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Varengold Bank AG

Quarterly Report Sep 27, 2013

4534_10-q_2013-09-27_52dd3710-5590-4f6b-a90d-bfeaf81eaa21.pdf

Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 30. Juni 2013

Eckdaten der Varengold Bank AG (HGB)

30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
Kennzahlen je Aktie in EUR in EUR in EUR
Handelsergebnis je Aktie -0,25 -0,06 -0,19
Eigenkapital je Aktie 5,80 7,04 -1,24
01.01. bis 01.01. bis Veränderung
30.06.2013 30.06.2012
Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR in TEUR in TEUR
Zinsergebnis 58 2 56
Provisionsergebnis 1.781 1.560 221
Nettoergebnis des Handelsbestands 2.198 1.509 689
Sonstiges betriebliches Ergebnis -28 17 -45
Erträge aus Beteiligungen/Wertpapiere 76 34 42
Verwaltungsaufwendungen 4.118 2.705 1.413
Abschreibungen und Wertberichtigungen 495 473 22
Ergebnis vor Steuern -529 -56 -473
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -365 -84 -281
30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
Bilanz in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen 11.539 12.218 -679
Eigenkapital 8.494 10.316 -1.822
Eigenkapitalquote in % 74 84 -11
Mitarbeiter 57 54 3
02. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 – 8
03. VORBEMERKUNG 9
04. UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER 10 – 11
05. DIE AKTIE UND DEREN WERTENTWICKLUNG 12 – 15
06. HALBJAHRESABSCHLUSS (HGB) 16 – 39
■ ZWISCHENBILANZ 16 – 17
■ GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 18 – 19
■ ANHANG 20 – 31
■ LAGE DER GESELLSCHAFT 32 – 37
■ SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 38 – 39

01 INHALT

Bei der Varengold Bank AG war die gesamte Periode geprägt durch Umstrukturierung und Erschließung neuer Geschäftsfelder. Während die Sparte Asset Management brachenbedingte Mittelabflüsse zu verkraften hatte, war die Ertragslage im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage hingegen zufriedenstellend. Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2013 führte zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -365 TEUR, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Fehlbetrag in Höhe von -84 TEUR erwirtschaftet wurde. Das Gesamtergebnis wurde durch erhöhte Verwaltungsaufwendungen sowie erhebliche Sondereffekte im Rahmen der Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut belastet. Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft verzeichnete einen negativen Verlauf und führte zu einer Verringerung von -2.448 TEUR auf -1.942 TEUR (1. HJ 2012: 506 TEUR).

Das Nettoergebnis des Handelsbestands verzeichnete im Vergleich zum 1. HJ 2012 eine Steigerung um 689 TEUR auf insgesamt 2.198 Mio. EUR (Vergleichszeitraum: 1.509 Mio. EUR). Auch das Provisionsergebnis, das Zinsergebnis und das sonstige betriebliche Ergebnis konnten gesteigert werden. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen wiesen einen deutlichen Anstieg trotz anhaltender Kostendisziplin auf insgesamt 4,1 Mio. EUR (1. HJ 2012: 2,7 Mio. EUR) infolge notwendiger Investitionen in die Infrastruktur der Bank auf.

Auch der bereits im Geschäftsjahr 2012 insgesamt negative Trend der Ergebnisbeiträge im Bereich Asset Management hat sich im ersten Halbjahr 2013 fortgesetzt. Unsere Publikumsfonds verharrten weiterhin im negativen Entwicklungsbereich und mussten deutliche Mittelabflüsse verkraften. Die Gesellschaft hat aus diesen Gründen bereits vor einigen Monaten

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Varengold Bank AG blickt auf eine ereignisreiche erste Jahreshälfte 2013 zurück und passierte mit der Erlaubniserteilung zum Einlagenkreditinstitut seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen historischen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens.

Die globale wirtschaftliche Entwicklung der Finanzund Kapitalmärkte war im ersten Halbjahr 2013 geprägt von fragiler Stabilität und ultralockerer Geldpolitik. Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, welche den Leitzins im Mai 2013 abermals auf ein Rekordtief von 0,5 % senkte, wirkte sich negativ auf das Marktgeschehen aus. Das Rettungsversprechen der EZB, die taumelnden Länder der Eurozone im Ernstfall mit unbegrenzten Anleiheverkäufen zu stabilisieren, sorgte zunächst für steigende Aktienkurse. Zum Ende des Halbjahres eröffnete die US-Notenbank wiederum die Diskussion um eine zukünftige Abschwächung ihres Anleihekaufprogramms, welche sämtliche Anlageklassen erneut zur Talfahrt bewegte. Die Marktentwicklungen leiden nach wie vor unter der Verschuldungskrise der Staaten und verdeutlichen abermals deren Abhängigkeit von der Zentralbankliquidität. Obwohl sich das Klima auf den Finanzmärkten zeitweilig fundamental geändert hat, verblieb das Bankengeschäft im Berichtszeitraum ohne größere Impulse. Gleichwohl spiegelt dies eine inzwischen erlangte Robustheit der weltweiten Finanz- und Kapitalmärkte wider, bei der radikale Marktverwerfungen bisweilen ausblieben. Neben all diesen Unwägbarkeiten sieht sich die Bankenbranche weiterhin mit umfassenden regulatorischen Reformvorhaben und den damit einhergehenden strengeren Liquiditätsvorschriften und höheren Kapitalanforderungen konfrontiert.

