Quarterly Report • Oct 22, 2012
Quarterly Report
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| 30.06.2012 | 30.06.2011 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Kennzahlen je Aktie | in EUR | in EUR | in EUR |
| Handelsergebnis je Aktie | -0,06 | -0,01 | -0,04 |
| Eigenkapital je Aktie | 7,24 | 4,70 | 2,54 |
| 01.01. bis | 01.01. bis | Veränderung | |
| 30.06.2012 | 30.06.2011 | ||
| Gewinn- und Verlustrechnung | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| Zinsergebnis | 2 | 29 | -27 |
| Provisionsergebnis | 428 | 906 | -478 |
| Nettoergebnis des Handelsbestands | 2.640 | 2.676 | -36 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 17 | 169 | -152 |
| Verwaltungsaufwendungen | 2.705 | 3.299 | -594 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | 473 | 505 | -32 |
| Ergebnis vor Steuern | -56 | -25 | -31 |
| Jahresüberschuss /-fehlbetrag | -84 | -19 | -65 |
| EBITDA | 380 | 451 | -71 |
| 30.06.2012 | 30.06.2011 | Veränderung | |
| Bilanz | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen | 11.615 | 7.112 | 4.503 |
| Eigenkapital | 10.609 | 6.266 | 4.343 |
| Mitarbeiter | 54 | 52 | 2 |
| 02. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE | 6 – 8 |
|---|---|
| 03. VORBEMERKUNG | 9 |
| 04. UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER | 10 – 11 |
| 05. DIE AKTIE UND DEREN WERTENTWICKLUNG | 12 – 13 |
| 06. HALBJAHRESABSCHLUSS (HGB) | 14 – 33 |
| ■ ZWISCHENBILANZ | 14 – 15 |
| ■ GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 16 |
| ■ ANHANG | 18 – 27 |
| ■ LAGE DER GESELLSCHAFT | 28 – 32 |
| ■ SEGMENTBERICHTERSTATTUNG | 32 – 33 |
Die Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr 2012 führte zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -84 TEUR, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Fehlbetrag von -19 TEUR erwirtschaftet wurde. Das EBITDA lag im ersten Halbjahr 2012 bei 380 TEUR. Die Bereiche Asset Management und Capital-Markets-Brokerage erwirtschafteten im Vorjahresvergleich insgesamt sogar ein besseres EBITDA in Höhe von 514 TEUR, welches lediglich aufgrund der in der neuen Sparte Commercial Banking angefallenen Anfangsaufwendungen verringert wurde. Der Cash Flow aus dem operativen Geschäft war mit einer Steigerung in Höhe von 747 TEUR auf 506 TEUR deutlich positiv bei einem Vergleichswert von -241 TEUR im ersten Halbjahr 2011. Der Finanzmittelbestand betrug zum Ende des ersten Halbjahres 2012 insgesamt 6.579 TEUR (1. HJ 2011: 2.131 TEUR).
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sanken trotz angefallener Investitionen in die Infrastruktur der Bank auf insgesamt 2,7 Mio. EUR (1. HJ 2011: 3,3 Mio. EUR). Das Provisionsergebnis sank insbesondere durch niedrigere Erträge aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen auf 428 TEUR (1. HJ 2011: 906 TEUR), während das Nettoergebnis des Handelsbestands mit 2,6 Mio. EUR lediglich eine Senkung von 36 TEUR im Vorjahresvergleich zur Folge hat. Das sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich durch reduzierte Leistungen aus dem Dachhedgefonds HI Varengold CTA Hedge auf 17 TEUR (1. HJ 2011: 169 TEUR).
Die Entwicklungen an den weltweiten Terminbörsen stellten Managed Futures-Strategien insbesondere im ersten Quartal 2012 weiterhin vor große Herausforderungen. Langfristige Trendstrategien
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Varengold Wertpapierhandelsbank AG, eine deutsche Investmentbank mit Fokus auf Asset Management mit Managed Futures und Alternative Investments sowie Capital-Markets-Brokerage, hat im ersten Halbjahr 2012 die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft unter Wahrnehmung der aktuellen Marktgegebenheiten vorangetrieben.
Obwohl die erste Jahreshälfte 2012 am Finanzmarkt recht ereignislos verlief, konnte rückblickend keine lineare Entwicklung verzeichnet werden. Die Medien wurden weiterhin von der Krise des Euroraums mit all ihren Facetten dominiert. Das erfolgreiche und energische Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) milderte die Probleme zunächst ansatzweise. Die positive Stimmung schlug allerdings im zweiten Quartal erneut um. Die Aktienkurse setzten zum Fall an. Die Flucht der Anleger in die Sicherheit drückte die Renditen von Staatsanleihen auf absolute Rekordtiefs. Die Kurse an den Finanzmärkten verharrten zum Ende des ersten Halbjahres 2012 relativ stabil. Da sich die Zinsen vielerorts auf absoluten Tiefstständen befanden, erschienen Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Anlagealternativen relativ günstig. Ungeachtet dessen flacht die Konjunktur jedoch weiter ab. Auch der Bereich Investment-Banking verliert dabei mehr und mehr das Vertrauen der Anleger, welche bisweilen ein sichereres und profitables Geschäftsmodell in der Finanzbranche erwarten. Mittelfristig werden sich somit Wertpapierhandelsbanken regulatorisch und lizenztechnisch umorientieren müssen.
Bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG war die gesamte Periode geprägt durch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen auf Gesamtbankebene mit bis zu 25 % als Reaktion auf das volatile Marktumfeld.
