Annual Report • Apr 30, 2009
Annual Report
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WERTPAPIERHANDELSBANK AG
INTELLIGENTE INVESTMENTS
| 02. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE | 4 – 5 |
|---|---|
| 03. WAS UNS BEWEGT – WAS WIR BEWEGEN | 6 – 9 |
| 04. UNSERE LEISTUNGEN | 10 – 17 |
| ■ VARENGOLD: IHR EXPERTE FÜR MANAGED FUTURES | 12 – 13 |
| ■ ASSET MANAGEMENT | 14 – 15 |
| ■ CAPITAL MARKETS-BROKERAGE | 16 – 17 |
| 05. BERICHT DES AUFSICHTSRATS | 18 – 21 |
| 06. JAHRESABSCHLUSS (HGB) | 22 – 45 |
| ■ BILANZ | 24 – 25 |
| ■ GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 26 – 27 |
| ■ ANHANG | 28 – 33 |
| ■ LAGEBERICHT | 34 – 44 |
| ■ BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS | 45 |
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das Jahr 2008 war für die gesamte Finanzbranche eines der schwierigsten und turbulentesten Jahre seit langem: Marktführende Investmentbanken verzeichneten Liquiditätsengpässe, Aktienmärkte brachen ein und massive staatliche Unterstützungen waren weltweit notwendig, um ein Kollabieren des Finanzsystems zu verhindern.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG profi tierte im Geschäftsjahr 2008 von den unruhigen globalen Marktbedingungen und ist mit ihren beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital Markets-Brokerage weiterhin stabil aufgestellt. Mit 658 TEUR erzielte die Gesellschaft einen deutlichen Jahresüberschuss nach HGB.
Herausragender Meilenstein im Bereich Asset Management war die erneute Prämierung des Dach-Hedgefonds, dem HI Varengold CTA Hedge. Für seine im Jahr 2008 erzielte Rendite von 16,26 % bei vergleichbar geringem Risiko wurde er durch den Springer Finanzen Verlag und I.B.C. Consulting for Institutional Banks als bester deutscher Dachhedgefonds ausgezeichnet. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen übertraf der Fonds sowohl die Renditeerwartungen als auch das angestrebte Fondsvolumen und konnte so unsere einzigartige Expertise auf diesem Gebiet beweisen.
Im Geschäftszweig Capital Markets-Brokerage stand die Implementierung des neuen Produktes Währungshandel (Forex) im Mittelpunkt. Die im Jahr 2007 im Rahmen eines Asset-Deals übernommene Handelssoftware und Vertriebsstruktur eines schweizer Brokers konnte erfolgreich in die Geschäftsprozesse der Varengold Wertpapierhandelsbank AG eingebunden und optimiert werden. Das Produkt trug somit signifi kant zur nachhaltigen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Bereich Capital Markets-Brokerage bei.
Dank gezielter Presseaktivitäten ist es uns im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, den Bekanntheitsgrad der Marke Varengold deutlich zu steigern. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG konnte sich verstärkt in Fachzeitschriften wie der FAZ, Handelsblatt, Das Investment, Financial Times Deutschland, Capital und anderen Magazinen bzw. Zeitschriften sowie in dem Medium TV wie n-tv, Bloomberg und NDR präsentieren.
Dem optimistischen Trend folgend war es uns – im Gegensatz zur allgemeinen Tendenz – möglich, die Mitarbeiterzahl deutlich zu steigern. Im Zuge der Expansion und positiven Nachfrageentwicklung unserer Produkte erhöhte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Anzahl der Beschäftigten auf nun mehr als 40 Mitarbeiter.
Den aufgezeigten Wachstumskurs spiegelt die jüngste Entwicklung unserer Aktie zurzeit leider nicht wider. Das Segment der Small & Mid Caps befand sich im gesamten Jahr 2008 – unter anderem bedingt durch die Finanzkrise – in einem schwankenden Marktumfeld. Eine hohe Volatilität an den Aktienmärkten wirkt sich erfahrungsgemäß besonders stark auf Unternehmen mit geringer Marktkapitalisierung aus; geringes Handelsvolumen begünstigt überdies die Kursvolatilität. Handelsaktivitäten mit vergleichsweise geringen Volumina können so zu signifi kanten, spekulativ motivierten Kursbewegungen führen, die vollständig unabhängig von der faktischen und fundamenten Entwicklung des Unternehmens erfolgen können.
Mit einer Marktkapitalisierung unweit des Buchwertes des Unternehmens ist die Aktie der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein defensives Investment mit hohem Potential auf entsprechende Würdigung der Wettbewerbsvorteile, der Marktstellung und Wachstumsdynamik durch die Börse geworden. Wir werden daher unsere Werte noch stärker sichtbar machen und unsere Strategie zukünftig verstärkt kommunizieren.
Zur weiteren Steigerung des Unternehmenserfolges der Bank werden wir die im Jahr 2008 getroffenen strategischen Entscheidungen auch im aktuellen Geschäftsjahr konsequent verfolgen und optimieren. Unser Fokus liegt daher im kontinuierlichen Ausbau des Vertriebes in beiden Geschäftsfeldern Asset Management und Capital Markets-Brokerage. Hierfür suchen wir neben dem bereits eröffneten Offi ce in Dubai mögliche Partner, um den Internationalisierungsgrad der Varengold Wertpapierhandelsbank AG weiter voranzutreiben.
Wir bedanken uns bei unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen sowie bei allen, die durch ihr außerordentliches Engagement zum Unternehmenserfolg der Varengold Wertpapierhandelsbank AG beigetragen haben.
Hamburg, im April 2009
Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi
Varengold ist die einzige Investmentbank Deutschlands mit einem nunmehr 14-jährigen ausschließlichen Fokus auf dem Bereich der Managed Futures, der zur Klasse der systematisch quantitativen Hedgefonds-Strategien zählt und als Königsdisziplin des Asset Managements gilt. Das Unternehmen wurde 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi – damals noch Studenten – in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Die heutigen Vorstände lernten sich auf einem Seminar zum Thema Technische Analyse kennen. Beide spezialisierten sich während ihres Studiums in verschiedenen Praktika bei Brokerhäusern auf Managed Futures-Strategien in Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten.
Zur Abbildung und Umsetzung ihrer Strategien wählten die beiden Gründer das derivative Finanzinstrument des Futures, da dieser
Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi setzten zunächst eigenentwickelte Handelsstrategien, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten, als Single-Ansatz sehr erfolgreich um und konnten damit Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed Futures-Manager erreichen. Sehr schnell erkannten sie den Nutzen der Diversifikation über verschiedene Handelsstrategien hinweg: Sie integrierten zum eigenen Handelsansatz komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofil führten. Der Geschäftsbereich Asset Management, in dem die Selektion und der Einsatz externer Managed Futures-
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Manager angesiedelt sind, war damit geboren. Auf dem soliden Fundament der langjährigen Erfahrungen der Gründer aus dem eigenen Handel als Managed Futures-Manager steht das Asset Management von Varengold bis heute. Über die Jahre hinweg wurde es durch den Einkauf von wirtschaftswissenschaftlichen und finanzmathematischen Kompetenzen umfassend ergänzt. In den vergangenen neun Jahren baute die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die den Vorständen – vorwiegend durch Besuche – persönlich bekannt sind.
Bereits im Entwicklungsstadium des Geschäftsbereichs Asset Management wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Stilintegrität und der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed-Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager sichtbar wurden. Dazu nutzte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG frühzeitig die Möglichkeiten des Internets und stellte als einer der ersten Anbieter eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die EchtzeitBrokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital Markets-Brokerage wurde etabliert und zog weitere Kunden an. Unter diesen waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Heute nutzen mehr als 7.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich rund 55 Mrd. Euro die Varengold-Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl für börslich als auch für nur außerbörslich verfügbare Produkte wie Forex und CFDs.
2003 erhielt Varengold die Lizenz als Investmentbank (i. S. d. §1 Abs. 3d S. 3 KWG). Damit wurde Yasin Sebastian Qureshi mit 29 Jahren der jüngste Vorstand einer deutschen Investmentbank. Die Umwandlung der Rechtsform in eine Aktiengesellschaft erfolgte bereits im Jahre 1999.
Anlagen in Managed Futures zählen zur Oberklasse der Hedgefonds. Sie durften bis zum Investmentmodernisierungsgesetz 2004 nur als Private Placement angeboten werden. Daher konzentrierte sich das Asset Management der Varengold Wertpapierhandelsbank AG zunächst auf Mandate von Finanzdienstleistern sowie
die Konstruktion von White-Label-Fonds für Vermögensverwalter mit eigenem Kundenstamm. Gemeinsam mit der Société Générale und der Hansainvest initiierte die Bank 2006 mit dem HI Varengold CTA Hedge den ersten deutschen zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Managed Futures-Dach-Hedgefonds. Dieser wurde 2007 gleich zwei Mal zum besten deutschen Dach-Hedgefonds prämiert, weitere Auszeichnungen zum besten deutschen Dach-Hedgefonds folgten 2008. Im Jahre 2007 ging zudem das erste deutsche "Managed Futures Manager Portal" online, das Investoren einen weltweiten Überblick über verschiedenste Manager in diesem Bereich gibt und ihnen so einen transparenten Markteinblick sowie eine eigene Manager-Auswahl ermöglicht. Anfang 2009 stellte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit dem Ausbau der Internetpräsenz Varengold Bank FX schließlich eine Plattform zur Verfügung, die professionellen, privaten und institutionellen Händlern die Möglichkeit bietet, am weltweiten FX-Handel teilzunehmen und davon zu profitieren.
Heute beschäftigt die Investmentbank mehr als 40 Mitarbeiter und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Hamburg eine Repräsentanz in Dubai sowie Service-Support-Offices in Shenzhen (China) und Zürich (Schweiz). Die Kerngeschäftsfelder sind nach wie vor das Asset Management und der Bereich Capital Markets-Brokerage, der die Wertpapierabwicklung umfasst. Im Bereich des Asset Managements werden seit dem Jahr 2000 keine eigenen Managed Futures-Single-Strategien mehr eingesetzt, so dass der Investmentprozess als Dachfonds-Manager vollständig unabhängig und objektiv, d.h. frei von Konzernzwängen ist.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist auch nach der Notierung an der Deutschen Börse im Entry-Standard im März 2007 eine inhabergeführte und eigenbestimmte Investmentbank geblieben. Mehr als 50 % der Anteile sind im Besitz der Gründer und heutigen Vorstände. Die Kapitalerhöhung im Zuge des Börsengangs wurde durchgeführt, um aufstrebende Managed Futures-Manager fördern zu können. Varengold hat hierzu ein so genanntes "Hedgefonds-Hotel" eingerichtet, um frühzeitig Talente zu erkennen und sich künftige Kapazitäten in diesen Strategien zu sichern. Die Kernkompetenzen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG liegen im quantitativen und qualitativen Verständnis von Managed Futures-Handelsstragien sowie in der Selektion erstklassiger Manager mit einer einzigartigen Nähe zum weltweiten Markt. Darüber hinaus finden neueste finanzmathematische Forschungsergebnisse bei der Portfoliokonstruktion auf Dachfonds-Ebene und im Zusammenhang mit anderen Anlageklassen Anwendung, um für jeden Investor das optimale Risiko-Rendite-Profil zu generieren.