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

dann schließlich die Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut seitens der BaFin erhalten. Diese ermöglicht der Gesellschaft das Betreiben von Bankgeschäften im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nrn. 1, 2, 5 und 8 KWG (Einlagen-, Kredit-, Depotund Garantiegeschäft). Mit Wirkung der neuen Zulassungen ist die Gesellschaft gemäß § 32 Abs. 3a KWG der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken zugeordnet. Anfang Juli wurde die Namensänderung von "Varengold Wertpapierhandelsbank AG" in "Varengold Bank AG" im Handelsregister unter der Nummer HRB 73684 eingetragen. Die Gesellschaft wird sich zunächst auf das internationale kommerzielle Auslandsgeschäft und Lombardkredite konzentrieren, um die Sparte Capital-Markets-Brokerage deutlich auszubauen sowie zusätzliche Erträge aus dem Kundeneinlagen- und Kreditgeschäft zu erwirtschaften. Ein erster sichtbarer Effekt der Erlaubniserweiterung ist dabei die Gewährung von Guthabenzinsen für die Einlage auf dem von dem Kunden unterhaltenen aktiven Handelskonto. Im August verabschiedete sich Herr Verspohl aus persönlichen Gründen von der Varengold und legte sein Amt als Vorstand der Gesellschaft nieder. Das Auswahlverfahren für einen geeigneten Nachfolger läuft derzeit auf Hochtouren. eine Barkapitalerhöhung aus dem auf der Hauptverstrategische Entscheidungen getroffen und den UCITS III-Fonds "Varengold Alternative Alpha" zum 31.07.2013 aufgelöst. Auch der Dachhedgefonds "HI Varengold CTA Hedge" wird zum Ende September 2013 aufgelöst werden. Wir werden diesen Markt jedoch auch zukünftig beobachten und unsere Infrastruktur kurzerhand wieder reaktivieren, sollten sich hier entsprechende Geschäftsopportunitäten ergeben. Indessen bleiben in dieser Sparte strukturelle Anlagevehikel Bestandteil des Produktuniversums. Die Sparte Capital-Markets-Brokerage entwickelte sich rückblickend auf das erste Halbjahr 2013 insgesamt positiv. Dennoch war dieser Bereich geprägt von den Schwankungen und Unsicherheiten am Kapitalmarkt, welche sich spürbar auf die Handelsaktivitäten unserer Kunden auswirkten und die Gesellschaft insbesondere zur Jahresmitte mit schwachen Erträgen kämpfen ließ. Die Zahl der internationalen Vertriebspartner konnte erneut gesteigert werden. Im Februar 2013 sicherte sich die Varengold Bank AG die 100%ige Mehrheit an der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (HBS). Die langjährige Geschäftsbeziehung der beiden Häuser beruht auf gegenseitigem Vertrauen, so dass Varengold die volle Vertriebskraft der HBS mit ihren spanischen Vertriebseinheiten an sich binden konnte, um somit das Marktpotenzial zukünftig effizienter zu nutzen.

Zum Anfang September 2013 hat die Gesellschaft sammlung vom 08.08.2012 genehmigten Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts im Umfang von 146.397 auf den Inhaber lautende Stückaktien bei einem internationalen Geschäftspartner platziert. Der Ausgabebetrag von 23,90 EUR je Aktie führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von 3.498.888,30 EUR, so dass sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 1.611.834,00 EUR erhöhte. Auch auf personeller und struktureller Ebene war der Berichtszeitraum eine entscheidende und wichtige Phase in der Geschichte des Unternehmens. Im April wurden Dr. Bernhard Fuhrmann und Friedrich Verspohl zu Mitgliedern des Vorstandes berufen. Dr. Bernhard Fuhrmann bekleidet die Funktionen des Chief Risk Officers (CRO) sowie des Chief Financial Officers (CFO). Ende Juni hat die Gesellschaft

Wir sind mit der Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2013 insgesamt zufrieden. Neben dem Ausbau des neuen Geschäftsbereichs Commercial Banking streben wir zudem die Erschließung internationaler Wachstumsregionen zur Geschäftserweiterung an. Die daraus erwarteten steigenden Erträge werden jedoch durch zusätzliche Sonder-Kosten im Rahmen des Aufbaus der sog. Vollbank belastet. Ein zentraler Schwerpunkt ist bspw. die Implementierung eines neuen Kernbanken-Systems, um die Geschäftsaktivitäten im Bereich Commercial Banking abwickeln zu können.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei unseren Mitarbeitern, Kunden und Kooperationspartnern für ihr Engagement und ihre Motivation. In den aktuell von Unsicherheiten am Finanzmarkt geprägten Zeiten werten wir dies als Vertrauensbeweis in die Stärke und Beständigkeit der Gesellschaft auf ihrem zukünftigen Weg als Einlagenkreditinstitut.

VORBEMERKUNG

03

Die in diesem Halbjahresbericht enthaltenen Kennzahlen sowie der Halbjahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie erläuternden Angaben im Anhang und einem Lagebericht – sind nicht testiert und wurden keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Hamburg, im September 2013

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann

Die Varengold Bank AG ist eine deutsche Investment bank mit den Kerngeschäftsfeldern Asset Manage ment, Commercial Banking und Capital-Markets-Brokerage. Mit Kunden aus über 100 Ländern und ausgewählten Partnern – Banken, Brokern, Hedge fonds- sowie Asset Managern – zählt Varengold zu den führenden Anbietern am Markt.

Varengold wurde als Asset-Management-Boutique im Jahr 1995 von Yasin Sebastian Qureshi und Steffen Fix gegründet und verfolgt seither das Ziel der Bereitstellung transparenter, leistungsstarker und liquider Finanzprodukte. Der große Erfolg im Asset Management mit Managed Futures forcierte 1998 den Ausbau des arrondierenden Geschäfts felds Capital-Markets-Brokerage. Über die Varen gold Bank AG erhalten die Kunden Zugang zu der weltweit bekannten Handelsplattform Meta-Trader und können den Handel in Forex, CFDs und Rohstoffe auf nur einem Konto vollziehen. Mit dem Erhalt der Lizenz zum Einlagenkreditinstitut im Jahr 2013 wurde das dritte Geschäftsfeld Commercial Banking etabliert, welches weitere Synergien mit den beiden bereits bestehenden Geschäftsfeldern hervorbrachte.

