Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Vectron Systems AG Management Reports 2009

Jun 7, 2010

4533_rns_2010-06-07_3e97d0f6-2033-41d7-9dd8-b6ced35e75fb.html

Management Reports

Open in viewer

Opens in your device viewer

Vectron Systems AG

Münster

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1. Geschäftsverlauf

1.1. Branchenentwicklung

1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

1.3. Produktion und Beschaffung

1.4. Investitionen

1.5. Finanzierung

1.6. Personalbereich

1.7. Vergütungssystem

1.8. Sonstige wichtige Vorgänge

2. Vermögens- und Finanzlage

3. Ertragslage

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

5. Risikoberichterstattung

5.1. Geschäftsrisiken

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

5.3. Finanzrisiken

5.4. IT-Risiken

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

5.6. Personalrisiken

5.7. Produktrisiken

6. Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

1. Geschäftsverlauf

1.1 Branchenentwicklung

Nach Einschätzung des Unternehmens hat sich der POS-(„Point of Sale“)-Markt in 2009 sehr uneinheitlich entwickelt. Einige Vertriebsgebiete und Ländermärkte wurden von den Folgen der globalen Finanzkrise deutlich negativ beeinflusst, so dass geplante Investitionen entweder mangels eigener Finanzierungsmöglichkeit oder aufgrund fehlender Refinanzierung durch lokale Banken oder Leasinggesellschaften nicht realisiert werden konnten. In Ländermärkten mit relativ stabilen Refinanzierungsmöglichkeiten konnte hingegen beobachtet werden, dass das Investitionsniveau etwa auf Vorjahreshöhe lag, wenngleich auch in diesen Regionen die Finanzkrise nicht spurlos an der allgemeinen Marktstimmung vorbeigegangen ist.

Die POS-Branche gilt in den entwickelten Industrienationen als gesättigt. Wachstum lässt sich i.d.R. nur durch die Erhöhung von Marktanteilen erzielen. Dabei stehen wenigen weltweit tätigen Herstellern zahlreiche, lokal agierende, mittelständische Wettbewerber gegenüber. Bei technisch einfachen Anwendungen wird der Wettbewerb vornehmlich über den Preis ausgetragen. Höhere Margen lassen sich nur durch das Anbieten von komplexen Anwendungen (z.B. große Netzwerkinstallation) durchsetzen, wobei auch bei diesen Anwendungen ein permanenter Preisdruck vorherrscht und die Notwendigkeit zur regelmäßigen Innovation besteht.

1.2 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Finanzkrise und eine damit einhergehende Investitionszurückhaltung haben sich insbesondere in einigen ausländischen Absatzgebieten deutlich negativ ausgewirkt. Zahlreiche Endkunden mussten aufgrund fehlender Finanzierungsmöglichkeiten vorhandene Investitionsvorhaben stoppen. Gleichzeitig haben steigende Arbeitslosenzahlen das Konsumverhalten sowie die kurz- und mittelfristigen Wachstumserwartungen beeinträchtigt.

Der Inlandsumsatz von Vectron über Fachhändler hat sich hingegen als stabilisierendes Element erwiesen. Das weiterhin relativ gute Konsumklima (bedingt u.a. durch Energie- und Lebensmittelpreisrückgänge sowie die die moderate Entwicklung der Arbeitslosenstatistik) in Deutschland führte zu einer recht stabilen Investitionsbereitschaft in den wesentlichen Zielbranchen (Gastronomie, Bäckereiketten, Einzelhandel). Der inländische Umsatzrückgang von Vectron beruht auf dem Wegfall eines Großkunden und stellt insofern einen Einmaleffekt dar, der nicht auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Die Kombination aus schwacher Auslandsnachfrage sowie Wegfall des Großkundenauftrages hat im Geschäftsjahr 2009 letztendlich zu einem deutlichen Umsatzrückgang von rund 13 % geführt. Aufgrund kurzer Produktionsdurchlaufzeiten besteht traditionell kein nennenswerter Auftragsbestand.

1.3 Produktion und Beschaffung

Die Kassensysteme werden auf Basis der sogenannten doppelten Plattformstrategie produziert, d.h. jedes Produkt kann in jeder Branche mit der gleichen Anwendersoftware eingesetzt werden. Eine konsequente Gleichteilestrategie bei der Hardware ermöglicht eine effiziente Materialbeschaffung und eine hohe Flexibilität bei neuen Entwicklungsprojekten. Optimierungen bei Hard- und Software stehen meist allen Produktmodellen zur Verfügung, wodurch sich die Entwicklungszyklen und Beschaffungsprozesse deutlich verkürzen lassen.

Fertige und halbfertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da die Produktion der Kassensysteme erst bei Auftragseingang einsetzt. Dieses „Built-to-order“-Prinzip reduziert die Kapitalbindung des Lagers und vermeidet die Produktion von Modellen und Ausstattungsvarianten an der Nachfrage vorbei. Der Produktionsprozess beschränkt sich auf die Montage von Baugruppen und Bauteilen sowie auf teilweise automatisierte Testläufe zur Sicherstellung von gleichbleibenden Qualitätsstandards. Energiekosten fallen bei der Montage der Systeme kaum an.

