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Vectron Systems AG Interim / Quarterly Report 2015

Aug 28, 2015

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Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht

01.01. bis 30.06.2015

INHALT

Vorwort des Vorstands
.
03
Zwischenbericht 05
Lagebericht zum 30.06.2015 05
1. Geschäftsverlauf . 05
2. Vermögens- und Finanzlage . 06
3. Ertragslage . 06
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag . 07
5. Risikoberichterstattung . 07
6. Prognosebericht . 09
Zwischenbilanz zum 30.06.2015 . 10
Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2015 . 12
Kapitalflussrechnung zum 30.06.2015 . 13
Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2015 . 14

VORWORT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Mitaktionäre,

das erste Halbjahr 2015 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Wir konnten den Umsatz in einem schwierigen Marktumfeld um 2 % auf T€ 11.736 steigern, das EBITDA sogar um 9 % von T€ 791 auf T€ 865. Dazu beigetragen haben die Einführung eines neuen mobilen Kassensystems pünktlich zum Frühjahrsgeschäft sowie die weitere technische Aufwertung unseres stationären Spitzenmodells.

Das Inlandsgeschäft hat sich erfreulich entwickelt und konnte im Vergleich zum Vorjahr noch ausgebaut werden. Insbesondere im Softwarebereich haben wir deutliche Zuwächse erzielt, was vor allem auf Updates für ältere noch im Einsatz befindliche Vectron-Kassenmodelle zurückzuführen ist. Hier zeigen sich die Auswirkungen der verschärften Anforderungen der Finanzbehörden. Eine entsprechende Übergangsregelung für ältere Geräte läuft Ende 2016 ab, so dass der Druck zur Umstellung wächst. Durch den höheren Anteil der Softwareverkäufe am Umsatz konnte die Rohertragsquote um einen weiteren Prozentpunkt auf jetzt 59 % gesteigert werden.

Das Auslandsgeschäft verlief uneinheitlich und insgesamt leicht rückläufig. Der Exportanteil ist im Vergleich zur Vorjahresperiode von 31 % auf 30 % zurückgegangen. Positiv hervorzuheben ist lediglich Belgien, wo die Umsätze nach Einführung einer Fiskalspeicherpflicht und der erfolgten technischen Anpassung wie erwartet zulegen konnten. Aufgrund der im Juli in Österreich vom Gesetzgeber verabschiedeten Registrierkassenpflicht zum 01.01.2016 ist dort im zweiten Halbjahr ebenfalls mit Umsatzzuwächsen zu rechnen.

Unsere neuen Marken bonVito und Duratec entwickeln sich weiterhin vielversprechend. Im Bereich Duratec hat der zum Jahresbeginn neu aufgestellte eigene Außendienst bereits ein beachtliches Fachhändlernetz aufgebaut. Dies sollte sich in absehbarer Zeit auch in Absatzzahlen niederschlagen. Zudem wurde Duratec inzwischen auch für weitere Ländermärkte freigegeben. Wir sehen in der Zweitmarke weiterhin ein erhebliches Umsatzpotenzial. Nennenswerte Kannibalisierungseffekte in Bezug auf die Marke Vectron sind nicht zu erwarten, da eine

Zielgruppe mit deutlich anderen Anforderungen angesprochen wird. Wir haben damit sogar im Gegenteil die Möglichkeit, zusätzliche Marktsegmente zu bedienen.

Vom Geschäftsbereich bonVito profitiert bislang vor allem die Kernmarke Vectron, weil viele Kunden – insbesondere Filialisten – Vectron-Kassensysteme wegen der einmaligen Zusatzleistungen von bonVito kaufen. Um die Marktdurchdringung voranzutreiben und das enorme Potenzial des Online-Tools künftig noch besser zu nutzen, werden wir bonVito zu einem Gastronomieportal für Endkunden ausbauen. Durch die vielseitigen Möglichkeit von bonVito, die in Kürze noch um Online-Ordering ergänzt werden, und die inzwischen bereits vorhandene Kundenbasis gehen wir davon aus, im deutschsprachigen Raum zum führenden Anbieter auf diesem Gebiet werden zu können. Der Rollout ist ab 2016 geplant. Genügend Kapital, um diesen Schritt durchzuführen, ist durch den im Mai aufgenommenen Unternehmenskredit in Höhe von T€ 4.000 und die vorhandene Cashreserve vorhanden. Zusätzlich prüfen wir zurzeit externes Investitionskapital und strategische Partnerschaften.

