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Verallia Deutschland AG

Annual Report Jun 20, 2014

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Annual Report

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Saint-Gobain Oberland AG

Bad Wurzach

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Unternehmenskennzahlen

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2013 2012 2011 2010 2009
Umsatzerlöse MIO. EUR 520,7 521,5 512,0 489,2 523,1
Jahresergebnis MIO. EUR 4,7 -3,4 19,2 26,8 44,9
EBIT MIO. EUR 24,4 19,8 37,7 46,4 68,6
Working Capital MIO. EUR 120,2 121,1 103,1 50,1 48,8
Cashflow aus operativer Tätigkeit MIO. EUR 60,5 27,0 45,6 83,4 80,8
Investitionen MIO. EUR 36,1 48,2 47,0 58,2 62,4
Umsatzrendite vor Ertragsteuern % 3,0 1,7 5,1 8,3 12,0
Eigenkapitalquote % 22,0 26,5 33,0 34,8 33,3
Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am 31.12. Anzahl 3.160 3.334 3.389 3.516 3.925
Dividende je Aktie EUR 12,402) 22,50 23,50 12,00 24,00
Börsenkurs am 31.12.2) EUR 428,16 424,99 424,00 420,01 400,00
Höchstkurs2) EUR 451,00 444,00 459,90 464,00 428,50
Tiefstkurs2) EUR 415,00 395,00 381,00 395,00 357,04

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2008 2007 2006 2005 2004
Umsatzerlöse MIO. EUR 556,5 467,8 413,9 325,1 335,5
Jahresergebnis MIO. EUR 52,5 36,1 31,7 28,9 23,0
EBIT MIO. EUR 78,7 57,5 49,9 35,8 37,8
Working Capital MIO. EUR 47,8 45,9 40,9 24,3 46,1
Cashflow aus operativer Tätigkeit MIO. EUR 76,7 73,2 30,6 39,4 36,7
Investitionen MIO. EUR 51,8 39,0 65,2 24,7 17,1
Umsatzrendite vor Ertragsteuern % 13,0 10,7 10,5 9,9 10,3
Eigenkapitalquote % 31,4 40,6 37,5 43,8 47,3
Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am 31.12. Anzahl 4.251 3.412 3.466 2.264 1.781
Dividende je Aktie EUR 26,00 22,00 14,80 30,50 22,20
Börsenkurs am 31.12.2) EUR 386,39 418,05 410,50 407,00 377,00
Höchstkurs2) EUR 480,00 480,30 450,00 470,00 410,00
Tiefstkurs2) EUR 357,79 403,00 385,00 370,00 290,00

1) Dividendenvorschlag

2) Börsenplatz Frankfurt

WKN 685160

ISIN DE0006851603

Standorte in Europa

Finanzkalender 2014

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Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 31. März 06. Mai 2014
Hauptversammlung 14. Mai 2014
Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 05. August 2014
Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 30. September 04. November 2014

WKN 685160

ISIN DE0006851603

Für unsere Aktionäre

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

der Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres war für uns als Saint-Gobain Oberland AG wieder schwierig und am Ende nicht ganz zufriedenstellend. Wir hatten uns etwas mehr vorgenommen, als wir letztendlich erreichen konnten. Durch die uneinheitliche wirtschaftliche Entwicklung entstand ein äußerst kompetitives Umfeld. Vor allem diese regionalen Unterschiede beeinflussen unsere Unternehmensentwicklung nach wie vor.

Die detaillierte Entwicklung des Geschäftsjahresverlaufs können Sie auf den folgenden Seiten dieses Berichts nachlesen. An dieser Stelle wollen wir Ihnen einen Überblick über unsere Aktivitäten geben, die uns 2013 besonders wichtig waren.

In Deutschland war der Markt für Behälterglas stabil und besser als bei den Nachbarn im europäischen Ausland. In Osteuropa, d. h. in Russland und der Ukraine, war er 2013 von anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen geprägt. Die stärksten Einflüsse auf den Geschäftsverlauf der Saint-Gobain Oberland AG im Berichtsjahr kamen daher auch wieder aus Osteuropa. Es wurden zwar Verbesserungen erzielt, jedoch noch nicht in dem von uns angestrebten Umfang. Wir haben in Osteuropa durch größte Anstrengungen 2013 eine Stabilisierung realisiert. Unser Blick geht jedoch konsequent nach vorn. Wir gehen weiterhin davon aus, dass sich diese Region positiv entwickeln wird. Die wirtschaftliche und konjunkturelle Situation in Russland und der Ukraine bleibt aber - unter anderem durch die politischen Entwicklungen - nach wie vor ein äußerst forderndes Umfeld.

Maßnahmen zur Produktivitätsentwicklung haben vor allem in Deutschland, aber auch in den osteuropäischen Werken, Früchte getragen. Sie haben neben einer überwiegend stabilen Qualität, die wir unseren Kunden lieferten, dazu beigetragen, dass wir unseren Marktanteil halten konnten. Gleichzeitig haben wir eine deutliche Verbesserung bei unserer Flexibilität erreicht und hierzu interne Voraussetzungen geschaffen, die ebenfalls dabei helfen, dass wir unsere Marktposition gefestigt bzw. sogar leicht gesteigert haben.

Durch viele konstruktive Gespräche haben wir gelernt, unsere Kunden noch besser zu verstehen. Im Dialog haben wir vertieft, welche Eigenschaften der Verpackungen bei den Kunden auch während des Abfüllprozesses wichtig sind. Künftig möchten wir unser Augenmerk noch mehr auf die Unterstützung durch unseren Technischen Kundenservice entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei unseren Kunden legen. Wie wir auch in unserem Unternehmensleitbild festgeschrieben haben, wollen wir Partner - nicht nur Lieferant - sein. Diese Aktivitäten ermöglichten uns auch, dass wir unseren Kunden immer mehr auf sie optimal zugeschnittene, maßgeschneiderte Lösungen bieten konnten.

Im Bereich der Innovationen haben wir ebenfalls Fortschritte gemacht. Die Anzahl neuer Produkte steigt; wir wollen aber noch mehr. Um das Potenzial künftig effektiver nutzen zu können, haben wir unser internes Design-Center weiterentwickelt und können Kunden nun den kompletten Service von der Idee bis zur Realisierung aus einer Hand bieten.

Der Konzernumsatz von Oberland blieb im Berichtsjahr nahezu konstant und liegt nur minimal unter dem des Vorjahres. In Deutschland ist er geringfügig über Vorjahresniveau, jedoch unter den Planzahlen. Für Osteuropa ist insgesamt ein geringer Umsatzrückgang gegenüber 2012 zu verzeichnen. Dasselbe Bild zeigt sich auch beim Absatz: Wir haben leichte Preissteigerungen - allerdings nicht überall im ursprünglich geplanten Umfang -realisiert, dafür jedoch geringfügig Menge reduziert. Leichte Einbußen in Deutschland und ein ganz kleines Plus in Russland und der Ukraine führten zu den insgesamt leicht unter Vorjahr liegenden Absatzzahlen.

Das Konzernergebnis entwickelte sich 2013 für Oberland insgesamt wieder positiv. Während in Deutschland eine leichte Verbesserung erzielt wurde, ist das Ergebnis der osteuropäischen Tochtergesellschaften aufgrund nicht wiederkehrender Sondereffekte aus 2012 gesamtheitlich betrachtet deutlich besser als im Vorjahr, aber noch immer negativ.

Die allgemein schwierige Lage in Osteuropa hat auch deutliche Auswirkungen auf die Dividende. Aufgrund einer notwendig gewordenen Wertberichtigung der russischen Tochtergesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo beläuft sich der Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats an die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG auf 12,40 Euro je Aktie gegenüber 22,50 Euro im Vorjahr.

Um im steigenden Wettbewerbsumfeld, das auch fordernd bleibt, bestehen zu können, sind Investitionen notwendig. Der Schwerpunkt lag hierbei im Geschäftsjahr 2013 zum einen auf der turnusgemäßen Wannenreparatur im Werk Essen, um die Auslastung zu optimieren und Effizienz zu steigern. Zum anderen investierten wir in die umfangreiche Modernisierung unserer Scherbenaufbereitungsanlage am Standort Bad Wurzach. Dadurch sind wir hier nun auf dem neuesten Stand der Technik und die Installation der neuen Recyclingglas-Sortiermaschinen garantiert eine enorm verbesserte Scherbenqualität. Dies wiederum kommt uns direkt in der Produktion der neuen Flaschen und Gläser zugute.

Investiert haben wir auch in unsere Tochtergesellschaft GPS: Mit Geld, Zeit, Know-how und viel Engagement wird der Maschinenbauer zum Dienstleistungsunternehmen - und Partner - für die Glasindustrie umgewandelt. Hierzu zählt neben dem optischen Auftritt auch die Entwicklung von umfangreichen Serviceangeboten.

Nicht nur bei der Umweltverträglichkeit unserer Produkte spielt der Nachhaltigkeitsaspekt eine wichtige Rolle. Bereits bei ihrer Herstellung wird darauf geachtet, dass Ressourcen geschont bzw. wiederverwertet werden und wir ökonomisch arbeiten. Mit dem gemeinsamen Nahwärmeprojekt der Stadt Neuburg an der Donau trägt die Saint-Gobain Oberland dazu bei, dass die überschüssige Abwärme aus der Produktion, die nicht unternehmensintern verwertet werden kann, ökologisch sinnvoll genutzt wird.

Bei der sozialen Nachhaltigkeit haben wir uns in Bezug auf Arbeitssicherheit in unseren Werken im Berichtsjahr ebenfalls kontinuierlich weiterentwickelt. Dieses Thema bleibt aber eine permanente Herausforderung. In der ersten Jahreshälfte 2013 hatten wir eine sehr optimistische Entwicklung, da es zu keinem Unfall kam. Im 2. Halbjahr hingegen ergab sich dann ein Unfallaufkommen wie im gesamten Jahr 2012 zusammen. Dabei sind jedoch keine gemeinsamen Ursachen zu erkennen. Bei den Vorfällen handelt es sich jeweils um Individualitäten. Vorhandene Strategien, um darauf hinzuwirken, und bewährte Instrumente werden auch im laufenden Geschäftsjahr aufrechterhalten, damit das Ziel "Null Unfälle" erreicht werden kann.

Auf einem anderen Gebiet der sozialen Nachhaltigkeit hat die Saint-Gobain Oberland AG einiges zu bieten. Neben der Ausbildung von Jugendlichen besteht auch eine Vielzahl an Karrierechancen für Akademiker. Nachwuchsführungskräfte werden mit Aufgaben betraut, die sie in ihrer Karriere vorwärtsbringen - in unterschiedlichsten Bereichen von der Technik bis hin zum Vertrieb.

Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in allen drei Ländern, in denen wir tätig sind, sind nicht einheitlich und erlauben uns deshalb keine überregionale Beurteilung der Zukunftschancen. Für Deutschland erwarten wir zwar eine stabile Marktentwicklung, können jedoch aufgrund der vielen Fragezeichen bei der Energie(preis)politik nicht sagen, wohin die Reise für uns als Hersteller bezüglich rentabler Produktion gehen wird.

Das Engagement in Osteuropa ist und bleibt sicherlich auch im laufenden Geschäftsjahr fordernd und ist langfristig zu sehen.

Die Saint-Gobain Oberland AG strebt weiterhin an, ihren Marktanteil stabil zu halten. Dazu ist sie an langfristig orientierten Kundenbeziehungen interessiert. Wir werden unsere Kunden bestmöglich dabei unterstützen, erfolgreich zu sein. Dazu darf unser Interesse nicht bei der Flasche oder dem Glas enden. Die Erwartungen der Kunden an ihre Lieferanten steigen. Nur wenn wir den individuellen Bedarf eines jeden Kunden verstehen, können wir das jeweils Beste für ihn anbieten. Unser Ziel ist es, diese Erwartungen zu erfüllen - indem unser Kundenservice der beste der Branche wird.

Unsere Unternehmenskultur ist geprägt durch unsere Unternehmensziele, die unser weiteres Handeln bestimmen, um unser Unternehmen auch in Zukunft erfolgreich für Kunden, Anteilseigner und Mitarbeiter zu führen. Um dies zu erreichen, müssen wir weiter an der Reduzierung unserer Prozess- und Produktionskosten arbeiten.

Die im Jahr 2013 erzielten Ergebnisse des Unternehmens waren nur möglich, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Führungskräfte und Arbeitnehmervertreter aller Standorte engagiert und zielorientiert ihren Beitrag erbracht haben.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die zur Erreichung unserer gemeinsamen Ziele und somit zum Erfolg des Unternehmens beitragen.

Für den Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Mit Bestürzung und Trauer hat der Aufsichtsrat vom Tode seines langjährigen Mitglieds Jérôme Fessard am 24. Januar 2014 erfahren. Herr Fessard war von 1996 bis 2000 als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft sowie von 2000 bis 2014 durchgängig als Mitglied ihres Aufsichtsrates tätig. Der Aufsichtsrat würdigt seinen Einsatz und seine Leidenschaft für Verpackungsglas und trauert um einen höchst geschätzten Unternehmenslenker und einen aufrichtigen und fürsorglichen Menschen. Er bewahrt Herrn Fessard ein ehrendes Angedenken.

Der Aufsichtsrat befasste sich im Berichtsjahr intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens und nahm die ihm nach Gesetz, Satzung, Corporate Governance und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß und mit großer Sorgfalt wahr. Er hat die Tätigkeit des Vorstands, wie im Folgenden berichtet, regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Aufsichtsrat war in allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung eingebunden.

Vorstand und Aufsichtsrat haben auch im Geschäftsjahr 2013 wieder vertrauensvoll zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftslage, beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und der künftigen Entwicklung des Unternehmens sowie der Risikolage bzw. des -managements unterrichten lassen. Darin eingeschlossen waren auch ausführliche Informationen zum Compliance-Management der Gesellschaft. Zur Beurteilung der Situation lagen dem Kontrollgremium stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats laufend im Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft.

Das Gremium trat 2013 zu insgesamt vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die wie üblich quartalweise als Präsenzveranstaltungen stattfanden. In diesen Sitzungen informierte der Vorstand jeweils ausführlich über den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Teil des Jahres mit allen wesentlichen Kennzahlen sowie deren Vorjahres- und Plan- / Budgetvergleiche. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands ausführlich diskutiert und gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung des Unternehmens sowie die strategischen Fragestellungen erörtert. Es wurde stets die jeweilige aktuelle Situation der Saint-Gobain Oberland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie der GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.

Über vorgenannte wiederkehrende Berichterstattung und Themen hinaus befasste sich der Aufsichtsrat im Rahmen der ordentlichen Sitzungen mit folgenden weiteren Themen:

Gegenstand der Sitzung vom 13. März 2013 war insbesondere die Erläuterung des Jahres- und Konzernabschlusses 2012 einschließlich des Berichts des Abschlussprüfers. Darüber hinaus standen die Verlängerung des Vertrags von Herrn Klaus Rudolph um weitere fünf Jahre als Finanzvorstand, eine Anpassung des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands sowie die redaktionelle Anpassung des Wortlauts der Satzung im § 3 Abs. 1 auf der Tagesordnung.

In der Aufsichtsratssitzung, die unmittelbar vor der Hauptversammlung am 07. Mai 2013 stattfand, standen deren Vorbereitungen sowie die Erörterung der aktuellen Geschäftslage des Konzerns, vor allem die herausfordernde Situation in Osteuropa, im Mittelpunkt.

Am 18. September 2013 behandelte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung neben dem ausführlichen Bericht des Compliance-Officers das Thema einer Kapitalerhöhung für die russische Tochtergesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo in Mineralnye Vody. In dieser Sitzung wurde auch Herr Hartmut Fischer einstimmig zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt - aufschiebend bedingt auf die am 7. November 2013 erfolgte Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats durch das Amtsgericht Ulm bis zum Ablauf der Amtszeit von Herrn Neeteson. Herr Fischer war mit Wirkung zum 01. Juli 2013 zum neuen Generaldelegierten der Compagnie de Saint-Gobain für Mitteleuropa ernannt worden; er tritt damit die Nachfolge von Herrn Paul Neeteson an, der zum 30. September 2013 in den wohlverdienten Ruhestand ging und sein Mandat nach langjähriger Tätigkeit im Saint-Gobain Konzern mit Wirkung zum 30. September 2013 niederlegte. Paul Neeteson war bereits von 1988 bis 1991 als Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG für die Geschicke des Unternehmens mitverantwortlich, damals als Leiter Finanzen der Generaldelegation. Im Jahr 2000 übernahm er als Generaldelegierter den Vorsitz des Aufsichtsrats. Für seinen Einsatz für die Saint-Gobain Oberland AG sowie für die stets freundschaftliche Zusammenarbeit zum Wohl des Unternehmens danken ihm die Aufsichtsratsmitglieder für sein Engagement, für viele Jahre wertvoller Beratung sowie für seine kritische, aber stets faire Amtsführung im Aufsichtsratsgremium. Herr Fischer ist ebenfalls seit mehreren Jahren im Saint-Gobain Konzern tätig und wird zusätzlich zu seinen Aufgaben als Generaldelegierter weiterhin Geschäftsführer der Konzerngesellschaft Avancis GmbH, eines Herstellers von Photovoltaikmodulen, bleiben.

In seiner Dezembersitzung befasste sich der Aufsichtsrat hauptsächlich mit der mittelfristigen Planung des Konzerns sowie dem Budget 2014. Ferner wurde die aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ausführlich beraten und anschließend verabschiedet. Die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant und praktikabel erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 20i3 entsprechend verabschiedet. Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG dauerhaft zugänglich als auch in diesem Bericht auf Seite 16 I 17 veröffentlicht.

Das Thema Interessenkonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert. Interessenkonflikte zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2013 nicht ergeben.

Außerordentliche Sitzungen oder Beschlussfassungen im Umlaufverfahren haben nicht stattgefunden bzw. gab es nicht. Dazu bestand kein Anlass. Aus Sicht des Aufsichtsgremiums wurden alle wesentlichen Themen behandelt.

Abgesehen von der Sitzung am 18. September 2013, bei der ein Mitglied des Aufsichtsrats entschuldigt gefehlt hat, waren bei den übrigen Sitzungen des Aufsichtsrats alle Organmitglieder vollständig anwesend.

Es gibt wie in den Vorjahren innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzte sich aus dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Jérôme Fessard zusammen.

Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände entweder über Auslandserfahrung verfügen oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Beabsichtigt ist, für zukünftig anstehende Neubesetzungen von Aufsichtsratspositionen der Anteilseignerseite möglichst entsprechend qualifizierte Frauen zu berufen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung am 19. März 2014, in der dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zugestimmt wurde, zur Prüfung vorgelegen.

Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt.

Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 90 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.

Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung mit dem Vorstand zuvor erörtert und schließt sich diesem nach eigener Prüfung, unter Berücksichtigung der Ergebnis- und Finanzlage des Unternehmens, an.

Nach wie vor hält die Saint-Gobain Emballage in Courbevoie / Frankreich auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien; ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Saint-Gobain Oberland AG und aller Konzerngesellschaften für das im vergangenen Jahr gezeigte Engagement.

Bad Wurzach, im März 2014

Der Aufsichtsrat

Hartmut Fischer, Vorsitzender

Bericht zur Corporate Governance

Gute Corporate Governance ist nach Überzeugung des Vorstands und Aufsichtsrats der Saint-Gobain Oberland AG wesentlicher Bestandteil für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die beiden Leitungsgremien haben sich daher auch im Geschäftsjahr 2013 gemeinsam damit befasst, die Unternehmensführung der Saint-Gobain Oberland AG weiter zu verbessern. Hierbei wird regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass konzernweit sämtliche Gesetze, Regelwerke und Unternehmensrichtlinien eingehalten (Compliance) und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens bzw. die Verhaltens- und Handlungsprinzipien befolgt werden. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und seine Empfehlungen dienen als Richtlinie, denn eine gute Corporate Governance ist im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG betrachten Corporate Governance als ein lebendiges System, das unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden kann. Beide Organe haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum intensiv mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 befasst und nach gründlicher Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die Einbindung der Gesellschaft in den mit fast 97 % am Kapital beteiligten Saint-Gobain Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.

Unternehmensleitung

Die Saint-Gobain Oberland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen.

Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehören derzeit neben dem Vorsitzenden drei weitere Mitglieder an, die vom Aufsichtsrat bestellt wurden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.

Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium ist nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammengesetzt und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs repräsentieren die Anteilseigner. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern im Sinne von Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex an und einige Mitglieder verfügen über umfangreiche Auslandserfahrung. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und im Geschäftsjahr 2013 traten ebenfalls keine auf. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.

Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG.

Weitere Informationen zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind in der Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite veröffentlicht ist, enthalten.

Vielfalt (Diversity)

Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um.

Vergütung

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 91 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Hauptversammlung hat zuletzt 2011 beschlossen, dass die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen ist.

Die Vergütung des Aufsichtsrats in Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a.

Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 92 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.

Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder noch für andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.

Es wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands sogenannte Directors' Dealings getätigt; d.h., es wurden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ge- oder verkauft.

Hauptversammlung

Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder dieses durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG gewährt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am sogenannten ,Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich nach den sich aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.

Die letzte ordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 07. Mai 2013 in Bad Wurzach statt. Über 200 Aktionäre und Aktionärsvertreter haben daran teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,00 %. Darüber hinaus wurde von zusätzlichen 0,03 % des Kapitals die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt. Die Aktionäre nahmen alle Beschlussvorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand - für die fünf zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte - mit großer Mehrheit an. Die detaillierten Ergebnisse sind auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Für die Hauptversammlung 2013 konnten die Aktionäre und Depotbanken über den E-Mail-Service die Einladung zur Hauptversammlung wiederum auch auf elektronischem Weg (,elektronischer Versand') anfordern. Selbstverständlich gehen durch diese elektronische Zustellung keine Informationen verloren. Auch für die kommende Hauptversammlung wird den Anteilseignern dieser Service zur Verfügung stehen. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 14. Mai 2014 festgesetzt.

Transparenz und Information

Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.saint-gobain-oberland.de ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, alle regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfer

Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2013 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2013 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB).

Die Hauptversammlung 2013 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Compliance

Die Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain-oberland.de.

Entsprechenserklärung

Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; diese sind zu begründen.

In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der Fassung vom 13. Mai 2013 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Durch den Abschlussprüfer wurden keine Tatsachen festgestellt, die eine Unrichtigkeit der Erklärung ergeben.

Entsprechenserklärung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2013

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 12. Dezember 2013 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2013 abgegeben:

"Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der 'Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2013 in ihrer Fassung vom 15. Mai 2012 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 12. Dezember 2012 entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen* :

2.3.2 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.

4.2.3 Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.

4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.

4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.

5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2013 wurde vom Vorstand vor Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.

7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft."

Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.

Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:

2.3.2 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.

4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstands am Aktiensparprogramm des Hauptaktionärs teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.

4.2.4 + 4.2.5 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 19. Mai 2011 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.

5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich. Die vom Deutschen Corporate Governance Kodex einem Prüfungsausschuss zugewiesenen Aufgaben nimmt der Aufsichtsrat im Plenum wahr.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) generell behandelt. Eine gesonderte konkrete Zielvereinbarung wurde hierzu nicht vorgesehen.

5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.

7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichts zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wird im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung dann vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfindet. Eine rechtzeitige Vorabinformation war in jedem Fall sichergestellt.

7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.

