Annual Report • Jul 26, 2016
Annual Report
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| 02/2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | MIO. EUR | 68,4 | 494,2 | 533,7 | 520,7 | 521,5 |
| Jahresergebnis | MIO. EUR | 0,0 | 10,9 | - 5,8 | 4,7 | - 3,4 |
| EBIT | MIO. EUR | 2,7 | 27,9 | 12,3 | 24,4 | 19,8 |
| Working Capital | MIO. EUR | 76,4 | 62,7 | 91,0 | 120,2 | 121,1 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | MIO. EUR | - 1,5 | 49,4 | 61,9 | 60,5 | 27,0 |
| Investitionen | MIO. EUR | 14,0 | 31,8 | 27,9 | 36,1 | 48,2 |
| Umsatzrendite vor Ertragsteuern | % | 0,7 | 3,6 | 0,5 | 3,0 | 1,7 |
| Eigenkapitalquote | % | 13,5 | 14,5 | 11,9 | 22,0 | 26,5 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am Stichtag | Anzahl | 3.101 | 3.182 | 3.154 | 3.160 | 3.334 |
| Dividende je Aktie | EUR | 0,001) | 0,00 | 0,00 | 12,40 | 22,50 |
| Börsenkurs am Stichtag2) | EUR | 445,00 | 435,00 | 373,59 | 428,16 | 424,99 |
| Höchstkurs2) | EUR | 446,00 | 440,00 | 457,89 | 451,00 | 444,00 |
| Tiefstkurs2) | EUR | 430,00 | 339,00 | 354,17 | 415,00 | 395,00 |
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| 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 512,0 | 489,2 | 523,1 | 556,5 | 467,8 |
| Jahresergebnis | 19,2 | 26,8 | 44,9 | 52,5 | 36,1 |
| EBIT | 37,7 | 46,4 | 68,6 | 78,7 | 57,5 |
| Working Capital | 103,1 | 50,1 | 48,8 | 47,8 | 45,9 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 45,6 | 83,4 | 80,8 | 76,7 | 73,2 |
| Investitionen | 47,0 | 58,2 | 62,4 | 51,8 | 39,0 |
| Umsatzrendite vor Ertragsteuern | 5,1 | 8,3 | 12,0 | 13,0 | 10,7 |
| Eigenkapitalquote | 33,0 | 34,8 | 33,3 | 31,4 | 40,6 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am Stichtag | 3.389 | 3.516 | 3.925 | 4.251 | 3.412 |
| Dividende je Aktie | 23,50 | 12,00 | 24,00 | 26,00 | 22,00 |
| Börsenkurs am Stichtag2) | 424,00 | 420,01 | 400,00 | 386,39 | 418,05 |
| Höchstkurs2) | 459,90 | 464,00 | 428,50 | 480,00 | 480,30 |
| Tiefstkurs2) | 381,00 | 395,00 | 357,04 | 357,79 | 403,00 |
1) Dividendenvorschlag
2) Börsenplatz Frankfurt
WKN 685160
ISIN DE0006851603
auf Antrag unseres Mehrheitsaktionärs haben wir im Januar und Februar 2016 ein sogenanntes Rumpfgeschäftsjahr eingelegt. Daher zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt im Jahr ein Geschäftsbericht der Saint-Gobain Oberland AG und ein Vorwort des Vorstands dazu.
Was gibt es nun aus den ersten zwei Monaten des Jahres, die zugleich ein gesamtes Geschäftsjahr darstellen, zu berichten? Zahlen, Daten, Fakten können Sie auf den folgenden Seiten im Bericht nachlesen. Erlauben Sie uns jedoch an dieser Stelle eine Bemerkung bzw. einen Hinweis vorab: es gibt für die meisten Daten keine 1:1 vergleichbaren Vorjahreswerte.
Insgesamt können wir sagen, dass sich die Oberland-Gruppe in allen drei Ländern, in denen wir tätig sind, sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis saisonal betrachtet erwartungsgemäß entwickelt hat. Januar und Februar sind in unserem Geschäftsfeld üblicherweise eher schwächere Monate - so auch 2016. Sowohl in Russland als auch in der Ukraine haben sich im Betrachtungszeitraum die Bedingungen im wirtschaftlichen Umfeld, aufgrund der anhaltend schwierigen geopolitischen Lage, nicht wesentlich verändert. In Deutschland konnte die Saint-Gobain Oberland AG den Schwung aus dem guten Jahresendgeschäft mit in den Januar hinein nehmen und sich so im Berichtszeitraum entgegen des Markttrends absatzseitig positiv entwickeln. Sie liegt jedoch im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr etwas zurück. Auch in den beiden ersten Monaten 2016 standen die Absatzpreise weiter unter Druck und belasteten somit den Umsatz und Ertrag. Dennoch werden wir nicht nachlassen, unseren Kunden beste Qualität und besten Service zu bieten. Hierzu arbeiten wir in verschiedenen Projekten weiter an deren Optimierungen.
Die Ertragslage im Berichtszeitraum ist nicht proportional mit der in einem vollen Geschäftsjahr vergleichbar. Vor allem durch den Wannenbau am Standort Essen, der in einem gesamten 12-monatigen Geschäftsjahr die Kapazität in 10 von 52 Wochen beeinflusst, wirkte sich im jetzigen Fall - während des Rumpfgeschäftsjahres - eben auf die Kapazitäten während des gesamten Berichtszeitraums aus. Das Großprojekt war im Januar und Februar in seiner Hochphase. Hier wurden turnusgemäß eine vorhandene Schmelzwanne sowie die daran angeschlossenen Produktionslinien von Grund auf saniert und das gesamte Feuerfestmaterial, aus dem die Wanne größtenteils besteht, erneuert. Die neue Anlage zeichnet sich durch hohe Effizienz und damit auch geringeren Energieverbrauch aus und verbessert gleichzeitig die Arbeitsbedingungen hinsichtlich Ergonomie und Arbeitsschutz. Mit der 20-Millionen-Euro-Investition wurde ein großer Schritt in Richtung Zukunftssicherung des Standortes und der damit verbundenen 400 Arbeitsplätze getan.
Weitere unternehmensinterne Themen hatten wir ebenfalls im Blick. Unsere Arbeitssicherheitsstatistik beispielsweise war in Ordnung. Dennoch werden wir auch hier täglich daran arbeiten, dass dies so bleibt, denn vorbeugender Gesundheitsschutz ist wichtig. Ein Projekt befasst sich 2016 daher ausführlich mit den Hitzearbeitsplätzen und deren Verbesserung.
Durch die Ablösung der Verallia Gruppe vom Saint-Gobain Konzern im Oktober 2015 haben sich für uns hinsichtlich Unternehmensfinanzierung ganz andere Bedingungen ergeben. Unsere Gesellschaft kann sich nun nicht mehr aus dem Cash-Pool des Saint-Gobain Konzerns finanzieren. Entsprechend sind die Refinanzierungszinssätze gestiegen, was z.B. mit deutlich höheren Zinsaufwendungen verbunden ist. Daraus resultierend rückt 2016 das Management des eingesetzten Kapitals bei den Zielen noch stärker in den Fokus. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir auch diesen Anforderungen gerecht werden können.
Ein weiteres Ziel ist es, die Flexibilisierung unserer Produktion(sprozesse) noch weiter voranzutreiben, um auch hierdurch unseren Kunden einen bestmöglichen Lieferservice zu gewährleisten. Eine Herausforderung dabei ist es gleichzeitig unsere Mitarbeiter in der Produktion nicht noch mehr zu belasten.
Die Ende 2015 geäußerte Absicht des Mehrheitsaktionärs auf Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag für die Saint-Gobain Oberland AG, hat uns im Berichtszeitraum enorm beschäftigt. Allen voran waren die Abteilungen Finanzen und Controlling, jedoch auch alle anderen Bereiche, gefordert, sämtliche notwendigen Daten zur Erstellung der damit verbundenen erforderlichen Gutachten bereitzustellen.
Wir haben 2016 mit einer hochmotivierten Mannschaft begonnen. Dafür bedanken wir uns und hoffen für die verbleibenden Monate auf ein anhaltendes Engagement zu unser aller Nutzen!
Für den Vorstand
Ihr Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender
Der Aufsichtsrat nahm auch in dem kurzen Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres Januar bis Ende Februar 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten, die konzernweite Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand gewissenhaft überwacht und sich von ihrer Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit überzeugt. Hierzu hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über alle für die Gesellschaft und den Konzern wichtigen Geschäftsvorgänge unterrichten lassen. Das Aufsichtsratsgremium war in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden. Beschlüsse fasste der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung und kritischer Würdigung der entsprechenden Entscheidungsvorlagen.
Das Aufsichtsgremium hielt im Berichtszeitraum lediglich am 05. Januar 2016 eine Aufsichtsratssitzung - in Form einer Telefonkonferenz - ab. Zentraler Tagesordnungspunkt war die Finanzierung der Saint-Gobain Oberland AG. Hier gab es aufgrund der neuen Unternehmensstruktur der Verallia Gruppe Handlungsbedarf und es mussten zeitnah Entscheidungen getroffen werden. In Abhängigkeit der Ausgliederung der gesamten Verpackungssparte aus dem Saint-Gobain Konzern, die nun unter dem Name Verallia als unabhängige Unternehmensgruppe agiert, und der damit verbundenen strukturellen Veränderungen, haben sich die Finanzierungsverhältnisse grundlegend geändert. Bislang gab es für alle Saint-Gobain Gesellschaften einen Finanzpool; nun muss sich die unabhängige Verallia Gruppe selbst am Kapitalmarkt finanzieren. Als zweiter Tagesordnungspunkt stand die Personalangelegenheit Vorstand an. Hier stimmte der Aufsichtsrat dem Antrag von Herrn Klaus Rudolph, zu seinem Rücktritt als Finanzvorstand mit Wirkung zum 31. Januar 2016, zu.
An dieser Sitzung haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen.
Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Berichtszeitraum nicht ergeben.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Berichtszeitraum nicht geändert.
Innerhalb des Aufsichtsrats gibt es lediglich den Personalausschuss. Dieser setzt sich aus dem Vorsitzenden Herrn Jean-Pierre Floris und dem stellvertretenden Vorsitzenden Herrn Dieter Müller sowie Herrn Denis Michel zusammen.
Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Mit Alice Mouty ist nun seit Ende 2015 die erste Frau im Aufsichtsrat vertreten.
Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016 wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die gerichtlich zum Abschlussprüfer bestellt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016 ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss für das zweimonatige Rumpfgeschäftsjahr feststellenden Sitzung am 23. Mai 2016 zur Prüfung vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 66 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, von einer Dividendenzahlung - aufgrund des ausgeglichenen Bilanzgewinns - abzusehen.
Seit Ende Januar hält die Horizon Holdings Germany GmbH, München, 91,66 Prozent der Aktien der Saint-Gobain Oberland AG. Die Saint-Gobain Emballage S.A. in Courbevoie, Frankreich, hält nach wie vor weitere 5,01 Prozent der Aktien. Ein Beherrschungsvertrag besteht bislang nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.
Der Bericht des Aufsichtsrats fällt aufgrund der ungewöhnlich kurzen Berichtsperiode deutlich knapper aus als üblich. Eine ausführliche Berichterstattung wird es wieder im Bericht für das nächste Geschäftsjahr geben.
Der Aufsichtsrat spricht der Belegschaft von Saint-Gobain Oberland seinen Dank und seine Anerkennung für die geleistete Arbeit in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 aus.
Bad Wurzach, im Mai 2016
Der Aufsichtsrat
Jean-Pierre Floris, Vorsitzender
Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG sind davon überzeugt, dass gute Corporate Governance Voraussetzung für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg ist. Es wird daher regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass unternehmensweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien eingehalten (Compliance) und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens bzw. die Verhaltens- und Handlungsprinzipien befolgt werden. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und seine Empfehlungen dienen als Richtlinie, denn eine gute Corporate Governance ist im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG betrachten Corporate Governance als ein lebendes System, das unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden kann. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum eingehend mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 befasst und nach gründlicher, an den Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner ausgerichteter Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die indirekte Einbindung der Gesellschaft in die mit fast 97 % am Kapital beteiligte Apollo Gruppe, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.
Die Saint-Gobain Oberland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Dieses System ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Beratungs- und Überwachungsorgan gekennzeichnet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen.
Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehören neben dem Vorsitzenden derzeit zwei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Position des Finanzvorstands ist aktuell vakant und soll schnellstmöglich wieder besetzt werden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.
Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs - davon fünf Vertreter des Mehrheitsaktionärs, der Verallia Gruppe - repräsentieren die Anteilseigner. Eines der von den Aktionären gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats ist als unabhängig im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex anzusehen und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Berichtszeitraum traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.
Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 16 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG.
Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten.
Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um. Hinsichtlich des 2015 erlassenen "Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst", haben Vorstand und Aufsichtsrat in der Septembersitzung 2015 des Aufsichtsrats gemeinsam beschlossen, die Zielgrößen beim aktuellen Status quo zu belassen.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 67 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf.
Die Vergütung des Aufsichtsrats in einer Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a.
Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 68 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.
Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.
Es wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch von Mitgliedern des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt, d.h., es wurden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ge- oder verkauft.
Die Hauptversammlung bietet Raum für die Generaldebatte zwischen Aktionären, Vorstand und Aufsichtsrat, ferner üben die Aktionäre dort ihr Stimmrecht - eine Stimme je Aktie - aus. Vorstand und Aufsichtsrat haben festgelegt, dass die Aktionäre die Unterstützung und die Informationen erhalten, die Gesetz, Satzung und Kodex vorsehen. Die Einladung zur Hauptversammlung sowie alle erforderlichen Berichte und Unterlagen veröffentlichen wir auf unserer Internetseite. Ebenso werden dort die detaillierten Abstimmungsergebnisse jeweils direkt nach der Hauptversammlung zur Verfügung gestellt.
Die letzte ordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 12. Mai 2015 statt, die außerordentliche Hauptversammlung am 17. Dezember 2015, beide in Bad Wurzach. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 08. Juni 2016 vorgesehen.
Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Unternehmenspolitik und Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.saint-gobain-oberland.de ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.
Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 29. Februar 2016 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB).
Das Amtsgericht Ulm hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Rumpfgeschäftsjahr Januar bis Ende Februar 2016 bestellt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.
Für die Saint-Gobain Oberland AG gelten die Regeln und Bestimmungen des Compliance-Programms, das für die gesamte internationale Verallia Gruppe erarbeitet und eingeführt wurde.
Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird, oder zu benennen, welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; dies ist zu begründen.
In der Aufsichtsratssitzung im Mai 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG gemeinsam eine Aktualisierung der Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der Fassung vom 05. Mai 2015 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt.
Vorstand und Aufsichtsrat geben folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ab:
"Die Saint-Gobain Oberland AG hat mit folgenden Ausnahmen seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2015 und insbesondere im Rumpfgeschäftsjahr Januar-Februar 2016 den Empfehlungen der »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« in ihrer Fassung vom 05. Mai 2015 ("DCGK") entsprochen und wird ihnen mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen*:
2.3.2 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre in der Hauptversammlung wurde und wird nicht bestellt.
4.2.3 Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen oder von Vergleichsparametern bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.
4.2.4 + 4.2.5 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird für das Geschäftsjahr 2015 nicht in Form eines individualisierten Vergütungsberichts offengelegt. Für das Rumpfgeschäftsjahr Januar-Februar 2016 wurde und wird die Vorstandsvergütung zwar offengelegt, nicht jedoch mit dem Inhalt und der Form, die Ziffer 4.2.5 DCGK für den Vergütungsbericht empfiehlt. Insbesondere wurden und werden die dem DCGK als Anlage beigefügten Mustertabellen nicht verwandt.
Für die folgenden Geschäftsjahre wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht in Form eines individualisierten Vergütungsberichts offengelegt, sofern die Hauptversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat erneut einen Opt Out-Beschluss nach § 286 Abs. 5 HGB fasst.
5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss sowie ein Nominierungsausschuss bestanden und bestehen nicht.
5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die insbesondere potenzielle Interessenkonflikte, eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt."
Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in die Apollo Gruppe und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.
Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:
2.3.2 Die Bestellung eines weisungsgebundenen Vertreters zur Stimmabgabe in der Hauptversammlung ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.
4.2.3 Im Fall außerordentlicher Entwicklungen auf Seiten der Gesellschaft, die einen erheblichen Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte der vorgesehenen variablen Vergütung haben, soll die Möglichkeit einer Anpassung der Erfolgsziele, Vertragsbedingungen und sonstigen Parameter der variablen Vergütung durch den Aufsichtsrat nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass eine solche Regelung sinnvoll und erforderlich ist, um die Auswirkungen solcher außerordentlicher Entwicklungen in den sich schnell verändernden Märkten in angemessener Weise zu neutralisieren.
4.2.4 + 4.2.5 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 19. Mai 2011 gemäß § 286 Abs. 5 HGB und § 314 Abs. 2 Satz 2 HGB beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder für die Geschäftsjahre 2011 bis einschließlich 2015 nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird für das Geschäftsjahr 2015 auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.
Der Opt Out-Beschluss nach § 286 Abs. 5 HGB vom 19. Mai 2011 hatte für das kurzfristig eingelegte Rumpfgeschäftsjahr Januar-Februar 2016 keine Gültigkeit mehr, so dass die Vorstandsvergütung offengelegt und den Empfehlungen in Ziffer 4.2.5 DCGK entsprochen wurde.
Die Saint-Gobain Oberland AG veröffentlicht die einfach strukturierte Vorstandsvergütung im Einklang mit den geltenden gesetzlichen Vorschriften individualisiert. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Ansicht, dass Art und Umfang der dargestellten Daten ein hinreichendes Transparenzniveau gewährleisten und eine darüber hinausgehende Offenlegung und Aufschlüsselung sowie eine Verwendung der Mustertabellen die Qualität und Verständlichkeit der Darstellung nicht erhöhen würden.
Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben im Mai 2016 beschlossen, der Hauptversammlung im Oktober 2016 die Fassung eines erneuten Opt OutBeschlusses nach § 286 Abs. 5 HGB vorzuschlagen. Sofern die Hauptversammlung einen solchen Opt Out-Beschluss fasst, wird die Vorstandsvergütung ab dem Geschäftsjahr 2016/2017 daher nicht in der von Ziffer 4.2.5 DCGK empfohlenen Weise individualisiert offengelegt und den entsprechenden Empfehlungen des DCGK künftig nicht entsprochen werden.
5.3 Als einziger Ausschuss besteht der Personalausschuss des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hält die Bildung von weiteren Ausschüssen angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und des lediglich neun-köpfigen Aufsichtsrats für nicht sinnvoll bzw. erforderlich. Die vom DCGK einem Prüfungsausschuss bzw. einem Nominierungssausschuss zugewiesenen Aufgaben nimmt der Aufsichtsrat problemlos im Plenum wahr, soweit sie nicht dem bestehenden Personalausschuss des Aufsichtsrats übertragen sind.
Mit der Einrichtung des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat daher der Empfehlung in Ziffer 5.3.1 Satz 1 DCGK (Bildung von fachlich qualifizierten Ausschüssen abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder) genügt. Höchst vorsorglich wird jedoch eine Abweichung von dieser DCGK-Empfehlung erklärt.
5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte, Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer und Vielfalt (Diversity) generell behandelt.
Zur Erhaltung größtmöglicher Flexibilität hat der Aufsichtsrat jedoch darauf verzichtet, konkrete Ziele für seine Zusammensetzung gesondert zu benennen. Insbesondere hält der Aufsichtsrat die Festlegung von konkreten Zielen für die Behandlung von potenziellen Interessenkonflikten und von einer Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat nicht für zielführend. In der Vergangenheit konnte die Saint-Gobain Oberland AG immer wieder von der langjährigen Expertise erfahrener Aufsichtsratsmitglieder profitieren.
5.4.6 Eine gesonderte Vergütung von Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen des Aufsichtsrats ist satzungsmäßig nicht vorgesehen.
Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.
Bad Wurzach, im Mai 2016
Für den Vorstand:
Stefan Jaenecke
Für den Aufsichtsrat:
Jean-Pierre Floris
* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex
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| Stefan Jaenecke | Vertrieb und Osteuropa, Hamburg |
| Vorsitzender | |
| Thomas Beyer | Personal, Bad Waldsee |
| Klaus J. Rudolph | Finanzen, Bad Waldsee |
| (bis 31.01.2016) | |
| Roland Unfried | Technik, Bad Waldsee |
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| Jean-Pierre Floris | Präsident und Vorstandsvorsitzender Verallia, Le Vésinet, Frankreich |
| Vorsitzender | |
| Dieter Müller | Betriebsrat, Essen |
| Stellvertretender Vorsitzender | |
| Pierre Balian | Technical and R&D Director, Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, Frankreich |
| Dr. Werner Futter | Rechtsanwalt, Reutlingen |
| Manfred Griesar | Betriebsrat, Helferskirchen |
| Denis Michel | Secretary General Human Resources, EHS and Sustainable Development, Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, Frankreich |
| Alice Mouty | Legal Director Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich |
| Eric Placidet | Chief Financial Officer and Head of Strategic Planning, Saint-Gobain Emballage S.A., Saint Germain en Laye, Frankreich |
| Michael Schneider | Betriebsrat, Hawangen |
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| Stefan Jaenecke | Mitglied des Aufsichtsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Mitglied des Aufsichtsrats ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Private JSC ,CONSUMER-SKLO ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | |
| Roland Unfried | Mitglied des Aufsichtsrats ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland |
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| Pierre Balian | Mitglied des Aufsichtsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Jean-Pierre Floris | Präsident Horizon Holdings SAS, Paris, Frankreich |
| Präsident Horizon Holdings I SAS, Paris, Frankreich | |
| Präsident Horizon Holdings II SAS, Paris, Frankreich | |
| Präsident Horizon Holdings III SAS, Paris, Frankreich | |
| Direktor Horizon Holdings Vitrum S.A, Madrid, Spanien | |
| Präsident / Vorsitzender des Aufsichtsrats Saint-Gobain Rayen Cura S.A.I.C, Mendoza, Argentinien | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats Saint-Gobain Vetri S.p.A., Lonigo, Italien | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Vidrieras Canarias S.A., Telde, Spanien | |
| Direktor Grinidwell Norton Limited, Mumbai, Indien | |
| Direktor Saint-Gobain Corporation, Malvern, USA | |
| Alice Mouty | Mitglied des Aufsichtsrats ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zavod, Kamyshin, Russland |
| Mitglied des Aufsichtsrats Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich | |
| Direktor Alver SPA, Oran, Algerien | |
| Eric Placidet | Mitglied des Aufsichtsrats JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland |
| Präsident Obale SAS, Courbevoie, Frankreich | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich | |
| Mitglied des Aufsichtsrats Private JSC ,CONSUMER-SKLO ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine |
Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Rumpfgeschäftsjahr 01. Januar - 29. Februar 2016 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.
Die 1946 gegründete Saint-Gobain Oberland AG - mit Hauptsitz in Bad Wurzach - ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Aktienrecht, die im General Standard gelistet ist und am Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt wird.
Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Herstellung und der Vertrieb von Glasverpackungen. Die GPS Oberland GmbH, die im Konzern bisher für das technische Geschäft zuständig war, veräußerte ihr operatives Geschäft durch ein Management-Buy-Out (MBO) zum 31. Dezember 2015 und ist entsprechend im Berichtsjahr nicht mehr operativ tätig.
Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Consumers-Sklo-Zorya in Rivne, Ukraine.
Nach der 2014 erfolgten Veräußerung des Verallia Nordamerika-Geschäfts veröffentlichte die Compagnie de Saint-Gobain am 08. Dezember 2014 ihre Absicht, nun auch den restlichen Anteil der Verallia Gruppe, die Verpackungsglassparte des Saint-Gobain Konzerns, in einem Bieterverfahren zum Verkauf zu stellen. Am 29. Oktober 2015 wurde der Abschluss des Verkaufs an die Apollo Gruppe und Bpifrance bekanntgegeben, die in der Folge 90 % bzw. 10 % des Eigenkapitals von Verallia halten. Nach diesem Übergang von Verallia an die BRH Holdings GP, Ltd., namens der Apollo Gruppe, hielt die Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, Frankreich, zunächst weiterhin 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Indirekt gingen diese Anteile jedoch in den Besitz der BRH Holdings GP, Ltd., über. Im Januar 2016 hat die Saint-Gobain Emballage S.A. 91,7 % der Anteile konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, München, übertragen. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern.
Dieser Schritt beeinflusst derzeit weder Oberland noch unsere Kunden und wir werden unabhängig von dieser Entwicklung unverändert an unserer Strategie festhalten und unsere angestammten Märkte bedienen: Wir wollen nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein.
Bereits im April 2010 wurde die Marke Verallia eingeführt, unter der alle zu dem international agierenden Firmenverbund gehörenden Unternehmen auftreten. Die nunmehr eigenständige Unternehmensgruppe ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Sekt, Spirituosen und Lebensmittel.
Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften sind durch die Einführung der Marke bislang unverändert geblieben.
Mithilfe der Marke Verallia konnte insbesondere die Transparenz gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich auch heute durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus.
Mit der Marke Verallia vermittelt die Unternehmensgruppe nicht nur ihre Kompetenz, sondern demonstriert gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen und kann ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.
Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den wertvollen Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen.
Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern.
In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Mitarbeiterführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden.
Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein / Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod hat sich spezialisiert auf die Produktion von Weißglas und Weitmundgläsern. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Erfüllung anspruchsvoller Spezifikationen seitens der Kunden. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittelindustrie als auch nationale Direktkunden und multinationale Kunden.
JSC "Kavminsteklo" ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. Seit 2011 verfügt JSC "Kavminsteklo" über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier-, Spirituosen- und inzwischen auch Glas für den Pharmabereich anzubieten.
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglasflaschen und -gläser überwiegend für den Premiumbereich. Zusätzlich wurden 2014 grüne Artikel in das Portfolio aufgenommen. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt.
Das Steuerungssystem bei Oberland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung der Budget-Daten gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen.
Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung.
Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren dienen bei Oberland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch auf Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Ergebnisses vor Ertragsteuern am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden.
Im nichtfinanziellen Bereich ist vor allem das Thema Arbeitssicherheit relevant und als bedeutsam definiert. Der Gesundheits- und Arbeitsschutz bildet das zentrale Fundament der Sicherheitspolitik von Oberland, dessen Entwicklung kontinuierlich verfolgt wird. Aus diesem Grund wird hierzu ein spezieller Indikator (TF2) berechnet, der den Stand der Arbeitsunfälle mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung aufzeigt. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße für die Innovationskraft des Unternehmens herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs immer bedeutenderen Raum ein.
Die Weltkonjunktur entwickelte sich zum Jahresanfang 2016 weiterhin moderat positiv, wobei sich das Wachstum der Schwellenländer erneut verringerte. Die konjunkturelle Erholung des Euro-Raums hat sich im Berichtszeitraum hingegen fortgesetzt. Dies ist im Wesentlichen auf die Beeinflussung der konjunkturellen Dynamik durch Sonderfaktoren wie die expansive EU-Geldpolitik, den niedrigen Ölpreis und die Abwertung des Euros zurückzuführen.
Nach einem BIP von +1,7 % in 2015 setzte sich das Wachstum in Deutschland auch Anfang 2016 fort. Diese positive Entwicklung ist auf die beschriebenen Sonderfaktoren im EU-Raum zurückzuführen und wird gestützt von einer positiven Entwicklung bei den Erwerbstätigen, der Arbeitslosenquote, weitgehend stagnierenden Verbraucherpreisen und der daraus resultierenden Stärkung der privaten Konsumausgaben.
Russland befindet sich zum Jahresanfang 2016 immer noch in einer Rezession. Die Wirtschaft war mit einem angespannten geopolitischen Umfeld, weiterhin geprägt durch internationale Sanktionen, konfrontiert. Die Öl- und Gaspreise sanken erneut und führten zu einer weiteren Schwächung des Rubels. Die Inflation hat sich im Vergleich zum Jahresende 2015 etwas gemäßigt, bleibt jedoch über dem Ziel der Zentralbank.
Der Wechselkurs im Rumpfgeschäftsjahr 2016 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem erneut höheren Niveau. Zum 29. Februar 2016 erreichte er einen Schlusswert von 82,64 Rubel / Euro. Der Verlauf in den Monaten Januar und Februar 2016 lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

In der Ukraine blieb das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld auch in den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 weiterhin instabil. Nach einem Rückgang der ukrainischen Wirtschaftsleistung um ca. 12 % im Jahr 2015, infolge verschiedener negativer Einflüsse, einschließlich der anhaltenden Kriegshandlungen und der schwierigen Beziehungen zu Russland, verzeichnete sie Anfang 2016 zumindest wieder eine geringfügige Erholung.
Die ukrainische Währung verlor in den Monaten Januar und Februar 2016 erneut an Wert. Der Schlusswert im Februar beträgt 29,28 Griwna / Euro. Im Folgenden ist der Kursverlauf im Rumpfgeschäftsjahr dargestellt:

Infolge des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH zum 31. Dezember 2015 ist diese ab 2016 nicht mehr operativ tätig und die Geschäftstätigkeit des Oberland Konzerns umfasst nun ausschließlich die Herstellung und den Vertrieb von Glasverpackungen. Der Geschäftsverlauf ist generell saisonal geprägt und daher im Rumpfgeschäftsjahr 2016 nur eingeschränkt beurteilbar.
Aktuell leidet das gesamte Biersegment insgesamt betrachtet weiterhin unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf alkoholfreie Biere und Bierspezialitäten, die den Trend zu gesunden und regionalen Produkten bedienen, sowie ihre Exportaktivitäten. Neue Trends wie Craft Beer, auch wenn sie derzeit nur eine Nische darstellen, helfen dem Bierimage, als Alternative zum Wein, zu einer höherwertigen Verbraucherwahrnehmung. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend positiv. Zudem hielt der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso positiv auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch vermutlich weiter auswirken wird.
Im Wein- und Sektbereich hat sich die Tendenz hin zu Sektmischgetränken und Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol auf einem hohen Niveau eingependelt. Die Promotionaktivitäten, speziell im Weinbereich haben deutlich abgenommen, so dass der allgemeine Konsumrückgang in diesem Segment auch durch die Mixgetränke nicht mehr kompensiert werden kann.
In einem mengenmäßig leicht rückläufigen Marktumfeld kamen im Lebensmittelbereich Impulse vor allem aus den Dressing- und Instantsegmenten.
Der Behälterglasmarkt in Europa ist angesichts des anhaltenden intensiven Wettbewerbsverhaltens derzeit insgesamt eher von einem unausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so helfen gerade in diesen Zeiten die wichtigen Eigenschaften wie verlässliche Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten.
Grundsätzlich ergaben sich bei der Geschäftsentwicklung sowie bei der allgemeinen Lage im Rumpfgeschäftsjahr 2016 keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum 31. Dezember 2015. Die Perspektiven für Oberland sind insgesamt positiv ein zuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgen.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.
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| EUR | 02/2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis je Aktie | - 0,02 | 10,84 | - 4,97 | 5,25 | - 2,40 |
| Jahresergebnis AG je Aktie | 1,89 | 13,06 | - 57,50 | 12,43 | 22,76 |
| Dividende je Aktie | 0,00* | 0,00 | 0,00 | 12,40 | 22,50 |
| Börsenkurs am Stichtag | 445,00 | 435,00 | 373,59 | 428,16 | 424,99 |
| Höchstkurs | 446,00 | 440,00 | 457,89 | 451,00 | 444,00 |
| Tiefstkurs | 430,00 | 339,00 | 354,17 | 415,00 | 395,00 |
* Dividendenvorschlag
Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde in den ersten zwei Monaten 2016 in Frankfurt nur ein Volumen von 871 Stück (Vorjahr: 3.028 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitsanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, die sich im Streubesitz befinden. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

Sämtliche zeitraumbezogenen Kennzahlen des zweimonatigen Rumpfgeschäftsjahres sind aufgrund der unterschiedlichen Dauer nur sehr eingeschränkt mit denen des vorangegangenen, zwölfmonatigen Geschäftsjahres vergleichbar. Entsprechend wird auf direkte Vergleiche verzichtet, die Vorjahreszahlen für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 werden jedoch jeweils angegeben.
Der Konzernumsatz im Rumpfgeschäftsjahr 2016 bei Oberland beträgt 68,4 Mio. Euro, nach 494,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2015. Der unterproportionale Umsatz ist saisonal bedingt.
Das Segment Deutschland trägt hierzu 55,6 Mio. Euro bei (Vorjahr: 385,8 Mio. Euro). Die GPS Oberland GmbH ist seit dem 01. Januar 2016 nicht mehr operativ tätig, folglich sind sämtliche Umsätze komplett der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen.
In Russland betrug der Umsatz 6,7 Mio. Euro (Vorjahr: 71,4 Mio. Euro). Nach wie vor ist das Marktumfeld insbesondere vor dem unsicheren politischen Hintergrund als schwierig zu bezeichnen. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt.
In der Ukraine wurde ein Umsatz in Höhe von 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 37,0 Mio. Euro) erzielt. Die Landeswährung Griwna ist weiterhin sehr volatil.
Im Lagebericht zum 31. Dezember 2015 wurden Prognosen für 12 Monate, auf Basis von Budgetzahlen, angegeben. Die Entwicklung des Umsatzes im Rumpfgeschäftsjahr liegt für alle Segmente im Rahmen der aus dem bekanntgegebenen Budget abgeleiteten internen Monatsplanung und führt zu keinem Anpassungsbedarf der für das Kalenderjahr 2016 insgesamt abgegebenen Prognosen.
In der AG betrug der Umsatz 55,7 Mio. Euro (Vorjahr: 375,4 Mio. Euro) und lag damit in der intern erwarteten Größenordnung.
Das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) des Rumpfgeschäftsjahres weist eine rote Null auf (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro).
Dieses leicht negative Ergebnis ist im Wesentlichen zurückzuführen auf saisonal bedingt im Vergleich zum Vorjahr überproportional hohe Umsatzkosten. Außerdem beinhalten die Sonstigen Aufwendungen Währungsverluste in Höhe von 1,0 Mio. Euro.
Auch für die Ergebnisentwicklung wurden im Lagebericht zum 31. Dezember 2015 Prognosen für 12 Monate angegeben. Der Geschäftsverlauf des Rumpfgeschäftsjahres liegt ebenfalls im Rahmen der internen Planung und führt auch hier zu keinem Anpassungsbedarf der für das Kalenderjahr 2016 abgegebenen Prognosen.
Das Finanzergebnis weist - 2,2 Mio. Euro aus. Seit dem Übergang auf die Apollo Gruppe haben sich die monatlichen Aufwendungen aus Fremdkapitalzinsen erhöht.
Das Ergebnis vor Steuern wird durch den Ertragsteueraufwand vollständig aufgezehrt. Begründet ist dies in der relativ hohen Steuerbelastung in Deutschland.
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 68.409 | 494.183 |
| Umsatzkosten | - 60.429 | - 431.137 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 4.129 | - 22.937 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 52 | - 1.152 |
| Sonstige Erträge | 423 | 773 |
| Sonstige Aufwendungen | - 1.507 | - 11.844 |
| Operatives Ergebnis | 2.715 | 27.886 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 2.237 | - 9.980 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 81 |
| Zinsergebnis | - 2.227 | - 9.899 |
| Sonstige Finanzerträge | - | 9 |
| Finanzergebnis | - 2.227 | - 9.890 |
| Ergebnis vor Steuern | 488 | 17.996 |
| Ertragsteueraufwand | - 798 | - 5.529 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | 286 | - 1.612 |
| Ertragsteuern gesamt | - 512 | - 7.141 |
| Jahresergebnis | - 24 | 10.855 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | - 8 | 13 |
| Konzernergebnis | - 16 | 10.842 |
Das Jahresergebnis der Saint-Gobain Oberland AG betrug im Rumpfgeschäftsjahr 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 13,1 Mio. Euro).
Die Umsatzrendite vor Ertragsteuern der AG liegt bei 5,1 % (Vorjahr: 5,1 %). Relativ niedrigen Energiekosten stehen relativ hohe Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellungen gegenüber. Das Ergebnis der GPS Oberland GmbH wurde zum 29. Februar 2016 nicht vereinnahmt, da deren Geschäftsjahr weiterhin dem Kalenderjahr entspricht.
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 55.720 | 375.410 |
| Bestandsveränderung | - 1.282 | 2.730 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 172 | 201 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.267 | 6.660 |
| Materialaufwand | - 18.528 | - 143.051 |
| Personalaufwand | - 14.902 | - 86.993 |
| Abschreibungen | - 3.805 | - 23.264 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 17.304 | - 99.337 |
| Betriebsergebnis | 4.338 | 32.356 |
| Finanzergebnis | - 1.501 | - 12.342 |
| Außerordentliches Ergebnis | - | - 786 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.837 | 19.228 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 839 | - 5.546 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.998 | 13.682 |
| Sonstige Steuern | - 110 | - 622 |
| Jahresüberschuss | 1.888 | 13.060 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | - 42.251 | - 55.311 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 17.196 | - |
| Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 23.167 | - |
| Bilanzgewinn/-verlust | - | - 42.251 |
Beim Vergleich der einzelnen Bilanzposten zum 29. Februar 2016 mit dem 31. Dezember 2015 sind üblicherweise saisonale Sonderfaktoren zu beachten.
Der Bilanzsummenrückgang lässt sich auf der Aktivseite hauptsächlich auf eine durch Working-Capital Maßnahmen bedingte Verringerung der Zahlungsmittel zurückführen. Gegenläufig hierzu entwickelten sich die Sachanlagen durch den Wannenbau in Essen und die Sonstigen Vermögenswerte im Rahmen des Cashpoolings innerhalb der Horizon Gruppe.
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.953 | 2.000 | - 2,4 % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 444 | 459 | - 3,3 % |
| Sachanlagen | 217.547 | 210.100 | 3,5 % |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 | 0,0 % |
| Sonstige Forderungen | 2.495 | 2.498 | - 0,1 % |
| Latente Steueransprüche | 2.217 | 2.340 | - 5,3 % |
| Langfristige Vermögenswerte | 226.240 | 218.981 | 3,3 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 109.729 | 107.992 | 1,6 % |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.121 | 39.451 | - 5,9 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 8.793 | 32.257 | - 72,7 % |
| Finanzielle Vermögenswerte | 19.828 | 11.011 | 80,1 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 175.471 | 190.711 | - 8,0 % |
| Summe Aktiva | 401.711 | 409.692 | - 1,9 % |
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