Auch wenn die Abschreibungen infolge der Investitionen der letzten Jahre sowie die erhöhten Vertriebsaufwendungen im ersten Halbjahr noch dazu geführt haben, dass das Nettoergebnis trotz Umsatzsteigerung und erhöhter Rohertragsquote mit T€ 272 nur in etwa auf Vorjahresniveau liegt, gehen wir davon aus, dass wir nun in eine Phase der profitablen Umsetzung am Markt eintreten. Wir rechnen damit, dass die inzwischen komplett erneuerte Vectron-Produktpalette und der weitgehend abgeschlossene Aufbau der beiden neuen Geschäftsfelder in den Folgejahren zu substanziellen Ergebnissteigerungen führt und erste positive Auswirkungen sich bereits im zweiten Halbjahr 2015 zeigen werden.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf diesem spannenden Weg weiter begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Vectron Systems AG Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler

LAGEBERICHT

1. Geschäftsverlauf

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der POS ("Point of Sale")-Branche haben sich gegenüber dem letzten Geschäftsjahr nicht wesentlich verändert. Es herrscht weiterhin intensiver Wettbewerb mit tendenziell sinkenden Absatzpreisen bei gleichzeitig höherwertigeren Ausstattungen. Wachstum ist nur durch Produktinnovationen möglich.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten für Vectron-Endkunden sind vielfach eingeschränkt, so dass Investitionen nur schleppend durchgeführt werden. Das von Vectron angebotene Absatzförderungsmodell hat einen Umsatzanteil von 14 % am Gesamtumsatz und kann die Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Die Schwächen einiger Absatzmärkte lassen sich damit jedoch nur teilweise kompensieren. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist stabil und trägt im Wesentlichen zum aktuellen Wachstum bei, während einige Auslandsmärkte stärkeren Schwankungen unterlegen sind. Der erzielte Nettoumsatz beträgt für den Berichtszeitraum T€ 11.736 und lag damit 2 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Exportquote beträgt 30 %.

Der überwiegende Anteil der von Vectron geleisteten Investitionen (in Form von Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen) entfällt auf den Personalaufwand für eigene Mitarbeiter und wird unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Eine Aktivierung von Eigenleistungen erfolgt nicht. Schwerpunkte waren im Berichtszeitraum die Weiterentwicklung der Zweitmarke Duratec sowie einer neuen mobilen Hardwaregeneration. Für von Dritten bezogene Sachinvestitionen wurden im ersten Halbjahr T€ 142 aufgewendet. Der operative Cashflow ist mit T€ 752 durch den Ausbau der Lagerbestände infolge der teilweisen Produktionsumstellung auf Lagerfertigung negativ ausgefallen.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen wesentlichen Verpflichtungen (u. a. Mietvertrag für die Immobilie am Unternehmensstandort, Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells) belaufen sich auf T€ 7.454 und haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um rund 8 % vermindert. Für die bon-Vito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

Die Belegschaft umfasst per 30.06.15 126 Mitarbeiter (letzter Bilanzstichtag 123 Mitarbeiter). Hinzu kommen 6 Auszubildende sowie 10 freie Handelsvertreter.

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Zwischenberichtszeitraums nicht zu verzeichnen.

... since 1990

2. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen ist leicht zurückgegangen. Die Entwicklungsaufwendungen des ersten Halbjahres 2015 fallen überwiegend in Form von Personalaufwendungen an. Als immaterielle Vermögensgegenstände werden die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung. Die Finanzanlagen entfallen auf das 100%ige Tochterunternehmen bonVito GmbH, welche als Vertriebsgesellschaft für das internetbasierte Kundenbindungssystem bonVito fungiert.

