Quarterly Report • Nov 12, 2020
Quarterly Report
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Finanzbericht: 26997315

VARTA AG KONZERN PER 30. SEPTEMBER 2020
Wir definieren die Zukunft der Batterietechnologie, um ein unabhängigeres Leben zu ermöglichen.
Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung setzen wir den Maßstab für die Batterietechnologie und die Anpassung an Kundenwünsche, um die Marktführerschaft in unseren Geschäftsfeldern anzustreben.
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| (IN T€) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
|---|---|---|
| Umsatz | 630.339 | 242.764 |
| EBITDA | 151.555 | 60.993 |
| Bereinigungen: | ||
| Aufwand aus aktienbasierter Vergütung | 701 | 1.990 |
| Nicht liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) | 8.661 | 0 |
| Aufwendungen für M&A - Transaktionen | 1.784 | 0 |
| Restrukturierungskosten VARTA Consumer | 14.065 | 0 |
| Bereinigtes EBITDA | 176.766 | 62.983 |
| Bereinigte EBITDA Marge (%) | 28,0% | 25,9% |
| Konzernergebnis | 78.314 | 32.968 |
| Investitionen (CAPEX) | 190.521 | 67.854 |
| Free Cash Flow | -140.961 | -23.372 |
| Eigenkapitalquote | 45,4% | 62,0% * |
| Bilanzsumme | 1.070.968 | 668.830 * |
| Mitarbeiter zum Quartalsende | 4.601 | 2.613 |
* per 31.12.2019
Die VARTA AG produziert und vermarktet ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, Energiespeichersystemen bis zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen, und setzt als Technologieführer in wichtigen Bereichen die Industriestandards. Als Muttergesellschaft der Gruppe ist sie in den Geschäftssegmenten "Microbatteries & Solutions" und "Household Batteries" tätig. Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA die weltweiten Maßstäbe im Mikrobatterienbereich und ist anerkannter Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien. Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Der VARTA AG Konzern beschäftigt mehr als 4.500 Mitarbeiter. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften der VARTA AG derzeit in über 75 Ländern weltweit tätig.
Das Segment "Microbatteries & Solutions" fokussiert sich auf das OEM-Geschäft für Mikrobatterien sowie auf das Lithium-Ionen-Batteriepack-Geschäft. Der Konzern ist international führender Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte und wiederaufladbaren Mikrobatterien im Entertainment Bereich. Wir zählen die bedeutendsten Unternehmen zu unseren Kunden und produzieren Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgerätebatterien über schnurlose Headsets bis zu Automotive-Anwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben werden. Die zwei Bereiche Healthcare und Entertainment & Industrial arbeiten synergetisch. Im Bereich Power Pack Solutions verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Batterie-Packs - für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität oder Telekommunikation. Das Produktportfolio reicht von kundenspezifischen Batterie-Packs bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien.
Das Segment "Household Batteries" umfasst das Batteriegeschäft für Endkunden darunter Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten sowie Energiespeicher. Im Bereich der Haushaltsgerätebatterien (Consumer Batteries) ist die VARTA AG europäischer Marktführer mit Produktionsstandort Deutschland. Die innovativen Qualitätsprodukte werden mit modernster Technologie und dem Know-How von international qualifizierten Fachleuten entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft machen Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot einzigartig. Für VARTA ist dabei der intensive Fokus auf den Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit mit dem Handel essenziell, um schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen Energielösungen antworten zu können. Im Bereich der Energiespeicher (Energy Storage) trägt VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern ihren Teil zur Umsetzung der Energiewende bei. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und Großspeichermarkt reichen von kompakten Einsteigermodellen, wie dem Wandspeicher VARTA pulse neo, bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen. Die AC-gekoppelten Systeme haben einen integrierten Batteriewechselrichter und sind ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit allen Quellen grüner Energie kombinierbar. Damit sind sie für alle Neuinstallationen und Nachrüstungen geeignet. Das intelligente Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Ausnutzung der selbst produzierten Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.
