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Vectron Systems AG Interim / Quarterly Report 2013

Sep 6, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Vectron Systems AG 1990 – 2013

Zwischenbericht 01.01. bis 30.06.2013

2 Vectron Systems AG – Zwischenbericht 01.01.–30.06.2013

Inhalt

Vorwort des Vorstands
.
04
Zwischenbericht
06
Lagebericht zum 30.06.2013
06
1. Geschäftsverlauf .
06
2. Vermögens- und Finanzlage .
07
3. Ertragslage
08
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag
09
5. Risikoberichterstattung
09
6. Prognosebericht .
11
Zwischenbilanz zum 30.06.2013 .
12
Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2013 .
14
Kapitalflussrechnung zum 30.06.2013 .
15
Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2013 .
16

Vorwort des Vorstands

Das erste Halbjahr 2013 wurde in Vectrons Zielbranche Gastronomie durch den extrem langen und kalten Winter sowie das nasskalte Frühjahr erheblich negativ beeinflusst. Das übliche Feiertagsgeschäft über Ostern blieb fast komplett aus und auch die Außengastronomie verzeichnete erst ab Juni nennenswerte Umsätze. Dies war ein europaweites Phänomen, denn sogar in Südfrankreich und Spanien begann die Saison außergewöhnlich spät. Dies hatte zur Folge, dass viele Gastronomen die sonst üblichen Investitionen zum Saisonbeginn verschoben oder ganz gestrichen haben.

Auch Vectron als einer der führenden Zulieferer der europäischen Gastronomie verzeichnete einen ungewöhnlich schwachen April und Mai. Nur durch das wieder anziehende Geschäft im Juni und die Neueinführung des Modells Vectron POS Touch im gleichen Monat konnte der Umsatzrückgang zum Vorjahr auf noch überschaubare 6 % reduziert werden.

Obwohl sich analog das Ergebnis verschlechtert hat (EBITDA: 0,63 Mio. Euro, Nettoergebnis: 0,12 Mio. Euro), sieht es die Gesellschaft als großen Erfolg, in diesem äußerst schwierigen und unvorhersehbaren Umfeld externer Einflüsse weiterhin ein positives Betriebsergebnis erreicht zu haben.

Bilanziell ist Vectron weiterhin sehr stabil aufgestellt: wirtschaftliche Eigenkapitalquote 83 %, keine Bankverbindlichkeiten, Cashreserve 4,1 Mio. Euro.

Aktuell geht Vectron davon aus, den Rückstand in der zweiten Jahreshälfte aufholen zu können, obwohl das Auslandsgeschäft weiterhin ausgesprochen volatil ist und im ersten Quartal mit 29 % des Umsatzes einen Rückgang gegenüber Vorjahr ausweist.

Besondere Hoffnung setzt das Unternehmen dabei auf den bevorstehenden Start der Zweitmarke "Duratec" mit der Vectron den unteren Preisbe-

reich ins Visier nimmt und die sich durch eine stark vereinfachte Bedienung auszeichnet. Mit dieser Zweitmarke möchte Vectron kurzfristig eine Reihe neuer Vertriebspartner gewinnen.

Beim webbasierten Kundenbindungssystem "bon-Vito" konnte die Kundenbasis inzwischen deutlich erweitert werden. Vectron geht aktuell davon aus, dass dieses Tochterunternehmen in den nächsten zwölf Monaten in die Gewinnzone geführt wird.

Weiterhin arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an einer Erweiterung und Erneuerung der Produktlinien im Kerngeschäft, um in dem weiterhin schwierigen Marktumfeld positive Ergebnisse erwirtschaften zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Vectron Systems AG Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler

LAGEBERICHT

1. Geschäftsverlauf

Es ist weiterhin ein starker Preiswettbewerb in der POS ("Point of Sale")-Branche festzustellen. Wachstumschancen lassen sich nur durch innovative Produkte realisieren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Absatzmärkten von Vectron haben sich gegenüber dem letzten Jahresabschluss nicht verändert.