Geschichte der Varengold seit Implementierung der Sparte Capital-Markets-Brokerage. Während hier das Asset under Management im Institutional-Bereich im ersten Halbjahr 2012 auf insgesamt 13,5 Mio. EUR sank, erhöhte sich dieses im Retail-Bereich auf insgesamt knapp 6 Mio. EUR.
Im März 2012 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft Herrn Mohammad Hans Dastmaltchi als weiteren Vorstand berufen. Er führt nunmehr neben Herrn Yasin Sebastian Qureshi und Herrn Steffen Fix die Geschäfte der Varengold Wertpapierhandelsbank AG und verantwortet insbesondere das Business Development in der MENA-Region ("Middle East and North Africa").
Die im Mai 2012 erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung durch Platzierung von 133.100 Aktien bei einem strategischen Finanzinvestor aus der MENA-Region führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von 5.503.685,00 EUR. Durch die Transaktion erhöhte sich das Grundkapital der Varengold Wertpapierhandelsbank AG von 1.332.337 EUR auf 1.465.437 EUR, eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien. Dies führte zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote von 88,1 % im ersten Halbjahr 2011 auf 91,3 % im ersten Halbjahr 2012. Der Mittelzufluss soll genutzt werden, um die Bankaktivitäten der Gesellschaft weiter auszubauen.
Am 08. August 2012 fand in Hamburg unsere Hauptversammlung statt. Die Aktionäre haben sämtlichen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit von 99,9 % zugestimmt. Dazu gehörte auch die Änderung der Unternehmenssatzung für die angestrebte Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut. Weiterhin wurden u.a. ein neues Genehmigtes Kapital und die Zustimmung zu
verbuchten in diesem Marktumfeld Verluste – einzig die kurzfristigeren Ansätze konnten etwas erfreulichere Ergebnisse vorweisen. Im Mai kamen die Finanzmärkte durch die sich verschärfende Eurokrise deutlich ins straucheln. Diese Phase konnten unsere in den Dachhedgefonds allokierten Manager gewinnbringend umsetzen, jedoch belastete die Trendumkehr im Juni die Strategien wieder stark, so dass der Aufwärtstrend bis dahin nur von kurzer Dauer war. Unsere Publikumsfonds verharren daher noch immer im negativen Entwicklungsbereich, denn die Produkte mussten in der jüngsten Zeit deutliche Mittelabflüsse verkraften. Der Varengold Alternative Alpha I schloss das erste Halbjahr 2012 mit -11,58 % ab (Anteilklasse R: -12,08 %). Der HI Varengold CTA Hedge verzeichnete in der Anteilklasse A ein Ergebnis von -3,87 % (Anteilklasse B: -4,25 %). Insgesamt lag die ungewichtete Durchschnittsperformance in der Peergroup des Varengold Alternative Alpha bei -7,03 % und in der Peergroup des HI Varengold CTA Hedge sogar bei -9,88 %.
Die Sparte Capital-Markets-Brokerage war in der ersten Jahreshälfte 2012 insbesondere geprägt von Optimierungsmaßnahmen und der verstärkten Vermarktung unserer Angebotspalette sowie dem weiterführenden Ausbau zur Anbahnung und Umsetzung von Kooperationen. So konnten hilfreiche Automatisierungen auf operativer Ebene umgesetzt und bspw. ein Fokus auf die Vereinfachung des Kontoeröffnungsprozesses gelegt werden. Der Bereich hatte jedoch insgesamt auch in den vergangenen Monaten zeitweise mit schwachen Erträgen zu kämpfen. Exogene Einflüsse und Verschiebungen auf der Zeitachse im Rahmen von Kooperationsabschlüssen zählten u.a. zu den Ursachen. Dennoch war der Monat Mai 2012 aus Ertragssicht der bisher beste Monat in der
einer möglichen Barkapitalerhöhung verabschiedet. Im Rahmen einer erneuten Kapitalerhöhung könnte die Kapitaldecke der Gesellschaft weiter gestärkt werden, damit die Gesellschaft auf einem soliden Kapitallevel agieren und die Wertschöpfung ausgedehnt werden kann.
Neben dem Ausbau unseres Produktportfolios für Bestands- und für Neukunden erhoffen wir uns nunmehr auch in der Erschließung potentieller Wachstumsregionen eine zusätzliche Geschäftserweiterung. Der Bereich Asset Management mit Managed Futures soll um einen Multi-Asset-Ansatz ergänzt werden, indem Spezialthemen wie Arbitragestrategien oder Strukturierungsaufträge dort positioniert werden. Im Bereich Capital-Markets-Brokerage soll die interne Handelstechnologie weiter optimiert und der Ausbau des Inhouse-Vertriebs mit einem verstärkten Fokus auf institutionelle Kunden vorangetrieben werden. Die Abhängigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche soll hingegen verringert und der Aktionsradius vergrößert werden, um eine stabile Werterzeugung durch diversifizierte Ertragsquellen zu schaffen.
Hamburg, im September 2012
Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG strebt dabei die Erlaubnis zum Einlagenkreditinstitut an. Mit der Erlaubniserweiterung, die u.a. die Bereiche Kredit-, Einlagen- und Depotgeschäft sowie Garantiegeschäft und Zahlungsdienste umfassen würde, erhielte die Gesellschaft die Möglichkeit, das bestehende Geschäft im Bereich Banking deutlich auszuweiten. Anleger erhielten dabei durch die noch verstärkten Regulierungsanforderungen und die möglichen Mitgliedschaften in Sicherungssystemen der Banken zudem ein weiter erhöhtes Sicherheitsniveau. Der entsprechende Antrag wurde bereits im August 2012 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht.
