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Vectron Systems AG — Management Reports 2012
Aug 5, 2013
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Management Reports
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Vectron Systems AG
Münster
Jahresabschluss zum 31.12.2012
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
1.3. Produktion und Beschaffung
1.4. Investitionen
1.5. Finanzierung
1.6. Personalbereich
1.7. Vergütungssystem der Organe
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
2. Vermögens- und Finanzlage
3. Ertragslage
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
5. Risikoberichterstattung
5.1. Geschäftsrisiken
5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
5.3. Finanzrisiken
5.4. IT-Risiken
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
5.6. Personalrisiken
5.7. Produktrisiken
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
Der anhaltende Preiswettbewerb in der POS („Point of Sale“)-Branche hat sich auch im Berichtsjahr unverändert dargestellt. Die Märkte der Industrieländer sind weitestgehend gesättigt, so dass von einem Verdrängungswettbewerb gesprochen werden muss. Zahlreichen kleinen regionalen Herstellern stehen nur wenige global agierende Unternehmen gegenüber. Größere Wachstumschancen stehen nur den Herstellern offen, die neue und innovative Produktideen zur Marktreife bringen oder neue Marktsegmente schaffen bzw. erschließen.
Aus Sicht der Vectron Systems AG entwickeln sich die einzelnen Absatzmärkte weiterhin unterschiedlich. Während in einigen Auslandsmärkten wieder erste positive Tendenzen festzustellen waren, haben sich im Inlandsgeschäft die Rahmenbedingungen leicht eingetrübt. Probleme bereiten weiterhin in vielen Absatzmärkten die fehlenden Refinanzierungsmöglichkeiten.
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Im Inlandsgeschäft musste ein stagnierender Umsatz hingenommen werden. Die positiven Impulse der Vorjahre haben sich in 2012 nicht fortgesetzt. Die Auslandsaktivitäten entwickeln sich weiterhin sehr unterschiedlich. Neben einigen Erfolgen waren leider auch Rückgänge in anderen Absatzmärkten zu verzeichnen, so dass sich per Saldo nur geringfügige Veränderungen ergeben haben. Die Exportquote liegt nahezu unverändert bei 32 %.
Durch das Angebot einer hauseigenen Finanzierungsmöglichkeit begegnet Vectron der schwierigen Refinanzierungssituation vieler Vectron-Endkunden. Das Absatzförderungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten, so dass die Fachkompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron Fachhandelspartner vor Ort optimal genutzt werden können. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von 12 % am Gesamtumsatz erreicht.
Der Umsatz ist im Berichtsjahr leicht auf T€ 22.673 angewachsen. Aus dem Absatzförderungsmodell ergeben sich jedoch Sondereffekte, so dass die reale Umsatzveränderung einen geringen Rückgang aufweist. Auf die Ausführungen im Anhang zum Absatzförderungsmodell wird verwiesen.
Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf kurze Auftragsvorlaufzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron-Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.
1.3. Produktion und Beschaffung
Vectron produziert die Kassensysteme auf Basis der sogenannten doppelten Plattformstrategie, d.h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden. Bei der Hardware wird eine konsequente Gleichteilestrategie verfolgt, so dass Materialbeschaffungen und Entwicklungszyklen effizient und flexibel gestaltet werden können.
Durch die Gleichteilestrategie lässt sich eine große Variantenvielfalt ohne Aufbau eines überproportionalen Vorratsvermögens generieren. Der Produktionsprozess, besteht im Wesentlichen aus Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Einige häufig nachgefragte Varianten werden unterjährig auf Lager gefertigt, sonst erfolgt die Fertigung auftragsspezifisch. Die Lieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase zur Sicherung hoher Qualitätsstandards einbezogen.
Zur Sicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und um schnelle Reaktionszeigten gewährleisten zu können, werden für alle wichtigen Bauteile vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Neue Produktlinien können daher, unabhängig vom Umsatz, zu einem höheren Vorratsvermögen führen. In 2012 ist es durch eine konsequente Einkaufsplanung gelungen, die Bestände zu reduzieren.