Das sehr kalte Frühjahr hat zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs geführt. Der übliche Start in die Biergartensaison um Ostern ist fast vollständig ausgefallen. Da der Mai auch in Südeuropa deutlich zu kalt ausgefallen ist, erstreckte sich der Nachfragerückgang auf nahezu alle Absatzmärkte. Die fehlenden Umsätze konnten dann auch durch einen erfolgreichen Umsatzmonat Juni nicht mehr ganz aufgeholt werden. Die Exportquote ist gegenüber dem letzten Geschäftsjahr leicht auf 29 % zurückgegangen (Vorjahr 32 %).

Das von Vectron angebotene Absatzförderungsmodell hat sich zu einem gewichtigen Absatzinstrument entwickelt und erreicht aktuell ein Umsatzanteil von 13 %. Der Gesamtumsatz im Zwischenberichtszeitraum beträgt T€ 11.564 und liegt damit rund 6 % unter Vorjahreszeitraum.

Die Investitionen belaufen sich im Berichtszeitraum auf T€ 533. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Entwicklung eines neuen Touch-Kassensystems. Darüber hinaus wurde in die Erneuerung und Erweiterung der IT-Systeme investiert. Ein Großteil des Entwicklungsaufwandes entsteht in Form von Personalkosten. Eine Aktivierung von Eigenleistungen ist in diesem Zusammenhang – wie auch in der Vergangheit – nicht erfolgt.

Der operative Cashflow ist mit T€ -108 leicht negativ ausgefallen. Entscheidender Einflussfaktor war die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der ansteigenden Umsatztätigkeit zum Ende des ersten Halbjahres. Für das Gesamtjahr wird, wie in den Vorjahren auch, mit einem positiven Cashflow gerechnet.

Die nicht in der Bilanz enthaltenen wesentlichen Verpflichtungen (u.a. Mietvertrag für die Immobilie am Unternehmensstandort, Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells) belaufen sich auf T€ 9.470 und haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag geringfügig um rund 4 % vermindert. Für die bonVito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsver-

pflichtungen eingegangen. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.

Die Belegschaft ist per 30.06.13 auf 117 Mitarbeiter (letzter Bilanzstichtag 115 Mitarbeiter) leicht angewachsen. Hinzu kommen sechs Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter.

Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Zwischenberichtszeitraums nicht zu verzeichnen.

2. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen ist durch Investitionen in die Weiter- und Neuentwicklung von Produkten gegenüber dem letzten Bilanzstichtag leicht angestiegen. In der Bilanz werden unter den immateriellen Vermögensgegenständen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne aktiviert. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung.

Das Vorratsvolumen ist um rund 12 % angestiegen. Zurückzuführen ist dieses Wachstum auf die Einführung der neuen POS Touch. Für den Serienstart des neuen Spitzenmodells im Juni ist im Vorfeld ein Lageraufbau erfolgt, dem zeitversetzt im dritten Quartal Umsätze für dieses Modell gegenüberstehen. Die anziehenden Umsätze im Juni haben zu einem Forderungsaufbau von 17 % geführt. Die Forderungsreichweite schwankt zwischen 40 und 60 Tagen. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamtkapital beläuft sich am 30.06.2013 auf T€ 9.698. Die Eigenkapitalquote beträgt 69 %.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 1.670 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung.

3. Ertragslage

Die kalte Wetterlage im Frühjahr hat dazu geführt, dass die Umsatzerwartungen nicht erreicht werden konnten und ein leichter Umsatzrückgang hingenommen werden musste. Die Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) hat sich gegenüber Vorjahr aufgrund des Absatzförderungsmodells leicht vermindert. Hinsichtlich des besonderen Einflusses dieses Absatzförderungsmodells auf die Umsatzveränderung sowie die Rohertragsquote wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH werden Personaldienstleistungen sowie Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten erbracht. Rund 80 % der sonstigen betrieblichen Erträge entfallen auf diese Dienstleistungen.

Die Personalkosten sind aufgrund eines geringfügigen Personalaufbaus um rund 3 % angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um rund 9 % zurückgegangen. Der Rückgang ist insbesondere auf geringere Vertriebskosten sowie Aufwendungen für die IT-Infrastruktur zurückzuführen. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 60 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 28 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Durch die Rückführung der stillen Beteiligung ist kein entsprechender Zinsaufwand mehr angefallen. Die übrigen Zinsaufwendungen entstehen im Wesentlichen für Genussrechtskapitalien. Die Zinserträge haben sich aufgrund eines verminderten Anlagevolumens sowie eines rückläufigen Marktzinsniveaus leicht verringert. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.

Der Materialeinsatz wurde im ersten Halbjahr 2013 zu 35 % über Fremdwährungen bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Aufgrund des nicht unerheblichen Fremdwährungsanteils können ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.

Einem leicht gesunkenen Umsatz standen geringere Abschreibungen sowie verminderte sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Das Zwischenergebnis zum 30.06.2013 beläuft sich auf T€ 116.

4. Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag

Bedeutende Vorgänge nach dem Zwischenabschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.

5. Risikoberichterstattung

Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.

Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche weitgehend abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen jedoch vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.

Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend der Nachfrage angepasst.

Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben und -entwürfe, die die POS-Branche direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.

Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden möglichst Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2013 zu einem Umsatzvolumen von rund 7 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.

Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.

Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.

Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden daher je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente

jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.

positive Umsatzeffekte durch Austauschgeschäfte erzeugen. Aber auch durch die Einführung einer Zweitmarke im Spätsommer werden zusätzliche Nachfrageimpulse erwartet.

Münster, den 30. Juli 2013

Vectron Systems AG

Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler

6. Prognosebericht

Es ist weiterhin mit einem Verdrängungswettbewerb und einer anhaltend hohen Wettbewerbsintensität zu rechnen. Preiserhöhungen werden nur bei echten Innovationen durchzusetzen sein. Im Allgemeinen ist mit sinkenden oder gleichbleibenden Absatzpreisen, bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung und zusätzlichen Leistungen zu rechnen. Die Vernetzung von POS-Systemen mit Anwendungen aus anderen Branchen wird weiter zunehmen. Auch der Trend zu zusätzlichen Dienstleistungen (z.B. Kundenbindungssysteme, internetbasierte Tischreservierungen und Bestellsysteme) hält unverändert an.

Infolge des kalten Frühjahrs konnten die Erwartungen in der ersten Jahreshälfte nicht erfüllt werden. Aufgrund des aktuell positiven Auftragseingangs ist Vectron jedoch optimistisch, dass in der zweiten Jahreshälfte der Rückstand wieder aufgeholt werden kann. Insbesondere der Serienstart der neuen POS Touch wird im weiteren Jahresverlauf

