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Vectron Systems AG — Management Reports 2011
May 7, 2012
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Management Reports
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Vectron Systems AG
Münster
Jahresabschluss zum 31.12.2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
1.3. Produktion und Beschaffung
1.4. Investitionen
1.5. Finanzierung
1.6. Personalbereich
1.7. Vergütungssystem der Organe
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
2. Vermögens- und Finanzlage
3. Ertragslage
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
5. Risikoberichterstattung
5.1. Geschäftsrisiken
5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
5.3. Finanzrisiken
5.4. IT-Risiken
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
5.6. Personalrisiken
5.7. Produktrisiken
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
Die POS („Point of Sale“)-Branche ist seit vielen Jahren durch einen anhaltenden Preiswettbewerb gekennzeichnet. Zahlreichen kleinen und mittelständischen Marktteilnehmern stehen wenige große internationale Hersteller gegenüber. Durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle, Vertriebsstrukturen und Zielbranchen ist der Markt sehr heterogen. Die gesättigten Märkte in den Industrieländern verursachen seit Jahren einen Verdrängungswettbewerb. Nur durch regelmäßige Innovationsprozesse ist für die Marktteilnehmer ein dauerhaftes Bestehen möglich. Speziell die Erschließung neuer Geschäftsfelder bringt aber auch große Wachstumschancen mit sich.
Die internationale Entwicklung der POS-Branche war aus Sicht der Gesellschaft sehr unterschiedlich. Während in Deutschland und einigen ausländischen Vertriebsgebieten positive Entwicklungstendenzen zu beobachten waren, verharren andere Auslandsmärkte auf niedrigem Niveau. Hauptgründe hierfür sind häufig die schwache Konjunktur sowie fehlende Investitions– und Refinanzierungsmöglichkeiten.
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Das Inlandsgeschäft hat sich – wie auch im Vorjahr – positiv entwickelt. Vor allem der private Konsum in Deutschland hat dabei unterstützend gewirkt. Da sich gleichzeitig einige ausländische Vertriebsgebiete nicht zufriedenstellend entwickelt haben, ist die Exportquote von 35 % auf 33 % zurückgegangen. Vielfach sind im Ausland notwendige Investitionen in POS-Systeme verschoben oder gekürzt werden.
Um dem Problem der fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten vieler Vectron-Endkunden zu begegnen, hat Vectron eine hauseigene Finanzierungsmöglichkeit, speziell für Kunden aus Gastronomie und Handel, geschaffen. Durch dieses Serviceangebot können die restriktiven Finanzierungsvorgaben von Leasing- und Hausbanken kompensiert werden. Das Finanzierungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz abgewickelt, so dass die Marktkenntnisse der Vectron Fachhandelspartner vor Ort genutzt werden können. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von 10 % am Gesamtumsatz erreicht.
Der Umsatz ist im Jahr 2011 um 2 % auf T€ 22.523 angewachsen. Da jedoch Sondereffekte aus dem Absatzförderungsmodell zu berücksichtigen sind (auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen), liegt der reale Umsatz auf Vorjahreshöhe.
Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf kurze Auftragsvorlaufzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.
1.3. Produktion und Beschaffung
Die Kassensysteme werden auf Basis der sogenannten doppelten Plattformstrategie produziert, d.h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden. Eine konsequente Gleichteilestrategie bei der Hardware ermöglicht effiziente Materialbeschaffungen und schafft entsprechende Flexibilität bei neuen Entwicklungsprojekten. Durch die doppelte Plattformstrategie können sowohl Entwicklungszyklen als auch Beschaffungsprozesse verkürzt werden.
Die Produktion der Kassensysteme setzt erst bei Auftragseingang ein. Die Gleichteilestrategie ermöglicht eine große Variantenvielfalt ohne das Vorratsvermögen überproportional aufzubauen und die Kapitalbindung unverhältnismäßig zu erhöhen. Der Produktionsprozess beschränkt sich auf die Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Vorlieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase von einzelnen Neuprodukten eingebunden, so dass hohe Qualitätsstandards erfüllt werden können.
Das Geschäftsmodell basiert auf schnellen Reaktionszeiten. Damit die jederzeitige Lieferfähigkeit gewährleistet werden kann, werden von allen wichtigen Bauteilen und Baugruppen vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Die Ausweitung der Produktpalette führt daher, unabhängig vom aktuellen Umsatz, tendenziell zu einem leicht höheren Lagervolumen. Das im Jahr 2011 deutlich angestiegene Vorratsvermögen ist hauptsächlich auf die Einführung neuer Produktlinien zurückzuführen.
