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VARTA AG

Annual / Quarterly Financial Statement May 17, 2019

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Annual / Quarterly Financial Statement

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VARTA AKTIENGESELLSCHAFT

Ellwangen Jagst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bilanz zum 31. Dezember 2018

VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen

Aktiva

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TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen ansolchen Rechten und Werten 3.498 4.406
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216 244
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 217 - 244
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.201 30.100
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 55.999 23.968
3. Beteiligungen 30 30
4. Sonstige Ausleihungen 359 86.589 444 54.542
90.304 59.192
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.282 29.741
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.446 98.728 4.861 34.603
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55.866 123.249
154.595 157.852
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29 41
D. Aktive latente Steuern 1.403 1.331
246.331 218.416
Passiva
TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 38.200 38.200
II. Kapitalrücklage 142.590 142.590
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 6.811 6.811
IV. Bilanzgewinn 28.134 8.182
215.735 195.783
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.839 2.817
2. Sonstige Rückstellungen 2.681 1.643
5.520 4.460
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 264 2.052
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.436 12.276
4. Sonstige Verbindlichkeiten 639 716
- davon aus Steuern TEUR 88 (i. Vj. TEUR 152) -
21.348 15.046
D. Passive latente Steuern 3.728 3.127
246.331 218.416

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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2018 2017
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 666 850
2. Sonstige betriebliche Erträge 198 76
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung 95 T€ (i. Vj. 0 T€) -
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.241 -1.865
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -57 -3.298 -52 -1.917
- davon für Altersversorgung 0 T€ (i. Vj. 0 T€) -
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -936 -935
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.747 -10.895
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 98 T€ (i. Vj. 0 T€) -
6. Erträge aus der Gewinnabführungsvertrag 33.588 28.583
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.855 594
- davon aus verbundenen Unternehmen 1.811 T€ (i. Vj. 558 T€) -
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -3.814 -4.882
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38 -189
- davon aus verbundenen Unternehmen 20 T€ (i.Vj. 172 T€) -
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.522 -4.345
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 19.952 6.940
12. Gewinnvortrag 8.182 1.242
13. Bilanzgewinn 28.134 8.182

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

der VARTA Aktiengesellschaft

(1) Allgemeines

Der Jahresabschluss der VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, (VARTA AG) ist nach den Vorschriften des HGB und des Aktiengesetzes (AktG) in Tausend Euro aufgestellt.

Die VARTA AG ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm (HRB 728059) eingetragen.

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die auf den vorhergegangenen Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden grundsätzlich beibehalten.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Mit dem Spaltungs- und Übernahmevertrag zwischen der VARTA AG und der VRT Pensionen GmbH, Dillingen/Saar, vom 30. Juni 2016 und dessen Eintragung im Handelsregister am 17. November 2016, wurden sämtliche Pensionsverpflichtungen und das dazugehörende Pensionsvermögen per 01. Januar 2016 aus der VARTA AG ergebniswirksam abgespalten.

Durch den erfolgreichen Börsengang agiert die VARTA AG seit 19. Oktober 2017 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse. Durch die Kapitalmarktorientierung der VARTA AG gilt diese nach §267 (3) und §264d HGB als große Kapitalgesellschaft.

(2) Bilanzierungs - und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Es wird die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt, welche aufgrund fortgeführter Nutzungsdauern zwischen 5 und 7 Jahren beträgt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Es wird die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zugrunde gelegt, welche aufgrund fortgeführter Nutzungsdauern zwischen 5 und 15 Jahren beträgt. Bei Zugängen von beweglichen Anlagegegenständen wird im Jahr der Anschaffung die Jahres-Abschreibung zeitanteilig ab dem Monat der Inbetriebnahme verrechnet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 150 € werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Verzinsliche Ausleihungen werden zu Nennwerten bilanziert, unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Ausleihungen werden auf den Barwert abgezinst.

Soweit den nach diesen Grundsätzen bewerteten Gegenständen des Anlagevermögens am Bilanzstichtag ein voraussichtlich dauerhaft niedrigerer Wert beizulegen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich Wertabschlägen für erkennbare Einzelrisiken bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB auf temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden gebildet.

Gemäß des § 253 Abs. 2 HGB werden Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr abgezinst. Für die Bewertung der Rückstellungen wird ein einheitlicher, laufzeitentsprechender Abzinsungszinssatz angewendet, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Die übrigen Rückstellungen werden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung tragen. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die VARTA AG ist Organträgerin. Es besteht seit dem 1. Juli 2016 mit folgenden Gesellschaften eine umsatzsteuerliche, gewerbesteuerliche und körperschaftsteuerliche Organschaft:

VARTA Microbattery GmbH, Ellwangen (Deutschland)
VARTA Storage GmbH, Nördlingen (Deutschland)

Mit Varta Micro Production GmbH, Nördlingen (Deutschland) besteht seit der Gründung im laufenden Geschäftsjahr eine umsatzsteuerliche Organschaft.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Unter den laufenden Steuern werden die erwarteten Steuern für das Berichtsjahr, auf der Grundlage der in dem betreffenden Jahr geltenden Steuersätze, sowie Anpassungen von Steuern für Vorjahre ausgewiesen.

Die Wertansätze der Eventualverbindlichkeiten entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

(3) Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zu den Mittelkursen zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Buchverluste aus Kursänderungen am Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger erfolgt die Bewertung gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Erläuterungen der Bilanz

(4) Anlagevermögen

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2018
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.669 0 0 5.669
Sachanlagen 296 1 0 297
- Anteile an verbundenen Unternehmen 30.101 100 0 30.201
- Ausleihungen an verbundene Unternehmen 23.967 32.032 0 55.999
- Beteiligungen 30 0 0 30
- sonstige Ausleihungen 444 0 85 359
Finanzanlagen 54.542 32.132 85 86.589
Anlagevermögen 60.507 32.133 85 92.555

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Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am 01.01.2018 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2018 Stand am 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.262 908 0 2.170 3.499 4.406
Sachanlagen 52 29 0 81 216 244
- Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 30.201 30.100
- Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 55.999 23.968
- Beteiligungen 0 0 0 0 30 30
- sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 359 444
Finanzanlagen 0 0 0 0 86.589 54.542
Anlagevermögen 1.314 937 0 2.251 90.304 59.192

Die Gründung der Gesellschaft Varta Micro Production GmbH, Nördlingen, führte zu einem Zugang in Höhe von 100 T€ bei Anteile an verbundenen Unternehmen.

Als Muttergesellschaft gewährt VARTA AG Darlehen an ihre Tochtergesellschaften oder veranlagt freie liquide Mittel von diesen. Die daraus resultierenden Aufwendungen und Erträge werden angemessen wechselseitig abgerechnet. Zum 31. Dezember 2018 bestehen Ausleihungen gegenüber VARTA Micro Production GmbH in Höhe von 5.021 T€ mit einem Zinssatz von 4%, gegenüber VARTA Storage GmbH in Höhe von 45.999 T€ (2017: 21.055 T€) mit einem Zinssatz von 4% und gegenüber der VARTA Microbattery SRL in Höhe von 4.979 T€ (2017: 2.913 T€) mit einem Zinssatz von 4%.

(5) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

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2018

T€
2017

T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 1
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 96.282 29.741
Sonstige Vermögensgegenstände 2.446 4.861
98.728 34.603

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen in Höhe von 33.588 T€ (2017: 28.583 T€) aus dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Microbattery GmbH und eine kurzfristige Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 56.977 T€.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen. Diese sind zum einen in Höhe von 1.999 T€ (2017: 4.696 T€) in einer umsatzsteuerlichen Organschaft begründet. Zum anderen resultieren diese im Wesentlichen aus einer Steuerforderung in Höhe von 391 T€ auf Grund der ertragsteuerlichen Organschaft.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(6) Aktive latente Steuern

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2018

T€
2017

T€
Aktive latente Steuern zum 01.01. 1.331 1.413
Veränderung 72 -82
Aktive latente Steuern zum 31.12. 1.403 1.331

Auf Grund der gebildeten ertragsteuerlichen Organschaft bestehen bei der VARTA AG aktive latente Steuern in Höhe von 1.403 T€. Diese basieren auf temporären Differenzen aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen bei Rückstellungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten. Es wurde ein Steuersatz von 29,07% zu Grunde gelegt.

(7) Gezeichnetes Kapital

Mit dem erfolgreichen Börsengang am 19. Oktober 2017 konnten 8.600.000 neue Aktien zum Handel zugelassen werden, wodurch sich ein gezeichnetes Kapital in Höhe von 38.200 T€ ergibt. Bis zum Zeitpunkt des Börsengangs betrug das gezeichnete Kapital 29.600 T€. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 38.200.000 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 repräsentieren.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Oktober 2022 einmalig oder mehrfach gegen Bar- oder Sacheinlagen bis zu einem Betrag von 11.840 T€ zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017 I).

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Oktober 2022 einmalig oder mehrfach gegen Bar- oder Sacheinlagen bis zu einem Betrag von 2.960 T€ zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017 II).

Die Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 hat zudem die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 11.840 T€ zur Gewährung von Aktien bei Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder bei Erfüllung von Options- oder Wandlungspflichten beschlossen.

Mitteilungen über Veränderungen des Stimmrechtsanteils gemäß WPHG sind wie folgt zu berichten:

Der SMALLCAP World Fund Inc. (Baltimore, USA) hat am 1. August 2018 mitgeteilt, dass sich sein Stimmrechtsanteil an den Aktien der VARTA AG von 3,13% auf 5,24% erhöht hat.

(8) Kapitalrücklage

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2018

T€
2017

T€
Kapitalrücklage 142.590 142.590

Die Kapitalrücklage hat sich gegenüber Vorjahr nicht verändert.

(9) Gewinnrücklagen

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2018

T€
2017

T€
Gesetzliche Rücklage 6.811 6.811

(10) Bilanzgewinn

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2018

T€
2017

T€
Gewinnvortrag 8.182 1.242
Jahresüberschuss 19.952 6.940
Bilanzgewinn 28.134 8.182

(11) Rückstellungen

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2018

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
davon Restlaufzeit zwischen 1 bis 5 Jahre 2017

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
Steuerrückstellungen 2.839 2.839 0 2.817 2.817
Sonstige Rückstellungen 2.681 2.199 482 1.643 1.643
5.520 5.038 482 4.460 4.460

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen für Personalaufwendungen in Höhe von 1.138 T€ (2017: 737 T€) und andere Risiken im Zusammenhang mit dem laufenden Geschäft. Des Weiteren werden Rückstellungen im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 497 T€ für Risiken aus den in 2016 abgespaltenen Pensionen gebildet.

(12) Verbindlichkeiten

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2018

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
davon Restlaufzeit zwischen 1 bis 5 Jahre

T€
2017

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 9 0 2 2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 264 264 0 2.052 2.052
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.436 6.456 13.980 12.276 12.276
davon umsatzst. Organschaft 1.976 1.976 0 4.666 1.225
davon ertragst. Organschaft 268 268 0 251 251
Sonstige Verbindlichkeiten 639 88 0 716 152
21.348 6.817 13.980 15.046 14.482

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einem langfristigen Darlehen der VARTA Microbattery GmbH in Höhe von 13.980 T€ (2017: 2.110 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der VARTA Microbattery GmbH in Höhe von 203 T€ (2017: 43 T€) sowie gegenüber der Connexio alternative investment Holding in Höhe von 184 T€ (2017: 0 T€). Im Vorjahr bestanden weitere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Montana Tech Components AG in Höhe von 71 T€. Weiterhin bestehen sonstige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags mit der VARTA Storage GmbH, in Höhe von 3.814 T€ (2017: 4.882 T€).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Herbert Quandt-Stiftung enthalten.

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2018

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
2017

T€
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
Herbert Quandt-Stiftung der VARTA AG 551 0 564 0

Es handelt sich hierbei um ein verzinsliches Darlehen mit einem Zinssatz von 3%. Das Darlehen hat eine unbegrenzte Laufzeit, wonach die Restlaufzeit mehr als 5 Jahre beträgt. Durch die Verzinsung des Darlehens wird der Zweck der Stiftung: Förderung von Wissenschaft und Forschung und Ausbildung und Weiterbildung des wissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Nachwuchses, gewährleistet.

(14) Passive latente Steuern

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2018

T€
2017

T€
Passive latente Steuern zum 01.01. 3.127 3.082
Veränderung 601 45
Passive latente Steuern zum 31.12. 3.728 3.127

Auf Grund der gebildeten ertragsteuerlichen Organschaft bestehen bei der VARTA AG passive latente Steuern in Höhe von 3.728 T€. Diese basieren auf temporären Differenzen aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen bei immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, Finanzanlagen sowie aus einer in der Steuerbilanz gebildeten Rücklage nach § 6b EStG bei den Organgesellschaften. Es wurde ein Steuersatz von 29,07% zu Grunde gelegt.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

(15) Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 666 T€ (2017: 850 T€) erwirtschaftet. Diese stammen hauptsächlich von der Lizenzverrechnung an die VARTA Storage GmbH in Höhe von 665 T€.

(16) Personalaufwand

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2018

T€
2017

T€
Gehälter 3.241 1.865
Soziale Abgaben 57 52
3.298 1.917

Im Geschäftsjahr 2018 sind neben dem Vorstand noch drei Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass sich im Geschäftsjahr 2018 der Vorstand um eine Person vergrößert hat.

(17) sonstige betriebliche Aufwendungen

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2018

T€
2017

T€
Aufwendungen für den Börsengang 0 8.116
Honorare für Beratungs- und Prüfungskosten 623 926
Werbung und Public Relation 343 599
Kostenverrechnung von verbundenen Unternehmen 702 242
Vergütung an Aufsichtsrat 190 178
Reisekosten 184 156
Übrige Aufwendungen 705 678
2.747 10.895

(18) Zinsergebnis

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2018

T€
2017

T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44 36
Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 1.811 558
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -18 -17
Zinsen und ähnliche Aufwendungen an verbundene Unternehmen -20 -172
1.817 405

(19) Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen

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2018

T€
2017

T€
Erträge aus Gewinnabführung VARTA Microbattery GmbH 33.588 28.583
Aufwand aus Verlustübernahme VARTA Storage GmbH -3.814 -4.882
29.774 23.701

(20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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2018

T€
2017

T€
Tatsächlicher Steueraufwand / -ertrag
Laufendes Jahr -7.727 -3.484
Periodenfremder Steuerertrag 2.733 -732
-4.994 -4.216
Latenter Steueraufwand -528 -129
Gesamter Steueraufwand / -ertrag -5.522 -4.345

Der periodenfremde Steuerertrag in 2018 in Höhe von 2.733 T€ betrifft im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen basierend auf Erkenntnissen aus der steuerlichen Außenprüfung für den Zeitraum 2012 bis 2014.

Sonstige Angaben

(21) Haftungsverhältnisse

Die ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen nahezu sämtlich branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ehemaligen ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung, hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Mittlerweile wurde die Käuferin liquidiert. Die Global Equity Partners Beteiligungs-Management GmbH, Wien, ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen und nahestehendes Unternehmen der VARTA AG, hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von T€ 20.000 mit einer Laufzeit bis 2031 zusätzlich abgesichert. Die verbleibenden Risiken hat die VARTA AG bewertet und unter Berücksichtigung der vertraglichen garantierten Erstattungsansprüche keine Rückstellungen gebildet. Erst wenn diese Risiken das Deckungspotential der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann, wird die VARTA AG entsprechend belastet.

Am 30. Januar 2014 beschloss die Hauptversammlung der VARTA AG die Übertragung der Aktien der damaligen Minderheitsaktionäre auf die Mehrheitsaktionärin, die Gopla Beteiligungsgesellschaft mbH (Gopla) gegen Barabfindung in Höhe von EUR 4,51 pro Aktie. Die Abfindungshöhe basierte auf einem externen Bewertungsgutachten. Der Squeeze-Out wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 12. März 2014 wirksam. Auf Gopla wurden damit 210.379 weitere Aktien übertragen. Der Gesamtabfindungsbetrag betrug EUR 948.809,29. Nach dem Squeeze-Out leiteten ehemalige Minderheitsaktionäre ein Spruchverfahren gegen Gopla - nach Verschmelzung auf die VARTA AG gegen diese - vor dem Landgericht Stuttgart ein. Mit Beschluss vom 15. Mai 2017 hat das Landgericht Stuttgart sämtliche Anträge zurückgewiesen. Gegen diesen Beschluss wurde von einigen Antragstellern und deren gemeinsame Vertreter Beschwerde eingelegt. Das Landgericht Stuttgart half den Beschwerden mit Beschluss vom 21. Dezember 2017 nicht ab. Das Verfahren liegt nun beim Oberlandesgericht Stuttgart zur Entscheidung vor. Eine Indikation über den Ausgang und die Dauer des Verfahrens in zweiter Instanz ist derzeit nicht möglich, da das Oberlandesgericht bislang weder zum weiteren Gang des Verfahrens noch inhaltlich Stellung bezogen hat. Auf Basis der bisherigen gerichtlichen Entscheidungen ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

(22) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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2018

T€
2017

T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
Fällig 2019 228 241
Fällig 2020-2023 832 0
1.060 241

(23) Muttergesellschaft

Das gezeichnete Kapital der VARTA AG nach dem erfolgreichen Börsengang wird von der ETV Montana Tech Holding GmbH mit 1,55% und von der VGG GmbH, Wien, mit 62,67% gehalten. Die restlichen 35,78% befinden sich im Streubesitz. Oberstes Mutterunternehmen der beiden Hauptgesellschafterinnen ist die Montana Tech Components AG in Reinach, Schweiz. Der Konzernabschluss der Montana Tech Components AG kann auf der Website www.montanatechcomponents.com abgerufen werden.

(24) Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren 3 Angestellte-Mitarbeiter (2017: 3 Mitarbeiter) bei der VARTA AG beschäftigt.

(25) Gesamtbezüge des Vorstandes

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 4.153 T€. Darin enthalten ist der beizulegende Zeitwert in Höhe von T€ 1.609 zum Zeitpunkt der Gewährung für ein Long Term Incentive (LTI)-Programm. Dieses LTI-Programm stellt eine langfristige beteiligungsähnliche Komponente dar, die eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der VARTA AG und dem Vorstand als Ziel hat. Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden Aufwandsentschädigungen von insgesamt 190 T€ gezahlt. Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06. Oktober 2017 wird auf die nach § 285 S. 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5ff HGB und §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 ff. HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet.

Angaben über die Aufsichtsratvergütungen im Jahr 2018 sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht der VARTA AG dargestellt.

(26) Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB

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Name Stadt Land Eigenkapital

(in T€)
Ergebnis

(in T€)
Anteile

in %
Unmittelbare Anteile
VARTA Microbattery GmbH Ellwangen Deutschland 61.689 *0 100%
VARTA Storage GmbH Nördlingen Deutschland -2.044 *0 100%
VARTA Micro Production GmbH Nördlingen Deutschland -783 -883 100%
Auditas GmbH Nördlingen Deutschland 335 167 25,1%
Beteiligungen
Connexio alternative investment holding AG Wien Österreich 36 32 20%
Mittelbare Anteile
VARTA Microbattery S.r.l. Brasov Rumänien 3.246** 1.057** 100%
VARTA Microbattery Pte. Ltd. Singapur Singapur 22.430*** 5.314*** 100%
VARTA Microbattery CO., LTD. Shanghai China 1.040**** 132**** 100%
P.T. VARTA Microbattery Batam Indonesien -6.168*** 1.386*** 100%
VARTA Microbattery Japan KK Tokio Japan 760*** 230*** 100%
VARTA Microbattery Inc. White Plains, NY USA 6.439*** 759*** 100%
VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH Ellwangen Deutschland 36 11 50%
VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG Ellwangen Deutschland 585 0 50%
Auditas Inc. Ridgefield USA 16 -19 25%
VARTA Micro Innovation GmbH Wien Österreich 0 0 17,74%

* Die Jahresergebnisse werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages abgeführt bzw. sind zu übernehmen

** Umgerechnet von RON in EUR: Durchschnittskurs 4,6540 / Stichtagskurs 4,6635

*** Umgerechnet von USD in EUR: Durchschnittskurs 1,1810 / Stichtagskurs 1,1450

**** Umgerechnet von CNY in EUR: Durchschnittskurs 7,8081 / Stichtagskurs 7,8751

(27) Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

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(in T€) 2018 2017
Abschlussprüfungsleistungen 425* 332
Andere Bestätigungsleistungen 0 325
Steuerberatungsleistungen 115 252
Sonstige 0 0
Summe 540 909

* davon betreffen Vorjahre T€ 70

Die Steuerberatungsleistungen betreffen die Erstellung betrieblicher Steuerklärungen, Beratungsleistungen im Zusammenhang mit den gesetzlichen Dokumentationspflichten von Verrechnungspreisen sowie die steuerliche Würdigung zu Einzelsachverhalten aus der Geschäftstätigkeit des Unternehmens.

(28) Organe

Aufsichtsrat und Vorstand setzen sich wie folgt zusammen:

Mitglieder des Aufsichtsrats

DDr. Michael Tojner (Vorsitzender)

CEO Montana Tech Components GmbH

Weitere Mandate:

Vorsitzender Aufsichtsrat der VARTA Microbattery GmbH
Vorsitzender Aufsichtsrat der ASTA Energy Transmission Components GmbH
Mitglied des Aufsichtsrat der Universal Alloy Corporation USA
Mitglied des Aufsichtsrat der VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG
Mitglied des Aufsichtsrat der VW-VM Verwaltungsgesellschaft mbH
Vorsitzender Verwaltungsrat der Montana Tech Components AG
Vorsitzender Verwaltungsrat der Montana AS Beteiligungs Holding AG
Vorsitzender Vorstand des VARTA Microbattery Pensions-Treuhand e.V.

Dr. Harald Sommerer (stellvertretender Vorsitzender)

CEO H.F.R.C. Private Trust

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der Kapsch Traffic Com AG

Frank-Dieter Maier

Pensionär

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der ASTA Elektrodraht GmbH & Co. KG
Mitglied des Aufsichtsrats der Vishay Intertechnology Inc.
Beirat der Basic Lebensmittelhandel AG
Beirat Montana Tech Components AG

Sven Quandt

Geschäftsführer der S. Qu. Vermögensberatung GmbH & Co. KG

Keine weiteren Mandate

Dr. Franz Guggenberger

Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Hasch & Partner

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der Wohnbauvereinigung der Gewerkschaft Offentlicher Dienst Gemeinnützige Gesellschaft m.b.H.

Dr. Georg Blumauer

Rechtsanwalt Inh. B-legal

Weitere Mandate:

Vorsitzender Aufsichtsrat der WertInvest Entertainment und Veranstaltungs AG

Mitglieder des Vorstands

Herbert Schein (seit 14. April 2016)

Vorsitzender des Vorstandes / CEO

Weitere Mandate:

Geschäftsführer VARTA Microbattery GmbH
Geschäftsführer VARTA Storage GmbH
Geschäftsführer VARTA Micro Production GmbH
Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Dr. Michael Pistauer (seit 14. April 2016 bis zum 31. Dezember 2018)

CFO (bis 31. Januar 2018)

Vorstand für M&A und Investor Relations (seit 1. Februar 2018 bis 31. Dezember 2018)

Weitere Mandate:

Mitglied des Aufsichtsrats der Aluflexpack Novi d.o.o
Mitglied des Aufsichtsrats der Connexio alternative investment & holding AG
Mitglied des Verwaltungsrats der Alu Menziken Extrusion AG
Mitglied des Aufsichtsrats der VARTA Microbattery GmbH
Stellvertretender Vorstand des VARTA Microbattery PensionsTreuhand e.V.

Steffen Munz (seit 1. Februar 2018)

Finanzvorstand / CFO (seit 1. Februar 2018)

Weitere Mandate:

Geschäftsführer VARTA Microbattery GmbH
Geschäftsführer VARTA Storage GmbH
Geschäftsführer VARTA Micro Production GmbH

(30) Ereignisse nach dem Stichtag.

Es haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres 31.12.2018 keine Vorgänge ereignet, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind.

(31) Vorschlag für Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss in Höhe von 19.952 T€ erzielt. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 8.182 T€ und des Jahresüberschusses von 19.952 T€ ergibt sich zum 31.12.2018 ein Bilanzgewinn von 28.134 T€.

(32) Erklärung gem. §161 AktG zum Corporate Governance Codex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der VARTA AG haben im März 2019 die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG abgegeben und auf der Webseite www.varta-ag.com dauerhaft zugängig gemacht.

Ellwangen, den 26. März 2019

VARTA Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Herber Schein

Steffen Munz

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst)

Der vorliegende Bericht fasst die Lageberichte der VARTA Aktiengesellschaft (VARTA AG) und des VARTA AG Konzerns zusammen.

1. Konzernstruktur

1.1 Geschäftsmodell

Die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen, Deutschland (VARTA AG) ist die Muttergesellschaft des Konzerns. Seit Oktober 2017 ist die VARTA AG an der Frankfurter Börse im Prime Standard notiert. Die unten aufgeführte Darstellung gibt (in vereinfachter Form) einen Überblick über den Konzern zum Bilanzstichtag.

Die VARTA AG ist ein Unternehmen mit Sitz in Ellwangen, Jagst. Die Geschäftstätigkeiten der VARTA AG umfassen die Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Forschung und Entwicklung von Mikrobatterien und Energiespeicherlösungen.

Die Geschäftstätigkeit des VARTA AG Konzerns ist in zwei Geschäftssegmente unterteilt: Microbatteries über VARTA Microbattery GmbH und Power & Energy über VARTA Storage GmbH.

Der Konzern entwickelt, produziert und vertreibt Mikrobatterien sowie intelligente Energiespeicherlösungen (smart battery solutions) für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkte. Umfassende Kompetenzen in der Materialforschung und Entwicklung verschiedener elektrochemischer Batteriesysteme, gepaart mit Knowhow für Prozessentwicklung und Massenproduktion, sind die Grundlage des Konzerns für neue, innovative Produkte.

Der Konzern betreibt fünf Produktions- und Batterie-Fertigungsstätten in Deutschland, Rumänien, Indonesien und China sowie Vertriebszentren in den Vereinigten Staaten, Europa und Asien, die über Direktvertrieb an Kunden in über 75 Ländern weltweit verkaufen. Als international agierendes Unternehmen kann VARTA AG auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken.

Batterielösungen des Konzerns sind strategische Komponenten für die Produkte der Endkunden, bei denen eine hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit gefordert wird. Dabei liegt der Fokus auf Batteriesystemen mit hohen Energiedichten für Primärbatterien oder auch wiederaufladbaren Batterien mit Lithium-Ionen-Technologie. Im Falle von semi-kundenspezifischen oder kundenspezifischen Batterielösungen berät und plant VARTA AG umfangreich hinsichtlich der richtigen Wahl der Komponenten für die effizienteste Energieversorgung der Anwendung.

Das nachfolgende Organigramm veranschaulicht die Konzernstruktur mit den Ländergesellschaften.

Segmente und Organisationsstruktur

Microbatteries

Das Segment Microbatteries wird über die Gesellschaft VARTA Microbattery GmbH gesteuert und fokussiert sich auf die Herstellung von Mikrobatterien und dabei in erster Linie auf Anwendungen in den Bereichen Healthcare sowie Entertainment & Industrial. Hierbei setzt die Gesellschaft innovativste Technologien gezielt ein, um höchste Energiedichte auf kleinstem Raum zu produzieren. Je nach Produkt und Anwendung fokussiert sich die Gesellschaft hierbei auf die modernsten Technologien wie z.B. auf Zink Luft, Lithium Ionen, Silber Oxide und Nickelmetallhydrid für wiederaufladbare und nicht-wiederaufladbare Batterielösungen.

Für Anwendungen im Bereich Healthcare werden hauptsächlich Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte hergestellt. Diese werden unter den Marken "powerone", "ecopack" sowie Eigenmarken der Kunden vermarktet. Der Erfolg im Bereich Hörgerätebatterien beruht auf der Innovationsstärke, Zuverlässigkeit, der langen Lebensdauer und der Konsistenz der Qualität. Die Marktposition wird durch die eigenen Produktionsautomatisierungsprozesse und die Fähigkeit, Kunden mit Dienstleistungen vom Produkt bis zum POS zu versorgen, gesichert.

Für Entertainment werden vor allem High-End Lithium-Ionen-Batterielösungen für kabellose Premium-Kopfhörer (Hearables) sowie für andere, sogenannte "Weareable"-Anwendungsbereiche hergestellt. Darunter fallen u.a. auch Anwendungen in wachsenden Endverbrauchermärkten für Elektrogeräte wie Bluetooth-Headsets, medizinische Geräte für die Messung von Bluthochdruck, Blutzucker und anderer Körperfunktionen.

In der Produktgruppe Industrial werden hauptsächlich wiederaufladbare Batterielösungen für Industrie- und Erstausrüster (original equipment manufacturers, OEMs) produziert. Darunter fallen u.a. Anwendungen wie Server, Anwendungen in Autoschlüsseln, Alarmsysteme oder Smart Metering-Zähler.

Power& Energy

Im Segment Power & Energy, welches von der Gesellschaft VARTA Storage GmbH gesteuert wird, werden mobile und stationäre Energiespeicherlösungen entwickelt, produziert und vertrieben. Das Segment konzentriert sich auf die Entwicklung, die Systemintegration und die Assemblierung von Batteriespeichern (power pack solutions) für OEM Kunden in diversen Märkten. Hierfür werden hauptsächlich Batterien, die auf Lithium Ionen Technologie basieren, verwendet.

Es werden wiederaufladbare, standardisierte aber auch kundenspezifische Batterie-Packs hergestellt. Diese können in diverse industrielle und kabellose Anwendungen nahtlos integriert werden. Unabhängig von der jeweiligen Technologie oder der Komplexität der Aufgaben bietet die Gesellschaft Komplettservices vom Design bis zur Produktion für OEM-Kunden an. Der Bereich konzentriert sich hier auf Lösungen für portable industrielle Anwendungen, Kommunikationsgeräte, Elektrowerkzeuge, Home & Garden- und Medizingeräte. In diesem Segment werden auch Energiespeicher für Privathaushalte und kommerzielle Anwendungen entwickelt und produziert. Die Energiespeicher zeichnen sich durch Qualität und Zuverlässigkeit aus. Das Produktportfolio ist modular gestaltet, so dass jeder Endverbraucher den richtigen Energiespeicher für seine Anforderungen finden kann, vom kompakten, handlichen Einsteigerkomplettsystem bis zu Großspeicherlösungen für industrielle Einrichtungen.

1.2 Strategie und Ziele

Der VARTA AG Konzern bearbeitet im Rahmen seiner jährlichen Budgetplanung seine Ziele und Strategien. Mit beiden Segmenten ist der Konzern ideal aufgestellt, um von den relevanten Wachstumstrends für die beiden Geschäftsbereiche wie z.B. demographischer Wandel, technologischer Fortschritt, vermehrte Konnektivität (Internet of Things) und erneuerbare Energien (zunehmendes Bewusstsein für die Wiederverwertbarkeit von Stoffen) zu profitieren.