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deut schen Börse in Frankfurt gelistet und bei der Bundes anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unter der Nr. 109 520/100 registriert.

UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER

04

KURZBESCHREIBUNG DER GESCHÄFTSFELDER

(ab Mitte 2013)

Das Asset Management-Team der Varengold betreut hauptsächlich strukturiere Anlagevehikel. Wäh rend sich die Gesellschaft seit 2012 mehr und mehr aus dem Bereich Managed Futures zurückgezogen hat, werden wir diesen Markt je doch auch zukünftig beobachten und unsere Infrastruktur kurzerhand wieder reaktivieren, sollten sich hier entsprechende Geschäftsopportu nitäten ergeben. Indessen bleiben bspw. innovative, maßgeschneiderte Alternative Investment Lösungen für den institutionellen Kundenkreis so wie Arbitragestrategien oder Struk turierungsaufträge Bestandteil des Produktportfolios.

Capital-Markets-Brokerage Asset Management Commercial Banking Kurzbeschreibung Die Varengold Bank AG bietet im Bereich Capital-Markets-Brokerage den Onlinehandel von Forex und CFDs für institutionelle und priva te Kunden an. Neben den Vortei len der Kontoführung durch eine deutsche Bank steht die markt führende Tradingplattform mit vollautomatischer, elektronischer Handelsausführung zur Verfügung. Abgerundet wird die Dienstleis tung durch ein mehrsprachiges Order- und Support Desk, welches 24 Stunden am Tag erreichbar ist. International unterhält die Bank ein Service- und Support-Center in Du bai (U.A.E.). Produkte Forex-Brokerage CFD-Brokerage White Label Lösungen Brokerage für institutionelle Kunden Institutionelle Accounts Wettbewerbsvorteile Nutzung einer technologisch führenden Handelsliquiditäts struktur, die mit den weltweit führenden Banken interagiert Marktführende Handelsplatt form Höchste Sicherheiten für das Kundenkapital Status einer deutschen Bank Verzinsung von aktiv gehandel ten Konten Einlagenschutz bis maximal 100.000 EUR pro Gläubiger Kundenstruktur Privatkunden Kleine und mittlere Finanz dienstleister Broker Banken als White Label Kunden

Der Bereich Commercial Banking wurde im Jahre 2013 etabliert und stellt für die Varengold Bank eine konsequente Ergänzung seiner bis herigen Geschäftsfelder dar. Unse re Aufgabe besteht darin unseren Partnern auf der ganzen Welt eine Reihe optimal fokussierter Produkte anzubieten.

  • Strukturierte Anlagevehikel Letter of Credit

  • Lombardkredite

  • Festgeld
  • Internationaler Zahlungsverkehr
  • Langjährige Expertise mit ausschließlichem Fokus auf
  • Alternative Investments
  • Tiefes Verständnis für die Eigen schaften und das Marktverhal -
  • Internationales Netzwerk dank langjährigem Varengold Moni toring
  • Innovative Produktlösungen
  • eingebettet in deutsche Rechts strukturen
  • Institutionelle Investoren und Fonds HNWIs / Vermögende Privatper

ten

-

Ertragskomponenten

  • Kommissionen pro Transaktion
  • Spreads

  • sonen

  • Vermögensverwaltungs-
  • gebühren

  • Swaps für tagesübergreifende, offene Transaktionen

  • Gewinnbeteiligungen Beratungsvergütungen

DIE AKTIE UND DEREN WERTENTWICKLUNG

Die Aktie der Gesellschaft (WKN: 547930) ist seit dem 20. März 2007 an der Frankfurter Börse im Freiverkehr/ Entry Standard gelistet. Zudem wird die Aktie an der Stuttgarter, Berliner und Düsseldorfer Börse sowie im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt.

WICHTIGE ECKDATEN (STAND 31.08.2013)

Aktie Varengold Bank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Börsengang 20. März 2007
Marktsegment Freiverkehr
Transparenzlevel Entry Standard
Aktienart (Gattung) Inhaberaktien
Aktienart Nennwertlose Inhaber-Stammaktien
Anzahl der Aktien 1.465.437 Aktien (1.611.834 Aktien ab September 2013)
Gesamtes Grundkapital 1.465.437 EUR (1.611.834 EUR ab September 2013)
Designated Sponsor Close Brother Seydler Bank AG

AKTIONÄRSSTRUKTUR (STAND 31.08.2013)

Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA über 10 %
Yasin Sebastian Qureshi (Vorstandsvorsitzender, Gründer) unter 10 %
Steffen Fix (Vorstand, Gründer) unter 10 %
M. Hans Dastmaltchi (Vorstand) unter 10 %
BHFD Verwaltungsgesellschaft mbH unter 10 %
Timur Coban (Gründer) unter 10 %
Sven Meyer (Gründer) unter 10 %
Internationale Investoren und Geschäftspartner ca. 20 %
Streubesitz ca. 37 %