Zwischenbilanz zum 30.06.2013

Aktiva
30.06.2013 31.12.2012
A Anlagevermögen
I Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
1. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
1. an solchen Rechten und Werten
405.698 503.295
2. Geleistete Anzahlungen 318.859 724.557 171.620
II Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 803.824 910.190
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.990 277.327
3. Geleistete Anzahlungen 298.579 1.364.393 42.150
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000 2.588.950 500.000
B Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.321.292 2.219.851
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 660.916 2.982.208 440.081
II Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.921.463 3.439.666
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 100.000
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 346.874 211.179
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 346.874
3. Sonstige Vermögensgegenstände 22.767 72.672
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 1.772 4.291.104
III Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.074.255 11.347.567 4.695.926
C Rechnungsabgrenzungsposten 11.301 68.599
D Aktive latente Steuern 136.122 134.970
14.083.940 13.687.526
Passiva
30.06.2013 31.12.2012
A Eigenkapital
I Gezeichnetes Kapital 1.500.000 1.500.000
- bedingtes Kapital: € 105.000
II Kapitalrücklage 4.500.000 4.500.000
III Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 40.000 40.000
IV Genussrechtskapital I 3.036.000 3.036.000
V Bilanzgewinn 621.783 9.697.783 955.976
B Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 120.000 88.000
2. Sonstige Rückstellungen 736.107 856.107 602.186
C Verbindlichkeiten
1. Genussrechtskapital II 2.000.000 2.000.000
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 2.000.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.175.536 605.611
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 814.241
3. Sonstige Verbindlichkeiten 294.564 292.123
- davon aus Steuern: € 203.093 (Vj. € 128.155)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj. € 0)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 294.564 3.470.100
D Rechnungsabgrenzungsposten 59.950 67.630
14.083.940 13.687.526
Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30.06.2013
01.01.–30.06.2013 01.01.–30.06.2012
1 Umsatzerlöse 11.564.315 12.246.877
2 Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 36.493 44.301
3 Sonstige betriebliche Erträge 364.655 212.373
davon aus Währungsumrechnung € 0 (Vj. € 114)
4 Materialaufwand -5.075.014 -4.912.642
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.353.376 -4.368.230
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -721.638 -544.412
5 Personalaufwand -3.054.502 -2.962.645
a) Löhne und Gehälter -2.568.978 -2.505.093
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung,
davon für Altersvorsorge: € 35.252 (Vj. € 34.383)
-485.524 -457.552
6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
-300.692 -605.946
7 Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.179.097 -3.489.987
davon aus Währungsumrechnung € 1.002 (Vj. € 13)
8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.933 56.536
davon aus Abzinsung von Rückstellungen € 0 (Vj. € 0)
9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.429 -1.030
davon aus Aufzinsung für Rückstellungen € 0 (Vj. € 0)
10 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 394.662 587.837
11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -100.336 -129.599
davon latente Steuern: Ertrag € 1.152 (Vj.: Ertrag € 9.500)
12 Sonstige Steuern 1.381 -2.017
13 Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 0 -72.354
14 Vergütung für Genussrechtskapital -179.900 -180.240
15 Halbjahresüberschuss 115.807 203.627
Kapitalflussrechnung zum 30.06.2013
01.01.–30.06.2013 01.01.-30.06.2012
Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern 216.143 333.226
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 300.692 605.946
+ Zunahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
148.324 219.747
+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -650 -34.818
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-798.777 -989.517
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
95.467 31.808
Gezahlte Ertragssteuern -69.488 -65.099
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -108.289 101.293
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle
Anlagevermögen
-532.601 -305.084
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -500.000
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -532.601 -805.084
Auszahlung Stille Beteiligung 0 -1.500.000
Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) -450.000 -450.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 519.140 0
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -49.921 -7.796
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 19.219 -1.957.796
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -621.671 -2.661.587
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.695.926 7.117.875
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.074.255 4.456.288

Anhang zum Zwischenabschluss 30.06.2013

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und dem Vertrieb von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktions- als auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.

2. Erläuterungen zum Zwischenabschluss und zu den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden

Der vorliegende Zwischenabschluss zum 30.06.2013 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.

Die Gliederung der Zwischenbilanz und der Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Kategorie Jahre
EDV-Programme/Sonstige Rechte 3-10
POS-Software/Konstruktionspläne 5-6
Sachanlagevermögen 3-13

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d.h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.

Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

3. Erläuterungen Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne der Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.

Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 30.06.13 € 213.782. Die Gesellschaft hat das erste Halbjahr 2013 mit einem Fehlbetrag von € 132.687 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert entspricht den Anschaffungskosten. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.

Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.

In den Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von € 1.760 enthalten.

Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.

Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 136.122 aufweisen.

4. Erläuterungen Passiva

Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Darüber hinaus bestehen folgende bedingte Kapitalien:

Bedingtes Kapital I Bedingtes Kapital II Bedingtes Kapital III
Zweck Gewährung von
Bezugsrechten an leitende
Mitarbeiter
Gewährung von Umtausch- oder
Bezugsrechten an Gläubiger von
Wandelschuldverschreibungen
Gewährung von Bezugsrechten
an leitende Mitarbeiter
Volumen € 45.000 € 15.000 € 45.000
Anzahl Bezugsrechte 45.000 15.000 45.000
Anzahl der ausgegebenen Bezugsrechte 13.000 0 3.000
Anzahl der eingelösten Bezugsrechte 0 0 0
Entwicklung Eigenkapital (Euro) Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzliche
Rücklage
Genussrechts
kapital I
Bilanz
gewinn *
Summe
Eigenkapital zum 01.01.2012 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 1.090.929 10.166.929
Dividendenauszahlung -450.000 -450.000
Jahresüberschuss 315.047 315.047
Eigenkapital zum 31.12.2012 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 955.976 10.031.976
Dividendenauszahlung -450.000 -450.000
Halbjahresüberschuss 115.807 115.807
Eigenkapital zum 30.06.2013 1.500.000 4.500.000 40.000 3.036.000 621.783 9.697.783

* Im Zwischenbilanzgewinn von € 621.783 (Vj. € 955.976) ist ein Gewinnvortrag von € 505.976 (Vj. € 640.929) enthalten.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.

Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Münster (WKN 760860).

Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung/Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.

Sowohl Darlehensnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Der ausgewiesene Betrag von € 3.036.000 entspricht der maximalen Gesamtverpflichtung der Gesellschaft.

Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:

Bezeichnung Euro
Urlaub/Überstunden/variable
Vergütungsbestandteile
190.160
Ausstehende Eingangsrechnungen 379.064
Übrige Rückstellungen 166.883
Summe 736.107

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann der Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Genussrechte in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben. Die Ermächtigung kann auch in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 2.000.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 30.12.2013. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 90.528 enthalten.

Zur Absicherung von geplanten Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T\$ 750 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 577) ein nicht realisierter Ertrag von T€ 5.

Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.

5. Erläuterungen zur Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.

Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 746; Vj: T€ 536) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 656; Vj: T€ 496) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 464; Vj: T€ 521) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eliminierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von T€ 10,4 (Vj: T€ 11,2) sowie eine Rohertragsquote von 57,9 % (Vj: 60,9 %) zu verzeichnen.

Die Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen für den Abschlussprüfer in

Segment (Euro) Zeitraum Inland EU Drittland Summe
Vectron-POS-Kassensysteme 2013 5.884.699 1.891.384 323.960 8.100.043
2012 6.103.944 2.350.441 289.365 8.743.750
Software 2013 545.847 251.960 38.267 835.714
2012 579.088 253.388 23.078 855.554
Handelsware/Dienstleistung 2013 1.760.053 811.483 57.022 2.628.558
2012 1.550.040 1.069.333 28.200 2.647.573
Gesamt 2013 8.190.239 2.954.827 419.249 11.564.315
2012 8.233.072 3.673.162 340.643 12.246.877
Prozentualer Anteil 2013 70,8 25,6 3,6 100,0
2012 67,8 29,2 3,0 100,0

Höhe von € 13.000 und für die Steuerberatung von € 3.000.

In ersten Halbjahr 2013 sind Vergütungen für das Genussrechtskapital I in Höhe von € 57.750 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 122.150 angefallen.

Die in der Zwischen-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

6. Sonstige Angaben

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 9.470.435.

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 321.926. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 117 Mitarbeiter (davon 109 Vollzeitbeschäftigte und 8 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG angestellt.

Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) davon Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Leasingverpflichtungen* 3.034.069 1.430.035 1.604.034 0
Mietverpflichtungen 6.436.366 813.015 3.252.058 2.371.293
Summe 9.470.435 2.243.050 4.856.092 2.371.293

* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.710.731 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüberstehen.

Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:

  • • Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
  • • Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
  • • Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH

Münster, den 30. Juli 2013

Vectron Systems AG Der Vorstand

Jens Reckendorf Thomas Stümmler