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Varengold Bank AG

Interim / Quarterly Report Sep 30, 2011

4534_10-q_2011-09-30_ee9ea46e-08d1-41da-9179-3f7d76f643ac.pdf

Interim / Quarterly Report

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Zwischenbericht zum 30. Juni 2011

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

Eckdaten der Varengold Wertpapierhandelsbank AG (HGB)

30.06.2011 30.06.2010 Veränderung
EUR EUR EUR
Kennzahlen je Aktie
Halbjahresergebnis je Aktie -0,01 1,01 -1,02
Eigenkapital je Aktie 4,70 4,32 0,38
01.01.2011 bis
30.06.2011
01.01.2010 bis
30.06.2010
Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis 29 -17 46
Gebühren und Provisionsergebnis 1.788 2.442 -654
Ergebnis aus Finanzgeschäften 1.794 1.692 102
Sonstiges betriebliches Ergebnis 179 91 88
Verwaltungsaufwendungen 3.299 2.364 935
Abschreibungen und Wertberichtigungen 505 487 18
Ergebnis vor Steuern -25 1.332 -1.357
Jahresüberschuss /-fehlbetrag -19 1.345 -1.364
30.06.2011 30.06.2010 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Bilanz
Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen 7.112 6.779 333
Eigenkapital 6.266 5.756 510
Mitarbeiter 52 40 12
02 BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 5-6
03 VORBEMERKUNG 8
04 UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER 9-10
05 DIE AKTIE UND DEREN WERTENTWICKLUNG 11-12
06 ZWISCHENBILANZ 15-16
07 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 17-18
08 ANHANG 19-28
09 ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE 29-33
10 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 34
11 DISCLAIMER 35
12 IMPRESSUM 36

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Varengold Wertpapierhandelsbank AG, eine deutsche Investmentbank mit Fokus auf Asset Management mit Managed Futures und Capital-Markets-Brokerage, hat im ersten Halbjahr 2011 umfangreiche Weichenstellungen für die künftige Dynamisierung der Geschäftsentwicklung vorgenommen. Hierzu wurde bewusst ein deutlicher und unmittelbar ergebnisrelevanter Anstieg der Verwaltungsaufwendungen in Kauf genommen, welcher vorlaufend zu künftigen Erträgen zu sehen ist. Besondere Investitionen wurden zur Anbahnung und Umsetzung von Kooperationen vorgenommen sowie zur weiteren internationalen Vermarktung der Angebote im Bereich Capital-Markets-Brokerage. Damit soll die Marktstellung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG nachhaltig ausgebaut werden. In Einzelfällen zeichnete sich ab, dass die Umsatzund Ergebniseffekte bestimmter Maßnahmen entgegen der ursprünglichen Planungen nicht bereits 2011 sondern ab dem Jahr 2012 anfallen dürften. Entsprechend positiv gestalten sich die Perspektiven für das kommende Geschäftsjahr.

Im ersten Halbjahr 2011 wiesen die beiden Geschäftsfelder einen heterogenen Ertragsverlauf auf, wobei in schwierigem Marktumfeld die insgesamt stabilisierende Wirkung der nicht korrelierten Entwicklung in den Segmenten deutlich wurde. Das EBITDA blieb trotz der aktiven Erhöhung von Aufwandspositionen mit investivem Charakter – ebenso wie der Cashflow – im Geschäftsjahr positiv und erreichte 0,5 Mio. EUR im Vergleich zu 1,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt mehrten sich besonders in der zweiten Hälfte der Berichtsperiode trotz einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung die nationalen und internationalen konjunkturellen Risiken. Bestimmende Faktoren waren dabei u.a. Sorgen um die Staatsverschuldung und wirtschaftliche Stabilität einzelner Euroländer, allen voran Griechenland und der USA. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's verdeutlichte dies im August. Die genannten Risikofaktoren führten zu einer erhöhten Volatilität an den internationalen Aktien- und Devisenmärkten, wobei der Trend an den Aktienbörsen insbesondere seit Sommer abwärts gerichtet war.

Während das Provisionsergebnis im Asset Management auf 1,6 Mio. EUR anstieg und den Wert des Vorjahreszeitraums von 1,0 Mio. EUR deutlich übertraf, lag der Ergebnisbeitrag des Capital-Markets-Brokerage mit 2,0 Mio. EUR (inkl. Ergebnis aus Finanzgeschäften) signifikant unter dem Vergleichswert von 3,1 Mio. EUR. Insgesamt sank das Provisionsergebnis durch die Abnahme von Erträgen im Forex-Handel und durch den Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen.

Nachdem das Marktumfeld in den ersten Monaten des Berichtszeitraums im Bereich Asset Management noch keine überdurchschnittlichen Ergebnisse zuließ, änderte sich die Situation gegen Periodenende. Dabei wird abermals der Produktnutzen von Alternative Investments gegenüber den klassischen Anlagen wie Aktien oder Anleihen insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten deutlich. So verzeichneten die Publikumsfonds "Varengold Alternative Alpha" und der mehrfach prämierte "HI Varengold CTA Hedge" insbesondere seit August eine erneut sehr positive Entwicklung. Der Mehrwert im Bereich Risiko- und Volatilitätsreduktion durch das diversifizierte Portfolio sowie das einzigartige aktive Management konnte dabei noch einmal unter Beweis gestellt

werden. Für das Geschäftsfeld Asset Management erwarten wir entsprechend aufgrund der insgesamt breit gefächerten Angebotspalette eine wirksame Ertragssteigerung.

Darüber hinaus erhoffen wir uns einen zusätzlichen Wachstumsschub im Bereich Capital-Markets-Brokerage. Die im Berichtszeitraum mit der biw AG geschlossene Kooperation hat dabei Modell-Charakter für weitere White Label-Lösungen für Banken und Broker. Eine ganz deutliche Steigerung unserer Kundenzahl im Bereich Forex-Trading durch die Kooperation mit der biw AG erwarten wir in den kommenden Quartalen. Mit ähnlichen zeitlichen Entwicklungen kalkulieren wir zudem bei weiteren internationalen Gemeinschaftsprojekten.

Die erhöhten Investitionskosten für Kooperationen sowie Aufbaukosten in Vertrieb und Marketing verursachten temporär einen Anstieg der Verwaltungsaufwendungen von 2,3 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2010 auf 3,3 Mio. EUR. Die skizzierten Aufwendungen sollen in den kommenden Berichtsperioden deutlich positive Impulse liefern und sind mit beachtlichen Skaleneffekten verbunden.

Am 03. August 2011 fand in Hamburg unsere Hauptversammlung statt. Die Aktionäre verabschiedeten sämtliche Tagesordnungspunkte einstimmig. So wurden unter anderem die Genehmigung zum Erwerb eigener Aktien und die Zahlung einer Dividende von 0,17 EUR je Aktie für das vergangene Geschäftsjahr 2010 beschlossen.

Ausblick

Nach der unter dem Strich eher verhaltenen Geschäftsentwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres gehen wir auf Basis der derzeit erkennbaren Entwicklungen und Marktsignale und der getätigten Weichenstellungen in den vergangenen Quartalen von einer nachhaltigen Ergebnisverbesserung aus. Dieser Trend soll sich insbesondere 2012 beschleunigt fortsetzen. Sowohl die angestrebten Kooperationen für White Label-Dienstleistungen im Bereich Capital-Markets-Brokerage als auch die Publikumsfonds und die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen aus der Sparte Asset Management werden dabei weiterhin zu den Ergebnistreibern des Unternehmens gehören.

Hamburg, im September 2011

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi

VORBEMERKUNG

Die in diesem Zwischenbericht enthaltenen Kennzahlen sowie der Halbjahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangsangaben – sind nicht testiert und wurden keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER

UNTERNEHMENSPROFIL

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist eine deutsche Investmentbank mit zwei Kerngeschäftsfeldern – Asset Management und Capital-Markets-Brokerage. Mit Kunden aus über 100 Ländern und ausgewählten Partnern – Banken, Brokern, Hedgefonds- sowie Asset Managern – zählt Varengold zu den Global Playern.

Varengold wurde als Asset-Management-Boutique 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi gegründet und fokussiert sich seitdem auf die regulierte sowie krisensichere Anlageklasse Managed Futures. Der große Erfolg im Asset Management mit Managed Futures forcierte 1998 den Ausbau des arrondierenden Geschäftsfelds Capital-Markets-Brokerage. Heute ist die Varengold Bank an der Deutschen Börse gelistet und bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert. Sie verwaltet hauptsächlich Kundengelder institutioneller Investoren in maßgeschneiderten Strukturen sowie zum öffentlichen Vertrieb zugelassene Managed Futures-Produkte für Privatinvestoren.

Seit Gründung erzielte Varengold aufgrund der langjährigen Expertise weit überdurchschnittlich gute Handelsergebnisse im Asset Management. Mit dem Ziel, transparente, leistungsstarke und liquide Finanzprodukte anzubieten, zählt Varengold zu den renommiertesten und erfolgreichsten Asset Managern seiner Klasse weltweit.

KURZBESCHREIBUNG DER BEIDEN GESCHÄFTSFELDER

Capital-Markets-Brokerage Asset Management
Kurzbeschreibung Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bietet
im Bereich Capital-Markets-Brokerage den On
linehandel von Forex und CFDs für institutionelle
und private Kunden an. Neben den Vorteilen der
Kontoführung durch eine deutsche Bank steht
die marktführende Tradingplattform mit vollauto
matischer, elektronischer Handelsausführung zur
Verfügung. Abgerundet wird die Dienstleistung
durch ein mehrsprachiges Order- und Support
Desk, welches 24 Stunden am Tag erreichbar ist.
International unterhält die Bank ein Service- und
Support-Center in Dubai (U.A.E.).
Das Asset Management-Team der Varengold be
treut hauptsächlich maßgeschneiderte institutio
nelle Portfolien und Advisory Mandate. Seit über
15 Jahren sind wir auf die Anlageklasse "Alterna
tive Investments" spezialisiert und wurden mehr
fach für unsere Leistungen als Managed Futures
Dachfondsmanager ausgezeichnet. Neben den
individuellen
institutionellen
Produktlösungen
bietet Varengold zwei deutsche Investment-Fonds
an. Den mehrfach prämierten "HI Varengold CTA
Hedge" Managed Futures-Dachfonds und den
Ende 2010 aufgelegten "Varengold Alternative
Alpha" Publikumsfonds.
Produkte
Forex-Brokerage

CFD-Brokerage

White Label-Lösungen
Brokerage für institutionelle Kunden
Öffentliche Dachfonds

UCITS III-Publikumsfonds

Institutionelle Portfolien

Advisory Mandate
Wettbewerbsvorteile Nutzung einer technologisch führenden Handels

liquiditätsstruktur, die mit den weltweit führen
den Banken interagiert
Marktführende Handelsplattform

Höchste Sicherheiten für das Kundenkapital

Status einer deutschen Investmentbank
Über 15-jährige Expertise mit ausschließlichem

Fokus auf Alternative Investments

Tiefes Verständnis für die Eigenschaften und das
Marktverhalten

Internationales Netzwerk dank langjährigem
Varengold Monitoring

Bester Dachfondsmanager in seiner Peergroup
2007, 2008 und 2009

Zugang zu Marktunabhängigem Alpha via
UCITS III-Fonds
Innovative Produktlösungen eingebettet in deut

sche Rechtsstrukturen
Kundenstruktur Privatkunden

Kleine und mittlere Finanzdienstleister

Broker

Banken als White Label-Kunden
Institutionelle Investoren und Fonds

HNWIs / Vermögende Privatpersonen

Privatkunden
Ertragskomponenten Kommissionen pro Transaktion

Spreads

Swaps für tagesübergreifende, offene

Transaktionen
Eigenhandel (Aggregierung von Kunden

positionen)
Vermögensverwaltungsgebühren

Gewinnbeteiligungen

Beratungsvergütungen

DIE AKTIE UND DEREN WERTENTWICKLUNG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist auch nach der Notierung im Entry Standard an der Deutschen Börse eine inhabergeführte und eigenbestimmte Investmentbank geblieben. Die Aktie der Gesellschaft (WKN: 547930) ist seit dem 20. März 2007 an der Frankfurter Börse und im elektronischen Handelssystem XETRA gelistet. Zudem wird die Aktie an der Stuttgarter, Berliner und Düsseldorfer Börse gehandelt.

Kurshistorie der Varengold Aktie 2008 - 2011

Die Aktie der Varengold Wertpapierhandelsbank AG musste insbesondere in den vergangenen Monaten den volatilen Marktgegebenheiten Tribut zollen. Die wirtschaftliche Entwicklung prägte das Umfeld der Deutschen Börse und der Entry Standard-Unternehmen trotz zwischenzeitlich aufkeimendem Optimismus mit anhaltender Unsicherheit und Instabilität. Dies führte auch bei der Varengold Aktie zu einer gesunkenen Marktkapitalisierung. Das Handelsergebnis je Aktie sank im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 von 1,01 EUR auf -0,01 EUR während jedoch das Eigenkapital je Aktie in diesem Zeitraum um 0,38 EUR anstieg. Zudem stieg der durchschnittliche Aktienkurs im Vergleich zum 1. Halbjahr 2010 von 12,036 EUR auf 20,817 EUR im 1. Halbjahr 2011.

Wir sind weiterhin bestrebt, das Handelsvolumen in der Aktie der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zu steigern, so dass auch institutionellen Interessenten eine bessere Fungibilität geboten werden kann.

AKTIONÄRSSTRUKTUR

Steffen Fix (Vorstand und Gründer) über 10 %
Yasin Sebastian Qureshi (Vorstand und Gründer) über 10 %
Altira Group unter 10 %
BHFD Verwaltungsgesellschaft mbH unter 10 %
Timur Coban (Gründer) unter 10 %
Sven Meyer (Gründer) unter 10 %
Freefloat ca. 35 %

Die Vorstände Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi sind die beiden größten und der Gesellschaft bekannten Einzelaktionäre der Varengold Wertpapierhandelsbank AG. Mehr als 50 % des Grundkapitals werden von Gründern, Partnern und Mitarbeitern gehalten.

WICHTIGE ECKDATEN

Aktie Varengold Wertpapierhandelsbank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Handelssegment Entry Standard
Art der Aktien Auf den Inhaber lautende Stückaktien
Grundkapital 1.332.337 Aktien
Erstnotiz 20. März 2007
Spezialist MWB Wertpapierhandelsbank AG
Deutsche Börse Listing Partner Close Brothers Seydler Bank AG
Designated Sponsor Close Brothers Seydler Bank AG

Der beste deutsche Managed Futures Dachfonds 2007, 2008 & 2009 – HI Varengold CTA Hedge

I.B.C. Consulting for Institutional Banks 2007, 2008 &2009

Springer Finanzen Verlag 2007 &2008

Zwischenbilanz zum 30. Juni 2011

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand
1.578,02 6.467,60
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig
b) andere Forderungen
2.029.736,41
99.991,36
2.129.727,77 1.780.590,80
0,00
3. Forderungen an Kunden 2.125.598,58 2.523.373,42
4. Beteiligungen 119.993,59 369.793,59
5. Treuhandvermögen 9.385.217,71 12.404.125,96
6. Immaterielle Anlagewerte 2.258.841,51 1.605.891,84
7. Sachanlagen 400.297,07 354.165,09
8. Sonstige Vermögensgegenstände 19.919,74 32.689,93
9. Rechnungsabgrenzungsposten 55.997,68 105.801,73

Summe Aktiva 16.497.171,67 19.182.899,96

Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 6.766,70
2. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 47.389,99 56.389,99
3. Treuhandverbindlichkeiten 9.385.217,71 12.404.125,96
4. Sonstige Verbindlichkeiten 515.168,30 444.534,78
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 420.000,00
6. passive latente Steuern 109.370,38 0,00
7. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 67.417,43 0,00
b) andere Rückstellungen 106.578,87 173.996,30 95.378,17
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.332.337,00 1.332.337,00
b) Kapitalrücklage 3.799.943,50 3.799.943,50
c) Rücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.700,00 1.700,00
cb) Rücklage § 269 Satz 2 HGB 16.700,00 18.400,00 16.700,00
d) Gewinnvortrag 1.134.240,00 -740.284,58
e) Jahresfehlbetrag -18.891,51 1.345.308,44
Summe Passiva 16.497.171,67 19.182.899,96

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2011 bis 30.06.2011

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 108.805,43 256.528,20
2. Zinsaufwendungen 80.113,40 273.615,52
28.692,03 -17.087,32
3. Provisionserträge 3.876.511,98 4.791.755,98
4. Provisionsaufwendungen 2.088.390,66 1.788.121,32 2.350.001,78
5. Nettoertrag aus Finanzgeschäften 2.295.734,64 1.693.785,67
6. Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 502.383,23 21.720,82
7. Sonstige betriebliche Erträge 179.450,49 91.334,25
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.495.123,52 1.079.830,71
ab) Sozialabgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 219.872,63 1.714.996,15 144.279,70
- darunter: für Altersversorgung
Euro 986,70 (Euro 1.476,50)
b) andere Verwaltungsaufwendungen
ba) Raumkosten 142.619,74 153.867,96
bb) Beiträge und Versicherungen 36.065,89 33.514,62
bc) Kfz-Kosten einschl. Leasing
(ohne Kfz-Steuer) 82.663,38 70.218,12
bd) Werbung, Bewirtung, Reisekosten 577.170,51 320.999,33
be) Instandhaltung für Geschäftsausstatt., Hard
und Software 190.917,65 105.077,38
bf) Aufwendungen für Kommunikation 77.171,32 96.788,18
bg) Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 53.358,34 24.686,27
bh) Beratungs-, Abschluss und Prüfungskosten 304.114,75 151.668,31
bi) übrige andere Verwaltungsaufwendungen 119.897,20 1.583.978,78 183.169,05

Übertrag 490.640,32 1.823.966,35

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
Übertrag 490.640,32 1.823.966,35
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen gesamt 3.298.974,93 2.364.099,63
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 505.384,59 396.237,95
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.679,92 4.262,30
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft 0,00 91.142,06
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -25.424,19 1.332.324,04
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -8.360,68 -14.781,40
14. Sonstige Steuern 1.828,00 -6.532,68 1.797,00
15. Jahresfehlbetrag 18.891,51 -1.345.308,44

ANHANG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2011 BIS 30. JUNI 2011

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

ANHANG

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Hintergrund der im Jahr 2007 gemäß § 269 Satz 1 HGB a.F. aktivierten Aufwendungen (TEUR 101) für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs war die Übernahme von Kunden, Kundenvermögen, Software und Mitarbeitern der Schweizer Gesellschaft Finex Group GmbH, Zürich, um im Forex-Handel tätig zu werden. Die nach § 269 Satz 2 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegende Bilanzierungshilfe wird gemäß § 282 HGB a.F. seit 2008 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 13) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB a.F. seit 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 41 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 47 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und weitere Entwicklungskosten der bereits im Jahr 2010 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Hierbei handelt es sich um die Homepage Varengoldbankfx (TEUR 8), die Einrichtung des Typo 3 (TEUR 0,2) und BIW (TEUR 41). Die Entwicklung dieser drei Vermögensgegenstände wurde im ersten Quartal 2011 abgeschlossen. Forschungskosten sind keine angefallen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 60) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.

Die Ausschüttungssperre gliedert sich wie folgt auf:

Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung 603 194 409
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 538 174 364
Summe 1.141 368 773

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 259 aus steuerlichen Verlustvorträgen gegenüber. Die passiven latenten Steuern übersteigen den Betrag der aktiven latenten Steuern. Es wurde die Differenz in Höhe von TEUR 109 passiviert. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 802 in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,275% zu Grunde gelegt.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen und Lizenzgebühren) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter "Provisionserträge" aufgeführten Erträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP) und Japanische Yen (JPY) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 340h Abs. 1 HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,4472
1 EUR = SFR 1,2079
1 EUR = GBP 0,9041
1 EUR = JPY 116,40

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h Abs. 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 30. Juni 2011 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

Bilanzposten 30.06.2011 30.06.2010
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 324 163
Forderungen an Kunden 325 365
Treuhandvermögen 2.256 2.196
Treuhandverbindlichkeiten 2.256 2.196

Wertänderungen des zum Stichtagskurses umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

30.06.2011 30.06.2010
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 2.126 2.523
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 47 473
davon gegenüber Aktionären 0 56
Es handelt sich hierbei um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 47).
Sonstige Verbindlichkeiten 515 445
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 116 134
davon gegenüber Aktionären 116 134

Hier sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 116) enthalten.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 2.130 1.781
bis drei Monate 2.130 1.781
Forderungen an Kunden 2.126 2.523
bis drei Monate 1.310 1.100
mehr als drei Monate bis ein Jahr 578 1.214
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 89 75
mehr als fünf Jahre 149 134
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 7
bis drei Monate 0 0
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 7

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionsforderungen gegen Broker bzw. Kapitalanlagegesellschaften und Investmentaktiengesellschaften.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Beteiligungsquote Buchwert Eigenkapital Ergebnis
Gesellschaft 31.12.2009 2009
% TEUR TEUR TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securi
ties AG, Hamburg
16,00 58 1.729 822*)
Varengold Investmentakti
engesellschaft mit Teilgesell
schaftsvermögen, Frankfurt
49,00 62 15.052**) -1.329***)
*)
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009

**) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2010 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

***) Ergebnis zum 30. November 2010 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.

4.2.3 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2011 Zugänge
2011
TEUR
Abgänge
2011
TEUR
kumuliert
TEUR
2011
TEUR
30.06.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Beteiligungen 253 0 0 133 0 120 120
Immaterielle
Anlagewerte
Aufwendungen
für
die
Erweiterung des Geschäfts
betriebs
1.640 2 0 1.039 178 603 779
Selbst geschaffene imma
terielle
Vermögensgegen
stände und ähnliche Rechte
und Werte
557 49 0 68 60 538 549
Entgeltlich erworbene Kon
zessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rech
ten und Werten
1.849 332 0 1.063 195 1.118 981
Sachanlagen 1.016 82 0 698 72 400 390
Summe 5.315 465 0 3.001 505 2.779 2.819

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im ersten Halbjahr 2011 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Aufrüstung/Erneuerung der Hardware.

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf die neuen Investitionen in Software zurückzuführen.

4.2.4 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken und Japanischen Yen, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 9.385 12.404
Summe 9.385 12.404

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 9.385 12.404
Summe 9.385 12.404

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten teilen sich auf die beiden Segmente wie folgt auf:

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Capital-Markets-Brokerage 9.381 12.300
Asset Management 4 104
Summe 9.385 12.404

4.2.5 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10) sowie aus einer rückzahlungspflichtigen Ausgabe für eine Wettbewerbsanalyse (TEUR 9).

4.2.6 Verbriefte Verbindlichkeiten

Bei dieser Position handelt es sich um ein Bankguthaben, das in gleicher Höhe unter Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen wird.

4.2.7 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 283 (30.06.2010: TEUR 336) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 457 392
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 57 50
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr 1 2
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0 1
Summe 515 445

4.2.8 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 0 52
Urlaubsrückstellung 80 25
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 15 15
DATEV 5 0
Hauptversammlung 3 0
Archivierungskosten 3 2
Rückstellung für die BaFin 0 1
Summe 106 95

4.2.9 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.332) ist eingeteilt in 1.332.337 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 3.800) stammt hauptsächlich (TEUR 3.774) aus der im Jahr 2007 erfolgten Kapitalerhöhung. 328.177 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 11,50 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 502.080 (502.080 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 24. September 2011 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen in einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 125.520,00 mit einer Laufzeit von längstens zwanzig Jahren zu begeben, die den Inhabern bzw. Gläubigern Umtausch- bzw. Bezugsrechte auf bis zu 125.520 neue Inhaberstammaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 125.520,00 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen gewähren.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Die Zinserträge bestehen aus Zinsen von dem Broker CMC Markets London sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen. In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.

5.2 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind die Umsätze aus den Dienstleistungen Forex und CFDs sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen an Vermittler.

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Provisionserträge 3.876 4.792
Provisionsaufwendungen 2.088 2.350
Provisionsüberschuss 1.788 2.442

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus weiterbelasteten Kosten an den "HI Varengold CTA Hedge" (TEUR 90), aus einem Forderungsverzicht eines Vermittlers (TEUR 62) sowie an Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.4 Personalaufwendungen

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Löhne und Gehälter 1.495 1.080
Soziale Abgaben 219 143
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1 1
Summe 1.715 1.224

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern.

5.5 Andere Verwaltungsaufwendungen

30.06.2011
TEUR
30.06.2010
TEUR
Raumkosten 143 154
Beiträge und Versicherung 36 33
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 83 70
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 577 321
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 191 105
Aufwendungen für Kommunikation 77 97
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 53 25
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 304 152
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 120 183
Summe 1.584 1.140

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr Willi Müller Vorsitzender Vereidigter Buchprüfer

Herr Hans J. M. Manteuffel Stellvertretender Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt

Herr Prof. Peter Andree Professor TU Hamburg-Harburg

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mön-chengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremi-en im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Steffen Fix Strategisches Management und Vertrieb

Herr Yasin Sebastian Qureshi Asset-Management, Legal und IT

Beide Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt am Main. Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Frankfurt am Main, tätig und nimmt ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr.

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum vom 01. Januar 2011 bis 30. Juni 2011 TEUR 232 (30.06.2010: TEUR 165). Sie beinhalten TEUR 232 (30.06.2010: TEUR 165) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 0 (30.06.2010: TEUR 0) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum vom 01. Januar 2011 bis 30. Juni 2011 Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 22 (30.06.2010: TEUR 16).

Zum Abschlussstichtag sind weder Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats Kredite oder Vorschüsse eingeräumt. Darüber hinaus ist die Bank gegenüber diesem Personenkreis keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der zum 30. Juni 2011 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 52 (30.06.2010: 40), darunter befanden sich 16 (30.06.2010: 15) Mitarbeiterinnen. Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der geleisteten Arbeitszeit anteilig enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt unverändert zum Vorjahr 50% der Normalarbeitszeit. Mit Ausnahme eines Mitarbeiters sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

6.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (TEUR 1.469; 30.06.2010: TEUR 1.701) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.5 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

Hamburg, im Juli 2011

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, beträgt zum 30. Juni 2011 TEUR 7.112 und ist im Vergleich zum 30. Juni 2010 in Höhe von TEUR 6.779 um 4,91% gestiegen. Die liquiden Mittel stiegen von TEUR 1.787 am 30. Juni 2010 auf TEUR 2.131 am 30. Juni 2011.

Vermögen 30.06.2011 30.06.2010 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 55,49 % 62,54 % -7,05 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 1,31 % 1,11 % 0,20 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 2,20 % 1,98 % 0,22 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 1,77 % 5,46 % -3,69 %
Anlagevermögen 39,23 % 28,91 % 10,32 %
Kapital 30.06.2011 30.06.2010 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 11,89 % 15,09 % -3,20 %
Eigenkapital 88,11 % 84,91 % 3,20 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 88% vollständig durch Eigenkapital finanziert. Es bestehen nur sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in nennenswerter Größe (TEUR 515), die im folgenden Monat überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von TEUR 283. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete und gesunde Vermögensund Kapitalstruktur.

Insgesamt werden zum 30. Juni 2011 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von TEUR 603 sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 538 unter den immateriellen Vermögensgegenständen bilanziert, die auf 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern TEUR 773.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 30. Juni 2011 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach den Standards der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg 30.06.11 30.06.10 Veränderung
Kapitalflussrechnung 30. Juni 2011 TEUR TEUR TEUR
Jahresergebnis -19 1.345 -1.364
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf
Gegenstände des Anlagevermögens
505 396 109
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0 0
= Cash Flow nach DVFA / SG 486 1.741 -1.255
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen -628 -89 -539
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden,
der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
207 -413 620
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten,
der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
-306 439 -745
= Cash Flow aus Geschäftstätigkeit -241 1.678 -1.919
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -82 -219 137
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -384 -103 -281
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Ge
schäftsbetriebes
0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0 0
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -466 -322 -144
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0 0
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von
Finanzkrediten
0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 0 0 0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -707 1.356 -2.063
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 2.838 431 2.407
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.131 1.787 344
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres
Barreserve 1 6 -5
Bankguthaben 2.130 1.781 349
Bankverbindlichkeiten 0 0 0
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.131 1.787 344

Bis zum 30. Juni 2011 erwirtschaftete die Gesellschaft einen negativen Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i.H.v. TEUR -241. Es bestand kein Mittelzufluss bzw. -abschluss aus der Finanzierungstätigkeit (+/-0 TEUR), da die Gesellschaft keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt hat. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -466) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen sowohl in das immaterielle Anlagevermögen als auch in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bis zum 30. Juni 2011 einen Finanzmittelabfluss von TEUR 707, die liquiden Mittel sanken von TEUR 2.838 zu Jahresbeginn auf TEUR 2.131 am 30. Juni 2011.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von TEUR 2.130 Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum 30. Juni 2011 hält die Gesellschaft ca. TEUR 525 an liquiden Mitteln bei beiden Brokern.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im II. Quartal 2011 erzielten Erträge aus dem Managed Futures-Dachfonds von TEUR 142 enthalten.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft sanken von TEUR 257 im Vorjahreszeitraum auf TEUR 109 im ersten Halbjahr 2011. Die Zinsaufwendungen sanken auf TEUR 80, so dass ein Zinsergebnis von TEUR 29 erzielt wurde.

Die Provisionserlöse sanken von TEUR 4.792 im ersten Halbjahr 2010 auf TEUR 3.877 im Zeitraum vom 1. Januar 2011 bis 30. Juni 2011. Das Provisionsergebnis sank von TEUR 2.442 auf TEUR 1.788. Die Verminderung der Provisionserlöse liegt zum einen an einer Verminderung der Erträge im Forex-Handel und zum anderen am Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Durch die Verminderung der Provisionserlöse im Forex-Handel sind auch die IB-Vergütungen gesunken, die unter den Provisionsaufwendungen ausgewiesen werden. Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften verzeichnete einen deutlichen Anstieg von TEUR 1.694 auf TEUR 2.296. Als Nettoaufwand aus Finanzgeschäften wird zum 30. Juni 2011 ein Wert in Höhe von TEUR 502 (Vorjahr TEUR 22) ausgewiesen. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften stieg von TEUR 1.672 im ersten Halbjahr 2010 auf TEUR 1.794 im ersten Halbjahr 2011.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von TEUR 91 auf TEUR 179. Die Gründe liegen dafür in der Weiterreichung von Kosten an den HI Varengold CTA Hedge und an einem Forderungsverzicht eines Vermittlers.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft stiegen um TEUR 935 (von TEUR 2.364 auf TEUR 3.299). Ursächlich dafür waren insbesondere ein erhöhter Zuwachs der Personalkosten (von TEUR 1.224 auf TEUR 1.715) und der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von TEUR 321 auf TEUR 577). Die Aufwendungen für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von TEUR 152 auf TEUR 304), die Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von TEUR 105 auf TEUR 191), die Kfz-Kosten (von TEUR 70 auf TEUR 83), die Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von TEUR 25 auf TEUR 53) sowie die Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von TEUR 33 auf TEUR 36) führten weiterhin zu einer Steigerung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Reduziert wurden diese durch den Rückgang der Raumkosten (von TEUR 154 auf TEUR 143), der Aufwendungen für Kommunikation (von TEUR 97 auf TEUR 77) sowie der übrigen Verwaltungsaufwendungen (von TEUR 183 auf TEUR 120).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen stiegen deutlich von TEUR 397 (erstes Halbjahr 2010) auf TEUR 505 (erstes Halbjahr 2011).

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG TEUR -25 (30. Juni 2010: TEUR 1.332), der Jahresfehlbetrag lag bei TEUR -19 (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. TEUR 1.345).

SEGMENTBERICHTSERSTATTUNG

Berichtsperiode 01.01. – 30.06.2011

Gesamt Capital-Markets
Brokerage
Asset
Management
TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 109 107 2
Zinsaufwendungen 80 77 3
Zinsergebnis 29 30 -1
Provisionserträge 3.877 2.218 1.659
Provisionsaufwendungen 2.089 2.038 51
Provisionsergebnis 1.788 180 1.608
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 2.296 2.296 0
Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 502 502 0
Sonstige betriebliche Erträge 179 85 94
Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte
und Sachanlagen
505 385 120
Verwaltungsaufwand 3.299 2.471 828
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11 8 3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätig
keit
-25 -775 750

Während in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Verluste angefallen sind, konnte die Sparte Asset Management erneut ein positives Ergebnis einfahren. Wachstumstreiber waren dabei die Advisory Mandate. Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel trug einen großen Teil zu diesem Bereich bei.

Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich um Zinsen von dem Broker CMC Markets London sowie um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Erträge aus Finanzgeschäften. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Provisionsaufwendungen für Vermittler fallen ausschließlich im Bereich Capital-Markets-Brokerage an.

34 Die Verwaltungsaufwendungen fielen in beiden Geschäftsfeldern nahezu proportional zu den Erträgen an. Insbesondere aufgrund der weiteren Aufstockung des Personalbestandes und der Erhöhung der Marketingaktivitäten sind die Verwaltungsaufwendungen gestiegen.

DISCLAIMER

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheitsfaktoren. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen durch Zahlungen an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt.

IMPRESSUM

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49

12

E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand Steffen Fix , Yasin Sebastian Qureshi

Aufsichtsrat Willi Müller Hans J.M. Manteuffel Prof. Peter Andree

Register Amtsgericht Hamburg, HR B 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumentenim eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG. Zudem besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Erlaubnis für Anlageberatung gem. §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG sowie die Erlaubnis für Eigengeschäft gem. §1 Abs. 1a Satz 3 KWG.

Einlagensicherung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.

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