Bad Wurzach, den 12. Dezember 2013

Für den Vorstand:

Stefan Jaenecke

Für den Aufsichtsrat:

Hartmut Fischer

* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex

Organe der Gesellschaft

Vorstand

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Stefan Jaenecke Vorsitzender Vertrieb und Osteuropa, Hamburg
Thomas Beyer Personal, Bad Waldsee
Klaus J. Rudolph Finanzen, Bad Waldsee
Roland Unfried Technik, Bad Waldsee

Aufsichtsrat

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Paul Neeteson Vorsitzender (bis 30.09.2013) Generaldelegierter für Mitteleuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen
Hartmut Fischer Vorsitzender (ab 07.11.2013) Generaldelegierter für Mitteleuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Hamburg
Dieter Müller Stellvertretender Vorsitzender Betriebsrat, Essen
Dr. Hans-Peter Binder Direktor der Deutschen Bank AG i. R., München
Bernhard Dausend Betriebsrat, Neuburg an der Donau
Jérôme Fessard (bis 24.01.2014) Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris
Dr. Werner Futter Rechtsanwalt, Stuttgart
Udo Glinka Betriebsrat, Bad Wurzach
Jean-Dominique Grégoire Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen
Matthias Zenner Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen

Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (zum 31.12.2013)

Aufsichtsrat

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Hartmut Fischer Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
Dr. Hans-Peter Binder Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH &Co., Stein
Jérôme Fessard Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats Verallia S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal
Jean-Dominique Grégoire Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
Matthias Zenner Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate und Positionen in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

Nachhaltigkeit

"Nur ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen kann in Innovationen, Umweltverträglichkeit und soziales Engagement sowie in seine Mitarbeiter investieren."

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Nachhaltigkeitsmanagement

Grundlage des Berichts

Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung und das stetige Wachstum der Weltbevölkerung führen dazu, dass natürliche Vorräte knapp werden. Durch die Diskrepanz zwischen verfügbaren Ressourcen und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen können sowohl die Umwelt als auch die Gesellschaft Schaden nehmen. Dies gilt es zu verhindern. Die Saint-Gobain Oberland AG als Teil des gesamten Saint-Gobain Konzerns ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft bewusst und strebt stets nach kontinuierlichen Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der Entwicklung von Innovationen, die sowohl die Umwelt schonen als auch die Wirtschaft vorantreiben.

Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt das Ziel, all ihre Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten, damit gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne nachkommende Generationen in ihrer Entwicklung zu gefährden.

Alle Strategien und Entwicklungen der Saint-Gobain Oberland AG bauen daher sowohl auf einer ökologischen, ökonomischen als auch auf einer sozialen Zielsetzung auf, die Mensch, Natur und industrielle Produktion nachhaltig in Einklang bringen will. Der folgende Bericht gibt einen detaillierten Überblick über alle Aktivitäten und Errungenschaften, die die Saint-Gobain Oberland AG auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften bereits umsetzt, sowie über die Herausforderungen, die das Unternehmen künftig zu bewältigen bestrebt ist.

Stakeholder-Dialog

Jedes Unternehmen befindet sich im stetigen Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen, die sowohl intern als auch extern präsent und aktiv sind. Die wichtigsten Stakeholder der Saint-Gobain Oberland AG lassen sich wie folgt unterteilen:

Mitarbeiter
Kunden
Handel
Investoren und Verbände
Gesellschaft
Öffentliche Hand
Politik und Presse
Lieferanten

Der Erfolg der Saint-Gobain Oberland AG wird an der Zufriedenheit aller Stakeholder gemessen. Die Erwartungen und Bedürfnisse einer jeden Anspruchsgruppe zu erfassen und mit in die Wertschöpfungskette einfließen zu lassen, ist für alle Beteiligten von Vorteil.

So unterstützen alle Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG sowie Kunden, Handel und Investoren die kontinuierliche und zukunftsorientierte Planung unserer Unternehmensstrategie. Die Beziehungen zu unseren Stakeholdern können dabei nur aufrechterhalten werden, wenn ein täglicher Informationsaustausch zwischen allen Interessengruppen gewährleistet ist. Im Zentrum dieser Kommunikationsbemühungen steht die Erfassung gemeinsamer Ziele und Interessen, die für unsere Zukunftsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg grundlegend sind.

Die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG tragen täglich dazu bei, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen allen Parteien aufzubauen, so dass ein aktiver Beitrag zur Gesundheit, Stabilität und Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet werden kann.

Glas - der nachhaltige Werkstoff

Rohstoffe

Glas besteht fast ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Quarzsand, Soda, Kalk und Dolomit, die reichhaltig in der Natur Vorkommen. Dabei ist der wichtigste Bestandteil einer Glasverpackung heute Recyclingglas. Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus:

So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar.

Recycling

Glas ist zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu 90 % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe. Die Zugabe von Recyclingglas führt auch zur Reduktion der Schmelzenergie.

Mehrwegfähigkeit

Der Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu sechs Jahre im Einsatz - Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden.

Gesundheit

Glas ist inert: Es gibt keine Inhaltsstoffe ab, die die Lebensmittelsicherheit und den Geschmack des Füllgutes negativ beeinträchtigen, und es nimmt auch keine Stoffe aus dem Inhalt, wie zum Beispiel Aroma- und Wirkstoffe, auf. Glas garantiert somit die Reinheit des Füllgutes und ist auch für sensible Produkte wie Babykost bestens geeignet.

Aufgrund der Inertheit ist Glas zudem der universelle und uneingeschränkte Werkstoff für Mehrwegbehälter, da selbst im Falle einer vorübergehenden Zweckentfremdung durch den Verbraucher keine negativen Auswirkungen auf die weitere Nutzung des Glasbehälters bestehen.

Durchschnittliche Rohstoffzusammensetzung*

* bei Grünglas bis zu 90 % Recyclingglas, Quelle: Glasaktuell

Der ökologische Kreislauf von Glasverpackungen

Ökologische Nachhaltigkeit

"Saint-Gobain Oberland unternimmt große Anstrengungen im Sinne einer effizienten und umweltbewussten Produktion. Darüber hinaus fördern wir dauerhaft Initiativen, die diese Produktionspraktiken unterstützen und noch umweltfreundlichere Technologien vorantreiben."

Roland Unfried, Vorstand Technik

"Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt die Zieldimension, die Artenvielfalt zu erhalten und den Klimaschutz zu fördern, damit Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen erhalten bleiben." (Agenda 21, 2009)

Jedes Unternehmen greift unvermeidlich auf natürliche Ressourcen zurück. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich dieser Tatsache bewusst. Das Unternehmen ist daher schon seit langem bestrebt, den Verbrauch an Ressourcen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Saint-Gobain Oberland sieht dabei nicht allein die Reduktion von Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant.

Emissionsmanagement

Der Prozess der Glasschmelze hat auch zur Folge, dass Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, in unsere Atmosphäre gelangen. Eine Reduzierung dieser Emissionen kann maßgeblich durch einen verringerten Energieeinsatz sowie eine optimierte Gemengezusammensetzung erreicht werden. Da die fossilen und damit Emissionen verursachenden Energieträger Erdgas und schweres Heizöl den größten Anteil bei der Produktion von Glasverpackungen einnehmen, wird der Verbrauchsreduzierung dieser Energieträger große Aufmerksamkeit geschenkt. Die größten Mengen an fossiler Energie werden zur Befeuerung der Schmelzwannen eingesetzt. Eine effektive Fahrweise der Wannen und eine laufende Anpassung des Energieträgermix, soweit technisch möglich, sind daher unabdingbar. Aber auch Energieeinsparinitiativen wie die Optimierung der Einstellung und Steuerung der Kühlöfen sowie die laufende Analyse der Kühlofenverbräuche sind wichtige Schritte, um Erdgas effektiv zu nutzen und somit die CO2 -Emissionen zu verringern. So entwickelte beispielsweise Saint-Gobain Oberland gemeinsam mit einer früheren Tochtergesellschaft eine neuartige Kühlofensteuerung, die die Energiezufuhr bedarfsgerechter regelt. Neben diesen und weiteren Aktivitäten trägt Glasrecycling schon seit Jahrzehnten dazu bei, den Energieeinsatz und damit die entstehenden Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Recyclingglas das anfallende allgemeine Müllaufkommen und der Einsatz von wertvollen Rohstoffen bei der Glasherstellung reduziert.

Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bieten die heißen Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Saint-Gobain Oberland genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Des Weiteren wird bereits an dem Standort Bad Wurzach die Energie der Rauchgase über einen Wärmetauscher genutzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken genutzt wird. Um dieses Potenzial an anderen Standorten umzusetzen, werden derzeit verschiedene konkrete Aktivitäten unternommen.

Gesamtenergieverbrauch und -management

Die Aufteilung der Energieträger, die zur Erzeugung von Glas benötigt werden, setzt sich bei der Saint-Gobain Oberland AG derzeit wie folgt zusammen: 76 % Erdgas, 4 % Heizöl, 20 % Strom. Ziel der Saint-Gobain Oberland AG ist es, diese Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dies trägt zum einen zur Reduzierung von schädlichen Umwelteinflüssen wie CO2 -Emissionen und anderen Luftschadstoffen bei, zum anderen ist Energieeffizienz ein Kernbestandteil wettbewerbsfähiger Produktion.

Neben den bereits erwähnten Maßnahmen werden in sogenannten Energieteams laufend Verbrauche analysiert, Einsparpotenziale ermittelt und vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Dies betrifft nicht nur den Einsatz fossiler Rohstoffe, sondern auch die Verwendung elektrischer Energie, die bei der Behälterglasproduktion, zum Beispiel für die Drucklufterzeugung, eine große Rolle spielt.

Innovative Entwicklungen

Bereits Mitte der 80er Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, die elektrostatische Filter zur Verringerung von Staub und Schwefelemissionen einsetzten . Auch wurden früh verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung angewandt, so dass eine große Menge an Prozesswasser im Kreislauf gefahren und der Frischwasserbedarf auf ein Minimum reduziert werden konnte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. Dafür wurde innerhalb der gesamten Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns eine Initiative ins Leben gerufen, die sich mit verschiedenen Energieträgern aus Biomasse auseinandersetzt.

Energieeinsparung 1970 bis heute = 77 %

Quelle: Fachvereinigung Behälterglasindustrie e.V.

So ist beispielsweise für das Werk Bad Wurzach eine Biogas-Anlage angedacht, mit der anfangs ein Bedarf von 5 bis 10 % der benötigten Energie der drei Schmelzwannen gedeckt werden kann. Der Ausstoß an fossilen CO2 -Emissionen kann somit deutlich gesenkt werden.

Saint-Gobain Oberland arbeitet hierbei - wie in der gesamten Forschung und Entwicklung - sehr eng mit dem entsprechenden Bereich auf Spartenebene innerhalb des Konzerns zusammen.

Bei Innovationen geht es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte. So werden unter dem Namen ECOVA (ECO = Ökologie / Öko-Design; VA = Wert) beispielsweise die grundsätzlichen Vorteile, die der Werkstoff Glas bietet, mit einer Reihe an werterhaltenden Maßnahmen vereint. ECOVA ist die innovative und nachhaltige Lösung für unsere Nahrungsmittel- und Getränkekunden, die eine wettbewerbsfähige und im besonderen Maße zur Wertschöpfung des Produktes beitragende attraktive Verpackung schätzen, die gleichzeitig den gesamtökologischen Einfluss ihres Produktes verringert.

Die ECOVA-Product-Range ist unsere neue Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. Damit ist es uns gelungen, unter strikter und uneingeschränkter Beibehaltung der spezifischen technischen und ästhetischen Charakteristika der Glasverpackung deren Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Gewichts- und Formoptimierung weiter zu reduzieren.

Eine Optimierung hinsichtlich ökologischer Aspekte wird auch bei der Neuentwicklung von individuellen Glasverpackungen angewandt. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sind, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. So wurden verschiedene Artikel, die die Saint-Gobain Oberland AG zusammen mit ihren Kunden entwickelt hat, mehrfach mit dem Mehrweginnovationspreis ausgezeichnet. Dieser Preis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme durch die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg verliehen. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise unser Kunde Gerolsteiner mit seiner Glas-Mehrwegflasche. Ein höheres Volumen, ein verbessertes Handling sowie ein im Vergleich zu Standard-Poolflaschen niedrigeres Gewicht zeichnen diesen Artikel im Sinne von ECOVA aus.

Produktrecycling und Abfallproduktreduktion

Je höher die Recyclingrate, desto geringer ist der Verbrauch an Schmelzenergie. Da Glas zu 100 % recycelbar ist, verfolgt die Saint-Gobain Oberland AG das Ziel, 100 % des produzierten Glases nach Entsorgung durch den Endkonsumenten wieder einzusammeln und in die Produktion zurückzuführen. Auch die Filterstäube aus den Filteranlagen werden als Rohstoff im Produktionsprozess wiederverwendet. Bemerkenswert ist, dass die deutsche Glasindustrie schon 1972 begonnen hat, gebrauchtes Behälterglas systematisch zu sammeln und wiederzuverwerten. Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte liegen in Bad Wurzach. Glascontainer sind heute für jeden selbstverständlich und überall einfach zugänglich. Optimiert wird die Sammlung durch die strikte Trennung in die drei Farben Weiß, Braun und Grün.

Am Standort Bad Wurzach kann durch die Aufbereitung von Recyclingglas seit Jahrzehnten der Umwelteinfluss von Glasverpackungen reduziert werden. Über 2 Millionen Tonnen Recyclingglas verwertet die deutsche Behälterglasindustrie jährlich. 150.000 Tonnen wurden 2013 hierbei durch die Aufbereitungsanlage in Bad Wurzach dank neuester Technik sortiert, gereinigt, gerüttelt, zerkleinert und schließlich mit in die Produktion der Saint-Gobain Oberland AG eingebracht.

Transportwesen und Logistikmanagement

Die Saint-Gobain Oberland AG hat sich einer nachhaltigen Logistik verschrieben, die sich durch einen reduzierten Einsatz von Ressourcen und durch eine Vermeidung von transportbedingten Verlusten auszeichnet.

Transportverpackung

Auch bei der gebräuchlichsten Transportverpackung der Saint-Gobain Oberland AG wird sowohl der ökonomische als auch der ökologische Gedanke weiterverfolgt. So bestehen die Zwischenlagen einer Palette aus Kunststoffplatten, die in einem Mehrwegsystem viele Male wiederverwendet werden können. Zudem sind die zu 100 % recycelbaren Einschrumpffolien exakt an die zu erwartenden Transportbelastungen angepasst und bieten daher eine optimale Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz.

Verladeservice

Zeit ist Geld. Diesem Leitsatz hat sich die Saint-Gobain Oberland AG auch bei der Beladung von Lastwagen verschrieben, die zu unseren Werken kommen, um dort die fertige Ware abzuholen. So wird die Abfertigung an unseren Standorten kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass wir in den letzten Jahren eine Reduktion der Standzeiten von bis zu 30 % erreichen konnten.

Optimierter Auslastungsgrad der Lagerhallen

Eine gute Logistik zeichnet sich auch durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus. So wurde im Falle unserer Lagerhallen durch die Einführung angepasster Lagerstrategien ein deutlich höherer Auslastungsgrad erreicht. Die Lagerung der Fertigwaren im Freien konnte somit reduziert werden.

Liefertreue

Die Kunden der Saint-Gobain Oberland AG können sich auf eine termingerechte Lieferung ihrer bestellten Ware verlassen. So wird der bestätigte Wunschtermin in 99,9 % aller Fälle eingehalten.

Minimierung von Transportschäden

Unsachgemäße Transportbedingungen können zu einer Beschädigung der Ware führen. Um das Risiko eines transportbedingten Schadens zu minimieren, müssen seit 2008 alle Lastwagen, die in unseren Werken beladen werden, dem Anforderungsprofil in Bezug auf Ladungssicherung gemäß DEKRA entsprechen.

Bahnanlieferung

Im Werk Bad Wurzach werden die Rohstoffe Sand und Soda per Bahn angeliefert. Seit August 2012 noch umweltfreundlicher: Die neu eingesetzte Lokomotive fährt mit 100 % Biodiesel und spart somit bis zu 70 % CO2 ein.

Ziele für die Zukunft und ökologische Herausforderungen

Das Streben nach Entlastung der Umwelt und die damit einhergehende konsequente Umsetzung von Umweltprogrammen sind wichtige Werte in der Unternehmenskultur der Saint-Gobain Oberland AG. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, Normen und Richtlinien bildet das Fundament für die ständige Verbesserung unserer Produkte und Prozesse sowie des Umweltschutzes. Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft zählt auch weiterhin, Energie einzusparen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch zu verringern sowie Emissionen zu reduzieren.

Ökonomische Nachhaltigkeit

"Mit der erfolgreichen Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Glasverpackungen streben wir an, nachhaltig der bevorzugte Partner unserer Kunden sowie aller anderen Geschäftspartner zu sein. Dies wollen wir auf Basis der nachhaltigen Nutzung sämtlicher Ressourcen erreichen."

Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen

"Ökonomische Nachhaltigkeit beschreibt die Formung eines intakten ökonomischen, sozialen und ökologischen Systems, das dauerhaft betrieben werden kann, ohne die Möglichkeit nachfolgender Generationen zu gefährden, ihre Bedürfnisse zu befriedigen." (Agenda 21, 2009)

Einführung

Ohne ein verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft kann Nachhaltigkeit in der Vielzahl ihrer Facetten nicht erreicht werden. Wer im gegenwärtigen Wettbewerb dauerhaft den Wohlstand seines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und der Gesellschaft erhalten will, muss einer Ausbeutung wirtschaftlicher Ressourcen entgegenwirken. Erst dieser Schritt ermöglicht es einem jeden Unternehmen, auch ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren. Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt somit das Ziel, ihren wirtschaftlichen Erfolg weiter auszubauen, um Investitionen in die Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Praktiken weiter vornehmen zu können. Ein wichtiger Schritt hierbei ist, Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen als eine Einheit anzusehen, damit nachhaltige Entwicklungen aktiv gefördert und in die Tat umgesetzt werden können. Im Folgenden sollen die Punkte näher erläutert werden, die innerhalb des Bereichs der ökonomischen Nachhaltigkeit eine hohe Priorität genießen.

Qualitätssicherung und Produktionsoptimierung

Qualitätssicherung

Die Qualität der Artikel der Saint-Gobain Oberland AG befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wird durch entsprechende Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Zielgerichtete Investitionen führten in den vergangenen Jahren zur Festlegung einer Vielzahl an Standards, die dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten.

Die Saint-Gobain Oberland AG wurde in den vergangenen Jahren unter anderem auf folgenden Gebieten erfolgreich zertifiziert:

ISO 9001 (Qualitätsmanagement)
ISO 14001 (Umweltmanagement)
FSSC 22000 (Lebensmittelsicherheit)
ISO 50001 (Energiemanagement)
HACCP (Hygienemanagement)
BRC / IoP (Lebensmittelsicherheit und Hygienemanagement bei Verpackungsmaterial, nur Neuburg)
EMAS (Umweltmanagement, nur Bad Wurzach)
OHRIS (Arbeitsschutz und Anlagensicherheit, nur Neuburg)
OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz)

Produktionsoptimierung

Das tiefe Verständnis des komplexen Glasherstellungsprozesses ist die Basis für dessen Optimierung. Die Saint-Gobain Oberland AG folgt diesem Grundsatz und hat daher für alle relevanten Teilprozesse entsprechende Sensorik-Systeme eingeführt. Die so gewonnenen Informationen werden direkt für konkrete Optimierungen genutzt. Dabei gilt das Ziel, ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen bei gleichzeitig geringem Einsatz von Ressourcen.

Kundenservice

Innovationscenter

Das Innovationscenter von Saint-Gobain Oberland in Bad Wurzach ist einzigartig in Deutschland. Kernstück ist der intensive Austausch aller an einem Innovationsprojekt Beteiligten. Kunde, Designer, Marketing-Spezialisten, Konstrukteure und Techniker setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten, die gleichermaßen attraktiv wie praktisch sind. Sowohl für Projektmeetings als auch für Kreativ-Workshops steht neben klassischen Handskizzen ein leistungsfähiges CAD-System zur Verfügung, auf dem die ersten Vorstellungen in Skizzen und Modellen festgehalten werden. Ausgewählte Entwürfe können anschließend in Form von realitätsnahen Renderings, eDrawings, handgefertigten Modellen oder mittels eines 3D-Druckers als Muster ausgegeben werden. Was bislang nur als Idee existierte, kann nun realistisch gezeigt werden und erlaubt dem Kunden ein zeitnahes Eingreifen, wo Lösungen noch nicht stimmig sind. Der ganzheitliche Blick ermöglicht ein Höchstmaß an Effizienz bei der Ausführung der Projekte - Zeit und Geld werden gespart.

Komplettlösungen

Das Angebot der Saint-Gobain Oberland AG geht über den reinen Glasbehälter hinaus. So können zusätzlich No-Label-Etiketten aufgebracht werden. Für Lochmundflaschen ist eine Verbügelung möglich. Zudem bekommen Kunden auf Wunsch die Flaschen bereits in Kisten für den Endverbrauch angeliefert. Die unmittelbare Nähe zu einem Kistenhersteller beim Werk in Bad Wurzach bringt hier logistische Vorteile.

Logistikservice

Die Auswirkungen von Form, Größe und Gewicht einer Glasverpackung auf deren logistische Eignung (wie zum Beispiel Paletten- und LKW-Nutzung) werden bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Mit spezieller Software für die Endverpackungsoptimierung und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Neuentwicklungen auch nach ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet.

Technischer Kundenservice

Die Betreuung durch Saint-Gobain Oberland endet nicht am Werkstor, sondern reicht bis in den Produktionsablauf beim Kunden hinein. Aus der eigenen Erfahrung mit einem komplexen Maschinenpark hat sich ein qualifizierter technischer Kundenservice entwickelt. Dieser berät und unterstützt den Kunden auch vor Ort, damit sich sowohl die bereits vorhandenen Glasbehälter optimal auf den Anlagen des Kunden verhalten als auch die neuen Glasbehälter sich reibungslos in den Abfüllprozess einfügen.

Schulungsprogramme

Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter steht neben der Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes im Zentrum der Bemühungen der Saint-Gobain Oberland AG und repräsentiert somit einen wichtigen Teil unserer Unternehmenspolitik. Ermutigung, Sensibilisierung und Schulung sind Schlüsselfaktoren, damit jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds und der Arbeit im Team leisten kann.

Im Sinne unserer strategischen Personalentwicklung werden Fortbildungsbudgets und -schwerpunkte durch das eingeführte Bildungscontrolling geplant, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den folgenden Bereichen weitergebildet werden können:

Grundlagen der Weiterbildungsplanung (Beispiele)

Präsentationstechnik
Konfliktmanagement
Rhetorik
Moderationstechnik

Bereiche der Weiterbildungsplanung

EHS (EHS-Auditor, Betreiberpflichten)
Fachwissen
Methodenkompetenz
Führungskompetenz
Sprachen
IT-Seminare
Meister- und andere weiterführende Ausbildungen

Weitere Angebote umfassen Kennenlernprogramme für die Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns oder die Delegation für Mitteleuropa der Compagnie de Saint-Gobain. Fortbildungsprogramme stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland AG zur Verfügung, abhängig von den Anforderungen an ihre aktuelle Position und ihren Vorkenntnissen. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt somit die Kernkompetenz der Saint-Gobain Oberland AG dar, die es zu fördern gilt. Die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen wird auf verschiedenen Ebenen gemessen: Beurteilungsbögen unmittelbar nach der Veranstaltung geben Aufschluss über die Qualität des Seminars und der Organisation. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt rund sechs Monate nach dem Seminar und erfasst den Lerntransfer in die Praxis. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen wird auch in den Jahresgesprächen diskutiert.

Ziele für die Zukunft und ökonomische Herausforderungen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist daran interessiert, Jahr für Jahr so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass sie langfristig Arbeitsplätze sichern kann und stets in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die Produktionsstätten auf dem technisch aktuellsten Stand zu halten. Gleichzeitig sollen auch die Stake- sowie Shareholder langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Damit dies gewährleistet werden kann, ist der verantwortliche Umgang mit Risiken schon jetzt sowie auch für die Zukunft ein wichtiges Thema. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens zielt auf attraktive Märkte und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen.

Hierzu ist es wichtig, Innovationen innerhalb des Unternehmensverbundes zu fördern. Dies tun wir bereits und wir sehen das verantwortungsbewusste Handeln im Wettbewerb auch weiterhin als unser Ziel an.

