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag, die hypothetische Steuer sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Die Ertragsteuern der Muttergesellschaft werden seit Wirksamkeit der steuerlichen Organschaft (siehe auch (11) Eigenkapital) gemäß wirtschaftlicher Betrachtungsweise weiterhin als hypothetische laufende Ertragsteuer zum Steuersatz des Organträgers bilanziert, so als wäre die Muttergesellschaft selber Steuerschuldner. Der Steuersatz der deutschen Gesellschaft des Verallia Deutschland Konzerns wird mit dem geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 13,4 % mit einem Gesamtsteuersatz von 29,2 % berechnet (Vorjahr: 29,2 %).
Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC "Verallia Ukraine" lag im Berichtsjahr unverändert bei 18 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %.
Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 20.624 (Vorjahr: TEUR 9.725) wurden keine latenten Steuern gebildet.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | - 18.553 | - 14.113 |
| davon: | ||
| Aperiodischer Steueraufwand der Muttergesellschaft | - 3 | - 85 |
| Hypothetische Steuer der Muttergesellschaft | - 13.696 | - 10.770 |
| Steuer auf Garantiedividende | - 263 | - 263 |
| Steueraufwand außerhalb des Organkreises der Muttergesellschaft | - 4.591 | - 2.995 |
| Latenter Steuerertrag | 4.092 | 51 |
| Ertragsteuern gesamt | - 14.461 | - 14.062 |
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) | 65.221 | 52.027 |
| Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz 29,2 %) | 19.045 | 15.192 |
| Steuereffekte aus: | ||
| Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen | - 2.409 | - 1.417 |
| Änderungen der angewendeten Steuersätze | - | - 735 |
| Aperiodischem Steueraufwand des Konzerns | 238 | 346 |
| Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) | 1.745 | 676 |
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge | - 846 | - |
| Wertaufholung latenter Steueransprüche | - 3.312 | - |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 14.461 | 14.062 |
| Tatsächlicher Steuersatz in % | 22,2 % | 27,0 % |
Die Auswirkungen der Verluste aus Vorjahren, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind ausschließlich JSC "Kavminsteklo" zuzuordnen. Obwohl die Verluste mittlerweile grundsätzlich steuerlich unbegrenzt vortragbar sind, wurden sie bis zum Vorjahr gemäß IAS 12.35 vollständig nicht angesetzt. Als Folge der besseren wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft wurde diese Wertberichtigung im aktuellen Geschäftsjahr teilweise aufgehoben. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von JSC "Kavminsteklo", für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, belaufen sich auf TEUR 17.003 (Vorjahr: TEUR 33.338). Die Veränderung resultiert aus Nutzung eines Teils der Verlustvorträge im Berichtsjahr, auf Wertaufholung der latenten Steuerforderungen sowie auf Währungsumrechnungsdifferenzen.
Die Anzahl der Aktien betrug im gesamten Kalenderjahr 2019, wie im Vorjahr, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | 50.760 | 37.965 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 253 | 367 |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | 50.507 | 37.598 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 50,51 | 37,60 |
Aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, erfolgt ab 01. März 2016 keine Dividendenausschüttung der Verallia Deutschland AG an die Hauptaktionärin mehr (siehe auch (11) Eigenkapital). Die Minderheitsaktionäre erhalten eine Garantiedividende.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2018 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2018 | Vortrag 01.01.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 | 4.466 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.575 | 451 | 4 | 485 | 5.545 | 3.173 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 222.887 | 477 | 636 | 103 | 223.897 | 140.267 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 701.842 | 17.398 | 16.874 | 18.548 | 717.566 | 469.844 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 17.823 | 16.221 | - 17.514 | - | 16.530 | - |
| Summe Sachanlagen | 942.552 | 34.096 | - 4 | 18.651 | 957.993 | 610.111 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - | - | - | 2.095 | 511 |
| Gesamt | 965.356 | 34.547 | - | 19.136 | 980.767 | 618.261 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Geschäftsjahr 2018 | Abgänge | Stand 31.12.2018 | Stand 31.12.2018 | 31.12.2018 | 01.01.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | 4.466 | - 8.640 | 2.028 | 2.332 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 348 | 482 | 3.039 | - 112 | 2.394 | 2.295 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 2.906 | 102 | 143.071 | - 28.261 | 52.565 | 56.265 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 35.570 | 17.238 | 488.176 | - 56.425 | 172.965 | 178.034 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 104 | - | 104 | - 3.705 | 12.721 | 14.631 |
| Summe Sachanlagen | 38.580 | 17.340 | 631.351 | - 88.391 | 238.251 | 248.930 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 511 | - | 1.584 | 1.584 |
| Gesamt | 38.928 | 17.822 | 639.367 | - 97.143 | 244.257 | 255.141 |
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2019 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2019 | Vortrag 01.01.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 | 4.466 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.545 | 95 | - | 12 | 5.628 | 3.039 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 223.897 | 1.531 | 961 | 285 | 226.104 | 143.071 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 717.566 | 20.379 | 15.533 | 20.152 | 733.326 | 488.176 |
| Nutzungsrechte | 3.569 | 3.238 | - | 544 | 6.263 | - |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 16.530 | 18.187 | - 16.494 | 52 | 18.171 | 104 |
| Summe Sachanlagen | 961.562 | 43.335 | - | 21.033 | 983.864 | 631.351 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - | - | - | 2.095 | 511 |
| Gesamt | 984.336 | 43.430 | - | 21.045 | 1.006.721 | 639.367 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Geschäftsjahr 2019 | Abgänge | Stand 31.12.2019 | Stand 31.12.2019 | 31.12.2019 | 01.01.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | 4.466 | - 8.345 | 2.323 | 2.028 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 370 | 12 | 3.397 | - 105 | 2.126 | 2.394 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 3.642 | 285 | 146.428 | - 25.713 | 53.963 | 52.565 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.127 | 18.477 | 506.826 | - 50.782 | 175.718 | 172.965 |
| Nutzungsrechte | 2.314 | 544 | 1.770 | 40 | 4.533 | 3.569 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | - | - | 104 | - 3.375 | 14.692 | 12.721 |
| Summe Sachanlagen | 43.083 | 19.306 | 655.128 | - 79.830 | 248.906 | 241.820 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | - | - | 511 | 1.584 | 1.584 | |
| Gesamt | 43.453 | 19.318 | 663.502 | - 88.280 | 254.939 | 247.826 |
Als CGUs mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen JSC "Kavminsteklo", JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC "Verallia Ukraine" identifiziert. Der auf Kavminsteklo (TEUR 1.145) sowie der auf "Verallia Ukraine" (TEUR 9.621) entfallende, um Währungsumrechnungsdifferenzen fortgeschriebene, Goodwill wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig abgeschrieben. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2019 im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung ein Impairment Test für den auf JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill sowie die übrigen Vermögenswerte durchgeführt.
Der zum 31. Dezember 2019 erzielbare Betrag/Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod wurde auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert. Der zugrundeliegende Langfristplan berücksichtigt sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie beispielsweise die erwarteten höheren Absatzpotenziale, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für drei Jahre fortgeschrieben. Der durchschnittliche jährlich angenommene Free Cashflow lag bei TEUR 2.043. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate in Höhe von 2,1 % (Vorjahr: 3,0 %) unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis waren die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entsprach den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der CGU und lag bei 8,9 % (Vorjahr: 9,5 %).
Insbesondere die mittlerweile wieder etwas stabilere geopolitische Situation in Russland führte im Vergleich zu den Vorjahren zu niedrigeren durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die Stabilisierung des operativen Geschäfts wurde bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt.
Die Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 31. Dezember 2019 den auf JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 2.323 (Vorjahr: TEUR 2.028), der ursprünglich bilanzierte Goodwill betrug TEUR 4.368. Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, diese belaufen sich im Berichtsjahr auf insgesamt TEUR 295.
Bei JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod betrug der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2019 TEUR 33.249 und war damit TEUR 89 höher als der Carrying Amount.
Das Management hat als zwei wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert.
Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um + / - 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der CGU Kamyshin rechnerisch um TEUR 2.801 verringern / TEUR 3.247 erhöhen (Vorjahr: TEUR 2.412 verringern / TEUR 2.811 erhöhen).
Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils + / - 10 % den erzielbaren Betrag um TEUR 3.865 erhöhen / verringern (Vorjahr: um TEUR 4.499 erhöhen / verringern).
Die negative Auswirkung der den Free Cashflows sowie den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten würden zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 3.776 bzw. TEUR 2.712 (Vorjahr: TEUR 433 bzw. TEUR 0) führen.
Die Werthaltigkeitsprüfungen bei Kavminsteklo und "Verallia Ukraine" ergaben dieses Jahr keine Wertanpassungen.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 27.759 | 29.163 |
| Unfertige Erzeugnisse | 766 | 895 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 48.201 | 52.297 |
| Gesamt | 76.726 | 82.355 |
Die Abwertungen betragen 2019 insgesamt TEUR 2.491 (Vorjahr: TEUR 2.403), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 79.217 (Vorjahr: TEUR 84.758).
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 32.523 | 29.331 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | 1.460 | 1.149 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 67.725 | 70.286 |
| davon Steuerforderungen | 4.946 | 4.721 |
| davon übrige Vermögenswerte | 62.779 | 65.565 |
Die übrigen Vermögenswerte enthalten hauptsächlich Cashpool-Forderungen gegenüber Verallia Packaging SAS.
Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft.
Per 31. Dezember 2019 wurden Forderungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 61.225 (Vorjahr: TEUR 61.228) mit einem Zahlungseingang in Höhe von TEUR 46.735 (Vorjahr: TEUR 47.231) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Der Kaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 2.459) wurde in den Finanziellen Vermögenswerten erfasst. Für einen Teil der verkauften Forderungen TEUR 771 (Vorjahr: TEUR 1.757) verbleiben alle Chancen und Risiken bei der Verallia Deutschland AG. Dieser Teil wurde entsprechend unter den Finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Besicherung dieses Betrages erfolgt durch die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen.
Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26.
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt.
Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens. Außerdem werden seit 01. März 2016 aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags die vom Organträger zu tragenden, wirtschaftlich jedoch der Verallia Deutschland AG zuzurechnenden Ertragsteueraufwendungen in die Kapitalrücklage eingestellt.
Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.
Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.
Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 31. Dezember 2019 beträgt der an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführte Jahresüberschuss der Verallia Deutschland AG TEUR 85.861 (Vorjahr: TEUR 51.258).
Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den russischen Tochterunternehmen.
Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen für Deutschland neben den Annahmen zur Lebenserwartung gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 0,85 % | 1,60 % |
| Gehaltstrend | 1,50 % | 1,75 % |
| Rententrend | 1,50 % | 1,75 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % | 3,00 % |
| Inflationsrate | 1,50 % | 1,75 % |
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko.
Die Pensionsverpflichtungen in Osteuropa sind nicht wesentlich.
Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um + / - 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung / Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.816 / 6.593 (Vorjahr: TEUR 5.104 / 5.754) zur Folge.
Eine Änderung der in den Gehalts- und Rententrend einfließenden Inflationsrate um +/- 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung / Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.719 / 2.501 (Vorjahr: TEUR 2.599 / 2.347) zur Folge.
Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
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| Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 82.383 | 76.781 | 689 | 700 |
| Entwicklung | ||||
| Rückstellung zum 01.01. | 76.781 | 72.964 | 700 | 765 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 7.506 | 5.718 | 46 | - 8 |
| Zuführung | 1.976 | 2.132 | 10 | 6 |
| davon Versorgungsaufwand | 755 | 898 | - | - |
| davon Zinsaufwand | 1.221 | 1.234 | 10 | 6 |
| Auflösung | - | - | - | - |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | 56 | - 6 | - | - |
| Gezahlte Leistungen | - 3.936 | - 4.027 | - 67 | - 63 |
| Rückstellung zum 31.12. | 82.383 | 76.781 | 689 | 700 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 9.215 (Vorjahr: TEUR 8.483) entrichtet.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 29.02.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 83.072 | 77.481 | 73.729 | 81.950 | 77.314 |
Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf:
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| Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| Berechtigte | TEUR | Berechtigte | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive Mitarbeiter | 956 | 24.412 | 1 | 2 |
| Ehemalige Mitarbeiter | 275 | 7.361 | 2 | 5 |
| Pensionäre | 1.499 | 50.610 | 637 | 682 |
| Gesamt | 2.730 | 82.383 | 640 | 689 |
Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt 15 Jahre zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 14,2 Jahre).
Die in 2020 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 3.961 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 65 geschätzt.
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| TEUR | 01.01.2019 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Sonstige Veränderungen | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Pensionen / Deputate | 77.481 | - 4.003 | - | 1.986 | 7.608 | 83.072 |
| Übrige Personalverpflichtungen | 1.373 | - 116 | - | 263 | - | 1.520 |
| Sonstige Rückstellungen | 911 | - 29 | - 247 | 54 | 35 | 724 |
| Summe | 79.765 | - 4.148 | - 247 | 2.303 | 7.643 | 85.316 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 8.637 | - 685 | - 675 | 4.009 | 91 | 11.377 |
| Gesamt | 88.402 | - 4.833 | - 922 | 6.312 | 7.734 | 96.693 |
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen. Die Veränderung dieser Rückstellungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 17).
Die sonstigen Veränderungen enthalten versicherungsmathematische Gewinne und Währungsumrechnungsdifferenzen.
Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Bedarf an CO2-Zertifikaten.
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| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 3.074 | 2.290 | 22.142 | 22.477 |
| Vorräte | - | - | 4.061 | 4.287 |
| Rückstellungen | 11.520 | 10.006 | 10 | - |
| Verlustvorträge | 3.454 | 89 | - | - |
| Leasingverhältnisse | 10 | - | - | - |
| Sonstiges | 1.033 | 616 | 320 | 509 |
| Gesamt | 19.091 | 13.002 | 26.533 | 27.273 |
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen sowie aus der Veränderung von Cashflow-Hedges. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen.
Im Geschäftsjahr wurden Latente Steuern in Höhe von TEUR 2.740 (Vorjahr: TEUR 2.550), analog dem jeweiligen Basisbetrag, direkt im Eigenkapital erfasst. Die Realisierung dieser Geschäftsvorfälle führt zu laufenden Steuern, ebenso sämtliche übrigen angesetzten latenten Steuern bei Umkehr der jeweiligen temporären Differenzen.
Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen. Sie enthalten insbesondere ein Darlehen durch die Verallia Packaging SAS (Vorjahr: Horizon Holdings Germany GmbH) mit einer Laufzeit bis 2024 (Vorjahr: 2022) zu einem Zinssatz in Höhe von 1,9 % (Vorjahr: 2,9 %), der sich an den externen Finanzierungskosten der Verallia Gruppe orientiert. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Punkte (3), (16) sowie Note H.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Rückstellungen | 11.377 | 8.637 |
| Ertragsteuerschulden | 573 | 478 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 91.392 | 55.679 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 68.210 | 78.221 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17.830 | 13.890 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.048 | 1.008 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 9.409 | 8.069 |
| Steuerschulden | 3.383 | 2.479 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.990 | 2.334 |
Die Finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegen die Horizon Holdings Germany GmbH in Höhe von TEUR 85.861 (Vorjahr: TEUR 51.258), diese werden mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
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| 2018 TEUR |
Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne / -verluste | Zinsgewinne / -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 114.055 | - 3.327 | 110.728 | 2.881 | 82 |
| FVOCI - Eigenkapitalinvestments | 2.095 | - 511 | 1.584 | - | - |
| Zwingend zum FVTPL | 206 | - | 206 | 206 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 291.525 | - | 291.525 | - 7.812 | - 7.812 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 2.800 | - | 2.800 | - 2.800 | - |
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| 2019 TEUR |
Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne / -verluste | Zinsgewinne / -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 130.637 | - 2.005 | 128.632 | 704 | 443 |
| FVOCI - Eigenkapitalinvestments | 2.095 | - 511 | 1.584 | - | - |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 326.486 | - | 326.486 | - 10.883 | - 10.883 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 4.712 | - | 4.712 | - | - |
Die Verminderung der Wertberichtigungen resultiert im Wesentlichen aus ausgebuchten Forderungen in Russland.
