AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

VARTA AG

Management Reports Apr 25, 2018

460_rns_2018-04-25_47c6fe35-10e2-497b-991b-c7dbe3cabc8f.html

Management Reports

Open in Viewer

Opens in native device viewer

VARTA AKTIENGESELLSCHAFT

Ellwangen Jagst

Konzernabschluss zum 31.12.2017

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Der vorliegende Bericht fasst die Lageberichte der VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) und des VARTA AG Konzerns zusammen.

KONZERNSTRUKTUR

Die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, Deutschland (VARTA AG) ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Seit Oktober 2017 ist die VARTA AG an der Frankfurter Börse im Prime Standard notiert. Die unten aufgeführte Darstellung gibt (in vereinfachter Form) einen Überblick über den Konzern zum Bilanzstichtag.

GESCHÄFTSMODELL

Die VARTA AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen, Jagst. Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG umfassen die Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung von Mikrobatterien und Energiespeicherlösungen.

Die Geschäftstätigkeit des VARTA AG Konzerns ist in zwei Geschäftssegmente unterteilt: Microbatteries über VARTA Microbattery GmbH und Power & Energy über VARTA Storage GmbH.

Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Mikrobatterien sowie intelligente Energiespeicherlösungen (smart battery solutions) für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkte. Umfassende Kompetenzen in der Materialforschung und Entwicklung verschiedener elektrochemischer Batteriesysteme, gepaart mit Knowhow für Prozessentwicklung und Massenproduktion, sind die Grundlage des Konzerns für neue, innovative Produkte.

Der Konzern betreibt fünf Produktions- und Batterie-Fertigungsstätten in Deutschland, Rumänien, Indonesien und China sowie Vertriebszentren in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, die über Direktvertrieb an Kunden in über 75 Ländern weltweit verkaufen. Als international agierendes Unternehmen kann VARTA AG auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Batterielösungen des Konzerns sind strategische Komponenten für die Produkte der Endkunden, bei denen eine hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit gefordert wird. Dabei liegt der Fokus auf Batteriesystemen mit hohen Energiedichten für Primärbatterien oder auch wiederaufladbaren Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie. Im Falle von semi-kundenspezifischen oder kundenspezifischen Batterielösungen berät und plant VARTA AG umfangreich hinsichtlich der richtigen Wahl der Komponenten für die effizienteste Energieversorgung der Anwendung.

Die Ländergesellschaften können anhand des nachfolgenden Organigramms abgelesen werden. Seit dem Geschäftsjahr 2017 wird die Auditas GmbH einschließlich ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft vollkonsolidiert.

Segmente und Organisationsstruktur

Microbatteries

Das Segment Microbatteries wird über die Gesellschaft VARTA Microbattery GmbH gesteuert und fokussiert sich auf die Herstellung von Mikrobatterien und dabei in erster Linie auf Anwendungen in den Bereichen Healthcare und Entertainment. Hierbei setzt die Gesellschaft innovativste Technologien gezielt ein, um höchste Energiedichte auf kleinstem Raum zu produzieren. Je nach Produkt und Anwendung fokussiert sich die Gesellschaft hierbei auf die modernsten Technologien wie z.B. auf Zink Luft, Lithium Ionen, Silber Oxide und Nickelmetallhydrid für wiederaufladbare und nichtwiederaufladbare Batterielösungen.

Für Anwendungen im Bereich Healthcare werden hauptsächlich Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte hergestellt. Diese werden unter den Marken "powerone", "ecopack" sowie Eigenmarken der Kunden vermarktet. Der Erfolg im Bereich Hörgerätebatterien beruht auf der Innovationsstärke, Zuverlässigkeit, der langen Lebensdauer und der Konsistenz der Qualität. Die Marktposition wird durch die eigenen Produktionsautomatisierungsprozesse und die Fähigkeit, Kunden mit Dienstleistungen vom Produkt bis zum POS zu versorgen, gesichert.

Für Entertainment werden vor allem High-End Lithium-Ionen-Batterielösungen für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables) sowie für andere, sogenannte "Weareable"-Anwendungsbereiche hergestellt. Darunter fallen u.a. auch Anwendungen in wachsenden Endverbrauchermärkten für Elektrogeräte wie Bluetooth-Headsets, medizinische Geräte für die Messung von Bluthochdruck, Blutzucker und anderer Körperfunktionen.

In der Produktgruppe Industrial werden hauptsächlich wiederaufladbare Batterielösungen für Industrie- und Erstausrüster (original equipment manufacturers, OEMs) produziert. Darunter fallen u.a. Anwendungen wie Server, Anwendungen in Autoschlüsseln, Alarmsysteme oder Smart Metering-Zähler.

Power & Energy

Im Segment Power & Energy, welches von der Gesellschaft VARTA Storage GmbH gesteuert wird, werden mobile und stationäre Energiespeicherlösungen entwickelt, produziert und vertrieben. Das Segment konzentriert sich hier auf die Entwicklung, die Systemintegration und die Assemblierung von Batteriespeichern (power pack solutions) für OEM Kunden in diversen Märkten. Hierfür werden hauptsächlich Batterien, die auf Lithium Ionen Technologie basieren, verwendet.

Es werden wiederaufladbare, standardisierte aber auch kundenspezifische Batterie-Packs hergestellt. Diese können in diverse industrielle und kabellose Anwendungen nahtlos integriert werden. Unabhängig von der jeweiligen Technologie oder der Komplexität der Aufgaben bietet die Gesellschaft Komplettservices vom Design bis zur Produktion für OEM-Kunden an. Der Bereich konzentriert sich hier auf Lösungen für portable industrielle Anwendungen, Kommunikationsgeräte, Elektrowerkzeuge, Home & Garden- und Medizingeräte.

In diesem Segment werden auch Energiespeicher für Privathaushalte und kommerzielle Anwendungen entwickelt und produziert. Die Energiespeicher zeichnen sich durch Qualität und Zuverlässigkeit aus. Das Produktportfolio ist modular gestaltet, so dass jeder Endverbraucher den richtigen Energiespeicher für seine Anforderungen finden kann, vom kompakten, handlichen Einsteigerkomplettsystem bis zu Großspeicherlösungen für industrielle Einrichtungen.

STRATEGIE UND ZIELE

Der VARTA AG Konzern bearbeitet im Rahmen seiner jährlichen Budgetplanung seine Ziele und Strategien. Mit beiden Segmenten ist der Konzern ideal aufgestellt, um von den relevanten Wachstumstrends für die beiden Geschäftsbereiche wie z.B. demographischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität (Internet of Things) und erneuerbare Energien (zunehmendes Bewusstsein für die Wiederverwertbarkeit von Stoffen) zu profitieren.

Demographischer Wandel

Wachsende Lebenserwartung, aber auch die Erhöhung der Kundenakzeptanz durch die Weiterentwicklung der Hörgerätetechnologie, führen zu einer steigenden Nachfrage nach Hörgerätebatterien. VARTA Microbattery bedient diesen Markt mit Zink- Luft und wiederaufladbaren Zellen.

Technologischer Fortschritt

Der ungebrochene Trend nach schnurlosen Geräten in allen Bereichen erhöht den Bedarf an zuverlässigen, meist wiederaufladbaren Energielösungen in hoher Qualität. Gleichzeitig gibt es einen Trend zu kleineren Geräten mit höherer Funktionalität, was zu einem Bedarf an Batterien mit höheren Energiedichten führt.

Konnektivität

Die Fortschritte in der Konnektivität und Konvergenz durch das Internet der Dinge, die Weiterentwicklung der Telekommunikation und die Verbreitung von intelligenten Lösungen treiben die Nachfrage nach Batterien in unterschiedlichsten Branchen wie etwa IT, Telekommunikation und dem Gesundheitswesen an.

Erneuerbare Energien

Die zunehmende Bedeutung von erneuerbarer Energie, Energieeffizienz, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie die EU-Klimaziele führen zu nachhaltigen Wachstumsraten im Energiezwischenspeicherbereich.

Der VARTA AG Konzern fokussiert hier auf folgende Wachstumsfelder und Ziele:

Stärkung und Ausbau der globalen Marktposition in Kernprodukten

Der Konzern fokussiert grundsätzlich auf Geschäftsfelder, in denen langfristig marktführende Positionen angestrebt werden.

Im Bereich Healthcare soll die marktführende Position durch weitere Innovationen gefestigt und ausgebaut werden. Ähnlich wie im Healthcare Bereich möchten der Konzern auch insbesondere bei den True Wireless Headsets eine marktführende Position einnehmen und überproportional vom starken Marktwachstum profitieren.

Der Fokus bei mobilen Energielösungen im Bereich Power & Energy liegt auf starkem Wachstum durch Neukundengewinnung. Hierbei fokussiert sich der Konzern auf weltweit agierende Top Kunden. Der Marktanteil insbesondere in Europa soll gestärkt werden und unter europäischen Herstellern soll eine führende Position eingenommen werden. Die Batteriespeicher für Energiezwischenspeicherung profitieren von Trends der Nachhaltigkeit, steigendem Umweltbewusstsein sowie der steigenden Nachfrage nach Energie-Autarkie. Ein überproportionales Wachstum in den adressierten Märkten sowie stetige Ausdehnung der bearbeiteten Regionen sind hier die definierten Ziele.

Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Der Konzern arbeitet insbesondere im Segment Microbatteries an neuen, innovativen Produkten, die an vollautomatischen Hochgeschwindigkeits-Produktionslinien am Standort Deutschland gefertigt werden. Damit liefert VARTA Microbattery Lösungen, die eine der besten Kombinationen aus Qualität, Innovation, Technologie und Kosten bieten. Die Gesellschaft deckt im Segment Microbatteries die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Materialforschung bis zum fertigen Produkt inklusive kundenfreundlicher Verpackungskonzepte. Weiterhin hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der steigenden Nachfrage seine Produktionskapazitäten in Rumänien ausgebaut.

Die Kombination der starken Marktstellung, internen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und langfristigen Kundenbeziehungen gibt dem Konzern einen klaren Wettbewerbsvorsprung, um von anhaltenden Wachstumstrends in den Märkten für Mikrobatterien im Gesundheits-, Unterhaltungs- und Industriesektor zu profitieren. Der Konzern zielt darauf ab, seine Kunden mit hochqualitativen Batterien und Batterielösungen zu versorgen und wird weiter daran arbeiten, neue, leistungssteigernde Knopfzellentechnologien und individuelle intelligente Batterielösungen (smart battery solutions) zu entwickeln.

Fokus auf profitablem Wachstum anhand eines starken Finanzprofils

Der Konzern beabsichtigt, weitere Wachstumschancen durch interne Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und in selektive Akquisitionen zu nutzen. Der Konzern geht davon aus, dass seine starke finanzielle Basis, zusammen mit seinem niedrigen Verschuldungsgrad, dem Management seiner Betriebsmittel und seiner Fokussierung bei der Vornahme von Wachstumsinvestitionen die Cash Flow Fähigkeit des Konzerns weiterhin steigern kann.

UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Der VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Der Vorstand hat im Berichtsjahr seine internen Steuerungsinstrumente geprüft und aktualisiert und im Rahmen des Börsenganges für die externe Berichterstattung überarbeitet. Im Konzernabschluss des letzten Jahres wurden die folgenden Kennzahlen zur Steuerung herangezogen und prognostiziert: Umsatz, EBIT und Net Working Capital. Durch das beschleunigte Wachstum des VARTA AG-Konzerns steuert der Vorstand jetzt nach dem bereinigten EBITDA statt nach dem EBIT um trotz der steigenden Investitionen in das Sachanlagevermögen und den daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen zu können.

Das interne Steuerungssystem des VARTA AG Konzerns wird laufend optimiert und zeitnah an geänderte Anforderungen angepasst. Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Vorstands und vor dem Hintergrund der zunehmenden Unternehmensgröße wurde das Managementsteuerungssystem angepasst. Das Managementsteuerungssystem ist auch Grundlage der externen Berichterstattung der VARTA AG und wird durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Kontrollfunktion überwacht.

Bedeutsame finanzielle und nicht finanzielle Indikatoren

Die Entwicklung der Umsatzerlöse (in konstanter Währung) ist einer der wichtigsten Indikatoren, an denen sich das Wachstum des VARTA AG Konzerns ablesen lässt. Sie ist zudem die wesentliche Größe zur Steuerung des Konzerns. So werden die Umsätze im Rahmen der Budgetierung auf die einzelnen Segmente, Bereiche und Produktgruppen bzw. Kunden heruntergebrochen und laufend überwacht.

Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragsentwicklung des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente.

Sondereffekte lassen sich im Geschäftsjahr 2017 hauptsächlich auf die Kosten aus dem zuletzt getätigten Börsengang (Kosten aus Börsengang), dem ertragswirksamen Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen sowie einer aktienbasierten Vergütung, ausgelöst durch den Börsengang, zurückführen.

Bei den Sondereffekten handelt es sich grundsätzlich (wenn zutreffend) um Veräußerungseffekte aus Sale and Lease-back Transaktionen, Kosten aus Börsengang, mögliche Kosten für Restrukturierungen, Aufwendungen für M&A-Transaktionen sowie aktienbasierte Vergütungselemente.

Die durch die große Nachfrage nach den Produkten des Konzerns notwendigen Investitionen überblickt der Vorstand anhand des CAPEX. Darunter werden die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verstanden. In diesem Zusammenhang überprüft der Vorstand die effektive Kapitalallokation auf Basis der Rendite aus dem investierten Kapital. Das CAPEX wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet. Dies umfasst Investitionen ohne M&A Transaktionen.

Auch das Net Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) wird als zentrale Steuerungsgröße herangezogen. Das Net Working Capital wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet.

Durch die steigende Unternehmensgröße des Konzerns ist auch die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter auf Konzernebene ein wesentlicher nicht finanzieller Leistungsindikator.

Gesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht

Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Indikatoren, Corporate Social Responsibility bzw. zu der nicht-finanziellen Konzernerklärung können auf der Webseite unter https://www.varta-ag.com/corporate-social-responsibility spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag des Konzernabschluss eingesehen werden.

LEITUNG UND KONTROLLE

Zum 31. Dezember 2017 bestand der Vorstand der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) aus zwei Mitgliedern: Herbert Schein (CEO) und Herrn Dr. Michael Pistauer (CFO). Um der steigenden Unternehmensgröße gerecht zu werden, wurde der Vorstand zum 1. Februar um Herrn Steffen Munz erweitert. Seit 1. Februar 2018 besteht der Vorstand der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) nun aus drei Mitgliedern: Herrn Herbert Schein (Vorsitzender des Vorstandes / CEO), Herrn Steffen Munz (Finanzvorstand / CFO) und Herrn Dr. Michael Pistauer (Vorstand für M&A und Investor Relations). Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2017 besteht aus den folgenden Mitgliedern: Herrn DDr. Michael Tojner (Vorsitz), Herr Dr. Harald Sommerer (stv. Vorsitz), Herr Frank Dieter Maier, Herr Sven Quandt, Herr Dr. Georg Blumauer und Herr Dr. Franz Guggenberger.

Erklärung zur Unternehmensführung

Nähere Ausführungen zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat und zu weiteren Standards von Unternehmensführung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB, welche auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält. Daneben geben der Vorstand der VARTA AG und der Aufsichtsrat der VARTA AG gemäß Ziffer 3.10 DCGK jährlich einen gemeinsamen Corporate Governance Bericht heraus. Alle Dokumente werden auf der Homepage der VARTA AG (www.varta-ag-com/investor-relations) veröffentlicht.

WIRTSCHAFTSBERICHT

MÄRKTE UND EINFLUSSFAKTOREN

Der VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit und profitiert trotz relativer Unabhängigkeit vom makroökomischen Umfeld von einem positiven Konsumumfeld. Eine negative Entwicklung des makroökomischen Umfeldes wirkt sich dabei nicht direkt negativ auf das Geschäftsmodell aus, da der Großteil der Produkte vom Konjunkturzyklus unabhängig ist. Diese werden z.B. im medizinischen Umfeld genutzt.

Die Umsatzverteilung ist geographisch diversifiziert. Der Großteil des weltweiten Absatzes von Produkten findet in Europa statt (siehe regionale Umsatzverteilung Abschnitt 2.3). Außerhalb von Europa sind die weiteren wesentlichen Absatzmärkte Asien und Nordamerika. Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung relativ gering. Der Euroraum spielt bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur die größte Rolle.

Die in 2017 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für den VARTA AG Konzern relevanten Ländern kann als positiv stabil beurteilt werden.

Wesentlich für den Absatz der Batterien für Healthcare-Anwendungen ist die demographische Entwicklung, bei den Batterien für Entertainment-Anwendungen die Trends der Unterhaltungselektronik und bei den Produkten im Segment Power & Energy der Trend zu kabellosen Produkten bzw. der Trend zu erneuerbaren Energien.

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

Durch die steigende Lebenserwartung der Menschen in der Gesellschaft sowie die zunehmend höhere Akzeptanz von Hörgeräten wird der Verkauf von Hörgerätebatterien unterstützt. In den relevanten Märkten Europa, Asien und Nordamerika geht man weiterhin von einer stärkeren Gewichtung älterer Generationen in der Bevölkerung aus. Laut den neuesten Studien des US Census Büro sind 8,5% der Weltbevölkerung oder 616 Millionen Menschen älter als 65 Jahre alt. In Europa zirka 17,4%, in Nordamerika zirka 15,1 % und in Asien zirka 7,9%. In 2050 wird erwartet, dass 1,6 Mrd. der Weltbevölkerung oder 16,7% der Weltbevölkerung über 65 Jahre alt sein werden. Die regionale Bevölkerung älter als 65 Jahre wird sich entsprechend auf 27,6% in Europa, 22,5% in Nordamerika und 18,9% in Asien verteilen.

Im Bereich Entertainment ist das Absatzwachstum durch neue Anwendungen im Bereich Konsumelektronik geprägt. Je mehr kabellos funktionierende Geräte, insbesondere für Kleinstanwendungen (zum Beispiel Headsets) entwickelt werden, desto stärker stellt sich hier die Position des VARTA AG Konzerns dar. Ein Trend, der sich auch positiv auf das Segment Power & Energy auswirkt. Sogenannte Hearables sollen laut WiFore Consulting (2015) sogar mit einer Wachstumsrate von größer als 40% bis 2020 wachsen. Unterstützend wirkt hier der Trend zu Interkonnektivität. Laut WiFore Consulting wird sich neben Smart Watches, Fashion, Medical insbesondere der Hearables Markt stark vergrößern.

Im Segment Power & Energy wächst das Marktsegment für Lithium-Ionen-Batteriepacks gemäß Avivenne Energy Report 2018 von 120 GWh in 2017 auf 490 GWh in 2025. Dies entspricht einem CAGR in Höhe von +19%. Dabei wächst der Teil-Segment für Medical Devices, Power Tools und Gardening Tools, welche Zielmärkte von Power & Energy darstellen, von ca. 14 GWh in 2017 auf ca. 44 GWh. Dies stellt eine Wachstumsrate von ca. 16% pro Jahr dar. Das Marktsegment für stationäre Energiespeichersysteme wächst um 22% pro Jahr im Zeitraum von 2017 bis 2025.

GESCHÄFTSVERLAUF

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Der VARTA AG kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2017 sind die hohe Nachfrage nach Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte und Lithium-Ionen-Batterien für kabellose Lifestyle-Produkte, die nachfragebedingte Erweiterung der Produktionskapazitäten im Bereich Microbatterien, die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeicher sowie ein erfolgreicher IPO im Herbst 2017.

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2017 entsprechend den Erwartungen des Managements.

Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der zuletzt abgegeben Prognose

Im Konzernabschluss des letzten Jahres wurde die Prognose für 2017 anhand der unten aufgelisteten Kennzahlen dargestellt. Insgesamt wurde im letzten Jahr mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung für 2017 gerechnet. Diese Erwartungen hat der VARTA AG Konzern überaus erfüllt.

scroll

INDIKATOR PROGNOSE FÜR 2017 FY 2017
Finanzielle Indikatoren
Umsatzerlöse Deutliches Umsatzwachstum Deutliches Umsatzwachstum
EBIT Sehr deutliche Steigerung Sehr deutliche Steigerung
Net Working Capital Stabiles Working Capital Stabil zum Umsatz Absolut moderat angestiegen
Liquiditätssituation Positiver Free Cash Flow Positiver Free Cash Flow
Nicht finanzielle Indikatoren
Mitarbeiteranzahl Im Durchschnitt stabil Leichter Anstieg aufgrund Mengensteigerung

Die neue Ergebnissteuerungsgröße "Bereinigtes EBITDA" ist ebenfalls sehr deutlich gestiegen.

Konzernentwicklung

Das Jahr 2017 war insbesondere geprägt durch die große Nachfrage nach Hörgeräte-Batterien und Lithium-Ionen-Knopfzellen. Insbesondere das Geschäft in Deutschland und Asien entwickelte sich vorteilhaft. Hierbei machte sich vor allem der Ausbau der marktführenden Position in Deutschland sowie die positive Entwicklung der Kunden mit Produktion in Asien bemerkbar. Weitere Ausführungen zur geographischen Aufteilung der Segmente finden sich im Konzernanhang Abschnitt 6 "Segmentberichterstattung".

Umsatzerlöse

scroll

(IN T€) 2017 2016 PROZENTUALE VERÄNDERUNG
Europa 118.686 103.002 15,2%
Asien 63.394 54.266 16,8%
Amerika 55.811 52.462 6,4%
Sonstige 4.266 4.085 4,4%
Summe Konzern 242.157 213.815 13,3%

Der US-Dollar (USD) ist die wesentlichste Fremdwährung des VARTA AG Konzerns. Die Entwicklung des US-Dollar-Wechselkurses ist relevant für die Fakturierung von Umsatzerlösen und für den Einkauf von Rohstoffen und Komponenten. Grundsätzlich ist eine Aufwertung des USD im Verhältnis zum Euro für das Ergebnis negativ, da der negative Ergebnisbeitrag aus der Umsatzrealisierung in USD höher ist als der positive Ergebnisbeitrag aus dem Einkauf in USD. Durch die Aufwertung des US-Dollars im Vergleich zum Euro im Jahr 2017 resultiert in Summe ein negativer Effekt auf das Ergebnis im Vorjahresvergleich.

ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS- FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

ERTRAGSLAGE

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2017

scroll

(IN T€) SONDEREFFEKTE 2017 SONDEREFFEKTE 2016
Umsatzerlöse 242.157 213.815
Verminderung / Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 3.145 -11.276
Aktivierte Eigenleistungen 3.517 3.400
Sonstige betriebliche Erträge 14.472 7.970
Materialaufwand -99.928 -78.538
Personalaufwand -86.047 -76.706
Sonstige betriebliche Aufwendungen -44.227 -34.898
EBITDA 33.089 23.767
Kosten für Börsengang 6.115 2.332
Erstattungsanspruch aus Pensionen -3.629 0
Aufwand aktienbasierte Vergütung 3.557 0
Bereinigtes EBITDA 39.132 26.099
Abschreibungen -9.446 -8.922
Betriebsergebnis (EBIT) 23.643 14.845
Finanzertrag 63 132
Finanzaufwand -783 -1.811
Übriger Finanzertrag 687 955
Übriger Finanzaufwand -889 -522
Finanzergebnis -922 -1.246
Gewinn- und Vertustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern -1.696 -1.526
Ergebnis vor Steuern 21.025 12.073
Ertragsteueraufwendungen -7.481 -2.663
Konzernergebnis 13.544 9.410
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 13.268 9.410
Nicht beherrschende Anteile 276 0

Umsatz

Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist im Geschäftsjahr 2017 um 13,3% von 213,8 Mio. € auf 242,2 Mio. € angestiegen. Beide Segmente Microbatteries und Power & Energy sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich gewachsen.

Das Segment Microbatteries stieg von 177,4 Mio. € um 14,8% auf 203,6 Mio. € an. Der Umsatzanstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Absatz der Zink-Luft-Microbatterien für Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte-Batterien wurde die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat im Segment Microbatteries die hohe Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zu einer deutlichen Umsatzsteigerung der wieder-aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt.

Der Umsatz im Segment Power & Energy ist von 34,6 Mio. € auf 37,7 Mio. € und somit um 8,8 % angestiegen. Das mengenbedingte Umsatzwachstum ist insbesondere auf die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeichersysteme zurückzuführen. Diese resultiert vor allem aus der Steigerung des Marktanteils in der DACH-Region, dem Markteintritt in Italien sowie der Einführung des Wandspeichers "VARTA pulse" für Privathaushalte.

Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 99,9 Mio. € im Vergleich zu 78,5 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 27,3%. Der überproportionale Anstieg im Vergleich zum Umsatz ist in erster Linie auf steigende Preise der metallischen Rohstoffe sowie der zugekauften Komponenten zurückzuführen und betrifft beide Segmente.

Der Personalaufwand ist von 76,7 Mio. € auf 86,0 Mio. € um 12,2% angestiegen, wobei die Mitarbeiteranzahl (FTE) unterproportional zum Umsatzwachstum von 2.036 auf 2.112 angestiegen ist. Dies ist hauptsächlich auf die Skalierung des Geschäftsmodells sowie auf eine Steigerung der Mitarbeiterproduktivität im Segment Microbatteries zurückzuführen. Neben den tariflich bedingten Personalkostensteigerungen wurde selektiv in die Wachstumsbereiche Lithium-Ionen-Batterien, das Segment Power & Energy sowie den Produktionsstandort in Brasov/Rumänien investiert, um die große Marktnachfrage zukünftig bedienen zu können. Im Personalaufwand ist als Sondereffekt die aktienbasierte Vergütung gegen Kapitalrücklage, ausgelöst durch den Börsengang, in Höhe von 3,6 Mio. € erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 34,9 Mio. € auf 44,2 Mio. € angestiegen. Dies ist insbesondere auf wachstumsbedingt höhere Ausgangsfrachten und Zölle, Provisionen sowie die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen die Kosten für den getätigten Börsengang (IPO-Kosten) in Höhe von 6,1 Mio. € enthalten, die als Sondereffekt klassifiziert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von 8,0 Mio. € in 2016 auf 14,5 Mio. € in 2017 angestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf den ertragswirksamen Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen, der als Sondereffekt eingestuft wird (zu weiteren Details wird auf den Anhang des Konzernabschluss im Kapital "Pensionen" verwiesen).

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA ist im Geschäftsjahr 2017 von 26,1 Mio. € auf 39,1 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von 49,9 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Steigerung des bereinigten EBITDA lässt sich insbesondere auf das profitable Umsatzwachstum bei den Hörgeräte-Batterien und Lithium-Ionen-Zellen bei gleichzeitig unterproportionalem Anstieg der Kosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen.

Als Sondereffekte wurden die Kosten aus dem Börsengang (IPO-Kosten) von 6,1 Mio. €, der ertragswirksame Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 3,6 Mio. € sowie der Personalaufwand aus der aktienbasierten Vergütung, ausgelöst durch den Börsengang, mit 3,6 Mio. € ausgewiesen. Der Effekt aus dem Schuldbeitritt ist dem Segment Microbatteries zuzurechnen. Die anderen Effekte der VARTA AG als Holding.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis hat sich von 14,8 Mio. € auf 23,6 Mio. € verbessert, was einer Steigerung von 59,3 % im Vorjahresvergleich entspricht. Neben der Steigerung des EBITDA führte der unterproportionale Anstieg der Abschreibungen zu einer sehr deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses. Die Abschreibungen haben sich von 8,9 Mio. € in 2016 auf 9,4 Mio. € in 2017 erhöht, was insbesondere auf die nachfragebedingte Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten zurückzuführen ist.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr von -1,2 Mio. € in 2016 auf -0,9 Mio. € in 2017 verbessert. Dies resultiert aus der deutlichen Reduzierung des Zinsaufwandes von 1,8 Mio. € in 2016 auf 0,8 Mio. € durch die Neuordnung der Finanzierung im VARTA AG Konzern sowie aus der Rückführung der Finanzierung im Zuge des Börsengangs (weitere Details werden im Kapital zur Vermögens- und Finanzlage erläutert).

Steuern

In 2016 wurde die Steuerstruktur der VARTA AG optimiert und eine ertragsteuerliche Organschaft gebildet. Hierbei konnten im Jahr 2016 durch Steuergruppenbildung Verluste aus anderen Bereichen und Perioden gegenverrechnet werden. Die effektive Steuerquote betrug 22,1% in 2016. In 2017 ist der Steueraufwand durch den Anstieg des Ergebnisses vor Steuern von 2,7 Mio. € in 2016 auf 7,5 Mio. € in 2017 angestiegen. Dies entspricht einer effektiven Steuerquote von 35,6%.

Konzernergebnis

Das deutliche Umsatzwachstum in beiden Segmenten in Verbindung mit dem unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells wirkte sich trotz der Sondereffekte auch positiv auf das Konzernergebnis aus. Das Jahresergebnis ist von 9,4 Mio. € in 2016 auf 13,5 Mio. € in 2017 trotz der Sondereffekte aus dem erfolgten Börsengang um 43,6% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Langfristige Vermögenswerte 105.258 81.640
Kurzfristige Vermögenswerte 226.222 83.288
Bilanzsumme 331.480 164.928
PASSIVA
(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Eigenkapital 230.452 65.291
Langfristige Schulden 29.423 44.585
Kurzfristige Schulden 71.605 55.052
Schulden 101.028 99.637
Bilanzsumme 331.480 164.928

Der VARTA AG Konzern hat die Kapitalstruktur im Jahr 2017 durch den getätigten Börsengang deutlich verbessert. Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote signifikant erhöht. Damit sind für den Konzern die finanziellen Voraussetzungen gegeben, um die notwendige Erweiterung der Produktionskapazitäten aufgrund der großen Produktnachfrage aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 23,6 Mio. € von 81,6 Mio. € in 2016 auf 105,3 Mio. € zum 31. Dezember 2017. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 52,0 Mio. € auf 63,4 Mio € zum 31. Dezember 2017. Die Produktionskapazitäten wurden aufgrund der großen Nachfrage insbesondere bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei den Zink-Luft-Batterien erweitert.

Zum anderen sind die sonstigen Vermögenswerte auf 15,8 Mio. € angestiegen. Dieser Anstieg ist auf den Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde mit einem Schuldbeitretenden ein Vertrag abgeschlossen, in dem sich dieser gegen Zahlung verpflichtet hat, Pensionsverpflichtungen im Rahmen eines Schuldbeitritts mit Erfüllungsübernahme zu übernehmen. In den Sonstigen Vermögenswerten ist der verbleibende Erstattungsanspruch mit gutachterlicher Bewertung zum 31.Dezember 2017 erfasst.

Zu weiteren Details zum Schuldbeitritt wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapitel "Pensionen" verwiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 142,9 Mio. € von 83,3 Mio. € in 2016 auf 226,2 Mio. € zum 31. Dezember 2017 erhöht. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente von 12,3 Mio. € in 2016 auf 138,5 Mio. € zurückzuführen. Aus dem getätigten Börsengang ist eine Netto-Liquidität von 146,7 Mio. € zugeflossen.