1.4. Investitionen
Das Investitionsvolumen hat sich gegenüber Vorjahr auf T€ 851 nahezu verdreifacht und lag schwerpunktmäßig auf der Entwicklung einer neuen Elektronikplattform, der Ausweitung der mobilen Modellpalette sowie einer neuen stationären Hardwaregeneration. Voraussichtlich Ende 2012 bzw. Anfang 2013 wird das bestehende Produktportfolio einer vollständigen Erneuerung unterzogen worden sein. An der Neu- und Weiterentwicklung der Produkte sind unmittelbar rund 35 % der Belegschaft involviert, so dass neben den an externe Entwicklungspartner gezahlten Investitionsvolumina auch erhebliche Personalaufwendungen anfallen. Es erfolgt keine Aktivierung von Eigenleistungen.
Neben der Produktentwicklung sind insbesondere noch Investitionen in den Aufbau neuer Arbeitsplätze sowie in eine Modernisierung der ERP-Software geflossen.
1.5. Finanzierung
Ein starker operativer Cashflow garantiert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.
Das in 2006 aufgenommene Nachrangkapital von T€ 1.500 (Stille Beteiligung) läuft im Mai 2012 aus. Es ist geplant, diese Beteiligung planmäßig zum Vertragsablauf aus den vorhandenen liquiden Mitteln zurückzuführen. Das ebenfalls nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von T€ 2.000 hat eine Laufzeit bis Dezember 2013. Gemäß der mittelfristigen Unternehmensplanung kann auch dieses Kapital ohne Um- oder Nachfinanzierung aus den vorhandenen liquiden Mitteln zurückgeführt werden.
Die Laufzeit des Genussrechtskapitals I ist bis zum 31.12.2015 verlängert worden und steht damit der Gesellschaft weiterhin längerfristig zur Verfügung. Hinsichtlich der Ausgestaltung des Genussrechtskapitals I wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Sonstige Leasingverträge für den Fuhrpark, für Werkzeuge oder für den Messebau spielen nur eine untergeordnete Rolle. Die Gesamtsumme der Leasing- und Mietverpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 10.495. Ein Anteil von T€ 3.591 entfällt auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Für eine weitergehende Aufschlüsselung wird auf den Anhang verwiesen.
1.6. Personalbereich
Auch im abgelaufenen Jahr ist die Belegschaft leicht gewachsen. Per Jahresende wurden 110 Mitarbeiter (Vj. 104 Mitarbeiter) beschäftigt. Hinzu kommen sechs Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter. Wie in den Vorjahren wurde noch einmal gezielt der Entwicklungsbereich verstärkt, um die ambitionierten Ziele planmäßig erreichen zu können.
Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind ein wichtiger Baustein für ein erfolgreiches Unternehmen. Vectron setzt daher bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigem Geschäft entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für leitende Mitarbeiter wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt, welches ausgeübt werden kann, wenn sich der Kurs des Unternehmens besser als ein ausgewählter Vergleichsindex entwickelt. Weitere Angaben zu den Optionsrechten (Bedingtes Kapital I + III) finden sich im Anhang des Jahresabschlusses.
1.7. Vergütungssystem der Organe
Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente, die an das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) gekoppelt ist. Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.
Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.
Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.
2. Vermögens- und Finanzlage
Auch im abgelaufenen Jahr wurden erhebliche finanzielle Mittel in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten investiert. In der Bilanz werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.
Um kurze Reaktionszeiten gewährleisten zu können, sind für zahlreiche Artikel des Vorratsvermögens Mindestmengen definiert worden, die nicht unterschritten werden dürfen. In Verbindung mit der Ausweitung der Modellpalette hat das im Jahr 2011 dazu geführt, dass das Vorratsvolumen um rund 24 % angewachsen ist. Die Ausweitung des Vorratsvermögens wird dabei bewusst in Kauf genommen, da die kurzfristige Lieferfähigkeit zu einem wichtigen Teil des Geschäftsmodells gehört. Im Gegenzug entstehen durch die Gleichteilestrategie kompensierende Effekte hinsichtlich des Vorratsvolumens, da diese den Zuwachs des Artikelstamms insgesamt zu begrenzen hilft.
Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen zusammen. Größere Einzelrisiken sind nicht erkennbar. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf etwa zwischen 40 und 60 Tagen. Darüber hinausgehende längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beträgt am Abschlussstichtag T€ 10.167. Die Eigenkapitalquote liegt bei 66 %. Unter Berücksichtigung der Nachrangkapitalien (Stille Beteiligung und Genussrechtskapital II) beläuft sich die wirtschaftliche Eigenkapitalquote auf 89 %. Bzgl. des Genussrechtskapitals I wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 1.588 lassen sich jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedienen. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung. Bzgl. der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.
3. Ertragslage
Im Jahr 2011 haben sich gegenüber der Planung 2011 einige ausländische Vertriebsregionen nicht erwartungsgemäß entwickelt. Kompensatorisch hat sich die positivere Inlandsnachfrage bemerkbar gemacht. Zeitliche Verzögerungen bei Entwicklungsprojekten haben dazu geführt, dass die geplanten Absatzziele nicht realisiert werden konnten.
Die Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) beträgt 59 %. Hinsichtlich des besonderen Einflusses des Absatzförderungsmodells auf die Umsatzveränderung sowie die Rohertragsquote wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Der Personalkostenanstieg von rund 5 % ist vornehmlich auf den weiteren Personalaufbau zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch die direkten Vertriebskosten des Absatzförderungsmodells enthalten, sind leicht um etwa 3 % angestiegen. Neben geringfügig höheren Verwaltungskosten aufgrund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl ist der Zuwachs vornehmlich allgemeinen Preissteigerungen geschuldet. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 62 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 26 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für die Stille Beteiligung sowie für die Genussrechtskapitalien I + II an. Die Höhe des Zinsaufwandes entspricht weitestgehend dem des Vorjahrs. Darüber hinausgehende sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind nur in geringem Maße angefallen. Aufgrund eines leicht anziehenden Zinsniveaus konnten die Zinserträge geringfügig gegenüber Vorjahr gesteigert werden. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Rund 36 % der Materialeinkäufe wurden in 2011 in Fremdwährungen bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Aufgrund des nicht unerheblichen Fremdwährungsanteils können ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
Die gestiegenen Personal- und sonstigen Aufwendungen haben die leichten Umsatzzuwächse überkompensiert, so dass ein Ergebnisrückgang hingenommen werden musste. Das Jahresergebnis 2011 beläuft sich auf T€ 74.
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.
5. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
5.1. Geschäftsrisiken
Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen konnte sich Vectron bislang sehr erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abkoppeln. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich bei anhaltend schwachem Investitionsklima Investitionsentscheidungen vermehrt am Verkaufspreis und nicht mehr an der angebotenen Leistung orientieren. In diesem Fall ist ein Verfall der Margen denkbar, der durch Ausweitung der Umsätze nicht kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
In vielen Branchen, in denen das technologische Know-how im Mittelpunkt steht, hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Unternehmen, die über einen langen Zeitraum diese Marktführerführerschaft besaßen, ihre Marktposition an neue Wettbewerber abgeben mussten. Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.
Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Erschwerend kommt hinzu, dass politisch motivierte Entscheidungen häufig nicht international abgestimmt sind und somit sehr unterschiedliche Anforderungen in den jeweiligen Ländermärkte gestellt werden. Hierdurch kann es zu Wettbewerbsverzerrungen oder zu Markteintrittshürden kommen, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens stören. Aus diesem Grund erfolgt eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken
Der notwendige Aufbau der Belegschaft zum Ausbau der Entwicklungskapazitäten kann dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit dauerhaft schmälern. Bei der Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen und Funktionen wird daher besonderer Wert auf die Integration der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht. Das Unternehmenswachstum soll dabei stets mit einer gesunden internen Organisation einhergehen.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Da die Umsätze über das Fachhändlernetz von Vectron organisiert werden, verteilen sich die Forderungen auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen und Zwischenabrechnungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko bestmöglich begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2011 zu einem Umsatzvolumen von rund 8 % beigetragen. Durch einer Veränderung dieser Konstellation kann sich das Risiko von Forderungsausfällen erhöhen.
5.3. Finanzrisiken
Eine schwache Entwicklung des privaten Konsums hat unmittelbare Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft für POS-Systeme. Da insbesondere der private Konsum häufigen und nicht immer vorhersehbaren Schwankungen unterworfen ist, können plötzlich auftretende Schwächephasen den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Um eine bestmögliche Unabhängigkeit von diesen Konjunktureinflüssen zu erreichen, ist die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen ein sinnvoller Lösungsweg, den Vectron seit Jahren beschreitet, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden laufend ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung.