Die Hauptproduktlinien von Vectron wurden von der Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Der kurzfristig negative Effekt der zusätzlichen Kapitalbindung im Lager wird mittel- und langfristig durch flexiblere Reaktions- und Servicezeiten überkompensiert. Insbesondere den saisonüblichen Nachfrageschwankungen kann erheblich besser begegnet werden. Die Forderungsbestände sind gegenüber dem letzten Bilanzstichtag leicht angestiegen, bewegen sich aber in einer normalen Schwankungsbreite mit Forderungsreichweiten zwischen 40 und 60 Tagen. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beläuft sich am 30.06.2015 auf T€ 9.574. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital) beträgt 63 %.

Zur Unterstützung des geplanten Unternehmenswachstums wurde ein Bankdarlehen in Höhe von T€ 4.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren und quartalsweiser Tilgung aufgenommen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 2.522 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung.

3. Ertragslage

Die Netto-Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres leicht um 2 % auf T€ 11.736 angewachsen. Sehr stabil und robust hat sich die Inlandsnachfrage gezeigt. Die ausländischen Märkte tendieren insgesamt uneinheitlich. Aufgrund eines höheren Softwareumsatzanteils konnte die Rohertragsquote noch leicht auf 59 % gesteigert werden. Das Zwischenergebnis zum 30.06.2015 beläuft sich auf T€ 272.

Für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH werden Personaldienstleistungen sowie Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten erbracht. Der überwiegende Anteil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf diese Dienstleistungen.

Der Personalaufwand entspricht dem der Vorjahresperiode. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen durch den Aufbau von Vertriebsstrukturen für die Zweitmarke Duratec leicht angestiegen. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 56 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 30 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Genussrechtskapitalien an. Zinserträge spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Rund 26 % des Materialeinkaufs wurden im ersten Halbjahr 2015 in einer Fremdwährung bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Ungünstige Wechselkursänderungen können einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Die sonstigen Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Der Anteil von Umsatzerlösen in Fremdwährungen ist vernachlässigbar. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag

Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand disku-

tiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert. Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen jedoch vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.

Das Internet und insbesondere die leichte Verfügbarkeit von geeigneter und preiswerter (PC-basierter und inzwischen auch iOS- und Android-) Hardware führen zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.

Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat im ersten Halbjahr 2015 zu einem Umsatzvolumen von rund 7 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.

Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.

Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.

Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.

  1. Prognosebericht

Die Wettbewerbsintensität der POS-Branche wird auch zukünftig stark zu spüren sein. Wenigen globalen Anbietern stehen zahlreiche kleine und regionale Hersteller gegenüber, die durch die Verbreitung von preisgünster mobiler Consumer-Hardware geringe Markteintrittshürden vorfinden. Der Markttrend der letzten Jahre, sinkende Absatzpreise bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung, ist weiterhin intakt.

Die Einführung der Zweitmarke Duratec stärkt die zukünftige vertriebliche Aufstellung von Vectron. Durch den einhergehenden Aufbau eines zusätzlichen Fachhändlernetzes kann die Kundenbasis deutlich ausgeweitet und eine größere Unabhängigkeit von einzelnen Endkundengruppen erzielt werden. Eine Kannibalisierung der Marken Vectron und Duratec ist aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse der Endkunden nicht zu erwarten. Zudem wird der weitere Ausbau von laufenden Dienstleistungsumsätzen den Einfluss konjunktureller Schwankungen mindern.

Münster, den 21. August 2015

Vectron Systems AG Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler

ZWISCHENBILANZ ZUM 30.06.2015

Aktiva
30.06.2015 31.12.2014
A Anlagevermögen
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
1. und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
1. Rechten und Werten
458.099 549.883
2. Geleistete Anzahlungen 77.150 535.249 82.630
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 448.806 513.567
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.790 221.650
3. Geleistete Anzahlungen 67.761 727.357 58.707
III Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 900.000 2.162.606 900.000
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.037.226 2.218.963
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.003.815 4.041.041 655.675
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.391.962 2.885.073
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 328.084
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 113.311 54.842
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 113.311
3. Sonstige Vermögensgegenstände 31.667 3.536.940 44.319
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.707.415 15.285.396 5.110.449
C Rechnungsabgrenzungsposten 16.911 62.231
D Aktive latente Steuern 141.236 139.461
17.606.149 13.497.450
31.12.2014
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 1.500.000 1.500.000
- bedingtes Kapital: € 45.000
Kapitalrücklage 4.500.000 4.500.000
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 40.000 40.000
Genussrechtskapital I 2.760.000 2.760.000
Bilanzgewinn 773.517 9.573.517 951.612
Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 115.500 76.500
2. Sonstige Rückstellungen 1.091.810 1.207.310 836.026
Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital II 1.500.000 1.500.000
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.000.000 0
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 984.335 863.045
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 984.335
4. Sonstige Verbindlichkeiten 330.187 459.467
- davon aus Steuern: € 197.808 (Vj. € 255.568)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj. € 0)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 330.187 6.814.522
Rechnungsabgrenzungsposten 10.800 10.800
Passiva 30.06.2015

Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2015

01.01–30.06.2015 01.01.–30.06.2014
1 Umsatzerlöse 11.736.007 11.479.389
2 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 333.140 227.660
3 Sonstige betriebliche Erträge,
davon aus Währungsumrechnung: € 2.732
427.805 475.935
4 Materialaufwand -5.229.545 -5.157.370
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.517.858 -4.405.268
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -711.687 -752.102
5 Personalaufwand -3.263.913 -3.222.343
a) Löhne und Gehälter -2.735.885 -2.745.490
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für
Altersvorsorge: € 33.947 (Vj. € 33.008)
-528.028 -476.853
6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
-320.600 -248.010
7 Sonstige betriebliche Aufwendungen,
davon aus Währungsumrechnung: € 0
-3.139.298 -3.012.428
8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge,
davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0
davon aus verbundenen Unternehmen: € 0
24.609 39.966
9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen,
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: € 0
davon aus verbundenen Unternehmen: € 0
-6.598 -11.749
10 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 561.607 571.050
11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag,
davon latente Steuern: Ertrag € 1.775 (Vj.: Ertrag € 1.645)
-161.079 -170.621
12 Sonstige Steuern -1.674 -1.629
13 Vergütung für Genussrechtskapital -126.949 -121.507
14 Halbjahresüberschuss 271.905 277.293

Kapitalflussrechnung zum 30.06.2015

01.01.–30.06.2015 01.01.–30.06.2014
Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 432.984 447.914
+
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
320.600 248.010
+
Zunahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
260.320 509.928
+
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen
14.020 29.000
-
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-1.707.932 -179.242
-
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
52.069 -16.116
-
Gezahlte Ertragssteuern
-123.854 -306.276
=
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
-751.793 733.218
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens
1.208 0
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle
Anlagevermögen
-142.390 -165.354
=
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-141.182 -165.354
-
Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende)
-450.000 -450.000
+
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten
4.000.000 0
-
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten
-60.059 -54.000
=
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
3.489.941 -504.000
=
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
2.596.966 63.864
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
5.110.449 4.129.481
=
Finanzmittelfonds am Ende der Periode
7.707.415 4.193.345

Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2015

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktionsals auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

2. Erläuterungen zum Zwischenabschluss und zu den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30.06.2015 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Kategorie Jahre
EDV-Programme/Sonstige Rechte 3-10
POS-Software/Konstruktionspläne 5-6
Sachanlagevermögen 3-13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d. h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Anfang 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 30.06.15 € 353.700. Die Gesellschaft hat das erste Halbjahr 2015 mit einem Fehlbetrag von € 32.653 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren spielen nur eine untergeordnete Rolle. Bei einigen Produktlinien wird zur Verkürzung von Lieferzeiten verstärkt von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Der Umfang der Fertigen Erzeugnisse hat sich daher gegenüber dem letzten Bilanzstichtag entsprechend erhöht.

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger

Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.

Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 141.236 aufweisen.