Finanzierungsstruktur

Die VARTA AG hat im Berichtsjahr ihre Kapitalstruktur deutlich verbessert. Dies ist insbesondere auf den im letzten Geschäftsjahr getätigten Börsengang zurückzuführen.

Eigenkapital/Eigenkapitalquote

Das Eigenkapital ist von 65,3 Mio. € in 2016 auf 230,5 Mio. € zum 31. Dezember .2017 angestiegen. Durch den im Geschäftsjahr getätigten Börsengang erhöhte sich die Kapitalrücklage von 2,7 Mio. € auf 146,7 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist von 39,6% auf 69,5% angestiegen. Auch das Ergebnis aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr trägt positiv zu dieser Kennzahl bei, gegenläufig wirkt sich die Verrechnung der Kosten des Börsengangs in Höhe von 1,4 Mio. € aus.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden sind von 44,6 Mio. € in 2016 auf 29,4 Mio. € gesunken. Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Neuordnung der Finanzierung im VARTA AG Konzern. Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Im Zuge des Börsengangs erfolgte eine Rückführung der damit verbundenen Finanzierung durch die Montana Tech Components Gruppe (zu weiteren Details wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapital "Sonstige Finanzverbindlichkeiten" verwiesen).

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden haben sich insbesondere aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einhergehend mit dem steigendem Geschäftsvolumen von 55,1 Mio. € auf 71,6 Mio. € erhöht.

Net Working Capital

Das Net Working Capital ist um 5,2 Mio. € von 36,2 Mio. € in 2016 auf 41,4 Mio. € in 2017 angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 14,3% im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg ist auf mengenbedingt höhere Forderungen und Bestände bei unterproportional gestiegenen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Das Net Working Capital hat sich proportional zum Umsatz entwickelt. Daraus resultiert eine Net Working Capital Quote von 17,1% im Verhältnis zum Umsatz.

Weitere Details zur Finanzlage können im Anhang des Konzernabschluss eingesehen werden.

Kapitalflussrechnung

scroll

(IN T€) 2017 2016
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.2017 12.347 10.945
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 18.503 24.153
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -13.426 -21.613
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 121.577 -1.210
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 126.654 1.330
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -465 72
Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2017 138.536 12.347

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 18,5 Mio. € und liegt damit 5,7 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Die Reduktion ergibt sich im Wesentlichen bei nahezu gleichbleibendem Cash-Zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus den zahlungsunwirksamen Veränderungen des Erstattungsanspruchs aus dem Schuldbeitritt, den nicht zahlungswirksamen Effekten aus der aktienbasierten Vergütung und der Erhöhung der bezahlten Ertragsteuern.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist von 21,6 Mio. € in 2016 auf 13,4 Mio. € in 2017 zurückgegangen. Dies resultiert in erster Linie aus einem Rückgang der Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 5,5 Mio. €. Im Vorjahr gab es eine außerordentliche Zahlung von 10,9 Mio. € zur Klärung bestimmter IP Rechte. Bereinigt um diese außerordentliche Zahlungen sind die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen aufgrund der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten um 5,4 Mio. € angestiegen.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr 121,6 Mio. € im Vergleich zu -1,2 Mio. € des Vorjahres. Wesentlicher Effekt sind hierbei die Erlöse aus dem in 2017 getätigten Börsengang in Höhe von 150,5 Mio. € und den verrechneten Kosten aus dem Börsengang in Höhe von 1,5 Mio. €. Des Weiteren sind die Zahlungen aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen in Höhe von 11,2 Mio. € enthalten.

Hieraus ergibt sich ein Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2017 von 138,5 Mio. € im Vergleich zu 12,3 Mio. € zum 31. Dezember 2016.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Für den VARTA AG Konzern ergab sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Forschungs- und Entwicklungsaufwand in Höhe von 12,3 Mio. € (im Vorjahr 10,8 Mio. €). Daraus resultiert eine F&E-Aufwands-quote von 5,1% im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 5,4% im Vorjahr.

Segment Microbatteries

Die Ausrichtung auf Technologieführerschaft war durch die schwerpunktmäßige Weiterentwicklung des Knowhows im Bereich der Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte (Produktgruppe "Healthcare") und wiederaufladbare Lithium-Ionen Knopfzellen, sogenannte Coin Power Batterien in der Produktgruppe "Entertainment and Industrial", gekennzeichnet. Dabei standen vor allem die weitere Steigerung der Kapazitätswerte, die Evaluierung und Qualifizierung neuer Materialien für die Coin Power Batterien, die Weiterentwicklung der quecksilberfreien Zink-Luft-Batterien, der Einsatz von günstigen Rohstoffen und die Entwicklung von effizienteren Fertigungsverfahren im Vordergrund. Für wiederaufladbare Hörgeräte wurde die Entwicklung einer neuen Version der Lithium-Ionen-Zellen mit erneut gesteigerter Kapazität gestartet.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrug für das Segment Microbatteries von Januar bis Dezember 2017 insgesamt 9,6 Mio. € (im Vorjahr 8,4 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwands-quote von 4,7% zum Umsatz (im Vorjahr 4,7%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 auf 0,6 Mio. €. Die Aktivierungsquote beträgt 8,3% (i.Vj. 15,5%).Im Bereich Microbatteries handelte es sich vor allem um die Entwicklung von kleineren und leistungsfähigeren Knopfzellen.

Segment Power & Energy

Der Ausbau der Position im Markt für Lithium-Ionen-Heimspeicher war durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios gekennzeichnet. Dabei stand die Markteinführung der Produktreihe VARTA Pulse in der DACH-Region im Fokus. Parallel zu dieser Entwicklung wurde die Element-Reihe um eine Version mit 13 kWh ergänzt. Des Weiteren ist für alle Produktreihen (VARTA One, VARTA element, VARTA pulse) nun möglich, bis zu fünf Systeme zu einem Gesamtsystem zu koppeln und dadurch die Energie und Leistung zu vervielfachen. Um die Produktreihe VARTA Pulse für die Auslandsmärkte Italien und Australien vorzubereiten, wurden in der Berichtsphase die entsprechenden länderspezifischen Netzanschlußrichtlinien sowie ein externes Netz-Interface implementiert.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Segment Power & Energy lag im Geschäftsjahr 2017 mit 2,7 Mio. € leicht über dem Vorjahr (im Vorjahr 2,4 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwands-quote von 7,1% zum Umsatz (im Vorjahr 6,9%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich in 2017 auf 0,2 Mio. € (im Vorjahr 0,5 Mio. €). Die Aktivierungsquote beträgt 51,9 % (i.Vj. 70,8%). Hierbei handelte es sich primär um Produkt- & Produktionsprozessentwicklung für Großspeicher flex storage sowie Entwicklung von verschiedenen Speichersystemen im Bereich Residential.

INVESTITIONEN OHNE M&A (CAPEX)

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Konzern als CAPEX bezeichnet. Dies stellt eine wichtige Steuerungsgröße von produzierenden Wachstumsunternehmen dar.

Die Investitionen betragen insgesamt 17,0 Mio. € im Vergleich zu 22,5 Mio. € im Vorjahr. Davon betragen Investitionen in das Sachanlagevermögen 19,2 Mio. € (im Vorjahr: 12,5 Mio. €) und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 2,2 Mio. € (im Vorjahr: 2,4 Mio. €). In den Investitionen sind 3,5 Mio. € aus selbsterstellen Entwicklungskosten enthalten. Des Weiteren wurden im laufenden Geschäftsjahr 0,8 Mio. € der Verbindlichkeiten aus Anlagevermögen bezahlt. Bei den Auszahlungen aus dem entgeltlichen Erwerb von immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um den Erwerb eines Markenrechtes im Vorjahr.

Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei Zink-Luft-Batterien. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig.

ERTRAGSLAGE SEGMENTE

Die Segmentinformationen des VARTA AG Konzerns werden auf Basis der Feststellungen des Managements für die Segmente Microbatteries und Power & Energy veröffentlicht.

Microbatteries

scroll

2017 VERÄNDERUNG (%) ZUM VJ 2016
Umsatz (Mio. € ) 203,6 14,8 177,4
Bereinigtes EBITDA (Mio. € ) 43,7 29,7 33,7
Bereinigte EBITDA Marge in % 21,5 19,0

Der Umsatz im Segment Microbatteries ist im Geschäftsjahr 2017 von 177,4 Mio. € auf 203,6 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 14,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Umsatzwachstum resultiert insbesondere aus dem Wachstum der Zink-Luft-Batterien für den Markt der Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte-Batterien wurde die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat die hohe Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zu einer deutlichen Umsatzsteigerung der wieder-aufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt. Das EBITDA ist von 33,7 Mio. € auf 43,7 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 29,7% entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das profitable Umsatzwachstum sowie den unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung unseres Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine EBITDA Marge von 21,5% im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 19,0 % in 2016.

Power & Energy

scroll

2017 VERÄNDERUNG (%) ZUM VJ 2016
Umsatz (Mio. € ) 37,7 9,0 34,6
Bereinigtes EBITDA (Mio. € ) -4,4 12,8 -3,9
Bereinigte EBITDA Marge in % -11,7 -11,3

Im Segment Power & Energy ist der Umsatz von 34,6 Mio. € auf 37,7 Mio. € angestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 9,0%. Die Umsatzsteigerung ist vor allem auf die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeicher für Privathaushalte zurückzuführen. Das EBITDA hat sich von -3,9 Mio. € in 2016 auf -4,4 Mio. € in 2017 um 12,8 % negativ entwickelt. Das Jahr 2017 war vor allem durch Vorlaufkosten für kundenspezifische Projekte geprägt. Das EBITDA ist insbesondere von der Umsetzung kundenspezifischer Projekte für Batteriepacks abhängig. Für viele Projekte ist die Entwicklungsphase mit den Kunden abgeschlossen, woraus Umsatzerlöse in den Folgejahren erwartet werden. Weiterhin beeinflusst der fortlaufende Aufbau der Produktionskapazitäten im Wesentlichen für Batteriepacks das EBITDA. Hieraus ergibt sich eine EBITDA Marge von -11,7% im Vergleich zu -11,3% im Vorjahr.

Weitere Details zur Segmentberichterstattung finden sich im Konzernanhang im Kapitel 6.

ANGABEN ZUR VARTA AG

Der Lagebericht der VARTA AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017 sind nach §315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit §298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden zeitgleich im Bundesanzeiger offengelegt.

Beschreibung der Gesellschaft

Die VARTA AG ist eine Holdinggesellschaft, die ausschließlich Aufgaben zur Steuerung des Konzerns sowie der beiden operativen Tochtergesellschaften wahrnimmt. Die nachfolgenden Zahlen und Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellten Jahresabschluss der VARTA AG.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 850 T€ (2016: 25 T€) erwirtschaftet. Diese resultieren im Wesentlichen aus Weiterbelastungen gegenüber verbundenen Unternehmen und umfassen vor allem erbrachte Servicedienstleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 10.895 T€ in 2017 (2016: 4.003 T€) und umfassen größtenteils die Aufwendungen für den Börsengang in Höhe von 8.116 T€. Bei den Kosten für den Börsengang handelt es sich vor allem um Aufwendungen für die Durchführung der offiziellen Platzierung der VARTA AG Aktie im Prime Standard der Frankfurter Börse, wie z.B. Rechts- und Beratungskosten, Bankgebühren und Aufwendungen für Investor Relations.

Im Geschäftsjahr 2017 waren neben dem Vorstand drei Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Im Vorjahr sind Aufwendungen nur in der zweiten Jahreshälfte angefallen. Aus diesem Grunde ist der Personalaufwand von 542 T€ in 2016 auf 1.917 T€ in 2017 angestiegen.

Die Abschreibungen haben sich von 378 T€ auf 935 T€ erhöht, da der Erwerb der immateriellen Vermögensgegenstände im Vorjahr unterjährig erfolgte.

Der Rückgang des Zinsergebnisses von 478 T€ auf 405 T€ ist auf Verschiebungen innerhalb des Zinsergebnisses aufgrund der Umstellung der Finanzierungsstruktur innerhalb des VARTA AG Konzerns zurückzuführen.

Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Microbattery GmbH resultieren Erträge in Höhe von 28.583 T€. Gegenläufig werden Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Storage in Höhe von 4.882 T€ verrechnet. Hieraus ergibt sich ein Anstieg der Erträge aus der Ergebnisabführung von 10.796 T€ in 2016 auf 23.701 T€ in 2017.

Insgesamt ergibt sich ein Bilanzgewinn von 8.182 T€ im Vergleich zu 1.242 T€ im Vorjahr. Die Veränderung resultiert hauptsächlich aus den Erträgen aus der Ergebnisabführung.

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017

der VARTA AG

scroll

2017 2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 850 25
2. Sonstige betriebliche Erträge 76 18
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.865 -527
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -52 -1.917 -15 -542
4 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -935 -378
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.895 -4.003
6. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 28.583 13.171
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 594 496
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 558 (i. Vj. EUR TEUR 9) -
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -4.882 -2.375
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -189 -18
-davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 172 (i.Vj. TEUR 0) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.345 -2.958
11. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 6.940 3.436
12. Gewinn-/Verlustvortrag 1.242 -2.194
13. Bilanzgewinn 8.182 1.242

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 23.049 T€ von 36.143 T€ in 2016 auf 59.192 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Finanzanlagen von 30.614 T€ auf 54.542 T€ zurückzuführen ist. Dieser Anstieg resultiert aus der Ausgabe von Ausleihungen an Tochtergesellschaften.

Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen in Höhe von 23.968 T€ an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Die im Vorjahr von einem verbundenen Unternehmen erworbenen aktivierten Entwicklungskosten werden als Immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Das Umlaufvermögen ist um 138.260 T€ von 19.592 T€ in 2016 auf 157.852 T€ zum 31. Dezember 2017 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, welche durch die Erlöse aus dem Börsengang um 122.113 T€ von 1.136 T€ in 2016 auf 123.249 T€ zum 31. Dezember 2017 zugenommen haben. Des Weiteren haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 16.146 T€ von 18.457 T€ in 2016 auf 34.603 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was insbesondere aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen aufgrund der Ergebnisabführung resultiert.

Das Eigenkapital hat sich insgesamt um 157.441 T€ von 38.342 T€ in 2016 auf 195.783 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht. Die Kapitalrücklage ist aufgrund der beim Börsengang erzielten Emissionserlöse um 141.901 T€ angestiegen. Des Weiteren konnten beim Börsengang am 19. Oktober 2017 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden. Hierdurch erhöhte sich das Gezeichnete Kapital um 8.600 T€ von 29.600 T€ in 2016 auf 38.200 T€ zum 31. Dezember 2017.

Die Rückstellungen sind um 2.254 T€ von 2.206 T€ in 2016 auf 4.460 T€ zum 31. Dezember 2017 angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Steuerrückstellungen und Sonstige Rückstellungen aus Verpflichtungen für Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 1.482 T€ von 13.000 T€ in 2016 auf 14.482 T€ zum 31. Dezember 2017 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist.

Bilanz zum 31. Dezember 2017

der VARTA AG

Aktiva

scroll

31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.406 5.315
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 244 214
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.100 30.089
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 23.968 -
3. Beteiligungen 30 -
4. Sonstige Ausleihungen 444 54.542 525 30.614
59.192 36.143
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1 31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 29.741 15.991
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.861 34.603 2.435 18.457
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 123.249 1.136
157.852 19.592
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41 30
D. Aktive latente Steuern 1.331 1.413
Bilanzsumme 218.416 57.178
Passiva
@@rwsp2 31.12.2017 31.12.2016
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 38.200 29.600
II. Kapitalrücklage 142.590 689
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 6.811 6.811
IV. Bilanzgewinn 8.182 1.242
195.783 38.342
B. Rückstellungen 1. Steuerrückstellungen 2.817 1.607
2. Sonstige Rückstellungen 1.643 599
4.460 2.206
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.052 1.218
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.276 11.732
4. Sonstige Verbindlichkeiten 716 598
-davon aus Steuern TEUR 152 (i. Vj. TEUR 50)
15.046 13.548
D. Passive latente Steuern 3.127 3.082
Bilanzsumme 218.416 57.178

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der VARTA AG hängt maßgeblich von den Risiken und Chancen des VARTA AG Konzerns ab, die bereits im zusammengefassten Lagebericht des VARTA AG Konzerns beschrieben werden.

Es besteht das Risiko, dass die Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in ihrer Werthaltigkeit beeinträchtigt sind. Dies wird mindestens einmal jährlich überprüft. Ein Wertminderungsbedarf wurde im Geschäftsjahr 2017 nicht identifiziert.

Darüber hinaus ist auf die Risiken aus Altlasten hinzuweisen, die bei der VARTA AG bestehen. Die ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung, hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von 20 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2031 zusätzlich abgesichert. Diese Risiken hat die VARTA AG bewertet und geht unter Berücksichtigung der vertraglichen Erstattungsansprüche davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus der Haftung nicht zu rechnen ist. Erst wenn die oben beschriebenen Risiken das Deckungspotential der Käuferin und der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen können, wird die VARTA AG entsprechend belastet.

Ausblick

Die Erwartungen für die VARTA AG hinsichtlich ihrer finanziellen und nicht finanziellen Indikatoren sowie dem Risikoprofil entsprechen im Wesentlichen (aufgrund Ihrer Bedeutung im Konzern und den Verflechtungen der Konzerngesellschaften) den Prognosen des VARTA AG Konzerns, die ausführlich im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts beschrieben werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Ergebnisses der VARTA AG hängt maßgeblich von den Ergebnisbeiträgen ihrer operativen Tochtergesellschaften ab, die der VARTA AG über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge zufließen. Die prognostizierte Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften impliziert, auch im Einklang mit den Erwartungen auf VARTA AG Konzernebene, unter Berücksichtigung des Sondereffektes in 2017 (Aufwendungen des Börsengangs) eine sehr deutliche Ergebnissteigerung.

MITARBEITER

Die erfolgreiche Entwicklung der Gruppe basiert auf der Kompetenz und den Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und stellt für die VARTA AG einen bedeutsamen nicht finanziellen Indikator da.

Neben der Ausbildung junger Mitarbeiter sorgen Fortbildungen und Schulungen für ein hohes Kompetenzniveau. Der Konzern ist an engagierten und motivierten Mitarbeitern interessiert, die in einem starken Team die Innovation des Unternehmens vorantreiben möchten.

Die Mitarbeiter zeichnen sich durch eine sehr hohe Leistungsbereitschaft sowie Loyalität aus. Der Konzern legt großen Wert auf nachhaltige Personalpolitik um damit Effizienz und Zufriedenheit zu steigern. Aus diesem Grunde haben wurde im letzten Jahr ein neues Arbeitszeitmodell als Reaktion auf die erhöhte Nachfrage in der Produktion entwickelt.

Es soll sichergestellt werden, dass sich Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden und sich anhand gemeinsamer Unternehmensziele mit diesem identifizieren. Durch langjährige durchschnittliche Betriebszugehörigkeit innerhalb des Unternehmens bringen die Mitarbeiter exzellente Fachkenntnisse ihres Aufgabengebietes mit. Weiterhin sichert eine ausgeglichene Altersstruktur einen gesunden Knowledge Transfer zwischen den Generationen ab.

Insgesamt wird auf die Ausgewogenheit der Belegschaft geachtet. In einer Kultur der Wertschätzung sollen Frauen wie Männer ihre beruflichen Ziele verwirklichen können. Hierzu gehört auch ein angemessener Frauenanteil. Die Gesellschaft hat deshalb mit Beschluss vom 14. November 2016 eine Zielgröße von 30% für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes festgelegt. Dieser Beschluss ist nur für die VARTA AG gültig. Derzeit liegt die Frauenquote der VARTA AG bei 66%. Für den Vorstand und Aufsichtsrat ist die Zielgröße null Prozent. Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber stellen Arbeitssicherheit und Gesundheit wichtige Säulen für die Beschäftigung dar. Weiterhin zeichnet sich die Unternehmenskultur im Konzern durch Offenheit und gegenseitige Wertschätzung aus.

Arbeitgeberattraktivität

Durch gezielte Maßnahmen wird versucht, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Durch den erfolgten Börsengang gibt es zukünftig die Möglichkeit, für Führungskräfte und High Potentials, an einem Aktienoptionsprogramm teilzunehmen.

Die Führungskräfte des Konzerns treffen sich außerdem jährlich in einer Führungskräftetagung. Weiterhin werden gezielte Initiativen für die Weiterentwicklung der Auszubildenden innerhalb des Unternehmens gefördert.

Die Anzahl der Mitarbeiter der gesamten Gruppe erhöhte sich von 2.047 (in 2016) auf 2.171 zum 31. Dezember 2017.

In Summe verteilten sich die Mitarbeiter zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 wie folgt:

scroll

31. DEZ 17 31. DEZ 16
Europa 1.232 1.051
Asien 919 975
USA 20 21

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS) und nach Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), soweit der Aufsichtsrat in seiner Entsprechenserklärung keine Abweichung erklärt hat. Der Bericht erläutert sowohl die Höhe als auch die Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben.

Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06. Oktober 2017 wird auf die nach § 285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5ff. HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5ff. HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet.

Vorstand

Die Festlegung und regelmäßige Überprüfung der Vorstandsvergütung ist eine Aufgabe des Aufsichtsratsplenums. Nach den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen Bestandteilen. Daneben besteht eine aktienbasierte Vergütungskomponente, welche von der Muttergesellschaft VGG GmbH (Wien) ausgegeben wird. Die Gewährung von Barausgleichszahlungen oder Optionen zum Erwerb von VARTA Stammaktien erfolgt hier grundsätzlich über die VGG GmbH (Wien) und war in der Erdienungsperiode an bestimmte Bedingungen im Zusammenhang mit dem Börsengang der VARTA AG geknüpft. Im Berichtsjahr wurden in diesem Zusammenhang insgesamt 3,6 Mio. € im Konzernabschluss der VARTA AG als Personalaufwand gegen Kapitalrücklage erfasst. Alle Vergütungsbestandteile sind im Einzelnen und in ihrer Gesamtheit angemessen. Die Vorstandsvergütung enthält variable Komponenten, die auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage basieren. Der Aufsichtsrat befasst sich mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 AktG und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführte Kriterien, wie z. B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der VARTA AG.

Feste Bezüge

Die festen Bezüge setzen sich aus einer Grundvergütung, die monatlich in zwölf Raten als Gehalt ausgezahlt wird sowie sonstigen Bezügen zusammen. Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung eines Dienstfahrzeuges und Versicherungsleistungen. Des Weiteren übernimmt die VARTA AG die Prämien für eine D&O-Versicherung. Den Selbstbehalt von 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung tragen die Vorstände persönlich.

Variable Bezüge

Die variablen Bezüge des Vorstands bestehen aus variablen Barbezügen. Die variablen Barbezüge richten sich maßgeblich an der Zielerreichung der Ergebnisgrößen EBIT/EBITDA. Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Barkomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 insgesamt

Die Bezüge für die im Geschäftsjahr 2017 benannten Vorstandsmitglieder der VARTA AG betragen insgesamt 1.612 T€ (2016: 946 T€). Davon entfallen auf feste Bestandteile einschließlich der sonstigen Bezüge 610 T€ (2016: 186 T€). Auf die variablen Bestandteile entfallen 1.002 T€ (2016: 760 T€).

Die Dienstverträge der Vorstandmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine festen sonstigen Vergütungen vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrages durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund kann jedoch eine freiwillige Vergütung vereinbart werden. Diese wurde jedoch durch einen Abfindungs-Cap in Höhe von zwei Jahresvergütungen gedeckelt.

Aufsichtsrat

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung beschlossen und ist in § 15 der Satzung der VARTA AG niedergelegt. Satzungsgemäß erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der VARTA AG neben dem Ersatz seiner angemessenen Auslagen eine feste zahlbare Vergütung. Damit entspricht die Vergütungsstruktur für den Aufsichtsrat der VARTA AG der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 des DCGK zur Aufsichtsratsvergütung in der Fassung vom 7. Februar 2018. Der DCGK empfiehlt in Ziffer 5.4.6 außerdem, den Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen bei der Vergütung zu berücksichtigen. Dementsprechend sieht die Satzung der VARTA AG, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils eine feste jährliche Vergütung erhalten. Damit ist auch die Übernahme von Mitgliedschaften in Ausschüssen und Vorsitzen in Ausschüssen abgegolten. Die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die sich ergebende Vergütung zeitanteilig in Höhe eines Zwölftes für jeden angefangen Monat ihrer Tätigkeit.

Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 (2016) insgesamt

Für das Berichtsjahr 2017 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 165 T€ (2016: 89 T€). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallene Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird in von der Gesellschaft getragen. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen in Höhe von 122 T€ (2016: 0 T€), insbesondere bezüglich der Unterstützung des Börsenganges, vergütet.

Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2017 (2016) individualisiert

scroll

IN T€ FESTE VERGÜTUNG INKL. AUSLAGEN (NETTO) SONSTIGE BERATUNGSLEISTUNGEN (NETTO)
DDr. Michael Tojner (Vorsitzender) 34 0
(0) (0)
Dr. Harald Sommerer (stellv. Vorsitzender) 38 0
(24) (0)
Dipl.-Ing. Frank Dieter Maier 33 0
(23) (0)
Sven Quandt 0 0
(16) (0)
Dr. Franz Guggenberger 30 0
(13) (0)
Dr. Georg Blumauer 30 122
(12) (0)
Gesamt 165 122
(89) (0)

Sonstiges

Einem Vorstandsmitglied wurde ein Reisekostenvorschuss in Höhe von 5 T€ gewährt. Abgesehen vom bestehenden Fahrzeugleasingvertrag zu üblichen Konditionen wurden keinen Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der VARTA AG oder von Tochtergesellschaften weitere Kredite und Vorschüsse gewährt, noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

UMWELTSCHUTZ

Das Umweltmanagementsystem der Gesellschaft wird durch den TÜV im Rahmen des Audits nach ISO 14001 überwacht. Seit 2006 wird eine konsequente Trennung und Verwertung von Abfällen statt deren Beseitigung durchgeführt. Die gesetzlichen Auflagen zum Emissionsschutz wurden erfüllt. Das am Standort Ellwangen eingerichtete Grundwasser-Monitoring wurde im Berichtsjahr fortgeführt.

PROGNOSE-, CHANCEN UND RISIKOBERICHT

CHANCEN- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken sowie zum Umgang mit bestehenden Risiken hat die Gesellschaft Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen eingerichtet, die in einem Risiko-früherkennungs-, internen Kontroll- sowie Risikomanagementsystem verankert sind.

Das Risikomanagementsystem wird gesammelt auf Konzernebene beurteilt und fokussiert auf operative, finanzielle, strategische und sonstige Risiken. Hierbei werden die Risiken anhand einer intern vorhandenen Risikomatrix als gering, mittel oder hoch eingeordnet (siehe Matrix unten aufgeführt). Es wird keine Risikoquantifizierung zur Einschätzung von rechtlichen und Compliance-Risiken vorgenommen, gleichwohl werden diese Risiken angemessen berücksichtigt.

Als produzierendes Unternehmen wird auf externe Faktoren wie z.B. Rohstoffpreise geachtet, die das Ergebnis negativ beeinflussen könnten. Ebenso müssen interne Prozesse aufgrund der wachsenden Unternehmensgröße laufend optimiert werden. Chancen werden im technologischen Fortschritt kabelloser Geräte gesehen. Insgesamt wird die Risiko-Situation als beherrschbar eingeschätzt.

Wesentlicher Baustein des Systems ist ein strategisch ausgerichtetes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, die mehrfach innerhalb des laufenden Jahres überarbeitet und an die aktuellen Erkenntnisse angepasst wird, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risiko-Management durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden.

GESAMTBEURTEILUNG DER CHANCEN- UND RISIKOLAGE DURCH DEN VORSTAND

Der Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. Nach der Einschätzung des Vorstandes sind die im Folgenden beschriebenen Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beherrschbar. Im Einzelnen sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Zugleich besteht die Überzeugung, dass der Konzern strategisch und finanziell gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen.

Daneben betreibt der Konzern ein konzernweites Risikomanagement, das im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen gemäß §91 Abs. 2 AktG steht.

Der Chancen- und Risikobericht beinhaltet die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Kernrisiken. Zu diesen Risiken zählen alle Sachverhalte, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren darstellen und eine materielle Auswirkung auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben können. Sie lassen sich anhand ihres Schadenserwartungswertes einzelner Risikoklassen zuordnen (groß, mittel, gering). Der Schadenserwartungswert wird im Rahmen eines Regelprozesses gruppenweit einheitlich gemessen und setzt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und dem zu erwartenden Effekt des Schadenausmaßes auf das Konzernergebnis zusammen.

Für jeden Geschäftsbereich gibt es einen Risikoverantwortlichen, der die Risikosituation seines Bereiches dezentral steuert und an das Group Risk Management berichtet. Innerhalb einzelner Geschäftsbereiche gibt es Verantwortliche (Risk Owner) für die verschiedenen Risikobereiche, die an den jeweiligen Risikoverantwortlichen des Geschäftsbereiches berichten. Um eine enge Verzahnung mit operativen und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen sicherzustellen, ist das Risikomanagement im Zentralbereich "Corporate Controlling" angesiedelt.

Das Risikomanagement wird in regelmäßigen Abständen auf Effektivität geprüft und möglicherweise verbessert.

INTERNES KONTROLLSYSTEM

Ein wichtiger Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des VARTA AG Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zu Einhaltung der für die VARTA AG-Gruppe maßgeblichen Vorschriften gerichtet sind.

In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung.

Es gibt konzernweit einheitliche Bilanzierungsrichtlinien. Weiterhin ist das Rechnungswesen weitestgehend am Standort in Ellwangen zentralisiert.

Der Finanzvorstand trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

RISIKOSITUATION

Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der nach Ergreifen von Gegenmaßnahmen verbleibt (z.B. Schadenserwartung: mittel).

Die Risikosituation stellt sich für den VARTA AG Konzern wie folgt dar:

scroll

RISIKOKLASSE EINZELRISIKEN NETTO-SCHADENSERWARTUNGSWERT
Produktions- und Logistikrisiken mittel
Gefährdungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes mittel
Operative Risiken Beschaffungsrisiken mittel
Anhaltenden Preisdruck mittel
IT gering
Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien hoch
Strategische Risiken Abhängigkeit von einem Kunden gering
Marktverschiebung / Trend gering
Fremdwährungsrisiken gering
Geldanlagen und derivative Finanzinstrumente gering
Finanzielle und Ausfall-Risiken Ausfallrisiken aus Lieferungen und Leistungen gering
Steuernachzahlungen gering
Werthaltigkeit unserer immateriellen Vermögenswerte mittel

OPERATIVE RISIKEN

Produktions- und Logistikrisiken wie auch Gefährdungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes werden durch umfassende Verfahrens- und Kontrollvorgaben begrenzt. Zusätzlich besteht ein risikoadäquater Versicherungsschutz.

Beschaffungsrisiken, vor allem bei wichtigen Rohstoffen und Komponenten, werden durch permanente Marktbeobachtungen, durch eine langfristig angelegte und auf Qualität setzende Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie durch den Bezug strategischer Komponenten von mehreren Lieferanten minimiert. Zusätzlich werden auf Basis des Budgets des jeweiligen Geschäftsjahres Sicherungsgeschäfte für den Bezug von Nickel als einem der wertmäßig wichtigsten Rohstoffe abgeschlossen.