Demographischer Wandel

Wachsende Lebenserwartung, aber auch die Erhöhung der Kundenakzeptanz durch die Weiterentwicklung der Hörgerätetechnologie, führen zu einer steigenden Nachfrage nach Hörgerätebatterien. VARTA Microbattery bedient diesen Markt mit Zink- Luft und wiederaufladbaren Zellen.

Technologischer Fortschritt

Der ungebrochene Trend nach schnurlosen Geräten in allen Bereichen erhöht den Bedarf an zuverlässigen, meist wiederaufladbaren Energielösungen in hoher Qualität. Gleichzeitig gibt es einen Trend zu kleineren Geräten mit höherer Funktionalität, was zu einem Bedarf an Batterien mit höheren Energiedichten führt.

Konnektivität

Die Fortschritte in der Konnektivität und Konvergenz durch das Internet der Dinge, die Weiterentwicklung der Telekommunikation und die Verbreitung von intelligenten Lösungen treiben die Nachfrage nach Batterien in unterschiedlichsten Branchen wie etwa IT, Telekommunikation und dem Gesundheitswesen an.

Erneuerbare Energien

Die zunehmende Bedeutung von erneuerbarer Energie, Energieeffizienz, Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie die EU-Klimaziele führen zu nachhaltigen Wachstumsraten im Energiezwischenspeicherbereich.

Der VARTA AG Konzern fokussiert hier auf folgende Wachstumsfelder und Ziele:

Stärkung und Ausbau der globalen Marktposition in Kernprodukten

Der Konzern fokussiert sich grundsätzlich auf Geschäftsfelder, in denen langfristig marktführende Positionen angestrebt werden.

Im Bereich Healthcare soll eine marktführende Position durch weitere Innovationen gefestigt und ausgebaut werden. Ähnlich wie im Healthcare Bereich möchte der Konzern auch insbesondere bei den True Wireless Headsets eine marktführende Position einnehmen und überproportional vom starken Marktwachstum profitieren.

Der Fokus bei mobilen Energielösungen im Bereich Power & Energy liegt auf starkem Wachstum durch Neukundengewinnung. Hierbei fokussiert sich der Konzern auf weltweit agierende Top Kunden. Der Marktanteil insbesondere in Europa soll gestärkt werden und unter europäischen Herstellern soll eine führende Position eingenommen werden. Die Batteriespeicher für Energiezwischenspeicherung profitieren von Trends der Nachhaltigkeit, steigendem Umweltbewusstsein sowie der steigenden Nachfrage nach Energie-Autarkie. Ein überproportionales Wachstum in den adressierten Märkten sowie stetige Ausdehnung der bearbeiteten Regionen sind hier die definierten Ziele.

Ausbau der Innovations- und Technologieführerschaft

Der Konzern arbeitet insbesondere im Segment Microbatteries an neuen, innovativen Produkten, die an vollautomatischen Hochgeschwindigkeits-Produktionslinien am Standort Deutschland gefertigt werden. Damit liefert VARTA Microbattery Lösungen, die eine sehr gute Kombination aus Qualität, Innovation, Technologie und Kosten bieten. Die Gesellschaft deckt im Segment Microbatteries die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Materialforschung bis zum fertigen Produkt inklusive kundenfreundlicher Verpackungskonzepte. Weiterhin hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr aufgrund der steigenden Nachfrage seine Produktionskapazitäten in Rumänien ausgebaut.

Die Kombination der starken Marktstellung, internen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und langfristigen Kundenbeziehungen gibt dem Konzern einen klaren Wettbewerbsvorteil, um von anhaltenden Wachstumstrends in den Märkten für Mikrobatterien im Gesundheits-, Unterhaltungs- und Industriesektor zu profitieren. Der Konzern zielt darauf ab, seine Kunden mit hochqualitativen Batterien und Batterielösungen zu versorgen und wird weiter daran arbeiten, neue, leistungssteigernde Knopfzellentechnologien und individuelle intelligente Batterielösungen (smart battery solutions) zu entwickeln.

Fokus auf profitablem Wachstum anhand eines starken Finanzprofils

Der Konzern beabsichtigt, weitere Wachstumschancen durch Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten und in selektive Akquisitionen zu nutzen. Der Konzern geht davon aus, dass er durch seine starke finanzielle Basis, zusammen mit seinem niedrigen Verschuldungsgrad, dem sorgfältigen Einsatz seiner Betriebsmittel und seiner Fokussierung auf Wachstumsinvestitionen die Cash Flow Fähigkeit des Konzerns weiterhin steigern kann.

1.3 Unternehmenssteuerung

Der VARTA AG Konzern wird nach Maßgabe intern definierter finanzieller und nicht-finanzieller Kennzahlen im Sinne einer nachhaltigen Wertsteigerung gesteuert. Der Vorstand hat im Berichtsjahr seine internen Steuerungsinstrumente gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Wie im Vorjahr wurden die folgenden Kennzahlen zur Steuerung herangezogen: Umsatz, bereinigtes EBITDA, CAPEX und Net Working Capital. Das Managementsteuerungssystem ist auch Grundlage der externen Berichterstattung der VARTA AG und wird durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Kontrollfunktion überwacht.

Finanzielle und nicht finanzielle Indikatoren

Die Umsatzerlöse stellen einen der wichtigsten Indikatoren dar, an denen sich das Wachstum des VARTA AG Konzerns ablesen lässt. Sie sind zudem die wesentliche Größe zur Steuerung des Konzerns. So werden die Umsätze im Rahmen der Budgetierung auf die einzelnen Segmente heruntergebrochen und laufend überwacht.

Das bereinigte EBITDA (betriebliches Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern adjustiert um Sondereffekte) stellt eine nachhaltige Ertragskennzahl des Konzerns dar. Gleichzeitig ist das bereinigte EBITDA für den Vorstand die geeignete Steuerungsgröße zur Beurteilung der operativen Ertragskraft des Konzerns bzw. der beiden Segmente.

Als Sondereffekte hat der Vorstand im Vorjahr (wenn zutreffend) Kosten aus dem Börsengang, ergebniswirksame Effekte aus dem Erstattungsanspruch aus Schuldbeitritt bezüglich der Pensionsverpflichtungen, Effekte aus aktienbasierter Vergütung, Veräußerungseffekte aus Sale and Lease-back Transaktionen, mögliche Kosten für Restrukturierung sowie Aufwendungen für M&A-Transaktionen definiert. Im Geschäftsjahr 2018 ist nach dieser Definition der Ergebniseffekt aus aktienbasierter Vergütung bereinigt worden.

Die durch die große Nachfrage nach den Produkten des Konzerns notwendigen Investitionen überblickt der Vorstand anhand des CAPEX. Darunter werden die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen verstanden. In diesem Zusammenhang überprüft der Vorstand die effektive Kapitalallokation auf Basis der Rendite aus dem investierten Kapital. Das CAPEX wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet. Dies umfasst Investitionen ohne M&A Transaktionen.

Auch das Net Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)) wird als weitere Steuerungsgröße herangezogen. Das Net Working Capital wird nur auf VARTA AG Konzern-Ebene als Steuerungsgröße verwendet.

Durch das dynamische Wachstum des Konzerns ist weiterhin die Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter ein wichtiger nicht finanzieller Leistungsindikator.

1.4 Gesonderter nicht finanzieller Konzernbericht

Weitere Informationen zu den nicht-finanziellen Indikatoren, und zu unserer Corporate Social Responsibility können auf der Webseite unter https://www.varta-ag.com/corporate-social-responsibility spätestens vier Monate nach dem Abschlussstichtag des Konzernabschlusses dem gesonderten nicht-finanziellen Konzernbericht entnommen werden.

1.5 Leitung und Kontrolle

In 2018 bestand der Vorstand der VARTA AG aus drei Mitgliedern: Herrn Herbert Schein (Vorsitzender des Vorstandes / CEO), Herrn Steffen Munz (Finanzvorstand / CFO) und Herrn Dr. Michael Pistauer (Vorstand für M&A und Investor Relations). Herr Dr. Pistauer ist planmäßig zum 31. Dezember 2018 aus dem Vorstand ausgeschieden und hat seine beiden Bereiche "Investor Relations" sowie "Mergers & Acquisitions (M&A) an Herrn Munz übertragen. Somit besteht der Vorstand der VARTA AG ab 1. Januar 2019 aus zwei Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung.

Der Aufsichtsrat besteht zum 31. Dezember 2018 aus den folgenden Mitgliedern: Herrn DDr. Michael Tojner (Vorsitz), Herrn Dr. Harald Sommerer (stv. Vorsitz), Herrn Frank Dieter Maier, Herrn Sven Quandt, Herrn Dr. Georg Blumauer und Herrn Dr. Franz Guggenberger.

1.6 Erklärung zur Unternehmensführung

Nähere Ausführungen zum Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat und zu weiteren Standards von Unternehmensführung und Kontrolle finden sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB, welche auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) enthält. Daneben geben der Vorstand der VARTA AG und der Aufsichtsrat der VARTA AG gemäß Ziffer 3.10 DCGK jährlich einen gemeinsamen Corporate Governance Bericht heraus. Alle Dokumente werden auf der Homepage der VARTA AG (www.varta-ag-com/investor-relations) veröffentlicht.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Märkte und Einflussfaktoren

Die Märkte und Einflussfaktoren unterscheiden sich im Berichtsjahr nicht wesentlich zum Vorjahr. Der VARTA AG Konzern produziert und verkauft Batterien weltweit und profitiert trotz relativer Unabhängigkeit vom makroökomischen Umfeld von einem positiven Konsumumfeld. Eine negative Entwicklung des makroökomischen Umfeldes wirkt sich dabei nicht direkt negativ auf das Geschäftsmodell aus, da der Großteil der Produkte vom Konjunkturzyklus unabhängig ist. Diese werden z.B. im medizinischen Umfeld genutzt.

Die Umsatzverteilung ist geographisch diversifiziert. Der Großteil des weltweiten Absatzes von Produkten findet in Europa statt (siehe regionale Umsatzverteilung Abschnitt 3.1). Außerhalb von Europa sind die weiteren wesentlichen Absatzmärkte Asien und Nordamerika. Somit ist die Abhängigkeit von einzelnen Ländern in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung relativ gering. Der Euroraum spielt bedingt durch die Markt- und Kundenstruktur die größte Rolle.

Die in 2018 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für den VARTA AG Konzern relevanten Ländern können als positiv stabil beurteilt werden.

Wesentlich für den Absatz der Batterien für Healthcare-Anwendungen ist die demographische Entwicklung, bei den Batterien für Entertainment-Anwendungen die Trends der Unterhaltungselektronik und bei den Produkten im Segment Power & Energy der Trend zu kabellosen Produkten bzw. der Trend zu erneuerbaren Energien.

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die in 2018 bestehenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den für den VARTA AG Konzern relevanten Absatzmärkten können weiterhin als positiv stabil beurteilt werden.

Wesentlich für den Absatz der Batterien für Healthcare-Anwendungen ist die demographische Entwicklung, bei den Batterien für Entertainment-Anwendungen, die Trends der Unterhaltungselektronik und bei den Produkten im Segment Power & Energy der Trend zu kabellosen Produkten sowie der Trend zu erneuerbaren Energien.

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen unterscheiden sich im Berichtsjahr nicht wesentlich zum Vorjahr. Durch die steigende Lebenserwartung der Menschen in der Gesellschaft sowie die zunehmend höhere Akzeptanz von Hörgeräten wird der Verkauf von Hörgerätebatterien unterstützt. In den relevanten Märkten Europa, Asien und Nordamerika geht man weiterhin von einer stärkeren Gewichtung älterer Generationen in der Bevölkerung aus. Laut Studien des US Census Büro sind 8,5% der Weltbevölkerung oder 616 Millionen Menschen älter als 65 Jahre alt. In Europa zirka 17,4%, in Nordamerika zirka 15,1 % und in Asien zirka 7,9%. In 2050 wird erwartet, dass 1,6 Mrd. der Weltbevölkerung oder 16,7% der Weltbevölkerung über 65 Jahre alt sein werden. Die regionale Bevölkerung älter als 65 Jahre wird sich entsprechend auf 27,6% in Europa, 22,5% in Nordamerika und 18,9% in Asien verteilen.

Im Bereich Entertainment ist das Absatzwachstum durch neue Anwendungen im Bereich Konsumelektronik geprägt. Je mehr kabellos funktionierende Geräte, insbesondere für Kleinstanwendungen (zum Beispiel Headsets) entwickelt werden, desto stärker stellt sich hier die Position des VARTA AG Konzerns dar. Ein Trend, der sich auch positiv auf das Segment Power & Energy auswirkt.

Sogenannte Hearables sollen laut WiFore Consulting (2015) sogar mit einer Wachstumsrate von größer als 40% bis 2020 wachsen. Unterstützend wirkt hier der Trend zu Interkonnektivität. Laut WiFore Consulting wird sich neben Smart Watches, Fashion, Medical insbesondere der Hearables Markt stark vergrößern.

Im Segment Power & Energy wächst das Marktsegment für Lithium-Ionen-Batteriepacks gemäß Avivenne Energy Report 2018 von 120 GWh in 2017 auf 490 GWh in 2025. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate in Höhe von +19%. Dabei wächst das Teil-Segment für Medical Devices, Power Tools und Gardening Tools, welche Zielmärkte von Power & Energy darstellen, von ca. 14 GWh in 2017 auf ca. 44 GWh. Dies stellt eine Wachstumsrate von ca. 16% pro Jahr dar. Das Marktsegment für stationäre Energiespeichersysteme wächst um 22% pro Jahr im Zeitraum von 2017 bis 2025.

2.3 Geschäftsverlauf

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Der VARTA AG Konzern kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken. Die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2018 sind die hohe Nachfrage nach Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte und Lithium-Ionen-Batterien für kabellose Lifestyle-Produkte, die nachfragebedingte Erweiterung der Produktionskapazitäten im Bereich Microbatterien und die sehr erfolgreiche Entwicklung des Geschäfts mit stationären Energiespeichern. Der Konzern-Umsatz ist im Geschäftsjahr 2018 zweistellig um 12,2% auf 271,7 Mio. EUR organisch gewachsen. Durch die Skalierung des Geschäftsmodells ist das operative Konzern-Ergebnis wiederum deutlich schneller gewachsen als der Umsatz. Das bereinigte EBITDA stieg um 28,3% auf 50,2 Mio EUR. Besonders erfreulich ist, dass die beiden Segmente Microbatteries und Power & Energy weiterhin eine hohe Wachstumsdynamik haben und ihre sehr gute Entwicklung fortsetzen.

Vergleich der Geschäftsentwicklung mit der Vorjahres-Prognose

Im Konzernabschluss des letzten Jahres wurde die Prognose für 2018 anhand der unten aufgelisteten bedeutsamsten Indikatoren dargestellt. Insgesamt wurde im letzten Jahr mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung für 2018 gerechnet.

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Indikator Prognose für 2018 FY 2018
Finanzielle Indikatoren: Gruppe
Umsatzerlöse Deutliches Umsatzwachstum bei konstanter Währung Sehr deutliches Umsatzwachstum bei konstanter Währung
bereinigtes EBITDA Sehr deutliche Steigerung Sehr deutliche Steigerung
CAPEX Deutlicher Anstieg Sehr deutlicher Anstieg
Finanzielle Indikatoren: Segment Microbatteries
Umsatzerlöse Deutliches Umsatzwachstum Deutliches Umsatzwachstum
bereinigtes EBITDA Sehr deutlicher Anstieg im Verhältnis zum Umsatz deutlicher Anstieg im Verhältnis zum Umsatz
Finanzielle Indikatoren: Segment Power & Energy
Umsatzerlöse Sehr deutliche Steigerung Sehr deutliche Steigerung
bereinigtes EBITDA Deutliche Steigerung Sehr deutliche Steigerung

3 Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage

3.1 Ertragslage

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.-31.12.2018

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(in T€) Sondereffekte 2018 Sondereffekte 2017
Umsatzerlöse 271.650 242.157
Erhöhung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse 3.899 3.145
Aktivierte Eigenleistungen 4.152 3.517
Sonstige betriebliche Erträge 7.109 14.472
Materialaufwand -106.867 -99.928
Personalaufwand -92.440 -86.047
Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.114 -44.227
EBITDA 47.389 33.089
Kosten für Börsengang 0 6.115
Erstattungsanspruch aus Pensionen 0 -3.629
Aufwand aus aktienbasierter Vergütung 2.830 3.557
Bereinigtes EBITDA 50.219 39.132
Abschreibungen -10.518 -9.446
Betriebsergebnis (EBIT) 36.871 23.643
Finanzertrag 160 63
Finanzaufwand -416 -783
Übriger Finanzertrag 368 687
Übriger Finanzaufwand -631 -889
Finanzergebnis -519 -922
Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 130 -1.696
Ergebnis vor Steuern 36.482 21.025
Ertragsteueraufwendungen -10.779 -7.481
Konzernergebnis 25.703 13.544
Zuordnung des Gewinns:
Aktionäre der VARTA AG 25.260 13.268
Nicht beherrschende Anteile 443 276

Umsatz

Der Umsatz des VARTA AG Konzerns ist im Geschäftsjahr 2018 um 12,2 % von 242,2 Mio. € auf 271,7 Mio. € angestiegen. Die Umsatzerlöse erhöhten sich in beiden Segmenten Microbatteries und Power & Energy. Am deutlichsten war der prozentuale Anstieg bei Power & Energy.

Das Segment Microbatteries stieg von 203,6 Mio. € um 7,5 % auf 218,9 Mio. € an. Der Umsatzanstieg resultiert insbesondere aus dem gestiegenen Absatz der Zink-Luft-Microbatterien für Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgerätebatterien wurde nach eigener Einschätzung die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat im Segment Microbatteries die hohe Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zu einer deutlichen Umsatzsteigerung im Bereich der wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt.

Der Umsatz im Segment Power & Energy ist von 37,7 Mio. € auf 51,8 Mio. € und somit um 37,4 % angestiegen. Das mengenbedingte Umsatzwachstum ist insbesondere auf die sehr erfolgreiche Entwicklung der stationären Energiespeichersysteme zurückzuführen. Diese resultiert vor allem aus der Steigerung des Marktanteils in der DACH-Region, dem Markteintritt in Italien und Australien sowie des Wandspeichers "VARTA pulse" für Privathaushalte.

Aufgrund der für IFRS 15 angewendeten Übergangsmethode wurden die Vergleichsinformationen nicht an die neuen Vorschriften angepasst. Zur Darstellung, wie sich IFRS 15 auf den Zeitpunkt der Umsatzlegung auswirkt, verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang unter Kapitel 4.19.2. Insgesamt resultiert aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018 ein ergebnisneutraler Effekt in Höhe von 633 T€. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich im Vergleich zum Vorjahr eine Erhöhung der Umsatzerlöse und des Materialaufwands um 1,1 Mio. € bzw. 0,9 Mio. €.

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Umsatzerlöse des Konzerns aufgeteilt nach bestimmten geographischen Standorten. Insbesondere das Geschäft in Deutschland und Asien entwickelte sich vorteilhaft. Hierbei machte sich vor allem der Ausbau der marktführenden Position in Deutschland sowie die positive Entwicklung der Kunden mit Produktion in Asien bemerkbar. Weitere Ausführungen zur geographischen Aufteilung der Segmente finden sich im Konzernanhang Abschnitt 6 "Segmentberichterstattung".

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2018 2017
(in T€) Umsatzerlöse Umsatzerlöse Prozentuale Veränderung
--- --- --- ---
Europa 137.424 118.686 15,8%
Asien 72.870 63.394 14,9%
Amerika 56.217 55.811 0,7%
Sonstige 5.139 4.266 20,5%
Summe Konzern 271.650 242.157 12,2%

Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge

Im Berichtsjahr belaufen sich die Materialaufwendungen auf 106,9 Mio. € im Vergleich zu 99,9 Mio. € im Vorjahr. Dies entspricht einer Steigerung von 6,9 %. Der unterproportionale Anstieg im Vergleich zum Umsatz ist in erster Linie auf sinkende Preise der metallischen Rohstoffe sowie der zugekauften Komponenten zurückzuführen und betrifft beide Segmente.

Der Personalaufwand ist von 86,0 Mio. € auf 92,4 Mio. € um 7,4 % angestiegen. Der Anstieg gegenüber 2017 resultierte überwiegend aus der Tariferhöhung in Deutschland in 2018 sowie aus inflationsbedingten Entgelterhöhungen im Ausland. Des Weiteren wirkt sich der Mitarbeiteraufbau für das Wachstum im Bereich Coin Power und im Bereich der Battery Packs aus. Der Personalaufwand enthält den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Höhe von 2,8 Mio. € (2017: 3,6 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 44,2 Mio. € auf 40,1 Mio. € gesunken. Im Vorjahr waren die einmaligen Kosten des Börsengangs in Höhe von 6,1 Mio. € enthalten. Hingegen sind die Aufwendungen für Vertriebsprovisionen insbesondere durch die gestiegenen vermittelten Umsätze angestiegen. Dabei wirkt sich auch die anfallende Provision im Online-Handel einer Tochtergesellschaft aus, die im Vorjahr aufgrund der unterjährigen Konsolidierung nur zeitanteilig berücksichtigt wurde. Aufgrund des Ausbaus der Produktionskapazitäten sind die Instandhaltungsaufwendungen um 1,0 Mio. € gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 7,4 Mio. € von 14,5 Mio. € in 2017 auf 7,1 Mio. € in 2018 gesunken. Im Vorjahr war ein Sondereffekt aus einem Erstattungsanspruch in Höhe von T€ 3.629 im Zusammenhang mit einer Vereinbarung zum Schuldbeitritt Pensionen enthalten. Darüber hinaus resultiert der Rückgang überwiegend aus den um 3,1 Mio € niedrigeren Erträgen aus der Verrechnung von Mietzins und Serviceleistungen gegenüber dem Gemeinschaftsunternehmen VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L.. Dies steht im Zusammenhang mit der Beendung der Geschäftigkeit des Joint Ventures.

Bereinigtes EBITDA

Das bereinigte EBITDA ist im Geschäftsjahr 2018 von 39,1 Mio. € auf 50,2 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 28,3 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Steigerung des bereinigten EBITDA lässt sich auf das profitable Umsatzwachstum bei den Hörgeräte-Batterien und Lithium-Ionen-Zellen und dem unterproportionalen Kostenanstieg durch die Skalierung des Geschäftsmodells zurückführen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis hat sich von 23,6 Mio. € auf 36,9 Mio. € verbessert, was einer Steigerung von 56,4 % im Vorjahresvergleich entspricht. Neben der Steigerung des EBITDA führte der unterproportionale Anstieg der Abschreibungen zu einer sehr deutlichen Verbesserung des Betriebsergebnisses. Die Abschreibungen haben sich von 9,4 Mio. € in 2017 auf 10,5 Mio. € in 2018 erhöht, was insbesondere auf die nachfragebedingte Investitionen in das Sachanlagevermögen aufgrund der Erweiterung der Produktionskapazitäten zurückzuführen ist.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr von -0,9 Mio. € in 2017 auf -0,5 Mio. € in 2018 verbessert. Dies resultiert hauptsächlich aus der deutlichen Reduzierung des Zinsaufwandes von 0,8 Mio. € in 2017 auf 0,4 Mio. € in 2018. Durch den Börsengang konnte der VARTA AG Konzern die Finanzverbindlichkeiten in großem Umfang zurückführen und folglich den Zinsaufwand deutlich reduzieren.

Steuern

Der Steueraufwand ist vor allem durch den Anstieg des Ergebnisses vor Steuern von 21,0 Mio. € in 2017 auf 36,5 Mio. € in 2018 angestiegen. Daraus resultiert eine effektive Steuerquote von 29,5% (2017: 35,6%) bezogen auf das Ergebnis vor Steuern. Zu weiteren Details zu Steuern wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapitel "Ertragsteueraufwendungen" verwiesen.

Konzernergebnis

Das deutliche Umsatzwachstum in beiden Segmenten in Verbindung mit dem unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung des Geschäftsmodells wirkte sich auch sehr positiv auf das Konzernergebnis aus. Das Konzernergebnis hat sich von 13,5 Mio. € in 2017 auf 25,7 Mio. € in 2018 fast verdoppelt und ist um 90,4% angestiegen.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

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(in T€) 31. Dezember 2018 31. Dezember 2017
Langfristige Vermögenswerte 151.831 105.258
Kurzfristige Vermögenswerte 249.865 226.222
Bilanzsumme 401.696 331.480
PASSIVA
(in T€) 31. Dezember 2018 31. Dezember 2017
Eigenkapital 259.422 230.452
Langfristige Schulden 60.422 29.423
Kurzfristige Schulden 81.852 71.605
Schulden 142.274 101.028
Bilanzsumme 401.696 331.480

Langfristige Vermögenswerte

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 44,2% von 105,3 Mio. € in 2017 auf 151,8 Mio. € im Berichtsjahr. Dieser Anstieg stammt hauptsächlich von der Erhöhung des Sachanlagevermögens von 63,4 Mio. € auf 112,8 Mio. € zum 31. Dezember 2018. Die Produktionskapazitäten wurden aufgrund der großen Nachfrage insbesondere bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei den Zink-Luft-Batterien erweitert.

Aufgrund der Beendigung der Geschäftstätigkeit und der voraussichtlich planmäßigen Liquidation im ersten Quartal 2019 gemäß dem Joint Venture-Vertrag ist der At Equity Wert für die VW-VM Forschungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L. von 1,7 Mio. € in 2017 auf 0,3 Mio. € in zum 31. Dezember 2018 gesunken. Dies steht im Wesentlichen in Zusammenhang mit einer Kapitalrückzahlung in Höhe von 1,5 Mio. €.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind leicht von 15,8 Mio. € in 2017 auf 15,7 Mio. € gesunken und beinhalten überwiegend einen Erstattungsanspruch aus dem im Juni 2018 getätigten Schuldbeitritt in Höhe von 15,6 Mio. €.

Zu weiteren Details zum Schuldbeitritt wird auf den Anhang des Konzernabschlusses im Kapitel "Pensionen" verwiesen.

Kurzfristige Vermögenswerte

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 23,7 Mio. € von 226,2 Mio. € in 2017 auf 249,9 Mio. € zum 31. Dezember 2018 erhöht. Der Anstieg resultiert unter anderem aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die bedingt durch das gestiegene Umsatzvolumen um 6,2 Mio. € auf 26,3 Mio. € gestiegen sind.

Eigenkapital/Eigenkapitalquote

Der VARTA AG Konzern verfügt seit den Börsengang im Jahr 2017 unverändert über eine hohe Eigenkapitalquote in Höhe von 64,6% (Vorjahr: 69,5%) und kann damit die notwendigen Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten aus eigenen Mitteln finanzieren.

Das Eigenkapital ist von 230,5 Mio. € in 2017 auf 259,4 Mio. € zum 31. Dezember 2018 angestiegen.

Langfristige Schulden

Die langfristigen Schulden sind um 31 Mio. € von 29,4 Mio. € in 2017 auf 60,4 Mio. € zum 31. Dezember 2018 angestiegen. Der Anstieg stammte überwiegend aus Kundenanzahlungen in Höhe von 30,2 Mio. €.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden haben sich insbesondere aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einhergehend mit dem steigendem Geschäftsvolumen von 71,6 Mio. € auf 81,9 Mio. € sowie des kurzfristigen Teils der Kundenanzahlungen in Höhe von 11,5 Mio. € erhöht.

Net Working Capital

Das Net Working Capital ist um 0,6 Mio. € von 41,4 Mio. € in 2017 auf 42,0 Mio. € in 2018 angestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 1,4% im Vergleich zum Vorjahr.

Daraus resultiert eine Net Working Capital Quote von 15,4% im Verhältnis zum Umsatz.

Kapitalflussrechnung

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(in T€) 2018/12 2017/12
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.2018 138.536 12.347
Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 69.846 22.020*
Cash flow aus Investitionstätigkeit -58.982 -16.943*
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit -114 121.577
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 10.750 126.654
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 455 -465
Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2018 149.741 138.536

* vgl. Erläuterungen im Konzernanhang zu 37 Konzern-Kapitalflussrechnung zum geänderten Ausweis

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 69,8 Mio. € und liegt damit 47,8 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Dies ist einerseits auf höhere Mittelzuflüsse aus dem Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen. Zusätzlich wirken sich Kundenanzahlungen in Höhe von 41,6 Mio. € positiv aus.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist von 16,9 Mio. € in 2017 auf 59,0 Mio. € in 2018 angestiegen. Der Anstieg stammt überwiegend aus den Investitionen in das Sachanlagevermögen zur nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei den Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei den Zink-Luft-Batterien.

Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit ist von 121,6 Mio. € in 2017 auf -0,1 Mio. €. zurückgegangen. Der Rückgang ist auf den Wegfall der Erlöse aus dem Börsengang in 2017 zurückzuführen.

Hieraus ergibt sich ein Stand der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2018 von 149,7 Mio. € im Vergleich zu 138,5 Mio. € zum 31. Dezember 2017.

4 Forschung und Entwicklung

Für den VARTA AG Konzern ergab sich für das Geschäftsjahr 2018 ein Forschungs- und Entwicklungsaufwand in Höhe von 12,9 Mio. € (im Vorjahr 12,3 Mio. €). Daraus resultiert eine F&E-Aufwandsquote von 4,8 % im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 5,1% im Vorjahr.

Segment Microbatteries

Die Ausrichtung auf Technologieführerschaft war durch die schwerpunktmäßige Weiterentwicklung des Knowhows im Bereich der Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte (Produktgruppe "Healthcare") und wiederaufladbare Lithium-Ionen Knopfzellen, sogenannte Coin Power Batterien in der Produktgruppe "Entertainment & Industrial", gekennzeichnet. Dabei standen vor allem die weitere Steigerung der Kapazitätswerte, die Evaluierung und Qualifizierung neuer Materialien für die Coin Power Batterien, die Weiterentwicklung der quecksilberfreien Zink-Luft-Batterien, der Einsatz von günstigen Rohstoffen und die Entwicklung von effizienteren Fertigungsverfahren im Vordergrund.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand betrug für das Segment Microbatteries von Januar bis Dezember 2018 insgesamt 9,8 Mio. € (im Vorjahr 9,6 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwandsquote von 4,5% zum Umsatz (im Vorjahr 4,7%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 auf 0,5 Mio. €. Die Aktivierungsquote beträgt 3,9% (i.Vj. 8,3%).Im Bereich Microbatteries handelte es sich vor allem um die Entwicklung von kleineren und leistungsfähigeren Knopfzellen.

Segment Power & Energy

Der Ausbau der Position im Markt für Lithium-Ionen-Heimspeicher war durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios gekennzeichnet. Dabei stand die Markteinführung der Produktreihe VARTA Pulse in Australien im Fokus. Außerdem wurde die Cloud-Partnerschaft weiter vorangetrieben. Hierbei werden Energiespeicher über Cloud-Lösungen mit einander verbunden damit sie Energieüberschüsse austauschen können.

Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand im Segment Power & Energy lag im Geschäftsjahr 2018 mit 3,1 Mio. € leicht über dem Vorjahr (im Vorjahr 2,7 Mio. €). Damit ergab sich eine F&E-Aufwandsquote von 6,0% zum Umsatz (im Vorjahr 7,1%). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich in 2018 auf 0,4 Mio. € (im Vorjahr 0,2 Mio. €). Die Aktivierungsquote beträgt 43,8 % (i.Vj. 51,9). Hierbei handelte es sich primär um die Produkt- und Produktionsprozessentwicklung für Großspeicher flex storage sowie die Entwicklung von verschiedenen Speichersystemen im Bereich Residential.

5 Investitionen ohne M&A (CAPEX)

Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden im Konzern als CAPEX bezeichnet. Dies stellt eine wichtige Steuerungsgröße von produzierenden Wachstumsunternehmen dar. In 2018 hat die VARTA AG ein umfangreiches Investitionsprogramm begonnen, das in 2018 und in 2019 umgesetzt wird. Ziel dieser Investitionen sind Kapazitätserweiterungen im Segment Microbatteries. Dieses Programm wird durch den Mittelzufluss aus dem IPO vom Oktober 2017 finanziert und war wesentlicher Grund für den Gang an die Börse.

Die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachlangenbetragen insgesamt 56,3 Mio. € im Vergleich zu 17,0 Mio. € im Vorjahr.

Der wesentliche Teil der Investitionen in das Sachanlagevermögen diente der nachfragebedingten Erweiterung der Produktionskapazitäten bei Lithium-Ionen-Knopfzellen sowie bei Zink-Luft-Batterien. Weiterhin sind in regelmäßigen Abständen Ersatzinvestitionen zur Erneuerung der Produktionsanlagen, zur Entwicklung neuer Produkte sowie für qualitätssichernde Maßnahmen notwendig.

6 Ertragslage Segmente

Die Segmentinformationen des VARTA AG Konzerns betreffen die beiden Segmente Microbatteries und Power & Energy.

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Microbatteries 2018 2017
Umsatz (Mio. €) 218,9 203,6
Bereinigtes EBITDA (Mio. €) 47,3 43,7
Bereinigte EBITDA Marge in % 21,6 21,5

Der Umsatz im Segment Microbatteries ist im Geschäftsjahr 2018 von 203,6 Mio. € auf 218,9 Mio. € gestiegen. Dies entspricht einem Umsatzwachstum von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Umsatzwachstum resultierte zum Teil aus dem Wachstum der Zink-Luft-Batterien für den Markt der Hörgeräte. Im strukturell wachsenden Markt für Hörgeräte-Batterien wurde die marktführende Position weiter ausgebaut. Zudem hat die wachsende Nachfrage nach kabellosen Entertainment-Produkten wie Headsets oder anderen Wearables zur Umsatzsteigerung der wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien geführt. Das EBITDA ist von 43,7 Mio. € auf 47,3 Mio. € angestiegen, was einer Steigerung um 8,2% entspricht. Die Ergebnissteigerung ist auf das profitable Umsatzwachstum sowie den unterproportionalen Anstieg der Kosten durch die Skalierung unseres Geschäftsmodells zurückführen. Daraus resultiert eine EBITDA Marge von 21,6% im Verhältnis zum Umsatz im Vergleich zu 21,5 % in 2017.

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Power & Energy 2018 2017
Umsatz (Mio. €) 51,8 37,7
Bereinigtes EBITDA (Mio. €) 2,9 -4,4
Bereinigte EBITDA Marge in % 5,6 -11,7

Im Segment Power & Energy ist der Umsatz von 37,7 Mio. € auf 51,8 Mio. € angestiegen. Dies entspricht einem sehr hohen Umsatzwachstum von 37,4 %. Die Umsatzsteigerung ist durch weiteres Wachstum bei den stationären Energiespeichern für Privathaushalte und Großprojekte, aber auch durch neue Kunden im Rahmen der kundenspezifischen Projekte im Bereich Power zurückzuführen. Das EBITDA hat sich von -4,4 Mio. € in 2017 auf 2,9 Mio. € in 2018 wesentlich verbessert. Das deutliche Umsatzwachstum in Verbindung mit dem unterproportionalen Anstieg der Kosten und die verbesserte Margensituation aufgrund der Umsetzung einer Vielzahl von kundenspezifischen Projekten im Power Bereich sowie der fortschreitenden Serienreife der stationären Energiespeichern wirkten sich sehr positiv auf das EBITDA aus.

Weitere Details zur Segmentberichterstattung finden sich im Konzernanhang im Kapitel 6.

7 Angaben zur VARTA AG

Der Lagebericht der VARTA AG und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss und der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns werden zeitgleich im Bundesanzeiger offengelegt.

Beschreibung der Gesellschaft

Die VARTA AG ist eine Holdinggesellschaft, die ausschließlich Aufgaben zur Steuerung des Konzerns sowie der operativen Tochtergesellschaften wahrnimmt. Die nachfolgenden Zahlen und Erläuterungen beziehen sich auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellten Jahresabschluss der VARTA AG.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 666 T€ (2017: 850 T€) erwirtschaftet. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Lizenzverrechnung an die VARTA Storage GmbH in Höhe von 665 T€.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 2.747 T€ in 2018 (2017: 10.895 T€) und enthalten unter anderem Aufwendungen im Zusammenhang mit Kostenverrechnung von verbundenen Unternehmen in Höhe von 702 T€ (2017: 242 T€), Honorar für Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 623 T€ (2017: 926 T€), Aufwand für Werbung und Public Relation in Höhe 343 T€ (2017: 599 T€). Im Vorjahr waren die Kosten des Börsengangs in Höhe von 8.116 T€ enthalten.

Im Geschäftsjahr 2018 waren neben dem Vorstand drei Mitarbeiter bei der VARTA AG beschäftigt. Insgesamt ist der Personalaufwand von 1.917 T€ in 2017 auf 3.298 T€ in 2018 angestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem Personalaufbau sowie dem Anstieg von zwei auf drei Vorstände.

Die Abschreibungen beinhalten vor allem eine Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 908 T€.

Das Zinsergebnis hat sich im Wesentlichen aufgrund von kurzfristiger Veranlagung an verbundene Unternehmen von 405 T€ auf 1.817 T€ verbessert.

Aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Microbattery GmbH resultieren Erträge in Höhe von 33.588 T€. Gegenläufig werden Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der VARTA Storage GmbH in Höhe von 3.814 T€ verrechnet. Hieraus ergibt sich ein Anstieg der Erträge aus der Ergebnisabführung von 23.701 T€ in 2017 auf 29.774 T€ in 2018.

Insgesamt ergibt sich ein Bilanzgewinn von 28.134 T€ im Vergleich zu 8.182 T€ im Vorjahr.

Gewinn- und Verlustrechnung der VARTA AG für das Geschäftsjahr 2018

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2018 2017
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 666 850
2. Sonstige betriebliche Erträge 198 76
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung 95 T€ (i. Vj. 0 T€) -
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.241 -1.865
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -57 -3.298 -52 -1.917
- davon für Altersversorgung TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) -
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -936 -935
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.747 -10.895
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 98 T€ (i. Vj. 0 T€) -
6. Erträge aus der Gewinnabführung 33.588 28.583
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.855 594
- davon aus verbundenen Unternehmen 1.811 T€ (i. Vj. 558 T€) -
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme -3.814 -4.882
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38 -189
- davon aus verbundenen Unternehmen 20 T€ (i.Vj. 172 T€)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.522 -4.345
11. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 19.952 6.940
12. Gewinnvortrag 8.182 1.242
13. Bilanzgewinn 28.134 8.182

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 31.112 T€ von 59.192 T€ in 2017 auf 90.304 T€ zum 31.12.2018 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Finanzanlagen von 54.542 T€ auf 86.589 T€ zurückzuführen ist. Dieser Anstieg resultiert aus der Ausgabe von Ausleihungen an Tochtergesellschaften.

Das Umlaufvermögen ist um 3.257 T€ von 157.852 T€ in 2017 auf 154.595 T€ zum 31.12.2018 gesunken. Im Zusammenhang mit einer kurzfristigen Ausleihung an ein nahestehendes Unternehmen in Höhe von 56.977 T€ sowie an die Tochtergesellschaft, VARTA Microbattery GmbH, in Höhe von 5.652 sind die liquiden Mittel von 123.249 T€ in 2017 auf 55.866 T€ in 2018 zurückgegangen. Gegenläufig wirkt die Geldanlage der VARTA Microbattery GmbH bei der VARTA AG. Aufgrund dieser Veranlagung von flüssigen Mitteln sind die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 64.125 T€ von 34.603 T€ in 2017 auf 98.728 T€ in 2018 stark angestiegen.

Das Eigenkapital hat sich insgesamt um 19.952 T€ von 195.783 T€ in 2017 auf 215.735 T€ zum 31.12.2018 erhöht. Dieser Anstieg stammt aus der Veränderung des Bilanzgewinns.

Die Rückstellungen sind um 1.060 T€ von 4.460 T€ in 2017 auf 5.520 T€ zum 31.12.2018 angestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Sonstige Rückstellungen aus Verpflichtungen für Personalaufwendungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten haben sich um 6.302 T€ von 15.046 T€ in 2017 auf 21.348 T€ zum 31.12.2018 erhöht, was hauptsächlich auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Gewährung eines Darlehens von der VARTA Microbattery GmbH an die VARTA AG zurückzuführen ist.

Bilanz der VARTA AG zum 31.12.2018

Aktiva

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.498 4.406
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216 244
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1 217 - 244
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.201 30.100
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 55.999 23.968
3. Beteiligungen 30 30
4. Sonstige Ausleihungen 359 86.589 444 54.542
90.304 59.192
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 1
2. Forderungen gegen verbundene 2. Unternehmen 96.282 29.741
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.447 98.729 4.861 34.603
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 55.866 123.249
154.595 157.852
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29 41
D. Aktive latente Steuern 1.403 1.331
Bilanzsumme 246.331 218.416
Passiva
31.12.2018

T€
31.12.2017

T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 38.200 38.200
II. Kapitalrücklage 142.590 142.590
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 6.811 6.811
IV. Bilanzgewinn 28.134 8.182
215.735 195.783
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 2.839 2.817
2. Sonstige Rückstellungen 2.681 1.643
5.520 4.460
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 264 2.052
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 20.436 12.276
4. Sonstige Verbindlichkeiten 639 716
- davon aus Steuern 88 T€ (i. Vj. 152 T€)
21.348 15.046
D. Passive latente Steuern 3.728 3.127
Bilanzsumme 246.331 218.416

Risiken und Chancen

Die Geschäftsentwicklung der VARTA AG hängt maßgeblich von den Risiken und Chancen des VARTA AG Konzerns ab, die bereits im zusammengefassten Lagebericht des VARTA AG Konzerns beschrieben werden.

Es besteht das Risiko, dass die Beteiligungen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in ihrer Werthaltigkeit beeinträchtigt sind. Dies wird mindestens einmal jährlich überprüft. Ein Wertminderungsbedarf wurde im Geschäftsjahr 2018 nicht identifiziert.

Darüber hinaus ist auf die Risiken aus Altlasten hinzuweisen, die bei der VARTA AG bestehen. Die ehemaligen Grundstücke der VARTA AG bzw. ihrer ehemaligen Tochtergesellschaften dienten überwiegend als Produktionsstätten für die Batterieherstellung und weisen branchentypische Altlasten auf. Eine Käuferin aller ehemaligen ausländischen sowie einer inländischen Beteiligung hat diese Risiken und mögliche in der Zukunft auftretende Risiken übernommen und die VARTA AG von diesen Risiken freigestellt; im Außenverhältnis besteht die Haftung der VARTA AG jedoch weiterhin fort. Mittlerweile wurde die Käuferin liquidiert, die Global Equity Partners Beteiligungs-Management GmbH, Wien, ein mit der Käuferin verbundenes Unternehmen hat diese Freistellung mit einer abgegebenen Garantie in Höhe von 20 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2031 abgesichert. Die verbleibenden Risiken hat die VARTA AG bewertet und geht unter Berücksichtigung der garantierten Erstattungsansprüche davon aus, dass mit einer Inanspruchnahme aus der Haftung nicht zu rechnen ist. Erst wenn die oben beschriebenen Risiken das Deckungspotential der Garantiegeberin übersteigen oder diese ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann, wird die VARTA AG entsprechend belastet.

Ausblick

Die Erwartungen für die VARTA AG hinsichtlich ihrer finanziellen und nicht finanziellen Indikatoren sowie dem Risikoprofil entsprechen im Wesentlichen (aufgrund Ihrer Bedeutung im Konzern und den Verflechtungen der Konzerngesellschaften) den Prognosen des VARTA AG Konzerns, die ausführlich im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht des zusammengefassten Lageberichts beschrieben werden. Die wirtschaftliche Entwicklung des Ergebnisses der VARTA AG hängt maßgeblich von den Ergebnisbeiträgen ihrer operativen Tochtergesellschaften ab, die der VARTA AG über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge zufließen. Die prognostizierte Entwicklung der operativen Tochtergesellschaften impliziert, auch im Einklang mit den Erwartungen auf VARTA AG Konzernebene, eine sehr deutliche Ergebnissteigerung.

8 Mitarbeiter

Die erfolgreiche Entwicklung der Gruppe basiert auf der Kompetenz und den Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie der Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen Neben der Ausbildung junger Mitarbeiter sorgen Fortbildungen und Schulungen für ein hohes Kompetenzniveau. Der Konzern ist an engagierten und motivierten Mitarbeitern interessiert, die in einem starken Team die Innovation des Unternehmens vorantreiben möchten.

Die Mitarbeiter zeichnen sich durch eine sehr hohe Leistungsbereitschaft sowie Loyalität aus. Der Konzern legt großen Wert auf nachhaltige Personalpolitik, um damit Effizienz und Zufriedenheit zu steigern. Aus diesem Grunde wurde im letzten Jahr ein neues Arbeitszeitmodell als Reaktion auf die erhöhte Nachfrage in der Produktion entwickelt.

Es soll sichergestellt werden, dass sich Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden und sich anhand gemeinsamer Unternehmensziele mit diesem identifizieren. Durch eine langjährige durchschnittliche Betriebszugehörigkeit bringen die Mitarbeiter exzellente Fachkenntnisse ihres Aufgabengebietes mit. Weiterhin sichert eine ausgeglichene Altersstruktur einen gesunden Wissenstransfer zwischen den Generationen.

Insgesamt wird auf die Ausgewogenheit der Belegschaft geachtet. In einer Kultur der Wertschätzung sollen Frauen wie Männer ihre beruflichen Ziele verwirklichen können.

Hierzu gehört auch ein angemessener Frauenanteil. Die Gesellschaft verfolgt für die VARTA AG seit Ende 2016 eine Zielgröße von 30% für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes, die sie zum Jahresende mit 29% fast erreicht hat. Für alle Mitarbeiter in Deutschland liegt die Quote bei knapp 36%.

Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber stellen Arbeitssicherheit und Gesundheit im VARTA AG Konzern wichtige Säulen für die Beschäftigung dar. Weiterhin zeichnet sich die Unternehmenskultur im Konzern durch Offenheit und gegenseitige Wertschätzung aus.

Arbeitgeberattraktivität

Durch gezielte Maßnahmen wird versucht, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Anfang des Jahres 2018 wurde für Führungskräfte und High Potentials die Möglichkeit geschaffen, an einem Aktienoptionsprogramm teilzunehmen.

Die Führungskräfte des Konzerns treffen sich außerdem jährlich in einer Führungskräftetagung. Weiterhin werden gezielte Initiativen für die Weiterentwicklung der Auszubildenden innerhalb des Unternehmens gefördert.

Die Anzahl der Mitarbeiter der gesamten Gruppe erhöhte sich von 2.171 (in 2017) auf 2.284 zum 31. Dezember 2018.

In Summe verteilten sich die Mitarbeiter zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 wie folgt auf die Regionen:

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31. Dez 18 31. Dez 17
Europa 1.354 1.232
Asien 911 919
USA 19 20

9. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht beschreibt die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat der VARTA AG. Zudem werden die Struktur, Zusammensetzung sowie die Höhe der Vergütungskomponenten erläutert. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017, soweit der Aufsichtsrat in seiner Entsprechenserklärung keine Abweichung erklärt hat und beinhaltet Angaben nach den Erfordernissen des Deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) 17, des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS), soweit der Aufsichtsrat in seiner Entsprechenserklärung keine Abweichung erklärt hat. Die quantitativen Angaben nach IAS 24 sind im Konzernanhang enthalten.

Nach dem Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 06. Oktober 2017 wird auf die nach § 285 Nr. 9 lit. a) HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit. a) HGB geforderte individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstandsmitglieder verzichtet.

Vergütung des Vorstands:

Die Festlegung und regelmäßige Überprüfung der Vorstandsvergütung ist eine Aufgabe des Aufsichtsrats. Nach den Empfehlungen des DCGK besteht die Vergütung der Vorstandsmitglieder aus festen und variablen, teilweise aktienbasierten Bestandteilen.

Der Aufsichtsrat befasst sich mit der Angemessenheit und Üblichkeit der Vorstandsvergütung und berücksichtigt sämtliche in § 87 AktG und Ziffer 4.2.2 Sätze 4 und 5 DCGK aufgeführten Kriterien, wie z.B. die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage, den Erfolg und die Zukunftsaussichten der VARTA AG.

Erfolgsunabhängige (fixe) Vergütungskomponenten

Die fixen Vergütungsbestandteile umfassen eine feste Grundvergütung, Nebenleistungen und einen Zuschuß zur privaten Rentenversicherung Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Zudem erhalten die Mitglieder des Vorstands Nebenleistungen, die sie, soweit ihnen aus der privaten Nutzung ein geldwerter Vorteil erwächst, jeweils nach den geltenden steuerlichen Regelungen individuell versteuern. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen die private Nutzung des Dienstwagens, und Versicherungsleistungen. Der Selbstbehalt der D&O-Versicherung, den die Vorstände persönlich tragen, entspricht gem. § 93 Abs. 2 Satz 2 AktG einer Höhe von 10% des jeweiligen Schadens, beträgt jedoch maximal das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Es bestehen keine Pensionszusagen.

Erfolgsabhängige variable Vergütungskomponenten

Die erfolgsabhängige Vergütungskomponente knüpft an die Entwicklung bestimmter quantitativer Zielgrößen an. In Übereinstimmung mit dem Steuerungssystem des Konzerns hat der Aufsichtsrat die Kennzahl EBIT / EBITDA als Zielgröße bestimmt.

Die jährlichen Konzernziele zur Bemessung der variablen Vergütungskomponente beschließt der Aufsichtsrat. Dieser stellt auch die Zielerreichung fest.

Aktienbasierte Vergütung

Es wurde von der Muttergesellschaft VGG GmbH (Wien, Österreich) ein Aktienoptionsprogramm zum Bezug von Stammaktien der VARTA AG aufgelegt. Die zugrunde gelegte Erdienungsperiode beträgt vier Jahre. Die aktienbasierte Vergütung knüpft als wesentliche Bedingung an ein aktives Beschäftigungsverhältnis zum jeweiligen Ausübungszeitraum an.

Für einen Vorstand gibt es zusätzlich ein Long Term Incentive (LTI)-Programm. Dieses LTI-Programm stellt eine langfristige beteiligungsähnliche Komponente dar, die eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der VARTA AG und dem Vorstand als Ziel hat. Das Programm ist auf fünf Jahre angelegt. Die wesentliche Ausübungsbedingung ist ein bestehendes Beschäftigungsverhältnis von mindestens drei Jahren. In diesem Zusammenhang bestehen 214.285 Aktienoptionen mit einem beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt ihrer Gewährung in Höhe von 1.609 T€.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 (2017) insgesamt

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Erfolgsunabhängige (fixe) Vergütung inkl. Nebenleistungen

T€
Erfolgsabhängige variable Vergütung

T€
Von der Gesellschaft gewährte Aktienbasierte Vergütung

T€
Vergütung gesamt

T€
910 (610) 1.634 (1.002) 1.609 (0) 4.153 (1.612)

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder sehen für den Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses aufgrund eines Kontrollwechsels keine festen sonstigen Vergütungen vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Dienstvertrages durch die Gesellschaft ohne wichtigen Grund kann jedoch eine freiwillige Vergütung vereinbart werden. Diese wurde jedoch durch einen Abfindungs-Cap in Höhe von ein bzw. zwei Jahresvergütungen gedeckelt.

Vergütung des Aufsichtsrats:

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde von der Hauptversammlung beschlossen und ist in § 15 der Satzung der VARTA AG niedergelegt. Satzungsgemäß erhält jedes Aufsichtsratsmitglied der VARTA AG neben dem Ersatz seiner angemessenen Auslagen eine feste zahlbare Vergütung von 30 T€. Damit entspricht die Vergütungsstruktur für den Aufsichtsrat der VARTA AG der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 des DCGK zur Aufsichtsratsvergütung in der Fassung vom 7. Februar 2017. Der DCGK empfiehlt in Ziffer 5.4.6 außerdem, den Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat sowie den Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen bei der Vergütung zu berücksichtigen. Dementsprechend sieht die Satzung der VARTA AG vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats neben dem Ersatz ihrer Auslagen jeweils eine feste jährliche Vergütung in Höhe von 50 T€ erhalten. Damit ist auch die Übernahme von Mitgliedschaften in Ausschüssen und Vorsitzen in Ausschüssen abgegolten. Die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die sich ergebende Vergütung zeitanteilig in Höhe eines Zwölftes für jeden angefangen Monat ihrer Tätigkeit.

Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 (2017) insgesamt

Für das Berichtsjahr 2018 erhielt der Aufsichtsrat eine Vergütung in Höhe von 190 T€ (2017: 165 T€). In dieser Summe sind die Erstattungen der jedem Aufsichtsratsmitglied erwachsenden Auslagen sowie die auf seine Bezüge und den Auslagenersatz entfallene Umsatzsteuer enthalten. Die Prämie der für die Mitglieder des Aufsichtsrats abgeschlossenen D&O-Versicherung wird in von der Gesellschaft getragen. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen in Höhe von 3 T€ (2017: 122 T€) vergütet.

Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 (2017) individualisiert

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In T€ Feste Vergütung, alle Zahlen in netto Sonstige Beratungsleistungen, alle Zahlen in netto
DDr. Michael Tojner 50 0
(Vorsitzender) (34) (0)
Dr. Harald Sommerer (stellv. 50 0
Vorsitzender) (38) (0)
Dipl.-Ing. Frank Dieter Maier 30 0
(33) (0)
Sven Quandt 0 0
(0) (0)
Dr. Franz Guggenberger 30 0
(30) (0)
Dr. Georg Blumauer 30 3
(30) (122)
Gesamt 190 3
(165) (122)

Sonstiges

Weder wurden Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats der VARTA AG oder von Tochtergesellschaften Kredite und Vorschüsse gewährt noch wurden zu ihren Gunsten Haftungsverhältnisse eingegangen.

10. Umweltschutz

Das Umweltmanagementsystem der Gesellschaft wird durch den TÜV im Rahmen des Audits nach ISO 14001 überwacht. Seit 2006 wird eine konsequente Trennung und Verwertung von Abfällen statt deren Beseitigung durchgeführt. Die gesetzlichen Auflagen zum Emissionsschutz wurden beachtet. Das am Standort Ellwangen eingerichtete Grundwasser-Monitoring wurde im Berichtsjahr fortgeführt.

11 Prognose-, Chancen und Risikobericht

11.1 Chancen- und Risikomanagementsystem

Zur frühzeitigen Erkennung und Bewertung von Risiken sowie zum Umgang mit bestehenden Risiken hat die Gesellschaft Steuerungs- und Kontrollmaßnahmen eingerichtet, die in einem Risikofrüherkennungs-, internen Kontroll- sowie Risikomanagementsystem verankert sind.

Das Risikomanagementsystem wird gesammelt auf Konzernebene beurteilt und fokussiert auf operative, finanzielle, strategische und sonstige Risiken. Dieses steht im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 91 Abs. 2 AktG. Hierbei werden die Risiken anhand einer intern vorhandenen Risikomatrix als gering, mittel oder hoch eingeordnet (siehe Matrix). Es wird keine Risikoquantifizierung zur Einschätzung von rechtlichen und Compliance-Risiken vorgenommen, gleichwohl werden diese Risiken angemessen berücksichtigt.

Als produzierendes Unternehmen wird auf externe Faktoren wie z.B. Rohstoffpreise geachtet, die das Ergebnis negativ beeinflussen könnten. Ebenso müssen interne Prozesse aufgrund der wachsenden Unternehmensgröße laufend optimiert werden. Chancen werden im technologischen Fortschritt kabelloser Geräte gesehen. Insgesamt wird die Risiko-Situation als beherrschbar eingeschätzt.

Wesentlicher Baustein des Systems ist ein strategisch ausgerichtetes Planungssystem, eine jährliche Budgetplanung, die mehrfach innerhalb des laufenden Jahres überarbeitet und an die aktuellen Erkenntnisse angepasst wird, monatliche Plan-Ist-Berichte sowie die frühzeitige und regelmäßige Kommunikation von Risiken und Chancen. Unterstützt wird dieses Risiko-Management durch regelmäßige Sitzungen des Managements, in denen ausführlich Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung analysiert und erörtert werden.

Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bandbreiten zur Quantifizierung von Risiken angepasst. Dies wurde durchgeführt, um auch beim eingeschlagenen Wachstumskurs den Blick auf wesentliche Risiken zu fokussieren. Aus dieser Anpassung können im Einzelfall neue Klassifizierungen der Risiken resultieren.

11.2 Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikolage durch den Vorstand

Der Vorstand trägt die Verantwortung für das Chancen- und Risikomanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist und auch im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen gemäß § 91 Abs. 2 AktG steht. Nach der Einschätzung des Vorstandes sind die im Folgenden beschriebenen Risiken zum Zeitpunkt der Veröffentlichung beherrschbar. Im Einzelnen sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen. Zugleich besteht die Überzeugung, dass der Konzern strategisch und finanziell gut aufgestellt ist, um sich bietende Chancen zu nutzen.

Der Chancen- und Risikobericht beinhaltet die Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Kernrisiken. Zu diesen Risiken zählen alle Sachverhalte, die eine signifikante Bedrohung der Erfolgsfaktoren darstellen und eine materielle Auswirkung auf die Ergebnis- oder Liquiditätssituation haben können. Sie lassen sich anhand ihres Schadenserwartungswertes einzelner Risikoklassen zuordnen (groß, mittel, gering). Der Schadenserwartungswert wird im Rahmen eines Regelprozesses gruppenweit einheitlich gemessen und setzt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und dem zu erwartenden Effekt des Schadenausmaßes auf das Konzernergebnis zusammen.

Für jeden Geschäftsbereich gibt es einen Risikoverantwortlichen, der die Risikosituation seines Bereiches dezentral steuert und an das Group Risk Management berichtet. Innerhalb einzelner Geschäftsbereiche gibt es Verantwortliche (Risk Owner) für die verschiedenen Risikobereiche, die an den jeweiligen Risikoverantwortlichen des Geschäftsbereiches berichten. Um eine enge Verzahnung mit operativen und finanzwirtschaftlichen Fragestellungen sicherzustellen, ist das Risikomanagement im Zentralbereich "Corporate Controlling" angesiedelt.

Das Risikomanagement wird in regelmäßigen Abständen auf Effektivität geprüft und möglicherweise verbessert.

11.3 Internes Kontrollsystem

Ein wichtiger Teil des Risikomanagements stellt das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikosystem des VARTA AG Konzerns dar. Demnach werden unter dem internen Kontrollsystem die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung von Führungsentscheidungen zur Sicherung von Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit zur Ordnungsmäßigkeit bzw. Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zu Einhaltung der für die VARTA AG-Gruppe maßgeblichen Vorschriften gerichtet sind.

In den einzelnen Konzerngesellschaften ist ein den jeweiligen Verhältnissen angemessenes internes Kontrollsystem implementiert, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im Rechnungswesen besteht das Prinzip der Funktionstrennung.

Es gibt konzernweit einheitliche Bilanzierungsrichtlinien. Weiterhin ist das Rechnungswesen weitestgehend am Standort in Ellwangen zentralisiert.

Der Vorstand trägt die Verantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

11.4 Risikosituation

Aus der Gesamtheit der identifizierten Chancen und Risiken werden nachfolgend jene Bereiche dargestellt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum in wesentlichem Umfang positiv oder negativ beeinflussen können. Gemäß der oben erwähnten Bewertung nach erwarteter Schadenshöhe in Bezug auf das Konzernergebnis wird für die folgenden Risiken die entsprechende Klassifizierung des Schadenerwartungswerts des Risikos angegeben, der vor Ergreifen von Gegenmaßnahmen vorliegt, d.h. Brutto-Schadenswert.

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem die Risiken nach der Netto-Methode dargestellt wurden, sind im diesjährigen Bericht die Risiken mit dem Brutto-Schadenserwartungswert (vor Ergreifen von Gegenmaßnahmen) angegeben. Dies entspricht der internen Steuerungsstruktur.

Die Risikosituation stellt sich für den VARTA AG Konzern wie folgt dar:

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Risikoklasse Einzelrisiken Brutto- Schadenserwartungswert
Operative Risiken Produktions- und Logistikrisiken mittel
Gefährdungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes gering
Beschaffungsrisiken gering
Anhaltenden Preisdruck gering
IT gering
Strategische Risiken Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien mittel
Abhängigkeit von einem Kunden mittel
Marktverschiebung / Trend gering
Finanzielle und Ausfall-Risiken Fremdwährungsrisiken gering
Geldanlagen und derivative Finanzinstrumente gering
Ausfallrisiken aus Lieferungen und Leistungen gering
Steuernachzahlungen gering
Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte gering

11.5 Operative Risiken

Produktions- und Logistikrisiken wie auch Gefährdungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes werden durch umfassende Verfahrens- und Kontrollvorgaben begrenzt. Zusätzlich besteht ein risikoadäquater Versicherungsschutz.

Beschaffungsrisiken, vor allem bei wichtigen Rohstoffen und Komponenten, werden durch permanente Marktbeobachtungen, durch eine langfristig angelegte und auf Qualität setzende Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie durch den Bezug strategischer Komponenten von mehreren Lieferanten minimiert. Zusätzlich werden auf Basis des Budgets des jeweiligen Geschäftsjahres Sicherungsgeschäfte für den Bezug von Nickel als einem der wertmäßig wichtigsten Rohstoffe abgeschlossen.

Dem anhaltenden Preisdruck insbesondere der asiatischen Wettbewerber begegnet die Gesellschaft durch technologisch führende und innovative Produkte, die in hoher Qualität zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit der VARTA AG neue Batterie-Technologien in eine Massenproduktion überzuführen.

Die zentrale IT Abteilung des Konzerns ist weltweit für alle Informationssysteme und Berechtigungen der Anwender zuständig. Die IT-Landschaft ist global sehr einheitlich und wenig fragmentiert. Hierbei wird mit wachsender Unternehmensgröße der nahtlose Zugriff auf relevante Daten, Systeme und technische Anwendungen für die Mitarbeiter gewährt. Die IT überwacht kontinuierlich den Systembetrieb, überprüft regelmäßig die bestehenden Berechtigungen der einzelnen Anwender und passt gegebenenfalls die Zugriffsrechte auf die einzelnen Systeme an. Aus diesem Grund wird das Risiko im IT-Bereich auch als beherrschbar eingeschätzt.

11.6 Strategische Risiken und Marktrisiken

Das Produkt-Portfolio trägt zu einer erfolgreichen Positionierung gegenüber den Wettbewerbern bei. Der VARTA AG Konzern steht für hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Das Risiko der technologischen Substitution wird als mittel eingeschätzt. Durch eine ständige Marktbeobachtung und einen engen Kontakt zu innovativen Herstellern kann dieses Risiko reduziert werden.

Insbesondere die Technologiebeherrschung und Innovationsfähigkeit ist eine wesentliche Stärke. Durch den Fokus auf Forschung und Entwicklung sowie ein großes Netzwerk an Forschungspartnern ist der Konzern exzellent aufgestellt, um den technologischen Fortschritt des relevanten Industriebereiches mitzugestalten. Die Einschränkung durch mögliche Ersatztechnologien wird sehr genau beobachtet. Mittelfristig werden keine wesentlichen Auswirkungen von möglichen Ersatztechnologien auf das Kerngeschäft des Konzerns gesehen. Es besteht eher die Chance, die technologische Entwicklung in den Geschäftssegmenten mitgestalten zu können.

Dennoch müssen in einem stark wachsenden und innovativen Umfeld natürlich zu jedem Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen für das Unternehmen getroffen werden, um entsprechend langfristig und erfolgreich am Markt bestehen zu können. Trotz der externen Natur der meisten Risiken müssen strategische Risiken rechtzeitig erkannt und entsprechend darauf reagiert werden. Zur frühzeitigen Erkennung der Risiken wird das Markt- und Wettbewerbsumfeld permanent beobachtet. Das mögliche Ausmaß der Risiken bemisst sich maßgeblich an der Größe des Absatzvolumens. Je nach Ausprägung werden produktspezifische und gegebenenfalls regional unterschiedliche Maßnahmen ergriffen.

Das Geschäft ist bezüglich der geographischen Verteilung der Absatzmärkte, Geschäftsfelder und Endmärkte stark diversifiziert. Kein Kunde trägt im Geschäftsjahr 2018 mehr als 15 Prozent zum Konzernumsatz bei.

11.7 Finanzielle und Ausfall-Risiken

Durch das internationale Vertriebsgebiet und den weltweiten Einkauf von Rohstoffen und Komponenten entstehen Fremdwährungsrisiken für den Konzern. Diese Risiken wurden im Berichtsjahr eingehend analysiert und bewertet. Die sich innerhalb der Gruppe aus dem Budget 2018 ergebenden Exposures der "Hauptwährungen" USD und SGD wurden durch Devisentermingeschäfte überwiegend abgesichert und dem Risiko dadurch adäquat begegnet. Den Termingeschäften stehen geplante operative Zahlungsströme in zumindest vergleichbarer Höhe gegenüber. Die Effektivitätsmessungen erfolgen quartalsweise für die in Zukunft fällig werdenden Sicherungsinstrumente. Die Sicherungsgeschäfte werden sowohl prospektiv als auch retrospektiv auf ihre Wirksamkeit untersucht. Weitere Ausführungen sind im Anhang enthalten.

Geldanlagen und derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich mit Geldinstituten von guter Bonität abgeschlossen. Für Kreditbeziehungen aus Lieferungen und Leistungen werden weitestgehend Kreditversicherungen zur Minimierung des Ausfallrisikos abgeschlossen. Ferner werden zur Bonitätsbeurteilung von Kunden und zur Vermeidung von Zahlungsausfällen Kreditauskünfte eingeholt und historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere zum Zahlungsverhalten, berücksichtigt. Dafür ist ein umfassendes Debitorenmanagement eingerichtet. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallsrisiken erkennbar sind, werden diese entsprechend wertberichtigt.

Weitere Risiken, die sich aus dem geschäftsüblichen Zahlungsverkehr oder durch mögliche Steuernachzahlungen ergeben, werden als gering eingeschätzt.

Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, insbesondere der aktivierten Entwicklungsleistungen in den Geschäftssegmenten wird regelmäßig überprüft. Die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte basiert auf der Langfristplanung der jeweiligen Geschäftssegmente zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

Verbleibende Restrisiken sind als unwesentlich anzusehen.

11.8 Sonstige Risiken

Unter Sonstige Risiken werden alle verbliebenden Risiken erfasst, die sich nicht den anderen Risikoklassen zuordnen lassen. Unter Compliance Risiken werden Strafen, finanzielle oder andere materielle Ausfälle aufgrund von Gesetzesverstößen und der Nichteinhaltung von unternehmensinternen Vorschriften oder Grundsätzen verstanden. Die Compliance Risiken werden insgesamt als gering eingestuft.

11.9 Chancen der künftigen Entwicklung

Bezüglich der weiteren Entwicklung des VARTA AG Konzerns ist neben den insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung der für den Konzern relevanten Märkte für Batterieanwendungen von entscheidender Bedeutung.

Ein Erfolgsfaktor ist die zentralisierte und EDV-gestützte Planung und Steuerung der weltweiten Warenströme. Dadurch ist der Konzern in der Lage, gesellschafts- und länderübergreifend die Warenströme zu optimieren. Mit dem weiteren Ausbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa besteht eine weitere Möglichkeit, die Flexibilität durch kürzere Lieferwege bei gleichzeitiger Kostenreduzierung weiter zu verbessern.

Chancen werden in der hohen Qualität der Produkte, unterstützt durch Innovationsfähigkeit und eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, gesehen. Mit ständigen Investitionen zur Kapazitätserweiterung und der damit verbundenen flexibleren Lieferbereitschaft ist der Konzern gut positioniert, um von den wachsenden Märkten für Batterieanwendungen zu profitieren. Das Wachstum wird von der alternden Weltbevölkerung, einer wachsenden technologischen Vernetzung und einer voranschreitenden Miniaturisierung angetrieben. Kunden schätzen neben der Qualität der Produkte auch die Zuverlässigkeit des Konzerns, was durch bestehende langfristige Liefer- und Leistungsbeziehungen gezeigt wird.

11.10 Gesamtbild der Risikolage des Konzerns

Risiken aus ungünstigen Entwicklungen bei Währungskursen und Rohstoffpreisen wurde durch Absicherung der Hauptwährungen und Rohstoffe entgegen gewirkt. Das Risiko steigender Transportkosten aus dem Bereich der operativen Risiken soll durch Aufbau eines Fertigungsstandortes in Osteuropa und der damit einhergehenden Verkürzung der Transportwege begegnet werden. Risiken durch Lohnkostennachteile gegenüber überwiegend Wettbewerbern aus dem asiatischen Raum, welches ebenfalls im Bereich der operativen Risiken angesiedelt ist, wird durch die weitere Automatisierung der Fertigungsprozesse in Deutschland sowie die optimale Nutzung des Produktionsnetzwerks in Asien und Osteuropa begegnet.

Aufgrund der dargestellten Chancen und Risiken werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die strategischen Ziele des Konzerns erwartet.

12. Ausblick

Aufgrund der positiven Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds, der nach eigener Einschätzung starken Marktposition in den Kernmärkten und den massiven Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten erwartet der Konzern beim Umsatz- und Ergebniswachstum nochmals zweistellig zuzulegen. Im Segment Microbatteries profitiert der VARTA AG Konzern insbesondere von dem sehr deutlichen Anstieg der Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower), während im Segment Power & Energy die Heimspeicherlösungen besonders schnell wachsen. Dieser Ausblick beruht auf der Annahme konstanter Währungskurse und einer organischen Unternehmensentwicklung.

VARTA AG Konzern

Es wird für 2019 ein Konzernumsatz zwischen 303 Mio € und 309 Mio. € erwartet. Das entspricht einem organischen Umsatzwachstum von rund 12% bis rund 14% im Vergleich zum Vorjahr. Das bereinigte Konzern-EBITDA wird in 2019 in einem Korridor zwischen 61 Mio € und 64 Mio. € liegen und damit um rund 22% bis rund 28% im Vorjahresvergleich zulegen.

Das CAPEX, also die Auszahlungen aus dem Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, soll im nächsten Jahr zwischen 65 Mio € und 75 Mio. € liegen. Auf Grund der weiterhin sehr hohen Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien (CoinPower) werden die Produktionskapazitäten weiter ausgebaut.

Segment Microbatteries

Im Bereich der Hörgeräte-Batterien soll die marktführende Position in einem strukturell wachsenden Markt weiter ausgebaut werden. Aufgrund der starken Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien für wireless Headsets im Bereich Entertainment & Industrial ist eine massive Ausweitung der Produktionskapazitäten geplant. Dies stellt das größte Wachstumspotential im Segment Microbatteries dar. Im Segment Microbatteries wird für das Geschäftsjahr 2019 von einem sehr deutlichen Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich ausgegangen. Durch die weitere Skalierung des Geschäftsmodells wird von einem sehr deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA ausgegangen, das sich im Vergleich zum Umsatz überproportional entwickeln soll.

Segment Power & Energy

Im Segment Power & Energy wird weiterhin ein sehr dynamisches Marktwachstum erwartet. Die Gesellschaft beabsichtigt mit dem Markt zu wachsen. Bei den stationären Energiezwischenspeichern soll das Wachstum durch die eingeführten neuen Produkte und den Eintritt in neue Märkte fortgesetzt werden. Im Segment Power & Energy wird für das Gesamtjahr 2019 ein sehr deutliches Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich und eine deutlich positive Entwicklung des bereinigten EBITDA erwartet.

In die Prognosen für Chancen und Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung fließen die langjährigen Erfahrungen im Batteriegeschäft ein. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft beziehen. Es wird darauf hingewiesen, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

13. Nachtragsbericht

Es wird auf die im Konzernanhang gemachten Angaben über die Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verwiesen.

14. Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt gemäß § 312 Abs. 3 HGB, dass die VARTA AG, Ellwangen, bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen nach § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.

15. Übernahmerechtliche Angaben

Das Gezeichnete Kapital der VARTA AG beträgt zum 31. Dezember 2018 38.200 T€ und ist unverändert zum Vorjahr. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 38.200.000 Stückaktien. Es handelt sich hierbei um auf den Inhaber lautende Nennbetragsaktien, welche einen anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1 repräsentieren.

Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands

Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgen auf der Grundlage der §§ 84, 85 AktG. Der Vorstand besteht gem. § 6 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder des Vorstands wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands (CEO) sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 5. Oktober 2022 einmalig oder mehrfach gegen Bar- oder Sacheinlagen bis zu einem Betrag von 11.840 T€ (Genehmigtes Kapital I) bzw. bis zu einem Betrag von 2.960 T€ (Genehmigtes Kapital 2017 II) zu erhöhen. Vom Genehmigten Kapital I und II 2017 wurde bislang kein Gebrauch gemacht.

Zudem wurde in der Hauptversammlung vom 6. Oktober 2017 eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 11.840 T€ zur Gewährung von Aktien bei Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder bei Erfüllung von Options- oder Wandlungspflichten beschlossen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Es bestehen keine Beschränkungen der Stimmrechte. Alle Aktien der Gesellschaft sind mit dem gleichen Stimmrecht ausgestattet.

Es bestehen bis auf die nachfolgend genannten Lock-up Vereinbarungen keine Einschränkungen hinsichtlich der Übertragbarkeit der Aktien der Gesellschaft.

Die Aktionäre VGG GmbH und ETV Beteiligungs GmbH sowie der Vorstandsvorsitzende haben sich zu Lock-up Vereinbarungen innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten beginnend mit dem Tag, an dem die Aktien der Gesellschaft zum ersten Mal an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, und danach innerhalb eines Zeitraums von weiteren zwölf Monaten, verpflichtet.

Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Herr DDr. Michael Tojner ist als Aufsichtsratsvorsitzender der VARTA AG und Hauptaktionär der Montana Tech Components AG, Reinach (Schweiz) über deren Tochtergesellschaften VGG GmbH, Wien (Österreich) mit 62,67% und der ETV Montana Tech Holding AG, Wien (Österreich) mit 1,55%, mit insgesamt 64,22% an der VARTA AG beteiligt.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

Ellwangen, 26. März 2019

VARTA Aktiengesellschaft

Herbert Schein

Steffen Munz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VARTA Aktiengesellschaft, Ellwangen (Jagst),

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VARTA AG, Ellwangen (Jagst) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht (im Folgenden Lagebericht) der VARTA AG, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Finanzanlagen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang unter Punkt 2. Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und zu den Ausleihungen an verbundene Unternehmen finden sich unter den Punkten 26 (Beteiligungsliste) und 4 im Anhang.

DAS RISIKO FÜR DEN ABSCHLUSS

Im Jahresabschluss der VARTA Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2018 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 30.201 und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 55.999 ausgewiesen. Der Anteil dieser Finanzanlagen an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 35% und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens. Für Ausleihungen wird in Abhängigkeit von der verbleibenden Laufzeit zur Ermittlung des beizulegenden Wertes ebenfalls das Discounted-Cashflow-Verfahren verwendet.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen ist komplex und beruht auf einer Reihe von ermessensbehafteten Faktoren. In die Bewertung auf Basis des Discounted-Cashflow-Verfahrens fließen Annahmen der Gesellschaft ein, die mit Schätzungen und Ermessensspielräumen verbunden sind. Die bedeutsamsten Annahmen zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen stellen dabei die erwarteten künftigen Zahlungsströme, das erwartete langfristige Wachstum sowie die verwendeten Diskontierungszinssätze dar.

Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Finanzanlagen nicht werthaltig sind.

UNSERE VORGEHENSWEISE IN DER PRÜFUNG

Zunächst haben wir anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen beurteilt, bei welchen Anteilen Anhaltspunkte für einen Abschreibungsbedarf bestehen. Dazu haben wir in Gesprächen mit den gesetzlichen Vertretern ein Verständnis über den Planungsprozess erlangt und die Ausgestaltung und Implementierung der Kontrollen für den Prozess der Planungserstellung beurteilt. Anschließend haben wir durch einen retrospektiven Vergleich der Planwerte für die Umsatzerlöse und für das Ergebnis vor Steuern aus den vergangenen Jahren mit den tatsächlich eingetretenen Ist-Werten die Planungssicherheit der Gesellschaft beurteilt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Prüfungshandlung haben wir zusätzliche Nachweise für die Planung der zukünftigen Geschäftsjahre angefordert.

Daraufhin haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells der Gesellschaft für ausgewählte wesentliche Anteile und Ausleihungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert und mit zugehörigen Nachweisen abgestimmt. Außerdem haben wir Abstimmungen mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung für das erste Planungsjahr vorgenommen und die Fortschreibung der Planung über die Planungsperiode verifiziert.

