Interim / Quarterly Report • Aug 11, 2023
Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 32962773

Wir definieren die Zukunft der Batterietechnologie, um ein unabhängigeres Leben zu ermöglichen.
Durch kontinuierliche Investitionen in Forschung und Entwicklung setzen wir den Maßstab für die Batterietechnologie und die Anpassung an Kundenwünsche, um die Marktführerschaft in unseren Geschäftsfeldern anzustreben.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Umsatz | 339.045 | 376.810 |
| EBITDA | -23.401 | 66.234 |
| Bereinigungen: | ||
| Aufwand aus aktienbasierter Vergütung | 1 | 9 |
| Aufwendungen für M&A - Transaktionen | 0 | 2.665 |
| Restrukturierungskosten VARTA AG Gruppe | 16.587 | 0 |
| Bereinigtes EBITDA | -6.813 | 68.908 |
| Bereinigte EBITDA Marge (%) | -2,0% | 18,3% |
| Konzernergebnis | -110.406 | 2.784 |
| Ergebnis je Aktie | -2,59 | 0,07 |
| Investitionen (CAPEX) | 37.493 | 66.852 |
| Free Cashflow ** | -77.555 | -126.660 |
| Eigenkapitalquote * | 15,8% | 19,0% |
| Bilanzsumme * | 1.137.973 | 1.258.454 |
| Mitarbeitende zum Quartalsende ** | 4.216 | 4.602 |
* Vergleichszeitraum bezieht sich auf den 31. Dezember 2022
** Vorjahr angepasst nach IAS 8
Die VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG), Ellwangen (Jagst), Deutschland, ist die Muttergesellschaft des VARTA Konzerns. Seit Oktober 2017 ist die VARTA AG an der Frankfurter Börse im Prime Standard notiert und derzeit im SDAX vertreten. Die Geschäftstätigkeit der VARTA AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung von Mikro- und Haushaltsbatterien, großformatigen Batterien, kundenspezifischen Batterielösungen und Energiespeichern. Die Geschäftstätigkeit des VARTA AG Konzerns ist in fünf berichtspflichtige Segmente unterteilt: "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower", "Consumer Batteries", "Energy Storage Systems" und "Sonstige". Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweit Maßstäbe und gehört in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgeräte- und Haushaltsbatterien zu den Innovationsführern. Die in Jahren entwickelten Produktionsprozesse inklusive z.T. maßgeschneiderter Produktionsanlagen und die entsprechend qualifizierte und erfahrene Belegschaft runden das Kompetenzprofil ab. Der VARTA AG Konzern beschäftigt derzeit 4.216 Mitarbeitende. Der Konzern betreibt fünf Produktions- und Batterie-Fertigungsstätten in Deutschland, Rumänien und Indonesien sowie Vertriebszentren in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, die an Kunden in über 100 Ländern weltweit verkaufen.
Das Segment "Micro Batteries" umfasst die Aktivitäten im Bereich Mikrobatterien und Hörgerätebatterien. Der Konzern ist einer der führenden Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte. Die Hörgerätebatterien werden in der modernsten und größten Hörgerätebatterieproduktion in Deutschland auf vollautomatischen Linien nach medizinischem Qualitätsstandard produziert. Für die neuen wiederaufladbaren Lösungen wird ein Komplett-Portfolio an kleinen, leistungsstarken und individuell angepassten Lithium-Ionen-Akkus am selben Standort gefertigt und als Energiequelle auf die Anforderungen der Geräte unserer Kunden abgestimmt.
Das Segment "Lithium-Ion CoinPower" bildet das Geschäft mit kleinformatigen LithiumIonen-Rundzellen, auch als CoinPower bekannt, für OEM-Anwendungen ab. VARTA zählt namhafte Unternehmen zu seinen Kunden und produziert Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgeräten über kabellose Headsets (True Wireless Stereo Headsets) bis zu Automobil-Anwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben werden. Die beiden Segmente "Micro Batteries" und "Lithium-Ion CoinPower" arbeiten synergetisch zusammen.
Das Segment "Consumer Batteries" beinhaltet die Produktkategorien Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten. Die VARTA AG ist einer der europäischen Marktführer für Haushaltsgerätebatterien mit Produktionsstandort in Deutschland. "Consumer Batteries" richtet sich überwiegend an Endkunden. Die innovativen Qualitätsprodukte aus dem Segment "Consumer Batteries" werden mit modernster Technologie und dem Know-how international qualifizierter Fachleute entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft zeichnen Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot aus. Die intensive Orientierung am Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit mit dem Handel sind entscheidend, damit VARTA schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen Energielösungen antworten kann.
Im Segment "Energy Storage Systems" produziert das Unternehmen primär Energiespeichersysteme für Privathaushalte und darüber hinaus auch kommerzielle Großspeicherlösungen für Gewerbekunden. Hier leistet VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und Großspeichermarkt reichen von kompakten Einstiegsmodellen wie dem Wandspeicher VARTA pulse neo bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen. Das bestehende Produktportfolio für Privathaushalte aus den Produktserien VARTA pulse neo und VARTA element backup umfasst AC-gekoppelte Systeme. Diese verfügen über einen integrierten Batteriewechselrichter und sind damit ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit PV-Anlagen kombinierbar. Damit sind sie sowohl für Neuinstallationen als auch für die Nachrüstung bestens geeignet. Das intelligente Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Nutzung der selbst produzierten Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Mit der VARTA.wallhat das Unternehmen 2022 ein hochmodernes System auf Basis der Rundzellentechnologie vorgestellt, das mit einer geringen Bautiefe von rund 10 Zentimetern sehr flach und platzsparend ist. Der DC-gekoppelte Speicher VARTA.wall wird in 2023 mit Kapazitäten von 10 bis 20 kWh auf den Markt kommen und adressiert damit den individuellen Kapazitätsbedarf der Kundinnen und Kunden. Darüber hinaus ermöglicht die modulare Stapel-Bauweise eine nachträgliche Erweiterung der Speicherkapazität, um auch bei zukünftig steigendem Energiebedarf ausreichend große Kapazität zu gewährleisten. Mit der Bauweise strebt VARTA eine Installation in unter 30 Minuten an, was für den Installateur eine signifikante Zeitersparnis im Vergleich zu bestehenden Produkten bedeutet. Darüber hinaus ermöglicht die Kompatibilität mit verschiedenen marktführenden Wechselrichterherstellern den Einsatz der VARTA.wall sowohl für Neuinstallationen als auch für bereits installierte PV-Anlagen.
Das Segment "Sonstige" umfasst die Geschäftsbereiche "Lithium-Ion Battery Packs" und "Lithium-Ion Large Cells". Im Geschäftsbereich "Lithium-Ion Battery Packs" verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Ionen-Batteriepacks für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität, Haushalt oder Telekommunikation. Das Produktportfolio reicht von vollständig kundenspezifischen Batteriepacks bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien. Mit dem Geschäftsbereich "Lithium-Ion Large Cells" plant VARTA, großformatige Lithium-Ionen Rundzellen für automobile (V4Drive) und nicht-automobile (RoundPower) Anwendungen anzubieten. Der Einstieg in das E-Mobility-Geschäft wird mit der großformatigen Lithium-Ionen Rundzelle V4Drive vorbereitet. Eine erste Kleinserienanlage soll bis zu 10 Mio. Rundzellen pro Jahr liefern, die bereits in der Prototypenfertigung eines OEM-Kunden eingesetzt werden. Im Non-Automotive-Geschäft liegt der Fokus mit der RoundPower auf allen Anwendungsfeldern außerhalb der klassischen E-Mobilität wie Industriefahrzeugen, Elektrowerkzeugen, Haus- und Gartenanwendungen, E-Bikes und diversen weiteren Anwendungsmöglichkeiten. Hier werden allerdings aktuell noch keine Umsätze generiert.
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| VARTA AG | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Sprecher des Vorstands - Markus Hackstein | CTO - Rainer Haid CFO - Marc Hundsdorf | CRO - Michael Giesswein | |||||
| Micro Batteries | Lithium-Ion CoinPower | Consumer Batteries | Energy Storage Systems | Sonstiges | |
| Lithium-Ion Battery Packs | Lithium-Ion Large Cells |
VARTA AG geht zuversichtlich in die Zukunft
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| ― | Restrukturierung macht Fortschritte: Die Kostensenkungen in allen Bereichen sowie die Working-Capital-Optimierungen laufen erfolgreich. |
| ― | Anstieg des Geschäfts im zweiten Halbjahr 2023 durch saisonale Faktoren und anlaufende Kundenprojekte erwartet. |
| ― | Die anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Lage hat sich in den vergangenen Monaten allerdings weiter negativ auf produzierende Unternehmen, wie VARTA ausgewirkt. |
| ― | Geschäftsentwicklung der VARTA AG im ersten Halbjahr: Umsatz 339,0 Mio. € (H1 2022: 376,8 Mio. €), bereinigtes EBITDA -6,8 Mio. € (H1 2022: 68,9 Mio. €). |
| ― | Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde angepasst: Der Umsatz soll bei 820 Mio. €, das bereinigte EBITDA zwischen 40 Mio. € und 60 Mio. € liegen. |
| ― | Ausblick: Steigende Nachfrage insbesondere aus dem Segment Energy Storage Systems sowie nach Lithium-Ionen-Produkten sollen im kommenden Jahr für Umsätze in Höhe von mindestens 900 Mio. € sorgen und daher deutlich über dem Ergebnis von 2023 liegen. |
Die VARTA AG blickt trotz einer weiter herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Lage optimistisch auf die kommenden Monate. Gründe sind die weiter positive Entwicklung des Geschäfts mit den Energiespeichern, anlaufende Kundenprojekte sowie die traditionell saisonal steigende Nachfrage im zweiten Halbjahr. Zudem macht das Unternehmen Fortschritte bei der laufenden Restrukturierung: Aktuell liegt die VARTA AG bei der Erfüllung der Vorgaben der Kosteneinsparungen im Plan oder übererfüllt sie in manchen Bereichen sogar. Im Plan ist auch der notwendige weltweite Stellenabbau. So wird das Freiwilligenprogramm am Standort Ellwangen im August abgeschlossen. Weltweit will VARTA rund 800 Stellen streichen.
Wie alle produzierenden Unternehmen bewegt sich auch die VARTA AG in einem Umfeld, das von den Folgen des Kriegs gegen die Ukraine und den Auswirkungen auf die globale Wirtschaft geprägt ist. Preisanstiege bei Rohstoffen sowie eine Konsumzurückhaltung bei den Endkunden haben die Ergebnisse vieler Unternehmen gerade in Europa in den vergangenen Monaten belastet. VARTA hatte daher bereits im Herbst 2022 einen strikten Sparkurs eingeschlagen und sich mit seinen finanzierenden Banken und dem Mehrheitseigentümer auf ein Restrukturierungsprogramm geeinigt, das derzeit umgesetzt wird. Die Stellenstreichungen sind dabei eine Maßnahme neben Programmen zur Umsatzsteigerung, zur Optimierung der Lieferketten, der Prozesse, der Auslandsverlagerung und des Working Capitals.
Auch in den vergangenen beiden Quartalen des laufenden Jahres waren die Herausforderungen infolge der weltweiten Krisen weiter spürbar. So lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr 2023 bei 339,0 Mio. € (H1 2022: 376,8 Mio. €). Das bereinigte EBITDA lag im selben Zeitraum bei -6,8 Mio. € (H1 2022: 68,9 Mio. €).
Die weitere Entwicklung bewertet die VARTA AG positiv: Durch die Belebung des Geschäfts in wichtigen Bereichen sowie die erfolgreich verlaufenden Restrukturierungsmaßnahmen erwartet die Unternehmensleitung im kommenden Jahr bereits wieder einen Umsatz von deutlich mehr als 900 Mio. €.
Dr. Markus Hackstein, Sprecher des Vorstands der VARTA AG: "Hinter uns liegt eine herausfordernde Zeit und wir haben noch viel Arbeit vor uns. Aber wir sehen, dass unser entschiedenes Handeln und die Maßnahmen unseres Restrukturierungsprogramms Wirkung zeigen. Unsere Kunden vertrauen weiter auf die starke Marke VARTA. Wir haben neue Projekte in Arbeit, die uns davon überzeugen, dass wir im kommenden Jahr wieder zurück auf den Erfolgskurs kommen können."
(In TEUR, unge prüft)
Die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst), Deutschland (VARTA AG), ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG und Ihrer Tochtergesellschaften umfassen Entwicklung, Produktion und Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung von Mikrobatterien, großformatigen Batterien, Haushaltsbatterien und Energiespeicherlösungen.
Die Geschäftstätigkeit des VARTA AG Konzerns ist in fünf berichtspflichtige Segmente unterteilt: "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower", "Consumer Batteries", "Energy Storage Systems" und "Sonstige". Seine Aufstellung hat der VARTA AG Konzern mit dem Ausweis der Geschäftstätigkeit für das Gesamtjahr 2022 entsprechend angepasst.
Das Segment "Micro Batteries" umfasst Mikro- und Hörgerätebatterien, "Lithium-Ion CoinPower" kleinformatige Lithium-Ionen-Rundzellen für OEM-Anwendungen. "Consumer Batteries" bildet das Geschäft mit Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräten, Portable Power (Power Banks) und Leuchten ab. Unter "Energy Storage Systems" fallen Energiespeicher-Lösungen für vorrangig private, aber auch für kommerzielle Anwendungsbereiche. Das Segment "Sonstige" umfasst in der neuen Unterteilung die Geschäftsbereiche "Lithium-Ion Battery Packs" sowie "Lithium-Ion Large Cells".
Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt ein umfassendes Batterie-Portfolio von Mikrobatterien, Haushaltsbatterien, großformatigen Zellen, Energiespeichersystemen bis hin zu kundenspezifischen Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkten. Durch intensive Forschung und Entwicklung setzt VARTA in vielen Bereichen der Lithium-Ionen-Technologie und bei Mikrobatterien weltweit Maßstäbe und gehört in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgeräte- und Haushaltsbatterien zu den Innovationsführern.
Der Konzern betreibt zum Halbjahresende 2023 fünf Produktions- und Batterie-Fertigungsstätten in Deutschland, Rumänien und Indonesien sowie Vertriebszentren in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, die an Kunden in über 100 Ländern weltweit verkaufen. Als international agierendes Unternehmen kann die VARTA AG auf über 135 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.
Das Segment "Micro Batteries" (vormals Microbatteries) umfasst die Aktivitäten im Bereich Mikrobatterien und Hörgerätebatterien. Der Konzern ist einer der führenden Hersteller von Mikrobatterien für Hörgeräte. "Micro Batteries" wurde ebenso wie das Segment "Lithium-Ion CoinPower" innerhalb des vormalig zusammengefassten Segments "Lithium-Ion Solutions & Micro Batteries" geführt.
Das Segment "Lithium-Ion CoinPower" bildet das Geschäft mit kleinformatigen LithiumIonen-Rundzellen, auch als CoinPower bekannt, für OEM-Anwendungen ab. VARTA zählt namhafte Unternehmen zu seinen Kunden und produziert Batterien in zahlreichen wichtigen elektrochemischen Systemen sowie Bauformen und -größen. Die Reihe der Anwendungen reicht von Hörgeräten über kabellose Headsets (True Wireless Stereo Headsets) bis zu Automobil-Anwendungen, die mit Mikrobatterien betrieben werden. Die beiden Segmente "Micro Batteries" und "Lithium-Ion CoinPower" arbeiten synergetisch zusammen.
Das Segment "Consumer Batteries" beinhaltet die Produktkategorien Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräte, Portable Power (Power Banks) und Leuchten. Die VARTA AG ist einer der europäischen Marktführer mit Produktionsstandort in Deutschland für Haushaltsgerätebatterien. "Consumer Batteries" richtet sich überwiegend an Endkunden. Ebenso wie das Segment "Energy Storage Systems" wurde "Consumer Batteries" innerhalb des vormalig zusammengefassten Segments "Household Batteries" geführt.
Die innovativen Qualitätsprodukte aus dem Segment "Consumer Batteries" werden mit modernster Technologie und dem Know-how international qualifizierter Fachleute entwickelt und gefertigt. Neben der Innovationskraft zeichnen Sortimentsbreite, Qualität und Design das Angebot aus. Die intensive Orientierung am Lebensstil der Konsumenten und die enge Zusammenarbeit mit dem Handel sind entscheidend, damit VARTA schnell und flexibel auf aktuelle Gerätetrends mit optimalen Energielösungen antworten kann.
Im Segment "Energy Storage Systems" produziert das Unternehmen primär Energiespeichersysteme für Privathaushalte und darüber hinaus auch kommerzielle Großspeicherlösungen für Gewerbekunden. Hier leistet VARTA mit der Entwicklung und Herstellung von Energiespeichern einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende. Die Energiespeicherlösungen von VARTA im Heim- und Großspeichermarkt reichen von kompakten Einstiegsmodellen wie dem Wandspeicher VARTA pulse neo bis hin zum Großspeicher VARTA flex storage für gewerbliche Anwendungen. Das bestehende Produktportfolio für Privathaushalte aus den Produktserien VARTA pulse neo und VARTA element backup umfasst AC-gekoppelte Systeme. Diese verfügen über einen integrierten Batteriewechselrichter und sind damit ohne zusätzlichen PV-Wechselrichter mit PV-Anlagen kombinierbar. Damit sind sie sowohl für Neuinstallationen als auch für die Nachrüstung bestens geeignet. Das intelligente Energiemanagementsystem sorgt zudem für die optimale Nutzung der selbst produzierten Solarenergie und ist darauf ausgelegt, den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen. Mit der VARTA.wall hat das Unternehmen ein hochmodernes System auf Basis der Rundzellentechnologie vorgestellt, das mit einer geringen Bautiefe von rund 10 Zentimetern sehr flach und platzsparend ist. Der DC-gekoppelte Speicher VARTA.wall wird mit Kapazitäten von 10 bis 20 kWh auf den Markt kommen und adressiert damit den individuellen Kapazitätsbedarf der Kundinnen und Kunden. Darüber hinaus ermöglicht die modulare Stapel-Bauweise eine nachträgliche Erweiterung der Speicherkapazität, um auch bei zukünftig steigendem Energiebedarf ausreichend große Kapazität zu gewährleisten. Mit der Bauweise strebt VARTA eine Installation in unter 30 Minuten an, was für den Installateur eine signifikante Zeitersparnis im Vergleich zu bestehenden Produkten bedeutet. Darüber hinaus ermöglicht die Kompatibilität mit verschiedenen marktführenden Wechselrichterherstellern den Einsatz der VARTA.wall sowohl für Neuinstallationen als auch für bereits installierte PV-Anlagen.
Das neu geschaffene Segment "Sonstige" umfasst die Geschäftsbereiche "Lithium-Ion Battery Packs", und "Lithium-Ion Large Cells". Im Geschäftsbereich "Lithium-Ion Battery Packs" verfügt der Konzern über umfangreiche Branchenerfahrung in der Konstruktion leistungsstarker, sicherer und bedarfsgerechter Lithium-Ionen-Batteriepacks für die Medizintechnik, Robotik, Konnektivität, Haushalt oder Telekommunikation. Das Produktportfolio reicht von vollständig kundenspezifischen Batteriepacks bis hin zu fertig konfigurierten Standardbatterien. Mit dem Geschäftsbereich "Lithium-Ion Large Cells" plant VARTA, großformatige Lithium-Ionen Rundzellen für automobile (V4Drive) und nicht-automobile (RoundPower) Anwendungen anzubieten. Der Einstieg in das EMobility-Geschäft wird mit der großformatigen Lithium-Ionen Rundzelle V4Drive vorbereitet. Eine erste Kleinserienanlage soll bis zu 10 Mio. pro Jahr liefern, die bereits in der Prototypenfertigung eines OEM-Kunden eingesetzt werden. Im Non-Automotive-Geschäft liegt der Fokus mit der RoundPower auf allen Anwendungsfeldern außerhalb der klassischen E-Mobilität wie Industriefahrzeugen, Elektrowerkzeugen, Haus- und Gartenanwendungen, E-Bikes und diversen weiteren Anwendungsmöglichkeiten. Hier werden allerdings aktuell noch keine Umsätze generiert.