Dem anhaltenden Preisdruck insbesondere der asiatischen Wettbewerber begegnet die Gesellschaft durch technologisch führende und innovative Produkte, die in hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden. Einzigartig ist die Umsetzung von neuen Batterie-Technologien in eine Massenproduktion.

Die zentrale IT des Konzerns ist weltweit für alle Informationssysteme und Berechtigungen der Anwender zuständig. Die IT-Landschaft ist global sehr einheitlich und wenig fragmentiert. Hierbei wird mit wachsender Unternehmensgröße der nahtlose Zugriff auf relevante Daten, Systeme und technische Möglichkeiten für die Mitarbeiter gewährt. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehende Berechtigungen der einzelnen Anwender, und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Aus diesem Grunde schätzen wir das Risiko im IT-Bereich auch als beherrschbar ein.

STRATEGISCHE RISIKEN UND MARKTRISIKEN

Das Produkt-Portfolio trägt zu einer erfolgreichen Positionierung gegenüber den Wettbewerbern bei. Die VARTA AG-Gruppe steht für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Insbesondere die Technologie- und Innovationsführerschaft ist eine unserer wesentlichen Stärken. Durch unseren Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie durch ein großes Netzwerk an Forschungspartnern ist der Konzern exzellent aufgestellt, um den technologischen Fortschritt des relevanten Industriebereiches mitzugestalten. Die Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien wird sehr genau beobachtet. Mittelfristig werden keine wesentlichen Auswirkungen von möglichen Ersatztechnologien auf das Kerngeschäft des Konzerns gesehen. Es besteht eher die Chance, die technologische Entwicklung in den Geschäftssegmenten mitgestalten zu können.

Dennoch müssen in einem stark wachsenden und innovativen Umfeld natürlich zu jedem Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden, um entsprechend langfristig und erfolgreich am Markt bestehen zu können. Trotz der externen Natur der meisten Risiken müssen strategische Risiken rechtzeitig erkannt und entsprechend darauf reagiert werden. Zur frühzeitigen Erkennung der Risiken wird das Markt- und Wettbewerbsumfeld permanent beobachtet. Das mögliche Ausmaß der Risiken bemisst sich maßgeblich an der Größe des Absatzvolumens. Je nach Ausprägung werden produktspezifische und gegebenenfalls regional unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

Das Geschäft ist bezüglich der geographischen Verteilung der Absatzmärkte, Geschäftsfelder und Endmärkte stark diversifiziert. Kein Kunde trägt mehr als 15 Prozent zum Konzernumsatz bei.

FINANZIELLE UND AUSFALL RISIKEN

Durch das internationale Vertriebsgebiet und den weltweiten Einkauf von Rohstoffen und Komponenten entstehen Fremdwährungsrisiken für den Konzern. Diese Risiken wurden im Berichtsjahr eingehend analysiert und bewertet. Die sich innerhalb der Gruppe aus dem Budget 2017 ergebenden Exposures der "Hauptwährungen" USD und SGD wurden durch Devisentermingeschäfte überwiegend abgesichert und dem Risiko dadurch adäquat begegnet. Den Termingeschäften stehen geplante operative Zahlungsströme in zumindest vergleichbarer Höhe gegenüber. Die Effektivitätsmessungen erfolgen quartalsweise für die in Zukunft fällig werdenden Sicherungsinstrumente. Die Sicherungsgeschäfte werden sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf ihre Wirksamkeit untersucht. Im Übrigen verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Anhang.

Geldanlagen und derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich mit Geldinstituten von guter Bonität abgeschlossen. Für Kreditbeziehungen aus Lieferungen und Leistungen werden weitestgehend Kreditversicherungen zur Minimierung des Ausfallrisikos abgeschlossen. Ferner werden zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. Dafür ist ein umfassendes Debitorenmanagement eingerichtet. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallsrisiken erkennbar sind, werden diese entsprechend wertberichtigt.

Weitere Risiken, die sich aus dem geschäftsüblichen Zahlungsverkehr oder durch mögliche Steuernachzahlungen ergeben, werden als gering eingeschätzt.

Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere die Entwicklungsleistungen in den Geschäftssegmenten wird regelmäßig überprüft. Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte basiert auf der Langfristplanung der jeweiligen Geschäftssegmente zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Verbleibende Restrisiken sind als unwesentlich anzusehen.

CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Bezüglich der weiteren Entwicklung der VARTA AG Konzern ist neben den insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung der für den Konzern relevanten Märkte für Batterieanwendungen von entscheidender Bedeutung.

Ein Erfolgsfaktor ist die zentralisierte und EDV-gestützte Planung und Steuerung der weltweiten Warenströme. Dadurch ist der Konzern in der Lage, gesellschafts- und länderübergreifend die Warenströme zu optimieren. Mit dem weiteren Ausbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa besteht eine weitere Möglichkeit, die Flexibilität durch kürzere Lieferwege bei gleichzeitiger Kostenreduzierung weiter zu verbessern.

Chancen werden in der hohen Qualität der Produkte, unterstützt durch Innovationsfähigkeit und eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, gesehen. Mit ständigen Investitionen zur Kapazitätserweiterung und der damit verbundenen flexibleren Lieferbereitschaft ist der Konzern gut positioniert, um von den wachsenden Märkten für Batterieanwendungen zu profitieren, die von der alternden Weltbevölkerung, einer wachsenden technologischen Vernetzung und einer voranschreitenden Miniaturisierung angetrieben werden. Kunden schätzen neben der Qualität der Produkte auch die Zuverlässigkeit des Konzerns. Mit vielen Kunden bestehen langfristige Liefer- und Leistungsbeziehungen.

GESAMTBILD DER RISIKOLAGE DES KONZERNS

Risiken aus ungünstigen Entwicklungen bei Währungskursen und Rohstoffpreisen wurde durch Absicherung der Hauptwährungen und Rohstoffe entgegen gewirkt. Das Risiko steigender Transportkosten soll durch Aufbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa und der damit einhergehenden Verkürzung der Transportwege begegnet werden. Risiken durch Lohnkostennachteile gegenüber überwiegend Wettbewerbern aus dem asiatischen Raum wird durch die weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse in Deutschland sowie die optimale Nutzung des Produktionsnetzwerks in Asien und Osteuropa begegnet. Auf weitere finanzielle Risiken und deren Auswirkungen wird im Konzern-Anhang detailliert eingegangen.

Aufgrund der dargestellten Chancen und Risiken werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die strategischen Ziele des Konzerns erwartet.

AUSBLICK

Aufgrund der positiven Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds und der starken Marktposition in den Kernmärkten wird mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung für das Folgejahr gerechnet.

Gesamtaussage VARTA AG Konzern

Für den Umsatz des Konzerns wird für das Folgejahr weiterhin von einem deutlichen Umsatzwachstum (bei konstanter Währung) im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.

Für das bereinigte EBITDA wird aufgrund von Skaleneffekten mit einer sehr deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Das CAPEX, also die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verstanden, sollten im nächsten Jahr aufgrund der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten sehr deutlich ansteigen.

Segment Microbatteries

Im Bereich der Hörgeräte-Batterien soll die marktführende Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für wireless Headsets im Bereich Entertainment & Industrial ist eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies stellt das größte Wachstumspotential im Segment Microbatteries dar. Im Segment Microbatteries wird für das Geschäftsjahr 2018 von einem deutlichen Umsatzwachstum (in konstanter Währung) und aufgrund der weiteren Skalierung unseres Geschäftsmodell von einem sehr deutlichen Anstieg des EBITDA im Verhältnis zum Umsatz ausgegangen.

Segment Power & Energy

Im Segment Power & Energy wird bei mobilen Energiespeichern durch den gestiegenen Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr ein starkes Wachstum erwartet. Bei den stationären Energiezwischenspeichern soll das Wachstum durch die eingeführten neuen Produkte und den Eintritt in neue Märkte fortgesetzt werden. Im Segment Power & Energy wird für das Gesamtjahr 2018 eine deutliche Steigerung des EBITDA bei sehr deutlicher Steigerung der Umsatzerlöse angestrebt.

In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

NACHTRAGSBERICHT

Es wird auf die im Konzernanhang gemachten Angaben über die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verwiesen.

SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 HGB, dass die VARTA AG, Ellwangen bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen nach § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Mit dem erfolgreichen Börsengang am 19. Oktober 2017 konnten 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden. Das Gezeichnete Kapital der VARTA AG beträgt zum 31. Dezember 2017 38.200 T€ (i.Vj. 29.600 T€). Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 38.200.000 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um auf den Inhaber lautende Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 repräsentieren.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Es bestehen keine Beschränkungen der Stimmrechte. Alle Aktien der Gesellschaft sind mit dem gleichen Stimmrecht ausgestattet.

Es bestehen bis auf die nachfolgend genannten Lock-up Vereinbarungen keine Einschränkungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Aktien der Gesellschaft.

Die Gesellschaft hat sich gegenüber den Konsortialbanken verpflichtet, dass sie innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von sechs weiteren Monaten ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Konsortialführers (die nicht unangemessen verweigert oder verzögert werden darf) nicht:

direkt oder indirekt Aktien ausgibt, verkauft, anbietet, sich verpflichtet Aktien zu verkaufen, oder anderweitig Aktien veräußert oder ein solches Angebot ankündigt;
direkt oder indirekt Finanzinstrumente, die Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft beinhalten, ausgibt, verbrieft, anbietet, sich verpflichtet
diese zu verkaufen oder diese anderweitig veräußert oder ein solches Angebot ankündigt;
eine Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital ankündigt oder durchführt;
der Hauptversammlung eine Beschlussvorlage zu einer Kapitalerhöhung einschließlich eines neuen genehmigten Kapitals unterbreitet; oder
eine Maßnahme (einschließlich Derivatgeschäfte) durchführt, die wirtschaftlich einer der vorgenannten Maßnahmen entspricht.

Davon ausgenommen sind die Ausgabe oder der Verkauf, soweit anwendbar, von Aktien oder anderen Wertpapieren im Rahmen von Management- oder Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder Aktienoptionsplänen für Mitglieder des Managements oder Mitarbeiter der Gesellschaft oder ihrer verbundenen Unternehmen, sowie die Ausgabe von Aktien gegen Sacheinlagen in Verbindung mit Akquisitionen, Kapitalbeteiligungen oder Joint-Ventures unmittelbar an die Vertragspartner einer solchen Akquisition, Kapitalbeteiligung oder eines solchen Joint-Ventures.

Die Aktionäre VGG GmbH und ETV Beteiligungs GmbH sowie der Vorstandsvorsitzende haben sich ebenfalls zu Lock-up Vereinbarungen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwölf Monaten, verpflichtet. Das Vorstandsmitglied Dr. Michael Pistauer hat sich zu einer Lock-up Vereinbarung innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von weiteren sechs Monaten, verpflichtet.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Herr DDr. Michael Tojner ist als Aufsichtsratsvorsitzender der VARTA AG und Hauptaktionär der Montana Tech Components AG, Reinach (Schweiz) über deren Tochtergesellschaften VGG GmbH, Wien (Österreich) mit 63,0% und der ETV Montana Tech Holding AG, Wien (Österreich) mit 1,6%, mit insgesamt 64,6% an der VARTA AG beteiligt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Ellwangen, 9. April 2018

VARTA Aktiengesellschaft

Herbert Schein

Steffen Munz

Dr. Michael Pistauer

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

scroll

(IN T€) ANHANG 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Sachanlagen 7 63.447 51.981
Immaterielle Vermögenswerte 8 21.556 20.844
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen 9 1.718 3.384
Andere finanzielle Vermögenswerte 11/38 444 1.610
Latente Steueransprüche 17 2.313 3.821
Sonstige Vermögenswerte 15 15.780 0
Langfristige Vermögenswerte 105.258 81.640
Vorräte 12 53.770 42.611
Andere finanzielle Vermögenswerte 11 0 2.815
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13/38 20.103 15.676
Steuererstattungsansprüche 14 744 482
Sonstige Vermögenswerte 15/38 13.069 9.357
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 16 138.536 12.347
Kurzfristige Vermögenswerte 226.222 83.288
Bilanzsumme 331.480 164.928
PASSIVA
(IN T€) ANHANG 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Gezeichnetes Kapital 38.200 29.600
Kapitalrücklage 146.719 2.681
Gewinnrücklagen 28.575 18.024
Jahresüberschuss 13.268 9.410
Sonstige Rücklagen 2.710 5.576
Eigenkapital des VARTA AG Konzerns 18 229.472 65.291
Nicht beherrschende Anteile 18 980 0
Eigenkapital 18 230.452 65.291
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 20 6.200 21.758
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 21 22.775 22.681
Sonstige Verbindlichkeiten 24 448 132
Sonstige Rückstellungen 25 0 14
Langfristige Schulden 29.423 44.585
Steuerschulden 22 4.724 4.164
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 21 2.201 3.129
Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer 20 1.087 983
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen 23/38 32.479 22.082
Sonstige Verbindlichkeiten 24 10.285 7.435
Sonstige Rückstellungen 25 4.256 2.993
Abgegrenzte Schulden 26 16.573 14.266
Kurzfristige Schulden 71.605 55.052
Schulden 101.028 99.637
Bilanzsumme 331.480 164.928

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-31.12.2017

scroll

(IN T€) ANHANG SONDEREFFEKTE 2017 SONDEREFFEKTE 2016
Umsatzerlöse 27/6 242.157 213.815
Verminderung / Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 28 3.145 -11.276
Aktivierte Eigenleistungen 3.517 3.400
Sonstige betriebliche Erträge 32 14.472 7.970
Materialaufwand 29 -99.928 -78.538
Personalaufwand 30 -86.047 -76.706
Sonstige betriebliche Aufwendungen 33 -44.227 -34.898
EBITDA 33.089 23.767
Kosten für Börsengang 33 6.115 2.332
Erstattungsanspruch aus Pensionen 21 -3.629 0
Aufwand aus aktienbasierter Vergütung 18 3.557 0
Bereinigtes EBITDA 39.132 26.099
Abschreibungen -9.446 -8.922
Betriebsergebnis (EBIT) 23.643 14.845
Finanzertrag 34 63 132
Finanzaufwand 34 -783 -1.811
Übriger Finanzertrag 35 687 955
Übriger Finanzaufwand 35 -889 -522
Finanzergebnis -922 -1.246
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern 9 -1.696 -1.526
Ergebnis vor Steuern 21.025 12.073
Ertragsteueraufwendungen 36 -7.481 -2.663
Konzernergebnis 13.544 9.410
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 13.268 9.410
Nicht beherrschende Anteile 276 0

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum 01.01.-31.12.2017

scroll

(IN T€) ANHANG 2017 2016
Jahresergebnis 13.544 9.410
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung der Nettoschuld aus Leistungsorientierten Versorgungsplänen 21 335 -1.814
Neubewertung des Erstattungsanspruchs Schuldbeitritt 21 959 0
Steuereffekt 36 -381 550
913 -1.264
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können
Währungsumrechnungsdifferenzen 36 -2.972 672
Ergebnis der Fair Value-Änderungen von Cash Flow-Hedges 38 142 161
Steuereffekt 36 -42 -46
-2.872 787
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.959 -477
Gesamtergebnis 11.585 8.933
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 11.315 8.933
Nicht beherrschende Anteile 270 0

Ergebnis je Aktie*

scroll

(EUR) ANHANG 2017 2016
Unverwässertes Ergebnis je Aktie 19 0,36 0,59
Verwässertes Ergebnis je Aktie 19 0,36 0,59

* Das Ergebnis je Aktie umfasst ausschließlich die Aktien der VARTA AG.

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 01.01.-31.12.2017

scroll

(IN T€) ANHANG 2017 2016
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 21.025 12.073
Nettofinanzergebnis abzüglich übriger Finanzaufwand/übriger Finanzertrag 35 720 1.679
Ergebnisse aus der At-Equity-Bewertung 9 1.696 1.526
Abschreibung und Amortisation 37/7/8 9.446 8.922
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 96 21
Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von Finanzanlagen 0 -421
Aktivierte Eigenleistungen 8 -3.517 -3.400
Übrige Liquiditätsunwirksame Erträge und Aufwendungen -962 -1.437
Veränderungen Working Capital
Vorräte 12 -12.329 922
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Vermögenswerte 13 -9.161 -3.936
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 23 15.126 8.596
Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Personalvorsorge 21 1.929 2.948
Bezahlte Ertragsteuern -5.566 -3.340
Netto-Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 18.503 24.153
Cash Flow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 31/7/8 -17.039 -22.541
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4 102
Veränderungen aus Konsolidierungskreis 620 0
Investitionen in Finanzanlagen -30 0
Zahlungen in die Kapitalrücklage von Gemeinschaftsunternehmen 9 0 -2.000
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen 11 141 1.502
Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11 2.815 771
Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanzanlagen 0 421
Erhaltene Zinsen 63 132
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -13.426 -21.613
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
Ein-/Auszahlungen aus Kapitalmaßnahmen 18 150.500 -1.460
Zahlungen für Kosten aus dem Börsengang -1.505 0
Einzahlung von verzinslichen finanzieren Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen 37 /21 0 1.693
Auszahlungen aus der Tilgung von verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten 37 /21 -15.751 0
Zahlungen aus Schuldbeitritt -11.193 0
Bezahlte Zinsen -474 -1.443
CASH FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT 121.577 -1.210
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 126.654 1.330
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 1. Januar 12.347 10.945
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -465 72
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 31. Dezember 16 138.536 12.347

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

scroll

SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) NETTOVERMÖGEN GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINN-

RÜCKLAGEN*
WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
HEDGING RESERVE
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2016 50.138 0 0 0 4.876 -87
Umstrukturierung
Veränderungen des Nettovermögens -560 0 0 0 0 0
Umstrukturierung der Gruppe nach IFRS 10 -49.578 29.600 690 19.288 0 0
Auswirkung der Abspaltung von Pensionsverpflichtungen 0 0 1.991 0 0 0
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 0 9.410 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 -1.264 672 115
Gesamtergebnis 0 0 0 8.146 672 115
Stand am 31. Dezember 2016 0 29.600 2.681 27.434 5.548 28

scroll

(IN T€) SUMME EIGENKAPITAL
Stand am 1. Januar 2016 54.927
Umstrukturierung
Veränderungen des Nettovermögens -560
Umstrukturierung der Gruppe nach IFRS 10 0
Auswirkung der Abspaltung von Pensionsverpflichtungen 1.991
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 9.410
Sonstiges Ergebnis -477
Gesamtergebnis 8.933
Stand am 31. Dezember 2016 65.291

* Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis

scroll

SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) NETTOVERMÖGEN GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINN-

RÜCKLAGEN*
WÄHRUNGS-

DIFFERENZEN
HEDGING RESERVE
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2017 0 29.600 2.681 27.434 5.548 28
Umstrukturierung
Kapitalerhöhung aus Börsengang 0 8.600 141.900 0 0 0
Transaktionskosten aus Börsengang 0 0 -1.419 0 0 0
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 0 3.557 0 0 0
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 228 0 0
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 0 13.268 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 913 -2.966 100
Gesamtergebnis 0 0 0 14.181 -2.966 100
Stand am 31. Dezember 2017 0 38.200 146.719 41.843 2.582 128

scroll

(IN T€) NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE SUMME EIGENKAPITAL
Stand am 1. Januar 2017 0 65.291
Umstrukturierung
Kapitalerhöhung aus Börsengang 0 150.500
Transaktionskosten aus Börsengang 0 -1.419
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 3.557
Änderungen Konsolidierungskreis 710 938
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 276 13.544
Sonstiges Ergebnis -6 -1.959
Gesamtergebnis 270 11.585
Stand am 31. Dezember 2017 980 230.452

* Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis

Konzernabschluss 2017 per 31. Dezember 2017

1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen (Jagst), Deutschland und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm, Deutschland, unter HRB 728059 eingetragen. Die Konzernrechnung des Unternehmens umfasst das Unternehmen und seine Tochtergesellschaften (zusammen als "VARTA AG Konzern" bezeichnet). Der Abschlussstichtag für die VARTA AG, sämtliche Tochtergesellschaften und für die Konzernrechnung ist der 31. Dezember 2017.

Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG, welche sie durch die operativen Tochtergesellschaften betreibt, umfasst die Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung in zwei Geschäftssegmenten: "Microbatteries" und "Power & Energy". Der VARTA AG Konzern ist ein internationales und global agierendes Unternehmen und kann auf über 130 Jahre Erfahrung zurückblicken.

Die Verwaltung des VARTA AG Konzerns hat ihren Sitz in Ellwangen, Daimlerstraße 1, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der VARTA AG ist die Montana Tech Components AG, nachfolgend die "MTC", (Reinach, Schweiz).

Die Gruppe wurde im Jahr 2016 umstrukturiert. Vor der Umstrukturierung gab es keinen Konzern im Sinne des IFRS10. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der rechtlichen Umstrukturierung seit dem 1. Januar 2016 bis zum 30. Juni 2016 an die Gruppe der VARTA AG übertragen. Die Umstrukturierung ist im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 beschrieben.

Nach erfolgreichem Börsengang am 19. Oktober 2017 agiert die VARTA AG nun erfolgreich an der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Aktien der VARTA AG werden am regulierten Markt (Prime Standard) unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A0TGJ5, der International Securities Identification Number (ISIN) DE000A0TGJ55 sowie dem Börsenkürzel "VAR1" gehandelt. Durch die Ausgabe von 8.600.000 neuen Aktien und dem festgelegten Emissionspreis von 17,50 EUR je Aktie konnte ein Bruttoerlös in Höhe von T€ 150.500 erwirtschaftet werden.

Im Januar 2018 wurde von der Muttergesellschaft VGG (Wien) ein Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter (MSOP) aufgelegt, wonach die begünstigten Mitarbeiter des VARTA AG Konzerns, inklusive des Vorstands, zum Bezug von Stammaktien der VARTA AG berechtigt sind. Die zugrunde gelegte Erdienungsperiode beträgt 4 Jahre und die Voraussetzung zur Ausübung ist, dass die Begünstigten im Zeitpunkt der Optionsausübung in einem ungekündigten Dienstverhältnis mit der VARTA AG bzw. einem mit ihr verbundenen Unternehmen sind.

2 VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine wesentlichen Unternehmenserwerbe oder Unternehmensverkäufe getätigt.

scroll

2017 2016
VOLLKONSOLIDIERUNG EQUITY-KONSOLIDIERUNG VOLLKONSOLIDIERUNG EQUITY-KONSOLIDIERUNG
--- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 9 2 10 2
Akquisitionen 2 0 0 0
Stand 31. Dezember 11 2 9 2

Die in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften sind im Kapitel 43 aufgeführt (vgl. Erläuterungen 42 "Beteiligungsgesellschaften")

Änderungen in 2017

Am 29. Juni 2017 wurden Anteile an der Auditas GmbH, Nördlingen (Deutschland), einschließlich ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft erworben. Hier bestand bereits seit 2012 Kontrolle nach IFRS 10, eine Konsolidierung fand aus Wesentlichkeitsgründen bisher nicht statt. Durch die vertragliche Ausgestaltung des Kaufvertrags findet im laufenden Geschäftsjahr eine Vollkonsolidierung statt aus der ein Goodwill in Höhe von T€ 500 resultiert. Da nur 25,1% der Anteile an der Auditas GmbH erworben wurden, findet ein Minderheitenausweis statt. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist durch die erstmalige Einbeziehung der beiden Gesellschaften nicht beeinträchtigt. Die Umsätze der Gesellschaften seit Einbeziehung belaufen sich auf T€ 5.833 und das betriebliche Ergebnis auf T€ 532. Die Aktivitäten der Auditas werden dem Segment Microbatteries zugerechnet.

3 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

3.1 ÜBEREINSTIMMUNGSERKLÄRUNG

Die Konzernrechnung der VARTA AG und ihrer Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2017 ist gemäß § 315e Abs. 2 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den ergänzenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften des § 315a Abs. 2 HGB aufgestellt. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden Standards des IASB Anwendung, die von der Europäischen Union übernommen worden sind. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Ebenso werden die zum 31. Dezember 2017 verbindlich geltenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), vormals Standing Interpretations Committee (SIC), angewendet. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss am 9. April 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt.

3.2 UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG

Entsprechend IAS 1.25 erfolgte die Aufstellung des Konzernabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

3.3 KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Der Konsolidierungskreis umfasst alle Gesellschaften, welche die VARTA AG direkt oder indirekt beherrscht. Von Beherrschung wird dann gesprochen, wenn die VARTA AG die Mehrheit der Stimmrechte (unter Einbezug potentieller Stimmrechte) hält bzw. aufgrund einer beherrschenden Stellung die Finanz- und Geschäftspolitik mittelbar oder unmittelbar bestimmen und somit Nutzen aus der Geschäftstätigkeit ziehen kann. Diese Gesellschaften werden voll konsolidiert. Die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle endet, werden die Tochtergesellschaften entkonsolidiert.

Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.

Gemeinschaftsunternehmen, an denen die VARTA AG direkt oder indirekt mit 50% beteiligt ist, beziehungsweise für welche die Führungsverantwortung paritätisch wahrgenommen wird, werden nach der "Equity-Methode" gemäß IAS 28 bilanziert.

In den Erläuterungen 42 "Beteiligungsgesellschaften" sind die konsolidierten Gesellschaften in einer Tabelle dargestellt.

3.4 BEWERTUNGSBASIS

Die Vermögenswerte werden nach dem Anschaffungswertprinzip bilanziert. Ausgenommen sind, sofern vorhanden, die derivativen Finanzinstrumente, die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte und die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, welche zum Fair Value bilanziert werden. Zur Veräußerung gehaltene Langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich der erwarteten Veräußerungskosten angesetzt.

3.5 FUNKTIONALE UND DARSTELLUNGSWÄHRUNG

Die Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Betragsangaben in tausend Euro (T€) angegeben.

In der Regel richtet sich die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften nach deren primärem Wirtschaftsumfeld und entspricht grundsätzlich der jeweiligen Landeswährung. Für einen überwiegenden Teil der Aktivitäten ist der Euro (EUR bzw. €) die funktionale Währung, weshalb auch die vorliegende Konzernrechnung in Euro (EUR bzw. €) erstellt wurde.

3.6 FRISTIGKEITEN

Den kurzfristigen Vermögenswerten werden Aktivposten zugeordnet, die entweder im ordentlichen Geschäftszyklus des Konzerns innerhalb eines Jahres realisiert oder konsumiert werden oder zu Handelszwecken gehalten werden. Alle übrigen Aktiva werden den Langfristigen Vermögenswerten zugeordnet.

Den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden alle Verpachtungen zugeordnet, welche der Konzern im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus unter Verwendung von operativen Geldflüssen tilgen wird oder die innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag fällig werden. Alle übrigen Verpachtungen werden den Langfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet.

4 WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

4.1 WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die einzelnen Gesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in funktionaler bzw. lokaler Währung. In der vorliegenden Konzernrechnung werden die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Kurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Aufwendungen und Erträge werden zu Durchschnittskursen der jeweiligen Periode in Euro umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen werden in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung erfasst. Erst bei einem Abgang oder Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft, werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam erfasst.

Transaktionen in Fremdwährung werden zum jeweiligen Tageskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Ausstehende Beträge in Fremdwährungen werden bei monetären Posten zu Stichtagskursen und bei nicht-monetären Posten zu historischen Kursen umgerechnet. Zum Fair Value bilanzierte nicht-monetäre Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunktes umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung zum Stichtagskurs ergebenden Fremdwährungsgewinne und -verluste werden, ausgenommen Umrechnungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten und Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe, in der Erfolgsrechnung unter dem übrigen Finanzergebnis ausgewiesen.

Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf die Konzernrechnung stellen sich wie folgt dar:

scroll

DURCHSCHNITTSKURS STICHTAGSKURS
1 EURO ENTSPRICHT 2017 2016 31. DEZ 2017 31. DEZ 2016
US Dollar (USD) 1,1297 1,1069 1,1993 1,0541

Es resultieren weitere Wechselkurseffekt aus Chinesische Yuan (CNY) und Rumänische LEU (RON), diese sind jedoch für den VARTA AG Konzern nicht wesentlich.

4.2 FINANZINSTRUMENTE

4.2.1 Nicht-derivative Finanzinstrumente

Im Konzernabschluss der Gruppe werden die nicht-derivativen Finanzinstrumente in die folgenden Kategorien eingeteilt:

zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte;
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte;
Darlehen und Forderungen
bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Nicht-derivative Finanzinstrumente umfassen Anlagen in Eigenkapital- und Schuldinstrumente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Kredite und Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.

Nicht-derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Erwerbs zum Fair Value und -mit Ausnahme der Finanzinstrumente, die der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" angehören -zuzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung der nicht-derivativen Finanzinstrumente ist nachfolgend beschrieben.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Bankguthaben sowie Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 3 Monaten.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögensgegenstände

Ein Finanzinstrument wird als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" klassifiziert, wenn es zu Handelszwecken gehalten oder bei Ersterfassung als solches designiert wird. Bei erstmaliger Erfassung werden die direkt zurechenbaren Transaktionskosten ergebniswirksam erfasst.

Darlehen und Forderungen

Darlehen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zinszahlungen sowie einer festen Laufzeit zuzuordnen. Das Unternehmen hat diese Vermögenswerte mit der Absicht und Fähigkeit erworben, diese bis zur Endfälligkeit zu halten, mit Ausnahme der finanzieren Vermögenswerte, die einer der oben genannten Kategorien zugeordnet sind.

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte an den Zinszahlungen aus dem Vermögenswert enden, oder die Rechte zur Erlangung der vertraglichen Zahlungsströme, in denen im Wesentlichen alle Risiken und Chancen des Eigentums an dem finanziellen Vermögenswert enthalten sind, übertragen werden, oder der Konzern überträgt die Rechte und behält weder wesentliche Risiken und Chancen des Eigentums noch behält sie die Kontrolle über den Vermögenswert. Sämtliche Ergebnisbeiträge solcher ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte, die vom Konzern gebildet oder gehalten werden, werden als gesonderter Vermögenswert oder Verbindlichkeit ausgewiesen.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder bei dem erstmaligen Ansatz entsprechend zugeordnet wird. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden, sobald sie anfallen, erfolgswirksam erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und entsprechende Änderungen, einschließlich sämtliche Zinsaufwendungen, werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Andere nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich sämtlicher direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung ist zu fortgeführten Anschaffungskosten unter der Anwendung der Effektivzinsmethode vorzunehmen.

Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn die vertragliche Verpflichtung beglichen, gekündigt oder erloschen ist.

4.2.2 Derivative Finanzinstrumente

Im Konzern werden Fremdwährungs- und Rohstoffpreisrisiken ökonomisch abgesichert, überwiegend liegen die Voraussetzungen zum "Hedge Accounting" gemäß IAS 39 vor. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung der aus der operativen Geschäftstätigkeit erwachsenen Risiken eingesetzt. Für die Wechselkursabsicherung geplanter Cash Flows wird eine 12-monatige Liquiditätsplanung als Basis für die abzuschließenden Cash-Flow-Hedges herangezogen.

