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va-Q-tec AG — Management Reports 2025
May 6, 2026
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Management Reports
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Envirotainer AG (vormals: va-Q-tec AG), Würzburg
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell und Zielmärkte des Unternehmens
Die Envirotainer AG (im Folgenden kurz auch Envirotainer genannt) ist ein weltweiter Anbieter hocheffizienter Produkte und Gesamtlösungen im Bereich Healthcare & Logistics. Kunden im Healthcare-Segment bietet Envirotainer eine breite Palette von temperaturkontrollierten Verpackungslösungen an, die auf einer preisgekrönten Vakuumisolationspaneel-Technologie (VIP) sowie auf verschiedenen Arten von Phasenwechselmaterialien (PCM) basieren. Aufgrund dieser Technologien sind die Lösungen sehr platzsparend im Transport und bieten gleichzeitig eine herausragende Autonomie der Kühlleistung. Somit sind diese Lösungen hervorragend dazu geeignet, besonders modernste Medikamente aus dem Bio-Pharma-Segment zu transportieren, welche häufig einen hohen Wert besitzen und zudem eine hohe Temperatursensitivität aufweisen.
Die Envirotainer AG ist seit 2024 eingebunden in den Konzern unter der ENV TopCo AB, mit Sitz in Sollentuna, Schweden.
Die Angebote von Envirotainer sind in die zwei Geschäftsbereiche Systeme und Dienstleistungen unterteilt.
Envirotainer vertreibt im Geschäftsbereich Systeme passive thermische Verpackungen, Container und Boxen. Durch die Kombination von VIPs und PCMs können diese Verpackungssysteme ohne Zufuhr von externer Energie während des Transports für bis zu 200 Stunden konstant einen definierten Temperaturkorridor halten.
Mit den sehr leistungsfähigen Thermotransport-Lösungen ermöglicht Envirotainer im Geschäftsbereich „Dienstleistungen“ (Serviced Rental) ebenfalls Temperaturstabilität beim Transport von temperaturempfindlichen Life-Science-Produkten.
Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten unterhält das Unternehmen im Geschäftsbereich „Dienstleistungen“ (Serviced Rental) eine Flotte von Mietboxen, mit denen temperaturkontrollierte Lieferketten von den Kunden global sicher betrieben werden können.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
Envirotainer hat nach wie vor zwei Tochtergesellschaften: Envirotainer Ltd in UK und Envirotainer Private Limited in Indien.
Envirotainer verkauft, vermietet und liefert seine Verpackungssysteme nach Deutschland und in andere Länder weltweit selbst und über die oben beschriebenen Tochterfirmen. Zudem nutzt die Envirotainer für den Vertrieb, den Weiterverkauf und die Weitervermietung an Kunden in gewissen Ländern und Regionen, falls vorhanden, weitere verbundene Unternehmen des oben beschriebenen Konzerns.
Die Herstellung der Verpackungslösungen ist über ein Long Term Service Agreement ("LTSA") mit der im Jahr 2024 gegründeten und anschließend verkauften va-Q-tec Thermal Solutions GmbH, Würzburg, (nachfolgend „Thermal Solutions“) für einen Zeitraum von fünf Jahren geregelt. So produziert Envirotainer die Verpackungslösungen nicht selbst, sondern bezieht diese exklusiv von der Thermal Solutions. Auch die Zusammenarbeit zu Forschung- und Entwicklung zwischen Envirotainer und der Thermal Solutions ist vertraglich geregelt, wie im Absatz 3. Forschung und Entwicklung näher beschrieben.
2. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2025 wurden eine Änderung der Satzung zur Reduzierung der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von sechs auf drei Mitglieder sowie die Umfirmierung der Gesellschaft von va-Q-tec AG auf Envirotainer AG beschlossen. Beide Änderungen wurden am 11. September 2025 in das Handelsregister eingetragen.