5.4. IT-Risiken
Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine große und noch weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung von internen Systemen mit anderen Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie Systemausfälle. Die Gesellschaft legt daher besonderen Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
Um bei elektronischen Bauteilen Preisvorteile erzielen zu können, ist i.d.R. die Abnahme größerer Stückzahlen notwendig. Größere Abnahmemengen lassen jedoch die Kapitalbindung des Lagers ansteigen und verringern die notwendige Flexibilität bei Produktrevisionen. Die Gesellschaft schließt daher Rahmenverträge mit maximalen Laufzeiten bis zu einem Jahr, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.
Da die Gesellschaft u.a. speziell konzipierte Bauteile verwendet, kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2011 mit einem Anteil von 23 % zum gesamten Beschaffungsvolumen beigetragen. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.
5.6. Personalrisiken
Die Neueinstellung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.
5.7. Produktrisiken
Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
Die Wettbewerbsintensität in der POS-Branche dürfte auf hohem Niveau verbleiben. Es ist weiterhin mit Verdrängungswettbewerb zu rechnen. Da jeder Ländermarkt unterschiedliche Systemanforderungen mit sich bringt, ist, trotz des Wettbewerbs, eine stärkere Konzentrationstendenz eher unwahrscheinlich, da Skaleneffekte durch eine stark ansteigende Produkt- und Entwicklungskomplexität kompensiert würden.
Preiserhöhungen werden durch die Marktteilnehmer nur bei echten Innovationen durchzusetzen sein. Im Allgemeinen ist mit sinkenden oder gleichbleibenden Absatzpreisen, bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung und zusätzlichen Leistungen zu rechnen. Die Vernetzung von POS-Systemen mit Anwendungen aus anderen Branchen dürfte zunehmen. Insbesondere die stärkere Verbreitung von mobilen Systemen sowie die Anbindung und Integration des Internets an Kassensysteme wird einen Wandel in der Branche herbeiführen. Es ist ein eindeutiger Trend zu zusätzlichen Dienstleistungen (z.B. Kundenbindungssysteme) zu beobachten.
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
Die Gesellschaft hat in den letzten Jahren eine neue Elektronikplattform entwickelt. Diese wird in allen zukünftigen Modellen zum Einsatz kommen und deutlich verbesserte Leistungen zum gleichen Preis bieten. Der Focus der Produktentwicklung 2012 und 2013 liegt in der Konzeption neuer stationärer Hardware nach dem die mobile Produktfamilie in den vergangenen beiden Jahren deutlich ausgebaut wurde.
Neben dem klassischen Hardwareverkauf zeigt sich, dass die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um POS-Systeme zunimmt. Insbesondere Kundenbindungssysteme, die eine einfache und manipulationssichere Möglichkeit zum Anbieten von Kundenkartensystemen, Rabattaktionen oder elektronischen Stempelheften ermöglichen, werden stark nachgefragt. Auch die bargeldlose Abwicklung am Point-of-Sale gewinnt an Bedeutung. Um dieser Nachfrage adäquat zu begegnen, hat Vectron in den vergangenen Jahren ein in die Kassensysteme voll integriertes Kundenbindungssystem (“bonVito“) entwickelt. Die Gesellschaft erwartet, dass sich zukünftig die Produktentwicklung verstärkt an dieser Dienstleistung ausrichtet und dass das Leistungsangebot von bonVito kontinuierlich ausgebaut wird. Nachdem im Jahr 2011 zahlreiche Testinstallationen mit bonVito durchgeführt wurden, ist der großflächige Vertriebsstart nun für 2012 vorgesehen.
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
Für das Jahr 2012 stehen einige Neuentwicklungen vor der Vertriebsfreigabe, so dass die Gesellschaft für das kommende Geschäftsjahr positiv gestimmt ist. Durch die in den vergangenen Jahren aufgebaute breite Installationsbasis sowohl im Inland als auch Ausland wird erfahrungsgemäß ein Nachfrageeffekt bei bestehenden Kunden entstehen. Darüber hinaus dürften in Folge der neuen Dienstleistung bonVito neue Kundensegmente erschlossen und zusätzliche Umsatzbeiträge bei bestehenden Kundengruppen erwirtschaftet werden. Darüber hinaus tragen für das Jahr 2012 nennenswert verringerte Abschreibungsvolumina zu einem gegenüber 2011 deutlich steigenden Nachsteuerergebnis bei.