Die Bestände blieben insgesamt nahezu gleich.
Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

Die Bilanzsituation zum Jahresende stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.
Die langfristigen Schulden blieben im Vergleich zum 31. Dezember 2015 auf relativ konstantem Niveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wurden um 7,4 Mio. Euro reduziert.
Das Eigenkapital verringerte sich um 5,1 Mio. Euro auf 54,1 Mio. Euro, zurückzuführen hauptsächlich auf negative Währungsumrechnungsdifferenzen und aktuarische Verluste im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Entsprechend fiel die Eigenkapitalquote wieder von 14,5 % auf 13,5 %.
Generell wird im Konzern ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 | 0,0 % |
| Rücklagen | 127.762 | 120.112 | 6,4 % |
| Konzernergebnis | - 16 | 10.842 | - 100,1 % |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - 101.307 | - 99.508 | 1,8 % |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.686 | 1.768 | - 4,6 % |
| Eigenkapital | 54.125 | 59.214 | - 8,6 % |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 84.485 | 79.731 | 6,0 % |
| Latente Steuerschulden | 17.108 | 18.810 | - 9,0 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 144.920 | 145.516 | - 0,4 % |
| Langfristige Schulden | 246.513 | 244.057 | 1,0 % |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 2.932 | 2.900 | 1,1 % |
| Ertragsteuerschulden | 69 | 27 | 155,6 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 7.908 | 7.745 | 2,1 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79.614 | 87.040 | - 8,5 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.550 | 8.709 | 21,1 % |
| Kurzfristige Schulden | 101.073 | 106.421 | - 5,0 % |
| Summe Passiva | 401.711 | 409.692 | - 1,9 % |
In der AG war eine Verringerung der Bilanzsumme von 356,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 346,2 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Auf der Aktivseite basiert dies hauptsächlich auf einem geminderten Guthaben bei Kreditinstituten, gegenläufig dazu verhalten sich eine zyklisch bedingte Erhöhung der Sachanlagen sowie höhere Übrige Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände. Bei den Passiva ergab sich ein Rückgang der Verbindlichkeiten in Höhe von 13,3 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 14,1 % auf 15,0 %, die Eigenkapitalrendite betrug 3,7 %.
Der Cashflow zum 29. Februar 2016 beträgt 8,1 Mio. Euro. Demgegenüber ist der Cashflow aus operativer Tätigkeit, hauptsächlich aufgrund des Rückgangs der Verbindlichkeiten, mit - 1,5 Mio. Euro negativ. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von - 10,1 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Wannenbau in Essen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 11,6 Mio. Euro ergibt sich größtenteils aus Umfinanzierungen innerhalb des Apollo Konzerns. Insgesamt verringerte sich somit der Zahlungsmittelbestand um 23,5 Mio. Euro.
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Operatives Konzernergebnis | 2.715 | 27.886 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 5.333 | 34.181 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | - 59 | - 3.937 |
| Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern | - 834 | - 10.824 |
| Erhaltene Dividende | - | 9 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 985 | 3.200 |
| Cashflow | 8.140 | 50.515 |
| Veränderung der Vorräte | - 2.987 | - 5.128 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | 1.945 | 7.047 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen | - 8.625 | - 2.986 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | - 1.527 | 49.448 |
| Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte | - 10.120 | - 37.351 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 10.120 | - 37.351 |
| Gezahlte Dividenden | - | - 1 |
| Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | - 11.628 | 16.809 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 11.628 | 16.808 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | - 23.275 | 28.905 |
| Wechselkursbedingte Veränderung | - 189 | - 342 |
| Ab-/Zunahme der Zahlungsmittel | - 23.464 | 28.563 |


Der ROI für das Geschäftsjahr zum 29. Februar 2016 liegt bei 0,8 % und damit unter dem Vorjahreswert von 8,7 %.
Die Eigenkapitalrendite ist nach 18,3 % im Vorjahr einhergehend mit dem Jahresergebnis null.
Bei einer Gesamtsumme von 14,0 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf einem großen Wannenbauprojekt in Essen. Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. In Osteuropa entsprach ein Großteil der Sachanlagen bereits den dortigen Anforderungen, entsprechend wurde hier nur punktuell nachgebessert. Im kommenden Geschäftsjahr stehen die Fertigstellung des Investitionsvorhabens der Wanne in Essen sowie ein Wannenbau in der Ukraine im Mittelpunkt. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Geschäftsjahre in Mio. Euro:

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 401,7 Mio. Euro (Vorjahr: 409,7 Mio. Euro):


Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern nach wie vor sehr differenziert zu sehen. Grundsätzlich ist das Marktumfeld in Deutschland weiterhin als relativ stabil einzustufen, wenngleich auch hier mittlerweile eine stärkere Volatilität erkennbar ist. Unsicher stellen sich die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine dar. Im Vergleich zum Vorjahr scheint sich die Lage etwas stabilisiert zu haben, die Nachhaltigkeit dieses Trends bleibt jedoch abzuwarten.
In Deutschland ergibt sich nach wie vor die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen und wieder zu verbessern.
In Osteuropa gilt es, den nun eingeschlagenen Weg fortzuführen, d. h. schon kurzfristig wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Standorte in Russland und der Ukraine wieder einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag liefern.
Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung im Rumpfgeschäftsjahr 2016 für die einzelnen Länder dar:
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| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 55.574 | 6.714 | 6.121 |
| Umsatzkosten | - 49.511 | - 5.932 | - 4.986 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 3.209 | - 542 | - 378 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 52 | - | - |
| Sonstige Erträge | 420 | 2 | 1 |
| Sonstige Aufwendungen | - 477 | - 567 | - 463 |
| Operatives Ergebnis | 2.745 | - 325 | 295 |
| Zinsaufwand | - 2.007 | - 217 | - 13 |
| Zinsertrag | 5 | 3 | 2 |
| Zinsergebnis | - 2.002 | - 214 | - 11 |
| Sonstige Finanzerträge | - | - | - |
| Finanzergebnis | - 2.002 | - 214 | - 11 |
| Ergebnis vor Steuern | 743 | - 539 | 284 |
| Ertragsteueraufwand | - 673 | - 91 | - 34 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | 336 | - 42 | - 8 |
| Ertragsteuern gesamt | - 337 | - 133 | - 42 |
| Jahresergebnis | 406 | - 672 | 242 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | - | - 17 | 9 |
| Konzernergebnis | 406 | - 655 | 233 |
Die Werte für Deutschland umfassen im Wesentlichen die Zahlen der AG und ergeben für Deutschland eine Profitabilität (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 4,9 %, die leicht über der Profitabilität des Konzerns von 4,0 % liegt. Auch die Ukraine liefert dieses Jahr mit 4,8 % ebenfalls einen positiven Beitrag zur Gesamtprofitabilität.
Durch die Veräußerung des operativen Geschäfts der GPS Oberland GmbH zum 31. Dezember 2015 ist der Saint-Gobain Oberland Konzern mit Beginn dieses Rumpfgeschäftsjahres nur noch im Segment Flaschen & Gläser tätig. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.
Die Umsätze in Tonnen haben sich im Rumpfgeschäftsjahr 2016 bislang folgendermaßen entwickelt:

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Saint-Gobain Oberland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten"!
Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talks) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu werden in einem Gespräch auf Augenhöhe zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter über gerade ausgeführte Tätigkeiten die guten Verhaltensweisen anerkannt und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit wird thematisiert. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnen viele Arbeitsbesprechungen, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.
Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch den Indikator TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF2 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte. Die Unfallereignisse werden in systematischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet.
In den Monaten Januar und Februar 2016 ist in den Standorten der Saint-Gobain Oberland AG in Deutschland kein Unfall passiert und folglich für TF2 ein Wert von 0,0 zu verzeichnen. Dieser Stand liegt innerhalb der im Lagebericht zum 31. Dezember 2015 prognostizierten Entwicklung eines TF2 von 1,8 für das Gesamtjahr 2016. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt auf einem leicht höheren Niveau. Der TF2 für Russland liegt im Rumpfgeschäftsjahr bei 2,0. In der Ukraine war ein Unfall zu verzeichnen, der bezogen auf die zwei Monate des Rumpfgeschäftsjahres einen TF2 von 4,3 ergibt. Die Anzahl der Unfälle in Osteuropa bewegt sich ebenfalls innerhalb der prognostizierten Entwicklung, aufgrund des kürzeren Geschäftsjahres und der dadurch geringeren Anzahl an Arbeitsstunden als Basisgröße, ist der Faktor TF2 jedoch nicht direkt mit der 2015 gemachten Prognose von 1,6 vergleichbar. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung des Indikators in Deutschland, Russland und der Ukraine im Zeitverlauf.

Um unserem Anspruch bei Oberland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei nach wie vor im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.
Im Rumpfgeschäftsjahr konnten bereits erste Innovationen realisiert werden, die im Laufe des Kalenderjahres 2016 noch weiter ausgebaut werden sollen. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Oberland Konzern:

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch.
In den ersten beiden Monaten des Jahres 2016 wurden seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens auch wieder Verbesserungsvorschläge eingebracht. Das System wird in den deutschen Werken ,i-pool' -von Ideen-Pool - genannt. Im Januar und Februar 2016 stellt sich der Stand der Vorschläge folgendermaßen dar: die Anzahl der eingereichten Vorschläge beträgt 71 (Vorjahr: 449), die davon umgesetzten Verbesserungen belaufen sich auf 21 (Vorjahr: 292) und nachweisbare Einsparungen sind in Höhe von rund TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 937) zu verzeichnen. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtszeitraum gleichzeitig eine Summe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 199) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen.

In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt.
Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Die Umsetzung einer neuen Supply-Chain-Organisation schafft bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem verbesserte Prozessabläufe. JSC "Kavminsteklo" erhöhte im Berichtsjahr weiterhin seine Differenzierung durch Innovationen, wie dem Ausbau der Leichtglastechnologie (NNPB), und steigerte die Flexibilität durch eine Ausweitung der Farben- und Produktvielfalt.
In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Ende 2015 hat das Unternehmen erfolgreich das Projekt Verallia Industrial Model (VIM) gestartet und im Berichtszeitraum 2016 daran gearbeitet seine Wettbewerbsvorteile, insbesondere im Bereich der Kosten und Qualität, auszubauen.
Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung und unterliegt ständigen Bemühungen um eine Optimierung des Energieeinsatzes und eine Reduzierung des Verbrauchs. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke bezogen auf die Hauptenergieträger beläuft sich in den ersten zwei Monaten 2016 auf 382.343 MWh (Vorjahr: 1.596.618 MWh).
Nach der hochpreisigen Zeit bis Mitte 2014 ist der Ölpreis im zweiten Halbjahr 2014 unerwartet stark gefallen und war ungewöhnlich niedrig. Im ersten Halbjahr 2015 erholte sich der Ölpreis wieder - kaum zu prognostizieren war jedoch, dass die Preise Mitte des Jahres erneut stark fielen. Der stark abnehmende Preistrend führt bis heute zu einem sehr niedrigen, aber auch sehr volatilen Preisniveau. Üblicherweise wird in den vier Werken inzwischen aus ökologischen und ökonomischen Gründen Erdgas bevorzugt verwendet. Es besteht jedoch die Möglichkeit, teilweise auf Schweröl zurückzugehen. So wurde für eine kurze Überbrückungszeit eines der Werke kurzfristig wieder mit Anteilen Schweröl befeuert.
Darüber hinaus hat sich insbesondere der erhöhte Einsatz der elektrischen Zusatzheizung bewährt und erhöht zusätzlich die Flexibilität der Werke im Bereich Energie. Hierdurch konnten wir weitere Kostenvorteile bezogen auf den Energiemix des Vorjahres erzielen und auch unseren SOx- und CO2 -Ausstoß verringern. Insbesondere bezüglich der CO2 -Emissionen ist immer noch der vollständige Ersatz von Schwerem Heizöl durch Erdgasbefeuerung von großem Vorteil. Aufgrund langfristiger Lieferverträge wirken sich kurzfristige Veränderungen des Marktpreises kaum auf unsere Kosten aus.

Die Gaspreisentwicklung war dem Ölpreis nachgelagert, jedoch ist auch hier ein fallender Preistrend zu verzeichnen. Erdgas etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem eigenständigen Handelsprodukt, so dass die früher übliche Indexierung an Öl (sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich in den meisten Fällen bereits aufgehoben ist - NBP, TTF und NCG lauten die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Märkte. Der National Balancing Point (NBP) ist die Schnittstelle zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien. Obwohl etwas abgeschwächt, gilt er immer noch als der führende Erdgasleitmarkt in Europa. Preisentwicklungen am NBP strahlen in die nachgelagerten Märkte TTF und NCG aus. Der virtuelle Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden stellt den kontinentaleuropäischen Leitmarkt dar. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Die Bewegungen auf diesen drei Handelsmärkten bestimmen europaweit den Gasmarktpreis.
Verschiedene technische Neuerungen und der zunehmende Einsatz neuer Förderverfahren haben den Erdgaspreis in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau verglichen mit Öl gebracht und die ölpreisgebundenen Einpreisungen teilweise gelöst. Zwar startete das Jahr 2015 mit einem deutlichen Preisanstieg und einem ungewöhnlich lange vergleichsweise hoch bleibenden Erdgaspreis. Aber auch hier war auf Dauer das weltweite Überangebot bei den fossilen Energieträgern in einem Preisverfall spürbar. Im November 2015 konnte sogar ein signifikanter Einbruch des Erdgaspreises verzeichnet werden und der Gasmarkt an den europäischen Großhandelsmärkten stürzte in einem unerwartet starken Maße ab. Diese Entwicklung setzte sich zum Jahresanfang 2016 fort. Als teilweises Substitut gerät Erdgas unter dem eingebrochenen Erdölpreis unter Druck, schwächelnde Konjunkturdaten und fehlende Festverträge für Lieferungen in den Folgejahren wirken ebenfalls preisdrückend. Der Gaspreis für die Industrie befindet sich trotz der Wintermonate weiter im Abwärtstrend, der darüber hinaus vom milden Wetter unterstützt wird. Vor den derzeitigen weltpolitischen und auch europäischen gesetzlichen Entwicklungen lässt sich eine zukünftige Preisentwicklung im Generellen jedoch schwer abschätzen. Aufgrund der hohen Volatilität auch in anderen Energie- und Rohstoffmärkten überwacht Saint-Gobain Oberland die Entwicklung kontinuierlich und sorgfältig. Direkte Auswirkungen für das Unternehmen ergeben sich in der Regel erst zeitversetzt.

