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Vectron Systems AG Management Reports 2014

Oct 22, 2015

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Management Reports

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Vectron Systems AG

Münster

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

1. Geschäftsverlauf

1.1. Branchenentwicklung

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

1.3. Produkt ion und Beschaffung

1.4. Investitionen

1.5. Finanzierung

1.6. Personalbereich

1.7. Vergütungssystem der Organe

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge

2. Vermögens- und Finanzlage

3. Ertragslage

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

5. Risikoberichterstattung

5.1. Geschäftsrisiken

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

5.3. Finanzrisiken

5.4. IT-Risiken

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

5.6. Personalrisiken

5.7. Produktrisiken

6.Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

1. Geschäftsverlauf

1.1. Branchenentwicklung

Die POS („Point of Sale“)-Branche ist durch gesättigte Märkte in Industrieländern gekennzeichnet und unterliegt einem allgemeinen starken Verdrängungs- und Preiswettbewerb. Nur wenige Hersteller agieren global auf unterschiedlichen Märkten. Die Branche teilt sich vielmehr in zahlreiche kleine, regional tätige Hersteller auf. Die schwache Branchenentwicklung der letzten Jahre hat sich noch nicht grundlegend verändert. Es sind zwar vereinzelt positive Tendenzen auszumachen, die grundsätzliche Investitionsbereitschaft bleibt aber vorerst auf niedrigem Niveau.

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Gesamtumsätze konnten gegenüber Vorjahr um rund 5 % auf T€ 22.418 gesteigert werden. Wichtiger Einflussfaktor war in 2014 ein stabiles und robustes Inlandsgeschäft, welches noch in 2013 aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse Umsatzrückgänge hinnehmen musste. Die Auslandsmärkte tendierten uneinheitlich. Neben positiven Entwicklungen in Westeuropa waren Rückgänge in Südeuropa zu verzeichnen. Insgesamt konnte jedoch auch im europäischen Ausland ein Wachstum erzielt werden, so dass die Exportquote gegenüber Vorjahr leicht auf 31 % angewachsen ist. Der für 2014 geplante Vertriebsaufbau für die Zweitmarke Duratec hat sich verzögert und auch die geplanten Umsätze der Zweitmarke konnten aufgrund von zusätzlich notwendigen Entwicklungsmaßnahmen noch nicht wie erwartet realisiert werden.

Das Vectron-eigene Absatzförderungsmodell bietet Endkunden eine attraktive Möglichkeit zur Refinanzierung ihrer Investitionen in neue Kassenmodelle. Das Absatzförderungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten und nutzt die Kompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron Fachhandelspartner vor Ort. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Anteil von 14 % zum Gesamtumsatz beigetragen.

Aus dem Absatzförderungsmodell ergeben sich Sondereffekte, so dass die reale Umsatzentwicklung und Umsatzveränderung gegenüber den gebuchten Veränderungen geringfügig abweicht. Auf die Ausführungen im Anhang zum Absatzförderungsmodell wird verwiesen.

Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf kurze Auftragsvorlaufzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron-Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.

1.3. Produktion und Beschaffung

Die Kassensysteme werden auf Basis einer sogenannten doppelten Plattformstrategie, d.h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden, entwickelt und produziert. Die Hardwareentwicklung verfolgt eine konsequente Gleichteilestrategie, so dass Materialbeschaffungen und Entwicklungszyklen effizient und flexibel gestaltet werden können.

Durch die Gleichteilestrategie lässt sich eine relativ große Variantenvielfalt ohne Aufbau eines überproportionalen Vorratsvermögens generieren. Der Produktionsprozess besteht im Wesentlichen aus Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Die Lieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase zur Sicherung hoher Qualitätsstandards einbezogen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden stark nachgefragte Baureihen von der spezifischen Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Die Lagerware wird bei Auftragseingang nur noch veredelt, so dass Reaktions- und Produktionszeiten nochmals verkürzt werden konnten. Gleichzeitig ermöglicht diese Umstellung eine optimalere Produktionsauslastung bei schwankender Nachfrage. Weniger stark nachgefragte Produkte werden weiterhin auftragsspezifisch gefertigt.