Im Geschäftsjahr 2013 werden die neuen Produkte eine anhaltende Nachfrage generieren. Insbesondere durch positive Effekte des bonVito Kundenbindungssystems ist eine überproportionale Rentabilitätssteigerung zu erwarten. Die Ergebnisse des Jahres 2013 sollten sich gegenüber 2012 weiter verbessern.
Münster, den 28. Februar 2012
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Bilanz zum 31.12.2011
AKTIVA
scroll
| 2011 EUR |
2010 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 4.248.959 | 2.761.850 |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.037.746 | 2.107.353 |
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 852.481 | 1.850.953 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 185.265 | 256.400 |
| II. Sachanlagen | 1.192.146 | 635.220 |
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 491.783 | 291.846 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung | 280.966 | 261.374 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 419.397 | 82.000 |
| III. Finanzanlagen | 2.019.067 | 19.277 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.067 | 19.277 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.000.000 | 0 |
| B. Umlaufvermögen | 10.867.299 | 12.962.325 |
| I. Vorräte | 2.875.844 | 2.314.313 |
| 1. Roh-,Hilfs- u. Betriebsstoffe | 2.446.624 | 2.058.081 |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 429.220 | 256.232 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2.873.580 | 2.984.213 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.831.377 | 2.773.103 |
| davon mit Restlaufzeit über einem Jahr | 0 | 0 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 42.203 | 211.110 |
| davon mit Restlaufzeit über einem Jahr | 6.832 | 8.591 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 5.117.875 | 7.663.799 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 73.463 | 90.183 |
| D. Aktive latente Steuern | 133.863 | 119.948 |
| SUMME AKTIVA | 15.323.584 | 15.934.306 |
| Passiva | ||
| 2011 EUR |
2010 EUR |
|
| A. Eigenkapital | 10.166.929 | 10.542.163 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.500.000 | 1.500.000 |
| - bedingtes Kapital: € 105.000 | ||
| II. Kapitalrücklage | 4.500.000 | 4.500.000 |
| III. Gewinnrücklagen | 40.000 | 40.000 |
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 |
| IV. Genussrechtskapital I | 3.036.000 | 3.036.000 |
| V. Bilanzgewinn | 1.090.929 | 1.466.163 |
| B. Rückstellungen | 741.470 | 769.562 |
| 1. Steuerrückstellungen | 0 | 27.862 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 741.470 | 741.700 |
| C. Verbindlichkeiten | 4.354.205 | 4.622.581 |
| 1. Stille Beteiligung | 1.500.000 | 1.500.000 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.500.000 | 0 |
| 2. Genussrechtskapital II | 2.000.000 | 2.000.000 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0 | 0 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.796 | 0 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 7.796 | 0 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 593.418 | 810.069 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 593.418 | 810.069 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 252.991 | 312.512 |
| davon aus Steuern | 57.618 | 113.731 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 980 | 766 |
| davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 252.991 | 312.512 |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 60.980 | 0 |
| SUMME PASSIVA | 15.323.584 | 15.934.306 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011
scroll
| 2011 EUR |
2010 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 22.523.223 | 22.027.788 |
| 2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen | 150.632 | 5.231 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 208.377 | 216.301 |
| davon aus Währungsumrechnung | 10.462 | 0 |
| 4. Materialaufwand | -9.332.513 | -8.811.424 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -8.514.200 | -8.403.835 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -818.313 | -407.589 |
| 5. Personalaufwand | -5.461.391 | -5.193.409 |
| a) Löhne und Gehälter | -4.588.004 | -4.384.508 |
| b) Soziale Abgaben und Aufw. f. Altersversorgung und f. Unterstützung | -873.387 | -808.901 |
| davon für Altersvorsorge | -76.023 | -72.355 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -1.335.898 | -1.368.628 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.103.230 | -5.932.873 |
| davon aus Währungsumrechnung | -2.078 | 0 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 118.207 | 74.505 |
| davon aus Abzinsung von Rückstellungen | 0 | 0 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -17.710 | -874 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -7.304 | -7.157 |
| davon aus Aufzinsung von Rückstellungen | 0 | 0 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 742.393 | 1.009.460 |
| 12. Steuern vom Einkommen und Ertrag | -123.010 | -176.342 |
| davon aus latenten Steuern | 13.915 | -61.587 |
| 13. Sonstige Steuern | -5.914 | -5.894 |
| 14. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | -174.893 | -163.490 |
| 15. Vergütung für Genussrechtskapital | -363.810 | -363.813 |
| 16. Jahresüberschuss | 74.766 | 299.921 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.016.163 | 1.166.242 |
| 18. Bilanzgewinn | 1.090.929 | 1.466.163 |
Anhang zum Jahresabschluss 2011
