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Varengold Bank AG

Annual Report Jun 26, 2015

4534_10-k_2015-06-26_e1f7021b-b16e-4c55-8a3e-5f8ca65dfba0.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht -

Eckdaten der Varengold Bank AG (HGB)

2014 2013 Veränderung
Kennzahlen je Aktie in EUR in EUR in EUR
Handelsergebnis je Aktie 0,12 -2,28 +2,4
Eigenkapital je Aktie 9,79 5,38 +4,41
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 74 57 +17
31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR in TEUR in TEUR
Zinsergebnis 634 125 +509
Provisionsergebnis 4.978 2.034 +2.944
Nettoergebnis des Handelsbestands 8.670 3.095 +5.575
Sonstiges betriebliches Ergebnis 176 -428 +604
Erträge aus Beteiligungen/Wertpapieren 27 90 -63
Verwaltungsaufwendungen 12.778 8.741 +4.037
Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.177 1.609 -432
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 530 -5.434 +5.964
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 209 -3.681 +3.890
Bilanz 31.12.2014
in TEUR
31.12.2013
in TEUR
Veränderung
in TEUR
Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen 353.103 53.034 +300.069
Eigenkapital 12.078 8.677 +8.668
Kernkapitalquote 11,8 % 23,5 % -11,7 %
  1. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 – 7 03. UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE 8 – 9 04. UNSERE PRODUKTE UND LEISTUNGEN 10 – 17 ASSET MANAGEMENT / CAPITAL MARKETS 11 COMMMERCIAL BANKING / TREASURY 13 CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE 14 – 17 05. DIE AKTIE DER VARENGOLD 18 – 19 06. BERICHT DES AUFSICHTSRATS 20 – 23 07. JAHRESABSCHLUSS (HGB) 24 – 63 BILANZ 26 – 27 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 28 – 29 ANHANG 30 – 43 LAGEBERICHT 44 – 57 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 58 – 61

  2. Inhalt

  3. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS 62 63

BANK

Das regulatorische Umfeld der Banken wurde erneut geprägt durch die Umsetzung zusätzlicher Anforderungen wie neue Regularien zur Ermittlung einer angemessenen Kapitalausstattung, zu Offenlegungspflichten sowie zu Großkrediten. Weiterhin lässt die überarbeitete Finanzmarktrichtlinie ("MIFID II") zukünftig weitere Auswirkungen auf das Wertpapiergeschäft erahnen. Die Banken stellen sich somit darauf ein, dass sie ihre Kapitaldecke in einem Umfeld steigender Risiken und zunehmender Anforderungen seitens der Aufsichtsbehörden zusätzlich stärken müssen.

Die Varengold Bank AG schloss das Geschäftsjahr 2014 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 209 TEUR ab (Vorjahr: Jahresfehlbetrag -3.681 TEUR). In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 530 TEUR im Vergleich zum Berichtszeitraum 2013 mit einem Betrag von -5.434 TEUR. Die Bilanzsumme verzeichnete einen signifikanten Anstieg von 53.112 TEUR auf 353.181 TEUR. Insgesamt haben die Kosten zur Erweiterung der Geschäftstätigkeiten im Rahmen der seit Mitte 2013 vorhandenen Lizenz zum Einlagenkreditinstitut das Jahr 2014 noch spürbar belastet.

Sämtliche Geschäftsbereiche der Varengold Bank präsentierten im vergangenen Jahr eine positive Entwicklung. Das Ergebnis in der Sparte Capital-Markets-Brokerage konnte im Vergleich zum Jahr 2013 gesteigert werden, da sich das Nettoergebnis des Handelsbestands trotz der aufgrund geringer Handelsaktivität zurückgegangenen Provisionserträge deutlich verbesserte. Der Geschäftsbereich konzentrierte sich neben der Betreuung institutioneller Kunden im Wesentlichen auf die Anbindung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

bei einem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2014 erinnert sich das Team der Varengold Bank AG insbesondere an die bisweilen lange Wegstrecke zur Ausarbeitung interner Prozesse aufgrund der neuen Infrastruktur der Bank. Varengold konnte sich im vergangenen Jahr zu einer stärkeren und verantwortungsvolleren Bank weiterentwickeln, ohne das Gleichgewicht zwischen Organisationsstabilität und Neuausrichtung zu verlieren. Dieser Balanceakt war jedoch mit außerordentlichem Einsatz für zukünftiges Wachstum verbunden.

Die Bank bewegte sich 2014 in einem herausfordernden Umfeld niedriger Zinsen, zunehmender geopolitischer Risiken und verstärkter Regulierungsvorhaben. Die zunächst langsam anlaufende Dynamik der Weltwirtschaft hat sich im Verlauf des vergangenen Jahres leicht beschleunigt. In Schwellen- und Entwicklungsländern hat sich das Wachstum verlangsamt, während Russland annähernd in die Rezession rutschte. Viele Industrieländer wie Japan verzeichneten zwar ganzheitlich betrachtet eine positive Wirtschaftsentwicklung, jedoch konnte diese aufgrund angezogener Handbremse nicht richtig Fahrt aufnehmen.

Für Banken war es 2014 aufgrund der niedrigen Zinsen besonders schwer, die Mittelzuflüsse aus Kundeneinlagen rentabel am Kapitalmarkt zu platzieren. Die Transformation von kurzfristigen Geldern in langfriste Anlagen wurde seitens der Anleger infrage gestellt. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), dortige Einlagen mit negativen Zinsen zu unterlegen, führte dazu, dass die Banken sich gezwungen sahen, ihre Einlagen bei der EZB auf das Nötigste zu reduzieren.

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Die Bank ist gut aufgestellt, um die aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen zu meistern und die bisherige Erholungsbewegung fortzusetzen. Der Aktionsradius der Bank soll zusätzlich ausgebaut und im Rahmen forcierter Expansion nachhaltig gefestigt werden. Ein notwendiges Mittel dafür ist die Stärkung der Kapitaldecke. Das Leitbild der Bank stützt sich dabei weiterhin auf Innovation und Flexibilität in sämtlichen Geschäftsbereichen zur Stabilisierung der Wettbewerbsfähigkeit.

Wir möchten uns bei unseren Kunden, Kooperationspartnern und Aktionären für die Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Weiterhin danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem außerordentlichen Einsatz und innovativen Ideen essenziell zur Weiterentwicklung der Bank beigetragen haben.

neuer Kooperationspartner und erzielte dadurch eine zunehmende Anzahl an Neu-Einzahlungen. Die Erträge in der Sparte Commercial Banking resultierten wesentlich aus Zins- und Provisionserträgen aus dem Zahlungsverkehr- und Kreditgeschäft. Im Bereich Treasury erfolgte außerdem zu Beginn des Jahres 2014 die Markteinführung kostenloser Tagesgeldkonten für Privatkunden, auf dessen positive Resonanz hin Ende des Jahres auch kostenlose Festgeldkonten eingeführt wurden. Die Sparte Capital Markets, welche auch das Geschäftsfeld Asset Management umfasst, zeigte auf Jahresbasis eine stetige Entwicklung. Die Erträge im Capital Markets resultieren wesentlich aus Vergütungen für die Bereitstellung von Infrastruktur und Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Das Ergebnis in dieser Sparte wurde belastet durch deutlich erhöhte Verwaltungsaufwendungen aufgrund des Geschäftsausbaus in London, Dubai und Hongkong.

Hamburg, im Juni 2015

Der Vorstand der Varengold Bank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. H. Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

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Die beiden Gründer setzten zunächst eigenentwickelte Handelsstrategien, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten, als Single-Ansatz sehr erfolgreich um und konnten damit Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed-Futures-Manager erreichen. Sehr schnell erkannten sie den Nutzen der Diversifikation über verschiedene Handelsstrategien hinweg: Den eigenen Handelsansatz ergänzten sie um komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofil führten. Der heutige Geschäftsbereich Capital Markets war damit aus der langjährigen Erfahrung der Gründer geboren.

1999 erfolgte die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft. Vier Jahre später erhielt Varengold dann die Lizenz als Wertpapierhandelsbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG). Im Sommer 2013 schließlich setzte die Bank ihre erfolgreiche unternehmerische Entwicklung durch die Lizenzerweiterung zum Einlagenkreditinstitut fort. Im Zuge dessen wurde der neue Geschäftsbereich Commercial Banking etabliert sowie weitere Produktlösungen im Bereich Investment Banking am Markt platziert.

DIE ENTSTEHUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

Bereits im Entwicklungsstadium des vorherigen Geschäftsbereichs Asset Management wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed-Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Stilintegrität und der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed-Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager

Die Varengold Bank AG wurde 1995 von Yasin Sebastian Qureshi und Steffen Fix als Asset-Management-Boutique gegründet und fokussierte sich in ihren ersten Unternehmensjahren auf die Entwicklung eigener, spezialisierter Hedgefonds-Strategien aus dem Managed-Futures-Universum, die international Top-Rankings erzielten. Mit ihren Geschäftsbereichen Capital Markets, Commercial Banking und Capital-Markets-Brokerage verfügt die Varengold heute über ein breit gefächertes Produktund Dienstleistungsportfolio.

Als unabhängige, deutsche Privatbank genießt das Unternehmen seit vielen Jahren das Vertrauen institutioneller und privater Kunden, denen sie dank ihrer Expertise individuelle, transparente und leistungsstarke Lösungen bietet. Bei unseren nationalen und internationalen Aktivitäten stehen für uns die Sicherheit und die Qualität unserer Dienstleistungen stets im Vordergrund und bilden damit den Kern unserer Ideologie der intelligenten Investments.

ALTERNATIVE INVESTMENTS ALS KERNKOMPETENZ

Zur Abbildung und Umsetzung der geplanten Strategien wählten die beiden Gründer, Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi, das derivative Finanzinstrument des Futures, da dieser

  • sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen partizipieren kann
  • aufgrund der Börsennotierung in Echtzeit exakt, objektiv bewertbar sowie ausfallsicher ist
  • eine hohe Liquidität durch die Börse garantiert
  • in allen börsengehandelten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen) verfügbar ist
  • extrem kosteneffizient aufgrund sehr geringer Transaktionskosten im Verhältnis zum Handelsvolumen ist

UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE

STRATEGISCHE AUSRICHTUNG FÜR DIE ZUKUNFT Die Bank beschäftigt aktuell über 100 Mitarbeiter und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Hamburg weitere Standorte in Dubai und London sowie Tochtergesellschaften in Hongkong und den USA. Im Berichtsjahr hat die Bank viele, neue qualifizierte Mitarbeiter gewinnen können und kann ihren professionellen Anspruch somit auch in Zukunft sicherstellen. Ein Jahr nach Erhalt der Vollbanklizenz baut die Varengold Bank AG ihr Leistungsangebot in den Bereichen Investment Banking und Capital-Markets-Brokerage weiterhin aus. Als Einlagenkreditinstitut strebt die Bank den weiteren Ausbau aller Geschäftsbereiche – insbesondere Bereich Commercial Banking – an. Die bereits vorhandene Infrastruktur erlaubt es der Bank dabei innerhalb ihrer Wachstumsstrategie, ohne wesentliche weitere Fixkosten, signifikante Skaleneffekte zu realisieren. sichtbar wurden. Dazu nutzte die Varengold Bank AG frühzeitig die Möglichkeiten des Internets und stellte als Vorreiter von Finanzinnovationen eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage wurde etabliert und zog weitere Kunden an. Unter diesen waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Heute nutzen rund 10.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich über 20 Mrd. EUR die Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und CFDs (Contracts for Difference). FOREX- UND CFD-HANDEL MIT DER

VARENGOLD BANK FX

2007 stellte die Varengold Bank AG erstmals mit der Etablierung der Marke "Varengold Bank FX" eine Plattform zur Verfügung, die professionellen, privaten und institutionellen Händlern die Möglichkeit bietet, am weltweiten FX-Handel (Devisenhandel) teilzunehmen und davon zu profitieren. Darüber hinaus wird Kunden die einzigartige Möglichkeit geboten, neben verschiedensten Währungspaaren eine breite Palette an internationalen CFDs zu handeln; und dies vereint auf einer einzigen Handelsplattform – der weltweit meist verwendeten Handelssoftware Meta-Trader 4. Im Bereich Brokerage nimmt die Varengold damit weltweit eine Pionierstellung ein. Neben dem sich kontinuierlich ausbauenden Produktangebot im Endkundensegment ermöglicht die Bank institutionellen Partnern über maßgeschneiderte Lösungen einen direkten Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten und generiert somit auch für andere Banken, Hedgefonds und Broker einen signifikanten Mehrwert.

BANK

ASSET MANAGEMENT / CAPITAL MARKETS

Beauty Contest. Dabei fließen sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien in das für den Kunden jederzeit transparente Bewertungsverfahren ein. Im Herbst 2014 wurde der Geschäftsbereich neu strukturiert und um den Geschäftsbereich Capital Markets ergänzt. Der Bereich Capital Markets bietet internationalen Asset & Fund Managern, HNWIs (High net worth individuals, also Personen mit sehr hohem liquidem Vermögen) und Hedge-Fund-Managern die gesamte Wertschöpfungskette zur Abwicklung Ihrer Handelsgeschäfte an. Schwerpunkt ist, die Anforderungen der Kundenseite durch maßgeschneiderte Lösungen zu bedienen, um die dahinter oftmals vielschichtig und sehr individuell Handelsstrategien bestmöglich zu unterstützen. Seit über einem Jahrzehnt verfolgt die Varengold Bank AG mit ihrem Geschäftsfeld Asset Management das Ziel, das Kapital ihrer Kunden bei geringem Risiko zu vermehren. Mit maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungsangeboten können Kunden an unseren innovativen Ideen und unserer vorausschauenden Expertise partizipieren. Während die Varengold Bank AG das Asset Management mit allen Untersektionen und Teams in sich vereint, bietet die im Jahr 2010 gegründete Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen die Möglichkeit, direkt über eine sichere, transparente und liquide Managed-Account-Plattform zu investieren.

Neben der reinen Handelsabwicklung von Termingeschäften, Aktien- & Rentenpositionen sowie Währungsgeschäften bietet die Bank darüber hinaus auch die Konto- & Depotführung aus einer Hand an. Zusätzlich runden Equity-Finance-Geschäfte die Dienstleistungspalette ab. Die Varengold Bank AG verfügt über eine langjäh-Entsprechend liefert die Varengold Bank mit ihrer Expertise für alternative Investments das vollständige Dienstleistungs-Universum: von der klassischen Manager-Due-Diligence und der Analyse und Bewertung von internationalen Asset-Managern, über maßgeschneiderte institutionelle Portfolien in individuellen Strukturen, unterschiedliche Consulting- und Research-Dienstleistungen, bis hin zu klassischen Publikums-Investmentfonds.

rige Erfahrung an den globalen Finanzmärkten und ist stets bestrebt, ihren Investoren und Partnern ein Portfolio an ausgezeichneten Produktlösungen zu bieten. Im Bereich Investment Banking verbindet die Varengold diese Expertise mit innovativen Beratungsansätzen, die es internationalen Geschäftspartnern ermöglichen, alte Wege zu festigen und neue Wege erfolgreich einzuschlagen. Ihr strategischer Geschäftserfolg steht für uns dabei stets an erster Stelle. Institutionelle Kunden profitieren unter anderem von dem etablierten Research-Netzwerk und dem einmaligen Investmentprozess der Varengold. Durch das selbstständige Betreiben eines eigenen quantitativen Handelssystems in seinen Anfangszeiten und ihr Know-how bei zu prüfenden Handelssystemen schaffte die Varengold einen einzigartigen Mehrwert. Dies ermöglicht, bei der Manager-Selektion hinter die Kulissen zu schauen und die Auswahl zu optimieren. Ausgehend von einem klar definierten, individuell abgestimmten Mandatsprofil, führt der Weg von einem umfassenden Marktüberblick über die Ableitung der Long- und Shortlist bis hin zum

BANK

Nach unserem Leitbild zeichnet sich intelligentes Investment Banking durch Agilität, langfristiges Denken und eine optimierte Entscheidungsfindung aus. Dieser Ansatz garantiert uns und unseren Kunden jene Innovationskraft, die durch sich wandelnde Märkte heutzutage für einen nachhal tigen Erfolg unabdingbar ist.

Debt Capital Markets

Unsere Kapitalmarkt-Spezialisten bieten unseren Kunden direkten Zugang zu einem breiten Spektrum an Unternehmensfinanzierungen – und das welt weit. Wir strukturieren gemeinsam mit ihnen die für ihr Unternehmen passende Lösung, um ihnen einen effizienten Liquiditätszufluss zu verschaffen. Wir legen bei unserem Beratungsansatz höchsten Wert auf Unabhängigkeit, bei dem alleinig die Bedürfnisse und der Nutzen des Kunden ausschlaggebend sind.

Auf den internationalen Anleihenmärkten erhalten unsere Kunden Zugang zu folgenden Finanzierungs möglichkeiten:

  • Privatplatzierungen in Europa und Asien
  • Unternehmensanleihen
  • Syndizierte Kredite
  • Wandelanleihen
  • Schuldscheindarlehen

Unter Verwendung von individuell an ihre Erforder nisse angepassten Transaktionsgrößen ermöglichen wir unseren Kunden, dank innovativer Ansätze und vorausschauendem Denken, die Verwirklichung Ihrer strategischen Unternehmensziele – seien es Wachs tumsziele, Akquisitionsvorhaben oder Refinanzie rungsbestrebungen. Als global und vorausschauend denkendes Bankhaus sind für uns langfristig ausge richtete Partnerschaften und nachhaltige Konzeptrealisierung die Basis für eine intelligente Finanzierung.

Zahlungen immer präsenter. Die Varengold Bank AG stellt sich diesen Anforderungen und bietet Kunden aus aller Welt geeignete Lösungen für den interna tionalen Zahlungsverkehr. Global erfolgreich zu sein bedeutet, sich auf sichere, effiziente und transpa rente Leistungen im Zahlungsverkehr verlassen zu können – und das über Grenzen hinweg.

Structured Finance

Unternehmen sehen sich stets individuellen Heraus forderungen gegenüber gestellt, die maßgeschnei derte Finanzierungsstrukturen erfordern. Die Spezi alisten der Varengold im Bereich Structured Finance begleiten die Finanzierungsprojekte von kleinen und mittleren börsengelisteten sowie in Privatbesitz befindlichen Unternehmen. Wert legen wir vor allem auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden, um eine optimale Struktur der bereitgestellten Lösungen zu gewährleisten. Diskretion und Integrität zählen ebenso zu unserem Selbstverständnis wie das stete Streben nach ausgezeichneter Qualität unserer Leistungen. Die von der Varengold Bank AG struk turierten Kredite betragen in der Regel mindestens 1 Million EUR und durch die vorhandenen Syndizie rungskapazitäten können darüber hinaus dreistellige Millionenbeträge abgewickelt werden.


Im Bereich Commercial Banking präsentiert sich die Varengold Bank AG als globaler Partner, der indivi dualisierte Produkte und Lösungen für anspruchs volle Kunden und Investoren bietet. Unseren Geschäftspartnern die Möglichkeit zu geben, mithilfe unserer Produkte und Lösungen, Transakti onen und Handelsaktivitäten über Ländergrenzen hinweg abzuwickeln, sehen wir nicht als eine an uns gestellte Anforderung, sondern als Teil unseres Selbstverständnisses. Durch die im Juni 2013 von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erteilte Lizenz als Einlagenkreditinstitut ist es uns möglich, eine erweiterte Produktpalette an Bankdienstleistungen anzubieten.

Export Trade & Finance In dem Bereich Export Trade & Finance bündelt die Varengold Bank AG ausgewählte Lösungen für Finanzierungen sowie Bankgarantien für die interna tionalen Handelsaktivitäten. Das unternehmensweite Garantiegeschäft deckt neben klassischen Auszah lungsgarantien, Gewährleistungsgarantien sowie Lieferungs- und Leistungsgarantien insbesondere die Transaktionsabsicherung durch Dokumentenakkreditive ab. Privatkunden bieten wir kostenlose Tagesgeldkonten an, welche die volle Flexibilität einer täglich verfüg baren Spareinlage mit einem attraktiven Zinssatz verbindet und auf diese Weise eine verlässliche Basis für jedes Investitionsportfolio darstellt. Neben einer Zinsgarantie sowie monatlicher Verzinsung profi tieren Kunden darüber hinaus von der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von bis zu 100.000 EUR. Payment-Services Durch die steigenden Anforderungen in einer

  • -

Wir profitieren in diesem Segment von unserer lang jährigen Expertise – auch und insbesondere durch die unserer neuen Mitarbeiter – und bieten auf Basis unserer internationalen Kompetenzen maßge schneiderte Produkte und Servicedienstleistungen für Geschäftskunden an. Egal wo unsere Kunden auf dem globalen Markt in der Gegenwart oder Zukunft aktiv sind, die Varengold Bank AG ist stets ein zuverlässiger Partner.

Einlagenkonten

globalisierten Welt werden grenzüberschreitende

COMMERCIAL BANKING / TREASURY

WÄHREND TOKIO SCHLÄFT, HANDELT EUROPA – MIT VARENGOLD HANDELN SIE WELTWEIT – ZU JEDER ZEIT

Forex bezeichnet den Handel in den weltweiten Devi senmärkten und ist eine der am schnellsten wach senden Anlageklassen.

Forex ist einzigartig in der Investmentwelt, da ein Handel rund um die Uhr sowie global möglich ist und damit ein enormes Wachstumspotenzial hat. Im Gegensatz zu anderen Anlageklassen ist ein Warten auf den nächsten Handelstag nicht erforderlich, um eine gute Marktlage gewinnbringend nutzen zu können. Die Varengold Bank AG bietet ihren Kunden die neuesten Technologien, um die Potenziale des Marktes voll auszunutzen.

17

2007 hat die Varengold Bank AG den Devisenhandel (Forex-Handel), der über die technologisch führende Handelsplattform MetaTrader einem globalen Publikum zugängig ist, in den Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage integriert.

Heute ist der Devisenmarkt mit einem täglichen Umsatz von mehr als fünf Billionen US-Dollar welt weit der größte liquide Finanzmarkt, der es jedem, der einen Computer oder ein entsprechendes Mobil telefon mit Internetverbindung besitzt, nahezu rund um die Uhr ermöglicht, verschiedene internationale Währungspaare gegeneinander zu handeln und unter Ausnutzung vorhandener Hebeleffekte hohe Renditen zu erzielen. Anders als bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen existiert beim Forex-Handel kein fester Börsenplatz, denn Devisen werden in einem virtuellen Netzwerk der Interbankenbeziehungen gehandelt.

MetaTrader ist eine der bekanntesten und belieb testen Handelsplattformen, durch die die Varengold Bank AG ihren Kunden Online-Zugang zu den welt weiten Devisenmärkten ermöglicht. Das Besondere hierbei ist, dass die Ausführung der Transaktionen rein elektronisch erfolgt. Anders als bei anderen Anbietern in diesem Bereich springt ein manuelles Orderdesk nur bei technischen Störungen ein. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen kann die Bank direkt an ihre Kunden weitergeben. Zudem wird die Geschwindigkeit der Auftragsausführung erhöht, was sich besonders in sehr schnellen Markt phasen mit hoher Handelsfrequenz bemerkbar macht.

Als Pionier für den MetaTrader basierten Forex- und CFD-Handel in Deutschland stellt Varengold ihren Kunden diese weltweit meistgenutzte Plattform kostenfrei zur Verfügung. Die Handelsplattform Varengold MetaTrader gehört zu den stabilsten Systemen in diesem Bereich und bietet neben der reinen Orderplatzierung viele weitere Funktionali täten, die sie deshalb auch bei professionellen Händ lern sehr beliebt macht:

  • Ausführung und Buchung in Echtzeit
  • Unbegrenzte Chartanalyse-Möglichkeiten
  • Handeln mit nur einem Mausklick
  • Unterstützung verschiedener Zeitrahmen
  • Große Anzahl von technischen Indikatoren und Studien
  • Einsatz von automatischen Handelssystemen (Expert Advisor)
  • Echtzeit-Datenexport über das DDE-Protokoll
  • Internes E-Mail-System
  • Generierung von Bestätigungen
  • Abrechnungen in Echtzeit

Die Software für den Varengold MetaTrader bietet die Varengold Bank AG nicht nur für den Computer, sondern auch für das Mobiltelefon an. Diese flexible Handelsplattform garantiert jedem Trader überall und zu jeder Zeit eine 100%ige Kontrolle über sein Handelskonto und macht auf diese Weise den Handel mit Forex und CFDs noch effizienter.

Neben dem Privatkundengeschäft bietet die Varengold Bank AG auch einzigartige Business-Lösungen im Bereich Brokerage und ermöglicht somit institutionellen Partnern, direkt am weltweiten Devisenmarkt zu partizipieren. Diese Lösungen beinhalten sowohl Partnerschaften in der Endkun denvermittlung als auch individuelle White-Label-, Prime-Brokerage- und Plattformlösungen, womit die Varengold ein breites Markt- und Kundensegment abdeckt. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden profitieren dabei von der direkten Anbindung an den Interbankenmarkt und der daraus resultierenden, exzellenten Orderausführung sowie wettbewerbsfä higen Konditionen.

CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

Die Aktie der Varengold

Die Varengold Bank AG ist auch nach ihrem Eintritt in den Entry Standard an der Deutschen Börse eine unabhängige Privatbank geblieben. Die Aktie der Varengold Bank (WKN: 547930) ist seit dem 20. März 2007 an der Frankfurter Börse und im elektronischen Handelssystem Xetra gelistet. Zudem wird die Aktie an der Stuttgarter, Berliner und Düsseldorfer Börse gehandelt.

Wichtige Eckdaten

Aktie Varengold Bank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Marktsegment Freiverkehr
Transparenzlevel Entry Standard
Erstnotiz 20. März 2007
Aktienart (Gattung) Nennwertlose Inhaberaktien-Stammaktien
Anzahl der Aktien 1.948.368 Aktien
(Stand 31.12.2014: 1.771.405 Aktien)
Gesamtes Grundkapital 1.948.368 EUR
(Stand 31.12.2014: 1.771.405 EUR)
Designated Sponsor Oddo Seydler Bank AG

Rahmenbedingungen und Entwicklung

Die Kurse an den globalen Aktienmärkten stiegen im schwankungsanfälligen Jahr 2014 zwar sichtbar an, jedoch verlangsamte sich die Dynamik im Vergleich zum Vorjahr aufgrund börsenrelevanter Ereignisse wie dem Ukraine-Konflikt, dem Aufrüsten des Islamischen Staates, dem Ölpreisverfall oder der fortwährenden Diskussion um die europäische Schuldenkrise. Den größten Zuwachs erfuhren dabei die Börsen der Industrieländer. Der Dow Jones erzielte ein Plus von ca. 7,5 %, während auch der japanische Nikkei-Index um rund 7,1 % zulegte. Der DAX schwankte im Verlauf des letzten Jahres zwischen 10.093 und 8.354 Punkten.

Trotz der politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten beschritten im Jahr 2014 zahlreiche Unternehmen den Weg auf das Börsenparkett. Auf europäischer Ebene gab es laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) 344 Börsengänge mit einem platzierten Volumen von knapp 50 Milliarden Euro bis Ende November. Dies ist erneut ein beachtlicher Zuwachs von 84 % im Vergleich zum Jahr 2013. Eine weitere Studie von Ernst & Young betrachtet den weltweiten Zuwachs der Börsengänge und beziffert diesen mit einem Wert von rund 35 %.

Die Aktie der Varengold Bank AG zeigte sich im ersten Quartal 2014 zunächst eher unbeeindruckt von den volatilen Marktgeschehen. Sie startete den Jahresauftakt laut Xetra-Datenbasis mit 8,20 EUR und schwankte im weiteren Verlauf der ersten drei Monate bis maximal 9,89 EUR. Die Seitwärtsbewegung endete ab Mitte April 2014 mit einem deutlichen Anstieg, bei dem sich die Aktie in den darauffolgenden drei Monaten mit zwischenzeitlichen Ausreißern bei einem Wert von rund 11,00 bis 13,00 EUR einpendelte. Nach einem signifikanten Fall der Aktie auf einen Jahrestiefstwert von 7,67 EUR am 27. Oktober 2014 zeigte sich zunächst ein gleichbleibender Verlauf mit zeitweise volatilen Ausbrüchen nach oben. Zum Ende November erholte sich der Aktienkurs und verzeichnete in der Spitze ein Jahreshoch von 14,75 EUR am 8. Dezember 2014. Dieses Niveau konnte die Aktie der Varengold bis zum Ende des Jahres 2014 halten und sank schließlich zu Beginn des zweiten Quartals 2015 erneut auf einen Wert von bisweilen rund 10,00 EUR im Monat Juni.

Der durchschnittliche Aktienkurs stieg im Vergleich zum Berichtszeitraum 2013 von 7,364 EUR auf 10,023 EUR. Die durchschnittlich gehandelte Aktienanzahl lag 2014 bei 1.459,19 Stück. Das Handelsergebnis je Aktie stieg im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2013 von -2,28 EUR auf +0,12 EUR zum Stichtag 31. Dezember 2014. Das Eigenkapital je Aktie verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Anstieg um 4,41 EUR auf 9,79 EUR (2013: 5,38 EUR).

Kurshistorie der Varengold-Aktie im Jahr 2014

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2014

06

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat dankt allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern der Varengold Bank AG für das Vertrauen sowie den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz zur Erschließung und Erarbeitung neuer Geschäftsopportunitäten der Varengold Bank als junges Einlagenkreditinstitut im Geschäftsjahr 2014.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der Varengold Bank AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in vier ordentlichen Sitzungen umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Im gesamten Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Die Überwachungsziele haben wir dabei bereits zu Beginn des Jahres festgelegt. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes in engem Kontakt, um strategische Optionen und aktuelle Fragen der Geschäftspolitik zu erörtern. Um unsere Informationsbasis zu verbreitern und eigene Eindrücke von der Unternehmensentwicklung zu gewinnen, haben wir auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei leitenden Angestellten und externen Beratern. Wir waren somit stets aktuell informiert und haben monatlich vom Vorstand, neben detaillierten Berichten im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen, schriftlich und sehr zeitnah Informationen zur aktuellen Geschäftslage erhalten. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben nach § 90 AktG.

Aufsichtsratssitzungen 2014

Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden am 15. Januar 2014, am 6. Mai 2014, am 11. August 2014 und am 11. November 2014 abgehalten. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder.

Am 14. Januar 2014, 5. Mai 2014, 14. Juli 2014, 12. August 2014, 10. November 2014 und 8. Dezember 2014 fanden insgesamt fünf Informations- und Arbeitstreffen des Aufsichtsrates statt, an dem alle drei Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben.

Im Rahmen der gemeinsamen Aufsichtsrats-/Vorstandssitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage (monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie BWA und Summen-Saldenlisten), die strategische Weiterentwicklung und die Risikolage sowie das Risikomanagement unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und überzeugte sich von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme.

  • In der Sitzung am 15. Januar 2014 kommentierte der Vorstand, neben der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung, auch die Performance im abgelaufenen Jahr, insbesondere erläuterte er anhand von Einzelbeispielen Abweichungen und Besonderheiten. Im Rahmen der für das laufende Jahr geplanten Zielsetzungen diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand die prognostizierten Ergebniserwartungen, die Personal-Entwicklungsplanung, das in Aussicht stehende Aktienoptionsprogramm sowie die Vergütungsstruktur der zweiten Führungsebene.
  • Am 6. Mai 2014 standen im Mittelpunkt der Sitzung erneut die wirtschaftlichen Verhältnisse, die dem Aufsichtsrat dezidiert erläutert wurden; des Weiteren der Bericht des Vorstands zum Jahresabschluss 2013, die Geschäfts- und Risikostruktur der Varengold Bank AG sowie die geplante Kapitalerhöhung, zu der der Vorstand ausführlich berichtete.
  • Schwerpunkt der Sitzung am 11. August 2014 war erneut die wirtschaftliche Situation, die von Seiten des Vorstands und des Aufsichtsrats ausführlich analysiert und erörtert wurde; daraus resultierend die Entwicklung neuer Perspektiven und konkret geplanter, neuer bzw. erweiterter Geschäftsmodelle. Ebenfalls vorgestellt und erörtert wurde die Personalplanung, die in Zukunft direkt von einem Vorstandsressort verantwortet werden soll. Die aktuellen Rechtsstreitigkeiten, ihre Ursachen und Erfolgsaussichten wurden dem Aufsichtsrat en détail vorgestellt.
  • Neben der Darstellung, Erläuterung und Diskussion der wirtschaftlichen Verhältnisse wurden in der Sitzung am 11. November 2014 vor allem die daraus abzuleitenden Ertragsperspektiven vorgestellt und erläutert. Weiterhin im Mittelpunkt standen die Themen D&O-Versicherung, eine Diskussion über die Kriterien für die Zuverlässigkeitsüberprüfung von Bankvorständen und ein aktueller Sachstandsbericht des Vorstands zur geplanten Holdingstruktur sowie eine Vorschau auf die Themen der für den 20. Januar 2015 geplanten außerordentlichen Hauptversammlung.

Nach dem Aktiengesetz müssen Aufsichtsratsausschüsse, um beschlussfähig zu sein, zumindest über drei Mitglieder verfügen. Da der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 lediglich aus drei Personen bestand, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Erteilung des Prüfungsauftrags an NPP Niethammer, Posewang & Partner

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 12. August 2014 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 gewählt. Die Beauftragung der Prüfer erfolgte entsprechend dem Votum der Hauptversammlung und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, wobei wir hinsichtlich der Einzelheiten der Jahresabschlussprüfung, der Prüfungsschwerpunkte und der Zusammenarbeit detaillierte Vorgaben gemacht haben.

Bilanzaufsichtsratssitzung am 6. Mai 2014

Die Abschlussprüfer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH haben den Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2014, bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung und Anhang sowie dem Lagebericht 2014 der Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer zum Jahresabschluss 2014, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2014 lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung zwecks Studium und Prüfung vor. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 28. April 2015 ein ausführliches Gespräch mit den Abschlussprüfern über die Prüfungsergebnisse, das Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie Organisationsfragen geführt. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten Fragen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben insbesondere ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen und keine Nichtprüfungsleistungen erbracht wurden. Die Prüfer sind ferner auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen. Sämtliche Berichte wurden auf der Aufsichtsratssitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung ohne Einwände angeschlossen.

Am 2. Juni 2015 haben wir sodann die endgültigen Fassungen des Prüfberichts, des Jahresabschlusses und des Lageberichts erhalten, die allesamt gegenüber den am 28. April 2015 behandelten Entwürfen keine materiellen Änderungen aufwiesen und den geprüften, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss der Varengold Bank AG zum 31. Dezember 2014 gem. § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Bank AG per Umlaufbeschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Bank AG per 31. Dezember 2014 ist damit festgestellt.

Für den Aufsichtsrat Hamburg, 2. Juni 2014

RA Hans J.M. Manteuffel Vorsitzender des Aufsichtsrats

BILANZ 26 – 27 LAGEBERICHT 44 – 57
A. Geschäft und Rahmenbedingungen 45 – 47
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 28 – 29 1. Die Rahmenbedingungen 45
2. Die Geschäftsentwicklung der Varengold Bank AG 46
ANHANG 30 – 43 B. Lage der Gesellschaft 48 – 52
1. Allgemeine Angaben 30 1. Vermögenslage 48
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 30 2. Finanzlage 49
3. Ertragslage 51
3. Währungsumrechnung 31 C. Nachtragsbericht 52
4. Erläuterungen zur Bilanz 32 – 40 D. Prognosebericht 53
4.1 Postenübergreifende Angaben 32 E. Risiken 53
4.2 Postenindividuelle Angaben 34
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 40 – 41 F. Chancen der Varengold Bank AG 55
5.1 Zinsergebnis 40
5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen 40 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 58 – 61
5.3 Provisionserträge/-aufwendungen 40
5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 40 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS 62 – 63
5.5 Sonstige betriebliche Erträge 41
5.6 Personalaufwendungen 41
5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen 41
6. Sonstige Angaben 42 – 43
6.1 Organe 42
6.2 Mitarbeiter 43
6.3 Offenlegungsbericht 43
6.4 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen 43
6.5 Deutscher Corporate Governance Kodex 43

nach Handelsgesetzbuch (HGB) zum 31. Dezember 2014

Varengold Bank AG

Große Elbstraße 27 22767 Hamburg

BANK

Varengold Bank AG, Hamburg

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 59.264,45 0,9
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 15.349.053,43 4.127,3
- darunter: 15.408.317,88 4.128,2
bei der Deutschen Bundesbank:
15.349,1 TEUR (im Vorjahr: 4.127,3 TEUR)
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 73.650.771,21 11.551,5
b) andere Forderungen 610.450,00 110,5
74.261.221,21 11.661,9
3. Forderungen an Kunden
- darunter:
20.123.121,00 6.910,9
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:
1,0 TEUR (im Vorjahr: 848,3 TEUR)
4. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Anleihen und Schuldverschreibungen
aa) von öffentlichen Emittenten 35.500.705,65 19.188,5
- darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank:
34.772,0 TEUR (im Vorjahr: 19.000,0 TEUR)
ab) von anderen Emittenten 7.500.000,00 0
43.000.705,65 19.188,5
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.508,00 1.150,3
5a. Handelsbestand 187.345.370,07 4.434,7
Beteiligungen 450.976,03 286.2
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.873.344,74 0
7.
8.
Treuhandvermögen 78.398,75 77,4
Immaterielle Anlagewerte
9. a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 0,00 0
b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 58.898,00 241,2
Rechte und Werte
c) entgeltlich erworbene Konzessionen 413.483,00 680,2
472.381,00 921,3
10. Sachanlagen 496.272,50 419,7
11. Sonstige Vermögensgegenstände 3.683.165,31 552,5
Rechnungsabgrenzungsposten 3.689.079,57 764,4
12. Aktive latente Steuern 2.297.479,03 2.615,7
13.
Summe Aktiva 353.181.340,74 53.111,6
Passiva
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
6. Rückstellungen
- davon Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB EUR 0,00 (im Vorjahr: EUR 859,5)
9. Eigenkapital
c) Rücklagen
Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 3.530.756,28 0
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 20.000.000,00 17.600,0
23.530.756,28 17.600,0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 273.920.007,31 22.592,9
ab) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 30.379.970,40 0
304.299.977,71 22.592,9
2b. Handelsbestand 2.252.281,10 1.544,0
3. Treuhandverbindlichkeiten 78.398,75 77,4
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.978.236,80 701,7
5. Rechnungsabgrenzungsposten 757.422,43 41,9
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 72,2
b) andere Rückstellungen 1.206.443,92 945,1
7. Nachrangige Verbindlichkeiten 5.000.000,00 0
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 859,5
- davon Sonderposten nach
§ 340e Abs. 4 HGB EUR 0,00 (im Vorjahr: EUR 859,5)
9. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.771.405,00 1.611,8
b) Kapitalrücklage 15.554.868,80 12.523,0
c) Rücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 1.700,00 1,7
cb) Rücklage § 269 Satz 2 HGB 16.700,00 18.400,00 16,7
d) Bilanzverlust -5.266.850,05 -5.476,2

Summe Passiva 353.181.340,74 53.111,6 10. Andere Verpflichtungen

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 536.108,37 261,3
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.458.775,07 50,3
1.994.883,44 311,7
2. Zinsaufwendungen -1.360.445,90 -187,2
634.437,54 124,5
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 26.942,15 77,2
b) Beteiligungen 0,00 12,5
26.942,15 89,7
4. Provisionserträge 5.639.473,13 2.102,4
5. Provisionsaufwendungen -661.762,90 -68,0
4.977.710,23 2.034,4
6. Nettoertrag des Handelsbestands 13.995.228,26 7.937,7
7. Nettoaufwand des Handelsbestands -5.324.945,11 8.670.283,15 -4.842,2
- darunter: Auflösung nach § 340e Abs. 4 HGB
859,4 TEUR (im Vorjahr Zuführung: 343,9 TEUR)
8. Sonstige betriebliche Erträge 226.099,07 58,7
9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -5.302.185,42 -3.837,0
ab) Sozialabgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung -533.315,24 -448,4
- darunter: für Altersversorgung
4,2 TEUR (Vorjahr: 3,5 TEUR)
-5.835.500,66 -4.285,4
b) andere Verwaltungsaufwendungen -6.942.453,07 -4.455,4
-12.777.953,73 -8.740,8
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen -761.596,14 -978,2
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen -50.174,21 -487,1
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und
bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft -249.216,76 -405,1
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie
Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 200.203,79 233,0

Varengold Bank AG, Hamburg

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014

    1. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelten Werten 33.780,91 -166.449,88 7,0
15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 530.081,42 -5.434,4
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -317.664,87 1.757,1
17. Sonstige Steuern -3.056,00 -320.720,87 -3,4
18. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 209.360,55 -3.680,7
19. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -5.476.210,60 -1.795,6
20. Bilanzverlust -5.266.850,05 -5.476,2

Varengold Bank AG, Hamburg

ANHANG

für die Zeit vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn-und-Verlustrechnung gemäß § 265 Absatz 8 HGB abgesehen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Absatz 2 HGB wurde in Anspruch genommen und in den Jahren 2010 bis 2012 Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 erfolgten keine weiteren Aktivierungen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 181) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Absatz 8 HGB.

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Absatz 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:

Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
TEUR TEUR TEUR
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und
Nutzungsrechte
59 19 40
Aktive latente Steuern 2.316
Summe 2.356

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.316 aus steuerlichen Verlustvorträgen und vorgenommenen Teilwertabschreibungen bei nicht dauerhafter Wertminderung gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 7.134 zur Körperschaftsteuer und TEUR 7.219 zur Gewerbesteuer in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zugrunde gelegt.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Zentralnotenbanken sind zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Dem latenten Kreditrisiko wird durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Schuldverschreibungen und die anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie die Aktien und die anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst.

Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle Finanzinstrumente des Handelsbestands der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht.

Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode mit einem Konfidenzniveau von 99 %, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value-at-Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 31. Dezember 2014 wurde der Risikoabschlag von TEUR 47 (31. Dezember 2013) auf TEUR 116 (31. Dezember 2014) angepasst und in Höhe von TEUR 69 ein Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Bei dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gemäß § 250 Absatz 1 HGB handelt es sich im Wesentlichen um abgegrenzte Agien aufgrund des Kaufs von Schuldverschreibungen zu Kurswerten, die über dem Nennwert liegen (TEUR 3.349). Des Weiteren werden vorausbezahlte Versicherungen, Seminare, Mieten und Beiträge ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorauserhaltene Zinsen) werden gemäß § 250 Absatz 2 HGB gebildet.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB grundsätzlich in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 4 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange, bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Die Zuführung zum Sonderposten erfolgt zum Bilanzstichtag am Ende des Geschäftsjahres. Zum Ausgleich des Verlustvortrags aus dem Vorjahr wurde 2014 das Wahlrecht zur Auflösung des Sonderpostens gemäß § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 3 HGB ausgeübt.

Im Berichtsjahr wurde eine Bewertungseinheit entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der Mikro-Bewertungseinheit, bestehend aus einem dem Handelsbestand zugeordneten Anteil an einem Investmentvermögen (Buchwert EUR 50 Mio.) und dem dazugehörigen Adressausfall- und Marktpreisrisiko absichernden Total Return Swap, wird die sogenannte Einfrierungsmethode angewendet.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind soweit nicht anders ausgewiesen in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter "Provisionserträge" sowie "Nettoertrag des Handelsbestands" und "Nettoaufwand des Handelsbestands" aufgeführten Beträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (CHF), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY), Arabische Dirham (AED), Australische Dollar (AUD) und Kanadische Dollar (CAD) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,2141 1 EUR = CHF 1,2024 1 EUR = GBP 0,7789 1 EUR = JPY 145,23 1 EUR = AED 4,4644 1 EUR = CAD 1,4063 1 EUR= AUD 1,4829

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2014 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

Bilanzposten 31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Barreserve 56 0
Forderungen an Kreditinstitute 32.280 4.696
Forderungen an Kunden 3.600 2.475
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 145
Anteile an verbundenen Unternehmen 106 0
Beteiligungen 1.599 0
Treuhandvermögen 78 28
Sonstige Vermögensgegenstände 1.091 92
Rechnungsabgrenzungsposten (aktiv) 294 30
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.531 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 55.209 8.536
Treuhandverbindlichkeiten 78 28
Sonstige Verbindlichkeiten 832 78
Rechnungsabgrenzungsposten (passiv) 12 42
Rückstellungen 369 181

Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 20.123 6.911
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 848

Bei den davon-Positionen handelt sich um Forderungen gegen die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 1).

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

Forderungen an Kreditinstitute
bis drei Monate
Forderungen an Kunden
bis drei Monate
mehr als drei Monate bis ein Jahr
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
mehr als fünf Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
bis drei Monate
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
bis drei Monate
the contract and contract the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the contract of the
31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 74.261 11.662
bis drei Monate 74.261 11.662
Forderungen an Kunden 20.123 6.911
bis drei Monate 3.614 1.174
mehr als drei Monate bis ein Jahr 2.104 5.388
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 8.580 287
mehr als fünf Jahre 5.825 62
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.531 17.600
bis drei Monate 23.531 17.600
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 304.300 22.593
bis drei Monate 273.920 22.593
mehr als drei Monate bis ein Jahr 29.914 0
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 466 0

Bis auf Forderungen an Kunden aus dem Kreditgeschäft in Höhe von USD 3,3 Mio. (Laufzeit mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahren) sind alle Forderungen an Kunden, die auf ausländische Währung lauten, täglich fällig.

4.1.3 Wertpapiere

Die nachfolgende Tabelle gliedert die in den Bilanzpositionen enthaltenen börsenfähigen Wertpapiere auf:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 35.501 19.188
börsennotiert 35.501 19.188
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 2
börsennotiert 1 2

4.1.4 Anteile an Investmentvermögen

Der Anteil an den im Handelsbestand gehaltenen inländische und ausländische Alternative Investment Fonds beträgt sämtlich mehr als 10 %. Der Buchwert entspricht dem Marktwert von EUR 52,9 Mio. Da es sich um thesaurierende Fonds handelt, sind 2014 keine Ausschüttungen erfolgt. Eine Rückgabe der Anteile ist jeweils zum Monatsende möglich.

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Lombarddarlehen sowie aus Provisionen.

Die Verbindlichkeiten setzten sich aus Tagesgeldern (EUR 137 Mio.), Zahlungsverkehrskonten (EUR 103 Mio.), Margins aus dem CMB-Geschäft (EUR 34 Mio.) sowie Termingeldern (EUR 30 Mio.) zusammen.

4.2.2 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Es befinden sich ausschließlich europäische Staatsanleihen im Bestand, bei denen zum Stichtag stille Reserven in Höhe von TEUR 171 bestehen.

4.2.3 Beteiligungen

Die Varengold Bank AG hält folgenden nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote Buchwert
Eigenkapital
Ergebnis
31.12.2014 2014
% TEUR TEUR TEUR
ALGAS Farming & Marketing GmbH,
Langenfeld (Rheinland)1)
51,00 13 231) -21)
Peer Dealer Limited, Berkeley, Verei
nigtes Königreich2)
35,00 156 -
2)
-
2)
Draco Capital Markets, Inc., New
York, USA
100,00 -573) -1113)
Hanseatic Brokerhouse Securities
AG, Hamburg
75,00 58 1.6351) 1.6211)
HPI Securities & Futures Limited,
Hongkong
100,00 1.710 8.7674) -8304)
Lava Trading Ltd., Valletta, Malta 49,79 11 05) -205)
Varengold Investmentaktiengesell
schaft mit Teilgesellschaftsvermö
gen, Hamburg
48,99 190 4486) 1357)
VirtuFX GmbH i.G., Hamburg 50,01 150 258) 08)

1) vorläufiger Jahresabschluss 31. Dezember 2014

2) Angaben liegen aktuell noch nicht vor.

3) Angaben in USD auf Grundlage des vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

4) Angaben in HKD auf Grundlage des Jahresabschluss zum 31. März 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

5) Jahresabschluss zum 31. März 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

6) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

7) Ergebnis zum 30. November 2014 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

8) Eröffnungsbilanz zum 14. Juli 2014

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30. November 2014 TEUR 448. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Bank AG Ansprüche geltend machen.

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Bank AG in Höhe von 2,94 %.

4.2.4 Brutto-Anlagespiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2014 Zugänge
2014
Abgänge /
Umglied.
2014
kumuliert Zugänge
2014
Abgänge
2014
31.12.2014 31.12.2013
Immaterielle
Anlagewerte
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Selbst geschaffe
ne gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte
2.398 0 0 2.339 182 0 59 241
Entgeltlich erwor
bene Konzessio
nen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte sowie
Lizenzen an sol
chen Rechten und
Werten
1.884 150 294 1.327 415 292 413 680
Sachanlagen 1.338 308 120 1.030 164 52 496 420
Summe 5.620 458 414 4.696 761 344 968 1.341
Veränderung*)
Schuldverschrei
bungen und ande
re festverzinsliche
Wertpapiere
23.813 43.001 19.188
Aktien und andere
nicht festverzinsli
che Wertpapiere
-1.148 2 1.150
Beteiligungen 165 451 286
Anteile an
verbundenen
Unternehmen
1.873 1.873 0

*) Von der nach § 34 Absatz 3 RechKredV möglichen Zusammenfassung für Finanzanlagen wurde Gebrauch gemacht

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2014 betreffen im Wesentlichen Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere und den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen.

4.2.5 Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Aktiva 31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Derivative Finanzinstrumente
Handelsbestand Aktiva FX 2.216 1.839
Handelsbestand Aktiva CFD 3.095 2.643
Zwischensumme 5.311 4.482
Handelsbestand Wertpapiere 129.237 0
Handelsbestand Fondsanteile 52.913 0
Risikoabschlag -116 -47
Summe 187.345 4.435
Passiva 31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Handelsbestand Passiva FX 1.108 113
Handelsbestand Passiva CFD 1.144 1.431
Summe 2.252 1.544

Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet.

Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle Positionen des Handelsbestandes der Varengold Bank AG ein aktiver Markt besteht.

4.2.6 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte in US-Dollar gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 78 77

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 78 77

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.

4.2.7 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen gegenüber Nachweisvermittler (TEUR 1.025), Forderungen aus einem noch nicht abgewickelten Fondsverkauf (TEUR 801), Forderungen aus Steuerüberzahlungen (TEUR 850), Forderungen an Kunden aus Bonusprogrammen (TEUR 258), Forderungen aus dem internen Geldtransfer (TEUR 287) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 76).

4.2.8 Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden auf folgende Posten zum 31. Dezember 2014 gebildet:

Handelsbilanz Steuerbilanz Differenz Steuersatz aktive latente
Steuern
passive latente
Steuern
EUR EUR EUR % EUR EUR
Verlustvortrag
- Körperschaftsteuer 0,00 7.133.522,04 -7.133.522,04 15,825 1.128.879,87
- Gewerbesteuer 0,00 7.218.859,49 -7.218.859,49 16,450 1.187.502,39
selbst geschaffene im
materielle Anlagewerte
56.545,50 0,00 56.545,50 32,275 18.250,06
Nutzungsrechte 2.352,50 0,00 2.352,50 32,275 759,27
Aktien / Wertpapiere 1.508,00 1.836,75 -328,75 32,275 106,10
2.316.488,36 19.009,33
Saldo aktive/passive
latente Steuern
2.297.479,03

Der Steuersatz von 32,275 % setzt sich aus Körperschaftsteuer (15,0 %), Solidaritätszuschlag (0,825 %) und Gewerbesteuer (16,45 %) zusammen.

Der Aktivierung der latenten Steueransprüche liegt eine Business-Planung unter Berücksichtigung einer substanziellen Kapitalerhöhung zugrunde, nach der die steuerliche Verlustverrechnung innerhalb des Prognosezeitraumes 2015 bis 2019 erwartet wird.

4.2.9 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und setzten sich wie folgt zusammen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.241 389
Verbindlichkeiten aus Bonusprogrammen 258 182
Interne Geldtransfer 0 66
Sonstige Verbindlichkeiten 1.371 3
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 8 1
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 95 58
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 2 1
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr 3 2
Summe 3.978 702

Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung beinhalten im Wesentlichen noch nicht fällige Rechnungen, ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen, ausstehende Kaufpreiszahlung für den Anteil an einem verbundenen Unternehmen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Dividendenansprüchen von Kunden ausgewiesen.

4.2.10 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Personalkosten 0 123
Jubiläumsrückstellungen 138 0
Urlaubsrückstellung 299 43
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 21 28
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 166 44
Hauptversammlung 35 35
Arbeitnehmerüberlassung 12 0
Archivierungskosten 5 5
Berufsgenossenschaft 10 10
Rückstellung für die BaFin 11 37
DATEV-Kosten 1 0
Prime Brokerage Fees 14 43
Rechts- und Beratungskosten 115 449
Kulanzzahlungen 0 20
Provisionen 344 63
Marketing 0 22
Mieten 2 23
Versicherungen 4 0
Sonstige 29 0
Summe 1.206 945

4.2.11 Nachrangige Verbindlichkeiten

Am 19. August 2014 hat die Varengold Bank AG Zusätzliche Tier-1-Anleihen ("Anleihen") in Höhe von 5 Mio. EUR begeben. Die zusätzlichen AT1-Anleihen stellen unbesicherte und nachrangige Anleihen der Varengold Bank dar. Die halbjährlich fälligen Zinszahlungen für diese Anleihen bemessen sich an deren Nominalbetrag und der Entwicklung des EURIBOR. Die Anleihebedingungen beinhalten Regelungen, nach denen die Varengold Bank sowohl verpflichtet werden kann als auch das umfassende Recht zur alleinigen Entscheidung hat, jederzeit Zinszahlungen entfallen zu lassen. Zinszahlungen sind nicht kumulativ und werden in Folgejahren nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der Varengold Bank erstmals zum Ablauf von fünf Jahren nach ihrer Begebung gekündigt werden und danach zu jedem Zinszahlungstag. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihebedingungen beinhalten unter anderem, dass die Varengold Bank die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen kann bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote der Varengold Bank unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.

Der abgegrenzte Zinsaufwand für diese Anleihen betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR 9 und ist in den anderen Rückstellungen ausgewiesen.

Am 31. Dezember 2014 ausstehende zusätzliche Tier-1-Anleihen:

Währung Betrag in EUR Art Emissionsdatum Zinssatz Fälligkeit
EUR 5.000.000 variabel verzinslich,
kumulative
Nachranganleihen
19. August 2014 variabel ohne Fälligkeit

4.2.12 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.771) ist eingeteilt in 1.771.405 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 15.555) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung sowie aus den Kapitalerhöhungen im zweiten Halbjahr 2013 (TEUR 3.352) und im ersten Halbjahr 2014 (TEUR 3.032). 2012 wurden 133.100 neue Aktien mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben, 2013 erfolgte die Ausgabe von 146.397 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 22,90 je Aktie sowie 2014 die Ausgabe von 159.571 neuen Aktien mit einem Agio von EUR 19,00 je Aktie.

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 15. Januar 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 15. Juli 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 161.183,00 durch Ausgabe von bis zu insgesamt 161.183 neuen auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit anteiligem Betrag des Grundkapitals von jeweils EUR 1,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Auf Grundlage dieser Beschlussfassung erfolgte im ersten Halbjahr 2014 die Ausgabe von 159.571 auf den Inhaber lautende Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre.

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 7. August 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Wandelgenussrechte, Optionsgenussrechte, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (nachstehend "Instrumente" genannt) im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 5.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 15 Jahren zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Finanzinstrumenten Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu insgesamt EUR 586.174,00 nach näherer Maßgabe der Instrumente zu gewähren. Die Ausgabe der Instrumente kann gegen Bar- und/oder Sachleistungen erfolgen. Zur Bedienung der Instrumente wurde das Grundkapital mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. August 2012 um bis zu EUR 586.174,00 durch Ausgabe von bis zu 586.174 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) zum Zwecke der Gewährung von Aktienbezugsrechten bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2012 I).

Gemäß Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 8. August 2012 besteht in § 4 Absatz 8 der Satzung der Gesellschaft ein weiteres Bedingtes Kapital. Das Grundkapital ist um bis zu EUR 140.000,00 durch Ausgabe von bis zu 140.000 auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht ("Bedingtes Kapital 2012 II"). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 ("AOP 2012") in der Zeit bis zum 8. August 2017 (einschließlich) von der Gesellschaft ausgegeben werden, von ihrem Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und die Gesellschaft nicht in Erfüllung der Bezugsrechte eigene Aktien oder einen Barausgleich gewährt. Die neuen Aktien nehmen von dem Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Das AOP 2012 dient als zielgerichteter Leistungsanreiz (sogenannte Incentivierung) der Programmteilnehmer und soll gleichzeitig eine Bindungswirkung der Teilnehmer an die Gesellschaft erreichen.

Im Rahmen des AOP 2012 dürfen insgesamt bis zu Stück 95.000 Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie weitere insgesamt bis zu Stück 45.000 Aktienoptionen an ausgewählte Führungskräfte und sonstige Leistungsträger der Gesellschaft ("Programmteilnehmer") ausgegeben werden. Jede Aktienoption gewährt das Recht auf den Bezug von je einer Varengold Bank AG Aktie gegen Zahlung des Ausübungspreises. Der Ausübungspreis für eine Varengold Aktie, also der bei Erwerb einer Aktie infolge der Ausübung eines Aktienoptionsrechts zu zahlende Preis, entspricht dem arithmetischen Mittel der Schlusskurse der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den vorangegangenen dreißig Börsenhandelstagen vor Ausgabe der jeweiligen Aktienoption ("Basispreis").

Die Ausgabe der Optionen erfolgt in mindestens drei Jahrestranchen, wobei keine Tranche mehr als 50 % des Gesamtvolumens umfassen darf. Der Erwerbszeitraum beträgt 40 Werktage nach Zugang des Erwerbsangebots. Die Bezugsrechte aus den Aktienoptionen können erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von mindestens vier Jahren nach deren Ausgabe ausgeübt werden. Die Ausübung der Bezugsrechte

ist innerhalb von sieben Jahren nach der Ausgabe der Aktienoption außerhalb der Ausübungssperrfristen möglich und setzt voraus, dass der Kurs der Varengold Aktie im Xetra-Handel an den letzten 30 Börsenhandelstagen vor dem Tag der Ausübung des Bezugsrechts den Basispreis um mindestens 30 % übersteigt.

Der Aufsichtsrat hat auf der Grundlage der Ermächtigung der Hauptversammlung an die amtierenden Vorstände Yasin Sebastian Qureshi, Steffen Fix, Mohammad Hans Dastmaltchi und Dr. Bernhard Fuhrmann sowie an die Führungskräfte Lukas Diehl und Sören Bech im Geschäftsjahr 2014 ein Zuteilungsangebot zum Bezug von Aktienoptionen abgegeben, welches gleichermaßen angenommen wurde. Im Rahmen seiner Ermächtigung hat der Aufsichtsrat beschlossen, an Herrn Qureshi 12.000 Stück Aktienoptionen, an Herrn Fix 9.500 Stück Aktienoptionen, an Herrn Dastmaltchi 9.500 Stück Aktienoptionen und Herrn Dr. Fuhrmann 9.500 Stück Aktienoptionen sowie an Herrn Diehl 5.625 Stück Aktienoptionen und an Herrn Bech 5.625 Stück Aktienoptionen zu begeben. Die Aktienoptionen werden in Urkunden verbrieft und bei der Varengold Bank AG verwahrt.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 97 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 40) enthalten.

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen und Zinserträgen aus gewährten Darlehen. In den Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Kundeneinlagen (Tages-, Fest- und Termingelder) enthalten sowie Verluste aus Kursdifferenzen und Zinsaufwendungen aus Offenmarktgeschäften.

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Erträge aus Aktien und Fonds enthalten.

5.3 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage und dem Kreditgeschäft sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verwaltungsgebühren aus dem Bereich Asset Management.

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Provisionserträge 5.640 2.102
Provisionsaufwendungen 662 68
Provisionsüberschuss 4.978 2.034

5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands

Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung und Auflösung des Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken".

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Nettoertrag des Handelsbestands 13.995 7.938
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.325 4.842
Nettoergebnis des Handelsbestands 8.670 3.096

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge werden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten sowie aus der Auflösung von Rückstellungen und periodenfremden Erträgen erzielt.

5.6 Personalaufwendungen

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Löhne und Gehälter 5.302 3.837
Soziale Abgaben 529 445
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4 3
Summe 5.835 4.285

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern.

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Raumkosten 759 494
Beiträge und Versicherung 107 125
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 143 141
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 579 966
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 1.358 945
Aufwendungen für Kommunikation 340 233
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 156 70
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 2.155 1.103
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 1.345 378
Summe 6.942 4.455

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers betrug TEUR 144. Davon entfallen TEUR 128 auf Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 9 auf Steuerberatungsleistungen und TEUR 7 auf sonstige Leistungen.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr RA Hans J. M. Manteuffel Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt

Herr Willi Müller Stellvertretender Vorsitzender Steuerberater (bis 12.08.2014)

Herr Prof. Peter Andree Stellvertretender Vorsitzender Professor TU Hamburg-Harburg (seit 12.08.2014)

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach, und nimmt seit dem 15. Januar 2015 ein Mandat als stellvertretender Aufsichtsrat der Algas Farming & Marketing GmbH, Langenfeld, wahr. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Absatz 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Yasin Sebastian Qureshi Vorsitzender Capital Markets, Corporate Development, Legal, IT, Asset Management, Sales CMB

Herr Steffen Fix Personal, Business Development

Herr Mohammad Hans Dastmaltchi Capital Markets, Trading & Sales CMB, Marketing

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann Risikocontrolling, Finanzen, Operations, Kreditbearbeitung, Compliance, Financial Controlling und interne Revision

Herr Frank Otten Commercial Banking, Treasury

Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi, Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Frank Otten sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender der Varengold Bank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG war Herr Fix bis 4. Februar 2015 als Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und wechselte mit Wirkung zum 4. Februar 2015 stattdessen in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Herr Dastmaltchi nimmt neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ein Aufsichtsratsmandat in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, wahr. Herr Dr. Fuhrmann ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, aktiv und nimmt seit dem 4. Februar 2015 ein Vorstandsmandat in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, wahr. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Bank AG ist Herr Otten zusätzlich als Chief Executive Officer (CEO) bei der Unternehmensberatung Arensburg Consult UG, Molfsee, tätig und Mitglied des Beirats der KERNenergie GmbH, Hamburg. Zudem nimmt er seit dem 15. Januar 2015 ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Algas Farming & Marketing GmbH, Langenfeld, wahr.

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 TEUR 1.490 (31.12.2013: TEUR 1.086). Sie beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich erfolgsunabhängige Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 139 (31.12.2013: TEUR 113). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 113 (31.12.2013: TEUR 91).

Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 424 (31.12.2013: TEUR 178). Diese werden mit 3,30 bis 5,00 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 30.

Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 41 (31.12.2013: TEUR 41). Diese werden mit 5,00 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 erfolgten keine Rückzahlungen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der zum 31. Dezember 2014 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 74 (31.12.2013: 57), darunter befanden sich 23 (31.12.2013: 18) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von zwölf Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Offenlegungsbericht

Die Varengold Bank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2013 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.

6.4 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2014 betragen TEUR 699 (31.12.2013: TEUR 0).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 715 (31.12.2013: TEUR 1.088) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.5 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Bank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Bank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Absatz 2 AktG ist.

Hamburg, 24. April 2015

Varengold Bank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. H. Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

LAGEBERICHT A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Die Rahmenbedingungen

Auch sechs Jahre nach der historisch bedeutsamen Lehman-Finanzkrise wuchs das grundlegende Misstrauen gegenüber dem Finanzmarkt und lässt noch heute spürbar die Vorsicht der Anleger regieren. Infolge derar tiger Krisenzeiten ist die Nachfrage nach Liquidität groß. Die Inflationsrate auf europäischer Ebene ist zunächst gesunken. Diese sinkende Inflation hat der EZB Spielraum gegeben, ihre Geldpolitik weiter zu lockern. Die Zinsen verfestigten sich auf einem Niedrigniveau und die Regulierung der Bankenbranche geriet in Bezug auf die Themen Kapital und Verschuldung stärker in den Fokus.

Das Wachstum der Weltwirtschaft lag 2014 mit 2,6 % auf Niveau des Vorjahres. Insgesamt wuchsen die führenden asiatischen Volkswirtschaften sowie die USA und verspürten einen wirtschaftlichen Aufschwung, während die Entwicklung der Eurozone nur ein geringes Wachstum aufzeigt. Ein gestiegener privater Konsum und eine nicht mehr stockend wirkende Fiskalpolitik trugen zum Wachstumstrend der beiden großen Nati onen bei. In der Eurozone dominierten im vergangenen Jahr signifikante Brandherde wie bspw. der russische Angriff auf die Ukraine im Frühjahr. Mit dem völkerrechtswidrigen Verhalten und dem brutalen Angriff auf den Osten der Ukraine hat der russische Präsident Putin dem länderübergreifenden Vertrauen in Europa ernsthaft geschadet und den Grundstein für eine aufkeimende Rezession im eigenen Land gelegt. Diese politischen Ereignisse haben die Aufmerksamkeit der Menschen kanalisiert und bremsten zwischenzeitlich die Investitionskonjunktur in Teilen Europas. Dies sorgte auch auf den Arbeitsmärkten für weitere Anspannungen und führte lediglich zu einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote. Eine positive Entwicklung zeigte uns jedoch die deutsche Konjunktur im Gesamtjahr 2014 mit Zuwachsraten von ca. 1,5 % im Vorjahresvergleich und einer im europäischen Vergleich verhältnismäßig geringen Arbeitslosenquote. Etwas geringer verlief das Wachstum in den bereits zuvor von einer Rezession geplagten Ländern Portugal und den Niederlanden. Moderat bis gehemmt verlief das Wachstum der Länder Frankreich, Österreich, Finnland und Italien. Deutlich schneller als im Durchschnitt der Eurozone wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt in Großbritannien, Polen, Tschechien, Schweden und der Schweiz.

Für die Länder Europas sanken die Renditen für Staatsanleihen und erreichten dabei außerordentlich tiefe Werte. An den Finanz- und Kapitalmärkten der aufstrebenden Volkswirtschaften kam es zum Jahresbeginn zu erheblichen Anspannungen, da Investoren im Zuge der Betrachtung von Ertrags-Risiko-Relationen ihr Kapital abgezogen haben und dadurch diverse Währungen abwerteten. Der Wechselkurs des Euro verlor gegenüber einigen Fremdwährungen an Gewicht. Besonders ausgeprägt war dieser Rückgang ab Mitte 2014 gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund. Abweichend stellte sich die Lage in Russland dar. Der Abzug von ausländischem Kapital aufgrund insbesondere politischer Konflikte führte dazu, dass die Renditen für Staats anleihen in der zweiten Jahreshälfte massiv anstiegen.

Die Geldpolitik war in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften noch immer expansiv ausgerichtet. Die EZB hat im dritten Quartal 2014 unter anderem mit den Leitzinssenkungen bis auf 0,05 % und die erstmalige Einführung eines negativen Einlagenzinssatzes für Banken mit minus 0,2 % zum Jahresultimo veranlasst.

Am Finanzmarkt standen die Banken nach wie vor zahlreichen Regulierungsvorhaben und Reformmaßnahmen gegenüber. Im Mittelpunkt dessen standen beispielsweise die Überarbeitung der Großkreditregelungen sowie die mehrfache Novellierung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk).

2. Die Geschäftsentwicklung der Varengold Bank AG

Die Varengold Bank AG hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 verstärkt in das Wachstum der Bank investiert, um eine solide Entwicklung zu erzielen. Sämtliche Geschäftsbereiche haben zu einer insgesamt zufriedenstellenden und ausbalancierten Performance der Bank beigetragen und das operative Geschäft vorangetrieben.

Die volatilen Rahmenbedingungen der weltweiten Finanzmärkte hatten erneut ihren Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der Bank und verdeutlichten den Bedarf an einem massiveren Eigenkapitalfundament. 2014 startete aus diesem Grund mit einer außerordentlichen Hauptversammlung, welche am 15. Januar 2014 in Hamburg stattfand. Auf der Hauptversammlung stimmten die vertretenen Aktionäre für eine Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlage unter Ausschluss des Bezugsrechts. Auf Basis dieser Beschlussfassung erfolgte im Mai 2014 die Platzierung von 159.571 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu einem Ausgabebetrag von 20,00 EUR je Aktie. Dies führte zu einem Mittelzufluss in Höhe von 3.191.420,00 EUR. Die Mittel aus der Aktienplatzierung flossen vollständig der Gesellschaft zu und wurden zum weiteren Ausbau vorhandener Geschäftsopportunitäten genutzt.

Am 12. August 2014 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Bank statt. Dort wurde den im vergangenen Jahr amtierenden Mitgliedern des Vorstandes mit 99,97 % Stimmenmehrheit und den Mitgliedern des Aufsichtsrats mit einer Mehrheit von 99,96 % für das Geschäftsjahr 2013 Entlastung erteilt sowie der Wahl des Abschlussprüfers NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH für das Geschäftsjahr 2014 mit einer Mehrheit von 99,99 % zugestimmt. Weiterhin wurden die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrates für eine weitere Amtszeit mit einer Stimmenmehrheit von 99,99 % zu Aufsichtsratsmitgliedern der Gesellschaft gewählt. Zudem haben die Aktionäre eine variable Vergütung für Geschäftsleiter sowie Mitarbeiter verabschiedet, die bis zu 200 % des fixen Gehalts des jeweiligen Geschäftsleiters bzw. Mitarbeiters betragen kann.

Mitte des dritten Quartals hat die Varengold erfolgreich sogenannte CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds) mit einem Gesamtnennbetrag von 5 Mio. EUR emittiert und diese vollständig bei einem Geschäftspartner platziert. Bei den ausgegebenen CoCo-Bonds handelt es sich um nachrangige Schuldverschreibungen in einer Write-Down- /Write-Up-Variante. Während europäische Großbanken die Emission derartiger Bonds schon länger für sich entdeckt haben, gehörte Varengold zunächst zu den wenigen deutschen Kreditinstituten, die dies ebenfalls umsetzen konnten.

Im vierten Quartal erwarb die Varengold Bank eine hundertprozentige Beteiligung an einer in Hongkong ansässigen Gesellschaft, welche mit ihrer vorhandenen Broker-Dealer-Lizenz als neue Tochtergesellschaft direkt in die Varengold Gruppe integriert werden konnte. Die Gesellschaft wurde bisweilen umbenannt in "Varengold Capital Securities Limited", deren Erwerb die bereits in der Vergangenheit angekündigten Expansionsvorhaben weiter untermauert.

Im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage dominierten vorrangig die Themen Ausbau und Stärkung des hausinternen Vertriebs auf dem internationalen Finanzparkett mit Fokus auf den institutionellen Kundenkreis. Monatsweise hatte dieser Bereich im vergangenen Jahr aufgrund exogener Einflüsse mit deutlich negativen Ergebnissen zu kämpfen. Auf Jahresbasis führte die vorhandene Marktvolatilität jedoch zu einer spürbar erhöhten Handelsaktivität und einer zunehmenden Anzahl an Neu-Einzahlungen im Vergleich zum Vorjahr.

Der Bereich Commercial Banking, in dem bislang zunächst der Aufbau von Geschäftsbeziehungen mit zahlreichen in- und ausländischen Unternehmenskunden im Fokus stand, entwickelte sich sehr zufriedenstellend. In der Sparte Treasury erfolgte zu Beginn des Jahres 2014 die Markteinführung kostenloser Tagesgeldkonten für Privatkunden. Nach der positiven Resonanz auf die Neueinführung dieser Produktart bei der Varengold wurden Ende des Jahres auch kostenlose Festgeldkonten eingeführt.

Der Gesamtbereich Capital Markets, welcher im November 2014 nach einer erfolgten Umstrukturierung etabliert wurde und dabei das Geschäftsfeld Asset Management beinhaltet, zeigte auf Jahresbasis eine recht verhaltene Entwicklung. Während das Geschäftsfeld Asset Management zu Beginn des Jahres zunächst nur schleppend startete, konnte dieses zur Jahresmitte jedoch einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag liefern. Einerseits stützten die gestiegenen Börsenkurse die Erträge aus der Verwaltung von Kundengeldern und setzten Akzente zur verstärkten Investition in riskantere, aber potenziell auch renditeträchtigere Anlageklassen. Andererseits sank bei zeitweise ruhigen Marktgeschehen tendenziell die Frequenz der Umschichtung von Portfolios, so dass sich die Handelsintensität und damit einhergehend das Provisionsergebnis der Bank verringerte.

Das Gesamtergebnis 2014 ist auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen. Neben den Aktivitäten in den einzelnen Geschäftsbereichen wurde das Ergebnis erneut, seit Erhalt der Lizenz zum Einlagenkreditinstitut im Herbst 2013, durch einen erheblichen Verwaltungsaufwand auf Gesamtbankebene belastet, welcher für den Ausbau der Varengold als Einlagenkreditinstitut notwendig war. Viele dieser Aufwandspositionen haben jedoch Einmal-Charakter und dienen der strategischen Neuausrichtung der Bank.

B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Vermögenslage

Im Jahr 2014 stieg die Bilanzsumme um gut das Sechsfache von 53.112 TEUR auf 353.181 TEUR. Der Anstieg der Bilanzsumme begründet sich im Wesentlichen durch das Anwachsen der festverzinslichen Wertpapiere um 153.050 TEUR. Davon sind 129.237 TEUR dem Handelsbestand zugeordnet. Daneben stiegen die Forderungen an Kreditinstitute um 62.599 TEUR sowie Fondsinvestments um 52.913 TEUR.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögen 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 82,8 % 58,0 % 24,8 %
Mittelfristige Forderungen (1 bis 5 Jahre) 2,4 % 0,5 % 1,9 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 1,6 % 0,1 % 1,5 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 0,7 % 0,5 % 0,2 %
Anlagevermögen 12,4 % 40,8 % -28,4 %
Schulden/Kapital 31.12.2014 31.12.2013 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 93,7 % 82,0 % 11,7 %
Mittelfristige Schulden (1 bis 5 Jahre) 1,4 % 0,0 % 1,4 %
Langfristige Schulden (> 5 Jahre) 1,4 % 0,0 % 1,4 %
Sonderposten 0,0 % 1,6 % -1,6 %
Eigenkapital 3,5 % 16,3 % -12,9 %

Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt – unter der Berücksichtigung der Bilanzierung aktiver latenter Steueransprüche in Höhe von 2,3 Mio. EUR (Vorjahr 2,6 Mio. EUR) – rund 3,4 % (Vorjahr rund 18 %). Der Rückgang ist der Tatsache geschuldet, dass 2014 die regulatorisch erforderliche Eigenkapitalquote auch über die neu emittierten Contingent Convertible Bonds (sog. CoCo Bonds; Nachrangdarlehen, die regulatorisch als zusätzliches, hartes Eigenkapital gewertet werden) dargestellt wird. Die Kernkapitalquote betrug 11,8 % und reduzierte sich von 23,5 % zum Jahresende 2013 wesentlich aufgrund der gestiegenen risikogewichteten Aktiva (Gesamtrisikopositionen). Die Gesamtrisikopositionen zum Jahresende 2014 betrugen 133,9 Mio. EUR.

Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (304.300 TEUR; Vorjahr 22.593 TEUR), zu denen die Gesellschaft auf Punkt 4.2.1 des Anhangs verweist, bestehen noch Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (23.531 TEUR; Vorjahr 17.600 TEUR) sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten und Geschäftspartnern (3.978 TEUR; Vorjahr 702 TEUR) und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 1.206 TEUR (Vorjahr 1.017 TEUR). 2014 hat die Gesellschaft erstmalig nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 5.000 TEUR aufgenommen. Die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) übersteigen das kurzfristig gebundene Vermögen.

Die Varengold Bank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steueransprüche gem. §274 HGB wurde Gebrauch gemacht, da die steuerliche Verlustverrechnung innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Als eine unterstützende Maßnahme zur Erzielung einer nachhaltigen Profitabilität in diesem Zeitraum wird eine Steigerung der Eigenmittel im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von ca. 3,5 Mio. EUR unterstellt.

Insgesamt werden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 57 TEUR (Vorjahr 241 TEUR) bilanziert, die jeweils über vier Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 2.356 TEUR (Vorjahr 2.857 TEUR).

Von dem Wahlrecht nach §340e (4) 3. HGB wurde Gebrauch gemacht und der Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 859 TEUR aufgelöst.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage 2014 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA)/Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Varengold Bank AG, Hamburg 2014 Vorjahr Veränderung
Kapitalflussrechnung 2014 In TEUR In TEUR In TEUR
Jahresergebnis 209,3 -3.681 3.899,9
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
928,4 1.129 -201,0
= Cash Flow nach DVFA / SG 1.137,7 -2.552 3.688,9
+/- Zuführung/Auflösung Risikovorsorge Handelsbestand 68,7 -125 193,8
+/- Zuführung/Auflösung Risikovorsorge Kreditgeschäft 249,2 0 249,2
+/- Zuführung/Auflösung Fonds für allgemeine Bankrisiken -859,5 344 -1.203,4
- Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen -144,2 0 -144,2
+/- Latente Ertragsteuern, netto 318,2 -1.757 2.075,0
= Cash Flow bereinigt um nicht liquiditätswirksamen
Aufwand/Ertrag
770,1 -4.090 4.859,3
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
0 -77 76,8
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 333,5 439 -105,3
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst.
Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
-19.517,1 -6.092 -13.425,3
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst.
Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
285.699,5 21.225 264.474,2
+/- Veränderung Netto-Handelsbestand -182.271,1 -774 -181.497,4
+/- Zunahme/Abnahme von Aktien und anderen nicht festverzinslichen
Wertpapieren
948,5 -670 1.619,0
+/- Zunahme/Abnahme der Schuldverschreibungen -23.812,2 -19.188 -4.623,8
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
2.400,0 17.600 -15.200
= Cash Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 63.781,1 12.463 51.318,2
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Anlagevermögens
66,9 92 -25,2
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -307,9 -35 -273,1
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -148,4 -314 165,9
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.004,6 -216 -1.788,6
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -2.394,0 -473 -1.921,0
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (gezeichnetes Kapital) 159,6 146 13,2
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalrücklage) 3.031,9 3.353 -320,6
+ Aufnahme nachrangiger Verbindlichkeiten 5.000,0 0,0 5.000
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 8.191,5 3.499 4.692,6
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 70.348,7 11.399 58.949,1
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 15.790,1 4.391 3.526
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 86.138,8 15.790 70.348,7
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres:
Barreserve 15.408,3 4.128 11.280,3
Forderungen an Kreditinstitute 74.261,2 11.662 69.872,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (täglich fällig) -3.530,7 0 -3.530,7
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 86.138,8 15.790,1 70.348,7

Im Jahr 2014 erhöhte sich der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit um insgesamt 51.318 TEUR auf 63.781 TEUR. Bei dem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 8.192 TEUR handelt es sich um die Ausgabe der Coco-Bonds von 5.000 TEUR im dritten Quartal 2014 sowie die Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2014. Es wurden 159.571 neue Aktien zu einem Preis je Aktie von 20,00 EUR ausgegeben. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (-2.394 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in das Finanzanlagevermögen sowie in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft 2014 einen Finanzmittelzufluss in Höhe von 70.349 TEUR. Die liquiden Mittel stiegen von 15.790 TEUR zum Jahresbeginn auf 86.139 TEUR zum Geschäftsjahresende. Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von 74.261 TEUR (Vorjahr 11.662 TEUR) Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hielt die Gesellschaft ca. 339 TEUR (Vorjahr 653 TEUR) an liquiden Mitteln bei einem Broker.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft stiegen von 312 TEUR im Jahr 2013 auf 1.995 TEUR im Jahr 2014. Diese waren wesentlich getrieben durch die Zinserträge aus den ausgereichten Darlehen im Geschäftsbereich Commercial Banking. Daneben stiegen die Zinsaufwendungen aufgrund der eingeworbenen Kundeneinlagen auf 1.361 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 634 TEUR erzielt wurde.

2014 wurden keine Erträge aus der Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (Vorjahr 12 TEUR) erzielt. Darüber hinaus wurden Zins- und Dividendenerträge aus Aktien und festverzinslichen Wertpapieren von 27 TEUR (Vorjahr 77 TEUR) erzielt.

Die Provisionserlöse stiegen um das Zweieinhalbfache von 2013 2.102 TEUR auf 5.639 TEUR im Jahr 2014. Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um das knapp Zehnfache von 68 TEUR auf 662 TEUR. Das Provisionsergebnis stieg demnach von 2.034 TEUR auf 4.978 TEUR. Es war wesentlich getrieben aus dem Geschäftsbereich Capital Markets.

Der Ertrag des Handelsbestands verzeichnete erneut einen Anstieg. Der Ertrag stieg von 7.938 TEUR im Jahr 2013 auf 13.995 TEUR im Jahr 2014. Darin enthalten sind 859 TEUR des Fonds für allgemeine Bankrisiken. Als Aufwand des Handelsbestands wird zum Geschäftsjahresende ein Wert in Höhe von 5.325 TEUR (Vorjahr 4.842 TEUR) ausgewiesen. Der Nettoertrag aus dem Handelsbestand stieg von 3.095 TEUR auf 8.670 TEUR. Bereinigt um die Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken betrug das Ergebnis aus dem Handelsbestand 7.811 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 59 TEUR auf 226 TEUR.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft stiegen um 4.037 TEUR (von 8.741 TEUR auf 12.778 TEUR). Ursächlich dafür waren insbesondere die Steigerung der Beratungs- und Prüfungskosten von 1.103 TEUR auf 2.155 TEUR, der IT-Kosten von 945 TEUR auf 1.358 TEUR sowie der Personalkosten (von 4.285 TEUR auf 5.385 TEUR). Daneben sind die übrigen Verwaltungsaufwendungen von 378 TEUR auf 1.345 TEUR gestiegen, was wesentlich mit den Vertriebskosten im Commercial Banking einhergeht.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen gingen von 978 TEUR im Vorjahr auf 762 TEUR zurück.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich wesentlich von 487 TEUR (2013) auf 2014 50 TEUR aufgrund des Wegfalls der Vorsorge für einen Rechtsstreit aus dem Jahr 2013.

In der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen, die sich von 405 TEUR (2013) auf 249 TEUR im Berichtsjahr verringerte, sind erstmalig Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 35 TEUR enthalten.

Auch die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen reduzierten sich 2014 geringfügig (von 226 TEUR auf 200 TEUR). Sie ergab sich aus einer Wertanpassung eines Fondsinvestments.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Bank AG 530 TEUR (Vorjahr: -5.434 TEUR); der Jahresüberschuss lag bei 209 TEUR (Vorjahr: -3.681 TEUR).

C. NACHTRAGSBERICHT

Mit Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Varengold Bank AG vom 20. Januar 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats von 1.771.405,00 EUR gegen Bareinlagen auf bis zu 1.948.368,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 176.963 neuen auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit anteiligem Betrag des Grundkapitals von jeweils 1,00 EUR zu erhöhen. Die neuen Aktien sind ab dem 1. Januar 2016 gewinnberechtigt. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre wird ausgeschlossen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere die Auswahl des Zeichners beziehungsweise der Zeichner und die Bedingungen für die Ausgabe der Aktien, festzulegen. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates Gebrauch gemacht und 176.963 Aktien zu einem Ausgabekurs von 20,00 EUR je Aktie bei einem internationalen Investor platziert. Die Eintragung der Kapitalerhöhung erfolgte am 20. April 2015. Mit den neuen Mitteln sollen vorrangig die Produktportfolios der Geschäftsfelder Capital Markets und Commercial Banking weiter ausgebaut werden.

Im Februar 2015 hat die Varengold Bank AG die vorhandene Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen von 49 % auf 100 % erhöht. Die Bank möchte damit die neue Tochtergesellschaft auf Basis der bereits eng verzahnten Geschäftsbeziehung auch aus operationeller Sicht näher an sich binden.

Im Dezember 2014 hat die Varengold Bank AG einen Antrag zur Erlaubnis einer Finanzholding-Gesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im Sinne der Artikel 7 und 8 CRR gestellt. Die Entscheidung seitens der Aufsichtsbehörde steht derzeit noch aus.

Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung ein.

D. PROGNOSEBERICHT

Insgesamt blicken wir den sich aktuell am Markt entwickelnden Rahmenbedingungen mit verhaltener Zuversicht für das Jahr 2015 entgegen und gehen von geringen Wachstumsraten aus, ohne dabei die regionalen Unterschiede der Finanz- und Kapitalmärkte außer Acht zu lassen.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft wird auch noch in den Jahren 2015 und 2016 einer Vielzahl von Belastungs- und Unsicherheitsfaktoren ausgesetzt sein. Die globale Konjunktur hat jedoch durchaus Potenzial, einen weiteren Aufschwung zu verzeichnen. In Großbritannien und den USA zeigt der Konjunkturpfeil bereits nach oben und dieses Bild dürfte ohne schwerwiegende Zwischenfälle erhalten bleiben. In Deutschland erwarten wir ein leichtes Wachstum, welches durch Einführung des Mindestlohns und die "Rente mit 63" belastet werden könnte, wenngleich der niedrige Ölpreis und die erfolgte Abwertung des Euros auf den Dividendenmärkten wie ein Konjunkturprogramm wirken.

Das Zusammenwirken von niedrigen Zinsen in Zeiten einer sich langsam stärkenden Konjunktur lässt positive Effekte für die Finanzmärkte erwarten. Das stagnierende Niedrigzinsniveau macht jedoch eine rentable Anlage von Kundengeldern schwierig und dürfte mit einem nur schwer vorhersehbaren Risikobewusstsein der Anleger verbunden sein. Die geopolitischen Risiken erneut aufflammender Brandherde dürfen dabei nicht aus dem Auge gelassen werden, denn sie können bei Eskalation ein zeitweise durchaus fragiles Marktgeschehen mit sich ziehen.

Bei der Geldpolitik der Zentralbanken lässt sich das Einschlagen unterschiedlicher Richtungen erkennen. In den USA und Großbritannien sind erste Anhebungen der Leitzinsen erneut wahrscheinlich. Die EZB und die Bank of Japan hingegen werden vermutlich ihre expansiv ausgerichtete Geldpolitik, besonders angesichts eines geringen Inflationsdrucks, beibehalten. Die unterschiedlichen Fahrtrichtungen der Zentralbanken werden auch die Entwicklung der Wechselkurse wesentlich beeinflussen.

Für den Bankensektor wird sich die Tendenz der strengeren regulatorischen Anforderungen 2015 fortsetzen. So wird unter anderem der von der EU-Kommission erlassene Rechtsakt zur Spezifikation der allgemeinen Regelungen der CRR hinsichtlich Liquiditätsanforderungen ab dem vierten Quartal 2015 verpflichtend. Das bedeutet auch für die Varengold Bank AG eine weiterhin verstärkte Bindung von Ressourcen. Um eine fristgerechte Umsetzung der bereits avisierten Erfordernisse zu gewährleisten, hat die Gesellschaft bereits im Rahmen von Projektarbeiten begonnen, entsprechende Prozesse aufzubauen.

E. RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Bank AG.

Um die mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken zu beherrschen, wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den

Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation
  • Risikomessung
  • Risikosteuerung
  • Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Einhaltung der Risikostrategie ist bei der Varengold Bank AG das Risikocontrolling verantwortlich. Die Ergebnisse des Risikocontrollings werden der Geschäftsleitung transparent berichtet, um eine adäquate Steuerung zu ermöglichen.

Kernelemente des Risikomanagement der Varengold Bank AG sind die Risikostrategie, das Risikotragfähigkeitskonzept, das Limit-System und Überwachungsprozesse, welche auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind.

Die Geschäftsstrategie muss die wesentlichen Ziele der Varengold Bank AG für jede Geschäftsaktivität sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele bestimmen.

Die Risikostrategie schildert die Auswirkungen der Geschäftsstrategie auf die Risikosituation der Varengold Bank AG und beschreibt den Umgang mit den vorhandenen Risiken und die Fähigkeit, die Risiken zu tragen.

Jedes potenzielle zukünftige Risiko muss von Beginn an vollkommen transparent sein. Nur mit vollkommener Transparenz kann beurteilt werden, ob ein Risiko eingegangen und genehmigt werden soll. Diese Entscheidung trifft der Vorstand immer unter Berücksichtigung der Frage, ob das jeweilige Risiko angemessene Erträge bringen kann und eine Tragfähigkeit für das Risiko gegeben ist. Wird ein Risiko eingegangen, geschieht dies innerhalb festgesetzter Risikotoleranzen, die sich primär aus dem Risikotragfähigkeitspotenzial ableiten und deren Einhaltung laufend überprüft wird.

Die Varengold Bank AG verfolgt eine Wachstumsstrategie. Teil der Geschäftsstrategie der Varengold Bank AG ist es, flexibel wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten und sich permanent an sich verändernde Marktgegebenheiten anzupassen. Die Varengold Bank AG erwirtschaftet in diesem schnelllebigen Umfeld dementsprechend volatile Erträge. Daher wird die Risikotragfähigkeitsanalyse vom Risikocontrolling auf monatlicher Basis vorgenommen. Die Methodik der Analyse wird fortwährend auf Plausibilität und den neuesten Stand des regulatorischen Umfelds geprüft.

Bei der Erhebung der Risikotragfähigkeit der Varengold Bank AG wird der Going-Concern-Ansatz verfolgt. Dieser verfolgt das Ziel, den Fortbestand der Bank auch dann zu gewährleisten, wenn Verluste des gesamten Risikoprofils während des einmonatigen Betrachtungszeitraums eintreten. Ein solcher Ansatz setzt voraus, dass die Bank die dazu notwendigen Kapitalbestandteile reserviert. Zur Abdeckung möglicherweise eintretender Verluste steht dieses Kapital in der Risikotragfähigkeits-Betrachtung folglich nicht zur Verfügung, sodass es nicht Teil des Risikodeckungspotenzials sein kann.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts, die Kapitalausstattung sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Bank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein.

F. CHANCEN DER VARENGOLD BANK AG

Die Stärkung der Kapitalbasis ist weiterhin ein wesentliches Element der Geschäftsstrategie für das Jahr 2015. Auch die zukünftigen Kapitalmaßnahmen zur Stabilisierung des Bank-Fundaments werden sich wie bereits in der Vergangenheit an institutionelle Investoren richten, welche Opportunitäten in einer potenziellen Zusammenarbeit erkennen.

Die Bank agiert in einem sehr lebhaften und stets von makroökonomischen Rahmenbedingungen geprägten Marktgeschehen, in dem sich fortwährend neue Möglichkeiten ergeben, so dass die persönliche Stärke des Unternehmens in Form von Flexibilität zum Tragen kommt. In diesem stetigen Prozess werden konkrete Marktchancen abgeleitet und potenzielle Vorhaben seitens des Vorstandes zusammen mit dem operativen Management abgestimmt und im Rahmen zentral gesteuerter Projektaktivitäten umgesetzt. Die Analyse des operativen Umfelds unter Berücksichtigung der bisherigen Herausforderungen und Erfolge erfordert zudem eine Betrachtung der internen Ressourcen und eine genaue Abwägung der Chancen und Risiken, um langfristige Geschäftsbeziehungen mit zufriedenen Kunden aufzubauen und dauerhaft einen Mehrwert für die Bank und deren Aktionäre zu schaffen. Die Kundenzufriedenheit soll dabei verstärkt durch eine gute Produkt- und Servicequalität gesichert werden.

Wir wollen den Wachstumskurs weiter fortsetzen und werden dafür auch 2015 entsprechende Wachstumsinvestitionen zur operativen und IT-seitigen Restrukturierung und Weiterentwicklung veranlassen. Das Leitbild der Bank soll dabei weiterhin geprägt sein von Innovation und Nachhaltigkeit bei

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der Bereitstellung maßgeschneiderter, transparenter und leistungsstarker Lösungen und Leistungen auf internationaler Basis. Unabdingbar ist dabei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Bank. Angestrebt wird dies durch die Steigerung der Kundeneinlagen im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage durch Fokussierung des Vertriebs auf institutionelle Kunden und White-Label-Partner. Die Varengold Bank zeichnet sich gegenüber seinen Marktteilnehmern wie klassischen Broker-Häusern insbesondere durch die Lizenz zum Einlagenkreditinstitut aus. Ein wesentlicher externer Einflussfaktor ist dabei die grundsätzliche Nachfrage nach Brokerage-Dienstleistungen. Im Bereich Commercial Banking soll die vorhandene Infrastruktur erweitert werden. Dies betrifft speziell den Ausbau des Akkreditiv-Geschäfts, des Lombardkredit-Geschäfts, des internationalen Zahlungsverkehrs und des Treasurys. Die Sparte Capital Markets wird sich primär auf Wertpapiergeschäfte und Investitionsvorhaben konzentrieren. Die externen Erfolgsfaktoren sind dabei im Wesentlichen die Verfügbarkeit von Marktliquidität sowie Eigen- und Fremdkapital. Im Geschäftsfeld Asset Management bleiben weiterhin alternative Investment-Lösungen, Arbitragestrategien und Strukturierungsaufträge ein Bestandteil des Produktportfolios.

Die strategische Ausrichtung zielt dabei neben dem Wachstumsvorhaben und der Kundenzufriedenheit auch auf Organisationsstabilität ab. Dafür arbeitet die Bank konsequent an der Verbesserung der vorhandenen Prozesse, um die operationellen Risiken deutlich zu minimieren. Unter anderem werden dafür technische Automatisierungen optimiert und die Kapitaldecke der Gesellschaft weiter gestärkt werden.

Die Auswirkungen sämtlicher interner und externer Faktoren auf das Gesamtergebnis 2015 sind derzeit nicht quantifizierbar und führen zu einer Unsicherheit hinsichtlich einer fest definierten Prognose. Der Vorstand erwartet derzeit gegenüber dem Berichtsjahr eine Ertragssteigerung für das laufende Jahr 2015.

Freie und Hansestadt Hamburg, im April 2015

Der Vorstand der Varengold Bank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. H. Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Frank Otten

BANK

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Berichtsperiode

01.01. – 31.12.2014 Gesamt Capital
Markets
Brokerage
Capital
Markets
Commercial
Banking
Corporate
Center
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 1.995 0 0 1.995 0
Zinsaufwendungen 1.360 0 1.224 136 0
Provisionserträge 5.639 761 3.688 1.190 0
Provisionsaufwendungen 662 0 15 647 0
Laufende Erträge aus Aktien 27 0 0 27 0
Wertpapieren und Beteiligungen 0 0 0 0 0
Nettoertrag des Handelsbestands 13.995 11.992 2.003 0 0
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.325 5.325 0 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 226 67 36 18 105
Verwaltungsaufwand 12.778 4.231 2.059 1.193 5.295
Abschreibungen 1.177 102 35 27 1.013
Sonstige betriebliche Aufwendungen 50 17 15 15 2
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
530 3.145 2.379 1.211 -6.205

Die drei Geschäftssparten Capital-Markets-Brokerage, Capital Markets und Commercial Banking erzielten im Geschäftsjahr 2014 positive Ergebnisse im Gegensatz zum Corporate Center. Durch die Erweiterung der Segmentierung um Corporate Center ergeben sich Abweichungen zum Vorjahr wesentlich bei der Zuordnung des Verwaltungsaufwands und der Abschreibungen. Corporate Center werden alle Aufwendungen zugeordnet, die die Gesamtbank betreffen, insbesondere Personalkosten und Aufwendungen von/durch Vorstände, Vorstandsassistentinnen und Aufsichtsräte. Des Weiteren werden Corporate Center die folgenden Aufwendungen zugerechnet: Aufwendungen für Kapitalmarktpflichten, Abschluss- und Prüfungskosten, Rechts- und Beratungskosten der Gesamtbank, Beratungskosten VG Holding GmbH, Spenden, Abschreibungen immaterielle und selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Abschreibungen Finanzanlagen sowie Zuschreibungen Finanzanlagevermögen. Erträge und Aufwendungen, die nicht direkt den Geschäftsbereichen zurechenbar sind, werden durch Verteilungsschlüssel verursachungsgerecht verteilt.

Der signifikante Anstieg des Gewinns in der Sparte Capital-Markets-Brokerage gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 hat eine Vielzahl von Ursachen: Zurückgegangene Provisionserträge aufgrund einer geringeren Handelstätigkeit bei gleichzeitig deutlichem Anstieg des Nettoergebnisses des Handelsbestands; deutlich geringere Verwaltungsaufwendungen durch die Zuordnung der Aufwendungen zum Corporate Center; die trotzdem hohen Verwaltungsaufwendungen sind wesentlich durch Geschäftsausbau (Niederlassung: London und Dubai) und Infrastrukturkosten (insbesondere IT) verursacht.

Die Ergebnisse der Sparte Commercial Banking entwickelten sich positiv. Die Erträge resultieren wesentlich aus Provisionserträgen aus dem Zahlungsverkehr- und Kreditgeschäft. Demgegenüber stehen hohe Provisionsaufwendungen, die einmalig bei Abschluss der Geschäfte in dieser Sparte anfallen.

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Die Erträge im Capital Markets resultieren wesentlich aus Vergütungen für die Bereitstellung von Infrastruktur und Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Das Ergebnis in dieser Sparte ist belastet durch deutlich erhöhte Verwaltungsaufwendungen durch den Geschäftsausbau in London, Dubai und Hongkong. Die Erhöhung der Verwaltungsaufwendungen ist wesentlich durch Rechts- und Beratung und Infrastrukturkosten der IT verursacht.

Das hohe negative Ergebnis des Corporate Centers ist auf hohe Rechts- und Beratungskosten und Infrastrukturkosten der Gesamtbank sowie hohe Reisekosten für den Geschäftsausbau in London und Dubai zurückzuführen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Bank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2014 und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 (Anlage 2) folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Bank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht zur Vermögenslage der Varengold Bank AG hin.

Hamburg, 24. April 2015

IMPRESSUM

Varengold Bank AG Große Elbstraße 27 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49 E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand Yasin Sebastian Qureshi (Vorsitz) Steffen Fix Mohammad H. Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann

Frank Otten

Aufsichtsrat RA Hans J.M. Manteuffel (Vorsitz) Prof. Peter Andree StB Willi Müller

Register Amtsgericht Hamburg, HRB 73684

USt-IdNr. Finanzamt Hamburg, DE247069729

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Bank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassungen der Varengold Bank AG

Die Varengold Bank AG betreibt Einlagengeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG, Kreditgeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG, die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG, Depotgeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 KWG sowie Garantiegeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 KWG. Zudem besitzt die Varengold Bank AG die Erlaubnis für die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG, Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, Anlageverwaltung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG, Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG sowie für den Eigenhandel gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG, das Eigengeschäft (§32 Abs. 1a KWG), das Factoring gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG und das Finanzierungsleasing im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG.

Einlagensicherung

Die Varengold Bank AG gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) an.

22767 Hamburg

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Bank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Bank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge erzielt. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Bank AG vorbehalten.

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