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Varengold Bank AG

Annual Report Jun 23, 2012

4534_10-k_2012-06-23_f03b607b-4643-45ef-82fd-e7ba0acced58.pdf

Annual Report

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Geschäftsbericht -

Eckdaten der Varengold Wertpapierhandelsbank AG (HGB)

31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Kennzahlen je Aktie in EUR in EUR in EUR
Handelsergebnis je Aktie -0,65 1,41 -2,06
Eigenkapital je Aktie 3,90 4,72 -0,82
01.01. bis 01.01. bis Veränderung
31.12.2011 31.12.2010
Gewinn- und Verlustrechnung in TEUR in TEUR in TEUR
Zinsergebnis 103 96 7
Gebühren und Provisionsergebnis 2.199 4.927 -2.728
Ergebnis aus Finanzgeschäften 4.620 2.755 1.865
Sonstiges betriebliches Ergebnis 236 692 -456
Verwaltungsaufwendungen 7.266 5.379 1.887
Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.160 1.049 111
Ergebnis vor Steuern -1.268 2.042 -3.310
Jahresüberschuss /-fehlbetrag -868 1.875 -2.743
31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Bilanz in TEUR in TEUR in TEUR
Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen 6.171 8.066 -1.895
Eigenkapital 5.190 6.285 -1.095
Mitarbeiter 57 44 13
    1. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 8
    1. UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE 9 11
    1. UNSERE LEISTUNGEN 12 23
  • MANAGED FUTURES SICHERHEIT DURCH ERFAHRUNG 12 17
  • ASSET MANAGEMENT 18 19
  • CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE 20 23
    1. BERICHT DES AUFSICHTSRATS 24 27
    1. JAHRESABSCHLUSS (HGB) 28 57
  • BILANZ 30 31
  • GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 32 33
  • ANHANG 34 43
  • LAGEBERICHT 44 52
  • SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 54 55

■ BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS 56 – 57

7

konform durch das kritische Kapitalmarktumfeld belastet und beeinflusste beide Geschäftsbereiche gleichermaßen. Dabei waren die Charaktereigenschaften unseres sehr skalierbaren Geschäftsmodells stärker gefordert, als zu Beginn des Jahres absehbar. Der strategische Ausbau geprägt durch die Ausweitung des bestehenden Geschäfts, der Ausbau neuer Produktsegmente, die Erschließung potentieller Wachstumsregionen und die Investitionen zur Erweiterung der Wertschöpfungskette führten dabei von einem Jahresüberschuss (EBITDA) im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 2.773 TEUR zu einem Jahresverlust (EBITDA) in Höhe von -338 TEUR. Neben den umfangreichen Investitionen zur fortwährenden Optimierung der Handelsplattform und dem verstärkten Ausbau von Marketing und Vertrieb, führten zudem Aufwendungen im Rahmen von Kooperationsabschlüssen zu Ergebnisbelastungen.

Im Geschäftsbereich Asset Management waren die stabilen Wachstumstreiber die im Jahr 2010 gegründete Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen sowie erhaltene Advisory Mandate. Auch die Sparte Asset Management wurde jedoch im vergangenen Jahr durch häufige und schnelle Trendbrüche beeinflusst. Die Varengold-Publikumsfonds konnten das Geschäftsjahr 2011 in Top-Positionen ihrer jeweiligen Peergroups beenden. Dennoch fielen aufgrund der insgesamt leicht negativen Wertentwicklung keine Performance Fees an. Der Varengold Alternative Alpha I schloss unter Einbezug von Ausschüttungen das Jahr mit -0,12 % ab (Anteilklasse R: -0,93 %). Insbesondere während der massiven Einbrüche internationaler Aktienindizes konnte der Fonds seinen diversifizierenden Mehrwert unter Beweis stellen. Der HI Varengold CTA Hedge A schloss das Gesamtjahr 2011 mit einem Ergebnis von

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Varengold Wertpapierhandelsbank AG, eine deutsche Investmentbank mit Fokus auf Asset Management mit Managed Futures und Alternative Investments sowie Capital-Markets-Brokerage, blickt auf ein schwieriges Jahr 2011 zurück.

Als dominierende Thematik neben Wachstumsproblemen prägte die eindringliche Schuldenkrise das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2011. Der Druck auf die Europäische Union und den Euro wurden ein wesentlicher Belastungsfaktor. Gegenüber dem US-Dollar, dem Britischen Pfund und dem Japanischen Jen gewann der Euro im Frühjahr 2011 zunächst deutlich an Wert. Während sich der deutsche Aktienmarkt, auch gemessen am DAX, insgesamt zunächst positiv entwickelte, rückte ab Mitte des Jahres immer mehr die politische Unsicherheit um ein mögliches Auseinanderbrechen der Eurozone in den Mittelpunkt des Geschehens. Dies wirkte sich ebenso negativ auf Rohstoffpreise aus. Während einzig Gold im Rohstoffsektor einen Preisanstieg im Jahr 2011 verzeichnen konnte, entwickelten sich insbesondere Kupfer mit einem Preisrückgang in Höhe von 20 % und Weizen mit einem Jahresverlust in Höhe von knapp 30 % entgegen der Erwartungen der Experten. Immer neue Hiobsbotschaften bezüglich der Staatsfinanzen Griechenlands schwebten wie ein Damoklesschwert über den Kapitalmärkten weltweit und führten gerade bei Aktienindizes zu häufigen Kursausbrüchen. Neben dem kräftig gestiegenen Ölpreis zu Lasten der Konjunkturentwicklung in der ersten Jahreshälfte, beherrschten des Weiteren exogene Faktoren wie die Atomkatastrophe in Fukushima die globale Wirtschaftssituation.

Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde im Geschäftsjahr 2011 branchen-

BRIEF AN DIE AKTIONÄRE

(WKN: 547930) im Jahr 2011 wider. Die wirtschaftlichen Probleme prägten das Umfeld der Deutschen Börse und der Entry Standard-Unternehmen trotz zwischenzeitlich aufkeimendem Optimismus mit anhaltender Unsicherheit und Instabilität. Das Eigenkapital je Aktie sank im Berichtszeitraum vergleichsweise zum Jahr 2010 von 4,72 EUR auf 3,90 EUR während das Handelsergebnis je Aktie in diesem Zeitraum um 2,06 EUR gesunken ist. Der durchschnittliche Aktienkurs fiel im Vorjahresvergleich geringfügig von 17,978 EUR auf 16,069 EUR. Das gehandelte Volumen hingegen stieg erheblich von 272.975 Stücke im Jahr 2010 auf 408.764 Stücke im Jahr 2011. Die Entwicklungen im vergangenen Jahr waren insbesondere geprägt durch umfangreiche Investitionen in Kooperationen sowie den Ausbau von Vertrieb und Marketing. Die skizzierten Aufwendungen sollen mittel- bis langfristig die gewünschten Impulse liefern und sind dabei mit erheblichen Skaleneffekten verbunden. Die Gesellschaft hat auf die insgesamt volatilen Gegebenheiten am Kapitalmarkt zum Ende der Berichtsperiode mit Kostenreduzierung und Umstrukturierung reagiert. Trotz der unter dem Strich nicht vollumfänglich zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr, blicken wir auf Basis der derzeit erkennbaren Tendenzen zuversichtlich in die Zukunft. Die eingeleiteten Maßnahmen und die zeitweise Beruhigung des Marktumfelds haben zum Jahresauftakt 2012 erste positive Effekte gezeigt. Neben der Ausweitung unseres Produktportfolios erhoffen wir uns auch in der fortschreitenden Erschließung internationaler Kooperationen und dem Ausbau der Bankaktivitäten zusätzliche Wachstumschancen. Die konjunkturelle Grunddynamik der Weltwirtschaft ist -6,06 % ab (Anteilklasse B: -6,88 %). Insgesamt lag die Durchschnittsperformance in der Peergroup des Varengold Alternative Alpha sogar bei -4,48 % und in der Peergroup des HI Varengold CTA Hedge bei -7,82 %. Der Bereich Capital-Markets-Brokerage wurde im Geschäftsjahr 2011 geprägt von Optimierungsmaßnahmen und dem weiterführenden Ausbau zur Anbahnung und Umsetzung von Kooperationen sowie zur weiteren internationalen Vermarktung der breit gefächerten Angebotspalette. Zudem wurden abschließende Investitionen hinsichtlich der im März geschlossenen Kooperation mit der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG getätigt. Im Fokus dieser Zusammenarbeit mit Modellcharakter für weitere Kooperationen mit White Label-Services steht der Devisen-Handel. Diese Investitionen wirkten sich bereits positiv für das Jahr 2011 aus und können langfristig zu wesentlichen Ergebnisbeiträgen führen. Die Sparte Capital-Markets-Brokerage hatte jedoch insgesamt im vergangenen Jahr mit zeitweise schwachen Erträgen zu kämpfen - wenngleich der Bestand an Equity (Kundenvermögen) maßgeblich für die Ertragslage der Gesellschaft ist und sich bisweilen rückblickend auf die Geschichte des Unternehmens nahezu auf einem Rekordniveau befindet. Durch das Alleinstellungsmerkmal mit dem Status einer von der BaFin regulierten deutschen Wertpapierhandelsbank profitiert die Gesellschaft vor allem von der Gewinnung internationaler Kunden. Einen positiven Beitrag liefert an dieser Stelle das Service & Support-Center in Dubai, welches für die Region des Mittleren Ostens die Hauptverantwortung trägt. Die aufgezeigten volatilen Marktgegebenheiten spiegeln sich auch in der Entwicklung unserer Aktie

trotz des derzeit schwierigen Umfelds weiter bemerkenswert intakt, nicht zuletzt weil der Aufschwung in zunehmendem Maße von binnenwirtschaftlichen Kräften angetrieben wird. Wir werden auch im Jahr 2012 die Optimierung von Abläufen und Strukturen weiterführend vorantreiben und uns den Marktgegebenheiten entsprechend für die Interessen unserer Kunden, Aktionärinnen und Aktionäre einsetzen. Hierzu zählen beispielsweise ein umfassendes Kostenmanagement, eine zentrale Steuerung der Projektaktivitäten sowie das Personalcontrolling.