Die benötigten Bauteile und Baugruppen für die Kassensysteme haben sehr unterschiedliche Lieferzeiten. Zur Gewährleistung einer jederzeitigen Lieferfähigkeit müssen Mindestmengen vorgehalten werden. Die Ausweitung der Produktpalette führt daher tendenziell zu einem größeren Mindestmengenvolumen, welches, relativ unabhängig von der Umsatzentwicklung, vorgehalten werden muss. In 2009 hat sich das Vorratsvermögen leicht verringert. Die Bestandsverringerung ist jedoch aufgrund der vorgenannten Mindestvolumina unterproportional zur Umsatzentwicklung ausgefallen.

1.4 Investitionen

Die Investitionen für immaterielle und materielle Vermögensgegenstände des Jahres 2009 in Höhe von T€ 310 entfallen überwiegend auf die Entwicklung eines neuen mobilen Kassensystems sowie auf die Erweiterung und Aktualisierung der vorhandenen IT-Infrastruktur. Der überwiegende Teil der Entwicklungsleistungen wird jedoch in Form von internen Personalkosten unmittelbar aufwandswirksam erbracht. Rund 34 % der Mitarbeiter arbeiten in den Bereichen Produktentwicklung und Produktmanagement und somit direkt an der Weiterentwicklung der bestehenden Produkte und an Neuentwicklungen.

1.5 Finanzierung

Der hohe operative Cashflow ermöglichte auch im Jahr 2009 trotz rückläufiger Umsatzentwicklung die Zahlung aller Investitionen aus laufenden Mitteln. Insbesondere auch vor dem Hintergrund der vorhandenen Liquiditätsreserven ist die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei Umsatzschwankungen sichergestellt und die finanzielle Unabhängigkeit für mittel- und langfristig wirkende Entwicklungsprojekte gegeben. Die Gesamtfinanzierung von Vectron ist auf langfristige Stabilität ausgerichtet.

Für die langfristige Finanzierung ist 2006 eine stille Beteiligung (Genussrechtskapital I) in Höhe von T€ 1.500 aufgenommen worden, die eine Laufzeit bis Mai 2012 besitzt. Darüber hinaus wurde in 2008 Genussrechtskapital II in Höhe von T€ 2.000 mit einer Laufzeit bis Dezember 2013 aufgenommen. Beide Genussrechtskapitalien sind mit einem Nachrang ausgestattet. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten sind nicht vorhanden.

Neben den bilanziellen Verpflichtungen bestehen noch Leasing- und Mietverpflichtungen in einer Höhe von T€ 9.989. Der überwiegende Anteil (T€ 5.217) ist mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren ausgestattet und entfällt auf den Mietvertrag für die Immobilie am Unternehmensstandort. Sonstige Leasingaufwendungen entfallen auf den Fuhrpark, Werkzeug- und Messebau sowie auf Leasingverträge für Kassensysteme mit dem Recht zur Untervermietung. Bei den letztgenannten Verträgen handelt es sich um die Refinanzierung eines Leasingangebots für die Endkunden von Vectron. Eine Übersicht zu den jeweiligen Laufzeiten der finanziellen Verpflichtungen ist dem Anhang zu entnehmen.

1.6 Personalbereich

Für ein technologisch orientiertes Unternehmen wie Vectron stellt ein qualifizierter Mitarbeiterstamm einen wichtigen Wettbewerbsvorteil dar, da nur durch hochwertige Dienstleistungen und anspruchsvolle Produkte Marktanteile längerfristig gesichert werden können. In der Vergangenheit wurden daher insbesondere die Bereiche Produktentwicklung und Produktmanagement deutlich ausgebaut, so dass der Anteil dieser beiden Bereiche an der Gesamtbelegschaft auf rund 34 % angewachsen ist. Die Gesamtanzahl der festangestellten Mitarbeiter lag zum Jahresende 2009 bei 96. Hinzu kommen noch acht Auszubildende sowie 10 freie Handelsvertreter.

Um die Mitarbeiter auch langfristig an das Unternehmen binden zu können, und um Motivationsanreize zu geben, wurden variable Gehaltsbestandteile in Form eines mehrstufigen Bonussystems eingeführt. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter überproportional von zusätzlichen Boni, die bei rückläufigem Geschäft entsprechend geringer ausfallen. Durch das Bonusmodell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Darüber hinaus wurden an leitende Mitarbeiter in 2008 Aktienoptionsrechte ausgegeben. Diese Optionsrechte können nur dann ausgeübt werden, wenn sich der Kurs des Unternehmens besser als ein ausgewählter Vergleichsindex entwickelt. Hinsichtlich weiterer Angaben zu den Optionsrechten wird auf den Anhang des Jahresabschlusses verwiesen.

1.7 Vergütungssystem

Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente, die an das operative Ergebnis (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) gekoppelt ist. Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den günstigen Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.

Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.

Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.

1.8 Sonstige wichtige Vorgänge

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Vectron wendet erhebliche finanzielle Ressourcen für Neuprodukte und für die Weiterentwicklung von bestehenden Produkten auf. Als immaterielle Vermögensgegenstände werden die entgeltlich erworbenen und von Vertragspartnern entwickelten Design- und Konstruktionspläne klassifiziert. Die für die Produktion benötigten Werkzeuge (insbesondere von Gehäuseteilen) sind als Sachanlagen aktiviert. Rund 89 % des gesamten Anlagevermögens stehen im direkten Zusammenhang mit Vectron-Produkten.

