AI assistant
Vectron Systems AG — Annual Report 2013
Jun 3, 2014
4533_10-k_2014-06-03_da231e99-dcce-426a-80dc-244ee56b3ea0.pdf
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
... since 1990
GESCHÄFTSBERICHT 2013
KENNZAHLEN 2013
| 2013 | 2012 | Veränderung in % | |
|---|---|---|---|
| T€ | 21.410 | 22.673 | -5,6 |
| T€ | 1.514 | 1.766 | -14,3 |
| T€ | 960 | 878 | +9,3 |
| T€ | 374 | 315 | +18,7 |
| T€ | 244 | 602 | -59,5 |
| T€ | 695 | 586 | +18,6 |
| T€ | 554 | 888 | -37,6 |
| € | 0,25 | 0,21 | +18,8 |
| € | 6,45 | 6,69 | -3,5 |
| % | 73 | 73 | -- |
| % | 30 | 32 | -- |
| Mitarbeiterzahlen | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | Veränderung | |
| Zahl der Mitarbeiter zum Jahresende | 128 | 122 | +6 |
| - davon Produktentwicklung und -management | 44 | 41 | +3 |
| - davon Vertrieb und Support | 26 | 25 | +1 |
| - davon Produktion | 27 | 27 | 0 |
| - davon Übrige | 24 | 22 | +2 |
| - davon Auszubildende | 7 | 7 | 0 |
| Selbstständige Handelsvertreter | 8 | 8 | 0 |
INHALT
| Kennzahlen 2013 02 |
|---|
| Brief des Vorstandes 04 |
| Bericht des Aufsichtsrates der Vectron Systems AG 06 |
| Unternehmen und Markt . 08 |
| bonVito: Online-Marketing und Kundenbindung 10 |
| Duratec: Günstige Zweitmarke für die Gastronomie 12 |
| Die Vectron-Produktpalette 14 |
| Jahresabschluss 2013 21 |
| Lagebericht . 22 |
| Bilanz . 32 |
| Gewinn- und Verlustrechnung 34 |
| Kapitalflussrechnung . 35 |
| Anhang 36 |
| Anlagespiegel . 44 |
| Bestätigungsvermerk . 46 |
BRIEF DES VORSTANDES
Sehr geehrte Vectron-Mitaktionäre,
das Geschäftsjahr 2013 war von großen Herausforderungen und negativen externen Einflüssen bestimmt. Wie Sie sich sicher erinnern werden, war das Frühjahr 2013 von einer ungewöhnlich langen Frostperiode geprägt. Selbst zu Ostern lag noch Schnee und das kalte Wetter verabschiedete sich erst gegen Ende Mai. Das bedeutete, dass unsere Kernzielgruppe Gastronomie ein extrem schwaches Frühjahrsgeschäft speziell im Bereich der Außengastronomie und im Feriengeschäft hinnehmen musste. Dies führte bei vielen Unternehmen, die üblicherweise für den Neustart des Geschäfts im Frühjahr Anschaffungen tätigen, zu einem Investitionsstopp, der auch den Bereich der Kassensysteme betraf.
Eine weitere negative Entwicklung betraf unseren stärksten Exportmarkt: die Niederlande. Auch hier wurde bedingt durch das Platzen einer Immobilienblase eine Wirtschaftskrise ausgelöst, die sowohl die Investitionsneigung der Wirtschaft als auch die Kreditvergabebereitschaft der Banken stark negativ beeinflusste. Zusätzlich war natürlich auch in den Niederlanden mit ihrem traditionell starken Tourismusgeschäft an der Nordsee das extrem schlechte Wetter ein wichtiger Faktor.
Insgesamt also keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Es ist uns mit erheblichen Anstrengungen trotzdem gelungen, den Umsatzrückgang mit sechs Prozent in einem überschaubaren Rahmen zu halten.
Hierbei hat uns sicherlich die erfolgreiche Einführung unseres neuen Spitzenmodells Vectron POS Touch im Juni 2013 geholfen, welches unmittelbar ab Lieferbeginn hervorragende Kundenkritiken erhielt und auf Anhieb unser mit Abstand meistverkauftes Modell wurde.
Auch unser webbasiertes Kundenbindungssystem bonVito nahm weiter an Fahrt auf. So konnte die Anzahl der unter Vertrag stehenden Filialen im Jahr 2013 von 500 auf 1.200 deutlich erhöht werden. Insgesamt wurden von unseren bonVito-Kunden bisher schon mehr als eine Million Kundenkarten geordert. Auch viele Kassenverkäufe wurden von den einzigartigen Möglichkeiten von bonVito positiv beeinflusst. Da bonVito bisher nur von einem kleinen Teil der potenziellen Kunden genutzt wird, sehen wir hier auch weiterhin sehr gute Wachstumschancen.
Eine weitere vielversprechende Initiative war der Vermarktungsstart unserer Zweitmarke Duratec, mit der wir das günstige Preissegment als zusätzliches Potenzial anvisieren. Mit der Kombination aus hochwertiger Hardware, extrem vereinfachter Software und pfiffigen App-Lösungen für moderne Smartphones sehen wir sehr viel Interesse bei neuen Kunden und sind uns sicher, hiermit dauerhaft ein weiteres Standbein etablieren zu können.
Diese neuen Geschäftsbereiche ermöglichen neue Wachstumsperspektiven und wären nicht möglich ohne unsere antizyklische Investitionsstrategie. Trotz der genannten Schwierigkeiten haben wir weiterhin zwölf Prozent vom Umsatz für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Diese konsequenten Investitionen haben dafür gesorgt, dass Vectron heute einer der wenigen europäischen Anbieter von Gastronomie- und Bäckereilösungen ist, der seinen Umsatz in den letzten Krisenjahren auf einem vergleichsweise hohen Level stabilisieren konnte.
Dieses Niveau soll nun mit den neuen Vectron-Produkten, bonVito und Duratec Schritt für Schritt ausgeweitet werden.
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auf diesem spannenden Weg weiter begleiten würden.
Mit freundlichen Grüßen
Vectron Systems AG Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
... since 1990
BERICHT DES AUFSICHTSRATES DER VECTRON SYSTEMS AG
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach dem Gesetz und der Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2013 wahrgenommen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle grundlegenden Unternehmensentscheidungen eingebunden und stets zeitnah über aktuelle Entwicklungen informiert. Neben den turnusmäßigen Sitzungen berichtete der Vorstand jeden Monat im Rahmen einer festdefinierten Budgetberichterstattung schriftlich über die aktuelle wirtschaftliche Lage, gab einen Ausblick auf den Rest des laufenden Geschäftsjahres und zog Vergleiche mit vorangegangenen Berichtsperioden, so dass jederzeit aktuelle Informationen vorlagen. Rückfragen von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Bedarfsfall auch außerhalb der Sitzungen vom Vorstand individuell bzw. in Telefonkonferenzen kurzfristig beantwortet.
Zu den Beschlussvorschlägen des Vorstandes hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorgaben seine Entscheidungen abgegeben.
Im Geschäftsjahr 2013 haben vier Aufsichtsratssitzungen stattgefunden.
Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung am 14.03.2013 war die Feststellung des Jahresabschlusses 2012 und die Genehmigung des Lageberichts. Es erfolgte die Beschlussfassung zum Vorschlag zur Gewinnverwendung und zum Bericht des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss 2012. Weitere Schwerpunkte waren strategische Themen, die Produktpolitik sowie die Vorbereitung der Hauptversammlung.
Am 07.06.2013 fand im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft in Frankfurt eine weitere Sitzung statt. Es wurden der Verlauf der Hauptversammlung, die aktuellen Unternehmenszahlen und der Stand der wesentlichen Entwicklungsprojekte diskutiert. Ein Schwerpunkt war die Anpassung der Unternehmensstrategie und -strukturen an die laufenden Marktveränderungen.
Die Sitzung am 02.09.2013 befasste sich hauptsächlich mit dem vom Vorstand aufgestellten Mehrjahresplan und den erforderlichen Maßnahmen zur Planerreichung.
Schwerpunkte der letzten Sitzung des Jahres am 12.12.2013 waren der Rückblick auf den Jahresverlauf 2013, die Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2014 sowie die aktuelle Wettbewerbssituation.
Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Entsprechungserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Website der Gesellschaft allgemein zugänglich gemacht worden. Die Vectron Systems AG erklärt darin, den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13.05.2013 mit Ausnahmen zu befolgen. Die Ausnahmen werden aufgrund von unternehmensspezifischen Gegebenheiten als sinnvoll erachtet. Aufgrund der geringen Mitgliederanzahl des Aufsichtsrates (drei Personen) wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Der vom Vorstand vorgelegte Lagebericht und Jahresabschluss für das Jahr 2013 wurde von der KJP TreuConsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer hat über die Prüfung in der Aufsichtsratssitzung am 19.03.2014 mündlich berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung.
Nach Prüfung des Jahresabschlusses (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht) hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zugestimmt und den Jahresabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit.
Münster, im März 2014
Für den Aufsichtsrat
Christian Ehlers Vorsitzender des Aufsichtsrats
UNTERNEHMEN UND MARKT
... since 1990
Das Unternehmen
Die Vectron Systems AG gehört zu den führenden europäischen Anbietern intelligenter Kassensysteme. Pro Jahr werden mehr als 10.000 Kassen am Firmensitz in Münster produziert. Die Produktpalette umfasst ein breites Sortiment stationärer und mobiler Kassenmodelle unterschiedlicher Größen und Leistungsfähigkeit, die mit innovativer und wegweisender Technik ausgestattet sind. Neben dem technologischen Führungsanspruch legt die Vectron Systems AG großen Wert auf ein progressives Kassendesign.
Das Besondere an Vectron-Kassen ist die auf über 20 Jahren Branchenerfahrung basierende Software. Im Gegensatz zu anderen Herstellern funktionieren alle Kassenmodelle mit der gleichen Software und sind daher problemlos untereinander vernetzbar. Zugleich ist die Software so flexibel, dass sie sich für die unterschiedlichsten Branchen anpassen lässt. Kurz gesagt: eine Software für alle Modelle und alle Branchen. Vectron bezeichnet dies als "doppelte Plattformstrategie".
Der Markt
Der Markt für Kassensysteme ist durch eine große Zahl kleiner Unternehmen geprägt, die vorwiegend regional arbeiten. Nur wenige Kassenhersteller sind international ausgerichtet. Die meisten haben sich auf bestimmte Branchen konzentriert, während die von der Vectron Systems AG eingesetzte Software so flexibel ist, dass sie sich an alle Branchen anpassen lässt.