3. Forschung und Entwicklung
Die Weiterentwicklung des Produktportfolios an Thermoverpackungssystemen ist weiterhin von Bedeutung. Seit dem Jahr 2024 beauftragt Envirotainer die Thermal Solutions im Rahmen einer Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung (Research and Development Agreement) nach Bedarf mit der Entwicklung von Verpackungslösungen und dazugehörigen Schlüsseltechnologien. Envirotainer betreibt dementsprechend keine eigene Forschung mehr.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
II. Wirtschaftsbericht
- Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Im Rahmen seiner aktuellen Veröffentlichung vom Januar 2026 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2026 von einem weltweiten, im Vergleich zu 2025 nahezu gleichbleibenden Wirtschaftswachstum von 3,3 % aus. Laut IWF wuchs die Weltwirtschaft im Jahr 2025, derzeit noch geschätzt, ähnlich wie im Vorjahr 2024 um ebenfalls 3,3 %. Die Weltwirtschaft zeigt also laut IWF Resilienz trotz der sich ständig ändernden Handelspolitiken, deren Auswirkung durch starke Investitionen in neue Technologien, zum Beispiel in künstliche Intelligenz, ausgeglichen wird. Zudem haben sich laut IWF im vergangenen Jahr die globalen Lieferketten besser an neue handelspolitische Bedingungen angepasst als erwartet.
Somit ist auch der Ausblick des IWF risikobehaftet: Die Prognose des IWF beruht auf dem momentan fragilen handelspolitischen Gleichgewicht. Zusätzliche branchenspezifische Zölle oder andere handelspolitische Maßnahmen, die auf kritische Vorprodukte wie Seltene Erden abzielen, könnten dieses Gleichgewicht erheblich stören mit entsprechenden negativen Auswirkungen.
Ungeachtet der Tatsache, dass der Zielmarkt von Envirotainer vom allgemeinen Trend hin zu mehr temperatuersensiblen Medikamenten getrieben wird und dass die Pharma-Branche laut Prognosen von 2026 bis 2030 mit einem globalen CAGR von 4,7 % bis 7,0 % überproportional zur Weltwirtschaft wachsen soll, steht die Pharma-Logistik-Branche vor besonderen Herausforderungen, die insbesondere den Sektor Transport und Lagerung medizinischer Produkte betreffen. Unternehmen in diesem Bereich mussten und müssen sich an ein Umfeld anpassen, das durch Lieferkettenstörungen, steigende Kosten und regulatorische Unsicherheiten geprägt ist. So führte beispielsweise im Frühjahr die Androhung der USA, die Zölle auf Pharmaprodukte erheblich zu erhöhen, kurzfristig zu erhöhter Produktion von Pharmazeutika und erhöhtem Export in die USA. Dieser Phase folgten hohe Ausfuhren in andere Länder, um die in die USA umgelenkten Lieferungen an die ursprünglichen Empfängerländer nachzuholen. Dies ist als Beispiel zu sehen, wie stark auch die Pharma-Logistik-Branche auf die volatilen handelspolitischen Bedingungen reagieren musste und nach wie vor muss.
Auch durch Veränderungen am Pharma-Markt selbst werden Lieferketten verändert. So beschleunigt beispielsweise der Einsatz von künstlicher Intelligenz zunehmend die Entwicklung neuer Arzneimittel und auch die damit verbundenen klinischen Studien. Ein anderes Beispiel ist,
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
dass die Pharma-Branche in den kommenden Jahren auf ein großes Patent-Cliff zusteuert. Das bedeutet, dass viele große Pharma-Blockbuster-Produkte in den kommenden Jahren ihren Patentschutz verlieren. Das führt zum einen zu verstärkten Investitionen in Forschung und Entwicklung und zu erhöhten M&A-Aktivitäten am Pharma-Markt und zum anderen kann das zu einer Verschiebung der Lieferketten von diesen Blockbuster-Produkten hin zu günstigeren Nachahmer-Präparaten, sogenannten Generika, führen. Ein Beispiel hierfür wäre die sogenannte Abnehmspritze mit dem Wirkstoff Semaglutid, die bereits im Jahr 2026 in Ländern wie Indien, Kanada, China und Brasilien seinen Patentschutz verliert.
Zudem gerät die Pharmabranche und somit auch die Dienstleister der Pharmabranche auch immer mehr unter Preisdruck. Wie im Dezember 2025 den Nachrichten zu entnehmen war, haben 14 von 17 der größten Pharmakonzerne weltweit dem Druck der US-Regierung nachgegeben und niedrigere Medikamentenpreise für die USA angekündigt.
Um für diese Veränderungen gewappnet zu sein, kommt Partnerschaften zwischen Pharma-Firmen, Logistikern und Verpackungsanbietern eine immer größere Bedeutung zu. Zudem wird in Logistik-Netzwerke (weltweit, aber auch regional), als auch in digitale Lösungen und Angebote investiert werden, um möglichst große Flexibilität und Datentransparenz zu gewährleisten und um für verstärkt regionale Produktions- und Lieferketten gewappnet zu sein.
2. Geschäftsvorlauf
Insgesamt entwickelte sich das Geschäft im Jahr 2025 nicht gemäß den Erwartungen. Der im Berichtsjahr verzeichnete Umsatzrückgang von 9 % ist im Wesentlichen dadurch geprägt, dass – anders als im Vorjahr – keine Einmaleffekte enthalten waren. Darüber hinaus führten rückläufige Umsätze mit Großkunden, teilweise bedingt durch deren geringeres Geschäfts- bzw. Versandvolumen, dazu, dass die Erlöse insgesamt hinter den Erwartungen zurückblieben.
Geschäftsbereich Systeme (Verkauf von thermischen Verpackungssystemen)
Im Geschäftsbereich Systeme stieg der Umsatz gegenüber 2024 leicht von 35.215 TEUR um 1 % auf TEUR 35.455.
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Envirotainer AG
Geschäftsbereich Dienstleistungen („Serviced Rental“ von thermischen Verpackungssystemen)
Im Geschäftsbereich Dienstleistungen stieg der Umsatz gegenüber 2024 von 6.653 TEUR um 10 % auf 7.297 TEUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem erhöhten Geschäftsvolumen im Geschäftsbereich Dienstleistungen.
Internationale Geschäftsentwicklung
Neben der Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen konnte auf internationaler Ebene und in den verbliebenen Tochtergesellschaften in Großbritannien und Indien eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet und insbesondere auf Umsatzebene eine Verbesserung zum Vorjahr erzielt werden. Besonders die Tochtergesellschaft in Indien ist verhältnismäßig in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen und vertreibt in ihrer Region erfolgreich die Produkte der Envirotainer AG und erhöht damit das Umsatz- und Marktpotential des Unternehmens.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
Lagebericht 2025
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Envirotainer AG
3. Lage
a. Ertragslage
Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wesentlichen Ertragskennzahlen:
| 2025 | 2024 | Δ 25/24 | |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 42.909 | 47.265 | -9% |
| Betriebsleistung | 46.322 | 78.301 | -41% |
| Materialaufwand | 31.758 | 30.451 | 4% |
| Personalaufwand | 4.356 | 6.364 | -32% |
| Sonstiger betr. Aufwand | 13.397 | 26.597 | -50% |
| EBITDA | -3.189 | 14.890 | -121% |
| EBIT | -5.201 | 10.340 | -150% |
| Finanzergebnis | 10.802 | -2.205 | 590% |
| EBT | 5.601 | 8.135 | -31% |
alle Angaben in TEUR
Der Umsatz der Envirotainer AG lag mit 42.909 TEUR um mehr als 9 % unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 47.265 TEUR). In den Umsatzerlösen sind Umsätze mit Verbundunternehmen i. H. v. 23.551 TEUR (Vj.: 20.669 TEUR) enthalten.
Neben dem geringeren Umsatz sank auch die Betriebsleistung im Geschäftsjahr um 41 % bzw. 31.979 TEUR auf 46.322 TEUR gegenüber dem Vorjahr (Vj.: 78.301 TEUR). Haupttreiber für den Rückgang waren hierbei die mit 22.589 TEUR signifikanten einmaligen Erträge aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen an die Envirotainer AB in Sollentuna, Schweden, im Vorjahr.
Weiterhin ist der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auch auf den Rückgang der Erträge aus Fremdwährungsgewinnen aus der vorzeitigen Auflösung der Cross-Currency-Swaps im Zusammenhang mit eine CHF-Anleihe in 2024 (2025: 267 TEUR; Vj.: 4.448 TEUR) sowie den deutlichen Rückgang der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (2025: 386 TEUR; Vj.: 2.718 TEUR) zurückzuführen.
Im Berichtszeitraum ist die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr von 64 % auf 74 % gestiegen. Die gegenüber dem Vorjahr erhöhte Materialaufwandsquote ist im Wesentlichen auf
den Wegfall im Vorjahr enthaltener Einmaleffekte zurückzuführen, die seinerzeit zu einem Anstieg geführt hatten. Darüber hinaus führte eine Verschiebung im Produkt- und Kundenmix zugunsten margenschwächerer Produkte und Kundensegmente zu einem im Verhältnis höheren Materialeinsatz und damit zu einer weiteren Erhöhung der Quote. Absolut gesehen hat sich der Materialaufwand von 30.451 TEUR auf 31.758 TEUR erhöht.
Im Jahr 2025 haben sich die Personalaufwendungen von 6.364 TEUR auf 4.356 TEUR deutlich verringert (-2.008 TEUR). Die Personalkosten verringern sich damit insgesamt um 32 % gegenüber dem Vorjahr und überproportional zu den Umsatzerlösen, so dass sich die Personalaufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz mit 10 % im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr mit 13 % signifikant verringert hat. Die im Berichtsjahr reduzierten Personalaufwendungen sind im Wesentlichen auf im Rahmen von Effizienz- und Anpassungsmaßnahmen vorgenommene Personalmaßnahmen zurückzuführen, die zu einer Verringerung der Belegschaft führten. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich als Folge von durchschnittlich 67 Arbeitnehmern im Geschäftsjahr 2024 um 20 Arbeitnehmer auf 47 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2025 verringert.
Der sonstige betriebliche Aufwand ist um 13.199 TEUR bzw. 50 % niedriger ausgefallen als im Vorjahr und betrug 13.397 TEUR (Vj.: 26.597 TEUR). Ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang waren mit 5.945 TEUR (Vj.: 10.901 TEUR) die deutlich niedrigeren Beratungskosten sowie der Wegfall von Einmaleffekten in Höhe von 4.515 TEUR aufgrund von Aufwendungen aus dem Abgang des Anlagevermögens im Zusammenhang mit der Übertragung der Vermögensgegenstände im Rahmen der erfolgten Ausgliederung. Die Entlastungen aus rückläufigen Aufwendungen wurden durch ungünstigere Fremdwährungseffekte teilweise gemindert. Die Aufwendungen aus Fremdwährungsdifferenzen haben sich im Berichtsjahr von 2.761 TEUR auf 3.263 TEUR erhöht.
Insgesamt hat sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 14.890 TEUR im Vorjahr um 18.079 TEUR auf -3.189 TEUR verschlechtert. Das Ergebnis entspricht einer negativen EBITDA-Marge von -7 % im Jahr 2025 gegenüber 19 % im Jahr 2024, gemessen an der Betriebsleistung.
Die Abschreibungen sind in Folge der erfolgten Ausgliederung und Übertrag der Vermögensgegenstände auf die Thermal Solutions von 4.550 TEUR im Vorjahr um 2.537 TEUR auf 2.012 TEUR deutlich gesunken.
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Envirotainer AG
Insgesamt betrug das operative Ergebnis bzw. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -5.201 TEUR nach 10.340 TEUR im Vorjahr. Dies entspricht einer EBIT-Marge von -11 % im Jahr 2025 gegenüber 13 % im Jahr 2024, gemessen an der Betriebsleistung.
Das Finanzergebnis in Höhe von 10.802 TEUR ist deutlich besser ausgefallen als im Vorjahr (Vj.: -2.205 TEUR), was im Wesentlichen auf die Erträge aus Beteiligungen, dem Anstieg der Zinserträge sowie auf die im Vorjahr angefallenen Abschreibungen auf Finanzanlagen zurückzuführen ist.
Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Envirotainer AG mit 5.601 TEUR einen Rückgang des EBT um 2.534 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: 8.135 TEUR).
Mit Beginn des Berichtsjahres 2025 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der Fahrenheit AcquiCo GmbH, Würzburg, wirksam. Die an außenstehende Aktionäre zu zahlende Ausgleichszahlung ist steuerlich von Envirotainer selbst zu erfassen. Der im Berichtsjahr ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 345 TEUR ist folglich nicht operativ bedingt, sondern resultiert ausschließlich aus der steuerlichen Behandlung dieser Ausgleichszahlung.
b. Finanzlage
Für das Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die Envirotainer AG ein positives Jahresergebnis von 5.254 TEUR (Vj.: 8.943 TEUR). Im Geschäftsjahr 2025 investierte die Envirotainer AG 2.283 TEUR in die Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vj.: 1.892 TEUR). Darüber hinaus nahmen die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 21.593 TEUR auf 25.782 TEUR zu.
Die Finanzierungsstrategie der Envirotainer AG ist darauf ausgerichtet, die Stabilität und Handlungsfähigkeit im operativen Geschäft dauerhaft sicherzustellen. Im Rahmen einer sorgfältigen Liquiditäts- und Finanzmittelsteuerung wurde gewährleistet, dass das Unternehmen jederzeit flexibel auf operative Anforderungen reagieren kann.
Gleichzeitig wurde ein positiver Ergebnisbeitrag erzielt. Dies unterstützt nicht nur die finanzielle Unabhängigkeit, sondern schafft auch die Grundlage für ein nachhaltiges und ertragreiches Umsatzwachstum. Ziel ist es, Umsatzsteigerungen nicht nur quantitativ, sondern insbesondere mit Blick auf die Ergebnisqualität zu realisieren.
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Envirotainer AG
Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert und sank leicht auf 3.435 TEUR (Vj.: 3.524 TEUR). Insgesamt verfügt die Envirotainer AG zum 31. Dezember 2025 mit Bankguthaben über eine für die Bedürfnisse des Unternehmens gute Ausstattung mit Finanzmitteln. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr um 121 TEUR auf 3.184 TEUR erhöht (Vj.: 3.063 TEUR).
Die zinstragenden Verpflichtungen werden kontinuierlich getilgt. Auch im Geschäftsjahr 2025 sind keine Darlehen zu den zinstragenden Verpflichtungen hinzugekommen. Trotz des Ausweises zinstragender Darlehen zum Bilanzstichtag ist die Finanzlage der Gesellschaft als solide zu bewerten. Die Darlehen betreffen veräußerte Grundstücke und werden im Zuge der Transaktionen vollständig an die Erwerber weiterbelastet, sodass hieraus kein wesentliches Finanzierungsrisiko für die Gesellschaft verbleibt.
Ende 2020 hat die Gesellschaft am Debt Capital Market (DCM) eine CHF-Anleihe unter Federführung der Helvetische Bank AG platziert. Der Kupon der 5-jährigen Anleihe wurde auf $3\%$ p.a. und der Emissionsbetrag auf CHF 25 Mio. festgelegt. Die Anleihe stand am 30. November 2025 zur Rückzahlung an und wurde vertragsgemäß und vollständig zurückgeführt. Die Gesellschaft kam damit sämtlichen Verpflichtungen aus dem Anleiheverhältnis ordnungsgemäß nach. Die Liquiditäts- und Finanzlage blieb hiervon unberührt stabil.
Das Wachstum der Auslandsaktivitäten der Tochtergesellschaften und ehemaligen Tochtergesellschaften im Bereich der passiven thermischen Verpackungen wurde auch im Jahr 2025 durch die Envirotainer AG teilweise mitfinanziert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2025 um 21.593 TEUR auf 25.782 TEUR gestiegen (Vj.: 4.189 TEUR). Gleichzeitig haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 59.287 TEUR signifikant verringert (Vj.: 88.170 TEUR). Mehr als $75\%$ davon entfällt auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (23.234 TEUR), während 5.649 TEUR sonstige Forderungen sind. Diese betreffen Steuerforderungen im Rahmen einer steuerlichen Organschaft.
In Anbetracht des deutlich reduzierten Investitionsbedarfs in den letzten Geschäftsjahren sowie positiven Jahresergebnissen im aktuellen Geschäftsjahr ist die Finanzlage des Unternehmens komfortabel und bietet eine ausreichende Basis für die mittelfristig geplanten Wachstumsstra
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Envirotainer AG
tegie, Vertrieb und Internationalisierung. Dabei plant die Gesellschaft weiterhin, ihren Finanzierungsbedarf künftig weitgehend aus der operativen Geschäftstätigkeit zu decken und externe Fremdfinanzierung nur bei Bedarf und in Ausnahmefällen in Anspruch zu nehmen.
c. Vermögenslage
Das Eigenkapital der Envirotainer AG erhöhte sich aufgrund des im Geschäftsjahr 2025 positiven Jahresergebnisses um 5.254 TEUR auf 68.157 TEUR (Vj.: 62.903 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt damit 84 % (Vj.: 55 %).
Die eigenen Anteile betragen zum 31. Dezember 2025 unverändert gegenüber dem Vorjahresstichtag 13.566 Aktien.
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2025 mit 80.754 TEUR gegenüber 115.305 TEUR zum 31. Dezember 2024 deutlich gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die vollständige Tilgung der Anleihe sowie auf einen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen und führte insgesamt zu einer entsprechenden Bilanzverkürzung.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 5.722 TEUR auf 4.238 TEUR deutlich verringert (Vj.: 9.959 TEUR). Das entspricht 5 % der Bilanzsumme (Vj.: 9 %). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Das Umlaufvermögen ist im Geschäftsjahr 2025 um 58 % von 96.805 TEUR im Vorjahr auf 40.680 TEUR deutlich gesunken, was im Wesentlichen auf den deutlichen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Stichtag zurückzuführen ist. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist im Wesentlichen auf den Ausgleich gegenseitiger Forderungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen.
In einem stabilen Markt verzeichneten das Containerservicegeschäft und die britische Tochtergesellschaft 6 % Umsatzwachstum im Kerngeschäft, getrieben teils durch höheres Transaktionsvolumen und teils durch höhere Durchschnittserlöse pro Vermietung. Der Gesamtumsatz erhöhte sich auf 42.278 TEUR (+6,5 %). Das Jahresergebnis sank auf 2.158 TEUR gegenüber Vorjahr i.H.v. 5.170 TEUR. Signifikante Investitionen in die Containerflotte wurden nicht getätigt.
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Envirotainer AG
Die im Aufbau befindliche indische Tochtergesellschaft zeigte auch im Geschäftsjahr 2025 eine positive Geschäftsentwicklung und erreichte ein positives Jahresergebnis.
Von einer auf Dauer positiven Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften wird derzeit ausgegangen. Alle wesentlichen Vermögenswerte blieben aus Sicht des Vorstands werthaltig.
4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Die Envirotainer AG verwendet zur Unternehmenssteuerung eine Reihe von regelmäßig erfassten Kennzahlen zur Umsatzentwicklung, Ertragskraft, Cash-Generierung, Liquidität und Vermögenslage.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Steuerungssystem der Envirotainer AG nicht geändert. Die Steuerungsgrößen der Envirotainer AG sind wie folgt näher spezifiziert:
Neben der Umsatzentwicklung werden auf der Ertragsseite vor allem das EBITDA (Ertrag vor Zinsen, Ertragsteuern, sonstigen Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und auf immaterielle Vermögensgegenstände) und das EBT (Ertrag vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) verfolgt. Das EBITDA hat sich im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 18.079 TEUR verschlechtert. Insbesondere das EBITDA fiel damit schlechter aus als vom Vorstand unter normalen Umständen erwartet. Trotzdem konnte im Geschäftsjahr 2025 in Folge der Erträge aus Beteiligungen ein positives EBT erwirtschaftet werden.
