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Vectron Systems AG — Interim / Quarterly Report 2014
Sep 1, 2014
4533_10-q_2014-09-01_5c1c1e3c-e120-47e7-b172-3cd47ce0e2fe.pdf
Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht 01.01. bis 30.06.2014
INHALT
| Vorwort des Vorstands . |
03 |
|---|---|
| Zwischenbericht | 05 |
| Lagebericht zum 30.06.2014 | 05 |
| 1. Geschäftsverlauf . | 05 |
| 2. Vermögens- und Finanzlage . | 06 |
| 3. Ertragslage . | 06 |
| 4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag . | 07 |
| 5. Risikoberichterstattung . | 07 |
| 6. Prognosebericht . | 09 |
| Zwischenbilanz zum 30.06.2014 . | 10 |
| Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2014 . | 12 |
| Kapitalflussrechnung zum 30.06.2014 . | 13 |
| Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2014 . | 14 |
VORWORT DES VORSTANDS
Sehr geehrte Mitaktionäre,
mit den Ergebnissen des ersten Halbjahres sind wir insgesamt zufrieden. Im Gegensatz zum letzten Jahr hat das gute Wetter in diesem Jahr speziell dem Gastronomiebereich wieder ein normales Jahr beschert. Entsprechend kräftig war die Nachfrage schon im ersten Quartal. Wir haben uns daher entschieden, in diesem Jahr keine größeren Vertriebsaktionen durchzuführen. Aufgrund von Einsparungen in einigen Unternehmensbereichen, konnten wir das Ergebnis (T€ 277) gegenüber Vorjahr (T€ 116) verbessern. Im Ausland ergab sich ein uneinheitliches Bild: In den Niederlanden konnten die Umsatzrückgänge des Vorjahres weitgehend wieder aufgeholt werden, währen z. B. in Portugal und Belgien die Umsätze wegen der Einführung von Fiskalspeichern, und einer daraufhin notwendigen langwierigen technischen Anpassung, zunächst zurückgingen. Im nächsten Jahr ist in diesen Märkten aber mit einem zusätzlichen Umsatzschub zu rechnen. Der Exportanteil ist im Vergleich zur Vorjahresperiode von 29 % auf 31 % angewachsen.
Im neuen Geschäftsbereich bonVito konnten wir einen kontinuierlich wachsenden Umsatz in der bonVito GmbH beobachten. Der Umsatz wird in diesem Jahr bereits die Millionenmarke übersteigen. Ergebnisseitig wollen wir im Geschäftsbereich bonVito in diesem Jahr erstmals auf Monatsbasis profitabel sein. Damit hat unser hauseigenes "Startup" die wichtigsten Meilensteine erreicht und kann auf eigenen Füßen stehen – die meisten anderen "Startups" wären froh, wenn sie dies behaupten könnten. Wir gehen hier von einem absehbaren weiteren Wachstum aus, welches spätestens mittelfristig zu einem deutlichen Ergebnisbeitrag führen sollte. Darüber hinaus profitieren wir auch heute schon indirekt von diesem Wachstum, weil bereits viele Großkunden unsere Vectron-Kassensysteme wegen der einmaligen Leistungen von bonVito kaufen.
Bei der Zweitmarke Duratec mussten wir nach erstem Marktfeedback weitere Nachbesserungsschleifen einlegen. Hier werden aktuell noch diverse Software-Details angepasst, so dass wir die Versionen für die einzelnen Ländermärkte im Laufe des zweiten Halbjahres freigegeben können. Insgesamt wurde die Marke Duratec vom Markt sehr positiv aufgenommen. Wir sehen in
der Zweitmarke ein erhebliches Umsatzpotential. Im ersten Halbjahr wurde bereits ein niedriger sechsstelliger Betrag mit Duratec umgesetzt.
Insgesamt sehen wir uns nun in einer Phase, in der die jahrelangen Aufwendungen für die neuen Geschäftsbereiche in die profitable Umsetzung im Markt übergehen. Natürlich hätten wir uns eine schnellere Umsetzung gewünscht. Wir können aber festhalten, dass sowohl bonVito als auch Duratec technisch hervorragend umgesetzt wurden und wir den Bedarf für diese seinerzeit eher spekulativen Produktideen richtig eingeschätzt hatten. Nun geht es darum, diese Produkte nachhaltig gegen die üblichen Wiederstände in der Branche zu etablieren. Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollten sich hier klare Trends etablieren lassen.