4. Erläuterungen Passiva

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Das Grundkapital ist um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung (Ermächtigungsbeschluss bis 31.05.2016) dient der Gewährung von Bezugsrechten an Führungskräfte der Gesellschaft. Zum Stichtag wurden 34.500 Bezugsrechte mit einem Volumen von € 34.500 ausgegeben. Es wurden bislang keine Bezugsrechte eingelöst.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 12.06.2020 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grund-

Entwicklung Eigenkapital (Euro) Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzliche
Rücklage
Genussrechts
kapital I
Bilanz
gewinn *
Summe
Eigenkapital zum 01.01.2014 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 880.246 9.680.246
Dividendenauszahlung -450.000 -450.000
Jahresüberschuss 521.366 521.366
Eigenkapital zum 31.12.2014 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 951.612 9.751.612
Dividendenauszahlung -450.000 -450.000
Halbjahresüberschuss 271.905 271.905
Eigenkapital zum 30.06.2015 1.500.000 4.500.000 40.000 2.760.000 773.517 9.573.517

* Im Zwischenbilanzgewinn von € 773.517 (Vj. € 951.612) ist ein Gewinnvortrag von € 501.612 (Vj. € 430.246) enthalten.

kapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).

Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung/Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen.

Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, erfolgt der Ausweis des Genussrechtskapitals in Höhe des Erfüllungsbetrags der Gesellschaft von € 2.760.000.

Folgende von der Alto Invest SA, Frankreich, gemanagte Fonds halten durch Mitteilung vom 04.06.2014 summarisch 85.000 Aktien und ebenso viele Stimmrechte (5,67 %):

  • • ALTO INNOVATION 2012: 21.190 Aktien und Stimmrechte (1,41 %)
  • • FORTUNE EUROPE 2013: 28.750 Aktien und Stimmrechte (1,92 %)
  • • FCPI EUROPE LEADERS: 35.060 Aktien und Stimmrechte (2,34 %)

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

Bezeichnung Euro
Urlaub/Überstunden/Variable
Vergütungsbestandteile
321.568
Ausstehende Eingangsrechnungen 537.450
Übrige Rückstellungen 232.792
Summe 1.091.810

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis

zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II). Das nachrangige Genussrechtskapital II hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019.

Das im ersten Halbjahr 2015 aufgenommene Bankdarlehen in Höhe von € 4.000.000 weist eine Gesamtlaufzeit von 5 Jahren auf und unterliegt einer quartalsweisen Tilgung.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 80.822 enthalten.

Zur Absicherung von bereits geplanten und künftigen Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T\$ 1.150 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 845) ein nicht realisierter Ertrag von T€ 182, der sich zum Zeitpunkt der Einkaufsrealisierung innerhalb der nächsten 12 Monate wieder ausgleichen wird. Es handelt sich dabei um mehrere Transaktionen mit gleichem Risiko, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit sehr konkret bestimmen lassen. Die bilanzielle Erfassung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Erläuterungen zur Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.

Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 850; Vj: T€ 833) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 680; Vj: T€ 703) unter dem Posten Material-

Segment (Euro) Zeitraum Inland EU Drittland Summe
POS-Kassensysteme 2015 5.503.557 1.730.117 288.230 7.521.904
2014 5.657.496 2.065.113 200.325 7.922.934
Software 2015 935.740 335.515 53.876 1.325.131
2014 556.713 210.494 22.930 790.137
Handelsware/Dienstleistung 2015 1.834.831 1.009.750 44.391 2.888.972
2014 1.706.477 1.024.314 35.527 2.766.318
Gesamt 2015 8.274.128 3.075.382 386.497 11.736.007
2014 7.920.686 3.299.921 258.782 11.479.389
Prozentualer Anteil 2015 70,5 26,2 3,3 100,0
2014 69,0 28,7 2,3 100,0

aufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 418; Vj: T€ 431) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 10,5 (Vj: Mio. € 10,3) sowie eine Rohertragsquote von 59,7 % (Vj: 58,6 %) zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 18.000 und für die Steuerberatung von € 3.000.

Im ersten Halbjahr 2015 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 57.750 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 69.199 angefallen.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Halbjahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Leasingverpflichtungen* 2.643.719 1.283.291 1.360.428 0
Mietverpflichtungen 4.810.337 813.015 3.252.058 745.264
Summe 7.454.056 2.096.306 4.612.486 745.264

* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.227.491 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.

6. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 7.454.056.

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 681.568. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 126 Mitarbeiter (davon 114 Vollzeitbeschäftigte und 12 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:

  • • Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
  • • Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
  • • Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH

Münster, den 21. August 2015

Vectron Systems AG Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler

Vectron Systems AG • Willy-Brandt-Weg 41 • D-48155 Münster • Telefon: 0251/2856-0 • Fax: 0251/2856-560