Die dem Diskontierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, haben wir gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

UNSERE SCHLUSSFOLGERUNGEN

Die Vorgehensweise zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Finanzanlagen unter Berücksichtigung der bedeutsamsten Annahmen ist insgesamt angemessen. Die angewandte Bewertungsmethode ist sachgerecht.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 19. Juni 2018 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der VARTA AG als kapitalmarktorientiertes Unternehmen tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Petra Mayran.

Stuttgart, den 26. März 2019

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mayran, Wirtschaftsprüferin

Hundshagen, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2018

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Der Aufsichtsrat der VARTA AKTIENGESELLSCHAFT (VARTA AG) ist mit unabhängigen Personen besetzt, die der VARTA AG nicht nur im Rahmen der regelmäßigen gesetzlichen Aufsichtsratssitzungen, sondern engmaschig mit Rat und Tat zur Verfügung stehen. Wir verstehen uns als aktives, beratendes und unterstützendes Organ des Managements.

Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung der VARTA AG, insbesondere auf unsere führende Marktstellung bei Hörgeräte-Batterien und den durchschlagenden Erfolg der leistungsfähigen Lithium-Ionen-Batterien "CoinPower". Vorausschauend hat der Vorstand - allen voran Herbert Schein - die Entwicklung von "CoinPower" vor Jahren vorangetrieben und damit den Einstieg in die Lithium-Ionen Technologie ermöglicht.

Unser Know-how in der Lithium-Ionen Technologie unterstützt selbstverständlich den weiteren Ausbau unserer Stellung im Bereich der Energiespeichersysteme im Segment Power & Energy. Wir investieren intensiv in Forschung und Entwicklung, um unsere Innovationsfähigkeit und Technologieführung beizubehalten bzw. weiter auszubauen.

In Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Elektromobilität sehen wir die Lithium-Ionen Technologie als entscheidend an. Die VARTA AG ist mit führend bei den neuen Technologien für Lithium-Ionen Batterien und schließt auch einen Einstieg in die Zellenfertigung für die Elektromobilität mit anderen starken Partnern in Europa mittelfristig nicht aus.

Bis dahin konzentrieren wir uns jedoch auf den eingeschlagenen Weg, nämlich den Ausbau unserer Stellung als Markführer im Bereich Mikrobatterien und die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie im Bereich Power & Energy.

Mit dem Börsengang in 2017 hat sich die Aktionärsstruktur der VARTA AG verbreitert und es ist seither gelungen, internationale Fonds als Aktionäre zu gewinnen. Die Montana Tech Components AG hält unverändert mit mehr als 64 % die Mehrheit an der Gesellschaft. Als Ankeraktionär verfolgt sie eine Strategie, die auf Stabilität und langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtet ist und verschafft so dem Management den nötigen unternehmerischen Spielraum, Marktchancen zu nutzen und erfolgreich umzusetzen.

Der Aufsichtsrat der VARTA AG freut sich, Ihnen über seine Arbeit im ersten vollständigen Geschäftsjahr nach dem Börsengang berichten zu dürfen. Das Jahr 2018 war für die VARTA AG sehr ereignisreich und durch ein starkes Wachstum geprägt.

Der Aufsichtsrat der VARTA AG hat auch im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und sich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft befasst.

Seit dem 19. Oktober 2017 werden die Aktien der VARTA AG an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Mit der Börsennotierung im Segment Prime Standard unterliegt die Gesellschaft strengen Transparenz- und Publizitätsanforderungen. Diese Zulassungsfolgepflichten wirken sich auch auf die Arbeit im Aufsichtsrat aus. Es gibt neue Regelungen und Vorschriften, die unmittelbar den Aufsichtsrat und seine Zusammenarbeit mit dem Vorstand betreffen. Der Aufsichtsrat stellt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand sicher, dass im Unternehmen Prozesse und Strukturen etabliert sind, die den Börsenerfordernissen genügen.

Hauptaufgabe des Aufsichtsrats ist die Beratung und Kontrolle des Vorstands. Schwerpunkte dieser Tätigkeit lagen im Berichtszeitraum insbesondere bei der strategischen Ausrichtung der VARTA AG für das weitere profitable Wachstum, der Frage der Vorstandsorganisation und -besetzung, bei der Unternehmensplanung insgesamt sowie bei den Investitionen für die Produktionserweiterungen.

Am 19. Juni 2018 fand die erste ordentliche Hauptversammlung nach Börsengang statt. Diese stieß auch bei den Investoren auf reges Interesse, so dass mehr als 86 % des Kapitals auf der Hauptversammlung vertreten war.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes kontinuierlich überwacht und sich dabei von deren Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Auch zwischen den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats hielt dieser engen Kontakt mit dem Vorstand.

Der Vorsitzende und einzelne Mitglieder des Aufsichtsrates hielten stets bilateral den Kontakt zu den Vorstandsmitgliedern und berieten dabei zu verschiedenen Geschäftsvorfällen. Der Vorstand nahm an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teil und beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrats umfassend. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat gem. § 90 AktG über die wesentlichen Aspekte der Unternehmensplanung und -entwicklung, über den Gang der Geschäfte sowie über Risikolage und das Risikomanagement sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns regelmäßig, zeitnah sowie umfassend schriftlich und mündlich unterrichtet. Alle wichtigen Geschäftsvorgänge wurden außerdem im Gremium erörtert.

Der Aufsichtsrat ließ sich in vier ordentlichen Sitzungen, die als Präsenzsitzungen abgehalten wurden, sowie durch regelmäßige Berichte durch den Vorstand über die Geschäftslage und wesentliche Vorgänge unterrichten. Der Aufsichtsrat fasste zudem einen Beschluss im schriftlichen Umlaufverfahren.

Der Aufsichtsrat wird monatlich mittels eines ausführlichen Monatsberichtes informiert. Für etwaige Diskussionen und Abklärungen steht der Vorstand dem Aufsichtsrat bilateral zur Verfügung.

Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse im Geschäftsjahr 2018

In allen Sitzungen des Aufsichtsrats berichtet der Vorstand ausführlich über die Lage des Unternehmens, sowohl in strategischer, operativer und finanzieller Hinsicht.

In der ersten Sitzung am 09. April 2018 (Bilanzsitzung) befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2017 und der Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017. Der Jahresabschluss wurde allen Mitgliedern des Aufsichtsrats ausgehändigt und in dieser ausführlich erörtert. Den Jahresabschluss 2017 hat der Aufsichtsrat abschließend geprüft, keine Einwendungen erhoben und diesen gebilligt. Der Jahresabschluss 2017 wurde somit am 09. April 2018 festgestellt. Es wurde in dieser Sitzung außerdem der Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2018 verabschiedet sowie aufgrund der Erweiterung des Vorstandes um Herrn Steffen Munz der Geschäftsverteilungsplan des Vorstandes neu beschlossen. Ebenfalls in dieser Sitzung beschloss der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 19. Juni. Wesentlicher weiterer Punkt dieser Sitzung war die Erweiterung des Lagers am Standort Ellwangen. In jeder Sitzung lässt sich der Aufsichtsrat außerdem vom Chief Compliance Officer über das Compliance System und über ggf. berichtete Compliance-Vorfälle berichten.

Am 6. Juni 2018 fand die zweite Sitzung im Geschäftsjahr 2018 statt. In dieser Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit Investitionen im Rahmen der Produktionserweiterung, möglichen M&A-Transaktionen und mit den Vergütungen der Vorstandsmitglieder.

Die dritte Sitzung fand am 29. August 2018 statt. In dieser Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat, außer mit der Lage des Unternehmens, auch mit Veränderungen im Vorstand.

Zur letzten Sitzung des Berichtszeitraums 2018 kam der Aufsichtsrat am 22. November 2018 zusammen. Hauptthema dieser Sitzung war die Beschlussfassung zum Budget 2019.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass der Aufsichtsrat den vorlagepflichtigen Geschäften und Vorgängen nach umfassender Beratung zugestimmt hat. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über alle wichtigen Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren.

Bis auf zwei Aufsichtsratsmitglieder nahmen alle Aufsichtsratsmitglieder an den Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats teil. Die beiden Aufsichtsratsmitglieder, welche jeweils an zwei Sitzungen verhindert waren, nahmen jedoch im Nachgang schriftlich an der Beschlussfassung teil.

Arbeit in den Ausschüssen

Es gibt zwei Ausschüsse des Aufsichtsrats, den Prüfungsausschuss und den HR-Ausschuss, welcher auch die Rolle des Nominierungs- und Vergütungsausschusses übernimmt.

Mitglieder des Prüfungsausschusses sind:

Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender)
DDr. Michael Tojner
Herr Frank-Dieter Maier

Mitglieder des HR-Ausschusses sind:

DDr. Michael Tojner (Vorsitzender)
Dr. Harald Sommerer
Herr Sven Quandt

Die Ausschüsse bereiten Entscheidungen und Themen für Sitzungen des gesamten Aufsichtsratsgremiums vor. Soweit gesetzlich zulässig, hat der Aufsichtsrat Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Aufsichtsratssitzungen berichtet.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Sitzungen als Telefonkonferenz abgehalten.

Der Ausschuss hat sich in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer unter anderem mit dem Jahresabschluss, dem Rechnungslegungsprozess, dem Internen Kontrollsystem und Corporate Governance beschäftigt.

Der HR-Ausschuss hat in der Präsenzsitzung im Berichtsjahr unter anderem die Themen Strategie und Organisation besprochen. Der HR-Ausschuss hat sich mehrmals zum Thema Vorstandsorganisation und -besetzung abgestimmt und die Einarbeitung des neuen Vorstands, Herrn Steffen Munz, durch gemeinsame Treffen sowie bilaterale Gespräche unterstützt. Des Weiteren hat sich der HR-Ausschuss in Telefonkonferenzen abgestimmt.

Jahres- und Konzernabschluss 2018 geprüft und gebilligt

Der Vorstand stellte den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 nach den Vorschriften des HGB, den Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den gemäß § 315e HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht auf. Diese wurden durch die von der Hauptversammlung am 19. Juni 2018 zum Abschlussprüfer gewählte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Sämtliche dieser Vorlagen einschließlich des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands waren Gegenstand der Sitzung Aufsichtsrats am 26. März 2019, an welcher auch Vertreter des Abschlussprüfers teilnahmen. Die Abschlussprüfer berichteten über die Schwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und gingen dabei auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) ein. Die Abschlussprüfer standen den Aufsichtsratsmitgliedern zur eingehenden Diskussion zur Verfügung. Umstände, die auf eine Befangenheit des Abschlussprüfers schließen lassen könnten, lagen nicht vor.

Der Prüfungsausschuss, dem die Vorlagen des Vorstands und Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zur Vorprüfung vorgelegen haben, berichtete dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Inhalte und das Ergebnis seiner Vorprüfung und gab Empfehlungen für die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats ab.

Der Aufsichtsrat hat den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018, den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht und den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses geprüft. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Auf der Grundlage seiner eigenen Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass Einwendungen gegen den Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigte entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss. Der Jahresabschluss der VARTA AG wurde damit festgestellt.

Ebenso schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft

Der Vorstand erstellte einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2018. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis schriftlich berichtet und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Die jeweiligen Berichte von Vorstand und Abschlussprüfer wurden nach Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss in der vorgenannten Sitzung des Aufsichtsrats ebenfalls erörtert. Die an der Sitzung teilnehmenden Vertreter des Abschlussprüfers berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach eigener Prüfung zu und trat ferner dem Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer bei. Als Ergebnis seiner Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind.

Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2018

Der Aufsichtsrat der VARTA AG besteht seit 07. September 2016 aus den Mitgliedern

Herr Dr. Dr. Michael Tojner, Vorsitzender
Herr Dr. Harald Sommerer, Stellvertretender Vorsitzender
Herr Frank-Dieter Maier
Herr Sven Quandt
Herr Dr. Georg Blumauer
Herr Dr. Franz Guggenberger.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit und ihr Engagement im Geschäftsjahr 2018.

Ihnen, den sehr geehrten Aktionärinnen und Aktionären, danke ich für Ihr Vertrauen in die VARTA AG und die Aktie der VARTA AG.

Ellwangen, 26. März 2019

Für den Aufsichtsrat

DDr. Michael Tojner, Vorsitzender

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der VARTA AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die VARTA AG entspricht den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 24. April 2017 bekannt gemachten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07. Februar 2017 mit Ausnahme von Ziffer 3.8 Abs. 3 (Höhe des Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat), Ziffer 4.2.3 Abs. 2 (vertraglich definierte betragsmäßige Höchstgrenze der Vorstandsverträge), Ziffer 5.1.2 Abs. 2 (Altersgrenzen der Vorstandsmitglieder), Ziffer 5.4.1 Abs. 2 (Benennung konkreter Ziele des Aufsichtsrats und Kompetenzprofil) sowie Ziffer 6.1 Abs. 1 (Gleichbehandlung der Investoren) und wird den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auch künftig mit den genannten Abweichungen entsprechen.

Höhe des Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Ziffer 3.8 Abs. 3)

Da die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Ämter verantwortungsvoll und im Interesse des Unternehmens führen ist die Gesellschaft der Auffassung, dass ein Selbstbehalt als solcher nicht geeignet ist, die Leistungsbereitschaft und das Verantwortungsgefühl der Mitglieder des Aufsichtsrats zu steigern.

Vertraglich definierte betragsmäßige Höchstgrenze der Vorstandsverträge (Ziffer 4.2.3 Abs. 2)

Derzeit sehen nicht alle Vorstandsverträge vertraglich definierte betragsmäßige Höchstgrenzen vor.

Der Aufsichtsrat hält solche Höchstgrenzen angesichts der für die variablen Vergütungsteile festgesetzten Parameter derzeit nicht für erforderlich bzw. wird bei der Festlegung der variablen Vergütung angemessen vorgehen.

Altersgrenzen der Vorstandsmitglieder (Ziffer 5.1.2 Abs. 2)

Der Aufsichtsrat erachtet eine solche Altersgrenze auch angesichts der notwendigen Flexibilität als den Unternehmensinteressen nicht gerecht werdend. Die laufenden Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der Gesellschaft verlängern sich nicht automatisch bzw. nicht über das Jahr 2021 hinaus. Der Aufsichtsrat wird bei seiner Entscheidung über den Neuabschluss eines Dienstvertrags für Vorstände das Alter des Kandidaten berücksichtigen.

Benennung konkreter Ziele des Aufsichtsrats und Kompetenzprofil des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1 Abs. 2)

Der Aufsichtsrat hat sich bislang keine konkreten Ziele gegeben und noch kein Kompetenzprofil erarbeitet. Der Aufsichtsrat wird sich mit beiden Themen im Jahr 2019 beschäftigen.

Gleichbehandlung der Investoren (Ziffer 6.1 Abs. 1)

Diese Empfehlung wird mit Ausnahme von Tatsachen zu Investoren, die Mitglieder des Aufsichtsrats sind, befolgt werden.

Ellwangen, im März 2019

Für den Aufsichtsrat

Dr. Michael Tojner, Vorsitzender

Der Vorstand

Herbert Schein CEO

Steffen Munz CFO

Bilanzeid 2018

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der VARTA AG und des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der VARTA AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der VARTA AG und des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der VARTA AG und des Konzerns beschrieben sind.

Ellwangen, 26. März 2019

VARTA Aktiengesellschaft

Herbert Schein

Steffen Munz

VARTA AG

Daimlerstr. 1

73479 Ellwangen

Germany

Phone: +49 79 61 921-699

Fax: +49 79 61 921-73552

Chairman of the Supervisory Board:

Dr. Dr. Michael Tojner

Executive Board:

Herbert Schein (CEO)

Steffen Munz (CFO)

Headquarters:

Ellwangen

Local Court:

HRB Ulm 728059

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