Zur Sicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und um schnelle Reaktionszeiten gewährleisten zu können, werden für alle wichtigen Bauteile vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Neue Produktlinien können daher, unabhängig vom Umsatz, zu einem höheren Vorratsvermögen führen. Im Jahr 2014 haben sich der Bestandsaufbau von Lagerware sowie der Rückgang von elektronischen Bauteilen etwa ausgeglichen, so dass der Lagerbestand, trotz Umsatzanstieg, auf dem Niveau des Vorjahres verblieben ist.

1.4. Investitionen

Die Sachinvestitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 295. Der Schwerpunkt lag wie im Vorjahr auf der Neuentwicklung von stationären und mobilen Kassensystemen sowie der Modernisierung und Erweiterung der IT-Infrastruktur. Die Finanzanlagen verzeichnen einen Zugang von T€ 400 infolge einer Zuführung zur Kapitalrücklage des Tochterunternehmens bonVito GmbH durch Umwandlung von Forderungen.

In die unmittelbare Neu- und Weiterentwicklung von Vectron-Produkten sind 33 % der Belegschaft eingebunden. Ein nicht unerheblicher Anteil des Personalaufwandes ist daher den Entwicklungsleistungen direkt zuzurechnen. Auf eine Aktivierung von Eigenleistungen wird in diesem Zusammenhang jedoch verzichtet.

1.5. Finanzierung

Ein positiver operativer Cashflow garantiert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.

Das nachrangige Genussrechtskapital I hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 (zur Ausgestaltung des Genussrechtskapital I wird auf den Anhang verwiesen). Die Gesellschaft ist bestrebt, dass Genussrechtskapital über das Jahr 2015 hinaus zu verlängern. Hinsichtlich der steuerlichen Ausgestaltung führt die Gesellschaft Gespräche mit der Finanzverwaltung. Das ebenfalls nachrangige Genussrechtskapital II mit einem Volumen von T€ 1.500 hat eine Laufzeit bis 15.02.2019.

Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Darüber hinaus bestehende Leasingverträge (Fuhrpark, Werkzeuge, Messebau etc.) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Für die bonVito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Die Gesamtsumme der sonstigen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 8.147. Ein Anteil von T€ 1.152 entfällt auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

1.6. Personalbereich

Die Belegschaft umfasste am Jahresende 123 Mitarbeiter (Vj. 121 Mitarbeiter). Darüber hinaus werden noch acht Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter beschäftigt.

Zur Mitarbeitermotivation setzt Vectron bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigen Erträgen entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für Führungskräfte wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm (bedingtes Kapital, vgl. Angaben im Anhang) aufgelegt.

1.7. Vergütungssystem der Organe

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente in Höhe von einem Prozent des operativen Ergebnisses (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.

Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.

Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.

Unter den Finanzanlagen wird die 2012 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft bonVito GmbH ausgewiesen. Die Gesellschaft erbringt Internetdienstleistungen in Verbindung mit POS-Systemen. In der Startphase der Gesellschaft sind allgemein übliche sowie geschäftsmodellspezifische Anlaufverluste entstanden. Im Jahr 2014 hat die Vectron Systems AG durch Forderungsumwandlung die Kapitalrücklage der bonVito GmbH um T€ 400 gestärkt. Aufgrund der positiven Zukunftsprognose werden die Anteile an der Gesellschaft zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Das Vorratsvolumen entspricht etwa dem Volumen des Vorjahres. Für stark nachgefragte Produktmodelle wurde im Jahr 2014 von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt, so dass der Anteil der Fertigerzeugnisse am Gesamtvolumen angewachsen ist. Grundsätzlich wird der jederzeitigen Lieferfähigkeit eine hohe Priorität eingeräumt, so dass auch zwischenzeitliche Ausweitungen des Vorratsvermögens bewusst in Kauf genommen werden. Aufgrund des Geschäftsmodells mit sehr kurzen Bestellvorlaufzeiten seitens der Vectron-Kunden würden sich ansonsten Lieferengpässe unmittelbar negativ auf den Umsatz auswirken.

Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen unterschiedlicher Kunden zusammen. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf zwischen 40 und 60 Tagen. Längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamteigenkapital beläuft sich am Abschlussstichtag auf T€ 9.752. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital I + II) beträgt 83 %.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 2.025 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung (vgl. Anlage 6). Bzgl. der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.

3. Ertragslage

Der Umsatz ist gegenüber Vorjahr um rund 5 % angewachsen. Neben einem sich positiv entwickelnden inländischen Geschäft konnten per Saldo auch im Ausland Zuwächse erzielt werden. Auch in 2014 sind in einigen Vertriebsgebieten durch gesetzgeberische Maßnahmen Marktverzerrungen entstanden, die insbesondere einen erhöhten Entwicklungsaufwand mit sich bringen. Es hat sich gezeigt, dass die durch die Tochtergesellschaft angebotenen Internetdienstleistungen ein positiver Verbundeffekt auf den Hardwareverkauf der Vectron entsteht. Aufgrund eines vermehrten Softwareabsatzes konnte die bereinigte Rohertragsquote um 1,1-%-Punkte ausgebaut werden (auf die Ausführungen im Anhang zur Rohertragsquote und dem Einfluss des Absatzförderungsmodells wird verwiesen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH.

Die Personalkosten sind aufgrund von Personalzuwächsen und höheren variablen Gehaltsbestandteilen um rund 6 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch die direkten Vertriebskosten des Absatzförderungsmodells enthalten, haben sich aufgrund gesunkener Marketing- und Vertriebskosten um 2 % verringert. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 55 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 30 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Die Zinsaufwendungen haben sich durch verbesserte Zinskonditionen vermindert. Die Zinserträge sind gegenüber Vorjahr ebenfalls leicht zurückgegangen. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Der Fremdwährungsanteil des Wareneinkaufs lag in 2014 bei rund 17 % des Materialeinsatzes. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Ungünstige Wechselkursänderungen können einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.

Höheren Personalaufwendungen und verminderten sonstigen Erträgen standen in 2014 eine verbesserte Rohertragsquote, geringere sonstige Aufwendungen und ein verbesserter Zinssaldo gegenüber. Das Jahresergebnis 2014 beläuft sich auf T€ 521.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.

5.1. Geschäftsrisiken

Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.

Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt weiter an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend möglichen Nachfrageänderungen angepasst.

Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

Wachstum und Anpassungsprozesse des Unternehmens können dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus bzw. der Veränderungen. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit dauerhaft schmälern. Bei der Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen und Funktionen wird daher besonderer Wert auf die Einbeziehung der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht. Das Unternehmenswachstum soll dabei stets mit einer gesunden internen Organisation einhergehen.

Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2014 zu einem Umsatzvolumen von rund 8 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.

5.3. Finanzrisiken

Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.

Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.

Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.

5.4. IT-Risiken

Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung interner Systeme mit Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie allgemeinen Systemausfällen. Vectron legt daher Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird u. a. durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

Bei elektronischen Bauteilen lassen sich Preisvorteile i. d. R. durch die Abnahme größerer Stückzahlen erzielen. Größere Abnahmemengen haben jedoch den Nachteil der vermehrten Kapitalbindung sowie einer verringerten Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher Rahmenverträge mit Maximallaufzeiten bis zu einem Jahr ab, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.

Bei Vectron-spezifischen Bauteilen kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2014 einen Anteil von 22 % des gesamten Beschaffungsvolumens beigesteuert. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.

5.6. Personalrisiken

Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen, qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.

5.7. Produktrisiken

Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.

6. Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

Die Wettbewerbsintensität wird auch zukünftig unverändert stark zu spüren bleiben. Es ist zu erwarten, dass die grundsätzliche Marktstruktur sich nicht verändert, d.h. die Branche wird von vielen kleinen und regionalen Marktteilnehmern dominiert. Aktuell ist zu beobachten, dass sich insbesondere ein Teil der global agierenden Unternehmen weiter aus dem Markt zurückziehen und sich somit die Struktur der vielen kleinen Wettbewerber verfestigt. Insbesondere aufgrund der komplexen Auflagen der Finanzbehörden und spezifischen regionalen Anforderungen der Endkunden lassen sich Skaleneffekte nur bedingt realisieren.