Die Einführung von neuen Produktlinien führt i.d.R. zu einer Erhöhung der Komplexität beim Lagervolumen. Die Einführung der POS SteelTouch in 2009 hat zu einem zusätzlichen Aufbau von Mindestlagerbeständen für diese Produktreihe geführt. Das Vorratsvermögen ist daher nur leicht unterproportional zum Umsatz zurückgegangen. Die Umschlaghäufigkeit des Lagerbestandes ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnen.

Die Kundenstruktur von Vectron ist sehr homogen. Das Fachhändlernetz bietet den Vorteil, dass sich der Forderungsbestand auf zahlreiche Einzelpositionen verteilt und es sich um eine regelmäßige und wiederkehrende Geschäftsbeziehung handelt. Größere Einzelrisiken innerhalb des Bestandes sind nicht vorhanden. Standardmäßig werden Zahlungsziele bis 60 Tage vergeben. Üblicherweise schwankt die Forderungsreichweite zwischen 40 und 60 Tagen. Nennenswerte Zahlungsausfälle hat es im Geschäftsjahr 2009 nicht gegeben. Möglichen Risiken wird mit ausreichenden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote liegt zum Bilanzstichtag bei 66 % und damit auf Höhe des Vorjahresniveaus. Die Bilanzstruktur von Vectron ist als krisenfest und nachhaltig zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Dividende in Höhe von T€ 2.100 ausgeschüttet. Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Neben dem bilanziellen Eigenkapital ist noch zusätzliches wirtschaftliches Eigenkapital in Form einer stillen Beteiligung sowie von Genussrechtskapital II vorhanden. Sowohl die stille Beteiligung als auch das Genussrechtskapital II ist jeweils mit einem Rangrücktritt versehen. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote unter Einbezug der Nachrangkapitalien beläuft sich per 31.12.09 auf 88 %. Hinsichtlich der im Eigenkapital ausgewiesenen Genussrechte wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Die Finanz- und Liquiditätslage von Vectron ist als sehr gut zu bezeichnen. Die neben dem langfristigen Fremdkapital vorhandenen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen können jederzeit aus dem Cashflow und den liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei einer zurückgehenden Umsatztätigkeit und einer Verringerung des Cashflows wäre aufgrund der hohen liquiden Mittel die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Hinsichtlich der Veränderung der liquiden Mittel wird auf die Kapitalflussrechnung (Anlage 6) verwiesen.

3. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2009 musste ein Umsatz- und Ergebnisrückgang hingenommen werden. Der Umsatzrückgang ist zum einen auf die schwierige wirtschaftliche Situation in einigen Auslandsmärkten und zum anderen auf das Fehlen eines Großkundenauftrags, wie es ihn in den Jahren 2007 und 2008 gab, zurückzuführen. Die Einführung eines neuen Produktes mit einer leicht geringeren Rohmarge sowie partielle Preissenkungen bei bestehenden Produkten haben zudem zu einem leichten Rückgang der Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) von 63 % im Vorjahr auf aktuell 61 % geführt.

Im Jahr 2008 wurde der Mitarbeiterstamm im Entwicklungsbereich ausgebaut. Da im Jahr 2009 viele Mitarbeiter erstmalig ganzjährig beim Personalaufwand einbezogen wurden, ergibt sich eine nicht unerhebliche Steigerung der Personalkosten durch die zusätzlichen Mitarbeiter. Da sich jedoch gleichzeitig die ergebnisabhängigen Bonuszahlungen für alle Mitarbeiter im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verringert haben, war der Personalkostenzuwachs deutlich unterproportional und betrug rund 8 %.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Verhältnis zum Vorjahr um rund 2 % angestiegen. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vornehmlich auf den weiteren internationalen Vertriebsaufbau. Auf die Vertriebskosten entfällt insgesamt ein Anteil von 63 %. Darüber hinaus lassen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Betriebskosten (27 %), Verwaltungskosten (7 %) sowie sonstige Aufwendungen (3 %) aufteilen.

Zinsaufwendungen für Bankdarlehen sind im Geschäftsjahr nicht angefallen. Für die stille Beteiligung sowie für die Genussrechtskapitalien wurden insgesamt T€ 447 aufgewendet. Die Aufwendungen für Genussrechte sind gegenüber Vorjahr deutlich angestiegen, da die Aufnahme des Genussrechtskapitals II erst gegen Ende des Geschäftsjahres 2008 erfolgt ist und somit kein vollständiger Jahresvergleich vorliegt. Überschüssige Liquidität wurde als Festgeld angelegt. Das niedrige Zinsniveau in 2009 hat zu einem Rückgang der Zinserträge geführt. Aufgrund der langfristigen Finanzierungsstruktur unterliegt Vectron jedoch nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Währungsrisiken bestehen vornehmlich im Rahmen des Einkaufs von Rohstoffen für die Produktion, da Umsätze überwiegend in der Währung Euro fakturiert werden. Die Einkaufsvolumina werden daher fortlaufend beobachtet und entsprechend durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Das Beschaffungsvolumen in Fremdwährung bzw. mit direkter Abhängigkeit von einer Fremdwährung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 30 % des Wareneinsatzes. Ungünstige Wechselkursentwicklungen können daher die Rohmarge negativ beeinflussen. Sonstige Aufwandspositionen werden nicht nennenswert durch Wechselkursschwankungen berührt. Wesentliche inflatorische Einflüsse sind nicht vorhanden.

