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Varengold Bank AG

Interim / Quarterly Report Sep 28, 2017

4534_10-q_2017-09-28_7637bc0c-aac2-4d40-b685-2c9b41052f4e.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 30. Juni

Eckdaten der Varengold Bank AG (HGB)

30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Kennzahlen je Aktie in EUR in EUR in EUR
Ergebnis je Aktie 0,07 0,56 -0,49
Marktkapitalisierung 13.151.484 12.853.384 +298.100
01.01.2017 01.01.2016 Veränderung
bis 30.06.2017 bis 30.06.2016
Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR in TEUR in TEUR
Zinsergebnis 2.047 893 +1.154
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht
festverzinslichen Wertpapieren
649 129 +520
Provisionsergebnis 5.819 5.720 +99
Nettoergebnis des Handelsbestands 36 3.936 -3.900
Sonstiges betriebliches Ergebnis -330 755 -1.085
Verwaltungsaufwand 6.676 8.359 -1.683
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 675 1.847 -1.172
Jahresüberschuss 219 1.651 -1.432
30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Bilanz in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzsumme 699.817 634.122 +65.695

Eigenkapital 13.797 16.715 -2.918

    1. VORBEMERKUNG 6
    1. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 7 8
    1. DIE GESCHÄFTSFELDER 9
    1. DIE AKTIE DER VARENGOLD BANK 10 11
    1. HALBJAHRESABSCHLUSS (HGB) 12 45
  • ZWISCHENBILANZ 14 15
  • GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 16 17
  • ANHANG 18 33
  • LAGEBERICHT 34 45

Die in diesem Halbjahresbericht enthaltenen Kenn zahlen sowie der Halbjahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie erläuternden Angaben im Anhang zur Bilanz und dem Lagebericht sowie der Segmentberichterstat tung – sind nicht testiert und wurden keiner prüferi schen Durchsicht unterzogen.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter:

Der Vorstand bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungs legungsstandards aufgestellte Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und dass der Halbjahresbericht ein möglichst getreues Bild der Gesellschaft bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäfts jahres und ihrer Auswirkungen auf die Gesellschaft vermittelt.

  1. September 2017 Dr. Bernhard Fuhrmann und Frank Otten Vorstand der Varengold Bank AG

VORBEMERKUNG 02

Auch während der seit Ende 2015 fortlaufenden Umsetzung der Neuausrichtung der Varengold Bank ist es mit Blick auf die immer zahlreicher werdenden regulatorischen Anforderungen unverzichtbar, dass mittelfristig die Eigenkapitaldecke der Gesellschaft weiter gestärkt wird. Aus diesem Grund hat die Bank zum Ende des ersten Halbjahres bereits eine Barka pitalerhöhung aus dem bestehenden Genehmigten Kapital durchgeführt. Das Grundkapital der Gesell schaft wurde von EUR 2.922.552,00 gegen Barein lagen um EUR 1.217.730,00 auf EUR 4.140.282,00 durch Ausgabe von neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauf folgenden Privatplatzierung erhöht. die Entwicklung der Weltwirtschaft hat seit Beginn des Jahres 2017 zusätzlich an Dynamik gewonnen. Nicht zuletzt hat dabei die konjunkturelle Erholung in den Schwellenländern ihren Beitrag geleistet. Im Euroraum erhielt die Wirtschaft insbesondere Impulse durch die lockere Geldpolitik der Europäi schen Zentralbank (EZB). Im Ländervergleich konnte sich die deutsche Wirtschaft mit ihrer stabilen Binnenkonjunktur erneut behaupten. Die expansive Geldpolitik der großen Notenbanken sowie die globalen politischen Ereignisse und zuneh mender Terrorismus dominierten das erste Halbjahr 2017 an den Finanzmärkten. In diesem Umfeld

Der Vorstand geht von positiven konjunkturellen Impulsen in der zweiten Jahreshälfte aus und blickt aufgrund der konsequenten Fokussierung und operativen Verbesserungsmaßnahmen zuversicht lich dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2017

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Die geplante weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis soll eine Ausweitung der Geschäftstätigkeiten auf einem stabilen Fundament ermöglichen, um Markt chancen nutzen und flexibel agieren zu können. Die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Bank AG hat zu diesem Zweck am 23. August 2017 eine Bezugsrechts-Barkapitalerhöhung im Verhältnis 2:1 beschlossen, entsprechend einer Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 2.070.141,00. -

entgegen. Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Koopera tionspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei unseren Mitarbeitern für ihre Leistungs - In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG im ersten Halbjahr 2017 TEUR 675 (1. Halbjahr 2016: TEUR 1.847) bei einem Jahresüberschuss zum Bilanz stichtag in Höhe von TEUR 219 (30. Juni 2016: TEUR 1.651).

machte die EZB mit ihrer Zinspolitik den Banken das Erzielen von Zinserträgen weiterhin schwer. Der Finanzsektor steht dabei zusätzlich unter dem immer stärker werdenden Druck aufsichtsrechtlicher Regulierungsverfahren und steigender Eigenkapi talanforderungen.

Auch in der ersten Hälfte des Jahres 2017 waren die Weichen der Varengold Bank AG auf Wachstum gestellt. Die Geschäftsentwicklung wurde dabei insbesondere geprägt durch die Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit Bestandskunden im Bereich Commercial Banking sowie den Aufbau neuer Kundenbeziehungen primär zu institutionellen Kunden.

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

03

bereitschaft, mit der sie die Varengold Bank unter stützen und die nötigen Impulse für einen nach haltigen Ausbau der Geschäftstätigkeiten liefern. Sie sind das Fundament für unser zielorientiertes, strategisches Wachstum.

Hamburg, im September 2017

Der Vorstand der Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Kurzbeschreibung der Geschäftsfelder

Prime Brokerage Commercial Banking
----------------- --------------------

Kurzbeschreibung

Im Geschäftsbereich Prime Brokerage kommt die über 20-jährige Expertise der Varengold Bank AG aus dem Bereich der Alternativen Investments mit umfassenden Serviceangeboten aus dem Wertpapierbereich zum Ausdruck. Hier verbindet die Varengold Bank ihr vor handenes Knowhow mit innovativen Beratungsansät zen, die es internationalen Geschäftspartnern ermög lichen, umfassende und innovative Finanzlösungen zu implementieren. Durch das Angebot von weiterführen den Strukturierungs- und Finanzierungslösungen bietet die Bank der internationalen Klientel ein umfangreiches Leistungsspektrum auf diesem Gebiet an. Für alle drei Asset-Klassen (Wertpapiere, Immobiliendarlehen und Kurzfristige Forderungen) werden die folgenden Pro dukte und Dienstleistungen angeboten:

-
-
-
-
-
Im Bereich Commercial Banking präsentiert sich die
Varengold Bank als globaler Partner für anspruchsvol
-
le Kunden und Investoren, um mithilfe individualisier
-
ter Produkte und Lösungen den Geschäftspartnern die
Möglichkeit zu geben, ihre Transaktionen und Handels
-
aktivitäten über Ländergrenzen hinweg abzuwickeln.
Wir profitieren in diesem Segment von unserer langjäh
-
rigen Expertise gestützt durch den Erfahrungshorizont
unserer Mitarbeiter. Durch die im Juni 2013 von der
BaFin erteilte Lizenz als Einlagenkreditinstitut ist es uns
möglich, unseren Kunden eine erweiterte Produktpa
-
lette an Bankdienstleistungen zur Unterstützung ihres
weltweiten Waren- und Rohstoffhandels anzubieten.
■ Internationaler Zahlungsverkehr
■ Einlagenkonten
■ Lombardkredite
■ Bankgarantien
■ Akkreditive
■ Structured Finance
■ Trade & Export Finance
- ■ Expertise in Schwellenmärkten mit ausgeprägten
Netzwerken
■ Dynamische Anpassung an Marktveränderungen
■ Status einer in Deutschland regulierten Bank
■ Einlagenschutz bis maximal 100.000 EUR pro
Kunde

Produkte

  • Darlehen (Leverage)
  • Derivate (Absicherungsgeschäfte für Kunden)
  • Depotbank Service

Wettbewerbsvorteile

  • Clearing Services
  • Execution Services
  • Capital Call Facilities
  • Capital Introductions
  • Innovative Produktlösungen eingebettet in deut sche Rechtsstrukturen
  • Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette von der Ausführung bis hin zur Abwicklung von Geschäften auf internationaler Ebene
  • Institutionelle Investoren
  • Hedge-Funds
  • Assetmanager
  • Handelskommissionen
  • Depot- und Clearinggebühren
  • Ertragskomponenten ■ Zinserträge

Kundenstruktur

■ Unternehmenskunden

  • Gebühren
  • Zinserträge
  • Provisionen

DIE AKTIE DER VARENGOLD BANK

Die Aktie der Varengold Bank ist seit 2007 im Open Market an der Frankfurter Börse gelistet. Zudem wird die Aktie an den Börsen Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt.

Wichtige Eckdaten

Aktie Varengold Bank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Marktsegment Open Market / Freiverkehr
Transparenzlevel Basic Board
(bis 28. Februar 2017: Entry Standard)
Erstnotiz 20. März 2007
Aktienart (Gattung) Nennwertlose Inhaberaktien-Stammaktien
Anzahl der Aktien 4.140.282 Aktien
(2.922.552 Aktien bis 7. Juli 2017)
Gesamtes Grundkapital 4.140.282 EUR
(2.922.552 EUR bis 7. Juli 2017)
Dt. Börse Listing Partner Dero Bank AG
(bis 28. Februar 2017)
Designated Sponsor Dero Bank AG

Rahmenbedingungen und Entwicklung

Das Geschehen am weltweiten Börsenparkett war in der ersten Hälfte des Jahres 2017 erneut durch diverse geopolitische Ereignisse geprägt. Dazu gehörten sowohl die Parlamentswahlen in den Nachbarländern Frankreich und Niederlande, das politische Spannungsfeld im Nahen Osten und Nordkorea, als auch die anhaltenden Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung und Auswirkung des Austritt Großbritanniens aus der EU. Für mehr Stabilität und mithin weniger Volatilität als in den vergangenen Jahren sorgten hingegen die angehobenen Konjunkturaussichten Europas. Diese Entwicklung ist zudem zusammen mit den Erwartungen an ein höheres Zinsumfeld positiv aus Sicht des Bankensektors zu beurteilen.