Devisentermingeschäfte und Commodity-Swaps werden bei Vertragsabschluss zum Fair Value angesetzt, wobei direkt zurechenbare Transaktionskosten ergebniswirksam verbucht werden. Die Folgebewertung erfolgt zum Fair Value. Bewertungsänderungen des effektiven Teils eines Derivats werden zunächst erfolgsneutral in der Rücklage für Cash-Flow-Hedges und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst; der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam angesetzt.

Die Wirksamkeit dieser Sicherungsgeschäfte wird prospektiv und retrospektiv mittels eines Effektivitätstests mit statistischen Methoden überprüft. Prospektiv wird die "Critical Terms Match-Method" und retrospektiv wird die Dollar-Offset-Methode in Kombination mit der "Hypothetical-Derivative-Method" angewendet.

Die Derivative werden zum Handelstag erfasst.

4.2.3 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Aktien sind Bestandteil des Eigenkapitals, da sie nicht rückzahlbar sind und keine Dividendengarantie besteht. Kosten, welche im direkten Zusammenhang mit einer Erhöhung des Grundkapitals stehen, werden vom Eigenkapital abgezogen. Ertragsteuern in Bezug auf Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion werden in Übereinstimmung mit IAS 12 bilanziert. Die im direkten Zusammenhang entstandenen Aufwendungen für den Börsengang werden nach den Regelungen des IAS 32.37 ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung ergebnisneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet.

4.3 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

4.3.1 Forschung und Entwicklung

Forschungsaufwand im Hinblick auf die Erlangung von neuem Grundlagen- oder technologischem Wissen und Verständnis wird aufwandswirksam erfasst. Entwicklungskosten im Hinblick auf neue Produkte und Prozesse werden dann aktiviert, wenn im Wesentlichen die folgenden Bedingungen nachweisbar und kumuliert erfüllt sind:

technische Machbarkeit zur Fertigstellung des Projekts in dem Sinne, dass es zur ökonomischen Verwertung durch Eigennutzung oder Verkauf zur Verfügung steht;
beabsichtigte Vollendung des Projektes und Verwertung durch Verkauf oder Eigennutzung;
Fähigkeit zur Eigennutzung oder zum Verkauf des immateriellen Vermögenswertes;
Darlegung des künftigen ökonomischen Vorteils. Unter anderem muss das Unternehmen den Nachweis zum Vorliegen eines Marktes für den immateriellen Vermögenswert selbst oder die von diesem zu generierenden Produkte, liefern. Im Falle der Eigennutzung ist nachzuweisen, dass der betreffende Vermögenswert nutzbringend ist;
Verfügbarkeit der erforderlichen technischen, finanziellen und anderen Ressourcen zur Vollendung des Projektes oder um den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen;
zuverlässige Ermittlung der dem immateriellen Vermögenswert während der Entwicklungsphase zuzuordnenden Kosten.

Aktivierte Entwicklungskosten werden zum Anschaffungs- bzw. Herstellungswert abzüglich kumulierter Abschreibungen und anderen Wertberichtigungen bewertet (vgl. Erläuterungen 4.8 "Werthaltigkeitstest (Impairment)"). Andernfalls werden die Entwicklungskosten aufwandswirksam erfasst. Die Nutzungsdauer wird projektabhängig festgelegt und orientiert sich am voraussichtlichen technologischen Fortschritt.

4.3.2 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zählen gewerbliche Schutzrechte, welche Marken und Patente umfassen, Lizenzen sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert (vgl. Erläuterungen 4.8 "Werthaltigkeitstest (Impairment)"). Immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn es wahrt scheinlich ist, dass aus ihnen ein wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Alle anderen Aufwendungen werden zum Zeitpunkt der Erfassung direkt der Erfolgsrechnung belastet. Die Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten erfolgt Linear über die geschätzte Nutzungsdauer und beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem sie für die Nutzung zur Verfügung stehen. Die geschätzte Nutzungsdauer für gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und sonstige immaterielle Vermögenswerte beträgt drei bis zehn Jahre.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht abgeschrieben, aber jährlich einem Werthaltigkeitstest (vgl. Erläuterungen 4.8 "Werthaltigkeitstest (Impairment)") unterzogen.

4.4 SACHANLAGEN

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen. Nachträgliche Investitionen werden nur aktiviert, soweit sie den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des Anlagegutes erhöhen. Alle übrigen Aufwendungen für Sachanlagen werden sofort im Aufwand erfasst.

Sachanlagen, mit Ausnahme von Grundstücken, werden Linear und erfolgswirksam über die folgenden voraussichtlichen Nutzungsdauern abgeschrieben:

scroll

Gebäude 20 - 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 20 Jahre
Andere Anlagen 2 - 15 Jahre

Die Abschreibungsmethoden, die Nutzungsdauern und die angenommene Restwerte werden, falls nicht unwesentlich, jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst.

Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

4.5 LEASING

Gegenstände, die Bestandteil von Leasingverträgen sind, werden bilanziert, wenn der Konzern als Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Leasinggegenstandes trägt und folglich als wirtschaftlicher Eigentümer anzusehen ist (Finanzierungsleasing). Beim Finanzierungsleasing wird das geleaste Vermögen in den langfristigen Vermögenswerten zum niedrigeren Wert von Fair Value und Barwert der zukünftigen Mindestleasingzahlungen aktiviert und in gleicher Höhe eine Leasingverbindlichkeit passiviert. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Die Behandlung des Leasinggegenstandes nach dem erstmaligen Ansatz erfolgt in Übereinstimmung mit den für den Vermögenswert anwendbaren Bewertungsgrundsätzen.

Bei allen übrigen Leasingvereinbarungen, die der VARTA AG Konzern als Leasingnehmer eingeht, erfolgt keine Aktivierung der Leasinggegenstände, sondern die Leasingraten werden zum Fälligkeitsdatum erfolgswirksam erfasst.

4.6 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, die in der Regel dem Nominalwert abzüglich gebildeter Wertberichtigungen für das Kreditrisiko entsprechen (vgl. Erläuterungen 38.2 "Finanzrisikomanagement ").

Neben erforderlichen Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden zusätzliche erfahrungsbedingte Wertberichtigungen gebildet.

Sobald ausreichende Hinweise dafür bestehen, dass eine Forderung definitiv nicht mehr bezahlt wird, wird die Forderung direkt ausgebucht bzw. mit der dafür gebildeten Einzelwertberichtigung verrechnet.

4.7 VORRÄTE

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der erwartete, durchschnittliche Verkaufspreis abzüglich noch anfallender Fertigstellungs- und Verkaufskosten.

Selbst erstellte Produkte werden zu Herstellkosten, zugekaufte Produkte zu Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellkosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die direkt zurechenbaren Gemeinkosten. Die Produktionsgemeinkosten werden auf der Basis normaler Produktionskapazitäten ermittelt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt in der Regel auf Basis des First-in-First-out-Verfahrens (FIFO-Verfahren). Abwertungen werden vorgenommen, wenn der Nettoveräußerungswert unter dem Buchwert liegt

4.8 WERTHALTIGKEITSTEST (IMPAIRMENT)

4.8.1 Finanzielle Vermögenswerte

Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, um festzustellen, ob die Werthaltigkeit des finanziellen Vermögenswertes gegeben ist. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn objektive Hinweise vorliegen, dass sein Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.

ALs objektive Hinweise darauf, dass bei finanzieren Vermögenswerten Wertminderungen eingetreten sind, gelten:

der Ausfall oder Verzug eines Schuldners
die Umstrukturierung eines dem Konzern geschuldeten Betrags zu Bedingungen, die der Konzern anderenfalls nicht in Betracht ziehen würde
Hinweise, dass ein Schuldner oder Emittent in Insolvenz geht
Nachteilige Veränderungen beim Zahlungsstand von Kreditnehmern oder Emittenten
Das Verschwinden eines aktiven Marktes für ein Wertpapier aufgrund finanzieller Schwierigkeiten oder
Beobachtbare Daten, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte hindeuten

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Der Konzern berücksichtigt Hinweise auf Wertminderungen für diese finanziellen Vermögenswerte sowohl auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes als auch auf kollektiver Ebene. Alle Vermögenswerte, die für sich genommen bedeutsam sind, werden im Hinblick auf spezifische Wertminderungen beurteilt. Diejenigen, die sich als nicht spezifisch wertgemindert herausstellen, werden anschließend kollektiv auf etwaige Wertminderungen beurteilt, die eingetreten, aber noch nicht identifiziert worden sind. Vermögenswerte, die für sich genommen nicht bedeutsam sind, werden kollektiv auf Wertminderungen beurteilt, indem Vermögenswerte mit ähnlichen Risikoeigenschaften in einer Gruppe zusammengefasst werden.

Bei der Beurteilung kollektiver Wertminderungen verwendet der Konzern historische Informationen über den zeitlichen Anfall von Einzahlungen und die Höhe der eingetretenen Verluste, angepasst um eine Ermessensentscheidung des Managements darüber, ob die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Kreditbedingungen derart sind, dass die tatsächlichen Verluste wahrscheinlich größer oder geringer sind als die Verluste, die aufgrund der historischen Trends zu erwarten wären.

Eine Wertminderung wird als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flowss berechnet, abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des Vermögenswertes. Verluste werden im Gewinn oder Verlust erfasst und in einem Konto für Wertberichtigungen wiedergegeben. Falls der Konzern keine realistischen Aussichten auf die Einbringlichkeit des Vermögenswertes hat, werden die Beträge abgeschrieben. Wenn ein nach der Erfassung der Wertberichtigung eintretendes Ereignis eine Verringerung der Höhe der Wertberichtigung zur Folge hat, wird die Verringerung der Wertberichtigung im Gewinn oder Verlust erfasst.

4.8.2 Nichtfinanzielle Vermögenswerte

Die Buchwerte der nichtfinanziellen Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Anwendungsbereich des IAS 36 werden zu jedem Bilanzstichtag dahingehend beurteilt, ob Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Indikatoren vor, wird eine entsprechende Werthaltigkeitsbeurteilung durchgeführt.

Für immaterielle Vermögenswerte, welche eine unbestimmbare Nutzungsdauer haben oder noch nicht zur Nutzung zur Verfügung stehen, wird der erzielbare Betrag jährlich zum gleichen Zeitpunkt für die Zahlungsmittel generierende Einheit (Cash Generating Unit bzw. einer CGU) bestimmt.

Der erzielbare Betrag einer CGU wird nach der Discounted Cash-Flows (DCF) Methode bestimmt und ist der höhere von Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. Die DCF-Methode reagiert besonders sensibel in Bezug auf den gewählten Diskontierungszins und die vom Vorstand geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse. Der Diskontierungszins basiert auf den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) der jeweiligen CGUs. Er wird ausgehend von einem risikolosen Zins und einer Marktrisikoprämie berechnet. Zusätzlich reflektiert der Diskontierungszins die aktuelle Markteinschätzung und Risiken der CGUs unter Berücksichtigung von Peer-Group Informationen. Bei der Bestimmung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Cash Flows auf den Barwert abgezinst. Für die Durchführung von Wertminderungstests werden die Vermögenswerte in die kleinste Gruppe von Vermögenswerten eingeteilt, welche unabhängige Geldzuflüsse erzeugen (Zahlungsmittel generierende Einheiten).

Eine Wertminderung liegt dann vor, wenn der Buchwert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit den geschätzten erzielbaren Wert übersteigt. Wertminderungen werden ergebniswirksam verbucht. Wertminderungen einer Zahlungsmittel generierenden Einheit oder einer Gruppe Zahlungsmittel generierender Einheiten werden zuerst dem Goodwill und anschließend anteilsmäßig den anderen Vermögenswerten der Einheit bzw. der Gruppe zugewiesen. Ausgenommen sind einzelne Vermögenswerte einer Einheit bzw. einer Gruppe, deren Fair Values abzüglich Veräußerungskosten ihren Buchwert überdecken.

Bei wertgeminderten Vermögenswerten (außer Goodwill) wird zu jedem Bilanzstichtag beurteilt, ob Indikatoren vorliegen, dass der Verlust geringer geworden ist oder nicht länger besteht. Zuschreibungen von Wertminderungen werden auf den gestiegenen erzielbaren Betrag vorgenommen, jedoch maximal bis zu dem fortgeschriebenen ursprünglichen Buchwert des Vermögenswertes.

4.9 LEISTUNGSORIENTIERTE VERPFLICHTUNGEN UND BEITRAGSORIENTIERTE ZUSAGEN

Der Konzern bietet für Teile der Belegschaft neben den staatlichen Altersversorgungsleistungen auch leistungsorientierte und beitragsorientierte Pläne an. Die Pensionspläne bieten altersbedingte Leistungen und Leistungen im Falle des Todes oder Invalidität. Leistungsorientierte Pläne "Arbeitnehmerleistungen" nach IAS 19 bestehen in Deutschland und in Singapur.

Beitragsorientierte Pläne

Im Fall der beitragsorientierten Pläne entsprechen die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Aufwendungen den Beiträgen des Arbeitgebers.

Leistungsorientierte Pläne

Für alle wesentlichen leistungsorientierten Pläne wird die leistungsorientierte Verpflichtung (defined benefit obligation - "DBO") jährlich von unabhängigen Versicherungsmathematikern ermittelt, indem der Barwert der DBO nach dem Anwartschaftsbarwert (projected unit credit method) berechnet wird. Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird dann abgezogen. Der Abzinsungssatz basiert auf dem Zinssatz für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen mit nahezu identischen Laufzeiten wie die leistungsorientierten Verpflichtungen. Die in der laufenden Periode entstandenen Kosten der Arbeitnehmerleistungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Eine Erhöhung der Plankosten aus vergangenen Mitarbeiterleistungen, die auf neue oder verbesserte Planvorteile zurückzuführen ist (nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand), wird linear als Aufwand aus der Erwerbstätigkeit oder sonstigen Leistungen an Arbeitnehmer angesetzt, bis die betreffenden Leistungen anfallen.

Der Konzern ermittelt die Nettozinsaufwendungen (Erträge) auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen für die Berichtsperiode mittels Anwendung des Abzinsungsatzes, der für die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtung zu Beginn der jährlichen Berichtsperiode verwendet wurde. Dieser Abzinsungssatz wird auf die Nettoschuld (Vermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen zu diesem Zeitpunkt angewendet. Dabei werden etwaige Änderungen berücksichtigt, die infolge der Beitrags- und Leistungszahlungen im Verlauf der Berichtsperiode bei der Nettoschuld (Vermögenswert) aus Leistungsorientierten Versorgungsplänen eintreten. Nettozinsaufwendungen und andere Aufwendungen für Leistungsorientierte Pläne werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Neubewertungen der Nettoschuld aus Leistungsorientierten Versorgungsplänen werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Neubewertung umfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen).

Werden die Leistungen eines Plans verändert oder wird ein Plan gekürzt, wird die entstehende Veränderung der die nachzuverrechnende Dienstzeit betreffenden Leistung oder der Gewinn oder Verlust bei der Kürzung unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Der Konzern erfasst Gewinne und Verluste aus der Abgeltung eines Leistungsorientierten Plans zum Zeitpunkt der Abgeltung.

Überschussbeträge werden nur dann erfasst, wenn sie dem Konzern tatsächlich in Form von künftigen Beitragszahlungen oder -reduktionen zur Verfügung stehen.

4.10 ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Zuwendungen der öffentlichen Hand, welche entstandene Aufwendungen kompensieren, werden planmäßig in den Zeiträumen, in denen die Aufwendungen anfallen, im Gewinn oder Verlust erfasst.

4.11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

4.12 ABGEGRENZTE SCHULDEN

Unter abgegrenzte Schulden fallen künftige Ausgaben, die zwar hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes unsicher sind, deren Unsicherheit jedoch geringer ist als bei den Rückstellungen. Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten für erhaltene oder gelieferte Gegenstände oder Dienstleistungen, die weder bezahlt noch in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern (zum Beispiel Prämien und Urlaubsansprüche). Die abgegrenzten Schulden werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme als Verbindlichkeit angesetzt.

4.13 SONSTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Diese Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum Marktwert abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, wobei die Differenz zwischen dem Marktwert und dem zu tilgenden Betrag erfolgswirksam anhand der Effektivzinsmethode verbucht wird.

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden nur dann als Langfristig ausgewiesen, wenn der Rückzahlungstermin bedingungslos mehr als 1 Jahr nach dem Bilanzstichtag Liegt. Revolvierend ausnutzbare Beträge werden als Langfristig ausgewiesen, wenn die gesamte Ziehungsperiode für den Finanzierungsrahmen die Jahresfrist übersteigt.

4.14 RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, die hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunktes unsicher sind. Sie werden angesetzt, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten hat, ein Mittelabfluss zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe des Betrages zuverlässig bestimmt werden kann. Rückstellungen werden dann diskontiert, wenn der Effekt wesentlich ist.

Rückstellungen, bei denen der voraussichtliche Mittelabfluss binnen des nächsten Jahres erfolgt, werden als kurzfristig klassifiziert, alle anderen Rückstellungen als langfristig.

4.15 UMSATZ- UND ERTRAGSREALISATION

Umsätze werden nach Abzug von Umsatzsteuer sowie von Gutschriften für Retouren und Rabatte in dem Zeitpunkt erfasst, in dem Nutzen und Gefahren aus den verkauften Gütern auf den Kunden übergegangen sind. In den Umsätzen aus Produktverkäufen sind hauptsächlich Erlöse aus den Segmenten "Microbatteries" und "Power & Energy" enthalten.

Der Übergang von Nutzen und Gefahren hängt von den zugrunde gelegten Lieferbedingungen (Incoterms) ab. Daher kann der Übergang von Gefahr und Nutzen auch beim Abliefern der Ware vor Ort im Kundenlager erfolgen.

Die Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden unter Berücksichtigung der Fertigstellung der Leistung am Ende des Berichtszeitraums erfasst. Die Fertigstellung wird anhand von Erhebungen der durchgeführten Arbeiten bewertet (unter anderem Entgelte für die Nutzung der IT-Hardware und angefallener IT-Tickets). Dieser Posten umfasst hauptsächlich Dienstleistungen aus dem Verkauf von Forschungsergebnissen an Forschungsinstitute, Erbringung von IT- und Produktdesign-Dienstleistungen.

4.16 FINANZERGEBNIS

Das Zinsergebnis enthält Erträge aus Finanzanlagen und liquiden Mitteln sowie Aufwendungen aus sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Zinserträge und -aufwendungen werden in der Periode, in welcher sie anfallen, ergebniswirksam unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst.

Gemäß IAS 23.4 werden Finanzierungskosten, die im Rahmen der Anschaffung von qualifizierten Vermögenswerten anfallen, im Konzern aktiviert. Qualifiziert sind Vermögenswerte, deren Herstellung der Betriebsbereitschaft nur über einen beträchtlichen Zeitraum erlangt werden kann.

Das übrige Finanzergebnis umfasst Gewinne aus dem Verkauf von zur Veräusserung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, Veränderungen des Fair Values von ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten, Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten und die Umrechnungsdifferenzen aus Fremdwährungstransaktionen.

4.17 ERTRAGSTEUERN

Die Ertragsteuern beinhalten sowohl die laufenden als auch die latenten Steuern vom Ertrag. Normalerweise werden Ertragsteuern erfolgswirksam erfasst, es sei denn, diese stehen in Verbindung zu einer Position, welche direkt in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Laufende Ertragsteuern werden basierend auf dem steuerbaren Ergebnis berechnet, unter Anwendung der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze inklusive Aufwendungen für Steuern vergangener Perioden.

Latente Steuern werden gemäß der "bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode" grundsätzlich auf alle temporären Differenzen zwischen den ausgewiesenen Bilanzwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten berechnet. Die Bewertung erfolgt zu den für die jeweiligen Konzerngesellschaften anwendbaren bzw. voraussichtlich anwendbaren Steuersätzen.

Für folgende temporäre Differenzen werden keine Latenten Steuern erfasst: Ersterfassung von Goodwill, erstmalig erfasste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit einer Transaktion, welche weder das steuerbare Ergebnis noch das Jahresergebnis beeinflusst, und temporäre Differenzen auf Anteile an Tochtergesellschaften, sofern es wahrscheinlich ist, dass die temporären Differenzen in absehbarer Zukunft nicht realisiert werden.

Aktive Latente Steuern aus verrechenbaren Verlustvorträgen und temporären Differenzen werden nur soweit berücksichtigt, als eine Verrechenbarkeit mit zukünftigen steuerbaren Gewinnen wahrscheinlich ist. Die Beurteilung basiert auf der vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung.

4.18 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens des Konzerns zur Verfügung gestellt, um die Art und die finanzieren Auswirkungen der vom Konzern ausgeübten Geschäftstätigkeiten sowie das wirtschaftliche Umfeld, in dem sie tätig ist, beurteilen zu können. Hierbei ist das interne Management Reporting, welches im Geschäftsjahr 2016 auf Basis der Neuausrichtung des Konzerns finalisiert wurde, maßgebend.

Der Konzern ist als Matrixorganisation aufgestellt, da die Geschäftstätigkeit einerseits über die Segmente "Microbatteries" und "Power & Energy" und andererseits auch regional organisiert wird. Basierend auf der regionalen Sichtweise erfolgt jedoch keine Budgetallokation und es werden keine Finanzinformationen zur regelmäßigen Steuerung bereitgestellt. Daher ist die Sichtweise auf Produktebene und eben nicht die regionale Sichtweise für die Segmentberichterstattung maßgebend.

Die Beurteilung erfolgt durch den CODM ("Chief Operation Decision Maker"). Der CODM im Sinne des IFRS 8 ist der Vorstand der VARTA AG, da dieser in regelmäßigen Abständen die Segmente auf deren Ertragskraft und Ressourcenallokation anhand des internen Management Reportings überprüft. Die Beurteilung der Ertragskraft je Segment erfolgt anhand des EBIT und EBITDA. ALs EBIT ("Earnings before interests and tax") wird das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern bezeichnet. Unter EBITDA ("Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization") wird das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände verstanden. Nicht berücksichtigt in dieser Kennzahl sind somit jegliche Zins- und Finanzierungselemente. Ebenso nicht berücksichtigt sind Ergebnisanteile von nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die folgenden operativen Geschäftssegmente werden nach IFRS 8 identifiziert und einzeln berichtet.

Microbatteries

Das Segment Microbatteries wird über die VARTA Microbattery GmbH gesteuert und fokussiert sich auf die Herstellung von Mikrobatterien in erster Linie auf Anwendungen in den Bereichen Healthcare und Entertainment. Hierbei setzt die VARTA innovativste Technologien gezielt ein, um höchste Energiedichte auf kleinstem Raum zu produzieren. Je nach Produkt und Anwendung fokussiert sich die VARTA hierbei auf die modernsten Technologien wie z.B. auf Zink Luft, Lithium Ionen, Silber Oxide und Nickelmetallhydrid für wiederaufladbare und nicht-wiederaufladbare Batterielösungen.

Für Anwendungen im Bereich Healthcare werden hauptsächlich Zink-Luft-Batterie für Hörgeräte hergestellt. Diese werden unter den Marken powerone und ecopack sowie Eigenmarken vermarktet.

Der Erfolg im Bereich Hörgerätebatterien beruht auf der Innovationsstärke, Zuverlässigkeit, der langen Lebensdauer und der Konsistenz unserer Qualität. Die Marktposition wird durch die eigenen Produktionsautomatisierungsprozesse und die Fähigkeit den Kunden mit Dienstleistungen, vom Produkt bis zum POS zu versorgen, gesichert.

Für Entertainment werden vor allem High-End Lithium-Ionen-Batterielösungen für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables) sowie für andere sogenannte Wearable-Anwendungsbereiche hergestellt. Darunter fallen u.a. auch Anwendungen in wachsenden Endverbrauchermärkten für Elektrogeräte wie Bluetooth-Headsets, medizinische Geräte für Bluthochdruck, Blutzucker und Körpermonitore sowie weitere Wearables Anwendungen.

In der Produktgruppe Industrial werden hauptsächlich wiederaufladbare Batterielösungen für Industrie- und Erstausrüster (original equipment manufacturers, OEMs) produziert. Darunter fallen u.a. Anwendungen wie Server, Anwendungen in Autoschlüsseln, Alarmsysteme oder Smart Metering-Zähler.

Power & Energy

Im Segment Power & Energy werden mobile und stationäre Energiespeicherlösungen entwickelt, produziert und vertrieben. Das Segment konzentriert sich hier auf die Entwicklung, die Systemintegration und die Assemblierung von Batteriespeichern (power pack solutions) für OEM Kunden in diversen Märkten. Hierfür wird hauptsächlich auf Lithium Ionen Technologie aufgebaut.

Es werden wiederaufladbare standardisierte und auch kundenspezifische Batterie-Packs hergestellt. Diese können in diverse industrielle und kabellose Anwendungen nahtlos integriert werden. Unabhängig von der jeweiligen Technologie oder der Komplexität der Aufgaben bietet VARTA Komplettservices vom Design bis zur Produktion für OEM-Kunden an. Der Bereich konzentriert sich hier auf Anwendungen für portable industrielle Anwendungen, Kommunikationsanwendungen, Elektrowerkzeuganwendungen, Home & Garden- und Medizinanwendungen.

Andererseits werden Energiespeicher für Privathaushalte und kommerzielle Anwendungen entwickelt und produziert. Die Energiespeicher zeichnen sich durch Qualität und Zuverlässigkeit aus. Das Produktportfolio ist modular gestaltet, so dass jeder Endverbraucher den richtigen Energiespeicher für seine Anforderungen finden kann, vom kompakten, handlichen Einsteigerkomplettsystem bis zu Großspeicherlösungen für industrielle Einrichtungen.

4.19 ÄNDERUNGEN DER RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Es ist kein neuer Standard am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

An zahlreichen Standards wurden jedoch Änderungen vorgenommen, die ab dem 1. Januar 2017 in Kraft traten. Betroffen sind:

Kapitalflussrechnung (Änderungen von IAS 7)
Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte Verluste (Änderungen von IAS 12)
Jährliche Änderungen von IFRS 2014-2016 Zyklus

Änderungen des IAS 7 - Offenlegungsinitiative

Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens zu verbessern. Nach den Änderungen hat ein Unternehmen Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten zu machen, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte sind ebenfalls in die Angaben einzubeziehen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften).

Anzugeben sind zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen.

Änderungen des IAS 12 - Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten

Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der Latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten.

Jährliche Änderung von IFRS 2014-2016

Durch die jährlichen Änderungen der IFRSs (2014-2016) wurden drei IFRSs geändert, von denen nur die folgende in 2017 anzuwenden war:

In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen).

Keine dieser Änderungen hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Konzernrechnung.

4.20 NEUE UND GEÄNDERTE IFRS-STANDARDS NACH DEM 31. DEZEMBER 2017

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung der Gruppe wurden noch nicht abschließend analysiert.

scroll

NEUE ODER GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN INKRAFTSETZUNG
Übernahme in EU-Recht
Standards:
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1. Januar 2019
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 1. Januar 2018
Änderungen: IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente mit IFRS 4 Versicherungsverträge 1. Januar 2018
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2019
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018

Im Folgenden werden die für den VARTA AG Konzern einschlägigen Neuerungen und Änderungen beschrieben.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströme finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können.

IFRS 9 ist erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung wurde nicht in Anspruch genommen. Eine Analyse der Auswirkungen ist noch nicht final abgeschlossen.

IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

Die Regelungen des IFRS 15 umfassen nach IFRS 15.5 grundsätzlich alle mit Kunden geschlossenen Verträge, welche die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zum Gegenstand haben.

Um die Auswirkungen von IFRS 15 auf den VARTA AG Konzern zu beurteilen wurde eine Analyse der Umsatzströme nach der Gliederung des fünfstufigen Rahmenmodells (5 step approach) gemäß IFRS 15 durchgeführt.

Im VARTA AG Konzern wurden drei wesentliche Umsatzströme identifiziert:

Umsätze aus Forschungsprojekten
Umsätze aus Produktverkauf
Umsätze aus sonstigen Dienstleistungen

Nach Analyse der Auswirkungen wurde festgestellt dass die Umsätze aus Forschungsprojekte und Kundenprojekte von den Änderungen des IFRS 15 betroffen sind. Eine Analyse der Auswirkungen ist noch nicht final abgeschlossen.

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard -das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis" enthält, SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".

Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss begonnen. Eine abschließende Quantifizierung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorgenommen werden. Die Auswirkungen werden sich hauptsächlich im Anlagevermögen und in den Verbindlichkeiten zeigen. Die Auswirkung auf das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wird weniger stark sein. Eine Entscheidung, welche Übergangsmethode angewendet werden soll, ist noch nicht getroffen.

IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen

IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21, Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird.

Die Interpretation ist -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

scroll

NOCH NICHT IM EU-RECHT ÜBERNOMMEN: INKRAFTSETZUNG
Standards:
IFRS 17 Versicherungen 1. Januar 2021
IFRIC 23 Bilanzierung von Ertragsteuern 1. Januar 2019
Änderungen:
IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 1. Januar 2018
IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen 1. Januar 2019
IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierter Vergütung 1. Januar 2018
IFRS 10/IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen unbestimmt

Im Folgenden werden die für den VARTA AG Konzern einschlägigen Neuerungen und Änderungen beschrieben.

IFRIC 23 - Bilanzierung von Ertragsteuern

Die steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 Ertragsteuern regelt wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen.

Die Interpretation ist -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen des IAS 40 - Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können.

Die Änderung ist -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen des IAS 28 - Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Änderungen enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

Änderungen des IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von Anteilsbasierte Vergütung

Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente".

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich.

Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendungen des IFRS 2 auf seinen Konzernabschluss noch nicht begonnen.

Änderungen des IFRS 10, und IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.

Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung -sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen -lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist.

Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gruppe.

5 WESENTLICHE ANNAHMEN UND EINSCHÄTZUNGEN

Der Konzernabschluss beinhaltet folgende wesentliche Positionen, deren Wertansatz maßgeblich von den zugrunde liegenden Annahmen und Einschätzungen abhängig ist:

Nutzungsdauer von langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen und entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer werden Faktoren wie Abnutzung, Alterung, technische Standards, Vertragsdauer und Veränderungen in der Nachfrage berücksichtigt. Änderungen dieser Faktoren können eine Verkürzung oder Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer eines Vermögenswertes nach sich ziehen. In diesem Fall würde der Restbuchwert über die verbleibende kürzere oder längere Nutzungsdauer abgeschrieben werden und dies würde zu höheren oder niedrigeren jährlichen Abschreibungsbeträgen führen. Die aufgrund einer Änderung der erwarteten Nutzungsdauer erforderlichen Anpassungen der Abschreibungsdauer werden gegebenenfalls als Änderungen von Schätzungen behandelt.

Bestimmte immaterielle Vermögenswerte werden hinsichtlich der Nutzungsdauer als unbestimmt eingestuft, wenn eine Analyse aller relevanten Faktoren kein Ende des Zeitraums erkennen lässt, für den der Vermögenswert zur Erwirtschaftung von Cash Flows beiträgt. Diese Analyse wird jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist.