Hamburg, im Juni 2012

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi M. Hans Dastmaltchi

Wir bedanken uns bei unseren Kunden und Kooperationspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen. Insbesondere sind wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verbunden. Wir danken ihnen für ihre Initiative und Leistung. In einem schwierigen Marktumfeld und unter nicht immer leichten Bedingungen haben sie außergewöhnliches Engagement gezeigt.

verschiedene Handelsstrategien hinweg: Sie integrierten zum eigenen Handelsansatz komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofil führten. Der Geschäftsbereich Asset Management, in dem die Selektion und der Einsatz externer Managed Futures-Manager angesiedelt sind, war damit geboren und wurde auf ein solides Fundament aus langjähriger Erfahrung der Gründer gestellt. Im Verlauf der Zeit wurde dieses Fundament durch den Einkauf von wirtschaftswissenschaftlichen und finanzmathematischen Kompetenzen umfassend und fortlaufend gestärkt. In den vergangenen 16 Jahren baute die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die den Vorständen größten Teils – vorwiegend durch Besuche vor Ort – persönlich bekannt sind.

Im Jahr 1999 erfolgte die Umwandlung der Rechtsform von einer GmbH in eine Aktiengesellschaft. Vier Jahre später erhielt Varengold dann schließlich die Lizenz als Investmentbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG).

PIONIERE MIT MANAGED FUTURES-PLATT-FORM: DIE ENTSTEHUNG DES GESCHÄFTS-BEREICHS CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist eine deutsche Investmentbank mit einem nunmehr 16-jährigen Fokus auf die beiden Kerngeschäftsfelder Asset Management und Capital-Markets-Brokerage. Das Unternehmen wurde im Jahr 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi zunächst in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Die beiden heutigen Vorstände spezialisierten sich während ihres Studiums bei verschiedenen Asset Managern auf Managed Futures-Strategien in Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten. MANAGED FUTURES ALS KERNKOMPETENZ IM BEREICH ASSET MANAGEMENT Zur Abbildung und Umsetzung der geplanten Strategien wählten die beiden Gründer das derivative Finanzinstrument des Futures, da dieser

Bereits im Entwicklungsstadium des Geschäftsbereichs Asset Management wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Stilintegrität und der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager sichtbar wurden. Dazu nutzte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG frühzeitig die Möglichkeiten des Internets und Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi setzten zunächst eigenentwickelte Handelsstrategien, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten, als Single-Ansatz sehr erfolgreich um und konnten damit Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed Futures-Manager erreichen. Sehr schnell erkannten sie den Nutzen der Diversifikation über

  • sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen partizipieren kann
  • aufgrund der Börsennotierung in Echtzeit exakt und objektiv bewertbar sowie ausfallsicher ist
  • eine hohe Liquidität durch die Börse garantiert
  • in allen börsengehandelten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen) verfügbar ist
  • extrem kosteneffizient aufgrund sehr geringer Transaktionskosten im Verhältnis zum Handelsvolumen ist

UNSERE ERFOLGSGESCHICHTE

03

schen und zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Managed Futures-Dachhedgefonds. Dieser wurde 2007 gleich zwei Mal zum besten deutschen Dachfonds prämiert - weitere Auszeichnungen folgten in den Jahren 2008, 2009 und 2012

Im Bereich des Asset Managements werden nunmehr seit dem Jahr 2000 keine eigenen Managed Futures-Single-Strategien mehr eingesetzt, so dass der Investmentprozess als Dachfonds-Manager vollständig unabhängig und objektiv, d.h. frei von Konzernzwängen ist.

VARENGOLD ALTERNATIVE ALPHA: UCITS III-FONDS MIT MULTI-MANAGER-EXPOSURE

Ende des Jahres 2010 entwickelte die Gesellschaft zusätzlich zum Dachhedgefonds den risikooptimierten Varengold Alternative Alpha Index als einen innovativen Managed Futures-Index, in den der täglich liquide UCITS III-Fonds Varengold Alternative Alpha investiert. Aufgrund der hohen Transparenz, dem bewusst gewählten Standort Deutschland und der erwarteten Ertragsstabilität stellt dieses Produkt eine hohe Attraktivität für die Optimierung eines klassischen Portfolios aus Aktien, Anleihen und Renten dar.

REGULATORISCHE SICHERHEIT DURCH DEUTSCHES SETUP: DIE VARENGOLD INVESTMENTAKTIENGESELLSCHAFT MIT TEILGESELLSCHAFTSVERMÖGEN

Zu Beginn des Jahres 2010 erfolgte die bereits im Vorjahr geplante Gründung der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, so dass diese ihr operatives Geschäft aufnahm und zu einem zusätzlichen und neuartigen Teil der Produktpalette im Bereich Asset Management wurde. Dabei handelt es sich um eine nach deutschem Investmentgesetz gegründete Kapitalanlagegesellschaft (KAG) in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Mittels dieser Investmentaktiengesellschaft wurde eine

stellte als Vorreiter von Finanzinnovationen eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage wurde etabliert und zog weitere Kunden an. Unter diesen waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Heute nutzen rund 10.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich über 20 Mrd. Euro die Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und Contracts for Differences (CFDs).

FOREX HANDEL MIT DER VARENGOLD BANK FX

Im Jahr 2007 stellte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG erstmals mit dem Ausbau der Internetpräsenz Varengold Bank FX eine Plattform zur Verfügung, die professionellen, privaten und institutionellen Händlern die Möglichkeit bietet, am weltweiten FX-Handel teilzunehmen und davon zu profitieren.

Prämierter deutscher Managed Futures Dachfonds 2007, 2008, 2009 & 2012 - HI Varengold CTA Hedge

Anlagen in Managed Futures zählen zur Oberklasse der Hedgefonds. Sie durften bis zum Investmentmodernisierungsgesetz aus dem Jahr 2004 nur als Privatplatzierungen (Private Placements) angeboten werden. Daher konzentrierte sich das Asset Management der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zunächst auf Mandate von Finanzdienstleistern sowie die Konstruktion von White-Label-Fonds für Vermögensverwalter mit eigenem Kundenstamm. Gemeinsam mit der Société Générale und der Hansainvest initiierte Varengold im Jahr 2006 mit dem HI Varengold CTA Hedge den ersten deut-

transparente und leistungsstarke Finanzprodukte anzubieten, zählt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG zu den renommiertesten und erfolgreichsten Asset Managern seiner Klasse weltweit. Managed Futures-Plattform aufgebaut, durch die sowohl externe Managed Futures-Manager als auch Zielfondsmanager des HI Varengold CTA Hedge abgewickelt und dadurch höhere Erträge generiert werden können.

INTERNATIONALISIERUNG, MARKTORIEN-TIERTE SPEZIALISIERUNG, FÖRDERUNG DER NACHWUCHSKOMPETENZ

Heute beschäftigt die Investmentbank rund 50 Mitarbeiter und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Hamburg ein Service & Support-Center in Dubai.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist auch nach der Notierung an der Deutschen Börse im Entry-Standard im März 2007 eine inhabergeführte und eigenbestimmte Investmentbank geblieben. Die Majorität der Anteile ist im Besitz der Gründer und heutigen Vorstände.

Im Jahr 2012 hat der Aufsichtsrat der Varengold Wertpapierhandelsbank AG Herrn Mohammad Hans Dastmaltchi nach erfolgter Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) als Vorstand der Gesellschaft berufen. Er führt nunmehr die Geschäfte zusammen mit den beiden bisherigen Vorständen und verantwortet dabei insbesondere den Vertrieb und das Marketing für den Bereich Capital-Markets-Brokerage.

Die Kernkompetenzen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG liegen im quantitativen und qualitativen Verständnis von Managed Futures-Handelsstrategien sowie in der Selektion erstklassiger Manager mit einer einzigartigen Nähe zum weltweiten Markt. Darüber hinaus finden neueste finanzmathematische Forschungsergebnisse bei der Portfoliokonstruktion auf Dachfonds-Ebene und im Zusammenhang mit weiteren Anlageklassen Anwendung, um für jeden Investor das optimale Risiko-Rendite-Profil zu generieren. Mit dem Ziel,

Zinsen, Währungen und Aktienindizes verfügbar wurden und somit nahezu jeder Finanzmarkt auch in Form von Futures und Optionen gehandelt werden konnte.

Die ersten Managed Futures-Manager wendeten recht einfache, klassische, technische Handelsmuster an, wie beispielsweise Schulter-Kopf-Schulter,

Unterstützung, Widerstand und Ausbruch. In den 80er Jahren wurden die nach Schildkröten in Singapur benannten Turtle Trader bekannt. Richard Dennis und William Eckhard, zwei amerikanische Rohstoffhändler führten Seminare durch, in denen sie erfolgreiches Handeln nach der Turtle Trader Methode lehrten. Ende der 80er Jahre begann das Zeitalter des Computers, welcher zur

Analyse historischer Marktpreise eingesetzt wurde, um sodann Handelssignale mittels Algorithmen zu erzeugen.

Dank neuer Analysesoftware wurden in den 90er Jahren eine Vielzahl technischer Indikatoren entwickelt und vielen Menschen zugänglich gemacht (Momentum, exponentiell gleitender Durchschnitt, MACD etc.). Die technologische Entwicklung ermöglichte zudem die Verarbeitung von vielen Daten in kürzester Zeit, so dass auch die Märkte, auf die die generierten Handelssignale angewandt wurden, zunahmen. Diversifikation nach Markowitz ist somit nicht nur in einem Portfolio aus unterschiedlichen Managed Futures-Managern möglich, sondern findet bereits in den Strategien der einzelnen

MANAGED FUTURES – SICHERHEIT DURCH ERFAHRUNG

Managed Futures sind Anlageprodukte auf Basis von standardisierten, meist börsengehandelten Kontrakten, insbesondere Futures und Optionen, die aktiv von Managed Futures-Managern gehandelt werden. Managed Futures werden zur Gruppe der

systematisch quantitativen Hedgefonds gezählt, da Managed Futures-Manager meist über computergenerierte Kauf- oder Verkaufssignale aktiv am Markt agieren.

Der erste Managed Futures-Fonds wurde 1949 von dem amerikanischen Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian aufgelegt. Ursprünglich erwarb er seine Kennt-

nisse im Wertpapiergeschäft, aber angeregt durch den Börsencrash 1929 spezialisierte er sich auf die technische Analyse, also das Erkennen von Trends in den Märkten. Sein regelbasierter Handelsansatz ermöglichte erstmals die systematische Investition in Rohstoffe über Terminkontrakte, zu denen die so genannten Futures und Optionen gehören. 1965 boten Dunn & Hargitt sodann das erste computergestützte Handelsmodell an, welches über eine Verwaltervollmacht auf den Konten der Investoren umgesetzt wurde. Der "Managed Account" war geboren.

Einen Boom erlebt die Branche seit den 1970er Jahren, als an den Terminbörsen neben Rohstoffkontrakten auch zunehmend Finanzkontrakte auf

Managed Futures: sicher, transparent und liquide

UNSERE LEISTUNGEN

04

entwickelte mobile Handelssoftware für Apple Smartphones rundet das erweiterte Angebot ab.

Durch die getroffenen Investitionen konnte bereits eine erhöhte Kundenbindung sowie Kundenzufriedenheit festgestellt werden. Investitionen wurden ferner in die Erweiterung der Online-Marketing-Kanäle getätigt. In Zukunft soll dieser Weg in zielgerichteter Weise weiter beschritten und gezielt optimiert werden, um die Kosteneffizienz der Kundenakquise im Bereich Capital-Markets-Brokerage zu verbessern. Seit dem Jahrtausendwechsel schenken Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen systematischen Managed Futures-Strategien ihre Aufmerksamkeit. Wissen über die Psychologie der Märkte, neuronale Netze und selbstlernende Algorithmen hielten Einzug in die Handelssysteme, was zum anhaltenden Erfolg und zu einem hohen Entwicklungsstand der Managed Futures-Strategien beiträgt.

Managed Futures-Manager statt.

Im Jahr 2011 hatte der Großteil der Managed Futures-Manager Schwierigkeiten. Allen voran die klassisch langfristigen Trendfolger mussten meist negative Jahresergebnisse vermelden. Die Fondsprodukte der Varengold hingegen konnten im Vergleich dazu bessere Ergebnisse erzielen und Top-Positionen in ihren jeweiligen Peergroups erreichen. Allen voran der Varengold Alternative Alpha zeigte im von Krisen geschüttelten Jahr 2011 erneut seinen Mehrwert innerhalb eines breit gestreuten Portfolios. Der HI Varengold CTA Hedge konnte sich in diesem Jahr den zweiten Platz des Euro Fund Awards in der Kategorie Dach-Hedgefonds sichern.

Im Bereich Capital-Markets-Brokerage wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr signifikante Investitionen in den Bereichen Marketing, Produkte und Service getätigt. So wurde der Internetauftritt der Sub-Marke Varengold Bank FX runderneuert, um ein verbessertes Kundenerlebnis und zielführenderes Nutzerverhalten zu erreichen. Im Zuge dessen wurde auch das internetbasierte Schulungsangebot erweitert; so werden den Nutzern nun kostenlose Schulungsvideos, Webinare sowie Live-Seminare angeboten. In Kooperation mit ausgewählten Drittanbietern können Kunden im Bereich Forex und CFDs darüber hinaus auf den Service des automatisierten Handels zurückgreifen. Eine eigens

Prämierter deutscher Managed Futures Dachfonds 2007, 2008, 2009 & 2012 - HI Varengold CTA Hedge

Springer Finanzen Verlag 2007, 2008 & 2012

I.B.C. Consulting for Institutional Banks 2007, 2008 & 2009

Mit einer kumulierten Rendite von ca. 86,61 % war der HI Varengold CTA Hedge deutlich renditestärker als die bekannten Marktindizes von Aktien und Anleihen. Darüber hinaus besitzt er mit durchschnittlich 7,85 % jährlichem Risiko eine deutlich kleinere Volatilität als der Aktienindex Welt.

* Die Kennzahlenberechnung erfolgte über den Zeitraum 01.07.2001 bis 30.04.2012. Der HI Varengold CTA Hedge wurde erst im Januar 2006 aufgelegt. Die Performancezahlen vor diesem Zeitpunkt beruhen auf gebührenbereinigten Rückrechnungen. Die historische Performance ist keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Aktienindex (weltweit) wird durch den MSCI Word Gross-Index, der Managed Futures-Index durch den Barclay CTA-Index und der Anleihenindex (weltweit) durch den Bloomberg Bond Indices Euro

Govt 7-10Yr dargestellt.

Mit einer kumulierten Rendite von ca. 58,73 % war der Varengold Alternative Alpha deutlich renditestärker als die bekannten Marktindizes von Aktien und Anleihen. Darüber hinaus besitzt er mit durchschnittlich 12,66 % jährlichem Risiko eine deutlich kleinere Volatilität als der Aktienindex Welt.

Varengold
Alternativ Alpha
Aktienindex
Welt**
Managed Futures
Index**
Anleihen
Index**
Kumulierte Rendite 58,73% 8,54% 29,58% 28,36%
Jährliche Rendite 7,89% 1,36% 4,35% 4,19%
Jährliche Standardabweichung 12,66% 18,96% 5,89% 5,61%
Durchschnittlicher monatlicher Ertrag 0,70% 0,26% 0,37% 0,36%
Anteil positiver Monate 50,68% 53,42% 54,79% 58,90%
Bester Monat 8,66% 11,32% 5,52% 5,07%
Schlechtester Monat -7,84% -18,93% -2,94% -3,97%
Sharpe-Ratio (1%) 0,59 0,11 0,58 0,58

** Die Kennzahlenberechnung erfolgte über den Zeitraum 01.04.2006 bis 30.04.2012. Der Varengold Alternative Alpha wurde erst im November 2010 aufgelegt. Die Performancezahlen vor diesem Zeitpunkt beruhen auf gebührenbereinigten Rückrechnungen. Die historische Performance ist keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Aktienindex (weltweit) wird durch den MSCI Word Gross-Index, der Managed Futures-Index durch den Barclay CTA-Index und der Anleihenindex (weltweit) durch den Bloomberg Bond Indices Euro Govt 7-10Yr dargestellt.

Risikohinweis: Diese Informationsschrift berücksichtigt weder spezielle Anlageziele noch die finanzielle Situation oder besondere Bedürfnisse des Empfängers. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zu einem Kauf für Wertpapiere, Finanzinstrumente oder sonstige Anlageformen zu verstehen. Die dargestellte Anlageform ist nicht für jeden Empfänger als Anlageinstrument geeignet. Historisch erwirtschaftete Renditen beauftragter Derivateverwalter (CTAs / Handelsprogramme) sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit kann nur Anhaltspunkte über mögliche zukünftige Entwicklungen bieten. Termingeschäfte sind mit extrem hohem Risiko verbunden und es besteht jederzeit das Risiko des Totalverlustes einer Investition. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- bzw. Steuerberatern oder anderen Beratern einzuholen sowie die Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Die enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG für verlässlich hält. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedoch nicht übernehmen.

jederzeit transparente Bewertungsverfahren ein. Dank des modularen Aufbaus lässt sich für jede Anforderung institutioneller Investoren eine maßge schneiderte Lösung erarbeiten. Von deren Entwick lung über deren Umsetzung bis zur fortlaufenden Risikosteuerung und -Kontrolle liefert Varengold das passende Setup.

Da Sicherheit, Transparenz und Liquidität seit jeher Grundbausteine sind, auf die unsere Lösungen beruhen, haben wir bereits im Jahr 2010 die erste Deutsche Onshore Managed Account-Plattform geschaffen. Diese ermöglicht uns ein optimiertes Management unserer FoF-Mandate und bietet eine Ergänzung zu direkten Managed Accounts und Platt formen wie Lyxor, InnoCap oder Alpha Metrix. Im Jahr 2011 wurde das über die Plattform zugängliche Portfolio an Managed Futures-Managern erweitert und optimiert. Für institutionelle Kunden konnte darüber hinaus, insbesondere durch ein verbessertes und detailliertes Risikomanagement, die Transparenz und Qualität der Reportings verbessert werden.

ASSET MANAGEMENT

Gerade in einem Umfeld niedriger Zinsen und unsi cherer Risikoprämien können marktunabhängige Renditebeiträge durch eine aktiv verwaltete Alter native Investment-Komponente einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Erreichen der Anlageziele leisten. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist einer der führenden unabhängigen Managed Futures-Advisor für institutionelle Investoren im europäischen Raum. Mit Ihrer mehr als 16-jährigen Expertise liefert Varengold Ihren Kunden einzigar tige Prozess-Strukturen im Manager Research, Risk Management und der Asset Allokation. Varengold verfügt über ein Team erfahrener Investmentspezi alisten im Bereich Managed Futures & Hedgefonds, welches eine langjährige Expertise und beachtliche Anlageerfolge vorzuweisen hat.

Institutionelle Kunden profitieren unter anderem von dem etablierten Research-Netzwerk und dem einzigartigen Investmentprozess der Varengold. Das Research Team besucht jährlich mehr als 100 Manager vor Ort, identifiziert auf diese Weise potenzielle Zielmanager in einem frühen Stadium und überprüft regelmäßig die Kandidaten der Shortund Longlist. Durch das selbstständige Betreiben eines eigenen quantitativen Handelssystems in ihren Anfangszeiten, schaffte die Varengold einen einzigartigen Mehrwert durch ihr Know-how bei zu prüfenden Handelssystemen. Dies ermöglicht bei der Manager Selektion "hinter die Kulissen" zu schauen und diese zu optimieren. Für die Managed Futures-/ CTA-Komponente fungiert die Varengold somit als ein bevorzugter externer Dienstleister der jeweiligen Mandanten. Ausgehend von einem klar definierten, individuell abgestimmten Mandatsprofil, führt der Weg von einem umfassenden Marktüberblick, über die Ableitung der Long- und Shortlist bis hin zum Beauty Contest. Dabei fließen sowohl quantitative als auch qualitative Kriterien in das für den Kunden

Unsere Asset Management Philosophie

Im Zuge der Finanzkrise hat sich das Investoreninteresse auf liquide und transparente Investments gerichtet. Für Varengold sind dies schon seit 1995 essentielle Bausteine im Asset Management. Unsere Portfolien sind auch heute noch ausschließlich aus Managed Accounts aufgebaut und ermöglichen uns so ein Risikomanagement auf Einzelpositions ebene und ein aktives Portfoliomanagement durch bis zu tägliche Liquidität. Damit setzen wir schon heute als Boutique Maßstäbe im alternativen Asset Management und sind für die Gegenwart und Zukunft gewappnet.

CAPITAL-MARKETS-BROKERAGE

FOREX IST EINZIGARTIG IN DER INVESTMENTWELT, DA EIN HANDEL RUND UM DIE UHR SOWIE GLOBAL MÖGLICH IST UND DAMIT EIN ENORMES WACHSTUMSPOTENTIAL HAT. IM GEGENSATZ ZU ANDEREN ANLAGEKLASSEN IST EIN WARTEN AUF DEN NÄCHSTEN HANDELSTAG NICHT ERFORDERLICH, UM EINE GUTE MARKTLAGE GEWINNBRINGEND NUTZEN ZU KÖNNEN. DIE VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG BIETET IHREN KUNDEN DIE NEUESTEN TECHNOLOGIEN, UM DIE POTENTIALE DES MARKTES VOLL AUSZUNUTZEN.

FOREX BEZEICHNET DEN HANDEL IN DEN WELTWEITEN DEVISENMÄRKTEN UND IST EINE DER AM SCHNELLSTEN WACHSENDEN ANLAGEKLASSEN.

Im Jahr 2007 hat die Varengold Wertpapierhandels bank AG den Devisenhandel (Forex-Handel), der über die technologisch führende Handelsplattform Meta Trader einem globalen Publikum zugängig ist, in den Geschäftsbereich Capital-Markets-Brokerage integriert.

Der Devisenhandel ist ursprünglich nach dem Fall des Bretton-Woods-Goldstandards im Jahre 1973 zwischen Bundesbanken entstanden und hat sich seit 1998 mit zunehmender Technologisierung seinen Weg in die Unternehmen und privaten Haus halte gebahnt. Heute ist der Devisenmarkt mit einem täglichen Umsatz von mehr als 4 Billionen US-Dollar weltweit der größte liquide Finanzmarkt, der es jedem, der einen Computer oder ein entsprechendes Mobiltelefon mit Internetverbindung besitzt, nahezu rund um die Uhr ermöglicht, verschiedene interna tionale Währungspaare gegeneinander zu handeln und unter Ausnutzung vorhandener Hebeleffekte hohe Renditen zu erzielen. Die Zeitlosigkeit dieses Marktes resultiert aus seiner Ortslosigkeit. Anders als bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen existiert beim Forex-Handel kein fester Börsenplatz, denn Devisen werden in einem virtuellen Netzwerk der Interban kenbeziehungen gehandelt.

Meta Trader ist eine der bekanntesten und belieb testen Handelsplattformen, durch die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ihren Kunden Online-Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten ermöglicht. Das Besondere hierbei ist, dass die Ausführung der Transaktionen rein elektronisch erfolgt. Anders als bei anderen Anbietern in diesem Bereich springt ein manuelles Orderdesk nur bei technischen Störungen ein. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG direkt an ihre Kunden weitergeben. Zudem wird die Geschwindigkeit der Auftragsausführung erhöht, was sich besonders in sehr schnellen Marktphasen mit hoher Handelsfrequenz bemerkbar macht.

WÄHREND TOKIO SCHLÄFT, HANDELT EUROPA – MIT VARENGOLD HANDELN SIE WELTWEIT – ZU JEDER ZEIT

Als Pionier für den Meta Trader basierten Forex- und CFD Handel in Deutschland, stellt Varengold ihren Kunden diese weltweit meistgenutzte Plattform kostenfrei zur Verfügung. Die Handelsplattform Varengold Meta Trader gehört zu den stabilsten Systemen in diesem Bereich und bietet neben der reinen Orderplatzierung viele weitere Funktionali täten, die sie deshalb auch bei professionellen Händ lern sehr beliebt macht:

  • -
  • -

  • Ausführung und Buchung in Echtzeit

  • Unbegrenzte Chartanalyse-Möglichkeiten
  • Unterstützung verschiedener Zeitrahmen
  • Große Anzahl von technischen Indikatoren und Studien
  • Einsatz von automatischen Handelssystemen (Expert Advisor)
  • Echtzeit-Datenexport über das DDE-Protokoll
  • Internes E-Mail-System
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Die Software für den Varengold Meta Trader bietet die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nicht nur für den Computer, sondern auch für das Mobilte lefon an. Diese Innovation erweitert die Welt des Devisenhandels und gibt dem Händler die Flexibilität, jederzeit seine Positionen kontrollieren und gege benenfalls den aktuellen Marktereignissen entspre chend anpassen zu können. Mit zunehmendem Ausbau der Mobilfunknetze wird es so in Zukunft auch möglich sein, uneingeschränkten Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten zu bekommen. Neben der bereits erhältlichen iPhone App wird für die Kunden der Varengold im Laufe des Jahres 2012 darüber hinaus eine App für Mobiltelefone mit Android-Betriebssystemen verfügbar sein. Diese flexiblen Handelsplattformen garantieren jedem Trader überall und zu jeder Zeit eine 100%-ige Kontrolle über sein Handelskonto und machen auf diese Weise den Handel mit Forex und CFDs noch effizienter.

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2011

05

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat dankt allen Kunden, Aktionären und Geschäftspartnern der Varengold Wertpapierhandelsbank AG für das Vertrauen, das sie in einem herausfordernden Umfeld in das Unternehmen gesetzt haben, sowie den Mitarbeitern und dem Vorstand für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2011 zur Förderung des Unternehmenszwecks.

Zusammenarbeit zwischen Aufsichtsrat und Vorstand

Als Aufsichtsrat haben wir die uns nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2011 wahrgenommen und den Vorstand laufend überwacht. Die Überwachungsziele haben wir dabei bereits zu Beginn des Jahres festgelegt und dem Geschäftsverlauf entsprechend ergänzt und angepasst. Die uns zur Verfügung stehenden Informationen haben wir auf den Aufsichtsratssitzungen sowie in Einzelgesprächen geprüft und hinterfragt. Der Vorstand beantwortete und erläuterte alle unsere Fragen umfangreich und zu unserer Zufriedenheit. Zur Verbreiterung der Informationsbasis und zur Gewinnung eigener Eindrücke von der Unternehmensentwicklung haben wir auch vorstandsferne Erkundigungen eingeholt, unter anderem bei leitenden Angestellten und externen Beratern. Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass wir unsere Informationen über das Unternehmen ergänzt und vervollständigt haben. Wir haben vom Vorstand neben detaillierten Berichten im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen monatlich schriftlich und sehr zeitnah Informationen zur aktuellen Geschäftslage erhalten. Die steten, umfassenden und zeitnahen schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstandes an den Aufsichtsrat entsprachen den Vorgaben gemäß § 90 AktG.

Aufsichtsratssitzungen 2011

Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten, die am 18. Januar 2011, am 10. Mai 2011, am 25. Juli 2011 und am 25. Oktober 2011 stattgefunden haben. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder und mindestens einem Mitglied des Vorstandes.

Im Rahmen der Sitzungen wurden uns im Geschäftsjahr vom Vorstand umfassende Erläuterungen und detaillierte Finanzdaten (Zwischenabschlüsse und monatliche Abschlüsse bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und BWA sowie die Fortschreibung der Unternehmensplanung für das laufende Jahr) übermittelt und sodann von uns auf Plausibilität im Zeit- und Branchenvergleich sowie Vollständigkeit geprüft. Darüber hinaus haben wir uns fortlaufend mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse befasst und von der Wirksamkeit der internen Rechnungslegungs- und Kontrollsysteme überzeugt.

In der Aufsichtsratssitzung am 18. Januar 2011 präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat anhand vorläufiger Jahresabschlusszahlen die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2010. Im Ausblick auf das Jahr 2011 wurden Planzahlen und Worst-Case-Betrachtungen mit uns diskutiert sowie die Fokussierung in den Bereichen Vertrieb und Werbung vorgestellt. Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2010, die Prüfung dieses Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat und die Vorbereitung der Hauptversammlung 2011 und deren Tagesordnung stellten am 10. Mai 2011 die Hauptthemen der Aufsichtsratssitzung dar. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 25. Juli 2011 haben wir

unter anderem über die Erweiterung des Vorstandes beraten und sodann beschlossen, den Vorstand um ein zusätzliches Mitglied zu erweitern. Am 25. Oktober 2011 habe wir uns im Wesentlichen mit der bedenklichen Entwicklung der Ertragslage befasst und den Vorstand aufgefordert, für die Beendigung dieser Entwicklung die erforderlichen Maßnahmen in der Führung der Gesellschaft zu treffen.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr, wie bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren, auf Grund der Unternehmensgröße und der Tatsache, dass der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat freut sich, dass der Vorstand seit dem 01. März 2012 um Herrn Mohammad Hans Dastmaltchi verstärkt ist. Herr Dastmaltchi war bereits zuvor für unsere Gesellschaft tätig, insbesondere als Generalbevollmächtigter, und ist als Vorstand zuständig für Vertrieb und Marketing. Bereits in den ersten Monaten seiner Amtszeit konnte Herr Dastmaltchi wichtige Akzente setzen und die Unternehmensentwicklung mitgestalten. Weitere personelle Veränderungen gab es nicht.

Erteilung des Prüfungsauftrags an NPP Niethammer, Posewang & Partner

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, wurde auf der ordentlichen Hauptversammlung vom 03. August 2011 zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 gewählt. Anschließend erteilten wir NPP Niethammer, Posewang & Partner den Prüfungsauftrag. Hinsichtlich der Einzelheiten und der Zusammenarbeit beinhaltete der Auftrag klare Regelungen, unter anderem eine eingehende Betrachtung des Risikofrüherkennungssystems.

Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. April 2012

Rechtzeitig im Vorwege der Bilanzaufsichtsratssitzung erhielten wir im Entwurf sämtliche relevanten Berichte (den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 und den entsprechenden Lagebericht sowie den Entwurf des Prüfungsberichtes der Abschlussprüfer) zwecks Studium und Prüfung. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir im Rahmen der Bilanzaufsichtsratssitzung ein ausführliches Gespräch mit den Abschlussprüfern über die Prüfungsergebnisse sowie über das Risikomanagement geführt. Die Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantworteten Fragen. Alle offenen Fragen des Abschlussprüfers konnten am 23. April 2011 mit dem Vorstand und dem anwesenden Wirtschaftsprüfer geklärt werden. Dem Ergebnis der Abschlussprüfung haben wir nach eigener Prüfung ohne Einwände zugestimmt.

Am 31. Mai 2012 erhielt der Aufsichtsrat sodann die endgültige Version des Prüfberichts, des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Durch einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrats vom 31. Mai 2012 wurde der geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum 31. Dezember 2011, der gegenüber den Entwürfen keine materiellen Änderungen enthielt, gemäß § 9 Absatz 4 der Satzung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG sodann per Umlaufbeschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstandes an die kommende Hauptversammlung zu, den nach Abzug des im Geschäftsjahr 2011 erwirtschafteten Jahresfehlbetrag von dem zum 01. Januar 2011 vorhandenen Gewinnvortrag verbleibenden Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Weitere Tagesordnungspunkte der Bilanzaufsichtsratssitzung am 23. April 2012 waren der Rückblick auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und der Investment AG innerhalb der ersten fünf Monate sowie die Besprechung der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 08. August 2012.

Für den Aufsichtsrat Hamburg, 01. Juni 2012

Willi Müller Vorsitzender des Aufsichtsrats

BILANZ 30 – 31 LAGEBERICHT 44 – 52
A. Geschäft und Rahmenbedingungen 45
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 32 – 33 1. Die Rahmenbedingungen 45
2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 45
ANHANG 34 – 43 B. Lage der Gesellschaft 47 – 50
1. Allgemeine Angaben 34 1. Vermögenslage 47
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 34 2. Finanzlage 48
3. Währungsumrechnung 35 3. Ertragslage
C. Risiken
49
50 – 51
4. Erläuterungen zur Bilanz 36 – 40 D. Chancen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 51 – 52
4.1 Postenübergreifende Angaben 36 E. Nachtragsbericht 52
4.2 Postenindividuelle Angaben 37
5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 40 – 41 F. Prognosebericht 52
5.1 Zinsergebnis 40
5.2 Provisionserträge/-aufwendungen 40
5.3 Sonstige betriebliche Erträge 41
5.4 Personalaufwendungen 41
5.5 Andere Verwaltungsaufwendungen 41
5.6 Abschlussprüferhonorar 41
6. Sonstige Angaben 42 – 43
6.1 Organe 42
6.2 Mitarbeiter 42
6.3 Mitgliedschaften 43
6.4 Offenlegungsbericht 43
6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen 43
6.6 Ergebnisverwendung 43
6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex 43

nach Handelsgesetzbuch (HGB) zum 31. Dezember 2011

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand
1.748,49 3,0 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
1.
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 760.516,82 2.735,4
b) andere Forderungen 110.450,00 870.966,82 100,0
2.835,4
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.
3. Forderungen an Kunden
- darunter an Finanzdienstleistungsinstitute
2.467.892,85 2.339,4
0,00 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR)
4. Beteiligungen 233.673,10 120,0
5. Treuhandvermögen 12.593.730,73 12.089,8
6. Immaterielle Anlagewerte 6.
Rückstellungen
a) Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs 425.626,00 778,7
b) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte
462.198,00 548,8
c) entgeltlich erworbene Konzessionen 992.645,50 981,1
1.880.469,50 2.308,6 7.
Eigenkapital
7. Sachanlagen 382.071,00 390,4
8. Sonstige Vermögensgegenstände 42.838,98 10,8
9. Rechnungsabgrenzungsposten 39.850,61 57,9
10. Aktive latente Steuern 251.316,42 0,00
Passiva Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten
a) täglich fällig 7.916,46 0,00
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 1,0
7.916,46 1,0
2. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 48.384,30 56,4
3. Treuhandverbindlichkeiten 12.593.730,73 12.089,8
4. Sonstige Verbindlichkeiten 514.684,55 391,8
5. Rechnungsabgrenzungsposten 45.000,00 420,0
5a. Passive latente Steuern 0,00 112,7
6. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 67,4
b) andere Rückstellungen 364.650,00 731,4
364.650,00 798,8
7. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 1.332.337,00 1.332,3
b) Kapitalrücklage 3.799.943,50 3.799,9
c) Gewinnrücklagen 18.400,00 18,4
d) Bilanzgewinn 39.511,96 1.134,2
5.190.192,46 6.284,8
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 351.042,37 498,7
2. Zinsaufwendungen -248.186,31 -402,8
102.856,06 95,9
3. Laufende Erträge aus Beteiligungen 0,00 401,3
4. Provisionserträge 5.164.405,72 9.126,9
5. Provisionsaufwendungen -2.964.824,54 -4.200,4
2.199.581,18 4.926,5
6. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands
a) Ertrag des Handelsbestands 6.328.786,60 2.861,3
b) Aufwand des Handelsbestands -1.708.986,45 -105,8
4.619.800,15 2.755,5
7. Sonstige betriebliche Erträge 248.756,33 334,3
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -3.160.158,17 -2.548,5
ab) Sozialabgaben und Aufwendungen -462.375,14 -319,3
für Altersversorgung und für Unterstützung
- darunter: für Altersversorgung
0,00 TEUR (Vorjahr: 0,00 TEUR)
-3.622.533,31 -2.867,8
b) andere Verwaltungsaufwendungen -3.643.269,77 -2.511,2
-7.265.803,08 -5.379,0
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf immaterielle Anlagewerte und
Sachanlagen -1.033.093,43 -826,3
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.286,74 -43,0
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen
auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere
sowie Zuführungen zu Rückstellungen im
Kreditgeschäft -126.667,00 -97,8
12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen, Anteile an verbundenen
Unternehmen und wie Anlagevermögen
behandelte Wertpapiere 0,00 -125,0

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg

Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR TEUR
13. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -1.267.856,53 2.042,4
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 402.432,46 -165,3
15. Sonstige Steuern -2.807,00 -2,6
399.625,46 -167,9
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss -868.231,07 1.874,5
17. Gewinn-/Verlustvortrag 907.743,03 -740,3
18. Bilanzgewinn 39.511,96 1.134,2

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.

Hintergrund der im Jahr 2007 gemäß § 269 Satz 1 HGB a.F. aktivierten Aufwendungen (TEUR 101) für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs war die Übernahme von Kunden, Kundenvermögen, Software und Mitarbeitern der Schweizer Gesellschaft Finex Group GmbH, Zürich, um im Forex-Handel tätig zu werden. Die nach § 269 Satz 2 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegende Bilanzierungshilfe wird gemäß § 282 HGB a.F. seit 2008 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 25) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Im Jahr 2009 wurden gemäß Art. 66 Abs. 5 EGHGB i.V.m. § 269 HGB a.F. Aufwendungen für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur (TEUR 330) sowie Aufwendungen für die Ingangsetzung des Dubai-Offices (TEUR 373) aktiviert. Die nach § 269 HGB a.F. einem Ausschüttungsverbot unterliegenden Bilanzierungshilfen werden gemäß § 282 HGB seit dem Jahr 2010 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 83 für die Ingangsetzung der Handelsinfrastruktur und TEUR 93 für die Ingangsetzung des Dubai-Offices) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen und weitere Entwicklungskosten der bereits im Jahr 2010 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Hierbei handelt es sich um die Homepage Varengoldfx (TEUR 8), die Einrichtung des Typo 3 (TEUR 0,2) und BIW (TEUR 41). Die Entwicklung dieser drei Vermögensgegenstände wurde im ersten Quartal 2011 abgeschlossen. Forschungskosten sind keine angefallen. Die Abschreibungen für sämtliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 136) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden jeweils über vier Jahre abgeschrieben. Die Aktivierung dieser Bilanzierungshilfen unterliegt ebenfalls der Ausschüttungssperre.

Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB gliedert sich wie folgt auf:

Buchwert passive latente Steuern Sperrbetrag
TEUR TEUR TEUR
Aufwendungen für Ingangsetzung und Erweiterung 426 137 289
Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände 462 149 313
Zwischensumme 888 286 602
Aktive latente Steuern 538
Summe 1.140

Passive latente Steuern ergeben sich aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände und von Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen. Dem stehen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 538 aus steuerlichen Verlustvorträgen gegenüber. Die aktivierten latenten Steuern unterliegen der Ausschüttungssperre. Der Vorstand geht von der vollständigen Nutzung des steuerlichen Verlustvortrages in Höhe von TEUR 1.563 in den nächsten fünf Jahren aus. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 32,275% zu Grunde gelegt.

Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden

ANHANG ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig.

Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.

Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Entgeltlich erworbene Software wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei werden stets die steuerlichen AfA-Sätze (Absetzung für Abnutzung) zugrunde gelegt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen und Lizenzgebühren sowie Tätigkeitsvergütungen) werden gemäß § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt. Sämtliche Rückstellungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Eventualverpflichtungen und andere Verpflichtungen bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Die Beträge sind in TEUR angegeben.

3. Währungsumrechnung

Die unter "Provisionserträge" aufgeführten Erträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar (USD), Schweizer Franken (SFR), Britische Pfund (GBP), Japanische Yen (JPY) und Arabische Dirham (AED) an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 256a HGB zum Stichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet:

1 EUR = USD 1,2932
1 EUR = SFR 1,2165
1 EUR = GBP 0,8367
1 EUR = JPY 100,07
1 EUR = AED 4,7516

Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2011 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:

Bilanzposten
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Treuhandvermögen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bilanzposten 31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 177 179
Forderungen an Kunden 0 351
Treuhandvermögen 5.522 2.750
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 0
Treuhandverbindlichkeiten 5.522 2.750

Wertänderungen des zum Stichtagskurses umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.

4. Erläuterungen zur Bilanz

4.1 Postenübergreifende Angaben

4.1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Forderungen an Kunden 2.468 2.339
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 40 19
davon gegenüber Aktionären 0 0

Es handelt sich hierbei um Forderungen gegenüber der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen (TEUR 40).

Sonstige Verbindlichkeiten 515 392
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 148 69
davon gegenüber Aktionären 148 69

Hier sind Verbindlichkeiten gegenüber der Hanseatic Brokerhouse Securities AG (TEUR 148) enthalten.

4.1.2 Restlaufzeitengliederung

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 871 2.835
bis drei Monate 871 2.835
Forderungen an Kunden 2.468 2.339
bis drei Monate 1.607 1.545
mehr als drei Monate bis ein Jahr 585 595
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 102 74
mehr als fünf Jahre 174 125
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 1
bis drei Monate 8 1

4.2 Postenindividuelle Angaben

4.2.1 Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionsforderungen gegen Broker bzw. Kapitalanlagegesellschaften und Investmentaktiengesellschaften.

4.2.2 Beteiligungen

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:

Gesellschaft Beteiligungsquote Buchwert Eigenkapital Ergebnis
% 31.12.2010 2010
TEUR TEUR TEUR
Hanseatic Brokerhouse Securi
ties AG, Hamburg
16,00 58 1.354 448*)
Varengold Investmentaktien
gesellschaft mit
Teilgesellschaftsvermögen,
Hamburg
49,00 176 30.108**) 528***)
*) Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010
**)
Gesellschaftsvermögen zum 30. November 2011 (abweichendes Wirtschaftsjahr)
***) Ergebnis zum 30. November 2011 (abweichendes Wirtschaftsjahr)

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen hat ausschließlich für das Teilgesellschaftsvermögen Varengold Enhanced Fund Unternehmensaktien ausgegeben. Das Kapital dieses Teilgesellschaftsvermögens beträgt zum 30.11.2011 TEUR 359. Gegenüber diesem Teilgesellschaftsvermögen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Ansprüche geltend machen.

Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Höhe von 3,90 %.

4.2.3 Brutto-Anlagenspiegel

Anschaffungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2011 Zugänge
2011
TEUR
Abgänge
2011
TEUR
kumuliert
TEUR
Zugänge
2011
TEUR
Abgänge
2011
TEUR
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Beteiligungen 253 114 0 133 0 0 234 120
Immaterielle
Anlagewerte
Aufwendungen für
die Ingangsetzung
und Erweiterung
des Geschäftsbe
triebs
1.640 2 0 1.216 356 0 426 779
Selbst geschaffene
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte
557 49 0 144 135 0 462 549
Entgeltlich erwor
bene Konzessi
onen, gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte
und Werte sowie
Lizenzen an
solchen Rechten
und Werten
1.849 408 30 1.234 397 30 993 981
Sachanlagen 1.016 136 152 618 145 153 382 390
Summe 5.315 709 182 3.345 1.033 183 2.497 2.819

Die immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblichen Schutzrechten. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).

Bei den Zugängen aus Beteiligungen handelt es sich um den Erwerb weiterer Unternehmensaktien an der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Die weiteren Zugänge im Jahr 2011 betreffen im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Software sowie Aufrüstung/Erneuerung der Hardware.

Bei den Abgängen handelt es sich im Wesentlichen um die Ausbuchung nicht mehr vorhandener Software und EDV-Anlagen. Die Ausbuchung wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die Aktivierung der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie auf die neuen Investitionen in Software zurückzuführen.

4.2.4 Treuhandvermögen und -verbindlichkeiten

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Japanischen Yen und Arabischen Dirham, gehalten.

Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 12.594 12.090
Summe 12.594 12.090

Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 12.594 12.090
Summe 12.594 12.090

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten entfallen fast ausschließlich auf das Segment Capital-Markets-Brokerage.

4.2.5 Sonstige Vermögensgegenstände

Der Posten beinhaltet eine Forderung aus einer Einzahlung auf ein Testkonto bei Interactive Brokers (TEUR 10) sowie eine Forderung gegen das Finanzamt (TEUR 33).

4.2.6 Verbriefte Verbindlichkeiten

Bei dieser Position handelt es sich um ein Bankguthaben, das in gleicher Höhe unter Forderungen an Kreditinstitute ausgewiesen wird.

4.2.7 Sonstige Verbindlichkeiten

In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 319 (31.12.2010: TEUR 241) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 459 309
Sonstige Verbindlichkeiten 3 0
Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt 1 0
Verbindlichkeiten Lohnsteuer 53 79
Verbindlichkeiten soziale Sicherheit 1 1
Verbindlichkeiten Umsatzsteuer laufendes Jahr -2 3
Summe 515 392

4.2.8 Andere Rückstellungen

Dieser Posten gliedert sich wie folgt:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Tantieme und Mitarbeiterbeteiligung 0 580
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) 198 0
Urlaubsrückstellung 43 80
Ausstehende Rechnungen für EDV-Leistungen 43 0
Abschlusserstellungs- und Prüfungskosten 35 30
Hauptversammlung 25 20
Archivierungskosten 6 6
Berufsgenossenschaft 7 6
Rückstellung für die BaFin 7 7
DATEV-Kosten 1 2
Summe 365 731

4.2.9 Eigenkapital

Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.332) ist eingeteilt in 1.332.337 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 3.800) stammt hauptsächlich (TEUR 3.774) aus der im Jahr 2007 erfolgten Kapitalerhöhung. 328.177 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 11,50 je Aktie ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 2. August 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um EUR 666.168 (666.168 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

4.2.10 Geschäfte mit nahestehenden Personen

Unter den Forderungen an Kunden sind TEUR 118 gegen die DFQ GbR ausgewiesen. Mit Vertrag vom 14. Oktober 2011 wurde der DFQ GbR ein Darlehen in Höhe von TEUR 118 mit einer Laufzeit von zwei Jahren gewährt. Das Darlehen wird mit 4,0 % p.a. verzinst.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 111 (im Vj.: Wechselkursverluste TEUR 215) enthalten.

Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinsen von dem Broker CMC Markets UK PLC, London sowie aus Erträgen aus Kursdifferenzen. In den Zinsaufwendungen sind ausschließlich Verluste aus Kursdifferenzen enthalten.

5.2 Provisionserträge/-aufwendungen

In den Provisionserträgen sind die Umsätze aus den Dienstleistungen Forex und CFDs sowie Erträge aus dem Bereich Asset Management enthalten.

Bei den Provisionsaufwendungen handelt es sich um Zahlungen an Vermittler.

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Provisionserträge 5.164 9.127
Provisionsaufwendungen 2.965 4.200
Provisionsüberschuss 2.199 4.927

5.3 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus weiterbelasteten Kosten an den Fonds "HI Varengold CTA Hedge" (TEUR 161), aus einem Forderungsverzicht eines Vermittlers (TEUR 24) sowie an Dienstleistungen gegenüber Dritten erzielt.

5.4 Personalaufwendungen

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Löhne und Gehälter 3.160 2.549
Soziale Abgaben 460 316
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3 3
Summe 3.623 2.868

Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Neueinstellung von Mitarbeitern.

5.5 Andere Verwaltungsaufwendungen

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Raumkosten 313 316
Beiträge und Versicherung 299 83
Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 169 128
Werbung, Bewirtung, Reisekosten 1.134 747
Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software 435 264
Aufwendungen für Kommunikation 204 180
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 91 57
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 747 331
übrige andere Verwaltungsaufwendungen 251 405
Summe 3.643 2.511

5.6 Abschlussprüferhonorar

Der Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 hat ein Honorar für Prüfungsleistungen in Höhe von 24 TEUR und für sonstige Leistungen in Höhe von 10 TEUR erhalten.

6. Sonstige Angaben

6.1 Organe

6.1.1 Aufsichtsrat

Herr Willi Müller Vorsitzender Vereidigter Buchprüfer

Herr Hans J. M. Manteuffel Stellvertretender Vorsitzender

Selbständiger Rechtsanwalt

Herr Prof. Peter Andree Professor TU Hamburg-Harburg

Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e.G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.

6.1.2 Vorstand

Herr Steffen Fix Strategisches Management und Vertrieb

Herr Yasin Sebastian Qureshi Asset-Management, Legal und IT

Herr Mohammad Hans Dastmaltchi (seit dem 1. März 2012) Vertrieb und Marketing Capital-Markets-Brokerage

Die Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt.

Neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Herr Fix Vorstand der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg. Herr Qureshi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als Vorstand in der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig und nimmt ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr. Herr Dastmaltchi ist neben seiner Tätigkeit als Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Aufsichtsrat der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen, Hamburg, tätig.

6.1.3 Organbezüge und -kredite

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 447 (31.12.2010: TEUR 776). Sie beinhalten TEUR 447 (31.12.2010: TEUR 465) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 0 (31.12.2010: TEUR 311) erfolgsbezogene Komponenten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Vergütungen in Höhe von insgesamt TEUR 54 (31.12.2010: TEUR 44).

Zum Abschlussstichtag sind weder Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats Kredite oder Vorschüsse eingeräumt. Darüber hinaus ist die Bank gegenüber diesem Personenkreis keine Haftungsverhältnisse eingegangen.

6.2 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 57 (31.12.2010: 44), darunter befanden sich 15 (31.12.2010: 14) Mitarbeiterinnen. Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der geleisteten Arbeitszeit anteilig enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt unverändert zum Vorjahr 50% der Normalarbeitszeit. Mit Ausnahme zweier Mitarbeiter sind alle Mitarbeiter in Deutschland tätig.

6.3 Mitgliedschaften

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), Berlin.

6.4 Offenlegungsbericht

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat den Offenlegungsbericht zum 31. Dezember 2010 gemäß § 26 a KWG i.V.m. §§ 319 ff. SolvV veröffentlicht.

6.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (TEUR 1.608; 31.12.2010: TEUR 1.543) umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

6.6 Ergebnisverwendung

Das Ergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.

6.7 Deutscher Corporate Governance Kodex

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse notiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verzichtet auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da die Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.

Hamburg, 18. April 2012

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi Mohammad Hans Dastmaltchi

LAGEBERICHT A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Die Rahmenbedingungen

Das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2011 ist gekennzeichnet von bisher selten dagewesener Volatilität. Diese hohe Schwankungsintensität wurde hervorgerufen durch diverse Brandherde rund um den Globus. Aktienindizes wiesen zu Beginn des Jahres eine durchaus freundliche Tendenz auf, welche jedoch sowohl durch die Erdbebenkatastrophe in Japan als auch durch den Arabischen Frühling in der MENA-Region jäh beendet wurde. Auch das verlangsamte Wachstum in China und Indien sowie vor allem in den Vereinigten Staaten ließ die Sorgen um eine positive Entwicklung der Weltkonjunktur steigen. Dies wirkte sich ebenso negativ auf Rohstoff- wie auch auf Aktienpreise aus.

Als dominierende Thematik zeigte sich zudem die Schuldenkrise der Euro-Zone. Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten durch die Ratingagentur Standard & Poor's untermauerte die Diskussionen. Das Übergreifen der Problematik auf weitere Peripheriestaaten der Euro-Zone konnte auch durch die Eingriffe der Europäischen Zentralbank nur bedingt verhindert werden. Ähnlich wie die Zentralbank Europas unterstützte auch die US-Notenbank die Konjunktur und Finanzmärkte mit signifikanter Liquiditätszufuhr. Internationale Zentralbanken wie die Schweizerische Nationalbank oder auch die Bank of Japan griffen mehrmals in die Wechselkurse ihrer Landeswährungen ein, um die sicherheitsorientierten Währungsaufwertungen zu unterbinden. Die Zinsniveaus bewegten sich trotz allmählich abklingender Marktnervosität dementsprechend auch zum Jahresende hin auf außerordentlichen Niedrigniveaus.

Gleichwohl präsentierte sich die reale Binnenwirtschaft in Deutschland mit einer Abnahme des Bruttoinlands produkts bei einem Wert von 3,0 %. Das Wachstum nahm zwar zum Ende 2011 ab, die Wirtschaftsleistung lag jedoch auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise in allen Quartalen über dem Vorjahresniveau. Die Arbeitslosenzahlen verzeichneten einen deutlichen Abwärtstrend auf eine Anzahl von unter drei Millionen und eine Quote von 7,1 %. Die gestiegenen Nettolöhne und das niedrige Zinsniveau stützten diesen Aufschwung.

2. Die Entwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die prekären Rahmenbedingungen der globalen Finanzmärkte und die damit einhergehende Unsicherheit der Anleger beeinflussten im Jahr 2011 gleichermaßen die beiden Kerngeschäftsfelder Asset Management und Capital-Markets-Brokerage.

Während in der ersten Jahreshälfte Investitionen in die Bereiche Marketing und Vertrieb vorgenommen wurden, führten zudem umfangreiche Weichenstellungen zur Umsetzung von Kooperationen zu Ergebnisbe lastungen und erhöhten Verwaltungsaufwendungen. Dem Marktumfeld entsprechend gestaltete sich infol gedessen auch das zweite Halbjahr 2011 überdurchschnittlich volatil und schwer steuerbar. Das Geschäftsjahr 2011 schloss die Gesellschaft mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -868 TEUR ab.

Die Sparte Asset Management entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 stabil. Der Bereich erwirt schaftete Provisionserträge i.H.v. 2.564 TEUR, denen vergleichsweise geringe Provisionsaufwendungen mit

einem Betrag von 116 TEUR gegenüberstanden. Das ausgewiesene Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahrbeträgt im Segment Asset Management 337 TEUR.

Der Dachfonds HI Varengold CTA Hedge musste den schwierigen Marktbedingungen Tribut zollen und schloss das Handelsjahr 2011 mit einer negativen Rendite von -6,06 % in der Anteilklasse A und -6,88 % in der Retailklasse B ab. Vor allem die nachlassende Generierung von Trends belastete die Fondsentwicklung. Das Gesamtvolumen verringerte sich durch Abflüsse in beiden Anteilklassen auf 14.377 TEUR Assets under Management zum Ende des Betrachtungs- und Berichtszeitraums.

Mit dem Ende des Jahres 2010 aufgelegten UCITS III-Fonds Varengold Alternative Alpha kam die Gesellschaft dem Wunsch vieler Anleger nach einem sicheren und täglich liquiden Anlagevehikel nach. Die Anteilklasse A schloss dabei unter Berücksichtigung der jährlichen Ausschüttung mit einem leichten Verlust i.H.v. -0,12 % zum Jahresultimo ab – die Anteilklasse B respektive mit -0,93 %. Das Fondsvolumen erhöhte sich mit 26.140 TEUR gegenüber 20.300 TEUR aus dem Vorjahr indes signifikant. Aufgrund der hohen Transparenz, dem bewusst gewählten Standort Deutschland und der erwarteten Ertragsstabilität stellt dieses Produkt weiterhin eine hohe Attraktivität für die Optimierung eines klassischen Portfolios aus Aktien, Anleihen und Renten dar.

Die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen konnte auch im Jahr 2011 ihren positiven Beitrag zum Geschäftsfeld Asset Management leisten. Basierend auf der ersten deutschen Managed Account-Plattform wird Investoren der Zugang zu internationalen Top Asset Managern geboten. Durch die Abwicklung externer Managed Futures-Manager sowie der in den Alternativen Investmentprodukten enthaltenen Zielfondsmanager konnten signifikante Erträge für die Bank generiert werden.

In der Sparte Capital-Markets-Brokerage investierte die Gesellschaft in den weiteren Ausbau des Geschäftsbereichs und optimierte den Kundenservice, um einen Zuwachs an Erträgen im Forex- und CFD-Handel zu erwirken. Es wurde dabei unter anderem in die seit 2010 geplante Kooperation mit der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG mit Fokus auf Erweiterung des Forex-Handels investiert, welche sich in Bezug auf die Anzahl der übermittelten Kunden sehr zufriedenstellend entwickelt hat. Dennoch war auch in diesem Bereich erkennbar, dass die Trading-Aktivität der Kunden sichtlich durch die Schwankungen an den Kapitalmärkten und natürlich insbesondere an den Devisenmärkten beeinflusst war. Neben den Provisionserträgen i.H.v. 2.600 TEUR und den Zinserträgen i.H.v. 344 TEUR generierte die Gesellschaft in diesem Geschäftsfeld insbesondere bei den Nettoerträgen aus Finanzgeschäften eine Steigerung auf 6.329 TEUR. Den Nettoerträgen stehen vergleichsweise geringfügige Nettoaufwendungen aus Finanzgeschäften i.H.v. 1.709 TEUR gegenüber. Die Zinsaufwendungen verzeichneten eine annähernd proportionale Entwicklung zu den Zinserträgen. Der Großteil der Provisionsaufwendungen fiel mit einem Betrag von 2.849 TEUR im Bereich Capital-Markets-Brokerage im Rahmen der Vermittlung an. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Jahr 2011 ist für das Segment Capital-Markets-Brokerage mit einem Betrag i.H.v. -1.605 TEUR auszuweisen.

Die Sparte Capital-Markets-Brokerage hatte insbesondere im dritten Quartal 2011 mit schwachen Erträgen zu kämpfen. Die Gesellschaft hat entsprechend mit Kosteneinsparungen darauf reagiert. Schon im Dezember 2011 konnten wieder erste leicht positive Ertragssteigerungen verbucht werden.

Am 03. August 2011 fand in Hamburg die Hauptversammlung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG statt bei der sämtliche Tagesordnungspunkte einstimmig seitens der Aktionäre verabschiedet wurden. Darunter fiel auch die Abstimmung über die Zahlung einer Dividende von 0,17 EUR je Aktie für das vorangegangene Geschäftsjahr 2010.

B. LAGE DER GESELLSCHAFT

1. Vermögenslage

Im Jahr 2011 sank die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um 23,49 % von 8.066 TEUR auf 6.171 TEUR. Das Treuhandvermögen stieg um 4,17 % von 12.090 TEUR auf 12.594 TEUR. Der Rückgang der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen begründet sich durch die Reduzierung der Forderungen an Kreditinstitute auf der Aktiv-Seite und dem niedrigeren Eigenkapital sowie den gesunkenen Rückstellungen auf der Passiv-Seite.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

<urzfristige (<="" 1="" forderungen="" jahr)<="" th="">
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr)
angfristige Forderungen (> 5 Jahre)
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehr
Anlagevermögen
Vermögen 2011 2010 Veränderung
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 55,07 % 62,58 % -7,51 %
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 1,66 % 0,92 % 0,74 %
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 2,82 % 1,55 % 1,27 %
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 3,79 % 1,49 % 2,30 %
Anlagevermögen 36,67 % 33,46 % 3,21 %
Kapital 2011 2010 Veränderung
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 15,89 % 22,08 % -6,19 %
Eigenkapital 84,11 % 77,92 % 6,19 %

Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 84 % vollständig durch Eigenkapital finanziert. Es bestehen nur sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten in nennenswerter Größe (515 TEUR), die im folgenden Monat überwiesen wurden und Rückstellungen mit einem Bilanzansatz von 365 TEUR. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

Insgesamt werden Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 426 TEUR unter den immateriellen Vermögensgegenständen und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 462 TEUR bilanziert, die jeweils auf 4 Jahre abgeschrieben werden. Die Ausschüttungssperre beträgt nach Abzug der passiven latenten Steuern und Zurechnung des bilanzierten Überhangs an aktiven latenten Steuern 1.140 TEUR. Die Preisfeststellung eines Inhaber-Zertifikates wurde ausgesetzt. Es folgte daher ein Wertansatz von 0 EUR.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2011 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg 2011 Vorjahr Veränderung
Kapitalflussrechnung 2011 In TEUR In TEUR
Jahresergebnis -868 1.875 -2.743
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
1.033 826 207
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 0 0
= Cash Flow nach DVFA / SG 165 2.701 -2.536
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermö
gens
0 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen -434 727 -1.161
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden,
der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
-394 -153 -241
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten,
der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
-374 374 -748
= Cash Flow aus Geschäftstätigkeit -1.037 3.649 -4.686
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 135 -135
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -136 -157 21
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -460 -613 153
- Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäfts
betriebes
0 -557 557
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -114 -50 -64
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -710 -1.242 532
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 0 0
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von
Finanzkrediten
0 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 0 0
- Auszahlungen an die Aktionäre -226 0 -226
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -226 0 -226
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -1.973 2.407 -4.380
+/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen 0 0 0
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 2.838 431 2.407
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 865 2.838 -1.973
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres
Barreserve 2 3 -1
Bankguthaben 871 2.835 -1.964
Bankverbindlichkeiten -8 0 -8
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 865 2.838 -1.973

Im Jahr 2011 sank der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um insgesamt 4.686 TEUR auf -1.037 TEUR. Bei dem Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit i.H.v. 226 TEUR handelt es sich um die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2010. Die Ausschüttung erfolgte mit 0,17 EUR/Aktie im August 2011. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-710 TEUR) fiel negativ aus, weil die Gesellschaft Liquidität für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Gesellschaft im Jahr 2011 einen Finanzmittelabfluss i.H.v. 1.973 TEUR. Die liquiden Mittel sanken von 2.838 TEUR zum Jahresbeginn auf 865 TEUR zum Geschäftsjahresende.

Die Gesellschaft führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten i.H.v. 871 TEUR Konten bei Brokern, die der rechtlichen Einordnung der Broker nach dem KWG als Forderungen an Kunden ausgewiesen werden müssen. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft ca. 196 TEUR an liquiden Mitteln bei beiden Brokern.

In den Forderungen an Kunden sind auch die im Geschäftsjahr 2011 erzielten Erträge aus dem Dachfonds enthalten, da diese erst im Jahr 2012 ausgezahlt werden. Diese Forderungen belaufen sich auf 51 TEUR.

3. Ertragslage

Die Zinserträge der Gesellschaft sanken von 499 TEUR im Jahr 2010 auf 351 TEUR im Jahr 2011. Weiterhin sanken die Zinsaufwendungen auf 248 TEUR, so dass ein Zinsüberschuss von 103 TEUR erzielt wurde.

Die Provisionserlöse sanken um 43,42 % von 9.127 TEUR im Jahr 2010 auf 5.164 TEUR im Jahr 2011. Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich um 29,40 % von 4.200 TEUR auf 2.965 TEUR. Das Provisionsergebnis sank von 4.927 TEUR auf 2.199 TEUR. Die Verminderung der Provisionserlöse liegt zum einen an einer Verminderung der Erträge im Forex-Handel und zum anderen am Wegfall von Erträgen aus der Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen. Durch die Verminderung der Provisionserlöse im Forex-Handel sind auch die IB-Vergütungen gesunken, die unter den Provisionsaufwendungen ausgewiesen werden. Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften verzeichnete erneut einen deutlichen Anstieg. Dieser stieg von 2.861 TEUR im Jahr 2010 auf 6.329 TEUR im Jahr 2011. Als Nettoaufwand aus Finanzgeschäften wird zum Geschäftsjahresende ein Wert i.H.v. 1.709 TEUR (Vorjahr: 106 TEUR) ausgewiesen. Das Ergebnis aus Finanzgeschäften stieg von 2.755 TEUR auf 4.620 TEUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 334 TEUR auf 249 TEUR. Die Gründe liegen dafür im Wesentlichen am Wegfall von weitergereichten Kosten an die Hanseatic Brokerhouse Securities AG.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen der Gesellschaft stiegen um 1.887 TEUR (von 5.379 TEUR auf 7.266 TEUR). Ursächlich dafür war insbesondere ein erhöhter Zuwachs der Personalkosten (von 2.868 TEUR auf 3.623 TEUR) und der Aufwendungen für Werbung, Bewirtung und Reisen (von 747 TEUR auf 1.134 TEUR). Die Aufwendungen für Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 331 TEUR auf 747 TEUR), die Aufwendungen für Beiträge und Versicherungen (von 83 TEUR auf 299 TEUR), die Aufwendungen für Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und Software (von 264 TEUR auf 435 TEUR), die Kfz-Kosten (von 128 TEUR auf 169 TEUR), die Aufwendungen für Bürobedarf, Zeitschriften und Fortbildung (von 57 TEUR auf 91 TEUR) sowie die Aufwendungen für Kommunikation (von 180 TEUR auf 204 TEUR) führten weiterhin zu einer Steigerung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen. Reduziert wurden diese durch den Rückgang der Raumkosten (von 316 TEUR auf 313 TEUR) sowie der übrigen Verwaltungsaufwendungen (von 405 TEUR auf 251 TEUR).

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen stiegen deutlich von 826 TEUR im Jahr 2010 auf 1.033 TEUR im Jahr 2011.

In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG -1.268 TEUR (Vorjahr: 2.042 TEUR), der Jahresfehlbetrag lag bei -868 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss i.H.v. 1.875 TEUR).

C. RISIKEN

Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist in der Regel nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelement der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.

Unter Risiko wird die negative Abweichung eintretender Ereignisse von den erwarteten Ereignissen verstanden. Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in die Kategorien Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, operationelles Risiko und Geschäftsrisiko.

Aufgrund der Größe der Bank ist der Vorstand in sämtliche risikobehafteten Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:

  • Erfüllung bzw. Einhaltung aufsichtsrechtlicher Normen und Compliance Vorschriften
  • Klare Kompetenzen beim Risikomanagement
  • Funktionstrennung von Risikosteuerung und Risikocontrolling
  • Transparenz bei der Offenlegung von Risiken
  • Risikobewusstes Verhalten

Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen des Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:

  • Risikoidentifikation und Risikobeobachtung
  • Risikoquantifizierung
  • Risikosteuerung
  • Risikocontrolling und Risikoreporting

Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten und Kompetenzfelder fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind.

Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Innenrevision verantwortlich.

Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken nur verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

D. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

Die Begebenheiten des Jahres 2011 prägten das Umfeld der Deutschen Börse und der Entry Standard-Unternehmen, so dass sich neue Trends im Kapitalmarktumfeld abzeichnen. Nach der insgesamt eher verhaltenen Geschäftsentwicklung im Jahr 2011 geht die Gesellschaft auf Basis erkennbarer Marktsignale jedoch von einer wirksamen Ergebnisverbesserung aus. Die Geschäftsfelder Asset Management und Capital-Markets-Brokerage greifen dabei elementar ineinander, so dass sich auch die Neukundenakquise auf jedes Geschäftsfeld positiv auswirkt und zu diversifizierten Erträgen führt.

Die Performance im Asset Management mit Managed Futures wurde zuletzt durch häufige und schnelle Trendbrüche beeinflusst. Dabei wird abermals der Produktnutzen von Alternative Investments gegenüber den klassischen Anlagen wie Aktien oder Anleihen insbesondere in wirtschaftlichen Krisenzeiten deutlich. Auf Basis einer Steigerung des Asset under Management steigen die Vergütungen für die Bank aus der Gewinnbeteiligung und der Vermögensverwaltungsgebühr. Sowohl die Publikumsfonds als auch die Varengold Investmentaktiengesellschaft mit Teilgesellschaftsvermögen sollen dabei erneut zu den Ergebnistreibern des Unternehmens gehören.

Für die Sparte Capital-Markets-Brokerage bestehen gute Chancen, dem Bereich Forex- und CFD-Handel abermals eine entsprechend positive Entwicklung zuzusprechen. Vor allem international agierende Vermittler haben großes Interesse mit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG - als eine von der BaFin regulierte Gesellschaft nach deutschen Regularien - zu kooperieren. Dabei hat die mit der biw

AG geschlossene Kooperation Modellcharakter für die von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG entwickelte Angebotspalette im Bereich der White Label-Lösungen. Für Varengold ist damit eine konkrete Wachstumsperspektive bezüglich Umsatz und Kundenzahl verbunden. Die Abwicklungsprozesse im Rahmen derartiger Kooperationen begründen eine unmittelbare Beteiligung der Gesellschaft am Ergebnis der durch die Kunden des Kooperationspartners getätigten Forex-Transaktionen, welche über angeschlossene Online-Broker vermittelt werden.

Auf operativer Ebene konzentriert sich die Gesellschaft nachhaltig auf den Ausbau einer risikobewussten Geschäftspolitik und der Anpassung sich verändernder Marktbedingungen. Es sind zur Stützung, Steigerung und Diversifikation der Erträge weitreichende Maßnahmen ergriffen worden, die zu einem noch breiteren Produktangebot beitragen sollen, so dass dauerhaft eine stabile Ertragsbasis geschaffen ist.

Aufgrund der Anfechtung der Hauptversammlungsbeschlüsse für das Geschäftsjahr 2008 ist für die diesbezüglichen Schadensersatz- und Regressansprüche der Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine Klage beim Landgericht anhängig. Der Streitwert liegt bei über einer Million Euro.

E. NACHTRAGSBERICHT

Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2011 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung auf.

F. PROGNOSEBERICHT

Bedingt durch die Chancen und Risiken, die unter C. und D. erläutert wurden, geht der Vorstand von einer verbesserten Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Vorjahr aus. Er prognostiziert ein positives Ergebnis.

Freie und Hansestadt Hamburg, im April 2012

Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi Mohammad Hans Dastmaltchi

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Berichtsperiode
01.01. – 31.12.2011
Gesamt
Capital-Markets-Brokerage
Asset Management
TEUR TEUR TEUR
Zinserträge 351 344 7
Zinsaufwendungen 248 245 3
Zinsergebnis 103 99 4
Provisionserträge 5.164 2.600 2.564
Provisionsaufwendungen 2.965 2.849 116
Provisionsergebnis 2.199 -249 2.448
Laufende Erträge aus Beteiligungen 0 0 0
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 6.329 6.329 0
Nettoaufwand aus Finanzgeschäften 1.709 1.709 0
Sonstige betriebliche Erträge 249 74 175
Abschreibungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
1.033 793 240
Verwaltungsaufwand 7.266 5.347 1.919
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13 9 4
Abschreibung und Wertberichtigun
gen auf Forderungen und bestimmte
Wertpapiere sowie Zuführungen zu
Rückstellung im Kreditgeschäft
127 0 127
Abschreibungen und Wertberichti
gungen auf Beteiligungen, Anteile
an verbundenen Unternehmen und
wie Anlagevermögen behandelte
Wertpapiere
0 0 0
Ergebnis der gewöhnlichen Ge
schäftstätigkeit
- 1.268 -1.605 337

Während in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Verluste entstanden sind, konnte die Sparte Asset Management erneut ein positives Ergebnis herbeiführen, welches jedoch das auf Gesamtbasis betrachtete Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur minimal anheben konnte.

Wachstumstreiber waren im Bereich Asset Management Advisory Mandate für institutionelle Kunden und der im Jahr 2010 aufgelegte UCITS III-Fonds Varengold Alternative Alpha sowie die Manager Plattform, die wir im Rahmen der Varengold Investment AG am Markt etablieren konnten.

Die Sparte Capital-Markets-Brokerage vereinte den Großteil des Umsatzes und der Aufwendungen. Insbesondere der Währungshandel sowie CFDs trugen einen bedeutenden Teil zu diesem Bereich bei. Die vergleichsweise hohen Aufwendungen sind insbesondere auf erhöhte Marketingausgaben und Entwicklungskosten zurückzuführen.

Das Zinsergebnis ist fast ausschließlich dem Geschäftsfeld Capital-Markets-Brokerage zuzuordnen. Dabei handelt es sich unter anderem um Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Neben den Provisionserträgen generierte die Bank in der Sparte Capital-Markets-Brokerage Erträge aus Finanzgeschäften. Diese Erträge, die aus der Aggregation von Kundenpositionen entstehen, müssen getrennt von den Provisionserträgen ausgewiesen werden. Provisionsaufwendungen für Vermittler fallen dabei ausschließlich im Bereich Capital-Markets-Brokerage an.

Die Verwaltungsaufwendungen fielen in beiden Geschäftsfeldern nahezu proportional zu den Erträgen an. Insbesondere aufgrund der weiteren Aufstockung des Personalbestandes und des verstärkten Ausbaus der Marketingaktivitäten sind die Verwaltungsaufwendungen gestiegen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2011 (Anlage 1) und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 (Anlage 2) folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne die Beurteilung einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass die unter den Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere bzw. verbriefte Verbindlichkeiten zu bilanzierenden Inhaber-Zertifikate aufgrund ausgesetzter Preisfeststellung für die Wertpapiere, die den Inhaber-Zertifikaten zugrundeliegen, bis auf den Baranteil in Höhe von 48,4 T€ mit einem Wert von Null angesetzt wurden."

Hamburg, 20. April 2012

IMPRESSUM

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49

E-Mail: [email protected] http://www.varengold.de

Vorstand

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi M. Hans Dastmaltchi

Aufsichtsrat Willi Müller Hans J.M. Manteuffel Prof. Peter Andree

Register Amtsgericht Hamburg, HR B 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzins trumentenim eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG. Zudem besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Erlaubnis für Anlageberatung gem. §1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG sowie die Erlaubnis für Eigengeschäft gem. §1 Abs. 1a Satz 3 KWG.

Einlagensicherung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsun ternehmen (EdW) an.

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

Hinweise zum Inhalt

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind Aussagen, die nicht nur Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, sondern sie umfassen auch Aussagen über Annahmen und Erwartungen sowie die zugrunde liegenden Annahmen. Diese Aussagen beruhen auf Planungen, Schätzungen und Prognosen, die dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichtes zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen beziehen sich deshalb nur auf den Tag, an dem sie gemacht werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass alle unsere auf die Zukunft bezogenen Aussagen mit bekannten oder unbekannten Risiken und Unwägbarkeiten verbunden sind und auf Schlussfolgerungen basieren, die zukünftige Ereignisse außerhalb unseres Einflussbereichs betreffen. Für deren Richtigkeit und Vollständigkeit, beziehungsweise für das tatsächliche Eintreten der gemachten Angaben, können wir daher keine Haftung übernehmen. Der Vorstand übernimmt keine Verpflichtung, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse weiterzuentwickeln. Eine Vielzahl wichtiger Faktoren kann dazu beitragen, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von zukunftsgerichteten Aussagen abweichen. Solche Faktoren sind etwa eine Veränderung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage oder der Wettbewerbssituation, eine drohende Verschlechterung der Ertragslage aus Sonderbelastungen durch Zahlungen an die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) sowie die Verfassung der Finanzmärkte, aus denen die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen erheblichen Teil ihrer Erträge aus dem Wertpapierhandel erzielt.

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