Bei als FVOCI - Eigenkapitalinvestments klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt, da dies die bestmögliche Schätzung des beizulegender Zeitwert darstellt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 153.766 (Vorjahr: TEUR 146.537). Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus im 3. Quartal 2024 endfälligen Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen.
Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.
Die Nettogewinne / -verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne / -verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.
Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen.
Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Hierunter fallen im vorliegenden Geschäftsbericht sämtliche Derivate.
Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Darin enthalten sind sämtliche Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 oder 2 fallen.
Für sämtliche weitere finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten die zum Buchwert bilanziert wurden, entspricht der Buchwert näherungsweiße dem beizulegenden Zeitwert, weshalb eine Angabe desselben unterbleiben kann. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten:
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| 31.12.2018 | davon entfallen auf Bilanzposten | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 110.728 | - | 2 |
| FVOCI - Eigenkapitalinvestments | 1.584 | 1.584 | - |
| Zwingend zum FVTPL | 206 | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 291.525 | - | - |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 2.800 | - | - |
| Bilanzwert | 1.584 | 2 |
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| 31.12.2018 | davon entfallen auf Bilanzposten | davon entfallen auf Bilanzposten | |
|---|---|---|---|
| TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Finanzielle Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 29.331 | 11.315 | 70.080 |
| FVOCI - Eigenkapitalinvestments | - | - | - |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | 206 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | - | - | - |
| Bilanzwert | 29.331 | 11.315 | 70.286 |
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| 31.12.2018 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| FVOCI - Eigenkapitalinvestments | - | - | - | - |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 146.057 | 55.679 | 78.221 | 11.569 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 479 | - | - | 2.321 |
| Bilanzwert | 146.536 | 55.679 | 78.221 | 13.890 |
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| 31.12.2019 | davon entfallen auf Bilanzposten | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 128.632 | - | - |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments | 1.584 | 1.584 | - |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 326.486 | - | - |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 4.712 | - | - |
| Bilanzwert | 1.584 | - |
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| 31.12.2019 | davon entfallen auf Bilanzposten | davon entfallen auf Bilanzposten | |
|---|---|---|---|
| TEUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Finanzielle Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 32.523 | 28.384 | 67.725 |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments | - | - | |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | - | - | - |
| Bilanzwert | 32.523 | 28.384 | 67.725 |
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| 31.12.2019 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fortgeführte Anschaffungskosten | - | - | - | - |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments | - | - | - | - |
| Zwingend zum FVTPL | - | - | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 152.975 | 91.392 | 68.210 | 13.909 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrument | 791 | - | - | 3.921 |
| Bilanzwert | 153.766 | 91.392 | 68.210 | 17.830 |
Einschätzung der erwarteten Kreditverluste für Geschäftskunden zum 01. Januar und 31. Dezember 2019:
Gemäß IFRS 9 werden mögliche Wertminderungen mittels Expected-Credit-Loss-Methode berechnet. Kunden, die in ein Factoringprogramm in Verbindung mit einer Kreditversicherung aufgenommen wurden, werden nicht berücksichtigt. Der Wertminderungsbedarf für kleine Kunden wird nach dem Vereinfachten Verfahren mittels Wertberichtigungsmatrix berechnet, wohingegen große Kunden individuell anhand qualitativer und quantitativer Kriterien beurteilt werden. Als kleine Kunden werden Kunden mit einem Jahresumsatz kleiner TEUR 200 angesehen. Innerhalb dieser Gruppe wird für Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, ein 100-prozentiges Kreditrisiko gesehen. Entsprechend werden diese Forderungen voll wertberichtigt. Sowohl zum 01. Januar als auch zum 31. Dezember 2019 gab es keine Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig waren. Alle anderen nach der ECL-Methode bewerteten Forderungen werden als einbringlich angesehen.
Insgesamt betragen sämtliche überfälligen Forderungen zum 31. Dezember 2019 TEUR 4.380 (Vorjahr: TEUR 8.248), davon sind TEUR 1.201 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 1.941). Sie wurden in Höhe von TEUR 911 (Vorjahr: TEUR 1.509) wertberichtigt.
Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, in voller Höhe wertberichtigt.
Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.
Die Veränderung der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten lässt sich folgendermaßen überleiten:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Bilanz zum 01.01. | 202.215 | 188.294 |
| zahlungswirksame Veränderungen | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 132.335 | 926 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | - 137.304 | - 4.574 |
| Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | - 6.910 | - 6.618 |
| Ergebnisabführung (Zahlung) | - 51.258 | - 34.980 |
| Summe | - 63.137 | - 45.246 |
| zahlungsunwirksame Veränderungen | ||
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | 3.002 | 1.460 |
| Zinsaufwand | 9.282 | 6.449 |
| Leasingverbindlichkeiten | 6.889 | - |
| Sonstiges | 1.046 | - |
| Ergebnisabführung (Verbindlichkeit) | 85.861 | 51.258 |
| Summe | 106.080 | 59.167 |
| Bilanz zum 31.12. | 245.158 | 202.215 |
Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, sind ausschließlich Operating-Leasingverhältnisse:
Die Miet- und Leasingerträge beliefen sich auf TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 318), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen | 243 | 320 | 405 |
| (Vorjahr) | (175) | (314) | (459) |
Hierbei handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.
Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern Leasingnehmer ist:
(i) In der Bilanz erfasste Beträge:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Innerhalb der Sachanlagen erfasste Nutzungsrechte | 4.533 | - |
| Grundstücke und Bauten | 11 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.522 | - |
| Innerhalb der Finanziellen Verbindlichkeiten erfasste Leasingverbindlichkeiten | 4.575 | - |
| Kurzfristig | 1.959 | - |
| Langfristig | 2.616 | - |
(ii) In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Nutzungsrechte | 2.314 | - |
| Grundstücke und Bauten | 51 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.263 | - |
| Zinsaufwendungen | 100 | - |
| Sonstige Leasingaufwendungen | 1.133 | - |
Die Sonstigen Leasingaufwendungen erfüllen größtenteils kumulativ die Kriterien des IFRS 16.5 sowohl für kurzfristige Leasingverhältnisse als auch für Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Für das Geschäftsjahr 2020 werden Sonstige Leasingaufwendungen in ähnlicher Höhe wie 2019 erwartet. Die Aufwendungen entsprechen jeweils näherungsweise den Zahlungen.
Die gesamten Auszahlungen für Leasing im Geschäftsjahr betrugen TEUR 3.547.
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| TEUR | 31.12.2019 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | gesamt 31.12.2018 |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 21.425 | 21.425 | - | 17.241 |
| Rohstoffe | 133.956 | 112.567 | 21.389 | 142.961 |
| Dienstleistungen | 30.262 | 20.051 | 10.211 | 37.960 |
| Sonstige Beschaffungen | 6.342 | 4.701 | 1.641 | 6.526 |
Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 1.500.000 zum 31. Dezember 2019 sowie die revolvierende Kreditlinie über TEUR 500.000 der Verallia Gruppe hat die Verallia Deutschland AG, neben anderen Tochterunternehmen der Verallia Gruppe, Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des derzeitigen Geschäftsverlaufs der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt.
Die Verallia Deutschland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten.
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich die Marktpreise, zum Beispiel Wechselkurse, Zinssätze oder Beschaffungspreise, ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren und gleichzeitig die Rendite zu optimieren. Zur Steuerung der Marktrisiken erwirbt und veräußert der Konzern Derivate bzw. geht auch finanzielle Verbindlichkeiten ein. Sämtliche Transaktionen erfolgen innerhalb der Richtlinien des Risikomanagements. Zur Steuerung von Ergebnisvolatilitäten soll, soweit möglich, die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften eingesetzt werden.