Soziale Nachhaltigkeit

"Wir sehen in unseren Mitarbeitern das Potenzial für die Zukunft. Daher schützen wir nicht nur ihre Gesundheit durch ausgeprägte Arbeitssicherheitsmaßnahmen und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, sondern fördern auch ihre Leistungsfähigkeit und ihre Qualifikationen. Umfassende berufliche Erstausbildung sowie konstante Weiterbildung zur Erhaltung eines stets aktuellen Kenntnisstandes sind hierfür ebenso unverzichtbar wie die Förderung von Teamfähigkeit und Führungskompetenzen."

Thomas Beyer, Vorstand Personal

"Soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen." (Agenda 21, 2009)

Eine Orientierung an sozialer Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft leisten kann und auch sollte. Mit dem Einfluss und der wirtschaftlichen Größe wächst auch die Verantwortung, die ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber wahrzunehmen hat. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich ihrer Pflicht bewusst und empfindet einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als Chance, einen sozialen Beitrag zu leisten, der sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland als auch die Gesellschaft nachhaltig begünstigt.

Die Mitarbeiter spielen hierbei die wichtigste Rolle, da sie als Motor und Herzstück den Erfolg des gesamten Unternehmens gewährleisten und bestimmen. Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich die Saint-Gobain Oberland neben sozialen Engagements gesetzt hat. Gesundheit, Sicherheit, Weiterbildung und Verhalten eines jeden Mitarbeiters bilden die Grundlage für soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Gesundheitsmanagement

Egal ob an der Maschine oder im Büro, jede Arbeit beansprucht den Körper und Geist auf unterschiedlichste Art und Weise. Da auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wurden die folgenden drei Standards entwickelt, die die Gesundheit aller Mitarbeiter konzernweit schützen sollen:

NOS (Noise Standard)
TAS (Toxic Agent Standard)
PLM (Posture / Lifting / Movement Standard)

NOS und TAS dienen der Identifizierung, Auswertung und Kontrolle von Lärmquellen bzw. giftigen Stoffen am Arbeitsplatz. Für beide potenziellen Beeinträchtigungen werden Risiko-Matrizes erstellt, die notwendige Indikatoren zur Verfügung stellen, um Prioritäten für Kontrollhandlungen zu etablieren und Fortschritte in der Verbesserung verfolgen zu können.

Ziel von PLM ist es, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter von Saint-Gobain bei der Arbeit körperlich so weit wie möglich zu entlasten. Im Mittelpunkt dieser Bestrebungen stehen Zwangshaltungen: das Heben / Anheben von Gegenständen und schweren Lasten, stehende Körperhaltungen, Sitzhaltung sowie sich wiederholende Bewegungen bestimmter Gliedmaßen. Dieses Instrument trägt somit zur Verbesserung der allgemeinen Ergonomie und der ergonomischen Methoden von Arbeitsstationen und -plätzen bei, die von diesen vier Aspekten betroffen sind. Die Auswertung und Bewertung der gewonnenen Daten erfolgt durch eine eigens entwickelte Software, die das zuständige Management bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützen soll. Somit wird die Gesundheit eines jeden Saint-Gobain Mitarbeiters aktiv gefördert. Bei allen drei Standards handelt es sich um Methoden, mit denen eine kontinuierliche Verbesserung objektiv verfolgt werden kann.

5S-Methode

Darüber hinaus wurde 2005 die 5S-Methode zur Arbeitsorganisation eingeführt, die durch die 5 Bausteine Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin nicht nur die Produktion verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz steigert.

Aktionen zur Gesundheitsförderung

Seit 2006 werden an den Standorten mit Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit Krankenkassen ergonomische Arbeitsplatzberatung und Ergonomieschulungen durchgeführt, die Mitarbeiter aus allen Bereichen auf die langfristigen Folgen einer unergonomischen Arbeitsweise hinweisen und Wege zur Verminderung körperlicher Belastungen aufzeigen. In den Werken Bad Wurzach und Wirges sind aus diesen Schulungen Mitarbeiter hervorgegangen, die sich zu "Ergo-Scouts" haben ausbilden lassen. Sie sind permanente Ansprechpartner für ihre Kollegen bei der täglichen Arbeit. Darüber hinaus entwickelt das Balance-Team in Wirges ständig neue Gesundheitsaktionen und etablierte ein Balance-Menü in der Betriebskantine. "Gesunde Ausbildung" ist ebenfalls ein Projekt in Wirges, das mit Auszubildenden des ersten Lehrjahres umgesetzt wird. Diese Aktionen und Projekte trugen v.a. dazu bei, dass der Standort Wirges vom TÜV Saarland und von der AOK mit dem Siegel und Titel "Gesundes Unternehmen" ausgezeichnet wurde.

Arbeitssicherheit

Für Saint-Gobain Oberland steht fest, dass der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter uneingeschränkte Priorität eingeräumt werden muss. "Target Zero" - null Arbeitsunfälle - heißt daher das Sicherheitsmotto.

Die Umsetzung der Zertifizierungsvorgaben nach ISO 14001 und OHSAS 18001 trägt einen großen Teil zur Verwaltung, Kontrolle und Verbesserung des Managementsystems für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS) bei. Mit Unterstützung des EHS-Netzwerks in den Werken der Verpackungssparte sowie in den übrigen Werken der Saint-Gobain Gruppe und sogar in anderen Unternehmen wurden zusätzlich die besten Praktiken aus der ganzen Welt zusammengetragen. Diese Bestandsaufnahme ermöglicht die Sammlung zahlreicher Sicherheitsinitiativen (Auditsysteme), die wir im Folgenden vorstellen. Das Fundament der Sicherheitspolitik der Saint-Gobain Oberland bilden vier Grundregeln. Sie bewahren die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter und können Leben retten. Ihre Einhaltung ist die Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu unserer Organisation. Diese Regeln betreffen:

die permanente Funktionstüchtigkeit unserer Sicherheitssysteme,
das Tragen der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung,
das Abschalten der Anlagen mit dem "Lock out - Tag out"-Verfahren (Lo-To),
den korrekten, bestimmungsgemäßen Umgang mit den Anlagen, Werkzeugen und Materialien.

Weitere Sicherheitsinitiativen

TF5 ist die Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Die Identifizierung, Klassifizierung und Behebung solcher potenziell gefährlichen Situationen verringert das Eintreten wirklicher Unfälle, die unter Umständen zu zeitweiser Arbeitsunfähigkeit führen. Folglich wird so die Sicherheit eines jeden Saint-Gobain Oberland Mitarbeiters aktiv und vorsorgend gefördert.

Sogenannte SMATs (Safety Management Talk) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu findet zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe über gerade ausgeführte Tätigkeiten statt, bei dem es um gute Verhaltensweisen und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit geht.

BBS steht für "Behaviour Based Safety" oder für ein Sicherheitsprogramm, das auf das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzielt. Fehler, die nicht mehr technisch vermeidbar sind, werden so durch ein gestärktes Sicherheitsbewusstsein angegangen.

Als Weiterentwicklung hat sich hieraus BBQ ("Behaviour Based Quality") entwickelt, das mit derselben Herangehensweise den Qualitätsgedanken aufgreift.

Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu Produktion und Qualität zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Saint-Gobain Gruppe eingeführt. Die meisten Arbeitsunfälle treten ein, wenn außerplanmäßig ein Fehler behoben werden muss. Da nutzt es wenig, Gefährdungsbeurteilungen zu perfektionieren. "Außerplanmäßig" heißt, dass eben Unvorhergesehenes geschieht. Und da hilft nur eines: "kurz innehalten, nachdenken." Unter dem Begriff "Nimm zwei" wurde so eine Sicherheitsmethode eingeführt, die Mitarbeiter vor einem Reparatureinsatz dazu anregen soll, zwei Minuten zu überlegen: Welche Risiken bestehen? Wie kann ich mich schützen? Sie werden so dazu angehalten, nach dem Prinzip des eigenständigen Handelns Verantwortung zu übernehmen. Sie machen unter der Anleitung der Führungskräfte Fortschritte und können dabei auf zahlreiche Instrumente und Hilfsmittel zurückgreifen. Mündliche und visuelle Kommunikation, ein Konzept, das alle Mitarbeiter einbindet, Fortbildungen, Risikoanalysen am Arbeitsplatz, Unfallanalysen und die zuvor beschriebenen Sicherheitsinitiativen sollen dazu beitragen, jeden Arbeitsplatz bei Saint-Gobain Oberland so sicher wie möglich zu gestalten. Aktionen wie der EHS-Tag, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet, geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Saint-Gobain Oberland zusätzlich die Chance, noch mehr über Arbeitssicherheit zu erfahren. Darüber hinaus beginnt jedes Meeting auch außerhalb des Produktionsbereichs ebenfalls mit der Diskussion des momentanen

Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.

Weiterbildung und Förderung

Die Gesellschaft wandelt sich rasant und ebenso verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, unser Unternehmen pro-aktiv weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ganz wesentlich die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass jeder einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds leisten kann. Dies konnte unter anderem auch durch die Einführung von "Best Practices" erreicht werden. Dabei geht es darum,

unmissverständliche, klar definierte Zielvorgaben zu erreichen,
in täglichen Zusammenkünften zu Beginn jeder Schicht mögliche Probleme zu besprechen,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter technisch fortzubilden,
durch ein spezielles Vorschlagswesen jedem die Möglichkeit zu geben, seine Ideen für Optimierungen innerhalb des Teams einzubringen.

Das im letzten Punkt aufgeführte Vorschlagswesen wurde in der ganzen Saint-Gobain Oberland Gruppe unter dem Namen "i-pool" (Ideen-Pool) eingeführt. Mit i-pool haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland seit Jahren ein praktisches Mittel, eigene Vorschläge noch schneller und direkter in die Tat umzusetzen. Mittlerweile ist das Ideenmanagement auf Erfolgskurs - mit über 550 eingereichten Ideen im Jahr und Verbesserungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.

Verhaltens- und Handlungsprinzipien

Die Saint-Gobain Gruppe hat in ihren Wertvorstellungen eine Anzahl von gemeinsamen Prinzipien entwickelt, die sowohl von den Unternehmensführungen als auch von den Mitarbeitern verfolgt und umgesetzt werden. Diese Prinzipien wurden in der Vergangenheit von Saint-Gobain Oberland verinnerlicht.

Die Verhaltensprinzipien der Saint-Gobain Gruppe betrachten folgende Punkte als grundlegende Werte für den Zusammenhalt ihrer Unternehmensführungen und Mitarbeiter: berufliches Engagement, Respekt gegenüber Anderen, Integrität, Loyalität, Solidarität. Sie bilden die Verhaltensprinzipien für jeden Einzelnen von uns.

Die Handlungsprinzipien sollen die Handlungen aller Unternehmensführungen und Mitarbeiter in Ausübung ihrer Tätigkeit lenken. In Übereinstimmung mit der langfristigen Strategie der Saint-Gobain Oberland tragen die Handlungsprinzipien zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Entwicklung bei. Im Mittelpunkt dieser Prinzipien steht die Achtung der Gesetze, der Umwelt, der Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie der Mitarbeiterrechte. In regelmäßigen Abständen werden diese Prinzipien durch entsprechende Aktionen gefestigt. Sie sind zudem Bestandteil von Zielvereinbarungsgesprächen.

Audit "berufundfamilie"

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird als fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Saint-Gobain Oberland etabliert. Um die Balance zwischen betrieblichen und individuellen Interessen zu fördern und sich als familienbewusster Arbeitgeber positionieren zu können, hat sich das Unternehmen dem Audit "berufundfamilie" unterzogen. Hierbei werden u.a. Arbeitszeitmodelle betrachtet und Maßnahmen erarbeitet, die die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker bzw. älterer Angehöriger unterstützen. Ende 2012 erhielt Saint-Gobain Oberland das Zertifikat, das von der Hertie-Stiftung verliehen und nach drei Jahren re-auditiert wird. 2013 konnten bereits eine Vielzahl an Maßnahmen eingeleitet werden, so dass der erste Zwischenbericht abgegeben und positiv bestätigt werden konnte.

Soziales Engagement

Auch über die Saint-Gobain Oberland hinaus wird soziales Engagement gelebt. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungsstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der sogenannte Girls' Day wissbegierigen Mädchen in den Werken Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Ein weiteres soziales Programm ist das Angebot von privaten Kfz-Versicherungen und von Pensionssparkonten der "Hamburger Pensionskasse", die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Zusatzabsicherung im Rentenalter dienen können.

Ziele für die Zukunft und soziale Herausforderungen

Die Gesundheit der Mitarbeiter steht bei der Saint-Gobain Oberland AG wie im gesamten Saint-Gobain Konzern weiterhin im Vordergrund. Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser Potenzial für die Zukunft. Daher arbeiten wir an kontinuierlichen Verbesserungen interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Hierzu zählen auch eine faire Entlohnung sowie die Ausbildung junger Menschen, die uns sehr am Herzen liegt. Außerhalb des Unternehmens engagiert sich die Saint-Gobain Oberland AG überwiegend in der Jugendarbeit: Zum einen im Bereich Begabtenförderung für Schüler, um diese frühzeitig für Technik zu begeistern; zum anderen sollen speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Sprachtrainings sowie andere - den Bildungsprozess begleitende - Maßnahmen künftig noch mehr bei ihrer Integration in die Gesellschaft unterstützt werden.

Lagebericht und Konzernlagebericht DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2013

Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2013 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Unternehmensstruktur

Die Saint-Gobain Oberland AG ist seit dem Jahr 1998 zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie I Frankreich. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.

Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Demzufolge hält die Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie I Frankreich, auch im Jahr 2013 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist auch 2013 im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine.

Im April 2010 hat die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe die neue Marke Verallia eingeführt. Diese umfasst die gesamten industriellen Aktivitäten des Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - in einer schlagkräftigen internationalen Einheit und ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Spirituosen und Lebensmittel.

Mithilfe der Marke Verallia soll insbesondere die Transparenz der internationalen Verpackungssparte von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus.

Die Saint-Gobain Gruppe möchte mit Verallia nicht nur ihre Kompetenz vermitteln, sondern gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen demonstrieren und ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.

Die Marke Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere, in allen Bereichen nachhaltige und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen.

Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte sind durch die Einführung der Marke unverändert geblieben.

Die Compagnie de Saint-Gobain hat mit der Gründung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Verallia S.A. im Jahr 2011 die Grundlage für deren geplanten Börsengang geschaffen. Letzterer wurde aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Finanz- und Schuldenkrise am 21. Juni 2011 im letzten Moment bis auf weiteres verschoben und bislang nicht durchgeführt. Im Januar 2013 hat die Compagnie de Saint-Gobain allerdings ein Kaufangebot seitens eines Wettbewerbers für das Verallia Nordamerika-Geschäft angenommen, das vorbehaltlich der Zustimmung der US-amerikanischen Kartellbehörden abgewickelt werden wird. Der Abstimmungsprozess läuft und wird voraussichtlich 2014 abgeschlossen.

Von diesem Schritt sind wir bei Oberland und unsere Kunden nur wenig betroffen, da wir nur bei sehr wenigen Kunden im Export Berührungspunkte hatten und ansonsten unabhängig von Verallia Nordamerika agierten und weiterhin agieren. Wir werden unverändert an unserer Strategie festhalten und unsere angestammten Märkte bedienen: Wir wollen nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein.

Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern.

Deutschland

In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität und Kundenservice sowie innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Menschenführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden.

Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein / Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.

Russland

ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod produziert hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind sowohl Händler von Glasbehältern für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie als auch zunehmend nationale Direktkunden und multinationale Kunden.

Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland und in angrenzenden Staaten angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge für die Wein- und Sektproduktion. Seit 2011 verfügt Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für das gesamte Portfolio im Mineralwasser-, Wein-, Sekt-, Bier- und Spirituosenbereich anzubieten.

Ukraine

Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser überwiegend für den Premiumbereich. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt und hat sich mit seinen innovativen Produkten zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und zunehmend auch in anderen osteuropäischen Märkten entwickelt.

Unternehmenssteuerung

Das Steuerungssystem bei Oberland ist darauf ausgerichtet, den Konzern bei der Erreichung seiner Ziele zu unterstützen. Ein Kernelement stellt die Unternehmensplanung dar. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden in diesem Prozess alle wesentlichen Faktoren des Konzerns geplant. Ergänzend kommt ein jährlicher Budgetprozess hinzu. In vierteljährlichen Abständen erfolgt eine Aktualisierung gemäß der aktuellen Geschäftsentwicklung. Ein monatliches Berichtswesen informiert zudem über den aktuellen Geschäftsverlauf, bildet eine weitere Grundlage für Entscheidungen und ermöglicht ein zeitnahes Reagieren und Gegensteuern bei unerwünschten Entwicklungen.

Die Steuerung des Konzerns wird durch ausgewählte Kennzahlen unterstützt. Es werden sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Indikatoren herangezogen. Diese werden im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung überwacht und unterliegen einer ständigen Optimierung.

Als bedeutsame Leistungsindikatoren dienen bei Oberland der Umsatz und das Operative Ergebnis (EBIT) nach IFRS, jeweils sowohl auf Konzern- als auch Segmentebene. Ergänzend dazu zeigt die Umsatzrendite, die den prozentualen Anteil des Ergebnisses vor Ertragsteuern am Umsatz errechnet, die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode an. Zur Steuerung werden weiterhin der Return on Investment (ROI), der Cashflow aus operativer Tätigkeit, die Eigenkapitalquote sowie die Investitionen verwendet. Diese finanziellen Kenngrößen werden im Rahmen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dargestellt. Ihre Entwicklung kann zudem der 10-Jahres-Übersicht im Geschäftsbericht entnommen werden.

Im nichtfinanziellen Bereich ist vor allem das Thema Arbeitssicherheit relevant. Aus diesem Grund werden hierzu spezielle Kennzahlen (TF1 und TF2) berechnet, die den Stand der Arbeitsunfälle mit und ohne Ausfallzeit aufzeigen. Im nichtfinanziellen Bereich wird außerdem die Anzahl der neuen Produkte als Kenngröße für die Innovationskraft des Unternehmens herangezogen. Zudem nimmt das Thema Energie, vor dem Hintergrund des Gesamtenergieverbrauchs, immer bedeutenderen Raum ein.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Global

Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv. Wesentlichen Anteil an diesem Wachstum haben im Gegensatz zu den klassischen Industrienationen nach wie vor die Schwellenländer. Der Euroraum kommt langsam aus der Rezession, wenn auch die Heterogenität zwischen den Mitgliedstaaten nach wie vor hoch ist und sich die Werte für 2013 insgesamt immer noch in einem niedrigen negativen Bereich befinden.

Deutschland

Im europäischen Vergleich steht Deutschland weiterhin gut da, auch wenn es im Rahmen einer sich seit 2012 insgesamt abkühlenden Konjunktur mit einem nur leicht positiven BIP-Zuwachs von ca. 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen hat. Deutschland gehört zu den Ländern, denen es vergleichsweise schnell gelungen ist, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise heraus einen sich selbst tragenden Aufschwung zu erzeugen. Es macht sich jedoch auch in Deutschland eine deutliche Verlangsamung der Konjunktur bemerkbar. Auch wenn die privaten Konsumausgaben im Berichtsjahr moderat zulegen konnten, war trotz Erhöhung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ein leichter Anstieg der Arbeitslosenquote zu verzeichnen.

Russland

Ende des Jahres 2012 begann eine spürbare Abschwächung des russischen Wirtschaftswachstums, die auch 2013 andauerte. Diese negative Konjunkturentwicklung hat dabei mehrere Gründe. Russland hat mit einer schwachen inländischen Nachfrage, volatilen Ölpreisen, fehlenden ausländischen Investoren, einem schwindenden Arbeitskräftepotenzial und unzureichenden Investitionen in die Infrastruktur des Landes zu kämpfen. Das Fehlen von Investitionen und die geringen Ausgaben der privaten Haushalte, die einst eine Hauptstütze des russischen Aufschwungs waren, machen sich allmählich bemerkbar. Zusammen mit der geringeren globalen Nachfrage nach russischen

Gütern führt dies dazu, dass Russland nahe an einer Rezession ist. Infolgedessen hat das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung die Prognose des realen BIP für 2013 auf 1,8 % gesenkt. Die Inflationsrate liegt zum Ende des Jahres bei ca. 6,8 %.

Der Wechselkurs im Jahr 2013 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem deutlich höheren Niveau und erreichte zum 31. Dezember 2013 einen Schlusswert von 45,32 Rubel / Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

WECHSELKURS RUBEL / EURO

Ukraine

Das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld blieb 2013 weiterhin sehr unsicher. Die Konjunktur hat sich im ersten Halbjahr 2013 weiter verlangsamt und führt für das Berichtsjahr zu einem Rückgang des ukrainischen Bruttoinlandsproduktes. Die industrielle Produktion sank infolge einer geringen Auslandsnachfrage nach Stahl und eines Rückgangs der exportorientierten Industriebranchen. Der Inlandsverbrauch nahm zwar weiter zu, jedoch deutlich langsamer als im Vorjahr. Die Verbraucherpreise blieben relativ konstant, infolge sinkender Lebensmittelpreise sowie einer restriktiven Geldpolitik. Entsprechend der schwachen Wirtschaftsentwicklung war eine niedrige Inflationsrate von 0,5 % zu verzeichnen.

Der Wechselkurs Griwna / Euro bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem etwas höheren Niveau und verzeichnete im Dezember einen Schlusswert von 11,35 Griwna / Euro. Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf 2013:

WECHSELKURS GRIWNA / EURO

Geschäftsverlauf

Das vergangene Geschäftsjahr führte bei der Behälterglasbranche mit einer leichten Zunahme des Absatzes sowie einem gleichbleibenden Produktionsvolumen wieder zu einem leichten Aufwärtstrend. Dieser Absatzzuwachs kommt aber im Wesentlichen aus dem Kleinglasbereich (Pharmazie und Kosmetik), während bei den Getränkeflaschen und Lebensmittelgläsern trotz kaltem Frühjahr, verspäteter Ernte und teilweiser Überschwemmung, durch einen laut Deutschem Wetterdienst rekordverdächtigen Sommer, zumindest eine schwarze Null bzw. nur minimal rückläufige Werte im Vergleich zum Vorjahr erreicht wurden. Das Exportgeschäft hatte an beiden Werten einen wesentlichen Anteil.

Das gesamte Biersegment leidet weiterhin unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf Nischenprodukte und ihre Exportaktivitäten. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend. Zudem hält der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch weiter auswirken wird.

Im Wein- und Sektbereich ist eine zunehmende Tendenz hin zu Sektmischgetränken und Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol zu beobachten, die diesen Markt belebt und den rückgängigen Konsum der klassischen Wein- und Sektsorten kompensieren kann.

Im Lebensmittelbereich konnten die weniger ernteabhängigen Bereiche wie Babyfood und Instant bessere Ergebnisse erzielen, aber die schlechten Ernteergebnisse der Obst-, Gemüse- und Sauerkonserven dennoch nur zum Teil ausgleichen.

Trotzdem konnten die Umsatzwerte des Vorjahres bei Oberland auch 2013 für das Deutschlandgeschäft erhöht werden. Im Zusammenhang mit den Wannenbaumaßnahmen zum Anfang des Berichtsjahres in Essen konnte der Lagerbestand kundenorientiert gesteuert werden. Die Produktion ist gegenüber dem Vorjahr um 2,5 % zurückgegangen.

Die Innovationsrate des Vorjahres konnte weiter gesteigert werden. Speziell die Produkt- und Serviceinnovationen standen dabei besonders im Fokus. Damit unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Oberland, sondern auch unsere absolute Kundennähe.

Der Behälterglasmarkt ist in Europa insgesamt angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise derzeit eher von einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich gerade in diesen Zeiten die Wichtigkeit von verlässlicher Produktqualität, Lieferfähigkeit, Kundennähe und Innovationskraft. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten. Die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als nachhaltiger Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, bleibt fortwährend kritisch. Hier erweist sich die Ende 2007 vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) nach wie vor als Erschwernis für die Versorgung mit Recyclingglas. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr auf einem hohen Niveau gehalten werden, was die Nachhaltigkeit des Werkstoffes Glas wiederholt deutlich macht.