Auch bei der Kernmarke Vectron geht es mit einer prall gefüllten Produktpipeline weiter: Eine neue Palette mobiler Kassensysteme sowie eine neue grafische Benutzeroberfläche im Stile moderner Smartphones werden hier die nächsten Highlights sein. So halten wir Vectron weiterhin an der Spitze und sorgen dafür, dass alle drei Standbeine weiter gestärkt werden.
Wir sind stolz, dass es uns bisher gelungen ist, trotz erheblicher technischer, personeller und vor allem auch finanzieller Kraftakte zur Totalerneuerung der Vectron-Produktpalette und dem Aufbau der beiden neuen Geschäftsfelder trotz Millioneninvestitionen immer profitabel zu bleiben. Damit war und ist nicht immer zu rechnen, weshalb unsere grundsolide Bilanz eine Grundvoraussetzung für diese antizyklische Strategie ist. Vectron erfindet sich gerade neu, um weiterhin an der Spitze zu bleiben.
Wir befinden uns auf einem schwierigen, aber auch aufregenden und sehr erfolgversprechenden Pfad und würden uns freuen, wenn Sie uns hierbei weiter begleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Vectron Systems AG Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
LAGEBERICHT
1. Geschäftsverlauf
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der POS ("Point of Sale")-Branche haben sich auch im ersten Halbjahr 2014 als schwierig erwiesen. Der intensive Wettbewerb wird vielfach über einen sinkenden Absatzpreis, mit gleichzeitig höherwertigeren Ausstattungen, ausgetragen. Wachstum kann ausschließlich durch Produktinnovationen erzielt werden.
Da weiterhin in vielen Absatzmärkten von Vectron die Refinanzierungsmöglichkeiten für Vectron Endkunden nur eingeschränkt vorhanden sind, werden Investitionen nur schleppend durchgeführt. Das von Vectron angebotene Absatzförderungsmodell (der Umsatzanteil im Zwischenberichtszeitraum lag bei 14 %) unterstützt zwar in vielen Fällen die Kaufentscheidung positiv, das Fördermodell kann jedoch die Defizite einiger Absatzmärkte nur abschwächen und nicht kompensieren. Der erzielte Nettoumsatz beträgt für den Berichtszeitraum T€ 11.479 und lag damit 1 % unter dem Vorjahreszeitraum. Die Exportquote hat sich von 29 % auf 31 % leicht erhöht.
Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit liegt aktuell in der Entwicklung einer dritten mobilen Kassengeneration, einer neuen Softwareoberfläche sowie dem Aufbau der neuen Zweitmarke Duratec. Der überwiegende Anteil dieser Investitionen entfällt auf den Personalaufwand für eigene Mitarbeiter und wird unmittelbar ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Eine Aktivierung von Eigenleistungen erfolgt nicht. Für von Dritten bezogene Sachinvestitionen wurden im ersten Halbjahr T€ 165 aufgewendet.
Der operative Cashflow ist mit T€ 733 deutlich positiv ausgefallen. Unter Berücksichtigung einer Dividendenzahlung von T€ 450 ist der Barmittelbestand gegenüber dem Ende des Vorjahres leicht auf T€ 4.193 angewachsen.
Die nicht in der Bilanz enthaltenen wesentlichen Verpflichtungen (u. a. Mietvertrag für die Immobilie am Unternehmensstandort, Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells) belaufen sich auf T€ 8.645 und haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um rund 5 % vermindert. Für die bon-Vito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.
Die Belegschaft ist per 30.06.14 auf 126 Mitarbeiter (letzter Bilanzstichtag 121 Mitarbeiter) leicht angewachsen. Hinzu kommen 6 Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter.
Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Zwischenberichtszeitraums nicht zu verzeichnen.
2. Vermögens- und Finanzlage
Das Anlagevermögen ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31.12.2013) leicht zurückgegangen. Die Entwicklungsaufwendungen des ersten Halbjahres 2014 haben sich überwiegend im Personalaufwand niedergeschlagen. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen werden die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.