Das Börsenumfeld nahm auch entsprechend Einfl uss auf die Entwicklung der Varengold-Aktie im ersten Halbjahr 2017. Die Aktie verzeichnete bereits zu Beginn des Berichtszeitraums ihren bisherigen Jahreshöchstwert von EUR 6,17 am 03.01.2017 und sank im Verlauf der ersten sechs Monate auf einen Tiefstwert von EUR 4,50 am 08.06.2017. Vereinzelt stachen Handelstage mit verhältnismäßig höheren Umsatzvolumina heraus und führten gleichzeitig zu kurzen Ausschlägen. Seit Beginn der zweiten Jahreshälfte entwickelte sich der Aktienkurs weiterhin in einem Abwärtstrend. Die Aktie erzielte zwischenzeitlich im August einen bisherigen Jahrestiefstwert von EUR 3,72 und pendelte sich seither auf einem Niveau knapp unter der 4-Euro-Marke ein.

Der durchschnittliche Kurs der Varengold-Aktie sank im Verhältnis zum ersten Halbjahr 2016 von EUR 7,84 auf EUR 5,23. Die durchschnittlich täglich gehandelte Aktienanzahl lag im Berichtszeitraum bei 791 Stück (1. Halbjahr 2016: 590 Stück). Das Ergebnis je Aktie sank von EUR 0,56 auf EUR 0,07. Die Marktkapitalisierung lag zum Stichtag 30.06.2017 bei EUR 13.151.484 (30.06.2016: EUR 12.853.384).

Kurshistorie der Varengold-Aktie

Quelle: Bloomberg

ZWISCHENBILANZ 14 – 15 LAGEBERICHT 34 – 45
A Grundlagen der Varengold Bank 35
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 16 – 17 B Wirtschaftsbericht 35 – 40
1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 35
2 Geschäftsverlauf 36
ANHANG 18 – 33 3 Lage 37
1 Allgemeine Angaben 18 3.1 Vermögenslage 37
2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 18 3.2 Finanzlage 38
3 Währungsumrechnung 20 3.3 Ertragslage 38
4 Erläuterungen zur Zwischenbilanz 20 – 29 3.4 Finanzieller Leistungsindikator 40
4.1 Postenübergreifende Angaben 20 C Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 40 – 45
4.2 Postenindividuelle Angaben 22 1 Prognosebericht 40
5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 29 – 31 2 Risikobericht 42
5.1 Zinsergebnis 29 3 Chancenbericht 44
5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 30
5.3 Provisionserträge/-aufwendungen 30
5.4 Nettoertrag des Handelsbestands 30
5.5 Sonstige betriebliche Erträge 30
5.6 Personalaufwendungen 30
5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen 31
5.8 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführung zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 31
5.9 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere 31
6 Sonstige Angaben 32 – 33
6.1 Organe 32
6.2 Mitarbeiter 33
6.3 Offenlegungsbericht 33
6.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 33
6.5 Termingeschäfte 33
6.6 Nachtragsbericht 33
6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex 33

nach Handelsgesetzbuch (HGB) zum 30. Juni 2017

Varengold Bank AG

Große Elbstraße 14 22767 Hamburg

HALBJAHRESABSCHLUSS (HGB)

BANK Varengold Bank AG, Hamburg ZWISCHENBILANZ ZUM 30. JUNI 2017

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 1.378,12 1,5
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 496.866.638,61 341.956,2
- darunter: bei der Deutschen Bundesbank: 496.868.016,73 341.957,7
TEUR 496.866,6 (im Vorjahr: TEUR 341.956,2)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 14.679.756,64 44.977,0
b) andere Forderungen 6.108.349,90 996,8
20.788.106,54 45.973,8
3. Forderungen an Kunden 101.215.764,00 60.839,5
- darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert
TEUR 37,2 (im Vorjahr: TEUR 36,0)
Kommunalkredite
TEUR 18.640,8 (im Vorjahr: TEUR 0,0)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 22.323.259,75 166.820,8
- darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank:
TEUR 22.323,3 (im Vorjahr: TEUR 164.977,8)
ab) von anderen Emittenten 5.011.666,67 1.007,1
27.334.926,42 167.827,9
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 45.496.483,79 5.969,1
5a. Handelsbestand 0,00 4.660,9
6. Beteiligungen 668.184,36 668,2
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.424.951,05 2.775,0
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
TEUR 1.710,0 (im Vorjahr TEUR 1.710,0)
8. Immaterielle Anlagewerte
a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 0,00 1,6
Rechte und Werte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche 158.711,18 266,0
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
158.711,18 267,6
9. Sachanlagen 141.971,89 238,5
10. Sonstige Vermögensgegenstände 2.630.837,94 1.071,6
11. Rechnungsabgrenzungsposten 183.781,32 203,4
12. Aktive latente Steuern 1.904.795,37 1.668,7
Summe Aktiva 699.816.530,59 634.121,8

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) andere Verbindlichkeiten 5. Rückstellungen geleistete Einlage 8. Eigenkapital c) Rücklagen

Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 4.363.125,50 971,5
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 289.992.303,41 261.205,4
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 376.669.618,23 340.243,6
666.661.921,64 601.449,0
2a. Handelsbestand 291.281,85 907,0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 752.174,42 906,4
4. Rechnungsabgrenzungsposten 477.683,62 742,2
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 73.202,00 53,2
b) Steuerrückstellungen 173.348,49 269,0
c) andere Rückstellungen 3.489.108,03 7.108,7
3.735.658,52 7.430,9
6. Instrumente des zusätzlichen aufsichtrechtlichen Kernkapitals 5.000.000,00 5.000,0
7. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung 4.737.964,08 0,0
geleistete Einlage
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.922.552,00 2.922,6
b) Kapitalrücklage 30.607.373,80 30.607,4
c) Rücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.700,00 1,7
cb) andere Gewinnrücklagen 16.700,00 16,7
18.400,00 18,4
d) Verlustvortrag -19.970.280,34 -18.484,3
e) Jahresüberschuss 218.675,50 1.650,9
Summe Passiva 699.816.530,59 634.121,8
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 658.672,57 1.687,2
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 1.500.000,00 0,0

BANK

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 3.163.002,64 2.164,1
Negative Zinsen aus Bankguthaben -683.248,51 -350,0
2.479.754,13 1.814,1
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 555.535,23 731,1
3.035.289,36 2.545,2
2. Zinsaufwendungen -1.202.964,89 -1.651,9
Positive Zinsen auf Kundeneinlagen 214.266,47 0,0
-988.698,42 -1.651,9
2.046.590,94 893,3
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 649.413,49 129,2
4. Provisionserträge 14.072.786,78 17.741,4
5. Provisionsaufwendungen -8.253.840,94 -12.021,2
5.818.945,84 5.720,2
6. Nettoertrag des Handelsbestands 35.701,12 3.936,3
7. Sonstige betriebliche Erträge 143.922,43 926,6
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.165.934,49 -3.630,7
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung -454.030,22 -390,1
- darunter: für Altersversorgung
TEUR 125,4 (Vorjahr: TEUR 2,2) -3.619.964,71 -4.020,8
b) andere Verwaltungsaufwendungen -3.055.550,25 -4.338,6
-6.675.514,96 -8.359,4
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen -91.775,91 -161,5
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -473.498,13 -172,1
darunter: Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
TEUR 200,7 (Vorjahr: Erträge TEUR 882,0)
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft -593.487,32 -984,6

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017

    1. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -184.894,13 -80,5
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 675.403,37 1.847,5
14. Außerordentliche Erträge 0,00 782,9
15. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -145,7
0,00 637,3
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -456.649,87 -832,9
17. Sonstige Steuern -78,00 -1,0
-456.727,87 -833,9
18. Jahresüberschuss 218.675,50 1.650,9

Varengold Bank AG, Hamburg Amtsgericht Hamburg, HRB 73684

ANHANG

für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017

1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Angaben, die mehrere Posten betreffen, sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit abweichend von § 284 Absatz 1 Satz 1 HGB weiterhin postenübergreifend dargestellt.

Da sämtliche Tochterunternehmen gemäß § 296 Absatz 2 HGB selbst in Summe von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, wird von der Befreiungsvorschrift zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Absatz 5 HGB Gebrauch gemacht.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gemäß § 265 Absatz 8 HGB abgesehen.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Zentralnotenbanken sind zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich dabei nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderungen und dem wahrscheinlich einbringlichen Wert. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem latenten Kreditrisiko wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Deren Ermittlung erfolgt in Anlehnung an das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sind, sofern sie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Bei Zuordnung zur Liquiditätsreserve erfolgt die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Anlagevermögen ist ein Betrag von TEUR 5.012 zugeordnet.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind sämtlich dem Anlagevermögen zugeordnet und werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert.

Die institutsinternen festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments. Für Kredite, die dem Handelsbestand zugeordnet werden, erfolgt die Bilanzierung zum aktuellen Barwert.

Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value-at-Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 30. Juni 2017 lag der Risikoabschlag unverändert bei TEUR 0.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten ggf. abzüglich vorgenommener Wertminderungen mit dem den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Bei den erwarteten Nutzungsdauern legt die Bank die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer gemindert werden. Dabei lehnt sich die Bank an die von der Finanzverwaltung vorgegebenen Nutzungsperioden (AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter (AfA Tabelle AV)) an.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die Vorschriften des § 6 Absatz 2 und 2a EStG bilanziert. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden danach in einem Sammelposten gebündelt, der von untergeordneter Bedeutung ist und im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter EUR 150,00 werden als sofortige Betriebsausgabe behandelt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Garantiezahlungen und Versicherungen) werden gemäß § 250 Absatz 1 HGB gebildet.

Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.905 ergeben sich im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Die in Vorjahren gebildeten aktiven latenten Steuern reduzieren sich durch die Nutzung im ersten Halbjahr 2017 um TEUR 393. Der Vorstand geht in den nächsten fünf Jahren von der vollständigen Nutzung der in den Vorjahren gebildeten aktiven latenten Steuern aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde gelegt, der sich aus Körperschaftsteuer (15,0 %), Solidaritätszuschlag (0,825 %) und Gewerbesteuer (16,45 %) zusammensetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen im Voraus erhaltene Zinsen) werden gemäß § 250 Absatz 2 HGB gebildet und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte aufgelöst.

Rückstellungen einschließlich Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Pensionsrückstellungen, die im Wesentlichen auf Hinterbliebenenversorgungen beruhen, werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck nach den Bestimmungen des § 253 Absatz 2 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde das modifizierte Teilwertverfahren verwendet. Es wurden ein Rechnungszins von 4,00 %, ein Gehaltsund Karrieretrend von 2,0 % sowie eine Fluktuation von 10 % zu Grunde gelegt.

Die begebenen Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals sind mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Der Zinsaufwand wird auf Basis der erwarteten Zahlungen an die Eigentümer der Instrumente abgegrenzt.

Die zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Hierzu wird ein barwertorientierter Ansatz unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Risiko- und Verwaltungskosten genutzt. Die Bewertung ergab, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss und damit keine Notwendigkeit zur Bildung einer Drohverlustrückstellung bestehen.

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB grundsätzlich in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 4 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange, bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres. Aufgrund bestehender Verlustvorträge, die nicht durch den Jahresüberschuss gedeckt werden, wurde gemäß § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 und 3 HGB im ersten Halbjahr keine Zuführung zum Sonderposten vorgenommen (Bestand 30. Juni 2017: EUR 0,00).

Die Behandlung der Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung richtet sich gemäß § 256a HGB i. V. m. § 340h HGB danach, ob es sich um Fremdwährungsgeschäfte des Handelsbestands, um besonders gedeckte oder nicht besonders gedeckte Geschäfte handelt. Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnungsergebnisse aus der Währungsumrechnung sind im Nettoergebnis des Handelsbestands und in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen enthalten.

Die Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen sowie alle sonstigen Bilanzposten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Bank nimmt das Wahlrecht zur Überkreuzkompensation nach § 340f Absatz 3 HGB in Verbindung mit § 32 und § 33 RechKredV wahr.

BANK

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind soweit nicht anders ausgewiesen in TEUR angegeben.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten.

3 Währungsumrechnung

Unterjährig anfallende Erträge und Aufwendungen gehen mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein. Fremdwährungspositionen werden gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit den EZB-Referenzkursen in Euro umgerechnet.

Zum 30. Juni 2017 sind in den folgenden Bilanzposten die nachstehend aufgeführten Fremdwährungsbeträge enthalten:

Bilanzposten 30.06.2017 30.06.2016
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 9.136 9.887
Forderungen an Kunden 17.585 5.861
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 13.604
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 34.762 5.969
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.754 1.754
Sonstige Vermögensgegenstände 966 185
Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) 25 117
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 107
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 41.663 35.187
Sonstige Verbindlichkeiten 169 155
Rückstellungen 202 12

4 Erläuterungen zur Zwischenbilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

30.06.2017 30.06.2016
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 101.216 60.839
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5.253 6.625

Bei der Davon-Position handelt es sich um Forderungen gegen die Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands und die Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands.

30.06.2017 30.06.2016
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 666.662 601.449
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 1.029 2.131

Bei der Davon-Position handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, der Varengold Capital Securities Limited, Hongkong, der Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands, der Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands, der Varengold Capital Asset Management Limited, Hongkong, sowie der Gesellschaft Bürgerlichen Rechts VirtuFX, Hamburg.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

30.06.2017 30.06.2016
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 20.788 45.974
bis drei Monate 20.777 45.974
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 11 0
Forderungen an Kunden 101.216 60.839
bis drei Monate 60.313 28.835
mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.926 7.149
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 36.963 19.689
mehr als fünf Jahre 14 5.166
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 27.335 167.828
davon im Folgejahr fällig 20.340 116.601
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.363 971
bis drei Monate 4.363 971
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 666.662 601.449
bis drei Monate 544.246 520.825
mehr als drei Monate bis ein Jahr 92.157 66.339
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 30.259 14.285

4.1.3 Wertpapiere

Die nachfolgende Tabelle gliedert die in den Bilanzposten enthaltenen Wertpapiere auf:

30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 27.335 167.828
nicht börsenfähig 0 1.007
börsenfähig 27.335 166.821
- davon: börsennotiert 22.323 166.821
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 45.496 5.969
börsenfähig 45.496 5.969
- davon: börsennotiert 10.734 5.969
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.425 2.775
nicht börsenfähig 30 30
börsenfähig 2.395 2.745
- davon börsennotiert 0 0
Beteiligungen 668 668
nicht börsenfähig 620 620
börsenfähig 48 48
- davon börsennotiert 0 0

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Lombarddarlehen, Kommunalkrediten und Rückerstattungsansprüchen aus verliehenen Wertpapieren.

4.2.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Es befinden sich neben einer Unternehmensschuldverschreibung ausschließlich europäische Staatsanleihen im Bestand, bei denen zum Stichtag stille Reserven in Höhe von TEUR 2 bestehen.

4.2.3 Anteile an Investmentvermögen

Es werden Anteile an ausländischen Investmentvermögen gehalten, die im Wesentlichen in kurzfristige Forderungen und kurzfristige Immobilien-Darlehen investiert sind. Es handelt sich sowohl um ausschüttende als auch thesaurierende Investmentanteile.

4.2.4 Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Varengold Bank AG hält folgenden nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

direkt
%
% Beteiligungsquote Eigenkapital
indirekt 31.12.2016
TEUR
Ergebnis
2016
TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg 33,00 2.0181) 1.4971)
Lava Trading Ltd., Valetta, Malta 49,79 -62) -62)
Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands 100,00 -3333) -6453)
Varengold Capital Securities Limited, Hong Kong 100,00 4.6774) 534)
Varengold Investmentaktiengesellschaft mit
Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg
100,00 7716) 797)
ViaLight Communications GmbH, Gilching 2,39 2625) -1.8435)
Ges. Bürgerlichen Rechts VirtuFX, Hamburg 50,01 785) -695)
Varengold Capital Advisory Limited, Hongkong 100,00 2563) -183)
Varengold Capital Asset Management, Limited, Hongkong 100,00 4.8354) -304)
Varengold Capital International Company Limited,
British Virgin Islands
100,00 -7123) -7543)
Varengold Investment Funds SPC, Cayman Islands 100,00 -3623) -3623)
Varengold Capital Investment Company Limited,
British Virgin Islands
100,00 1.3793) 1.3383)
Varengold Capital Management Limited, British Virgin Islands 100,00 -10.6923) -7.2163)
1) vorläufiger Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015
2) Jahresabschluss zum 31. März 2015 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
3) Angaben in HKD auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016
4) Angaben in HKD gemäß testiertem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016
5) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016
6) vorläufiges Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2016 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
7) vorläufiges Ergebnis zum 30. November 2016 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

4.2.5 Brutto-Anlagespiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.17
TEUR
Zugänge
2017
TEUR
Abgänge
2017
TEUR
30.06.17
TEUR
kumuliert
01.01.17
TEUR
Zugänge
2017
TEUR
Abgänge
2017
TEUR
kumuliert
30.06.17
TEUR
30.06.17
TEUR
31.12.16
TEUR
Immaterielle
Anlagewerte
Selbst geschaffe
ne gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte
388 0 0 388 388 0 0 388 0 0
Entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rechten
und Werten
2.130 0 0 2.130 1.917 54 0 1.927 159 213
Sachanlagen 681 10 13 678 511 38 13 536 142 170
Summe 3.198 10 13 3.195 2.816 92 13 2.895 301 383
Veränderung*)
Schuldver
schreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
-1.819 27.335 29.154
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
15.721 45.496 29.775
Beteiligungen 0 668 668
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
-350 2.425 2.775

*) Von der nach § 34 Absatz 3 RechKredV möglichen Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht

Die immateriellen Anlagewerte bestehen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2017 betreffen im Wesentlichen den Erwerb von diversen Fondsinvestments.

4.2.6 Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Aktiva 30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Derivative Finanzinstrumente
Handelsbestand Aktiva FX 0 747
Handelsbestand Aktiva CFD 0 4.035
Zwischensumme 0 4.782
Risikoabschlag (VaR) 0 -121
Summe 0 4.661
Passiva 30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Handelsbestand Passiva FX 0 285
Handelsbestand Passiva CFD 0 622
Kreditkonten mit Habensalden 291 0
Summe 291 907

Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments. Für Kredite, die dem Handelsbestand zugeordnet werden, erfolgt die Bilanzierung zum aktuellen Barwert.

4.2.7 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen (TEUR 1.647), Aktiven Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung (TEUR 570) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 186).

4.2.8 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten setzten sich aus Tagesgeldern (EUR 210 Mio.), Zahlungsverkehrskonten (EUR 72 Mio.), Sicherheitsleistungen (EUR 8 Mio.) sowie Termingeldern (EUR 377 Mio.) zusammen.

4.2.9 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:

30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 107 386
Verbindlichkeiten aus Bonusprogrammen 0 15
Sonstige Verbindlichkeiten 76 115
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 95 86
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0 2
Passivischer Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung 124 0
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr 131 200
Verbindlichkeiten Abgeltungssteuer 219 102
Summe 752 906

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung beinhalten im Wesentlichen noch nicht fällige Rechnungen. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Verbindlichkeiten aus der Einzahlungsverpflichtung in das Eigenkapital der Varengold Capital Holdings Ltd. sowie eine erhaltene Anzahlung ausgewiesen.

4.2.10 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen wurden für Hinterbliebenenversorgung gebildet. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 73) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 78) beträgt TEUR 5.

4.2.11 Steuerrückstellungen

Für nicht verrechenbare Verlustvorträge ("Stichwort Mindestbesteuerung") wurden Gewerbesteuerrückstellungen (Steuersatz 16,45%) in Höhe von TEUR 24 sowie Körperschaftsteuerrückstellungen (Steuersatz 15% zuzüglich 0,825% Soli) in Höhe von TEUR 22 gebildet.

Des Weiteren bestehen Steuerrückstellungen für anteilige Gewinne der Betriebsstätte in London für das Jahr 2016 sowie das erste Halbjahr 2017 in Höhe von TEUR 87. Hierfür wurde ein Ertragssteuersatz von 20% zugrunde gelegt.

4.2.12 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

bühren Wertpapierleihe
oiläumsrückstellungen
aubsrückstellung
tschädigungseinrichtung deutscher Banken
gativzinsen
sstehende Rechnungen für EDV-Leistungen
schlusserstellungs- und Prüfungskosten
malzahlung EdB
uptversammlung
peitnehmerüberlassung
chivierungskosten
me Brokerage Fees
chts- und Beratungskosten
chweisvermittler
nuszahlungen
algebühren
rmittlungsgebühr
nstiges
mme
30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Gebühren Wertpapierleihe 1.334 5.031
Jubiläumsrückstellungen 01) 199
Urlaubsrückstellung 186 194
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken 221 0
Negativzinsen 30 0
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 47 79
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 174 171
Einmalzahlung EdB 313 0
Hauptversammlung 0 40
Arbeitnehmerüberlassung 51 127
Archivierungskosten 55 0
Prime Brokerage Fees 54 198
Rechts- und Beratungskosten 211 366
Nachweisvermittler 0 53
Bonuszahlungen 525 557
Avalgebühren 85 0
Vermittlungsgebühr 152 0
Sonstiges 51 94
Summe 3.489 7.109

1) Die freiwillige Zusage von Jubiläumszahlungen wurde zugunsten einer höheren Bezuschussung der betrieblichen Altersvorsorge zum Jahresende 2016 abgeschafft

4.2.13 Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals

Am 19. August 2014 hat die Varengold Bank AG zusätzliche Tier-1-Anleihen ("AT1-Anleihen") in Höhe von EUR 5 Mio. begeben. Die zusätzlichen AT1-Anleihen stellen unbesicherte und nachrangige Anleihen der Varengold Bank dar. Die halbjährlich fälligen Zinszahlungen für diese Anleihen bemessen sich an deren Nominalbetrag und der Entwicklung des EURIBOR. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Varengold Bank sowohl verpflichtet werden kann als auch das umfassende Recht zur alleinigen Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der Varengold Bank erstmals zum Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Begebung gekündigt werden und danach zu jedem Zinszahlungstag. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihebedingungen beinhalten unter anderem, dass die Varengold Bank die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der Varengold Bank unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.

Der abgegrenzte Zinsaufwand für diese Anleihen betrug zum 30. Juni 2017 EUR 0,00.

Am 31. Juni 2017 ausstehende zusätzliche Tier-1-Anleihen:

Währung Betrag in EUR Art Emissionsdatum Zinssatz Fälligkeit
variabel verzinslich,
EUR 5.000.000 kumulative
Nachranganleihen
19. August 2014 variabel ohne Fälligkeit

4.2.14 Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage

Aufgrund des eigenkapitalnahen Charakters der zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlage erfolgt der Bilanzausweis in einem gesonderten Posten. Es wird zum 30. Juni 2017 die Einlage nach vollständiger Platzierung sämtlicher neuer Aktien vor Eintragung in das Handelsregister ausgewiesen. Die Eintragung in das Handelsregister ist am 7. Juli 2017 erfolgt.

4.2.15 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 2.923) ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 2.922.552 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.

Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 30.607 stammt hauptsächlich aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 133.100 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie (TEUR 5.371), aus der Kapitalerhöhung im zweiten Halbjahr 2013 durch Ausgabe von 146.397 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 22,90 je Aktie (TEUR 3.352), aus der Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2014 durch Ausgabe von 159.571 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (TEUR 3.032) sowie aus der Kapitalerhöhung im April 2015 durch Ausgabe von 176.963 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (TEUR 3.362). Weiterhin wurde mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der Varengold Bank AG vom 26. August 2015 der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats von EUR 1.948.368,00 gegen Bareinlagen um bis zu EUR 974.184,00 auf bis zu EUR 2.922.552,00 durch Ausgabe von bis zu 974.184 neuen Stückaktien mit anteiligem Betrag des Grundkapitals von jeweils EUR 1,00 zu erhöhen.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht und das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 1.948.368,00 gegen Bareinlagen um EUR 974.184,00 auf EUR 2.922.552,00 durch Ausgabe von 974.184 neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht. Die Aktien wurden zu einem Agio von EUR 12,00 je Aktie platziert (Aufgeld TEUR 11.690). Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 23. Februar 2016.

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. August 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. August 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu EUR 1.461.276,00 durch Ausgabe von bis zu 1.461.276 neuen auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils EUR 1,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2016"). Ausgegeben werden dürfen jeweils Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten und Bedingungen der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus genehmigtem Kapital und der Aktienausgabe festzulegen und im Rahmen der Satzung sowie gesetzlicher Vorschriften das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, bis zum 7. August 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte, Optionsgenussrechte, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (nachstehend "Instrumente" genannt) im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 5.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Finanzinstrumenten Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt EUR 586.174,00 nach näherer Maßgabe der Instrumente zu gewähren. Die Ausgabe der Instrumente kann gegen Bar- und/oder Sachleistungen erfolgen. Zur Bedienung der Instrumente wurde das Grundkapital mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2012 um bis zu EUR 586.174,00 durch Ausgabe von bis zu 586.174 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zum Zwecke der Gewährung von Aktienbezugsrechten bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012 I).

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 besteht in § 4 Absatz 8 der Satzung der Gesellschaft ein weiteres Bedingtes Kapital. Das Grundkapital ist um bis zu EUR 140.000,00 durch Ausgabe von bis zu 140.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2012 II"). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 ("AOP 2012") in der Zeit bis zum 8. August 2017 (einschließlich) von der Gesellschaft ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das AOP 2012 dient als zielgerichteter Leistungsanreiz (sogenannte Incentivierung) der Programmteilnehmer und soll gleichzeitig eine Bindungswirkung der Teilnehmer an die Gesellschaft erreichen.

Im Rahmen des AOP 2012 dürfen insgesamt bis zu Stück 95.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie weitere insgesamt bis zu Stück 45.000 Aktienoptionen an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft ("Programmteilnehmer") ausgegeben werden. Jede Aktienoption gewährt das Recht auf den Bezug von je einer Varengold Bank AG Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Varengold Aktie, also der bei Erwerb einer Aktie infolge der Ausübung eines Aktienoptionsrechts zu zahlende Preis, entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlusskurse der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den vorangegangenen 30 Börsenhandelstagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption ("Basispreis"). Die Ausgabe der Optionen erfolgt in mindestens drei Jahrestranchen, wobei keine Tranche mehr als 50 % des Gesamtvolumens umfassen darf. Der Erwerbszeitraum beträgt 40 Werktage nach Zugang des Erwerbsangebots. Die Bezugsrechte aus den Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens vier Jahren nach deren Ausgabe ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist innerhalb von sieben Jahren nach der Ausgabe der Aktienoption außerhalb der Ausübungssperrfristen möglich und setzt voraus, dass der Kurs der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den letzten 30 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung des Bezugsrechts den Basispreis um mindestens 30 % übersteigt.

Aufgrund der vorstehenden Ermächtigung hat der Vorstand bis zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt 85.500 Aktienoptionen an Führungskräfte der Gesellschaft ausgegeben. Insgesamt wurden 45.000 Aktienoptionen an besondere Leistungsträger zugeteilt. Weitere 40.500 Aktienoptionen wurden an Vorstandsmitglieder ausgegeben, wovon 31.000 Aktienoptionen aufgrund des zwischenzeitlichen Ausscheidens der betreffenden Vorstände nicht mehr ausgeübt werden können. Im Jahr 2016 hat bis zum Ende des Berichtszeitraums eine Ausgabe von 11.250 Aktienoptionen an besondere Leistungsträger der Gesellschaft stattgefunden.

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB entfällt auf aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.905.

Zum 30. Juni 2017 bestanden Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen im Wesentlichen in Form von Avalkrediten in Höhe von TEUR 659 (30. Juni 2016: TEUR 1.687). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft, da die Position bei Bilanzaufstellung größtenteils bereits zurückgeführt wurde. Das Risiko von Verlusten aus der Inanspruchnahme von Eventualverbindlichkeiten wird durch die bestehenden Rückgriffsmöglichkeiten auf den jeweiligen Auftraggeber reduziert und beruht damit im Wesentlichen auf dem Kreditrisiko der Auftraggeber.

Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme einer Eventualverbindlichkeit ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen einer Kreditprüfung des Auftraggebers und gegebenenfalls anhand einer Bewertung der erwarteten Erfüllung der zugrundeliegenden Verpflichtungen durch den jeweiligen Auftraggeber ab.

Zum 30. Juni bestehen andere Verpflichtungen in Form einer unwiderruflichen Kreditzusage in Höhe von TEUR 1.500 (30. Juni 2016: TEUR 0) gegenüber einem Kunden, der diese in Teilbeträgen je nach Bedarf ziehen kann. Für diese Inanspruchnahme gelten kreditvertragliche Auszahlungsvoraussetzungen, deren Einhaltung vor der jeweiligen Auszahlung geprüft wird. Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme der unwiderruflichen Kreditzusage ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen der Kreditprüfung ein.