Der Konzern ist transaktionalen Fremdwährungsrisiken in dem Umfang ausgesetzt, wie die Notierungen von Währungen, in denen Veräußerungs- und Erwerbsgeschäfte sowie Forderungen und Kreditgeschäfte erfolgen, mit der funktionalen Währung der Konzerngesellschaften nicht übereinstimmen. Bei den funktionalen Währungen der Konzerngesellschaften handelt es sich in erster Linie um den Euro, den Russischen Rubel sowie die Ukrainische Griwna. Die genannten Transaktionen werden vorwiegend auf der Grundlage von Euro (EUR), Russischem Rubel (RUB) und Ukrainischer Griwna (UAH) durchgeführt.
Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist mit einer Laufzeit unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt.
Der Konzern designiert das Kassaelement von Devisentermingeschäften zur Absicherung seines Währungsrisikos und wendet ein Sicherungsverhältnis von näherungsweise 1:1 an. Es ist Richtlinie des Konzerns, dass die kritischen Bedingungen des Devisentermingeschäfts dem abgesicherten Grundgeschäft entsprechen.
Der Konzern bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme. Der Konzern beurteilt mithilfe der hypothetischen Derivatmethode, ob das in jeder Sicherungsbeziehung designierte Derivat in Bezug auf Aufrechnungen von Änderungen der Zahlungsströme des abgesicherten Grundgeschäfts voraussichtlich effektiv sein wird und effektiv war.
Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung des laufenden Geschäfts von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Bei Private JSC "Verallia Ukraine" könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben.
Außerdem existiert ein weiteres konzerninternes Darlehen zwischen der Verallia Deutschland AG (Darlehensgeber) und Kavminsteklo (Darlehensnehmer) in Rubel. Der Nominalbetrag inkl. Zinsen des Darlehens wurde von der Verallia Deutschland AG in Rubel aufgenommen und 1:1 durchgereicht. Entsprechend verbleibt nur noch ein unwesentliches Währungsrisiko.
Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit ebenfalls kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb in 2019 verzichtet.
Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (11) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 31. Dezember 2019 um 20 % schwächer / stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 15.465 niedriger / TEUR 23.198 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 10.761 niedriger / TEUR 16.142 höher).
Der Konzern verwendet eine Sicherheitsstrategie, die sicherstellt, dass zwischen 80 und 90 Prozent der Zinsänderungsrisiken auf einem fixen Zinssatz basieren. Dafür werden zum Teil Instrumente mit fester Verzinsung erworben zur Absicherung von Schwankungen der Zahlungsströme aus Änderungen der Zinssätze. Der Konzern wendet eine Sicherungsquote von 1:1 an. Der Konzern bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage der Referenzzinssätze, der Laufzeiten, der Zinsanpassungstermine und der Fälligkeiten sowie der Nominal- oder Nennbeträge.
Der Konzern beurteilt unter Verwendung der hypothetischen Derivatmethode, ob das in einer Sicherungsbeziehung designierte Derivat voraussichtlich wirksam ist, um Änderungen der Zahlungsströme des abgesicherten Grundgeschäfts auszugleichen. In der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt sind hier die Auswirkungen einer möglichen Zinsänderung auf ein internes Darlehen innerhalb der Verallia Gruppe in Höhe von TEUR 132.335. Wie oben beschrieben, ist ein Großteil dieses Darlehens durch einen Zinsswap, der als Cash Flow Hedge designiert wurde, bis zum Ende des Grundgeschäfts abgedeckt. Der Zinsswap mit Laufzeit bis längstens August 2022, gemäß Note 16 klassifiziert als "zum beizulegenden Zeitwert", hatte zum 31. Dezember 2019 einen Marktwert in Höhe TEUR - 791 (Vorjahr: TEUR - 479), die Differenz zum Vorjahr wurde im OCI abzüglich latenter Steuern erfasst. Außerdem wurden TEUR 75 vom OCI in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Der nicht gesicherte Teil des Darlehens ist variabel auf Basis des 1M-Euribor mit Floor bei 0 %. Bei einem Stand des 1M-Euribors zum 31. Dezember 2019 von -0,4 % wäre eine weitere negative Abweichung aufgrund des Floors von 0 % ohne Auswirkung, eine positive Abweichung in Höhe von 50 bps hätte nur eine unwesentliche Erhöhung des Zinsaufwands zur Folge.
Gemäß IFRS 7 sind für die verbleibenden Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2019 bei einem um 50 Basispunkte höheren / niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 562 niedriger / höher gewesen (Vorjahr: TEUR 562).
Die Schwankungen der Energiepreise stellen für die Verallia Deutschland AG ein hohes Marktrisiko dar. Die Gesellschaft hat mit 2 Energielieferanten langfristige Verträge (Laufzeit 3 Jahre) über die Versorgung mit Strom und Gas abgeschlossen. Verallia Deutschland erstellt auf Jahres- und Monatsbasis Prognosen für den erwarteten Energiebedarf für einen Zeitraum von 3 Jahren, diese werden regelmäßig aktualisiert. Die Steuerung des Preisrisikos über diesen Zeitraum erfolgt mittels Swapgeschäften, die als Cash Flow Hedge designiert werden, und Terminkontrakten. Das zugrunde liegende Risiko dieser Kontrakte ist mit dem der abgesicherten Risikokomponente identisch, es wurde für sämtliche Sicherungsbeziehungen ein Absicherungsverhältnis von 1:1 festgelegt.
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| Fälligkeitsjahr | |||
|---|---|---|---|
| 2020 | 2021 | 2022 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Nominalbetrag (in MWh) | |||
| Swap | 385.140 | 70.080 | 350.400 |
| Nominalbetrag (in MWH) | |||
| Terminkäufe | 1.293.177 | 683.280 | - |
Die für die Absicherung von Erdgas und Strom in Deutschland verwendeten Derivate mit Laufzeit bis längstens Ende 2022, gemäß Note 16 klassifiziert als "zum beizulegenden Zeitwert", hatte zum 31. Dezember 2019 einen Marktwert in Höhe von TEUR - 3.921 (Vorjahr: TEUR - 2.321), die Differenz zum Vorjahr wurde im OCI abzüglich latenter Steuern erfasst. Analog dazu wurden geringe Mengen in Russland gehedgt. Eine Veränderung sämtlicher Forwardpreise für Erdgas und Strom zum 31. Dezember 2019 um +/- 10 % hätte eine Veränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von +/- TEUR 1.710 zur Folge.
Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert, zudem durch Bankgarantien.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Bis auf das konzerninterne Darlehen sind sämtliche Verbindlichkeiten kurzfristig fällig.
Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass - soweit möglich -stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen.
Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt der Verallia Deutschland Konzern über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus konzerninternen Darlehen. Die verfügbare Liquidität wird überwiegend auf dem Cashpool-Konto angelegt.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme. Es werden Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils überwiegend zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet. Innerhalb des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit wird die Zwischensumme Cashflow dargestellt, welche insbesondere die gegebenenfalls sehr volatilen, stichtagsbezogenen Working-Capital-Veränderungen unberücksichtigt lässt.
In der Position Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter wird hauptsächlich die Entwicklung des Cashpool-Kontos mit Verallia Packaging abgebildet.
Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 9,1 % auf 5,3 %. Dieser Effekt ergibt sich aus einer Verringerung des Eigenkapitals, maßgeblich beeinflusst durch die Ergebnisabführung, im Vergleich zur relativ gesehen nur leicht gestiegenen Bilanzsumme. Die Fremdkapitalfinanzierung wird größtenteils über ein langfristiges Darlehen eines verbundenen Unternehmens abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Verallia Deutschland Konzern demzufolge mit von der Einstufung der Verallia Gruppe auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt grundsätzlich den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Verallia Deutschland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie politische, gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Mit der Zielsetzung einer effizienten Ressourcenallokation werden sämtliche osteuropäischen Gesellschaften als ein operatives Segment geführt, Russland und die Ukraine werden folglich unter Osteuropa subsummiert.
Sämtliche Konzernunternehmen sind im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig.
Der größte Teil der externen Umsätze wird in der Regel im jeweiligen Sitzland der einzelnen Konzerngesellschaften generiert. Darüber hinaus wurden in Deutschland Umsätze mit im Ausland ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 133.963 (Vorjahr: TEUR 125.306) erzielt, bei den osteuropäischen Gesellschaften insgesamt TEUR 44.698 (Vorjahr: TEUR 38.788).
Insgesamt wurden in Deutschland Umsätze in Höhe von TEUR 279.332 (Vorjahr: TEUR 261.169), sowie in Osteuropa (gemäß Segmentdefinition Russland und Ukraine) TEUR 117.679 erzielt (Vorjahr: TEUR 98.458).
Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA). Lieferungen und Leistungen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Zinsen für die Inanspruchnahme von konzerninternen Darlehen basieren auf den Refinanzierungszinssätzen der Verallia Deutschland AG. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.
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| 31.12.2019 /2019 TEUR |
Deutschland | Osteuropa | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 409.455 | 160.866 | - | 570.321 |
| Intersegmentäre Umsätze | 23 | 1.187 | - 1.210 1) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 31.345 | 12.176 | - 68 1) | 43.453 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | - 3.360 | 29 | - | - 3.331 |
| Operatives Ergebnis | 53.612 | 24.409 | - 370 1) | 77.651 |
| Zins- und ähnliche Aufwendungen | - 11.463 | - 2.462 | 1.788 1) | - 12.137 |
| Zins- und ähnliche Erträge | 1.788 | 443 | - 1.788 1) | 443 |
| Ertragsteuer | - 13.442 | - 1.000 | - 19 1) | - 14.461 |
| Investitionen | 32.769 | 10.661 | - | 43.430 |
| Vermögenswerte | 545.792 | 157.698 | - 239.554 1) 2) | 463.936 |
| Langfristige Vermögenswerte 3) | 190.501 | 60.618 | 2.236 1) | 253.355 |
| Schulden | 427.751 | 54.396 | - 42.602 1) 2) | 439.545 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 13.715)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche
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| 31.12.2018 / 2018 TEUR |
Deutschland | Osteuropa | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 385.435 | 137.321 | - | 522.756 |
| Intersegmentäre Umsätze | 1 | 290 | - 291 1) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 30.583 | 9.858 | - 145 1) | 40.296 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | - 3.391 | - 1.842 | - | - 5.233 |
| Operatives Ergebnis | 45.641 | 17.523 | 11) | 63.165 |
| Zins- und ähnliche Aufwendungen | - 8.804 | - 2.407 | 1.807 1) | - 9.404 |
| Zins- und ähnliche Erträge | 1.827 | 62 | - 1.807 1) | 82 |
| Ertragsteuer | - 10.716 | - 3.307 | - 39 1) | - 14.062 |
| Investitionen | 23.742 | 10.805 | - | 34.547 |
| Vermögenswerte | 554.114 | 125.140 | - 240.163 1), 2) | 439.091 |
| Langfristige Vermögenswerte 3) | 187.220 | 54.009 | 1.444 1) | 242.673 |
| Schulden | 381.898 | 53.349 | - 36.224 1) , 2) | 399.023 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 10.528)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche
Der Plan d'Epargne Groupe International (PEGI) bot den Mitarbeitern der Verallia Gruppe auch im Jahr 2019 die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Verallia zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entsprach mit einer geringen Schwankungsbreite dem Wert einer Verallia Packaging Aktie. Es wurden von der Investitionssumme abhängige Zuschüsse gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens dreimonatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag konnten bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Anteilskauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entsprach einer Kapitalerhöhung um maximal 39.000 Aktien im Nennwert von EUR 1, aufgeteilt in 28.100 Stammaktien und 10.900 Vorzugsaktien. Im Falle einer Überzeichnung wäre eine anteilige Zuteilung erfolgt. Der Plan beinhaltete eine fünfjährige Haltefrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Im Rahmen des IPO der Verallia SA erfolgte innerhalb des Fonds eine Umstellung im Anteilsbesitz von den Stamm- und Vorzugsaktien der Verallia Packaging SAS auf die Aktien der Verallia SA.
Die Kosten für das Programm wurden zwischen der Verallia Packaging SAS und der Verallia Deutschland Gruppe aufgeteilt. Die Kosten für die erwähnten Zuschüsse wurden der Verallia Deutschland Gruppe direkt von Amundi Tenue de Compte belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 25 enthalten. Die restlichen Kosten trug die Verallia Packaging SAS.
Im Rahmen der Notierung der Verallia-Aktien zum Handel am geregelten Markt der Euronext Paris hat die Verallia Gruppe eine langfristige Anreizpolitik für Führungskräfte eingeführt.
Zu diesem Zweck beschloss Verallia die Einführung eines Bonus-Aktienplans, der sich über einen Dreijahreszeitraum von 2019 bis 2021 erstreckt und höchstens 0,99 % des Aktienkapitals der Verallia SA nach dem Börsengang ausmacht. Die Aktien werden von der Verallia SA ausgegeben.
Ausgewählte Führungskräfte und Mitarbeiter in Schlüsselpositionen der Verallia Deutschland Gruppe sind in diesen Plan einbezogen. Die Bonusaktien werden gewährt, wenn nach einer zweijährigen Frist die folgenden Bedingungen erfüllt sind:
―
Fortdauerndes Arbeitsverhältnis des betreffenden Mitarbeiters oder leitenden Angestellten
―
Erreichung von Performancefaktoren, die den beiden folgenden Kriterien in Kombination entsprechen:
| ― | 70 % abhängig von der Erreichung von Eigenkapitalzielgrößen (ein Multiple des EBITDA abzüglich der Nettofinanzverschuldung), berechnet auf Basis von Werten der letzten beiden Jahre, und |
| ― | 30 % abhängig von der Erreichung eines Aktien-Performance-Ziels, beginnend mit dem Börsengang der Verallia SA, im Verhältnis zur Entwicklung des SBF 120-Index an der Euronext Paris. |
Im Juli 2019 wurde eine erste Zuteilung vorgenommen, die einem Höchstbetrag von 0,33 % des Aktienkapitals der Verallia SA nach dem Börsengang entspricht.
Zwei weitere Aktientranchen sollen durch Beschluss des Verwaltungsrates im März 2020 und März 2021 gewährt werden.
Der beizulegende Zeitwert wurde nach Berücksichtigung der Merkmale der Pläne und möglicher Rückkaufszenarien ermittelt. Der in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 2 ausgewiesene Aufwand betrug TEUR 208.
Für das Management von Verallia wurde 2015 ein Aktienbeteiligungsplan "Management Share Ownership Plan 2015" eingeführt, um die Interessen des Managements mit den Interessen der Gesellschafter in Einklang zu bringen und dem Management zu ermöglichen, am langfristigen Wachstum von Verallia zu partizipieren. Bestimmten Führungskräften wurde zum Erwerbszeitpunkt von Verallia durch Apollo am 29. Oktober 2015 die Möglichkeit geboten, in die Horizon Intermediate Holdings S.C.A, einer übergeordneten Holding-Gesellschaft, sowohl in Stammaktien als auch in Vorzugsaktien zu investieren.
Im Jahr 2017, wurde ein weiterer Aktienbeteiligungsplan ("Management Share Ownership Plan 2017") eingerichtet, um weiteren Führungskräften in Schlüsselpositionen eine ähnliche Möglichkeit zu bieten.
Die Anlage in Stamm- und Vorzugsaktien erfolgte pari passu und der Ausgleich erfolgt durch Eigenkapitalinstrumente. Aus diesem Grund wurde kein Aufwand nach IFRS 2 erfasst.
Einzelnen Führungskräften der Verallia Deutschland Gruppe wurden Bonusaktien gewährt, was zur Erfassung von Kosten für aktienbasierte Zahlungen führte, die auf einer Anzahl von Bonusvorzugsaktien basieren, die im Rahmen des Management-Aktienbesitzplans 2015 bzw. des Management-Aktienbesitzplans 2017 an der Horizon Intermediate Holdings S.C.A. erworben wurden. Die Eigenschaften dieser Aktienbesitzpläne sind nachstehend zusammengefasst:
Erdienungszeitraum und Dienstbedingung: Die Ausübung der Bonusaktien hängt im Wesentlichen von drei kumulativen Bedingungen ab: ununterbrochene Zugehörigkeit zur Gruppe, Eintreten eines Exit-Events (IPO oder Übernahme) und das Erreichen einer festgelegten internen Rendite. Der Erdienungszeitraum ist deshalb die Dienstzeit vom Tag der Gewährung bis zum Exit-Event.
