Annual Report • Sep 29, 2015
Annual Report
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
der Aufsichtsrat dankt allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern der Varengold Bank AG für das Vertrauen sowie den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz zur Erschließung und Erarbeitung neuer Geschäftsopportunitäten der Varengold Bank als junges Einlagenkreditinstitut im Geschäftsjahr 2014.
Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand
Der Aufsichtsrat der Varengold Bank AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in vier ordentlichen Sitzungen umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Im gesamten Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Die Überwachungsziele haben wir dabei bereits zu Beginn des Jahres festgelegt. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes in engem Kontakt, um strategische Optionen und aktuelle Fragen der Geschäftspolitik zu erörtern. Um unsere Informationsbasis zu verbreitern und eigene Eindrücke von der Unternehmensentwicklung zu gewinnen, haben wir auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei leitenden Angestellten und externen Beratern. Wir waren somit stets aktuell informiert und haben monatlich vom Vorstand, neben detaillierten Berichten im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen, schriftlich und sehr zeitnah Informationen zur aktuellen Geschäftslage erhalten. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben nach § 90 AktG.
Aufsichtsratssitzungen 2014
Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden am 15. Januar 2014, am 6. Mai 2014, am 11. August 2014 und am 11. November 2014 abgehalten. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder.
Am 14. Januar 2014, 5. Mai 2014, 14. Juli 2014, 12. August 2014, 10. November 2014 und 8. Dezember 2014 fanden insgesamt fünf Informations- und Arbeitstreffen des Aufsichtsrates statt, an dem alle drei Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben.
Im Rahmen der gemeinsamen Aufsichtsrats-/Vorstandssitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage (monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie BWA und Summen-Saldenlisten), die strategische Weiterentwicklung und die Risikolage sowie das Risikomanagement unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und überzeugte sich von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme.
| • | In der Sitzung am 15. Januar 2014 kommentierte der Vorstand, neben der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, auch die Performance im abgelaufenen Jahr, insbesondere erläuterte er anhand von Einzelbeispielen Abweichungen und Besonderheiten. Im Rahmen der für das laufende Jahr geplanten Zielsetzungen diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand die prognostizierten Ergebniserwartungen, die Personal-Entwicklungsplanung, das in Aussicht stehende Aktienoptionsprogramm sowie die Vergütungsstruktur der zweiten Führungsebene. |
| • | Am 6. Mai 2014 standen im Mittelpunkt der Sitzung erneut die wirtschaftlichen Verhältnisse, die dem Aufsichtsrat dezidiert erläutert wurden; des Weiteren der Bericht des Vorstands zum Jahresabschluss 2013, die Geschäfts- und Risikostruktur der Varengold Bank AG sowie die geplante Kapitalerhöhung, zu der der Vorstand ausführlich berichtete. |
| • | Schwerpunkt der Sitzung am 11. August 2014 war erneut die wirtschaftliche Situation, die von Seiten des Vorstands und des Aufsichtsrats ausführlich analysiert und erörtert wurde; daraus resultierend die Entwicklung neuer Perspektiven und konkret geplanter, neuer bzw. erweiterter Geschäftsmodelle. Ebenfalls vorgestellt und erörtert wurde die Personalplanung, die in Zukunft direkt von einem Vorstandsressort verantwortet werden soll. Die aktuellen Rechtsstreitigkeiten, ihre Ursachen und Erfolgsaussichten wurden dem Aufsichtsrat en détail vorgestellt. |
| • | Neben der Darstellung, Erläuterung und Diskussion der wirtschaftlichen Verhältnisse wurden in der Sitzung am 11. November 2014 vor allem die daraus abzuleitenden Ertragsperspektiven vorgestellt und erläutert. Weiterhin im Mittelpunkt standen die Themen D & O-Versicherung, eine Diskussion über die Kriterien für die Zuverlässigkeitsüberprüfung von Bankvorständen und ein aktueller Sachstandsbericht des Vorstands zur geplanten Holdingstruktur sowie eine Vorschau auf die Themen der für den 20. Januar 2015 geplanten außerordentlichen Hauptversammlung. |
Nach dem Aktiengesetz müssen Aufsichtsratsausschüsse, um beschlussfähig zu sein, zumindest über drei Mitglieder verfügen. Da der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 lediglich aus drei Personen bestand, wurden keine Ausschüsse gebildet.
Erteilung des Prüfungsauftrags an NPP Niethammer, Posewang & Partner
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. August 2014 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Die Beauftragung der Prüfer erfolgte entsprechend dem Votum der Hauptversammlung und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, wobei wir hinsichtlich der Einzelheiten der Jahresabschlussprüfung, der Prüfungsschwerpunkte und der Zusammenarbeit detaillierte Vorgaben gemacht haben.
Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2014
Die Abschlussprüfer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH haben den Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2014, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie dem Lagebericht 2014 der Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer zum Jahresabschluss 2014, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2014 lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung zwecks Studium und Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. April 2015 ein ausführliches Gespräch mit den Abschlussprüfern über die Prüfungsergebnisse, das Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie Organisationsfragen geführt. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten Fragen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben insbesondere ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen und keine Nichtprüfungsleistungen erbracht wurden. Die Prüfer sind ferner auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen. Sämtliche Berichte wurden auf der Aufsichtsratssitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung ohne Einwände angeschlossen.
Am 2. Juni 2015 haben wir sodann die endgültigen Fassungen des Prüfberichts, des Jahresabschlusses und des Lageberichts erhalten, die allesamt gegenüber den am 28. April 2015 behandelten Entwürfen keine materiellen Änderungen aufwiesen und den geprüften, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2014 gem. § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Bank AG per Umlaufbeschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Bank AG per 31. Dezember 2014 ist damit festgestellt.
Hamburg, 2. Juni 2014
Für den Aufsichtsrat
RA Hans J.M. Manteuffel, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Aktiva
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Barreserve | |||
| a) Kassenbestand | 59.264,45 | 0,9 | |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 15.349.053,43 | 4.127,3 | |
| - darunter: bei der Deutschen Bundesbank: 15.349,1 TEUR (im Vorjahr: 4.127,3 TEUR) | 15.408.317,88 | 4.128,2 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | |||
| a) täglich fällig | 73.650.771,21 | 11.551,5 | |
| b) andere Forderungen | 610.450,00 | 110,5 | |
| 74.261.221,21 | 11.661,9 | ||
| 3. Forderungen an Kunden | 20.123.121,00 | 6.910,9 | |
| - darunter: an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 1,0 TEUR (im Vorjahr: 848,3 TEUR) | |||
| 4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| a) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 35.500.705,65 | 19.188,5 | |
| - darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank: 34.772,0 TEUR (im Vorjahr: 19.000,0 TEUR) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 7.500.000,00 | 0 | |
| 43.000.705,65 | 19.188,5 | ||
| 5. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1.508,00 | 1.150,3 | |
| 5a. Handelsbestand | 187.345.370,07 | 4.434,7 | |
| 6. Beteiligungen | 450.976,03 | 286.2 | |
| 7. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.873.344,74 | 0 | |
| 8. Treuhandvermögen | 78.398,75 | 77,4 | |
| 9. Immaterielle Anlagewerte | |||
| a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs | 0,00 | 0 | |
| b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 58.898,00 | 241,2 | |
| c) entgeltlich erworbene Konzessionen | 413.483,00 | 680,2 | |
| 472.381,00 | 921,3 | ||
| 10. Sachanlagen | 496.272,50 | 419,7 | |
| 11. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.683.165,31 | 552,5 | |
| 12. Rechnungsabgrenzungsposten | 3.689.079,57 | 764,4 | |
| 13. Aktive latente Steuern | 2.297.479,03 | 2.615,7 | |
| Summe Aktiva | 353.181.340,74 | 53.111,6 | |
| Passiva | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 3.530.756,28 | 0 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 20.000.000,00 | 17.600,0 | |
| 23.530.756,28 | 17.600,0 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||
| a) andere Verbindlichkeiten | |||
| aa) täglich fällig | 273.920.007,31 | 22.592,9 | |
| ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 30.379.970,40 | 0 | |
| 304.299.977,71 | 22.592,9 | ||
| 2b. Handelsbestand | 2.252.281,10 | 1.544,0 | |
| 3. Treuhandverbindlichkeiten | 78.398,75 | 77,4 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 3.978.236,80 | 701,7 | |
| 5. Rechnungsabgrenzungsposten | 757.422,43 | 41,9 | |
| 6. Rückstellungen | |||
| a) Steuerrückstellungen | 0,00 | 72,2 | |
| b) andere Rückstellungen | 1.206.443,92 | 945,1 | |
| 7. Nachrangige Verbindlichkeiten | 5.000.000,00 | 0 | |
| 8. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 0,00 | 859,5 | |
| - davon Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB EUR 0,00 (im Vorjahr: EUR 859,5) | |||
| 9. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 1.771.405,00 | 1.611,8 | |
| b) Kapitalrücklage | 15.554.868,80 | 12.523,0 | |
| c) Rücklagen | |||
| ca) gesetzliche Rücklage | 1.700,00 | 1,7 | |
| cb) Rücklage § 269 Satz 2 HGB | 16.700,00 | 18.400,00 | 16,7 |
| d) Bilanzverlust | -5.266.850,05 | -5.476,2 | |
| Summe Passiva | 353.181.340,74 | 53.111,6 | |
| 10. Andere Verpflichtungen | |||
| a) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 699.300,70 | 0,00 |
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinserträge aus | |||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 536.108,37 | 261,3 | |
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 1.458.775,07 | 50,3 | |
| 1.994.883,44 | 311,7 | ||
| 2. Zinsaufwendungen | -1.360.445,90 | -187,2 | |
| 634.437,54 | 124,5 | ||
| 3. Laufende Erträge aus | |||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 26.942,15 | 77,2 | |
| b) Beteiligungen | 0,00 | 12,5 | |
| 26.942,15 | 89,7 | ||
| 4. Provisionserträge | 5.639.473,13 | 2.102,4 | |
| 5. Provisionsaufwendungen | -661.762,90 | -68,0 | |
| 4.977.710,23 | 2.034,4 | ||
| 6. Nettoertrag des Handelsbestands | 13.995.228,26 | 7.937,7 | |
| 7. Nettoaufwand des Handelsbestands | -5.324.945,11 | 8.670.283,15 | -4.842,2 |
| - darunter: Auflösung nach § 340e Abs. 4 HGB 859,4 TEUR (im Vorjahr Zuführung: 343,9 TEUR) | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 226.099,07 | 58,7 | |
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||
| a) Personalaufwand | |||
| aa) Löhne und Gehälter | -5.302.185,42 | -3.837,0 | |
| ab) Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -533.315,24 | -448,4 | |
| - darunter: für Altersversorgung 4,2 TEUR (Vorjahr: 3,5 TEUR) | |||
| -5.835.500,66 | -4.285,4 | ||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -6.942.453,07 | -4.455,4 | |
| -12.777.953,73 | -8.740,8 | ||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | -761.596,14 | -978,2 | |
| 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -50.174,21 | -487,1 | |
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | -249.216,76 | -405,1 | |
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 200.203,79 | 233,0 | |
| 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Werten | 33.780,91 | -166.449,88 | 7,0 |
| 15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 530.081,42 | -5.434,4 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -317.664,87 | 1.757,1 | |
| 17. Sonstige Steuern | -3.056,00 | -320.720,87 | -3,4 |
| 18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 209.360,55 | -3.680,7 | |
| 19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -5.476.210,60 | -1.795,6 | |
| 20. Bilanzverlust | -5.266.850,05 | -5.476,2 |
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und-Verlustrechnung gemäß § 265 Absatz 8 HGB abgesehen.
Das Wahlrecht gemäß § 248 Absatz 2 HGB wurde in Anspruch genommen und in den Jahren 2010 bis 2012 Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 erfolgten keine weiteren Aktivierungen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 181) sind unter „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Absatz 8 HGB.
Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:
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| Buchwert | passive latente Steuern | Sperrbetrag | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und Nutzungsrechte | 59 | 19 | 40 |
| Aktive latente Steuern | 2.316 | ||
| Summe | 2.356 |
Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.316 aus steuerlichen Verlustvorträgen und vorgenommenen Teilwertabschreibungen bei nicht dauerhafter Wertminderung gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 7.134 zur Körperschaftsteuer und TEUR 7.219 zur Gewerbesteuer in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde gelegt.
Der Kassenbestand und das Guthaben bei Zentralnotenbanken sind zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem latenten Kreditrisiko wird durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
Die Schuldverschreibungen und die anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie die Aktien und die anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.
Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst.
Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle Finanzinstrumente des Handelsbestands der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht.
Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value-at-Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 31. Dezember 2014 wurde der Risikoabschlag von TEUR 47 (31. Dezember 2013) auf TEUR 116 (31. Dezember 2014) angepasst und in Höhe von TEUR 69 ein Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Absatz 1 HGB handelt es sich im Wesentlichen um abgegrenzte Agien aufgrund des Kaufs von Schuldverschreibungen zu Kurswerten, die über dem Nennwert liegen (TEUR 3.349). Des Weiteren werden vorausbezahlte Versicherungen, Seminare, Mieten und Beiträge ausgewiesen.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorauserhaltene Zinsen) werden gemäß § 250 Absatz 2 HGB gebildet.
Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB grundsätzlich in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 4 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange, bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres. Zum Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr wurde 2014 das Wahlrecht zur Auflösung des Sonderpostens gemäß § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 3 HGB ausgeübt.
Im Berichtsjahr wurde eine Bewertungseinheit entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der Mikro-Bewertungseinheit, bestehend aus einem dem Handelsbestand zugeordneten Anteil an einem Investmentvermögen (Buchwert EUR 50 Mio.) und dem dazugehörigen Adressausfall- und Marktpreisrisiko absichernden Total Return Swap, wird die sogenannte Einfrierungsmethode angewendet.
Die unwiderruflichen Kreditzusagen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.
Die Beträge sind soweit nicht anders ausgewiesen in TEUR angegeben.
Die unter „Provisionserträge" sowie „Nettoertrag des Handelsbestands" und „Nettoaufwand des Handelsbestands" aufgeführten Beträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY), Arabische Dirham (AED), Australische Dollar (AUD) und Kanadische Dollar (CAD) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:
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| 1 EUR = | USD 1,2141 |
|---|---|
| 1 EUR = | CHF 1,2024 |
| 1 EUR = | GBP 0,7789 |
| 1 EUR = | JPY 145,23 |
| 1 EUR = | AED 4,4644 |
| 1 EUR = | CAD 1,4063 |
| 1 EUR= | AUD 1,4829 |
Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2014 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:
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| Bilanzposten | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Barreserve | 56 | 0 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 32.280 | 4.696 |
| Forderungen an Kunden | 3.600 | 2.475 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 0 | 145 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 106 | 0 |
| Beteiligungen | 1.599 | 0 |
| Treuhandvermögen | 78 | 28 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.091 | 92 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) | 294 | 30 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.531 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 55.209 | 8.536 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 78 | 28 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 832 | 78 |
| Rechnungsabgrenzungsposten (passiv) | 12 | 42 |
| Rückstellungen | 369 | 181 |
Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.
4.1 Postenübergreifende Angaben
4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 20.123 | 6.911 |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 | 848 |
Bei den davon-Positionen handelt sich um Forderungen gegen die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 1).
4.1.2 Restlaufzeitengliederung
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen an Kreditinstitute | 74.261 | 11.662 |
| bis drei Monate | 74.261 | 11.662 |
| Forderungen an Kunden | 20.123 | 6.911 |
| bis drei Monate | 3.614 | 1.174 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 2.104 | 5.388 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 8.580 | 287 |
| mehr als fünf Jahre | 5.825 | 62 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 23.531 | 17.600 |
| bis drei Monate | 23.531 | 17.600 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 304.300 | 22.593 |
| bis drei Monate | 273.920 | 22.593 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 29.914 | 0 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 466 | 0 |
Bis auf Forderungen an Kunden aus dem Kreditgeschäft in Höhe von USD 3,3 Mio. (Laufzeit mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren) sind alle Forderungen an Kunden, die auf ausländische Währung lauten, täglich fällig.
4.1.3 Wertpapiere
Die nachfolgende Tabelle gliedert die in den Bilanzpositionen enthaltenen börsenfähigen Wertpapiere auf:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 35.501 | 19.188 |
| börsennotiert | 35.501 | 19.188 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1 | 2 |
| börsennotiert | 1 | 2 |
4.1.4 Anteile an Investmentvermögen
Der Anteil an den im Handelsbestand gehaltenen inländische und ausländische Alternative Investment Fonds beträgt sämtlich mehr als 10 %. Der Buchwert entspricht dem Marktwert von EUR 52,9 Mio. Da es sich um thesaurierende Fonds handelt, sind 2014 keine Ausschüttungen erfolgt. Eine Rückgabe der Anteile ist jeweils zum Monatsende möglich.
4.2 Postenindividuelle Angaben
4.2.1 Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden
Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Lombarddarlehen sowie aus Provisionen.
Die Verbindlichkeiten setzten sich aus Tagesgeldern (EUR 137 Mio.), Zahlungsverkehrskonten (EUR 103 Mio.), Margins aus dem CMB-Geschäft (EUR 34 Mio.) sowie Termingeldern (EUR 30 Mio.) zusammen.
4.2.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Es befinden sich ausschließlich europäische Staatsanleihen im Bestand, bei denen zum Stichtag stille Reserven in Höhe von TEUR 171 bestehen.
4.2.3 Beteiligungen
Die Varengold Bank AG hält folgenden nicht börsennotierten Anteilsbesitz:
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| Gesellschaft | Beteiligungsquote | Buchwert | Eigenkapital 31.12.2014 | Ergebnis 2014 |
|---|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| ALGAS Farming & Marketing GmbH, Langenfeld (Rheinland)1) | 51,00 | 13 | 231) | -21) |
| Peer Dealer Limited, Berkeley, Vereinigtes Königreich2) | 35,00 | 156 | –2) | –2) |
| Draco Capital Markets, Inc., New York, USA | 100,00 | -573) | -1113) | |
| Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg | 75,00 | 58 | 1.6351) | 1.6211) |
| HPI Securities & Futures Limited, Hongkong | 100,00 | 1.710 | 8.7674) | -8304) |
| Lava Trading Ltd., Valletta, Malta | 49,79 | 11 | 05) | -205) |
| Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg | 48,99 | 190 | 4486) | 1357) |
| VirtuFX GmbH i.G., Hamburg | 50,01 | 150 | 258) | 08) |
1) vorläufiger Jahresabschluss 31. Dezember 2014
2) Angaben liegen aktuell noch nicht vor.
3) Angaben in USD auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
4) Angaben in HKD auf Grundlage des Jahresabschluss zum 31. März 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
5) Jahresabschluss zum 31. März 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
6) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
7) Ergebnis zum 30. November 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
8) Eröffnungsbilanz zum 14. Juli 2014
Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30. November 2014 TEUR 448. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Bank AG Ansprüche geltend machen.
Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Bank AG in Höhe von 2,94 %.
4.2.4 Brutto-Anlagespiegel
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| Anschaffungskosten | |||
|---|---|---|---|
| 1.1.2014 | Zugänge 2014 | Abgänge / Umglied. 2014 | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Anlagewerte | |||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.398 | 0 | 0 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.884 | 150 | 294 |
| Sachanlagen | 1.338 | 308 | 120 |
| Summe Veränderung *) | 5.620 | 458 | 414 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 23.813 | ||
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | -1.148 | ||
| Beteiligungen | 165 | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.873 |
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| Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| kumuliert | Zugänge 2014 | Abgänge 2014 | |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Anlagewerte | |||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 2.339 | 182 | 0 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.327 | 415 | 292 |
| Sachanlagen | 1.030 | 164 | 52 |
| Summe Veränderung *) | 4.696 | 761 | 344 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | |||
| Beteiligungen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Anlagewerte | ||
| Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 59 | 241 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 413 | 680 |
| Sachanlagen | 496 | 420 |
| Summe Veränderung *) | 968 | 1.341 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 43.001 | 19.188 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2 | 1.150 |
| Beteiligungen | 451 | 286 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.873 | 0 |
*) Von der nach § 34 Absatz 3 RechKredV möglichen Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht
Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).
Die Zugänge im Geschäftsjahr 2014 betreffen im Wesentlichen Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen.
4.2.5 Handelsbestand
Der Handelsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| Aktiva | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- |
| Derivative Finanzinstrumente | ||
| Handelsbestand Aktiva FX | 2.216 | 1.839 |
| Handelsbestand Aktiva CFD | 3.095 | 2.643 |
| Zwischensumme | 5.311 | 4.482 |
| Handelsbestand Wertpapiere | 129.237 | 0 |
| Handelsbestand Fondsanteile | 52.913 | 0 |
| Risikoabschlag | -116 | -47 |
| Summe | 187.345 | 4.435 |
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| Passiva | TEUR | TEUR |
| Handelsbestand Passiva FX | 1.108 | 113 |
| Handelsbestand Passiva CFD | 1.144 | 1.431 |
| Summe | 2.252 | 1.544 |
Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.
Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle Positionen des Handelsbestandes der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht.
4.2.6 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder.
Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte in US-Dollar gehalten. Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen an Kreditinstitute | 78 | 77 |
Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 78 | 77 |
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.
4.2.7 Sonstige Vermögensgegenstände
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegenüber Nachweisvermittler (TEUR 1.025), Forderungen aus einem noch nicht abgewickelten Fondsverkauf (TEUR 801), Forderungen aus Steuerüberzahlungen (TEUR 850), Forderungen an Kunden aus Bonusprogrammen (TEUR 258), Forderungen aus dem internen Geldtransfer (TEUR 287) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 76).
4.2.8 Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern wurden auf folgende Posten zum 31. Dezember 2014 gebildet:
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| Handelsbilanz | Steuerbilanz | Differenz | Steuersatz | aktive latente Steuern | passive latente Steuern | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | % | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verlustvortrag | ||||||
| - Körperschaftsteuer | 0,00 | 7.133.522,04 | -7.133.522,04 | 15,825 | 1.128.879,87 | |
| - Gewerbesteuer | 0,00 | 7.218.859,49 | -7.218.859,49 | 16,450 | 1.187.502,39 | |
| selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte | 56.545,50 | 0,00 | 56.545,50 | 32,275 | 18.250,06 | |
| Nutzungsrechte | 2.352,50 | 0,00 | 2.352,50 | 32,275 | 759,27 | |
| Aktien / Wertpapiere | 1.508,00 | 1.836,75 | -328,75 | 32,275 | 106,10 | |
| 2.316.488,36 | 19.009,33 | |||||
| Saldo aktive/passive latente Steuern | 2.297.479,03 |
Der Steuersatz von 32,275 % setzt sich aus Körperschaftsteuer (15,0 %), Solidaritätszuschlag (0,825 %) und Gewerbesteuer (16,45 %) zusammen.
Der Aktivierung der latenten Steueransprüche liegt eine Business-Planung unter Berücksichtigung einer substanziellen Kapitalerhöhung zugrunde, nach der die steuerliche Verlustverrechnung innerhalb des Prognosezeitraumes 2015 bis 2019 erwartet wird.
4.2.9 Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzten sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.241 | 389 |
| Verbindlichkeiten aus Bonusprogrammen | 258 | 182 |
| Interne Geldtransfer | 0 | 66 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.371 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt | 8 | 1 |
| Verbindlichkeiten Lohnsteuer | 95 | 58 |
| Verbindlichkeiten soziale Sicherheit | 2 | 1 |
| Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr | 3 | 2 |
| Summe | 3.978 | 702 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung beinhalten im Wesentlichen noch nicht fällige Rechnungen, ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen, ausstehende Kaufpreiszahlung für den Anteil an einem verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Dividendenansprüchen von Kunden ausgewiesen.
4.2.10 Andere Rückstellungen
Dieser Posten gliedert sich wie folgt:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Personalkosten | 0 | 123 |
| Jubiläumsrückstellungen | 138 | 0 |
| Urlaubsrückstellung | 299 | 43 |
| Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen | 21 | 28 |
| Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten | 166 | 44 |
| Hauptversammlung | 35 | 35 |
| Arbeitnehmerüberlassung | 12 | 0 |
| Archivierungskosten | 5 | 5 |
| Berufsgenossenschaft | 10 | 10 |
| Rückstellung für die BaFin | 11 | 37 |
| DATEV-Kosten | 1 | 0 |
| Prime Brokerage Fees | 14 | 43 |
| Rechts- und Beratungskosten | 115 | 449 |
| Kulanzzahlungen | 0 | 20 |
| Provisionen | 344 | 63 |
| Marketing | 0 | 22 |
| Mieten | 2 | 23 |
| Versicherungen | 4 | 0 |
| Sonstige | 29 | 0 |
| Summe | 1.206 | 945 |
4.2.11 Nachrangige Verbindlichkeiten
Am 19. August 2014 hat die Varengold Bank AG Zusätzliche Tier-1-Anleihen („Anleihen") in Höhe von 5 Mio. EUR begeben. Die zusätzlichen AT1-Anleihen stellen unbesicherte und nachrangige Anleihen der Varengold Bank dar. Die halbjährlich fälligen Zinszahlungen für diese Anleihen bemessen sich an deren Nominalbetrag und der Entwicklung des EURIBOR. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Varengold Bank sowohl verpflichtet werden kann als auch das umfassende Recht zur alleinigen Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der Varengold Bank erstmals zum Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Begebung gekündigt werden und danach zu jedem Zinszahlungstag. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihebedingungen beinhalten unter anderem, dass die Varengold Bank die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der Varengold Bank unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.
Der abgegrenzte Zinsaufwand für diese Anleihen betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR 9 und ist in den anderen Rückstellungen ausgewiesen.
Am 31. Dezember 2014 ausstehende zusätzliche Tier-1-Anleihen:
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| Währung | Betrag | Art | Emissionsdatum | Zinssatz | Fälligkeit |
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 5.000.000 | variabel verzinslich, kumulative Nachranganleihen | 19. August 2014 | variabel | ohne Fälligkeit |
4.2.12 Eigenkapital
Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.771) ist eingeteilt in 1.771.405 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 15.555) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung sowie aus den Kapitalerhöhungen im zweiten Halbjahr 2013 (TEUR 3.352) und im ersten Halbjahr 2014 (TEUR 3.032). 2012 wurden 133.100 neue Aktien mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben, 2013 erfolgte die Ausgabe von 146.397 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 22,90 je Aktie sowie 2014 die Ausgabe von 159.571 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie.
Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 15. Januar 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 161.183,00 durch Ausgabe von bis zu insgesamt 161.183 neuen auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit anteiligem Betrag des Grundkapitals von jeweils EUR 1,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Auf Grundlage dieser Beschlussfassung erfolgte im ersten Halbjahr 2014 die Ausgabe von 159.571 auf den Inhaber lautende Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre.
Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 7. August 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte, Optionsgenussrechte, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (nachstehend „Instrumente" genannt) im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 5.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Finanzinstrumenten Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt EUR 586.174,00 nach näherer Maßgabe der Instrumente zu gewähren. Die Ausgabe der Instrumente kann gegen Bar- und/oder Sachleistungen erfolgen. Zur Bedienung der Instrumente wurde das Grundkapital mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2012 um bis zu EUR 586.174,00 durch Ausgabe von bis zu 586.174 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zum Zwecke der Gewährung von Aktienbezugsrechten bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012 I).
Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 besteht in § 4 Absatz 8 der Satzung der Gesellschaft ein weiteres Bedingtes Kapital. Das Grundkapital ist um bis zu EUR 140.000,00 durch Ausgabe von bis zu 140.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht („Bedingtes Kapital 2012 II"). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 („AOP 2012") in der Zeit bis zum 8. August 2017 (einschließlich) von der Gesellschaft ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das AOP 2012 dient als zielgerichteter Leistungsanreiz (sogenannte Incentivierung) der Programmteilnehmer und soll gleichzeitig eine Bindungswirkung der Teilnehmer an die Gesellschaft erreichen.
Im Rahmen des AOP 2012 dürfen insgesamt bis zu Stück 95.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie weitere insgesamt bis zu Stück 45.000 Aktienoptionen an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft („Programmteilnehmer") ausgegeben werden. Jede Aktienoption gewährt das Recht auf den Bezug von je einer Varengold Bank AG Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Varengold Aktie, also der bei Erwerb einer Aktie infolge der Ausübung eines Aktienoptionsrechts zu zahlende Preis, entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlusskurse der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den vorangegangenen dreißig Börsenhandelstagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption („Basispreis").
Die Ausgabe der Optionen erfolgt in mindestens drei Jahrestranchen, wobei keine Tranche mehr als 50 % des Gesamtvolumens umfassen darf. Der Erwerbszeitraum beträgt 40 Werktage nach Zugang des Erwerbsangebots. Die Bezugsrechte aus den Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens vier Jahren nach deren Ausgabe ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte ist innerhalb von sieben Jahren nach der Ausgabe der Aktienoption außerhalb der Ausübungssperrfristen möglich und setzt voraus, dass der Kurs der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den letzten 30 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung des Bezugsrechts den Basispreis um mindestens 30 % übersteigt.
Der Aufsichtsrat hat auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung an die amtierenden Vorstände Yasin Sebastian Qureshi, Steffen Fix, Mohammad Hans Dastmaltchi und Dr. Bernhard Fuhrmann sowie an die Führungskräfte Lukas Diehl und Sören Bech im Geschäftsjahr 2014 ein Zuteilungsangebot zum Bezug von Aktienoptionen abgegeben, welches gleichermaßen angenommen wurde. Im Rahmen seiner Ermächtigung hat der Aufsichtsrat beschlossen, an Herrn Qureshi 12.000 Stück Aktienoptionen, an Herrn Fix 9.500 Stück Aktienoptionen, an Herrn Dastmaltchi 9.500 Stück Aktienoptionen und Herrn Dr. Fuhrmann 9.500 Stück Aktienoptionen sowie an Herrn Diehl 5.625 Stück Aktienoptionen und an Herrn Bech 5.625 Stück Aktienoptionen zu begeben. Die Aktienoptionen werden in Urkunden verbrieft und bei der Varengold Bank AG verwahrt.
5.1 Zinsergebnis
Im Zinsergebnis sind Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 97 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 40) enthalten.
Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen und Zinserträgen aus gewährten Darlehen. In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Kundeneinlagen (Tages-, Fest- und Termingelder) enthalten sowie Verluste aus Kursdifferenzen und Zinsaufwendungen aus Offenmarktgeschäften.
5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen
In den Erträgen aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Erträge aus Aktien und Fonds enthalten.
5.3 Provisionserträge/-aufwendungen
In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage und dem Kreditgeschäft sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verwaltungsgebühren aus dem Bereich Asset Management.
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Provisionserträge | 5.640 | 2.102 |
| Provisionsaufwendungen | 662 | 68 |
| Provisionsüberschuss | 4.978 | 2.034 |
5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands
Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung und Auflösung des Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken".
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Nettoertrag des Handelsbestands | 13.995 | 7.938 |
| Nettoaufwand des Handelsbestands | 5.325 | 4.842 |
| Nettoergebnis des Handelsbestands | 8.670 | 3.096 |
5.5 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge werden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und periodenfremden Erträgen erzielt.
5.6 Personalaufwendungen
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | 5.302 | 3.837 |
| Soziale Abgaben | 529 | 445 |
| Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 4 | 3 |
| Summe | 5.835 | 4.285 |
Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern.
5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Raumkosten | 759 | 494 |
| Beiträge und Versicherung | 107 | 125 |
| Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) | 143 | 141 |
| Werbung, Bewirtung, Reisekosten | 579 | 966 |
| Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software | 1.358 | 945 |
| Aufwendungen für Kommunikation | 340 | 233 |
| Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung | 156 | 70 |
| Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten | 2.155 | 1.103 |
| übrige andere Verwaltungsaufwendungen | 1.345 | 378 |
| Summe | 6.942 | 4.455 |
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug TEUR 144. Davon entfallen TEUR 128 auf Abschluss-prüfungsleistungen, TEUR 9 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 7 auf sonstige Leistungen.
6.1 Organe
6.1.1 Aufsichtsrat
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| Herr RA Hans J. M. Manteuffel | Vorsitzender |
| Selbständiger Rechtsanwalt | |
| Herr Willi Müller | Stellvertretender Vorsitzender |
| Steuerberater | (bis 12.08.2014) |
| Herr Prof. Peter Andree | Stellvertretender Vorsitzender |
| Professor TU Hamburg-Harburg | (seit 12.08.2014) |
Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach, und nimmt seit dem 15. Januar 2015 ein Mandat als stellvertretender Aufsichtsrat der Algas Farming & Marketing GmbH, Langenfeld, wahr. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 3 AktG wahr.
6.1.2 Vorstand
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| Herr Yasin Sebastian Qureshi | Vorsitzender |
| Capital Markets, Corporate Development, | |
| Legal, IT, Asset Management, Sales CMB | |
| Herr Steffen Fix | |
| Personal, Business Development | |
| Herr Mohammad Hans Dastmaltchi | |
| Capital Markets, Trading & Sales CMB, Marketing | |
| Herr Dr. Bernhard Fuhrmann | |
| Risikocontrolling, Finanzen, Operations, Kreditbearbeitung, | |
| Compliance, Financial Controlling und interne Revision | |
| Herr Frank Otten | |
| Commercial Banking, Treasury |
Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi, Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Frank Otten sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.
Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Varengold Bank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG war Herr Fix bis 4. Februar 2015 als Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und wechselte mit Wirkung zum 4. Februar 2015 stattdessen in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Herr Dastmaltchi nimmt neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ein Aufsichtsratsmandat in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, wahr. Herr Dr. Fuhrmann ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, aktiv und nimmt seit dem 4. Februar 2015 ein Vorstandsmandat in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, wahr. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Otten zusätzlich als Chief Executive Officer (CEO) bei der Unternehmensberatung Arensburg Consult UG, Molfsee, tätig und Mitglied des Beirats der KERNenergie GmbH, Hamburg. Zudem nimmt er seit dem 15. Januar 2015 ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Algas Farming & Marketing GmbH, Langenfeld, wahr.
6.1.3 Organbezüge und -kredite
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 TEUR 1.490 (31.12.2013: TEUR 1.086). Sie beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich erfolgsunabhängige Komponenten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 139 (31.12.2013: TEUR 113). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 113 (31.12.2013: TEUR 91).
Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 424 (31.12.2013: TEUR 178). Diese werden mit 3,30 bis 5,00 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 30.
Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 41 (31.12.2013: TEUR 41). Diese werden mit 5,00 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 erfolgten keine Rückzahlungen.
6.2 Mitarbeiter
Die durchschnittliche Anzahl der zum 31. Dezember 2014 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 74 (31.12.2013: 57), darunter befanden sich 23 (31.12.2013: 18) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von zwölf Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.
6.3 Offenlegungsbericht
Die Varengold Bank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2013 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.
6.4 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2014 betragen TEUR 699 (31.12.2013: TEUR 0).
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 715 (31.12.2013: TEUR 1.088) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.
6.5 Deutscher Corporate Governance Kodex
Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Absatz 2 AktG ist.
Hamburg, 24. April 2015
Varengold Bank AG
Yasin Sebastian Qureshi
Steffen Fix
M. H. Dastmaltchi
Dr. Bernhard Fuhrmann
Frank Otten
1. Die Rahmenbedingungen
Auch sechs Jahre nach der historisch bedeutsamen Lehman-Finanzkrise wuchs das grundlegende Misstrauen gegenüber dem Finanzmarkt und lässt noch heute spürbar die Vorsicht der Anleger regieren. Infolge derartiger Krisenzeiten ist die Nachfrage nach Liquidität groß. Die Inflationsrate auf europäischer Ebene ist zunächst gesunken. Diese sinkende Inflation hat der EZB Spielraum gegeben, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Die Zinsen verfestigten sich auf einem Niedrigniveau und die Regulierung der Bankenbranche geriet in Bezug auf die Themen Kapital und Verschuldung stärker in den Fokus.
Das Wachstum der Weltwirtschaft lag 2014 mit 2,6 % auf Niveau des Vorjahres. Insgesamt wuchsen die führenden asiatischen Volkswirtschaften sowie die USA und verspürten einen wirtschaftlichen Aufschwung, während die Entwicklung der Eurozone nur ein geringes Wachstum aufzeigt. Ein gestiegener privater Konsum und eine nicht mehr stockend wirkende Fiskalpolitik trugen zum Wachstumstrend der beiden großen Nationen bei. In der Eurozone dominierten im vergangenen Jahr signifikante Brandherde wie bspw. der russische Angriff auf die Ukraine im Frühjahr. Mit dem völkerrechtswidrigen Verhalten und dem brutalen Angriff auf den Osten der Ukraine hat der russische Präsident Putin dem länderübergreifenden Vertrauen in Europa ernsthaft geschadet und den Grundstein für eine aufkeimende Rezession im eigenen Land gelegt. Diese politischen Ereignisse haben die Aufmerksamkeit der Menschen kanalisiert und bremsten zwischenzeitlich die Investitionskonjunktur in Teilen Europas. Dies sorgte auch auf den Arbeitsmärkten für weitere Anspannungen und führte lediglich zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote. Eine positive Entwicklung zeigte uns jedoch die deutsche Konjunktur im Gesamtjahr 2014 mit Zuwachsraten von ca. 1,5 % im Vorjahresvergleich und einer im europäischen Vergleich verhältnismäßig geringen Arbeitslosenquote. Etwas geringer verlief das Wachstum in den bereits zuvor von einer Rezession geplagten Ländern Portugal und den Niederlanden. Moderat bis gehemmt verlief das Wachstum der Länder Frankreich, Österreich, Finnland und Italien. Deutlich schneller als im Durchschnitt der Eurozone wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien, Polen, Tschechien, Schweden und der Schweiz.
Für die Länder Europas sanken die Renditen für Staatsanleihen und erreichten dabei außerordentlich tiefe Werte. An den Finanz- und Kapitalmärkten der aufstrebenden Volkswirtschaften kam es zum Jahresbeginn zu erheblichen Anspannungen, da Investoren im Zuge der Betrachtung von Ertrags-Risiko-Relationen ihr Kapital abgezogen haben und dadurch diverse Währungen abwerteten. Der Wechselkurs des Euro verlor gegenüber einigen Fremdwährungen an Gewicht. Besonders ausgeprägt war dieser Rückgang ab Mitte 2014 gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Abweichend stellte sich die Lage in Russland dar. Der Abzug von ausländischem Kapital aufgrund insbesondere politischer Konflikte führte dazu, dass die Renditen für Staatsanleihen in der zweiten Jahreshälfte massiv anstiegen.
Die Geldpolitik war in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften noch immer expansiv ausgerichtet. Die EZB hat im dritten Quartal 2014 unter anderem mit den Leitzinssenkungen bis auf 0,05 % und die erstmalige Einführung eines negativen Einlagenzinssatzes für Banken mit minus 0,2 % zum Jahresultimo veranlasst.
Am Finanzmarkt standen die Banken nach wie vor zahlreichen Regulierungsvorhaben und Reformmaßnahmen gegenüber. Im Mittelpunkt dessen standen beispielsweise die Überarbeitung der Großkreditregelungen sowie die mehrfache Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk).
2. Die Geschäftsentwicklung der Varengold Bank AG
Die Varengold Bank AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 verstärkt in das Wachstum der Bank investiert, um eine solide Entwicklung zu erzielen. Sämtliche Geschäftsbereiche haben zu einer insgesamt zufriedenstellenden und ausbalancierten Performance der Bank beigetragen und das operative Geschäft vorangetrieben.
Die volatilen Rahmenbedingungen der weltweiten Finanzmärkte hatten erneut ihren Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der Bank und verdeutlichten den Bedarf an einem massiveren Eigenkapitalfundament. 2014 startete aus diesem Grund mit einer außerordentlichen Hauptversammlung, welche am 15. Januar 2014 in Hamburg stattfand. Auf der Hauptversammlung stimmten die vertretenen Aktionäre für eine Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts. Auf Basis dieser Beschlussfassung erfolgte im Mai 2014 die Platzierung von 159.571 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu einem Ausgabebetrag von 20,00 EUR je Aktie. Dies führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von 3.191.420,00 EUR. Die Mittel aus der Aktienplatzierung flossen vollständig der Gesellschaft zu und wurden zum weiteren Ausbau vorhandener Geschäftsopportunitäten genutzt.
Am 12. August 2014 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Bank statt. Dort wurde den im vergangenen Jahr amtierenden Mitgliedern des Vorstandes mit 99,97 % Stimmenmehrheit und den Mitgliedern des Aufsichtsrats mit einer Mehrheit von 99,96 % für das Geschäftsjahr 2013 Entlastung erteilt sowie der Wahl des Abschlussprüfers NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH für das Geschäftsjahr 2014 mit einer Mehrheit von 99,99 % zugestimmt. Weiterhin wurden die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrates für eine weitere Amtszeit mit einer Stimmenmehrheit von 99,99 % zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft gewählt. Zudem haben die Aktionäre eine variable Vergütung für Geschäftsleiter sowie Mitarbeiter verabschiedet, die bis zu 200 % des fixen Gehalts des jeweiligen Geschäftsleiters bzw. Mitarbeiters betragen kann.
Mitte des dritten Quartals hat die Varengold erfolgreich sogenannte CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds) mit einem Gesamtnennbetrag von 5 Mio. EUR emittiert und diese vollständig bei einem Geschäftspartner platziert. Bei den ausgegebenen CoCo-Bonds handelt es sich um nachrangige Schuldverschreibungen in einer Write-Down- /Write-Up-Variante. Während europäische Großbanken die Emission derartiger Bonds schon länger für sich entdeckt haben, gehörte Varengold zunächst zu den wenigen deutschen Kreditinstituten, die dies ebenfalls umsetzen konnten.
Im vierten Quartal erwarb die Varengold Bank eine hundertprozentige Beteiligung an einer in Hongkong ansässigen Gesellschaft, welche mit ihrer vorhandenen Broker-Dealer-Lizenz als neue Tochtergesellschaft direkt in die Varengold Gruppe integriert werden konnte. Die Gesellschaft wurde bisweilen umbenannt in „Varengold Capital Securities Limited", deren Erwerb die bereits in der Vergangenheit angekündigten Expansionsvorhaben weiter untermauert.
Im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage dominierten vorrangig die Themen Ausbau und Stärkung des hausinternen Vertriebs auf dem internationalen Finanzparkett mit Fokus auf den institutionellen Kundenkreis. Monatsweise hatte dieser Bereich im vergangenen Jahr aufgrund exogener Einflüsse mit deutlich negativen Ergebnissen zu kämpfen. Auf Jahresbasis führte die vorhandene Marktvolatilität jedoch zu einer spürbar erhöhten Handelsaktivität und einer zunehmenden Anzahl an Neu-Einzahlungen im Vergleich zum Vorjahr.
Der Bereich Commercial Banking, in dem bislang zunächst der Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit zahlreichen in- und ausländischen Unternehmenskunden im Fokus stand, entwickelte sich sehr zufriedenstellend. In der Sparte Treasury erfolgte zu Beginn des Jahres 2014 die Markteinführung kostenloser Tagesgeldkonten für Privatkunden. Nach der positiven Resonanz auf die Neueinführung dieser Produktart bei der Varengold wurden Ende des Jahres auch kostenlose Festgeldkonten eingeführt.
Der Gesamtbereich Capital Markets, welcher im November 2014 nach einer erfolgten Umstrukturierung etabliert wurde und dabei das Geschäftsfeld Asset Management beinhaltet, zeigte auf Jahresbasis eine recht verhaltene Entwicklung. Während das Geschäftsfeld Asset Management zu Beginn des Jahres zunächst nur schleppend startete, konnte dieses zur Jahresmitte jedoch einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag liefern. Einerseits stützten die gestiegenen Börsenkurse die Erträge aus der Verwaltung von Kundengeldern und setzten Akzente zur verstärkten Investition in riskantere, aber potenziell auch renditeträchtigere Anlageklassen. Andererseits sank bei zeitweise ruhigen Marktgeschehen tendenziell die Frequenz der Umschichtung von Portfolios, so dass sich die Handelsintensität und damit einhergehend das Provisionsergebnis der Bank verringerte.
Das Gesamtergebnis 2014 ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen. Neben den Aktivitäten in den einzelnen Geschäftsbereichen wurde das Ergebnis erneut, seit Erhalt der Lizenz zum Einlagenkreditinstitut im Herbst 2013, durch einen erheblichen Verwaltungsaufwand auf Gesamtbankebene belastet, welcher für den Ausbau der Varengold als Einlagenkreditinstitut notwendig war. Viele dieser Aufwandspositionen haben jedoch Einmal-Charakter und dienen der strategischen Neuausrichtung der Bank.
1. Vermögenslage
Im Jahr 2014 stieg die Bilanzsumme um gut das Sechsfache von 53.112 TEUR auf 353.181 TEUR. Der Anstieg der Bilanzsumme begründet sich im Wesentlichen durch das Anwachsen der festverzinslichen Wertpapiere um 153.050 TEUR. Davon sind 129.237 TEUR dem Handelsbestand zugeordnet. Daneben stiegen die Forderungen an Kreditinstitute um 62.599 TEUR sowie Fondsinvestments um 52.913 TEUR.
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
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| Vermögen | 31.12.2014 | 31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) | 82,8 % | 58,0 % | 24,8 % |
| Mittelfristige Forderungen (1 bis 5 Jahre) | 2,4 % | 0,5 % | 1,9 % |
| Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) | 1,6 % | 0,1 % | 1,5 % |
| Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,7 % | 0,5 % | 0,2 % |
| Anlagevermögen | 12,4 % | 40,8 % | -28,4 % |
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| Schulden/Kapital | 31.12.2014 | 31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) | 93,7 % | 82,0 % | 11,7 % |
| Mittelfristige Schulden (1 bis 5 Jahre) | 1,4 % | 0,0 % | 1,4 % |
| Langfristige Schulden (> 5 Jahre) | 1,4 % | 0,0 % | 1,4 % |
| Sonderposten | 0,0 % | 1,6 % | -1,6 % |
| Eigenkapital | 3,5 % | 16,3 % | -12,9 % |
Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt - unter der Berücksichtigung der Bilanzierung aktiver latenter Steueransprüche in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR) - rund 3,4 % (Vorjahr rund 18 %). Der Rückgang ist der Tatsache geschuldet, dass 2014 die regulatorisch erforderliche Eigenkapitalquote auch über die neu emittierten Contingent Convertible Bonds (sog. CoCo Bonds; Nachrangdarlehen, die regulatorisch als zusätzliches, hartes Eigenkapital gewertet werden) dargestellt wird. Die Kernkapitalquote betrug 11,8 % und reduzierte sich von 23,5 % zum Jahresende 2013 wesentlich aufgrund der gestiegenen risikogewichteten Aktiva (Gesamtrisikopositionen). Die Gesamtrisikopositionen zum Jahresende 2014 betrugen 133,9 Mio. EUR.
Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (304.300 TEUR; Vorjahr 22.593 TEUR), zu denen die Gesellschaft auf Punkt 4.2.1 des Anhangs verweist, bestehen noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (23.531 TEUR; Vorjahr 17.600 TEUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten und Geschäftspartnern (3.978 TEUR; Vorjahr 702 TEUR) und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 1.206 TEUR (Vorjahr 1.017 TEUR). 2014 hat die Gesellschaft erstmalig nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.000 TEUR aufgenommen. Die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) übersteigen das kurzfristig gebundene Vermögen.
Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.
Von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche gem. §274 HGB wurde Gebrauch gemacht, da die steuerliche Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Als eine unterstützende Maßnahme zur Erzielung einer nachhaltigen Profitabilität in diesem Zeitraum wird eine Steigerung der Eigenmittel im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von ca. 3,5 Mio. EUR unterstellt.
Insgesamt werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 57 TEUR (Vorjahr 241 TEUR) bilanziert, die jeweils über vier Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 2.356 TEUR (Vorjahr 2.857 TEUR).
Von dem Wahlrecht nach §340e (4) 3. HGB wurde Gebrauch gemacht und der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 859 TEUR aufgelöst.
2. Finanzlage
Über die Finanzlage 2014 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA)/Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:
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| 2014 | Vorjahr | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| In TEUR | In TEUR | In TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jahresergebnis | 209,3 | -3.681 | 3.899,9 | |
| +/- | Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 928,4 | 1.129 | -201,0 |
| \= | Cash Flow nach DVFA / SG | 1.137,7 | -2.552 | 3.688,9 |
| +/- | Zuführung/Auflösung Risikovorsorge Handelsbestand | 68,7 | -125 | 193,8 |
| +/- | Zuführung/Auflösung Risikovorsorge Kreditgeschäft | 249,2 | 0 | 249,2 |
| +/- | Zuführung/Auflösung Fonds für allgemeine Bankrisiken | -859,5 | 344 | -1.203,4 |
| - | Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | -144,2 | 0 | -144,2 |
| +/- | Latente Ertragsteuern, netto | 318,2 | -1.757 | 2.075,0 |
| \= | Cash Flow bereinigt um nicht liquiditätswirksamen Aufwand/Ertrag | 770,1 | -4.090 | 4.859,3 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | -77 | 76,8 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 333,5 | 439 | -105,3 |
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva | -19.517,1 | -6.092 | -13.425,3 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva | 285.699,5 | 21.225 | 264.474,2 |
| +/- | Veränderung Netto-Handelsbestand | -182.271,1 | -774 | -181.497,4 |
| +/- | Zunahme/Abnahme von Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 948,5 | -670 | 1.619,0 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Schuldverschreibungen | -23.812,2 | -19.188 | -4.623,8 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.400,0 | 17.600 | -15.200 |
| \= | Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 63.781,1 | 12.463 | 51.318,2 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 66,9 | 92 | -25,2 | |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -307,9 | -35 | -273,1 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -148,4 | -314 | 165,9 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -2.004,6 | -216 | -1.788,6 |
| \= | Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -2.394,0 | -473 | -1.921,0 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (gezeichnetes Kapital) | 159,6 | 146 | 13,2 | |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalrücklage) | 3.031,9 | 3.353 | -320,6 |
| + | Aufnahme nachrangiger Verbindlichkeiten | 5.000,0 | 0,0 | 5.000 |
| \= | Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 8.191,5 | 3.499 | 4.692,6 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 70.348,7 | 11.399 | 58.949,1 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres | 15.790,1 | 4.391 | 3.526 |
| \= | Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 86.138,8 | 15.790 | 70.348,7 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres: | ||||
| Barreserve | 15.408,3 | 4.128 | 11.280,3 | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 74.261,2 | 11.662 | 69.872,7 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (täglich fällig) | -3.530,7 | 0 | -3.530,7 | |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 86.138,8 | 15.790,1 | 70.348,7 |
Im Jahr 2014 erhöhte sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit um insgesamt 51.318 TEUR auf 63.781 TEUR. Bei dem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8.192 TEUR handelt es sich um die Ausgabe der Coco-Bonds von 5.000 TEUR im dritten Quartal 2014 sowie die Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2014. Es wurden 159.571 neue Aktien zu einem Preis je Aktie von 20,00 EUR ausgegeben. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-2.394 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in das Finanzanlagevermögen sowie in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft 2014 einen Finanzmittelzufluss in Höhe von 70.349 TEUR. Die liquiden Mittel stiegen von 15.790 TEUR zum Jahresbeginn auf 86.139 TEUR zum Geschäftsjahresende. Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von 74.261 TEUR (Vorjahr 11.662 TEUR) Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hielt die Gesellschaft ca. 339 TEUR (Vorjahr 653 TEUR) an liquiden Mitteln bei einem Broker.
3. Ertragslage
Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von 312 TEUR im Jahr 2013 auf 1.995 TEUR im Jahr 2014. Diese waren wesentlich getrieben durch die Zinserträge aus den ausgereichten Darlehen im Geschäftsbereich Commercial Banking. Daneben stiegen die Zinsaufwendungen aufgrund der eingeworbenen Kundeneinlagen auf 1.361 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 634 TEUR erzielt wurde.
2014 wurden keine Erträge aus der Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (Vorjahr 12 TEUR) erzielt. Darüber hinaus wurden Zins- und Dividendenerträge aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren von 27 TEUR (Vorjahr 77 TEUR) erzielt.
Die Provisionserlöse stiegen um das Zweieinhalbfache von 2013 2.102 TEUR auf 5.639 TEUR im Jahr 2014. Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um das knapp Zehnfache von 68 TEUR auf 662 TEUR. Das Provisionsergebnis stieg demnach von 2.034 TEUR auf 4.978 TEUR. Es war wesentlich getrieben aus dem Geschäftsbereich Capital Markets.
Der Ertrag des Handelsbestands verzeichnete erneut einen Anstieg. Der Ertrag stieg von 7.938 TEUR im Jahr 2013 auf 13.995 TEUR im Jahr 2014. Darin enthalten sind 859 TEUR des Fonds für allgemeine Bankrisiken. Als Aufwand des Handelsbestands wird zum Geschäftsjahresende ein Wert in Höhe von 5.325 TEUR (Vorjahr 4.842 TEUR) ausgewiesen. Der Nettoertrag aus dem Handelsbestand stieg von 3.095 TEUR auf 8.670 TEUR. Bereinigt um die Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug das Ergebnis aus dem Handelsbestand 7.811 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 59 TEUR auf 226 TEUR.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft stiegen um 4.037 TEUR (von 8.741 TEUR auf 12.778 TEUR). Ursächlich dafür waren insbesondere die Steigerung der Beratungs- und Prüfungskosten von 1.103 TEUR auf 2.155 TEUR, der IT-Kosten von 945 TEUR auf 1.358 TEUR sowie der Personalkosten (von 4.285 TEUR auf 5.385 TEUR). Daneben sind die übrigen Verwaltungsaufwendungen von 378 TEUR auf 1.345 TEUR gestiegen, was wesentlich mit den Vertriebskosten im Commercial Banking einhergeht.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen gingen von 978 TEUR im Vorjahr auf 762 TEUR zurück.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich wesentlich von 487 TEUR (2013) auf 2014 50 TEUR aufgrund des Wegfalls der Vorsorge für einen Rechtsstreit aus dem Jahr 2013.
In der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, die sich von 405 TEUR (2013) auf 249 TEUR im Berichtsjahr verringerte, sind erstmalig Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 35 TEUR enthalten.
Auch die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen reduzierten sich 2014 geringfügig (von 226 TEUR auf 200 TEUR). Sie ergab sich aus einer Wertanpassung eines Fondsinvestments.
In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG 530 TEUR (Vorjahr: -5.434 TEUR); der Jahresüberschuss lag bei 209 TEUR (Vorjahr: -3.681 TEUR).
Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Varengold Bank AG vom 20. Januar 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats von 1.771.405,00 EUR gegen Bareinlagen auf bis zu 1.948.368,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 176.963 neuen auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit anteiligem Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR zu erhöhen. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2016 gewinnberechtigt. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere die Auswahl des Zeichners beziehungsweise der Zeichner und die Bedingungen für die Ausgabe der Aktien, festzulegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht und 176.963 Aktien zu einem Ausgabekurs von 20,00 EUR je Aktie bei einem internationalen Investor platziert. Die Eintragung der Kapitalerhöhung erfolgte am 20. April 2015. Mit den neuen Mitteln sollen vorrangig die Produktportfolios der Geschäftsfelder Capital Markets und Commercial Banking weiter ausgebaut werden.
Im Februar 2015 hat die Varengold Bank AG die vorhandene Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen von 49 % auf 100 % erhöht. Die Bank möchte damit die neue Tochtergesellschaft auf Basis der bereits eng verzahnten Geschäftsbeziehung auch aus operationeller Sicht näher an sich binden.
Im Dezember 2014 hat die Varengold Bank AG einen Antrag zur Erlaubnis einer Finanzholding-Gesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne der Artikel 7 und 8 CRR gestellt. Die Entscheidung seitens der Aufsichtsbehörde steht derzeit noch aus.
Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung ein.
Insgesamt blicken wir den sich aktuell am Markt entwickelnden Rahmenbedingungen mit verhaltener Zuversicht für das Jahr 2015 entgegen und gehen von geringen Wachstumsraten aus, ohne dabei die regionalen Unterschiede der Finanz- und Kapitalmärkte außer Acht zu lassen.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird auch noch in den Jahren 2015 und 2016 einer Vielzahl von Belastungs- und Unsicherheitsfaktoren ausgesetzt sein. Die globale Konjunktur hat jedoch durchaus Potenzial, einen weiteren Aufschwung zu verzeichnen. In Großbritannien und den USA zeigt der Konjunkturpfeil bereits nach oben und dieses Bild dürfte ohne schwerwiegende Zwischenfälle erhalten bleiben. In Deutschland erwarten wir ein leichtes Wachstum, welches durch Einführung des Mindestlohns und die „Rente mit 63" belastet werden könnte, wenngleich der niedrige Ölpreis und die erfolgte Abwertung des Euros auf den Dividendenmärkten wie ein Konjunkturprogramm wirken.
Das Zusammenwirken von niedrigen Zinsen in Zeiten einer sich langsam stärkenden Konjunktur lässt positive Effekte für die Finanzmärkte erwarten. Das stagnierende Niedrigzinsniveau macht jedoch eine rentable Anlage von Kundengeldern schwierig und dürfte mit einem nur schwer vorhersehbaren Risikobewusstsein der Anleger verbunden sein. Die geopolitischen Risiken erneut aufflammender Brandherde dürfen dabei nicht aus dem Auge gelassen werden, denn sie können bei Eskalation ein zeitweise durchaus fragiles Marktgeschehen mit sich ziehen.
Bei der Geldpolitik der Zentralbanken lässt sich das Einschlagen unterschiedlicher Richtungen erkennen. In den USA und Großbritannien sind erste Anhebungen der Leitzinsen erneut wahrscheinlich. Die EZB und die Bank of Japan hingegen werden vermutlich ihre expansiv ausgerichtete Geldpolitik, besonders angesichts eines geringen Inflationsdrucks, beibehalten. Die unterschiedlichen Fahrtrichtungen der Zentralbanken werden auch die Entwicklung der Wechselkurse wesentlich beeinflussen.
Für den Bankensektor wird sich die Tendenz der strengeren regulatorischen Anforderungen 2015 fortsetzen. So wird unter anderem der von der EU-Kommission erlassene Rechtsakt zur Spezifikation der allgemeinen Regelungen der CRR hinsichtlich Liquiditätsanforderungen ab dem vierten Quartal 2015 verpflichtend. Das bedeutet auch für die Varengold Bank AG eine weiterhin verstärkte Bindung von Ressourcen. Um eine fristgerechte Umsetzung der bereits avisierten Erfordernisse zu gewährleisten, hat die Gesellschaft bereits im Rahmen von Projektarbeiten begonnen, entsprechende Prozesse aufzubauen.
Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank AG.
Um die mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken zu beherrschen, wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der „Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.
Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.
Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:
| • | Risikoidentifikation |
| • | Risikomessung |
| • | Risikosteuerung |
| • | Risikocontrolling und Risikoreporting |
Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.
Für die Überwachung der Einhaltung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG das Risikocontrolling verantwortlich. Die Ergebnisse des Risikocontrollings werden der Geschäftsleitung transparent berichtet, um eine adäquate Steuerung zu ermöglichen.
Kernelemente des Risikomanagement der Varengold Bank AG sind die Risikostrategie, das Risikotragfähigkeitskonzept, das Limit-System und Überwachungsprozesse, welche auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind.
Die Geschäftsstrategie muss die wesentlichen Ziele der Varengold Bank AG für jede Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele bestimmen.
Die Risikostrategie schildert die Auswirkungen der Geschäftsstrategie auf die Risikosituation der Varengold Bank AG und beschreibt den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die Fähigkeit, die Risiken zu tragen.
Jedes potenzielle zukünftige Risiko muss von Beginn an vollkommen transparent sein. Nur mit vollkommener Transparenz kann beurteilt werden, ob ein Risiko eingegangen und genehmigt werden soll. Diese Entscheidung trifft der Vorstand immer unter Berücksichtigung der Frage, ob das jeweilige Risiko angemessene Erträge bringen kann und eine Tragfähigkeit für das Risiko gegeben ist. Wird ein Risiko eingegangen, geschieht dies innerhalb festgesetzter Risikotoleranzen, die sich primär aus dem Risikotragfähigkeitspotenzial ableiten und deren Einhaltung laufend überprüft wird.
Die Varengold Bank AG verfolgt eine Wachstumsstrategie. Teil der Geschäftsstrategie der Varengold Bank AG ist es, flexibel wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sich permanent an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen. Die Varengold Bank AG erwirtschaftet in diesem schnelllebigen Umfeld dementsprechend volatile Erträge. Daher wird die Risikotragfähigkeitsanalyse vom Risikocontrolling auf monatlicher Basis vorgenommen. Die Methodik der Analyse wird fortwährend auf Plausibilität und den neuesten Stand des regulatorischen Umfelds geprüft.
Bei der Erhebung der Risikotragfähigkeit der Varengold Bank AG wird der Going-Concern-Ansatz verfolgt. Dieser verfolgt das Ziel, den Fortbestand der Bank auch dann zu gewährleisten, wenn Verluste des gesamten Risikoprofils während des einmonatigen Betrachtungszeitraums eintreten. Ein solcher Ansatz setzt voraus, dass die Bank die dazu notwendigen Kapitalbestandteile reserviert. Zur Abdeckung möglicherweise eintretender Verluste steht dieses Kapital in der Risikotragfähigkeits-Betrachtung folglich nicht zur Verfügung, sodass es nicht Teil des Risikodeckungspotenzials sein kann.
Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.
Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein.
Die Stärkung der Kapitalbasis ist weiterhin ein wesentliches Element der Geschäftsstrategie für das Jahr 2015. Auch die zukünftigen Kapitalmaßnahmen zur Stabilisierung des Bank-Fundaments werden sich wie bereits in der Vergangenheit an institutionelle Investoren richten, welche Opportunitäten in einer potenziellen Zusammenarbeit erkennen.
Die Bank agiert in einem sehr lebhaften und stets von makroökonomischen Rahmenbedingungen geprägten Marktgeschehen, in dem sich fortwährend neue Möglichkeiten ergeben, so dass die persönliche Stärke des Unternehmens in Form von Flexibilität zum Tragen kommt. In diesem stetigen Prozess werden konkrete Marktchancen abgeleitet und potenzielle Vorhaben seitens des Vorstandes zusammen mit dem operativen Management abgestimmt und im Rahmen zentral gesteuerter Projektaktivitäten umgesetzt. Die Analyse des operativen Umfelds unter Berücksichtigung der bisherigen Herausforderungen und Erfolge erfordert zudem eine Betrachtung der internen Ressourcen und eine genaue Abwägung der Chancen und Risiken, um langfristige Geschäftsbeziehungen mit zufriedenen Kunden aufzubauen und dauerhaft einen Mehrwert für die Bank und deren Aktionäre zu schaffen. Die Kundenzufriedenheit soll dabei verstärkt durch eine gute Produkt- und Servicequalität gesichert werden.
Wir wollen den Wachstumskurs weiter fortsetzen und werden dafür auch 2015 entsprechende Wachstumsinvestitionen zur operativen und IT-seitigen Restrukturierung und Weiterentwicklung veranlassen. Das Leitbild der Bank soll dabei weiterhin geprägt sein von Innovation und Nachhaltigkeit bei der Bereitstellung maßgeschneiderter, transparenter und leistungsstarker Lösungen und Leistungen auf internationaler Basis. Unabdingbar ist dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Bank. Angestrebt wird dies durch die Steigerung der Kundeneinlagen im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage durch Fokussierung des Vertriebs auf institutionelle Kunden und White-Label-Partner. Die Varengold Bank zeichnet sich gegenüber seinen Marktteilnehmern wie klassischen Broker-Häusern insbesondere durch die Lizenz zum Einlagenkreditinstitut aus. Ein wesentlicher externer Einflussfaktor ist dabei die grundsätzliche Nachfrage nach Brokerage-Dienstleistungen. Im Bereich Commercial Banking soll die vorhandene Infrastruktur erweitert werden. Dies betrifft speziell den Ausbau des Akkreditiv-Geschäfts, des Lombardkredit-Geschäfts, des internationalen Zahlungsverkehrs und des Treasurys. Die Sparte Capital Markets wird sich primär auf Wertpapiergeschäfte und Investitionsvorhaben konzentrieren. Die externen Erfolgsfaktoren sind dabei im Wesentlichen die Verfügbarkeit von Marktliquidität sowie Eigen- und Fremdkapital. Im Geschäftsfeld Asset Management bleiben weiterhin alternative Investment-Lösungen, Arbitragestrategien und Strukturierungsaufträge ein Bestandteil des Produktportfolios.
Die strategische Ausrichtung zielt dabei neben dem Wachstumsvorhaben und der Kundenzufriedenheit auch auf Organisationsstabilität ab. Dafür arbeitet die Bank konsequent an der Verbesserung der vorhandenen Prozesse, um die operationellen Risiken deutlich zu minimieren. Unter anderem werden dafür technische Automatisierungen optimiert und die Kapitaldecke der Gesellschaft weiter gestärkt werden.
Die Auswirkungen sämtlicher interner und externer Faktoren auf das Gesamtergebnis 2015 sind derzeit nicht quantifizierbar und führen zu einer Unsicherheit hinsichtlich einer fest definierten Prognose. Der Vorstand erwartet derzeit gegenüber dem Berichtsjahr eine Ertragssteigerung für das laufende Jahr 2015.
Freie und Hansestadt Hamburg, im April 2015
Der Vorstand der Varengold Bank AG
Yasin Sebastian Qureshi
Steffen Fix
M. H. Dastmaltchi
Dr. Bernhard Fuhrmann
Frank Otten
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| Berichtsperiode 01.01.-31.12.2014 | Gesamt | Capital-Markets- Brokerage | Capital Markets | Commercial Banking | Corporate Center |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinserträge | 1.995 | 0 | 0 | 1.995 | 0 |
| Zinsaufwendungen | 1.360 | 0 | 1.224 | 136 | 0 |
| Provisionserträge | 5.639 | 761 | 3.688 | 1.190 | 0 |
| Provisionsaufwendungen | 662 | 0 | 15 | 647 | 0 |
| Laufende Erträge aus Aktien | 27 | 0 | 0 | 27 | 0 |
| Wertpapieren und Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettoertrag des Handelsbestands | 13.995 | 11.992 | 2.003 | 0 | 0 |
| Nettoaufwand des Handelsbestands | 5.325 | 5.325 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 226 | 67 | 36 | 18 | 105 |
| Verwaltungsaufwand | 12.778 | 4.231 | 2.059 | 1.193 | 5.295 |
| Abschreibungen | 1.177 | 102 | 35 | 27 | 1.013 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 50 | 17 | 15 | 15 | 2 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 530 | 3.145 | 2.379 | 1.211 | -6.205 |
Die drei Geschäftssparten Capital-Markets-Brokerage, Capital Markets und Commercial Banking erzielten im Geschäftsjahr 2014 positive Ergebnisse im Gegensatz zum Corporate Center. Durch die Erweiterung der Segmentierung um Corporate Center ergeben sich Abweichungen zum Vorjahr wesentlich bei der Zuordnung des Verwaltungsaufwands und der Abschreibungen. Corporate Center werden alle Aufwendungen zugeordnet, die die Gesamtbank betreffen, insbesondere Personalkosten und Aufwendungen von/durch Vorstände, Vorstandsassistentinnen und Aufsichtsräte. Des Weiteren werden Corporate Center die folgenden Aufwendungen zugerechnet: Aufwendungen für Kapitalmarktpflichten, Abschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten der Gesamtbank, Beratungskosten VG Holding GmbH, Spenden, Abschreibungen immaterielle und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen Finanzanlagen sowie Zuschreibungen Finanzanlagevermögen. Erträge und Aufwendungen, die nicht direkt den Geschäftsbereichen zurechenbar sind, werden durch Verteilungsschlüssel verursachungsgerecht verteilt.
Der signifikante Anstieg des Gewinns in der Sparte Capital-Markets-Brokerage gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 hat eine Vielzahl von Ursachen: Zurückgegangene Provisionserträge aufgrund einer geringeren Handelstätigkeit bei gleichzeitig deutlichem Anstieg des Nettoergebnisses des Handelsbestands; deutlich geringere Verwaltungsaufwendungen durch die Zuordnung der Aufwendungen zum Corporate Center; die trotzdem hohen Verwaltungsaufwendungen sind wesentlich durch Geschäftsausbau (Niederlassung: London und Dubai) und Infrastrukturkosten (insbesondere IT) verursacht.
Die Ergebnisse der Sparte Commercial Banking entwickelten sich positiv. Die Erträge resultieren wesentlich aus Provisionserträgen aus dem Zahlungsverkehr- und Kreditgeschäft. Demgegenüber stehen hohe Provisionsaufwendungen, die einmalig bei Abschluss der Geschäfte in dieser Sparte anfallen.
Die Erträge im Capital Markets resultieren wesentlich aus Vergütungen für die Bereitstellung von Infrastruktur und Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Das Ergebnis in dieser Sparte ist belastet durch deutlich erhöhte Verwaltungsaufwendungen durch den Geschäftsausbau in London, Dubai und Hongkong. Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen ist wesentlich durch Rechts- und Beratung und Infrastrukturkosten der IT verursacht.
Das hohe negative Ergebnis des Corporate Centers ist auf hohe Rechts- und Beratungskosten und Infrastrukturkosten der Gesamtbank sowie hohe Reisekosten für den Geschäftsausbau in London und Dubai zurückzuführen.
Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Bank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2014 und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 (Anlage 2) folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:
„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Bank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilungaufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht zur Vermögenslage der Varengold Bank AG hin.
Hamburg, 24. April 2015
**NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft**
Sven Ole Raap, Wirtschaftsprüfer
Stephan Buchert, Wirtschaftsprüfer
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