Der in den vorangegangenen Monaten eingeschlagene Weg der Umstrukturierung und Erweiterung zur Steigerung der Ertragsstabilität und verstärkten Kundengenerierung wird somit weiter beschritten und die bisher beschlossenen Maßnahmen operativ umgesetzt. Der Fokus soll dabei auch weiterhin auf ein bewusstes Kostencontrolling und Risikomanagement gelegt werden. Der Vorstand geht auf Basis derzeit erkennbarer Entwicklungen und Tendenzen von einer mittelfristigen Ergebnisverbesserung aus.
03
Die in diesem Halbjahresbericht enthaltenen Kennzahlen sowie der Halbjahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie erläuternden Anhangsangaben und einem Lagebericht – sind nicht testiert und wurden keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG zählt im Bereich ihrer zwei Kerngeschäftsfelder – Asset Management und Capital-Markets-Brokerage – zu den Global Playern unter den Investmentbanken. Mit Kunden aus über 100 Ländern und ausgewählten Partnern (Banken, Brokern, Hedgefonds- sowie Asset Managern) steht Varengold für eine nachhal tige Expertise und Leistung.
Die 1995 von Yasin Sebastian Qureshi und Steffen Fix als Asset-Management-Boutique gegründete Invest mentbank setzte sich die Bereitstellung transpa renter, leistungsstarker und liquider Finanzprodukte zum Ziel. Der große Erfolg im Bereich Asset Manage ment führte 1998 zum Ausbau des arrondierenden Geschäftsfeldes Capital-Markets-Brokerage.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ermög licht es ihren Kunden über die weltweit bekannte Handelsplattform MetaTrader den Handel in Forex, CFDs und Rohstoffe auf nur einem Konto abzuwi ckeln.
Seit dem 20. März 2007 ist die Gesellschaft (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt notiert und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert. Sie verwaltet insbesondere Kundengelder institu tioneller Investoren in maßgeschneiderten Struk turen sowie zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Managed Futures-Produkte für Privatinvestoren. Außerdem zählt die Varengold Wertpapierhandels bank AG zu den Pionieren für den Handel von Forex, CFDs und Rohstoffen in Deutschland.
| Capital-Markets-Brokerage | Asset Management | |
|---|---|---|
| Kurzbeschreibung | Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bietet im Bereich Capital-Markets-Brokerage den Onlinehandel von Forex und CFDs für in - stitutionelle und private Kunden an. Neben den Vorteilen der Kontoführung durch eine deutsche Bank steht die marktführende Tra - dingplattform mit vollautomatischer, elektro - nischer Handelsausführung zur Verfügung. Abgerundet wird die Dienstleistung durch ein mehrsprachiges Order- und Support Desk, welches 24 Stunden am Tag erreichbar ist. International unterhält die Bank ein Ser - vice- und Support-Center in Dubai (U.A.E.). |
Das Asset Management-Team der Varengold betreut hauptsächlich maßgeschneiderte ins - titutionelle Portfolien und Advisory Mandate. Seit über 16 Jahren sind wir auf die Anlage - klasse "Alternative Investments" spezialisiert und wurden mehrfach für unsere Leistun - gen als Managed Futures Dachfondsmana - ger ausgezeichnet. Neben den individuellen institutionellen Produktlösungen bietet Varengold zwei deutsche Publikums-Fonds an. Den mehrfach prämierten Dachhedgefonds "HI Varengold CTA Hedge" und den Ende 2010 aufgelegten UCITS III-Fonds "Varengold Alternative Alpha" |
| Produkte | Forex-Brokerage CFD-Brokerage White Label Lösungen Brokerage für institutionelle Kunden Institutionelle Accounts |
Öffentliche Dachfonds UCITS III-Publikumsfonds Institutionelle Portfolien Advisory Mandate |
| Wettbewerbsvorteile | Nutzung einer technologisch führenden Handelsliquiditätsstruktur, die mit den weltweit führenden Banken interagiert Marktführende Handelsplattform Höchste Sicherheiten für das Kundenka - pital Status einer deutschen Investmentbank |
Über 16-jährige Expertise mit ausschließ lichem Fokus auf Alternative Investments Tiefes Verständnis für die Eigenschaften und das Marktverhalten Internationales Netzwerk dank langjähri - gem Varengold Monitoring Prämierter Dachfondsmanager in seiner Peergroup 2007, 2008, 2009 und 2012 Zugang zu marktunabhängigem Alpha via UCITS III-Fonds Innovative Produktlösungen eingebettet in deutsche Rechtsstrukturen |
| Kundenstruktur | Privatkunden Kleine und mittlere Finanzdienstleister Broker Banken als White Label Kunden |
Institutionelle Investoren und Fonds HNWIs / Vermögende Privatpersonen Privatkunden |
| Ertragskomponenten | Kommissionen pro Transaktion Spreads Swaps für tagesübergreifende, offene Transaktionen Eigenhandel (Aggregierung von Kunden - positionen) |
Vermögensverwaltungsgebühren Gewinnbeteiligungen Beratungsvergütungen |
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist auch nach der Notierung im Entry Standard an der Deutschen Börse eine inhabergeführte und eigenbestimmte Investmentbank geblieben. Die Aktie der Gesellschaft (WKN: 547930) ist seit dem 20. März 2007 an der Frankfurter Börse und im elektronischen Handelssystem XETRA gelistet. Zudem wird die Aktie an der Stuttgarter, Berliner und Düsseldorfer Börse gehandelt.