Die Umsatzrendite nach Steuern betrug im Geschäftsjahr 2009 rund 1 %. Sie lag damit deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 11 %. Die ungünstige Ergebnisentwicklung wird hauptsächlich durch den starken Hebeleffekt der hohen Rohmargen verursacht, d.h. Umsatzrückgänge bzw. Umsatzzuwächse erzeugen einen entsprechenden überproportionalen Ergebnisrückgang oder auch ein überproportionales Ergebniswachstum. Das Jahresergebnis 2009 beläuft sich auf T€ 98.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag

Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.

5.1. Geschäftsrisiken

Bei einem wirtschaftlich schwachen Umfeld besteht stets die Gefahr, dass Entscheidungen zu Investitionsvorhaben häufiger durch den Preis und weniger durch die Leistung beeinflusst werden. Um sich von einer derartigen Entwicklung abzukoppeln, legt Vectron großen Wert auf die strategische Produktentwicklung und auf das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen. Das Ziel von Vectron liegt daher in der dauerhaften Technologieführerschaft für komplexe proprietäre Kassensysteminstallationen.

Insbesondere in technologischen Märkten wie der POS-Branche müssen sich die bestehenden Markteilnehmer nicht nur vor bereits im Markt befindlichen Wettbewerbern schützen, sondern stets auch mit vollkommen neuen Marktteilnehmern rechnen. Die Gefahr besteht darin, dass neue Technologien zu spät erkannt werden und das Geschäftsmodell dann mitunter nicht schnell genug auf die neue Konkurrenzsituation umgestellt werden kann. Um diesem Risiko entgegen zu wirken, werden kontinuierlich technische Entwicklungen anderer Branchen und Wettbewerber beobachtet und hinsichtlich der allgemeinen Relevanz für die POS-Branche und des konkreten Produktportfolios bewertet.

Die Veränderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen kann dazu führen, dass technische Neuentwicklungen notwendig werden. Werden derartige Anpassungen zu spät erkannt oder nicht rechtzeitig zur Marktreife gebracht, könnte der Zugang zu einzelnen Absatzmärkten versperrt werden. Die Folgen wären mitunter empfindliche Umsatzeinbußen. Zudem erzeugen Eingriffe durch den Gesetzgeber häufig starke Marktverwerfungen, die zu Liefer- oder Finanzierungsengpässen führen können. Gesetzesvorhaben und –entwürfe, die die Kassenbranche betreffen, werden daher sehr aufmerksam verfolgt, damit notwendige Anpassungen früh in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken

Die Internationalisierung des Unternehmens und der Aufbau neuer Vertriebsstrukturen sind für das langfristige Wachstum entscheidend. Wachstum und Internationalisierung bedeuten jedoch auch die Zunahme der Prozesskomplexität innerhalb des Unternehmens. Hieraus können Fehlentscheidungen oder zu langwierige Entscheidungsprozesse resultieren. Der Aufbau neuer Strukturen wird daher stets sehr behutsam vorgenommen. Vor –und Nachteile werden abgewogen und auf Ihre langfristige Wirkung hin beurteilt. Fortlaufendes Ziel ist, dass das Unternehmenswachstum stets mit dem Wachstum der internen Organisation in einem gesunden Verhältnis steht.

Kunden- und Lieferantenstrukturen können dazu führen, dass Abhängigkeiten gegenüber einzelnen Geschäftspartnern entstehen. Sowohl bei der Fachhändlerstruktur von Vectron als auch bei den Lieferantenbeziehungen bestehen momentan keine wesentlichen Abhängigkeiten. Umsatz- und Einkaufsvolumen verteilen sich auf eine Vielzahl von Geschäftspartnern. Der größte Fachhändler von Vectron trägt zu einem Umsatzvolumen von rund 10 % bei.

5.3. Finanzrisiken

Eine länger anhaltende Finanzkrise könnte in den Zielmärkten von Vectron zu einer dauerhaft erhöhten Arbeitslosigkeit und damit zu einem Konsumrückgang führen, der unmittelbar negative Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft innerhalb der POS-Branche hätte. Gleichzeitig wäre aufgrund der hohen Wettbewerbsintensität mit einem sich verstärkenden Preisdruck zu rechnen. Um diesen latenten Risiken zu begegnen, hat Vectron sich bereits in der Vergangenheit entsprechend positioniert: Die Entwicklung von hochwertigen und komplexen Kassensystemlösungen bietet Möglichkeiten zur Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen, wodurch sich Vectron allgemein negativen Markttendenzen teilweise entziehen kann. Zudem gewährleistet die aktuelle bilanzielle Situation eine ausreichende Stabilität auch bei längeren Schwächephasen.

Aufgrund der Beschaffungsstruktur für die Vorprodukte der Kassenproduktion unterliegt Vectron einem nennenswerten latenten Währungsrisiko. Um dieses Risiko zu minimieren werden derivative Finanzgeschäfte abgeschlossen um Planungssicherheit zu erhalten. Die Risikobereitschaft von Vectron ist als konservativ zu bezeichnen. Preisänderungsrisiken werden vielfach durch Jahresverträge begrenzt.

5.4. IT-Risiken

Zahlreiche Geschäftsprozesse beruhen auf einer funktionsfähigen IT-Infrastruktur. Datenverluste, Ausfälle oder sogar Datendiebstähle könnten einen schwerwiegenden Schaden für Vectron verursachen. Es wird daher besonderen Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen und Backup-Lösungen gelegt. Die Beachtung von Datenschutzbestimmungen wird durch ein entsprechendes Rechtekonzept forciert.