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu denBilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2011 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
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| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme / Sonstige Rechte | 3-10 |
| POS-Software / Konstruktionspläne | 5-6 |
| Sachanlagevermögen | 3-13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Software Quellcodes für die Vectron POS-Software, Vectron Commander Software sowie Hardware Konstruktionspläne der Kassenmodelle. Sowohl Software als auch Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Tochterunternehmen VectroNet GmbH i.L. (Münster) beteiligt. Die Gesellschaft ist aufgelöst und befindet sich in der Liquidation. Das Eigenkapital der VectroNet GmbH i.L. beläuft sich per 31.12.2011 auf € 19.067. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2011 mit einem Jahresfehlbetrag von € 210 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert wurde auf das Eigenkapital des Tochterunternehmens abgeschrieben. Mangels weiterer Tochterunternehmen kann, mit Verweis auf § 296 II HGB, auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches verzichtet werden.
Die variabel verzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit Ihren vertraglich vereinbarten Rückzahlungsbeträgen von € 2.000.000 (100 %) angesetzt worden. Der beizulegende Zeitwert zum Stichtag lag bei 95,75 % und stellt nur eine vorübergehende Wertminderung aufgrund von handelsüblichen Börsenschwankungen dar. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung von € 17.500 vorgenommen.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.
In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 9.230 enthalten.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 133.863 aufweisen.
4. Erläuterungen Passiva
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| Entwicklung Eigenkapital [€] |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gesetzliche Rücklage | Genussrechtskapital I | Bilanzgewinn * | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2010 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.166.242 | 10.242.242 |
| Jahresüberschuss | 299.921 | 299.921 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2010 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.466.163 | 10.542.163 |
| Dividendenauszahlung | - 450.000 | - 450.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 74.766 | 74.766 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2011 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.090.929 | 10.166.929 |
* Im Bilanzgewinn von € 1.090.929 (Vj. € 1.466.163) ist ein Gewinnvortrag von € 1.016.163 (Vj. € 1.166.242) enthalten.
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 09.07.2013 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Darüber hinaus bestehen folgende bedingte Kapitalien:
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| Bedingtes Kapital I | Bedingtes Kapital II | Bedingtes Kapital III | |
|---|---|---|---|
| Zweck | Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter | Gewährung von Umtausch- oder Bezugsrechten an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen | Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter |
| Volumen | € 45.000 | € 15.000 | € 45.000 |
| Anzahl Bezugsrechte | 45.000 | 15.000 | 45.000 |
| Anzahl der ausgegebenen Bezugsrechte | 13.000 | 0 | 3.000 |
| Anzahl der eingelösten Bezugsrechte | 0 | 0 | 0 |
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).
Die Gesellschaft hat eine in den Wertpapierdarlehensverträgen bestehende Verlängerungsoption in 2011 ausgeübt. Die Wertpapierdarlehensverträge haben sich dadurch vom 31.12.2012 auf den 31.12.2015 verlängert. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u.a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.
Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa Group Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa Group Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Der ausgewiesene Betrag von € 3.036.000 entspricht der maximalen Gesamtverpflichtung der Gesellschaft.
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
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| Bezeichnung [€] |
|
|---|---|
| Urlaub / Überstunden | 100.500 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 182.850 |
| Bonuszahlungen | 296.720 |
| Übrige Rückstellungen | 161.400 |
| 741.470 |
Die nachrangige stille Beteiligung in Höhe von € 1.500.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.05.2012.
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16.05.2008 kann Genussrechtskapital II in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Gesellschaft hat von diesem Recht in Höhe von € 5.000.000 Gebrauch gemacht, wovon € 2.000.000 beansprucht wurden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte.
Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 2.000.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.12.2013. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für Genussrechtskapital I+II (€ 156.056) und für die stille Beteiligung (€ 26.615) enthalten.
Zur Absicherung von geplanten Fremdwährungseinkäufen wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T$ 805 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen. Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs ein unrealisiertes Ertragsvolumen von T€ 13.