Das Vorratsvolumen ist um rund 16 % angestiegen. Im Berichtszeitraum wurden zwei Produktlinien von Auftragsfertigung auf Lagerfertigung umgestellt. Dies hat zur Folge, dass die Bestände an Fertigerzeugnissen entsprechend angestiegen sind. Im Gegenzug können Nachfrageschwankungen flexibler bedient und Reaktions- und Servicezeiten minimiert werden. Die Forderungsbestände entsprechen dem letzten Bilanzstichtag. Die Forderungsreichweite schwankt zwischen 40 und 60 Tagen. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beläuft sich am 30.06.2014 auf T€ 9.508. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital) beträgt 82 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 2.097 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung.
3. Ertragslage
Die Umsatzerlöse liegen nahezu auf Vorjahresniveau. Das angestrebte Wachstum zum Vorjahr konnte leider nicht realisiert werden. Zum einen ergaben sich negative Effekte aufgrund der anhaltend schwachen Investitionsnachfrage sowie der allgemeinen Preisrückgänge im Markt. Zum anderen hat sich der Vertriebsstart der neuen Zweitmarke Duratec in das zweite Halbjahr 2014 verschoben. Die Rohertragsquote konnte trotz eines schwachen Marktumfeldes auf einem hohen Niveau von 58 % gehalten werden. Das Zwischenergebnis zum 30.06.2014 beläuft sich auf T€ 277 (Vj. T€ 116).
Für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH werden Personaldienstleistungen sowie Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten erbracht. Der überwiegende Anteil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf diese Dienstleistungen.
Der Personalaufwand ist in Folge eines Mitarbeiterzuwachses leicht angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten aufgrund von Einsparungen um 5 % gesenkt werden. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 57 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 29 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Zinsaufwendungen fallen im Wesentlichen für Genussrechtskapitalien an. Zinserträge spielen nur eine untergeordnete Rolle. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Rund 18 % des Materialeinkaufs wurden im ersten Halbjahr 2014 über Fremdwährungen bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Aufgrund des nicht unerheblichen Fremdwährungsanteils können ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag
Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.
5. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen jedoch vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
Das Internet und insbesondere die leichte Verfügbarkeit von geeigneter und preiswerter (PC-basierter und inzwischen auch iOS- und Android-) Hardware führen zu einer Verringerung von Marteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.
Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben- und entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat im ersten Halbjahr 2014 zu einem Umsatzvolumen von rund 7 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.
Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.
- Prognosebericht
Es ist auch zukünftig mit einem intensiven Wettbewerb und tendenziell sinkenden Marktpreisen, bei gleichzeitig höherwertigerer technischer Ausstattung, zu rechnen. Preiserhöhungen werden sich nur bei echten Innovationen durchsetzen lassen. Der Trend zur weiteren Vernetzung von POS-Systemen mit anderen Branchen wird zunehmen. Insbesondere der Einfluss von internetbasierten Dienstleistungen und Kundenbindungssystemen auf die POS-Branche wird an Gewicht gewinnen.
Trotz des schwierigen Umfeldes blickt Vectron optimistisch in die Zukunft. Durch die Einführung einer Zweitmarke lassen sich neue Kundengruppen mit großem Umsatzpotenzial erschließen. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Marken Vectron und Duratec sind nur geringfügige Überschneidungen zu erwarten. Auch die Erfolge im Bereich des Kundenbindungssystems bonVito sind sehr vielversprechend. Durch den vermehrten Abschluss von Dienstleistungsverträgen können stabile Margen, bei gleichzeitig höherer konjunktureller Unabhängigkeit, erzielt werden.
Münster, den 15. August 2014
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
ZWISCHENBILANZ ZUM 30.06.2014
| Aktiva | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2014 | 31.12.2013 | ||||
| € | € | € | € | ||
| A | Anlagevermögen | ||||
| I | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1. und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 1. Rechten und Werten |
338.505 | 420.429 | |||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 352.912 | 691.417 | 311.700 | ||
| II | Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 623.256 | 696.275 | |||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 260.443 | 229.403 | |||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 14.840 | 898.539 | 14.390 | ||
| III | Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.000 | 2.089.956 | 500.000 | ||
| B | Umlaufvermögen | ||||
| I. | Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.684.047 | 2.445.289 | |||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 718.144 | 3.402.191 | 471.227 | ||
| II | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.103.279 | 3.104.787 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 41.000 | |||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 406.976 | 380.456 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | |||||
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 406.976 | |||||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 44.015 | 3.554.270 | 340.620 | ||
| III | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.193.345 | 11.149.806 | 4.129.481 | |
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 11.694 | 75.949 | ||
| D | Aktive latente Steuern | 135.563 | 133.918 | ||
| 13.387.019 | 13.253.924 |
| Passiva | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2014 | 31.12.2013 | ||||
| € | € | € | |||
| A | Eigenkapital | ||||
| I | Gezeichnetes Kapital | 1.500.000 | 1.500.000 | ||
| - bedingtes Kapital: € 45.000 | |||||
| II | Kapitalrücklage | 4.500.000 | 4.500.000 | ||
| III | Gewinnrücklagen | ||||
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 | |||
| IV | Genussrechtskapital I | 2.760.000 | 2.760.000 | ||
| V | Bilanzgewinn | 707.539 | 9.507.539 | 880.246 | |
| B | Rückstellungen | ||||
| 1. Steuerrückstellungen | 118.282 | 252.292 | |||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 924.678 | 1.042.960 | 414.750 | ||
| C | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Genussrechtskapital II | 1.500.000 | 1.500.000 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0 | |||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.079.756 | 1.016.917 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 819.407 | |||||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 235.394 | 352.409 | |||
| - davon aus Steuern: € 136.569 (Vj. € 128.155) | |||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj. € 0) | |||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 235.394 | 2.815.150 | ||||
| D | Rechnungsabgrenzungsposten | 21.370 | 37.310 | ||
| 13.387.019 | 13.253.924 |
| Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2014 | |||
|---|---|---|---|
| 01.01–30.06.2014 | 01.01.–30.06.2013 | ||
| € | € | ||
| 1 | Umsatzerlöse | 11.479.389 | 11.564.315 |
| 2 | Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 227.660 | 36.493 |
| 3 | Sonstige betriebliche Erträge, davon aus Währungsumrechnung € 3.887 (Vj. € 0) |
475.935 | 364.655 |
| 4 | Materialaufwand | -5.157.370 | -5.075.014 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -4.405.268 | -4.353.376 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -752.102 | -721.638 | |
| 5 | Personalaufwand | -3.222.343 | -3.054.502 |
| a) Löhne und Gehälter | -2.745.490 | -2.568.978 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersvorsorge: € 33.008 (Vj. € 35.252) |
-476.853 | -485.524 | |
| 6 | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-248.010 | -300.692 |
| 7 | Sonstige betriebliche Aufwendungen, davon aus Währungsumrechnung € 387 (Vj. € 1.002) |
-3.012.428 | -3.179.097 |
| 8 | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0 (Vj. € 0) |
39.966 | 44.933 |
| 9 | Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 0 (Vj. € 0) |
-11.749 | -6.429 |
| 10 | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 571.050 | 394.662 |
| 11 | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, davon latente Steuern: Ertrag € 1.645 (Vj.: Ertrag € 1.152) |
-170.621 | -100.336 |
| 12 | Sonstige Steuern | -1.629 | 1.381 |
| 13 | Vergütung für Genussrechtskapital | -121.507 | -179.900 |
| 14 | Halbjahresüberschuss | 277.293 | 115.807 |
| Kapitalflussrechnung zum 30.06.2014 | |||
|---|---|---|---|
| 01.01.–30.06.2014 | 01.01.–30.06.2013 | ||
| € | € | ||
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 447.914 | 216.143 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 248.010 | 300.692 |
| + | Zunahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
509.928 | 148.324 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 29.000 | -650 |
| - | Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-179.242 | -798.777 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-16.116 | 95.467 |
| - | Gezahlte Ertragssteuern | -306.276 | -69.488 |
| = | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 733.218 | -108.289 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen |
-165.354 | -532.601 |
| = | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -165.354 | -532.601 |
| - | Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) | -450.000 | -450.000 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 0 | 519.140 |
| - | Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | -54.000 | -49.921 |
| = | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -504.000 | 19.219 |
| = | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 63.864 | -621.671 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.129.481 | 4.695.926 |
| = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.193.345 | 4.074.255 |
Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2014
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktionsals auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
2. Erläuterungen zum Zwischenabschluss und zu den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden
Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30.06.2014 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme/Sonstige Rechte | 3-10 |
| POS-Software/Konstruktionspläne | 5-6 |
| Sachanlagevermögen | 3-13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d. h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Anfang 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 30.06.14 € 54.612. Die Gesellschaft hat das erste Halbjahr 2014 mit einem Fehlbetrag von € 12.220 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Fertige Erzeugnisse sind teilweise im Rahmen von Vorproduktionen einiger Kassenmodelle zur Verkürzung von Lieferzeiten vorhanden. Handelswaren spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 135.563 aufweisen.
- Erläuterungen Passiva
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Das Grundkapital ist um bis zu € 45.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 45.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter. Es wurden bislang 3.000 Bezugsrechte ausgegeben. Eine Einlösung von Bezugsrechten hat noch nicht stattgefunden.
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse
| Entwicklung Eigenkapital (Euro) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Genussrechts kapital I |
Bilanz gewinn * |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2013 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 955.976 | 10.031.976 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Wertanpassung | -276.000 | -276.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 374.270 | 374.270 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2013 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 880.246 | 9.680.246 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Halbjahresüberschuss | 277.293 | 277.293 | ||||
| Eigenkapital zum 30.06.2014 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 707.539 | 9.507.539 |
* Im Zwischenbilanzgewinn von € 707.539 (Vj. € 880.246) ist ein Gewinnvortrag von € 430.246 (Vj. € 505.976) enthalten.
oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).
Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung / Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.
Sowohl Darlehnsnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, wird das Genussrechtskapital mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag von € 2.760.000 angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
| Bezeichnung | Euro |
|---|---|
| Urlaub/Überstunden/Variable Vergütungsbestandteile |
397.361 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 335.015 |
| Übrige Rückstellungen | 192.302 |
| Summe | 924.678 |
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II).
Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 1.500.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit
des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 80.212 enthalten.
Zur Absicherung von bereits geplanten und künftigen Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T\$ 3.500 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 2.563) ein nicht realisierter Aufwand von T€ 29, der sich zum Zeitpunkt der Einkaufsrealisierung innerhalb der nächsten 18 Monate wieder ausgleichen wird. Es handelt sich dabei um mehrere Transaktionen mit gleichem Risiko, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit sehr konkret bestimmen lassen. Die bilanzielle Erfassung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.
Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 833; Vj: T€ 746) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 703; Vj: T€ 656) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 431; Vj: T€ 464) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von Mio. € 10,3 (Vj: Mio. € 10,4) sowie eine Rohertragsquote von 58,6 % (Vj: 57,9 %) zu verzeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Personaldienstleistun-
| Segment (Euro) | Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Vectron-POS-Kassensysteme | 2014 | 5.657.496 | 2.065.113 | 200.325 | 7.922.934 |
| 2013 | 5.884.699 | 1.891.384 | 323.960 | 8.100.043 | |
| Software | 2014 | 556.713 | 210.494 | 22.930 | 790.137 |
| 2013 | 545.847 | 251.960 | 38.267 | 835.714 | |
| Handelsware/Dienstleistung | 2014 | 1.706.477 | 1.024.314 | 35.527 | 2.766.318 |
| 2013 | 1.760.053 | 811.483 | 57.022 | 2.628.558 | |
| Gesamt | 2014 | 7.920.686 | 3.299.921 | 258.782 | 11.479.389 |
| 2013 | 8.190.239 | 2.954.827 | 419.249 | 11.564.315 | |
| Prozentualer Anteil | 2014 | 69,0 | 28,7 | 2,3 | 100,0 |
| 2013 | 70,8 | 25,6 | 3,6 | 100,0 |
gen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 18.000 und für die Steuerberatung von € 3.000.
Im ersten Halbjahr 2014 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 57.750 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 70.067 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Halbjahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
6. Sonstige Angaben
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 8.645.089.
Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 586.336. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) | davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Leasingverpflichtungen* | 3.021.738 | 1.411.324 | 1.610.414 | 0 |
| Mietverpflichtungen | 5.623.351 | 813.015 | 3.252.058 | 1.558.278 |
| Summe | 8.645.089 | 2.224.339 | 4.862.472 | 1.558.278 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.491.412 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüber stehen.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 125 Mitarbeiter (davon 116 Vollzeitbeschäftigte und 9 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
- • Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
- • Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
- • Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
Münster, den 15. August 2014
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
Vectron Systems AG • Willy-Brandt-Weg 41 • D-48155 Münster • Telefon: 0251/2856-0 • Fax: 0251/2856-560