Die anhaltende Unsicherheit hat sich am deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Monaten in einem wenig veränderten Verhalten der Anleger niedergeschlagen. Die Risiken für den Wirtschaftsausblick im Eurogebiet sind nach wie vor insgesamt tendenziell abwärtsgerichtet. Sie ergeben sich insbesondere aus einer erneuten Verstärkung der Spannungen an einigen Finanzmärkten des Euroraums und deren möglichen Übergreifen auf die Realwirtschaft des Euro-Währungsgebiets.
So musste auch die Aktie der Varengold Wertpapierhandelsbank AG den Gegebenheiten Tribut zollen und verzeichnete im ersten Halbjahr 2012 einen sehr volatilen Verlauf. Das Handelsergebnis je Aktie sank im Vergleich zum Stichtag 30. Juni 2011 von -0,01 EUR auf -0,06 EUR zum Stichtag 30. Juni 2012. Das Eigenkapital je Aktie stieg in diesem Vorjahresvergleich um 2,54 EUR auf 7,24 EUR (30. Juni 2011: 4,70 EUR). Die Aktie verzeichnete unterdessen nach Veröffentlichung der Meldung hinsichtlich der erfolgreich umgesetzten Kapitalerhöhung am 21. Mai 2012 in der Spitze ein Sechsmonatshoch von 13,84 EUR. Der durchschnittliche Aktienkurs hingegen sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 von 20,817 EUR auf 8,599 EUR im ersten Halbjahr 2012 bei einer gehandelten Aktienanzahl in Höhe von 176.504 Stück.
| Aktie | Varengold Wertpapierhandelsbank AG |
|---|---|
| WKN | 547930 |
| ISIN | DE0005479307 |
| Börsenkürzel | VG8 |
| Marktsegment | Entry Standard |
| Erstnotiz | 20. März 2007 |
| Art der Aktien | Auf den Inhaber lautende Stückaktien |
| Anzahl der Aktien | 1.465.437 Aktien |
| Gesamtes Grundkapital | 1.465.437 EUR |
| Spezialist | MWB Wertpapierhandelsbank AG |
| Antragsteller | Close Brother Seydler Bank AG |
| Deutsche Börse Listing Partner | Close Brother Seydler Bank AG |
| über 10 % |
|---|
| unter 10 % |
| unter 10 % |
| unter 10 % |
| unter 10 % |
| unter 10 % |
| unter 10 % |
| ca 38 % |
Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA über 10 % Yasin Sebastian Qureshi (Vorstand und Gründer) unter 10 % Steffen Fix (Vorstand und Gründer) unter 10 % BHFD Verwaltungsgesellschaft mbH unter 10 % Timur Coban (Gründer) unter 10 % Sven Meyer (Gründer) unter 10 % Internationaler Finanzinvestor unter 10 % Freefloat ca. 38 %
Mehr als 50 % des Grundkapitals werden von Gründern, Partnern und Mitarbeitern der Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehalten.
Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg
| Aktiva | Geschäftsjahr | Vorjahr | Passiva | Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | EUR | EUR | TEUR | |||
| 1. | Barreserve | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten |
||||||
| a) Kassenbestand | 3.375,34 | 1,6 | a) täglich fällig | 1.486,70 | 0,0 | |||
| 2. | Forderungen an Kreditinstitute | 2. Verbriefte Verbindlichkeiten |
||||||
| a) täglich fällig | 2.466.830,11 | 2.029,7 | a) begebene Schuldverschreibungen | 48.384,30 | 47,4 | |||
| b) andere Forderungen | 4.110.450,00 | 100,0 | ||||||
| 6.577.280,11 | 2.129,7 | Treuhandverbindlichkeiten 3. |
27.066.975,32 | 9.385,2 | ||||
| 3. | Forderungen an Kunden | 2.393.327,20 | 2.125,6 | Sonstige Verbindlichkeiten 4. |
538.778,37 | 515,2 | ||
| - darunter an Finanzdienstleistungsinstitute | ||||||||
| 0,00 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR) | 5. Rechnungsabgrenzungsposten |
15.000,00 | 0,0 | |||||
| 4. | Beteiligungen | 233.673,10 | 120,0 | 5a. Passive latente Steuern |
0,00 | 109,4 | ||
| 6. Rückstellungen |
||||||||
| 5. | Treuhandvermögen | 27.066.975,32 | 9.385,2 | a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 67,4 | ||
| b) andere Rückstellungen | 401.709,40 | 106,6 | ||||||
| 6. | Immaterielle Anlagewerte | 401.709,40 | 174,0 | |||||
| a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs | 296.536,18 | 602,7 | ||||||
| b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | 521.208,09 | 537,9 | 7. Eigenkapital |
|||||
| Rechte und Werte | a) gezeichnetes Kapital | 1.465.437,00 | 1.332,3 | |||||
| c) entgeltlich erworbene Konzessionen | 910.045,26 | 1.118,2 | b) Kapitalrücklage | 9.170.528,50 | 3.799,9 | |||
| 1.727.789,53 | 2.258,8 | c) Gewinnrücklagen | 18.400,00 | 18,4 | ||||
| d) Gewinnvortrag | 39.511,96 | 1.134,2 | ||||||
| 7. | Sachanlagen | 357.374,52 | 400,3 | e) Jahresfehlbetrag | -84.475,21 | -18,9 | ||
| 8. | Sonstige Vermögensgegenstände | 58.419,17 | 19,9 | 10.609.402,25 | 6.265,9 | |||
| 9. | Rechnungsabgrenzungsposten | 38.947,91 | 56,0 | |||||
| 10. | Aktive latente Steuern | 224.574,14 | 0,0 | |||||
| Summe Aktiva | 38.681.736,34 | 16.497,1 | Summe Passiva | 38.681.736,34 | 16.497,1 |
| EUR | EUR | TEUR | ||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten | |||
| a) täglich fällig | 1.486,70 | 0,0 | ||
| 2. | Verbriefte Verbindlichkeiten | |||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 48.384,30 | 47,4 | ||
| 3. | Treuhandverbindlichkeiten | 27.066.975,32 | 9.385,2 | |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 538.778,37 | 515,2 | |
| 5. | Rechnungsabgrenzungsposten | 15.000,00 | 0,0 | |