RAHMENBEDINGUNGEN UND ENTWICKLUNG

Die immer wieder aufflammende Schuldenkrise Europas und die im Allgemeinen angespannte wirtschaftliche Entwicklung auf globaler Ebene ließen die Anleger zeitweise nach wie vor sehr zurückhaltend auf den Kapitalmärkten agieren. Zur Jahresmitte hingegen hat das Börsengeschehen sichtbar an Fahrt aufgenommen. Die Umsätze und Handelsvolumen an den Börsen waren zunächst zu Beginn des Jahres 2013 tendenziell rückläufig. Während sich der Dax im ersten Quartal 2013 eher verhalten entwickelte, brach dieser seine bisherige Rekordmarke von 8.106 Punkten mit 8.530 Punkten zum Ende Mai und verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 insgesamt einen Kursanstieg von 4,5 %. Die Aktienkurse stiegen auch in den großen Industrieländern deutlich an, so dass sowohl der Dow Jones in den USA mit seinem historischen Höchststand von 15.409 Punkten als auch der Nikkei-Index in Japan einen erfreulichen Verlauf aufzeigten. Hingegen bekamen insbesondere Aktien aus Schwellenländern die negativen Aussichten zu spüren. Zum Ende des ersten Halbjahres wurde zudem erneut spürbar, dass die expansive Geldpolitik Europas in hohem Maße ins Leere griff, so dass auch die Börsendynamik wieder deutlich abnahm. Die Aktie der Varengold Bank AG verzeichnete in der ersten Hälfte des Jahres 2013 einen nahezu stereotypischen Verlauf. Das Handelsergebnis je Aktie sank zum Stichtag 30.06.2013 von -0,06 EUR auf -0,25 EUR im Vergleichszeitraum des Jahres 2012. Das Eigenkapital je Aktie ist im Vorjahresvergleich um -1,24 EUR auf 5,80 EUR (30.06.2012: 7,04 EUR) gesunken. Der durchschnittliche Aktienkurs sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 von 7,07 EUR auf 5,28 EUR bei einer gehandelten Aktienanzahl in Höhe von 102.326 Stück im ersten Halbjahr 2013 (Vorjahr: 176.504 Stück). Der Tiefstwert lag im Berichtszeitraum bei 4,35 EUR am 10.05.2013, während der Höchstwert mit 8,40 EUR am 28.06.2013 dies nur temporär ausgleichen konnte. Die Aktie verzeichnete unterdessen nach Veröffentlichung der Meldung hinsichtlich des Erhalts der Erlaubnis zum Einlagenkreditinstitut am 24. Juni 2013 sowie der erfolgreich umgesetzten Kapitalerhöhung am 2. September 2013 in der Spitze zum Ende des dritten Quartals einen Höchstwert von 12,39 EUR am 03.09.2013.

KURSHISTORIE DER VARENGOLD AKTIE 2010 – 2013

17

HALBJAHRESABSCHLUSS (HGB)

06

Varengold Bank AG, Hamburg

ZWISCHENBILANZ ZUM 30. JUNI 2013

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR EUR
EUR
TEUR
1. Barreserve 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) Kassenbestand 4.192,69 3,4 a) täglich fällig 0,00 1,5
2. Forderungen an Kreditinstitute 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) täglich fällig 1.964.466,27 2.466,8 a) andere Verbindlichkeiten
b) andere Forderungen 110.450,00 4.110,5 aa) täglich fällig 1.287.147,89 461,4
2.074.916,27 6.577,3
3.
Verbriefte Verbindlichkeiten
3. Forderungen an Kunden 2.103.506,76 1.761,1 a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 48,4
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute
0,00 TEUR (im Vorjahr: 0,00 TEUR) 3b
Handelsbestand
442.962,09 141,7
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 445.882,21 0,0 4.
Treuhandverbindlichkeiten
26.429.020,84 27.067,0
4a Handelsbestand 3.579.774,00 1.235,2 5.
Sonstige Verbindlichkeiten
547.667,13 538,8
5. Beteiligungen 356.220,94 233,7 6.
Rechnungsabgrenzungsposten
0,00 15,0
6. Treuhandvermögen 26.429.020,84 27.067,0 7.
Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 251.468,25 401,7
7. Immaterielle Anlagewerte
a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 83.886,52 345,3 8.
Fonds für allgemeine Bankrisiken
515.511,31 293,6
b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 332.219,05 521,2 - darunter:
Rechte und Werte Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB
c) entgeltlich erworbene Konzessionen 881.080,00 861,3 0,00 TEUR (0,00 TEUR)
1.297.185,57 1.727,8 9.
Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.465.437,00 1.465,4
8. Sachanlagen 475.725,63 357,4 b) Kapitalrücklage 9.170.528,50 9.170,5
c) Gewinnrücklagen 18.400,00 18,4
9. Sonstige Vermögensgegenstände 87.095,58 58,4 d) Verlustvortrag -1.795.552,56 -254,1
e) Jahresfehlbetrag -364.627,70 -84,5
10. Rechnungsabgrenzungsposten 89.750,68 38,9 8.494.185,24 10.315,7
11. Aktive latente Steuern 1.024.691,58 224,6
Summe Passiva 37.967.962,75 39.284,8
Summe Aktiva 37.967.962,75 39.284,8
Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) täglich fällig
0,00 1,5
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 1.287.147,89 461,4
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen
0,00 48,4
3b Handelsbestand 442.962,09 141,7
4. Treuhandverbindlichkeiten 26.429.020,84 27.067,0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 547.667,13 538,8
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 15,0
7. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 251.468,25 401,7
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 515.511,31 293,6
- darunter:
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB
0,00 TEUR (0,00 TEUR)
9. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.465.437,00 1.465,4
b) Kapitalrücklage 9.170.528,50 9.170,5
b) Kapitalrücklage 9.170.528,50 9.170,5
c) Gewinnrücklagen 18.400,00 18,4
d) Verlustvortrag -1.795.552,56 -254,1
e) Jahresfehlbetrag -364.627,70 -84,5
8.494.185,24 10.315,7

Varengold Bank AG, Hamburg

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für die Zeit vom 01. Januar 2013 bis zum 30. Juni 2013