1.4. Investitionen
Die Sachinvestitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 563. Ein Schwerpunkt lag dabei auf der Neuentwicklung von stationären Kassensystemen. Darüber hinaus wurden erhebliche finanzielle Mittel in die Modernisierung der ERP-Software investiert, um Betriebsabläufe zukünftig noch effizienter gestalten zu können. Im Rahmen der Gründung der Tochtergesellschaft bonVito GmbH wurden T€ 500 investiert. Die Gesellschaft übernimmt den Vertrieb des internetbasierten Kundenbindungssystems bonVito.
Rund 36 % der Belegschaft sind unmittelbar mit der Neu- und Weiterentwicklung von Vectron-Produkten beschäftigt, wodurch ein nicht unerheblicher Anteil des Personalaufwandes den Entwicklungsleistungen zuzurechnen ist. Auf eine Aktivierung von Eigenleistungen in diesem Zusammenhang wird jedoch verzichtet.
1.5. Finanzierung
Ein starker operativer Cashflow garantiert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.
Das nachrangige Genussrechtskapital I hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 und steht der Gesellschaft damit langfristig zur Verfügung (zur Ausgestaltung des Genussrechtskapital I wird auf den Anhang verwiesen). Das ebenfalls nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von T€ 2.000 weist eine Laufzeit bis Dezember 2013 und soll planmäßig zurückgeführt werden.
Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Darüber hinaus bestehende Leasingverträge (Fuhrpark, Werkzeuge, Messebau etc.) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Für die bonVito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Die Gesamtsumme der sonstigen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 9.836. Ein Anteil von T€ 2.778 entfällt auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.
1.6. Personalbereich
Die Belegschaft ist per Jahresende auf 115 Mitarbeiter (Vj. 110 Mitarbeiter) leicht angewachsen. Hinzu kommen 7 Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter.
Zur Mitarbeitermotivation setzt Vectron bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigen Erträgen entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für leitende Mitarbeiter wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt. Weiterführende Angaben zu den Optionsrechten (Bedingtes Kapital I + III) finden sich im Anhang des Jahresabschlusses.
1.7. Vergütungssystem der Organe
Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente, die an das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) gekoppelt ist. Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.
Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.
Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.
2. Vermögens- und Finanzlage
Auch im abgelaufenen Jahr erfolgten umfangreiche Investitionen in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten. In der Bilanz werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung. Für die neu gegründete bonVito GmbH war ein Zugang im Finanzanlagevermögen in Höhe von T€ 500 zu verzeichnen. Die im Vorjahr vorhandenen Wertpapiere sind veräußert worden.
Das Vorratsvolumen hat sich im Berichtsjahr um 8 % vermindert. Der im Vorjahr erfolgte Aufbau durch die Ausweitung der Produktpalette konnte in 2012 durch eine straffe Einkaufsplanung wieder kompensiert werden. Grundsätzlich wird jedoch der jederzeitigen Lieferfähigkeit eine höhere Priorität gegenüber der Minimierung des Lagervolumens eingeräumt. Zwischenzeitliche Ausweitungen des Vorratsvermögens werden bewusst in Kauf genommen, da sich aufgrund des Geschäftsmodells kurzfristige Lieferengpässe unmittelbar auf den Umsatz negativ auswirken würden.
Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen zusammen. Größere Einzelrisiken sind nicht erkennbar. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf zwischen 40 und 60 Tagen. Längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beläuft sich am Abschlussstichtag auf T€ 10.032. Die Eigenkapitalquote beträgt 73 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 1.588 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung (vgl. Anlage 6). Bzgl. der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.
3. Ertragslage
Gegenläufige Tendenzen in einigen Vertriebsgebieten haben dazu geführt, dass der Umsatz gegenüber Vorjahr nur geringfügig gestiegen ist. Auch infolge einiger Produktverzögerungen konnten die Absatzerwartungen des Jahres 2012 nicht ganz erfüllt werden. Die Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) hat sich gegenüber Vorjahr aufgrund des Absatzförderungsmodells leicht vermindert. Hinsichtlich des besonderen Einflusses dieses Absatzförderungsmodells auf die Umsatzveränderung sowie die Rohertragsquote wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH werden Personaldienstleistungen sowie Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten erbracht. Rund 63 % der sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf diese Dienstleistungen.
