Annual Report • Jun 19, 2018
Annual Report
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| 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Kennzahlen je Aktie | in EUR | in EUR | in EUR |
| Ergebnis je Aktie | +0,01 | -0,51 | +0,52 |
| Marktkapitalisierung | 17.575.497 | 14.612.760 | +2.962.737 |
| 01.01.2017 bis | 01.01.2016 bis | ||
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | |
| Gewinn- und Verlustrechnung | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| Zinsergebnis | 3.841 | 1.578 | +2.263 |
| Provisionsergebnis | 10.122 | 5.716 | +4.406 |
| Nettoergebnis des Handelsbestands | 149 | 5.685 | -5.536 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | -810 | 1.703 | -2.513 |
| Erträge aus Beteiligungen/Wertpapieren | 571 | 554 | +17 |
| Verwaltungsaufwendungen | -13.421 | -15.547 | -2.126 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | -514 | -2.212 | -1.698 |
| Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 556 | -2.523 | +3.079 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 23 | -1.486 | +1.509 |
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung | |
| Bilanz | in TEUR | in TEUR | in TEUR |
| Bilanzsumme | 445.211 | 613.895 | -168.684 |
Eigenkapital 18.460 13.578 +4.882
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 – 7 03. UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE 8 – 9 04. UNSERE PRODUKTE UND LEISTUNGEN 10 – 13 MARKETPLACE BANKING 11 COMMERCIAL BANKING 12 05. DIE AKTIE DER VARENGOLD BANK 14 – 15 06. BERICHT DES AUFSICHTSRATS 16 – 19 07. JAHRESABSCHLUSS (HGB) 20 – 63 BILANZ 22 – 23 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 24 – 25 ANHANG 26 – 41 LAGEBERICHT 42 – 55
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS 56 63
BANK
während sich die Zinsaufwendungen aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus nahezu halbiert haben, so dass ein Zinsüberschuss von 3.841 TEUR (Vorjahr: 1.578 TEUR) erzielt wurde. Eine deutliche Reduzierung der Provisionsaufwendungen führte zu einem Anstieg des Provisionsüberschusses auf 10.122 TEUR (Vorjahr: 5.716 TEUR). Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft konnten um 2.126 TEUR auf 13.421 TEUR reduziert werden.
In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank 556 TEUR (Vorjahr: -2.523 TEUR). Das vergleichsweise hohe Steuerergebnis wurde durch hohe steuerliche Zurechnungsbeträge bei der Steuerkalkulation von Fonds-Investments sowie der nicht abzugsfähigen Abschreibung einer Beteiligung geprägt. 444 TEUR des Steueraufwands sind nicht zahlungswirksam, da es sich um die Auflösung latenter Steuern handelt.
Aufgrund der strategischen Refokussierung ist es unverzichtbar, dass die Eigenkapitaldecke der Gesellschaft weiter gestärkt wird. Aus diesem Grund hat die Bank im Jahr 2017 eine Barkapitalerhöhung durchgeführt, bei der das Grundkapital der Gesellschaft von 2.922.552,00 EUR auf 4.140.282,00 EUR durch Ausgabe von neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht wurde. Eine weitere Bezugsrechtskapitalerhöhung gegen Bareinlage wurde zum Ende des Berichtsjahres in die Wege geleitet und im Februar 2018 im Handelsregister Hamburg eingetragen, so dass das Grundkapital der Varengold Bank zum aktuellen Zeitpunkt bei 6.210.423,00 EUR valutiert. Auch zukünftig sollen zusätzliche Erhöhungen des Grundkapitals eine Stärkung der Eigenkapitalbasis herbeiführen,
sowohl in Deutschland als auch europa- und weltweit entwickelte sich die Konjunktur und auch die Kursdynamik an den Finanzmärkten im Jahr 2017 spürbar positiv. Der wirtschaftliche Tätigkeitsbereich der Varengold Bank AG wurde dabei dennoch weiterhin durch niedrige Zinsen sowie globale politische Ereignisse und Diskussionen beeinflusst. Auch das regulatorische Umfeld der Banken wurde erneut durch eine zunehmende Verschärfung aufsichtsrechtlicher Anforderungen gesteuert. Die Bankenbranche steht dabei zusätzlich unter dem immer stärker werdenden Druck umfassender Regulierungsverfahren und steigender Eigenkapitalanforderungen.
Die Varengold Bank hat ihre Geschäftsaktivitäten im vergangen Jahr konsequent weiterentwickelt, in zusätzliches Wachstum investiert und dabei Anpassungen der strategischen Ausrichtung vorgenommen, um eine nachhaltige und dynamische Entwicklung der Bank zu erreichen. Die Kunden-Fokussierung liegt vorrangig auf der Betreuung von Marketplaces (Peer-to-Peer Plattformen), die sich mit der Finanzierung von Unternehmen und Konsumenten beschäftigen. Als Bank in einem von Technologie revolutionierten Bankenumfeld, die fortwährend im Wettbewerb zu bestehen hat, ist digitale Prozessoptimierung ein laufendes Thema, dem sich die Gesellschaft auch im letzten Geschäftsjahr intensiv gewidmet hat.
In diesem Umfeld schloss die Varengold Bank das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 23 TEUR ab (Vorjahr: -1.486 TEUR).
Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von 4.442 TEUR im Jahre 2016 auf 5.311 TEUR im Jahr 2017,
Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten
| Fortschritts mit persönlichem Kundenkontakt im |
|---|
| operativen Geschäft. Das vergangene Berichtsjahr |
| gibt Rückhalt für die noch bevorstehenden Heraus |
| forderungen und der Vorstand blickt zuversichtlich |
| dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2018 |
| entgegen. Einen konkreten Plan und ein Ziel vor |
| Augen zu haben, den richtigen Weg zu kennen und |
| diesen gemeinsam mit einem motivierten Team zu |
| verfolgen, sind dabei die entscheidenden Faktoren. |
| Wir bedanken uns bei unseren Aktionären, unseren |
| Kunden und Geschäftspartnern für das entgegen |
| gebrachte Vertrauen sowie bei unseren Mitarbeitern |
um eine Ausweitung der Geschäftstätigkeiten auf einem stabilen Fundament zu ermöglichen sowie um Marktchancen nutzen und flexibel agieren zu können.
verfolgen, sind dabei die entscheidenden Faktoren. für ihre Leistungsbereitschaft, mit der sie die nötigen Impulse liefern, um das strategische Geschäftswachstum der Varengold Bank zu forcieren. 2017 war für die Varengold Bank ein erfolgreiches Jahr. Diese Entwicklung zeigt, dass das neue Geschäftsmodell mit einer starken Fokussierung für ein kleines Bankhaus wie die Varengold äußerst tragfähig ist. Die Digitalisierung bestimmt dabei zunehmend den Finanzsektor, so dass auch Varengold in ihrer zukünftigen Entwicklung am Puls der Zeit bleiben wird. Um zu einem langfristigen strategischen Bankpartner für Geschäftskunden aus dem Bereich Marketplace Banking zu werden, setzt der Vorstand unverändert auf eine Kombination technologischen
Nutzen der Diversifikation über verschiedene Handelsstrategien hinweg erkannt: Der eigene Handelsansatz wurde um komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios ergänzt, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofil führten. Varengold lancierte später den ersten deutschen zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Managed Futures-Dach-Hedgefonds, den HI Varengold CTA Hedge, der mehrfach als bester deutscher Dach-Hedgefonds prämiert wurde. Der bisherige Geschäftsbereich Prime Borkerage war damit unter der damaligen Bezeichnung Asset Management geboren.
Im Jahr 1999 erfolgte die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft. Vier Jahre später erhielt Varengold weiterführend die Lizenz als Wertpapierhandelsbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG).
Bereits in den ersten Entwicklungsjahren des Unternehmens wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed Futures Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed-Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager sichtbar wurden. Dazu stellte die Varengold Bank AG als Vorreiter von Finanzinnovationen eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital Markets Brokerage wurde sodann etabliert und zog weitere Kunden an. Unter diesen waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Zwischenzeitlich nutzten rund 9.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich über 20 Mrd. EUR die
Die Varengold Bank AG wurde 1995 als Asset Management-Boutique gegründet und fokussierte sich in ihren ersten Unternehmensjahren auf die Entwicklung eigener, spezialisierter Hedgefonds-Strategien aus dem Managed-Futures-Universum. Mit ihren heutigen Kerngeschäftsfeldern Marketplace Banking und Commercial Banking verfügt die Varengold Bank über ein breit gefächertes Produktund Dienstleistungsportfolio.
Die Varengold Bank AG ist ein an der Frankfurter Börse im Basic Board gelistetes Unternehmen (Symbol: VG8) und unterliegt der Regulierung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Darüber hinaus ist die Varengold Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), wodurch Einlagen je Kunde bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich geschützt sind.
Als unabhängiges, deutsches Kreditinstitut genießt das Unternehmen seit vielen Jahren das Vertrauen von institutionellen und privaten Kunden, denen dank langjähriger Expertise individuelle und leistungsstarke Lösungen geboten werden. Bei den nationalen und internationalen Aktivitäten stehen für die Bank die Sicherheit und die Qualität der Dienstleistungen stets im Vordergrund und legen damit den Grundstein des Leitbilds intelligenter Investments.
Zur Abbildung und Umsetzung der ursprünglichen Unternehmensstrategien wählten die damaligen Gründer der Varengold zunächst das derivative Finanzinstrument des Futures. Es wurden eigenentwickelte Handelsstrategien umgesetzt, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten. Sehr schnell wurde der
von banklizenzpflichten Produkten zur Verfügung. Im Rahmen der neuen visionären Ausrichtung wurde der bisherige Geschäftsbereich Prime Brokerage somit unterdessen in Marketplace Banking umbenannt. Die Varengold Bank ist der Überzeugung, dass die gelebte Kombination aus Solidität und Flexibilität eine ausgezeichnete Basis für eine erfolgreiche Positionierung in diesem Marktbereich ist. Die Bank beschäftigte zum Ende 2017 knapp über 57 Mitarbeiter und unterhält derzeit neben ihrem Hauptsitz in Hamburg einen weiteren Standort in London. Darüber hinaus wurde im 4. Quartal 2017 beschlossen, eine weitere Niederlassung in Sofia (Bulgarien) zu eröffnen, um im Sinne der wachstumsorientierten Geschäftsstrategie die Aktivitäten der Varengold Bank auf den südost-europäischen Raum auszuweiten. Die entsprechenden regulatorischen Schritte wurden absolviert und die geplante Niederlassung befindet sich derzeit in der Aufbauphase. Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und CFDs (Contracts for Differences) auf einer einzigen Handelsplattform. Im Sommer 2013 schließlich setzte die Varengold Bank ihre erfolgreiche unternehmerische Entwicklung durch die Lizenzerweiterung zum Einlagenkreditinstitut fort und legte damit den bisher größten Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens. Mit dem Erhalt der Lizenz wurde zusätzlich der Geschäftsbereich Commercial Banking etabliert. Im Zuge weiterer strategischer Refokussierung hat die Varengold Bank im März 2016 beschlossen, den Geschäftsbereich Capital Markets Brokerage abzuwickeln, um Risiken und Ertragsvolatilitäten einzugrenzen und das Hauptaugenmerk zukünftig auf Geschäftsfelder zu legen, in denen eine bessere Risiko-Ertrags-Relation besteht.
Die Varengold Bank hat ihre Geschäftsaktivitäten seit jeher den Marktgegebenheiten entsprechend angepasst bzw. diese konsequent weiterentwickelt und dabei Anpassungen der strategischen Ausrichtung vorgenommen, um eine nachhaltige Entwicklung der Bank zu erreichen und sich in dem heutigen technologiegestützten Wandel der Finanzindustrie zu behaupten. Die Kunden-Fokussierung liegt nunmehr vorrangig auf der Betreuung von Marketplaces (Peer-to-Peer Plattformen), die sich mit der Finanzierung von Unternehmen und Konsumenten beschäftigen. Die Varengold Bank beschränkt ihr Produktportfolio dabei nicht auf das Funding, sondern stellt weitere Produkte wie Debtund Equity Capital Markets Produkte, internationale Zahlungsverkehrsleistungen oder Fronting Services
BANK
internationale Zahlungsverkehrsleistungen oder zukünftig Fronting Services von banklizenzpflichten Produkten zur Verfügung. Im Rahmen der Fronting Services können Geschäftskunden und insbesondere FinTech-Unternehmen für ihre Tätigkeiten den regulatorischen Schirm der Varengold als Partnerbank nutzen. Von besonderer Bedeutung in diesem Zusammenhang sind die Vergabe von Krediten, das Annehmen von Einlagen oder das Durchführen von Zahlungsverkehrs-Dienstleistungen. Die langjährige Expertise am Finanzmarkt und die gewachsene Infrastruktur der Varengold Bank zeichnet sich dabei als Stärke für potenzielle Kunden aus. Was die Assetklassen der Varengold Bank in ihrem Geschäftsbereich Marketplace Banking anlangt, beinhaltet die neue Ausrichtung bisherige Assetklassen wie Receivables Finance, Real Estate Finance und Trade Finance, aber auch neue Assetklassen wie Consumer Finance und SME Finance werden in die Im bisherigen Geschäftsbereich Prime Brokerage führte das Bereitstellen von Leverage an Hedgefunds nicht zu auskömmlichen Erträgen (risikoadjustiert). Die Kunden-Fokussierung der Varengold liegt daher begründet durch den von wachsender Technologie geprägten Finanzdienstleistungssektor vorrangig auf der bankseitigen Versorgung von Marketplaces. Grundgedanke der Marketplaces (P2P-Plattformen) ist, meist Internet-basiert die klassische Kreditvergabe der Banken zu deutlich günstigeren Konditionen mit einer besseren Nutzbarkeit zu ersetzen. In der Regel kommen diese Plattformen jedoch nicht alleine mit "Peer"-Funding aus, sondern es wird zusätzliches institutionelles Funding benötigt. In dieser Lücke wird die Varengold Bank verstärkt aktiv bleiben und verbindet somit erfolgreich Geschäftsaktivitäten von meist fortschrittlichen FinTech-Unternehmen mit altbewährten Bank-Dienstleistungen. Die Varengold Bank beschränkt ihr Produktportfolio
Geschäftsaktivitäten der Bank inkludiert. nicht auf das Funding, sondern stellt weitere Produkte wie Debt- und Equity Capital Markets Produkte,
für jedes Investitionsportfolio darstellen. Neben einer Zinsgarantie sowie monatlicher Verzinsung profitieren Kunden darüber hinaus von der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von bis zu 100.000 EUR.
Mit Blick auf die Tätigkeiten im internationalen Zahlungsverkehr gewinnen grenzüberschreitende Zahlungen durch die steigenden Anforderungen in einer global vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung. Die Varengold Bank stellt sich diesen Anforderungen und bietet Kunden aus nahezu allen Ländern maßgeschneiderte Lösungen für den internationalen Zahlungsverkehr an. Global erfolgreich zu sein bedeutet, sich über Grenzen hinweg auf sichere, effiziente und transparente Leistungen im Zahlungsverkehr verlassen zu können.
In dem Bereich Trade & Export Finance bündelt die Varengold Bank ausgewählte Lösungen für Finanzierungen sowie Bankgarantien und Akkreditivgeschäfte für die internationalen Handelsaktivitäten. Das Garantiegeschäft umfasst neben klassischen Auszahlungsgarantien sowie Gewährleistungsgarantien auch Lieferungs- und Leistungsgarantien.
Im Bereich Commercial Banking präsentiert sich die Varengold Bank als globaler Partner für anspruchsvolle Kunden und Investoren, um mithilfe individualisierter Produkte und Lösungen den Geschäftspartnern die Möglichkeit zu geben, ihre Transaktionen und Handelsaktivitäten über Ländergrenzen hinweg abzuwickeln. Varengold hat sich in den vergangenen Jahren bereits einen soliden Kundenstamm für Trade Finance Transaktionen aufgebaut und möchte sich auch zukünftig als spezialisierter Anbieter für Unternehmenskunden mit Handelsschwerpunkten in den Regionen Osteuropa und Mittlerer Osten weiterentwickeln.
Der Geschäftsbereich Commercial Banking besteht aus dem Einlagengeschäft sowie aus den Bereichen internationaler Zahlungsverkehr, Trade & Export Finance, Lombardkredite und Structured Finance.
Im Rahmen der Einlagenkonten werden Privatkunden kostenlose Tages- und Termingeldkonten angeboten, welche die volle Flexibilität einer täglich verfügbaren Einlage mit einem attraktiven Zinssatz verbinden und auf diese Weise eine verlässliche Basis
folgenden Monaten pendelte der Wert mit geringen Ausschlägen zwischen EUR 3,50 und EUR 5,50. Mitte Dezember fiel der Aktienkurs dann auf ein Jahrestief von EUR 3,20.
Der durchschnittliche Aktienkurs der Varengold-Aktie sank im Vergleich zum Berichtszeitraum 2016 deutlich von EUR 6,55 auf EUR 3,92. Die durchschnittlich täglich gehandelte Aktienanzahl lag im Jahr 2017 bei 1.268 Stück (Vorjahr: 1.325 Stück). Das Ergebnis je Aktie stieg im Vergleich zum Ende des Jahres 2016 von EUR -0,51 auf EUR +0,01 zum Ende des Jahres 2017. Die Marktkapitalisierung lag zum Stichtag 31.12.2017 bei EUR 17.575.497,00 (Vorjahr: EUR 14.612.760,00)
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Varengold Bank haben Mitte Februar 2017 die Einbeziehung der Aktie (Symbol: VG8) in das Börsensegment "Basic Board" am Open Market beschlossen, da die Deutsche Börse AG zum 1. März 2017 den Entry Standard abgeschafft und stattdessen ein neues Börsensegment eingeführt hat.
Die Aktie der Varengold Bank ist seit 2007 im Open Market an der Frankfurter Börse gelistet. Zudem wird die Aktie an den Börsen Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und im elektronischen Handelssystem XETRA gehandelt.
| Aktie | Varengold Bank AG |
|---|---|
| WKN | 547930 |
| ISIN | DE0005479307 |
| Börsenkürzel | VG8 |
| Marktsegment | Open Market / Freiverkehr |
| Transparenzlevel | Basic Board |
| Erstnotiz | 20. März 2007 |
| Aktienart (Gattung) | Nennwertlose Inhaberaktien-Stammaktien |
| Anzahl der Aktien | 6.210.423 Aktien (Stand 31.12.2017: 4.140.282 Aktien) |
| Gesamtes Grundkapital | 6.210.423 EUR (Stand 31.12.2017: 4.140.282,00 EUR) |
| Designated Sponsor | Bankhaus Gebr. Martin AG |
| Spezialist | Baader Bank AG |
Das Geschehen an den weltweiten Börsen war im Berichtsjahr 2017 durch wichtige geopolitische Ereignisse geprägt. Dazu gehörten sowohl die Parlamentswahlen in den Nachbarländern Frankreich und Niederlande, das politische Spannungsfeld im Nahen Osten und Nordkorea, die anhaltenden Diskussionen über die zukünftige Ausgestaltung des Austritt Großbritanniens aus der EU, als auch die Sorge um die Auswirkungen der Trump-Regierung in den USA. Für mehr Stabilität und mithin weniger Volatilität als in den vergangenen Jahren sorgten hingegen die positiven Konjunkturaussichten Europas. Während im Jahresverlauf die Preise für Aktien, Immobilien und Rohstoffe stark zulegten, war an den Zinsmärkten jedoch kaum etwas zu holen.
An nahezu allen Börsenparketts standen die Ampeln vorwiegend auf grün. Der Deutsche Aktienindex (DAX) schloss das Jahr bei knapp 13.000 Punkten und folgte damit seinem seit 2011 anhaltenden Wachstumstrend. Im europäischen Vergleich hingegen ist diese Entwicklung nicht herausragend. Die Anleger räumten offenbar den Börsen in Prag, Warschau, Wien, Athen, Budapest, Dänemark, Portugal oder Norwegen mehr Potenzial und Kursdynamik ein. Die Leitindizes dieser Länder kletterten deutlich nach oben.
Die Aktie der Varengold Bank AG verzeichnete zu Beginn des Berichtszeitraums einen Wert knapp unter der 5-Euro-Marke und erreichte bereits wenige Tage später ihren Jahreshöchstwert von EUR 5,54. In den darauf-
der Aufsichtsrat dankt zunächst den Mitgliedern des Vorstands sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das hohe persönliche Engagement im Jahr 2017. Das gesamte Varengold-Team hat die Geschäftsaktivitäten der Bank im vergangen Jahr konsequent weiterentwickelt, zusätzliches Wachstum vorangetrieben und im Rahmen der angepassten strategischen Ausrichtung die fundamentalen Schritte für eine nachhaltige und dynamische Entwicklung der Bank initiiert.
Im Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat seine nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Vorstände laufend überwacht und sich umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Der Aufsichtsrat überzeugte sich zudem im regelmäßigen Austausch mit den einzelnen Mitgliedern des Vorstands im Verlauf des Jahres 2017 sowie mit gezielten Fragestellungen von der Eignung und der Zuverlässigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder.
Die allgemeinen Überwachungsziele orientierten sich an den gesetzlichen Vorgaben und wurden unterjährig den internen und externen Entwicklungen entsprechend angepasst. Die dem Aufsichtsrat zur Verfügung stehenden Informationen wurden in den Aufsichtsratssitzungen, im Rahmen von Umlaufbeschlüssen sowie darüber hinaus in Einzelgesprächen diskutiert. Der Vorstand beantwortete und erläuterte stets die Fragen des Aufsichtsrates umfangreich und zu dessen Zufriedenheit. Um die eigene Informationsbasis zu verbreitern und eigene Eindrücke von der Unternehmensentwicklung zu gewinnen, hat der Aufsichtsrat auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei Führungskräften der Bank und externen Beratern. Das Gremium war somit stets aktuell informiert über die Geschäftstätigkeiten und hat schriftlich Informationen zur monatlichen finanziellen Geschäftslage sowie quartalsweise zur Risikosituation und zum Financial Controlling der Bank erhalten. Weiterhin wurden sämtliche Innenrevisionsberichte sowie je nach Einzelsachverhalt zusätzliche Unterlagen dem Aufsichtsrat zugestellt. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben gemäß § 90 AktG.
Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier ordentliche Aufsichtsrats-Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung abgehalten, die am 2. März 2017, am 29. Mai 2017, am 18. Juli 2017, am 23. August 2017 und am 28. November 2017 stattgefunden haben. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme sämtlicher Aufsichtsratsmitglieder und beider Mitglieder des Vorstands. Grundsätzlich wurde in jeder Sitzung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat über die Entwicklung der finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse der jeweils vorangegangenen Monate Bericht erstattet.
In der Sitzung am 2. März 2017 wurde zunächst die Entwicklung der Geschäftsfelder und der Unternehmenskennzahlen mit Blick auf das Vorjahr 2016 erörtert. Weiterhin wurde die Geschäftsstrategie 2017 und die 5-Jahres-Planung sowie die aktuelle Risikostrategie besprochen und seitens des Aufsichtsrats genehmigt. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer u.a. über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die vorhandene Beteiligungsstruktur der Varengold-Gruppe sowie die Angemessenheit und die Umsetzung des vorhandenen Vergütungssystems.
Am 29. Mai 2017 stand im Mittelpunkt der Tagesordnung insbesondere der Jahresabschluss 2016 im direkten Gespräch mit dem zuständigen Jahresabschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH, die Berichterstattung seitens des Vorstands hinsichtlich der aktuellen Geschäftsentwicklung und der laufenden Kapitalerhöhung sowie die Genehmigung des Compliance Report 2016. Auch die Einhaltung der Anforderungen des §25d KWG waren zentrales Thema dieser Sitzung.
Schwerpunkt der außerordentlichen Sitzung vom 18. Juli 2017 war die Anpassung der strategischen Ausrichtung der Varengold Bank im Rahmen der Geschäftsplanung.
Wesentliche Tagesordnungspunkte der Sitzung vom 23. August 2017 waren die aktuelle Geschäftsentwicklung der Bank sowie die Planung einer weiteren Kapitalerhöhung.
In der letzten Sitzung des Jahres, am 18. November 2017, wurde rückblickend die Ergebnisentwicklung der Bank im Jahr 2017 betrachtet und der weitere Ausblick bezüglich einer potentiellen Branch in Sofia (Bulgarien) diskutiert. Darüber hinaus wurden u.a. die Personalstrategie inklusive der Personalplanung sowie interne Restrukturierungsmaßnahmen, das Beteiligungscontrolling der Varengold-Gruppe, das Risikocontrolling sowie die laufenden Tätigkeiten der Compliance thematisiert.
Neben diesen fünf gemeinsamen Sitzungen von Vorstand und Aufsichtsrat trat der Aufsichtsrat auch zu gelegentlichen Telefonkonferenzen zusammen, um sowohl die Themen aus den gemeinsamen Sitzungen nacharbeiten als auch die Themen für bevorstehende gemeinsame Sitzungen vorbereiten zu können. Darüber hinaus wurden weitere Beschlüsse im Umlaufverfahren gem. § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Bank AG gefasst. Der Mehraufwand war insbesondere den regulatorisch weiterhin steigenden Anforderungen für Kreditinstitute geschuldet.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren auf Grund der Unternehmensgröße und der Tatsache, dass der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 23. August 2017 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 gewählt. Anschließend erteilte der Aufsichtsrat der PricewaterhouseCoopers GmbH den Prüfungsauftrag. Der Auftrag selbst enthält u.a. klare Regelungen über den Prüfungsumfang, die Prüfungsdurchführung sowie die zielführende Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat hat zudem einzelne Prüfungsschwerpunkte über den üblichen Umfang der Jahresabschlussprüfung hinaus zur Berichterstattung seitens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Auftrag gegeben. Dabei handelte es sich für das Jahr 2017 um die Plausibilisierung der Reisekosten und die Einhaltung interner Regularien, die Plausibilisierung des Anstiegs der Beratungskosten sowie die Prüfung im Rahmen der Nutzung vorhandener Firmen-Kreditkarten. Vor der Empfehlung des Aufsichtsrates betreffend den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung, hat der Abschlussprüfer erklärt, dass keine geschäftlichen, finanziellen sowie persönlichen oder sonstigen Beziehungen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten.
Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 PricewaterhouseCoopers GmbH, Hamburg, hat den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 und den Lagebericht geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Im Vorwege der Bilanzaufsichtsratssitzung am 5. Juni 2018 erhielt der Aufsichtsrat den Entwurf des Prüfungsberichtes zum Jahresabschluss 2017 sowie den Lagebericht zwecks Studium und Prüfung. Alle offenen Fragen konnten am 5. Juni 2018 mit dem Vorstand und den anwesenden Wirtschaftsprüfer der Pricewaterhouse-Coopers GmbH geklärt werden. Zuvor hatte bereits der Aufsichtsratsvorsitzende an der Vorbesprechung des Prüfungsberichts zum Jahresabschluss 2017 zwischen Vorstand und Jahresabschlussprüfer am 17. Mai 2018 teilgenommen.
Durch einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates vom 5. Juni 2018 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2017, der gegenüber den Entwürfen keine materiellen Änderungen enthielt, gem. § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Bank AG nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Bank AG für das Geschäftsjahr 2017 ist damit festgestellt
Das im Geschäftsjahr 2017 amtierende Aufsichtsratsmitglied Herr Alexander Körner hat mit Wirkung zum 27. März 2018 sein Mandat niedergelegt. Auf Antrag des Vorstands hat das Amtsgericht Hamburg durch Beschluss vom 21. März 2018 Herrn Vasil Stefanov gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats für den Zeitraum bis zur nächsten ordentlichen oder außerordentlichen Hauptversammlung bestellt.
Der amtierende Aufsichtsrat dankt dem ehemaligen Aufsichtsratsmitglied Herrn Körner für seinen wertvollen
Beitrag und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Für den Aufsichtsrat Hamburg, 06.06.2018
Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Vorsitzender des Aufsichtsrats
| BILANZ | 22 – 23 | LAGEBERICHT | 42 – 55 |
|---|---|---|---|
| A. Grundlagen der Varengold Bank | 43 | ||
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 24 – 25 | B. Wirtschaftsbericht | 44 – 49 |
| 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen | 44 | ||
| ANHANG | 26 – 41 | 2. Geschäftsverlauf | 45 |
| 3. Lage | 46 | ||
| 1. Allgemeine Angaben | 26 | 3.1 Vermögenslage | 46 |
| 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden | 26 | 3.2 Finanzlage | 47 |
| 3. Währungsumrechnung | 28 | 3.3 Ertragslage | 47 |
| 4. Erläuterungen zur Bilanz | 29 – 36 | 3.4 Finanzieller Leistungsindikator | 49 |
| 4.1 Postenübergreifende Angaben | 29 | C. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht | 50 - 55 |
| 4.2 Postenindividuelle Angaben | 31 | 1. Prognosebericht | 50 |
| 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 37 – 38 | 2. Risikobericht | 51 |
| 5.1 Zinsergebnis | 37 | 3. Chancenbericht | 53 |
| 5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 37 | ||
| 5.3 Provisionserträge/-aufwendungen | 37 | BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN WIRTSCHAFTSPRÜFERS | 56 – 63 |
| 5.4 Nettoertrag des Handelsbestands | 37 | ||
| 5.5 Sonstige betriebliche Erträge | 37 | ||
| 5.6 Personalaufwendungen | 38 | ||
| 5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen | 38 | ||
| 5.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen | 38 | ||
| 5.9 Außerordentliches Ergebnis | 38 | ||
| 5.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 38 | ||
| 6. Sonstige Angaben | 39 – 41 | ||
| 6.1 Organe | 39 | ||
| 6.2 Mitarbeiter | 39 | ||
| 6.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 40 | ||
| 6.4 Termingeschäfte | 40 | ||
| 6.5 Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses | 40 | ||
| 6.6 Mitteilungen gemäß § 20 AktG | 40 | ||
| 6.7 Nachtragsbericht | 40 | ||
| 6.8 Deutscher Corporate Governance Kodex | 40 |
nach Handelsgesetzbuch (HGB) zum 31. Dezember 2017
Varengold Bank AG
BANK
| Aktiva | Geschäftsjahr | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |||
| 1. | Barreserve | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
|||
| a) Kassenbestand | 4.650,45 | 4,1 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 79.969.256,08 | 455.701,1 | |||
| - darunter: | 79.973.906,53 | 455.705,2 | |||
| bei der Deutschen Bundesbank: Euro 79.969.256,08 | (455.701,1) | 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden |
|||
| 2. | Forderungen an Kreditinstitute | a) andere Verbindlichkeiten | |||
| a) täglich fällig | 20.898.535,70 | 14.959,3 | |||
| b) andere Forderungen | 3.036.871,05 | 1.043,9 | |||
| 23.935.406,75 | 16.003,3 | ||||
| 3. | Forderungen an Kunden | 250.607.848,16 | 75.555,6 | ||
| - darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert: Euro 37.946,32 | (36,5) | ||||
| Kommunalkredite: Euro 61.481.999,35 | (6.500,0) | 5. Rückstellungen |
|||
| 4. | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | ||||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 17.231.605,22 | 24.142,0 | |||
| - darunter: | |||||
| beleihbar bei der Deutschen Bundesbank: Euro 16.912.955,00 | (24.142,0) | ||||
| ab) von anderen Emittenten | 5.102.083,31 | 5.011,7 | 7. Eigenkapital |
||
| 22.333.688,53 | 29.153,7 | ||||
| 5. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 57.663.191,64 | 29.775,2 | ||
| 5a. | Handelsbestand | 3.774.082,23 | 137,3 | c) Gewinnrücklagen | |
| 6. | Beteiligungen | 697.975,20 | 668,2 | ||
| 7. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.260.551,05 | 2.774,9 | ||
| - darunter: | |||||
| an Finanzdienstleistungsinstituten Euro 1.709.770,55 | (1.709,8) | ||||
| 8. | Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche | 0,00 | 0,0 | |||
| Rechte und Werte | |||||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen | 116.420,00 | 212,9 | |||
| 116.420,00 | 212,9 | ||||
| 9. | Sachanlagen | 159.875,50 | 169,6 | ||
| 10. | Sonstige Vermögensgegenstände | 1.744.722,20 | 1.399,0 | ||
| 11. | Rechnungsabgrenzungsposten | 91.301,13 | 42,0 | ||
| 12. | Aktive latente Steuern | 1.852.612,57 | 2.297,5 | ||
| Summe Aktiva | 445.211.581,49 | 613.894,5 |
|---|---|---|
| Passiva | Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | ||
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 16.426.232,02 | 1.100,0 | ||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 13.940.340,00 | 137,3 | ||
| 30.366.572,02 | 1.237,3 | |||
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| a) andere Verbindlichkeiten | ||||
| aa) täglich fällig | 245.420.982,17 | 225.432,7 | ||
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 141.948.070,66 | 364.251,7 | ||
| 387.369.052,83 | 589.684,4 | |||
| 2a. | Handelsbestand | 0,00 | 0,0 | |
| 3. | Sonstige Verbindlichkeiten | 747.927,54 | 921,7 | |
| 4. | Rechnungsabgrenzungsposten | 679.788,73 | 590,3 | |
| 5. | Rückstellungen | |||
| a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 98.202,00 | 73,2 | ||
| b) Steuerrückstellungen | 111.903,75 | 129,7 | ||
| c) andere Rückstellungen | 2.377.848,61 | 2.679,9 | ||
| 2.587.954,36 | 2.882,8 | |||
| 6. | Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechlichen Kernkapitals | 5.000.000,00 | 5.000,0 | |
| 7. | Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 4.140.282,00 | 2.922,6 | ||
| b) Kapitalrücklage | 34.248.386,50 | 30.607,4 | ||
| c) Gewinnrücklagen | ||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 1.700,00 | 1,7 | ||
| cb) andere Gewinnrücklagen | 16.700,00 | 16,7 | ||
| 18.400,00 | 18,4 | |||
| d) Bilanzverlust | -19.946.782,49 | -19.970,3 |
Summe Passiva 445.211.581,49 613.894,5
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | TEUR | ||
| 1. | Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 5.792.237,00 | 3.809,0 | |||
| abzgl. negative Zinsen aus Bankguthaben | -1.460.225,26 | -1.105,2 | |||
| 4.332.011,74 | 2.703,8 | ||||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 980.286,22 | 1.806,9 | |||
| abzgl. negative Zinsen | -1.135,33 | -68,7 | |||
| 979.150,89 | 5.311.162,63 | 1.738,2 | |||
| 2. | Zinsaufwendungen | -2.025.581,69 | -2.864,1 | ||
| abzgl. positive Zinsen aus dem Bankgeschäft | 555.243,29 | 0,0 | |||
| -1.470.338,40 | -2.864,1 | ||||
| 3.840.824,23 | 1.577,9 | ||||
| 3. | Laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 571.371,37 | 553,7 | |||
| b) Beteiligungen | 0,00 | 0,0 | |||
| c) Anteilen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,0 | |||
| 571.371,37 | 553,7 | ||||
| 4. | Provisionserträge | 19.607.274,28 | 20.927,3 | ||
| 5. | Provisionsaufwendungen | -9.484.905,63 | -15.211,1 | ||
| 10.122.368,65 | 5.716,1 | ||||
| 6. | Nettoertrag des Handelsbestands | 148.832,97 | 5.684,7 | ||
| 7. | Sonstige betriebliche Erträge | 267.428,91 | 2.065,5 | ||
| 8. | Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | -6.038.932,86 | -6.211,4 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen | |||||
| für Altersversorgung und für Unterstützung | |||||
| - darunter: für Altersversorgung 274.755,79 Euro | |||||
| (Vorjahr: 264,5 TEuro) | -901.076,52 | -6.940.009,38 | -998,6 | ||
| -7.210,0 | |||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -6.481.224,30 | -8.336,9 | |||
| -13.421.233,68 | -15.546,9 | ||||
| 9. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle | ||||
| Anlagewerte und Sachanlagen | -173.357,52 | -328,4 | |||
| 10. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.077.540,68 | -362,3 | ||
| 11. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen |
||||
| im Kreditgeschäft | 0,00 | -1.802,8 |
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | TEUR | ||
| 12. | Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten | ||||
| Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im | |||||
| Kreditgeschäft | 617.041,95 | 0,0 | |||
| 13. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen | |||||
| behandelte Wertpapiere | -340.158,96 | -80,1 | |||
| 14. | Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 555.577,24 | -2.522,6 | ||
| 15. | Außerordentliche Erträge | 19.868,94 | 1.668,0 | ||
| 16. | Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | -605,8 | ||
| 17. | Außerordentliches Ergebnis | 19.868,94 | 1.062,2 | ||
| 18. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -551.870,33 | -24,7 | ||
| 19. | Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen | -78,00 | -0,8 | ||
| -551.948,33 | -25,5 | ||||
| 20. | Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag | 23.497,85 | -1.485,9 | ||
| 21. | Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -19.970.280,34 | -18.484,4 | ||
| 22. | Bilanzverlust | -19.946.782,49 | -19.970,3 |
Varengold Bank AG, Hamburg
für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Angaben, die mehrere Posten betreffen, sind zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit abweichend von § 284 Abs. 1 Satz 1 HGB weiterhin postenübergreifend dargestellt.
Da sämtliche Tochterunternehmen gemäß § 296 Absatz 2 HGB selbst in Summe von unter-geordneter Bedeutung für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, wird von der Befreiungsvorschrift zur Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 290 Absatz 5 HGB Gebrauch gemacht.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung gemäß § 265 Absatz 8 HGB abgesehen.
Der Kassenbestand und das Guthaben bei Zentralnotenbanken sind zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich dabei nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderungen und dem wahrscheinlich einbringlichen Wert. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem latenten Kreditrisiko wird durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Deren Ermittlung erfolgt in Anlehnung an das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10.Januar 1994.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Bei Zuordnung zur Liquiditätsreserve erfolgt die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Anlagevermögen sind Wertpapiere mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 5.102 zugeordnet. Der Buchwert entspricht dem Zeitwert.
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bilanziert. Bei Zuordnung zur Liquiditätsreserve erfolgt die Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Dem Anlagevermögen ist kein Bestand zugeordnet.
Die institutsinternen festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert. Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments.
Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von fünf Tagen und einem Beobachtungszeitraum von 520 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value-at-Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 31. Dezember 2017 ergibt sich ein Risikoabschlag von TEUR 60, der als Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst ist.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten ggf. abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.
Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen bewertet. Bei den erwarteten Nutzungsdauern legt die Bank die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde.
Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen linearen Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer gemindert werden. Dabei lehnt sich die Bank an die von der Finanzverwaltung vorgegebenen Nutzungsperioden (AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter (AfA Tabelle AV)) an.
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in Anlehnung an die Vorschriften des § 6 Absatz 2 und 2a EStG bilanziert. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden danach in einem Sammelposten gebündelt, der von untergeordneter Bedeutung ist und im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren zu jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Wirtschaftsgüter mit einem Wert unter EUR 150,00 werden als sofortige Betriebsausgabe behandelt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Mieten und Versicherungen) werden gemäß § 250 Absatz 1 HGB gebildet.
Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.853 (Vorjahr: TEUR 2.297) ergeben sich aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht in den nächsten fünf Jahren von der vollständigen Nutzung der in den Vorjahren gebildeten aktiven latenten Steuern aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde gelegt, der sich aus Körperschaftsteuer (15,0 %), Solidaritätszuschlag (0,825 %) und Gewerbesteuer (16,45 %) zusammensetzt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen im Voraus erhaltene Zinsen und Provisionen für den Zahlungsverkehr) werden gemäß § 250 Absatz 2 HGB gebildet und über die Laufzeit der zugrundeliegenden Geschäfte aufgelöst.
Pensionsrückstellungen, die im Wesentlichen auf Hinterbliebenenversorgungen beruhen, werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Richttafeln 2005G von Klaus Heubeck nach den Bestimmungen des § 253 Absatz 2 HGB ermittelt. Als Bewertungsverfahren wurde das modifizierte Teilwertverfahren verwendet. Es wurden ein Rechnungszins von 3,68 %, ein Gehaltsund Karrieretrend von 2,0 % sowie eine Fluktuation von 10 % zu Grunde gelegt.
Rückstellungen einschließlich Steuerrückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die begebenen Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals sind mit ihrem Nominalbetrag bewertet. Der Zinsaufwand wird auf Basis der erwarteten Zahlungen an die Eigentümer der Instrumente abgegrenzt.
Die zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs werden jährlich in ihrer Gesamtheit auf einen Verpflichtungsüberschuss untersucht. Hierzu wird ein barwertorientierter Ansatz unter Berücksichtigung voraussichtlich noch anfallender Risiko- und Verwaltungskosten genutzt. Die Bewertung ergab, dass aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs (Zinsbuchs) kein Verpflichtungsüberschuss und damit keine Notwendigkeit zur Bildung einer Drohverlustrückstellung bestehen.
Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB grundsätzlich in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 4 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange, bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres. Aufgrund bestehender Verlustvorträge, die nicht durch den Jahresüberschuss gedeckt werden, wurde gemäß § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 und 3 HGB im Geschäftsjahr keine Zuführung zum Sonderposten vorgenommen (Bestand 31.12.2017: EUR 0,00).
Bei allen Fremdwährungsgeschäften, die nicht dem Handelsbestand zugeordnet sind, handelt es sich um jeweils in der Fremdwährung besonders gedeckte Geschäfte i.S.d. § 340h HGB.
Im Falle des Handelsbestands sowie bei Bestehen besonderer Deckung werden sowohl die Aufwendungen als auch die Erträge aus der Währungsumrechnung erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnungsergebnisse aus der Währungsumrechnung der besonders gedeckten Geschäfte sind gemäß RS BFA 4, Tz. 22 saldiert im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthalten.
Die Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen sowie alle sonstigen Bilanzposten sind zum Nennbetrag angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.
Negative Zinsen aus Aktivgeschäften und positive Zinsen aus Passivgeschäften werden als Reduktion des Zinsertrags bzw. Zinsaufwands erfasst und im GuV-Formblatt gesondert ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen zum Zinsertrag und Zinsaufwendungen wurden bedingt durch den Ausweis um negative Zinsen angepasst.
Die Bank nimmt das Wahlrecht zur Überkreuzkompensation nach § 340f Absatz 3 HGB in Verbindung mit § 32 und § 33 RechKredV wahr.
Die Beträge sind soweit nicht anders ausgewiesen in TEUR angegeben.
Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit auftreten.
Unterjährig anfallende Erträge und Aufwendungen gehen mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ein. Fremdwährungspositionen werden gemäß § 256a HGB zum Bilanzstichtag mit den EZB-Referenzkursen in Euro umgerechnet.
Zum 31. Dezember 2017 sind in den folgenden Bilanzposten die nachstehend aufgeführten Fremdwährungsbeträge enthalten:
| Bilanzposten | 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 10.828 | 6.214 |
| Forderungen an Kunden | 33.681 | 8.733 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 46.929 | 29.775 |
| Handelsbestand (aktiv) | 0 | 0 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.754 | 1.754 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 247 | 209 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) | 0 | 25 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 47.049 | 43.070 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 76 | 155 |
| Rückstellungen | 0 | 284 |
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Forderungen an Kunden | 250.608 | 75.556 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 5.291 | 5.865 |
Bei der Davon-Position handelt es sich um Forderungen gegen die Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands und die Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands.
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 387.369 | 589.684 |
| davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 754 | 1.128 |
Bei der Davon-Position handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Varengold Verwaltungs AG, Hamburg, der Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands, der Varengold Capital Asset Management Limited, Hongkong, sowie der VirtuFX GmbH, Hamburg.
| Forderungen an Kreditinstitute |
|---|
| Täglich fällig |
| bis drei Monate |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
| Forderungen an Kunden |
| Täglich fällig |
| bis drei Monate |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
| mehr als fünf Jahre |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wert |
| 31.12.2017 | 31.12.2016 |
|---|---|
| TEUR | TEUR |
| 23.935 | 16.003 |
| 20.898 | 14.959 |
| 834 | 1.033 |
| 2.203 | 11 |
| 250.608 | 75.556 |
| 4.406 | 11.600 |
| 45.291 | 21.627 |
| 146.412 | 11.071 |
| 54.499 | 26.469 |
| 0 | 4.789 |
| 22.334 | 29.154 |
| 19.334 | 18.734 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.367 | 1.237 |
|---|---|---|
| Täglich fällig | 16.427 | 1.100 |
| bis drei Monate | 13.940 | 137 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 387.369 | 589.684 |
| Täglich fällig | 245.420 | 225.432 |
| bis drei Monate | 30.391 | 246.674 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 88.370 | 79.632 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 23.188 | 37.946 |
Die nachfolgende Tabelle gliedert die in den Bilanzposten enthaltenen Wertpapiere auf:
| 31.12.2017 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 22.334 | 29.154 |
| nicht börsenfähig | 0 | 0 |
| börsenfähig | 22.334 | 29.154 |
| - davon: börsennotiert | 22.334 | 29.154 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 57.663 | 29.775 |
| börsenfähig | 57.663 | 29.775 |
| - davon: börsennotiert | 32.199 | 15.249 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.261 | 2.775 |
| nicht börsenfähig | 506 | 30 |
| börsenfähig | 1.755 | 2.745 |
| - davon börsennotiert | 0 | 0 |
| Beteiligungen | 698 | 668 |
| nicht börsenfähig | 100 | 620 |
| börsenfähig | 598 | 48 |
| - davon börsennotiert | 550 | 0 |
4.2.1 Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden (TEUR 250.608) bestehen zu großen Teilen aus Lombarddarlehen und Kommunalkrediten.
4.2.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Es befinden sich neben einer Unternehmensschuldverschreibung ausschließlich europäische Staatsanleihen im Bestand.
Es werden Anteile an ausländischen Investmentvermögen gehalten, die im Wesentlichen in kurzfristige Forderungen und kurzfristige Immobilien-Darlehen investiert sind. Es handelt sich sowohl um ausschüttende als auch thesaurierende Investmentanteile. Der Buchwert entspricht dem Marktwert. Die Anteile gliedern sich wie folgt:
Die Varengold Bank AG hält folgenden nicht börsennotierten Anteilsbesitz:
| Gesellschaft | Beteiligungsquote | Eigenkapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| direkt | indirekt | 31.12.2017 | 2017 | |
| % | % | TEUR | TEUR | |
| Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg | 33,00 | 8961) | -1.1211) | |
| Lava Trading Ltd., Valetta, Malta | 49,79 | -62) | -62) | |
| Varengold Capital Holdings Limited, British Virgin Islands | 100,00 | -3773) | -2353) | |
| Varengold Capital Securities Limited, Hong Kong | 100,00 | 5463) | 473) | |
| Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft, Hamburg | 100,00 | 5294) | -2904) | |
| VirtuFX GbR, Hamburg | 50,01 | 781) | -691) | |
| Varengold Capital Advisory Limited, Hongkong | 100,00 | 253) | -13) | |
| Varengold Capital Asset Management, Limited, Hongkong | 100,00 | 5113) | -43) | |
| Varengold Capital International Company Limited, British Virgin Islands | 100,00 | -6123) | -2163) | |
| Varengold Investment Funds SPC, Cayman Islands | 100,00 | -5823) | -3303) | |
| Varengold Capital Investment Company Limited, British Virgin Islands | 100,00 | -7823) | -3953) | |
| Varengold Capital Management Limited, British Virgin Island | 100,00 | -413) | -553) |
| Nach § 285 Abs.11 in Verbindung mit § 271 HGB unterbleibt die Angabe von Beteiligungen unter 20% | |
|---|---|
| 1) Jahresabschluss zum 31.12.2016 | |
| 2) Jahresabschluss zum 31. März 2015 (abweichendes Wirtschaftsjahr) | |
| 3) Angaben in EUR wurden zum Kursstichtag 29.12.2017 umgerechnet. Kurs HKD: 9,37200. |
4) vorläufiger Jahresabschluss zum 30. November 2017 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Restbuchwerte | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.17 TEUR |
Zugänge 2017 TEUR |
Abgänge 2017 TEUR |
31.12.17 TEUR |
kumuliert 01.01.17 TEUR |
Zugänge 2017 TEUR |
Abgänge 2017 TEUR |
kumuliert 31.12.17 TEUR |
31.12.17 TEUR |
31.12.16 TEUR |
|
| Immaterielle Anlagewerte |
||||||||||
| Selbst geschaffe ne gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
388 | 0 | 0 | 388 | 388 | 0 | 0 | 388 | 0 | 0 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.130 | 3 | 0 | 2.133 | 1.917 | 99 | 0 | 2.017 | 116 | 213 |
| Sachanlagen | 681 | 65 | 17 | 729 | 511 | 74 | 16 | 569 | 160 | 170 |
| Summe | 3.198 | 68 | 17 | 3.249 | 2.816 | 173 | 16 | 2.973 | 276 | 383 |
| Veränderung*) | ||||||||||
| Schuldver schreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
91 | 5.102 | 5.012 | |||||||
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
-29.775 | 0 | 29.775 | |||||||
| Beteiligungen | 30 | 698 | 668 | |||||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
-514 | 2.261 | 2.775 |
*) Von der nach § 34 Absatz 3 RechKredV möglichen Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht
Die immateriellen Anlagewerte bestehen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).
Gemäß Vorstandsbeschluss vom 02.01.2017 wurden die Fonds in der Höhe von TEUR 29.775 aus dem Anlagebestand in die Liquiditätsreserve umgewidmet.
Der Handelsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| Aktiva | 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|---|---|---|
| Handelsbestand Wertpapiere | 3.834 | 0 |
| Handelsbestand Aktien | 0 | 137 |
| Risikoabschlag (VaR) | -60 | 0 |
| Summe | 3.774 | 137 |
Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.
Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis der Finanzinstrumente.
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen (TEUR 1.372) und Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 161).
Der Ausweis unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Restlaufzeit betrifft Cash-Sicherheiten für Forfaitierungs-Geschäfte.
Die Verbindlichkeiten setzen sich aus Tagesgeldern (EUR 107 Mio.), Zahlungsverkehrskonten (EUR 113 Mio.), Sicherheitsleistungen (EUR 25 Mio.) sowie Termingeldern (EUR 142 Mio.) zusammen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 439 | 473 |
| Verbindlichkeiten Lohnsteuer | 92 | 102 |
| Verbindlichkeiten Abgeltungssteuer | 79 | 105 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 138 | 242 |
| Summe | 748 | 922 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung beinhalten im Wesentlichen noch nicht fällige Rechnungen. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Verbindlichkeiten aus der Einzahlungsverpflichtung in das Eigenkapital der Varengold Capital Holdings Ltd. ausgewiesen und die Nachzahlungsverpflichtung aus der Lohnsteuerprüfung.
BANK
Pensionsrückstellungen wurden für Hinterbliebenenversorgung gebildet. Der Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 98) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (TEUR 104) beträgt TEUR 6 und unterliegt einer Ausschüttungssperre (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB).
Aufgrund der Mindestbesteuerung fallen für das Geschäftsjahr Ertragsteuern an. Es wurden Gewerbesteuerrückstellungen (Steuersatz 16,45 %) in Höhe von TEUR 41 sowie Körperschaftsteuerrückstellungen (Steuersatz 15 % zuzüglich 0,825 % Soli) in Höhe von TEUR 40 gebildet.
Des Weiteren bestehen Steuerrückstellungen für anteilige Gewinne der Betriebsstätte in London für das Jahr 2017 in Höhe von TEUR 31. Hierfür wurde ein Ertragssteuersatz von 20 % zugrunde gelegt.
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Schwerbehindertenabgabe | 0 | 1 |
| Arbeitnehmerüberlassung | 0 | 1 |
| Einmalzahlung EdB | 0 | 313 |
| Berufsgenossenschaft | 10 | 15 |
| Negativzinsen | 12 | 58 |
| Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen | 28 | 11 |
| Prime Brokerage Fees | 29 | 623 |
| Archivierungskosten | 60 | 0 |
| Entschädigungseinrichtung deutscher Banken | 63 | 67 |
| Urlaubsrückstellung | 69 | 150 |
| Rechts- und Beratungskosten | 191 | 396 |
| Sonstiges | 357 | 73 |
| Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten | 397 | 383 |
| Variable Vergütung | 1.162 | 559 |
| Summe | 2.378 | 2.680 |
Am 19. August 2014 hat die Varengold Bank AG zusätzliche Tier-1-Anleihen ("AT1-Anleihen") in Höhe von EUR 5 Mio. begeben. Die zusätzlichen AT1-Anleihen stellen unbesicherte und nachrangige Anleihen der Varengold Bank dar. Die halbjährlich fälligen Zinszahlungen für diese Anleihen bemessen sich an deren Nominalbetrag und der Entwicklung des EURIBOR. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Varengold Bank sowohl verpflichtet werden kann als auch das umfassende Recht zur alleinigen Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der Varengold Bank erstmals zum Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Begebung gekündigt werden und danach zu jedem Zinszahlungstag. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihebedingungen beinhalten unter anderem, dass die Varengold Bank die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der Varengold Bank unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.
Der abgegrenzte Zinsaufwand für diese Anleihen betrug zum 31. Dezember 2017 EUR 0,00.
Am 31. Dezember 2017 ausstehende zusätzliche Tier-1-Anleihen:
| Währung | Betrag in EUR | Art | Emissionsdatum | Zinssatz | Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | 5.000.000 | variabel verzinslich, kumulative Nachranganleihen |
19. August 2014 | variabel | ohne Fälligkeit |
Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 4.140) ist zum Bilanzstichtag eingeteilt in 4.140.282,00 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien.
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 34.248 stammt unter anderem aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung durch Ausgabe von 133.100 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie (TEUR 5.371), aus der Kapitalerhöhung im zweiten Halbjahr 2013 durch Ausgabe von 146.397 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 22,90 je Aktie (TEUR 3.352), aus der Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2014 durch Ausgabe von 159.571 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (TEUR 3.032), aus der Kapitalerhöhung im April 2015 durch Ausgabe von 176.963 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie (TEUR 3.362) sowie aus der Kapitalerhöhung im Februar 2016 durch Ausgabe von 974.184 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 12,00 je Aktie (TEUR 11.690).
Darüber hinaus wurde der Vorstand gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 24. August 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 23. August 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu EUR 1.461.276,00 durch Ausgabe von bis zu 1.461.276 neuen auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von jeweils EUR 1,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2016"). Ausgegeben werden dürfen jeweils Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die neuen Aktien kön-nen von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 KWG tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugs-recht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelhei-ten und Bedingungen der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus genehmigtem Kapital und der Aktienausgabe festzulegen und im Rahmen der Satzung sowie gesetzlicher Vorschriften das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht und das Grundkapital der Gesell-schaft von EUR 2.922.552,00 gegen Bareinlagen um EUR 1.217.730,00 auf EUR 4.140.282,00 durch Ausgabe von 1.217.730 neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht. Die Aktien wurden zu einem Agio von EUR 2,99 je Aktie platziert (Aufgeld TEUR 3.641). Die Eintragung der Kapi-talerhöhung im Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017.
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag weiterhin über ein Genehmigtes Kapital 2016 in Höhe von EUR 243.546,00.
Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 wurde der Vorstand weiterhin ermächtigt, bis zum 7. August 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte, Optionsgenussrechte, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (nachstehend "Instrumente" genannt) im Gesamt-nennbetrag von bis zu EUR 5.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren zu be-geben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Finanzinstrumenten Wandlungs- bzw. Options-rechte auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt EUR 586.174,00 nach näherer Maßgabe der Instrumente zu gewähren. Die Ausgabe der Instrumente kann gegen Bar- und/oder Sachleis-tungen erfolgen. Zur Bedienung der Instrumente wurde das Grundkapital mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2012 um bis zu EUR 586.174,00 durch Ausgabe von bis zu 586.174 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zum Zwecke der Gewährung von Aktienbezugsrechten bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012 I). Das Bedingte Kapital 2012 I wurde nicht ausgenutzt und ist am 7. August 2017 abgelaufen.
Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 besteht in § 4 Ab-satz 7 der Satzung der Gesellschaft ein weiteres Bedingtes Kapital. Das Grundkapital ist um bis zu EUR 140.000,00 durch Ausgabe von bis zu 140.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2012 II"). Die bedingte Ka-pitalerhöhung wird nur insoweit
durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Rahmen des Aktienoptionspro-gramms 2012 ("AOP 2012") in der Zeit bis zum 8. August 2017 (einschließlich) von der Ge-sellschaft ausgegeben wurden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das AOP 2012 dient als zielgerichteter Leistungsanreiz (sogenannte Incentivierung) der Programmteilnehmer und soll gleichzeitig eine Bindungswirkung der Teilnehmer an die Gesellschaft erreichen.
Im Rahmen des AOP 2012 dürfen insgesamt bis zu Stück 95.000 Aktienoptionen an Mitglie-der des Vorstands der Gesellschaft sowie weitere insgesamt bis zu Stück 45.000 Aktienoptio-nen an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft ("Pro-grammteilnehmer") ausgegeben werden. Jede Aktienoption gewährt das Recht auf den Be-zug von je einer Varengold Bank AG Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Aus-übungspreis für eine Varengold Aktie, also der bei Erwerb einer Aktie infolge der Ausübung eines Aktienoptionsrechts zu zahlende Preis, entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlusskurse der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den vorangegangenen 30 Börsenhan-delstagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption ("Basispreis"). Die Ausgabe der Optionen erfolgt in mindestens drei Jahrestranchen, wobei keine Tranche mehr als 50 % des Gesamt-volumens umfassen darf. Der Erwerbszeitraum beträgt 40 Werktage nach Zugang des Er-werbsangebots. Die Bezugsrechte aus den Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens vier Jahren nach deren Ausgabe ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist innerhalb von sieben Jahren nach der Ausgabe der Aktienoption außer-halb der Ausübungssperrfristen möglich und setzt voraus, dass der Kurs der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den letzten 30 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung des Be-zugsrechts den Basispreis um mindestens 30 % übersteigt.
Aufgrund der vorstehenden Ermächtigung hat der Vorstand bis zum Ende des Berichtszeit-raums insgesamt 85.500 Aktienoptionen an Führungskräfte der Gesellschaft ausgegeben. Insgesamt wurden 45.000 Aktienoptionen an besondere Leistungsträger zugeteilt. Weitere 40.500 Aktienoptionen wurden an Vorstandsmitglieder ausgegeben, wovon 31.000 Aktienop-tionen aufgrund des zwischenzeitlichen Ausscheidens der betreffenden Vorstände nicht mehr ausgeübt werden können. Im Jahr 2017 hat bis zum Ende des Berichtszeitraums keine Aus-gabe von Aktienoptionen stattgefunden.
Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB entfällt auf aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.853 sowie auf den Unterschiedsbetrag aus den Pensionsverpflichtungen (TEUR€ 6).
Zum 31. Dezember 2017 bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen im Wesentlichen in Form von Avalkrediten in Höhe von TEUR 1.999 (31.12.2016: TEUR 1.120). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingestuft.
Zwei Drittel der Bürgschaften betreffen ein einzelnes Aval, das noch bis 31.12.2018 läuft und für einen ausreichend bonitätsstarken Kunden erstellt wurde.
Das verbleibende Drittel der Bürgschaften verteilt sich auf mehrere kleinere Einzelfälle unterschiedlicher Laufzeiten; diese Fälle sind teilweise zusätzlich barbesichert.
Das Risiko von Verlusten aus der Inanspruchnahme von Eventualverbindlichkeiten wird durch die bestehenden Rückgriffsmöglichkeiten auf den jeweiligen Auftraggeber reduziert und beruht im Wesentlichen auf dem Kreditrisiko der Auftraggeber.
Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme einer Eventualverbindlichkeit ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen einer Kreditprüfung des Auftraggebers und gegebenenfalls anhand einer Bewertung der erwarteten Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtungen durch den jeweiligen Auftraggeber ab.
Zum 31. Dezember 2017 bestehen andere Verpflichtungen in Form von unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von TEUR 14.980 (31. Dezember 2016: TEUR 0) gegenüber Kunden, die diese in Teilbeträgen je nach Bedarf ziehen können. Für diese Inanspruchnahmen gelten kreditvertragliche Auszahlungsvoraussetzungen, deren Einhaltung vor der jeweiligen Auszahlung geprüft wird. Die Bank schätzt das Risiko, dass aus der Inanspruchnahme der unwiderruflichen Kreditzusagen ein Verlust resultiert, vor dem verbindlichen Eingehen ihrer Verpflichtung im Rahmen der Kreditprüfung ein.
Sämtliche Erträge fallen im Inland an.
Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus gewährten Darlehen und festverzinslichen Wertpapieren. Gezahlte Negativzinsen (hauptsächlich angefallen bei der Deutschen Bundesbank und für hinterlegte Sicherheiten) sind offen von den Zinserträgen abgesetzt.
In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Kundeneinlagen (Tages-, Fest- und Termingelder) enthalten. Erhaltene Negativzinsen für hinterlegte Kundensicherheiten und Kundeneinlagen sind ebenso offen von den Zinsaufwendungen abgesetzt.
In den Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind sämtlich Ausschüttungen von Fondsinvestments enthalten.
In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Prime Brokerage für Wertpapierleihegeschäfte (TEUR 15.298) und dem Bereich Commercial Banking für Provisionen im Zahlungsverkehr, Garantie und Akkreditivgeschäft (TEUR 4.309) enthalten.
Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich vor allem um Provisionen aus dem Bereich Prime Brokerage für Wertpapierleihegeschäfte (TEUR 8.867).
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Provisionserträge | 19.607 | 20.927 |
| Provisionsaufwendungen | 9.485 | 15.211 |
| Provisionsüberschuss | 10.122 | 5.716 |
Der Nettoertrag des Handelsbestandes resultiert im Wesentlichen aus dem Bereich Prime Brokerage für Wertpapierleihegeschäfte (TEUR 149).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen und periodenfremde Erträge enthalten.
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 6.039 | 6.211 |
| Soziale Abgaben | 626 | 734 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 275 | 265 |
| Summe | 6.940 | 7.210 |
Der Rückgang der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Mitarbeiterzahlen.
| 31.12.2017 TEUR |
31.12.2016 TEUR |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 429 | 509 |
| Beiträge und Versicherung | 633 | 599 |
| Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) | 29 | 50 |
| Werbung, Bewirtung, Reisekosten | 219 | 390 |
| IT-Aufwendungen | 1.419 | 1.711 |
| Aufwendungen für Kommunikation | 395 | 588 |
| Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung | 158 | 99 |
| Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten | 2.249 | 2.555 |
| übrige andere Verwaltungsaufwendungen | 950 | 1.836 |
| Summe | 6.481 | 8.337 |
Das für das Geschäftsjahr berechnete bzw. zurückgestellte Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt insgesamt TEUR 722. Davon entfallen TEUR 342 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 77 auf andere Bestätigungsleistungen (Prüfung nach § 36 WpHG a.F.) sowie TEUR 303 auf Steuerberatungsleistungen. Die Steuerberatungsleistungen wurden insbesondere erbracht bei der Unterstützung zur Erstellung von Steuererklärungen und bei der steuerlichen Betriebsprüfung sowie für ausländische Steuersachverhalte.
Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält TEUR 3,5 (im Vorjahr: TEUR 2,8) Aufwendungen, die sich aus der Aufzinsung von Rückstellungen ergeben. Weiterhin ist das Ergebnis der Umrechnung der besonders gedeckten Fremdwährungsgeschäfte in Höhe von TEUR 504 enthalten.
Im Geschäftsjahr sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 20 angefallen. Hierin sind TEUR 9 aus einem gewonnenen Rechtsstreit enthalten. Des Weiteren sind TEUR 11 aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Vorjahren ausgewiesen.
Die Bemessungsgrundlage für die Ertragsteuern ist durch hohe steuerliche Zurechnungsbeträge bei der Steuerkalkulation der Fonds sowie nicht abzugsfähige Abschreibungen auf eine Beteiligung geprägt.
Das Steuerergebnis resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 444, aus Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 40, sowie aus Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 41. Der Aufwand aus der Auflösung der latenten Steuern ist nicht zahlungswirksam.
6.1 Organe
Herr Dr. Karl-Heinz Lemnitzer Vorsitzender Selbständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Herr Michael Stephen Murphy Stellvertretender Vorsitzender Selbständiger Investmentbanker
Herr Dr. Lemnitzer, Herr Murphy und Herr Körner nehmen darüber hinaus keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 5 AktG wahr.
Herr Dr. Bernhard Fuhrmann Marktfolge
Herr Frank Otten Markt
Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Otten sind jeweils gemeinsam vertretungsberechtigt mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.
Herr Dr. Fuhrmann war zum Bilanzstichtag neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG als Vorstand in der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft, Hamburg, tätig. Seit dem 2. Juni 2017 ist er zudem als Geschäftsführer der JUCLA Invest GmbH, Hamburg tätig.
Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Otten zusätzlich als Chief Executive Officer (CEO) bei der Unternehmensberatung Arensburg Consult GmbH, Molfsee, tätig und Mitglied des Beirats der KERNenergie GmbH, Großwallstadt, sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft, Hamburg.
Herr Lukas Diehl, Prokurist der Varengold Bank AG, ist ebenfalls Mitglied des Aufsichtsrates der Varengold Verwaltungs Aktiengesellschaft, Hamburg.
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 Nr. 9a HGB sowie der Hinterbliebenenbezüge gemäß § 285 Nr. 9b HGB haben wir von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 320 (31.12.2016: TEUR 400). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 300 (31.12.2016: TEUR 299). Der Differenzbetrag resultiert aus angefallenen Reisekosten.
Zum Abschlussstichtag bestehen keine Kreditforderungen gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrates oder Vorstandes.
Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr 2017 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 54 (2016: 66), darunter befanden sich 20 (2016: 23) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von 5 Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 937 (31.12.2016: TEUR 1.224) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 4 Jahren.
Am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte dienen Sicherungszwecken im Rahmen der besonderen Deckung und werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.
| Nominal | Marktwert positiv | Marktwert negativ | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| Fremdwährung | 4.475 | 11 | 4 |
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss vorzutragen.
Es wurden im Berichtsjahr keine Mitteilungen gemäß § 20 Absatz 1 AktG an die Varengold Bank AG übermittelt und mithin keine Bekanntmachungen gemäß § 20 Absatz 6 AktG im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Varengold Bank AG hat im ersten Quartal 2018 eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung durchgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft wurde von EUR 4.140.282,00 gegen Bareinlagen um EUR 2.070.141,00 auf EUR 6.210.423,00 durch Ausgabe von 2.070.141 neuen Stückaktien erhöht. Sämtliche Aktien wurden zu einem Ausgabekurs von 2,80 EUR je Aktie platziert. Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 16. Februar 2018.
Herr Alexander Körner hat am 27. Februar 2018 sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Varengold Bank AG mit Wirkung zum 27. März 2018 unwiderruflich niederlegt. Der Vorstand ließ Herrn Vasil Stefanov gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung ab dem 28. März 2018 bestellen.
Vom 20. März 2007 bis 28. Februar 2017 war die Aktie der Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Nach Schließung des Entry Standards ist die Varengold Aktie seit dem 1. März 2017 im Basic Board am Open Market notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Absatz 2 AktG ist.
Hamburg, 30. März 2018
Varengold Bank AG
Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten
Die Varengold Bank AG ist ein deutsches Kreditinstitut mit Hauptsitz in Hamburg und einem Standort in London. Die Aktien der Bank sind im Basic Board am Open Market notiert. Innerhalb der Geschäftsbereiche Marketplace Banking und Commercial Banking bietet die Varengold ihren Kunden und Geschäftspartnern eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen an. Zu den Kunden zählen sowohl Institutionelle und Unternehmen, für die die Varengold Bank in sämtlichen Geschäftsbereichen tätig ist, als auch Privatkunden, denen insbesondere Tages- und Festgeldprodukte angeboten werden.
Varengold wurde als Asset-Management-Boutique im Jahr 1995 gegründet und verfolgt seither das Ziel der Bereitstellung individueller Finanzprodukte für private und institutionelle Kunden. Mit dem Erhalt der Lizenz zum Einlagenkreditinstitut im Jahr 2013 wurde der Geschäftsbereich Commercial Banking und in 2017 der Bereich Marketplace Banking etabliert.
Der Geschäftsbereich Commercial Banking besteht aus dem Einlagengeschäft sowie aus den Bereichen Internationaler Zahlungsverkehr, Trade & Export Finance, Lombardkredite und Structured Finance.
Im Geschäftsbereich Marketplace Banking, mittlerweile ein milliardenschwerer Markt, verbindet die Varengold Bank erfolgreich Geschäftsaktivitäten von "modernen" FinTech-Unternehmen mit "alt-hergebrachten" Bank-Dienstleistungen. Dabei konzentriert sich die Varengold Bank auf die Betreuung von Marketplaces (Peer-to-Peer Plattformen) und speziell die Anbindung technologieaffiner institutioneller Kunden.
Im Jahr 2017 ist die Weltwirtschaft deutlich stärker gewachsen als in den Jahren zuvor und ging mit einem konjunkturellen Aufschwung in nahezu sämtlichen Regionen einher. Auch jegliche Unsicherheiten wie Naturkatastrophen oder politische Diskussionen vermochten diese synchrone und robuste Entwicklung nicht aufzuhalten. Das weltweite BIP (Bruttoinlandsprodukt) stieg in 2016 um 3,2% und in 2017 um 3,8%. Im Euroraum wuchs dieses in 2016 um 1,8% und in 2017 um 2,4%. Schwellenländer wie Brasilien und Russland sind auf den wirtschaftlichen Erholungspfad zurückgekehrt, während in China die wirtschaftliche Lage stabil blieb und das Wachstum in den USA weiterhin durch die expansive Geldpolitik der dortigen Notenbank gestützt wurde. Die Inflation lag in der Eurozone mit 1,5% im Jahr 2017 noch immer unter dem Ziel von knapp 2% seitens der Europäische Zentralbank (EZB).
Trotz dieser auch im Euroraum konjunkturellen Erholungsbewegung und der leicht gestiegenen Inflation, hielt die EZB an ihrer expansiven Geldpolitik fest und verlängerte das Anleihekaufprogramm mit reduziertem Volumen bis zunächst September 2018. Das historisch niedrige Zinsumfeld Europas entwickelte sich bei den langfristigen Zinsen leicht steigend, während die Zinsen für kurzfristige Laufzeiten auf eher gleichbleibendem und tendenziell leicht sinkendem Niveau valutierten. Besonders diejenigen Institute mit stark zinsabhängigen Geschäftsmodellen mussten ihre Strategie und ihr Produktportfolio ggf. neu allokieren. Gleichzeitig profitierte aber auch die deutsche Kreditwirtschaft von den stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen begünstigt durch die Entwicklung am Immobilienmarkt. Das Preisniveau für Immobilien verzeichnete im Jahr 2017 in nahezu sämtlichen Ballungszentren Deutschlands einen kräftigen Anstieg.
Die deutsche Wirtschaft folgte ihrem bisherigen Wachstumskurs und verzeichnete laut statistischem Bundesamt einen Anstieg des preisbereinigten BIP um 2,2% gegenüber dem Vorjahr mit 1,9%. Die Arbeitslosenquote fiel laut Bundesagentur für Arbeit zum Jahresende auf einen Wert von 5,3% und befindet sich somit auf dem tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung.
Am Finanz- und Kapitalmarkt zeigten sich deutliche Wechselkursveränderungen gegenüber dem Euro, vor allem seitens des US-Dollars und des Britischen Pfunds. Die in 2016 getroffene Entscheidung Großbritanniens zum Brexit zeigte Folgen am Devisenmarkt und das Britische Pfund verlor im Laufe des Jahres deutlich an Wert, konnte sich aber zum Jahresende wieder etwas erholen. Der Euro wertete schließlich mit einem Plus von 14% trotz steigender Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa deutlich auf. Eine Besonderheit im Jahresverlauf 2017 war das steigende Interesse an digitalen Kryptowährungen, deren Kurse infolgedessen signifikant anstiegen.
Als Resultat der guten realwirtschaftlichen Entwicklung stiegen auch die Aktienindizes an den globalen Börsen deutlich an. Von politischen Unsicherheiten wie den anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea oder den Wahlen in Frankreich und Großbritannien ließen sich die Kurse kaum beeinflussen. So stieg etwa der Deutsche Aktienindex (DAX) im Börsenbarometer sehr deutlich von knapp 11.500 Punkten zu Jahresanfang 2017 bis auf zwischenzeitlich über 13.500 Punkte und schloss das Berichtsjahr mit rund 12.900 Punkten ab.
Die Geschäftstätigkeit der Varengold Bank wird durch eine Vielzahl von Vorschriften sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene reguliert. Das regulatorische Umfeld beschäftigte Banken im Jahr 2017 unter anderem mit der ab 3. Januar 2018 geltenden Regelung zur MiFID II / MiFIR und der Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) inklusive der neuen bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) sowie den Vorschlägen der EU-Kommission u.a. zur Überarbeitung der CRR. Durch den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) stellte zudem die EZB ein einheitliches Vorgehen bei der aufsichtlichen Bewertung von Banken sicher und leitet aus den Ergebnissen potentielle Maßnahmen zum Vorhalten zusätzlichen Eigenkapitals und/oder Liquiditätsanforderungen ab. Darüber hinaus waren Banken intensiv mit den Vorbereitungen zur Implementierung der AnaCredit-Anforderungen beschäftigt. Im Rahmen dieser Verordnung der EZB müssen umfangreiche Kreditdatenstatistiken erstmals zum 31. Januar 2018 an die Deutsche Bundesbank gemeldet werden.
Unter anderem der volatile Verlauf des Geschäftsjahres 2016 hat den Vorstand dazu bewogen, die Geschäftsstrategie der Varengold Bank anzupassen bzw. die vorhandenen Opportunitäten noch stärker zu kanalisieren. Im bisherigen Geschäftsbereich Prime Brokerage führte das Bereitstellen von Leverage an Hedgefunds nicht zu auskömmlichen Erträgen (risikoadjustiert) und als relativ kleiner Nischenanbieter mit begrenzten Personalund Kapital-Ressourcen musste die bereits in der Vergangenheit begonnene Fokussierung mit Blick auf die globale Marktentwicklung in der zweiten Jahreshälfte auf wenige Geschäftsbereiche weiter fortgesetzt werden.
Die Kunden-Fokussierung der Varengold liegt nunmehr vorrangig auf der bankseitigen Versorgung von Marketplaces, die sich mit der Finanzierung von Unternehmen und Konsumenten beschäftigen. Die Varengold Bank beschränkt ihr Produktportfolio dabei nicht auf das Funding, sondern stellt weitere Produkte wie Debtund Equity Capital Markets Produkte, internationale Zahlungsverkehrsleistungen oder zukünftig Fronting Services von banklizenzpflichten Produkten zur Verfügung. Im Rahmen dieser neuen visionären Ausrichtung wurde der bisherige Geschäftsbereich Prime Brokerage unterdessen in Marketplace Banking umbenannt.
Im Bereich Commercial Banking hat sich die Varengold Bank in den vergangenen Jahren bereits einen soliden Kundenstamm für Trade Finance Transaktionen aufgebaut und möchte sich zukünftig als spezialisierter Anbieter für Unternehmenskunden mit Handelsschwerpunkten in den Regionen Osteuropa und Mittlerer Osten weiterentwickeln.
Einen großen operativen Aufwand betrieb die Varengold Bank zudem im Jahr 2017 mit Blick auf die verschiedenen gesetzlichen Veränderungen, deren Umsetzung sowohl personelle als auch finanzielle Kapazitäten in Anspruch nahm. Um auch die Anforderungen an die bankaufsichtlichen Eigenmittel zukünftig, insbesondere im Hinblick auf die geplante Ausweitung des Geschäftsvolumens, erfüllen zu können, wurde das Kernkapital der Gesellschaft weiter erhöht.
Die Hauptversammlung der Varengold Bank AG vom 24. August 2016 hat deshalb den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital 2016"). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht
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und das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 2.922.552,00 gegen Bareinlagen um EUR 1.217.730,00 auf EUR 4.140.282,00 durch Ausgabe von 1.217.730 neuen Stückaktien im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung erhöht. Die Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 3,99 je Aktie platziert (Aufgeld TEUR 3.641). Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 7. Juli 2017.
Die Hauptversammlung der Varengold Bank AG vom 23. August 2017 hat darüber hinaus zusätzlich beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 4.140.282,00 gegen Bareinlagen um bis zu EUR 2.070.141,00 auf bis zu EUR 6.210.423,00 durch Ausgabe von bis zu 2.070.141 neuen Stückaktien zu erhöhen. Die Varengold Bank AG hat daraufhin eine Bezugsrechtskapitalerhöhung im Rahmen eines öffentlichen Bezugsangebots und einer darauffolgenden Privatplatzierung durchgeführt und konnte sämtliche neuen Stückaktien platzierten. Das Grundkapital der Gesellschaft auf EUR 6.210.423,00 erhöht. Die Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 2,80 je Aktie platziert (Aufgeld TEUR 3.726). Die Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister erfolgte am 16. Februar 2018.
Mit Wirkung zum 01. März 2017 wurden die Aktien der Varengold Bank AG (VG8) in das Börsensegment "Basic Board" am Open Market einbezogen, da die Deutsche Börse AG den bisherigen Entry Standard abgeschafft und stattdessen ein neues Börsensegment eingeführt hat.
Im Jahr 2017 sank die Bilanzsumme um 27,5% von EUR 613,9 Mio. auf EUR 445,2 Mio. Die Kundeneinlagen machen mit EUR 387,4 Mio. bzw. 87% weiterhin den bestimmenden Posten der Passivseite aus. In der Mittelverwendung hat die Erhöhung der Bilanzpositionen Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Forderungen an Kunden (EUR 251 Mio.) stichtagsbezogen im Wesentlichen zu einer Reduktion des Guthabens bei Zentralnotenbanken um EUR 375,7 Mio. und einer Verringerung der Anleihen und Schuldverschreibungen um EUR 6,8 Mio. geführt. Daneben sind die Forderungen an Kreditinstitute sowie der Handelsbestand um EUR 7,9 Mio. bzw. EUR 3,6 Mio. angestiegen.
Vermögens- und Verbindlichkeitenstruktur
Die Vermögens- und Verbindlichkeitenstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| Vermögen | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) | 72,5 % | 88,2 % | -15,7 |
| Mittelfristige Forderungen (1 bis 5 Jahre) | 12,7 % | 4,7 % | 8,0 |
| Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) | 0,0 % | 0,8 % | -0,8 |
| Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,7 % | 0,6 % | 0,1 |
| Anlagevermögen | 14,2 % | 5,7 % | 8,5 |
| Schulden | 31.12.2017 | 31.12.2016 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) | 89,4 % | 92,8 % | -3,4 |
| Mittelfristige Schulden (1 bis 5 Jahre) | 5,3 % | 4,2 % | 1,1 |
| Langfristige Schulden (> 5 Jahre) | 1,1 % | 0,8 % | 0,3 |
Die Kernkapitalquote (TIER 1) betrug mit Aufstellung des Jahresabschlusses 14,19%.
Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (TEUR 387.369; Vorjahr: TEUR 589.684), bestehen noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 30.367; Vorjahr: TEUR 1.237) und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten und Geschäftspartnern (TEUR 748; Vorjahr: TEUR 922) sowie Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von TEUR 2.588 (Vorjahr: TEUR 2.883). Instrumente des zusätzlichen aufsichtsrechtlichen Kernkapitals (sog. Additional TIER 1) bestehen in Höhe von TEUR 5.000.
Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.
Von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche gem. § 274 HGB wurde Gebrauch gemacht, da die steuerlichen Verlustvorträge unter Berücksichtigung der Planungsrechnung für die nächsten fünf Jahre als werthaltig eingeschätzt werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden keine zusätzlichen latenten Steuern gebildet. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre.
Mit EUR 97,2 Mio. bzw. 22% der Bilanzsumme stellen die liquiden Mittel einen relativ großen Anteil der Aktivseite der Bilanz dar. Die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennziffer liegt dementsprechend stichtagsbezogen mit 200,39% wie schon im Vorjahr deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Die Liquiditätslage der Bank war zu keiner Zeit gefährdet.
Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von TEUR 4.442 im Jahre 2016 auf TEUR 5.311 im Jahr 2017. Der Anstieg von TEUR 869 ist im Wesentlichen begründet durch den um TEUR 2.094 angestiegenen Zinsertrag aus dem Kreditgeschäft für ausgereichte Darlehen in den Geschäftsbereichen Prime Brokerage und Commercial Banking. In den Zinserträgen sind Negativzinsen vorwiegend für Bundesbankguthaben in Höhe von TEUR -1.192 enthalten. Die Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren/Liquiditätsreserve sind bedingt durch den Volumensabbau von TEUR 1.807 auf TEUR 980 gesunken. Daneben sanken die Zinsaufwendungen aufgrund des weiterhin rückgängigen Zinsniveaus um 48,7% auf TEUR 1.470, sodass ein Zinsüberschuss von TEUR 3.841 erzielt wurde.
Des Weiteren wurden Ausschüttungen aus Real Estate und Short Term Receivables Funds in Höhe von TEUR 571 (im Vorjahr TEUR 554) erzielt.
Die Provisionserlöse reduzierten sich leicht um TEUR 1.320 auf TEUR 19.607. Dabei konnten die von TEUR 1.045 auf TEUR 4.309 gestiegenen Provisionserträge des Commercial Banking die von TEUR 19.324 in 2016 auf TEUR 15.298 in 2017 gesunkenen Provisionserträge der Prime Brokerage Aktivitäten (geringere Wertpapierleihegeschäfte) nicht ganz kompensieren.
Die Provisionsaufwendungen sind durch geringere Wertpapierleihegebühren bei den Prime Brokerage Aktivitäten um TEUR 5.726 auf TEUR 9.485 gesunken.
Das Nettoergebnis des Handelsbestandes hat sich ebenfalls aufgrund reduzierter Wertpapierleihegeschäfte um TEUR 5.536 auf TEUR 149 verringert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von TEUR 2.066 in 2016 auf TEUR 267 in 2017. Wesentliche Position in 2016 bestand mit TEUR 1.124 in Erträgen aus der Währungsbewertung, die in 2017 saldiert in der GuV-Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten sind (TEUR 992).
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft sind um TEUR 2.126 (von TEUR 15.547 in 2016 auf TEUR 13.421 in 2017) zurückgegangen. Ursächlich dafür waren insbesondere der Rückgang der Personalkosten von TEUR 7.210 auf TEUR 6.940, der Prüfungs- und Beratungskosten von TEUR 2.555 auf TEUR 2.249, der IT-Kosten von TEUR 1.711 auf TEUR 1.419 sowie der Rückgang der Aufwendungen für Kommunikation von TEUR 588 auf TEUR 395. Ebenso sind die übrigen Verwaltungsaufwendungen von TEUR 1.836 auf TEUR 950 gesunken, was wesentlich mit den gesunkenen Vertriebskosten im Commercial Banking sowie den geringeren bezogenen Fremdarbeiten und Fremdleistungen einhergeht. Hauptsächlich durch den Umzug in London konnten die Raumkosten um TEUR 80 verringert werden. Einzig Beiträge und Versicherungen sowie Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung haben sich um TEUR 34 bzw. um TEUR 59 erhöht, was im Wesentlichen auf einen erhöhten Beitragssatz zum Restrukturierungsfonds (FMSA) und Archivierungsrückstellungen zurückzuführen ist.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen gingen von TEUR 328 im Vorjahr auf TEUR 173 in 2017 zurück.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 362 im Vorjahr auf TEUR 1.078 im Jahr 2017. Hierin sind im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen (TEUR 568) aus einer steuerlichen Nachbelastung aus 2015 eines Fondsinvestments sowie für Rückstellungen für die steuerliche Betriebsprüfung 2011-2014 (Umsatzsteuer-Sachverhalte) sowie der Lohnsteueraußenprüfung enthalten. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEUR 504), die im Wesentlichen Hedge-Kosten darstellen, sind ebenfalls in dieser GuV-Position enthalten.
Die Position Erträge aus Zuschreibungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft beträgt TEUR 617 (Vorjahr Aufwand TEUR 1.803). Hierin sind Erträge aus dem Verkauf von Wertpapieren aus der Liquiditätsreserve (TEUR 1.905) enthalten, die vornehmlich durch Abschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve (TEUR 921) vermindert werden. Es wurden am Markt europäische Staatsanleihen, deren Zins-Coupon deutlich über dem aktuellen Zinsniveau liegt, über pari gekauft. Der sich daraus ergebene Abschreibungsbedarf ist demnach im Wesentlichen auf das niedrige Zinsniveau und nicht auf eine Veränderung der Bonität des Schuldners zurückzuführen. Diesen Abschreibungen in Höhe von TEUR 921 stehen Zinserträge in Höhe von TEUR 801 gegenüber.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere sind von TEUR 80 auf TEUR 340 gestiegen. Der Aufwand des Geschäftsjahres resultiert aus der anteiligen Abschreibung einer Beteiligung und einem Verlust aus dem Verkauf eines Wertpapiers aus dem Anlagevermögen. Die Abschreibung wurde durch den Erlös aus einem Teilverkauf einer Beteiligung in Höhe von TEUR 267 zum Teil kompensiert.
In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG TEUR 556 (Vorjahr: TEUR -2.523).
Im Geschäftsjahr 2017 sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 20 angefallen. Im Vorjahr 2016 betrugen die außerordentlichen Erträge TEUR 1.668. Sie waren wesentlich aus Ansprüchen gegenüber Kunden aus Vorjahren sowie aus Erträgen aus Rechtsstreitigkeiten entstanden.
Im Berichtsjahr 2017 sind keine außerordentlichen Aufwendungen entstanden. Im Vorjahr 2016 fielen TEUR 606 außerordentliche Aufwendungen an, wesentlich aus Restrukturierungsaufwendungen sowie dem Einmalbeitrag an die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken.
Unter Berücksichtigung des außerordentlichen Ergebnisses von TEUR 20 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 23 (Vorjahr: Fehlbetrag TEUR 1.486). Die vergleichsweise hohe Steuerposition erklärt sich wesentlich aus steuerlichen Hinzurechnungen aus Fondsinvestments sowie steuerlich nicht anerkannter Abschreibungen.
Die Kapitalrendite nach § 26a KWG berechnet aus dem Quotient aus Nettogewinn und Bilanzsumme ist 0,01%.
3.4 Finanzieller Leistungsindikator
Zentraler Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern. Für 2017 wurde mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen TEUR 167 und TEUR 681 geplant. Die Nettoerträge des Geschäftsbereiches Prime Brokerage lagen unter Plan, wurden jedoch durch erhöhte Erträge im Commercial Banking überkompensiert. Zudem haben sich die geringeren Verwaltungsaufwendungen und die ungeplanten Erträge durch den Teilverkauf einer Beteiligung positiv auf das Ergebnis ausgewirkt. Nach Abzug von höheren Finanzierungskosten und von in Plan liegenden Abschreibungen wurde mit TEUR 575 ein in Plan liegendes Ergebnis vor Steuern erreicht.
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Geschäftstätigkeit aufsichtsrechtlichen Anforderungen im Hinblick auf die Eigenmittelausstattung zum Zwecke der Solvabilität. Die Gesellschaft geht davon aus, dass zur Unterlegung der geplanten Ausweitung des Geschäftsvolumens und der damit einhergehenden Risiken zusätzliche Eigenmittel erforderlich sein werden bzw. zukünftige Kapitalpufferanforderungen die Liquidität der Gesellschaft beeinträchtigen werden.
Für das Jahr 2018 verkünden Expertenmeinungen eine nahezu gleichbleibende weltweite Dynamik wie im vergangenen Jahr. Der konjunkturelle Sprint zahlreicher Volkswirtschaften dürfte sich damit fortsetzen. Dafür spricht auch, dass öl- und rohstoffexportierende Länder weiterhin von der anhaltenden Erholung der Rohstoffpreise profitieren dürften und somit das Wachstum in den Industrieländern stabil bleibt. Die Nachfrage nach Produkten und Exporten aus Deutschland dürfte in 2018 ebenso weiterhin hoch bleiben. Allerdings könnten die Wachstumsmöglichkeiten der deutschen Wirtschaft dadurch gebremst werden, dass Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten haben, bei hoher Kapazitätsauslastung und geringer Arbeitslosigkeit die geeigneten Fachkräfte zu finden. Unter der Annahme einer positiv ausgerichteten Wirtschaftsentwicklung ist für die meisten Länder der Eurozone von einer sinkenden bis nahezu stagnierenden Arbeitslosenquote auszugehen.
Auch bleiben geopolitische Unsicherheiten und politische Diskrepanzen auf globaler Ebene bestehen. Dazu zählen u.a. die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea, die aufkeimenden handelspolitischen Differenzen zwischen den USA und China sowie die Abspaltung Großbritanniens von der Europäischen Union. Darüber hinaus könnte die große Steuerreform in den USA auch besonders die deutsche Wirtschaft nachhaltig beeinflussen. Dennoch geht die Bundesbank in ihrer letzten Prognose aufgrund der positiven Investitionsentwicklung, Exportnachfragen und gesteigertem Konsumverhalten von einem Wachstumsanstieg in Deutschland in Höhe von 2,5% für das Jahr 2018 aus. Auch für Europa wurden die Wachstumsprognosen angehoben und insgesamt mit einem Anstieg von 2,3% gerechnet.
Eine Verwundbarkeit der Weltwirtschaft an den Finanz- und Kapitalmärkten ist auch zukünftig gegeben. Bei kurzfristigen und starken Zinsänderungen könnten bspw. Neubewertungen und ein sich änderndes Investorenverhalten fallende Vermögenspreise bewirken. Die EZB wird ihr Anleihekaufprogramm mindestens bis Ende des dritten Quartals 2018 fortsetzen und dieses abhängig von der Inflationsentwicklung im Euroraum ggf. erneut verlängern, solange die Inflationsrate weiterhin unter 2% valutiert. Von einer Anhebung des Leitzinses seitens der EZB dürfte erst nach dem Ende des Anleihekaufprogramms auszugehen sein, sodass dieser auch in 2018 nach wie vor bei 0% verbleiben wird.
Letztendlich ist auch die Entwicklung des regulatorischen Umfelds als Risikofaktor für Banken zu berücksichtigen, denn neue aufsichtliche Anforderungen wirken zunehmend kostentreibend und ressourcenbindend. So führt unter Umständen die Finalisierung von Basel III im europäischen Rechtsrahmen zu umfangreichen Änderungen an den Ansätzen zur Ermittlung der risikogewichteten Eigenkapitalunterlegung. Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Oktober 2017 die Neufassung der MaRisk veröffentlicht hat, gilt es für die Banken eine Umsetzungsfrist bis 31. Oktober 2018 einzuhalten. Die wesentlichen Änderungen betreffen speziell die Vorgaben zur Datenaggregation, Risikoberichterstattung, Risikokultur sowie zur Auslagerung.
Der deutsche Banken- und Finanzdienstleistungssektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Überdies konkurrieren deutsche Anbieter mit einer Reihe von ausländischen Anbietern, die in den vergangenen Jahren ihre Präsenzen im deutschen Markt erheblich ausgebaut haben. Zu den bestehenden und potenziellen Wettbewerbern der Varengold Bank AG gehören auch Unternehmen, die mit teilweise erheblich größeren finanziellen und personellen Ressourcen ausgestattet sind. Diese Unternehmen könnten in der Lage sein, umfassendere und kostenintensive Vertriebsaktivitäten zu betreiben und auch den Kunden günstigere Bedingungen anzubieten.
Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank AG.
Um die mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken zu beherrschen, wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.
Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.
Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:
Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.
Für die Überwachung der Einhaltung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG das Risikocontrolling verantwortlich. Die Ergebnisse des Risikocontrollings werden der Geschäftsleitung transparent berichtet, um eine adäquate Steuerung zu ermöglichen.
Kernelemente des Risikomanagements der Varengold Bank AG sind die Risikostrategie, das Risikotragfähigkeitskonzept, das Limit-System und Überwachungsprozesse, welche auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind.
Die Geschäftsstrategie muss die wesentlichen Ziele der Varengold Bank AG für jede Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele bestimmen.
Die Risikostrategie schildert die Auswirkungen der Geschäftsstrategie auf die Risikosituation der Varengold Bank AG und beschreibt den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die Fähigkeit, die Risiken zu tragen.
Jedes potenzielle zukünftige Risiko muss von Beginn an vollkommen transparent sein. Nur mit vollkommener Transparenz kann beurteilt werden, ob ein Risiko eingegangen und genehmigt werden soll. Diese Entscheidung trifft der Vorstand immer unter Berücksichtigung der Frage, ob das jeweilige Risiko angemessene Erträge bringen kann und eine Tragfähigkeit für das Risiko gegeben ist. Wird ein Risiko eingegangen, geschieht dies innerhalb festgesetzter Risikotoleranzen, die sich primär aus dem Risikotragfähigkeitspotenzial ableiten und deren Einhaltung laufend überprüft wird.
Die Varengold Bank AG verfolgt eine Wachstumsstrategie. Teil der Geschäftsstrategie der Varengold Bank AG ist es, flexibel wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sich permanent an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen. Die Varengold Bank AG erwirtschaftet in diesem schnelllebigen Umfeld dementsprechend volatile Erträge. Daher wird die Risikotragfähigkeitsanalyse vom Risikocontrolling auf monatlicher Basis vorgenommen. Die Methodik der Analyse wird fortwährend auf Plausibilität und den neuesten Stand des regulatorischen Umfelds geprüft.
Bei der Erhebung der Risikotragfähigkeit der Varengold Bank AG wird primär der Going-Concern-Ansatz verfolgt; als sekundäre Steuerungsgröße wendet die Bank zusätzlich den Liquidationsansatz an. Im Going-Concern werden nur Risiken in dem Umfang eingegangen, dass die regulatorischen Mindestanforderungen der Säule 1 noch erfüllt werden können. Ein solcher Ansatz setzt voraus, dass die Bank die dazu notwendigen Kapitalbestandteile reserviert. Zur Abdeckung möglicherweise eintretender Verluste steht dieses Kapital in der Risikotragfähigkeitsbetrachtung folglich nicht zur Verfügung, sodass es nicht Teil des Risikodeckungspotenzials sein kann.
Der Going-Concern-Ansatz der Varengold Bank AG basiert bei der Berechnung der Risikotragfähigkeit auf Bilanz- und GuV-Größen. Von dem zum 31. Dezember 2017 ermittelten Risikodeckungspotenzial von TEUR 8.320 werden TEUR 7.522 als Risikodeckungsmasse genutzt. Die nicht zu nutzenden TEUR 797 dienen als Puffer zur Deckung der Risiken, welche nur schwer zu quantifizieren sind (Strategische- und Reputationsrisiken, Modellrisiken sowie sonstige Risiken).
Grundsätzlich ist die maximal tolerierte Auslastung auf 100% beschränkt. Auslastungen über 100% innerhalb der einzelnen Risikoarten erfordern eine Reaktion des Vorstandes.
Die Auslastung der Risikodeckungsmasse zum 31. Dezember 2017 betrug 62%, davon entfallen 77% auf das Adressenausfallrisiko, 8% auf das Marktpreisrisiko und 15% auf das operationelle Risiko.
Für die Überwachung der wesentlichen Adress- und Marktpreisrisiken werden gängige Modelle verwendet.
Das Marktpreisrisiko wird mit Hilfe des Value at Risk quantifiziert. Dieser wird sowohl beim Handelsbuch als auch beim Anlagebuch mit einem Konfidenzniveau von 99%, einem Betrachtungshorizont von fünf Tagen und einem Lookback von 520 Tagen durch historische Simulation gemessen. Die Überwachung und Regulierung des Marktpreisrisikos orientiert sich an dem Limitsystem, welches sich auf Basis des Risikodeckungspotenzials für das Marktpreisrisiko errechnet. Die Limits für das Liquiditäts- und Investmentportfolio sind in den jeweiligen Investment Guidelines erfasst und festgelegt. Diese werden ebenfalls täglich durch das Risikocontrolling überwacht.
Die Quantifizierung im Bereich des Adressenausfallrisikos erfolgt mit den Risikokennzahlen Expected Loss und Unexpected Loss. Der Expected Loss wird auf Basis der Ausfallwahrscheinlichkeiten unter der Berücksichtigung der LGDs (Loss Given Default) ermittelt. Der Unexpected Loss wird mit Hilfe eines Kreditrisikomodells für ein Konfidenzniveau von 99% und einem Zeithorizont von einem Jahr quantifiziert. Die Berechnung basiert auf dem Gordy-Modell, das vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht zur Modellierung der Eigenkapitalunterlegung im Rahmen von Basel II und in der Weiterentwicklung in Basel III herangezogen wird. Das Kreditrisikomodell ermittelt die Beiträge der einzelnen Kreditnehmer und Beteiligungen zum unerwarteten Verlust auf Portfolioebene, die additiv zu einem unerwarteten Verlust des Gesamtportfolios zusammengefasst werden. Dabei werden die (falls vorhanden) externen bzw. gegebenenfalls internen Ausfallwahrscheinlichkeiten (PDs) und die transaktionsspezifisch festgesetzte Verlustquote (LGD) verwendet. Die Festlegung der übrigen Modellparameter erfolgt in Anlehnung an die Standardvorgaben gemäß Basel III. Neben den Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten werden auch die Korrelation zwischen den Kontrahenten sowie die Granularität des Portfolios und die Restlaufzeiten berücksichtigt.
Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.
Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein.
Die Rahmenbedingungen bleiben insbesondere mit Blick auf die anhaltende Niedrigzinslandschaft und die zunehmenden regulatorischen Anforderungen sowie geopolitische Spannungen weiterhin anspruchsvoll. Der Finanzdienstleistungssektor befindet sich zudem seit mehreren Jahren insgesamt in einem von Start Ups geprägten Umbruch. Diese FinTech-Unternehmen verfügen über alternative Angebote und Geschäftsmodelle, die traditionelle Bankprozesse in vielen Bereichen reformierten. FinTechs stützen sich auf modernste Technologien, müssen in den meisten Fällen keine Altarchitektur berücksichtigen und unterliegen nur zum Teil regulatorischen Einschränkungen, die für herkömmliche Banken gelten. Sie sind schlank, agil und innovativ.
Genau diese Eigenschaften müssen heutzutage auch Teil der Banking-DNA werden und alle Geschäftsbereiche erfassen. Denn grundsätzlichen haben Banken in Zukunft gute Voraussetzungen, im Wettbewerb mit FinTechs mitzuhalten und sogar an dieser Marktentwicklung zu partizipieren - schließlich verfügen Banken in der Regel über ausreichende Finanzmittel sowie regulatorische Grundvoraussetzungen.
Aus dieser Gemengelage heraus hat die Varengold Bank ihr aktuelles Geschäftsmodell entwickelt mit dem Ziel, eine zentrale Bank für den Marketplace Lending Sektor zu werden. Die in diesem Sektor angesiedelten Marketplaces (Peer-to-Peer Plattformen), beschäftigen sich vorrangig mit der Finanzierung von Unternehmen und Konsumenten. Grundgedanke dieser P2P-Plattformen ist, meist Internet-basiert die klassische Kreditvergabe der Banken zu deutlich günstigeren Konditionen mit einer besseren Nutzbarkeit zu ersetzen. Relativ schnell allerdings nach Etablierung dieser Start Ups wurde klar, dass in der Regel die Plattformen nicht alleine mit "Peer"-Funding auskommen, sondern zusätzliches institutionelles Funding benötigen. In dieser Lücke wird die Varengold Bank verstärkt aktiv bleiben. Was die Assetklassen der Varengold Bank in ihrem Geschäftsbereich Marketplace Banking anlangt, beinhaltet die neue Ausrichtung bisherige Assetklassen wie Receivables Finance, Real Estate Finance und Trade Finance, aber auch neue Assetklassen wie Consumer Finance und SME Finance werden in die Geschäftsaktivitäten der Bank inkludiert. Die drei Unternehmensziele "Fokussierung und Geschäftswachstum", "Kundenzufriedenheit" sowie "Organisationsstabilität" operationalisieren diese strategische Ausrichtung.
Als spezialisierte Bank, die nachhaltig im Wettbewerb zu bestehen hat, ist auch Prozessoptimierung ein laufendes Thema, dem sich die Varengold Bank im letzten Geschäftsjahr intensiv gewidmet hat. Die Bank hat im 4. Quartal 2017 deshalb beschlossen, neben dem bereits vorhandenen Standort in London eine weitere Niederlassung in Sofia, Bulgarien, zu eröffnen, um im Sinne der wachstumsorientierten Geschäftsstrategie die Aktivitäten der Varengold auf den südost-europäischen Raum auszuweiten.
Darüber hinaus verändert die Digitalisierung die heutige Gesellschaft spürbar, woraus sich nicht zuletzt neue Ansprüche an die Banken ergeben. Die Varengold Bank setzt sich intensiv mit diesen Entwicklungen auseinander, um den Ansprüchen an eine auf Marketplace Banking fokussierte digitale Bank zu entsprechen und hält Schritt, indem sie selbst den kulturellen Wandel hin zu einer technologie-gestützten Organisation vorantreibt. Neue Impulse und eine zusätzliche Schärfung der vorhandenen Prozesse erwartet die Varengold auch von der Migration neuer Software sowohl auf der Marktseite, als auch auf der Marktfolgeseite. Im Jahr 2018 strebt die Varengold Bank außerdem einen Markenrelaunch an, bei dem die Marke Varengold und die dahinterstehende Vision modern und treffend im Außenauftritt positioniert werden soll.
Der Vorstand ist überzeugt, dass die Varengold Bank mit ihrem Geschäftsmodell über ein gesundes Fundament verfügt und die richtigen Weichen gestellt hat, um den kommenden Anforderungen und den Bedürfnissen der Akteure im Finanzmarkt gerecht zu werden. Das Geschäftsmodell bietet auch zukünftig Potenzial für Kundenwachstum und Ertragssteigerungen, welche nicht zuletzt aber in gewissem Maße immer ein stückweit von der Entwicklung der Kapitalmärkte abhängt. Vorausgesetzt, dass geopolitische Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld nicht bedeutend bzw. in einer beherrschbaren Weise zum Tragen kommen, erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 grundsätzlich für beide Geschäftsbereiche trotz der geplanten Wachstumsinvestitionen positive Deckungsbeiträge aus dem operativen Geschäft. Der Vorstand sieht somit nach aktueller Beurteilung ein nachhaltiges und dynamisches Wachstumspotential für die Varengold Bank AG.
Basierend auf der erfolgreichen Umsetzung der geplanten Geschäftsziele und der Steigerung der operationellen Effizienz wird für 2018 ein positives Ergebnis vor Steuern (als zentraler finanzieller Leistungsindikator) zwischen EUR 1,7 Mio. und EUR 2,2 Mio. erwartet.
Varengold Bank AG
Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten
Wir haben den Jahresabschluss der Varengold Bank AG, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Varengold Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europa-rechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung: 1) Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft 2) Bilanzierung latenter Steuern
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert: 1. Sachverhalt und Problemstellung
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Forderungen an Kunden" ein Kundenkreditgeschäft in Höhe von T€ 250.608 (56 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Für dieses Kreditportfolio besteht zum 31. Dezember 2017 eine bilanzielle Risikovorsorge bestehend aus Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Die Bemessung der Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft wird insbesondere durch die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich zukünftiger Kreditausfälle, die Struktur und Qualität des Kreditportfolios sowie gesamtwirtschaftliche Einflussfaktoren bestimmt. Die Höhe der Einzelwertberichtigungen bei den Kundenforderungen entspricht der Differenz zwischen dem noch ausstehenden Kreditbetrag und dem niedrigeren Wert, der ihm am Abschlussstichtag beizulegen ist. Bestehende Sicherheiten werden berücksichtigt. Die Wertberichtigungen im Kundenkreditgeschäft sind zum einen betragsmäßig für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft von hoher Bedeutung und zum anderen mit erheblichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbunden. Darüber hinaus haben die angewandten, mit wesentlichen Unsicherheiten behafteten Bewertungsparameter einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit der Ausgestaltung der Kontrollen im relevanten internen Kontrollsystem der Gesellschaft beurteilt und die Funktionsfähigkeit der Kontrollen getestet. Dabei haben wir die Geschäftsorganisation, die IT-Systeme und die relevanten Bewertungsmodelle berücksichtigt. Darüber hinaus haben wir die Bewertung der Kundenforderungen, einschließlich der Angemessenheit geschätzter Werte, auf der Basis von Stichproben von Kreditengagements beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die vorliegenden Unterlagen der Gesellschaft bezüglich der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie der Werthaltigkeit der entsprechenden Sicherheiten gewürdigt. Bei Objektsicherheiten, für die uns die Gesellschaft Wertgutachten vorgelegt hat, haben wir uns ein Verständnis über die zugrunde liegenden Ausgangsdaten, die angewandten Bewertungsparameter und getroffenen Annahmen verschafft, diese kritisch gewürdigt und beurteilt, ob sie innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen. Ferner haben wir zur Beurteilung der vorgenommenen Einzel- und Pauschalwertberichtigung die von der Gesellschaft angewandten Berechnungsmethoden sowie die zugrundeliegenden Annahmen und Parameter gewürdigt. Auf Basis der von uns durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt von der Angemessenheit der bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Kreditportfolios von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen sowie der Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse der Gesellschaft überzeugen.
Die Angaben der Gesellschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft sind im Abschnitt 2 des Anhangs enthalten.
Aus unserer Sicht war die Bilanzierung latenter Steuern im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da sie in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet ist.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Der Geschäftsbericht 2017 wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgend-eine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
■ wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung er-
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
■ beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
■ ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Un-
■ beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Er-
■ beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und
■ führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben ab-
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 23. August 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer der Varengold Bank AG, Hamburg, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem "zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss" nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Lothar Schreiber.
PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Lothar Schreiber ppa. Uwe Gollum Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Varengold Bank AG Große Elbstraße 14 22767 Hamburg
T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49
E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de
Vorstand Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten
Aufsichtsrat Dr. Karl-Heinz Lemnitzer (Vorsitzender) Michael Stephen Murphy Vasil Stefanov
Register Amtsgericht Hamburg, HRB 73684
USt-IdNr. Finanzamt Hamburg, DE247069729
Aufsichtsbehörde
Die Varengold Bank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer 109 520 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.
Erlaubnisse/Zulassungen der Varengold Bank AG
Einlagensicherung
Die Varengold Bank AG gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an.
Große Elbstraße 14 22767 Hamburg
Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.
Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form.
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Bank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass sämtliche auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Bank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt.
Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Bank AG vorbehalten.
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