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Da zu einer vollständigen POS Installation auch Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) gehören, runden diese das Gesamtangebot von Vectron ab.
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| Segment [€] |
Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Vectron POS Kassensysteme | 2011 | 12.139.667 | 5.414.047 | 618.815 | 18.172.529 |
| 2010 | 11.142.237 | 4.204.076 | 1.344.267 | 16.690.580 | |
| Software | 2011 | 969.787 | 473.365 | 57.035 | 1.500.187 |
| 2010 | 613.987 | 366.156 | 146.764 | 1.126.907 | |
| Handelsware / Zubehör | 2011 | 2.020.458 | 812.022 | 18.027 | 2.850.507 |
| 2010 | 2.565.988 | 1.331.795 | 312.518 | 4.210.301 | |
| Gesamt | 2011 | 15.129.912 | 6.699.434 | 693.877 | 22.523.223 |
| 2010 | 14.322.212 | 5.902.027 | 1.803.549 | 22.027.788 | |
| Prozentualer Anteil | 2011 | 67,2 | 29,7 | 3,1 | 100,0 |
| 2010 | 65,0 | 26,8 | 8,2 | 100,0 |
Neben dem klassischen Fachhändler Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 743; Vj: T€ 296) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 724; Vj: T€ 296) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 859; Vj: T€ 793) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von T€ 20,9 (Vj: T€ 20,9) sowie eine Rohertragsquote von 58,9% (Vj: 59,3%) zu verzeichnen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 31.011 und für die Steuerberatung von € 19.614.
Mit der stillen Gesellschafterin besteht ein Teilgewinnabführungsvertrag. Im Berichtszeitraum sind Gewinne für die stille Gesellschafterin in Höhe von € 174.893 angefallen.
Im Berichtszeitraum sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 angefallen. Für das Genussrechtskapital II sind € 248.310 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
6. Sonstige Angaben
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 10.495.011. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht.
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| Sonstige finanzielle Verpflichtungen [€] |
davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Leasingverpflichtungen * | 2.839.123 | 1.078.134 | 1.760.989 | 0 |
| Mietverpflichtungen | 7.655.888 | 813.015 | 3.252.058 | 3.590.815 |
| Summe | 10.495.011 | 1.891.149 | 5.013.047 | 3.590.815 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.316.789 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 108 Mitarbeiter (davon 100 Vollzeitbeschäftigte und 8 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 258.396 (davon erfolgsabhängig: € 20.500) und für Herrn Stümmler auf € 255.048 (davon erfolgsabhängig: € 20.500). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
· Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
· Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann,Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
· Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann,Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
Das Aufsichtsratsmitglied Jörg Niermann, Betriebswirt, Geschäftsführer Eucon GmbH, ist mit Ablauf der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für die restliche Amtsperiode wurde Herr Heinz-Jürgen Buss in gleicher Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt.
Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.
Münster, den 28. Februar 2012
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf
Thomas Stümmler
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011
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| Anschaffungskosten [EUR] |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.533.715 | 31.827 | 0 | 75.987 | 7.641.529 |
| 2. Anzahlungen | 256.400 | 33.465 | 0 | -104.600 | 185.265 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 7.790.115 | 65.292 | 0 | -28.613 | 7.826.794 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 667.693 | 219.562 | 0 | 110.613 | 997.868 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 637.834 | 147.024 | 31.176 | 0 | 753.682 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 82.000 | 419.397 | 0 | -82.000 | 419.397 |
| Summe Sachanlagen | 1.387.527 | 785.983 | 31.176 | 28.613 | 2.170.947 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 30.000 | 0 | 0 | 0 | 30.000 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 2.017.500 | 0 | 0 | 2.017.500 |
| Summe Finanzanlagen | 30.000 | 2.017.500 | 0 | 0 | 2.047.500 |
| Gesamtsumme | 9.207.642 | 2.868.775 | 31.176 | 0 | 12.045.241 |
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| Abschreibungen [EUR] |
|||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung | 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.682.762 | 1.106.286 | 0 | 0 | 6.789.048 |
| 2. Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 5.682.762 | 1.106.286 | 0 | 0 | 6.789.048 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 375.847 | 130.238 | 0 | 0 | 506.085 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 376.460 | 99.374 | 3.118 | 0 | 472.716 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 752.307 | 229.612 | 3.118 | 0 | 978.801 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.723 | 210 | 0 | 0 | 10.933 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 17.500 | 0 | 0 | 17.500 |
| Summe Finanzanlagen | 10.723 | 17.710 | 0 | 0 | 28.433 |
| Gesamtsumme | 6.445.792 | 1.353.608 | 3.118 | 0 | 7.796.282 |
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| Buchwerte [EUR] |
||