Die Personalkosten sind aufgrund eines weiteren Personalaufbaus um rund 4 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch die direkten Vertriebskosten des Absatzförderungsmodells enthalten, entsprechen etwa denen des Vorjahres. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 53 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 31 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Durch die Rückführung der stillen Beteiligung hat sich der Zinsaufwand gegenüber Vorjahr vermindert. Die übrigen Zinsaufwendungen entstehen im Wesentlichen für Genussrechtskapitalien. Die Zinserträge haben sich aufgrund eines verminderten Anlagevolumens sowie eines rückläufigen Marktzinsniveaus verringert. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Der Materialeinsatz wurde in 2012 zu 26 % über Fremdwährungen bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Aufgrund des nicht unerheblichen Fremdwährungsanteils können ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
Höheren Material- und Personalaufwendungen standen in 2012 gestiegene sonstige Erträge sowie verminderte Abschreibungen und Zinsaufwendungen gegenüber. Das Jahresergebnis 2012 beläuft sich auf T€ 315.
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.
5. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
5.1. Geschäftsrisiken
Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen jedoch vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.
Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
Wachstum und Anpassungsprozesse des Unternehmens können dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus bzw. der Veränderungen. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit dauerhaft schmälern. Bei der Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen und Funktionen wird daher besonderer Wert auf die Einbeziehung der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht. Das Unternehmenswachstum soll dabei stets mit einer gesunden internen Organisation einhergehen.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2012 zu einem Umsatzvolumen von rund 7 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.
5.3. Finanzrisiken
Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.
5.4. IT-Risiken
Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung interner Systeme mit Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie allgemeinen Systemausfällen. Vectron legt daher Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird u. a. durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
Bei elektronischen Bauteilen lassen sich Preisvorteile i. d. R. durch die Abnahme größerer Stückzahlen erzielen. Größere Abnahmemengen haben jedoch den Nachteil der vermehrten Kapitalbindung sowie einer verringerten Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher Rahmenverträge mit Maximallaufzeiten bis zu einem Jahr ab, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.
Bei Vectron spezifischen Bauteilen kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2012 einen Anteil von 18 % des gesamten Beschaffungsvolumens beigesteuert. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.
5.6. Personalrisiken
Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen, qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.
5.7. Produktrisiken
Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
Es ist auch zukünftig mit einem Verdrängungswettbewerb und einer anhaltend hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen. Aufgrund der unterschiedlichen Systemanforderungen einzelner Absatzmärkte, sind trotz des Wettbewerbs stärkere Konzentrationstendenzen eher unwahrscheinlich, da Skaleneffekte durch eine ansteigende Produkt- und Entwicklungskomplexität kompensiert würden.
Preiserhöhungen werden nur bei echten Innovationen durchzusetzen sein. Im Allgemeinen ist mit sinkenden oder gleichbleibenden Absatzpreisen, bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung und zusätzlichen Leistungen zu rechnen. Die Vernetzung von POS-Systemen mit Anwendungen aus anderen Branchen wird weiter zunehmen. Insbesondere die stärkere Verbreitung von mobilen Systemen sowie die Anbindung und Integration des Internets an Kassensysteme trägt zum Wandel in der Branche bei. Der Trend zu zusätzlichen Dienstleistungen (z.B. Kundenbindungssysteme, internetbasierte Tischreservierungen und Bestellsysteme) hält unverändert an.
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
Für 2013 ist der Vertriebsstart der neuen stationären Touch-Kasse vorgesehen, so dass dann alle stationären Systeme auf die neue Elektronikplattform umgerüstet sind. Die Umrüstung der mobilen Kassensysteme auf die neue Plattform wird voraussichtlich im Jahr 2014 abgeschlossen sein. Darüber hinaus werden alle Hardwareprodukte einem laufenden Optimierungsprozess unterzogen.
In der Softwareentwicklung steht zum einen die ständige Optimierung und Modernisierung der aktuellen Produkte im Fokus. Zum anderen hat der Ausbau des internetbasierten Kundenbindungssystems bonVito hohe Priorität. Die Nachfrage nach intelligenten Dienstleistungen rund um POS-Systeme nimmt weiter zu, so dass diese Art des Produktangebotes in den nächsten Jahren an Gewicht gewinnen wird. Im Jahr 2012 konnten bereits zahlreiche Neukunden in diesem Segment gewonnen werden. Für die zukünftigen Jahre wird mit einem nennenswerten Wachstum gerechnet.