Der VARTA AG Konzern erarbeitet im Rahmen seiner jährlichen Budgetplanung seine Ziele und Strategien für das folgende Geschäftsjahr. Der Konzern kann mit seinen fünf berichtspflichtigen Segmenten von den relevanten Wachstumstrends wie demografischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität, erneuerbare Energien, Energieunabhängigkeit und E-Mobilität profitieren.
Grundsätzlich setzt der VARTA AG Konzern auf folgende Wachstumsfelder und Ziele:
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| ― | Stärkung und Ausbau der globalen Marktposition bei Kernprodukten |
| ― | Aufrechterhalten der Innovations- und Technologiedynamik, Anpassung der Produktionskapazitäten |
| ― | Fokus auf Kostensenkung und profitables Wachstum |
Diese gelten gegenüber dem Geschäftsbericht 2022 unverändert und werden dort ausführlich dargestellt.
Weitere Informationen zu den konkreten Zielausprägungen der Gesellschaft sind in "8. Ausblick" enthalten.
Der VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Der Vorstand hat im Jahresverlauf 2022 seine internen Steuerungsinstrumente angepasst. Diese gelten seitdem unverändert.
Im Vergleich mit dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2022 werden Umsatz und bereinigtes EBITDA unverändert als Kennzahlen zur Steuerung herangezogen. Der CAPEX wurde aufgrund der veränderten Unternehmenssituation nicht weiter als finanzielle Kennzahl definiert. Ein weiterer wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator ist die Anzahl der Mitarbeitenden.
Das Managementsteuerungssystem ist auch Grundlage der externen Berichterstattung der VARTA AG und wird durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Kontrollfunktion überwacht.
Der Vorstand der VARTA AG bestand zum 30. Juni 2023 aus folgenden Mitgliedern:
Herrn Dr. Markus Hackstein (Sprecher des Vorstands), Herrn Marc Hundsdorf (Finanzvorstand/CFO), Herrn Rainer Hald (Technikvorstand/CTO) und Herrn Michael Giesswein (CRO). Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Zum 15. Mai 2023 ist Herr Armin Hessenberger aus dem Vorstand ausgeschieden.
Der Aufsichtsrat bestand zum 30. Juni 2023 aus folgenden Mitgliedern:
Herrn Prof. DDr. Michael Tojner (Vorsitz), Herrn Dr. Harald Sommerer (stv. Vorsitz), Herrn Sven Quandt, Herrn Martin Ohneberg, und Herrn Dr. Michael Pistauer. Zudem wurde Herr Günther Apfalter nach Abschluss der Berichtsperiode auf der ordentlichen Hauptversammlung der VARTA AG am 11. Juli 2023 neu in den Aufsichtsrat gewählt.
Die strukturellen Perspektiven für das Batteriegeschäft bleiben sehr positiv. Batterien, insbesondere Lithium-Ionen-Batterien, finden in fast allen Märkten und Industrien weltweit Einsatzmöglichkeiten und ermöglichen durch ihre hohe Energiedichte maßgeblich technologische Innovationen. Der VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit. Der Trend hin zu portablen und kabellosen Geräten, die auf Batterien aus dem VARTA-Produktportfolio setzen, eröffnet wesentliche Möglichkeiten. Darüber hinaus wirken sich der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen, der Bedarf der Speicherung von Energie und der Wunsch der Energieautarkie positiv auf die Nachfrage nach Produkten aus dem VARTA-Portfolio aus.
Das aktuelle, gesamtwirtschaftliche Umfeld im ersten Halbjahr 2023 hat sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum in Summe eingetrübt, was sich in mehreren Zielmärkten von VARTA niedergeschlagen hat. Hohe Rohstoff- und Energiepreise, die Auswirkungen des andauernden Ukraine-Kriegs, etwa Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Komponenten wie Halbleitern, und signifikant gestiegene Transportkosten belasteten das Unternehmen unmittelbar oder mittelbar über VARTAs Kunden und Lieferanten. Die Inflations- und Zinsentwicklung hat zur Eintrübung der Investitions- und Konsumkonjunktur in wichtigen Absatzmärkten beigetragen und damit die Nachfrage nach wichtigen Produkten, die auf VARTA-Lösungen setzen, gedämpft. Unverändert zeigen sich starke Schwankungen im TWS-Endkundengeschäft, die sich auf den Absatz der Lithium-Ionen-Batterien auswirken.
Die Umsatzverteilung ist geografisch diversifiziert. Der Umsatz wird schwerpunktmäßig in Europa, gefolgt von Asien und Nordamerika, realisiert (siehe Kapitel "4.1. Ertragslage"). Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern und deren wirtschaftlicher Entwicklung limitiert. Unabhängig vom Umsatzschwerpunkt spielt der asiatische Markt, bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur, eine große Rolle. Hier lassen viele große Hersteller von kabellosen Kopfhörern ihre Produkte fertigen. Die wesentlichen Einflussfaktoren werden im Rahmen des folgenden Kapitels "2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" behandelt.
Die gesamtwirtschaftliche Lage hat sich aufgrund der Nachfrageschwäche in wichtigen Märkten und der gestiegenen Inflation gegenüber dem Vorjahr, wie im Kapitel 2.1. "Märkte und Einflussfaktoren" dargestellt, in Summe eingetrübt. Angebots- und produktionsseitig belasteten insbesondere hohe Rohstoff- und Energiepreise, die weiterhin eingeschränkte Verfügbarkeit bestimmter Komponenten wie Halbleiter sowie die gestiegenen Transportkosten. Auf der Nachfrageseite litten wichtige Absatzmärkte und Segmente unter den Folgen des Inflations- und Zinsumfelds. So sorgte etwa die gedämpfte Konsumkonjunktur, auch für Unterhaltungselektronik sowie Haushaltsgeräte, für einen merklichen Absatzrückgang unserer Kunden, der sich auch in VARTAs Absatz für entsprechende Produkte widerspiegelt. Während VARTA von den externen Faktoren einerseits stark getroffen wurde, haben sich die Energiekrise und die gestiegenen Energiepreise andererseits in Teilen auch sehr positiv auf den Absatz im Segment "Energy Storage Systems" ausgewirkt.
Das Segment "Micro Batteries" umfasst diverse Mikrobatterien für unterschiedlichste Anwendungsfelder. Es werden primär Zink-Luft-Knopfzellen sowie wiederaufladbare Lithium-Ionen-Zellen für diverse Hörgeräte und Gehörhilfen gefertigt. Durch die in vielen Ländern steigende Lebenserwartung und die höhere gesellschaftliche Akzeptanz zur Nutzung von Hörgeräten ergeben sich strukturell starke Wachstumsimpulse für den Verkauf dieser Produkte und damit auch der Absatz von Hörgerätebatterien. So erwarten die Vereinten Nationen bis 2050 mehr als eine Verdoppelung der Anzahl der Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter. Der steigende Marktanteil kostengünstiger Hörverstärker, sogenannter OTC-Modelle, sowie innovative Produktideen für medizinische Anwendungen stellen strukturell weitere Wachstumsimpulse in Aussicht. Diese strukturellen Wachstumsfaktoren waren im Berichtszeitraum durch konjunkturelle Belastungsfaktoren beeinträchtigt.
Das Segment "Lithium-Ion CoinPower" fertigt auf der Lithium-Ionen-Technologie basierende Batterien für verschiedene kabellose Anwendungsbereiche. VARTA liefert insbesondere Batterien für den True Wireless Stereo Headset (TWS) Markt und konzentriert sich bisher schwerpunktmäßig auf das Premium-Segment. Das Segment zeichnet sich durch die neuesten technischen Features wie aktive Geräuschunterdrückung (active noise cancelling), Transparenzmodus (transparency mode) und eine möglichst lange Batterielaufzeit aus. Der verbreitete Wunsch, an Innovationen der Unterhaltungselektronik teilzuhaben, schafft einen strukturellen Wachstumsimpuls. Die gegenläufige, schwache Absatzentwicklung des Segments im ersten Halbjahr 2023 ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass der Hauptkunde für das Segment "Lithium-Ion CoinPower", unter anderem aufgrund von Konsumzurückhaltung der Endkunden, eine signifikante Reduktion der Absatzmengen vorgenommen hat. Die temporäre Eintrübung der Konsumkonjunktur durch hohe Inflationsraten dürfte hierbei eine wesentliche Rolle gespielt haben.
Das Segment "Consumer Batteries" umfasst eine Reihe an Batterieprodukten darunter Alkali-Batterien, Akkus, Ladegeräte, Leuchten sowie portable Speichermöglichkeiten (Power Banks). VARTA geht von einem strukturellen Wachstum des breit aufgestellten Produktportfolios aus. Für die weltweite Nachfrage nach Haushaltsbatterien wird ein jährliches moderates Wachstum von 3,5 % prognostiziert. Der Markt soll in dieser Zeit von 41,5 Mrd. USD auf 52,8 Mrd. USD wachsen. Umsatzseitig fällt für VARTA insbesondere der Markt für Alkali-Batterien ins Gewicht. Für diese wird eine jährliche Wachstumsrate von 2,3 % prognostiziert, um in 2027 eine weltweite Marktgröße von 13,7 Mrd. USD zu erreichen (Reportlinker, 2022). Im materialintensiven Segment haben sich die hohen Energie- und Rohstoffkosten besonders deutlich niedergeschlagen. VARTA ist bestrebt, die gestiegenen Kosten sukzessive weitergeben zu können und mittelfristig wieder das attraktive Margenniveau der Jahre 2020 und 2021 zu erreichen.
Das Segment "Energy Storage Systems" entwickelt Energiespeicherlösungen primär für private Haushalte und bietet daneben auch Lösungen für kommerzielle Kunden an. Die Energiewende und die hohe Nachfrage nach energieautonomen Lösungen stellen wichtige strukturelle Wachstumsimpulse für das Segment dar. Diese Treiber wirken bereits kurzfristig. Dies unterstreichen das kräftige Umsatzplus im ersten Halbjahr 2023 von über 90 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2022 und der Umstand, dass sich das Segment nach Umsätzen im ersten Halbjahr 2023 zum zweitgrößten der VARTA entwickelt hat. Laut Solar Power Europe (2022) dürfte sich die Kapazität in Europa jährlich neu installierter Energiespeicher-Systeme ausgehend von 1 GWh 2020, über 4,5 GWh 2023 auf 7,3 GWh 2026 vervielfachen. Mit dem weiteren Ausbau ihrer Kapazitäten verspricht sich VARTA, nachhaltig vom strukturellen Nachfragewachstum nach PV-Anlagen und dazugehörigen Energiespeichern zu profitieren.
Das Segment "Lithium-Ion Battery Packs" im Segment "Sonstige" fertigt Batteriepacks für verschiedene Anwendungen wie Haus- und Gartengeräte, Intralogistik, Kommunikationselektronik, medizinische Anwendungen, Mobilität und viele weitere Industrieanwendungen. Das Angebot umfasst kundenindividuelle und StandardLösungen. Wesentliche Wachstumstreiber sind der Trend zu kabellosen Geräten, etwa akkubetriebenen Haus- und Gartengeräten, sowie der Bedeutungszuwachs der Elektromobilität. Die konjunkturbedingte Konsumzurückhaltung hat die strukturellen Wachstumskräfte im Berichtszeitraum gedämpft. Diese strukturellen Wachstumskräfte werden als erheblich eingeschätzt: So geht Transparency Market Research (2021) von einem jahresdurchschnittlichen Wachstum für den entsprechenden Markt um 11 % für den Zeitraum 2021 bis 2031 aus.
Das Segment "Lithium-Ion Large Cells" im Segment "Sonstige", der Lithium-Ionen Rundzellen für automobile und nicht-automobile Produktlösungen konzipiert, wird insbesondere durch den starken Wachstumstrend zur Elektrifizierung beflügelt. Gemäß einer Studie von Avicenne, Fraunhofer, IHS Interviews und Roland Berger (2021) wird sich die weltweite Marktnachfrage von rund 363 GWh in 2021 auf 3.127 GWh in 2030 fast verzehnfachen. Hier ist insbesondere der Automobilmarkt mit dem nachhaltigen Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ein Wachstumstreiber. VARTA könnte in diesem Bereich mit der einzigartigen V4Drive Zelle, die sich durch sehr schnelle Be- und Entladezyklen ganz klar vom Wettbewerb abhebt, vom starken Marktwachstum profitieren. Unsere erste Produktionslinie für unsere 21700-Zellen wird für einen Pilotkunden schrittweise hochgefahren. Bei voller Auslastung sollte die Kleinserienfertigung in der Lage sein, bis zu 10 Mio. Zellen pro Jahr zu produzieren. Neben weiteren Kunden aus dem Automobilmarkt möchte VARTA mittel- und langfristig mit dieser einzigartigen Zelltechnologie auch weitere Anwendungsfelder wie etwa akkubetriebene Elektrowerkzeuge, Industriefahrzeuge und Produkte aus dem Haus- und Gartenbereich bedienen.
Nach dem Gewinneinbruch des Jahres 2022 hat die VARTA AG ein Sanierungskonzept erarbeitet, um die Rückkehr auf einen Wachstumspfad zu ermöglichen. In einem final vorliegenden Gutachten des Sanierungsgutachters zur Beurteilung der Sanierungsfähigkeit gem. IDW S6 wurde der VARTA AG die Sanierungsfähigkeit und Wachstumsperspektiven bei kurzfristigem Finanzierungsbedarf für die weitere Stabilisierung des Unternehmens bescheinigt.
VARTA hat sich mit den finanzierenden Banken und dem Mehrheitseigentümer Montana Tech Components AG auf eine, zum 30. Juni 2023 unterzeichnete, Sanierungsvereinbarung zur Umsetzung des Sanierungskonzepts bei Verlängerung der bestehenden Finanzierung bis 31. Dezember 2026 und Änderungen der Kreditbedingungen (Covenants) geeinigt.
Im Zuge dieser Vereinbarung wurde seitens der Banken eine Kapitalerhöhung gefordert und am 21. März 2023 erfolgreich durchgeführt. Der VARTA AG ist daraus ein Bruttoemissionserlös von 50.727.000 Euro zugeflossen. Die VGG Beteiligungen SE, eine 100 % Tochter der Montana Tech Components AG, hat hierbei, unter Ausschluss des Bezugsrechts, 2.220.000 neue Aktien gezeichnet.
Im Übrigen verweisen wir auf die detaillierten Erläuterungen im Risikobericht sowie Nachtragsbericht des Konzernabschlusses 2022 mit Datum vom 28. April 2023.
Aufgrund der bereits eingeleiteten Maßnahmen, auch unter Berücksichtigung der von einem externen Gutachter geprüften Unternehmensplanung, ist der Vorstand davon überzeugt, wieder auf einen Wachstumspfad mit einer entsprechenden Profitabilität zurückzukehren. Hierfür wurde im zweiten Quartal 2023 auch der Startschuss zum Aufbau einer Gigawattstundenfabrik für Energiespeicher getätigt. In der zweiten Jahreshälfte sollen in Neunheim bereits erste Module für den VARTA.wall gefertigt werden. In einer ersten Ausbaustufe sollen über 500 MWh an Energiespeichern pro Jahr produziert werden können, was einer jährlichen Ausbringungsmenge von rund 50.000 Systemen entspricht. Ein Ausbau der bestehenden Kapazität auf über 1 GWh ist bis 2025 geplant, wonach dann bis zu 100.000 VARTA. wall Energiespeicher pro Jahr produziert werden sollen.
Darüber hinaus gab es keine weiteren wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr.
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 339.045 | 376.810 |
| Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | 7.426 | 50.147 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 12.908 | 6.167 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.754 | 49.013 |
| Materialaufwand | -191.257 | -200.260 |
| Personalaufwand | -130.544 | -135.727 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -70.733 | -79.916 |
| EBITDA | -23.401 | 66.234 |
| Abschreibungen | -67.221 | -52.563 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -90.622 | 13.671 |
| Zinsertrag | 811 | 970 |
| Zinsaufwand | -16.165 | -3.504 |
| Übriger Finanzertrag | 584 | 766 |
| Übriger Finanzaufwand | -2.387 | -5.422 |
| Finanzergebnis | -17.157 | -7.190 |
| Ergebnis vor Steuern | -107.779 | 6.481 |
| Ertragsteuern | -2.627 | -3.697 |
| Konzernergebnis | -110.406 | 2.784 |
| Zuordnung des Verlustes (VJ: Gewinn): | ||
| Aktionäre der VARTA AG | -110.406 | 2.784 |
Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 zum Vorjahresvergleichszeitraum um 10,0 % von 376,8 Mio. € auf 339,0 Mio. € gesunken. Ursächlich hierfür ist das eingetrübte Konsumverhalten aufgrund der hohen Inflation sowie der aktuellen wirtschaftlichen Lage.
Der Umsatz im Segment "Energy Storage Systems" ist von 42,6 Mio. € auf 81,5 Mio. € und somit um 38,9 Mio. € angestiegen. Diese erfreuliche Entwicklung ist auf die hohe Nachfrage nach Heimspeicherlösungen zurückzuführen.
Der Umsatz im Segment "Consumer Batteries" ist von 146,5 Mio. € auf 142,5 Mio. € und somit um 4,0 Mio. € zurückgegangen. Dieser Umsatzrückgang ergibt sich aus der verringerten Nachfrage nach Haushaltsbatterien.
Der Umsatz im Segment "Micro Batteries" ging von 83,1 Mio. € um 13,1 Mio. € auf 70,0 Mio. € zurück. Die Eintrübung des wirtschaftlichen Umfeldes hat zu einem Nachfragerückgang geführt.
Der Umsatz im Segment "Li-Ion CoinPower" ging von 79,7 Mio. € um 60,4 Mio. € auf 19,2 Mio. € zurück. Der diesbezügliche Haupttreiber besteht in dem Umstand, dass einer unserer größten Kunden, auch aufgrund einer signifikanten Eintrübung der Endkundennachfrage sowie eine kundenseitige Diversifizierung der Lieferkette, eine signifikante Reduktion der Absatzmengen vorgenommen hat.
Im ersten Halbjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 191,3 Mio. € im Vergleich zu 200,3 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Reduktion von 4,5 %. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatz zuzüglich Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) stieg von 46,9 % auf 55,2 %. Der Anstieg der Materialaufwandsquote ist die Folge der für VARTA negativen Entwicklung von Rohstoffpreisen im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres sowie der Veränderungen im Produktmix.
Der Personalaufwand ist von 135,7 Mio. € auf 130,5 Mio. € um 3,8 % zurückgegangen, was auf personelle Maßnahmen, wie die Kurzarbeit im Werk in Nördlingen, sowie erste Restrukturierungsmaßnahmen und die Fluktuation zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von 79,9 Mio. € um 11,5 % auf 70,7 Mio. € zurückgegangen. Aufgrund der Kurzarbeit sowie des gesunkenen Umsatzes konnten die Aufwendungen für Energie um 3,3 Mio. € sowie der Ausgangsfrachten und Zölle um 1,1 Mio. € reduziert werden. Die Aufwendungen für Fremdwährungssicherung reduzierten sich aufgrund der volatilen Preisveränderungen im vergangenen Jahr um 4,8 Mio. €. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich, im Wesentlichen bedingt durch geringere Aufwendungen für Schadensabwicklungen im Vergleich zum Vorjahr, um 1,8 Mio. €. Gegenläufig erhöhten sich die Aufwendungen für Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand um 6,2 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der Erstellung des Sanierungskonzeptes. Des Weiteren erhöhten sich die Aufwendungen für Gewährleistungen um 1,8 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 39,3 Mio. € von 49,0 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 9,8 Mio. € im ersten Halbjahr 2023 zurückgegangen. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die verringerten Erträge aus Subventionen und öffentlichen Zuwendungen in Höhe von 26,9 Mio. € sowie auf die im Jahresabschluss 2022 unter Kapitel "Änderungen nach IAS 8" beschriebene Änderung des Ausweises in Höhe von 7,5 Mio. € zurückzuführen. Die Förderungen haben sich im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäß reduziert.
Das EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern) ist im Vorjahresvergleichszeitraum von 66,2 Mio. € auf -23,4 Mio. € deutlich gesunken. Maßgeblich hierfür waren die beschriebenen negativen Einflussfaktoren und die deutlich negative Umsatzentwicklung gegenüber der Vorjahresperiode.
Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern, adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragskennzahl des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der fünf Segmente. Als Sondereffekte wurden zum einen der nicht zahlungswirksame Aufwand für die aktienbasierte Vergütung und zum anderen die Aufwendungen aus Restrukturierung (im Vorjahr M&A-Transaktionen) bereinigt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom EBITDA zum bereinigten EBITDA dar:
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| EBITDA | -23.401 | 66.234 |
| Aufwendungen aus aktienbasierter Vergütung | 1 | 9 |
| Aufwendungen für M&A - Transaktionen | 0 | 2.665 |
| Restrukturierungskosten VARTA AG Konzern | 16.587 | 0 |
| Bereinigtes EBITDA | -6.813 | 68.908 |
Aufgrund des Sanierungskonzeptes ergeben sich zusätzliche Aufwendungen, die als Sondereffekt identifiziert wurden und in diesem Jahr bereinigt werden.
Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich im ersten Halbjahr auf 38,0 Mio. €. Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2023 eine nicht-zahlungswirksame außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von 25,9 Mio. € in der CGU "Lithium-Ion CoinPower" aufgrund geringerer Volumenerwartung für 2023 vorgenommen.
Das Betriebsergebnis liegt bei -90,6 Mio. € und damit deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum (13,7 Mio. €). Der wesentliche Effekt ergibt sich aus dem operativen Geschäft sowie den beschriebenen negativen Einflussfaktoren.
Das Finanzergebnis hat sich im Berichtszeitraum von -7,2 Mio. € in 2022 auf -17,2 Mio. € in 2023 verschlechtert. Dies ist maßgeblich auf die um 12,7 Mio. € gestiegenen Zinsaufwendungen von 3,5 Mio. € auf 16,2 Mio. € zurückzuführen. Ursächlich hierfür ist einerseits das gestiegene Fremdfinanzierungsvolumen sowie andererseits der Anstieg der Zinssätze gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.
Für aufgrund temporärer Differenzen gebildeter passiver latenter Steuern und den voraussichtlichen tatsächlichen Steueraufwendungen in Folge der positiven Ergebnissituation der Consumer Gesellschaften ergibt sich per 30. Juni 2023 ein Steueraufwand in Höhe von 2,6 Mio. €. Die effektive Steuerquote beläuft sich auf -2,4 % (2022: 57,0 %).
Das Konzernergebnis liegt aus den vorgenannten Gründen deutlich unter dem Vorjahreswert und beträgt -110,4 Mio. € (2022: 2,8 Mio. €).
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 723.634 | 749.220 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 414.339 | 509.234 |
| Bilanzsumme | 1.137.973 | 1.258.454 |
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| Eigenkapital | 180.005 | 239.465 |
| Schulden | 957.968 | 1.018.989 |
| Langfristige Schulden | 549.473 | 196.035 |
| Kurzfristige Schulden | 408.495 | 822.954 |
| Bilanzsumme | 1.137.973 | 1.258.454 |
Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 25,6 Mio. € von 749,2 Mio. € zum 31. Dezember 2022 auf 723,6 Mio. €. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Sachanlagevermögens aufgrund der außerplanmäßigen Wertminderung in Höhe von 25,9 Mio. €, sowie der aktiven latenten Steueransprüche von 19,7 Mio. € auf 9,4 Mio. € zum 30. Juni 2023. Gegenläufig hierzu sind die Immateriellen Vermögenswerte von 99,6 Mio. € auf 108,9 Mio. € gestiegen. Maßgeblich hierfür ist die Aktivierung von Entwicklungskosten.
Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2022 von 509,2 Mio. € um 94,9 Mio. € auf 414,3 Mio. € zum 30. Juni 2023. Die Veränderung ergibt sich aus der Verringerung der Steuererstattungsansprüche um 12,0 Mio. €, sowie der Zahlungsmittel um 54,7 Mio. €. Rückläufig entwickelten sich ebenfalls die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 30,9 Mio. € im Vergleich zum Jahresende 2022, was sowohl durch den geringeren Umsatz als auch saisonal bedingt ist.
Das Eigenkapital ist von 239,5 Mio. € zum 31. Dezember 2022 auf 180,0 Mio. € zum 30. Juni 2023 gesunken. Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag bei 15,8 % (31. Dezember 2022: 19,0 %). Wesentliche Effekte sind die Kapitalerhöhung in Höhe von 50,7 Mio. € sowie das negative Konzernergebnis in Höhe von 110,4 Mio. €.
Die langfristigen Schulden sind um 353,4 Mio. € von 196,0 Mio. € zum 31. Dezember 2022 auf 549,5 Mio. € zum 30. Juni 2023 gestiegen. Wesentlich für den Anstieg ist die Verlängerung der bestehenden Finanzierung im Rahmen der Sanierungsvereinbarung, was zu einer langfristigen Klassifizierung der Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 354,3 Mio. € geführt hat. Weiterhin haben sich die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten von 27,4 Mio. € auf 34,9 Mio. € erhöht. Gegenläufig hat sich der Rückgang der passiven latenten Steuerverbindlichkeiten von 16,9 Mio. € auf 6,8 Mio. € ausgewirkt.
Die kurzfristigen Schulden sind von 823,0 Mio. € auf 408,5 Mio. € zum 30. Juni 2023 gesunken. Maßgeblich für die Veränderung ist die Reklassifizierung der Kreditverbindlichkeiten als langfristige Schulden. Des Weiteren sind die Steuerschulden um 14,9 Mio. € sowie die abgegrenzten Schulden um 19,4 Mio. € im Vergleich zum 31. Dezember 2022 zurückgegangen. Die Verminderung der abgegrenzten Schulden ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Kundenboni um 17,8 Mio. € zurückzuführen.
Das Net Working Capital hat sich von 162,7 Mio. € zum Jahresende 2022 auf 178,3 Mio. € zum 30. Juni 2023 erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 15,6 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr. Die Net Working Capital Quote berechnet sich im Verhältnis zu den Umsatzerlösen der letzten drei Monate hochgerechnet auf ein Jahr und liegt dabei zum 30. Juni 2023 bei 25,5 % (31. Dezember 2022: 17,1 %). Die Veränderung der Net Working Capital Quote um 8,4 Prozentpunkte ist im Wesentlichen auf die verhaltene Umsatzentwicklung in den letzten sechs Monaten, im Vergleich zum Rückgang der Forderungen und der Verbindlichkeiten zurückzuführen.
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand zum 1. Januar | 108.709 | 73.107 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -27.317 | -26.509 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit * | -50.238 | -100.151 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit * | 23.151 | 89.659 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel | -54.404 | -37.001 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | -314 | 1.737 |
| Zahlungsmittelbestand zum 30. Juni | 53.991 | 37.843 |
* Vorjahr angepasst nach IAS 8
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr -27,3 Mio. € und liegt damit 0,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage ist es gelungen, den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stabil zu halten.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich von -100,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf -50,2 Mio. € reduziert. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (CAPEX) liegen unter dem Vorjahreszeitraum und betragen 37,5 Mio. € (2022: 66,9 Mio. €). Sie wurden soweit möglich in Bezug auf die Obligos an die aktuelle Geschäftsentwicklung angepasst.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich im Berichtszeitraum von 89,7 Mio. € in 2022 auf 23,2 Mio. € verringert. Der positive Cashflow resultiert im ersten Halbjahr 2023 aus der durchgeführten Kapitalerhöhung in Höhe von 50,7 Mio. €. Gegenläufig belasten höhere Zinsaufwendungen den Cashflow mit -12,0 Mio. €. Im Vorjahresvergleichszeitraum resultiert der hohe Mittelzufluss aus der Aufnahme des Schuldscheindarlehens in Höhe von 250,0 Mio. € und gegenteiligem Effekt durch die Zahlung der Dividende.
Der Bestand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beträgt zum Stichtag 30. Juni 2023 insgesamt 54,0 Mio. € (2022: 37,8 Mio. €). Vorhandene Kreditlinien sind zum Bilanzstichtag vollumfänglich ausgeschöpft.
Das Unternehmen ist in die Segmente "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower", "Consumer Batteries", "Energy Storage Systems" und "Sonstige" aufgeteilt.
Weltweit sind viele von VARTAs Kunden großen Herausforderungen ausgesetzt. Einer der hauptsächlichen Auslöser hierfür ist der aktuelle Krieg gegen die Ukraine. Die dadurch entstandenen Kostensteigerungen bei den Rohstoffpreisen, sowie das getrübte Konsumentenverhalten in Folge der hohen Inflation führt zu einer verringerten Nachfrage nach Batterien aus den Segmenten "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower" und in geringem Umfang auch im Segment "Consumer Batteries". Im Gegensatz zur allgemeinen Entwicklung kann sich das Segment "Energy Storage Systems" deutlich abheben, was einerseits auf den hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2022 und andererseits auf die hohe Nachfrage an Heimspeicher zurückzuführen ist.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | ||
|---|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz (in T€) | 69.971 | 83.060 | -15,8% |
| Bereinigtes EBITDA (in T€) | 9.975 | 13.018 | -23,4% |
| Bereinigte EBITDA Marge % | 14,3% | 15,7% | -1,4 PP |
Das Segment "Micro Batteries" umfasst das Geschäft mit den Mikro- und Hörgerätebatterien. Der Umsatz liegt zum ersten Halbjahr 2023 bei 70,0 Mio. €, was einem Umsatzrückgang von 15,8 % entspricht.
Innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 ist das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 13,0 Mio. € auf 10,0 Mio. € gesunken. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 14,3 %, was einem Rückgang um 1,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Neben einem Nachfragerückgang, insbesondere bei Zink-Luft Batterien, resultiert dieser Ergebnisrückgang aus der Steigerung der Herstellkosten, insbesondere aufgrund der für VARTA negativen Entwicklung von Rohstoffpreisen im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | ||
|---|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz (in T€) | 19.203 | 79.651 | -75,9% |
| Bereinigtes EBITDA (in T€) | -29.406 | 38.353 | > -100,0% |
| Bereinigte EBITDA Marge % | > -100,0% | 48,2% | > -100,0 PP |
Im Segment "Lithium-Ion CoinPower" sind die kleinformatigen Lithium-Ionen-Rundzellen für die OEM-Anwendungen dargestellt. Der Umsatz liegt zum ersten Halbjahr 2023 bei 19,2 Mio. €, was einem Umsatzrückgang von 75,9 % entspricht.
Innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2023 ist das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 38,4 Mio. € auf -29,4 Mio. € gesunken, was einem überproportionalen Rückgang im Vergleich zur Umsatzentwicklung entspricht.
Der Haupttreiber für diese Entwicklung ist, dass der Hauptkunde für das Segment auch aufgrund einer signifikanten Eintrübung der Endkundennachfrage sowie eine kundenseitige Diversifizierung der Lieferkette, eine Reduktion der Absatzmengen vorgenommen hat. Zusätzlich führten vereinbarte Preisreduktionen zu einem zusätzlichen leichten Umsatzrückgang. Darüberhinaus haben
Lagerreduktionsmaßnahmen mancher Kunden zu geringeren CoinPower-Verkaufszahlen im ersten Halbjahr geführt. Personelle Maßnahmen, wie die Kurzarbeit im Werk in Nördlingen sowie die Nicht-Verlängerung von befristeten Arbeitsverträgen, wurden bereits umgesetzt, um der Absatzmengen- sowie Nachfrageentwicklung Rechnung zu tragen. Weitere Kompensationsmaßnahmen werden aktuell erarbeitet. VARTA hat weiterhin ausreichend bereits installierte Kapazität, um im Falle einer Nachfrageerholung kurzfristig zusätzliche Mengen produzieren zu können.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | ||
|---|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz (in T€) | 142.493 | 146.535 | -2,8% |
| Bereinigtes EBITDA (in T€) | 7.510 | 13.160 | -42,9% |
| Bereinigte EBITDA Marge % | 5,3% | 9,0% | -3,7 PP |
Das Segment "Consumer Batteries" bildet das Geschäft mit Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräten, Portable Power (Power Banks) und Leuchten ab. In diesem Segment ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 146,5 Mio. € auf 142,5 Mio. € zum 30. Juni 2023 gesunken, was einem leichten Rückgang von 2,8 % entspricht. Im Vergleich hierzu ist das bereinigte EBITDA um 42,9 % gesunken. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 5,3 %, was einem Rückgang um 3,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Konsumrückhaltung aus der Nachfrage nach Haushaltsbatterien führt zu einer negativen Umsatzentwicklung. Zeitgleich wurden bereits Maßnahmen, wie die Neugewinnung von Kunden im Handelsbereich eingeleitet, um diesen Effekt im zweiten Halbjahr zu kompensieren. Negativ auf die Marge haben sich darüber hinaus der sehr deutliche Anstieg der Rohstoffpreise im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres ausgewirkt.
Diese Kostensteigerungen konnten nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden. VARTA sieht dem aktuellen Trend der sinkenden Energie- und Rohstoffkosten zuversichtlich entgegen und ist zudem bestrebt, mittelfristig die gestiegenen Kosten weitergeben zu können. Demzufolge ist die Erwartung des Managements, dass das materialintensive Segment "Consumer Batteries" mittelfristig wieder auf das Margenniveau aus den Jahren 2020 und 2021 zurückkehren kann.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | ||
|---|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz (in T€) | 81.483 | 42.553 | 91,5% |
| Bereinigtes EBITDA (in T€) | 11.492 | 2.693 | > 100,0 % |
| Bereinigte EBITDA Marge % | 14,1% | 6,3% | 7,8 PP |
Der Umsatz im Segment "Energy Storage Systems" ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 42,6 Mio. € auf 81,5 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 91,5 %. Das bereinigte EBITDA ist um 8,8 Mio. € von 2,7 Mio. € auf 11,5 Mio. € gestiegen. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei 14,1 % im Verhältnis zum Umsatz, was einem Anstieg um 7,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Das erfreuliche Umsatzwachstum im Segment "Energy Storage Systems" ist einerseits auf den hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2022 und andererseits auf die weiterhin hohe Nachfrage an Heimspeicherlösungen zurückzuführen. VARTA konnte die in 2022 gestiegenen Herstellkosten bereits zum Anfang des Geschäftsjahres 2023 vollumfänglich weitergeben und erfuhr dadurch erwartungsgemäß eine deutliche Verbesserung der EBITDA-Marge.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | ||
|---|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatz (in T€) | 25.895 | 25.011 | 3,5% |
| Bereinigtes EBITDA (in T€) | -6.384 | 1.684 | > -100,0 % |
| Bereinigte EBITDA Marge % | -24,7% | 6,7% | -31,4 PP |
Das Segment "Sonstige" umfasst in der neuen Segmentierung die Geschäftsbereiche "Lithium-Ion Battery Packs" sowie "Lithium-Ion Large Cells" (V4Drive und RoundPower). Darüber hinaus fallen mögliche Sondereffekte des Konzerns in dieses Segment.
Zum ersten Halbjahr 2023 liegt der Umsatz des Segmentes "Sonstige" bei 25,9 Mio. €, was einem Umsatzwachstum von 3,5 % entspricht. Das bereinigte EBITDA ist im Vergleich zum Vorjahr auf -6,4 Mio. € gesunken, was insbesondere auf geringere Fördererträge im Geschäftsbereich Lithium-Ion Large Cells zurückzuführen ist. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt bei -24,7 % im Verhältnis zum Umsatz, was einem Rückgang von 31,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die Anzahl der Mitarbeitenden der gesamten Gruppe ist von 4.602 Mitarbeitenden (Vorjahr geändert nach IAS 8) im ersten Halbjahr des Vorjahres auf 4.216 Mitarbeitende zum 30. Juni 2023 zurückgegangen. Maßgeblich hierfür ist die Fluktuation sowie erste Restrukturierungsmaßnahmen.
Der Zwischenlagebericht zum Halbjahr beinhaltet keine umfangreichen und vollständigen Angaben zum Chancen- und Risikobericht. Die folgenden Erläuterungen sind deshalb in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2022 veröffentlichten Konzernjahresabschluss zu lesen.
Zum Stichtag 30. Juni 2023 wurde turnusgemäß eine umfangreiche Risikoinventur durchgeführt und potenzielle existenzbedrohende Chancen und Risiken aktualisiert. Das Risikomanagementsystem wird dabei auf Konzernebene beurteilt und fokussiert sich auf folgende Risikoklassen:
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| ― | strategische Risiken |
| ― | operative Risiken |
| ― | finanzielle Risiken |
| ― | Informationssicherheitsrisiken |
| ― | sonstige Risiken |
Die Sicherstellung der Energieversorgung, Förderungsrisiken sowie erhöhte Kundenabhängigkeit sind dabei die wesentlichen benannten und bekannten Risiken für die VARTA AG, welche nach wie vor mit hoch einzuschätzen sind. Bei den bereits bestehenden Risiken ergaben sich keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022.
Gegenüber dem Jahresende 2022 ist das Risiko der Lageralterung sowie ein erhöhtes Fluktuationsrisiko aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Lage hinzugekommen.
In Anbetracht der weiterhin makroökonomisch angespannten Lage bleibt die gesamtheitliche Risikoeinschätzung weiter unverändert bestehen.
Unverändert chancenreich für die VARTA AG bleibt der Megatrend der Energiespeicher. Mit den vorhandenen Produktionskapazitäten in Deutschland kann die steigende Nachfrage sehr schnell mit Erzeugnissen, die das Gütesiegel - Made in Germany - tragen, bedient werden.
Der Vorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, welches integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist. Durch die Bewertung der bestehenden Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kann eine Bestandsgefährdung weiterhin nicht vollumfänglich ausgeschlossen werden. Durch die erforderliche Einleitung von weitreichenden Sanierungsmaßnahmen stellt sich die VARTA AG der aktuellen Finanzierungs- und Liquiditätssituation. Es besteht nach wie vor die Überzeugung, dass der Konzern mit seinem Produktportfolio gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen und die Finanzierungsthematik erfolgreich zu meistern.
Der VARTA AG Konzern hält eine sehr gute Position in seinen Kernmärkten und ist vielversprechend positioniert, um von langfristigen Wachstumstrends, etwa bei LithiumIonen-Batterien mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten oder bei Energiespeicher-Lösungen zu profitieren. Der kurzfristige Umsatz- und Ergebnisausblick wird durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld derzeit in der Mehrzahl der Segmente belastet: Nachfrageseitig ergeben sich dämpfende Effekte durch hohe Lagerbestände bei Privathaushalten und Unternehmen. Diese sind zum einen auf Vorkäufe im Vorjahr und zum anderen - auf der Unternehmensseite - auf die vielfach schwache Nachfrage nach Endprodukten zurückzuführen. Die geringere Abnahmemenge wichtiger Kunden geht einher mit einer erhöhten Volatilität der Abnahmeprognosen, die die Prognoseunsicherheit auf Seiten des VARTA AG Konzerns erhöht hat. Auf Segment-Ebene hängt der Nachfragerückgang im Segment "Lithium-Ionen CoinPower" insbesondere mit der deutlich geringeren Nachfrage, auch aufgrund eines signifikanten Nachfrageeinbruchs seitens den Endkonsumenten, einzelner Großkunden zusammen. Dieses Bild hat sich im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2023 etwas aufgehellt. Der schnelle Bedeutungszuwachs regenerativer Energien und der Wunsch vieler Kunden nach energieautarken Lösungen treibt demgegenüber die Nachfrage in "Energy Storage Systems" stark. Der weiterhin hohe Auftragsbestand im Segment spricht für eine Fortsetzung der operativ erfreulichen Entwicklung. Die zum Ende des Jahres geplante Eröffnung der neuen Energiespeicher-Fabrik in Neunheim, Ellwangen, eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für VARTA, an der dynamischen Marktentwicklung bei Energiespeichern zu partizipieren.