Die Verbreitung von mobiler Consumer-Hardware, insbesondere Tablet-Computern, wird weiter zunehmen. Aufgrund der günstigen Hardwareeinkaufspreise dieser Systeme sind sinkende Absatzpreise in der Branche, bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung und zusätzlichen Leistungen, zu erwarten. Auch die Anbindung und Integration des Internets an Kassensysteme wird zum Wandel der Branche beitragen. Die Veränderungen werden sich zwar beständig, aber dennoch nicht in der Intensität und Geschwindigkeit der Konsumgüterbranche vollziehen. Die Innovationsfähigkeit der Marktteilnehmer wird zukünftig verstärkt den jeweiligen Erfolg im Wettbewerb bestimmen.

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

Für 2015 ist die Einführung einer neuen mobilen Kassengeneration geplant. Die sehr erfolgreiche POS MobilePro II wird dann durch zwei Nachfolgemodelle ersetzt. Darüber hinaus wird die Produktfamilie Duratec durch ein neues Einstiegsmodell ergänzt. Duratec zeichnet sich durch eine vereinfachte Bedienstruktur und einen geringeren Betreuungs- und Supportaufwand aus. Mit diesen Produkten, die technisch unterhalb der Vectron Produktfamilie angesiedelt sind, kann Vectron vollständig neue Kundensegmente erschließen und gleichzeitig zahlreiche Synergieeffekte bei der Entwicklung der Modelle nutzen.

Das internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito, welches durch die Tochtergesellschaft bonvito GmbH vertrieben wird, unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Die Schnelllebigkeit und die sich verändernden Kundenanforderungen in diesem Bereich bedürfen einer kontinuierlichen Marktbeobachtung.

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

Die Umsätze sind in 2014 gegenüber Vorjahr um rund 5 % angestiegen. Ein Teil davon ist auf stabilere Witterungsverhältnisse in der Frühjahrssaison zurückzuführen. Der für 2014 geplante Start der Zweitmarke Duratec hat sich aufgrund zusätzlicher Entwicklungsanforderungen verzögert, so dass sich die Erschließung neuer Kundensegmente und der Aufbau zusätzlicher Fachhandelsstrukturen auf 2015 und die Folgejahre verschieben werden. Die bislang gesammelten Erfahrungen mit Duratec lassen einen positiven Vertriebsstart erwarten. Insbesondere preissensible Kunden könnten die Installationsbasis von Vectron in der Zukunft deutlich verbreitern und für eine weitere Risikostreuung sorgen. Kannibalisierungseffekte der beiden Vertriebskanäle Vectron und Duratec sind nur in sehr geringem Maße zu erwarten, da die Kundenanforderungen stark divergieren.

Neben dem Aufbau eines neuen Vertriebskanals für Duratec ist der Ausbau von Dienstleistungen ein weiteres strategisches Ziel von Vectron. Die Kombination von Dienstleistung und Hardware schafft Alleinstellungsmerkmale zur Abgrenzung zum Wettbewerb. Gleichzeitig kann eine verstärkte Abkopplung von kurzfristigen konjunkturellen Schwankungen erzielt werden.

Die eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung der Umsatzbasis sollten sich in den kommenden Jahren deutlich im Umsatz und Ergebnis niederschlagen. Während sich positive Effekte durch den Aufbau der Zweitmarke Duratec auch bereits kurzfristig in 2015 zeigen sollten, ist der Wachstumseffekt durch Dienstleistungsumsätze mittelfristig ausgelegt.

Münster, den 27. Februar 2015

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Bilanz

Aktiva

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31.12.2014

EUR
31.12.2013

EUR
A. Anlagevermögen 2.326.437,00 2.172.197,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 632.513,00 732.129,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 549.883,00 420.429,00
2. geleistete Anzahlungen 82.630,00 311.700,00
II. Sachanlagen 793.924,00 940.068,00
1. technische Anlagen und Maschinen 513.567,00 696.275,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.650,00 229.403,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.707,00 14.390,00
III. Finanzanlagen 900.000,00 500.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 900.000,00 500.000,00
B. Umlaufvermögen 10.969.321,00 10.871.860,00
I. Vorräte 2.874.638,00 2.916.516,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.218.963,00 2.445.289,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 655.675,00 471.227,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.984.234,00 3.825.863,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 310.000,00 64.000,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.885.073,00 3.104.787,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 54.842,00 380.456,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 44.319,00 340.620,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.110.449,00 4.129.481,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.231,00 75.949,00
D. Aktive latente Steuern 139.461,00 133.918,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.497.450,00 13.253.924,00
Passiva
31.12.2014

EUR
31.12.2013

EUR
A. Eigenkapital 9.751.612,00 9.680.246,00
I. gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto/ Kapitalanteile 1.500.000,00 1.500.000,00
II. Genussrechtskapital mit EK-Charakter 2.760.000,00 2.760.000,00
III. Kapitalrücklage 4.500.000,00 4.500.000,00
IV. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 40.000,00 40.000,00
1. gesetzliche Rücklage 40.000,00 40.000,00
V. Bilanzgewinn 951.612,00 880.246,00
B. Rückstellungen 912.526,00 667.042,00
1. Steuerrückstellungen 76.500,00 252.292,00
2. sonstige Rückstellungen 836.026,00 414.750,00
C. Verbindlichkeiten 2.822.512,00 2.869.326,00
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 863.045,00 1.016.917,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.959.467,00 1.852.409,00
davon aus Steuern 255.568,00 189.631,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 0,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 459.467,00 352.409,00
a. aus Genussrechten mit Fremdkapitalcharakter 1.500.000,00 1.500.000,00
b. übrige sonstige Verbindlichkeiten 203.899,00 162.778,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.800,00 37.310,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.497.450,00 13.253.924,00

Gewinn- und Verlustrechnung

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1.1.2014 - 31.12.2014

EUR
1.1.2013 - 31.12.2013

EUR
1. Betriebsergebnis (GKV) 1.020.777,00 960.567,00
a) Rohergebnis (GKV) 13.454.150,00 13.143.320,00
b) Personalaufwand (GKV) 6.328.545,00 5.935.489,00
c) Abschreibungen (GKV) 540.405,00 554.086,00
d) sonstige betriebliche Aufwendungen (GKV) 5.564.423,00 5.693.178,00
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 63.701,00 69.896,00
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 81.039,00 94.404,00
davon aus verbundenen Unternehmen 27.899,00 20.988,00
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.338,00 24.508,00
davon an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.084.478,00 1.030.463,00
4. Steuern vom Einkommen und Ertrag 321.977,00 292.315,00
5. sonstige Steuern 503,00 1.056,00
6. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -240.632,00 -362.822,00
a) auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 240.632,00 362.822,00
Vergütungen für Genussrechtskapital 240.632,00 362.822,00
7. Jahresüberschuss 521.366,00 374.270,00

Kapitalflussrechnung

scroll

2014

EUR
2013

EUR
Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 843.343 666.585
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 540.405 554.086
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 427.524 -152.479
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 63.912 -193.489
+/- Verlust/Ertrag aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 96 -5.024
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 412.183 -451.106
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 54.473 -47.530
- Gezahlte Ertragssteuern -503.312 -126.571
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.838.624 244.472
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 250 304.875
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -307.072 -684.932
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -306.822 -380.057
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen 0 2.019.140
- Auszahlungen für die Rückführung von Darlehen -100.834 -2.000.000
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) -450.000 -450.000
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -550.834 -430.860
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 980.968 -566.445
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.129.481 4.695.926
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.110.449 4.129.481

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

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Kategorie Jahre
EDV-Programme / Sonstige Rechte 3 - 10
POS-Software / Konstruktionspläne 5 - 6
Sachanlagevermögen 3 - 13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Anfang 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 31.12.14 € 386.353. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresfehlbetrag von € 80.479 abgeschlossen. Im Jahr 2014 hat die Vectron Systems AG durch Forderungsumwandlung die Kapitalrücklage der bonVito GmbH um € 400.000 gestärkt. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.

Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage 4).

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren spielen aufgrund von Streckengeschäften nur eine untergeordnete Rolle. In 2014 wurden einige Produktlinien von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Der Umfang der Fertigen Erzeugnisse hat sich daher im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprechend erhöht.

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.

Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 139.461 aufweisen.

4. Erläuterungen Passiva

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Entwicklung Eigenkapital

[EUR]
Gez. Kapital Kapitalrücklage Gesetzl. Rücklage Genussrechtskapital I Bilanzgewinn * Summe
Eigenkapital zum 01.01.2013 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 955.976 10.031.976
Dividendenauszahlung 0 0 0 0 -450.000 -450.000
Wertanpassung 0 0 0 -276.000 0 -276.000
Jahresüberschuss 0 0 0 0 374.270 374.270
Eigenkapital zum 31.12.2013 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 880.246 9.680.246
Dividendenauszahlung 0 0 0 0 -450.000 -450.000
Jahresüberschuss 0 0 0 0 521.366 521.366
Eigenkapital zum 31.12.2014 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 951.612 9.751.612

* Im Bilanzgewinn von € 951.612 (Vj. € 880.246) ist ein Gewinnvortrag von € 430.246 (Vj. € 505.976) enthalten.

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Darüber hinaus ist das Grundkapital um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien Die bedingte Kapitalerhöhung (Ermächtigungsbeschluss bis 31.05.2016) dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft. Zum Stichtag wurden 34.500 Bezugsrechte mit einem Volumen von € 34.500 ausgegeben. Es wurden bislang keine Bezugsrechte eingelöst.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Genthin (WKN 760860).

Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u.a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen.

Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa Group Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa Group Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, erfolgt der Ausweis des Genussrechtskapitals in Höhe des Erfüllungsbetrags der Gesellschaft von € 2.760.000.

Folgende von der Alto Invest SA, Frankreich, gemanagte Fonds halten durch Mitteilung vom 04.06.2014 summarisch 85.000 Aktien und ebenso viele Stimmrechte (5,67 %):

ALTO INNOVATION 2012: 21.190 Aktien und Stimmrechte (1,41 %)
FORTUNE EUROPE 2013: 28.750 Aktien und Stimmrechte (1,92 %)
FCPI EUROPE LEADERS:35.060 Aktien und Stimmrechte (2,34 %)

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

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Bezeichnung

[EUR]
Urlaub / Überstunden 104.100
Ausstehende Eingangsrechnungen 193.700
variable Vergütungsbestandteile 295.426
Übrige Rückstellungen 242.800
836.026

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II). Das nachrangige Genussrechtskapital II hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 152.066 enthalten.

Zur Absicherung von bereits geplanten und künftigen Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T$ 2.500 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 2.059) ein nicht realisierter Ertrag von T€ 212, der sich zum Zeitpunkt der Einkaufsrealisierung innerhalb des folgenden Geschäftsjahres wieder ausgleichen wird. Es handelt sich dabei um mehrere Transaktionen mit gleichem Risiko, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit sehr konkret bestimmen lassen. Die bilanzielle Erfassung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.

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Segment

[EUR]
Zeitraum Inland EU Drittland Summe
Vectron POS Kassensysteme 2014 11.654.569 5.254.468 424.902 17.333.939
2013 11.854.430 4.369.247 642.598 16.866.275
Software 2014 1.448.333 500.522 65.799 2.014.654
2013 953.058 436.493 75.367 1.464.918
Handelsware / Zubehör 2014 2.420.026 629.208 20.347 3.069.581
2013 2.253.763 786.438 39.010 3.079.211
Gesamt 2014 15.522.928 6.384.198 511.048 22.418.174
2013 15.061.251 5.592.178 756.975 21.410.404
Prozentualer Anteil 2014 69,2% 28,5% 2,3% 100,0%
2013 70,3% 26,1% 3,6% 100,0%

Neben dem klassischen Fachhändler Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 1.685; Vj: T€ 1.557) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen

(T€ 1.387; Vj: T€ 1.357) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 765; Vj: T€ 766) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 20,0 (Vj: Mio. € 19,1) sowie eine Rohertragsquote von 57,1 % (Vj: 56,0 %) zu verzeichnen (die Rohertragsquote entspricht dem Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz zzgl. Bestandsveränderungen).

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 32.000 und für die Steuerberatung von € 21.690.

In 2014 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 125.132 angefallen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 317.534 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Darüber hinausgehende Beträge resultieren aus Steuern für vergangene Geschäftsjahre.

Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.

6. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf nominal € 8.147.406.

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Sonstige finanzielle Verpflichtungen

[EUR]
davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Leasingverpflichtungen * 2.930.562 1.396.843 1.533.719 0
Mietverpflichtungen 5.216.844 813.015 3.252.058 1.151.771
Summe 8.147.406 2.209.858 4.785.777 1.151.771

*Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von

36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.454.596 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 600.604. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 125 Mitarbeiter (davon 114 Vollzeit-angestellte und 11 Teilzeitangestellte) bei der Vectron Systems AG beschäftigt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 235.004 (davon erfolgsabhängig: € 16.000) und für Herrn Stümmler auf € 237.145 (davon erfolgsabhängig:

€ 16.000). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:

Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH

Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.

Münster, den 27. Februar 2015

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2014 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat im Rahmen einer festdefinierten Budgetberichterstattung schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand individuell bzw. in Telefonkonferenzen kurzfristig beantwortet.

Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.

Im Geschäftsjahr 2014 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.

Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 19.03.2014 war die Feststellung des Jahresabschlusses 2013 und die Genehmigung des Lageberichts. Es erfolgten die Beschlussfassungen zum Vorschlag zur Gewinnverwendung und zum Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2013. Weitere Themen waren die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder bonVito und Duratec, Stand und Perspektive aller laufenden Produktentwicklungen sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung.

Am 06.06.2014 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung statt. Es wurden der Verlauf der Hauptversammlung, der aktuelles Stand der Projekte bonVito und Duratec sowie die laufenden Veränderungen der internen Unternehmensorganisation diskutiert.

Die Sitzung am 29.09.2014 befasste sich hauptsächlich mit der aktuellen Einschätzung zu den strategischen Wachstumsoptionen, mit möglichen Kooperationen und dem Stand der Organisationsveränderungen.

Wesentliche Themen der letzten Sitzung des Jahres am 15.12.2014 waren die vorläufige Analyse des Jahresverlaufs 2014, die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2015 sowie die Vertriebsstrategie speziell in den neuen Geschäftsfeldern.

Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24.06.2014 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2014 wurde von der KJP TreuConsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 24.03.2015 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.

Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.

Münster, im März 2015

Für den Aufsichtsrat

Christian Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Beschlüsse

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2014:

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014 in Höhe von EUR 951.612

a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 450.000 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,

b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 501.612 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

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Anschaffungskosten

[EUR]
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.941.819 66.157 0 261.451 8.269.427
2. Anzahlungen 311.700 32.381 0 -261.451 82.630
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.253.519 98.538 0 0 8.352.057
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.697.029 42.118 841 14.390 1.752.696
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.686 95.628 0 0 1.002.314
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 14.390 58.707 0 -14.390 58.707
Summe Sachanlagen 2.618.105 196.453 841 0 2.813.717
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000 400.000 0 0 900.000
Summe Finanzanlagen 500.000 400.000 0 0 900.000
Gesamtsumme 11.371.624 694.991 841 0 12.065.774

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Abschreibungen

[EUR]
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.521.390 198.154 0 0 7.719.544
2. Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.521.390 198.154 0 0 7.719.544
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.000.754 238.870 495 0 1.239.129
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 677.283 103.381 0 0 780.664
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 1.678.037 342.251 495 0 2.019.793
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
Summe Finanzanlagen 0 0 0 0 0
Gesamtsumme 9.199.427 540.405 495 0 9.739.337

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Buchwerte

[EUR]
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 549.883 420.429
2. Anzahlungen 82.630 311.700
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 632.513 732.129
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 513.567 696.275
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 221.650 229.403
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58.707 14.390
Summe Sachanlagen 793.924 940.068
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 900.000 500.000
Summe Finanzanlagen 900.000 500.000
Gesamtsumme 2.326.437 2.172.197

Feststellung des Jahresabschlusses 2014:

Der Aufsichtsrat der Vectron Systems AG hat in seiner Sitzung am 24.03.2015 den Jahresabschluss 2014 festgestellt und den Lagebericht 2014 genehmigt.

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der Vectron Systems AG, Münster für das Geschäftsjahr vom 1.1.2014 bis 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, den 16. März 2015

**KJP TreuConsult GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater