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Varengold Bank AG

Annual Report Jul 8, 2013

4534_10-k_2013-07-08_0e77e76c-29c3-47f3-92a3-c87ed2a0f907.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht -

Eckdaten der Varengold Wertpapierhandelsbank AG (HGB)

31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
Kennzahlen je Aktie in EUR in EUR in EUR
Handelsergebnis je Aktie -1,05 -0,87 -0,18
Eigenkapital je Aktie 6,04 3,67 2,37
01.01. bis 01.01. bis Veränderung
31.12.2012 31.12.2011
Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR in TEUR in TEUR
Zinsergebnis 96 103 -7
Provisionsergebnis 3.373 3.883 -510
Nettoergebnis des Handelsbestands 1.997 2.643 -646
Sonstiges betriebliches Ergebnis 8 236 -228
Erträge aus Beteiligungen/Wertpapiere 50 0 50
Verwaltungsaufwendungen 6.538 7.266 -728
Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.133 1.160 -27
Ergebnis vor Steuern -2.147 -1.561 -586
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.541 -1.162 -379
EBITDA -1.347 -631 -716
31.12.2012 31.12.2011 Veränderung
Bilanz in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen 12.575 6.826 5.749
Eigenkapital 8.858 4.896 3.962
Eigenkapitalquote in % 70,44% 71,73% -1,29%
Mitarbeiter 56 57 -1

5

    1. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 9
    1. UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE 10 12
    1. UNSERE LEISTUNGEN 13 19
  • ASSET MANAGEMENT 15 15
  • CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE 16 19
    1. DIE AKTIE DER VARENGOLD 20 21
    1. BERICHT DES AUFSICHTSRATS 22 25
    1. JAHRESABSCHLUSS (HGB) 26 59
  • GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 30 31
  • ANHANG 32 43
  • LAGEBERICHT 44 55
  • SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 56 57
  • BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS 58 59

  • BILANZ 28 29

kompensiert werden. Dies führte zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.541 TEUR (Vorjahr: -1.162 TEUR). Im Rahmen der Verwaltungsaufwendungen musste die Gesellschaft im Berichtszeitraum zudem erhebliche Sondereffekte für die im Mai 2012 durchgeführte Kapitalerhöhung sowie die Antragstellung und Vorbereitung für die Lizenz zum Einlagenkreditinstitut verbuchen.

Der Geschäftsbereich Asset Management wurde im Jahr 2012 erneut durch häufige und schnelle Trendbrüche beeinflusst. Der Dachfonds "HI Varengold CTA Hedge" musste zum Jahresultimo ein negatives Ergebnis in Höhe von -11,08 % in der Anteilklasse A und -11,76 % in der Anteilklasse B ausweisen. Aufgrund der schwindenden Nachfrage nach der Anlageklasse Managed Futures fand im Fonds eine anhaltende Verringerung des verwalteten Vermögens statt, welches die Assets under Management von 14.377 TEUR per Ende 2011 auf 4.531 TEUR sinken ließ. Auch der UCITS III-Fonds "Varengold Alternative Alpha" musste dem schwierigen Marktumfeld Tribut zollen. Der Fonds weist in der institutionellen Anteilklasse zum Ende des Jahres ein Ergebnis von -21,41 % aus. In der Anteilklasse für Privatkunden beläuft sich der Jahresverlust auf -21,50 %. Während sich das verwaltete Vermögen in der Anteilklasse I zum Ende des Jahres 2011 noch auf 23.177 TEUR belief, wies die Anteilklasse zum Jahresende 2012 keine Vermögensbestände mehr aus. In der Anteilklasse R verringerten sich die Assets under Management im Jahresverlauf von 2.346 TEUR auf 51 TEUR.

Auch die Peergroup der beiden Publikumsfonds konnte sich im Marktumfeld 2012 nicht behaupten. So weisen die konkurrierenden Produkte des "HI Varengold CTA Hedge" ein durchschnittliches

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die anhaltende turbulente wirtschaftliche Lage hatte im vergangenen Jahr auch maßgeblichen Einfluss auf das Ergebnis der Varengold Wertpapierhandelsbank AG. Während die Sparte Asset Management brachenbedingte Mittelabflüsse zu verkraften hatte, war die Ertragslage im Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage hingegen zufriedenstellend.

Im Geschäftsjahr 2012 spielten ähnliche Einflussfaktoren wie schon im vorangegangenen Jahr die entscheidende Rolle für die generelle Entwicklung der Finanz- und Kapitalmärkte: Europäische Schuldenkrise, Sorgen um die Dynamik der Weltwirtschaft sowie Stützungsmaßnahmen der großen Zentralbanken, die abermals in das Marktgeschehen eingreifen mussten, um Markteinbrüche wie im Spätsommer 2011 zu verhindern. Auch die erstmalige Herabstufung der Vereinigten Staaten verstärkte die Unruhe an den Märkten, deren Konsequenz die Entstehung von Problemen im Bankensektor und eine sukzessive Verschlechterung des Unternehmerund Konsumentenvertrauens war. Die anhaltende Unsicherheit hat sich im vergangenen Jahr auch am deutschen Aktienmarkt in einem wenig veränderten Verhalten der Anleger niedergeschlagen. Für das Jahr 2013 wird der deutschen Wirtschaft jedoch wieder eine höhere Wachstumsrate unterstellt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wird mit 0,6 % erwartet.

Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde im Jahr 2012 branchenkonform durch das volatile Kapitalmarktumfeld belastet. Dabei konnten die gesunkenen Erträge in der Sparte Asset Management insgesamt nicht durch die gestiegenen Erträge im Bereich Capital-Markets-Brokerage sowie die erzielten Kosteneinsparungen

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

Securities AG ("HBS") und erhöhte mit Wirkung zum 01. Januar 2013 die bereits vorhandene Beteiligung in Höhe von 16 % auf zunächst 71 %. Im Februar 2013 wurde diese Mehrheitsbeteiligung auf 100 % aufgestockt. Damit konnte sich die Gesellschaft die volle Vertriebskraft der HBS sichern und den eigenen hausinternen Vertrieb deutlich stärken. Die Gesellschaft partizipiert dabei zudem an den Aktivitäten der spanischen Vertriebseinheiten sowie den umfangreichen Schulungs- und Informationsprodukten der HBS. Wir sind sicher, in dieser Partnerschaft weiterhin profitabel wachsen zu können. Neben den Marktgegebenheiten hinterließen auch stra-Jahresergebnis von -20,55 % aus. Die durchschnittliche Performance der Peergroup des "Varengold Alternative Alpha" beläuft sich auf -10,21 %. Die Gesellschaft hat deshalb die strategische Entscheidung getroffen, die beiden etablierten Publikumsfonds perspektivisch im Verlauf des Jahres 2013 zu schließen. Wir werden den Markt jedoch auch zukünftig beobachten und die vorhandene Infrastruktur kurzerhand reaktivieren, sollten sich wieder entsprechend positive Geschäftsopportunitäten im Bereich von Managed Futures Publikumsfonds ergeben. Derweil bleiben u.a. Alternative Investment Lösungen für den institutionellen Kundenkreis sowie Arbitragestrategien oder Strukturierungsaufträge

tegische und personelle Veränderungen im Jahr 2012 ihre Spuren. Mit Wirkung zum 01. März 2012 wurde Herr Mohammad Hans Dastmaltchi vom Aufsichtsrat der Gesellschaft als weiteres Vorstandsmitglied berufen. Er verantwortet insbesondere den Vertrieb und das Marketing auf internationaler Basis sowie das Business Development in der Mena-Region (Middle East and North Africa). Zwei Monate später wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, bei der durch die Platzierung von 133.100 Aktien bei einem strategischen Finanzinvestor ein Mittelzufluss in Höhe von 5.503.685,00 EUR erzielt wurde. Durch die Transaktion erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft von 1.332.337 EUR auf nunmehr 1.465.437 EUR. Im August 2012 wurde schließlich Yasin Sebastian Qureshi mit Blick auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft auf dem Weg zum angestrebten Einlagenkreditinstitut einstimmig vom Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft ernannt. Bei einer insgesamt personell unveränderten Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat zudem Willi Müller im selben Monat den Vorsitz des Gremiums abgegeben. Zu seinem Nachfolger wurde RA Hans J. M. Manteuffel gewählt. ein struktureller Bestandteil dieser Sparte. Im Bereich Capital-Markets-Brokerage war die Geschäftsentwicklung insgesamt durchaus erfreulich. Die Handelsaktivität unserer Kunden war jedoch stark beeinflusst durch die Schwankungen und Unsicherheiten an den Kapital- und insbesondere an den Devisenmärkten. Dennoch erreichte das Kundenvermögen im Verlauf des vergangenen Jahres einen historischen Höchststand in der Unternehmensgeschichte. Wir streben eine Fortsetzung dieses positiven Trends durch die Anbindung weiterer ertragsstarker Kooperationspartner und das verstärkte Einwerben von Retail-Kunden durch zusätzliche Online-Marketing-Maßnahmen an. Hierzu werden auch die Angebote im Bereich von Seminaren und Webinaren weiter ausgebaut sowie das Vertriebspersonal durch zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestärkt. Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres sicherte sich die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bereits die Mehrheit an der Hanseatic Brokerhouse

Die allgemeinen Rahmenbedingungen für Wertpapierhandelsbanken, insbesondere im Bereich der Handelsaktivitäten von Privatanlegern, haben sich im Berichtszeitraum allgemein sehr verschlechtert. Der erhöhte Wettbewerbsdruck unter den verbliebenen Handelshäusern und Handelsplattformen erlaubt mittelfristig nur noch wenigen Gesellschaften in dieser Sparte einen profitablen Geschäftsbetrieb, so dass von einer weiteren Marktbereinigung auszugehen ist. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat bereits den Grundstein für die Zukunft gelegt und strebt derzeit eine Lizenz zum Einlagenkreditinstitut an. Diese wird der Gesellschaft ermöglichen, insbesondere den Bereich Capital-Markets-Brokerage deutlich auszubauen und zusätzliche diversifizierte Erträge aus dem Kundeneinlagen- und Kreditgeschäft zu erwirtschaften. Vor dem Hintergrund der geplanten Erteilung der angestrebten Lizenzerweiterung wurden mit Wirkung zum 15. April 2013 Dr. Bernhard Fuhrmann und Friedrich Verspohl als zusätzliche Mitglieder des Vorstandes ernannt. Friedrich Verspohl wird das Firmen- und Privatkundenkreditgeschäft verantworten; Dr. Bernhard Fuhrmann bekleidet die Funktionen des Chief Risk Officers (CRO) sowie des Chief Financial Officers (CFO).

Des Weiteren wurden Neuinvestitionen insbesondere zur Verbesserung der Abwicklungssys-

Hamburg, im Juni 2013

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Friedrich Verspohl

teme mit Bestands- und Neukunden sowie bei den bestehenden IT-Systemen vorgenommen. Mit umfassenden strukturellen Veränderungen, die eine konsequente organisatorische Ausrichtung hinsichtlich Kundenbedürfnissen und effizienter Abwicklung zum Ziel haben, wurden die Weichen für eine zukünftig verstärkte Marktpenetration gestellt. Die skizzierten Aufwendungen sollen mittel- bis langfristig die gewünschten Impulse liefern. Trotz der unter dem Strich nicht vollumfänglich zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im Jahr 2012, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Die eingeleiteten Maßnahmen auf dem Weg zum Einlagenkreditinstitut und die damit einhergehende Ausweitung unseres Produktportfolios auf nationaler und internationaler Basis entfachen auch weiterhin die unternehmerische Leidenschaft in uns. Signifikante Schritte in Richtung Wachstum sind getan.

Wir danken unseren Kunden, Kooperationspartnern und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen. Besonders möchten wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre außergewöhnliche Leistung im vergangenen Geschäftsjahr bedanken. Mit ihrem Einsatz und ihrer Motivation in nicht immer einfachen Kapitalmarktzeiten sind sie die Basis zukünftigen Erfolgs.

Managed Futures-Manager erreichen. Sehr schnell erkannten sie den Nutzen der Diversifikation über verschiedene Handelsstrategien hinweg: Sie integrierten zum eigenen Handelsansatz komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofil führten. Der Geschäftsbereich Asset Management, in dem die Selektion und der Einsatz externer Managed Futures-Manager angesiedelt sind, war damit geboren und wurde auf ein solides Fundament aus langjähriger Erfahrung der Gründer gestellt. Im Verlauf der Zeit wurde dieses Fundament durch den Einkauf von wirtschaftswissenschaftlichen und finanzmathematischen Kompetenzen umfassend und fortlaufend gestärkt. In den vergangenen 17 Jahren baute die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die den Vorständen größten Teils – vorwiegend durch Besuche vor Ort – persönlich bekannt sind.

Im Jahr 1999 erfolgte die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft. Vier Jahre später erhielt Varengold dann schließlich die Lizenz als Wertpapierhandelsbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG).

PIONIERE MIT MANAGED FUTURES-PLATT-FORM: DIE ENTSTEHUNG DES GESCHÄFTSBE-REICHS CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

Bereits im Entwicklungsstadium des Geschäftsbereichs Asset Management wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Stilintegrität und der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager sichtbar wurden.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist eine deutsche Investmentbank mit einem nunmehr 17-jährigen Fokus auf die beiden Kerngeschäftsfelder Asset Management und Capital-Markets-Brokerage. Das Unternehmen wurde im Jahr 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi zunächst in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Die beiden heutigen Vorstände spezialisierten sich während ihres Studiums bei verschiedenen Asset Managern auf Managed Futures-Strategien in Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten.

MANAGED FUTURES UND ALTERNATIVE INVESTMENTS ALS KERNKOMPETENZ IM BEREICH ASSET MANAGEMENT

Zur Abbildung und Umsetzung der geplanten Strategien wählten die beiden Gründer das derivative Finanzinstrument des Futures, da dieser

  • sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen partizipieren kann
  • aufgrund der Börsennotierung in Echtzeit exakt und objektiv bewertbar sowie ausfallsicher ist
  • eine hohe Liquidität durch die Börse garantiert
  • in allen börsengehandelten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen) verfügbar ist
  • extrem kosteneffizient aufgrund sehr geringer Transaktionskosten im Verhältnis zum Handelsvolumen ist

Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi setzten zunächst eigenentwickelte Handelsstrategien, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten, als Single-Ansatz sehr erfolgreich um und konnten damit Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für

UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE

und generiert somit auch für andere Banken, Hedgefonds und Broker einen signifikanten Mehrwert.

REGULATORISCHE SICHERHEIT DURCH DEUTSCHES SETUP: DIE VARENGOLD INVESTMENTAKTIENGESELLSCHAFT MIT TEILGESELLSCHAFTSVERMÖGEN

Zu Beginn des Jahres 2010 erfolgte die bereits im Vorjahr geplante Gründung der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, so dass diese ihr operatives Geschäft aufnahm und zu einem zusätzlichen und neuartigen Teil der Produktpalette im Bereich Asset Management wurde. Dabei handelt es sich um eine nach deutschem Investmentgesetz gegründete Aktiengesellschaft. Mittels dieser Investmentaktiengesellschaft wurde eine Managed Futures-Plattform aufgebaut, durch die sowohl externe Managed Futures-Manager als auch Zielfondsmanager des HI Varengold CTA Hedge abgewickelt und dadurch höhere Erträge generiert

Dazu nutzte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG frühzeitig die Möglichkeiten des Internets und stellte als Vorreiter von Finanzinnovationen eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage wurde etabliert und zog weitere Kunden an. Unter diesen waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Heute nutzen rund 12.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich über 15 Mrd. Euro die Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und Contracts for Differences (CFDs).

werden können. INTERNATIONALISIERUNG, FÖRDERUNG DER NACHWUCHSKOMPETENZ UND STRATE-GISCHE AUSRICHTUNG FÜR DIE ZUKUNFT. Heute beschäftigt die Investmentbank rund 60 Mitarbeiter und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Hamburg ein Repräsentanz-Office in Dubai. Im Jahr 2012 hat der Aufsichtsrat der Varengold Wertpapierhandelsbank AG Mohammad Hans Dastmaltchi nach erfolgter Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Vorstand der Gesellschaft berufen. Er führt nunmehr die Geschäfte zusammen mit den beiden bisherigen Vorständen und verantwortet dabei insbesondere den Vertrieb und das Marketing für den Bereich Capital-Markets-Brokerage. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Bank Im Jahr 2007 stellte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG erstmals mit dem Ausbau der Internetpräsenz Varengold Bank FX eine Plattform zur Verfügung, die professionellen, privaten und institutionellen Händlern die Möglichkeit bietet, am weltweiten FX-Handel teilzunehmen und davon zu profitieren. Darüber hinaus wird Kunden die einzigartige Möglichkeit geboten, neben verschiedensten Währungspaaren eine breite Palette an internationalen CFDs zu handeln und dies vereint auf einer einzigen Handelsplattform – der weltweit meist verwendeten Handelssoftware MetaTrader4. Im Bereich Brokerage nimmt die Varengold mit Hilfe dieser produkttechnischen Einzigartigkeit weltweit eine Pionierstellung ein. Neben dem sich kontinuierlich ausbauenden Produktangebot im Endkundensegment, ermöglicht die Bank institutionellen Partnern über maßgeschneiderte Lösungen einen direkten Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten

FOREX- UND CFD-HANDEL MIT DER VARENGOLD BANK FX

auf dem Weg zum angestrebten Einlagenkreditins titut wurde der Gründer Yasin Sebastian Qureshi im August 2012 mit einem einstimmigen Votum vom Aufsichtsrat schließlich zum Vorstandsvorsitzenden der Varengold ernannt. Ferner erweiterten am 15. April 2013 Dr. Bernhard Fuhrmann und Friedrich Verspohl den Vorstand der Varengold. Seitdem bekleidet Dr. Bernhard Fuhrmann die Funktionen des Chief Risk Officers (CRO) sowie des Chief Finan cial Officers (CFO); Friedrich Verspohl verantwortet das Firmen- und Privatkundenkreditgeschäft.

Die Kernkompetenzen der Varengold Wertpapier handelsbank AG liegen in der Bereitstellung von erstklassigen Brokerage-Dienstleistungen sowie der Betreuung individueller Mandate im Bereich Asset Management. In beiden Bereichen profi tieren die Kunden der Varengold von der Flexibilität eines spezialisierten Institutes sowie der Sicherheit, Qualität und Zuverlässigkeit einer deutschen Bank. Als oberstes Ziel für die Zukunft steht der Ausbau der Produkt- und Servicedienstleistungen, um eine Kundenzufriedenheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten und weitere Kundenpotentiale zu erschließen.

Die ersten Managed Futures-Manager wendeten recht einfache, klassische, technische Handelsmuster an, wie beispielsweise Schulter-Kopf-Schulter, Unter stützung, Widerstand und Ausbruch. In den 80er Jahren wurden die nach Schildkröten in Singapur benannten Turtle Trader bekannt. Richard Dennis und William Eckhard, zwei amerikanische Rohstoff händler führten Seminare durch, in denen sie erfolg reiches Handeln nach der Turtle Trader Methode lehrten. Ende der 80er Jahre begann das Zeitalter des Computers, welcher zur Analyse historischer Marktpreise eingesetzt wurde, um sodann Handels signale mittels Algorithmen zu erzeugen.

Dank neuer Analysesoftware wurden in den 90er Jahren eine Vielzahl technischer Indikatoren entwickelt und vielen Menschen zugänglich gemacht (Momentum, exponentiell gleitender Durchschnitt, MACD etc.) Die technologische Entwicklung ermöglichte zudem die Verarbei -

Seit dem Jahrtausendwechsel schenken Wissen schaftler aus verschiedensten Disziplinen systema tischen Managed Futures-Strategien ihre Aufmerk samkeit. Wissen über die Psychologie der Märkte, neuronale Netze und selbstlernende Algorithmen hielten Einzug in die Handelssysteme, was zum anhaltenden Erfolg und zu einem hohen Entwick lungsstand der Managed Futures-Strategien beiträgt.

MANAGED FUTURES – SICHERHEIT DURCH ERFAHRUNG

tung von vielen Daten in kürzester Zeit, so dass auch die Märkte, auf die die generierten Handelssignale angewandt wurden, zunahmen. Diversi fikation nach Markowitz ist somit nicht nur in einem Portfolio aus unterschiedlichen Managed Futures-Managern möglich, sondern findet bereits in den Strategien der einzelnen Managed Futures-Manager statt. Erkennen von Trends in den Märkten. Sein regel basierter Handelsansatz ermöglichte erstmals die systematische Investition in Rohstoffe über Termin kontrakte, zu denen die sogenannten Futures und Optionen gehören. 1965 boten Dunn & Hargitt sodann das erste computergestützte Handelsmo dell an, welches über eine Verwaltervollmacht auf den Konten der Investoren umgesetzt wurde. Der "Managed Account" war geboren.

Managed Futures sind Anlageprodukte auf Basis von standardisierten, meist börsengehandelten Kontrakten, insbesondere Futures und Optionen, die aktiv von Managed Futures-Managern gehandelt werden. Managed Futures werden zur Gruppe der systematisch quantitativen Hedgefonds gezählt, da Managed Futures-Manager meist über computerge nerierte Kauf- oder Verkaufssignale aktiv am Markt agieren.

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Der erste Managed Futures-Fonds wurde 1949 von dem amerikani schen Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian aufge legt. Ursprünglich erwarb er seine Kenntnisse im Wertpapiergeschäft, aber angeregt durch den Börsen crash 1929 spezialisierte er sich auf die technische Analyse, also das

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Einen Boom erlebt die Branche seit den 1970er Jahren, als an den Terminbörsen neben Rohstoff kontrakten auch zunehmend Finanzkontrakte auf Zinsen, Währungen und Aktienindizes verfügbar wurden und somit nahezu jeder Finanzmarkt auch in Form von Futures und Optionen gehandelt werden konnte.

Managed Futures: sicher, transparent und liquide

UNSERE LEISTUNGEN

Prämierter deutscher Managed Futures Dachfonds 2007, 2008, 2009 & 2012 - HI Varengold CTA Hedge

Springer Finanzen Verlag 2007, 2008 & 2012

I.B.C. Consulting for Institutional Banks 2007, 2008 & 2009

Grundbausteine sind, auf denen unsere Lösungen beruhen, haben wir bereits im Jahr 2010 die erste Deutsche Onshore Managed Account-Plattform geschaffen. Diese ermöglicht uns ein optimiertes Management unserer FoF-Mandate und bietet eine Ergänzung zu direkten Managed Accounts und Plattformen wie Lyxor, InnoCap oder Alpha Metrix. Im Jahr 2011 wurde das über die Plattform zugängliche Portfolio an Managed Futures-Managern erweitert und optimiert. Für institutionelle Kunden konnte darüber hinaus durch ein verbessertes und detailliertes Risikomanagement die Transparenz und Qualität der Reportings verbessert werden. Gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und unsicherer Risikoprämien können marktunabhängige Renditebeiträge durch eine aktiv verwaltete Alternative Investment-Komponente einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Erreichen der Anlageziele leisten. Varengold liefert Ihren Kunden einzigartige Prozess-Strukturen im Manager Research, Risk Management und der Asset Allokation. Varengold verfügt über ein Team erfahrener Investmentspezialisten im Bereich Alternativer Investments, welches eine langjährige

ASSET MANAGEMENT

Expertise und beachtliche Anlageerfolge vorzuweisen hat.

Institutionelle Kunden profitieren unter anderem von dem etablierten Research-Netzwerk und dem einzigartigen Investmentprozess der Varengold. Durch das selbstständige Betreiben eines eigenen quantitativen Handelssystems in seinen Anfangszeiten, schaffte die Varengold einen einzigartigen Mehrwert durch ihr Know-how bei zu prüfenden Handelssystemen. Dies ermöglicht bei der Manager Selektion "hinter die Kulissen" zu schauen und diese zu optimieren. Ausgehend von einem klar definierten, individuell abgestimmten Mandatsprofil, führt der Weg von einem umfassenden Marktüberblick, über die Ableitung der Long- und Shortlist bis hin zum Beauty Contest. Dabei fließen sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien in das für den Kunden jederzeit transparente Bewertungsverfahren ein. Dank des modularen Aufbaus lässt sich für jede Anforderung institutioneller Investoren eine maßgeschneiderte Lösung erarbeiten. Von deren Entwicklung über deren Umsetzung bis zur fortlaufenden Risikosteuerung und -Kontrolle liefert Varengold das passende Setup.

Da Sicherheit, Transparenz und Liquidität seit jeher

CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

FOREX IST EINZIGARTIG IN DER INVESTMENTWELT, DA EIN HANDEL RUND UM DIE UHR SOWIE GLOBAL MÖGLICH IST UND DAMIT EIN ENORMES WACHSTUMSPOTENTIAL HAT. IM GEGENSATZ ZU ANDEREN ANLAGEKLASSEN IST EIN WARTEN AUF DEN NÄCHSTEN HANDELSTAG NICHT ERFORDERLICH, UM EINE GUTE MARKTLAGE GEWINNBRINGEND NUTZEN ZU KÖNNEN. DIE VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG BIETET IHREN KUNDEN DIE NEUESTEN TECHNOLOGIEN, UM DIE POTENTIALE DES MARKTES VOLL AUSZUNUTZEN.

FOREX BEZEICHNET DEN HANDEL IN DEN WELTWEITEN DEVISENMÄRKTEN UND IST EINE DER AM SCHNELLSTEN WACHSENDEN ANLAGEKLASSEN.

Im Jahr 2007 hat die Varengold Wertpapierhandelsbank AG den Devisenhandel (Forex-Handel), der über die technologisch führende Handelsplattform Meta Trader einem globalen Publikum zugängig ist, in den Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage integriert.

Der Devisenhandel ist ursprünglich nach dem Fall des Bretton-Woods-Goldstandards im Jahre 1973 zwischen Bundesbanken entstanden und hat sich seit 1998 mit zunehmender Technologisierung seinen Weg in die Unternehmen und privaten Haushalte gebahnt. Heute ist der Devisenmarkt mit einem täglichen Umsatz von mehr als 4 Billionen US-Dollar weltweit der größte liquide Finanzmarkt, der es jedem, der einen Computer oder ein entsprechendes Mobiltelefon mit Internetverbindung besitzt, nahezu rund um die Uhr ermöglicht, verschiedene internationale Währungspaare gegeneinander zu handeln und unter Ausnutzung vorhandener Hebeleffekte hohe Renditen zu erzielen. Die Zeitlosigkeit dieses Marktes resultiert aus seiner Ortslosigkeit. Anders als bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen existiert beim Forex-Handel kein fester Börsenplatz, denn Devisen werden in einem virtuellen Netzwerk der Interbankenbeziehungen gehandelt.

was sich besonders in sehr schnellen Marktphasen mit hoher Handelsfrequenz bemerkbar macht.

Als Pionier für den Meta Trader basierten Forex- und CFD-Handel in Deutschland stellt Varengold ihren Kunden diese weltweit meistgenutzte Plattform kostenfrei zur Verfügung. Die Handelsplattform Varengold Meta Trader gehört zu den stabilsten Systemen in diesem Bereich und bietet neben der reinen Orderplatzierung viele weitere Funktionalitäten, die sie deshalb auch bei professionellen Händlern sehr beliebt macht:

Meta Trader ist eine der bekanntesten und beliebtesten Handelsplattformen, durch die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ihren Kunden Online-Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten ermöglicht. Das Besondere hierbei ist, dass die Ausführung der Transaktionen rein elektronisch erfolgt. Anders als bei anderen Anbietern in diesem Bereich springt ein manuelles Orderdesk nur bei technischen Störungen ein. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG direkt an ihre Kunden weitergeben. Zudem wird die Geschwindigkeit der Auftragsausführung erhöht, Die Software für den Varengold Meta Trader bietet die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nicht nur für den Computer, sondern auch für das Mobiltelefon an. Aktuell steht die Mobilnutzung auf dem iPhone/iPad sowie auf Android-Endgeräten zur Verfügung. Diese flexible Handelsplattform garantiert jedem Trader überall und zu jeder Zeit eine 100%-ige Kontrolle über sein Handelskonto und macht auf diese Weise den Handel mit Forex und CFDs noch effizienter. Im Bereich Capital-Markets-Brokerage wurden die Investitionstätigkeiten aus dem vorangegangenen

  • Ausführung und Buchung in Echtzeit
  • Unbegrenzte Chartanalyse-Möglichkeiten
  • Handeln mit nur einem Mausklick
  • Unterstützung verschiedener Zeitrahmen
  • Große Anzahl von technischen Indikatoren und Studien
  • Einsatz von automatischen Handelssystemen (Expert Advisor)
  • Echtzeit-Datenexport über das DDE-Protokoll
  • Internes E-Mail-System
  • Generierung von Bestätigungen
  • Abrechnungen in Echtzeit

Geschäftsjahr in den Bereichen Marketing, Produkte und Service weiter fortgeführt. So wurde der Fokus vor allem auf das ertragsstarke Endkundengeschäft gelegt, was eine sich ausweitende Kundenakquise mittels verschiedener Online-Marketing-Aktivitäten sowie der Anbahnung von langfristig ausgerichteten Kooperationen zur Folge hatte. Im Zuge dieser strategischen Geschäftsausrichtung wurden zusätzliche Maßnahmen wie die Erweiterung der Produktpalette und Servicedienstleistungen getroffen, um den durchschnittlichen Kundenlebenszyklus weiter zu verlängern. So wurden mehr Informations- und Lerninhalte auf der Webseite installiert.

Die mittel- bis langfristig ausgelegten Vorkehrungen haben sich seit dem Beginn ihrer Durchführung bereits positiv auf die Kundenbindung und die Neukundengewinnung ausgewirkt, sodass die Varengold in diesem Bereich weiter bestrebt ist, ein kosteneffizientes Wachstum bei den Kundeneinlagen und Erträgen zu erreichen.

Im Zuge des angestrebten Einlagenkreditinstituts sind bereits vorbereitende Maßnahmen getroffen worden, um auf Basis dessen weitere Dienstleistungen im Bereich Capital-Markets-Brokerage in den Vertriebskanälen Business-to-Business und Retail anbieten zu können und die bereits vorhandenen Skaleneffekte zu erhöhen.

WÄHREND TOKIO SCHLÄFT, HANDELT EUROPA – MIT VARENGOLD HANDELN SIE WELTWEIT – ZU JEDER ZEIT

Die Aktie der Varengold

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist auch nach ihrem Eintritt in den Entry Standard an der Deutschen Börse eine inhabergeführte Investmentbank geblieben. Die Aktie der Gesellschaft (WKN: 547930) ist seit dem 20. März 2007 an der Frankfurter Börse und im elektronischen Handelssystem XETRA gelistet. Zudem wird die Aktie an der Stuttgarter, Berliner und Düsseldorfer Börse gehandelt.

Wichtige Eckdaten

Aktie Varengold Wertpapierhandelsbank AG
WKN 547930
ISIN DE0005479307
Börsenkürzel VG8
Marktsegment Entry Standard
Erstnotiz 20. März 2007
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienart Stückaktien (Stammaktien) ohne Nennbetrag
Anzahl der Aktien 1.465.437 Aktien
Gesamtes Grundkapital 1.465.437 EUR
Designated Sponsor Close Brother Seydler Bank AG
Spezialist MWB Wertpapierhandelsbank AG

Aktionärsstruktur (Stand 31.12.2012)

Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA über 10 %
Yasin Sebastian Qureshi (Vorstand und Gründer) unter 10 %
Steffen Fix (Vorstand und Gründer) unter 10 %
BHFD Verwaltungsgesellschaft mbH unter 10 %
Timur Coban (Gründer) unter 10 %
Sven Meyer (Gründer) unter 10 %
Internationaler Finanzinvestor unter 10 %
Streubesitz ca. 38 %

Rahmenbedingungen und Entwicklung

Trotz erheblicher Unsicherheitsfaktoren an den weltweiten Kapitalmärkten legte der deutsche Aktienindex im Januar 2012 mit 9,5 % Wertzuwachs zunächst ein sehr gutes Monatsergebnis vor, welches sich als Start in ein hervorragendes Jahr für deutsche Aktienwerte erweisen sollte, in dem der Leitindex schließlich einen Wertzuwachs von ca. 29 % erreichte. Auch europäische Aktien legten, gemessen am EuroStoxx 50 Index, über das Gesamtjahr rund 13,8 % an Wert zu, obgleich insbesondere zur Jahresmitte Verluste aufgelaufen sind. Die europäische Gemeinschaftswährung konnte in der zweiten Jahreshälfte von den Bekenntnissen der Politik und der Europäischen Zentralbank zum Euro profitieren - über das Gesamtjahr steht eine Aufwertung gegenüber dem US-Dollar um rund 1,8 % zu Buche. Auch jenseits des Atlantiks offenbarten sich Probleme hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung sowie der Staatsfinanzen und wurden durch Maßnahmen der dortigen Zentralbank gestützt. Getrieben durch diese Unterstützung konnten auch US-amerikanische Aktienindizes zum Jahresende hin noch einmal den Kurs gen Norden fortsetzen.

Die Aktie der Varengold musste sich den schwankungsanfälligen Marktgegebenheiten stellen und verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 insgesamt einen negativen Verlauf mit kurzzeitigen Aufwärtstrends, wie bspw. nach der Durchführung der Kapitalerhöhung im Mai 2012. Der Höchstwert lag im Berichtszeitraum bei 10,5 EUR (Vorjahr: 24,8 EUR), welcher unterdessen mit einem Schlusskurs von 4,84 EUR zum Jahresultimo relativiert wurde. Das Handelsergebnis je Aktie sank im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2011 von -0,87 EUR auf -1,05 EUR zum Stichtag 31. Dezember 2012. Das Eigenkapital je Aktie stieg im Berichtszeitraum deutlich um 2,37 EUR auf 6,04 EUR (31. Dezember 2011: 3,67 EUR). Der durchschnittliche Aktienkurs hingegen sank im Vergleich zum Jahr 2011 von 16,069 EUR auf 7,539 EUR im Gesamtjahr 2012 bei einem Rückgang von 31,28 % der gehandelten Aktienanzahl in Höhe von 280.902 Stück (Vorjahr: 408.764 Stück).

Kurshistorie der Varengold Aktie (2009 - 2013)

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2012

06

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr in vier ordentlichen sowie drei außerordentlichen Sitzungen umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung des Unternehmens befasst. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen, die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht und beratend begleitet. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstandes in engem Kontakt, um strategische Optionen und aktuelle Fragen der Geschäftspolitik zu erörtern. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben nach § 90 AktG. Darüber hinaus wurden wie im Vorjahr bei leitenden Angestellten und externen Beratern vorstandsferne Erkundigungen eingeholt. Die Überwachungsziele des Aufsichtsrates wurden im Januar 2012 festgelegt.

Aufsichtsratssitzungen 2012

Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden am 24. Januar 2012, am 23. April 2012, am 18. Juni 2012 und am 25. September 2012 abgehalten. Zusätzlich haben am 23. Juli 2012, am 07. August 2012 und am 18. Dezember 2012 drei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen stattgefunden. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder.

Im Rahmen der Sitzungen hat der Vorstand dem Aufsichtsrat zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die wirtschaftliche Lage (monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie BWA und Summen-Saldenlisten), die strategische Weiterentwicklung und die Risikolage sowie das Risikomanagement unterrichtet und mit ihm hierüber beraten. Der Aufsichtsrat befasste sich darüber hinaus fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse und überzeugte sich von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme.

■ In der Sitzung am 24. Januar 2012 wurden u.a. die Regularien für die Berichterstattung an den Aufsichtsrat neu festgelegt, die Vorstände Herr Qureshi und Herr Fix erläuterten die ökonomisch schwierige Marktsituation der Gesellschaft sowie die Vorgehensweise hinsichtlich der vom Aufsichtsrat geforderten

  • Maßnahmen zur Kostenreduzierung und Ergebnisentwicklung bzw. -verbesserung.
  • men der Aufsichtsratssitzung begrüßt.

■ Am 23. April 2012 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt, in welcher u.a. die Wirtschaftsprüfer der NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH den Jahresabschluss 2011 der Varengold Wertpapierhandelsbank AG vorgestellt und erläutert haben. Vor Feststellung des Jahresabschlusses, welche per Umlaufbeschluss am 31. Mai 2012 erfolgte, wurden noch zu klärende Punkte eingehend diskutiert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Herr Dastmaltchi wurde zudem erstmalig als Vorstand im Rah-

■ Im Mittelpunkt der außerordentlichen Sitzung vom 18. Juni 2012 standen u.a. die weitere Entwicklung der Geschäftszahlen, die Umsetzung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms, eine mögliche Kapitalerhöhung sowie die Erweiterung des Vorstands durch zwei krediterfahrene Vorstände, welche von der BaFin im Rahmen der angestrebten Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut gefordert werden.

  • Am 23. Juli 2012 bekam der Aufsichtsrat schließlich ausreichend und umfassend Gelegenheit, sich einen persönlichen Eindruck von den potentiellen Kandidaten für die Erweiterung des Vorstands im Rahmen der Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut zu verschaffen. Darüber hinaus teilte der Aufsichtsrat dem Vorstand mit, dass er in einem 3-Tage-Seminar zur Fortbildung am "Exzellenz-Programm für Aufsichtsräte" der Frankfurt School of Finance/Deutsches Aktieninstitut teilnehmen werde.
  • In der Sitzung am 07. August 2012 wurden letzte Vorbereitungen hinsichtlich der ordentlichen Hauptversammlung getroffen und der Vorstand der Gesellschaft berichtete über die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie den Stand bzgl. der Antragsstellung zur Erlaubniserweiterung.
  • Am 25. September 2012 stellte der Aufsichtsrat den als Gast geladenen Herrn von Beust als potentiellen Beirat der Gesellschaft vor, welcher anschließend über seine Vita berichtete. Nachdem er die Sitzung verlassen hatte, folgten u.a. die Nachschau zur ordentlichen Hauptversammlung vom 08. August 2012 sowie der Bericht des Vorstandes über die Entwicklung der Gesellschaft und die Planungen hinsichtlich einer erneut möglichen Kapitalerhöhung.
  • Im Mittelpunkt der letzten Sitzung des Jahres am 18. Dezember 2012, die im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung stattfand, stand der Kreditfall für die Hanseatic Brokerhouse Securities AG. Für den Kreditfall wurden seitens des Vorstandes mehrere Szenarien entwickelt, so dass nach deren eingehender Darstellung die sich bietenden Alternativen diskutiert und das Vorhaben als pragmatische Lösung vom Aufsichtsrat befürwortet wurde.

Nach dem Aktiengesetz müssen Aufsichtsratsausschüsse, um beschlussfähig zu sein, zumindest über drei Mitglieder verfügen. Da der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2012 lediglich aus drei Personen bestand, wurden keine Ausschüsse gebildet.

Prüfung des Jahresabschlusses 2012 ausführlich erörtert

Unsere Abschlussprüfer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH in Hamburg haben den Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie dem Lagebericht 2012 der Gesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Beauftragung der Prüfer erfolgte entsprechend dem Votum der Hauptversammlung vom 08. August 2012 und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, wobei wir hinsichtlich der Einzelheiten der Jahresabschlussprüfung, der Prüfungsschwerpunkte und der Zusammenarbeit detaillierte Vorgaben gemacht haben.

Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung am 13. Mai 2013 ein ausführliches Gespräch mit den Abschlussprüfern über die Prüfungsergebnisse, das Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie Organisationsfragen geführt. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten Fragen. Die Vertreter des Abschlussprüfers haben insbesondere ausgeführt, dass keine Befangenheitsgründe vorliegen und keine Nichtprüfungsleistungen erbracht wurden. Die Prüfer sind ferner auf Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung eingegangen. Der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer zum Jahresabschluss 2012, der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2012 lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzaufsichtsratssitzung zur Prüfung vor. Sämtliche Berichte wurden auf der Aufsichtsratssitzung in Gegenwart des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung ohne Einwände angeschlossen.

Am 21. Mai 2013 haben wir sodann die endgültigen Fassungen des Prüfberichts, des Jahresabschlusses und des Lageberichts erhalten, die allesamt gegenüber den am 13. Mai 2013 behandelten Entwürfen keine materiellen Änderungen aufwiesen, und den geprüften, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehenen Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2012 im schriftlichen Umlaufverfahren gebilligt. Der Jahresabschluss per 31. Dezember 2012 ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

Abschließend dankt der Aufsichtsrat allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern für das in die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gesetzte Vertrauen, sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2012.

Für den Aufsichtsrat Hamburg, im Mai 2013

RA Hans J.M. Manteuffel Vorsitzender des Aufsichtsrats

BILANZ 28 – 29 LAGEBERICHT 44 – 55
A. Geschäft und Rahmenbedingungen 45 – 47
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 30 – 31 1. Die Rahmenbedingungen 45
2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 46
ANHANG 32 – 43 B. Lage der Gesellschaft 48 – 51
1. Allgemeine Angaben 32 1. Vermögenslage 48
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 32 2. Finanzlage
3. Ertragslage
49
50
3. Währungsumrechnung 34 C. Risiken 52 – 53
4. Erläuterungen zur Bilanz
4.1 Postenübergreifende Angaben
35 – 40
35
D. Chancen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 53
4.2 Postenindividuelle Angaben 36 E. Nachtragsbericht
F. Prognosebericht
54
54
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 40 – 42
5.1 Zinsergebnis 40
5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen 40
5.3 Provisionserträge/-aufwendungen 40
5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 41
5.5 Sonstige betriebliche Erträge 41
5.6 Personalaufwendungen 41
5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen
5.8 Abschlussprüferhonorar
41
42
6. Sonstige Angaben 42 – 43
6.1 Organe 42
6.2 Mitarbeiter 43
6.3 Mitgliedschaften 43
6.4 Offenlegungsbericht 43
6.5 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen 43
6.6 Ergebnisverwendung 43
6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex 43

nach Handelsgesetzbuch (HGB) zum 31. Dezember 2012

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) Kassenbestand 1.966,86 1,7 a) täglich fällig 0,00 7,9
2. Forderungen an Kreditinstitute 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) täglich fällig 4.278.004,69 760,5 a) andere Verbindlichkeiten
b) andere Forderungen 110.450,00 110,5 aa) täglich fällig 1.164.190,62 513,8
4.388.454,69 871,0
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
3. Forderungen an Kunden 2.071.136,30 1.888,1 a) begebene Schuldverschreibungen 48.384,30 48,4
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute
0,00 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR) 3b Handelsbestand 510.556,25 141,7
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 479.804,17 0,0 4. Treuhandverbindlichkeiten 17.817.195,27 12.593,7
4a Handelsbestand 2.502.447,75 1.235,3 5. Sonstige Verbindlichkeiten 898.564,03 514,7
5. Beteiligungen 221.355,12 233,7 6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 45,0
6. Treuhandvermögen 17.817.195,27 12.593,7 7. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 578.349,54 364,7
7. Immaterielle Anlagewerte
a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 193.577,50 425,6 8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 515.511,31 293,6
b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche 426.713,00 462,2 - darunter:
Rechte und Werte Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB
c) entgeltlich erworbene Konzessionen 826.181,00 992,6 221,9 TEUR (im Vorjahr: 293,6 TEUR)
1.446.471,50 1.880,4
9. Eigenkapital
8. Sachanlagen 538.872,00 382,1 a) gezeichnetes Kapital
b) Kapitalrücklage
1.465.437,00
9.170.528,50
1.332,3
3.799,9
c) Gewinnrücklagen 18.400,00 18,4
9. Sonstige Vermögensgegenstände 17.337,63 42,8 d) Bilanzgewinn -1.795.552,56 -254,1
8.858.812,94 4.896,5
10. Rechnungsabgrenzungsposten 47.625,68 39,9
11. Aktive latente Steuern 858.897,29 251,3
Summe Aktiva 30.391.564,26 19.420,0 Summe Passiva 30.391.564,26 19.420,0
Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) täglich fällig 0,00 7,9
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
aa) täglich fällig 1.164.190,62 513,8
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 48.384,30 48,4
3b Handelsbestand 510.556,25 141,7
4. Treuhandverbindlichkeiten 17.817.195,27 12.593,7
5. Sonstige Verbindlichkeiten 898.564,03 514,7
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 45,0
7. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 578.349,54 364,7
8. Fonds für allgemeine Bankrisiken 515.511,31 293,6
a) gezeichnetes Kapital 1.465.437,00 1.332,3
b) Kapitalrücklage 9.170.528,50 3.799,9
c) Gewinnrücklagen 18.400,00 18,4
d) Bilanzgewinn -1.795.552,56 -254,1
8.858.812,94 4.896,5
  1. Andere Verpflichtungen a) Unwiderrufliche Kreditzusagen 175.000,00 0,0
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 176.530,39 351,0
2. Zinsaufwendungen -80.166,08 -248,2
96.364,31 102,8
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren 15.462,00 0,0
b) Beteiligungen 34.392,48 0,0
49.854,48 0,0
4. Provisionserträge 3.449.585,65 4.074,7
5. Provisionsaufwendungen -77.095,74 -191,8
3.372.489,91 3.882,9
6. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands
a) Ertrag des Handelsbestands 7.016.938,97 6.695,8
b) Aufwand des Handelsbestands darunter
Zuführungen nach § 340e Abs. 4 HGB
221,9 TEUR (Vorjahr: 293,6 TEUR) -5.020.154,57 -4.053,0
1.996.784,40 2.642,8
7. Sonstige betriebliche Erträge 31.034,34 248,8
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.137.157,69 -3.160,1
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
- darunter: für Altersversorgung
3,4 TEUR (Vorjahr: 2,3 TEUR) -451.838,21 -462,4
-3.588.995,90 -3.622,5
b) andere Verwaltungsaufwendungen -2.948.953,41 -3.643,3
-6.537.949,31 -7.265,8
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen -911.911,78 -1.033,1
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.166,37 -13,2
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft -185.731,41 -126,6

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

    1. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen
EUR
EUR
TEUR
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Wertpapiere
-34.643,70
-0,0
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
-2.146.875,13
-1.561,4
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
608.124,57
402,4
15. Sonstige Steuern
-2.667,58
-2,8
605.456,99
399,6
16. Jahresfehlbetrag
-1.541.418,14
-1.161,8
17. Verlustvortrag/Gewinnvortrag
-254.134,42
907,7
18. Bilanzverlust
-1.795.552,56
-254,1
Geschäftsjahr Vorjahr

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr in den nachfolgenden Punkten verändert:

Im November 2012 wurden die Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand geändert. Daraus hat sich keine Auswirkung auf den Jahresfehlbetrag ergeben.

Die Vorschriften des § 340e HGB und § 340g HGB wurden per 31. Dezember 2012 und rückwirkend per 31. Dezember 2011 angewandt. Der Ausweis des Handelsbestands ab dem Geschäftsjahr 2011 hat auch Auswirkungen auf den Ausweis der Forderungen gegen Kunden. Im Einzelnen betrifft dies nachfolgende Sachverhalte: Nach § 340e Absatz 3 Satz 1 HGB werden Finanzinstrumente des Handelsbestands zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags bewertet. In dieser Position (aktivisch und passivisch) werden alle zum Stichtag offenen Handelspositionen aus dem FX- und CFD-Geschäft zu Marktwerten bewertet und erfasst. Der beizulegende Zeitwert entspricht gemäß § 255 Absatz 4 Satz 1 HGB dem Marktpreis des Finanzinstruments, da für alle FX- und CFD-Positionen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein aktiver Markt besteht. Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99%, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht. Für das Geschäftsjahr 2012 und die Vorjahresperiode wurden der Ausweis der Positionen Provisionserträge und Provisionsaufwendungen sowie Nettoertrag und Nettoaufwand des Handelsbestands geändert. Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung zu Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken". Unter den GuV-Positionen Provisionsaufwendungen und Provisionserträgen sind die Komponenten erfasst, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Handelspositionen sondern den Kundengeschäften stehen (z.B. Kontoführungsgebühren, Over Night Finanzierungsgebühren).

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB seit dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 83 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 93 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und weitere Entwicklungskosten der bereits in den Jahren 2010 und 2011 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Hierbei handelt es sich um Leverage-B (TEUR 130) und die MasterDatenbank (TEUR 20). Die Entwicklung dieser beiden Vermögensgegenstände wurde im ersten Quartal 2012 abgeschlossen. Forschungskosten sind keine angefallen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 185) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.

ANHANG Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:

Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung 193 62 131
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 427 138 289
Zwischensumme 620 200 420
Aktive latente Steuern 1.059
Summe 1.479

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.059 aus steuerlichen Verlustvorträgen und vorgenommenen Teilwertabschreibungen bei nicht dauerhafter Wertminderung gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 3.182 zur Körperschaftsteuer und TEUR 3.374 zur Gewerbesteuer in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275 % zu Grunde gelegt.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Der Risikoabschlag wird nach der Value at Risk Methode mit einem Konfidenzniveau von 99%, einer Haltedauer von einem Tag und einem Beobachtungszeitraum von 260 Tagen mit einer historischen Simulation ermittelt. Die Berechnung des Value at Risk ist identisch mit der für interne Zwecke der Risikoüberwachung gemäß MaRisk eingesetzten Methode. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Risikoabschlag in Höhe von TEUR 172,6 als Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst. (Rückwirkend zum 31. Dezember 2011 war die Berechnung des Value at Risk nicht möglich).

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertminderungen auf den niedrigeren Teilwert bewertet.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen, Mieten und Beiträge) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Betrag von TEUR 221,9 dem Sonderposten zugeführt. Er ist als Aufwand

beim "Nettoertrag des Handelsbestands" erfasst und zur besseren Lesbarkeit als "Davon-Position" ausgewiesen. Gleiches wurde für die Vorjahresperiode 2011 vorgenommen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht.

Die unwiderruflichen Kreditzusagen und die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter "Provisionserträge" sowie "Nettoertrag des Handelsbestands" und "Nettoaufwand des Handelsbestands" aufgeführten Beträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY) und Arabische Dirham (AED) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,3186 1 EUR = SFR 1,2073 1 EUR = GBP 0,8158 1 EUR = JPY 113,65 1 EUR = AED 4,8430

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2012 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

Bilanzposten 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 231 177
Forderungen an Kunden 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 152 0
Treuhandvermögen 6.355 5.522
Sonstige Vermögensgegenstände 5 0
Rechnungsabgrenzungsposten 24 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 8
Treuhandverbindlichkeiten 6.355 5.522
Sonstige Verbindlichkeiten 203 0

Wertänderungen des zum Stichtagskurs umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 2.071 1.888
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 854 40
davon gegenüber Aktionären 826 0

Bei den davon-Positionen handelt sich um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 28) und gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 826).

Sonstige Verbindlichkeiten 898 515
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126 148
davon gegenüber Aktionären 126 148

Hier sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 126) enthalten.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 4.388 871
bis drei Monate 4.388 871
Forderungen an Kunden 2.071 1.888
bis drei Monate 513 1.027
mehr als drei Monate bis ein Jahr 192 585
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 1.226 102
mehr als fünf Jahre 140 174
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 8
bis drei Monate 0 8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.164 514
bis drei Monate 1.164 514

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden

Die Forderungen und Verbindlichkeiten an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionen sowie aus Darlehensforderungen an verbundene Unternehmen bzw. Kapitalanlagegesellschaften. Die Gesellschaft verweist in diesem Zusammenhang auch auf Punkt 2 des Anhangs zu den Auswirkungen des Ausweises des Handelsbestands auf die Forderungen an Kunden.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote Buchwert Eigenkapital Ergebnis
31.12.2012 2012
% TEUR TEUR TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securi
ties AG, Hamburg
16,00 58 253 -869
Varengold Investmentaktien
gesellschaft mit
Teilgesellschaftsvermögen,
Hamburg
49,00 163 1.713*) 75**)

*) Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

**) Ergebnis zum 30. November 2012 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30.11.2012 TEUR 334. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Ansprüche geltend machen.

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.

4.2.3 BruttoAnlagenspiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2012 Zugänge
2012
TEUR
Abgänge
2012
TEUR
kumuliert
TEUR
Zugänge
2012
TEUR
Abgänge
2012
TEUR
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Aktien und andere
nicht festverzinsli
che Wertpapiere
0 502 0 22 22 0 480 0
Beteiligungen 367 0 0 145 12 0 222 234
Immaterielle Anla
gewerte
Aufwendungen für
die Ingangsetzung
und Erweiterung
des Geschäftsbe
triebs
1.642 0 0 1.449 232 0 194 426
Selbst geschaffe
ne gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte
606 150 0 329 185 0 427 462
Entgeltlich erwor
bene Konzessio
nen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte sowie
Lizenzen an sol
chen Rechten und
Werten
2.227 178 0 1.579 345 0 826 993
Sachanlagen 1.001 307 0 769 150 0 539 382
Summe 5.843 1.137 0 4.293 946 0 2.687 2.497

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Die Zugänge im Geschäftsjahr 2012 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Aufrüstung/Erneuerung der Hardware sowie Investitionen in Fonds.

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf die neuen Investitionen in Soft- und Hardware zurückzuführen.

4.2.4 Handelsbestand

Der Handelsbestand setzt sich ausschließlich aus derivativen Finanzinstrumenten zusammen.

Aktiva 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Handelsbestand Aktiva FX 1.039 774
Handelsbestand Aktiva CFD 1.636 461
Risikoabschlag -173 0
Summe 2.502 1.235
Passiva 31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Handelsbestand Passiva FX 88 94
Handelsbestand Passiva CFD 423 48
Summe 511 142

Per 31. Dezember 2012 wurde ein Risikoabschlag nach der Value-at-Risk-Methode in Höhe von TEUR 172,6 als Aufwand im Handelsergebnis nach § 340c Absatz 1 HGB erfasst. (Rückwirkend zum 31. Dezember 2011 war die Berechnung des Value at Risk nicht möglich).

4.2.5 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Arabischen Dirham, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 17.817 12.594
Summe 17.817 12.594

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 17.817 12.594
Summe 17.817 12.594

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen fast ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.

4.2.6 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10) sowie Forderungen aus gezahlten Kautionen (TEUR 7).

4.2.7 Verbriefte Verbindlichkeiten

Bei dieser Position handelt es sich um ein Bankguthaben, das in gleicher Höhe unter Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen wird.

4.2.8 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 331 (31.12.2011: TEUR 319) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 729 459
Sonstige Verbindlichkeiten 4 1
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 101 1
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 64 53
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 0 1
Summe 898 515

4.2.9 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) 198 198
Urlaubsrückstellung 43 43
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 0 43
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 35 35
Hauptversammlung 40 25
Archivierungskosten 5 6
Berufsgenossenschaft 10 7
Rückstellung für die BaFin 37 7
DATEV-Kosten 1 1
Prime Brokerage Fees 33 0
Beratungskosten 120 0
Kulanzzahlungen 56 0
Summe 578 365

4.2.10 Fonds für allgemeine Bankrisiken

Nach § 340e Absatz 4 Satz 1 HGB sind in der Bilanz dem Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB in jedem Geschäftsjahr ein Betrag, der mindestens 10 vom Hundert der Nettoerträge des Handelsbestands entspricht, zuzuführen und dort gesondert auszuweisen. Per 31. Dezember 2012 wurde ein Betrag von TEUR 221,9 dem Sonderposten zugeführt. Er ist als Aufwand beim "Nettoertrag des Handelsbestands" erfasst und zur besseren Lesbarkeit als "Davon-Position" ausgewiesen. Gleiches wurde für die Vorjahresperiode 2011 vorgenommen. Nach § 340e Absatz 4 Satz 2 Nr. 2 HGB erfolgt die Zuführung zum Sonderposten solange bis der Sonderposten eine Höhe von 50 vom Hundert des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestandes (einschließlich eines Nettoertrags des Handelsbestands des Berichtsjahres) nach Risikoabschlag erreicht.

4.2.11 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.465) ist eingeteilt in 1.465.437 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 9.171) stammt hauptsächlich (TEUR 5.371) aus der im ersten Halbjahr 2012 erfolgten Kapitalerhöhung. 133.100 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 40,35 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 666.168 (666.168 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 37 (im Vorjahr: Wechselkursverluste TEUR 111) enthalten.

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinsen von dem Broker CMC Markets UK PLC, London und Zinsen aus Termingeldern sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen. In den Zinsaufwendungen sind ausschließlich Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.

5.2 Laufende Erträge aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie aus Beteiligungen

In den Erträgen aus Aktien und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Zinserträge aus Wertpapieren enthalten.

In den Beteiligungen ist eine Dividende von der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg enthalten.

5.3 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind Gebühren aus dem Bereich Capital-Markets-Brokerage sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten. Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Verwaltungsgebühren aus dem Bereich Asset Management.

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Provisionserträge 3.450 4.075
Provisionsaufwendungen 77 192
Provisionsüberschuss 3.373 3.883

5.4 Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands

Nach § 340c Absatz 1 Satz 1 HGB fließen folgende Aufwendungen und Erträge in das Nettoergebnis des Handelsbestands ein: Bewertungsverluste und Bewertungsgewinne der Handelspositionen; Provisionsaufwendungen und Provisionserträge, die im Zusammenhang mit den Handelspositionen stehen (z.B. Aufwendungen für Vertriebspartner); Risikoabschlag; Zuführung zu Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken".

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Nettoertrag des Handelsbestands 7.017 6.696
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.020 4.053
Nettoergebnis des Handelsbestands 1.997 2.643

5.5 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.6 Personalaufwendungen

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Löhne und Gehälter 3.137 3.160
Soziale Abgaben 449 460
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3 2
Summe 3.589 3.622

5.7 Andere Verwaltungsaufwendungen

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Raumkosten 367 313
Beiträge und Versicherung 92 300
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 142 169
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 566 1.134
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 543 435
Aufwendungen für Kommunikation 155 204
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 42 91
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 907 747
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 135 250
Summe 2.949 3.643

5.8 Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 hat ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 35 TEUR erhalten.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr RA Hans J. M. Manteuffel Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt

Herr Willi Müller Stellvertretender Vorsitzender

Vereidigter Buchprüfer

Herr Prof. Peter Andree Professor TU Hamburg-Harburg

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Yasin Sebastian Qureshi Vorsitzender Trading, Legal, Personal, Asset Management, IT und Strategie

Herr Steffen Fix Business Development

Herr Mohammad Hans Dastmaltchi (seit dem 1. März 2012) Vertrieb, Marketing

Herr Dr. Bernhard Fuhrmann (seit dem 15. April 2013) Risikocontrolling, Finanzen, Backoffice, Organisation, Compliance, Financial Controlling und interne Revision

Herr Friedrich Verspohl (seit dem 15. April 2013) Privat- und Firmenkunden-Kreditgeschäft und Treasury

Herr Yasin Sebastian Qureshi und Herr Steffen Fix sind einzelvertretungsberechtigt. Herr Mohammad Hans Dastmaltchi, Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Friedrich Verspohl sind vertretungsberechtigt gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen.

Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr (bis einschließlich 13. März 2013 als Vorsitzender). Ferner ist Herr Qureshi Mitglied des Aufsichtsrats der Bettlefield AG in Gründung mit Sitz in Hamburg. Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg. Herr Dastmaltchi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig. Herr Dr. Fuhrmann ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg (seit 13. März 2013).

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 TEUR 616 (31.12.2011: TEUR 447). Sie beinhalten TEUR 510 (31.12.2011: TEUR 447) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 106 (31.12.2011: TEUR 0) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 84 (31.12.2011: TEUR 54). Darin enthalten sind Nettotätigkeitsvergütungen in Höhe von TEUR 67 (31.12.2011: TEUR 44).

Zum Abschlussstichtag bestehen Kreditforderungen gegenüber dem Vorstand in Höhe von TEUR 189 (31.12.2011: TEUR 0). Diese werden mit 5,0 bis 5,12 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 erfolgten Rückzahlungen in Höhe von TEUR 131.

Weiterhin bestehen zum Abschlussstichtag Kreditforderungen gegenüber dem Aufsichtsrat in Höhe von TEUR 21 (31.12.2011: TEUR 0). Diese werden mit 5,0 % p.a. verzinst. Im Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 erfolgten keine Rückzahlungen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der zum 31. Dezember 2012 beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 56 (31.12.2011: 57), darunter befanden sich 17 (31.12.2011: 15) Mitarbeiterinnen. Mit Ausnahme von drei Mitarbeitern sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

6.4 Offenlegungsbericht

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2011 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.

6.5 Unwiderrufliche Kreditzusagen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2012 betragen TEUR 175 (31.12.2011: TEUR 0).

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.335 (31.12.2011: TEUR 1.608) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.6 Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.796 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

Hamburg, 25. April 2013

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Friedrich Verspohl

LAGEBERICHT A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Die Rahmenbedingungen

Die Medien wurden im Geschäftsjahr 2012 weiterhin von der Krise des Euroraums mit all ihren Facetten dominiert. Die Europäische Zentralbank sorgte im Jahr 2012 bereits früh für Unterstützung und legte im Februar die zweite Runde ihrer außerordentlichen Refinanzierungstender auf, indem sie den Märkten über 500 Mrd. EUR an frischer Liquidität zu niedrigen Kosten zuführte. Europäische Geschäftsbanken nahmen diese Quelle frischen Kapitals bereitwillig an. Jedoch zeigte sich bereits wenige Wochen nach der Durchfüh rung dieser Maßnahme, dass die generelle Situation in Europa im ersten Quartal 2012 durch die Marktteil nehmer nicht als nachhaltig positiv eingeschätzt wurde. Auch die Aktienkurse setzten zum Fall an. Immer wieder dominierte die Furcht vor einer unkontrollierten Insolvenz Griechenlands das Marktgeschehen. Dieses Worst-Case-Szenario trat zwar nicht ein, dennoch mussten Anleihegläubiger Griechenlands erhebliche Verluste auf ihre Positionen hinnehmen, da es im ersten Quartal zu einem geplanten Schuldenschnitt kam, der insbesondere von institutionellen Anlegern getragen wurde. Einhergehend mit den straffen Sparpro grammen Griechenlands und der gesamten Euro-Zone kam es zu diversen inländischen Protesten gegen die Regierungen Spaniens, Italiens, Portugals und Griechenlands. Im Rahmen der Parlaments- und Regierungs wahlen in Frankreich und Griechenland äußerte sich die Unzufriedenheit der Bürger durch die Abwahl der amtierenden Regierungen.

Jenseits des Atlantiks offenbarten sich in den Vereinigten Staaten ähnliche Probleme, sowohl hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung als auch der Staatsfinanzen. Insbesondere die sogenannte Fiskalklippe, automa tisch in Kraft tretende Steuererhöhungen und Staatsausgabenkürzungen ab Januar 2013, sorgte seit Jahres mitte 2012 für mehr und mehr Aufruhr. Analog zur Europäischen Zentralbank setzte auch die US-Notenbank Federal Reserve ihren Kurs einer ultralockeren Geldpolitik fort, um die lahmende wirtschaftliche Dynamik zu beleben. Die eingeleiteten Maßnahmen sollen fortgesetzt werden, bis die Arbeitslosenquote der US-Volks wirtschaft unter die Schwelle von 6,5 % fällt, sofern keine massive Verletzung einer Inflationsobergrenze von 2,5 % eintritt.

Auch in Japan konnte die im Amt befindliche Regierung die Bürger nicht mit ihrer Krisenpolitik überzeugen. Die Volkswirtschaft des Staates befindet sich weiterhin in einer heiklen Situation, die sich durch eine Kombi nation aus negativen Inflationsraten und lahmender Wirtschaft kennzeichnet. Insbesondere die sukzessive Aufwertung der Landeswährung Yen machte es japanischen Unternehmen mit Exportfokus sehr schwer, befriedigende Geschäftszahlen zu erreichen, was sich sodann in oftmals enttäuschenden makroökonomi schen Daten niederschlug. Die Bank of Japan erhöhte zum Ende des Jahres 2012 das Volumen ihres Anleihe kaufprogrammes, welches auch schon im vorherigen Jahresverlauf diverse Male aufgestockt worden war. In den finalen Handelswochen des Jahres zeigte sich der japanische Yen in der Tat mit signifikanten Abwertungs tendenzen gegenüber US-Dollar und Euro. Für Aufsehen sorgte ebenfalls die immer deutlicher werdende Verlangsamung der chinesischen Konjunktur, die für die internationalen Kapitalmärkte einen großen Unsi cherheitsfaktor darstellte. Auch im Reich der Mitte reagierte die Zentralbank mit Lockerungen der Geldpolitik. Dabei wurden auch seitens der Zentralregierung Stützungspakete für eine positive Konjunkturentwicklung beschlossen.

Konjunktursorgen machten sich im späten Jahresverlauf auch mehr und mehr in den Euro-Kernstaaten wie Deutschland breit. Sowohl Forschungseinrichtungen als auch nationale Ämter senkten ihre Wachstumsprognosen für das Gesamtjahr 2012 wie auch das Folgejahr 2013. Dennoch konnten insbesondere deutsche Unternehmen auch noch in der zweiten Jahreshälfte mit guten Geschäftsergebnissen glänzen, obgleich sich die Ausblicke für die folgenden Monate jedoch sukzessive verschlechterten.

Die reale Binnenwirtschaft in Deutschland präsentierte sich im Jahr 2012 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Abwärtstrend der Arbeitslosenzahlen setzte sich in diesem Zeitraum erneut fort. Die Zahl der Erwerbslosen sank auf ca. 2,3 Millionen. Die Erwerbslosenquote lag damit bei 5,3 % und somit auf dem niedrigsten Stand seit 1991.

2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die konfliktreichen Rahmenbedingungen der globalen Finanzmärkte und die damit einhergehende Unsicherheit der Anleger beeinflussten im Jahr 2012 die Geschäftsaktivitäten der Varengold Wertpapierhandelsbank AG und ließen diese dem Marktumfeld entsprechend überdurchschnittlich volatil erscheinen.

Investitionen in die Bereiche Marketing und Vertrieb, die Umsetzung von Kooperationen sowie unvorhersehbare Sondereffekte erhöhten den Verwaltungsaufwand und führten zu einer Ergebnisbelastung. Die gesamte Periode war geprägt durch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen auf Gesamtbankebene. Dennoch schloss die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2012 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -1.541 TEUR (Vorjahr -1.162 TEUR) ab. Die gesunkenen Erträge im Bereich Asset Management konnten dabei insgesamt nicht durch die gestiegenen Erträge im Bereich Capital-Markets-Brokerage kompensiert werden.

In der Sparte Capital-Markets-Brokerage dominierten Optimierungsmaßnahmen die Geschäftsentwicklung. Die Ertragslage in diesem Bereich war insgesamt zufriedenstellend, so dass die erzielten wirtschaftlichen Kennzahlen als solide beschrieben werden können. Der Bestand an Kundenequity (Kundenvermögen) ist dabei maßgeblich für die Ertragslage der Gesellschaft. Diese befand sich im Jahr 2012 in der Geschichte des Unternehmens nahezu auf einem Rekordniveau. Dennoch war auch hier erkennbar, dass die Trading-Aktivität der Kunden sichtlich durch die Schwankungen an den Kapitalmärkten und natürlich insbesondere an den Devisenmärkten beeinflusst war, so dass die Sparte Capital-Markets-Brokerage monatsweise mit schwachen Erträgen zu kämpfen hatte. Exogene Einflüsse und auch Verschiebungen auf der Zeitachse im Rahmen von Kooperationsabschlüssen zählten dabei u.a. zu den Ursachen. Bezüglich der Änderung des Ausweises der Positionen Provisionserträge und Provisionsaufwendungen sowie Nettoertrag und Nettoaufwand des Handelsbestands verweist die Gesellschaft auf Punkt 2 des Anhangs. Neben den Provisionserträgen i.H.v. 2.694 TEUR (Vorjahr 1.509 TEUR) und den Zinserträgen i.H.v. 167 TEUR (Vorjahr 344 EUR) generierte die Gesellschaft in diesem Geschäftsfeld insbesondere bei den Nettoerträgen des Handelsbestands eine Steigerung auf 7.017 TEUR (Vorjahr 6.696 TEUR). Den Nettoerträgen stehen Nettoaufwendungen des Handelsbestands i.H.v. 5.020 TEUR (Vorjahr 4.053 TEUR) gegenüber. Die Zinsaufwendungen sind gegenüber den Zinserträgen geringfügiger gesunken. Der Großteil der Provisionserträge fiel mit einem Betrag von 2.694 TEUR (Vorjahr 1.509 TEUR) im Bereich Capital-Markets-Brokerage an. Provisionsaufwendungen sind nicht angefallen (Vorjahr 79 TEUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Jahr 2012 ist für das Segment Capital-Markets-Brokerage mit einem Betrag i.H.v. -972 TEUR (Vorjahr -1.903 TEUR) auszuweisen. Bereinigt um die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem geleisteten Risikoabschlag nach § 340e HGB, führt dies zu einem Ergebnis von -578 TEUR (Vorjahr -1.609 TEUR).

Die Sparte Asset Management entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 entsprechend ihres sehr herausfordernden Marktumfelds für die Anlageklasse Managed Futures. Vor diesem Hintergrund mussten die beiden Publikumsfonds der Gesellschaft Verluste hinnehmen. Der Bereich erwirtschaftete Provisionserträge i.H.v. 756 TEUR (Vorjahr 2.565 TEUR), denen Provisionsaufwendungen mit einem Betrag von 77 TEUR (Vorjahr 113 TEUR) gegenüberstanden. Das ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2012 beträgt im Segment Asset Management -503 TEUR (Vorjahr 341 TEUR).

Auch die von der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen angebotenen Managed Futures-Produkte konnten größtenteils der prekären Marktsituation nur bedingt trotzen. Zudem kam es von regulatorischer Seite zur Anforderung einer grundlegenden Umstellung der Vertragsbeziehung zwischen der Gesellschaft und den eingesetzten Investmentberatern. Da die geforderte Vertragsstruktur im internationalen Vergleich eher unüblich ist, gestaltete sich die Kommunikation der Notwendigkeit der Vertragsumstellung an die entsprechenden Managed Futures-Manager als äußerst schwierig. Dies führte zur Notwendigkeit der Auflösung diverser Teilgesellschaftsvermögen. Vor diesem Hintergrund konnte die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen nur bedingt positive Beiträge zum Ergebnis der Varengold Wertpapierhandelsbank AG leisten.

Seit Februar 2012 begrüßt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA aus Frankfurt einen neuen Großaktionär. Heliad hält seither über 10 % an der Gesellschaft. Die Aktien wurden zu rund einem Drittel direkt an der Börse gekauft. Der verbleibende Teil wurde von der – zum gleichen Unternehmensverbund gehörenden – Altira Group erworben. Im Mai 2012 wurden zudem 133.100 neue Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts bei einem internationalen Finanzinvestor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten platziert. Die Aktien wurden unter Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 03. August 2011 beschlossenen genehmigten Kapitals geschaffen. Der Ausgabepreis je Aktie betrug 41,35 EUR und führte zu einem Brutto-Mittelzufluss in Höhe von 5.503.685 EUR. Durch die Transaktion erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft von 1.332.337 EUR auf 1.465.437 EUR, eingeteilt in ebenso viele nennwertlose Stückaktien.

Am 08. August 2012 fand in Hamburg die ordentliche Hauptversammlung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG statt. Die Aktionäre haben sämtlichen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit von 99 % zugestimmt. Dazu gehörte u.a. die Änderung der Satzung der Gesellschaft für die angestrebte Erlaubniserweiterung zum Einlagenkreditinstitut sowie die Verabschiedung eines neuen Genehmigten Kapitals. Am 18. Dezember 2012 wurde zudem im Rahmen einer außerordentlichen Hauptversammlung in Hamburg seitens der Aktionäre über die Rücknahme einer zusätzlich geplanten und genehmigten Barkapitalerhöhung sowie der Neuregelung der Vergütung des Aufsichtsrates entschieden.

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B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Vermögenslage

Im Jahr 2012 stieg die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um 84,21 % von 6.826 TEUR auf 12.574 TEUR. Das Treuhandvermögen stieg um 41,47 % von 12.594 TEUR auf 17.817 TEUR. Der Anstieg der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen begründet sich durch die Erhöhung der Forderungen an Kreditinstitute auf der Aktiv-Seite und dem höheren Eigenkapital auf der Passiv-Seite.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögen 2012 2011 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 67,77 % 59,38 % 8,39 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 9,75 % 1,50% 8,25 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 1,11 % 2,55 % -1,44 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 1,76 % 3,42 % -1,66 %
Anlagevermögen 19,60 % 33,14 % -13,54 %
Kapital 2012 2011 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 25,45 % 23,97 % 1,48 %
Sonderposten 4,10 % 4,30 % -0,20 %
Eigenkapital 70,45 % 71,73 % -1,28 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 70 % (Vorjahr ca. 72 %) annähernd vollständig durch Eigenkapital finanziert. Neben den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (1.164 TEUR; Vorjahr 514 TEUR), zu denen die Gesellschaft auf die Punkte 2 und 4.2.1 des Anhangs verweist, bestehen noch sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten (899 TEUR; Vorjahr 515 TEUR), die im folgenden Monat fast vollständig überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 578 TEUR (Vorjahr 365 TEUR). Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur. Insgesamt werden Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr 426 TEUR) unter den immateriellen Vermögensgegenständen und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 427 TEUR (Vorjahr 462 TEUR) bilanziert, die jeweils über 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 1.479 TEUR (Vorjahr 1.140 TEUR). Die Preisfeststellung eines Inhaber-Zertifikates wurde ausgesetzt. Es folgte daher wie im Vorjahr ein Wertansatz von 0 EUR.

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg Vorjahr Veränderung
Kapitalflussrechnung 2012 In TEUR In TEUR
Jahresergebnis -1.541 -1.162 -379
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
946 1.033 -87
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -676 -338 -338
= Cash Flow nach DVFA / SG -467 -804
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermö
gens
0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 214 -434 648
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden,
der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
-773 186 -959
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten,
der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
989 -321 1.310
= Cash Flow aus Geschäftstätigkeit -1.036 195
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -307 -136 -171
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -328 -460 132
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts
betriebes
0 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -502 -114 -388
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -1.137 -710 -427
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 5.504 0 5.504
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von
Finanzkrediten
0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
- Auszahlungen an die Aktionäre 0 -226 226
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 5.504 -226 5.730
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 3.526 -1.972 5.498
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 865 2.837 -1.972
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 4.391 865 3.526
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres
Barreserve 2 2 0
Bankguthaben 4.389 871 3.518
Bankverbindlichkeiten -8 8
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 4.391 865 3.526
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2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2012 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

  • +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des

  • -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens

  • -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden,
  • +/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten,

  • Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts-

  • + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von

Im Jahr 2012 verringerte sich der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um insgesamt 195 TEUR auf -841 TEUR. Bei dem Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. 5.504 TEUR handelt es sich um die Kapitalerhöhung vom Mai 2012. Es wurden 133.100 neue Aktien zu einem Preis je Aktie von 41,35 EUR ausgegeben. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-1.137 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie in das Finanzanlagevermögen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft im Jahr 2012 einen Finanzmittelzufluss i.H.v. 3.526 TEUR. Die liquiden Mittel stiegen von 865 TEUR zum Jahresbeginn auf 4.391 TEUR zum Geschäftsjahresende.

Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten i.H.v. 4.388 TEUR (Vorjahr 871 TEUR) Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft ca. 179 TEUR (Vorjahr 196 TEUR) an liquiden Mitteln bei einem Broker.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im vierten Quartal 2012 erzielten Erträge aus dem Managed Futures-Dachfonds von 16 TEUR (Vorjahr 51 TEUR) enthalten.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft sanken von 351 TEUR im Jahr 2011 auf 176 TEUR im Jahr 2012. Weiterhin sanken die Zinsaufwendungen auf 80 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 96 TEUR erzielt wurde.

Im Jahr 2012 wurden Erträge aus der Beteiligung an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen von 34 TEUR (Vorjahr 0 EUR) erzielt. Weiterhin wurden Erträge aus Wertpapieren von 15 TEUR (Vorjahr 0 EUR) erzielt.

Die Provisionserlöse sanken um 15,34 % von 4.075 TEUR im Jahr 2011 auf 3.450 TEUR im Jahr 2012. Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich um 59,90 % von 192 TEUR auf 77 TEUR. Das Provisionsergebnis sank von 3.883 TEUR auf 3.373 TEUR. Die Verminderung der Provisionserlöse liegt wesentlich am Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Dieser Wegfall konnte auch durch die Steigerung der Erträge im Forex Handel nicht vollständig abgedeckt werden. Durch die Verminderung der Erträge aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen sind auch die entsprechenden Provisionsaufwendungen zu den Fonds gesunken. Der Ertrag des Handelsbestands verzeichnete erneut einen Anstieg. Dieser stieg von 6.696 TEUR im Jahr 2011 auf 7.017 TEUR im Jahr 2012. Als Aufwand des Handelsbestands wird zum Geschäftsjahresende ein Wert i.H.v. 5.020 TEUR (Vorjahr 4.053 TEUR) ausgewiesen. Der Nettoertrag aus dem Handelsbestand sank von 2.643 TEUR auf 1.997 TEUR. Bereinigt um die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken und dem geleisteten Risikoabschlag nach § 340e HGB, führt dies zu einem Ergebnis aus dem Handelsbestand von 2.391 TEUR

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 249 TEUR auf 31 TEUR. Die Gründe dafür liegen im Wesentlichen im Wegfall von weiterbelasteten Kosten an den HI Varengold CTA Hedge.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft sanken um 728 TEUR (von 7.266 TEUR auf 6.538 TEUR). Ursächlich dafür waren insbesondere die Verminderung der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von 1.134 TEUR auf 566 TEUR) und der Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von 300 TEUR auf 92 TEUR). Die Personalkosten (von 3.622 TEUR auf 3.589 TEUR), die Kfz-Kosten (von 169 TEUR auf 142 TEUR), die Aufwendungen für Kommunikation (von 204 TEUR auf 155 TEUR), die Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von 91 TEUR auf 42 TEUR) sowie die übrigen anderen Verwaltungsaufwendungen (von 250 TEUR auf 135 TEUR) führten weiterhin zu einer Senkung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Erhöht wurden diese durch die Steigerung der Raumkosten (von 313 TEUR auf 367 TEUR), der Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von 435 TEUR auf 543 TEUR) sowie der Aufwendungen für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 747 TEUR auf 907 TEUR).

In den Verwaltungsaufwendungen sind 633 TEUR enthalten, die im Zusammenhang mit dem Aufbau der als Einlagenkreditinstitut erforderlichen Infrastruktur stehen.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen sanken von 1.033 TEUR im Jahr 2011 auf 912 TEUR im Jahr 2012.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG -2.147 TEUR (Vorjahr: -1.562 TEUR), der Jahresfehlbetrag lag bei -1.541 TEUR (Vorjahr: -1.162 TEUR).

C. RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelemente der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken wendet die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem an, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und sonstige Risiken, welche unter Anderem das Reputationsrisiko, strategische Risiken und Risikokonzentrationen umfassen.

Der Vorstand ist in sämtliche risikobehaftete Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:

  • Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance Vorschriften
  • Klare Kompetenzen beim Risikomanagement
  • Funktionstrennung von Risikosteuerung und Risikocontrolling
  • Transparenz bei der Offenlegung von Risiken
  • Risikobewusstes Verhalten

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation
  • Risikomessung
  • Risikosteuerung
  • Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Innenrevision verantwortlich.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken ausschließlich verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

D. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG strebt derzeit die Erlaubnis zum Einlagenkreditinstitut an. Die Erlaubniserweiterung könnte u.a. die Bereiche Kredit-, Einlagen- und Depotgeschäft sowie Garantiegeschäft und Zahlungsdienste umfassen. Neben dem Ausbau des Produktportfolios für Bestands- und Neukunden soll auch die Erschließung potentieller Wachstumsregionen das bereits bestehende Geschäft erweitern. Der entsprechende Antrag wurde im August 2012 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eingereicht. Von Mitte November 2012 bis Februar 2013 fanden aufgrund dessen routinemäßige Prüfungen vor Ort in den Geschäftsräumen der Gesellschaft statt. Die Gesellschaft rechnet mit einer Erteilung der angestrebten Lizenz im Sommer 2013.

In der Sparte Capital-Markets-Brokerage soll die interne Handelstechnologie weiter optimiert und der Ausbau des Inhouse-Vertriebs mit einem zunehmenden Fokus auf institutionelle Kunden vorangetrieben werden. In den Bereichen der Kundengewinnung und des Marketings sollen weiterhin zielorientierte Investitionen in die Infrastruktur der Gesellschaft getätigt werden – hierzu werden bspw. die Angebote hinsichtlich Schulungen in Form von Seminaren und Webinaren weiter ausgebaut.

Die Performance im Asset Management wurde im Jahr 2012 abermals durch häufige bzw. schnelle Trendbrüche beeinflusst und das Investoreninteresse an der Anlageklasse Managed Futures ist merklich zurückgegangen. Da sich darüber hinaus auch regulatorische Rahmenbedingungen grundlegend verändert haben, hat die Gesellschaft entschieden, sich zunehmend aus dem Retail-Segment zurückzuziehen und das Asset Management neu zu strukturieren sowie zukunftsorientiert auszurichten. So wird der UCITS III-Fonds "Varengold Alternative Alpha" bis zum 30.06.2013 aufgelöst. Auch der Dachhedgefonds "HI Varengold CTA Hedge" wird perspektivisch im dritten Quartal 2013 aufgelöst werden. Dennoch bleiben u.a. innovative Alternative Investment Lösungen für den institutionellen Kundenkreis ein struktureller Bestandteil des Varengold-Produktuniversums und das Asset Management soll um einen Multi-Asset-Ansatz ergänzt werden, indem Spezialthemen wie Arbitragestrategien oder Strukturierungsaufträge dort positioniert werden.

Auf operativer Ebene konzentriert sich die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nachhaltig darauf, ihre Stärken mit einer risikobewussten Geschäftspolitik und der Möglichkeit kurzfristiger Reaktionswege auf sich verändernde Marktbedingungen im Rahmen der Effizienzsteigerung zu untermauern. Insgesamt soll die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeiten gefestigt und weniger schwankungsanfällig werden.

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E. NACHTRAGSBERICHT

Die Gesellschaft hat im Februar 2013 die bereits vorhandene Beteiligung von bislang 16 % (Stand 31.12.2012) an der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (HBS) auf 100 % erhöht. Mit Wirkung vom 15. April 2013 wurden zudem Herr Dr. Bernhard Fuhrmann und Herr Friedrich Verspohl per Aufsichtsratsbeschluss zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft berufen.

F. PROGNOSEBERICHT

Die Gesellschaft hält seit Anfang des Jahres 2013 eine Infrastruktur vor, um den regulatorischen Anforderungen an ein Einlagenkreditinstitut gerecht zu werden. Bis zur angestrebten Lizenzerteilung stehen diesen Aufwendungen keine Erträge gegenüber.

Der Vorstand geht deshalb davon aus, dass im Geschäftsjahr 2013 ein leicht negatives Ergebnis erzielt werden wird.

Freie und Hansestadt Hamburg, im April 2013

Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Friedrich Verspohl

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Berichtsperiode
01.01. – 31.12.2012
Gesamt Capital-Markets
Brokerage
Asset
Management
Privat- und
Firmenkunden
kreditgeschäft
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 176 167 9 0
Zinsaufwendungen 80 77 3 0
Provisionserträge 3.450 2.694 756 0
Provisionsaufwendungen 77 0 77 0
Laufende Erträge aus Aktien,
Wertpapieren und Beteiligungen
50 0 50 0
Nettoertrag des Handelsbestands 7.017 7.017 0 0
Nettoaufwand des Handelsbestands 5.020 5.020 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 31 31 0 0
Verwaltungsaufwand 6.538 5.019 886 633
Abschreibungen 1.132 760 332 39
Sonstige betriebliche Aufwendungen 23 4 19 0
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
-2.147 -972 -503 -672

Die Sparten Capital-Markets-Brokerage und Asset Management erzielten im Geschäftsjahr 2012 negative Ergebnisse. Trotz des Verlustes im Bereich Capital-Markets-Brokerage konnte das Ergebnis in dieser Sparte gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Der Verlust in der neuen Sparte Privat- und Firmenkundenkreditgeschäft entstand auf Grund der notwendigen Anfangsaufwendungen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt negativ aus.

Der überwiegende Teil der Erträge im Bereich Asset Management resultierte aus den Provisionserlösen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen.

Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel trug einen bedeutenden Teil zu diesem Bereich bei.

Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich unter anderem um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Nettoerträge des Handelsbestands. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Der Nettoaufwand des Handelsbestands enthält überwiegend die Kosten für Vermittler im Bereich Capital-Markets-Brokerage.

Die Verwaltungsaufwendungen in den beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital-Markets-Brokerage konnten vermindert werden. Insbesondere die Senkung der Werbe- und Reisekosten sowie der Beiträge und Versicherungen trugen zu dieser Minderung bei.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die unter den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere bzw. verbriefte Verbindlichkeiten zu bilanzierenden Inhaber-Zertifikate aufgrund ausgesetzter Preisfeststellung für die Wertpapiere, die den Inhaber-Zertifikaten zugrunde liegen, bis auf den Baranteil in Höhe von 48,4 T€ mit einem Wert von Null angesetzt wurden.

Hamburg, 26. April 2013

IMPRESSUM

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49

E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand Yasin Sebastian Qureshi (Vorsitz) Steffen Fix M. Hans Dastmaltchi Dr. Bernhard Fuhrmann Friedrich Verspohl

Aufsichtsrat RA Hans J.M. Manteuffel (Vorsitz) Willi Müller Prof. Peter Andree

Register Amtsgericht Hamburg, HR B 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlageund Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG. Zudem besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Erlaubnis für Anlageberatung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG, Anlageverwaltung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG, Finanzierungsleasing gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG, Factoring gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG sowie die Erlaubnis für Eigengeschäft gem. § 32 Abs. 1a KWG und Eigenhandel gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 4 KWG

Einlagensicherung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt. Rundungs-, Satz- oder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Alle Bezeichnungen, die ausschließlich in der männlichen Form verwendet wurden, gelten sinngemäß auch in der weiblichen Form. Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen durch Zahlungen an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt. Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die Rechte der Verbreitung, Vervielfältigung, Übersetzung, des Nachdrucks und der Wiedergabe sowie der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, sind, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, allein der Varengold Wertpapierhandelsbank AG vorbehalten.

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