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 129.388,64 68,4
2. Zinsaufwendungen -71.576,31 -66,8
57.812,33 1,6
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren 75.859,71 0,0
b) Beteiligungen 0,00 34,4
75.859,71 34,4
4. Provisionserträge 1.797.765,74 1.630,6
5. Provisionsaufwendungen -17.122,39 -71,1
1.780.643,35 1.559,5
6. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands
a) Ertrag des Handelsbestands 4.631.472,45 5.064,2
b) Aufwand des Handelsbestands -2.433.656,80 -3.555,6
- darunter Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB 2.197.815,65 1.508,6
0,0 TEUR (Vorjahr: 0,0 TEUR)
7. Sonstige betriebliche Erträge 33.010,45 19,2
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.798.249,06 -1.350,1
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
- darunter: für Altersversorgung -210.894,57 -222,0
1.676,70 EUR (Vorjahr: 1.646,70 EUR) -2.009.143,63 -1.572,1
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.108.654,38 -1.132,5
-4.117.798,01 -2.704,6
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen -425.475,70 -472,9
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -61.119,84 -2,2
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft -14.457,03 -0,0
    1. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
    1. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Wertpapiere -61.667,54 -0,0
13. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Werten 6.571,85 0,0
-55.095,69 -0,0
14. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -528.804,78 -56,4
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 165.793,08 -26,7
16. Sonstige Steuern -1.616,00 -1,4
164.177,08 -28,1
17. Jahresfehlbetrag -364.627,70 -84,5

Anhang für die Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum 30. Juni 2013

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB seit dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 45 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 51 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und in den Jahren 2010 bis 2012 Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Im ersten Halbjahr 2013 erfolgten keine weiteren Aktivierungen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 94) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:

Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung 84 27 57
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 332 107 225
Zwischensumme 416 134 282
Aktive latente Steuern 1.159
Summe 1.441

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.159 aus steuerlichen Verlustvorträgen und vorgenommenen Teilwertabschreibungen bei nicht dauerhafter Wertminderung gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 3.523 zur Körperschaftsteuer und TEUR 3.656 zur Gewerbesteuer in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zu Grunde gelegt.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

ANHANG Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle FX- und CFD-Positionen der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht. Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99%, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 30. Juni 2013 wurde ein Risikoabschlag in Höhe von TEUR 98,3 als Ertrag im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst.

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener

Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen, Mieten und Beiträge) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter "Provisionserträge" sowie "Nettoertrag des Handelsbestands" und "Nettoaufwand des Handelsbestands" aufgeführten Beträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY) und Arabische Dirham (AED) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,3068
1 EUR = SFR 1,2346
1 EUR = GBP 0,8579
1 EUR = JPY 129,44
1 EUR = AED 4,7996

BANK

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 30. Juni 2013 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

Bilanzposten 30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 780 159
Forderungen an Kunden 93 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 153 0
Treuhandvermögen 7.557 3.532
Sonstige Vermögensgegenstände 68 0
Rechnungsabgrenzungsposten 20 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Treuhandverbindlichkeiten 7.557 3.532
Sonstige Verbindlichkeiten 130 0

Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

30.06.2013 30.06.2012
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 2.104 1.761
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 858 17
davon gegenüber Aktionären 830 4

Bei den davon-Positionen handelt sich um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 28) und gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 830).

Sonstige Verbindlichkeiten 548 539
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 197
davon gegenüber Aktionären 0 197

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

30.06.2013 30.06.2012
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 2.075 6.577
bis drei Monate 2.075 6.577
Forderungen an Kunden 2.104 1.761
bis drei Monate 575 968
mehr als drei Monate bis ein Jahr 169 300
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.239 336
mehr als fünf Jahre 121 157
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 1
bis drei Monate 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.287 461
bis drei Monate 1.287 461

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionen sowie aus Darlehensforderungen an ver-

bundene Unternehmen bzw. Kapitalanlagegesellschaften.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Bank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote Buchwert Eigenkapital Ergebnis
% 31.12.2012 2012
TEUR TEUR TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securi
ties AG, Hamburg
100,00 59 253 -653*)
Varengold Investmentakti
engesellschaft mit Teilgesell
schaftsvermögen, Hamburg
48,99 157 1.713**) 75***)
Lava Trading Ltd., Valletta,
Malta
49,79 141 - -

*) Bilanzverlust zum 31. Dezember 2012

**) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

***) Ergebnis zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

BANK

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30.11.2012 TEUR 334. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Bank AG Ansprüche geltend machen.

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Bank AG in Höhe von 3,90 %.

4.2.3 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2013 Zugänge
2013
TEUR
Abgänge
2013
TEUR
kumuliert
TEUR
Zugänge
2013
TEUR
Abgänge
2013
TEUR
30.06.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
502 0 0 56 34 0 446 480
Beteiligungen 367 156 0 167 21 0 356 222
Immaterielle
Anlagewerte
Aufwendungen für
die Ingangsetzung
und Erweiterung
des Geschäftsbe
triebs
1.642 0 0 1.558 110 0 84 194
Selbst geschaffene
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte
756 0 0 424 94 0 332 427
Entgeltlich erwor
bene Konzessi
onen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rechten
und Werten
2.405 199 0 1.724 145 0 880 826
Sachanlagen 1.308 14 0 846 77 0 476 539
Summe 6.980 369 0 4.775 481 0 2.574 2.687

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Investitionen in die neue Website und in eine Beteiligung.

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Bewertung der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sowie der Beteiligungen zurückzuführen.

4.2.4 Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich ausschließlich aus derivativen Finanzinstrumenten zusammen.