Finanzielle Rechte: Sobald die Bonus-Vorzugsaktien unverfallbar geworden sind, haben die Manager das Recht dazu: (i) für jedes Jahr auf eine bevorzugte Rendite von 0,01 % pro Jahr des Nennwertes der Bonus-Vorzugsaktie und (ii) während des Rückzahlungsjahres auf eine Vergütung, die entsprechend einem Prozentsatz des Rückzahlungsgewinns berechnet wird.
Erfüllung: Die anteilsbasierte Vergütung und damit verbundenen Rechte werden direkt durch die Horizon Intermediate Holdings S.C.A. erfüllt.
Es besteht keine Verpflichtung die anteilsbasierte Vergütung den Begünstigten in bar auszugleichen, so dass Bonusvorzugsaktien als Pläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, verteilt über den Erdienungszeitraum der von den Begünstigten erworbenen Rechte (die Dienstzeit), gemäß IFRS 2 mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals verbucht werden.
Der beizulegende Zeitwert wurde nach Berücksichtigung der Merkmale der Pläne und möglicher Rückkaufszenarien ermittelt. Der in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 2 ausgewiesene Aufwand betrug TEUR 154 für das Geschäftsjahr 2019 und TEUR 146 für das Geschäftsjahr 2018.
Im Rahmen des Börsengangs der Verallia SA am 07. Oktober 2019 wurden die Mitglieder der Geschäftsführung und andere wichtige Manager, die bisher aufgrund der verschiedenen Aktienbeteiligungsplänen Anteilseigner an der Horizon Intermediate Holdings S.C.A. waren, Aktionäre von Verallia SA.
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe werden in Summe angegeben.
Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 34 | 31 | 53.574 | 60.278 |
| Verbindlichkeiten | 3.055 | 3.460 | 152.203 | 146.537 |
| Erträge | - | - | - | - |
| Aufwendungen / Investitionen | 7.210 | 7.851 | 9.343 | 6.408 |
| Ergebnisabführung (Verbindlichkeit) | 85.861 | 51.258 |
Die finanziellen Forderungen betreffen Cashpool-Forderungen an die Verallia Packaging SAS. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen.
Davon betreffen die Horizon Holdings Germany GmbH:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten | - | - | - | 146.537 |
| Erträge | - | - | - | - |
| Aufwendungen / Investitionen | - | - | 8.255 | 6.408 |
| Ergebnisabführung (Verbindlichkeit) | 85.861 | 51.258 |
Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 1.426 | 1.118 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 206 | 121 | - | - |
| Erträge | 13.295 | 11.983 | - | - |
| Aufwendungen / Investitionen | 619 | 1.185 | - | - |
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Darlehens durch die Verallia Packaging SAS (Vorjahr: Horizon Holdings Germany GmbH). Die Zinsaufwendungen enthalten im Berichtsjahr einmalige Aufwendungen aus einer konzernweiten Refinanzierung innerhalb des Verallia Konzerns. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf die Punkte (3), (14) und (16).
Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Alle Liefer- und Leistungsgeschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.
Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gliedern sich in:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats | 38 | 38 |
| Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands Kurzfristig fällige Leistungen | 2.016 | 1.413 |
| davon variabler Bestandteil | (538) | (243) |
| Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung | 44 | 44 |
| Aktienbasierte Vergütung | 244 | 111 |
| Gesamtvergütung | 2.304 | 1.568 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands | 775 | 2.664 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen | 12.757 | 10.304 |
| Pensionszahlungen an diesen Personenkreis | 606 | 571 |
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht und Note G. Für den variablen Bestandteil der Vorstandsvergütung ist eine Rückstellung in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 209) gebildet.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Technik / Produktion | 2.760 | 2.706 |
| Verwaltung / Vertrieb | 224 | 215 |
| 2.984 | 2.921 | |
| Auszubildende | 123 | 116 |
| Gesamt | 3.107 | 3.037 |
Mit Beschluss vom März 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.
Für den Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 249 (Vorjahr: TEUR 241) für die Abschlussprüfung als Aufwand erfasst. Aufwendungen für sonstige Bestätigungsleistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 38).
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 und der Erstellung des Konzernabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
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| Anteil der Verallia | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Deutschland AG | Ergebnis 2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbundene Unternehmen | |||||
| JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland | 815 1) | 98,64 % | Verallia Deutschland AG | 86,46 % | 593 1) |
| Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | 1.012 2) | 100,00 % | Verallia Deutschland AG | 100,00 % | 261 2) |
| JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 3.718 1) | 95,51 % | Verallia Deutschland AG | 95,51 % | 227 1) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 31) | 100,00 % | Verallia Deutschland AG | 100,00 % | -1) |
1) in Mio. RUB
2) in Mio. UAH
Der zum 31. Dezember 2019 gemäß § 315e HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 03. März 2020 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 03. März 2020
Der Vorstand
Hugues Denissel, Vorsitzender
Joachim Böttiger, Personal
Karsten Fuchs, Vertrieb
Sebastian Kopsch, Finanzen
Roland Unfried, Technik
An die Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach
Wir haben den Konzernabschluss der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Verallia Deutschland AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt TEUR 2.323 unter dem Bilanzposten "Geschäfts- oder Firmenwerte" ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird vollständig der cash generating unit (CGU) JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod zugeordnet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cash-Flow Modell ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Mittelfristplanung des Konzerns den Ausgangspunkt, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse mit der verabschiedeten Mittelfristplanung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Ergänzende Anpassungen der Mittelfristplanung für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung wurden von uns mit den zuständigen Mitarbeitern der Gesellschaft diskutiert und nachvollzogen. Zudem haben wir auch die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes und der Wachstumsrate wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen und eigene Sensitivitätsanalysen durchgeführt. Dabei haben wir festgestellt, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Zahlungsmittelüberschüsse gedeckt ist. Da eine für möglich gehaltene Änderung einer Annahme zu einem erzielbaren Betrag unterhalb des Buchwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts führen würde, haben wir uns davon vergewissert, dass die erforderlichen Anhangangaben gemacht wurden.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zum Werthaltigkeitstest sind im Abschnitt D.7 des Konzernanhangs enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marcus Nickel.
Stuttgart, den 3. März 2020
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer
ppa. Johannes Hausmann, Wirtschaftsprüfer
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 413.260 | 388.915 |
| 2. Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | - 941 | 3.405 |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 269 | 131 |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 6.481 | 5.937 |
| davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil | (11) | (25) |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 138.637 | - 130.477 |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | - 78.326 | - 73.226 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 18.779 | - 18.713 |
| davon für Altersversorgung | (- 3.775) | (- 5.146) |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 28.486 | - 27.695 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 98.586 | - 103.461 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 84 | 95 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (24) | (38) |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.853 | 2.615 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (1.797) | (1.799) |
| 11. Zuschreibung auf Finanzanlagen | 40.000 | 15.000 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 14.638 | - 10.048 |
| davon an verbundene Unternehmen | (- 9.343) | (- 6.413) |
| davon aus Abzinsung | (- 1.978) | (- 2.148) |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 265 | - 365 |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 86.289 | 52.113 |
| 15. Sonstige Steuern | - 428 | - 855 |
| 16. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | - 85.861 | - 51.258 |
| 17. Jahresüberschuss | - | - |
Aktiva
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.039 | 2.356 |
| II. Sachanlagen | 175.743 | 173.493 |
| III. Finanzanlagen | 140.984 | 105.380 |
| 318.766 | 281.229 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 10.786 | 11.083 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 526 | 677 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 32.199 | 32.989 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.624 | 6.752 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 52.954 | 59.580 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 6.883 | 6.822 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 1.732 | 998 |
| 112.704 | 118.901 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 234 | 2.683 |
| Summe Aktiva | 431.704 | 402.813 |
| PASSIVA | ||
| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 |
| II. Kapitalrücklage | 25.753 | 25.753 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 249 | 249 |
| 52.002 | 52.002 | |
| B. Sonderposten mit Rücklageanteil | 21 | 32 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 64.193 | 62.624 |
| 2. Steuerrückstellungen | 18 | 81 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 30.924 | 27.640 |
| 95.135 | 90.345 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.904 | 9.264 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | 31 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 39.932 | 45.714 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 237.157 | 199.785 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.547 | 5.617 |
| - davon aus Steuern | (837) | (858) |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (140) | (96) |
| 284.540 | 260.411 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 6 | 23 |
| Summe Passiva | 431.704 | 402.813 |
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Im Rahmen des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wird das Jahresergebnis der Verallia Deutschland AG an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Die Verallia Deutschland AG, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 610192 eingetragen.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.
Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten, Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, entfällt in einem späteren Geschäftsjahr der Grund der Wertminderung, erfolgt eine Wertaufholung.
Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten.
Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrundeliegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Zur Absicherung von Transaktionen aus Fremdwährungen wurden für eingegangene Verpflichtungen im Geschäftsjahr Devisentermingeschäfte eingesetzt.
Derivative Finanzinstrumente werden im Wesentlichen zu Sicherungszwecken eingesetzt und dabei weitestgehend mit den jeweiligen Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten bilanziell zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten erfolgt dabei nach der Einfrierungsmethode. Demgemäß bleiben Wert- bzw. Zahlungsstromänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft unberücksichtigt, soweit sie den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung betreffen. Ein eventuell ineffektiver Teil wird gemäß dem Imparitätsprinzip als Rückstellung berücksichtigt, sofern dieser einem unrealisierten Verlust entspricht. Die latenten Steuern sind seit Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags bei der Horizon Holdings Germany GmbH erfasst.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2019 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2019 | Vortrag 01.01.2019 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 4.854 | 20 | 13 | - | 4.887 | 2.498 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 132.147 | 1.288 | 211 | 245 | 133.401 | 105.565 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 448.868 | 12.959 | 8.597 | 12.682 | 457.742 | 330.973 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 56.775 | 6.230 | 90 | 4.584 | 58.511 | 38.246 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 10.487 | 10.631 | - 8.911 | 12.207 | - | |
| Summe Sachanlagen | 648.277 | 31.108 | - 13 | 17.511 | 661.861 | 474.784 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 198.443 | 770 | - | - | 199.213 | 117.630 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 22.982 | - | - | 5.166 | 17.816 | - |
| Beteiligungen | 2.096 | - | - | - | 2.096 | 511 |
| Summe Finanzanlagen | 223.521 | 770 | - | 5.166 | 219.125 | 118.141 |
| Anlagevermögen gesamt | 876.652 | 31.898 | - | 22.677 | 885.873 | 595.423 |
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| Abschreibungen | Buchwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Geschäftsjahr | Zuschreibungen | Abgänge | Stand 31.12.2019 | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 350 | - | - | 2.848 | 2.039 | 2.356 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 2.467 | - | 198 | 107.834 | 25.567 | 26.582 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 19.736 | - | 12.474 | 338.235 | 119.507 | 117.895 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.933 | 89 | 4.041 | 40.049 | 18.462 | 18.529 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | 12.207 | 10.487 |
| Summe Sachanlagen | 28.136 | 89 | 16.713 | 486.118 | 175.743 | 173.493 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | 40.000 | - | 77.630 | 121.583 | 80.813 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - | 17.816 | 22.982 |
| Beteiligungen | - | - | - | 511 | 1.585 | 1.585 |
| Summe Finanzanlagen | - | 40.000 | - | 78.141 | 140.984 | 105.380 |
| Anlagevermögen gesamt | 28.486 | 40.089 | 16.713 | 567.107 | 318.766 | 281.229 |
Der Zugang im Anteilsbesitz betrifft den Erwerb der ausstehenden Anteile an der Private JSC "Verallia Ukraine".
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling innerhalb der Verallia Gruppe. Von den gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 433 auf Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Forderungen sind binnen eines Jahres fällig.
Im Rechnungsabgrenzungsposten waren im Vorjahr Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung in Höhe von TEUR 2.473 enthalten, diese wurden im Berichtsjahr bedingt durch die Refinanzierung der Verallia Gruppe im Rahmen des Börsengangs erfolgswirksam ausgebucht.
Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG (alte Fassung) mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch indirekte Beteiligung 96,7 % beträgt. Als Folge des Börsengangs der Verallia SA im Oktober 2019 hat sich diese Beteiligung entsprechend verringert. Die direkte Beteiligung wird gehalten von der Horizon Holdings Germany GmbH, Bad Wurzach, mit 91,7 % sowie der Verallia France SA, Courbevoie, Frankreich, mit 5,0 %.
Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Verallia Deutschland AG in den Konzernabschluss der Verallia SA, Paris, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Greffe du Tribunal de Nanterre, Nanterre/Frankreich, eingesehen werden.
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 25. April 2016 wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 85.861 an die Horizon Holdings Germany GmbH abgeführt.
Die Horizon Holdings Germany GmbH verpflichtet sich aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den außenstehenden Aktionären der Verallia Deutschland AG für die Dauer des Vertrags einen Ausgleich nach Abzug von Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von EUR 17,06 je Aktie für ein volles Geschäftsjahr auszuzahlen.
Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.
Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:
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| 31.12.2019 | |
|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 2,70 % |
| Gehaltstrend | 1,50 % |
| BBG-Trend | 1,50 % |
| Rententrend | 1,50 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % |
Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung mit einem durchschnittlichen Rechnungszins der letzten sieben Jahre im Vergleich zur Neuregelung des § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 8.507 (Vorjahr: TEUR 7.298).
Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Personal | 8.467 | 7.916 |
| Vertrieb | 1.005 | 2.449 |
| Übrige | 21.452 | 17.275 |
| Gesamt | 30.924 | 27.640 |
Innerhalb der Personalrückstellungen stellen die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter an den Ergebnissen 2019 sowie die Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben der Arbeitnehmer die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen aus dem Bedarf an CO2-Zertifikaten, die zum Zeitwert mit Marktpreisen angesetzt sind, sowie aus der ausstehenden Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten und die Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 1.654.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEUR 149.723 Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr dar, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zudem Verbindlichkeiten aus dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag in Höhe von TEUR 85.861 enthalten.
Es besteht eine bankbürgschaftliche Absicherung in Höhe von TEUR 6.404 für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Bürgschaftslinie der Bank ist mit Grundschulden unterlegt.
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| TEUR | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Mietverträge und Leasingverträge | 4.034 | 4.971 |
| Bestell- / Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen | 8.951 | 12.605 |
| Gesamt | 12.985 | 17.576 |
Für die Konsortialfinanzierung in Höhe von TEUR 2.000.000 zum 31. Dezember 2019 der Verallia Gruppe hat die Verallia Deutschland AG, neben anderen Unternehmen der Verallia Gruppe, Garantien für sämtliche Verpflichtungen der Darlehensnehmer aus der syndizierten Finanzierung, vorbehaltlich der in der Finanzierung vorgesehenen vertraglichen Beschränkungen sowie der gesetzlichen Beschränkungen nach deutschem Recht, übernommen. Das Risiko der Inanspruchnahme wird vor dem Hintergrund des prognostizierten positiven Geschäftszyklus der Verallia Gruppe als gering eingeschätzt.
Die derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken sowie der Preissicherung im Energiebezug. Sie decken die zugrundeliegenden Liefer- und Leistungsgeschäfte sowie die originären Finanzgeschäfte ab und werden mit diesen soweit möglich in Bewertungseinheiten zusammengefasst. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Swap- und Termingeschäfte angewandt.
Die zum Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stehen in einem eindeutigen effektivem Sicherungszusammenhang, daher besteht kein bilanzierungspflichtiges Risiko. Im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstruments stehen positive Entwicklungen des dazugehörigen Grundgeschäfts gegenüber. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung als auch zu jedem darauffolgenden Bilanzstichtag, an dem diese Sicherungsbeziehung besteht, erfolgt eine Messung ihrer Wirksamkeit.