5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken

Der überwiegende Anteil des Einkaufsvolumens von Vectron entfällt auf elektronische Bauteile und Baugruppen. Bei großen Stückzahlen sind nennenswerte Einkaufsvorteile zu erzielen. Gleichzeitig steigt jedoch bei großen Abnahmemengen die Kapitalbindung im Lager. Zudem verringert sich die Flexibilität bei Produktrevisionen, da dann Lagerbestände schnell veralten können. Um diesen Zielkonflikt bestmöglich lösen zu können, werden Rahmenverträge mit maximalen Laufzeiten von einem Jahr abgeschlossen, die zum einen Preisvorteile gewähren, aber dennoch eine Flexibilität hinsichtlich des Abnahmezeitpunktes gewährleisten.

Vectron verwendet mitunter Bauteile, die nur von einem Hersteller erhältlich sind oder sogar eigens für die Vectron-Produktpalette konzipiert wurden. Kommt es zu einem Ausfall des Vorlieferanten, so können diese Bauteile kurzfristig nicht von anderen Lieferanten bezogen werden, so dass Lieferverzögerungen möglich sind. Der größte Einzellieferant trägt mit maximal 30 % zum gesamten Beschaffungsvolumen bei. Aus diesem Grunde werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.

5.6. Personalrisiken

Vectron ist auf sehr gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter angewiesen, um im starken Wettbewerb innerhalb der POS-Branche bestehen zu können. Die Abwanderung von wichtigen Mitarbeitern könnte kurzfristig zu einer Beeinträchtigung des Unternehmenserfolges führen. Durch Qualifizierungsmaßnahmen und Vertretungsregelungen wird diese latente Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern jedoch minimiert. Zudem wird sehr großen Wert auf das Betriebsklima gelegt, wodurch die Fluktuation in der Vergangenheit sehr gering gehalten werden konnte. Der attraktive Unternehmensstandort Münster sowie die ergebnisabhängigen Bonuskomponenten für Mitarbeiter versetzen Vectron zudem in die Lage, qualifiziertes Personal akquirieren zu können.

5.7. Produktrisiken

Die Ausweitung der Entwicklungskapazitäten und die Erweiterung des Produktangebotes erhöhen auch das Risiko von technischen Problemen durch eine steigende Produktkomplexität. Entwicklungs- oder Produktfehler können zu Rückrufaktionen oder sogar Schadenersatzansprüchen führen. Beim Ausbau der Entwicklungskapazitäten steht daher die Erhöhung des konzeptionellen Know-hows im Fokus. Der steigenden Komplexität wird außerdem mit verbesserter Planung begegnet. Zu Risikominimierung tragen zudem Produkthaftpflichtversicherungen bei.

6. Prognosebericht

6.1. Zukünftige Branchenentwicklung

Die starke Fragmentierung der einzelnen Absatzmärkte und die unterschiedlichen lokalen Anforderungen an die Kassensystemlösungen werden voraussichtlich dafür sorgen, dass sich die letztjährigen Tendenzen zu einer Konzentration der Marktteilnehmer nicht verstärken werden. Dennoch ist weiterhin mit einer hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen, da die POS-Branche in den industrialisierten Ländern als gesättigter Markt gelten muss.

Die Verteilung zwischen proprietären und PC-basierten Kassensystemen ist in den Zielbranchen von Vectron während der vergangenen Jahren in etwa konstant geblieben und dürfte auch, trotz des intensiven, durch die Wechselkursentwicklungen beschleunigten, Preiswettbewerbs bei PC-basierten Systemen, aufgrund des Leistungszuwachses und der Stabilitätsvorteile proprietärer Systeme keinen größeren Veränderungen unterliegen. Grundsätzlich ist aber in allen Marktsegmenten von deutlichen Leistungssteigerungen bei gleichzeitig konstanten oder leicht fallenden Preisen auszugehen.

Aufgrund der Personalintensität in der klassischen Bediengastronomie ist die Senkung von Personalkosten bzw. der effiziente Einsatz des Personals ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Der Einsatz von mobilen Kassensystemen ermöglicht eben diese Effizienz bei gleichzeitiger Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch verkürzte Bestellvorgänge zu steigern. Der Anteil von mobilen Geräten wird daher voraussichtlich analog zur Verbreitung mobiler Geräte in anderen Wirtschaftszweigen in den nächsten Jahren deutlich steigen.

6.2. Zukünftige Produktentwicklung

Das Ziel von Vectron ist die dauerhafte technologische Marktführerschaft bei proprietären Kassensystemen. Die Produktpalette unterliegt einer kontinuierlichen Überarbeitung und Erweiterung, damit allgemeine technische Trends kurzfristig in neue Produktgenerationen integriert werden können. Zu diesem Zwecke wird die sog. doppelte Plattformstrategie, d.h. eine einheitliche Software für alle Hardwaremodelle und für alle Branchen, konsequent weiterverfolgt.

Für das Jahr 2010 ist der Verkaufsstart des hybriden Kassenmodells POS MobileXXL vorgesehen, welches sowohl als mobiles als auch als stationäres Kassensystem eingesetzt werden kann. Hierdurch werden sich für viele Anwender vollständig neue Möglichkeiten im täglichen Einsatz ergeben. Zudem ist ab Ende 2010 der Start der neuen stationären Produktgeneration vorgesehen. Ab 2011 werden sukzessive neue stationäre Modelle im Markt eingeführt.