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
Auch wenn die Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren aufgrund der Finanzkrise mit Schwierigkeiten behaftet war und auch aktuell noch größere Unsicherheiten bezüglich der Finanzierung von einigen europäischen Staaten besteht, blickt Vectron durchaus optimistisch in die nähere Zukunft. Die starke Installationsbasis bildet ein solides Fundament für zukünftige Umsätze. Gleichzeitig dürfte Vectron bei sich aufhellenden Konjunkturrahmenbedingungen in den momentan schwachen Märkten profitieren.
Um die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen zu mindern, hat Vectron bereits vor einigen Jahren begonnen, das Geschäftsmodell zu verändern: Die Umsätze aus Hardwareverkäufen werden mit Dienstleistungsangeboten kombiniert, so dass der einmalige Verkaufsanteil von Hardware zugunsten von laufenden und wiederkehrenden Dienstleistungsumsätzen abnehmen wird. Gleichzeitig ist zu erwarten, dass dann auch in einem schwierigen Marktumfeld die Margen gehalten werden können.
Für 2013 und 2014 sind sowohl Umsatz- als auch Ergebnisverbesserungen jeweils zum Vorjahr zu erwarten. Die Entwicklungsvorleistungen der vergangenen Jahre dürften sich dann in einer steigenden Kunden- und Installationsbasis wiederfinden.
Münster, den 18. Februar 2013
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Bilanz zum 31.12.2012
AKTIVA
scroll
| 2012 EUR |
2011 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 2.404.582 | 4.248.959 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 674.915 | 1.037.746 |
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 503.295 | 852.481 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 171.620 | 185.265 |
| II. Sachanlagen | 1.229.667 | 1.192.146 |
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 910.190 | 491.783 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 277.327 | 280.966 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 42.150 | 419.397 |
| III. Finanzanlagen | 500.000 | 2.019.067 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.000 | 19.067 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 2.000.000 |
| B. Umlaufvermögen | 11.079.375 | 10.867.299 |
| I. Vorräte | 2.659.932 | 2.875.844 |
| 1. Roh-,Hilfs- u. Betriebsstoffe | 2.219.851 | 2.446.624 |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 440.081 | 429.220 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3.723.517 | 2.873.580 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.439.666 | 2.831.377 |
| davon mit Restlaufzeit über einem Jahr | 112.000 | 0 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 211.179 | 0 |
| davon mit Restlaufzeit über einem Jahr | 0 | 0 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 211.179 | 0 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 72.672 | 42.203 |
| davon mit Restlaufzeit über einem Jahr | 3.501 | 6.832 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.695.926 | 5.117.875 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 68.599 | 73.463 |
| D. Aktive latente Steuern | 134.970 | 133.863 |
| SUMME AKTIVA | 13.687.526 | 15.323.584 |
| PASSIVA | ||
| 2012 EUR |
2011 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 10.031.976 | 10.166.929 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.500.000 | 1.500.000 |
| - bedingtes Kapital: € 105.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 4.500.000 | 4.500.000 |
| III. Gewinnrücklagen | 40.000 | 40.000 |
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 |
| IV. Genussrechtskapital I | 3.036.000 | 3.036.000 |
| V. Bilanzgewinn | 955.976 | 1.090.929 |
| B. Rückstellungen | 690.186 | 741.470 |
| 1. Steuerrückstellungen | 88.000 | 0 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 602.186 | 741.470 |
| C. Verbindlichkeiten | 2.897.734 | 4.354.205 |
| 1. Stille Beteiligung | 0 | 1.500.000 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0 | 1.500.000 |
| 2. Genussrechtskapital II | 2.000.000 | 2.000.000 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 2.000.000 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 7.796 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0 | 7.796 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 605.611 | 593.418 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 605.611 | 593.418 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 292.123 | 252.991 |
| davon aus Steuern | 128.155 | 57.618 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 0 | 980 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 292.123 | 252.991 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 67.630 | 60.980 |
| SUMME PASSIVA | 13.687.526 | 15.323.584 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2012
scroll
| 2012 EUR |
2011 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 22.673.078 | 22.523.223 |
| 2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen | 24.149 | 150.632 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 568.924 | 208.377 |
| davon aus Währungsumrechnung | 1.562 | 10.462 |
| 4. Materialaufwand | -9.718.572 | -9.332.513 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -8.511.199 | -8.514.200 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.207.373 | -818.313 |
| 5. Personalaufwand | -5.691.329 | -5.461.391 |
| a) Löhne und Gehälter | -4.768.658 | -4.588.004 |
| b) Soziale Abgaben und Aufw. f. Altersversorgung und f. Unterstützung | -922.671 | -873.387 |