5 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sämtliche Erträge fallen im Inland an.

5.1 Zinsergebnis

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus gewährten Darlehen und festverzinslichen Wertpapieren. Gezahlte Negativzinsen (hauptsächlich angefallen bei der Deutschen Bundesbank und für hinterlegte Sicherheiten) sind offen von den Zinserträgen abgesetzt.

In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Kundeneinlagen (Tages-, Fest- und Termingelder) enthalten. Erhaltene Negativzinsen für hinterlegte Kundensicherheiten sind ebenso offen von den Zinsaufwendungen abgesetzt.

BANK

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

In den Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind sämtlich Ausschüttungen von Fondsinvestments enthalten.

5.3 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Prime Brokerage (TEUR 13.055) und dem Bereich Commercial Banking (TEUR 1.018) enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Provisionen aus dem Bereich Prime Brokerage (TEUR 8.115), dem Bereich Commercial Banking (TEUR 76) sowie Aufwendungen für Zahlungsverkehrsleistungen.

30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Provisionserträge 14.073 17.741
Provisionsaufwendungen 8.254 12.021
Provisionsüberschuss 5.819 5.720

5.4 Nettoertrag des Handelsbestands

Die Erträge des Handelsbestandes resultieren vollständig aus dem Bereichen Prime Brokerage.

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und periodenfremden Erträgen enthalten.

5.6 Personalaufwendungen

30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Löhne und Gehälter 3.166 3.631
Soziale Abgaben 329 388
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 125 2
Summe 3.620 4.021

Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Mitarbeiterzahlen.

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

30.06.2017
TEUR
30.06.2016
TEUR
Raumkosten 233 301
Beiträge und Versicherung 295 116
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 15 37
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 103 225
IT-Aufwendungen 658 881
Aufwendungen für Kommunikation 192 296
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 109 41
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 982 1.291
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 469 1.151
Summe 3.056 4.339

Das für das Geschäftsjahr berechnete bzw. zurückgestellte Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 340. Davon entfallen TEUR 182 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 126 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 32 auf sonstige Beratungsleistungen.

5.8 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführung

zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

Mit TEUR -554 resultiert der Großteil des Bewertungsergebnisses aus der zinsinduzierten Bewertung von Wertpapieren der Liquiditätsreserve. Es wurden am Markt europäische Staatsanleihen, deren Zins-Coupon deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegt, über pari gekauft. Der sich daraus ergebende Abschreibungsbedarf ist demnach im Wesentlichen auf das niedrige Zinsniveau und nicht auf eine Veränderung der Bonität des Schuldners zurückzuführen.

Die verbleibenden TEUR -39 beruhen auf Forderungsabschreibungen sowie gebildeter Risikovorsorge im Kreditgeschäft.

5.9 Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und

wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere

Aufgrund der Überprüfung des Wertansatzes der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg wurde im ersten Halbjahr 2017 eine Abschreibung in Höhe von TEUR 350 auf den zu erwartenden Liquidationserlös von TEUR 640 vorgenommen.

Dem stehen Nettoerträge aus Verkäufen von Fondsinvestments in Höhe von TEUR 165 gegenüber.

6 Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Vorsitzender Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Herr Michael Stephen Murphy Stellvertretender Vorsitzender Investmentbanker

Herr Alexander Körner Bankkaufmann

Herr Körner wurde mit Wirkung zum 21. März 2016 in den Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, gewählt.

Herr Dr. Lemnitzer, Herr Murphy und Herr Körner nehmen darüber hinaus keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann Marktfolge

Herr Frank Otten Markt

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Otten sind jeweils gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

6.1.3 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien

Herr Dr. Fuhrmann war zum Bilanzstichtag neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG als Vorsitzender des Beirats der ViaLight Communications GmbH, Gilching, tätig. Weiterhin nimmt Herr Dr. Fuhrmann seit dem 4. Februar 2015 ein Vorstandsmandat in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, wahr. Seit dem 2. Juni 2017 ist er zudem als Geschäftsführer der JUCLA Invest GmbH, Hamburg tätig.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Otten zusätzlich als Chief Executive Officer (CEO) bei der Unternehmensberatung Arensburg Consult GmbH, Molfsee, tätig und Mitglied des Beirats der KERNenergie GmbH, Großwallstadt, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg.

Herr Lukas Diehl, Prokurist der Varengold Bank AG, ist ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrates der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg.

6.1.4 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 TEUR 958 (1. Halbjahr 2016: TEUR 886).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 30. Juni 2017 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 193 (1. Halbjahr 2016: TEUR 225). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 150 (1. Halbjahr 2016: TEUR 144). Der Differenzbetrag resultiert neben Umsatzsteuer im Wesentlichen aus angefallenen Reisekosten.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Kreditforderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates oder Vorstandes.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der im ersten Halbjahr 2017 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 59 (1. Halbjahr 2016: 69), darunter befanden sich 23 (1. Halbjahr 2016: 25) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von 6 Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Offenlegungsbericht

Die Varengold Bank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2016 gemäß den am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen aufsichtsrechtlichen Anforderungen des Basel III Regelwerkes sowie der Capital Requirements Regulation (Verordnung Nr. 575/2013). veröffentlicht.

6.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 998 (30. Juni 2016: TEUR 1.657) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 4 Jahren.

6.5 Termingeschäfte

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte dienen Sicherungszwecken im Rahmen der besonderen Deckung und werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Nominal Marktwert positiv Marktwert negativ
TEUR TEUR TEUR
Fremdwährung 14.413 570 124

6.6 Nachtragsbericht

Von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 24. August 2016 ("Genehmigtes Kapital 2016") hat der Vorstand mit Zustimung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht und das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 2.922.552,00 gegen Bareinlagen um EUR 1.217.730,00 auf EUR 4.140.282,00 durch Ausgabe von 1.217.730 neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht. Die Aktien wurden zu einem Agio von EUR 2,99 je Aktie platziert (Aufgeld TEUR 3.641). Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017.

Darüber hinaus haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind.

6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex

Vom 20. März 2007 bis 28. Februar 2017 war die Aktie der Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Nach Schließung des Entry Standards ist die Varengold Aktie seit dem 1. März 2017 im Basic Board am Open Market notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Absatz 2 AktG ist.

Hamburg, 21. August 2017

Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

LAGEBERICHT A Grundlagen der Varengold Bank

Die Varengold Bank AG ist ein deutsches Kreditinstitut mit Hauptsitz in Hamburg und einem Standort in London. Innerhalb der Geschäftsbereiche Prime Brokerage und Commercial Banking bietet die Varengold Bank ihren Kunden und Geschäftspartnern eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen an. Zu den Kunden zählen sowohl Institutionelle und Unternehmen, für die die Varengold Bank in sämtlichen Geschäftsbereichen tätig ist, als auch Privatkunden, denen insbesondere Tages- und Festgeldprodukte angeboten werden.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 liegt die Kernkompetenz der Gesellschaft in der Bereitstellung von alterna tiven und intelligenten Investmentlösungen. Dieser Bereich bildet heute zusammen mit den Dienstleistungen zur Abwicklung von Handelsgeschäften den Geschäftsbereich Prime Brokerage. Im Geschäftsbereich Prime Brokerage kommt die über 20-jährige Expertise der Varengold Bank mit umfassenden Serviceangeboten aus dem Wertpapierbereich zum Tragen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt dabei auf Finanzierungs lösungen und angelehnten Dienstleistungen für die internationale Klientel, die auf den Handel von Wertpa pieren sowie das Management von "Immobilieninvestments" und "Kurzfristigen Forderungen" spezialisiert sind, wobei sich die Bank auf kleine bis mittelgroße Fondsmanager fokussiert.

Im Geschäftsbereich Commercial Banking präsentiert sich die Varengold Bank als globaler Partner, der indi vidualisierte Produkte und Lösungen für anspruchsvolle Kunden anbietet, um unter anderem Transaktionen und Handelsaktivitäten über Ländergrenzen hinweg abzuwickeln. Der Bereich besteht insbesondere aus den Sparten Einlagengeschäft, Internationaler Zahlungsverkehr sowie Export- und Trade Finance.

B Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen wurden im ersten Halbjahr 2017 weiterhin insbesondere durch niedrige Zinsen und verschiedene politische Ereignisse beeinflusst. Die Welt wirtschaft stand unter dem Einfluss einer verhaltenen US-Konjunktur, während sich das Wachstum in den Schwellenländern, insbesondere China, erholt zeigte und sich auch die Konjunkturentwicklung in der Euro zone allmählich festigte. Gestärkt durch eine insofern verbesserte globale Nachfrage bei einer gleichzeitig robusten Binnenkonjunktur präsentierte sich die deutsche Wirtschaft stabil.

Die wichtigsten geografischen Märkte der Varengold Bank sind derzeit Deutschland, die übrigen europäischen Staaten mit einem zukünftigen Fokus auf die Region Osteuropa sowie die Middle-East-North-Africa (MENA)- Region. Während der deutsche Markt für die Gesellschaft insbesondere im Hinblick auf Privatkunden für das Einlagengeschäft sowie Unternehmenskunden für den Zahlungsverkehr und das Trade Finance Geschäft relevant ist, bleibt bspw. Großbritannien insbesondere für die Kunden und Geschäftspartner im Bereich Prime Brokerage von Bedeutung. Die MENA-Region spielt für nahezu sämtliche Geschäftsbereiche der Bank eine wesentliche Rolle.

Der deutsche Bankensektor wird insgesamt auch von Entwicklungen auf den weltweiten Finanzmärkten beeinflusst. So bestehen seit der Brexit-Entscheidung weiterhin Befürchtungen über potentielle Auswirkungen aufgrund der bisherigen zentralen Stellung des Finanzplatzes London für den Bankenmarkt. Die Geschäftstätigkeit und das Marktumfeld der Varengold Bank wurden auch in jüngster Zeit insbesondere durch niedrige Zinsen, geopolitische Risiken und eine verstärkte Regulierung beeinflusst. Die anhaltend niedrigen Zinsen führen dazu, dass es für Banken zunehmend schwerer wird, die Mittelzuflüsse aus Kundeneinlagen rentabel am Kapitalmarkt zu platzieren, was sich sowohl auf die Ertragsfähigkeit des Einlagengeschäfts als auch, aufgrund der schlechteren Konditionen für die Kunden, auf das Volumen der Kundeneinlagen nachteilig auswirkt.

Das regulatorische Umfeld für Banken wird insbesondere durch Verschärfungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen, aber auch durch Änderungen im Hinblick auf den Vertrieb von Anlageprodukten und steuerrechtliche Änderungen geprägt. Die Tendenz zu strengeren regulatorischen Anforderungen kann dabei zum einen dazu führen, dass den Banken zusätzliche Verpflichtungen auferlegt werden, zum anderen ist die Befolgung und Umsetzung geänderter aufsichtsrechtlicher Vorschriften in der Regel mit einer verstärkten Bindung von Ressourcen und einer Erhöhung des entsprechenden Verwaltungsaufwands verbunden.

Die Geschäftstätigkeit der Varengold Bank wird durch eine Vielzahl von Vorschriften sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene reguliert. Insbesondere die zur Umsetzung der Basel III Vorschriften für Kreditinstitute eingeführte Eigenkapitalverordnung (CRR) und Eigenkapitalrichtlinie IV (CRD IV) enthalten strenge Anforderungen an die Qualität und die Quantität des Kapitals eines Kreditinstituts und sehen Kapitalpuffer vor, durch die Kapitalpolster aufgebaut werden sollen, die über die Mindestkapitalanforderungen hinausgehen und die in Zeiten wirtschaftlichen Abschwungs oder in Stresssituationen aufgelöst werden können. Weitere Pflichten ergeben sich aus der EU-Finanzmarktverordnung (MiFIR) und der Umsetzung der überarbeiteten EU-Finanzmarktrichtlinie (MiFID II), die beide ab Januar 2018 zur Anwendung kommen.

Insgesamt haben die umfassenden regulatorischen Verschärfungen die Stabilität im europäischen Bankensystem bereits erkennbar gestärkt, jedoch zeigt sich zunehmend, dass den deutschen Banken im internationalen Wettbewerbsvergleich enge Grenzen gesetzt sind, weshalb striktes Kostenmanagement, Risikominimierung und die stetige Überprüfung und ggf. Anpassung der strategischen Ausrichtung erforderlich bleiben.

2 Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der Varengold Bank AG wurde im ersten Halbjahr 2017 insbesondere geprägt durch konsequente Umsetzung der Ende 2015 beschlossenen Strategie im Rahmen der Erweiterung der Geschäftsaktivitäten mit Bestandskunden im Bereich Commercial Banking sowie des Aufbaus neuer Kundenbeziehungen im Bereich Prime Brokerage zu insbesondere institutionellen Kunden, deren Fokus auf die Assetklassen "Immobiliendarlehen" und "Kurzfristige Forderungen" gelegt ist. Diese Kunden zeichnen sich durch hohe Technologieaffinität aus und nutzen die Services der Varengold Bank als innovativer Anbieter von Dienstleistungen für junge, wachstumsstarke Unternehmen.

Auch während der fortlaufenden Umsetzung der strategischen Neuausrichtung ist es mit Blick auf die immer zahlreicher werdenden regulatorischen Anforderungen unverzichtbar, dass die Bank mittelfristig die Eigenkapitaldecke weiter stärkt. Aus diesem Grund hat die Bank zum Ende des ersten Halbjahres bereits eine Barkapitalerhöhung aus dem bestehenden Genehmigten Kapital durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von EUR 2.922.552,00 gegen Bareinlagen um EUR 1.217.730,00 auf EUR 4.140.282,00 durch Ausgabe von 1.217.730 neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht.

Im Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Einbeziehung der Aktien der Varengold Bank AG in das Börsensegment "Basic Board" am Open Market beschlossen, da die Deutsche Börse AG zum 1. März 2017 den bisherigen Entry Standard abgeschafft und stattdessen ein neues Börsensegment eingeführt hat.

3 Lage

3.1 Vermögenslage

Im Jahr 2017 stieg die Bilanzsumme um 10,4% von EUR 634,1 Mio. auf EUR 699,8 Mio. und hat sich somit leicht erhöht. Die Kundeneinlagen machen mit EUR 666,7 Mio. bzw. 95,3% weiterhin den bestimmenden Posten der Passivseite aus. In der Mittelverwendung hat die Reduktion der Anleihen und Schuldverschreibungen (EUR -140,5 Mio.) stichtagsbezogen zu einem Zuwachs des Guthabens bei Zentralnotenbanken um EUR 154,9 Mio. geführt. Dem Anstieg der Fondsinvestments (EUR +39,5 Mio.) steht eine Reduktion der Forderungen an Kreditinstitute um EUR -25,2 Mio. und des aktiven Handelsbestandes um EUR -4,7 Mio. gegenüber.

Vermögens- und Verbindlichkeitenstruktur

Die Vermögens- und Verbindlichkeitenstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögen 30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 86,5% 67,8% 18,7
Mittelfristige Forderungen (1 bis 5 Jahre) 13,1% 29,8% -16,7
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 0,0% 0,8% -0,8
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 0,4% 0,6% -0,2
Anlagevermögen 0,0% 1,0% -1,0
Schulden 30.06.2017 30.06.2016 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 92,2% 94,2% -2,0
Mittelfristige Schulden (1 bis 5 Jahre) 4,4% 2,4% 2,0
Langfristige Schulden (> 5 Jahre) 1,4% 0,8% 0,6

Da die zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage erst nach Eintragung in das Handelsregister den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet werden kann, betrug die Kernkapitalquote (T1) gemäß Meldung zum 30. Juni 2017 14,76% nach 21,86% zum 30. Juni 2016. Sofern die Eintragung vor dem 30. Juni 2017 erfolgt wäre, hätte eine Kernkapitalquote (T1) von 18,70% gemeldet werden können.

Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (TEUR 666.662; 30. Juni 2016: TEUR 601.449), bestehen noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 4.363; 30. Juni 2016: TEUR 971) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten und Geschäftspartnern (TEUR 752; 30. Juni 2016: TEUR 906) und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von TEUR 3.689 (30. Juni 2016: TEUR 7.431). Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals (sog. Additional TIER 1) bestehen in Höhe von TEUR 5.000. Des Weiteren besteht die zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlage in Höhe von TEUR 4.738.

Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche gemäß § 274 HGB wurde Gebrauch gemacht, da die steuerlichen Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Planungsrechnung für die nächsten fünf Jahre als werthaltig eingeschätzt werden. Im ersten Halbjahr 2017 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 393 aufgelöst.

Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre.

3.2 Finanzlage

Mit EUR 511,5 Mio. bzw. 73% machen die liquiden Mittel den Großteil der Aktivseite der Bilanz aus. Im Wertpapierbereich frei gewordene Liquidität ist nur zum Teil neu angelegt worden. Somit sind die liquiden Mittel um rund ein Drittel angewachsen. Die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennziffer ist dementsprechend stichtagsbezogen mit 961,95% ausnehmend hoch. Die Liquiditätslage der Bank war zu keiner Zeit gefährdet.

3.3 Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von TEUR 2.545 im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 3.035 im ersten Halbjahr 2017. Der Anstieg von TEUR 490 ist begründet durch den um TEUR 666 gestiegenen Zinsertrag aus dem Kreditgeschäft für ausgereichte Darlehen hauptsächlich im Geschäftsbereich Prime Brokerage sowie den um TEUR 176 gesunkenen Zinserträgen aus festverzinslichen Wertpapieren, die aus geringeren Beständen resultieren. In den Zinserträgen sind Negativzinsen vorwiegend für Bundesbankguthaben und hinterlegte Sicherheiten in Höhe von TEUR -683 enthalten. Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren sind von TEUR 731 auf TEUR 556 gesunken. Davon resultiert ein Großteil (TEUR 468) aus Zinserträgen der Liquiditätsreserve. Daneben sanken die Zinsaufwendungen aufgrund des weiterhin rückgängigen Zinsniveaus auf TEUR 989. In den Zinsaufwendungen sind erhaltene Negativzinsen auf hinterlegte Sicherheiten von Kunden in Höhe von TEUR 214 enthalten. Insgesamt wurde ein Zinsüberschuss von TEUR 2.047 erzielt.

Des Weiteren wurden Ausschüttungen aus Real Estate und Short Term Receivables Funds in Höhe von TEUR 649 (1. Halbjahr 2016: TEUR 129) erzielt.

Die Provisionserlöse haben sich mit TEUR 14.073 im ersten Halbjahr 2017 aufgrund leicht rückgängiger Prime

Brokerage Aktivitäten um 21% verringert. Die Provisionsaufwendungen haben sich ebenso getrieben durch den leichten Rückgang der Prime Brokerage Aktivitäten von TEUR 12.021 auf TEUR 8.254 verringert, sodass das Provisionsergebnis im ersten Halbjahr 2017 mit TEUR 5.819 (1. Halbjahr 2016: TEUR 5.720) nahezu konstant geblieben ist. Neben dem Geschäftsbereich Prime Brokerage (TEUR 4.939) hat der Geschäftsbereich Commercial Banking in Höhe von TEUR 943 zum Provisionsergebnis beigetragen. Zahlungsverkehrsgebühren haben das Provisionsergebnis mit TEUR 63 belastet.