| 5a. | Passive latente Steuern | 0,00 | 109,4 | |
| 6. | Rückstellungen | |||
| a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 67,4 | ||
| b) andere Rückstellungen | 401.709,40 | 106,6 | ||
| 401.709,40 | 174,0 | |||
| 7. | Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 1.465.437,00 | 1.332,3 | ||
| b) Kapitalrücklage | 9.170.528,50 | 3.799,9 | ||
| c) Gewinnrücklagen | 18.400,00 | 18,4 | ||
| d) Gewinnvortrag | 39.511,96 | 1.134,2 | ||
| e) Jahresfehlbetrag | -84.475,21 | -18,9 | ||
| 10.609.402,25 | 6.265,9 |
Summe Passiva 38.681.736,34 16.497,1
für die Zeit vom 01. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012
| Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | ||
| 1. | Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 68.420,20 | 108,8 | ||
| 2. | Zinsaufwendungen | -66.817,43 | -80,1 | |
| 1.602,77 | 28,7 | |||
| 3. | Laufende Erträge aus Beteiligungen | 34.392,48 | 0,0 | |
| 4. | Provisionserträge | 2.114.054,20 | 2.994,2 | |
| 5. | Provisionsaufwendungen | -1.685.858,96 | -2.088,4 | |
| 428.195,24 | 905,8 | |||
| 6. | Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands | |||
| a) Ertrag des Handelsbestands | 4.580.775,82 | 3.178,1 | ||
| b) Aufwand des Handelsbestands | -1.940.820,65 | -502,4 | ||
| 2.639.955,17 | 2.675,7 | |||
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 19.174,34 | 179,4 | |
| 8. | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | -1.350.073,19 | -1.495,1 | ||
| ab) Sozialabgaben und Aufwendungen | ||||
| für Altersversorgung und für Unterstützung | ||||
| - darunter: für Altersversorgung | ||||
| 1.646,70 EUR (Vorjahr: 986,70 EUR) | -222.041,20 | -219,9 | ||
| -1.572.114,39 | -1.715,0 | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -1.132.466,71 | -1.584,0 | ||
| -2.704.581,10 | -3.299,0 | |||
| 9. | Abschreibungen und Wertberichtigungen | |||
| auf immaterielle Anlagewerte und | ||||
| Sachanlagen | -472.903,65 | -505,4 | ||
| 10. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.211,58 | -10,7 | ||
| 11. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -56.376,33 | -25,5 | ||
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -26.742,30 | 8,4 | ||
| 13. Sonstige Steuern | -1.356,58 | -1,8 | ||
| -28.098,88 | 6,5 | |||
| 14. Jahresfehlbetrag | -84.475,21 | -19,0 |
Springer Finanzen Verlag 2007, 2008 & 2012
I.B.C. Consulting for Institutional Banks 2007, 2008 & 2009
Anhang für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.
Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB seit dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 41 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 47 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.
Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und weitere Entwicklungskosten der bereits in den Jahren 2010 und 2011 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Hierbei handelt es sich um Leverage-B (TEUR 130) und die MasterDatenbank (TEUR 20). Die Entwicklung dieser beiden Vermögensgegenstände wurde im ersten Quartal 2012 abgeschlossen. Forschungskosten sind keine angefallen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 91) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.
Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:
| Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag | |||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung | 297 | 96 | 201 |
| Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände | 521 | 168 | 353 |
| Zwischensumme | 818 | 264 | 554 |
| Aktive latente Steuern | 489 | ||
| Summe | 1.043 |
Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 489 aus steuerlichen Verlustvorträgen gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 1.410 in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zu Grunde gelegt.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.
Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.
Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen und Lizenzgebühren sowie Tätigkeitsvergütungen) werden gemäß § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB gebildet.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.
Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.
Die Beträge sind in TEUR angegeben.
Die unter "Provisionserträge" aufgeführten Erträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY) und Arabische Dirham (AED) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:
| 1 EUR = USD 1,2577 |
|---|
| 1 EUR = SFR 1,2018 |
| 1 EUR = GBP 0,8065 |
| 1 EUR = JPY 99,97 |
| 1 EUR = AED 4,6206 |
Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.
Zum 30. Juni 2012 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:
| Bilanzposten | |
|---|---|
| Bilanzposten | 30.06.2012 | 30.06.2011 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 159 | 324 |
| Forderungen an Kunden | 0 | 325 |
| Treuhandvermögen | 3.532 | 2.256 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 3.532 | 2.256 |
Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.