| davon für Altersvorsorge | -72.234 | -76.023 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -888.546 | -1.335.898 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.088.680 | -6.103.230 |
| davon aus Währungsumrechnung | -3.282 | -2.078 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 97.955 | 118.207 |
| davon aus Abzinsung von Rückstellungen | 0 | 0 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -17.710 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -7.068 | -7.304 |
| davon aus Aufzinsung von Rückstellungen | 0 | 0 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 969.911 | 742.393 |
| 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -213.295 | -123.010 |
| davon aus latenten Steuern | 1.107 | 13.915 |
| 13. Sonstige Steuern | -4.398 | -5.914 |
| 14. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | -72.354 | -174.893 |
| 15. Vergütung für Genussrechtskapital | -364.817 | -363.810 |
| 16. Jahresüberschuss | 315.047 | 74.766 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 640.929 | 1.016.163 |
| 18. Bilanzgewinn | 955.976 | 1.090.929 |
Anhang zum Jahresabschluss 2012
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu denBilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2012 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
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| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme / Sonstige Rechte | 3 - 10 |
| POS-Software / Konstruktionspläne | 5 - 6 |
| Sachanlagevermögen | 3 - 13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Software Quellcodes für die Vectron POS-Software, Vectron Commander Software sowie Hardware Konstruktionspläne der Kassenmodelle. Sowohl Software als auch Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 31.12.12 € 346.469. Die Gesellschaft hat Ihr erstes (Rumpf-)Geschäftsjahr 2012 (9 Monate) mit einem Jahresfehlbetrag von € 153.531 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert entspricht den Anschaffungskosten. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht. Das Tochterunternehmen VectroNet GmbH i.L. wurde im Laufe des Jahres 2012 liquidiert und gelöscht.
Die variabel verzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sind verkauft worden. Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich (Anlage 4).
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.
In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 4.250 enthalten.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 134.970 aufweisen.
4. Erläuterungen Passiva
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| Entwicklung Eigenkapital [EUR] |
Gez. Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzl. Rücklage | Genussrechtskapital I | Bilanzgewinn * | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2011 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.466.163 | 10.542.163 |
| Dividendenauszahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | -450.000 | -450.000 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 74.766 | 74.766 |
| Eigenkapital zum 31.12.2011 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.090.929 | 10.166.929 |
| Dividendenauszahlung | 0 | 0 | 0 | 0 | -450.000 | -450.000 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 | 0 | 315.047 | 315.047 |
| Eigenkapital zum 31.12.2012 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 955.976 | 10.031.976 |
* Im Bilanzgewinn von € 955.976 (Vj. € 1.090.929) ist ein Gewinnvortrag von € 640.929 (Vj. € 1.016.163) enthalten.
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 09.07.2013 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Darüber hinaus bestehen folgende bedingte Kapitalien:
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| Zweck | Bedingtes Kapital I Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter EUR |
Bedingtes Kapital II Gewährung von Umtausch- oder Bezugsrechten an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen EUR |
Bedingtes Kapital III Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter EUR |
|---|---|---|---|
| Volumen | 45.000 | 15.000 | 45.000 |
| Anzahl Bezugsrechte | 45.000 | 15.000 | 45.000 |
| Anzahl der ausgegebenen | |||
| Bezugsrechte | 13.000 | 0 | 3.000 |
| Anzahl der eingelösten | |||
| Bezugsrechte | 0 | 0 | 0 |
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).
Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u.a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.
Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa Group Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa Group Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Der ausgewiesene Betrag von € 3.036.000 entspricht der maximalen Gesamtverpflichtung der Gesellschaft.
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
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| Bezeichnung [EUR] |
|
|---|---|
| Urlaub / Überstunden | 116.500 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 197.065 |
| variable Vergütungsbestandteile | 130.121 |
| Übrige Rückstellungen | 158.500 |
| 602.186 |
Die nachrangige stille Beteiligung in Höhe von € 1.500.000 wurde im Laufe des Geschäftsjahres planmäßig zurückgeführt.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16.05.2008 kann Genussrechtskapital II in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Gesellschaft hat von diesem Recht in Höhe von € 5.000.000 Gebrauch gemacht, wovon € 2.000.000 beansprucht wurden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte.
Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 2.000.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.12.2013. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 156.166 enthalten.
Zur Absicherung von geplanten Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T$ 991 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 751) ein nicht realisierter Aufwand von T€ 8.
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.
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| Segment [EUR] |
Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Vectron POS Kassensysteme | 2012 | 12.154.388 | 5.352.487 | 528.879 | 18.035.754 |
| 2011 | 12.139.667 | 5.414.047 | 618.815 | 18.172.529 | |
| Software | 2012 | 968.629 | 474.635 | 47.775 | 1.491.039 |
| 2011 | 969.787 | 473.365 | 57.035 | 1.500.187 | |
| Handelsware / Zubehör | 2012 | 2.373.339 | 759.322 | 13.624 | 3.146.285 |
| 2011 | 2.020.458 | 812.022 | 18.027 | 2.850.507 | |
| Gesamt | 2012 | 15.496.356 | 6.586.444 | 590.278 | 22.673.078 |
| 2011 | 15.129.912 | 6.699.434 | 693.877 | 22.523.223 | |
| Prozentualer Anteil | 2012 | 68,3% | 29,0% | 2,6% | 100,0% |
| 2011 | 67,2% | 29,7% | 3,1% | 100,0% |
Neben dem klassischen Fachhändler Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 1.209; Vj: T€ 743) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 1.097; Vj: T€ 724) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 830; Vj: T€ 859) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von T€ 20,6 (Vj: T€ 20,9) sowie eine Rohertragsquote von 58,2 % (Vj: 58,9 %) zu verzeichnen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 30.819 und für die Steuerberatung von € 3.133.
Mit der stillen Gesellschafterin bestand bis zum 30.05.2012 ein Teilgewinnabführungsvertrag, der mit Rückführung der stillen Beteiligung entfallen ist. Im Berichtszeitraum sind Gewinne für die stille Gesellschafterin in Höhe von € 72.354 angefallen.
In 2012 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 249.317 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
6. Sonstige Angaben
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 9.835.991.
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| Sonstige finanzielle Verpflichtungen [EUR] |
Gesamt | davon Restlaufzeit | ||
|---|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leasingverpflichtungen * | 2.993.118 | 1.342.571 | 1.650.547 | 0 |
| Mietverpflichtungen | 6.842.873 | 813.015 | 3.252.058 | 2.777.800 |
| Summe | 9.835.991 | 2.155.586 | 4.902.605 | 2.777.800 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.613.602 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.
Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 234.410. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 113 Mitarbeiter (davon 105 Vollzeitbeschäftigte und 8 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 233.909 (davon erfolgsabhängig: € 17.700) und für Herrn Stümmler auf € 236.063 (davon erfolgsabhängig: € 17.700). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
· Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
· Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann,Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
· Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann,Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.
