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Verallia Deutschland AG

Annual Report May 2, 2012

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Annual Report

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Saint-Gobain Oberland AG

Bad Wurzach

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Geschäftsbericht der Saint-Gobain Oberland AG 2011

Für unsere Aktionäre

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

das abgelaufene Geschäftsjahr war für die Saint-Gobain Oberland AG wieder einmal ein herausforderndes Jahr. Unsere Erwartungen aus dem Vorjahr, dass 2011 uns erneut sehr viel abverlangen würde, waren vollkommen richtig. Dennoch haben wir uns mit unserer Strategie in einem sehr volatilen Markt für Glasverpackungen in Deutschland gut behauptet. Dabei sind wir im inländischen Markt erfreulicherweise insgesamt leicht über dem Markt gewachsen. Auch in der Ukraine waren 2011 nach Jahren des Rückgangs wieder positive Signale und Trends zu erkennen. In Russland erfordert die Gesamtsituation weiterhin unsere Aufmerksamkeit, wobei auch dort die eingeleiteten Maßnahmen greifen. Letztere konnten jedoch durch ein teilweise verändertes regulatorisches Umfeld noch nicht ihre volle Wirkung entfalten.

Insgesamt waren im Jahr 2011 viele anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. In einer Marktsituation, die durch überproportional höhere Kosten für Rohstoffe und besonders die extrem gestiegenen Energiekosten erheblich beeinflusst war, hat sich die Saint-Gobain Oberland AG vor allem in Deutschland widerstandsfähig gezeigt. Unter diesen Umständen wurde mit allen Anstrengungen dennoch ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Hierzu haben alle Geschäftsbereiche in unterschiedlicher Weise beigetragen. Die Akzeptanz für unterjährige Preiserhöhungen, selbst aufgrund markant gestiegener Rohstoff- und Energiepreise, ist in einem von Jahreskontrakten geprägten Markt sehr gering. Am günstigsten ist die Situation diesbezüglich in der Ukraine, wo Preiserhöhungen vom Markt am ehesten akzeptiert werden. Einen Teil der Kosten konnten wir durch eine weitere Verbesserung des Energiemanagements erreichen. Einsparungsmaßnahmen im Verbrauch oder durch die Optimierung der Energiequellen helfen uns dabei, den Anstieg der Herstellkosten zu begrenzen. Im Einkauf nutzen wir bewusst unsere Synergien innerhalb der Verallia Gruppe sowie des Saint-Gobain Konzerns aus, um ein straffes Einkaufsmanagement mit den entsprechenden Resultaten zu gewährleisten.

Obwohl sich unsere Anstrengungen bezahlt gemacht haben, bleiben jedoch erhebliche Kostensteigerungen zu verzeichnen, die wir auch in der Zukunft nicht allein tragen können.

Die Saint-Gobain Oberland Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 insgesamt einen Umsatz von 512,0 Mio. Euro, das sind 4,7 % über Vorjahr, sowie ein Ergebnis von 19,2 Mio. Euro erzielt.

Aufgrund der Geschäftsentwicklung haben wir gemeinsam mit dem Aufsichtsrat beschlossen, den Aktionären eine Dividende pro Aktie in Höhe von 23,50 Euro für das Geschäftsjahr 2011 vorzuschlagen.

Zu diesem Ergebnis hat unsere ständige Suche nach Verbesserungen in allen Bereichen beigetragen. Neben der oben erwähnten Energieeffizienz und der schnellen Umsetzung von Innovationen ist auch unser funktionierendes Vorschlagswesen hervorzuheben.

Die Rahmenbedingungen für die schnelle Umsetzung von Innovationen sind weitestgehend vorhanden, werden jedoch weiterhin optimiert. Im Berichtsjahr flossen viele der innovativen Ideen in unsere Investitionen ein. Hervorzuheben ist die Schmelzwanne am Standort Bad Wurzach, die nun auf dem aktuell modernsten Stand der Technik konzipiert wurde.

2011 hat ebenso gezeigt, dass wir mit unserer Strategie - der Konzentration auf die Wünsche unserer Kunden und die Konzentration auf unsere Kernthemen - auf dem richtigen Weg sind. Nur so können wir maßgeschneiderte Lösungen (just in time) zur Verfügung stellen. Wenn wir nach vorne blicken, sehen wir, dass unsere wichtigsten Kunden wieder investieren. Daher müssen wir die Herausforderungen professionell, aufmerksam und motiviert angehen, um unsere Marktstellung weiter auszubauen.

Obwohl sich die Rahmenbedingungen erheblich verändert haben, möchten wir mehr erreichen und weiterhin organisch wachsen.

Damit uns dies gelingt, arbeiten wir fortlaufend an der Optimierung unserer Geschäftsprozesse, die Management-, Kern- und Unterstützungsprozesse beinhalten (z. B. Arbeitssicherheit, Corporate Governance, Einkauf, Logistik, Bestandsmanagement, Qualität, Forschung und Entwicklung, Produktion, Planung und Vertrieb). Hierzu nutzen wir seit mehreren Jahren unser Managementsystem Enterprise Excellence (E2 ), das uns hilft, Projekte zur grundlegenden Weiterentwicklung unserer Prozesslandschaft systematisch und einheitlich anzugehen und umzusetzen. So haben wir wie in den vergangenen Jahren die Optimierung unserer Produktionsprozesse konsequent vorangetrieben, um diese noch effektiver und flexibler zu gestalten. Dadurch konnten wir die Qualität und damit die Lieferfähigkeit weiterhin steigern, Risiken reduzieren und teilweise Kostenstrukturen verbessern.

Wir sind uns bewusst, dass wir unsere ambitionierten Ziele nur verwirklichen können, wenn wir das vorhandene sehr gute Management- und Mitarbeiterpotenzial voll zur Entfaltung bringen. Um dies zu erreichen, legen wir auf eine sehr gute kommunikative, zielorientierte und familienfreundliche Firmenkultur wert. Weiterhin stellt eine gezielte und fachspezifische Personal- und Managementwicklung sicher, dass wir bei der Aus- und Weiterbildung alle Möglichkeiten ausschöpfen und für unsere Mitarbeiter attraktive Rahmenbedingungen zur Entfaltung ihrer Möglichkeiten schaffen.

Bei aller positiver Energie, unsere Chancen zu nutzen, und unserem Willen, unsere Position im Markt auszubauen, werden wir immer ein systematisches Risikomanagementsystem (RMS) betreiben und Risiken so absichern, dass wir keine unverantwortbaren und bestandsgefährdenden Risiken eingehen. Aus dieser Position der Stärke heraus sind wir auch in einem volatilen und von Unsicherheiten geprägten Umfeld sehr gut auf die Herausforderungen vorbereitet.

Die Erwartungen, die in die weltweite Einführung der Marke Verallia für alle Glasverpackungen von Saint-Gobain im Vorjahr gesetzt wurden, sind ebenfalls erfüllt worden. Die Saint-Gobain Oberland AG kann sowohl für ihre Standorte in Deutschland als auch in Russland und der Ukraine deutliche Synergien des industriellen Netzwerks aus 61 Produktionsstätten nutzen.

Der für das Jahr 2011 seitens des Saint-Gobain Konzerns geplante Börsengang von Verallia musste im Juni aufgrund der sich kurzfristig verschlechternden Situation an den Finanzmärkten verschoben werden. Ob und welche Veränderungen sich aus einem potenziellen Gang an die Börse der Muttergesellschaft für uns als Saint-Gobain Oberland AG ergeben, kann zum jetzigen Zeitpunkt nach wie vor noch nicht abgesehen werden.

Dass die Saint-Gobain Oberland AG auch als eigenständige Gesellschaft ein erfolgreiches Unternehmen ist, haben wir 2011 durch unsere bedeutenden Anstrengungen, die wir unternommen haben, bewiesen. Wir boten unseren Kunden einzigartige, qualitativ hochwertige Verpackungslösungen aus Glas und flexible Serviceleistungen. Unsere Differenzierungsstrategie, die wir im Jahr 2011 noch intensiver ausgebaut haben, hat Früchte getragen: Hierfür wurden Produkte unseres Hauses mehrfach mit Verpackungs-, Design- und Innovationspreisen ausgezeichnet.

Die erzielten Ergebnisse sind ohne gute, hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht möglich. Jeder Einzelne leistet seinen Beitrag zum Erfolg. Der Vorstand dankt der gesamten Belegschaft der Saint-Gobain Oberland AG in besonderem Maße für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit, ihre Zielstrebigkeit und ihren klaren Erfolgswillen. Die Entwicklung im Jahr 2011 war durch einen gewissen Erfolg begleitet, der uns Freude bereitet hat. Daran werden wir gerne anknüpfen, denn 2012 gibt es ebenfalls wieder viel zu tun. Wir haben es jedoch weitestgehend selbst in der Hand, ein weiteres erfolgreiches Jahr zu gestalten. Daher sind wir davon überzeugt, dass das kommende Jahr sich sehr positiv entwickeln wird.

Wir haben uns vorgenommen, weiterhin gemeinsam daran zu arbeiten, auch in Zukunft der nachhaltig bevorzugte Partner für Glasverpackungen für unsere Kunden zu bleiben und ein verantwortungsbewusstes Unternehmen zu sein, das auch mittel-und langfristig erfolgreich wirtschaftet und Werte schafft.

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2011 mit großer Sorgfalt wahr und hat sich intensiv mit der Lage des Unternehmens befasst. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten, die Geschäftsführung der Gesellschaft durch den Vorstand überwacht und sich von deren Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Beschlussfassungen erfolgten im Rahmen der Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats nach vorhergehender gründlicher Prüfung von Chancen und Risiken sowie entsprechender Abwägung.

Der Aufsichtsrat war in alle wichtigen Angelegenheiten des Unternehmens zeitnah eingebunden. Hierzu hat ihm der Vorstand in und zwischen den Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und ausführlich schriftlich und mündlich über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung sowie die aktuelle Lage und Entwicklung des Unternehmens berichtet; dies schloss eine ausführliche Information über die Risikolage und das Risiko- und Compliancemanagement der Gesellschaft mit ein. Dem Kontrollgremium lagen stets rechtzeitig jeweils aussagekräftige und selbsterklärende Unterlagen des Vorstands vor, um den Vorstand beraten, fundierte Entscheidungen treffen sowie den Überwachungspflichten nachkommen zu können. Ergänzend hierzu stand der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Vorstand der Gesellschaft zur Information und Abstimmung in wichtigen Fragen laufend in Verbindung.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr trat das Gremium jeweils einmal pro Quartal zu ordentlichen Aufsichtsratssitzungen zusammen. Diese fanden alle als Präsenzveranstaltungen statt. Außerordentliche Sitzungen fanden nicht statt. Es wurden keine Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Aus Sicht des Gremiums sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden.

In den Sitzungen wurden stets die jeweilige aktuelle Situation der Saint-Gobain Oberland Gruppe einschließlich Markt- und Absatzlage, Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften in Russland und der Ukraine sowie der GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen erörtert. Als weiterer in allen Aufsichtsratssitzungen im Berichtszeitraum feststehender, regelmäßig wiederkehrender Themenschwerpunkt wurde der Stand der Arbeitssicherheit behandelt. Abweichungen von zuvor berichteten Zielen wurden vom Vorstand unter Angabe von Gründen erläutert.

Breiten Raum nahm in der ersten Sitzung am 16. März 2011 die Analyse und Billigung des Jahresabschlusses 2010 ein. Hierbei hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Neubewertung der Beteiligung an der Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' befasst. Zudem wurde die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 19. Mai 2011 diskutiert und verabschiedet. Darüber hinaus standen der Beschluss zur Vertragsverlängerung von Herrn Stefan Jaenecke als Vorstandsvorsitzender sowie Herrn Thomas Beyer als Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor um jeweils fünf Jahre sowie eine Anpassung des Geschäftsverteilungsplans des Vorstands auf der Tagesordnung. Letzteres war aufgrund der Amtsniederlegung von Herrn Jorma Turpeinen zum 28. Februar 2011 notwendig geworden.

Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde vom Aufsichtsrat geprüft, erörtert und für gegeben erachtet.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat wurden in der Hauptversammlung vorgetragen und sind in den Notes des Konzernabschlusses in diesem Geschäftsbericht auf Seite 135 sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft dargestellt. Als weiterer Punkt wurden der geplante Börsengang von Verallia und dessen Auswirkungen auf die Saint-Gobain Oberland AG besprochen.

Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzung am 19. Mai 2011 standen die Vorbereitung der anschließenden Hauptversammlung sowie die Erörterung der aktuellen Geschäftslage des Konzerns vor allem in Osteuropa.

Am 21. September 2011 erfolgte neben der standardmäßigen Agenda der Aufsichtsratssitzung der ausführliche Bericht des Compliance-Officers.

Bei der letzten Sitzung des Berichtsjahres am 14. Dezember 2011 wurden die mittelfristige Planung des Konzerns sowie das Budget 2012 anhand der Präsentation des Vorstands vom Aufsichtsrat besprochen und genehmigt. Ferner wurde die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex eingehend erörtert und verabschiedet. Die im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung der Gesellschaft als relevant erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Empfehlungen wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 2011 wurde entsprechend verabschiedet. Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG dauerhaft zugänglich gemacht als auch in diesem Bericht ab Seite 16 veröffentlicht.

Nach wie vor gibt es innerhalb des Aufsichtsrats lediglich einen Ausschuss, den Personalausschuss, der sich unverändert aus den Mitgliedern Paul Neeteson, Dieter Müller und Jérôme Fessard zusammensetzt. Dieser Ausschuss beriet sich im Berichtsjahr einmal anlässlich der Verlängerung der Mandate der Herren Jaenecke und Beyer.

Der Aufsichtsrat hat sich zum Ziel gesetzt, bei künftigen Nominierungen weiterhin der Vielfalt (Diversity) bei der Zusammensetzung der Führungsgremien besonderes Augenmerk zu widmen, wenn auch diese Zielsetzung bei der Saint-Gobain Oberland AG teilweise bereits als erfüllt anzusehen ist. Einige Mitglieder im Aufsichtsrat sowie alle Vorstände haben Auslandserfahrung oder stammen aus europäischen Nachbarländern. Beabsichtigt ist für zukünftig anstehende Neubesetzungen von Aufsichtsratspositionen der Anteilseignerseite möglichst entsprechend qualifizierte Frauen zu berufen.

Der vorliegende Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde analog zu den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der die Bilanz feststellenden Sitzung am 20. März 2012 vorgelegen.

Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 49 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.

Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung mit dem Vorstand zuvor erörtert und schließt sich diesem nach eigener Prüfung, unter Berücksichtigung der Ergebnis- und Finanzlage des Unternehmens, an.

Nach wie vor hält die Compagnie de Saint-Gobain in Paris auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien; ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Aus diesem Grund hat der Vorstand für das Geschäftsjahr 2011 gemäß § 312 AktG wieder einen Abhängigkeitsbericht vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.

Aus Sicht des Aufsichtsrats haben Vorstand sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland AG und der damit verbundenen Unternehmen in einem schwierigen Geschäftsjahr 2011 hervorragende Arbeit geleistet. Hierfür bedankt sich das Aufsichtsratsgremium bei der gesamten Belegschaft, dem Vorstand sowie den Arbeiternehmervertretungen und spricht seine Anerkennung für ihren Einsatz aus.

Bad Wurzach, im März 2012

Der Aufsichtsrat

Paul Neeteson, Vorsitzender

Bericht zur Corporate Governance

Nach unserer Überzeugung und im Einklang mit unseren Werten ist eine gute Corporate Governance wesentlicher Bestandteil des langfristigen Unternehmenserfolgs und daher fest in unserer Unternehmenskultur verankert. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer transparenten, verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner sowie der Arbeitnehmer, Kunden, Lieferanten und anderer Geschäftspartner in das Unternehmen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist daher bestrebt, die Corporate Governance kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient als Richtlinie zur Umsetzung allgemein anerkannter Standards guter und nachhaltiger Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich daher auch im Berichtsjahr wiederum intensiv mit den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in der unveränderten Fassung vom 26. Mai 2010 befasst und nach gründlicher Abwägung jeweils entschieden, inwieweit den Empfehlungen des Kodex entsprochen wird. Die Saint-Gobain Oberland AG setzt einen großen Teil der Empfehlungen und Anregungen um. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere durch die Einbindung der Gesellschaft in den mit fast 97 % am Kapital beteiligten Saint-Gobain Konzern, der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringeren finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens wird jedoch in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.

Unternehmensleitung

Wie alle Aktiengesellschaften nach deutschem Recht wird die Saint-Gobain Oberland AG durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat geleitet. Die Aufgabenteilung zwischen den beiden Organen richtet sich nach dem Aktiengesetz und der Satzung. Für beide Gremien wurden die Verantwortlichkeiten jeweils in eigenen Geschäftsordnungen festgelegt.

Dem Vorstand der Saint-Gobain Oberland AG gehören neben dem Vorsitzenden vier weitere Mitglieder an; ein fünftes ist zum 28. Februar 2011 ausgeschieden. Die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche sind nach funktionalen Kriterien verteilt und in einem Geschäftsverteilungsplan geregelt, der anlässlich des Ausscheidens des sechsten Vorstandsmitgliedes neu gefasst wurde. Jedes einzelne Mitglied sowie der Vorstand als Gesamtorgan sind an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen.

Der Aufsichtsrat setzt sich nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammen und besteht aus neun Mitgliedern. Drei Mitglieder sind als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt, die anderen sechs repräsentieren die Anteilseigner. Er überwacht die Tätigkeit des Vorstands, berät ihn und bestimmt die strategische Ausrichtung des Konzerns, um somit den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Bei den derzeitigen Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen keine Interessenkonflikte und sind auch im Geschäftsjahr 2011 nicht aufgetreten. Bevor neue Personen für das Gremium vorgeschlagen werden, wird sichergestellt, dass auch diese keinen Interessenkonflikten ausgesetzt sein werden.

Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht.

Die personelle Zusammensetzung der Gremien ist auf Seite 18 des Geschäftsberichts dargestellt. Kein Vorstandsmitglied hält Anteile am stimmberechtigten Kapital und lediglich ein Aufsichtsratsmitglied hält eine geringe Anzahl an Aktien der Saint-Gobain Oberland AG.

Vielfalt (Diversity)

Die Saint-Gobain Oberland AG setzt die im Rahmen der Kodex-Änderungen eingeführten Bestimmungen zur Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen um.

Vergütung

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben im Konzernanhang ausgewiesen. Sie ist nach fixen und variablen Komponenten aufgeteilt und ist in diesem Geschäftsbericht auf Seite 135 zu finden. Zur Vermeidung einer doppelten Darstellung macht sich dieser Corporate-Governance-Bericht die Darstellung im zusammengefassten Lagebericht ausdrücklich zu eigen und verweist auf sie. Die Hauptversammlung hat 2011 wie bereits im Jahr 2006 beschlossen, dass die Vorstandsvergütung nicht individualisiert auszuweisen ist.

Die Vergütung des Aufsichtsrats in Gesamthöhe von 84.000 Euro wird durch die Satzung der Saint-Gobain Oberland AG wie folgt geregelt:

Jedes Mitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro p. a. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro p.a.

Im Rahmen des Vergütungsberichts, auf Seite 88 dieses Geschäftsberichts, sind die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder ebenfalls erläutert.

Die Saint-Gobain Oberland AG hat keine Aktienoptionspläne oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme aufgelegt, weder für Vorstandsmitglieder oder andere leitende Mitarbeiter noch für den Aufsichtsrat.

Hauptversammlung

Die Aktionäre haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung selbst auszuüben oder dieses durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen. Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am so genannten ,Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, nachweisen können und sich nach den aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.

Die letzte ordentliche Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 19. Mai 2011 in Bad Wurzach statt. Rund 250 Aktionäre und Aktionärsvertreter haben daran teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,26 %. Darüber hinaus wurde von zusätzlichen 0,06 % des Kapitals die erstmalige Möglichkeit zur Briefwahl genutzt. Die Aktionäre nahmen alle Beschlussvorschläge von Aufsichtsrat und Vorstand - der fünf zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte - mit großer Mehrheit an. Die detaillierten Ergebnisse veröffentlichen wir auf unserer Internetseite.

Für die Hauptversammlung 2011 konnten die Aktionäre und Depotbanken über den E-Mail-Service die Einladung zur Hauptversammlung zum ersten Mal auf elektronischem Weg (,elektronischer Versand') anfordern. Selbstverständlich gehen durch diese elektronische Zustellung keine Informationen verloren. Auch für die kommende Hauptversammlung wird den Anteilseignern dieser Service zur Verfügung stehen. Als Termin für die nächste Hauptversammlung, die ebenfalls wieder in Bad Wurzach sein wird, ist der 10. Mai 2012 festgesetzt.

Transparenz und Information

Die Saint-Gobain Oberland AG legt Wert auf eine offene und transparente Kommunikation. Daher werden auf der Internetseite des Unternehmens (unter www.saint-gobain-oberland.de> Information) ebenso alle Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen, regelmäßig erscheinenden Finanzberichte und Zwischenmitteilungen sowie sämtliche für die Hauptversammlung relevanten Unterlagen veröffentlicht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfer

Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2011 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2011 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB). Seit 2010 sind für den Jahresabschluss ergänzend die Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) anzuwenden.

Die Hauptversammlung 2011 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

Compliance

Die Saint-Gobain Oberland AG übernimmt vollständig das Compliance-Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internetseite unter www.saint-gobain-oberland.de> Information> Investor Relations> Erklärung zur Unternehmensführung.

Entsprechenserklärung

Entsprechend § 161 AktG sind Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Aktiengesellschaft verpflichtet, einmal jährlich eine Erklärung abzugeben, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entsprochen wurde bzw. wird oder welche Empfehlungen gegebenenfalls nicht angewendet wurden oder werden; diese sind zu begründen.

In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der unveränderten Fassung vom 26. Mai 2010 verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut hier anschließend abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft.

Entsprechenserklärung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2011

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 14. Dezember 2011 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2011 abgegeben:

"Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2011 in ihrer unveränderten Fassung vom 26. Mai 2010 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 09. Dezember 2010 entsprochen und wird ihnen mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen* :

2.3.2 Die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen wurde nicht auf elektronischem Wege übermittelt. In Zukunft wird dies auf Anfrage erfolgen.

2.3.3 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.

4.2.3 Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.

4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.

4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.

5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat für seine Zusammensetzung keine konkreten Ziele benannt, die potenzielle Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2011 wurde vom Vorstand vor Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.

7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft."

Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außenstehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.

Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:

2.3.2 Es lagen keine Anfragen vor, die die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den entsprechenden Unterlagen auf elektronischem Wege veranlasst hätten.

2.3.3 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.

4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstands am Aktiensparprogramm des Hauptaktionärs teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.

4.2.4 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 31. Mai 2006 und

+ 4.2.5 dann am 19. Mai 2011 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.

5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich.

5.4.1 Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze beschlossen und die Themen Interessenkonflikte und Vielfalt (Diversity) generell behandelt. Eine gesonderte konkrete Zielvereinbarung wurde hierzu nicht vorgesehen.

5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.

7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichts zwischen Aufsichtsrat und Vorstand würde im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfinden würde. Eine rechtzeitige Vorabinformation war sichergestellt.

7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.

Bad Wurzach, den 14. Dezember 2011

Für den Vorstand

Stefan Jaenecke

Für den Aufsichtsrat

Paul Neeteson

* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Organe der Gesellschaft

Vorstand

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Stefan Jaenecke

Vorsitzender
Vertrieb (ab 01.04.2011), Hamburg
Thomas Beyer Personal, Bad Waldsee
Wolfgang Brauck Vertrieb (bis 31.03.2011) Osteuropa (ab 01.04.2011), Moskau
Klaus J. Rudolph Finanzen, Bad Waldsee
Jorma Turpeinen Osteuropa (bis 28.02.2011), Moskau
Roland Unfried Technik, Bad Waldsee

Aufsichtsrat

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Paul Neeteson

Vorsitzender
Generaldelegierter für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen
Dieter Müller

Stellvertretender Vorsitzender
Betriebsrat, Essen
Dr. Hans-Peter Binder Direktor der Deutschen Bank AG i. R., München
Bernhard Dausend Betriebsrat, Neuburg an der Donau
Jérôme Fessard Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris
Dr. Werner Futter Rechtsanwalt, Stuttgart
Udo Glinka Betriebsrat, Bad Wurzach
Jean-Dominique Grégoire Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen
Matthias Zenner Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen

Mitgliedschaften in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien

Aufsichtsrat

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Paul Neeteson Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
Dr. Hans-Peter Binder Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE AG, München Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH, München Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH & Co., Stein
Jérôme Fessard Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats Verallia S.A., Frankreich Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal
Jean-Dominique Grégoire Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Weber GmbH, Düsseldorf
Matthias Zenner Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate und Positionen in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien.

Lagebericht und Konzernlagebericht DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG 2011

Der Geschäftsverlauf des Saint-Gobain Oberland Konzerns wird überwiegend durch die Saint-Gobain Oberland AG geprägt. Daher wird der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2011 nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem HGB erstellt.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Unternehmensstruktur

Die Saint-Gobain Oberland AG ist seit dem Jahr 1998 zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Paris. Hauptsitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.

Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Demzufolge hält die Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, auch im Jahr 2011 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. 3,3 % des Grundkapitals sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist auch 2011 im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Zum Konzern gehören vier deutsche Produktionsstätten. Diese befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg an der Donau, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte von Oberland sind die Werke Kavminsteklo in Mineralnye Vody und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine. Die Beteiligung an der russischen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO beträgt im Berichtsjahr 95,6 %. Für einen Teil der Anteile besteht eine Verkaufsoption an Oberland bis zum 01. Juli 2012, danach besteht eine Kaufoption seitens Oberland bis 2014.

Die Compagnie de Saint-Gobain hat mit der Gründung ihrer 100%igen Tochtergesellschaft Verallia S.A. im Jahr 2011 die Grundlage für deren geplanten Börsengang geschaffen. Im Jahr 2011 wurde der geplante Börsengang wegen des allgemeinen Marktumfelds zunächst verschoben. Ob und gegebenenfalls wann der weiterhin beabsichtigte Börsengang stattfindet, hängt wesentlich von den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab, deren Entwicklung abzuwarten bleibt.

Pierre-André de Chalendar, Präsident und Generaldirektor der Compagnie de Saint-Gobain, erklärte am 13. Oktober 2010 in einem Brief an die Mitarbeiter dazu: "Schon 2007 habe ich klar gesagt, dass sich die Verpackungssparte nicht mehr in die Wachstumsstrategie der Saint-Gobain Gruppe einfügt, die künftig auf die Märkte des Wohnens und Arbeitens konzentriert ist. Wir werden daher heute Schritte zu einer eventuellen Börseneinführung einleiten, die es den Investoren ermöglicht, am Wachstum dieser attraktiven Sparte teilzuhaben."

Im April 2010 hat die Verpackungssparte der Saint-Gobain Gruppe die neue Marke Verallia eingeführt. Diese umfasst die gesamten industriellen Aktivitäten des Bereichs Glasverpackungen - Flaschen und Konservengläser - in einer schlagkräftigen, internationalen Einheit und ist der Weltmarktführer auf den Premiummärkten Wein, Spirituosen und Lebensmittel.

Mit Hilfe der Marke Verallia soll insbesondere die Transparenz der internationalen Verpackungssparte von Saint-Gobain gegenüber ihren Märkten, ihren Kunden, ihrem Produktionsnetzwerk und dem regionalen wirtschaftlichen Umfeld gesteigert werden. Verallia zeichnet sich durch die Stärke eines weltweiten Produktions- und Vertriebsnetzwerks sowie die Kundennähe mit Produktions- und Vertriebsstandorten vor Ort bei Kunden und Geschäftspartnern aus.

Die Saint-Gobain Gruppe möchte mit Verallia nicht nur ihre Kompetenz vermitteln, sondern gleichzeitig auch ihr Innovationsvermögen demonstrieren und ihr Ansehen als Referenz in den Bereichen der Glasverpackung und der nachhaltigen Entwicklung behaupten.

Die Marke Verallia hat den hohen Anspruch, immer umweltfreundlichere und beliebig oft recycelbare Glasverpackungen anzubieten, die den Inhalt aufwerten, die Qualität der Getränke und Lebensmittel schützen und damit zum Wohlbefinden der weltweiten Verbraucher beitragen.

Die Firmenbezeichnungen der Gesellschaften der Verpackungssparte sind durch die Einführung der Marke unverändert geblieben.

Deutschland

In Deutschland gehört die Saint-Gobain Oberland AG zu den führenden Herstellern für Behälterglas. Es werden Flaschen und Konservengläser produziert, mit denen die Hersteller sowohl der Getränke- als auch der Nahrungsmittelindustrie im In- und angrenzenden Ausland beliefert werden. Das Unternehmen möchte mit der Marke Verallia als der bevorzugte Verpackungspartner für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie wahrgenommen werden. Klare Voraussetzungen hierfür sind herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovative Entwicklungen. Diese sollen durch vorbildliche Arbeitssicherheit, moderne Menschenführung sowie die nachhaltige Nutzung sämtlicher Ressourcen erreicht werden.

Das Produktportfolio der Saint-Gobain Oberland AG ist mit den Getränkebereichen Wein/Sekt, Bier, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem breiten Segment Lebensmittel weiter gut aufgestellt und deshalb ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Den strategischen Schwerpunkt bilden die Bereiche, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.

Russland

ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod produziert auf mehreren Wannen hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser. Die Hauptkunden von ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sind Händler von Glasbehältern für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO ist der kompetente Glashersteller für hauptsächlich im Süden angesiedelte Betreiber großer Wasserquellen und Weinberge. Seit 2011 verfügt Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO über die Möglichkeit, gleichzeitig die Farben Grün, Weiß und Oliv für Mineralwasser-, Wein- und Sektflaschen zu produzieren.

Ukraine

Die Strategie von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' fokussiert sich auf Qualität und Innovation mit dem Ziel, die Präsenz im Premiumbereich zu steigern. Das Werk in Zorya produziert qualitativ hochwertige Weißglas-Flaschen und -Gläser. Damit werden Großkunden in der Ukraine sowie der Exportmarkt beliefert. Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat sich mit Produkten, die allen lokalen Regelungen und Kundenerwartungen entsprechen, zu einem wichtigen Anbieter in Polen und anderen osteuropäischen Märkten entwickelt.

Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie

Oberland setzt alles daran, bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz beharrlich voranzuschreiten. Um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll durchführen zu können, nutzt das Unternehmen ein strategisches Qualitätsmanagement. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber hinaus wird angestrebt, sämtliche Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten. Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und optimiertem Produktmix erreicht. Eine schlanke Organisation und die stetige Effizienzsteigerung der Produktionsabläufe sind ebenfalls unverzichtbar.

Rahmenbedingungen

Global

Bedingt durch die globale Wirtschafts- und Finanzkrise fällt das weltweite Wachstum im Berichtsjahr geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Daher geht die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Länder vergleichsweise stark auseinander. Nur wenige Länder haben es geschafft, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise heraus einen sich selbst tragenden Aufschwung zu erzeugen. Die Sorgen über die hohe Staatsverschuldung einiger Länder, andauernde Unsicherheiten bezüglich der Finanz- und Devisenmärkte sowie inflationäre Risiken in Asien bremsen die Weltwirtschaft ab. Die Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sind noch nicht überwunden, sodass die Unsicherheiten über die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin bestehen bleiben.

Die weltweite Krise wird durch einen spürbaren Anstieg der Rohstoffpreise im Jahr 2011 begleitet. So steigt beispielsweise die weltweite Nachfrage nach Gas, was zu einem Preisanstieg geführt hat. Ebenso hat der Ölpreis (Brent) im Jahresverlauf zwischen etwa 95 Dollar/Barrel und ca. 125 Dollar/Barrel geschwankt, ehe er sich zum Jahreswechsel bei etwas über 100 Dollar/Barrel einpendelte. Die weitere Preisentwicklung der Energie- und Rohstoffpreise bleibt genauestens zu beobachten.

Deutschland

Deutschland gehört zu den Ländern, denen es vergleichsweise schnell gelungen ist, aus der Finanz- und Wirtschaftskrise heraus einen sich selbst tragenden Aufschwung zu erzeugen. Die Konjunktur in Deutschland erholte sich im europäischen Vergleich schneller als zunächst erwartet, sodass das Jahr 2011 trotz der Krisensituation mit einem positiven Wachstum abgeschlossen werden konnte. Das BIP stieg 2011 um ca. 3,0 %. Der konjunkturelle Aufschwung hatte zum Beispiel positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Bedingt durch die gute Arbeitsmarktlage und die günstige Einkommenssituation trug der private Konsum wesentlich zum deutschen Wirtschaftswachstum bei.

Die trotz Wirtschafts- und Finanzkrise positive Konjunkturentwicklung Deutschlands zeigt sich 2011 auch im Bereich der Glasverpackungen. Sowohl das Segment Getränkeflaschen als auch der Bereich Konserven- und Verpackungsgläser sind gewachsen, wobei der Anstieg bei den Flaschen größer war als bei den Gläsern. Die Absatzzahlen haben sich sowohl im Inlandsmarkt als auch im Exportgeschäft positiv entwickelt. Beide Absatzmärkte konnten im Jahr 2011 zulegen, der Export noch stärker als die inländischen Absätze.

Das gesamte Biersegment leidet unter dem allgemeinen Konsumrückgang in Deutschland. Deshalb fokussieren sich deutsche Brauereien verstärkt auf Nischenprodukte und ihre Exportaktivitäten. Diese Faktoren beeinflussten den Absatz von Bierflaschen im In- und Ausland entsprechend. Zudem hält der Trend zur Individualisierung der Bierflaschen an, was sich ebenso auf die Absatzentwicklung auswirkte und auch weiter auswirken wird.

Der Wein- und Sektkonsum ist in Deutschland weiterhin stabil. Der deutsche Pro-KopfVerbrauch lag im Jahr 2011 bei knapp 21 Litern (Wein) bzw. 4 Litern (Sekt). Die Abfüllung von ausländischem Wein für Handelsmarken in Deutschland nimmt weiter zu, wodurch auch der Absatz an Weinflaschen verglichen mit dem Vorjahr ansteigt. Es ist eine zunehmende Tendenz hin zu Sekt mit wenig oder ganz ohne Alkohol zu beobachten.

Der Anstieg der Nachfrage bei Konserven- und Verpackungsgläsern für Lebensmittel ist im Vergleich zu den Getränkeflaschen spürbar geringer. Gleichwohl ist auch hier die Gesamtjahresentwicklung positiv.

Russland

Hohe Ölpreise und staatliche Ausgaben sind auch 2011 die wichtigsten Faktoren des wirtschaftlichen Wachstums in Russland. Das Wachstum der russischen Wirtschaft im Jahr 2011 liegt als Konsequenz einer erwarteten Abschwächung in den USA und der EU, einer Senkung der Ölpreise und der Euro-Schulden-Krise bei 4,3 %. Die Inflationsrate zum Ende des Jahres liegt bei ca. 7,5 %.

Obwohl der Rubel kürzlich im Vergleich zu US-Dollar und Euro verloren hat, wurde die Fertigungsmenge in Russland durch die verbesserte Technologie und die höhere Verfügbarkeit von Rohstoffen gesteigert. Solange die importierten Waren teurer bleiben, werden diese durch russische ersetzt.

Die WTO hat Russland offiziell als neues Mitglied aufgenommen. Russland wird bis zum Sommer 2012 ein vollständiges Mitglied der WTO, nachdem die Dokumente durch die Länderabgeordneten ratifiziert wurden. Das Land muss seine Wirtschaft abwechslungsreicher gestalten: weg von der starken Abhängigkeit von Verbrauchsmitteln wie Öl und Gas. Experten erwarten, dass die WTO-Mitgliedschaft diesen Prozess beschleunigen wird.

Der Wechselkurs im Jahr 2011 bewegte sich im Vergleich zum Vorjahr auf vergleichbarem Niveau und erreichte zum 31. Dezember 2011 einen Schlusswert von 41,77 Rubel/ Euro. Der Jahresverlauf lässt sich der folgenden Tabelle entnehmen:

WECHSELKURS RUBEL/EURO

Ukraine

Für die Ukraine ist der Hauptfaktor der nationalen Nachfrage nicht so sehr der private Konsum, wie es in der Vergangenheit der Fall war, als vielmehr die Wiederbelebung der Nachfrage nach Investitionen und die Wiederaufnahme der Entwicklung des Bausektors.

Das ukrainische BIP verzeichnete 2011 einen Anstieg um ca. 4,3 %. Die ukrainische Inflationsrate fiel unerwartet auf ihren niedrigsten Stand seit 2003 - und liegt Ende 2011 bei 8,0 %, da eine Rekord-Getreideernte dabei half, die Lebensmittelkosten zu senken.

2011 gehen die Entwicklungen nach der Krise und die Erholung der ukrainischen Wirtschaft weiter voran: Der Umsatz im Außenhandel steigt. Gleichzeitig gibt es als eine Folge der Krise eine deutliche Reduzierung an Investitionsaktivitäten. Die unsichere Marktumgebung, niedrige Kreditaktivitäten der Kreditbanken, ihre instabile finanzielle Beschaffenheit und der Mangel an finanziellen Ressourcen für Wirtschaftsakteure behindern die weitere Expansion von Investitionsabsichten für den Inlandsmarkt, ebenso wie die Modernisierung und Erstellung neuer Produkte. Es wird erwartet, dass der hauptsächliche Impuls der Investitionstätigkeiten bei den Vorbereitungen für die Fußball-Europameisterschaft ,UEFA Euro 2012' liegt.

Der Wechselkurs Griwna/Euro blieb 2011 weiterhin relativ konstant. Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf 2011:

WECHSELKURS GRIWNA /EURO

Geschäftsverlauf

Die Absatz- und Umsatzziele konnten 2011 nicht vollständig erreicht werden. Im Zusammenhang mit der Wannenbaumaßnahme zu Beginn des Berichtsjahres in Bad Wurzach konnte der Lagerbestand gesteuert werden. Die Produktion ist gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % gewachsen.

Zum wiederholten Male stieg die Innovationsrate im Unternehmen an. So konnte insbesondere die Vorjahreszahl der Produkt- und Serviceinnovationen erneut übertroffen werden. Damit unterstreichen wir nicht nur die Innovationskraft von Oberland, sondern auch unsere absolute Kundennähe.

Der Behälterglasmarkt ist angesichts der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise derzeit eher von einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage nach Glas bestimmt. Auch wenn dadurch mögliche Forderungen von Kunden nach niedrigen Preisen laut werden, so zeigt sich gerade in diesen Zeiten die Wichtigkeit von verlässlicher Produktqualität und Lieferfähigkeit. Da die Kunden ihre eigenen Vorräte aus verschiedenen Gründen auf das Mindestmaß reduziert haben, helfen unsere stabilen internen Prozesse selbst in einem noch intensiveren Markt- und Wettbewerbsumfeld, Engpässe zu vermeiden. Damit können wir uns weiter als bevorzugter Partner unserer Kunden behaupten.

Unerwartet hoch war hingegen der Preisanstieg für Energie und Rohstoffe. Vor allem die Preise für Öl, Gas und Soda sind nennenswert in die Höhe gegangen. Damit einher geht auch der Druck auf die Margen, da nicht alle Kostenanstiege an die Kunden weitergegeben werden konnten. Auch zeitnah eingeleitete interne Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung konnten diese Entwicklung nicht gänzlich ausgleichen. Zudem ist die Verfügbarkeit von Recyclingglas, das in der Glasindustrie als nachhaltiger Rohstoff bei der Produktion eingesetzt wird, fortwährend kritisch. Hier erweist sich die Ende 2007 vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) nach wie vor als Erschwernis für die Versorgung mit Recyclingglas. Trotz der daraus resultierenden reduzierten Qualität von Recyclingglas konnte die Einsatzquote im Geschäftsjahr auf einem hohen Niveau gehalten werden, was die Nachhaltigkeit des Werkstoffes Glas wiederholt deutlich macht.

Grundsätzlich ist die Geschäftsentwicklung 2011 annähernd so günstig zu beurteilen wie im Vorjahreszeitraum. Die Perspektiven für Saint-Gobain Oberland sind positiv einzuschätzen.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH DEM ÜBERNAHMERICHTLINIEN-UMSETZUNGSGESETZ (§§ 289 ABS. 4, 315 ABS. 4 HGB)

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Ziffer Thema Angaben bzw. Verweis
1 Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31. Dezember 2011 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme.
3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Die Compagnie de Saint-Gobain hat der Gesellschaft gemäß § 20 Abs. 4 AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden.
4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
5 Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben Arbeitnehmer sind am Kapital der Saint-Gobain Oberland AG nicht beteiligt.
6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen.
7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien.
8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor.
9 Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem .Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289 a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist auf unserer Homepage www.saint-gobain-oberland.de veröffentlicht.

KAPITALMARKT

Die Saint-Gobain Oberland ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

KENNZAHLEN ZUR SAINT-GOBAIN OBERLAND AKTIE (KURS FRANKFURT)

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EUR 2011 2010 2009 2008 2007
Ergebnis je Aktie 19,47 26,96 44,47 51,56 35,45
Dividende je Aktie 23,50* 12,00 24,00 26,00 22,00
Börsenkurs am 31.12. 424,00 420,01 400,00 386,39 418,05
Höchstkurs 459,90 464,00 428,50 480,00 480,30
Tiefstkurs 381,00 395,00 357,04 357,79 403,00

* Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands an die Hauptversammlung am 10. Mai 2012.

Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet. Insgesamt wurde 2011 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.471 Stück (Vorjahr: 1.197 Stück) gehandelt. Dieses niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitenanteil von nur 3,3 % bzw. rund 33.000 Aktien, der sich im Streubesitz befindet. Die niedrige Anzahl gehandelter Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

KURSHISTORIE SAINT-GOBAIN OBERLAND AG, 2011, BÖRSENPLATZ FRANKFURT

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Konzern

Der Konzernumsatz erhöhte sich bei Oberland von 489,2 Mio. Euro auf 512,0 Mio. Euro im Berichtsjahr. Er liegt damit um 22,8 Mio. Euro oder 4,7 % über dem Vorjahr. Dies ist bedingt durch den gestiegenen Umsatz an Behälterglas. Der Absatz in Tonnen stieg im Vorjahresvergleich um 3,8 %.

Der Gesamtabsatz des deutschen Behälterglasmarkts erhöhte sich um 5,1 %. Während sich für die Saint-Gobain Oberland AG der Absatz von Flaschen positiv entwickelte, war der Bereich Gläser rückläufig. Der Export stieg 2011 für die Saint-Gobain Oberland AG wieder leicht an.

In Russland konnte der Umsatz, nach dem im Vorjahr durch den heißen Sommer und die damit verbundene Brandkatastrophe bedingten Rückgang, wieder gesteigert werden. Durch das schwierige Marktumfeld bei Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO verlief das Geschäftsjahr 2011 weniger positiv als für ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod. Die staatlichen Bestimmungen für Alkohol erschwerten das Geschäft insbesondere für Spirituosen- und Weinproduzenten stärker als erwartet. Außerdem war der Markt für Flaschen in dieser Region stark durch Wettbewerber geprägt.

In der Ukraine erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich wieder deutlich um 13,5 % auf 42,8 Mio. Euro. Positive Impulse kamen von der sehr guten Ernte im Jahr 2011. Das Management-Team konnte Vertrieb und Qualität verbessern. Unterstützt werden die lokalen Arbeitskräfte durch Fachleute aus Deutschland sowie dem gesamten Saint-Gobain Konzern.

AG

In der AG entwickelte sich der Umsatz positiv. Nach 348,3 Mio. Euro im Vorjahr stieg er im Berichtsjahr auf 364,9 Mio. Euro. Das ist eine Erhöhung von 16,6 Mio. Euro oder 4,8 %. Die Gründe hierfür liegen hauptsächlich in der Steigerung der Absatzmengen.

Ergebnisentwicklung

Konzern

Im Gegensatz zum leicht erhöhten Umsatz sank das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 27,8 % von 27,0 Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro.

Im Rahmen des Operativen Ergebnisses trugen hierzu die in erster Linie durch erhöhte Energiepreise überproportional gestiegenen Umsatzkosten bei. Etwas abgemildert wurde dieser Effekt durch die übrigen Bestandteile des Operativen Ergebnisses. Im Einzelnen: Die Allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten konnten durch verbesserte Organisationsstrukturen um 1,2 Mio. Euro gesenkt werden. Die Sonstigen Erträge erhöhten sich hauptsächlich durch Versicherungserstattungen und den Handel mit Emissionszertifikaten um 5,7 Mio. Euro. Die Sonstigen Aufwendungen waren insgesamt um 2,3 Mio. Euro rückläufig, primär durch den weggefallenen letztjährigen Sondereffekt einer Wertminderung von Sachanlagen in der Ukraine. Insgesamt ging das Operative Ergebnis damit um 18,9 % von 46,4 Mio. Euro auf 37,7 Mio. Euro zurück.

Ein Anstieg der Finanziellen Verbindlichkeiten in Verbindung mit wieder etwas höheren Zinsen sowie versicherungsmathematischen Verlusten bei den Pensionsrückstellungen führten nahezu zu einer Verdopplung des negativen Finanzergebnisses auf -11,5 Mio. Euro.

Zurückzuführen vor allem auf die Betriebsprüfung bei der Saint-Gobain Oberland AG sowie auf ein relativ hohes negatives Ergebnis vor Steuern bei Kavminsteklo ergab sich im Berichtsjahr eine deutlich höhere tatsächliche Steuerquote im Vergleich zum Vorjahr. Nahezu exakt spiegelbildlich verhalten sich diese beiden Effekte bei den latenten Steuern. Diese waren durch eine Gesetzesänderung in der Ukraine noch zusätzlich positiv beeinflusst. In Summe reduzierte sich die Steuerquote von 34,1 % auf 26,7 %, wertmäßig wurde der Steueraufwand auf 7,0 Mio. Euro fast halbiert.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG KONZERN

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TEUR 2011 2010 Veränderung
Umsatzerlöse 512.033 489.219 4,7 %
Umsatzkosten -455.056 -414.091 9,9 %
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -20.865 -22.041 -5,3 %
Forschungs- und Entwicklungskosten -830 -971 -14,5 %
Sonstige Erträge 6.473 759 752,8 %
Sonstige Aufwendungen -4.099 -6.432 -36,3 %
Operatives Ergebnis 37.656 46.443 -18,9 %
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.930 -6.257 90,7 %
Zinsen und ähnliche Erträge 391 447 -12,5 %
Zinsergebnis -11.539 -5.810 98,6 %
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 61 65 -6,2 %
Finanzergebnis -11.478 -5.745 99,8 %
Ergebnis vor Steuern 26.178 40.698 -35,7 %
Ertragsteueraufwand -11.260 -11.545 -2,5 %
Latenter Steuerertrag/-aufwand 4.281 -2.332 -283,6 %
Ertragsteuern gesamt -6.979 -13.877 -49,7 %
Jahresergebnis 19.199 26.821 -28,4 %
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -271 -136 99,3 %
Konzernergebnis 19.470 26.957 -27,8 %

AG

Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG erhöhte sich von 12,0 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 23,7 Mio. Euro im Berichtsjahr. Nach der Verringerung im Vorjahr um 25,0 % erhöhte sich das Betriebsergebnis im Berichtsjahr wieder um 10,1 % von 42,9 Mio. Euro auf 47,2 Mio. Euro, primär bedingt durch einen Umsatzanstieg von 4,8 %. Die Erhöhung wurde teilweise durch den gestiegenen Material- und Personalaufwand reduziert. Der Anstieg der Sonstigen betrieblichen Erträge ist zum Großteil durch eine Erstattung bei einem Versicherungsfall und den Handel mit CO2 -Zertifikaten begründet.

Im Vorjahr wurde durch die Wertberichtigung auf die Anteile am ukrainischen Tochterunternehmen Private JSC ,CONSUMER-SKLO-ZORYA' die Höhe des Finanzergebnisses beeinflusst. Hauptsächlich ist die Veränderung des Finanzergebnisses durch den Wegfall des Sondereffektes begründet. Das außerordentliche Ergebnis betrifft im Wesentlichen den aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Ruhrglas GmbH resultierenden Verlust sowie die außerordentlichen Aufwendungen, verursacht durch die Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG AG

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TEUR 2011 2010 Veränderung
Umsatzerlöse 364.864 348.293 4,8 %
Bestandsveränderungen 2.281 4.369 -47,8 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 143 206 -30,6 %
Sonstige betriebliche Erträge 12.051 5.722 110,6 %
Materialaufwand -136.812 -125.679 8,9 %
Personalaufwand -78.237 -74.149 5,5 %
Abschreibungen -27.175 -28.599 -5,0 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -89.924 -87.306 3,0 %
Betriebsergebnis 47.191 42.857 10,1 %
Finanzergebnis -8.785 -17.245 -49,1 %
Außerordentliches Ergebnis -3.524 -3.299 6,8 %
Ergebnis vor Steuern 34.882 22.313 56,3 %
Ertragsteuern gesamt -11.206 -10.280 9,0 %
Jahresüberschuss 23.676 12.033 96,8 %
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.728 1.695 1,9 %
Bilanzgewinn 25.404 13.728 85,1 %

Finanz- und Vermögenslage

Konzern

Das Bilanzsummenwachstum lässt sich hauptsächlich auf eine geänderte Finanzierungsstruktur sowie Gewinnthesaurierung zurückführen.

KONZERNBILANZ AKTIVA

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 10.464 10.426 0,4 %
Immaterielle Vermögenswerte 3.756 1.159 224,1 %
Sachanlagen 302.662 305.496 -0,9 %
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 0,0 %
Sonstige Forderungen 285 331 -13,9 %
Latente Steueransprüche 2.367 760 211,4 %
Langfristige Vermögenswerte 321.211 319.849 0,4 %
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 114.836 106.506 7,8 %
Forderungen aus Lieferung und Leistung 55.051 39.868 38,1 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 10.554 12.811 -17,6 %
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte 232 226 2,7 %
Sonstige Vermögenswerte 44.704 12.973 244,6 %
Kurzfristige Vermögenswerte 225.377 172.384 30,7 %
Summe Aktiva 546.588 492.233 11,0 %

Die Immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich insbesondere durch entgeltlich erworbene Emissionszertifikate.

Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

ENTWICKLUNG SACHANLAGEN

Die Bestände erhöhten sich 2011 um 8,3 Mio. Euro, wobei sowohl die Bestände an Fertigerzeugnissen wie auch an Formen anstiegen.

Im Folgenden die Bestandsentwicklung in Mio. Euro:

BESTANDSENTWICKLUNG

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen stichtagsbezogenen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.

Finanzierungsanalyse

Die Erhöhung der Passiva liegt hauptsächlich im Anstieg der Finanziellen Verbindlichkeiten um insgesamt 45,6 Mio. Euro begründet. Zusätzlich stieg das Eigenkapital um 8,7 Mio. Euro auf 180,2 Mio. Euro. Gemeinsam führen beide Effekte zu einer von 34,8 % auf 33,0 % gesunkenen Eigenkapitalquote. Die Rücklagen erhöhten sich aufgrund nicht ausgeschütteter Ergebnisse der russischen Tochterunternehmen aus dem Jahr 2010 und wegen des im Jahr 2010 höheren IFRS-Ergebnisses gegenüber dem zwar nahezu vollständig ausgeschütteten, jedoch durch Sondereffekte belasteten HGB-Ergebnis der AG.

KONZERNBILANZ PASSIVA

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000 0,0 %
Rücklagen 174.981 157.004 11,5 %
Konzernergebnis 19.470 26.957 -27,8 %
Währungsumrechnungsdifferenzen -46.528 -45.442 2,4 %
Anteile anderer Gesellschafter 6.247 6.978 -10,5 %
Eigenkapital 180.170 171.497 5,1 %
Langfristige Schulden
Rückstellungen 67.261 70.520 -4,6 %
Latente Steuerschulden 23.354 25.022 -6,7 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 148.870 51.720 187,8 %
Langfristige Schulden 239.485 147.262 62,6 %
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 4.502 1.768 154,6 %
Ertragsteuerschulden 2.787 3.198 -12,9 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.909 62.461 -82,5 %
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 89.868 89.112 0,8 %
Sonstige Verbindlichkeiten 18.867 16.935 11,4 %
Kurzfristige Schulden 126.933 173.474 -26,8 %
Summe Passiva 546.588 492.233 11,0 %

AG

In der AG war eine Erhöhung der Bilanzsumme von 359,2 Mio. Euro im Vorjahr auf 403,0 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen. Dies entspricht 12,2 % und ist hauptsächlich durch den Anstieg der Forderungen begründet. Die Verschmelzung der Ruhrglas GmbH mit der Saint-Gobain Oberland AG hatte insbesondere Einfluss auf folgende Bilanzpositionen: Sachanlagen, Finanzanlagen, Rückstellungen für Pensionen und Übrige Verbindlichkeiten.

Die Verschuldung erhöhte sich um 14,0 Mio. Euro auf 203,8 Mio. Euro. Die genannten Faktoren führten zu einer Eigenkapitalquote der AG von 29,2 % (Vorjahr: 29,5 %).

Die Eigenkapitalrendite stieg entsprechend dem Ergebniszuwachs von 11,3 % auf 20,1 %.

Cashflow

Bedingt durch das schlechtere Operative Konzernergebnis sank der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Mio. Euro von 70,2 Mio. Euro auf 65,1 Mio. Euro. Etwas abgemildert wird der negative Ergebniseffekt durch damit einhergehende niedrigere Steuerzahlungen. Auf operativer Ebene verringerte sich der Cashflow insgesamt deutlich um 45,2 % auf 45,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen Einmaleffekte aus Factoring zurückzuführen ist.

KAPITALFLUSSRECHNUNG

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TEUR 2011 2010
Operatives Konzernergebnis 37.656 46.443
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 44.505 43.504
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -4.294 -2.509
Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern -12.865 -17.386
Erhaltene Dividende 61 65
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 59 77
Cashflow 65.122 70.194
Veränderung der Vorräte -8.516 -3.518
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -14.099 22.211
Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 3.142 -5.536
Cashflow aus operativer Tätigkeit 45.649 83.351
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -170 -152
Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen -42.888 -60.643
langfristiger Vermögenswerte
Cashflow aus Investitionstätigkeit -43.058 -60.795
Gezahlte Dividenden -12.004 -24.010
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung 7.073 -1.637
von finanziellen Verbindlichkeiten
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.931 -25.647
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -2.340 -3.091
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung 83 816
Abnahme der Zahlungsmittel -2.257 -2.275

2011 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit aus, um die Investitionstätigkeiten ohne Liquiditätsverzehr abzudecken. Insgesamt ergab sich eine Abnahme der Zahlungsmittel um 2,3 Mio. Euro. Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

CASHFLOW-AUFTEILUNG LÄNDER

Der ROI für das Geschäftsjahr 2011 liegt bei 8,3 % und war damit im Vergleich zum Vorjahreswert von 11,6 % rückläufig.

Die Eigenkapitalrendite sank ausgehend von 15,6 % auf 10,7 %, dies entspricht einem Rückgang von 31,4 % im Berichtsjahr. Die Zunahme des Eigenkapitals im Berichtszeitraum um 5,1 % und der Rückgang des Jahresergebnisses um 28,4 % führten zu dieser Verringerung.

Bei einer Gesamtsumme von 47,0 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland (im Werk Bad Wurzach) und Russland (am Standort Kamyshin). Alle Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Über 17,8 Mio. Euro wurden in Osteuropa investiert, dadurch konnte die Effizienz gesteigert und der Energieverbrauch optimiert werden. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

INVESTITIONSANALYSE

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von 546,6 Mio. Euro (Vorjahr: 492,2 Mio. Euro):

Bilanzstrukturanalyse

AKTIVA

PASSIVA

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im Oberland Konzern sehr differenziert zu sehen. In Deutschland profitierte das Unternehmen vom allgemeinen Wirtschaftsaufschwung und konnte mit einiger Anstrengung auf der Kosten- und Absatzseite noch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Ähnlich stellte sich die Lage in der Ukraine dar. Als äußerst herausfordernd erwies sich das Marktumfeld in Russland mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertragslage.

Sämtliche Standorte waren im Berichtszeitraum von den gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten betroffen. Da sich diese Tendenz in Zukunft nicht umkehren dürfte, gilt es, diesen Kosten weiterhin sowohl von der Produktions- als auch von der Absatzseite her gegenüberzutreten.

In Deutschland ergibt sich trotz dieser Risikofaktoren die Zielsetzung einer weiteren Verbesserung des generell schon hohen Niveaus im Hinblick auf Qualität, Nachhaltigkeit, Lieferfähigkeit und Flexibilität. Weiterhin wollen wir unsere Profitabilität langfristig sicherstellen. Wenngleich die Ostmärkte von einer wesentlich stärkeren Volatilität geprägt sind, gibt es hier Anzeichen für diverse Aufhellungen. Kurzfristig sind dies die von der Fußball-Europameisterschaft für den ukrainischen Behälterglasmarkt erwarteten positiven Impulse sowie die weitere politische Stabilisierung in der Ukraine oder der WTO-Beitritt Russlands. Auch gehen wir davon aus, dass sich die Auswirkungen der Anti-Alkohol-Kampagne in Russland mittelfristig eher zu Gunsten international orientierter Anbieter entwickeln wird.

Segmentberichterstattung

Länder

Die folgende Tabelle stellt die Gewinn- und Verlustrechnung 2011 für die einzelnen Länder dar:

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2011 NACH LÄNDERN

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TEUR Deutschland Russland Ukraine
Umsatzerlöse 384.517 84.742 42.774
Umsatzkosten -328.426 -88.149 -38.481
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -14.450 -4.508 -1.907
Forschungs- und Entwicklungskosten -830 - -
Sonstige Erträge 5.983 462 28
Sonstige Aufwendungen -2.900 -957 -242
Operatives Ergebnis 43.894 -8.410 2.172
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.678 -2.169 -83
Zinsen und ähnliche Erträge 323 54 14
Zinsergebnis -9.355 -2.115 -69
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 61 - -
Finanzergebnis -9.294 -2.115 -69
Ergebnis vor Steuern 34.600 -10.525 2.103
Ertragsteueraufwand -9.971 -439 -850
Latenter Steuerertrag/-aufwand -522 2.697 2.106
Ertragsteuern gesamt -10.493 2.258 1.256
Jahresergebnis 24.107 -8.267 3.359
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - -374 103
Konzernergebnis 24.107 -7.893 3.256

Die Werte für Deutschland umfassen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität von 11,4 %, die damit über der Profitabilität des Konzerns von 7,4 % liegt. Die Ukraine hat eine Profitabilität von 5,1 %. Die Gesamtprofitabilität wird durch das in Russland erzielte Ergebnis negativ beeinflusst.

Geschäftsbereiche

Die Verteilung der Umsätze nach Flaschen & Gläser sowie Produktionsanlagen:

Flaschen & Gläser

Das Segment Flaschen & Gläser stellt mit großem Anteil die Hauptaktivität von Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben.

Die Umsätze in Tonnen haben sich 2011 folgendermaßen entwickelt: Der Absatz von Bierflaschen stieg 2011 nach dem Rückgang in den Vorjahren wieder deutlich an. In den Bereichen Wein, Spirituosen, Wasser/Softdrinks, Konserven und sonstige Gläser waren ebenfalls positive Trends zu verzeichnen. Einzig die sonstigen Flaschen zeigten weiterhin eine negative Entwicklung. Insgesamt stieg der Umsatz in Tonnen im Vorjahresvergleich um 3,8 %.

UMSATZENTWICKLUNG 2010/11 IN TONNEN

Produktionsanlagen

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang -im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft von Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Serviceleistungen hierzu an.

UMSATZVERTEILUNG IN %

Die Gesamtumsätze der GPS Glasproduktions-Service GmbH lagen insgesamt nur leicht unter Vorjahresniveau. Von der Zusammensetzung her ergab sich eine signifikante Verschiebung weg von externen Kunden hin zu Abnehmern innerhalb des Saint-Gobain Konzerns. Ein wesentlicher Grund hierfür war die Beendigung eines Großprojektes für einen Kunden in Russland im Jahr 2010. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH hat zum 31. Dezember 2011 einen Auftragsbestand von 8,5 Mio. Euro.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) finden bei Oberland als kontinuierlicher Verbesserungsprozess ebenso wie in speziellen Projekten statt. Im Fokus stehen dabei immer nachhaltige, kundenorientierte Prozesse und Produkte. Folgende Ziele lassen sich daraus ableiten: Verbesserung des Umweltschutzes, Steigerung der Produktqualität sowie Erhöhung der Produktivität. Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen von Verallia sowie Hochschulen und entsprechenden externen Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen mit einer höheren Anzahl von neuen Produkten. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Konzepten und neuen Produkten für die deutschen Werke.

INNOVATIONEN

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Oberland Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte von Verallia auch international permanent miteinander im Austausch.

Ein besonderes Highlight in der internationalen Kooperation 2011 ist die Entwicklung eines neuen Primers samt neuer Mündung für eine temperaturstabile Mündungsversiegelung. Somit können Gläser mit Alufolien versiegelt werden, selbst wenn der Verschlussprozess bei hohen Temperaturen erfolgt (Sterilisation). Dies eröffnet Verallia gänzlich neue Märkte im Lebensmittelbereich.

Neben den Aktivitäten rund um die Artikel ist der Experten- und Know-how-Austausch von besonderer Bedeutung für die F&E- wie auch Engineering-Aktivitäten des Technischen Zentrums. Die Angleichung der technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen und bildet dadurch ein wesentliches Element des Wissensmanagements von Oberland.

Das so gewonnene und konservierte Know-how, wie auch das Know-why, fließt unter anderem in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen der einzelnen Teilbereiche der Fertigung ein. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Artikelqualität im Mittelpunkt. Die maßgeblichste Entwicklung im Jahr 2011 in diesem Bereich ist APMS, das Artikel- und Prozess-Monitoring-System. Basis dieses Systems sind die Inspektionsmaschinen am Kalten Ende (KE), die bislang nur mit Mängeln behaftete Artikel aussortierten. Zusammen mit einem hochinnovativen KE-Lieferanten wurde nun eine Datensystematik entwickelt, die den Maschinenführern am Heißen Ende (HE) jederzeit den Qualitätszustand der einzelnen Behälter übermittelt. Diese Information ist eine hervorragende Grundlage zur Prozessoptimierung.

Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten durch das Prozessdatenmanagement mit der ,Industrial IT' (PIT) vorangetrieben. Die transparente Darstellung und Bewertung erleichtert die interne sowie externe Berichterstattung und bildet die Datenbasis für weitere Prozessoptimierungen.

In anderen Bereichen werden - mit fortlaufendem Erfolg - technische Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs bei gleicher oder erhöhter Leistungsfähigkeit erprobt und umgesetzt.

Auch bei der Reduktion der mittleren Artikelgewichte konnten 2011 weitere Erfolge erzielt werden, obgleich die Komplexität der Maßnahmen zunimmt. Im Sinne der Nachhaltigkeit wird jedoch permanent an diesem Themenkomplex gefeilt, bis alle Optimierungspotenziale ausgeschöpft und sämtliche Einflussfaktoren stabilisiert sind.

Einer dieser Einflussfaktoren ist die Qualität des Recyclingglases, denn um erstklassige Artikel produzieren zu können, müssen schon die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Rohstoffe den Qualitätsansprüchen entsprechen. So bewirkt der Einsatz von hochwertigem Recyclingglas eine Steigerung der Artikelqualität durch die Verringerung von Fremdkörpereinschlüssen und Fehlfarben. Das 2010 entwickelte Konzept zur Recyclingglaseingangskontrolle wurde 2011 weiter verfeinert, um der sinkenden Recyclingglasqualität erfolgreich entgegenzuwirken. Die Implementierung in den Werken hat deutliche Fortschritte gemacht und wird weiter vorangetrieben.

2011 lag die Anzahl der beim betrieblichen Vorschlagswesen eingereichten Vorschläge erneut über der des Vorjahrs. In den deutschen Werken heißt das System ,i-pool', was von Ideen-Pool herrührt. Der positive Trend aus den vergangenen Jahren setzt sich mit einem weiteren Plus von 4,4 % fort und bringt insgesamt mehr als 600 Ideen ein. Die Entwicklung der tatsächlich umgesetzten i-pool-Einreichungen war mit einer Steigerung von 455 auf 516 Vorschläge ebenfalls wieder überaus positiv. Durch die Vorschläge konnten nachweisbar ca. TEUR 719 (Vorjahr: TEUR 1.095) an Einsparungen erzielt werden.

Abhängig vom Nutzen der Vorschläge erhalten die Ideen-Einreicher eine entsprechende finanzielle Prämie, sodass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 202 (Vorjahr: TEUR 258) an sie ausgeschüttet werden konnte. Die Verbesserungsvorschläge tragen zum Großteil zu Effizienzsteigerungen bei oder sind oft die Basis von technischen Innovationen.

ANZAHL EINGEREICHTER I-POOL-VORSCHLÄGE

In den Werken in Russland und in der Ukraine ist ebenfalls ein vergleichbares Vorschlagswesen implementiert, durch das Mitarbeiter ihre Ideen zur Verbesserung der betrieblichen Abläufe einbringen können. Auch hier lässt sich feststellen, dass sich dieses positiv weiterentwickelt.

Die technische Optimierung in den russischen Werken wird durch Qualitätsverbesserungen in den Bereichen Formendesign und Produktion erreicht. Außerdem wird die Infrastruktur der Werke dadurch bereinigt, dass alte Gebäude entfernt werden. Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöht die Differenzierung durch Innovationen und verbessert die Flexibilität durch Farbenvielfalt.

In der Ukraine wurden die Möglichkeiten in Bezug auf Innovationen 2011 weiterentwickelt. Die interne Innovationsabteilung entwickelte schwierige und innovative Produkte für den Premiumbereich. Darüber hinaus läuft neben dem Enterprise-Excellence (E2)-Managementsystem auch noch das anspruchsvolle Programm zur Einführung von SixSigma weiter.

Die F&E-Projekte für das Jahr 2012 bleiben ebenfalls vielfältig, wobei einige der genannten Projekte langfristig angelegt sind und somit auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei stehen nachhaltige, kundenorientierte Produkte in Bezug auf Ressourcen, Arbeits- und Umweltschutz sowie Prozesssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt.

Energie

Speziell für den Bereich Energie nutzt Oberland sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mittel- und Nordeuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Beim Emissionshandel stützt sich Oberland ebenfalls auf die zentralen Konzernkompetenzen.

Neben Rohstoffen ist Energie (speziell Erdgas, Schweröl und Strom) ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Glasherstellung. Seit den beachtlichen Ölpreisschwankungen im Jahr 2008 wird insbesondere die Preisentwicklung beobachtet. Im Zeitraum von Mitte 2009 bis Ende 2010 bewegte sich der Ölpreis auf verhältnismäßig konstantem Niveau. Das Jahr 2011 war dagegen in der Ölpreisentwicklung sehr unruhig. Beeinflusst von Aufruhr und Revolten in der arabischen Welt zu Beginn des Jahres 2011, der durch Tsunamis ausgelösten Atommeiler-Katastrophe im japanischen Fukushima und der EU-Schuldenkrise seit Sommer 2011 zeigte sich der Ölpreis ebenfalls turbulent und mit deutlich steigender Tendenz im Vergleich zum Vorjahr. Verdeutlicht wird der Preisverlauf durch die folgende Abbildung der Leitsorte Brent (US-Dollar/bbl).

PREISVERLAUF DES BARRELS ÖL 2008 - 2011

Der Höchststand von 145,65 US-Dollar wurde im Juli 2008 erreicht, zwischenzeitlich bewegte sich der Wert auf niedrigerem Niveau und lag am 31. Dezember 2011 bei 107,62 US-Dollar, derzeit verzeichnet die Börse immer noch starke Preissprünge nach oben und unten.

Zunehmend wird in unseren Werken Öl durch Gas substituiert, sodass Gas neben Schweröl in den Fokus der Beschaffung rückt. Beinahe stabiler zeigte sich dagegen der Preis für Erdgas. Zwar kam es verglichen zum Vorjahr ebenfalls zu einem stärkeren Preisanstieg, jedoch verzeichnete der TTF-Großhandelspreis für Erdgas nicht die dramatischen Sprünge von Erdöl.

TTF-PREISVERLAUF DER MWH ERDGAS 2010 - 2011

Die Erhöhung der Energiepreise in Russland basiert auf der staatsmonopolistischen Preispolitik. Der Gaspreis stieg um ca. 15,0 %. Die Preise für Elektrizität erhöhten sich um ca. 10,0 %.

Im Jahresverlauf 2011 sind die Energiepreise in der Ukraine dramatisch angestiegen: Gas ca. 46,5 % inkl. Transport, Elektrizität ca. 15,8 %. Da die lokalen Gaspreise nun auf einem vergleichbaren Niveau von Westeuropa liegen, ist es wahrscheinlich, dass keine weiteren Preisanpassungen folgen und die zukünftige Entwicklung weniger signifikant verlaufen sollte.

NACHTRAGSBERICHT

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2011 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

RISIKOBERICHT

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung von Oberland und seiner erfolgreichen Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken von Oberland zusammen. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen - teilweise durch höhere Gewichtung, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend darauf einzuwirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (RMS)

Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.

Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Das RMS von Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert, wird kontinuierlich weiterentwickelt und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

Enterprise-Excellence (E2 )-Managementsystem
Internes Kontrollsystem (IKS)
Self-Assessments (IT-Security, Business Control)
interne und externe Audits.

Diese Bestandteile des RMS dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das E2 -Managementsystem bildet als Produktionssystem den Rahmen für die Handlungsabläufe im gesamten Unternehmen. Alle Prozesse wurden hinsichtlich ihrer Teilhabe an den sieben Elementen des E2 (Team, Verfügbarkeit und Effizienz, Flexibilität, Sicherheit, Qualität, Umwelt und Innovation) durchleuchtet und in einem Managementhandbuch zusammengeführt. Die Darstellung der Prozessabläufe in Form von Verfahrens- und Arbeitsanweisungen wurde dabei aus dem bisherigen Integrierten Managementsystem (IMS) in das E2 -Managementsystem integriert. Kontinuierliche Verbesserungen der Abläufe und Anpassungen an Veränderungen des Marktes sowie der Kundenanforderungen, der gesetzlichen Vorgaben und sicheren Arbeitsabläufe sind die Grundelemente eines zielorientierten Managementsystems.

Das IKS von Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrollen der französischen Finanzmarktaufsicht Bezug nimmt und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im ,Referenzhandbuch Interne Kontrolle' des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Die Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.

Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene von Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht über mögliche Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt. Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie konkrete Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der Risikosteuerung, Berichterstattungsintervalle und Verantwortlichkeit sind je Risiko angegeben.

Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch prozessunabhängige Personen in Audits validiert.

Durch interne und externe Audits wird das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden.

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltig positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen werden identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Die Einhaltung von Gesetzen, die Achtung der eigenen Werte sowie die korrekte Anwendung interner Regeln und Richtlinien haben für die gesamte Saint-Gobain Gruppe zentrale Bedeutung. Das global aufgebaute Compliance-Programm der Saint-Gobain Gruppe vernetzt die Bausteine nachhaltige Entwicklung, Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen sowie ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Das Compliance-Programm ist ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems. Im Rahmen des Programms wurde am 29. November 2011 erstmals der Internationale Tag der Verhaltens- und Handlungsprinzipien' durchgeführt. Die Mitarbeiter waren aufgerufen, durch kreative Aktionen zu zeigen, was ihnen die Prinzipien innerhalb und außerhalb des Unternehmens bedeuten.

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Compliance-Programm
Nachhaltige Entwicklung Programm für Wettbewerbsrecht Interne Audits und interne Kontrollen Whistleblowing

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen von Oberland durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokal erstellten Abschlüsse, erweitert um IFRS-Adjustments, werden an das Online-Informationsprogramm Magnitude von SAP, im internen Sprachgebrauch auch SIF (Systeme d'Informations Financières) genannt, durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, sodass alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Durch dieses Informationssystem wird mit Hilfe der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden.

Markt- und Absatzrisiken

Das Produktportfolio ist mit den Getränkebereichen Bier, Wein/Sekt, alkoholfreie Getränke und Spirituosen sowie dem Lebensmittelsegment weiterhin breit aufgestellt. Dadurch bestehen keine strukturellen Abhängigkeiten von einzelnen Markt- und Absatzbereichen. Auch die Möglichkeit, dass ein oder sogar mehrere Segmente zeitgleich nennenswerte Absatz- und/oder Umsatzrückgänge verzeichnen, erscheint tendenziell eher unwahrscheinlich.

Das Risikopotenzial der einzelnen Portfoliobestandteile wird in Summe als überschaubar betrachtet. Lediglich im Biersegment muss aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen wie beispielsweise der zurückgehenden Bedeutung des traditionellen Biertrinkers - bedingt durch die veränderte Altersstruktur - möglicherweise von einem Konsumrückgang ausgegangen werden. Daneben können die rückläufigen Geburtenraten in Deutschland zu abnehmendem Verbrauch an Babynahrung führen, was sich jedoch nicht spürbar auf das Geschäft von Oberland auswirken sollte.

Als hauptsächliches Markt- und Absatzrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Sparten der Getränke- und Lebensmittelindustrie. Die Substitutionsrisiken in Form einer stärkeren Marktdurchdringung der Getränkedose werden für Glasverpackungen momentan tendenziell als vernachlässigbar betrachtet. Die weitere Entfaltung der Getränkedose im Markt bleibt zu beobachten.

Vor dem Hintergrund der Kurzfristigkeit der Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und somit der Kapazitätsbereitstellung, könnten kurzfristige Kapazitätsungleichgewichte entstehen.

Die Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland auf die Marktaktivitäten von Saint-Gobain Oberland im In- und Ausland bleiben abzuwarten, sodass die Markt- und Absatzrisiken gegenwärtig auf einem vergleichbaren Niveau wie dem des Vorjahrs beurteilt werden.

Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit der zu beziehenden Waren sowie die Qualität der bezogenen Produkte. Das bestehende Lieferantenkontrollverfahren garantiert eine gleichbleibend hohe Qualität.

Für energieintensive Unternehmen wie Hersteller von Behälterglas bleiben die volatilen Energie- und Rohstoffpreise ein Hauptrisiko. In Deutschland sind dies die Öl-, Strom- und Gaspreise. In der Ukraine und Russland sind insbesondere die Gaspreise relevant, die durch eine politisch kontrollierte Monopolsituation entsprechend gesteuert werden.

Ferner von Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO2 -Emissionsrechten. Oberland verfügt für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über ausreichende Zertifikate und wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, etwaige Lücken vollständig zu schließen. Langfristig, für die 3. Handelsperiode, kommt es durch den Wandel des politischen und rechtlichen Umfelds zu einer Verknappung der Zertifikate, sodass nicht auszuschließen ist, dass die Ertragslage von Oberland dadurch beeinflusst wird. Darüber hinaus müssen Stromerzeuger ab der 3. Handelsperiode ihre Zertifikate gesamtheitlich zukaufen - dies wird unseren Strompreis und somit unsere Energiekosten weiter belasten.

Neben der finanziellen Stabilität wichtiger Lieferanten steht die Versorgungssicherheit im Fokus. Vorauszahlungen, die im Einzelfall im Investitionsbereich notwendig sind, werden abgesichert.

Die Versorgungssicherheit wird durch den Abschluss von Rahmenverträgen und Portfoliomanagement abgebildet. Operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß interner Regelung definierte Schwellenwerte nicht überschreiten.

Ausfallrisiken

Die stabile Kundenstruktur wirkt einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken werden mit Hilfe von Kreditversicherungen, angepassten Zahlungsbedingungen, stringenter Einhaltung von Limits und monatlichen Einzelbeurteilungen durchgeführt. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. Auch in Russland und der Ukraine haben sich diese Instrumente bewährt.

Bei der aktuellen Wirtschaftslage muss mit Liquiditätsproblemen bei einzelnen Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine gerechnet werden. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist jedoch nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität von Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (s. Liquiditätsrisiken).

Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.

Liquiditätsrisiken

Oberland ist an den Finanzpool des Saint-Gobain Konzerns angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung von Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.

Zinsänderungsrisiken

Die Aktivitäten im Osten führten zu einer Verschuldung, die die Zinslast so relevant macht, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die gewichteten kurzfristigen internen Zinssätze wie im Folgenden dargestellt:

INTERNER REFINANZIERUNGSZINSSATZ 2011 SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Des Weiteren wurde das von der Saint-Gobain Benelux S.A. gewährte Darlehen in Höhe von 50,0 Mio. Euro zu einem Zinssatz von 4,6 % zum 16. Juni 2011 vollständig zurückgezahlt.

In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.

Währungsrisiken

Kurzfristige Währungsrisiken

Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Bei Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes steht den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, sodass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euro-Raumes erzielte Umsatz von 24,1 % auf 24,9 % des Gesamtumsatzes.

Indirekt besteht ein weiteres Währungsrisiko in der für Oberland relevanten Ölpreisbestimmung in US-Dollar. Die kurzfristige Absicherung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Saint-Gobain Konzern. Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Langfristige Währungsrisiken

Die Unternehmensbeteiligungen in Russland und der Ukraine und auch die nachträglichen Kapitalerhöhungen in der Ukraine wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Gesellschaften in Russland und der Ukraine besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung, insbesondere durch von der Euro-Krise beeinflusste volatile Kurse der betroffenen Währungen, zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Gesellschaften in Russland und der Ukraine in lokaler Währung begegnen können. Dies war in der Ukraine (Kapitalerhöhungen) allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Für die russischen Gesellschaften war dies beim Kauf der Anteile ebenfalls nicht möglich. Allerdings wurden die Erweiterungsinvestitionen seit 2007 in Rubel finanziert und der kombinierte Cashflow der Gesellschaften sichert mittelfristig die Fähigkeit zur Selbstfinanzierung in lokaler Währung ab.

Industrielle und technische Risiken

Die Beurteilung der zukünftigen Marktentwicklung gestaltet sich als schwierig und wird deshalb als zentrales Risiko betrachtet, weil durch die relativ langen Wannenlaufzeiten kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur sehr begrenzt möglich sind. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten den aktuellen Entwicklungen des Auftragseingangs anzupassen. Langfristig ist Oberland erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden dauerhafte Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Außerdem besteht durch die langen Laufzeiten von Investitionen das Risiko, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstungsaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Deshalb wird im Bereich Umwelt durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Die hohen Anforderungen an Lieferanten der Lebensmittelbranche sind eine Herausforderung für die Qualitätssicherung. Deshalb werden von Beginn an qualitätsrelevante Risiken durch strenge Qualitätskontrollen sowie andere vorbeugende Maßnahmen minimiert. Es wird eine Vielzahl von Vorkehrungen getroffen, um die hohe Qualität unserer Produkte sicherzustellen.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP-R/3-System für die Standorte in Deutschland und der Ukraine durch Saint-Gobain inkl. Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke in Russland.

Personalrisiken

Für den ökonomischen Erfolg unseres Unternehmens sind qualifizierte Mitarbeiter der Schlüsselfaktor. Aufgrund der verlängerten Lebensarbeitszeit ist der künftige professionelle Umgang mit einer älter werdenden Belegschaft eine der wichtigsten Herausforderungen des Unternehmens. Darüber hinaus stellt die Ausbildung neuer Fachkräfte die Saint-Gobain Oberland AG - in Zeiten spürbarer Geburtenrückgänge -vor eine weitere enorme Aufgabe. Das gesamte Ausmaß dieser Entwicklung wurde durch die Wehrpflichtaussetzung im Jahr 2011 vorerst noch etwas abgemildert.

Weniger qualifizierte Schulabgänger der geburtenschwachen Jahre werden verstärkt am Arbeitsmarkt zu finden sein und diesen dementsprechend beeinflussen. Um dieses Potenzial ebenfalls bestmöglich zu nutzen und weiterzuentwickeln, haben wir speziell zu diesem Zweck ein anforderungsgerechtes Programm entwickelt. Die Qualität der Mitarbeiter wird auch zukünftig einer der Hauptfaktoren für den Unternehmenserfolg und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit sein. Nur durch unsere qualifizierten Mitarbeiter werden wir weiterhin eine hohe Wertschöpfung erreichen.

Ferner stellt der global verschärfte Wettbewerb zur Rekrutierung von Fachkräften ein erhebliches Risiko für die internationale Wettbewerbsposition und die Wachstumsmöglichkeiten unseres Unternehmens dar. Dem wirken wir durch Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch die Schaffung von zusätzlichen beruflichen Perspektiven entgegen. Dies kann z. B. durch Entsendungen nach Osteuropa zum Erreichen von internationalen Schlüsselqualifikationen geschehen. In Russland und der Ukraine haben die Personalkosten eine progressive Entwicklung genommen und es wird immer schwieriger, diese Kosten im Markt zu platzieren, um damit wettbewerbsfähig zu bleiben. Daher muss hier in den kommenden Jahren auf eine entsprechend angepasste Entgeltpolitik geachtet werden.

Die Betrachtung der Personalrisiken ist heute teilweise auf die langfristige Bindung von qualifizierten Mitarbeitern fokussiert. Da durch die arbeitsmarktbezogene Entscheidungsfreiheit der Mitarbeiter sowohl Chancen als auch Risiken bestehen, müssen wir versuchen, die Chancen noch stärker für uns zu nutzen, und für die vielschichtigen Risiken präventive Maßnahmen entwickeln, die diesen entgegenwirken.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Verstöße gegen kapitalmarktrechtliche Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten, mangelnder oder unzureichender Schutz der Interessen der organisatorischen Einheit und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Umweltrisiken

Praktizierter Umweltschutz geht weit über die Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen hinaus. Oberland war schon früh Vorreiter in der Behälterglasbranche im Bereich der Rauchgasreinigung. Die kontinuierliche Verbesserung nachteiliger Umweltauswirkungen in allen Bereichen und dadurch die Minimierung der Umweltrisiken werden durch Umweltschutzprogramme in den Werken umgesetzt. Die Umweltziele enthalten Werte, die die genehmigten Grenzwerte noch unterschreiten. Bestätigt werden die Anstrengungen im Umweltschutz durch die erfolgreiche Zertifizierung der Werke in Deutschland, der Ukraine sowie Kavminsteklo nach DIN EN ISO 14001. Das Werk Bad Wurzach ist zusätzlich nach der EG-Verordnung 1221/2009 validiert, die Umwelterklärung durch einen unabhängigen Umweltgutachter für gültig erklärt. 2011 lag beispielsweise der Fokus in Deutschland im Bereich von Brandschutzmaßnahmen im Sinne eines vorbeugenden Umweltschutzes.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten.

Insbesondere durch Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und konzernweiten Vorgaben, Funktionstrennung, durchgängiges Vier-Augen-Prinzip, Einsatz von qualifizierten Mitarbeitern sowie bedarfsbezogene Konsultation von Spezialisten wird den rechnungslegungsbezogenen Risiken begegnet. Das interne Kontrollsystem trägt wesentlich zur Sicherstellung der Regelungskonformität des Rechnungslegungsprozesses durch die vorgegebenen Prozessorganisation und -kontrollen bei.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Gegenüber der letzten Berichterstattung (Zwischenbericht zum 30. Juni 2011) hat sich die Risikolage im Wesentlichen nicht verändert.

Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

RISK-MAP SAINT-GOBAIN OBERLAND 2011

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass trotz angemessener und funktionsfähiger Systeme eine absolute Sicherheit zur vollständigen Identifizierung und Steuerung der Risiken nicht gewährleistet werden kann.

CHANCEN- und PROGNOSEBERICHT

Der Chancen- und Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten, sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Chancen- und Prognoseberichts abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise prägt die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa. Die Wachstumsprognosen für 2012 werden demzufolge derzeit überall nach unten korrigiert. Die ersten Schritte in Richtung einer nachhaltigen Problemlösung in struktureller Hinsicht sind getan. Trotzdem sind die weiteren Auswirkungen weder kurz- noch mittelfristig absehbar und eine Prognose über die Geschäftsentwicklung ist mit großen Unsicherheiten behaftet.

Branchenentwicklung

Deutschland

Trotz des gesteigerten Absatzes von 5,1 % innerhalb der Behälterglasindustrie kam es 2011 auch zu einem geringfügig erhöhten Lagerbestand. Grund hierfür sind die gesteigerten Produktionskapazitäten. Auch für die Folgejahre sind bereits weitere Wannenneubauten und Kapazitätserhöhungen in Aussicht gestellt, die über dem zu erwartenden Nachfragezuwachs liegen.

Die Preiserwartung in den laufenden Verhandlungen für 2012 steht aber auch unter dem Einfluss erneut gestiegener Energiekosten, die sich auch für das kommende Jahr abzeichnen. Inwieweit diese Kostensteigerungen am Markt weitergegeben werden können, ist aufgrund des uneinheitlichen Wettbewerberverhaltens noch unsicher. Wir gehen jedoch davon aus, dass es im Sinne nachhaltiger Lieferbeziehungen zu einvernehmlichen Lösungen kommen wird.

Nachdem der Behälterglasmarkt 2011 angestiegen ist, wird für das kommende Jahr keine weitere Zunahme erwartet. Der Markt wird voraussichtlich auch 2012 durch theoretische Überkapazitäten und eine hohe Wettbewerbsdichte gekennzeichnet bleiben.

Die Absatzentwicklung der Dose als Substitut ist weiterhin unsicher.

Trotz zahlreicher positiver Berichte weisen die Marktzahlen keinen signifikanten Trend zu mehr Wachstum aus. Oberland erwartet hier auch im kommenden Jahr keine wesentliche Änderung.

Die Veränderung im Konsumverhalten von alkoholischen Getränken hin zu nicht alkoholischen Getränken setzt sich weiter fort, was beispielsweise durch kontinuierlich sinkende Pro-Kopf-Verbräuche bei Bier und gleichzeitig steigende Mengen bei Mineralwasser zum Ausdruck kommt.

Der Mehrwegsektor verliert weiter an Bedeutung. Der Versuch, diese Entwicklung durch Einführung des Einwegpfandes zu verhindern, muss als gescheitert angesehen werden. Die Einwegverpackungen werden nach Einschätzung von Oberland auch im kommenden Jahr weitere Marktanteile hinzugewinnen können.

Die Beurteilung der Entwicklung des Biermarktes stellt sich weiterhin als sehr schwierig dar. Positiv für den Glasbedarf wirkt sich der anhaltende Trend zu Individualgebinden und dem damit verbundenen Austausch bestehender Poolgebinde aus. Dem gegenüber steht eine sehr abwartende und vorsichtige Bereitschaft der Brauereien, in die Mehrweggebinde zu investieren, da ihr Absatz immer stärker von unterschiedlich bedingten Saisonalitäten abhängt. Insgesamt ist auch der neuerliche Versuch erkennbar, PET-Einwegverpackungen als Alternative für Bier zu etablieren. Der Verbrauch dürfte sich im kommenden Jahr zumindest auf stabilem Niveau halten, da insbesondere die Fußball-Europameisterschaft 2012 für positive Konsumimpulse sorgen wird.

Nach einem deutlichen Rückgang der inländischen Weinproduktion im Jahr 2011 infolge der Minderernte 2010 erholt sich insbesondere der Absatz deutscher Weine. Zusätzlich erwarten wir in Deutschland eine weitere leichte Steigerung durch die Abfüllung von ausländischem Wein für Handelsmarken. Die Aussichten für den Glasbedarf auf dem Weinmarkt sind daher für 2012 sehr positiv zu bewerten.

Der deutsche Sektmarkt präsentiert sich nach wie vor weltmeisterlich. Der weltweit höchste Pro-Kopf-Verbrauch sorgt dafür, dass der Inlandsabsatz 2011 das Vorjahresniveau halten kann, lässt allerdings kaum Raum für Wachstum. Die hohe Qualität und Leistungsfähigkeit der nationalen Produzenten verhindert auch künftig ausländischen Lieferanten eine intensivere Marktteilnahme. Gleichzeitig bietet diese die Basis für zusätzliche Absatzchancen im Export, weswegen Oberland für 2012 ein Marktvolumen auf vergleichbarem Niveau wie 2011 prognostiziert.

Infolge der Veränderung der Konsumgewohnheiten ist der Absatz an Fruchtsäften in Deutschland stark unter Druck geraten. Getränke mit Fruchtgeschmack, wie Near-Water- und Wellness-Getränke, die in anderen Produktsegmenten eingruppiert sind, substituieren die klassischen Fruchtsaftgetränke, die deutliche Absatzrückgänge hinnehmen mussten. Wir gehen von einer Fortführung dieser Entwicklung im Jahr 2012 aus, die alle Verpackungen gleichermaßen betreffen wird.

Der Wassermarkt insgesamt, wie auch im speziellen Wasser in der Glasverpackung, konnte seinen positiven Trend des Vorjahres aufrechterhalten. Die erfolgreichen Produktinnovationen von Wasser in Glas(-Flaschen) wurden vom Konsumenten gut angenommen und lassen sehr positive Erwartungen für das kommende Jahr zu.

Der Markt für Spirituosenflaschen zeigt sich 2011 trotz sinkenden Pro-Kopf-Konsums stabil. Oberland kann hierbei durch seine internationalen Kunden vom starken Export profitieren. Wir erwarten eine ähnliche Situation auch im Jahr 2012.

Der Absatz bei Gläsern für den Lebensmittelbereich konnte 2011 insgesamt leicht zulegen, wobei insbesondere Wurst- und Fleischkonserven sowie süße Brotaufstriche für die positive Entwicklung sorgten. Wie in den Vorjahren zeigte sich auch 2011 die starke Abhängigkeit von den Ernteergebnissen, die daher eine Prognose für das kommende Jahr sehr schwierig machen. Sehr positiv auf die Nachfrage nach Glasverpackungen in diesem Segment wirkt sich weiterhin die zunehmende Rückbesinnung der Verbraucher auf Gesundheit und Qualität aus, denn gerade Bio- und Regionalprodukte werden zu einem großen Teil in Glas abgefüllt.

Eine große Herausforderung stellt nach wie vor die Planung unserer Kunden mit Just-in-time-Lieferungen dar. Eigene Schwankungen können durch die fehlenden Kundenläger nicht ausgeglichen werden. Trotzdem ist es 2011 gelungen, die hohe Liefertreue zu halten - ohne eigene große, kapitalbindende Läger zu führen.

Insgesamt muss entsprechend dem Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen' und der Prognose des ifo Instituts für das Jahr 2012 mit einer Abschwächung der Konjunktur gerechnet werden. Trotzdem wird vor allem dank einer hohen Beschäftigungsrate die Kaufkraft der Deutschen steigen, was sich positiv auf den Konsum und letztlich auch auf den Absatz an Glasverpackungen auswirken sollte.

Russland

Die Neulizenzierung und Einführung von Steuerbanderolen haben 2011 vor allem bei Spirituosen- und Weinproduzenten im kaukasischen Markt für Herausforderungen gesorgt. Hinzu kam, dass der Wettbewerb weiterhin die Produktionskapazität für laschen erhöhte, sodass der Markt mit einem stärkeren Preisdruck, verursacht durch Überkapazitäten, konfrontiert wurde. Beide Faktoren führten wiederum dazu, dass Abfüllanlagen teilweise abgestellt wurden. Dies verursachte einen instabilen und unzuverlässigen Markt mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Absorption unserer Fixkosten in beiden Werken.

Das Hauptaugenmerk bei ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod liegt, aufgrund des entsprechenden Marktwachstums, im Babyfood-, Kaffee- und Saucensegment. Geographisch liegt der Fokus auf der Region um Krasnodar. Der verspätete Neustart nach einer Wannenreparatur führte zu verspäteten Lieferungen an Kunden, die über das Jahr hinweg nicht mehr ausgeglichen werden konnten.

Um den Marktanteil zu erhöhen, konzentriert sich ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod auf exklusive Artikel und Innovationen und darauf, dekorierte Flaschen in Kooperation mit Vertragsdekorateuren anzubieten.

Ukraine

Der ukrainische Markt ist weiterhin sehr wichtig und für die kommenden Jahre werden bedeutende Entwicklungen erwartet. So gab es 2011 zwar eine signifikante Senkung in der Spirituosen-Produktion, sowohl durch das geringere tatsächlich verfügbare Einkommen als auch durch den Verwaltungsdruck auf Großproduzenten beeinflusst. Gläser zeigten 2011 aufgrund der reichen Ernte eine gute Dynamik. Andere vielversprechende Segmente wie Saucen und Fruchtsäfte sind noch immer vom Glasmarkt ausgenommen.

Ausrichtung des Konzerns

Ziel ist es, nachhaltig der bevorzugte Verpackungspartner für die Getränke- und Lebensmittelindustrie zu sein. Als Voraussetzung dafür sehen wir herausragende Leistungen in Qualität, Kundenservice und innovativen Entwicklungen an. Diese sollen auf Basis vorbildlicher Arbeitssicherheit, moderner Menschenführung und nachhaltiger Nutzung aller Ressourcen erreicht werden.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, führt Oberland das in den vergangenen Jahren ausgebaute Qualitätsmanagement kontinuierlich fort. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG bereits 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein Qualitätsmanagementsystem vorschreibt, das über die gesetzlichen Vorschriften hinausgeht. Sämtliche diese Bereiche betreffenden Zertifizierungen wurden auch 2011 erneut bestätigt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu intensivieren.

Angesichts kontinuierlich steigender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben. Ein werkübergreifendes Einkaufs- und Energiemanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen, verbunden mit einem erstklassigen Serviceangebot. Wesentlich dazu beitragen können die Ausrichtung der Produktionskapazitäten hinsichtlich Flexibilität sowie eine größere Zahl an Innovationen im Produkt- und Dienstleistungsbereich.

Durch die noch engere Verbindung mit den anderen Gesellschaften des Mehrheitsaktionärs unter der Marke Verallia kann Oberland die globale Stärke einerseits sowie die Kundennähe andererseits perfekt ausüben und somit seine Marktposition ausbauen.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Deutschland

Im Jahr 2012 ist mit einer Stagnation der Weltwirtschaft zu rechnen. Gegenläufig zu diesem Trend erwartet die deutsche Wirtschaft nach einem Export-Boomjahr weitere Zuwächse. Die sich auf einem niedrigen Niveau befindende Arbeitslosenquote wird sich auch 2012 voraussichtlich positiv entwickeln.

Derzeit wird in Deutschland für das Jahr 2012 mit einem Wirtschaftswachstum unter 1 % gerechnet.

Dieser Trend wirkt sich auch auf die Glasverpackungsbranche aus. Der Markt für Behälterglas stieg 2011 um 5,1 %. Die Saint-Gobain Oberland AG erwartet für die kommenden Jahre einen gleichbleibenden Markt. Dieser ist jedoch geprägt durch theoretische Überkapazitäten und dadurch einem deutlich höheren Wettbewerb ausgesetzt, als es in den vergangenen Jahren der Fall war. Dies bedeutet auch, dass sowohl in der gesamten Glasverpackungsbranche wie auch bei der Saint-Gobain Oberland AG keine Vollauslastung der Kapazitäten mehr gewährleistet ist. Wie 2011 steht in Deutschland auch im Jahr 2012 eine Wannenreparatur an, sodass auch im kommenden Jahr nicht alle Kapazitäten genutzt werden können.

Insgesamt ist die Saint-Gobain Oberland AG auf Basis eines verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gerüstet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Für 2012 erwarten wir einen weiter andauernden starken Wettbewerb, besonders aufgrund von theoretischen Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen.

Auf Basis der aktuellen Gespräche mit Kunden gehen wir für 2012 von einem Preisanstieg in Korrelation zu den gestiegenen Einkaufsindices sowie einem steigenden Absatzvolumen gegenüber 2011 aus. Dies bedeutet für die Saint-Gobain Oberland AG, dass ein Wachstum im unteren einstelligen Bereich bei Umsatz und Ergebnis für die kommenden zwei Jahre erwartet wird.

Russland

Laut dem Wirtschaftsministerium könnte sich das wirtschaftliche Wachstum Russlands 2012 stärker verlangsamen als zunächst vermutet, da die Ölpreise stagnieren und die Regierung die Energieeinnahmen dieses Jahr nutzt, um die Staatsfonds zu erneuern.

In Russland erwartet man 2012 ein BIP-Wachstum von 3,7 %. Da die Preise für Verbrauchsgüter und das Geldangebot weltweit wachsen, wird prognostiziert, dass die russische Inflationsrate durchschnittlich auf einem Niveau von 6,0 % pro Jahr bis 2015 bleiben wird. Der Forecast des Wirtschaftsministeriums sah außerdem ein Wachstum an privaten Investitionen im Öl-, Energie- und Industriebereich sowie eine Senkung von öffentlichen Investitionen vor.

Der Wettbewerb im Glasverpackungsmarkt ist durch zusätzliche Kapazitäten, die nach Wannenreparaturen in Betrieb genommen wurden, gestiegen. Um die Position von Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO im Süden Russlands zu stärken, wurde das Produktportfolio abwechslungsreicher gestaltet. Die Erwartungen für 2012 beinhalten deutlich höhere Absätze und eine höhere Produktion im Vergleich zu 2011. Für 2012 erwartet Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO sowohl positive Absatzzahlen als auch ein positives Betriebsergebnis. Die Hauptfaktoren für diese Erholung sind Volumina und Preise. Nach der Krise im Jahr 2010 mit den niedrigen Absätzen verzeichnete ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod 2011 einen positiven Trend und 2012 wird ein stabiles Verkaufswachstum erwartet. Der Glasmarkt wird vermutlich um 4,0 bis 7,0 % wachsen.

Beim Umsatz planen wir einen Anstieg in den beiden Folgejahren 2012 und 2013 im deutlichen zweistelligen Prozentbereich. Nach einem negativen Ergebnis 2011 sind unsere Erwartungen für 2012 und 2013, dass wir mit einer positiven Entwicklung der Ertragssituation im einstelligen Millionenbereich rechnen können.

Ukraine

Ein weiterer Anstieg der Ölpreise, der laut der IMF-Prognose mit 9,5 % für 2012 erwartet wird, kann sich auf die Ukraine negativ auswirken. Die Erfolgsaussichten, die Konsequenzen der globalen Krise zu meistern und die Basis für ein stabiles wirtschaftliches Wachstum zu schaffen, hängen von der Erholung der nationalen und internationalen Nachfrage, der Effizienz der Regierungspolitik einschließlich der Anti-Krisen-Maßnahmen und der konsequenten Einführung von systematischen Reformen zur Ausführung von erfolgreichen wirtschaftlichen Modernisierungen ab. Die ukrainische Regierung und die Zentralbank zielen auf eine Inflation unter 10,0 % für 2012 ab. Das Finanzministerium geht unter Beachtung der Hochrechnungen des IMF von einem ukrainischen BIP-Wachstum für 2012 in Höhe von 3,9 % aus.

2012 wird voraussichtlich ein herausforderndes Jahr mit einem starken Fokus auf das Premiumsegment. Die Kernkompetenzen des ukrainischen Teams würden sich durch die Durchdringung derjenigen Segmente auszahlen, die in der Vergangenheit durch den Export beliefert wurden. Die Dynamik im Exportbereich bleibt bestehen, ca. 25 % der Absätze werden in 10 verschiedenen Ländern erzielt. Das Kunden- und Produktportfolio haben jetzt ein gutes Gleichgewicht erreicht und werden weiterhin verbessert, um so die Risiken, die mit Krisen in einem der Segmente verknüpft sind, zu senken.

Wir erwarten für 2012 und 2013 beim Umsatz einen Anstieg im deutlichen zweistelligen Prozentbereich. In Fortsetzung der positiven Ergebnisentwicklung im Jahr 2011 gehen wir von einer positiven Ertragssituation in beiden Folgejahren im einstelligen Millionenbereich aus.

Chancen

Deutschland

Trotz der eingetrübten Aussichten für die Glasverpackungsbranche in Deutschland sehen wir Chancen für eine Verbesserung unseres Absatzes und Umsatzes. Sowohl der Trend zu individuellen und aufwendigen Verpackungen als auch das Bewusstsein für Gesundheit und die Erwartung einer inerten Ummantelung der Nahrungs- und Genussmittel werden hierbei förderlich sein und Saint-Gobain Oberland gute Chancen bieten.

Russland

Die größten Chancen für die russischen Werke liegen in der Kooperation mit multinationalen Unternehmen sowie der kontinuierlichen Leistungssteigerung, um die Übernahme der Führungsrolle im Leichtgewicht-Bereich sowie in den kundenspezifischen Segmenten zu gewährleisten.

Ukraine

Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' hat gute Chancen, ein abwechslungsreiches Portfolio für nationale und internationale Kunden zu entwickeln, indem es sich fortlaufend um Innovationen bemüht, um die steigenden Kundenanforderungen zu befriedigen. Die Festlegung des Fokus auf die ,Premiumisierung' wird sich durch höhere Verkaufspreise und somit ein höheres Betriebsergebnis für das Unternehmen auszahlen. Mehrere Aktionspläne auf Seiten der Produktion sollten somit die Verbesserung von Kennzahlen zulassen, die eng vom Management überwacht werden.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Das Jahr 2011 war wiederum von einem schwierigen Marktumfeld geprägt, jedoch aus anderen Gründen als im Vorjahr. Neben den weiterhin bestehenden theoretischen Überkapazitäten und der Fortsetzung eines teilweise ruinösen Preiskampfs mussten auch die im Vergleich zum Vorjahr signifikant gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise verkraftet werden. Kontinuierliche Effizienzsteigerungen und Kostensenkungsprogramme halfen uns, partiell gegensteuern zu können, was eine Dämpfung des Effekts zur Folge hatte. Vor diesem Hintergrund hat Oberland erneut seine Leistungsfähigkeit demonstriert. Vor allem die Mengensteigerungen im Inland kommen dem Konzern stabilisierend zugute. Die Margen konnten weitestgehend stabil gehalten werden, jedoch blieb die Ertragssituation hinter den Erwartungen zurück. An diesen Themen werden wir auch in den Folgejahren kontinuierlich arbeiten.

Da die Risiken des weltwirtschaftlichen Umfelds weiterhin eher zunehmen, erwarten wir für das Jahr 2012 den Fortbestand der volatilen Rahmenbedingungen. Wir gehen davon aus, dass vor allem die Rohstoff- und Energiepreisentwicklungen ein erhebliches Ergebnisrisiko repräsentieren.

Unter Ausklammerung von Verwerfungen auf den internationalen Kapital- und Energiemärkten rechnen wir für 2012 gegenüber 2011 wieder mit einer Verbesserung sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis im unteren zweistelligen Prozentbereich. Bezogen auf das Jahr 2013 erwarten wir für den Gesamtmarkt ebenfalls einen Umsatzanstieg und eine weitere Erhöhung des Ergebnisses. Beides entspricht jeweils einem Anstieg im unteren zweistelligen Prozentbereich.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine wert- und leistungsorientierte Vergütung. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Voraussetzungen und dem persönlichen Werdegang. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und von der persönlichen Leistung abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Geschäftsentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.

Die Vorstände haben ferner grundsätzlich einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienprogrammen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris.

Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 19. Mai 2011 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Nr. 9 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) Sätze 5 bis 8 HGB für den Zeitraum von 5 Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.

AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 8 der Satzung der Saint-Gobain Oberland AG geregelt. Die Struktur der Aufsichtsratsvergütung hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt.

Neben dem Ersatz der Auslagen und einer für die Aufsichtsratstätigkeit anfallenden Umsatzsteuer erhält jedes Aufsichtsratsmitglied nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS GEM. § 312 ABS. 3 SATZ 3 AKTG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

Bad Wurzach, den 27. Februar 2012

Der Vorstand

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

Bad Wurzach, den 27. Februar 2012

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorstandsvorsitzender

Thomas Beyer, Vorstand Personal

Wolfgang Brauck, Vorstand Osteuropa

Klaus J. Rudolph, Vorstand Finanzen

Roland Unfried, Vorstand Technik

Gewinn- und Verlustrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse (1) 512.033 489.219
Umsatzkosten -455.056 -414.091
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -20.865 -22.041
Forschungs- und Entwicklungskosten -830 -971
Sonstige Erträge 6.473 759
Sonstige Aufwendungen -4.099 -6.432
Operatives Ergebnis (2) 37.656 46.443
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3/18/21) -11.930 -6.257
Zinsen und ähnliche Erträge (3/18/21) 391 447
Zinsergebnis (18/21) -11.539 -5.810
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen (3/18/21) 61 65
Finanzergebnis (3) -11.478 -5.745
Ergebnis vor Steuern 26.178 40.698
Ertragsteueraufwand (4) -11.260 -11.545
Latenter Steuerertrag/-aufwand (4) 4.281 -2.332
Ertragsteuern gesamt (4) -6.979 -13.877
Jahresergebnis 19.199 26.821
davon entfallen auf:
gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind 19.470 26.957
Minderheitsanteile am Eigenkapital -271 -136
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) (5) 19,47 26,96
Dividende je Aktie in EUR (6) 12,00 24,00

Bilanz DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

AKTIVA

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TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte (7) 10.464 10.426
Immaterielle Vermögenswerte (7) 3.756 1.159
Sachanlagen (7) 302.662 305.496
Übrige finanzielle Vermögenswerte (7/18) 1.677 1.677
Sonstige Forderungen (8/18/19) 285 331
Latente Steueransprüche (15) 2.367 760
Langfristige Vermögenswerte 321.211 319.849
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (9) 114.836 106.506
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10/18) 55.051 39.868
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11/18) 10.554 12.811
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (12) 232 226
Sonstige Vermögenswerte (10/18) 44.704 12.973
Kurzfristige Vermögenswerte 225.377 172.384
Summe Aktiva 546.588 492.233
PASSIVA
TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (13) 26.000 26.000
Rücklagen (13) 173.561 155.812
Konzernergebnis (13) 19.470 26.957
Beitrag des Mutterunternehmens (13) 1.420 1.192
Währungsumrechnungsdifferenzen (13) -46.528 -45.442
Anteile anderer Gesellschafter (13) 6.247 6.978
Eigenkapital 180.170 171.497
Langfristige Schulden
Rückstellungen (14/18) 67.261 70.520
Latente Steuerschulden (15) 23.354 25.022
Finanzielle Verbindlichkeiten (16/18) 148.870 51.720
Langfristige Schulden 239.485 147.262
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (14/17/18) 4.502 1.768
Ertragsteuerschulden (17) 2.787 3.198
Finanzielle Verbindlichkeiten (17/18) 10.909 62.461
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17/18) 89.868 89.112
Sonstige Verbindlichkeiten (17/18) 18.867 16.935
Kurzfristige Schulden 126.933 173.474
Summe Passiva 546.588 492.233

Gesamtergebnisrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang 2011 2010
Jahresergebnis 19.199 26.821
Sonstiges Ergebnis Zeitwert/-änderungen von Cashflow-Hedges (13/21) 240 113
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges (13/21) -445 -617
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) (13/14) 3.966 -5.749
Währungsumrechnung (13) -1.146 10.859
Sonstiges Ergebnis vor Steuern 2.615 4.606
Latente Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen (13) -1.122 1.886
Sonstiges Ergebnis 1.493 6.492
Gesamtergebnis 20.692 33.313
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend 21.181 33.016
davon auf andere Gesellschafter entfallend -489 297

Von den latenten Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen entfallen TEUR 62 auf Veränderungen von Cashflow Hedges (Vorjahr: TEUR 152), TEUR -1.184 auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (Vorjahr: TEUR 1.734).

Kapitalflussrechnung DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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TEUR Anhang/ Anmerkung 2011 2010
Jahresergebnis des Konzerns 19.199 26.821
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis 18.457 19.622
Operatives Konzernergebnis 37.656 46.443
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (7) 44.505 43.504
Veränderung der langfristigen Rückstellungen * -4.294 -2.509
Gezahlte Zinsen -1.014 -2.113
Erhaltene Zinsen 203 360
Gezahlte Ertragsteuern (operativ) -12.054 -15.633
Erhaltene Dividende 61 65
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 59 77
Cashflow 65.122 70.194
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte (7) 688 223
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen 2.734 235
Veränderung der Vorräte * -8.516 -3.518
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte * -14.787 21.988
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) * 408 -5.771
Cashflow aus operativer Tätigkeit 45.649 83.351
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten (7) 1.330 285
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -170 -152
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte (7)** -44.218 -60.928
Cashflow aus Investitionstätigkeit -43.058 -60.795
Gezahlte Dividenden -12.004 -24.010
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 146.390 53.185
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -106.674 -48.907
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter -32.643 -5.915
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -4.931 -25.647
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -2.340 -3.091
Wechselkursbedingte Veränderung 83 816
Abnahme der Zahlungsmittel -2.257 -2.275
Finanzmittel am Anfang der Periode (11) 12.811 15.086
Finanzmittel am Ende der Periode (11) 10.554 12.811

* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen im Jahr 2010 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.

** Differenzen gegenüber Zugängen resultieren vor allem aus zahlungsrelevanten Veränderungen der Investitionsverbindlichkeiten.

In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand von TEUR 2.350 enthalten (Vorjahr: TEUR 3.862).

Anhang zum Konzernabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2011

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt zum Stichtag 3.389 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.516).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemein

Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewendet worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewendet.

Neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben, die im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden sind:

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Improvements to IFRS 2010: Es wurden 11 Amendments an 6 Standards und einer Interpretation vorgenommen.

Für den Saint-Gobain Oberland Konzern ergab sich hieraus kein Anpassungsbedarf.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, gegebenenfalls vorzunehmende Anpassungen an diese Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Nettovermögen dar. Sollte das anteilige Nettovermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Als relevante Cash Generating Units (CGUs) mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' identifiziert. Auf Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 940 (Vorjahr: TEUR 962), auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 3.864 (Vorjahr: TEUR 3.954) und auf Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' in Höhe von TEUR 5.660 (Vorjahr: TEUR 5.510).

Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment-Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der CGU, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert (erzielbarer Betrag) zum Buchwert der CGU verhält. Sollte der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegen, wird eine entsprechende Wertminderung vorgenommen.

Der Nutzungswert ergibt sich aus dem Zeitwert der jeweiligen abgezinsten Cashflows. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen. Hierbei werden vor allem Annahmen über künftige Verkaufspreise bzw. -mengen und Kosten getroffen. Der prognostizierte Cashflow des 5. Jahres wird mit den danach erwarteten Wachstumsraten individuell für 2 Jahre fortgeschrieben. Anschließend erfolgt eine Fortschreibung als ewige Rente mit einer Wachstumsrate zwischen 2,6 % und 3,5 %. Basis sind die entsprechend vorhandenen Marktinformationen. Der für die Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen CGU und liegt zwischen 13,2 % und 14,8 %. Sollte der Nutzungswert, wie im Berichtsjahr bei allen CGUs der Fall, höher als der Buchwert der entsprechenden CGU sein, wird auf die Ermittlung des Nettoveräußerungswertes verzichtet.

Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Abgesehen von den Emissionsberechtigungen sind die Immateriellen Vermögenswerte zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren linear abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Gegenstandes wird getrennt abgeschrieben.

Emissionsberechtigungen

Die Saint-Gobain Oberland AG verfügt aktuell sowohl über unentgeltlich als auch im Rahmen von Tauschgeschäften entgeltlich erworbene Emissionsberechtigungen. Die unentgeltlich erworbenen Zertifikate werden zum Erinnerungswert von EUR 1 angesetzt. Die entgeltlich erworbenen Rechte werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet, zum Bilanzstichtag mit dem Maximum aus Anschaffungskosten und beizulegendem Zeitwert. Für im Berichtsjahr in Anspruch genommene und somit im Folgejahr zurückzugebende Emissionsberechtigungen wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettover-äußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.

Leasing

Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge werden erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease werden zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Sind Vermögenswerte zum Verkauf bestimmt (Assets Held for Sale), werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern wird der Zeitwert ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher ist als der um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierte Zeitwert. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren Veräußerungserlöses.

Finanzinstrumente

Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d.h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrigverzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab. Ebenso wird ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte preislich gesichert.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.

Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. an die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.

Aufgrund von IFRS 2.3 und IFRIC 11.8 wird ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklage ausgewiesen.

Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital.

Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.

Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral über das Eigenkapital erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Verwendung von Schätzungen

Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode.

Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
ISO-Code 31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
--- --- --- --- --- ---
Russischer Rubel RUB 41,76500 40,82000 40,87699 40,28379
Ukrainische Griwna UAH 10,37175 10,65295 11,11536 10,58223
US-amerikanischer Dollar USD 1,29390 1,33620 1,39175 1,32690

C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungsgrundsätze

Bei bereits vor dem 01. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.

Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Für nach dem 01. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind, neben der Saint-Gobain Oberland AG, 1 (Vorjahr: 2) inländisches und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:

Black Sea Glass Packaging LLC, Russland
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Deutschland
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2011 ist Bestandteil dieses Anhangs.

Erwerb weiterer Minderheitenanteile an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO

Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe um 0,7 % auf 95,6 %.

Verschmelzung

Die Ruhrglas GmbH wurde mit Wirkung zum 01. Januar 2011 auf die Saint-Gobain Oberland AG verschmolzen.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.

(2) Operatives Ergebnis

Im Operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 44.505 (Vorjahr: TEUR 43.504) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.

Außerdem beinhaltet das Operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 103.456 (Vorjahr: TEUR 100.650), Materialaufwand in Höhe von TEUR 239.021 (Vorjahr: TEUR 235.364) sowie operative Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR -481 (Vorjahr: TEUR -515).

Die Veränderung der Sonstigen Erträge resultiert hauptsächlich aus dem Handel mit CO2 -Zertifikaten sowie höheren Versicherungserstattungen. Der Rückgang der Sonstigen Aufwendungen ist hauptsächlich im letztjährigen Wertminderungsaufwand von langfristigen Vermögenswerten in der Ukraine begründet, gegenläufig hierzu verhalten sich diesjährige Wertminderungen auf CO2 -Zertifikate.

Die Sonstigen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 2.357 (Vorjahr: TEUR 104).

(3) Finanzergebnis

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TEUR 2011 2010
Sonstige Finanzerträge 61 65
davon Erträge aus Beteiligungen 61 65
Zinsen und ähnliche Erträge 391 447
davon aus verbundenen Unternehmen 115 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.930 -6.257
davon an verbundene Unternehmen -3.663 -2.899
Finanzergebnis -11.478 -5.745

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 447), die entsprechenden Zinsaufwendungen auf TEUR 6.972 (Vorjahr: TEUR 5.008).

(4) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden weiterhin nach dem seit dem 01. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,38 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %).

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' lag im Berichtsjahr zwischen 23 % und 25 % (Vorjahr: 25 %), der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %. Aufgrund der für die Zukunft rückläufigen Steuersätze in der Ukraine wird für die betreffenden latenten Steuern ein entsprechend gewichteter Satz von 17,4 % angewandt (Vorjahr: 23 %). Diese Änderung führt zu einem latenten Steuerertrag in Höhe von TEUR 679.

Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 3.845 (Vorjahr: TEUR 1.011) wurden keine latenten Steuern gebildet.

Steueraufwand

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TEUR 2011 2010
Ertragsteueraufwand der Periode -11.260 -11.545
Latenter Steuerertrag/-aufwand 4.281 -2.332
Ertragsteuern -6.979 -13.877

Der effektive Steuersatz beträgt 26,7 % (Vorjahr: 34,1 %). Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteuersatz, der im Jahr 2011 weiterhin bei 30,2 % lag, lässt sich wie folgt überleiten:

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TEUR 2011 2010
Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) 26.178 40.698
Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz) 7.906 12.291
Steuereffekte aus:
Unterschieden aus ausländischen Steuersätzen 914 160
Aperiodischem Steuerertrag -2.157 -455
Steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) 528 1.795
Konsolidierung 102 9
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge -102 -2.219
Sonstigen Abweichungen -212 2.296
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 6.979 13.877
Tatsächlicher Steuersatz (in %) 26,7 % 34,1 %

Die Effekte aus aperiodischem Steuerertrag resultieren im Wesentlichen aus einer Gesetzesänderung in der Ukraine.

Aus der bei der Saint-Gobain Oberland AG durchgeführten Betriebsprüfung ergab sich ein den Vorjahren zuzurechnender Ertragsteueraufwand in Höhe von TEUR 1.327, beim latenten Steueraufwand führte dies zu einem gegenteiligen Effekt in vergleichbarer Höhe.

(5) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahr 2011, wie im Jahr 2010, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:

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TEUR 2011 2010
Jahresergebnis 19.199 26.821
Anteile anderer Gesellschafter -271 -136
Anteilseigner der Muttergesellschaft 19.470 26.957
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 19,47 26,96

(6) Dividende je Aktie

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2011 2010
Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) 12.000 24.000
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Dividende je Aktie (in EUR) 12,00 24,00

Die Höhe der Dividendenzahlung für 2011 an die Anteilseigner war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht festgelegt.

(7) Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung des Anlagevermögens 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2010 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 2.865 453 - - 3.318
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 194.706 9.688 2.100 176 206.318
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 537.853 32.297 37.212 12.638 594.724
In Herstellung befindliche Sachanlagen 43.554 15.791 -39.312 - 20.033
Summe Sachanlagen 776.113 57.776 - 12.814 821.075
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188
Gesamt 796.300 58.229 - 12.814 841.715

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Abschreibungen Differenzen aus Währungs-

umrechnung
TEUR Vortrag 01.01.2010 Geschäftsjahr 2010 Abgänge Stand 31.12.2010 Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - -4.708
Immaterielle Vermögenswerte 1.767 329 - 2.096 -63
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 97.352 5.763 125 102.990 -10.672
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.992 37.412 12.464 374.940 -26.419
In Herstellung befindliche Sachanlagen - - - - -558
Summe Sachanlagen 447.344 43.175 12.589 477.930 -37.649
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511 -
Gesamt 449.622 43.504 12.589 480.537 -42.420

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Buchwert
TEUR 31.12.2010 01.01.2010
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 10.426 9.714
Immaterielle Vermögenswerte 1.159 998
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 92.656 85.105
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.365 156.922
In Herstellung befindliche Sachanlagen 19.475 41.060
Summe Sachanlagen 305.496 283.087
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677
Gesamt 318.758 295.476

Entwicklung des Anlagevermögens 2011

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2011 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 3.318 5.050 12 101 8.279
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 206.318 2.401 231 548 208.402
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 594.724 27.777 11.862 21.968 612.395
In Herstellung befindliche Sachanlagen 20.033 11.739 -12.105 106 19.561
Summe Sachanlagen 821.075 41.917 -12 22.622 840.358
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188
Gesamt 841.715 46.967 - 22.723 865.959

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Abschreibungen Differenzen aus Währungs-

umrechnung
TEUR Vortrag 01.01.2011 Geschäftsjahr 2011 Abgänge Stand 31.12.2011 Stand 31.12.2011
--- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - - -4.670
Immaterielle Vermögenswerte 2.096 2.459 101 4.454 -69
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 102.990 5.110 222 107.878 -11.117
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.940 36.772 21.712 390.000 -27.757
In Herstellung befindliche Sachanlagen - 164 - 164 -780
Summe Sachanlagen 477.930 42.046 21.934 498.042 -39.654
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511 -
Gesamt 480.537 44.505 22.035 503.007 -44.393

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Buchwert
TEUR 31.12.2011 01.01.2011
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 10.464 10.426
Immaterielle Vermögenswerte 3.756 1.159
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 89.407 92.656
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 194.638 193.365
In Herstellung befindliche Sachanlagen 18.617 19.475
Summe Sachanlagen 302.662 305.496
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677
Gesamt 318.559 318.758

In den Abschreibungen sind TEUR 2.350 (Vorjahr: TEUR 3.862) Wertminderungsaufwendungen enthalten, davon entfallen TEUR 2.032 auf CO2 -Zertifikate.

(8) Langfristige Forderungen

Die Langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (19) Leasingverhältnisse.

(9) Vorräte

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.460 47.645
Unfertige Erzeugnisse 1.727 3.499
Fertige Erzeugnisse und Waren 61.649 55.362
Gesamt 114.836 106.506

Die Abwertungen betragen 2011 insgesamt TEUR 10.051 (Vorjahr: TEUR 10.758), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 124.887 (Vorjahr: TEUR 117.264).

(10) Kurzfristige Vermögenswerte

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.051 39.868
davon gegen verbundene Unternehmen 2.444 1.299
Sonstige Vermögenswerte 44.704 12.973
davon Steuerforderungen 2.741 3.772
davon übrige Vermögenswerte 41.963 9.201

(11) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Schecks und Bankguthaben zusammen.

(12) Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Bei zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich in Höhe von TEUR 232 (Vorjahr: TEUR 226) um Sachanlagevermögen der stillgelegten Dekorationsanlage von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Ukraine. Derzeit finden Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern statt.

(13) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung über 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.

Rücklagen

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.

Gesetzliche Rücklage

Es handelt sich um die Gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 01. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.

Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.

Entwicklung des Eigenkapitals der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach, für die Zeit vom 01. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2011

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Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinn-

rücklagen
Gewinnvortrag Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2010 26.000 43.996 249 95.124 1.385 44.472
Konzernergebnis - - - - - 26.957
Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges - - - 113 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges - - - -617 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - -5.749 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - 1.886 - -
Dividende - - - - - -24.000
Beiträge des Mutterunternehmens - 145 - - - -
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - - - -
Umgliederung - - - 20.162 310 -20.472
31.12.2010 26.000 44.141 249 110.919 1.695 26.957

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Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte

Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-

kapital
Kumuliertes übriges

Konzern-

ergebnis
Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2010 -55.868 155.358 6.596 384 6.980 162.338
Konzernergebnis - 26.957 - -136 -136 26.821
Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges - 113 - - - 113
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges - -617 - - - -617
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - -5.749 - - - -5.749
Währungsumrechnung 10.426 10.426 433 - 433 10.859
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - 1.886 - - - 1.886
Dividende - -24.000 - -10 -10 -24.010
Beiträge des Mutterunternehmens - 145 - - - 145
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - -289 - -289 -289
Umgliederung - - 373 -373 - -
31.12.2010 -45.442 164.519 7.113 -135 6.978 171.497

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Saint-Gobain Oberland AG
TEUR Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Gesetzliche Rücklagen Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Konzernergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2011 26.000 44.141 249 110.919 1.695 26.957
Konzernergebnis - - - - - 19.470
Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges - - - 240 - -
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges - - - -445 - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - - - 3.960 - -
Währungsumrechnung - - - - - -
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - - - -1.121 - -
Dividende - - - - - -12.000
Beiträge des Mutterunternehmens - 228 - - - -
Veränderungen des Konsolidierungskreises - - - 158 - -
Umgliederung - - - 14.924 33 -14.957
31.12.2011 26.000 44.369 249 128.635 1.728 19.470

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Saint-Gobain Oberland AG Fremdgesellschafter Gesamt
TEUR Kumulierte

Währungs-

umrechnungs-

differenzen
Summe Eigenkapital Minderheiten-

kapital
Kumuliertes übriges

Konzern-

ergebnis
Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2011 -45.442 164.519 7.113 -135 6.978 171.497
Konzernergebnis - 19.470 - -271 -271 19.199
Zeitwert/-änderungen von Cashflow Hedges - 240 - - - 240
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow Hedges - -445 - - - -445
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen - 3.960 6 - 6 3.966
Währungsumrechnung -1.086 -1.086 -60 - -60 -1.146
Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen - -1.121 -1 - -1 -1.122
Dividende - -12.000 - -4 -4 -12.004
Beiträge des Mutterunternehmens - 228 - - - 228
Veränderungen des Konsolidierungskreises - 158 -401 - -401 -243
Umgliederung - - -139 139 - -
31.12.2011 -46.528 173.923 6.518 -271 6.247 180.170

(14) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:

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2011 2010
Abzinsungsfaktor 4,75 % 4,59 %
Gehaltstrend 2,4 % 2,4 %
Rententrend 1,5 % 1,5 %
Fluktuationsrate 3,0 % 3,0 %
Inflationsrate 1,5 % 1,5 %

Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.

Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
TEUR 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 60.979 63.471 950 1.050
Entwicklung
Rückstellung zum 01.01. 63.471 59.984 1.050 999
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -3.910 5.659 -55 90
Zuführung 5.466 1.827 43 51
davon Versorgungsaufwand 550 770 1 1
davon Zinsaufwand 4.916 1.057 42 50
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland 5 20 - -
Gezahlte Leistungen -4.053 -4.019 -88 -90
Rückstellung zum 31.12. 60.979 63.471 950 1.050

Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 9.519 (Vorjahr: TEUR 8.981) entrichtet.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 61.929 64.521 60.983 56.194 60.705

Entwicklung der Rückstellungen

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TEUR 01.01.2011 Verbrauch Auflösung Zuführung Sonstige Veränderungen 31.12.2011
Langfristige Rückstellungen
Pensionen 64.521 -4.141 - 5.509 -3.960 61.929
Übrige Personalverpflichtungen 4.449 -1.623 - 733 -3 3.556
Sonstige Rückstellungen 1.550 -168 -49 426 17 1.776
Gesamt 70.520 -5.932 -49 6.668 -3.946 67.261
Kurzfristige Rückstellungen 1.768 -444 -1.134 6.344 -2.032 4.502
Gesamt 72.288 -6.376 -1.183 13.012 -5.978 71.763

Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Verpflichtungen aus dem Absatzbereich (insbesondere Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus belastenden Verträgen) sowie die Rückgabeverpflichtung von in Anspruch genommenen, entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten. Die Bewertung der hierfür gebildeten Rückstellung erfolgt analog zu den entsprechenden Immateriellen Vermögenswerten. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 246).

(15) Latente Steueransprüche und -schulden

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 506 886 26.891 26.589
Vorräte - 263 305 4.278
Rückstellungen 3.405 4.425 551 -
Verlustvorträge 4.026 3.073 - -
Sonstiges 520 -131 1.697 1.911
Gesamt 8.457 8.516 29.444 32.778

Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert. Von den auf Rückstellungen entfallenden latenten Steuern wurden TEUR -1.184 (Vorjahr: TEUR 1.734) im Sonstigen Ergebnis erfasst. Ansonsten entsprechen die Veränderungen der Bilanzpositionen weitgehend den in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Beträgen.

(16) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die Langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen, darüber hinaus aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen, siehe dazu (19) Leasingverhältnisse.

(17) Kurzfristige Schulden

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Rückstellungen 4.502 1.768
Ertragsteuerschulden 2.787 3.198
Finanzielle Verbindlichkeiten 10.909 62.461
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 89.868 89.112
Sonstige Verbindlichkeiten 18.867 16.935
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.805 1.829
Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.418 8.735
Steuerschulden 4.729 4.175
Akquisitionsverbindlichkeiten 580 178
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 335 2.018

Die Finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber Kreditinstituten.

(18) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

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2010

TEUR
Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/

-verluste
Zinsgewinne/

-verluste
Kredite und Forderungen 67.794 -2.256 65.538 -373 401
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 - -
Derivate 445 - 445 617 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 220.788 -560 220.228 -5.189 -5.008

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2011

TEUR
Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/

-verluste
Zinsgewinne/

-verluste
Kredite und Forderungen 112.287 -1.933 110.354 660 337
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 - -
Derivate 240 - 240 205 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 268.514 - 268.514 -7.533 -6.972

Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 148.870 (Vorjahr: TEUR 51.720). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthielten im Vorjahr ein Darlehen in Höhe von TEUR 50.973 zu einem Zinssatz von 4,55 %. Zum 31. Dezember 2011 beinhalten sie ein im Jahr 2013 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 130.114 mit einer marktüblichen Verzinsung auf Basis EURIBOR sowie ein ebenfalls im Jahr 2013 endfälliges Darlehen in Höhe von TEUR 18.756 auf Basis der Moscow Prime Offered Rate.

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.

Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen sowie der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden bestehen zum größten Teil aus Zinsen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.

Gemäß IFRS 7 sind Finanzinstrumente zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:

Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind die Derivate der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente fallen unter Stufe 3.

Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten:

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2010 davon entfallen auf Bilanzposten
EUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungs- mitteläquivalente Sonstige Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 65.538 - 331 39.868 12.811 12.528
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - - - -
Derivate 445 - - - - 445
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 220.228 - - - - -
Bilanzwert 1.677 331 39.868 12.811 12.973

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2010 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Derivate - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 51.720 62.461 89.112 16.935
Bilanzwert 51.720 62.461 89.112 16.935

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2011 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Zahlungsmittel und Zahlungs-

mitteläquivalente
Sonstige Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 110.354 - 285 55.051 10.554 44.464
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - - - -
Derivate 240 - - - - 240
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 268.514 - - - - -
Bilanzwert 1.677 285 55.051 10.554 44.704

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2011 davon entfallen auf Bilanzposten
TEUR Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
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Kredite und Forderungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte - - - -
Derivate - - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 148.870 10.909 89.868 18.867
Bilanzwert 148.870 10.909 89.868 18.867

Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2011 TEUR 7.388 (Vorjahr: TEUR 7.054), davon sind jedoch lediglich TEUR 2.821 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 2.851). Sie wurden in Höhe von TEUR 823 (Vorjahr: TEUR 883) wertberichtigt.

Sämtliche Forderungen und Kredite werden in dem Zeitpunkt, in dem sie als uneinbringlich eingestuft werden, wertberichtigt.

Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.

(19) Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2011 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operate-Leasing-Kontrakten auf TEUR 1.939 (Vorjahr: TEUR 1.325). Der Konzern mietet sowohl bewegliche als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operating-Lease-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating Lease
Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 2.352 2.072 -
(2010) (1.725) (3.869) (3.169)

Die Miet- und Leasingerträge aus Operating-Lease-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 245), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:

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TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operating Lease
Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen 245 274 60
(2010) (236) (294) (78)

Bei den Operating-Lease-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften erworben werden. Die Forderungen sind wie folgt fällig:

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
2011 81
2012 50 78
2013 49 63
2014 45 56
2015 40 56
2016 40
Danach (für 31.12.2010: 2016 und später) 44 52
Zukünftige Mindestleasingraten 268 386
abzüglich: Unrealisierte Erträge -75 -80
abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation - -51
Leasingforderung netto 193 255
abzüglich: Kurzfristiger Anteil -47 -55
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 146 200

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Förder- und Personenfahrzeuge, die von Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' geleast werden. Aufgrund der Gestaltung der Verträge ist dem Konzern das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen, daraus folgend eine entsprechende Erfassung in den Sachanlagen. Die betroffenen Leasingverträge haben Laufzeiten bis 2012. Für die einzelnen Verträge besteht ein Kaufrecht oder Verlängerungsrecht bei Ablauf des Leasingvertrags. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2011 TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 20).

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind fällig:

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TEUR 31.12. bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
2011 12 12 -
2010 45 32 13

Die Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
2011 34
2012 14 15
Zukünftige Mindestleasingraten 14 49
abzüglich: Unrealisierte Zinsaufwendungen -2 -4
Leasingverbindlichkeit netto 12 45
abzüglich: Kurzfristiger Anteil -12 -32
Langfristige Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing - 13

(20) Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Bestellobligo

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TEUR 31.12.2011 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre gesamt 31.12.2010
Investitionen 12.897 10.192 2.705 11.699
Rohstoffe 68.037 68.037 - 48.805
Dienstleistungen 9.257 7.370 1.887 5.769
Sonstige Beschaffungen 13.862 12.774 1.088 21.058

(21) Risiken und Sicherungsmaßnahmen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Lagebericht enthalten.

Marktrisiken

Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:

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TEUR Nominalwert Marktwert Buchwert Umgliederung vom Eigenkapital in GuV
31.12.2011 2.396 240 240 445
31.12.2010 3.885 445 445 617

Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Er wird mittels standardisierter finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Die Derivate sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten liegen keine vor.

Weiterhin existieren Zins- und Währungsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen.

So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2011 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 758 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 464).

Wenn der Euro zum 31. Dezember 2011 gegenüber sämtlichen Währungen um 10 % aufgewertet/abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 36 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 17 höher/niedriger). Nicht berücksichtigt sind hierbei Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren.

Die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA' wurden wie auf Seite 99 beschrieben ermittelt. Der jeweilige erzielbare Betrag reagiert besonders sensibel auf eine Veränderung der durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Eine Veränderung der als am wahrscheinlichsten angenommenen WACCs um +/- 50 Basispunkte würde die erzielbaren Beträge der einzelnen CGUs zwischen TEUR 3.327 und TEUR 6.470 verringern/TEUR 3.707 und TEUR 7.258 erhöhen. Auch die negative Auswirkung der zugrunde gelegten Sensitivitäten würde jeweils zu keinem Wertminderungsaufwand führen.

Kreditrisiken

Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2010 und 2011. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns, indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Kapitalmanagement

Die Finanzstruktur ist weiterhin von einer starken Eigenkapitalquote geprägt. Der Rückgang im Berichtsjahr von 34,8 % auf 33,0 % resultiert hauptsächlich aus einer höheren Bilanzsumme. Absolut gesehen erhöhte sich das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.673. Im Konzern wird ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Kapitalbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Hierfür existiert seit 2011 ein langfristiger Rahmenvertrag, auf Basis einer monatlich aktualisierten Liquiditätsplanung wird hieraus der jeweils benötigte Betrag abgerufen. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig.

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management-Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geographischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.

Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 491.414 (Vorjahr: TEUR 465.714).

Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 20.619 (Vorjahr: TEUR 23.505).

Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das Operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

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31.12.2011

TEUR
Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 384.517 84.742 42.774 - 512.033
Intersegmentäre Umsätze 428 71 1.033 -1.5321) -
Planmäßige Abschreibung 24.015 15.280 3.691 -8311) 42.155
Nichtzahlungswirksame Posten -6.652 -239 -350 - -7.241
Operatives Ergebnis 44.761 -8.161 1.923 -8671) 37.656
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.709 -3.612 -83 1.4741) -11.930
Zinsen und ähnliche Erträge 354 1.497 14 -1.4741) 391
Ertragsteuer -10.484 2.261 1.256 -121) -6.979
Investitionen 29.629 16.778 1.031 -4711) 46.967
Wertminderungen -2.186 - -164 - -2.350
Vermögenswerte 492.146 171.049 51.797 -168.4042) 546.588
Langfristige Vermögenswerte 176.303 109.668 24.925 10.3153) 321.211
Schulden 329.903 62.657 6.358 -32.5001) ,2) 366.418

1) Konsolidierung

2) Saldierung Latente Steuern (TEUR -5.740)

3) Umgliederung ,Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -232)

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31.12.2010

TEUR
Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen und Anpassungen Konzern
Außenumsatz 371.229 80.307 37.683 - 489.219
Intersegmentäre Umsätze 502 - - -5021) -
Planmäßige Abschreibung 22.201 12.254 5.959 -7721) 39.642
Nichtzahlungswirksame Posten -3.026 -112 -4.444 - -7.582
Operatives Ergebnis 47.893 1.608 -3.692 6341) 46.443
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.513 -3.103 -424 1.7831) -6.257
Zinsen und ähnliche Erträge 160 1.962 110 -1.7831) 447
Ertragsteuer -12.555 -989 -454 1211) -13.877
Investitionen 32.736 22.365 2.911 2631) ,2) 58.275
Wertminderungen - - -3.862 - -3.862
Vermögenswerte 446.108 162.436 49.876 -166.1871) ,3) 492.233
Langfristige Vermögenswerte 170.858 111.127 27.092 8.0041) ,4) 317.081
Schulden 298.435 43.427 8.850 -29.9761) ,3) 320.736

1) Konsolidierung.

2) Darstellung ,Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR 334)

3) Saldierung Latente Steuern (TEUR -4.209)

4) Umgliederung ,Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte' (TEUR -226)

G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Vorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG)

Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht - bei einer minimalen Schwankung von plus oder minus 1 % - dem derzeitigen Wert einer Saint-Gobain Aktie. Der Plan beinhaltet einen 20%igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 28. Februar und dem 25. März 2011 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden 2011 zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer mindestens 3-monatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 4,5 Millionen Aktien (Vorjahr: 5 Millionen Aktien) im Nennwert von EUR 4, im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 33 enthalten (Vorjahr: TEUR 19). Der darüber hinausgehende Vorteil für die Mitarbeiter wird mit Hilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei werden neben dem 20 %igen Rabatt die Kosten der Nichtübertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.

Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC 11.8 ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:

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PEG-Basisdaten 2011 2010
Gewährungsdatum 26.03. 29.03.
Sperrfrist (in Jahren) 5 5
Basispreis (in EUR) 43,13 35,88
Ausübungspreis (in EUR) 33,42 28,70
Basisrabatt 20,00 % 20,00 %
Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) 29,05 % 25,02 %
Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe 8.605 6.874
Kosten für Nichtübertragbarkeit
Fremdkapitalzinsen p. a. 6,50 % 6,33 %
Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. 2,86 % 2,29 %
Abwicklungskosten p. a. 0,25 % 0,25 %
Gesamte Kosten für Nichtübertragbarkeit (b) 16,97 % 17,73 %
Fair Value des Programms
je Aktie (a - b) 12,08 % 7,29 %
Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 4,04 2,09
Gesamt (in EUR) 34.752 14.377

Gratisaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte (FREE SHARE PLAN)

Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014
Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre.

Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betraf im Saint-Gobain Oberland Konzern 5 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.

Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, sie werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLANS basiert auf folgenden Annahmen:

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FREE-SHARE-PLAN-Basisdaten Mitarbeiter Führungskräfte
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 3.247 5
Anzahl auszugebender Gratisaktien 22.729 2.300
Gewährungsdatum 19.11.2009 19.11.2009
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 37,53 37,53
Kosten pro Aktie
Abwicklungskosten (in %) 41,99 % 41,99 %
Abwicklungskosten (in EUR) 15,76 15,76
Fair Value des Programms
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 21,77 21,77
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 494.810 50.071
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 107.301 11.473

Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte

Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2002 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).

Im Berichtsjahr wurden keine Aktienoptionen an die Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland-Gruppe gewährt (Vorjahr: 4 Personen).

Die Aktien wurden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Die Ausübung der gewährten Optionen ist an eine 4-jährige Sperrfrist gekoppelt. Die Gesamtlaufzeit des Optionsprogramms 2010 beträgt 10 Jahre, d.h., die Optionen müssen innerhalb der Frist ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie.

Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.

Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Modellberechnungen liegen als Annahme zugrunde:

Aktienkurs im Gewährungszeitpunkt = Ausübungspreis Vorjahr: EUR 35,19
Erwartete Volatilität des Aktienkurses Vorjahr: 39,10 %
Erwarteter Dividendenertrag Vorjahr: EUR 1,52
Mutmaßliche Laufzeit Vorjahr: 6 Jahre
Risikofreier Zinssatz Vorjahr: 2,52 %

Die erwartete Volatilität ergibt sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses aus den vergangenen 10 Jahren und beinhaltet auch die Volatilität der gehandelten Aktienoptionen. Zeiträume, in denen eine außergewöhnlich hohe Volatilität herrschte, werden hierbei nicht berücksichtigt.

2011 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 2). Der beizulegende Zeitwert der im Vorjahr gewährten Optionen betrug für Saint-Gobain Oberland TEUR 10.

Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:

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Jahr der Gewährung Typ Anzahl Aktienoptionen Ausübungspreis ausgeübt davon in 2011 verfallen
2001 Kauf 13.273 36,37 885 - 12.388
2002 Kauf 17.474 21,28 885 - -
2003 Neuzeichnung 15.484 32,26 4.866 - -
2004 Neuzeichnung 15.925 39,39 - - 4.423
2005 Neuzeichnung 14.377 41,34 - - 6.635
2006 Neuzeichnung 13.272 52,54 - - 5.529
2007 Neuzeichnung 15.484 64,72 - - 6.635
2008 Neuzeichnung 15.374 25,88 - - 3.318
2009 Neuzeichnung 4.000 36,34 - - -
2010 Neuzeichnung 2.380 35,19 - - -
2011 - - - - - -
Gesamt 127.043 38,59 6.636 - 38.928

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Jahr der Gewährung davon in 2011 verbleiben ausübbar nicht ausübbar Restlaufzeit in Monaten
2001 12.388 - - - -
2002 - 16.589 16.589 - 11
2003 - 10.618 10.618 - 23
2004 - 11.502 11.502 - 35
2005 - 7.742 7.742 - 47
2006 - 7.743 7.743 - 59
2007 - 8.849 8.849 - 72
2008 - 12.056 - 12.056 84
2009 - 4.000 - 4.000 96
2010 - 2.380 - 2.380 108
2011 - - - - -
Gesamt 12.388 81.479 63.043 18.436 48

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelten sich wie folgt:

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Bezeichnung Anzahl Aktien Nennwert EUR 4 Preis

in EUR
Ausstehende Optionen am 31.12.2009 103.432 36,87
gewährte Optionen 2010 2.380 35,19
ausgeübte Optionen 2010 -6.194 34,11
verfallene Optionen 2010 -5.751 42,72
Ausstehende Optionen am 31.12.2010 93.867 36,65
gewährte Optionen 2011 - -
ausgeübte Optionen 2011 - -
verfallene Optionen 2011 -12.388 36,37
Ausstehende Optionen am 31.12.2011 81.479 36,69
davon ausübbar 2011 63.043 38,83

Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr innerhalb des Aktienprogramms ,Attribution Gratuite d'Action' (AGA) den Führungskräften weitere 4.040 Aktien zugeteilt (Vorjahr: 2.310). Dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 9 Personen (Vorjahr: 5). Für den Erhalt der Aktien nach der Sperrfrist sind folgende Bedingungen zu erfüllen:

Ununterbrochene Zugehörigkeit zum Saint-Gobain Konzern während der Sperrfrist
Von der Gesamtzahl der Aktien sind wie auch im Vorjahr pro Person 100 Aktien ohne Ausübungsbedingung. Die Zuteilung der restlichen Aktien erfolgt entsprechend der Höhe der Kennzahl Return on Capital Employed (ROCE) der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte). Für die jeweils folgenden beiden Jahre wurden Intervalle des ROCE definiert, entsprechend dem Erreichungsgrad dieser Intervalle erfolgt die anteilige Zuteilung der Aktien. Wird das Mindestziel nicht erreicht, erfolgt keine weitere Zuteilung der Aktien.

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AGA-Basisdaten 2011 2010
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 9 5
Anzahl auszugebender Aktien 4.040 2.310
Gewährungsdatum 24.11.2011 18.11.2010
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 27,42 36,85
Kosten pro Aktie
Abwicklungskosten (in %) 36,73 30,44
Abwicklungskosten (in EUR) 10,07 11,22
Fair Value des Programms
beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 17,35 25,63
beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 70.094 59.205
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 1.775 14.791

2011 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen des Programms AGA bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 2).

H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.

Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Forderungen 239 141 32.643 -
Verbindlichkeiten 1.568 960 130.114 47.467
Erträge 8.331 2.564 28 1
Aufwendungen/Investitionen 7.500 3.156 2.398 231
Dividendenzahlung - - 11.600 23.200

Beziehungen zu den übrigen verbundenen und assoziierten Unternehmen

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
TEUR 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Forderungen 2.205 1.158 - 1
Verbindlichkeiten 510 2.864 - 53.443
Erträge 12.151 11.248 - -
Aufwendungen/Investitionen 3.966 8.238 1.265 2.668

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind. Sicherungsbeziehungen bestehen nicht.

Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:

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TEUR 2011 2010
Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats 84 84
Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands
Kurzfristig fällige Leistungen 1.625 1.593
davon variabler Bestandteil 251 280
Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung 191 157
Aktienbasierte Vergütung 84 15
Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 1.987 1.946
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen 8.033 8.665
Pensionszahlungen an diesen Personenkreis 549 558

Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Lagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

I. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:

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2011 2010
Technik/Produktion 3.088 3.426
Verwaltung/Vertrieb 234 263
3.322 3.689
Auszubildende 95 92
Gesamt 3.417 3.781

J. CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 14. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG (www.saint-gobain-oberland.de) veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER

Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 210) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.

L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor.

M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2011

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2011
I. Verbundene Unternehmen
Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland -153) 100,00 % Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO 0,00 % -53)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) ,2) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1) ,2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mine- ralnye Vody, Russland 1.7643) 95,64 % Saint-Gobain Oberland AG 65,92 % -3793)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4714) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % 124)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7783) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 373)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.3245) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % -2255)

1) in TEUR

2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

3) in Mio. RUB

4) in Mio. UAH

5) Angabe 2010 in TEUR

Der zum 31. Dezember 2011 gemäß § 315 a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde am 27. Februar 2012 vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Bad Wurzach, den 27. Februar 2012

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 27. Februar 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Prof. Dr. Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Balk, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

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TEUR 2011 2010
Umsatzerlöse 364.864 348.293
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.281 4.369
Andere aktivierte Eigenleistungen 143 206
Sonstige betriebliche Erträge 12.051 5.722
davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil (25) (25)
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 136.812 125.679
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 64.692 61.900
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 13.545 12.249
davon für Altersversorgung (1.092) (238)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 27.175 28.599
Sonstige betriebliche Aufwendungen 89.924 87.306
Erträge aus Beteiligungen 121 2.220
davon aus Ergebnisabführungsverträgen (-) (2.008)
davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen (59) (153)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 167 41
davon aus verbundenen Unternehmen (167) (31)
davon aus Abzinsung (-) (10)
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 14.000
Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.595 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.478 5.506
davon an verbundene Unternehmen (3.663) (3.037)
davon aus Abzinsung (3.040) (2.190)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 38.406 25.612
Außerordentliche Erträge - 115
Außerordentliche Aufwendungen 3.524 3.414
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10.685 9.982
davon an Organgesellschaften weiterbelastet (-) (887)
davon latente Steuern (602) (168)
Sonstige Steuern 521 298
Jahresüberschuss 23.676 12.033
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.728 1.695
Bilanzgewinn 25.404 13.728

Bilanz DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

AKTIVA

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 393 405
II. Sachanlagen 125.861 113.266
III. Finanzanlagen 145.809 155.589
272.063 269.260
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 53.884 50.889
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.210 24.101
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 41.061 10.557
72.271 34.658
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.516 4.163
130.671 89.710
C. Rechnungsabgrenzungsposten 256 184
Summe Aktiva 402.990 359.154
Passiva
TEUR 31.12.2011 31.12.2010
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 42.949 42.949
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 249 249
2. Andere Gewinnrücklagen 23.167 23.167
IV. Bilanzgewinn 25.404 13.728
117.769 106.093
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 210 235
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 50.762 34.695
2. Steuerrückstellungen 5.305 5.450
3. Sonstige Rückstellungen 24.352 22.210
80.419 62.355
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.419 18.841
2. Übrige Verbindlichkeiten 182.404 170.974
203.823 189.815
E. Rechnungsabgrenzungsposten - 488
F. Passive latente Steuern 769 168
Summe Passiva 402.990 359.154

Anhang zum Jahresabschluss DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2011

ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNG

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über ihre Nutzungsdauer von längstens 5 Jahren abgeschrieben. Auf eine Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird verzichtet.

Die Zugänge bei Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Ab 2010 neu angeschaffte Vermögensgegenstände werden gemäß ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear oder leistungsbezogen abgeschrieben. Diese beträgt bei Geschäfts- und Fabrikgebäuden längstens 50 Jahre, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden überwiegend in bis zu 12 Jahren abgeschrieben. Bereits vor dem Geschäftsjahr 2010 bestehende Vermögensgegenstände werden mit nach steuerlichen Abschreibungstabellen zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu EUR 410 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch auf Grundlage biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Beim zugrunde liegenden Rechnungszins für die Abzinsung handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz. Die Zuführung des durch das BilMoG verursachten Aufstockungsbetrages erfolgt ratierlich.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zu ihrem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftig anfallende Kosten- und Preissteigerungen werden berücksichtigt, sofern diese ausreichend objektivierbar sind. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden je Währung miteinander verrechnet. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet, unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt anhand des bilanzorientierten Konzepts der Einzeldifferenzierungsbetrachtung, d. h. einer Gegenüberstellung von handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Für die Steuerabgrenzung werden aktive und passive latente Steuern verrechnet. Ein passiver Überhang wird in der Bilanz ausgewiesen.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
TEUR Vortrag 01.01.2011 Zugänge aus Verschmelzung Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2011
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Immaterielle Vermögensgegenstände 1.686 - 119 12 8 1.809
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 92.363 28.745 1.438 714 247 123.013
Technische Anlagen und Maschinen 388.068 2.923 15.532 8.357 16.658 398.222
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.406 - 8.812 566 5.981 45.803
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.922 287 5.937 -9.649 - 7.497
Summe Sachanlagen 533.759 31.955 31.719 -12 22.886 574.535
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 183.912 1.534 178 - 11.492 174.132
Beteiligungen 2.188 - - - - 2.188
Summe Finanzanlagen 186.100 1.534 178 - 11.492 176.320
Anlagevermögen gesamt 721.545 33.489 32.016 - 34.386 752.664

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TEUR Abschreibungen kumuliert 31.12.2011 Buchwert 31.12.2011 Buchwert 31.12.2010 Abschreibungen Geschäftsjahr 2011 Zuschreibungen Geschäftsjahr 2011
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.416 393 405 143 -
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 88.602 34.411 26.858 2.573 -
Technische Anlagen und Maschinen 329.733 68.489 62.811 18.211 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.339 15.464 12.675 6.248 234
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 7.497 10.922 - -
Summe Sachanlagen 448.674 125.861 113.266 27.032 234
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000 144.132 153.912 - -
Beteiligungen 511 1.677 1.677 - -
Summe Finanzanlagen 30.511 145.809 155.589 - -
Anlagevermögen gesamt 480.601 272.063 269.260 27.175 234

VORRÄTE

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TEUR 2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.486 12.800
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 415 401
Fertige Erzeugnisse und Waren 39.983 37.688
Gesamt 53.884 50.889

Die Erhöhung des Bestandes an Fertigen Erzeugnissen ist im Wesentlichen mengenbedingt.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

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TEUR 2011 2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.210 24.101
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 33.433 4.756
Sonstige Vermögensgegenstände 7.628 5.801
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr (36) (35)
Gesamt 72.271 34.658

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten vor allem Finanzforderungen.

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.

Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre, Frankreich, und in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6 b EStG. Er wird gemäß den Übergangsregeln zum BilMoG in seiner bisherigen Form fortgeführt.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Folgende Prämissen werden in die Berechnung einbezogen:

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2011
Abzinsungsfaktor 5,13 %
Gehaltstrend 2,40 %
BBG-Trend 2,40 %
Rententrend 1,50 %
Fluktuationsrate 3,00 %

Die Übergangsregelung zum BilMoG wird in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag wird in den Folgejahren jährlich zu mindestens einem Fünfzehntel zugeführt. Ohne Inanspruchnahme der Übergangsregelung wäre eine Rückstellung für Pensionen und andere Verpflichtungen in Höhe von TEUR 57.052 zu passivieren. Aus dem Bilanzansatz in Höhe von TEUR 50.762 ergibt sich dadurch eine Unterdeckung von TEUR 6.290.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:

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TEUR 2011 2010
Personal 11.024 10.067
Vertrieb 2.385 2.657
Übrige 10.943 9.486
Gesamt 24.352 22.210

Die größten Positionen in den Personalrückstellungen stellen die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung und die Verpflichtungen aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis dar. Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen. Die Erhöhung ist vor allem in der Rückgabeverpflichtung für entgeltlich erworbene Emissionsrechte begründet.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die Sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 2.146.

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TEUR 2011 2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.419 18.841
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 48 83
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 46.975 46.988
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 131.925 119.993
Sonstige Verbindlichkeiten 3.456 3.910
davon aus Steuern (543) (565)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (318) (264)
Gesamt 203.823 189.815

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 130.000, von den Sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 75 im Jahr 2013 endfällig, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.

LATENTE STEUERN

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Wertansatz zum 31.12.2011
Latente Steuern
--- --- --- ---
TEUR Differenz Passiv Aktiv
--- --- --- ---
Maschinelle Anlagen -5.011 -1.513 -
Vorräte 224 - 68
Rückstellungen 2.130 - 643
Organgesellschaften 109 - 33
Gesamtsummen -1.513 744
Saldo -2.548 -769 -
Steuersatz kombiniert 30,2 %

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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TEUR 2011 2010
Mietverträge und Leasingverträge 3.168 6.377
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe ( - ) (2.976)
Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen 14.540 13.679
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (465) (1.752)
Gesamt 17.708 20.056

Derivative Finanzinstrumente

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TEUR Nominalwert zum 31.12.2011 Marktwert zum 31.12.2011 Buchwert Rückstellungen
Warenderivate (Swaps) 2.396 240 -

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren ermittelt.

Sonstige Geschäfte und Rechte

Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert, der Zeitwert zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 187.

Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

UMSATZERLÖSE

Aufteilung nach Bereichen

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MIO. EUR 2011 2010
Glas 364,1 347,5
Technisches Geschäft 0,8 0,8
Gesamt 364,9 348,3

Aufteilung nach Regionen

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MIO. EUR 2011 2010
Inland 274,0 259,7
Europäische Union (ohne Inland) 83,7 84,7
Übriges Europa 3,9 2,7
Sonstiges Ausland 3,3 1,2
Gesamt 364,9 348,3

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Es handelt sich insbesondere um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen, erhaltene Gutschriften sowie um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen. Im Berichtsjahr kamen zudem Erträge aus Versicherungsfällen, die Auflösung von Wertberichtungen auf Forderungen sowie die Erträge aus der Veräußerung von Emissionsrechten hinzu.

PERSONALAUFWAND

Der Anstieg des Personalaufwands ist überwiegend in der Tariferhöhung zum 01. Januar 2011 begründet.

Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:

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2011 2010
Technik/Produktion 1.219 1.238
Verwaltung/Vertrieb 92 89
1.311 1.327
Auszubildende 95 92
Gesamt 1.406 1.419

ABSCHREIBUNGEN

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 840 vorgenommen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Die Erhöhung ist überwiegend auf die gestiegenen Transportkosten zurückzuführen.

AUSSERORDENTLICHE AUFWENDUNGEN

Aus der Verschmelzung der Tochtergesellschaft Ruhrglas GmbH, Essen, resultierte ein Verschmelzungsverlust in Höhe von TEUR 2.738. Die Inanspruchnahme der Übergangsregelung für Pensionsrückstellungen nach BilMoG verursachte Aufwendungen in Höhe von TEUR 786.

STEUERN

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das gewöhnliche Ergebnis sowie die aus der BilMoG-Umstellung resultierenden Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im außerordentlichen Bereich.

CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 14. Dezember 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist sie auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG unter www.saint-gobain-oberland.de der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht worden.

BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 1.625 (Vorjahr: TEUR 1.593), davon als variabler Bestandteil TEUR 251 (Vorjahr: TEUR 280). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 6.315 (Vorjahr: TEUR 6.232) rückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 549 (Vorjahr: TEUR 558).

Die Mitglieder des Vorstands partizipieren zusätzlich zu diesen Bezügen an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris. Die Optionspläne gliedern sich wie folgt:

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Anzahl ausstehender Aktien/ Optionen 31.12.2010 Anzahl gewährter Aktien/ Optionen 2011 Anzahl ausgeübter Aktien/ Optionen 2011 Anzahl verfallener Aktien/ Optionen 2011 Anzahl ausstehender Aktien/ Optionen 31.12.2011 Dienstzeitaufwand in TEUR 2011
Stock-Options Management 93.867 - - -12.388 81.479 58
FREE SHARE PLAN 2009 Management 2.300 - - - 2.300 11
AGA 2010 2.080 - - - 2.080 13
AGA 2011 - 2.840 - - 2.840 1
Gesamt 98.247 2.840 - -12.388 88.699 83

Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2011 abgesehen.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den Abschlussprüfer KPMG sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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TEUR 2011 2010
Art der Honorare
Prüfungshonorare 174 180
Prüfungsnahe Honorare 10 10

ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2011

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2011
I. Verbundene Unternehmen
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.5341) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -2)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 1.7643) 94,33 % Saint-Gobain Oberland AG 65,92 % -3793)
Private JSC ,CONSUMERS-SKLO-ZORYA', Rivne Oblast, Ukraine 4714) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % 124)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.7783) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 373)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.3245) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % -2255)

1) in TEUR

2) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag

3) in Mio. RUB

4) in Mio. UAH

5) Angabe 2010 in TEUR

Bad Wurzach, den 27. Februar 2012

Der Vorstand

Bestätigungsvermerk DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:

"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

München, den 27. Februar 2012

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Prof. Dr. Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Balk, Wirtschaftsprüfer

Finanzkalender

FINANZKALENDER 2012

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Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 31. März 03. Mai 2012
Hauptversammlung 10. Mai 2012
Veröffentlichung Zwischenbericht zum 30. Juni 02. August 2012
Veröffentlichung Zwischenmitteilung zum 30. September 06. November 2012

WKN 685160

ISIN DE0006851603

Kontakt, Impressum

Ansprechpartner

Saint-Gobain Oberland AG

Cornelia Banzhaf

Public Relations

Oberlandstraße

88410 Bad Wurzach

Telefon +49 7564 18-255

Telefax +49 7564 18-90255

E-Mail: [email protected]

Herausgeber

Saint-Gobain Oberland AG

Postfach 1160

88404 Bad Wurzach

Oberlandstraße

88410 Bad Wurzach

Telefon +49 7564 18-0

Telefax +49 7564 18-600

E-Mail: [email protected]

www.saint-gobain-oberland.de

Konzept und Realisation

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Der Druck dieses Geschäftsberichts erfolgte klimaneutral.

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