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Varengold Bank AG

Annual Report Jul 16, 2008

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Annual Report

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WEITER AUF ERFOLGSKURS

Geschäftsbericht

GESCHÄFTSBERICHT 2007

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist seit nunmehr 13 Jahren die erste deutsche Investmentbank mit einem ausschließlichen Fokus auf dem Bereich Managed Futures, der zur Klasse der systematisch quantitativen Hedgefonds-Strategien zählt.

Varengold wurde 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi gegründet, um deutschen Investoren einen Zugang zu internationalen Managed Futures-Strategien zu eröffnen. Aktuell beschäftigt die Investmentbank 25 Mitarbeiter. Die Kerngeschäftsfelder sind Asset Management mit Managed Futures und Capital Markets – Brokerage (Wertpapierabwicklung).

Die Eigenentwicklung von Managed Futures-Strategien mit börsengehandelten Finanzprodukten in Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten stand in den Gründungsjahren im Vordergrund. Seit acht Jahren fokussiert sich die Investmentbank als Dachfonds-Manager auf die Beurteilung und Selektion von externen Managed Futures-Managern aus einem weltweiten Netzwerk. Das Geschäftsfeld Capital Markets baute Varengold zunächst zur Unterstützung des eigenen Risikomanagements auf. Der 2006 aufgelegte Dach-Hedgefonds HI Varengold CTA Hedge wurde 2007 mehrfach als bester deutscher Dach-Hedgefonds ausgezeichnet.

Heute werden hier weltweit über 7.000 Kunden betreut, die diese Dienstleistungen im Handel mit Futures, Optionen, CFDs und Forex nutzen.

Neben dem Hauptsitz in Hamburg unterhält Varengold Service-Support-Offi ces in Shenzhen (China) und Zürich (Schweiz).

Seit dem 20. März 2007 ist die Varengold Wertpapierhandelsbank AG (ISIN DE0005479307) im Entry Standard der Deutschen Börse in Frankfurt notiert.

01 Inhalt

02. BRIEF AN DIE AKTIONÄRE 6 – 7
03. WAS UNS BEWEGT. WAS WIR BEWEGEN. 8 – 11
04. UNSERE PRINZIPIEN 12 – 15
05. UNSERE LEISTUNGEN 16 – 17
■ VARENGOLD: IHR EXPERTE FÜR MANAGED
FUTURES UND CAPITAL MARKETS – BROKERAGE 18 – 19
■ ASSET MANAGEMENT 20 – 21
■ CAPITAL MARKETS – BROKERAGE 22 – 23
06. BERICHT DES AUFSICHTSRATES 24 – 25
07. LAGEBERICHT 26 – 39
08. JAHRESABSCHLUSS 40 – 72
09. PRÜFBERICHT 73

Brief an die Aktionäre

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRE,

im Geschäftsjahr 2007 konnte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ein durch die beiden Geschäftsfelder Asset Management und Capital Markets – Brokerage gestütztes dynamisches und nachhaltiges Wachstum erzielen.

02

Die herausragenden Meilensteine sind im Bereich Asset Management die mehrfache Prämierung des ersten deutschen Dach-Hedgefonds mit exklusivem Fokus auf Managed Futures, dem HI Varengold CTA Hedge, zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007 und im Bereich Capital Markets – Brokerage der Schritt in die Internationalisierung.

Die Nutzung von Skaleneffekten hat sowohl im Bereich Capital Markets – Brokerage als auch im Bereich Asset Management zu einem positiven Ergebnis und einem deutlichen Jahresüberschuss geführt. Mit einem abgewickelten und vermittelten Handelsvolumen von mehr als 10 Mrd. Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der Kundenanzahl und damit einer starken Diversifi kation der Erträge haben wir unseren Wachstumskurs fortgesetzt und deutlich gefestigt. Gleichzeitig wurden im Jahr 2007 die wesentlichen Weichenstellungen für unser weltweites Wachstum in 2008 und darüber hinaus vorgenommen. Das Jahr 2007 war durch die planmäßige und besonnene Investition eines Teils der Gelder des Börsengangs geprägt.

So konnten wir uns an aufstrebenden Managed Futures-Managern beteiligen, um Nachwuchstalente zu gewinnen, und durch einen Asset Deal die technologisch führende Handelssoftware und die Vertriebsstruktur eines Schweizer Forex-Brokers übernehmen. Die handelnden Personen sowie die Repräsentanzen in China und in der Schweiz arbeiten weiterhin exklusiv mit uns zusammen und bilden die Basis für unseren weltweiten Expansionskurs.

Mit der mehrfachen Prämierung des HI Varengold CTA Hedge, dem ersten deutschen Dach-Hedgefonds mit dem exklusiven Fokus auf dem Bereich Managed Futures als bester deutscher Dach-Hedgefonds, haben wir erneut unser einzigartiges Können im Bereich Asset Management bewiesen und unsere Pionierstellung als der Experte für Managed Futures ausgebaut. Dies wird in der Presse und durch ein deutlich gestiegenes Öffentlichkeitsinteresse entsprechend gewürdigt.

Ebenfalls erfreulich haben sich die exklusiven Geschäftsbeziehungen mit unseren Kooperationspartnern im Bereich des Vertriebs und der gemeinsamen Produktkonzeption entwickelt. Auch hier wurde mit der Etablierung neuer, innovativer Produkte die Basis für das zukünftige Wachstum deutlich erweitert und diversifi ziert. Erneut profi tieren wir vom ausgeprägten und anhaltenden Trend der Investition in Rohstoffe im Zusammenhang mit unserer einzigartigen, in den vergangenen 13 Jahren gewachsenen Expertise. Den aufgezeigten Wachstumskurs spiegelt die Entwicklung unserer Aktie leider noch nicht wider. Der Bereich der sog. Small Caps (Unternehmen mit relativ geringer Marktkapitalisierung) befand sich im gesamten Jahr 2007 in einem schwierigen Marktumfeld. Eine hohe Volatilität an den Aktienmärkten wirkt sich erfahrungsgemäß besonders stark auf Unternehmen mit einer relativ kleinen Marktkapitalisierung aus. Das geringe Handelsvolumen begünstigte überdies die Kursvolatilität. Handelsaktivitäten mit vergleichsweise geringen Volumina können so zu signifi kanten, spekulativ motivierten Kursbewegungen führen, die vollständig unabhängig von der faktischen und fundamentalen Entwicklung des Unternehmens erfolgen können.

Mit einer Marktkapitalisierung unweit des Buchwerts des Unternehmens ist die Varengold Aktie ein defensives Investment mit hohem Potential für eine entsprechende Würdigung der Wettbewerbsvorteile, der Marktstellung und Wachstumsdynamik durch die Börse geworden. Wir werden daher unsere Werte noch deutlicher sichtbar machen und unsere Strategie weiter verstärkt kommunizieren. Dazu liegt ein besonderer Fokus in 2008 auf der Bildung der Marke Varengold.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist eine über die vergangenen 13 Jahre stetig gewachsene, inhabergeführte Investmentbank. Seit Gründung sind wir an einer nachhaltigen und langfristigen Entwicklung des Unternehmens interessiert. Dieser Tradition folgend werden wir auch die Etablierung der Varengold Aktie am Kapitalmarkt im Wege eines kontinuierlichen Prozesses weiter vorantreiben.

Die in den vergangenen Jahren gestellten Weichen begründen die Basis für ein beschleunigtes Wachstum und die Generierung nachhaltiger Ertragsstärke. Es ist uns ein harmonischer Übergang von einer privaten zu einer börsennotierten Investmentbank mit einem weltweiten Kundenkreis gelungen. Wir haben uns in den Bereichen Umsatz, Produktbasis und -performance, internationaler Ertragsdiversifi kation, Marktstellung, Kapitalbasis und Vertriebsstärke deutlich entwickelt.

Das Geschäftsmodell der Investmentbank Varengold hat sich erneut bewährt und fi ndet auch in einem heute globalen Marktumfeld Bestätigung. Unsere Strategie ist konsequent auf die Realisierung des Potentials der Anlageklasse Managed Futures ausgerichtet. Während weltweit über 200 Mrd. USD investiert sind, ist Deutschland noch immer ein Entwicklungsland. Aufbauend auf der Basis unserer Marktpositionierung und der geschaffenen Wachstumsbasis mit Blick auf unsere einzigartige Expertise, unsere Produkte und Dienstleistungen sowie unsere Geschäftsbeziehungen, wird die Varengold auch in Zukunft die Investmentbank Deutschlands für Asset Management in Managed Futures und Online-Brokerage sein.

Die im Rahmen des Börsengangs erhöhte Kapitalbasis erlaubt uns hierbei in Zukunft, Marktopportunitäten noch effi zienter, schneller und fl exibler wahrzunehmen.

Wir danken allen, die aktiv durch Investition oder eigene Arbeitskraft zum Wachstum und zum Unternehmenserfolg der Varengold Wertpapierhandelsbank AG beigetragen haben.

Hamburg, im Juli 2008

Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi

Was uns bewegt – was wir bewegen

Die richtige Strategie. Von Anfang an.

Varengold ist die einzige Investmentbank Deutschlands mit einem nunmehr 13-jährigen ausschließlichen Fokus auf dem Bereich Managed Futures, der zur Klasse der systematisch quantitativen Hedgefonds-Strategien zählt und als Königsdisziplin des Asset Managements gilt. Das Unternehmen wurde 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi – damals noch Studenten – in der Rechtsform einer GmbH gegründet. Die heutigen Vorstände lernten sich auf einem Seminar zum Thema Technische Analyse kennen. Beide spezialisierten sich während ihres Studiums in verschiedenen Praktika bei Brokerhäusern auf Managed Futures-Strategien in Aktien-, Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten.

MANAGED FUTURES ALS BASIS UND KERN-KOMPETENZ IM BEREICH ASSET MANAGEMENT

Zur Abbildung und Umsetzung ihrer Strategien wählten die beiden Gründer das derivative Finanzinstrument des Futures, da dieser

  • sowohl an steigenden als auch an fallenden Kursen partizipieren kann
  • auf Grund der Börsennotierung in Echtzeit exakt und objektiv bewertbar sowie ausfallsicher ist
  • eine hohe Liquidität durch die Börse garantiert
  • in allen börsengehandelten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen) verfügbar ist
  • extrem kosteneffi zient ist, da im Verhältnis zum Han delsvolumen sehr geringe Transaktionskosten anfallen

Die beiden setzten zunächst eigenentwickelte Handelsstrategien, die sich auf den systematischen Handel von Rohstoffen und Aktienindizes konzentrierten, als Single-Ansatz sehr erfolgreich um – sie konnten damit Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed Futures-Manager erreichen. Sehr schnell erkannten sie den Nutzen der Diversifi kation über verschiedene Handelsstrategien hinweg: Sie integrierten zum eigenen Handelsansatz komplementäre Strategien auf Dachfonds-Ebene für maßgeschneiderte Portfolios, die zu einem risikoreduzierten Renditeprofi l führten. Der Geschäftsbereich Asset Management, in dem die Selektion und der Einsatz externer Managed Futures-Manager angesiedelt sind, war damit geboren. Auf dem soliden Fundament der langjährigen

10

Wir sind Pioniere in dem, was wir tun. Wenn es sein muss, schwimmen wir gegen den Strom.

Erfahrungen der Gründer aus dem eigenen Handel als Managed Futures-Manager steht das Asset Management von Varengold bis heute. Über die Jahre hinweg wurde es durch den Einkauf von wirtschaftswissenschaftlichen und fi nanzmathematischen Kompetenzen umfassend ergänzt. In den vergangenen acht Jahren baute Varengold ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die dem Vorstand – vorwiegend durch Besuche – persönlich bekannt sind.

PIONIERE MIT MANAGED FUTURES-PLATTFORM: DIE ENTSTEHUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS CAPITAL MARKETS

Bereits im Entwicklungsstadium des Geschäftsbereichs Varengold Asset Management wurde deutlich, dass die Transparenz der Managed Futures-Strategien auf der Ebene jeder einzelnen Transaktion benötigt wird, um ein erfolgreiches Monitoring und Management im Sinne der Stilintegrität und der Handelsstrategien zu sichern. Hierfür war der Aufbau einer Managed-Account-Plattform erforderlich, auf der die Handelsaktivitäten der einzelnen Manager sichtbar wurden. Dazu nutzte Varengold frühzeitig die Möglichkeiten des Internets und stellte als einer der ersten Anbieter eine Abwicklungsstruktur zur Verfügung, die Echtzeit-Brokerage und Online-Reporting ermöglichte. Der Geschäftsbereich Capital Markets – Brokerage wurde etabliert und zog natürlich auch externe Kunden an. Darunter waren nicht nur professionelle Trader und private Investoren, sondern auch Unternehmen, die internationale Zahlungsströme gegen Währungsschwankungen absichern wollten. Heute nutzen 7.000 Kunden weltweit mit einem Transaktionsvolumen von jährlich rund 10 Mrd. die Varengold Zugänge zu den internationalen Finanzmärkten sowohl mit börslich als auch mit nicht börslich verfügbaren Produkten wie Forex und CFDs.

2003 erhielt Varengold die Lizenz als Investmentbank (i. S. d. § 1 Abs. 3d Satz 3 KWG). Damit wurde Yasin Sebastian Qureshi mit 29 Jahren der jüngste Vorstand einer deutschen Investmentbank. Die Umwandlung der Rechtsform in eine Aktiengesellschaft erfolgte bereits 1999.

ERFOLG DURCH INNOVATIVE PRODUKTE MIT AUSZEICHNUNGEN UND NEUE SERVICES FÜR INVESTOREN

Anlagen in Managed Futures zählen zur Oberklasse der Hedgefonds. Sie durften bis zum Investment-Modernisierungsgesetz 2004 nur als Private Placement angeboten werden. Daher konzentrierte sich das Asset Management von Varengold zunächst auf Mandate von Finanzdienstleistern sowie die Konstruktion von White-Label-Fonds für Vermögensverwalter mit eigenem Kundenstamm. 2005 folgte nach Öffnung des deutschen Investitionsmarktes für Hedgefonds das Indexzertifi kat VK1. Dieses Produkt ist ein Multistrategie-Hedgefonds-Zertifi kat mit einer extrem brei-

ten Streuung über alle Strategien des Hedgefonds-Universums hinweg, bei dem Varengold als Co-Manager sowie als Emittent – d. h. Strukturierungspartner – agiert. 2006 initiierte Varengold den ersten deutschen, zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Managed Futures-Dach-Hedgefonds, den HI Varengold CTA Hedge, gemeinsam mit der Société Générale und der Hansainvest. Er wurde 2007 gleich zweimal als bester deutscher Dach-Hedgefonds prämiert. Zudem ging das erste deutsche "Managed Futures Manager Portal" online, das Investoren einen weltweiten Überblick über verschiedenste Manager in diesem Bereich gibt und ihnen so einen transparenten Markteinblick sowie eine eigene Manager-Auswahl ermöglicht.

INTERNATIONALISIERUNG, MARKTORIENTIER-TE SPEZIALISIERUNG, FÖRDERUNG DER NACH-WUCHSKOMPETENZ

Heute beschäftigt die Investmentbank 25 Mitarbeiter und unterhält neben ihrem Hauptsitz in Hamburg Service-Support-Offi ces in Shenzhen (China) und Zürich (Schweiz). Die Kerngeschäftsfelder sind nach wie vor das Asset Management und der Bereich Capital Markets, der die Wertpapierabwicklung (Brokerage) umfasst. Im Bereich des Asset Managements werden seit 2000 keine eigenen Managed Futures-Single-Strategien mehr eingesetzt, so dass der Investmentprozess als Dachfonds-Manager vollständig unabhängig und objektiv, d. h. frei von Konzernzwängen ist.

Varengold ist seit der Notierung an der Deutschen Börse Frankfurt im Entry Standard im März 2007 eine inhabergeführte und eigenbestimmte Investmentbank geblieben. Mehr als 50 % der Anteile sind im Besitz der Gründer und heutigen Vorstände. Die Kapitalerhöhung im Zuge des Börsengangs wurde durchgeführt, um aufstrebende Managed Futures-Manager fördern zu können. Varengold hat hierzu ein sog. "Hedgefonds-Hotel" eingerichtet, um Talente frühzeitig zu erkennen und sich künftige Kapazitäten in diesen Strategien zu sichern.

Die Kernkompetenzen von Varengold liegen im quantitativen und qualitativen Verständnis von Managed Futures-Handelsstrategien sowie in der Selektion erstklassiger Manager mit einer einzigartigen Nähe zum weltweiten Markt. Darüber hinaus fi nden neuste fi nanzmathematische Forschungsergebnisse bei der Portfoliokonstruktion auf Dachfonds-Ebene und im Zusammenhang mit anderen Anlageklassen Anwendung, um für jeden Investor das optimale Risiko-Rendite-Profi l zu generieren.

Unsere Prinzipien

Varengold is dedicated to making a positive contribution to the investment community. Our vision is to become the market leader for intelligent investments, while maintaining the highest standards of corporate governance and business practices.

"We expect our employees to live up to the highest ethical standards in all their dealings with our clients and partners. Providing a superior level of service is a fundamental refl ection of the Bank's core values."

STEFFEN FIX and YASIN SEBASTIAN QURESHI CO-FOUNDERS OF VARENGOLD

OUR GOAL IS TO DELIVER SUPERIOR RETURNS FOR OUR CLIENTS WHILE MAINTAINING THE HIGHEST STANDARDS OF INTEGRITY AND FAIRNESS IN ALL OUR DEALINGS.

OUR STAFF AND THEIR EXPERTISE ARE OUR GREATEST ASSETS. WE VALUE THEIR TALENT AND CREATIVITY AND BELIEVE IN DEVELOPING THEM TO THEIR FULL EXTENT IN OUR PURSUIT OF SERVICE EXCELLENCE.

4.

TRANSPARENCY AND HONESTY LIE AT THE HEART OF OUR BUSI-NESS. WE ARE DEDICATED TO COMPLYING FULLY WITH THE RULES AND ETHICAL PRINCIPLES THAT GOVERN US.

OUR SIZE IS AN ADVANTAGE. WE ARE SMALL ENOUGH TO BE AGILE AND DYNAMIC BUT LARGE ENOUGH TO HAVE GLOBAL PERSPEC-TIVE AND REACH.

OUR REPUTATION IS PARAMOUNT. WHILE AGGRESSIVELY STRIVING TO OUTPERFORM OUR COMPETITORS WE WILL NOT COMPROMISE OUR BUSINESS PRINCIPLES AND ETHICS.

Unsere Leistungen

Varengold: Ihr Experte für Managed Futures und Capital Markets – Brokerage.

DIE ANLAGEKLASSE MANAGED FUTURES – PERMANENTE WEITERENTWICKLUNG ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Managed Futures sind Anlageprodukte auf Basis von standardisierten, meist börsengehandelten Kontrakten, insbesondere Futures und Optionen, die aktiv von Managed Futures-Managern gehandelt werden. Managed Futures werden zur Gruppe der systematisch quantitativen Hedgefonds gezählt, da Managed Futures-Manager meist über computergenerierte Kauf- oder Verkaufssignale aktiv am Markt agieren.

Der erste Managed Futures-Fonds wurde 1949 von dem amerikanischen Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian aufgelegt. Ursprünglich erwarb er seine Kenntnisse im Wertpapiergeschäft, aber angeregt durch den Börsencrash 1929 spezialisierte er sich auf die technische Analyse, also das Erkennen von Trends in den Märkten. Sein regelbasierter Handelsansatz ermöglichte erstmals die systematische Investition in Rohstoffe über Terminkontrakte, zu denen die sog. Futures und Optionen gehören. 1965 boten Dunn and Hargitt dann das erste computergestützte Handelsmodell an, welches über eine Verwaltervollmacht auf den Konten der Investoren umgesetzt wurde. Der "Managed Account" war geboren.

Einen Boom erlebt die Branche seit den 1970er Jahren, als an den Terminbörsen neben Rohstoffkontrakten auch zunehmend Finanzkontrakte auf Zinsen, Währungen und Aktienindizes verfügbar wurden und somit nahezu jeder Finanzmarkt auch in Form von Futures und Optionen gehandelt werden konnte.

Die ersten Managed Futures-Manager wendeten recht einfache, klassische technische Handelsmuster an, wie Schulter-Kopf-Schulter, Unterstützung, Widerstand und Ausbruch. In den 80er Jahren wurden die nach Schildkröten in Singapur benannten Turtle Trader bekannt. Richard Dennis und William Eckhard, zwei amerikanische Rohstoffhändler, führten Seminare durch, in denen sie erfolgreiches Handeln nach der Turtle-Trader-Methode lehrten.

Ende der 80er begann dann das Zeitalter des Computers, welcher zur Analyse historischer Marktpreise eingesetzt wurde, um dann Handelssignale mittels Algorithmen zu erzeugen.

Dank neuer Analysesoftware wurde in den 90er Jahren eine Vielzahl technischer Indikatoren entwickelt und vielen Menschen zugänglich gemacht (Momentum, exponentiell gleitender Durchschnitt, MACD etc.). Die technologische Entwicklung ermöglichte zudem die Verarbeitung von vielen Daten in kürzester Zeit, so dass auch die Märkte, auf die die generierten Handelssignale angewandt wurden, zunahmen. Diversifi kation nach Markowitz ist somit nicht nur in einem Portfolio aus unterschiedlichen Managed Futures-Managern möglich, sondern fi ndet bereits in den Strategien der einzelnen Managed Futures-Manager statt.

Seit dem Jahrtausendwechsel schenken Wissenschaftler aus verschiedensten Disziplinen systematischen Managed Futures-Strategien ihre Aufmerksamkeit. Wissen über die Psychologie der Märkte, neuronale Netze und selbstlernende Algorithmen hielten Einzug in die Handelssysteme, was zum anhaltenden Erfolg und zu einem hohen Entwicklungsstand der Managed Futures-Strategien beiträgt.

MANAGED FUTURES – MEHRWERT DURCH MANAGEMENT

Obgleich Managed Futures zur Klasse der Hedgefonds gezählt werden, unterscheiden sie sich deutlich von denen, die in der Presse gern als "Heuschrecke" bezeichnet werden, denn Managed Futures:

  • bringen stabile Renditen auch in turbulenten Zeiten durch aktives Portfoliomanagement aktiver Single- Strategien auf Dach- bzw Multistrategie-Fonds-Ebene
  • besitzen eine hohe Transparenz und Liquidität durch den Einsatz fast ausschließlich börsengehandelter Instrumente
  • haben ein aktives Risikomanagement auf Transaktionsebene, was ein sofortiges Reagieren auf unerwartete Ereignisse ermöglicht
  • unterliegen einer der strengsten Regulierungen weltweit durch deutsche und internationale Aufsichts behörden
  • besitzen auf Grund systematisch generierter, aktiv erwirtschafteter Renditen eine geringe bis Null- Korrelation zu anderen Anlageklassen und Hedgefonds-Strategien

VARENGOLD – DER DEUTSCHE MANAGED FUTURES-EXPERTE

Seit Beginn der 90er Jahre beschäftigen sich Yasin Sebastian Qureshi und Steffen Fix, die Gründer der Varengold und heutigen Vorstände, mit Managed Futures-Strategien. Mit eigenentwickelten Ansätzen konnten sie zu einem Zeitpunkt, als in Deutschland Begriffe wie Futures, Optionen oder Hedgefonds kaum bekannt waren, Platzierungen unter den Top 10 im Ranking der International Traders Research Inc. (ITR-Ranking) für Managed Futures-Manager erreichen.

Dieses Wissen über den praktischen Handel wurde ergänzt um wirtschaftswissenschaftliche und fi nanzmathematische Kompetenz, so dass die Weiterentwicklung zum Dachfonds-Manager ermöglicht und der Geschäftsbereich Asset Management etabliert wurden. In den vergangenen acht Jahren baute Varengold ein weltweites Netzwerk aus annähernd 1.000 Managed Futures-Managern auf, die dem Vorstand und Investmentkomitee persönlich bekannt sind. Die Performanceerfolge der Varengold spiegeln die in Deutschland einzigartige Expertise wider und fi nden ihren Höhepunkt in der mehrfachen Auszeichnung des ersten deutschen Dach-Hedgefonds, dem HI Varengold CTA Hedge, als bester deutscher Dach-Hedgefonds 2007.

Bereits in den frühen Gründerjahren wurde erkannt, dass ein strenges Risikomanagement nur dann möglich ist, wenn die Positionen auf Transaktionsebene überwacht werden können. Daher wurde im Geschäftsbereich Capital Markets – Brokerage eine komplette Abwicklungsplattform aufgebaut. Durch die jahrzehntelange Börsenerfahrung konnte Varengold hier eine einzigartige Expertise aufbauen, um auch im 21. Jahrhundert Pionierarbeit leisten zu können. So bietet Varengold seinen Kunden heute eine vollautomatische Orderausführung ohne den Eingriff eines menschlichen Orderdesks. Ob mobil oder vom heimischen Computer aus kann so über eine der weltweit führenden Handelsplattformen, dem VarengoldFox Trader, rund um die Uhr und rund um die Welt gehandelt werden.

Asset Management

DER BESTE DEUTSCHE DACH-HEDGEFONDS 2007: HI VARENGOLD CTA HEDGE

Der HI Varengold CTA Hedge ist die Lösung für deutsche Investoren, in vollem Umfang von den Vorteilen der Anlageklasse Managed Futures zu profi tieren. Sein Ziel ist es, unabhängig von den Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten, eine stetig positive Rendite zu erzielen.

Der HI Varengold CTA Hedge investiert seine Gelder in Managed Futures-Manager, welche unterschiedliche Handelsansätze verfolgen. Das Investmentkomitee der Varengold unterscheidet dabei in fünf Substrategien, auf die das Investmentkapital entsprechend der Marktlage verteilt wird: Trendfolge, Short-Term-Trading, Global Macro, Descritionary Trading und FX-Treading. Sowohl die einzelnen Manager in den Substrategien als auch die Substrategien untereinander unterscheiden sich durch die Art und Weise, wie die Kauf- und Verkaufssignale generiert werden, sowie durch den Zeithorizont, über den die Positionen gehalten werden. Außer rein diskretionären Entscheidungen kommen komplexe computergestützte oder statistische Modelle zum Einsatz, um Ineffi zienzen im Markt profi tabel zu nutzen.

Managed Futures-Manager unterliegen keinen festen Beschränkungen hinsichtlich der Wahl der Handelsstrategien, der geographischen Zielmärkte sowie der genutzten Finanzinstrumente. So

Bester deutscher Dach-Hedgefonds 2007

HI Varengold CTA Hedge

reicht das gesamte Spektrum von reinen Futures- oder Optionsprogrammen über Mischstrategien bis hin zu Managed Futures-Managern, die z. B. Forex in Kassamärkten handeln. Allein die Wahl des Finanzproduktes erzeugt ein unterschiedliches Rendite-Risiko-Profi l. Das Varengold Investmentkomitee ist bestrebt, die einzelnen Manager so zusammenzustellen, dass sich ihre unterschiedlichen Handelseigenschaften optimal ergänzen und die Gewichtungen der einzelnen Substrategien entsprechend den makroökonomischen Entwicklungen und Vorhersagen angepasst sind, um für den Investor im HI Varengold CTA Hedge eine stabile Rendite zu erwirtschaften.

Der HI Varengold CTA Hedge hat sich im Jahr 2007 trotz der häufi gen Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten als sehr krisensicher positioniert. Der Fonds erreichte ein positives Jahresergebnis von 7,9 % und schloss 2007 als bester Dach-Hedgefonds Deutschlands. Die Auszeichnungen erhielt er von der I.B.C Consulting for Institutional Banks und vom Springer Finanzen Verlag. Wir sind stolz, dass wir uns für das Vertrauen unserer Investoren mit diesen Ergebnissen bedanken konnten, und freuen uns sehr, dass auch im vergangenen Jahr die Einlagen im Fonds vergrößert werden konnten.

Die Bewegungen der Kapitalmärkte im vergangenen Jahr zeigen uns, wie schnell und stark sich diese verändern können und wie wichtig bei niedrigem Risiko eine stabile Rendite ist, die unabhängig von der Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte generiert wird. Für das Jahr 2008 wird das Anknüpfen an das erreichte Ergebnis aus dem Jahr 2007 verfolgt. Auch in der momentanen Marktlage, die immer wieder von deutlichen Abwärtstrends gekennzeichnet ist, konnte der HI Varengold CTA Hedge positive Renditen generieren, da Managed Futures-Manager sowohl von steigenden als auch von fal-

Mit einer kumulierten Rendite von ca. 81% war der HI Varengold CTA Hedge deutlich renditestärker als die bekannten Marktindizes von Aktien und Anleihen. Darüber hinaus besitzt er mit durchschnittlich 8,2 % jährlichem Risiko eine deutlich kleinere Volatilität als die traditionellen Anlageklassen.

HI Varengold
CTA Hedge
Managed
Futures
Index*
Aktienindex
(weltweit)*
Anleihen
(weltweit)*
Kumulierte Rendite 80,7 % 55,8 % 52,9 % 66,4 %
Jährlicher Ertrag 9,2 % 6,8 % 6,5 % 7,8 %
Jährliches Risiko (Volatilität) 8,2 % 7,6 % 12,7 % 9,1%
Durchschnittlicher monatlicher Ertrag 0,8 % 0,6 % 0,6 % 0,7 %
Anteil positive Monate 67,9 % 59,3 % 61,7 % 65,4 %
Bester Monat 6,7 % 6,5 % 8,9 % 5,7 %
Schlechtester Monat - 4,7 % - 4,6 % -11,0 % - 8,7 %
Sharpe-Ratio (5 %) 0,5 0,2 0,1 0,3

lenden Marktlagen profi tieren und die verwalteten Gelder über alle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffe hinweg streuen können.

Der beste deutsche Dach-Hedgefonds, der HI Varengold CTA Hedge, bestätigt somit seine Position als nullkorreliertes Investment zu traditionellen Anlageklassen und anderen Hedgefonds-Strategien. Er ist eine krisensichere Anlagemöglichkeit.

Die exzellente Renditeentwicklung des HI Varengold CTA Hedge wird noch deutlicher im Rendite-Risiko-Universum unten. Er erwirtschaftete bei lediglich 0,6 % p. a. mehr Risiko 2,4 % p. a. mehr Rendite als seine Marktbenchmark, der Barclays CTA-Index. Die traditionellen Anlageklassen lieferten weniger Rendite bei höherem Risiko.

* Die Kennzahlenberechnung erfolgte über den Zeitraum 01.07.2001 bis 31.03.2008. Der HI Varengold CTA Hedge wurde erst im Januar 2006 aufgelegt. Die Performancezahlen vor diesem Zeitpunkt beruhen auf gebührenbereinigten Rückrechnungen. Die historische Performance ist keine Garantie für zukünftige Erträge. Der Aktienindex (weltweit) wird durch den MSCI World Gross-Index, der Managed Futures-Index durch den Barclay CTA-Index und der Anleihenindex (weltweit) durch den Lehman Brother Long Term Treasury Index dargestellt.

Risikohinweis: Diese Informationsschrift berücksichtigt weder spezielle Anlageziele noch die fi nanzielle Situation oder besondere Bedürfnisse des Empfängers. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zu einem Kaufangebot für Wertpapiere, Finanzinstrumente oder sonstige Anlageformen zu verstehen. Die dargestellte Anlageform ist nicht für jeden Empfänger als Anlageinstrument geeignet. Historisch erwirtschaftete Renditen beauftragter Derivateverwalter (CTAs / Handelsprogramme) sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit kann nur Anhaltspunkte über mögliche zukünftige Entwicklungen bieten. Termingeschäfte (Futures und Optionen) sind mit extrem hohem Risiko verbunden und es besteht jederzeit das Risiko des Totalverlustes Ihrer Investition. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- bzw. Steuerberatern oder anderen Beratern einzuholen sowie die Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Die enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG für verlässlich hält. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedoch nicht übernehmen.

Capital Markets – Brokerage

WÄHREND EUROPA SCHLÄFT, HANDELT TOKIO – MIT VARENGOLD HANDELN SIE GLOBAL – ZU JEDER ZEIT. FOREX IST EINZIGARTIG IN DER INVESTMENTWELT, DA EIN HANDEL RUND UM DIE UHR UND ÜBERALL AUF DER WELT MÖGLICH IST UND DAMIT EIN ENORMES WACHSTUMSPOTENTIAL HAT. IM GEGENSATZ ZU ANDEREN ANLAGEKLASSEN IST EIN WARTEN AUF DEN NÄCHSTEN HANDELSTAG NICHT ERFORDERLICH, UM EINE GUTE MARKTLAGE GEWINNBRINGEND NUTZEN ZU KÖNNEN. VARENGOLD BIETET IHREN KUNDEN DIE NEUSTEN TECHNOLOGIEN, UM DIE POTENTIALE DES MARKTES VOLL AUSZUNUTZEN.

FOREX BEZEICHNET DEN HANDEL IN DEN WELTWEITEN DEVISENMÄRKTEN UND IST EINE DER AM SCHNELLSTEN WACHSENDEN ANLAGEKLASSEN.

Varengold hat Ende des Jahres 2007 den Forex- also Devisenhandel, der über die technologisch führende Handelsplattform VarengoldFox Trader einem globalen Publikum zugängig ist, in den Geschäftsbereich Capital Markets – Brokerage integriert.

Die weltweiten Devisenmärkte haben einen täglichen Tagesumsatz von über 3 Billionen USD, was im Vergleich das tägliche Handelsvolumen der New York Stock Exchange (NYSE) von rund 75 Mrd. USD (2,5 %) wie ein Taschengeld erscheinen lässt. Der Währungshandel ist ursprünglich nach dem Fall des Bretton-Woods-Goldstandards im Jahre 1973 zwischen Bundesbanken entstanden und hat sich seit 1998 mit zunehmender Technologisierung seinen Weg in die Unternehmen und privaten Haushalte gebahnt. Heute ist es jedem, der einen Computer oder ein Mobiltelefon mit Internetverbindung besitzt, möglich, rund um die Uhr Devisen überall auf der Welt zu handeln. Die Zeitlosigkeit dieses Marktes resultiert aus seiner Ortslosigkeit. Anders als bei Aktien, Anleihen und Rohstoffen existiert kein fester Börsenplatz. Devisen werden in einem virtuellen Netzwerk der Interbankenbeziehungen gehandelt.

Der VarengoldFox Trader ist die mächtige Online-Handelsplattform, durch die Varengold seinen Kunden Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten ermöglicht. Das Besondere hierbei ist, dass die Ausführung der Transaktionen rein elektronisch erfolgt. Anders als bei anderen Anbietern in diesem Bereich springt ein manuelles Orderdesk nur bei technischen Störungen ein. Dies reduziert die Kosten, die wir an unsere Kunden weitergeben können, und erhöht die Auftragsausführung, was sich besonders in sehr schnellen Marktphasen mit hoher Handelsfrequenz bemerkbar macht.

Der VarengoldFox Trader gehört weltweit zu den stabilsten Systemen in diesem Bereich und bietet außer der reinen Orderplatzierung viele weitere Funktionalitäten, die ihn deshalb auch bei professionellen Händlern sehr beliebt machen:

  • Unbegrenzte Chartanalyse-Möglichkeiten
  • Unterstützung verschiedener Zeitrahmen
  • Große Anzahl von technischen Indikatoren und Studien
  • Anschluss von automatischen Handelssystemen wie dem Expert Advisor
  • Echtzeit-Datenexport über das DDE-Protokoll
  • Internes E-Mail-System
  • Generierung von Bestätigungen
  • Abrechnungen in Echtzeit

Den VarengoldFox Trader gibt es nicht nur für den Computer, sondern auch für das Mobiltelefon. Diese Innovation erweitert die Welt des Devisenhandels und gibt dem Händler die Flexibilität, jederzeit seine Positionen zu kontrollieren und gegebenenfalls den aktuellen Marktereignissen anzupassen. Mit dem zunehmenden Ausbau des Mobilfunknetzes wird es so in Zukunft auch möglich sein, uneingeschränkten Zugang zu den weltweiten Devisenmärkten zu bekommen.

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstandes der Varengold Wertpapierhandelsbank AG laufend überwacht. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen und mit dem Vorstand hierüber beraten.

Im Geschäftsjahr 2007 haben vier ordentliche Sitzungen sowie weitere, themenspezifi sche Sitzungen stattgefunden. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat in diesen Sitzungen über den Geschäftsverlauf, über die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen und über bedeutende Vorgänge im Unternehmen berichtet. Neben der Erörterung der Geschäftspolitik lag der Schwerpunkt der Beratungen in der Prüfung der Aktivitäten des Vorstands in Bezug auf die weitere Fokussierung auf die Expansion sowie Beteiligungen, wobei im Einzelnen auf die Ausführungen des Vorstandes zu den wesentlichen Entscheidungen hierzu Bezug genommen werden kann.

Über die Ergebnisse der Innenrevision wurde der Aufsichtsrat unterrichtet. Soweit sich Hinweise und Bemerkungen ergaben, hat der Vorstand dies als Richtschnur für erforderliche Veränderungen in einzelnen Betriebsabläufen und Arbeitsgrundlagen angesehen. Der Jahresabschluss 2007 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. An der Abschlusssitzung des Aufsichtsrates nahm Wirtschaftsprüfer Buchert teil. Es wurde über die einzelnen Prüfungsschwerpunkte berichtet und die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates entsprechend beantwortet.

Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2007 wurden geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2007 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 3. Juli 2008 gebilligt. Der Jahresabschluss 2007 ist damit festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen, stimmt der Aufsichtsrat zu.

Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Zusammensetzung im Jahr 2007 nicht verändert.

Hamburg, den 15. Juli 2008

Willi Müller, VDA

07 Lagebericht

VORBEMERKUNG: ERSTMALIGER JAHRESABSCHLUSS NACH IFRS 28
A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN 28
1. Unternehmensprofi l und Geschäftsfelder 28
2. Branchenentwicklung 29
B. ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DER LAGE DER GESELLSCHAFT 30
C. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE 43
1. Ertragslage 31
2. Finanzlage 32
3. Vermögenslage 33
D. RISIKOBERICHT 33
1. Strategie, Grundsätze und Organisation des Risikomanagements 33
2. Risikoarten 34
3. Zusammenfassende Darstellung 36
E. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG 36
1. Gesamtwirtschaftliche Chancen 36
2. Strategische Chancen 37
F. VERGÜTUNGSBERICHT 37
G. NACHTRAGSBERICHT 37
H. PROGNOSEBERICHT 37

VORBEMERKUNG: ERSTMALIGER JAHRESABSCHLUSS NACH IFRS

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG legt ihren Jahresabschluss erstmalig nach International Financial Reporting Standards (IFRS) vor. Auf die erstmalige Anwendung der IFRS wird im Anhang zum Jahresabschluss der Bank hingewiesen, die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden dort im Detail erläutert. Um die Vergleichbarkeit zu dem im Vorjahr veröffentlichten Abschluss herstellen zu können, wurde der Anhang um eine Überleitungsrechnung für Jahresüberschuss und Eigenkapital von HGB zu IFRS ergänzt.

Als materiell bedeutsam wirkt sich der Wegfall der Bilanzierung der Treuhandgeschäfte im IFRS-Abschluss aus. Nach IFRS werden diese Geschäften in den Notes offen gelegt und nicht, wie im Abschluss nach HGB, bilanziert. Die unterschiedliche Bilanzierung führt zu einer entsprechenden Verkürzung der Bilanzsumme der Bank.

A. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. Unternehmensprofi l und Geschäftsfelder

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde 1995 von Steffen Fix und Yasin Sebastian Qureshi mit dem Ziel gegründet, deutschen Investoren einen Zugang zu internationalen Hedgefonds-Strategien zu eröffnen. Die Bank hat sich bis heute zu einer Investmentbank mit exklusivem Fokus auf Managed Futures in ihren zwei Kernbereichen Asset Management und Capital Markets-Brokerage entwickelt. Als Pionier mit dieser Spezialisierung in Deutschland hat die Bank langjährige und umfassende Expertise aufbauen können und konzentriert sich auf die Betreuung kleiner und mittlerer institutioneller sowie privater Kunden. Heute werden weltweit über 7.000 Kunden betreut.

Zu den institutionellen Kunden zählen – neben den vertriebsorientierten Finanzinstituten – zahlreiche bedeutende, bankenunabhängige Finanzportfolioverwalter, Banken, Fondsgesellschaften und Produktinitiatoren. Sie werden umfassend bei der Optimierung der Produktauswahl und -konzeption sowie bei der Umsetzung der Handelsstrategie, bei Abwicklung und Settlement beraten und begleitet. Privaten Kunden bietet das Unternehmen einen umfassenden Private Banking Service für Alternative Investments. Im Privatkundengeschäft mit Derivaten zählt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit ihren mehreren tausend Kunden zu den größten Online-Brokern im Handel mit Futures, Options, CFDs (Contract for Difference) und Währungen (Forex) in Deutschland.

Neben dem Hauptsitz in Hamburg unterhält die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Service-Support-Offi ces in Shenzhen (China) und Zürich (Schweiz).

Das Unternehmen hat eine Zulassung als Kreditinstitut gemäß § 1 Kreditwesengesetz (KWG) für folgende Geschäfte:

  • Finanzkommissionsgeschäfte (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG)
  • Anlagevermittlung, Anlageberatung, Abschlussvermittlung und Finanzportfolioverwaltung (§ 1 Abs. 1a) Satz 2 Nr. 1, 1a, 2 und 3 KWG)
  • Eigengeschäfte (§ 1 Abs. 1a) Satz 3 KWG)

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Sie ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V.

Die Aktien des Unternehmens wurden am 20. März 2007 zum Handel an den Börsen in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und zum elektronischen Handel XETRA zugelassen. Sie werden seitdem im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit

Dienstleistungen für die Kunden werden in den Kerngeschäftsfeldern Asset Management und Capital Markets-Brokerage erbracht. Für das effi ziente Zusammenwirken der Geschäftsfelder unterhält die Varengold Wertpapierhandelsbank AG eine geschlossene Bankstruktur.

Asset Management

Die Expertise im Bereich der Anlageklasse Managed Futures bildet die Kernkompetenz der Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Asset Management. Zielsetzung eines Managed Futures-Investments ist insbesondere, Investitionsrisiken der traditionellen Anlageklassen Aktien und Anleihen im Gesamtportfolio zu vermindern, indem das Diversifi kationspotenzial durch eine annähernde Null-Korrelation im Wertpapierportfolio – empfohlen wird ein Investitionsgrad von ca. 25% innerhalb eines herkömmlichen Renten- und Aktienportfolios – genutzt wird. Der Erfolg der Anlageklasse leitet sich insbesondere aus den folgenden Eigenschaften von Managed Futures ab:

  • Gute Performance gerade in volatilen Aktienmärkten durch aktives Portfoliomanagement aktiver Single-Strategien auf Dach- bzw. Multistrategie-Fonds-Ebene
  • Hohe Transparenz und Liquidität durch Handel in fast ausschließlich börsengängigen Instrumenten
  • Eigenes Risikomanagement auf Trade-Ebene durch eigene Wertpapierabwicklung im Bereich Varengold Capital Markets
  • Geringe Korrelation zu anderen Anlageklassen und Hedgefonds-Strategien
  • Strenge Regulierung durch deutsche und internationale Aufsichtsbehörden.

Im Bereich der Managed Futures wird auf Basis ausgesuchter, meist systematischer Handelsansätze externer Managed Futures-Manager investiert. Dazu hat die Bank ein Netzwerk externer Vermögensverwalter und Managed Futures-Manager etabliert, welches durch die Varengold Wertpapierhandelsbank AG regelmäßig einer Due Diligence unterzogen werden. Innerhalb dieses Segments bietet die Bank maßgeschneiderte, kundenspezifi sche Portfolios.

Dieser Ansatz im Portfoliomanagement hat das Unternehmen zu einem der führenden deutschen Institute in der Kooperation mit weltweit tätigen, namhaften Vermögensverwaltern und Managed Futures-Managern gemacht. Die von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG geschaffene, europaweit erste Managed Futures-Plattform ermöglicht Investoren den sicheren und transparenten Zugang zur Welt der Managed Futures-Manager. Die außergewöhnliche Expertise des Unternehmens wird durch die mehrfache Wahl des eigenen Dach-Hedgefonds mit exklusivem Fokus auf Managed Futures, dem HI Varengold CTA Hedge, zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007 unterstrichen.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG konzipiert Finanzprodukte (Zertifi kate, Hedgefonds, Spezialgesellschaften) für Asset Manager, Finanzvertriebe und sogenannte Introducing Broker unter besonderer Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen und liefert "schlüsselfertige" Produktinnovationen einschließlich der Koordination externer Dienstleistungen, beispielsweise im IT-Bereich.

Capital Markets – Brokerage

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bietet den Onlinehandel in allen marktfähigen börsengehandelten Derivaten. Neben einem umfangreichen Angebot im Handel mit Währungen (Forex) für institutionelle und private Kunden, einer führenden Stellung im Handel mit CFDs (Contract for Difference), Equity-Optionen im US-Wirtschaftsraum und dem Handel in Futures und Options wird die gesamte Handelsarchitektur für einige der bedeutenden Spezialanbieter Europas zur Verfügung gestellt.

Im aktiven Derivate-Trading hat die Bank ein spezielles deutschsprachiges Order- und Supportdesk sowie ein exklusives Full-Service-Konzept entwickelt, das den Kunden alle Leistungen aus einer Hand sowie die optimale Unterstützung für ein professionelles Trading bietet. Das tägliche Handelsvolumen liegt im Durchschnitt bei über 100 Millionen US-Dollar.

Neben den Vorteilen der Kontoführung durch eine deutsche Bank stehen neueste Trading-Supportsoftware und eine Auswahl hochprofessioneller Online-Handelsplattformen mit elektronischer Ausführung zur Verfügung. Darüber hinaus können Kunden auch den margenstärkeren Telefonhandel nutzen.

2. Branchenentwicklung

Weltweite Unsicherheit an den Finanzmärkten durch US-Suprime Krise

Der Bankensektor geriet im Jahr 2007 aufgrund der US-Subprime-Krise in eine turbulente Phase. Auslöser für die Entwicklung waren stark fallende Immobilienpreise in den USA, die zu einer Untersicherung der kreditgewährenden Banken geführt hatte. Alle Banken, die sich in dem in Schwierigkeiten geratenen Markt mit US-Hypothekenkrediten engagiert hatten, so auch internationale Großbanken, gerieten in eine krisenhafte Entwicklung.

Sowohl milliardenschwere Abschreibungen der deutschen Großbanken als auch Liquiditätsprobleme von Geschäfts- und Landesbanken wie z.B. die IKB, die Hypo Real Estate, die DüsselHyp oder die SachsenLB sind ein Beweis dafür, dass auch deutsche Banken von der in den USA ausgelösten Krise betroffen waren. Die Krise führte zur allgemeinen Verunsicherung und erschwerte das Refi nanzierungsgeschäft auf den Kapitalmärkten erheblich. Maßnahmen zur Stützung der Bankenliquidität in den USA und in der Eurozone vermochten insbesondere die Aktienmärkte nicht zu beruhigen

B. ANALYSE DES GESCHÄFTSVERLAUFS UND DER LAGE DER GESELLSCHAFT

Wachstum durch Börsengang

Die intensiven Vorbereitungen auf den Börsengang der Gesellschaft im Jahr 2006 wurde in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2007 fortgeführt. Am 20. März 2007 wurde die Varengold Wertpapierhandelsbank AG zum Handel an den Börsen in Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Berlin und zum elektronischen Handel XETRA zugelassen. 328.177 Aktien konnten zu einem Preis von 12,50 EURO veräußert werden, deren Emissionserlös vollständig der Gesellschaft zufl oss und die Gesamtaktienstückzahl der Gesellschaft auf Stück 1.332.337 erhöhte. Die Gesellschaft wird seit dem Auftritt auf dem Börsenparkett im Entry Standard der Deutschen Börse AG gelistet und wird von der VEM Aktienbank AG als Designierter Sponsor und Deutsche Börse Listing Partner begleitet.

Mit den aus dem Börsengang resultierenden freien, liquiden Mitteln erwarb die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen Anteil von 25,1% an der strategischen Beteiligung Trading Concept Managed Futures GmbH (TCMF). TCMF ist ein junges, innovatives Unternehmen mit fundierter Branchenerfahrung auf dem Gebiet der Alternativen Investments speziell der Managed Futures, dessen Unternehmenszweck in der Vermittlung und Beratung von Kapitalanlageprodukten im Bereich der Alternativen Investments liegt und Managed Futures – Handelssysteme neu- bzw. weiterentwickelt. Die Gesellschaft wurde im Jahr 2004 gegründet, der Break-Even wurde bereits im Jahr 2006 erreicht.

Zum Ende des Geschäftsjahres erweiterte die Bank Ihr Geschäftsfeld um das Forex Brokerage. Im Rahmen eines Asset-Deals übernahm die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die Kunden inklusive deren Kapitaleinlagen, die technologisch führende Handelssoftware und die Vertriebsstruktur der schweizerischen Finex Group GmbH. Die handelnden Personen der Finex Group GmbH sowie die Repräsentanzen in China und in der Schweiz arbeiten weiterhin exklusiv mit der Bank zusammen. Sie erzielt aus dieser Transaktion neue, vom bestehenden Geschäft unabhängige, international diversifi zierte Erträge.

Weiterhin sind die folgenden Aspekte des Geschäfts hervorzuheben:

  • Die Vertriebskraft der externen Partner zum Aufbau der "White Label" Produkte blieb unterhalb der Erwartungen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG. Die Partner konnten die angestrebten Zeichnungsvolumina mehrheitlich nicht erreichen.
  • Die Beteiligung Hanseatic Brokerhouse Securities AG übertraf wiederholt die Geschäftserwartungen ihrer Aktionäre. Im vorläufi gen Jahresabschluss 2007 steigerte die Gesellschaft ihren Bilanzgewinn auf rund 2 Mio. EUR (Vorjahr: 765 TEUR), im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr um über 160 %. Aufgrund von hohen Investitionen wird in den Folgejahren allerdings ein geringerer Gewinn erwartet.
  • Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist mit einem Anteil von 16 % weiterhin größter Aktionär der Gesellschaft.
  • Um die MiFID-Richtlinien (Markets in Financial Instruments Directive), die spätestens zum 1. November 2007 Anwendung fanden und zum 31. Januar 2008 in Kraft traten, in die Unternehmensstruktur einzubinden, waren Vorstand und Führungskräfte in zeitintensive Implementierungstätigkeiten eingebunden und es mussten einmalige Beratungsaufwendungen erbracht werden.
  • Die mit der Green Energy Emissionshaus GmbH angestrebte Zusammenarbeit wurde auf Grund der Entwicklung der Green Energy nicht weiter verfolgt. Die geplante Kooperation ruht.

In ihrem operativen Geschäft konnte sich die Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Geschäftsjahr 2007 in ihren beiden Geschäftssparten von der allgemeinen Branchenentwicklung deutlich absetzen.

In der Sparte Asset Management konnte der Dach-Hedgefonds HI Varengold CTA Hedge im Jahr 2007 die an ihn gestellten Erwartungen erfüllen. Unter Einbeziehung von verschiedenen Handelsstrategien erreichte der Fonds ein Jahresergebnis von 7,90 % bei einer jährlichen Standardabweichung von 6,36 %. Als zusätzliches Erfolgsergebnis konnte der HI Varengold CTA Hedge das Gesamtjahr als bester Dach-Hedgefonds Deutschlands abschließen. Er wurde durch die I.B.C. Consulting for Institutional Banks und durch den Springer Finanzen Verlag ausgezeichnet.

Der Fonds erzielte im Laufe eines Jahres (01/ 2007 bis 02/ 2008) eine deutlich höhere Rendite bei vergleichbar geringem Risiko im Vergleich zu den Wettbewerbern, wie die nachfolgende Tabelle ausweist.

Auch in ihrem Geschäftsfeld Capital Markets-Brokerage konnte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG Erfolge aufweisen und von der negativen Entwicklung an den Aktienmärkten sogar profi tieren. Die starken Handelsaktivitäten der Kunden an den Weltmärkten begünstigten die Bank in ihrer Funktion als Broker (Capital Markets – Brokerage). Vor allem das Produkt Contract for Difference (CFDs), in Deutschland gemeinsam mit der Hanseatic Brokerhouse Securities AG eingeführt, zeigte ein starkes Wachstum. CFDs wurden von den Kunden verstärkt als Alternative zu herkömmlichen Aktienderivaten wie Optionsscheinen oder Discount-Zertifi katen eingesetzt.

Fonds Rendite Volatilität Sharpe Ratio (5%)
HI Varengold CTA Hedge A 12,80% 6,73% 1,16
HI Volksbank Global Trend 10,29% 15,64% 0,34
Sauren Global Hedgefonds Opportunties A 6,72% 4,72% 0,36
Deka HedgeSelect P 6,05% 4,55% 0,23
Sauren Hedgefonds Select – Sauren Global Hedge 5,50% 3,15% 0,16
DWS Hedge Invest Dynamic 3,65% 3,44% -0,39
Aquila Capital Hedge – Dach Hedgefonds Ertrag A 1,53% 5,27% -0,66
OP Hedge Multi Strategies 0,79% 2,55% -1,65
HI Asset Allocation Equity Alpha Fund 0,72% 7,59% -0,56
MSCI Hedge Invest Lyxor Tracker-HI Fund A 0,62% 6,06% -0,72
UBS (D) Hedge Fund – Global Strategies -0,38% 2,62% -2,05
Alpha-Invest 1 I -0,70% 7,92% -0,72
Unico AI -> Multi Hedge Strategy R -2,08% 8,03% -0,88
OP Hedge Multi Strategies Plus -2,21% 4,83% -1,49

C. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. Ertragslage

Die Ertragsentwicklung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat sich im Geschäftsjahr 2007 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das operative Ergebnis stieg um 280 TEUR auf + 83 TEUR. (Vorjahr -196 TEUR). Der Jahresüberschuss erreichte 1.133 TEUR (Vorjahr Fehlbetrag 203 TEUR) und wird maßgeblich von Wertzuwächsen in den Beteiligungen des Unternehmens bestimmt.

Der Anstieg der Provisionserträge um mehr als ein Drittel von 6.130 TEUR auf 8.235 TEUR spiegelt die lebhafte Geschäftstätigkeit der Bank im Capital Markets-Brokerage und im Asset Management wider. Die Provisionsaufwendungen wurden 2007 zusätzlich zum laufenden Geschäft von den Provisionszahlungen für die Beschaffung des Eigenkapitals im Rahmen des Börsengangs des Unternehmens beeinfl usst und erhöhten sich entsprechend stärker um 41,6% auf 6.381 TEUR. Trotz dieser einmaligen Belastungen konnte der Provisionsüberschuss um 14,2% auf 1.854 TEUR gesteigert werden.

Dank der Ausweitung des Umfangs ihrer Kredit- und Geldmarktgeschäfte konnte die Bank ihren Zinsüberschuss 2007 ebenfalls deutlich auf 681 TEUR (Vorjahr 295 TEUR) erhöhen. Besonders stark konnte 2007 auch das sonstige betriebliche Ergebnis gesteigert werden. Es wuchs um 78,8% auf 422 TEUR, vor allem durch Dienstleistungen zur Fondskonzeption für neu gewonnene Geschäftspartner.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 18,1% auf 2.583 TEUR. Die Steigerung ist insbesondere eine Folge des Börsengangs des Unternehmens, der erhöhte Aufwendungen für Beratungen, Werbung, Bewirtung, für Reisen und Kommunikation zur Folge hatte. Die übrigen Aufwandspositionen haben sich dagegen in geringerem Rahmen verändert: Die Personalaufwendungen stiegen aufgrund von Lohn- und Gehaltsanpassungen leicht um 6,1% auf 844 TEUR. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen stiegen investitionsbedingt, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft blieb nahezu unverändert.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2007 gibt die folgende Kapitalfl ussrechnung Aufschluss:

Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg Kapitalfl ussrechnung nach IFRS

TEUR
2007
2006
Jahresergebnis 1.133 -203
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 190 161
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.119 86
= Cash Flow nach DVFA / SG 204 44
+/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 1
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 140 -25
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, Kreditinstitute der sonst.
Vermögensgegenstände u, sonst. Aktiva
-1.904 -268
+ Erhaltene Zinsen und Dividenden 659 280
- Gezahlte Zinsen -42 -3
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstitute der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
-79 213
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.022 242
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 51
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage-Vermögen -96 -101
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -748 -105
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlage-Vermögen -125 -16
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -969 -171
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 4.033 93
- Auszahlungen für IPO Kosten -369 -16
- Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten 0 -3
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 3.664 74
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.673 145
+ Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 645 500
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.318 645

Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres

Barreserve 6 1
Bankguthaben 2.325 706
Bankverbindlichkeiten -13 -62
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.318 645

Für das Jahr 2007 wird durch die zahlungswirksamen Einfl üsse des Börsengangs, zur Implementierung von MiFID-Richtlinien und zur Erweiterung der Geschäftsprozesse ein negativer Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.022 TEUR ausgewiesen. Der Mittelzufl uss aus der Finanzierungstätigkeit (+ 4.033 TEUR) reichte aus, um sowohl den negativen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (- 969 TEUR) als auch den negativen Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu decken. Im Jahr 2007 erzielte die Varengold Wertpapierhandelsbank AG einen Finanzmittelüberschuss von 1.673 TEUR, so dass sich die liquiden Mittel von 645 TEUR zu Jahresbeginn auf 2.318 TEUR am Jahresende erhöhten.

Der gegenüber dem Vorjahr gewachsene negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit der Bank in Höhe von 969 TEUR ist im Wesentlichen eine Folge der Zahlungen für Konzessionen und EDV-Software. Gegenüber dem Vorjahr nahmen diese um 643 TEUR auf 748 TEUR zu. Die starke Zunahme der Investitionstätigkeit ist ein Spiegel für die dynamische Entwicklung des Unternehmens.

Der hohe positive Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit von 3.664 TEUR ist das Ergebnis aus dem der Bank 2007 zugefl ossenen Erlös aus dem Börsengang nach Abzug der für die Durchführung entstandenen Kosten.

Der Zahlungsmittelbestand, bestehend aus Kassenbestand und Nettobankguthaben, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.673 TEUR auf 2.318 TEUR erhöht.

3. Vermögenslage

Im Jahr 2007 zeigte die Bilanzsumme der Varengold Wertpapierhandelsbank AG nahezu eine Verdreifachung von 2.431 TEUR im Vorjahr auf 7.240 TEUR im Geschäftsjahr 2007.

Das nicht nach IFRS zu bilanzierende Treuhandgeschäft der Bank von 20.125 TEUR hat sich gegenüber dem Vorjahr nur leicht verändert (Vorjahr 20.373 TEUR).

Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Vermögens- und Kapitalstruktur

Vermögen 2007
(in %)
2006
(in %)
Kurzfristige Forderungen (< 1 Jahr) 58,0 49,1
Mittelfristige Forderungen (> 1 Jahr) 0,9 13,1
Langfristige Forderungen (> 5 Jahre) 2,0 1,4
Beteiligungen / Anteile an verbundenen Unternehmen 20,4 9,7
Anlagevermögen / Ertrag Steueransprüche / sonstige Aktiva 18,7 26,7
Kapital 2007
(in %)
2006
(in %)
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 16,1 47,5
Eigenkapital 83,9 52,5

Die Eigenkapitalquote des Unternehmens beträgt 83,9%. Verbindlichkeiten in nennenswerter Größe bestehen nur gegenüber den Lieferanten. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Die Bank verfügt über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstruktur.

D. RISIKOBERICHT

1. Strategie, Grundsätze und Organisation des Risikomanagements

Zur Beherrschung der mit der Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG verbundenen internen und externen Risiken hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Anforderungen des § 25a Abs. 1 KWG und in analoger Anwendung des § 91 Abs. 2 Aktiengesetz entspricht.

Um Risiken frühzeitig erkennen und bestehende Risiken gezielt beherrschen zu können, bildet die Risikoüberwachung und -steuerung einen wesentlichen Bestandteil der Geschäftsprozesse. Hierzu stellen die Bereiche Controlling, Reporting und Recht die Kernelemente der Aufbauorganisation dar, die funktional voneinander getrennt agieren. In die Arbeitsprozesse durchgängig eingebundene Kontrollen und laufende Berichterstattung ermöglichen es, die einzelnen Risiken zu identifi zieren, ihre Entwicklung nachzuvollziehen und rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen zu reagieren. Umfangreiche risikoorientierte Verhaltensvorschriften, die in den einzelnen Arbeitsprozessen fest implementiert sind, begrenzen mögliche Risiken auf ein vertretbares Maß.

Alle Geschäftsprozesse, die einem besonderen Risiko unterliegen, werden durch die Interne Revision überprüft. Diese Aufgabe wurde einer namhaften Wirtschaftsprüfungsgesellschaft übertragen. Sie berichtet direkt an den Vorstand. Schlüsselpersonen werden bedarfsabhängig vom operativen Geschäft freigestellt, um die Arbeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestmöglich zu unterstützen.

Grundlage für die Tätigkeit der Internen Revision ist ein Prüfungsplan, der alle wesentlichen Geschäftsprozesse der Bank abdeckt und die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Ausgestaltung der Internen Revision erfüllt. Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt. Der Vorstand ist in alle wesentlichen Vorgänge der Bank unmittelbar eingebunden.

Darüber hinaus werden alle Komponenten des Risikomanagements zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Im Rahmen der regelmäßigen Risikoanalyse hat die Varengold Wertpapierhandelsbank AG die einschlägigen Risiken erfasst und – soweit möglich – quantifi ziert.

2. Risikoarten

Die Risiken werden in die folgenden wesentlichen Klassen untergliedert:

  • Risiken im Asset-Management
  • Wechselkursrisiko
  • Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte
  • Adressenausfallrisiko
  • Wettbewerbsrisiken
  • Regulatorische Risiken
  • Risiken aus der Zugehörigkeit zur EdW
  • Liquiditätsrisiko der Varengold Wertpapierhandelsbank AG
  • Personalrisiko
  • Risiken aus Rechts- und Prozesskosten

Alle relevanten Risiken wurden in einem angemessenen Detaillierungsgrad in der Weise erfasst, dass ursachenbasierte Identifi kations-, Analyse- und Steuerungsmaßnahmen ermöglicht werden. Nachfolgend werden die oben genannten Risiken näher erläutert.

• Risiken im Asset-Management

Risiken für die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften liegen in einer negativen Performanceentwicklung der Kundenportfolios und der eingesetzten externen Vermögensverwalter (Managed Futures-Manager). Auch wenn dieses Risiko aufgrund der Diversifi kation und Nutzung renommierter Managed Futures-Manager und der Orientierung an etablierten Benchmarks das gesamte Marktsegment betrifft, auf das die Bank – mit Ausnahme der Gesamtportfolio-Allokation und der Erhöhung des Grades der Diversifi kation – äußerst geringen Einfl uss haben, würde sich eine deutlich negative Performanceentwicklung der externen Managed Futures-Manager negativ auf die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften auswirken.

• Wechselkursrisiko

Ein Teil der Erträge und Aufwendungen der Varengold Wertpapierhandelsbank AG entsteht außerhalb der Euro-Zone und unterliegen entsprechend grundsätzlich einem Währungsrisiko. Da der Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in Euro aufgestellt wird, werden die Fremdwährungsgeschäfte und die nicht auf Euro lautenden Positionen zu den am Ende der jeweiligen Periode geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Daher unterliegt das Ergebnis der Bank evtl. negativen Auswirkungen der Schwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar.

In den Währungen Schweizer Franken, Britisches Pfund und japanischer Yen bestehen nicht bewertungsrelevante Währungsrisiken.

Höhe des Risikos: Den in Dollar erwirtschafteten Erträgen in Höhe von ca. 1.200 TEUR stehen in Dollar entstandene Aufwendungen in Höhe von ca. 280 TEUR gegenüber. Die daraus resultierende Nettoposition in Höhe von 920 TEUR (11,2 % des Gesamtumsatzes) unterliegt dem Währungsrisiko.

• Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte

Die Komplexität derivativer Finanzprodukte sowie der Dienstleistungen im (elektronischen) Brokerage dieser Produkte hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Operationelle Risiken rücken insbesondere aufgrund des in den letzten Jahren stark gestiegenen Einsatzes anspruchsvoller Technologien im Bankgeschäft zunehmend ins Blickfeld. So ist das umfangreiche institutionelle Bankgeschäft mit Vermögensverwaltern und Finanzvertrieben unter Einsatz von komplexen Finanzprodukten, wie es die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt, in zunehmendem Maß von hoch entwickelten Informationstechnologiesystemen abhängig. IT-Systeme sind z.B. gegenüber Computerviren, Hackern, Schäden an den entscheidenden IT-Zentren sowie gegenüber Soft- oder Hardwarefehlern anfällig. Darüber hinaus sind für IT-Systeme regelmäßige Upgrades erforderlich, um den Anforderungen sich ändernder Geschäfts- und aufsichtsrechtlicher Erfordernisse gerecht werden zu können. Hinzu kommt, dass die Zahl der Anforderungen und Projekte stetig steigt und diese in immer kürzeren Zeiträumen umgesetzt werden müssen. Die mit der Umsetzung und Lösung dieser Aufgaben verbundenen Risiken und Kosten stellen für die Bank bedeutsame Risiken dar.

• Adressenausfallrisiko

Unter Adressenausfallrisiko werden mögliche Wertverluste aufgrund des Ausfalls oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditkunden verstanden. Die Bank hatte zum Bilanzstichtag offene Forderungen gegenüber Kunden von 2.091 TEUR, die zum Zeitpunkt der Berichterstellung größtenteils ausgeglichen waren.

Höhe des Risikos: Es besteht bei vier verschiedene Forderungen von insgesamt 47 TEUR eine Ausfallwahrscheinlichkeit von ca. 50 %. Das Adressenausfallrisiko liegt nach unserem Risikomodell bei ca. 24 TEUR.

• Wettbewerbsrisiken

Insbesondere im elektronischen Brokerage besteht das Risiko des Eintritts weiterer Marktteilnehmer. Diese Entwicklung könnte den Preiswettbewerb beschleunigen und den Aufwand zur Kundengewinnung erhöhen. Im Asset-Management, der Abwicklung und dem Clearing wie auch im elektronischen Brokerage ist der Unternehmensertrag an die Entwicklung des Anlagevermögens der Kunden gekoppelt. Bei den beiden letztgenannten Komponenten handelt es sich um nur schwer kontrollierbare Risikofaktoren, da das Brokerage gegenwärtig durch autonome Transaktionen der Kunden bestimmt wird.

• Regulatorische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wird von der BaFin reguliert und beaufsichtigt. Die rechtliche Einschätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) betreffend die Konstruktion von Finanzprodukten der Gesellschaft oder die Konstruktion von Finanzprodukten der Kunden kann sich ändern. Änderungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen können der Bank zusätzliche Verpfl ichtungen auferlegen. Außerdem kann die Befolgung und Umsetzung geänderter aufsichtsrechtlicher Vorschriften zu einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands führen.

• Risiken aus der Zugehörigkeit zur EdW, insbesondere drohender Sonderbeitrag Phoenix Kapitaldienst GmbH

Die Bank gehört gemäß der gesetzlichen Verpfl ichtung der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Die EdW entschädigt Kunden in Fällen, in denen die der EdW zugeordneten Wertpapierhandelsunternehmen nicht in der Lage sind, ihre Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gegenüber Kunden zu erfüllen. Die EdW fi nanziert dies aus Beiträgen ihrer Mitglieder.

Die EdW wird aktuell durch geschädigte Kunden der Phoenix Kapitaldienst GmbH in Anspruch genommen. Aufgrund der außerordentlichen Höhe der Inanspruchnahmebesteht die Gefahr, dass die EdW ihre Mitglieder aus diesem Anlass zu erheblichen Sonderbeitragszahlungen verpfl ichtet.

Höhe des Risikos: Maximal 100 TEUR.

• Liquiditätsrisiko der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Nach § 11 KWG sind Banken dazu verpfl ichtet, ihre Mittel so anzulegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Der Nachweis über eine ausreichende Liquidität ist in einer Liquiditätsanalyse (Grundsatz II) zu erbringen. In einem nach Laufzeitbändern gegliederten Schema werden liquiditätsgewichtete Aktivposten bestimmten liquiditätsgewichteten bilanziellen und außerbilanziellen Passivposten gegenübergestellt. Das Verhältnis zwischen den im ersten Laufzeitband (Restlaufzeit bis zu einem Monat) verfügbaren Zahlungsmitteln und der in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpfl ichtungen muss täglich ausgeglichen sein. Das Risikomanagementsystem der Varengold Wertpaierhandelsbank AG stellt die tägliche Einhaltung dieser Anforderung sicher. Zum 31.Dezember 2007 betrug die von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ermittelte Liquiditätskennziffer 5,25.

Zur Steuerung der Liquidität wird eine monatliche Auswertung erstellt, die die Liquiditätsentwicklung unter verschiedenen Szenarien, darunter auch Extremszenarien, aufzeigt. Die Berechnungen ermöglichen der Bank eine sichere Planung zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs für einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten.

• Personalrisiko

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hält das Monitoring der Personalrisiken für besonders relevant und unterhält folglich verschiedenste Prozesse, um diesen entgegen zu wirken. Folgende Personalrisiken können auftreten: Ausfall- und Krankheitsrisiken, hohe Fluktuation der Mitarbeiter und damit Wissensverlust, Verstöße gegen die Compliance z.B. Insiderhandel und Interessenkonfl ikte sowie nicht sorgfältiger Umgang mit vertraulichen Unterlagen.

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist sich der Personalrisiken bewusst und adressiert diese proaktiv. Zur Gewährleistung der Qualitätsstandards sorgt die Bank für geeignete Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, zur Vermeidung unnötiger Fluktuation nutzt die Bank Verfahren zur Messung und Entwicklung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Um die Mitarbeiter für einen ordentlichen Umgang mit vertraulichen Unterlagen zu sensibilisieren, lässt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG regelmäßige Schulungen durch ein Unternehmen für Datenschutz durchführen . Die Compliance der Varengold Wertpapierhandelsbank AG gibt zudem regelmäßige Richtlinien für den Bereich Insiderhandel sowie die Handhabung von Interessenkonfl ikten an die Mitarbeiter der Varengold Wertpapierhandelsbank AG aus.

• Rechts- und Prozessrisiken

Zum Jahresende sind keine nennenswerten Rechtsstreitigkeiten mit wesentlichen fi nanziellen Risiken bekannt.

3. Zusammenfassende Darstellung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit gezielt ihre Marktchancen und geht die damit einhergehenden Risiken nur verantwortungsbewusst ein. Grundlage für die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken ist ein System, dass erkennen lässt, dass der Fortbestand des Unternehmens nach den heute bekannten Informationen nicht gefährdet ist.

E. CHANCEN DER VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG

1. Gesamtwirtschaftliche Chancen

Die aktuellen großen Schwierigkeiten der US-amerikanischen Wirtschaft, die die Hypothekenkrise hervorgerufen haben, und die hierdurch anhaltende Verunsicherung der Finanzmärkte werden sich weiterhin durch hohe Volatilitäten auf den Aktienmärkten niederschlagen. Diese Tendenz wird durch den massiven Anstieg der Rohstoffpreise und die hiervon ausgehenden globalen Infl ationsgefahren noch verstärkt. Genau dies ist das Umfeld, in dem Managed Futures-Strategien ihr volles Potenzial nutzen können. Managed Futures ist eine der wenigen Anlageklassen, die von der hohen Volatilität an den Märkten profi tiert und somit einen positiven Renditebeitrag in den Wertpapierportfolios leistet.

Bei den Investoren bildet sich zunehmend die Erkenntnis, dass Managed Futures keine traditionellen Hedgefonds mit den entsprechenden Nachteilen sind, sondern sich durch Ihre Vorteile von diesen unterscheiden. Diese Einsicht spiegelt sich in einem deutlichen Anstieg des weltweit verwalteten Vermögens wider.

Quelle: www.barclayhedge.com

Weitere Chancen ergeben sich aus der zunehmenden Stabilität und Geschwindigkeit des Internets und seiner sich verstärkt entwickelnden Distributionsfunktion. Diese Entwicklung, parallel zum anhaltenden Preisverfall bei Computern und Notebooks, ermöglicht einem breiteren internationalen Publikum den einfachen und kostengünstigen Zugang zu den Kapitalmärkten – dies auch über die elektronische Handelsplattform der Varengold Wertpapierhandelsbank AG. Zudem hebt sich die Bank durch ihre strenge Regulierung nach deutschem Bankenrecht im internationalen Wettbewerb von Offshorebanken deutlich ab. Für die Varengold Wertpapierhandelsbank AG bietet die gegebene globale Konstellation der Finanzmärkte ideale Bedingungen für Wachstum und Profi tabilität.

2. Strategische Chancen

Nutzung des Cross Selling-Potenzials

Im Geschäftszweig Asset Management hat sich die Bank im Bereich der Managed Futures eine hervorragende Positionierung durch seine Expertise, die über die letzten 13 Jahre gewachsen ist, erarbeitet. Dieses Wissen verschafft dem Unternehmen einen zeitlichen Wettbewerbsvorteil, der mit zwei bis drei Jahren veranschlagt werden kann. Der Vorsprung wird belegt durch die mehrfache Auszeichnung des ersten deutschen Dach-Hedgefonds mit exklusivem Fokus auf Managed Futures, dem HI Varengold CTA Hedge, zum besten deutschen Dach-Hedgefonds 2007. Gleichzeitig ist der Markt in Deutschland geschützt durch hohe administrative und regulatorische Eintrittsbarrieren.

Der Zufl uss von Investitionen aus dem Geschäftsbereich Asset Management beeinfl usst gleichzeitig den Geschäftsbereich Capital Markets positiv durch wachsende Economies-of-Scale. Ebenso wird das Cross Selling-Potenzial zwischen beiden Bereichen unter folgenden Gesichtspunkten verbessert:

  • Positionierung in wachsenden und internationalen Märkten (Hedgefonds, Brokerage)
  • Wachstum durch erprobte Organisationsstrukturen
  • Diversifi ziertes und geschäftsfeldübergreifendes Leistungs- bzw. Produktangebot.

Attraktivität für internationale Kundenkreise

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG sieht erhebliche Chancen durch internationale Distribution ihrer Brokerage-Leistung im Online-Handel. Weltweit besteht ein zunehmender Bedarf, elektronische Handelsplattformen zur Verwaltung des eigenen Vermögens zu nutzen. Viele Kunden beginnen mit dem Online-Handel, haben aber oft nach kurzer Zeit Interesse an der Unterstützung durch einen professionellen Manager. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG arbeitet am Aufbau einer neuen Plattform, die es den Kunden ermöglicht, nicht nur Managed Futures-Manager zu wählen, sondern auch Manager, die sich auf CFDs und Forex spezialisiert haben. Geparrt mit der Möglichkeit, Futures, Optionen, Forex und CFDs über eine einzige Plattform zu handeln, sieht die Bank hierin ein weiteres Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz.

F. VERGÜTUNGSBERICHT

Die Vergütung des Vorstands enthält als Elemente feste und variable Bezüge. Außerdem bestehen für den Fall der Vertragsbeendigung Verpfl ichtungen in Form von Ruhegeldzusagen. Nähere Einzelheiten einschließlich der individualisiert ausgewiesenen Bezüge enthält der Vergütungsbericht, der im Anhang zum Jahresabschluss zu fi nden ist.

G. NACHTRAGSBERICHT

Über die geschilderten Vorgänge hinaus trat nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 keine Entwicklung von besonderer Bedeutung auf.

H. PROGNOSEBERICHT

Finanzmärkte in einer Phase großer Unruhe

Neben der Unsicherheit, die die globalen Finanzmärkte seit Mitte des Jahres 2007 aus der US-Subprime Krise belastet, sind in steigendem Maße die Auswirkungen aus dem scharfen Anstieg der Rohstoffpreise, vor allem der Erdölpreise, getreten. Der hiervon ausgehende Infl ationsdruck hat in den Industrieländern, insbesondere in den USA, zu einer ersten Konjunkturabschwächung geführt und zeigt sich auf den Finanzmärkten, trotz Gegenmaßnahmen der Notenbanken, in deutlichen Zinssteigerungen.

Den hierdurch für die Finanzmärkte bestehenden Risiken steht die nach wie vor vorhandene wirtschaftliche Dynamik in den Weltwachstumsregionen, namentlich in China, gegenüber, die die Weltkonjunktur stimuliert. Die globalen Aktienmärkte haben auf die gegenläufi gen Strömungen mit großer Unruhe reagiert. Seit dem 1. Quartal 2008 befi nden sie sich in einer insgesamt vorsichtigen Aufwärtsentwicklung.

Nach Einschätzung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wird die Lage an den Finanzmärkten weiterhin angespannt bleiben.

Weitere Entwicklung der Bank

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG wird sich im laufenden und im folgenden Geschäftsjahr auf den externen Ausbau des Vertriebes in den beiden Geschäftsfeldern Asset-Management und Capital Markets – Brokerage, auf die weitergehende Implementierung des Produktes Forex auf einer neuen Plattform und die fortschreitende Standardisierung der Geschäftsprozesse konzentrieren. Zur Erreichung der Unternehmensziele verfolgt die Bank die Steigerung der Effi zienz im Vertrieb, den Ausbau strategischer Beteiligungen und Kooperationen, die Expansion des externen Vertriebsnetzwerkes, den Aufbau eines gezielten Marketings und die weitergehende Professionalisierung der Kommunikation.

In den vergangenen Jahren wurde das Projektgeschäft der Bank intensiviert. Um sich von der teilweisen Abhängigkeit von externen Partnern zu lösen und um sich gleichzeitig von deren zum Teil nicht zufrieden stellenden Leistungen unabhängig zu machen, hat die Bank begonnen, vermehrt Produkte und Dienstleistungen mit einem hohen Standardisierungsgrad anzubieten, deren Wertschöpfung nahezu vollständig im Haus entsteht. Mit dieser Strategie hat die Varengold Wertpapierhandelsbank AG das Ziel, von den sich ergebenen Skaleneffekten zu profi tieren.

Im Bereich Asset-Management baut die Varengold Wertpapierhandelsbank AG auf die Erfolge des Dach-Hedgefonds HI Varengold CTA Hedge der letzten Jahre und wird die internen und externen Vertriebaktivitäten für dieses Produkt erhöhen. Im Laufe der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2008 wuchs das Fondsvolumen bereits um mehr als 20 %.

Um den Vertrieb zu professionalisieren arbeitet die Varengold Wertpapierhandelsbank AG im Bereich Capital Markets – Brokerage mit IBs (Introducing Brokers, Vermittlern) zusammen. Mit Hilfe dieses Netzwerks kann die Bank auf ein weltweites IB-Vertriebsnetz zurückgreifen und ist hierdurch auf jedem Kontinent vertreten.

Verteilung der IBs nach Globalregionen (Stand: 31. März 2008)

Die notwendigen Geschäftsprozesse im Geschäftsbereich Capital Markets – Brokerage für das neue Produkt Forex, das aus dem Asset-Deal mit der Finex Group GmbH resultierte, wurden in das Gesamtunternehmen implementiert. Sie bilden nun die Grundlage für die international zu erwirtschaftenden Erträge in diesem Geschäftsbereich. Vor allem der Bankstatus der Varengold Wertpapierhandelsbank AG sowie die Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), ferner eine technologisch führende Handelsplattform verschaffen dem Unternehmen einen erheblichen Wettbewerbsvorteil. Im aktuellen Geschäftsjahr gilt es, Synergieeffekte mit anderen Produkten und die Erweiterung der Wertschöpfungstiefe pro Kunde (Cross-Selling) zu optimieren.

Die Gesellschaft beabsichtigt, sich an weiteren Unternehmen, die auf dem Gebiet der Alternativen Investments und speziell im Bereich des Vertriebs und der Vermarktung tätig sind, zu beteiligen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf Anbieter im Bereich Capital Markets – Brokerage und Managed Futures-Manager und deren Gesellschaften gelegt.

Der Vorstand rechnet, auch unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten auf den internationalen Finanzmärkten, mit einem zufrieden stellenden Geschäftsergebnis im laufenden Geschäftsjahr.

Jahresabschluss 2007

08

JAHRESABSCHLUSS

NACH

INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

ZUM 31. DEZEMBER 2007

VARENGOLD WERTPAPIERHANDELSBANK AG GROSSE ELBSTRASSE 27 22767 HAMBURG

Bilanz nach IAS/IFRS

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

Anhang Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Barreserve 5, 28 5.658,42 950,02
Forderungen an
Kreditinstitute
2, 3, 7, 29, 49,
50, 51, 56
2.325.323,68 706.489,90
Forderungen an
Kunden
2, 3, 7, 30, 49,
50, 51, 56, 59
2.078.011,36 882.371,89
Risikovorsorge 8, 32 0,00 -42.500,00
Finanzanlagen 2, 9, 33,
49, 50
1.479.243,66 234.804,32
Sachanlagen 11, 35 233.173,00 221.275,50
Immaterielle
Vermögenswerte
10, 34 731.044,30 88.526,50
Ertragsteueransprüche
aus laufenden Steuern
13, 37 0.00 9.647,94
Ertragsteueransprüche
aus latenten Steuern
13, 37 363.106,75 324.050,88
Sonstige Aktiva 12, 38 24.054,40 5.548,18
Summe Aktiva 7.239.615,57 2.431.165,13

Bilanz nach IAS/IFRS

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg zum 31. Dezember 2007

PASSIVA

Anhang Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten
2, 39, 49,
50, 51
13.171,58 62.647,76
Verbindlichkeiten gegen
über Kunden
2, 40, 49,
50, 51, 59
0,00 1.465,14
Sonstige Rückstellungen 14, 42 140.000,00 0,00
Sonstige Passiva 15, 41 1.013.601,36 1.091.375,27
Eigenkapital 16, 43, 44,
45, 46
6.072.842,63 1.275.676,96
gezeichnetes Kapital 1.332.337,00 1.004.160,00
Kapitalrücklage 3.414.430,82 78.747,09
gesetzliche Rücklage 1.700,00 1.700,00
Andere Gewinnrücklagen 306.139,61 306.139,61
Verlustvortrag vor
Verwendung
-115.069,74 87.879,89
Jahresüberschuss/-
fehlbetrag
1.133.304,94 -202.949,63
Summe Passiva 7.239.615,57 2.431.165,13

Gewinn- und Verlustrechnung nach IAS/IFRS

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg für das Geschäftsjahr 2007

Anhang Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
Euro
Veränderung
Euro
Zinserträge 19 723.420,85 297.960,30 425.460,55
Zinsaufwendungen -42.037,21 -3.459,94 -38.577,27
Zinsüberschuss 17 681.383,64 294.500,36 386.883,28
Gebühren und Provisionserträge 8.234.740,35 6.130.223,30 2.104.517,05
Gebühren und Provisionsaufwen
dungen
-6.380.660,51 -4.506.305,67 -1.874.354,84
Gebühren und Provisionsergebnis 18 1.854.079,84 1.623.917,63 230.162,21
Ergebnis aus zum Fair Value bewer
teten
Finanzanlagen
23 1.119.439,34 -86.236,49 1.205.675,83
Verwaltungsaufwendungen 21 -2.583.015,90 -2.187.835,25 -395.180,65
Sonstiges betriebliches Ergebnis 20 422.039,97 235.983,02 186.056,95
Abschreibungen und Wertberichti
gungen auf immaterielle Anlagenwerte
und Sachanlagen
21 -190.097,73 -161.547,97 -28.549,76
Abschreibungen und Wertberichti
gungen auf Forderungen und be
stimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen zu Rückstellungen
im Kreditgeschäft
22 -28.906,60 -1.410,73 -27.495,87
Operatives Ergebnis 83.195,21 -196.392,94 279.588,15
Ergebnis vor Steuern 1.274.922,56 -282.629,43 1.557.551,99
Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag
24 -139.742,62 83.230,25 -222.972,87
Sonstige Steuern -1.875,00 -3.550,45 1.675,45
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag 1.133.304,94 -202.949,63 1.336.254,57

Eigenkapitalspiegel

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg

Bezeichnung Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gesetzl.
Rücklage
Anteile
stille
Gesell
schafter
Neube
wertungs
rücklage
Andere
Gewinn
rücklagen
Bilanz
gewinn/
Ergebnis
Vortrag
Eigenkapital
Eigenkapital zum
1.1.2006 nach HGB
227.040,00 779.028,00 1.700,00 35.458,40 0,00 16.700,00 87.879,89 1.147.806,29
Effekte aus der
Erstanwendung:
Berichtigung von
Fehlern (IAS 8) und
Anpassungen IFRS
-35.458,40 289.439,61 253.981,21
Eigenkapital zum
1.1.2006 nach IFRS
227.040,00 779.028,00 1.700,00 0,00 0,00 306.139,61 87.879,89 1.401.787,50
Kapitalerhöhung
gegen Einlagen
24.000,00 24.000,00
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
753.120,00 -753.120,00
Kosten der Eigenka
pitalbeschaffung
-16.160,91 -16.160,91
Zeichnung Gesell
schaftsanteile
69.000,00 69.000,00
Jahresfehlbetrag
2006
-202.949,63 -202.949,63
Eigenkapital zum
31.12.2006 nach IFRS
1.004.160,00 78.747,09 1.700,00 0,00 0,00 306.139,61 -115.069,74 1.275.676,96
Zeichnung Gesell
schaftsanteile
4.033.212,50 4.033.212,50
Kapitalerhöhung aus
Gesellschaftsmitteln
328.177,00 -328.177,00 0,00
Kosten der Eigenka
pitalbeschaffung
-369.351,77 -369.351,77
Jahresüberschuss
2007
1.084.471,30 1.084.471,30
Eigenkapital zum
31.12.2007 nach IFRS
1.332.337,00 3.414.430,82 1.700,00 0,00 0,00 306.139,61 969.401,56 6.072.842,63

Kapitalfl ussrechnung nach IFRS

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg

TEUR 2007 2006
Jahresergebnis 1.133 -203
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 190 161
+/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.119 86
= Cash Flow nach DVFA / SG 204 44
+/- Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 1
+/- Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 140 -25
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen an Kunden, Kreditinstitute der sonst.
Vermögensgegenstände u. sonst. Aktiva
-1.904 -268
+
Erhaltene Zinsen und Dividenden
659 280
-
Gezahlte Zinsen
-42 -3
+/- Zunahme/Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstitute der sonst. Verbindlichkeiten u. anderer Passiva
-79 213
= Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -1.022 242
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0 51
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlage-Vermögen
-96 -101
-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen
-748 -105
-
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlage-Vermögen
-125 -16
= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -969 -171
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 4.033 93
-
Auszahlungen für IPO Kosten
-369 -16
-
Auszahlungen an stille Gesellschafter
0 0
+
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen u. der Aufnahme von Finanzkrediten
0 0
-
Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen u. Finanzkrediten
0 -3
= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 3.664 74
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 1.673 145
+
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres
645 500
= Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.318 645
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres
Barreserve 6 1
Bankguthaben 2.325 706
Bankverbindlichkeiten -13 -62
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 2.318 645

Die Kapitalfl ussrechnung zeigt die Zusammensetzung und Veränderungen des Zahlungsmittelbestandes des Geschäftsjahres. Sie ist aufgeteilt in die Positionen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit.

Als Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abgänge) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, Finanzanlagen und anderen Aktiva aus gewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden und anderen Passiva gehören ebenfalls zur laufenden Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem laufenden Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen fi nden sich im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit wieder.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge für Sachanlagen, Auszahlungen für Investitionen in Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Software sowie Auszahlungen für den Erwerb von Beteiligungen.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen und Auszahlungen für IPO Kosten.

Als Zahlungsmittelbestand sehen wir die Barreserve an, die sich aus dem Kassenbestand zusammensetzt sowie Bankguthaben und -verbindlichkeiten.

ANHANG ZUM EINZELABSCHLUSS NACH IFRS ZUM 31. DEZEMBER 2007

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Grundlagen der Rechnungslegung 50
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 50
[1] Grundsätze 50
[2] Finanzinstrumente 50
[4] Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS-Vorschriften 51
[5] Barreserve 51
[6] Treuhandgeschäfte 51
[7] Forderungen 51
[8] Risikovorsorge im Kreditgeschäft 52
[9] Finanzanlagen 52
[10] Immaterielle Vermögenswerte 52
[11] Sachanlagen 52
[12] Sonstige Aktiva 52
[13] Ertragssteuern 53
[14] Sonstige Rückstellungen 53
[15] Sonstige Passiva 53
[16] Eigenkapital 53
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 53
[17] Zinsüberschuss 53
[18] Provisionsüberschuss 54
[19] Erträge aus Finanzanlagen 54
[20] Sonstiges betriebliches Ergebnis 54
[21] Verwaltungsaufwand 55
[22] Risikovorsorge im Kreditgeschäft 55
[23] Ergebnis der Finanzinstrumente der Kategorie Designated at Fair Value 56
[24] Ertragssteuern 56
[25] Ergebnis je Aktie 56
[26] Aufwandsquote 57
[27] Überleitung des Jahresüberschusses 2006 von HGB auf IFRS 57
Erläuterungen zur Bilanz 57
[28] Barreserve 57
[29] Forderungen an Kreditinstitute 57
[30] Forderungen an Kunden 58
[31] Kreditvolumen 58
[32] Risikovorsorge 58
[33] Finanzanlagen 58
[34] Immaterielle Vermögenswerte 59
[35] Sachanlagen 60
[36] Leasinggeschäft 60
[37] Ertragsteueransprüche 60
[38] Sonstige Aktiva 60
[39] Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 61
[40] Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 61
[41] Sonstige Verbindlichkeiten 61
[42] Sonstige Rückstellungen 61
[43] Eigenkapital 62
[44] Genehmigtes Kapital 62
[45] Überleitung des Eigenkapitals von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2006 63
[46] Überleitung des Eigenkapitals von HGB auf IFRS zum 31. Dezember 2006 64
Segmentberichterstattung 64
[47] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung 64
[48] Segmentierung nach Geschäftsfeldern 65
Erläuterungen zu Finanzinstrumenten 66
[49] Finanzinstrumente nach IAS 39 – Bewertungskategorien 66
[50] Fair Value-Angaben der Finanzinstrumente 67
[51] Restlaufzeitengliederung 67
[52] Angaben zum Risikomanagement sowie zu Zinsänderungs- und Adressenausfallrisiken 68
[53] Liquiditätskennziffer der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 70
Sonstige Angaben 70
[54] Angaben über wesentliche Konzentration 70
[55] Treuhandgeschäfte 70
[56] Darstellung der Volumina der Fremdwährungsgeschäfte 70
[57] Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen 71
[58] Anteilsbesitzliste 71
[59] Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 71
[60] Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer 71
[61] Bezüge und leistungsorientierte Pensionszusagen der Organe 71
[62] Geschäftsvorfälle mit Organen 71
[63] Abschlussprüferhonorare 72
[64] Corporate Governance Kodex 72
[65] Organe 72
Prüfbericht 73

Impressum 74

GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG wurde erstmals zum 31. Dezember 2007 nach international anerkannten Rechnungslegungsnormen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) bzw. den International Accounting Standards (IAS), in Euro aufgestellt. Maßgeblich waren diejenigen Standards, die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung veröffentlicht und von der Europäischen Union übernommen waren, sowie deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) und das Standing Interpretations Committee (SIC).

Die Überleitung der Rechnungslegung von HGB auf IFRS wurde nach den Vorschriften des IFRS 1, Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards, vorgenommen. Die nach IFRS 1 geforderten Überleitungsrechnungen und Erläuterungen der Auswirkungen der IFRS-Umstellung auf das Eigenkapital und den Überschuss sind in den Notes [27], [45] und [46] wiedergegeben. Unternehmensgegenstand ist die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft), die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung) sowie die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung).

Der Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2007. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

[1] Grundsätze

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die beschriebenen Methoden wurden, sofern nicht anders vermerkt, einheitlich und stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewandt. Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt. Sie werden in der Periode erfasst und ausgewiesen, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Die Angaben in den Notes sind auf 100 EUR gerundet.

Die Rechnungslegung erfolgt unter Anwendung von IAS 39 und der durch diese Vorschrift festgelegten unterschiedlichen Klassifi zierungs- und Bewertungsvorschriften.

Ein Vermögenswert wird in der Bilanz angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufl ießen wird, und wenn seine Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder ein anderer Wert verlässlich bewertet werden können.

Sämtliche im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung nach IFRS notwendigen Schätzungen und Beurteilungen erfolgen im Einklang mit dem jeweiligen Standard bestmöglich (Best Estimate), werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Sofern Schätzungen in größerem Umfang erforderlich waren, werden die getroffenen Annahmen bei der Erläuterung der entsprechenden Position im Folgenden ausführlich dargelegt.

[2] Finanzinstrumente

Gemäß IAS 39 sind alle fi nanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen und in Abhängigkeit von den ihnen zugewiesenen Kategorien zu bewerten. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem fi nanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer fi nanziellen Verbindlichkeiten oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht darüber, wie die Regelungen des IAS 39 in unserem Unternehmen umgesetzt werden.

Finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Financial Assets or Liabilities at Fair Value through Profi t or Loss)

Innerhalb dieser Kategorie werden Finanzinstrumente ausgewiesen, die im Zugangszeitpunkt unwiderrufl ich als at Fair Value through Profi t or Loss designiert werden (Designated at Fair Value). Finanzielle Vermögenswerte und Verpfl ichtungen dieser Kategorie werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.

Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

Als Loans and Receivables sind alle nicht derivativen Finanzinstrumente zu klassifi zieren, die mit festen oder bestimmbaren Zahlungen ausgestattet und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Voraussetzung ist allerdings, dass die entsprechenden Finanzinstrumente bei Zugang nicht den Kategorien Financial Assets or Liabilities at Fair Value through Profi t or Loss oder Available for Sale zugeordnet werden. Loans and Receivables sind mit fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) zu bewerten. Zu jedem Abschlussstichtag sowie bei Hinweisen auf potenzielle Wertminderungen werden Loans and Receivables auf Werthaltigkeit geprüft. Entsprechend werden gegebenenfalls Wertberichtigungen gebildet (vgl. dazu Note [22]). Im Falle einer Wertaufholung erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten.

[3] Währungsumrechnung

Die Währungsumrechnung von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG erfolgt gemäß IAS 21. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig und wurden deshalb mit dem Verkaufskurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Für den Bilanzansatz der auf ausländische Währung lautenden Konten werden folgende Umrechnungskurse zu Grunde gelegt:

Ankaufskurs EZB-Referenzkurs Verkaufskurs
1 EUR = USD 1,4685 USD 1,4715 USD 1,4745
1 EUR = SFR 1,6538 SFR 1,6558 SFR 1,6578
1 EUR = GBP 0,7325 GBP 0,7345 GBP 0,7365
1 EUR = JPY 164,81 JPY 165,05 JPY 165,29

[4] Effekte aus der erstmaligen Anwendung von IFRS-Vorschriften

Die Eröffnungsbilanz wurde zum 1. Januar 2006 (Transition Date) unter Beachtung des IFRS 1 aufgestellt. Der Eröffnungsbilanz sowie den Vorjahresangaben per 31. Dezember 2006 liegen ebenfalls die zum 31. Dezember 2007 geltenden Vorschriften zugrunde. Die aus der Umstellung der Rechnungslegung auf IFRS resultierenden Anpassungseffekte wurden in der Eröffnungsbilanz grundsätzlich mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Effekte aus der Erstanwendung auf das Eigenkapital gehen aus der Überleitungsrechnung des Eigenkapitals nach HGB auf das Eigenkapital nach IFRS zum Eröffnungsbilanzstichtag bzw. zum 31. Dezember 2006 und den zugehörigen Erläuterungen hervor (vgl. Notes [45] und [46]). Die Effekte auf das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2006 sind in Note [27] erläutert.

[5] Barreserve

Die Bestände der Barreserve – diese umfassen den Kassenbestand – sind gemäß IAS 39 zum Nennwert bilanziert.

[6] Treuhandgeschäfte

Treuhandgeschäfte werden gemäß IAS 30 nicht bilanziell erfasst, sondern sind bei bedeutendem Umfang in den Notes offen zu legen. Entsprechende Angaben können der Note [55] entnommen werden.

[7] Forderungen

Unter den Forderungen an Kreditinstitute bzw. Kunden werden im Wesentlichen ausgereichte Kredite sowie Tages- und Termingelder bilanziert. Gemäß IAS 39 erfolgt eine Kategorisierung der Forderungen als Loans and Receivables (vgl. dazu auch Note [2]). Als Loans and Receivables klassifi zierte Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Risikovorsorge in der Bilanz ausgewiesen. Ergebnisse aus Zinszahlungen und dem Abgang von Forderungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

[8] Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht hierbei der Differenz zwischen dem Buchwert einer Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme unter Berücksichtigung des Fair Value von mit dem ursprünglichen effektiven Zinssatz des Finanzinstruments abgezinsten Sicherheiten.

Uneinbringliche Forderungen werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschrieben Forderungen werden erfolgswirksam erfasst.

[9] Finanzanlagen

Die Position Finanzanlagen umfasst Aktien sowie die Beteiligungen. Die hier ausgewiesenen fi nanziellen Vermögenswerte werden mit ihrem Fair Value bilanziert.

[10] Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden neben selbst erstellter und erworbener Software insbesondere Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte ausgewiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Eigenentwickelte Software wird zu Herstellungskosten aktiviert, sofern die Ansatzkriterien nach IAS 38 erfüllt sind. Die aktivierten Kosten enthalten im Wesentlichen Personalaufwendungen und Aufwendungen für externe Leistungen, die an der Entwicklung aktiv beteiligt waren. Zinsen für Fremdkapital werden nicht aktiviert.

Die selbst erstellte oder erworbene Software wird über 3 bis 4 Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Sofern Voraussetzungen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte werden über 3 bis 5 Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Sofern Voraussetzungen vorliegen, die den erwarteten Nutzen nicht mehr erkennen lassen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden in der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen in der Gewinn und Verlustrechnung erfasst.

[11] Sachanlagen

Sachanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Nachträgliche Ausgaben für Sachanlagen wurden aktiviert, wenn von einer Erhöhung des zukünftigen Nutzenpotenzials ausgegangen werden kann. Alle anderen nachträglichen Ausgaben werden als Aufwand erfasst. Die nicht als Investment Property bilanzierten Sachanlagen werden – entsprechend ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer – linear über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsausstattungen 3 – 12
Technische Anlagen 3 – 12

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EstG) wurden aus Wesentlichkeitsgründen im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Über die fortgeführten Anschaffungskosten hinausgehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen werden im Verwaltungsaufwand ausgewiesen, Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

[12] Sonstige Aktiva

Unter dieser Bilanzposition werden Vermögenswerte ausgewiesen, die jeweils separat betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung sind und die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden können. Forderungen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

[13] Ertragssteuern

Laufende Ertragsteueransprüche bzw. -verpfl ichtungen werden mit den aktuellen Steuersätzen berechnet, in deren Höhe Zahlungen an bzw. Erstattungen von Steuerbehörden erwartet werden. Latente Ertragsteueransprüche und -verpfl ichtungen werden auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Verpfl ichtungen in der Bilanz nach IFRS und der Steuerbilanz gebildet. Sie werden auf Grundlage des Steuersatzes berechnet, der für den Zeitpunkt ihrer Aufl ösung zu erwarten ist. Nach IAS 12.74 werden aktive und passive latente Steuern saldiert, da es sich um Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber derselben Steuerbehörde handelt. Sind bei Aufl ösung von temporären Differenzen Steuerentlastungen zu erwarten, erfolgt der Ansatz aktiver latenter Steuern. Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -verpfl ichtungen sowie aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen und nicht abgezinst. Latente Steuern auf erfolgsneutral entstandene temporäre Differenzen werden ebenfalls erfolgsneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Für steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern angesetzt, wenn deren Nutzbarkeit wahrscheinlich ist. Verlustvorträge in Deutschland sind unbeschränkt vortragsfähig. Die Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern aus temporären Differenzen und Verlustvorträgen wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

[14] Sonstige Rückstellungen

Für ungewisse Verpfl ichtungen gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen nach bestmöglicher Schätzung in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet. Langfristige Rückstellungen werden abgezinst, sofern der Effekt wesentlich ist. Rückstellungen für Aufwendungen, die sich nicht auf eine Außenverpfl ichtung beziehen, wurden im Einklang mit den IFRS nicht gebildet.

[15] Sonstige Passiva

Unter den Sonstigen Passiva sind Abgrenzungen sowie Verpfl ichtungen ausgewiesen, welche jeweils separat betrachtet nicht von wesentlicher Bedeutung sind und keiner anderen Bilanzposition zugeordnet werden können. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

[16] Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist das von den Aktionären einzubezahlende bzw. eingezahlte Kapital. Die Kapitalrücklage enthält die Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien. Direkt zurechenbare externe Kosten, die bei der Begebung oder dem Erwerb von Eigenkapitaltiteln anfallen (Transaktionskosten), werden erfolgsneutral von den Kapitalrücklagen abgesetzt. Die Gewinnrücklagen wurden in gesetzliche, satzungsmäßige und andere Gewinnrücklagen aufgegliedert. Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Gewinne aus Vorjahren. Darüber hinaus sind in den anderen Gewinnrücklagen die Effekte aus der IFRS-Erstanwendung ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

[17] Zinsüberschuss

Der Zinsüberschuss setzt sich wie folgt zusammen:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Zinserträge aus
Kredit- und Geldmarktgeschäften 685,1 266,8 418,3
Erträge aus Kursdifferenzen 13,5 0,0 13,5
Erträge aus Finanzanlagen 24,8 31,2 -6,4
Zinserträge insgesamt 723,4 298,0 425,4
Zinsaufwendungen für
Verbindlichkeiten 39,5 2,0 37,5
Stille Gesellschafter 0,0 1,5 -1,5
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 2,5 0,0 2,5
Zinsaufwendungen insgesamt 42,0 3,5 38,5
Zinsüberschuss 681,4 294,5 386,9

Die Erträge bzw. Aufwendungen aus Kursdifferenzen entstehen aufgrund von Währungsumrechnungen.

[18] Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss stellt sich wie folgt dar:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Provisionserträge aus
Round-turn-commission 7.863,7 5.412,1 2.451,6
Management Fee 330,3 334,7 -4,4
Sonstige 40,7 383,4 -342,7
Provisionserträge insgesamt 8.234,7 6.130,2 2.104,5
Provisionsaufwendungen für
Rebate 5.928,5 4.133,4 1.795,1
Sonstige 452,2 372,9 79,3
Provisionsaufwendungen insgesamt 6.380,7 4.506,3 1.874,4
Provisionsüberschuss 1.854,0 1.623,9 230,1

In den Provisionsaufwendungen sind TEUR 1.225 (Vj. TEUR 1.230) aus treuhänderischen Tätigkeiten enthalten. Bei den Provisionserträgen beläuft sich die Summe auf TEUR 2.357 (Vj. TEUR 2.005).

[19] Erträge aus Finanzanlagen

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Laufende Erträge aus
Beteiligungen 24,8 31,2 -6,4
Erträge aus Finanzanlagen insgesamt 24,8 31,2 -6,4

Die Erträge aus Finanzanlagen umfassen ausschließlich Dividendenzahlungen der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg. Die Erträge aus Finanzanlagen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinserträgen ausgewiesen.

[20] Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das Sonstige betriebliche Ergebnis stellt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
Mietanteil, Telefon Hanseatic Brokerhouse AG 131,3 149,5 -18,2
Erträge für Konzeptionen 153,5 0,0 153,5
Sonstige Erträge 144,1 96,1 48,0
Sonstige betriebliche Erträge insgesamt 428,9 245,6 183,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Aufwendungen 6,8 9,7 -2,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen insgesamt 6,8 9,7 -2,9
Gesamt 422,1 235,9 186,2

[21] Verwaltungsaufwand

Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus dem Personalaufwand, anderen Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen zusammen. Die jeweiligen Positionen gliedern sich wie folgt:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 843,5 794,8 48,7
Soziale Abgaben 116,8 121,6 -4,8
Personalaufwendungen insgesamt 960,3 916,4 43,9
Andere Verwaltungsaufwendungen
Raumkosten 300,4 270,2 30,2
Beiträge und Versicherungen 46,4 53,7 -7,3
Kfz-Kosten 111,2 90,7 20,5
Werbung, Reisekosten 282,8 86,5 196,3
Instandhaltung f. Geschäftsausstattung,
Hard- und Software
104,8 189,0 -84,2
Aufwendungen für Kommunikation 154,5 107,9 46,6
Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 63,0 31,3 31,7
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 538,1 303,2 234,9
Übrige andere Verwaltungskosten 21,5 121,0 -99,5
Andere Verwaltungsaufwendungen insgesamt 1.622,7 1.271,4 351,3
Verwaltungsaufwendungen insgesamt 2.583,0 2.187,8 395,2
Planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen 75,3 86,8 -11,6
Planmäßige Abschreibung auf immaterielle
Vermögenswerte
106,2 68,3 37,9
Sofortabschreibung GWG 8,6 6,4 2,3
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 0,0 0,0 0,0
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle
Vermögenswerte
0,0 0,0 0,0
Abschreibungen insgesamt 190,1 161,5 28,6
Gesamt 2.773,1 2.349,5 423,6

[22] Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung wie folgt dar:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Zuführung zur Risikovorsorge 0,0 0,0 0,0
Direkte Forderungsabschreibung 28,9 1,4 27,5
Aufl ösung der Risikovorsorge 0,0 0,0 0,0
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 0,0 0,0 0,0
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 28,9 1,4 27,5

[23] Ergebnis der Finanzinstrumente der Kategorie Designated at Fair Value

Im Finanzergebnis werden bonitätsinduzierte Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse der Financial Assets or Liabilities at Fair Value through Profi t or Loss ausgewiesen:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Fair Value Änderungen Aktien 0,0 -0,3 0,3
Fair Value Änderungen Alternative Investments Partner 0,0 -15,8 15,8
Fair Value Änderung Hanseatic Brokerhouse Securities AG 1.119,4 -70,1 1.189,5
Gesamt 1.119,4 -86,2 1.205,6

Zur Fair Value Änderung der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, verweisen wir auf Note [33].

[24] Ertragssteuern

Die Position beinhaltet sämtliche auf der Grundlage des Jahresergebnisses ermittelten inländischen Steuern. Die Ertragsteueraufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2007
TEUR
2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Laufender Steueraufwand 0,0 7,3 -7,3
Latente Steuern 139,7 -90,5 224,2
Gesamt 139,7 -83,2 222,9
31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Latente Steuern:
Veränderung der Bewertung der Beteiligungen 52,1 -17,6 69,7
Aktivierung von Verlustvorträgen aus 2006 -570,2 -570,2 0,0
Aktivierung des Jahresfehlbetrages 2007 -430,3 0,0 -430,3
Abweichungen Handels- und Steuerbilanz 301,7 0,0 301,7
Veränderung der Nichtaktivierung von
Erweiterungsaufwendungen
-510,1 -171,8 -338,3
Nicht abziehbare Aufwendungen 31,8 0,0 31,8
Gesamtsumme -1.125,0 -759,6 -365,4
Steuersatz 40,3846% 40,3846% 0,0
Deferred tax assets 454,3 306,8 147,5
Änderung des Steuersatzes auf 32,275% -91,2 - -
Deferred tax assets mit neuem Steuersatz 363,1 - -

[25] Ergebnis je Aktie

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Operatives Ergebnis (TEUR) 83,2 -196,4 279,6
Jahresergebnis (TEUR) 1.133,3 -202,9 1.336,2
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener
Stammaktien (Stück)
1.332.337 1.004.160 328.177
Operatives Ergebnis je Aktien (EUR) 0,062 -0,196 0,258
Gewinn je Aktien (EUR) 0,851 -0,202 1,053

Im Geschäftsjahr und zum 31. Dezember 2007 waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Ein verwässertes Ergebnis war nicht zu berechnen.

[26] Aufwandsquote

2007 2006 Veränderung
in % in % in %
Aufwandsquote 63,4 105,8 -42,4

Die Aufwandsquote spiegelt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen vor Risikovorsorge wider.

[27] Überleitung des Jahresüberschusses 2006 von HGB auf IFRS

HGB nach Umgliede
rung für IFRS-Zwecke
TEUR
Auswirkungen der
Anpassungen an
IFRS TEUR
IFRS
TEUR
Zinsüberschuss 276,3 18,2 294,5
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -1,4 - -1,4
Provisionsüberschuss 1.623,9 - 1.623,9
Verwaltungsaufwendungen -2.135,5 -52,3 -2.187,8
Sonstige betriebliche Erträge 262,0 -16,4 245,6
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen
-161,5 - -161,5
Ergebnis aus Finanzanlagen 0,0 -86,2 -86,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -25,9 16,2 -9,7
Jahresergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit
-162,1 -120,5 -282,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7,3 90,5 83,2
Sonstige Steuern -3,6 - -3,6
Jahresfehlbetrag -173,0 -30,0 -203,0

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Aktiva

[28] Barreserve

Die Barreserve setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Kassenbestand 5,7 1,0 4,7

[29] Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kunden gliedern sich wie folgt:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Inländische Kreditinstitute 2.188,0 499,6 1.688,4
Ausländische Kreditinstitute 137,3 206,9 -69,6
Forderungen an Kreditinstitute im Kreditgeschäft 2.325,3 706,5 1.618,8
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 0 0 0
Gesamt 2.325,3 706,5 1.618,8

[30] Forderungen an Kunden

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Inländische Kunden 950,8 759,2 191,6
Ausländische Kunden 1.127,2 123,2 1.004,0
Forderungen an Kunden im Kreditgeschäft 2.078,0 882,4 1.195,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 0,0 -42,5 42,5
Gesamt 2.078,0 839,9 1.238,1

Die Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit betragen TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 64).

[31] Kreditvolumen

Das bilanzielle Kreditvolumen betrug zum Abschlussstichtag TEUR 4.402. Unwiderrufl iche Kreditzusagen sowie Eventualverbindlichkeiten waren zum Abschlussstichtag nicht vorhan-den.

[32] Risikovorsorge

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
Einzelwertberichtigungen 0,0 0,0 0,0
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
Einzelwertberichtigungen 0,0 42,5 -42,5
Gesamt 0,0 42,5 -42,5

Die Entwicklung des Risikovorsorgebestands ist folgender Tabelle zu entnehmen:

TEUR Anfangsbestand
01.01
Zuführung Verbrauch Aufl ösung End-bestand
31.12.
Risikovorsorge für Forde
rungen an Kreditinstitute
Einzelwertberichtigungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Risikovorsorge für Forde
rungen an Kunden
Einzelwertberichtigungen 42,5 0,0 42,5 0,0 0,0
Summe 42,5 0,0 42,5 0,0 0,0
Gesamt 42,5 0,0 42,5 0,0 0,0

[33] Finanzanlagen

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Aktien 0,5 0,5 0,0
Beteiligungen 1.478,7 234,3 1.244,4
Gesamt 1.479,2 234,8 1.244,4

Von den Finanzanlagen sind börsenfähig und börsennotiert:

31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,5 0,5 0,0

Die Entwicklung der langfristigen Finanzanlagen im Berichtsjahr kann folgender Aufstellung entnommen werden:

TEUR AK/HK
Historisch
Zugänge Abgänge Fair Value Bewertung Abschreibungen Fair Value Fair Value
Vorjahr
Kumuliert Geschäfts
jahr
Kumuliert Geschäfts
jahr
Beteiligungen 126,0 125,0 0,0 1.295,9 1.119,5 68,0 0,0 1.478,7 234,3

Die Beteiligungen bestehen im Wesentlichen aus der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, an der Varengold einen Anteil von 16 % hält.

Der Fair Value der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, wurde von Varengold mit Hilfe eines DCF-Verfahrens auf Grundlage des "IDW Standards: Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen (IDW S 1)" berechnet.

Als Basis wurde das handelsrechtliche Jahresergebnis zum 31. Dezember 2007 in Höhe von TEUR 1.574 herangezogen. Die zukünftige Entwicklung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses wird konservativ angesetzt. So wird von einem Rückgang des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2008 auf TEUR 157 aufgrund geplanter hoher Investitionen ausgegangen. Bis zum Jahr 2012 soll das handelsrechtliche Ergebnis dann stetig bis auf TEUR 1.203 ansteigen. Der aktuelle Wert der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, berechnet sich auf dieser Grundlage sowie unter Annahme eines Marktzinses von 4,0 %, einer Marktrisikoprämie in Höhe von 5,0 %, eines Betafaktors von 1,7233 sowie von Eigenkapitalkosten von 12,62 % auf TEUR 8.461.

Die Aktien wurden mit dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

[34] Immaterielle Vermögenswerte

Die nachfolgende Übersicht zeigt den Bestand der Immateriellen Anlagewerte:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Konzessionen und gewerbl. Schutzrechte
erworben 301,7 0,0 301,7
selbsterstellt 0,0 0,0 0,0
Konzessionen und gewerbl. Schutzrechte insgesamt 301,7 0,0 301,7
Software
erworben 193,3 88,5 104,8
selbsterstellt 236,1 0,0 236,1
Software insgesamt 429,4 88,5 340,9
Gesamt 731,1 88,5 642,6

Die Bestandsentwicklung der immateriellen Vermögenswerte kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:

TEUR AK/HK
Historisch
Zugänge Abgänge Abschreibungen Währungs
umrechnung
Buchwert Buchwert
Vorjahr
Konzessionen
und gewerbliche
Schutzrechte
45,2 356,3 0 99,8 54,6 0 301,7 0,0
Adressen poten
zieller Kunden
95,0 0 0 95,0 0 0 0,0 0,0
EDV-Software 228,0 392,5 0 191,1 51,6 0 429,4 88,5
Gesamt 368,2 748,8 0 385,9 106,2 0 731,1 88,5

[35] Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftjahr wie folgt:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung 88,3 104,5 -16,2
EDV-Anlagen 120,3 116,8 3,5
PkW 24,6 0,0 24,6
Gesamt 233,2 221,3 11,9

Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt entwickelt:

Angaben
in TEUR
AK/HK
Historisch
Zugänge Abgänge Abschreibungen Buchwert
Vorjahr
Buchwert
Vorjahr
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
235,6 7,0 0,0 154,3 23,2 88,3 104,5
EDV-Anlagen 435,5 53,4 0,0 368,6 49,9 120,3 116,8
PKW 8,6 26,8 0,0 10,8 2,2 24,6 0,0
Gesamt 679,7 87,2 0,0 533,7 75,3 233,2 221,3

Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen sind nicht aufgetreten. Im Berichtsjahr wurden keine Zuschreibungen aufgrund früherer Wertminderungen vorgenommen.

[36] Leasinggeschäft

Unkündbare Mietleasingvereinbarungen 31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Bis zu einem Jahr 50,1 35,8 14,3
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 97,8 106,5 -8,7
Länger als fünf Jahre 0,0 0,0 0,0
Gesamt 147,9 142,3 5,6

Die Operatingleasingvereinbarungen beziehen sich auf fünf Automobile mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren.

Im Geschäftsjahr 2007 wurden Zahlungen in Höhe von TEUR 58,9 geleistet. Die gezahlten Leasingraten aus Operating-Leasing-Verhältnissen wurden im Verwaltungsaufwand erfasst.

[37] Ertragsteueransprüche

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Latente Ertragsteueransprüche 363,1 324,1 39,0
Laufende Steuern 0,0 9,7 -9,7

Die latenten Ertragsteueransprüche bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Bilanzansätzen nach IFRS und den steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Verpfl ichtungen ab.

[38] Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva setzen sich aus folgenden Größen zusammen:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Rechnungsabgrenzungsposten 3,4 5,5 -2,1
Sonstige Vermögensgegenstände 20,7 0,0 20,7
Gesamt 24,1 5,5 18,6

Passiva

[39] Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Inländische Kreditinstitute 11,7 23,4 -11,7
Ausländische Kreditinstitute 1,5 39,2 -37,7
Gesamt 13,2 62,6 -49,4

[40] Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Inländische Kreditnehmer 0,0 1,5 -1,5
Ausländische Kreditnehmer 0,0 0,0 0,0
Gesamt 0,0 1,5 -1,5

[41] Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Passiva setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 848,8 910,5 -61,7
Sonstige Verbindlichkeiten 29,8 80,7 -50,9
Verbindlichkeiten Zinsen Stille Gesellschafter 0,0 5,6 -5,6
Abschluss- und sonstige Prüfungskosten 99,0 72,5 26,5
Andere Rückstellungen 36,0 22,1 13,9
Gesamt 1.013,6 1.091,4 -77,8

[42] Sonstige Rückstellungen

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Rückstellungen für Sonstiges 50,0 0,0 50,0
Rückstellungen im Personalbereich 90,0 0,0 90,0
Gesamt 140,0 0,0 140,0

Im Personalbereich wurden Rückstellungen für Tantieme, die in 2008 an die Vorstandsmitglieder ausgezahlt werden sollen, gebildet.

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen im Berichtsjahr kann der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Angaben
in TEUR
Anfangsbestand
01.01.
Zugänge Inanspruch
nahme
Aufl ösung Endbestand
31.12.
Rückstellungen für Sonstiges 0,0 50,0 0,0 0,0 50,0
Rückstellungen im Personalbereich 0,0 90,0 0,0 0,0 90,0
Gesamt 0,0 140,0 0,0 0,0 140,0

[43] Eigenkapital

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Gezeichnetes Kapital 1.332,3 1.004,2 328,1
Kapitalrücklage 3.414,4 78,7 3.335,7
Gewinnrücklage
Gesetzliche Rücklage 1,7 1,7 0,0
Andere Gewinnrücklage 306,1 306,1 0,0
Verlust- /Gewinnvortrag -115,0 87,9 -202,9
Gewinn/ Verlust 1.133,3 -202,9 1.336,2
Gesamt 6.072,8 1.275,7 4.797,1

In der Berichtsperiode waren die Mindesteigenkapitalanforderungen gemäß § 10 Abs. 9 KWG und § 33 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c KWG i. V. IAS 1.124 B (d) erfüllt.

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Varengold Wertpapierhandelsbank AG besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro und ist voll eingezahlt.

Anzahl der im Umlauf befi ndlichen Aktien am 31.12.2007 1.332.337
Ausgabe neuer Aktien 328.177
Anzahl der im Umlauf befi ndlichen Aktien am 01.01.2007 1.004.160
Stückzahl

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden die Agiobeträge aus der Ausgabe von Aktien ausgewiesen.

c) Gewinnrücklage

Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklage. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst, die hier eingestellten Beträge unterliegen einem Ausschüttungsverbot.

[44] Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 21. November 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 502.080 Euro (502.080 Anteile), zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.

[45] Überleitung des Eigenkapitals von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2006

Im Folgenden werden die aus der Erstanwendung resultierenden, eigenkapitalwirksamen Veränderungen der Bilanzpositionen dargestellt:

Schema IFRS HGB nach Um
gliederung für
IFRS-Zwecke
TEUR
Auswirkungen
der Anpassungen
an IFRS
TEUR
IFRS
TEUR
Barreserve 11,6 - 11,6
Forderungen an Kreditinstitute 488,2 - 488,2
Forderungen an Kunden 1.023,1 -44,6 978,5
Wertberichtigungen 0,0 -42,5 -42,5
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,8 - 0,8
Beteiligungen 57,9 246,5 304,4
Anteile an verbundenen Unternehmen 51,0 - 51,0
Treuhandvermögen 9.757,2 -9.757,2 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 144,7 -92,4 52,3
Sachanlagen 231,0 - 231,0
Sonstige Aktiva 11,7 - 11,7
Ertragssteueransprüche 0,0 222,6 222,6
Summe Aktiva 11.777,2 -9.467,6 2.309,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3,3 - 3,3
Sonstige Verbindlichkeiten 55,0 - 55,0
Treuhandverbindlichkeiten 9.757,1 -9.757,1 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 654,4 170,1 824,5
Rückstellungen 159,6 -134,6 25,0
Ertragsteuerverpfl ichtungen 0,0 0,0 0,0
Zwischensumme Fremdkapital 10.629,4 -9.721,6 907,8
Gezeichnetes Kapital 227,0 - 227,0
Einlagen stiller Gesellschafter gem. § 10 Abs: 4 KWG 35,5 -35,5 0,0
Kapitalrücklage 779,0 - 779,0
Gesetzliche Rücklage 1,7 - 1,7
Gewinnrücklage 16,7 289,5 306,2
Gewinn 87,9 - 87,9
Eigenkapital 1.147,8 254,0 1.401,8
Summe Passiva 11.777,2 -9.467,6 2.309,6

[46] Überleitung des Eigenkapitals von HGB auf IFRS zum 31. Dezember 2006

Schema IFRS HGB nach Um
gliederung für
IFRS-Zwecke
TEUR
Auswirkungen
der Anpassungen
an IFRS
TEUR
IFRS
TEUR
Barreserve 1,0 - 1,0
Forderungen an Kreditinstitute 706,5 - 706,5
Forderungen an Kunden 908,8 -26,4 882,4
Wertberichtigungen 0,0 -42.5 -42,5
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,8 -0,3 0,5
Beteiligungen 57,9 176,4 234,3
Anteile an verbundenen Unternehmen 15,8 -15,8 0,0
Treuhandvermögen 20.372,9 -20.372,9 0,0
Immaterielle Vermögenswerte 260,3 -171,8 88,5
Sachanlagen 221,3 - 221,3
Sonstige Aktiva 15,2 - 15,2
Ertragssteueransprüche 0,0 324,0 324,0
Summe Aktiva 22.560,5 -20.129,3 2.431,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62,6 - 62,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1,5 - 1,5
Treuhandverbindlichkeiten 20.372,9 -20.372,9 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 996,7 94,7 1.091,4
Ertragssteuerverpfl ichtungen 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen 94,5 -94,5 0,0
Zwischensumme Fremdkapital 21.528,2 -20.372,7 1.155,5
Gezeichnetes Kapital 1.004,2 - 1.004,2
Kapitalrücklage 94,9 -16,2 78,7
Gesetzliche Rücklage 1,7 - 1,7
Gewinnrücklage 16,7 289,4 306,1
Verlust -85,2 -29,8 -115,0
Eigenkapital 1.032,3 243,4 1.275,7
Summe Passiva 22.560,5 -20.129,3 2.431,2

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

[47] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG steuert ihre Aktivitäten auf Basis einer Geschäftsfeldrechnung. Dabei werden Aktivitäten mit gleicher Kernkompetenz zu Geschäftsfeldern gebündelt.

Für das primäre Berichtsformat wurden folgende Segmente gebildet:

Strukturierte Produkte

Die Bank konzipiert Finanzprodukte (Zertifi kate, Hedge-Fonds, Spezialgesellschaften) für Asset Manager, Finanzvertriebe und Introducing Broker unter besonderer Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Hierbei erfüllt Varengold die Erwartungen der Kunden durch die Lieferung schlüsselfertiger Produktinnovationen einschließlich der Koordination externer Dienstleistungen, beispielsweise im IT-Bereich.

Brokerage

Varengold bietet in allen marktfähigen börsengehandelten Derivaten den Onlinehandel an. Neben der führenden Stellung im Handel mit CFDs, Equity-Optionen im US-Wirtschaftsraum und dem Handel in Futures und Options stellt Varengold die gesamte Handelsarchitektur für einige der bedeutenden Spezialanbieter Europas. Im aktiven Derivatetrading hat die Bank ein deutschsprachiges Order- und Supportdesk sowie ein exklusives Full-Service-Konzept entwickelt, das seinen Kunden alle Leistungen aus einer Hand sowie optimale Unterstützung für ein professionelles Trading bietet. Neben den Vorteilen der deutschen Kontoführung durch die Bank bietet Varengold neueste Trading-Supportsoftware und eine Auswahl hoch-professioneller Onlinehandelsplattformen. Den Kunden wird neben der Möglichkeit des Online-Handels auch der mit besseren Margen ausgestaltete Telefonhandel angeboten.

Asset Management

Zu den Kernkompetenzen zählt zudem die Vermögensverwaltung in der Alternativen Asset-Klasse im Bereich der Managed Futures. Varengold verwendet ausgesuchte systematische Handelsansätze externer Handelssystemanbieter. Daneben wurde ein Netzwerk externer Vermögensverwalter und CTAs (Commodity Trading Advisors) etabliert, die durch die Varengold regelmäßig einer Due Diligence unterzogen werden und ihre Resultate an eine unabhängige Stelle berichten und gegenüber dieser belegen. Innerhalb dieses Segments zeichnet sich die Varengold insbesondere durch das Angebot maßgeschneiderter, kundenspezifi scher Portfolios aus. Dieser moderne Ansatz im Portfoliomanagement hat die Bank zu einem der führenden deutschen Institute in der Kooperation mit weltweit tätigen, namhaften Vermögensverwaltern (CTAs) gemacht. Die von Varengold geschaffene, europaweit erste Managed Futures-Plattform ermöglicht Investoren den sicheren und transparenten Zugang zur Welt der CTAs.

[48] Segmentierung nach Geschäftsfeldern

Geschäftsjahr 2006 Gesamt Strukturierte
Produkte
Brokerage Asset
Management
Sonstige
Zinsergebnis 294,5 2,0 95,6 189,5 7,4
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -1,4 -0,4 -0,1 -0,8 -0,1
Zinsergebnis nach Risikovorsorge 293,1 1,6 95,5 188,7 7,3
Provisionsergebnis 1.623,9 155,8 741,1 727,6 -0,6
Ergebnis aus Finanzanlagen -86,2 0,0 0,0 -86,2 0,0
Sonstiges Ergebnis 235,9 41,1 89,6 96,5 8,7
Abschreibungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
-161,5 -27,9 -38,8 -90,1 -4,7
Verwaltungsaufwand -2.187,8 -544,4 -382,1 -1.098,4 -162,9
Ergebnis vor Steuern -282,6 -373,8 505,3 -261,9 -152,2
Segmentvermögen 2.431,2 606,0 666,2 1.075,5 83,5
Anschaffungskosten für Erwerb
von Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
377,5 27,3 255,2 95,0 0,0
Segmentverbindlichkeiten 1.155,5 305,3 228,9 553,4 67,9
Geschäftsjahr 2006 Gesamt Strukturierte
Produkte
Brokerage Asset
Management
Sonstige
Zinsergebnis 681,4 4,9 186,9 470,1 19,5
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -28,9 0,0 -14,5 -14,4 0,0
Zinsergebnis nach Risikovorsorge 652,5 4,9 172,4 455,7 19,5
Provisionsergebnis 1.854,1 332,2 568,5 953,4 0,0
Ergebnis aus Finanzanlagen 1.119,4 0,0 1.119,4 0,0 0,0
Sonstiges Ergebnis 422,0 166,5 183,4 40,8 31,3
Abschreibungen auf immaterielle
Anlagewerte und Sachanlagen
-190,1 -57,0 -9,5 -114,1 -9,5
Verwaltungsaufwand -2.583,0 -735,7 -279,8 -1.451,1 -116,4
Ergebnis vor Steuern 1.274,9 -289,1 1.754,4 -115,3 -75,1
Segmentvermögen 7.239,6 901,9 3.011,2 1.694,7 1.631,8
Anschaffungskosten für Erwerb
von Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte
783,8 245,2 459,8 78,8 0,0
Segmentverbindlichkeiten 1.166,8 335,3 86,3 689,3 55,9

ERLÄUTERUNGEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

[49] Finanzinstrumente nach IAS 39 – Bewertungskategorien

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der Finanzinstrumente gegliedert nach Bewertungskategorien dargestellt:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Aktivpositionen
Loans and Receivables (lar)
Forderungen an Kreditinstitute 2.325,3 706,5
Forderungen an Kunden 2.078,0 839,9
Designated at Fair Value (afv)
Finanzanlagen 1.479,2 234,8
Summe Aktivpositionen 5.882,5 1.781,2
Passivpositionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 13,2 62,6
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0,0 1,5
Summe Passivpositionen 13,2 64,1

[50] Fair Value-Angaben der Finanzinstrumente

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte den Fair Values der Finanzinstrumente gegenübergestellt.

31.12.2007 31.12.2006
Fair Value Buchwert Differenz Fair Value Buchwert Differenz
Aktivpositionen
Forderungen an Kreditinstitute 2.325,3 2.325,3 0,0 706,5 706,5 0,0
Forderungen an Kunden 2.078,0 2.090,7 -12,7 839,9 908,8 -68,9
Finanzanlagen 1.478,8 182,9 1.295,9 234,8 74,5 160,3
Summe Aktivpositionen 5.882,1 4.598,9 1.283,2 1.781,2 1.689,8 91,4
Passivpositionen
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstitute
13,2 13,2 0,0 62,6 62,6 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
0,0 0,0 0,0 1,5 1,5 0,0
Summe Passivpositionen 13,2 13,2 0,0 64,1 64,1 0,0

[51] Restlaufzeitengliederung

Angaben in TEUR 31.12.2007 31.12.2006
Forderungen an Kreditinstituten 2.325 706
davon mit einer Restlaufzeit
- bis drei Monate 2.325 706
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
- mehr als fünf Jahre 0 0
Forderungen an Kunden 2.078 840
davon mit einer Restlaufzeit
- bis drei Monate 1.827 354
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 42 133
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 63 319
- mehr als fünf Jahre 146 34
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13 63
davon mit einer Restlaufzeit
- bis drei Monate 13 63
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
- mehr als fünf Jahre 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 1
davon mit einer Restlaufzeit
- bis drei Monate 0 1
- mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
- mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 0 0
- mehr als fünf Jahre 0 0

[52] Angaben zum Risikomanagement sowie zu Zinsänderungs- und Adressenausfallrisiken

Die Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist durch verschiedene interne und externe Risiken geprägt. Zu deren Beherrschung hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie des Aktiengesetzes laufend angepasst wird. Um Risiken frühzeitig zu erkennen und bestehende Risiken gezielt zu beherrschen, ist die Risikoüberwachung und -steuerung ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse im Hause Varengold. Hierzu stellen die Bereiche Controlling, Reporting und Recht wesentliche Elemente der Aufbauorganisation dar, die selbstverständlich funktional voneinander getrennt agieren. In die Arbeitsprozesse durchgängig eingebundene Kontrollen und laufende Berichterstattung ermöglichen es, die einzelnen Risiken zu identifi zieren, ihre Entwicklung nachzuvollziehen und rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen zu reagieren. Umfangreiche risikoorientierte Verhaltensvorschriften, die in den einzelnen Arbeitsprozessen fest implementiert sind, begrenzen mögliche Risiken auf ein vertretbares Maß.

Alle Geschäftsprozesse, die einem besonderen Risiko unterliegen, werden durch die Interne Revision überprüft. Diese wird durch eine namhafte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgenommen. Sie berichtet direkt an den Vorstand, ist nicht weisungsgebunden und kann ihre Aufgaben unabhängig vom operativen Geschäft wahrnehmen. Die Varengold stellt betroffene Schlüsselpersonen bedarfsabhängig vom operativen Geschäft frei, um die Arbeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestmöglich zu unterstützen. Grundlage für die Tätigkeit der Internen Revision ist ein Prüfungsplan, der alle wesentlichen Geschäftsprozesse der Varengold abdeckt. Die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Ausgestaltung der Internen Revision werden erfüllt. Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass der Vorstand aufgrund der Größe der Bank in alle wesentlichen Vorgänge unmittelbar eingebunden ist.

Darüber hinaus werden alle Komponenten des Risikomanagements zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst. Im Rahmen der regelmäßigen Risikoanalyse hat die Varengold einschlägige Risiken erfasst und – soweit möglich – quantifi ziert.

Die Risiken wurden in die folgenden wesentlichen Klassen untergliedert:

  • o Risiken im Asset-Management
  • o Wechselkursrisiko
  • o Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte
  • o Adressenausfallrisiko
  • o Wettbewerbsrisiken
  • o Regulatorische Risiken
  • o Risiken aus der Zugehörigkeit zur EdW, insbesondere drohende Sonderbeiträge
  • o Liquiditätsrisiko

Alle Risiken, die das Institut tangieren, wurden mit einem ausgewogen gestalteten und nicht zu tief gehenden Detaillierungsgrad erfasst, so dass ursachenbasierte Identifi kations-, Analyse- und Steuerungsmaßnahmen und damit ein effektives Risikomanagement ermöglicht werden. Nachfolgend sind nun die wesentlichen oben genannten Risiken näher erläutert.

Risiken im Asset-Management

Risiken für die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften liegen in einer nie auszuschließenden negativen Performanceentwicklung der Kundenportfolios und der eingesetzten externen Vermögensverwalter (CTAs). Auch wenn dieses Risiko aufgrund der Diversifi kation und Nutzung renommierter CTAs und der Orientierung an etablierten Benchmarks das gesamte Marktsegment betrifft, auf das wir – mit Ausnahme der Gesamtportfolio-Allokation und der Erhöhung des Grades der Diversifi kation – äußerst geringen Einfl uss haben, würde sich eine deutlich negative Performanceentwicklung der externen CTAs negativ auf die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften auswirken.

Wechselkursrisiko

Ein Teil der Erträge und Aufwendungen der Varengold entsteht außerhalb der Euro-Zone. Dadurch unterliegen sie grundsätzlich einem Währungsrisiko. Da der Jahresabschluss der Varengold in Euro aufgestellt wird, werden die Fremdwährungsgeschäfte und die nicht auf Euro lautenden Positionen zu den am Ende der jeweiligen Periode geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Daher unterliegt das Ergebnis der Varengold eventuell negativen Auswirkungen der Schwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar. In den Währungen Schweizer Franken, Britisches Pfund und japanischer Yen bestehen nicht bewertungsrelevante Währungsrisiken. Den in Dollar erwirtschafteten Erträgen i. H. v. ca. TEUR 1.200 stehen in Dollar entstandene Aufwendungen i. H. v. ca. TEUR 280 gegenüber. Die daraus resultierende Nettoposition i. H. v. TEUR 920 (11,2 % des Gesamtumsatzes) unterliegt dem Währungsrisiko.

Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte

Die Komplexität derivativer Finanzprodukte sowie der Dienstleistungen im (elektronischen) Brokerage dieser Produkte hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Operationelle Risiken rücken insbesondere aufgrund des in den letzten Jahren stark gestiegenen Einsatzes anspruchsvoller Technologien im Bankgeschäft zunehmend ins Blickfeld. So ist das umfangreiche institutionelle Bankgeschäft mit Vermögensverwaltern und Finanzvertrieben unter Einsatz von komplexen Finanzprodukten, wie es die Varengold betreibt, in zunehmendem Maß von hoch entwickelten Informationstechnologiesystemen abhängig. IT-Systeme sind z.B. gegenüber Computerviren, Hackern, Schäden an den entscheidenden IT-Zentren sowie gegenüber Softoder Hardwarefehlern anfällig. Darüber hinaus sind für IT-Systeme regelmäßige Upgrades erforderlich, um den Anforderungen sich ändernder Geschäfts- und aufsichtsrechtlicher Erfordernisse gerecht werden zu können. Hinzu kommt, dass die Zahl der Anforderungen und Projekte stetig steigt und diese in immer kürzeren Zeiträumen umgesetzt werden müssen. Die vorstehend beschriebenen Herausforderungen, Anforderungen und die mit der Umsetzung und Lösung dieser Aufgaben verbundenen Risiken und Kosten stellen für die Varengold bedeutsame Risiken dar.

Adressenausfallrisiko

Das Adressenausfallrisiko umfasst grundsätzlich das Risiko, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpfl ichtungen nicht oder nur teilweise nachkommt. Die Gesellschaft hat offene Forderungen gegenüber Kunden i. H. v. TEUR 2.091, die zum Zeitpunkt der Berichterstellung größtenteils ausgeglichen wurden. Es besteht bei vier Forderungen i. H. v. insgesamt TEUR 47 eine Ausfallwahrscheinlichkeit von ca. 50 %. Das Adressenausfallrisiko liegt nach unserem Risikomodell bei ca. TEUR 24.

Wettbewerbsrisiken

Insbesondere im elektronischen Brokerage besteht das Risiko des Eintritts weiterer Marktteilnehmer. Dies könnte den Preiswettbewerb beschleunigen und den Aufwand zur Kundengewinnung erhöhen. Im Asset-Management, der Abwicklung und dem Clearing wie auch im elektronischen Brokerage ist die Entwicklung des Unternehmensertrages an die Entwicklung des Anlagevermögens der Kunden gekoppelt. Bei den beiden letztgenannten Komponenten handelt es sich um nur schwer kontrollierbare Risikofaktoren, da das Brokerage gegenwärtig durch autonome Transaktionen der Kunden bestimmt wird.

Regulatorische Risiken

Die Geschäftstätigkeit der Varengold wird von der BaFin reguliert und beaufsichtigt. Die rechtliche Einschätzung der BaFin betreffend die Konstruktion von Finanzprodukten der Gesellschaft oder die Konstruktion von Finanzprodukten der Kunden kann sich ändern. Änderungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen können der Varengold zusätzliche Verpfl ichtungen auferlegen. Außerdem kann die Befolgung und Umsetzung geänderter aufsichtsrechtlicher Vorschriften zu einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands führen.

Risiken aus der Zugehörigkeit zur Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW), insbesondere drohender Sonderbeitrag Phoenix Kapitaldienst GmbH

Die Gesellschaft gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an, wozu sie gesetzlich verpfl ichtet ist. Die EdW entschädigt Kunden in Fällen, in denen die der EdW zugeordneten Wertpapierhandelsunternehmen nicht in der Lage sind, ihre Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gegenüber Kunden zu erfüllen. Die EdW fi nanziert dies aus Beiträgen ihrer Mitglieder.

Die EdW wird aktuell durch geschädigte Kunden der Phoenix Kapitaldienst GmbH in Anspruch genommen. Aufgrund des mehrstelligen Millionenbetrages besteht die Möglichkeit, dass die EdW ihre Mitglieder erheblich über deren jährlich zu entrichtende Beiträge hinaus zur Aufbringung dieses Betrages heranzieht, da die vorhandenen Mittel der EdW dazu nicht ausreichen. Es könnte somit auf die Gesellschaft die Verpfl ichtung zur Zahlung eines entsprechenden anteiligen Betrages zukommen. Dieses Risiko kann sich nicht nur in dem konkret anhängigen Fall, sondern in Zukunft auch bei anderen, weiteren Fällen realisieren. Wir beziffern das Risiko auf maximal TEUR 100.

Liquiditätsrisiko

Nach § 11 KWG sind Banken dazu verpfl ichtet, ihre Mittel so anzulegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. Der Nachweis über eine ausreichende Liquidität ist in einer Liquiditätsanalyse (Grundsatz II) zu erbringen. In einem nach Laufzeitbändern gegliederten Schema werden liquiditätsgewichtete Aktivposten (Forderungen, Wertpapiere,…) bestimmten liquiditätsgewichteten bilanziellen und außerbilanziellen Passivposten (Verbindlichkeiten, Kreditzusagen) gegenübergestellt. Das Verhältnis zwischen den im ersten Laufzeitband (Restlaufzeit bis zu einem Monat) verfügbaren Zahlungsmitteln und der in diesem Zeitraum abrufbaren Zahlungsverpfl ichtungen muss täglich den Wert Eins erreichen. Erreicht die Kennzahl diesen Wert Eins, gilt die Liquidität als ausreichend.

Zur Kontrolle der zukünftigen Liquidität wird eine monatliche Auswertung durchgeführt, die verschiedene Szenarien, darunter auch Extremszenarien, betrachtet. In dem Zeitraum von bis zu 12 Monaten reicht die Liquidität auch in dem negativen Extremszenario aus, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

Weitere Risiken sind von der Bank nicht identifi ziert worden oder sind von untergeordneter Bedeutung.

[53] Liquiditätskennziffer der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

(Grundsatz II)

Zum 31. Dezember 2007 betrug die von der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ermittelte Liquiditätskennziffer 5,25.

Stand am Monatsende Stand am Monatsende
Januar 7,65 Juli 6,18
Februar 5,09 August 5,66
März 13,70 September 5,88
April 7,36 Oktober 5,55
Mai 5,06 November 1,79
Juni 7,27 Dezember 5,25

SONSTIGE ANGABEN

[54] Angaben über wesentliche Konzentration

Wesentliche Konzentrationen hinsichtlich einzelner Schuldner oder Schuldnergruppen bzw. besondere Branchenabhängigkeit bestehen nicht.

[55] Treuhandgeschäfte

Die nicht bilanzierten Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag folgenden Umfang.

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Forderungen an Kreditinstitute 0,0 0,0 0,0
Forderungen an Kunden 20.125 20.373 -248
Treuhandvermögen 20.125 20.373 -248
Verbindlichkeiten an Kreditinstitute 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20.125 20.373 -248
Treuhandverbindlichkeiten 20.125 20.373 -248

[56] Darstellung der Volumina der Fremdwährungsgeschäfte

Aufgrund der geschäftspolitischen Ausrichtung von Varengold bestehen offene Währungspositionen lediglich in unwesentlichen Größenordnungen.

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
US-Dollar (USD) 52,7 140,5 -87,8
Schweizer Franken (CHF) 0,1 0,4 -0,3
Britisches Pfund (GBP) 0,1 0,4 -0,3
Gesamt 52,9 141,3 -88,4

Die sich aus der Umrechnung mit dem Stichtagskurs ergebene Umrechnungsdifferenz ist bei den jeweiligen GuV-Positionen verbucht worden und ist von untergeordneter Bedeutung.

[57] Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufl iche Kreditzusagen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Eventualverbindlichkeiten oder unwiderrufl iche Kreditzusagen bei der Varengold Wertpapierhandelsbank AG.

[58] Anteilsbesitzliste

An den folgenden Unternehmen besitzt die Varengold Wertpapierhandelsbank AG direkt oder indirekt mindestens 20 Prozent der Anteile:

Name, Sitz Anteil am Kapital in %
TCMF Trading Concept Managed Futures GmbH, Lotte 25,15

[59] Angaben über Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Der Umfang der Transaktionen kann der folgenden Aufstellung entnommen werden.

Geschäftsbeziehungen zu Anteilseignern der Varengold Wertpapierhandelsbank AG und nahe stehenden Unternehmen:

Anteilseigner Nahe stehende Unternehmen
31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Aktivposten
Forderungen an Kunden 112,8 84,4 0,0 0,0
Passivpositionen
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0,0 0,0 0,0 0,0

[60] Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

31.12.2007 31.12.2006 Veränderung
Vollzeitbeschäftigte 21 18 3
Teilzeit- und Aushilfskräfte 2 2 0
Gesamt 23 20 3

[61] Bezüge und leistungsorientierte Pensionszusagen der Organe

Vorstand Aufsichtsrat
2007
TEUR
2006
TEUR
2007
TEUR
2006
TEUR
Bezüge der aktiven Organmitglieder
kurzfristig fällige Leistungen 242,8 206,8 10,4 12,1
Insgesamt 242,8 206,7 10,4 12,1

[62] Geschäftsvorfälle mit Organen

Zum Geschäftsjahresende waren Organkredite im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 4 KWG in Höhe von EUR 13.302 gewährt. (Vorjahr: TEUR 17,1).

Zum Abschlussstichtag bestanden gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern und den Mitgliedern des Vorstands keine gewährten Vorschüsse sowie eingegangene Haftungsverhältnisse.

[63] Abschlussprüferhonorare

Im Berichtsjahr wurden für den Abschlussprüfer des Einzelabschlusses folgende Honorare als Aufwand erfasst:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Veränderung
TEUR
Honorare für
Abschlussprüfung und Erstellung 88,0 87,5 0,5
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 80,0 30,0 50,0
Steuerberatungsleistungen 10,5 15,5 -5,0
Erstellung Geschäftsbericht 20,0 10,0 -10,0
Anwaltliche Beratungen 30,0 135,0 -105,0
Gesamt 228,5 278,0 -49,5

[64] Corporate Governance Kodex

Die Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG ist entbehrlich, da die Gesellschaft nicht börsennotiert gemäß § 3 Abs. 2 AktG ist.

[65] Organe

Aufsichtsrat

Vereidigter Buchprüfer

Herr Prof. Peter Andree Mitglied des Aufsichtsrates

Professor TU Hamburg-Harburg

Vorstand

Kaufmann

Kaufmann

Hamburg, 03. März 2008

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Vorstand

Steffen Fix Yasin S. Qureshi

Herr Willi Müller Vorsitzender des Aufsichtsrates

Herr Gerd Wentzien Stellvertretender Vorsitzender Bankvorstand a.D. des Aufsichtsrates

Herr Steffen Fix Mitglied des Vorstandes

Herr Yasin S. Qureshi Mitglied des Vorstandes

Bestätigungsvermerk

Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 1 Satz 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007 gemäß IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss gemäß IFRS der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg zum 31. Dezember 2007 -Anlage 1- und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 -Anlage 2- folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalfl ussrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss gemäß IFRS unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hamburg, 30. Juni 2008

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Ralf H. Kauka Stephan Buchert

Impressum

Postanschrift

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg

T +49.40.6686 490 F +49.40.6686 4949

Internet

http://www.varengold.de E-Mail: [email protected]

Vorstand

Yasin Sebastian Qureshi, Steffen Fix

Aufsichtsrat

Willi Müller Gerd Wentzien Prof. Peter Andree

Register

Amtsgericht Hamburg, HR B 73684

Aufsichtsbehörde

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafi n.de http://www.bafi n.de veröffentlicht.

Zulassung der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG

Einlagensicherung

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.

Verbände

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V.

Creation L I V E, Hamburg www.live-werbeagentur.de

GROSSE ELBSTRASSE 27 • 22767 HAMBURG • T +49.40.6686 490 • F +49.40.6686 4949 WWW.VARENGOLD.DE • [email protected]

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