Das Nettoergebnis des Handelsbestandes hat sich um TEUR 3.901 auf TEUR 36 verringert. Das gesamte Handelsergebnis von TEUR 36 wurde im Geschäftsbereich Prime Brokerage erwirtschaftet (1. Halbjahr 2016: TEUR 2.656), da der Geschäftsbereich Capital Markets Brokerage im vierten Quartal 2016 eingestellt wurde und sich die Tätigkeiten des Bereiches Treasury im ersten Halbjahr 2017 auf die Liquiditätsreserve konzentriert haben.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 927 auf TEUR 144. Hierin waren im Vorjahr Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TERU 882 enthalten. Im ersten Halbjahr 2017 ergaben sich Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 201, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft sind um TEUR 1.684 (von TEUR 8.359 auf TEUR 6.675) zurückgegangen. Ursächlich dafür waren insbesondere der Rückgang der Personalkosten von TEUR 4.021 auf TEUR 3.620, der Prüfungs- und Beratungskosten von TEUR 1.291 auf TEUR 982 sowie der IT-Kosten (von TEUR 881 auf TEUR 658). Ebenso sind die übrigen Verwaltungsaufwendungen von TEUR 1.151 auf TEUR 469 gesunken, was wesentlich durch die gesunkenen Vertriebskosten Commercial Banking sowie geringeren bezogenen Fremdarbeiten und Fremdleistungen bewirkt wird. Daneben haben sich die Beiträge und Versicherungen um TEUR 179 erhöht, was hauptsächlich auf einen erhöhten Beitragssatz zur Entschädigungseinrichtung Deutscher Banken zurückzuführen ist.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen gingen von TEUR 161 im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 92 zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von TEUR 172 im ersten Halbjahr 2016 auf TEUR 473 im ersten Halbjahr 2017 erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 201 zurückzuführen.

Die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen sind von TEUR 985 auf TEUR 593 zurückgegangen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der um TEUR 443 geringeren Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Den zinsinduzierten Abschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve von TEUR 554 (1. Halbjahr 2016: TEUR 502), die über-pari gekauft wurden, stehen Zinserträge in Höhe von TEUR 468 (1. Halbjahr 2016: TEUR 633) gegenüber.

Die Abschreibungen auf Beteiligungen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere sind von TEUR 81 auf TEUR 185 gestiegen. Der Aufwand des ersten Halbjahres 2017 resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung auf die Anteile an der Varengold Verwaltungs AG (vormals Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen), Hamburg in Höhe von TEUR 350. Dem stehen Erträge aus Verkäufen von Fondsinvestments in Höhe von TEUR 165 gegenüber.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG im ersten Halbjahr TEUR 675 (1. Halbjahr 2016: TEUR 1.847).

Ein außerordentliches Ergebnis wurde im ersten Halbjahr 2017 nicht ausgewiesen (1. Halbjahr 2016: TEUR 637).

Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren trotz bestehender Verlustvorträge (Stichwort Mindestbesteuerung) durch Neubildung von Rückstellungen für Körperschaftsteuer (TEUR 22) und Gewerbesteuer (TEUR 24). Des Weiteren hat die Reduzierung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 393 durch Nutzung von Verlustvorträge das Steuerergebnis im ersten Halbjahr belastet. Für die Betriebsstätte in London wurde eine Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 18 gebildet.

Somit ergibt sich für das erste Halbjahr 2017 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 219 nach TEUR 1.651 im ersten Halbjahr 2016.

Die Kapitalrendite nach § 26a KWG berechnet aus dem Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme liegt für das erste Halbjahr 2017 bei 0,03%.

3.4 Finanzieller Leistungsindikator

Zentraler Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern. Für das erste Halbjahr 2017 wurde mit einem Ergebnis vor Steuern von TEUR 202 geplant. Die Nettoerträge der Geschäftsbereiche Prime Brokerage und Commercial Banking lagen über Plan. Zudem haben sich höhere Zuschreibungen positiv auf die Ertragslage ausgewirkt. Nach Abzug von in Plan liegenden Verwaltungsaufwendungen und deutlich höheren Abschreibungen wurde mit TEUR 675 ein über Plan liegendes Ergebnis vor Steuern erreicht.

C Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1 Prognosebericht

Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Geschäftstätigkeit aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Hinblick auf die Eigenmittelausstattung zum Zwecke der Solvabilität. Die Gesellschaft geht davon aus, dass zur Unterlegung der geplanten Ausweitung des Geschäftsvolumens und der damit einhergehenden Risiken zusätzliche Eigenmittel erforderlich sein werden bzw. zukünftige Kapitalpufferanforderungen die Liquidität der Gesellschaft beeinträchtigen werden. Zudem werden sich die Vorschriften für die Ermittlung der Eigenmittel in den kommenden Jahren aufgrund des Auslaufens von Übergangsbestimmungen sukzessive verschärfen. Um die Anforderungen an die bankaufsichtlichen Eigenmittel auch zukünftig, insbesondere im Hinblick auf die geplante Ausweitung des Geschäftsvolumens, erfüllen zu können, soll das Kernkapital der Gesellschaft weiter erhöht werden.

Die Eigenkapitalanforderungen für die Großbanken des Euroraums steigen nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) in diesem Jahr im Durchschnitt um 50 Basispunkte. Laut EZB ist dies das Ergebnis der schrittweisen Einführung höherer allgemeiner Kapitalanforderungen im Rahmen von Basel III sowie von Anforderungen, die sich aus dem individuellen Risikoprofil der Institute ergeben. Die Aufsichtsbehörden versuchen seit der Finanzkrise 2008/2009 weltweit, die Banken sicherer zu machen und zu verhindern, dass Institute erneut mit öffentlichen Geldern gerettet werden müssen. Dazu soll zum einen die allgemeine Ausstattung mit Eigenkapital bis 2019 schrittweise erhöht werden. Als Teil dieses Prozesses steigen die Eigenkapitalanforderungen im Rahmen der sogenannten Ersten Säule von Basel III um 20 Basispunkte.

Die SREP-Anforderungen (Supervisory Review and Evaluation Process - SREP) steigen zusätzlich als individuelle Eigenkapitalanforderungen. Diese ergeben sich in einem regelmäßigen Prüfprozess, bei dem das tatsächliche Risikoprofil mit den vom Institut ergriffenen Vorkehrungen zur Risikobegrenzung verglichen wird. Die Risiken betreffen unter anderem Geschäftsmodell, Kredit-, Markt- und operative Risiken.

Auch das regulatorische Umfeld im Zusammenhang mit der Vermittlung und dem Vertrieb von Kapitalanlagen hat sich bereits in der Vergangenheit nachhaltig verschärft und es ist auch hier nicht ausgeschlossen, dass weitere Verschärfungen auf EU-Ebene oder nationaler Ebene erfolgen.

Der deutsche Banken- und Finanzdienstleistungssektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Insbesondere im Geschäft mit Privatanlegern bestehen teils erhebliche Überkapazitäten. Überdies konkurrieren deutsche Anbieter mit einer Reihe von ausländischen Anbietern, die in den vergangenen Jahren ihre Präsenz im deutschen Markt erheblich ausgebaut haben. Zu den bestehenden und potenziellen Wettbewerbern der Varengold Bank AG gehören auch Unternehmen, die mit teilweise erheblich größeren finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet sind. Diese Unternehmen könnten in der Lage sein, umfassendere und kostenintensive Marketingaktivitäten zu betreiben und auch den Kunden günstigere Bedingungen anzubieten. Zudem können Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalausstattung aufgrund der für Einlagenkreditinstitute geltenden Eigenkapitalvorschriften im Markt flexibler agieren.

Auch im weiteren Verlauf des Jahres 2017 werden die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterschiedlichen Ereignissen und Verunsicherungen ausgesetzt sein und könnten die konjunkturelle Entwicklung auf globaler Ebene deutlich schwächen. Politische Brandherde, Terrorismus, die Abspaltung Großbritanniens aus der EU und stagnierender Welthandel könnten entsprechend Einfluss nehmen.

Laut einer im Juli 2017 veröffentlichten Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die deutsche Wirtschaftsleistung im gesamten Jahr 2017 mit rund 1,8% und im Jahr 2018 mit rund 1,6% stärker wachsen als bislang angenommen. Für das Wirtschaftswachstum der Eurozone werden Steigerungen um 1,9% für 2017 und um 1,7% für 2018 erwartet. Als Gründe für die guten Aussichten für Deutschland nannte der IWF die robuste Nachfrage im Inland und die Erholung der Weltkonjunktur, von der deutsche Exporte besonders profitieren. Neben dem starken privaten Konsum sehen die Bundesbank-Experten auch zunehmend die Industrie als eine solide Stütze des Aufschwungs. So soll das weltweite Wachstum in diesem Jahr 3,5% betragen und im nächsten Jahr 3,6%.

Am Finanz- und Kapitalmarkt wird die extrem expansive Geldpolitik und das anhaltende Niedrigzinsumfeld weiter im Mittelpunkt stehen und könnte zu Preisblasen auf der Vermögensseite und der Verleitung zum Eingehen erhöhter Risiken führen. Auf unabsehbare Zeit niedrige Zinsen könnten den Druck auf die Ertragskraft der Banken weiter verstärken. Für den Bankensektor bleibt der Druck auf die Profitabilität weiter bestehen.

Die Auswirkungen sämtlicher interner und externer Faktoren auf den weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2017 sind derzeit nicht quantifizierbar und lassen keine Herleitung einer fest definierten Prognose zu. Trends, Verpflichtungen oder Vorfälle, welche die Aussichten der Varengold Bank in den kommenden Monaten wesentlich beeinflussen könnten, sind derzeit nicht bekannt. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die stärkere Fokussierung des Produkt- und Dienstleistungsangebots u.a. auf institutionelle Kunden positiv auf den Ertrag der Bank auswirken wird. Basierend auf der erfolgreichen Umsetzung der geplanten Geschäftsziele und der Steigerung der operationellen Effizienz, wird ein positives Ergebnis vor Steuern (als zentraler finanzieller Leistungsindikator) zwischen TEUR 200 und TEUR 700 für das Jahr 2017 erwartet.

2 Risikobericht

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank AG.