Die in der Tabelle ersichtlichen Nominalwerte stellen die unsaldierte Summe der Basiswerte der Grundgeschäfte dar. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren ermittelt.
Der Marktwert von Zinssicherungskontrakten wird auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt, der Marktwert der Warenderivate auf Basis von aktuellen Notierungen am Terminmarkt.
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| TEUR | Nominalwert zum 31.12.2019 | Marktwert zum 31.12.2019 | Restlaufzeit |
|---|---|---|---|
| Zinsderivat (Swap) | 108.769 | - 791 | 2,6 Jahre |
| Warenderivate (Swaps) | 21.024 | - 3.921 | bis 3 Jahre |
| Warenderivate (Termingeschäfte) | 45.681 | - 8.543 | bis 2 Jahre |
Die Verallia Deutschland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an drei internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang.
Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.
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| Mio. EUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Glas | 411,8 | 386,8 |
| Sonstiges | 1,5 | 2,1 |
| Gesamt | 413,3 | 388,9 |
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| Mio. EUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Inland | 275,8 | 260,9 |
| Europäische Union (ohne Inland) | 124,7 | 112,8 |
| Übriges Europa | 11,8 | 13,6 |
| Sonstiges Ausland | 1,0 | 1,6 |
| Gesamt | 413,3 | 388,9 |
Es handelt es sich überwiegend um jährlich anfallende Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen und Gutschriften für in früheren Jahren erhaltene Bezüge. Im Berichtsjahr sind zudem Versicherungserträge, im Vorjahr Erträge aus der Weitergabe von CO2-Zertifikaten innerhalb der Verallia Gruppe enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 18).
Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 428) vorgenommen.
Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen, Mieten und Pachten sowie die Zuführung zur Rückstellung für den Bedarf an CO2- Zertifikaten zum Stichtag. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 5).
Die Zuschreibung zu den Finanzanlagen betrifft die anteilige Wertaufholung am Anteilsbesitz an der Private JSC "Verallia Ukraine", Ukraine sowie an den beiden russischen Gesellschaften JSC "Kavminsteklo" und JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod.
Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Technik / Produktion | 1.301 | 1.244 |
| Verwaltung / Vertrieb | 110 | 100 |
| 1.411 | 1.344 | |
| Auszubildende | 120 | 116 |
| Gesamt | 1.531 | 1.460 |
Mit Beschluss vom März 2019 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB ist sie auf der Internetseite der Verallia Deutschland AG unter de.verallia.com unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38), die des Vorstands auf TEUR 2.016 (Vorjahr: TEUR 1.413), davon als variabler Bestandteil TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 243). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 10.353 (Vorjahr: TEUR 8.623) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 571).
Für die Abschlussprüfer PwC und KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Art der Honorare | ||
| Abschlussprüfungsleistungen | 249 | 241 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 14 | 38 |
| Gesamt | 263 | 279 |
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| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital 31.12.2019 | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Verallia Deutschland AG | Ergebnis 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbundene Unternehmen | |||||
| JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland | 8.273 | 98,64 % | Verallia Deutschland AG | 86,46 % | 8.186 |
| Private JSC "Verallia Ukraine", Rivne Oblast, Ukraine | 37.890 | 100,00 % | Verallia Deutschland AG | 100,00 % | 9.024 |
| JSC Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 53.519 | 95,51 % | Verallia Deutschland AG | 95,51 % | 3.127 |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 49 | 100,00 % | Verallia Deutschland AG | 100,00 % | - 1 |
Die Werte für diese ausländischen Gesellschaften wurden nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36 ermittelt. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte jeweils zum Stichtagskurs per 31. Dezember 2019, die Umrechnung des Ergebnisses jeweils zum Durchschnittskurs 2019.
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 und der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Bad Wurzach, den 03. März 2020
Der Vorstand
Hugues Denissel, Vorsitzender
Joachim Böttiger, Personal
Karsten Fuchs, Vertrieb
Sebastian Kopsch, Finanzen
Roland Unfried, Technik
An die Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach
Wir haben den Jahresabschluss der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verallia Deutschland AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
(1) Sachverhalt und Problemstellung
(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
(3) Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
(1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 121.583 ausgewiesen. Die historischen Anschaffungskosten betragen TEUR 199.213. Nach Berücksichtigung etwaiger Wertaufholungen betragen die in den Vorjahren vorgenommenen kumulierten außerplanmäßigen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Stichtag TEUR 77.630.
Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen. Die beizulegenden Werte werden als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cash-flow-Modellen ermittelt. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr ein Zuschreibungsbedarf von insgesamt TEUR 40.000.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertung ist daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes oder der Wachstumsrate wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Abschließend haben wir beurteilt, ob die so ermittelten Werte zutreffend dem entsprechenden Buchwert gegenübergestellt wurden, um einen etwaigen Wertberichtigungs- oder Zuschreibungsbedarf zu ermitteln.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.
(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Finanzanlagen sind in den Abschnitten "Grundsätze der Bewertung und Bilanzierung", "Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr" und "Zuschreibung auf Finanzanlagen" des Anhangs enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB.
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 11. Juli 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Verallia Deutschland AG, Bad Wurzach, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Marcus Nickel.
Stuttgart, den 3. März 2020
**PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Marcus Nickel, Wirtschaftsprüfer
ppa. Johannes Hausmann, Wirtschaftsprüfer
(British Retail Consortium/Institute of Packaging)
Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst.
Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen.
EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit.
EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen.
Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen.
Als Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Oberbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen.
Werkzeuge zur Formgebung des Behälterglases.
Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln.
Als Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser.
Die Internationale Organisation für Normung entwickelt international gültige Standardnormen.
Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde. Eine Terawattstunde entspricht 1 Mio. Megawattstunden.
Artikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird.
Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können.
Gesamtbetriebskosten, d. h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten.
Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte.
Verallia ist eine international agierende Firmengruppe der Verpackungsglasindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Courbevoie, Frankreich. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern "verre" für Glas und "alliance" für Allianz oder Verbund.
Produktionssystem, das auf den fünf Elementen EHS (Sicherheit, Gesundheit, Umwelt), Qualität, Supply Chain, Leistung und Team basiert.
Glasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500 °C zu flüssigem Glas geschmolzen.
Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht.
Als Carrying Amount wird im Rahmen eines Impairment-Tests der Buchwert der Netto-Vermögenswerte bezeichnet.
Saldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist.
Unter Compliance wird Regeltreue von Unternehmen verstanden, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Regeln.
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände.
Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtvermögen) x 100
Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat.
Eigenkapitalrendite = (Jahresergebnis / Eigenkapital) x 100
Referenzzinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft.
Der an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert.
Beim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen.
Der Free Cashflow stellt den frei verfügbaren Cashflow dar und ergibt sich aus Operativem Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit.
Finanzieller Vermögenswert, bei dem Wertveränderungen im Periodenergebnis erfasst werden.
Finanzieller Vermögenswert, bei dem Wertveränderungen im Gesamtergebnis erfasst werden.
Der Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt.
Hedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen.
Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet.
Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden.
International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse.
Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Der Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens.
"Erstes öffentliches Angebot"; es werden erstmalig Aktien eines Unternehmens interessierten Anlegern öffentlich zum Kauf angeboten. Allgemein ist mit einem IPO eine Börsenzulassung des Aktienkapitals und die Aufnahme der Börsennotierung verbunden. Durch einen IPO verschafft sich ein Unternehmen Risikokapital von außen durch Nutzung der Aktie als Finanzierungsinstrument.
Gewährung einer einheitlichen Finanzierung durch mehrere Banken (Konsortium).
Beim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben.
System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen.
Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals.
ROI = Operatives Ergebnis / Bilanzsumme - Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte - Verbindlichkeiten aus
Derivative Finanzinstrumente, deren Grundlage ein Austausch von zukünftigen Zahlungsströmen (Cash Flows) ist.
Börsengeschäft, das zum Tageskurs abgeschlossen wird, dessen Erfüllung jedoch zu einem vereinbarten späteren Termin erfolgt.
Die Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder.
Umsatzrendite = (Operatives Ergebnis / Umsatz) x100
Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes.
Finanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt.
Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
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