\k tiva
landelsbestand Aktiva FX
landelsbestand Aktiva CFD
landelsbestand Swaps
isikoabschlag
umme
assiva
Aktiva 30.06.2013 30.06.2012
TEUR TEUR
Handelsbestand Aktiva FX 1.567 774
Handelsbestand Aktiva CFD 1.387 461
Handelsbestand Swaps 700 0
Risikoabschlag -74 0
Summe 3.580 1.235
Passiva 30.06.2013 30.06.2012
TEUR TEUR
Handelsbestand Passiva FX 272 94
Handelsbestand Passiva CFD 171 48
Summe 443 142

Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle FX- und CFD-Positionen der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht. Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99%, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 30. Juni 2013 wurde der Risikoabschlag von TEUR 172,6 (31. Dezember 2012) auf TEUR 74,3 (30. Juni 2013) angepasst und in Höhe von TEUR 98,3 ein Ertrag im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst.

4.2.5 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Arabischen Dirham, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 26.429 27.067
Summe 26.429 27.067

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 26.429 27.067
Summe 26.429 27.067

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen fast ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.

4.2.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10), eine Forderung aus einer Kulanz (TEUR 57) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 14) und gezahlten Vorschüssen (TEUR 6).

4.2.7 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 352 (30.06.2012: TEUR 317) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

BANK
Rückstellung für die BaFin 19 0
DATEV-Kosten 0 2
Verwaltungsgebühren 0 20
Prime Brokerage Fees 11 28
Beratungskosten 60 0
Kulanzzahlungen 20 0
Provisionen 4 18
Summe 251 401
30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 471 479
Sonstige Verbindlichkeiten 4 3
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 0 0
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 66 52
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 2 2
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr 5 3
Summe 548 539

4.2.8 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Tantieme und Mitarbeiterbeteiligung 0 0
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) 0 198
Urlaubsrückstellung 43 43
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 22 40
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 19 17
Hauptversammlung 50 32
Archivierungskosten 3 3
Berufsgenossenschaft 0 0
ückstellung für die BaFin
ATEV-Kosten
erwaltungsgebühren
rime Brokerage Fees
eratungskosten
ulanzzahlungen
rovisionen
umme

4.2.9 Fonds für allgemeine Bankrisiken

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres.

4.2.10 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.465) ist eingeteilt in 1.465.437 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 9.171) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung. 133.100 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 666.168 (666.168 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 12 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 36) enthalten.

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus Kursdifferenzen und Zinserträgen aus gewährten Darlehen. In den Zinsaufwendungen sind ausschließlich Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Zinserträge aus Wertpapieren enthalten.

5.3 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verwaltungsgebühren aus dem Bereich Asset Management.

Aufwendungen für Kommunikation 103 87
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 14 14
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 611 271
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 40 66
Summe 2.109 1.133

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr RA Hans J. M. Manteuffel Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt

Herr Willi Müller Stellvertretender Vorsitzender Vereidigter Buchprüfer

Herr Prof. Peter Andree Professor TU Hamburg-Harburg

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Yasin Sebastian Qureshi Vorsitzender Trading, Legal, Personal, Asset Management, IT und Strategie

Herr Steffen Fix Business Development

Herr Mohammad Hans Dastmaltchi Vertrieb, Marketing

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann (seit dem 15. April 2013) Risikocontrolling, Finanzen, Backoffice, Organisation, Compliance, Financial Controlling und interne Revision

Herr Friedrich Verspohl (vom 15. April 2013 bis zum 6. August 2013) Privat- und Firmenkunden-Kreditgeschäft und Treasury

Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi und Herr Dr. Bernhard Fuhrmann sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr (bis einschließlich 13. März 2013 als Vorsitzender). Ferner ist Herr Qureshi Mitglied des Aufsichtsrats der Public Picture AG (vormals Bettlefield AG) mit Sitz in Hamburg. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg. Herr Dastmaltchi ist neben seiner Tätigkeit

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Provisionserträge 1.798 1.631
Provisionsaufwendungen 17 71
Provisionsüberschuss 1.781 1.560

5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands

Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung zu Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken".

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Nettoertrag des Handelsbestands 4.631 5.064
Nettoaufwand des Handelsbestands 2.433 3.555
Nettoergebnis des Handelsbestands 2.198 1.509

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.6 Personalaufwendungen

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Löhne und Gehälter 1.798 1.350
Soziale Abgaben 209 220
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2 2
Summe 2.009 1.572

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern.

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

30.06.2013
TEUR
30.06.2012
TEUR
Raumkosten 217 176
Beiträge und Versicherung 43 44
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 74 68
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 537 253
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 470 154

als Vorstand der Varengold Bank AG im Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig. Herr Dr. Fuhrmann ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg (seit 13. März 2013).

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 TEUR 457 (30.06.2012: TEUR 182). Sie beinhalten TEUR 457 (30.06.2012: TEUR 182) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 0 (30.06.2012: TEUR 0) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 48 (30.06.2012: TEUR 36). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 39 (30.06.2012: TEUR 29).

Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 172 (30.06.2012: TEUR 261). Diese werden mit 5,0 bis 5,12 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 20.

Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 40 (30.06.2012: TEUR 20). Diese werden mit 5,0 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 erfolgten keine Rückzahlungen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der zum 30. Juni 2013 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 57 (30.06.2012: 54), darunter befanden sich 19 (30.06.2012: 16) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von drei Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Varengold Bank AG ist seit der Erteilung der Lizenz zum Einlagenkreditinstitut im Juni 2013 Mitglied in der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB), Berlin. Bis zur Erteilung der Lizenz war die Varengold Bank AG Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

6.4 Offenlegungsbericht

Die Varengold Bank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2012 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.