Grundsätzlich ist die Geschäftsentwicklung und die Lage 2013 für das Deutschlandgeschäft annähernd so günstig zu beurteilen wie im Vorjahreszeitraum. Das Osteuropageschäft verzeichnete keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr. Die Perspektiven für Oberland sind positiv einzuschätzen, wobei wir die politischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit Aufmerksamkeit verfolgen.

KAPITALMARKT

Die Saint-Gobain Oberland ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

KENNZAHLEN ZUR SAINT-GOBAIN OBERLAND AKTIE (KURS FRANKFURT)

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EUR 2013 2012 2011 2010 2009
Konzernergebnis je Aktie 5,25 - 2,40 19,47 26,96 44,47
Jahresüberschuss AG je Aktie 12,43 22,76 23,68 12,03 24,31
Dividende je Aktie 12,40* 22,50 23,50 12,00 24,00
Börsenkurs am 31.12. 428,16 424,99 424,00 420,01 400,00
Höchstkurs 451,00 444,00 459,90 464,00 428,50
Tiefstkurs 415,00 395,00 381,00 395,00 357,04

* Dividendenvorschlag

Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde 2013 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.646 Stück (Vorjahr: 1.103 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitsanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, der sich im Streubesitz befindet. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

KURSHISTORIE SAINT-GOBAIN OBERLAND AG, 2013, BÖRSENPLATZ FRANKFURT

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Der Konzernumsatz bei Oberland blieb bei einem Rückgang um 0,1 % von 521,5 Mio. Euro auf 520,7 Mio. Euro nahezu konstant. Analog dazu ging der Absatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 0,1 % zurück. Preissteigerungen und Währungseffekte gleichen sich mehr oder weniger aus.

Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich leicht um 0,4 %. Die Saint-Gobain Oberland AG musste demgegenüber einen Absatzrückgang im Inland von 1,1 % hinnehmen. Der Export war um 5,4 % rückläufig, was in der normalen Schwankungsbreite dieses Segments liegt. Moderate Preissteigerungen wirken dem entgegen, so dass im Segment Deutschland - unter Einbeziehung der GPS - ein Umsatzanstieg von 393,3 Mio. Euro auf 395,2 Mio. Euro erreicht werden konnte.

In Russland ging der Umsatz mengen- und währungsbedingt um 7,6 % auf 81,2 Mio. Euro zurück. Das schwierige Marktumfeld wurde nach wie vor durch Folgewirkungen der staatlichen Lizenzierungsprogramme für Alkoholproduzenten beeinflusst. Generell war der russische Behälterglasmarkt weiterhin durch signifikante Überkapazitäten geprägt.

In der Ukraine erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 10,2 % auf 44,3 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf höhere Exportmengen. Auf dem Inlandsmarkt war die Entwicklung insgesamt rückläufig.

Der im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant gehaltene Konzernumsatz liegt unter unserer im Geschäftsbericht 2012 dargestellten Erwartung einer Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich. Während die Umsatzziele in Deutschland mit einem Anstieg im unteren einstelligen Prozentbereich und in der Ukraine mit einem Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich erreicht wurden, musste in Russland entgegen der prognostizierten Umsatzsteigerung im unteren zweistelligen Prozentbereich ein Rückgang um 7,6 % verzeichnet werden.

AG

In der AG entwickelte sich der Umsatz positiv. Nach 374,9 Mio. Euro im Vorjahr stieg er im Berichtsjahr auf 387,2 Mio. Euro. Das ist eine Erhöhung von 12,3 Mio. Euro oder 3,3 %. Während die Absatzmengen leicht zurückgingen, konnten die höheren Produktionskosten teilweise an die Kunden weitergegeben werden und wirkten sich somit positiv auf die Umsätze aus.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Im Gegensatz zum leicht niedrigeren Umsatz stieg das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) im Vergleich zum Vorjahr von - 2,4 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro.

Im Rahmen des Operativen Ergebnisses konnten die Umsatzkosten um 1,5 Mio. Euro und damit im Vergleich zum Umsatz sogar überproportional gesenkt werden. Gestiegene Verwaltungs- und Vertriebs- sowie Forschungs- und Entwicklungskosten wiegen dies allerdings auf. Die Sonstigen Erträge und Aufwendungen beinhalteten im Vorjahr einen nicht wiederkehrenden, insgesamt moderat positiven Ergebniseffekt aus dem Handel mit Emissionszertifikaten. Wesentlich gravierender waren darüber hinaus die im Vorjahr angefallenen Buchverluste aus Kapazitätsanpassungen in Russland. Insgesamt erhöhte sich das Operative Ergebnis damit um 23,6 % von 19,8 Mio. Euro auf 24,4 Mio. Euro.

Wie in der Zwischenmitteilung zum 30. September 2013 bereits angekündigt, liegen wir damit beim Operativen Ergebnis segmentübergreifend unter den im letztjährigen Geschäftsbericht veröffentlichten Erwartungen eines Anstiegs im oberen zweistelligen Prozentbereich. In Deutschland blieb das Operative Ergebnis mit 38,0 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant. Die Saint-Gobain Oberland AG steuert hierzu vor Konsolidierung 39,1 Mio. Euro1) (Vorjahr: 39,4 Mio. Euro) bei. Der prognostizierte Anstieg wurde in Deutschland nicht erreicht. In Russland konnte zwar eine Verbesserung des Operativen Ergebnisses von - 16,7 Mio. Euro auf - 10,8 Mio. Euro erzielt werden, jedoch ist die Ergebnissituation noch nicht ausgeglichen. Dies ist vor allem auf die nicht erreichten Absatzvolumina bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO zurückzuführen. Auch das ukrainische Werk konnte mit einem EBIT von - 2,8 Mio. Euro das Ziel einer ausgeglichenen Ertragssituation in 2013 nicht erreichen.

1) Der Unterschied zum Betriebsergebnis (HGB) der SGO AG resultiert hauptsächlich aus niedrigeren handelsrechtlichen Abschreibungen als Folge der unterschiedlichen Nutzungsdauern bis zur Einführung des BilMoG im Jahr 2010.

Durch ein weiter gefallenes Zinsniveau war der negative Beitrag des Zinsergebnisses mit - 9,6 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro geringer als im Vorjahr. Bei den Sonstigen Finanzerträgen und -aufwendungen ist im Berichtsjahr eine Sonderdividende aus der thailändischen Beteiligung (0,6 Mio. Euro) enthalten. Das Finanzergebnis verbesserte sich folglich um 2,0 Mio. Euro.

Insgesamt ergab sich eine Steigerung des Ergebnisses vor Steuern um 6,7 Mio. Euro von 8,8 Mio. Euro auf 15,5 Mio. Euro. Gegenläufig verminderte sich der Ertragsteueraufwand um 1,4 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Im Vorjahr war hier ein Aufwand durch erstmals nicht mehr im Rahmen der latenten Steuern ansetzbare Verlustvorträge bei Kavminsteklo enthalten.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN

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TEUR 2013 2012 Veränderung
Umsatzerlöse 520.670 521.450 - 0,1 %
Umsatzkosten - 469.654 - 471.112 - 0,3 %
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten - 24.007 - 22.757 5,5 %
Forschungs- und Entwicklungskosten - 823 - 628 31,1 %
Sonstige Erträge 839 1.401 - 40,1 %
Sonstige Aufwendungen - 2.600 - 8.593 - 69,7 %
Operatives Ergebnis 24.425 19.761 23,6 %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 9.695 - 11.162 - 13,1 %
Zinsen und ähnliche Erträge 138 203 - 32,0 %
Zinsergebnis - 9.557 - 10.959 12,8 %
Sonstige Finanzerträge 665 18 3.594,4 %
Finanzergebnis - 8.892 - 10.941 18,7 %
Ergebnis vor Steuern 15.533 8.820 76,1 %
Ertragsteueraufwand - 9.979 - 8.875 12,4 %
Latenter Steueraufwand - 819 - 3.342 - 75,5 %
Ertragsteuern gesamt - 10.798 - 12.217 - 11,6 %
Jahresergebnis 4.735 - 3.397 239,4 %
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - 513 - 996 48,5 %
Konzernergebnis 5.248 - 2.401 318,6 %

AG

Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG reduzierte sich von 22,8 Mio. Euro im Jahr 2012 auf 12,4 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Betriebsergebnis konnte im Berichtsjahr um 16,7 % von 39,7 Mio. Euro auf 46,3 Mio. Euro gesteigert werden, zurückzuführen in erster Linie auf gesteigerte Umsätze in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement.

Demgegenüber stellt sich das Finanzergebnis um 14,7 Mio. Euro schlechter als im Vorjahr dar. Hauptursache für diese signifikante Veränderung ist die Abschreibung auf die russische Beteiligung Kavminsteklo in Höhe von 15,0 Mio. Euro. Da diese Wertberichtigung steuerlich nicht ansetzbar ist, erhöht sich auch der Steueraufwand analog zum verbesserten Betriebs- und sonstigen Finanzergebnis um 2,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG

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TEUR 2013 2012 Veränderung
Umsatzerlöse 387.175 374.921 3,3 %
Bestandsveränderungen - 1.459 1.595 - 191,5 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 174 204 - 14,7 %
Sonstige betriebliche Erträge 6.849 5.862 16,8 %
Materialaufwand - 145.032 - 147.257 - 1,5 %
Personalaufwand - 83.755 - 80.726 3,8 %
Abschreibungen - 24.577 - 23.570 4,3 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 93.034 - 91.325 1,9 %
Betriebsergebnis 46.341 39.704 16,7 %
Finanzergebnis - 20.907 - 6.199 - 237,3 %
Außerordentliches Ergebnis - 786 - 786 0,0 %
Ergebnis vor Steuern 24.648 32.719 - 24,7 %
Ertragsteuern gesamt - 12.222 - 9.956 22,8 %
Jahresüberschuss 12.426 22.763 - 45,4 %
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.167 1.904 13,8 %
Bilanzgewinn 14.593 24.667 - 40,8 %

Finanz- und Vermögenslage

Konzern

Der Bilanzsummenrückgang lässt sich hauptsächlich auf eine Verringerung der Sachanlagen zurückführen.

KONZERNBILANZ AKTIVA

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.597 10.492 - 8,5 %
Immaterielle Vermögenswerte 651 934 - 30,3 %
Sachanlagen 283.163 305.910 - 7,4 %
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 0,0 %
Sonstige Forderungen 187 251 - 25,5 %
Latente Steueransprüche 583 614 - 5,0 %
Langfristige Vermögenswerte 295.858 319.878 - 7,5 %
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 126.667 130.908 - 3,2 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.373 58.841 6,0 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.719 5.850 - 2,2 %
Sonstige Vermögenswerte 47.223 40.262 17,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte 241.982 235.861 2,6 %
Summe Aktiva 537.840 555.739 - 3,2 %

Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

ENTWICKLUNG SACHANLAGEN

Die Bestände verringerten sich 2013 um 4,2 Mio. Euro, insbesondere wegen des Rückgangs bei den Fertigerzeugnissen.

Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

BESTANDSENTWICKLUNG

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.

Finanzierungsanalyse

Auf der Passivseite resultiert der Rückgang der Bilanzsumme in erster Linie aus einem verminderten Eigenkapital, hier vor allem im Bereich der Rücklagen und der Währungsumrechnungsdifferenzen. Insgesamt reduzierte sich das Eigenkapital von 147,0 Mio. Euro auf 118,3 Mio. Euro. Die verbleibende Differenz zwischen Eigenkapital- und Bilanzsummenrückgang wird in erster Linie über eine Erhöhung der kurzfristigen Schulden finanziert. Die Eigenkapitalquote sank von 26,5 % auf 22,0 %.

KONZERNBILANZ PASSIVA

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000 0,0 %
Rücklagen 139.066 161.882 - 14,1 %
Konzernergebnis 5.248 - 2.401 318,6 %
Währungsumrechnungsdifferenzen - 56.267 - 43.627 29,0 %
Anteile anderer Gesellschafter 4.219 5.161 - 18,3 %
Eigenkapital 118.266 147.015 - 19,6 %
Langfristige Schulden
Rückstellungen 74.215 79.968 - 7,2 %
Latente Steuerschulden 22.336 20.985 6,4 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.637 9.918 7,2 %
Langfristige Schulden 107.188 110.871 - 3,3 %
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 918 1.179 - 22,1 %
Ertragsteuerschulden 3.161 1.464 115,9 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 195.368 187.811 4,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.937 95.396 0,6 %
Sonstige Verbindlichkeiten 17.002 12.003 41,6 %
Kurzfristige Schulden 312.386 297.853 4,9 %
Summe Passiva 537.840 555.739 - 3,2 %

AG

In der AG war eine leichte Verringerung der Bilanzsumme von 426,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 425,1 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Der hauptsächlich durch den Wannenbau in Essen geprägte Anstieg der Sachanlagen wird durch verminderte Finanzanlagen sowie ein rückläufiges Umlaufvermögen weitgehend neutralisiert. Entsprechend wird das um 10,1 Mio. Euro verminderte Eigenkapital durch ein erhöhtes Fremdkapital kompensiert. Die Eigenkapitalquote sank folglich von 27,5 % auf 25,2 %. Der im Verhältnis zur Eigenkapitalentwicklung überproportionale Ergebnisrückgang führte zu einer Verminderung der Eigenkapitalrendite von 19,5 % auf 11,6 %.

Cashflow

Ein höheres Operatives Konzernergebnis sowie niedrigere laufende Steuerzahlungen führten zu einer Erhöhung des Cashflows um 9,9 Mio. Euro von 47,0 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro. Der im Gegensatz zum Vorjahr konstant gehaltene Vorratsbestand und höhere operative Verbindlichkeiten ermöglichen darüber hinaus eine Verbesserung des Cashflows aus operativer Tätigkeit um 33,5 Mio. Euro von 27,0 Mio. Euro auf 60,5 Mio. Euro.

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES KONZERNS

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TEUR 2013 2012
Operatives Konzernergebnis 24.425 19.761
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 44.216 42.966
Veränderung der langfristigen Rückstellungen - 4.818 - 3.801
Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern - 7.180 - 11.715
Erhaltene Dividende 663 18
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen - 447 - 232
Cashflow 56.859 46.997
Veränderung der Vorräte 360 - 15.603
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte - 2.949 3.502
Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 6.216 - 7.899
Cashflow aus operativer Tätigkeit 60.486 26.997
Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte - 35.491 - 43.721
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 35.491 - 43.721
Gezahlte Dividenden - 22.505 - 23.505
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - 534 - 116
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten - 1.987 35.621
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 25.026 12.000
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel - 31 - 4.724
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung - 100 20
Abnahme der Zahlungsmittel - 131 - 4.704

2013 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit somit aus, um die Investitionstätigkeiten sowie die Dividendenzahlungen ohne Liquiditätsverzehr abzudecken.

Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

CASHFLOW-AUFTEILUNG LÄNDER

Der ROI für das Geschäftsjahr 2013 liegt bei 5,5 % und damit über dem Vorjahreswert von 4,3 %.

Die Eigenkapitalrendite ist nach - 2,3 % im Vorjahr einhergehend mit dem Jahresergebnis des Konzerns mit 4,0 % wieder positiv.

Bei einer Gesamtsumme von 36,1 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf einem großen Wannenbauprojekt in Deutschland (Werk Essen). Auch die übrigen Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. In Osteuropa entsprach ein Großteil der Sachanlagen bereits den dortigen Anforderungen, entsprechend wurde hier nur punktuell nachgebessert. Im kommenden Jahr steht ein Investitionsvorhaben einer Wanne in Neuburg im Mittelpunkt. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

INVESTITIONSANALYSE

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 537,8 Mio. Euro (Vorjahr: 555,7 Mio. Euro):

Bilanzstrukturanalyse

AKTIVA

PASSIVA

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern wie auch schon im Vorjahr sehr differenziert zu sehen. In Deutschland konnte das Unternehmen mit einiger Anstrengung auf der Kosten- und Absatzseite noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Weiterhin als äußerst herausfordernd erwies sich das Marktumfeld in der Ukraine und vor allem in Russland mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage.

Sämtliche Standorte waren im Berichtszeitraum von den gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten betroffen. Da sich diese Tendenz in Zukunft nicht umkehren dürfte, gilt es, diesen Kosten weiterhin sowohl von der Produktions- als auch von der Absatzseite her entgegenzuwirken.

In Deutschland ergibt sich trotz dieser Risikofaktoren die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen.

In Osteuropa gilt es, wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie eine zeitnah zu erwartende Marktbereinigung dürften die Realisierbarkeit dieser Ziele ermöglichen. Mittelfristig sollten damit sämtliche Standorte in Russland und der Ukraine wieder einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

Segmentberichterstattung

Länder

Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung 2013 für die einzelnen Länder dar:

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2013 NACH LÄNDERN

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TEUR Deutschland Russland Ukraine
Umsatzerlöse 395.246 81.160 44.264
Umsatzkosten - 337.429 - 87.121 - 45.104
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten - 17.579 - 4.560 - 1.868
Forschungs- und Entwicklungskosten - 400 - 244 - 179
Sonstige Erträge 20 648 171
Sonstige Aufwendungen - 1.834 - 719 - 47
Operatives Ergebnis 38.024 - 10.836 - 2.763
Zinsaufwand - 4.453 - 4.722 - 520
Zinsertrag 90 45 3
Zinsergebnis - 4.363 - 4.677 - 517
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 665 - -
Finanzergebnis - 3.698 - 4.677 - 517
Ergebnis vor Steuern 34.326 - 15.513 - 3.280
Ertragsteueraufwand - 9.438 - 541 -
Latenter Steuerertrag/-aufwand - 1.024 97 108
Ertragsteuern gesamt - 10.462 - 444 108
Jahresergebnis 23.864 - 15.957 - 3.172
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - - 427 - 86
Konzernergebnis 23.864 - 15.530 - 3.086

Die Werte für Deutschland umfassen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 9,6 %, die deutlich über der Profitabilität des Konzerns von 4,7 % liegt. Die Gesamtprofitabilität wird durch die in Russland und der Ukraine erzielten Ergebnisse negativ beeinflusst.

Geschäftsbereiche

Die Verteilung der Umsätze nach Produktsegmenten (Flaschen &Gläser sowie Produktionsanlagen):

2013

2012

Flaschen &Gläser

Das Segment stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.

Die Umsätze in Tonnen haben sich im Jahr 2013 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz von Bierflaschen war 2013 leicht rückläufig. In den Bereichen Spirituosen und Wasser / Softdrinks waren ebenfalls negative Trends zu verzeichnen. Ein nur geringer Absatzrückgang ergab sich im Bereich Wein und bei den sonstigen Flaschen. Hingegen zeigten die Bereiche Sekt, Konserven, Babynahrung und die sonstigen Gläser eine positive Entwicklung. Insgesamt sank der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich minimal um 0,1 %.

UMSATZENTWICKLUNG IN TONNEN

Produktionsanlagen

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang -im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Serviceleistungen hierzu an.

UMSATZVERTEILUNG IN %

2013

2012

Die Gesamtumsätze der GPS Glasproduktions-Service GmbH waren niedriger als im Vorjahr. Wie im letzten Geschäftsjahr wurde ein Großteil der Umsätze mit externen Kunden erzielt. Bei den konzerninternen Umsätzen nahm der Anteil innerhalb des Oberland Konzerns zu. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH hat zum 31. Dezember 2013 einen Auftragsbestand von 11,5 Mio. Euro. Die Auftragssituation für 2014 hat sich verbessert, ist jedoch noch nicht für das gesamte Jahr absehbar, da die GPS zum Teil noch in Verhandlung mit ihren Vertragspartnern steht und für mehrere Angebote der Auftragseingang erst noch erfolgen muss. Diese unterschiedlichen Umsatzschwerpunkte und -schwankungen zwischen den Jahren sind kennzeichnend für dieses Produktsegment.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Arbeitssicherheit

Sicheres Verhalten bei der Arbeit, fortschrittlicher Umweltschutz und ein Höchstmaß an Gesundheitsschutz sind bei Saint-Gobain Oberland ein wichtiges Unternehmensziel und zentraler Bestandteil des EHS-Managementsystems, das die Elemente Environment (Umwelt), Health (Gesundheit) und Safety (Sicherheit) umfasst. Die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter hat uneingeschränkte Priorität. Deshalb lautet das Sicherheitsmotto "Null Arbeitsunfälle" und "Null berufsbedingte Krankheiten"!

Als Fundament der Sicherheitspolitik sind Grundregeln definiert, die den Gesundheits- und Arbeitsschutz gewährleisten sollen. Der Schwerpunkt liegt in der Präventionsarbeit, unterstützt durch verschiedene Maßnahmen und Programme. Unter anderem sind Mitarbeiter dazu aufgefordert, unsichere Situationen zu melden. Deren Identifizierung, Klassifizierung und Behebung soll das Eintreten wirklicher Unfälle verringern. Sogenannte SMATs (Safety Management Talk) dienen dazu, Mitarbeiter für sicheres Verhalten zu sensibilisieren. Hierzu findet zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe über gerade ausgeführte Tätigkeiten statt, bei dem es um gute Verhaltensweisen und die Vermeidung von Risiken bei der Tätigkeit geht. Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Verallia Gruppe eingeführt. Darüber hinaus beginnt jedes Meeting, auch außerhalb des Produktionsbereichs, ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.

Die Entwicklung im Bereich der Arbeitssicherheit wird durch die Indikatoren TF1 und TF2 abgebildet. Hierbei gibt die Kennzahl TF1 die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall bezogen auf eine Million Arbeitsstunden an. Es werden Unfälle berücksichtigt, die zu einem Arbeitszeitausfall von mehr als 24 Stunden führen. Die Kennzahl TF2 berechnet die Häufigkeit von Unfällen ohne Arbeitszeitausfall, bei denen jedoch eine medizinische Behandlung notwendig war, ebenfalls in Bezug auf eine Million Arbeitsstunden. Die Ergebnisse dieser Indikatoren werden in methodischen Unfallanalysen behandelt, um die tiefliegenden Ursachen zu identifizieren und zu beheben. Alle Erste-Hilfe-Maßnahmen werden ebenso erfasst, dokumentiert und durch Abteilungsleiter

und Sicherheitsfachkräfte analysiert. Hieraus werden Schwerpunkte und Maßnahmen abgeleitet.

In 2013 ist in Deutschland für TF1 ein Wert von 2,6 und für TF2 ein Wert von 3,4 zu verzeichnen. In den osteuropäischen Gesellschaften sind die Unfallzahlen insgesamt mit 2,9 TF1 und 2,8 TF2 auf einem ähnlichen Niveau. Nachfolgende Darstellung zeigt die Entwicklung dieser Indikatoren in den deutschen Werken im Zeitverlauf.

ANZAHL TF1 / TF2 IN DEUTSCHLAND

Forschung und Entwicklung

Um unserem Anspruch bei Oberland, nachhaltig bevorzugter Partner für unsere Kunden zu sein, gerecht zu werden, treibt die Forschung und Entwicklung (F&E) sowohl kontinuierliche Verbesserungsprozesse als auch innovative Projekte voran. Kundenorientierte Prozesse, spezielle Produktinnovationen und vor allem die qualitätsrelevante Prozessoptimierung stehen dabei immer im Mittelpunkt. Als weitere integrative Bestandteile aller F&E-Projekte sind Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit, der Ergonomie sowie beim Umweltschutz und die Erhöhung der Produktivität ebenso selbstverständlich wie die Kostenminimierung im Sinne von TCO (Total Cost of Ownership). Derartige Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite konnten die Innovationen wieder auf einem hohen Niveau gehalten werden. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen und Konzepten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten im Oberland Konzern:

INNOVATIONEN

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die individuellen Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch.

Neben den Produktinnovationen und der Prozessoptimierung gewinnen Dokumenten- und Wissensmanagement bei Saint-Gobain Oberland immer mehr an Bedeutung. Das zentrale Element dabei ist die Informationsvernetzung zwischen dem Know-how der praxisorientierten Experten und dem Know-why der grundlagenorientierten Ingenieure, was die Basis für viele Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen ist.

Das betriebliche Vorschlagswesen, das in den deutschen Werken ,i-pool' - von Ideen-Pool - genannt wird, hat der Saint-Gobain Oberland AG auch 2013 wieder eine Vielzahl an positiven Beiträgen eingebracht. Zwar lag sowohl die Anzahl der eingereichten Vorschläge mit 552 (Vorjahr: 649) sowie der davon 409 (Vorjahr: 483) umgesetzten Verbesserungen insgesamt unter der des Vorjahres, bei den dadurch erzielten Einsparungen setzte sich jedoch der positive Trend aus den vergangenen Jahren auch im Berichtsjahr weiter fort. Durch die Vorschläge konnten nachweisbar ca. TEUR 1.326 (Vorjahr: TEUR 965) an Einsparungen erzielt werden. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 234) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit bei oder dienen als Basis für technische Innovationen.

ANZAHL EINGEREICHTER l-POOL-VORSCHLÄGE

In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Allerdings agieren die Werke dort in einem anderen kulturellen Umfeld und unter anderen Rahmenbedingungen. Die Tools werden daher an die lokalen Bedingungen angepasst. Auch hier lässt sich jedoch feststellen, dass sich das Vorschlagswesen kontinuierlich positiv weiterentwickelt.

Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Die in 2013 abgeschlossenen bzw. erneut bestätigten Zertifizierungen verleihen den Werken ein verbessertes Marktimage und helfen bei der Stabilisierung der Prozesse. Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöht die Differenzierung durch Innovationen, wie die Einführung der Leichtglastechnologie (NNPB), und verbessert die Flexibilität durch eine Erhöhung der Farbenvielfalt.

In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen 2013 weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Es findet eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Kollegen aus Russland statt, um auch unsere russischen Kunden mit anspruchsvollen Flaschendesigns bedienen zu können. Darüber hinaus läuft neben dem Enterprise-Excellence (E2-Managementsystem auch noch das anspruchsvolle SixSigma-Programm weiter.

Die F&E-Aktivitäten für das Jahr 2014 werden maßgeblich geprägt sein von den Projekten, die schon 2013 begonnen wurden, um im kommenden Jahr zu echten Innovationen reifen zu können.

Energie

Speziell im Bereich Energie baut Oberland starke eigene Kompetenzen auf und nutzt gleichzeitig sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mitteleuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Beim Emissionshandel profitiert Oberland ebenfalls von den zentralen Konzernkompetenzen.

Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung und unterliegt ständigen Bemühungen um eine Optimierung des Energieeinsatzes und eine Reduzierung des Verbrauchs. Der Gesamtenergieverbrauch der vier deutschen Werke beläuft sich in 2013 auf 1.695.613 MWh (Vorjahr: 1.713.115 MWh).

Seit 2011 ist die Ölpreisentwicklung sehr instabil - beeinflusst von der unruhigen politischen Lage in der arabischen Welt, der durch Tsunamis ausgelösten Atommeiler-Katastrophe im japanischen Fukushima und der EU-Schuldenkrise.

Aufgrund dieser Entwicklungen hat sich Oberland aus ökologischen und ökonomischen Gründen dazu entschlossen, derzeit alle vier Werke in Deutschland auf Befeuerung mit Erdgas umzustellen. Diese Umstellung wurde 2013 komplett vollzogen. Hierdurch konnten wir sowohl Kostenvorteile bezogen auf den Energiemix des Vorjahres erzielen als auch unseren SOx- und CO2 -Ausstoß verringern. Insbesondere bezüglich der CO2 -Emissionen stärkt der vollständige Ersatz von Schwerem Heizöl durch Erdgasbefeuerung unsere Bemühungen, eine nachhaltige Produktion zu realisieren.

Erdgas etablierte sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem eigenständigen Handelsprodukt, so dass die früher übliche Indexierung an Öl (sogenannte Ölpreisbindung) im Erdgasbereich häufig bereits aufgehoben ist - NBP, TTF und NCG lauten die Abkürzungen für die wichtigsten europäischen Märkte. Der National Balancing Point (NBP) ist die Schnittstelle zwischen dem europäischen Festland und Großbritannien. Obwohl etwas abgeschwächt, gilt er immer noch als der führende Erdgasleitmarkt in Europa. Preisentwicklungen am NBP strahlen in die nachgelagerten Märkte TTF und NCG aus.

Der virtuelle Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden stellt den kontinentaleuropäischen Leitmarkt dar. Für Deutschland hat sich der virtuelle Handelspunkt von Netconnect Germany (NCG) zum wichtigsten Gashandelspunkt entwickelt. Die Bewegungen auf diesen drei Handelsmärkten bestimmen europaweit den Gasmarktpreis.

Verschiedene technische Neuerungen sowie die ausgeweitete Produktion von Shale-Gas, z.B. in den USA, haben den Erdgaspreis trotz steigender Preistendenz in den letzten Jahren auf ein attraktives Niveau verglichen mit Öl gebracht. Gleichzeitig steigt jedoch die Bedeutung von Erdgas im industriellen und privaten Bereich. Das Jahr 2013 startete mit einem erwartet moderaten Preis, jedoch zeigte sich Ende Quartal eins und zu Beginn Quartal zwei eine stark schwankende, preissteigernde Entwicklung, die teilweise zu hohen Ausschlägen am Markt führte. Unter anderem war die langanhaltende Heizperiode in 2013 preistreibend. Preise wie normalerweise nur in den Wintermonaten üblich mussten in diesem Quartal hingenommen werden. Zur Jahresmitte hin verzeichnete der Erdgaspreis einen erwarteten Rückgang auf ein mittleres Niveau, das unterhalb des Preises am Jahresbeginn lag. Die Schwankungen am Markt waren in den Sommermonaten sehr moderat, die Preise ungewöhnlich stabil. In den beiden folgenden Quartalen stieg der Erdgaspreis wieder an, insbesondere in den Wintermonaten erreichte der Preis wie erwartet ein erhöhtes Winterniveau.

TTF-PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2012 - 2013

In Russland ist zu erwarten, dass Strom eine größer werdende Rolle in der zukünftigen Energiezusammensetzung spielen wird. Die internationale Energieagentur erwartet, dass der russische Stromverbrauch jährlich um nahezu 2 % zunehmen wird. In Bezug auf die Entwicklung des russischen Gasmarktes laufen momentan Diskussionen hinsichtlich der Struktur und Regulierung. Sowohl der Gaspreis als auch der Preis für Elektrizität stiegen 2013 erneut deutlich an.

In der Ukraine änderte sich die Entwicklung des Gaspreises ab der zweiten Jahreshälfte und verzeichnete einen Rückgang um 2 %. Die Preise für Elektrizität gehen im Jahresverlauf ebenfalls deutlich nach unten.

NACHTRAGSBERICHT

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2013 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

CHANCENBERICHT

Chancenmanagement

Sowohl durch interne als auch externe Faktoren können sich für das Unternehmen Chancenpotenziale ergeben. Diese werden bei Oberland regelmäßig identifiziert und bewertet. Ziel ist es, Chancen und Potenziale frühzeitig zu erkennen und für ein profitables Wachstum des Konzerns optimal zu nutzen. Im Rahmen des Chancenmanagements erfolgt durch den Vorstand und das Controlling ein systematischer Umgang mit den Chancen des Konzerns, wobei ein wesentlicher Bestandteil die Unternehmensplanung darstellt. Chancen für den Konzern werden in unterschiedliche Bereiche gegliedert.

Einzelchancen

Markt- und absatzspezifische Chancen

Trotz der schwierigen Aussichten für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Verbraucherbewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.

Dabei steht der Kunde weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Durch hervorragende Qualität, Kundenservice und Innovationen wollen wir nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein. Ein kontinuierlicher Ausbau unserer guten Kundenbeziehungen kann sich dabei positiv auf die Absatzentwicklung auswirken. Chancen können in diesem Zusammenhang durch eine Erhöhung der Flexibilität und eine weitere Differenzierung entstehen, wodurch es möglich wird, zusätzliche Potenziale auszuschöpfen.

In 2014 werden wir bei der GPS Glasproduktions-Service GmbH eine neue Corporate Identity einführen, welche ein erkennbares Signal für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft darstellt. Das Spektrum an IS-Maschinentypen und innovativen Komponenten hat sich vergrößert. Neue Services für die Kunden erleichtern eine qualitativ hochwertige Produktion. Ein erkennbares Signal für den Aufbruch ist das neue Logo. Durch diese Maßnahmen können sich für das Produktsegment Produktionsanlagen neue Potenziale ergeben.

Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit internationalen Unternehmen sowie der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung. Eine Differenzierung gegenüber lokalen Anbietern sowie eine Ausrichtung auf internationale Kunden kann die Entwicklung weiter positiv beeinflussen. Auf dem russischen Glasverpackungsmarkt bestehen derzeit hohe Überkapazitäten. Wir gehen jedoch davon aus, dass kurz- bis mittelfristig eine zunehmende Marktbereinigung stattfindet, wovon auch ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod und Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO profitieren sollten.

Auch Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, damit die steigenden Kundenanforderungen befriedigt werden.

Industrielle und technische Chancen

Im Bereich der Glasherstellung und Fertigung werden Chancen insbesondere darin gesehen, weiter die Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Einen wesentlichen Beitrag leistet dazu unser Produktionssystem (Enterprise Excellence = E2 ) sowie das damit verbundene Projekt VIM (Verallia Industrial Model). Durch Benchmarking und Erfahrungsaustausch zwischen den Verallia-Werken können neue Lösungen identifiziert sowie weitere Verbesserungspotenziale sichtbar gemacht und gehoben werden. Konkrete Potenziale werden in einer höheren Flexibilität, z. B. durch eine bessere Auslastung der Wannen und Linien, in einer Effizienzsteigerung sowie in weiteren Prozessoptimierungen gesehen.

Einen sehr entscheidenden Kostenfaktor stellt der Energieverbrauch dar. Wenn hier noch weitere Einsparungen realisiert werden können, ergeben sich daraus positive Effekte für das Unternehmen. Die Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 in allen deutschen Werken bestätigt, dass ein professionelles Energiemanagement implementiert ist, in dessen Fokus auch die ständige Suche und Hebung weiterer Verbesserungspotenziale liegt. Zu nennen ist z. B. die konsequente Weiterverfolgung der Abwärmeverwertung.

Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, v.a. die Qualität des Recyclingglases, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung von Recyclingglas können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden.

In den Werken in Russland und der Ukraine ergeben sich insbesondere durch den Erfahrungsaustausch und die Zusammenarbeit innerhalb Verallias Chancen im Hinblick auf die Erweiterung der Fähigkeiten und des Portfolios. Dies betrifft neue Produktionsverfahren, Farben und Sorten. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Umsetzung von geplanten Gewichtsreduzierungen. Die Ukraine ist am stärksten von hohen Energiekosten betroffen und hat dadurch die größten Einsparpotenziale, die durch die Orientierung an Benchmarks realisiert werden können. Unabhängig davon sollten sich durch die von der russischen Regierung zugesagten Gaspreissenkungen positive Auswirkungen auf die Energiekosten ergeben.

Personelle Chancen

Themen bei denen wir Chancen für die Mitarbeiter sehen, sind u.a. die Präventionsmaßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit, deren konsequente Umsetzung im Laufe der letzten Jahre zu deutlich geringeren Unfallzahlen geführt hat. Hierin steckt weiteres Potenzial, das einhergeht mit der Gesundheit, genauer mit der Arbeitsplatzgestaltung. Arbeitsplätze werden sowohl im Produktionsbereich wie bei den Büro-Arbeitsplätzen

stets unter ergonomischen Aspekten an die Bedürfnisse des Personals angepasst. Eine entsprechende Gestaltung hilft bereits jetzt sowie auch künftig, Berufskrankheiten oder körperliche Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Ein weiteres wichtiges Feld zur Sicherung der Zukunft sind Innovationen. Hier sind es ebenfalls motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als treibende Kraft - in unserem Fall mittels eines Innovationsprojekts sowie durch das interne Vorschlagswesen und die Systematisierung des Problemlöseprozesses - einen enormen Beitrag leisten.

Unser breit angelegtes Produktionssystem, das im nächsten Jahr durch einen projektorientierten Ansatz noch einen weiteren Impuls erhalten soll, birgt v.a. durch einen Weiterbildungsansatz Chancen, Mitarbeiter noch besser zu qualifizieren und die Prozesse noch effizienter zu gestalten. Die Qualifikation des Personals durch interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen - beginnend bei den Auszubildenden bis hin zu langjährigen Fachkräften - ist ein weiterer zentraler Dreh- und Angelpunkt, um unsere (mittelfristigen) Perspektiven zu verbessern.

Mitarbeiterbindungsmaßnahmen, die jährliche Mitarbeiterbeteiligung in Form von durchschnittlich knapp 50 % eines Monatsgehalts sowie der Erhalt des Zertifikats ,audit berufundfamilie' können sich darüber hinaus wie die oben genannten Aspekte positiv auf unsere Unternehmensentwicklung auswirken.

Chancen durch nachhaltiges Handeln

Chancen ergeben sich auch durch das zunehmend in den Fokus rückende Thema Nachhaltigkeit (vgl. auch Kapitel Nachhaltigkeit in diesem Geschäftsbericht). Diese Thematik wird zwischenzeitlich auf allen Ebenen der Politik, im Handel, bei unseren Kunden und wesentlich von Verbrauchern sowie Umwelt- und Verbrauchervereinigungen diskutiert. Hier kann sich Glas besonders als Werkstoff mit seiner Recyclingfähigkeit in energiesparenden, geschlossenen Kreisläufen und seinen zahlreich vorhandenen natürlichen und regionalen Rohstoffen hervorheben. Außerdem zeichnet sich die Herstellung von Glasverpackungen durch ihre arbeitsplatzsichernde und soziale Komponente aus.

Aber nicht nur durch die Herstellung von Glas, sondern auch durch innovatives Design und konzeptionelle ökonomische Auswahl von anderen entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzten Materialien, wie beispielsweise Verschlüssen, Etiketten und Umverpackungen, die bis zum Verbraucher benötigt werden, lassen sich nachhaltige Verbesserungen erzielen. Diese nachhaltigen Verpackungskonzepte werden durch gezielte Kundenberatung und Engineering mittels eines speziell geschulten Teams entwickelt, um den gestiegenen Bedarf an nachhaltigen Produkten zu erfüllen und somit Chancen für neue Glasanwendungen zu generieren.

RISIKOBERICHT

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.

Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Enterprise-Excellence (E2 )-Managementsystem / VIM (Verallia Industrial Model)
Internes Kontrollsystem (IKS) / inkl. Fraud Fighting
Self-Assessments (IT-Security, Business Control)
interne und externe Audits

Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das E2-Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E2 (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems.

Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.

Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend werden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der kurzfristigen und langfristigen Risikosteuerung, die Verantwortlichkeiten, ein ggf. möglicher finanzieller Einfluss sowie der Bedarf einer Investition sind je Risiko angegeben.

Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.

Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens, insbesondere den Umsatz und das operative Ergebnis, wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess

In das unternehmensweite RMS ist auch ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess eingebettet, das die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Finanzberichterstattung sicherstellen soll. Die Identifizierung und Bewertung der Risiken sowie die Definition von Maßnahmen erfolgen ebenfalls über die beschriebenen Strukturen und Prozesse des konzernweiten RMS.

In Bezug auf den Rechnungslegungsprozess sind ergänzend einige spezielle Maßnahmen hervorzuheben. Insbesondere durch interne Richtlinien sowie konzernweite Vorgaben und Anweisungen wird die Einhaltung von Gesetzen sichergestellt. Außerdem wird durch den Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern und bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten möglichen rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Neben präventiven Maßnahmen, wie dem Vorhandensein einer ausreichenden Funktionstrennung und einem durchgängigen Vier-Augen-Prinzip, sorgen nachträgliche Kontrollen für die Ordnungsmäßigkeit der Abläufe. Das IT-System wirkt in diesem Zusammenhang unterstützend, wobei z. B. die Zugriffsrechte nur aufgabenbezogen vergeben werden, über einen Genehmigungsprozess geregelt sind und darüber hinaus bei Aufgabenwechsel entzogen sowie in definierten Abständen überprüft werden. Ergänzend zu den prozessintegrierten Maßnahmen werden regelmäßige Kontrollen durch interne und externe Prüfer durchgeführt. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem trägt folglich wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch seine vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei.

Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden. Die Risiken sind in Kategorien gegliedert und betreffen, sofern nicht anders angegeben, alle Segmente des Konzerns. Die Einschätzung der Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag und ist grundsätzlich auf ein Jahr ausgelegt. Bei der Verwendung eines abweichenden Zeitraums wird explizit darauf hingewiesen.

Markt- und Absatzrisiken

Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein / Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und / oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering.

Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose werden für Glasverpackungen derzeit tendenziell als vernachlässigbar betrachtet. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt unverändert zu beobachten.

Im Bereich Lebensmittel gilt es eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen rechtzeitig zu erkennen.

Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostensteigerungen führen. Da die Weitergabe dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich schwierig gestalten, diese Erhöhungen an die Kunden weiterzugeben.

Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, höchstwahrscheinlich von einem Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte.

Die GPS Glasproduktions-Service GmbH, welche Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie fertigt, blickt einer Verschärfung der Wettbewerbssituation entgegen. Es wird versucht, diesen Bedingungen durch die Aufrechterhaltung der Qualitätsarbeit, einen Ausbau des Servicegeschäfts, verstärkte nachhaltige Kundenwerbung und eine stärkere Nutzung von Absatzchancen innerhalb der Saint-Gobain Gruppe zu begegnen.

In Russland können durch die unstabile Situation bei der Lizenzierung für Alkoholproduzenten und -händler weiterhin negative Effekte im Spirituosensegment resultieren. In der Ukraine ist ebenfalls der Bereich Spirituosen risikobehaftet, insbesondere durch den steigenden Einfluss von russischen Importen. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen. Die instabile politische Lage in der Ukraine birgt zudem Unsicherheiten, aus der sich Risiken für die Geschäftsentwicklung in diesem Land ergeben können.

Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen.

Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Oberland bleibt abzuwarten.

Beschaffungsrisiken

Zur Herstellung unserer qualitativ hochwertigen Produkte benötigen wir in unseren Geschäftsprozessen Rohstoffe, Energie, komplexes technisches Equipment sowie Frachtkapazitäten, die wir auf den entsprechenden Beschaffungsmärkten beziehen.

Die Einkaufspreise können je nach Marktsituation schwanken und unsere Kostenstrukturen belasten. Wir wirken den Risiken möglichst durch angepasste Verkaufspreise, alternative Beschaffungsquellen und langfristig angelegte Lieferantenbeziehungen und Lieferverträge entgegen. Die Bündelung der zuletzt genannten Maßnahmen minimiert das Beschaffungsrisiko, erforderliche Kapazitäten werden weitestgehend abgesichert und somit wird unsere Wettbewerbsfähigkeit gesichert. Durch das bestehende Lieferantenkontrollverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten wird die Qualität der bezogenen Produkte kontinuierlich verbessert.

Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Zur Absicherung von Risiken aus schwankenden Energiepreisen wurden teilweise Derivate eingesetzt. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge interne Richtlinien. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie spürbar erhöhte Kosten nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und Alternativenergien sowie gestiegene Regelkosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben bzw. -umlagen und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen, Reduzierungen und Vergütungen.

Insbesondere das im Dezember gestartete Beihilfeverfahren der EU-Kommission zum deutschen EEG-Gesetz wirft viele Fragen und Unsicherheiten auf. Saint-Gobain Oberland bereitet sich auf unterschiedliche Szenarien vor, da sich ein bestimmter Ausgang momentan nicht abzeichnet.

Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Die Saint-Gobain Oberland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und konnte nicht benötigte Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (20132020) mindestens zu einer Verknappung der kostenlos zugeteilten Zertifikate, für 2013 werden jedoch die überhängigen und im Februar 2014 zugeteilten Zertifikate ausreichen - auf Dauer zeichnet sich jedoch ab, dass mindestens ein Teil der Emissionszertifikate über Auktionen zugekauft werden muss. Inzwischen hat die EU-Kommission ein sogenanntes "Backloading" (Entzug von CO2 -Zertifikaten aus dem Markt) beschlossen. Dazu wird es voraussichtlich schon im Jahr 2014 kommen. Darüber hinaus ist durch die Frage des Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie offen, ob ggf. gesamte benötigte Zertifikate ab 2015 hinzugekauft werden müssen. Zusätzlich sind die Stromerzeuger ab 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate komplett entgeltlich zu erwerben - dies wird unseren Strompreis und somit unsere Energiekosten weiter belasten.

Ausfallrisiken

Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss wie in den Vorjahren mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (s. Liquiditätsrisiken).

Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mithilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.

Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.

Liquiditätsrisiken

Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung von Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.

Wertminderungsrisiken

Geschäfts- und Firmenwerte belaufen sich im Berichtsjahr auf 9,6 Mio. Euro. Entsprechend IAS 36 wird mindestens jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. Eine Wertberichtigung von Geschäfts- und Firmenwerten könnte aufgrund eines negativen Geschäftsverlaufs, nachteiliger Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen oder anderweitiger Faktoren notwendig werden. Sachanlagen repräsentieren einen hohen Anteil der gesamten Vermögenswerte. Auch hier könnte ein Geschäftsrückgang zu Wertminderungen führen.

Die aktuellen Entwicklungen bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO haben im Berichtsjahr zu einer Abschreibung auf den Buchwert der Beteiligung im Einzelabschluss der AG geführt. Auch künftig können bei Tochterunternehmen außerplanmäßige Abschreibungen auf den Buchwert der Beteiligungen oder Wertberichtigungen auf Forderungen im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG erforderlich werden.

Zinsänderungsrisiken

Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

INTERNER REFINANZIERUNGSZINSSATZ 2013 SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.

Währungsrisiken

Kurzfristige Währungsrisiken

Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euroraumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euroraumes erzielte Umsatz von 24,6 % auf 24,1 % des Gesamtumsatzes.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Langfristige Währungsrisiken

Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung, insbesondere durch von der Eurokrise beeinflusste volatile Kurse der betroffenen Währungen, zu entsprechenden Wechselkursdifferenzen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich.

Industrielle und technische Risiken

Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich umfassen Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit, Angriffe von außen sowie Risiken in Bezug auf den Verlust oder Missbrauch von Daten.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R / 3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inkl. Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland. Es wurden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Angriffen von innen und außen getroffen.

Personalrisiken

Als wichtigen Erfolgsfaktor sieht die Saint-Gobain Oberland AG ihre hoch qualifizierten Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel in Deutschland zeichnet sich immer deutlicher ab. Offene Stellen können in Abhängigkeit von der Region und dem Einsatzbereich zum Teil nur verzögert besetzt werden. Durch diese Situation kommt es immer auch zu Mehrbelastungen der bestehenden Belegschaft. Themen wie dem demografischen Wandel wird u.a. durch Ergonomieprojekte oder eine systematische Analyse der Mitarbeiterentwicklung Rechnung getragen. Diese Themen werden weiter wichtig bleiben, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und auch langfristig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter an die Saint-Gobain Oberland AG zu binden. Neben Vollzeitstellen sind auch zusehends die Ausbildungsstellen schwieriger zu besetzen. Hier sind die geburtenschwachen Jahrgänge ein wesentlicher Faktor.

Anreize müssen geschaffen werden, um Mitarbeiter weiter an das Unternehmen zu binden und deren Einsatzbereitschaft zu sichern. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind nicht nur bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die bei der Saint-Gobain Oberland AG und bei der Compagnie de Saint-Gobain als generelle Policy insgesamt als wichtig erachtet werden. Durch verschiedenste Maßnahmen und Angebote aus den Bereichen Gesundheit, Arbeitssicherheit, Weiterbildung und Work-Life-Balance werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den verändernden Herausforderungen stellen zu können.

Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualität der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht.

Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen und deren Wertigkeit liegen die Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, bei z. B. sinkenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation.

Rechtliche Risiken

Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche rechtlichen Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: Schwächen in der Einhaltung von Gesetzen und aller Arten von Verpflichtungen, steuerrechtliche Fragestellungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Nach Möglichkeit werden die Risiken außerdem durch Versicherungen abgedeckt.

Aktuell besteht ein Mietrechtsstreit der GPS Glasproduktions-Service GmbH, zu dem Ende des Jahres eine Widerklage eingereicht wurde. Wesentliche künftige Ergebnisbelastungen werden nicht erwartet, allerdings sind Prognosen zum Verlauf und zum Ergebnis von Rechtsstreitigkeiten mit großen Unsicherheiten verbunden.

Die EU-Kommission hat ein förmliches Prüfverfahren zum EEG und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen eingeleitet und prüft darin die Rechtmäßigkeit der teilweisen Befreiungen von der EEG-Umlage. Als Risiko eines negativen Ausgangs können für bisher befreite Unternehmen Nachzahlungen drohen. Das Ergebnis des Prüfverfahrens ist aktuell jedoch vollständig offen. Als stromintensives Unternehmen wurden uns solche Teilbefreiungen gewährt. Im Falle einer negativen Entscheidung durch die EU-Kommission kann dies materielle Auswirkungen auf die Profitabilität haben. Das Risiko einer drohenden Nachzahlung wird allerdings als gering erachtet, da auch die Bundesregierung derzeit überzeugt ist, die Bedenken der EU-Kommission im Verfahrensverlauf ausräumen zu können.

Neben diesem Verfahren zur EEG-Umlage wurde von der EU-Kommission gegen Deutschland weiterhin ein förmliches Beihilfeverfahren wegen der Befreiung großer Stromverbraucher von Netzentgeltzahlungen eingeleitet, aus dem sich Rückforderungen der Befreiungen ergeben können. Auch in diesem Fall wird das Risiko einer Nachzahlung als gering eingeschätzt.

Umweltrisiken

Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken wird durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie Kavminsteklo nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221 / 2009 validiert, die Umwelterklärung durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt.

Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Oberland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2 -Emissionen.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten.

Diese Risiken werden durch das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess und dessen beschriebene Strukturen und Prozesse abgedeckt.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.

Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.

PROGNOSEBERICHT

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Chancen und Risiken. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eine der Chancen oder eines der Risiken eintreten, sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Prognoseberichts abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Nachwehen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise prägen nach wie vor die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Die ersten Schritte in Richtung einer nachhaltigen Problemlösung in struktureller Hinsicht sind jedoch getan. Daher wird für die Prognosen durch den Sachverständigenrat für 2014 aufgrund bereits eingeführter und erwarteter Rahmenbedingungen für Deutschland ein Wachstum von 1,6 % angegeben. In Zusammenhang mit einer prognostizierten geringeren Arbeitslosenquote und höheren Konsumausgaben wird dies voraussichtlich einen positiven Einfluss auf den Inlandsabsatz von Glasverpackungen haben. Trotzdem sind weitere wirtschaftliche Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist nach wie vor mit großen Unsicherheiten behaftet.

Branchenentwicklung

Deutschland

Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen für 2014 steht unter dem Einfluss eines intensiven europäischen Wettbewerbes, der sich auch für das kommende Jahr abzeichnet. Inwieweit inflationsbedingte Kostensteigerungen am Markt weitergegeben werden können, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.

Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut bleibt auch im Jahr 2014 zu beobachten. Trotz vereinzelter positiver Berichte weisen die Marktzahlen keinen signifikanten Trend zu Wachstum aus. Oberland erwartet hier auch im kommenden Jahr keine wesentliche Änderung.

Die Veränderung im Konsumverhalten von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch kontinuierlich sinkende Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigende Mengen bei Mineralwasser zum Ausdruck kommt. Der Mehrwegsektor verliert weiter an Bedeutung. Der Versuch, diese Entwicklung durch Einführung des Einwegpfandes zu verhindern, muss als gescheitert angesehen werden. Die Einwegverpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr weitere Marktanteile hinzugewinnen können.

Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, PET- und Doseneinwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren.

Seit 2011 bewegt sich die deutsche Weinlese - und damit die Ernteresultate - auf einem annähernd stabilen Niveau. Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich insbesondere dank des anhaltenden Trends hin zu den alkoholfreien Varianten und sektähnlichen Mischgetränken ebenso nach wie vor stabil. Insofern prognostizieren wir ein etwa gleichbleibendes bis, in Abhängigkeit von der Entwicklung der sektähnlichen Mischgetränke, steigendes Marktvolumen für das Wein- und Sektsegment für 2014.

Der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich ging 2013 insgesamt zurück, wobei entgegen der allgemeinen Situation die Segmente für Babyfood, Aufstrich- und Instantprodukte für positive Impulse sorgten. Wie in den Vorjahren zeigte sich auch 2013 die starke Abhängigkeit von den Ernteergebnissen, die daher eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig machen. Positiv auf die Nachfrage nach Glasverpackungen in diesem Segment wirkt sich weiterhin die zunehmende Rückbesinnung der Verbraucher auf Gesundheit und Qualität aus, denn gerade Bio- und Regionalprodukte werden zu einem großen Teil in Glas abgefüllt.

Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung unserer Kunden mit Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenläger nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es 2013 gelungen, die hohe Liefertreue zu halten - ohne eigene große, kapitalbindende Läger zu führen.

Russland

Die lokalen Flaschenproduzenten sind maßgeblich von der Alkoholindustrie abhängig. Diese ist seit 2011 einigen Schwierigkeiten ausgesetzt, deren Konsequenzen sich auch 2013 noch auswirkten. Nach der Neulizenzierung und der Neuregelung der Steuerbanderolen für Alkohol im Jahr 2011 konnten die Alkoholproduzenten auch in 2013 ihr vorheriges Niveau an Einkaufsvolumen nicht wieder erreichen. Für die nahe Zukunft wird erwartet, dass ein neues Kontrollsystem für den Alkoholvertrieb eingeführt wird. Die Anforderungen können von kleinen Einzelhändlern vermutlich nicht erfüllt werden, weshalb sich die Menge des Alkoholverkaufs reduzieren könnte.

Hinzu kommen Regulierungen der Werbung für Bier. Während seit Mitte 2012 bereits die Internetwerbung beschränkt ist, wurden Anfang 2013 auch Werbemittel in Zeitungen und Zeitschriften verboten. Der Anteil der Bierproduzenten ging 2013 aufgrund dieser Beschränkungen bereits zurück, da einige Hersteller zu anderen Segmenten, wie Mineralwasser und anderen alkoholfreien Getränken, wechselten. In diesen Segmenten ist auch im nächsten Jahr ein Marktanstieg möglich.

Wir gehen davon aus, dass es auf dem russischen Markt kurz- bis mittelfristig zu einer zunehmenden Marktbereinigung um überschüssige Kapazitäten kommt.

Ukraine

Auf dem ukrainischen Markt werden in den kommenden Jahren keine bedeutenden Entwicklungen erwartet. Allerdings war 2013 ein Rückgang in der Spirituosenproduktion zu verzeichnen, der sowohl auf den Rückgang des real verfügbaren Einkommens als auch auf den erheblichen administrativen Druck auf die Produzenten sowie Importbeschränkungen durch die russische Regierung zurückzuführen ist. Das Segment Gläser zeigte aufgrund der guten Ernte eine hohe Dynamik.

Ausrichtung des Konzerns

Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein - über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes - Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2013 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren.

Angesichts kontinuierlich steigender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werksübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten hinsichtlich Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich. Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Deutschland

Im Jahr 2014 wird eine steigende Weltwirtschaft erwartet, wobei die deutsche Wirtschaft mit leichten Zuwächsen rechnet. Die sich auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich auch 2014 voraussichtlich positiv entwickeln.

Der Markt für Behälterglas war 2013 leicht steigend. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die kommenden Jahre einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass sowohl in der gesamten Glasverpackungsbranche wie auch bei der Saint-Gobain Oberland AG keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist. Wie 2013 stehen auch im Jahr 2014 nicht alle Kapazitäten zur Verfügung, da ein Wannenabbruch durchgeführt wird.

Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für 2014 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund von weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.

Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir für 2014 von einem moderaten Preisanstieg in Korrelation zu den gestiegenen Einkaufsindices sowie einem leicht steigenden Absatzvolumen gegenüber 2013 aus. Dies bedeutet für das Segment Deutschland, inklusive GPS, dass für das kommende Jahr ein Wachstum um maximal 5 % beim Umsatz und eine Verbesserung um maximal 10 % beim Operativen Ergebnis erwartet wird.

Russland

Die Prognose für das wirtschaftliche Wachstum 2014 bleibt mit 3,1 % positiv. Allerdings besteht das Risiko für Korrekturen nach unten, nachdem die Wirtschaft 2013 den Schwung verloren hat. Die Wachstumsprognose für das nächste Jahr hängt hauptsächlich von der wirtschaftlichen Erholung von Russlands wichtigstem Handelspartner ab - der Eurozone.

Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund des entsprechenden Marktwachstums im Babyfood-, Kaffee- und Wodkasegment. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod auf multinationale und große lokale Kunden.

Um den Marktanteil zu erhöhen, wird Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO sein Exportgeschäft ausbauen, insbesondere in den kaukasischen Republiken, und in neue Regionen, wie Zentralrussland, eintreten sowie das Standardportfolio weiterentwickeln und das Qualitätsniveau verbessern. Verbesserte Technologien und ein erhöhtes Know-how können eine Aufwertung aller Artikel ermöglichen und die Marktposition stärken.

Der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt ist weiterhin sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten erst nach und nach abgebaut werden. Um die Position von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO im Süden Russlands zu stärken, wurde das Produktportfolio im Jahr 2013 weiter diversifiziert. Die Erwartungen für 2013 mit deutlich höheren Absätzen und einer höheren Produktion im Vergleich zu 2012 konnten nicht erfüllt werden, wobei sich die Situation zum Jahresende stabilisierte. Unser Fokus liegt nun auf der Vertriebsseite, wo wir uns aufgrund eines verbesserten Portfolios und einer verstärkten Zusammenarbeit mit internationalen Kunden eine deutliche Verbesserung versprechen. Nach Herausnahme einer Wanne Ende 2012 entsprechen unsere Kapazitäten nun den erwarteten Absatzmengen von 2014. Ersatzinvestitionen werden erst wieder geplant, wenn die Absatzseite es rechtfertigt. Für 2014 erwartet Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO eine positive Entwicklung der Absatzzahlen bei einem stark verbesserten, aber immer noch leicht negativen Operativen Ergebnis. Nach den marktseitigen Problemen in der zweiten Jahreshälfte 2013 erwarten wir für ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod eine Rückkehr zu einem leicht positiven EBIT in 2014.

Beim Umsatz planen wir in 2014 eine Steigerung zwischen 5 % und 10 %. Nach einem negativen Ergebnis in 2013 erwarten wir für 2014, dass das Operative Ergebnis zwar immer noch negativ sein wird, sich der negative Ergebnisbeitrag gegenüber 2013 jedoch mehr als halbiert.

Ukraine

Ein weiterer Rückgang der Gaspreise, der durch neue Abkommen mit Russland herbeigeführt werden könnte, würde sich auf die Ukraine positiv auswirken. Die Erfolgsaussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu meistern und die Basis für ein stabiles wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, hängen von der Erholung der nationalen und internationalen Nachfrage, der Effizienz der Regierungspolitik und der konsequenten Einführung von systematischen Reformen hin zu erfolgreichen wirtschaftlichen Modernisierungen ab. Die derzeitige politische Lage beobachten wir sehr aufmerksam, wobei unser Werk bisher nicht betroffen ist.

Vor diesem Hintergrund wird 2014 voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, ca. 25 % der Absätze werden in zehn verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio hat ein gutes Gleichgewicht erreicht und kann durch eine Reduzierung der Risiken bezogen auf einzelne Segmente noch verbessert werden.

Wir erwarten 2014 beim Umsatz einen Anstieg um maximal 5 %. Nach den sich noch weit in das Jahr 2013 hineinziehenden Absatz- und Produktionsthemen, die zu einem negativen Jahresergebnis führten, gehen wir auf Basis des positiven Trends im vierten Quartal 2013 davon aus, in 2014 in die Nähe eines ausgeglichenen Operativen Ergebnisses zu kommen.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Auch wenn die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld eher stabiler erscheint, sehen wir eine weitere Zunahme der Risiken. So erwarten wir für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und national die Fortsetzung eines erheblichen Preiskampfs.

Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten zeichnet sich auf den Beschaffungsmärkten vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen keine Beruhigung des Trends zu Preiserhöhungen ab. Außerdem ergibt sich aus der rechtlichen Unsicherheit in Bezug auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein neues Risiko, welches die Belastung für das Unternehmen schwer vorhersehbar macht. Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass vor allem die Rohstoff- und Energiepreisentwicklungen und die erheblichen und schädlichen Diskussionen um die Energieabgaben und -gesetzgebung ein beachtliches Ergebnisrisiko repräsentieren.

Die bereits in den Vorjahren angestoßenen Kostensenkungsprogramme werden im Rahmen eines kontinuierlichen Kostenmanagements auch zukünftig fortgeführt werden. Außerdem konnten auch in 2013 die Absatzpreise im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht werden, da am Markt ein Verständnis dafür vorhanden war, dass wir diese Belastungen nicht einseitig tragen können, wenn wir in beiderseitigem Interesse weiterhin eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen möchten. Wir gehen davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen auch 2014 zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.

Unter Ausklammerung von Verwerfungen auf den internationalen Kapital- und Energiemärkten rechnen wir für 2014 gegenüber 2013 insgesamt mit einer Verbesserung des Umsatzes um 5 % bis 10 % und beim Operativen Ergebnis mit einer Steigerung im mittleren zweistelligen Prozentbereich.

ANGABEN NACH §§ 289 ABS. 4 UND 315 ABS. 4 HGB SOWIE ERLÄUTERNDER BERICHT

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Ziffer Thema Angaben bzw. Verweis
1 Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2013 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme.
3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Die Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie / Frankreich, hat der Gesellschaft gemäß § 20 (4) AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden.
4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
S Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Es besteht keine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG beteiligt sind.
6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen.
7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien.
8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor.
9 Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289 a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.

Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie / Frankreich.

Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Mai 2011 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Nr. 9 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Satz 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.

AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt. Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS GEM. § 312 ABS. 3 SATZ 3 AKTG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

Bad Wurzach, den 28. Februar 2014

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

Bad Wurzach, den 28. Februar 2014

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Thomas Beyer, Vorstand Personal

Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen

Roland Unfried, Vorstand Technik

Jahresabschluss des Konzerns FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Gesamtergebnisrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D) 2013 2012
Jahresergebnis 4.735 - 3.397
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) (12/13) 3.261 - 12.902
Ertragsteuern (4) - 1.017 3.897
2.244 - 9.005
Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Zeitwert /-änderungen von Cashflow-Hedges (12/20) - - 31
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges (12/20) 31 - 240
Währungsumrechnung (12) - 13.021 3.086
Ertragsteuern (4) - 10 82
- 13.000 2.897
Sonstiges Ergebnis - 10.756 - 6.108
Gesamtergebnis - 6.021 - 9.505
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend - 5.127 - 8.694
davon auf andere Gesellschafter entfallend - 894 - 811

Gewinn- und Verlustrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D) 2013 2012
Umsatzerlöse (1) 520.670 521.450
Umsatzkosten - 469.654 - 471.112
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten - 24.007 - 22.757
Forschungs- und Entwicklungskosten - 823 - 628
Sonstige Erträge 839 1.401
Sonstige Aufwendungen - 2.600 - 8.593
Operatives Ergebnis (2) 24.425 19.761
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3/17/20) - 9.695 - 11.162
Zinsen und ähnliche Erträge (3/17/20) 138 203
Zinsergebnis (17/20) - 9.557 - 10.959
Sonstige Finanzerträge (3/17/20) 665 18
Finanzergebnis (3) - 8.892 - 10.941
Ergebnis vor Steuern 15.533 8.820
Ertragsteueraufwand (4) - 9.979 - 8.875
Latenter Steueraufwand (4) - 819 - 3.342
Ertragsteuern gesamt (4) - 10.798 - 12.217
Jahresergebnis 4.735 - 3.397
davon entfallen auf:
gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind 5.248 - 2.401
Minderheitsanteile am Eigenkapital - 513 - 996
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) (5) 5,25 - 2,40
Dividende je Aktie in EUR (6) 22,50 23,50

Bilanz DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

AKTIVA

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TEUR Anhang (D) 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte (7) 9.597 10.492
Immaterielle Vermögenswerte (7) 651 934
Sachanlagen (7) 283.163 305.910
Übrige finanzielle Vermögenswerte (7/17) 1.677 1.677
Sonstige Forderungen (8/17/18) 187 251
Latente Steueransprüche (14) 583 614
Langfristige Vermögenswerte 295.858 319.878
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (9) 126.667 130.908
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10/17) 62.373 58.841
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11/17) 5.719 5.850
Sonstige Vermögenswerte (10/17) 47.223 40.262
Kurzfristige Vermögenswerte 241.982 235.861
Summe Aktiva 537.840 555.739
Passiva
TEUR Anhang (D) 31.12.2013 31.12.2012
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (12) 26.000 26.000
Kapitalrücklage (12) 44.681 44.512
Gewinnrücklagen (12) 94.385 117.370
Konzernergebnis (12) 5.248 - 2.401
Währungsumrechnungsdifferenzen (12) - 56.267 - 43.627
Anteile anderer Gesellschafter (12) 4.219 5.161
Eigenkapital 118.266 147.015
Langfristige Schulden
Rückstellungen (13/17) 74.215 79.968
Latente Steuerschulden (14) 22.336 20.985
Finanzielle Verbindlichkeiten (15/17) 10.637 9.918
Langfristige Schulden 107.188 110.871
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (13/16/17) 918 1.179
Ertragsteuerschulden (16) 3.161 1.464
Finanzielle Verbindlichkeiten (16/17) 195.368 187.811
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16/17) 95.937 95.396
Sonstige Verbindlichkeiten (16/17) 17.002 12.003
Kurzfristige Schulden 312.386 297.853
Summe Passiva 537.840 555.739

Eigenkapitalveränderungsrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2012 26.000 44.369 249 128.635 1.728 19.470
Konzernergebnis - - - - - - 2.401
Zeitwert /-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - 31 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - - 240 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - - 12.902 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - 3.979 - -
Dividende - - - - - - 23.500
Beiträge des Mutterunternehmens - 143 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - 18 - -
Umgliederung - - - - 4.206 176 4.030
31.12.2012 26.000 44.512 249 115.217 1.904 - 2.401

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Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-

kapital
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2012 - 46.528 173.923 6.518 - 271 6.247 180.170
Konzernergebnis - - 2.401 - - 996 - 996 - 3.397
Zeitwert /-änderungen von Cashflow-Hedges - - 31 - - - - 31
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - 240 - - - - 240
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - 12.902 - - - - 12.902
Währungsumrechnung 2.901 2.901 185 - 185 3.086
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 3.979 - - - 3.979
Dividende - - 23.500 - - 5 - 5 - 23.505
Beiträge des Mutterunternehmens - 143 - - - 143
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - 18 - 270 - - 270 - 288
Umgliederung - - - 276 276 - -
31.12.2012 - 43.627 141.854 6.157 - 996 5.161 147.015

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Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinn-

rücklagen
Gewinnvortrag Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2013 26.000 44.512 249 115.217 1.904 - 2.401
Konzernergebnis - - - - - 5.248
Zeitwert /-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - - - 31 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - 3.261 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - - 1.027 - -
Dividende - - - - - - 22.500
Beiträge des Mutterunternehmens - 169 - - - -
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - - - 349 - -
Umgliederung - - - - 25.164 263 24.901
31.12.2013 26.000 44.681 249 91.969 2.167 5.248

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Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-

kapital
Kumuliertes übriges Konzernergebnis Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2013 - 43.627 141.854 6.157 - 996 5.161 147.015
Konzernergebnis - 5.248 - - 513 - 513 4.735
Zeitwert /-änderungen von Cashflow-Hedges - - - - - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges - 31 - - - 31
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - 3.261 - - - 3.261
Währungsumrechnung - 12.640 - 12.640 - 381 - - 381 - 13.021
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - 1.027 - - - - 1.027
Dividende - - 22.500 - - 5 - 5 - 22.505
Beiträge des Mutterunternehmens - 169 - - - 169
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - 349 - 43 - - 43 - 392
Umgliederung - - - 1.001 1.001 - -
31.12.2013 - 56.267 114.047 4.732 - 513 4.219 118.266

Kapitalflussrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang (D)/ Anmerkung 2013 2012
Jahresergebnis des Konzerns 4.735 - 3.397
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis 19.690 23.158
Operatives Konzernergebnis 24.425 19.761
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (7) 44.216 42.966
Veränderung der langfristigen Rückstellungen * - 4.818 - 3.801
Gezahlte Zinsen - 352 - 551
Erhaltene Zinsen 141 78
Gezahlte Ertragsteuern (operativ) - 6.969 - 11.242
Erhaltene Dividende 663 18
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen - 447 - 232
Cashflow 56.859 46.997
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte (7) 2.312 8.181
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen - 244 - 3.400
Veränderung der Vorräte * 360 - 15.603
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte * - 5.261 - 4.679
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions- / Finanzverbindlichkeiten) * 6.460 - 4.499
Cashflow aus operativer Tätigkeit 60.486 26.997
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten (7) 1.402 611
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte (7)** - 36.893 - 44.332
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 35.491 - 43.721
Gezahlte Dividenden - 22.505 - 23.505
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - 534 - 116
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 22.633 56.703
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten - 9.292 - 19.675
Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten - 7.158 - 6.725
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter - 8.170 5.318
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 25.026 12.000
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel - 31 - 4.724
Wechselkursbedingte Veränderung - 100 20
Abnahme der Zahlungsmittel - 131 - 4.704
Finanzmittel am Anfang der Periode (11) 5.850 10.554
Finanzmittel am Ende der Periode (11) 5.719 5.850

* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen von 2012 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.

** Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus den zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.

In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte sind keine Wertminderungen enthalten (Vorjahr: TEUR 715).

Anhang zum Konzernabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2013

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt im Konzern zum Stichtag 3.160 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.334).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemein

Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt.

Neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben:

Erstmals angewandte Rechnungslegungsstandards

Änderung an IAS 1 Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses
Änderung des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer
Änderung an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Improvements to IFRS 2009 - 2011: Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34

Die Anwendung der neuen und der geänderten Standards hatte keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses der Saint-Gobain Oberland AG.

Erlassene, von der EU übernommene und noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards mit Angabe des Zeitpunkts des Inkrafttretens

Änderung des IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden, 01.01.2014
Änderung des IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben zum erzielbaren Betrag nicht-finanzieller Vermögenswerte, 01.01.2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse, 01.01.2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, 01.01.2014

Aus heutiger Sicht ist nicht zu erwarten, dass die künftige, erstmalige Anwendung der Standards und Interpretationen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Als relevante Cash Generating Units (CGUs) mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert.

Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.

Der Nutzungswert ergibt sich aus dem Zeitwert der jeweiligen abgezinsten Free Cashflows. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Steigerungen der Verkaufspreise bzw. -mengen und die Entwicklung der Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie bspw. die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen und zur Harmonisierung der relativ langen Investitionszyklen an die jeweilige CGU mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 3 Jahre fortgeschrieben. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate zwischen 3,7 % und 4,0 %. Basis sind die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Free Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und liegt bei bis zu 11,3 % in Russland sowie bis zu 14,2 % in der Ukraine. Sollte der Nutzungswert, wie im Berichtsjahr bei allen CGUs der Fall, höher als der Buchwert der entsprechenden CGU sein, wird auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes verzichtet.

Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Teile von Sachanlagen mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts werden getrennt abgeschrieben.

Emissionsberechtigungen

Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell über unentgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht. Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.

Leasing

Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Finanzinstrumente

Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst.

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden bei Bedarf generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab. Ebenso wurde ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte preislich gesichert.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.

Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. den Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.

Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen.

Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.

Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.

Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden innerhalb des Eigenkapitals erfasst und im Sonstigen Ergebnis dargestellt. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Verwendung von Schätzungen

Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht im Sinne des IAS 21 selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerten und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
ISO-Code 31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
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Russischer Rubel RUB 45,32460 40,32950 42,32265 39,92394
Ukrainische Griwna UAH 11,35390 10,63970 10,83146 10,39097
US-amerikanischer Dollar USD 1,37910 1,31940 1,32807 1,28576

C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungsgrundsätze

Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.

Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 5 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:

Black Sea Glass Packaging LLC, Russland
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland
ZAO STI, Russland

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2013 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten.

Erwerb weiterer nicht beherrschender Anteile an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO

Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe und eine Kapitalerhöhung um 1,3 % auf 97,5 %. Entsprechende Auswirkungen auf das Eigenkapital sind unter Punkt (12) Eigenkapital dargestellt.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.

(2) Operatives Ergebnis

Im Operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 44.216 (Vorjahr: TEUR 42.251) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.

Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 112.249 (Vorjahr: TEUR 108.000), Materialaufwand inkl. Bestandsveränderungen der fertigen und unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEUR 233.269 (Vorjahr: TEUR 236.560) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR - 94 (Vorjahr: TEUR 409).

Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 110). Die Verminderung der Sonstigen Erträge ist hauptsächlich auf den reduzierten Handel mit CO2 -Zertifikaten im Berichtsjahr zurückzuführen.

Die Verminderung der Sonstigen Aufwendungen steht hauptsächlich in Zusammenhang mit ausschließlich im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen aus der Stilllegung einer Sachanlage in Russland in Höhe von TEUR 4.009. Außerdem beinhalten die Sonstigen Aufwendungen Abfindungsverpflichtungen hauptsächlich wegen Kapazitätsanpassungen in Höhe von TEUR 1.749 (Vorjahr: TEUR 1.353).

(3) Finanzergebnis

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TEUR 2013 2012
Sonstige Finanzerträge 665 18
davon Erträge aus Beteiligungen 665 18
Zinsen und ähnliche Erträge 138 203
davon aus verbundenen Unternehmen 16 32
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 9.695 - 11.162
davon an verbundene Unternehmen - 1.975 - 2.341
Finanzergebnis - 8.892 - 10.941

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 203), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 7.205 (Vorjahr: TEUR 7.735).

(4) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden ab 01. Januar 2013 nach dem seit 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,88 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,7 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %). Die Steuersatzänderung führt zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 286.

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr bei 19 % (Vorjahr: 21 %), der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Aufgrund der für die Zukunft rückläufigen Steuersätze in der Ukraine wird für die betreffenden latenten Steuern ein entsprechend gewichteter Satz von 18 % angewandt (Vorjahr: 19 %). Diese Änderung führt zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 31.

Im Vorjahr wurden für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.163 keine latenten Steuern gebildet, im Berichtsjahr liegen keine thesaurierten Ergebnisse vor.

Steueraufwand

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TEUR 2013 2012
Laufender Ertragsteueraufwand - 9.979 - 8.875
Latenter Steueraufwand - 819 - 3.342
Ertragsteuern gesamt - 10.798 - 12.217

Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:

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TEUR 2013 2012
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 15.533 8.820
Erwartete Ertragsteuern (EBT x Steuersatz 30,7 %) 4.769 2.664
Steuereffekte aus:
Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen 2.090 2.346
Aperiodischem Steueraufwand/-ertrag 537 30
Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) 297 1.078
Verlusten des lfd. Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde 3.066 3.577
Wertminderung latenter Steueransprüche 0 2.496
Sonstigen Abweichungen 39 26
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 10.798 12.217

Die Effekte aus Wertminderung latenter Steueransprüche und Verlusten, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2021 (TEUR 10.543), 2022 (TEUR 15.754) und 2023 (TEUR 14.761).

(5) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2013, wie im Jahr 2012, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:

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TEUR 2013 2012
Jahresergebnis 4.735 - 3.397
Anteile anderer Gesellschafter - 513 - 996
Anteilseigner der Muttergesellschaft 5.248 - 2.401
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 5,25 - 2,40

(6) Dividende je Aktie

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2013 2012
Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) 22.500 23.500
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Dividende je Aktie (in EUR) 22,50 23,50

Die Dividendenzahlung im Jahr 2014 an die Anteilseigner wird in Höhe von EUR 12,40 pro Aktie vorgeschlagen.

(7) Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung des Anlagevermögens 2012

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2012 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2012
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Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 8.279 399 64 4.079 4.663
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 208.402 7.223 154 1.356 214.423
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 612.395 23.062 19.494 47.007 607.944
In Herstellung befindliche Sachanlagen 19.561 17.528 - 19.712 204 17.173
Summe Sachanlagen 840.358 47.813 - 64 48.567 839.540
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188
Gesamt 865.959 48.212 - 52.646 861.525

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Abschreibungen Differenzen aus Währungsumrechnung
TEUR Vortrag 01.01.2012 Geschäftsjahr 2012 Abgänge Stand 31.12.2012 Stand 31.12.2012
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Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - - 4.642
Immaterielle Vermögenswerte 4.454 968 1.754 3.668 - 61
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 107.878 5.758 432 113.204 - 10.334
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 390.000 36.240 42.279 383.961 - 25.577
In Herstellung befindliche Sachanlagen 164 0 - 164 - 390
Summe Sachanlagen 498.042 41.998 42.711 497.329 - 36.301
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511 -
Gesamt 503.007 42.966 44.465 501.508 - 41.004

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Buchwert
TEUR 31.12.2012 01.01.2012
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 10.492 10.464
Immaterielle Vermögenswerte 934 3.756
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 90.885 89.407
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 198.406 194.638
In Herstellung befindliche Sachanlagen 16.619 18.617
Summe Sachanlagen 305.910 302.662
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677
Gesamt 319.013 318.559

Entwicklung des Anlagevermögens 2013

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 4.663 153 8 851 3.973
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 214.423 1.787 289 380 216.119
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 607.944 25.887 15.344 9.985 639.190
In Herstellung befindliche Sachanlagen 17.173 8.228 - 15.641 1.052 8.708
Summe Sachanlagen 839.540 35.902 - 8 11.417 864.017
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188
Gesamt 861.525 36.055 - 12.268 885.312

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Abschreibungen Differenzen aus Währungsumrechnung
TEUR Vortrag 01.01.2013 Geschäftsjahr 2013 Abgänge Stand 31.12.2013 Stand 31.12.2013
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - - 5.537
Immaterielle Vermögenswerte 3.668 384 808 3.244 - 78
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 113.204 5.675 357 118.522 - 14.359
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 383.961 38.157 8.791 413.327 - 33.521
In Herstellung befindliche Sachanlagen 164 - - 164 - 961
Summe Sachanlagen 497.329 43.832 9.148 532.013 - 48.841
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511 -
Gesamt 501.508 44.216 9.956 535.768 - 54.456

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Buchwert
TEUR 31.12.2013 01.01.2013
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.597 10.492
Immaterielle Vermögenswerte 651 934
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 83.238 90.885
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.342 198.406
In Herstellung befindliche Sachanlagen 7.583 16.619
Summe Sachanlagen 283.163 305.910
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677
Gesamt 295.088 319.013

In den Abschreibungen sind keine Wertminderungen enthalten (Vorjahr: TEUR 715).

Geschäfts- oder Firmenwerte

Auf Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 973), auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 3.561 (Vorjahr: TEUR 4.002) und auf Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von TEUR 5.170 (Vorjahr: TEUR 5.517). Die Änderungen der Goodwills resultieren ausschließlich aus Währungsumrechnungsdifferenzen, insgesamt TEUR -895.

Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurden wie auf Seite 105 beschrieben auf Basis der diskontierten Free Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Free Cashflows analysiert.

Der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beträgt bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO TEUR 72.694 (Vorjahr: TEUR 88.143) und übersteigt somit deren Buchwert um TEUR 13.836 (Vorjahr: TEUR 11.575). Bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod beträgt der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit TEUR 83.982 (Vorjahr: TEUR 87.228) und ist um TEUR 23.277 (Vorjahr: TEUR 14.682) höher als der Buchwert; bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' beläuft sich der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf TEUR 59.129 (Vorjahr: TEUR 51.698) und übersteigt den Buchwert um TEUR 12.230 (Vorjahr: TEUR 2.504). Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen den WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um + / - 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 3.524 und TEUR 5.271 verringern / TEUR 3.905 und TEUR 6.074 erhöhen (Vorjahr: zwischen TEUR 3.068 und TEUR 5.627 verringern / TEUR 3.382 und TEUR 6.423 erhöhen).

Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Free Cashflows um jeweils + /- 10 % die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 6.904 und TEUR 9.667 erhöhen / verringern (Vorjahr: zwischen TEUR 5.170 und TEUR 8.814 erhöhen / verringern).

Die negative Auswirkung der insbesondere den Free Cashflows zugrunde gelegten Sensitivitäten würde zu keinem rechnerischen Wertminderungsaufwand (Vorjahr: TEUR 2.666) führen. Gemindert werden könnte dieser Aufwand durch einen ggf. höheren Nettoveräußerungswert der betroffenen CGU.

Die nachstehende Tabelle zeigt den Wert, um den sich die beiden wesentlichen Annahmen jeweils ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gleich deren Buchwert ist:

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31.12.2013 31.12.2012
WACC (in %-Punkten)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 1,5 1,1
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod 3,1 1,6
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' 2,0 0,4
Free Cashflow (in %)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO - 17 - 13
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod - 24 - 17
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' - 18 - 5

(8) Langfristige Forderungen

Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (18) Leasingverhältnisse.

(9) Vorräte

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.187 56.103
Unfertige Erzeugnisse 4.692 1.506
Fertige Erzeugnisse und Waren 66.788 73.299
Gesamt 126.667 130.908

Die Abwertungen betragen 2013 insgesamt TEUR 10.800 (Vorjahr: TEUR 10.836), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 137.467 (Vorjahr: TEUR 141.744).

(10) Kurzfristige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.373 58.841
davon gegen verbundene Unternehmen 640 3.287
Sonstige Vermögenswerte 47.223 40.262
davon Steuerforderungen 8.109 8.012
davon übrige Vermögenswerte 39.114 32.250

Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft.

Per 31. Dezember 2013 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 7.581 (Vorjahr: TEUR 19.060) unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen verkauft. Diese Forderungsverkäufe führten zu einer Ausbuchung aus der Bilanz, es wurden hieraus Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 7.020 (Vorjahr: TEUR 17.468) erzielt. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Forderungen aus Kaufpreiseinbehalten sowie die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen. Die bilanzierten Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 1.286), was dem maximalen Verlustrisiko entspricht. Dieses Risiko ist als äußerst gering eingestuft.

(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Schecks und Bankguthaben zusammen.

(12) Eigenkapital Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie / Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie / Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung von 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.

Rücklagen

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.

Gesetzliche Rücklage

Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.

Andere Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.

Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.

(13) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Wertigkeit der individuellen Versorgungszusagen ist dabei abhängig vom jeweiligen Werk. Für die Höhe der Versorgungsbezüge sind die Anzahl der geleisteten Dienstjahre und die zugesagte Leistung pro Dienstjahr maßgebend. Bei diesen leistungsorientierten Zusagen kommen die generellen rentenrechtlichen Bestimmungen zur Anwendung. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:

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2013 2012
Abzinsungsfaktor 3,60 % 3,25 %
Gehaltstrend 2,40 % 2,40 %
Rententrend 1,80 % 1,75 %
Fluktuationsrate 3,00 % 3,00 %
Inflationsrate 1,80 % 1,75 %

Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.

Sie belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Marktrisiko.

Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um + / - 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung / Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.854 / 4.274 (Vorjahr: TEUR 4.036 / 4.483) zur Folge. Eine Änderung der Inflationsrate um + / - 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung /Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.052 / 1.901 (Vorjahr: TEUR 2.052 / 1.902) zur Folge.

Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
TEUR 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 69.074 73.106 938 1.003
Entwicklung
Rückstellung zum 01.01. 73.106 60.979 1.003 950
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste - 3.236 12.810 - 25 92
Zuführung 3.399 3.487 34 44
davon Versorgungsaufwand 942 677 1 1
davon Zinsaufwand 2.457 2.810 33 43
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland - 56 3 - -
Gezahlte Leistungen - 4.139 - 4.173 - 74 - 83
Rückstellung zum 31.12. 69.074 73.106 938 1.003

Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 9.839 (Vorjahr: TEUR 9.928) entrichtet.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 70.012 74.109 61.929 64.521 60.983

Die Pensions- und Deputatverpflichtungen teilen sich folgendermaßen auf die Versorgungsberechtigten auf:

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Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
TEUR Berechtigte TEUR Berechtigte TEUR
--- --- --- --- ---
Aktive Mitarbeiter 1.310 17.116 21 36
Ehemalige Mitarbeiter 324 4.227 4 4
Pensionäre 2.114 47.731 846 898
Gesamt 3.748 69.074 871 938

Die durchschnittliche Laufzeit der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2013 12,3 Jahre.

Die in 2014 zu zahlenden Versorgungsleistungen werden für die Pensionsverpflichtungen mit TEUR 4.288 und für die Deputatverpflichtungen mit TEUR 85 geschätzt.

Entwicklung der Rückstellungen

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TEUR 01.01.2013 Verbrauch Auflösung Zuführung Sonstige Veränderungen 31.12.2013
Langfristige Rückstellungen
Pensionen 74.109 - 4.213 - 3.433 - 3.317 70.012
Übrige Personalverpflichtungen 3.450 - 1.232 - 270 246 - 2.194
Sonstige Rückstellungen 2.409 - 283 - 715 689 - 91 2.009
Gesamt 79.968 - 5.728 - 985 4.368 - 3.408 74.215
Kurzfristige Rückstellungen 1.179 - 536 - 242 535 - 18 918
Gesamt 81.147 - 6.264 - 1.227 4.903 - 3.426 75.133

Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus Arbeitnehmerjubiläen sowie der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 574).

Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich, insbesondere Garantieverpflichtungen.

(14) Latente Steueransprüche und -schulden

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 457 464 24.918 24.117
Vorräte - - 6.132 6.574
Rückstellungen 6.022 7.178 7 7
Verlustvorträge 1.953 1.934 - -
Sonstiges 1.035 905 163 154
Gesamt 9.467 10.481 31.220 30.852

Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Von den latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen entfallen TEUR - 10 auf Veränderungen von Cashflow-Hedges (Vorjahr: TEUR 82) sowie TEUR - 1.017 auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (Vorjahr: TEUR 3.897). Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen weitgehend den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen.

(15) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(i6) Kurzfristige Schulden

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Rückstellungen 918 1.179
Ertragsteuerschulden 3.161 1.464
Finanzielle Verbindlichkeiten 195.368 187.811
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.937 95.396
Sonstige Verbindlichkeiten 17.002 12.003
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.160 1.267
Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.548 7.167
Steuerschulden 5.287 2.930
Akquisitionsverbindlichkeiten - 568
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 7 71

Die Finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(17) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

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2012

TEUR
Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/-verluste Zinsgewinne/-verluste
Kredite und Forderungen 106.882 - 1.678 105.204 424 169
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 - 511 1.677 - -
Derivate - 31 - - 31 - 271 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 305.097 - 305.097 - 7.735 - 7.735

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2013

TEUR
Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/-verluste Zinsgewinne/-verluste
Kredite und Forderungen 119.117 - 3.615 115.502 - 1.843 94
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 - 511 1.677 - -
Derivate - - - 31 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 318.944 - 318.944 - 7.205 - 7.205

Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2012 wurden im Berichtsjahr größtenteils ausgebucht oder aufgelöst. Die Wertberichtigungen zum 31. Dezember 2013 wurden somit überwiegend im abgelaufenen Geschäftsjahr gebildet.

Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 10.637 (Vorjahr: TEUR 9.918). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Zum 31. Dezember 2012 enthielten die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ein im Jahr 2016 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 9.918 auf Basis der Moscow Prime Offered Rate. Zum 31. Dezember 2013 sind enthalten ein Anfang 2015 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 6.715 sowie ein im 2. Quartal 2016 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 3.922, beide auf Basis der Moscow Prime Offered Rate.

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.

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2012 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-

äquivalente
Sonstige Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 105.204 - 251 58.841 5.850 40.262
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - - - -
Derivate 31 - - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 305.097 - - - - -
Bilanzwert 1.677 251 58.841 5.850 40.262

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2012 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Derivate - - - 31
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 9.918 187.811 95.396 11.972
Bilanzwert 9.918 187.811 95.396 12.003

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2013 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-

äquivalente
Sonstige Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 115.502 - 187 62.373 5.719 47.223
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - - - -
Derivate - - - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 318.944 - - - - -
Bilanzwert 1.677 187 62.373 5.719 47.223

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2013 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Derivate - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 10.637 195.368 95.937 17.002
Bilanzwert 10.637 195.368 95.937 17.002

Die Nettogewinne /-verluste der Kredite und Forderungen bestehen im Wesentlichen aus Wertberichtigungen, die in den Umsatzkosten erfasst sind, während die Nettogewinne /-verluste der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden aus Zinsen bestehen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.

Gemäß IFRS 13 sind Finanzinstrumente entsprechend der jeweils zugrunde gelegten Bewertungstechnik zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:

Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt direkt oder indirekt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind ausschließlich die Derivate zum beizulegenden Zeitwert bewertet und der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente werden zum Buchwert angesetzt, da dieser einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2013 TEUR 9.663 (Vorjahr: TEUR 9.816), davon sind TEUR 4.614 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.103). Sie wurden in Höhe von TEUR 1.168 (Vorjahr: TEUR 325) wertberichtigt.

Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.

Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.

(18) Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2013 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating-Leasing-Kontrakten auf TEUR 2.589 (Vorjahr: TEUR 2.737). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating-Leasing
Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 2.395 3.239 570
(2012) (2.970) (2.352) (2)

Die Miet- und Leasingerträge aus Operating-Leasing-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 252), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating-Leasing
Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen 179 175 -
(2012) (206) (234) (-)

Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2013 entspricht dies TEUR 1.118 (Vorjahr: TEUR 1.257). Die Forderungen sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012
2013 46
2014 34 42
2015 28 37
2016 28 37
2017 28 40
2018 2
Zukünftige Mindestleasingraten 118 202
abzüglich: Unrealisierte Erträge - 24 - 49
abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation - -
Leasingforderung netto 94 153
abzüglich: Kurzfristiger Anteil - 34 - 43
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 60 110

(19) Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Bestellobligo

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TEUR 31.12.2013 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre gesamt 31.12.2012
Investitionen 6.767 6.525 242 16.509
Rohstoffe 72.725 72.725 - 82.205
Dienstleistungen 15.308 14.615 693 9.244
Sonstige Beschaffungen 6.393 5.302 1.091 15.311

(20) Risiken und Sicherungsmaßnahmen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Konzernlagebericht enthalten.

Marktrisiken

Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:

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TEUR Nominalwert Marktwert Buchwert Umgliederung vom Eigenkapital in GuV
31.12.2013 0 0 0 31
31.12.2012 1.173 - 31 - 31 240

Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und / oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Er wird mittels standardisierter finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Die Derivate waren innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten lagen keine vor.

Weiterhin existieren Zinsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2013 bei einem um 50 Basispunkte höheren / niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 1.097 niedriger / höher gewesen (Vorjahr: TEUR 1.042).

Bezüglich der Währungssensitivitäten sind Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb verzichtet.

Kreditrisiken

Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2012 und 2013. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Kapitalmanagement

Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 26,5 % auf 22,0 %. Dieser Effekt ergibt sich aus einem niedrigeren Eigenkapital in Verbindung mit einem höheren Finanzierungsbedarf und daraus resultierendem erhöhten Fremdkapital. Die Finanzierung wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Hierfür existiert seit 2011 ein Rahmenvertrag, auf Basis einer monatlich aktualisierten Liquiditätsplanung wird hieraus der jeweils benötigte Betrag abgerufen. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geografischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.

Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 512.820 (Vorjahr: TEUR 502.957).

Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 7.850 (Vorjahr: TEUR 18.493).

Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

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31.12.2013

TEUR
Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 395.246 81.160 44.264 - 520.670
Intersegmentäre Umsätze 882 6 1.259 - 2.1471) -
Planmäßige Abschreibung 26.028 14.878 3.805 - 4951) 44.216
Nichtzahlungswirksame Posten - 4.100 - 178 - 173 - - 4.451
Operatives Ergebnis 37.695 - 11.675 - 2.182 5871) 24.425
Zins- und ähnliche Aufwendungen - 4.519 - 7.404 - 520 2.7481) - 9.695
Zins- und ähnliche Erträge 259 2.623 4 - 2.7481) 138
Ertragsteuer - 10.437 - 444 108 - 251) - 10.798
Investitionen 29.551 1.768 5.140 - 4041) 36.055
Wertminderungen - - - - -
Vermögenswerte 507.544 153.772 51.763 - 175.2391),2) 537.840
Langfristige Vermögenswerte3) 179.915 83.719 22.078 7.6993) 293.411
Schulden 366.143 81.438 15.289 - 43.2961),2) 419.574

1) Konsolidierung

2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 8.106)

3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche

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31.12.2012

TEUR
Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 393.317 87.930 40.203 - 521.450
Intersegmentäre Umsätze 361 - - - 3611) -
Planmäßige Abschreibung 24.363 18.132 4.072 - 4.3161) 42.251
Nichtzahlungswirksame Posten - 4.035 - 4.189 - 4.221 - - 12.445
Operatives Ergebnis 38.852 - 15.885 - 2.442 - 7641) 19.761
Zins- und ähnliche Aufwendungen - 6.284 - 6.800 - 285 2.2071) - 11.162
Zins- und ähnliche Erträge 267 2.124 19 - 2.2071) 203
Ertragsteuer - 9.773 - 2.624 - 95 2751) - 12.217
Investitionen 30.293 15.720 2.475 - 2761) 48.212
Wertminderungen 483 232 - - 715
Vermögenswerte 513.385 182.259 49.046 - 188.9511),2) 555.739
Langfristige Vermögenswerte3) 177.406 109.935 22.274 7.7211) 317.336
Schulden 358.700 93.660 7.486 - 51.1221),2) 408.724

1) Konsolidierung

2) Saldierung Latente Steuern (TEUR - 9.378)

3) Ohne Übrige finanzielle Vermögenswerte, Sonstige Forderungen, Latente Steueransprüche

G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Vorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG)

Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, zu einem Vorzugspreis Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 25. Februar und dem 22. März 2013 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2013 wiederum zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 5,3 Millionen Aktien (Vorjahr: 5,3 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 23 enthalten (Vorjahr: TEUR 21). Ein darüber hinausgehender Vorteil für die Mitarbeiter wird mithilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nichtübertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.

Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:

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PEG-Basisdaten 2013 2012
Gewährungsdatum 25.03. 26.03.
Sperrfrist (in Jahren) 5 5
Kurs am Gewährungsdatum (in EUR) 30,00 34,70
Ausübungspreis (in EUR) 24,77 28,59
Basisrabatt 20,00 % 20,00 %
Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) 21,11 % 21,37 %
Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe 6.387 5.274
Kosten für Nichtübertragbarkeit
Fremdfinanzierung p. a. 5,80 % 6,35 %
Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. 0,94 % 1,75 %
Gesamte Kosten für Nicht-Übertragbarkeit (b) 23,51 % 20,18 %
Fair Value des Programms
je Aktie (a - b) - 2,40 % 1,19 %
Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 0,00 0,34
Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) 0 1.796

Gratisaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte (FREE SHARE PLAN)

Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:

- Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014.

- Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre.

Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.

Im Januar 2014 wurde den berechtigten Mitarbeitern das Erreichen der definierten Zielvorgaben und die damit verbundene Zuteilung der Gratisaktien mitgeteilt.

Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:

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FREE-SHARE-PLAN-Basisdaten Mitarbeiter Führungskräfte
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 2.790 5
Anzahl auszugebender Gratisaktien 19.530 2.300
Gewährungsdatum 19.11.2009 19.11.2009
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 37,53 37,53
Kosten pro Aktie
Abwicklungskosten (in %) 41,99 % 41,99 %
Abwicklungskosten (in EUR) 15,76 15,76
Fair Value des Programms
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 21,77 21,77
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 425.168 50.071
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 97.309 11.473

Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte

Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2004 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).

Die Aktien wurden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Die Ausübung der gewährten Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt. Die Gesamtlaufzeit des vorläufig letzten Optionsprogramms 2010, durch das Führungskräfte der Saint-Gobain begünstigt wurden, beträgt 10 Jahre, d. h., die Optionen müssen innerhalb der Frist ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie. Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.

Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells.

2013 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 31).

Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:

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Jahr der Gewährung Typ Anzahl Aktienoptionen Ausübungspreis ausgeübt davon in 2013 verfallen
2003 Neuzeichnung 15.484 32,26 12.387 7.521 3.097
2004 Neuzeichnung 15.925 39,39 - - 4.423
2005 Neuzeichnung 14.377 41,34 - - 6.635
2006 Neuzeichnung 13.271 52,54 - - 5.529
2007 Neuzeichnung 15.483 64,72 - - 6.635
2008 Neuzeichnung 15.374 25,88 1.609 1.609 3.318
2009 Neuzeichnung 4.000 36,34 - - 1.335
2010 Neuzeichnung 2.380 35,19 - - -
Gesamt 96.294 42,03 13.996 9.130 30.972

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Jahr der Gewährung davon in 2013 verbleiben ausübbar nicht ausübbar Restlaufzeit in Monaten
2003 3.097 - - - -
2004 - 11.502 11.502 - 11
2005 - 7.742 7.742 - 23
2006 - 7.742 7.742 - 35
2007 - 8.848 8.848 - 47
2008 - 10.447 10.447 - 60
2009 1.335 2.665 2.665 - 72
2010 - 2.380 - 2.380 84
Gesamt 4.432 51.326 48.946 2.380 39

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung Anzahl Aktien Nennwert EUR 4 Preis

in EUR
Ausstehende Optionen am 31.12.2011 81.479 36,69
gewährte Optionen 2012 - -
ausgeübte Optionen 2012 - 13.050 21,28
verfallene Optionen 2012 - 3.541 21,28
Ausstehende Optionen am 31.12.2012 64.888 40,63
gewährte Optionen 2013 - -
ausgeübte Optionen 2013 - 9.130 31,14
verfallene Optionen 2013 - 4.432 33,49
Ausstehende Optionen am 31.12.2013 51.326 42,93
davon ausübbar 2013 48.946 43,31

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms ,Attribution Gratuite d'Actions' (AGA) den Führungskräften weitere 2.820 Aktien zugeteilt (Vorjahr: 3.260). Dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen (Vorjahr: 8). Für den Erhalt der Aktien nach der Sperrfrist sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern während der Sperrfrist.
Die Zuteilung der darüber hinausgehenden Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain. Für die einzelnen Jahre wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend dem Erreichungsgrad dieser Intervalle erfolgt die anteilige Vergabe der Aktien. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine Zuteilung der Aktien oder nur die Zuteilung der Anteile ohne Ausübungsbedingung.
Ab 2013 sind die ersten 100 Aktien, die einem Begünstigten gewährt werden, von den Ausübungsbedingungen befreit.

2013 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Aktien des Programms AGA 2010 -2012 bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 34).

Einen Überblick über die ausstehenden Aktien und deren Zeitwert gewährt die folgende Tabelle:

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Gewährungs-

datum
Anzahl auszugebender Aktien Sperrfrist in Jahren Basispreis (in EUR) (a) Abwicklungs-

kosten (in %)
Abwicklungs-

kosten (in EUR) (b)
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) (a - b)
18.11.2010 2.310 4 36,85 30,44 11,22 25,63
24.11.2011 4.040 4 27,42 36,73 10,07 17,35
22.11.2012 3.260 4 29,92 34,70 10,38 19,54
21.11.2013 2.820 4 38,31 31,07 11,90 26,40
Total 12.430 - - - - -

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Gewährungsdatum beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR)
18.11.2010 59.205,30 14.791,19
24.11.2011 70.094,00 17.511,51
22.11.2012 63.700,40 15.925,10
21.11.2013 74.448,00 2.039,67
Total 267.447,70 50.267,47

H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben. Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen:

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Forderungen 120 173 1.885 415
Verbindlichkeiten 2.739 1.724 160.114 155.193
Erträge 795 1.451 3 10
Aufwendungen / Investitionen 5.736 4.341 1.975 2.341
Dividendenzahlung 21.750 22.717

Davon betreffen Saint-Gobain Emballage S.A.:

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Forderungen 120 173 - -
Verbindlichkeiten 2.670 1.366 - -
Erträge 786 753 - -
Aufwendungen / Investitionen 4.226 2.848 - -
Dividendenzahlung 21.750 22.717

Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen:

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Forderungen 520 3.114 33.610 26.910
Verbindlichkeiten 759 2.814 - -
Erträge 5.859 12.949 13 22
Aufwendungen / Investitionen 1.723 4.198 - -

Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Kreditrahmens von Verallia S.A. mit einer Laufzeit bis 2016. Die Verzinsung erfolgt für die vereinbarte Laufzeit basierend auf 1-M Euribor, zuzüglich einer im Konzernverbund üblichen Marge.

Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool von Saint-Gobain. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen.

Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Sicherungsbeziehungen bestehen nicht.

Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:

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TEUR 2013 2012
Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats 84 84
Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands
Kurzfristig fällige Leistungen 1.047 1.201
davon variabler Bestandteil (96) (211)
Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung 170 121
Aktienbasierte Vergütung 60 69
Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 1.607 1.406
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen 10.986 11.088
Pensionszahlungen an diesen Personenkreis 583 569

Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

I. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:

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2013 2012
Technik / Produktion 2.864 3.011
Verwaltung / Vertrieb 279 268
3.143 3.279
Auszubildende 101 98
Gesamt 3.244 3.377

J. CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 12. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich.

K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER

Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 201) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.

L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.

M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2013

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2013
I. Verbundene Unternehmen
Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland - 263) 100,00 % Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 0,00 % - 53)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1),2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 5193) 97,54 % Saint-Gobain Oberland AG 75,48 % - 6593)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4144) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % - 284)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7863) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % - 323)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 9035) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % - 115)

1) in TEUR

2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

3) in Mio. RUB

4) in Mio. UAH

5) Angabe 2012 in TEUR

Der zum 31. Dezember 2013 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2014 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.

Bad Wurzach, den 28. Februar 2014

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 28. Februar 2014

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Leistner, Wirtschaftsprüfer

Hegerl Wirtschaftsprüferin

Jahresabschluss der AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013

Gewinn- und Verlustrechnung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

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TEUR 2013 2012
Umsatzerlöse 387.175 374.921
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 1.459 1.595
Andere aktivierte Eigenleistungen 174 204
Sonstige betriebliche Erträge 6.849 5.862
davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil (25) (25)
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 145.032 147.257
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 69.545 66.058
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 14.210 14.668
davon für Altersversorgung (1.501) (2.522)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.577 23.570
Sonstige betriebliche Aufwendungen 93.034 91.325
Erträge aus Beteiligungen 730 74
davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen (66) (56)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 184 178
davon aus verbundenen Unternehmen (180) (172)
Abschreibungen auf Finanzanlagen 15.000 -
Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.660 755
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.161 5.696
davon an verbundene Unternehmen (1.975) (2.291)
davon aus Abzinsung (2.948) (2.969)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 25.434 33.505
Außerordentliche Aufwendungen (= Außerordentliches Ergebnis) 786 786
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11.671 9.406
davon latente Steuern (2.233) (1.113)
Sonstige Steuern 551 550
Jahresüberschuss 12.426 22.763
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.167 1.904
Bilanzgewinn 14.593 24.667

Bilanz DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

AKTIVA

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TEUR 31.12.2013 31.12.2012
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 447 516
II. Sachanlagen 146.668 137.260
III. Finanzanlagen 141.654 145.925
288.769 283.701
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 51.273 54.539
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.303 33.635
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 45.442 49.082
80.745 82.717
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.061 5.097
136.079 142.353
C. Rechnungsabgrenzungsposten 230 232
Summe Aktiva 425.078 426.286
Passiva
TEUR 31.12.2013 31.12.2012
A Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 42.949 42.949
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 249 249
2. Andere Gewinnrücklagen 23.167 23.167
IV. Bilanzgewinn 14.593 24.667
106.958 117.032
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 159 184
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 53.398 52.510
2. Steuerrückstellungen 5.999 2.874
3. Sonstige Rückstellungen 21.417 19.929
80.814 75.313
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.784 21.279
2. Übrige Verbindlichkeiten 217.247 210.595
233.031 231.874
E. Passive latente Steuern 4.116 1.883
Summe Passiva 425.078 426.286

Anhang zum Jahresabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2013

ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst.

Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNG

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.

Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2013 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2013
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Immaterielle Vermögensgegenstände 2.109 136 8 1 2.252
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 125.710 1.633 115 358 127.100
Technische Anlagen und Maschinen 395.341 23.875 9.295 5.059 423.452
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.646 6.927 339 4.838 50.074
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.144 2.097 - 9.757 - 2.484
Summe Sachanlagen 578.841 34.532 - 8 10.255 603.110
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 174.248 10.729 - - 184.977
Beteiligungen 2.188 - - - 2.188
Summe Finanzanlagen 176.436 10.729 - - 187.165
Anlagevermögen gesamt 757.386 45.397 - 10.256 792.527

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TEUR Abschreibungen kumuliert 31.12.2013 Buchwert 31.12.2013 Buchwert 31.12.2012 Abschreibungen Geschäftsjahr 2013 Zuschreibungen Geschäftsjahr 2013
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Immaterielle Vermögensgegenstände 1.805 447 516 213 -
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 93.592 33.508 34.482 2.721 -
Technische Anlagen und Maschinen 329.757 93.695 76.472 15.875 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.093 16.981 16.162 5.768 97
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 2.484 10.144 - -
Summe Sachanlagen 456.442 146.668 137.260 24.364 97
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 45.000 139.977 144.248 15.000 -
Beteiligungen 511 1.677 1.677 - -
Summe Finanzanlagen 45.511 141.654 145.925 15.000 -
Anlagevermögen gesamt 503.758 288.769 283.701 39.577 97

VORRÄTE

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TEUR 2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.750 12.552
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 490 439
Fertige Erzeugnisse und Waren 40.033 41.548
Gesamt 51.273 54.539

Der Rückgang des Bestandes an Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Fertigen Erzeugnissen ist mengenbedingt.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

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TEUR 2013 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.303 33.635
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.351 42.647
Sonstige Vermögensgegenstände 6.091 6.435
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (3) (4)
Gesamt 80.745 82.717

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Finanzforderungen.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.

Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie / Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie / Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre / Frankreich, und in englischer Sprache im Bundesanzeiger eingesehen werden.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:

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2013
Abzinsungsfaktor 4,88 %
Gehaltstrend 2,40 %
BBG-Trend 2,40 %
Rententrend 1,80 %
Fluktuationsrate 3,00 %

Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 58.115 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 53.398 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 4.717.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:

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TEUR 2013 2012
Personal 8.815 8.479
Vertrieb 2.065 1.718
Übrige 10.537 9.732
Gesamt 21.417 19.929

In den Personalrückstellungen stellt die Verpflichtung aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis die größte Einzelposition dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen größtenteils Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 2.887.

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TEUR 2013 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.784 21.279
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39 53
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 49.489 49.963
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 163.237 158.814
Sonstige Verbindlichkeiten 4.482 1.765
davon aus Steuern (740) (689)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (161) (297)
Gesamt 233.031 231.874

Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.

LATENTE STEUERN

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Wertansatz zum 31.12.2013
Latente Steuern
--- --- --- ---
TEUR Differenz Passiv Aktiv
--- --- --- ---
Maschinelle Anlagen - 19.848 - 6.093 -
Vorräte 874 - 268
Rückstellungen 5.323 - 1.634
Organgesellschaften 244 - 75
Gesamtsummen - - 6.093 1.977
Saldo - 13.407 - 4.116 -
Steuersatz kombiniert 30,7 %

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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TEUR 2013 2012
Mietverträge und Leasingverträge 3.059 2.993
Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen 8.630 17.043
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (1.420) (580)
Gesamt 11.689 20.036

Sonstige Geschäfte und Rechte

Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2013 beträgt unter Berücksichtigung der noch zu erfolgenden Zuteilung für 2013 TEUR 664.

Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

UMSATZERLÖSE

Aufteilung nach Bereichen

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Mio. EUR 2013 2012
Glas 386,7 374,2
Technisches Geschäft 0,5 0,7
Gesamt 387,2 374,9

Aufteilung nach Regionen

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Mio. EUR 2013 2012
Inland 293,4 286,3
Europäische Union (ohne Inland) 86,0 83,1
Übriges Europa 5,7 3,3
Sonstiges Ausland 2,1 2,2
Gesamt 387,2 374,9

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Es handelt sich insbesondere um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen sowie um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen.

PERSONALAUFWAND

Der Anstieg des Personalaufwands ist überwiegend auf die Tariferhöhung zurückzuführen.

Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:

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2013 2012
Technik / Produktion 1.222 1.221
Verwaltung / Vertrieb 114 101
1.336 1.322
Auszubildende 101 98
Gesamt 1.437 1.420

ABSCHREIBUNGEN

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 308 vorgenommen. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland wurde auf die Beteiligung an der Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland, eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 15.000 vorgenommen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten.

AUSSERORDENTLICHE AUFWENDUNGEN

Die Inanspruchnahme der Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach BilMoG verursachte Aufwendungen in Höhe von TEUR 786.

STEUERN

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen das gewöhnliche Ergebnis, des Weiteren die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich.

CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 12. Dezember 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.

BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.047 (Vorjahr: TEUR 1.201), davon als variabler Bestandteil TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 211). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 8.333 (Vorjahr: TEUR 7.892) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 583 (Vorjahr: TEUR 569).

Die Mitglieder des Vorstands partizipieren zusätzlich zu diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie / Frankreich.

Die Optionspläne gliedern sich wie folgt:

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Anzahl ausstehender Aktien / Optionen 31.12.2012 Anzahl gewährter Aktien / Optionen 2013 Anzahl ausgeübter Aktien / Optionen 2013 Anzahl verfallener Aktien / Optionen 2013 Anzahl ausstehender Aktien / Optionen 31.12.2013 Dienstzeit-

aufwand in TEUR 2013
Stock-Options
Management 64.888 - - 9.130 - 4.432 51.326 10
FREE SHARE PLAN 2009
Management 2.300 - - - 2.300 11
AGA1) 2010 2.080 - - - 2.080 13
AGA1) 2011 2.840 - - - 2.840 12
AGA1) 2012 2.540 - - - 2.540 12
AGA1) 2013 - 2.720 - - 2.720 2
Gesamt 74.648 2.720 - 9.130 - 4.432 63.806 60

1) Attribution Gratuite d'Actions

Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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TEUR 2013 2012
Art der Honorare
Abschlussprüfungsleistungen 179 172
Andere Bestätigungsleistungen 11 11

ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2013

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzern-

anteil
Mutter-

gesellschaft
Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2013
I. Verbundene Unternehmen
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 5193) 97,54 % Saint-Gobain Oberland AG 75,48 % - 6593)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4144) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % - 284)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7863) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % - 323)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 9035) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % - 115)

1) in TEUR

2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

3) in Mio. RUB

4) in Mio. UAH

5) Angabe 2012 in TEUR

Die Werte der deutschen Konzernunternehmen wurden nach HGB ermittelt, die Werte der ausländischen Gesellschaften nach IFRS.

Bad Wurzach, den 28. Februar 2014

Der Vorstand

Gewinnverwendungsbeschluss

Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft hat am 14. Mai 2014 beschlossen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Saint-Gobain Oberland AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 14.593.407,94 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 12,40 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013, insgesamt 12.400.000,00 EUR, und einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung in Höhe von 2.193.407,94 EUR.

Die Dividende wird ab dem 15. Mai 2014 ausgezahlt.

88410 Bad Wurzach im Mai 2014

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Saint-Gobain Oberland AG

Postfach 1160

88404 Bad Wurzach

Oberlandstraße

88410 Bad Wurzach

Telefon +49 (0)75 64 18-0

Telefax +49 (0)75 64 18-600

www.saint-gobain-oberland.de

[email protected]

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 28. Februar 2014

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Leistner, Wirtschaftsprüfer

Hegerl, Wirtschaftsprüferin

Sonstige Angaben

Glossar

GESCHÄFTSSPEZIFISCHES GLOSSAR

AGA (Attribution Gratuite d' Actions)

Aktienprogramm der Compagnie de Saint-Gobain S.A. für Führungskräfte.

bbl (Barrel)

Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl.

Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt.

Best Practices

Besonders gute (Anwendungs-)Beispiele für die Umsetzung eines speziellen Themas.

BRC / IoP (British Retail Consortium / Institute of Packaging)

Der BRC / IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst.

CAD (Computer-aided Design)

Bezeichnet das Erstellen von Konstruktionszeichnungen mithilfe von spezieller Software (z. B. Pro Engineer).

Carbon-Leakage-Status

Der Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon-Leakage-Status und bekommen in der dritten Handelsperiode (2013-2020) kostenlose Emissionszertifikate.

ECOVA

Name für Spezialserie neuer, umweltfreundlicher Glasbehälter. ECOVA vereint in sich die Begriffe "ecology" und "value", Umweltfreundlichkeit und Wertschöpfung.

eDrawing

Software-Applikation zur Darstellung von 3D-Konstruktionen.

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Das EEG ist im Jahr 2000 in Kraft getreten, regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen ins Stromnetz und garantiert deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen.

EEX-TTF-Tagesreferenzpreis

Tagesreferenzpreis für Erdgas am virtuellen Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden (kontinentaleuropäischer Leitmarkt), veröffentlicht von der Strombörse European Energy Exchange (EEX).

EHS (Environment, Health and Safety)

EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit.

EMAS (Eco Management and Audit Scheme)

EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen.

E2-Managementsystem (Enterprise-Excellence-Managementsystem)

Managementsystem, das auf sieben Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation).

Flaschen

Als Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Überbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen.

Formen

Werkzeuge zur Formgebung des Behälterglases.

FSSC 22000 (Food Safety System Certification 22000)

Norm zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit bei der Erzeugung von Lebensmitteln.

Gläser

Als Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser.

HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Points)

Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte.

Heißend / Heißes Ende

Bereich der Glasherstellung von der Glasschmelze über die Formgebung bis zum Kühlofen.

Inerte Ummantelung

Inert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut.

Kaltend / Kaltes Ende

Bereich der Glasherstellung vom Kühlofen über die Qualitätskontrolle bis zur Verpackung.

Kühlofen

Anlage, in der die Glasbehältnisse zunächst auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend langsam heruntergekühlt werden, um Glasspannungen zu vermeiden.

Lo-To (Lock out - Tag out)

Lo-To ist der Fachbegriff für ein bestimmtes Vorgehen bei Fehlermeldungen an Maschinen. Es darf nur repariert werden, wenn Anlagen zuvor nach festen Regeln abgeschlossen (lock out) und mit dem Namen des Abschließenden gekennzeichnet (tag out) wurden.

MWh (Megawattstunde)

Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde.

Neues Produkt

Artikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird.

NNPB (Narrow Neck Press and Blow)

Technologie mit Press-Blas-Verfahren für die Herstellung leichtgewichtiger Glasflaschen.

No-Label-Etiketten

No-Label-Etiketten sind bedruckte, transparente Haftetiketten, die auf der Glasoberfläche den Eindruck eines Sieb-Direktdrucks vermitteln.

OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem)

OHRIS ist ein in Bayern und Sachsen zertifizierbares, aber international anerkanntes Arbeitsschutzmanagementsystem.

OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series)

Die OHSAS 18001 ist die international anerkannte Spezifikation für Arbeitsschutzmanagementsysteme.

Sie wurde von führenden Handelsgesellschaften und internationalen Gremien für Standardisierung und Zertifizierung entwickelt. OHSAS 18001 wird angewandt, um Risiken, die hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten können, für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit zu verringern.

PEG (Plan d'Epargne du Groupe)

Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können.

Rendering

Virtuelle und realitätsnahe Darstellung von 3D-Konstruktionen.

SixSigma

SixSigma ist eine Methode des Qualitätsmanagements. Kernelemente sind die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsprozessen.

SOx (Schwefeloxide)

Entstehen bei der Verbrennung von Schwefel und schwefelhaltigen Brennstoffen (Kohle, Benzin, Heizöl, Dieselkraftstoff).

TCO (Total Cost of Ownership)

Gesamtbetriebskosten, d. h. Summe aller für die Anschaffung eines Vermögensgegenstandes, seine Nutzung und ggf. für die Entsorgung anfallenden Kosten.

TF1

Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen mit Arbeitszeitausfall bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt.

TF2

Kennzahl zur Arbeitssicherheit, die die Häufigkeit von Unfällen ohne Arbeitszeitausfall bezogen auf eine Million Arbeitsstunden angibt.

Theoretische Überkapazitäten

Die Produktionskapazität im Markt wird im Wesentlichen durch drei Faktoren beeinflusst: erstens die bereits vorhandene und installierte Kapazität, zweitens die Auslastung dieser Kapazität und drittens die Veränderung der bestehenden Kapazität (Erweiterung, Reduzierung). Die theoretische Überkapazität entspricht der Überkapazität, die wir aus unseren unvollständigen Informationen über die Kapazitäten der Wettbewerber ableiten. Da uns nicht alle Maßnahmen bekannt sind, können wir nur eine informierte Schätzung als Grundlage für unsere Aussage zu den vorhandenen Kapazitäten im Markt heranziehen.

Verallia

Verallia ist die neue, international eingeführte Marke für die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe.

Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern ,verre' für Glas und ,alliance' für Allianz oder Verbund.

VIM (Verallia Industrial Model)

Projektorientierter Ansatz zur Weiterentwicklung des E2 -Managementsystems.

Wanne

Glasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500°C zu flüssigem Glas geschmolzen.

FINANZGLOSSAR

BBG (Beitragsbemessungsgrenze)

Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht.

Black-Scholes-Optionspreismodell

Von Fischer Black und Myron Samuel Scholes entwickeltes finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen.

Cashflow

Saldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt.

CGU (Cash Generating Unit)

Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist.

Corporate Governance

Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.

Deputatverpflichtungen

Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten.

EBIT (Earnings before Interest and Taxes)

Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

Eigenkapitalquote

Eigenkapitalquote = (Eigenkapital / Gesamtvermögen ) x 100

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat.

Eigenkapitalrendite = (Jahresergebnis / Eigenkapital ) x 100

Fair Value

Der an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert.

Finance Lease

Beim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen.

Goodwill

Der Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt.

Hedging

Hedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen.

IASB (International Accounting Standards Board)

Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet.

IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee)

Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden.

IFRS / IAS (International Financial Reporting Standards / International Accounting Standards)

International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse.

IKS (Internes Kontrollsystem)

Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Impairment-Test

Der Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens.

Operating Lease

Beim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben.

Profitabilität

Die Profitabilität zeigt das Verhältnis Gewinn zu Umsatz.

Profitabilität = ( Operatives Ergebnis / Umsatz ) x 100

RMS (Risikomanagementsystem)

System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen.

ROCE (Return on Capital Employed)

Rentabilität des eingesetzten verzinslichen Kapitals.

ROI (Return on Investment)

Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals.

Operatives Ergebnis

ROI = ( Operatives Ergebnis / Bilanzsumme - Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte - Verbindlichkeiten aus Liegerungen und Leistungen )

Umsatzrendite

Die Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder.

Umsatzrendite = ( Ergebnis vor Ertragsteuern / Umsatz ) x 100

WACC (Weighted Average Cost of Capital)

Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes.

Working Capital

Finanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt.

Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

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