Wesentlich komplexer gestaltete sich der Strommarkt, der neben den zeitweise volatilen Börsenentwicklungen von unruhigen und schwer abschätzbaren politischen Themen und der damit unklaren Gesetzeslage belastet war. Unklare Festlegungen im Bereich der Netzentgelte erschwerten die Abschätzung der Preissituation. Mehr und mehr zeigt sich außerdem ein erstarkender Einfluss der EU-Kommission.
Darüber hinaus kann ein deutlich ansteigender Trend im Bereich der Netzentgelte wahrgenommen werden. Dieser belastet den Strompreis insgesamt.
In Russland stieg die Förderung von Erdöl deutlich an, was zu einem weiteren Verfall der Preise an den Weltmärkten führte. Die Abhängigkeit des Landes von Rohstoffexporten und der niedrige Ölpreis haben negative Auswirkungen auf die russische Wirtschaft.
Die Ukraine ist bei Gaslieferungen in starkem Maße von Russland abhängig. Infolge des Konflikts mit Russland versucht die Ukraine jedoch mithilfe von Energiesparprogrammen und Re-Exporten aus Europa die Abhängigkeit zu reduzieren. Durch neue Gesetze zur Deregulierung des Gasmarktes seit Oktober 2015 ist der Preis bereits zurückgegangen. Infolge des reduzierten Gasverbrauchs und des milden Winters konnten die Gasvorräte über die Wintermonate außerdem auf einem hohen Stand gehalten werden, was die Preise im Januar und Februar 2016 erneut sinken ließ. Die Preise für Strom blieben Anfang 2016 stabil.
Sowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Oberland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Sie sollen uns dabei unterstützen, unsere Unternehmensziele zu erreichen und langfristig erfolgreich zu sein. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Die regelmäßige Erfassung und Dokumentation der Chancen soll deren Realisierung unterstützen. Die Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert. Ergeben sich für einzelne Segmente unterschiedliche oder ergänzende Chancen, werden diese explizit genannt.
Trotz der schwierigen Entwicklung für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.
Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen.
Zum 31. Dezember 2015 wurden Vermögenswerte der GPS Oberland GmbH in einem Management-Buy-Out (MBO) ausgegliedert. Wir gehen davon aus, dass die neue, mittelständisch geprägte Eigentümerstruktur die Verlässlichkeit und den Service als Zulieferer für die Saint-Gobain Oberland AG und ihren IS-Maschinenpark weiter verbessert. Das Spektrum an IS-Maschinen-Typen, innovativen Komponenten sowie der Services für eine qualitativ hochwertige Produktion bei Kunden wurde weiter ausgebaut.
Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie in der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und JSC "Kavminsteklo" profitieren sollten.
Auch Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden. Die nach wie vor relativ schwache Griwna ermöglicht dem Unternehmen eine starke Exportorientierung
Im Bereich der Glasherstellung und -fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und dennoch gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Darüber hinaus sehen wir ein deutliches Potenzial, durch weitere Flexibilitätserhöhung den Marktanforderungen noch besser gerecht zu werden. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem, das zum Jahresanfang von E2 (Enterprise Excellence) in VIM (Verallia Industrial Model) umbenannt wurde. Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia Werken weltweit können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht werden. Konkrete Potenziale werden in einer höheren Flexibilität, zum Beispiel durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen.
Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energiebereich dar. Nicht nur der Energieverbrauch, auch die Verbrauchsstrukturen und indirekten Kostenfaktoren (zum Beispiel regulativer Bereich: Versorgungsbereitstellung, Netzkosten) stellen nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für unser Unternehmen dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist zum Beispiel die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung.
Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten.
In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias (innerhalb des Oberland Konzerns und innerhalb der gesamten Verallia Gruppe) Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten, aber auch Anlagenoptimierungen und die Zusammenarbeit bei Großprojekten. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können.
Chancen in Bezug auf die Mitarbeiter sehen wir in unterschiedlichen Bereichen. Ein sehr wichtiges Thema für die Saint-Gobain Oberland AG ist die Arbeitssicherheit. So wurden im Laufe der letzten Jahre Präventionsmaßnahmen konsequent umgesetzt, was zu deutlich geringeren Unfallzahlen geführt hat. Weiteres Potenzial für die Erhaltung der Gesundheit liegt in der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie auch bei den Büroarbeitsplätzen stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Viele Initiativen greifen hier ineinander, um die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter zu erhalten und fördern.
Ein weiteres wichtiges Feld zur Sicherung der Zukunft sind Innovationen. Hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft - in unserem Fall mittels eines Innovationsprojekts sowie durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten.
Unser breit angelegtes Produktionssystem birgt vor allem durch einen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften - ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern. 2015 wurde das zunächst in Bad Wurzach gestartete Prozessoptimierungsprojekt "VIM" auf weitere Standorte ausgedehnt und zum neuen Produktionssystem weiterentwickelt. Methoden wie 5S (Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin) und KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) finden hier Anwendung.
Neben Personalmarketingaktivitäten, um neue Fachkräfte zu finden, gewinnen innovative Mitarbeiterbindungsmaßnahmen an Bedeutung. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt hierbei neben monetären Maßnahmen wie einer jährlichen Mitarbeiterbeteiligung auf ein breites Angebotsspektrum wie die Zertifizierung im Rahmen des Audits ,berufundfamilie' oder die Nutzungsmöglichkeit einer kostenlosen Beratungs-Hotline, dem Employee Assistance Program (EAP).
Chancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch Kapitel Nachhaltigkeit im Geschäftsbericht 2015). Diese Thematik wird auf allen Ebenen der Politik, vom Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in sich permanent optimierenden und energiesparenden geschlossenen Kreisläufen und mit seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Zwischenzeitlich wird neben dem Anschluss und der Lieferung von Abwärme unseres Werkes Neuburg an das Nahwärmenetz zur Reduzierung der erforderlichen Energiemenge, u. a. bei regionalen Industriebetrieben, auch der Einsatz von unaufbereitetem Biogas positiv getestet. So konnten in einem europaweit einzigartigen Versuch bis zu 50% des Biogases direkt zur Befeuerung einer Wanne eingesetzt werden. Auch wenn derzeit ein wirtschaftlicher Einsatz des Biogases einer Dauerverwendung entgegensteht, so bestehen in Abhängigkeit der makroökonomischen und politischen Rahmenbedingungen Chancen, dieses Biogas künftig einzusetzen. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus.
Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering von einem speziell geschulten Team entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren.
Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.
Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.
Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.
Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.
Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
| ― | Enterprise-Excellence(E2 )-Managementsystem / Verallia Industrial Model (VIM) |
| ― | Internes Kontrollsystem (IKS) / inkl. Fraud-Prävention |
| ― | Self-Assessments (IT-Security, Business Control) |
| ― | interne und externe Audits |
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassende Kenntnis der Märkte. Diese beruht auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.
Das E2 -Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E2 (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems. Im Rahmen des projektorientierten Ansatzes VIM erfährt das Produktionssystem einen neuen Impuls, weitere Entwicklungspotenziale aufzuzeigen sowie deren strukturierte Umsetzung zu begleiten.
Das IKS von Oberland war bis 29. Oktober 2015 in das konzernweite Saint-Gobain IKS eingebettet, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Auch nach dem Übergang zu Apollo wird dies in der Verallia Gruppe im gleichen Rahmen fortgeführt. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, der die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert.
Auf Ebene von Oberland wurden die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben.
Initiiert durch Saint-Gobain wurden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.
Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, anhand der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.
Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.
Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für Oberland zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.
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| Compliance-Programm | |||
|---|---|---|---|
| Nachhaltige Entwicklung | Programm für Wettbewerbsrecht | Interne Audits und interne Kontrollen | Whistleblowing |
In das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS.
In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und die bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei zum Beispiel die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei.
Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Ihre Darstellung erfolgt als Bruttobetrachtung, d.h., es werden die Risiken vor dem Ergreifen von Risikobegrenzungsmaßnahmen sowie die entsprechenden Maßnahmen separat dargestellt und beurteilt. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen.
Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein / Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und / oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering.
Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken für Glasverpackungen durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose hängen im Wesentlichen von deren Akzeptanz durch Handel und Verbraucher sowie dem politischen Umfeld ab. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt daher unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es, eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen sowie von Schlauch- und Standbodenbeutelverpackungen rechtzeitig zu erkennen.
Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kosten veränderungen führen. Da das Durchreichen dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich als schwierig gestalten, diese Veränderungen mit Kunden ergebnisorientiert zu verhandeln.
Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, von einem anhaltenden Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte.
In Russland besteht aufgrund der Überkapazitäten auf dem Behälterglasmarkt bereits ein starker Wettbewerbsdruck, der durch zunehmende Aktivitäten einzelner Wettbewerber sowie neuer Produzenten weiter verschärft wird. Als weitere Absatzrisiken sind insbesondere die hohe Inflation und die damit verbundene niedrige Kaufkraft zu sehen. In der Ukraine ist nach wie vor der Bereich Spirituosen risikobehaftet. Rückläufige Absatzzahlen werden nur teilweise durch Preisanpassungen und Exporte ausgeglichen werden können. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen.
Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Oberland bleibt abzuwarten.
Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment sowie Frachtkapazitäten, die wir auf den entsprechenden Beschaffungsmärkten beziehen. Die Beschaffungsrisiken wurden im Rahmen der Möglichkeiten minimiert.
Die Prozesse zur Lieferantenauswahl und zur Bestellabwicklung mit Lieferanten sind schriftlich festgelegt. Veränderungen bei Lieferanten beobachten wir kontinuierlich; bei Fehlentwicklungen greift ein System aus verschiedenen Maßnahmen, mit deren Hilfe die Risiken reduziert und die Versorgung sichergestellt werden soll. Dadurch können zum einen Versorgungsrisiken aufgrund von Lieferantenausfällen im Wesentlichen vermieden, zum anderen die finanziellen Folgen von Krisen bis hin zu Insolvenzen in der Lieferantenkette minimiert werden. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kernlieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert.
Die Saint-Gobain Oberland AG hat auch im Rumpfgeschäftsjahr 2016 alle Möglichkeiten zur Begrenzung der Risiken aus Kostensteigerungen durch Abschluss von langfristigen Lieferverträgen ergriffen. Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie in einigen Preiskomponenten spürbar erhöhte Kosten und damit auch Risiken nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und von Alternativenergien, neue und höhere Umlagen sowie gestiegene Regelkosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte sowie Auswirkungen und Vorbereitungen auf weniger stabile und verlässliche Energieversorgung. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung sowie durch Projekte hinsichtlich Energieeffizienz und alternativer Energien begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen.
Insbesondere die sich stark ändernde gesetzliche Situation, zum Beispiel EEG-Gesetzgebung und Stromnetzentgeltverordnung, sowie gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen auf dem CO2-Markt werfen viele Fragen und Unsicherheiten auf. Saint-Gobain Oberland bereitet sich darauf vor, in Zukunft verschiedenen neuen regulatorischen Vorschriften unterworfen zu sein. Dabei zeigen sich weniger verlässliche und planbare gesetzliche Regelungen als besonders kritisch.
Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2-Emissionsrechten. Die Saint-Gobain Oberland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2015 werden jedoch die überhängenden und im Februar 2016 zugeteilten Zertifikate ausreichen -auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Die EU-Kommission hat ein sogenanntes "Backloading" (Entzug von CO2-Zertifikaten aus dem Markt) beschlossen. Dies soll zu einer stabileren Marktsituation der CO2-Zertifikate führen, allerdings auch zu einem höheren Wert der Zertifikate. In 2015 ist der Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung findet weiterhin nur der einheitliche sektorübergreifende Korrekturfaktor Anwendung, der die zugeteilten kostenlosen Zertifikate bis zum Jahr 2020 auf 82,44 % absenkt. Zusätzlich sind die Stromerzeuger seit 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben - dies wird eine Auswirkung auf unseren Strompreis und somit auf unsere Energiekosten haben.
Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss wie in den Vorjahren mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Insbesondere das wirtschaftliche Umfeld in Russland lässt das Risiko von Zahlungsausfällen weiter ansteigen. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe Liquiditätsrisiken). Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.
Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich zudem allgemein eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.
Oberland ist seit dem 4. Quartal 2015 im Wesentlichen über ein langfristiges Darlehen mit festgeschriebenem Zinssatz durch die Horizon Holdings Germany GmbH, ein Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe, finanziert. Das gewährte Darlehen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität. Darüber hinaus sind insbesondere die russischen Gesellschaften teilweise durch lokale Kreditinstitute finanziert. Eine mögliche Herabsetzung der dortigen Kreditlinien und auch das hohe Zinsniveau könnten zu einem noch höheren konzerninternen Finanzierungsbedarf führen.
Gemäß IAS 36 wird mindestens einmal jährlich ein Impairment-Test für sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Insbesondere die rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Osteuropa führten in vergangenen Geschäftsjahren bereits zu Wertminderungen von auf die dortigen Gesellschaften entfallenden Geschäfts- und Firmenwerten sowie auf sonstige langfristige Vermögenswerte, was auch in der Zukunft erneut eintreten kann.
Gleichermaßen können bei negativen Entwicklungen bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen des Buchwerts der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen und Ausleihungen im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG erforderlich werden.
Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass auf Basis der bestehenden Finanzierung langfristig ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

Die Erhöhung der Zinsen spiegelt den Übergang von der Saint-Gobain auf die Apollo Gruppe und die damit verbundene Änderung der Finanzierungsstruktur wider.
Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 21,9 % auf 18,8 % des Gesamtumsatzes.
Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.
Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich.
Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.
Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.
Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet.
Es besteht ein Risiko durch aufkommende Störungen, geringere Qualitäten und niedrigere Stabilitäten im Strom- und Erdgasnetz. Ebenso gestaltet sich der Bereich gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen bei Energie immer schwieriger, unsicherer und ist häufig schlecht oder nur kurzfristig planbar. Zusätzliche Anforderungen wie z. B. der Austausch von Zählern durch geeichte Zählereinheiten erfordern kurzfristig erhöhte finanzielle Belastungen und einen deutlich vermehrten Arbeitsaufwand. Aus diesem Grund sind in diesem Bereich vermehrt Ressourcen notwendig. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen führen auch preislich unruhige Märkte zu einem erhöhten industriellen Risiko. Risikoreduzierende Maßnahmen sind zum Beispiel Flexibilisierungsmaßnahmen im Bereich Energiemix und eine stärkere Beobachtung der Energiepreisentwicklung sowie eine darauf ausgerichtete Vertragsgestaltung. Allerdings setzen die Anforderungen der Flexibilisierung oder die Möglichkeit zur Verwendung anderer Brennstoffe häufig ebenfalls technische Änderungen voraus. Durch ständige Überprüfungen der technischen Anforderungen, mögliche Anpassungen der Anlagen und Steuerungen sowie einen Notfallplan soll deren Einsatzbereitschaft zudem durchgängig gewährleistet werden.
Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten.
Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch die Verallia Zentrale inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen.
Hoch qualifizierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Saint-Gobain Oberland AG. Der Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab. Abhängig von der Region und dem Einsatzbereich können freie Stellen zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird u. a. durch Projekte im Bereich Ergonomie oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Saint-Gobain Oberland AG zu binden. Neben Vollzeitstellen sind auch zusehends die Ausbildungsstellen schwieriger zu besetzen. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind die geburtenschwachen Jahrgänge. Die Standorte prüfen hier die Möglichkeit, Flüchtlinge auszubilden und Fachkräfte zu entwickeln.
Für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' besteht aufgrund der anhaltenden Krise in der Ukraine das Risiko, dass Mitarbeiter zum Militär eingezogen werden und in der Folge nicht als Arbeitskraft für das Unternehmen zur Verfügung stehen.
Um Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden und deren Einsatzbereitschaft zu sichern, müssen Anreize geschaffen werden. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Saint-Gobain Oberland AG als sehr wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können. Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht.
Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei zum Beispiel sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation.
Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt.
In Russland und der Ukraine ergibt sich infolge der allgemein schwierigen geopolitischen Lage ebenfalls eine rechtliche Unsicherheit, die zukünftige Einflüsse auf das Unternehmen nicht vorhersehbar machen.
Im Sommer 2014 wurde die EEG-Gesetzgebung novelliert. Mit dieser EU-konformen Neufassung haben die Bundesregierung und die EU-Kommission eine Regelung auf Basis der Mitte 2014 beschlossenen EU-Energie- und Umweltbeihilfeleitlinien (EEAG) gefunden. Die EU-Kommission hat Ende 2013 ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und darin die Rechtmäßigkeit der bereits gewährten teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage, insbesondere der Jahre 2013 und 2014, geprüft. In Umsetzung des Beschlusses der Europäischen Kommission hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Ende 2014 "Teilrücknahmebescheide" zur EEG-Umlage erlassen. Diesen Teilrückforderungen sind im 4. Quartal 2015 weitere bzw. erneute Teilrücknahmebescheide gefolgt. Gegen die Bescheide wurde Widerspruch eingelegt. Es wird für die EEG-Regelung für die Jahre 2014 und 2015 im Jahr 2016 keine endgültige Position erreichbar sein.
Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch ein jüngstes Urteil des OLG Düsseldorf stufte die Regelung in den Jahren 2011 und 2012 für nichtig ein.
Die regulatorischen und rechtlichen Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen im Energiesektor erfordern eine erhöhte Aufmerksamkeit. Diverse gesetzliche Änderungen führen darüber hinaus dazu, dass die Bewertung und Einstufung z. B. von Verträgen mit Netzbetreibern und Lieferanten beständig unsicherer wird.
Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie in Russland nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 (EMAS) validiert, die Umwelterklärung wurde durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt.
Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Oberland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen.
Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte resultieren. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten.
Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt.
Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.
Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.
Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG in den folgenden 12 Monaten. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollten eine oder mehrere Chancen bzw. Risiken eintreten, sollte sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.
Die konjunkturelle Erholung im Euro-Raum dürfte zwar weiter voranschreiten, wird jedoch vermutlich durch die nachlassende Wirkung der stützenden Sonderfaktoren etwas an Fahrt verlieren. Daher weist die Prognose aus dem jüngsten Gutachten des Sachverständigenrates für 2016 im Vergleich zum Vorjahr noch ein Wachstum von 1,5 %, für 2017 von 1,6 % aus. Positive Impulse werden vor allem vom privaten Konsum, gestützt von einer weiterhin guten Arbeitsmarktlage, ausgehen, was voraussichtlich einen positiven Einfluss auf den Inlandsabsatz von Glasverpackungen haben wird. Trotzdem sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet.
Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostenveränderungen am Markt durchgereicht werden, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.
Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut bleibt auch im folgenden Jahr zu beobachten. Trotz einiger Berichte aus vereinzelten Vertriebskanälen über eine zunehmende Bedeutung der Dose weisen die Marktzahlen bisher noch keinen signifikanten Trend zu Wachstum aus.
Die Veränderung im Konsumverhalten weg von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch die langfristig kontinuierlich sinkenden Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigenden Mengen insbesondere bei Softdrinks und Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Der Mehrwegsektor speziell bei Mineralwasser gewinnt wieder, wenn auch auf sehr geringem Niveau, an Bedeutung. Der Versuch, diesen durch Einführung des Einwegpfandes zu stützen, muss dennoch angesichts der sich bislang permanent reduzierenden Anteile als gescheitert angesehen werden. Die Einwegverpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr grundsätzlich weitere Marktanteile hinzugewinnen können.
Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten sowie zunehmend von hohen Promotionanteilen abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, Doseneinwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren.
Im vergangenen Jahr konnte in der Weinlese durch Trockenheit ein mengenmäßig nur unterdurchschnittlicher Ertrag erzielt werden, welcher sich aber aller Voraussicht nach durch den sehr sonnigen Sommer in einer hochwertigen Qualität niederschlagen wird. Der Anteil von Eigenmarken bei den Discountern verliert an Bedeutung. Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich leicht rückläufig, da der Trend zu alkoholfreien Varianten und sektähnlichen Mischgetränken zwischenzeitlich wieder abschwächt. Insofern prognostizieren wir insgesamt ein leicht rückläufiges Marktvolumen für das Wein- und Sektsegment für das kommende Jahr.
Da der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich stark ernteabhängig und saisonal geprägt ist, ist eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig. Der weiterhin anhaltende Trend zur Frischeproduktion und Glassubstitution durch Kunststoffe wird Glas auch zukünftig vor Herausforderungen stellen, die hauptsächlich durch innovative Glaskonzepte aufgefangen werden sollen. Die verstärkte Ausrichtung der lebensmittelabfüllenden Industrie auf Nachhaltigkeit wird Glas tendenziell bei den anspruchsvollen, gesundheits- und umweltorientierten Konsumenten in den Fokus rücken.
Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung von Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenlager nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es im Berichtszeitraum gelungen, die hohe Liefertreue zu halten -unter Optimierung des kapitalbindenden Lagerbestandes.
Seit einigen Jahren besteht eine Überkapazität auf dem russischen Behälterglasmarkt. Der Glasabsatz war in den letzten Jahren rückläufig. Derzeit verzeichnet das Biersegment einen Rückgang und zum ersten Mal seit langem ging auch der Konsum nichtalkoholischer Getränke zurück. Insgesamt können aktuell dennoch Anzeichen einer Erholung beobachtet werden, was insbesondere auf eine steigende Spirituosenproduktion zurückzuführen ist. Infolge positiver Einflüsse, u. a. von stabilen Verbrauchsteuersätzen auf Alkohol, kann im folgenden Jahr ein weiterer Anstieg der Glasproduktion erwartet werden.
Der ukrainische Markt bleibt schwierig und wird den rückläufigen Trend der letzten Jahre wohl fortsetzen. Der Hauptgrund sind steigende Steuern, die direkt den Preis des Endproduktes beeinflussen, und der Konsumrückgang bei alkoholischen Getränken. Die anderen Produktsegmente werden im kommenden Jahr auf dem aktuellen Level verbleiben oder lediglich einen leichten Anstieg verzeichnen. Den nationalen Schwierigkeiten kann mit guten Aussichten bei den Exportaktivitäten begegnet werden.
Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2015 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren.
Angesichts kontinuierlich steigender Beschaffungskosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.
Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten auf Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen.
Für die Jahre 2016 und 2017 wird eine leicht steigende Weltwirtschaft erwartet, was auch für die deutsche Wirtschaft prognostiziert wird. Die sich bereits auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich voraussichtlich in etwa auf diesem Niveau halten können.
Der Markt für Behälterglas war im vergangenen Jahr stabil. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die nächsten zwölf Monate einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und ist dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass in der gesamten Glasverpackungsbranche keine Vollauslastung der Kapazitäten gewährleistet ist.
Wie im Berichtsjahr stehen Oberland auch im Geschäftsjahr 2016/2017 nicht alle Kapazitäten zur Verfügung, da ein Wannenneubau durchgeführt wird.
Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.
Das Segment Deutschland umfasst nach dem Management-Buy-Out der GPS ab 2016 fast ausschließlich die Saint-Gobain Oberland AG. Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir von einer Preisentwicklung maximal auf dem Niveau der Einkaufsindizes aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland, dass für die nächsten zwölf Monate ein Umsatz annähernd auf dem Niveau von 2015 und eine signifikante Steigerung beim Operativen Ergebnis auf über 30 Mio. Euro erwartet werden.
Die Prognosen für die russische Wirtschaft sind weiterhin gedämpft. Ein niedriger Ölpreis und eine trotzdem hohe Inflation lassen Russland in einer Rezession verharren. Es bestehen außerdem keine Anzeichen für eine schnelle Lösung der geopolitischen Krise und zur Einstellung der Sanktionen. Die Rückkehr zu einem höheren Wachstum in Russland wird von einem soliden Anstieg der privaten Investitionen und einem Auftrieb des Konsumverhaltens abhängig sein. Dies erfordert die Schaffung eines klaren und berechenbaren politischen Umfelds und die Umsetzung der ungelösten Strukturreformen. Ein ausgeglichenes und gestreutes Staatsvermögen kann helfen, die strukturellen Einschränkungen zu überwinden und neues Wachstum zu generieren.
Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund der entsprechenden Marktnachfrage auf Gläsern für Konserven. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod zudem auf multinationale und große lokale Kunden.
In den kommenden Jahren hat JSC "Kavminsteklo" die feste Absicht, nicht nur Verpackungslieferant, sondern auch ein lösungsorientierter Partner für seine Kunden zu sein. Die in 2015 begonnene Entwicklung des Design-Centers ist der erste Schritt zu einem erweiterten kundenorientierten Ansatz. Um den Marktanteil zu erhöhen, wird JSC "Kavminsteklo" weiterhin sein Exportgeschäft ausbauen. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können zudem eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken.
In Russland bleibt der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt immer noch sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Unser Fokus lag im Berichtsjahr bereits auf der Vertriebsseite, was in beiden russischen Werken zu erhöhten Absatzmengen, verbunden mit einer guten Auslastung, führte. Im kommenden Geschäftsjahr soll diese Entwicklung fortgeführt und ergänzend durch eine Preisanpassung, die sich an der Inflation orientiert, verstärkt werden. Es steht weiterhin im Fokus, die erreichten Produktivitätssteigerungen zu halten und auszubauen. Wir planen für das nächste Geschäftsjahr in Russland einen Umsatz auf dem Niveau von 2015 und eine Steigerung des Operativen Ergebnisses in den positiven, mittleren einstelligen Millionenbereich.
Die Aussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu überwinden und die Grundlage für ein stabiles Wirtschaftswachstum zu schaffen, hängen davon ab, wie sich die Inlands- und Auslandsnachfrage erholt. Außerdem ist die Effizienz der Regierungspolitik, inklusive der Anti-Krisen-Maßnahmen und einer konsequenten Umsetzung systematischer Reformen, dafür verantwortlich, eine erfolgreiche ökonomische Modernisierung zu erreichen, unterstützt durch die Wiederherstellung und ein effizientes Funktionieren des globalen Finanzsystems.
Vor diesem Hintergrund wird das nächste Geschäftsjahr voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, knapp die Hälfte der Absätze wird in zehn verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden.
Wir erwarten für die folgenden zwölf Monate, dass der Umsatz auf dem Niveau von 2015 liegen wird. Das Operative Ergebnis wird währungsbedingt und durch einen Wannenneubau auf nahezu null zurückgehen.
Da die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld weiterhin eher instabil erscheint, sehen wir eine weitere Zunahme der Risiken. Wir erwarten für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und die Fortsetzung eines erheblichen Preiskampfs.
Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten sind die Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen, differenziert zu sehen. Während die Entwicklung der Energiepreise günstig beurteilt werden kann, wird bei anderen Rohstoffen mit einem Preisanstieg gerechnet. Mittel- und langfristig werden auch die Energiekosten aller Wahrscheinlichkeit nach wieder steigen.
Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. Unser Bestreben besteht weiterhin darin, eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen zu können.
Infolge des Übergangs an die Apollo Gruppe sind bei Oberland im nächsten Geschäftsjahr einzelne Veränderungen möglich. Im Dezember 2015 hat die Horizon Holdings Germany GmbH als beherrschendes Unternehmen mitgeteilt, dass sie mit der Saint-Gobain Oberland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen möchte. Bei Abschluss wird sich eine Besicherung von Konzernverbindlichkeiten durch die Saint-Gobain Oberland AG ergeben.
Für den Konzern rechnen wir für das kommende Geschäftsjahr (12 Monate) mit einem Umsatz annähernd auf dem Niveau des Geschäftsjahrs 2015. Beim Operativen Ergebnis erwarten wir, dass das Ergebnis wieder zwischen 25 und 50 Mio. Euro liegen wird, im Rahmen dieses Intervalls allerdings deutlich über dem Niveau von 2015.
Die Arbeitssicherheit bleibt ein zentrales Element bei Oberland. Für die Kennzahl TF2 (Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) erwarten wir im kommenden Geschäftsjahr für Deutschland einen Wert von 1,8, für Russland einen Wert von 1,7 und für die Ukraine einen leicht niedrigeren Wert von 1,2.
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| Ziffer | Thema | Angaben bzw. Verweis |
|---|---|---|
| 1 | Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals | Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 29. Februar 2016 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. |
| 2 | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen | Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme. |
| 3 | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital | Die BRH Holdings GP, Ltd., die AGM Management, LLC, die Apollo Global Management, LLC, die APO Corp., die Apollo Management Holdings GP, LLC, die Apollo Management Holdings, L.P., die Apollo Management GP, LLC, die Apollo Management, L.P., die AIF VIII Management, LLC, die Apollo Management VIII, L.P., die APO Asset Co., LLC, die Apollo Principal Holdings III GP, Ltd., die APH Holdings, L.P., die Apollo Advisors VIII (EH-GP), Ltd., die Apollo Advisors VIII (EH), L.P., die AIF VIII Euro Leverage, L.P., die AP VIII Horizon Holdings Ltd., die AP VIII Horizon Holdings L.P., die Horizon Parent Holdings S.à r.l., die Horizon UP S.à r.l., die Horizon Intermediate Holdings S.C.A., die Horizon Holdings SAS, die Horizon Holdings I SAS, die Horizon Holdings II SAS und die Horizon Holdings III SAS (nunmehr firmierend unter Verallia Packaging SAS) haben der Gesellschaft gemäß § 21 (1) WpHG mitgeteilt, dass ihr 96,67 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind. Davon werden 91,66 % der Stimmrechte direkt durch die Horizon Holdings Germany GmbH gehalten. |
| 4 | Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5 | Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben | Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG beteiligt sind. |
| 6 | Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen | Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen. |
| 7 | Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien | Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien. |
| 8 | Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen | Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor. |
| 9 | Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes | Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft. |
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de bzw. www.verallia.de unter Investor Relations veröffentlicht.
Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.
Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipierten die Mitglieder des Vorstands an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA, bestehend aus dem Bezug von Gratis-Vorzugsaktien sowie der Teilnahme am Management Aktienplan.
Die Gesamthöhe sowie die individualisierten Bezüge des Vorstands sind im Anhang und Konzernanhang dargestellt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.
Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bad Wurzach, den 10. Mai 2016
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 10. Mai 2016
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
Stefan Jaenecke, Vorsitzender
Thomas Beyer, Personal
Roland Unfried, Technik
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| TEUR | Anhang (D) | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | - 24 | 10.855 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) | (12/13) | - 4.606 | 4.841 |
| Ertragsteuern | (4) | 1.414 | - 1.484 |
| - 3.192 | 3.357 | ||
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | |||
| Währungsumrechnung | (12) | - 1.873 | - 6.365 |
| - 1.873 | - 6.365 | ||
| Sonstiges Ergebnis | - 5.065 | - 3.008 | |
| Gesamtergebnis | - 5.089 | 7.847 | |
| davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend | - 5.007 | 7.993 | |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | - 82 | - 146 |
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| TEUR | Anhang (D) | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 68.409 | 494.183 |
| Umsatzkosten | - 60.429 | - 431.137 | |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | - 4.129 | - 22.937 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 52 | - 1.152 | |
| Sonstige Erträge | 423 | 773 | |
| Sonstige Aufwendungen | - 1.507 | - 11.844 | |
| Operatives Ergebnis | (2) | 2.715 | 27.886 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3/18/21) | - 2.237 | - 9.980 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (3/18/21) | 10 | 81 |
| Zinsergebnis | (18/21) | - 2.227 | - 9.899 |
| Sonstige Finanzerträge | (3/18/21) | - | 9 |
| Finanzergebnis | (3) | - 2.227 | - 9.890 |
| Ergebnis vor Steuern | 488 | 17.996 | |
| Ertragsteueraufwand | (4) | - 798 | - 5.529 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | (4) | 286 | - 1.612 |
| Ertragsteuern gesamt | (4) | - 512 | - 7.141 |
| Jahresergebnis | - 24 | 10.855 | |
| davon entfallen auf: | |||
| Gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind | - 16 | 10.842 | |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | - 8 | 13 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) | (5) | - 0,02 | 10,84 |
AKTIVA
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| TEUR | Anhang (D) | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (7) | 1.953 | 2.000 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (7) | 444 | 459 |
| Sachanlagen | (7) | 217.547 | 210.100 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | (7/17) | 1.584 | 1.584 |
| Sonstige Forderungen | (8/17/18) | 2.495 | 2.498 |
| Latente Steueransprüche | (14) | 2.217 | 2.340 |
| Langfristige Vermögenswerte | 226.240 | 218.981 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (9) | 109.729 | 107.992 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (10/17) | 37.121 | 39.451 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (11/17) | 8.793 | 32.257 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (10/17) | 19.828 | 11.011 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 175.471 | 190.711 | |
| Summe Aktiva | 401.711 | 409.692 | |
| PASSIVA | |||
| TEUR | Anhang (D) | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (12) | 26.000 | 26.000 |
| Kapitalrücklage | (12) | 44.784 | 44.784 |
| Gewinnrücklagen | (12) | 82.978 | 75.328 |
| Konzernergebnis | (12) | - 16 | 10.842 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | (12) | - 101.307 | - 99.508 |
| Anteile anderer Gesellschafter | (12) | 1.686 | 1.768 |
| Eigenkapital | 54.125 | 59.214 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (13/17) | 84.485 | 79.731 |
| Latente Steuerschulden | (14) | 17.108 | 18.810 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (15/17) | 144.920 | 145.516 |
| Langfristige Schulden | 246.513 | 244.057 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (13/16/17) | 2.932 | 2.900 |
| Ertragsteuerschulden | (16) | 69 | 27 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (16/17) | 7.908 | 7.745 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (16/17) | 79.614 | 87.040 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (16/17) | 10.550 | 8.709 |
| Kurzfristige Schulden | 101.073 | 106.421 | |
| Summe Passiva | 401.711 | 409.692 |
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| Saint-Gobain Oberland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2015 | 26.000 | 44.729 | 249 | 74.497 | 2.193 | - 4.968 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 10.842 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | 4.841 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | - 1.484 | - | |
| Dividende | - | - | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 55 | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 52.536 | - 57.504 | 4.968 |
| 31.12.2015 | 26.000 | 44.784 | 249 | 130.390 | - 55.311 | 10.842 |
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| Fremdgesellschafter | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Kumulierte Währungs- umrechnungs- differenzen |
Summe Eigenkapital | Minderheiten-kapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2015 | - 93.302 | 49.398 | 2.796 | - 881 | 1.915 | 51.313 |
| Konzernergebnis | - | 10.842 | - | 13 | 13 | 10.855 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | 4.841 | - | - | - | 4.841 |
| Währungsumrechnung | - 6.206 | - 6.206 | - 159 | - | - 159 | - 6.365 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - 1.484 | - | - | - | - 1.484 |
| Dividende | - | - | - 1 | - | - 1 | - 1 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 55 | - | - | - | 55 |
| Umgliederung | - | - | - 881 | 881 | - | - |
| 31.12.2015 | - 99.508 | 57.446 | 1.755 | 13 | 1.768 | 59.214 |
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| Saint-Gobain Oberland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinnvortrag | Konzernergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2016 | 26.000 | 44.784 | 249 | 130.390 | - 55.311 | 10.842 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | - 16 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | - 4.606 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 1.414 | - | |
| Dividende | - | - | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | - 44.469 | 55.311 | - 10.842 |
| 29.02.2016 | 26.000 | 44.784 | 249 | 82.729 | - | - 16 |
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| Fremdgesellschafter | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Kumulierte Währungs- umrechnungs- differenzen |
Summe Eigenkapital | Minderheiten-kapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2016 | - 99.508 | 57.446 | 1.755 | 13 | 1.768 | 59.214 |
| Konzernergebnis | - | - 16 | - | - 8 | - 8 | - 24 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - 4.606 | - | - | - | - 4.606 |
| Währungsumrechnung | - 1.799 | - 1.799 | - 74 | - | - 74 | - 1.873 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | 1.414 | - | - | - | 1.414 |
| Dividende | - | - | - | - | - | - |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | - | - | - | - | - |
| Umgliederung | - | - | 13 | - 13 | - | - |
| 29.02.2016 | - 101.307 | 52.439 | 1.694 | - 8 | 1.686 | 54.125 |
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| TEUR | Anhang (D)/ Anmerkung | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis des Konzerns | - 24 | 10.855 | |
| Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis | 2.739 | 17.031 | |
| Operatives Konzernergebnis | 2.715 | 27.886 | |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | (7) | 5.333 | 34.181 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | - 59 | - 3.937 | |
| Gezahlte Zinsen | - 173 | - 633 | |
| Erhaltene Zinsen | 5 | 14 | |
| Gezahlte Ertragsteuern (operativ) | - 666 | - 10.205 | |
| Erhaltene Dividende | - | 9 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | 985 | 3.200 | |
| Cashflow | 8.140 | 50.515 | |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | (7) | 58 | 881 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | 81 | 2.134 | |
| Veränderung der Vorräte | - 2.987 | - 5.128 | |
| Veränderung der Forderungen und finanziellen Vermögenswerte | 1.887 | 6.166 | |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) | - 8.706 | - 5.120 | |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | - 1.527 | 49.448 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | (7) | 12 | 118 |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | (7)* | - 10.132 | - 37.469 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 10.120 | - 37.351 | |
| Gezahlte Dividenden | - | - 1 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 1.223 | 11.658 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | - 870 | - 22.692 | |
| Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | - 2.162 | - 6.259 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter | - 9.819 | 34.102 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 11.628 | 16.808 | |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | - 23.275 | 28.905 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung | - 189 | - 342 | |
| Ab-/Zunahme der Zahlungsmittel | - 23.464 | 28.563 | |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | (11) | 32.257 | 3.694 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | (11) | 8.793 | 32.257 |
* Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus den zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.
Die Saint-Gobain Oberland AG war bis 29. Oktober 2015 ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7 % beträgt. Im Januar 2016 hat die Saint-Gobain Emballage S.A. 91,7 % der Anteile konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, München, übertragen. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Saint-Gobain Oberland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden. Die Saint-Gobain Oberland AG, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt im Konzern zum Stichtag 3.101 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.182). Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember 2015 wird das Geschäftsjahr verschoben und beginnt zukünftig am 1. März eines Kalenderjahres und endet am letzten Tag des Februars des folgenden Kalenderjahres. Für den Zeitraum vom 01. Januar 2016 bis zum 29. Februar 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für diesen zwei Monate umfassenden Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zwölfmonatigen Vorjahreszeitraum nur eingeschränkt gegeben. Sämtliche Tochtergesellschaften haben kein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, deren Bilanzstichtag ist weiterhin der 31.12. des jeweiligen Kalenderjahres. Sie erstellten entsprechend zum 29.02. einen Zwischenabschluss.
Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt.
Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben:
Erstmals angewandte Rechnungslegungsstandards:
| ― | Änderung des IAS 1 Anhangangaben |
| ― | Änderung des IAS 16 und IAS 38 Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden |
| ― | Änderung zu IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge |
| ― | Improvements to IFRS 2010-2012 : Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 24 und IAS 38 |
| ― | Improvements to IFRS 2012-2014 : Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 |
Die Anwendung der geänderten Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses der Saint-Gobain Oberland AG.
Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards lagen zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung nicht vor.
Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.
Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens jedes Kalenderjahr oder bei Vorliegen eines Triggering Events ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.
Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts liegen keine verwertbaren Marktdaten vor. Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG geht jedoch davon aus, dass dieser unter Einbeziehung sämtlicher Transaktionskosten unter dem Nutzungswert liegt.
Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.
Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.
Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.
Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben.
Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell über entgeltlich und unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten bzw. einer Cash Generating Unit (CGU) den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung annahmebedingt entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht.
Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.
Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.
Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige Vermögenswerte. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab. Der beizulegende Zeitwert von Finanzverbindlichkeiten ergibt sich als Barwert der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.
Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann. Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt. Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst.
Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.
Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 bewertet und abgebildet.
Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die von der Horizon Intermediate Holdings SCA den Führungskräften der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Horizon Intermediate Holdings SCA.
Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen.
Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.
Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.
Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.
Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.
Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.
Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.
Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde. Im Weiteren verweisen wir auf die Punkte 7, 13 und 20.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 insgesamt selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerten und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Operativen Ergebnis erfasst.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 29.02.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Russischer Rubel | RUB | 82,64320 | 80,67360 | 84,73977 | 68,03208 |
| Ukrainische Griwna | UAH | 29,28335 | 26,16285 | 27,88776 | 24,29063 |
| US-amerikanischer Dollar | USD | 1,08880 | 1,08870 | 1,09763 | 1,10967 |
Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.
Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.
Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.
In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 5 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
| ― | Black Sea Glass Packaging LLC, Russland |
| ― | GPS Oberland GmbH, Deutschland |
| ― | Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine |
| ― | JSC "Kavminsteklo", Russland |
| ― | ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland |
| ― | ZAO STI, Russland |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 29. Februar 2016 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.
Im Operativen Ergebnis sind insgesamt Abschreibungen in Höhe von TEUR 5.333 (Vorjahr: TEUR 34.181) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.
Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 18.267 (Vorjahr: TEUR 108.629), Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 24.355 (Vorjahr: TEUR 215.382) sowie Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -1.011 (Vorjahr: TEUR -3.323).
Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 340).
Die Sonstigen Aufwendungen enthielten letztes Jahr hauptsächlich Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Management-Buy-Out der GPS Oberland GmbH in Höhe von TEUR 6.105, im laufenden Geschäftsjahr im Wesentlichen die bereits erwähnten Währungsverluste.
Die Aufwendungen für Abfindungen inklusive der o.g. Restrukturierungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 2.307).
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Sonstige Finanzerträge | - | 9 |
| davon Erträge aus Beteiligungen | - | 9 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 81 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | - | 1 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 2.237 | - 9.980 |
| davon an verbundene Unternehmen | - 1.371 | - 2.220 |
| Finanzergebnis | - 2.227 | - 9.890 |
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 81), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 1.704 (Vorjahr: TEUR 8.153).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden mit dem geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % berechnet. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr unverändert bei 18 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %.
Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 305 (Vorjahr: TEUR 3.006) wurden keine latenten Steuern gebildet.
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | - 798 | - 5.529 |
| Latenter Steuerertrag /-aufwand | 286 | - 1.612 |
| Ertragsteuern gesamt | - 512 | - 7.141 |
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) | 488 | 17.996 |
| Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz 30,7 %) | 150 | 5.525 |
| Steuereffekte aus: | ||
| Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen | 23 | 74 |
| Aperiodischem Steueraufwand/-ertrag | 4 | - 9 |
| Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) | 70 | 112 |
| Verlusten des lfd. Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde | 236 | 1.601 |
| Sonstigen Abweichungen | 29 | - 162 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 512 | 7.141 |
Die Auswirkungen der Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind ausschließlich JSC "Kavminsteklo" zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von JSC "Kavminsteklo", für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2020 (TEUR 2.174, Vorjahr: TEUR 2.544), 2021 (TEUR 6.002, Vorjahr: TEUR 6.148), 2022 (TEUR 8.640, Vorjahr: TEUR 8.851), 2023 (TEUR 8.096, Vorjahr: TEUR 8.293), 2024 (TEUR 6.864, Vorjahr: TEUR 7.031), 2025 (TEUR 6.402, Vorjahr: TEUR 6.558) sowie 2026 (TEUR 1.116). Die Änderungen innerhalb der einzelnen Jahre resultieren hauptsächlich aus Währungsumrechnung.
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2016, wie im Jahr 2015, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | - 24 | 10.855 |
| Anteile anderer Gesellschafter | - 8 | 13 |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | - 16 | 10.842 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | - 0,02 | 10,84 |
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| 02/2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) | 0 | 0 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 0,00 | 0,00 |
Aufgrund des bisherigen Verlustvortrages wird die Dividendenzahlung für das Rumpfgeschäftsjahr 2016 erneut ausgesetzt.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2015 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.616 | 228 | 100 | 629 | 3.315 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 219.273 | 1.078 | 1.106 | 37 | 221.420 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 627.427 | 18.130 | 17.156 | 20.297 | 642.416 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 21.814 | 12.384 | - 18.362 | 119 | 15.717 |
| Summe Sachanlagen | 868.514 | 31.592 | - 100 | 20.453 | 879.553 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - | - | - | 2.095 |
| Gesamt | 889.359 | 31.820 | - | 21.082 | 900.097 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2015 | Geschäftsjahr 2015 | Abgänge | Stand 31.12.2015 | Stand 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 4.466 | - | - | 4.466 | - 8.668 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.068 | 242 | 571 | 2.739 | - 117 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 130.114 | 3.984 | 28 | 134.070 | - 28.238 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 436.790 | 29.951 | 19.602 | 447.139 | - 55.835 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 1.373 | 4 | - | 1.377 | - 2.794 |
| Summe Sachanlagen | 568.277 | 33.939 | 19.630 | 582.586 | - 86.867 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 511 | - | - | 511 | - |
| Gesamt | 576.322 | 34.181 | 20.201 | 590.302 | - 95.652 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2015 | 01.01.2015 |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.000 | 2.231 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 459 | 438 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 59.112 | 62.612 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 139.442 | 136.943 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 11.546 | 17.779 |
| Summe Sachanlagen | 210.100 | 217.334 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 |
| Gesamt | 214.143 | 221.587 |
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2016 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 29.02.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.315 | 18 | - | - | 3.333 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 221.420 | 4 | 115 | - | 221.539 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 642.416 | 71 | 416 | 14.068 | 628.835 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 15.717 | 13.955 | - 531 | 1 | 29.140 |
| Summe Sachanlagen | 879.553 | 14.030 | - | 14.069 | 879.514 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - | - | - | 2.095 |
| Gesamt | 900.097 | 14.048 | - | 14.069 | 900.076 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungsumrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2016 | Geschäftsjahr 02/2016 | Abgänge | Stand 29.02.2016 | Stand 29.02.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 4.466 | - | - | 4.466 | - 8.715 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.739 | 34 | - | 2.773 | - 116 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 134.070 | 667 | - | 134.737 | - 28.674 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 447.139 | 4.632 | 14.011 | 437.760 | - 56.455 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 1.377 | - | - | 1.377 | - 2.964 |
| Summe Sachanlagen | 582.586 | 5.299 | 14.011 | 573.874 | - 88.093 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 511 | - | - | 511 | - |
| Gesamt | 590.302 | 5.333 | 14.011 | 581.624 | - 96.924 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| TEUR | 29.02.2016 | 01.01.2016 |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.953 | 2.000 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 444 | 459 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 58.128 | 59.112 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 134.620 | 139.442 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 24.799 | 11.546 |
| Summe Sachanlagen | 217.547 | 210.100 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 |
| Gesamt | 221.528 | 214.143 |
Als CGUs mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden ursprünglich die Tochterunternehmen JSC "Kavminsteklo", ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Der auf Kavminsteklo sowie der auf Zorya entfallende Goodwill wurden im Geschäftsjahr 2014 vollständig abgeschrieben. Entsprechend wurde zum 31. Dezember 2015 im Rahmen der jährlichen Werthaltigkeitsprüfung ein Impairment Test für den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill durchgeführt.
Zum 29. Februar 2016 wurden weder interne noch externe Triggering Events identifiziert. Entsprechend wurde die zeitliche Allokation des mindestens einmal jährlich durchzuführenden Impairment Tests nicht verändert. Zum 29. Februar 2016 wurde somit kein Impairment Test durchgeführt.
Der zum 31. Dezember 2015 erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod wurde auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert. Der zugrunde liegende 5-Jahres-Plan berücksichtigt sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie beispielsweise die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Der durchschnittliche jährlich angenommene Free Cashflow lag bei TEUR 4.156. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate in Höhe von 4,0 % unter Berücksichtigung einer wachstumsbedingten Thesaurierung. Basis waren die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entsprach den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und lag bei 12,8 %.
Insbesondere geopolitische Einflüsse in Russland führten im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 erneut zu leichten Erhöhungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten. Die Stabilisierung des operativen Geschäfts wurde bei den erwarteten zukünftigen Cashflows berücksichtigt.
Die Position "Geschäfts- oder Firmenwerte" in der Konzernbilanz enthält zum 29. Februar 2016 wie oben beschrieben nur noch den auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod entfallenden Goodwill in Höhe von TEUR 1.953 (Vorjahr: TEUR 2.000). Die Änderungen resultieren hier ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, insgesamt TEUR - 47.
Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod betrug der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2015 TEUR 38.658 und war um TEUR 5.731 höher als der Carrying Amount.
Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen die WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass sich der jeweils erzielbare Betrag signifikant ändert.
Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um + / - 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der CGU Kamyshin rechnerisch um TEUR 2.069 verringern / TEUR 2.317 erhöhen (Vorjahr: TEUR 2.119 verringern / TEUR 2.374 erhöhen).
Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils + / - 10 % den erzielbaren Betrag um TEUR 4.417 erhöhen / verringern (Vorjahr: um TEUR 4.524 erhöhen / verringern).
Die negative Auswirkung der den Free Cashflows sowie den WACCs zugrunde gelegten Sensitivitäten würden immer noch zu keinem Wertminderungsaufwand führen.
Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Kaufpreisforderungen aus dem Asset Deal der GPS Oberland GmbH.
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 44.914 | 46.408 |
| Unfertige Erzeugnisse | 641 | 725 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 64.174 | 60.859 |
| Gesamt | 109.729 | 107.992 |
Die Abwertungen betragen 2016 insgesamt TEUR 8.853 (Vorjahr: TEUR 8.892), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 118.582 (Vorjahr: TEUR 116.884).
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 37.121 | 39.451 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | 1.755 | 2.206 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19.828 | 11.011 |
| davon Steuerforderungen | 3.567 | 4.275 |
| davon übrige Vermögenswerte | 16.261 | 6.736 |
Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft.
Per 29. Februar 2016 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 1.882 (Vorjahr: TEUR 2.192) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Diese Forderungsverkäufe führten zu einer Ausbuchung aus der Bilanz, es wurden hieraus Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 1.807 (Vorjahr: TEUR 2.104) erzielt. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Forderungen aus Kaufpreiseinbehalten sowie die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen. Die bilanzierten Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 88), was dem maximalen Verlustrisiko entspricht. Dieses Risiko ist als äußerst gering eingestuft.
Zusätzlich wurden zum 29. Februar 2016 Forderungen mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR 35.765 (Vorjahr: TEUR 38.381) mit einem Zahlungseingang in Höhe von TEUR 33.977 (Vorjahr: TEUR 36.462) verkauft. Der Kaufpreiseinbehalt in Höhe von TEUR 1.788 (Vorjahr: TEUR 1.919) wurde in den Finanziellen Vermögenswerten erfasst. Für einen Teil der verkauften Forderungen (TEUR 957, Vorjahr: TEUR 1.196) verbleiben alle Chancen und Risiken bei der Saint-Gobain Oberland AG, dieser Teil wurde entsprechend unter den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Besicherung dieses Betrages erfolgt durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus Bankguthaben zusammen.
Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7 % beträgt. Im Januar 2016 hat die Saint-Gobain Emballage S.A. 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, München, übertragen. Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Saint-Gobain Oberland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.
Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.
Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden, sofern werthaltig, gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.
Gemäß IAS 19 werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.
Zum 29. Februar 2016 wurden TEUR 55.311 mit dem bis dahin ausgewiesenen Verlustvortrag verrechnet.
Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.
Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:
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| 02/2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 1,88 % | 2,32 % |
| Gehaltstrend | 2,40 % | 2,40 % |
| Rententrend | 1,70 % | 1,70 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % | 3,00 % |
| Inflationsrate | 1,70 % | 1,70 % |
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst. Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko.
Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um + / - 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung / Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.029 / 5.634 (Vorjahr: TEUR 4.658 / 5.208) zur Folge.
Eine Änderung der Inflationsrate um + / - 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung / Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.315 / 2.131 (Vorjahr: TEUR 2.181 / 2.017) zur Folge.
Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
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| Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 02/2016 | 2015 | 02/2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 81.094 | 76.466 | 856 | 848 |
| Entwicklung | ||||
| Rückstellung zum 01.01. | 76.466 | 82.622 | 848 | 968 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 4.601 | - 4.826 | 4 | - 15 |
| Zuführung | 836 | 2.901 | 4 | 15 |
| davon Versorgungsaufwand | 529 | 1.110 | 1 | - |
| davon Zinsaufwand | 307 | 1.791 | 3 | 15 |
| Auflösung | - 90 | - | - | - |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | - 24 | - 76 | - | - |
| Gezahlte Leistungen | - 695 | - 4.155 | - | - 120 |
| Rückstellung zum 29.02./31.12. | 81.094 | 76.466 | 856 | 848 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 1.247 (Vorjahr: TEUR 8.504) entrichtet.
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 81.950 | 77.314 | 83.590 | 70.012 | 74.109 |
Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf:
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| Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| Berechtigte | TEUR | Berechtigte | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive Mitarbeiter | 1.533 | 19.916 | 4 | 7 |
| Ehemalige Mitarbeiter | 384 | 6.518 | 3 | 9 |
| Pensionäre | 1.675 | 54.660 | 781 | 840 |
| Gesamt | 3.592 | 81.094 | 788 | 856 |
Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 29. Februar 2016 13,8 Jahre.
Die in 2016 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.249 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 75 geschätzt.
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| TEUR | 01.01.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Sonstige Veränderungen | 29.02.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Pensionen / Deputate | 77.314 | - 695 | - 90 | 840 | 4.581 | 81.950 |
| Übrige Personalverpflichtungen | 1.321 | - 17 | - 21 | 191 | 1 | 1.475 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.096 | - 29 | - | 18 | - 25 | 1.060 |
| Summe | 79.731 | - 741 | - 111 | 1.049 | 4.557 | 84.485 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2.900 | - 72 | - 86 | 239 | - 49 | 2.932 |
| Gesamt | 82.631 | - 813 | - 197 | 1.288 | 4.508 | 87.417 |
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 37).
Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen.
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| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 2.163 | 2.371 | 22.190 | 22.280 |
| Vorräte | - | - | 6.236 | 5.756 |
| Rückstellungen | 10.767 | 9.224 | - | - |
| Verlustvorträge | 309 | 266 | - | - |
| Sonstiges | 901 | 809 | 605 | 1.104 |
| Gesamt | 14.140 | 12.670 | 29.031 | 29.140 |
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Die latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr ausschließlich aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen abgesehen von Währungsumrechnungsdifferenzen den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen.
Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Rückstellungen | 2.932 | 2.900 |
| Ertragsteuerschulden | 69 | 27 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 7.908 | 7.745 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 79.614 | 87.040 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.550 | 8.709 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 730 | 920 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | ||
| sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 8.977 | 6.298 |
| Steuerschulden | 817 | 1.485 |
| Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | 26 | 4 |
Die Kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.
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| TEUR | Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne/ -verluste | Zinsgewinne/ -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 87.641 | - 2.424 | 85.217 | - 92 | 72 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - 511 | 1.584 | - | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 249.010 | - | 249.010 | - 8.153 | - 8.153 |
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| TEUR | Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne/ -verluste | Zinsgewinne/ -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 70.555 | - 2.318 | 68.237 | 178 | 72 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.095 | - 511 | 1.584 | - | - |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 242.992 | - | 242.992 | - 1.770 | - 1.770 |
Im Rumpfgeschäftsjahr wurden keine wesentlichen neuen Wertberichtigungen gebildet.
Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziert. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 144.920 (Vorjahr: TEUR 145.516). Zum 29. Februar 2016 bestehen die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten aus einem im 3. Quartal 2023 endfälligen Darlehen gegenüber einem verbundenen Unternehmen.
Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.
Die Nettogewinne / -verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne / -verluste der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.
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| 2015 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Finanzielle Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 85.217 | - | 2.498 | 39.451 | 32.257 | 11.011 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 249.010 | - | - | - | - | - |
| Bilanzwert | 1.584 | 2.498 | 39.451 | 32.257 | 11.011 |
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| 2015 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 145.516 | 7.745 | 87.040 | 8.709 |
| Bilanzwert | 145.516 | 7.745 | 87.040 | 8.709 |
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| 02/2016 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Finanzielle Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 68.237 | - | 2.495 | 37.121 | 8.793 | 19.828 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.584 | 1.584 | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 242.992 | - | - | - | - | - |
| Bilanzwert | 1.584 | 2.495 | 37.121 | 8.793 | 19.828 |
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| 02/2016 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 144.920 | 7.908 | 79.614 | 10.550 |
| Bilanzwert | 144.920 | 7.908 | 79.614 | 10.550 |
Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert.
Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Bilanzpositionen (langfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Sonstige Forderungen) entspricht näherungsweise deren Buchwert. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows, die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Die langfristigen Bilanzpositionen und Cashpool-Forderungen sind Stufe 2 zuzuordnen. Alle übrigen Finanzinstrumente werden Stufe 3 zugeordnet und zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Ein Teil der kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten der russischen Konzerngesellschaften wurde unter der Voraussetzung gewährt, dass dort bestimmte Kennzahlen eingehalten werden.
Die überfälligen Forderungen betragen zum 29. Februar 2016 TEUR 5.599 (Vorjahr: TEUR 7.365), davon sind TEUR 3.063 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.471). Sie wurden in Höhe von TEUR 1.786 (Vorjahr: TEUR 1.282) wertberichtigt.
Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.
Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.
Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating Lease-Kontrakten auf TEUR 416 (Vorjahr: TEUR 2.924). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.
Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Operating Lease | |||
| Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen | 2.465 | 6.005 | 112 |
| (2015) | (3.172) | (5.719) | (134) |
Die Miet- und Leasingerträge aus Operating Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 188), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Operating Lease | |||
| Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen | 352 | 66 | - |
| (2015) | (188) | (80) | (-) |
Bei den Operating Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft JSC "Kavminsteklo", die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 29. Februar 2016 entspricht dies TEUR 613 (Vorjahr: TEUR 628). Die Forderungen sind wie folgt fällig:
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| 01.01.2016 - 29.02.2016 | 1 | |
| 01.03.2016 - 28.02.2017 | 14 | 15 |
| 01.03.2017 - 28.02.2018 | 12 | 15 |
| Zukünftige Mindestleasingraten | 26 | 31 |
| abzüglich: Unrealisierte Erträge | - 3 | - 3 |
| Leasingforderung netto | 23 | 28 |
| abzüglich: Kurzfristiger Anteil | - 14 | - 15 |
| Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | 9 | 13 |
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| TEUR | 29.02.2016 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | gesamt 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 16.449 | 16.449 | - | 20.661 |
| Rohstoffe | 96.417 | 72.516 | 23.901 | 116.188 |
| Dienstleistungen | 25.893 | 14.499 | 11.394 | 30.688 |
| Sonstige Beschaffungen | 13.535 | 12.407 | 1.128 | 7.626 |
Im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH hat die Saint-Gobain Oberland AG dem Käufer Garantien in Höhe von bis zu TEUR 1.500 gewährt. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von Oberland selbst beeinflusst werden können.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten.
Gemäß IFRS 7 sind für vorliegende Zinsrisiken Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 29. Februar 2016 bei einem um 50 Basispunkte höheren / niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 206 niedriger / höher gewesen (Vorjahr: TEUR 779).
Bezüglich der Währungssensitivitäten sind operative Effekte aus der Währungsumrechnung des laufenden Geschäfts von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' könnte eine mögliche Fakturierung in Euro in Zukunft jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse haben. Darüber hinaus ergab ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Zorya im Berichtsjahr Währungsverluste in Höhe von TEUR 648. Wäre der Wechselkurs der Ukrainischen Griwna im Vergleich zum Euro zum 29. Februar 2016 um 10 % schwächer / stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 611 erhöht / vermindert. Außerdem führte ein in Euro gewährtes konzerninternes Darlehen an Kavminsteklo im Berichtsjahr zu Währungsverlusten in Höhe von TEUR 545. Wäre der Wechselkurs des Russischen Rubels im Vergleich zum Euro zum 29. Februar 2016 um 10 % schwächer / stärker gewesen, hätten sich diese Verluste um TEUR 2.521 erhöht / vermindert. Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen derzeit kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb bis auf weiteres verzichtet.
Ebenso ergeben sich aus der Umrechnung der lokalen Abschlüsse in die Berichtswährung signifikante Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital (siehe Punkt (12) Eigenkapital). Wäre der Wechselkurs sowohl von Russischem Rubel als auch Ukrainischer Griwna im Vergleich zum Euro per 29. Februar 2016 um 20 % schwächer / stärker gewesen, wäre das Konzerneigenkapital zu diesem Zeitpunkt um TEUR 5.836 niedriger / TEUR 8.636 höher gewesen (Vorjahr: TEUR 6.239 niedriger / TEUR 9.359 höher).
Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus konzerninternen Darlehen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2015 und 2016. Es werden Zahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet.
Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 14,5 % auf 13,5 %. Dieser Effekt ergibt sich aus einem überproportionalen Rückgang des Eigenkapitals im Vergleich zur Bilanzsumme. Die Fremdkapitalfinanzierung wird größtenteils über ein langfristiges Darlehen eines verbundenen Unternehmens abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Apollo Konzerns auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.
Bis auf die GPS Oberland GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 68.409 (Vorjahr: TEUR 483.039).
Die GPS Oberland GmbH fertigte bis 31. Dezember 2015 technische Anlagen für die Behälterglasherstellung und ist nun nicht mehr operativ tätig. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen im Vorjahr TEUR 11.143.
Der größte Teil der externen Umsätze wird in der Regel im jeweiligen Sitzland der einzelnen Konzerngesellschaften generiert. Darüber hinaus wurden in Deutschland Umsätze mit im Ausland ansässigen Kunden in Höhe von TEUR 17.275 (Vorjahr: TEUR 116.523) erzielt, in Russland TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 5.286) und in der Ukraine TEUR 3.167 (Vorjahr: TEUR 21.622).
Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Lieferungen und Leistungen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Zinsen für die Inanspruchnahme von konzerninternen Darlehen basieren auf den Refinanzierungszinssätzen der Saint-Gobain Oberland AG. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.
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| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 55.574 | 6.714 | 6.121 | - | 68.409 |
| Intersegmentäre Umsätze | - | - | 232 | - 2321) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 4.159 | 1.133 | 53 | - 121) | 5.333 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | - 754 | 51 | 31 | - | - 672 |
| Operatives Ergebnis | 2.697 | - 338 | 295 | 611) | 2.715 |
| Zinsaufwand | - 2.022 | - 605 | - 68 | 4581) | - 2.237 |
| Zinsertrag | 314 | 152 | 2 | - 4581) | 10 |
| Ertragsteuer | - 371 | - 130 | 6 | - 171) | - 512 |
| Investitionen | 10.892 | 161 | 2.995 | -1) | 14.048 |
| Vermögenswerte | 540.791 | 75.708 | 24.119 | - 238.9071), 2) | 401.711 |
| Langfristige Vermögenswerte3) | 181.757 | 32.385 | 5.238 | 5641) | 219.944 |
| Schulden | 335.869 | 50.837 | 14.327 | - 53.4471), 2) | 347.586 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 10.790)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche
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| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 385.837 | 71.351 | 36.995 | - | 494.183 |
| Intersegmentäre Umsätze | 594 | - | 6.883 | - 7.4771) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 26.297 | 8.052 | 154 | - 3221) | 34.181 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | - 4.883 | - | - 500 | - | - 5.383 |
| Operatives Ergebnis | 23.599 | 30 | 3.927 | 3301) | 27.886 |
| Zins- und ähnliche Aufwendungen | - 4.830 | - 6.534 | - 1.164 | 2.5481) | - 9.980 |
| Zins- und ähnliche Erträge | 584 | 2.038 | 7 | - 2.5481) | 81 |
| Ertragsteuer | - 5.745 | - 743 | - 570 | - 831) | - 7.141 |
| Investitionen | 27.433 | 2.064 | 2.434 | - 1111) | 31.820 |
| Vermögenswerte | 558.855 | 76.881 | 23.242 | - 249.2861), 2) | 409.692 |
| Langfristige Vermögenswerte3) | 175.060 | 34.208 | 2.727 | 5641) | 212.559 |
| Schulden | 351.987 | 50.437 | 12.179 | - 64.1251), 2) | 350.478 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 9.498)
3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche
Für das Management von Verallia wurde 2015 ein Aktienplan eingeführt, um die Interessen des Managements mit den Interessen der Gesellschafter in Einklang zu bringen und dem Management zu ermöglichen, am langfristigen Wachstum von Verallia zu partizipieren. Bestimmten Führungskräften wurde zum Erwerbszeitpunkt von Verallia durch Apollo am 29. Oktober 2015 die Möglichkeit geboten, in die Horizon Intermediate Holdings SCA (Horizon Intermediate), einer übergeordneten Holding-Gesellschaft, sowohl in Stammaktien als auch in Vorzugsaktien zu investieren. Die Anlage in Stamm- und Vorzugsaktien erfolgte pari passu und der Ausgleich erfolgt durch Eigenkapitalinstrumente. Aus diesem Grund wurde kein Aufwand nach IFRS 2 erfasst.
Einzelne Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland Gruppe erhielten daneben zum gleichen Zeitpunkt insgesamt 50.799 Gratis-Vorzugsaktien der Horizon Intermediate, mit den folgenden Eigenschaften:
Erdienungszeitraum und Dienstbedingung: Die Ausübung der Gratis-Vorzugsaktien hängt im Wesentlichen von 3 kumulativen Bedingungen ab: ununterbrochene Zugehörigkeit zur Gruppe, Eintreten eines Exit-Events (IPO oder Übernahme) und das Erreichen einer festgelegten internen Rendite. Der Erdienungszeitraum ist deshalb die Dienstzeit vom Tag der Gewährung bis zum Exit-Event.
Finanzielle Rechte: Nach Gewährung der Gratis-Vorzugsaktien, haben die Führungskräfte Anspruch auf: (i) in jedem Geschäftsjahr eine bevorzugte Rendite von jährlich 0,01 % des Nennwerts der Gratis-Vorzugsaktien, und (ii) im Geschäftsjahr des Exits, eine auf Basis eines Anteils des Exit-Gewinns berechnete Rendite.
Das Unternehmen hat keine Verpflichtung die anteilsbasierte Vergütung den Begünstigten in bar auszugleichen, weshalb die Gratis-Vorzugsaktien als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente gemäß IFRS 2 bilanziert werden. Der beizulegende Zeitwert der Gratis-Vorzugsaktien am Tag der Gewährung ist als Aufwand im Konzernabschluss zu erfassen, verteilt auf den Erdienungszeitraum der durch die Begünstigten erworbenen Anteile (Dienstzeit), und mit einem entsprechenden Anstieg des Eigenkapitals. Dieser beizulegende Zeitwert wurde unter Berücksichtigung der Programmeigenschaften und möglichen Exit-Szenarien berechnet. Zum 29. Februar 2016 wurde aufgrund von Unwesentlichkeit für die betroffenen zwei Monate kein Aufwand erfasst.
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb der Apollo Gruppe werden in Summe angegeben.
Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 02/2016 | 2015 | 02/2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 200 | 110 | 9.955 | 135 |
| Verbindlichkeiten | - | 1.344 | 148.285 | 145.515 |
| Erträge | 200 | 561 | - | - |
| Aufwendungen/Investitionen | - | 8.337 | 1.371 | 2.220 |
| Dividendenzahlung | - | - |
Davon betreffen die Horizon Holding Germany GmbH:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 02/2016 | 2015 | 02/2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 200 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten | - | - | 148.285 | 148.285 |
| Erträge | 200 | - | - | - |
| Aufwendungen/Investitionen | - | - | 1.371 | 1.325 |
| Dividendenzahlung | - | - |
Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 02/2016 | 2015 | 02/2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 1.555 | 2.096 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 1.771 | 227 | - | - |
| Erträge | 1.405 | 13.383 | - | - |
| Aufwendungen/Investitionen | 778 | 5.027 | - | - |
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Darlehens durch die Horizon Holdings Germany GmbH mit einer Laufzeit bis 2023 zu einem Zinssatz in Höhe von 5,2 %.
Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool der Horizon Gruppe. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen.
Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Im Dezember 2015 hat die Horizon Holdings Germany GmbH als beherrschendes Unternehmen mitgeteilt, dass sie mit der Saint-Gobain Oberland AG einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abschließen möchte. Bei Abschluss wird sich eine Besicherung von Konzernverbindlichkeiten durch die Saint-Gobain Oberland AG ergeben.
Die Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands gliedern sich in:
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats | 14 | 84 |
| Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands | ||
| Kurzfristig fällige Leistungen | 217 | 1.518 |
| davon variabler Bestandteil | (24) | (488) |
| Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung | 12 | 184 |
| Aktienbasierte Vergütung | - | 35 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands | 2.470 | 2.331 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen | 12.071 | 11.318 |
| Pensionszahlungen an diesen Personenkreis | 112 | 673 |
Individualisierte Vorstandsbezüge:
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| TEUR | Festvergütung | Variable, erfolgsabhängige Vergütung | Sachbezüge | Sonstige Vergütung | Einmalige Vergütung | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stefan Jaenecke | 47 | 12 | 2 | 3 | - | 64 |
| Klaus Jürgen Rudolph1) | 15 | - | 1 | 1 | 45 | 62 |
| Roland Unfried | 36 | 6 | 2 | 2 | - | 46 |
| Thomas Beyer | 35 | 6 | 2 | 2 | - | 45 |
| Gesamt | 133 | 24 | 7 | 8 | 45 | 217 |
1) bis 31. Januar 2016
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:
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| 02/2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Technik/Produktion | 2.764 | 2.792 |
| Verwaltung/Vertrieb | 233 | 258 |
| 2.997 | 3.050 | |
| Auszubildende | 107 | 106 |
| Gesamt | 3.104 | 3.156 |
Mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 243) für die Abschlussprüfung als Aufwand erfasst. Aufwendungen für sonstige Leistungen fielen im Geschäftsjahr nicht an (Vorjahr: TEUR 11).
Am 15. April 2016 wurden die voraussichtliche Höhe von Ausgleich und Abfindung für die außenstehenden Aktionäre im Rahmen des zwischen der Horizon Holdings Germany GmbH und der Saint-Gobain Oberland AG geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags bekannt gegeben. Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 29. Februar 2016 und der Erstellung des Konzernabschlusses sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
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| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint-Gobain Oberland AG | Ergebnis 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | |||||
| Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland | - 403) | 97,54% | JSC "Kavminsteklo" | 0,00 % | - 73) |
| GPS Oberland GmbH, Bad Wurzach | 1.5341) | 100,00% | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -1),2) |
| JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland | - 6853) | 97,54% | Saint-Gobain Oberland AG | 75,48 % | - 5453) |
| Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 4264) | 96,68% | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | 174) |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 2.9953) | 95,51% | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 1663) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 43) | 100,00% | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -3) |
1) in TEUR
2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3) in Mio. RUB
4) in Mio. UAH
Der zum 29. Februar 2016 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 10. Mai 2016 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 10. Mai 2016
Der Vorstand
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 29. Februar 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 10. Mai 2016
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Leistner, Wirtschaftsprüfer
Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 55.720 | 375.410 |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | - 1.282 | 2.730 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 172 | 201 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.267 | 6.660 |
| davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil | (4) | (25) |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 18.528 | 143.051 |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | 12.401 | 69.779 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.501 | 17.214 |
| davon für Altersversorgung | (144) | (4.385) |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.805 | 23.264 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 17.304 | 99.337 |
| Erträge aus Beteiligungen | - | 30 |
| davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen | (-) | (20) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 323 | 524 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (323) | (523) |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | - | 7.732 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.824 | 5.164 |
| davon an verbundene Unternehmen | (1.386) | (2.310) |
| davon aus Abzinsung | (395) | (2.636) |
| Außerordentliche Aufwendungen | - | 786 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 839 | 5.546 |
| davon latente Steuern | (88) | (1.237) |
| Ergebnis nach Steuern | 1.998 | 13.682 |
| Sonstige Steuern | 110 | 622 |
| Jahresüberschuss | 1.888 | 13.060 |
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | - 42.251 | - 55.311 |
| Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 17.196 | - |
| Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen | 23.167 | - |
| Bilanzgewinn /-verlust | - | - 42.251 |
AKTIVA
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| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 399 | 413 |
| II. Sachanlagen | 169.002 | 161.346 |
| III. Finanzanlagen | 85.602 | 84.508 |
| 255.003 | 246.267 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 49.646 | 51.070 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.377 | 19.406 |
| 2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 14.717 | 7.604 |
| 35.094 | 27.010 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 660 | 27.526 |
| 85.400 | 105.606 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.760 | 4.447 |
| Summe Aktiva | 346.163 | 356.320 |
| PASSIVA | ||
| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 |
| II. Kapitalrücklage | 25.753 | 42.949 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 249 | 249 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | - | 23.167 |
| IV. Bilanzgewinn/-verlust | - | - 42.251 |
| 52.002 | 50.114 | |
| B. Sonderposten mit Rücklageanteil | 104 | 108 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 58.601 | 58.145 |
| 2. Steuerrückstellungen | 103 | 103 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 19.287 | 18.554 |
| 77.991 | 76.802 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.900 | 7.812 |
| 2. Übrige Verbindlichkeiten | 206.457 | 213.848 |
| 208.357 | 221.660 | |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 48 | 63 |
| F. Passive latente Steuern | 7.661 | 7.573 |
| Summe Passiva | 346.163 | 356.320 |
Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr zum 29. Februar 2016 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter HRB 610192 eingetragen. Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Dezember 2015 wurde das Geschäftsjahr verlegt und beginnt zukünftig am 01. März eines Kalenderjahres und endet am letzten Tag des Februars des folgenden Kalenderjahres. Für den Zeitraum vom 01. Januar 2016 bis zum 29. Februar 2016 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet, insofern ist für diesen zwei Monate umfassenden Berichtszeitraum die Vergleichbarkeit mit dem zwölfmonatigen Vorjahreszeitraum nur eingeschränkt gegeben.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.
Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten. Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt, Wertberichtigungen erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.
Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden die Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung aktiviert und über die Laufzeit der erhaltenen Darlehen verteilt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, es kam der Durchschnittszinssatz der vergangen 10 Jahre zur Anwendung. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgte ratierlich.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Die Bilanzpositionen der Abschlüsse ausländischer Gesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung rechnen wir mit gewichteten Durchschnittskursen in Euro um. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2016 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand 29.02.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.151 | 18 | - | - | 2.169 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 131.388 | 4 | - | - | 131.392 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 429.987 | 12 | 122 | 13.845 | 416.276 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 54.045 | 722 | 5 | 871 | 53.901 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 10.208 | 10.807 | - 127 | - | 20.888 |
| Summe Sachanlagen | 625.628 | 11.545 | - | 14.716 | 622.457 |
| Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 184.977 | - | - | - | 184.977 |
| Beteiligungen | 2.096 | - | - | - | 2.096 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 30.576 | 1.094 | - | - | 31.670 |
| Summe Finanzanlagen | 217.649 | 1.094 | - | - | 218.743 |
| Anlagevermögen gesamt | 845.428 | 12.657 | - | 14.716 | 843.369 |
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| Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2016 | Geschäftsjahr | Zuschreibungen | Abgänge | Umbuchungen | Stand 29.02.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.738 | 32 | - | - | - | 1.770 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 98.770 | 431 | - | - | - | 99.201 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 330.705 | 2.411 | - | 13.844 | - | 319.272 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 34.807 | 931 | 2 | 754 | - | 34.982 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - | - | - |
| Summe Sachanlagen | 464.282 | 3.773 | 2 | 14.598 | - | 453.455 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 132.630 | - | - | - | - | 132.630 |
| Beteiligungen | 511 | - | - | - | - | 511 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | - | - | - | - | - |
| Summe Finanzanlagen | 133.141 | - | - | - | - | 133.141 |
| Anlagevermögen gesamt | 599.161 | 3.805 | 2 | 14.598 | - | 588.366 |
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| Buchwert | Buchwert | |
|---|---|---|
| TEUR | 29.02.2016 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 399 | 413 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 32.191 | 32.618 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 97.004 | 99.282 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.919 | 19.238 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 20.888 | 10.208 |
| Summe Sachanlagen | 169.002 | 161.346 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 52.347 | 52.347 |
| Beteiligungen | 1.585 | 1.585 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 31.670 | 30.576 |
| Summe Finanzanlagen | 85.602 | 84.508 |
| Anlagevermögen gesamt | 255.003 | 246.267 |
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.163 | 11.373 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 397 | 477 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 38.086 | 39.220 |
| Gesamt | 49.646 | 51.070 |
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.377 | 19.406 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (24) |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 10.064 | 1.580 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (-) | (-) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 4.653 | 6.024 |
| davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr | (2) | (2) |
| Gesamt | 35.094 | 27.010 |
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Cash-Pooling innerhalb der Verallia Gruppe.
Im Rechnungsabgrenzungsposten sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der langfristigen Finanzierung in Höhe von TEUR 4.008 enthalten.
Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
Mit Wirkung zum 29. Oktober 2015 hat uns die BRH Holdings GP, Ltd., aufgrund der Vorschriften des § 21 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil durch die indirekte Beteiligung an der Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie, 96,7 % beträgt. Im Januar 2016 hat die Saint-Gobain Emballage S.A. 91,7 % konzernintern auf die Horizon Holdings Germany GmbH, München, übertragen.
Aufgrund dieser Mehrheitsbeteiligung wird die Saint-Gobain Oberland AG in den Konzernabschluss der Horizon Parent Holdings S à r.l., Luxemburg, die ebenfalls eine Tochtergesellschaft der BRH Holdings GP, Ltd., ist, einbezogen. Dieser Konzernabschluss kann beim Registre de Commerce et des Sociétés de Luxembourg, Luxemburg, eingesehen werden.
Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.
Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:
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| 02/2016 | |
|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 4,27 % |
| Gehaltstrend | 2,40 % |
| BBG-Trend | 2,40 % |
| Rententrend | 1,70 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % |
Die Übergangsregelung zum BilMoG wurde in Anspruch genommen. Der verbleibende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3.145 wurde vor dem Hintergrund des Effekts aus der Umstellung des Rechnungszinses im Berichtsjahr in voller Höhe zugeführt. Der Unterschiedsbetrag aus der Anpassung des Rechnungszinses von 7 auf 10 Jahren bei Pensionen gemäß der Neuregelung des § 253 Abs. 2 HGB beträgt TEUR 2.491.
Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Personal | 8.546 | 6.027 |
| Vertrieb | 2.584 | 2.557 |
| Übrige | 8.157 | 9.970 |
| Gesamt | 19.287 | 18.554 |
Innerhalb der Personalrückstellungen stellen die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter an den Ergebnissen 2015 und 2016 sowie die Rückstellung für Urlaub und Zeitguthaben der Arbeitnehmer die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen sowie in geringerem Umfang für unterlassene Instandhaltung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 6.981.
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.900 | 7.812 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 25 | 55 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 45.892 | 51.824 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 152.600 | 151.336 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.940 | 10.633 |
| davon aus Steuern | (706) | (882) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (34) | (120) |
| Gesamt | 208.357 | 221.660 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEUR 148.285 Darlehen mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren dar. Alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.
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| Wertansatz zum 29.02.2016 | |||
|---|---|---|---|
| Latente Steuern | |||
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | Differenz | Passiv | Aktiv |
| --- | --- | --- | --- |
| Maschinelle Anlagen | - 38.772 | - 11.903 | - |
| Vorräte | 1.058 | - | 325 |
| Rückstellungen | 12.164 | - | 3.734 |
| Organgesellschaften | 595 | - | 183 |
| Gesamtsumme | - | - 11.903 | 4.242 |
| Saldo | - 24.955 | - 7.661 | - |
| Steuersatz kombiniert | - | 30,7 % |
Die Veränderungen im Geschäftsjahr stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | Vortrag zum 01.01.2016 | Veränderungen im Rumpfgeschäftsjahr 2016 | Wertansatz zum 29.02.2016 |
|---|---|---|---|
| Passive latente Steuern | - 11.594 | - 309 | - 11.903 |
| Aktive latente Steuern | 4.021 | 221 | 4.242 |
| Gesamtsumme | - 7.573 | - 88 | - 7.661 |
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| TEUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Mietverträge und Leasingverträge | 7.693 | 8.071 |
| Bestell-/ Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen | 12.399 | 13.379 |
| davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe | (-) | (2.085) |
| Gesamt | 20.092 | 21.450 |
Daneben hat die Saint-Gobain Oberland AG im Rahmen des Management-Buy-Outs bei der GPS Oberland GmbH eine Mithaftung für die Erfüllungsübernahme der Pensionsansprüche und Ansprüche aus künftigen Arbeitnehmerjubiläen (TEUR 2.490 zum 29. Februar 2016) sowie für vom Verkäufer gewährte Garantien in Höhe von TEUR 1.500 übernommen. Es wird jedoch mit keiner Inanspruchnahme gerechnet, da die Erfüllungskriterien größtenteils von Oberland selbst beeinflusst werden können.
Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 29. Februar 2016 beträgt TEUR 1.759.
Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in geringem Umfang.
Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.
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| MIO. EUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Glas | 55,5 | 374,9 |
| Sonstiges | 0,2 | 0,5 |
| Gesamt | 55,7 | 375,4 |
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| MIO. EUR | 02/2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Inland | 38,4 | 265,9 |
| Europäische Union (ohne Inland) | 15,8 | 98,8 |
| Übriges Europa | 1,4 | 9,6 |
| Sonstiges Ausland | 0,1 | 1,1 |
| Gesamt | 55,7 | 375,4 |
Neben der Auswirkung des Rumpfgeschäftsjahres sind die Zahlen des Berichtszeitraums mit denen der Vorperiode auch auf Grund der Neudefinition der Umsatzerlöse im Rahmen der Erstanwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) nur eingeschränkt vergleichbar. Die Anwendung der Neudefinition auf die Vorperiode ergäbe Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 376,3.
Neben dem Ertrag aus der Anpassung der Pensionsrückstellungen handelt es sich überwiegend um jährlich wiederkehrende Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen und Weiterberechnung von Aufwendungen. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 9).
Im Rumpfgeschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 89 vorgenommen.
Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen, den Instandhaltungsaufwand sowie Mieten und Pachten. Der Aufwand aus der Zuführung des aus der Übergangsregelung zum BilMoG verbleibenden Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 3.145, die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7).
Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:
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| 02/2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Technik / Produktion | 1.209 | 1.203 |
| Verwaltung / Vertrieb | 114 | 114 |
| 1.323 | 1.317 | |
| Auszubildende | 107 | 106 |
| Gesamt | 1.430 | 1.423 |
Mit Beschluss vom 17. Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Rumpfgeschäftsjahr auf TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 1.518), davon als variabler Bestandteil TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 488). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 9.558 (Vorjahr: TEUR 8.923) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 673).
Die Mitglieder des Vorstands partizipierten zusätzlich zu diesen Bezügen an Aktienplänen der Horizon Intermediate Holdings SCA, bestehend aus dem Bezug von GratisVorzugsaktien.
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| TEUR | Festvergütung | Variable erfolgsabhängige Vergütung | Sachbezüge | Sonstige Vergütung | Einmalige Vergütung | Gesamtvergütung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stefan Jaenecke | 47 | 12 | 2 | 3 | - | 64 |
| Klaus Jürgen Rudolph* | 15 | - | 1 | 1 | 45 | 62 |
| Roland Unfried | 36 | 6 | 2 | 2 | - | 46 |
| Thomas Beyer | 35 | 6 | 2 | 2 | - | 45 |
| 133 | 24 | 7 | 8 | 45 | 217 |
* bis 31.01.2016
Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
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| 02/2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Art der Honorare | ||
| Abschlussprüfungsleistungen | 151 | 213 |
| Andere Bestätigungsleistungen | - | 15 |
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| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital 31.12.2015 | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint-Gobain Oberland AG | Ergebnis 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | |||||
| GPS Oberland GmbH, Bad Wurzach | 1.534 | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -1) |
| JSC "Kavminsteklo", Mineralnye Vody, Russland | - 8 | 97,54 % | Saint-Gobain Oberland AG | 75,48 % | - 8 |
| Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 16 | 96,68 % | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | 1 |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 37 | 95,51 % | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 2 |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | - | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | - |
1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Die Werte für das deutsche Konzernunternehmen wurden nach HGB ermittelt, die Werte der ausländischen Gesellschaften nach IFRS vor Impairment gemäß IAS 36.
Am 15. April 2016 wurden die voraussichtliche Höhe von Ausgleich und Abfindung für die außenstehenden Aktionäre im Rahmen des zwischen der Horizon Holdings Germany GmbH und der Saint-Gobain Oberland AG geplanten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags bekannt gegeben.
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 29. Februar 2016 und der Erstellung des Jahresabschlusses sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Bad Wurzach, den 10. Mai 2016
Der Vorstand
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 29. Februar 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in allen wesentlichen Belangen in Einklang mit dem Jahresabschluss, die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Lageberichts sind in allen wesentlichen Belangen beachtet worden und der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung in allen wesentlichen Belangen zutreffend dar."
München, den 10. Mai 2016
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Leistner, Wirtschaftsprüfer
Kolisnyk, Wirtschaftsprüferin
Aktienprogramm der Compagnie de Saint-Gobain S.A. für Führungskräfte.
Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt.
Besonders gute (Anwendungs-)Beispiele für die Umsetzung eines speziellen Themas.
Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst.
Bezeichnet das Erstellen von Konstruktionszeichnungen mithilfe von spezieller Software (z. B. Pro Engineer).
Der Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon-Leakage-Status und bekommen in der 3. Handelsperiode (2013-2020) kostenlose Emissionszertifikate.
Name für Spezialserie neuer, umweltfreundlicher Glasbehälter. ECOVA vereint in sich die Begriffe "ecology" und "value", Umweltfreundlichkeit und Wertschöpfung.
Software-Applikation zur Darstellung von 3D-Konstruktionen.
Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert dessen Erzeugern feste Einspeisevergütungen.
Tagesreferenzpreis für Erdgas am virtuellen Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden (kontinentaleuropäischer Leitmarkt), veröffentlicht von der Strombörse European Energy Exchange (EEX).
Die Verordnung regelt die Anforderungen an Entsorgungsfachbetriebe sowie deren Überwachung und Zertifizierung.
EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit.
EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen.
Managementsystem, das auf 7 Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation).
Als Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Oberbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen.
Werkzeuge zur Formgebung des Behälterglases.
Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln.
Als Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser.
Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte.
Inert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut.
Maschine in der Hohlglasproduktion mit einzelnen Produktionseinheiten.
Die Internationale Organisation für Normung entwickelt international gültige Standardnormen.
Anlage, in der die Glasbehältnisse zunächst auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend langsam heruntergekühlt werden, um Glasspannungen zu vermeiden.
Methodik, mit der kontinuierlich Verbesserungen im Hinblick auf Produkt-, Prozess- und Servicequalität erzielt werden sollen.
Management-Buy-Out-bezeichnet die Übernahme eines Unternehmens durch das eigene Management.
Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde.
Artikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird.
Technologie mit Press-Blas-Verfahren für die Herstellung leichtgewichtiger Glasflaschen.
No-Label-Etiketten sind bedruckte, transparente Haftetiketten, die auf der Glasoberfläche den Eindruck eines Sieb-Direktdrucks vermitteln.
OHRIS ist ein in Bayern und Sachsen zertifizierbares, aber international anerkanntes ArbeitsschutzManagementsystem.
Die OHSAS 18001 ist die international anerkannte Spezifikation für Arbeitsschutzmanagementsysteme. Sie wurde von führenden Handelsgesellschaften und internationalen Gremien für Standardisierung und Zertifizierung entwickelt. OHSAS 18001 wird angewandt, um Risiken, die hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten können, für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit zu verringern.
Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können.
Virtuelle und realitätsnahe Darstellung von 3D-Konstruktionen.
Entstehen bei der Verbrennung von Schwefel und schwefelhaltigen Brennstoffen (Kohle, Benzin, Heizöl, Dieselkraftstoff).
Gesamtbetriebskosten, d. h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten.
Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall und medizinischer Versorgung bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt. Es werden sowohl alle Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden geführt haben, als auch solche, bei denen eine Behandlung erforderlich war, aber die Wiederkehr an den Arbeitsplatz innerhalb von 24 Stunden erfolgte.
Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen.
Die Produktionskapazität im Markt wird im Wesentlichen durch 3 Faktoren beeinflusst: erstens die bereits vorhandene und installierte Kapazität, zweitens die Auslastung dieser Kapazität und drittens die Veränderung der bestehenden Kapazität (Erweiterung, Reduzierung). Die theoretische Überkapazität entspricht der Überkapazität, die wir aus unseren unvollständigen Informationen über die Kapazitäten der Wettbewerber ableiten. Da uns nicht alle Maßnahmen bekannt sind, können wir nur eine informierte Schätzung als Grundlage für unsere Aussage zu den vorhandenen Kapazitäten im Markt heranziehen.
Verallia ist eine international agierende Firmengruppe der Verpackungsglasindustrie. Ihr Hauptsitz ist in Courbevoie, Frankreich. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern "verre" für Glas und "alliance" für Allianz oder Verbund.
Projektorientierter Ansatz zur Weiterentwicklung des E2 -Managementsystems.
Glasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500 °C zu flüssigem Glas geschmolzen.
Bei einem Asset Deal handelt es sich um eine Unterart des Unternehmenskaufes, bei dem die Wirtschaftsgüter eines Unternehmens einzeln erworben und auf den Käufer übertragen werden.
Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht.
Von Fischer Black und Myron Samuel Scholes entwickeltes finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen.
Als Carrying Amount wird im Rahmen eines Impairment-Tests der Buchwert der Netto-Vermögenswerte bezeichnet.
Saldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist.
Unter Compliance wird Regeltreue von Unternehmen verstanden, d. h. die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch von freiwilligen Regeln.
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Die Eigenkapitalredite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat.

Der an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert.
Beim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen.
Der Free Cashflow stellt den frei verfügbaren Cashflow dar und ergibt sich aus Operativem Cashflow plus Cashflow aus Investitionstätigkeit.
Der Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt.
Hedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen.
Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet.
Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden.
International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse.
Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Der Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens.
Beim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben.
Die Profitabilität zeigt das Verhältnis Gewinn zu Umsatz.

System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen.
Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals.

Die Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder.

Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes.
Finanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt.
Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
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