Die Zahl der Kassenplätze in Deutschland und Westeuropa ist seit Jahren relativ konstant, es ist jedoch ein kontinuierlicher Trend zu hochwertigen, leistungsfähigen Systemen spürbar. Dies gilt insbesondere für Gastronomie- und Bäckereiketten – zwei der Hauptzielgruppen der Vectron Systems AG. Hochwertige Systeme werden vor allem dann eingesetzt, wenn nicht nur reine Abrechnungsfunktionen benötigt werden, sondern gleichzeitig weitere betriebswirtschaftliche Lösungen (Bestellwesen, Lagerhaltung, Zeiterfassung etc.) abgedeckt werden sollen.
Die Umsatzschwerpunkte von Vectron liegen in der Gastronomie und in der Bäckereibranche mit entsprechend hohem Marktanteil. Der Vertrieb ist international ausgerichtet. Derzeit werden die Produkte in 30 Ländern weltweit über ein dichtes Netz von rund 300 Fachhändlern, die auch die Endkundenbetreuung übernehmen, verkauft. Die Fachhändler werden durch einen Vertriebsaußen- und -innendienst sowie durch ein Support-Team unterstützt.
Die Exportquote liegt aktuell bei 30 %. In den Auslandsmärkten sieht Vectron in den nächsten Jahren erhebliches Potenzial zur Steigerung der Umsätze durch eine intensivere Betreuung und weitere konjunkturelle Erholung. In Österreich, den Niederlanden und der Schweiz kann sich die Vectron Systems AG nach eigener Einschätzung zu den führenden Anbietern zählen.
Umsatzsegmente
Die Umsätze der Vectron Systems AG lassen sich in die Produktsegmente "POS Kassensysteme" (diese bestehen aus einer Kombination von Hard- und Software), "Software" (PC-basierte Kassen- und Backoffice-Software sowie sonstige Lizenzen) und "Handelsware und Zubehör" aufteilen. Der überwiegende Teil des Umsatzes wird mit dem Kerngeschäft, den Kassensystemen, erzielt.
BONVITO: ONLINE-MARKETING UND KUNDENBINDUNG
Unter dem Markennamen bonVito bietet Vectron webbasierte Marketing-Tools in den Bereichen Kundenbindung, Kundenkarten, E-Payment, Reservierung und Reporting. Die Vectron-Kassen werden über das Internet mit bonVito verbunden, wodurch sich z. B. individuelle Marketingkampagnen ganz einfach online einrichten und an die Kassen senden lassen. Die Kassen führen die Kampagne dann automatisch durch, so entsteht keine zusätzliche Arbeit für das Personal. Sobald eine Aktion läuft, bietet bonVito die Möglichkeit, ihren Erfolg in Echtzeit zu verfolgen. bonVito kann anonym und personalisiert eingesetzt werden.
... since 1990
Anonyme oder personalisierte Bonus-Nutzung
Bei den meisten Kampagnen können die Kunden von bonVito-Partnern selbst entscheiden, ob sie eine anonyme oder personalisierte Nutzung möchten. Bei der anonymen Nutzung ist die Eintrittshürde besonders gering und dem bonVito-Partner entstehen keine Kosten für Kundenkarten. Alle notwendigen Informationen werden auf dem Bon ausgedruckt, den der Kunde beim nächsten Besuch einfach wieder mitbringt, um weitere Boni zu sammeln oder einzulösen.
Noch effektiver ist die personalisierte Nutzung von bonVito. Dafür erhalten Kunden entweder eine Kundenkarte oder rufen die bonVito-App auf ihrem Smartphone auf, die bequem als digitale Kundenkarte genutzt werden kann. Durch die Registrierung eines Kunden im bonVito-System stehen dem bon-Vito-Partner zusätzliche wertvolle Informationen über den Kunden und sein Kaufverhalten zur Verfügung. So können Kampagnen gezielter auf Kunden ausgerichtet und durch eine höhere Kundenbindung mehr Umsatz generiert werden. Die Kampagnenabwicklung erfolgt durch einfaches Einlesen der Kundenkarte oder des in der App enthaltenen QR-Codes an der Kasse. Um den Werbeeffekt zu erhöhen, werden die Kundenkarten individuell gestaltet.
Detaillierte Auswertung
Der Einsatz von bonVito ist extrem sicher. So verhindern z. B. eindeutige Barcodes bei Coupons und Stempelheften Manipulationen. Da alle relevanten Daten im Kassensystem gespeichert werden, stehen sie für Controllingzwecke zur Verfügung. Jede einzelne Kampagne kann dadurch detailliert ausgewertet werden. Zu jedem Zeitpunkt lässt sich sagen, wie viele Teilnehmer es bei welcher Kampagne gibt, wie viel Umsatz erzielt wurde, wie viele Punkte bzw. Coupons ausgegeben und wie viele eingelöst worden sind. Auch das Kaufverhalten jedes einzelnen Karteninhabers kann detailliert analysiert werden. bonVito bietet also die Chance, die Wirkung von Marketingmaßnahmen durch Nutzungsstatistiken exakt zu messen und zu bewerten.
Vielseitige Möglichkeiten
bonVito funktioniert auch filialübergreifend, die zahlreichen Module können einzeln oder kombiniert für einen günstigen monatlichen Festbetrag gebucht werden. Wahlweise sind auch ein günstiges Gesamtpaket inklusive Kasse oder eine transaktionsbasierte Abrechnung möglich.
Online Reporting
Über die Online-Reporting-Funktion besteht die Möglichkeit, auf alle aktuellen Kassen- und Kampagnen-Daten in Echtzeit zuzugreifen. Mit der "Mobile Reporting App" lassen sich die wichtigsten Erfolgskennzahlen jederzeit auch live über mobile Endgeräte abrufen.
Reservierungssystem
Mit der praktischen bonVito-Online-Reservierung lassen sich nicht nur Tische reservieren. Der komfortable Reservierungsmanager eignet sich ebensogut, um z.B. die Belegung von Plätzen eines Tennisvereins oder Abschlagszeiten auf dem Golfplatz zu verwalten.
Neben einer vertriebsorientierten Internetseite (www.bonvito.net) gibt es einen Blog und einen You-Tube-Channel, um auf möglichst vielen zeitgemäßen Kanälen mit (potenziellen) Kunden in Kontakt zu treten. Die Leistungen von bonVito werden permanent erweitert. In Kürze stehen ein Personalplanungs-Tool und eine Business-Intelligence-Lösung zur Verfügung.
DURATEC: GÜNSTIGE ZWEITMARKE FÜR DIE GASTRONOMIE
Vectron bewegte sich bisher im gehobenen Segment und deckte vorrangig den Markt der anspruchsvollen Kunden ab. Um den Bereich der unteren bis mittleren Preis-/Leistungssegmente zu erschließen und weitere Marktanteile zu sichern, hat Vectron im Oktober 2013 die Zweitmarke "Duratec" auf den Markt gebracht. Nach Deutschland, Österreich und der Schweiz sind Duratec-Kassen seit Januar 2014 auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den Niederlanden erhältlich, weitere Länder folgen sukzessive.
Technisch basiert die neue Duratec-Produktpalette zwar auf der anspruchsvollen Technologie von Vectron, jedoch wurde insbesondere bei der Software auf eine Konzentration aufs Wesentliche sowie eine starke Vereinfachung und leichte Erlernbarkeit geachtet. Bei der Hardware setzt Vectron auf langlebige spezielle Hardware made in Germany statt Billig-PCs. Gleichzeitig werden mit Duratec aktuelle Trends wie die Integration von Apple-Geräten als Orderhandy berücksichtigt.
Robuste Hardware, einfache Bedienung
Duratec richtet sich im ersten Schritt ausschließlich an an kleine bis mittelgroße Gastronomiebetriebe, weitere Branchen sind in Planung. Die robusten stationären Kassensysteme vereinen Sicherheit, Effizienz und Flexibilität mit sehr leichter Bedienung und einfacher Programmierung. Das Gehäuse der "Duratec POS S15" ist aus schwarz pulverbeschichtetem Stahl und trotzt bestens den rauen Bedingungen in der Gastronomie. Die sorgfältige Abdichtung macht den hochwertigen 38,1 cm (15") großen Touchscreen unempfindlich gegen Spritzwasser. Auf den Frühjahrsmessen 2014 wurde als zweites Modell der Reihe die "Duratec POS S12" mit 30,7 cm (12") großem Touchdisplay und stabilem Kunststoffgehäuse vorgestellt.
Die Duratec-Geräte bieten ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis und stehen auch als Leasinggeräte zur Verfügung. Zusätzlich können sie mit einem umfassenden Full-Service-Vertrag rundum abgesichert werden.
Mobil kassieren mit Duratec
Damit zusätzlich auch mobil kassiert werden kann, hat Vectron eine Bestell-App für iPhone und iPod touch entwickelt, die in Kürze auf den Markt kommt. Die "Duratec MobileApp" ermöglicht eine einfache Erfassung und Abrechnung von Bestellungen. Für schnelle und intuitive Abläufe ist ihre Bedienung an die der stationären Duratec-Kassen angelehnt. Die App unterstützt Rabatte, Bar-, Kredit- und EC-Kartenzahlung.
Eine Demo-Version ist kostenlos im App-Store von Apple erhätlich. Funktionsfähig ist die App nur im Netzwerk mit einer stationären Duratec-Kasse als Server. Für die Nutzung ist ein monatlicher Betrag zu entrichten, wodurch feste monatliche Einnhamen für die Vectron Systems AG generiert werden.
Der im Vergleich zu Vectron-Kassensystemen deutlich eingeschränkte Funktionsumfang von Duratec-Geräten ermöglicht eine klare Abgrenzung der beiden Marken und verhindert Kannibalisierungseffekte bei der Kernmarke Vectron. Da die Programmierung der Geräte deutlich schneller und einfacher ist, geht Vectron davon aus, zahlreiche neue Händler im In- und Ausland für Duratec gewinnen zu können.
... since 1990
DIE VECTRON-PRODUKTPALETTE
Vectron POS Vario II
Mit der Vectron POS Vario II wurde im Februar 2012 das erste Modell der neuen stationären Vectron-Produktgeneration auf den Markt gebracht. Sie wurde entwickelt, um Arbeitsabläufe noch effizienter zu machen. Zuverlässige Spitzentechnologie sorgt für eine im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwa 10-fach höhere Arbeitsgeschwindigkeit, hochwertige Materialien garantieren Robustheit und eine lange Lebensdauer. Die leistungsstarke und technologisch führende Software bietet zahlreiche ausgereifte Funktionen, die Arbeitsabläufe beschleunigen und erleichtern. Bei der Vectron POS Vario II ermöglicht die Kombination von 12" großem Touchscreen und Folientastatur eine besonders schnelle und intuitive Bedienung sowie die übersichtliche Darstellung auch großer Artikelstämme.
Vectron POS Mini II
Die Vectron POS Mini II ist ein weiteres Modell der neuen Produktgeneration. Sie bietet die gleiche komfortable Folientastatur wie die POS Vario II, hat aber mit 7" einen deutlich kleineren Touchscreen. Sie ist eine günstige Alternative zur POS Vario II, wenn Eingaben hauptsächlich über die Tastatur erfolgen und kein großer Touchscreen benötigt wird.
Vectron POS Touch
Das Spitzenmodell Vectron POS Touch komplettiert die stationäre Produktgeneration. Das elegante Kassensystem ist hochwertig, zuverlässig, schnell, robust und enorm langlebig. Besonders in Stoßzeiten stellt es mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit die Leistungsstärke seiner Elektronik unter Beweis. Die Bedienung ist einfach und intuitiv und der komfortable 15"-Touchscreen bietet viel Platz für die übersichtliche Darstellung selbst großer Artikelstämme. Als nicht PCbasiertes Kassensystem ist die Vectron POS Touch zudem perfekt vor Viren und Manipulationen geschützt.
Vectron POS MobilePro II
Seit Anfang des Jahres ist die Vectron POS Mobile-Pro II erhältlich. Das Nachfolgemodell der bewährten und äußerst erfolgreichen POS MobilePro ähnelt optisch dem Vorgänger, wurde aber technnisch generalüberholt. Es ist deutlich schneller und leistungsstärker, die Sonnenlichttauglichkeit des Displays wurde erhöht und ein verbesserter Touch eingebaut. Geblieben sind die extreme Robustheit und Wasserdichtigkeit. Durch die praktische Touch-Tastatur-Kombination lässt die Vectron POS MobilePro II sich besonders schnell bedienen und ist insbesondere für Unternehmen mit hoher Kundenfrequenz oder extremen Belastungen zu Spitzenzeiten zu empfehlen. Für angenehmes Arbeiten ist das System klein, leicht und ergonomisch geformt. Die Vectron POS MobilePro II ist ein vollwertiges mobiles Kassensystem ohne Abhängigkeit von einer Serverstation.
Vectron POS MobilePad
Die Vectron POS MobilePad ist stationäre und mobile Kasse in einem Gerät. Mit ihrer kompakten Dockingstation beansprucht sie trotz des 21,3 cm (8,4") großen TFT-Farbdisplays nur sehr wenig Stellfläche und ist daher ideal, wenn bei wenig Platz auf der Theke ein großes Display benötigt wird. Als mobiles Kassensystem erinnert sie in Form und Größe an einen Tablet-PC, wurde jedoch speziell für den Einsatz im harten Gastronomie-Alltag entwickelt und ist mit ihrem wasserdichten Magnesiumgehäuse extrem robust und langlebig.
Vectron Kundendisplays
Parallel zur neuen stationären Kassengeneration hat Vectron Kundendisplays entwickelt, deren Design harmonisch auf die neue Produktlinie abgestimmt ist. Das C56 mit schwarz-weißem, transflektivem LCD-Display hat eine Bildschirmdiagonale von 13,2 cm (5,2") und kann 2 x 20 Zeichen anzeigen. Es wird mit einem Gelenk am hinteren Kassengehäuse angebracht, wodurch es im Anzeigewinkel verstellbar ist. Es ist auch als standalone-Gerät auf einem Ständer in zwei verschiedenen Höhen erhätlich. Eine größere Variante ist das Vectron C75 mit einer Bildschirmdiagonale von 17,8 cm (7") und farbiger Anzeige. Es kann neben dem Bon auch Bilder darstellen und Videos abspielen. Das größte Kundendispay, das Vectron C100, hat eine Bildschirmdiagonale von 26,4 cm (10,4").
Vectron T10
Das Transponder-Schreib-/Lesegerät Vectron T10 ermöglicht es, mit allen Vectron-Kassensystemen ein bargeldloses Inhouse-Bezahlsystem auf Basis berührungsloser Transponderkarten zu betreiben. Dabei ist es möglich, sowohl vorab Geldbeträge aufzubuchen und dann zu verbrauchen als auch nur Verbräuche zu speichern und später abzurechnen. Die mobilen Kassensysteme von Vectron können ebenfalls mit passenden Transponderlesern ausgestattet werden, so dass Kundenkarten sowohl stationär als auch mobil abgerechnet werden können. Eine ideale Lösung z.B. für Clubs, Diskotheken, Hotelresorts, Kreuzfahrtschiffe oder Stadien.
Vectron POS PC
Vectron POS PC stellt die umfassende Vectron-Kassensoftware auch für PC-basierte Kassenlösungen bereit. So lässt sich die branchenübergreifende POS-PC-Software direkt am Kassenplatz mit Backoffice-Programmen, E-Mail-Anwendungen und weiteren Windows-Applikationen kombinieren. Trotz unterschiedlicher Hardware-Basis ist Vectron POS PC mit allen proprietären Vectron-Kassensystemen vernetzbar. Beide Systeme bieten gleiche Funktionen, Programmroutinen und ein einheitliches, untereinander austauschbares Datenformat für Artikel, Umsätze und weitere Leistungen. Die Software kann auf jeder PC-Hardware mit Windows-Betriebssystem eingesetzt werden.
| - Vection POS PC | $-10x$ | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 8.21 | Bed 1 | Bed 2 | Bed 3 | Bed 4 | Bed 5 | Bed 6 |
| $1,28$ $6$ 12 Brötchen Happy Hour 5 Hussecke 5.48 6 2 Schwarzwälderk irsch 3.68.6 |
belectes Brotchen. Britarhee |
Lund- brot Mich- brötchen. |
Amerikanen Cola Dose |
Nussecke Cola 1L PET |
Käse- kuchen Tasse Kattee |
Eis oenischt. Fast Food |
| $0.72$ € Pfirsicholunder 3.58 6 2 Coca Cola Dose Pfand 0.50.6 1 Dinkelbrötchen 0.28 5 1 Kürh iskersbrätchen 0.28 0 $8,28$ $6$ 1 Laugenbrötchen |
Land- brötchen Brötchen |
Hills- brötchen Sesso- brötchen.A. |
Inbill- brötchen Mich brotchen. |
Speck- brötchen a Hohn- brotchen. |
Brotchen Kuchen |
Brot Plunder orbäck. |
| 0.56.6 2 Schrotbrötchen BAR 20.00C Zurück $3.52$ € |
Roggen- brotchen. Doalisen- brötchen. |
Lausen- brotchen. School- brötchen |
Kirb Kern brotchen. Jodhurt- brötchen. |
Dirkel- brotchen. Divers Brötchen a |
Sceder orbitch. Kattan naschine. |
Snacks All freis Getränke a |
| Kunde $\mathbf x$ 259 $\blacktriangle$ |
۰ | |||||
| ň, 络 8 9 |
Kunde | Abbolzeit | In Haus | Rabatt Personalui |
Produkt Into |
Info Drucken at |
| 黨 st. 5 4 6 |
Restol- Lnoin |
Arb.Zeit Anneldungal |
Arh. 7ell Abmeldungal |
Vorgänge | Sonder turktiones |
|
| $\Diamond$ 2 з 855 |
€ | $\overline{2}$ € |
5 € |
10 € |
20 € |
50 € |
| ↵ œ Sec Ω |
Zurück | 3,52 | ||||
| Frau Schnidt | Spoker | $R_{\text{min}}^{\text{ref}}$ 21,988 |
恥 | BAR | ||
| 88.89.2888 11:12 |
Bed. | Tasti B.an | Mahlo |
| Vectron Commander 7.0.0.0 - [Hauptfiliale [1]: Artikel etc. - Artikel] | $\neg x$ | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Cotel Bearbelon Ansicht Berichte Kassenprogramme Kommunikation Konfiguration Hilfsfunktionen Fenster Hilfe | $- e $ x | |||||
| l L L L L L L L L L L L L L L L L L L L | ||||||
| D B B ■ E X Y P & 5 B B B B 5 B 5 B B | ||||||
| Ordnerkite | Nummer | Name | 国 Icon | (8 ° Warencruppe) | Prog. aus WG Iv. |
図》 Prejstvo |
| E-F-Artikel etc. | 11 Knowharber 0.3 | 10 - Riere | 0 - Nein | 1 - ElevativeMov | ||
| m Artikel |
12 Javar 0.3 | 10 - Biere | O., Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| Artified is art | 13 Becks 0.3 | 10 - Biere | Q - Nein | 1 - Überschreibber | ||
| Warengruppen | 21 Kells 0.33 | 20 - Alle frei Getz. | 0 - Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| Artistiscovahl Ëп |
22 Cola 0.2 | 20 - Alle frei Gety. | ft - Nein | 1 - Eberschreibbar | ||
| Modfler Six Eakbartvoen |
23 Minerakeasser 0.2 | 20 - Alle Frai Gate. | Ift - Niein | 1 - Derotrebbar | ||
| 揃 Preisbypen |
31 Eisbecher klein | 30 - Dessert | O - Niein | 1 - Überschreibber | ||
| Stornobypen | 32 Fishecher and) | 3D - Decoret | 0 - Nein | 1 - Überschreibber | ||
| Scan-(Carbancodes | 33 Rime Helene | 30 - Decoret | 0 - Nein | 1 - Eberschreibbar | ||
| Bedener etc. | 41 Sparoelcremesu | 40 - Suppen | 0 - Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| Finanzen etc. | 42 Tomateneucce | $40 - S$ uppen | O - Nein | 1 - Derotrebbar | ||
| Eingabe | 51 Storeschotzel | 50 - Fleisch | 0 - Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| Anzelon | 52 Rinderbraten | SD - Fleisch | Q - Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| 61 Robusin 0.2 | 60 - Weine | 0 - Nein | 1 - Überschreibbar | |||
| Netz | 62 Wellweis 0.2 | 60 - Weine | 0 - Nein | 1 - ElevativeNew | ||
| Texte | 71 Sahne | 70 - Vorspeisen | 0 - Nein | 1 - Überschreibbar | ||
| Berichte/Journale | 72 Pommes Fribes | 70 - Vorspeisen | $1 - 3n$ | 0 - Keine Augusti | ||
| Diverses ÷. |
73 Rotkartoffelo | 70 - Vincennisno | $1 - 36$ | 0 - Keine Augusti | ||
| Kassanejgenschaften | B1 Pfand | 80 - 7xx82a | $1 - 36$ | 0 - Keine Arrowald | ||
| Einstellungen | 90 Zigarettengeld | 90 - Auslagen | $1 - 36$ | 0 - Keine Arrowald | ||
| Parameter œ. |
||||||
| Systemscherheit | ||||||
| iii Informationen | ||||||
| B-Ph Ink, / Löschen | $\leftarrow$ | Þ | ||||
| Station: Standard (1) Benutzer: Administrator (1) |
20 Datensitze |
Vectron Commander 7
Die 7er-Version der vielseitigen Kommunikationssoftware Vectron Commander bietet viele überzeugende neue Funktionen. Neben den von der Vorgängerversion bereits bekannten nützlichen Features zur vereinfachten Datenpflege aller verbundenen Kassen sowie zur automatisierten Datenübertragung und -auswertung kann mit dem Vectron Commander 7 die komplette Programmierung und Konfiguration der angeschlossenen Vectron-Kassensysteme erfolgen. Neu eingeführte "Assistenten" vereinfachen die Programmierung. Damit lassen sich z. B. ganz leicht Icons und Buttons erstellen, ändern oder löschen. Auch die Programmierung der grafischen Benutzeroberfläche, die Tastaturbelegung der Kassensysteme und die Erstellung von Tischplänen erfolgt schnell und einfach über mitgelieferte Assistenten. Desweiteren machen die völlig neu gestaltete grafische Bedienoberfläche und die geänderte Benutzerführung den Umgang mit dem Commander übersichtlicher, intuitiver und einfacher.
Jahresabschluss 2013
| Lagebericht 22 |
|---|
| 1. Geschäftsverlauf . 22 |
| 1.1. Branchenentwicklung . 22 |
| 1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung . 22 |
| 1.3. Produktion und Beschaffung . 23 |
| 1.4. Investitionen . 23 |
| 1.5. Finanzierung . 23 |
| 1.6. Personalbereich . 24 |
| 1.7. Vergütungssystem der Organe . 24 |
| 1.8. Sonstige wichtige Vorgänge . 24 |
| 2. Vermögens- und Finanzlage . 25 |
| 3. Ertragslage . 25 |
| 4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag . 27 |
| 5. Risikoberichterstattung . 27 |
| 5.1. Geschäftsrisiken . 27 |
| 5.2. Prozess- und Wertschöpfungsrisiken . 28 |
| 5.3. Finanzrisiken . 28 |
| 5.4. IT-Risiken . 29 |
| 5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken . 29 |
| 5.6. Personalrisiken . 29 |
| 5.7. Produktrisiken . 29 |
| 6. Prognosebericht . 30 |
| 6.1. Zukünftige Branchenentwicklung . 30 |
| 6.2. Zukünftige Produktentwicklung . 30 |
| 6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung . 30 |
| Bilanz 32 |
| Gewinn- und Verlustrechnung 34 |
| Kapitalflussrechnung 35 |
| Anhang 36 |
| Anlagespiegel 44 |
| Bestätigungsvermerk 46 |
JAHRESABSCHLUSS 2013 – LAGEBERICHT
... since 1990
1. Geschäftsverlauf
1.1. Branchenentwicklung
Es ist ein unveränderter Preiswettbewerb in der POS ("Point of Sale")-Branche festzustellen, der sich in den gesättigten Märkten der Industrieländer in Form eines Verdrängungswettbewerbes bemerkbar macht. Den zahlreichen kleinen regionalen Herstellern stehen nur einige wenige global agierende Unternehmen gegenüber. Wachstumschancen im Markt eröffnen sich nur anhand von Produktinnovationen. Aus Sicht der Vectron Systems AG entwickeln sich die Absatzmärkte weiterhin unterschiedlich. Einige europäische Märkte haben nach den vergangenen Krisenjahren eine Bodenbildung erreicht und können erste positive Tendenzen aufweisen. Es sind jedoch auch noch Regionen vorhanden, in denen weiterhin die Refinanzierungsmöglichkeiten für Neuinvestitionen fehlen. Das Inlandsgeschäft hat auf hohem Niveau einen leichten Rückgang hinnehmen müssen.
1.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung
Die Umsätze im Inland sind im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht zurückgegangen. Eine zentrale Ursache für den Rückgang liegt im sehr kalten Frühjahr des Jahres 2013 begründet. Bis weit in den Mai hinein waren z.T. einstellige Temperaturen zu verzeichnen, so dass die saisonübliche Investitionsnachfrage in der für Vectron wichtigen Außengastronomie nahezu vollständig ausgefallen ist. Die Auslandsaktivitäten haben ebenso unter den negativen Witterungseinflüssen gelitten, da auch in Südeuropa ungewöhnlich kühle Frühlingsmonate zu verzeichnen waren. Wenngleich sich die Nachfrage ab den Sommermonaten wieder normalisiert hat, konnte der fehlende Umsatz der Frühjahrssaison im weiteren Jahresverlauf nicht mehr kompensiert werden. Die Exportquote ist gegenüber Vorjahr leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 30 %.
Das vor einigen Jahren gestartete Absatzförderungsmodell bietet Vectron-Endkunden eine attraktive Möglichkeit zur Refinanzierung ihrer Investitionen in neue Kassenmodelle. Das Absatzförderungsmodell wird über das bestehende Vertriebsnetz angeboten und nutzt die Kompetenz und die Marktkenntnisse der Vectron-Fachhandelspartner vor Ort. Das Finanzierungsangebot hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzanteil von 14 % am Gesamtumsatz erreicht.
Im Berichtsjahr musste ein Umsatzrückgang auf T€ 21.410 hingenommen werden. Aus dem Absatzförderungsmodell ergeben sich Sondereffekte, so dass die reale Umsatzentwicklung und Umsatzveränderung gegenüber den gebuchten Veränderungen geringfügig abweicht. Auf die Ausführungen im Anhang zum Absatzförderungsmodell wird verwiesen. Das Geschäftsmodell von Vectron ist auf kurze Auftragsvorlaufzeiten und entsprechend kurze Produktionsdurchlaufzeiten ausgerichtet, wodurch insbesondere die Vectron-Fachhandelspartner profitieren. Nennenswerte Auftragsbestände sind bei diesem Geschäftsmodell nicht zu verzeichnen.
1.3. Produktion und Beschaffung
Die Kassensysteme werden auf Basis einer sogenannten doppelten Plattformstrategie, d. h. jedes Produkt nutzt die gleiche Anwendungssoftware und kann in jeder Branche eingesetzt werden, entwickelt. Die Hardwareentwicklung verfolgt eine konsequente Gleichteilestrategie, so dass Materialbeschaffungen und Entwicklungszyklen effizient und flexibel gestaltet werden können.
Durch die Gleichteilestrategie lässt sich eine große Variantenvielfalt ohne Aufbau eines überproportionalen Vorratsvermögens generieren. Der Produktionsprozess besteht im Wesentlichen aus Montage von Baugruppen und vorgefertigten Bauteilen. Einige häufig nachgefragte Varianten werden unterjährig auf Lager gefertigt, ansonsten erfolgt die Fertigung auftragsspezifisch. Die Lieferanten werden bereits in der Entwicklungsphase zur Sicherung hoher Qualitätsstandards einbezogen.
Zur Sicherung der jederzeitigen Lieferfähigkeit und um schnelle Reaktionszeiten gewährleisten zu können, werden für alle wichtigen Bauteile vordefinierte Mindestmengen vorgehalten. Neue Produktlinien können daher, unabhängig vom Umsatz, zu einem höheren Vorratsvermögen führen. Im Jahr 2013 hat im Wesentlichen die anstehende Neueinführung der Zweitmarke Duratec zur Erhöhung der Vorratsbestände beigetragen.
1.4. Investitionen
Die Sachinvestitionen belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 622. Der Schwerpunkt lag wie im Vorjahr auf der Neuentwicklung von stationären Kassensystemen sowie der Modernisierung und Erweiterung der ERP-Software.
In die unmittelbare Neu- und Weiterentwicklung von Vectron-Produkten sind 36 % der Belegschaft eingebunden. Ein nicht unerheblicher Anteil des Personalaufwandes ist daher den Entwicklungsleistungen direkt zuzurechnen. Auf eine Aktivierung von Eigenleistungen wird in diesem Zusammenhang jedoch verzichtet.
1.5. Finanzierung
Ein positiver operativer Cashflow garantiert die jederzeitige Zahlungsfähigkeit des Unternehmens auch bei unterjährigen Umsatzschwankungen. Durch die ausgeprägte Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft lassen sich die aktuellen und geplanten Entwicklungsprojekte aus den vorhandenen liquiden Mitteln bestreiten. Die Finanzierung ist insgesamt auf langfristige Stabilität ausgerichtet.
Das nachrangige Genussrechtskapital I hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 (zur Ausgestaltung des
JAHRESABSCHLUSS 2013 – LAGEBERICHT
Genussrechtskapital I wird auf den Anhang verwiesen). Das bisherige nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von T€ 2.000 wurde im Dezember 2013 zurückgeführt. Im Gegenzug wurde neues Genussrechtskapital II mit einem Volumen von T€ 1.500 begeben (Laufzeit bis 15.02.2019).
... since 1990
Nicht in der Bilanz enthaltene wesentliche Verpflichtungen bestehen in Form eines Mietvertrages für die Immobilie am Unternehmensstandort sowie für die Refinanzierung des erfolgreichen Absatzförderungsmodells. Darüber hinaus bestehende Leasingverträge (Fuhrpark, Werkzeuge, Messebau etc.) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Für die bonVito GmbH wurden, zur Unterstützung in der Startphase, Bürgschaftsverpflichtungen eingegangen. Die Gesamtsumme der sonstigen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 9.165. Ein Anteil von T€ 1.965 entfällt auf eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Auf die Ausführungen im Anhang wird verwiesen.
1.6. Personalbereich
Die Belegschaft umfasste am Jahresende 121 Mitarbeiter (Vj. 115 Mitarbeiter). Darüber hinaus werden noch sieben Auszubildende sowie acht freie Handelsvertreter beschäftigt.
Zur Mitarbeitermotivation setzt Vectron bei allen Mitarbeitern auf ein vom Jahresergebnis abhängiges variables, mehrstufiges Vergütungsmodell. Bei guter Ertragslage partizipieren alle Mitarbeiter deutlich von den variablen Gehaltsbestandteilen, die bei rückläufigen Erträgen entsprechend geringer ausfallen. Durch dieses Modell entsteht ein innerhalb der Belegschaft akzeptierter Interessenausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern. Für leitende Mitarbeiter wurde zusätzlich ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt. Weiterführende Angaben zu den Optionsrechten (Bedingtes Kapital I + III) finden sich im Anhang des Jahresabschlusses.
1.7. Vergütungssystem der Organe
Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft erhalten neben einer festen Vergütung auch eine ergebnisabhängige Komponente in Höhe von einem Prozent des operativen Ergebnisses (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen). Zudem steht jedem Vorstandsmitglied ein Firmenfahrzeug zur Verfügung. Optionsrechte für den Erwerb von eigenen Aktien werden nicht gewährt.
Der Aufsichtsrat erhält eine jährliche Fixvergütung. Variable Komponenten sind nicht vorgesehen.
Hinsichtlich der Angabe der individualisierten Vergütungen wird auf den Anhang verwiesen.
1.8. Sonstige wichtige Vorgänge
Sonstige wichtige Vorgänge waren während des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen.
2. Vermögens- und Finanzlage
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen die von Entwicklungspartnern entgeltlich erworbenen Design- und Konstruktionspläne. Werkzeuge für die Produktion werden als Sachanlagen (Technische Anlagen) ausgewiesen. Der überwiegende Anteil des Anlagevermögens hat einen direkten Bezug zur Produktentwicklung. Unter den Finanzanlagen wird die Tochtergesellschaft bonVito GmbH ausgewiesen.
Das Vorratsvolumen hat sich gegenüber Vorjahr um rund 10 % erhöht. Wesentlicher Einflussfaktor ist die in 2014 anstehende Produkteinführung der Zweitmarkte Duratec und eine daraus resultierende zusätzliche Lagerhaltung, da der jederzeitigen Lieferfähigkeit eine hohe Priorität eingeräumt wird. Zwischenzeitliche Ausweitungen des Vorratsvermögens werden bewusst in Kauf genommen, da sich aufgrund des Geschäftsmodells kurzfristige Lieferengpässe unmittelbar auf den Umsatz negativ auswirken würden.
Der Forderungsbestand setzt sich aus einer Vielzahl von kleineren Einzelforderungen unterschiedlicher Kunden zusammen. Die durchschnittliche Forderungsreichweite schwankt im Jahresverlauf zwischen 40 und 60 Tagen. Längere Zahlungsziele werden nur in Ausnahmefällen vergeben. Die tatsächlichen Zahlungsausfälle sind sehr gering. Potenziellen Risiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen begegnet.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit jeweils einem Stimmrecht zusammen. Das Gesamteigenkapital beläuft sich am Abschlussstichtag auf T€ 9.680. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote (inkl. Genussrechtskapital II) beträgt 85 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von T€ 1.725 können jederzeit aus dem operativen Cashflow und den vorhandenen liquiden Mitteln bedient werden. Auch bei schwankenden Umsätzen oder einem vorübergehend rückläufigen Cashflow ist die Finanzierung des Unternehmens mittel- und langfristig gesichert. Die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft kann als sehr gut bezeichnet werden. Die Veränderungen des Finanzmittelfonds finden sich in einer separaten Kapitalflussrechnung. Bzgl. der Höhe der außerbilanziellen Verpflichtungen wird auf Tz. 1.5. verwiesen.
3. Ertragslage
Gegenüber Vorjahr musste ein Umsatzrückgang hingenommen werden. Neben ungünstigen Witterungseinflüssen im Frühjahr 2013 haben auch gesetzgeberische Einflüsse im Ausland sowie die Wettbewerbsintensität zu dieser Entwicklung
JAHRESABSCHLUSS 2013 – LAGEBERICHT
... since 1990
beigetragen. Darüber hinaus konnten die Vertriebsziele im neuen Geschäftsfeld bonVito nicht so schnell wie erwartet erreicht werden. Die ursprünglichen Ziele für das Jahr 2013 waren aufgrund dieser Faktoren nur teilweise zu realisieren. Die Rohertragsquote (Materialeinsatz zzgl. Bestandsveränderungen im Verhältnis zum Umsatz) hat sich gegenüber Vorjahr leicht vermindert. Hinsichtlich des besonderen Einflusses des Absatzförderungsmodells auf die Umsatzveränderung sowie die Rohertragsquote wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH, sowie diesjährig auf die Minderung des Erfüllungsbetrages des Genussrechtskapitals I und auf Lieferantrückansprüche.
Die Personalkosten sind aufgrund eines leichten Personalzuwachses um rund 4 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die auch die direkten Vertriebskosten des Absatzförderungsmodells enthalten, haben sich aufgrund gesunkener Marketing- und Vertriebskosten um 7 % verringert. Den größten Anteil des sonstigen betrieblichen Aufwandes nehmen mit 56 % die Vertriebskosten ein. Auf die Betriebskosten entfällt ein Anteil von 28 %. Verwaltungskosten sowie sonstige Aufwendungen spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Die Zinsaufwendungen haben sich durch die Rückführung eines Darlehens gegenüber Vorjahr vermindert. Die Zinserträge befinden sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund der vorhandenen Finanzierungsstruktur unterliegt die Gesellschaft nur geringen Zinsänderungsrisiken.
Rund 24 % des Materialeinsatzes wurden in 2013 über Fremdwährungen bezogen. Um das sich daraus ergebende Wechselkursrisiko zu begrenzen, werden je nach Marktlage derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Aufgrund des nicht unerheblichen Fremdwährungsanteils können ungünstige Wechselkursänderungen einen negativen Einfluss auf die Rohmarge ausüben. Übrige Aufwendungen der Gesellschaft werden nicht nennenswert von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Gleiches gilt auch für den Absatz, da auch in Fremdwährungsgebieten überwiegend in der Währung Euro fakturiert wird. Inflatorische Tendenzen sind aktuell nicht erkennbar.
Höheren Material- und Personalaufwendungen standen in 2013 gestiegene sonstige Erträge sowie verminderte Abschreibungen und sonstige Aufwendungen gegenüber. Das Jahresergebnis 2013 beläuft sich auf T€ 374.
4. Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag
Bedeutende Vorgänge nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu verzeichnen.
5. Risikoberichterstattung
Zur Überwachung und Entscheidungsunterstützung hat Vectron ein softwaregestütztes Risiko-Management-System installiert und einen Risiko-Management-Beauftragten ernannt, der direkt an den Vorstand berichtet. Alle Risiken werden klassifiziert und sowohl qualitativ als auch quantitativ bewertet. Es findet eine regelmäßige Risikobestandsaufnahme statt. Veränderungen werden dokumentiert, so dass historische Entwicklungen nachvollziehbar sind. Die Ergebnisse jeder Überprüfung werden in einer Risikomatrix festgehalten und mit dem Vorstand diskutiert. Sind kurzfristige Gegenmaßnahmen erforderlich, so werden diese direkt vom Vorstand initiiert.
5.1. Geschäftsrisiken
Vectron legt großen Wert auf die strategische Produktentwicklung. Durch das Anbieten von Alleinstellungsmerkmalen hat sich Vectron bislang erfolgreich vom allgemeinen Preiswettbewerb der Branche abgekoppelt. Bei anhaltend schwacher Investitionsneigung könnten sich Investitionsentscheidungen vermehrt am Verkaufspreis und nicht an der angebotenen Leistung orientieren. Denkbar wäre dann ein Verfall der Margen, der nicht anderweitig kompensierbar wäre. Insofern besitzt das Ziel der Technologieführerschaft für Vectron eine zentrale Bedeutung.
Das Internetzeitalter führt zu einer Verringerung von Markteintrittshürden und zu einem beständigen Wandel der Geschäftsmodelle. Die Beobachtung von Wettbewerbern und auch anderen Branchen zur Überprüfung und Anpassung der eigenen Unternehmensstrukturen gewinnt weiter an Bedeutung. Das Verpassen eines neuen Trends könnte die Ertragskraft von Vectron langfristig schmälern. Produktentwicklungen werden daher fortlaufend möglichen Nachfrageänderungen angepasst.
Die POS-Branche wird mit steigender Tendenz durch Anforderungen der Finanzbehörden (außer der in vielen Ländern seit Langem üblichen Fiskalspeicher-Pflicht gibt es verbreitet strengere Anforderungen an die Erfassung und Speicherung von Umsatzdaten in den Kassensystemen) beeinflusst, die mitunter einen erheblichen Eingriff in das Marktgeschehen darstellen. Politisch motivierte Entscheidungen sind häufig nicht international abgestimmt, so dass Wettbewerbsverzerrungen entstehen können, die die langfristige Entwicklung des Unternehmens beinträchtigen. Es erfolgt daher eine laufende Beobachtung der Gesetzesvorhaben und -entwürfe, die die POS-Bran-
JAHRESABSCHLUSS 2013 – LAGEBERICHT
che direkt betreffen, damit Anpassungen frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert werden können.
5.2. Prozess- und
Wertschöpfungsrisiken
Wachstum und Anpassungsprozesse des Unternehmens können dazu führen, dass die interne Prozesskomplexität schneller ansteigt als die positiven Auswirkungen des Kapazitätsaufbaus bzw. der Veränderungen. Ungenügende interne Prozesse können die Effizienz des Unternehmens damit dauerhaft schmälern. Bei der Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen und Funktionen wird daher besonderer Wert auf die Einbeziehung der Mitarbeiter geachtet. Neue Prozesse werden schriftlich fixiert und überwacht. Das Unternehmenswachstum soll dabei stets mit einer gesunden internen Organisation einhergehen.
Wesentliche Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten oder einzelnen Kunden sind aktuell nicht vorhanden. Die Forderungen verteilen sich auf zahlreiche Endabnehmer. Bei Vertragsabschlüssen mit Großkunden werden Teilzahlungen vereinbart, so dass das Ausfallrisiko begrenzt bleibt. Der größte Fachhändler von Vectron hat in 2013 zu einem Umsatzvolumen von rund 5 % beigetragen. Verschiebungen in der Kundenstruktur können sich jedoch negativ auf das Risiko von Forderungsausfällen auswirken.
5.3. Finanzrisiken
Größere Schwankungen in der Investitionsbereitschaft für POS-Systeme sind nicht unüblich. Plötzlich und unerwartet auftretende Schwächephasen können den Absatz von Vectron empfindlich treffen. Die Konzentration auf hochwertige und komplexe Systemlösungen hat sich für Vectron als ein sinnvoller Lösungsweg zur bestmöglichen Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen etabliert, da Investitionsentscheidungen für hochwertige Systeme weniger vom kurzfristigen Konjunkturverlauf, sondern vielmehr von strategischen Überlegungen abhängig sind.
Umsatzschwankungen können den freien Cashflow kurzfristig stark beeinträchtigen und somit die Gesamtfinanzierung eines Unternehmens gefährden. Aus diesem Grunde hat sich Vectron für stabile und langfristige Refinanzierungspartner entschieden. Zudem werden ausreichend hohe Liquiditätsbestände vorgehalten, so dass auch bei längeren Schwächephasen die Stabilität des Unternehmens jederzeit gewährleistet bleibt.
Da die Gesellschaft einen nennenswerten Anteil des Materialeinkaufes in Fremdwährungen tätigt, können infolge ungünstiger Währungsschwankungen Belastungen für das Ergebnis auftreten. Fremdwährungspositionen werden je nach Marktsituation mit derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Aufgrund der teilweise hohen Volatilitäten stehen diese Absicherungsinstrumente jedoch nicht immer zu vertretbaren Bedingungen zur Verfügung. Eine Absicherung gegen langfristige Wechselkursveränderungen ist nur sehr begrenzt möglich.
5.4. IT-Risiken
Der IT-Infrastruktur kommt bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse eine sehr große und weiter wachsende Bedeutung zu. Durch die Vernetzung interner Systeme mit Geschäftspartnern und das Anbieten von Internetservicedienstleistungen steigt die Bedrohung durch Hacker-, Spam- und Viren-Angriffe sowie allgemeine Systemausfälle. Vectron legt daher Wert auf umfangreiche Sicherungsmaßnahmen, Backup-Lösungen sowie regelmäßige Updates der IT-Systeme. Dem Datenschutz wird u. a. durch ein entsprechendes Rechtekonzept Rechnung getragen.
5.5. Einkaufs- und Kooperationsrisiken
Bei elektronischen Bauteilen lassen sich Preisvorteile i. d. R. durch die Abnahme größerer Stückzahlen erzielen. Größere Abnahmemengen haben jedoch den Nachteil der vermehrten Kapitalbindung sowie einer verringerten Flexibilität bei Produktrevisionen. Vectron schließt daher Rahmenverträge mit Maximallaufzeiten bis zu einem Jahr ab, so dass sowohl Flexibilität als auch Preisvorteile erhalten bleiben. Preisanpassungen lassen sich so rechtzeitig antizipieren.
Bei Vectron-spezifischen Bauteilen kann der Ausfall eines Vorlieferanten zu Lieferverzögerungen führen. Der größte Einzellieferant hat im Jahr 2013 einen Anteil von 16 % des gesamten Beschaffungsvolumens beigesteuert. Zur Vermeidung von Engpässen werden für alle spezifischen Bauteile Mindestmengen und, wenn technisch und wirtschaftlich möglich, Ersatzlieferanten vorgehalten, um in angemessener Zeit reagieren zu können.
5.6. Personalrisiken
Die Gewinnung von qualifiziertem Personal ist zeitaufwendig und auch kostenintensiv. Insbesondere mittelständische Unternehmen stehen in einem starken Wettbewerb mit namhaften Großunternehmen um die besten Fachkräfte. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf das Betriebsklima sowie auf sonstige nicht monetäre Zusatzleistungen. Ein finanzieller Anreiz entsteht für alle Mitarbeiter durch das variable Vergütungsmodell. Auf diese Weise ist es bislang gelungen, qualifiziertes Personal einzustellen und dieses auch langfristig zu halten.
5.7. Produktrisiken
Die Modellpalette unterliegt fortlaufenden Anpassungen, Veränderungen sowie Erweiterungen. Die damit einhergehende Entwicklungs- und Produktkomplexität kann zu Produktfehlern führen, die die Ergebnissituation des Unternehmens erheblich beeinflussen. Mit der Erweiterung des Entwick-
JAHRESABSCHLUSS 2013 – LAGEBERICHT
lungsteams gehen daher stets auch Anpassungen der Organisationsstrukturen einher. Durch verbesserte Planungsprozesse wird der gestiegenen Komplexität begegnet. Darüber hinaus trägt auch eine Produkthaftpflichtversicherung zu einer Risikobegrenzung bei.
... since 1990
6. Prognosebericht
6.1. Zukünftige Branchenentwicklung
Es wird mit einer unverändert hohen Wettbewerbsintensität gerechnet. Die einzelnen Marktteilnehmer werden sich weiterhin überwiegend regional engagieren, da aufgrund der komplexen Auflagen der Finanzbehörden und spezifischen Anforderungen der Endkunden Skaleneffekte nur schwer zu realisieren sind.
Die Verbreitung von mobilen Systemen, insbesondere Tablet-Computern, dürfte in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. Aufgrund der günstigen Hardwareeinkaufspreise dieser Systeme sind tendenziell sinkende Absatzpreise in der Branche, bei gleichzeitig höherwertiger technischer Ausstattung und zusätzlichen Leistungen, zu erwarten. Auch die Anbindung und Integration des Internets an Kassensysteme wird zum Wandel der Branche beitragen. Die Veränderungen werden zwar beständig, aber dennoch nicht in der Intensität und Geschwindigkeit der Konsumgüterbranche vollzogen werden. Die Innovationsfähigkeit der einzelnen Marktteilnehmer wird zukünftig verstärkt den jeweiligen Erfolg im Wettbewerb bestimmen.
6.2. Zukünftige Produktentwicklung
Nach der Erneuerung der stationären Kassensysteme steht für 2014 die Neuentwicklung der Vectron POS MobilePro an. Neben der Aufrüstung mit schnelleren Prozessoren in einem ersten Schritt ist für Ende 2014 auch ein vollständig neues Design geplant. Darüber hinaus wird in 2014 der Marktstart der Zweitmarke Duratec erfolgen. Die Zweitmarke ist technisch unterhalb der Vectron-Produktfamilie angesiedelt. Durch eine stark vereinfachte Bedienstruktur lassen sich der Installationsaufwand und der technische Support deutlich reduzieren.
In der Softwareentwicklung wird weiter der Ausbau des internetbasierten Kundenbindungssystems bonVito mit hoher Priorität verfolgt. Zudem wird die gesamte Bedienoberfläche der Vectron-Software erneuert und den aktuellen Markterfordernissen angepasst. Um der wachsenden Nachfrage nach mobilen Lösungen gerecht zu werden, wird Vectron ab 2014 auch eine "Kassen-App" anbieten.
6.3. Zukünftige Geschäftsentwicklung
Das abgelaufene Geschäftsjahr war von ungünstigen Witterungsverhältnissen und einer Investitionszurückhaltung der Vectron-Endkunden geprägt, die so nicht eingeschätzt wurde. Es ist zu erwarten, dass sich der Investitionsstau der letzten Jahre nach und nach auflösen wird. Erste Erholungstendenzen sind in einigen Auslandsmärkten bereits zu sehen. Insbesondere der Start der neuen Zweitmarke Duratec dürfte einen sehr positiven Effekt auf die Kundenbasis und das Fachhändlernetz von Vectron ausüben. Durch Duratec lassen sich neue Kundensegmente bedienen, die bislang für Vectron nicht erreichbar waren. Durch die nur sehr geringe Überschneidung der einzelnen Vertriebskanäle werden etwaige Kannibalisierungseffekte überschaubar bleiben.
Neben dem Aufbau eines neuen Vertriebskanals wird der Ausbau von Dienstleistungen weiter forciert, um die Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen durch regelmäßige und wiederkehrende Vertragsumsätze zu mindern. Gleichzeitig kann durch Alleinstellungsmerkmale bei den angebotenen Dienstleistungen der Preiswettbewerb gemildert oder umgangen werden. Dieser Transformationsprozess wurde vor einigen Jahren angestoßen und wird sicherlich auch noch ein wenig anhalten, die ersten positiven Effekte sollten sich aber bereits im Jahr 2014 abzeichnen.
Für 2014 und 2015 sollten sich jeweils deutliche Umsatz- und auch Ergebnisverbesserungen zeigen. Durch neue Produkte und zusätzliche Kunden wird die Vertriebsbasis von Vectron zukünftig differenzierter aufgestellt sein.
Münster, den 27. Februar 2014
Vectron Systems AG Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
JAHRESABSCHLUSS 2013 – BILANZ ZUM 31.12.2013
| Aktiva | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||||
| € | € | € | € | ||
| A | Anlagevermögen | ||||
| I | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 1. und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 1. Rechten und Werten |
420.429 | 503.295 | |||
| 2. Geleistete Anzahlungen | 311.700 | 732.129 | 171.620 | ||
| II | Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 696.275 | 910.190 | |||
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 229.403 | 277.327 | |||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 14.390 | 940.068 | 42.150 | ||
| III | Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 500.000 | 2.172.197 | 500.000 | ||
| B | Umlaufvermögen | ||||
| I. | Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.445.289 | 2.219.851 | |||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 471.227 | 2.916.516 | 440.081 | ||
| II | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.104.787 | 3.439.666 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 64.000 | |||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 380.456 | 211.179 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | |||||
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: € 380.456 | |||||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 340.620 | 72.672 | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0 | 3.825.863 | ||||
| III | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4.129.481 | 10.871.860 | 4.695.926 | |
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 75.949 | 68.599 | ||
| D | Aktive latente Steuern | 133.918 | 134.970 | ||
| 13.253.924 | 13.687.526 |
| Passiva | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||
| € | € | € | ||
| A | Eigenkapital | |||
| I | Gezeichnetes Kapital | 1.500.000 | 1.500.000 | |
| - bedingtes Kapital: € 105.000 | ||||
| II | Kapitalrücklage | 4.500.000 | 4.500.000 | |
| III | Gewinnrücklagen | |||
| gesetzliche Rücklage | 40.000 | 40.000 | ||
| IV | Genussrechtskapital I | 2.760.000 | 3.036.000 | |
| V | Bilanzgewinn | 880.246 | 9.680.246 | 955.976 |
| B | Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 252.292 | 88.000 | ||
| 2. Sonstige Rückstellungen | 414.750 | 667.042 | 602.186 | |
| C | Verbindlichkeiten | |||
| 1. Genussrechtskapital II | 1.500.000 | 2.000.000 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0 | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.016.917 | 605.611 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 706.483 | ||||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 352.409 | 292.123 | ||
| - davon aus Steuern: € 189.631 (Vj. € 128.155) | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vj. € 0) | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 352.409 | 2.869.326 | |||
| D | Rechnungsabgrenzungsposten | 37.310 | 67.630 | |
| 13.253.924 | 13.687.526 |
JAHRESABSCHLUSS 2013 – GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| Geschäftsjahr 2013 Geschäftsjahr 2012 € € € € € 1 Umsatzerlöse 21.410.404 22.673.078 2 Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 45.185 24.149 3 Sonstige betriebliche Erträge, davon aus Währungsumrechnung € 5.512 1.455.933 22.911.522 568.924 4 Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.298.467 -8.511.199 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.469.735 -9.768.202 -1.207.373 -9.718.572 5 Personalaufwand a) Löhne und Gehälter -4.985.430 -4.768.658 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersvorsorge: € 75.620 (Vj. € 72.234) -950.059 -5.935.489 -922.671 -5.691.329 6 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -554.086 -888.546 7 Sonstige betriebliche Aufwendungen, davon aus Währungsumrechnung € 1.350 -5.693.178 -21.950.955 -6.088.680 8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus Abzinsung von Rückstellungen: € 0 davon aus verbundenen Unternehmen: € 20.988 94.404 97.955 9 Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus Aufzinsung von Rückstellungen € 0 davon an verbundenen Unternehmen: € 0 -24.508 69.896 -7.068 10 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.030.463 11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, davon latente Steuern: Aufwand € 1.052 (Vj.: Ertrag € 1.107) -292.315 -213.295 12 Sonstige Steuern -1.056 -4.398 13 Aufgrund eines Teilgewinnabführungs vertrags abgeführte Gewinne 0 -72.354 14 Vergütung für Genussrechtskapital -362.822 -656.193 -364.817 15 Jahresüberschuss 374.270 16 Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 505.976 17 Bilanzgewinn 880.246 |
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.–31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | ||||
| 23.266.151 | ||||
| -22.387.127 | ||||
| 90.887 | ||||
| 969.911 | ||||
| -654.864 | ||||
| 315.047 | ||||
| 640.929 | ||||
| 955.976 |
JAHRESABSCHLUSS 2013 – KAPITALFLUSSRECHNUNG
| Kapitalflussrechnung 01.01.–31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | ||
| € | € | ||
| Ordentliches Periodenergebnis vor Ertragssteuern | 666.585 | 528.342 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 554.086 | 888.546 |
| - | Abnahme der sonstigen Rückstellungen, soweit diese nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-152.479 | -114.040 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -193.489 | 51.572 |
| - | Ertrag aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -5.024 | 0 |
| - | Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-451.106 | -682.991 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
-47.530 | 49.247 |
| - | Gezahlte Ertragssteuern | -126.571 | -118.803 |
| = | Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 244.472 | 601.873 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 304.875 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in das immaterielle Anlagevermögen |
-684.932 | -586.458 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | 20.432 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | -500.000 |
| = | Cashflow aus Investitionstätigkeit | -380.057 | -1.066.026 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen | 2.019.140 | 0 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | 0 | -7.796 |
| - | Auszahlung für die Rückführung von Darlehen | -2.000.000 | -1.500.000 |
| - | Auszahlungen an Unternehmenseigner (Dividende) | -450.000 | -450.000 |
| = | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -430.860 | -1.957.796 |
| = | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -566.445 | -2.421.949 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.695.926 | 7.117.875 |
| = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.129.481 | 4.695.926 |
JAHRESABSCHLUSS 2013 – ANHANG
... since 1990
1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die Vectron Systems AG, Münster, ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von intelligenten Kassensystemen (POS-Systeme) und Kommunikations-Software zur Vernetzung von Filialbetrieben tätig. Der Standort Münster ist sowohl Produktionsals auch Verwaltungssitz, von dem aus die Vertriebsregionen des In- und Auslands beliefert werden.
2. Erläuterungen zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden
Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde auf der Grundlage der deutschen handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften in der Währung Euro (€) aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den handelsrechtlichen und sie ergänzenden rechtsformspezifischen gesetzlichen Vorschriften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Vom Wahlrecht nach § 265 Abs. 5 HGB ist Gebrauch gemacht worden. Die Gesellschaft gehört gem. § 267 Abs. 2 HGB zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Die Aktien werden im Entry Standard der Deutschen Börse AG, einem Teilbereich des Freiverkehrs, gehandelt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungskosten bewertet. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind nicht aktiviert worden. Vermögensgegenstände, die der Abnutzung unterliegen, werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden im Wesentlichen auf der Grundlage der nachfolgenden gruppeneinheitlichen Nutzungsdauern ermittelt.
| Kategorie | Jahre |
|---|---|
| EDV-Programme/Sonstige Rechte | 3-10 |
| POS-Software/Konstruktionspläne | 5-6 |
| Sachanlagevermögen | 3-13 |
Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten entsprechen den letzten Einkaufspreisen. Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet, d. h. Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der fertigungsveranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens sind berücksichtigt worden. Es wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt, wenn dieser am Abschlussstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten lag. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie die liquiden Mittel werden zum Nennwert bilanziert. Ausfall- und Wertrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in angemessener Form sowohl durch Einzel- als auch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Alle Positionen mit fremder Währung weisen Laufzeiten von weniger als einem Jahr auf.
Rückstellungen werden in der Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
3. Erläuterungen Aktiva
Die immateriellen Vermögensgegenstände enthalten insbesondere Hardware-Konstruktionspläne für Kassenmodelle. Die Konstruktionspläne werden entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der Kassenmodelle über fünf bis sechs Jahre abgeschrieben.
Die Vectron Systems AG ist mit 100 % am Anfang 2012 gegründeten Tochterunternehmen bonVito GmbH (Münster) beteiligt. Das Eigenkapital der bonVito GmbH beträgt per 31.12.13 € 66.832. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Jahresfehlbetrag von € 279.637 abgeschlossen. Der Beteiligungsbuchwert ist aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens mit den Anschaffungskosten angesetzt. Eine Konzernabschlusspflicht nach § 293 HGB besteht nicht.
Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich.
Die Vorräte setzen sich zum überwiegenden Teil aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für die Produktion der Kassenmodelle zusammen. Handelswaren und Fertige Erzeugnisse spielen nur eine untergeordnete Rolle, da zum einen Streckengeschäfte vollzogen werden und zum anderen keine Lagerproduktion erfolgt.
Aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ergibt sich in zukünftigen Geschäftsjahren eine Steuerentlastung. In Höhe dieser Steuerentlastung wurden aktive latente Steuern aufgrund von Unterschieden hinsichtlich der Nutzungsdauer einiger Anlagegüter gebildet. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 31,9 %.
Durch den Ansatz von aktiven latenten Steuern können Gewinne nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen
JAHRESABSCHLUSS 2013 – ANHANG
| Entwicklung Eigenkapital (Euro) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gesetzliche Rücklage |
Genussrechts kapital I |
Bilanz gewinn * |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2012 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 1.090.929 | 10.166.929 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 315.074 | 315.074 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2012 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 3.036.000 | 955.976 | 10.031.976 |
| Dividendenauszahlung | -450.000 | -450.000 | ||||
| Wertanpassung | -276.000 | -276.000 | ||||
| Jahresüberschuss | 374.270 | 374.270 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2013 | 1.500.000 | 4.500.000 | 40.000 | 2.760.000 | 880.246 | 9.680.246 |
* Im Bilanzgewinn von € 880.246 (Vj. € 955.976) ist ein Gewinnvortrag von € 505.976 (Vj. € 640.929) enthalten.
zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens einen Betrag von € 133.918 aufweisen.
4. Erläuterungen Passiva
Bei den im gezeichneten Kapital ausgewiesenen Aktien handelt es sich um nennwertlose Inhaber-Stückaktien mit je einem Stimmrecht und einem rechnerischen Wert von € 1.
Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, in der Zeit bis zum 06.06.2018 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von neuen Inhaberstückaktien gegen Bareinlage oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um insgesamt € 750.000, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Darüber hinaus bestehen zum Stichtag folgende bedingte Kapitalien:
| Bedingtes Kapital I | Bedingtes Kapital II | Bedingtes Kapital III | ||
|---|---|---|---|---|
| Zweck | Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter |
Gewährung von Umtausch oder Bezugsrechten an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen |
Gewährung von Bezugsrechten an leitende Mitarbeiter |
|
| Volumen | € 45.000 | € 15.000 | € 45.000 | |
| Anzahl Bezugsrechte | 45.000 | 15.000 | 45.000 | |
| Status 31.12.2013 | Ausgelaufen | Ausgelaufen | Aktiv | |
| Anzahl der ausgegebenen Bezugsrechte | 13.000 | 0 | 3.000 | |
| Anzahl der eingelösten Bezugsrechte | 0 | 0 | 0 |
Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG für die Zeit bis zum 26.05.2015 zum Kauf eigener Aktien ermächtigt. Der Kauf ist auf eine Stückzahl begrenzt, die einem Anteil von 10 % des bestehenden Grundkapitals entspricht. Die Ermächtigung kann innerhalb der Höchstgrenze ganz oder in Teilbeträgen ausgeübt werden. Der Kauf kann über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Im Geschäftsjahr wurde hiervon kein Gebrauch gemacht.
Mit den drei Gründungsaktionären bestehen verzinsliche Wertpapierdarlehensverträge mit (steuerlich eingeschränkten) Genussrechten der Festverzinsung und ohne Recht auf Beteiligung an einem Liquidationserlös (Genussrechtskapital I). Die Darlehen der Gründungsaktionäre an die Gesellschaft beziehen sich auf Wertpapiere der Hansa Group AG, Genthin (WKN 760860).
Die Wertpapierdarlehensverträge weisen eine Laufzeit bis zum 31.12.2015 auf. Sie sind nachrangig, krisenbestimmt und während der Laufzeit unkündbar. Zudem stehen die Darlehen, Zinsen etc. u. a. unter der Fälligkeitsbedingung, dass sie aus Eigenbestandteilen der Darlehensnehmerin erfüllt werden können, die zur freien Ausschüttung/Auszahlung an die Aktionäre zur Verfügung stehen und nicht aus Liquidationserlösen dieser stammen. Sie werden daher als Genussrechtskapital I gesondert unter dem Eigenkapital ausgewiesen.
Sowohl Darlehensnehmer wie auch Darlehensgeber haben am Rückgabetag ein Optionsrecht, statt der Wertpapierrückgabe (Hansa-Group-Aktien) in Geld zu erfüllen bzw. Geld zu verlangen, wenn der am Rückgabetag börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie dabei den am Ausgabestichtag börsengehandelten Kurs der Hansa-Group-Aktie (€ 1,38) um mindestens 10 % übersteigt bzw. um mindestens 10 % unterschreitet. Da der börsengehandelte Kurs der Hansa-Group-Aktie die untere Schwelle unterschritten hat, erfolgt eine Wertanpassung des Genussrechtskapitals auf den Erfüllungsbetrag der Gesellschaft von € 2.760.000. Der Ertrag aus der Wertanpassung wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die sonstigen Rückstellungen, die insgesamt als kurzfristig zu klassifizieren sind, teilen sich im Wesentlichen auf nachfolgende Bereiche auf:
| Bezeichnung | Euro |
|---|---|
| Urlaub/Überstunden | 115.400 |
| Ausstehende Eingangsrechnungen | 96.750 |
| Variable Vergütungsbestandteile | 36.000 |
| Übrige Rückstellungen | 166.600 |
| Summe | 414.750 |
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 07.06.2013 kann Genussrechtskapital in Höhe von bis zu € 10.000.000 begeben werden. Die Genussrechte
JAHRESABSCHLUSS 2013 – ANHANG
... since 1990
begründen ausschließlich schuldrechtliche und keine mitgliedschaftsrechtlichen Rechte. Der Vorstand hat mit Zustimmung des Aufsichtsrates von diesem Recht Gebrauch gemacht und Genussrechte in Höhe von € 1.500.000 begeben (Genussrechtskapital II).
Das nachrangige Genussrechtskapital II in Höhe von € 1.500.000 hat eine Restlaufzeit bis zum 15.02.2019. Der Ausweis erfolgte aufgrund der Nachrangigkeit des Genussrechtskapitals I gegenüber dem Genussrechtskapital II unter den Verbindlichkeiten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind ausstehende Verpflichtungen für die Genussrechtskapitalien I+II in Höhe von € 170.024 enthalten.
Zur Absicherung von bereits geplanten und künftigen Einkäufen für das Vorratsvermögen in Fremdwährung wurden kurzfristige unentgeltliche Termingeschäfte zum Erwerb von T\$ 2.500 zur Vermeidung von Währungsverlusten abgeschlossen (Makro-Hedge). Aus den vereinbarten Terminkursen ergibt sich im Verhältnis zum Devisenstichtagskurs (T€ 1.813) ein nicht realisierter Aufwand von T€ 71, der sich zum Zeitpunkt der Einkaufsrealisierung innerhalb des folgenden Geschäftsjahres wieder ausgleichen wird. Es handelt sich dabei um mehrere Transaktionen mit gleichem Risiko, die sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit sehr konkret bestimmen lassen. Die bilanzielle Erfassung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode.
Es bestehen bezüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen.
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ein Großteil der Umsätze wird mit den selbst entwickelten und produzierten Vectron-POS-Kassensystemen erzielt. Neben dem Absatz der Hardware wird darüber hinaus auch selbst entwickelte Software (Netzwerkkommunikation, Erweiterungslizenzen) verkauft. Darüber hinaus runden Peripherie-Geräte (Drucker, Scanner, Kassenschubladen etc.) sowie Dienstleistungen das Gesamtangebot von Vectron ab.
Neben dem klassischen Fachhändler-Verkaufsgeschäft bietet die Gesellschaft auch ein Absatzförderungsmodell ("Sale-and-lease-back mit anschließender Untervermietung dieser Kassen durch Vectron an Endkunden") an. Im Rahmen dieses Modells stehen den Umsatzerlösen aus Untervermietung (T€ 1.557; Vj: T€ 1.209) über die Laufzeit stets (annähernd) gleich hohe Leasingaufwendungen (T€ 1.357; Vj: T€ 1.097) unter dem Posten Materialaufwand gegenüber. Darüber hinaus fallen im Rahmen dieses Modells unmittelbare Vertriebskosten (T€ 766; Vj: T€ 830) an, die im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind. Unter Eli-
| Segment (Euro) | Zeitraum | Inland | EU | Drittland | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Vectron-POS-Kassensysteme | 2013 | 11.854.430 | 4.369.247 | 642.598 | 16.866.275 |
| 2012 | 12.154.388 | 5.352.487 | 528.879 | 18.035.754 | |
| Software | 2013 | 953.058 | 436.493 | 75.367 | 1.464.918 |
| 2012 | 968.628 | 474.635 | 47.775 | 1.491.039 | |
| Handelsware/Dienstleistung | 2013 | 2.253.763 | 786.438 | 39.010 | 3.079.211 |
| 2012 | 2.373.339 | 759.322 | 13.624 | 3.146.285 | |
| Gesamt | 2013 | 15.061.251 | 5.592.178 | 756.975 | 21.410.404 |
| 2012 | 15.496.356 | 6.586.444 | 590.278 | 22.673.078 | |
| Prozentualer Anteil | 2013 | 70,3 | 26,1 | 3,6 | 100,0 |
| 2012 | 68,3 | 29,0 | 2,6 | 100,0 |
minierung dieser Effekte ist ein bereinigter Umsatz von T€ 19,1 (Vj: T€ 20,6) sowie eine Rohertragsquote von 55,9 % (Vj: 58,2 %) zu verzeichnen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Personaldienstleistungen und Vertriebs- und Verwaltungstätigkeiten für die Tochtergesellschaft bonVito GmbH, sowie diesjährig auf die Minderung des Erfüllungsbetrages des Genussrechtskapitals I und auf Lieferantrückansprüchen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen des Abschlussprüfers für die Jahresabschlussprüfung von € 39.519 und für die Steuerberatung von € 26.534.
pital I in Höhe von € 115.500 sowie für das Genussrechtskapital II in Höhe von € 247.322 angefallen.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in Höhe von € 258.023 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Darüber hinausgehende Beträge resultieren aus einer Betriebsprüfung für vergangene Geschäftsjahre.
Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt worden. Von der Möglichkeit zur Dotierung von satzungsmäßigen Rücklagen hat der Vorstand keinen Gebrauch gemacht.
In 2013 sind Vergütungen für das Genussrechtska-
JAHRESABSCHLUSS 2013 – ANHANG
6. Sonstige Angaben
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Euro) | davon Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Leasingverpflichtungen* | 3.135.419 | 1.446.034 | 1.689.385 | 0 |
| Mietverpflichtungen | 6.029.858 | 813.015 | 3.252.058 | 1.964.785 |
| Summe | 9.165.277 | 2.259.049 | 4.941.443 | 1.964.785 |
* Die im Rahmen des Absatzförderungsmodells abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäfte weisen Laufzeiten von 36 bzw. 48 Monaten mit einem Restvolumen für nachfolgende Geschäftsjahre in Höhe von € 2.609.232 auf, denen leicht höhere Untervermieterträge gegenüberstehen.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Form von liquiditätsschonenden Leasing- und Mietverpflichtungen belaufen sich auf € 9.165.277.
Es bestehen Haftungsverhältnisse in Form von Bürgschaften zu Gunsten des verbundenen Unternehmens gem. § 251 HGB in Höhe von € 369.629. Aufgrund der erwarteten positiven Entwicklung des Tochterunternehmens wird nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.
Während des Berichtszeitraumes waren durchschnittlich 120 Mitarbeiter (davon 111 Vollzeitbeschäftigte und 9 Teilzeitbeschäftigte) bei der Vectron Systems AG beschäftigt.
Die Mitglieder des Vorstandes sind unter der Verwaltungsanschrift der Gesellschaft zu erreichen. Herr Jens Reckendorf ist als Vorstand für die Unternehmensbereiche Technik und Entwicklung, Herr Thomas Stümmler als Vorstand für die Bereiche Finanzen und Marketing/Vertrieb zuständig. Ein Vorstandssprecher ist nicht benannt. Die Vorstandsgehälter inklusive Aufwandsentschädigungen, Sachbezügen und Gewinnbeteiligungen belaufen sich für Herrn Reckendorf auf € 229.834 (davon erfolgsabhängig: € 13.000) und für Herrn Stümmler auf € 231.987 (davon erfolgsabhängig: € 13.000). Für die Gewährung von Genussrechtskapital I an die Gesellschaft erhalten beide Vorstandsmitglieder eine jährliche Verzinsung von jeweils € 51.975.
Der Aufsichtsrat besteht aus den drei nachfolgenden Mitgliedern:
- • Herr Christian Ehlers (Vorsitzender), Rechtsanwalt
- • Herr Heinz-Jürgen Buss (stellv. Vorsitzender), Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer Winkelmann Group GmbH & Co. KG
- • Herr Maurice Oosenbrugh, Kaufmann, Geschäftsführender Gesellschafter EUCON GmbH
Die Aufsichtsratvergütung für den Vorsitzenden beträgt € 15.000. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder erhalten jeweils € 10.000 als Vergütung.
Münster, den 27. Februar 2014
Vectron Systems AG
Der Vorstand
Jens Reckendorf Thomas Stümmler
JAHRESABSCHLUSS 2013 – ANLAGESPIEGEL
| Stand 01.01.2013 |
Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|---|
| Umbuchung | Zugang | Abgang | Stand 31.12.2013 |
|
| € | € | € | € | € |
| 7.839.247 | 41.707 | 60.865 | 0 | 7.941.819 |
| 171.620 | -41.707 | 181.787 | 0 | 311.700 |
| 8.010.867 | 0 | 242.652 | 0 | 8.253.519 |
| 1.658.456 | 42.150 | 307.328 | 310.905 | 1.697.029 |
| 849.504 | 0 | 57.182 | 0 | 906.686 |
| 42.150 | -42.150 | 14.390 | 0 | 14.390 |
| 2.550.110 | 0 | 378.900 | 310.905 | 2.618.105 |
| 500.000 | 0 | 0 | 0 | 500.000 |
| 500.000 | ||||
| 0 0 0 500.000 |
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 |
Umbuchung | Zugang | Abgang | Stand 31.12.2013 |
Stand 31.12.2013 |
Stand 31.12.2012 |
| € | € | € | € | € | € | € |
| 7.335.952 | 0 | 185.438 | 0 | 7.521.390 | 420.429 | 503.295 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 311.700 | 171.620 |
| 7.335.952 | 0 | 185.438 | 0 | 7.521.390 | 732.129 | 674.915 |
| 748.266 | 0 | 263.542 | 11.054 | 1.000.754 | 696.275 | 910.190 |
| 572.177 | 0 | 105.106 | 0 | 677.283 | 229.403 | 277.327 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 14.390 | 42.150 |
| 1.320.443 | 0 | 368.648 | 11.054 | 1.678.037 | 940.068 | 1.229.667 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500.000 | 500.000 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500.000 | 500.000 |
| 8.656.395 | 0 | 554.086 | 11.054 | 9.199.427 | 2.172.197 | 2.404.582 |
JAHRESABSCHLUSS 2013 – BESTÄTIGUNGSVERMERK
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang (inkl. Anlagespiegel) – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht (inkl. Kapitalflussrechnung) der
Vectron Systems AG, Münster
für den Zeitraum vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Münster, den 06.03.2014
KJP TreuConsult GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Frank Pühse - Wirtschaftsprüfer/Steuerberater -