6.5 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 30. Juni 2013 betragen TEUR 175 (30.06.2012: TEUR 0).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.283 (30.06.2012: TEUR 1.464) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.6 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

Hamburg, 11. September 2013

Varengold Bank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann

LAGE DER GESELLSCHAFT 1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, beträgt zum 30. Juni 2013 TEUR 11.539 und ist im Vergleich zum 30. Juni 2012 in Höhe von TEUR 12.218 um 5,56 % gefallen. Die liquiden Mittel sanken von TEUR 6.579 am 30. Juni 2012 auf TEUR 2.079 am 30. Juni 2013. Das Sinken der liquiden Mittel begründet sich wesentlich durch erhöhte Verwaltungsaufwendungen und Investitionen im Zusammenhang mit dem Aufbau des Privat- und Firmenkundenkreditgeschäft.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögen 30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 65,89 % 76,98 % -11,09 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 10,74 % 2,75 % 7,99 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 1,05 % 1,29 % -0,24 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 3,09 % 1,91 % 1,17 %
Anlagevermögen 19,23 % 17,07 % 2,16 %
Kapital 30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 21,92 % 13,16 % 8,75 %
Sonderposten 4,47 % 2,40 % 2,06 %
Eigenkapital 73,61 % 84,43 % -10,82 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 74 % annähernd vollständig durch Eigenkapital finanziert. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (1.287 TEUR) bestehen noch sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten (548 TEUR), die im folgenden Monat fast vollständig überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 251 TEUR. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

Insgesamt werden zum 30. Juni 2013 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 84 TEUR sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 332 TEUR unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert, die jeweils über 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 1.441 TEUR.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach den Standards der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Varengold Bank AG, Hamburg 30.06.2013 30.06.2012 Veränderung
Kapitalflussrechnung 30. Juni 2013 in TEUR in TEUR
Jahresergebnis -365 -85 -280
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
481 473 8
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -995 0 -995
= Cash Flow nach DVFA / SG -879 388 -1.267
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagever
mögens
0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen -327 37 -364
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden,
der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
-460 87 -547
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten,
der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
-276 -6 -270
= Cash Flow aus Geschäftstätigkeit -1.942 506 -2.448
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -14 -46 32
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -199 -250 51
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des
Geschäftsbetriebes
0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -156 0 -156
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -369 -296 -73
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 5.504 -5.504
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von
Finanzkrediten
0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 5.504 -5.504
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -2.311 5.714 -8.025
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 4.390 865 3.525
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.079 6.579 -4.500
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres
Barreserve 4 3 1
Bankguthaben 2.075 6.577 -4.502
Bankverbindlichkeiten 0 -1 1
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.079 6.579 -4.500

Bis zum 30. Juni 2013 erwirtschaftete die Gesellschaft einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -1.942 TEUR. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-369 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie in das Finanzanlagevermögen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft bis zum 30. Juni 2013 einen Finanzmittelabfluss von -2.311 TEUR. Die liquiden Mittel sanken gegenüber dem Vorjahr von 4.390 TEUR auf 2.079 TEUR am 30. Juni 2013.

Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von 2.075 TEUR Konten bei Brokern, die aufgrund der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum 30. Juni 2013 betrugen die Bestände dieser Konten 0 TEUR.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im zweiten Quartal 2013 erzielten Erträge aus dem Managed Futures-Dachfonds von 9 TEUR enthalten.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von 68 TEUR im Vorjahreszeitraum auf 129 TEUR im ersten Halbjahr 2013. Weiterhin stiegen die Zinsaufwendungen auf 71 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 58 TEUR erzielt wurde.

Die Provisionserlöse stiegen von 1.631 TEUR im ersten Halbjahr 2012 auf 1.798 TEUR im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013. Die Provisionsaufwendungen konnten von 71 TEUR auf 17 TEUR verringert werden. Das Provisionsergebnis stieg von 1.560 TEUR auf 1.781 TEUR. Der Nettoertrag des Handelsbestands sank von 5.064 TEUR auf 4.631 TEUR. Der Nettoaufwand des Handelsbestands dagegen konnte von 3.556 TEUR auf 2.434 TEUR gesenkt werden. Dadurch stieg das Nettoergebnis des Handelsbestands von 1.509 TEUR im ersten Halbjahr 2012 auf 2.198 TEUR im ersten Halbjahr 2013. Bereinigt um die Anpassung des Risikoabschlags nach § 340e HGB führt dies zu einem Ergebnis aus dem Handelsbestand von 2.099 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 19 TEUR auf 33 TEUR. Dies resultiert insbesondere aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft stiegen um 1.413 TEUR (von 2.705 TEUR auf 4.118 TEUR). Ursächlich dafür waren insbesondere die Steigerung der Personalkosten (von 1.572 TEUR auf 2.009 TEUR), der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von 253 TEUR auf 537 TEUR), der Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von 154 TEUR auf 470 TEUR) sowie der Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 271 TEUR auf 611 TEUR). Die Raumkosten (von 176 TEUR auf 217 TEUR), die Kfz-Kosten (von 68 TEUR auf 74 TEUR) sowie die Aufwendungen für Kommunikation (von 87 TEUR auf 103 TEUR) führten weiterhin zu einer Erhöhung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Vermindert wurden diese durch die Senkung der Beiträge und Versicherungen (von 44 TEUR auf 43 TEUR) sowie der übrigen anderen Verwaltungsaufwendungen (von 66 TEUR auf 40 TEUR).