Münster, den 18. Februar 2013
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012
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| Anschaffungskosten [EUR] |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.641.529 | 46.518 | 0 | 151.200 | 7.839.247 |
| 2. Anzahlungen | 185.265 | 137.555 | 0 | -151.200 | 171.620 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.826.794 | 184.073 | 0 | 0 | 8.010.867 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 997.868 | 241.191 | 0 | 419.397 | 1.658.456 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 753.682 | 95.822 | 0 | 0 | 849.504 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 419.397 | 42.150 | 0 | -419.397 | 42.150 |
| Summe Sachanlagen | 2.170.947 | 379.163 | 0 | 0 | 2.550.110 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 30.000 | 500.000 | 30.000 | 0 | 500.000 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.017.500 | 0 | 2.017.500 | 0 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 2.047.500 | 500.000 | 2.047.500 | 0 | 500.000 |
| Gesamtsumme | 12.045.241 | 1.063.236 | 2.047.500 | 0 | 11.060.977 |
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| Abschreibungen [EUR] |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 6.789.048 | 546.904 | 0 | 0 | 7.335.952 |
| 2. Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.789.048 | 546.904 | 0 | 0 | 7.335.952 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 506.085 | 242.181 | 0 | 0 | 748.266 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 472.716 | 99.461 | 0 | 0 | 572.177 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 978.801 | 341.642 | 0 | 0 | 1.320.443 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.933 | 0 | 10.933 | 0 | 0 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 17.500 | 0 | 17.500 | 0 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 28.433 | 0 | 28.433 | 0 | 0 |
| Gesamtsumme | 7.796.282 | 888.546 | 28.433 | 0 | 8.656.395 |
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| Buchwerte [EUR] |
||
|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 503.295 | 852.481 |
| 2. Anzahlungen | 171.620 | 185.265 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 674.915 | 1.037.746 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 910.190 | 491.783 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 277.327 | 280.966 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 42.150 | 419.397 |
| Summe Sachanlagen | 1.229.667 | 1.192.146 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.000 | 19.067 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 2.000.000 |
| Summe Finanzanlagen | 500.000 | 2.019.067 |
| Gesamtsumme | 2.404.582 | 4.248.959 |
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2012
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| 2012 EUR |
2011 EUR |
|
|---|---|---|
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 528.342 | 197.776 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 888.546 | 1.353.608 |
| +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -114.040 | 31.085 |
| + sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen | 51.572 | 33.295 |
| + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 747 |
| - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -682.991 | -549.904 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 49.247 | -217.270 |
| - Gezahlte Ertragssteuern | -118.803 | -129.094 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 601.873 | 720.244 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 27.311 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen | -586.458 | -851.275 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 20.432 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -500.000 | 0 |
| \= Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.066.026 | -823.964 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 0 | 7.796 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -7.796 | 0 |
| - Auszahlungen für die Rückführung der stillen Gesellschaft | -1.500.000 | 0 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) | -450.000 | -450.000 |
| \= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1.957.796 | -442.204 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -2.421.949 | -545.924 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.117.875 | 7.663.799 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.695.926 | 7.117.875 |
| (Summe Bilanz Pos. A III 2. und B III. Nr.2) |
Bericht des Aufsichtsrats 2012
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand kurzfristig beantwortet.
Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.
Im Geschäftsjahr 2012 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.
Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 23.03.2012 war die Feststellung des Jahresabschlusses 2011 und die Genehmigung des Lageberichts. Es erfolgte die Beschlussfassung zum Vorschlag zur Gewinnverwendung und zum Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2011. Weitere Schwerpunkte waren strategische Themen, Marketingkonzepte, der Status der Entwicklungsprojekte sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung.
Am 05.06.2012 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung statt. Nach der Neuwahl des Aufsichtsrates auf der Hauptversammlung wurde Herr Christian Ehlers zum Vorsitzenden und Herr Heinz-Jürgen Buss zum Stellvertreter gewählt. Neben der Nachbereitung der Hauptversammlung wurden im Wesentlichen die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung sowie die weiteren Aussichten erörtert.
In der Sitzung am 06.09.2012 stellte die Unternehmensstrategie wiederum das zentrale Thema dar. Dabei wurden die Analyse der letzten Jahre und die mittelfristigen Pläne des Vorstands ausführlich erörtert. Mögliche Reaktionen auf denkbare, konjunkturelle Schwankungen wurden diskutiert.
Schwerpunkte der letzten Sitzung des Jahres am 17.12.2012 waren der Rückblick auf den Jahresverlauf 2012 sowie die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2013. Die wesentlichen strategischen Projekte des Vorstand für 2013 und die Folgejahre wurden im Hinblick auf die erwarteten und denkbaren, vor allem langfristigen Marktveränderungen erörtert.
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15.05.2012 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2012 wurde von der Dr. Claus, Dr. Paal und Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 14.03.2013 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Münster, im März 2013
Für den Aufsichtsrat
Christian Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2012
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von EUR 955.976
a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 450.000 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,
b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 505.976 auf neue Rechnung vorzutragen.
Feststellung Jahresabschluss 2012
Der Aufsichtsrat der Vectron Systems AG hat in seiner Sitzung am 14.03.2013 den Jahresabschluss 2012 festgestellt und den Lagebericht 2012 genehmigt.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der
Vectron Systems AG,
Münster
für das Geschäftsjahr vom 1.1.2012 bis 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, den 27. Februar 2013
**Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Werner Hövelbernd, Wirtschaftsprüfer
Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer