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Varengold Bank AG

Annual Report Jun 29, 2020

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2019

Eckdaten der Varengold Bank AG

Kennzahl je Aktie 31.12.2019
in EUR
31.12.2018
in EUR
Ergebnis je Aktie 0,17 0,08
Marktkapitalisierung 34.467.846 23.723.816
Gewinn- und Verlustrechnung 01.01.2019
bis 31.12.2019
in TEUR
01.01.2018
bis 31.12.2018
in TEUR
Zinsergebnis 6.559 6.369
Laufende Erträge aus Aktien und anderen
nicht festverzinslichen Wertpapieren
1.634 682
Provisionsergebnis 13.815 14.299
Nettoergebnis des Handelsbestands 155 80
Sonstiges betriebliches Ergebnis -495 -506
Verwaltungsaufwendungen -16.639 -14.774
Abschreibungen und Wertberichtigungen -1.435 -3.867
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.594 2.283
Jahresüberschuss 1.616 515
Bilanz 31.12.2019
in TEUR
31.12.2018
in TEUR
Bilanzsumme 707.329 530.935
Eigenkapital 34.151 24.772

Inhalt

Eckdaten der Varengold Bank AG 2
01 Brief an die Aktionäre 4
02 Erfolgsgeschichte 8
03 Produkte und Leistungen 11
04 Aktie 14
05 Bericht des Aufsichtsrats 17
06 Jahresabschluss 21

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Varengold Bank AG blickt heute auf das erfolgreichste Geschäftsjahr ihrer Geschichte zurück.

Dass das Jahr 2019 ein besonderes werden würde, zeichnete sich spätestens Ende des 1. Halbjahres ab: Mit EUR 1,78 Millionen lag das Vorsteuerergebnis über Plan und gab Anlass zu Optimismus, dass unsere Prognose von EUR 2,8 – 3,2 Millionen für das Gesamtjahr eintreffen würde. Angesichts eines nun testierten Vorsteuerergebnisses von EUR 3,6 Millionen steht fest, dass unsere Bank sogar den oberen Rand der Prognose um rund 12,5 % übertroffen hat.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Während große Häuser versuchen, alles für alle zu sein, erlaubte uns unser anhaltender Fokus auf zwei Kerngeschäftsfelder – Marketplace Banking und Transaction Banking (Commercial Banking) – unsere Kunden und ihre Bedürfnisse vollumfänglich zu verstehen. Bei aller Schnelligkeit, mit der wir Geschäftsentscheidungen trafen, nahmen wir uns hierfür immer die erforderliche Zeit. Nur so konnten die individuellen und innovativen Lösungen, die wir 2019 für unsere Kunden entwickelten, den gewünschten Nutzen stiften, der wiederum die notwendige Grundlage darstellt für ein langfristig tragfähiges Geschäftsmodell.

Bei aller Innovation haben wir jedoch aus gutem Grund weiterhin auf eine hohe Qualität bei der Risikoanalyse, die Einhaltung grundsolider traditioneller Kreditregeln und angemessene Kostenstrukturen geachtet.

Im Kerngeschäftsfeld Marketplace Banking generierte unsere Bank mit ihren regulatorischen Produkten und ihrer Liquidität Mehrwert für FinTechs im Allgemeinen und Kreditmarktplätze im Besonderen. Die liquiden Mittel wurden dabei deutlich häufiger für die Frühphasen-Kreditvergabe verwendet als im Geschäftsjahr 2018. Zusätzlich wurden die Bedürfnisse der Kunden durch eine Ausweitung der Produktpalette – insbesondere um modulare Fronting Services – noch umfassender befriedigt.

Mit ihren Aktivitäten im Marketplace Banking half die Varengold Bank, innovative Geschäftsideen, die sich in der Regel mit Receivables Finance, Real Estate Finance, Trade Finance, Consumer Finance oder SME Finance befassten, zunächst optimal zu realisieren und später zu skalieren. Dabei zeigte der Umfang der bereitgestellten Finanzierungsvolumina, dass wir in der Lage sind, unsere Kunden auch auf äußerst ambitionierten Wachstumspfaden zu begleiten. Hierfür konnten wir erforderlichenfalls auf die Unterstützung eines umfangreichen und belastbaren Investorennetzwerkes zurückgreifen.

Die stark gesteigerte Neukundengewinnung im Bereich Marketplace Banking – die sich als ein entscheidender Treiber für das positive Geschäftsergebnis 2019 erwies – zeigt, dass unsere Bemühungen nicht nur von Bestandskunden honoriert wurden.

Auch im zweiten Kerngeschäftsfeld, dem Transaction Banking, konnten wir im Geschäftsjahr 2019 zahlreiche Neukunden begrüßen, die sich von den Leistungen der Varengold Bank in den Bereichen Internationaler Zahlungsverkehr, Trade & Export Finance, Lombardkredite und Structured Finance überzeugt zeigten. Unter anderem erweiterten sechs der weltweiten Top 10 Food/Commodity-Händler den Kundenstamm, den sich unsere Bank bereits durch die konsequente Umsetzung ihrer Positionierung als globaler Partner für Transaktionen und Handelsaktivitäten über Ländergrenzen hinweg erarbeitet hatte.

Die Erfolge in beiden Kerngeschäftsfeldern wurden gestützt durch eine Vielzahl tiefgreifender operationaler Maßnahmen.

Um den steigenden Anforderungen an Effizienz und Geschwindigkeit Rechnung zu tragen, wurden im

Geschäftsjahr 2019 digitale Lösungen eingeführt, die das Prozess- und Projektmanagement sowie die externe und interne Kommunikation verbessert haben. Auch das Management-System OKR (Objectives and Key Results) fand weiterhin häufige und vielseitige Anwendung.

Nachdem in 2018 bereits die Corporate Identity optimiert wurde, sorgte die Einführung der Abteilung "Communications" dafür, dass unter anderem Social-Media-Kanäle stärker genutzt, Online-Werbemaßnahmen initiiert sowie die aktive Teilnahme an Messen und Fachkonferenzen im zweiten Halbjahr 2019 forciert wurde – mit den erwarteten positiven Effekten für die Bekanntheit und Wahrnehmung der Marke Varengold Bank.

In dem Bewusstsein, dass unser Anspruch an die Qualität unserer Serviceleistungen nur mit einem ausreichend großen, hochqualifizierten Team leistbar ist, wurde die durchschnittliche Mitarbeiterzahl um 13,3 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Dank einer gestärkten Arbeitgebermarke und attraktiver Leistungen für Arbeitnehmer gelang dies trotz des anhaltenden Fachkräftemangels.

Angesichts der positiven Entwicklung sehen wir unsere Geschäftsstrategie und besonders unsere Ausrichtung als "Bank für die Marketplace Lending Industrie" bestätigt. Hiervon waren auch die Aktionäre überzeugt, die Anfang 2019 an einer weiteren Kapitalerhöhung im Umfang von EUR 7,8 Millionen teilnahmen. In Kombination mit den Mitteln aus einer im November 2019 für 2020 ankündigten Barkapitalerhöhung, welche zu Mittelzuflüssen von weiteren EUR 2,8 Millionen führte, ist unsere Bank für ihr kontinuierliches Wachstum sehr gut aufgestellt.

Vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie hatten wir geplant, auch im Jahr 2020 den Schwerpunkt unseres Wachstums auf den Bereich Marketplace Banking zu legen. Mit Kredit-Know-how, regulatorischem Sachverstand und unserer Vernetzung in der europäischen Banken-Szene wollten wir weiterhin in erster Linie Kreditmarktplätzen helfen, ein nachhaltig erfolgreiches Geschäft aufzubauen. Grundsätzlich werden wir diese Vorhaben nun auch in dem durch Covid-19 veränderten Umfeld weiterverfolgen. Auf aktuell nicht vorhersehbare Entwicklungen werden wir angemessen reagieren.

Darüber hinaus werden wir wieder umfangreiche Ressourcen auf die fortschreitende Digitalisierung der Varengold Bank verwenden. Angesichts der Notwendigkeit, mit der Geschwindigkeit unseren FinTech-Kunden auch in Zukunft mithalten zu können, aber auch mit Blick auf die Corona-Krise, erscheint uns eine kontinuierliche Abkehr von manuellen bzw. analogen Prozessen alternativlos.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die durch ihr Vertrauen und ihre Einsatzbereitschaft das Jahr 2019 zum erfolgreichsten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte gemacht haben. Unsere besondere Dankbarkeit gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die immer wieder die "Extrameile" gegangen sind und es geschafft haben, sich auf die vielen Veränderungen in unserem Geschäftsbetrieb erfolgreich einzustellen – ohne dabei jemals das Interesse der Kunden aus den Augen zu verlieren.

In unserem Halbjahresbericht 2019 hatten wir auf die Lücken verwiesen, die andere Anbieter für uns im Markt hinterlassen haben, unter anderem indem sie ganze Gruppen von Kunden mit Bedarf an Kapital und Bankdienstleistungen ignorieren. Diese Lücken sind auch heute noch nicht geschlossen und sie bergen nach wie vor großes Potential für den, der es zu heben vermag. Die Covid-19-Pandemie wird nicht nur negative Auswirkungen haben, sondern auch Chancen für neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Wir sind bereit, die nötigen Anstrengungen hierfür zu unternehmen und blicken einem arbeitsreichen Geschäftsjahr 2020 mit Zuversicht und Tatendrang entgegen.

Hamburg, im Juni 2020

Der Vorstand der Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Erfolgsgeschichte

Die 24-jährige Unternehmensgeschichte der Varengold Bank AG zeugt von kontinuierlichem Wachstum. Mit Regulierungskompetenz und Innovationsbereitschaft behauptet sich die Bank erfolgreich im technologiegestützten Wandel der Finanzindustrie.

Im Jahr 1995 als Asset Management Boutique gegründet, folgte 1999 die Umwandlung der GmbH in eine Aktiengesellschaft. In den ersten Jahren stand die Entwicklung eigener, spezialisierter Hedgefonds-Strategien aus dem Managed-Futures-Universum im Vordergrund. Die mittels derivativer Finanzinstrumente umgesetzte Anlagestrategie konzentrierte sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes. Zur Diversifikation wurde der eigene Handelsansatz um komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios ergänzt.

Unter Maßgabe eines risikoreduzierten Renditeprofils lancierte die Varengold Bank später den ersten deutschen zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Managed Futures-Dach-Hedgefonds, den HI Varengold CTA Hedge, der mehrfach als bester deutscher Dach-Hedgefonds prämiert wurde. Im Rahmen dieser Handelsaktivitäten wurde deutlich, dass Transparenz der Managed-Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Handelsstrategien zu sichern.

Für eine optimierte Abwicklungsstruktur wurde eine Managed-Account-Plattform aufgebaut, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. In Spitzenzeiten nutzten rund 9.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich über EUR 20 Milliarden die Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und CFDs (Contracts for Differences) auf einer einzigen Handelsplattform.

Größter Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens war die Lizenzerweiterung von einer Wertpapierhandelsbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG) zum Einlagenkreditinstitut im Jahr 2013. Parallel zum Erhalt der Vollbanklizenz wurde der Geschäftsbereich Transaction Banking/Commercial Banking etabliert.

Im März 2016 beschloss die Varengold Bank den Geschäftsbereich Capital Markets Brokerage abzuwickeln, um Risiken und Ertragsvolatilitäten einzugrenzen und das Hauptaugenmerk zukünftig auf Geschäftsfelder zu legen, in denen eine bessere Risiko-Ertrags-Relation besteht. Die über viele Jahre erarbeitete Kapitalmarktexpertise wird jedoch weiterhin genutzt. Hiervon profitieren insbesondere Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollen.

Bereits seit 2015 liegt der strategische Fokus der Bank jedoch auf der Betreuung von Marktplätzen, die Unternehmen und Konsumenten digitale Finanzierungslösungen bieten. Bei ihnen handelt es sich um eine Form von Finanztechnologieunternehmen, kurz "FinTech(s)". Die Varengold Bank stellt ihnen Debtund Equity Capital Markets-Produkte, internationale Zahlungsverkehrsleistungen sowie Fronting Services von banklizenzpflichtigen Produkten zur Verfügung. Mit Kredit-Know-how, regulatorischem Sachverstand sowie einer ausgezeichneten Vernetzung in der europäischen Banken-Szene hilft sie den Kreditmarktplätzen dabei, ein erfolgreiches und nachhaltiges Geschäft aufzubauen. Dabei wird großer Wert darauf gelegt, mit den FinTechs zu kooperieren, statt ihre Leistungen zu duplizieren.

Der strategische Fokus auf Kreditmarktplätze steht in vollem Einklang mit der expliziten Mission der Varengold Bank, möglichst vielen Menschen und Unternehmen einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Kapital und Bankdienstleistungen zu ermöglichen.

Neben der Mission ist der Kernwert "Kundenorientierung" das verbindende Element zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen und Geschäftsentscheidungen. Um für ihre anspruchsvollen Kunden aus dem In- und Ausland relevanten Mehrwert zu stiften, kombiniert die Varengold Bank vorhandene Produkte auf neue Weise oder entwickelt innovative maßgeschneiderte Lösungen. Angesichts von Kundenbedürfnissen, für die es in der Regel noch keine Lösungen von der Stange gibt, hat sich dieser Ansatz nicht nur als notwendig, sondern auch als sehr erfolgreich erwiesen.

In Kombination mit der Einhaltung traditioneller Kreditregeln, einer hochwertigen Risikoanalyse und angemessenen Kostenstrukturen entsteht eine attraktive Mischung aus Solidität und Agilität, die eine ausgezeichnete Basis darstellt für eine erfolgreiche Positionierung in den Kerngeschäftsfeldern der Varengold Bank.

03 Produkte und Leistungen

Die Kerngeschäftsfelder Marketplace Banking und Commercial Banking

Marketplace Banking

Als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 entstanden weltweit Online-Kreditmarktplätze, die sich mit der Finanzierung von Unternehmen und Konsumenten beschäftigen. In der Regel bieten die Marktplätze ihren Kunden eine deutlich schnellere, einfachere und damit auch angenehmere Kreditbearbeitung als etablierte Banken. Zudem können sie aufgrund effizienterer Prozesse auch solchen Kunden Zugang zu Kapital ermöglichen, die aus dem typischen Zielraster der Banken herausfallen.

Dafür benötigen die Marktplätze finanzielle Mittel. Im Rahmen des Kerngeschäftsfeldes Marketplace Banking deckt die Varengold Bank genau diesen Bedarf. Damit hilft sie ihren Kunden, die sich in der Regel mit Receivables Finance, Real Estate Finance, Trade Finance, Consumer Finance oder SME Finance befassen, ihre Geschäftsmodelle zunächst zu realisieren und später zu skalieren.

Ein Ankerprodukt der Varengold Bank bildet die strukturierte Finanzierung (Lending). Die Refinanzierung von Marktplatz-Kreditportfolios, die sich in ihrer Struktur eng an den Erfordernissen der Kunden orientiert, ist dabei häufig nur der Anfang einer langfristigen Zusammenarbeit. Zusätzlich unterstützt die Varengold Bank ihre Kunden in den Bereichen DCM (Debt Capital Management) und ECM (Equity Capital Management): Falls erforderlich, wird ihr Fremd- und Eigenkapitalbedarf mithilfe eines weltweiten Netzwerks von Investoren gedeckt.

Ein weiteres Ankerprodukt im Kerngeschäftsfeld Marketplace Banking sind Fronting Services. Die Varengold Bank stellt europaweit ihre Banklizenz denjenigen Marktplätzen zur Verfügung, die banklizenzpflichtige Produkte und Leistungen anbieten, selbst aber nicht über die erforderliche Lizenz verfügen. "Gefronted" werden üblicherweise Kreditprodukte und Kontoservice-Leistungen. Das fundierte Prozessverständnis sowie die hohe Technologie-Kompetenz der Varengold Bank helfen den Kunden, schnell und effizient in Märkte einzutreten. Dies ist von besonderem Nutzen für Marktplätze, die hochregulierte Märkte wie Deutschland für sich erschließen wollen.

Grundsätzlich begleitet die Varengold Bank ihre Kunden im Marketplace Banking in einer frühen Phase ihrer Geschäftstätigkeit, die häufig in einer Wachstumsphase mündet. Ein Vorteil für die Kunden besteht darin, dass die Varengold Bank in ihrer Kundenbeziehung zu den Marktplätzen keinem Interessenkonflikt ausgesetzt ist, da sie selbst kein eigenes Kreditgeschäft betreibt, das in Konkurrenz zu dem Geschäft der Marktplätze steht.

Wertversprechen:

  • Aufbau von Kreditvolumen mit europaweit diversifizierten Kreditportfolios
  • Starke Vernetzung mit der Marketplace Lending Industrie und institutionellen Investoren
  • Bereitschaft, Unternehmen auch in der Frühphase zu begleiten, um gemeinschaftlich zu wachsen
  • Vorhandene "Vollbank"-Lizenz
  • Möglichkeit des EU Passportings
  • Innovative Produktlösungen für finanzspezifische Prozessabläufe, inkl. KYC, Credit, Payments & Account Opening

Ertragskomponenten:

  • Zinserträge
  • Provisionserträge

Transaction Banking / Commercial Banking

Im Kerngeschäftsfeld Transaction Banking/Commercial Banking (Bezeichnungen werden synonym verwendet) präsentiert sich die Varengold Bank als globaler Partner für anspruchsvolle Privat- und Unternehmenskunden und Investoren aus dem Inund Ausland. Mithilfe individualisierter Produkte und Lösungen gibt sie ihnen die Möglichkeit, Transaktionen und Handelsaktivitäten sicher, effizient und transparent über Ländergrenzen hinweg abzuwickeln. Dabei liegt der Handelsschwerpunkt auf den Regionen Osteuropa und Mittlerer Osten. So wurde seit Einführung des Geschäftsfeldes im Jahr 2013 bereits ein solider Kundenstamm für Trade Finance-Transaktionen aufgebaut, der kontinuierlich erweitert wird.

Das Leistungsportfolio besteht aus dem Einlagengeschäft sowie aus den Bereichen Internationaler Zahlungsverkehr, Trade & Export Finance, Lombardkredite und Structured Finance.

Im Bereich Trade & Export Finance bündelt die Varengold Bank ausgewählte Lösungen für Finanzierungen sowie Bankgarantien und Akkreditivgeschäfte für internationale Handelsaktivitäten. Das Garantiegeschäft umfasst, neben klassischen Auszahlungsgarantien, auch Gewährleistungsgarantien sowie Lieferungs- und Leistungsgarantien.

Im Bereich Einlagengeschäft hingegen werden Privatkunden kostenfreie Tages- und Termingeldkonten angeboten, die die volle Flexibilität einer täglich verfügbaren Einlage (Tagesgeld) mit einem attraktiven Zinssatz verbinden und auf diese Weise eine verlässliche Basis für jedes Investitionsportfolio darstellen. Neben einer Zinsgarantie sowie monatlicher Verzinsung profitieren die Kunden darüber hinaus von der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von bis zu EUR 100.000.

Wertversprechen:

  • Expertise in Schwellenmärkten mit ausgeprägten Netzwerken vor Ort
  • Dynamische Anpassung an Marktveränderungen
  • Status einer in Deutschland regulierten Bank
  • Einlagenschutz bis maximal EUR 100.000 pro Kunde

Ertragskomponenten:

  • Zinserträge
  • Provisionserträge

04 Aktie

Die Aktie der Varengold Bank ist seit 2007 im Open Market an der Frankfurter Börse gelistet. Zudem wird sie an den Börsen Stuttgart, Düsseldorf, Berlin, München und im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt.

Aktuelle Eckdaten

Aktie Varengold Bank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Marktsegment Open Market / Freiverkehr
Transparenzlevel Basic Board
Erstnotiz 20. März 2007
Aktienart (Gattung) Nennwertlose Inhaberaktien-Stammaktien
Anzahl der Aktien 10.043.015 Aktien (31.12.2019: 9.315.634 Aktien)
Grundkapital EUR 10.043.015,00 (31.12.2019: EUR 9.315.634)
Designated Sponsor Oddo Seydler Bank AG
Zahlstelle Bankhaus Gebrüder Martin AG
Spezialist Baader Bank AG

14

Rahmenbedingungen und Entwicklung im Jahr 2019

Die Aktienmärkte standen aufgrund der guten Entwicklung im gesamten Jahr 2018 bereits zu Anfang des Berichtszeitraums einer großen Erwartungshaltung der Anleger gegenüber. Vor dem Hintergrund eines eher schwachen globalen Konjunkturumfeldes und zunehmender Risiken im Außenhandel vollzog die US-Notenbank im Jahr 2019 einen deutlichen Kurswechsel, bei dem sie von der Normalisierung ihrer Geldpolitik abrückte und die US-Leitzinsen wiederholt senkte, was insbesondere die Aktienmärkte stützte. Im Euroraum blieb die Europäische Zentralbank (EZB) ihrem expansiven Kurs treu und kündigte ab November 2019 erhöhte Anleihekäufe an. Das internationale Börsengeschehen war dabei im Verlauf des Berichtsjahres 2019 durch eine Reihe wirtschaftlicher und geopolitischer Ereignisse geprägt. Dazu zählten der Handelskonflikt zwischen den USA und China, wirtschaftspolitische Sanktionen gegen den Iran, der Brexit und die Unsicherheiten über seine Auswirkungen sowie anhaltende Unruhen und politische Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Diesen Geschehnissen zum Trotz verzeichneten die internationalen Aktienmärkte 2019 eine insgesamt sehr positive Entwicklung. Während DAX und EuroStoxx 50 im Umfeld eines schwächeren Euro-Wechselkurses mit jeweils rund +26 % deutliche Zugewinne erzielen konnten, hinkte der europäische Bankenindex unter anderem infolge sinkender Zinserwartungen hinter der Entwicklung des breiten Aktienmarktes her.

Die Aktie der Varengold Bank AG verzeichnete auch im Jahr 2019 insgesamt einen Seitwärtsverlauf ohne spürbare Ausschläge. Mitte des ersten Quartals erreichte die Aktie ihren Jahrestiefstwert von EUR 3,36 und der Kurs verzeichnete seinen Spitzenwert Anfang Mai mit EUR 3,98.

Der durchschnittliche Aktienkurs stieg von EUR 3,22 im Jahr 2018 auf EUR 3,71 im Berichtsjahr. Die durchschnittlich täglich gehandelte Aktienanzahl sank auf 3.575 Stücke im Vergleich zu 17.653 Stücken im Vorjahr, was im Jahr 2018 wiederum auf ein sehr hohes gehandeltes Volumen an nur vergleichsweise wenigen Handelstagen zurückzuführen war.

Das Ergebnis je Aktie stieg im Jahr 2019 auf EUR 0,17 (2018: EUR 0,08). Die Marktkapitalisierung erhöhte sich zum Stichtag 31.12.2019 deutlich auf EUR 34.467.846 (Stichtag 31.12.2018: EUR 23.723.816).

Kurshistorie der Varengold-Aktie

Bitte beachten: Die vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Quelle: Bloomberg Zeitraum: 01/2015 – 12/2019

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat dankt zunächst den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das hohe persönliche Engagement im Jahr 2019. Das gesamte Varengold-Team hat die Geschäftsaktivitäten der Bank im vergangenen Jahr konsequent weiterentwickelt, zusätzliches Wachstum vorangetrieben und im Rahmen der angepassten strategischen Ausrichtung weitere Maßnahmen für eine nachhaltige und sehr positive Entwicklung der Bank initiiert. Im Zuge der seit Anfang 2020 vorherrschenden Corona-Pandemie erfährt auch die Digitalisierung notgedrungen eine immense Bedeutung, für die die Varengold Bank bereits in den vergangenen Jahren essenzielle Schritte eingeleitet hat.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat seine nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Vorstände laufend überwacht und sich umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat überzeugte sich im regelmäßigen Austausch mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands im Verlauf des Jahres sowie mit gezielten Fragestellungen von der Eignung und der Zuverlässigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder. Der Vorstand beantwortete und erläuterte die Fragen des Aufsichtsrates stets umfangreich und zu dessen Zufriedenheit. Um die eigene Informationsbasis zu verbreitern und eigene Eindrücke von der Unternehmensentwicklung zu gewinnen, hat der Aufsichtsrat auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei Führungskräften der Bank und externen Beratern. Das Gremium war somit stets aktuell informiert über die Geschäftstätigkeiten und hat schriftlich Informationen zur monatlichen finanziellen Geschäftslage sowie quartalsweise zur Risikosituation der Bank erhalten.

Die Überwachungsziele orientierten sich an den gesetzlichen Vorgaben und wurden unterjährig den internen und externen Entwicklungen entsprechend speziell angepasst. Die dem Aufsichtsrat zur Verfügung stehenden Informationen wurden in den Aufsichtsratssitzungen, im Rahmen von Umlaufbeschlüssen sowie darüber hinaus in Einzelgesprächen diskutiert. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes in engem Kontakt, um strategische Optionen und aktuelle Fragen der Geschäftspolitik zu hinterfragen und zu diskutieren. Weiterhin wurden sämtliche Innenrevisionsberichte sowie, je nach Einzelsachverhalt, zusätzliche Unterlagen dem Aufsichtsrat zugestellt. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben nach § 90 AktG.

Aufsichtsratssitzungen 2019

Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten, die am 13. März 2019, am 18. Juni 2019, am 28. August 2019 und am 26. November 2019 stattgefunden haben. Alle Sitzungen erfolgten unter Teilnahme sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder und beider Mitglieder des Vorstands.

Grundsätzlich wurde in jeder Sitzung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat über die Entwicklung der finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweils vorangegangenen Monate Bericht erstattet sowie ein Statusupdate zu Risikocontrolling und Compliance-Angelegenheiten gegeben.

In der Sitzung am 13. März 2019 wurde zunächst die Entwicklung der Geschäftsfelder und der Unternehmenskennzahlen mit Blick auf das Vorjahr 2018 erörtert. Weiterhin wurden die Geschäftsstrategie 2019, der Geschäftsplan 2019 und die Mehrjahresplanung sowie die aktuelle Risikostrategie besprochen und

seitens des Aufsichtsrats genehmigt. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer u.a. den Compliance-Bericht 2018, das vorhandene Vergütungssystem und dessen Umsetzung, die Einhaltung der Anforderungen des §25d KWG sowie Planungen zur Digitalisierung der Bank.

Wesentliche Tagesordnungspunkte der Sitzung vom 18. Juni 2019 waren, neben einem Rückblick auf die Geschäftsentwicklungen im ersten Halbjahr 2019, sowohl der Jahresabschluss 2018 (im direkten Gespräch mit dem zuständigen Jahresabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH) als auch die Überwachung der Nichtprüfungsleistungen der Prüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH.

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung am 28. August 2019 stand vorrangig die Neuwahl des AR-Vorsitzenden, seines Stellvertreters und ein Update über die Arbeit der Internen Revision im Mittelpunkt der Tagesordnung.

In der letzten Sitzung des Jahres, am 26. November 2019, wurde rückblickend die Ergebnisentwicklung der Bank im Jahr 2019 betrachtet und das gegenwärtige Geschäftsmodell unter aktuellen Rahmenbedingungen diskutiert. Darüber hinaus waren u.a. die Beteiligungsverhältnisse der Varengold-Gruppe und das Endergebnis der Prüfung im Sinne des §44 KWG zentrale Themen der Sitzung.

Neben diesen vier gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat trat der Aufsichtsrat auch zu gelegentlichen Telefonkonferenzen zusammen, um sowohl die Themen aus den gemeinsamen Sitzungen nachzuarbeiten als auch die Themen für bevorstehende gemeinsame Sitzungen vorbereiten zu können. Darüber hinaus wurden weitere Beschlüsse im Umlaufverfahren gem. § 12 Absatz 2 der Satzung der Varengold Bank AG gefasst. Der Mehraufwand war insbesondere den regulatorisch weiterhin steigenden Anforderungen für Kreditinstitute geschuldet.

Der Aufsichtsrat hat zudem im Verlauf des Jahres 2019 grundlegend den Rechnungslegungsprozess der Bank, die Wirksamkeit des vorhandenen internen Kontrollsystems, die Arbeit der Innenrevision sowie das Risikomanagement überwacht. Auch war der Aufsichtsrat stets informiert über Planungen und Aktivitäten im Rahmen der strukturellen und technologischen Transformation der Bank.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Dr. Lemnitzer verfügt gem. § 100 Abs. (5) AktG über den erforderlichen Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihrer Gesamtheit mit dem Sektor, in dem die Bank tätig ist, vertraut.

Der Aufsichtsrat selbst unterzieht seine Arbeit regelmäßig einer Effizienzprüfung. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr, wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren, aufgrund der Unternehmensgröße und der Tatsache, dass der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Erteilung des Prüfungsauftrags an PricewaterhouseCoopers GmbH

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. August 2019 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 gewählt. Anschließend erteilte der Aufsichtsrat der PricewaterhouseCoopers GmbH den Prüfungsauftrag. Der Auftrag selbst enthält u.a. klare Regelungen über den Prüfungsumfang, die Prüfungsdurchführung sowie die zielführende Zusammenarbeit. Vor der Empfehlung des Aufsichtsrats betreffend den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung hat der Abschlussprüfer erklärt, dass keine geschäftlichen, finanziellen sowie persönlichen oder sonstigen Beziehungen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten.

Jahresabschlussprüfung 2019

Der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH, Hamburg, hat für das Geschäftsjahr 2019 den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und den Lagebericht geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Zur Vorbereitung der Bilanzaufsichtsratssitzung am 5. Juni 2020 erhielt der Aufsichtsrat den Entwurf des Prüfungsberichts zum Jahresabschluss 2019 sowie den Lagebericht zwecks Durchsicht und Prüfung. Alle offenen Fragen konnten dort mit dem Vorstand und den anwesenden Wirtschaftsprüfern der PricewaterhouseCoopers GmbH geklärt werden. Zuvor hatte bereits der Aufsichtsratsvorsitzende an der Vorbesprechung des Prüfungsberichts zum Jahresabschluss 2019 zwischen Vorstand und Jahresabschlussprüfer am 27. Mai 2020 teilgenommen.

Durch einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats vom 5. Juni 2020 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2019, der gegenüber den Entwürfen keine materiellen Änderungen enthielt, gem. § 12 i.V.m. § 22 der Satzung der Varengold Bank AG nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Bank AG für das Geschäftsjahr 2019 ist damit festgestellt.

Personalia

Der Aufsichtsrat der Varengold Bank AG hat mit Beschluss vom 2. Mai 2019 vorzeitig die weitere Bestellung von Frank Otten als Mitglied des Vorstands bis zum 30. April 2025 beschlossen und in diesem Zusammenhang eine Verlängerung seines Anstellungsvertrages mit gleicher Laufzeit vereinbart.

Das im vergangenen Jahr amtierende Aufsichtsratsmitglied Herr Michael Stephen Murphy hat das Gremium nach Ablauf seiner regulären Amtsperiode mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung 2019 verlassen. Der amtierende Aufsichtsrat dankt dem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied Herrn Murphy für seinen wertvollen Beitrag und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. August 2019 wurden die Herren Dr. Karl-Heinz Lemnitzer, Vasil Stefanov und Francesco Filia für eine Amtszeit von 4 Jahren zu Aufsichtsräten der Varengold Bank AG gewählt. Herr Filia ist dem Gremium neu beigetreten.

Für den Aufsichtsrat Hamburg, 8. Juni 2020

Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Vorsitzender des Aufsichtsrats

06 Jahresabschluss

nach Handelsgesetzbuch (HGB)

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

Varengold Bank AG Große Elbstraße 14 22767 Hamburg

Inhalt

Bilanz zum 31. Dezember 2019 24
Gewinn- und Verlustrechnung 26
Anhang 28
1 Allgemeine Angaben 28
2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 28
3 Währungsumrechnung 30
4 Erläuterungen zur Bilanz 31
4.1
Postenübergreifende Angaben
31
4.2
Postenindividuelle Angaben
33
5 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung 39
5.1
Zinsergebnis
39
5.2
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
39
5.3
Provisionsergebnis
39
5.4
Nettoertrag des Handelsbestands
39
5.5
Sonstige betriebliche Erträge
40
5.6
Personalaufwendungen
40
5.7
Andere Verwaltungsaufwendungen
40
5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen 40
5.9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
40
6 Sonstige Angaben 41
6.1
Organe
41
6.2
Mitarbeiter
42
6.3
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
42
6.4 Termingeschäfte 42
6.5
Abschlussprüferhonorar
42
6.6 Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses 42
6.7
Mitteilungen gemäß § 20 AktG
43
6.8 Deutscher Corporate Governance Kodex 43
6.9 Nachtragsbericht 43
Lagebericht 44
A. Grundlagen der Varengold Bank 44
B. Wirtschaftsbericht 44
1.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
44
2.
Geschäftsverlauf
45
3.
Lage
47
3.1
Ertragslage
47
3.2
Vermögenslage
48
3.3
Finanzlage
48
3.4
Finanzieller Leistungsindikator
49
C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 49
1.
Risikobericht
49
2.
Chancenbericht
53
3.
Prognosebericht
55
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 57

Bilanz zum 31. Dezember 2019 Varengold Bank AG, Hamburg

Aktiva Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
TEuro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 4.951,24 2,8
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 261.366.957,55 134.495,2
- darunter: 261.371.908,79 134.498,0
bei der Deutschen Bundesbank: Euro 261.366.957,55 (134.495,2)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 23.307.897,10 5.878,5
b) andere Forderungen 3.509.786,53 7.318,2
26.817.683,63 13.196,7
3. Forderungen an Kunden 267.215.309,10 267.363,1
- darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert: Euro 40.865,36 (39,4)
Kommunalkredite Euro 53.670.057,99 (43.700,0)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 18.828.663,40 4.078,2
- darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank: Euro 18.737.798,60 (4.021,7)
ab) von anderen Emittenten 2.372.803,03 4.915,1
21.201.466,43 8.993,3
5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 126.274.250,76 101.150,4
6. Beteiligungen 1.827.465,71 1.678,5
7. Anteile an verbundenen Unternehmen 900.001,00 1.299,4
- darunter:
an Finanzdienstleistungsinstituten Euro 855.313,25 (855,3)
8. Immaterielle Anlagewerte
a) entgeltlich erworbene Konzessionen 177.069,00 154,5
177.069,00 154,5
9. Sachanlagen 135.579,50 156,2
10. Sonstige Vermögensgegenstände 1.324.198,22 1.557,2
11. Rechnungsabgrenzungsposten 84.537,47 191,3
12. Aktive latente Steuern 0,00 695,9
Summe Aktiva 707.329.469,61 530.934,5
Passiva Euro Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
TEuro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 28.258.613,03 5.947,0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 12.840,4
28.258.613,03 18.787,5
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 355.287.613,78 250.777,7
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 276.634.339,39 217.564,2
631.921.953,17 468.342,0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.798.080,58 9.572,9
4. Rechnungsabgrenzungsposten 79.589,91 237,1
5. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 98.599,00 83,7
b) Steuerrückstellungen 476.868,71 692,9
c) andere Rückstellungen 3.744.476,07 3.446,4
4.319.943,78 4.223,0
6. Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals 5.000.000,00 5.000,0
7. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 1.800.414,00 0,0
8. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 9.315.634,00 6.210,4
b) Kapitalrücklage 42.632.456,80 37.974,6
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.700,00 1,7
cb) andere Gewinnrücklagen 16.700,00 16,7
18.400,00 18,4
d) Bilanzverlust -17.815.615,66 -19.431,4
Summe Passiva 707.329.469,61 530.934,5
Summe Passiva 707.329.469,61 530.934,5
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 8.502.022,00 677,9
2. Andere Verpflichtungen
a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 12.488.006,42 25.629,9

Varengold Bank AG, Hamburg

Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro TEuro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 8.935.810,19 8.262,7
abzgl. gezahlte Negativzinsen aus
Bankguthaben -706.201,87 -986,8
8.229.608,32 7.275,9
b) festverzinslichen Wertpapieren und
Schuldbuchforderungen
324.847,24 8.554.455,56 774,8
2. Zinsaufwendungen -2.608.886,12 -2.598,3
abzgl. erhaltene Negativzinsen aus dem
Bankgeschäft
613.132,38 916,7
-1.995.753,74 -1.681,6
6.558.701,82 6.369,1
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen
Wertpapieren 1.634.137,34 682,1
1.634.137,34 682,1
4. Provisionserträge 14.455.923,33 16.214,2
5. Provisionsaufwendungen -641.333,14 -1.915,6
13.814.590,19 14.298,6
6. Nettoertrag des Handelsbestands 155.347,87 79,9
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.085.291,93 355,9
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -7.521.255,98 -6.386,3
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
- darunter: für Altersversorgung
254.892,72 Euro (Vorjahr: 228,4 TEuro)
-1.021.160,81 -874,2
-8.542.416,79 -7.260,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen -8.096.524,57 -7.513,1
-16.638.941,36 -14.773,6
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
10. immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-114.062,81
-1.580.060,09
-135,8
-862,0
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft -925.190,77 -2.836,4
Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro TEuro
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unter
nehmen und wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere -395.775,76 -894,3
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.594.038,36 2.283,4
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.977.831,35 -1.767,6
15. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10
ausgewiesen -413,00 -0,4
-1.978.244,35 -1.768,0
16. Jahresüberschuss 1.615.794,01 515,4
17. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -19.431.409,67 -19.946,8
18. Bilanzverlust -17.815.615,66 -19.431,4

Varengold Bank AG, Hamburg Amtsgericht Hamburg, HRB 73684

Anhang

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019

1 Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Angaben, die mehrere Posten betreffen, sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit abweichend von § 284 Abs. 1 Satz 1 HGB weiterhin postenübergreifend dargestellt.

Da sämtliche Tochterunternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB selbst in Summe von untergeordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, wird von der Befreiungsvorschrift zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bleiben gegenüber dem Vorjahr, mit einer Ausnahme, unverändert. Die Ermittlung für die Bildung der Pauschalwertberichtigungen erfolgte bis zum Vorjahr in Anlehnung an das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. Januar 1994 und ab diesem Geschäftsjahr in Anlehnung an die IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung zwecks Risikovorsorge für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft von Kreditinstituten ("Pauschalwertberichtigungen") (IDW RS BFA 7) (Stand: 13.12.2019). Diese Methodenänderung führt nach § 284 Abs. 2 Nr.2 zu einem Mehraufwand im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 188.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Zentralnotenbanken sind zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich dabei nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderungen und dem wahrscheinlich einbringlichen Wert. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem latenten Kreditrisiko wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Deren Ermittlung wurde in Vorbereitung auf den RS BFA 7 umgestellt und erfolgt auf Basis einer Schätzung der erwarteten Verluste aus einer nicht vertragsgemäßen Erfüllung von Kapital- und Zinsverpflichtungen in der ursprünglich vereinbarten Höhe bzw. zu den ursprünglich vereinbarten Zahlungszeitpunkten über die Restlaufzeit (Expected-Loss); Erlöse aus der Verwertung von erhaltenen Kreditsicherheiten werden bei der Ermittlung berücksichtigt.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Bei Zuordnung zur Liquiditätsreserve erfolgt die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Anlagevermögen sind Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 2.373 zugeordnet.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Bei Zuordnung zur Liquiditätsreserve erfolgt die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Anlagevermögen ist ein Bestand in Höhe von TEUR 45.500 (Buchwert) zugeordnet.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten ggf. abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Bei den erwarteten Nutzungsdauern werden die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die Sachanlagen und die immateriellen Anlagewerte werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer gemindert werden. Dabei wird sich an den von der Finanzverwaltung vorgegebenen Nutzungsperioden (AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter (AfA-Tabelle AV)) orientiert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die Vorschriften des § 6 Abs. 2 und 2a EStG bilanziert. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250 und EUR 1.000 werden danach in einem Sammelposten gebündelt, der von untergeordneter Bedeutung ist und im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter EUR 250 werden als sofortige Betriebsausgabe behandelt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Lizenzen) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Latente Steuern werden entsprechend § 274 HGB auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die zu einer künftigen Steuerbe- bzw. -entlastung führen, sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der aus Vorsichtsgründen nicht bilanziert worden ist.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen im Voraus erhaltene Zinsen und Provisionen für den Zahlungsverkehr) werden gemäß § 250 Abs. 2 HGB gebildet und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte aufgelöst.

Pensionsrückstellungen, die auf Hinterbliebenenversorgungen beruhen, werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck nach den Bestimmungen des § 253 Abs. 2 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde das modifizierte Teilwertverfahren verwendet. Es wurde ein Rechnungszins von 2,71 %, ein Gehalts- und Karrieretrend von 2,0 % sowie eine Fluktuation von 10 % zugrunde gelegt.

Rückstellungen einschließlich Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die begebenen Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals sind mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Der Zinsaufwand wird auf Basis der erwarteten Zahlungen an die Eigentümer der Instrumente abgegrenzt.

Die zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Hierzu wird ein barwertorientierter Ansatz unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Risiko- und Verwaltungskosten genutzt. Die Bewertung ergab, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuch) kein Verpflichtungsüberschuss und damit keine Notwendigkeit zur Bildung einer Drohverlustrückstellung bestehen.

Die Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen sowie alle sonstigen Bilanzposten sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften und positive Zinsen aus Passivgeschäften werden als Reduktion des Zinsertrags bzw. Zinsaufwands erfasst und im GuV-Formblatt gesondert ausgewiesen.

Die Bank nimmt das Wahlrecht zur Überkreuzkompensation nach § 340f Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 32 RechKredV und nach § 340c Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 33 RechKredV wahr.

Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten.

3 Währungsumrechnung

Bei allen Fremdwährungsgeschäften handelt es sich um jeweils in der Fremdwährung besonders gedeckte Geschäfte im Sinne des § 340h HGB.

Bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnungsergebnisse aus der Währungsumrechnung der besonders gedeckten Geschäfte sind gemäß der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung für Besonderheiten der handelsrechtlichen Fremdwährungsrechnung bei Instituten (IDW RS BFA 4) (Stand: 18.08.2011) saldiert im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthalten.

Unterjährig anfallende Erträge und Aufwendungen gehen mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein. Fremdwährungspositionen werden gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit den EZB-Referenzkursen in Euro umgerechnet.

Zum 31. Dezember 2019 sind in den folgenden Bilanzposten die nachstehend aufgeführten Fremdwährungsbeträge enthalten:

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 15.642 7.379
Forderungen an Kunden 7.692 18.639
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.373 1.125
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 52.030 50.411
Anteile an verbundenen Unternehmen 900 900
Sonstige Vermögensgegenstände 51 241
Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) 22 74
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 31.769 28.678
Sonstige Verbindlichkeiten 260 81

4 Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Forderungen an Kunden 267.215 267.363
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 4.780 4.657

Bei der Davon-Position handelt es sich um Forderungen gegen die Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands sowie die Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands.

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 631.922 468.342
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 294 565

Bei der Davon-Position handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Varengold Verwaltungs AG i.L., Hamburg, der Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands sowie der Varengold Capital Asset Management Limited, Hongkong.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 26.818 13.197
täglich fällig 23.308 5.878
bis drei Monate 39 340
mehr als drei Monate bis ein Jahr 3.471 6.979
Forderungen an Kunden 267.215 267.363
täglich fällig 3.766 2.770
bis drei Monate 39.900 26.709
mehr als drei Monate bis ein Jahr 170.452 156.467
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 53.097 81.378
mehr als fünf Jahre 0 39
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.201 8.993
bis drei Monate 1.189 3.049
mehr als drei Monate bis ein Jahr 1.688 1.647
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 18.324 4.298
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.259 18.787
täglich fällig 28.259 5.947
bis drei Monate 0 340
mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 12.500
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 631.922 468.342
täglich fällig 355.288 250.778
bis drei Monate 43.462 53.128
mehr als drei Monate bis ein Jahr 102.967 63.495
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 130.205 100.941

4.1.3 Wertpapiere

Die nachfolgende Tabelle gliedert die in den Bilanzposten enthaltenen Wertpapiere auf:

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 21.201 8.993
nicht börsenfähig 0 0
börsenfähig 21.201 8.993
- davon: börsennotiert 21.201 8.993
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 126.274 101.150
nicht börsenfähig 97.530 80.410
börsenfähig 28.744 20.740
- davon: börsennotiert 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 900 1.299
nicht börsenfähig 900 1.299
Beteiligungen 1.827 1.679
nicht börsenfähig 1.000 1.100
börsenfähig 827 579
- davon börsennotiert 0 0

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden (TEUR 267.215) bestehen zu großen Teilen aus Kundendarlehen und Kommunalkrediten.

4.2.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Der Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren beläuft sich in Höhe von TEUR 18.829 (Vorjahr TEUR 4.078) auf Anleihen und Schuldverschreibungen von öffentlichen Emittenten und in Höhe von TEUR 2.373 (Vorjahr TEUR 4.915) auf Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten. Neben acht europäischen Staatsanleihen befinden sich zwei Unternehmensschuldverschreibungen im Gesamtbestand.

4.2.3 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

In dem Bilanzposten sind Anteile an Investmentfonds in Höhe von TEUR 126.274 enthalten. Es handelt sich in Höhe von TEUR 101.042 um Investmentvermögen, an dem die Bank Anteile von mehr als 10 % hält und das sich wie folgt gliedert:

in TEUR Anlageziel Buchwert Marktwert Stille Reserve/
Last
Ausschüttung in
2019
Dalma Corporate Bond Fund Immobilien 17.682 17.693 11 0
Varengold Fixed Income Fund SP Handelsfinanzierungen 29.897 30.001 104 0
Varengold Spezial I Renten 45.500 45.935 435 501
Fasanara SA SICAV-RAIF –
Varegold Real Estate Finance Fonds
Immobilien 5.000 5.058 58 0
Fasanara SA SICAV-RAIF –
Varengold Receivables Finance Fonds
Forderungen 2.963 2.963 0 0

Die Rückgabemöglichkeit ist beim "Dalma Corporate Bond"-Fonds innerhalb von drei Monaten und bei den Fonds "Varengold Fixed Income Fonds", "Fasanara SA SICAV-RAIF – Varengold Real Estate Finance Fonds" und "Fasanara SA SICAV-RAIF – Varengold Receivables Finance Fonds" innerhalb von 90 Tagen zum Monatsende möglich. Beim "Varengold Spezial I"-Fonds bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der täglichen Rückgabemöglichkeit.

4.2.4 Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Varengold Bank AG hält folgenden nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis
direkt
%
indirekt
%
31.12.2019
TEUR
2019
TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg 33,00 01) -1.0731)
Lava Trading Ltd., Valetta, Malta 49,79 -62) -62)
Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands 100,00 -3373) 273)
Varengold Capital Securities Limited, Hong Kong 100,00 4333) -2563)
Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft i.L., Hamburg 100,00 4004) -14)
Klear Lending AD, Sofia 20,00 5765) -1735)
Varengold Capital Asset Management, Limited, Hongkong 100,00 9883) 3663)
Varengold Capital International Company Limited, British Virgin Islands 100,00 -6613) -23)
Varengold Investment Funds SPC, Cayman Islands 100,00 -6503) 03)
Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands 100,00 -373) 3543)
Varengold Capital Management Limited, British Virgin Island 100,00 -7573) -4293)
Naga Brokerhouse GmbH, Hamburg 33,00 526) 06)

Nach § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 271 HGB unterbleibt die Angabe von Beteiligungen unter 20 %.

1) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

  • 2) Jahresabschluss zum 31. März 2015 (abweichendes Wirtschaftsjahr); im Jahr 2016 wurde der Geschäftsbetrieb eingestellt
  • 3) Angaben in EUR wurden zum Kursstichtag 31.12.2019 umgerechnet; Kurs HKD: 8,7473
  • 4) vorläufiger Jahresabschluss zum 30. November 2019 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

5) Jahresabschluss zum 31.12.2018; Angaben in EUR wurden zum Kursstichtag 31.12.2019 umgerechnet; Kurs BGN: 1,9558

6) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018

4.2.5 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.19 Zugänge
2019
Abgänge
2019
31.12.19 kumuliert
01.01.19
Jahres-Afa
2019
Abgänge
2019
kumuliert
31.12.19
31.12.19 31.12.18
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle
Anlagewerte
Selbst
geschaffene
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte
388 0 0 388 388 0 0 388 0 0
Entgeltlich
erworbene
Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte
und ähnliche
Rechte und
Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rechten
und Werten
2.246 81 0 2.327 2.091 59 0 2.150 177 154
Sachanlagen 786 34 0 821 630 55 0 685 136 156
Summe 3.420 115 0 3.536 3.109 114 0 3.223 313 310
Veränderung*)
Schuldver
schreibungen
und andere
festverzinsliche
Wertpapiere
1.248 2.373 1.125
Aktien und
andere nicht
festverzinsliche
Wertpapiere
15.500 45.500 30.000
Beteiligungen 149 1.827 1.679
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
-399 900 1.299

*) Von der nach § 34 Absatz 3 RechKredV möglichen Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht.

Die immateriellen Anlagewerte bestehen vor allem aus entgeltlich erworbener Software sowie Lizenzen. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

4.2.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEUR 1.116 (Vorjahr TEUR 1.181) und Forderungen aus gezahlten Kautionen in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr TEUR 168) ausgewiesen.

4.2.7 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen im Voraus bezahlte Lizenzen (TEUR 61).

4.2.8 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 28.259, Vorjahr TEUR 18.787) sind ausschließlich täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber vier Kreditinstituten enthalten.

4.2.9 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In dem Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind täglich fällige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 355.288 (Vorjahr TEUR 250.778) sowie Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist in Höhe von TEUR 276.634 (Vorjahr TEUR 217.564) enthalten. Die Verbindlichkeiten setzen sich aus Termingeldern (TEUR 268.341), Kontokorrentkonten (TEUR 174.717), Tagesgeldern (TEUR 106.129), Sicherheitsleistungen (TEUR 11.100) sowie sonstigen Konten (TEUR 71.635) zusammen.

4.2.10 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von TEUR 1.174. Des Weiteren sind in diesem Posten Verbindlichkeiten aus Steuersachverhalten in Höhe von TEUR 423 enthalten.

4.2.11 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Pensionsrückstellungen wurden für die Hinterbliebenenversorgung gebildet. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 99) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 107) beträgt TEUR 8 und unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB). Der Rechnungszins beträgt 2,71 % (durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren). Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung beträgt TEUR 3 (Vorjahr TEUR 3).

4.2.12 Steuerrückstellungen

In den Steuerrückstellungen sind gebildete Körperschaftsteuerrückstellungen (Steuersatz 15 % zuzüglich 0,825 % Solidaritätszuschlag) in Höhe von TEUR 224 (Vorjahr TEUR 328) sowie Gewerbesteuerrückstellungen (Steuersatz 16,45 %) in Höhe von TEUR 233 (Vorjahr TEUR 343) enthalten.

Des Weiteren bestehen Steuerrückstellungen für anteilige Gewinne der Betriebsstätte in London für das Jahr 2019 in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 22). Hierfür wurde ein Ertragssteuersatz von 20 % zugrunde gelegt.

4.2.13 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Variable Vergütung 2.075 1.365
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 606 615
Rechts- und Beratungskosten 363 421
Rückstellungen für Prozess- und Rechtsstreitigkeiten 375 318
Urlaubsrückstellungen 91 110
Archivierungskosten 79 87
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken 76 70
Sonstige 79 460
Summe 3.744 3.446

4.2.14 Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals

Am 19. August 2014 hat die Varengold Bank AG zusätzliche Tier-1-Anleihen ("AT1-Anleihen") in Höhe von EUR 5 Mio. begeben. Die zusätzlichen AT1-Anleihen stellen unbesicherte und nachrangige Anleihen der Varengold Bank dar. Die halbjährlich fälligen Zinszahlungen für diese Anleihen bemessen sich an deren Nominalbetrag und der Entwicklung des EURIBOR. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Varengold Bank sowohl verpflichtet werden kann, als auch das umfassende Recht zur alleinigen Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der Varengold Bank erstmals zum Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Begebung gekündigt werden und danach zu jedem Zinszahlungstag. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihebedingungen beinhalten unter anderem, dass die Varengold Bank die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungsund der Nominalbetrag der Anleihen kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen auslösenden Sachverhalt würde das Absinken der Tier-1-Kernkapitalquote der Varengold Bank auf unter 5,125 % darstellen. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.

Der abgegrenzte Zinsaufwand für diese Anleihen beträgt zum 31. Dezember 2019 EUR 0,00.

Am 31. Dezember 2019 ausstehende zusätzliche Tier-1-Anleihen:

Währung Betrag in EUR Art Emissionsdatum Zinssatz Fälligkeit
EUR 5.000.000 variabel verzinslich, kumulative Nachranganleihen 19. August 2014 variabel ohne Fälligkeit

4.2.15 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 9.316) ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 9.315.634,00 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 42.632 stammt unter anderem aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhö-

hung durch Ausgabe von 133.100 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie (Aufgeld TEUR 5.371), aus der Kapitalerhöhung im zweiten Halbjahr 2013 durch Ausgabe von 146.397 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 22,90 je Aktie (Aufgeld TEUR 3.352), aus der Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2014 durch Ausgabe von 159.571 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (Aufgeld TEUR 3.032), aus der Kapitalerhöhung im April 2015 durch Ausgabe von 176.963 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (Aufgeld TEUR 3.362), aus der Kapitalerhöhung im Februar 2016 durch Ausgabe von 974.184 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 12,00 je Aktie (Aufgeld TEUR 11.690), aus der Kapitalerhöhung im Juli 2017 durch Ausgabe von 1.217.730 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 2,99 je Aktie (Aufgeld TEUR 3.641) sowie aus der Kapitalerhöhung im Februar 2018 durch Ausgabe von 2.070.141 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 1,80 (Aufgeld TEUR 3.726).

Darüber hinaus hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats von der Beschlussfassung der Hauptversammlung zur Erhöhung des Grundkapitals vom 21. August 2018 Gebrauch gemacht und im ersten Halbjahr zusätzlich 3.105.211 neue Aktien mit einem Agio von EUR 1,50 (Aufgeld TEUR 4.658) platziert. Die Eintragung dieser Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 29. Januar 2019.

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 besteht weiterhin ein "Bedingtes Kapital 2012 II". Das Grundkapital ist um bis zu EUR 140.000,00 durch Ausgabe von bis zu 140.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 ("AOP 2012") in der Zeit bis zum 8. August 2017 (einschließlich) von der Gesellschaft ausgegeben wurden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das AOP 2012 dient als zielgerichteter Leistungsanreiz (sogenannte Incentivierung) der Programmteilnehmer und soll gleichzeitig eine Bindungswirkung der Teilnehmer an die Gesellschaft erreichen.

Im Rahmen des AOP 2012 durften insgesamt bis zu Stück 95.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie weitere insgesamt bis zu Stück 45.000 Aktienoptionen an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft ("Programmteilnehmer") ausgegeben werden. Jede Aktienoption gewährt das Recht auf den Bezug von je einer Varengold Bank AG Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Varengold Aktie, also der bei Erwerb einer Aktie infolge der Ausübung eines Aktienoptionsrechts zu zahlende Preis, entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlusskurse der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den vorangegangenen 30 Börsenhandelstagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption ("Basispreis"). Die Ausgabe der Optionen erfolgt in mindestens drei Jahrestranchen, wobei keine Tranche mehr als 50 % des Gesamtvolumens umfassen darf. Der Erwerbszeitraum beträgt 40 Werktage nach Zugang des Erwerbsangebots. Die Bezugsrechte aus den Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens vier Jahren nach deren Ausgabe ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist innerhalb von sieben Jahren nach der Ausgabe der Aktienoption außerhalb der Ausübungssperrfristen möglich und setzt voraus, dass der Kurs der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den letzten 30 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung des Bezugsrechts den Basispreis um mindestens 30 % übersteigt.

Aufgrund der vorstehenden Ermächtigung hat der Vorstand bis zum Ende des Berichtszeitraums insgesamt 85.500 Aktienoptionen an Führungskräfte der Gesellschaft ausgegeben. Insgesamt wurden 45.000 Aktienoptionen an berechtigte Mitarbeiter zugeteilt. Weitere 40.500 Aktienoptionen wurden an Vorstandsmitglieder ausgegeben, wovon 31.000 Aktienoptionen aufgrund des zwischenzeitlichen Ausscheidens der betreffenden Vorstände nicht mehr ausgeübt werden können. Im Jahr 2019 hat bis zum Ende des Berichtszeitraums keine Ausgabe von Aktienoptionen stattgefunden.

4.2.16 Eventualverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2019 bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen im Wesentlichen in Form von Avalkrediten in Höhe von TEUR 8.502 (Vorjahr TEUR 678). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft. Die Bürgschaften sind vollständig besichert durch Bargeld, liquide Wertpapiere oder eine Kombination von beiden.

Das Risiko von Verlusten aus der Inanspruchnahme von Eventualverbindlichkeiten beruht im Wesentlichen auf dem Kreditrisiko der Auftraggeber. Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme einer Eventualverbindlichkeit ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen einer Kreditprüfung des Auftraggebers und gegebenenfalls anhand einer Bewertung der erwarteten Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen durch den jeweiligen Auftraggeber ab.

Zum 31. Dezember 2019 bestehen andere Verpflichtungen in Form von unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 12.488 (Vorjahr TEUR 25.630) gegenüber Kunden, die diese in Teilbeträgen je nach Bedarf ziehen können. Für diese Inanspruchnahmen gelten kreditvertragliche Auszahlungsvoraussetzungen, deren Einhaltung vor der jeweiligen Auszahlung geprüft wird. Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme der unwiderruflichen Kreditzusagen ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen der Kreditprüfung ein.

4.2.17 Übertragene Sicherheiten

Zum Stichtag dienten Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 2.658 als Sicherheiten für Geschäfte an Terminbörsen resultierend aus Währungsabsicherungsgeschäften.

5 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Sämtliche Erträge fallen im Inland an.

5.1 Zinsergebnis

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus gewährten Darlehen und festverzinslichen Wertpapieren. Gezahlte Negativzinsen (hauptsächlich angefallen bei der Deutschen Bundesbank und für hinterlegte Sicherheiten) sind offen von den Zinserträgen abgesetzt.

In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Kundeneinlagen (Tages-, Fest- und Termingelder) enthalten. Erhaltene Negativzinsen für hinterlegte Kundensicherheiten und Kundeneinlagen sind ebenso offen von den Zinsaufwendungen abgesetzt.

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

In den Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind ausschließlich Ausschüttungen von Fondsinvestments enthalten.

5.3 Provisionsergebnis

In den Provisionserträgen sind im Wesentlichen Einnahmen aus dem Bereich Transaction Banking für Provisionen im Zahlungsverkehr, Kredit-, Garantie-, und Akkreditivgeschäft in Höhe von TEUR 12.519 (Vorjahr TEUR 15.412) enthalten.

Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich vor allem um Gebühren für die Vermittlung von Geschäften im Bereich Transaction Banking.

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Provisionserträge 14.456 16.214
Provisionsaufwendungen 641 1.915
Provisionsüberschuss 13.815 14.299

5.4 Nettoertrag des Handelsbestands

Die Erträge resultieren aus Wertpapiergeschäften, denen Kundenaufträge zugrunde liegen. Die Geschäfte werden taggleich abgeschlossen, so dass sich kein entsprechender Handelsbestand ergibt.

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von TEUR 356 im Jahr 2018 auf TEUR 1.085 im Jahr 2019 gestiegen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 600) und Kostenerstattungen enthalten.

5.6 Personalaufwendungen

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Löhne und Gehälter 7.521 6.386
Soziale Abgaben 766 646
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 255 228
Summe 8.542 7.260

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für die variable Vergütung.

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

31.12.2019
TEUR
31.12.2018
TEUR
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 2.982 2.794
IT-Aufwendungen 2.564 1.778
Beiträge und Versicherung 667 642
Raumkosten 561 533
Aufwendungen für Kommunikation 341 347
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 270 275
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 91 134
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 25 26
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 596 984
Summe 8.097 7.513

5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 862 im Vorjahr auf TEUR 1.580 im Jahr 2019 gestiegen. Hier sind im Wesentlichen Ergebnisse aus der Fremdwährungsumrechnung (TEUR 1.300, Vorjahr TEUR 772) enthalten.

5.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Bemessungsgrundlage für die Ertragsteuern ist vor allem durch nicht abzugsfähige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen geprägt. Der Ertragsteuersatz der Varengold beträgt 32,28 %.

Das Steuerergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 696 (Vorjahr TEUR 1.157), aus Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 586, sowie aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 629.

6 Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Vorsitzender Selbständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Herr Vasil Stefanov Stellvertretender Vorsitzender Vorstand, Euro-Finance AD; Head of M&A, Euroins Insurance Group AD

Herr Francesco Filia (ab 28. August 2019) Vorstandsvorsitzender Fasanara Capital Ltd.

Herr Michael Stephen Murphy (bis 28. August 2019) Selbständiger Investmentbanker

6.1.2 Vorstand

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann Marktfolge

Herr Frank Otten Markt

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Otten sind jeweils gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

6.1.3 Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien

Herr Dr. Lemnitzer nimmt keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG wahr.

Herr Stefanov ist zum Bilanzstichtag neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied der Varengold Bank ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrats der Insurance Company Euroins Georgia JSC (Tbilisi), Vorstand der Euro-Finance AD (Sofia), Non-executive Director der Hanson Asset Management Limited (London), Aufsichtsratsmitglied der First Investment Bank AD (Moskau) sowie Miteigentümer der Vinart Stefanovi Ltd. (Plowdiw) und der Arkont-Invest Ltd. (Plowdiw).

Herr Filia ist zum Bilanzstichtag neben seiner Tätigkeit als Aufsichtsrat der Varengold Bank AG zudem Vorstandsvorsitzender der Fasanara Capital Ltd. (London).

Herr Dr. Fuhrmann nimmt zum Bilanzstichtag neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG die Tätigkeit als Liquidator bei der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft i.L., Hamburg, wahr. Darüber hinaus ist er Geschäftsführer der JUCLA Invest GmbH, Hamburg.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Otten zusätzlich als Chief Executive Officer (CEO) bei der Unternehmensberatung Arensburg Consult GmbH, Molfsee, tätig, Mitglied des Beirats der KERNenergie GmbH, Großwallstadt, Geschäftsleiter

der KERNenergie Hamburg Store GmbH, Hamburg, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft i.L., Hamburg.

Herr Lukas Diehl, Prokurist der Varengold Bank AG, ist ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrats der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft i.L., Hamburg.

6.1.4 Organbezüge und -kredite

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. a HGB sowie der Hinterbliebenenbezüge gemäß § 285 Nr. 9 Buchst. b HGB wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 353 (Vorjahr TEUR 354). Darin enthalten sind Tätigkeitsvergütungen (inklusive gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer) in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr TEUR 301) und TEUR 10 angefallene Reisekosten.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Kreditforderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Vorstands.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2019 beschäftigten Mitarbeiter beträgt insgesamt 68 (Vorjahr 60), darunter befinden sich 28 Mitarbeiterinnen (Vorjahr 24). Mit Ausnahme von neun Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 645 mit Restlaufzeiten zwischen 1,5 und 2,5 Jahren.

6.4 Termingeschäfte

Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte dienen Sicherungszwecken im Rahmen der besonderen Deckung und werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

Nominal Marktwert positiv Marktwert negativ
TEUR TEUR TEUR
Fremdwährung 43.000 435 0

6.5 Abschlussprüferhonorar

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt insgesamt TEUR 496. Davon entfallen TEUR 322 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 71 auf andere Bestätigungsleistungen (v.a. Prüfung nach § 89 WpHG), TEUR 101 auf Steuerberatungsleistungen sowie TEUR 2 auf sonstige Leistungen (Fortbildungsveranstaltung).

6.6 Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss mit dem Verlustvortrag zu verrechnen (Bilanzverlust).

6.7 Mitteilungen gemäß § 20 AktG

Es wurden im Berichtsjahr keine Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 AktG an die Varengold Bank AG übermittelt und mithin keine Bekanntmachungen gemäß § 20 Abs. 6 AktG im Bundesanzeiger veröffentlicht.

6.8 Deutscher Corporate Governance Kodex

Vom 20. März 2007 bis 28. Februar 2017 war die Aktie der Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Nach Schließung des Entry Standards ist die Varengold Aktie seit dem 1. März 2017 im Basic Board am Open Market notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

6.9 Nachtragsbericht

Die Varengold Bank AG hat im ersten Quartal 2020 eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts durch teilweise Ausnutzung der Genehmigten Kapitalien 2018 und 2019 durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von EUR 9.315.634,00 gegen Bareinlagen um EUR 727.381,00 auf EUR 10.043.015,00 durch Ausgabe von 727.381 neuen Stückaktien erhöht. Sämtliche Aktien wurden zu einem Ausgabekurs von EUR 3,85 je Aktie platziert. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 17. Februar 2020.

Die globale Ausbreitung des neuen Coronavirus ("COVID 19 Pandemie") im Jahr 2020 und die Bekämpfung deren gesundheitlichen Folgewirkungen haben weltweit zu einer signifikanten Reduzierung der wirtschaftlichen Aktivität geführt. Die bisherigen Entwicklungen weisen darauf hin, dass erhebliche negative Beeinträchtigungen für die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2020 möglich sind. Gegenwärtig besteht große Ungewissheit über die Dauer und Intensität der Corona-Krise einerseits und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise bzw. deren Abmilderung durch bereits umgesetzte oder adressierte Hilfsprogramme andererseits.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise können das Erreichen der finanziellen Ziele der Varengold Bank AG negativ beeinflussen, wobei aufgrund der bestehenden Ungewissheiten noch keine konkreten Prognosen zu Auswirkungen möglich sind. Grundsätzlich können sich für die Varengold Bank AG negative Effekte auf die Höhe der Erträge auswirken sowie höhere Zuführungen zur Kreditrisikovorsorge erforderlich machen.

Hamburg, 20. März 2020

Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Lagebericht

A. Grundlagen der Varengold Bank

Die Varengold Bank ist ein börsennotiertes deutsches Kreditinstitut mit Vollbanklizenz mit Hauptsitz in Hamburg und Niederlassungen in London und Sofia. Die Varengold-Aktie (ISIN: DE0005479307) notiert seit 2007 im Freiverkehr/Open Market der Frankfurter Wertpapierbörse.

Die Kerngeschäftsfelder der Varengold Bank sind Marketplace Banking sowie Transaction Banking (Commercial Banking).

Das aktuelle Portfolio der Varengold Bank im Marketplace Banking umfasst Funding, Debt- und Equity Capital Markets Produkte, Fronting Services für banklizenzpflichtige Produkte und internationale Zahlungsverkehrsleistungen. Kunden sind digitale Kreditmarktplätze (kurz: FinTechs) weltweit mit Schwerpunkt in Europa. Sie sind in den Asset-Klassen Receivable Finance, Real Estate Finance, Trade Finance, Consumer Finance oder SME Finance tätig.

Neben dem Marketplace Banking umfasst das zweite Kerngeschäftsfeld der Varengold Bank das Transaction Banking mit den Bereichen Internationaler Zahlungsverkehr, Trade & Export Finance, Lombardkredite und Structured Finance. Die Kunden der Bank sind weltweit tätig.

Die Varengold Bank refinanziert sich weit überwiegend durch Tages- und Termingelder, die von in Deutschland ansässigen Kunden der Bank zur Verfügung gestellt werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2019 war aus wirtschaftlicher Sicht erneut von einem hohen Niveau geopolitischer Unsicherheiten und Veränderungen geprägt. Dazu zählten insbesondere Konjunkturrisiken basierend auf dem Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie Spannungen insbesondere im Mittleren Osten und dem sich hinziehenden Brexit-Verlauf. Mit dem EU-Austrittsgesetz vom 20. Dezember 2019 verließ Großbritannien offiziell zum Ende Januar 2020 die EU. Bis Jahresende gilt eine Übergangsfrist, in der ein Handelsabkommen abgeschlossen werden kann, um einen harten Brexit zu verhindern.

Sowohl in der Eurozone als auch in Deutschland lieferten vor allem der private Konsum und die Staatsausgaben positive Wachstumsbeiträge, während der Außenbeitrag wechselnde Impulse gab. Durch seinen dominanten Exportsektor ist Deutschland stark von der schwachen außenwirtschaftlichen Dynamik und dem geringen Handelswachstum betroffen. Eine hohe Nachfrage im Immobiliensektor (speziell bei den Bauinvestitionen) sendete wiederum positive Impulse für die inländische Wirtschaftsleistung.

Im Jahr 2019 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU um rund 1,5 % gegenüber dem Vorjahr; in der Euro-Zone wuchs es um rund 1,2 % und somit weniger dynamisch als im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies insbesondere auf einen schwächeren Industriesektor. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 um 0,6 % gewachsen. In den USA kühlte sich das reale Wirtschaftswachstum ab und auch im asiatisch-pazifischen Raum zeigte sich ein niedrigeres Wirtschaftswachstum als zuvor.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verkündete im Verlauf des vergangenen Jahres die Einführung neuer langfristiger Refinanzierungsgeschäfte sowie die Absicht, die wesentlichen Zinssätze bis mindestens Mitte 2020 auf gleichbleibendem Niveau zu belassen. Die wichtigsten europäischen und internationalen Aktienmärkte beendeten das Jahr 2019 mit hohen Gewinnen von teilweise über 20 %. Der Deutsche Aktienindex gewann 25 % und schloss bei 13.249 Punkten. Der Euro zeigte sich im Jahresverlauf mit einer uneinheitlichen Entwicklung und es waren spürbare Schwankungen im Wechselkurs zum US-Dollar erkennbar. Das Britische Pfund schloss gegenüber dem Euro mit einem vergleichsweise höheren Wert ab.

Die Arbeitsmärkte zeigten sich im Berichtszeitraum in nahezu allen Regionen positiv. In der Eurozone fiel die Arbeitslosenquote von 8,2 % im Jahr 2018 auf 7,6 % und in Deutschland wurde im Jahr 2019 eine Arbeitslosenquote von 5 % verzeichnet (Vorjahr: 5,2 %).

Am europäischen Finanzmarkt stellten, neben den Konsequenzen des Brexits, insbesondere das weiterhin niedrige Zinsumfeld und die fortwährende Instabilität der italienischen Banken zentrale Themen im Jahr 2019 dar. Dabei wurde der hohe Margendruck mit Blick auf eine risikoadäquate Bepreisung von Kreditfinanzierungen zum Problem. Zudem betrieben speziell deutsche Banken erneut anhaltenden operativen Aufwand mit Blick auf die verschiedenen regulatorischen Verschärfungen und gesetzlichen Anforderungen, deren Umsetzung nach wie vor sowohl finanzielle als auch personelle Ressourcen band. Dazu gehörten unter anderem die Überarbeitungen aufsichtsrechtlicher Regelungen (CRR II, CRD V, BRRD II, SRMR) sowie die EBA-Papiere (PD- und LGD-Schätzung, Downturn LGD) sowie verschiedene neue Anforderungen nationaler und europäischer Regulatoren im Zusammenhang mit Informationssicherheit, Datenschutz, Prävention von Geldwäsche und/oder Terrorismusfinanzierung. Darüber hinaus wurde die Notwendigkeit erkannt, den Nachhaltigkeitsgedanken stärker in der Gesellschaft und damit einhergehend als regulatorische Anforderung in der Wirtschaft zu verankern.

Seit Anfang des Jahres 2020 zeigten sich zunehmend wirtschaftliche Konsequenzen des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, durch das die Lungenkrankheit COVID-19 ausgelöst werden kann. Die Lage dieser weltweiten Corona-Pandemie verschärfte sich innerhalb kurzer Zeit und machte bereits zahlreiche Gegenmaßnahmen erforderlich, die auch im alltäglichen Bankgeschäft Spuren hinterlassen.

2. Geschäftsverlauf

Im Berichtszeitraum hat die Varengold Bank ihre eingeleitete strategische Ausrichtung als "Bank für die Marketplace Lending Industrie" konsequent fortgeführt und die Aktivitäten in den Geschäftsfeldern Marketplace Banking und Transaction Banking weiter ausgebaut.

Eine deutliche Ergebnissteigerung zeichnete sich bereits nach Ablauf des 1. Halbjahres 2019 mit einem EBT von EUR 1,78 Millionen ab und führte zu einer Steigerung von 47,1 % gegenüber dem Vorjahr (30. Juni 2018: EUR 1,21 Millionen). Damit rückte die schließlich Anfang 2020 bekanntgegebene Übererfüllung der Vorsteuerergebnis-Prognose für 2019 bereits in greifbare Nähe.

Als entscheidender Treiber erwies sich die gesteigerte Neukundengewinnung in den beiden Kerngeschäftsfeldern Marketplace Banking und Transaction Banking. Dieser Erfolg wurde gestützt durch die bereits in 2018 veränderte Corporate Identity mit neuem Corporate Design und verbessertem Außenauftritt sowie durch die Einführung der Abteilung "Communications", die dafür sorgte, dass unter anderem Social-Media-Kanäle stärker genutzt, Online-Werbemaßnahmen initiiert sowie die aktive Teilnahme an Messen und Fachkonferenzen im zweiten Halbjahr 2019 forciert wurden.

Den Bedürfnissen der Kunden im Marketplace Banking wurden durch eine Ausweitung der Produktpalette – insbesondere um modulare Fronting Services – entsprochen. Die Bank agierte zudem häufig als Frühphasen-Kreditgeber. Im Bereich Transaction Banking wurde die Internationalisierung der Services vorangetrieben mit speziellem Fokus auf Agrar- und medizinische Güter. Dabei konnten 6 der weltweiten Top 10 Food-/Commodity-Händler als neue Kunden der Varengold Bank gewonnen werden.

Zur Ausweitung des Geschäftsvolumens im Bereich der Refinanzierung von Kreditplattformen und zur Stärkung des Eigenkapitals wurde zu Beginn des Jahres eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung durchgeführt. Das Grundkapital wurde von EUR 6.210.423,00 gegen Bareinlagen auf EUR 9.315.634,00 erhöht. Sämtliche 3.105.211 Aktien wurden zu einem Ausgabekurs von 2,50 EUR je Aktie platziert. Neben bestehenden Investoren wurden weitere institutionelle Investoren akquiriert, die überwiegend aus dem Finanz- und Versicherungssektor stammen.

Um auch weiterhin das Wachstum der Bank zu forcieren, wurde im vierten Quartal 2019 eine erneute Kapitalerhöhung gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre beschlossen. Das Grundkapital wurde auf EUR 10.043.015,00 durch Ausgabe von 727.381 neuen Aktien zu einem Preis von je 3,85 EUR platziert und die Eintragung im Handelsregister erfolgte im Februar 2020.

Einen maßgeblichen Beitrag zur positiven Geschäftsentwicklung leistete zudem der stetige Aufbau unseres Teams aus qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Besonders in der Niederlassung in Sofia (Bulgarien) wurde die Anzahl der Mitarbeiter mehr als verdoppelt. Parallel wurde in der Niederlassung in London (GB) aufgrund der Ungewissheit über die Auswirkungen des Brexits das Personal reduziert.

Hinsichtlich der digitalen Transformation der Varengold Bank konnten im Jahr 2019 weitere Fortschritte erzielt werden. Neben der Einführung produktivitätssteigernder IT-Lösungen wurde u.a. für zusätzliche Mobilität bei der Hardware-Ausstattung gesorgt. Neben einer Plattform zur internen Kommunikation und für abteilungsübergreifendes Projektmanagement, wurde auch eine Customer-Relationship-Management-Software implementiert. Diese dient dazu, Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern zentral in einer Datenbank zu archivieren und für viele Anwender zugänglich zu machen. Des Weiteren wurde unter Anwendung des Management-Systems OKR (Objectives and Key Results) ein Effizienzprogramm zur Einführung und Umsetzung eines Prozessdigitalisierungstools in die Wege geleitet. Die Bank startete Ende 2019 ein Nachhaltigkeits-Projekt, welches sich nicht nur mit den Aspekten befasst, die das entsprechende BaFin-Rundschreiben beleuchtet, sondern auch aktiv Nachhaltigkeits-Themen in der Bank, wie z.B. Nutzen von Clean Energy, Müllvermeidung, Verwendung von ökologischen Lebensmitteln und Büromaterialien und CO2-Neutralität adressiert. Nicht zuletzt wurden bereits im Rahmen einer Umweltpartnerschaft mit der Stadt Hamburg verschiedene auf Nachhaltigkeit ausgerichtete interne Maßnahmen zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz umgesetzt.

Mitte des zweiten Quartals beschloss der Aufsichtsrat der Varengold Bank außerdem vorzeitig die erneute Bestellung von Frank Otten als Mitglied des Vorstands bis zum 30. April 2025, um frühzeitig für langfristige Kontinuität an der Spitze der Gesellschaft zu sorgen.

Auf der ordentlichen Hauptversammlung im August 2019 wurden die Herren Dr. Karl-Heinz Lemnitzer, Vasil Stefanov und Francesco Filia für eine Amtszeit von 4 Jahren zu Aufsichtsräten der Varengold Bank AG gewählt. Herr Filia trat dem Gremium neu bei. Der Aufsichtsrat wählte zudem in der darauffolgenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung aus seiner Mitte heraus Herrn Dr. Lemnitzer zum Vorsitzenden des Gremiums sowie Herrn Vasil Stefanov zu dessen Vertreter.

3. Lage

3.1 Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von TEUR 8.051 im Jahr 2018 auf TEUR 8.554 im Jahr 2019. Der Anstieg von TEUR 504 lässt sich im Wesentlichen auf gestiegene Zinserträge aus dem Kreditgeschäft zurückführen. In den Zinserträgen sind Negativzinsen für Bundesbankguthaben in Höhe von TEUR 706 enthalten. Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen sanken von TEUR 775 auf TEUR 325. Dagegen stiegen die Zinsaufwendungen im Wesentlichen aufgrund eines Anstiegs der Festgeld- und Tagesgeldeinlagen um 18,7 % von TEUR 1.682 auf TEUR 1.996. In den Zinsaufwendungen sind Erträge aus an Kunden weiterbelasteten Negativzinsen in Höhe von TEUR 613 enthalten. Es wurde im Ergebnis ein Zinsüberschuss von TEUR 6.559 (Vorjahr TEUR 6.369) erzielt.

Die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren erhöhten sich von TEUR 682 auf TEUR 1.634 und sind geprägt durch die Ausschüttungen aus Investmentfonds.

Die Provisionserträge reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund gesunkener Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft von TEUR 16.214 auf TEUR 14.456. Gleichzeitig sanken die Provisionsaufwendungen zum 31. Dezember 2019 auf einen Wert von TEUR 641 (Vorjahr TEUR 1.916), sodass ein Provisionsüberschuss von TEUR 13.815 (Vorjahr TEUR 14.299) erzielt wurde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von TEUR 356 im Jahr 2018 auf TEUR 1.085 im Jahr 2019. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind geprägt durch die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Kostenerstattungen.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft wuchsen um TEUR 1.865 (von TEUR 14.774 im Jahr 2018 auf TEUR 16.639 in 2019). Die wesentlichen Ursachen hierfür liegen, neben gestiegenen Personalaufwendungen (TEUR +1.282) aufgrund erhöhter variabler Vergütungen sowie der Anstellung neuer Mitarbeiter, im Anstieg der Aufwendungen für IT (TEUR +786) begründet.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen gingen von TEUR 136 im Vorjahr auf TEUR 114 im Jahr 2019 leicht zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 862 im Jahr 2018 auf TEUR 1.580 im Jahr 2019. Hier sind im Wesentlichen Aufwendungen zur Absicherung der Fremdwährungspositionen enthalten.

Die Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft beträgt TEUR 925 (Vorjahr TEUR 2.836). Im Wesentlichen sind hier gebildete Einzelwertberichtigungen enthalten.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere sind von TEUR 894 auf TEUR 396 gesunken. Der Aufwand resultiert vor allem aus der vorgenommenen Abschreibung für Anteile an einem verbundenen Unternehmen und für eine Beteiligung.

In der Summe beträgt das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG TEUR 3.594 (Vorjahr TEUR 2.283).

Nach Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie der Sonstigen Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.616 (Vorjahr TEUR 515). Die vergleichsweise hohe Steuerposition resultiert im Wesentlichen aus steuerlich nicht anerkannten Wertkorrekturen im Kredit- und Beteiligungsportfolio.

Die Kapitalrendite nach § 26a KWG, berechnet aus dem Quotienten aus Nettogewinn und Bilanzsumme, liegt bei 0,23 %.

3.2 Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2019 stieg die Bilanzsumme um 33,2 % von EUR 530,9 Mio. auf EUR 707,3 Mio. Die Aktivseite ist, neben den Forderungen an Kunden (EUR 267,2 Mio.), insbesondere durch den Bestand der Barreserve (EUR 261,4 Mio.) sowie die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere (EUR 126,3 Mio.) geprägt. Insgesamt machen diese drei Positionen einen Anteil von 92,6 % an der Bilanzsumme aus. Die Kundeneinlagen machen mit EUR 631,9 Mio. bzw. 89,3 % weiterhin den bestimmenden Posten der Passivseite aus.

Die Kernkapitalquote (TIER 1) zum 31. Dezember 2019 betrug 16,15 %.

Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

3.3 Finanzlage

Mit EUR 280,2 Mio. bzw. 39,6 % der Bilanzsumme stellen die liquiden Mittel einen relativ großen Anteil der Aktivseite der Bilanz dar. Die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennziffer liegt dementsprechend stichtagsbezogen mit 293,96 % wie schon im Vorjahr deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Die Liquiditätslage der Bank war zu keiner Zeit gefährdet.

3.4 Finanzieller Leistungsindikator

Zentraler Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern. Für 2019 wurde mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen EUR 2,8 Mio. und EUR 3,2 Mio. geplant. Die Nettoerträge aller Geschäftsbereiche lagen über Plan, sodass mit EUR 3,6 Mio. ein um 20 % über Planmitte liegender finanzieller Leistungsindikator erreicht werden konnte.

C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

1. Risikobericht

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank.

Das Leitbild der Varengold Bank AG ist es, sich zu der führenden Bank für die Marketplace Lending Industrie zu entwickeln. Die Erreichung des Leitbildes durch das Verfolgen der Unternehmensziele bedeutet im Marktumfeld der Varengold Bank regelmäßig das bewusste Eingehen von Risiken. Ein grundsätzlicher Aspekt der Geschäftsstrategie der Varengold Bank ist es, flexibel wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sich permanent an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen.

Die Geschäftsstrategie muss die wesentlichen Ziele der Varengold Bank für jede Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele bestimmen.

Die Risikostrategie schildert die Auswirkungen der Geschäftsstrategie auf die Risikosituation der Varengold Bank und beschreibt den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die Fähigkeit, die Risiken zu tragen.

Zentrale Instrumente des Risikomanagements der Varengold Bank AG sind neben dieser Risikostrategie das Risikotragfähigkeitskonzept, das Limit-System und Überwachungsprozesse, welche auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind.

Jedes potenzielle zukünftige Risiko muss von Beginn an vollkommen transparent sein. Nur mit vollkommener Transparenz kann beurteilt werden, ob ein Risiko genehmigt werden soll. Diese Entscheidung trifft der Vorstand immer unter Berücksichtigung der Frage, ob das jeweilige Risiko angemessene Erträge bringen kann und eine Tragfähigkeit für das Risiko gegeben ist. Wird ein Risiko eingegangen, geschieht dies innerhalb festgesetzter Risikotoleranzen, die sich primär aus dem Risikotragfähigkeitspotenzial ableiten und deren Einhaltung laufend überprüft wird.

Die Risikotragfähigkeitsanalyse wird vom Risikocontrolling auf monatlicher Basis vorgenommen. Die Methodik der Analyse wird fortwährend auf Plausibilität und den neuesten Stand des regulatorischen Umfelds geprüft.

Das von der Bank verwendete Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem entspricht den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken der Bank in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche Reputationsrisiken, strategische Risiken, Modellrisiken sowie mit den Risikoarten verbundene Risikokonzentrationen umfassen.

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation
  • Risikomessung
  • Risikosteuerung
  • Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Risikodeckungspotential unterlegt sind.

Für die Überwachung der Einhaltung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG das Risikocontrolling verantwortlich. Die Ergebnisse des Risikocontrollings werden der Geschäftsleitung transparent berichtet, um eine adäquate Steuerung zu ermöglichen.

Am 24.05.2018 veröffentlichten die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank den neugefassten Leitfaden "Aufsichtliche Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ("ICAAP") – Neuausrichtung". Er enthält Grundsätze, Prinzipien und Kriterien, die die Aufsicht bei der Beurteilung der bankinternen Risikotragfähigkeitskonzepte der Institute zugrunde legt, die als "less significant institutions (LSI)" der unmittelbaren deutschen Bankenaufsicht unterliegen. Das Risikotragfähigkeitskonzept als zentraler Bestandteil des ICAAP gemäß § 25a Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 KWG i. V. m. AT 4.1 Tz. 1 (und Tz. 2) MaRisk umfasst zwei Sichtweisen: eine normative Perspektive und eine ökonomische Perspektive. Beide dienen dem langfristigen Fortführen des Instituts aus eigener derzeitiger Substanz und Ertragskraft. Dabei verfolgt die normative Perspektive explizit das Ziel der Fortführung des Instituts und die ökonomische Perspektive das Ziel des Schutzes der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht.

Für die normative Perspektive werden das Risikodeckungspotenzial (RDP) und die Risiken konzeptkonform sowohl für die aktuelle als auch für zukünftige Planungsperioden ermittelt. Die Kapitalplanung bezieht sich zum Zeitpunkt der Erstellung auf einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und umfasst das aufsichtlich geforderte Plan- und ein adverses Szenario. Zusätzlich macht die Bank von der in Tz. 35 des neuen RTF-Leitfadens enthaltenen Möglichkeit Gebrauch, den im Einklang mit AT 4.3.3 Tz. 3 MaRisk entwickelten risikoartenübergreifenden Stresstest "schwerer konjunktureller Abschwung" als ein weiteres adverses Szenario zu verwenden. In den Kapitalplanungsszenarien werden Risiken aus der ökonomischen Perspektive berücksichtigt, die einen Einfluss auf das zur Verfügung stehende Kapital haben.

Das Risikodeckungspotential in der normativen Perspektive besteht aus den regulatorischen Eigenmitteln sowie den Vorsorgereserven nach §340 f HGB. Die in der normativen Perspektive angewendeten Verfahren zur Risikoquantifizierung ergeben sich für Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken aus den rechtlichen Anforderungen der CRR, mit denen risikogewichtete Positionsbeträge berechnet werden. Im Planszenario sind die kompletten Eigenkapitalanforderungen einzuhalten, in den adversen kann eine Unterschreitung der kombinierten Kapitalpufferanforderung nach §10i KWG angenommen werden.

Zum 31.12.2019 waren alle Kapitalanforderungen im Plan- und im adversen Szenario sowohl zum Stichtag wie auch für den 3-Jahres-Planungshorizont eingehalten. Lediglich im Szenario "schwerer konjunktureller Abschwung" wird die kombinierte Kapitalpufferanforderung nach §10i KWG ab dem 4. Quartal 2021 unterschritten.

In der ökonomischen Perspektive verwendet die Bank eine barwertnahe Modellierung der Risikotragfähigkeit. Das Risikodeckungspotential in Höhe von EUR 43,5 Mio. setzt sich dabei aus den regulatorischen Eigenmitteln, den Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie stillen Lasten und Reserven zusammen.

Grundsätzlich ist die maximal tolerierte Auslastung auf 100 % beschränkt. Auslastungen über 90 % des Gesamtlimits sowie Auslastungen über 100 % innerhalb der einzelnen Risikoarten erfordern eine Reaktion des Vorstands.

Die Auslastung des Risikodeckungspotentials zum 31. Dezember 2019 betrug 65 %, davon entfallen 61 % auf das Adressenausfallrisiko, 19 % auf das Marktpreisrisiko, 8 % auf das operationelle Risiko, 3 % auf strategische und Reputationsrisiken sowie 9 % auf Modellrisiken.

Für die Überwachung der wesentlichen Adressenausfall- und Marktpreisrisiken werden gängige Modelle verwendet.

Das Adressenausfallrisiko setzt sich für die Quantifizierung im Rahmen der Risikotragfähigkeit aus dem Adressenausfallrisiko im engeren Sinne (AAR i.e.S.) sowie dem Migrationsrisiko zusammen. Die beiden Risikosummen werden addiert.

Die Quantifizierung des Adressenausfallrisikos i.e.S. erfolgt mit den Risikokennzahlen "expected loss" (EL) und "unexpected loss" (UEL). Der EL wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeiten unter der Berücksichtigung der LGDs (Loss Given Default) ermittelt. Der UEL wird mithilfe eines Kreditrisikomodells für ein Konfidenzniveau von 99,9 % und einem Zeithorizont von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf dem Gordy-Modell, das vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zur Modellierung der Eigenkapitalunterlegung im Rahmen von Basel II und in der Weiterentwicklung in Basel III herangezogen wird. Das Kreditrisikomodell ermittelt die Beiträge der einzelnen Kreditnehmer und Beteiligungen zum unerwarteten Verlust auf Portfolioebene, die additiv zu einem unerwarteten Verlust des Gesamtportfolios zusammengefasst werden. Dabei werden die (falls vorhanden) externen bzw. internen Ausfallwahrscheinlichkeiten (PDs) und die transaktionsspezifisch festgesetzte Verlustquote (LGD) verwendet. Die Festlegung der übrigen Modellparameter erfolgt in Anlehnung an die Standardvorgaben gemäß Basel III. Neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten werden auch die Korrelationen der Kontrahenten mit dem systematischen Risikofaktor sowie die Granularität des Portfolios

und die Restlaufzeiten berücksichtigt. Zusätzlich wird das Migrationsrisiko des Portfolios für einen Zeithorizont von einem Jahr ermittelt. Dabei finden externe Migrationsmatrizen Anwendung. Mit den so ermittelten erhöhten Ausfallraten erfolgt eine erneute Berechnung des Adressenausfallrisikos mit Hilfe des Gordy-Modells; die Differenz des so ermittelten EL zum EL AAR i. e. S. ergibt die Risikosumme für das Migrationsrisiko.

Das Marktpreisrisiko wird durch Addition der Risikosummen für Kursrisiko, Credit Spread Risiko sowie Zinsänderungsrisiko ermittelt. Es werden hierbei keine Korrelationen berücksichtigt.

Das Kursrisiko (allgemeines Kursrisiko) wird mithilfe des Value at Risk quantifiziert. Dieser wird sowohl beim Handelsbuch als auch beim Anlagebuch mit einem Konfidenzniveau von 99.9 %, einem Betrachtungshorizont von 250 Tagen und einem Lookback von 520 Tagen durch historische Simulation der Veränderungen der laufzeit- und währungsadäquaten Swap- bzw. EURIBOR-Sätze gemessen.

Das Kursrisiko wird für das Gesamtportfolio wie auch getrennt nach Anlagebuch, Handelsbuch sowie die Fremdwährungsfuture berechnet und limitiert. Darin berücksichtigt werden neben den Wertpapieranlagen, die ein Kursrisiko aufweisen, die offenen Fremdwährungspositionen sowie die Fremdwährungsfuture, die zu Absicherungszwecken gehalten werden.

Die Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt vierteljährlich durch das Risikocontrolling. Hierbei wird die Barwertänderung des Zinsbuches bei ad-hoc Zinsveränderungen von +200 Basispunkten und -200 Basispunkten sowie sechs weiteren Szenarien gemäß RS 06/2019 (BA) – "Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch" ermittelt. Die größere negative Veränderung dieser acht Zinsänderungsszenarien fließt als Risikowert in die Risikotragfähigkeitsberechnung ein.

Als Credit Spread Risiko definiert die Bank die negativen Marktwertänderungen der Anleihen des Eigenbestandes infolge einer Bonitätsverschlechterung von Emittenten, die sich noch nicht in einem Ratingdowngrade widergespiegelt hat (besonderes Kursrisiko). Das Credit Spread Risiko wird mithilfe des Value at Risk quantifiziert. Dieser wird sowohl beim Handelsbuch als auch beim Anlagebuch mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %, einem Betrachtungshorizont von 250 Tagen und einem Lookback von 520 Tagen durch historische Simulation der Veränderungen der Asset-Swap-Spreads der Anleihen berechnet.

Die Überwachung und Regulierung der Risiken orientiert sich an dem Limitsystem, welches sich auf Basis des Risikodeckungspotenzials für das Marktpreisrisiko errechnet.

Zur Überwachung des Liquiditätsrisikos wird von der Abteilung Treasury täglich eine Liquiditätsablaufbilanz erstellt. Die Steuerung erfolgt anhand der Größen "Distance to Illiquidity" (mindestens drei Monate) und einer täglichen "Mindestliquidität" (EUR 20 Mio.). Die Überwachung wird durch das Risikocontrolling vorgenommen. Zusätzlich ist im Liquiditätssteuerungskonzept ein Notfallplan, welchem ein Frühwarnsystem vorgeschaltet ist, definiert.

Die Quantifizierung operationeller Risiken erfolgt vierteljährlich durch das Risikocontrolling in Zusammenarbeit mit den Abteilungsleitern sowie dem Vorstand anhand einer Szenarioanalyse für alle identifizierten operationellen Risiken. Die Szenarien stellen dabei mögliche "bad case"-Szenarien der Risikoart dar und werden hinsichtlich möglicher Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet.

Im Zusammenhang mit Aktientransaktionen um den jeweiligen Dividendenstichtag der Jahre 2010-2013 laufen Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Köln gegen ehemalige und aktuelle Mitarbeiter der Bank wegen des Anfangsverdachts der Steuerhinterziehung. Daraus könnte sich theoretisch für die Gesellschaft ein signifikanter Aufwand ergeben. Die Varengold Bank und die eingeschalteten externen Sachverständigen messen dem Eintritt dieses Risikos keine Wahrscheinlichkeit zu, die zu der Bildung einer Rückstellung geführt hätte. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft in einem separaten Verfahren gegen die Tochtergesellschaft Varengold Verwaltungs AG i.L. (ehemals Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen AG). Auf Basis der Stellungnahme eines Rechtsanwaltes schätzt der Vorstand das Risiko einer Inanspruchnahme der Tochtergesellschaft als denkbar, das Risiko einer Haftung der Varengold Bank für die Tochtergesellschaft als sehr gering ein.

Das strategische sowie das Reputationsrisiko wird über die Betrachtung von Ertragsrückgängen im Zuge der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Es wird in der ökonomischen Perspektive eine Risikosumme in Höhe von 25 % der erwarteten Gewinne angesetzt (Minimum TEUR 400).

Für das Modellrisiko wird in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung eine Risikosumme in Höhe von 10 % der ermittelten Risikosummen für Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko und operationellem Risiko angesetzt, mindestens TEUR 400.

Zur Eingrenzung von Konzentrationsrisiken wurden vom Vorstand weitere Limits festgelegt, die fortlaufend überwacht werden.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsaktivitäten und Ertragslage der Bank sind aktuell nicht einschätzbar.

Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein.

2. Chancenbericht

Die Varengold Bank hat in ihren beiden fokussierten Kerngeschäftsfeldern eine Marktrelevanz erreicht und konnte mit ihren Produkten und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten eine Marke etablieren sowie das eigene Profil schärfen. Sowohl im Marketplace Banking als auch im Transaction Banking werden auch weiterhin laufend die Möglichkeiten für Mehrwert schaffende Partnerschaften geprüft und die Bank konzentriert sich dabei verstärkt auf die Kernkompetenz eines regulierten Instituts, was für die vorhandene und potenzielle Kundenbasis von grundlegender Bedeutung ist. Die Kreditversorgung ist dabei zentrales Ankerprodukt zur Kundengewinnung.

Im Marketplace Banking wird die Bank ihre Kunden noch intensiver durch Fronting Services unterstützen. Da die Kunden-Community sehr vernetzt ist, ist die Varengold Bank der Überzeugung, dass sie sich nur dann als DIE Bank für die Marketplace Lending Industrie manifestieren kann, wenn die Kunden mit den vorhandenen Produkten und Dienstleistungen zufrieden sind und diese auch weiterempfehlen. Strategisches Ziel ist es, sich durch eine schnelle und effiziente Umsetzung von Funding- und/oder Fronting-Projekten mit Kunden von Wettbewerbern zu differenzieren.

Parallel dazu wird die Bank nach wie vor gezielt außenhandelsorientierte Kunden in Nischenmärkten mit Basisprodukten des Transaction Bankings sowie Trade Finance-Produkten versorgen, um sich dort als starke Transaktionsbank zu positionieren und die Internationalisierung dieser Services voranzutreiben. Speziell auch durch den zusätzlichen Ausbau der Niederlassung in Sofia soll der südost-europäische Raum stärker in den Fokus rücken.

Das Jahr 2020 wird vornehmlich ein Jahr der Investition sein, in dem insbesondere in die Digitalisierung investiert wird. Dies nicht zuletzt auch, um im Wettbewerb um Kunden mithalten zu können, die einfach zu bedienende und nahtlos miteinander verknüpfte Produktlösungen erwarten. Die bisherige Erfahrung erfolgter Digitalisierungsmaßnahmen zeigt, dass eine Automatisierung von Prozessen ein tiefes Verständnis der Prozesse und ihrer jeweiligen Reifegrade voraussetzt. Häufig wird vor der Automatisierung eines bestehenden Prozesses dieser modifiziert bzw. optimiert. Die Bank versteht somit unter Digitalisierung mehr als nur Prozessautomation und die entsprechenden Investitionsmaßnahmen werden durch aktives Kostenmanagement gestützt.

Mitarbeiterzufriedenheit und die Leistungsfähigkeit der Bank werden dabei positiv durch eine optimale Arbeitsumgebung beeinflusst. So muss z.B. das Arbeiten in Dealteams, das konzentrierte Arbeiten allein oder der soziale Austausch durch passende Raumstrukturen und IT-Komponenten unterstützt werden. Der Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die stets wachsenden Anforderungen wird hohe Priorität eingeräumt. Mithilfe des knapp 80-köpfigen internationalen Teams wird die Varengold Bank die Modernisierung der Finanzbranche auch weiterhin mitgestalten und dabei die Unternehmenskultur entlang der drei Unternehmenswerte ("Customer Centric", "No Silos", "Go the extra Mile") weiterentwickeln.

Als zentralen Erfolgsfaktor hat die Varengold Bank ihre Fähigkeit identifiziert, mit schnellen Geschäftsentscheidungen und innovativen Lösungen Nutzen für Kunden zu stiften, die üblicherweise nicht im Fokus von Wettbewerbern stehen. Dabei wird gleichzeitig auf eine hohe Qualität der Kreditanalyse und die Einhaltung grundsolider, traditioneller Kreditregeln geachtet. Grundsätzlich konzentriert sich die Bank auf Opportunitäten, in denen sie besonders wettbewerbsfähig ist und ihre Position langfristig stärken kann. Die Bank wird sich ergebende Chancen am Markt nutzen, um die langfristige Profitabilität und Rentabilität zu verbessern. Vorhandene Opportunitäten werden mit wirtschaftlicher Disziplin genau analysiert.

Der Vorstand ist überzeugt, dass die Varengold Bank mit ihrem Geschäftsmodell über ein wertbeständiges Fundament verfügt, um den Anforderungen und den Bedürfnissen der Akteure am Finanzmarkt gerecht zu werden und das Geschäftswachstum zu intensivieren. Dennoch können zahlreiche Risikofaktoren bei ungünstigem Verlauf das Ergebnis 2020 in einem nicht abschließend quantifizierbaren Ausmaß beeinträchtigen. Dazu zählen u. a. die von großer Unsicherheit und signifikanten regionalen Spannungen geprägte geopolitische Situation, Umweltrisiken, die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie weitere Verschärfungen im Rahmen regulatorischer Anforderungen und damit einhergehender steigender Kapitalanforderungen. Um das Wachstumspotential zu fördern, strebt die Bank an, über Kapitalmaßnahmen ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken und den Anlegerkreis dabei noch weiter zu diversifizieren.

3. Prognosebericht

Die in diesem Abschnitt enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf Einschätzungen und Schlussfolgerungen seitens der Varengold Bank zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts. Die darin enthaltenen Aussagen stützen sich auf Annahmen und sofern nicht gesondert angegeben, basieren die getätigten Aussagen auf internen Einschätzungen. Die Bank weist ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb des Einflussbereichs der Bank betreffen. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen.

Der wirtschaftliche Ausblick ist durch bedeutende Unsicherheiten geprägt. Geopolitische Gefahren und eine protektionistische Wirtschaftspolitik stellen dabei die Hauptfaktoren da. Eine mangelnde Prognosefähigkeit zu konkreten weltwirtschaftlichen Entwicklungen ist auf die sich aktuell wöchentlich verschlechternden Rahmenbedingungen rund um die Erkrankung im Zusammenhang mit COVID-19 zurückzuführen. Die bisherigen Auswirkungen der sich drastisch ausbreitenden Corona-Pandemie weisen darauf hin, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 negativ durch die Ausbreitung der Krankheit und die daraus resultierende Unterbrechung der wirtschaftlichen Aktivität beeinflusst wird. Während es zu früh ist, die Auswirkungen der Pandemie zu prognostizieren, so könnten die Geschäftsaktivitäten von Banken jedoch in erheblicher Weise durch einen anhaltenden Abschwung globaler wirtschaftliche Bedingungen negativ beeinträchtigt werden. Dies könnte sich auch auf die Ertragsmöglichkeiten der Varengold Bank auswirken und das avisierte Wachstum sowie die Erreichung der finanziellen Ziele negativ beeinflussen.

Eine weitere bedeutende Gefahr stellt die politische Abkehr vom europäischen Zusammenhalt dar. Belegt wird dies durch den Austritt Großbritanniens aus der EU sowie durch regionale Unabhängigkeitsbestrebungen. Die zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU müssen noch abschließend verhandelt werden und sollen bis zur Übergangsfrist Ende 2020 verankert werden. Es wird ein umfangreiches Freihandelsabkommen erwartet, womit sich zumindest für den Warenverkehr nichts Grundlegendes ändern dürfte. Durch die erfolgte Einigung auf ein Teilabkommen zwischen den USA und China an der Handelsfront zeichnet sich bei diesem schwelenden Konflikt bereits eine vorsichtige Annäherung ab.

Das politische und wirtschaftliche Spannungsfeld verstärkt auch die Gefahren für die Finanz- und Kapitalmärkte. Sofern diese in erheblichem Umfang zum Tragen kämen, könnten sie an den Kapitalmärkten für Turbulenzen und eine deutlich höhere Volatilität als im Vorjahr sorgen. Abrupte oder zu starke Zinsänderungen können Neubewertungen und Änderungen beim Investorenverhalten und somit fallende Vermögenspreise bewirken. Die expansive Geldpolitik einzelner Volkswirtschaften wird auch 2020 das Bild an den Finanzmärkten mitprägen.

Ein unerwarteter Konjunktureinbruch hätte sehr wahrscheinlich auch erhebliche Verluste durch Forderungsausfälle zur Folge und könnten den Bankensektor empfindlich treffen. Das Bankenumfeld verbleibt zudem unter dem immer stärker werdenden Druck umfassender Regulierungsverfahren und steigender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, die zunehmend kostentreibend und ressourcenbindend sind. Es wurden die neuen Anforderungen aus der CRR II, CRD V und BRRD II finalisiert und die EBA-Leitlinien zur Kreditgewährung und Kreditüberwachung führen zu umfangreicheren Kreditprozessen. Ergänzt wird dies um eine weitere für 2020 geplante MaRisk-Novelle. Darüber hinaus steht das laufende Jahr für Banken im Zeichen zahlreicher regula-

torischer Initiativen zur Informationssicherheit und zum Datenschutz. Die in Kraft getretene zweite EU-Zahlungsdienst-Richtlinie (PSD 2) dürfte den europäischen Markt hingegen weiter beflügeln. Durch die neuen Regelungen wird es den Marktplätzen erleichtert, Kundendaten zu erlangen, um diese in ihr Scoring System integrieren zu können. Durch das Merkblatt der BaFin zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken hat die Aufsicht zudem bereits im Jahr 2019 angekündigt, dass auch das Thema Nachhaltigkeit verstärkt in den Fokus geraten wird. Um eine fristgerechte Umsetzung zu gewährleisten, wurde die Aufarbeitung der relevanten Themen seitens der Varengold Bank bereits in einzelnen Projekten initiiert.

Der deutsche Banken- und Finanzdienstleistungssektor ist außerdem durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Darüber hinaus befindet sich das Bankenumfeld seit mehreren Jahren insgesamt in einem von Digitalisierung geprägten Umbruch, woraus neue Herausforderungen für die Banken entstehen. Technikaffine Unternehmen wie FinTechs verfügen über alternative Angebote und Geschäftsmodelle, die traditionelle Bankprozesse in vielen Bereichen reformieren. Aber genau an dieser Stelle positioniert sich die Varengold als effektiver Bankpartner dieser Unternehmen, um gemeinsam wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle zu etablieren.

Die Bank ging in ihrer Geschäftsplanung Anfang des Jahres von einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 3,8 Mio. für das Jahr 2020 aus. Aufgrund der geopolitischen Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld und insbesondere die sehr wahrscheinlichen negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie kann die Bank keinen zentralen finanziellen Leistungsindikator für 2020 bestimmen. Die Bank geht aktuell davon aus, dass das ursprünglich geplante Ergebnis nicht erreicht werden wird.

Hamburg, 20. März 2020

Der Vorstand der Varengold Bank AG

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Varengold Bank AG, Hamburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Varengold Bank AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Varengold Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

  • 1) Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft
  • 2) Abbildung der Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

    1. Sachverhalt und Problemstellung
    1. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
    1. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

  • 1) Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft
    1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" ein Kundenkreditgeschäft in Höhe von T€ 267.215 (38 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für dieses Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2019 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle, die Struktur und Qualität des Kreditportfolios sowie gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren bestimmt. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen bei den Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem noch ausstehenden Kreditbetrag und dem niedrigeren Wert, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bestehende Sicherheiten werden berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2019 wurde die Pauschalwertberichtigung erstmalig auf Basis der erwarteten Verluste ermittelt. Die Änderung der Bewertungsmethodik führte zu einer Erhöhung um T€ 188. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
    1. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit der Ausgestaltung der Kontrollen im relevanten internen Kontrollsystem der Gesellschaft beurteilt und die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen

der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Bei Objektsicherheiten, für die uns die Gesellschaft Wertgutachten vorgelegt hat, haben wir uns ein Verständnis über die zugrunde liegenden Ausgangsdaten, die angewandten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen verschafft, diese kritisch gewürdigt und beurteilt, ob sie innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigung die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Angemessenheit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse der Gesellschaft überzeugen.

    1. Die Angaben der Gesellschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind im Abschnitt 2 des Anhangs enthalten.
  • 2) Abbildung der Provisionserträge aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft
    1. Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden Provisionserträge in Höhe von € 14,5 Mio ausgewiesen, die in Höhe von € 12,5 Mio auf Provisionserträge aus Zahlungsverkehrsdienstleistungen entfallen (87 % des Gesamtbetrages). Bei der Erfassung und Abgrenzung dieser betragsmäßig bedeutsamen Erträge werden verschiedene Zahlungsverkehrsdienstleistungen der Gesellschaft berücksichtigt. Aufgrund der Heterogenität dieser Leistungen, der unterschiedlichen Vergütungsstaffeln sowie einer hohen Anzahl an zu verarbeitenden Transaktionen hat die Gesellschaft Systeme und Prozesse zur Erfassung der Provisionserträge implementiert. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
    1. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Verständnis von den bei der Gesellschaft eingerichteten Prozessen und Kontrollen zur Erfassung von Provisionserträgen verschafft. Darauf aufbauend haben wir unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit der relevanten Kontrollen des internen Kontrollsystems zur Erfassung und Realisation der Provisionserträge einschließlich der zum Einsatz kommenden IT-Systeme beurteilt. Darüber hinaus haben wir unter anderem die Ermittlung und bilanzielle Abbildung der verschiedenen Ertragskomponenten in Stichproben anhand der uns vorgelegten Unterlagen nachvollzogen. Damit einhergehend haben wir auch die in Rechnung gestellten Provisionssätze mit den vertraglich vereinbarten Gebührensätzen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit der Provisionsabrechnungen in Stichproben nachvollzogen. Ferner haben wir die Stetigkeit und Konsistenz der angewandten Verfahren zur periodengerechten Abgrenzung der Provisionserträge nachvollzogen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen insgesamt angemessen sind und, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechten Erfassung und Abgrenzung der Provisionserträge zu gewährleisten.
    1. Die Angaben zu den Provisionserträgen sind im Anhang der Gesellschaft unter den Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Abschnitt 5.3 Provisionsergebnis) enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Der Geschäftsbericht 2019 wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass

eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. August 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. August 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer der Varengold Bank AG, Hamburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem "zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss" nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Lothar Schreiber.

Hamburg, den 29. Mai 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Schreiber ppa. Uwe Gollum Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Varengold Bank AG Große Elbstraße 14 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49

E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand

Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

Aufsichtsrat

Dr. Karl-Heinz Lemnitzer (Vorsitzender) Vasil Stefanov Francesco Filia

Register

Amtsgericht Hamburg, HRB 73684

USt-IdNr.

Finanzamt Hamburg, DE247069729

Corporate Governance

Die Varengold Bank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin, Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn; Tel.: 0228 / 4108 – 0) unter der Nummer 109 520 registriert und auf der Internetseite www.bafin.de veröffentlicht.

Erlaubnisse/Zulassungen der Varengold Bank AG

  • Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG)
  • Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG)
  • Anlagevermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG)
  • Anlageverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG)
  • Depotgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG)
  • Eigengeschäft (§32 Abs. 1a KWG)
  • Eigenhandel (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG)
  • Einlagengeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG)
  • Factoring (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG)
  • Finanzierungsleasing (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG)
  • Finanzkommissionsgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG)
  • Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG)
  • Garantiegeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG)
  • Kreditgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG)

Einlagensicherung

Die Varengold Bank AG gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an.

DISCLAIMER

Hinweise zum Inhalt

Die in diesem Bericht enthaltenen Informationen sind weder zur Veröffentlichung noch zur Weitergabe in bzw. innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika, Australien, Kanada, Japan oder in sonstige Länder, in denen eine solche Verbreitung oder Veröffentlichung rechtswidrig sein könnte, bestimmt.

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Bank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Der Leser sollte diesen Aussagen daher nicht übermäßig vertrauen, insbesondere nicht im Zusammenhang mit Verträgen oder Investitionsentscheidungen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Bank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt.

Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Bank AG vorbehalten.

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