In den Verwaltungsaufwendungen sind 320 TEUR enthalten, die im Zusammenhang mit dem Aufbau der als Einlagenkreditinstitut erforderlichen Infrastruktur stehen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen sanken von 473 TEUR (erstes Halbjahr 2012) auf 425 TEUR (erstes Halbjahr 2013). Die Abschreibungen auf Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens stiegen von 0 TEUR auf 55 TEUR und die Abschreibungen auf Forderungen von 0 TEUR auf 14 TEUR.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG -529 TEUR (30. Juni 2012: -56 TEUR), der Jahresfehlbetrag lag bei -365 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR).

RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank AG.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter Anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.

Der Vorstand ist in sämtliche risikobehaftete Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:

  • Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance-Vorschriften
  • Klare Kompetenzen beim Risikomanagement
  • Funktionstrennung von Risikosteuerung und Risikocontrolling
  • Transparenz bei der Offenlegung von Risiken
  • Risikobewusstes Verhalten

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation
  • Risikomessung
  • Risikoüberwachung
  • Risikokommunikation
  • Risikosteuerung

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG die Innenrevision verantwortlich.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

CHANCEN

Die Wirtschaft der Eurozone dürfte sich zum Ende des Jahres 2013 nach Erreichen der Talsohle wieder stückweise erholen; im Jahresdurchschnitt ist jedoch mit einem erneuten Rückgang des Wirtschaftswachstums zu rechnen. Auch im kommenden Jahr dürften die primären Themen der Bankenbranche in dem Erreichen des Wendepunkts im operativen Geschäft sowie die Neuausrichtung von Geschäftsmodellen im Rahmen der Anpassung an ein neues regulatorisches Umfeld sein.

Auf Gesamtbankebene werden Investitionen und Implementierungen insbesondere zur Verbesserung der Abwicklungssysteme vorgenommen. Die erfolgreich umgesetzte Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut ermöglichte der Gesellschaft, vor allem im Produktmanagement den Grundstein für erfolgreiche Neukundengewinnung sowie Kundenbindung im Ausland seitens einer regulierten Bank "Made in Germany" zu legen. Im Zuge dessen soll die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeiten gefestigt und weniger schwankungsanfällig werden.

Trotz der Tatsache, dass den Aufwendungen des ersten Halbjahres 2013 kurzfristig keine entsprechenden Erträge gegenüberstehen, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Die Investitionen werden das Jahr 2013 insgesamt deutlich belasten, jedoch kann dadurch ein nachhaltiger Ausbau der Geschäftstätigkeiten erfolgen und zusätzlich diversifizierte Erträge aus dem neu etablierten Geschäftsbereich Commercial Banking erwirtschaftet werden. Die skizzierten Aufwendungen sollen mittel- bis langfristig die gewünschten Impulse liefern.

Hamburg, im September 2013

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Berichtsperiode
01.01. – 30.06.2013
Gesamt Capital
Markets
Brokerage
Asset
Management
Privat- und
Firmenkunden
kreditgeschäft
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 129 116 13 0
Zinsaufwendungen 71 70 1 0
Zinsergebnis 58 46 12 0
Provisionserträge 1.798 1.154 644 0
Provisionsaufwendungen 17 0 17 0
Provisionsergebnis 1.781 1.154 627 0
Laufende Erträge aus Aktien,
Wertpapieren und Beteiligungen
76 0 76 0
Nettoertrag des Handelsbestands 4.631 4.631 0 0
Nettoaufwand des Handelsbestands 2.434 2.434 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 33 12 21 0
Abschreibungen 495 404 89 2
Verwaltungsaufwand 4.118 3.460 338 320
Sonstige betriebliche Aufwendungen 61 44 17 0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
-529 -499 292 -322

Die Sparte Asset Management konnte im ersten Halbjahr 2013 ein positives Ergebnis herbeiführen. Der Verlust in der neuen Sparte Privat- und Firmenkundenkreditgeschäft entstand auf Grund weiterer notwendiger Anfangsaufwendungen, im Bereich Capital-Markets-Brokerage kam es auf Grund des Ausbaus dieses Bereichs und dem damit verbundenen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen, insbesondere der Personal-, Werbe- und IT-Kosten, zu einem Verlust. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel für das erste Halbjahr 2013 dadurch insgesamt negativ aus.

Der überwiegende Teil der Erträge im Bereich Asset Management resultierte aus den Provisionserlösen aus Dienstleistungen im Zusammenhang mit Fondsprodukten.

Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel trug einen bedeutenden Teil zu diesem Bereich bei.

Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Nettoerträge des Handelsbestands. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Provisionsaufwendungen für Vermittler fallen dabei ausschließlich im Bereich Capital-Markets-Brokerage an.

Die Erträge in den beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital-Markets-Brokerage konnten im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Während sich die Verwaltungsaufwendungen im Bereich Asset Management vermindert haben, sind sie in den Bereichen Capital-Markets-Brokerage und Privat- und Firmenkundenkreditgeschäft gestiegen. Insbesondere die Erhöhung der Personalkosten, Werbe- und Reisekosten, IT-Kosten und Beratungskosten trugen zu dieser Steigerung bei.

IMPRESSUM

Varengold Bank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49

E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand Yasin Sebastian Qureshi (Vorsitz) Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann

Aufsichtsrat RA Hans J.M. Manteuffel (Vorsitz) Willi Müller Prof. Peter Andree

Register Amtsgericht Hamburg, HRB 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Bank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Bank AG

Die Varengold Bank AG betreibt Einlagengeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG, Kreditgeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG, Depotgeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG sowie Garantiegeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG. Zudem besitzt die Varengold Bank AG die Erlaubnis für die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG, Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, Anlageverwaltung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG, Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG sowie für den Eigenhandel gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG, das Eigengeschäft (§32 Abs. 1a KWG), das Factoring gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und das Finanzierungsleasing im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG.

Einlagensicherung

Die Varengold Bank AG gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) an.

Varengold Bank AG

Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Bank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Zwischenberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.

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