Um die mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken zu beherrschen, wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation
  • Risikomessung
  • Risikosteuerung
  • Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Einhaltung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG das Risikocontrolling verantwortlich. Die Ergebnisse des Risikocontrollings werden der Geschäftsleitung transparent berichtet, um eine adäquate Steuerung zu ermöglichen.

Kernelemente des Risikomanagements der Varengold Bank AG sind die Risikostrategie, das Risikotragfähigkeitskonzept, das Limit-System und Überwachungsprozesse, welche auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind.

Die Geschäftsstrategie muss die wesentlichen Ziele der Varengold Bank AG für jede Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele bestimmen.

Die Risikostrategie schildert die Auswirkungen der Geschäftsstrategie auf die Risikosituation der Varengold Bank AG und beschreibt den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die Fähigkeit, die Risiken zu tragen.

Jedes potenzielle zukünftige Risiko muss von Beginn an vollkommen transparent sein. Nur mit vollkommener Transparenz kann beurteilt werden, ob ein Risiko eingegangen und genehmigt werden soll. Diese Entscheidung trifft der Vorstand immer unter Berücksichtigung der Frage, ob das jeweilige Risiko angemessene Erträge bringen kann und eine Tragfähigkeit für das Risiko gegeben ist. Wird ein Risiko eingegangen, geschieht dies innerhalb festgesetzter Risikotoleranzen, die sich primär aus dem Risikotragfähigkeitspotenzial ableiten und deren Einhaltung laufend überprüft wird.

Die Varengold Bank AG verfolgt eine Wachstumsstrategie. Teil der Geschäftsstrategie der Varengold Bank AG ist es, flexibel wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sich permanent an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen. Die Varengold Bank AG erwirtschaftet in diesem schnelllebigen Umfeld dementsprechend volatile Erträge. Daher wird die Risikotragfähigkeitsanalyse vom Risikocontrolling auf monatlicher Basis vorgenommen. Die Methodik der Analyse wird fortwährend auf Plausibilität und den neuesten Stand des regulatorischen Umfelds geprüft.

Bei der Erhebung der Risikotragfähigkeit der Varengold Bank AG wird der Going-Concern-Ansatz verfolgt. Im Going-Concern werden nur Risiken in dem Umfang eingegangen, dass die regulatorischen Mindestanforderungen der Säule 1 noch erfüllt werden können. Ein solcher Ansatz setzt voraus, dass die Bank die dazu notwendigen Kapitalbestandteile reserviert. Zur Abdeckung möglicherweise eintretender Verluste steht dieses Kapital in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung folglich nicht zur Verfügung, sodass es nicht Teil des Risikodeckungspotenzials sein kann.

Der Going-Concern-Ansatz der Varengold Bank AG basiert bei der Berechnung der Risikotragfähigkeit auf Bilanz- und GuV-Größen. Von dem zum 30. Juni 2017 ermittelten Risikodeckungspotenzial von TEUR 8.054 werden TEUR 7.510 als Risikodeckungsmasse genutzt. Die nicht zu nutzenden TEUR 544 dienen als Puffer zur Deckung der Risiken, welche nur schwer zu quantifizieren sind (Strategische- und Reputationsrisiken sowie sonstige Risiken).

Grundsätzlich ist die maximal tolerierte Auslastung auf 100% beschränkt. Auslastungen über 100% innerhalb der einzelnen Risikoarten erfordern eine Reaktion des Vorstandes.

Die Auslastung der Risikodeckungsmasse zum 30. Juni 2017 betrug 43%.

Für die Überwachung der wesentlichen Adress- und Marktpreisrisiken werden gängige Modelle verwendet.

Das Marktpreisrisiko wird mit Hilfe des Value at Risk quantifiziert. Dieser wird sowohl beim Handelsbuch als auch beim Anlagebuch mit einem Konfidenzniveau von 99%, einem Betrachtungshorizont von einem Tag und einem Lookback von 260 Tagen durch historische Simulation gemessen. Die Überwachung und Regulierung des Marktpreisrisikos orientiert sich an dem Limitsystem, welches sich auf Basis des Risikodeckungspotenzials für das Marktpreisrisiko errechnet. Die Limits für das Liquiditäts- und Investmentportfolio sind in den jeweiligen Investment Guidelines erfasst und festgelegt. Diese werden ebenfalls täglich durch das Risikocontrolling überwacht.

Die Quantifizierung im Bereich des Adressenausfallrisikos erfolgt mit den Risikokennzahlen Expected Loss und Unexpected Loss. Der Expected Loss wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeiten unter der Berücksichtigung von den LGDs (Loss Given Default) ermittelt. Der Unexpected Loss wird mit Hilfe eines Kreditrisikomodells für ein Konfidenzniveau von 99% und einem Zeithorizont von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf dem Gordy-Modell, das vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zur Modellierung der Eigenkapitalunterlegung im Rahmen von Basel II und in der Weiterentwicklung in Basel III herangezogen wird. Das Kreditrisikomodell ermittelt die Beiträge der einzelnen Kreditnehmer und Beteiligungen zum unerwarteten Verlust auf Portfolioebene, die additiv zu einem unerwarteten Verlust des Gesamtportfolios zusammengefasst werden. Dabei werden die (falls vorhanden) externen bzw. gegebenenfalls internen Ausfallwahrscheinlichkeiten (PDs) und die transaktionsspezifisch festgesetzte Verlustquote (LGD) verwendet. Die Festlegung der übrigen Modellparameter erfolgt in Anlehnung an die Standardvorgaben gemäß Basel III. Neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten werden auch die Korrelation zwischen den Kontrahenten sowie die Granularität des Portfolios und die Restlaufzeiten berücksichtigt.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein.

3 Chancenbericht

Das geopolitische Umfeld bleibt angesichts der internationalen Ausrichtung der Bank weiterhin einer der Unsicherheitsfaktoren. Die Gesellschaft hat in der Vergangenheit verstärkt in das Wachstum der Bank investiert, um dauerhaft ein solides Fundament zu schaffen. Die Varengold Bank AG ist ein globaler Nischenanbieter von Bankdienstleistungen in wachstumsstarken Geschäftssegmenten mit geringer Wettbewerbsintensität. Dabei grenzt sich die Bank zudem von ihren Wettbewerbern insbesondere durch kurze Entscheidungswege, maßgeschneiderte Produkte und eine eingespielte Infrastruktur ab.

Im Geschäftsbereich Commercial Banking zählen für den Bereich Internationaler Zahlungsverkehr grundsätzlich alle deutschen Banken, die Auslandszahlungsverkehr betreiben, zu den Wettbewerbern der Gesellschaft. Die Varengold Bank hat hier den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer eher geringen Größe Kunden akquirieren kann, die für traditionelle Anbieter nicht rentabel erscheinen. Im Bereich Trade Finance profitiert die Gesellschaft von einer langjährigen Kundenbindung an die für die Varengold Bank tätigen Mitarbeiter.

Im Bereich des Commercial Banking liegt der Fokus auf dem Ausbau der Positionierung als spezialisierter Anbieter von Trade Finance Lösungen für Unternehmenskunden mit Handelsschwerpunkten in den Regionen Osteuropa und Mittlerer Osten. Das Produktangebot umfasst die Abwicklung des Zahlungsverkehrs sowie Akkreditivgeschäfte und Garantien.

Im Geschäftsbereich Prime Brokerage konzentriert sich die Strategie der Varengold Bank als Partner für institutionelle Kunden darauf, insbesondere kleine und mittelgroße Manager der Assetklassen Wertpapiere, Immobilien und Kurzfristige Forderungen zu unterstützen und dabei gezielt Kunden zu betreuen, deren Zugang zu Dienstleistungen und Finanzierungslösungen trotz nachgewiesener Kompetenz und Performance größenbedingt von anderen Wettbewerbern eingeschränkt wurde. Die Geschäftsaktivitäten sollen dabei speziell mit technologieaffinen institutionellen Kunden (Marketplace Lending) in den Assetklassen "Immobiliendarlehen" und "Kurzfristige Forderungen" gefördert werden.

Die strategische Ausrichtung der Varengold Bank AG ist auf Wachstum durch Gewinnung neuer Kunden und entsprechende Ausweitung des Geschäftsvolumens ausgerichtet. Dabei spielen Kundenzufriedenheit und Organisationsstabilität eine wesentliche Rolle. Die Varengold Bank befindet sich in einer konsequenten Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, um profitabler zu werden. Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind. Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Eigenkapitaldecke der Bank soll zu diesem Zwecke weiter gestärkt werden. Die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Bank AG hat am 23. August 2017 eine Bezugsrechts-Barkapitalerhöhung im Verhältnis 2:1 beschlossen, entsprechend einer Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 2.070.141,00. Die geplante weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis soll eine Ausweitung der Geschäftstätigkeiten auf einem stabilen Fundament ermöglichen, um Marktchancen nutzen und flexibel agieren zu können.

Der Vorstand ist zuversichtlich, die gesetzten Ziele zu erreichen und die Profitabilität der Varengold Bank weiter zu steigern.

Hamburg, 13. September 2017

Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

IMPRESSUM

Varengold Bank AG Große Elbstraße 14 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49 E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Aufsichtsrat Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Michael Stephen Murphy Alexander Körner

Register USt-IdNr. Amtsgericht Hamburg, HRB 73684 Finanzamt Hamburg, DE247069729

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Bank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer 109 520 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Erlaubnisse/Zulassungen der Varengold Bank AG

  • Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG)
  • Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG)
  • Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG)
  • Anlageverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG)
  • Depotgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG)
  • Eigengeschäft (§32 Abs. 1a KWG)
  • Eigenhandel (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG)
  • Einlagengeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG)
  • Factoring (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG)
  • Finanzierungsleasing (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG)
  • Finanzkommissionsgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG)
  • Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG)
  • Garantiegeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG)
  • Kreditgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG)

Einlagensicherung

Die Varengold Bank AG gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an.

Große Elbstraße 14 22767 Hamburg

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Bank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Bank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Bank AG vorbehalten.

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