6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2009 musste sich Vectron in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld behaupten. Für das Jahr 2010 ist aufgrund der noch nicht ausgestandenen globalen Finanzkrise und der zu erwartenden Folgeeffekte (Konsumzurückhaltung, Anstieg der Arbeitslosigkeit) nicht mit einem schnellen Aufschwung zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass auch in 2010 in einigen Absatzgebieten von Vectron die Investitionen durch fehlende Refinanzierungsmöglichkeiten weithin auf niedrigem Niveau liegen werden. Da sich die Auswirkungen der Finanzkrise in den verschiedenen Absatzmärkten sehr unterschiedlich bemerkbar machen werden, ist auch jeweils mit einer uneinheitlichen Umsatzentwicklung zu rechnen.

Für das Jahr 2011 ist eine generelle Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung sehr schwierig. Denkbar wäre ein schneller Aufschwung, es ist aber ebenso durchaus möglich, dass sich aufgrund der finanziellen Situation der europäischen Industriestaaten in den für Vectron relevanten Absatzmärkten eine längerfristige Konsumzurückhaltung ausbildet.

Ungeachtet eines evtl. weiteren schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes sieht sich Vectron aber dennoch für die Zukunft sehr gut gerüstet. Der Ausbau der mobilen Gerätegenerationen in 2010 sowie die vollständige Erneuerung der stationären Kassensysteme im darauf folgenden Geschäftsjahr, dürften ab 2011 einen nennenswerten Nachfrageeffekt erzeugen. Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass neue Produkte eine eigene Unternehmenskonjunktur schaffen können. Vectron ist daher sehr zuversichtlich, ab 2011 Marktanteile gewinnen und die Ertragskraft des Unternehmens gegenüber 2009 wieder deutlich steigern zu können.

Münster, den 03. März 2010

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Bilanz zum 31.12.2009

AKTIVA

scroll

[Angaben in EUR] 2009 2008
A. Anlagevermögen 3.807.366 4.956.928
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.080.243 4.167.625
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.965.100 4.081.321
2. Geleistete Anzahlungen 115.143 86.304
II. Sachanlagen 706.972 767.834
1. Technische Anlagen und Maschinen 378.840 451.576
2. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 285.532 316.013
3. Geleistete Anzahlungen 42.600 245
III. Finanzanlagen 20.151 21.469
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.151 21.469
B. Umlaufvermögen 11.509.824 13.342.382
I. Vorräte 2.198.363 2.382.035
1. Roh-,Hilfs- u. Betriebsstoffe 1.838.194 2.142.862
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 360.169 239.173
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.022.909 3.321.327
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.945.846 3.217.273
davon mit Restlaufzeit über einem Jahr 0 0
2. Sonstige Vermögensgegenstände 77.063 104.054
davon mit Restlaufzeit über einem Jahr 0 0
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.639.020 7.639.020
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.437 120.521
D. Aktive latente Steuern 181.535 0
SUMME AKTIVA 15.595.162 18.419.831
Passiva [Angaben in EUR]
2009 2008
A. Eigenkapital 10.242.242 12.244.126
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000 1.500.000
- bedingtes Kapital: € 60.000
II. Kapitalrücklage 4.500.000 4.500.000
III. Gewinnrücklagen 40.000 40.000
gesetzliche Rücklage 40.000 40.000
IV. Genussrechtskapital I 3.036.000 3.036.000
V. Bilanzgewinn 1.166.242 3.168.126
B. Rückstellungen 838.390 1.869.892
1. Steuerrückstellungen 0 1.123.000
2. Sonstige Rückstellungen 838.390 746.892
C. Verbindlichkeiten 4.514.530 4.305.813
1. Stille Beteiligung 1.500.000 1.500.000
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
2. Genussrechtskapital II 2.000.000 2.000.000
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 504.298 518.134
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 504.298 518.134
4. Sonstige Verbindlichkeiten 510.232 287.679
davon aus Steuern 346.012 99.989
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 704 920
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 510.232 287.679
SUMME PASSIVA 15.595.162 18.419.831

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009

scroll

[Angaben in EUR] 2009 2008
1. Umsatzerlöse 20.515.196 23.597.492
2. Veränderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen 43.577 18.564
3. Sonstige betriebliche Erträge 174.700 208.136
4. Materialaufwand -8.129.197 -8.702.463
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.032.900 -8.610.694
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -96.297 -91.769
5. Personalaufwand -4.918.760 -4.557.913
a) Löhne und Gehälter -4.182.213 -3.851.683
b) Soziale Abgaben und Aufw. f. Altersversorgung und f. Unterstützung -736.547 -706.230
davon für Altersvorsorge -63.521 -54.527
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.451.368 -1.376.443
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.448.832 -5.365.873
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.573 196.698
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.318 -8.531
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -29.736 -7.586
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 824.835 4.002.082
12. Steuern vom Einkommen und Ertrag -264.058 -1.164.083
13. Sonstige Steuern -15.140 -3.985
14. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -129.291 -129.936
15. Vergütung für Genussrechtskapital -318.230 -145.580
16. Jahresüberschuss 98.116 2.558.498
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.068.126 609.628
18. Bilanzgewinn 1.166.242 3.168.126

Anhang zum Jahresabschluss 2009

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu denBilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2009 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

scroll

Kategorie Jahre
EDV-Programme / Sonstige Rechte 3 - 10
POS-Software / Konstruktionspläne 5 - 6
Sachanlagevermögen 3 - 13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Forderungen in ausländischer Währung werden zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Devisenmittelkurs bewertet, soweit dieser am Stichtag nicht niedriger ist.

Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in der Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden im Zeitpunkt der Entstehung mit dem Devisenmittelkurs oder mit dem höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

3. Erläuterungen Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Software Quellcodes für die Vectron POS-Software, Vectron Commander Software sowie Hardware Konstruktionspläne der Kassenmodelle. Sowohl Software als auch Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Tochterunternehmen VectroNet GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der VectroNet GmbH per 31.12.2009 beläuft sich auf € 20.151. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2009 einen Jahresfehlbetrag von € 1.348 erzielt. Im Geschäftsjahr wurde der Beteiligungsbuchwert auf das Eigenkapital des Tochterunternehmens abgeschrieben. Da der VectroNet GmbH, als handelsrechtlich kleiner Gesellschaft, gem. § 296 II HGB nur eine untergeordnete Bedeutung zukommt, besteht für die Vectron Systems AG mangels weiterer Tochterunternehmen keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.

Zur Absicherung von USD-Währungsschwankungen für Wareneinkäufe sind in den sonstigen Vermögensgegenständen Kaufoptionen für den Bezug von bis zu USD 2 Mio. enthalten. Die Optionen wurden zu Anschaffungskosten (€ 20.300) bewertet. Der beizulegende Zeitwert nach der „Marking-to-market-Methode“ beträgt € 23.834. Die Laufzeiten erstrecken sich bis zum März 2010 (Volumen USD 1 Mio.) sowie bis zum Juni 2010 (Volumen USD 1 Mio.).

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 19.190 enthalten.

Aufgrund temporärer Differenzen ist der dem Geschäftsjahr und früheren Geschäftsjahren zuzurechnende Steueraufwand zu hoch, weil der nach den steuerrechtlichen Vorschriften zu versteuernde Gewinn höher als das handelsrechtliche Ergebnis ist. Da sich in zukünftigen Perioden eine Steuerentlastung ergibt, wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter sowie der Höhe der Rückzahlungsverpflichtung des Genussrechtskapitals I gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,2 %.

4. Erläuterungen Passiva

scroll

Entwicklung Eigenkapital

[EUR]
Gez. Kapital Kapitalrücklage Gesetzl. Rücklage And. Gewinn- rücklage
Eigenkapital zum 01.01.2008 500.000 5.500.000 40.000 0
Dividendenauszahlung 0 0 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 1.000.000 -1.000.000 0 0
Eigenkapital zum 31.12.2008 1.500.000 4.500.000 40.000 0
Dividendenauszahlung 0 0 0 0
Jahresüberschuss 0 0 0 0
Eigenkapital zum 31.12.2009 1.500.000 4.500.000 40.000 0

scroll

Entwicklung Eigenkapital

[EUR]
Genussrechts- kapital I Bilanzgewinn * Summe
Eigenkapital zum 01.01.2008 3.036.000 3.009.628 12.085.628
Dividendenauszahlung 0 -2.400.000 -2.400.000
Jahresüberschuss 0 2.558.498 2.558.498
Kapitalerhöhung 0 0 0
Eigenkapital zum 31.12.2008 3.036.000 3.168.126 12.244.126
Dividendenauszahlung 0 -2.100.000 -2.100.000
Jahresüberschuss 0 98.116 98.116
Eigenkapital zum 31.12.2009 3.036.000 1.166.242 10.242.242

* Im Bilanzgewinn von € 1.166.242 (Vj. € 3.168.126) ist ein Gewinnvortrag von € 1.068.126 (Vj. € 609.628) enthalten.

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 09.07.2013 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Darüber hinaus besteht ein bedingtes Kapital I (€ 45.000) zur Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter sowie ein bedingtes Kapital II (€ 15.000) zur Gewährung von Umtausch- oder Bezugsrechten an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen. Der Vorstand hat vom bedingten Kapital I (in 2008) durch Gewährung von 15.000 Aktienoptionen zum Erwerb von 15.000 Aktien Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 11.11.2010 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).

Die Wertpapierdarlehensverträge haben eine Laufzeit vom 22.5.2006 bis 31.12.2012 mit Verlängerungsoption. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u.a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.

Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa Group Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa Group Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa Group Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Der ausgewiesene Betrag von € 3.036.000 entspricht der maximalen Gesamtverpflichtung der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

scroll

Bezeichnung

[EUR]
Urlaub / Überstunden 94.000
Ausstehende Eingangsrechnungen 122.800
Bonuszahlungen 356.671
Übrige Rückstellungen 264.919
Gesamt: 838.390

Die nachrangige stille Beteiligung in Höhe von € 1.500.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.05.2012.

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 16.05.2008 kann Genussrechtskapital II in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Gesellschaft hat von diesem Recht in Höhe von € 5.000.000 Gebrauch gemacht, wovon bereits € 2.000.000 beansprucht wurden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte.

Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 2.000.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.12.2013. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für Genussrechtskapital I+II (€ 142.882) und für die stille Beteiligung (€ 15.713) enthalten.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron POS Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Da zu einer vollständigen POS Installation auch Peripherie Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) gehören, runden diese das Gesamtangebot von Vectron ab.

scroll

Segment

[EUR]
Zeitraum Inland EU Drittland Summe
Vectron POS Kassensysteme 2009 8.859.894 4.796.231 1.062.406 14.718.531
2008 10.695.684 5.051.760 1.450.635 17.198.079
Software 2009 563.815 346.457 145.723 1.055.995
2008 667.949 583.731 200.513 1.452.193
Handelsware / Zubehör 2009 3.011.481 1.458.667 270.522 4.740.670
2008 3.065.032 1.603.096 279.092 4.947.220
Gesamt 2009 12.435.190 6.601.355 1.478.651 20.515.196
2008 14.428.665 7.238.587 1.930.240 23.597.492
Prozentualer Anteil 2009 60,6% 32,2% 7,2% 100,0%
2008 61,1% 30,7% 8,2% 100,0%

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 30.470 und für die Steuerberatung von € 22.560.

Mit der stillen Gesellschafterin besteht ein Teilgewinnabführungsvertrag. Im Berichtszeitraum sind Gewinne für die stille Gesellschafterin in Höhe von € 129.291 angefallen.

Im Berichtszeitraum sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 115.500 angefallen. Für das Genussrechtskapital II sind € 202.730 angefallen.

Auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit entfallen Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von € 163.000.

Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.

6. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 9.989.407 Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestehen nicht.

Zum Zweck der Absatzförderung werden Sale-and-lease-back-Geschäfte mit dem Recht zur Untervermietung von Vectron Kassensystemen geschlossen. Diese Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 359.410 auf.

scroll

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

[EUR]
Gesamt davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Leasingverpflichtungen 707.490 249.734 457.756 0
Mietverpflichtungen 9.281.917 813.015 3.252.058 5.216.844
Summe 9.989.407 1.062.749 3.709.814 5.216.844

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 96 Mitarbeiter (davon 90 Vollzeitbeschäftigte und 6 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 158.948 (davon erfolgsabhängig: € 23.800) und für Herrn Stümmler auf € 162.987 (davon erfolgsabhängig: € 23.800). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:

· Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt

· Herr Jörg Niermann (stellv. Vorsitzender), Betriebswirt

· Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann,Geschäftsführer EUCON Informationssysteme GmbH & Co. KG

Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.

Münster, den 03. März 2010

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf

Thomas Stümmler

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

scroll

Anschaffungskosten

[EUR]
01.01.2009 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.396.106 55.063 0 42.985 7.494.154
2. Anzahlungen 86.304 71.823 0 -42.985 115.143
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 7.482.410 126.886 0 0 7.609.297
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 610.796 41.142 0 245 652.183
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 460.313 99.277 10.014 0 549.576
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 245 42.600 0 -245 42.600
Summe Sachanlagen 1.071.354 183.019 10.014 0 1.244.359
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 30.000 0 0 0 30.000
Summe Finanzanlagen 30.000 0 0 0 30.000
Gesamtsumme 8.583.764 309.905 10.014 0 8.883.656

scroll

Abschreibungen

[EUR]
01.01.2009 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.314.785 1.214.270 0 0 4.529.054
2. Anzahlungen 0 0 0 0 0
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.314.785 1.214.270 0 0 4.529.054
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 159.220 114.123 0 0 273.343
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 144.300 122.976 3.232 0 264.044
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
Summe Sachanlagen 303.520 237.099 3.232 0 537.387
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.531 1.318 0 0 9.849
Summe Finanzanlagen 8.531 1.318 0 0 9.849
Gesamtsumme 3.626.836 1.452.686 3.232 0 5.076.290

scroll

Buchwerte

[EUR]
31.12.2009 31.12.2008
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögegensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.965.100 4.081.321
2. Anzahlungen 115.143 86.304
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.080.243 4.167.625
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 378.840 451.576
2. Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.532 316.013
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.600 245
Summe Sachanlagen 706.972 767.834
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 20.151 21.469
Summe Finanzanlagen 20.151 21.469
Gesamtsumme 3.807.366 4.956.928

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2009

scroll

[Angaben in

EUR]
2009 2008
Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 362.174 3.722.581
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.452.686 1.384.974
+/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese
nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 108.603 -273.613
- sonstige zahlungsunwirksame Erträge -10.800 -36.752
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 496.796 -68.285
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.500 -135.992
- Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0 -49.381
- Gezahlte Ertragssteuern -1.352.032 -2.658.883
\= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.052.927 1.884.649
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 6.510 25.200
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen -309.905 -706.944
- Auszahlungen für den Erwerb von sonstigen Geschäftseinheiten 0 0
\= Cashflow aus Investitionstätigkeit -303.395 -681.744
+ Einzahlungen Genussrechtskapital 0 2.000.000
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten 0 -21.236
- Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) -2.100.000 -2.400.000
\= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.100.000 -421.236
\= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -1.350.468 781.669
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 7.639.020 6.857.351
\= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.288.552 7.639.020

Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2009

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 1.166.242 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der

Vectron Systems AG, Münster

für das Geschäftsjahr vom 1.1.2009 bis 31.12.2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Münster, den 11. März 2010

**Dr. Clauß, Dr. Paal und Partner

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft**

Frank Pühse, Wirtschaftsprüfer

Michael Benkhoff, Wirtschaftsprüfer