4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären
| 30.06.2012 | 30.06.2011 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Kunden | 2.393 | 2.126 |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 17 | 47 |
| davon gegenüber Aktionären | 4 | 0 |
Es handelt sich hierbei um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 13) und gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 4).
| Sonstige Verbindlichkeiten | 539 | 515 |
|---|---|---|
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 197 | 116 |
| davon gegenüber Aktionären | 197 | 116 |
Hier sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 197) enthalten.
| 30.06.2012 | 30.06.2011 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 6.577 | 2.130 |
| bis drei Monate | 6.577 | 2.130 |
| Forderungen an Kunden | 2.393 | 2.126 |
| bis drei Monate | 1.600 | 1.310 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 300 | 578 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 336 | 89 |
| mehr als fünf Jahre | 157 | 149 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 | 0 |
| bis drei Monate | 1 | 0 |
Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionsforderungen gegen Broker bzw. Kapitalanlagegesellschaften und Investmentaktiengesellschaften.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:
| Gesellschaft | Beteiligungsquote | Buchwert | Eigenkapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|---|
| % | 31.12.2010 | 2010 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | |||
| Hanseatic Brokerhouse Securi ties AG, Hamburg |
16,00 | 58 | 1.354 | 448*) | |
| Varengold Investmentaktien gesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg |
49,00 | 176 | 30.108**) | 528***) | |
| *) | Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 | ||||
| **) | Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2011 (abweichendes Wirtschaftsjahr) | ||||
| ***) | Ergebnis zum 30. November 2011 (abweichendes Wirtschaftsjahr) | ||||
Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30.11.2011 TEUR 359. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Ansprüche geltend machen.
Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 | Zugänge 2012 TEUR |
Abgänge 2012 TEUR |
kumuliert TEUR |
Zugänge 2012 TEUR |
Abgänge 2012 TEUR |
30.06.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
||
| Beteiligungen | 367 | 0 | 0 | 133 | 0 | 0 | 234 | 234 | |
| Immaterielle Anlagewerte |
|||||||||
| Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbe triebs |
1.642 | 0 | 0 | 1.345 | 129 | 0 | 297 | 426 | |
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
606 | 150 | 0 | 235 | 91 | 0 | 521 | 462 | |
| Entgeltlich erwor bene Konzessi onen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.227 | 100 | 0 | 1.417 | 182 | 0 | 910 | 993 | |
| Sachanlagen | 1.001 | 46 | 0 | 689 | 70 | 0 | 358 | 382 | |
| Summe | 5.843 | 296 | 0 | 3.819 | 472 | 0 | 2.320 | 2.497 |
Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).
Die Zugänge im ersten Halbjahr 2012 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Aufrüstung/Erneuerung der Hardware.
Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf die neuen Investitionen in Software zurückzuführen.
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Arabischen Dirham, gehalten.
Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 27.067 | 9.385 |
| Summe | 27.067 | 9.385 |
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 27.067 | 9.385 |
| Summe | 27.067 | 9.385 |
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen fast ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.
Der Posten beinhaltet eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10), eine Forderung gegen das Finanzamt (TEUR 33), Forderungen gegen Personal (TEUR 7) sowie Forderungen aus dem Geldtransfer (TEUR 8).
Bei dieser Position handelt es sich um ein Bankguthaben, das in gleicher Höhe unter Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen wird.
In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 317 (30.06.2011: TEUR 283) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 479 | 457 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Lohnsteuer | 52 | 57 |
| Verbindlichkeiten soziale Sicherheit | 2 | 0 |
| Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr | 3 | 1 |
| Summe | 539 | 515 |
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Tantieme und Mitarbeiterbeteiligung | 0 | 0 |
| Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) | 198 | 0 |
| Urlaubsrückstellung | 43 | 80 |
| Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen | 40 | 0 |
| Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten | 17 | 15 |
| Hauptversammlung | 32 | 3 |
| Archivierungskosten | 3 | 3 |
| Berufsgenossenschaft | 0 | 0 |
| Rückstellung für die BaFin | 0 | 0 |
| DATEV-Kosten | 2 | 5 |
| Verwaltungsgebühren | 20 | 0 |
| Prime Brokerage Fees | 28 | 0 |
| Provisionen | 18 | 0 |
| Summe | 401 | 106 |
Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.465) ist eingeteilt in 1.465.437 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 9.171) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung. 133.100 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 666.168 (666.168 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 36 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 39) enthalten.
Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinsen von dem Broker CMC Markets UK PLC, London sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen. In den Zinsaufwendungen sind ausschließlich Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.
In den Beteiligungen ist eine Dividende von der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg enthalten.
In den Provisionserträgen sind die Umsätze aus den Dienstleistungen Forex und CFDs sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen an Vermittler.
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Provisionserträge | 2.114 | 2.994 |
| Provisionsaufwendungen | 1.686 | 2.088 |
| Provisionsüberschuss | 428 | 906 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 1.350 | 1.495 |
| Soziale Abgaben | 222 | 219 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 2 | 1 |
| Summe | 1.574 | 1.715 |
| 30.06.2012 TEUR |
30.06.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 176 | 143 |
| Beiträge und Versicherung | 44 | 36 |
| Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) | 68 | 83 |
| Werbung, Bewirtung, Reisekosten | 253 | 577 |
| Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software | 154 | 191 |
| Aufwendungen für Kommunikation | 87 | 77 |
| Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung | 14 | 53 |
| Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten | 271 | 304 |
| übrige andere Verwaltungsaufwendungen | 66 | 120 |
| Summe | 1.133 | 1.584 |
6.1.1 Aufsichtsrat
Herr RA Hans J. M. Manteuffel Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt
Herr Willi Müller Stellvertretender Vorsitzender
Vereidigter Buchprüfer
Herr Prof. Peter Andree Professor TU Hamburg-Harburg
Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.