Wertberichtigungen auf langfristige Vermögenswerte

Der Wertminderungstest zur Bewertung des erzielbaren Betrags einer CGU basiert auf Werten der Unternehmensplanung, dem Abzinsungssatz, der Wachstumsrate, der erwarteten Inflation und Währungskurse.

Nähere Informationen zu den durchgeführten Impairment Tests sind unter Erläuterung 4.8 "Werthaltigkeitstest (Impairment)" angeführt. Die hierzu getroffenen Annahmen können jedoch Änderungen unterliegen, die zu Wertberichtigungen in zukünftigen Perioden führen könnten.

Leistungsorientierte Verpflichtungen

Im Konzern bestehen für einen Teil der Arbeitnehmer verschiedene Personalvorsorgepläne. Um die sich daraus ergebenden Guthaben und/oder Verpachtungen bestimmen zu können, muss zunächst beurteilt werden, ob es sich um Leistungs- oder beitragsorientierte Pläne handelt. Um die zukünftige Entwicklung abschätzen zu können, werden bei Leistungsorientierten Plänen statistische Annahmen getroffen.

Der versicherungsmathematischen Bewertung von Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer Liegen Annahmen über Abzinsungssätze, Gehaltssteigerungen, Fluktuation und das Pensionseintrittsalter zugrunde (demographische und finanzielle Variablen). Ändern sich diese Annahmen aufgrund veränderter Wirtschaftslage oder neuer Marktbedingungen, können die tatsächlichen Daten maßgeblich von den versicherungsmathematischen Gutachten und Berechnungen abweichen. Diese Abweichungen können mittelfristig einen wesentlichen Einfluss auf die Aufwendungen und Erträge aus Personalvorsorgeplänen haben. Nähere Informationen zu den Personalvorsorgeplänen sind in Erläuterung 21.2 "Pensionen" angegeben.

Sonstige Rückstellungen

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit werden Rückstellungen für verschiedene Sachverhalte gebildet. Die Höhe der erwarteten Mittelabflüsse wird in jedem konkreten Sachverhalt auf Basis von Annahmen und Einschätzungen ermittelt. Diese Annahmen können Änderungen unterliegen, die zu einer Abweichung in zukünftigen Perioden führen.

Beim Verkauf von Produkten werden Produktgarantien gewährt. Hierfür werden jährlich Rückstellungen gebildet. Die Berechnung basiert auf Schätzungen auf Grund historischer Daten der Letzten Jahre.

Es werden ausschließlich kurzfristige Rückstellungen auf Produktgarantien gebildet. Für das Segment "Power & Energy" wird die Rückstellung auf den bisherigen Erfahrungswerten gebildet.

Die Buchwerte solcher Rückstellungen sind in Erläuterung 25 "Sonstige Rückstellungen" ersichtlich.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der Konzern-Bilanz und den Steuerbilanzwerten sowie auf voraussichtlich verwertungsfähige steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Die Berechnung Latenter Steuern erfolgt auf Basis jener Steuersätze, die nach der derzeitigen Rechtslage zu dem Zeitpunkt gelten werden, zu dem sich die nur vorübergehenden Differenzen wieder ausgleichen werden, sowie auf Basis einer Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit abgeleitet aus der vom Aufsichtsrat genehmigten Unternehmensplanung. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende künftige steuerliche Erträge können dazu führen, dass die Realisierung aktiver Latenter Steuern unwahrscheinlich wird und eine Wertberichtigung der diesbezüglichen Aktiva erfolgen muss. Außerdem können Steuersatzänderungen zu Anpassungen der passiven Latenten Steuern führen. Die Buchwerte der Latenten Steuern gehen aus der Konzern-Bilanz hervor und werden in den Erläuterungen zu 17. "Latente Steuern" auf die Bilanzpositionen aufgeteilt.

6 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentinformationen werden auf Basis des Management-Reportings für die Segmente "Microbatteries" und "Power & Energy" veröffentlicht (vgl. Erläuterungen 4.18 "Segmentberichterstattung").

Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung liegen die im vorliegenden Konzern-Abschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Vorstand hat im Rahmen des Börsengangs die Steuerungsgrößen überarbeitet und steuert jetzt nach dem bereinigten EBITDA (i. Vj. EBIT), um trotz der steigenden Investitionen in das Sachanlagevermögen und den daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen zu können. Ergebnisanteile von nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogenen Unternehmen, sind in der Segmentberichterstattung nicht enthalten, da diese nicht Bestandteil des berichteten EBIT und bereinigten EBITDA sind und auch sonst nicht regelmäßig an den CODM berichtet werden. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungsspalte zusammengefasst angegeben. Darüber hinaus beinhaltet die Überleitungsspalte Sachverhalte, die keinem Segment direkt zugeordnet werden können, bspw. die Effekte aus dem Schuldbeitritt (vgl. Erläuterungen 105 "Sonstige Vermögenswerte") oder dem Börsengang (vgl. Erläuterungen 18 "Allgemeine Informationen").

Im Folgenden werden die Steuerungsgrößen, die zur Beurteilung der Leistungen der operativen Segmente herangezogen werden, dargestellt:

Informationen nach berichtspflichtigen Segmenten:

scroll

MICROBATTERIES POWER & ENERGY Σ SUMME
(IN T€) 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Dritten* 203.578 177.351 37.663 34.622 241.242 211.973
Abschreibungen und Amortisationen -8.097 -7.484 -1.341 -1.008 -9.438 -8.492
Wesentliche Effekte in Erträgen und Aufwendungen 0 0 0 0 0 0
EBIT 35.606 26.219 -5.708 -4.871 29.898 21.348
Bereinigtes EBITDA 43.703 33.703 -4.367 -3.863 39.336 29.840

scroll

ÜBERLEITUNG KONZERN-ABSCHLUSS
(IN T€) 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse mit Dritten* 915 1.842 242.157 213.815
Abschreibungen und Amortisationen -7 -430 -9.446 -8.922
Wesentliche Effekte in Erträgen und Aufwendungen -6.043 0 -6.043 0
EBIT -6.254 -6.503 23.643 14.845
Bereinigtes EBITDA -6.247 -6.073 33.089 23.767

* Es bestehen keine wesentlichen Umsatzbeziehungen zwischen den Segmenten

In der Überleitung sind folgende Sachverhalte enthalten:

scroll

2017 2016
(IN T€) NICHT DEM KERNGESCHÄFT ZUORDENBAR SONDEREFFEKTE SUMME NICHT DEM KERNGESCHÄFT ZUORDENBAR SONDEREFFEKTE SUMME
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 915 0 915 1.842 0 1.842
Effekte in Erträgen und Aufwendungen -1.126 -6.043 -7.169 -6.013 -2.332 -8.345
EBIT -211 -6.043 -6.254 -4.171 -2.332 -6.503

In den Positionen "Nicht dem Kerngeschäft zuordenbar" werden Positionen dargestellt, welche keinem Segment zugeordnet werden können. In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen die Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistung in Höhe von T€ 862 (2016: T€ 828) und Entsorgung in Höhe von T€ 53 (2016: T€ 441) enthalten. Die Effekte in Erträgen und Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Konsolidierungseffekten zusammen, welche keinem Segment direkt zugeordnet werden können.

In der Spalte "Sondereffekte" werden Sachverhalte dargestellt, die in der Bereinigung des EBITDA berücksichtigt sind. Im Geschäftsjahr 2017 sind hier vor allem die Kosten aus dem erfolgreichen Börsengang in Höhe von T€ 6.115 enthalten (vgl. Erläuterung 33 "Sonstige betriebliche Aufwendungen"), die der VARTA AG als Mutterunternehmen zuzurechnen sind, sowie die Erträge in Höhe von T€ 3.629 im Zusammenhang mit dem ertragswirksamen Erstattungsanspruch aus dem Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen des Segments Microbatteries (vgl. Erläuterungen 32 "Sonstige betriebliche Erträge"). Der Effekt aus der aktienbasierten Vergütung gegen Kapitalrücke lage in Höhe von T€ 3.557 ist ebenfalls der VARTA AG als Mutterunternehmen zuzurechnen. Im Vorjahr beinhaltet die Spalte "Sondereffekte" die Kosten für die Kapitalmarktvorbereitung in Höhe von T€ 2.332. In der Spalte "Nicht dem Kerngeschäft zuordenbar" werden in Abweichung zum Vorjahr im wesentlichen Kosten dargestellt, die im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des VARTA AG Konzerns angefallen sind und im Vorjahr in der Überleitungsspalte "Holding" gezeigt wurden.

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung des EBITs der Segmente auf das Ergebnis vor Steuern dargestellt:

scroll

(IN T€) 2017 2016
EBIT 23.643 14.845
Finanzergebnis -922 -1.246
Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen -1.696 -1.526
Ergebnis vor Steuern 21.025 12.073

Geographische Segmentinformationen

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns aufgeteilt nach bestimmten geographischen Standorten. Bei der Darstellung dieser Informationen auf geografischer Grundlage basieren die Umsatzerlöse eines Segments auf den geografischen Standorten der Kunden und die Vermögenswerte eines Segments auf den geografischen Standorten der Vermögenswerte.

scroll

2017 2016
(IN T€) UMSATZERLÖSE* LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE** UMSATZERLÖSE* LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE**
--- --- --- --- ---
Europa 118.686 83.266 103.002 70.571
Amerika 55.811 60 52.462 86
Asien 63.394 1.677 54.266 2.168
Sonstige 4.266 0 4.085 0
Summe Konzern 242.157 85.003 213.815 72.825

* Die Umsatzerlöse richten sich nach dem Sitz des Kunden.

** Langfristige Vermögenswerte beinhalten zu diesem Zweck als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Die Umsatzerlöse des Segments "Power & Energy" sind im Wesentlichen in der Position Europa enthalten. Die übrigen Umsätze der Region Europa umfassen demnach die Umsätze des Segments "Microbatteries". Die Umsätze der Regionen Asien und Amerika sind ebenfalls im Wesentlichen dem Segment "Microbatteries" zuzuordnen.

Produkte und Dienstleistungen

Die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns teilen sich folgendermaßen auf Produkte und Dienstleistungen auf:

scroll

2017 2016
(IN T€) UMSATZERLÖSE FORDERUNGEN LIEFERUNGEN & LEISTUNGEN UMSATZERLÖSE FORDERUNGEN LIEFERUNGEN & LEISTUNGEN
--- --- --- --- ---
davon aus Produktverkauf 238.706 19.677 206.897 14.598
davon aus Verkauf von Dienstleistungen 3.451 426 6.918 1.078
Summe Konzern 242.157 20.103 213.815 15.676

Bedeutende Kunden

In 2017 betrug der Umsatz in den Segmenten "Microbatteries" und "Power&Energy" mit einem bestimmten Kunden T€ 28.027, dies entspricht einem Umsatzanteil von mehr als 10%. Im Vorjahr bestanden keine Transaktionen mit einem einzelnen externen Kunden, dessen Umsätze sich auf 10% oder mehr der Konzernumsätze belaufen.

7 SACHANLAGEVERMÖGEN

scroll

(IN T€) GRUNDSTÜCKE GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN ANDERE ANLAGEN ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN SACHANLAGEVERMÖGEN
Anschaffungswerte
Stand 01. Jan 2016 0 252 47.969 17.586 15.916 81.723
Währungsdifferenzen 0 -9 67 47 0 105
Zugänge 0 0 3.796 2.100 6.595 12.491
Abgänge 0 -9 -208 -156 0 -373
Umbuchungen 0 0 7.864 1.806 -9.819 -149
Stand 31. Dez 2016 0 234 59.488 21.383 12.692 93.797
Währungsdifferenzen 0 -16 -386 -243 -1 -646
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 34 0 34
Zugänge 0 42 2.151 1.555 15.429 19.177
Abgänge 0 0 -2.500 -214 0 -2.714
Umbuchungen 0 0 8.955 2.319 -11.274 0
Stand 31. Dez 2017 0 260 67.708 24.834 16.846 109.648

Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen

scroll

(IN T€) GRUNDSTÜCKE GEBÄUDE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN ANDERE ANLAGEN ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN SACHANLAGEVERMÖGEN
Stand 01. Jan 2016 0 83 24.364 10.408 0 34.855
Währungsdifferenzen 0 -3 63 39 0 99
Zugänge 0 18 4.900 2.194 0 7.112
Abgänge 0 -9 -91 -150 0 -250
Stand 31. Dez 2016 0 89 29.236 12.491 0 41.816
Währungsdifferenzen 0 -6 -233 -204 0 -443
Zugänge 0 20 5.069 2.353 0 7.442
Abgänge 0 0 -2.467 -147 0 -2.614
Umbuchungen 0 0 -23 23 0 0
Stand 31. Dez 2017 0 103 31.582 14.516 0 46.201
Buchwerte
Buchwerte am 01. Jan 2016 0 169 23.605 7.178 15.916 46.868
Buchwerte am 31. Dez 2016 0 145 30.252 8.892 12.692 51.981
Buchwerte am 31. Dez 2017 0 157 36.126 10.318 16.846 63.447

Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei den Zinkluft-Batterien. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig

Für das Sachanlagevermögen bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2017 und 2016. Die Bestellobligationen aus dem Kauf von Sachanlagevermögen betragen T€ 25.019 (2016: T€ 1.521).

8 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

scroll

(IN T€) GOODWILL KUNDENBEZIEHUNGEN UND ÄHNLICHES IMMATERIELLES VERMÖGEN GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE ENTWICKLUNGSKOSTEN LIZENZEN GESAMT
Anschaffungswerte
Stand 01. Jan 2016 0 11.223 958 11.156 0 23.337
Währungsdifferenzen 0 -2 0 0 0 -2
Zugänge 0 216 0 2.192 0 2.408
Abgänge 0 -1 0 0 0 -1
Umbuchungen 0 149 0 0 0 149
Stand 31. Dez 2016 0 11.585 958 13.348 0 25.891
Währungsdifferenzen 0 -4 0 0 0 -4
Veränderung Konsolidierungskreis 500 29 0 0 0 529
Zugänge 0 124 0 2.064 0 2.188
Stand 31. Dez 2017 500 11.734 958 15.412 0 28.604
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01. Jan 2016 0 1.590 35 1.613 0 3.238
Zugänge 0 737 132 941 0 1.810
Abgänge 0 -1 0 0 0 -1
Stand 31. Dez 2016 0 2.326 167 2.554 0 5.047
Währungsdifferenzen 0 -3 0 0 0 -3
Zugänge 0 218 132 1.654 0 2.004
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Umbuchungen 0 -354 0 354 0 0
Stand 31. Dez 2017 0 2.187 299 4.562 0 7.048
Buchwerte
Buchwerte am 01. Jan 2016 0 9.633 923 9.543 0 20.099
Buchwerte am 31. Dez 2016 0 9.259 791 10.794 0 20.844
Buchwerte am 31. Dez 2017 500 9.547 659 10.850 0 21.556

Von den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen Erträgen aus aktivierten Eigenleistungen (vgl. Erläuterungen 32 "Sonstige betriebliche Erträge") in Höhe von T€ 3.517 (2016: T€ 3.400) wurden im Jahr 2017 selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, welche noch nicht zur Nutzung bereit sind, in Höhe von T€ 2.064 (2016: T€ 2.192) erfasst .

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von T€ 12.298 erfasst (2016: T€ 10.807).

Für immaterielle Vermögenswerte bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2017 und 2016.

Im Juni 2017 wurden an der Auditas GmbH, Nördlingen, 25,1% der Anteile einschließlich ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft erworben.

Der im Juni 2017 erfolgte Erwerb basiert auf einer im Oktober 2012 an die VARTA Microbattery GmbH gewährte Kaufoption in Verbindung mit der Gewährung eines Darlehens. Die VARTA Microbattery GmbH hatte im Zeitpunkt der gewährten Kaufoption im Jahr 2012 ebenfalls weitreichende Gesellschafterrechte, weshalb schon zu diesem Zeitpunkt von einer Kontrolle nach IFRS 10 ausgegangen werden kann. Die Erstkonsolidierung ist demzufolge auf diesen Zeitpunkt erfolgt. Die Anschaffungskosten in Höhe von T€ 11 setzen sich zusammen aus dem Kaufpreis von EUR 1 zzgl. T€ 11 für den Verzicht von anteiligen Darlehenszinsen. Aus der Kaufpreisaufteilung hat sich ein Goodwill in Höhe von T€ 500 ergeben.

Wertminderungstest

Für Goodwill und immaterielle Vermögenswerte, welche eine unbestimmbare Nutzungsdauer haben sowie für selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht zur Nutzung bereit sind, wird jährlich zum 31. Dezember ein Wertminderungstest durchgeführt.

Der Buchwert des Goodwills "Auditas" in Höhe von T€ 500 wurde mit dem erzielbaren Betrag gemäß IAS 36 verglichen.

Der Buchwert der Marke in Höhe von T€ 9.094 wurde wie folgt auf die einzelnen CGUs allokiert: "Microbatteries" T€ 6.894 und "Power & Energy" T€ 2.200. Die aktivierten Entwicklungsleistungen, die zum Stichtag noch nicht fertiggestellt und damit noch nicht genutzt werden entfallen mit einem Wert in Höhe von T€ 235 auf die CGU "Microbatteries" und mit einem Betrag von T€ 1.437 auf die CGU "Power & Energy"..

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung der Nutzungswerte verwendet wurden, waren wie folgt:

scroll

(IN PROZENT) CGU MICROBATTERIES CGU POWER & ENERGY
Abzinsungssatz (WACC) 9,49 9,49
Wachstumsrate 2,00 2,00
Steuersatz 29,79 29,79

Für die Berechnung wurden die Daten aus der aktuellen Langfristplanung für die Jahre 2018 bis 2020 herangezogen, wobei das Jahr 2018 einer detaillierten Budgetplanung entspricht, die Jahre 2019 und 2020 sind fortgeschrieben. Die wesentlichste Planungsgröße ist hierbei das um Steuern bereinigte EBIT. Die Daten beruhen auf Erfahrungswerten und Marktbeobachtungen.

Für die CGU "Microbatteries" sind hierbei die wesentlichsten Annahmen, dass die marktführende Position bei den Zink-Luft-Hörgerätebatterien in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut wird und die hohe Nachfrage nach kabellosen Lifestyle-Produkten wie zum Beispiel Headsets zu einer deutlichen Umsatzsteigerung der Lithium-Ionen-Batterien führt.

Bei der CGU "Power & Energy" wurde zugrunde gelegt, dass die Absatzmengen der stationären Energiespeicher durch den Eintritt in attraktive Auslandsmärkte und den eingeführten neuen Produkten wie zum Beispiel "VARTA pulse" sehr deutlich steigen. Des Weiteren werden Umsätze aus den gewonnenen Projekten mit Großkunden für Batteriepacks realisiert. Die hohen Stückzahlen führen auch zu einer weiteren Automatisierung der Assemblierung von Batteriepacks. Als Basis für die ewige Rente wurde die letzte verfügbare Periode (für beide Segmente jeweils 2020) aus der Langfristplanung verwendet. Der Diskontsatz wird um eine Risikoprämie angepasst, welche das erhöhte Gesamtrisiko der Beteiligung und das spezifische Risiko der CGUs widerspiegelt.

Für die Berechnung der freien Zahlungsströme in der ewigen Rente wurde eine einheitliche Wachstumsrate fixiert, welche Abschreibung und Investitionsausgaben (CAPEX) gleichsetzt und die Net Working Capital Veränderung auf 0 setzt.

Es waren keine Wertminderungsverluste unter den vorgenannten Annahmen zu erkennen.

9 NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN UND SONSTIGE BETEILIGUNGEN

Die Buchwerte von Gemeinschaftsunternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entsprechen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG, Ellwangen, Deutschland 1.662 3.355
VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH, Ellwangen, Deutschland 12 16
Summe Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1.674 3.371
VARTA Micro Innovation GmbH, Graz, Österreich 13 13
Connexio alternative investment & holding AG, Wien, Österreich 30 0
Summe Buchwerte der sonstigen Beteiligungen 43 13
Summe Buchwerte der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen und der sonstigen Beteiligungen 1.717 3.384

Das Gemeinschaftsunternehmen, mit strategischer Natur, VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG, dient dem Konzern mit Forschungsdienstleistungen, die in erster Linie dazu bestimmt sind, Hochleistungsbatteriezellen für den Antrieb elektrischer oder Plug-In Hybrid-Fahrzeugen zu entwickeln. Gemäß dem Joint Venture-Vertrag und Gesellschafterbeschlusses wird die Geschäftstätigkeit des Unternehmens zum 31. Dezember 2017 beendet. Alle Forschungsarbeiten wurden bis zu diesem Termin abgeschlossen. Restliche administrative Tätigkeiten werden in 2018 beendet.

Im Folgenden werden Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG als wesentlichste nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlage dargestellt:

Bilanz

Aktiva

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Immaterielle Vermögensgegenstände 123 518
Sachanlagen 979 2.852
Anlagevermögen 1.102 3.370
Vorräte 0 239
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.445 890
Flüssige Mittel 1.412 2.868
Umlaufvermögen 2.857 3.996
Bilanzsumme 3.959 7.367
Passiva
Kapitalkonten I und II 400 400
Einlagen/Einlageverpflichtungen 29.143 29.143
Verlustsonderkonto -26.096 -22.336
Eigenkapital 3.447 7.207
Rückstellungen 61 38
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 354 122
Sonstige Verbindlichkeiten 97 0
Verbindlichkeiten 451 122
Bilanzsumme 3.959 7.367

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll

2017 2016
Umsatzerlöse / Gesamtleistung 1.500 1.036
Sonstige betriebliche Erträge 2.229 2.477
Materialaufwand -472 -435
Abschreibungen -1.591 -1.544
Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.426 -4.952
Jahresfehlbetrag -3.760 -3.418
Belastung auf Kapitalkonten der Kommanditisten 3.760 3.418
Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0 0

Im Folgenden eine Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes zum Eigenkapital für die VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG.:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Eigenkapital der VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co.KG 3.447 7.207
Davon entfallen auf den Konzern (50%) 1.723 3.603
Eliminierungen -61 -248
Buchwert der Beteiligung 1.662 3.355

Überleitung des Buchwerts der Beteiligung:

scroll

(IN T€)
1. Januar 2017 3.355
Jahresergebnis -1.880
Veränderung der Zwischengewinneliminierung 187
31. Dezember 2017 1.662

Wegen des erwarteten negativen Jahresergebnisses auf Basis der Unternehmensplanung, wurde zum 30. Juni 2017 eine Wertberichtigung des Beteiligungsansatzes in Höhe von T€ 1.330 vorgenommen. Das prognostizierte Gesamtergebnis belief sich auf rund T€ 2.100. Aufgrund der Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf, hat sich der unterjährig berücksichtigte Wertberichtigungsbedarf zum Bilanzstichtag nicht bestätigt und die Wertberichtigung konnte daher teilweise in Höhe von T€ 318 zurückgenommen werden.

Die am 29. Juni 2017 erworbene 20% Beteiligung an der Connexio alternative investment & holding AG mit Sitz in Wien (Österreich) und die Beteiligung an der VARTA Micro Innovation GmbH (17,74%) werden unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.

10 LEASING

Im laufenden Geschäftsjahr bestanden keine Vermögenswerte, welche auf Basis eines Finanzierungsleasingvertrages zu aktivieren sind.

Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen für operative Leasingverhältnisse in Höhe von T€ 4.813 (2016: T€ 4.298) in der Erfolgsrechnung erfasst (vgl. Erläuterungen 33 "Sonstige betriebliche Aufwendungen").

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund unkündbarer Leasingverträge beträgt:

scroll

(in t€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Leasingverpflichtung bis 1 Jahr 4.409 4.416
Leasingverpflichtung 1 bis 5 Jahre 11.133 10.806
Leasingverpflichtung über 5 Jahre 7.769 9.781
Summe Mindestleasingzahlungen 23.311 25.003

Im Jahr 2015 wurde die Immobilie der VARTA Microbattery GmbH im Rahmen eines Grundstücksverkaufs an die WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH verkauft, welche aus Sicht der konsolidierten Gruppe ein nahestehendes Unternehmen darstellt (vgl. Erläuterungen 39. "Nahestehende Personen und Gesellschaften"). Die VARTA Microbattery GmbH hat die Immobilie schließlich von der WertInvest Ellwangen Immobilien GmbH zurückgemietet (Sale & Lease Back). Die zukünftigen Leasingverpflichtungen betreffen überwiegend Aufwendungen aus diesem Mietverhältnis. Im Leasingvertrag wurde eine unbefristete Laufzeit vereinbart, außerdem besteht eine Option auf Rückerwerb der Immobilie zum Verkehrswert.

11 ANDERE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Ausleihungen 444 4.425
davon kurzfristig 0 2.815
davon langfristig 444 1.610

Im Vorjahr wurden unter den Ausleihungen kurzfristige Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von T€ 2.815 ausgewiesen. Diese wurden im Geschäftsjahr 2017 zurückbezahlt. Des Weiteren bestanden im Vorjahr Ausleihungen gegenüber einem Dritten in Höhe von T€ 1.085. Durch die erfolgte Akquisition dieser Gesellschaft wurden diese Ausleihungen im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

12 VORRÄTE

Die Vorräte können in folgende Positionen aufgeteilt werden:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 22.393 16.064
Unfertige Erzeugnisse 11.137 9.767
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 18.815 16.767
Geleistete Anzahlungen 1.425 13
Vorräte 53.770 42.611
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Wertminderungsertrag (+) / -aufwand (-) 1.217 -363

Bei dem Wertminderungsertrag in 2017 handelt es sich um die Reduktion in Höhe von T€ 1.217 der in der GuV erfassten Wertminderungen im Vergleich zum Vorjahr. Im Vorjahr erhöhten sich die in der GuV erfassten Wertminderungen um T€ 363.

Vorräte wurden nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten weder zum 31. Dezember 2017 noch zum 31. Dezember 2016 gestellt.

13 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Forderungen gegen Dritte (Brutto) 20.228 16.214
Forderungen gegen nahestehende Personen und Gesellschaften 101 99
Forderungen gegen Gemeinschaftsunternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 269 34
Brutto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.598 16.347
Abzüglich Wertberichtigungen -495 -671
Netto Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.103 15.676

Die bestehenden Nettoforderungen sind durch den Rahmenvertrag zum Forderungsverkauf 31. Dezember 2017 um T€ 8.541 (31. Dezember 2016: T€ 7836) gemindert (vgl. 38.2 "Finanzrisikomanagement").

14 STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Ertragssteuerforderungen wurden von T€ 482 um T€ 262 auf T€ 744 erhöht.

15 SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Sonstige Vermögenswerte 28.849 9.357
davon kurzfristig 13.069 9.357
davon Langfristig 15.780 0

Unter den Langfristigen sonstigen Vermögenswerten wird der Erstattungsanspruch aus dem im Juni 2017 getätigten Schuldbeitritt (vgl. Erläuterungen 21.2 "Pensionen") in Höhe von T€ 15.780 ausgewiesen.

Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Forderungen aus Förderprojekten 5.304 4.884
Sonstige Steuerforderungen 4.992 2.248
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.865 1.860
Übrige sonstige Vermögenswerte 908 365
Sonstige Vermögenswerte 13.069 9.357

Die Forderungen aus Förderprojekten bestehen im Wesentlichen gegen die Europäische Kommission und betreffen staatliche Zuschüsse für ein Projekt, indem der Konzern als Koordinator fungiert und die Zuschüsse treuhändisch vom Fördergeber erhält und verwaltet. Die zum 31. Dezember 2017 bestehenden weitergeleiteten Vorschusszahlungen an die beteiligten Kooperationspartner betragen T€ 3.058 (2016: T€ 3.192). Korrespondierend hierzu besteht eine sonstige Verpflichtung aufgrund der Rückzahlungsverpflichtung gegenüber dem Fördergeber (vgl. Erläuterungen 24. "Sonstige Verbindlichkeiten"). Die Erhöhung der Forderungen aus Förderprojekten von T€ 420 resultiert aus weiteren, neuen Förderprojekten.

Die übrigen sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um T€ 572. Darin sind Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von T€ 143, aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 684 (2016: T€ 365) und sonstige Ausleihungen in Höhe von T€ 81 enthalten.

In Summe erhöhten sich die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte um T€ 3.712.

16 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können wie folgt aufgegliedert werden:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Kasse 12 10
Guthaben bei Kreditinstituten 138.524 12.337
Summe 138.536 12.347

In der Position "Guthaben bei Kreditinstituten" sind Festgelder mit einer Laufzeit von bis zu 3 Monaten in Höhe von T€ 74 (2016: T€ 71) enthalten.

17 LATENTE STEUERN

Latente Steuern können den folgenden Positionen zugerechnet werden:

scroll

(IN T€) AKTIVE LATENTE STEUERN PASSIVE LATENTE STEUERN 31. DEZ 2017 NETTO AKTIVE LATENTE STEUERN PASSIVE LATENTE STEUERN
Immaterielle Vermögenswerte 1.214 4.383 -3.169 1.243 4.830
Sachanlagen -12 555 -567 -27 563
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 4.582 -4.582 0 0
Vorräte 1.598 187 1.411 1.092 89
Forderungen aus Lieferung & Leistungen 42 5 37 142 2
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.600 0 2.600 2.641 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.826 1.548 278 1.847 1.547
Langfristige Verbindlichkeiten aus Personalvorsorge 4.779 0 4.779 3.081 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 47 -47 0 56
Kurzfristige Rückstellungen 104 44 60 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 367 0 367 448 0
Steuerliche Verlustvorträge 1.146 0 1.146 441 0
Saldierungen -11.351 -11.351 0 -7.087 -7.087
Summe 2.313 0 2.313 3.821 0

scroll

(IN T€) 31. DEZ 2016 NETTO AKTIVE LATENTE STEUERN PASSIVE LATENTE STEUERN 01. JAN 2016 NETTO
Immaterielle Vermögenswerte -3.587 1.214 5.875 -4.661
Sachanlagen -590 0 1.768 -1.768
Sonstige langfristige Vermögenswerte 0 0 0 0
Vorräte 1.003 731 59 672
Forderungen aus Lieferung & Leistungen 140 146 4 142
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.641 2.688 5 2.683
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 300 170 20 150
Langfristige Verbindlichkeiten aus Personalvorsorge 3.081 2.519 0 2.519
Kurzfristige Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten -56 0 0 0
Kurzfristige Rückstellungen 0 28 8 20
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 448 284 0 284
Steuerliche Verlustvorträge 441 1.832 0 1.832
Saldierungen 0 -7.739 -7.739 0
Summe 3.821 1.873 0 1.873

18 EIGENKAPITAL

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VARTA AG ist im zweiten Halbjahr 2017 maßgeblich durch den am 19. Oktober 2017 erfolgreich vollzogenen Börsengang geprägt.