Die Margensituation wurde im ersten Halbjahr 2023 insbesondere durch die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich höheren Kosten für Vorräte und Rohstoffe belastet. Der Konzern erwartet, dass der seit Herbst 2022 zu beobachtende deutliche Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise sowie die schrittweise Anpassung von Produktpreisen in den kommenden Quartalen für eine Verbesserung des Margenbildes sorgen werden. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms sollten diese Entwicklung sukzessive verstärken. Für das Geschäftsjahr 2023 wird dennoch ein bereinigtes EBITDA unter dem Niveau des Vorjahres erwartet.
Der Geschäftsausblick für den VARTA AG Konzern ist angesichts der Risikosituation für das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich mit Vorjahren mit einer überdurchschnittlich hohen Unsicherheit verbunden: Auf Seiten der operativen Risiken sind insbesondere Beschaffungsrisiken, gerade mit Blick auf hohe Rohstoff- und Energiekosten, sowie Produktions- und Logistikrisiken zu nennen. Das Risiko einer Gasmangellage erscheint mittlerweile gering, hätte bei Eintritt allerdings sehr erhebliche Beeinträchtigungen von Produktion und Geschäftsergebnis zur Folge. Bei den strategischen Themen ist die Abhängigkeit von einzelnen Kunden trotz erfolgreicher Diversifikationsmaßnahmen weiterhin hoch und stellt ein hohes Risiko dar. Technologische Fortschritte bei Konkurrenztechnologien und Förderungsrisiken in Bezug auf öffentliche Mittel erscheinen mittelgroß. Selbiges gilt für eine potenzielle Umsetzung und Finanzierung eines möglichen Fabrikbaus für die großformatige Lithium-Ionen-Rundzelle, der aktuell gestoppt wurde. Projekte, die über den bestehenden Vertrag und die bestehenden installierten Anlagen hinaus gehen, benötigen erhebliche Investitionen und erfordern daher auch externe Finanzierungsquellen, etwa von strategischen Partnern oder Kunden. Insgesamt sind die Sicherstellung der Energieversorgung, Förderungsrisiken sowie die erhöhte Kundenabhängigkeit die wesentlichen benannten und bekannten Risiken für die VARTA AG, welche nach wie vor als hoch einzuschätzen sind. Gegenüber dem Jahresende 2022 ist das Risiko der Lageralterung sowie ein erhöhtes Fluktuationsrisiko aufgrund der teilweise eingegangenen Kurzarbeit neu hinzugekommen.
Die Finanzierungsposition der VARTA hat sich seit Jahresbeginn signifikant verbessert: Zum einen flossen dem Unternehmen zum 21. März 2023 brutto 50,7 Mio. Euro aus einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts zu. Zum anderen haben die Konsortialbanken final am 17. April 2023 der Verlängerung der Fremdkapital-Finanzierung bis 31. Dezember 2026 zugestimmt. Die finale Sanierungsvereinbarung mit den finanzierenden Banken wurde zum 30. Juni 2023 unterzeichnet und dient als Grundlage für die weitere Umsetzung des Restrukturierungsprogramms, um das Unternehmen zurück auf einen Wachstumskurs zu bringen. Neben der Umsetzung des Sanierungskonzeptes, das zu Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen in Produktion und Verwaltung führt, plant das Unternehmen gezielte Investitionen in Wachstumsfelder wie Energiewende und E-Mobilität.
Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 wurde am 26. Juli 2023 auf Basis der vorläufigen Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2023 angepasst.
Der Vorstand der VARTA AG erwartet aufgrund der in Summe schwächer als erwarteten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2023 nunmehr einen Umsatz von rund 820 Mio. € für das Geschäftsjahr (1. Halbjahr 2023: 339 Mio. €). Der Wert stellt das untere Ende der ursprünglichen Prognosespanne von 820 Mio. € bis 870 Mio. € dar. Die Prognose liegt unverändert leicht über dem Vorjahresumsatz von 806,9 Mio. €.
Das bereinigte operative Ergebnis (bereinigte EBITDA) wird nunmehr zwischen 40 Mio. € und 60 Mio. € erwartet (1. Halbjahr 2023: -6,8 Mio. €). Die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2023 lautete, mindestens den Vorjahreswert von 69,5 Mio. € zu erreichen.
Die Prognoseanpassung auf Konzernebene resultiert aus einer schwächelnden Absatzentwicklung einiger Segmente, wobei hier vor allem die unter den Erwartungen liegenden Geschäftsentwicklung im Segment "Lithium-Ion CoinPower" ausschlaggebend ist. Trotz sehr positiv voranschreitender Restrukturierungmaßnahmen und damit einhergehender Kosteneinsparungen, belasteten die niedrigeren Umsätze, insbesondere bei margenstärkeren Produkten, die Profitabilität des Unternehmens. Darüber hinaus kann der unter dem Vorjahr liegende Umsatz der Segmente "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower", und "Consumer Batteries" nicht gänzlich durch das sehr starke Wachstum des Segments "Energy Storage Systems" abgefedert werden.
Die Unsicherheit über die weitere Situation auf den Märkten erklärt die Prognosebandbreite. Ungeachtet dessen stehen auch diese Prognosen unter dem Vorbehalt, dass die erhöhte Volatilität der Abnahmeprognosen seitens der VARTA-Kunden keine unerwarteten Nachfrageeinbrüche mit sich bringt, das fragile gesamtwirtschaftliche Umfeld hält und aktuelle Rohstoff- und Energiepreisentwicklungen anhalten. Der Umstand, dass die mit der Umsetzung der Sanierungsvereinbarung verbundenen Kosten sowie die resultierenden operativen internen Maßnahmen auch von externen Faktoren wie etwa der Inflation, dem Konsumklima oder dem Zinsniveau innerhalb der EU abhängen, stellt ein zusätzliches Prognoserisiko für das Geschäftsjahr 2023 dar.
Um den derzeitigen und künftigen Herausforderungen begegnen zu können, hat der Vorstand bereits im Berichtsjahr 2022 ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Kostensenkung auf den Weg gebracht. Die Kapazitäten für CoinPower Zellen (TWS) werden angepasst, können aber je nach Nachfragesituation kurzfristig wieder erhöht werden. Im Rahmen dieser Anpassungen hat das Unternehmen auch Personalmaßnahmen umgesetzt und in einem ersten Schritt im Segment "Lithium-Ion CoinPower" am Produktionsstandort Nördlingen temporär Kurzarbeit angemeldet. Diese soll mit anlaufender Produktion im zweiten Halbjahr sukzessive reduziert werden. Die aktuell geplanten Personalmaßnahmen, zu denen auch ein Freiwilligenprogramm am Standort Ellwangen zählt, sollen in 2023 und 2024 den Personalbestand um insgesamt rund 800 Mitarbeiter in Deutschland sowie an ausländischen Standorten reduzieren. Der Betrieb der ersten Serienfertigungsanlage für großformatige Lithium-Ionen Rundzellen wird planmäßig fortgesetzt und stellt zukünftig die Zellen bereit, um den OEM-Vertrag mit einem Premium-Automobilhersteller zu erfüllen. Darüber hinaus hat VARTA in 2023 den Startschuss zum Aufbau einer Gigawattfabrik für Energiespeicher getätigt. Ende 2023 sollen in Neunheim, Ellwangen bereits erste Module für den VARTA.wall gefertigt werden. In einer ersten Ausbaustufe sollen über 500 MWh an Energiespeichern pro Jahr produziert werden können, was einer jährlichen Ausbringungsmenge von rund 50.000 Systemen entspricht. Ein Ausbau der bestehenden Kapazität auf über 1 GWh ist bis 2025 geplant, wonach dann bis zu 100.000 VARTA. wall Energiespeicher pro Jahr produziert werden sollen.
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| INDIKATOR | PROGNOSE FÜR 2023 AUF BASIS Q2 2023 | GESCHÄFTSJAHR 2022 | 1. HJ 2023 |
|---|---|---|---|
| Finanzielle Indikatoren: Konzern | |||
| Umsatzerlöse | Rund 820 Mio. € | 806,9 Mio. € | 339,0 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | 40 - 60 Mio. € | 69,5 Mio. € | -6,8 Mio. € |
| Finanzielle Indikatoren: Segment Micro Batteries | |||
| Umsatzerlöse | Leicht unter Vorjahresniveau | 163,9 Mio. € | 70,0 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | Deutlich zweistelliges prozentuales Wachstum | 15,3 Mio. € | 10,0 Mio. € |
| Finanzielle Indikatoren: Segment Lithium-Ion CoinPower | |||
| Umsatzerlöse | Sehr deutlich unter Vorjahresniveau | 136,6 Mio. € | 19,2 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | Sehr deutlich unter Vorjahresniveau | 18,8 Mio. € | -29,4 Mio. € |
| Finanzielle Indikatoren: Segment Consumer Batteries | |||
| Umsatzerlöse | Etwa auf Vorjahresniveau | 365,9 Mio. € | 142,5 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | Leicht über Vorjahresniveau | 30,4 Mio. € | 7,5 Mio. € |
| Finanzielle Indikatoren: Segment Energy Storage Systems | |||
| Umsatzerlöse | Sehr deutlich zweistelliges prozentuales Wachstum | 90,9 Mio. € | 81,5 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | Deutlich dreistelliges prozentuales Wachstum | 5,2 Mio. € | 11,5 Mio. € |
| Finanzielle Indikatoren: Segment Sonstige | |||
| Umsatzerlöse | Leicht über Vorjahresniveau | 49,6 Mio. € | 25,9 Mio. € |
| Bereinigtes EBITDA | Sehr deutlich unter Vorjahresniveau | -0,1 Mio. € | -6,4 Mio. € |
Auf Ebene der Segmente hat sich der zum 26. Juli 2023 veröffentlichte Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 gegenüber der in der Quartalsmitteilung Q1/2023 veröffentlichten Prognosen verändert:
Das Segment "Micro Batteries" umfasst Mikro- und Hörgerätebatterien. Im Bereich der Hörgerätebatterien soll die marktführende Position in einem verhalten wachsenden Markt weiter gefestigt werden. Das Unternehmen erwartet eine moderate Entwicklung im Bereich der Zink-Luft Zellen und profitiert von seinen hoch automatisierten und effizienten Produktionsanlagen. Während die Umsätze leicht unter Vorjahresniveau liegen dürften (ursprünglich: in etwa auf Vorjahresniveau), sollte das bereinigte EBITDA im deutlich zweistelligen Prozentbereich gegenüber Vorjahr steigen aufgrund von Kostenreduktionen sowie eines vorteilhaften Produktmixes im zweiten Halbjahr.
Der Schwerpunkt des Segments "Lithium-Ion CoinPower" liegt in kleinformatigen Lithium-Ionen-Rundzellen für OEM-Anwendungen. Die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für True Wireless Stereo Headsets (TWS) im Bereich Lithium-Ion CoinPower ist zuletzt kräftig zurückgegangen. VARTA erwartet nach aktueller Einschätzung aufgrund weiterhin niedriger Nachfrage für das Segment sehr deutlich sinkende Umsatzerlöse und einen sehr deutlichen Rückgang des bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr. Dieser Effekt fällt im Zuge der angepassten Prognose für das Geschäftsjahr 2023 noch deutlicher aus.
"Consumer Batteries" bildet das Geschäft mit Haushaltsbatterien, Akkus, Ladegeräten, Portable Power (Power Banks) und Leuchten ab. Die Umsätze dürften 2023 in etwa auf Vorjahresniveau liegen (ursprünglich: Niedriges einstelliges prozentuales Wachstum). Mögliche Wachstumsimpulse dürften gegebenenfalls vom weiteren leichten Ausbau des Markengeschäfts ausgehen. Das bereinigte EBITDA dürfte sich aufgrund von gesunkenen Energie- und Rohstoffkosten sowie partiellen Preisweitergaben gegenüber Vorjahr leicht verbessern.
Unter das Segment "Energy Storage Systems" fallen Energiespeicher-Lösungen für vorrangig private, aber auch für kommerzielle Anwendungsbereiche. Das Unternehmen erwartet ein weiterhin sehr starkes Wachstum, bei dem VARTA mindestens die Marktwachstumsrate erreicht, voraussichtlich aber sogar rund 70 % zum 2022 Umsatz wachsen sollte. Dies dürfte zu einem sehr deutlich zweistelligen prozentualen Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr führen. Das bereinigte EBITDA dürfte ebenfalls sehr kräftig ansteigen, auch wenn sich eine Preisreduktion aufgrund gefallener Rohstoffkosten sowie zusätzliche Anlaufkosten für die VARTA.wall Produktion leicht negativ auf die Marge auswirken könnten.
Das Segment "Sonstige" umfasst die Geschäftsbereiche "Lithium-Ion Battery Packs" sowie "Lithium-Ion Large Cells" (V4Drive/RoundPower). VARTA erwartet in diesem Segment einen Umsatz leicht über Vorjahresniveau, was auf eine etwas positivere Umsatzentwicklung aus dem Geschäftsbereich "Lithium-Ion Large Cells" zurückzuführen ist (ursprünglich: deutlich unter Vorjahresniveau). Das bereinigte EBITDA soll aufgrund steigender Anlaufkosten, trotz teilweiser Kompensation dieser im dritten Quartal, sowie niedrigeren Fördererträgen aus selbigem Geschäftsbereich hingegen sehr deutlich unter Vorjahresniveau liegen (ursprünglich: deutlich unter Vorjahresniveau).
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | 566.861 | 591.893 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 108.903 | 99.612 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen und sonstige Beteiligungen | 48 | 58 |
| Latente Steueransprüche | 9.426 | 19.704 |
| Sonstige Vermögenswerte | 38.396 | 37.953 |
| Langfristige Vermögenswerte | 723.634 | 749.220 |
| Vorräte | 221.137 | 223.317 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.550 | 3.959 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 79.465 | 110.378 |
| Andere finanzielle Vermögenswerte | 108 | 675 |
| Steuererstattungsansprüche | 5.285 | 17.238 |
| Sonstige Vermögenswerte | 50.803 | 44.958 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 53.991 | 108.709 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 414.339 | 509.234 |
| Bilanzsumme | 1.137.973 | 1.258.454 |
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 42.642 | 40.422 |
| Kapitalrücklage | 300.800 | 252.292 |
| Gewinnrücklagen | -55.896 | 144.027 |
| Konzernergebnis | -110.406 | -200.420 |
| Sonstige Rücklagen | 2.865 | 3.144 |
| Eigenkapital des VARTA AG Konzerns | 180.005 | 239.465 |
| Leasingverbindlichkeiten | 70.656 | 69.700 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 373.118 | 18.795 |
| Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 54.825 | 53.932 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 34.915 | 27.396 |
| Passive latente Steuern | 6.830 | 16.925 |
| Sonstige Rückstellungen | 6.768 | 6.768 |
| Abgegrenzte Schulden | 2.361 | 2.519 |
| Langfristige Schulden | 549.473 | 196.035 |
| Steuerschulden | 31.537 | 46.434 |
| Leasingverbindlichkeiten | 17.671 | 17.397 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 140.457 | 497.000 |
| Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 3.442 | 3.711 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.270 | 2.534 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Anzahlungen | 86.605 | 116.667 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 34.891 | 33.364 |
| Sonstige Rückstellungen | 15.646 | 9.438 |
| Abgegrenzte Schulden | 76.976 | 96.409 |
| Kurzfristige Schulden | 408.495 | 822.954 |
| Schulden | 957.968 | 1.018.989 |
| Bilanzsumme | 1.137.973 | 1.258.454 |
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 339.045 | 376.810 |
| Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse | 7.426 | 50.147 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 12.908 | 6.167 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.754 | 49.013 |
| Materialaufwand | -191.257 | -200.260 |
| Personalaufwand | -130.544 | -135.727 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -70.733 | -79.916 |
| EBITDA | -23.401 | 66.234 |
| Abschreibungen | -67.221 | -52.563 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -90.622 | 13.671 |
| Zinsertrag | 811 | 970 |
| Zinsaufwand | -16.165 | -3.504 |
| Übriger Finanzertrag | 584 | 766 |
| Übriger Finanzaufwand | -2.387 | -5.422 |
| Finanzergebnis | -17.157 | -7.190 |
| Ergebnis vor Steuern | -107.779 | 6.481 |
| Ertragsteueraufwendungen | -2.627 | -3.697 |
| Konzernergebnis | -110.406 | 2.784 |
| Zuordnung des Verlustes (VJ: Gewinn): | ||
| Aktionäre der VARTA AG | -110.406 | 2.784 |
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 | |
| --- | --- | --- |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | -2,59 | 0,07 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | -2,59 | 0,07 |
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -110.406 | 2.784 |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | -756 | 19.066 |
| Neubewertung des Erstattungsanspruchs Schuldbeitritt | 1.335 | -9.501 |
| Steuereffekt | -82 | -2.758 |
| 497 | 6.807 | |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können | ||
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -279 | 2.662 |
| -279 | 2.662 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 218 | 9.469 |
| Gesamtergebnis | -110.188 | 12.253 |
| Zuordnung des Gewinns: | ||
| Aktionäre der VARTA AG | -110.188 | 12.253 |
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern | -107.779 | 6.481 |
| Zinsergebnis | 15.354 | 2.534 |
| Abschreibungen | 67.221 | 52.563 |
| Verluste aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 45 | 101 |
| Übrige liquiditätsunwirksame Erträge | 720 | 2.932 |
| Veränderungen Working Capital | ||
| Vorräte | 1.764 | -73.718 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige und langfristige Vermögenswerte | 25.405 | 15.522 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige kurzfristige und langfristige Schulden | -30.986 | -10.730 |
| Rückstellungen und Verbindlichkeiten aus Personalvorsorge | 6.461 | -3.930 |
| Bezahlte Ertragsteuern | -5.522 | -18.264 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -27.317 | -26.509 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | ||
| Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | -37.493 | -66.852 |
| Auszahlungen im Zusammenhang mit Aktivierten Eigenleistungen | -12.908 | -6.167 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 8 | 8 |
| Ein-/ Auszahlungen aus der Aufnahme von Ausleihungen | 0 | 2 |
| Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener liquider Mittel | 0 | 1.217 |
| davon Erwerb VARTA Consumer abzüglich erworbener liquider Mittel | 0 | 1.217 |
| Zahlungen für Schuldbeitritt * | 0 | -28.737 |
| Auszahlungen aus Ausleihungen | -6 | 0 |
| Einzahlung aus der Rückführung der Kapitaleinlage von assoziierten Unternehmen | 4 | 0 |
| Erhaltene Zinsen | 157 | 378 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -50.238 | -100.151 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 50.727 | 0 |
| Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -10.876 | -10.775 |
| Aufnahme von finanziellen Verbindlichkeiten | 2.075 | 256.529 |
| Tilgung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | -6.767 | -54.077 |
| Zahlung Dividende sowie Ausschüttung an nicht beherrschende Anteile | 0 | -100.246 |
| Bezahlte Zinsen | -12.008 | -1.772 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit * | 23.151 | 89.659 |
| Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -54.404 | -37.001 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 1. Januar | 108.709 | 73.107 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | -314 | 1.737 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente per 30. Juni | 53.991 | 37.843 |
* Anpassung Vorjahr gemäß IAS8
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| SONSTIGE RÜCKLAGEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN * | WÄHRUNGS DIFFERENZEN | HEDGING RESERVE | SUMME EIGENKAPITAL |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2022 | 40.422 | 252.275 | 236.965 | 2.813 | 21 | 532.496 |
| Effekt aus aktienbasierter Vergütung | 0 | 9 | 0 | 0 | 0 | 9 |
| Dividendenausschüttung Aktionäre VARTA AG | 0 | 0 | -100.246 | 0 | 0 | -100.246 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 2.784 | 0 | 0 | 2.784 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 6.807 | 2.662 | 0 | 9.469 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 9.591 | 2.662 | 0 | 12.253 |
| Stand am 30. Juni 2022 | 40.422 | 252.284 | 146.310 | 5.475 | 21 | 444.512 |
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| SONSTIGE RÜCKLAGEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN * | WÄHRUNGS DIFFERENZEN | HEDGING RESERVE | SUMME EIGENKAPITAL |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2023 | 40.422 | 252.292 | -56.393 | 3.144 | 0 | 239.465 |
| Effekt aus aktienbasierter Vergütung | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Kapitalerhöhung | 2.220 | 48.507 | 0 | 0 | 0 | 50.727 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | -110.406 | 0 | 0 | -110.406 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 497 | -279 | 0 | 218 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -109.909 | -279 | 0 | -110.188 |
| Stand am 30. Juni 2023 | 42.642 | 300.800 | -166.302 | 2.865 | 0 | 180.005 |
* Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis
Die VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen (Jagst), Deutschland, das im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm, Deutschland, unter HRB 728059 eingetragen ist. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss des Unternehmens umfasst die VARTA Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "VARTA AG Konzern" bezeichnet). Der Stichtag für die VARTA AG, sämtliche Tochtergesellschaften und für die Konzernrechnung ist der 30. Juni 2023. Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Konzerns, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet.
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), welche in der Europäischen Union Anwendung finden, erstellt.
Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG, welche sie durch die operativen Tochtergesellschaften betreibt, umfassen die Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung in fünf berichtspflichtigen Geschäftssegmenten: "Lithium-Ion CoinPower", "Micro Batteries", "Consumer Batteries", "Energy Storage Systems" und "Sonstige". Der VARTA AG Konzern ist ein internationales und global agierendes Unternehmen und kann auf über 135 Jahre Erfahrung zurückblicken.
Die VARTA AG hat ihren Sitz in Ellwangen (Jagst), VARTA-Platz 1, Deutschland. Die oberste Muttergesellschaft der VARTA AG ist die Montana Tech Components AG (nachfolgend die "MTC"), Reinach, Schweiz.
Die Aktien der VARTA AG werden am regulierten Markt unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A0TGJ5, der International Securities Identification Number (ISIN) DE000A0TGJ55 sowie dem Börsenkürzel "VAR1" gehandelt.
Im Geschäftsjahr 2023 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt entwickelt:
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| 2023 | 2022 | |||
|---|---|---|---|---|
| VOLLKONSOLIDIERUNG | EQUITY- KONSOLIDIERUNG | VOLLKONSOLIDIERUNG | EQUITY- KONSOLIDIERUNG | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar | 45 | 1 | 44 | 1 |
| Abgang Konsolidierungskreis | 0 | -1 | 0 | 0 |
| Neugründung | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Stand 30. Juni | 45 | 0 | 45 | 1 |
VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH i.L.
Die VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH. i.L. wurde zum 23. Februar 2023 planmäßig liquidiert und im Handelsregister gelöscht.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der vorliegende Zwischenbericht umfasst nicht alle Anhangangaben, die üblicherweise in einem Jahresabschluss enthalten sind. Daher ist dieser Bericht in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2022 erstellten Konzernjahresabschluss zu lesen.
Vom Wahlrecht zur Aufstellung eines verkürzten Zwischenabschlusses wird Gebrauch gemacht. Alle zum 30. Juni 2023 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden zugrunde gelegt. Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 16 (DRS 16 Zwischenberichterstattung) des Deutschen Rechnungslegungs Standard Committee e.V. (DRSC).
Auf Grund der fehlenden Verpflichtung zur Prüfung des Halbjahresabschlusses wurde der Zwischenbericht keiner Prüfung oder prüferischen Durchsicht eines Wirtschaftsprüfers unterzogen.
Entsprechend IAS 1.25 erfolgte die Aufstellung des Konzernabschlusses unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Nähere Erläuterungen dazu in Kapitel "44. Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag".
Der Konsolidierungskreis umfasst alle Gesellschaften, welche die VARTA AG direkt oder indirekt beherrscht. Beherrschung besteht dann und nur dann, wenn die VARTA AG über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihr Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Die Existenz und Auswirkung von substanziellen potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Konzernunternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Diese Gesellschaften werden voll konsolidiert. Die Erstkonsolidierung von Tochtergesellschaften erfolgt zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Kontrolle endet, werden die Tochtergesellschaften entkonsolidiert.
Konzerninterne Gewinne und Verluste, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert.
Gemeinschaftsunternehmen, an denen die VARTA AG direkt oder indirekt mit 50 % beteiligt ist, beziehungsweise für welche die Führungsverantwortung paritätisch wahrgenommen wird, werden nach der "Equity- Methode" gemäß IAS 28 bilanziert.
In den Erläuterungen "43. Beteiligungsgesellschaften" sind die konsolidierten Gesellschaften in einer Tabelle dargestellt.
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Gruppen von Vermögenswerten werden, soweit vorhanden, zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich der erwarteten Veräußerungskosten angesetzt.
Die Konzernwährung ist der Euro. Soweit nichts anderes vermerkt ist, werden alle Betragsangaben in tausend Euro (T€) angegeben.
In der Regel richtet sich die funktionale Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften nach deren primärem Wirtschaftsumfeld und entspricht grundsätzlich der jeweiligen Landeswährung. Für einen überwiegenden Teil der Aktivitäten ist der Euro (EUR bzw. €) die funktionale Währung, weshalb auch die vorliegende Konzernrechnung in Euro (EUR bzw. €) erstellt wurde.
Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Den kurzfristigen Vermögenswerten werden Aktivposten zugeordnet, die entweder im ordentlichen Geschäftszyklus des Konzerns innerhalb eines Jahres realisiert oder konsumiert werden oder zu Handelszwecken gehalten werden. Alle übrigen Aktiva werden den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet.
Den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden alle Verpflichtungen zugeordnet, welche der Konzern im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus unter Verwendung von operativen Geldflüssen tilgen wird oder die innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag fällig werden. Alle übrigen Verpflichtungen werden den langfristigen Verbindlichkeiten zugeordnet.
Die VARTA AG hat im Rahmen der Erstellung des Halbjahresabschlusse des Geschäftsjahres 2023 die Ermittlungs- bzw. Darstellungsweise diverser Anhangangaben angepasst. Die Anpassungen erfolgten, um eine Übereinstimmung mit den entsprechenden Angabepflichten der einschlägigen IFRS / IAS Standards zu gewährleisten.
Es liegen somit wesentliche Fehler nach IAS 8.8 in Form von fehlerhaften Angaben im Halbjahresabschluss 2022 hinsichtlich Ausweises (einschließlich Darstellung) im Konzern-Anhang vor. Die wesentlichen Fehler ergeben sich aus einer Fehlanwendung von zuverlässigen Informationen, die zum Zeitpunkt, an dem der Halbjahresabschluss 2022 zur Veröffentlichung genehmigt wurde, zur Verfügung standen oder eingeholt hätten werden können und somit bei der Aufstellung und Darstellung des Konzern-Anhangs 2022 zu berücksichtigen waren. Die Fehlerkorrekturen erfolgen gemäß IAS 8 rückwirkend für alle betroffenen Perioden. Dementsprechend werden die Anhangangaben des Halbjahrs 2023 sowie die Angaben zur Vergleichsperiode 2022 angepasst.
Angepasste Anhangangaben zur Vergleichsperiode werden im Konzern-Anhang für das Halbjahr 2022 durch * kenntlich gemacht.
Die für die Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf die verkürzte Konzernrechnung stellen sich wie folgt dar:
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| 1 EURO ENTSPRICHT | DURCHSCHNITTSKURS | STICHTAGSKURS | ||
|---|---|---|---|---|
| 30. JUNI 2023 | 30. JUNI 2022 | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| US Dollar (USD) | 1,081 | 1,093 | 1,087 | 1,067 |
| Britische Pfund (GBP) | 0,876 | 0,842 | 0,858 | 0,887 |
| Rumänische Leu (RON) | 4,934 | 4,946 | 4,964 | 4,950 |
| Dänische Kronen (DKK) | 7,446 | 7,440 | 7,447 | 7,437 |
| Schwedische Kronen (SEK) | 11,333 | 10,480 | 11,806 | 11,122 |
Aus diesen Wechselkurseffekten sind nur USD/EUR für fremde Dritte wesentlich. Die restlichen Transaktionen werden hauptsächlich zwischen verbundenen Unternehmen abgewickelt. Darüber hinaus resultieren weitere Wechselkurseffekte aus chinesischem Yuan (CNY), norwegischen Kronen (NOK), ungarischen Forint (HUF), schweizerischen Franken (CHF), tschechischen Kronen (CZK), russischen Rubel (RUB) und türkischen Lira (TRY). Diese sind jedoch für den VARTA AG Konzern nicht wesentlich.
Nachfolgend werden die Auswirkungen der ab 1. Januar 2023 neu angewendeten Rechnungslegungsmethoden offengelegt. Für den Konzern haben sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben.
IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach dem Bewertungsmodell des IFRS 17 werden Gruppen von Versicherungsverträgen bewertet, und zwar basierend auf dem Erwartungswert abgezinster Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken sowie einer vertraglichen Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der Leistungserbringung führt.
Die Änderung am IAS 8 stellt klar, wie Unternehmen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden besser von Schätzungsänderungen abgrenzen können. Dazu wird definiert, dass eine rechnungslegungsbezogene Schätzung immer auf eine Bewertungsunsicherheit einer finanziellen Größe im Abschluss bezogen ist. Ein Unternehmen verwendet neben Input-Parametern auch Bewertungsverfahren zur Ermittlung einer Schätzung. Bewertungsverfahren können Schätzverfahren oder Bewertungstechniken sein.
Die Änderung am IAS 1 erfordert, dass lediglich die "wesentlichen" Rechnungslegungsmethoden im Anhang dargestellt werden. Um wesentlich zu sein, muss die Rechnungslegungsmethode mit wesentlichen Transaktionen oder anderen Ereignissen im Zusammenhang stehen und es muss einen Anlass für die Darstellung geben. Ein Anlass kann bspw. darin bestehen, dass die Methode geändert wurde, es sich um ein Wahlrecht handelt, die Methode komplex oder stark ermessensbehaftet ist oder in Übereinstimmung mit IAS 8.10-11 entwickelt wurde. Die Änderungen im Practice Statement 2 zeigen entsprechend auf, wie das Konzept der Wesentlichkeit auf die Angabe von Rechnungslegungsmethoden angewandt wird. Damit sollen in Zukunft unternehmensspezifische Ausführungen anstelle von standardisierten Ausführungen im Vordergrund stehen.
Die Änderungen adressieren bisher bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen.
Die Änderung an IFRS 17 führt die Möglichkeit ein, bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einen sog. "classification overlay approach" anzuwenden. Damit werden die Vergleichsinformationen zu den Finanzinstrumenten im Jahr vor der erstmaligen Anwendung des IFRS 17, d.h. für das Jahr 2022, aussagekräftiger gemacht.
Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet. Ebenso plant das Unternehmen keine frühzeitige Anwendung. Soweit im Folgenden nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen derzeit geprüft.
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| Neue oder geänderte Standards und Interpretationen | INKRAFTSETZUNG | |
|---|---|---|
| Noch nicht im EU-Recht übernommen: | ||
| --- | --- | --- |
| Änderungen: | ||
| --- | --- | --- |
| IAS 1 | Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig, Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants | 1. Januar 2024 |
| IFRS 16 | Leasingverbindlichkeit im Falle einer Sale and Leaseback-Transaktion | 1. Januar 2024 |
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Neuerungen und Änderungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und werden von VARTA AG bislang auch noch nicht angewendet. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
Die im Januar 2020 verabschiedeten Änderungen an IAS 1 betreffen eine begrenzte Anpassung der Beurteilungskriterien für die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder langfristig. Es wird klargestellt, dass die Klassifizierung von Schulden als kurzfristig von den Rechten des Unternehmens zum Abschlussstichtag abhängt, die Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach Ende des Berichtszeitraums zu verschieben: Liegen solche Rechte vor, klassifiziert die Schuld als langfristig. Das Recht, die Erfüllung der Schuld zu verschieben, muss hierbei substanziell sein. Sofern das Unternehmen für die Ausübung eines derartigen Rechtes bestimmte Bedingungen zu erfüllen hat, müssen diese am Abschlussstichtag erfüllt werden; anderenfalls folgt eine Klassifizierung als kurzfristig.
Die Änderungen sind nun insgesamt - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus.
Die Änderung betrifft die Bilanzierung von Leasingverbindlichkeiten aus Sale-and-Leaseback Transaktionen und schreibt vor, dass ein Leasingnehmer im Anschluss an einen Verkauf die Leasingverbindlichkeit so zu bewerten hat, dass er keinen Betrag im Gewinn oder Verlust erfasst, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Die neu eingefügten Paragrafen erläutern unter anderem anhand von Beispielen, unterschiedliche mögliche Vorgehensweisen, insbesondere bei variablen Leasingzahlungen.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch ein EU-Endorsement voraus.
Den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Segmentberichterstattung liegen die im vorliegenden Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Der Vorstand steuert nach dem bereinigten EBITDA, um trotz der Investitionen in das Sachanlagevermögen und der daraus resultierenden Abschreibungen die operative Performance beurteilen zu können. Ergebnisanteile von nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind in der Segmentberichterstattung nicht enthalten, da diese nicht Bestandteil des berichteten EBIT und bereinigten EBITDA sind und auch sonst nicht regelmäßig an den Vorstand berichtet werden.
In der VARTA-Gruppe wurden die operativen Geschäftsbereiche "Micro Batteries", "Lithium-Ion CoinPower", "Consumer Batteries", "Energy Storage Systems", "Lithium-Ion Battery Packs", und "Lithium-Ion Large Cells" als Segmente identifiziert. Die Segmente "Lithium-Ion Battery Packs" sowie "Lithium-Ion Large Cells" werden, da sie nicht berichtspflichtig sind, zum Berichtssegment "Sonstige" zusammengefasst. Die unter "Sonstige" ausgewiesenen Umsatzerlöse mit Dritten sind im Wesentlichen dem Segment "Lithium-Ion Battery Packs" zuzuordnen. Die Aufgliederung entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur. Bezüglich der angepassten Darstellung gegenüber dem Vorjahr wird auf Kapitel "11.7. Änderungen nach IAS 8" verwiesen.
Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden in der Überleitungsspalte zusammengefasst angegeben. Darüber hinaus beinhaltet die Überleitungsspalte Sachverhalte, die keinem Segment direkt zugeordnet werden können, bspw. die Effekte aus der aktienbasierten Vergütung oder die Restrukturierungskosten.
Im Folgenden werden die Steuerungsgrößen, die zur Beurteilung der Leistungen der operativen Segmente herangezogen werden, dargestellt. Dabei wird auf Ebene der einzelnen Segmente das steuerungsrelevante EBITDA dargestellt und auf das Konzern-EBITDA übergeleitet:
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| (IN T€) | MICRO BATTERIES | LITHIUM-ION COINPOWER | CONSUMER BATTERIES | ENERGY STORAGE SYSTEMS | SONSTIGE | SUMME |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 76.923 | 19.203 | 148.395 | 81.483 | 25.895 | 351.899 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 6.952 | 0 | 5.902 | 0 | 0 | 12.854 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 69.971 | 19.203 | 142.493 | 81.483 | 25.895 | 339.045 |
| davon Zeitpunktbezogen (freiwillige Angabe) | 67.929 | 19.203 | 142.357 | 81.483 | 20.687 | 331.659 |
| davon Zeitraumbezogen (freiwillige Angabe) | 2.042 | 0 | 136 | 0 | 5.208 | 7.386 |
| Abschreibungen | -6.381 | -49.562 | -7.582 | -880 | -2.816 | -67.221 |
| EBITDA | 9.975 | -29.406 | 7.510 | 11.492 | -6.384 | -6.813 |
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| (IN T€) | ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS |
|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 0 | 351.899 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 0 | 12.854 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 0 | 339.045 |
| davon Zeitpunktbezogen (freiwillige Angabe) | 0 | 331.659 |
| davon Zeitraumbezogen (freiwillige Angabe) | 0 | 7.386 |
| Abschreibungen | 0 | -67.221 |
| EBITDA | -16.588 | -23.401 |
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| (IN T€) | MICRO BATTERIES | LITHIUM-ION COINPOWER | CONSUMER BATTERIES | ENERGY STORAGE SYSTEMS | SONSTIGE | SUMME |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 92.148 | 79.651 | 146.535 | 42.555 | 25.011 | 385.900 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 9.088 | 0 | 0 | 2 | 0 | 9.090 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 83.060 | 79.651 | 146.535 | 42.553 | 25.011 | 376.810 |
| davon Zeitpunktbezogen (freiwillige Angabe) | 81.109 | 79.651 | 143.713 | 42.553 | 14.149 | 361.175 |
| davon Zeitraumbezogen (freiwillige Angabe) | 1.951 | 0 | 2.822 | 0 | 10.862 | 15.635 |
| Abschreibungen | -6.518 | -36.102 | -7.441 | -1.037 | -1.465 | -52.563 |
| EBITDA | 13.018 | 38.353 | 13.160 | 2.693 | 1.684 | 68.908 |
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| (IN T€) | ÜBERLEITUNG | KONZERNABSCHLUSS |
|---|---|---|
| Segmentumsatzerlöse | 0 | 385.900 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 0 | 9.090 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 0 | 376.810 |
| davon Zeitpunktbezogen (freiwillige Angabe) | 0 | 361.175 |
| davon Zeitraumbezogen (freiwillige Angabe) | 0 | 15.635 |
| Abschreibungen | 0 | -52.563 |
| EBITDA | -2.674 | 66.234 |
In der Überleitung zum EBITDA des Konzerns sind folgende Sachverhalte enthalten:
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| 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 | |||
|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | SONDEREFFEKTE | SUMME | SONDEREFFEKTE | SUMME |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Effekte in Erträgen und Aufwendungen | -16.588 | -16.588 | -2.674 | -2.674 |
| EBITDA | 1 -16.588 1 | -16.588 | 1 -2.674 | -2.674 |
In der Spalte "Sondereffekte" werden Sachverhalte dargestellt, die in der Bereinigung des EBITDA berücksichtigt sind. Im Geschäftsjahr 2023 existieren solche Sachverhalte bei der VARTA AG. Der VARTA AG als Mutterunternehmen werden "Sondereffekte" aus den M&A Transaktionen in Höhe von 0,0 Mio. € (2022: 2,7 Mio. €), Effekte aus der Restrukturierung in Höhe von 16,6 Mio. € (2022: 0,0 Mio. €) und Effekte aus der aktienbasierten Vergütung in Höhe von 0,001 Mio. € (2022: 0,01 Mio. €) zugeordnet.
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung des EBITDAs der Segmente auf das Ergebnis vor Steuern dargestellt:
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| EBITDA | -23.401 | 66.234 |
| Abschreibungen und Wertminderung | -67.221 | -52.563 |
| EBIT | -90.622 | 13.671 |
| Finanzergebnis | -17.157 | -7.190 |
| Ergebnis vor Steuern | -107.779 | 6.481 |
Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns aufgeteilt nach bestimmten geografischen Standorten. Bei der Darstellung dieser Informationen auf geografischer Grundlage basieren die Umsatzerlöse eines Segments auf den geografischen Standorten der Kunden und die Vermögenswerte eines Segments auf den geografischen Standorten der Vermögenswerte.
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| 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 30. JUNI 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 | 31. DEZEMBER 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | UMSATZERLÖSE * | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE ** | UMSATZERLÖSE * | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE ** |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Europa | 275.555 | 659.105 | 253.084 | 674.823 |
| Davon in Deutschland | 139.966 | 607.753 | 114.076 | 617.979 |
| Amerika | 18.245 | 3.752 | 16.478 | 3.860 |
| Asien | 41.238 | 12.907 | 102.858 | 12.822 |
| Davon in China | 16.309 | 123 | 42.161 | 0 |
| Sonstige | 4.007 | 0 | 4.390 | 0 |
| Summe | 339.045 | 675.764 | 376.810 | 691.505 |
* Die Umsatzerlöse richten sich nach dem Sitz des Kunden.
