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Verallia Deutschland AG

Annual Report Apr 27, 2010

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Annual Report

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Saint-Gobain Oberland AG

Bad Wurzach

Geschäftsbericht 2009

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Zwischen dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG fand im Berichtszeitraum wie in der Vergangenheit ein offener Dialog statt. Auch im Geschäftsjahr 2009 nahm der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr. Dabei hat er die Arbeit des Vorstands auf der Grundlage der regelmäßigen schriftlichen und mündlichen Berichte überwacht und ihn bei der Leitung des Unternehmens beratend begleitet. Der Vorstand informierte das Aufsichtsgremium hierzu zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements der Gesellschaft, das sich unter anderem auf das Interne Kontrollsystem stützt, sowie der Beteiligungsgesellschaften in Russland und der Ukraine. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab. Dem Aufsichtsrat wurden die Informationen stets rechtzeitig zur Verfügung gestellt und es wurde ihm damit ermöglicht, fundierte Entscheidungen zu treffen und seinen Überwachungspflichten - wie beispielsweise dem Erkennen von Interessenkonflikten - nachzukommen. Die Diskussionen und der Informationsaustausch fanden sowohl innerhalb als auch außerhalb der Sitzungen statt. Soweit Entscheidungen des Vorstands eine Zustimmung des Aufsichtsrats erforderten, hat sich dieser mit den jeweiligen Themen entsprechend befasst.

Der Aufsichtsrat tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr in vier ordentlichen Sitzungen, jeweils einmal im Quartal. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats waren bei allen vier Sitzungen anwesend. Entsprechend den Tagesordnungen der Sitzungen wurden stets der aktuelle Geschäftsverlauf inklusive der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft mitsamt ihren Tochtergesellschaften, die Markt- und Branchensituation sowie die kurz- bis mittelfristige Planung und strategische Weiterentwicklung thematisiert und diskutiert. Am 23. September bzw. 9. Dezember 2009 hat sich der Aufsichtsrat darüber hinaus mit der Einführung einer Compliance-Struktur sowie dem Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Die im Kodex enthaltenen Vorschläge wurden, soweit sie für die gute Unternehmensführung als wichtig erachtet wurden, umgesetzt. Abweichungen von den Vorgaben wurden erläutert und die Entsprechenserklärung 2009 verabschiedet. Sie ist sowohl auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG als auch in diesem Bericht ab Seite 15 veröffentlicht.

Weitere eilbedürftige Beschlüsse wie die Ernennung von Herrn Stefan Jaenecke zum neuen Vorstandsvorsitzenden sowie die Bestellung von Herrn Jorma Turpeinen zum Vorstandsmitglied für das Ressort Osteuropa hat der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit außerhalb von Sitzungen im schriftlichen Verfahren kurzfristig gefasst. Anlässlich der Umstrukturierung des Vorstands wurde in der Sitzung vom 14. Mai 2009 auch ein entsprechend angepasster Geschäftsverteilungsplan beschlossen.

Das Mandat von Herrn Marcus B. Teschner als Vorstandsmitglied für das Ressort Finanzen, Controlling, IT und Einkauf wurde in der Sitzung vom 14. Mai 2009 um drei weitere Jahre verlängert.

Aus Sicht des Gremiums sind alle wesentlichen Themen im Aufsichtsrat behandelt worden.

Sowohl die strukturelle als auch die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsratsgremiums blieb im Berichtsjahr unverändert.

Wie in der Vergangenheit unterzog sich der Aufsichtsrat - in Abwesenheit des Vorstands - auch im Jahr 2009 wieder einer Effizienzprüfung in Form einer Selbstevaluierung. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die Themen Zusammensetzung des Aufsichtsrats einschließlich der Diskussion über und Feststellung des fortgesetzten Vorhandenseins eines unabhängigen Finanzexperten, Vollständigkeit und Regelmäßigkeit der Berichterstattung durch den Vorstand sowie die Organisation seiner Arbeit bzw. deren Inhalte. Im Ergebnis stellte der Aufsichtsrat fest, dass sich aus der Evaluierung kein Änderungsbedarf für die Arbeit sowie zur Effizienzverbesserung des Aufsichtsrats ergeben hat.

In diesem Zusammenhang wurde auch wiederholt über die Bildung weiterer Ausschüsse des Aufsichtsrats wie beispielsweise eines Prüfungsausschusses beraten. Hierauf wurde im Ergebnis verzichtet, da eine gesetzliche Vorgabe hierzu bisher nicht vorliegt und ohnehin nach wie vor sämtliche Sachverhalte der Beratungen ohne Weiteres vertrauensvoll und erschöpfend im Gesamtgremium behandelt werden konnten und können. Daher stützt sich der Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers auch nicht auf die Empfehlung eines Prüfungsausschusses, sondern wurde im Plenum gefasst.

Der Personalausschuss, der sich aus den Mitgliedern Paul Neeteson, Dieter Müller und Jeröme Fessard zusammensetzt, trat im Berichtsjahr nicht zusammen.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind in den Notes des Konzernabschlusses in diesem Geschäftsbericht auf Seite 133 sowie in der Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft dargestellt. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurde vom Aufsichtsrat geprüft und erörtert und für gerechtfertigt erachtet. Dies hat das Aufsichtsratsgremium einstimmig beschlossen.

Vor dem Hintergrund der vom Gesetzgeber weiter konkretisierten Überwachungsaufgaben des Aufsichtsrats (vgl. § 107 Abs. 3 AktG) wurde besonderes Augenmerk auf die Finanzberichterstattung, die Abschlussprüfung und die unternehmerischen Kontrollsysteme gelenkt. Insbesondere die Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems sowie die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers waren Gegenstand von Erörterungen im Aufsichtsratsplenum.

Der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die von der Hauptversammlung erneut zum Abschlussprüfer gewählt wurde, hat den Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG und den Konzernabschluss ebenso wie den zusammengefassten Lagebericht der Saint-Gobain Oberland AG und des Konzerns geprüft und hierzu jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der die Bilanz feststellenden Sitzung am 17. März 2010 vorgelegen. Die entsprechenden Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung mit den dort anwesenden verantwortlichen Wirtschaftsprüfern ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat stimmt dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG sowie den Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG. Damit ist der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG entsprechend § 172 Abs. 1 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Lagebericht sowie den Ausführungen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens schließen wir uns an. Der Vorstand hat im Lagebericht auf Seite 51 die Angaben gemäß § 289 HGB und § 315 HGB gemacht. Diese Erläuterungen wurden von uns geprüft.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung eine Dividende von 24 Euro pro Aktie vorschlagen, um der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens Rechnung zu tragen und die Aktionäre daran Anteil haben zu lassen.

Nach wie vor hält die Compagnie de Saint-Gobain in Paris auch im Berichtsjahr unverändert die Mehrheit der Saint-Gobain Oberland Aktien. Aus diesem Grund hat der Vorstand gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2009 den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen vorgelegt. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat hierzu nach § 313 AktG einen Prüfungsbericht erstellt.

Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk im Prüfungsbericht lautet wie folgt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den entsprechenden Prüfungsbericht gemäß § 314 AktG ebenfalls geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis hierzu keine Einwände.

Die Saint-Gobain Oberland AG konnte trotz Finanz- und Wirtschaftskrise ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Hierfür spricht der Aufsichtsrat allen seinen besonderen Dank und seine Anerkennung aus. Dies war nur durch außergewöhnliches Engagement und besondere Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie des Vorstands möglich.

Bad Wurzach, im März 2010 Der Aufsichtsrat

Paul Neeteson, Vorsitzender

BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE

Die Saint-Gobain Oberland ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und unterliegt den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Überwachung von Aktiengesellschaften. Die Verwaltung der Gesellschaft wird danach durch das duale Führungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat wahrgenommen. Führung und Überwachung der Saint-Gobain Oberland orientieren sich am Deutschen Corporate Governance Kodex, der jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst wird.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex dient der Einhaltung allgemein anerkannter Standards für gute Unternehmensführung. Eine gute Corporate Governance bildet daher einen wesentlichen Baustein für einen langfristigen Unternehmenserfolg. Sie wird von der Saint-Gobain Oberland AG im Sinne einer verantwortungsvollen und wertorientierten Unternehmensführung mit angemessenem Risikomanagement verstanden. Darüber hinaus stärkt sie die Transparenz der Unternehmensinformationen und bekräftigt dadurch das Vertrauen der Anteilseigner, aber auch der Arbeitnehmer, Kunden und Lieferanten in das Unternehmen. Die Saint-Gobain Oberland AG ist daher bestrebt, die Corporate Governance auch innerhalb des Unternehmens fortlaufend weiterzuentwickeln.

Nach § 161 AktG müssen Vorstand und Aufsichtsrat einmal jährlich eine Erklärung abgeben. Sie haben sich daher auch im Berichtsjahr wieder intensiv mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt und gemeinsam geprüft und entschieden, welche seiner Empfehlungen und Anregungen in der Anwendung bei der Saint-Gobain Oberland AG geboten und zur Erfüllung der Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung sinnvoll sind. Wie schon in den Vorjahren wird ein großer Teil der Empfehlungen umgesetzt. Aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten, insbesondere wegen der Einbindung der Gesellschaft in den an 96,7 % des Kapitals beteiligten Saint-Gobain Konzern, der geringen Anzahl außen stehender Aktionäre und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens, wird in einigen begründeten Ausnahmefällen von den Empfehlungen abgewichen.

In der Aufsichtsratssitzung im Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Saint-Gobain Oberland AG eine gemeinsame Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG in der bis zum 18. Juni 2009 und in der ab diesem Zeitpunkt geltenden Fassung verabschiedet. Sie ist im Originalwortlaut anschließend an diesen Bericht abgedruckt. Diese Erklärung und die Einhaltung der Empfehlungen wurden durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Corporate Governance Bericht wurde von beiden Organen am 17. März 2010 verabschiedet.

Der Aufsichtsrat setzt sich nach dem Drittelbeteiligungsgesetz zusammen und besteht aus neun Mitgliedern. Er ist in seiner derzeitigen Besetzung bis zum Ende der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beschließt. Es ist kein Prüfungsausschuss gebildet.

Jede Aktie der Saint-Gobain Oberland AG besitzt eine Stimme. Zur Teilnahme an der Hauptversammlung sind diejenigen Aktionäre berechtigt, die den Besitz ihrer Aktien am so genannten ,Record Day', dem gesetzlichen Stichtag, - dieser fällt in diesem Jahr auf den 27. April 2010 - nachweisen können und sich nach den aus der Satzung des Unternehmens ergebenden Konditionen zur Teilnahme angemeldet haben.

Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG fand am 14. Mai 2009 in Bad Wurzach statt. Mehr als 250 Aktionäre und Aktionärsvertreter haben teilgenommen und ihr Stimmrecht ausgeübt. Die rechnerische Präsenz des Aktienkapitals lag bei 97,11 %. Bis auf einen wurden alle zur Abstimmung gestellten Tagesordnungspunkte einstimmig, ohne Gegenstimmen und Enthaltungen, beschlossen. Die nächste Hauptversammlung wird am 18. Mai 2010 ebenfalls wieder in Bad Wurzach sein.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsabhängigen und fixen Bestandteilen zusammen. Zusätzlich erhalten die Vorstände Sachbezüge und Bezüge für die Altersversorgung. Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen wurden von der Saint-Gobain Oberland AG nicht ausgegeben. Zu Einzelheiten sowie zur Vergütung des Aufsichtsrats wird auf den Lagebericht, Seite 86, und die Notes zum Konzernabschluss auf Seite 133 dieses Geschäftsberichts verwiesen.

Von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden keine Beratungsleistungen gegen Honorar erbracht. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl an unabhängigen Mitgliedern an. Interessenkonflikte sind auch im Geschäftsjahr 2009 nicht aufgetreten.

In den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sind die Rechte und Pflichten aus dem Deutschen Corporate Governance Kodex verankert. Aufgrund der veränderten Organisationsstruktur innerhalb des Vorstandsgremiums wurde dessen Geschäftsordnung entsprechend angepasst; die für den Aufsichtsrat blieb unverändert.

Bezüglich Compliance unterliegt die Saint-Gobain Oberland AG vollständig dem Programm, das für den Saint-Gobain Konzern erarbeitet und eingeführt wurde. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch auf unserer Internetseite www.saint-gobain-oberland.de in der Erklärung zur Unternehmensführung.

Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG zum 31. Dezember 2009 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, der Jahresabschluss der Saint-Gobain Oberland AG für das Geschäftsjahr 2009 nach den Rechnungslegungsvorschriften des Deutschen Handelsgesetzbuches (HGB).

Die Änderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden in 2009 dem Wahlrecht folgend nicht vorzeitig angewendet. Lediglich die verpflichtend nach BilMoG im Anhang des Abschlusses durchzuführenden Anpassungen werden umgesetzt.

Die Hauptversammlung 2009 ist dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und hat die KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 gewählt. Der Prüfungsauftrag wurde durch den Aufsichtsrat erteilt.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Vorstand und Aufsichtsrat haben mit Beschluss vom 9. Dezember 2009 folgende Entsprechenserklärung nach § 161 AktG für das Geschäftsjahr 2009 abgegeben:

"Die Saint-Gobain Oberland AG hat den Empfehlungen der ,Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex' für das Geschäftsjahr 2009 in ihrer Fassung vom 6. Juni 2008 unter Maßgabe der Entsprechenserklärung vom 10. Dezember 2008 entsprochen und wird ihnen in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprechen* :

2.3.2 Die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen wurde nicht auf elektronischem Wege übermittelt. In Zukunft wird dies auf Anfrage erfolgen.

2.3.3 Ein Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre wurde und wird vor der Hauptversammlung nicht bestellt.

4.2.2 Ein Beschluss über das Vergütungssystem des Vorstands und eine regelmäßige Überprüfung erfolgten und erfolgen nicht.

4.2.3 Die variablen Vergütungsteile hatten und haben keine mehrjährige Bemessungsgrundlage. Als variable Vergütungskomponenten wurden und werden keine Aktien der Saint-Gobain Oberland AG ausgegeben. Eine nachträgliche Änderung von Erfolgszielen bei der variablen Vergütung von Vorstandsmitgliedern ist insoweit nicht ausgeschlossen, als unterjährig veränderten Umständen Rechnung getragen werden kann.

4.2.4 Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wurde und wird nicht individualisiert offengelegt.

4.2.5 Ein individualisierter Vergütungsbericht wurde und wird nicht erstellt.

5.3 Im Aufsichtsrat sind und werden außer dem Personalausschuss keine weiteren fachlichen Ausschüsse gebildet; ein Prüfungsausschuss bestand und besteht nicht.

5.4.3 Die Wahlen zum Aufsichtsrat in der Hauptversammlung am 22. Juni 2005 wurden nicht als Einzelwahl, sondern ,en bloc' durchgeführt.

* Nummerierung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

5.4.6 Vorsitz und Mitgliedschaft in Ausschüssen wurden und werden bei der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht berücksichtigt. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhielten und erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder wird derzeit im Corporate Governance Bericht nicht individualisiert ausgewiesen. Hieran wird festgehalten.

7.1.2 Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2009 wurde vom Aufsichtsrat vor Veröffentlichung nicht mit dem Vorstand erörtert.

7.1.3 Der Corporate-Governance-Bericht enthält keine Angaben zu Aktienoptionsprogrammen oder ähnlichen Anreizsystemen der Gesellschaft."

Die wesentlichen Gründe für die Nichtentsprechens-Tatbestände liegen in der geringen Anzahl außen stehender Aktionäre, der Einbindung der Gesellschaft in den Saint-Gobain Konzern und der dadurch bedingten geringen finanzmarktlichen Orientierung des Unternehmens.

Im Einzelnen führen folgende Gründe zur Nichtanwendung der vorgenannten Empfehlungen:

2.3.2 Es lagen keine Anfragen vor, die die Übermittlung der Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den entsprechenden Unterlagen auf elektronischem Wege veranlasst hätten.

2.3.3 Die Bestellung eines Vertreters zur Stimmabgabe vor der Hauptversammlung ist angesichts der geringen Anzahl von Aktionären und des damit verbundenen Aufwands nicht sinnvoll.

4.2.2 Das System zur Vergütung der Vorstände entspricht den konzerninternen Regelungen und Richtlinien der Compagnie de Saint-Gobain. Der Aufsichtsrat verzichtet daher auf eine zusätzliche Beschlussfassung und regelmäßige Überprüfung.

4.2.3 Die Möglichkeit der Änderung von Erfolgszielen soll angesichts der schnellen Veränderungen in den Märkten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Neben der fixen und der variablen Vergütung können die Mitglieder des Vorstands ,stock options' des Hauptaktionärs erhalten und können an seinem Aktiensparprogramm teilnehmen. Damit besteht ein Anreizsystem für langfristig orientiertes Handeln.

4.2.4 Die Hauptversammlung der Saint-Gobain Oberland AG hat am 31. Mai 2006

+ 4.2.5 beschlossen, die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert offenzulegen. Daher wurde und wird auch kein individualisierter Vergütungsbericht erstellt.

5.3 Die Bildung von weiteren Ausschüssen erscheint angesichts des überschaubaren Umfangs des Unternehmens und der Größe des Aufsichtsrats nicht erforderlich.

5.4.3 Zum Zeitpunkt der letzten Aufsichtsratswahlen war es gängige Praxis, die Mitglieder des Aufsichtsrats ,en bloc' wählen zu lassen. Die nächsten Wahlen zum Aufsichtsrat werden als Einzelwahl durchgeführt.

5.4.6 Eine gesonderte Vergütung der Ausschusstätigkeit sowie eine variable Vergütung sind satzungsmäßig nicht vorgesehen.

7.1.2 Eine Erörterung des Zwischenberichtes zwischen Aufsichtsrat und Vorstand würde im Rahmen einer ordentlichen Aufsichtsratssitzung vorgenommen, sofern diese zeitlich vor der Veröffentlichung stattfinden würde. Eine rechtzeitige Vorabinformation war sichergestellt.

7.1.3 Aktienoptionsprogramme oder ähnliche Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Im Rahmen des Geschäftsberichts soll auch über die Corporate Governance der Gesellschaft berichtet werden.

Bad Wurzach, den 9. Dezember 2009

Für den Vorstand

Stefan Jaenecke

Für den Aufsichtsrat

Paul Neeteson

ORGANE DER GESELLSCHAFT 2009

VORSTAND

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Stefan Jaenecke Vorstandsvorsitzender (ab 17.04.2009), Bad Waldsee
Michael G. Prechtl Vorstandsvorsitzender (bis 02.04.2009), Bad Wurzach
Dirk De Meulder Stellvertretender Vorstandsvorsitzender (bis 06.05.2009), Bad Wurzach
Thomas Beyer Personal, Bad Waldsee
Wolfgang Brauck Vertrieb, Bad Wurzach
Marcus B. Teschner Finanzen, Ravensburg
Jorma Turpeinen Osteuropa (ab 06.05.2009), Moskau
Roland Unfried Technik, Bad Waldsee

AUFSICHTSRAT

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Paul Neeteson Vorsitzender Generaldelegierter für Mittel- und Nordeuropa der Compagnie de Saint-Gobain, Aachen
Dieter Müller Stellvertretender Vorsitzender Betriebsrat, Essen
Dr. Hans-Peter Binder Direktor der Deutschen Bank AG i. R., Berg
Bernhard Dausend Betriebsrat, Neuburg a. d. Donau
Jérôme Fessard Präsident des Verwaltungsrats der Saint-Gobain Emballage S.A., Paris
Dr. Werner Futter Rechtsanwalt, Stuttgart
Udo Glinka Betriebsrat, Bad Wurzach
Jean-Dominique Grégoire Finanzdirektor der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen
Matthias Zenner Chefsyndikus der Compagnie de Saint-Gobain, Zweigniederlassung Deutschland, Aachen

MITGLIEDSCHAFTEN IN WEITEREN GESETZLICH ZU BILDENDEN AUFSICHTSRÄTEN SOWIE IN VERGLEICHBAREN IN- UND AUSLÄNDISCHEN KONTROLLGREMIEN

Aufsichtsrat

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Paul Neeteson Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen
Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Vorsitzender des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN RIGIPS GmbH, Düsseldorf
Dr. Hans-Peter Binder Vorsitzender des Aufsichtsrats DIERIG HOLDING AG, Augsburg
Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE AG, München
Mitglied des Aufsichtsrats KNORR-BREMSE SYSTEME FÜR NUTZFAHRZEUGE GmbH, München
Mitglied des Aufsichtsrats DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrats DEUTSCHE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT FONDS III GmbH, Frankfurt am Main
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats FABER-CASTELL AG, Stein
Mitglied des Verwaltungsrats A.W. FABER-CASTELL UNTERNEHMENSVERWALTUNG GmbH & Co., Stein
Mitglied des Aufsichtsrats BAUER COMP Holding AG, München
Jerôme Fessard Vorsitzender des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN EMBALLAGE S.A., Frankreich
Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN VICASA S.A., Spanien
Mitglied des Verwaltungsrats SAINT-GOBAIN MONDEGO S.A., Portugal
Jean-Dominique Grégoire Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN GLASS Deutschland GmbH, Aachen
Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen
Matthias Zenner Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN AUTOGLAS GmbH, Aachen
Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN Building Distribution Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Mitglied des Aufsichtsrats SAINT-GOBAIN ISOVER G+H Aktiengesellschaft, Ludwigshafen

LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT 2009

DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Die Saint-Gobain Oberland AG prägt maßgeblich den Geschäftsverlauf des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Der Lagebericht für Konzern (Oberland) und AG wird deshalb zusammengefasst. Der Konzernabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde für das Geschäftsjahr 2009 nach den Vorschriften der IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der Saint-Gobain Oberland AG wurde nach dem HGB aufgestellt.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Unternehmensstruktur

Seit 1998 ist die Saint-Gobain Oberland AG zu 96,7 % im Besitz der Compagnie de Saint-Gobain, Paris. Sitz des Saint-Gobain Oberland Konzerns ist Bad Wurzach.

Organisationsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Saint-Gobain Oberland AG blieb im Berichtsjahr unverändert. Die Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, hält nach wie vor 96,7 % der Anteile am Grundkapital in Höhe von 26,0 Mio. Euro. Die übrigen 3,3 % sind weiterhin im Streubesitz von Privatanlegern. Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Die deutschen Produktionsstätten befinden sich in Bad Wurzach, Neuburg, Essen und Wirges im Westerwald. Weitere Standorte sind die Werke Kavminsteklo im Nordkaukasus und Kamyshin bei Wolgograd in Russland sowie das Werk Zorya in Rivne, Ukraine. Die Beteiligung an der russischen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO wurde im Jahresverlauf von 89,9 % auf 94,3 % weiter aufgestockt. Für einen Teil der verbleibenden Anteile der Minderheitsaktionäre besteht eine Verkaufsoption an Oberland bis zum 1. Juli 2012, danach besteht im Gegenzug eine Kaufoption seitens Oberland noch bis 2014.

Die Absicht von Saint-Gobain, die gesamte Verpackungssparte zu veräußern, bleibt grundsätzlich bestehen, aktuell ist der Verkaufsprozess aber ausgesetzt.

Kernmärkte

Deutschland

Oberland gehört zu den führenden Herstellern für Behälterglas in Deutschland. Produziert werden Flaschen und Konservengläser, mit denen die Hersteller der Getränke-und Nahrungsmittelindustrie im Inland und im angrenzenden Ausland beliefert werden. Als serviceorientiertes Unternehmen ist Oberland voll und ganz auf die Ansprüche und Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Das Unternehmen steht deshalb im permanenten Austausch mit den Entscheidern auf der Kundenseite und sieht sich dabei in der Position des innovativen Allround-Partners für Verpackungen in allen Glasbehältersegmenten.

Oberland ist in allen Marktsegmenten gut aufgestellt und dadurch ausgesprochen markt- und wettbewerbsfähig. Der strategische Fokus liegt auf speziellen Segmenten wie Wein, Sekt, Bier, Babynahrung und anderen Lebensmitteln, in denen Glasverpackungen ganz besonders als Verpackungsart geeignet sind.

Russland und Ukraine

Das strategische Ziel der Werke in Russland und der Ukraine ist, die bestehenden Marktpositionen in den Märkten zu sichern und auszubauen. Weiterhin besteht das Bestreben, die Standorte hinsichtlich Organisation, Prozessabläufen sowie Produktivität an die anspruchsvollen Saint-Gobain Standards heranzuführen, um so auch in diesen Ländern die Qualitätsanforderungen der internationalen Kunden erfüllen zu können. Dabei sind die Produktportfolios der Werke in Russland und der Ukraine auf bestimmte Märkte und Segmente spezialisiert. Das ukrainische Werk produziert ausschließlich Weißglas für Konservengläser und Spirituosenflaschen. In dem Werk in Kamyshin wird ebenfalls Weißglas produziert und damit vorrangig die Lebensmittelindustrie in Südrussland beliefert. In dem im Nordkaukasus gelegenen Werk werden überwiegend Grünglasflaschen für Mineralwasser, Wein und Sekt gefertigt.

Unternehmenssteuerung und Unternehmensstrategie

Nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes

Oberland setzt alles daran, bei Qualität, Produktivität, Arbeitssicherheit und Umweltschutz stetig voranzuschreiten. Das Unternehmen nutzt ein strategisches Qualitätsmanagement, um entsprechende Verbesserungen wirtschaftlich sinnvoll umsetzen zu können. Hierzu werden Kennziffern definiert und mit mittel- und langfristigen Maßnahmen verbunden, die zu kontinuierlichen Fortschritten bei der Produktbeschaffenheit führen. Darüber hinaus wird angestrebt, alle Geschäftsprozesse möglichst profitabel zu gestalten. Dies wird durch ein entsprechendes Zusammenspiel von effektivem Kostenmanagement und einem optimierten Produkt-Mix erreicht. Eine schlanke Organisation sowie die ständige Effizienzsteigerung der Produktion sind ebenfalls unverzichtbar.

Rahmenbedingungen

Global

Nach dem außerordentlichen Abschwung zu Beginn des Jahres stabilisierte sich die Weltwirtschaft in den Sommermonaten wieder. Es zeichnet sich bereits eine Verbesserung der globalen Lage ab. In einigen Schwellenländern waren deutliche Zuwächse in der Produktion zu verzeichnen. Die Industrieländer dürften den Tiefpunkt der weltwirtschaftlichen Rezession zumindest überwunden haben. Der Welthandel, der bis ins Frühjahr hinein rückläufig gewesen war, nahm im Sommer wieder deutlich zu.

Deutschland

Im Sommer 2009 hat sich die Konjunktur in Deutschland nach dem dramatischen Einbruch im vergangenen Winter stabilisiert, wenn auch auf deutlich reduziertem Produktionsniveau. Im Verlauf des zweiten Quartals 2009 erhöhten sich die Auftragseingänge und die Industrieproduktion leicht. Maßgebliche Impulse kamen von der privaten Konsumnachfrage. Sinkende Energiepreise, hohe Lohnabschlüsse des vergangenen Jahres, Steuersenkungen, erhöhte Transfers und wohl auch die Abwrackprämie bewirkten die Ausweitung der Haushaltsausgaben. Außerdem blieb über das Gesamtjahr 2009 durch die Kurzarbeitsregelung der Arbeitsmarkt relativ stabil. Der nun einsetzende Rückgang des Privatkonsums hängt mit der verschlechterten Erwartung am Arbeitsmarkt zusammen. Für das gesamte Jahr 2009 ergibt sich für die deutsche Wirtschaft ein Rückgang von ca. 5,0 %.

Die generelle Konjunktursituation hat keine eindeutig feststellbaren Auswirkungen auf den Verbrauch von Glasverpackungen, dennoch sind die Absätze mehrerer Produktsegmente unter Druck geraten. Dies gilt vor allem für die beiden Bereiche Bier und Wein.

Der Bierabsatz litt im ersten Quartal beim Export unter dem Einbruch der Zielmärkte, im zweiten Quartal unter den Wettereinflüssen in Deutschland. Weiterhin führten die Investitionsstopps seitens der Brauereien zu einem verstärkten Absatzrückgang bei Mehrwegflaschen.

Im Weinbereich wurde der Umsatzrückgang hauptsächlich durch das vorausgegangene Horten von Überbeständen verursacht. Dieser Sachverhalt entstand durch das bis Ende 2008 am Markt herrschende Gefühl einer Glasverknappung. Der Abbau dieses Bestands in 2009 führte zu einer deutlichen Absatzreduktion. Der Bereich Gläser blieb weiterhin stabil. Im deutschen Markt sank der Absatz insgesamt um 7,2 %.

Russland

Die weltweite Wirtschaftskrise hat die russische Wirtschaft beeinflusst. Der Einbruch der globalen Nachfrage nach Rohstoffen zusammen mit dem Verfall der Rohstoffpreise bewirkte einen massiven Rückgang der Exporterlöse. Sowohl Probleme im Finanzsektor als auch das Platzen der Spekulationsblase am Immobilienmarkt führten zu Einschränkungen der Investitionen. Die steigende Arbeitslosenquote und Kreditverknappung hatten eine gedämpfte Inlandsnachfrage zur Folge. Zum Jahresende 2009 konnte sich die russische Wirtschaft etwas erholen. Nach zweistelligen Produktionsrückgängen in der Industrie stabilisieren sich die wichtigsten ökonomischen Kennziffern auf niedrigem Niveau. Die Kreditvergabe kommt in Gang, das Vertrauen in den Rubel wächst, die Inflationsrate sinkt. Trotzdem liegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP), auf das Gesamtjahr 2009 gerechnet, bei 7,4 % im Minus.

Der Wechselkurs im Jahr 2009 verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr und erreichte zum 31. Dezember 2009 einen Schlusswert von 43,15 Rubel/Euro. Der Jahresverlauf lässt sich folgender Grafik entnehmen.

Wechselkurs Rubel/Euro

Durch die restriktive Kreditvergabe werden Liquiditätsprobleme verursacht, die auch wesentliche Glasverpackungsabnehmer in der Getränke- und Lebensmittelindustrie betreffen. Dieser Liquiditätsfaktor wirkte sich deutlich stärker beim Mengeneinbruch des Absatzes aus als die Kaufzurückhaltung der Endkonsumenten. Die Inflationsrate entwickelte sich seit Jahresbeginn rückläufig und betrug für 2009 ca. 11,8 %. Des Weiteren stieg im Berichtsjahr die Arbeitslosigkeit von 6,3 % im Vorjahr auf 8,8 % in 2009.

Ukraine

Die Ukraine leidet unter allen für Russland bekannten Kriseneffekten und eigene kamen noch hinzu. Somit stellt die Ukraine für Oberland das mit Abstand schwierigste Umfeld dar. Das Liquiditätsproblem kam hier wesentlich verstärkt zum Tragen, insbesondere während der Monate, in denen dem Staat der Bankrott drohte. Über Monate hinweg war Fremdfinanzierung nicht möglich.

Durch die Krise haben sich die bestehenden Probleme der Überkapazitäten im Glasbehältermarkt verstärkt. Das BIP-Wachstum von 2,1 % in 2008 ging auf ca. minus 13,5 % zurück. Dennoch zeichnete sich in den letzten Monaten in der ukrainischen Wirtschaft eine gewisse Stabilisierung ab, vor allem bedingt durch eine leichte Erholung der Nachfrage. Allerdings stellen die Wahlen im Januar 2010 ein Risiko für diesen Trend dar. Die Inflationsrate, die 2008 bei 25,2 % lag, hat sich rückläufig entwickelt, liegt im Berichtsjahr jedoch immer noch bei ca. 16,3 %. Der Kurs der Griwna gegenüber dem Euro bewegt sich auf ähnlichem Niveau wie 2008.

Im Folgenden der Kurs im Jahresverlauf:

Wechselkurs Griwna/Euro

Der Anstieg der Verbrauchssteuer für alkoholhaltige Getränke hat sich auf den Konsum von "legal" produzierten Spirituosen ausgewirkt. Schätzungen zufolge verringerte sich das Produktionsvolumen von Spirituosen im Jahr 2009 um 0,8 Mio. hl und liegt damit 14,0 % unter dem Vorjahreswert.

Geschäftsverlauf

Absatz

Die Absatz- und Umsatzziele konnten in 2009 nicht in vollem Umfang erreicht werden, was auf die konjunkturelle Situation zurückzuführen ist. In 2009 waren durch die Wannenbauten in Bad Wurzach, Essen und Mineralnye Vody Stillstände zu verzeichne dadurch verringerte sich die Produktion um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Marktsituation hat sich im Vergleich zum letzten Jahr verändert, von einer Unterdeckung ist nicht mehr die Rede. Besonders in diesen Zeiten werden Forderungen von Kunden an eine hohe Produktqualität und niedrige Preise laut.

Recyclingglas

Die Preise für Energie und Rohstoffe entspannten sich im Vergleich zu 2008. Ebenfalls beruhigte sich der Markt für Scherben, die in der Glasindustrie als Rohstoffe bei der Produktion eingesetzt werden, im Berichtsjahr etwas. Allerdings muss dabei nach einzelnen Glasfarben unterschieden werden. Bei Grünglas besteht ein Überangebot, die Farben Weiß und vor allem Braun sind aber weiterhin knapp - und entsprechend teuer. Nach wie vor erweist sich die vom Kartellamt bewirkte Auflösung der Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH (GGA) Ende 2007 als Erschwernis für die Scherbenversorgung. Tendenziell führte dies sowohl zu verminderten Scherbeneinsatzquoten bei der Glasherstellung als auch zu höherem Transportaufwand aufgrund der durch die neuen Ausschreibungsregeln verursachten Ströme im Scherbenkreislauf. Beide Effekte führten zu einem Anstieg der CO-Emissionen ohne zusätzliche Wertschöpfung.

Zusammenfassend ist die Geschäftsentwicklung durch die Krisensituation in 2009 nicht so günstig zu beurteilen wie in den Vorjahren, trotzdem aber positiv einzuschätzen.

ERGÄNZENDE ANGABEN NACH DEM ÜBERNAHMERICHTLINIEN-UMSETZUNGSGESETZ (§§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB)

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Vorschrift § 289 (4) Thema Angaben bzw. Verweis
1 Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das Grundkapital der Saint-Gobain Oberland AG beträgt zum 31.12.2009 unverändert 26,0 Mio. Euro, eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.
2 Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Für Aktien der Saint-Gobain Oberland AG gibt es keine Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen. Alle 1.000.000 Stückaktien der Saint-Gobain Oberland AG garantieren auf der Hauptversammlung je eine Stimme.
3 Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital Die Compagnie de Saint-Gobain hat der Gesellschaft gemäß § 20 (4) AktG angezeigt, dass ihr 96,7 % der Stimmrechte an der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnen sind, die direkt durch die Saint-Gobain Emballage S.A. gehalten werden.
4 Inhaber von Aktien mit Sonderrechten Für Inhaber von Aktien gelten keinerlei Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
6 Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über Satzungsänderungen Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Er kann stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands ernennen. Im Geschäftsjahr wurden diesbezüglich keine Satzungsänderungen vorgenommen.
7 Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien Derzeit besteht kein Ermächtigungsbeschluss zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien.
8 Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Für die Saint-Gobain Oberland AG liegen derzeit keinerlei Vereinbarungen vor.
9 Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand und Arbeitnehmern im Fall eines Übernahmeangebotes Mit Mitgliedern des Vorstands und Führungskräften bestehen keine Vereinbarungen hinsichtlich geldwerter Entschädigungen bei einem ,Change of Control' oder einer Übernahme der Gesellschaft.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist auf unserer Internetseite www.saint-gobain-oberland.de veröffentlicht.

Kapitalmarkt

Die Saint-Gobain Oberland Aktie

Die Saint-Gobain Oberland AG ist im General Standard gelistet und wird im Regulierten Markt in Frankfurt, Stuttgart und München gehandelt.

Kennzahlen zur Saint-Gobain Oberland Aktie (Kurs Frankfurt)

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in EUR 2009 2008 2007 2006
Ergebnis je Aktie 44,47 51,56 35,45 30,32
Dividende je Aktie 24,00* 26,00 22,00 14,80
Börsenkurs am 31.12. 400,00 386,39 418,05 410,50
Höchstkurs 428,50 480,00 480,30 450,00
Tiefstkurs 357,04 357,79 403,00 385,00

* Vorschlag des Aufsichtsrats und des Vorstands an die Hauptversammlung am 18. Mai 2010.

Im folgenden Diagramm wird der Kursverlauf abgebildet, allerdings wurde insgesamt in 2009 in Frankfurt nur ein Volumen von 1.718 Stück (Vorjahr: 3.947 Stück) gehandelt. Dieses relativ niedrige Handelsvolumen begründet sich durch den geringen Minderheitenanteil von nur 3,3 %, der sich im Streubesitz befindet. Die geringe Anzahl von gehandelten Aktien deutet darauf hin, dass Anleger die Saint-Gobain Oberland Aktie als langfristige Anlage betrachten.

Kurshistorie Saint-Gobain Oberland AG, 2009, Börsenplatz Frankfurt

Kurs in Euro

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Ertragslage

Konzern

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz verringerte sich bei Oberland von 556,5 Mio. Euro in 2008 auf 523,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Er liegt damit um 33,4 Mio. Euro oder 6,0 % unter dem Vorjahr. Dies ist zum einen bedingt durch einen rückläufigen Absatz an Behälterglas, die Tonnage verringerte sich um 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr, zum anderen durch gesunkene Umsätze im technischen Geschäft.

Der Gesamtabsatz in Deutschland sank um 4,4 %. Während sich der Bereich Flaschen rückläufig entwickelte, blieb der Bereich Gläser stabil. Der Export hatte wieder ein etwas größeres Gewicht, nachdem sich die Marktdynamik in Deutschland verlangsamte.

In Russland erhöhte sich der Umsatz primär durch die Integration von Kamyshin für das Gesamtjahr 2009 um 5,6 % von 81,8 Mio. Euro auf 86,3 Mio. Euro. Das Geschäft bei Saint-Gobain Kavminsteklo war weiterhin stabil. Das Unternehmen ist Marktführer für Wein- und Sektflaschen. Die getätigten Investitionen in neue Wannen der Jahre 2006 und 2007 funktionieren beispielhaft. Die neuen Wannen erzielen eine hohe Schmelzleistung sowie eine gute Ausbeute. In 2009 kam ein weiterer Wannenbau in Kavminsteklo hinzu.

Allerdings wirkte sich die Finanzkrise im Berichtsjahr dort stärker aus als bei Kamyshin oder in Deutschland, da die Kunden von Kavminsteklo mehr als andere auf funktionierende Finanzmärkte angewiesen sind.

In der Ukraine verringerte sich der Umsatz 2009 um 30,5 % auf 37,1 Mio. Euro. Die Preiserhöhung im Bereich Spirituosen wirkte sich negativ auf den Absatz einzelner Kunden aus, die sich daher entschieden haben, einen Teil der Produkte von anderen Lieferanten zu beziehen.

Das Management-Team konnte Vertrieb, Qualität und Effizienz verbessern. Unterstützt werden die lokalen Arbeitskräfte durch Fachleute aus Deutschland sowie aus dem gesamten Saint-Gobain Konzern.

Nach dem Sonderfaktor durch die Erstkonsolidierung von Kamyshin in 2008 ergab sich in 2009 ein Sondereffekt für den Umsatz aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die erstmalige Einbeziehung von Kamyshin im ersten Halbjahresumsatz.

AG

In der AG entwickelte sich der Umsatz stabil. Nach 395,0 Mio. Euro im Vorjahr verringerte er sich im Berichtsjahr auf 389,3 Mio. Euro. Das ist eine Verringerung von 5,7 Mio. Euro oder 1,4 %. Die Gründe hierfür liegen hauptsächlich in der Veränderung der Absatzmengen.

Konzern

Ergebnisentwicklung

Mit dem Umsatzrückgang sank auch das Ergebnis nach Steuern des Oberland Konzerns. Es verringerte sich um 13,8 % von 51,6 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 44,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Dies ist auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zurückzuführen und konnte auch durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises nicht kompensiert werden.

Trotz hoher Auslastung aller Produktionsstandorte und obwohl sich die Preise für Energie und Rohstoffe beruhigten, verringerte sich das Ergebnis. Die Krise hinterließ auch hier ihre Spuren. Die noch immer für bestimmte Glasfarben angespannte Situation auf dem Scherbenmarkt wirkte sich mehrfach negativ aus: Die Verknappung der Bestände und des Angebots führte zu höheren Preisen, hinzu kam durch die seit 2008 neu geltenden Ausschreibungsmodalitäten eine deutliche Verschlechterung des regionalen Farbmixes. Dies führte teilweise zu einem stärkeren Einsatz von Primärrohstoffen und damit zu einem erhöhten Energieverbrauch.

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern

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GuV des Konzerns
in TEUR 2009 2008 Veränderung
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 523.107 556.492 -6,0 %
Umsatzkosten -429.175 -459.037 -6,5 %
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -22.720 -20.945 8,5 %
Forschungs- und Entwicklungskosten -896 -860 4,2 %
Sonstige Erträge 10.071 6.929 45,3 %
Sonstige Aufwendungen -11.814 -3.900 202,9 %
Operatives Ergebnis 68.573 78.679 -12,8 %
Zinsaufwand -6.939 -8.404 -17,4 %
Zinsertrag 1.159 1.206 -3,9 %
Zinsergebnis -5.780 -7.198 -19,7 %
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 45 957 -95,3 %
Finanzergebnis -5.735 -6.241 -8,1 %
Ergebnis vor Steuern 62.838 72.438 -13,3 %
Ertragsteueraufwand -17.986 -16.627 8,2 %
Latenter Steuerertrag/-aufwand 4 -3.340 -100,1 %
Ertragsteuern gesamt -17.982 -19.967 -9,9 %
Jahresergebnis 44.856 52.471 -14,5 %
Anderen Gesellschaftern
zustehendes Ergebnis 384 909 -57,8 %
Konzernergebnis 44.472 51.562 -13,8 %

Sowohl die sonstigen Erträge als auch die sonstigen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Ursächlich hierfür sind hauptsächlich Transaktionen im Rahmen eines Grundstücksverkaufs und reduzierte operative Währungsgewinne der osteuropäischen Tochtergesellschaften.

Nach 14,1 % in 2008 liegt das Operative Ergebnis 2009 bei 13,1 % vom Umsatz. Dies ergibt einen absoluten Rückgang von 10,1 Mio. Euro oder 12,8 %.

Das Finanzergebnis veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr um +0,5 Mio. Euro. In 2009 konzentrierte sich der Zinsaufwand auf die AG. Durch die wegen der Akquisition von Kamyshin zum Jahresende 2008 gestiegene Verschuldung ergab sich in 2009 eine deutlich höhere Zinsbelastung. Mittelfristig werden sich die über die Poolfinanzierung an Oberland weitergereichten steigenden Finanzierungskosten des Saint-Gobain Konzerns ebenfalls auswirken. Der Zinsdeckungsgrad verändert sich somit von 12,6 in 2008 auf 12,0 in 2009.

Während sich die gesamten Ertragsteuern im Vergleich zu 2008 tendenziell analog zum Ergebnis vor Steuern entwickeln, tendiert das Ergebnis aus latenten Steuern aufgrund der Annäherung der lokalen Abschlüsse an das IFRS-Ergebnis gegen null.

AG

Der Jahresüberschuss der Saint-Gobain Oberland AG verringerte sich leicht von 26,2 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 24,3 Mio. Euro im Berichtsjahr. Einen Sondereinfluss stellte die Wertberichtigung auf die Anteile am ukrainischen Tochterunternehmen CJSC Consumers-Sklo-Zorya in Höhe von 16 Mio. Euro dar. Er konnte jedoch durch das deutlich höhere Betriebsergebnis kompensiert werden.

Das Betriebsergebnis erhöht sich um 40,4 % von 40,7 Mio. Euro auf 57,1 Mio. Euro, trotz eines leichten Umsatzrückgangs von 1,4 %. Die Steigerung ist vor allem auf den Rückgang beim Materialaufwand und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Positiv wirkte sich auch die Verringerung der Abschreibungen aus. Insgesamt betrachtet konnte der Umsatzrückgang durch Reduktion der Kosten mehr als kompensiert werden.

Gewinn- und Verlustrechnung AG

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GuV der AG
in TEUR 2009 2008 Veränderung
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 389.274 394.950 -1,4 %
Bestandsveränderungen -632 4.812 -113,1 %
Andere aktivierte Eigenleistungen 92 19 384,2 %
Sonstige betriebliche Erträge 8.358 7.831 6,7 %
Materialaufwand -140.964 -158.658 -11,2 %
Personalaufwand -79.202 -78.008 1,5 %
Abschreibungen -25.755 -26.221 -1,8 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -94.039 -104.022 -9,6 %
Betriebsergebnis 57.132 40.703 40,4 %
Finanzergebnis -17.492 -2.716 544,0 %
Ergebnis vor Steuern 39.640 37.987 4,4 %
Ertragsteuern gesamt -15.329 -11.760 30,3 %
Jahresüberschuss 24.311 26.227 -7,3 %
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.384 1.157 19,6 %
Bilanzgewinn 25.695 27.384 -6,2 %

Die AG leistet damit in 2009 wieder einen höheren relativen Beitrag zur Entwicklung des Konzernergebnisses als im Vorjahr.

Finanz- und Vermögenslage

Konzern

Das Bilanzsummenwachstum lässt sich hauptsächlich auf die Zunahme der Sachanlagen zurückführen. Durch die Wannenbauten in Essen und Mineralnye Vody erhöhte sich das Sachanlagevermögen des Konzerns. Im Zuge dieser Investitionen verringerte sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Konzernbilanz

Aktiva

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 Veränderung
Geschäfts- oder Firmenwerte 9.714 10.091 -3,7 %
Immaterielle Vermögenswerte 998 933 7,0 %
Sachanlagen 283.087 259.901 8,9 %
Übrige finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 0,0 %
Sonstige Forderungen 367 551 -33,4 %
Latente Steueransprüche 759 975 -22,2 %
Summe langfristige Vermögenswerte 296.602 274.128 8,2 %
Vorräte 101.324 98.667 2,7 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.251 49.174 -5,9 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 15.086 3 2.424 -53,5 %
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte 512 3.777 -86,4 %
Sonstige Vermögenswerte 27.651 19.969 38,5 %
Summe kurzfristige Vermögenswerte 190.824 204.011 -6,5 %
Summe Aktiva 487.426 478.139 1,9 %

Die Verteilung der Sachanlagen in Mio. Euro wird durch folgende Grafik deutlich:

Entwicklung Sachanlagen

Die Bestände erhöhten sich insgesamt in 2009 leicht. Im Speziellen stiegen die Bestände an Fertigerzeugnissen an, allerdings verringerte sich der Bestandswert an Rohstoffen und vor allem an Formen.

Im Folgenden die Bestandsstrukturentwicklung in Mio. Euro:

Bestandsentwicklung

Die Bilanzsituation zum Jahresende, insbesondere der Forderungsbestand, stellt gegenüber der Entwicklung während des Berichtszeitraumes einen punktuellen Wert dar. Er kann daher nicht als alleiniger Maßstab für den unterjährigen Finanzierungsbedarf herangezogen werden.

Finanzierungsanalyse

Der Anstieg der Bilanzsumme liegt hauptsächlich in dem Anstieg des Eigenkapitals begründet. Das Eigenkapital stieg um 8,0 % oder 12,1 Mio. Euro auf 162,3 Mio. Euro. Damit verbesserte sich die Eigenkapitalquote wieder von 31,4 % auf 33,3 %.

Die Rücklagen erhöhten sich aufgrund nicht ausgeschütteter Ergebnisse der russischen Tochterunternehmen aus dem Jahr 2008 und wegen des in 2008 höheren IFRS-Ergebnisses gegenüber dem nahezu vollständig ausgeschütteten HGB-Ergebnis der AG.

Umstrukturierungen im Rahmen der Finanzierung führten zu einem deutlichen Rückgang bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und gleichzeitig zu einer Erhöhung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten von 57,7 Mio. Euro. Die Währungsumrechnungsdifferenzen betreffen die Ukraine mit 35,6 Mio. Euro und Russland mit 20,3 Mio. Euro. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf einen schwachen Rubelkurs zurückzuführen.

Passiva

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Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000 0,0 %
Rücklagen 140.754 115.193 22,2 %
Konzernergebnis 44.472 51.562 -13,8 %
Währungsumrechnungsdifferenzen -55.868 -49.955 11,8 %
Anteile anderer Gesellschafter 6.980 7.468 -6,5 %
Summe Eigenkapital 162.338 150.268 8,0 %
Langfristige Schulden
Rückstellungen 67.244 62.893 6,9 %
Latente Steuerschulden 23.188 23.682 -2,1 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 57.804 65 88.829,2 %
Summe langfristige Schulden 148.236 86.640 71,1 %
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 1.533 2.090 -26,7 %
Ertragsteuerschulden 5.097 3.990 27,7 %
Finanzielle Verbindlichkeiten 48.882 119.167 -59,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.663 94.198 1,6 %
Sonstige Verbindlichkeiten 25.677 21.786 17,9 %
Summe kurzfristige Schulden 176.852 241.231 -26,7 %
Summe Passiva 487.426 478.139 1,9 %

AG

In der AG war eine Veränderung der Bilanzsumme von 390,8 Mio. Euro im Vorjahr zu 371,4 Mio. Euro im Berichtsjahr zu verzeichnen (-5,0 %). Die Verringerung ist hauptsächlich in der Abwertung der Finanzanlagen (Abwertung des ukrainischen Tochterunternehmens) und dem Rückgang der Forderungen begründet. Dabei ist noch einmal darauf zu verweisen, dass die Bilanzsituation einen punktuellen Wert zum Bilanzstichtag darstellt.

Die Poolverschuldung verringerte sich um 15,8 Mio. Euro auf 113,1 Mio. Euro. Die genannten Faktoren führten zu einer Eigenkapitalquote in der AG von 31,8 % (Vorjahr: 30,6 %).

Die Eigenkapitalrendite sank von 21,9 % auf 20,6 %.

Cashflow

Bedingt durch das schlechtere operative Konzernergebnis sank zwar der Cashflow gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Mio. Euro von 86,4 Mio. Euro auf insgesamt 79,5 Mio. Euro, allerdings verbesserte er sich auf operativer Ebene um 5,3 % auf 80,8 Mio. Euro, was sich im Wesentlichen auf die Steuerung des Umlaufvermögens stützt. Die Erhöhung der Vorräte konnte im Berichtsjahr in engen Grenzen gehalten werden (im Vorjahr Erstkonsolidierung von ZAO Kamyshinsky). Auch der bereits in 2008 hohe Stand der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnte im Berichtsjahr erneut optimiert werden.

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Kapitalflussrechnung
in TEUR 2009 2008
--- --- ---
Operatives Konzernergebnis 68.573 78.679
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 32.488 31.825
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -3.766 -2.739
Zahlungswirksame Zinsen und Ertragsteuern -17.202 -22.386
Erhaltene Dividende 45 956
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen -638 66
Cashflow 79.500 86.401
Veränderung der Vorräte -3.518 -20.749
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte -1.841 -5.859
Veränderung der Verbindlichkeiten/Rückstellungen 6.620 16.896
Cashflow aus operativer Tätigkeit 80.761 76.689
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -372 -60.651
Ein-/Auszahlungen für Abgang/Investitionen langfristiger Vermögenswerte -58.052 -44.020
Cashflow aus Investitionstätigkeit -58.424 -104.671
Gezahlte Dividenden -26.008 -22.011
Ein-/Auszahlungen aus der Aufnahme/Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -12.264 62.319
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -38.272 40.308
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -15.935 12.326
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderung -1.403 12.685
Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel -17.338 25.011

In 2009 reichte der Cashflow aus operativer Tätigkeit somit auch aus, um die Investitionstätigkeiten ohne Liquiditätsverzehr abzudecken. Der verbleibende Zahlungsmittelüberschuss konnte im Wesentlichen die Dividendenzahlungen abdecken. Größtenteils durch Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten ergab sich eine Abnahme der Zahlungsmittel um 17,3 Mio. Euro. Die Cashflow-Anteile der einzelnen Segmente entwickelten sich wie folgt:

Return on Investment (ROI) und Eigenkapitalrendite

Der ROI für das Geschäftsjahr 2009 liegt bei 17,6 % und war damit im Vergleich zum Vorjahreswert rückläufig. Das Jahr 2008 stellte mit einem ROI von 20,6 % allerdings auch den Höhepunkt des aktuellen Zyklus dar. Der aktuelle ROI liegt aber immer noch über dem Wert von 2003 (17,3 %), der die Spitze des vorigen Zyklus vor dem Abgleiten des Glasverpackungsmarktes in die Überkapazitätssituation der Jahre 2004 und 2005 markierte.

Die Eigenkapitalrendite sank ausgehend von 34,9 % auf 27,6 % (-20,9 %) im Berichtsjahr. Die Zunahme des Eigenkapitals im Berichtszeitraum um 8,0 % und der Rückgang des operativen Ergebnisses um 12,8 % führten zur Verringerung der Eigenkapitalrendite.

Investitionsanalyse

Bei einer Gesamtsumme von 62,4 Mio. Euro lag der Schwerpunkt der Investitionen im Berichtsjahr auf großen Wannenbauprojekten in Deutschland (Essen und Bad Wurzach) und Russland (Mineralnye Vody). Alle Investitionen trugen dazu bei, die Produktion effizienter und umweltfreundlicher zu gestalten sowie den ständig steigenden Qualitätsanforderungen der Kunden zu entsprechen. Über 30 Mio. Euro wurden in Osteuropa investiert, dadurch konnte die Effizienz gesteigert und der Energieverbrauch optimiert werden. Im Folgenden die Aufteilung der Investitionen in Sachanlagen für die vergangenen zwei Jahre in Mio. Euro:

Bilanzstrukturanalyse

Bilanzstruktur in % der Bilanzsumme von TEUR 487.426 (Vorjahr: TEUR 478.139):

Aktiva

Passiva

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die bereits Ende 2008 auf dem Behälterglasmarkt feststellbare Konjunkturabkühlung hat sich 2009 weiter fortgesetzt. Stärker als in Deutschland war der Konsum in Osteuropa erkennbar rückläufig. Der Konzernumsatz wird über die negativen Mengeneffekte hinaus durch den anhaltend schwachen Wechselkurs von russischem Rubel und ukrainischer Griwna belastet. Teilweise wird dies durch den Mitte 2008 veränderten Konsolidierungskreis kompensiert.

Wenn auch der Oberland Konzern gut aufgestellt ist, so leiden in allen Regionen die Kunden deutlich unter der rückläufigen Konsumentwicklung und der Liquiditätsknappheit an den Finanzmärkten.

Segmentberichterstattung

Länder

Die folgende Tabelle stellt die GuV 2009 für die einzelnen Länder dar:

Gewinn- und Verlustrechnung nach Regionen

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in TEUR Deutschland Russland Ukraine
Umsatzerlöse 399.667 86.306 37.134
Umsatzkosten -321.353 -69.817 -38.005
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -16.821 -3.986 -1.913
Forschungs- und Entwicklungskosten -837 -59 -
Sonstige Erträge 7.693 1.949 429
Sonstige Aufwendungen -9.737 -891 -1.186
Operatives Ergebnis 58.612 13.502 -3.541
Zinsaufwand -5.811 -659 -469
Zinsertrag 114 1.041 4
Zinsergebnis -5.697 382 -465
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 45 - -
Finanzergebnis -5.652 382 -465
Ergebnis vor Steuern 52.960 13.884 -4.006
Ertragsteueraufwand -15.344 -2.642 -
Latenter Steuerertrag/-aufwand -428 -225 657
Ertragsteuern gesamt -15.772 -2.867 657
Jahresergebnis 37.188 11.017 -3.349
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis - 498 -114
Konzernergebnis 37.188 10.519 -3.235

Die Werte für Deutschland umfassen im Wesentlichen die Zahlen der AG und der GPS Glasproduktions-Service GmbH. Somit ergibt sich für Deutschland eine Profitabilität von 14,7 %, die damit über der durchschnittlichen Profitabilität von 13,1 % liegt, Russland steht mit 15,6 % an der Spitze. Die Gesamtprofitabilität wird durch das in der Ukraine erzielte Ergebnis negativ beeinflusst.

Der Anteil Russlands am Konzernergebnis erreicht durch den erstmaligen Beitrag eines gesamten Geschäftsjahres von Kamyshin 23,7 % bei einem Umsatzanteil von 16,5 %.

Geschäftsbereiche

Die Verteilung der Umsätze nach Flaschen/Gläser und Produktionsanlagen:

Umsatz nach Bereichen

Das Segment Flaschen und Gläser stellt mit großem Abstand die Hauptaktivität der Oberland dar. Die Glasproduktion unterteilt sich in weitere Teilsegmente oder Sparten, die alle ihre spezifischen Märkte und Kunden haben. Im Berichtsjahr erfolgten in den genannten Sparten nur geringfügige Verschiebungen, die aber durch das Anziehen de Nachfrage in zahlreichen anderen Sparten wirksam ausgeglichen wurden.

Der Absatz für Bierflaschen ging deutlich zurück. Die Gläser entwickelten sich insgesamt stärker als die Flaschen. Dies wird in der folgenden Grafik veranschaulicht, dabei muss bei den Gläsern aber insbesondere der Beitrag von Kamyshin in 2009 berücksichtigt werden:

Umsatzentwicklung 2009 in Tonnen

Flaschen und Gläser

Neben der Glasproduktion ist das Unternehmen auch - in deutlich kleinerem Umfang - Produktionsanlagen im technischen Geschäft tätig. Für das technische Geschäft der Oberland ist die GPS Glasproduktions-Service GmbH in Essen zuständig. Sie entwickelt und fertigt Maschinen und Anlagen für die Hohlglasindustrie und bietet die entsprechenden Service-Leistungen hierzu an. Die GPS Glasproduktions-Service GmbH trug auch 2009, trotz Wirtschaftskrise, positiv zum Konzernumsatz bei.

Aufgrund allgemeiner Investitionszurückhaltung auf den Zielmärkten der GPS Glasproduktions-Service GmbH brach der Umsatz mit Konzernfremden wesentlich stärker ein als mit Konzernunternehmen und verbundenen Unternehmen, da Projekte und Planinvestitionen aufgrund der Krise in 2009 kaum realisiert werden konnten. Ungeachtet dessen hat die GPS Glasproduktions-Service GmbH einen wieder stark steigenden Auftragsbestand von 15,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2009.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN

Forschung und Entwicklung

Zukunftsperspektiven durch Innovationen

Forschung und Entwicklung findet bei Oberland als kontinuierlicher Verbesserungsprozess ebenso statt wie in speziellen Projekten. Ziel ist jeweils der verbesserte Umweltschutz, die Steigerung der Produktqualität sowie die Erhöhung der Produktivität. Projekte werden unternehmensintern durch das F&E-Team des Technischen Zentrums in Kooperation mit den werksübergreifenden Kompetenzteams vorangetrieben oder in engem Kontakt mit Lieferanten, Kunden, Forschungseinrichtungen des Saint-Gobain Konzerns oder einzelner Schwestergesellschaften sowie Hochschulen und entsprechenden Institutionen konzipiert.

Auf der Marktseite dominieren die Produktinnovationen mit einer gleichbleibend hohen Anzahl im Vergleich zum Vorjahr. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Anzahl von neuen Konzepten und neuen Produkten im Vergleich zum Vorjahr für die deutschen Werke.

Innovationen

Dabei steht stets die strikte Ausrichtung auf die Ansprüche der aktuellen wie potenziellen Oberland Kunden im Mittelpunkt, weshalb ständige Innovationen in den Bereichen Formgebung und Artikeldesign zum Tagesgeschäft gehören. Um diesen Prozess zu optimieren, stehen Innovationscenter verschiedener Standorte des Saint-Gobain Konzerns auch international permanent miteinander im Austausch.

Eben dieser Experten- und Know-how-Austausch ist von besonderer Bedeutung für die F&E- wie auch Engineering-Aktivitäten des Technischen Zentrums. Die Angleichung der technischen, qualitativen und administrativen sowie datentechnischen Standards innerhalb des Unternehmens wird mit hohem Personaleinsatz betrieben. Die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf beiden Seiten ermöglicht dabei den intensiven Austausch von Erfahrungen und Wissen.

Diese Erfahrungen fließen unter anderem in die kontinuierlichen Prozessstabilisierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen in den einzelnen Teilbereichen der Fertigung ein. Dabei steht neben der Kostenreduktion die Verbesserung der Artikelqualität im Mittelpunkt. Bereits in 2009 wurde als Beitrag zur Prozessstabilisierung mit der Optimierung der Feederkanalregelung mit Unterstützung von Prof. Dr. Wolfgang Stief von der Fachhochschule Frankfurt begonnen.

Nicht nur der Produktionsprozess an sich wird fortlaufend weiterentwickelt, sondern auch auf informationstechnologischer Seite wird die Verarbeitung der im Fertigungsprozess generierten Daten durch das Prozessdatenmanagement mit der ,Industrial IT' (PIT) vorangetrieben. Die transparente Darstellung und Bewertung erleichtert die interne und externe Berichterstattung.

In der Produktion werden Effizienzsteigerungen durch zunehmend verfeinerte Kontroll- und Messsysteme angestrebt. Bei dem Projekt ,Ideales Kaltende' wird durch Kombination einzelner Verbesserungsmaßnahmen, wie der Integration neuer Kaltendinspektionsmaschinen, Metallsuchgeräte und telezentrischer Kameras, ein Optimum des gesamten Kaltendes angestrebt.

Auch in anderen Bereichen werden - mit fortlaufendem Erfolg - technische Maßnahmen zur Verringerung des Energieverbrauchs bei gleicher oder erhöhter Leistungsfähigkeit erprobt und umgesetzt. Hervorzuheben sind hierbei die erfolgreichen Energieeinsparungen bei den Druckluftsystemen und den Kühlöfen.

So war die Optimierung der Kühlofensteuerung in 2009 eine konkrete Maßnahme, die in Zusammenarbeit von internen und externen Spezialisten innerhalb beachtlich kurzer Zeit erfolgreich entwickelt wurde und zukünftig weltweit bei Saint-Gobain Packaging implementiert werden soll. Im Kühlofen werden zunächst die Glasbehältnisse langsam auf eine gleichmäßige Temperatur erhitzt und anschließend wieder behutsam und kontrolliert abgekühlt. Dieses Vorgehen ist notwendig, um das Glas von Spannungen befreit abzukühlen. Die neue Steuerung ermöglicht es, jeden Artikel mit individuellem Energieeinsatz zu steuern. Bei Produkten mit geringem Gewicht wird weniger Energie benötigt. Diese Energieeinsparung trägt dazu bei, die Umwelt zu schonen. Im Rahmen dieser Neuerung wurde auch das gesamte Layout benutzerfreundlicher gestaltet: Durch einen Touchscreen lassen sich jetzt alle Eingaben einfach, schnell und sicher einstellen.

Ein weiteres Beispiel für kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen ist die Reduzierung des Glasgewichtes, an der permanent gearbeitet wird. Diese Optimierung des Gewichtes ist ein sehr komplexer Prozess, bei dem unterschiedlichste Einflussfaktoren gleichzeitig betrachtet werden müssen.

Einer dieser Einflussfaktoren ist die Qualität des Recyclingglases, denn um erstklassige Artikel produzieren zu können, müssen schon die am Anfang der Wertschöpfungskette stehenden Rohstoffe den Qualitätsansprüchen entsprechen. Außerdem bewirkt der Einsatz von hochwertigen Scherben eine Steigerung der Artikelqualität durch die Verringerung von Fremdkörpereinschlüssen und Fehlfarben.

Das betriebliche Vorschlagswesen der deutschen Werke i-pool entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv. 2009 stieg die Anzahl der eingereichten Vorschläge erneut um 9,3 %. Durch gute Ideen aus diesem Bereich konnten nachweisbar rund TEUR 528,1 Einsparungen erzielt werden. Die Ideen-Einreicher werden dem Nutzen der Vorschläge entsprechend monetär entlohnt, so dass im Berichtsjahr gleichzeitig eine Summe von TEUR 140,7 an sie ausgeschüttet werden konnte. Viele Verbesserungsvorschläge tragen zu einer steigenden Effizienz bei oder sind Basis von technischen Innovationen.

Anzahl eingereichter i-pool Vorschläge

Vorschlagswesen i-pool

Insgesamt wurden im Berichtsjahr mehr Vorschläge eingereicht und umgesetzt als im Vorjahr, die Anzahl stieg von 475 auf 519. Besonders erfreulich ist die deutlich angewachsene Anzahl der tatsächlich realisierten i-pool Vorschläge. Eine Steigerung von 26,2 % der umgesetzten Vorschläge zeigt, dass sich nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität der Vorschläge erhöht.

Auch die F&E-Projekte für das Jahr 2010 bleiben vielfältig, wobei einige der genannten Projekte langfristig angelegt sind und somit auch in den kommenden Jahren Bestandteil des Entwicklungsprozesses sein werden. Dabei wird die kundenorientierte Nachhaltigkeit in Bezug auf Ressourcen, Arbeits- und Umweltschutz sowie Prozesssicherheit auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Einkaufsorganisation

zentraler strategischer Einkauf

Auch die Einkaufsorganisation der Oberland fußt auf vielschichtigen Kompetenzen, die insbesondere den im Saint-Gobain Konzern möglichen Synergien Rechnung tragen. Oberland operiert selbständig in allen Beschaffungsbereichen, die für das Glasverpackungsgeschäft spezifisch sind.

Energie

Speziell für den Bereich Energie genießt Oberland sämtliche Vorteile der Einbindung in die regionalen Einkaufsorganisationen der Saint-Gobain Gruppe. So betreut die Generaldelegation Mittel- und Nordeuropa des Saint-Gobain Konzerns den Energieeinkauf zu wettbewerbsfähigen Konditionen in Deutschland, die Delegation Russland den Einkauf in der Ukraine und Russland. Auch für den Emissionshandel stützt sich Oberland auf die zentralen Konzernkompetenzen.

Ölpreisentwicklung in Us-Dollar/bbl

Schweröl ist Bestandteil des Energiemix, der zur Glasschmelze verwendet wird, und somit Kostenbestandteil bei der Produktion. Schwankungen der Rohölpreise, wie sie sich in 2008 zeigten, müssen deshalb beobachtet werden. In 2009 entwickelte sich der Preis auf geringerem Niveau als im Vorjahr. Den Preisverlauf der Leitsorte Brent (US-Dollar/bbl) der letzten zwei Jahre verdeutlicht die folgende Grafik:

Der Höchststand von 145,7 US-Dollar wurde im Juli 2008 erreicht, zwischenzeitlich bewegte sich der Wert auf deutlich niedrigerem Niveau und lag am 31. Dezember 2009 bei 77,9 US-Dollar.

Rohstoffe

Das in 2007 mit der Schließung der GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg, aufgeworfene und weiter herrschende Thema bezüglich Rohstoffversorgung auf dem Markt für Glasverpackungen ist die Scherbenverfügbarkeit. Für die Glashütten führte die Umstellung des Ausschreibungsmodus zu Scherbenknappheit und Preisanstieg. Hinzu kommt, dass nun der früher übliche regionale Ausgleich nach Farben nicht mehr möglich ist, so dass je nach Farbe und Standort sowohl Über- als auch Unterangebote an Scherben entstanden sind. Das Überangebot führt zu unnötigen Beständen und das Unterangebot zu einem höheren Primärrohstoffeinsatz mit einem einhergehenden höheren Energieeinsatz als Folge. Der Verteuerung der Glasherstellung kann somit nicht entkommen werden. Die Preise der anderen Rohstoffklassen blieben in 2009 auf relativ konstantem Level.

NACHTRAGSBERICHT

Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag 2009 und der Erstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

RISIKOBERICHT

Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Oberland einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung der Oberland und deren erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu vermeiden oder zu minimieren.

Die Risikostruktur setzt sich zusammen aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber im Behälterglasgeschäft gleichermaßen betreffen, und aus individuellen Risiken der Oberland. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Werte, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend darauf einzuwirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die Saint-Gobain Oberland AG als auch die ausländischen Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig.

Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unter Risikomanagement versteht Oberland nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und -verringerung.

Oberland hat ein umfassendes RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Das RMS der Oberland ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:

-Integriertes Managementsystem (IMS),

-Internes Kontrollsystem (IKS),

-Self-Assessments (IT-Security, Business Control) und

-interne und externe Audits.

Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden.

Das IMS wird detailliert in einem gesonderten Handbuch dargestellt. Dort werden Ziele, Strategien und Prozesse mit maßgeblichem Einfluss auf die Oberland Geschäftstätigkeit beschrieben. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Themen Sicherheit, Qualität der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz gerichtet. Im Rahmen der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt. Das IMS umfasst die Werke in Bad Wurzach, Neuburg, Essen und Wirges. Das Handbuch sowie die nachgeordneten Verfahrens- und Arbeitsanweisungen dienen allen Mitarbeitern als Nachschlagewerk und Anleitung zum Handeln.

Das IKS der Oberland ist eingebettet in das konzernweite Saint-Gobain IKS, das Bezug nimmt auf den Referenzrahmen für Prinzipien der internen Kontrolle der französischen Finanzmarktaufsicht und darauf abzielt, die wesentlichen Risiken zu beherrschen. Im "Referenzhandbuch Interne Kontrolle" des Saint-Gobain Konzerns sind die grundsätzlichen Ziele je Prozess und die zugehörigen organisatorischen Anforderungen dargestellt. Daraus abgeleitet werden je Prozess mögliche Prozessrisiken aufgezeigt und deren etwaige Ursachen beschrieben. Ergänzend werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung dargestellt. Die Prozessorganisation, -risiken und -kontrollen müssen anschließend durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden sollen.

Den umfassenden Vorgaben von Saint-Gobain entsprechend wurden auf Ebene der Oberland die individuellen Risiken identifiziert, dokumentiert und priorisiert. Dazu wurde eine Übersicht von möglichen Risikokategorien erstellt. Für jede Risikokategorie wurden Verantwortliche benannt und die verfügbaren Unterlagen zur Risikoidentifizierung, -bewertung und -kommunikation zusammengestellt.

Darauf aufbauend wurden je Risikokategorie die konkreten Risiken identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres Schadensausmaßes qualitativ bewertet. Maßnahmen der Risikosteuerung, Berichterstattungsintervalle und Verantwortlichkeit sind je Risiko angegeben.

Initiiert durch Saint-Gobain werden umfassende Self-Assessments konzernweit durchgeführt, bei denen sich die einzelnen Einheiten anhand von umfangreichen Fragebögen selbst bewerten. Die Aussagen im Rahmen der Self-Assessments werden teilweise durch Prozessunabhängige in Audits validiert.

Durch interne und externe Audits wird das Risikomanagementsystem regelmäßig überprüft. In diesen Audits wurde bestätigt, dass ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem konzernweit implementiert ist sowie Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Einhaltung aller maßgeblichen rechtlichen Vorschriften getroffen wurden.

Integriertes Risikomanagementsystem

Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Oberland die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt.

Wesentliche Datengrundlage des Oberland Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten sowie Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung abgeglichen und einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert.

Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und -steuerung wird im Oberland Konzern grundsätzlich auf Vorstandsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab.

Compliance-Programm

Im Sommer 2009 wurde von Saint-Gobain ein konzernweites Compliance-Programm gestartet. Dieses Programm soll durch Harmonisierung und Verstärkung der vorhandenen Mittel sicherstellen, dass die Werte des Saint-Gobain Konzerns, die gesetzlichen Bestimmungen sowie die vorgegebenen internen Regeln und Abläufe eingehalten werden. Die vier tragenden Säulen dieses Compliance-Programms sind die nachhaltige Entwicklung, das Programm für Wettbewerbsrecht, interne Audits und interne Kontrollen und - als neues Element - ein E-Mail-basiertes Verfahren zur Meldung von Regelverstößen (Whistleblowing). Diese Säulen existieren teilweise bereits innerhalb der Oberland Unternehmensgruppe und sind auch schon jetzt ein wesentlicher Bestandteil des implementierten Risikomanagementsystems.

Weitere ergänzende Risikomanagement-Bausteine sind die Verhaltens- und Handlungsprinzipien, die Environmental, Health & Safety'-Vorgaben sowie die Einkaufs- und Lieferanten-Charta. Diese Vorgaben und Maßnahmen werden im gesamten Saint-Gobain Konzern implementiert und gelten somit auch für Oberland. Diese aktuellen Maßnahmen sind ein Spiegelbild der fortwährenden Bemühungen, das Risikomanagement kontinuierlich zu verbessern.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen der Oberland durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokal erstellten Abschlüsse, erweitert um IFRS-Adjustments, werden an das Online-Informationsprogramm Magnitude des Softwareunternehmens Cartesis, im internen Sprachgebrauch auch SIF (Système d'Information Financières) genannt, durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen übermittelt.

Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, so dass dort alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank verfügbar sind. Mithilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert.

Einzelrisiken

Durch die transparente Aufbereitung der Einzelrisiken kann die Risikosituation angemessen gesteuert werden.

Absatzrisiken

Das Oberland Geschäft ist breit aufgestellt, eine wesentliche Abhängigkeit von einem bestimmten Teilsegment besteht nicht, die größten Sparten (Bier, Wein, Sekt, Food) erzielen über 50 % des Umsatzes. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von Oberland bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird als gering eingeschätzt.

Als wesentliches Marktrisiko gelten anhaltende Substitutionseffekte in einigen Sparten der Getränke- und Lebensmittelindustrie, allerdings sind die großen Umstellungen bei den Sparten mit identifiziertem Substitutionspotenzial nahezu abgeschlossen. Eine Ausnahme bildet der Bereich Bier, dort wurde bislang vom Kunden kein anderes Verpackungsmaterial akzeptiert. Des Weiteren ist der Trend weg von Mehrweg-Getränkeverpackungen hin zu Einwegverpackungen zu beobachten. Das eingeführte Einwegpfand hat seine Lenkungsfunktion verfehlt und konnte die Mehrwegquote nicht stützen. Trotzdem ist eine mit dem Mineralwasser- und Softdrinkmarkt vergleichbare Entwicklung in den Sparten Bier, Wein und Spirituosen nicht absehbar.

In den einzelnen Teilsegmenten besteht ein eher geringes Risikopotenzial. Obwohl die Bereiche Bier und Wein im Jahr 2009 einen leichten negativen Trend durchlebten, blieb dieser in einem überschaubaren Rahmen. Zum Teil wird dieser Effekt auch durch die positive Entwicklung in den Segmenten Sekt und Food kompensiert.

Durch die Kurzfristigkeit der Schwankungen der Kapazitätsmaßnahmen am Markt, verglichen mit der Langfristigkeit der Investitionsentscheidungen und somit der Kapazitätsbereitstellung, entsteht ein permanentes kurzfristiges Kapazitätsungleichgewicht.

Beschaffungsrisiken

Diese Risikoklasse betrifft einerseits die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren, in Deutschland sind insbesondere Scherben betroffen, und andererseits die Qualität der bezogenen Produkte. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt.

Die Hauptrisiken im Herstellungsprozess von Behälterglas sind die zunehmend unvorhersehbaren Energie- und Rohstoffpreise. In Deutschland sind dies die Öl-, Strom- und Gaspreise. In der Ukraine und Russland sind insbesondere die Gaspreise relevant, die durch eine politisch kontrollierte Monopolsituation entsprechend gesteuert werden.

Ferner von Bedeutung ist die ausreichende Verfügbarkeit von CO-Emissionsrechten. Oberland verfügt für die 2. Handelsperiode (2008-2012) über nahezu ausreichend Zertifikate und wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen, etwaige Lücken vollständig zu schließen. Langfristig, für die 3. Handelsperiode, könnte der Wandel des politischen und rechtlichen Umfelds allerdings die Ertragslage der Oberland durchaus beeinflussen.

Mehr noch als im Jahr 2008 steht vor dem Hintergrund der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten im Fokus. Vorauszahlungen, die im Einzelfall im Investitionsbereich notwendig sind, werden abgesichert und die operative Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten darf gemäß internen Regelungen definierte Schwellenwerte nicht überschreiten.

In der Ukraine bleibt die Gasversorgung weiterhin ein zentrales Thema. Zu Abschaltungen ist es bekanntlich bereits gekommen und dieses Risiko besteht weiterhin. Oberland wurde bisher von akuten Notständen verschont, da wir unsere Lieferantenbeziehungen auf Partner stützen, die nicht auf die ukrainische staatliche Gasversorgung angewiesen sind.

Industrielle Risiken

Die Auswirkungen von Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstigen schwerwiegenden Ereignissen, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnte, die trotz individueller Absicherung nicht in vollem Umfang zu kompensieren sind, werden allein durch die Aufteilung in unabhängige Werke mit unterschiedlichen Standorten verringert.

Durch die langen Laufzeiten von Investitionen besteht die Möglichkeit, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit der Investitionen ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüstaufwand anfällt. Besonders bei der Thematik Umwelt und Umweltauflagen ist ein solcher Sachverhalt denkbar. Im Bereich Umwelt ist durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen.

Ausfallrisiken

Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind Kreditversicherung, angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht. In Deutschland entstehen erfahrungsgemäß aus diesen Ausfallrisiken bei Oberland nur minimale Schäden. In Russland und der Ukraine werden diese Instrumente seit 2007 eingesetzt und haben sich dort bewährt.

In der derzeitigen Konjunkturlage muss allerdings mit einer gravierenden Verschlechterung der Liquiditätslage vieler Kunden in Deutschland, aber noch mehr in Russland und der Ukraine, gerechnet werden. Das könnte für Oberland dazu führen, dass im Einzelfall Zahlungen verspätet oder nicht eingehen. Derzeit ist aber nicht erkennbar, dass hierdurch die Liquidität der Oberland ernsthaft gefährdet werden könnte (siehe unten: Liquiditätsrisiken).

Bedingt durch die Ernte und das Konsumverhalten der Endverbraucher ergibt sich eine kundenseitige Saisonalität. Dieses Risiko wird jedoch durch das breite Produktsortiment erheblich reduziert.

Liquiditätsrisiken

Oberland ist an den Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain angeschlossen. Somit hängt die Liquiditätsausstattung der Oberland unmittelbar mit der Liquiditätslage des Saint-Gobain Konzerns zusammen. Der heute verfügbare Kreditrahmen garantiert die für den normalen Geschäftsverlauf notwendige Liquidität.

Zinsänderungsrisiken

Durch die Erweiterung der Aktivitäten im Osten ist die Verschuldung in den letzten Jahren angestiegen, wobei die Zinslast so relevant geworden ist, dass ein Zinsrisiko existiert. Im Jahresverlauf entwickelten sich die Zinsen wie im Folgenden dargestellt:

Zinssatz in %

Des Weiteren erhielt die Saint-Gobain Oberland AG von der Saint-Gobain Benelux S.A. mit Wirkung zum 31. Juli 2009 ein Darlehen in Höhe von 50,0 Mio. Euro zu einem Zinssatz von 4,6 % bei vollständiger Rückzahlung bis zum 31. Juli 2012.

In der Gesamtbetrachtung stellt die Zinslast keine Gefährdung der Ertragslage oder des Cashflows dar. Der konzerninterne Refinanzierungszinssatz hängt von den für Saint-Gobain oben erwähnten am Markt verfügbaren Zinssätzen ab.

Investitionsrisiken

Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten laufend der Entwicklung des Auftragseinganges anzupassen. Allerdings ist die Tragweite der meisten Investitionsmaßnahmen im Behälterglasbereich außergewöhnlich langfristig (Wannenlaufzeiten> 10 Jahre), so dass kurzfristige Steuerungsmaßnahmen nur beschränkt möglich sind. Das Hauptrisiko bleibt hier die Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen. Oberland ist daher erfolgreich bemüht, mit vielen Kunden langfristige Entwicklungspartnerschaften einzugehen.

Währungsrisiken

Kurzfristige Währungsrisiken

Oberland tätigt Umsätze überwiegend in Euro, Rubel und Griwna. Für die Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes stehen den Umsätzen auch die Mehrzahl der Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, so dass sich das tatsächliche direkte Währungsrisiko auf den Ergebnisbeitrag aus Russland und der Ukraine beschränkt. Insgesamt veränderte sich der außerhalb des Euro-Raumes erzielte Umsatz von 24,5 % auf 23,6 % des Gesamtumsatzes.

Indirekt besteht ein weiteres Währungsrisiko in der für Oberland relevanten Ölpreisbestimmung in US-Dollar. Die kurzfristige Absicherung dieses Risikos erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Saint-Gobain Konzern. Angaben zu den finanzwirtschaftlichen Risiken und den zugehörigen Sicherungsmaßnahmen sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

Spekulationsgeschäfte oder Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind gemäß den Unternehmensrichtlinien nicht zulässig und wurden auch nicht getätigt.

Langfristige Währungsrisiken

Die Anteile in Russland und der Ukraine und auch die massiven Kapitalerhöhungen im Jahr 2007 in der Ukraine wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Saint-Gobain Oberland AG. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Ostgesellschaften besteht aber in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen der betroffenen Währungen zu entsprechenden Wechselkursergebnissen. Dieser Situation hätte Oberland nur durch eine erhebliche Verschuldung der Ostgesellschaften in lokaler Währung begegnen können. Dies war in der Ukraine (Kapitalerhöhungen) allerdings zu keinem Zeitpunkt möglich. Für die russischen Gesellschaften war dies beim Kauf der Anteile ebenfalls nicht möglich. Allerdings wurden die Erweiterungsinvestitionen von 2007 und 2008 bereits in Rubel finanziert und der kombinierte Cashflow der Gesellschaften sichert mittelfristig die Fähigkeit zur Selbstfinanzierung in lokaler Währung ab.

Personalrisiken

Oberland ist an allen Standorten auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen um entsprechend geschultes Personal. Speziell in Deutschland wird durch intensive Kooperationen mit Hochschulen, Betreuung von Praktika und Abschlussarbeiten sowie Ausbildung in den Werken, für die notwendige Verfügbarkeit von potenziell einsetzbaren Kräften gesorgt.

Der Fachkräftemangel betrifft auch die Standorte in Russland, vor allem in den technischen Bereichen. Insbesondere in Russland zeichnete sich ein Mangel an qualifizierten Fachkräften ab. Daher ist die Hauptaufgabe in diesen Werken, die Fluktuationsrate zu senken. Der Fachkräftemangel und die Inflation führten in Russland zu steigenden Löhnen und Gehältern.

IT-Risiken

Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen.

Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutete eine Vielzahl von Ansätzen. Während das zentrale SAP R/3 System für die deutschen Standorte durch Saint-Gobain inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme von Oberland selbst oder von externen Partnern gepflegt werden. Das Gleiche gilt für die Werke im Osten. Daran wurde im Berichtszeitraum intensiv gearbeitet.

Risiken im Rechnungslegungsprozess

Spezielle rechnungslegungsbezogene Risiken können zum Beispiel aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte entstehen. Außerdem können durch bestehende Ermessensspielräume von Mitarbeitern beim Ansatz und bei der Bewertung von Bilanzpositionen weitere rechnungslegungsbezogene Risiken entstehen. Weiterhin können durch die Übertragung rechnungslegungsspezifischer Aufgaben Risiken auftreten. Diesen Risiken wird durch konzernweite entsprechende Vorgaben, den Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und die bedarfsbezogene Hinzuziehung von Spezialisten begegnet.

Rechtliche Risiken

Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert.

Umweltrisiken

Durch die Produktion entstehen verfahrensbedingte Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung des Oberland Konzerns wurden umfassende Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten ambitionierte Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden. Bestätigt werden diese Prozesse durch die bestehenden Zertifizierungen. Die Werke in Deutschland und der Ukraine sowie Kavminsteklo in Russland sind alle nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Das Werk in Bad Wurzach ist zusätzlich nach EG-Verordnung 761/2001 validiert und hat die EMAS-Urkunde erhalten. Dadurch werden die Anwendung eines Umweltmanagementsystems und die regelmäßige Veröffentlichung von Umwelterklärungen sowie deren Überprüfung durch einen zugelassenen unabhängigen Umweltgutachter bestätigt.

Einschätzung der Gesamtrisikosituation

Bestandsgefährdende Risiken sind gegenwärtig und für die Zukunft nicht zu erkennen. Gegenüber der letzten Berichterstattung (Zwischenbericht zum 30.06.2009) hat sich jedoch die Risikolage durch die konjunkturelle Lage insbesondere in Russland und mehr noch in der Ukraine verschlechtert.

Die folgende Übersicht zeigt die Klassifizierung der oben beschriebenen Einzelrisiken für Oberland. Unter dem Überbegriff Finanzrisiken sind Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken zusammengefasst.

Risk-Map

Einschränkender Hinweis

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die systematische Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie die sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Auch wenn die internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme unter ständiger Beobachtung stehen und kontinuierlich verbessert werden, ist es nicht völlig auszuschließen, dass es insbesondere durch persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerhafte Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände nur zu einer eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit der Systeme kommt.

CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Der Chancen- und Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung des Saint-Gobain Oberland Konzerns. Er enthält Aussagen und Informationen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese vorausschauenden Aussagen und Informationen beruhen auf Erwartungen und Annahmen des Unternehmens zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Diese wiederum unterliegen bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse des Konzerns. Viele dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens. Sollte eines der Risiken eintreten oder sich eine der Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass eine der zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt war, kann die tatsächliche Entwicklung des Konzerns sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen in den zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen dieses Chancen- und Prognoseberichts abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa, besonders in Osteuropa, sind geprägt durch die Auswirkungen der Finanzkrise und die negativen Wachstumsprognosen in nahezu allen Volkswirtschaften. Die Prognose wird erschwert, da das volle Ausmaß der Auswirkungen aus der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch ungewiss ist.

Branchenentwicklung

Deutschland

Im Markt für Glasverpackungen war in 2009 sowohl Nachfrage als auch Auslastung über alle Bereiche hinweg wenig zufriedenstellend. Aufgrund der durchgeführten Kapazitätsmaßnahmen zeigte sich zunächst eine lebhafte Nachfrage auf dem Glasmarkt. Jedoch werden durch neue Wannen die Kapazitäten wieder erhöht. Speziell für die Jahre 2010 und 2011 ist mit andauernden Überkapazitäten in Deutschland zu rechnen.

Der Markt für Bierflaschen entwickelt sich seit geraumer Zeit rückläufig, deutlich wird dies auch durch den sinkenden Verbrauch. In 2009 wurde die 100 Mio. hl Marke des Bierkonsums unterschritten. Von dem Rückgang sind sämtliche Produkte von der Massensorte bis hin zu den Premium-Marken betroffen. Neuere Segmente wie leichte Biere, alkoholfreie Sorten und Mischgetränke bilden mit ihrer guten Entwicklung eine Ausnahme zur allgemeinen Tendenz. Allerdings ist deren Absatz im Vergleich zum klassischen Bier als relativ gering zu bezeichnen. Insgesamt betrachtet zeichnet sich für den gesamten Bereich Bier ein langsam fallender Trend ab.

Der Bedarf im Weinsegment hat sich normalisiert, nachdem in 2008 auch aufgrund von erhöhten Beständen auf Seiten der Kellereien der Bedarf an Weinflaschen nicht in vollem Umfang befriedigt werden konnte. Im Berichtsjahr schlug das Pendel in die andere Richtung aus. Demzufolge wird sich die Nachfrage wieder auf deutlich höherem Niveau als in 2009 stabilisieren. Außerdem sind die Exportumsätze wie auch die exportierten Mengen deutscher Weine in den letzten Jahren gestiegen. Hinzu kommt, dass sich durch die Krise die Abfüllung tendenziell nach Deutschland verlagert.

Der Bedarf an Sektflaschen steigt weiter. Bei Sekt zeigt sich im Übrigen ein anhaltender Trend zur individuellen Verpackung mit vielfältigen Formen, Farben oder Gravuren. Produkt- und Marketing-Innovationen werden von inländischen Abfüllern gefordert und begrüßt und führen zu stets neuen Anforderungen an die Behälterglasindustrie. Der Konjunktureinbruch drückt hier vorrangig auf das mittlere Preissegment und belastet somit auch teilweise unsere Erwartungen.

Fruchtsäfte und -nektare sind in Deutschland weiterhin beliebt, jedoch finden sich diese inzwischen in nahezu allen gängigen Verpackungsarten. Dies hat schon in der Vergangenheit zu einem Einbruch beim Absatz von Glasflaschen im Bereich Saft geführt, dieser Trend hält weiter an. Allerdings könnte der Verweis der Deutschen Umwelthilfe auf die nicht mehr aufrechtzuerhaltende ökologische Sinnhaftigkeit von Getränkekartons zukünftig auf den Absatz von Glasverpackung für Saft einen positiven Einfluss haben. Allerdings ist dieser Einfluss eher langfristig zu sehen. Ebenfalls hält der Rückgang im Bereich der Wasserflaschen weiterhin an. Auch hier gibt es Ausnahmen, unverändert positiv entwickelt sich der Trend der hochwertigen Gastronomieflasche aus Glas.

Im Nahrungsmittelbereich zeigt sich die Nachfrage unterschiedlich. Der Bedarf ist insbesondere abhängig von der jeweiligen Ernteentwicklung. In Summe liegt der Absatz jedoch unter den Vorjahreszahlen. Aufgrund der günstigen preislichen Positionierung von Glaskonserven gilt dieses Segment als relativ krisensicher. Gemildert wird dieser Einfluss allerdings durch die Marktträgheit dieser Segmente; zwischen Einlagerung der jeweiligen Ernten und Verbrauch durch den Konsumenten können mehrere Jahre liegen.

Die Lagerbestände bei unseren Kunden selbst werden aus Liquiditätssorgen weiterhin niedrig bleiben. Gleichwohl wirken diese Liquiditätsgründe aber auch kurzfristigen Investitionen in Substitutionsmaterialien wie PET entgegen, wodurch sich der Glasanteil im Lebensmittelmarkt stabilisiert.

Osteuropa

Russland und die Ukraine betreffen durch die dort vorhandenen Rahmenbedingungen andere Problemstellungen als Deutschland. So wird durch die Verteuerung von Alkohol, die sowohl Spirituosen als auch andere alkoholische Getränke betrifft, verstärkt illegal produzierter Alkohol konsumiert.

In Osteuropa steht der gesamte Bierbereich in starker Konkurrenz zu PET-Flaschen. Zusätzlich treten auf den Biermarkt, in die verbleibenden Glasanteile, neue Wettbewerber ein, die den Bereich somit weiter unter Druck setzen.

Die Entwicklung für Wein und Weinbrand zeigt sich durch Wachstum der lokalen Produktion weiterhin positiv. Insbesondere für Russland stellen Wein und Weinbrand ein dauerhaft tragfähiges Segment dar.

In Russland findet eine Optimierung des Produktportfolios für Mineralwasser statt, um die zukünftige Lage zu verbessern.

Für den Nahrungsmittelbereich wird eine stabile Entwicklung erwartet.

Ausrichtung des Konzerns

Kundenzufriedenheit sichern durch den fortlaufenden Ausbau von Services, durch die stetige Steigerung der Qualität der Produkte, durch Innovationen am Produkt, durch Produktivitätsverbesserungen und damit auch durch die Sicherstellung der Lieferfähigkeit ist das wesentliche Ziel und somit entscheidend für die strategische Ausrichtung der Oberland. Ziel ist es, der Allround-Partner für Kunden im Bereich innovativer Glasverpackung zu bleiben und die Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, baut Oberland das Qualitätsmanagement weiter aus. Die Saint-Gobain Oberland AG war in Deutschland die erste Glashütte, die nach den neuen, strengen BRC-Standards zertifiziert wurde. Außerdem erhielt die Saint-Gobain Oberland AG in 2009 das DIN EN ISO 22000 Zertifikat für Hygienemanagement, das explizit ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehend vorschreibt. Dies unterstreicht das fortwährende Bestreben von Oberland, die Qualitätsführerschaft am Markt weiter zu verstärken.

Angesichts laufend schwankender Energie- und Rohstoffkosten sind Einsparungen auf diesem Gebiet von zentraler Bedeutung. Nur so kann Oberland profitabel bleiben.

Ein werkübergreifendes Einkaufsmanagement nutzt hierbei alle Möglichkeiten, Kosten zu optimieren, bei gleichzeitiger Sicherstellung der Qualität.

Basis für kontinuierliche Kundenzufriedenheit ist die Produktion von hochwertigen Glasverpackungen. Technische Verbesserungen am Heißen wie am Kalten Ende sowie Steigerung der Effizienz tragen hierzu wesentlich bei. Kundennähe wird durch innovative Serviceleistungen wie ein Extranet-Angebot für den direkten Austausch aller wichtigen Informationen mit den Ansprechpartnern beim Kunden intensiviert. Oberland stellt so sicher, der bevorzugte Partner für innovative Glasverpackungen zu sein und zu bleiben.

Erwartete Geschäfts- und Ertragslage

Deutschland

Im Jahr 2010 ist mit einer beachtlichen Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen, für Deutschland wird ein Wachstum zwischen 1,0 % und 2,0 % erwartet. Zum Jahresbeginn wird der Beschäftigungsabbau seinen Höhepunkt erreichen und mit abnehmender Intensität bis zum Jahresende andauern. Auch durch eine sukzessive Rückführung der Kurzarbeit ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit zu erwarten. Dadurch dürfte sich die Konsumbereitschaft der privaten Haushalte deutlich reduzieren. Im Vergleich zum Vorjahr zeichnet sich am Gesamtmarkt eine Erholung ab, diesen Trend wird allerdings die Glasverpackungssparte und im Speziellen Oberland erst später verspüren. Wie sich die Krise erst zeitversetzt äußerte, wird sich auch eine Erholung erst nach einer gewissen Verzögerung bemerkbar machen.

Der Glasabsatz hat sich nach mehreren Jahren der Vollauslastung wieder beruhigt. Gerade im Mehrwegbereich ist der Absatz durch einen Investitionsstopp unserer Kunden deutlich rückläufig gewesen.

Insgesamt ist Oberland auf Basis eines in 2009 erneut verbesserten Produktportfolios und umfangreicher Investitionen gut gewappnet, sich den genannten Herausforderungen zu stellen. Das Jahr 2009 reiht sich noch in die Vorjahre ein, die vor allem durch Vollauslastung und gute Ergebnisse gekennzeichnet waren. Für 2010 erwarten wir einen deutlich härteren Wettbewerb, besonders aufgrund von Überkapazitäten. In dieser Situation werden wir nach wie vor den Fokus auf Qualität und Kundenservice legen, anstatt uns auf Mengen auszurichten. Diese langfristige Strategie kann sich kurzfristig sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis in einem einstelligen prozentualen Rückgang auswirken. Für 2011 erwarten wir eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Russland

Die zu einer Verschärfung der Kreditkonditionen führenden geringeren Kapitalzuflüsse beeinflussen zusammen mit den volatilen Ölpreisen die Investitionsbereitschaft.

Ihren Beitrag liefern auch die schwache Verbrauchernachfrage und die hohe Arbeitslosenquote. Infolgedessen wird sich für das Jahr 2009 ein negatives BIP-Wachstum von ca. 7,4 % ergeben.

Das Berichtsjahr zeigt sich als das Jahr, das durch die Krise im Bereich der Glasbranche am heftigsten getroffen wurde. Allerdings zeichnet sich bereits Ende 2009 ein leichter positiver Trend ab, bei dem davon ausgegangen wird, dass er vorerst anhält.

Der Wettbewerb bei den Glasverpackungsherstellern dürfte vor allem durch zusätzliche Hersteller und Neubauten von Werken härter werden. Allerdings ist Oberland auch in Russland mit seinem Produktportfolio optimal positioniert und deckt nun in idealer Weise die Region Südrussland ab.

In Russland rechnen wir mit einem moderaten Umsatz- und Ergebniswachstum in 2010, für das Jahr 2011 gehen wir dann von einem zweistelligen Anstieg bei Umsatz und Ergebnis aus.

Ukraine

Prognosen über die Ukraine sind unter den aktuellen Bedingungen kaum möglich und nur mit äußerster Vorsicht abzugeben. Einerseits werden die Wahlen von Januar 2010 die politische Landschaft stark beeinflussen. Die dadurch verursachte politische Unsicherheit, die wahrscheinlich einige Zeit nach den Wahlen anhalten wird, trägt zusätzlich zur Erhöhung der Finanzierungskosten bei, da die Risikoaversion der Investoren beträchtlich zugenommen hat. Andererseits wird sich zeigen, wie die Regierung mit der Kreditzusage des Internationalen Währungsfonds umgeht und ob dieser Kredit tatsächlich gewährt wird. Unsere Liquidität sowie die unserer Kunden ist von diesem Sachverhalt abhängig. In der Ukraine rechnen wir für 2009 mit einer handfesten Rezession und negativer BIP-Entwicklung. Frühestens 2010 könnte sich diese Entwicklung umkehren. Es ist noch nicht absehbar, inwiefern sich 2010 tatsächlich eine Erholung der wirtschaftlichen Lage ergeben wird. Ende 2011 gehen wir davon aus, dass ausstehende Marktbereinigungen stattgefunden haben und ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen unseren Faktorkosten und unseren Verkaufspreisen am Markt erreicht werden kann.

Wir erwarten für 2010 einen stabilen Umsatz mit einem leicht positiven Betriebsergebnis. Für 2011 gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend noch verstärkt.

Chancen

Für die Werke in Russland und der Ukraine bestehen weiterhin die Chancen der dynamischen Wirtschaftsentwicklung auf nach wie vor wachsenden Märkten. Diesen Chancen steht neben politischen Unwägbarkeiten eine Zunahme an Wettbewerbern als Risiko gegenüber.

Das Hauptaugenmerk liegt auch für diese Standorte weiterhin auf Kundenzufriedenheit, Verbesserung der Qualität und Optimierung der industriellen Strukturen in den Werken. Effizienzsteigerung ist dabei einer der dringlichsten Verbesserungspunkte. Zur Annäherung an die internationalen Produktionsstandards von Saint-Gobain Packaging werden auch weiterhin konzernweite Strukturen, Abläufe und Prozesse in den Unternehmen vor Ort implementiert. Know-how-Transfer und praktische Unterweisungen durch erfahrene Mitarbeiter aus Deutschland sind dabei von großer Bedeutung.

Die strategische Ausrichtung am Markt orientiert sich weiterhin an den Kernkompetenzen im Lebensmittelsegment für die gesamte Region und im Wein- und Sektbereich für den russischen Markt sowie im Spirituosenmarkt in der Ukraine. Oberland wird die nun bestehenden Standorte stärker untereinander vernetzen und nutzen, um an sämtlichen potenziellen Wachstumsmöglichkeiten als Marktführer teilzuhaben.

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Das Jahr 2009 stellt im laufenden Marktjahreszyklus einen weiteren Höhepunkt dar. Ein Zyklus, der historisch weit oberhalb der bisherigen Maßstäbe gelegen hat. Die folgenden Jahre, insbesondere 2010 und 2011, werden zunächst unter dem besagten Höchstwert liegen, dennoch zeichnet sich für die Zukunft eine deutlich bessere Profitabilität ab als in den Abschwungjahren des vorangegangenen Zyklus.

Für 2010 halten wir im Vergleich zu 2009 für Oberland eine Abnahme von Umsatz und Ergebnis im einstellig prozentualen Bereich für möglich. Für 2011 rechnen wir wieder mit einer Verbesserung sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis.

VORSTANDSVERGÜTUNG

Die Mitglieder des Vorstands der Saint-Gobain Oberland AG erhalten eine Vergütung, die wert- und leistungsorientiert ist. Diese setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Der fixe Bestandteil richtet sich nach den marktüblichen Voraussetzungen und der persönlichen Historie. Die variable Komponente besteht aus einem vom Unternehmensergebnis und der persönlichen Leistungen abhängigen Bonus, der sich am jeweiligen Zielerreichungsgrad orientiert. Die Gesamthöhe wird jährlich überprüft und mit der allgemeinen Geschäftsentwicklung abgeglichen. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu.

Für die Mitglieder des Vorstands besteht zudem eine Vermögenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung), die in Abweichung von Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex bisher keinen Selbstbehalt vorsieht, eine den gesetzlichen Grundlagen entsprechende Einführung eines Pflicht-Selbstbehalts erfolgt grundsätzlich in 2010. Die Vorstände haben ferner einen Anspruch auf Ruhegeld, sofern der Dienstvertrag beendet ist und die Voraussetzungen für den Bezug von Altersruhegeld oder anderen vergleichbaren Versorgungsleistungen erfüllt sind. Neben den von Saint-Gobain Oberland gewährten Vergütungsbestandteilen partizipieren die Mitglieder des Vorstands an den Aktienoptionsplänen der Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris.

Die Gesamthöhe der Bezüge des Vorstands ist im Anhang und Konzernanhang dargestellt. Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 31. Mai 2006 beschlossen, dass die Nennung der Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds im Anhang zum Jahresabschluss nach § 285 Satz 1 Nr. 9 lit. A Satz 5 bis 9 HGB sowie entsprechend im Konzernabschluss gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. A Satz 5 bis 9 HGB für den Zeitraum von fünf Jahren ab Fassung des Beschlusses unterbleibt.

AUFSICHTSRATVERGÜTUNG

Die Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Mitglieder des Aufsichtsrats Rechnung und ist in der Satzung geregelt. Über die Vergütungshöhe beschließt die Hauptversammlung, dies ist zuletzt am 24. Juni 1999 erfolgt.

Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen und einer ihm für die Aufsichtsratstätigkeit zur Last fallenden Umsatzsteuer nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung von 7.700 Euro pro Jahr. Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurden die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden und die seines Stellvertreters bei der Berechnung der Vergütung berücksichtigt. Der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten jeweils 14.900 Euro pro Jahr.

ERKLÄRUNG DES VORSTANDS gem. § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG

Unsere Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung und wurde durch die im Bericht angegebenen getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns im Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.

Bad Wurzach, den 1. März 2010

Der Vorstand

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der Gesellschaft vermitteln und im Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und der Gesellschaft beschrieben sind.

Bad Wurzach, den 1. März 2010

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

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Stefan Jaenecke Thomas Beyer Wolfgang Brauck
Vorsitzender Personal Vertrieb
Finanzen Osteuropa Technik

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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in TEUR Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse (1) 523.107 556.49 2
Umsatzkosten -429.175 -459.037
Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten -22.720 -20.945
Forschungs- und Entwicklungskosten -896 -860
Sonstige Erträge 10.071 6.929
Sonstige Aufwendungen -11.814 -3.900
Operatives Ergebnis (2) 68.573 78.679
Zinsen und ähnliche Aufwendungen (3/18/21) -6.939 -8.404
Zinsen und ähnliche Erträge (3/18/21) 1.159 1.206
Zinsergebnis (18/21) -5.780 -7.198
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen (3/18/21) 45 957
Finanzergebnis (3) -5.735 -6.241
Ergebnis vor Steuern 62.838 72.438
Ertragsteueraufwand (4) -17.986 -16.627
Latenter Steueraufwand/-ertrag (4) 4 -3.340
Ertragsteuern gesamt (4) -17.982 -19.967
Jahresergebnis 44.856 52.471
davon entfallen auf:
gezeichnetes Kapital und Rücklagen, die den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzuordnen sind 44.472 51.562
Minderheitsanteile am Eigenkapital 384 909
Ergebnis je Aktie in EUR (verwässert und unverwässert) (5) 44,47 51,56
Dividende je Aktie in EUR (6) 26,00 22,00

BILANZ DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

Aktiva

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in TEUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte (7) 9.714 10.091
Immaterielle Vermögenswerte (7) 998 933
Sachanlagen (7) 283.087 259.901
Übrige finanzielle Vermögenswerte (7/18) 1.677 1.677
Sonstige Forderungen (8/18/19) 3 67 551
Latente Steueransprüche (15) 759 975
Langfristige Vermögenswerte 296.602 274.128
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (9) 101.324 98.667
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (10/18) 46.251 49.174
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11/18) 15.086 32.424
Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (12) 512 3.777
Sonstige Vermögenswerte (10/18) 27.651 19.969
Kurzfristige Vermögenswerte 190.824 204.011
Summe Aktiva 487.426 478.139
Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2009 31.12.2008
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (13) 26.000 26.000
Rücklagen (13) 139.707 114.289
Konzernergebnis (13) 44.472 51.562
Beitrag des Mutterunternehmens (13) 1.047 904
Währungsumrechnungsdifferenzen (13) -55.868 -49.955
Anteile anderer Gesellschafter (13) 6.980 7.468
Eigenkapital 162.338 150.268
Langfristige Schulden
Rückstellungen (14/18) 67.244 62.893
Latente Steuerschulden (15) 23.188 23.682
Finanzielle Verbindlichkeiten (16/18) 57.804 65
Langfristige Schulden 148.236 86.640
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (14/18) 1.533 2.090
Ertragsteuerschulden (17) 5.097 3.990
Finanzielle Verbindlichkeiten (17/18) 48.882 119.167
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (17/18) 95.663 94.198
Sonstige Verbindlichkeiten (17/18) 25.677 21.786
Kurzfristige Schulden 176.852 241.231
Summe Passiva 487.426 478.139

GESAMTERGEBNISRECHNUNG DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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in TEUR Anhang 2009 2008
Jahresergebnis 44.856 52.471
Sonstiges Ergebnis
Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges (13/21) 949 -3.741
Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges (13/21) 3.741 -778
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen (IAS 19.93A) (13/14) -4.897 4.476
Währungsumrechnung (13) -6.205 -41.019
Sonstiges Ergebnis vor Steuern -6.412 -41.062
Latente Steuern auf im Sonstigen Ergebnis erfasste Erträge und Aufwendungen (13) 63 -4
Sonstiges Ergebnis -6.349 -41.066
Gesamtergebnis 38.507 11.405
davon den Anteilseignern des Konzerns zustehend 38.415 12.144
davon auf andere Gesellschafter entfallend 92 -739

KAPITALFLUSSRECHNUNG DES SAINT-GOBAIN OBERLAND KONZERNS

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in TEUR Anhang/Anmerkung 2009 2008
Jahresergebnis des Konzerns 44.856 52.471
Korrektur um Steueraufwand, Finanzergebnis 23.717 26.208
Operatives Konzernergebnis 68.573 78.679
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte (7) 32.488 31.825
Veränderung der langfristigen Rückstellungen * -3.766 -2.739
Gezahlte Zinsen -2.179 -4.959
Erhaltene Zinsen 790 627
Gezahlte Ertragsteuern (operativ) -15.813 -18.054
Erhaltene Dividende 45 956
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen -638 66
Cashflow 79.500 86.401
Ergebnis aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte
und zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte (7) 949 -222
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -557 412
Veränderung der Vorräte * -3.518 -20.749
Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte * -2.790 -5.637
Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Investitions-/Finanzverbindlichkeiten) * 7.177 16.484
Cashflow aus operativer Tätigkeit 80.761 76.689
Einzahlungen aus dem Verkauf von finanziellen Vermögenswerten (7) - 235
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten (7) 1.599 1.415
Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen -372 -60.651
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte (7)** -59.651 -45.670
Cashflow aus Investitionstätigkeit -58.424 -104.671
Gezahlte Dividenden -26.008 -22.011
Einzahlungen aus der Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten 60.259 111.135
Auszahlungen aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten -73.238 -53.960
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter 715 5.144
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -38.272 40.308
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -15.935 12.326
Wechselkursbedingte Veränderung -1.403 -3.579
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung - 16.264
Zu-/Abnahme der Zahlungsmittel -17.338 25.011
Finanzmittel am Anfang der Periode (11) 32.424 7.413
Finanzmittel am Ende der Periode (11) 15.086 32.424

* Abweichungen gegenüber der Veränderung der Bilanzpositionen in 2008 resultieren überwiegend aus Währungsumrechnungsdifferenzen.

** Differenzen gegenüber Zugängen bzw. der Veränderung der Bilanzposition resultiert vor allem aus Umgliederungen der zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerte in das Anlagevermögen.

In den Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand von TEUR 487 enthalten (Vorjahr: TEUR 0).

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG ZUM 31. DEZEMBER 2009

A. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Die Saint-Gobain Oberland AG ist ein selbständiges Tochterunternehmen der international tätigen Compagnie de Saint-Gobain. Die Geschäftstätigkeit des Saint-Gobain Oberland Konzerns umfasst im Kerngeschäft die Produktion und den Vertrieb von Behälterglas, das technische Geschäft betrifft die Herstellung und weltweite Distribution von Maschinen und Ausrüstungsteilen für die Behälterglasindustrie. Die Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Oberlandstraße, 88410 Bad Wurzach, Deutschland, beschäftigt derzeit 3.925 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.251).

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Beachtung aller am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie aller für das abgelaufene Geschäftsjahr verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Konzernwährung ist der Euro. Alle Beträge werden in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.

B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemein

Die folgenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sind in den dargestellten Berichtsperioden angewendet worden. Sie wurden von allen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen angewendet.

Neue Rechnungslegungsstandards

Das IASB (International Accounting Standards Board) und das IFRIC haben folgende, für den Saint-Gobain Oberland Konzern relevante Standards herausgegeben, die im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden sind:

IAS 1 Darstellung des Abschlusses, überarbeitete Version

Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Gesamtergebnisdarstellung und die Bezeichnung der Abschlussbestandteile.

IAS 23 Fremdkapitalkosten, überarbeitete Version

Fremdkapitalzinsen sind bei der Anschaffung bzw. Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zwingend in die Bemessung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten einzubeziehen. Im Rahmen des bisher geltenden Wahlrechts wurden diese Zinsen direkt aufwandswirksam erfasst.

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen, überarbeitete Version

Die geänderte Version enthält Klarstellungen zur Definition von Ausübungsbedingungen und Annullierungen.

IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben, überarbeitete Version

Die Änderungen betreffen Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) sowie zum Liquiditätsrisiko.

IFRS 8 Segmentberichterstattung nach dem so genannten ,Management Approach' IFRS 8 ersetzt die bisherigen Vorschriften des IAS 14 zur Segmentberichterstattung. Die wesentliche Änderung beinhaltet, dass der Aufbau der Segmentberichterstattung der von den Entscheidungsträgern intern verwendeten Berichtsstruktur folgt (Management Approach). Ziel dieser Darstellung ist, dem externen Abschlussleser dieselben Informationen zur Verfügung zu stellen, die das Management als Basis für seine Beurteilungen und Entscheidungen nutzt.

Folgende Standards und Interpretationen von IASB und IFRIC werden im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 nicht vorzeitig angewendet:

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse, überarbeitete Version

IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse, überarbeitete Version

IFRIC 16 Absicherungen einer Netto-Investition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch Kunden

IFRS 3, IAS 27 und IFRIC 16 sind erstmals für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2009, IFRIC 18 für Geschäftsjahre ab dem 1. November 2009 verpflichtend anzuwenden. Es ist nicht zu erwarten, dass die erstmalige Anwendung der Standards und Interpretationen, soweit sie relevant sind, wesentliche Auswirkungen auf die künftigen Konzernabschlüsse haben werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Beim Erwerb eines Unternehmens werden dessen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Gegebenenfalls vorzunehmende Anpassungen auf diese Werte werden innerhalb von 12 Monaten vorgenommen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert stellt die Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem, mit beizulegendem Zeitwert bewerteten Netto-Vermögen dar. Sollte das anteilige Netto-Vermögen die Anschaffungskosten übersteigen, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für in der Konzernbilanz angesetzte Geschäfts- oder Firmenwerte wird jedes Kalenderjahr mindestens ein Impairment Test gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) durchgeführt, der auf den 5-Jahres-Geschäftsplänen der Cash Generating Units, denen sie zugeordnet werden, basiert. Dabei wird untersucht, wie sich das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert zum Buchwert der Cash Generating Unit verhält. Die zugrunde liegenden 5-Jahres-Pläne berücksichtigen sowohl vergangene Erfahrungen als auch externe Informationsquellen.

Als relevante Cash Generating Units mit zugeordnetem Geschäfts- oder Firmenwert wurden die Tochterunternehmen Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod sowie CJSC Consumers-Sklo-Zorya identifiziert. Auf Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO entfällt ein Goodwill in Höhe von TEUR 910 (Vorjahr: TEUR 951), auf ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod in Höhe von TEUR 3.740 (Vorjahr: TEUR 3.909) und auf CJSC Consumers-Sklo-Zorya in Höhe von TEUR 5.064 (Vorjahr: TEUR 5.231).

Zur Ermittlung des Nutzungswertes wird der Buchwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Cash Generating Units mit dem Zeitwert ihrer abgezinsten zukünftigen Cashflows verglichen.

Der prognostizierte Cashflow des fünften Jahres wird als ewige Rente unter der Annahme eines 3-5 % igen Marktwachstums fortgeschrieben.

Der für die Cashflows verwendete Abzinsungssatz entspricht den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten unter Berücksichtigung der speziellen Risiken der jeweiligen Cash Generating Unit und liegt zwischen 11,7 % und 18,2 % (Vorjahr: 13,0 % und 16,6 %).

Falls der Impairment Test ergibt, dass das Maximum aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert geringer ist als der Buchwert der Cash Generating Unit, wird eine Abwertung des Goodwills vorgenommen.

Auf Goodwills erfasste Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Die immateriellen Vermögenswerte sind alle zeitlich begrenzt nutzbar und werden in längstens 8 Jahren abgeschrieben, enthalten sind Software und Lizenzen.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 12 Jahren planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear.

Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert des Gegenstandes wird getrennt abgeschrieben.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Langfristig genutzte Vermögenswerte werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) auf Werthaltigkeit überprüft, sobald Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Gruppe von Vermögenswerten den beizulegenden Wert überschreiten könnte. In diesem Fall wird der Buchwert mit dem höheren Betrag entweder aus dem Nettoveräußerungserlös oder dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung der Vermögenswerte verglichen. Wenn der Grund für die Wertberichtigung entfallen ist, werden Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle der planmäßigen Abschreibung ist eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit nach IAS 36 vorzunehmen.

Leasing

Leasingvereinbarungen werden nach Prüfung der Kriterien des IAS 17 entweder als Operating Lease oder als Finance Lease behandelt. Die Klassifizierung richtet sich danach, wer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, hält.

Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist und alle wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt, werden beim Leasinggeber als Verkaufs- und Finanzierungsgeschäft angesetzt. In Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis wird eine Forderung angesetzt und die Zinserträge erfolgswirksam erfasst. Alle übrigen Leasingtransaktionen, bei denen der Konzern Leasinggeber ist, werden als Operating Lease erfasst. In diesem Fall verbleibt der verleaste Gegenstand in der Konzernbilanz und wird planmäßig abgeschrieben. Leasingraten werden bei Forderungsentstehung als Ertrag ausgewiesen.

Bei Leasingvereinbarungen, bei denen der Konzern als Leasingnehmer auftritt, werden die Leasingraten beim Operating Lease bei Entstehung der Verbindlichkeit als Aufwand erfasst. Beim Finance Lease wird zu Beginn der Laufzeit sowohl ein Vermögenswert als auch eine Schuld in gleicher Höhe angesetzt, und zwar entweder mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist. Der Vermögenswert wird über den Zeitraum der erwarteten Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Leasingzahlungen werden in einen Finanzierungs- und in einen Tilgungsanteil der jeweiligen Restschuld aufgeteilt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich noch anfallender Kosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Herstellungskosten, diese umfassen die direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Wertminderungen für Risiken als Folge eingeschränkter Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Sind Vermögenswerte zum Verkauf bestimmt (assets held for sale), werden keine weiteren planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, sondern der Zeitwert ermittelt. Eine Wertberichtigung wird vorgenommen, soweit der Buchwert dieser Vermögenswerte höher ist als der um die voraussichtlich noch anfallenden Veräußerungskosten reduzierte Zeitwert. Basis für den anzusetzenden Zeitwert ist eine Schätzung des erzielbaren Veräußerungserlöses.

Finanzinstrumente

Bei Finanzinstrumenten handelt es sich um Positionen, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere übrige Finanzanlagen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Maßgeblich für den erstmaligen Ansatz in der Bilanz und für die Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte ist für alle Kategorien der finanziellen Vermögenswerte einheitlich der Handelstag, d. h. der Tag, an dem die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen wurde.

Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie originäre und derivative Finanzverbindlichkeiten.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Soweit im Folgenden beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht explizit angegeben sind, weichen sie nicht oder nur geringfügig von den Buchwerten ab.

Übrige finanzielle Vermögenswerte

Alle sonstigen Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, da kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann.

Ausleihungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei werden unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Verbindlichkeiten

Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind zum Nennwert angesetzt. Um individuelle Risiken abzudecken, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko wird dadurch berücksichtigt, dass Wertberichtigungen durchgeführt werden, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden in Übereinstimmung mit IAS 21 bewertet. Forderungen werden ausgebucht, sobald die Bedingungen gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) erfüllt sind.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Währungs- und Preisänderungsrisiken eingesetzt. Als Instrumente werden hierzu marktgängige Devisen- und Warentermingeschäfte angewandt. Der Einsatz solcher Derivatkontrakte ist durch Richtlinien geregelt und unterliegt einer ständigen Risikokontrolle.

Verträge zur Sicherung von Währungspositionen werden generell mit der Compagnie de Saint-Gobain, der Muttergesellschaft der Gruppe, geschlossen. Diese deckt die Gegenposition am Markt ab. Ebenso wird ein Teil des Bedarfs an Heizöl über gruppeninterne Hedging-Kontrakte preislich gesichert.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 (Finanzinstrumente) am Erfüllungstag zu Anschaffungskosten erfasst und danach zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei Cashflow-Hedges wird der effektive Teil der Marktwertänderung in die Position Andere Gewinnrücklagen eingestellt.

Aktienbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungsmodelle werden gemäß den Vorschriften von IFRS 2 und IFRIC 11 bewertet und abgebildet.

Bei der Saint-Gobain Oberland Gruppe finden die Regeln für anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (equity-settled) Anwendung. In diesem Zusammenhang werden Instrumente abgebildet, die vom Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain S.A. an die Mitarbeiter der Saint-Gobain Oberland Gruppe gewährt werden, d. h. Instrumente, bei denen Saint-Gobain Oberland weder rechtlich noch faktisch eine Verpflichtung zur Erfüllung der Optionen und Zusagen gegenüber den Mitarbeitern eingeht. Diese Verpflichtung verbleibt bei der Compagnie de Saint-Gobain S.A.

Aufgrund von IFRS 2.3 und IFRIC 11.8 wird ein eventuell entstehender Dienstzeitaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine entsprechende Gegenbuchung im Eigenkapital unter der Position Kapitalrücklagen ausgewiesen.

Die Höhe des Dienstzeitaufwands wird indirekt anhand der beizulegenden Zeitwerte der Eigenkapitalinstrumente am Gewährungsstichtag ermittelt. Der gesamte Dienstzeitaufwand ergibt sich durch Multiplikation der Anzahl der gewährten Eigenkapitalinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der Instrumente am Gewährungsstichtag. Wenn die Eigenkapitalinstrumente noch in der Berichtsperiode der Gewährung ausübbar sind und auch ausgeübt werden, erfolgt eine Verbuchung in voller Höhe mit einer entsprechenden Erhöhung im Eigenkapital. Ist die Ausübung der Optionen von der Ableistung einer bestimmten zukünftigen Dienstzeit abhängig, wird ein entsprechender Dienstzeitaufwand gleichmäßig auf den künftigen Erdienungszeitraum mit einer einhergehenden Erhöhung des Eigenkapitals verteilt.

Beim Arbeitsplatzwechsel eines Mitarbeiters innerhalb des Saint-Gobain Konzerns bleibt der erfasste Eigenkapitalbeitrag beim alten Arbeitgeber erhalten, ab dem Zeitpunkt des Wechsels werden der entstehende Dienstzeitaufwand und die Eigenkapitalerhöhung unter Zugrundelegung des ursprünglichen Zeitwerts am Tag der Gewährung beim neuen Arbeitgeber erfasst.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 (Ertragsteuern) für sämtliche temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der einzelnen Steuerbilanzen und der Konzernbilanz und auf Verlustvorträge gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit die in IAS 12.74 genannten Kriterien vorliegen.

Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren bewertet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung von biometrischen Annahmen.

IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend, werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste erfolgsneutral über das Eigenkapital erfasst. Der Aufwand aus der Dotierung der Pensionsrückstellungen ist den Personalaufwendungen, der enthaltene Zinsanteil dem Zinsaufwand zugeordnet.

sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Dieser ergibt sich auf der Basis der bestmöglichen Schätzung. Verpflichtungen aus bereits vollzogenen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die einen höheren Sicherheitsgrad bezüglich der Höhe und des Zeitpunktes der Erfüllung der Verbindlichkeit haben, werden unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Der in den Aufwendungen für Arbeitnehmerjubiläen und Altersteilzeit enthaltene Zinsanteil der Rückstellungszuführung wird im Zinsaufwand gezeigt.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Skonti, Boni oder Rabatten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf den Käufer übertragen wurden, ein Preis vereinbart und bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Erträge werden erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der mit dem Geschäft verbundene wirtschaftliche Nutzen zufließen wird.

Emissionsberechtigungen

Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen decken den derzeitigen Bedarf im Wesentlichen ab. Der Bilanzansatz erfolgt daraus resultierend zum Erinnerungswert in Höhe von EUR 1, der Zeitwert beträgt TEUR 5.038. Übersteigt der Ausstoß an CO die zugeteilten Berechtigungen, wird darüber hinaus eine Rückstellung für zusätzlich benötigte Zertifikate eingestellt.

Verwendung von Schätzungen

Bei der Erstellung der Abschlüsse sind Schätzungen und Annahmen erforderlich, die die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und die Höhe der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum beeinflussen. Die zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die den Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Planungs- und Bewertungsprämissen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen.

Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage, unsicherer Prognoseaussichten und anderer Ereignisse können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und zugrunde liegenden Annahmen werden laufend überprüft. Korrekturen von Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der die Schätzung überprüft wurde.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse) nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft.

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung von Tochterunternehmen, die in fremder Währung aufgestellt sind, werden grundsätzlich mit Jahresdurchschnittskursen, Vermögenswerte und Schulden zu Stichtagskursen sowie Posten des Eigenkapitals zu historischen Kursen umgerechnet. Der sich aus der Umrechnung des Eigenkapitals ergebende Währungsunterschied wird mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus der abweichenden Umrechnung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Ein im Zusammenhang mit dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften entstandener Geschäfts- oder Firmenwert sowie Marktwertanpassungen werden als Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzernunternehmen werden monetäre Posten in Fremdwährung gemäß IAS 21 umgerechnet.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
ISO Code 31.12.2009 31.12.2008 2009 2008
--- --- --- --- --- ---
Russischer Rubel RUB 43,15400 41,28300 44,13856 36,43850
Ukrainische Griwna UAH 11,58960 11,22130 11,26122 7,69722
US-amerikanischer Dollar USD 1,44060 1,39170 1,39349 1,47091

C. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungsgrundsätze

Bei bereits vor dem 1. Januar 2004 dem Konsolidierungskreis der Saint-Gobain Oberland AG angehörenden Unternehmen wurde die Befreiungsregel des IFRS 1 in Anspruch genommen, wonach die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen beibehalten werden können.

Die Kapitalkonsolidierung dieser Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt des Erwerbs oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag wurde voll mit den Gewinnrücklagen des Konzerns verrechnet.

Für nach dem 1. Januar 2004 erworbene Unternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung gemäß IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zum Marktwert bewerteten Konzernanteil am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wird gemäß IFRS 3, soweit sie auf stillen Reserven oder stillen Lasten beruht, den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet.

Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Anteil am Nettozeitwert wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen und mindestens jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein passiver Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vermögenswerte, Schulden, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse aus konzerninternen Transaktionen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Die steuerliche Auswirkung erfolgswirksamer Konsolidierungsmaßnahmen wird durch eine entsprechende Anpassung der latenten Steuern berücksichtigt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns sind neben der Saint-Gobain Oberland AG, 4 (Vorjahr: 4) inländische und 4 (Vorjahr: 4) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen Beherrschung vorliegt:

-Black Sea Glass Packaging LLC, Russland

-GPS Glasproduktions-Service GmbH

-Ruhrglas GmbH

-Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Russland

-CJSC Consumers-Sklo-Zorya, Ukraine

-Süddeutsche Altglas - Rohstoff GmbH

-Westerwald GmbH für Silikatindustrie

-ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Russland

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Saint-Gobain Oberland Konzerns und der Saint-Gobain Oberland AG mit Stand vom 31. Dezember 2009 ist Bestandteil dieses Anhangs.

Erwerb weiterer Minderheitenanteile an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO

Der der Saint-Gobain Oberland AG zuzurechnende Anteil an Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO erhöhte sich durch Aktienkäufe um 1,1 % auf 94,3 %.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren in erster Linie aus dem Verkauf von Erzeugnissen und Waren. Für weitere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verweisen wir auf den Abschnitt der Segmentberichterstattung.

(2) Operatives Ergebnis

Im operativen Ergebnis sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 32.488 (Vorjahr: TEUR 31.825) enthalten. Für weitere Angaben hierzu verweisen wir auf Punkt (7) Langfristige Vermögenswerte.

Außerdem beinhaltet das operative Ergebnis Leistungen an Arbeitnehmer im Sinne von IAS 19 in Höhe von TEUR 98.902 (Vorjahr: TEUR 98.992), Materialaufwand in Höhe von TEUR 239.054 (Vorjahr: TEUR 276.120) sowie operative Währungsumrechnungsgewinne in Höhe von TEUR 707 (Vorjahr: TEUR 3.055).

Die Veränderung der sonstigen Erträge und sonstigen Aufwendungen ist hauptsächlich im Verkauf des zur Veräußerung gehaltenen Grundstücks in Essen und der damit verbunden vertraglichen Verpflichtungen zur Baureifmachung des Geländes begründet.

(3) Finanzergebnis

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in TEUR 2009 2008
Sonstige Finanzerträge/-aufwendungen 45 957
davon Erträge aus Beteiligungen 45 957
Zinsen und ähnliche Erträge 1.159 1.206
davon aus verbundenen Unternehmen 14 9
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.939 -8.404
davon an verbundene Unternehmen -2.275 -3.975
Finanzergebnis -5.735 -6.241

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gemäß IAS 39 belaufen sich auf TEUR 1.158 (Vorjahr: TEUR 972), die entsprechenden Zinsaufwendungen auf TEUR 3.670 (Vorjahr: TEUR 4.598). Zinszuschüsse von dritter Seite (öffentliche Hand) für Investitionsprojekte sind mit TEUR 421 (Vorjahr: TEUR 298) aufwandsmindernd berücksichtigt.

(4) Ertragsteuern

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern für die deutschen Gesellschaften des Saint-Gobain Oberland Konzerns werden weiterhin nach dem seit dem 1. Januar 2008 geltenden Körperschaftsteuersatz von 15 %, einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und einer durchschnittlichen Gewerbeertragsteuer von 14,38 % mit einem Gesamtsteuersatz von 30,2 % berechnet (Vorjahr: 30,2 %).

Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen. Der angewandte Ertragsteuersatz für CJSC Consumers-Sklo-Zorya liegt unverändert bei 25 %, der Steuersatz für die russischen Konzernunternehmen wie im Vorjahr bei 20 %.

Für thesaurierte Ergebnisse bei Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 9.771 (Vorjahr: TEUR 16.532) wurden keine latenten Steuern gebildet.

Steueraufwand

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in TEUR 2009 2008
Ertragsteueraufwand der Periode -17.986 -16.627
Latenter Steueraufwand/-ertrag 4 -3.340
Ertragsteuern -17.982 -19.967

Der effektive Steuersatz beträgt 28,6 % (Vorjahr: 27,6 %). Der Unterschied zum erwarteten Ertragsteuersatz, der im Jahr 2009 weiterhin bei 30,2 % lag, lässt sich wie folgt überleiten:

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in TEUR 2009 2008
Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) 62.838 72.438
Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz) 18.977 21.876
Steuereffekte aus:
Auswirkung Steuersatzänderung - -980
Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen -1.092 -1.323
Aperiodischem Steuerertrag/Steueraufwand 16 -71
Steuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen (permanente Differenzen) 1.032 1.127
Konsolidierung -3 22 -31
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge - -416
Sonstige Abweichungen -629 -215
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand 17.982 19.967
Tatsächlicher Steuersatz in % 28,6 27,6

(5) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug in 2009, wie in 2008, unverändert 1.000.000 Stück. Einflüsse, die darüber hinaus zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, existieren nicht.

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich anhand der folgenden Übersicht:

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in TEUR 2009 2008
Jahresergebnis 44.856 52.471
Anteile anderer Gesellschafter 384 909
Anteilseigner der Muttergesellschaft 44.472 51.562
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Ergebnis je Aktie (in EUR) 44,47 51,56

(6) Dividende je Aktie

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2009 2008
Ausgeschüttete Dividende (in TEUR) 26.000 22.000
Aktienzahl in Tausend 1.000 1.000
Dividende je Aktie (in EUR) 26,00 22,00

Die Höhe der Dividendenzahlung für 2009 an die Anteilseigner war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht festgelegt.

(7) Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung des Anlagevermögens 2008

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Vortrag 01.01.2008 Zugänge Veränderung Konsolidierungskreis Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2008
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 10.766 4.368 - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 1.736 244 586 - 117 2.449
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 172.701 2.356 14.527 1.022 1.086 189.520
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 482.522 25.512 22.843 10.588 10.943 530.522
In Herstellung befindliche Sachanlagen 13.026 23.670 794 -11.610 998 24.882
Summe Sachanlagen 668.249 51.538 38.164 - 13.027 744.924
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - 2.188
Anlagevermögen gesamt 682.939 51.782 43.118 - 13.144 764.695

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Abschreibungen
in TEUR Vortrag 01.01.2008 Geschäftsjahr 2008 Abgänge Stand 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 1.266 293 111 1.448
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 88.431 5.245 3 93.319
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 333.546 26.287 9.686 350.147
In Herstellung befindliche Sachanlagen - - - -
Summe Sachanlagen 421.977 31.532 10.043 443.466
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511
Anlagevermögen gesamt 423.754 31.825 10.154 445.425

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Differenzen aus Währungsumrechnung Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2008 31.12.2008 01.01.2008
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte -5.043 10.091 8.997
Immaterielle Vermögenswerte -68 933 464
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -11.151 85.050 80.846
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -27.770 152.605 141.181
In Herstellung befindliche Sachanlagen -2.636 22.246 12.011
Summe Sachanlagen -41.557 259.901 234.038
Übrige finanzielle Vermögenswerte - 1.677 1.677
Anlagevermögen gesamt -46.668 272.602 245.176

Entwicklung des Anlagevermögens 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Vortrag 01.01.2009 Zugänge Veränderung Konsolidierungskreis Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 15.134 - - - - 15.134
Immaterielle Vermögenswerte 2.449 485 - - 69 2.865
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 189.520 3.982 - 2.200 996 194.706
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 530.522 24.347 - 12.378 29.394 537.853
In Herstellung befindliche Sachanlagen 24.882 33.629 - -14.578 379 43.554
Summe Sachanlagen 744.924 61.958 - - 30.769 776.113
Übrige finanzielle Vermögenswerte 2.188 - - - - 2.188
Gesamt 764.695 62.443 - - 30.838 796.300

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Abschreibungen
in TEUR Vortrag 01.01.2009 Geschäftsjahr 2009 Abgänge Stand 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte - - - -
Immaterielle Vermögenswerte 1.448 348 29 1.767
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 93.319 5.029 996 97.352
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 350.147 27.111 27.266 349.992
In Herstellung befindliche Sachanlagen - - - -
Summe Sachanlagen 443.466 32.140 28.262 447.344
Übrige finanzielle Vermögenswerte 511 - - 511
Gesamt 445.425 32.488 28.291 449.622

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Differenzen aus Währungsumrechnung Buchwert
in TEUR Stand 31.12.2009 31.12.2009 01.01.2009
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte -5.420 9.714 10.091
Immaterielle Vermögenswerte -100 998 933
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -12.249 85.105 85.050
Technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -30.939 156.922 152.605
In Herstellung befindliche Sachanlagen -2.494 41.060 22.246
Summe Sachanlagen -45.682 283.087 259.901
Übrige finanzielle Vermögenswerte - 1.677 1.677
Gesamt -51.202 295.476 272.602

In den Abschreibungen sind in 2009 TEUR 487 (Vorjahr: TEUR 0) Wertminderungsaufwendungen enthalten.

(8) Langfristige Forderungen

Die langfristigen sonstigen Forderungen enthalten wie im Vorjahr hauptsächlich Forderungen aus Finanzierungsleasing. Bezüglich weiterer Erläuterungen zum Finanzierungsleasing verweisen wir auf Kapitel (19) Leasingverhältnisse.

(9) Vorräte

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 48.594 50.087
Unfertige Erzeugnisse 3.508 1.628
Fertige Erzeugnisse und Waren 49.222 46.952
Gesamt 101.324 98.667

Die Abwertungen betragen 2009 insgesamt TEUR 11.320 (Vorjahr: TEUR 11.916), der Bestand der Vorräte vor Abwertungen beträgt TEUR 112.642 (Vorjahr: TEUR 110.583).

(10) Kurzfristige Vermögenswerte

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 46.251 49.174
davon gegen verbundene Unternehmen 2.205 1.699
Sonstige Vermögenswerte 27.651 19.969
davon Steuerforderungen 4.294 3.799
davon übrige Vermögenswerte 23.357 16.170

(11) Zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich im Wesentlichen aus erhaltenen Schecks und Bankguthaben zusammen.

(12) Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte

Bei zum Verkauf vorgesehenen Vermögenswerten handelt es sich in Höhe von TEUR 512 um Sachanlagevermögen der stillgelegten Dekorationsanlage von CJSC Consumers-Sklo-Zorya, Ukraine. Derzeit finden Verkaufsverhandlungen mit potenziellen Käufern statt. Der entsprechende Vorjahreswert in Höhe von TEUR 3.777 enthielt neben den Sachanlagen von Zorya ein zwischenzeitlich veräußertes Grundstück in Essen.

(13) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete und eingezahlte Kapital der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 26.000. Es setzt sich aus 1.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien zusammen, der Nennwert pro Aktie beträgt EUR 26. Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung über 96,7 % an unserer Gesellschaft hält.

Rücklagen

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien sowie Beiträge des Mutterunternehmens.

Gesetzliche Rücklage

Es handelt sich um die gesetzliche Rücklage im Sinne des Aktiengesetzes.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Bestandteil der Gewinnrücklagen sind auch die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung von Tochtergesellschaften vor dem 1. Januar 2004 in Höhe von TEUR 10.007 wurden vollständig mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Die aktiven Unterschiedsbeträge aus den Kapitalkonsolidierungen ab 2005 werden gemäß IFRS 3 als Geschäfts- oder Firmenwert separat in der Konzernbilanz ausgewiesen, die passiven Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Weiterhin werden Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen mit einbezogen.

Gemäß IAS 19 und dem damit verbundenen Wahlrecht folgend werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter enthalten deren Kapitalanteil, das anteilige Jahresergebnis und die anteiligen Währungseffekte an den ausländischen Tochterunternehmen.

Entwicklung des Eigenkapitals der Saint-Gobain Oberland AG, Bad Wurzach

vom 1. Januar 2008 bis zum 31. Dezember 2008

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in TEUR Dezember 2008 01.01.2008 Konzernergebnis Zeitwertänderungen von Cashflow-Hedges Erfolgswirksame Realisierung von Cashflow-Hedges Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen
Saint-Gobain Oberland AG
Gezeichnetes Kapital 26.000 - - - -
Kapitalrücklage 43.690
Gesetzliche Rücklagen 249 - - - -
Andere Gewinnrücklagen 56.591 - -3.741 -778 4.476
Gewinnvortrag 1.094
Konzernergebnis 35.453 51.562 - - -
Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen -10.584 - - - -
Summe Eigenkapital 152.493 51.562 -3.741 -778 4.476
Fremdgesellschafter
Minderheitenkapital 5.304 - - - -
Kumuliertes übriges Konzernergebnis 477 909 - - -
Summe Eigenkapital 5.781 909 - - -
Gesamt
Summe Eigenkapital 158.274 52.471 -3.741 -778 4.476

vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009

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in TEUR 01.01.2009
Saint-Gobain Oberland AG
Gezeichnetes Kapital 26.000
Kapitalrücklage 43.853 - - - -
Gesetzliche Rücklagen 249 - - - -
Andere Gewinnrücklagen 69.997 949 3.741 -4.897
Gewinnvortrag 1.094 - - - -
Konzernergebnis 51.562 44.472 - - -
Kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen -49.955 - - - -
Summe Eigenkapital 142.800 44.472 949 3.741 -4.897
Fremdgesellschafter
Minderheitenkapital 6.559 - - - -
Kumuliertes übriges Konzernergebnis 909 384
Summe Eigenkapital 7.468 384 - - -
Gesamt
Summe Eigenkapital 150.268 44.856 949 3.741 -4.897

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Währungsumrechnung Latente Steuern auf im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen Dividende Beiträge des Mutterunternehmens Veränderungen des Konsolidierungskreises Umgliederung 31.12.2008
- - - - - - 26.000
- - - 163 - - 43.853
- - - - - - 249
- -4 - - - 13.453 69.997
- - - - - 1.094
- - -22.000 - - -13.453 51.562
-39.371 -49.955
-39.371 -4 -22.000 163 - - 142.800
-1.648 - - - 2.437 466 6.559
- - -11 - - -466 909
-1.648 - -11 - 2.437 - 7.468
-41.019 -4 -22.011 163 2.437 - 150.268

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31.12.2009
- - - - - - 26.000
- - - - - 43.996
- - - - - - 249
- 63 - - - 25.271 95.124
- - - - - 291 1.385
- - -26.000 - - -25.562 44.472
-5.913 -55.868
-5.913 63 -26.000 143 - - 155.358
-292 - - - -572 901 6.596
- - -8 - - -901 384
-292 - -8 - -572 - 6.980
-6.205 63 -26.008 143 -572 - 162.338

(14) Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen sind für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter sowie deren Hinterbliebene gebildet. Die betriebliche Altersversorgung ist durch leistungsorientierte Pläne und Sachbezugsabgeltung von Deputatverpflichtungen geregelt, wobei die zugesagten Leistungen durch das Unternehmen erfüllt werden. Die Finanzierung erfolgt durch die Dotierung von Rückstellungen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung folgende Prämissen eine maßgebliche Rolle:

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2009 2008
Abzinsungsfaktor 5,25 % 6,00 %
Gehaltstrend 3,2 % 3,5 %
Rententrend 1,7 % 1,7 %
Fluktuationsrate 3,0 % 3,0 %
Inflationsrate 1,9 % 2,0 %

Die Pensionspläne der einzelnen Standorte wurden aufgrund ihrer Gleichartigkeit zusammengefasst.

Die Versorgungsverpflichtung aus den Pensionsplänen und den Deputatverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

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Pensionsverpflichtungen Deputatverpflichtungen
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 59.984 55.205 999 989
Entwicklung
Rückstellung per 01.01. 55.205 59.621 989 1.084
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 4.856 -4.416 40 -60
Zuführung 3.877 3.864 58 54
davon Versorgungsaufwand 691 826 1 1
davon Zinsaufwand 3.186 3.038 57 53
Zu- und Abgänge - 160 - -
Währungsunterschiede aus Plänen im Ausland -20 -106 - -
Gezahlte Leistungen -3.934 -3.918 -88 -89
Rückstellung per 31.12. 59.984 55.205 999 989

Zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden Arbeitgeberanteile in Höhe von TEUR 8.475 (Vorjahr: TEUR 8.160) entrichtet.

Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts der Versorgungszusagen

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006 31.12.2005
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen 60.983 56.194 60.705 63.940 66.143

Entwicklung der Rückstellungen

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in TEUR 01.01.2009 Verbrauch Auflösung Zuführung Sonstige Veränderungen 31.12.2009
Langfristige Rückstellungen
Pensionen 56.194 4.023 6 3.941 4.877 60.983
Übrige Personalverpflichtungen 5.453 2.147 1.939 5.245
Sonstige Rückstellungen 1.246 260 148 181 -3 1.016
Summe 62.893 6.430 154 6.061 4.874 67.244
Kurzfristige Rückstellungen
Verpflichtungen aus dem Absatzbereich 2.090 2.090 1.533 1.533
Summe 2.090 2.090 - 1.533 - 1.533
Gesamt 64.983 8.520 154 7.594 4.874 68.777

Bei den übrigen Personalverpflichtungen handelt es sich hauptsächlich um die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung. Die Verpflichtungen aus dem Absatzbereich beinhalten insbesondere Garantieverpflichtungen und drohende Verluste aus belastenden Verträgen. Die Veränderung der Rückstellungen für übrige Personalverpflichtungen führte zu Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 260 (Vorjahr: TEUR 205).

(15) Latente Steueransprüche und -schulden

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Aktiv latente Steuern Passiv latente Steuern
in TEUR 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Sachanlagen 1.051 1.262 22.132 21.431
Vorräte 438 46 4.345 4.410
Rückstellungen 3.160 1.791 258 782
Schulden 1 1.131 8 6
Sonstiges 935 421 1.271 729
Summe 5.585 4.651 28.014 27.358

Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt bei Erfüllung der nach IAS 12.74 geforderten Kriterien saldiert.

(16) Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen, darüber hinaus aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen, siehe dazu (19) Leasingverhältnisse.

(17) Kurzfristige schulden

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Rückstellungen 1.533 2.090
Ertragsteuerschulden 5.097 3.990
Finanzielle Verbindlichkeiten 48.882 119.167
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 95.663 94.198
Sonstige Verbindlichkeiten 25.677 21.786
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.293 3.508
Verbindlichkeiten gegenüber Personal sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.285 7.413
Steuerschulden 7.275 5.359
Akquisitionsverbindlichkeiten 442 1.342
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 4.382 4.164

Die finanziellen Verbindlichkeiten bestehen größtenteils aus Schulden gegenüber verbundenen Unternehmen.

(18) Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

2008

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in TEUR Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert Nettogewinne/ -verluste Zinsgewinne/ -verluste
Kredite und Forderungen 103.483 -1.365 102.118 1.490 972
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 - -
Derivate -3.741 - -3.741 778 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 231.647 -172 231.475 -4.947 -4.874

2009

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in TEUR
Kredite und Forderungen 89.888 -1.482 88.406 988 1.105
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 2.188 -511 1.677 - -
Derivate 949 - 949 -2.359 -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 228.768 -742 228.026 -3.100 -3.670

Bei als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten handelt es sich um Beteiligungen. Für die Beteiligungen lässt sich der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich ermitteln, da sie keinen notierten Preis auf einem aktiven Markt aufweisen. Die Beteiligungen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Bei den übrigen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie langfristige finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 57.804 (Vorjahr: TEUR 65). Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht jeweils dem Buchwert.

Die Nettogewinne/-verluste der Kredite und Forderungen sowie der zum Restbuchwert bewerteten finanziellen Schulden bestehen zum größten Teil aus Zinsen, die im Zinsergebnis erfasst werden. Das Nettoergebnis aus den Derivaten ist in den Umsatzkosten erfasst. Die Nettogewinne resultieren hauptsächlich aus Finanzinstrumenten, die am Bilanzstichtag ausgewiesen sind.

Gemäß IFRS 7 sind Finanzinstrumente zur Darstellung der Fair-Value-Hierarchie in 3 Stufen zu gliedern:

Stufe 1 umfasst Finanzinstrumente mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten Preisen. Stufe 2 beinhaltet Finanzinstrumente, die nicht unter Stufe 1 fallen und deren Inputfaktoren von einem aktiven Markt ableitbar sind. Stufe 3 enthält Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, deren Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert. Bei der Saint-Gobain Oberland AG sind die Derivate der 2. Stufe zuzuordnen, alle übrigen Finanzinstrumente fallen unter Stufe 3.

Die einzelnen Kategorien lassen sich wie folgt auf die Bilanz überleiten:

2008

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davon entfällt auf Bilanzposten
in TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 102.118 - 551 49.174
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - -
Derivate -3.741 - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 231.475 - - -
Bilanzwert 1.677 551 49.174

2009

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davon entfällt auf Bilanzposten
in TEUR Buchwert Übrige finanzielle Vermögenswerte Sonstige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- ---
Kredite und Forderungen 88.406 - 367 46.251
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.677 1.677 - -
Derivate 949 - - -
Zum Restbuchwert bewertete finanzielle Schulden 228.026 - - -
Bilanzwert 1.677 367 46.251

2008

scroll

davon entfällt auf Bilanzposten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Sonstige Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- ---
32.424 19.969 - - - -
- - - - - -
- - - - - 3.741
- - 65 119.167 94.198 18.045
32.424 19.969 65 119.167 94.198 21.786

2009

scroll

davon entfällt auf Bilanzposten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Sonstige Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- ---
15.086 26.702 - - - -
- 949 - - - -
57.804 48.882 95.663 25.677
15.086 27.651 57.804 48.882 95.663 25.677

Die überfälligen Forderungen betragen zum 31. Dezember 2009 TEUR 5.730 (Vorjahr: TEUR 10.395), davon sind jedoch lediglich TEUR 2.215 länger als 30 Tage überfällig (Vorjahr: TEUR 1.481). Sie wurden in Höhe von TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 161) wertberichtigt.

Die Ausfallquote von weder überfälligen noch wertgeminderten Vermögenswerten tendiert gegen null.

(19) Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2009 belief sich der Miet- und Leasingaufwand aus Operate-Leasing-Kontrakten auf TEUR 1.448 (Vorjahr: TEUR 1.301). Der Konzern mietet hauptsächlich bewegliche Wirtschaftsgüter an. Die Verträge weisen eine Grundmietzeit zwischen 1 und 10 Jahren auf.

Zum Bilanzstichtag hatte der Konzern offene Verpflichtungen aus unkündbaren Operate-Leasing-Verhältnissen, die wie folgt fällig sind (Vorjahresbeträge in Klammern):

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in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operate Leasing
Zukünftig zu leistende Leasingzahlungen 1.176 2.143 -
(2008) (1.166) (1.307) (60)

Die Miet- und Leasingerträge aus Operate-Leasing-Kontrakten beliefen sich auf TEUR 247 (Vorjahr: TEUR 256), die vertraglich vereinbarten Mindestleasingzahlungen verteilen sich auf:

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in TEUR bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Operate Leasing
Zukünftig zu erhaltende Leasingzahlungen 201 203 117
(2008) (237) (231) (154)

Bei den Operate-Leasing-Verhältnissen handelt es sich hauptsächlich um vermietete Grundstücke mit einer Grundmietzeit zwischen 1 und 25 Jahren.

Die Forderungen aus Finanzierungsleasing betreffen Immobilien der Gesellschaft Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, die von den Mitarbeitern der Firma im Rahmen von Leasinggeschäften erworben werden.

Die Forderungen sind wie folgt fällig:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
2009 80
2010 77 80
2011 77 80
2012 75 78
2013 63 66
2014 53
Danach (für 31.12.2008: 2014 und später) 108 175
Zukünftige Mindestleasingraten 453 559
Abzüglich: unrealisierte Erträge -111 -159
Abzüglich: Wertberichtigung Fluktuation -48 -50
Leasing-Forderung netto 294 350
Abzüglich: kurzfristiger Anteil -44 -41
Langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing 250 309

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing betreffen Förder- und Personenfahrzeuge, die von CJSC Consumers-Sklo-Zorya geleast werden. Aufgrund der Gestaltung der Verträge ist dem Konzern das wirtschaftliche Eigentum zuzurechnen, daraus folgend eine entsprechende Erfassung in den Sachanlagen. Die betroffenen Leasingverträge haben Laufzeiten bis 2013. Für die einzelnen Verträge besteht ein Kaufrecht oder Verlängerungsrecht bei Ablauf des Leasingvertrags. Der Buchwert der Anlagen betrug am 31. Dezember 2009 TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 77).

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen sind fällig:

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in 1 EUR 31.12.2009 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
2009 61 21 40 -
2008 92 29 63 -

Die Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
2009 30
2010 22 26
2011 22 26
2012 27 31
2013 2 2
Zukünftige Mindestleasingraten 73 115
Abzüglich: unrealisierte Zinsaufwendungen -12 -23
Leasing-Verbindlichkeit netto 61 92
Abzüglich: kurzfristiger Anteil -21 -29
Langfristige Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing 40 63

(20) Sonstige Eventualverbindlichkeiten

Haftungsverhältnisse

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln - 1.558

Sonstige vertragliche Verpflichtungen

Bestellobligo

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in TEUR 31.12.2009 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesamt 31.12.2008
Investitionen 12.407 12.390 17 - 13.448
Rohstoffe 8.144 7.594 550 - 25.066
Dienstleistungen 5.057 3.303 1.754 - 4.694
Sonstige Beschaffungen 40.195 30.889 9.306 - 27.287

(21) Risiken und Sicherungsmaßnahmen

Die Saint-Gobain Oberland AG ist hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen verschiedenen Risiken ausgesetzt, Erläuterungen hierzu sind im Lagebericht enthalten.

Marktrisiken

Zur Absicherung werden unter anderem Warenderivate (Ölswaps) eingesetzt, die sich zum Bilanzstichtag wie folgt darstellen:

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in TEUR Nominalwert Marktwert Buchwert Umgliederung vom Eigenkapital in GuV
31.12.2009 9.843 949 949 3.741
31.12.2008 7.653 -3.741 -3.741 778

Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag. Der Marktpreis ist der Preis, zu dem eine Vertragspartei die Rechte und/oder Pflichten der jeweils anderen Vertragspartei übernehmen würde. Er wird mittels standardisierter, finanzmathematischer Bewertungsverfahren ermittelt. Die Derivate sind innerhalb von 12 Monaten fällig. Ineffektivitäten liegen keine vor.

Weiterhin existieren Zins- und Währungsrisiken. Gemäß IFRS 7 sind hierfür Sensitivitätsanalysen vorzunehmen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikoparametern auf das Ergebnis zeigen.

So wäre das Ergebnis zum 31. Dezember 2009 bei einem um 50 Basispunkte höheren/niedrigeren Marktzinsniveau um TEUR 593 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 489).

Wenn der Euro zum 31. Dezember 2009 gegenüber sämtlichen Währungen um 10 % aufgewertet/ abgewertet gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 1.995 niedriger/höher gewesen (Vorjahr: TEUR 378 höher/niedriger). Nicht berücksichtigt sind hierbei Effekte aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, da sie die Cashflows in lokaler Währung nicht berühren.

Kreditrisiken

Das Ausfallrisiko im Forderungsbereich ist zu einem großen Teil durch eine Delkredere-Versicherung abgesichert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass finanzielle Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllt werden können. Um dieses Risiko zu begrenzen, verfügt die Saint-Gobain Oberland Gruppe über ein effektives Finanzmanagement, bei dem die Mittelzu- und -abflüsse fortlaufend überwacht und gesteuert werden. Die Generierung liquider Mittel erfolgt vorrangig durch das operative Geschäft sowie aus dem Finanzpool der Compagnie de Saint-Gobain.

E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Zahlungsströme in den Geschäftsjahren 2008 und 2009. Es werden Zahlungsströme aus der betrieblichen Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind jeweils zahlungsmittelbezogen ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ausgehend vom Jahresergebnis des Konzerns indirekt abgeleitet.

Der in der Kapitalflussrechnung verwendete Finanzmittelbestand umfasst alle ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Kapitalmanagement

Die Finanzstruktur ist weiterhin von einer starken Eigenkapitalquote geprägt. Der Anstieg im Berichtsjahr von 31,4 % auf 33,3 % resultiert in erster Linie aus Gewinnthesaurierung der osteuropäischen Konzernunternehmen. Im Konzern wird ein intensives Working-Capital-Management betrieben, um den Kapitalbedarf so niedrig wie möglich zu halten. Der verbleibende Finanzierungsbedarf wird größtenteils über den Saint-Gobain Finanzpool abgedeckt. Die Konditionen für die Aufnahme von Fremdkapital sind im Oberland Konzern demzufolge mit von der Einstufung des Gesamtkonzerns Saint-Gobain auf den internationalen Finanzmärkten abhängig.

F. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Gemäß dem im Geschäftsjahr erstmals angewandten IFRS 8 erfolgt die Segmentierung nach dem Management Approach. Dieser folgt den wesentlichen Risiken und Chancen des Konzerns, die mittlerweile stark abhängig von den geographischen Märkten, in denen Oberland produziert und absetzt, sind, insbesondere im Hinblick auf Wachstum sowie gesetzliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Entsprechend werden innerhalb des internen Berichtswesens alle operativ tätigen Gesellschaften je nach Sitzland den Segmenten Deutschland, Russland oder Ukraine zugeordnet.

Bis auf die GPS Glasproduktions-Service GmbH sind sämtliche Konzernunternehmen im Bereich der Behälterglasherstellung für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie tätig. Sie erwirtschafteten im Berichtsjahr externe Umsätze in Höhe von TEUR 515.118 (Vorjahr: TEUR 531.064).

Die GPS fertigt technische Anlagen für die Behälterglasherstellung. Ihre Umsätze mit Unternehmen außerhalb des Saint-Gobain Oberland Konzerns betrugen TEUR 7.989 (Vorjahr: TEUR 25.428).

Die grundsätzlich nach IFRS ermittelten Zahlen der einzelnen Gesellschaften werden auf Segmentebene durch Summierung verdichtet und tragen so zur Entscheidungsvorbereitung und -findung bei. Wichtigster Performance-Indikator ist hierbei das operative Ergebnis (EBIT). Transaktionen zwischen einzelnen Gesellschaften werden zu marktüblichen Konditionen durchgeführt. Abhängigkeiten von einzelnen Kunden bestehen nicht.

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31.12.2009
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen & Anpassungen Konzern
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 399.667 86.306 37.134 - - 523.107
Intersegmentäre Umsätze 592 - - -592 1) -
Planmäßige Abschreibung 19.760 9.652 3.565 -489 1) 32.488
Nichtzahlungswirksame Posten -7.621 10 -138 - - -7.749
Operatives Ergebnis 58.971 12.423 -3.624 803 1) 68.573
Zinsaufwand -5.811 -1.700 -469 1.041 1) -6.939
Zinsertrag 114 2.082 4 -1.041 1) 1.159
Ertragsteuer -15.731 -2.862 657 -46 1) -17.982
Investitionen 32.865 26.501 892 2.185 1) 2) 62.443
Vermögen 461.718 150.542 52.996 -177.830 1) 3) 487.426
Langfristige Vermögenswerte 160.417 95.618 31.172 6.591 1) 4) 293.798
Schulden 303.543 37.237 11.553 -27.245 1) 3) 325.088

1) Konsolidierung.

2) Darstellung Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (TEUR 2.090).

3) Saldierung Latente Steuern (TEUR -2.998).

4) Umgliederung Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (TEUR -512).

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31.12.2008
in TEUR Deutschland Russland Ukraine Eliminierungen & Anpassungen Konzern
--- --- --- --- --- --- ---
Außenumsatz 421.289 81.765 53.438 - 556.492
Intersegmentäre Umsätze 2.911 - 4.149 -7.060 1) -
Planmäßige Abschreibung 18.321 7.853 5.998 -347 1) 31.825
Nichtzahlungswirksame Posten -6.630 3 -360 - -6.987
Operatives Ergebnis 57.580 18.882 2.433 -216 1) 78.679
Zinsaufwand -7.699 -303 -402 - -8.404
Zinsertrag 154 1.052 - - 1.206
Ertragsteuer -14.935 -4.592 -416 -24 1) -19.967
Investitionen 24.986 21.927 3.530 44.457 1) 2) 94.900
Vermögen 463.958 124.327 55.628 -165.774 1) 3) 4) 478.139
Langfristige Vermögenswerte 148.644 82.438 35.860 3.983 1) 5) 270.925
Schulden 301.398 16.410 9.382 681 1) 3) 4) 327.871

1) Konsolidierung.

2) Zugang durch erworbene Tochterunternehmen (TEUR 43.118).

3) Saldierung Latente Steuern (TEUR -1.045).

4) Darstellung Derivative Finanzinstrumente (TEUR 3.741).

5) Umgliederung Zum Verkauf vorgesehene Vermögenswerte (TEUR -3.777).

G. AKTIENBASIERTE VERGÜTUNG

Vorzugsaktien für Mitarbeiter (PEG)

Der Plan d'Epargne du Groupe (PEG) bietet den Mitarbeitern der Saint-Gobain Gruppe die Möglichkeit, über einen rechtlich selbständigen Mitarbeiterfonds Aktionär von Saint-Gobain zu werden. Der Wert eines Fondsanteils entspricht - bei einer minimalen Schwankung von plus oder minus 1 % - dem derzeitigen Wert einer Saint-Gobain Aktie. Der Plan beinhaltet einen 20 %igen Nachlass auf einen festgelegten Referenzkurs, der im Zeitraum zwischen dem 23. Februar 2009 und 20. März 2009 aus der Kursentwicklung der Aktie an der Pariser Börse abgeleitet wurde. Darüber hinaus wurden in 2009 zusätzliche von der Investitionssumme abhängige Sonderrabatte gewährt. Arbeitnehmer mit einer dreimonatigen ungekündigten Betriebszugehörigkeit zum Zeichnungsstichtag können bis zu 25 % des eigenen Bruttojahreseinkommens in den Aktienkauf investieren. Das gesamte Ausgabevolumen entspricht einer Kapitalerhöhung um maximal 8,5 Millionen Aktien im Nennwert von EUR 4 (Vorjahr: 9 Millionen Aktien), im Falle einer Überzeichnung erfolgt eine anteilige Zuteilung. Der Plan beinhaltet eine 5-jährige Sperrfrist für die erworbenen Anteile, die in definierten Fällen vorzeitig aufgehoben werden kann. Die Kosten für das Programm werden zwischen dem Mutterunternehmen Compagnie de Saint-Gobain und den Tochtergesellschaften aufgeteilt. Die Tochterunternehmen tragen die Kosten für die erwähnten Sonderrabatte, während die Compagnie de Saint-Gobain die restlichen Kosten trägt. Diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Die Kosten für die Sonderrabatte wurden der Saint-Gobain Oberland Gruppe direkt vom Mutterunternehmen belastet und sind im Personalaufwand mit TEUR 34 enthalten (Vorjahr: TEUR 67). Der darüber hinausgehende Vorteil für die Mitarbeiter wird mit Hilfe des beizulegenden Zeitwerts über die 5-jährige Haltefrist der Optionen bewertet. Dabei werden neben dem 20 %igen Rabatt die Kosten der Nichtübertragbarkeit mit einbezogen, die sich im Wesentlichen aus Kapitalbindung und Abwicklungskosten ergeben. Der maßgebliche Zinssatz für die Ermittlung der Kapitalbindungskosten entspricht dem Zinssatz, den eine Bank durchschnittlich für die Gewährung einer 5-jährigen Anleihe berechnen würde.

Gewährungszeitpunkt ist der Tag der Veröffentlichung des Referenzkurses durch den CEO der Compagnie de Saint-Gobain. Die Optionen sind sofort ausübbar, deshalb entspricht der beizulegende Zeitwert der Instrumente am Tag der Gewährung in voller Höhe dem Eigenkapitalzuwachs und dem Dienstzeitaufwand, der in der Periode zu verbuchen ist. Da sämtliche Optionen sofort ausübbar sind, entfallen weitere Angabepflichten zu nicht ausgeübten Eigenkapitalinstrumenten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Bedingungen und die Auswirkung des PEG gemäß IFRIC ii.8ff. auf den Konzernabschluss des Saint-Gobain Oberland Konzerns:

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2009 2008
PEG-Basisdaten
Gewährungsdatum 23.03. 22.02.
Sperrfrist (in Jahren) 5 5
Basispreis (in EUR) 19,74 51,75
Ausübungspreis (in EUR) 15,80 41,41
Basisrabatt 20,00 % 20,00 %
Effektiver Rabatt am Gewährungsdatum (a) 24,94 % 22,05 %
Gezeichnete Anteile Saint-Gobain Oberland Gruppe 22.743 12.361
Kosten für Nicht-Übertragbarkeit
Fremdkapitalzinsen p. a. 7,09 % 7,57 %
Risikoloser Zinssatz (5 Jahre) p. a. 2,79 % 3,61 %
Abwicklungskosten p. a. 0,25 % 0,25 %
Gesamte Kosten für Nicht-Übertragbarkeit (b) 22,92 % 17,17 %
Fair Value des Programms
je Aktie (a - b) 2,02 % 4,88 %
Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 0,3 2 2,02
Saint-Gobain Oberland Gruppe gesamt (in EUR) 7.247 24.979

Gratisaktien für Mitarbeiter und Führungskräfte (Free sHARE Plan)

Um die Mitarbeiter in die Entwicklung der Unternehmensgruppe einzubinden, hat der Verwaltungsrat der Compagnie de Saint-Gobain S.A. am 19. November 2009 beschlossen, allen Saint-Gobain Mitarbeitern jeweils 7 kostenlose Saint-Gobain Aktien bei Vorliegen im Plan definierter Bedingungen zuzuteilen. Die wesentlichen Bedingungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Osteuropa sind:

-Ununterbrochene Zugehörigkeit zur Saint-Gobain Gruppe vom 31. Oktober 2009 bis zum 31. März 2014

-Das konsolidierte Betriebsergebnis der Compagnie de Saint-Gobain (unter Ausklammerung der Verpackungssparte) steigt in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 jährlich um mindestens 10 %; zugrunde gelegt wird hierbei die durchschnittliche Wachstumsrate dieser beiden Geschäftsjahre.

Mitarbeiter, die dieses Angebot aus persönlichen Gründen ablehnen möchten, können dies bis 18. Februar 2010 mit einer unwiderruflichen Verzichtserklärung der Gesellschaft mitteilen.

Führungskräfte der Unternehmensgruppe erhielten darüber hinaus zu gleichen Bedingungen individuelle Zuteilungen von Gratisaktien, dies betrifft im Saint-Gobain Oberland Konzern 6 Personen mit insgesamt 2.300 Aktien.

Die Kosten für das Programm trägt die Compagnie de Saint-Gobain, diese werden jedoch aufgrund der Regelungen des IFRIC 11 ebenfalls in diesem Konzernabschluss bilanziert und erläutert.

Der beizulegende Zeitwert des FREE SHARE PLAN basiert auf folgenden Annahmen:

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Mitarbeiter Führungskräfte
FREE SHARE PLAN Basisdaten
Anzahl bezugsberechtigter Mitarbeiter 4.034 6
Anzahl auszugebender Gratisaktien 28.238 2.300
Gewährungsdatum 19.11.2009 19.11.2009
Sperrfrist (in Jahren) 4 4
Basispreis (in EUR) 37,53 37,53
Kosten pro Aktie
Abwicklungskosten (in %) 41,99 % 41,99 %
Abwicklungskosten (in EUR) 15,76 15,76
Fair Value des Programms
Beizulegender Zeitwert je Aktie (in EUR) 21,77 21,77
Beizulegender Zeitwert gesamt (in EUR) 614.741 50.071
davon dem Berichtsjahr zuzurechnen (in EUR) 16.208 1.320

Aktienorientierte Vergütung für Führungskräfte

Die Compagnie de Saint-Gobain S.A. legt seit 1987 Programme für aktienbasierte Vergütung auf. Davon sind zwischenzeitlich nur noch Optionen ausübbar, die frühestens 2000 gewährt wurden. Entscheidungen bezüglich der Gewährung von Optionen trifft der Verwaltungsrat der Gruppe nach Prüfung der Vorschläge eines Ausschusses (Mandatsträgerausschuss).

An diesem Aktienoptionsprogramm sind auch Führungskräfte der Saint-Gobain Oberland Gruppe beteiligt, dies betrifft 6 Personen (Vorjahr: 9 Personen).

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2009 an Führungskräfte des Saint-Gobain Oberland Konzerns 4.000 Optionen gewährt (Vorjahr: 13.900).

Die Aktien werden seit 1999 zu einem Ausübungspreis, der dem durchschnittlichen Kurs innerhalb von 20 Tagen vor dem Gewährungszeitpunkt entspricht, gewährt. Der Ausübungspreis beträgt EUR 36,34 (Vorjahr: EUR 28,62). Die Ausübung der am 19. November 2009 gewährten Optionen ist an eine vierjährige Sperrfrist gekoppelt, d. h., Aktienerwerbe unter diesen Optionsprogrammen können frühestens am 20. November 2013 erfolgen. Die Gesamtlaufzeit des Optionsprogramms 2009 beträgt 10 Jahre, d. h., die Optionen müssen bis 19. November 2019 ausgeübt werden, ansonsten verfallen sie.

Bei freiwilligem Ausscheiden des Mitarbeiters aus dem Saint-Gobain Konzern verfallen die Optionen, entgegenstehende einzelvertragliche Regelungen wurden nicht getroffen.

Der beizulegende Zeitwert des Optionsprogramms wurde berechnet auf der Grundlage des Black-Scholes-Optionspreismodells. Den Modellberechnungen liegen als Annahme zugrunde:

-Aktienkurs im Gewährungszeitpunkt = Ausübungspreis: EUR 36,34 (Vorjahr: EUR 28,62)

-Erwartete Volatilität des Aktienkurses: 41,17 % (Vorjahr: 41,88 %)

-Erwarteter Dividendenertrag: EUR 1,52 (Vorjahr: EUR 2,05)

-Mutmaßliche Laufzeit: 6 Jahre (Vorjahr: 6,5 Jahre)

-Risikofreier Zinssatz: 2,79 % (Vorjahr: 3,21 %)

Die erwartete Volatilität ergibt sich aus der historischen Volatilität des Aktienkurses aus den vergangenen 10 Jahren und beinhaltet auch die Volatilität der gehandelten Aktienoptionen. Zeiträume, in denen eine außergewöhnlich hohe Volatilität herrschte, werden hierbei nicht berücksichtigt.

In 2009 betrug der erfasste Dienstzeitaufwand der Optionen bei der Saint-Gobain Oberland AG TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 138). Der beizulegende Zeitwert der in 2009 gewährten Optionen beträgt für Saint-Gobain Oberland TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 85).

Einen Überblick über die ausstehenden Optionen gewährt die folgende Tabelle:

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Jahr der Gewährung Typ Anzahl Aktienoptionen Ausübungspreis ausgeübt davon im BJ verfallen
1999 Kauf 15.041 36,74 9.732 - 5.309
2000 Kauf 18.580 34,11 8.846 - 2.212
2001 Kauf 13.274 36,37 885 -
2002 Kauf 17.474 21,28 885 -
2003 Neuzeichnung 15.484 3 2,26 4.866 -
2004 Neuzeichnung 15.925 39,39 4.423
2005 Neuzeichnung 14.377 41,34 6.635
2006 Neuzeichnung 13.271 52,54 5.529
2007 Neuzeichnung 15.483 64,72 4.423
2008 Neuzeichnung 15.374 25,88 1.106
2009 Neuzeichnung 4.000 36,34
Total 158.283 37,94 25.214 - 29.637

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Jahr der Gewährung davon im BJ verbleiben ausübbar nicht ausübbar Restlaufzeit
1999 3.097
2000 - 7.522 7.522 11
2001 12.389 12.389 23
2002 16.589 16.589 35
2003 10.618 10.618 48
2004 4.423 11.502 11.502 60
2005 4.423 7.742 7.742 72
2006 4.423 7.742 7.742 84
2007 4.423 11.060 11.060 96
2008 1.106 14.268 14.268 108
2009 4.000 4.000 120
Total 21.895 103.432 74.104 29.328 62

Die Anzahl und der gewichtete Durchschnitt der Ausübungspreise der verbliebenen Aktienoptionen entwickelte sich wie folgt:

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Bezeichnung Anzahl Aktien Nennwert EUR 4 Preis

in EUR
Ausstehende Optionen am 31.12.2007 96.600 44,74
Gewährte Optionen 2008 13.900 28,62
Ausgeübte Optionen 2008 -
Verfallene Optionen 2008 -
Ausstehende Optionen am 31.12.2008 110.500 42,71
Anpassung wegen Kapitalerhöhung 2009 10.827
Gewährte Optionen 2009 4.000 41,72
Ausgeübte Optionen 2009 -
Verfallene Optionen 2009 -21.895 46,50
Ausstehende Optionen am 31.12.2009 103.432 36,87

H. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

Die Geschäfte und finanziellen Beziehungen mit den verbundenen und assoziierten Unternehmen innerhalb des Saint-Gobain Konzerns werden in Summe angegeben.

Beziehungen zu übergeordneten Unternehmen

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Forderungen 196 28 7.784 8.140
Verbindlichkeiten 1.173 1.893 - -
Erträge 1.647 2.806 14 9
Aufwendungen/Investitionen 5.103 4.249 53 387
Dividendenzahlung 25.134 21.267

Beziehungen mit den übrigen verbundenen und assoziierten Unternehmen

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Liefer- und Leistungsbeziehungen Finanzbeziehungen
in TEUR 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- ---
Forderungen 2.009 1.671 - -
Verbindlichkeiten 2.373 521 95.974 111.000
Erträge 4.826 7.931 - -
Aufwendungen/Investitionen 4.921 12.256 2.274 3.592

Die Finanzbeziehungen enthalten ein zum 31. Juli 2012 fälliges Darlehen in Höhe von TEUR 50.973 (Vorjahr: TEUR 0) zu einem Zinssatz von 4,55 % sowie ein kurzfristiges Darlehen auf Basis des 1-3M-Euribors zuzüglich marktgerechter Marge in Höhe von TEUR 45.001 (Vorjahr: TEUR 111.000).

Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen sind auf Grundlage internationaler Preisvergleichsmethoden gemäß IAS 24 zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie auch mit konzernfremden Dritten üblich sind.

Die Bezüge des Aufsichtsrats und Vorstands gliedern sich in:

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in TEUR 2009 2008
Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats 84 84
Vergütungen an die Mitglieder des Vorstands
Kurzfristig fällige Leistungen 2.238 1.485
davon variabler Bestandteil (255) (248)
Zuführung Versorgungsaufwand zur Pensionsrückstellung 136 183
Aktienbasierte Vergütung 68 95
Pensionsverpflichtungen gegenüber den Mitgliedern des Vorstands 1.555 1.349
Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen 7.952 7.217
Pensionszahlungen an diesen Personenkreis 502 618

Bezüglich des Vergütungssystems für den Vorstand verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Lagebericht, von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2006 abgesehen.

I. MITARBEITER

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:

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2009 2008
Technik/Produktion 3.637 3.852
Verwaltung/Vertrieb 396 454
4.033 4.306
Auszubildende 82 82
Gesamt 4.115 4.388

J. CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG (www.saint-gobain-oberland.de) veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

K. HONORAR DER ABSCHLUSSPRÜFER

Für Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 207) für die Abschlussprüfung sowie in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 13) für sonstige Leistungen, darunter TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 13) für andere Bestätigungen, als Aufwand erfasst.

L. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Berichtspflichtige Ereignisse lagen nicht vor. M. ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital

TEUR
Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2009

TEUR
I. Verbundene Unternehmen
Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland -43) 100,00% Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -43)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.319 100,00% Ruhrglas GmbH -1)
RGM Recycling GmbH, München - 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -
Ruhrglas GmbH, Essen 8.755 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 2.1913) 94,31 % Saint-Gobain Oberland AG 63,38 % 1753)
CJSC Consumers-Sklo-Zorya, Rivne Oblast, Ukraine 4804) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % -394)
Süddeutsche Altglas - Rohstoff GmbH, Bad Wurzach 255 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Westerwald GmbH für Silikatindustrie, Wirges 12.289 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.6993) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 2673)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmer
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.7102) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % 862)

1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

2) Angaben 2008.

3) in Mio. RUB.

4) in Mio. UAH.

Der zum 31. Dezember 2009 gemäß § 315a HGB aufgestellte Konzernabschluss wurde im Februar vom Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht.

Bad Wurzach, den 1. März 2010

Der Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft, Bad Wurzach, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Gesamtergebnisrechnung und Anhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 1. März 2010

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Balk, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung

DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

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in TEUR 2009 2008
Umsatzerlöse 389.274 394.950
Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -632 4.812
Andere aktivierte Eigenleistungen 92 19
Sonstige betriebliche Erträge 8.358 7.831
davon Erträge aus Auflösungen von Sonderposten mit Rücklageanteil (24) (23)
Materialaufwand:
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 140.964 158.658
Personalaufwand:
Löhne und Gehälter 63.886 64.075
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 15.316 13.933
davon für Altersversorgung (2.786) (1.573)
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 25.755 26.221
Sonstige betriebliche Aufwendungen 94.039 104.022
Erträge aus Beteiligungen 1.031 1.999
davon aus Ergebnisabführungsverträgen (837) (1.530)
davon aus den übrigen verbundenen Unternehmen (150) (45)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens - 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 126 293
davon aus verbundenen Unternehmen (64) (249)
Abschreibungen auf Finanzanlagen 16.000 -
Aufwendungen aus Verlustübernahme 62 -
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.587 5.009
davon an verbundene Unternehmen (2.469) (4.699)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 39.640 37.987
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.135 11.539
davon an Organgesellschaften weiterbelastet (205) (512)
Sonstige Steuern 194 221
Jahresüberschuss 24.311 26.227
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.384 1.157
Bilanzgewinn 25.695 27.384

Bilanz

DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

Aktiva

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in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 264 337
II. Sachanlagen 86.611 77.715
III. Finanzanlagen 184.388 199.984
271.263 278.036
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 47.739 46.762
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.753 37.384
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.054 19.101
47.807 56.485
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.354 9.371
99.900 112.618
C. Rechnungsabgrenzungsposten Summe Aktiva 197 371.360 117 390.771
Passiva
in TEUR 31.12.2009 31.12.2008
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000 26.000
II. Kapitalrücklage 42.949 42.949
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 249 249
2. Andere Gewinnrücklagen 23.167 23.167
IV. Bilanzgewinn 25.695 27.384
118.060 119.749
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 233 257
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 32.394 3 2.017
2. Steuerrückstellungen 9.769 6.466
3. Sonstige Rückstellungen 24.115 25.701
66.278 64.184
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.540 21.811
2. Übrige Verbindlichkeiten 170.761 184.770
186.301 206.581
E. Rechnungsabgrenzungsposten 488 -
Summe Passiva 371.360 390.771

ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2009

DER SAINT-GOBAIN OBERLAND AG

ALLGEMEINES

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung zu verbessern, werden verschiedene Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

Die Saint-Gobain Oberland AG wendet die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit Beginn des Geschäftsjahres 2010 an. Aus diesem Gesetz resultierende erweiterte Anhangsangaben in 2009 sind berücksichtigt.

GRUNDSÄTZE DER BEWERTUNG UND BILANZIERUNG

Die Zugänge bei Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen werden zu Anschaffungs- oder steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet.

Geschäfts- und Fabrikgebäude werden in längstens 50 Jahren, Maschinen und maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung überwiegend in bis zu 5 Jahren abgeschrieben. Soweit steuerlich möglich, wird mit den zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden dann vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.

Der Ansatz der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten. Abschreibungen für Risiken als Folge der geminderten Verwendbarkeit sowie zur Beachtung der verlustfreien Bewertung sind in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Risiken werden in angemessenem Umfang durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Eine aktive Steuerabgrenzung wird nicht vorgenommen.

Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen entspricht voll dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert bei Ansatz eines Zinssatzes von 6 % auf Basis der Rechnungsgrundlage der Heubeck-Richttafeln 2005.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Für unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung werden Rückstellungen gebildet, wenn sie im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von 3 Monaten nachgeholt werden.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zu Kursen am Einbuchungstag oder niedrigeren bzw. höheren Stichtagskursen bewertet.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Vortrag 01.01.2009 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.328 113 38 1.403
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 44.797 131 98 - 45.026
Technische Anlagen und Maschinen 334.285 17.070 11.952 20.301 343.006
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 34.605 5.687 277 5.457 35.112
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.477 12.120 -12.327 - 12.270
Summe Sachanlagen 426.164 35.008 - 25.758 435.414
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 198.332 404 198.736
Beteiligungen 2.188 - - - 2.188
Sonstige Ausleihungen - - - - -
Summe Finanzanlagen 200.520 404 - - 200.924
Anlagevermögen gesamt 628.012 35.525 - 25.796 637.741

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Abschreibungen Buchwert Abschreibungen Zuschreibungen
in TEUR kumuliert 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008 Geschäftsjahr 2009 Geschäftsjahr 2009
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.139 264 337 153
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 32.856 12.170 12.581 640 -
Technische Anlagen und Maschinen 291.859 51.147 41.752 19.576
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung 24.088 11.024 10.905 5.386 196
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 12.270 12.477
Summe Sachanlagen 348.803 86.611 77.715 25.602 196
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 16.025 182.711 198.307 16.000
Beteiligungen 511 1.677 1.677 - -
Sonstige Ausleihungen - - - - -
Summe Finanzanlagen 16.536 184.388 199.984 16.000 -
Anlagevermögen gesamt 366.478 271.263 278.036 41.755 196

VORRÄTE

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in TEUR 2009 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.918 12.286
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 371 428
Fertige Erzeugnisse und Waren 33.450 34.048
47.739 46.762

Die Erhöhung des Bestandes an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist in der Bevorratung von schwerem Heizöl begründet.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich vor allem um Finanzforderungen.

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in TEUR 2009 2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.753 37.384
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.800 13.035
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2 -
Sonstige Vermögensgegenstände 6.252 6.066
davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr (27) (26)
47.807 56.485

EIGENKAPITAL

Das Grundkapital beträgt unverändert EUR 26.000.000 und ist eingeteilt in 1.000.000 Stückaktien.

Aufgrund der Vorschriften des § 20 Abs. 4 AktG hat uns die Compagnie de Saint-Gobain S.A., Paris, mitgeteilt, dass sie über ihre Konzerngesellschaft Saint-Gobain Emballage S.A., Paris, eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft hält. Der Konzernabschluss der Compagnie de Saint-Gobain S.A., in den die Saint-Gobain Oberland AG einbezogen ist, kann beim Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre, Frankreich, und in englischer Sprache im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

Der Sonderposten betrifft steuerrechtliche Wertberichtigungen auf Gebäude nach § 6b EStG.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen verteilen sich auf folgende Bereiche:

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in TEUR 2009 2008
Personal 12.316 12.004
Vertrieb 2.373 2.736
Übrige 9.426 10.961
24.115 25.701

Die größten Positionen in den Personalrückstellungen stellen die Verpflichtungen aus der Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung und die Verpflichtungen aus der Beteiligung der Mitarbeiter am Ergebnis dar.

Die übrigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Verpflichtungen für die ausstehende Berechnung empfangener Lieferungen und Leistungen.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere Finanzverbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten mit Finanzierungscharakter in Höhe von TEUR 1.045.

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in TEUR 2009 2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.540 21.811
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 48 81
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.664 53.215
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 115.010 129.700
Sonstige Verbindlichkeiten 3.039 1.774
davon aus Steuern (93 2) (575)
Summe Verbindlichkeiten 186.301 206.581

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 50.000 in 2012 zahlbar, alle übrigen Verbindlichkeiten sind binnen eines Jahres fällig.

NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE

Haftungsverhältnisse

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in TEUR 2009 2008
Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln - 1.558

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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in TEUR 2009 2008
Mietverträge und Leasingverträge 8.093 7.858
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (4.780) (4.784)
Bestell-/Vertragsobligo für Investitionen und Großreparaturen 14.223 23.598
davon an verbundene Unternehmen der Saint-Gobain Oberland Gruppe (4.425) (3.850)
22.316 31.456

Derivative Finanzinstrumente

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in TEUR Nominalwert per 31.12.2009 Marktwert per 31.12.2009 Buchwert Rückstellungen
Warenderivate (Swaps) 9.843 949 -

Der Marktwert entspricht den Gewinnen und Verlusten bei einer fiktiven Glattstellung der Derivate zum Bilanzstichtag, er wird mittels standardisierter Bewertungsverfahren ermittelt.

Sonstige Geschäfte und Rechte

Der Bilanzansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsberechtigungen erfolgt zum Erinnerungswert, der Zeitwert zum 31. Dezember 2009 beträgt TEUR 5.038.

Die Saint-Gobain Oberland AG veräußert im Rahmen ihres Forderungsmanagements Forderungen aus Warenlieferungen an 2 internationale Finanzdienstleistungsunternehmen. Es handelt sich hierbei um echtes Factoring, wodurch der Gesellschaft ein Liquiditätszufluss entsteht. Ergebnisauswirkungen ergeben sich aus der Transaktion nur in sehr geringem Umfang.

Darüber hinaus liegen keine wesentlichen Risiken und Vorteile aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

UMSATZERLÖSE

Aufteilung nach Bereichen

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in Mio. EUR 2009 2008
Glas 387,3 392,4
Technisches Geschäft 2,0 2,6
389,3 395,0

Aufteilung nach Regionen

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in Mio. EUR 2009 2008
Inland 283,7 300,5
Europäische Union (ohne Inland) 97,7 87,0
Übriges Europa 5,9 3,5
Sonstiges Ausland 2,0 4,0
389,3 395,0

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Es handelt sich insbesondere um jährlich wiederkehrende Auflösungen von Rückstellungen, erhaltene Gutschriften sowie um Erlöse aus der Weiterberechnung von Aufwendungen.

PERSONALAUFWAND

Die Zunahme des Personalaufwands ist vor allem in den gestiegenen Aufwendungen für Altersversorgung begründet. Dies bezieht sich zum einen auf die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, zum anderen auf die wesentlich erhöhten Beiträge zum Pensions-Sicherungs-Verein.

Mitarbeiter und Auszubildende im Jahresdurchschnitt:

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2009 2008
Technik/Produktion 1.216 1.223
Verwaltung/Vertrieb 90 91
1.306 1.314
Auszubildende 82 82
Gesamt 1.388 1.396

ABSCHREIBUNGEN

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 302 vorgenommen. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Ukraine wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 16.000 auf die Beteiligung an der CJSC Consumers-Sklo-Zorya, Rivne Oblast, Ukraine, vorgenommen.

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sie beinhalten insbesondere die Vertriebskosten, den Instandhaltungsaufwand, die Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen sowie Mieten und Pachten. Der Rückgang ist überwiegend auf die gesunkenen Vertriebskosten zurückzuführen.

CORPORATE GOVERNANCE

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese Erklärung ist auf der Internetseite der Saint-Gobain Oberland AG (www.saint-gobain-oberland.de) veröffentlicht und somit den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

BEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

Die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 84), die des Vorstands auf TEUR 2.238 (Vorjahr: TEUR 1.485), davon als variabler Bestandteil TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 248). Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern und deren Hinterbliebenen sind mit TEUR 6.171 (Vorjahr: TEUR 5.965) rückgestellt. Die Leistungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 618).

Von einer individualisierten Offenlegung der Bezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2006 abgesehen.

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den Abschlussprüfer sind Honorare in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 173) für die Abschlussprüfungsleistung (einschließlich Konzernabschluss), TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 13) für andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 38 für sonstige Leistungen als Aufwand erfasst.

ANTEILSBESITZ ZUM 31. DEZEMBER 2009

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Name und Sitz des Konzernunternehmens Eigenkapital

TEUR
Konzernanteil Muttergesellschaft Anteil der Saint-Gobain Oberland AG Ergebnis 2009

TEUR
I. Verbundene Unternehmen
Black Sea Glass Packaging LLC, Bryukhovetskaya Stanitsa, Russland - 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -43)
GPS Glasproduktions-Service GmbH, Essen 1.319 100,00 % Ruhrglas GmbH -1)
RGM Recycling GmbH, München - 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -
Ruhrglas GmbH, Essen 8.755 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Saint-Gobain Kavminsteklo ZAO, Mineralnye Vody, Russland 2.1913) 91,79 % Saint-Gobain Oberland AG 63,38 % 1753)
CJSC Consumers-Sklo-Zorya, Rivne Oblast, Ukraine 4804) 96,68 % Saint-Gobain Oberland AG 96,68 % -39
Süddeutsche Altglas - Rohstoff GmbH, Bad Wurzach 255 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
Westerwald GmbH für Silikatindustrie, Wirges 12.289 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -1)
ZAO Kamyshinsky Steklotarny Zawod, Kamyshin, Russland 2.6993) 95,51 % Saint-Gobain Oberland AG 95,51 % 2673)
ZAO STI, Mineralnye Vody, Russland 43) 100,00 % Saint-Gobain Oberland AG 100,00 % -3)
II. Sonstige Beteiligungen und assoziierte Unternehmen
GGA Gesellschaft für Glasrecycling und Abfallvermeidung mbH, Ravensburg 1.7102) 26,37 % Saint-Gobain Oberland AG 26,37 % 862)

1) Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

2) Angaben 2008.

3) in Mio. RUB.

4) in Mio. UAH.

Bad Wurzach, den 1. März 2010

Der Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Saint-Gobain Oberland Aktiengesellschaft und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 1. März 2010

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Andrejewski, Wirtschaftsprüfer

Balk, Wirtschaftsprüfer

Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands an den Aufsichtsrat

der Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn der Saint-Gobain Oberland AG aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 in Höhe von 25.695.215,91 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 24,00 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009, insgesamt 24.000.000,00 EUR, und einen Gewinnvortrag auf neue Rechnung in Höhe von 1.695.215,91 EUR.

Die Dividende wird ab dem 19. Mai 2010 ausgezahlt.

Bad Wurzach, den 01. März 2010

Saint-Gobain Oberland AG

Der Vorstand

Stefan Jaenecke, Vorsitzender

Thomas Beyer, Personal

Wolfgang Brauck, Vertrieb

Marcus B. Teschner, Finanzen

Jorma Turpeinen, Osteuropa

Roland Unfried, Technik

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