Herr Yasin Sebastian Qureshi Vorsitzender Business Development, Legal & Compliance, Trading und Asset Management
Herr Steffen Fix Risikomanagement, Vertrieb und Backoffice
Herr Mohammad Hans Dastmaltchi (seit dem 1. März 2012) Business Development und Vertrieb
Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi ist vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.
Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr. Ferner ist Herr Qureshi Mitglied des Aufsichtsrats der Bettlefield AG in Gründung mit Sitz in Hamburg. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg. Herr Dastmaltchi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig.
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 TEUR 182 (30.06.2011: TEUR 232). Sie beinhalten TEUR 182 (30.06.2011: TEUR 232) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 0 (30.06.2011: TEUR 0) erfolgsbezogene Komponenten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 36 (30.06.2011: TEUR 22). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 29 (30.06.2011: TEUR 18).
Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 261 (30.06.2011: TEUR 0). Diese werden mit 4,0 bis 5,0 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 5.
Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 20 (30.06.2011: TEUR 0). Diese werden mit 5,0 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 erfolgten keine Rückzahlungen.
Die durchschnittliche Anzahl der zum 30. Juni 2012 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 54 (30.06.2011: 52), darunter befanden sich 16 (30.06.2011: 16) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von drei Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.464 (30.06.2011: TEUR 1.469) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.
Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.
Hamburg, 10. September 2012
Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix Mohammad Hans Dastmaltchi
Die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, beträgt zum 30. Juni 2012 TEUR 11.615 und ist im Vergleich zum 30. Juni 2011 in Höhe von TEUR 7.112 um 63,32 % gestiegen. Die liquiden Mittel stiegen von TEUR 2.131 am 30. Juni 2011 auf TEUR 6.581 am 30. Juni 2012. Der Anstieg der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen begründet sich durch den Anstieg der Forderungen an Kreditinstitute auf der Aktiv-Seite und dem Anstieg des Eigenkapitals auf der Passiv-Seite.
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Vermögens- und Kapitalstruktur, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| Vermögen | 30.06.2012 | 30.06.2011 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) | 75,79 % | 55,49 % | 20,30 % |
| Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) | 2,89 % | 1,31 % | 1,58 % |
| Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) | 1,36 % | 2,20 % | -0,84 % |
| Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen | 2,01 % | 1,77 % | 0,24 % |
| Anlagevermögen | 17,95 % | 39,23 % | -21,28 % |
| Kapital | 30.06.2012 | 30.06.2011 | Veränderung |
| Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) | 8,66 % | 11,89 % | -3,23 % |
| Eigenkapital | 91,34 % | 88,11 % | 3,23 % |
Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 91 % vollständig durch Eigenkapital finanziert. Es bestehen nur sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in nennenswerter Größe (TEUR 539), die im folgenden Monat überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von TEUR 402. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.
Insgesamt werden zum 30. Juni 2012 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von TEUR 297 sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 521 unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert, die auf 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern TEUR 1.043.
Über die Finanzlage im Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach den Standards der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:
| Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg | 30.06.2012 30.06.2011 Veränderung | |||
|---|---|---|---|---|
| Kapitalflussrechnung 30. Juni 2012 | in TEUR | in TEUR | in TEUR | |
| Jahresergebnis | -85 | -19 | -66 | |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens |
473 | 505 | -32 | |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 0 | 0 | 0 | |
| = Cash Flow nach DVFA / SG | 388 | 486 | -98 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagever mögens |
0 | 0 | 0 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen | 37 | -628 | 665 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva |
87 | 207 | -120 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva |
-6 | -306 | 300 | |
| = Cash Flow aus Geschäftstätigkeit | 506 | -241 | 747 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 | |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -46 | -82 | 36 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -250 | -384 | 134 |
| - | Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts betriebes |
0 | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 0 | 0 | 0 |
| = Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -296 | -466 | 170 | |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 5.504 | 0 | 5.504 | |
| - | Auszahlungen an stille Gesellschafter | 0 | 0 | 0 |
| + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten |
0 | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten | 0 | 0 | 0 |
| = Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 5.504 | 0 | 5.504 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 5.714 | -707 | 6.421 | |
| +/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen | 0 | 0 | 0 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres | 865 | 2.838 | -1.973 |
| = Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 6.579 | 2.131 | 4.448 | |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres | ||||
| Barreserve | 3 | 1 | 2 | |
| Bankguthaben | 6.577 | 2.130 | 4.447 | |
| Bankverbindlichkeiten | -1 | 0 | -1 | |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 6.579 | 2.131 | 4.448 |
Bis zum 30. Juni 2012 erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 506. Bei dem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 5.504 handelt es sich um die im Mai 2012 erfolgte Kapitalerhöhung. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -296) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen sowohl in das immaterielle Anlagevermögen, als auch in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bis zum 30. Juni 2012 einen Finanzmittelzufluss von TEUR 5.714. Die liquiden Mittel stiegen von TEUR 865 zu Jahresbeginn auf TEUR 6.579 am 30. Juni 2012.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.577 Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum 30. Juni 2012 hält die Gesellschaft TEUR 215 an liquiden Mitteln bei einem Broker.
In den Forderungen an Kunden sind auch die im zweiten Quartal 2012 erzielten Erträge aus dem Managed Futures-Dachfonds von TEUR 32 enthalten.
Die Zinserträge der Gesellschaft sanken von TEUR 109 im Vorjahreszeitraum auf TEUR 68 im ersten Halbjahr 2012. Die Zinsaufwendungen sanken auf TEUR 67, so dass ein Zinsergebnis von TEUR 2 erzielt wurde.
Die Provisionserlöse sanken von TEUR 2.994 im ersten Halbjahr 2011 auf TEUR 2.114 im Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 30. Juni 2012. Das Provisionsergebnis sank von TEUR 906 auf TEUR 428. Die Verminderung der Provisionserlöse liegt im Wesentlichen am Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Der Nettoertrag des Handelsbestands verzeichnete einen deutlichen Anstieg von TEUR 3.178 auf TEUR 4.581. Der Anstieg des Nettoaufwands des Handelsbestands von TEUR 502 auf TEUR 1.941 resultiert aus der Umgliederung von Provisionsaufwendungen. Dadurch sank das Nettoergebnis des Handelsbestands leicht von TEUR 2.676 im ersten Halbjahr 2011 auf TEUR 2.639 im ersten Halbjahr 2012.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 179 auf TEUR 19. Die Gründe dafür liegen im Wegfall von Leistungen aus dem HI Varengold CTA Hedge.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft sanken um TEUR 594 (von TEUR 3.299 auf TEUR 2.705). Dazu haben insbesondere die Minderung der Personalkosten (von TEUR 1.715 auf TEUR 1.572), der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von TEUR 577 auf TEUR 253) sowie der übrigen Verwaltungsaufwendungen (von TEUR 120 auf TEUR 66) beigetragen. Weiterhin führten auch die Senkung der Kfz-Kosten (von TEUR 83 auf TEUR 68), der Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von TEUR 191 auf TEUR 154), der Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von TEUR 53 auf TEUR 14) sowie der Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von TEUR 304 auf TEUR 271) zu einer Minderung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Erhöht wurden diese durch den Anstieg der Raumkosten (von TEUR 143 auf TEUR 176), der Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von TEUR 36 auf TEUR 44) sowie der Aufwendungen für Kommunikation (von TEUR 77 auf TEUR 87).
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen sanken leicht von TEUR 505 (erstes Halbjahr 2011) auf TEUR 473 (erstes Halbjahr 2012).
In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG TEUR -56 (30. Juni 2011: TEUR -25). Der Jahresfehlbetrag lag bei TEUR -84 (Vorjahr: TEUR -19). Das EBITDA hingegen sank in Anbetracht der in der neuen Sparte Commercial Banking angefallenen Anfangsaufwendungen nur verhältnismäßig gering von 451 TEUR zum 30. Juni 2011 auf 380 TEUR zum 30. Juni 2012.
| Berichtsperiode 01.01. – 30.06.2012 |
Gesamt | Capital Markets Brokerage |
Asset Management |
Commercial Banking |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Zinserträge | 68 | 67 | 1 | 0 |
| Zinsaufwendungen | 66 | 65 | 1 | 0 |
| Zinsergebnis | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Provisionserträge | 2.114 | 1.461 | 653 | 0 |
| Provisionsaufwendungen | 1.686 | 1.615 | 71 | 0 |
| Provisionsergebnis | 428 | -154 | 582 | 0 |
| Laufende Erträge aus Beteiligungen | 34 | 0 | 34 | 0 |
| Nettoertrag des Handelsbestands | 4.581 | 4.581 | 0 | 0 |
| Nettoaufwand des Handelsbestands | 1.941 | 1.941 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 19 | 19 | 0 | 0 |
| Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
473 | 392 | 81 | 0 |
| Verwaltungsaufwand | 2.705 | 2.045 | 526 | 134 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2 | 2 | 0 | 0 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
-57 | 68 | 9 | -134 |
| EBITDA | 380 | 458 | 56 | -134 |
Die Sparten Capital-Markets-Brokerage und Asset Management konnten im ersten Halbjahr 2012 positive Ergebnisse herbeiführen. Der Verlust in der neuen Sparte Commercial Banking entstand auf Grund der notwendigen Anfangsaufwendungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel für das erste Halbjahr 2012 dadurch insgesamt negativ aus.
Der überwiegende Teil der Erträge im Bereich Asset Management resultierte aus den Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen.
Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel trug einen bedeutenden Teil zu diesem Bereich bei.
Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich unter anderem um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.
Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Nettoerträge des Handelsbestands. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Provisionsaufwendungen für Vermittler fallen dabei ausschließlich im Bereich Capital-Markets-Brokerage an.
Die Verwaltungsaufwendungen in den beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital-Markets-Brokerage konnten vermindert werden. Insbesondere die Senkung der Personalkosten und der Werbekosten trugen zu dieser Minderung bei.
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg
T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49
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Aufsichtsrat RA Hans J.M. Manteuffel (Vorsitz) Willi Müller Prof. Peter Andree
Register Amtsgericht Hamburg, HRB 73684
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.
Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinst rumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG. Zudem besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Erlaubnis für Anlageberatung gem. §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG sowie die Erlaubnis für Eigengeschäft gem. §1 Abs. 1a Satz 3 KWG.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsun ternehmen (EdW) an.
Varengold Wertpapierhandelsbank AG
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Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Zwischenberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen durch Zahlungen an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt.
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