Annual Report • Jul 17, 2007
Annual Report
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Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Hamburg ist eine inhabergeführte Investmentbank, deren Kernkompetenz die Geldanlage in Alternativen Investments ist. Das Unternehmen ist das einzige Kreditinstitut Deutschlands, das sich seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich auf die Anlageklassen Hedgefonds und Managed Futures spezialisiert hat.
Die Hauptgeschäftsfelder sind im Bereich Asset-Management und Derivate-Brokerage angesiedelt. Ausgestattet mit dieser Kernexpertise beschäftigt sich das Unternehmen mit der Konzeption von Finanzprodukten und der Entwicklung von innovativen Finanzinstrumenten.
Das Kundenportfolio des 1995 gegründeten Unternehmens besteht aus mittleren und kleinen institutionellen sowie privaten Kunden. Ihnen wird ein umfassender und individueller Service für Alternative Investments angeboten. Zu den institutionellen Kunden gehören neben vertriebsorientierten Finanzinstituten auch bankenunabhängige Finanzportfolio-Verwalter sowie Banken, Fondsgesellschaften und Produktinitiatoren. Ihre institutionellen Kunden betreut die Varengold Wertpapierhandelsbank AG nicht nur bei der Produktauswahl und -konzeption, sondern auch bei der Umsetzung der jeweiligen Handelsstrategie sowie bei der Abwicklung der Einzeltransaktionen. Im Privatkundengeschäft mit Derivaten gehört die Varengold Wertpapierhandelsbank AG heute mit mehr als 5.500 Kunden zu den erfahrenen Online-Derivate-Brokern in Deutschland.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG zählt inklusive ihrer Unternehmensbeteiligungen 35 Mitarbeiter im Jahr 2006.
| Brief an die Aktionäre | 3 – 4 |
|---|---|
| Varengold Fakten | 6 |
| Ziele als Basis unseres Handelns | 7 – 8 |
| Stärken auf den Punkt gebracht | 8 |
| Die Erfolge der Varengold Produkte | 9 – 14 |
| − HI Varengold CTA Hedge | 11 – 12 |
| − Das VK1-Indexzertifi kat | 13 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 15 |
| Lagebericht für das Geschäftsjahr 2006 | 18 – 28 |
| − Geschäftstätigkeit der Gesellschaft | 19 |
| − Geschäftsverlauf der Gesellschaft | 20 – 21 |
| − Lage der Gesellschaft | 21 – 23 |
| − Voraussichtliche Entwicklung | 23 – 27 |
| − Strategie und Ausblick | 27 – 28 |
| Jahresabschluss zum 31.12.2006 | 30 – 42 |
| − Bilanz (HGB) | 31 – 32 |
| − Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) | 33 – 34 |
| − Anhang zum Jahresabschluss 2006 | 35 – 39 |
| Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers | 42 |
| Impressum | 43 |
Sehr geehrte Aktionäre,
die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat sich im vergangenen Geschäftsjahr sehr dynamisch entwickelt und ein nachhaltiges Wachstum vorweisen können. Hierbei erzielte sie, bereinigt um die außerordentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Börsengang, ein ausgeglichenes Ergebnis. Die gesamten operativen Erträge konnten gesteigert werden. Erfreulich hat sich das verwaltete und abgewickelte Kundenvermögen sowohl im Brokeragebereich als auch im Asset-Management entwickelt. Mit einem abgewickelten und vermittelten Handelsvolumen von mehr als drei Mrd. Euro bei gleichzeitiger Erhöhung der Kundenanzahl und damit einer starken Diversifi kation der Erträge haben wir unseren Wachstumskurs fortgesetzt und deutlich gefestigt.
Gleichzeitig wurden im Jahr 2006 die wesentlichen Weichenstellungen für das zukünftige Wachstum vorgenommen. So war das Jahr 2006 durch die planmäßige Investition in die zukünftige Wachstumsinfra- und Personalstruktur sowie die Ausweitung unserer Aktivitäten geprägt. Hierzu zählt beispielsweise auch die Vorbereitung zum Börsengang und der damit verbundenen Akquisition von Wachstumskapital.
Mit der Etablierung des HI Varengold CTA Hedge, dem ersten deutschen Dach-Hedgefonds mit einem Fokus auf den Bereich der Managed Futures haben wir erneut eine Pionierleistung vollbracht. Diese wird sowohl von der Presse als auch im Performancevergleich – derzeit steht unser Produkt auf Platz 3 unter allen deutschen Wettbewerbern – entsprechend gewürdigt.
Mit der Entwicklung der Beteiligungsgesellschaft Hanseatic Brokerhouse Securities AG, die im Geschäftsjahr 2006 ihr Ergebnis vor Steuern auf rd. 1,16 Mio. Euro steigern konnte, sind wir zufrieden. Die Hanseatic Brokerhouse Securities AG hat bereits im Jahr 2000 gemeinsam mit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG als erster deutscher Broker CFDs am deutschen Markt etabliert. Für dieses Marktsegment wird in der Zukunft ein nachhaltiges Wachstum prognostiziert.
Ebenfalls erfreulich haben sich die exklusiven Geschäftsbeziehungen mit unseren Kooperationspartnern im Bereich des
Steffen Fix Yasin Sebastian Qureshi
Vertriebs und der gemeinsamen Produktkonzeption entwickelt. Auch hier wurde mit der Etablierung neuer, innovativer Produkte die Basis für das zukünftige Wachstum deutlich erweitert und diversifi ziert. Insbesondere profi tieren wir hier von dem neuen, ausgeprägten Trend der Investition in Rohstoffe im Zusammenhang mit unserer einzigartigen, in den vergangenen zwölf Jahren gewachsenen Expertise in diesem Bereich.
Den aufgezeigten Wachstumskurs spiegelt die jüngste Entwicklung unserer Aktie noch nicht wider. Der Bereich der sog. Small Caps (Unternehmen mit relativ geringer Marktkapitalisierung) befand sich gerade zu Anfang des Jahres 2007 in einem schwierigen Marktumfeld. Das geringe Handelsvolumen begünstigte überdies die Kursvolatilität. Handelsaktivitäten mit vergleichsweise geringen Volumina können so zu signifi kanten, spekulativ motivierten Kursbewegungen führen, die vollständig unabhängig von der faktischen und fundamentalen Entwicklung des Unternehmens erfolgen können.
Mit einer Marktkapitalisierung unweit des Buchwerts des Unternehmens ist die Varengold Aktie ein defensives Investment mit hohem Potential auf entsprechende Würdigung der Wettbewerbsvorteile, der Marktstellung und Wachstumsdynamik durch die Börse geworden. Wir werden daher unsere Werte noch stärker sichtbar machen und unsere Strategie kommunizieren.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist eine über die vergangenen zwölf Jahre konstant gewachsene, inhabergeführte Investmentbank. Seit Bestehen ist die Unternehmensstrategie auf eine nachhaltige, langfristige Entwicklung ausgelegt. Dieser Tradition folgend werden wir auch die Etablierung der Varengold Aktie am Kapitalmarkt im Wege eines stetigen Prozesses durchführen.
Ein besonderes Ereignis im Geschäftsjahr 2006 stellt der erneute Performancerekord unseres VK1-Indexzertifi kates dar. Zum zweiten Mal in Folge haben wir mit diesem Multi-Strategie-Hedgefonds-Zertifi kat, welches in rd. 50 verschiedene Hedgefonds unterschiedlichster Strategien investiert, unter den Dach-Hedgefonds-Zertifi katen aller deutschen Wettbewerber nach eigenem Research unseren ersten Platz behauptet. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG stellte damit ihren deutlichen Wettbewerbsvorteil und die herausragende Expertise und Innovationskraft in den Wachstumsbereichen der Produktstrukturierung und dem Asset-Management im Bereich der Alternativen Investments unter Beweis.
Trotz der nach wie vor anhaltenden Startschwierigkeiten des Marktsegments der Alternativen Investments in Deutschland prognostizieren Analysten diesem Bereich für die kommenden fünf Jahre das größte Wachstum innerhalb des Segments der Financial Services.
Die im vergangenen Jahr gestellten Weichen begründen die Basis für ein beschleunigtes Wachstum und die Generierung nachhaltiger Ertragsstärke und leiten damit den harmonischen Übergang von einer privaten zu einer börsennotierten Investmentbank ein. Wir haben uns in den Bereichen Umsatz, Produktbasis und -performance, Ertragsdiversifi kation, Marktstellung, Kapitalbasis und Vertriebsstärke deutlich entwickelt. Das Geschäftsmodell der Investmentbank Varengold hat sich bewährt.
Unsere Strategie ist konsequent auf die Realisierung des Potentials des Marksegments der Alternativen Investments ausgerichtet. Aufbauend auf der Basis unserer Marktpositionierung und der geschaffenen Wachstumsbasis mit Blick auf unsere Expertise, unsere Produkte und Dienstleistungen sowie unsere Geschäftsbeziehungen wird die Varengold auch in Zukunft die Investmentbank Deutschlands für Asset-Management und Produktkonzeption in den Bereichen Alternative Investments, Managed Futures und Hedgefonds sowie Brokerage in Derivaten sein.
Die im Rahmen des Börsengangs erhöhte Kapitalbasis erlaubt uns hierbei in Zukunft, Marktopportunitäten noch effi zienter, schneller und fl exibler wahrzunehmen.
Wir danken allen, die im vergangenen Jahr zu dem Unternehmenserfolg der Varengold Wertpapierhandelsbank AG beigetragen haben.
Hamburg, im August 2007
Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix
2003 Erteilung der erweiterten Erlaubnis als Wertpapierhandelsbank i.S. des §1 Abs. 3d Satz 3 KWG durch die BaFin.
Wir wachsen überdurchschnittlich durch ein auf neue Märkte ausgeweitetes Produktportfolio im Segment der Alternativen Investments mit dem Fokus auf Managed Futures und Hedgefonds
Wir gehen strategische Beteiligungen und Kooperationen ein, um am internationalen Wachstum dieser zu partizipieren und das Abwicklungsvolumen aus Alternative-Investment-Produkten kontinuierlich zu steigern.
Wir bauen unsere schon heute vorbildlich hohe Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit der IT permanent weiter aus.
Wir passen die Systeme zur Risikosteuerung und Risikoüberwachung zum Schutz unserer Kunden regelmäßig an.
• Gesamte Wertschöpfungskette aus einer Hand – von der Produktkonzeption über das Asset-Management bis hin zur Abwicklung der Transaktionen
Der Begriff "Hedgefonds" wurde erstmals in den vierziger Jahren erwähnt. Am 1. Januar 1949 legte Alfred Winsley Jones mit der Aufl egung eines Hedgefonds den Grundstein für die Entwicklung dieser Anlageklasse. Er suchte einen Weg, auch von fallenden Preisen und nicht nur in Boomphasen der Aktienmärkte zu profi tieren. Er befreite sich von den Nachteilen einer reinen "Kaufen und Halten"-Strategie (wie von klassischen Aktienfonds angewendet), indem er Leerverkäufe und Fremdfi nanzierung in seinem Investment-Ansatz einarbeitete.
Von Marktbeobachtern wird geschätzt, dass derzeit rund 9.000 Hedgefonds ein Volumen von über 1.000 Mrd. US\$, vor allem in den USA und Großbritannien, verwalten. In den letzten Jahren sind Zahl und Volumen stark gestiegen und es wird angenommen, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.
Anleger haben aufgrund der Erkenntnisse über die Nutzung verschiedener Renditequellen und der Möglichkeiten der Risikostreuung ein hohes Interesse an alternativen Anlagemöglichkeiten, die eine geringe Abhängigkeit und damit optimale Diversifi kation zu den traditionellen Anlagen wie Aktien und Anleihen bieten und zusätzlich ein niedriges Risiko aufweisen.
Hedgefonds stellen Anlagemöglichkeiten dar, deren Ziel die Erwirtschaftung von Erträgen durch die Ausnutzung von Marktineffi zienzen ist. Bei ihren Anlagen auf den internationalen Finanzmärkten bedienen sie sich unterschiedlichster Strategien und Instrumente. Sie setzen sich als Ziel, eine von einem Marktindex unabhängige Performance sowie ein optimiertes Rendite-Risiko-Profi l zu erreichen.
In der Vergangenheit hat es sich für Anleger als schwierig erwiesen, eigenständig Gelder in diese attraktive Anlageklasse zu investieren und die passenden Hedgefonds zu selektieren. Die mangelnde Transparenz, geringen Kontrollmöglichkeiten, ungünstige steuerliche Behandlung und die niedrige Liquidität der Fonds benötigen ein erfahrenes Expertenteam, um von den Vorteilen partizipieren zu können und die richtige Fondsauswahl zu treffen.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG hat sich als erfahrener Managed-Futures- und Hedgefonds-Manager etabliert und die Erfolge der eigenen Hedgefonds-Produkte sprechen für sich.
Der HI Varengold CTA Hedge ist der erste deutsche Dach-Hedgefonds mit Fokus auf den Hedgefonds-Bereich Managed Futures.
Der HI Varengold CTA Hedge bietet deutschen Anlegern eine ideale Lösung, um die üblichen Hürden bei der Investition in Hedgefonds zu umgehen und in vollem Umfang von den Vorteilen dieser Anlageklasse zu profi tieren.
Sein Ziel ist es, unabhängig von den Entwicklungen an den weltweiten Finanzmärkten eine stetig positive Rendite zu erzielen. Dabei wird die anerkannte Erfahrung von Lyxor Asset-Management, der Hansainvest und der Varengold Wertpapierhandelsbank AG in ihrem jeweiligen Bereich genutzt.
Der HI Varengold CTA Hedge sieht im Schwerpunkt die Investition in Hedgefonds, die von so genannten Commodity Trading Advisors (CTAs) gemanaged werden, vor. CTAs sind professionelle Investmentmanager bzw. Vermögensverwalter und managen weltweit mehr als 120 Milliarden US\$.
CTAs verfolgen die unterschiedlichsten Handelsansätze, die von Trendfolgemodellen über Arbitrageprogramme bis hin zu komplexen Optionsstrategien reichen. Die Art und Weise, wie bestimmte Positionen in den Märkten eingegangen werden, differiert von Manager zu Manager. Neben rein diskretionären Entscheidungen kommen komplexe computergestützte oder statistische Modelle zum Einsatz, um Ineffi zienzen im Markt profi tabel zu nutzen. So bestehen bzgl. der Handelsprogramme der CTAs auch keine festen Beschränkungen hinsichtlich der Wahl der Handelsstrategien, der geographischen Zielmärkte wie auch der genutzten Finanzinstrumente.
Die Auswahl der CTAs im HI Varengold CTA Hedge erfolgt im Hause Varengold durch Herrn Yasin Sebastian Qureshi (Vorstand), Herrn Steffen Fix (Vorstand) und Herrn Lukas Diehl (Leiter Portfolio-Management). Als Mitgründer der Varengold ist Herr Qureshi seit mehr als zwölf Jahren in die Entwicklung von quantitativen Handelssystemen involviert und bringt diese Erfahrungen in die Manager Due Diligence mit ein. Zu seinen Stärken zählen die Beurteilung der einzelnen CTA-Strategien, deren Kategorisierung und ihre Allokation im Portfolio. Herr Fix ist ebenfalls Gründungsmitglied der Varengold. Seine Schwerpunkte liegen im Bereich des Macro Research der weltweiten Finanzmärkte. Dabei profi tiert Herr Fix von seinen langjährigen berufl ichen Erfahrungen. Herr Diehl hat durch die unterschiedlichen Handelslizenzen (Eurex & Xetra) ein tief greifendes Verständnis für komplexe Handelsmodelle sowie quantitative Untersuchungen und bringt diese Erfahrungen bei der Auswahl der CTAs mit ein. Durch das Wissen auf der Handelsseite beschäftigt er sich neben der Implementierung und Umsetzung von Handelsstrategien mit der Manager Due Diligence und dem Risikomanagement im Hause Varengold.
Der HI Varengold CTA Hedge wird seit dem 30.06.2006 aktiv gehandelt. Sein durchschnittliches jährliches Ergebnis beläuft sich auf ~ 10%. Gepaart mit einem moderaten Risiko, was auch deutlich im stetigen Anstieg der Performancekurve ohne größere Sprünge zu erkennen ist, ergibt sich ein ausgewogenes Rendite-Risiko-Profi l mit einem Sharpe-Ratio von 0,6.
| HI Varengold Aktien Anleihen (weltweit) CTA-Index CTA Hedge (weltweit)* Kumulierte Rendite 74,9% 44,6% 38,2% 67,9% Jährlicher Ertrag 9,8% 6,3% 5,5% 9,0% Jährliche Standard-Abweichung 8,4% 9,4% 7,5% 12,7% Durchschnittlicher monatlicher Ertrag 0,8% 0,6% 0,5% 0,8% Anteil positive Monate 63,9% 62,5% 58,3% 66,7% Bester Monat 6,7% 5,7% 6,5% 8,9% Schlechtester Monat -4,7% -8,7% -4,6% -11,0% Sharpe-Ratio (5%) 0,6 0,2 0,1 0,4 |
|||
|---|---|---|---|
Die exzellente Renditeentwicklung des HI Varengold CTA Hedge wird noch deutlicher im obigen Rendite-Risiko-Universum. Er erwirtschaftete bei lediglich 0,9% p.a. mehr Risiko 4,3% p.a. mehr Rendite als seine Marktbenchmark, der Barclays CTA Index. Die traditionellen Anlageklassen lieferten weniger Rendite bei höherem Risiko.
Mit Hilfe der Rückrechnung seiner Anfangsallokation ergibt sich der obige Renditeverlauf seit dem 01.07.2001. Der Berechnung der Kennzahlen liegen somit die Renditezeitreihen vom 01.07.2001 bis 31.12.2007 zu Grunde.
*Anleihen (weltweit) werden repräsentiert durch den Lehman Brothers Long-Term Treasury Index, der CTA-Index ist der Barclay's CTA Index und Aktien (weltweit) werden dargestellt durch den MSCI World Aktienindex.
Risikohinweis: Diese Informationsschrift berücksichtigt weder spezielle Anlageziele, noch die fi nanzielle Situation oder besondere Bedürfnisse des Empfängers. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zu einem Kaufangebot für Wertpapiere, Finanzinstrumente oder sonstige Anlageformen zu verstehen. Die dargestellte Anlageform ist nicht für jeden Empfänger als Anlageinstrument geeignet. Historisch erwirtschaftete Renditen beauftragter Derivateverwalter (CTAs / Handelsprogramme) sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit kann nur Anhaltspunkte über mögliche zukünftige Entwicklungen bieten. Termingeschäfte (Futures & Optionen) sind mit extrem hohem Risiko verbunden und es besteht jederzeit das Risiko des Totalverlustes Ihrer Investition. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- bzw. Steuerberatern oder anderen Beratern einzuholen sowie die Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Die enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG für verlässlich hält. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedoch nicht übernehmen.
Dieses Zertifi kat ist ein Multi-Strategie-Hedgefonds-Zertifi kat mit einer extrem breiten Streuung über alle Strategien des Hedgefondsuniversums hinweg.
Damit auch Privatanleger von den Vorteilen der Anlageklasse Hedgefonds profi tieren können, haben die Varengold Wertpapierhandelsbank AG und ihre Kooperationspartner ein breit diversifi ziertes Hedgefonds-Produkt konstruiert.
Das VK1-Indexzertifi kat bildet eine Vielzahl unterschiedlicher Hedgefonds-Strategien in einem Index ab. Der Index selbst stellt keinen Fonds dar, sondern repräsentiert Anteile an verschiedenen Hedgefonds. Durch die Auswahl der vom Index abgebildeten Hedgefonds soll unabhängig von der Entwicklung der Kapitalmärkte eine mittel- bis langfristig positive absolute Wertentwicklung des VK1-Indexzertifi kats erreicht werden. Dabei soll eine unter Risikogesichtspunkten optimierte, größtmögliche Rendite erzielt werden. Aufgrund des Hebeleffektes des VK1-Indexzertifi kates kann eine Wertveränderung des Index eine überproportionale Veränderung des Wertes der Zertifi kate zur Folge haben.
Die Fonds werden nach bestimmten quantitativen und qualitativen Kriterien analysiert, wobei besonderer Wert auf das Risikomanagement der einzelnen Verwalter gelegt wird.
Das VK1-Indexzertifi kat bildet 20 bis 50 unterschiedliche Hedgefonds in einem Index ab. Hauptmaßnahmen zur Steuerung der Risiken und zur Verringerung der Ergebnisschwankungen sind:
Die Renditestärke des Produktes erkennt man deutlich im Risiko-Rendite-Universum. Historisch hat das VK1-Indexzertifi kat eine durchschnittliche Jahresrendite von über 15% p.a. erwirtschaftet, bei einem moderaten Risiko von unter 8% p.a.
Ein abschließender Blick auf die Kennzahlen zeigt zudem das hervorragende Gleichgewicht zwischen Ertrag und Risiko in einem Sharpe-Ratio von 1,3.
| VK1-Index zertifi kat |
Anleihen (weltweit)* |
Hedgefonds Index* |
Aktien (weltweit)* |
|
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Rendite | 113,5% | 41,7% | 46,7% | 76,5% |
| Jährlicher Ertrag | 15,3% | 6,8% | 7,5% | 11,2% |
| Jährliche Standard-Abweichung | 7,5% | 9,2% | 3,4% | 12,2% |
| Durchschnittlicher monatl. Ertrag | 1,2% | 0,6% | 0,6% | 1,0% |
| Anteil positive Monate | 82,8% | 64,1% | 73,4% | 68,8% |
| Bester Monat | 8,9% | 5,7% | 2,9% | 8,9% |
| Schlechtester Monat | -5,3% | -8,7% | -2,0% | -11,0% |
| Sharpe-Ratio (5%) | 1,3 | 0,2 | 0,7 | 0,5 |
*Anleihen (weltweit) werden repräsentiert durch den Lehman Brothers Long-Term Treasury Index, der Hedgefonds Index ist der Barclay's Fund of Funds Index und Aktien (weltweit) werden dargestellt durch den MSCI World Aktienindex. Den Kennzahlen liegen die Renditezeitreihen vom 31.11.2002 bis zum 30.04.2007 zu Grunde.
Risikohinweis: Diese Informationsschrift berücksichtigt weder spezielle Anlageziele, noch die fi nanzielle Situation oder besondere Bedürfnisse des Empfängers. Sie dient ausschließlich Informationszwecken und ist nicht als ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zu einem Kaufangebot für Wertpapiere, Finanzinstrumente oder sonstige Anlageformen zu verstehen. Die dargestellte Anlageform ist nicht für jeden Empfänger als Anlageinstrument geeignet. Historisch erwirtschaftete Renditen beauftragter Derivateverwalter (CTAs / Handelsprogramme) sind keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die Wertentwicklung der Vergangenheit kann nur Anhaltspunkte über mögliche zukünftige Entwicklungen bieten. Termingeschäfte (Futures & Optionen) sind mit extrem hohem Risiko verbunden und es besteht jederzeit das Risiko des Totalverlustes Ihrer Investition. Es wird daher dringend geraten, unabhängigen Rat von Anlage- bzw. Steuerberatern oder anderen Beratern einzuholen sowie die Risikohinweise aufmerksam zu lesen. Die enthaltenen Informationen beruhen auf Quellen, die die Varengold Wertpapierhandelsbank AG für verlässlich hält. Eine Gewähr für deren Richtigkeit und Vollständigkeit kann die Varengold Wertpapierhandelsbank AG jedoch nicht übernehmen.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung des Vorstandes der Varengold Wertpapierhandelsbank AG laufend überwacht. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig über die beabsichtigte Geschäftspolitik, über grundsätzliche Fragen der künftigen Geschäftsführung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten lassen und mit dem Vorstand hierüber beraten.
Im Geschäftsjahr 2006 haben vier ordentliche Sitzungen stattgefunden. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat in diesen Sitzungen über den Geschäftsverlauf, über die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen und über bedeutende Vorgänge im Unternehmen berichtet. Neben der Erörterung der Geschäftspolitik lag der Schwerpunkt der Beratungen in der Vorbereitung der Ausgabe neuer Aktien, wobei im Einzelnen auf die Ausführungen des Vorstandes hierzu Bezug genommen werden kann.
Über die Ergebnisse der Innenrevision wurde der Aufsichtsrat unterrichtet. Soweit sich Hinweise und Bemerkungen ergaben, hat der Vorstand dies als Richtschnur für erforderliche Veränderungen in einzelnen Betriebsabläufen und Arbeitsgrundlagen angesehen.
Der Jahresabschluss 2006 und der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Niethammer, Posewang & Partner GmbH, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. An der Abschlusssitzung des Aufsichtsrates nahm Wirtschaftsprüfer Buchert teil. Es wurde über die einzelnen Prüfungsschwerpunkte berichtet und die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrates entsprechend beantwortet.
Der Aufsichtsrat nahm das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31. Dezember 2006 wurden geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2006 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 8. Juni 2007 gebilligt. Der Jahresabschluss 2006 ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen, stimmt der Aufsichtsrat zu.
Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Zusammensetzung im Jahr 2006 nicht verändert.
Hamburg, den 18. Juni 2007
Willi Müller, VDA
| A. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT DER GESELLSCHAFT | 19 |
|---|---|
| 1. UNTERNEHMENSPROFIL UND GESCHÄFTSFELDER | 19 |
| i. Strukturierte Produkte | 19 |
| ii. Brokerage | 19 |
| iii. Asset-Management in Alternativen Investments | 19 |
| 2. BRANCHENENTWICKLUNG | 19 – 20 |
| B. GESCHÄFTSVERLAUF DER GESELLSCHAFT | 20 – 21 |
| C. LAGE DER GESELLSCHAFT | 21 – 23 |
| 1. VERMÖGENSLAGE | 21 |
| 2. FINANZLAGE | 22 |
| 3. ERTRAGSLAGE | 23 |
| D. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG | 23 – 27 |
| 1. PROGNOSE UND CHANCEN | 23 – 24 |
| i. Kompetenz im Bereich des Asset-Managements in Derivaten, insbesondere in Futures und Optionen | 24 |
| ii. Kompetenz in der Beratung der Kooperationspartner | 24 |
| iii. Brokerage, Abwicklung, Asset-Management und Produktberatung und -koordination aus einer Hand | 25 |
| iv. Personalentwicklung | 25 |
| 2. RISIKEN | 25 – 26 |
| i. Risiken im Asset-Management | 26 |
| ii. Wechselkursrisiko | 26 |
| iii. Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte | 27 |
| iv. Wettbewerbsrisiken | 27 |
| v. Regulatorische Risiken | 27 |
| vi. Risiken aus der Zugehörigkeit zur EdW, insbesondere drohende Sonderbeiträge | 27 |
| E. STRATEGIE UND AUSBLICK | 27 – 28 |
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Hamburg ist eine Investmentbank für Managed Futures, Asset-Management und Derivate-Brokerage. Sie wurde als inhabergeführtes Unternehmen seit der Gründung im Jahr 1995 zu einem Kreditinstitut entwickelt, dessen Kernkompetenz in der Betreuung mittlerer und kleiner institutioneller sowie privater Kunden liegt. Diesen bieten wir einen umfassenden Private Banking Service für Alternative Investments an. Zu unseren institutionellen Kunden gehören neben den vertriebsorientierten Finanzinstituten zahlreiche bedeutende, bankenunabhängige Finanzportfolio-Verwalter, Banken, Fondsgesellschaften und Produktinitiatoren. Unsere institutionellen Kunden betreuen wir nicht nur bei der Optimierung der Produktauswahl und -konzeption, sondern auch bei der Umsetzung der Handelsstrategie, bei der Abwicklung und dem Settlement. Im Privatkundengeschäft mit Derivaten zählt Varengold mit mehreren tausend Kunden zu den größten (Online-) Derivate-Brokern Deutschlands.
Unsere Dienstleistungen erbringen wir in den drei Geschäftsfeldern Strukturierte Produkte, Brokerage und Asset-Management in Alternative Investments:
Die Bank konzipiert modernste Finanzprodukte (Zertifi kate, Hedgefonds, Spezialgesellschaften) für Asset-Manager, Finanzvertriebe und Introducing Broker unter besonderer Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Hierbei erfüllen wir die Erwartungen unserer Kunden durch die Lieferung schlüsselfertiger Produktinnovationen einschließlich der Koordination externer Dienstleistungen, beispielsweise im IT-Bereich.
Varengold bietet in allen marktfähigen börsengehandelten Derivaten den Online-Handel an. Neben der führenden Stellung im Handel mit CFDs, Equity-Optionen im US-Wirtschaftsraum und dem Handel in Futures und Optionen stellen wir die gesamte Handelsarchitektur für einige der bedeutenden Spezialanbieter Europas. Im aktiven Derivate-Trading hat die Bank ein in der Leistung einmaliges deutschsprachiges Order- und Support-Desk sowie ein exklusives Full-Service-Konzept entwickelt, das seinen Kunden alle Leistungen aus einer Hand sowie optimale Unterstützung für ein professionelles Trading bietet. Neben den Vorteilen der deutschen Kontoführung durch die Bank bieten wir neuste Trading-Supportsoftware und eine Auswahl hochprofessioneller Online-Handelsplattformen.
Den Kunden wird neben der Möglichkeit des Online-Handels auch der mit besseren Margen ausgestaltete Telefonhandel angeboten. Hierbei war insbesondere im institutionellen Handel mit Financial Futures eine zunehmende Nachfrage zu verzeichnen.
Zu den Kernkompetenzen der Varengold zählt die Vermögensverwaltung in der Alternativen Asset-Klasse im Bereich der Managed Futures. Wir verwenden ausgesuchte systematische Handelsansätze externer Handelssystemanbieter. Daneben wurde ein Netzwerk externer Vermögensverwalter und CTAs (Commodity Trading Advisors) etabliert, die durch die Varengold regelmäßig einer Due Diligence unterzogen werden und ihre Resultate an eine unabhängige Stelle berichten und gegenüber dieser belegen.
Innerhalb dieses Segments zeichnet sich die Varengold insbesondere durch das Angebot maßgeschneiderter, kundenspezifi scher Portfolios aus. Dieser moderne Ansatz im Portfolio-Management hat die Bank zu einem der führenden deutschen Institute in der Kooperation mit weltweit tätigen, namhaften Vermögensverwaltern (CTAs) gemacht. Die von Varengold geschaffene, europaweit erste Managed-Futures-Plattform ermöglicht Investoren den sicheren und transparenten Zugang zur Welt der CTAs.
Im Jahr 2006 ging der Trend hin zu "Finanz- und Investmentbank-Boutiquen". Wachstum wird vornehmlich aus den individuellen Service-Elementen generiert, welche die Dienstleistung begleiten.
Erfolgreich sind nach wie vor Nischenanbieter spezifi scher Finanz- und Anlageprodukte, die verstärkt dem Segment der Derivate und Alternativen Investments angehören. Verschiedene Studien und auch die strategische Ausrichtung vieler renommierter Institute, die sich verstärkt Alternativen Investments, Hedgefonds und "Investment-Boutiquen" zuwenden, bestätigen diesen Trend erneut. Dennoch bewegen sich die deutschen Investoren in diesem Marktsegment entgegen dem rapide steigenden, internationalen Investitionsvolumen weiterhin mit Zurückhaltung.
Einzelne Segmente wie z.B. Rohstoff-Fonds trotzten diesem Trend und überzeugten auch in Deutschland mit deutlichen Mittelzuwächsen.
Im Geschäftsfeld Brokerage waren Produktinnovationen wie z.B. CFDs und Zertifi kate europaweit erneut erfolgreich. Hierzu zählt insbesondere das Produkt Contract for Difference (CFDs), dessen Ersteinführung in Deutschland durch die Hanseatic Brokerhouse Securities AG, einer Partnergesellschaft der Varengold, stattfand. Die CFDs konnten sich verstärkt als Alternative zu herkömmlichen Aktienderivaten wie Optionsscheinen oder Discount-Zertifi katen behaupten. Dies hat zu einem größeren Kundenpotential geführt, wobei die Anzahl der in diesem Segment agierenden Institute im Wesentlichen konstant blieb.
Hinsichtlich der Produktinhalte waren neben der Renaissance der Aktienmärkte erneut die Alternativen Investments, Rohstoffe, Klima- und Energiefonds und Hedgefonds als Schlüsselthemen in der Presse zu fi nden. Im europäischen Vergleich jedoch bildet Deutschland eines der Schlusslichter. Das Segment verzeichnete neben dem starken quantitativen auch ein deutliches qualitatives Wachstum. Verschiedene Studien bewerten Deutschland nach wie vor innerhalb Europas als eines der potentialstärksten Länder im Bereich der Hedgefonds.
Die seit nunmehr Jahren andauernde politische und öffentliche Diskussion um Hedgefonds wirkt sich nach wie vor hemmend auf die Hedgefonds-Branche aus. Auch wenn die Produkte der Varengold ausschließlich im Bereich der Derivate angesiedelt und somit nicht unter die "Heuschreckendiskussion" fallen, ziehen Inhalt und Diktion der undifferenzierten Diskussion das gesamte Marktsegment trotz steigender Liquidität und wachsender Investitionsbereitschaft der Anleger in Mitleidenschaft.
Grundsätzlich verstärkte sich die Zuversicht in ein auch zukünftig steigendes Anlagevolumen im Bereich Alternative Investments und Derivate, da sich vor allem der Kenntnisstand der (insbesondere institutionellen) Investoren verbessert hat. Dies führt zu positiven Erwartungshaltungen in allen Anlageklassen und gilt für die Risiko- wie auch die Renditeerwartung. Die Notwendigkeit zur Diversifi kation wurde erkannt und zeigt – wenn auch zögerlich – Auswirkungen auf die Investorenpräferenzen hin zu breiterer Streuung der Anlagen über die verschiedenen Investitionsklassen.
Stabilität erhält die Entwicklung durch den stets gegebenen Beimischungscharakter der Alternativen Investments (empfohlen wird ein Investitionsgrad von ca. 25% innerhalb eines herkömmlichen Renten- und Aktienportfolios) und durch das sehr breit gefächerte Spektrum der innerhalb dieser Anlageklasse nicht miteinander korrelierenden Handelsstile, Produkte und Methoden.
Wir befi nden uns weiterhin am Anfang eines sich langsam, aber stetig vollziehenden Umbruchs unseres Marktsegments. Klassische Produkte, Strukturen, Erkenntnisse und Institute werden auf den Prüfstand gestellt und zunehmend durch das Angebot von Hedgefonds und Derivaten ergänzt. Erneut ist festzustellen, dass nicht mehr allein die Größe und Bestehensdauer der Kreditinstitute, sondern die Effi zienz, Performance und Wandlungs- sowie Anpassungsfähigkeit an die sich stetig verändernden Ansprüche des Marktes, der Kunden und der Finanzmärkte die wesentlichen Erfolgsdeterminanten in der Zukunft sein werden.
Nachdem im Jahr 2005 die BaFin aufgrund einer geänderten Verwaltungspraxis betreffend die aufsichtsrechtliche Behandlung von vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften (KG-Kunden) unterstellte, dass es sich bei den Geschäften unserer KG-Kunden um unerlaubte Finanzkommissionsgeschäfte handelte, führte dies zum Wegfall der Kundengruppe der vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften. Dies prägte die Entwicklung und den Geschäftsverlauf des Jahres 2005 und zehrte die Vorarbeit und Investitionen aus zwei Geschäftsjahren nahezu vollständig auf.
Im Jahr 2006 konnte Varengold diese erheblichen Einbußen durch ein Wachstum des Kundenvermögens von rd. 100% deutlich kompensieren.
Durch die Vorbereitungen zum Börsengang in den Bereichen Recht, Prospekterstellung, Kosten der die Emission begleitenden Banken etc. wurde das, im operativen Geschäft erzielte nahezu ausgeglichene Ergebnis um rd. EUR 150.000 geschmälert.
Die Provisionserlöse der Gesellschaft stiegen trotz dieser widrigen Entwicklungen im Jahr 2005 um insgesamt ca. 5,2% von TEUR 5.825 auf TEUR 6.130. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft im Jahr 2006 einen Bilanzverlust von rd. TEUR 85.000 (Vorjahr Gewinn: TEUR 62,7).
Folgende Aspekte des Geschäftsverlaufs sind ferner hervorzuheben:
Im Jahr 2006 erhöhte sich die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um rd. 8,32% von TEUR 2.020 auf TEUR 2.188. Insgesamt stieg das Treuhandvermögen im Jahr 2006 um etwa 100% von rd. 10 Mio. EUR auf rd. 20 Mio. EUR.
Unsere Vermögens- und Kapitalstruktur – bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten – stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
(Anteile an der Bilanzsumme ohne Treuhandvermögen / -verbindlichkeiten)
| 2006 | 2005 |
|---|---|
| 58,4% | 61,4% |
| 14,6% | 14,6% |
| 1,6% | 0,0% |
| 3,4% | 5,4% |
| 22,0% | 18,6% |
| 2006 | Vorjahr |
| 56,0% | 43,2% |
| 44,0% | 56,8% |
Hervorzuheben ist die vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote (44,0%) des Unternehmens. Finanzschulden sind nahezu nicht vorhanden. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen). Varengold verfügt damit über eine geordnete und gesunde Vermögens- und Kapitalstruktur.
Über die Finanzlage im Jahr 2006 gibt die folgende Kapitalfl ussrechnung Aufschluss:
| TEUR | 2006 | 2005 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | -173 | 63 |
| +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 161 | 247 |
| = Cash-Flow nach DVFA / SG | -12 | 310 |
| -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 1 | -464 |
| +/- Zunahme / Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen | -65 | 118 |
| -/+ Zunahme / Abnahme der Forderungen an Kunden, der sonst. Vermögensgegenstände und sonstiger Aktiva |
111 | -352 |
| +/- Zunahme / Abnahme der Kundenverbindlichkeiten, der sonst. Verbindlichkeiten und anderer Passiva |
358 | 123 |
| = Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 393 | -265 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 67 | 500 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -101 | -48 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -184 | -84 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -16 | -25 |
| = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -234 | 343 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 24 | 100 |
| - Auszahlungen an stille Gesellschafter | -35 | -8 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und Finanzkrediten | -3 | -4 |
| = Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -14 | 88 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes | 145 | 166 |
| + Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres | 500 | 334 |
| = Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 645 | 500 |
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahres:
| TEUR | 2006 | 2005 |
|---|---|---|
| Barreserve | 1 | 12 |
| Bankguthaben | 706 | 488 |
| Bankverbindlichkeiten | -62 | 0 |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 645 | 500 |
Im Jahr 2006 erhöhte sich der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr deutlich um rd. 0,66 Mio. EUR auf nunmehr rd. 0,40 Mio. EUR. Der laufende Mittelzufl uss reichte aus, um sowohl den negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (-234 TEUR) als auch den negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (-14 TEUR) zu decken. Insgesamt verblieb ein Finanzmittelüberschuss von 145 TEUR, sodass sich die liquiden Mittel von TEUR 500 zu Jahresbeginn auf TEUR 650 am Jahresende trotz des Wegfalls der KG-Kunden aufgrund des gewachsenen operativen Geschäfts im Vergleich zum Vorjahr deutlich um rd. 30% erhöhten.
Die laufenden Investitionen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um rd. TEUR 144 auf nunmehr rd. TEUR 301. Aus der Veräußerung einer Beteiligung wurde ein Erlös von rd. TEUR 67 erzielt. Im Vorjahr wurde ein Veräußerungserlös von rd. TEUR 500 realisiert. Per Saldo ergab sich im Jahr 2006 aus der Investitionstätigkeit ein Mittelabfl uss von rd. TEUR 234, wogegen im Vorjahr ein Überschuss von rd. TEUR 343 zu verzeichnen war.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit war wie auch im Vorjahr vergleichsweise unbedeutend.
Das Provisionsergebnis verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche:
| 2006 | 2005 | |
|---|---|---|
| Asset-Management und strukturierte Produkte | 40% | 30% |
| Brokerage | 60% | 70% |
Im Jahr 2006 sind folgende Entwicklungen hervorzuheben:
Die Provisionserlöse erhöhten sich trotz des schwierigen Umfelds um rd. 5,2% auf rd. 6.130 Mio. EUR. Die Provisionsaufwendungen erhöhten sich um rd. 5,5%. Das Provisionsergebnis stieg somit um rd. 5% auf rd. 1,62 Mio. EUR. Der Anstieg der Provisionsaufwendungen resultiert aus dem Anstieg des Umsatzes im Bereich des Brokerage, welcher im Vergleich zum Bereich des Asset-Managements höhere Provisionsaufwendungen mit sich bringt. Durch den im Jahr 2005 erfolgten Wegfall eines erheblichen Anteils des Geschäfts im Asset-Management (KG-Kunden) verstärkte sich der Anstieg der Provisionsaufwendungen, da zum Aufbau von Alternativprodukten und zur Gewinnung neuer Kooperationspartner in der sog. Seed-Phase grds. höhere Provisionen auszuschütten waren.
Die Erhöhung des Personalaufwands in Höhe von 13,4% resultiert im Wesentlichen aus der Einstellung von neuen Mitarbeitern zum Aufbau und zur Abwicklung der neuen Geschäftsfelder.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um rd. TEUR 104 oder rd. 5,1%, da insbesondere erhöhte Beratungskosten für die Vergütung von Dienstleistungen für die Kundenbetreuung anfi elen. Auch die Abschluss- und Prüfungskosten lagen um rd. TEUR 11 über dem Vorjahreswert.
Im Jahr 2006 waren Forderungsverluste von rd. TEUR 5 zu verzeichnen (Vorjahr rd. TEUR 94).
Insgesamt betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit rd. TEUR -162 (Vorjahr TEUR 79). Bereinigt um Einmaleffekte und Sonderaufwendungen – insbesondere aus den Kosten zur Vorbereitung des Börsenganges – wäre ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt worden. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Wegfalls der KG-Kunden im Jahr 2005 mit einer geschätzten Ergebniseinbuße von etwa TEUR 650 jeweils für die Jahre 2005 und 2006 ist dieses Ergebnis positiv zu bewerten.
Der Vorstand rechnet aufgrund der neu geschaffenen und optimierten Produktbasis, des Erfolgs in der Akquisition neuer Vertriebspartner, der Diversifi kation der Ertragsfelder, Ertragsarten und Produkte mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung in den Jahren 2007 und 2008. Getragen von einer Kundenakquisitionsstrategie sowohl im institutionellen als auch im Privatkundensegment, der Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen des Asset-Managements und der Kontoführung in CFDs ist das Unternehmen bestrebt, seinen erfolgreichen Wachstumskurs fortzusetzen. Die aufgezeigte Strategie zur Erhöhung der Umsätze soll konsequent fortgeführt werden. Somit ist eine Steigerung der Erträge zu erwarten.
Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2007 bestätigt diese Einschätzung. Trotz der im Zusammenhang mit der Entwicklung, dem Ausbau und der Einführung neuer Produkte erforderlichen Investitionen verfügen wir über eine weiterhin stabile Finanzund Ertragslage und gewinnen neue Vertriebspartner und Kunden. Die Anzahl der Kunden und Vertriebspartner konnte im ersten Quartal abermals um mehr als 10% gesteigert werden.
Eine einmalige Sonderbelastung des Geschäftsergebnisses des ersten Quartals 2007 im Zusammenhang mit dem Börsengang resultierte, neben weiteren Rechts- und Beratungskosten sowie den Kosten an die die Emission als Listingpartner begleitende Emissionsbank, aus den Platzierungsprovisionen an Direktbanken und andere Finanzdienstleister. Diese beliefen sich auf rd. 10% des Volumens der Kapitalerhöhung.
Das Geschäft der Varengold Wertpapierhandelsbank AG gestaltet sich im größten Zielgruppenbereich des Unternehmens,
den institutionellen Kunden, als Projektgeschäft. Dies hat zur Folge, dass ab dem Zeitpunkt des Vertragsschlusses mit dem institutionellen Kunden regelmäßig zwölf Monate vergehen, bis diese Geschäfte sich ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens widerspiegeln. Damit geht eine sich teilweise über zwölf Monate vollziehende Verschiebung der Erträge in die Zukunft einher. So wurde beispielsweise die Auftragsgewinnung und Strukturierung der Mehrzahl der institutionellen Mandate, die im Jahr 2006 zu siebenstelligen Erträgen führten, bereits Anfang des Jahres 2005 durchgeführt.
Wesentlicher Indikator für den Erfolg des Unternehmens ist daher die Anzahl der gewonnenen, neuen Mandate im institutionellen Geschäft im Bereich des Asset-Management und des Brokerage. Hier konnten auch im Geschäftsjahr deutliche Erfolge verzeichnet werden. Insbesondere in den ersten fünf Monaten des Jahres 2007 konnte die Anzahl der Aufträge für institutionelle Mandate in den Bereichen des Asset-Managements und des Brokerage deutlich erhöht werden. Der Vorstand erwartet, dass die Ergebnisse dieses Projektgeschäftes und der entsprechenden Produkt- und Abwicklungsstrukturierungen Anfang 2008 eine entsprechende Wirkung entfalten werden.
Unsere gute Marktposition und der Wettbewerbsvorsprung sowie die Alleinstellungsmerkmale sollen weiter ausgebaut werden. Die für diese Entwicklung erforderlichen Investitionen werden aus den Mitteln des Börsenganges fi nanziert. Zu den bereits genannten Investitionsbereichen werden erneut weitere Investitionen in der Kontoführung für CFDs und im Asset-Management mit CTAs und Hedgefonds erforderlich sein. Diese werden im Bereich der IT- und Controlling-Tools und -strukturen, der Rechtsberatung sowie der Einführung der neuen Produkte und Dienstleistungen erfolgen. Eine deutliche Aufstockung des Mitarbeiterstamms ist derzeit nicht geplant.
Ferner wird Varengold im Rahmen strategischer Beteiligungen und gezielter Investitionen in den Bereich Marketing das Wachstum des Unternehmens forcieren.
Varengold wird weiterhin in Produkte und Dienstleistungen investieren, die den Kunden Unabhängigkeit vom Trend der Märkte verschaffen, so genannte Alternative Investments. Des Weiteren wird das Unternehmen auch zukünftig innerhalb seiner etablierten Produktpalette wachsen, die angesichts des Marktumfeldes ein erhebliches Wachstumspotential aufweist. Eine wichtige Säule für eine erfolgreiche Entwicklung stellt die Stabilität und Loyalität des Mitarbeiterstamms dar, der in den Schlüsselpositionen von den Hauptaktionären und weiteren Miteigentümern des Instituts getragen wird. Die regelmäßig erforderlichen Schulungen und Fortbildungen werden 2007 zu zusätzlichen Kostenbelastungen führen.
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Geschäft mit institutionellen Kunden, d.h. Finanzdienstleistern, Vertriebsgesellschaften, Fonds und Banken, sind neben der etablierten Akzeptanz der Produkte und Dienstleistungen drei Faktoren:
Als deutsches Kreditinstitut verfügt Varengold über einen praktischen Erfahrungshorizont von mehr als zehn Jahren, was uns deutlich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Durch den hohen Grad der Spezialisierung wurde eine starke Marke in diesem Segment geschaffen, die einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der deutschen Konkurrenz hat und die derzeit im Bereich der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) erst in der Anfangsphase ihrer Markterschließung steht. Hervorzuheben sind der globale Ansatz im Asset-Management und die Diversifi kation der Investments der institutionellen Kunden. So werden von der Varengold als deutschem Institut mit einer deutschen Kontoführung die Dienstleistungen internationaler CTAs (Commodity Trading Advisors) angeboten. Varengold kann auf bereits etablierte Verwalter mit langjähriger, erfolgreicher Historie zurückgreifen und besitzt die IT-Infrastruktur, um das Management und die Allokation dieser Verwalter einschließlich des Reportings durchzuführen. Die Konzeption maßgeschneiderter Portfolio-Lösungen unter deutscher Kontoführung in Alternativen Investments auch für kleine und mittlere Investoren und Vertriebe ist in Deutschland einzigartig.
Unser Erfahrungshorizont und unsere Dienstleistungen erstrecken sich auch auf den Bereich der Strukturierung der Produkte, und zwar hinsichtlich der Produktauswahl, der Identifi kation und Koordination der Dienstleistungen zur Produktgestaltung und der Partner, die diese Leistungen erbringen. Hierbei kommt uns die Erfahrung des Management-Teams mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und dem Reporting, aber auch die Kompetenz in einer für den Vertrieb optimierten Strukturierung der Produkte zugute. Varengold verfügt über wertvolle praktische Erfahrungen in der Strukturierung und der Arbeit mit nahezu allen für Derivate geeigneten Kollektivanlagekonstruktionen. Diese Dienstleistung, die sich auf den Bedarf und die Bedürfnisse des – von den meisten Kreditinstituten trotz seiner Profi tabilität vernachlässigten – Mittelstands der Finanzvertriebe und Investoren konzentriert, berücksichtigt überdies alle für einen erfolgreichen Produktstart erforderlichen Elemente des Asset-Managements und der Kontoführung. Die kontinuierliche Gewinnung neuer Mandate unterstreicht die Qualität der Dienstleistungen und der Marke Varengold in der Produktstrukturierung von Managed Futures und Hedgefonds.
Das schlüsselfertige Dienstleistungsangebot von Produktberatung, Asset-Management und Abwicklung (Clearing) aus einer Hand ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im institutionellen Geschäft. Durch die effi ziente Kontoführung, die Abwicklung und das (elektronische) Brokerage sowie die Kompetenz auf dem IT-Sektor können wir aus einer Hand alle Prozesse und Anforderungen, die aus der jeweiligen Produkt- und Asset-Management-Konzeption resultieren, individuell angepasst abbilden. Dies schließt die automatisierte Lieferung individualisierter Datenfi les für unsere institutionellen Kunden ein. Die Möglichkeit zur alleinigen und vollständigen Abbildung der Wertschöpfungskette aus einer Hand hat eine Kostenoptimierung für den Kunden, Vertriebspartner oder Investor zur Folge. Varengold verfügt über die Kompetenz und Technik, jedem Vertragspartner ein individualisiertes Pricing-Modell anzubieten. Durch diese Flexibilität erzeugt die Varengold erheblichen Zusatznutzen beim Kunden, da sein operativer Aufwand erheblich reduziert wird. Zugleich wird die Qualität der Produkte und der Dienstleistung durch dieses vollständig integrierte Dienstleistungssystem erheblich erhöht, da die Kommunikationsprozesse mit einer sehr großen Effi zienz ablaufen und vollständige Transparenz gegeben ist. Als wichtiger Faktor der nachhaltigen Wertsteigerung der Varengold ist die produkt- oder strategieinhärente, lange Kundenbindungsdauer anzusehen. Diese Nachhaltigkeitseffekte ermöglichen dem Management eine hohe Planungssicherheit und schaffen für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre die Basis langfristiger Wertsteigerung. Die Erfahrung im Gespräch mit Kooperationspartnern, potentiellen Interessenten wie auch Medienvertretern bestätigt die führende Rolle der Varengold im Bereich der kleinen und mittleren institutionellen Investoren und Finanzinstitute.
Im Bereich des Brokerage hat das Management seit Jahren den Aufbau einer integrierten, frei skalierbaren IT der Abwicklung einer kurzfristigen Umsatzsteigerung vorgezogen. Die hohe Skalierbarkeit der IT, die Qualität der Marke, der erhebliche Wissens- und Erfahrungspool sowie die Erfahrung in der Betreuung der handelnden Kunden haben einen kontinuierlichen Aufbau dieses Geschäftsfeldes ermöglicht und unterstützt. Die Varengold hat in die technische Systementwicklung die gesamte Expertise in der Konzeption des Angebots sowie in das CRM (Customer Relationship Management) eingebracht. Der STP-Ansatz (Straight Through Processing) ermöglicht ein konkurrenzfähiges Pricing bei gleichzeitiger Beibehaltung attraktiver Margen für das Unternehmen. Überdies wird in diesem Segment nicht an proprietären Handelsplattformen festgehalten. Vielmehr fokussiert sich die Gesellschaft auf ein skalierbares, intelligentes Schnittstellenmanagement, das entsprechend den Markttrends und Anforderungen der Kunden durch die Implementierung der Technologien von Drittanbietern rasch reagieren kann. Mithin kann, wie auch im Asset-Management, ein tatsächlicher, von Konzern- und Technologiezwang befreiter "Best-of-the-Best-Ansatz" realisiert werden.
Gleiches gilt für den Handel unterschiedlichster Derivate und CFDs, der das Management verschiedener Execution-Facilitäten und Give-up-Agreements einbezieht. Im Endkundenreporting wird diese Komplexität auf ein dem Kunden vertrautes Online-Archiv mit komfortabler Bedienung reduziert. Dies umfasst die Erstellung von Jahressteuerbescheinigungen, zukünftig auch für CFDs. Das Reporting erfolgt akkurat und zeitnah. Varengold ist eines der wenigen Institute, das US- und europäische Transaktionen durch die Einführung einer Frühschicht bereits um 07:30 h des Folgetages abgeglichen und kontrolliert an die Kunden übermittelt. Diese Fähigkeiten und Voraussetzungen vereinen sich auf Varengold als eines der wenigen nicht angelsächsischen Institute im Bereich Brokerage.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG lebt durch die Menschen, die für sie arbeiten. Daher wird das Personal als der wichtigste Vermögensgegenstand der Firma angesehen und verdient besondere Anerkennung. Im Jahr 2006 konnte das Unternehmen zur Unterstützung der neuen Aufgabenfelder erneut hoch qualifi zierte Kollegen gewinnen.
Die Dienstleistungen der Varengold erfordern einen sachlich-organisatorischen Rahmen, der durch moderne Managementansätze geschaffen wurde und fl exibel an neue Marktgegebenheiten anpassbar ist. Die verschiedenen Aufgaben können so durch die qualifi zierten und motivierten Mitarbeiter zeitgerecht abgearbeitet und in hoher Qualität erfüllt werden.
Bereits bei der Auswahl neuen Personals wird im Hause Varengold auf gut ausgebildete, qualifi zierte Kräfte gesetzt. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und ein aktives Wissensmanagement werden Qualifi kation und Leistungsfähigkeit gesteigert. Dabei zielt die Personalpolitik strategisch auf die Motivation der Kollegen und ihre langfristig Bindung an das Unternehmen.
Die Geschäftstätigkeit der Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist geprägt durch verschiedene interne und externe Risiken. Zu deren Beherrschung hat die Bank ein Risikocontrolling- und Risikomanagementsystem eingeführt, das den Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie des Aktiengesetzes entspricht.
Um Risiken frühzeitig zu erkennen und bestehende Risiken gezielt zu beherrschen, ist die Risikoüberwachung und -steuerung
ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse im Hause Varengold. Hierzu stellen die Bereiche Controlling, Reporting und Recht wesentliche Elemente der Aufbauorganisation dar, die selbstverständlich funktional voneinander getrennt agieren. In die Arbeitsprozesse durchgängig eingebundene Kontrollen und laufende Berichterstattung ermöglichen es, die einzelnen Risiken zu identifi zieren, ihre Entwicklung nachzuvollziehen und rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen zu reagieren. Umfangreiche risikoorientierte Verhaltensvorschriften, die in den einzelnen Arbeitsprozessen fest implementiert sind, begrenzen mögliche Risiken auf ein vertretbares Maß.
Alle Geschäftsprozesse, die einem besonderen Risiko unterliegen, werden durch die Interne Revision überprüft. Diese wird durch eine namhafte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgenommen. Sie berichtet direkt an den Vorstand, ist nicht weisungsgebunden und kann ihre Aufgaben unabhängig vom operativen Geschäft wahrnehmen. Die Varengold stellt betroffene Schlüsselpersonen bedarfsabhängig vom operativen Geschäft frei, um die Arbeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestmöglich zu unterstützen. Grundlage für die Tätigkeit der Internen Revision ist ein Prüfungsplan, der alle wesentlichen Geschäftsprozesse der Varengold abdeckt. Die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Ausgestaltung der Internen Revision werden erfüllt.
Alle Maßnahmen der Risikobegrenzung werden grundsätzlich in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis durchgeführt, welches die Größe des Instituts sowie das besondere Geschäftsmodell in angemessener Weise berücksichtigt. Hierbei ist auch zu erwähnen, dass der Vorstand aufgrund der Größe der Bank in alle wesentlichen Vorgänge unmittelbar eingebunden ist. Darüber hinaus werden alle Komponenten des Risikomanagements zeitnah an sich ändernde Bedingungen angepasst.
Im Rahmen der regelmäßigen Risikoanalyse hat die Varengold einschlägige Risiken erfasst und – soweit möglich – quantifi ziert. Die Risiken wurden in die folgenden wesentlichen Klassen untergliedert:
Alle Risiken, die das Institut tangieren, wurden mit einem ausgewogen gestalteten und nicht zu tief gehenden Detaillierungsgrad erfasst, so dass ursachenbasierte Identifi kations-, Analyse- und Steuerungsmaßnahmen und damit ein effektives Risikomanagement ermöglicht werden. Nachfolgend sind nun die wesentlichen oben genannten Risiken näher erläutert.
Risiken für die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften liegen in einer nie auszuschließenden negativen Performanceentwicklung der Kundenportfolios und der eingesetzten externen Vermögensverwalter (CTAs). Auch wenn dieses Risiko aufgrund der Diversifi kation und Nutzung renommierter CTAs und der Orientierung an etablierten Benchmarks das gesamte Marktsegment betrifft, auf das wir – mit Ausnahme der Gesamtportfolio-Allokation und der Erhöhung des Grades der Diversifi kation – äußerst geringen Einfl uss haben, würde sich eine deutlich negative Performanceentwicklung der externen CTAs negativ auf die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften auswirken.
Trotz der "Absolut-Return-Situation" konnten sich im Alternativen Asset-Management beziehungsweise für Hedgefonds – speziell Managed Futures – Indizes als Benchmarks etablieren. Beispiele sind die jeweils vorhandenen Unterkategorien des MAR, ITR, Barclay oder CSFB Tremont Indexes. Um unser Risiko weiterhin zu reduzieren, orientieren wir uns quantitativ wie qualitativ an den zugänglichen und in unserem Rahmen realisierbaren Stilen und Handels- und Analyseansätzen dieser Indizes.
Eine spürbare Hemmung erfährt die Entwicklung im Bereich der Alternativen Investments durch die andauernde politische und öffentliche Diskussion um Hedgefonds.
Ein Teil der Erträge und Aufwendungen der Varengold entsteht außerhalb der Euro-Zone. Dadurch unterliegen sie grundsätzlich einem Währungsrisiko. Da der Jahresabschluss der Varengold in Euro aufgestellt wird, werden die Fremdwährungsgeschäfte und die nicht auf Euro lautenden Positionen zu den am Ende der jeweiligen Periode geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Daher unterliegt das Ergebnis der Varengold evtl. negativen Auswirkungen der Schwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar. Im ersten Quartal des Jahres 2007 wurde damit begonnen, die Gebühren in verstärktem Masse ausschließlich in Euro abzurechnen, um das vorstehende Risiko zu reduzieren.
Die Komplexität derivativer Finanzprodukte sowie der Dienstleistungen im (elektronischen) Brokerage dieser Produkte hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Operationelle Risiken rücken insbesondere aufgrund des in den letzten Jahren stark gestiegenen Einsatzes anspruchsvoller Technologien im Bankgeschäft zunehmend ins Blickfeld. So ist das umfangreiche institutionelle Bankgeschäft mit Vermögensverwaltern und Finanzvertrieben unter Einsatz von komplexen Finanzprodukten, wie es die Varengold betreibt, in zunehmendem Maß von hoch entwickelten Informationstechnologiesystemen abhängig. IT-Systeme sind z.B. gegenüber Computerviren, Hackern, Schäden an den entscheidenden IT-Zentren sowie gegenüber Soft- oder Hardwarefehlern anfällig. Darüber hinaus sind für IT-Systeme regelmäßige Upgrades erforderlich, um den Anforderungen sich ändernder Geschäfts- und aufsichtsrechtlicher Erfordernisse gerecht werden zu können. Hinzu kommt, dass die Zahl der Anforderungen und Projekte stetig steigt und diese in immer kürzeren Zeiträumen umgesetzt werden müssen. Die vorstehend beschriebenen Herausforderungen, Anforderungen und die mit der Umsetzung und Lösung dieser Aufgaben verbundenen Risiken und Kosten stellen für die Varengold bedeutsame Risiken dar.
Insbesondere im elektronischen Brokerage besteht das Risiko des Eintritts weiterer Marktteilnehmer. Dies könnte den Preiswettbewerb beschleunigen und den Aufwand zur Kundengewinnung erhöhen. Im Asset-Management, der Abwicklung und dem Clearing wie auch im elektronischen Brokerage ist die Entwicklung des Unternehmensertrages an die Entwicklung des Anlagevermögens der Kunden gekoppelt. Bei den beiden letztgenannten Komponenten handelt es sich um nur schwer kontrollierbare Risikofaktoren, da das Brokerage gegenwärtig durch autonome Transaktionen der Kunden bestimmt wird.
Die Geschäftstätigkeit der Varengold wird von der BaFin reguliert und beaufsichtigt. Die rechtliche Einschätzung der BaFin betreffend die Konstruktion von Finanzprodukten der Gesellschaft oder die Konstruktion von Finanzprodukten der Kunden kann sich ändern. Dies führte bereits 2005 zu einem abrupten Wegfall von Geschäftsfeldern und Kundensegmenten und wirkte sich äußerst nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage der Varengold aus. Dieses Risiko besteht grundsätzlich auch zukünftig. Änderungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen können der Varengold zusätzliche Verpfl ichtungen auferlegen. Außerdem kann die Befolgung und Umsetzung geänderter aufsichtsrechtlicher Vorschriften zu einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands führen.
Die Gesellschaft gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) an, wozu sie gesetzlich verpfl ichtet ist. Die EDW entschädigt Kunden in Fällen, in denen die der EDW zugeordneten Wertpapierhandelsunternehmen nicht in der Lage sind, ihre Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gegenüber Kunden zu erfüllen. Die EDW fi nanziert dies aus Beiträgen ihrer Mitglieder. Die EDW wird aktuell durch geschädigte Kunden eines Wertpapierhandelsunternehmens in Anspruch genommen. Aufgrund des großen und zwar mehrstelligen Millionenbetrages besteht die Möglichkeit, dass die EDW ihre Mitglieder erheblich über deren jährlich zu entrichtende Beiträge hinaus zur Aufbringung dieses Betrages heranzieht, da die vorhandenen Mittel der EDW dazu nicht ausreichen. Es könnte somit auf die Gesellschaft die Verpfl ichtung zur Zahlung eines entsprechenden anteiligen Betrages zukommen. Dieses Risiko kann sich nicht nur in dem konkret anhängigen Fall, sondern in Zukunft auch bei anderen, weiteren Fällen realisieren. Die Realisierung dieses Risikos könnte sich erheblich nachteilig auf die Geschäftstätigkeit wie auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Hierfür werden wir ggf. in den nächsten Jahren Risikovorsorge treffen müssen.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG wird im Jahr 2007 weiter am Ausbau ihrer Kernexpertise im Geschäftsfeld Asset-Management arbeiten. Dazu werden fokussiert Partner für den Aufbau strukturierter Produkte akquiriert. Die Firma hebt sich dabei durch das Alleinstellungsmerkmal des so genannten "White Labeling" hervor. Der Vorteil für den institutionellen Partner der Varengold ist, dass das strukturierte Produkt nicht unter dem Label Varengold am Markt vertrieben wird, sondern unter dem jeweiligen Label des Partners. Somit kann sich die Varengold auf ihre Kernkompetenzen Asset-Management und Brokerage konzentrieren und der jeweilige Partner auf das Marketing und den Vertrieb der Produkte. Ein erheblicher Vorteil ergibt sich für den Partner aus dem Imagegewinn durch Know-how-Zuwachs im Bereich Emission eigener Produkte, die maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der eigenen Kunden sind. Erfahrungsgemäß werden geschlossene Fondskonstruktionen mit einer Laufzeit von drei bis zwölf Jahren am beliebtesten sein, was der Varengold Wertpapierhandelsbank langfristige Erträge sichert. Die Varengold Wertpapierhandelsbank partizipiert bei diesem Geschäftsmodell sowohl im Bereich Brokerage als auch im Bereich Asset-Management durch das gegenseitige Ineinandergreifen der beiden Geschäftsbereiche, was gleichzeitig einen Wettbewerbsvorteil beim institutionellen Partner darstellt, da Varengold somit in der Lage ist, ihren Partnern ein allumfassendes Produktkonzept zu liefern und der operative Aufwand der Partner verringert wird.
Darüber hinaus wird das Unternehmen im Jahr 2007 an der Etablierung einer eigenen Handelsplattform für CFDs arbeiten. Diese wird einen effi zienteren Handel des Produktes ermöglichen und somit die Kundenzufriedenheit steigern, woraus sich eine zu erwartende Neukundengewinnung ergibt.
Vielmehr ist auch das Umweltschutzthema nicht an der Investmentbank Varengold ungesehen vorbeigegangen. Der weltweite Klimawandel, das stetig steigende CO2 -Emissionsvolumen und endliche Rohstoffe machen alternative Energiequellen mit ihrem langfristig hohen Renditepotential zu zukunftsträchtigen Anlagewerten für Investoren. Insbesondere neue kommerzielle Technologieanwendungen, wie die so genannte "Geothermie", die Nutzbarmachung von Erdwärme, sind bislang im Vergleich zu boomenden Wind- und Solartechnologien noch weitgehend unbeachtet und somit Investments in diesen Bereich unterbewertet. Erdwärme ist grundlastfähig und kommt völlig ohne CO2 -Emissionen aus. Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG wird im Jahr 2007 durch die Kooperation mit einem geeigneten Partner seine Produktpalette durch Klimaschutzinvestments im Bereich Erdwärme ausbauen. Weitere Kooperationen in Marktsegmenten mit Nachhaltigkeitscharakter sind angedacht.
Freie und Hansestadt Hamburg, den 29. Mai 2007
Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG
Yasin Sebastian Qureshi Steffen Fix
| BILANZ (HGB) | 31 – 32 |
|---|---|
| GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (HGB) | 33 – 34 |
| ANHANG ZUM JAHRESABSCHLUSS 2006 | 35 – 39 |
| 1. ALLGEMEINE ANGABEN | 35 |
| 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN | 35 |
| 3. ERLÄUTERUNG ZUR BILANZ | 36 – 38 |
| 4. ERLÄUTERUNG ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | 38 |
| 5. SONSTIGE ANGABEN | 39 |
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg zum 31. Dezember 2006
| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Barreserve a) Kassenbestand |
950,02 | 11.601,28 | |
| 2. | Forderungen an Kreditinstitute a) täglich fällig b) andere Forderungen |
646.668,75 59.821,15 |
706.489,90 | 428.386,43 59.821,15 |
| 3. | Forderungen an Kunden | 908.821,73 | 1.023.106,82 | |
| 4. | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
790,00 | 790,00 | |
| 5. | Beteiligungen | 73.753,84 | 57.918,03 | |
| 6. | Anteile an verbundenen Unternehmen |
0,00 | 51.002,62 | |
| 7. | Treuhandvermögen | 20.372.929,55 | 9.757.227,41 | |
| 8. | Immaterielle Anlagewerte | 260.330,88 | 144.650,00 | |
| 9. | Sachanlagen | 221.275,50 | 231.039,00 | |
| 10. | Sonstige Vermögensgegenstände | 9.715,12 | 11.243,09 | |
| 11. | Rechnungsabgrenzungsposten | 5.481,00 | 449,04 | |
22.560.537,54 11.777.234,87
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg zum 31. Dezember 2006
| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten a) täglich fällig b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist |
62.647,76 0,00 |
62.647,76 | 0,00 3.323,95 |
| 2. | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) andere Verbindlichkeiten aa) täglich fällig |
1.465,14 1.465,14 |
55.027,40 55.027,40 |
|
| 3. | Treuhandverbindlichkeiten | 20.372.929,55 | 9.757.227,41 | |
| 4. | Sonstige Verbindlichkeiten | 996.755,08 | 654.279,82 | |
| 5. | Rückstellungen a) andere Rückstellungen |
94.500,00 | 159.570,00 | |
| 6. | Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital b) zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen c) Einlagen stiller Gesellschafter |
1.004.160,00 69.000,00 |
227.040,00 0,00 |
|
| gem. § 10 (4) KWG d) Kapitalrücklage |
0,00 25.908,00 |
35.458,40 779.028,00 |
||
| e) Gewinnrücklagen ea) gesetzliche Rücklage eb) andere Gewinnrücklage f) Bilanzverlust / -gewinn |
1.700,00 16.700,00 |
18.400,00 85.227,99- |
1.700,00 16.700,00 87.879,89 |
|
| 22.560.537,54 | 11.777.234,87 |
| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
||
|---|---|---|---|---|
| 1. | Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarkt- |
|||
| geschäften | 248.582,37 | 140.292,60 | ||
| 2. | Zinsaufwendungen | 3.459,94 | 3.737,94 | |
| 245.122,43 | 136.554,66 | |||
| 3. | Laufende Erträge aus | |||
| a) Beteiligungen | 31.200,00 | 31.200,00 | ||
| 4. | Provisionserträge | 6.130.223,30 | 5.825.296,99 | |
| 5. | Provisionsaufwendungen | 4.506.305,67 | 1.623.917,63 | 4.270.432,76 |
| 6. | Sonstige betriebliche Erträge | 262.035,34 | 749.647,16 | |
| 7. | Allgemeine Verwaltungs- | |||
| aufwendungen | ||||
| a) Personalaufwand | ||||
| aa) Löhne und Gehälter | 794.206,31 | 699.758,00 | ||
| ab) Soziale Abgaben und Auf- | ||||
| wendungen für Altersver- | ||||
| sorgung und für Unter- | ||||
| stützung | 121.624,01 | 915.830,32 | 103.200,63 | |
| - darunter: für Altersversorgung | ||||
| Euro 633,20 (Euro 473,40) | ||||
| b) andere Verwaltungs- | ||||
| aufwendungen | ||||
| ba) Raumkosten | 270.264,74 | 273.264,70 | ||
| bb) Beiträge und | ||||
| Versicherungen bc) Kfz-Kosten einschl. |
53.875,10 | 35.743,10 | ||
| Leasing (ohne Kfz-Steuer) | 90.796,32 | 84.311,88 | ||
| bd) Werbung, Bewirtung, | ||||
| Reisekosten | 86.591,12 | 106.506,78 | ||
| be) Instandhaltung f. Geschäfts- | ||||
| ausst., Hard- und Software | 109.611,13 | 91.570,80 | ||
| bf) Aufwendungen für | ||||
| Kommunikation | 107.966,66 | 119.670,36 | ||
| bg) Bürobedarf, Zeitschriften, | ||||
| Fortbildung | 31.364,07 | 48.618,84 | ||
| bh) Beratungs-, Abschluss- | ||||
| und Prüfungskosten | 423.116,99 –––––––––––– |
–––––––––––– | 449.846,60 ––––––––––– |
|
| Übertrag | 1.173.586,13- | 1.246.445,08 | 459.774,36 |
| Euro | Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
||
|---|---|---|---|---|
| Übertrag | 1.173.586,13- | 1.246.445,08 | 459.774,36 | |
| bi) übrige andere Verwaltungsaufwendungen |
46.123,04 | 1.219.709,17 | 18.932,76 | |
| Allgemeine Verwaltungsauf- wendungen, gesamt |
2.135.539,49 | 2.031.424,45 | ||
| 8. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen |
161.547,97 | 129.423,19 | |
| 9. | Sonstige betriebliche Aufwendungen |
26.052,32 | 20.660,00 | |
| 10. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
1.410,73 | 93.959,06 | |
| 11. | Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
0,00 | 117.475,83 | |
| 12. | Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 162.275,11- | 79.323,52 | |
| 13. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
7.282,32 | 471,30- | |
| 14. | Sonstige Steuern | 3.550,45 | 10.832,77 | 1.798,00 |
| 15. | Gewinnanteile der stillen Gesellschafter | 0,00 ––––––––––– |
15.238,83 ––––––––––– |
|
| 16. | Jahresfehlbetrag / -Jahresüberschuss | 173.107,88 | 62.757,99- | |
| 17. | Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 87.879,89 ––––––––––– |
25.121,90 ––––––––––– |
|
| 18. | Bilanzverlust / -Bilanzgewinn | 85.227,99 | 87.879,89- |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2006 bis 31. Dezember 2006
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt.
Der Posten "Andere Verwaltungsaufwendungen" ist in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB weiter untergliedert.
Zur besseren Übersicht wurde von der Angabe nicht belegter Posten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 8 HGB abgesehen.
Die Barreserve umfasst den Kassenbestand. Die Bestände sind zu Nennwerten bilanziert.
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sind zum Nennwert angesetzt, gegebenenfalls unter Absetzung erforderlicher Wertberichtigungen. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig und wurden deshalb mit dem Verkaufskurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.
Für den Bilanzansatz der auf ausländische Währung lautenden Konten werden folgende Umrechnungskurse zu Grunde gelegt:
| Ankaufskurs | EZB-Referenzkurs | Verkaufskurs | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 EUR | = | USD | 1,3152 | USD | 1,3182 | USD | 1,3212 |
| 1 EUR | = | SFR | 1,6064 | SFR | 1,6084 | SFR | 1,6104 |
| 1 EUR | = | GBP | 0,6693 | GBP | 0,6713 | GBP | 0,6733 |
| 1 EUR | = | JPY | 156,43 | JPY | 156,67 | JPY | 156,91 |
Der Wert der sich im Bestand befi ndlichen börsennotierten Aktien war am Abschlussstichtag dauerhaft gemindert. Deshalb sind die Papiere mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen sind entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet.
Die auf ausländische Währung lautenden Konten des Treuhandvermögens und der Treuhandverbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen EZB-Referenzkurs umgerechnet. Mit dem Verkaufskurs wurden die auf ausländische Währung lautenden Posten der Aktivseite, mit dem Ankaufskurs die auf ausländische Währung lautenden Verbindlichkeiten umgerechnet.
Software sowie Erweiterungsaufwendungen werden in dem Bilanzposten "Immaterielle Anlagewerte" ausgewiesen. Im Berichtsjahr sind zusätzliche Erweiterungsaufwendungen in Höhe von TEUR 107 hinzugekommen. Die Abschreibung für die neu aktivierten Erweiterungsaufwendungen erfolgt gemäß § 282 HGB erstmals im Geschäftsjahr 2007. Die übrigen immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Bei den Zugängen von EDV-Software im Geschäftsjahr wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mit 4 Jahren für die Erweiterung der Abrechnungssoftware und mit 3 Jahren für die übrige Software geschätzt.
Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten und – soweit abnutzbar – unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Dabei sind grundsätzlich die steuerlich zulässigen AfA-Sätze zugrunde gelegt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.
Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, Rechtskosten, Kosten der Aufbewahrung von Unterlagen, Beiträge für Berufsgenossenschaften und die EdW Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen sowie Umlagen der Kosten der BaFin gemäß § 16 FinDAG werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angesetzt.
Aufwendungen und Erträge werden periodengerecht abgegrenzt.
| Angaben in TEUR | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kunden | 909 | 1.023 |
| davon an verbundene Unternehmen | 0 | 0 |
| davon gegenüber Untenehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 390 | 500 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.066 | 654 |
| davon an verbundene Unternehmen | 0 | 15 |
| davon gegenüber Untenehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 698 | 431 |
| Angaben in TEUR | 31.12.2006 | 31.12.2005 |
|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstituten | 706 | 487 |
| davon mit einer Restlaufzeit | ||
| – bis drei Monate |
706 | 487 |
| – mehr als drei Monate bis ein Jahr |
0 | 0 |
| – mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
0 | 0 |
| – mehr als fünf Jahre |
0 | 0 |
| Forderungen an Kunden | 909 | 1.023 |
| davon mit einer Restlaufzeit | ||
| – bis drei Monate |
423 | 597 |
| – mehr als drei Monate bis ein Jahr |
133 | 131 |
| – mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
319 | 295 |
| – mehr als fünf Jahre |
34 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 63 | 3 |
| davon mit einer Restlaufzeit | ||
| – bis drei Monate |
63 | 1 |
| – mehr als drei Monate bis ein Jahr |
0 | 2 |
| – mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
0 | 0 |
| – mehr als fünf Jahre |
0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 1 | 55 |
| davon mit einer Restlaufzeit | ||
| – bis drei Monate |
1 | 55 |
| – mehr als drei Monate bis ein Jahr |
0 | 0 |
| – mehr als ein Jahr bis fünf Jahre |
0 | 0 |
| – mehr als fünf Jahre |
0 | 0 |
Die in den Bilanzposten "Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen" enthaltenen Wertpapiere sind ausschließlich solcher nicht börsennotierter Gesellschaften.
An der Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg, besteht eine Beteiligung in Höhe von 16 %. Das Eigenkapital dieser Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2005 auf TEUR 1.252 (2004: TEUR 768). Der Jahresüberschuss 2005 beläuft sich auf TEUR 580 (2004: TEUR 383).
Zwischen Hanseatic Brokerhouse Securities AG, Hamburg und Varengold besteht eine wechselseitige Beteiligung. Hanseatic Brokerhouse Securities AG hält zum Bilanzstichtag eine Beteiligung in Höhe von 5,18 % an der Varengold.
Im August 2006 wurde eine Beteiligung in Höhe von 40% an der AIP Alternative Investment Partner AG, Schweiz, erworben. Gegenstand des Unternehmens ist unter anderem die Strukturierung und der Vertrieb von Finanzprodukten, die Übernahme von Vermögensverwaltungs- und Beratungsaufträgen sowie Treuhandmandaten. Die Gesellschaft wurde in 2006 mit einem Eigenkapital in Höhe von TSFR 100 (TEUR 62) gegründet.
Die Beteiligung in Höhe von 83,33% an dem BHFD Börsenhandelshaus für Derivate GmbH, Hamburg, wurde am 10. Mai 2006 zum Buchwert verkauft.
Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.
Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der jeweils eingegangenen Geschäfte börsentäglich wechselnd je Kunde sowohl in Euro als auch in US-Dollar – bisweilen auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken und Yen – gehalten. Die Angabe der auf fremde Währungen lautenden Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten ist deshalb bedeutungslos.
| Angaben in TEUR | Anschaffungs-/ Herstellungskosten |
Zugänge/ Umbuchungen |
Abgänge | Abschreibungen | Restbuchwerte | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2006 | 2006 | kumuliert | 2006 | 31.12.2006 | 31.12.2005 | |||
| Beteiligungen | 110 | 16 | 0 | 52 | 0 | 74 | 58 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen |
51 | 0 | 51 | 0 | 0 | 0 | 51 | |
| Immaterielle Anlagewerte | 356 | 184 | 0 | 280 | 69 | 260 | 145 | |
| Sachanlagen | 644 | 101 | 34 | 490 | 93 | 221 | 231 | |
| Anlagevermögen insgesamt | 1.161 | 301 | 85 | 822 | 162 | 555 | 485 |
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Forderungen aus überzahlten Steuern für das Geschäftsjahr (TEUR 10).
Das Grundkapital besteht ausschließlich aus auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Die Zahl der Aktien und das gezeichnete Kapital betragen:
| Bestand am 31.12.2006 | 1.004.160 | 1.004.160 |
|---|---|---|
| Stück | Kapital | |
| Aktien | gezeichnetes |
Durch Beschluss vom 15. August 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft durch eine Barkapitalerhöhung um EUR 24.000 auf EUR 251.040 erhöht. Diese Erhöhung des Grundkapitals wurde am 20. September 2006 im Handelsregister eingetragen. Der Ausgabebetrag für die neuen Aktien betrug EUR 1 pro Aktie.
Durch Beschluss vom 22. November 2006 über eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von EUR 251.040 um EUR 753.120 wurde das Grundkapital der Gesellschaft auf EUR 1.004.160 durch Ausgabe von 753.120 neuen, auf den Inhaber lautende, Stückaktien erhöht. Diese Erhöhung des Grundkapitals wurde noch am selben Tag im Handelsregister eingetragen.
Die Einlagen der stillen Gesellschafter wurden im Geschäftsjahr 2006 gekündigt.
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2006 TEUR 26 (Vorj. TEUR 779). Aus der Kapitalrücklage wurden TEUR 753 in das gezeichnete Kapital umgebucht.
Die unter den "Provisionserträge" aufgeführten Erträge sind zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar, Schweizer Franken, Britische Pfund und Japanische Yen auf Auslandskonten angefallen. Die Erträge werden täglich mit den jeweils geltenden Umrechnungskursen gebucht. Die Kursunterschiede zum jeweiligen Tag des Transfers in Euro werden gesondert erfasst.
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen 63% auf Erträge aus der Überlassung von Räumen sowie der Telefonanlage an ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht.
Sonstige betriebliche Aufwendungen sind maßgeblich auf Buchverluste aus dem Verkauf von Sachanlagen zurück zu führen.
Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen (Angaben in EUR):
| Jahresfehlbetrag | 173.107,88 |
|---|---|
| Gewinnvortrag | 87.879,89 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage | 0,00 |
| Entnahmen aus Gewinnrücklagen | 0,00 |
| Bilanzverlust | 85.227,99 |
Der Bilanzverlust soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Herr Willi Müller (Vereidigter Buchprüfer) Vorsitzender des Aufsichtsrates Herr Gerd Wentzien (Bankvorstand a.D.) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Herr Prof. Peter Andree (Professor Universität HafenCity) Mitglied des Aufsichtsrates
Herr Steffen Fix Mitglied des Vorstandes Herr Yasin S. Qureshi Mitglied des Vorstandes Beide Vorstandsmitglieder sind gleichberechtigt.
Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2006 EUR 206.759. Der Gesamtbetrag der Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr EUR 12.063.
Zum Geschäftsjahresende waren Organkredite im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 4 KWG in Höhe von EUR 17.099 gewährt. Der vereinbarte Zinssatz beträgt 4% p.a.
Zum Abschlussstichtag bestanden gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern und den Mitgliedern des Vorstands keine gewährten Vorschüsse sowie eingegangene Haftungsverhältnisse.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigten wir – ohne Vorstände – 20 (2005: 15) Mitarbeiter.
Es bestehen Mitgliedschaften im EdW Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin, sowie im Bundesverband Alternativinvestments, Bonn.
Der Gesamtbetrag der sonstigen fi nanziellen Verpfl ichtungen beläuft sich am Abschlussstichtag auf TEUR 855 (2005: TEUR 273), davon TEUR 0 (2005: TEUR 0) an verbundene Unternehmen. Sie umfassen vor allem Verpfl ichtungen aus Miet-, und Leasingverträgen.
Hamburg, 22. Mai 2007
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Vorstand
Yasin S. Qureshi Steffen Fix
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2006 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 30. Mai 2007
NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Sven Ole Raap Stephan Buchert
Varengold Wertpapierhandelsbank AG Grosse Elbstrasse 27 22767 Hamburg
T +49.40.6686 490 F +49.40.6686 4949
http://www.varengold.de E-Mail: [email protected]
Yasin Sebastian Qureshi, Steffen Fix
Willi Müller Gerd Wentzien Prof. Peter Andree
Amtsgericht Hamburg, HR B 73684
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unter der Nummer (109 520) 100 registriert und unter www.bafi n.de http://www.bafi n.de veröffentlicht.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG betreibt die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für fremde Rechnung (Finanzkommissionsgeschäft) im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG sowie die Finanzportfolioverwaltung im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG und die Anlage- und Abschlussvermittlung gem. 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 und 2 KWG
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an.
Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist Mitglied im Bundesverband Alternative Investments e.V.
Creation L I V E, Hamburg www.live-werbeagentur.de
GROSSE ELBSTRASSE 27 • 22767 HAMBURG • T +49.40.6686 490 • F +49.40.6686 4949 WWW.VARENGOLD.DE • [email protected]
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