In diesem Zusammenhang sind der Gesellschaft einmalige Aufwendungen entstanden.

scroll

(IN T€) NETTOVERMÖGEN GEZEICHNETES KAPITAL KAPITALRÜCKLAGE GEWINNRÜCKLAGEN
--- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2017 0 29.600 2.681 27.434
Umstrukturierung
Kapitalerhöhung aus Börsengang 0 8.600 141.900 0
Transaktionskosten aus Börsengang 0 0 -1.419 0
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 0 3.557 0
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 0 228
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 0 13.268
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 913
Gesamtergebnis 0 0 0 14.181
Stand am 31. Dezember 2017 0 38.200 146.719 41.843

scroll

SONSTIGE RÜCKLAGEN
(IN T€) WÄHRUNGSDIFFERENZEN HEDGING RESERVE MINDERHEITS-BETEILIGUNGEN SUMME EIGENKAPITAL
--- --- --- --- ---
Stand am 1. Januar 2017 5.548 28 0 65.291
Umstrukturierung
Kapitalerhöhung aus Börsengang 0 0 0 150.500
Transaktionskosten aus Börsengang 0 0 0 -1.419
Effekt aus aktienbasierter Vergütung 0 0 0 3.557
Änderungen Konsolidierungskreis 0 0 710 938
Gesamtergebnis
Jahresergebnis 0 0 276 13.544
Sonstiges Ergebnis -2.966 100 -6 -1.959
Gesamtergebnis -2.966 100 270 11.585
Stand am 31. Dezember 2017 2.582 128 980 230.452

Das gezeichnete Kapital der VARTA AG betrug vor Börsengang 29.600.000 Aktien und nach Börsengang 38.200.000 Aktien. Der Anteil neuer Aktien entspricht somit 22,5%. Die gesamten Aufwendungen des Börsengangs werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, da diese Aufwendungen nur mit den neuen Aktien im Zusammenhang stehen.

Die im direkten Zusammenhang entstandenen Aufwendungen für den Börsengang in Höhe von T€ 1.419 werden nach den Regelungen des IAS 32.37 folgend ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung ergebnisneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Kapitalerhöhung wurde am 18. Oktober 2017 ins Handelsregister eingetragen und die erstmalige Notierung der Aktien erfolgte am 19. Oktober 2017.

Im Eigenkapital wurden für das laufende Geschäftsjahr insgesamt T€ 3.557 als aktienbasierte Vergütung erfasst. Diese aktienbasierten Vergütungskomponenten wurden von der Muttergesellschaft VGG GmbH (Wien) ausgegeben. Die Gewährung von Barausgleichszahlungen oder Optionen zum Erwerb von VARTA Stammaktien erfolgte hier über die VGG (Wien) (vgl. 1 "Allgemeine Informationen").

Am 29. Juni 2017 wurden Anteile an der Auditas GmbH einschließlich ihrer US-amerikanischen Tochtergesellschaft von der VARTA AG erworben. Durch die vertragliche Ausgestaltung des Kaufvertrags findet eine Vollkonsolidierung statt. Da nur 25,1% der Anteile erworben werden, findet hier ein Minderheitenausweis statt.

Der Minderheitenausweis betrifft 74,9% an der Auditas GmbH und der Auditas Inc, Ridgefield (USA). Der auf die Minderheiten entfallende Teil am Ergebnis beträgt T€ 276. Das Nettovermögen der beiden Gesellschaften beträgt T€ 1.308, wovon T€ 980 als Minderheiten auszuweisen sind (74,9%).

19 ERGEBNIS JE AKTIE

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie* basiert auf dem den Aktionären zurechenbaren Gewinn und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Aktien. Verwässerungseffekte, z.B. ausgelöst durch die Ausgabe neuer Aktien, welche separat ausgewiesen werden müssen, hat es in den Berichtsperioden nicht gegeben.

scroll

2017 2016
Ergebnis, den Aktionären zurechenbar in T€ 11.315 8.933
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien (TStk) 31.320 15.092
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,36 0,59
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,36 0,59

* Das Ergebnis je Aktie stellt die Aktien der VARTA AG dar

Die Anzahl der Aktien hat sich in 2016 und 2017 wie folgt entwickelt:

scroll

ANZAHL DER AKTIEN
01. Jan. 2016 100.000
31. Dez. 2016 29.600.000
31. Dez. 2017 38.200.000

Die Aktien sind nennwertlose Aktien.

20 ANDERE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 8.401 24.887
davon kurzfristig 2.201 3.129
davon Langfristig 6.200 21.758
Zusammensetzung der sonstigen Finanzverbindlichkeiten
Darlehen 0 15.758
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 8.401 9.129

Zum Bilanzstichtag besteht eine Verbindlichkeit gegenüber Gesellschaften der Montana Tech Components Gruppe in Höhe von T€ 6.200 (31. Dezember 2016: T€ 21.958).

Die VGG GmbH, Wien, hat gegenüber der VARTA Storage GmbH, Nördlingen, im Geschäftsjahr 2015 auf einen Teil ihrer Forderung in Höhe von T€ 6.000 aus einem begebenen Darlehen gegen Besserungsschein verzichtet. Weiterhin hat die VGG GmbH gegenüber der VARTA Micro AG, Ellwangen, im Geschäftsjahr 2016 auf einen weiteren Teil ihrer Forderung in Höhe von T€ 200 aus einem begebenen Darlehen gegen Besserungsschein verzichtet. Dieser Verzicht geht auf Grund der Verschmelzung der VARTA Micro AG auf die VARTA Storage GmbH auf die VARTA Storage GmbH über. Beide Besserungsscheine sehen ein Aufleben der Darlehensverbindlichkeit nebst Zinsen vor, soweit ein Mindest-Jahresüberschuss innerhalb von zehn Jahren nach Forderungsverzicht erreicht wird. Sofern der Verzichtsbetrag bis zum 31. Dezember 2025 bzw. 30. Juni 2026 nicht vollständig zurückgezahlt wird, verfällt der restliche Differenzbetrag endgültig und unwiderruflich.

Aufgrund des ausgesprochenen Forderungsverzichts wurde die ursprüngliche Darlehensverbindlichkeit in Höhe von T€ 6.200 ausgebucht und gleichzeitig eine Verpflichtung aus erwarteten Rückzahlungen aus dem Besserungsschein passiviert. Die zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verpflichtung aus dem Besserungsschein beträgt zum Bilanzstichtag T€ 6.200. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der Sachverhalt saldiert ausgewiesen, es ergeben sich somit keine Ergebnisauswirkungen. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt unter der Verwendung eines Discounted-Cash-Flow-Modells mit risikoabhängigen Zinssätzen. Die erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse basieren auf einer internen Geschäftsplanung. Da die anwendbare Kreditlinie auf unternehmensinternen Daten basiert, wird der Besserungsschein als Level 3 der Fair Value-Hierarchie klassifiziert.

Die Darlehensverbindlichkeit wird in derselben Position ausgebucht in welcher die Rückzahlungsverpflichtung aus dem Besserungsschein ausgewiesen wird. Somit wird die Vermögenslage der Gruppe nicht beeinträchtigt.

Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Im Zuge des Börsengangs erfolgte eine Rückführung der damit verbundenen Finanzierung durch die Montana Tech Components Gruppe.

Seit Dezember 2015 besteht ein Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen, woraus die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bereits bezahlten Forderungen in Höhe von T€ 1.459 (31. Dezember 2016: T€ 2.164) als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber der Bank (Faktor) ausgewiesen sind (vgl. Erläuterungen 38.2 "Finanzrisikomanagement").

Des Weiteren bestehen sonstige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 564 (31. Dezember 2016: T€ 548) gegenüber Stiftungen.

Im Konzern-Abschluss gibt es keine Verträge, die als Finanzierungsleasing qualifiziert werden.

21 RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

21.1 ZUSAMMENSETZUNG DER RÜCKSTELLUNGEN FÜR LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Summe 23.862 23.664
davon kurzfristig 1.087 983
davon Langfristig 22.775 22.681

Zusammensetzung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

scroll

Pensionen 16.872 16.926
Abfindungen 4.936 4.617
Jubiläumsgelder 553 542
Altersteilzeit 1.501 1.578

21.2 PENSIONEN

Innerhalb des Konsolidierungskreises bestehen für Teile der Arbeitnehmer sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Vorsorgepläne. Bei den beitragsorientierten Zusagen zahlen die Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen beziehungsweise auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für die Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Überwiegend basieren die Altersversorgungssysteme auf Leistungszusagen (Defined Benefit Plans), wobei zwischen rückstellungs- und extern finanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird.

Die Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Zusagen werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) durch unabhängige Aktuare ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, die Entgelt- und Rententrends, die Fluktuationsraten sowie die Lebenserwartungen berücksichtigt, die für jede Konzerngesellschaft in Abhängigkeit der ökonomischen Rahmenbedingungen ermittelt werden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den Annahmen des Vorjahres. Diese werden in der Periode ihrer Entstehung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Diese Vorsorgepläne erbringen Leistungen im Falle von Alter, Tod und Invalidität. Leistungsorientierte Versorgungszusagen bestehen in Deutschland und Singapur, wobei der wesentlichste Plan in Deutschland besteht. Es bestehen nur für einen geringen Anteil der Verpflichtungen Planvermögen.

Im Geschäftsjahr 2017 hat die VARTA Microbattery GmbH mit der Colibri Beratungsgesellschaft mbH Fürstenfeldbruck (Deutschland) am 30.06.2017 einen Vertrag abgeschlossen, in dem die Colibri Beratungsgesellschaft mbH sich verpflichtet hat gegen Zahlung von T€ 11.500 Pensionsverpflichtungen der VARTA Microbattery GmbH im Rahmen eines Schuldbeitritts mit Erfüllungsübernahme zu übernehmen. Hierbei wurden folgende Vereinbarungen getroffen:

die Colibri Beratungsgesellschaft mbH wird für alle Pensionsansprüche der VARTA Microbattery GmbH, die zum 31. Dezember 2016 bereits erworben wurden und nach dem 1. Januar 2017 fällig werden, einstehen und
wird gegenüber der VARTA Microbattery GmbH die Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen nachkommen.

Hinsichtlich der finanziellen Vermögenswerte (T€ 11.500), die im Zusammenhang mit dem Schuldbeitritt an die Colibri Beratungsgesellschaft mbH übertragen wurden, wurden Sicherungsmaßnahmen implementiert.

Für die übernommenen Pensionsverpflichtungen lag bei der VARTA Microbattery GmbH zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses kein Planvermögen vor. Der Wert der Pensionsverpflichtung (DBO) gemäß IAS 19 zum Vertragszeitpunkt betrug T€ 15.129. In Höhe der Differenz von T€ 3.629 zwischen der Zahlungsverpflichtung und dem Wert der Pensionsverpflichtung wurde ein Erstattungsanspruch gegen die Colibri Beratungsgesellschaft mbH ergebniswirksam erfasst.

Die Zahlung von T€ 11.500 wurde in mehreren Tranchen im 3. Quartal geleistet somit besteht zum 31. Dezember 2017 nunmehr ein Erstattungsanspruch gegen die Colibri Beratungsgesellschaft mbH in Höhe von T€ 15.129 zzgl. von T€ 651 aufgrund von übernommenen Bewertungsänderungen. Sicherheiten mit unbegrenzter Laufzeit für den Erstattungsanspruch bestehen wie folgt:

eine private unwiderrufliche Garantie des Gesellschafters der Colibri Beratungsgesellschaft mbH zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtung der Colibri Beratungsgesellschaft mbH begrenzt auf einen Höchstbetrag von T€ 4.900
nachrangige Bürgschaft der VGG GmbH, Wien (Österreich) im Zusammenhang mit der vorerwähnten Garantie für den Gesellschafter der Colibri Beratungsgesellschaft mbH begrenzt auf einen Höchstbetrag von T€ 8.000, die sich um alle Zahlungen der Colibri Beratungsgesellschaft mbH reduziert
zusätzliche Bankgarantie in Höhe von T€ 4.000 für die private Garantie des Gesellschafters

Die leistungsorientierten Pläne des Konzerns weisen eine Nettoverpflichtung mit folgenden

Bestandteilen aus:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Barwert Vorsorgeverpflichtung (DBO) zum Bilanzstichtag 19.011 18.989
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -2.139 -2.063
Nettoverpflichtung (+) / Nettovermögen (-) in der Bilanz 16.872 16.926

Das Planvermögen der Wesentlichen Pensionsverpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH
Rückdeckungsversicherung 2.139 2.063
Gesamt 2.139 2.063

Für die in Deutschland ansässigen Unternehmen besteht das Planvermögen ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen, bei den Unternehmen im Ausland ist kein Planvermögen vorhanden. Durch die unterschiedliche Charakteristik in der Zusammensetzung des Planvermögens, wird das allgemeine Risiko minimiert.

Die Zahlungen, die innerhalb des nächsten Geschäftsjahres aufgrund von Pensionszusagen fällig werden, belaufen sich auf T€ 537 (2016: T€ 983). Die Duration der wesentlichen Pensionspläne beläuft sich auf einen Zeitraum von rund 20 Jahren als gewogener Durchschnitt.

Der leistungsorientierte inländische Vorsorgeplan versichert im Wesentlichen die Mitarbeiter der VARTA Microbattery GmbH sowie der VARTA Storage GmbH planmäßig gegen die Risiken Alter, Tod und Invalidität.

Die Altersleistungen werden in Form einer lebenslangen Rente ausgerichtet, die sich durch Multiplikation des im Rücktrittsalter vorhandenen Vorsorgekapitals (gebildet durch lohnabhängige Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge) mit dem reglementarischen Umwandlungssatz ergibt. Die Todesfallleistungen betragen 60% der (voraussichtlichen) Altersrente, die Invaliditätsleistungen 40% des versicherten Lohnes.

Nachfolgend werden die im Pensionsplan am Bilanzstichtag erfassten Personen der VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH dargestellt:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Aktive Mitarbeiter 822 758
Anwärter (ehemalige Mitarbeiter) 117 115
Aktuelle Pensionäre 216 197
Summe 1.155 1.070

Die Entwicklung der Vorsorgeverpflichtung sowie die Veränderungen des Planvermögens für die leistungsorientierten Vorsorgepläne stellen sich wie folgt dar:

scroll

NETTOVERPFLICHTUNG BEIZULEGENDER ZEITWERT DES PLANVERMÖGENS BARWERT DER VORSORGEVERPFLICHTUNGEN
(IN T€) 2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Beizulegender Zeitwert bzw. Barwert per 1. Januar 16.926 16.995 -2.063 -28.783 18.989 45.778
Enthalten in der Erfolgsrechnung
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 467 387 0 0 467 387
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 0 0
Zinserträge/Zinsaufwendungen 293 348 -36 -45 329 393
Planabgeltungen 0 0 0
760 735 -36 -45 796 780
Enthalten im sonstigen Ergebnis
(i) Neubewertungen:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -476 1.610 0 0 -476 1.610
-davon erfahrungsbedingte Anpassungen der Vorsorgeverpflichtung -476 1.610 0 0 -476 1.610
-davon Veränderung demografischer Annahmen der Vorsorgeverpflichtung 0 0 0 0 0 0
-davon Veränderung der finanziellen Annahmen über die Vorsorgeverpflichtung 0 0 0 0 0 0
Erträge/Aufwendungen aus Vermögenslage, ohne Zinserträge/-aufwendungen -8 7 -8 7 0 0
(ii) Währungsdifferenzen: 0 4 0 0 0 4
-484 1.621 -8 7 -476 1.614
Sonstiges
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Abspaltung Pensionen an VRT Pensionen GmbH 0 -1.789 0 26.946 -28.735
Vom Arbeitgeber direkt bezahlte Versorgungsleistungen -330 -636 0 0 -330 -636
Arbeitgeberbeiträge 0 0 0 0 0 0
Arbeitnehmerbeiträge 0 0 -57 -188 57 188
Ausbezahlte Leistungen 0 0 25 0 -25 0
-330 -2.425 -32 26.758 -298 -29.183
Beizulegender Zeitwert bzw. Barwert per 31. Dezember 16.872 16.926 -2.139 -2.063 19.011 18.989
Davon durch Rückstellungen gedeckte Versorgungsansprüche 16.448 16.470 0 0 16.448 16.470
Davon fondsfinanzierte Versorgungsansprüche 2.563 2.519 0 0 2.563 2.519

Versicherungsmathematische Annahmen

Die versicherungsmathematischen Annahmen der wesentlichen Vorsorgepläne im Geschäftsjahr 2017 VARTA Microbattery GmbH (VMB), Deutschland, und im Geschäftsjahr 2016 VMB und VARTA AG (VAG), Deutschland, stellen sich folgendermaßen dar:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Abzinsungssatz (in %) 1,89 1,75
Erwartete Gehaltssteigerungen (in %) 2,50 2,50
Erwartete Rentensteigerungen (in %) 1,50 1,50
Pensionseintrittsalter männlich (in Jahren) 65 65
Pensionseintrittsalter weiblich (in Jahren) 65 65

Die Fluktuationsrate der Arbeiter und Angestellte der VARTA Microbattery GmbH verteilt sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt:

scroll

FLUKTUATION NACH ALTER: 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Bis Alter 39 4,5% 4,5%
Bis Alter 49 0,5% 0,5%
Ab Alter 50 0% 0%

Die versicherungstechnischen Annahmen werden am Ende des jeweiligen Geschäftsjahres neu ermittelt. Die dabei festgelegten versicherungstechnischen Annahmen werden für die Ermittlung der Verbindlichkeiten zu Jahresende und der Personalvorsorgekosten des Folgejahres verwendet.

Sensitivitätsanalysen

Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2017 verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen würde die entsprechende DBO der jeweiligen Gesellschaft, unter der Annahme, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben, folgendermaßen erhöhen bzw. vermindern:

Veränderung der DBO der VMB, durch Anstieg/Rückgang der Parameter:

scroll

(IN T€) ANSTIEG RÜCKGANG
Abzinsungssatz (+/- 0,25%) -841 904
Rententrend (+/- 0,25%) 567 -540
Lebenserwartung (+/-1) 626 -629

21.3 ABFINDUNGSRÜCKSTELLUNGEN

Abfindungsrückstellungen werden für gesetzliche und vertragliche Ansprüche von Mitarbeitern in Indonesien gebildet. Abfindungszahlungen stellen im Wesentlichen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (termination benefits) dar. Die Rückstellungen werden analog zu den Pensionen nach der Projected-Unit-Credit-Method berechnet.

Die Abfindungsrückstellung setzt sich in der Konzern-Bilanz wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Barwert Abfindungsrückstellung zum Bilanzstichtag (DBO) 4.936 4.617
Verpflichtung in der Bilanz (Abfindungsrückstellung) 4.936 4.617

Die Entwicklung der Abfindungsrückstellung Lässt sich wie folgt darstellen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Barwert der Abfindungsrückstellungen per 1. Januar 4.617 3.446
Währungsdifferenzen -605 153
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 795 836
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 141 197
Ausbezahlte Leistungen -12 -15
Barwert der Abfindungsrückstellungen per 31. Dezember 4.936 4.617

Der Abfindungsaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Laufender Dienstzeitaufwand des Arbeitgebers 795 836
In der GuV erfasste Aufwendungen 795 836
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) 141 197
In der Gesamtergebnisrechnung erfasste Neubewertungen 141 197
Abfindungsaufwand der Periode 936 1.033

Die versicherungsmathematischen Annahmen, welche zur Berechnung in Indonesien herangezogen wurden, stellen sich folgendermaßen dar:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Abzinsungssatz (in %) 7,8 % 8,1 %
Erwartete Gehaltssteigerungen (in %) 11,5 % 11,5 %
Fluktuation Arbeiter/Angestellte (in %) 0,0 % 0,0 %
Pensionseintrittsalter männlich (in Jahren) 55 55
Pensionseintrittsalter weiblich (in Jahren) 55 55

22 STEUERSCHULDEN

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern in Höhe von T€ 4.724 weisen folgende Altersstruktur auf:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Ertragsteuerschulden
... betreffend 2017 2.449 0
... betreffend 2016 874 1.581
... betreffend 2015 0 587
... betreffend 2014 6 240
... älter als 2014 1.395 1.756
4.724 4.164

23 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN SOWIE ERHALTENE ANZAHLUNGEN

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen setzten sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 29.068 18.878
Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 3.222 2.416
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Gesellschaften 127 118
Anzahlungen 62 670
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.479 22.082
davon sofort fällig 9.664 3.656
davon Restlaufzeit bis 3 Monate 22.815 18.426

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Summe um T€ 10.397 gestiegen. Dies ist ausschließlich auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen.

24 SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 448 132
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 10.285 7.435
Sonstige Verbindlichkeiten 10.733 7.567

Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von T€ 7.435 auf T€ 10.285.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Zollverbindlichkeiten in Höhe von T€ 905 (31.Dezember 2016: T€ 1.168) und sonstige Steuerverbindlichkeiten in Höhe von T€ 4.869 (31. Dezember 2016: T€ 792) enthalten.

Die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 104 (31. Dezember 2016: T€ 132) enthalten, welche aus einem bestehenden Mietverhältnis resultieren.

25 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen der Geschäftsjahre 2017 und 2016 setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) BELASTENDE VERTRÄGE UND DROHVERLUSTE GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN, ETC. ENTSORGUNGS-, WIEDER-HERSTELLUNGS-& ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2017
Fälligkeit
Kurzfristig 0 2.777 11 1.468 4.256
Langfristig 0 0 0 0 0
Summe Rückstellungen 0 2.777 11 1.468 4.256
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2017
Stand 01. Jan 2017 3 2.060 13 931 3.007
Zuführung 0 2.068 0 1.009 3.077
Verbrauch -3 -749 0 -225 -977
Auflösung 0 -557 0 -133 -690
Währungsdifferenzen 0 -45 -2 -114 -161
Stand 31. Dez 2017 0 2.777 11 1.468 4.256

scroll

(IN T€) BELASTENDE VERTRÄGE UND DROHVERLUSTE GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN, ETC. ENTSORGUNGS-, WIEDERHERSTELLUNGS-& ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 2016
Fälligkeit
Kurzfristig 3 2.060 13 917 2.993
Langfristig 0 0 0 14 14
Summe Rückstellungen 3 2.060 13 931 3.007
Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2016
Stand 01. Jan 2016 33 1.719 28 913 2.693
Zuführung 0 1.149 0 294 1.443
Verbrauch 0 -817 -15 -291 -1.123
Auflösung -30 0 0 -11 -41
Währungsdifferenzen 0 9 0 26 35
Stand 31. Dez 2016 3 2.060 13 931 3.007

Belastende Verträge und Drohverluste

Die Position "Belastende Verträge und Drohverluste" beinhaltet in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 ausschließlich Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bei der VARTA Microbattery GmbH. Durch Beendigung dieser Sachverhalte konnten T€ 3 (2016: T€ 30) im Jahr 2017 aufgelöst werden.

Gewährleistungen, Garantien, etc.

Beim Verkauf von Produkten werden Produktgarantien gewährt. Hierfür werden jährlich Rückstellungen gebildet. Die Berechnung der Garantierückstellungen erfolgt prozentual vom Umsatz, wobei der Prozentsatz auf Basis von effektiven Retouren in der Vergangenheit sowie auf Basis der Schadensfälle berechnet wird und die Rückstellungen decken in der Regel eine angemessene Garantie- und Kulanzzeit ab. Die Zuführung erfolgt hierbei zum Verkaufszeitpunkt, mit dem aus der Vergangenheit abgeleiteten Prozentsatz.

Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 bestehen Entsorgungs- und Wiederherstellungsverpflichtungen in Höhe T€ 11, welche bei der VARTA Microbattery Inc. (New York, USA) gebildet wurden.

Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus einer eventuellen Resthaftung im Zuge der Abspaltung der Pensionen in Höhe von T€ 497 Außerdem bestehen Rückbauverpflichtungen in Höhe von T€ 412 (31. Dezember 2016: T€ 468), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Reise- und Bewirtungskosten T€ 93 (31. Dezember 2016: T€ 93), Rückstellungen für Provisionen in Höhe von T€ 45 (31. Dezember 2016: T€ 53) und Jahresabschlusskosten in Höhe von T€ 60 (31. Dezember 2016: T€ 70).

26 ABGEGRENZTE SCHULDEN

Die abgegrenzten Schulden umfassen folgende wesentliche Positionen:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Prämien an Mitarbeiter 3.234 3.097
Urlaubsansprüche, Überstunden und Zeitausgleich 4.135 3.058
Sonstige abgegrenzte Schulden für Personal 958 1.254
Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung 888 690
Ausstehende Rechnungen 828 539
Kundenboni, -rabatte und -skonti 5.428 4.365
Übrige abgegrenzte Schulden 1.102 1.263
Abgegrenzte Schulden 16.573 14.266

27 UMSATZERLÖSE

Durch den Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen konnten folgende Umsätze erzielt werden:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Umsatzerlöse 242.157 213.815
Davon aus Produktverkauf 238.706 206.897
Davon aus dem Verkauf von Dienstleistungen 3.451 6.918

Die Erlöse aus Produktverkäufen beinhalten weitgehend Umsatzerlöse aus "Microbatteries" und "Power & Energy" (vgl. Erläuterungen 6 "Segmentberichterstattung"). Die Umsätze aus dem Segment "Microbatteries" enthalten Umsatzerlöse aus den Produktgruppen "Healthcare" in Höhe von T€ 134.371 (2016: T€ 113.733) und "Entertainment and Industrial" in Höhe von T€ 69.332 (2016: T€ 63.618).

Die Umsatzerlöse aus Verkäufen von Dienstleistungen enthalten hauptsächlich Erlöse durch Erbringung von IT-Dienstleistungen in Höhe von T€ 862 (2016: T€ 828) und Produktdesign in Höhe von T€ 306 (2016: T€ 513). Im Vorjahr waren Erlöse in Höhe von T€ 1.682 aus Verkauf von Dienstleistungen an Forschungsinstitute enthalten.

28 VERMINDERUNG / ERHÖHUNG DER FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSE

scroll

(IN T€) 2017 2016
Veränderung der unfertigen Erzeugnisse 1.554 1.124
Veränderung der fertigen Erzeugnisse 1.591 -12.400
Erhöhung/ Verminderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 3.145 -11.276

Die Veränderungen in den fertigen und unfertigen Erzeugnissen lassen sich nicht direkt mit den aus der Konzern-Bilanz ersichtlichen Änderungen abstimmen. Dies kommt aus bestehenden Währungsdifferenzen, welche diese Positionen beeinflussen.

29 MATERIALAUFWAND

scroll

(IN T€) 2017 2016
Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Ware 87.878 68.499
Sonstige Materialaufwendungen 4.480 4.239
Materialbearbeitung und -veredelung durch Dritte 6.475 4.358
Sonstiges 1.095 1.442
Materialkosten 99.928 78.538

Die Position "Sonstiges" enthält Verbrauchsmaterial, das direkt für Fertigungs-/ Kundenaufträge beschafft und ohne Lagerung verbraucht wird. Darüber hinaus sind unter "Sonstiges" Aufwendungen für Verpackung, Zeitarbeitskräfte, Abfallentsorgung und Verpackungsmaterial enthalten.

30 PERSONALAUFWAND

Personalaufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Löhne und Gehälter 71.497 63.583
Aufwand für Abfindungen 662 172
Aufwand für gesetzliche Sozialabgaben 6.758 6.142
Pensionsaufwand 4.847 4.461
Sonstiger Personalaufwand 2.283 2.348
Summe 86.047 76.706

Die Pensionsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Beitragsorientierte Pläne 4.380 4.074
Leistungsorientierte Pläne 467 387
Summe 4.847 4.461

In "Löhne und Gehälter" ist aus der aktienbasierten Vergütung einen Personalaufwand gegen Kapitalrücklage in Höhe von T€ 3.557 enthalten, der als Sondereffekt zu verstehen ist.

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne beinhalten die Beiträge des Arbeitgebers zur deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Die gesamten Aufwendungen für diese Beiträge betrugen im Geschäftsjahr 2017 T€ 4.107 (2016: T€ 3.905). Hierbei handelt es sich um Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Zum Bilanzstichtag noch nicht berechnete bzw. noch nicht gezahlte Beiträge werden periodengerecht abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen ausgewiesen.

Der Konzern beschäftigte 2.171 Mitarbeiter am Ende des Jahres 2017 (2016: 2.036). Durchschnittlich waren im Jahr 2017 2.091 Mitarbeiter (2016: 1.993) beschäftigt. Davon betreffen 1.577 Beschäftigte Arbeiter, 496 Beschäftigte betreffen Angestellte und 18 Beschäftigte sind in einer leitenden Position.

31 ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 7.442 7.112
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 2.004 1.810
Summe Abschreibungen 9.446 8.922

32 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Sonstige betriebliche Erträge beinhalten die folgenden Positionen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Subventionen und öffentliche Zuwendungen 4.004 3.594
Erträge aus Verrechnung von Mietzins und Serviceleistungen ggü. Gemeinschaftsunternehmen 3.151 3.037
Auflösung Rückstellungen & abgegrenzte Schulden 1.071 354
Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen 0 7
Sonstiges 6.246 978
Sonstige betriebliche Erträge 14.472 7.970

Die erhaltenen öffentlichen Zuwendungen betreffen VARTA Microbattery GmbH und VARTA Storage GmbH und waren an keinerlei Bedingungen geknüpft. Diese Zuwendungen wurden für Projekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der EU-Kommission gewährt. Die öffentlichen Zuwendungen betragen im Geschäftsjahr 2017 T€ 4.004 (2016: T€ 3.594) und wurden hauptsächlich für Forschungsprojekte im Bereich Microbatterien und Energy Storage eingesetzt. Mit Entstehung der Forderung werden die Zuwendungen als sonstige betriebliche Erträge erfasst. Im Geschäftsjahr 2017 führten neue hinzugekommene Forschungsprojekte zu einem weiteren Anstieg der Erträge aus öffentlichen Zuwendungen.

Der Anstieg in der Position "Sonstiges" resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung des Erstattungsanspruchs in Höhe von T€ 3.629 im Zusammenhang mit der Vereinbarung zum Schuldbeitritt (vgl. Erläuterungen 1 "Allgemeine Informationen").

33 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Aufwendungen für den Börsengang 6.115 2.332
Miete, Leasing und Pacht 4.813 4.325
Instandhaltung 4.006 3.568
Energieaufwand 3.329 3.128
Marketing, Werbung und Repräsentationen 3.149 2.935
Ausgangsfrachten und Zölle 2.766 1.694
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 2.530 2.525
Provisionen 2.087 1.115
Gewährleistungen 2.082 816
Reisekosten 1.984 2.102
Telefon, Porto und EDV 1.627 1.856
Ingenieur- und Honorarleistungen 1.458 1.226
Lizenzen und Patentgebühren 1.202 999
Sonstige Vertriebskosten 528 512
Versicherungen 461 439
Reinigungskosten 358 318
Ausbildung und Fortbildungskosten 333 345
Beiträge und Gebühren 238 285
Aufwendungen mit nahestehenden Unternehmen 230 941
Bankgebühren / Spesen des Geldverkehrs 216 220
Kundenkreditversicherung 181 183
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 4.534 3.034
Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.227 34.898

Im Rahmen des getätigten Börsengangs wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 6.115 als "Kosten für Börsengang" erfasst, die als Sondereffekt zu verstehen sind. Bei diesen Kosten handelt es sich hauptsächlich um Rechts- und Beratungskosten, Bankgebühren und Aufwendungen für Investor Relations.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von T€ 34.898 um T€ 9.329 auf T€ 44.227 angestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus den oben dargestellten Aufwendungen für den Börsengang. Weiterhin ist der Gewährleistungsaufwand um T€ 1.266 angestiegen, da erhöhte Einzelgewährleistungsrückstellungen gebildet wurden. Ergänzend sind auch die Ausgangsfrachten und Zölle um T€ 1.072, die Provisionen um T€ 972 und die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 1.500 angestiegen.

34 ZINSERGEBNIS

scroll

(IN T€) 2017 2016
Finanzertrag 63 132
Finanzaufwand -783 -1.811
Zinsergebnis -720 -1.679

Der Zinsertrag im Jahr 2017 wurde wesentlich durch Vergabe von Krediten an nahestehende Unternehmen erzielt. Auch die Zinsaufwendungen konnten im laufenden Geschäftsjahr deutlich reduziert werden. Durch die Maßnahme des Börsengangs konnte der VARTA AG Konzern komplett umfinanziert werden und das Zinsergebnis dadurch wesentlich verbessern.

35 NETTOFINANZERGEBNIS

Die übrigen Finanzerträge und übrigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Wechselkursgewinne 687 534
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 0 421
Übriger Finanzertrag 687 955
Wechselkursverluste -889 -522
Übriger Finanzaufwand -889 -522

36 ERTRAGSTEUERAUFWENDUNGEN

Der effektive Steuersatz beträgt im Berichtsjahr 35.58% (2016: 22,06%). Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15%, der Solidaritätszuschlag darauf beträgt 5,5% und der zusammengefasste Gewerbesteuersatz liegt bei 13,21% (2016: 13,21%). Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand dargestellt:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Ergebnis vor Steuern (EBIT) 21.025 12.073
Ertragsteuersatz der Gesellschaft 29,04% 29,04%
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand -6.106 -3.506
Effekte aus unterschiedlichen Steuersätzen im Konzern 686 1.027
Anpassung auf Grund lokaler Steuersatzänderung zum Vorjahr 0 -122
Steuerfreie Erträge 140 108
Nutzung nicht aktivierter steuerlicher Verlustvorträge 22 844
Steuerlich nicht anerkannter Aufwand und Zinsen -1.514 -859
Steueraufwand / Steuerertrag wegen Betriebsprüfungen -580 -1.226
Sonstiges -129 1.071
Ertragsteueraufwand -7.481 -2.663

Der Ertragsteueraufwand beinhaltet laufende Steuern in Höhe von T€ 5.428 (2016: T€ 4.062) und latente Steueraufwendungen in Höhe von T€ -1.473 (2016: T€ 1.399), welche ausschließlich aus temporären Differenzen resultieren.

Auf Grund der zum 1. Juli 2016 im Konzern abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge besteht zum Bilanzstichtag eine ertragsteuerliche Organschaft mit der VARTA Microbattery GmbH, Ellwangen, Deutschland und VARTA Storage GmbH, Nördlingen, Deutschland als Organgesellschaften und der VARTA AG, Ellwangen, Deutschland, als Organträgerin.

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind T€ -42 (2016: T€ -46) Ertragsteuereffekte aus den Cash Flow-Hedges enthalten. Die Einkommensteuer auf die Neubewertung von leistungsorientierten Plänen nach IAS 19 beträgt T€ -381 (2016: T€ 550). Beide Posten sind im sonstigen Ergebnis erfasst.

Im Konzern sind folgende nicht aktivierte und nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge aus der Körperschaftsteuer enthalten:

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Verfallsdatum:
Im kommenden Wirtschaftsjahr -innerhalb 1 Jahres 0 1.553
Kein Verfall 3.284 3.284
Anrechenbare steuerliche Verlustvorträge am 31. Dezember 3.284 4.837

Für Verlustvorträge in Höhe von T€ 3.284 (2016: T€ 4.837) wurden keine latenten Steuern aktiviert. In den betreffenden Gesellschaften ist die Wahrscheinlichkeit, dass zukünftige Gewinne mit den aufgelaufenen Verlustvorträgen verrechnet werden können, zum Zeitpunkt der Bilanzierung als geringbeurteilt worden.

Die Aktivierung steuerlich verwendbarer Verlustvorträge wird jährlich neu beurteilt und basiert auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen des Managements. Dabei werden diejenigen Verlustvorträge aktiviert, die innerhalb der nächsten fünf Jahre aufgrund der Ertragslage von Einzelgesellschaften oder steuerlichen Organschaften genutzt werden können. In Ländern beziehungsweise Gesellschaften, in denen eine Nutzung der Verlustvorträge nicht absehbar ist, wird somit auf eine Aktivierung verzichtet.

Im Vorjahr waren auf Grund der genannten Einschätzungen latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 441 aktiviert. Dabei wurde den länderspezifischen steuerrechtlichen Bestimmungen und Möglichkeiten Rechnung getragen.

37 KONSOLIDIERTE KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im Wesentlichen aus den nicht zahlungswirksamen Veränderungen des Erstattungsanspruchs aus dem Schuldbeitritt in Höhe von T€ -4.587 und der nicht zahlungswirksamen Effekte aus der aktienbasierten Vergütung in Höhe von T€ 3.557 (vgl. Erläuterungen 30 "Personalaufwand"). Zusätzlich sind in den nicht zahlungswirksamen Veränderungen Währungseffekte in Höhe von T€ -305 (2016: T€ 216) und aus Veränderungen der Konzern-Gesamtergebnisrechnung in Höhe von T€ 1.436 (2016: T€ -1.653) enthalten, welche direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Der Posten "Erwerb von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte" ist, aufgrund von offenen Posten, welche nicht zahlungspflichtig waren, nicht mit den Zugängen der "immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen" abstimmbar. Hauptsächlich ergibt sich der Unterschied aus Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 806 (31. Dezember 2016: T€ 11.030) und Eigenleistung in Höhe von T€ 3.517 (31. Dezember 2016: T€ 3.400). Die offenen Posten aus den Investitionen des Vorjahres wurden im Folgejahr vollständig bezahlt und in der Geldflussrechnung dem Posten "Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten" zugeordnet.

Von den dargestellten Zahlungsmittelbeständen unterliegen T€ 74 (31. Dezember 2016: T€ 74) einer Verfügungsbeschränkung.

Im Frühjahr 2017 hat die VARTA AG die Finanzierungsfunktion für den VARTA AG Konzern übernommen. In diesem Zusammenhang wurden bestehende Finanzierungen der operativen Tochtergesellschaften zurückgeführt. Anschließend hat die VARTA AG Ausleihungen an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereicht. Im Zuge des Börsengangs erfolgte eine Rückführung der damit verbundenen Finanzierung durch die Montana Tech Components Gruppe.

Im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit sind bezahlte Kosten für den Börsengang in Höhe von T€ 1.505 enthalten, welche direkt im Eigenkapital erfasst sind (vgl. Erläuterungen 18 "Eigenkapital").

38 RISIKOMANAGEMENT

38.1 INTERNES KONTROLLSYSTEM

Um die Übereinstimmung des Konzern-Abschlusses der VARTA AG mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen und um die Ordnungsmäßigkeit der Konzernberichterstattung zu gewährleisten, hat das Management der VARTA AG interne Kontroll- und Steuerungssysteme für die Finanzberichterstattung eingerichtet. Damit wird eine angemessene Sicherheit hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gewährleistet, um eine möglichst zuverlässige Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu ermöglichen.

Das Risikomanagement-System wird derzeit im Konzern noch weiter ausgebaut, um weitere geeignete Risikolimits und Kontrollen einzuführen und die Entwicklung der Risiken und die Einhaltung der Limits zu überwachen. Es soll ein zielführendes Kontrollumfeld sichergestellt werden, in dem alle Mitarbeiter ihre jeweiligen Aufgaben und Verantwortlichkeiten verstehen.

Der Prüfungsausschuss überwacht zum einen die Einhaltung der Richtlinien und Prozesse des Konzern-Risikomanagements durch den Vorstand und zum anderen die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems im Hinblick auf die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist. Der Aufbau einer internen Revision ist angestrebt, sodass regelmäßige Prüfungen durchgeführt werden können, deren Ergebnisse unmittelbar an den Prüfungsausschuss berichtet werden.

Jedem internen Kontrollsystem, wie gut auch immer konzipiert, sind Grenzen gesetzt. Daher können auch diejenigen internen Kontroll- und Steuerungssysteme, die für wirksam befunden wurden, keine vollständige Sicherheit hinsichtlich der Erstellung und Darstellung von Abschlüssen bieten.

Bei der Bilanzierung und Bewertung werden Einschätzungen und Annahmen bezüglich der Zukunft getroffen. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögen und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs darstellen, sind unter den einzelnen Positionen im Anhang dargestellt. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr aber keine Risiken identifiziert, die zu einer wesentlichen Korrektur der im Konzernabschluss dargestellten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens führen könnten.

38.2 FINANZRISIKOMANAGEMENT

Das Finanzrisikomanagement des Konzerns wurde während der dargestellten Perioden vom Management der Montana Tech Components GmbH ("MTC GmbH) und dem Management der VARTA Microbattery GmbH bzw. dem Vorstand der VARTA AG gesteuert (vgl. Erläuterungen 39 "Nahestehende Personen und Gesellschaften"). Vorrangiges Ziel für das Finanzrisikomanagement ist, die Finanzrisiken, welchen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu überwachen und effiziente Sicherungsmaßnahmen zu etablieren. Die finanziellen Risiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft sowie der Finanzierungsstruktur. Dazu zählen insbesondere das Kredit-, Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiko sowie das Marktpreisrisiko von Commodities.

Neben der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Finanzrisiken erfolgen auch die Entscheidungen über den Einsatz von Finanzinstrumenten zum Steuern dieser Risiken grundsätzlich durch das Management der MTC GmbH sowie der VARTA Microbattery GmbH und den Vorstand der VARTA AG, welche im Allgemeinen die Strategie einer geringen Risikobereitschaft verfolgen.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmaß der einzelnen Risiken sowie der Ziele, Grundsätze und Prozesse für Messung, Überwachung und Absicherung der finanziellen Risiken.

Kreditrisiko (Bonitätsrisiko)

Das Kreditrisiko entsteht im Konzern aus Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, wobei der Schwerpunkt des Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegt. Dem Ausfallsrisiko im Forderungsbereich aufgrund von Liquiditätsrisiken wird durch gezielte Maßnahmen wie laufende Bonitätsprüfung, teilweise Versicherung der Forderungen gegen Insolvenz, Vorauszahlungsvereinbarung und Mahnwesen entgegengewirkt.

Aufgrund der Konzernpolitik, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalenten weltweit als Einlagen ausschließlich bei Finanzinstitutionen mit einwandfreier erstklassiger Bonität zu investieren, ist das aus Bankguthaben entstehende Kreditrisiko ebenso begrenzt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Kreditrisiko, das sich zum Bilanzstichtag im Wesentlichen wie folgt zusammensetzt:

scroll

BUCHWERTE
(T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
--- --- ---
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138.536 12.347
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.103 15.676
Ausleihungen 444 4.425
Sonstige Vermögenswerte* 23.173 6.744
Summe finanzielle Vermögenswerte 182.256 39.192

* ohne sonstige Steuerforderungen T€ 4.992 (2016: T€ 2.248) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 684 (2016: T€ 365).

Im Geschäftsjahr 2017 bestand mit einer Bank ein Rahmenvertrag über den Verkauf von Forderungen mit einer Laufzeit bis Dezember 2017 Dieser wurde Ende 2017 um ein weiteres Jahr verlängert. Dabei werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit Eingang der entsprechenden Rechnung beim jeweiligen Schuldner unter Angabe des Zahlungsziels verkauft. Der Verkauf der Forderungen erfolgt zum Ende eines Monats. Zu diesem Zeitpunkt entscheidet die Bank im Rahmen eines Gesamtvolumens in Höhe von T€ 10.000 über die Höhe der anzukaufenden Forderungen. Die zu diesem Zeitpunkt zum Fair Value bewerteten Forderungen werden zu 90% des Fair Values an die Bank verkauft. Die im Laufe eines Monats bezahlten Forderungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Bank dargestellt (vgl. Erläuterungen 20 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten"). Zum 31. Dezember 2017 hat der Konzern Forderungen in Höhe von T€ 8.541 (31. Dezember 2016: T€ 7.836) verkauft. Im Konzern bestehen keine weiteren Risiken aus den verkauften Forderungen.

Am Bilanzstichtag waren Ausleihungen inklusive abgegrenzter Zinsen in Höhe von T€ 0 (31. Dezember 2016: T€ 2.815) an nahestehende Unternehmen (vgl. Erläuterungen 39 "Nahestehende Personen und Gesellschaften") sowie T€ 444 (31. Dezember 2016: T€ 1.610) an Dritte gewährt.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 betreffen die sonstigen Vermögenswerte im Wesentlichen den Erstattungsanspruch aus dem zum 30. Juni 2017 getätigten Schuldbeitritt in Höhe von T€ 15.780 (vgl. 1 "Allgemeine Informationen") und Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von T€ 5.304 sowie Forderungen aus Kautionen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von T€ 750.

Bei der Berechnung des Kreditrisikos wird von Bruttobuchwerten abzüglich der Wertberichtigungen, die gemäß IAS 39 erfasst wurden, ausgegangen. Erhaltene Sicherheiten oder andere Bonitätsverbesserungen werden dabei nicht berücksichtigt.

Das maximale Kreditrisiko ist als gering einzustufen, da das im Grundgeschäft immanente Ausfallsrisiko mit Geschäftspartnern durch Kreditversicherungen in Höhe von T€ 10.867 (31. Dezember 2016: T€ 11.156) teilweise abgedeckt wird. Die anzuwendenden Kriterien zur Bonitätsbeurteilung sind in den Verträgen mit Kreditversicherern sowie in internen Richtlinien festgelegt. Zudem ist das Kreditrisiko nicht konzentriert, da die Kundenbasis des Konzerns aus einer Vielzahl von Kunden besteht.

Offene Forderungen zum Bilanzstichtag müssen unabhängig ihrer Fälligkeiten den Kriterien der Risikobeurteilung des Konzerns standhalten. Grundsätzlich weisen finanzielle Vermögenswerte kein Ausfallsrisiko auf, wenn diese zum Stichtag basierend auf der Erfahrung der Vergangenheit und Prüfung der Bonitätswürdigkeit als "voll einbringlich" eingestuft werden können. Solche Forderungen werden nicht wertberichtigt. Es gibt keine finanziellen Vermögenswerte, für die Konditionen nachverhandelt wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertberichtigung lassen sich wie folgt darstellen:

scroll

(T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.598 16.347
Wertberichtigungen -495 -671
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -netto 20.103 15.676

Die Wahrscheinlichkeit künftiger Forderungsausfälle ist als gering einzustufen.

Die gesamten Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigen folgende Entwicklung:

scroll

(T€) 2017 2016
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 671 617
Zuführung 94 199
Verbrauch 0 -19
Auflösung -219 -143
Währungsdifferenzen -51 17
Summe Wertberichtigungen 495 671

Eine 100%-ige Wertberichtigung der Forderungen wird vorgenommen sobald eine Uneinbringlichkeit bekannt oder eine Forderung über 501 Tage überfällig ist. Für überfällige Forderungen zwischen 180 und 500 Tagen wird nach folgender Stafflung eine Wertberichtigung gebucht:

> 180 Tage: 25% Wertberichtigung
> 270 Tage: 50% Wertberichtigung
> 360 Tage: 75% Wertberichtigung

Um den Erfahrungen aus Vorjahren Rechnung zu tragen wurden die wesentlichen offenen Forderungen, bereinigt um die Versicherten, bereits Wertberichtigten und Forderungen von öffentlichen Auftraggebern, jährlich durch eine pauschale Wertberichtigung bereinigt dargestellt. Der angesetzte Wertberichtigungssatz berechnet sich jährlich aus einem 5-Jahresdurchschnitt der Relation von offenen Forderungen und Forderungsausfällen.

Die Wahrscheinlichkeit von künftigen Zahlungseingängen auf bereits wertberichtigten Forderungen wurde zum Zeitpunkt der Bilanzierung als gering beurteilt.

Die folgende Abbildung legt die Informationen zu den überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen offen:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
(T€) BUCHWERT VOR WERTBERICHTIGUNGEN WERTBERICHTIGUNGEN NETTO BUCHWERT VOR WERTBERICHTIGUNGEN WERTBERICHTIGUNGEN NETTO
--- --- --- --- --- --- ---
0 bis 10 Tage überfällig 1.798 -33 1.765 1.271 -45 1.226
11 bis 30 Tage überfällig 2.953 -6 2.947 396 -11 385
31 bis 60 Tage überfällig 814 -46 768 29 0 29
61 bis 180 Tage überfällig 0 0 0 241 -35 206
181 bis 360 Tage überfällig 127 -61 66 197 -140 57
Mehr als 360 Tage überfällig 201 -200 1 260 -260 0
Summe Konzern 5.893 -346 5.547 2.394 -491 1.903

Bei den überfälligen Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich in erster Linie um Forderungen aus langjährig bestehenden Kundenbeziehungen. Aufgrund von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit erwartet der Konzern keine wesentlichen Ausfälle.

Liquiditätsrisiko

Die Sicherung der Liquidität wird laufend durch das Treasury der MTC GmbH, VARTA AG und der VARTA Microbattery GmbH überwacht. Die Steuerung reicht vom ständigen Vergleich der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsflüsse bis zur Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die wesentlichen Liquiditätsrisiken bestehen in allgemeinen Wirtschaftsrisiken, im Ausfall von Kundenzahlungen und Wechselkursrisiken.

Nachfolgend werden die nicht diskontierten vertraglichen Fälligkeiten der nicht-derivativen und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es bestehen im Zeitablauf keine Änderungen des Ausfallrisikos der finanziellen Verbindlichkeiten. Die Tabelle enthält sowohl Zins- als auch Tilgungszahlungen:

31. Dezember 2017

scroll

(T€) BUCHWERTE VERTRAGLICHE CASH FLOWS SOFORT BIS 3 MONATE 3 BIS 12 MONATE 1 BIS 5 JAHRE MEHR ALS 5 JAHRE
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Finanzverbindlichkeiten* 8.223 8.240 0 1.463 577 0 6.200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen** 32.417 32.417 9.664 22.753 0 0 0
Abgegrenzte Schulden*** 8.072 8.072 0 0 8.072 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten**** 5.609 5.609 972 4.533 0 104 0
Summe nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 54.321 54.338 10.636 28.749 8.649 104 6.200

* Ohne derivative Finanzinstrumente T€ 178; inklusive einem Forderungsverzicht in Höhe von T€ 6.200 mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als 5 Jahren, welcher auf Grund bestimmten Umständen früher zurückbezahlt werden kann. (vgl. Erläuterungen 20 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten")

** Ohne kurzfristige erhaltene Anzahlungen T€ 62 (Lieferverbindlichkeiten > 1 Jahr sind in der Bilanz in den sonstigen Langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen)

*** Ohne abgegrenzte Schulden für Leistungen an Mitarbeiter € 8.501

**** Ohne passive Rechnungsabgrenzungen T€ 23, sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 4.869 und im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 232

scroll

(T€) BUCHWERTE VERTRAGLICHE CASH FLOWS SOFORT BIS 3 MONATE 3 BIS 12 MONATE 1 BIS 5 JAHRE MEHR ALS 5 JAHRE
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte (Cash Flows Hedge) 178 16.340 0 16.340 0 0 0
Summe derivative finanzielle Verbindlichkeiten 178 16.340 0 16.340 0 0 0
Summe Konzern 54.499 70.678 10.636 45.089 8.649 104 6.200

31. Dezember 2016

scroll

(T€) BUCHWERTE VERTRAGLICHE CASH FLOWS SOFORT BIS 3 MONATE 3 BIS 12 MONATE 1 BIS 5 JAHRE MEHR ALS 5 JAHRE
Nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige Finanzverbindlichkeiten* 24.669 25.609 0 2.164 754 16.491 6.200
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen** 21.411 21.344 3.656 17.688 0 0 0
Abgegrenzte Schulden*** 6.698 6.698 0 0 6.698 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten**** 6.456 6.456 112 4.876 1.468 0 0
Summe nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten 59.234 60.107 3.768 24.728 8.920 16.491 6.200

* Ohne derivative Finanzinstrumente T€ 218; inklusive einem Forderungsverzicht in Höhe von T€ 6.200 mit einer erwarteten Laufzeit von mehr als 5 Jahren, welcher auf Grund bestimmten Umständen früher zurückbezahlt werden kann. (vgl. Erläuterungen 20 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten")

** Ohne kurzfristige erhaltene Anzahlungen T€ 671 (Lieferverbindlichkeiten > 1 Jahr sind in der Bilanz in den sonstigen Langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen)

*** Ohne abgegrenzte Schulden für Leistungen an Mitarbeiter T€ 7.568

**** Ohne passive Rechnungsabgrenzungen T€ 143, Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 968

scroll

(T€) BUCHWERTE VERTRAGLICHE CASH FLOWS SOFORT BIS 3 MONATE 3 BIS 12 MONATE 1 BIS 5 JAHRE MEHR ALS 5 JAHRE
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte (Cash Flows Hedge) 217 16.034 0 16.034 0 0 0
Summe derivative finanzielle Verbindlichkeiten 217 16.034 0 16.034 0 0 0
Summe Konzern 59.459 76.141 3.768 40.762 8.920 16.491 6.200

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet das Währungs-, Rohstoff- und Zinsrisiko, welche nachfolgend näher erläutert werden.

Rohstoffrisiko

Der Konzern kauft Rohstoffe in unterschiedlichen Mengen und diese unterliegen einem Preisänderungsrisiko. Durch die Analyse der geplanten Rohstoffmengen werden die wesentlichen Rohstoffe bestimmt und durch Rohstoff-SWAPs abgesichert. Das verbleibende Rohstoffrisiko wird für den Konzern als gering eingeschätzt.

Währungsrisiko

Der Konzern wickelt ihre Warenein- und -verkäufe basierend auf der funktionalen Währung der drei Regionen überwiegend in Euro (Europa) und US Dollar (USA, Asien) ab. Währungsrisiken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen, bestehen nur in sehr geringem Ausmaß, da die anfallenden Ausgangsrechnungen bei Auslandsgesellschaften zum Großteil in der jeweiligen lokalen Währung fakturiert werden. Ebenso werden Einkäufe vom Vorratsbestand und/oder von Dienstleistungen hauptsächlich in der lokalen Währung der Tochtergesellschaften getätigt.

Zum Bilanzstichtag sind die verzinslichen Verbindlichkeiten überwiegend in Euro und US-Dollar ausgewiesen, welche den funktionalen Währungen der jeweiligen Konzerngesellschaften entsprechen, sodass auch diesbezüglich nach Einschätzung des Konzerns kein wesentliches Währungsrisiko besteht.

Die nachfolgende Abbildung zeigt finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten je nach Währungspaar, bei denen die Währung von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft, welche diese Finanzinstrumente hält, abweicht.

scroll

(T€) 31. DEZEMBER 2017 EUR/USD 31. DEZEMBER 2016 EUR/USD
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.965 3.281
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.179 1.844
Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen 11.280 8.797
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 151 1.420
Darlehen von nahestehenden Unternehmen 16.176 15.843
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 3.107 3.532
Summe Währungsexposure brutto 1.990 -6.873
Devisentermingeschäfte 16.176 15.843
Summe Währungsexposure netto 18.166 8.970

Sensitivitätsanalyse

Eine Veränderung der folgenden funktionalen Währung gegenüber der Fremdwährung aus dem Währungspaar in Höhe von der unten angeführten Prozentpunkte hätte das Ergebnis des Konzernabschlusses um die untenstehenden Beträge per 31. Dezember erhöht (gemindert). Im Rahmen dieser Analyse werden die übrigen Variablen, insbesondere die Zinssätze, konstant gehalten.

scroll

(T€) GEWINN (+) / VERLUST (-)
31. Dezember 2017
EUR/USD +/- 6,9% -840 951

scroll

(T€) GEWINN (+) / VERLUST (-)
31. Dezember 2016
EUR/USD +/- 8,7% -474 645

Die Volatilität für die einzelnen relevanten Währungspaare wurde mit historischen Daten für die letzten 250 Kurstage (vor dem jeweiligen Stichtag) berechnet. Auf Basis der täglichen Wechselkursentwicklung (Veränderung aktueller Kurse gegenüber Vortag) wurde durch Hochskalieren dieser Tagesvolatilitäten die dargelegte Jahresvolatilität ermittelt.

Die Sensitivitätsanalyse zeigte, dass sich keine wesentlichen Effekte auf das Eigenkapital des Konzerns aus den Währungspaaren ergeben hätten.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in Veränderungen der zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes und in ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwertes, de facto, dass sich der Marktwert eines Finanzinstrumentes aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert.

Der Konzern ist Zinsrisiken ausgesetzt, welche sich aus der Aufnahme und der Anlage von Finanzmitteln zu fixen und variablen Zinssätzen ergeben, wobei sich der Konzern zum überwiegenden Teil aus fest verzinslichen Darlehen gegenüber nahestehenden Personen finanziert.

Zum Bilanzstichtag bestehen folgende verzinsliche Finanzinstrumente:

scroll

BUCHWERTE
(T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
--- --- ---
Fest verzinsliche Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte* 530 4.507
Finanzielle Verbindlichkeiten** 8.223 9.911
Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten
Finanzielle Vermögenswerte* 138.524 12.265
Finanzielle Verbindlichkeiten** 0 14.758

* enthalten Bankguthaben und Festgelder sowie Ausleihungen

** enthalten sonstige Finanzverbindlichkeiten, ohne derivative Finanzinstrumente T€ 178

Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Finanzinstrumente

Im Konzern sind weder finanzielle Vermögenswerte (Festgelder) noch finanzielle Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten), die fix verzinslich sind, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung dieser Finanzinstrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Eine Erhöhung der Zinssätze hätte somit keinen Einfluss auf das Konzernergebnis.

Sensitivitätsanalyse für variable verzinsliche Finanzinstrumente

Eine Zinssatzerhöhung um einen Prozentpunkt hätte -unter Berücksichtigung der Absicherung variabel verzinslicher Finanzinstrumente durch fixe Zinsen -das Konzernergebnis um T€ 981 erhöht (2016: um T€ 18 reduziert). Eine Reduktion des Zinssatzes von einem Prozentpunkt hätte eine Reduktion des Konzernergebnisses um T€ 981 (2016: Erhöhung um T€ 18) zur Folge. Dabei wurde auch ein mögliches Sinken der Zinssätze unter 0% berücksichtigt. Im Rahmen dieser Analyse wird angenommen, dass alle übrigen Variablen, insbesondere Fremdwährungseffekte, konstant bleiben.

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente im Wesentlichen zur Reduzierung der Risiken aus Änderungen von Wechsel- und Rohstoffkursen ein. Dabei kommen Devisentermingeschäfte und Commoditiesswaps zur Reduktion der kurzfristigen Auswirkungen von Wechselkurs- und Rohstoffkursschwankungen zur Anwendung. Alle diesbezüglichen Vertragspartner sind namhafte internationale Finanzinstitute, mit denen der Konzern in laufenden Geschäftsbeziehungen steht. Dementsprechend betrachtet der Konzern das Risiko der Nichterfüllung durch einen Vertragspartner und damit das Risiko diesbezüglicher Verluste als gering. Die Verluste der dargestellten derivative Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 T€ 1.829 (31. Dezember 2016: Gewinn T€ 334)

Die Derivate werden im Rahmen des deutschen Rahmenvertrags für finanzielle Derivatgeschäfte abgeschlossen, welcher eine Verrechnung von ausstehenden Positionen ermöglicht. Der zugrundeliegende Vertrag entspricht nicht den Kriterien des IAS 39.32 um eine Verrechnung durchzuführen. Unter bestimmten Voraussetzungen, wie zum Beispiel einem Verzug oder einer Insolvenz eines Vertragspartners, besteht trotzdem ein rechtskräftiges Recht zur Verrechnung von ausstehenden Geschäften. Zum Bilanzstichtag wurden keine Verrechnungen in den finanziellen Posten vorgenommen. Damit entspricht der potenziell verrechnete Betrag, welcher unter einem Rahmenvertrag möglich wäre, dem ausgewiesenen Bruttobuchwert der Derivate.

Folgende Tabelle zeigt den Bestand an derivativen Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag:

31. Dezember 2017

scroll

WÄHRUNG NOMINALER BETRAG (IN TAUSEND ORIGINALWÄHRUNG) FAIR VALUE (IN T€) DAVON ERFOLGSNEUTRAL LAUFZEIT
Devisentermingeschäft USD 19.400 -178 0 bis 1 Jahr
Devisentermingeschäft USD 444 142 142 bis 1 Jahr
Summe Konzern -36 142

31. Dezember 2016

scroll

WÄHRUNG NOMINALER BETRAG (IN TAUSEND ORIGINALWÄHRUNG) FAIR VALUE (IN T€) DAVON ERFOLGSNEUTRAL LAUFZEIT
Devisentermingeschäft USD 16.700 -218 0 bis 1 Jahr
Summe Konzern -218 0

Im Geschäftsjahr 2017 wurden T€ 142 (2016: T€ -161) von der Gesamtergebnisrechnung in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Die Liquiditätsanalyse der derivativen Finanzinstrumente wurde bereits im obigen Teil dieses Kapitels, unter "Liquiditätsrisiko" dargestellt.

Kategorien von Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach Kategorien dargestellt. Im Bereich der derivativen Finanzinstrumente unterscheiden sich die Buchwerte von den beizulegenden Zeitwerten, im Fall der übrigen Finanzinstrumente entspricht der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

scroll

(IN T€) 2017 STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente - Aktiva 142 0 142 0
Derivative Finanzinstrumente - Passiva -178 0 -178 0
Summe -36 0 -36 0

scroll

(IN T€) 2016 STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3
Als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente - Passiva -218 0 -218 0
Summe -218 0 -218 0

scroll

(IN T€) 31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
Derivative Finanzinstrumente 142 0
Derivative Finanzverbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 142 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 138.536 12.347
Ausleihungen 444 4.425
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.103 15.676
Sonstige Vermögenswerte* 23.173 6.744
Ausleihungen und Forderungen 182.256 39.192
Summe finanzielle Vermögenswerte 181.398 39.192
Derivative Finanzinstrumente 178 218
Derivative Finanzverbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet 178 218
Sonstige Finanzverbindlichkeiten** 8.223 24.669
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen*** 32.417 21.411
Abgegrenzte Schulden**** 8.072 6.698
Sonstige Verbindlichkeiten***** 5.609 6.456
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet 54.321 59.234
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 54.499 59.451

* ohne sonstige Steuerforderungen T€ 4.992 (31. Dezember 2016: T€ 2.248) und aktive Rechnungsabgrenzungsposten T€ 684 (31. Dezember 2016: T€ 365)

** ohne derivative Finanzinstrumente T€ 178 (31. Dezember 2016: T€ 218)

*** ohne erhaltene Anzahlungen T€ 62 (31. Dezember 2016: T€ 671);

**** Ohne abgegrenzte Schulden für Leistungen an Mitarbeiter T€ 8.501 (31. Dezember 2016: T€ 7.568)

***** Ohne passive Rechnungsabgrenzungen T€ 23 (31. Dezember 2016: T€ 143), sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern T€ 4.869 und im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 232 (31. Dezember 2016: T€ 968)

Berechnung des beizulegenden Zeitwerts:

Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte (IFRS 13.9).