Managed Futures sind Anlageprodukte auf Basis von standardisierten, meist börsengehandelten Kontrakten, insbesondere Futures und Optionen, die aktiv von Managed Futures-Managern gehandelt werden. Managed Futures werden zur Gruppe der systematisch quantitativen Hedgefonds gezählt, da Managed Futures-Manager meist über computergenerierte Kauf- oder Verkaufsignale aktiv am Markt agieren.
Der erste Managed Futures-Fonds wurde 1949 von dem amerikanischen Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian aufgelegt. Ursprünglich erwarb er seine Kenntnisse im Wertpapiergeschäft, aber angeregt durch den Börsencrash 1929 spezialisierte er sich auf die technische Analyse, also das Erkennen von Trends in den Märkten. Sein regelbasierter Handelsansatz ermöglichte erstmals die systematische Investition in Rohstoffe über Terminkontrakte, zu denen die so genannten Futures und Optionen gehören. 1965 boten Dunn & Hargitt sodann das erste computergestützte Handelsmodell an, welches über eine Verwaltervollmacht auf den Konten der Investoren umgesetzt wurde. Der "Managed Account" war geboren.
Einen Boom erlebt die Branche seit den 1970er Jahren, als an den Terminbörsen neben Rohstoffkontrakten auch zunehmend Finanzkontrakte auf Zinsen, Währungen und Aktienindizes verfügbar wurden und somit nahezu jeder Finanzmarkt auch in Form von Futures und Optionen gehandelt werden konnte.
Die ersten Managed Futures-Manager wendeten recht einfache, klassische, technische Handelsmuster an, wie beispielsweise Schulter-Kopf-Schulter, Unterstützung, Widerstand und Ausbruch. In den 80er Jahren wurden die nach Schildkröten in Singapur benannten Turtle Trader bekannt. Richard Dennis und William Eckhard, zwei amerikanische Rohstoffhändler führten Seminare durch, in denen sie erfolgreiches Handeln nach der Turtle Trader Methode lehrten. Ende der 80er Jahre begann das Zeitalter des Computers, welcher zur Analyse historischer Marktpreise eingesetzt wurde, um sodann Handelssignale mittels Algorithmen zu erzeugen.
Dank neuer Analysesoftware wurde in den 90er Jahren eine Vielzahl technischer Indikatoren entwickelt und vielen Menschen zugänglich gemacht (Momentum, exponentiell gleitender Durchschnitt, MACD etc.). Die technologische Entwicklung ermöglichte zudem die Verarbeitung von vielen Daten in kürzester Zeit, so dass auch die Märkte, auf die die generierten Handelssignale angewandt wurden, zunahmen. Diversifi kation nach Markowitz ist somit nicht nur in einem Portfolio aus unterschiedlichen Managed Futures-Managern möglich, sondern fi ndet bereits in den Strategien der einzelnen Managed Futures-Manager statt.
Seit dem Jahrtausendwechsel schenken Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen systematischen Managed Futures-Strategien ihre Aufmerksamkeit. Wissen über die Psychologie der Märkte, neuronale Netze und selbstlernende Algorithmen hielten Einzug in die Handelssysteme, was zum anhaltenden Erfolg und zu einem hohen Entwicklungsstand der Managed Futures-Strategien beiträgt.
Obgleich Managed Futures zur Klasse der Hedgefonds zählen, unterscheiden sie sich deutlich von denen, die in der Presse gern als "Heuschrecke" bezeichnet werden, denn Managed Futures:
Seit Beginn der 90er Jahre beschäftigen sich Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi, die Gründer der Varengold Wertpapierhandelsbank AG und heutigen Vorstände, mit Managed Futures-Strategien. Mit eigenentwickelten Ansätzen konnten sie zu einem Zeitpunkt, als Begriffe wie Futures, Optionen oder Hedgefonds in Deutschland kaum bekannt waren, Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed Futures-Manager erreichen.
Dieses Wissen über den praktischen Handel wurde ergänzt um wirtschaftswissenschaftliche und fi nanzmathematische Kompetenz, so dass die Weiterentwicklung zum Dachfonds-Manager ermöglicht und der Geschäftsbereich Asset Management etabliert wurden. In den vergangenen neun Jahren baute die Investmentbank ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die dem Vorstand und Investmentkomitee persönlich bekannt sind. Die Performanceerfolge der Varengold Wertpapierhandelsbank AG spiegeln die in Deutschland einzigartige Expertise wider und fi nden ihren Höhepunkt in der mehrfachen Auszeichnung des ersten deutschen Dach-Hedgefonds, dem HI Varengold CTA Hedge, zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007 und 2008.
Bereits in den frühen Gründungsjahren wurde erkannt, dass ein strenges Risikomanagement nur dann möglich ist, wenn die Positionen auf Transaktionsebene überwacht werden können. Daher wurde im Geschäftsbereich Capital Markets-Brokerage eine komplette Abwicklungsplattform aufgebaut. Durch die jahrzehntelange Börsenerfahrung konnte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG auch hier eine einzigartige Expertise etablieren, um im 21. Jahrhundert weiterhin Pionierarbeit leisten zu können. So bietet die Investmentbank ihren Kunden eine vollautomatische Orderausführung ohne den Eingriff eines menschlichen Orderdesks. Ob mobil oder vom heimischen Computer aus kann so über eine der weltweit führenden Handelsplattformen, den VarengoldFox Trader, rund um die Uhr und rund um die Welt gehandelt werden.
Der HI Varengold CTA Hedge ist die Lösung für deutsche Investoren, in vollem Umfang von den Vorteilen der Anlageklasse Managed Futures zu profitieren. Sein Ziel ist es, unabhängig von den Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten, eine stetig positive Rendite zu erzielen.
Der HI Varengold CTA Hedge investiert seine Gelder in Managed Futures-Manager, welche unterschiedliche Handelsansätze verfolgen. Das Investmentkomitee der Varengold Wertpapierhandelsbank AG unterscheidet dabei in fünf Substrategien, auf die das Investmentkapital entsprechend der Marktlage verteilt wird: Trendfolge, Short-Term-Trading, Global Macro, Discetionary Trading und FX-Trading. Sowohl die einzelnen Manager in den Substrategien als auch die Substrategien untereinander unterscheiden sich durch die Art und Weise, wie die Kauf- und Verkaufssignale generiert werden, sowie durch den Zeithorizont, über den die Positionen gehalten werden. Außer rein diskretionären Entscheidungen kommen komplexe computergestützte oder statistische Modelle zum Einsatz, um Ineffizienzen im Markt profitabel zu nutzen.
Managed Futures-Manager unterliegen keinen festen Beschränkungen hinsichtlich der Wahl der Handelsstrategien, der geogra-
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phischen Zielmärkte sowie der genutzten Finanzinstrumente. So reicht das gesamte Spektrum von reinen Futures- oder Optionsprogrammen über Mischstrategien bis hin zu Managed Futures-Managern, die z. B. Forex in Kassamärkten handeln. Allein die Wahl des Finanzproduktes erzeugt ein unterschiedliches Rendite-Risiko-Profil. Das Varengold Investmentkomitee ist bestrebt, die einzelnen Manager so zusammen zu stellen, dass sich ihre unterschiedlichen Handelseigenschaften optimal ergänzen und die Gewichtungen der einzelnen Substrategien entsprechend den makroökonomischen Entwicklungen und Vorhersagen angepasst sind, um für den Investor im HI Varengold CTA Hedge eine stabile Rendite zu erwirtschaften.
Der HI Varengold CTA Hedge hat sich in den Jahren 2007 und 2008 trotz häufiger Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten als sehr krisensicher positioniert. Der Fonds erreichte im Jahr 2008 eine Rendite von 16,26 % und wurde nach 2007 erneut als bester deutscher Dach-Hedgefonds prämiert. Die Auszeichnungen erhielt er von der I.B.C. Consulting for Institutional Banks und vom Springer Finanzen Verlag. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist stolz, sich mit diesen Ergebnissen für das Vertrauen ihrer Investoren bedanken zu können.
Die Bewegungen der Kapitalmärkte im vergangenen Jahr zeigen, wie schnell und stark sich diese verändern können und wie wichtig bei niedrigem Risiko eine stabile Rendite ist, die unabhängig von der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte generiert wird. Für das Jahr 2009 wird das Anknüpfen an das erreichte Ergebnis aus dem Jahr 2008 verfolgt. Auch in der aktuellen Marktlage, die immer wieder von deutlichen Abwärtstrends gekennzeichnet ist, kann der HI Varengold CTA Hedge positive Renditen erzielen, da Managed Futures-Manager sowohl von steigenden als auch von
Mit einer kumulierten Rendite von ca. 112 % war der HI Varengold CTA Hedge deutlich renditestärker als die bekannten Marktindizes von Aktien und Anleihen. Darüber hinaus besitzt er mit durchschnittlich 8,2 % jährlichem Risiko eine deutlich kleinere Volatilität als der Aktienindex Welt.
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fallenden Marktlagen profitieren und die verwalteten Gelder über alle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe hinweg streuen können.
Der beste deutsche Dach-Hedgefonds, der HI Varengold CTA Hedge, bestätigt damit seine Position als null-korreliertes Investment zu traditionellen Anlageklassen und anderen Hedgefonds-Strategien. Er ist eine krisensichere Anlagemöglichkeit.
Die exzellente Renditeentwicklung des HI Varengold CTA Hedge wird im unten dargestellten Rendite-Risiko-Universum noch deutlicher. Er erwirtschaftete bei lediglich 1,07 % p. a. mehr Risiko eine um 3,66 % p. a. höhere Rendite als seine Marktbenchmark, der Barclays CTA-Index. Die traditionellen Anlageklassen lieferten eine geringere Rendite bei teilweise höherem Risiko.
* Die Kennzahlenberechnung erfolgte über den Zeitraum 01.07.2001 bis 31.03.2009. Der HI Varengold CTA Hedge wurde erst im Januar 2006 aufgelegt. Die Performancezahlen vor diesem Zeitpunkt beruhen auf gebührenbereinigten Rückrechnungen. Die historische Performance ist keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Aktienindex (weltweit) wird durch den MSCI World Gross-Index, der Managed Futures-Index durch den Barclay CTA-Index und der Anleihenindex (weltweit) durch den Bloomberg Bond Indices Euro Govt 7-10Yr dargestellt.
Risikohinweis: Diese Informationsschrift berücksichtigt weder spezielle Anlageziele noch die finanzielle Situation oder besondere Bedürfnisse des Empfängers. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zu einem Kauf für Wertpapiere, Finanzinstrumente oder sonstige Anlageformen zu verstehen. Die dargestellte Anlageform ist nicht für jeden Empfänger als Anlageinstrument geeignet. Historisch erwirtschaftete Renditen beauftragter Derivateverwalter (CTAs / Handelsprogramme) sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit kann nur Anhaltspunkte über mögliche zukünftige Entwicklungen bieten. Termingeschäfte (Futures und Optionen) sind mit extrem hohem Risiko verbunden und es besteht jederzeit das Risiko des Totalverlustes Ihrer Investition. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- bzw. Steuerberatern oder anderen Beratern einzuholen sowie die Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Die enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG für verlässlich hält. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedoch nicht übernehmen.
WÄHREND EUROPA SCHLÄFT, HANDELT TOKIO - MIT VARENGOLD HANDELN SIE GLOBAL - ZU JEDER ZEIT.
FOREX IST EINZIGARTIG IN DER INVESTMENTWELT, DA EIN HANDEL RUND UM DIE UHR UND ÜBERALL AUF DER WELT MÖGLICH IST UND DAMIT EIN ENORMES WACHSTUMSPOTENTIAL HAT. IM GEGENSATZ ZU ANDEREN ANLAGEKLASSEN IST EIN WARTEN AUF DEN NÄCHSTEN HANDELSTAG NICHT ERFORDERLICH, UM EINE GUTE MARKTLAGE GEWINNBRINGEND NUTZEN ZU KÖNNEN. DIE VAREN-GOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG BIETET IHREN KUNDEN DIE NEUSTEN TECHNOLOGIEN, UM DIE POTENTIALE DES MARKTES VOLL AUSZUNUTZEN.
Im Jahre 2007 hat die Varengold Wertpapierhandelsbank AG den Forex-, d.h. Devisenhandel, der über die technologisch führende Handelsplattform VarengoldFox Trader einem globalen Publikum zugängig ist, in den Geschäftsbereich Capital Markets-Brokerage integriert.
Die weltweiten Devisenmärkte haben einen Umsatz von ca. 4 Billionen USD pro Tag, was im Vergleich das tägliche Handelsvolumen der New York Stock Exchange (NYSE) von rund 75 Milliarden USD (1,9 %) wie ein Taschengeld erscheinen lässt. Der Währungshandel ist ursprünglich nach dem Fall des Bretton-Woods-Goldstandards im Jahre 1973 zwischen Bundesbanken entstanden und hat sich seit 1998 mit zunehmender Technologisierung seinen Weg in die Unternehmen und privaten Haushalte gebahnt. Heute ist es jedem, der einen Computer oder ein Mobiltelefon mit Internetverbindung besitzt, möglich, rund um die Uhr und weltweit Devisen zu handeln. Die Zeitlosigkeit dieses Marktes resultiert aus seiner Ortslosigkeit. Anders als bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen existiert kein fester Börsenplatz, denn Devisen werden in einem virtuellen Netzwerk der Interbankenbeziehungen gehandelt.
Der VarengoldFox Trader ist eine mächtige Online-Handelsplattform, durch die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ihren Kunden Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten ermöglicht. Das Besondere hierbei ist, dass die Ausführung der Transaktionen rein elektronisch erfolgt. Anders als bei anderen Anbietern in diesem Bereich springt ein manuelles Orderdesk nur bei technischen Störungen ein. Die daraus resultierenden Kosteneinsparungen kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG direkt an ihre Kunden weitergeben. Zudem wird die Geschwindigkeit der Auftragsausführung erhöht, was sich besonders in sehr schnellen Marktphasen mit hoher Handelsfrequenz bemerkbar macht.
Die Handelsplattform VarengoldFox Trader gehört weltweit zu den stabilsten Systemen in diesem Bereich und bietet neben der reinen Orderplatzierung viele weitere Funktionalitäten, die ihn deshalb auch bei professionellen Händlern sehr beliebt macht:
Die Software für den VarengoldFox Trader bietet die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nicht nur für den Computer, sondern auch für das Mobiltelefon an. Diese Innovation erweitert die Welt des Devisenhandels und gibt dem Händler die Flexibilität, jederzeit seine Positionen kontrollieren und gegebenenfalls den aktuellen Marktereignissen anpassen zu können. Mit zunehmendem Ausbau der Mobilfunknetze wird es so in Zukunft auch möglich sein, uneingeschränkten Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten zu bekommen.
das Geschäftsjahr 2008 stand weltweit im Zeichen der Finanzmarktkrise, die ihren vorzeitigen Höhepunkt in global darniederliegenden Aktienmärkten und einer weltweiten Rezession fand. Umso mehr freut es uns, dass es dem Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank gelungen ist, mit vielen neuen Ideen und trotz schwierigster Rahmenbedingungen auf breiter Front unseren geschäftlichen Erfolg zu steigern.
Nachdem durch Anerkenntnisurteil vom 12. November 2008 aufgrund diverser Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung vom 6. August 2008 auch die Wahl der Aufsichtsräte für nichtig erklärt wurde, war eine gerichtliche Bestellung von Nöten, um die Handlungsfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen. Am 5. Dezember 2008 bestellte das Registergericht Hamburg die Herren Professor Peter Andree, Professor an der Hafencity Universität, Hamburg, Hans J.M. Manteuffel, Rechtsanwalt, Langenfeld sowie Willi Müller, Vereidigter Buchprüfer und Steuerberater, Soderstorf, zu Aufsichtsratsmitgliedern. Der Aufsichtsrat konstituierte sich sodann ungesäumt auf einer telefonischen Sitzung am 12. Dezember 2008 und wählte Herrn Müller zum Vorsitzenden sowie Herrn Manteuffel zu seinem Stellvertreter.
Im Berichtsjahr haben wir als Aufsichtsrat die uns nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Vorstände laufend überwacht. Auf gemeinsamen Sitzungen sowie in diversen Einzelgesprächen haben wir alle uns überlassenen Informationen geprüft und hinterfragt. Darüber hinaus waren wir dem Vorstand in Fragen strategischer Planungen sowie bei der Erörterung diverser Einzelfragen ein ständig zur Verfügung stehender und beratender Ansprechpartner. Hierzu gehörte insbesondere ein reger fruchtbarer Austausch über die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens, die Finanzmarktkrise sowie die Durchführung der Hauptversammlung für das Jahr 2008 und der Umgang mit den erhobenen Anfechtungsklagen. Beschlüsse des Aufsichtsrates in der Zeit nach der Neubestellung in der Hauptversammlung vom 6. August 2008 bis zur gerichtlichen Neubestellung wurden, soweit erforderlich, nachfolgend bestätigt.
Insgesamt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzlich zur vorgenannten konstituierenden Sitzung sechs Aufsichtsratssitzungen abgehalten, und zwar am 19. Februar 2008, am 19. Mai 2008, am 3. Juli 2008, am 15. Juli 2008, am 15. September 2008 und am 6. November 2008. Sämtliche Sitzungen erfolgten unter Teilnahme der Aufsichtsratsmitglieder und der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat informierte sich gerade während der tiefgehenden und sich täglich verschärfenden Finanzmarktkrise neben den Aufsichtsratssitzungen auch außerhalb der Sitzungen in persönlichen Besprechungen über die aktuelle Unternehmensentwicklung und Sachverhalte wie die Anfechtungsklagen um einen kritischen Aktionär. Alle erheblichen Fragen betreffend den Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung und die strategische Weiterentwicklung sowie sonstige Vorgänge von Bedeutung wurden dabei beantwortet und erläutert. Hierbei handelte es sich insbesondere um Themen wie die Entwicklungsperspektiven für das Jahr 2008, die Frage, welche Rechtsgeschäfte des Vorstandes laut der Geschäftsordnung des Vorstandes einer Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, und ob hier Erweiterungsbedarf besteht. Ein weiterer Komplex dieser Besprechungen war wie bereits im letzten Jahr die Erörterung der wirtschaftlichen Sinnhaftigkeit von Niederlassungen im Ausland. Der Aufsichtsrat war somit stets aktuell informiert und hat vom Vorstand neben detaillierten Berichten im Rahmen der gemeinsamen Sitzungen monatlich schriftlich und sehr zeitnah seine Informationen erhalten.
Darüber hinaus informierte sich der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr über eine Vielzahl von Einzelthemen. So hat der Vorstand auf der Sitzung vom 19. Februar 2008 umfassend Bericht gegeben zur Entwicklung des Jahres 2007 und den Entwicklungsperspektiven für das Jahr 2008 sowie die Verhandlungen mit verschiedenen Übernahmekandidaten bzw. Kooperationspartnern. Außerdem wurde die Verlängerung des Mietvertrages über die Geschäftsräume der Gesellschaft genehmigt. Am 19. Mai 2008 wurden Vorstandsangelegenheiten behandelt sowie die Beteiligung an einem neuen Vertriebsunternehmen.
Im Rahmen der Sitzungen wurden dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr vom Vorstand umfassende Erläuterungen und detaillierte Finanzdaten (Zwischenabschlüsse und monatliche Abschlüsse, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und BWA sowie der Fortschreibung der Unternehmensplanung für das laufende Jahr) übermittelt und sodann vom Aufsichtsrat auf Plausibilität im Zeit- und Branchenvergleich sowie Vollständigkeit geprüft.
Im Jahre 2008 ist Herr Gerd Wentzien mit Ablauf der Hauptversammlung aus gesundheitlichen Gründen aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. An seiner Stelle wurde Herr Manteuffel gewählt und gerichtlich bestellt. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr wie schon in den vorangegangenen Geschäftsjahren auf Grund der Unternehmensgröße und der Tatsache, dass der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht, auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet.
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. August 2008 wählten die Aktionäre die NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008. Zwar wurde diese Bestellung durch Anerkenntnisurteil vom 12. November 2008 als Folge der Anfechtungsklagen für nichtig erklärt. Das Amtsgericht Hamburg hat jedoch unter dem 5. Januar 2009 auf Vorschlag der Organe die genannte Gesellschaft gerichtlich bestellt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags an NPP Niethammer, Posewang & Partner durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend und beinhaltete klare Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit den Abschlussprüfern.
Der vom Vorstand nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss 2008 und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2008 wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft NPP Niethammer, Posewang & Partner geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Dem Aufsichtsrat wurde rechtzeitig vor der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung vom 6. April 2009 der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 einschließlich des Lageberichts zur Verfügung gestellt. Dieser Jahresabschluss wurde auf der Bilanzaufsichtsratssitzung gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer eingehend erörtert. Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen und den Jahresabschluss und den Lagebericht seinerseits geprüft. Der Jahresabschluss 2008 der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde sodann ohne Einwendungen gebilligt und ist damit festgestellt. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Besprechung der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 16. Juni 2009, insbesondere auch, inwieweit die im vergangenen Jahr angefochtenen Beschlüsse nachgeholt werden sollen.
Der Aufsichtsrat hat auf seiner bilanzfeststellenden Sitzung auch zustimmend Kenntnis vom freiwillig erstellten Jahresabschluss nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) genommen, nachdem ihm dazu auf Nachfragen vom Vorstand Erläuterungen, insbesondere zu den vom gesetzlichen Jahresabschluss abweichenden Positionen und Bewertungen gegeben wurden.
Wir danken dem Vorstand und den Mitarbeitern für ihren persönlichen und fachlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2008.
Hamburg, den 6. April 2009
Willi Müller Vorsitzender des Aufsichtsrats
NACH HANDELSGESETZBUCH (HGB)
VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG GROSSE ELBSTRASSE 27 22767 HAMBURG
| BILANZ | 24–25 |
|---|---|
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 26–27 |
| ANHANG | 28–33 |
| A. ALLGEMEINE ANGABEN | 28 |
| B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN | 28 |
| C. WÄHRUNGSUMRECHNUNG | 29 |
| D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ | 30 |
| 1. Postenübergreifende Angaben | 30 |
| 2. Postenindividuelle Angaben | 30 |
| E. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 32 |
| F. SONSTIGE ANGABEN | 32 |
| 1. Organe | 32 |
| 2. Mitarbeiter | 33 |
| 3. Mitgliedschaften | 33 |
| 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen | 33 |
| 5. Ergebnisverwendung | 33 |
| 6. Deutscher Corporate Governance Kodex | 33 |
| LAGEBERICHT | 34–44 |
| A. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT DER GESELLSCHAFT | 34 |
| 1. Unternehmensprofil und Geschäftsfelder | 34 |
| 2. Branchenentwicklung | 35 |
| B. GESCHÄFTSVERLAUF DER GESELLSCHAFT | 36 |
| C. LAGE DER GESELLSCHAFT | 38 |
| 1. Vermögenslage | 38 |
| 2. Finanzlage | 38 |
| 3. Ertragslage | 39 |
| D. RISIKEN | 40 |
| 1. Risikomanagementsystem | 40 |
| 2. Adressausfallrisiken 3. Liquiditätsrisiken |
40 40 |
| 4. Marktpreis- und Wechselkursrisiken | 40 |
| 5. Operationelle Risiken und wachsende Komplexität | 41 |
| 6. Geschäftsrisiko | 42 |
| 7. Institutsaufsicht | 42 |
| 8. Stresstest | 42 |
| E. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG | 43 |
| 1. Nutzung des Cross Selling-Potenzials | 43 |
| 2. Attraktivität für internationale Kundenkreise | 43 |
| F. VERGÜTUNGSBERICHT | 43 |
| G. NACHTRAGSBERICHT | 43 |
| H. PROGNOSEBERICHT | 44 |
| HINWEIS AUF DEN IFRS JAHRESABSCHLUSS | 44 |
| BESTÄTIGUNGSVERMERK DES WIRTSCHAFTSPRÜFERS | 45 |
Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg zum 31. Dezember 2008
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Barreserve a) Kassenbestand |
2.448,59 | 5,7 | |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig b) andere Forderungen |
1.414.777,84 59.821,15 |
1.474.598,99 | 2.265,5 59,8 2.325,3 |
| 3. Forderungen an Kunden - darunter: an Finanzdienstleistungsinstitute: 0,0 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR) |
2.854.486,04 | 2.090,7 | |
| 4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
277,13 | 0,4 | |
| 5. Beteiligungen - darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten: 0,0 TEUR (im Vorjahr: 0,0 TEUR) |
182.918,03 | 182,9 | |
| 6. Treuhandvermögen | 14.321.980,14 | 20.124,0 | |
| 7. Immaterielle Anlagewerte | 1.204.417,78 | 939,5 | |
| 8. Sachanlagen | 389.356,50 | 233,2 | |
| 9. sonstige Vermögensgegenstände | 64.071,38 | 20,7 | |
| 10. Rechnungsabgrenzungsposten | 17.760,74 | 3,3 |
Summe Aktiva 20.512.315,32 25.925,7
Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg zum 31. Dezember 2008
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| Kreditinstituten | |||
| a) täglich fällig | 0,00 | 13,2 | |
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder | |||
| Kündigungsfrist | 0,00 | 0,0 | |
| 0,00 | 13,2 | ||
| 2. Treuhandverbindlichkeiten | 14.321.980,14 | 20.124,0 | |
| 3. sonstige Verbindlichkeiten | 584.227,23 | 878,5 | |
| 4. Rückstellungen | |||
| a) andere Rückstellungen | 313.500,00 | 275,0 | |
| 5. Eigenkapital | |||
| a) gezeichnetes Kapital | 1.332.337,00 | 1.332,3 | |
| b) Kapitalrücklage | 3.799.943,50 | 3.799,9 | |
| c) Gewinnrücklagen | 18.400,00 | 18,4 | |
| d) Bilanzgewinn/-verlust | 141.927,45 | -515,6 | |
| 5.292.607,95 | 4.635,0 |
Summe Passiva 20.512.315,32 25.925,7
Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg für das Geschäftsjahr 2008
| EUR | EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. Zinserträge aus | ||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) festverzinslichen Wertpapieren |
649.435,21 | 684,9 | ||
| und Schuldbuchforderungen | 0,00 | 0,0 | ||
| 649.435,21 | 684,9 | |||
| 2. Zinsaufwendungen | -154.112,53 | -42,0 | ||
| 495.322,68 | 642,9 | |||
| 3. laufende Erträge aus | ||||
| a) Aktien und anderen nicht | ||||
| festverzinslichen Wertpapieren | 0,00 | 0,0 | ||
| b) Beteiligungen | 21.600,00 | 24,8 | ||
| c) Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 | 0,0 | ||
| 21.600,00 | 24,8 | |||
| 4. Provisionserträge | 9.704.644,88 | 8.234,7 | ||
| 5. Provisionsaufwendungen | -5.416.867,18 | -6.801,2 | ||
| 4.287.777,70 | 1.433,5 | |||
| 6. sonstige betriebliche Erträge | 184.430,44 | 428,9 | ||
| 7. allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | -1.469.789,60 | -843,5 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwend- ungen für Altersversorgung und |
||||
| für Unterstützung | -175.283,01 | -116,9 | ||
| darunter: für Altersversorgung: | 0,00 | |||
| -1.645.072,61 | -960,4 | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | -2.183.411,58 | -1.713,6 | ||
| -3.828.484,19 | -2.674,0 | |||
Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg für das Geschäftsjahr 2008
| EUR | EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| 8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und |
||||
| Sachanlagen | -423.215,00 | -190,1 | ||
| 9. sonstige betriebliche Aufwendungen | -10.825,54 | -6,8 | ||
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen |
-66.340,31 | -71,4 | ||
| Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen |
-16,2 | |||
| 12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 660.100,25 | -428,4 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0,0 | ||
| 14. sonstige Steuern | -2.597,00 | -1,9 | ||
| -2.597,00 | -1,9 | |||
| 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 657.503,25 | -430,3 | ||
| 16. Verlust-/Gewinnvortrag | -515.575,80 | -85,3 | ||
| 17. Bilanzgewinn/-verlust | 141.927,45 | -515,6 | ||
| behandelte Wertpapiere | 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf | -165,53 |
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 150 werden seit Januar 2008 gem. § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam erfasst. GWG mit Anschaffungswerten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 werden gem. § 6 Abs. 2a EStG in einem über fünf Jahre abzuschreibenden Sammelposten erfasst. Die Auswirkungen der Bewertungsänderung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt von untergeordneter Bedeutung.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Übrigen gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.
Hintergrund der im Vorjahr gemäß § 269 Satz 1 HGB aktivierten Aufwendungen (TEUR 101) für die Erweiterung des Geschäftsbetriebs war die Übernahme von Kunden, Kundenvermögen, Software und Mitarbeitern der Schweizer Gesellschaft Finex Group GmbH, Zürich, um im Forex-Handel tätig zu werden. Die nach § 269 Satz 2 HGB einem Ausschüttungsverbot unterliegende Bilanzierungshilfe wird gemäß § 282 HGB seit 2008 über vier Jahre abgeschrieben. Die Aufwendungen (TEUR 25) sind unter "Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen" ausgewiesen.
Der Kassenbestand ist zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wird möglichen Adressenausfallrisiken durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig und werden deshalb mit dem EZB-Referenzkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Da der Wert der sich im Bestand befindlichen börsennotierten Aktien am Abschlussstichtag dauerhaft gemindert ist, sind sie nicht zu Anschaffungskosten sondern zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Beteiligungen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu An-schaffungskosten bewertet. Anhaltspunkte für Wertminderungen liegen nicht vor.
Die Bewertung der aus Kundengeldern resultierenden Treuhandverbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag, der dem Nennwert der insbesondere bei Brokern sowie Kreditinstituten als Sicherheitsleistungen gehaltenen Vermögensgegenstände entspricht. Die Kundengelder werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Entgeltlich erworbene Software wird unter den Immateriellen Anlagewerten ausgewiesen und wie die Sachanlagen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei sind grundsätzlich die steuerlichen AfA-Sätze zugrunde gelegt.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten (im Wesentlichen vorausbezahlte Versicherungen) werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.
Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.
Eventualverpflichtungen und Andere Verpflichtungen bestehen nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum Nennbetrag angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.
Der Posten "Andere Verwaltungsaufwendungen" ist in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB weiter untergliedert.
Die Beträge sind in TEUR angegeben.
Die unter den "Provisionserträge" aufgeführten Erträge fallen zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar, Schweizer Franken, Britische Pfund und Japanische Yen an. Unterjährig gehen zahlungsmäßig abgewickelte Erträge mit den jeweiligen Tageskursen in die Gewinn- und Verlustrechnung ein. Daraus resultierende Fremdwährungsguthaben werden gemäß § 340h Abs. 1 HGB zum Bilanzstichtag mit den folgenden Stichtagskursen in Euro umgerechnet.
| 1 EUR | = | USD 1,3980 | 1 EUR | = | GBP 0,9606 |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR | = | SFR 1,4860 | 1 EUR | = | JPY 126,45 |
Verluste oder Gewinne aus der Währungsumrechnung werden gemäß § 340h Abs. 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt und im Zinsergebnis ausgewiesen.
Zum 31. Dezember 2008 lauten die folgenden Bilanzposten auf Fremdwährungen:
| Bilanzposten | 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 3 | 43 |
| Forderungen an Kunden | 495 | 11 |
| Treuhandvermögen | 5.053 | 864 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 5.053 | 864 |
Wertänderungen des zum Stichtagskurses umgerechneten Treuhandvermögens gehen zu Gunsten bzw. zu Lasten der Treugeber.
Die Bank hat zum Bilanzstichtag die folgenden Termingeschäfte abgeschlossen bzw. in den Büchern:
| Angaben in TEUR | Nominalbetrag Restlaufzeiten |
Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| bis ein Jahr |
ein bis fünf Jahre |
mehr als fünf Jahre |
positiv | negativ | |
| Devisenfutures (long) | 1.431 | 0 | 0 | 0 | 81 |
| Gesamt | 1.431 | 0 | 0 | 0 | 81 |
Zur teilweisen Absicherung gegen mögliche künftige Währungsverluste aus geplanten Provisionserträgen des Jahres 2009 hat die Bank Devisentermingeschäfte (Futures) mit einem Gesamtvolumen von USD 2 Mio (TEUR 1.431) abgeschlossen. Die zum Bilanzstichtag nicht abgewickelten Termingeschäfte werden gemäß § 340h Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem Terminkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für negative Marktwerte ist eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 52 gebildet worden. Die Aufwendungen sind innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Im Hinblick darauf, dass es sich hierbei um entgangene Gewinne des Jahres 2009 und damit um betriebswirtschaftlich nicht begründete Belastungen der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2008 handelt, wurden bei der Rückstellungsdotierung USD-Zuflüsse der Monate Januar und Februar 2009 im Sinne werterhellender Ereignisse nach dem Abschlussstichtag berücksichtigt. Die gebildete Rückstellung ist im Folgejahr bzw. bei Realisierung der abgesicherten Provisionserträge zugunsten der Provisionserträge zu verbrauchen.
1.1 Beziehungen zu Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und zu Aktionären
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 2.854 | 2.091 |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
245 | 360 |
| davon gegenüber Aktionären | 81 | 50 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 584 | 878 |
| davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
285 | 696 |
| davon gegenüber Aktionären | 275 | 682 |
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.475 | 2.325 |
| bis drei Monate | 1.475 | 2.325 |
| Forderungen an Kunden | 2.854 | 2.091 |
| bis drei Monate | 2.623 | 1.840 |
| mehr als drei Monate bis ein Jahr | 10 | 42 |
| mehr als ein Jahr bis fünf Jahre | 179 | 63 |
| mehr als fünf Jahre | 42 | 146 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 13 |
| bis drei Monate | 0 | 13 |
Die Forderungen an Kunden bestehen zu großen Teilen aus Provisionsforderungen gegen Brokern bzw. Kapitalanlagegesellschaften.
Wir halten folgenden, nicht börsennotierten Anteilsbesitz:
| Gesellschaft | Beteiligungs quote % |
Buchwert TEUR |
Eigenkapital 31.12.2008 TEUR |
Ergebnis 2008 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg | 16,00 | 58 | 2.465*) | -590*) |
| TCMF Trading Concept Managed Futures GmbH, Lotte | 25,15 | 125 | 105*) | -64*) |
*) ungeprüfter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008
Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung an unserer Gesellschaft in Höhe von 5,18 %.
| Anschaffungskosten | Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 1.1.2008 | Zugänge 2008 |
Abgänge 2008 |
kumuliert | 2008 | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
| Beteiligungen | 365 | 0 | 0 | 182 | 0 | 183 | 183 |
| Aufwendungen für die Erwei terung des Geschäftsbetriebs |
101 | 0 | 0 | 25 | 25 | 76 | 101 |
| Immaterielle Anlagewerte | 1.223 | 583 | 0 | 678 | 292 | 1.128 | 838 |
| Sachanlagen | 807 | 262 | 0 | 680 | 106 | 389 | 233 |
| Summe | 2.496 | 845 | 0 | 1.565 | 423 | 1.776 | 1.355 |
Die Immateriellen Anlagewerte bestehen im Wesentlichen aus entgeltlich erworbener Software sowie Konzessionen und gewerblicher Schutzrechte. Die Sachanlagen entfallen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung (einschließlich Mietereinbauten).
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte im Wesentlichen in Euro und in US-Dollar, sowie teilweise auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken und Yen, gehalten.
Das Treuhandvermögen gliedert sich in folgende Aktivposten:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 13.493 | 17.199 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 829 | 2.925 |
| Summe | 14.322 | 20.124 |
Die Treuhandverbindlichkeiten gliedern sich in folgende Passivposten:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 14.322 | 20.124 |
| Summe | 14.322 | 20.124 |
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus Sicherheitseinbehalten (TEUR 20) und aus einer nur vorüber gehend gehaltenen Minderheitsbeteiligung in Höhe von 8 % an der Flobbi GmbH, Hamburg, (TEUR 25).
In dieser Position sind im Wesentlichen ausstehende Provisionszahlungen an Kooperationspartner für die Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von TEUR 365 (2007: TEUR 682) enthalten.
Die Rückstellungen sind im Wesentlichen für Tantiemen TEUR 166 (2007: TEUR 90), für Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 50 (2007: TEUR 99) sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (siehe 4.2.8 Termingeschäfte) TEUR 52 (2007: TEUR 0) gebildet.
Das voll eingezahlte Grundkapital (TEUR 1.332) ist eingeteilt in 1.332.337 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien. Die Kapitalrücklage (TEUR 3.800) stammt hauptsächlich (TEUR 3.774) aus der im Vorjahr erfolgten Kapitalerhöhung. 328.177 neue Aktien wurden mit einem Agio von EUR 11,50 je Aktie ausgegeben.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 502.080 Euro (502.080 Aktien) zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Im Zinsergebnis sind Wechselkursverluste von TEUR 20 (im Vj. Wechselkursgewinne TEUR 11) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge wurden im Wesentlichen aus der Untervermietung von Büroräumen erzielt.
Abweichend zur Handelsbilanz wurden steuerbilanziell in Vorjahren die Aufwendungen für die Ingangsetzung des Geschäftsbetriebs (§ 269 HGB) nicht aktiviert, sondern als Betriebsausgabe geltend gemacht. Infolge dessen bestehen zum Jahresende 2008 weiterhin ausreichend steuerliche Verlustvorträge, so dass in 2008 trotz des handelsrechtlichen Bilanzgewinns keine laufenden Ertragsteuern anfallen.
1.1 Aufsichtsrat
Vereidigter Buchprüfer
Professor HafenCity Universität Hamburg
Herr Willi Müller Vorsitzender des Aufsichtsrats
Herr Gerd Wentzien Stellvertretender Vorsitzender Bankvorstand a.D. (bis September 2008)
Herr Hans J. Manteuffel Stellvertretender Vorsitzender Selbständiger Rechtsanwalt (seit September 2008)
Herr Manteuffel ist zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Volksbank Mönchengladbach e. G., Mönchengladbach. Die anderen Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG wahr.
1.2 Vorstand
Strategisches Management und Vertriebsvorstand
Herr Yasin S. Qureshi
Asset-Management und Legalvorstand
Beide Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt. Neben seiner Tätigkeit im Vorstand der Bank nimmt Herr Qureshi ein Mandat als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wahr.
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2008 TEUR 374 (Vj. TEUR 243). Sie beinhalten TEUR 250 (Vj. TEUR 153) erfolgsunabhängige Komponenten und TEUR 124 (Vj. TEUR 90) erfolgsbezogene Komponenten.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Vergütungen von insgesamt TEUR 10 (Vj. TEUR 10). Zusätzlich trug die Gesellschaft die Versicherungsprämie für die Vermögenschadenhaftpflichtversicherung.
Der zum Vorjahresende einem Vorstandsmitglied gewährte Kredit (TEUR 13; Zinssatz 5 % p.a.) wurde im Berichtsjahr getilgt.
Zum Abschlussstichtag sind weder Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats Kredite oder Vorschüsse eingeräumt. Darüber hinaus ist die Bank gegenüber diesem Personenkreis keine Haftungsverhältnisse eingegangen.
Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug insgesamt 25 (2007: 23), darunter befanden sich 7 (2006: 5) Mitarbeiterinnen sowie 2 Auszubildende (2007: 2). Teilzeitkräfte sind in diesen Zahlen entsprechend der geleisteten Arbeitszeit anteilig enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt unverändert zum Vorjahr 50% der Normalarbeitszeit. Alle Mitarbeiter sind in Deutschland tätig.
Die Bank ist Mitglied im EdW Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin, sowie im Alternative Investments e.V., Bonn.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen (TEUR 2.020; Vj. TEUR 2.326), umfassen vor allem Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. TEUR 293 sind in 2009 fällig.
Das Ergebnis soll wie im Vorjahr auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt notiert. Wir verzichten auf die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (§ 161 AktG), da unsere Gesellschaft nicht börsennotiert im Sinne des § 3 Abs. 2 AktG ist.
Hamburg, 13. März 2009
Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi mit dem Ziel gegründet, deutschen Investoren einen Zugang zu internationalen Asset-Management Strategien zu eröffnen. Die Bank hat sich bis heute zu einer Investmentbank mit exklusivem Fokus auf Managed Futures in ihren zwei Kernbereichen Asset Management und Capital Markets-Brokerage entwickelt. Als Pionier mit dieser Spezialisierung in Deutschland hat die Bank langjährige und umfassende Expertise aufbauen können und konzentriert sich auf die Betreuung kleiner und mittlerer institutioneller sowie privater Kunden. Zum Ende des Berichtszeitraumes werden weltweit über 7.000 Kunden betreut.
Zu den institutionellen Kunden zählen – neben den vertriebsorientierten Finanzinstituten – zahlreiche bedeutende, bankenunabhängige Finanzportfolioverwalter, Banken, Fondsgesellschaften und Produktinitiatoren. Diese werden umfassend bei der Optimierung der Produktauswahl und -konzeption sowie bei ihrer Umsetzung der Handelsstrategie, bei Abwicklung und Settlement beraten und begleitet. Privaten Kunden bietet das Unternehmen einen umfassenden Private Banking Service für Alternative Investments. Im Privatkundengeschäft mit Derivaten zählt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit ihren mehreren tausend Kunden zu den größten Online-Brokern im Handel mit Futures & Options, CFDs (Contract for Difference) und Währungen (Forex) in Deutschland.
Neben dem Hauptsitz in Hamburg unterhält die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Service-Support-Offices in Shenzhen (China), Zürich (Schweiz) und Dubai (Vereinte Arabische Emirate).
Das Unternehmen hat eine Zulassung als Kreditinstitut gemäß § 1 Kreditwesengesetz (KWG) für folgende Geschäfte:
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Sie ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V.
Die Aktien des Unternehmens wurden am 20. März 2007 zum Handel an den Börsen in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und zum elektronischen Handel XETRA zugelassen. Seitdem werden sie im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.
Dienstleistungen für die Kunden werden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management und Capital Markets-Brokerage erbracht. Für das effiziente Zusammenwirken der Geschäftsfelder unterhält Varengold eine geschlossene Bankstruktur.
Die Expertise im Bereich der Anlageklasse Managed Futures bildet die Kernkompetenz der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Asset Management. Ziel eines Managed Futures-Investments ist insbesondere, Investitionsrisiken der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen im Gesamtportfolio zu vermindern, indem das Diversifikationspotenzial durch eine annähernde Null-Korrelation im Wertpapierportfolio – empfohlen wird ein Investitionsgrad von ca. 25% innerhalb eines herkömmlichen Renten- und Aktienportfolios – genutzt wird. Der Erfolg der Anlageklasse leitet sich insbesondere aus den folgenden Eigenschaften von Managed Futures ab:
Streng reguliert Managed Futures-Manager unterliegen einer strengen Regulierung durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden. Produkte und Verantwortliche werden behördlich registriert.
Hohe Liquidität Managed Futures investieren fast ausschließlich in liquide, regulierte Terminmärkte. Ein Manager kann daher seine Positionen täglich liquidieren. Ein- und Ausstiege in Fonds oder Zertifikate sind im Gegensatz zu anderen Hedgefonds wöchentlich oder monatlich möglich.
Im Bereich der Managed Futures wird auf Basis ausgesuchter, meist systematischer Handelsansätze externer Managed Futures-Manager investiert. Dazu hat die Bank ein Netzwerk externer Vermögensverwalter und Managed Futures-Manager etabliert, welches durch die Varengold Wertpapierhandelsbank AG regelmäßig einer Due Diligence unterzogen wird. Innerhalb dieses Segments bietet die Bank maßgeschneiderte, kundenspezifische Portfolios.
Dieser Ansatz im Portfoliomanagement hat das Unternehmen zu einem der führenden deutschen Institute in der Kooperation mit weltweit tätigen, namhaften Vermögensverwaltern und Managed Futures-Managern gemacht. Die von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG geschaffene, europaweit erste Managed Futures-Plattform ermöglicht Investoren den sicheren und transparenten Zugang zur Welt der Managed Futures-Manager. Die Expertise des Unternehmens wird durch die mehrfache Wahl des eigenen Dach-Hedgefonds mit exklusivem Fokus auf Managed Futures, dem HI Varengold CTA Hedge, zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007 und 2008, unterstrichen. Die Auszeichnungen wurden durch I.B.C. Consulting for Instituional Banks und vom Springer Finanzen Verlag verliehen. Der Fonds konnte als einer der wenigen Fonds der alternativen Investments seine selbst definierte Zielrendite erreichen und sogar übertreffen.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG konzipiert Finanzprodukte (Zertifikate, Hedgefonds, Spezialgesellschaften) für Asset Manager, Finanzvertriebe und sogenannte Introducing Broker unter besonderer Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und liefert "schlüsselfertige" Produktinnovationen einschließlich der Koordination externer Dienstleistungen, beispielsweise im IT-Bereich.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bietet den Onlinehandel in allen marktfähigen börsengehandelten Derivaten. Neben einem umfangreichen Angebot im Handel mit Währungen (Forex) für institutionelle und private Kunden, einer führenden Stellung im Handel mit CFDs (Contract for Difference) und dem Handel in Futures und Options wird die gesamte Handelsarchitektur für einige der bedeutenden Spezialanbieter Europas zur Verfügung gestellt.
Im aktiven Derivate-Trading hat die Bank ein spezielles deutschsprachiges Order- und Supportdesk sowie ein exklusives Full-Service-Konzept entwickelt, das den Kunden sämtliche Leistungen aus einer Hand sowie die optimale Unterstützung für ein professionelles Trading bietet. Das tägliche Handelsvolumen liegt im Durchschnitt bei über 250 Millionen US-Dollar.
Neben den Vorteilen der Kontoführung durch eine deutsche Bank stehen neueste Trading-Supportsoftware und eine Auswahl hochprofessioneller Online-Handelsplattformen mit elektronischer Ausführung zur Verfügung. Darüber hinaus können Kunden den margenstärkeren Telefonhandel nutzen.
Der Bankensektor befindet sich seit 2007 in einer der schwierigsten Phasen seit Bestehen der Branche. Einige, vor allem große, systemrelevante Banken hätten ohne staatliche Unterstützung große Schwierigkeiten, ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten oder schreiben Milliardenverluste. So musste beispielsweise die Commerzbank als zweitgrößte Bank Deutschlands SoFFin-Garantien (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung) von bis zu 15 Milliarden Euro in Anspruch nehmen und erhält 8,2 Milliarden Euro in Form einer stillen Einlage. Die Deutsche Bank als Branchenprimus verbuchte im Jahr 2008 einen Verlust vor Steuern von 5,7 Milliarden Euro.
Auch kleine Banken sind von der Finanzkrise betroffen. Nachteilig wirkt sich für sie aus, dass sie als nicht systemrelevant eingestuft werden und somit eine erhebliche Schieflage mit höherer Wahrscheinlichkeit zu einer Insolvenz führen wird, als bei systemrelevanten Banken.
Weitere Branchenunsicherheiten resultieren aus den veränderten Bilanzierungsregeln nach IFRS, die von nahezu allen großen Banken genutzt werden. Im Oktober 2008 lockerte das IASB (International Accounting Standards Board) die Fair Value Accounting-Regelungen. Danach ist es Unternehmen nunmehr erlaubt, Finanzanlagen, die zum Fair Value bewertet werden, nach dem Restbuchwert zu bilanzieren. Im extremen Fall bedeutet dies, dass Wertpapiere, für die kein Marktwert ermittelt werden kann, zum Buchwert bilanziert werden können. Die externe Analyse der Bilanz wird somit deutlich schwieriger.
Die Finanzkrise hatte für die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bisher keine negativen Folgen, da die Gesellschaft fast ausschließlich Eigenkapital finanziert ist und somit von möglichen Refinanzierungsthemen nicht betroffen ist. Da die EZB die Leitzinssätze jedoch erheblich gesenkt hat, fielen die Zinserträge der Gesellschaft in den letzten Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich niedriger aus. Weil die Zinserträge nur einen relativ geringen Anteil am Gesamtertrag der Gesellschaft ausmachen, werden die Auswirkungen das Geschäftsmodell der Varengold voraussichtlich nicht wesentlich beeinträchtigen. Eine deutliche Zurückhaltung der Kunden ist aufgrund der internationalen Ausrichtung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG bislang nicht zu spüren gewesen.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG setzte sich von der weltweit negativen Branchenentwicklung ab und agiert in wachsenden Märkten. Sowohl der Bereich Capital Markets-Brokerage als auch das Asset Management tragen positiv zum Wachstum der Varengold bei. Von den hohen Handelsaktivitäten an den Weltmärkten profitiert die Varengold Wertpapierhandelsbank AG in ihrer Funktion als Broker (Capital Markets-Brokerage), da ihre Kunden ihre Positionen häufiger öffnen und schließen. Insbesondere das Produkt Contract for Difference (CFDs), dessen Ersteinführung in Deutschland gemeinsam mit der Hanseatic Brokerhouse Securities AG vollzogen wurde, setzte ihr starkes Wachstum fort. CFDs konnten sich verstärkt als Alternative zu herkömmlichen Aktienderivaten wie Optionsscheinen oder Discount-Zertifikaten behaupten. Auch der international ausgerichtete Währungshandel (Forex) entwickelte sich positiv.
Im Jahr 2008 konnte auch die Sparte Asset Management positiv zum Geschäftsverlauf beitragen. Ihr Zugpferd, der Dachhedgefonds HI Varengold CTA Hedge, wurde nach 2007 erneut im Jahr 2008 mit einer Rendite von mehr als 16 % als bester deutscher Dachhedgefonds mehrfach ausgezeichnet. Obwohl Hedgefonds von der Finanzkrise betroffen waren, in dem das Anlagevolumen sank und die Renditen der meisten Hedgefonds die Erwartungen nicht erfüllen konnten, konnten sich Managed Futures Fonds, wie z.B. der HI Varengold CTA Hedge, von seinen Wettbewerbern absetzen. Dieser investiert direkt in Managed Futures Manager und agiert ohne einen externen Leverage. Der Fonds benötigt kein Fremdkapital und hat somit keine Probleme bei einer Refinanzierung, die aufgrund der reduzierten Kreditvergabe der Banken schwieriger geworden ist.
Im Mittelpunkt des Jahres 2008 standen einerseits die Implementierung des neuen Produktes Währungshandel, zum anderen der Vertrieb des HI Varengold CTA Hedge. Varengold Wertpapierhandelsbank AG hatte Ende 2007 den Währungshandel im Rahmen eines Asset-Deals inklusive der Kunden und deren Kapitaleinlagen, die technologisch führende Handelssoftware und die Vertriebsstruktur eines schweizer Brokers übernommen. Im vergangen Jahr wurden die neu entstandenen Geschäftsprozesse in die Unternehmensstruktur implementiert und optimiert und stellen nun die Grundlage für die international zu erwirtschaftenden Erträge in diesem Geschäftsbereich dar. Die Integration verlief positiv, so dass das neue Geschäftsfeld signifikant zur Umsatz- und Ergebnissteigerung beitrug. Vor allem der Bankstatus der Gesellschaft mit der Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) und einer technologisch führenden Handelsplattform verschafft der Bank einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.
Das Jahr 2008 verlief für den HI Varengold CTA Hedge trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich. Sowohl die Renditeerwartungen als auch das angestrebte Fondsvolumen wurden erreicht. Mit einer Rendite von mehr als 16 % erhielt der Fonds zum zweiten Mal in Folge den "Euro Fund Award" vom Finanzen Verlag als bester Fonds 2008 in der Kategorie Alternative Investments. Weiterhin erhielt der Fonds ebenfalls zum zweiten Mal in Folge den "Germany´s Annual Hedge Fund Award".
Das Fondsvolumen wuchs innerhalb eines Jahres von 13,33 Millionen Euro um mehr als 217 % auf 42,28 Millionen Euro. Die Anleger investierten überproportional in die Anteilsklasse B, in der private Kunden gebündelt werden.
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Fondsvolumen in Mio. Euro (2008)
Quelle: Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Folgende Aspekte des Geschäfts sind ferner hervorzuheben:
Im Jahr 2008 erhöhte sich die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um 6,68 % von 5.802 TEUR auf 6.189 TEUR. Das Treuhandvermögen fiel von 2007 zu 2008 um - 28,83 % von 20.124 TEUR auf 14.322 TEUR. Der Rückgang liegt zum einen in der Trennung von umsatzstarken, aber margenschwachen Geschäften im Bereich Capital Market-Brokerage, die einen signifikanten Anteil am Treuhandvermögen repräsentierten, zum anderen wird das Fondsvermögen der Sparte Asset Management zum großen Teil (z.B. Dachhedgefonds) nicht als Treuhandvermögen in der Bilanz erfasst.
Die Vermögens- und Kapitalstruktur – bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten – stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| Vermögen | 2008 (in %) |
2007 (in %) |
Veränderung (in %) |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) | 67,73 | 73,03 | - 5,30 |
| Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) | 2,89 | 1,09 | 1,80 |
| Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) | 0,67 | 2,52 | - 1,85 |
| Beteiligungen/Anteile an verbundenen Unternehmen | 2,96 | 3,16 | - 0,20 |
| Anlagevermögen | 25,75 | 20,21 | 5,54 |
| Kapital | 2008 (in %) |
2007 (in %) |
Veränderung (in %) |
| Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) | 14,49 | 20,11 | - 5,62 |
| Eigenkapital | 85,51 | 79,89 | 5,62 |
Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von ca. 86 % nahezu Eigenkapital finanziert. Es bestehen einzig sonstige Verbindlichkeiten gegenüber unseren Lieferanten in nennenswerter Größe (TEUR 583), die im folgenden Monat überwiesen werden. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über eine geordnete und gesunde Vermögens- und Kapitalstruktur.
Über die Finanzlage im Jahr 2008 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss, die nach der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) / Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) aufgestellt wurde:
| Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg Kapitalflussrechnung 2008 |
2008 TEUR |
2007 TEUR |
Veränderung TEUR |
|---|---|---|---|
| Jahresergebnis | 658 | -430 | 1.088 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 423 | 190 | 233 |
| +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 0 | 16 | -16 |
| = Cash Flow nach DVFA / SG | 1.081 | -224 | 1.305 |
| +/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 |
| +/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen | 39 | 181 | -142 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva |
-821 | -1.192 | 371 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva |
-295 | -120 | -175 |
| = Cash Flow aus Geschäftstätigkeit | 4 | -1.355 | 1.359 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 0 | 0 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-262 | -96 | -166 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-583 | -683 | 100 |
| - Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebes |
0 | -101 | 101 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen |
0 | -125 | 125 |
| = Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -845 | -1.005 | 160 |
| = Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 1.477 | 2.318 | -841 | |
|---|---|---|---|---|
| + | Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres | 2.318 | 645 | 1.673 |
| +/- Wechselkurs- u. bewertungsbedingte Änderungen | 0 | 0 | 0 | |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | -841 | 1.673 | -2.514 | |
| = Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | 4.033 | -4.033 | |
| - | Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten | 0 | 0 | 0 |
| + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen an stille Gesellschafter | 0 | 0 | 0 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 4.033 | -4.033 | |
| Barreserve | 2 | 6 | -4 |
|---|---|---|---|
| Bankguthaben | 1.475 | 2.325 | -850 |
| Bankverbindlichkeiten | 0 | -13 | -13 |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 1.477 | 2.318 | -841 |
Im Jahr 2008 erwirtschaftete die Gesellschaft einen geringen positiven Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i. H. v. 4 TEUR. Es bestand kein Mittelzufluss bzw. -abschluss aus der Finanzierungstätigkeit (+/-0 TEUR), da die Gesellschaft keine Kapitalmaßnahmen durchgeführt hat. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (-845 TEUR) fiel negativ aus, da die Gesellschaft die Mittel aus dem Börsengang im Jahr 2007 für erhöhte Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen verwendete. Im Resultat verbuchte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Jahr 2008 ein Finanzmittelabfluss von 841 TEUR, die liquiden Mittel sanken von 2.318 TEUR zu Jahresbeginn auf 1.477 TEUR am Jahresende.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG führt neben ihren Forderungen an Kreditinstituten i. H. v. 1.475 TEUR Konten bei Brokern (BGC Cantor oder CMC Markets), die aufgrund ihrer Stati als Broker nicht als Forderungen an Kreditinstitute, sondern als Forderungen an Kunden, ausgewiesen werden müssen. Zur Zeit hält die Gesellschaft ca. 1.005 TEUR an liquiden Mitteln bei beiden Brokern.
In den Forderungen an Kunden sind auch die im Jahr 2008 erzielten Erträge aus dem Dachhedgefonds enthalten, da diese erst im Jahr 2009 ausgezahlt werden. Diese Forderungen belaufen sich auf 1.106 TEUR.
Die Provisionserlöse erhöhten sich von 8.235 TEUR im Jahr 2007 um 17,85 % auf 9.705 TEUR im Jahr 2008. Die Provisionsaufwendungen reduzierten sich um -20,35 % von 6.801 TEUR auf 5.417 TEUR. Das Provisionsergebnis erhöhte sich somit deutlich von 1.434 EUR auf 4.288 TEUR um 199,11 %. Der hohe Anstieg des Provisionsergebnisses resultiert zum einen aus der Fokussierung auf margenstärkere Produkte im Jahr 2008 und zum anderen aus der außerordentlichen Erhöhung der Provisionsaufwendungen im Jahr 2007 durch gezahlte Provisionen für die Eigenkapitalbeschaffung im Rahmen des Börsengangs.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 429 TEUR um -57 % auf 184 TEUR. Da die Bemühungen zum Vertrieb der White Label Produkte reduziert wurden, konnten geringere Erträge für die Fondskonzeption erzielt werden, die bisher als sonstige betriebliche Erträge verbucht wurden.
Die Zinserträge der Gesellschaft sanken leicht von 685 TEUR in 2007auf 649 TEUR in 2008.
Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 1.154 TEUR oder 43,33 % (von 2.674 TEUR auf 3.828 TEUR), da insbesondere erhöhte Personalkosten (von 960 TEUR auf 1.645 TEUR), Werbe-, Bewirtungs- und Reisekosten (von 283 TEUR auf 510 TEUR) sowie Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (von 525 TEUR auf 713 TEUR) anfielen. Das signifikante Wachstum des Personalaufwands in Höhe von 71,30 % resultiert aus der deutlichen Steigerung der Mitarbeiteranzahl und gestiegener variabler Vergütungen.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen stiegen deutlich um 122,63 % von 190 TEUR im Jahr 2007 auf 423 TEUR im Jahr 2008.
In der Summe betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 660 TEUR (Vorjahr: -428 TEUR), der Jahresüberschuss lag bei 658 TEUR (Vorjahr: - 430 TEUR).
Das Erzielen von Erträgen im Bankgeschäft ist i. d. R. nicht ohne das Eingehen von Risiken möglich. Insofern sind der bewusste Umgang, das aktive Management und die laufende Identifikation und Überwachung von Risiken Kernelement der erfolgsorientierten Geschäftssteuerung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.
Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verbundenen internen und externen Risiken hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Bestimmungen der "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) entspricht.
Aufgrund der Größe der Bank ist der Vorstand in sämtliche risikobehafteten Vorgänge von Bedeutung eingebunden. Neben dem primären Kriterium des Vermögensschutzes lässt sich der Vorstand dabei von folgenden Prinzipien leiten:
Zur Beherrschung dieser Risiken wird im Rahmen eines Risikomanagementsystems eine laufende Beobachtung und Bewertung der identifizierten Risiken durchgeführt. Der gesamte Prozess umfasst folgende aufeinander aufbauende Schritte:
Der Vorstand legt die Höhe des zulässigen Gesamtrisikos und dessen Verteilung auf die einzelnen Risikoarten und Kompetenzfelder fest. In diesem Zusammenhang wird permanent Sorge dafür getragen, dass die verschiedenen Geschäftsaktivitäten angemessen mit Eigenkapital unterlegt sind. Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt.
Für die Überwachung der Risikostrategie ist bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Innenrevision verantwortlich.
Basis des Risikomanagementsystems ist die Einteilung der wesentlichen Risiken in die Kategorien Adressenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko, Marktpreisrisiko, Operationelles Risiko und Geschäftsrisiko.
Zum Bilanzstichtag am 31.12.2008 hatte die Gesellschaft offene Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.474 TEUR. Die wesentlichen Teile der Liquiditätsanlagen wurden bei der Dresdner Bank getätigt. Sie unterliegen damit der Einlagensicherung. Darüber hinaus bestehen Konten bei weiteren inländischen Kreditinstituten sowie einem ausländischen Kreditinstitut.
Offenen Kundenforderungen bestanden in Höhe von 2.854 TEUR. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG verfügt über zwei Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen in Höhe von insgesamt 182 TEUR.
Nach § 11 KWG sind Banken dazu verpflichtet, ihre Mittel so anzulegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Der Nachweis darüber ist in einer Liquiditätsanalyse zu erbringen (Liquiditätsgrundsatz). Im Berichtszeitraum betrug die regulatorische Grundsatzkennziffer im Oktober 4,31, im November 3,50 und im Dezember 3,50 und lag damit jederzeit deutlich über dem aufsichtsrechtlich erforderlichen Mindestwert von 1.
Ein Teil der Erträge und ein Teil der Aufwendungen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG entstehen außerhalb der EUR-
Zone. Dadurch unterliegt sie grundsätzlich einem Währungsrisiko. Da der Jahresabschluss des Varengold Wertpapierhandelsbank AG in EUR aufgestellt wird, werden die Fremdwährungsgeschäfte in EUR umgerechnet. Daher unterliegt das Ergebnis der Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedenfalls zum Teil den Auswirkungen der Schwankungen des EUR gegenüber anderen Währungen, insbes. dem US- Dollar.
Zur Risikominimierung betreibt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine aktive Währungsabsicherung an den Terminmärkten mit Hilfe von Gegengeschäften zur Minimierung oder Ausschaltung eines Wechselkursrisikos. Zur konkreten Höhe des Währungsrisikos: den in Dollar erwirtschafteten Erträgen in Höhe von ca. 3.524 TEUR (4.927 TUSD, Umrechnungskurs am 31.12.08: 1,3980) stehen in Dollar entstandene Aufwendungen in Höhe von ca. 1.562 TEUR gegenüber (2.184 TUSD). Die daraus resultierende Nettoposition in Höhe von 1.962 TEUR unterliegt dem Währungsrisiko. In den Währungen Schweizer Franken, Britisches Pfund und japanischer Yen bestehen nicht bewertungsrelevante Währungsrisiken.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG führt ständig eine umfassende Risikoinventur mit einer systematischen Auflistung aller etwaigen operativen Risiken durch und ergänzt sie durch eine Beschreibung der zu ergreifenden Maßnahmen. Die Ergebnisse werden dem Mitarbeiterstab regelmäßig im Rahmen der wöchentlichen Teammeetings zur Kenntnis gegeben und im Organisationshandbuch veröffentlicht, welches alle Risikoparameter enthält. Die Risikoinventur wird fortlaufend weiterentwickelt und durch die Innenrevision überprüft.
Ein weiteres zu beachtendes Risiko stellt der mögliche Ausfall von EDV- und Internetsystemen bzw. Software-Fehlern dar. Das umfangreiche institutionelle Bankgeschäft mit Vermögensverwaltern und Finanzvertrieben unter Einsatz von komplexen Finanzprodukten ist in zunehmendem Maß von hochentwickelten IT-Systemen abhängig. Diese wiederum sind gegenüber einer Reihe von Problemen (Computerviren, Hackern, Soft- oder Hardwarefehler etc.) anfällig. Trotz umfassender Maßnahmen zur Datensicherung und Überbrückung von Systemstörungen lassen sich derartige Störungen und / oder vollständige Ausfälle der EDV- und Internet- Systeme nicht vollständig ausschließen.
Zur Risikominimierung hat die Varengold Wertpapierhandelsbank AG u. a. folgende Maßnahmen ergriffen: alle Steuerungssysteme sind voll redundant. Die Bank verfügt über ein globales ganzheitliches Virenmanagement. Durch Echtzeit-Prüfungen aller Systeme wird eine umfangreiche Kontrolle gewährleistet. Schließlich verfügt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG über Full-Storage-Systeme für alle Server.
Die personellen Risiken bestehen vorwiegend im möglichen Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen, da eine wichtige Komponente für den künftigen Erfolg der Varengold Wertpapierhandelsbank AG das branchenspezifische Know-how des oberen Führungskreises der Gesellschaft, insbesondere der beiden Vorstände Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi, bildet. Ein Ausscheiden schon einer dieser Personen aus der Gruppe könnte sich negativ auf die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft auswirken. Nahezu alle wichtigen Mitarbeiter in Schlüsselpositionen sind an der Varengold Wertpapierhandelsbank AG beteiligt. Auch ein gleichwohl erfolgendes unerwartetes Ausscheiden solcher in der Abwicklung, dem Trading oder der Kunden-Akquisition und Kundenbetreuung langjährig tätiger Mitarbeiter könnte sich erheblich nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken.
Die Abteilung Legal & Compliance ist dafür verantwortlich, das Unternehmen frühzeitig auf mögliche rechtliche Veränderungen vorzubereiten. Sie verfolgt entsprechende Entwicklungen aufmerksam, arbeitet gegebenenfalls die Auswirkungen heraus und informiert die jeweils betroffenen Bereiche zeitnah. Die Informationen gewinnt sie insbesondere über die Mitgliedschaft der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Bundesverband Alternativer Investments, durch dessen allgemeine Rundschreiben sowie durch die Auswertung von Fachzeitschriften.
Schließlich ergibt sich ein weiteres Risiko aus der Mitgliedschaft bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Im Geschäftsjahr 2005 hatte die EdW einen Schadensfall (Phoenix Kapitaldienst GmbH). Aus heutiger Sicht kann weder die Höhe noch der Zeitpunkt einer möglichen Umlage hinreichend genau eingeschätzt werden.
Im September 2008 wurde die Varengold Wertpapierhandelsbank AG von einem Vermögensverwalter auf Schadensersatz verklagt. Das Urteil steht noch aus.
Bei ca. 5.000 telefonischen oder elektronischen Orders (CFD, FX, F&O) je Tag mit einem Volumen von durchschnittlich mehr als 250 Mio. EUR können fehlerhafte Ausführungen nicht vollständig ausgeschlossen werden, auch wenn hier elektronische Mindestpositionsgrenzen sowie 4 Augen-Kontrollen durchgeführt werden.
Bei der Eröffnung von Kundenkonten sowie bei der Vermittlung von Anlageprodukten besteht die Gefahr, dass Kunden einer anderen als derjenigen Risikoklasse zugeordnet werden, der ihrem Anlageziel, ihrer Aufklärungsbedürftigkeit und ihrer Vermögenssituation entspricht. Im Falle von eintretenden Verlusten könnten deswegen Schadensersatzforderungen geltend gemacht werden. Dies gilt vergleichbar in sonstigen Fällen einer falschen oder unzureichenden Aufklärung des Kunden oder einer Fehleinschätzung hinsichtlich der Renditeaussichten oder des Risikos der vermittelten Anlageprodukte. Bei der Gesellschaft könnten sich zudem Haftungsrisiken aufgrund einer Falschberatung hinsichtlich der vermittelten Produkte und Dienstleistungen realisieren. Festzuhalten ist jedoch bei dieser Risikoeinschätzung, dass in den Hauptgeschäftsfeldern der Bank zum einen im Bereich Capital Markets-Brokerage überhaupt keine Beratung stattfindet (CFD / Forex / Futures & Options) und zum andern im Bereich Asset Management bei dem Kernprodukt HI Varengold CTA Hedge ein Direktvertrieb nur an institutionelle und nicht an Privatkunden erfolgt.
Die Nachfrage nach den von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG angebotenen Produkten und Dienstleistungen hängt neben der Akzeptanz dieser Produkte bei Dritten maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung des Bereiches der Alternativen Investments sowie der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ab. Aufgrund der aktuellen Rezession, aus der eine sinkende Anlagebereitschaft in risikoreiche Produkte resultiert, kann eine direkte, und zwar negative Auswirkung auf das Ergebnis der Bank haben. Allerdings ist es bisher nicht absehbar, dass die Varengold Wertpapierhandelsbank AG von der Finanzmarktkrise betroffen sein wird, da volatile Märkte sich aufgrund des Geschäftsmodells der Bank eher positiv auswirken.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG unterliegt auf Grund der Erlaubnis, Bank- und Finanzdienstleistungen erbringen zu dürfen, der Aufsicht durch die BaFin. Ihr gegenüber müssen unter anderem regelmäßig Meldungen gemäß der Solvabilitätsverordnung, der Liquiditätsverordnung sowie Meldungen zu Groß- und Millionenkrediten abgegeben werden. Außerdem ist die Gesellschaft dazu verpflichtet, eine interne Revision gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement zu unterhalten.
Unter Solvabilität versteht man im Bankwesen die Ausstattung eines Kreditinstitutes mit Eigenmitteln. Die Eigenmittel dienen dazu, sich realisierende Risiken des Bankgeschäfts abzudecken. Damit sind die Ansprüche umso gesicherter, je höher die Solvabilität ist. Ein Institut verfügt über angemessene Eigenmittel, wenn die Gesamtkennziffer täglich zum Geschäftsschluss 8 % nicht unterschreitet (§ 10 KWG, § 2 Absatz 6 SolvV). Die Gesamtkennziffer setzt dabei die anrechenbaren Eigenmittel (= haftendes Eigenkapital) in Relation zu den risikobehafteten Positionen.
Im Berichtszeitraum wurde diese Mindestanforderung stets ohne Probleme erfüllt, da die Gesamtkennziffer zwischen 55,51 % (Stand Ende September 2008) und 46,9 % (Stand Ende Dezember 2008) lag.
Für den Fall, dass das Eigenkapital nicht zur Deckung der ermittelten Gesamtrisikosummen reichen sollte, hat der Vorstand den folgenden Notfall-Maßnahmenkatalog beschlossen:
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken nur verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.
Die aktuellen großen Schwierigkeiten der weltweiten Wirtschaft, die durch die Hypothekenkrise hervorgerufen wurden, und die hierdurch anhaltende Verunsicherung der Finanzmärkte werden sich weiterhin durch hohe Volatilitäten auf den Aktienmärkten niederschlagen. Genau dies ist das Umfeld, in dem Managed Futures-Strategien ihr volles Potenzial nutzen können. Managed Futures ist eine der wenigen Anlageklassen, die von der hohen Volatilität an den Märkten profitiert und somit einen positiven Renditebeitrag in den Wertpapierportfolios leistet.
Bei den Investoren bildet sich zunehmend die Erkenntnis, dass Managed Futures keine traditionellen Hedgefonds mit den entsprechenden Nachteilen sind, sondern sich durch Ihre Vorteile von diesen unterscheiden. Diese Einsicht spiegelt sich in einem deutlichen Anstieg des weltweit verwalteten Vermögens wider.
Weitere Chancen ergeben sich aus der zunehmenden Stabilität und Geschwindigkeit des Internets und seiner sich verstärkt entwickelnden Distributionsfunktion. Diese Entwicklung, parallel zum anhaltenden Preisverfall bei Computern und Notebooks, ermöglicht einem breiteren internationalen Publikum den einfachen und kostengünstigen Zugang zu den Kapitalmärkten – dies auch über Varengolds elektronische Handelsplattform. Zudem hebt sich Varengold im internationalen Wettbewerb von Offshorebanken mit seiner nach deutschem Recht erteilten Vollbanklizenz deutlich ab. Für Varengold bietet die gegebene globale Konstellation der Finanzmärkte gute Bedingungen für Wachstum und Profitabilität.
Im Geschäftszweig Asset Management hat sich die Bank im Bereich der Managed Futures eine hervorragende Positionierung durch seine Expertise, die über die letzten 14 Jahre gewachsen ist, erarbeitet. Dieses Wissen verschafft dem Unternehmen einen zeitlichen Wettbewerbsvorteil, der mit zwei bis drei Jahren veranschlagt werden kann. Der Vorsprung wird belegt durch die mehrfache Auszeichnung des dem HI Varengold CTA Hedge zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007 und 2008. Gleichzeitig ist der Markt in Deutschland geschützt durch hohe administrative und regulatorische Eintrittsbarrieren.
Der Zufluss von Investitionen aus dem Geschäftsbereich Asset Management beeinflusst gleichzeitig den Geschäftsbereich Capital Markets durch wachsende Economies-of-Scale positiv. Ebenso wird das Cross Selling-Potenzial zwischen beiden Bereichen unter folgenden Gesichtspunkten verbessert:
Varengold sieht erhebliche Chancen durch internationale Distribution ihrer Brokerage-Leistung im Online-Handel. Weltweit besteht ein zunehmender Bedarf, elektronische Handelsplattformen zur Verwaltung des eigenen Vermögens zu nutzen. Viele Kunden beginnen mit dem Online-Handel, haben aber oft nach kurzer Zeit Interesse an der Unterstützung durch einen professionellen Manager. Varengold arbeitet am Aufbau einer neuen Plattform, die es den Kunden ermöglicht, nicht nur Managed Futures-Manager zu wählen, sondern auch Manager, die sich auf CFDs und Forex spezialisiert haben. Gepaart mit der Möglichkeit Futures, Optionen, Forex und CFDs über eine Plattform zu handeln, sieht Varengold hierin ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.
Die Vergütung des Vorstands enthält als Elemente feste und variable Bezüge. Außerdem bestehen für den Fall der Vertragsbeendigung Verpflichtungen in Form von Ruhegeldzusagen. Nähere Einzelheiten zu den Organbezügen und -krediten sind im Anhang aufgeführt.
Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2008 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung auf.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Jahrsüberschuss von 658 TEUR erfolgreich ab. Die im Jahr 2008 getroffenen strategischen Entscheidungen werden auch im aktuellen Geschäftsjahr konsequent weiter verfolgt und optimiert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG legt im Jahr 2009 ihren Fokus auf den weiteren Ausbau des Vertriebes in beiden Geschäftsfeldern Asset-Management und Capital Markets-Brokerage. Dazu wird neben den aktuellen Service-Centern in China und in der Schweiz eine weitere Repräsentanz in Dubai aufgebaut, das schweizer Service Center wird zu einer Repräsentanz ausgebaut. Derzeit werden mögliche Partner zur Eröffnung weiterer Repräsentanzen gesucht, um den Internationalisierungsgrad der Varengold Wertpapierhandelsbank AG voranzutreiben.
Der Bereich Public Relation wurde durch eine Vielzahl an öffentlichen Auftritten und Artikeln in Zeitungen, Zeitschriften und in Nachrichtensendern gestärkt. Die erfolgreiche Public Relation Arbeit des vergangenen Jahres führt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG auch im laufenden Geschäftsjahr fort.
Aufgrund der niedrigeren Zinssätze, die aus der Finanzkrise resultierten, geht der Vorstand der Gesellschaft von deutlich niedrigeren Zinserträgen im Jahr 2009 sowohl in der Eigenanlage der liquiden Mittel als auch aus dem Treuhandvermögen aus.
Bisher verzeichnete die Varengold Wertpapierhandelsbank AG in ihren beiden Sparten Asset Management und Capital Markets-Brokerage keinen Rückgang der Kundenanzahl bzw. des Anlegevolumens. Es gilt abzuwarten, ob die Finanzkrise die Varengold Wertpapierhandelsbank AG in ihren Kernbereichen erheblich betreffen wird. Der Vorstand der Gesellschaft geht nach aktueller Wirtschaftslage davon aus, dass das Ergebnis der Bank im Jahr 2009 auf ähnlichem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres ausfallen wird.
Die Gesellschaft beabsichtigt, sich an weiteren Unternehmen, die auf dem Gebiet der Alternativen Investments - speziell im Bereich des Vertriebs und der Vermarktung - tätig sind, zu beteiligen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Anbieter im Bereich Capital Markets-Brokerage und Managed Futures-Manager und deren Gesellschaften gelegt.
Eine deutliche Aufstockung des Mitarbeiterstamms ist für das laufende Geschäftsjahr derzeit nicht geplant. Die Gesellschaft beschäftigt aktuell 38 Mitarbeiter.
Freie und Hansestadt Hamburg, im März 2009
Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG erzielte im Jahr 2008 einen Jahresüberschuss von 610.961,76 Euro nach IFRS. Den Jahresabschluss nach IFRS ist auf unserer Internetseite www.varengold.de im Bereich "Investor Relations" abrufbar.
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 3. April 2009
NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Sven Ole Raap Wirtschaftsprüfer
Stephan Buchert Wirtschaftsprüfer
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg
T +49.40.66 86 49 0 F +49.40.66 86 49 49
http://www.varengold.de E-Mail: [email protected]
Steffen Fix , Yasin Sebastian Qureshi
Willi Müller Hans J.M. Manteuffel Prof. Peter Andree
Amtsgericht Hamburg, HR B 73684
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafin.de veröffentlicht.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V.
GROSSE ELBSTRASSE 27 s 22767 HAMBURG s T +49.40.66 86 49 0 s F +49.40.66 86 49 49 WWW.VARENGOLD.DE s [email protected]
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