AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Varengold Bank AG

Annual / Quarterly Financial Statement May 30, 2006

4534_10-k_2006-05-30_9ff57ab5-276c-4ce2-9556-0787ad89e221.pdf

Annual / Quarterly Financial Statement

Open in Viewer

Opens in native device viewer

1. Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG 2005

diplom-ökonom

Karl-Heinz Buchholz wirtschaftsprüfer steuerberater

JAHRESABSCHLUSS

zum

  1. Dezember 2005

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Große Elbstraße 27

22767 Hamburg

HOLLERALLEE 14 A 28209 BREMEN

Jahresabschluss 2005 Seiten

1. Bilanz zum 31.12.2005 86 - 87
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2005
89 - 89
3. Anhang 90 - 99
4. Lagebericht 100 - 114
5. Bestätigungsvermerk 115 - 116

BILANZ

Karl-Heinz Buchholz Seite 1

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Hamburg Karl-Heinz Buchholz Seite 1

zum 31. Dezember 2005 Aktivseite Passivseite

31.12.2005 31.12.2004

Euro Euro Euro

31.12.2005 31.12.2004

Euro Euro Euro Aktivseite Passivseite

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

  1. Barreserve
11.601,28
3.180,41
Euro 31.12.2005
Euro
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
31.12.2004
Euro
1. Barreserve
428.386,43
271.110,63
Kassenbestand
59.821,15
488.207,58
59.821,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
11.601,28
täglich fällig
3.180,41
2. Forderungen an Kreditinstitute
1.023.106,82
666.627,17
a) täglich fällig
b) andere Forderungen
428.386,43
59.821,15
3. Treuhandverbindlichkeiten
488.207,58
271.110,63
59.821,15
790,00
980,00
3. Forderungen an Kunden
1.023.106,82
4. Sonstige Verbindlichkeiten
666.627,17
57.918,03
173.086,89
4. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
790,00 980,00
5. Beteiligungen
- darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten Euro 0,00
51.002,62
64.702,87
5. Rückstellungen 57.918,03
andere Rückstellungen
173.086,89
6. Anteile an verbundenen Unternehmen 6. Eigenkapital 51.002,62 64.702,87
9.757.227,41
17.608.421,01
7. Treuhandvermögen
a) gezeichnetes Kapital 9.757.227,41
b) Einlagen stiller Gesellschafter gem. § 10 (4) KWG
17.608.421,01
144.650,00
106.504,00
8. Immaterielle Anlagewerte
c) Kapitalrücklage
d) Rücklagen
144.650,00 106.504,00
231.039,00
266.705,00
9. Sachanlagen
da) gesetzliche Rücklage
231.039,00
266.705,00
10. Sonstige Vermögensgegenstände
11.243,09
15.548,07
e) Bilanzgewinn db) Rücklage § 269 Satz 2 HGB
11.243,09
15.548,07
11. Rechnungsabgrenzungsposten
449,04
987,89
449,04 987,89
Summe der Aktivseite 11.777.234,87 19.237.675,09
11.777.234,87
19.237.675,09
Summe der Passivseite
  1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

BILANZ

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Hamburg

zum 31. Dezember 2005

BILANZ

Karl-Heinz Buchholz Seite 1

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

  1. Barreserve

Karl-Heinz Buchholz Seite 1 Hamburg

zum 31. Dezember 2005 Aktivseite Passivseite

31.12.2005 31.12.2004

Euro Euro Euro

BILANZ

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Hamburg

zum 31. Dezember 2005

Aktivseite Passivseite

  1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

31.12.2005 31.12.2004

Euro Euro Euro

11.601,28
3.180,41
Euro 31.12.2005
Euro
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
31.12.2004
Euro
428.386,43
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
271.110,63
mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
59.821,15
488.207,58
59.821,15
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) andere Verbindlichkeiten
3.323,95
täglich fällig
7.312,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
1.023.106,82
666.627,17
a) andere Verbindlichkeiten
täglich fällig
790,00
980,00
3. Treuhandverbindlichkeiten
55.027,40
55.027,40
5.945,06
5.945,06
3. Treuhandverbindlichkeiten 4. Sonstige Verbindlichkeiten
9.757.227,41
17.608.421,35
57.918,03
173.086,89
4. Sonstige Verbindlichkeiten
5. Rückstellungen 654.279,82 580.604,62
5. Rückstellungen andere Rückstellungen
51.002,62
64.702,87
andere Rückstellungen
6. Eigenkapital 159.570,00 41.780,00
9.757.227,41
17.608.421,01
6. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital
a) gezeichnetes Kapital 227.040,00
b) Einlagen stiller Gesellschafter gem. § 10 (4) KWG
224.688,00
b) Einlagen stiller Gesellschafter gem. § 10 (4) KWG
144.650,00
106.504,00
35.458,40
c) Kapitalrücklage
43.981,53
c) Kapitalrücklage
d) Rücklagen
d) Rücklagen 779.028,00 681.420,00
231.039,00
266.705,00
da) gesetzliche Rücklage
1.700,00 da) gesetzliche Rücklage 1.700,00
db) Rücklage § 269 Satz 2 HGB 16.700,00 db) Rücklage § 269 Satz 2 HGB
18.400,00
16.700,00
e) Bilanzgewinn
11.243,09
15.548,07
e) Bilanzgewinn 87.879,89 25.121,90
449,04
987,89
Summe der Passivseite
11.777.234,87
19.237.675,09
Summe der Passivseite 11.777.234,87 19.237.675,09

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01.2005 bis 31.12.2005

Karl-Heinz Buchholz Seite 2

Diplom-Ökonom

Wirtschaftsprüfer Steuerberater

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Hamburg

Euro 2005
Euro
2004
Euro
1. Zinserträge aus
Kredit - und Geldmarktgeschäften
140.292,60 178.900,74
2. Zinsaufwendungen 3.737,94
136.554,66
7.869,66
171.031,08
3. Laufende Erträge aus
Beteiligungen
31.200,00 59.800,00
4. Provisionserträge 5.825.296,99 5.609.945,06
5. Provisionsaufwendungen 4.270.432,76 1.554.864,23 3.872.687,49
6. Sonstige betriebliche Erträge 749.647,16 261.282,75
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 699.758,00 683.459,82
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersver
sorgung und für Unterstützung 103.200,63 802.958,63 93.701,48
- darunter: für Altersversorgung Euro 473,40 (Euro 341,96)
b) andere Verwaltungsaufwendungen
ba)
bb)
Raumkosten
Beiträge und Versicherungen
273.264,70
35.743,10
271.068,07
66.192,47
bc) Kfz-Kosten einschl. Leasing (ohne Kfz-Steuer) 84.311,88 60.834,32
bd) Werbung, Bewirtung, Reisekosten 106.506,78 71.018,67
be) Instandhaltung für Geschäftsausstattung, Hard- und
Software 91.570,80 92.835,40
bf) Aufwendungen für Kommunikation 119.670,36 120.472,98
bg) Bürobedarf, Zeitschriften, Fortbildung 48.618,84 65.750,74
bh) Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 449.846,60 331.379,02
bi) übrige andere Verwaltungsaufwendungen 18.932,76 1.228.465,82 19.287,05
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen gesamt 2.031.424,45 1.876.000,02
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immat. An
lagenwerte und Sachanlagen 129.423,19 108.047,34
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.660,00 11.190,00
10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen 93.959,06 123.850,53
Übertrag 196.799,35 110.283,51

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.01.2005 bis 31.12.2005

Karl-Heinz Buchholz Seite 3

Diplom-Ökonom

Wirtschaftsprüfer Steuerberater

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Hamburg

Euro 2005
Euro
2004
Euro
Übertrag 196.799,35 110.283,51
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligun
gen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie An
lagevermögen behandelte Wertpapiere
117.475,83 820,00
12. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 79.323,52 109.463,51
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 471,30- 0,00
14. Sonstige Steuern 1.798,00 1.326,70 1.645,27
15. Gewinnanteile der stillen Gesellschafter 15.238,83 15.094,00
16. Jahresüberschuss 62.757,99 92.724,24
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.121,90 79.905,34-
18. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 12.303,00
19. Bilanzgewinn 87.879,89 25.121,90

ANHANG

Karl-Heinz Buchholz Seite 4

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Hamburg

zum 31. Dezember 2005

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG stellt den Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB für Finanzdienstleistungsinstitute auf. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Erfordernissen der Formblätter 1 und 3 der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) gegliedert. Dabei sind die anderen Verwaltungsaufwendungen in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 265 Abs. 5 Satz 1 HGB weiter untergliedert.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, weil dem weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Von den übrigen allgemeinen Bewertungsgrundsätzen im Sinne von § 252 HGB wurde nicht abgewichen.

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Akute Ausfallrisiken bestanden nicht. Alle auf ausländische Währung lautenden Beträge sind täglich fällig und wurden deshalb mit dem Verkaufskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Der Wert der sich im Bestand befindlichen börsennotierten Aktien war bereits am Bilanzstichtag dauerhaft gemindert. Deshalb sind die Papiere mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Die im Berichtsjahr vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich im Einzelnen aus dem Anlagenspiegel (s. Seite 8).

Sowohl die auf ausländische Währung lautenden Treuhandvermögen als auch Treuhandverbindlichkeiten sind täglich fällig und mit dem EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als Teil der immateriellen Anlagewerte sind - nach Abschreibung von 12.500 � - 37.500 � ausgewiesen, die im Vorjahr als Erweiterungsaufwand für Honorare anl. der Neufassung der mit Kunden abzuschließenden Verträge entstanden sind. Im Berichtsjahr sind zusätzliche Erweiterungsaufwendungen in Höhe von 59.309 � für vier verschiedene Projekte hinzugekommen, auf die im Berichtsjahr 4.409 � abgeschrieben wurden. Die übrigen immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Bei den Zugängen von EDV-Software im Geschäftsjahr wurde die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer mit 4 Jahren für die Erweiterung der Abrechnungssoftware und mit 3 Jahren für die übrige Software geschätzt.

Karl-Heinz Buchholz Seite 5

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Höhe der Abschreibungen und deren zeitliche Abfolge entsprechen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und verteilen die Anschaffungskosten auf die voraussichtliche Nutzungsdauer. Auf die Anschaffungskosten des beweglichen Sachanlagevermögens wird linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens des Geschäftsjahres enthalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Aktiv abgegrenzt wurden die auf die Zeit nach dem 31.12.2005 entfallenden Zinsen für eine Kfz-Finanzierung. Der Betrag wird zeitanteilig abgeschrieben.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet.

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

C. Erläuterungen zur Bilanz

wirtschaftsprüfer steuerberater

diplom-ökonom

kurse zu Grunde gelegt:
Ankaufskurs EZB-Referenzkurs Verkaufskurs
1 EUR = USD 1,1795 USD
1,1797
USD
1,1801
1 EUR = SFR 1,5538 SFR
1,5551
SFR
1,5548
1 EUR = GBP 0,6861 GBP
0,6853
GBP
0,6866
1 EUR = JPY 138,97 JPY
138,90
JPY
139,10
1 EUR = AUD 1,6053 AUD 1,6109 AUD 1,6093

Für den Bilanzansatz der auf ausländische Währung lautenden Konten wurden folgende Umrechnungs-

Karl-Heinz Buchholz Seite 6

Die auf ausländische Währung lautenden Konten des Treuhandvermögens und der Treuhandverbindlichkeiten wurden mit dem jeweiligen EZB-Referenzkurs umgerechnet. Mit dem Verkaufskurs wurden die auf ausländische Währung lautenden Posten der Aktivseite (nur Forderungen an Kunden), mit dem Ankaufskurs die auf ausländische Währung lautenden Verbindlichkeiten (nur gegenüber Kunden) umgerechnet.

Von den Forderungen an Kunden entfallen rd. 93.085 � auf Forderungen an Broker, rd. 42.008 � auf Darlehen an Angestellte bzw. ehemalige Angestellte, rd. 388.014 � auf Forderungen aus Dienstleistungen und Überlassung von Rechten sowie 500.000 � aus der Teilveräußerung einer Beteiligung. Von den Forderungen an Broker lauten rd. 72.308 � auf fremde Währungen (USD, GBP, SFR und JPY); umgerechnet mit dem Verkaufskurs. Alle übrigen Posten der Aktivseite lauten auf Euro.

Von den Forderungen an Kunden entfallen rd. 500.000 � auf Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Von den Forderungen an Kunden entfällt ein Gesamtbetrag in Höhe von rd. 295.231� auf eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Andere Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren nicht vorhanden.

Mehr als Mehr als Mit
Bis 3 3 Monate 1 Jahr Mehr als unbestimmter
Bilanzposten Monate bis 1 Jahr bis 5 Jahre 5 Jahre Laufzeit Gesamt
andere Forderungen an
Kreditinstitute 59.821 � 0 � 0 � 0 � 0 � 59.821 �
Forderungen an Kunden 597.244 � 130.632 � 295.231 � 0 � 0 � 1.023.107 �
Verbindlichkeiten gegen
über Kreditinstituten 997 � 2.327 � 0 � 0 � 0 � 3.324 �
Verbindlichkeiten gegen
über Kunden 55.027 � 0 � 0 � 0 � 0 � 55.027 �

Folgende Posten der Bilanz sind nach § 9 RechKredV wie folgt nach ihren Restlaufzeiten aufzugliedern:

Karl-Heinz Buchholz Seite 7

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

Der Bestand der Beteiligungen ist im Berichtsjahr unverändert geblieben. Der Bilanzansatz hat sich lediglich aufgrund von Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert verändert. Die im Einzelnen vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (s. Folgeseite).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich im Berichtsjahr nicht verändert.

Das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten beinhalten die im Rahmen der Kommissionsvereinbarungen gehaltenen Kundengelder. Die einzelnen Bestände und Bewegungen der Kundengelder bei ausländischen Brokern werden in einer gesonderten Buchführung erfasst.

Von den Treuhandforderungen entfallen auf Forderungen an Kreditinstitute rd. 150.781 � und auf Forderungen an Kunden rd. 9.606.446 �.

Die treuhänderisch verwalteten Kundengelder werden in Abhängigkeit der je eingegangenen Geschäfte börsentäglich wechselnd je Kunde sowohl in Euro als auch in US-Dollar - bisweilen auch in Britischen Pfund, Schweizer Franken und Yen - gehalten. Die Angabe der auf fremde Währungen lautenden Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten ist deshalb bedeutungslos.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

ANLAGENSPIEGEL

diplom-ökonom

Karl-Heinz wirtschaftsprüfer

steuerberater

Buchholz

Varengold Wertpapierhandelsbank AGHamburg

zum31.Dezember2005

Anschaffungskosten/Herstellungskosten Kumulierte Buchwerte Abschreibungen Zuschreibungen
01.01.2005 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2005 Abschreibungen 31.12.2005 01.01.2005
Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro
0010 Erweiterungsaufwand 50.429,85 59.309,07 109.738,92 17.338,92 92.400,00 50.000,00 16.909,07
0025 Kunden
potenzieller
Adressen
95.000,00 95.000,00 94.999,00 1,00 569,00 568,00
0027 EDV-Software 126.438,40 24.761,05 151.199,45 98.950,45 52.249,00 55.935,00 28.447,05
0320 PKW 42.373,32 42.373,32 22.644,82 19.728,50 23.110,50 3.382,00
0401 EDV - Anlagen 305.982,45 36.818,60 342.801,05 258.116,55 84.684,50 103.706,00 55.840,10
0420 Büroeinrichtung 222.284,01 11.014,47 233.298,48 106.673,48 126.625,00 139.887,50 24.276,97
0480 Vermögensgegenstände
geringwertige
25.485,18 25.485,18 25.484,18 1,00 1,00
0500 Untern.BHFD
verbundenen
an
Anteile
51.002,62 51.002,62 51.002,62 51.002,62
0501 GmbH
Trading Solutions
TCO
13.700,25 13.700,25 13.700,25 0,00 13.700,25 13.700,25
0510 Fin.dienstl.)
übrigeBeteiligungen (ohne
121.718,01 31.200,00 38.730,77 114.187,24 52.218,01 61.969,23 121.718,01 52.218,01
0515 GmbH
Agency
Brokerage
Hutzler
51.368,88 51.368,88 51.368,88 0,00 51.368,88 51.368,88
0525 Anlagevermögens
des
Wertpapiere
48.790,00 1,31 48.788,69 47.998,69 790,00 980,00 188,69
1.154.572,97 163.103,19 38.732,08 1.278.944,08 789.493,23 489.450,85 611.978,76 246.899,02

S e it e 8 Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus überzahlten Steuern für das Berichtsjahr (9.648 �).

Karl-Heinz Buchholz Seite 9

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden lauten 14.658 � auf fremde Währungen (USD); umgerechnet mit dem Ankaufskurs.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten als größte Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (rd. 611.036 �), von denen rd. 14.993 � auf verbundene Unternehmen und rd. 430.625 � auf Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, entfallen.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfallen rd. 3.324 � auf Beträge mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Beträge mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr.

Die anderen Rückstellungen entfallen zu rd. 2/3 auf Rechts- und Beratungskosten und zu rd. 29 % auf die Kosten für Abschluss und Prüfung.

Das Grundkapital besteht ausschließlich aus auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien. Die Zahl der Aktien und das genehmigte Kapital betragen:

Aktien genehmigtes
Bestand am 31.12.2005 Stück
227.040
Kapital
8.395

Im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms ist das Kapital um 20.000 � bedingt erhöht worden (HR-Eintragung vom 5.6.2001). Bis zum Ende des Geschäftsjahres wurden daraus keine Aktien ausgegeben.

Die Einlagen der stillen Gesellschafter haben sich vermindert, weil einer der Gesellschafter seinen Anteil zum 31.12.2005 gekündigt hat. Den Einlagen der verbliebenen stillen Gesellschafter wurde deren Anteil am Jahresgewinn 2005 zugeschrieben.

Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
Jahresüberschuss vor Gewinnanteil der stillen Gesellschafter 77.996,82 �
Gewinnanteil der stillen Gesellschafter lt. GuV -15.238,83 �
Jahresüberschuss lt. GuV 62.757,99 �
Gewinnvortrag 25.121,90 �
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 �
Bilanzgewinn 87.879,89 �

Karl-Heinz Buchholz Seite 10

Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die unter Posten 4. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführten Provisionserträge sind zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar, Schweizer Franken, Britische Pfund und Japanische Yen auf Auslandskonten angefallen. Die Erträge werden täglich mit den jeweils geltenden Umrechnungskursen gebucht. Die Kursunterschiede zum jeweiligen Tag des Transfers in Euro werden gesondert erfasst.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen rd. 62 % auf den Gewinn aus der Veräußerung eines Teils der Beteiligungen und rd. 32 % auf Erträge aus der Überlassung von Räumen sowie der Telefonanlage an ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht.

E. Sonstige Angaben

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

  • a) Verpflichtungen aus Mietvertrag über die Gewerbeimmobilie auf die Dauer von bis zu 18 Monaten mit einem Jahresbetrag in Höhe von rd. 237.963 �.
  • b) Verpflichtungen aus 5 Leasingverträgen über Kfz auf die Dauer von bis zu 24 Monaten mit einem Jahresbetrag in Höhe von rd. 34.574 �.
Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
Jahresüberschuss vor Gewinnanteil der stillen Gesellschafter 77.996,82 �
Gewinnanteil der stillen Gesellschafter lt. GuV -15.238,83 �
Jahresüberschuss lt. GuV 62.757,99 �
Gewinnvortrag 25.121,90 �
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 �
Bilanzgewinn 87.879,89 �

Karl-Heinz Buchholz Seite 10

Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die unter Posten 4. der Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführten Provisionserträge sind zu einem nicht unwesentlichen Teil in den ausländischen Währungen US-Dollar, Schweizer Franken, Britische Pfund und Japanische Yen auf Auslandskonten angefallen. Die Erträge werden täglich mit den jeweils geltenden Umrechnungskursen gebucht. Die Kursunterschiede zum jeweiligen Tag des Transfers in Euro werden gesondert erfasst.

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen rd. 62 % auf den Gewinn aus der Veräußerung eines Teils der Beteiligungen und rd. 32 % auf Erträge aus der Überlassung von Räumen sowie der Telefonanlage an ein Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht.

E. Sonstige Angaben

diplom-ökonom

wirtschaftsprüfer steuerberater

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

  • a) Verpflichtungen aus Mietvertrag über die Gewerbeimmobilie auf die Dauer von bis zu 18 Monaten mit einem Jahresbetrag in Höhe von rd. 237.963 �.
  • b) Verpflichtungen aus 5 Leasingverträgen über Kfz auf die Dauer von bis zu 24 Monaten mit einem Jahresbetrag in Höhe von rd. 34.574 �.

Beschäftigte Arbeitnehmer

wirtschaftsprüfer steuerberater

diplom-ökonom

Im Geschäftsjahr 2005 wurden - ohne Geschäftsleitung - durchschnittlich 15 1/4 Arbeitnehmer beschäftigt.

Karl-Heinz Buchholz Seite 11

Geschäftsführungsorgane

Mitglieder des Vorstandes sind die Herren Steffen Fix und Yasin Qureshi. Im Berichtsjahr wurden Kredite in Höhe von 30.000 � gewährt, auf die 11.000 � bis zum 31.12.2005 getilgt wurden. Der vereinbarte Zinssatz beträgt 4 % p.a.. Vorschüsse sind darüber hinaus nicht gewährt worden. Ferner hat die Gesellschaft keine Haftungsverhältnisse für diese Personen begründet. Aus der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstandes hätten sich die Bezüge eines der Vorstandsmitglieder feststellen lassen. Zum Geschäftsjahresende waren Organkredite im Sinne des § 15 Abs. 1 Nr. 4 KWG in Höhe von 20.942 � gewährt.

Mitglieder des Aufsichtsrates sind:

Willi Müller vBP/StB (Vorsitzender) Gerd Wentzien Bankvorstand a.D. (Stellvertreter) Prof. Peter Andree

Der Gesamtbetrag der Vergütungen für die Tätigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr 7.036 �.

Verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Beteiligungs Letzter fest Jahres
Firma Sitz quote gestellter JA Eigenkapital Ergebnis
Börsenhandelshaus für Fehlbetrag
Derivate GmbH Hamburg 83 1/3 % 31.12.2005 42.877 � 13.853 �
Fehlbetrag
TCO Trading Solutions GmbH Hamburg 100 % 31.12.2004 - 5.007 � 11.722 �
Hanseatic Brokerhouse Securities AG Hamburg 16 % 31.12.2005 1.257.331 � 585.449 �
Hutzler Brokerage Agency GmbH Hamburg 49 % 31.12.2002 112.924 � 923 �
Fehlbetrag
Hutzler Brokerage Inc. New York 49 % 31.12.2002 USD 50.816 USD 25.964
Adsum Software Ltd. London 7 % Unbekannt Unbekannt Unbekannt

Hamburg den 10. Mai 2006

erstellt.

Bremen, den 26. April 2006

wirtschaftsprüfer steuerberater

diplom-ökonom

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Bescheinigung

Vorstehender Jahresabschluss wurde von mir auf der Grundlage der mir vorgeleg-

Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Eine Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit dieser Unterlagen und der Angaben

des Unternehmens war nicht Gegenstand meines Auftrags.

ten Bücher und Bestandsnachweise sowie der erteilten Auskünfte der

Karl-Heinz Buchholz Seite 12

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG stellt als Mutterunternehmen zum 31.12.2005 einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger bekannt gemacht und beim Handelsregister des Amtsge-

richts in Hamburg unter Nummer HRB 73684 hinterlegt wird.

Steffen Fix (Vorstand) Yasin Qureshi (Vorstand)

KARL-HEINZ BUCHHOLZ WIRTSCHAFTSPRÜFER · STEUERBERATER

(Buchholz) Wirtschaftsprüfer

WERTPAPIERHANDELSBANK AG

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2005

Inhalt

1 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft
1. Unternehmensprofil und Geschäftsfelder
Strukturierte Produkte
Brokerage
Asset Management in Alternative Investments
2. Branchenentwicklung
B. Geschäftsverlauf der Gesellschaft
C. Lage der Gesellschaft
1. Vermögenslage
2. Finanzlage
3. Ertragslage
D. Voraussichtliche Entwicklung
1. Prognose und Chancen
Kompetenz im Bereich des Asset Managements in
Derivaten, insbesondere in Futures und Optionen
Kompetenz in der Beratung der Kooperationspartner
Brokerage, Abwicklung, Asset Management und
Produktberatung und -koordination aus einer Hand
2. Risiken
Risiken im Asset Management
Wechselkursrisiko
Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte
Wettbewerbsrisiken
Regulatorische Risiken
F. Vorgänge nach Geschäftsiahresschluss

A. Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

1. Unternehmensprofil und Geschäftsfelder

Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG mit Sitz in Hamburg ist eine Investmentbank für Managed Futures, Asset Management und Derivatebrokerage. Sie wurde als inhabergeführtes Unternehmen set der Gründung im Jahr 1995 zu einem Kreditinstitut entwickelt, dessen Kernkompetenz in der Betreuung mittlerer institutioneller sowie privater Kunden liegt. Diesen bieten wir einen umfassenden Private Banking Service für Alternative Investments an. Zu unseren institutionellen Kunden den vertriebsorientierten Finanzinstituten zahlreiche bedeutende, bankenunabhängige Finanzportfolioverwalter, Banken, Fondsgesellschaften und Produktinitiatoren. Unsere institutionellen Kunden betreuen wir nicht nur bei der Optimierung der Produktauswahl und -konzeption, sondern auch bei der Umsetzung der Handelsstrategie, bei der Abwicklung und dem Settlement. Im Privatkundengeschäft mit Derivaten zählt Varengold mit mehr als 4000 Kunden zu den größten (Online-) Derivatebrokern Deutschlands.

Unsere Dienstleistungen erbringen wir in den drei Geschäftsfeldern Strukturierte Brokerage und Asset Mangement in Alternative Investments

Strukturierte Produkte

Die Bank konzipiert modernste Finanzprodukte (Zertifikate, Hedge-Fonds, Spezialgesellschaften) für Asset Manager, Finanzvertriebe und Introducing Broker unter besönderer Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Hierbei erfüllen wir die Erwartungen unserer Kunden durch die Lieferung schlüsselfertiger Produktinnovationen einschließlich der Koordination externer Dienstleistungen, beispielsweise im IT-Bereich.

Brokerage

Varengold bietet in allen marktähigen börsengehandelten Derivaten den Onlinehandel an. Neben der führenden Stellung im Handel mit CFDs, Equity-Optionen im US-Wirtschaftsraum und dem Handel in Futures und Options stellen wir die gesamte Handelsarchitektur für einige der bedeutenden Spezialanbieter Europas. Im aktiven Derivatetrading hat die Bank einen in der Leistung einmaligen deutschsprachigen Order- und Supportdesk sowie ein exklusives Full-Service-Konzept entwickelt, das seinen Kunden alle Leistungen aus einer Hand sowie optimale Unterstützung für ein professionelles Trading bietet. Neben den Vorteilen Kontoführung durch die Bank bieten wir neueste Trading-Supportsoftware und eine Auswahl hochprofessioneller Onlinehandelsplattformen.

Den Kunden wird neben der Möglichkeit des Online-Handels auch der mit besseren Margen ausgestaltete Telefonhandel angeboten. Hierbei ist insbesondere im institutionellen Handel mit Financial Futures eine zunehmende Nachfrage zu verzeichnen gewesen.

Asset Management in Alternative Investments

Zu den Kernkompetenzen der Varengold zählt die Vermögensverwaltung in der Alternativen Asset-Klass im Bereich der Managed Futures. Wir verwenden ausgesuchte systematische externer Handelssystemanbieter. Daneben wurde ein Netzwerk externer Vermögensverwalter und CTAs (Commodity Trading Advisors) etabliert, die durch die Varengold regelmäßig einer Due Diligence unterzogen werden und ihre Resultate an eine unabhängige Stelle beichten und gegenüber dieser belegen.

Innerhalb dieses Segments zeichnet sich Varengold insbesondere durch das Angebot maßgeschneiderter, kundenspezifischer Portfolios aus. Dieser moderne Ansatz im Portfoliomanagement hat die Bank zu einem der führenden deutschen Institute in der Kooperation mit weltweit tätigen, namhaften Vermögensverwaltern (CTAs) gemacht. Die von Varengold geschaffene, europaweit erste Managed-Futures-Plattform ermöglicht Investoren den sicheren und transparenten Zugang zu der Welt der CTAs.

2. Branchenentwicklung

Im Jahr 2005 vollzog sich aufgrund steigender Aktienkurse ein positiver Wandel in der Investitionsbereitschaft. Der Trend hin zu "Finanz- und Investmentbank-Boutiquen" setzte sich fort. Wachstum wird vornehmlich aus den individuellen Service-Elementen generert, welche die Dienstleistung begleiten. Das Segment der Börseneinführungen gewinnt wieder an Bedeutung; gleiches gilt für das M&A-Geschäft.

Der Konzentrationsprozess in der Finanzdienstleistungsbranche hat sich 2005 fortgesetzt. Neben vereinzelten Insolvenzen leiden viele Marktteilnehmer gegenwärtig noch unter den Auswirkungen der vergangenen Jahre. Dieser Trend dürfte im Jahr 2006 aus Sicht des Vorstands sein Ende finden.

Die positive Entwicklung an den Aktienbörsen führte zu einer leichten Trendwende im Privatanlegergeschäft. Erfolgreich sind hier nach wie vor Nischenanbieter spezifischer Finanz- und Anlageprodukte, die verstärkt dem Segment der Derivate und Alternativen Investments angehören. Verschiedene Studien und auch die strategische Ausrichtung vieler renommerter Institute, die sich verstärkt. Alternative Investment, Halge-Fonds und "Imestment Bontiger" zuwenden, bestätigen diesen Trend. Dewegen sich die deutschen Investoren in diesem Marksegment entgegen dem rapide steigenden Investitionsvolumen mit äußerster Zurückhaltung. Diese resultiert aus einer Kombination von Performanceschwäche Produktinnovationskraft. In einzelnen Fällen führte dies zur Schließung von Hedge-Fonds.

Einzelne Segmente wie z.B. Rohstoff-Fonds trotzten diesem Trend und überzeugten auch in Deutschland mit deutlichen Mittelzuwächsen. Als Folge des Verlusts von Steuervorteilen besteht eine starke Nachfrage der Kunden und der Finanzvertriebe nach attraktiven. Begünstigt wird diese Nachfrage dadurch, dass zahreiche Produktinitiatoren interimsweise ohne Angebote am Markt agierten, nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Abwicklung einer Vielzahl von Fondsgesellschaften veranlasst hatte. Das Vorgehen der BaFin beruhte auf einer Rechtsansicht, die von zahlreichen Vertretern der Literatur und der Praxis seit langem kritisiert und inzwischen auch von dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in einem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes als fehlerhaft bewertet worden ist.

Im Geschäftsfeld Brokerage waren Produktinnovationen wie z.B. CFDs und Zertifikate europaweit erfolgreich. Hierzu zählt insbesondere das Produkt Contrat (CFDs), dessen Ersteinführung in Deutschland durch die Hanseatic Brokerhouse Securities AG, einer Partnergesellschaft der Varengold, stattfand. Die CFDs haben sich z.T. bereits als Alternative zu herkömmlichen Aktienderivaten wie Optionsscheinen oder Discount Zertifikaten etabliert. Dies hat zu einem größeren Kundenpotential und dem Markteintritt angelsächsischer Anbieter geführt, was die Wettbewerbssituation verschärft.

Hinsichtlich der Produktinhalte waren neben der Aktienmärkte auch im Jahre 2005 erneut Altrenative Investments, Rahstoffe und Hedge-Fonds Schlüsselthemen in der Presse. Das Inkrafttreten des Investmentmodernisierungsgesetzes im Jahr 2004 zeigte allerdings hinsichtlich der Mittelzuflüsse im Jahr 2005 noch wenig Bewegung. Die vom Gesetzgeber teilweise ermöglichte Öffnung des deutschen Marktes für Hedge-Fonds-Produkte - auch für private Investoren - setzte zwar deutliche Signale. Im europäischen Vergleich jedoch bildet Deutschland eines der Schlusslichter. Die Grundlage für diese Gesetzesinitiative bildeten die vornehmlich im internationalen Bereich rasant wachsenden Investitionsvolumina im Hedge-Fonds-Sektor. Überdies verzeichnete dieses Segment neben dem starken quantitativen erneut auch ein deutliches Wachstum. Insgesamt sind in Hedge-Fonds heute mehr als 1.000 Mrd. EURO angelegt. Verschiedene Studien bewerten Deutschland innerhalb Europas als eines der potentialstärksten Länder im Bereich der Hedge-Fonds. Das Investiionsvolumen wird bis Ende 2007 auf bis zu 30 Mrd. Euro geschätzt.

Die andauernde politische und öffentliche Diskussion um Hedge-Fonds wirkt sich nach wie vor hemmend auf die Hedge-Fondsbranche aus. Auch wenn die Produkte der Varengold ausschließlich im Bereich der Derivate angesiedet und mithin nicht von der "Heuschreckendiskussion" betroffen sind, ziehen Inhalt und Diktion der undifferenzierten

Diskussion das gesamte Marktsegment trotz steigender Liquidtät und wachsender Investitionsbereitschaft der Anleger in Mitleidenschaft.

Grundsätzlich ist eine steigende Zuversicht betreffend Alternative Investments und Derivate festzustellen, da sich vor allem der Kenntnisstand der (insbesondere institutionellen) Investoren verbessert hat. Dies führt zu positiven Erwartungshaltungen in allen Anlageklassen und gilt für die Risiko- wie auch die Renditeerwartung. Die Notwendigket zur Diversifikation wurde erkannt und zeigt - wenn auch nach wie vor zögerlich - Auswirkungen auf die Investorenpräferenzen hin zu mehr Diversifikation.

Stabilität erhält die Entwicklung durch den stets gegebenen Beimischungscharakter der Alternativents (empfohlen wird ein Investtionsgrad von maximal 25% innerhalb eines herkömmlichen Renten- und Aktienportfolios) und durch das sehr breit gefächerte Spektrum der innerhalb dieser Anlageklasse nicht miteinander korrelierenden Handelsstile, Produkte und Methoden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass wir uns am Beginn eines sich langsam, aber stetig vollziehenden Umbruchs unseres Marktsegments befinden. Klassische Produkte, Strukturen, Erkenntnisse und Institute wurden auf den Prüfstand gestellt und zunehmend durch das Angebot von Hedge-Fonds und Derivaten ergänzt. Nicht mehr allein die Größe und Bestehensdauer der Kreditinstitute, sondern die Effizienz, Performance und Wandlungs- sowie Anpassungsfähigkeit an die sich stetig verändernden Ansprüche des Marktes, der Kunden und der Finanzmärkte sind die wesentlichen Erfolgsdeterminanten in der Zukunft.

B. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Seit Gründung des Unternehmens und auch im ersten Quartal 2005 konnten die Provisionserlöse gesteigert werden. Im 2. Quartal 2005 wurde diese positive Entwicklung unterbrochen. Ursache hierfür war eine geänderte Verwaltungspraxis der BaFin betreffend die aufsichtsrechtliche Behandlung von vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften (KG-Kunden). Die BaFin unterstellte, dass es sich bei den Geschäften unserer KG-Kunden um unerlaubte Finanzkommissionsgeschäfte handelte und wies Varengold an, diese Geschäfte unverzüglich einzustellen und abzuwickeln. Damit fiel die Kundengruppe der vermögensverwaltenden Kommanditgesellschaften abrupt und vollständig weg. Diese Entwicklung prägte den Geschäftsverlauf des Jahres 2005 und zehrte die Vorarbeit und Investitionen aus zwei Geschäftsjahren nahezu vollständig auf.

In diesem Zusammenhang verlor Varengold zusätzlich viele Finanzdiensteister und Vertnebspartner, die neben Beteiligungen an den KG-Kunden auch Produkte der Varengold vertrieben. Am Aufbau dieser erst im Jahre 2005 mit signifikantem Volumen startenden Geschäftsbeziehungen wurde seit dem Jahre 2003 gearbeitet. Für die Jahre nach 2005 war mit ähnlichen oder auf Grund der Performance steigenden Erträgen zu rechnen, da diese Geschäftsbeziehungen langfristig ausgelegt waren.

Die Einbußen im Provisionsergebnis durch den nahezu vollständigen Wegfall dieser KG-Kunden sind für 2005 auf etwa 650 TEUR zu beziffern. Die Kommunikation mit den KG-Kunden, deren Existenzgrundlage vernichtet war, die Klärungsversuche mit der BaFin sowie die zahlreichen Auflagen, Informationsanfragen und die Abwicklungsanordnungen nahmen außerdem nahezu die Hälfte der Arbeitszeit im Geschäftsjahr 2005 – insbesondere der Führungskräfte - in Anspruch. So mussten, neben vielem anderen mehr, auf Anfrage der BaFin 40.000 Seiten Papier kopiert, sortiert und an die BaFin weitergeleitet werden. Neben dem Ausfall der Erträge waren damit sämtliche, nicht dem Bereich der gewöhnlichen Abwicklung zuzurechnende Kapazitäten gebunden. Die in dieser Situation dringend benötigten Alternativ- und Substitutprodukte und zu akquirieren. Die Kompensation der Einbußen erfolgte mithin langsamer als geplant.

Hinzu kam eine zusätzliche Sonderprüfung nach § 44 KWG durch die aus Sicht des Vorstands vermutlich aufgrund der vorstehend geschilderten Situation angeordnet wurde. Mit einer der Einlagensicherungseinrichtung (EdW), der Prüfung des Jahresabschlusses, der jährlichen Prüfung nach dem Wertpapierhandelsgesetz sowie einer Prüfung nach dem Bundesdatenschutzgesetz fanden 2005 bei Varengold fünf intensive Prüfungen statt.

Die Provisionserlöse der Gesellschaft stiegen trotz dieser widrigen Umstände im Jahr 2005 um insgesamt ca. 4% von 5.610 TEUR auf 5.825 TEUR. Insgesamt erwirtschaftete die Gesellschaft im Jahr 2005 einen Jahresüberschuss von rd. 62,8 TEUR (Vorjahr 92,7 TEUR).

Folgende Aspekte des Geschäftsverlaufs sind ferner hervorzuheben:

  • · Als Alternative zu dem ausgefällenen Geschäftsfeld wurde 2005 mit dem Produkt "Managed Futures Dira" (MFD) eine Form der sicheren und transparenten Anlage in Managed Futures und CTAs, Hedge-Fonds und Rohstoffinvestments entwickelt. In Kooperation mit der BIW Bank AG (ehemals XCOM Bank) wurde eine Plattform geschaffen, die technische Verarbeitung von Bruchstücken von Finanzinstrumenten Privatanlegern ab Investitionen von bereits 2.500,- Euro den Zugang zum Bereich der Managed Futures, CTAs und verwalteten Rohstoffinvestments ermöglicht. Ergänzend hierzu wurde das erste Managed-Futures Portal (www.ctaportal.de) geschaffen. Der Vorstand rechnet mit einem Zeitraum von etwa zwei Jahren bis zur Etablierung dieses Produkts.
  • · Im Jahr 2005 war Varengold weiterhin als Emittentin des VK1-Indes-Zertifikats aktin. Dieses Dach-Hedge-Fondszertifikat erzielte im Jahr 2005 mit 14,9% die beste Performance im Vergleich zu den Produkten aller deutschen Wettbewerber. Für weitere Informationen hierzu verweisen wir auf die Website www.vk1-indexzertifikat.de.
  • · Das erhebliche Wachstum des Geschäftsfelds CFDs führte im Jahre 2005 zu einer verstärkten Fokussierung auf diesen Geschäftsbereich. Während CFDs in der Vergangenheit ausschließlich in der Anlage- und Abschlussvermittlung eingesetzt wurden, sollen sie zukünftig im Rahmen der eigenen Kontoführung im Kommissionsgeschäft angeboten werden. Ergänzend hierzu ist der eigenen Handelsplattform für CFDs geplant.
  • · Die Fokussierung auf das Geschäft mit instrutionellen Kunden in Finanzdienstleistern und Vertriebsgesellschaften wurde 2005 weiter vorangetrieben. Neben einer längeren Kundenbindungsdauer, einer effizienteren Abwicklung und reduzierten Risiken eröffnete diese Fokussierung bessere strategische Möglichkeiten im Brokerage. Ferner führte diese Ausrichtung im Jahr 2005 zu geringeren Werbeausgaben. Geschäfte mit institutionellen Kunden in Form von Finanzdienstleistern und Vertriebsgesellschaften wurden nunmehr ausschließlich aufgrund der Reputation und besonderen Expertise der Varengold im Bereich der Managed Futures, der Produktberatung, der Abwicklung (insbesondere bei CFDs) sowie der assoziierten und spezialisierten Dienstleistungen unseres Kreditins geschlossen. Weitere wichtige und große Finanzinstitute mit einer Spezialisierung im Bereich der Alternativents konnten als Vertriebspartner gewonnen oder mit ihren bestehenden oder neu aufgelegten Produkten der Abwicklung unseres Kreditinstituts zugeführt werden.

· Die Varengold Wertpapierhandelsbank AG ist mit einem Anteil von 16 % nach wie vor größter Aktionär der Hanseatic Brokerhouse Securities AG. Ein Anteil von rd. 10 % wurde im Jahr 2005 mit einem Gewinn von rd. 464 TEUR veräußert. Diese Gesellschaft steigerte ihren Umsatz im Jahr 2005 erneut. Der Gewinn vor Steuern betrug rd. 984 TEUR und lag damit um mehr als 50 % über dem Vorjahreswert von 648 TEUR. Für einen Zeitraum von zehn Jahren wurden vertragliche Vereinbarungen über die exklusive Zusammenarbeit, konstante Vergütungsstrukturen sowie einen festen Sitz der Varengold als Vorsitzende im Aufsichtsrat der Gesellschaft geschlossen. Ein vergleichbar konstanter und langfristiger Vertrag zur Generierung fester Einnahmen konnte auch im Zusammenhang mit der Emission des VK1-Index-Zertifikates geschlossen werden.

C. Lage der Gesellschaft

1. Vermögenslage

Im Jahr 2005 erhöhte sich die Bilanzsumme, bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten, um rd. 24 % von 1.629 TEUR auf 2.020 TEUR. Im 2. Quartal 2005 kam es durch den Verlust der KG-Kunden zu einem deutlichen Rückgang des Teuhandvermögens, welches zum großen Teil durch die Gewinnung institutioneller Kunden in Form von Kommanditgesellschaften entstanden war. Insgesamt sank das Treuhandvermögen im 1ahr 2005 um etwa 45 % von rd. 17,6 Mio. EUR auf rd. 9,8 Mio. EUR. Bis zum Zetpunkt dieser Rückgang zu etwa 40% kompensiert werden.

Unsere Vermögens- und Kapitalstur - bereinigt um das Treuhandvermögen und die Treuhandverbindlichkeiten stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2005 2004
Kurz- und mittelfristig gebundenes Vermögen 76,0 % 62,5 %
Beteiligungen 5,4 % 14,6 %
Anlagevermögen 18,6 % 22,9 %
Kurzfristige Schulden (< 1 Jahr) 43,2 % 39,0 %
Eigenkapital 56,8 % 61,0 %

Hervorzuheben ist die vergleichsweise hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens. Finanzschulden sind nahezu nicht vorhanden. Das kurzfristig gebundene Vermögen übersteigt die kurzfristigen Schulden (Verbindlichkeiten und Rückstellungen) deutlich. Varengold verfügt damit über eine geordnete Vermögens- und Kapitalstur.

2. Finanzlage

Über die Finanzlage im Jahr 2005 gibt die folgende Kapitalflussrechnung Aufschluss:

2005 2004
TEUR TEUR
Jahresergebnis 62,8 92,7
Abschreibung (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des
Anlagevermögens / Beteiligungen u.a.
246,9 108,9
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 117,8 4,8
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 6,5 -34,1
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des
Sachanlagevermögens / Beteiligungen
-463,8 0,8
Zunahme (-) / Abnahme (+) der anderen Forderungen,
Kundenforderungen u. sonstigen Vermögensgegenstände
-351,6 -82,0
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Kunden- und sonstigen
Verbindlichkeiten
122,8 -134,6
Mittelzufluss / -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit (Cash flow) -258,6 -43,5
Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen 500,0 0.0
Investitionen in das immat. und Sachanlagevermögen -131,9 -55,5
Investitionen in das Finanzanlagevermögen -31,2 -85,0
Mittelzufluss / -abfluss aus Investitionstätigkeit
336,9
-140.5
Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen) 99,9 0,0
Auszahlungen an Aktionäre und stille Gesellschafter -8,5 0,0
Auszahlungen für Tilgungen von Finanzkrediten -4,0 -4,0
Mittelzufluss / -abfluss aus Finanzierungstätigkeit 87,4 -4,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands (Summe
Zeilen 8, 11 und 16)
165,7 -188,0
Finanzmittelbestand am Anfang des Geschäftsjahres 274,3 462,3
Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres 440,0 274,3

Der Analyse ist zu entnehmen, dass die Gesellschaft trotz der negativen Umstände in der Lage war, alle Ausgaben aus eigenen Mitteln zu decken. Zwar war der laufende Cash Flow aufgrund des Wegfalls von Kunden im Vergleich zum Vorjahr deutlich negativ. Diese Unterdeckung sowie die erforderlichen Investitionen konnten jedoch durch Ediose aus dem Verkauf eines Teils der Beteiligung an der Hanseatic Brokerhouse Securities AG mehr als gedeckt werden. Insgesamt ergab sich ein Mittelüberschuss von rd. 165,7 TEUR, so dass die Gesellschaft zum Jahresende über frei verfügbare liquide Mittel in Höhe von 440 TEUR verfügte.

mi Ertragslage

Im Jahr 2005 sind folgende Entwicklungen hervorzuheben:

Die Provisionsedöse erhöhten sich trotz des schwierigen Umfelds um rd. 3,9 % auf nunmehr rd. 5,83 Mio. EUR. Da sich die Provisionsaufwendungen jedoch um rd. 10,3 % ethöhten, sank das Provisionsergebnis um rd. 10,5 % auf rd. 1,55 Mio. EUR. Der Anstieg der Provisionsaufwendungen resultiert aus dem Anstieg des Umsatzes im Bereich der Brokerage, welcher im Vereich des Asset-Managements höhere Provisionsaufwendungen mit sich bringt.

Durch den gleichzeitigen Wegfall eines erheblichen Anteils des Geschäfts im Asset-Management (KG-Kunden) verstärkte sich der Anstieg der Provisionsaufwendungen, da zum Aufbau von Alternativprodukten und zur Gewinnung neuer Kooperationspartner in der sog. Seed-Phase grds. höhere Provisionen auszuschütten waren.

Das Provisionsergebnis verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche:

2005 2004
Asset-Management und strukturierte Produkte 30 % 35 %
Brokerage 70 % 65 %

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten einen einmaligen Ertrag von rd. 464 TEUR aus der Veräußerung eines Anteils an der Hanseatic Brokerhouse Securities AG. Bereinigt um diesen Effekt liegen diese Niveau des Vorjahres.

Die Erhöhung des Personalaufwands konnte mit rd. 3,3 % in Grenzen gehalten werden.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen siegen um rd. 130 TEUR oder rd. 11,8 %, da insbesondere erhöhte Beratungskosten für die Vergütung von Dienstleistungen für die Kundenbetreuung anfielen. Ferner entstanden erheblich höhere Rechtsberatungskosten in Folge der Differenzen mit der BaFin (Effekt insgesamt td. 89 TEUR), Auch die Abschluss- und Prüfungskosten lagen um rd. 36 TEUR über dem Vorjahreswert.

Im Jahr 2005 waren Forderungsverluste von rd. 94 TEUR zu verzeichnen (Vorjahr rd. 114,7 TEUR). Außerdem waren Abschreibungen auf Beteiligungen von rd. 117,5 TEUR erforderlich. Dieser Einmalaufwand betrifft vor allem die Abschreibung der Anteile an den verbundenen Unternehmen Hutzler Brokerage Agency GmbH sowie Inc. Auf diese Beteiligungen wurden Abschreibungen von insgesamt 91 TEUR vorgenommen.

Insgesamt betrug das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit rd. 79,3 TEUR (Vorjahr 109,5 TEUR). Bereinigt um Einmaleffekte und Sonderaufwendungen wäre ein etwa ausgeglichenes Ergebnis erzielt worden (Vorjahr rd. 225 TEUR). Vor dem Hintergrund der Auswirkungen des Wegfalls der KG-Kunden mit einer geschätzten Eigebriseinbuße von etwa 650 TEUR ist dieses Ergebnis positiv zu bewerten.

D. Voraussichtliche Entwicklung

1. Prognose und Chancen

Der Vorstand rechnet aufgrund der neu geschaffenen und optimierten Produktbasis, dem Erfolg in der Akquisition neuer Vertriebspartner, der Diversifikation der Ertragsarten und Produkte mit einer weiterhin positiven Geschäftsentwicklung und einem dynamischen Wachstum in den Jahren 2006 und 2007. Getragen von einer Kundenakquistionsstrategie sowohl im institutionellen als auch im Privatkundensegment, der Entwicklung neuer Produkte in den Bereichen MFD, dem Asset Management und der Kontoführung in CFDs ist das Unternehmen bestrebt, seinen erfolgreichen Wachstumskurs fortzusetzen. Die aufgezeigte Strategie zur Erhöhung der Umsätze soll konsequent fortgeführt werden; eine deutliche Steigerung der Erträge ist geplant.

Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal 2006 bestätigt diese Einschätzung. Trotz der im Zusammenhang mit der Entwicklung, dem Ausbau und der Einführung neuer Produkte erforderlichen Investitionen verfügen wir über eine weiterhin stabile Finanz- und gewinnen neue Vertriebspartner und Kunden. Die Anzahl der Kunden und Vertriebspartner konnte allein im ersten Quartal um mehr als 10% gesteigert werden.

Unsere sehr gute Marktposition und der Wettbewerbsvorsprung sowie die Alleinstellungsmerkmale sollen weiter ausgebaut werden. Die für diese Entwicklung erforderlichen werden zunächst aus eigenen Mitteln finanziert. Zu den bereits genannten Investitionsbereichen werden erneut weitere Investitionen in der Kontoführung für CFDs und im Asset Management mit CTAs und Hedge-Fonds erforderlich sein. Diese werden vorwiegend im Bereich der IT- und Controlling-Tools und --strukturen, der Rechtsberatung sowie der Einführung der neuen Produkte und Dienstleistungen erfolgen. Eine Aufstockung des Mitarbeiterstamms ist derzeit weder geplant noch erforderlich.

Varengold wird weiterhin in Produkte und Dienstleistungen investieren, die den Kunden Unabhängigkeit vom Trend der Märkte verschaffen. Des Weiteren wird das Unternehmen auch zukünftig innerhalb seiner etablierten Produktpalette wachsen, die angesichts des Marktumfelds ein erhebliches Wachstumspotential aufweist.

Eine wichtige Säule für eine erfolgreiche Entwicklung stellt nach wie vor die Stabilität des Mitarbeiterstamms dar, der in den Schlüsselpostionen von den Hauptaktionären und weiteren Miteigentümern des Instituts getragen wird. Die regelmäßig erforderlichen Schulungen werden 2006 zu zusätzlichen Kostenbelastungen führen.

Die wesentlichen Erfolgsfaktoren im Geschäft mit institutionellen Kunden, d.h. Finanzdienstleistern, Vertriebsgesellschaften, Fonds und Banken, sind neben der etablierten Akzeptanz der Produkte und Dienstleistungen drei Faktoren:

Kompetenz im Bereich des Asset Managements in Derivaten, insbesondere in Futures und Optionen

Als deutsches Kreditinstitut verfügt Varengold über einen praktischen Erfahrungshorizont von mehr als zehn Jahren, was uns deutlich von sämtlichen Mitbewerbern unterscheidet. Durch den Spezialisierung wurde eine starke Marke in diesem Segment geschaffen, die einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der deutschen Konkurrenz darstellt, die derzeit im Bereich der Kapitalanlagegesellschaften (KAG) erst in der Anfangsphase ihrer Markterschließung steht. Hervorzuheben sind der globale Ansatz im Asset Management und die Diversifikation der Investments der institutionellen Kunden. So werden von der Varengold als deutschem Institut mit einer deutschen Kontoführung die Dienstleistungen internationaler CTAs (Commodity Trading Advisors) angeboten. Varengold kann auf bereits etablierte Verwalter mit langähriger, erfolgreiten und besitzt die TT-Infrastuktur, um das Management und die Allokation dieser Verwalter einschließich des Reportings durchzuführen. Die Konzeption maßgeschneiderter Portfoliolösungen unter deutscher Kontoführung auch für kleine und mittlere Investoren und Vertriebe ist in Deutschland insbesondere durch die Einführung von MFD einzigartig.

Kompetenz in der Beratung der Kooperationspartner

Unser Erfahrungshorizont und unsere Dienstleistungen erstecken sich auch auf den Bereich der Strukturierung der Produkte, und zwar hinsichtich der Produktauswahl, der Identifikation und Koordination der Dienstleistungen zur Produktgestaltung und der Partner, die diese Leistungen. Hierbei kommt uns die Erfahrung des Management-Teams mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und dem Reporting, aber auch die Kompetenz in einer für den Vertrieb optimierung der Produkte zugute. Varengold verfügt über wertvolle praktische Erfahrungen in der Strukturierung und der Arbeit mit nahezu allen für Derivate geeigneten Kollektivanlagekonstruktionen. Diese Dienstleistung, die sich auf den Bedarf und die Bedürfnisse des – von den meisten Kreditinstituten trotz seiner Profitabiliät vernachlässigten - Mittelstands der Finanzvertriebe und Investoren konzentriert, berücksichtigt überdies alle für einen erfolgreichen Elemente des Asset Managements und der Kontoführung. Die kontinuierliche Gewinnung neuer Mandate unterstreicht die Qualität der Dienstleistungen und der Marke Varengold in der Produktstrukturierung von Managed Futures und Hedge-Fonds.

Brokerage, Abwicklung, Asset Management und Produktberatung und -koordination aus einer Hand

Das schlüsselfertige Dienstleistungsangebot von Produktberatung, Asset Management und Abwicklung (Clearing) aus einer Hand ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor im institutionellen Geschäft. Durch die effiziente Kontoführung, die Abwicklung und das (elektronische) Brokerage sowie die Kompetenz auf dem IT-Sektor können wir aus einer Hand alle Prozesse und Anforderungen, die aus der jeweligen Produkt- und Asset-Management-Konzeption resultieren, individuell angepasst abbilden. Dies schließt die automatisierter Datenfiles für unsere institutionellen Kunden ein. Die Möglichkeit zur alleinigen Abbildung der Wertschöpfungskette aus einer Hand hat eine Kostenoptimierung für den Kunden, Vertnebspartner oder Investor zur Folge. Varengold verfügt über die Kompetenz und Technik, jedem Vertragspartner ein individualisiertes Pricingmodell anzubieten. Durch diese Flexibilität erzeugt die Varengold erheblichen Zusatznutzen beim Kunden, da sein operativer Aufwand erheblich reduziert wird. Zugleich wird die Qualität der Produkte und der Dienstleistung durch dieses vollständig integrierte Dienstleistungssystem erheblich erhöht, da die Kommunikationsprozesse mit einer sehr großen Effizienz ablaufen und vollständige Transparenz gegeben ist. Als wichtigen Wertsteigerung der Varengold ist die produkt- oder strategieinhärente, lange Kundenbindungsdauer anzusehen. Diese Nachhaltigkeitseffekte ermöglichen dem Management eine hohe Planungssicherheit und schaffen für Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre die Basis langfristiger Wertsteigerung. Die Erfahrung im Gespräch mit Kooperationspartnern, potentiellen Interessenten wie auch Medienvertretern bestätigt die führende Rolle der Varengold im Bereich der kleinen und mittleren institutionellen Investoren und Finanzinstitute.

Die vorstehend genannten Erfolgsfaktoren bestätigen ihre Gültigkeit auch im Privatkundengeschäft.

Im Bereich des Brokerage hat das Management seit Jahren den Aufbau einer integrierten, frei skalierbaren IT der Abwicklung einer kurzfristigen Umsatzsteigerung vorgezogen. Die hohe Skalierbarkeit der Marke, der erhebliche Wissens- und Erfahrungspool sowie die Erfahrung in der Betreuung der handen haben einen kontinuierlichen Aufbau dieses Geschäftsfeldes ermöglicht und unterstützt. Die Varengold hat in die technische Systementwicklung die gesamte Expertise in der Konzeption des Angebots sowie dem CRM (Customer Relationship Management) eingebracht. Der STP-Ansatz (Straight-Through-Processing) ermöglicht ein konkurrenzfähiges Pricing bei gleichzeitiger Beibehaltung attaktiver Margen für das Unternehmen. Überdies wird in diesem Segment nicht an proprietären Handelsplattformen festgehalten. Vielmehr fokussiert sich die Gesellschaft auf ein skalierbares, intelligentes Schnittstellenmanagement, das entsprechend den Markttrends und Anforderungen der Kunden durch die Implementierung der Technologien von Drittanbietern rasch reagieren kann. Mithin kann, wie auch im Asset Management, ein tatsächlicher, von Konzem- und Technologiezwang befreiter "Best-Ansatz" realisiert werden.

Gleiches gilt für den Handel unterschiedlichster Derivate und CFDs, der das Management verschiedener Execution-Facilitäten und Give-up-Agreements einbezieht. Im Endkundenreporting wird diese Komplexität auf ein dem Kunden vertrautes Online-Archiv mit komfortabler Bedienung reduziert. Dies umfasst die Erstellung von Jahressteuerbescheinigungen, zukünftig auch für CFDs. Das Reporting erfolgt akkurat und zeinah. Varengold ist eines der wenigen Institute, das US- und europäsche Transaktionen durch die Einführung einer Frühschicht bereits um 07:30h des Folgetages abgeglichen und kontrolliert an die Kunden übermittelt. Diese Fähigkeiten und Voraussetzungen vereinen sich auf Varengold als eines der wenigen nicht angelsächsischen Institute im Bereich Brokerage.

Risiken 2.

Risiken im Asset Management

Risiken für die Kundenbindungsdauer und die erfolgsreiche Gewinnung von Folgegeschäften liegen in einer nie auszuschließenden negativen Performancentwicklung der Kundenportfolios und der eingesetzten externen Vermögensverwalter (CTAs). Auch wenn dieses Risiko aufgrund der Diversifikation und Nutzung renommierter CTAs und der Orientierung an etablierten Benchmarks das gesamte Marktsegment betrifft, auf das wir - mit Ausnahme der Gesamtportfolioallokation und der Erhöhung des Grades der Diversifikation - äußest geringen Einfluss haben, würde sich eine deutlich negative Performanceentwicklung der externen CTAs negativ auf die Kundenbindungsdauer und die erfolgreiche Gewinnung von Folgegeschäften auswirken.

Trotz der "Absolut-Return-Situation" konnten sich im Alternativen Asset Management beziehungsweise für Hage-Fond - speziell Managed Futures - Indizes als Benchmarks etablieren. Beispiele sind die jeweils vorhandenen Unterkategorien des MAR, ITR, Barclay oder CSFB Tremont Indexes. Um unser Risiko weiterhin zu reduzieren, orientieren wir uns quantitativ an den zugänglichen und in unserem Rahmen realisierbaren Stilen und Handels- und Analyseansätzen dieser Indizes.

Eine spürbare Hemmung erfährt die Entwicklung im Bereich der Alternativen Investments durch die andauernde politische und öffentliche Diskussion um Hedge-Fonds.

Wechselkursrisiko

Ein Teil der Erträge und Aufwendungen der Varengold entsteht außerhalb der Euro-Zone. Dadurch unterliegen sie grundsätzlich einem Währungsrisiko. Da der Jahresabschluss der Varengold in Euro aufgestellt wird, werden die Fremdwährungsgeschäfte und die nicht auf Euro lautenden zu den am Ende der jeweiligen Periode geltenden Wechselkursen in Euro umgerechnet. Daher unterliegt das Ergebnis der Varengen Auswirkungen der Schwankungen des Euro gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar.

Operationelle Risiken und Komplexität der Produkte

Die Komplexität derivativer Finanzprodukte sowie der Dienstleistungen im (elektronischen) Brokerage dieser Produkte hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Operationelle Risiken rücken insbesondere aufgrund des in den letzten Jahren stark gestiegenen Einsatzes anspruchsvoller Technologien im Bankgeschäft zunehmend ins Blickfeld. So ist das umfangreiche institutionelle Bankgeschäft mit Vermögensverwaltern und Finanzvertreben unter Einsatz von komplexen Finanzprodukten, wie es die Varengold betreibt, in zunehmendem Maß von hoch entwickelten Informationstechnologiesystemen abhängig. IT-Systeme sind z.B. gegenüber Computerviren, Hackern, Schäden an den entscheidenden IT-Zentren sowie gegenüber Soft- oder Hardwarefehlern anfällig. Darüber hinaus sind für IT-Systeme regelmäßige Upgrades erforderungen sich ändernder Geschäfts- und aufsichtstechtlicher Erfordernisse gerecht werden zu können, Hinzu kommt, dass die Zahl der Anforderungen und Projekte steigt und diese in immer kürzeren Zeiträumen umgesetzt werden müssen. Die vorstehend beschriebenen Herausforderungen, Anforderungen und die mit der Umsetzung und Lösung dieser Aufgaben verbundenen Risiken und Kosten stellen für die Varengold bedeutsame Risiken dar.

Wettbewerbsrisiken

Insbesondere im elektronischen Brokerage besteht das Risiko des Eintritts weiterer Marktteilnehmer. Dies könnte den Preiswettbewerb beschleunigen und den Aufwand zur Kundengewinnung erhöhen. Im Asset Management, der Abwicklung und dem Clearing wie auch im elektronischen Brokerage ist die Entwicklung des Unternehmensertrages an die Entwicklung des Anlagevermögens der Kunden gekoppelt. Bei den beiden letztgenannten Komponenten handelt es sich um nur schwer kontrollierbare Risikofaktoren, da das Brokerage gegenwärtig durch autonome der Kunden bestimmt wird.

Regulatorische Risiken

Die Geschäftstäigkeit der Varengold wird von der BaFin regulert und beaufsichtigt. Die rechtliche der BaFin betreffend die Konstruktion von Finanzprodukten der Gesellschaft oder die Konstruktion von Finanzprodukten der Kunden kann sich ändern. Dies führte bereits 2005 zu einem abrupten Wegfall von Geschäftsfeldern und Kundensegmenten und wirkte sich äußerst nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage der Varengold aus. Dieses Risiko besteht grundsätzlich auch zukünftig. Änderungen der aufsichtsrechtlichen Anforderungen können der Varengold zusätzliche Verpflichtungen auferlegen. Außerdem kann die Befolgung und Umsetzung geänderter aufsichtstechtlicher Vorschriften zu einer Erhöhung des Verwaltungsaufwands führen.

E. Vorgänge nach Geschäftsjahresschluss

In einem Beschluss vom 14. Februar 2006 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof die Geschäftstätigkeit von vermögensverwaltenden Kommandigesellschaften beurteilt. Es handet sich dabei um Personenhandelsgesellschaften, die das von den Gesellschaftern eingebrachte Kapital in Form von Aktien oder anderen Finanzinstrumenten – im Falle unserer KG-Kunden ausschließich Derivate - anlegen. Die BaFin sah hierin ein genehmigungsplichtiges Finanzkommissionsgeschäft und untersagte unseren Kunden, d.h. den persönlich haftenden und geschäftsführenden Gesellschafterinnen einer solchen Beteiligungsgesellschaft, den Geschäftsbetrieb mit sofortiger Wirkung.

Gegen diese Rechtsauffassung hatten Gesellschaften Eilrechtsschutz beantragt und damit in der zweiten Instanz Erfolg. Entgegen der Rechtsauffassung der Bundesanstalt ist der 6. Senat des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs nach der im Eilrechtsschutzverfahren allein möglichen summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage zu der Ansicht gelangt, die bankgeschäftliche Betätigung der geschäftsführenden Gesellschafterin erfülle nicht den Tatbestand eines Finanzkommissionsgeschäfts und sei insofern nicht als genehmigungsplichtiges Bankgeschäft anzusehen. Nach einer Bewertung des Gesellschafts- und des Treuhandvertrages kommt das Gericht zu dem Ergebnis, die untersagten Geschäfte seien vielmehr als genehmigungsfreier Handel mit Finanzinstrumenten für eigene Rechnung anzusehen, da den privaten Anlegern nach der gegebenen Vertragsgestaltung ausreichende Möglichkeiten eingeräumt seien, auf verschiedenen Wegen auf die Willensbildung der Beteiligungsgesellschaft Einfluss zu nehmen. Eine Dienstleistung für Dritte, d.h. für Personen außerhalb des Kreises der Gesellschafter, liege nicht vot.

Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand wird die BaFin bis zu einer endgültigen Klärung der Rechtslage nicht weiter gegen die in Rede stehenden Kommanditgesellschaften vorgehen. Für eine KG-Kundin der Varengold, die aufgrund des aufwendigen Abwicklungsverfahrens noch nicht ausgezahlt war, ethielt die Varengold eine schriftliche Freigabe durch die BaFin.

Unter Berücksichtigung einer Reihe ähnlich lautender gerichtlicher Entscheidungen im vorläufigen Rechtsschutz sind wir der Auffassung, dass die von der BaFin eingestellten untersagten Geschäfte nach der gegenwärtigen Rechtslage betrieben werden dürfen. Da etwa 80% unserer ehemaligen Kunden insolvent oder inaktiv sind, hat dies jedoch zunächst keinen wirtschaftlichen Nutzen für die Varengold. Ungeachtet dessen arbeitet Varengold erfolgreich an der Aktivierung neuer Vertriebskräfte in Alternativprodukten.

Freie und Hansestadt Hamburg, den 29.Mai 2006

Der Vorstand der Varengold Wertpapierhandelsbank AG

Steffen Fix

Yasin Sebastian Qureshi

Sitz der Firma:

Varengold Wertpapierhandelsbank AG Große Elbstrasse 27 D-22767 Hamburg

Telefon (+49) 40/66 86 49-0 Telefax (+49) 40/66 86 49-49 e-mail: [email protected]

www.varengold.de www.cta-portal.de

Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG – Geschäftsjahr 2005

Mai 2006

NPP NIETHAMMER, POSEWANG & PARTNER GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft Bestätigungsvermerk 2005

NPP NIETHAMMER, POSEWANG & PARTNER GMBH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

Bestätigungsvermerk

stätigungsvermerk:

Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 1 Satz 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2005 und dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2005 folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk: Bestätigungsvermerk Einwendungen im Sinne des § 322 Abs. 1 Satz 3 HGB sind gegen den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 und den Lagebericht nicht zu erheben. Wir erteilen daher dem Jahresabschluss der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, zum 31. Dezember 2005 und

dem Lagebericht der Gesellschaft zum 31. Dezember 2005 folgenden uneingeschränkten Be-

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Varengold Wertpapierhandelsbank AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prü-

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. fung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Si-

Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. cherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdar-

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

NPP NIETHAMMER, POSEWANG & PARTNER GMBH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft - Steuerberatungsgesellschaft

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hamburg, 30. Mai 2006

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Sven Ole Raap Wirtschaftsprüfer Stephan Buchert Wirtschaftsprüfer

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.