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden
Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten Lassen
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Zum Bilanzstichtag weist der Konzern ausschließlich Finanzinstrumente, welche mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, der Stufe 2 und Stufe 3 aus.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement des Konzerns wurde in den Berichtsperioden zentral durch die MTC GmbH, VARTA AG und VARTA Microbattery GmbH durchgeführt. Überlegungen hinsichtlich der Anforderungen in Bezug auf das Eigenkapital richten sich nach den Anforderungen der Montana Tech Components Gruppe.

39 NAHESTEHENDE PERSONEN UND GESELLSCHAFTEN

Folgende Personen und Gesellschaften wurden als nahestehende Personen und Gesellschaften für die Berichtsperioden 2017 und 2016 identifiziert:

MTC als oberstes Mutterunternehmen und alle Unternehmen, welche direkt oder indirekt von MTC kontrolliert, gemeinsam kontrolliert oder wesentlich beeinflusst werden;
Alle Unternehmen welche direkt oder indirekt von Mitgliedern des Managements kontrolliert, gemeinsam kontrolliert oder wesentlich beeinflusst werden;
DDr. Michael Tojner als oberste Kontrollinstanz und alle Unternehmen, welche direkt oder indirekt durch DDr. Michael Tojner kontrolliert, gemeinsam kontrolliert oder wesentlich beeinflusst werden.
Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der VARTA AG und deren Familienangehörige;

Die Transaktionen mit nahestehenden Personen des Konzerns werden in folgenden Kategorien dargestellt:

Nahestehende Unternehmen:

Gesellschaften, die von MTC kontrolliert, gemeinsam kontrolliert oder wesentlich beeinflusst werden, und MTC selbst (im Folgenden "MTC-Gesellschaften");
Gesellschaften, die von DDr. Michael Tojner kontrolliert oder wesentlich beeinflusst werden (im Folgenden "DDr Tojner Gesellschaften");
Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns;
Gesellschaften mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht;

Nahestehende Personen:

Personen, die direkt oder indirekt die Befugnis und die Verantwortung für die Planung, Leitung und Kontrolle der Aktivitäten des Konzerns verfügen, einschließlich eines Geschäftsführers des Konzerns (Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder)

39.1 NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN

Im dargestellten Konzern-Abschluss sind die Verkäufe und der Erwerb von Vermögenswerten und Dienstleistungen von und an nahestehenden Unternehmen enthalten:

scroll

2017 2016
(IN T€) TRANSAKTIONSVOLUMEN TRANSAKTIONSVOLUMEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONEN UMSATZERLÖSE AUS PRODUKTVERKAUF UND SERVICES KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN UMSATZERLÖSE AUS PRODUKTVERKAUF UND SERVICES KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN
--- --- --- --- ---
Transaktionen mit MTC-Gesellschaften 1.002 230 1.012 941
Transaktionen mit DDr. Tojner Gesellschaften 22 2.010 41 1.853
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen 3.896 1.577 4.693 2.775
Transaktionen mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4 419 9 2
Summe 4.924 4.236 5.755 5.571

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 sind folgende Forderungen und Verbindlichkeiten ausstehend:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
(IN T€) AUSSTEHENDE POSITIONEN AUSSTEHENDE POSITIONEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN
--- --- --- --- ---
Transaktionen mit MTC-Gesellschaften 101 127 2.914 15.887
Transaktionen mit DDr. Tojner Gesellschaften 0 0 1.030 548
Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen 268 442 27 237
Transaktionen mit Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 14 8 0
Summe 370 583 3.979 16.672

Es besteht weiterhin eine finanzielle Verbindlichkeit gegenüber MTC-Gesellschaften aus dem Besserungsschein (vgl. Erläuterungen 20 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten") in Höhe von T€ 6.200 (2016: T€ 6.200).

Die ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten sind ungesichert.

Transaktionen mit MTC-Gesellschaften

Folgende Transaktionen wurden im vorliegenden Geschäftsjahr mit MTC-Gesellschaften getätigt:

scroll

2017 2016
(IN T€) TRANSAKTIONSVOLUMEN TRANSAKTIONSVOLUMEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONEN UMSATZERLÖSE AUS PRODUKTVERKAUF UND SERVICES KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN UMSATZERLÖSE AUS PRODUKTVERKAUF UND SERVICES KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN
--- --- --- --- ---
Dienstleistungen 1.002 230 1.012 793
Lizenzen / Marken 0 0 0 148
Summe 1.002 230 1.012 941

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Dienstleistungen und Lizenzen / Marken wurden im Vergleich zum Vorjahr in Summe um T€ 148 reduziert. Dies resultiert aus der Kündigungen der Marken-, Lizenz-, und Servicevereinbarungen zum 30. Juni 2016 mit MTC-Gesellschaften.

Die ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen MTC-Gesellschaften weisen per 31. Dezember 2017 folgende Positionen aus:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
(IN T€) AUSSTEHENDE POSITIONEN AUSSTEHENDE POSITIONEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN
--- --- --- --- ---
Services 101 127 99 78
Lizenzen und Marken 0 0 0 40
Darlehen inklusive Zinsen 0 0 2.815 15.769
Summe 101 127 2.914 15.877

Durch die beschriebene Kündigung der Marken-, Lizenz-, und Servicevereinbarungen konnten auch die daraus resultierenden Verbindlichkeiten reduziert werden.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Darlehensrückzahlung durch die Mittelzuflüsse aus dem Börsengang. Dadurch bestanden zum Bilanzstichtag keine ausstehenden Darlehensforderungen mehr.

Transaktionen mit DDr. Tojner Gesellschaften

Im Rahmen der Sale & Lease Back Transaktion im Jahr 2015, mit einer durch DDr. Michael Tojner beherrschten Gesellschaft (vgl. Erläuterungen 10 "Leasing"), sind aus der Rückmiete der Grundstücke und Gebäude im Geschäftsjahr 2017 T€ 1.500 Mietaufwendungen (im Vorjahr: T€ 1.500) und T€ 57 aus anderen Weiterbelastungen angefallen:

scroll

(IN T€) TRANSAKTIONSVOLUMEN 2017 TRANSAKTIONSVOLUMEN 2016
TRANSAKTIONSART VERKAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN VERKAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN
--- --- --- --- ---
Dienstleistungen 22 2.010 41 1.853
Summe 22 2.010 41 1.853

Zum Bilanzstichtag sind folgenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Transaktionen zum Bilanzstichtag in der Konzern-Rechnung offen:

scroll

31. DEZEMBER 2017 31. DEZEMBER 2016
(IN T€) AUSSTEHENDE POSITIONEN AUSSTEHENDE POSITIONEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN FORDERUNGEN VERBINDLICHKEITEN
--- --- --- --- ---
Darlehen inklusive Zinsen 0 564 0 548
Dienstleistungen 0 0 5 0
Summe 0 564 5 548

Die von DDr. Tojner Gesellschaften erhaltenen Darlehen haben keine bestimmte Laufzeit. Der Zinssatz beträgt 3 % (2016: 3,37%).

Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen

In dem Berichtszeitraum gab es im Wesentlichen das Gemeinschaftsunternehmen VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co.KG. Die Transaktionen mit dem Gemeinschaftsunternehmen beinhalten die folgenden Posten:

scroll

2017 2016
(IN T€) TRANSAKTIONSVOLUMEN TRANSAKTIONSVOLUMEN
--- --- --- --- ---
TRANSAKTIONSART VERKAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN VERKAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN KAUF VON WAREN UND DIENSTLEISTUNGEN
--- --- --- --- ---
Personalbereitstellung 3.143 16 3.613 1
Dienstleistungen 47 484 41 1.273
Mieterlöse 403 0 475 0
Sonstige 303 1.077 564 1.501
Summe 3.896 1.577 4.693 2.775

Neben der operativen Geschäftstätigkeit fanden keine Transaktionen mit Gemeinschaftsunternehmen in 2017 statt.

In den sonstigen Käufen in Höhe von T€ 1.077 (2016: T€ 1.501) sind Anlagenverkäufe in Höhe von T€ 213 (2016: T€ 1.501) enthalten. Das weitere Transaktionsvolumen in Höhe von T€ 864 ergibt sich aus dem operativen Geschäft.

Transaktionen mit Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den berichteten Geschäftsjahren des Konzern-Abschluss besteht mit der VARTA Micro Innovation GmbH ein Beteiligungsverhältnis. Im Geschäftsjahr 2017 konnte ein Transaktionsvolumen aus Materialkäufen in Höhe von T€ 118 und Service- und Patentkäufen in Höhe von T€ 301 generiert werden. Zum 31. Dezember 2017 bestehen Forderungen in Höhe von T€ 1 aus verkauften Dienstleistungen und Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 14.

39.2 NAHESTEHENDE PERSONEN

Die Führungskräfte erhielten folgende Vergütung:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 3.560 3.372
Andere Langfristige Leistungen an Arbeitnehmer 3.602 45
Führungskräftevergütung in Summe 7.162 3.417

In "Andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer" ist aus der aktienbasierten Vergütung einen Aufwand gegen Kapitalrücklage in Höhe von T€ 3.557 enthalten, der als Sondereffekt zu verstehen ist.

40 MANAGEMENT DER VARTA AG

Der Vorstand der VARTA AG setzt sich wie folgt zusammen:

Herbert Schein, Vorsitzender des Vorstandes / CEO

Weitere Mandate:

Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Dr. Michael Pistauer,

Finanzvorstand / CFO (bis 31. Januar 2018), Vorstand für M&A und Investor Relations (seit 1. Februar 2018)

Weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der Aluflexpack Novi d.o.o
Mitglied des Aufsichtsrats der Connexio alternative investment & holding AG'
Mitglied des Verwaltungsrats der Alu Menziken Extrusion AG

Steffen Munz, Finanzvorstand / CFO Seit 1. Februar 2018

Keine weiteren Mandate

Der Aufsichtsrat der VARTA AG setzt sich wie folgt zusammen:

DDr. Michael Tojner (Vorsitzender)

CEO Montana Tech Components GmbH

Weitere Mandate:

Vorsitzender Aufsichtsrat der VARTA Microbattery GmbH
Vorsitzender Aufsichtsrat der ASTA Energy Transmission Components GmbH
Mitglied des Aufsichtsrat der Universal Alloy Corporation USA
Mitglied des Aufsichtsrat der VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG
Mitglied des Aufsichtsrat der VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH
Vorsitzender Verwaltungsrat der Montana Tech Components AG
Vorsitzender Verwaltungsrat der Montana AS Beteiligungs Holding AG

Dr. Harald Sommerer (stellvertretender Vorsitzender)

CEO H.F.R.C. Private Trust

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der Kapsch Traffic Com AG

Frank Dieter Maier Pensionär

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der ASTA Elektrodraht GmbH & Co. KG
Mitglied des Aufsichtsrats der Vishay Intertechnology Inc.
Beirat der Basic Lebensmittelhandel AG
Beirat Montana Tech Components AG

Sven Quandt

Geschäftsführer der S. Qu.- Vermögensberatung GmbH & Co. KG

Keine weiteren Mandate

Dr. Franz Gugenberger

Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Hasch & Partner

Weitere Mandate

Mitglied des Aufsichtsrats der Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.

Dr. Georg Blumauer

Rechtsanwalt Inh. B-legal

Vorsitzender Aufsichtsrat der WertInvest Entertainment und Veranstaltungs AG

41 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN

scroll

(IN T€) 2017 2016
Miet- und Leasingverträge
Fällig bis 2018 / 2017 3.264 3.163
Fällig bis 2019 - 2023 / 2018 - 2022 8.596 8.825
Fällig nach 2023 / 2022 7.500 1.880
Service - bzw. Dienstleistungsverpflichtungen
Fällig bis 2018 / 2017 650 893
Fällig bis 2019 - 2023 / 2018 - 2022 1.636 1.191
Fällig nach 2023 / 2022 27 0
Bestellobligo aus genehmigten Investitionen
Fällig bis 2018 / 2017 25.019 1.521
Übrige Abnahmeverpflichtungen
Fällig bis 2018 / 2017 47.841 11.198
Fällig bis 2019 - 2023 / 2018 - 2022 0 0
Summe 94.533 28.671

Die übrigen Abnahmeverpflichtungen betreffen im Wesentlichen Aufträge und Lieferverträge, die mit verschiedenen Lieferanten zur Deckung des kurzfristen Bedarfs an Rohstoffen, Vorprodukten und halbfertigen Erzeugnissen, erstellt wurden.

Darüber hinaus ist auf die Risiken aus Altlasten hinzuweisen, die bei der VARTA AG bestehen. Die ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen nahezu sämtlich branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung, hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von T€ 20.000 mit einer Laufzeit bis 2031 zusätzlich abgesichert. Diese Risiken hat die VARTA AG bewertet und unter Berücksichtigung der vertraglichen Erstattungsansprüche keine Rückstellungen gebildet. Erst wenn diese Risiken das Deckungspotential der Käuferin und der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen können, wird die VARTA AG entsprechend belastet.

Am 30. Januar 2014 beschloss die Hauptversammlung der VARTA AG die Übertragung der Aktien der damaligen Minderheitsaktionäre auf die Mehrheitsaktionärin, die Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH (Gopla) gegen Barabfindung in Höhe von EUR 4,51 pro Aktie. Die Abfindungshöhe basierte auf einem externen Bewertungsgutachten. Der Squeeze-Out wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 12. März 2014 wirksam. Auf Gopla wurden damit 210.379 weitere Aktien übertragen. Der Gesamtabfindungsbetrag betrug EUR 948.809,29. Nach dem Squeeze-Out leiteten ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren gegen Gopla -nach Verschmelzung auf die VARTA AG gegen diese -vor dem Landgericht Stuttgart ein. Mit Beschluss vom 15. Mai 2017 hat das Landgericht Stuttgart sämtliche Anträge zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss wurde von einigen Antragstellern und deren gemeinsame Vertreter Beschwerde eingelegt. Das Landgericht Stuttgart half den Beschwerden mit Beschluss vom 21. Dezember 2017 nicht ab. Das Verfahren liegt nun beim Oberlandesgericht Stuttgart zur Entscheidung vor. Eine Indikation über den Ausgang und die Dauer des Verfahrens in zweiter Instanz ist derzeit nicht möglich, da das Oberlandesgericht bislang weder zum weiteren Gang des Verfahrens noch inhaltlich Stellung bezogen hat. Auf Basis der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

42 BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Für die im Konzern-Abschluss dargestellten Perioden wurden folgende Gesellschaften einbezogen Angabe nach § 315e Abs. 1 iVm § 313 Abs. 2 Nr. 1 - 6 HGB):

scroll

SEIT/BIS NAME DER GESELLSCHAFT SITZ LAND WÄHRUNG BETEILIGUNGSQUOTE GRUND-/ STAMMKAPITAL
seit 2012/09 VARTA AKTIENGESELLSCHAFT Ellwangen Deutschland EUR 100,00% 38.200.000
seit 2007/12 VARTA Microbattery GmbH Ellwangen Deutschland EUR 100,00% 5.000.000
seit 2012/04 VARTA Storage GmbH Nördlingen Deutschland EUR 100,00% 100.000
seit 2007/12 VARTA Microbattery Pte Ltd Singapur Singapur USD 100,00% 1.971.544
seit 2007/12 VARTA Microbattery Ltd Shanghai Shanghai China CNY 100,00% 42.142.757
seit 2007/12 PT VARTA Microbattery Indonesia Batam Indonesien USD 100,00% 249.900
seit 2014/10 VARTA Microbattery Japan K.K. Tokio Japan USD 100,00% 385.485
seit 2014/01 VARTA Microbattery S.R.L. Brasov Rumänien RON 100,00% 45.000
seit 2007/12 VARTA Microbattery Inc. Rye, NY Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00% 2.800.000
seit 2009/10 VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG* Ellwangen Deutschland EUR 50,00% 400.000
seit 2009/09 VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH* Ellwangen Deutschland EUR 50,00% 25.000
seit 2017/06 Auditas GmbH*** Nördlingen Deutschland EUR 25,10% 100.000
seit 2017/06 Auditas Inc.*** Ridgefield Vereinigte Staaten von Amerika USD 25,10% 100
seit 2017/09 Connexio alternative investment & holding AG Wien Österreich EUR 20,00% 100.000
seit 2009/08 VARTA Micro Innovation GmbH** Graz Österreich EUR 17,74% 70.000

* At-Equity Bilanzierung

** Bilanzierung zu Anschaffungswerten

*** vgl. Erläuterungen 1 "Allgemeine Informationen" und 2 "Veränderungen im Konsolidierungskreis"

43 ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH HGB

Befreiungen nach § 264 Abs. 3 HGB

Die in dem Konzernabschluss nach IFRS einbezogenen Gesellschaften VARTA Microbattery GmbH, Ellwangen, (Deutschland) und VARTA Storage GmbH, Nördlingen, (Deutschland) nehmen die Befreiungsregelungen nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Für diese Gesellschaften ist der Konzernabschluss der VARTA AG der befreiende Konzernabschluss.

Muttergesellschaft

Das gezeichnete Kapital der VARTA AG nach dem erfolgreichen Börsengang wird von der ETV Montana Tech Holding GmbH mit 1,55% und von der VGG GmbH, Wien, mit 63,04% gehalten. Die restlichen 35,41% befinden sich im Streubesitz. Oberstes Mutterunternehmen der beiden Hauptgesellschafterinnen ist die Montana Tech Components AG in Reinach, Schweiz. Der Konzernabschluss der Montana Tech Components AG kann auf der Website www.montanatechcomponents.com abgerufen werden.

Verbindlichkeiten

Der in der Position 20 "Andere finanzielle Verbindlichkeiten" beschriebene Forderungsverzicht eines nahestehenden Unternehmens in Höhe von T€ 6.200 hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Weitere wesentliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

Es bestehen keine gesicherten Konzernverbindlichkeiten.

Anzahl der Arbeitnehmer

Dazu verweisen wir auf die Erläuterungen 30 zum "Personalaufwand".

Vorstandsvergütung

Die Gesamtvergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 betrug T€ 1.612. Angaben über die Vorstandsvergütungen im Jahr 2017 sind im Vergütungsbericht dargestellt (vgl. Lagebericht). Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 wird auf die nach §285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5ff HGB und §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5ff. HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet.

Aufsichtsratvergütung

Angaben über die Aufsichtsratvergütungen im Jahr 2017 sind im Vergütungsbericht dargestellt (vgl. Lagebericht).

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Nach §314 Abs. 1 Nr. 9 HGB sind für das laufende Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorare für den Konzernabschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wie folgt aufzuschlüsseln:

scroll

(IN T€) 2017 2016
Abschlussprüfungsleistungen 332 259
Andere Bestätigungsleistungen 325 180
Steuerberatungsleistungen 252* 193
Sonstige 0 372
Summe 909 1.004

* davon betreffen Vorjahre T€ 53

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen auch Leistungen im Zusammenhang mit der prüferischen Durchsicht von Zwischenabschlüssen zum 30. Juni 2017 Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen nahezu ausschließlich Leistungen im Zusammenhang mit der Erteilung eines Comfort Letters. Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung betrieblicher Steuerklärungen, Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den gesetzlichen Dokumentationspflichten von Verrechnungspreisen sowie die steuerliche Würdigung zu Einzelsachverhalten aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der VARTA AG haben am 21. Dezember 2017 eine Erklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite unter www.varta-ag.com dauerhaft zugänglich gemacht.

44 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Im Januar 2018 wurde von der Muttergesellschaft VGG GmbH (Wien) ein Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter (MSOP) aufgelegt, wonach die begünstigten Mitarbeiter des VARTA AG Konzerns, inklusive des Vorstands, zum Bezug von Stammaktien der VARTA AG berechtigt sind. Die zugrunde gelegte Erdienungsperiode beträgt 4 Jahre und die Voraussetzung zur Ausübung ist, dass die Begünstigten im Zeitpunkt der Optionsausübung in einem ungekündigten Dienstverhältnis mit dem VARTA AG Konzern sind.

Ellwangen, 9. April 2018

VARTA Aktiengesellschaft

Chief Executive Officer Herbert Schein

Chief Financial Officer Steffen Munz

Dr. Michael Pistauer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VARTA, Aktiengesellschaft Ellwangen (Jagst)

VERMERK UBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der VARTA Aktiengesellschaft (im Folgenden VARTA AG) und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden Lagebericht) der VARTA AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Befreiender Schuldbeitritt zu den Pensionsverpflichtungen der Tochtergesellschaft VARTA Microbattery GmbH

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernanhang unter Punkt 4.9. Angaben zu den Pensionsverpflichtungen finden sich unter Punkt 21.2 im Konzernanhang.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Für die Pensionsverpflichtungen der VARTA Microbattery GmbH, einer 100 %igen Tochtergesellschaft der VARTA AG, wurde mit Vereinbarung vom 30. Juni 2017 zwischen der VARTA Microbattery GmbH und einer konzernfremden Gesellschaft, der Colibri Beratungsgesellschaft mbH, ein Schuldbeitritt mit Erfüllungsübernahme abgeschlossen. Als Gegenleistung hat die VARTA Microbattery GmbH eine Zahlung von TEUR 11.500 an die übernehmende Gesellschaft geleistet. Für den Differenzbetrag zwischen Verpflichtungsbestand und dem Übertragungsentgelt wurde ein Erstattungsanspruch gegen die Colibri Beratungsgesellschaft mbH erfolgswirksam erfasst. Der Erstattungsanspruch gegenüber der Colibri Beratungsgesellschaft mbH beträgt zum 31. Dezember 2017 insgesamt TEUR 15.780.

Die Einschätzung der Ansatzvoraussetzungen sowie der Werthaltigkeit des vertraglich vereinbarten Erstattungsanspruches ist ermessensbehaftet und erfordert eine Beurteilung der Bonität sowie der Vermögensverhältnisse des Gesellschafters der Colibri Beratungsgesellschaft mbH.

Die Colibri Beratungsgesellschaft mbH ist zudem verpflichtet, das Übertragungsentgelt in saldierungsfähiges Planvermögen nach IAS 19.8 zu strukturieren. Die Beurteilung, ob saldierungsfähiges Planvermögen vorliegt, erfordert eine ermessensbehaftete Auslegung der entsprechenden Anforderungen des IAS 19.8 unter Berücksichtigung der bestehenden Kommentarliteratur sowie berufsständischen Verlautbarungen.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Ansatzkriterien für den erfolgswirksam erfassten Erstattungsanspruch nicht vorliegen bzw. der Erstattungsanspruch nicht werthaltig ist. Zudem besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Pensionsverpflichtung mit Vermögenswerten saldiert wird, ohne dass die Anforderungen an Planvermögenswerte nach IAS 19.8 erfüllt sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Durch Einsichtnahme in die der Transaktion zugrundeliegenden vertraglichen Grundlagen haben wir uns ein Verständnis über die Transaktion verschafft. Wir haben die Anspruchsgrundlage, auf der der erfasste Erstattungsanspruch basiert, gewürdigt und die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zu den relevanten Ansatzvoraussetzungen sowie zur Werthaltigkeit des Erstattungsanspruches gewürdigt. Zur Prüfung der Werthaltigkeit des Erstattungsanspruchs gegen die Colibri Beratungsgesellschaft mbH hat uns die VARTA Microbattery GmbH ihre Bankbestätigung über das Vermögen inkl. eines Depotauszuges für die getätigten Anlagen der der Schuld beigetretenen Colibri Beratungsgesellschaft mbH zur Verfügung gestellt. Um die Werthaltigkeit des dargestellten Differenzbetrages, der durch den Gesellschafter der Colibri Beratungsgesellschaft mbH garantiert wird, abzusichern, haben wir die implementierten Sicherungsinstrumente, insbesondere. eine vorliegende Bankgarantie in Höhe von TEUR 4.000 sowie eine nachrangige Bürgschaft der VGG GmbH, Wien, auf einen Höchstbetrag von TEUR 8.000 für diesen Teil des Erstattungsanspruchs gewürdigt. Für die Beurteilung der Saldierungsfähigkeit haben wir das vorgelegte Vertragswerk gewürdigt.

Zudem haben wir unsere eigenen auf die entsprechenden Auslegungsfragen spezialisierten Mitarbeiter in das Prüfungsteam eingebunden, um das Vorliegen der Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 19.8 zu beurteilen.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Beurteilung der Ansatzvoraussetzungen sowie der Bonität des durch den Erstattungsanspruch Verpflichteten ist sachgerecht. Erstattungsanspruch und Pensionsverpflichtung sind zutreffend unsaldiert ausgewiesen.

Die Werthaltigkeit des Markenrechts und der aktivierten Entwicklungsleistungen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Konzernanhang unter Punkt 4.3.2 bzw. 4.8. Angaben zu den immateriellen Vermögenswerten finden sich unter Punkt 8 im Konzernanhang.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Das aktivierte Markenrecht beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 9.094 und die aktivierten Entwicklungsleistungen TEUR 10.850. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beträgt 2,7% bzw. 3,3%.

Das Markenrecht sowie die aktivierten Entwicklungsleistungen werden jeweils jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) "Microbattery" und "Power & Energy" auf Werthaltigkeit überprüft. Dazu wird der Buchwert mit dem erzielbaren Betrag der jeweiligen ZGE verglichen. Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert der ZGE.

Die Werthaltigkeitsprüfung des Markenrechts sowie der aktivierten Entwicklungsleistungen ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen insbesondere die erwarteten künftigen Zahlungsströme, das erwartete langfristige Wachstum sowie der verwendete Diskontierungszins.

Als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen hat die Gesellschaft kein Abwertungsbedarf festgestellt.

Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass das Markenrecht sowie die aktivierten Entwicklungsleistungen der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Auf der Grundlage der Erläuterungen der Planungsverantwortlichen haben wir den Planungsprozess und die bedeutsamen Annahmen zur Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten gewürdigt. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten "Microbattery" und "Power & Energy" haben wir die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit der vom Aufsichtsrat genehmigten Planung abgeglichen. Darüber hinaus haben wir auf Basis der Nutzungswerte den ermittelten Unternehmenswert anhand der Börsenkapitalisierung der VARTA AG (Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Börsenkurs) plausibilisiert.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen bei den Umsatzerlösen und dem Ergebnis vor Steuern verglichen und Abweichungen analysiert haben. Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der dem Diskontierungszins zugrunde liegenden Annahmen und Parameter beurteilt.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Werthaltigkeitsprüfung des Markenrechts und der aktivierten Entwicklungsleistungen zu Grunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Parameter sind angemessen.

Der Bestand und die Werthaltigkeit der Vorräte

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang unter Punkt 4.7. Angaben zu den Vorräten finden sich unter Punkt 12 im Anhang.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

In der Bilanz zum 31. Dezember 2017 sind Vorräte in Höhe von TEUR 53.770 ausgewiesen.

Die zunächst zu Anschaffungskosten (unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten sowie Anschaffungspreisminderungen) bzw. Herstellungskosten bewerteten Vorräte sind im Wert zu mindern, wenn sie beschädigt, ganz oder teilweise veraltet sind oder wenn ihre voraussichtlichen Nettoveräußerungswerte die Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten nicht mehr decken.

Die Ermittlung der Nettoveräußerungswerte als Wertobergrenze ist ermessensbehaftet. Der Nettoveräußerungswert erfordert teilweise zukunftsorientierte Schätzungen bezüglich der Beträge, die beim Verkauf der Vorräte voraussichtlich realisiert werden können. Außerdem spielen das Alter der Vorräte für Bestände mit kurzen technologischen Zyklen sowie die zeitliche Lagerungsfähigkeit der Bestände eine bedeutsame Rolle.

Aufgrund von Erfahrungswerten besteht ein Bestandsrisiko. Zusätzlich besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die Vorräte aufgrund gegebenenfalls nicht erkanntem Wertminderungsbedarf überbewertet sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses die Einrichtung, Ausgestaltung und Wirksamkeit identifizierter interner Kontrollen insbesondere bezüglich der Ermittlung der erwarteten Nettoveräußerungswerte sowie bezüglich der Bestandsführung der Vorräte beurteilt.

Wir haben die Inventuraufnahmen begleitet und uns insbesondere anhand von bewussten Stichproben von der korrekten Erfassung der vorhandenen Bestände überzeugt. Die zutreffende Übernahme der gezählten Mengen von den Zähllisten ins Bestandssystem haben wir für unsere Stichprobe beurteilt. Zudem haben wir wesentliche Abweichungen zwischen den gezählten Mengen und den Mengen laut Bestandssystem analysiert.

Die für die Ermittlung des Nettoveräußerungswerts angesetzten Veräußerungspreise haben wir anhand der unmittelbar nach dem Abschlussstichtag geltenden Absatzpreise beurteilt. Darüber hinaus haben wir die Reichweitenanalysen der Gesellschaft verifiziert und anhand der historischen Erfahrungswerte der Gesellschaft gewürdigt, ob die erfassten Abschläge angemessen sind. Die rechnerische Richtigkeit der Berechnungen zur Ermittlung des Nettoveräußerungswerts und zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs haben wir für risikoorientiert ausgewählte Gegenstände des Vorratsvermögens nachvollzogen.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts zugrunde gelegten Annahmen sowie das ausgeübte Ermessen der gesetzlichen Vertreter sind angemessen. Die Bestandsführung der Vorräte ist sachgerecht.

Die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang unter Punkt 4.15. Angaben zu den Umsatzerlösen finden sich unter Punkt 27 im Anhang.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Die Umsatzerlöse des Konzerns belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 242.157 Der VARTA AG Konzern erfasst Umsätze aus dem Verkauf von Produkten, wenn die Voraussetzungen nach IAS 18 gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein.

Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Europa, Nordamerika und Asien. Für die weltweiten Lieferungen der Produkte werden durch die Konzerngesellschaften unterschiedliche Incoterms vereinbart. Die Incoterms legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest.

Aufgrund der Nutzung zum Teil unterschiedlicher Incoterms für den jeweiligen Kunden und der unterschiedlichen Transportzeiten bei gleichzeitig hoher Anzahl von Lieferungen besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag nicht richtig abgegrenzt werden.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Wir haben auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses die Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit identifizierter interner Kontrollen insbesondere in Bezug auf die Sicherstellung des Vorliegens eines Liefer- bzw. Leistungsnachweises bei der Rechnungsstellung beurteilt. Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen oder alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen, externen Liefernachweisen und Zahlungseingängen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Umsätze, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag alle Umsatzbuchungen untersucht, die von risikoorientiert ausgewählten System-Nutzern vorgenommen wurden.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise des VARTA AG Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Geschäftsbericht, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angee messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorä fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorie entierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 12. Mai 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 30. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der VARTA AG als kapitalmarktorientiertes Unternehmen tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Petra Mayran.

Stuttgart, den 9. April 2018

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mayran, Wirtschaftsprüferin

Hundshagen, Wirtschaftsprüfer

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.