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| ― | Konzernumsatz wächst in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 159,7% auf 630,3 Mio. EUR (+69,7% ohne Consumer Batteries) |
| ― | Bereinigtes EBITDA steigt um 180,7% auf 176,8 Mio. EUR (ohne Consumer Batteries: +127,8%) |
| ― | Bereinigte EBITDA-Marge 28,0% (+2,1 Prozentpunkte) |
| ― | Segment Microbatteries & Solutions: Umsatz 388,9 Mio. EUR (+71,4%), bereinigtes EBITDA 141,3 Mio. EUR (+130,6%), bereinigte EBITDA-Marge 36,3 %(+9,3 Prozentpunkte) |
| ― | Segment Househould Batteries: Umsatz 241,2 Mio. EUR, bereinigtes EBITDA 35,5 Mio. EUR, bereinigte EBITDA-Marge 14,7 Prozent (+3,6 Prozentpunkte) |
| ― | Umsatz- und Ergebnis-Prognose 1) für 2020 wird erneut erhöht: Umsatz 840 bis 860 Mio. EUR (bisher: 810 bis 830 Mio. EUR), Bereinigtes EBITDA 230 bis 235 Mio. EUR (bisher 210 bis 215 Mio. EUR), Auszahlungen für Investitionen (CAPEX) bei unverändertem Ausbau der Produktionskapazitäten 290 bis 320 Mio. EUR (bisher 320 bis 360 Mio. EUR) |
Der VARTA Konzern setzt das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum fort: Der Konzernumsatz ist in den ersten neun Monaten um 159,7% auf 630,3 Mio. EUR gestiegen. Das organische Umsatzwachstum betrug 69,7% (ohne erstmalige Konsolidierung der Consumer Batteries). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA stieg um 180,7% auf 176,8 Mio. EUR (+127,8% ohne VARTA Consumer). Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 2,1 Prozentpunkte auf 28,0%. Der Konzerngewinn hat sich mit einem Anstieg um 137,5% auf 78,3 Mio. EUR mehr als verdoppelt.
"VARTA setzt seinen Wachstumskurs fort. Deswegen erhöhen wir unsere Prognose für das laufende Jahr", sagt Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender der VARTA AG. "Wir gehen weiterhin optimistisch in die Zukunft. Der Trend der Mobiltelefonhersteller ist klar: Das Kabel gehört der Vergangenheit an. In naher Zukunft wird die einzige Schnittstelle zu den Geräten kabellos sein. Es ist daher damit zu rechnen, dass sich der Trend hin zu True Wireless Stereo (TWS) Headsets in Zukunft nochmals verstärken und beschleunigen wird. Der technologische Fortschritt im Bereich TWS, wie ihn die VARTA aktiv mitgestaltet, schreitet schnell voran. VARTA ist für eine solche Entwicklung bestens gerüstet. So werden wir die Produktionsgeschwindigkeit im kommenden Jahr um mehr als 50 Prozent erhöhen und damit noch effizienter sein. Die Erhöhung der Energiedichte unserer kleinen Lithium-Ionen-Batterien kommt planmäßig Ende des Jahres und wird uns weitere Wettbewerbsvorteile verschaffen", sagt Schein.
Finanzvorstand (CFO) Steffen Munz ergänzt: "Wir haben das hohe Umsatz- und Ergebniswachstum auch im dritten Quartal fortgesetzt und die Profitabilität nochmals verbessert. Nach der sehr erfreulichen Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten erhöhen wir erneut die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020."
1) Angesichts der Covid19-Pandemie sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern weiter nicht auszuschließen. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Prognose nicht berücksichtigt werden.
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| (IN T€) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 630.339 | 242.764 |
| Erhöhung / Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | 5.879 | 6.597 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 4.030 | 3.269 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28.897 | 5.912 |
| Materialaufwand | -237.856 | -83.883 |
| Personalaufwand | -191.636 | -81.122 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -88.098 | -32.544 |
| EBITDA | 151.555 | 60.993 |
| Abschreibungen | -36.869 | -12.657 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 114.686 | 48.336 |
| Finanzertrag | 283 | 273 |
| Finanzaufwand | -2.308 | -575 |
| Übriger Finanzertrag | 1.116 | 183 |
| Übriger Finanzaufwand | -3.967 | -1.674 |
| Finanzergebnis | -4.876 | -1.793 |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | -6 |
| Ergebnis vor Steuern | 109.810 | 46.537 |
| Ertragsteueraufwendungen | -31.496 | -13.569 |
| Konzernergebnis | 78.314 | 32.968 |
| Zuordnung des Gewinns: | ||
| Aktionäre der VARTA AG | 78.219 | 32.773 |
| Nicht beherrschende Anteile | 95 | 195 |
Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2020 um 159,7 % von 242,8 Mio. € auf 630,3 Mio. € angestiegen. Das organische Umsatzwachstum, ohne die erstmalig konsolidierte VARTA Consumer, betrug 69,7 %. Das mit Abstand stärkste organische Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem stark wachsenden Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären Hörgeräte-Batterien und dem im letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette. VARTA Consumer hat im Berichtszeitraum einen Umsatz von 218,3 Mio. € erzielt, und ist im Markengeschäft deutlich schneller gewachsen als im Vergleich zum Private Label Geschäft.
Im Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 237,9 Mio. € im Vergleich zu 83,9 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 183,6 %. Ohne VARTA Consumer ist der Materialaufwand mit 29,1 % unterproportional zum Umsatz gestiegen.
Der Personalaufwand ist von 81,1 Mio. € auf 191,6 Mio. € um 136,2 % unterproportional gegenüber dem Umsatz angestiegen. Ohne VARTA Consumer liegt die Personalaufwandsquote bei 28,8 % und ist damit deutlich unterproportional zum Umsatz gestiegen. Aufwandserhöhend wirkte sich vor allem der Mitarbeiteraufbau für das sehr dynamische Wachstum im Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen Batterien aus. Der Personalaufwand enthält ausserdem den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von 0,7 Mio. € (2019: 2,0 Mio. €). Im Personalaufwand von VARTA Consumer sind Restrukturierungskosten in Höhe von 14,1 Mio. € enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von 32,5 Mio. € um 55,6 Mio. € auf 88,1 Mio. € angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 32,5 Mio. € auf 44,3 Mio. € gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen in Zusammenhang mit dem Erwerb der VARTA Consumer, erhöhtem Berateraufwand aufgrund von Prozessoptimierungen und Kosten im Rahmen der Patentstreitigkeiten in Höhe von 3,5 Mio. €. Aufgrund der erweiterten Produktionskapazitäten haben sich die Instandhaltungsaufwendungen um 1,9 Mio. €, die Garantierückstellungen um 1,6 Mio. € und der Energieaufwand um 1,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 23,0 Mio. € von 5,9 Mio. € im Vorjahr auf 28,9 Mio. € in den ersten neun Monaten 2020 angestiegen. Ohne VARTA Consumer sind die sonstigen betrieblichen Erträge um 8,1 % zurückgegangen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen von VARTA Consumer sind Erträge aus Service-Leistungen für die Geschäftsbereiche (u.a. Haushaltsgeräte und Tierfutter) des früheren Eigentümers Spectrum Brands erbracht worden, die künftig entfallen.
Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern, adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragskennzahl des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente. Als Sondereffekte wurden zum einen der nicht zahlungswirksame Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von 0,7 Mio. € (2019: 2,0 Mio. €) bereinigt. Im Zusammenhang mit der Akquisition von VARTA Consumer wurden Einmal-Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. € bereinigt. Weiterhin wurden in Zusammenhang mit der Kaufpreis-Allokation (PPA) von VARTA Consumer nicht-liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) adjustiert. Im Speziellen wurde der aus den Vorräten resultierende (Teilkosten-) Gewinn nach dem Erwerb über den erwarteten Verbrauchszeitraum in Höhe von 8,7 Mio. € ergebniswirksam eliminiert. Die Auflösung dieser Aufstockungsbeträge stellt einen nicht liquiditätswirksamen Sondereffekt dar. Schließlich wurden Restrukturierungskosten bei VARTA Consumer in Höhe von 14,1 Mio. € bereinigt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom EBITDA zum bereinigten EBITDA dar:
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| (IN T€) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
|---|---|---|
| EBITDA | 151.555 | 60.993 |
| Aufwendungen aus aktienbasierter Vergütung | 701 | 1.990 |
| Nicht liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) | 8.661 | 0 |
| Aufwendungen für M&A - Transaktionen | 1.784 | 0 |
| Restrukturierungskosten VARTA Consumer | 14.065 | 0 |
| Bereinigtes EBITDA | 176.766 | 62.983 |
Das bereinigte EBITDA ist in den ersten neun Monaten 2020 von 63,0 Mio. € auf 176,8 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 180,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Ohne VARTA Consumer ist das bereinigte EBITDA um 127,8 % angestiegen. Die Steigerung des bereinigten EBITDA lässt sich auf das sehr hohe und profitable Umsatzwachstum bei den Lithium-Ionen-Zellen und dem unterproportionalen Kostenanstieg bei den Hörgerätebatterien durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen.
Das Betriebsergebnis hat sich von 48,3 Mio. € auf 114,7 Mio. € mehr als verdoppelt und ist um 137,3 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Ohne VARTA Consumer hat das EBIT um 137,3 % zugelegt. Der hohe Anstieg ist in erster Linie auf die sehr erfolgreiche Entwicklung im Segment Microbatteries zurückzuführen.
Das Finanzergebnis hat sich im Berichtszeitraum von -1,8 Mio. € in 2019 auf -4,9 Mio. € in 2020 verändert. Ohne VARTA Consumer hätte sich das Finanzergebnis von -0,7 Mio. € auf -3,2 Mio. € verändert. Belastend hat sich die Wechselkursentwicklung USD/EUR ausgewirkt. Der Saldo aus Währungsgewinnen und Währungsverlusten beträgt -2,1 Mio. €.
Der Steueraufwand ist vor allem durch die positive Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern von 13,6 Mio. € in 2019 auf 31,5 Mio. € in 2020 angestiegen. Daraus resultiert eine effektive Steuerquote von 28,7 % (2019: 29,2 %), bezogen auf das Ergebnis vor Steuern. Ohne VARTA Consumer wäre die Steuerquote bei 28,9 % gelegen.
Das sehr profitable Umsatzwachstum bei den Lithium-Ionen-Zellen und bei den Hörgeräte-Batterien in Verbindung mit der guten Entwicklung von VARTA Consumer und dem unterproportionalen Anstieg der Fixkosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells haben sich positiv auf das Konzernergebnis ausgewirkt. Das Konzernergebnis ist von 33,0 Mio. € auf 78,3 Mio. € in 2020 um 137,5 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.
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| (IN T€) | 30. SEPTEMBER 2020 | 31. DEZEMBER 2019 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 599.322 | 288.462 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 471.646 | 380.368 |
| Bilanzsumme | 1.070.968 | 668.830 |
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| (IN T€) | 30. SEPTEMBER 2020 | 31. DEZEMBER 2019 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | 486.664 | 414.802 |
| Langfristige Schulden | 208.103 | 88.779 |
| Kurzfristige Schulden | 376.201 | 165.249 |
| Schulden | 584.304 | 254.028 |
| Bilanzsumme | 1.070.968 | 668.830 |
Im Kaufvertrag wurde ein ertragsteuerlicher Erstattungsanspruch vereinbart, der auf Basis der bisher vorliegenden Informationen nicht vollumfänglich berücksichtigt werden konnte. Im dritten Quartal hat sich dieser Erstattungsanspruch aufgrund der Anerkennung durch den Verkäufer hinreichend konkretisiert. Dieses Ereignis stellt eine neue Erkenntnis dar. Daher wurden die damit zusammenhängenden Beträge in Höhe von 21,7 Mio. € rückwirkend erfasst. Durch den Erstattungsanspruch reduziert sich der Netto-Kaufpreis auf 84,0 Mio. €. Durch diese Anpassungen bei der Bewertung reduzieren sich die immateriellen Vermögenswerte zum Erwerbszeitpunkt um 25,9 Mio. € und die latenten Steuern um 7,5 Mio. €. Der vorläufige Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 0,1 Mio. €.
Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 310,9 Mio. € von 288,5 Mio. € in 2019 auf 599,3 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser deutliche Anstieg resultiert hauptsächlich aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 247,9 Mio. € zum 30. September 2020 auf 510,4 Mio. €. Hierauf entfallen rund 65 Mio. € (vorläufige Werte) auf die VARTA Consumer. Der restliche Anstieg beruht auf Investitionen für die Erweiterung der Produktionskapazitäten für wiederaufladbare Lithium-Ionen-Zellen, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables).
Weitere 41,5 Mio € (vorläufige Werte) kamen im Zuge des Erwerbs der VARTA Consumer im immateriellen Anlagevermögen hinzu. Die sonstigen Vermögenswerte sind im Wesentlichen unverändert und haben sich von 17,9 Mio. € vom Jahresende 2019 auf 19,3 Mio. € zum Ende des dritten Quartals 2020 nur unwesentlich erhöht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 380,4 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 471,6 Mio. € zum 30. September 2020 erhöht. Durch das gestiegene Umsatzvolumen und die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer (vorläufige Werte) sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 88,6 Mio. € angestiegen. Zusätzlich haben sich die Vorräte um 72,9 Mio. € erhöht. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund des Erstattungsanspruches um 26,9 Mio. €. Der Zahlungsmittelbestand hat sich um 114,0 Mio. € verringert. Die Verringerung ist sowohl der Zahlung des vorläufigen Kaufpreises für die VARTA Consumer geschuldet, als auch der Investitionstätigkeit für die Erweiterung der Produktionskapazitäten für wiederaufladbare Lithium-Ionen-Zellen.
Im dritten Quartal ist das Eigenkapital von 414,8 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 486,7 Mio. € (vorläufig) zum 30. September 2020 gestiegen. Die Eigenkapitalquote lag zum Ende des dritten Quartals bei 45,4 % (31.12.2019: 62,0 %). Maßgeblich für den Rückgang der Eigenkapitalquote war der Erwerb der VARTA Consumer, die im VARTA AG Konzern zu einem überproportionalen Anstieg des Fremdkapitals geführt hat.
Die langfristigen Schulden sind um 119,3 Mio. € von 88,8 Mio. € am 31. Dezember 2019 auf 208,1 Mio. € (vorläufig) zum 30. September 2020 angestiegen. Maßgeblich für den Anstieg sind die aus der VARTA Consumer Akquisition (rund 80 Mio. €) übernommenen Pensionsverpflichtungen, Leasingverbindlichkeiten und passiven latenten Steuern. Aus der Inanspruchnahme eines Konsortialkredites haben sich die langfristigen Verbindlichkeiten bei der VARTA AG um 40,0 Mio. € erhöht.
Die kurzfristigen Schulden haben sich von 165,2 Mio. € auf 376,2 Mio. € (vorläufig) erhöht. Hiervon entfallen auf die VARTA Consumer Akquisition rund 141 Mio. € (vorläufig), vor allem für die übernommenen Steuerschulden, Leasingverbindlichkeiten, Vertragsvermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie abgegrenzten Schulden. Im bisherigen VARTA AG Konzern haben Kundenanzahlungen in Höhe von 46,6 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Anlagevermögen in Höhe von 36,5 Mio. €, zu höheren kurzfristigen Schulden geführt.
Das Net Working Capital hat sich von 18,0 Mio. € zum Jahresende 2019 auf 100,0 Mio. € zum 30. September 2020 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 82,0 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Durch die Akquisition von VARTA Consumer ist das Net Working Capital um rund 62,1 Mio. € (vorläufige Werte) angestiegen. Ohne VARTA Consumer ist das Net Working Capital um 19,9 Mio. € gestiegen. Die Net Working Capital Quote liegt bei 15,9 % und ohne VARTA Consumer bei 9,2 %.
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| (IN T€) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand zum 01. Januar | 244.781 | 149.741 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 134.157 | 46.289 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -275.118 | -69.661 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 28.021 | 98.470 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -112.940 | 75.098 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | -1.103 | 705 |
| Zahlungsmittelbestand zum 30. September | 130.738 | 225.544 |
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt nach dem dritten Quartal 2020 134,2 Mio. € und liegt damit 87,9 Mio. € über dem Vorjahreswert. Dies ist vor allem auf die organische Steigerung des operativen Ergebnisses zurückzuführen.
Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit ist gegenüber der Vorjahresperiode um 205,5 Mio. € auf 275,1 Mio. € (Vorjahr: 69,7 Mio. €) angestiegen. Der Anstieg stammt zum einen aus dem Erwerb der Anteile an VARTA Consumer Batteries in Höhe von 81,5 Mio €, der sich aus dem vorläufig, gezahlten Kaufpreis in Höhe von 110,9 Mio. € abzüglich der erworbenen Kassenbestände in Höhe von 29,4 Mio. € ergeben hat. Zum anderen aus den hohen Investitionen in das Sachanlagevermögen zur nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen. Die Auszahlungen für Investitionen in immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen (CAPEX) betragen 190,5 Mio. € (Vorjahr 67,9 Mio. €).
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich bis zum dritten Quartal von 98,5 Mio. € in 2019 auf 28,0 Mio. € in 2020 verringert. In 2019 wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die zu einem Mittelzufluss in Höhe von 102,1 Mio. € geführt hat. In 2020 sind durch die Ziehung einer Tranche des bestehenden Konsortialkredits dem Konzern 40,0 Mio. € zugeflossen. Dem gegenüber stehen Rückzahlungen von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 10,3 Mio. € sowie 1,2 Mio. € Zinsaufwendungen.
Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente hat sich überwiegend durch die höhere Investitionstätigkeit reduziert. Zum 30. September 2020 betrug er 130,7 Mio. € (Vorjahr: 244,8 Mio. €).
Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen eine Neusegmentierung seines operativen Geschäfts vorgenommen und im Segment Microbatteries & Solutions die Geschäftsbereiche Healthcare, Entertainment und Power Pack Solutions zusammengefasst. Das zweite Segment Household Batteries umfasst das VARTA Consumer Batteries Geschäft und die Energiespeicher-Lösungen. Beide Segmente haben in den ersten neun Monaten positiv zum Umsatz- und Ergebniswachstum beigetragen. Insbesondere das Segment Microbatteries & Solutions hat das sehr dynamische Wachstum weiter fortgesetzt und die Profitabilität gegenüber der Vorjahresperiode verbessert. Das mit Abstand stärkste Wachstum wurde erneut bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Das Segment Household Batteries hat sich in den ersten neun Monaten besser als erwartet entwickelt.