|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögegensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 852.481 | 1.850.953 |
| 2. Anzahlungen | 185.265 | 256.400 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.037.746 | 2.107.353 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 491.783 | 291.846 |
| 2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 280.966 | 261.374 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 419.397 | 82.000 |
| Summe Sachanlagen | 1.192.146 | 635.220 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 19.067 | 19.277 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 2.000.000 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 2.019.067 | 19.277 |
| Gesamtsumme | 4.248.959 | 2.761.850 |
Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011
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| 2011 EUR |
2010 EUR |
|
|---|---|---|
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 197.776 | 476.263 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.353.608 | 1.369.502 |
| +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 31.085 | -91.967 |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 33.295 | 24.789 |
| + Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 747 | 0 |
| - Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -549.904 | -72.704 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -217.270 | 340.499 |
| - Gezahlte Ertragssteuern | -129.094 | -347.149 |
| \= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 720.244 | 1.699.233 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 27.311 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen | -851.275 | -323.986 |
| \= Cashflow aus Investitionstätigkeit | -823.964 | -323.986 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 7.796 | 0 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) | -450.000 | 0 |
| \= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -442.204 | 0 |
| \= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -545.924 | 1.375.247 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 7.663.799 | 6.288.552 |
| \= Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe Bilanz Pos. A III 2. und B III.) | 7.117.875 | 7.663.799 |
Bericht des Aufsichtsrats 2011
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen.
Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben. Im Geschäftsjahr 2011 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.
Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 24.03.2011 war die Feststellung des Jahresabschlusses 2010 und die Genehmigung des Lageberichts. Es erfolgte die Beschlussfassung zum Vorschlag zur Gewinnverwendung und zum Bericht des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2010. Weitere Schwerpunkte waren produkt- und marktstrategische Themen, der Status der Entwicklungsprojekte sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung.
Herr Jörg Niermann schied durch Mandatsniederlegung mit Wirkung zum Ende der Hauptversammlung 2011 aus dem Aufsichtsrat aus, da er im Unternehmen eines anderen Aufsichtsratsmitgliedes eine Anstellung angenommen hat. Die Hauptversammlung wählte für die restliche Amtperiode Herrn Heinz-Jürgen Buss in den Aufsichtsrat.
Am 26.05.2011 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung statt. Neben den Berichterstattungen zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und zu den Produktentwicklungsprojekten wurde die weitere Strategie für das bonVito-Projekt erörtert.
In der Sitzung am 29.09.2011 wurden neben den regelmäßigen Berichterstattungen des Vorstands die aktuelle Situation und die weitere Strategie bzgl. der Finanzierung der Gesellschaft (stille Beteiligung, Genussrechtskapitalien) diskutiert.
Schwerpunkte der letzten Sitzung des Jahres am 15.12.2011 waren die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2012, der Rückblick auf den Jahresverlauf 2011 sowie die weitere Strategie im bonVito-Projekt in Bezug auf Entwicklung, Vermarktung und organisatorische Fragen. In diesem Rahmen wurde der Gründung der bonVito GmbH als 100%-Tochter der Vectron Systems AG zur organisatorischen Bündelung der entsprechenden Aktivitäten zugestimmt. Im Rahmen der technischen Durchführung der Gründung wurde auch ein Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26.05.2010 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen ) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2011 wurde von der Dr. Claus, Dr. Paal und Partner Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 23.03.2012 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Münster, im März 2012
Für den Aufsichtsrat
Christian Ehlers, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, von dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2011 in Höhe von EUR 1.090.929
a) einen Teilbetrag in Höhe von EUR 450.000 zur Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden,
b) den verbleibenden Teilbetrag von EUR 640.929 auf neue Rechnung vorzutragen.
Feststellung Jahresabschluss 2011
Der Aufsichtsrat der Vectron Systems AG hat in seiner Sitzung am 23.03.2012 den Jahresabschluss 2011 festgestellt und den Lagebericht 2011 genehmigt.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der
Vectron Systems AG, Münster
für das Geschäftsjahr vom 1.1.2011 bis 31.12.2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, den 05. März 2012
**Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer
Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer