Annual Report • May 7, 2013
Annual Report
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| 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | MIO. EUR | 521,5 | 512,0 | 489,2 | 523,1 | 556,5 |
| Jahresergebnis | MIO. EUR | -3,4 | 19,2 | 26,8 | 44,9 | 52,5 |
| EBIT | MIO. EUR | 19,8 | 37,7 | 46,4 | 68,6 | 78,7 |
| Working Capital | MIO. EUR | 121,1 | 103,1 | 50,1 | 48,8 | 47,8 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | MIO. EUR | 27,0 | 45,6 | 83,4 | 80,8 | 76,7 |
| Investitionen | MIO. EUR | 48,2 | 47,0 | 58,2 | 62,4 | 51,8 |
| Umsatzrendite vor Ertragsteuern | % | 1,7 | 5,1 | 8,3 | 12,0 | 13,0 |
| Eigenkapitalquote | % | 26,5 | 33,0 | 34,8 | 33,3 | 31,4 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am 31.12. | Anzahl | 3.334 | 3.389 | 3.516 | 3.925 | 4.251 |
| Dividende je Aktie | EUR | 22,502) | 23,50 | 12,00 | 24,00 | 26,00 |
| Börsenkurs am 31.12.3) | EUR | 424,99 | 424,00 | 420,01 | 400,00 | 386,39 |
| Höchstkurs3) | EUR | 444,00 | 459,90 | 464,00 | 428,50 | 480,00 |
| Tiefstkurs3) | EUR | 395,00 | 381,00 | 395,00 | 357,04 | 357,79 |
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| 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 20031) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 467,8 | 413,9 | 325,1 | 335,5 | 366,0 |
| Jahresergebnis | 36,1 | 31,7 | 28,9 | 23,0 | 25,3 |
| EBIT | 57,5 | 49,9 | 35,8 | 37,8 | 41,8 |
| Working Capital | 45,9 | 40,9 | 24,3 | 46,1 | 47,4 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 73,2 | 30,6 | 39,4 | 36,7 | 62,0 |
| Investitionen | 39,0 | 65,2 | 24,7 | 17,1 | 29,3 |
| Umsatzrendite vor Ertragsteuern | 10,7 | 10,5 | 9,9 | 10,3 | 11,5 |
| Eigenkapitalquote | 40,6 | 37,5 | 43,8 | 47,3 | 44,2 |
| Mitarbeiter (inkl. Auszubildende) am 31.12. | 3.412 | 3.466 | 2.264 | 1.781 | 1.888 |
| Dividende je Aktie | 22,00 | 14,80 | 30,50 | 22,20 | 26,20 |
| Börsenkurs am 31.12.3) | 418,05 | 410,50 | 407,00 | 377,00 | 305,00 |
| Höchstkurs3) | 480,30 | 450,00 | 470,00 | 410,00 | 305,00 |
| Tiefstkurs3) | 403,00 | 385,00 | 370,00 | 290,00 | 233,00 |
1) Konzernabschluss nach HGB
2) Dividendenvorschlag
3) Börsenplatz Frankfurt
WKN 685160
ISIN DE0006851603
Saint-Gobain Oberland AG
| ― | Werk Kamyshin |
| ― | Werk Essen |
| ― | Werk Zorya |
| ― | Werk Wirges |
| ― | Werk Neuburg |
| ― | Werk Bad Wurzach |
| ― | Werk Kavminsteklo |
mit dem Geschäftsjahr 2012 liegt ein durchwachsenes Jahr hinter der Saint-Gobain Oberland AG. Der Markt für Behälterglas in Deutschland verhält sich zunehmend volatil und insgesamt rückläufig. Diesem Trend folgte die Saint-Gobain Oberland AG - oder Verallia Deutschland, wie das Unternehmen nunmehr seit 2010 am Markt auftritt -erfreulicherweise nicht und konnte die eigene Entwicklung stabil halten. Die Einflüsse, die dazu führten, dass wir unsere Ergebnisziele dabei nicht vollständig erreichen konnten, liegen unter anderem in den sehr hohen Rohstoff- und Energiekosten sowie in der sich verändernden Finanzwelt, die zwar hauptsächlich um unsere Gesellschaft herum stattfindet, das Unternehmen dennoch indirekt beeinflusst. Vor allem ist dies auch in Osteuropa - an unseren Standorten in Russland und der Ukraine - zu spüren. Hier sind die Entwicklungen nach wie vor nicht so nachhaltig wie in Deutschland, da die lokalen Märkte in ihrer Volatilität noch schwieriger einzuschätzen sind.
Sicherlich ist uns nicht alles gelungen, was wir uns vorgenommen hatten, so liegt die Saint-Gobain Oberland AG beim Umsatz zwar über dem Vorjahr, beim Ergebnis für 2012 insgesamt jedoch unter dem Vorjahr sowie den Planzahlen. Dies bedeutet, dass Investitionen kontinuierlich überdacht und den Marktverhältnissen angepasst werden müssen, um Produktionskapazitäten entsprechend flexibel halten zu können - wie es im Berichtsjahr mit den Wannenreparaturen in Neuburg und Essen geschehen ist. In Russland mussten wir im Berichtsjahr aufgrund des schwierigen Marktumfelds und der schwachen Nachfrage sogar eine Konsolidierung der Produktionskapazitäten vornehmen, um für das laufende Geschäftsjahr marktkonformere Voraussetzungen zu haben.
Auch bei der Arbeitssicherheit, die weiterhin Kernpriorität bleibt, gab es im vergangenen Jahr, nach guten Ergebnissen in den Vorjahren, wieder einige Rückschläge in Form von Unfällen im Arbeitsumfeld. Allerdings zeigt die Trendlinie insgesamt eine nachhaltig rückläufige Tendenz, was wir vor allem auf die erfreulichen Fortschritte in den vorbeugenden und verhaltensbedingten Maßnahmen zurückführen.
Auf der anderen Seite haben wir in Deutschland viele Ziele erreicht und durch hartnäckige und konsistente Arbeit Erfolge errungen, die uns nachhaltig stärken werden. Viele kreative und fleißige Köpfe in unserem Team haben dazu beigetragen, dass sich die Saint-Gobain Oberland AG wieder einmal in einem weiterhin von Veränderungen geprägten Wettbewerbsumfeld behaupten konnte. Allen voran haben wir die Flexibilität in der Fertigung deutlich vorangebracht, so dass auch kleinere Laufserien effizient und wirtschaftlich abgewickelt werden konnten.
Innovationen in verschiedenen Bereichen sind ein weiterer Erfolgsfaktor: Sowohl in der Fertigung mit neuen, verbesserten Technologien sowie mittels eines optimierten Innovationsmanagements konnten wir neue Artikel in den Markt bringen, die unsere innovative Kraft unter Beweis stellen. Auch in diesem Jahr wurden wieder Produkte, die wir für Kunden realisierten, mit entsprechenden Auszeichnungen, wie beispielsweise dem reddot design award, belohnt. Diese Innovationskraft in Verbindung mit einer hervorragenden Qualität und unsere Verlässlichkeit bei der Lieferung, die wir noch einmal deutlich verbessern konnten, tragen zu unserem positiven Auftritt am Markt bei.
Unsere Kunden legen wie wir ebenfalls immer mehr Wert auf Nachhaltigkeit - sowohl in der Produktion und der Umwelt als auch im sozialen Bereich. Auch hier haben wir im Berichtsjahr auf die Erfolge der Vergangenheit aufgesetzt und daran gearbeitet, noch besser zu werden. Bezüglich sozialer Nachhaltigkeit haben wir uns von der Hertie-Stiftung entsprechend dem "audit berufundfamilie" zertifizieren lassen. Hiermit ist ein Maßnahmenplan verbunden, der bis zum Re-Audit in drei Jahren erfüllt werden muss. Dieses Zertifikat wird an Unternehmen vergeben, die Beschäftigten gute Bedingungen bieten, um Arbeit und private Lebensbedingungen, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern bzw. pflegebedürftiger Angehöriger, in Einklang zu bringen.
Im Zuge der Energiewende wird neben der Erschließung neuer Energiequellen auch die effiziente Nutzung von Energien immer wichtiger. Die Saint-Gobain Oberland AG hat sich nach DIN EN ISO 50001 zertifizieren lassen und damit unter Beweis gestellt, dass das Unternehmen ausgesprochen bewusst und sinnvoll mit Energie umgeht.
Die Verbesserung der Energiebeschaffung durch erneuerbare Energien und Programme zu kontinuierlichen Verbrauchsreduzierungen ist ein Aspekt, der auf die Kostenoptimierung im Jahr 2012 Einfluss hatte. Diese wesentlichen Investitionserhöhungen und Kostensenkungen haben dazu beigetragen, dass wir in Deutschland im EBIT unsere Ziele nahezu erreicht haben. Diese Entwicklung muss jedoch auch in den kommenden Jahren weitergehen.
Für das Geschäftsjahr 2012 kann somit folgende kurze zahlenmäßige Bilanz gezogen werden: Die Saint-Gobain Oberland Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012 insgesamt einen Umsatz von 521,5 Mio. Euro erwirtschaftet, das sind 1,8 % über Vorjahr, kann jedoch nur mit einem Jahresergebnis in Höhe von -3,4 Mio. Euro abschließen.
Aufgrund der trotz aller herausfordernden Rahmenbedingungen guten Geschäftsentwicklung und um ein Zeichen für Kontinuität und Stabilität zu setzen, haben wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, den Aktionären eine Dividende pro Aktie in Höhe von 22,50 Euro für das Geschäftsjahr 2012 vorzuschlagen.
Blicken wir nach vorn: Auch wenn aufgrund der hohen Unsicherheiten das laufende Geschäftsjahr erneut sehr herausfordernd wird, sollten insbesondere bei der Produktivitätsentwicklung die eingeleiteten Maßnahmen wieder zu einer zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung führen. Vor allem für unsere Standorte in Osteuropa wird in diesem sehr schwierigen Marktumfeld deutlich, dass wir uns als Teil einer großen Gruppe deutlich besser behaupten können als kleinere und mittlere Wettbewerber. Die Saint-Gobain Oberland AG wird auch in Deutschland voraussichtlich mit Rahmenbedingungen konfrontiert sein, die schlechter werden als bislang angenommen: Das wirtschaftliche Umfeld entwickelt sich tendenziell rückläufig, die Energiekosten bleiben eine wichtige Einflussgröße, sind jedoch hinsichtlich EEG-Abgaben und Steuern ein unsicherer Faktor und noch ist unbekannt, wie sich die Überarbeitung des deutschen Abfallgesetzes auf das Recycling und somit auf Recyclingglas - unseren wichtigsten Rohstoff - auswirken wird. Wettbewerbsmaterialien greifen nun auch vermehrt individuelle Flaschen wie zum Beispiel im Bierbereich an. Ebenfalls gehen wir davon aus, dass es weiterhin Überkapazitäten am Behälterglasmarkt und damit verbunden steigende Kundenanforderungen geben wird.
Um diesen Entwicklungen entgegenwirken und den bisherigen Marktanteil zu wirtschaftlichen Bedingungen halten zu können, hat sich die Saint-Gobain Oberland AG mit der gesamten Belegschaft für das laufende Geschäftsjahr einiges vorgenommen. Wir müssen daran arbeiten, die Kunden noch besser zu verstehen, um ihnen maßgeschneiderte Lösungen bieten zu können. Hierzu zählen als absolute Voraussetzung noch bessere, stabilere Qualität, die wir mittels modernster Inspektionstechnologie liefern können, sowie die Innovationen, die kommen und dazu beitragen werden, dem anhaltenden Trend zur Differenzierung bzw. Individualisierung der Produkte gerecht zu werden. Darüber hinaus wird Service hinsichtlich Verfügbarkeit großgeschrieben, der jedoch nur durch Flexibilität der gesamten Leistungskette von dem Recyclingglas und den Rohstoffen über die Produktion bis hin zur Logistik möglich sein wird. Hierzu bedarf es einer vorausschauenden Planung und großer Flexibilität auch als Vertriebsschwerpunkt.
Ohne das Engagement unserer hochqualifizierten, motivierten und sehr leistungsbereiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wären die 2012 erreichten zufriedenstellenden Ergebnisse nicht möglich gewesen. Jeder Einzelne im Konzern leistet einen gewinnbringenden Beitrag zum Gesamtergebnis. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir daher im Namen des gesamten Vorstands für ihren unermüdlichen Einsatz und den unbedingten Willen, auch bei hoher Arbeitsbelastung Bestleistungen zu erbringen, sowie für ihre Flexibilität in einer Zeit großer Herausforderungen, da sie alle dazu beigetragen haben, dass die Saint-Gobain Oberland AG in einem sich abschwächenden Markt die Nase vorn behalten hat. Unsere Kunden haben es uns gedankt, indem sie uns unsere Mühe mit ihren Aufträgen und ihrem Vertrauen vergolten haben. 2013 werden wir wiederum alles daransetzen, dieses Vertrauen zu rechtfertigen.
Wir blicken verhalten zuversichtlich in die Zukunft und werden angesichts des unsicheren Umfelds unsere Entwicklungsschritte daher behutsam setzen. Mit unserem Fokus auf Effizienz und Flexibilität sowie unseren Potenzialen sind wir strategisch auf einem guten Kurs und so positioniert, um auch langfristig am Markt bestehen zu können und unseren Kunden der nachhaltig bevorzugte Partner in Sachen Glasverpackungen zu sein.
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß und mit großer Sorgfalt wahrgenommen und sich intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst. Insbesondere hat er die Arbeit des Vorstands regelmäßig überwacht und sich von deren Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Den Vorstand hat er bei der Leitung des Unternehmens beraten. Beschlussfassungen erfolgten im Rahmen der Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats nach vorhergehender gründlicher Prüfung von Chancen und Risiken sowie entsprechender Abwägung.
Die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung war durch einen regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch gekennzeichnet. Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Angelegenheiten des Unternehmens zeitnah eingebunden. Hierzu hat der Vorstand dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und ausführlich schriftlich und mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Unternehmensstrategie und der künftigen Geschäftsführung sowie die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens Bericht erstattet. Darin eingeschlossen waren ausführliche Informationen über die Risikolage und das Risiko- und Compliancemanagement der Gesellschaft. Dem Kontrollgremium lagen stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand bzw. steht der Vorsitzende des Aufsichtsrats in regelmäßigem Informationsaustausch mit dem Vorstand der Gesellschaft.
Das Gremium trat im abgelaufenen Geschäftsjahr zu insgesamt vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen, die jeweils üblicherweise einmal pro Quartal als Präsenzveranstaltungen stattfanden. Eine Notwendigkeit zu außerordentlichen Sitzungen oder Beschlussfassungen im Umlaufverfahren bestand nicht. Aus Sicht des Gremiums sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden.
In diesen Sitzungen hat der Aufsichtsrat die Berichte des Vorstands ausführlich diskutiert und gemeinsam mit dem Vorstand die Entwicklung des Unternehmens sowie die strategischen Fragestellungen erörtert. Es wurde stets die jeweilige aktuelle Situation der Saint-Gobain Oberland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage besprochen, jeweils auch unter Einbeziehung der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie der GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen. Als weiterer - in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender - Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.
Die Sitzung am 20. März 2012 war vornehmlich dem Jahres- und Konzernabschluss 2011 gewidmet. Der Vorstand berichtete über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 und dabei insbesondere über die Tochtergesellschaften. Darüber hinaus standen die Mandatsniederlegung von Wolfgang Brauck als Vorstand Osteuropa zum 31. März 2012 sowie eine damit verbundene Anpassung des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands auf der Tagesordnung. Abschließend wurde routinemäßig die Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom Aufsichtsrat geprüft, erörtert und für gegeben erachtet.
Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat wurden in der Hauptversammlung vorgetragen und sind im Lagebericht (S. 87) und in den Notes des Konzernabschlusses (S. 137) in diesem Geschäftsbericht sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft dargestellt.
Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzung am 10. Mai 2012 standen die Vorbereitungen der anschließenden Hauptversammlung sowie die Erörterung der aktuellen Geschäftslage des Konzerns vor allem in Osteuropa.
Neben der Entwicklung des Geschäfts im ersten Halbjahr 2012 befasste sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. September 2012 mit dem Thema Aktivitäten im Bereich Recyclingglas-Beschaffung. Die Situation bei der Tochtergesellschaft GPS Glasproduktions-Service GmbH wurde in dieser Sitzung ebenfalls thematisiert. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der ausführliche Bericht des Compliance-Officers.
Bei der letzten Sitzung des Berichtsjahres am 12. Dezember 2012 wurden die mittelfristige Planung des Konzerns sowie das Budget 2013 vom Aufsichtsrat besprochen und genehmigt. Ferner wurde die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex eingehend erörtert und verabschiedet. Die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft für relevant erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 2012 wurde entsprechend verabschiedet. Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG dauerhaft zugänglich gemacht als auch in diesem Bericht ab Seite 16 veröffentlicht. Das Thema Interessenskonflikte wurde im Beisein der Vorstandsmitglieder erörtert; dem Aufsichtsratsvorsitzenden wurden weder von Vorstands- noch von Aufsichtsratsmitgliedern Interessenskonflikte bekannt gegeben.
Abgesehen von der Sitzung vom 26. September 2012, bei dem ein Mitglied des Aufsichtsrats entschuldigt gefehlt hat, waren bei den übrigen Sitzungen des Aufsichtsrats alle Organmitglieder anwesend.
Wie in den Vorjahren gibt es innerhalb des Aufsichtsrats lediglich den Personalausschuss. Dieser setzt sich unverändert aus dem Vorsitzenden und dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie Herrn Jérôme Fessard zusammen.
Bei der zukünftigen Zusammensetzung der Führungsgremien achtet der Aufsichtsrat weiterhin auf Vielfalt (Diversity). Bereits heute gilt, dass einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände Auslandserfahrung haben oder aus europäischen Nachbarländern stammen. Beabsichtigt ist, für zukünftig anstehende Neubesetzungen von Aufsichtsratspositionen der Anteilseignerseite möglichst entsprechend qualifizierte Frauen zu berufen.
Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Die Abschlussunterlagen und der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie die beiden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der den Jahresabschluss und Konzernabschluss feststellenden Sitzung am 13. März 2013 zu deren Prüfung vorgelegen.
Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich diskutiert und hinterfragt. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 49 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.
Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung mit dem Vorstand zuvor erörtert und schließt sich diesem nach eigener Prüfung, unter Berücksichtigung der Ergebnis- und Finanzlage des Unternehmens, an.
Nach wie vor hält die Saint-Gobain Emballage in Courbevoie/Frankreich auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien; ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.
Für die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete engagierte Arbeit dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der Saint-Gobain Oberland AG und aller Konzerngesellschaften.
Bad Wurzach, im März 2013
Der Aufsichtsrat
Paul Neeteson, Vorsitzender
Zu den Grundvoraussetzungen für die nachhaltige Wertsteigerung eines Unternehmens zählen hohe Standards in der Corporate Governance. Daher haben Vorstand und Aufsichtsrat auch im Geschäftsjahr 2012 gemeinsam daran gearbeitet, die Unternehmensführung der Saint-Gobain Oberland AG weiter zu verbessern. Hierbei wird regelmäßig überprüft, ob gewährleistet ist, dass konzernweit sämtliche Gesetze und Regelwerke eingehalten (Compliance) und anerkannte Standards und Empfehlungen sowie Werte des Unternehmens, die Verhaltens- und Handlungsprinzipien sowie die Unternehmensrichtlinien befolgt werden. Der Deutsche Corporate Governance Kodex und seine Empfehlungen dienen als Orientierung, denn eine gute Corporate Governance ist nach unserer Überzeugung und im Einklang mit unseren Werten wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen.
Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG betrachten Corporate Governance als ein lebendiges System, das unternehmensintern kontinuierlich an neue Anforderungen angepasst und verbessert werden kann. Sie haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum intensiv mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 befasst und nach gründlicher Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die Einbindung der Gesellschaft in den mit fast 97 % am Kapital beteiligten Saint-Gobain Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.
Die Saint-Gobain Oberland AG wird - wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht - durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz, der Satzung sowie den beiden Gremien jeweils eigenen Geschäftsordnungen.
Der Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG leitet das Unternehmen und führt die Geschäfte der Gesellschaft. Ihm gehören neben dem Vorsitzenden drei weitere Mitglieder an; ein weiteres Vorstandsmitglied schied im ersten Quartal 2012 aus. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.
Der Aufsichtsrat überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Das Gremium setzt sich nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammen und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs repräsentieren die Anteilseigner. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und es sind auch im Geschäftsjahr 2012 keine aufgetreten. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden. Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.
Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG.
Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um.
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist im Rahmen des zusammengefassten Lageberichts in diesem Geschäftsbericht auf Seite 87 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist darauf. Die Hauptversammlung hat zuletzt 2011 beschlossen, dass die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen ist.
Die Vergütung des Aufsichtsrats in Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt: Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p. a.
Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 88 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.
Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.
Es wurden weder von Mitgliedern des Aufsichtsrats noch des Vorstands so genannte Director's Dealings getätigt; d.h., es wurden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ge- oder verkauft.
Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder dieses durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am so genannten ,Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich nach den aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.
Die letzte ordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 10. Mai 2012 in Bad Wurzach statt. Knapp 250 Aktionäre und Aktionärsvertreter haben daran teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,07 %. Darüber hinaus wurde von zusätzlichen 0,03 % des Kapitals die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt. Die Aktionäre nahmen alle Beschlussvorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand - für die fünf zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte - mit großer Mehrheit an. Die detaillierten Ergebnisse veröffentlichen wir auf unserer Internetseite.
Für die Hauptversammlung 2012 konnten die Aktionäre und Depotbanken über den E-Mail-Service die Einladung zur Hauptversammlung wiederum auch auf elektronischem Weg (,elektronischer Versand') anfordern. Selbstverständlich gehen durch diese elektronische Zustellung keine Informationen verloren. Auch für die kommende Hauptversammlung wird den Anteilseignern dieser Service zur Verfügung stehen. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach stattfinden wird, ist der 07. Mai 2013 festgesetzt.
Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens unter www.saint-gobain-oberland.de ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.
Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2012 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2012 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB).
Die Hauptversammlung 2012 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.
Die Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain-oberland.de.
Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen ggf. nicht angewandt wurden oder werden; diese sind zu begründen.
In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der Fassung vom 15. Mai 2012 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft.
Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 12. Dezember 2012 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2012 abgegeben:
"Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2012 in ihrer unveränderten Fassung vom 26. Mai 2010 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 14. Dezember 2011 entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom 15. Mai 2012 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen*:
2.3.3 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.
4.2.3 Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.
4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.
4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.
5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.
5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2012 wurde vom Vorstand vor Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.
7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft."
Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.
Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:
2.3.3 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.
4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstands am Aktiensparprogramm des Hauptaktionärs teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.
4.2.4 + 4.2.5 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 19. Mai 2011 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.
5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich. Die vom DCGK einem Prüfungsausschuss zugewiesenen Aufgaben nimmt der Aufsichtsrat im Plenum wahr.
5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) generell behandelt. Eine gesonderte konkrete Zielvereinbarung wurde hierzu nicht vorgesehen.
5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.
7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichts zwischen Aufsichtsrat und Vorstand wird im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung dann vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfindet. Eine rechtzeitige Vorabinformation war in jedem Fall sichergestellt.
7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.
Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.
Bad Wurzach, den 12. Dezember 2012
Für den Vorstand
Stefan Jaenecke
Für den Aufsichtsrat
Paul Neeteson
* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex
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| Stefan Jaenecke Vorsitzender | Vertrieb, Osteuropa (ab 01.04.2012), Hamburg |
| Thomas Beyer | Personal, Bad Waldsee |
| Wolfgang Brauck | Osteuropa (bis 31.03.2012), Moskau |
| Klaus J. Rudolph | Finanzen, Bad Waldsee |
| Roland Unfried | Technik, Bad Waldsee |
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| Paul Neeteson Vorsitzender | Generaldelegierter für Mitteleuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen |
| Dieter Müller Stellvertretender Vorsitzender | Betriebsrat, Essen |
| Dr. Hans-Peter Binder | Direktor der Deutschen Bank AG i. R., München |
| Bernhard Dausend | Betriebsrat, Neuburg an der Donau |
| Jérôme Fessard | Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris |
| Dr. Werner Futter | Rechtsanwalt, Stuttgart |
| Udo Glinka | Betriebsrat, Bad Wurzach |
| Jean-Dominique Grégoire | Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen |
| Matthias Zenner | Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen |
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| Paul Neeteson | Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf |
| Dr. Hans-Peter Binder | Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE AG, München Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH, München Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH & Co., Stein |
| Jérôme Fessard | Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats Verallia S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal |
| Jean-Dominique Grégoire | Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf |
| Matthias Zenner | Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen |
Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate und Positionen in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.
Die weltweite wirtschaftliche Entwicklung und das stetige Wachstum der Weltbevölkerung führen dazu, dass natürliche Vorräte knapp werden. Durch die Diskrepanz zwischen verfügbaren Ressourcen und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen können sowohl die Umwelt als auch die Gesellschaft Schaden nehmen. Dies gilt es zu verhindern. Die Saint-Gobain Oberland AG als Teil des gesamten Saint-Gobain Konzerns ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und Gesellschaft bewusst und strebt stets nach kontinuierlichen Verbesserungen der betrieblichen Abläufe und der Entwicklung von Innovationen, die sowohl die Umwelt schonen als auch die Wirtschaft vorantreiben.
Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt das Ziel, all ihre Entwicklungen zukunftsfähig zu gestalten, damit gegenwärtige Bedürfnisse befriedigt werden können, ohne nachkommende Generationen in ihrer Entwicklung zu gefährden.
Alle Strategien und Entwicklungen der Saint-Gobain Oberland AG bauen daher sowohl auf einer ökologischen, ökonomischen als auch sozialen Zielsetzung auf, die Mensch, Natur und industrielle Produktion nachhaltig in Einklang bringen will. Der folgende Bericht gibt einen detaillierten Überblick über alle Aktivitäten und Errungenschaften, die die Saint-Gobain Oberland AG auf dem Weg zu nachhaltigem Wirtschaften bereits umsetzt, sowie über die Herausforderungen, die das Unternehmen künftig zu bewältigen bestrebt ist.
Jedes Unternehmen befindet sich im stetigen Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen, die sowohl intern als auch extern präsent und aktiv sind. Die wichtigsten Stakeholder der Saint-Gobain Oberland AG lassen sich wie folgt unterteilen:
| ― | Mitarbeiter |
| ― | Kunden |
| ― | Handel |
| ― | Investoren und Verbände |
| ― | Gesellschaft |
| ― | Öffentliche Hand |
| ― | Politik und Presse |
| ― | Lieferanten |
Der Erfolg der Saint-Gobain Oberland AG wird an der Zufriedenheit aller Stakeholder gemessen. Die Erwartungen und Bedürfnisse einer jeden Anspruchsgruppe zu erfassen und mit in die Wertschöpfungskette einfließen zu lassen, ist für alle Beteiligten von Vorteil.
So unterstützen alle Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG sowie Kunden, Handel und Investoren die kontinuierliche und zukunftsorientierte Planung unserer Unternehmensstrategie. Die Beziehungen zu unseren Stakeholdern können dabei nur aufrechterhalten werden, wenn ein täglicher Informationsaustausch zwischen allen Interessengruppen gewährleistet ist. Im Zentrum dieser Kommunikationsbemühungen steht die Erfassung gemeinsamer Ziele und Interessen, die für unsere Zukunftsplanung und den wirtschaftlichen Erfolg grundlegend sind.
Die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG tragen täglich dazu bei, ein hohes Maß an Vertrauen zwischen allen Parteien aufzubauen, so dass ein aktiver Beitrag zur Gesundheit, Stabilität und Entwicklung unserer Gesellschaft geleistet werden kann.
Glas besteht fast ausschließlich aus den natürlichen Rohstoffen Quarzsand, Soda, Kalk und Dolomit, die reichhaltig in der Natur vorkommen. Dabei ist der wichtigste Bestandteil einer Glasverpackung heute Recyclingglas. Dadurch werden unsere endlichen Ressourcen geschont. Die Natürlichkeit der einzelnen Rohstoffe wirkt sich noch auf andere Weise positiv auf unsere Umwelt aus: So stellt eine achtlos weggeworfene Flasche keine Umweltbelastung dar.
Glas ist zu 100 % ohne Qualitätsverlust recycelbar. Neue Glasflaschen bestehen heute durchschnittlich zu 60 % aus Recyclingglas. Bei grünem Glas werden sogar Anteile von bis zu 90 % erreicht. Dies spart nicht nur Primärrohstoffe. Die Zugabe von Recyclingglas führt auch zur Reduktion der Schmelzenergie.
Der Einsatz von Glas-Mehrwegverpackungen ist ökologisch sowie ökonomisch sinnvoll und erfüllt in besonderem Maße das Ziel der Abfallvermeidung. So ist mit steigender Anzahl der Umläufe eine Reduktion des Packmitteleinsatzes, bezogen auf die abgefüllte Menge, verbunden. Dabei lassen sich Glas-Mehrwegflaschen bis zu 50-mal wiederbefüllen und sind im Durchschnitt bis zu sechs Jahre im Einsatz - Werte, die von keinem anderen Packmittel erreicht werden.
Glas ist inert: Es gibt keine Inhaltsstoffe ab, die die Lebensmittelsicherheit und den Geschmack des Füllgutes negativ beeinträchtigen, und es nimmt auch keine Stoffe aus dem Inhalt, wie zum Beispiel Aroma- und Wirkstoffe, auf. Glas garantiert somit die Reinheit des Füllgutes und ist auch für sensible Produkte wie Babykost bestens geeignet.
Aufgrund der Inertheit ist Glas zudem der universelle und uneingeschränkte Werkstoff für Mehrwegbehälter, da selbst im Falle einer vorübergehenden Zweckentfremdung durch den Verbraucher keine negativen Auswirkungen auf die weitere Nutzung des Glasbehälters bestehen.

* bei Grünglas bis zu 90 % Recyclingglas, Quelle: Glasaktuell

Jedes Unternehmen greift unvermeidlich auf natürliche Ressourcen zurück. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich dieser Tatsache bewusst. Das Unternehmen ist daher schon seit langem bestrebt, den Verbrauch an Ressourcen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dabei unterliegt die gesamte Wertschöpfungskette, von der Annahme der Rohstoffe bis zur Auslieferung des fertigen Produktes, einer kontinuierlichen Betrachtung, um Einsparpotenziale zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Die Strategie hinsichtlich der ökologischen Entwicklung von Saint-Gobain Oberland sieht dabei nicht allein die Reduktion an Ressourcen vor, sondern bezieht auch die Vermeidung unerwünschter Nebeneffekte, wie zum Beispiel Emissionen, mit ein. Bereits getroffene Maßnahmen konnten einen deutlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Weitere sind geplant.
Der Prozess der Glasschmelze hat auch zur Folge, dass Emissionen, wie zum Beispiel Kohlendioxid, in unsere Atmosphäre gelangen. Eine Reduzierung dieser Emissionen kann maßgeblich durch einen verringerten Energieeinsatz sowie eine optimierte Gemengezusammensetzung erreicht werden. Da die fossilen und damit Emissionen verursachenden Energieträger Erdgas und schweres Heizöl den größten Anteil bei der Produktion von Glasverpackungen einnehmen, wird der Verbrauchsreduzierung dieser Energieträger große Aufmerksamkeit geschenkt. Die größten Mengen an fossiler Energie werden zur Befeuerung der Schmelzwannen eingesetzt. Eine effektive Fahrweise der Wannen und eine laufende Anpassung des Energieträgermix, soweit technisch möglich, sind daher unabdingbar. Aber auch Energieeinsparinitiativen wie die Optimierung der Einstellung und Steuerung der Kühlöfen und die laufende Analyse der Kühlofenverbräuche sind wichtige Schritte, um Erdgas effektiv zu nutzen und somit die CO2-Emissionen zu verringern. So entwickelte beispielsweise Saint-Gobain Oberland gemeinsam mit einer früheren Tochtergesellschaft eine neuartige Kühlofensteuerung, die die Energiezufuhr bedarfsgerechter regelt. Neben diesen und weiteren Aktivitäten trägt Glasrecycling schon seit Jahrzehnten dazu bei, den Energieeinsatz und damit die entstehenden Emissionen zu reduzieren. Darüber hinaus werden durch den Einsatz von Recyclingglas das anfallende allgemeine Müllaufkommen und der Einsatz von wertvollen Rohstoffen bei der Glasherstellung reduziert.
Ein weiteres großes Potenzial zur Energieeinsparung bieten die heißen Rauchgase der Schmelzwannen. Diese werden an allen Standorten von Saint-Gobain Oberland genutzt, um die Verbrennungsluft vorzuwärmen. Des Weiteren wird bereits an dem Standort Bad Wurzach die Energie der Rauchgase über einen Wärmetauscher genutzt, um Dampf zu erzeugen, der wiederum zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken genutzt wird. Um dieses Potenzial an anderen Standorten umzusetzen, werden derzeit verschiedene konkrete Aktivitäten unternommen.
Die Aufteilung der Energieträger, die zur Erzeugung von Glas benötigt werden, setzt sich bei der Saint-Gobain Oberland AG derzeit wie folgt zusammen: 51 % Erdgas, 30 % Heizöl, 19 % Strom. Ziel der Saint-Gobain Oberland AG ist es, diese Energie so effizient wie möglich einzusetzen. Dies trägt zum einen zur Reduzierung von schädlichen Umwelteinflüssen wie CO2-Emissionen und anderen Luftschadstoffen bei, zum anderen ist Energieeffizienz ein Kernbestandteil wettbewerbsfähiger Produktion.
Neben den bereits erwähnten Maßnahmen werden in so genannten Energieteams laufend Verbräuche analysiert, Einsparpotenziale ermittelt und vielfältige Maßnahmen umgesetzt. Dies betrifft nicht nur den Einsatz fossiler Rohstoffe, sondern auch die Verwendung elektrischer Energie, die bei der Behälterglasproduktion, zum Beispiel für die Drucklufterzeugung, eine große Rolle spielt.
Bereits Mitte der 80er Jahre war die damalige Oberland AG eines der ersten Unternehmen, das elektrostatische Filter zur Verringerung von Staub und Schwefelemissionen einsetzte. Auch wurden früh verschiedene Systeme zur Wasseraufbereitung und -wiederverwendung angewandt, so dass eine große Menge an Prozesswasser im Kreislauf gefahren und der Frischwasserbedarf auf ein Minimum reduziert werden konnte. Wie zuvor erwähnt, entsteht der größte Umwelteinfluss bei der Einschmelzung des Recyclingglases und der nötigen Rohstoffe für die Produktion qualitativ hochwertiger Glasverpackungen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist deswegen zuversichtlich, durch neue, nachhaltige Energieträger auch in Zukunft einen Beitrag zu mehr Umweltbewusstsein leisten zu können. Dafür wurde innerhalb der gesamten Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns eine Initiative ins Leben gerufen, die sich mit verschiedenen Energieträgern aus Biomasse auseinandersetzt.

So ist beispielsweise für das Werk Bad Wurzach eine Biogas-Anlage angedacht, mit der anfangs ein Bedarf von 5 bis 10 % der benötigten Energie der drei Schmelzwannen gedeckt werden kann. Der Ausstoß an fossilen CO2-Emissionen kann somit deutlich gesenkt werden. Saint-Gobain Oberland arbeitet hierbei - wie in der gesamten Forschung und Entwicklung - sehr eng mit dem entsprechenden Bereich auf Spartenebene innerhalb des Konzerns zusammen.
Bei Innovationen geht es nicht nur um die Einführung neuer Technologien, sondern auch um die Entwicklung neuer Produkte. So werden unter dem Namen ECOVA (ECO = Ökologie/Öko-Design; VA = Wert) beispielsweise die grundsätzlichen Vorteile, die der Werkstoff Glas bietet, mit einer Reihe an werterhaltenden Maßnahmen vereint. ECOVA ist die innovative und nachhaltige Lösung für unsere Nahrungsmittel- und Getränkekunden, die eine wettbewerbsfähige und im besonderen Maße zur Wertschöpfung des Produktes beitragende, attraktive Verpackung schätzen, die gleichzeitig den gesamtökologischen Einfluss ihres Produktes verringert. Die ECOVA-Product-Range ist unsere neue Spezialserie umweltfreundlicher Glasbehälter. Damit ist es uns gelungen, unter strikter und uneingeschränkter Beibehaltung der spezifischen technischen und ästhetischen Charakteristika der Glasverpackung deren Auswirkungen auf die Umwelt durch eine Gewichts- und Formoptimierung weiter zu reduzieren.
Eine Optimierung hinsichtlich ökologischer Aspekte wird auch bei der Neuentwicklung von individuellen Glasverpackungen angewandt. Dass diese Maßnahmen erfolgreich sind, zeigen die Prämierungen der letzten Jahre. So wurden verschiedene Artikel, die die Saint-Gobain Oberland AG zusammen mit ihren Kunden entwickelt hat, mehrfach mit dem Mehrweginnovationspreis ausgezeichnet. Dieser Preis wird für herausragende Neuentwicklungen im Bereich umweltfreundlicher Mehrwegsysteme durch die Deutsche Umwelthilfe und die Stiftung Initiative Mehrweg verliehen. Zu den Preisträgern gehört beispielsweise unser Kunde Gerolsteiner mit seiner neuen Glas-Mehrwegflasche. Ein höheres Volumen, ein verbessertes Handling sowie ein im Vergleich zu Standard-Poolflaschen niedrigeres Gewicht zeichnen diesen Artikel im Sinne von ECOVA aus.
Je höher die Recyclingrate, desto geringer ist der Verbrauch an Schmelzenergie. Da Glas zu 100 % recycelbar ist, verfolgt die Saint-Gobain Oberland AG das Ziel, 100 % des produzierten Glases nach Entsorgung durch den Endkonsumenten wieder einzusammeln und in die Produktion zurückzuführen. Auch die Filterstäube aus den Filteranlagen werden als Rohstoff im Produktionsprozess wiederverwendet. Bemerkenswert ist, dass die deutsche Glasindustrie schon 1972 begonnen hat, gebrauchtes Behälterglas systematisch zu sammeln und wiederzuverwerten. Die Wurzeln dieser Erfolgsgeschichte liegen in Bad Wurzach. Glascontainer sind heute für jeden eine Selbstverständlichkeit und überall einfach zugänglich. Optimiert wird die Sammlung durch die strikte Trennung in die drei Farben Weiß, Braun und Grün.
Am Standort Bad Wurzach kann durch die Aufbereitung von Recyclingglas seit Jahrzehnten der Umwelteinfluss von Glasverpackungen reduziert werden. Über 2 Millionen Tonnen Recyclingglas verwertet die deutsche Behälterglasindustrie jährlich. 130.000 Tonnen wurden 2012 hierbei durch die Aufbereitungsanlage in Bad Wurzach dank neuester Technik sortiert, gereinigt, gerüttelt, zerkleinert und schließlich mit in die Produktion der Saint-Gobain Oberland AG eingebracht.
Die Saint-Gobain Oberland AG hat sich einer nachhaltigen Logistik verschrieben, die sich durch einen reduzierten Einsatz von Ressourcen und durch eine Vermeidung von transportbedingten Verlusten auszeichnet.
Auch bei der gebräuchlichsten Transportverpackung der Saint-Gobain Oberland AG wird sowohl der ökonomische als auch der ökologische Gedanke weiterverfolgt. So bestehen die Zwischenlagen einer Palette aus Kunststoffplatten, die in einem Mehrwegsystem viele Male wiederverwendet werden können. Zudem sind die zu 100 % recycelbaren Einschrumpffolien exakt an die zu erwartenden Transportbelastungen angepasst und bieten daher eine optimale Stabilität bei möglichst geringem Materialeinsatz.
Zeit ist Geld. Diesem Leitsatz hat sich die Saint-Gobain Oberland AG auch bei der Beladung von Lastwagen verschrieben, die zu unseren Werken kommen, um dort die fertige Ware abzuholen. So wird die Abfertigung an unseren Standorten kontinuierlich geprüft und optimiert, so dass wir in den letzten Jahren eine Reduktion der Standzeiten von bis zu 30 % erreichen konnten.
Eine gute Logistik zeichnet sich auch durch eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen aus. So wurde im Falle unserer Lagerhallen durch die Einführung angepasster Lagerstrategien ein deutlich höherer Auslastungsgrad erreicht. Die Lagerung der Fertigwaren im Freien konnte somit reduziert werden.
Die Kunden der Saint-Gobain Oberland AG können sich auf eine termingerechte Lieferung ihrer bestellten Ware verlassen. So wird der bestätigte Wunschtermin in 99,9 % aller Fälle eingehalten.
Unsachgemäße Transportbedingungen können zu einer Beschädigung der Ware führen. Um das Risiko eines transportbedingten Schadens zu minimieren, müssen seit 2008 alle Lastwagen, die in unseren Werken beladen werden, dem Anforderungsprofil in Bezug auf Ladungssicherung gemäß DEKRA entsprechen.
Im Werk Bad Wurzach werden die Rohstoffe Sand und Soda per Bahn angeliefert. Seit August 2012 noch umweltfreundlicher: Die neu eingesetzte Lokomotive fährt mit 100 % Biodiesel und spart somit bis zu 70 % CO2 ein.
Das Streben nach Entlastung der Umwelt und die damit einhergehende konsequente Umsetzung von Umweltprogrammen sind wichtige Werte in der Unternehmenskultur der Saint-Gobain Oberland AG. Die Einhaltung der rechtlichen Verpflichtungen, Normen und Richtlinien bildet das Fundament für die ständige Verbesserung unserer Produkte und Prozesse sowie des Umweltschutzes. Zu den wichtigsten Zielen für die Zukunft zählt auch weiterhin, Energie einzusparen, Abfallaufkommen und Wasserverbrauch zu verringern sowie Emissionen zu reduzieren.
Ohne ein verantwortungsvolles Handeln in der Wirtschaft kann Nachhaltigkeit in der Vielzahl ihrer Facetten nicht erreicht werden. Wer im gegenwärtigen Wettbewerb dauerhaft den Wohlstand seines Unternehmens, seiner Mitarbeiter und der Gesellschaft erhalten will, muss einer Ausbeutung wirtschaftlicher Ressourcen entgegenwirken. Erst dieser Schritt ermöglicht es einem jeden Unternehmen, auch ökologisch und sozial nachhaltig zu agieren. Die Saint-Gobain Oberland AG verfolgt somit das Ziel, ihren wirtschaftlichen Erfolg weiter auszubauen, um Investitionen in die Entwicklung ökologisch und sozial nachhaltiger Praktiken weiter vornehmen zu können. Ein wichtiger Schritt hierbei ist, Nachhaltigkeit in ihren drei Dimensionen als eine Einheit anzusehen, damit nachhaltige Entwicklungen aktiv gefördert und in die Tat umgesetzt werden können. Im Folgenden sollen die Punkte näher erläutert werden, die innerhalb des Bereichs der ökonomischen Nachhaltigkeit eine hohe Priorität genießen.
Die Qualität der Artikel der Saint-Gobain Oberland AG befindet sich auf einem sehr hohen Niveau und wird durch entsprechende Maßnahmen kontinuierlich gesteigert. Zielgerichtete Investitionen führten in den vergangenen Jahren zur Festlegung einer Vielzahl an Standards, die dem Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten. Die Saint-Gobain Oberland AG wurde in den vergangenen Jahren unter anderem auf folgenden Gebieten erfolgreich zertifiziert:
| ― | ISO 9001 (Qualitätsmanagement) |
| ― | ISO 14001 (Umweltmanagement) |
| ― | ISO 22000 (Lebensmittelsicherheit) |
| ― | ISO 50001 (Energiemanagement) |
| ― | HACCP (Hygienemanagement) |
| ― | BRC/IoP (Lebensmittelsicherheit und Hygienemanagement bei Verpackungsmaterial, nur Neuburg) |
| ― | EMAS (Umweltmanagement, nur Bad Wurzach) |
| ― | OHRIS (Arbeitsschutz und Anlagensicherheit, nur Neuburg) |
| ― | OHSAS 18001 (Arbeits- und Gesundheitsschutz) |
Das tiefe Verständnis des komplexen Glasherstellungsprozesses ist die Basis für dessen Optimierung. Die Saint-Gobain Oberland AG folgt diesem Grundsatz und hat daher für alle relevanten Teilprozesse entsprechende Sensorik-Systeme eingeführt. Die so gewonnenen Informationen werden direkt für konkrete Optimierungen genutzt. Dabei gilt das Ziel, ein Höchstmaß an Effizienz zu erreichen bei gleichzeitig geringem Einsatz an Ressourcen.
Das Innovationscenter von Saint-Gobain Oberland in Bad Wurzach ist einzigartig in Deutschland. Kernstück ist der intensive Austausch aller an einem Innovationsprojekt Beteiligten. Kunde, Designer, Marketing-Spezialisten, Konstrukteure und Techniker setzen sich gemeinsam an einen Tisch, um Lösungen zu erarbeiten, die gleichermaßen attraktiv wie praktisch sind. Sowohl für Projektmeetings als auch für Kreativ-Workshops steht ein leistungsfähiges CAD-System zur Verfügung, auf dem die ersten Vorstellungen in Skizzen und Modellen festgehalten werden. Ausgewählte Entwürfe können anschließend in Form von realitätsnahen Renderings, eDrawings oder mittels eines 3D-Druckers als Muster ausgegeben werden. Was bislang nur als Idee existierte, kann nun realistisch gezeigt werden und erlaubt dem Kunden ein zeitnahes Eingreifen, wo Lösungen noch nicht stimmig sind. Der ganzheitliche Blick ermöglicht ein Höchstmaß an Effizienz bei der Ausführung der Projekte - Zeit und Geld werden gespart.
Das Angebot der Saint-Gobain Oberland AG geht über den reinen Glasbehälter hinaus. So können zusätzlich No-Label-Etiketten aufgebracht werden. Für Lochmundflaschen ist eine Verbügelung möglich. Zudem bekommen Kunden auf Wunsch die Flaschen bereits in Kisten für den Endverbrauch angeliefert. Die unmittelbare Nähe zu einem Kistenhersteller beim Werk in Bad Wurzach bringt hier logistische Vorteile.
Die Auswirkungen von Form, Größe und Gewicht einer Glasverpackung auf deren logistische Eignung (wie zum Beispiel Paletten- und LKW-Nutzung) werden bereits in einem frühen Stadium des Entwicklungsprozesses berücksichtigt. Mit spezieller Software für die Endverpackungsoptimierung und in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden werden Neuentwicklungen auch nach ökonomischen Gesichtspunkten gestaltet.
Die Betreuung durch Saint-Gobain Oberland endet nicht am Werkstor, sondern reicht bis in den Produktionsablauf beim Kunden hinein. Aus der eigenen Erfahrung mit einem komplexen Maschinenpark hat sich ein qualifizierter technischer Kundendienst entwickelt. Dieser unterstützt den Kunden auch vor Ort, damit sich die neuen Glasbehälter reibungslos in den Abfüllprozess einfügen.
Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter steht neben der Gewährleistung eines sicheren Arbeitsplatzes im Zentrum der Bemühungen der Saint-Gobain Oberland AG und repräsentiert somit einen wichtigen Teil unserer Unternehmenspolitik. Ermutigung, Sensibilisierung und Schulung sind Schlüsselfaktoren, damit jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds und der Arbeit im Team leisten kann.
Im Sinne unserer strategischen Personalentwicklung werden Fortbildungsbudgets und -schwerpunkte durch das eingeführte Bildungscontrolling geplant, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den folgenden Bereichen weitergebildet werden können:
| ― | Präsentationstechnik |
| ― | Konfliktmanagement |
| ― | Rhetorik |
| ― | Moderationstechnik |
| ― | EHS (EHS-Auditor, Betreiberpflichten) |
| ― | Fachwissen |
| ― | Methodenkompetenz (Kommunikation, Selbstmanagement) |
| ― | Führungskompetenz ("New Managers", Operational Management) |
| ― | Sprachen |
| ― | IT-Seminare |
| ― | Meister- und andere weiterführende Ausbildungen (Fachwirte etc.) |
Weitere Angebote umfassen Kennenlern-Programme für die Verpackungssparte des Saint-Gobain Konzerns oder die Delegation für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain. Fortbildungsprogramme stehen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Saint-Gobain Oberland AG zur Verfügung, abhängig von den Anforderungen an ihre aktuelle Position und ihren Vorkenntnissen. Die Qualifikation unserer Mitarbeiter stellt somit die Kernkompetenz der Saint-Gobain Oberland AG dar, die es zu fördern gilt. Die Wirksamkeit der Fördermaßnahmen wird auf verschiedenen Ebenen gemessen: Beurteilungsbögen unmittelbar nach der Veranstaltung geben Aufschluss über die Qualität des Seminars und der Organisation. Die Beurteilung der Wirksamkeit erfolgt rund sechs Monate nach dem Seminar und erfasst den Lerntransfer in die Praxis. Die Wirksamkeit von Weiterbildungsmaßnahmen wird auch in den Jahresgesprächen diskutiert.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist daran interessiert, Jahr für Jahr so viel Ertrag zu erwirtschaften, dass sie langfristig Arbeitsplätze sichern kann und stets in der Lage ist, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um die Produktionsstätten auf dem technisch aktuellsten Stand zu halten. Gleichzeitig sollen auch die Stake- sowie Shareholder langfristig am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Damit dies gewährleistet werden kann, ist der verantwortliche Umgang mit Risiken schon jetzt sowie auch für die Zukunft ein wichtiges Thema. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens zielt auf attraktive Märkte und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen.
Hierzu ist es wichtig, Innovationen innerhalb des Unternehmensverbundes zu fördern. Dies tun wir bereits und wir sehen das verantwortungsbewusste Handeln im Wettbewerb auch weiterhin als unser Ziel an.
Eine Orientierung an sozialer Nachhaltigkeit bedeutet, dass jeder einzelne Mensch seinen Beitrag zu einer zukunftsfähigen und lebenswerten Gesellschaft leisten kann und auch sollte. Mit dem Einfluss und der wirtschaftlichen Größe wächst auch die Verantwortung, die ein jeder seinen Mitmenschen gegenüber wahrzunehmen hat. Die Saint-Gobain Oberland AG ist sich ihrer Pflicht bewusst und empfindet einen Weg zu mehr Nachhaltigkeit als Chance, einen sozialen Beitrag zu leisten, der sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland als auch die Gesellschaft nachhaltig begünstigt.
Die Mitarbeiter spielen hierbei die wichtigste Rolle, da sie als Motor und Herzstück den Erfolg des gesamten Unternehmens gewährleisten und bestimmen. Sie zu achten, zu schützen und zu fördern ist somit eine der zentralen Aufgaben, die sich die Saint-Gobain Oberland neben sozialen Engagements gesetzt hat. Gesundheit, Sicherheit, Weiterbildung und Verhalten eines jeden Mitarbeiters bilden die Grundlage für soziale Nachhaltigkeit im Unternehmen.
Egal ob an der Maschine oder im Büro, jede Arbeit beansprucht den Körper und Geist auf unterschiedlichste Art und Weise. Da auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland verschiedenen Beanspruchungen ausgesetzt sind, wurden die folgenden drei Standards entwickelt, die die Gesundheit aller Mitarbeiter konzernweit schützen sollen:
| ― | NOS (Noise Standard) |
| ― | TAS (Toxic Agent Standard) |
| ― | PLM (Posture/Lifting/Movement Standard) |
NOS und TAS dienen der Identifizierung, Auswertung und Kontrolle von Lärmquellen bzw. giftigen Stoffen am Arbeitsplatz. Für beide potenziellen Beeinträchtigungen werden Risiko-Matrizes erstellt, die notwendige Indikatoren zur Verfügung stellen, um Prioritäten für Kontrollhandlungen zu etablieren und Fortschritte in der Verbesserung verfolgen zu können.
Ziel von PLM ist es, jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter von Saint-Gobain bei der Arbeit körperlich so weit wie möglich zu entlasten. Im Mittelpunkt dieser Bestrebungen stehen Zwangshaltungen: das Heben/Anheben von Gegenständen und schweren Lasten, stehende Körperhaltungen, Sitzhaltung sowie sich wiederholende Bewegungen bestimmter Gliedmaßen. Dieses Instrument trägt somit zur Verbesserung der allgemeinen Ergonomie und der ergonomischen Methoden von Arbeitsstationen und -plätzen bei, die von diesen vier Aspekten betroffen sind. Die Auswertung und Bewertung der gewonnenen Daten erfolgt durch eine eigens entwickelte Software, die das zuständige Management bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen unterstützen soll. Somit wird die Gesundheit eines jeden Saint-Gobain Mitarbeiters aktiv gefördert. Bei allen drei Standards handelt es sich um Methoden, mit denen eine kontinuierliche Verbesserung objektiv verfolgt werden kann.
Darüber hinaus wurde 2005 die 5S-Methode zur Arbeitsorganisation eingeführt, die durch die 5 Bausteine Sortieren, Systematisieren, Säubern, Standardisieren und Selbstdisziplin nicht nur die Produktion verbessert, sondern auch die Sicherheit am Arbeitsplatz steigert.
Seit 2006 werden an den Standorten mit Unterstützung und in Zusammenarbeit mit Krankenkassen ergonomische Arbeitsplatzberatung und Ergonomieschulungen durchgeführt, die Mitarbeiter aus allen Bereichen auf die langfristigen Folgen einer unergonomischen Arbeitsweise hinweisen und Wege zur Verminderung körperlicher Belastungen aufzeigen. In den Werken Bad Wurzach und Wirges sind aus diesen Schulungen Mitarbeiter hervorgegangen, die sich zu "Ergo-Scouts" haben ausbilden lassen. Sie sind permanente Ansprechpartner für ihre Kollegen bei der täglichen Arbeit. Darüber hinaus entwickelt das Balance-Team in Wirges ständig neue Gesundheitsaktionen und etablierte ein Balance-Menü in der Betriebskantine. "Gesunde Ausbildung" ist das neueste Projekt, das mit Auszubildenden des ersten Lehrjahres umgesetzt wird.
Auch außerhalb des Arbeitsplatzes wurden die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland durch Gesundheitsaktionen wie beispielsweise "Fahr mit, bleib fit" zu mehr Gesundheitsbewusstsein ermutigt. Wer im Sommer mindestens 20-mal mit dem Fahrrad zur Arbeit kommt, kann an der Verlosung von Gutscheinen für Fahrradartikel teilnehmen.
Für Saint-Gobain Oberland steht fest, dass der Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit sämtlicher beschäftigter Mitarbeiter uneingeschränkte Priorität eingeräumt werden muss. "Target Zero" - null Arbeitsunfälle - heißt daher das Sicherheitsmotto.

Die Umsetzung der Zertifizierungsvorgaben nach ISO 14001 und OHSAS 18001 trägt einen großen Teil zur Verwaltung, Kontrolle und Verbesserung des Managementsystems für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt (EHS) bei. Mit Unterstützung des EHS-Netzwerks in den Werken der Verpackungssparte sowie in den übrigen Werken der Saint-Gobain Gruppe und sogar in anderen Unternehmen wurden zusätzlich die besten Praktiken aus der ganzen Welt zusammengetragen. Diese Bestandsaufnahme ermöglicht die Sammlung zahlreicher Sicherheitsinitiativen (Auditsysteme), die wir im Folgenden vorstellen. Das Fundament der Sicherheitspolitik der Saint-Gobain Oberland bilden vier Grundregeln. Sie bewahren die körperliche Unversehrtheit unserer Mitarbeiter und können Leben retten. Ihre Einhaltung ist die Voraussetzung für die Zugehörigkeit zu unserer Organisation. Diese Regeln betreffen:
| ― | die permanente Funktionstüchtigkeit unserer Sicherheitssysteme, |
| ― | das Tragen der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung, |
| ― | das Abschalten der Anlagen mit dem "Lock out - Tag out"-Verfahren (Lo-To) |
| ― | den korrekten, bestimmungsgemäßen Umgang mit den Anlagen, Werkzeugen und Materialien. |
TF5 ist die Kennziffer für die Häufigkeit entdeckter unsicherer Situationen. Die Identifizierung, Klassifizierung und Behebung solcher potenziell gefährlichen Situationen verringert das Eintreten wirklicher Unfälle, die unter Umständen zu zeitweiser Arbeitsunfähigkeit führen. Folglich wird so die Sicherheit eines jeden Saint-Gobain Oberland Mitarbeiters aktiv und vorsorgend gefördert.
Das SMAT (Safety Management Talk) ist ein Instrument zur Kontrolle der Sicherheitspraktiken vor Ort. Es muss von einer Führungskraft oder einem Manager angewandt werden, der die Werksleitung zuvor über sein Vorhaben informiert hat. Wer ein SMAT-Audit durchführt, muss zuvor eine entsprechende Ausbildung absolviert haben.
BBS steht für "Behaviour Based Safety" oder für ein Sicherheitsprogramm, das auf das Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzielt. Fehler, die nicht mehr technisch vermeidbar sind, werden so durch ein gestärktes Sicherheitsbewusstsein angegangen.
Als Weiterentwicklung hat sich hieraus BBQ ("Behaviour Based Quality") entwickelt, das mit derselben Herangehensweise den Qualitätsgedanken aufgreift.
Des Weiteren treffen sich die Teams beim Schichtwechsel zu einem täglichen Sicherheitsmeeting, um Anweisungen weiterzuleiten, Sicherheitsthemen zu besprechen oder Fragen zu Produktion und Qualität zu stellen. Diese Vorgehensweise wurde unter dem Begriff "Safety Minute" in der ganzen Saint-Gobain Gruppe eingeführt. Die meisten Arbeitsunfälle treten ein, wenn außerplanmäßig ein Fehler behoben werden muss. Da nutzt es wenig, Gefährdungsbeurteilungen zu perfektionieren. "Außerplanmäßig" heißt, dass eben Unvorhergesehenes geschieht. Und da hilft nur eines: "kurz innehalten, nachdenken." Unter dem Begriff "Nimm zwei" wurde so eine Sicherheitsmethode eingeführt, die Mitarbeiter vor einem Reparatureinsatz dazu anregen soll, zwei Minuten zu überlegen: Welche Risiken bestehen? Wie kann ich mich schützen? Sie werden so dazu angehalten, nach dem Prinzip des eigenständigen Handelns Verantwortung zu übernehmen. Sie machen unter der Anleitung der Führungskräfte Fortschritte und können dabei auf zahlreiche Instrumente und Hilfsmittel zurückgreifen. Mündliche und visuelle Kommunikation, ein Konzept, das alle Mitarbeiter einbindet, Fortbildungen, Risikoanalysen am Arbeitsplatz, Unfallanalysen und die zuvor beschriebenen Sicherheitsinitiativen sollen dazu beitragen, jeden Arbeitsplatz bei Saint-Gobain Oberland so sicher wie möglich zu gestalten. Aktionen wie der EHS-Tag, der regelmäßig alle zwei Jahre stattfindet, geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Saint-Gobain Oberland zusätzlich die Chance, noch mehr über Arbeitssicherheit zu erfahren. Darüber hinaus beginnt jedes Meeting auch außerhalb des Produktionsbereichs ebenfalls mit der Diskussion des momentanen Arbeitssicherheitsstatus. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Sicherheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Zeit höchste Priorität eingeräumt wird.
Die Gesellschaft wandelt sich rasant und ebenso verändern sich die ökonomischen Rahmenbedingungen. Deshalb ist es wichtig, unser Unternehmen pro-aktiv weiterzuentwickeln. Hierzu gehört ganz wesentlich die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, so dass jeder einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung des eigenen Arbeitsumfelds leisten kann. Dies konnte unter anderem auch durch die Einführung von "Best Practices" erreicht werden. Dabei geht es darum,
| ― | unmissverständliche, klar definierte Zielvorgaben zu erreichen, |
| ― | in täglichen Zusammenkünften zu Beginn jeder Schicht mögliche Probleme zu besprechen, |
| ― | Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter technisch fortzubilden, |
| ― | durch ein spezielles Vorschlagswesen jedem die Möglichkeit zu geben, seine Ideen für Optimierungen innerhalb des Teams einzubringen. |
Das im letzten Punkt aufgeführte Vorschlagswesen wurde in der ganzen Saint-Gobain Oberland Gruppe unter dem Namen "i-pool" (Ideen-Pool) eingeführt. Mit i-pool haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Saint-Gobain Oberland seit Jahren ein praktisches Mittel, eigene Vorschläge noch schneller und direkter in die Tat umzusetzen. Mittlerweile ist das Ideenmanagement auf Erfolgskurs - mit über 600 eingereichten Ideen im Jahr und Verbesserungen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.
Die Saint-Gobain Gruppe hat in ihren Wertvorstellungen eine Anzahl von gemeinsamen Prinzipien entwickelt, die sowohl von den Unternehmensführungen als auch von den Mitarbeitern verfolgt und umgesetzt werden.
Diese Prinzipien wurden in der Vergangenheit von Saint-Gobain Oberland verinnerlicht.
Die Verhaltensprinzipien der Saint-Gobain Gruppe betrachten folgende Punkte als grundlegende Werte für den Zusammenhalt ihrer Unternehmensführungen und Mitarbeiter: berufliches Engagement, Respekt gegenüber Anderen, Integrität, Loyalität, Solidarität. Sie bilden die Verhaltensprinzipien für jeden Einzelnen von uns.
Die Handlungsprinzipien sollen die Handlungen aller ihrer Unternehmensführungen und Mitarbeiter in Ausübung ihrer Tätigkeit lenken. In Übereinstimmung mit der langfristigen Strategie der Saint-Gobain Oberland tragen die Handlungsprinzipien zu einer verantwortungsbewussten und nachhaltigen Entwicklung bei. Im Mittelpunkt dieser Prinzipien steht die Achtung der Gesetze, der Umwelt, der Gesundheit und Arbeitssicherheit sowie der Mitarbeiterrechte. In regelmäßigen Abständen werden diese Prinzipien durch entsprechende Aktionen gefestigt. Sie sind zudem Bestandteil von Zielvereinbarungsgesprächen.
Um die Prinzipien für die Mitarbeiter verständlicher und praktisch erlebbar zu machen, fand erstmals 2011 der internationale Tag der Verhaltens- und Handlungsprinzipien bei Saint-Gobain weltweit statt. Veranstaltungen dieser Art mit Aktionen, die die Mitarbeiter aktiv mit einbeziehen, soll es künftig regelmäßig geben.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll künftig noch festerer Bestandteil der Unternehmenskultur von Saint-Gobain Oberland werden. Um die Balance zwischen betrieblichen und individuellen Interessen zu fördern und sich als familienbewusster Arbeitgeber positionieren zu können, hat sich das Unternehmen dem "audit berufundfamilie" unterzogen. Hierbei werden u.a. Arbeitszeitmodelle betrachtet und Maßnahmen erarbeitet, die die Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung oder der Pflege kranker bzw. älterer Angehöriger unterstützen. Ende 2012 erhielt Saint-Gobain Oberland das Zertifikat, das von der HertieStiftung verliehen und nach drei Jahren re-auditiert wird.
Auch über die Saint-Gobain Oberland hinaus wird soziales Engagement gelebt. So werden zum Beispiel Studenten in Zusammenarbeit mit der Technischen Fachhochschule Berlin, der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachhochschule Geisenheim aktiv gefördert und darin geschult, welche Möglichkeiten Glas als Verpackungsstoff bietet. Zusätzlich ermöglicht der so genannte Girls' Day wissbegierigen Mädchen in den Werken Einblicke in technische Ausbildungsberufe. Weitere soziale Programme sind das Angebot von privaten Kfz-Versicherungen und von Pensionssparkonten der "Hamburger Pensionskasse", die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Zusatzabsicherung im Rentenalter dienen können.
Die Gesundheit der Mitarbeiter steht bei der Saint-Gobain Oberland AG wie im gesamten Saint-Gobain Konzern weiterhin im Vordergrund. Wir betrachten unsere Mitarbeiter als unser Potenzial für die Zukunft. Daher arbeiten wir an kontinuierlichen Verbesserungen interner Arbeitsprozesse und der Motivation der Mitarbeiter. Hierzu zählen auch eine faire Entlohnung sowie die Ausbildung junger Menschen, die uns sehr am Herzen liegt. Außerhalb des Unternehmens engagiert sich die Saint-Gobain Oberland AG überwiegend in der Jugendarbeit: Zum einen im Bereich Begabtenförderung für Schüler, um diese frühzeitig für Technik zu begeistern; zum anderen sollen speziell Jugendliche mit Migrationshintergrund durch Sprachtrainings sowie andere -den Bildungsprozess begleitende - Maßnahmen künftig noch mehr bei ihrer Integration in die Gesellschaft unterstützt werden.
Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG ist zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2012 nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt.
Die Saint-Gobain Oberland AG ist seit dem Jahr 1998 zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie/Frankreich. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.
Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Demzufolge hält die Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, auch im Jahr 2012 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist auch 2012 im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.
Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine. Die Beteiligung an der russischen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO beträgt im Berichtsjahr 96,2 %. Für einen Teil der verbleibenden Anteile bestand eine Verkaufsoption von Seiten der Anteilseigner an Oberland bis zum 31. Dezember 2012, seitdem besteht eine Kaufoption seitens der AG bis Juli 2014.
Im April 2010 hat die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe die neue Marke Verallia eingeführt. Diese umfasst die gesamten industriellen Aktivitäten des Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - in einer schlagkräftigen, internationalen Einheit und ist einer der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Spirituosen und Lebensmittel.
Mit Hilfe der Marke Verallia soll insbesondere die Transparenz der internationalen Verpackungssparte von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus.
Die Saint-Gobain Gruppe möchte mit Verallia nicht nur ihre Kompetenz vermitteln, sondern gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen demonstrieren und ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.
Die Marke Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen.
Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte sind durch die Einführung der Marke unverändert geblieben.
Die Compagnie de Saint-Gobain hat mit der Gründung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Verallia S.A. im Jahr 2011 die Grundlage für deren geplanten Börsengang geschaffen. Letzterer wurde aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch die Finanz- und Schuldenkrise am 21. Juni 2011 im letzten Moment bis auf weiteres verschoben und bislang nicht durchgeführt. Im Januar 2013 hat die Compagnie de Saint-Gobain allerdings ein Kaufangebot seitens eines Wettbewerbers für das Verallia North America-Geschäft angenommen, das vorbehaltlich der Zustimmung der US-amerikanischen Kartellbehörden abgewickelt werden wird. Pierre-Andre de Chalendar, Präsident und Generaldirektor der Compagnie de Saint-Gobain, erklärte am 14. Januar 2013 dazu: "Das Angebot ist ein neuer Meilenstein in der Strategie von Saint-Gobain bei der Refokussierung auf den Habitat-Sektor. Unsere amerikanischen Verpackungsaktivitäten erzielen damit einen besseren Wert, als bei dem geplanten Börsengang 2011 in Erwägung gezogen wurde. Dadurch wird eine vielversprechende industrielle Perspektive geboten. (...) Gleichzeitig machen die Positionen von Verallia in West- und Osteuropa, die kürzlich durch ein sehr vielversprechendes Geschäft in Algerien gestärkt wurden, zusammen mit ihren Positionen in den wachsenden lateinamerikanischen Märkten, die Gruppe zu einem globalen Führer in ihren Märkten -mit beträchtlichen Geldmittel-Beschaffungs- und Entwicklungspotenzialen."
Von diesem Schritt sind wir bei Oberland und unsere Kunden nur wenig betroffen, da wir nur bei sehr wenigen Kunden im Export Berührungspunkte hatten und ansonsten unabhängig von Verallia Nordamerika agierten und weiterhin agieren. Wir werden unverändert an unserer Strategie festhalten und unsere angestammten Märkte bedienen: Wir wollen nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sein.
Unsere Kunden werden uns an unserer Leistung messen und deshalb werden wir alles daransetzen, sie auch weiterhin zeitgerecht und in verlässlich hoher Qualität zu angemessenen Preisen zu beliefern.
In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Menschenführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden.
Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod produziert hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind Händler von Glasbehältern für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Derzeit wird auch die Zusammenarbeit mit multinationalen Kunden und Endkunden verstärkt.
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO ist ein Glashersteller für hauptsächlich im Süden von Russland angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge. Seit 2011 verfügt Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO über die Möglichkeit, die Farben Grün, Weiß und Oliv für Mineralwasser-, Wein-, Sekt- und Bierflaschen zu produzieren.
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' produziert qualitativ hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser. Dabei stehen Qualität und Innovation im Vordergrund, letztere mit dem Ziel, die Präsenz im Premiumbereich zu steigern. Das Werk in Zorya beliefert Großkunden in der Ukraine sowie im Exportmarkt. Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat sich mit Produkten, die allen markt- und kundenspezifischen Vorschriften und Erwartungen entsprechen, zu einem wichtigen Anbieter vor allem in Polen und anderen osteuropäischen Märkten entwickelt.
Oberland setzt alles daran, das bereits hohe Niveau bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz zu erhalten und wo möglich beharrlich weiter auszubauen. Um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll durchführen zu können, nutzt das Unternehmen ein strategisches Qualitätsmanagement. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber hinaus wird angestrebt, sämtliche Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten.
Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und optimiertem Produktmix erreicht. Eine schlanke Organisation und die stetige Effizienzsteigerung der Produktionsabläufe sind ebenfalls unverzichtbar.
Die Weltkonjunktur entwickelte sich im Berichtsjahr weiterhin schwach. Der Tiefpunkt der globalen Wirtschaftsentwicklung scheint jedoch überstanden zu sein, wobei die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder vergleichsweise stark auseinandergeht. In den Entwicklungs- und Schwellenländern verlor die zunächst sehr starke Konjunktur an Fahrt, das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften fällt nur mäßig aus und der Euroraum rutscht sogar teilweise in eine Rezession.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland vergleichsweise gut da, auch wenn es im Rahmen einer sich seit 2012 insgesamt abkühlenden Konjunktur mit einem nur leicht positiven BIP-Zuwachs von ca. 0,7 % abgeschlossen hat. Deutschland gehört zu den Ländern, denen es vergleichsweise schnell gelungen ist, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise heraus einen sich selbst tragenden Aufschwung zu erzeugen. Es macht sich jedoch auch in Deutschland eine deutliche Verlangsamung der Konjunktur bemerkbar. Trotz weiterhin, wenn auch in abgeschwächter Form, positiver Arbeitsmarktlage ging das Wachstum der privaten Konsumausgaben und speziell der Anteil des individuellen Verbrauchskonsums deutlich zurück.
Dieser Trend zeigt sich 2012 auch im Bereich der Glasverpackungen. Sowohl das Segment Getränkeflaschen als auch der Bereich Konserven- und Verpackungsgläser fielen gegenüber dem Vorjahr zurück, wobei der Rückgang bei den Flaschen geringer war als bei den Gläsern. Dies trifft sowohl für das Verhalten des Inlandsmarktes als auch für das Exportgeschäft zu, welches den wesentlichen Anteil des Rückganges zu verzeichnen hatte.
Das gesamte Biersegment leidet weiterhin unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf Nischenprodukte und ihre Exportaktivitäten. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend. Zudem hält der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch weiter auswirken wird.
Der Wein- und Sektkonsum ist in Deutschland weiterhin stabil. Der deutsche Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 2012 bei knapp 21 Litern (Wein) bzw. 4 Litern (Sekt). Es ist eine zunehmende Tendenz hin zu Sektmischgetränken und Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol zu beobachten.
Hohe Ölpreise und staatliche Ausgaben sind auch 2012 die wichtigsten Faktoren der wirtschaftlichen Entwicklung in Russland. Das Wachstum der russischen Wirtschaft im Jahr 2012 liegt mit ca. 3,6 % auf einem höheren Niveau als derzeit im Euroraum zu beobachten. Starke Reallöhne, eine geringe Arbeitslosigkeit sowie eine niedrige Sparquote haben den privaten Verbrauch gefördert. Die Inflationsrate liegt zum Ende des Jahres bei ca. 5,1 %.
Vergleichsweise stabil präsentiert sich die russische Währung. Während der Rubel im Jahresverlauf im Vergleich zu US-Dollar und Euro relativ konstant war, wurde die Fertigungsmenge in Russland weiterhin durch verbesserte Technologien und die höhere Verfügbarkeit von Rohstoffen gesteigert. Solange die importierten Waren teurer bleiben, werden diese teilweise durch russische ersetzt.
Russland ist im Sommer 2012 ein vollständiges Mitglied der WTO geworden. Das Land muss weiterhin daran arbeiten, seine Wirtschaft zu diversifizieren: weg von der starken Abhängigkeit von Verbrauchsmitteln wie Öl und Gas. Experten erwarten weiterhin, dass die WTO-Mitgliedschaft diesen Prozess positiv beeinflussen wird.
Der Wechselkurs im Jahr 2012 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem leicht niedrigeren Niveau und erreichte zum 31. Dezember 2012 einen Schlusswert von 40,33 Rubel/Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

Das allgemeine politische und wirtschaftliche Umfeld blieb 2012 unsicher, stark beeinflusst von der Vorbereitung und Durchführung der Parlamentswahlen im Oktober 2012. Auch nach der Wahl wurde das wirtschaftliche Geschehen weiterhin durch staatliche Interventionen beeinflusst.
Das ukrainische Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg lediglich um ca. 0,4 %. Damit verblieb die ukrainische Wirtschaft 2012 nahezu auf Vorjahresniveau. 2013 wird ein Wiederanstieg erwartet. Die Entwicklung basiert vor allem auf dem Rückgang der exportorientierten Industriebranchen, welche unter anderem von einem künstlich hoch gehaltenen Griwna/Euro-Wechselkurs negativ beeinträchtigt wurden. Unsicherheiten gab es auch wegen der Erwartung einer Fiskalklippe, welche durch einen Mix von staatlichen Ausgabenreduzierungen und gleichzeitigen Steuererhöhungen gekennzeichnet wäre. Außerdem führte eine spürbar schwächere Ernte (minus 5 %) im Vergleich zum starken Vorjahr zu einer Abschwächung der Dynamik des BIP. Die Inflationsrate liegt auf einem sehr niedrigen Niveau von 0,8 %.
Der Wechselkurs Griwna/Euro blieb 2012 weiterhin relativ konstant. Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf 2012:

Die Absatz- und Umsatzziele konnten 2012 im Wesentlichen für das Deutschlandgeschäft erreicht werden. Im Zusammenhang mit den Wannenbaumaßnahmen zum Ende des Berichtsjahres in Neuburg und Essen konnte der Lagerbestand kundenorientiert gesteuert werden. Hierzu trugen ebenso die Kapazitätsanpassungen in Russland bei. Die Produktion ist gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % zurückgegangen.
Die Innovationsrate konnte auf dem hohen Niveau der Vorjahre gehalten werden. Speziell die Produkt- und Serviceinnovationen standen dabei weiterhin im Fokus. Damit unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Oberland, sondern auch unsere absolute Kundennähe.
Der Behälterglasmarkt ist angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise derzeit eher von einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich gerade in diesen Zeiten die Wichtigkeit von verlässlicher Produktqualität und Lieferfähigkeit. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten.
Wie erwartet hoch war hingegen der Preisanstieg für Energie und Scherben. Vor allem die Preise für Erdöl, Erdgas, Scherben und Soda sind nennenswert in die Höhe gegangen. Damit einher geht auch der Druck auf die Margen, da nicht alle Kostenanstiege an die Kunden weitergegeben werden konnten. Auch zeitnah eingeleitete interne Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung konnten diese Entwicklung nicht ausgleichen. Zudem ist die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als nachhaltiger Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, fortwährend kritisch. Hier erweist sich die Ende 2007 vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) nach wie vor als Erschwernis für die Versorgung mit Recyclingglas. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr auf einem hohen Niveau gehalten werden, was die Nachhaltigkeit des Werkstoffes Glas wiederholt deutlich macht.
Grundsätzlich ist die Geschäftsentwicklung 2012 für das Deutschlandgeschäft annähernd so günstig zu beurteilen wie im Vorjahreszeitraum, wobei eine weitere Verschlechterung im Osteuropageschäft zu beklagen war. Die Perspektiven für Oberland sind positiv einzuschätzen.
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| Ziffer | Thema | Angaben bzw. Verweis |
|---|---|---|
| 1 | Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals | Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2012 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien. |
| 2 | Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen | Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme. |
| 3 | Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital | Die Compagnie de Saint-Gobain hat der Gesellschaft gemäß § 20 (4) AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden. |
| 4 | Inhaber von Aktien mit Sonderrechten | Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. |
| 5 | Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben | Arbeitnehmer sind am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG nicht beteiligt. |
| 6 | Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen | Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen. |
| 7 | Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien | Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien. |
| 8 | Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen | Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor. |
| 9 | Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes | Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft. |
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht.
Die Saint-Gobain Oberland ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.
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| EUR | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzernergebnis je Aktie | -2,40 | 19,47 | 26,96 | 44,47 | 51,56 |
| Jahresüberschuss AG je Aktie | 22,76 | 23,68 | 12,03 | 24,31 | 26,23 |
| Dividende je Aktie | 22,50* | 23,50 | 12,00 | 24,00 | 26,00 |
| Börsenkurs am 31.12. | 424,99 | 424,00 | 420,01 | 400,00 | 386,39 |
| Höchstkurs | 444,00 | 459,90 | 464,00 | 428,50 | 480,00 |
| Tiefstkurs | 395,00 | 381,00 | 395,00 | 357,04 | 357,79 |
* Dividendenvorschlag
Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde 2012 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.103 Stück (Vorjahr: 1.471 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitenanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, der sich im Streubesitz befindet. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

Der Konzernumsatz erhöhte sich bei Oberland leicht von 512,0 Mio. Euro auf 521,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Er liegt damit um 9,5 Mio. Euro oder 1,8 % über dem Vorjahr. Dies ist bedingt durch an die Kunden weitergegebene Kostensteigerungen. Der Absatz in Tonnen ging im Vorjahresvergleich um 3,2 % zurück.
Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts reduzierte sich um 2,8 %. Entgegen diesem Trend konnte die Saint-Gobain Oberland AG ihren Absatz im Inland mengenmäßig sogar um 0,4 % steigern. Demgegenüber war der Export um 10,6 % rückläufig, was in der normalen Schwankungsbreite dieses Segments liegt.
In Russland konnte der Umsatz erneut leicht gesteigert werden, allerdings wurde die abgesetzte Menge des Vorjahres nicht erreicht. Das schwierige Marktumfeld wurde nach wie vor durch Folgewirkungen der staatlichen Lizenzierungsprogramme für Alkoholproduzenten beeinflusst. Generell war der russische Behälterglasmarkt durch signifikante Überkapazitäten geprägt.
In der Ukraine ging der Umsatz im Vorjahresvergleich um 6,0 % auf 40,2 Mio. Euro zurück. Die vorgenommenen Preissteigerungen konnten dabei dem Mengenverlust nur bedingt entgegenwirken. Hervorgerufen wurde dieser durch eine rückläufige Spirituosenproduktion sowie eine relativ schlechte Ernte.
In der AG entwickelte sich der Umsatz positiv. Nach 364,9 Mio. Euro im Vorjahr stieg er im Berichtsjahr auf 374,9 Mio. Euro. Das ist eine Erhöhung von 10,0 Mio. Euro oder 2,8 %. Während die Absatzmengen exportbedingt insgesamt leicht zurückgingen, konnten die höheren Produktionskosten teilweise an die Kunden weitergegeben werden und wirkten sich somit positiv auf die Umsätze aus.
Im Gegensatz zum leicht erhöhten Umsatz sank das Konzernergebnis (Jahresergebnis nach Abzug des Anteils der Minderheitsaktionäre) im Vergleich zum Vorjahr von 19,5 Mio. Euro auf -2,4 Mio. Euro.
Im Rahmen des Operativen Ergebnisses trugen hierzu unter anderem die überproportional gestiegenen Umsatzkosten, im Wesentlichen bedingt durch Energiepreissteigerungen, bei. Die Allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten stiegen ebenfalls leicht um 1,9 Mio. Euro. Außerdem verringerten sich die Sonstigen Erträge um 5,1 Mio. Euro aufgrund von Einmaleffekten aus Versicherungserstattungen im Jahr 2011 sowie eines reduzierten Handels mit Emissionszertifikaten. Im Gegensatz dazu war bei den Sonstigen Aufwendungen ein Anstieg um 4,5 Mio. Euro zu verzeichnen, zurückzuführen vor allem auf Kapazitätsanpassungen in Russland. Insgesamt ging das Operative Ergebnis damit um 47,5 % von 37,7 Mio. Euro auf 19,8 Mio. Euro zurück.
Durch ein weiter gefallenes Zinsniveau war der negative Beitrag des Finanzergebnisses trotz im Jahresverlauf angestiegener Verschuldung geringer als im Vorjahr, mit -10,9 Mio. Euro jedoch immer noch beträchtlich.
Insgesamt ergab sich somit ein Rückgang des Ergebnisses vor Steuern um 17,4 Mio. Euro von 26,2 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro. Trotzdem erhöhte sich der Ertragsteueraufwand um 5,2 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro. Hervorgerufen wurde diese Steigerung in erster Linie durch nicht mehr im Rahmen der latenten Steuern ansetzbare Verlustvorträge bei Kavminsteklo. Außerdem wirkte sich das in Deutschland erzielte positive Ergebnis wegen des relativ hohen Steuersatzes überproportional aus.
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| TEUR | 2012 | 2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 521.450 | 512.033 | 1,8 % |
| Umsatzkosten | -471.112 | -455.056 | 3,5 % |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -22.757 | -20.865 | 9,1 % |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -628 | -830 | -24,3 % |
| Sonstige Erträge | 1.401 | 6.473 | -78,4 % |
| Sonstige Aufwendungen | -8.593 | -4.099 | 109,6 % |
| Operatives Ergebnis | 19.761 | 37.656 | -47,5 % |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.162 | -11.930 | -6,4 % |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 203 | 391 | -48,1 % |
| Zinsergebnis | -10.959 | -11.539 | -5,0 % |
| Sonstige Finanzerträge | 18 | 61 | -70,5 % |
| Finanzergebnis | -10.941 | -11.478 | -4,7 % |
| Ergebnis vor Steuern | 8.820 | 26.178 | -66,3 % |
| Laufender Ertragsteueraufwand | -8.875 | -11.260 | -21,2 % |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | -3.342 | 4.281 | -178,1 % |
| Ertragsteuern gesamt | -12.217 | -6.979 | 75,1 % |
| Jahresergebnis | -3.397 | 19.199 | -117,7 % |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | -996 | -271 | 267,5 % |
| Konzernergebnis | -2.401 | 19.470 | -112,3 % |
Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG reduzierte sich von 23,7 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 22,8 Mio. Euro im Berichtsjahr. Nach der Erhöhung im Vorjahr um 10,1 % sank das Betriebsergebnis im Berichtsjahr um 15,9 % von 47,2 Mio. Euro auf 39,7 Mio. Euro. Haupttreiber für diese Entwicklung waren die erneut stark angestiegenen Rohstoff- und Energiekosten sowie nicht wiederkehrende Sondereffekte aus 2011. Etwas abgemildert wird dieser Rückgang durch ein vom niedrigen Zinsniveau profitierendes Finanzergebnis und einmalige Verschmelzungsverluste im Jahr 2011 innerhalb der außerordentlichen Aufwendungen.
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| TEUR | 2012 | 2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 374.921 | 364.864 | 2,8 % |
| Bestandsveränderungen | 1.595 | 2.281 | -30,1 % |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 204 | 143 | 42,7 % |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.862 | 12.051 | -51,4 % |
| Materialaufwand | -147.257 | -136.812 | 7,6 % |
| Personalaufwand | -80.726 | -78.237 | 3,2 % |
| Abschreibungen | -23.570 | -27.175 | -13,3 % |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -91.325 | -89.924 | 1,6 % |
| Betriebsergebnis | 39.704 | 47.191 | -15,9 % |
| Finanzergebnis | -6.199 | -8.785 | -29,4 % |
| Außerordentliches Ergebnis | -786 | -3.524 | -77,7 % |
| Ergebnis vor Steuern | 32.719 | 34.882 | -6,2 % |
| Ertragsteuern und Sonstige Steuern | -9.956 | -11.206 | -11,2 % |
| Jahresüberschuss | 22.763 | 23.676 | -3,9 % |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.904 | 1.728 | 10,2 % |
| Bilanzgewinn | 24.667 | 25.404 | -2,9 % |
Das Bilanzsummenwachstum lässt sich hauptsächlich auf eine Erhöhung der Vorräte zurückführen.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Aktiva | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 10.492 | 10.464 | 0,3 % |
| Immaterielle Vermögenswerte | 934 | 3.756 | -75,1 % |
| Sachanlagen | 305.910 | 302.662 | 1,1 % |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | 0,0 % |
| Sonstige Forderungen | 251 | 285 | -11,9 % |
| Latente Steueransprüche | 614 | 2.367 | -74,1 % |
| Langfristige Vermögenswerte | 319.878 | 321.211 | -0,4 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 130.908 | 114.836 | 14,0 % |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 58.841 | 55.051 | 6,9 % |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.850 | 10.554 | -44,6 % |
| Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte | - | 232 | -100,0 % |
| Sonstige Vermögenswerte | 40.262 | 44.704 | -9,9 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 235.861 | 225.377 | 4,7 % |
| Summe Aktiva | 555.739 | 546.588 | 1,7 % |
Die Immateriellen Vermögenswerte verminderten sich insbesondere durch die verpflichtende Rückgabe entgeltlich erworbener Emissionszertifikate.
Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

Die Bestände erhöhten sich 2012 um 16,1 Mio. Euro, wobei sowohl die Bestände an Fertigerzeugnissen als auch an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen anstiegen.
Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.
Die Erhöhung der Passiva liegt hauptsächlich im Anstieg der Finanziellen Verbindlichkeiten um insgesamt 38,0 Mio. Euro begründet. Hier wurde außerdem ein Großteil der langfristigen in kurzfristige Schulden umgegliedert. Gegensätzlich dazu reduzierte sich das Eigenkapital um 33,2 Mio. Euro auf 147,0 Mio. Euro. Gemeinsam führen beide Effekte zu einer von 33,0 % auf 26,5 % gesunkenen Eigenkapitalquote.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Passiva | |||
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 | 0,0 % |
| Rücklagen | 161.882 | 174.981 | -7,5 % |
| Konzernergebnis | -2.401 | 19.470 | -112,3 % |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -43.627 | -46.528 | -6,2 % |
| Anteile anderer Gesellschafter | 5.161 | 6.247 | -17,4 % |
| Eigenkapital | 147.015 | 180.170 | -18,4 % |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 79.968 | 67.261 | 18,9 % |
| Latente Steuerschulden | 20.985 | 23.354 | -10,1 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 9.918 | 148.870 | -93,3 % |
| Langfristige Schulden | 110.871 | 239.485 | -53,7 % |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 1.179 | 4.502 | -73,8 % |
| Ertragsteuerschulden | 1.464 | 2.787 | -47,5 % |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 187.811 | 10.909 | 1.621,6 % |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 95.396 | 89.868 | 6,2 % |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.003 | 18.867 | -36,4 % |
| Kurzfristige Schulden | 297.853 | 126.933 | 134,7 % |
| Summe Passiva | 555.739 | 546.588 | 1,7 % |
In der AG war eine Erhöhung der Bilanzsumme von 403,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 426,3 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Dies entspricht einem Anstieg von 5,8 %, welcher sich gleichmäßig auf das Umlaufvermögen und das durch zwei Wannenbauten in Neuburg und Essen gesteigerte Anlagevermögen verteilt. Die Verschuldung erhöhte sich um 28,1 Mio. Euro auf 231,9 Mio. Euro. Die genannten Faktoren führten zu einer Eigenkapitalquote der AG von 27,5 % (Vorjahr: 29,2 %).
Die Eigenkapitalrendite sank vorwiegend entsprechend dem Ergebnisrückgang von 20,1 % auf 19,5 %.
Hauptsächlich bedingt durch das schlechtere Operative Konzernergebnis sank der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 18,1 Mio. Euro von 65,1 Mio. Euro auf 47,0 Mio. Euro. Etwas abgemildert wird der negative Ergebniseffekt durch damit einhergehende niedrigere Steuerzahlungen sowie niedrigere operative Zinszahlungen. Auf operativer Ebene verringerte sich der Cashflow insgesamt deutlich um 40,9 % auf 27,0 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung des Working Capitals zurückzuführen ist.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Operatives Konzernergebnis | 19.761 | 37.656 |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 42.966 | 44.505 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | -3.801 | -4.294 |
| Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern | -11.715 | -12.865 |
| Erhaltene Dividende | 18 | 61 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -232 | 59 |
| Cashflow | 46.997 | 65.122 |
| Veränderung der Vorräte | -15.603 | -8.516 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | 3.502 | -14.099 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen | -7.899 | 3.142 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 26.997 | 45.649 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | -116 | -170 |
| Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte | -43.721 | -42.888 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -43.837 | -43.058 |
| Gezahlte Dividenden | -23.505 | -12.004 |
| Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | 35.621 | 7.073 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 12.116 | -4.931 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -4.724 | -2.340 |
| Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung | 20 | 83 |
| Abnahme der Zahlungsmittel | -4.704 | -2.257 |
2012 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit somit nicht aus, um die Investitionstätigkeiten ohne Liquiditätsverzehr abzudecken. Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

Der ROI für das Geschäftsjahr 2012 liegt bei 4,3 % und war damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 8,3 % deutlich rückläufig.
Die Eigenkapitalrendite sank ausgehend von 10,7 % auf -2,3 % und ist damit einhergehend mit dem Konzernergebnis erstmals negativ.
Bei einer Gesamtsumme von 48,2 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland (Werke Neuburg und Essen) und Russland (Kamyshin). Alle Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Knapp 18,2 Mio. Euro wurden in Osteuropa investiert, dadurch konnte die Effizienz gesteigert und der Energieverbrauch optimiert werden. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 555,7 Mio. Euro (Vorjahr: 546,6 Mio. Euro):
AKTIVA


Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern wie auch schon im Vorjahr sehr differenziert zu sehen. In Deutschland konnte das Unternehmen mit einiger Anstrengung auf der Kosten- und Absatzseite noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Als äußerst herausfordernd erwies sich das Marktumfeld in der Ukraine und vor allem in Russland mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage.
Sämtliche Standorte waren im Berichtszeitraum von den gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten betroffen. Da sich diese Tendenz in Zukunft nicht umkehren dürfte, gilt es, diesen Kosten weiterhin sowohl von der Produktions- als auch von der Absatzseite her entgegenzuwirken.
In Deutschland ergibt sich trotz dieser Risikofaktoren die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin setzen wir alles daran, unsere Profitabilität auch langfristig sicherzustellen.
In Osteuropa gilt es, wieder eine volle Kapazitätsauslastung zu erreichen und gleichzeitig die aufgrund der relativ hohen Inflation stetig steigenden Faktorkosten über die Verkaufspreise weitergeben zu können. Insbesondere erste Kooperationen mit internationalen Großkunden deuten auf die zeitnahe Realisierbarkeit dieser Ziele hin. Mittelfristig sollten damit sämtliche Standorte in Russland und der Ukraine wieder einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.
Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung 2012 für die einzelnen Länder dar:
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| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 393.317 | 87.930 | 40.203 |
| Umsatzkosten | -336.591 | -93.705 | -40.816 |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -15.715 | -5.241 | -1.801 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -628 | - | - |
| Sonstige Erträge | 1.020 | 40 | 341 |
| Sonstige Aufwendungen | -2.627 | -5.685 | -281 |
| Operatives Ergebnis | 38.776 | -16.661 | -2.354 |
| Zinsaufwand | -6.255 | -4.622 | -285 |
| Zinsertrag | 238 | -54 | 19 |
| Zinsergebnis | -6.017 | -4.676 | -266 |
| Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen | 18 | - | - |
| Finanzergebnis | -5.999 | -4.676 | -266 |
| Ergebnis vor Steuern | 32.777 | -21.337 | -2.620 |
| Ertragsteueraufwand | -8.294 | -406 | -175 |
| Latenter Steuerertrag/-aufwand | -1.348 | -2.074 | 80 |
| Ertragsteuern gesamt | -9.642 | -2.480 | -95 |
| Jahresergebnis | 23.135 | -23.817 | -2.715 |
| Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis | - | -903 | -93 |
| Konzernergebnis | 23.135 | -22.914 | -2.622 |
Die Werte für Deutschland umfassen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität (Operatives Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz) von 9,9 %, die deutlich über der Profitabilität des Konzerns von 3,8 % liegt. Die Gesamtprofitabilität wird durch die in Russland und der Ukraine erzielten Ergebnisse negativ beeinflusst.
Die Verteilung der Umsätze nach Segmenten (Flaschen & Gläser sowie Produktionsanlagen):

Das Segment stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.
Die Umsätze in Tonnen haben sich im Jahr 2012 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz von Bierflaschen war 2012 nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr leicht rückläufig. In den Bereichen Spirituosen, Babynahrung und sonstige Gläser waren ebenfalls negative Trends zu verzeichnen. Ein nur geringer Absatzrückgang ergab sich bei den Wein- und Sektflaschen sowie bei den sonstigen Flaschen. Einzig die Bereiche Wasser/Softdrinks und Konserven zeigten eine leicht positive Entwicklung. Insgesamt sank der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 3,2 %.

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang - im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Serviceleistungen hierzu an.

Die Gesamtumsätze der GPS Glasproduktions-Service GmbH lagen insgesamt leicht unter Vorjahresniveau. Während im letzten Geschäftsjahr ein Großteil der Umsätze innerhalb des Saint-Gobain Konzerns erzielt wurde, ergab sich 2012 wieder eine signifikante Verschiebung hin zu externen Kunden. Ein wesentlicher Grund hierfür war ein Großprojekt in Russland im Berichtsjahr. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH hat zum 31. Dezember 2012 einen noch geringen Auftragsbestand von 3,4 Mio. Euro. Diese unterschiedlichen Umsatzschwerpunkte und -schwankungen zwischen den Jahren sind kennzeichnend für dieses Segment. Die Auftragssituation für das gesamte Jahr 2013 ist noch nicht absehbar, da die GPS größtenteils noch in Verhandlung mit ihren Vertragspartnern steht und für mehrere Angebote der Auftragseingang erst noch erfolgen muss.
Unser Anspruch bei Oberland ist es, Forschung und Entwicklung (F&E) durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse und spezielle Projekte voranzutreiben. Nachhaltige, kundenorientierte Prozesse und Produkte stehen dabei immer im Mittelpunkt. Folgende Ziele lassen sich daraus ableiten: Verbesserung des Umweltschutzes, Steigerung der Produktqualität sowie Erhöhung der Produktivität und Arbeitssicherheit. F&E-Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.
Auf der Marktseite dominieren die Innovationen auf weiter hohem Niveau mit neuen Produkten. Schwerpunkte sind verstärkt Produktentwicklungen in neuen Farben und markenindividualisierten Formen. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Produkten für die deutschen Werke:

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Verallia Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch.
Neben den Aktivitäten rund um die Artikel ist der Experten- und Know-how-Austausch von besonderer Bedeutung für die F&E- wie auch Engineering-Aktivitäten des Technischen Zentrums. Die Angleichung der technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen und bildet dadurch ein wesentliches Element des Wissensmanagements von Oberland.
Das so gewonnene und konservierte Know-how, wie auch das Know-why, fließt unter anderem in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen der einzelnen Teilbereiche der Fertigung ein. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Artikelqualität im Mittelpunkt. Die maßgeblichste Aktivität im Jahr 2012 in diesem Bereich ist die Weiterentwicklung von APMS, dem Artikel- und Prozess-Monitoring-System. Basis dieses Systems sind die Inspektionsmaschinen am Kalten Ende (KE), die bislang nur mit Mängeln behaftete Artikel aussortierten. Zusammen mit einem hochinnovativen KE-Lieferanten wurde nun eine Datensystematik entwickelt, die den Maschinenführern am Heißen Ende (HE) jederzeit den Qualitätszustand der einzelnen Behälter übermittelt. Diese Information ist eine hervorragende Grundlage zur Prozessoptimierung. Darüber hinaus wurde das System im Jahr 2012 um ein neues Modul erweitert, das ,Traveling Mould and Gob Loading Observation System', kurz TMGO. Mit Hilfe dieses Moduls können kritische thermische und mechanische Einstellungen an den Formgebungsmaschinen besser überwacht werden, wodurch eine höhere Prozessstabilität erzielt wird.
Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten durch das Prozessdatenmanagement mit der ,Industrial IT' (PIT) vorangetrieben. Die transparente Darstellung und Bewertung erleichtert die interne sowie externe Berichterstattung und bildet die Datenbasis für weitere Prozessoptimierungen.
In anderen Bereichen werden - mit fortlaufendem Erfolg - technische Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs bei gleicher oder erhöhter Leistungsfähigkeit erprobt und umgesetzt.
Auch bei der Reduktion der mittleren Artikelgewichte konnten 2012 weitere Erfolge erzielt werden, obgleich die Komplexität der Maßnahmen zunimmt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird jedoch permanent an diesem Themenkomplex gefeilt, bis alle Optimierungspotenziale ausgeschöpft und sämtliche Einflussfaktoren stabilisiert sind.
Einer dieser Einflussfaktoren ist die Qualität des Recyclingglases, denn um erstklassige Artikel produzieren zu können, müssen schon die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Rohstoffe den Qualitätsansprüchen entsprechen. So bewirkt der Einsatz von hochwertigem Recyclingglas eine Steigerung der Artikelqualität durch die Verringerung von Fremdkörpereinschlüssen und Fehlfarben. Das 2010 entwickelte Konzept zur Recyclingglaseingangskontrolle wurde 2012 weiter verfeinert, um der sinkenden Recyclingglasqualität erfolgreich entgegenzuwirken. Die Implementierung in den Werken hat deutliche Fortschritte gemacht und wird weiter vorangetrieben. Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse konnte eine Investition für die Scherbenaufbereitungsanlage in Bad Wurzach vorbereitet werden, die im Jahr 2013 umgesetzt werden wird.
2012 lag die Anzahl der beim betrieblichen Vorschlagswesen eingereichten Vorschläge erneut über der des Vorjahrs. In den deutschen Werken heißt das System ,i-pool', was von Ideen-Pool herrührt. Der positive Trend aus den vergangenen Jahren setzt sich mit einem weiteren Plus von 4,5 % fort und bringt insgesamt 649 Ideen ein. Die Entwicklung der tatsächlich umgesetzten i-pool-Einreichungen war mit 483 Vorschlägen ebenfalls wieder positiv. Durch die Vorschläge konnten nachweisbar ca. TEUR 965 (Vorjahr: TEUR 719) an Einsparungen erzielt werden. Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 202) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungen tragen u. a. zu Effizienz- und Qualitätssteigerungen sowie zur Erhöhung der Arbeitssicherheit oder als Basis von technischen Innovationen bei.

In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein vergleichbares Vorschlagswesen implementiert, über welches die Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Auch hier lässt sich feststellen, dass sich dieses Vorschlagswesen positiv weiterentwickelt.
Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Außerdem wird die Infrastruktur der Werke dadurch bereinigt, dass alte Gebäude entfernt werden. Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöht die Differenzierung durch Innovationen, wie die Einführung der Leichtglastechnologie (NNPB), und verbessert die Flexibilität durch eine Erhöhung der Farbenvielfalt.
In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen 2012 weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte herausfordernde und innovative Produkte für den Premiumbereich. Es findet eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Kollegen aus Russland statt, um auch unsere russischen Kunden mit anspruchsvollen Flaschendesigns bedienen zu können. Darüber hinaus läuft neben dem Enterprise-Excellence (E2 )-Managementsystem auch noch das anspruchsvolle SixSigma-Programm weiter.
Die F&E-Projekte für das Jahr 2013 bleiben weiterhin vielfältig, wobei einige der genannten Projekte langfristig angelegt sind und somit auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei stehen nachhaltige, kundenorientierte Produkte in Bezug auf Ressourcen, Arbeits- und Umweltschutz sowie Prozesssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt.
Speziell für den Bereich Energie nutzt Oberland neben dem Aufbau eigener Kompetenzen sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mitteleuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Beim Emissionshandel stützt sich Oberland ebenfalls auf die zentralen Konzernkompetenzen.
Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas, Schweres Heizöl und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung. Seit den beachtlichen Ölpreisschwankungen im Jahr 2008 wird insbesondere die Preisentwicklung beobachtet. Im Zeitraum von Mitte 2009 bis Ende 2010 bewegte sich der Ölpreis auf verhältnismäßig konstantem Niveau. Das Jahr 2011 war dagegen in der Ölpreisentwicklung sehr unruhig. Beeinflusst von Aufruhr und Revolten in der arabischen Welt zu Beginn des Jahres 2011, der durch Tsunamis ausgelösten Atommeiler-Katastrophe im japanischen Fukushima und der EU-Schuldenkrise seit Sommer 2011 entwickelte sich der Ölpreis ebenfalls turbulent und mit deutlich steigender Tendenz im Vergleich zum Vorjahr. Das Jahr 2012 startete mit einem sehr hohen Erdölpreis. Das erste Quartal war sogar das teuerste in der Geschichte des Heizölhandels. Verschärft wurde dies durch die ungewöhnlich kalten Temperaturen im ersten Quartal und die dadurch entstandene Erdgasknappheit. Zur Jahresmitte hin verzeichnete der Erdölhandel einen jähen Preiseinbruch, der mit bis zu 10 % Preisanstieg innerhalb einer Woche jedoch ähnlich sprunghaft wieder anstieg. Das zweite Halbjahr gestaltete sich entsprechend durchwachsen und volatil - internationale Krisenherde und Konjunkturentwicklungen hatten ihren Einfluss auf den Erdölpreis. Obwohl die Preise nicht das Niveau des ersten Halbjahres erreichten, blieb der Erdölpreis auch im zweiten Halbjahr auf hohem Niveau und lag am 31. Dezember 2012 bei 110,62 US-Dollar pro Barrel. Verdeutlicht wird der Preisverlauf durch die folgende Abbildung der Leitsorte Brent (US-Dollar/bbl).

Zunehmend wird in unseren Werken aus ökologischen und ökonomischen Gründen schweres Heizöl durch Erdgas substituiert, so dass Erdgas neben schwerem Heizöl in den Fokus der Beschaffung rückt. Auch Erdgas zeigte sich an der Börse im Jahr 2012 unruhig und wies größere Preissprüngeauf. Verglichen mit dem Vorjahr kam es ebenfalls zu einem stärkeren Preisanstieg. Zusätzlich steigen die mit Erdgas verbundenen Kosten für die Netze an. Der nachfolgenden Abbildung ist der Verlauf der EEX TTF-Tagesreferenzpreise für Erdgas in den Jahren 2011 und 2012 zu entnehmen.

Die Erhöhung der Energiepreise in Russland basiert auf der staatsmonopolistischen Preispolitik. Sowohl der Gaspreis als auch der Preis für Elektrizität stiegen 2012 erneut deutlich an.
Nach dem dramatischen Anstieg im Jahr 2011 verzeichneten die Gaspreise in der Ukraine im Jahresverlauf 2012 einen verhältnismäßig flachen Verlauf. Lediglich zu Jahresbeginn stieg der Preis um ca. 4 %. Aktuell liegen die lokalen Gaspreise nun über dem Niveau von Westeuropa und haben damit eine außerordentliche Dimension erreicht. Die Preise für Elektrizität gehen weiterhin schnell in die Höhe, mit einem durchschnittlichen monatlichen Anstieg von 1,5 %.
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2012 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.
Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.
Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.
Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.
Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.
Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
| ― | Enterprise-Excellence (E2)-Managementsystem |
| ― | Internes Kontrollsystem (IKS) |
| ― | Self-Assessments (IT-Security, Business Control) |
| ― | interne und externe Audits |
Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.
Das E2-Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E2 (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems.
Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.
Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der Risikosteuerung, Berichterstattungsintervalle und Verantwortlichkeit sind je Risiko angegeben.
Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.
Durch interne und externe Audits werden einzelne Bestandteile des Risikomanagementsystems regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist und dass Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden. Unser Anspruch ist es, den durch die Audits bestätigten hohen Standard zu halten, neue Entwicklungen zu antizipieren und noch besser zu werden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.
Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.
Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing).
Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden.
Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein/Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich spürbare Absatz- und/oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint eher gering.
Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Bereichen der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken durch eine verstärkte Marktdurchdringung der Getränkedose werden für Glasverpackungen derzeit tendenziell als vernachlässigbar betrachtet. Die weitere Entwicklung der Getränkedose im Markt (insbesondere Export) bleibt unverändert zu beobachten. Im Bereich Lebensmittel gilt es eine grundsätzlich mögliche Zunahme von PET-Verpackungen rechtzeitig zu erkennen.
Schwankende Rohstoff- und vor allem Energiepreise könnten weiterhin zu Kostensteigerungen führen. Da die Weitergabe dieser Effekte entscheidend von den jeweiligen Marktbedingungen abhängt, könnte es sich schwierig gestalten, diese Erhöhungen an die Kunden weiterzugeben.
Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Im Biersegment muss wegen verschiedener Rahmenbedingungen wie zum Beispiel der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers in Deutschland, bedingt durch die veränderte Altersstruktur, höchstwahrscheinlich von einem Konsumrückgang ausgegangen werden. Ferner können die weiterhin rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu einem geringeren Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht nennenswert auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte.
Die GPS Glasproduktions-Service GmbH, welche Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie fertigt, blickt einer Verschärfung der Wettbewerbssituation entgegen. Es wird versucht, diesen Bedingungen durch die Aufrechterhaltung der Qualitätsarbeit, verstärkte nachhaltige Kundenwerbung und eine stärkere Nutzung von Absatzchancen innerhalb der Saint-Gobain Gruppe zu begegnen.
In Russland können durch die unstabile Situation bei der Lizenzierung für Alkoholproduzenten und -händler negative Effekte im Spirituosensegment resultieren. In der Ukraine ist ebenfalls der Bereich Spirituosen risikobehaftet, insbesondere durch den steigenden Einfluss von russischen Importen. Darüber hinaus hätte ein Nachfragerückgang speziell nach hochwertigen Produkten auf sämtliche osteuropäischen Gesellschaften relativ starke Auswirkungen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit von Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und damit auch der Kapazitätsbereitstellung, könnten vorübergehende Kapazitätsungleichgewichte entstehen.
Der kurz- und mittelfristige Einfluss der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Europa auf die in- und ausländischen Marktaktivitäten von Oberland bleibt abzuwarten.
Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit der zu beziehenden Waren sowie die Qualität der bezogenen Produkte. Das bestehende Lieferantenkontrollverfahren garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität.
Beschaffungsrisiken werden durch ein breites Lieferantenportfolio sowie Rahmenverträge verringert. Soweit möglich wird vermieden, Rohstoffe und sonstige Beschaffungsgüter von einem einzigen Lieferanten zu beziehen. Sofern dies nicht möglich ist, wird versucht, Wettbewerb zu schaffen, oder die Beziehung mit nur einem Lieferanten wird bewusst eingegangen und die Auswirkung möglicher Ausfälle bewertet. Kontinuierlich wird die Bonität wichtiger Lieferanten beobachtet. Entsprechend wird auch beim Einkauf von Dienstleistungen vorgegangen.
Je nach Marktsituation können Einkaufspreise für Energie erheblich schwanken. Zur Absicherung von Risiken aus schwankenden Energiepreisen werden teilweise Derivate eingesetzt. Für den Abschluss solcher Finanzinstrumente gelten strenge interne Richtlinien. Die Energiewende in Deutschland zieht auch für die Industrie spürbar erhöhte Kosten nach sich. Steigerung und Förderung des Anteils erneuerbarer Energien und Alternativenergien sowie gestiegene Regelkosten und Kosten für den dringend notwendigen Ausbau der Strom- und Erdgasnetze verteuern auf lange Sicht die eingesetzte Energie. Hinzu kommen kostenträchtige regulatorische Anforderungen an die Strom- und Gasnetze unserer Produktionsstandorte. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch eine strukturierte Energiebeschaffung begegnet. Es besteht ein potenzielles Risiko in Bezug auf zukünftige Energieabgaben und deren Höhe sowie in Bezug auf derzeit gewährte Entlastungen und Reduzierungen.
Von steigender Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2-Emissionsrechten. Die Saint-Gobain Oberland AG verfügte für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und wird einige Zertifikate aus der 2. in die 3. Handelsperiode übertragen können. Langfristig gesehen kommt es in der 3. Handelsperiode (2013-2020) mindestens zu einer Verknappung der Zertifikate, so dass nicht auszuschließen ist, dass die Ertragslage von Oberland dadurch beeinflusst wird. Es wird damit gerechnet, dass die Saint-Gobain Oberland AG in der 3. Handelsperiode Zertifikate zukaufen muss, insbesondere dann, wenn über Backloading dem Markt entsprechende CO2-Zertifikate entzogen werden. Darüber hinaus ist durch die Frage des Carbon-Leakage-Status der Behälterglasindustrie offen, ob ggf. gesamte benötigte Zertifikate ab 2015 hinzugekauft werden müssen. Zusätzlich sind die Stromerzeuger ab 2013 verpflichtet, ihre Zertifikate gesamt zuzukaufen - dies wird unseren Strompreis und somit unsere Energiekosten weiter belasten.
Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mit Hilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.
Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (s. Liquiditätsrisiken).
Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.
Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung von Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.
Geschäfts- und Firmenwerte belaufen sich im Berichtsjahr auf 10,5 Mio. Euro. Entsprechend IAS 36 wird mindestens jährlich ein Impairment-Test durchgeführt. Eine Wertberichtigung von Geschäfts- und Firmenwerten könnte aufgrund eines negativen Geschäftsverlaufs, nachteiliger Veränderungen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen oder anderweitiger Faktoren notwendig werden. Sachanlagen repräsentieren einen hohen Anteil der gesamten Vermögenswerte. Auch hier könnte ein Geschäftsrückgang zu Wertminderungen führen.
Daneben können negative Entwicklungen bei Tochterunternehmen zu außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Buchwert der Beteiligungen führen oder Wertberichtigungen auf Forderungen im Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG erforderlich machen.
Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.
Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euro-Raumes erzielte Umsatz von 24,9 % auf 24,6 % des Gesamtumsatzes.
Indirekt besteht ein weiteres Währungsrisiko in der für Oberland relevanten Ölpreisbestimmung in US-Dollar. Die kurzfristige Absicherung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Saint-Gobain Konzern. Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.
Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.
Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen in der Ukraine wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung, insbesondere durch von der Euro-Krise beeinflusste volatile Kurse der betroffenen Währungen, zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war in der Ukraine (Kapitalerhöhungen) allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Für die russischen Gesellschaften war dies beim Kauf der Anteile ebenfalls nicht möglich. Allerdings wurden die Erweiterungsinvestitionen seit 2007 größtenteils in Rubel finanziert und der kombinierte Cashflow der Gesellschaften sichert mittelfristig die Fähigkeit zur Selbstfinanzierung in lokaler Währung ab.
Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich als schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.
Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.
Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Die Anlagensicherheit wird durch ständige Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen gewährleistet.
Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.
Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inkl. Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland.
Für den ökonomischen Erfolg unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter der Schlüsselfaktor. Jedoch sind die Geburtenrückgänge aktuell unmittelbar zu spüren: Qualifizierte Fachkräfte stellen inzwischen eine begrenzte Ressource auf dem Arbeitsmarkt dar. Engpässe im Unternehmen entstehen, da offene Stellen nicht direkt oder gar nicht besetzt werden können. Interne Lösungen müssen gefunden werden, was wiederum die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter erhöht. Mit Hilfe ergonomisch angepasster Arbeitsplätze sowie systematischer Erfassung und Analyse der Mitarbeiterpotenziale wird versucht, die Mitarbeiter zu unterstützen und zu entlasten. Das Ziel ist eine effiziente Arbeitsgestaltung.
Anreize werden geschaffen, um Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und ein hohes Niveau an Einsatzbereitschaft zu garantieren. Gesundheit und Arbeitssicherheit sind bei hoher Belastung wesentliche Faktoren, die beobachtet werden müssen. Sowohl durch Gesundheitsmaßnahmen, Weiterbildungen als auch Arbeitssicherheitsmaßnahmen werden die Mitarbeiter unterstützt, um sich den heutigen Herausforderungen stellen zu können.
Die Wirtschaftsentwicklung fordert ständige dynamische Anpassung. Somit wird die Qualität der Mitarbeiter auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur mit qualifizierten Mitarbeitern wird eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung erreicht.
Im Hinblick auf die bestehenden Pensionsverpflichtungen liegen Risiken bei den versicherungsmathematischen Annahmen, wie z.B. steigenden Zinssätzen, höherer Lebenserwartung von Versorgungsberechtigten oder steigender Inflation.
Aktuell besteht ein Mietrechtsstreit der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Wesentliche künftige Belastungen werden nicht erwartet, allerdings sind Prognosen zum Verlauf und zum Ergebnis von Rechtsstreitigkeiten mit großen Unsicherheiten verbunden. Des Weiteren ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.
Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken wird durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten.
Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie Kavminsteklo nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 validiert, die Umwelterklärung durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt.
Den Anspruch der Nachhaltigkeit und die ständige Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten zur verantwortungsvollen Nutzung aller Ressourcen hat Oberland mit den vier Standorten in Deutschland durch die erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 bewiesen. Ein professionelles Energiemanagement leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, beispielsweise durch die dauerhafte Reduzierung von CO2-Emissionen.
Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten.
Insbesondere durch Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und konzernweiten Vorgaben, Funktionstrennung, durchgängiges Vier-Augen-Prinzip, Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern sowie bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten wird den rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Das interne Kontrollsystem trägt wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch vorgegebene Prozessorganisation und -kontrollen bei.
Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen.
Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Wertminderungsrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.
Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.
Der Chancen- und Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten, sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Chancen- und Prognoseberichts abweichen.
Die Nachwehen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise prägen nach wie vor die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Die Wachstumsprognosen für 2013 werden demzufolge derzeit überall nach unten korrigiert. Die ersten Schritte in Richtung einer nachhaltigen Problemlösung in struktureller Hinsicht sind getan. Trotzdem sind die weiteren Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist mit großen Unsicherheiten behaftet.
Aufgrund des um 2,8 % reduzierten Absatzes innerhalb der Behälterglasindustrie kam es 2012 zu einem erhöhten Lagerbestand in der gesamten Industrie. Grund hierfür ist im Wesentlichen der allgemeine Konsumrückgang.
Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen für 2013 steht unter dem Einfluss erneut gestiegener Energie- und Rohstoffkosten, welche sich auch für das kommende Jahr abzeichnen. Inwieweit diese Kostensteigerungen am Markt weitergegeben werden können, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.
Nachdem der Behälterglasmarkt bereits 2012 mit Rückgängen zu kämpfen hatte, sind für das kommende Jahr weitere leichte Rückgänge nicht ausgeschlossen. Der Markt wird voraussichtlich auch 2013 durch eine intensive Wettbewerbssituation gekennzeichnet sein.
Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut bleibt auch im Jahr 2013 zu beobachten. Trotz vereinzelter positiver Berichte weisen dennoch die Marktzahlen keinen signifikanten Trend zu Wachstum aus. Oberland erwartet hier auch im kommenden Jahr keine wesentliche Änderung.
Die Veränderung im Konsumverhalten von alkoholischen hin zu nichtalkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch kontinuierlich sinkende Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigende Mengen bei Mineralwasser zum Ausdruck kommt.
Der Mehrwegsektor verliert weiter an Bedeutung. Der Versuch, diese Entwicklung durch Einführung des Einweg-Pfandes zu verhindern, muss als gescheitert angesehen werden. Die Einweg-Verpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr weitere Marktanteile hinzugewinnen können.
Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, PET-Einwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren.
Seit 2011 bewegt sich die deutsche Weinlese - und damit die Ernteresultate - auf einem stabilen Niveau. Da im Gegensatz dazu die Inlandsfüllungen von ausländischem Wein für Handelsmarken aufgrund der rückläufigen europäischen Exportmärkte schwächeln, erwarten wir 2013 einen leichten Rückgang des Glasbedarfes.
Der deutsche Sektmarkt, bestehend aus Sekt und den sektähnlichen Mischgetränken, präsentiert sich insbesondere dank des anhaltenden Trends hin zu den sektähnlichen Mischgetränken nach wie vor stabil. Der weiterhin hohe Pro-Kopf-Verbrauch sorgt dafür, dass der Inlands-Absatz 2012 das Vorjahresniveau halten kann, lässt allerdings kaum Raum für Wachstum, weswegen Oberland für 2013 ein Marktvolumen auf vergleichbarem Niveau wie 2012 prognostiziert.
Infolge der Veränderung der Konsumgewohnheiten ist der Absatz von Fruchtsäften in Deutschland stark unter Druck geraten. Getränke mit Fruchtgeschmack, wie Near-Water-, Wellness-Getränke und Energydrinks, die in anderen Produktsegmenten eingruppiert sind, substituieren die klassischen Fruchtsaftgetränke, die deutliche Absatzrückgänge hinnehmen mussten. Wir gehen von einer Fortführung dieser Entwicklung im Jahr 2013 aus, die alle Verpackungen gleichermaßen betreffen wird.
Der Wassermarkt insgesamt, wie auch im speziellen Wasser in der Glasverpackung, konnte seinen positiven Trend des Vorjahres aufrechterhalten. Die erfolgreichen Produktinnovationen von Wasser in Glas(-Flaschen) wurden vom Konsumenten gut angenommen und lassen sehr positive Erwartungen für das kommende Jahr zu.
Der Markt für Spirituosenflaschen zeigt sich 2012 bei einem zwischenzeitlich stabilisierten Pro-Kopf-Konsum beständig. Oberland kann hierbei durch seine internationalen Kunden vom starken Export profitieren. Wir erwarten eine ähnliche Situation auch im Jahr 2013.
Der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich ging 2012 insgesamt zurück, wobei entgegen der allgemeinen Situation die Segmente für Milch- und Instantprodukte für positive Impulse sorgten. Wie in den Vorjahren zeigte sich auch 2012 die starke Abhängigkeit von den Ernteergebnissen, die daher eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig machen.
Positiv auf die Nachfrage nach Glasverpackungen in diesem Segment wirkt sich weiterhin die zunehmende Rückbesinnung der Verbraucher auf Gesundheit und Qualität aus, denn gerade Bio- und Regionalprodukte werden zu einem großen Teil in Glas abgefüllt.
Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung unserer Kunden mit Justin-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenläger nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es 2012 gelungen, die hohe Liefertreue zu halten - ohne eigene große, kapitalbindende Läger zu führen.
Insgesamt wird entsprechend dem Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen' und der Prognose des ifo Instituts für das Jahr 2013 mit einer stabilen bis sich leicht abschwächenden Konjunktur gerechnet. Dies wird voraussichtlich auf das Konsumverhalten und somit den Absatz von Glasverpackungen Einfluss haben.
Die lokalen Flaschenproduzenten sind maßgeblich von der Alkoholindustrie abhängig. Diese war 2011 einigen Schwierigkeiten ausgesetzt, deren Konsequenzen sich auch 2012 noch auswirkten. Nach der Neulizenzierung und der Neuregelung der Steuerbanderolen für Alkohol im Jahr 2011 konnten die Alkoholproduzenten ihr vorheriges Niveau an Einkaufsvolumen nicht wieder erreichen. Für die Zukunft wird erwartet, dass ein neues Kontrollsystem für den Alkohol-Vertrieb eingeführt wird. Die Anforderungen können von kleinen Einzelhändlern vermutlich nicht erfüllt werden, weshalb sich die Menge des Alkoholverkaufs reduzieren könnte.
Im nächsten Jahr ist ein Marktanstieg in den Segmenten Mineralwasser und alkoholfreie Getränke möglich, da einige Fabriken, die Alkohol produzieren, zur Herstellung von Limonade oder anderen nicht alkoholhaltigen Getränken wechseln. Letzteres soll die Unabhängigkeit von der staatlichen Kontrolle fördern.
Nach dem starken Preisrückgang im Wein- und Sektsegment im Jahr 2012 könnte der Preis 2013 weiter zurückgehen. In diesem Zusammenhang könnten einige Produzenten ihr Sortiment reduzieren. Wir gehen nicht davon aus, dass es zu einer Marktbereinigung um überschüssige Kapazitäten kommt.
Auf dem ukrainischen Markt werden in den kommenden Jahren keine bedeutenden Entwicklungen erwartet. Allerdings war 2012 ein Rückgang des Flaschenabsatzes zu verzeichnen. Dies ist auf eine signifikante Senkung der Spirituosenproduktion zurückzuführen, welche durch das geringere tatsächlich verfügbare Einkommen, durch den Verwaltungsdruck auf Großproduzenten und durch die verhängten Importrestriktionen der russischen Regierung verursacht wurde. Das Segment Gläser zeigte 2012 aufgrund der geringen Ernte eine schwache Dynamik. Andere vielversprechende Segmente wie Saucen und Fruchtsäfte sind weitgehend vom Glasmarkt ausgenommen.
Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein - über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes - Qualitätsmanagementsystem vorschreibt. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2012 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren.
Angesichts kontinuierlich steigender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werkübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.
Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten hinsichtlich Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich.
Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen.
Im Jahr 2013 wird eine steigende Weltwirtschaft erwartet, wobei die deutsche Wirtschaft nur mit leichten Zuwächsen rechnet. Die sich auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich auch 2013 voraussichtlich positiv entwickeln.
Derzeit wird in Deutschland für das Jahr 2013 mit einem Wirtschaftswachstum unter 1 % gerechnet.
Dieser Trend wirkt sich auch auf die Glasverpackungsbranche aus. Der Markt für Behälterglas war 2012 leicht rückläufig. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die kommenden Jahre einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt. Dies bedeutet auch, dass sowohl in der gesamten Glasverpackungsbranche wie auch bei der Saint-Gobain Oberland AG keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist.
Wie 2012 steht in Deutschland auch im Jahr 2013 eine Wannenreparatur an, so dass abermals nicht alle Kapazitäten genutzt werden können.
Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für 2013 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund von weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.
Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir für 2013 von einem Preisanstieg in Korrelation zu den gestiegenen Einkaufsindices sowie einem konstanten Absatzvolumen gegenüber 2012 aus. Dies bedeutet für die Saint-Gobain Oberland AG, dass für die kommenden zwei Jahre ein Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich beim Umsatz und im unteren zweistelligen Prozentbereich beim operativen Ergebnis erwartet wird.
Die Prognose für das wirtschaftliche Wachstum 2013 wurde auf 3,6 % gesenkt. Für die Inflation wird im Jahr 2013 ein Niveau von ca. 6,0 % erwartet. Anhaltende Turbulenzen auf den internationalen Märkten werden Russland hauptsächlich durch den Ölpreis treffen. Durch fallende Weltmarktpreise beim Gas werden Substitutionseffekte weg vom Öl das Land unter Druck setzen, die Abhängigkeit von diesem Rohstoff zu reduzieren.
Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt aufgrund des entsprechenden Marktwachstums im Babyfood-, Kaffee- und Saucensegment. Geographisch liegt beim Absatz der Fokus auf der Region um Krasnodar. Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod auf exklusive Artikel und Innovationen und darauf, dekorierte Flaschen in Kooperation mit externen Dekorateuren anzubieten. ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod erwartet einen positiven Trend für 2013 und rechnet mit leicht steigenden Umsätzen und Produktionswachstum.
Um die Position als Qualitätsführer aufrechtzuerhalten, muss Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO seine Produktqualität weiter verbessern, den Austausch von bewährten Methoden innerhalb von Verallia vorantreiben und die Organisation durch Synergien optimieren.
Der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt ist weiterhin sehr hoch, da bestehende Überkapazitäten nicht abgebaut werden. Um die Position von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO im Süden Russlands zu stärken, wurde das im Jahr 2011 diversifizierte Produktportfolio beibehalten. Die Erwartungen für 2012 mit deutlich höheren Absätzen und einer höheren Produktion im Vergleich zu 2011 konnten nicht erfüllt werden. Auf der Vertriebs- und Produktionsseite muss weiterhin an der Stabilisierung gearbeitet werden, wobei vor allem die verstärkte Zusammenarbeit mit internationalen Kunden stabilisierend wirken soll. Auf der Produktionsseite erfolgte planmäßig die Reparatur einer Wanne, welche uns von der technischen Seite die Qualitätsführerschaft sichern sollte. Die Kapazitäten wurden dem Absatz angepasst, indem die älteste Wanne abgestellt wurde. Eine Ersatzinvestition wird erst wieder geplant, wenn die Absatzseite es rechtfertigt. Für 2013 erwartet Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO eine positive Entwicklung der Absatzzahlen bei einem stark verbesserten, aber immer noch leicht negativen Betriebsergebnis. Die Hauptfaktoren für diese Stabilisierung sind ausgeglichene Volumina zwischen Produktion und Absatz. Nach der Krise im Jahr 2010 mit den niedrigen Absätzen verzeichnete ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod 2011 einen positiven Trend, der sich 2012 fortsetzte. 2013 erwarten wir ein stabiles Verkaufswachstum. Der Glasmarkt wird vermutlich um 5 % ansteigen.
Beim Umsatz planen wir einen Anstieg in den beiden Folgejahren 2013 und 2014 im unteren zweistelligen Prozentbereich. Nach einem negativen Ergebnis 2012 sind unsere Erwartungen für 2013, dass wir mit einer ausgeglichenen Ertragssituation rechnen können. 2014 sollten wir erstmals wieder eine leicht positive Ertragssituation im einstelligen Millionenbereich erreichen können.
Ein weiterer Anstieg der Gaspreise, der durch die Abwertung der ukrainischen Währung eintreten könnte, würde sich auf die Ukraine negativ auswirken. Die Erfolgsaussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu meistern und die Basis für ein stabiles wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, hängen von der Erholung der nationalen und internationalen Nachfrage, der Effizienz der Regierungspolitik und der konsequenten Einführung von systematischen Reformen zur Ausführung von erfolgreichen wirtschaftlichen Modernisierungen ab.
2013 wird voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Das ukrainische Team arbeitet weiterhin an der Durchdringung derjenigen Premiumsegmente, die in der Vergangenheit durch Importe aus dem Ausland beliefert wurden. Die große Bedeutung des Exportbereichs bleibt bestehen, ca. 23 % der Absätze werden in zehn verschiedenen Ländern erzielt. Kunden- und Produktportfolio befinden sich in einer leichten Schieflage, da wir die Belieferung des ukrainischen Marktführers im Bereich Wodka aufgrund seiner rechtlich unklaren Situation einstellen mussten. Der Vertrieb arbeitet mit Hochdruck an einer Substitution dieser fehlenden Absätze und darüber hinaus an der Erschließung weiterer Absatzmöglichkeiten, um so die Risiken, die mit Krisen in einem der Segmente verknüpft sind, zu senken.
Wir erwarten 2013 und 2014 beim Umsatz einen Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Nach einem leichten Rückschlag im Jahr 2012 gehen wir von einer ausgeglichenen Ertragssituation im Jahr 2013 und einer leicht positiven Ertragssituation im einstelligen Millionenbereich im Jahr 2014 aus.
Trotz der eingetrübten Aussichten für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Bewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.
Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit multinationalen Unternehmen sowie der kontinuierlichen Qualitätsarbeit und der Leistungssteigerung, um die Übernahme der Führungsrolle im Leichtgewicht-Bereich sowie in den kundenspezifischen Segmenten zu gewährleisten.
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, um die steigenden Kundenanforderungen zu befriedigen. Die Festlegung des Fokus auf die 'Premiumisierung' wird sich durch höhere Verkaufspreise und somit ein höheres Betriebsergebnis für das Unternehmen auszahlen. Mehrere Aktionspläne auf Seiten der Produktion, die eng vom Management überwacht werden, sollten somit die Verbesserung der Produktionskennzahlen zulassen.
Wie im Vorjahr blieb das schwierige Marktumfeld in einem rückläufigen Markt bestehen. Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten setzten sich die Preissteigerungstendenzen auf den Beschaffungsmärkten fort. Vor allem bei den Rohstoff- und Energiepreisen zeichnet sich keine Beruhigung des Trends zu Preiserhöhungen ab. Die im Vorjahr bereits angestoßenen kontinuierlichen Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsprogramme halfen uns auch in diesem Jahr, partiell gegensteuern zu können, was eine Dämpfung des Effekts zur Folge hatte. Nachdem es im Jahr 2011 nicht möglich war, diese Belastungen auf der Kostenseite weiterzugeben, konnten wir im Jahr 2012 bei den Absatzpreisen leicht zulegen, da am Markt ein Verständnis dafür vorhanden war, dass wir diese Belastungen nicht einseitig tragen können, wenn wir weiterhin eine nachhaltige Lieferfähigkeit mit entsprechender Qualität sicherstellen möchten. Vor diesem Hintergrund hat Oberland erneut seine Leistungsfähigkeit demonstriert. Vor allem die fast stabilen Mengen im Inland kommen dem Konzern stabilisierend zugute. Die Margen konnten weitestgehend stabil gehalten werden, jedoch blieb die Ertragssituation hinter den Erwartungen zurück. An diesen Themen werden wir auch in den Folgejahren kontinuierlich arbeiten.
Auch wenn die Lage im weltwirtschaftlichen Umfeld eher stabiler erscheint, sehen wir die Risiken weiterhin eher zunehmend. Wir erwarten für die Folgejahre den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen und national die Fortsetzung eines teilweise ruinösen Preiskampfs. Wir gehen weiterhin davon aus, dass vor allem die Rohstoff- und Energiepreisentwicklungen und die in diesem Zusammenhang erheblichen und schädlichen Diskussionen um die Energiesteuern und -gesetzgebung ein beachtliches Ergebnisrisiko repräsentieren.
Unter Ausklammerung von Verwerfungen auf den internationalen Kapital- und Energiemärkten rechnen wir für 2013 gegenüber 2012 mit einer Verbesserung beim Umsatz im unteren zweistelligen und beim operativen Ergebnis im oberen zweistelligen Prozentbereich. Bezogen auf das Jahr 2014 erwarten wir für den Gesamtmarkt ebenfalls einen Umsatzanstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich und eine weitere Erhöhung des operativen Ergebnisses im mittleren zweistelligen Prozentbereich.
Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Bedingungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Unternehmens- und Entgeltentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.
Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich.
Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Mai 2011 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Nr. 9 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt.
Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.
Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2013
Der Vorstand
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2013
Saint-Gobain Oberland AG
Der Vorstand
Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender
Thomas Beyer, Vorstand Personal
Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen
Roland Unfried, Vorstand Technik
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| TEUR | Anhang (D) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | -3.397 | 19.199 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | (13/21) | -31 | 240 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | (13/21) | -240 | -445 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) | (13/14) | -12.902 | 3.966 |
| Währungsumrechnung | (13) | 3.086 | -1.146 |
| Sonstiges Ergebnis vor Steuern | -10.087 | 2.615 | |
| Latente Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen | (13) | 3.979 | -1.122 |
| Sonstiges Ergebnis | -6.108 | 1.493 | |
| Gesamtergebnis | -9.505 | 20.692 | |
| davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend | -8.694 | 21.181 | |
| davon auf andere Gesellschafter entfallend | -811 | -489 |
Von den latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen entfallen TEUR 82 auf Veränderungen von Cashflow-Hedges (Vorjahr: TEUR 62) sowie TEUR 3.897 auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (Vorjahr: TEUR -1.184).
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| TEUR | Anhang (D) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (1) | 521.450 | 512.033 |
| Umsatzkosten | -471.112 | -455.056 | |
| Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten | -22.757 | -20.865 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -628 | -830 | |
| Sonstige Erträge | 1.401 | 6.473 | |
| Sonstige Aufwendungen | -8.593 | -4.099 | |
| Operatives Ergebnis | (2) | 19.761 | 37.656 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (3/18/21) | -11.162 | -11.930 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | (3/18/21) | 203 | 391 |
| Zinsergebnis | (18/21) | -10.959 | -11.539 |
| Sonstige Finanzerträge | (3/18/21) | 18 | 61 |
| Finanzergebnis | (3) | -10.941 | -11.478 |
| Ergebnis vor Steuern | 8.820 | 26.178 | |
| Ertragsteueraufwand | (4) | -8.875 | -11.260 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | (4) | -3.342 | 4.281 |
| Ertragsteuern gesamt | (4) | -12.217 | -6.979 |
| Jahresergebnis | -3.397 | 19.199 | |
| davon entfallen auf: | |||
| gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind | -2.401 | 19.470 | |
| Minderheitsanteile am Eigenkapital | -996 | -271 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) | (5) | -2,40 | 19,47 |
| Dividende je Aktie in EUR | (6) | 23,50 | 12,00 |
AKTIVA
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| TEUR | Anhang (D) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | (7) | 10.492 | 10.464 |
| Immaterielle Vermögenswerte | (7) | 934 | 3.756 |
| Sachanlagen | (7) | 305.910 | 302.662 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | (7/18) | 1.677 | 1.677 |
| Sonstige Forderungen | (8/18/19) | 251 | 285 |
| Latente Steueransprüche | (15) | 614 | 2.367 |
| Langfristige Vermögenswerte | 319.878 | 321.211 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (9) | 130.908 | 114.836 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (10/18) | 58.841 | 55.051 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (11/18) | 5.850 | 10.554 |
| Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte | (12) | - | 232 |
| Sonstige Vermögenswerte | (10/18) | 40.262 | 44.704 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 235.861 | 225.377 | |
| Summe Aktiva | 555.739 | 546.588 | |
| Passiva | |||
| TEUR | Anhang (D) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | (13) | 26.000 | 26.000 |
| Kapitalrücklage | (13) | 44.512 | 44.369 |
| Gewinnrücklagen | (13) | 117.370 | 130.612 |
| Konzernergebnis | (13) | -2.401 | 19.470 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | (13) | -43.627 | -46.528 |
| Anteile anderer Gesellschafter | (13) | 5.161 | 6.247 |
| Eigenkapital | 147.015 | 180.170 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (14/18) | 79.968 | 67.261 |
| Latente Steuerschulden | (15) | 20.985 | 23.354 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (16/18) | 9.918 | 148.870 |
| Langfristige Schulden | 110.871 | 239.485 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | (14/17/18) | 1.179 | 4.502 |
| Ertragsteuerschulden | (17) | 1.464 | 2.787 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | (17/18) | 187.811 | 10.909 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (17/18) | 95.396 | 89.868 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (17/18) | 12.003 | 18.867 |
| Kurzfristige Schulden | 297.853 | 126.933 | |
| Summe Passiva | 555.739 | 546.588 |
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| Saint-Gobain Oberland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinn-rücklagen | Gewinn-vortrag | Konzern-ergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2011 | 26.000 | 44.141 | 249 | 110.919 | 1.695 | 26.957 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 19.470 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | 240 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | -445 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | 3.960 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | -1.121 | - | - |
| Dividende | - | - | - | - | - | -12.000 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 228 | - | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - | 158 | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | 14.924 | 33 | -14.957 |
| 31.12.2011 | 26.000 | 44.369 | 249 | 128.635 | 1.728 | 19.470 |
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| Fremdgesellschafter | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Kumulierte Währungs- umrechnungs- differenzen |
Summe Eigenkapital | Minderheiten-kapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2011 | -45.442 | 164.519 | 7.113 | -135 | 6.978 | 171.497 |
| Konzernergebnis | - | 19.470 | - | -271 | -271 | 19.199 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | 240 | - | - | - | 240 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | -445 | - | - | - | -445 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | 3.960 | 6 | - | 6 | 3.966 |
| Währungsumrechnung | -1.086 | -1.086 | -60 | - | -60 | -1.146 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | -1.121 | -1 | -1 | -1.122 | |
| Dividende | - | -12.000 | - | -4 | -4 | -12.004 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 228 | - | - | - | 228 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | 158 | -401 | - | -401 | -243 |
| Umgliederung | - | - | -139 | 139 | - | - |
| 31.12.2011 | -46.528 | 173.923 | 6.518 | -271 | 6.247 | 180.170 |
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| Saint-Gobain Oberland AG | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapital-rücklage | Gesetzliche Rücklagen | Andere Gewinnrücklagen | Gewinn-vortrag | Konzern-ergebnis |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2012 | 26.000 | 44.369 | 249 | 128.635 | 1.728 | 19.470 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | -2.401 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | - | - | -31 | - | - |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | - | - | -240 | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | - | - | -12.902 | - | - |
| Währungsumrechnung | - | - | - | - | - | - |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | - | - | 3.979 | - | - |
| Dividende | - | - | - | - | - | -23.500 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 143 | - | - | - | - |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | - | - | -18 | - | - |
| Umgliederung | - | - | - | -4.206 | 176 | 4.030 |
| 31.12.2012 | 26.000 | 44.512 | 249 | 115.217 | 1.904 | -2.401 |
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| Fremdgesellschafter | Gesamt | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Kumulierte Währungs-umrechnungs- differenzen | Summe Eigenkapital | Minderheiten-kapital | Kumuliertes übriges Konzernergebnis | Summe Eigenkapital | Summe Eigenkapital |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2012 | -46.528 | 173.923 | 6.518 | -271 | 6.247 | 180.170 |
| Konzernergebnis | - | -2.401 | - | -996 | -996 | -3.397 |
| Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges | - | -31 | - | - | - | -31 |
| Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges | - | -240 | - | - | - | -240 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | - | -12.902 | - | - | - | -12.902 |
| Währungsumrechnung | 2.901 | 2.901 | 185 | - | 185 | 3.086 |
| Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | - | 3.979 | - | - | - | 3.979 |
| Dividende | - | -23.500 | - | -5 | -5 | -23.505 |
| Beiträge des Mutterunternehmens | - | 143 | - | - | - | 143 |
| Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | - | -18 | -270 | - | -270 | -288 |
| Umgliederung | - | - | -276 | 276 | - | - |
| 31.12.2012 | -43.627 | 141.854 | 6.157 | -996 | 5.161 | 147.015 |
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| TEUR | Anhang (D)/ Anmerkung | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis des Konzerns | -3.397 | 19.199 | |
| Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis | 23.158 | 18.457 | |
| Operatives Konzernergebnis | 19.761 | 37.656 | |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | (7) | 42.966 | 44.505 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | * | -3.801 | -4.294 |
| Gezahlte Zinsen | -551 | -1.014 | |
| Erhaltene Zinsen | 78 | 203 | |
| Gezahlte Ertragsteuern (operativ) | -11.242 | -12.054 | |
| Erhaltene Dividende | 18 | 61 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen | -232 | 59 | |
| Cashflow | 46.997 | 65.122 | |
| Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte | (7) | 8.181 | 688 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | -3.400 | 2.734 | |
| Veränderung der Vorräte | * | -15.603 | -8.516 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | * | -4.679 | -14.787 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) | * | -4.499 | 408 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | 26.997 | 45.649 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten | (7) | 611 | 1.330 |
| Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | -116 | -170 | |
| Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte | (7)** | -44.332 | -44.218 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -43.837 | -43.058 | |
| Gezahlte Dividenden | -23.505 | -12.004 | |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 56.703 | 146.390 | |
| Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten | -19.675 | -101.021 | |
| Gezahlte Zinsen für finanzielle Verbindlichkeiten | -6.725 | -5.653 | |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter | 5.318 | -32.643 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 12.116 | -4.931 | |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -4.724 | -2.340 | |
| Wechselkursbedingte Veränderung | 20 | 83 | |
| Abnahme der Zahlungsmittel | -4.704 | -2.257 | |
| Finanzmittel am Anfang der Periode | (11) | 10.554 | 12.811 |
| Finanzmittel am Ende der Periode | (11) | 5.850 | 10.554 |
* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen von 2011 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.
** Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus den zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.
In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand von TEUR 715 enthalten (Vorjahr: TEUR 2.350).
Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt im Konzern zum Stichtag 3.334 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.389).
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewandt worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewandt.
Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben:
| ― | Änderung an IFRS 7 zusätzliche Angabepflichten bei der Übertragung von finanziellen Vermögenswerten |
Für den Saint-Gobain Oberland Konzern wurden die erforderlichen Angaben im Anhang vorgenommen.
| ― | Änderung an IAS 1 Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses, 01.07.2012 |
| ― | Änderung des IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, 01.01.2013 |
| ― | Änderung an IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden, 01.01.2013 |
| ― | Änderung des IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden, 01.01.2014 |
| ― | IFRS 10 Konzernabschlüsse, 01.01.2014 |
| ― | IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen, 01.01.2014 |
| ― | IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, 01.01.2013 |
Es ist nicht zu erwarten, dass die künftige, erstmalige Anwendung der Standards und Interpretationen wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben wird.
Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, ggf. vorzunehmende Anpassungen dieser Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.
Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Als relevante Cash Generating Units (CGUs) mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Auf Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 973 (Vorjahr: TEUR 940), auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 4.002 (Vorjahr: TEUR 3.864) und auf Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von TEUR 5.517 (Vorjahr: TEUR 5.660).
Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.
Der Nutzungswert ergibt sich aus dem Zeitwert der jeweiligen abgezinsten Cashflows. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Neue Entwicklungen, wie bspw. die erwarteten höheren Absatzpotenziale im Premiumsegment, sind in der Planung enthalten und können bei Nichterreichung zu einem entsprechenden Wertminderungsaufwand führen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird zur Verdeutlichung der nachhaltigen Ertragserwartungen an die jeweilige CGU mit den danach angenommenen Wachstumsraten individuell für 2 Jahre fortgeschrieben. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate zwischen 3,0 % und 3,3 %. Basis sind die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und liegt bei 10,5 % in Russland sowie bis zu 14,4 % in der Ukraine. Sollte der Nutzungswert, wie im Berichtsjahr bei allen CGUs der Fall, höher als der Buchwert der entsprechenden CGU sein, wird auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes verzichtet.
Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.
Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.
Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.
Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.
Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Vermögenswerts wird getrennt abgeschrieben.
Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell sowohl über unentgeltlich als auch im Rahmen von Tauschgeschäften entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Die entgeltlich erworbenen Rechte werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet, zum Bilanzstichtag mit dem Minimum aus Anschaffungskosten und aus dem jeweiligen Börsenkurs ableitbaren beizulegenden Zeitwert. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.
Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.
Vermögenswerte, die zukünftig weder aus der Nutzung noch aus der Veräußerung Cashflows erwirtschaften, werden ergebniswirksam ausgebucht.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.
Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.
Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Vermögenswert in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.
Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasing-zahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Sind Vermögenswerte kurzfristig zum Verkauf bestimmt (Assets Held for Sale), werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern wird der Zeitwert ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher ist als der um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierte Zeitwert. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren Veräußerungserlöses.
Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d.h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.
Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.
Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.
Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.
Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.
Liegen wesentliche objektive Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vor, wird diese erfolgswirksam erfasst.
Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.
Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden bei Bedarf generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab. Ebenso wird ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte preislich gesichert.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.
Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.
Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. an die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.
Aufgrund von IFRS 2 werden ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen.
Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.
Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.
Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.
Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und - soweit zulässig - auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.
Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.
Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.
Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.
IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.
Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.
Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.
Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.
Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.
Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.
Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerten und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ISO-Code | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Russischer Rubel | RUB | 40,32950 | 41,76500 | 39,92394 | 40,87699 |
| Ukrainische Griwna | UAH | 10,63970 | 10,37175 | 10,39097 | 11,11536 |
| US-amerikanischer Dollar | USD | 1,31940 | 1,29390 | 1,28576 | 1,39175 |
Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.
Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.
Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.
Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.
In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, wie im Vorjahr 1 inländisches und 4 ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:
| ― | Black Sea Glass Packaging LLC, Russland |
| ― | GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland |
| ― | Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine |
| ― | Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland |
| ― | ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland |
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2012 ist im Abschnitt M als Bestandteil dieses Anhangs enthalten.
Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe um 0,6 % auf 96,2 %.
Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.
Im Operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 42.251 (Vorjahr: TEUR 42.155) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.
Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 108.000 (Vorjahr: TEUR 103.456), Materialaufwand in Höhe von TEUR 243.696 (Vorjahr: TEUR 239.021) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR -481).
Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 2.357). Neben dieser Verminderung ist der Rückgang der Sonstigen Erträge hauptsächlich auf den reduzierten Handel mit CO2-Zertifikaten im Berichtsjahr zurückzuführen.
Die Erhöhung der Sonstigen Aufwendungen steht hauptsächlich in Zusammenhang mit Aufwendungen aus der Stilllegung einer Sachanlage in Russland in Höhe von TEUR 4.009. Außerdem beinhalten die Sonstigen Aufwendungen Abfindungsverpflichtungen hauptsächlich wegen Kapazitätsanpassungen in Höhe von TEUR 1.353 (Vorjahr: TEUR 564).
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Sonstige Finanzerträge | 18 | 61 |
| davon Erträge aus Beteiligungen | 18 | 61 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 203 | 391 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | 32 | 115 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.162 | -11.930 |
| davon an verbundene Unternehmen | -2.341 | -3.663 |
| Finanzergebnis | -10.941 | -11.478 |
Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 203 (Vorjahr: TEUR 391), die entsprechenden Zinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten auf TEUR 7.735 (Vorjahr: TEUR 6.972).
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden weiterhin nach dem seit dem 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,38 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %).
Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr bei 21 % (Vorjahr: 23 - 25 %), der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Aufgrund der für die Zukunft rückläufigen Steuersätze in der Ukraine wird für die betreffenden latenten Steuern ein entsprechend gewichteter Satz von 19,0 % angewandt (Vorjahr: 17,4 %). Diese Änderung führt zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von TEUR 66.
Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 1.163 (Vorjahr: TEUR 3.845) wurden keine latenten Steuern gebildet.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Laufender Ertragsteueraufwand | -8.875 | -11.260 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | -3.342 | 4.281 |
| Ertragsteuern gesamt | -12.217 | -6.979 |
Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteueraufwand lässt sich wie folgt überleiten:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) | 8.820 | 26.178 |
| Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz 30,2 %) | 2.664 | 7.906 |
| Steuereffekte aus: | ||
| Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen | 2.346 | 914 |
| Aperiodischem Steueraufwand/-ertrag | 30 | -2.157 |
| Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) | 1.078 | 426 |
| Konsolidierung | -43 | 102 |
| Verluste des lfd. Jahres, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde | 3.577 | - |
| Wertminderung latenter Steueransprüche | 2.496 | - |
| Sonstigen Abweichungen | 69 | -212 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 12.217 | 6.979 |
Die Effekte aus Wertminderung latenter Steueransprüche und Verlusten, für die kein latenter Steueranspruch gebildet wurde, sind Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO zuzuordnen. Obwohl die Verluste grundsätzlich steuerlich bis zu 10 Jahre vortragbar sind, werden sie gemäß IAS 12.35 nicht angesetzt. Die derzeit ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, für die keine latenten Steuern angesetzt wurden, sind maximal vortragbar bis 2020 (TEUR 54), 2021 (TEUR 12.299) und 2022 (TEUR 17.705).
Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2012, wie im Jahr 2011, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.
Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | -3.397 | 19.199 |
| Anteile anderer Gesellschafter | -996 | -271 |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | -2.401 | 19.470 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -2,40 | 19,47 |
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) | 23.500 | 12.000 |
| Aktienzahl in Tausend | 1.000 | 1.000 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 23,50 | 12,00 |
Die Höhe der Dividendenzahlung im Jahr 2013 an die Anteilseigner war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht festgelegt.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2011 | Zugänge | Um-buchungen | Abgänge | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.318 | 5.050 | 12 | 101 | 8.279 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 206.318 | 2.401 | 231 | 548 | 208.402 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 594.724 | 27.777 | 11.862 | 21.968 | 612.395 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 20.033 | 11.739 | -12.105 | 106 | 19.561 |
| Summe Sachanlagen | 821.075 | 41.917 | -12 | 22.622 | 840.358 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | - | - | - | 2.188 |
| Gesamt | 841.715 | 46.967 | - | 22.723 | 865.959 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungs-umrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2011 | Geschäftsjahr 2011 | Abgänge | Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | - | -4.670 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.096 | 2.459 | 101 | 4.454 | -69 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 102.990 | 5.110 | 222 | 107.878 | -11.117 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 374.940 | 36.772 | 21.712 | 390.000 | -27.757 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | - | 164 | - | 164 | -780 |
| Summe Sachanlagen | 477.930 | 42.046 | 21.934 | 498.042 | -39.654 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 511 | - | - | 511 | - |
| Gesamt | 480.537 | 44.505 | 22.035 | 503.007 | -44.393 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2011 | 01.01.2011 |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 10.464 | 10.426 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.756 | 1.159 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 89.407 | 92.656 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 194.638 | 193.365 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 18.617 | 19.475 |
| Summe Sachanlagen | 302.662 | 305.496 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 |
| Gesamt | 318.559 | 318.758 |
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| TEUR | Vortrag 01.01.2012 | Zugänge | Um-buchungen | Abgänge | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 15.134 | - | - | - | 15.134 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.279 | 399 | 64 | 4.079 | 4.663 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 208.402 | 7.223 | 154 | 1.356 | 214.423 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 612.395 | 23.062 | 19.494 | 47.007 | 607.944 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 19.561 | 17.528 | -19.712 | 204 | 17.173 |
| Summe Sachanlagen | 840.358 | 47.813 | -64 | 48.567 | 839.540 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | - | - | - | 2.188 |
| Gesamt | 865.959 | 48.212 | - | 52.646 | 861.525 |
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| Abschreibungen | Differenzen aus Währungs-umrechnung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2012 | Geschäftsjahr 2012 | Abgänge | Stand 31.12.2012 | Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | - | - | - | - | -4.642 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.454 | 968 | 1.754 | 3.668 | -61 |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke und Bauten | 107.878 | 5.758 | 432 | 113.204 | -10.334 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 390.000 | 36.240 | 42.279 | 383.961 | -25.577 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 164 | - | - | 164 | -390 |
| Summe Sachanlagen | 498.042 | 41.998 | 42.711 | 497.329 | -36.301 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 511 | - | - | 511 | - |
| Gesamt | 503.007 | 42.966 | 44.465 | 501.508 | -41.004 |
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| Buchwert | ||
|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2012 | 01.01.2012 |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 10.492 | 10.464 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 934 | 3.756 |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 90.885 | 89.407 |
| Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 198.406 | 194.638 |
| In Herstellung befindliche Sachanlagen | 16.619 | 18.617 |
| Summe Sachanlagen | 305.910 | 302.662 |
| Übrige finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 |
| Gesamt | 319.013 | 318.559 |
In den Abschreibungen sind TEUR 715 (Vorjahr: TEUR 2.350) Wertminderungen enthalten, im Wesentlichen resultierend aus Wertminderungen entgeltlich erworbener Emissionszertifikate. Diese sind in den sonstigen Aufwendungen erfasst.
Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (19) Leasingverhältnisse.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 56.103 | 51.460 |
| Unfertige Erzeugnisse | 1.506 | 1.727 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 73.299 | 61.649 |
| Gesamt | 130.908 | 114.836 |
Die Abwertungen betragen 2012 insgesamt TEUR 10.836 (Vorjahr: TEUR 10.051), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 141.744 (Vorjahr: TEUR 124.887).
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 58.841 | 55.051 |
| davon gegen verbundene Unternehmen | 3.287 | 2.444 |
| Sonstige Vermögenswerte | 40.262 | 44.704 |
| davon Steuerforderungen | 8.012 | 2.741 |
| davon übrige Vermögenswerte | 32.250 | 41.963 |
Im Rahmen des Forderungsmanagements werden im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend verkauft.
Per 31. Dezember 2012 wurden Forderungen mit einem Nominalwert von TEUR 19.060 verkauft, die zu einer Ausbuchung aus der Bilanz führten. Unter Berücksichtigung vertraglich vereinbarter Kaufpreiseinbehalte für mögliche Beeinträchtigungen der verkauften Forderungen wurden hieraus Zahlungseingänge in Höhe von TEUR 17.468 erzielt. Im Rahmen dieser Verkäufe behält der Konzern Rechte und unwesentliche Pflichten zurück; hierzu zählen vor allem die Forderungen aus Kaufpreiseinbehalten sowie die Erbringung von Abwicklungsdienstleistungen. Die bilanzierten Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 1.286, was dem maximalen Verlustrisiko entspricht. Dieses Risiko ist als äußerst gering eingestuft.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Schecks und Bankguthaben zusammen.
Bei zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerten handelte es sich zum 31. Dezember 2011 in Höhe von TEUR 232 um Sachanlagevermögen der stillgelegten Dekorationsanlage von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine. Zwischenzeitlich wird nicht mehr mit einem Verkauf innerhalb eines Jahres gerechnet, die Vermögenswerte wurden 2012 entsprechend umgegliedert. Dies führte zu keinen wesentlichen Ergebnisauswirkungen.
Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung über 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.
Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.
Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.
Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.
Unterschiedsbeträge aus dem Erwerb von Minderheitsanteilen werden gemäß IAS 27.31 direkt mit den Anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.
Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste und die darauf entfallenden latenten Steuern erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.
Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.
Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 3,25 % | 4,75 % |
| Gehaltstrend | 2,40 % | 2,40 % |
| Rententrend | 1,75 % | 1,50 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % | 3,00 % |
| Inflationsrate | 1,75 % | 1,50 % |
Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.
Der Abzinsungsfaktor für Pensionsverpflichtungen wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag beobachtbaren Renditen erstrangiger festverzinslicher Anleihen ermittelt. Eine Änderung des Abzinsungsfaktors um + / - 50 Basispunkte hätte bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen eine Verringerung/Erhöhung der Versorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 4.036 / 4.483 (Vorjahr: TEUR 3.143 / 3.462) zur Folge.
Eine Änderung der Inflationsrate um + / - 0,5 Prozentpunkte hätte eine Steigerung / Abnahme der Versorgungsverpflichtungen um TEUR 2.052 / 1.902 (Vorjahr: TEUR 1.580 / 1.469) zur Folge.
Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
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| Pensionsverpflichtungen | Deputatverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 73.106 | 60.979 | 1.003 | 950 |
| Entwicklung | ||||
| Rückstellung zum 01.01. | 60.979 | 63.471 | 950 | 1.050 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 12.810 | -3.910 | 92 | -55 |
| Zuführung | 3.487 | 5.466 | 44 | 43 |
| davon Versorgungsaufwand | 677 | 550 | 1 | 1 |
| davon Zinsaufwand | 2.810 | 4.916 | 43 | 42 |
| Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland | 3 | 5 | ||
| Gezahlte Leistungen | -4.173 | -4.053 | -83 | -88 |
| Rückstellung zum 31.12. | 73.106 | 60.979 | 1.003 | 950 |
Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 9.928 (Vorjahr: TEUR 9.519) entrichtet.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen | 74.109 | 61.929 | 64.521 | 60.983 | 56.194 |
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| TEUR | 01.01.2012 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Sonstige Veränderungen | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen | ||||||
| Pensionen | 61.929 | -4.256 | - | 3.531 | 12.905 | 74.109 |
| Übrige Personalverpflichtungen | 3.556 | -1.453 | - | 1.350 | -3 | 3.450 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.776 | -149 | -111 | 909 | -16 | 2.409 |
| Gesamt | 67.261 | -5.858 | -111 | 5.790 | 12.886 | 79.968 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 4.502 | -3.090 | -927 | 687 | 7 | 1.179 |
| Gesamt | 71.763 | -8.948 | -1.038 | 6.477 | 12.893 | 81.147 |
Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 574 (Vorjahr: TEUR 188).
Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich (insbesondere Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus belastenden Verträgen) sowie die Rückgabeverpflichtung von in Anspruch genommenen, entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten. Die Bewertung der hierfür gebildeten Rückstellung erfolgt analog zu den entsprechenden Immateriellen Vermögenswerten.
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| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sachanlagen | 464 | 506 | 24.117 | 23.271 |
| Vorräte | - | - | 6.574 | 4.366 |
| Rückstellungen | 7.178 | 3.405 | 7 | 110 |
| Verlustvorträge | 1.934 | 4.026 | - | - |
| Sonstiges | 905 | 520 | 154 | 1.697 |
| Gesamt | 10.481 | 8.457 | 30.852 | 29.444 |
Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Von den latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen entfallen TEUR 82 auf Veränderungen von Cashflow-Hedges (Vorjahr: TEUR 62) sowie TEUR 3.897 auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (Vorjahr: TEUR -1.184). Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen weitgehend den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen.
Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Rückstellungen | 1.179 | 4.502 |
| Ertragsteuerschulden | 1.464 | 2.787 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 187.811 | 10.909 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 95.396 | 89.868 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 12.003 | 18.867 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 1.267 | 3.805 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit | 7.167 | 9.418 |
| Steuerschulden | 2.930 | 4.729 |
| Akquisitionsverbindlichkeiten | 568 | 580 |
| Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | 71 | 335 |
Die Finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.
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| 2011 TEUR |
Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne/ -verluste | Zinsgewinne/ -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 112.287 | -1.933 | 110.354 | 660 | 337 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | -511 | 1.677 | - | - |
| Derivate | 240 | - | 240 | 205 | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 268.514 | - | 268.514 | -7.533 | -6.972 |
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| 2012 TEUR |
Bruttobetrag | Wertberichtigung | Buchwert | Nettogewinne/ -verluste | Zinsgewinne/ -verluste |
|---|---|---|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | 106.882 | -1.678 | 105.204 | 424 | 169 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.188 | -511 | 1.677 | - | - |
| Derivate | -31 | - | -31 | -271 | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 305.097 | - | 305.097 | -7.735 | -7.735 |
Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt.
Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 9.918 (Vorjahr: TEUR 148.870). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr ein im Jahr 2013 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 130.114 mit einer marktüblichen Verzinsung auf Basis EURIBOR sowie ein ebenfalls im Jahr 2013 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 18.756 auf Basis der Moscow Prime Offered Rate. Entsprechend ihrer Fristigkeit wurden die jeweiligen Darlehen in die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten umgegliedert.
Zum 31. Dezember 2012 beinhalten die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ein im Jahr 2016 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 9.918 auf Basis der Moscow Prime Offered Rate.
Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.
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| 2011 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente | Sonstige Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 110.354 | - | 285 | 55.051 | 10.554 | 44.464 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | - | - | - | - |
| Derivate | 240 | - | - | - | - | 240 |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 268.514 | - | - | - | - | - |
| Bilanzwert | 1.677 | 285 | 55.051 | 10.554 | 44.704 |
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| 2011 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Derivate | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 148.870 | 10.909 | 89.868 | 18.867 |
| Bilanzwert | 148.870 | 10.909 | 89.868 | 18.867 |
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| 2012 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Buchwert | Übrige finanzielle Vermögenswerte | Sonstige Forderungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente | Sonstige Vermögenswerte |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | 105.204 | - | 251 | 58.841 | 5.850 | 40.262 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.677 | 1.677 | - | - | - | - |
| Derivate | 31 | - | - | - | - | - |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 305.097 | - | - | - | - | - |
| Bilanzwert | 1.677 | 251 | 58.841 | 5.850 | 40.262 |
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| 2012 | davon entfallen auf Bilanzposten | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) | Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige Verbindlichkeiten |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen | - | - | - | - |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Derivate | - | - | - | 31 |
| Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden | 9.918 | 187.811 | 95.396 | 11.972 |
| Bilanzwert | 9.918 | 187.811 | 95.396 | 12.003 |
Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen sowie der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden bestehen zum größten Teil aus Zinsen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.
Gemäß IFRS 7 sind Finanzinstrumente zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:
Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind die Derivate der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente fallen unter Stufe 3.
Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2012 TEUR 9.816 (Vorjahr: TEUR 7.388), davon sind jedoch lediglich TEUR 2.103 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.821). Sie wurden in Höhe von TEUR 325 (Vorjahr: TEUR 823) wertberichtigt.
Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.
Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.
Im Geschäftsjahr 2012 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operating-Leasing-Kontrakten auf TEUR 2.737 (Vorjahr: TEUR 1.939). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.
Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Leasing-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Operating-Leasing | |||
| Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen | 2.970 | 2.352 | 2 |
| (2011) | (2.352) | (2.072) | (-) |
Die Miet- und Leasingerträge aus Operating-Leasing-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 252 (Vorjahr: TEUR 245), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:
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| TEUR | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| Operating-Leasing | |||
| Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen | 206 | 234 | - |
| (2011) | (245) | (274) | (60) |
Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.
Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften genutzt werden. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Immobilien betrugen TRUB 50.684, zum 31. Dezember 2012 entspricht dies TEUR 1.257 (Vorjahr: TEUR 1.213). Die Forderungen sind wie folgt fällig:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| 2012 | 50 | |
| 2013 | 46 | 49 |
| 2014 | 42 | 45 |
| 2015 | 37 | 40 |
| 2016 | 37 | 40 |
| 2017 | 40 | 44 |
| Zukünftige Mindestleasingraten | 202 | 268 |
| abzüglich: Unrealisierte Erträge | -49 | -75 |
| abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation | - | - |
| Leasingforderung netto | 153 | 193 |
| abzüglich: Kurzfristiger Anteil | -43 | -47 |
| Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing | 110 | 146 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betrafen ein Förderfahrzeug, das von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' geleast wurde. Aufgrund der Gestaltung des Vertrages war dem Konzern das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen, daraus folgend eine entsprechende Erfassung in den Sachanlagen. Der betroffene Leasingvertrag hatte eine Laufzeit bis Ende 2012, derzeit wird über den Kauf des Fahrzeugs verhandelt. Der Buchwert der Anlage betrug am 31. Dezember 2012 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6).
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind fällig:
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| TEUR | 31.12. | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
|---|---|---|---|
| 2012 | - | - | - |
| 2011 | 12 | 12 | - |
Die Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| 2012 | 14 | |
| Zukünftige Mindestleasingraten | - | 14 |
| abzüglich: Unrealisierte Zinsaufwendungen | - | -2 |
| Leasingverbindlichkeit netto | - | 12 |
| abzüglich: Kurzfristiger Anteil | - | -12 |
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| TEUR | 31.12.2012 | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | gesamt 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Investitionen | 16.509 | 16.509 | - | 12.897 |
| Rohstoffe | 82.205 | 82.205 | - | 68.037 |
| Dienstleistungen | 9.244 | 8.381 | 863 | 9.257 |
| Sonstige Beschaffungen | 15.311 | 14.958 | 353 | 13.862 |
Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Lagebericht enthalten.
Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:
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| TEUR | Nominalwert | Marktwert | Buchwert | Umgliederung vom Eigenkapital in GuV |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 1.173 | -31 | -31 | 240 |
| 31.12.2011 | 2.396 | 240 | 240 | 445 |
Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Er wird mittels standardisierter finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Die Derivate sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten liegen keine vor.
Weiterhin existieren Zinsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen. So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2012 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 1.042 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 758).
Bezüglich der Währungssensitivitäten sind Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, nicht zu berücksichtigen, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren. Die verbleibenden operativen Fremdwährungspositionen stellen kein wesentliches potenzielles Risiko dar, auf entsprechende Sensitivitätsanalysen wird deshalb verzichtet.
Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurden wie auf Seite 101 beschrieben auf Basis der diskontierten Cashflows ermittelt. Entsprechend wurden die Auswirkungen der innerhalb einer als wahrscheinlich anzusehenden Bandbreite liegenden möglichen Abweichungen der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) sowie der Cashflows analysiert.
Der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten übersteigt deren Buchwert bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO um TEUR 11.575 (Vorjahr: TEUR 38.960), bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod um TEUR 14.682 (Vorjahr: TEUR 21.693) und bei Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' um TEUR 2.504 (Vorjahr: TEUR 460).
Das Management hat als 2 wesentliche Annahmen den WACC und die Cashflow-Prognosen identifiziert, die dazu führen könnten, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.
Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um + / - 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 3.068 und TEUR 5.627 verringern / TEUR 3.382 und TEUR 6.423 erhöhen (Vorjahr: zwischen TEUR 3.327 und TEUR 6.470 verringern / TEUR 3.707 und TEUR 7.258 erhöhen).
Analog dazu würde eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen Cashflows um jeweils + /- 10 % die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 5.170 und TEUR 8.814 erhöhen / verringern (Vorjahr: zwischen TEUR 4.966 und TEUR 11.552 erhöhen / verringern).
Die negative Auswirkung der insbesondere den Cashflows zugrunde gelegten Sensitivitäten würde zu einem rechnerischen Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 2.666 (Vorjahr: TEUR 4.505) führen. Gemindert werden könnte dieser Aufwand durch einen ggf. höheren Nettoveräußerungswert der betroffenen CGU.
Die nachstehende Tabelle zeigt den Wert, um den sich die beiden wesentlichen Annahmen jeweils ändern müssten, damit der geschätzte erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gleich deren Buchwert ist:
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| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| WACC (in %-Punkten) | ||
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO | 1,1 | 3,4 |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod | 1,6 | 4,4 |
| Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' | 0,4 | 0,5 |
| Free Cashflow (%) | ||
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO | -13 | -29 |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod | -17 | -35 |
| Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' | -5 | -6 |
Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2011 und 2012. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet.
Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
Die Finanzstruktur zeigt im Berichtsjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 33,0 % auf 26,5 %. Dieser Effekt ergibt sich aus einem niedrigeren Eigenkapital in Verbindung mit einem höheren Finanzierungsbedarf und daraus resultierendem erhöhten Fremdkapital. Die Finanzierung wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Hierfür existiert seit 2011 ein Rahmenvertrag, auf Basis einer monatlich aktualisierten Liquiditätsplanung wird hieraus der jeweils benötigte Betrag abgerufen. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig. Im Konzern wird nach wie vor ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Finanzierungsbedarf so niedrig wie möglich zu halten.
Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geographischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.
Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 502.957 (Vorjahr: TEUR 491.414).
Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 18.493 (Vorjahr: TEUR 20.619).
Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.
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| 31.12.2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 393.317 | 87.930 | 40.203 | - | 521.450 |
| Intersegmentäre Umsätze | 361 | - | - | -3611) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 24.363 | 18.132 | 4.072 | -4.3161) | 42.251 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | -4.035 | -4.189 | -4.221 | - | -12.445 |
| Operatives Ergebnis | 38.852 | -15.885 | -2.442 | -7641) | 19.761 |
| Zins- und ähnliche Aufwendungen | -6.284 | -6.800 | -285 | 2.2071) | -11.162 |
| Zins- und ähnliche Erträge | 267 | 2.124 | 19 | -2.2071) | 203 |
| Ertragsteuer | -9.773 | -2.624 | -95 | 2751) | -12.217 |
| Investitionen | 30.293 | 15.720 | 2.475 | -2761) | 48.212 |
| Wertminderungen | 483 | 232 | - | - | 715 |
| Vermögenswerte | 513.385 | 182.259 | 49.046 | -188.9511),2) | 555.739 |
| Langfristige Vermögenswerte | 177.406 | 109.935 | 22.274 | 10.2631) | 319.878 |
| Schulden | 358.700 | 93.660 | 7.486 | -51.1221),2) | 408.724 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR -9.378)
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| 31.12.2011 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Deutschland | Russland | Ukraine | Eliminierungen und Anpassungen | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Außenumsatz | 384.517 | 84.742 | 42.774 | - | 512.033 |
| Intersegmentäre Umsätze | 428 | 71 | 1.033 | -1.5321) | - |
| Planmäßige Abschreibung | 24.015 | 15.280 | 3.691 | -8311) | 42.155 |
| Nichtzahlungswirksame Posten | -6.652 | -239 | -350 | - | -7.241 |
| Operatives Ergebnis | 44.761 | -8.161 | 1.923 | -8671) | 37.656 |
| Zins- und ähnliche Aufwendungen | -9.709 | -3.612 | -83 | 1.4741) | -11.930 |
| Zins- und ähnliche Erträge | 354 | 1.497 | 14 | -1.4741) | 391 |
| Ertragsteuer | -10.484 | 2.261 | 1.256 | -121) | -6.979 |
| Investitionen | 29.629 | 16.778 | 1.031 | -4711) | 46.967 |
| Wertminderungen | -2.186 | - | -164 | - | -2.350 |
| Vermögenswerte | 492.146 | 171.049 | 51.797 | -168.4041),2) | 546.588 |
| Langfristige Vermögenswerte | 176.303 | 109.668 | 24.925 | 10.3151),3) | 321.211 |
| Schulden | 329.903 | 62.657 | 6.358 | -32.5001),2) | 366.418 |
1) Konsolidierung
2) Saldierung Latente Steuern (TEUR -5.740)
3) Umgliederung "Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte" (TEUR -232)
Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht - bei einer minimalen Schwankung von +/- 1 % - dem derzeitigen Wert einer Saint-Gobain Aktie. Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 27. Februar und dem 23. März 2012 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2012 zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 5,3 Millionen Aktien (Vorjahr: 4,5 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.
Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 21 enthalten (Vorjahr: TEUR 33). Der darüber hinausgehende Vorteil für die Mitarbeiter wird mit Hilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei werden neben dem 20%igen Rabatt die Kosten der Nichtübertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.
Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:
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| PEG-Basisdaten | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Gewährungsdatum | 26.03. | 26.03. |
| Sperrfrist (in Jahren) | 5 | 5 |
| Basispreis (in EUR) | 34,70 | 43,13 |
| Ausübungspreis (in EUR) | 28,59 | 33,42 |
| Basisrabatt | 20,00 % | 20,00 % |
| Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) | 21,37 % | 29,05 % |
| Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe | 5.274 | 8.605 |
| Kosten für Nichtübertragbarkeit | ||
| Fremdfinanzierung p. a. | 6,35 % | 6,50 % |
| Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. | 1,75 % | 2,86 % |
| Gesamte Kosten für Nichtübertragbarkeit (b) | 20,18 % | 16,97 % |
| Fair Value des Programms | ||
| je Aktie (a - b) | 1,19 % | 12,08 % |
| Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 0,34 | 4,04 |
| Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) | 1.796 | 34.752 |
Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:
| ― | Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014. |
| ― | Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre. |
Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.
Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.
Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:
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| FREE-SHARE-PLAN-Basisdaten | Mitarbeiter | Führungskräfte |
|---|---|---|
| Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter | 2.791 | 5 |
| Anzahl auszugebender Gratisaktien | 19.537 | 2.300 |
| Gewährungsdatum | 19.11.2009 | 19.11.2009 |
| Sperrfrist (in Jahren) | 4 | 4 |
| Basispreis (in EUR) | 37,53 | 37,53 |
| Kosten pro Aktie | ||
| Abwicklungskosten (in %) | 41,99 % | 41,99 % |
| Abwicklungskosten (in EUR) | 15,76 | 15,76 |
| Fair Value des Programms | ||
| beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 21,77 | 21,77 |
| beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) | 425.320 | 50.071 |
| davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) | 64.043 | 11.504 |
Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2003 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).
2011 und 2012 wurden keine Aktienoptionen an die Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt.
Die Aktien wurden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Die Ausübung der gewährten Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt. Die Gesamtlaufzeit des vorläufig letzten Optionsprogramms 2010 beträgt 10 Jahre, d.h., die Optionen müssen innerhalb der Frist ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie. Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.
Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells.
2012 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 58).
Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:
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| Jahr der Gewährung | Typ | Anzahl Aktienoptionen |
Ausübungspreis | ausgeübt | davon in 2012 | verfallen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2002 | Kauf | 17.474 | 21,28 | 13.933 | 13.050 | 3.541 |
| 2003 | Neuzeichnung | 15.484 | 32,26 | 4.866 | - | - |
| 2004 | Neuzeichnung | 15.925 | 39,39 | - | - | 4.423 |
| 2005 | Neuzeichnung | 14.377 | 41,34 | - | - | 6.635 |
| 2006 | Neuzeichnung | 13.271 | 52,54 | - | - | 5.529 |
| 2007 | Neuzeichnung | 15.483 | 64,72 | - | - | 6.635 |
| 2008 | Neuzeichnung | 15.374 | 25,88 | - | - | 3.318 |
| 2009 | Neuzeichnung | 4.000 | 36,34 | - | - | - |
| 2010 | Neuzeichnung | 2.380 | 35,19 | - | - | - |
| Gesamt | 113.768 | 38,84 | 18.799 | 13.050 | 30.081 |
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| Jahr der Gewährung | davon in 2012 | verbleiben | ausübbar | nicht ausübbar | Restlaufzeit in Monaten |
|---|---|---|---|---|---|
| 2002 | 3.541 | - | - | - | - |
| 2003 | - | 10.618 | 10.618 | - | 11 |
| 2004 | - | 11.502 | 11.502 | - | 23 |
| 2005 | - | 7.742 | 7.742 | - | 35 |
| 2006 | - | 7.742 | 7.742 | - | 47 |
| 2007 | - | 8.848 | 8.848 | - | 60 |
| 2008 | - | 12.056 | 12.056 | - | 72 |
| 2009 | - | 4.000 | - | 4.000 | 84 |
| 2010 | - | 2.380 | - | 2.380 | 96 |
| Gesamt | 3.541 | 64.888 | 58.508 | 6.380 | 46 |
Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt:
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| Bezeichnung | Anzahl Aktien Nennwert EUR 4 | Preis in EUR |
|---|---|---|
| Ausstehende Optionen am 31.12.2010 | 93.867 | 36,65 |
| gewährte Optionen 2011 | - | - |
| ausgeübte Optionen 2011 | - | - |
| verfallene Optionen 2011 | -12.388 | 36,37 |
| Ausstehende Optionen am 31.12.2011 | 81.479 | 36,69 |
| gewährte Optionen 2012 | - | - |
| ausgeübte Optionen 2012 | -13.050 | 21,28 |
| verfallene Optionen 2012 | -3.541 | 21,28 |
| Ausstehende Optionen am 31.12.2012 | 64.888 | 40,63 |
| davon ausübbar 2012 | 58.508 | 41,14 |
Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms ,Attribution Gratuite d' Actions' (AGA) den Führungskräften weitere 3.260 Aktien zugeteilt (Vorjahr: 4.040). Dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 8 Personen (Vorjahr: 9). Für den Erhalt der Aktien nach der Sperrfrist sind folgende Bedingungen zu erfüllen:
| ― | Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern während der Sperrfrist. |
| ― | Die Zuteilung der Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain. Für die einzelnen Jahre wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend dem Erreichungsgrad dieser Intervalle erfolgt die anteilige Vergabe der Aktien. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine Zuteilung der Aktien oder nur die Zuteilung der Anteile ohne Ausübungsbedingung. |
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| AGA-Basisdaten | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter | 8 | 9 |
| Anzahl auszugebender Aktien | 3.260 | 4.040 |
| Gewährungsdatum | 22.11.2012 | 24.11.2011 |
| Sperrfrist (in Jahren) | 4 | 4 |
| Basispreis (in EUR) | 29,92 | 27,42 |
| Kosten pro Aktie | ||
| Abwicklungskosten (in %) | 34,70 % | 36,73 % |
| Abwicklungskosten (in EUR) | 10,38 | 10,07 |
| Fair Value des Programms | ||
| beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) | 19,54 | 17,35 |
| beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) | 63.700 | 70.094 |
| davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) | 1.702 | 1.775 |
2012 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Aktien des Programms AGA 2010 - 2012 bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 17).
Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.
Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 173 | 239 | 415 | - |
| Verbindlichkeiten | 1.724 | 1.568 | 155.193 | 130.114 |
| Erträge | 1.451 | 8.331 | 10 | 28 |
| Aufwendungen/Investitionen | 4.341 | 7.500 | 2.341 | 2.398 |
| Dividendenzahlung | 22.717 | 11.600 |
Davon betreffen Saint-Gobain Emballage S.A.:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 173 | 105 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 1.366 | 1.552 | - | - |
| Erträge | 753 | 1.691 | - | - |
| Aufwendungen/Investitionen | 2.848 | 2.363 | - | - |
| Dividendenzahlung | 22.717 | 11.600 |
Beziehungen zu den sonstigen nahestehenden Unternehmen:
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| Liefer- und Leistungsbeziehungen | Finanzbeziehungen | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen | 3.114 | 2.205 | 26.910 | 32.643 |
| Verbindlichkeiten | 2.814 | 510 | - | - |
| Erträge | 12.949 | 12.151 | 22 | - |
| Aufwendungen/Investitionen | 4.198 | 3.966 | - | 1.265 |
Die zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Finanzbeziehungen betreffen die Inanspruchnahme eines Kreditrahmens von Verallia S.A. mit einer Laufzeit bis 2013. Die Verzinsung erfolgt für die vereinbarte Laufzeit basierend auf 1-M Euribor, zuzüglich einer im Konzernverbund üblichen Marge.
Die Forderungen aus Finanzbeziehungen betreffen den Finanzpool von Saint-Gobain. Die Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Tageszinsen.
Alle ausstehenden Salden aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Sicherungsbeziehungen bestehen nicht.
Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats | 84 | 84 |
| Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands | ||
| Kurzfristig fällige Leistungen | 1.201 | 1.625 |
| davon variabler Bestandteil | (211) | (251) |
| Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung | 121 | 191 |
| Aktienbasierte Vergütung | 69 | 84 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands | 1.406 | 1.987 |
| Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen | 11.088 | 8.033 |
| Pensionszahlungen an diesen Personenkreis | 569 | 549 |
Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf den Konzernlagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Technik/Produktion | 3.011 | 3.088 |
| Verwaltung/Vertrieb | 268 | 234 |
| 3.279 | 3.322 | |
| Auszubildende | 98 | 95 |
| Gesamt | 3.377 | 3.417 |
Mit Beschluss vom 12. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 201) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 10) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.
Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.
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| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint- Gobain Oberland AG | Ergebnis 2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen | |||||
| Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland | -213) | 100,00 % | Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO | 0,00 % | -63) |
| GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen | 1.5341),2) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -1) ,2) |
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland | 7673) | 96,16 % | Saint-Gobain Oberland AG | 67,75 % | -9723) |
| Private JSC ,CONSUMERSSKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 4424) | 96,68 % | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | -294) |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 2.8263) | 95,51 % | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 543) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 43) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -3) |
| II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen | |||||
| GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg | 9255) | 26,37 % | Saint-Gobain Oberland AG | 26,37 % | -3995) |
1) in TEUR
2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3) in Mio. RUB
4) in Mio. UAH
5) Angabe 2011 in TEUR
Der zum 31. Dezember 2012 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2013 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim Bundesanzeiger eingereicht.
Bad Wurzach, den 28. Februar 2013
Der Vorstand
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 28. Februar 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Leistner, Wirtschaftsprüfer
Dörle, Wirtschaftsprüfer
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 374.921 | 364.864 |
| Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1.595 | 2.281 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 204 | 143 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.862 | 12.051 |
| davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil | (25) | (25) |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 147.257 | 136.812 |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | 66.058 | 64.692 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 14.668 | 13.545 |
| davon für Altersversorgung | (2.522) | (1.092) |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 23.570 | 27.175 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 91.325 | 89.924 |
| Erträge aus Beteiligungen | 74 | 121 |
| davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen | (56) | (59) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 178 | 167 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (172) | (167) |
| Aufwendungen aus Verlustübernahme | 755 | 1.595 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.696 | 7.478 |
| davon an verbundene Unternehmen | (2.291) | (3.663) |
| davon aus Abzinsung | (2.969) | (3.040) |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 33.505 | 38.406 |
| Außerordentliche Aufwendungen | 786 | 3.524 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9.406 | 10.685 |
| davon latente Steuern | (1.113) | (602) |
| Sonstige Steuern | 550 | 521 |
| Jahresüberschuss | 22.763 | 23.676 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.904 | 1.728 |
| Bilanzgewinn | 24.667 | 25.404 |
AKTIVA
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| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 516 | 393 |
| II. Sachanlagen | 137.260 | 125.861 |
| III. Finanzanlagen | 145.925 | 145.809 |
| 283.701 | 272.063 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 54.539 | 53.884 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 33.635 | 31.210 |
| 2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 49.082 | 41.061 |
| 82.717 | 72.271 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 5.097 | 4.516 |
| 142.353 | 130.671 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 232 | 256 |
| Summe Aktiva | 426.286 | 402.990 |
| Passiva | ||
| TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 26.000 | 26.000 |
| II. Kapitalrücklage | 42.949 | 42.949 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 249 | 249 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 23.167 | 23.167 |
| IV. Bilanzgewinn | 24.667 | 25.404 |
| 117.032 | 117.769 | |
| B. Sonderposten mit Rücklageanteil | 184 | 210 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 52.510 | 50.762 |
| 2. Steuerrückstellungen | 2.874 | 5.305 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 19.929 | 24.352 |
| 75.313 | 80.419 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.279 | 21.419 |
| 2. Übrige Verbindlichkeiten | 210.595 | 182.404 |
| 231.874 | 203.823 | |
| E. Passive latente Steuern | 1.883 | 769 |
| Summe Passiva | 426.286 | 402.990 |
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.
Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.
Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.
Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.
Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzenbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Vortrag 01.01.2012 | Zugänge | Umbu-chungen | Abgänge | Stand 31.12.2012 | Abschrei-bungen kumuliert 31.12.2012 | Buchwert 31.12.2012 | Buchwert 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.809 | 238 | 64 | 2 | 2.109 | 1.593 | 516 | 393 |
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke und Bauten | 123.013 | 2.455 | 242 | - | 125.710 | 91.228 | 34.482 | 34.411 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 398.222 | 17.954 | 4.951 | 25.786 | 395.341 | 318.869 | 76.472 | 68.489 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 45.803 | 6.833 | 250 | 5.240 | 47.646 | 31.484 | 16.162 | 15.464 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.497 | 8.154 | -5.507 | - | 10.144 | - | 10.144 | 7.497 |
| Summe Sachanlagen | 574.535 | 35.396 | -64 | 31.026 | 578.841 | 441.581 | 137.260 | 125.861 |
| Finanzanlagen | ||||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 174.132 | 116 | - | - | 174.248 | 30.000 | 144.248 | 144.132 |
| Beteiligungen | 2.188 | - | - | - | 2.188 | 511 | 1.677 | 1.677 |
| Summe Finanzanlagen | 176.320 | 116 | - | - | 176.436 | 30.511 | 145.925 | 145.809 |
| Anlagevermögen gesamt | 752.664 | 35.750 | - | 31.028 | 757.386 | 473.685 | 283.701 | 272.063 |
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| TEUR | Abschrei- bungen Geschäfts- jahr 2012 |
Zuschrei- bungen Geschäfts- jahr 2012 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 179 | - |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 2.626 | - |
| Technische Anlagen und Maschinen | 14.898 | - |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.867 | 63 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - |
| Summe Sachanlagen | 23.391 | 63 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - |
| Beteiligungen | - | - |
| Summe Finanzanlagen | - | - |
| Anlagevermögen gesamt | 23.570 | 63 |
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 12.552 | 13.486 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 439 | 415 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 41.548 | 39.983 |
| Gesamt | 54.539 | 53.884 |
Der Anstieg des Bestandes an Fertigen Erzeugnissen ist überwiegend mengenbedingt.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 33.635 | 31.210 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 42.647 | 33.433 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 6.435 | 7.628 |
| davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr | (4) | (36) |
| Gesamt | 82.717 | 72.271 |
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich vor allem um Finanzforderungen.
Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Courbevoie/Frankreich, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre/Frankreich, und in englischer Sprache im Bundesanzeiger eingesehen werden.
Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.
Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:
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| 2012 | |
|---|---|
| Abzinsungsfaktor | 5,05 % |
| Gehaltstrend | 2,40 % |
| BBG-Trend | 2,40 % |
| Rententrend | 1,75 % |
| Fluktuationsrate | 3,00 % |
Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 58.013 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 52.510 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 5.503.
Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Personal | 8.479 | 11.024 |
| Vertrieb | 1.718 | 2.385 |
| Übrige | 9.732 | 10.943 |
| Gesamt | 19.929 | 24.352 |
In den Personalrückstellungen stellen die Verpflichtungen aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis und die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung die größten Einzelpositionen dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen überwiegend Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 551.
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 21.279 | 21.419 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 53 | 48 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 49.963 | 46.975 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 158.814 | 131.925 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.765 | 3.456 |
| davon aus Steuern | (689) | (543) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (297) | (318) |
| Gesamt | 231.874 | 203.823 |
Sämtliche Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.
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| Wertansatz zum 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|
| Latente Steuern | |||
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | Differenz | Passiv | Aktiv |
| --- | --- | --- | --- |
| Maschinelle Anlagen | -11.058 | -3.340 | - |
| Vorräte | 769 | - | 232 |
| Rückstellungen | 3.908 | - | 1.181 |
| Organgesellschaften | 147 | - | 44 |
| Gesamtsummen | - | -3.340 | 1.457 |
| Saldo | -6.234 | -1.883 | - |
| Steuersatz kombiniert | 30,2 % |
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Mietverträge und Leasingverträge | 2.993 | 3.168 |
| Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen | 17.043 | 14.540 |
| davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe | (580) | (465) |
| Gesamt | 20.036 | 17.708 |
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| TEUR | Nominalwert zum 31.12.2012 | Marktwert zum 31.12.2012 | Buchwert Rückstellungen |
|---|---|---|---|
| Warenderivate (Swaps) | 1.173 | -31 | 31 |
Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren ermittelt.
Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert; der Zeitwert der nicht verbrauchten Berechtigungen zum 31. Dezember 2012 beträgt TEUR 839.
Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.
Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.
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| MIO. EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Glas | 374,2 | 364,1 |
| Technisches Geschäft | 0,7 | 0,8 |
| Gesamt | 374,9 | 364,9 |
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| MIO. EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Inland | 286,3 | 274,0 |
| Europäische Union (ohne Inland) | 83,1 | 83,7 |
| Übriges Europa | 3,3 | 3,9 |
| Sonstiges Ausland | 2,2 | 3,3 |
| Gesamt | 374,9 | 364,9 |
Es handelt sich insbesondere um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen sowie um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen. Die Veränderung ist hauptsächlich in den im Vorjahr relativ hohen Erträgen aus Versicherungsfällen, Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Erträgen aus der Veräußerung von Emissionsrechten begründet.
Der Anstieg des Personalaufwands resultiert überwiegend aus der Tariferhöhung und der Zunahme der Pensionsrückstellungen.
Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:
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| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Technik/Produktion | 1.221 | 1.219 |
| Verwaltung/Vertrieb | 101 | 92 |
| 1.322 | 1.311 | |
| Auszubildende | 98 | 95 |
| Gesamt | 1.420 | 1.406 |
Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 404 vorgenommen.
Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten.
Die Inanspruchnahme der Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach BilMoG verursachte Aufwendungen in Höhe von TEUR 786.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen das gewöhnliche Ergebnis sowie die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich.
Die passiven latenten Steuern rühren vor allem aus den Differenzen der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätze des Anlagevermögens, der Rückstellungen für Pensionen und der sonstigen Rückstellungen.
Mit Beschluss vom 12. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de unter Investor Relations der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.201 (Vorjahr: TEUR 1.625), davon als variabler Bestandteil TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 251). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 7.892 (Vorjahr: TEUR 6.315) zurückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 549).
Die Mitglieder des Vorstands partizipieren zusätzlich zu diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Courbevoie/Frankreich. Die Optionspläne gliedern sich wie folgt:
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| Anzahl ausstehender Aktien/ Optionen 31.12.2011 | Anzahl gewährter Aktien/ Optionen 2012 | Anzahl ausgeübter Aktien/ Optionen 2012 | Anzahl verfallener Aktien/ Optionen 2012 | Anzahl ausstehender Aktien/ Optionen 31.12.2012 | Dienstzeitaufwand in TEUR 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stock-Options | ||||||
| Management | 81.479 | - | -13.050 | -3.541 | 64.888 | 31 |
| FREE SHARE PLAN 2009 | ||||||
| Management | 2.300 | - | - | - | 2.300 | 12 |
| AGA1) 2010 | 2.080 | - | - | - | 2.080 | 13 |
| AGA1) 2011 | 2.840 | - | - | - | 2.840 | 12 |
| AGA1) 2012 | - | 2.540 | - | - | 2.540 | 1 |
| Gesamt | 88.699 | 2.540 | -13.050 | -3.541 | 74.648 | 69 |
1) Attribution Gratuite d'Actions
Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.
Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
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| TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Art der Honorare | ||
| Prüfungshonorare | 172 | 174 |
| Prüfungsnahe Honorare | 11 | 10 |
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| Name und Sitz des Konzernunternehmens | Eigenkapital | Konzernanteil | Muttergesellschaft | Anteil der Saint- Gobain Oberland AG | Ergebnis 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Verbundene Unternehmen | |||||
| GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen | 1.5341) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -2) |
| Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland | 7673) | 94,85 % | Saint-Gobain Oberland AG | 66,44 % | -9723) |
| Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine | 4424) | 96,68 % | Saint-Gobain Oberland AG | 96,68 % | -294) |
| ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland | 2.8263) | 95,51 % | Saint-Gobain Oberland AG | 95,51 % | 543) |
| ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland | 43) | 100,00 % | Saint-Gobain Oberland AG | 100,00 % | -3) |
| II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen | |||||
| GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg | 9255) | 26,37 % | Saint-Gobain Oberland AG | 26,37 % | -3995) |
1) in TEUR
2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag
3) in Mio. RUB
4) in Mio. UAH
5) Angabe 2011 in TEUR
Bad Wurzach, den 28. Februar 2013
Der Vorstand
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 28. Februar 2013
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Leistner, Wirtschaftsprüfer
Dörle, Wirtschaftsprüfer
Aktienprogramm der Compagnie de Saint-Gobain S.A. für Führungskräfte.
Zurückstellung der Versteigerung von CO2-Emissionszertifikaten auf einen späteren Zeitpunkt.
Ein Barrel ist eine weltweite Handelseinheit für Erdöl. Ein Barrel entspricht 158,987 Litern. Die Abkürzung bbl steht für "blue barrel", ein blau gekennzeichnetes Fass mit genormtem Inhalt.
Besonders gute (Anwendungs-)Beispiele für die Umsetzung eines speziellen Themas.
Der BRC/IoP-Standard ist eine Leitlinie für Hersteller von Lebensmittelverpackungen für Markenprodukte, die vom British Retail Consortium in Zusammenarbeit mit dem Institute of Packaging erarbeitet wurde. Es handelt sich hier um einen zertifizierbaren Standard, der sowohl Hygienemanagement als auch Qualitätswesen umfasst.
Bezeichnet das Erstellen von Konstruktionszeichnungen mit Hilfe von spezieller Software (z. B. Pro Engineer).
Der Begriff Carbon Leakage beschreibt das Phänomen der Produktionsverlagerung ins Ausland aufgrund steigender Kosten durch den Emissionshandel innerhalb der EU. Sektoren, die diesem Risiko erheblich ausgesetzt sind, erhalten den Carbon Leakage Status und bekommen in der dritten Handelsperiode (2013-2020) kostenlose Emissionszertifikate.
Name für Spezialserie neuer, umweltfreundlicher Glasbehälter. ECOVA vereint in sich die Begriffe "ecology" und "value", Umweltfreundlichkeit und Wertschöpfung.
Software-Applikation zur Darstellung von 3-D-Konstruktionen.
Tagesreferenzpreis für Erdgas am virtuellen Handelsplatz Title Transfer Facility (TTF) in den Niederlanden (kontinentaleuropäischer Leitmarkt), veröffentlicht von der Strombörse European Energy Exchange (EEX).
EHS steht für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit.
EMAS ist auch bekannt als EU-Öko-Audit oder Öko-Audit. EMAS ist ein von der Europäischen Gemeinschaft 1993 entwickeltes Instrument für Unternehmen zur Verbesserung der Umweltleistung über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus. Dabei verpflichtet sich ein Unternehmen, eine Umwelterklärung abzugeben und wiederkehrende Umweltbetriebsprüfungen von einem unabhängigen Umweltgutachter durchführen zu lassen.
Managementsystem, das auf sieben Elementen basiert (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt sowie Innovation).
Als Flaschen werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine engmundige Öffnung haben. Die folgenden Segmente sind dem Überbegriff Flaschen zuzuordnen: Bier, Wein, Sekt, Spirituosen, Wasser und Softdrinks sowie sonstige Flaschen.
Werkzeuge zur Formgebung des Behälterglases.
Als Gläser werden alle verschließbaren Glasbehälter bezeichnet, die eine weitmundige Öffnung besitzen. Der Oberbegriff Gläser umfasst die Segmente Konserven, Babynahrung und sonstige Gläser.
Gefahrenanalyse und kritische Lenkungspunkte.
Bereich der Glasherstellung von der Glasschmelze über die Formgebung bis zum Kühlofen.
Inert bedeutet reaktionsträge, eine Substanz reagiert nicht mit anderen. Bei einer inerten Ummantelung entstehen keine Wechselwirkungen zwischen Verpackungsglas und Füllgut.
Bereich der Glasherstellung vom Kühlofen über die Qualitätskontrolle bis zur Verpackung.
Anlage, in der die Glasbehältnisse zunächst auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend langsam heruntergekühlt werden, um Glasspannungen zu vermeiden.
Lo-To ist der Fachbegriff für ein bestimmtes Vorgehen bei Fehlermeldungen an Maschinen. Es darf nur repariert werden, wenn Anlagen zuvor nach festen Regeln abgeschlossen (lock out) und mit dem Namen des Abschließenden gekennzeichnet (tag out) wurden.
Eine Wattstunde ist eine Energieeinheit. Sie entspricht der Energie, die eine Maschine von einem Watt in einer Stunde aufnimmt. Das Tausendfache einer Wattstunde ist die Kilowattstunde. Eine Megawattstunde ist das Tausendfache einer Kilowattstunde.
Artikel (Flasche oder Glas), der gänzlich neu entwickelt oder auf Basis eines bereits bestehenden Artikels modifiziert wird.
Technologie mit Press-Blas-Verfahren für die Herstellung leichtgewichtiger Glasflaschen.
No-Label-Etiketten sind bedruckte, transparente Haftetiketten, die auf der Glasoberfläche den Eindruck eines Sieb-Direktdrucks vermitteln.
OHRIS ist ein in Bayern und Sachsen zertifizierbares, aber international anerkanntes Arbeitsschutz-Managementsystem.
Die OHSAS 18001 ist die international anerkannte Spezifikation für Arbeitsschutzmanagementsysteme. Sie wurde von führenden Handelsgesellschaften und internationalen Gremien für Standardisierung und Zertifizierung entwickelt. OHSAS 18001 wird angewandt, um Risiken, die hinsichtlich der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz auftreten können, für Mitarbeiter, Kunden und die Öffentlichkeit zu verringern.
Sparplan der Gruppe, durch den Mitarbeiter Vorzugsaktien beziehen können.
Standardisiertes Instrument zur Generierung, Verarbeitung und Nutzung von Prozessinformationen der Fertigung.
Virtuelle und realitätsnahe Darstellung von 3-D-Konstruktionen.
SixSigma ist eine Methode des Qualitätsmanagements. Kernelemente sind die Beschreibung, Messung, Analyse, Verbesserung und Überwachung von Geschäftsprozessen.
Die Produktionskapazität im Markt wird im Wesentlichen durch drei Faktoren beeinflusst: erstens die bereits vorhandene und installierte Kapazität, zweitens die Auslastung dieser Kapazität und drittens die Veränderung der bestehenden Kapazität (Erweiterung, Reduzierung). Die theoretische Überkapazität entspricht der Überkapazität, die wir aus unseren unvollständigen Informationen über die Kapazitäten der Wettbewerber ableiten. Da uns nicht alle Maßnahmen bekannt sind, können wir nur eine informierte Schätzung als Grundlage für unsere Aussage zu den vorhandenen Kapazitäten im Markt heranziehen.
Verallia ist die neue, international eingeführte Marke für die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe. Der Name setzt sich zusammen aus den französischen Wörtern ,verre' für Glas und ,alliance' für Allianz oder Verbund.
Glasschmelzofen, der aus feuerfestem Material besteht; darin werden die Rohstoffe bei einer Temperatur von ca. 1.500 °C zu flüssigem Glas geschmolzen.
Die Beitragsbemessungsgrenze gibt das höchste Bruttoentgelt für die Berechnung des Beitrags zur jeweiligen Sozialversicherung an. Übersteigt das Bruttoeinkommen diesen Betrag, erhöht sich der Beitrag zur jeweiligen Sozialversicherung trotzdem nicht.
Von Fischer Black und Myron Samuel Scholes entwickeltes finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen.
Saldo der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse innerhalb eines Geschäftsjahres. Der Cashflow wird in der Kapitalflussrechnung dargestellt.
Die Cash Generating Unit wird als kleinste Einheit von Vermögenswerten, die Mittelzuflüsse erzeugen und weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten oder einer anderen Cash Generating Unit sind, definiert. Dieses Konstrukt dient zur Durchführung von Werthaltigkeitstests nach IAS 36. Die CGUs entstehen, wenn einzelne Vermögenswerte nicht für einen Impairment-Test herangezogen werden können und deshalb eine Gruppierung von Vermögenswerten nötig ist.
Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Rahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen. Diese Regelungen dienen der Transparenz und stärken damit das Vertrauen in eine verantwortliche, auf die Wertschöpfung gerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
Zahlungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitarbeitern, die sich aus früheren Sachbezügen begründen. Sie fließen in die Rentenberechnung mit ein, da sie als Teil der Pensionsverpflichtung gelten.
Ergebnis vor Zinsen und Steuern.
Eigenkapitalquote = (Eigenkapital/Gesamtvermögen) x 100
Die Eigenkapitalrendite gibt an, wie sich das investierte Kapital innerhalb einer Periode verzinst hat.
Eigenkapitalrendite = (Jahresergebnis/Eigenkapital) x 100
Der an einem Stichtag einem Vermögenswert oder einer Schuld tatsächlich beizulegende Zeitwert. Der Fair Value kann als üblicher Marktpreis interpretiert werden, falls ein solcher für die betreffenden Vermögenswerte existiert.
Beim Finance Lease überträgt der Leasinggeber das Investitionsrisiko auf den Leasingnehmer. Der Geber trägt nur das Kreditrisiko und eventuell vereinbarte Dienstleistungen.
Der Goodwill oder auch Geschäfts- oder Firmenwert ist ein immaterieller Vermögenswert, der im Rahmen einer Unternehmensakquisition entstehen kann. Er stellt den Betrag dar, um den der Kaufpreis für eine erworbene Gesellschaft den angenommenen Marktwert der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten übersteigt.
Hedging bezeichnet ein Finanzgeschäft zur Absicherung einer Transaktion gegen Risiken wie beispielsweise Wechselkursschwankungen oder Veränderungen in den Rohstoffpreisen.
Ein international besetztes, unabhängiges Gremium von Rechnungslegungsexperten, das die IFRS entwickelt und bei Bedarf überarbeitet.
Ein Gremium mit der Aufgabe, für die IFRS- und IAS-Rechnungslegungsstandards Auslegungen zu veröffentlichen - für den Fall, dass ein Standard unterschiedlich oder falsch interpretiert werden kann bzw. neue Sachverhalte in den bisherigen Standards nicht ausreichend gewürdigt wurden.
International geltende Rechnungslegungsstandards zur Gewährleistung der internationalen Vergleichbarkeit der Konzernabschlüsse.
Das IKS besteht aus einem von der Unternehmensleitung im Unternehmen eingeführten Bündel von Grundsätzen, Verfahren und Maßnahmen, die folgende Ziele verfolgen: organisatorische Umsetzung der Entscheidungen der Unternehmensleitung zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Der Impairment-Test oder auch Werthaltigkeitstest ist ein verpflichtender Niederstwerttest zur Bewertung von bestimmten Positionen des Anlagevermögens.
Beim Operating Lease wird dem Leasinggeber das Leasingobjekt zugerechnet, es wird beim Leasinggeber aktiviert und abgeschrieben.
Die Profitabilität zeigt das Verhältnis Gewinn zu Umsatz.
Profitabilität = (Operatives Ergebnis/Umsatz) x 100
System, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung auszuwählen und im Unternehmen umzusetzen.
Rentabilität des eingesetzten verzinslichen Kapitals.
Der ROI gibt Auskunft über die Verzinsung des gebundenen Kapitals.
ROI = (Operatives Ergebnis/Bilanzsumme - übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)
Die Umsatzrendite ist Maß für den prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz und gibt damit auch die Profitabilität innerhalb einer Berichtsperiode wieder.
Umsatzrendite = (Ergebnis vor Ertragsteuern/Ergebnis vor Ertragsteuern) x 100
Der Gesamtkapitalkostensatz WACC besteht aus dem gewogenen Mittel des Eigen- und Fremdkapitalkostensatzes.
Finanzkennzahl zur Beurteilung der Liquidität eines Unternehmens, die sich aus der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten ergibt.
Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
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| Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 31. März | 03. Mai 2013 |
| Hauptversammlung | 07. Mai 2013 |
| Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni | 02. August 2013 |
| Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 30. September | 05. November 2013 |
WKN 685160
ISIN DE0006851603
Saint-Gobain Oberland AG
Cornelia Banzhaf
Public Relations
Oberlandstraße
88410 Bad Wurzach
Telefon +49 7564 18-255
Telefax +49 7564 18-90255
E-Mail: [email protected]
Saint-Gobain Oberland AG
Postfach 11 60
88404 Bad Wurzach
Oberlandstraße
88410 Bad Wurzach
Telefon +49 7564 18-0
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Saint-Gobain Oberland AG
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