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| Microbatteries & Solutions | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 * |
YoY |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. €) | 388.883 | 226.885 | 71,4% |
| Bereinigtes EBITDA (Mio. €) | 141.252 | 61.259 | 130,6% |
| Bereinigte EBITDA Marge in % | 36,3 | 27,0 | 9,3 PP |
* Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma Anpassung)
Der Umsatz im Segment Microbatteries & Solutions ist in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2020 von 226,9 Mio. € auf 388,9 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem sehr deutlichen Umsatzwachstum von 71,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Das mit Abstand stärkste Umsatzwachstum wird weiter bei den wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Zellen für Hightech-Consumerprodukte, insbesondere für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables), erzielt. Hintergrund ist die ungebrochen hohe Kundennachfrage in einem weiter sehr dynamisch wachsenden Markt. Bei den Hörgerätebatterien wurde die weltweite Marktposition in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut. Der Konzern profitiert derzeit von seinem sehr robusten Geschäftsmodell bei primären Hörgeräte-Batterien und dem im letzten Geschäftsjahr angelaufenen Neugeschäft mit einer führenden US-amerikanischen Handelskette. Im Geschäft mit den Power Pack Solutions setzt sich das hohe Wachstum aufgrund der im letzten Jahr angelaufenen neuen Kundenprojekte fort. Das bereinigte EBITDA ist von 61,3 Mio. € auf 141,3 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 130,6 % entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das starke Wachstum der vergleichsweise margenstarken Produktgruppen sowie den unterproportionalen Anstieg der Fixkosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine bereinigte EBITDA-Marge von 36,3 % im Verhältnis zum Umsatz, was einer Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge um 9,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
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| Household Batteries | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 * |
YoY |
|---|---|---|---|
| Umsatz (Mio. €) | 241.164 | 15.464 | 1.459,5% |
| Bereinigtes EBITDA (Mio. €) | 35.512 | 1.724 | 1.959,9% |
| Bereinigte EBITDA Marge in % | 14,7 | 11,1 | 3,6 PP |
* Vorjahreszahlen wurden auf die neue Segmentierung angepasst (restrospektive Pro-forma Anpassung)
Das Segment Household Batteries umfasst das Geschäft der Consumer Batteries und die Energiespeicherlösungen. Im Vorjahr ist nur das Geschäft mit den Energiespeichern im Segment-Reporting enthalten. Durch die erstmalige Konsolidierung der VARTA Consumer Batteries sind Umsatz und bereinigtes EBITDA sehr deutlich gestiegen (Umsatz: 1.459,5 %; bereinigtes EBITDA: 1.959,9 %). VARTA Consumer Batteries hat sich im Berichtszeitraum besser als erwartet entwickelt. Durch die Fokussierung auf das Markengeschäft hat sich die Profitabilität verbessert. Das Geschäft mit Energiespeicher-Lösungen ist in den ersten neun Monaten sehr dynamisch und schneller als der Markt gewachsen.
Die folgende Tabelle verdeutlicht die Überleitung von dem bisherigen zum neuen Segment-Reporting:
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| (IN MIO. €) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
YOY in % |
|---|---|---|---|
| Microbatteries | |||
| Umsatz | 354,2 | 201,5 | 75,8% |
| bereinigtes EBITDA | 139,1 | 60,7 | 129,3% |
| bereinigte EBITDA-Marge | 39,3% | 30,1% | 9,2 PP |
| Power & Energy | |||
| Umsatz | 57,5 | 40,9 | 40,7% |
| bereinigtes EBITDA | 4,3 | 2,3 | 84,9% |
| bereinigte EBITDA-Marge | 7,5% | 5,7% | 1,8 PP |
| Summe VARTA ohne Akquisition VARTA Consumer | |||
| Umsatz * | 412,0 | 242,8 | 69,7% |
| bereinigtes EBITDA | 143,4 | 63,0 | 127,6% |
| bereinigte EBITDA-Marge | 34,8% | 25,9% | 8,9 PP |
| Consumer Batteries | |||
| Umsatz | 218,3 | ||
| bereinigtes EBITDA | 33,4 | ||
| bereinigte EBITDA-Marge | 15,3% | ||
| Summe VARTA einschl. Akquisition VARTA Consumer | |||
| Umsatz | 630,3 | ||
| bereinigtes EBITDA | 176,8 | ||
| bereinigte EBITDA-Marge | 28,0% |
* inkl. der Umsätze, welche keinem Segment zugeordnet werden können.
Die Mitarbeiterzahl ist im Berichtszeitraum zum 30. September 2020 um 1.988 bzw. 76,1 % von 2.613 auf 4.601 Mitarbeiter angestiegen. Durch die abgeschlossene Akquisition von VARTA Consumer Batteries sind 1.101 Mitarbeiter hinzugekommen. Für die Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen Zellen wurden an den beiden Hauptproduktionsstandorten Nördlingen und Ellwangen 692 zusätzliche Mitarbeiter aufgebaut.
Die VARTA AG erhöht aufgrund des besser als erwarteten Geschäftsverlaufs in den ersten neun Monaten und des weiterhin gesunden Auftragsbestands erneut die Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020. Das strukturelle Wachstum der Kernmärkte, die nach eigener Einschätzung starke Marktposition in diesen Kernmärkten sowie dem geplanten Ausbau der Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen Zellen werden zu einer positiven Geschäftsentwicklung in 2020 und in den Folgejahren führen.
Angesichts der weltweit kursierenden Covid-19-Pandemie und der aktuell wieder ansteigenden Infektionsraten sind negative Einflüsse auf den VARTA AG Konzern unverändert nicht auszuschließen. Dies könnte sowohl die Produktionsmöglichkeiten an unseren Standorten, unsere Transportmöglichkeiten zu unseren Kunden als auch Beeinträchtigungen unserer Lieferanten betreffen. Nicht auszuschließen ist ebenso, dass unsere Kunden durch eigene Produktionsunterbrechungen zeitweise keine Produkte von uns abnehmen können. Zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung waren diese Risiken nicht abschätzbar und konnten deshalb im Rahmen der Planung nicht berücksichtigt werden.
Es wird für 2020 ein Konzernumsatz zwischen 840 Mio. € und 860 Mio. € (bisher: 810 Mio. € und 830 Mio. €) erwartet. Das entspricht einem Umsatzwachstum zwischen 131 % und 137 % im Vergleich zum Vorjahr (einschließlich VARTA Consumer). Das organische Umsatzwachstum, ohne VARTA Consumer, wird zwischen 45 % und 49 % liegen.
Das bereinigte Konzern-EBITDA wird für 2020 in einem Korridor zwischen 230 Mio. € und 235 Mio. € (bisher 210 Mio. € und 215 Mio. €) liegen, und soll damit um 135% bis 140% im Vorjahresvergleich zulegen (einschließlich VARTA Consumer). Das bereinigte EBITDA wird um Sondereffekte bereinigt: Als Sondereffekte hat der Vorstand (wenn zutreffend) Kosten aus einer Kapitalerhöhung, ergebniswirksame Effekte aus dem Erstattungsanspruch aus Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen, Effekte aus aktienbasierter Vergütung, Veräußerungseffekte aus Sale-and-Lease-back Transaktionen, mögliche Kosten für Restrukturierung sowie Aufwendungen für M & A-Transaktionen sowie nicht-liquiditätswirksame Effekte aus der Kaufpreisallokation (PPA) definiert.
Durch Prozessoptimierungen wird die Produktionskapazität zu geringeren Investitionskosten pro Stück bis Ende 2021 wie geplant ausgebaut. Folglich können die ursprünglich geplanten Auszahlungen für Investitionen (CAPEX) reduziert und teilweise in das Folgejahr verschoben werden. Die Gesellschaft geht bei unverändertem Ausbau der Produktionskapazität von einem CAPEX zwischen 290 und 320 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2020 aus (bisher: 320-360 Mio. EUR).
Auch im nächsten Geschäftsjahr wird der VARTA Konzern weiter wachsen, die 1 Mrd. EUR Umsatzschwelle wird der Konzern in 2021 nahezu erreichen. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA ("Adjusted EBITDA") soll auch im nächsten Geschäftsjahr schneller als der Umsatz wachsen.
VARTA erwartet mittel- und langfristig ein Marktwachstum für Lithium-Ionen Batteriezellen für Premium True Wireless Stereo Headsets ("TWS") zwischen 30 bis 40 Prozent - obwohl sich das Unternehmen aufgrund von COVID-19 und der Effekte auf einige seiner Kunden im kommenden Jahr eher an der unteren Grenze dieses Wachstumskorridors orientiert. Damit wächst VARTA nach derzeitiger Einschätzung mengenmäßig schneller als der Markt. Unverändert bleibt die führende Position im Marktsegment der CoinPower-Zellen. VARTA geht davon aus, die Brutto-Margen in diesem Segment - trotz Verschiebungen im Produktmix, die Auswirkungen auf das Preisgefüge haben - mindestens stabil zu halten. Für den EUR erwarten wir einen moderaten Aufwertungstrend gegenüber dem USD.
Im Bereich der Hörgerätebatterien soll die nach eigener Einschätzung marktführende Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für Wireless Headsets im Bereich Entertainment & Industrial ist eine weitere Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies stellt das größte Wachstumspotenzial im Segment Microbatteries & Solutions dar und soll im Geschäftsjahr 2020 auf vergleichbarer Basis zu einem sehr deutlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich führen. Durch die weitere Skalierung des Geschäftsmodells wird von einem sehr deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA ausgegangen, das sich im Vergleich zum Umsatz weiter überproportional entwickeln soll.
Bei den stationären Energiespeichern wird ein sehr deutliches Wachstum erwartet, das über dem Marktwachstum liegt. Das erworbene VARTA Consumer-Geschäft wird im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund 310 bis 320 Mio. € erzielen und damit über den bisherigen Erwartungen liegen. Es wird eine EBITDA-Marge von rund 15 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 erwartet. Das Geschäft mit den Energiespeichern soll um 50% wachsen und sich damit besser als der Markt entwickeln.
In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Ellwangen, 12. November 2020
VARTA Aktiengesellschaft
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| Vorstandsvorsitzender (CEO) | Finanzvorstand (CFO) | Vorstandsmitglied |
| - Herbert Schein - | - Steffen Munz - | - Armin Hessenberger - |
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| (IN T€) | 30. SEPTEMBER 2020 | 31. DEZEMBER 2019 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 510.394 | 247.896 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 63.816 | 20.783 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen | 60 | 55 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 286 | 548 |
| Latente Steueransprüche | 5.482 | 1.271 |
| Sonstige Vermögenswerte | 19.284 | 17.909 |
| Langfristige Vermögenswerte | 599.322 | 288.462 |
| Vorräte | 136.852 | 63.995 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.277 | 2.032 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 140.530 | 51.966 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 1.224 | 0 |
| Steuererstattungsansprüche | 2.072 | 216 |
| Sonstige Vermögenswerte | 56.953 | 17.378 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 130.738 | 244.781 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 471.646 | 380.368 |
| Bilanzsumme | 1.070.968 | 668.830 |
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| (IN T€) | 30. SEPTEMBER 2020 | 31. DEZEMBER 2019 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 40.422 | 40.422 |
| Kapitalrücklage | 251.320 | 250.619 |
| Gewinnrücklagen | 116.964 | 68.700 |
| Jahresüberschuss | 78.219 | 50.390 |
| Sonstige Rücklagen | -571 | 4.456 |
| Eigenkapital des VARTA AG Konzerns | 486.354 | 414.587 |
| Nicht beherrschende Anteile | 310 | 215 |
| Eigenkapital | 486.664 | 414.802 |
| Leasingverbindlichkeiten | 52.385 | 20.476 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 45.962 | 2.832 |
| Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 70.918 | 27.241 |
| Erhaltene Anzahlungen | 32.242 | 34.296 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 65 | 95 |
| Passive latente Steuern | 4.501 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.415 | 3.839 |
| Abgegrenzte Schulden | 615 | 0 |
| Langfristige Schulden | 208.103 | 88.779 |
| Steuerschulden | 58.332 | 14.325 |
| Leasingverbindlichkeiten | 12.146 | 4.603 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 6.521 | 4.058 |
| Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 2.335 | 1.195 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 43.867 | 11.198 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen | 136.778 | 88.807 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 34.454 | 20.025 |
| Sonstige Rückstellungen | 39.064 | 4.407 |
| Abgegrenzte Schulden | 42.704 | 16.631 |
| Kurzfristige Schulden | 376.201 | 165.249 |
| Schulden | 584.304 | 254.028 |
| Bilanzsumme | 1.070.968 | 668.830 |
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| (IN T€) | 01. JAN. BIS 30. SEP. 2020 |
01. JAN. BIS 30. SEP. 2019 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 630.339 | 242.764 |
| Erhöhung/ Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | 5.879 | 6.597 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 4.030 | 3.269 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28.897 | 5.912 |
| Materialaufwand | -237.856 | -83.883 |
| Personalaufwand | -191.636 | -81.122 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -88.098 | -32.544 |
| EBITDA | 151.555 | 60.993 |
| Abschreibungen | -36.869 | -12.657 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 114.686 | 48.336 |
| Finanzertrag | 283 | 273 |
| Finanzaufwand | -2.308 | -575 |
| Übriger Finanzertrag | 1.116 | 183 |
| Übriger Finanzaufwand | -3.967 | -1.674 |
| Finanzergebnis | -4.876 | -1.793 |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 0 | -6 |
| Ergebnis vor Steuern | 109.810 | 46.537 |
| Ertragsteueraufwendungen | -31.496 | -13.569 |
| Konzernergebnis | 78.314 | 32.968 |
| Zuordnung des Gewinns: | ||
| Aktionäre der VARTA AG | 78.219 | 32.773 |
| Nicht beherrschende Anteile | 95 | 195 |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC / SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2019 erstellten Konzernjahresabschluss gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2020 und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder nach §317 HGB geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
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| Vorläufige Zahlen 2020 | Zweite Februarhälfte 2021 |
|---|---|
| Jahresabschluss | 31.03.2021 |
| Zwischenmitteilung 1. Quartal 2021 | 12.05.2021 |
| Hauptversammlung | 17.06.2021 |
| Halbjahresbericht 2021 | 13.08.2021 |
| Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2021 | 11.11.2021 |
Quartalsmitteilung Q3 / 2020:
https://www.varta-ag.com/publications/
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| Investor Relations | Corporate Communications |
|---|---|
| VARTA AG | VARTA AG |
| Bernhard Wolf | Dr. Christian Kucznierz |
| T: +49 79 61 921 2969 | T: +49 79 61 921 2727 |
| E-Mail: [email protected] | E-Mail: [email protected] |
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