** Langfristige Vermögenswerte beinhalten zu diesem Zweck, Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.
Die Umsatzerlöse der Segmente "Consumer Batteries" und "Energy Storage Systems" sind mehrheitlich in der Position Europa enthalten. Die Umsätze der Regionen Asien und Amerika sind mehrheitlich den Segmenten "Lithium-Ion CoinPower", "Micro Batteries" und "Sonstige" zuzuordnen.
Die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vertragsvermögenswerte des Konzerns teilen sich folgendermaßen auf Produkte und Dienstleistungen auf:
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| 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 30. JUNI 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 | 31. DEZEMBER 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | UMSATZERLÖSE | FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE | UMSATZERLÖSE | FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND VERTRAGSVERMÖGENSWERTE |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| davon aus Produktverkauf | 336.952 | 82.457 | 376.076 | 113.460 |
| davon aus Verkauf von Dienstleistungen | 2.093 | 558 | 734 | 877 |
| Summe | 339.045 | 83.015 | 376.810 | 114.337 |
Im Geschäftsjahr 2023 konnte kein Kunde identifiziert werden, der einen Umsatzanteil von mehr als 10 % vom Konzernumsatz erreicht hat. Im Vorjahr erreichte ein Kunde aus dem Segment "Lithium-Ion CoinPower" einen Umsatz in Höhe von 71,9 Mio. €, was einem Umsatzanteil von mehr als 10 % vom Konzernumsatz entspricht.
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| (IN T€) | GRUNDSTÜCKE | GEBÄUDE | NUTZUNGSRECHTE GEBÄUDE | TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN | NUTZUNGSRECHTE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN | ANDERE ANLAGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | ||||||
| Stand 1. Januar 2023 | 3.165 | 19.926 | 114.542 | 488.932 | 12.093 | 108.651 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -1 | -155 | -296 | -1 | -87 |
| Zugänge | 0 | 0 | 10.243 | 4.086 | 3 | 1.335 |
| Abgänge | 0 | 0 | -1.195 | -58 | -2 | -132 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 35.767 | 0 | 9.843 |
| Stand 30. Juni 2023 | 3.165 | 19.925 | 123.435 | 528.431 | 12.093 | 119.610 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2023 | 0 | 2.216 | 35.383 | 266.538 | 8.178 | 47.575 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -1 | -104 | -146 | 0 | -68 |
| Zugänge | 0 | 391 | 7.432 | 21.803 | 1.371 | 5.863 |
| Zugänge Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 25.882 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | -1.135 | -58 | -2 | -55 |
| Stand 30. Juni 2023 | 0 | 2.606 | 41.576 | 314.019 | 9.547 | 53.315 |
| Buchwerte am 30. Juni 2023 | 3.165 | 17.319 | 81.859 | 214.412 | 2.546 | 66.295 |
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| (IN T€) | NUTZUNGSRECHTE ANDERE ANLAGEN | ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN | SACHANLAGEVERMÖGEN |
|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | |||
| Stand 1. Januar 2023 | 7.926 | 278.110 | 1.033.345 |
| Währungsdifferenzen | -56 | -21 | -617 |
| Zugänge | 1.233 | 22.414 | 39.314 |
| Abgänge | -988 | 0 | -2.375 |
| Umbuchungen | 0 | -45.610 | 0 |
| Stand 30. Juni 2023 | 8.115 | 254.893 | 1.069.667 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1. Januar 2023 | 4.575 | 76.987 | 441.452 |
| Währungsdifferenzen | -30 | 0 | -349 |
| Zugänge | 1.165 | 0 | 38.025 |
| Zugänge Wertminderung | 0 | 0 | 25.882 |
| Abgänge | -954 | 0 | -2.204 |
| Stand 30. Juni 2023 | 4.756 | 76.987 | 502.806 |
| Buchwerte am 30. Juni 2023 | 3.359 | 177.906 | 566.861 |
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| (IN T€) | GRUNDSTÜCKE | GEBÄUDE | NUTZUNGSRECHTE GEBÄUDE | TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN | NUTZUNGSRECHTE TECHNISCHE ANLAGEN UND MASCHINEN | ANDERE ANLAGEN |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | ||||||
| Stand 1. Januar 2022 | 3.165 | 19.677 | 107.005 | 396.883 | 14.971 | 78.053 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 204 | 504 | -1 | 168 |
| Zugänge | 0 | 35 | 8.151 | 22.375 | 0 | 6.594 |
| Abgänge | 0 | 0 | -818 | -4.420 | -2.877 | -2.336 |
| Umbuchungen | 0 | 214 | 0 | 73.590 | 0 | 26.172 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 3.165 | 19.926 | 114.542 | 488.932 | 12.093 | 108.651 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1. Januar 2022 | 0 | 1.438 | 21.944 | 141.011 | 6.104 | 32.299 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 143 | 208 | -1 | 136 |
| Zugänge | 0 | 778 | 13.796 | 71.074 | 2.897 | 10.915 |
| Zugänge Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 58.637 | 0 | 6.393 |
| Abgänge | 0 | 0 | -500 | -4.392 | -822 | -2.168 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 0 | 2.216 | 35.383 | 266.538 | 8.178 | 47.575 |
| Buchwerte am 31. Dezember 2022 | 3.165 | 17.710 | 79.159 | 222.394 | 3.915 | 61.076 |
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| (IN T€) | NUTZUNGSRECHTE ANDERE ANLAGEN | ANLAGEN IM BAU UND GELEISTETE ANZAHLUNGEN | SACHANLAGEVERMÖGEN |
|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | |||
| Stand 1. Januar 2022 | 7.834 | 290.550 | 918.138 |
| Währungsdifferenzen | -30 | -31 | 814 |
| Zugänge | 1.794 | 87.567 | 126.516 |
| Abgänge | -1.672 | 0 | -12.123 |
| Umbuchungen | 0 | -99.976 | 0 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 7.926 | 278.110 | 1.033.345 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
| Stand 1. Januar 2022 | 3.996 | 0 | 206.792 |
| Währungsdifferenzen | -13 | 0 | 473 |
| Zugänge | 2.211 | 0 | 101.671 |
| Zugänge Wertminderung | 0 | 76.987 | 142.017 |
| Abgänge | -1.619 | 0 | -9.501 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 4.575 | 76.987 | 441.452 |
| Buchwerte am 31. Dezember 2022 | 3.351 | 201.123 | 591.893 |
Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen entfiel auf die Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen, dem Aufbau einer Pilotanlage für großformatige Zellen sowie einer neuen Fabrik für Energiespeicher.
Aufgrund der Unterauslastung im CoinPower Bereich wurden die Nutzungsdauern zu Jahresbeginn angepasst. Dadurch haben sich die Abschreibungen des Sachanlagevermögens von 52,6 Mio. € im selben Vorjahreszeitraum 2022 auf 38,0 Mio. € in 2023 reduziert.
In den Zugängen der technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 0,4 Mio. € (2022: 0,6 Mio. €) enthalten. Innerhalb der Zugänge Anlagen im Bau sind aktivierte Eigenleistungen in Höhe von 0,5 Mio. € (2022: 1,3 Mio. €) enthalten.
Im ersten Halbjahr 2023 wurde eine nicht-zahlungswirksame außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von 25,9 Mio. € in der CGU "Lithium-Ion CoinPower" aufgrund geringerer Volumenerwartung für 2023 vorgenommen.
Für das Sachanlagevermögen bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2022 und 2023. Das Bestellobligo aus dem Kauf von Sachanlagevermögen beträgt 37,4 Mio. € (2022: 71,2 Mio. €).
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| (IN T€) | GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT | GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE UND SONSTIGES IMMATERIELLES VERMÖGEN | MARKENRECHTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE RECHTE | ENTWICKLUNGSKOSTEN | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | |||||
| Stand 1. Januar 2023 | 4.936 | 32.912 | 32.501 | 65.142 | 135.491 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -5 | 0 | -1 | -6 |
| Zugänge | 0 | 598 | 0 | 12.010 | 12.608 |
| Stand 30. Juni 2023 | 4.936 | 33.505 | 32.501 | 77.151 | 148.093 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2023 | 4.299 | 14.969 | 1.441 | 15.170 | 35.879 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -3 | 0 | 0 | -3 |
| Zugänge | 0 | 2.240 | 144 | 930 | 3.314 |
| Stand 30. Juni 2023 | 4.299 | 17.206 | 1.585 | 16.100 | 39.190 |
| Buchwerte am 30. Juni 2023 | 637 | 16.299 | 30.916 | 61.051 | 108.903 |
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| (IN T€) | GESCHÄFTS- UND FIRMENWERT | GEWERBLICHE SCHUTZRECHTE UND SONSTIGES IMMATERIELLES VERMÖGEN | MARKENRECHTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE RECHTE | ENTWICKLUNGSKOSTEN | GESAMT |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungswerte | |||||
| Stand 1. Januar 2022 | 4.936 | 30.694 | 32.481 | 37.923 | 106.034 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 6 | 0 | 1 | 7 |
| Zugänge | 0 | 2.252 | 20 | 27.218 | 29.490 |
| Abgänge | 0 | -40 | 0 | 0 | -40 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 4.936 | 32.912 | 32.501 | 65.142 | 135.491 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1. Januar 2022 | 0 | 10.401 | 1.135 | 13.042 | 24.578 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 3 | 0 | 0 | 3 |
| Zugänge | 0 | 4.573 | 306 | 2.128 | 7.007 |
| Zugang Wertminderung | 4.299 | 0 | 0 | 0 | 4.299 |
| Abgänge | 0 | -8 | 0 | 0 | -8 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 4.299 | 14.969 | 1.441 | 15.170 | 35.879 |
| Buchwerte am 31. Dezember 2022 | 637 | 17.943 | 31.060 | 49.972 | 99.612 |
Von den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 12,9 Mio. € (2022: 6,2 Mio. €) wurden im Jahr 2023 selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, welche noch nicht zur Nutzung bereit sind, in Höhe von 12,0 Mio. € (2022: 27,2 Mio. €) erfasst.
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 11,6 Mio. € erfasst (2022: 14,1 Mio. €).
Für immaterielle Vermögenswerte bestanden keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen während der Geschäftsjahre 2022 und 2023.
Der Konzern mietet verschiedene Produktions-, Büro und Lagergebäude sowie Anlagen und Fahrzeuge. Die Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von 1,5 bis 13 Jahren abgeschlossen, können jedoch Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen beinhalten oder auch unbefristet sein. Die Entwicklung des geleasten Anlagevermögens ist in den Erläuterungen "14. Sachanlagevermögen" dargestellt.
Der Gesamtbetrag der Zahlungen für Leasingverhältnisse im Berichtsjahr beläuft sich auf 12,6 Mio. € (2022: 12,4 Mio. €).
Die Summe der künftigen Leasingzahlungen aufgrund unkündbarer Leasingverträge beträgt:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Leasingverpflichtungen - kurzfristig | 17.671 | 17.397 |
| Leasingverpflichtungen - langfristig | 70.656 | 69.700 |
| Summe | 88.327 | 87.097 |
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 18.290 | 18.351 |
| davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 54.600 | 50.975 |
| davon Restlaufzeit über 5 Jahre | 18.985 | 21.375 |
| Summe Leasingzahlungen (undiskontiert) | 91.875 | 90.701 |
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Werte | ||
| Zinsaufwand Leasingverbindlichkeiten | 532 | 626 |
| Erträge aus der Untervermietung von geleasten Vermögenswerten | 0 | -72 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 218 | 359 |
| Aufwendungen aus langfristigen Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte | 1.481 | 1.297 |
| Summe | 2.231 | 2.210 |
Variable Leasingzahlungen und Restwertgarantien kommen momentan nicht zum Tragen. Verlängerungs- und Kündigungsoptionen werden berücksichtigt.
Die Vorräte teilen sich in folgende Positionen auf:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 82.153 | 89.471 |
| Unfertige Erzeugnisse | 32.243 | 33.110 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 106.741 | 100.736 |
| Vorräte | 221.137 | 223.317 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Wertminderungsertrag (+) / -aufwand (-) | -2.843 | -4.450 |
Die Vorräte sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt von 223,3 Mio. € auf 221,1 Mio. € leicht zurückgegangen. Durch Optimierungen im Working Capital und einer absatzbedingten Produktionsanpassung konnte die Bevorratung in Summe stabil gehalten werden. Die im Berichtsjahr als Aufwand ausgewiesenen Vorräte beliefen sich auf 182,6 Mio. € (2022: 191,6 Mio. €). Sie sind im Materialaufwand enthalten.
Die Wertminderungen der Vorräte werden im Materialaufwand erfasst und betragen in der Berichtsperiode 2,8 Mio. € (2022: 4,5 Mio. €). Der Buchwert der wertgeminderten Vorräte beträgt 23,9 Mio. € (2022: 16,2 Mio. €). Die Wertminderungen entfallen dabei in Höhe von 2,0 Mio. € auf die Segmente "Lithium-Ion CoinPower", "Micro Batteries" sowie "Sonstige" und 0,8 Mio. € auf die Segmente "Consumer Batteries" sowie "Energy Storage Systems".
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen Dritte (brutto) | 80.927 | 111.586 |
| Vertragsvermögenswerte | 3.550 | 3.959 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte (brutto) | 84.477 | 115.545 |
| Abzüglich Wertberichtigungen | -1.462 | -1.208 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte (netto) | 83.015 | 114.337 |
Die Forderungen gegen Dritte (brutto) sind im Vergleich zum 31. Dezember 2022 um 30,7 Mio. € zurückgegangen. Dieser Rückgang ist sowohl auf den geringeren Umsatz zurückzuführen als auch saisonal bedingt.
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Sonstige Vermögenswerte | 89.199 | 82.911 |
| davon kurzfristig | 50.803 | 44.958 |
| davon langfristig | 38.396 | 37.953 |
Unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten werden sowohl der Erstattungsanspruch aus dem im Juni 2017 getätigten Schuldbeitritt der VARTA Microbattery GmbH, als auch der in 2022 rechtlich wirksame Schuldbeitritt der VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA in Höhe von insgesamt 38,4 Mio. € (2022: 37,7 Mio. €) ausgewiesen.
Die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Förderprojekten | 26.799 | 23.326 |
| Sonstige Steuerforderungen | 999 | 3.785 |
| Sonstige Forderungen | 14.829 | 16.134 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 8.176 | 1.713 |
| Summe | 50.803 | 44.958 |
Die Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von 26,8 Mio. € (2022: 23,3 Mio. €) bestehen sowohl gegenüber der Europäischen Kommission sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und den Ländern Bayern und Baden-Württemberg.
Die Forderungen aus Förderprojekten in Höhe von 8,4 Mio. € (2022: 6,8 Mio. €) bestehen einerseits gegenüber der Europäischen Kommission als Fördermittelgeber von Förderprojekten und andererseits gegenüber Projektpartnern von Forschungsprojekten, bei denen der Konzern als Projekt-Koordinator fungiert und die Zuschüsse treuhänderisch vom Fördergeber erhält und an die Projektpartner weiterreicht. Zum 30. Juni 2023 bestehende weitergeleitete Vorschusszahlungen an die beteiligten Kooperationspartner betragen 5,1 Mio. € (2022: 5,0 Mio. €).
Der Forderungsbestand aus dem Förderprojekt IPCEI hat sich in 2023 von 16,5 Mio. € auf 18,4 Mio. € erhöht.
Die sonstigen Forderungen haben sich zum 30. Juni 2023 nur unwesentlich um 1,3 Mio. € zum Vorjahr verringert. Die noch bestehende Forderung aus dem Erstattungsanspruch gegenüber Energizer beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf 7,8 Mio. €.
Bei der Position übrige sonstige Vermögenswerte handelt es sich im Wesentlichen um aktive Rechnungsabgrenzungsposten, welche sich saisonal bedingt zum Halbjahr um 6,5 Mio. € erhöht haben.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können wie folgt aufgegliedert werden:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 18 | 18 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 53.973 | 108.691 |
| Summe | 53.991 | 108.709 |
Das Eigenkapital des VARTA AG Konzerns hat sich 2023 wie folgt entwickelt:
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| SONSTIGE RÜCKLAGEN | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (IN T€) | GEZEICHNETES KAPITAL | KAPITALRÜCKLAGE | GEWINNRÜCKLAGEN * | WÄHRUNGSDIFFERENZEN | HEDGING RESERVE | SUMME EIGENKAPITAL |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2023 | 40.422 | 252.292 | -56.393 | 3.144 | 0 | 239.465 |
| Effekt aus aktienbasierter Vergütung | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Kapitalerhöhung | 2.220 | 48.507 | 0 | 0 | 0 | 50.727 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | -110.406 | 0 | 0 | -110.406 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 497 | -279 | 0 | 218 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -109.909 | -279 | 0 | -110.188 |
| Stand am 30. Juni 2023 | 42.642 | 300.800 | -166.302 | 2.865 | 0 | 180.005 |
* Gewinnrücklagen inklusive Jahresergebnis
Die VARTA AG hat im März eine Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden 2.220.000 neue Aktien zu einem Preis von 22,85 Euro ausgegeben und damit zu einem Discount von 4 % auf den Xetra-Schlusskurs vom 21. März 2023. Die neuen Aktien sind für das Geschäftsjahr 2022 voll dividendenberechtigt und tragen dieselben Rechte wie die bestehenden Aktien. Aus der Kapitalerhöhung fließt der Gesellschaft ein Bruttoemissionserlös von 50,7 Mio. € zu. Die Zeichnung der neuen Aktien erfolgte ausschließlich durch die VGG Beteiligungen SE, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Montana Tech Components. Die neuen Aktien stammen aus genehmigtem Kapital und wurden unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre ausgegeben.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Aktien. Da weder im Berichtszeitraum noch im Vorjahreszeitraum Sachverhalte vorlagen, aus denen Verwässerungseffekte resultieren, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
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| 30. JUNI 2023 | 30. JUNI 2022 | |
|---|---|---|
| Ergebnis, den Aktionären zurechenbar in T€* | -110.406 | 2.784 |
| Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stammaktien (TStk) | 42.642 | 40.422 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -2,59 | 0,07 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -2,59 | 0,07 |
* Das Ergebnis je Aktie bezieht sich auf die Aktien der VARTA AG
Die Anzahl der Aktien hat sich über die Jahre 2022 und 2023 hinweg wie folgt entwickelt:
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| ANZAHL DER AKTIEN | |
|---|---|
| 1. Januar 2022 | 40.421.686 |
| 31. Dezember 2022 | 40.421.686 |
| 30. Juni 2023 | 42.641.686 |
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 42.641.686 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um auf den Inhaber lautende Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 € repräsentieren.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 513.575 | 515.795 |
| davon langfristig | 373.118 | 18.795 |
| davon kurzfristig | 140.457 | 497.000 |
| Zusammensetzung der anderen finanziellen Verbindlichkeiten | ||
| Summe | 513.575 | 515.795 |
| Zwischensumme andere nichtderivative finanzielle Verbindlichkeiten | 512.874 | 515.795 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 490.874 | 488.724 |
| sonstige andere finanzielle Verbindlichkeiten | 22.000 | 27.071 |
| Derivative Finanzverbindlichkeiten | 701 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von 488,7 Mio. € auf 490,9 Mio. € aufgrund der gestiegenen Refinanzierungskosten sowie der Verlängerung bis Ende 2026 erhöht.
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Summe | 58.267 | 57.643 |
| davon langfristig | 54.825 | 53.932 |
| davon kurzfristig | 3.442 | 3.711 |
| Zusammensetzung der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer | ||
| Summe | 58.267 | 57.643 |
| Pensionen | 44.282 | 42.893 |
| Abfindungen | 7.755 | 8.719 |
| Jubiläumsgelder | 1.545 | 1.565 |
| Altersteilzeit | 4.685 | 4.466 |
Die Rückstellungen für Pensionen erhöhten sich auf Grund von veränderten versicherungsmathematischen Annahmen, insbesondere durch einen leicht rückläufigen Abzinsungssatz von 3,7 % auf 3,5 %.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 59.597 | 78.080 |
| Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 13.201 | 23.164 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Gesellschaften | 246 | 129 |
| Summe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 73.044 | 101.373 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1.270 | 2.534 |
| Erhaltene Anzahlungen | 13.561 | 15.294 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 87.875 | 119.201 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten sowie erhaltene Anzahlungen gesamt | 87.875 | 119.201 |
| davon sofort fällig | 18.151 | 43.151 |
| davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 69.724 | 76.050 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten sind in Summe um 31,3 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der regulären Verbindlichkeiten aus Lieferungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einschließlich der erhaltenen Anzahlungen und Vertragsverbindlichkeiten sind in Summe um 31,3 Mio. € gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der regulären Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den geringeren Verbindlichkeiten aus dem Erwerb von Sachanlagevermögen zurückzuführen.
Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich insgesamt auf 13,6 Mio. € und stehen in Zusammenhang mit Verpflichtungen aus zum Teil schwebenden Geschäften des VARTA AG Konzerns. Die daraus resultierenden Verbindlichkeiten des VARTA AG Konzerns werden im Rahmen erfolgter Leistungserbringung getilgt und erfüllen die Ansatzvoraussetzungen gemäß IFRS 15.16 als erhaltene Anzahlungen. Dieser Darstellung liegt die Einschätzung zugrunde, dass die Vorauszahlungen vollumfänglich durch spätere Leistungserbringung gedeckt werden. Der Zahlungsmittelzufluss ist im Netto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthalten. Für im Vorjahr ausgewiesene erhaltene Anzahlungen erfolgte im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 12,4 Mio. € (2022: 36,0 Mio. €) eine Verrechnung mit entsprechenden Forderungen aus Lieferabrufen.
Die Vertragsverbindlichkeiten per 30. Juni 2023 haben sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1,3 Mio. € (2022: 2,5 Mio. €) reduziert.
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 34.915 | 27.396 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 34.891 | 33.364 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 69.806 | 60.760 |
Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 33,4 Mio. € auf 34,9 Mio. €. Im Wesentlichen ist dies auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Förderprojekten in Höhe von 5,1 Mio. € (2022: 5,0 Mio. €) und Verbindlichkeiten ggü. Mitarbeitern in Höhe von 1,6 Mio. € (2022: 0,5 Mio. €) zurückzuführen.
Bei den zum 30. Juni 2023 bestehenden langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 34,9 Mio. € (2022: 27,4 Mio. €). Dabei handelt es sich um passive Rechnungsabgrenzungsposten.
Die sonstigen Rückstellungen der Geschäftsjahre 2023 und 2022 setzen sich wie folgt zusammen:
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| (IN T€) | RESTRUKTURIERUNG | GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN | ENTSORGUNGS-, WIEDERHERSTELLUNGS- & ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN | GESAMT 2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| Fälligkeit | |||||
| Langfristig | 0 | 6.768 | 0 | 0 | 6.768 |
| Kurzfristig | 6.981 | 5.153 | 16 | 3.495 | 15.646 |
| Summe Rückstellungen | 6.981 | 11.921 | 16 | 3.495 | 22.414 |
| Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2023 | |||||
| Stand 1. Januar 2023 | 0 | 11.312 | 15 | 4.879 | 16.206 |
| Zuführung inkl. Aufzinsung | 6.981 | 3.062 | 0 | 501 | 10.544 |
| Verbrauch | 0 | -2.447 | 0 | -1.841 | -4.288 |
| Auflösung | 0 | 0 | 0 | -32 | -32 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -6 | 1 | -11 | -16 |
| Stand 30. Juni 2023 | 6.981 | 11.921 | 16 | 3.496 | 22.414 |
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| (IN T€) | RESTRUKTURIERUNG | GEWÄHRLEISTUNGEN, GARANTIEN | ENTSORGUNGS-, WIEDERHERSTELLUNGS- & ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN | ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN | GESAMT 2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| Fälligkeit | |||||
| Langfristig | 0 | 6.768 | 0 | 0 | 6.768 |
| Kurzfristig | 0 | 4.544 | 15 | 4.879 | 9.438 |
| Summe Rückstellungen | 0 | 11.312 | 15 | 4.879 | 16.206 |
| Entwicklung der sonstigen Rückstellungen in 2022 | |||||
| Stand 1. Januar 2022 | 716 | 10.757 | 1.357 | 9.264 | 22.094 |
| Zuführung inkl. Aufzinsung | 0 | 4.360 | 15 | 2.362 | 6.737 |
| Verbrauch | -716 | -3.821 | -1.355 | -6.090 | -11.982 |
| Auflösung | 0 | -5 | 0 | -696 | -701 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 21 | -2 | 39 | 58 |
| Stand 31. Dezember 2022 | 0 | 11.312 | 15 | 4.879 | 16.206 |
Im Rahmen der Restrukturierung der VARTA AG Gruppe werden Kosten, insbesondere für die Reduktion von Mitarbeitenden, anfallen. Diese betragen geschätzt zum 30. Juni 2023 7,0 Mio. €.
Beim Verkauf von Produkten werden Produktgarantien gewährt. Hierfür werden jährlich Rückstellungen gebildet. Die Berechnung der Garantie- / Gewährleistungsrückstellungen erfolgt nach dem Prinzip der Multiplikation der betreffenden Liefermengen mit der erwarteten Schadenswahrscheinlichkeit in den jeweiligen Zeitperioden und den durchschnittlichen Kosten pro Fall. Die Rückstellungen decken in der Regel eine angemessene Garantie- und Kulanzzeit ab. In den Segmenten "Micro Batteries" und "Lithium-Ion CoinPower" wird dieser Anspruch erfahrungsgemäß im Folgejahr in Anspruch genommen. Bei "Energy Storage Systems" wird gegen Ende der Garantielaufzeit von einem Anstieg in der Inanspruchnahme ausgegangen. Die Zuführung erfolgt hierbei zum Verkaufszeitpunkt. Die starke Umsatzreduzierung im Segment "Lithium-Ion CoinPower", im Vergleich zum Vorjahr, führt zu einer Reduzierung innerhalb dieses Bereiches, jedoch sind im Vergleich zum Vorjahr in diesem Bereich die Retourenquoten leicht angestiegen, dies spielt gegenläufig in diesem Segment mit ein. Das starke Umsatzwachstum im Segment "Energy Storage Systems" ist maßgeblicher Treiber für den Anstieg der Rückstellungen.
Die Hersteller und Vertreiber von Batterien unterliegen gesetzlichen Verpflichtungen, Rücknahmesysteme für gebrauchte Batterien vorzuhalten, um eine fachgerechte sowie umwelt- und ressourcenschonende Entsorgung oder Wiederaufbereitung zu gewährleisten. Die ausgewiesenen Rückstellungen resultieren dabei im Wesentlichen aus ausstehenden Beiträgen für diese Rücknahmesysteme.
Die übrigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Provisionen in Höhe von 1,0 Mio. € (2022: 0,8 Mio. €), sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen über 0,5 Mio. € (2022: 0,5 Mio. €). Die sonstigen ungewissen Verbindlichkeiten belaufen sich auf 0,3 Mio. € (2022: 2,2 Mio. €). Des Weiteren sind in den sonstigen Rückstellungen Risiken für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 0,9 Mio. € (2022: 0,8 Mio. €) enthalten.
Die abgegrenzten Schulden umfassen folgende wesentliche Positionen:
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| (IN T€) | 30. JUNI 2023 | 31. DEZEMBER 2022 |
|---|---|---|
| Urlaubsansprüche, Überstunden und Zeitausgleich | 12.050 | 10.496 |
| Prämien an Mitarbeitende und Vorstände | 7.010 | 5.851 |
| Sonstige abgegrenzte Schulden im Personalbereich | 6.973 | 10.083 |
| Summe abgegrenzte Schulden im Personalbereich | 26.033 | 26.430 |
| Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung | 2.466 | 2.361 |
| Ausstehende Rechnungen | 11.602 | 12.985 |
| Kundenbonusrückstellung | 37.986 | 55.777 |
| Übrige abgegrenzte Schulden | 1.250 | 1.375 |
| Sonstige abgegrenzte Schulden | 53.304 | 72.498 |
| Abgegrenzte Schulden | 79.337 | 98.928 |
Die abgegrenzten Schulden im Personalbereich sind im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich von 26,4 Mio. € auf 26,0 Mio. € gesunken. In den sonstigen abgegrenzten Schulden für Personal sind 1,8 Mio. € langfristig.
Die Entwicklung resultiert aus der Zunahme der Urlaubsrückstellungen aufgrund von Urlaubsaufbau im ersten Halbjahr. Die Entwicklung ist saisonal bedingt und wird sich zum Jahresende wieder relativieren. Die Prämien für Mitarbeiter sind aufgrund von Bonusrückstellungen für Mitarbeiter und Abgrenzungen für zusätzliche arbeitsfreie Tage gestiegen. Die sonstigen abgegrenzten Schulden für Personal haben sich aufgrund von geringeren Abfindungsrückstellungen sowie geringeren Rückstellungen für Poolarbeitskräfte und sonstigen Personalrückstellungen reduziert.
Die sonstigen abgegrenzten Schulden belaufen sich auf 53,3 Mio. € (2022: 72,5 Mio. €). Der wesentliche Teil entfällt dabei auf die Kundenbonusrückstellungen in Höhe von 38,0 Mio. € (2022: 55,8 Mio. €), welche aufgrund von Jahresvereinbarungen zu Beginn des Kalenderjahres für das Vorjahr abgerechnet und ausgezahlt werden. Die Entwicklung ist daher saisonal bedingt und wird sich zum Jahresende wieder relativieren. In den sonstigen abgegrenzten Schulden entfallen 0,6 Mio. € auf langfristig.
Durch den Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen konnten folgende Umsätze erzielt werden:
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 339.045 | 376.810 |
| davon aus Produktverkauf | 336.952 | 376.076 |
| davon aus dem Verkauf von Dienstleistungen | 2.093 | 734 |
Die Umsatzerlöse beinhalten in Höhe von 1,9 Mio. € (2022: 4,5 Mio. €) periodenfremde Erträge aus der Anpassung von Kundenbonusrückstellungen.
Die Erlöse aus Produktverkäufen beinhalten Umsatzerlöse aus allen Segmenten (vgl. Erläuterungen "13. Segmentberichterstattung".
Die Umsatzerlöse aus Verkäufen von Dienstleistungen enthalten im Wesentlichen Dienstleistungen für Produktdesign und Kundenprojekte.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Veränderung der unfertigen Erzeugnisse | -948 | 6.180 |
| Veränderung der fertigen Erzeugnisse | 8.374 | 43.967 |
| Erhöhungder fertigen und unfertigen Erzeugnisse | 7.426 | 50.147 |
Die Erhöhung der fertigen Erzeugnisse zum Halbjahr 2023 resultiert im Wesentlichen aus dem Bestandsaufbau von Konsumentenbatterien im Segment "Consumer Batteries" für das bevorstehende Jahresendgeschäft. Das Segment "Consumer Batteries" ist grundsätzlich von einer Saisonalität geprägt. Durch Optimierungen im Working Capital und einer absatzbedingten Produktionsanpassung fiel der Bestandsaufbau im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur entsprechenden Periode des Vorjahres jedoch deutlich geringer aus.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Aktivierte Eigenleistungen | 12.908 | 6.167 |
Die aktivierten Eigenleistungen betreffen im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12,0 Mio. € (2022: 6,2 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem IPCEI Projekt durch geänderten Ausweis. Nähere Einzelheiten hierzu unter Kapitel 3.7 Änderungen nach IAS 8 im Geschäftsbericht 2022.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten die folgenden Positionen:
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| Subventionen und öffentliche Zuwendungen | 6.210 | 41.304 |
| Auflösung Rückstellungen & abgegrenzte Schulden | 887 | 1.045 |
| Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen | 27 | 2 |
| Sonstiges | 2.630 | 6.662 |
| Summe | 9.754 | 49.013 |
Die öffentlichen Zuwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 6,2 Mio. € (2022: 41,3 Mio. €) und wurden im Wesentlichen für die VARTA Microbattery GmbH und VARTA Microbattery S.R.L. bereitgestellt. Für das im nächsten Abschnitt erläuterte "Important Project of Common European Interest" (IPCEI), wurde die Förderung an vielfältige Bedingungen geknüpft und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Ländern Baden-Württemberg und Bayern gewährt.
Das als förderfähig beurteilte Vorhaben ist Teil des sog. IPCEI und soll zu der Entwicklung einer innovativen, über den aktuellen Stand der Technik hinausgehenden sowie nachhaltigen und umweltverträglichen Batteriewertschöpfungskette in Deutschland und in der Europäischen Union beitragen. Dementsprechend sollen die Ergebnisse des geförderten Vorhabens vorrangig in der Europäischen Union gewerblich genutzt werden. Die Zuwendung bezweckt darüber hinaus Spillover-Effekte des geförderten Vorhabens auf die europäische Wirtschaft und Gesellschaft durch Wissens- und Technologieaustausch mit Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und anderen Unternehmen. Mit der Zuwendung soll zudem im Rahmen des rechtlich Zulässigen erreicht werden, dass die Zuwendungsempfänger Komponenten, Materialien und Produktionsanlagen ihrer Produkte und Dienstleistungen, soweit wirtschaftlich möglich, bei anderen deutschen und europäischen Unternehmen beziehen, um damit auch vorgelagerte Märkte und Abschnitte der Wertschöpfungskette zu fördern. Des Weiteren sollen die Produkte und Dienstleistungen durch besondere Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit gekennzeichnet sein und einer nachhaltigen und umweltverträglichen Wiederverwendung und Entsorgung Vorschub leisten.
Mit der Zuwendung soll zudem Ellwangen als Innovations-, Wirtschafts- und Produktionsstandort gefördert und gestärkt werden. Zugleich werden mit der Zuwendung die Entwicklung, Herstellung und der Betrieb von im Vergleich zum Stand der Technik besonders nachhaltigen und umweltverträglichen Anlagen, Bauten und Betriebsstätten angestrebt. Nachhaltigkeitsaspekte sollen in allen Prozessen der Planung, des Baus und der Bewirtschaftung berücksichtigt werden.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge ist maßgeblich auf die verringerten Erträge aus Subventionen und öffentlichen Zuwendungen in Höhe von 26,9 Mio. € sowie auf die im Jahresabschluss 2022 unter Kapitel "Änderungen nach IAS 8" beschriebene Änderung des Ausweises in Höhe von 7,5 Mio. € zurückzuführen. Die Förderungen haben sich im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäß reduziert.
Der Rückgang in der Position "Sonstiges" ist maßgeblich auf Entschädigungen aus Patentrechtsstreitigkeiten im Vorjahr in Höhe von 3,8 Mio. € zurückzuführen.
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 175.559 | 185.131 |
| Sonstige Materialaufwendungen und bezogene Leistungen | 7.324 | 7.518 |
| Materialbearbeitung und -veredelung durch Dritte | 6.498 | 5.924 |
| Sonstiges | 1.876 | 1.687 |
| Summe | 191.257 | 200.260 |
Der Rückgang des "Aufwands für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren" resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Produktionsmenge. Die geringere Produktionsmenge ist das Ergebnis eines nachfragebedingten Absatzrückgangs in der ersten Jahreshälfte. In der Position "sonstige Materialaufwendungen und bezogene Leistungen" waren im Vorjahr aufgrund der Kapazitätserweiterungen und des damit verbundenen Personalbedarfs temporär höhere Kosten für Zeitarbeitskräfte enthalten. Die Position "Sonstiges" enthält Verbrauchsmaterial, das direkt für Fertigungs- bzw. Kundenaufträge beschafft und ohne Lagerung verbraucht wird. Darüber hinaus sind hier auch Aufwendungen für Verpackung, Abfallentsorgung, Lagerkosten und Vorlauffrachten enthalten. Aufwendungen aus Rohstoffsicherungen werden im Materialaufwand ausgewiesen.
Die Personalaufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 99.716 | 111.414 |
| Aufwand für gesetzliche Sozialabgaben | 12.311 | 11.871 |
| Aufwand für Abfindungen | 9.222 | 1.753 |
| Pensionsaufwand | 7.833 | 9.209 |
| Sonstiger Personalaufwand | 1.462 | 1.480 |
| Summe | 130.544 | 135.727 |
Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % geringfügig gesunken. Die gesunkenen Kosten bei den Löhnen und Gehältern ist auf die Kurzarbeit sowie gesunkene Mitarbeiterzahlen zurückzuführen. Der Anstieg der Aufwendungen für Abfindungen steht im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterabbau im Rahmen der Restrukturierung.
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (ohne Nutzungsrechte) | 28.057 | 39.513 |
| Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte | 9.968 | 9.506 |
| Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 3.314 | 3.544 |
| Wertminderung auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 25.882 | 0 |
| Summe | 67.221 | 52.563 |
Durch die außerplanmäßige Wertminderung auf Sachanlagen zum Jahresende 2022 ergeben sich erwartungsgemäß geringere Abschreibungen auf Sachanlagen im Vergleich zum Vorjahr. Darüberhinaus wurde im ersten Halbjahr 2023 eine nicht-zahlungswirksame außerplanmäßige Wertminderung in Höhe von 25,9 Mio. € in der CGU "Lithium-Ion CoinPower" aufgrund geringerer Volumenerwartungen für 2023 vorgenommen.
Darüber hinaus wurde bei den CoinPower-Anlagen festgestellt, dass die verkürzte Nutzungsdauer, die aufgrund des 3- Schicht Betrieb eingeführt wurde, zum aktuellen Zeitpunkt nicht mehr angebracht ist. Folglich wurde mit Beginn des Geschäftsjahres, bei den betroffenen CoinPower-Anlagen, eine längere Nutzungsdauer festgesetzt. Aufgrund der geringeren Auslastung der Anlagen ergab sich eine Verlängerung der Nutzungsdauer auf min. 96 Monate. Diese Nutzungsdaueranpassung führt im Ergebnis zu einer um 16,9 Mio. € geringeren Abschreibung, diese entfallen auf Maschinen, welche bereits in den Vorjahren aktiviert und genutzt wurden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die folgenden Positionen:
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand | 19.023 | 12.782 |
| Energieaufwand | 6.799 | 10.130 |
| Instandhaltung | 6.415 | 8.219 |
| Ausgangsfrachten und Zölle | 5.505 | 6.618 |
| Informationstechnologie | 4.167 | 4.989 |
| Gewährleistungen | 3.926 | 2.136 |
| Sonstige Vertriebskosten | 3.443 | 4.376 |
| Marketing, Werbung und Repräsentationen | 3.375 | 3.841 |
| Provisionen | 2.043 | 2.807 |
| Miete, Leasing und Pacht | 1.699 | 1.657 |
| Versicherungen | 1.494 | 1.413 |
| Lizenzen & Patentgebühren | 987 | 763 |
| Reisekosten | 978 | 1.099 |
| Reinigung | 813 | 1.091 |
| Aufwand für Fremdwährungssicherungen | 691 | 5.507 |
| Wertminderungserträge /-aufwendungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 465 | 711 |
| Beiträge und Gebühren | 392 | 1.026 |
| Ausbildung und Fortbildungskosten | 362 | 472 |
| Bankgebühren | 323 | 493 |
| Sonstiger Steueraufwand (ohne Einkommensteuer) | 318 | 269 |
| Kundenkreditversicherung | 150 | 273 |
| Aufwendungen ggü. nahestehenden Unternehmen | 148 | 195 |
| Ingenieurs- und Honorarleistungen | 0 | 31 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 7.217 | 9.018 |
| Summe | 70.733 | 79.916 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in Summe von 79,9 Mio. € um 9,2 Mio. € auf 70,7 Mio. € gesunken. Aufgrund der Kurzarbeit sowie des gesunkenen Umsatzes konnten die Aufwendungen für Energie um 3,3 Mio. € sowie der Ausgangsfrachten und Zölle um 1,1 Mio. € reduziert werden. Die Aufwendungen für Fremdwährungssicherung reduzierten sich aufgrund der volatilen Preisveränderungen im vergangenen Jahr um 4,8 Mio. €. Die Aufwendungen für "Informationstechnologie" haben sich um 0,8 Mio. € sowie die Aufwendungen für Instandhaltung um 1,8 Mio. € reduziert.
Gegenläufig hat sich die Position "Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand" entwickelt. Diese verzeichnen einen Anstieg in Höhe von 6,2 Mio. € und dies ist im Wesentlichen auf Beraterleistungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung sowie sonstige diverse Beraterleistungen zurückzuführen. Die Gewährleistungsaufwendungen sind um 1,8 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr angestiegen, im Wesentlichen durch höhere Umsätze im Segment "Energy Storage Systems".
Die Position "Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" hat sich um 1,8 Mio. € reduziert. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus geringeren Schadensersatzleistungen im Vergleich zum Vorjahr.
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| (IN T€) | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2023 | 1. JAN. BIS 30. JUN. 2022 |
|---|---|---|
| Zinsertrag | 811 | 970 |
| Zinsaufwand | -16.165 | -3.504 |
| Zinsergebnis | -15.354 | -2.534 |
Der Zinsertrag ist im Jahr 2023 um 0,2 Mio. € auf 0,8 Mio. € nur unwesentlich gesunken.
Die Zinsaufwendungen haben sich im Vergleichszeitraum von 3,5 Mio. € auf 16,2 Mio. € erhöht. Ursächlich hierfür ist einerseits das gestiegene Fremdfinanzierungsvolumen sowie andererseits der Anstieg der variablen Zinssätze gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum.
Die übrigen Finanzerträge und übrigen Finanzaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 1. JAN. BIS | 1. JAN. BIS | |
|---|---|---|
| (IN T€) | 30. JUN. 2023 | 30. JUN. 2022 |
| --- | --- | --- |
| Wechselkursgewinne | 584 | 19 |
| Erträge aus zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten | 0 | 747 |
| Übriger Finanzertrag | 584 | 766 |
| Wechselkursverluste | -1.827 | -5.241 |
| Sonstiger Finanzaufwand mit Dritten | -560 | -181 |
| Übriger Finanzaufwand | -2.387 | -5.422 |
Der Rückgang der übrigen Finanzerträge resultiert aus den gesunkenen Erträgen aus Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten. Gegenläufig haben sich die Gewinne von Wechselkursschwankungen entwickelt.
Der übrige Finanzaufwand reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der Wechselkursschwankungen, insbesondere USD, um 3,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr.
Der Ertragsteueraufwand wird auf Grundlage der Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes für das volle Geschäftsjahr erfasst. Der geschätzte Steuersatz für die Zwischenberichtperiode bis 30. Juni 2023 beläuft sich hiernach auf -7,70 % (30. Juni 2022: 28,84%).
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach Kategorien sowie die beizulegenden Zeitwerte nach Klassen dargestellt:
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| (IN T€) | KATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERTE PER 30. JUNI 2023 | BEIZULEGENDER ZEITWERT | STUFE NACH IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive Finanzinstrumente | ||||
| Sonstige Vermögenswerte langfristig | 38.396 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 38.383 | n/a | n/a |
| - davon sonstige Forderungen und Vermögenswerte | AC | 13 | n/a 1 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 79.465 | |||
| - davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 78.782 | n/a 1 | n/a |
| - davon aus anhaltendem Engagement | n/a | 683 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Vermögenswerte kurzfristig | 108 | |||
| - davon Derivate freistehend | FVTPL | 108 | 108 | 2 |
| Sonstige Vermögenswerte kurzfristig | 50.803 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 9.175 | n/a | n/a |
| - davon sonstige Forderungen und Vermögenswerte | AC | 41.628 | n/a 1 | n/a |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 53.991 | n/a 1 | n/a |
| Summe | 222.763 |
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| (IN T€) | KATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERTE PER 30. JUNI 2023 | BEIZULEGENDER ZEITWERT | STUFE NACH IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|
| Passive Finanzinstrumente | ||||
| Leasingverbindlichkeiten langfristig2 | n/a | 70.656 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 373.118 | |||
| - davon andere finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 373.118 | 402.403 | 3 |
| Leasingverbindlichkeiten kurzfristig2 | n/a | 17.671 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 140.457 | |||
| - davon andere finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 138.384 | n/a 1 | n/a |
| - davon zugehörige Verbindlichkeiten aus anhaltendem Engagement | n/a | 683 | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 86.605 | |||
| - davon erhaltene Anzahlungen | n/a | 13.561 | n/a | n/a |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 73.044 | n/a 1 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig | 34.891 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 17.535 | n/a | n/a |
| - davon übrige sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 17.356 | n/a 1 | n/a |
| Summe | 723.398 |
1 Da der Buchwert aufgrund seiner Kurzfristigkeit einen angemessenen Näherungswert des Zeitwerts darstellt, unterbleibt eine gesonderte Angabe des Zeitwerts.
2 Leasingverbindlichkeiten fallen nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 9. Der beizulegende Zeitwert ist gemäß IFRS 7.29 d nicht anzugeben
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| (IN T€) | KATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2022 | BEIZULEGENDER ZEITWERT | STUFE NACH IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive Finanzinstrumente | ||||
| Sonstige Vermögenswerte langfristig | 37.953 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 37.715 | n/a | n/a |
| - davon sonstige Forderungen und Vermögenswerte | AC | 238 | n/a 1 | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 110.378 | |||
| - davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 74.228 | n/a 1 | n/a |
| - davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | FVTPL | 35.467 | 35.467 | 2 |
| - davon aus anhaltendem Engagement | n/a | 683 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Vermögenswerte kurzfristig | 675 | |||
| - davon Derivate freistehend | FVTPL | 675 | 675 | 2 |
| Sonstige Vermögenswerte kurzfristig | 44.958 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 5.498 | n/a | n/a |
| - davon sonstige Forderungen und Vermögenswerte | AC | 39.460 | n/a 1 | n/a |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | AC | 108.709 | n/a 1 | n/a |
| Summe | 302.673 |
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| (IN T€) | KATEGORIE NACH IFRS 9 | BUCHWERTE PER 31. DEZEMBER 2022 | BEIZULEGENDER ZEITWERT | STUFE NACH IFRS 13 |
|---|---|---|---|---|
| Passive Finanzinstrumente | ||||
| Leasingverbindlichkeiten langfristig2 | n/a | 69.700 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten langfristig | 18.795 | |||
| - davon andere finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 18.795 | 19.394 | 3 |
| Leasingverbindlichkeiten kurzfristig2 | n/a | 17.397 | n/a | n/a |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig | 497.000 | |||
| - davon andere finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 496.317 | n/a 1 | n/a |
| - davon zugehörige Verbindlichkeiten aus anhaltendem Engagement | n/a | 683 | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 116.667 | |||
| - davon erhaltene Anzahlungen | n/a | 15.294 | n/a 1 | n/a |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 101.373 | n/a 1 | n/a |
| Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig | 33.364 | |||
| - davon keine Bewertung nach IFRS 9 | n/a | 18.600 | n/a | n/a |
| - davon sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 14.764 | n/a 1 | n/a |
| Summe | 752.923 |
1 Da der Buchwert aufgrund seiner Kurzfristigkeit einen angemessenen Näherungswert des Zeitwerts darstellt, unterbleibt eine gesonderte Angabe des Zeitwerts.
2 Leasingverbindlichkeiten fallen nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 9. Der beizulegende Zeitwert ist gemäß IFRS 7.29 d nicht anzugeben
Die im Geschäftsbericht 2022 erläuterten vertraglichen Beziehungen zu nahestehenden Personen und Gesellschaften bestehen in fast unverändertem Umfang fort.
Noch ausstehende Transaktionen zu nahestehenden Personen, welche nach dem 30. Juni 2023 und vor Veröffentlichung eingegangen wurden, werden unter Kapitel "44. Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag" beschrieben.
Der Vorstand der VARTA AG setzt sich wie folgt zusammen:
Dr. Markus Hackstein, Sprecher des Vorstands
Weitere Mandate:
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| ― | Geschäftsführer VARTA Microbattery S.R.L. |
| ― | Geschäftsführer V4Drive Battery GmbH |
| ― | Geschäftsführer V4Drive Romania S.R.L. |
| ― | Vorstand der Martin Böhler Privatstiftung, Österreich |
| ― | Geschäftsführer VARTA Micro Production GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Microbattery GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA |
| ― | Geschäftsführer VARTA Consumer Europe Holding GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Storage GmbH |
Rainer Hald, Mitglied des Vorstands, Technikvorstand / CTO
Weitere Mandate:
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| ― | Geschäftsführer VARTA Microbattery GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Micro Production GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Storage GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA |
| ― | Geschäftsführer VARTA Innovation GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Consumer Europe Holding GmbH |
| ― | Geschäftsführer V4Drive Battery GmbH |
| ― | Geschäftsführer EMEA Consumer Batteries (Shenzhen) Co. Ltd. |
| ― | Geschäftsführer VARTA Microbattery Japan K.K. |
Marc Hundsdorf, Mitglied des Vorstands, Finanzvorstand / CFO
Weitere Mandate:
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| ― | Geschäftsführer VARTA Microbattery GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Storage GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Micro Production GmbH |
| ― | Geschäftsführer VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA |
Michael Giesswein, Mitglied des Vorstands, Restrukturierungsvorstand / CRO
Der Aufsichtsrat der VARTA AG setzt sich wie folgt zusammen:
Prof. DDr. Michael Tojner (Vorsitzender)
Verwaltungsratspräsident und Mehrheitseigentümer der Montana Tech Components AG
Weitere Mandate:
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| ― | Co-Präsident des Verwaltungsrats der Montana Aerospace AG, Schweiz |
| ― | Präsident des Verwaltungsrats der Montana AS Beteiligungs Holding AG, Schweiz |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Dorotheum GmbH, Österreich |
| ― | CEO, Gründer und Eigentümer der WertInvest Gruppe |
| ― | CEO, Gründer und Eigentümer von Global Equity Partners |
| ― | CEO, Gründer und Eigentümer der Michael Tojner Industriebeteiligungs und -beratungs GmbH |
Dr. Harald Sommerer (stellvertretender Vorsitzender)
Unternehmer
Weitere Mandate:
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| ― | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kapsch Traffic Com AG, Österreich |
| ― | Vorstandsvorsitzender der H.F.R.C Privatstiftung, Österreich |
Sven Quandt
Geschäftsführer der X-raid GmbH und Unternehmer
Weitere Mandate:
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| ― | Stiftungsbeirat der Herbert Quandt Stiftung, Deutschland |
| ― | Mitgeschäftsführer 3Q GbR, Deutschland |
| ― | Mitgeschäftsführer Q Motorsport GmbH, Deutschland |
Martin Ohneberg
Geschäftsführender Gesellschafter der HENN Industrial Group GmbH & Co. KG und
Unternehmer
Weitere Mandate:
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| ― | Präsident des Verwaltungsrats der Aluflexpack AG, Schweiz, |
| ― | 1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der VERBUND AG, Österreich, |
| ― | Vize-Präsident des Verwaltungsrats der Montana Aerospace AG, Schweiz |
| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der Getzner Werkstoffe Holding GmbH, Österreich |
Dr. Michael Pistauer
Finanzvorstand / CFO und Co-CEO Montana Aerospace AG und Unternehmer
Weitere Mandate:
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| ― | Mitglied des Aufsichtsrats der VARTA Microbattery GmbH |
| ― | Mitglied des Verwaltungsrats der Alu Menziken Extrusion AG, Schweiz |
| ― | Stiftungsvorstand WLF Privatstiftung für Wissenschaft, Lehre und Forschung |
| ― | Vereinsvorstand VARTA Consumer Pensions-Treuhand e.V |
| ― | Vorstand Albona Privatstiftung |
| ― | Geschäftsführer IndustrieCapital Alpha GmbH |
| ― | Vereinsvorstand VARTA Pensions-Treuhand e.V |
| ― | Geschäftsführer IndustrieCapital Eins GmbH |
| ― | Geschäftsführer Virtus Vier Beteiligungs GmbH |
| ― | Geschäftsführer Communications Laboratories GmbH |
| ― | Geschäftsführer Snews GmbH |
| ― | Geschäftsführer Pi- Beteiligungs- und Unternehmensberatungs GmbH |
Für die im Konzernabschluss dargestellten Perioden wurden folgende Gesellschaften einbezogen, Angabe nach § 315e Abs. 1 iVm § 313 Abs. 2 Nr. 1 - 6 HGB:
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| NAME DER GESELLSCHAFT | SITZ | LAND | WÄHRUNG | BETEILIGUNGSQUOTE |
|---|---|---|---|---|
| VARTA Aktiengesellschaft | Ellwangen | Deutschland | EUR | Muttergesellschaft |
| Anabasis Handelsgesellschaft mbH | Dischingen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| Auditas GmbH | Nördlingen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| Auditas Inc. | Ridgefield | Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 % |
| Connexio alternative investment holding GmbH | Wien | Österreich | EUR | 100,00 % |
| EMEA Consumer Batteries (Shenzhen) Co. Ltd. | Shenzhen | China | CNY | 100,00 % |
| LLC Consumer Batteries Company (Eastern Europe) | Moskau | Russland | RUB | 100,00 % |
| Mezzanin Finanzierungs GmbH | Wien | Österreich | EUR | 100,00 % |
| Paula Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. Verm. KG | Pullach i. Isartal | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| V4Drive SE | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| P.T. VARTA Microbattery Indonesia | Batam | Indonesien | USD | 100,00 % |
| V4Drive Battery GmbH 1 | Nördlingen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| V4Drive Romania S.R.L. | Otopeni | Rumänien | RON | 100,00 % |
| VARTA Consumer Austria GmbH | Brunn am Gebirge | Österreich | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries Benelux B.V. | Utrecht | Niederlande | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries Iberia S.L.U. | Madrid | Spanien | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries Italia s.r.l. | Basiglio | Italien | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries Poland Sp.z.o.o. | Warschau | Polen | PLN | 100,00 % |
| VARTA Consumer Batteries UK Ltd. | Oldham | Vereinigtes Königreich | GBP | 100,00 % |
| VARTA Consumer Bulgaria EOOD | Sofia | Bulgarien | BGN | 100,00 % |
| VARTA Consumer Czech spol. s.r.o. | Ceská Lípa | Tschechische Republik | CZK | 100,00 % |
| VARTA Consumer Denmark A/S | Albertslund | Dänemark | DKK | 100,00 % |
| VARTA Consumer Europe Holding GmbH | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Finland Oy | Vantaa | Finnland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer France S.A.S. | Courbevoie | Frankreich | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Hrvatska d.o.o. | Zagreb | Kroatien | HRK | 100,00 % |
| VARTA Consumer Hungaria Kft. | Budapest | Ungarn | HUF | 100,00 % |
| VARTA Consumer Kommandit GmbH | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Komplementär GmbH | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Norway AS | Oslo | Norwegen | NOK | 100,00 % |
| VARTA Consumer Schweiz GmbH | Dietlikon | Schweiz | CHF | 100,00 % |
| VARTA Consumer Slovakia spol. s.r.o. | Prievidza | Slowakei | EUR | 100,00 % |
| VARTA Consumer Sweden AB | Bromma | Schweden | SEK | 100,00 % |
| VARTA Consumer Trgovina d.o.o. | Ljubljana | Slowenien | EUR | 100,00 % |
| VARTA Innovation GmbH | Graz | Österreich | EUR | 100,00 % |
| VARTA Micro Production GmbH | Nördlingen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Microbattery GmbH | Ellwangen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VARTA Microbattery Inc. | Rye, NY | Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 % |
| VARTA Microbattery Japan KK | Tokio | Japan | USD | 100,00 % |
| VARTA Microbattery Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | USD | 100,00 % |
| VARTA Microbattery S.R.L. | Brasov | Rumänien | RON | 100,00 % |
| Varta Pilleri Ticaret Limited Sirketi | Istanbul | Türkei | TRY | 100,00 % |
| VARTA Storage GmbH | Nördlingen | Deutschland | EUR | 100,00 % |
| VHB Real Estate Holdings LLC | Delaware | Vereinigte Staaten von Amerika | EUR | 100,00 % |
1 vormals VARTA Drive GmbH, vormals V4Drive Ellwangen GmbH
Nach dem Gewinneinbruch des Jahres 2022 hat die VARTA AG ein Sanierungskonzept erarbeitet, um die Rückkehr auf einen Wachstumspfad zu ermöglichen. In einem final vorliegenden Gutachten des Sanierungsgutachters zur Beurteilung der Sanierungsfähigkeit gem. IDW S6 wurde der VARTA AG die Sanierungsfähigkeit und Wachstumsperspektiven bei kurzfristigem Finanzierungsbedarf für die weitere Stabilisierung des Unternehmens bescheinigt.
VARTA hat sich mit den finanzierenden Banken und dem Mehrheitseigentümer Montana Tech Components AG auf eine, zum 30. Juni 2023 unterzeichnete, Sanierungsvereinbarung zur Umsetzung des Sanierungskonzepts bei Verlängerung der bestehenden Finanzierung bis 31. Dezember 2026 und Änderungen der Kreditbedingungen (Covenants) geeinigt.
Im Zuge dieser Vereinbarung wurde seitens der Banken eine Kapitalerhöhung gefordert und am 21. März 2023 erfolgreich durchgeführt. Der VARTA AG ist daraus ein Bruttoemissionserlös von 50.727.000 Euro zugeflossen. Die VGG Beteiligungen SE, eine 100 % Tochter der Montana Tech Components AG, hat hierbei, unter Ausschluss des Bezugsrechts, 2.220.000 neue Aktien gezeichnet.
Im Übrigen verweisen wir auf die detaillierten Erläuterungen im Risikobericht sowie Nachtragsbericht des Konzernabschlusses 2022 mit Datum vom 28. April 2023.
Aufgrund der bereits eingeleiteten Maßnahmen, auch unter Berücksichtigung der von einem externen Gutachter geprüften Unternehmensplanung, ist der Vorstand davon überzeugt, wieder auf einen Wachstumspfad mit einer entsprechenden Profitabilität zurückzukehren. Hierfür wurde im zweiten Quartal 2023 auch der Startschuss zum Aufbau einer Gigawattfabrik für Energiespeicher getätigt. In der zweiten Jahreshälfte sollen in Neunheim bereits erste Module für den VARTA.wall gefertigt werden. In einer ersten Ausbaustufe sollen über 500 MWh an Energiespeichern pro Jahr produziert werden können, was einer jährlichen Ausbringungsmenge von rund 50.000 Systemen entspricht. Ein Ausbau der bestehenden Kapazität auf über 1 GWh ist bis 2025 geplant, wonach dann bis zu 100.000 ARTAwallEnergiespeicher pro Jahr produziert werden sollen.
Darüber hinaus gab es keine weiteren wichtigen Ereignisse im ersten Halbjahr.
Ellwangen (Jagst), 10. August 2023
VARTA Aktiengesellschaft
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| Sprecher des Vorstands | Finanzvorstand (CFO) |
| - Dr. Markus Hackstein - | - Marc Hundsdorf - |
| Technikvorstand (CTO) | Restrukturierungsvorstand (CRO) |
| - Rainer Hald - | - Michael Giesswein - |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichtserstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ellwangen (Jagst), 10. August 2023
VARTA Aktiengesellschaft
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| Sprecher des Vorstands | Finanzvorstand (CFO) |
| - Dr. Markus Hackstein - | - Marc Hundsdorf - |
| Technikvorstand (CTO) | Restrukturierungsvorstand (CRO) |
| - Rainer Hald - | - Michael Giesswein - |
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS / IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC / SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss sollte in Verbindung mit dem zum 31. Dezember 2022 erstellten Konzernjahresabschluss gelesen werden.
Der verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 und der Konzernzwischenlagebericht wurden weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
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| Jahresabschluss 2022 | 28. April 2023 |
| Zwischenmitteilung zum 1. Quartal 2023 | 15. Mai 2023 |
| Hauptversammlung | 11. Juli 2023 |
| Halbjahresbericht 2023 | 11. August 2023 |
| Zwischenmitteilung zum 3. Quartal 2023 | 14. November 2023 |
Halbjahresbericht 2023:
https://www.varta-ag.com/publications/
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| Investor Relations | Corporate Communications |
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| Emanuel Sican, MSc. | Dr. Christian Kucznierz |
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