Die Gesellschaft verfolgt das Ziel einer Cash-Generierung aus laufender Geschäftstätigkeit. Dabei wird die Liquiditätslage des Unternehmens kontinuierlich eingeschätzt und im Rahmen der operativen Steuerung berücksichtigt. Die Berechnung verfügbarer Liquidität erfasst im Wesentlichen vorhandene Bestände an liquiden Mitteln. Der Bestand an liquiden Mitteln ist im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig gesunken und weist zum Stichtag 31. Dezember 2025 insgesamt eine für die Gesellschaft ausreichende und gute Liquidität.
Als nicht-finanzielle Kennzahl der Envirotainer AG wird die Beschwerdequote seitens der Kunden als Indikator für Produkt- und Servicequalität der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft verwendet. Die Beschwerdequote im Zusammenhang mit der Produkt- und Servicequalität dient als zentraler nicht-finanzieller Leistungsindikator zur Bewertung der Kundenzufriedenheit sowie der Effektivität unserer Qualitätsprozesse. Sie misst den Anteil der produktbezogenen Kundenbeschwerden im Verhältnis zur Gesamtzahl ausgelieferter Einheiten innerhalb eines definierten Zeitraums.
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Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung dieser Quote durch Maßnahmen im Qualitätsmanagement sowie durch enge Abstimmung mit der Kundenbetreuung. Eine niedrige Beschwerdequote steht dabei stellvertretend für ein hohes Maß an Produktzuverlässigkeit und Kundenzufriedenheit. Die Beschwerdequote stellt jedoch keinen bedeutsamen nicht-finanziellen Leistungsindikator dar, anhand dessen das Unternehmen gesteuert wird.
III. Prognosebericht
Die nachfolgenden Prognosen für die Entwicklung der Steuerungsgrößen wurden unter Annahme der in Ziffer II.1 beschriebenen Rahmenbedingungen im Jahr 2025 getroffen. Im Markt für thermische Verpackungen und Dienstleistungen wird eine hohe Wachstumsdynamik erwartet, besonders im Bereich thermischer Hochleistungs-Verpackungen. Diese Vermutung wird gestützt durch Prognosen für den zugrundeliegenden Absatzmarkt von Pharmazeutika. Dieser wird gemäß unterschiedlichen Studien in den kommenden 5 bis 6 Jahren einem CAGR von 4,7 % bis 7,0 % unterliegen. Aufgrund der überproportional steigenden Menge an temperatursensitiven Pharmazeutika und dem durch das Wachstum von Biopharmazeutika ebenfalls steigenden durchschnittlichen Produktwert wird der Markt für Kühlkettenprodukte in den kommenden Jahren ebenfalls überproportional zum Pharmamarkt wachsen. Auch unter Berücksichtigung der unter IV. beschriebenen Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit sieht die Gesellschaft Wachstumshebel in der Erschließung neuer Kunden und in geographischer Hinsicht.
Betrachtet man die wesentlichen Kennzahlen, so plant Envirotainer im kommenden Geschäftsjahr in Anbetracht der Synergien aus dem Zusammenschluss mit der Envirotainer-Gruppe zufriedenstellende Umsatzsteigerungen von 6 % bis 9 %.
Für das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 ohne Berücksichtigung im Geschäftsjahr weiterhin anfallender Einmalkosten aufgrund geringerer Personalkosten und sonstiger betrieblicher Aufwendungen eine gegenüber dem Vorjahr im Verhältnis zur Betriebsleistung überproportionale Verbesserung.
Die Abschreibungen werden laut Erwartung des Vorstands im Jahr 2026 im Vergleich zum Vorjahr konstant bleiben. Dementsprechend geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 im Ergebnis vor Steuern (EBT) von einer im Verhältnis zur Betriebsleistung deutlichen Verbesserung
Lagebericht 2025
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gegenüber 2025 aus. Die zur Implementierung der Kostenreduzierungsmaßnahmen und Durchführung der Integration erforderlichen Einmalkosten für Berater und Anwälte werden das Geschäftsjahr 2026 weniger stark negativ beeinflussen, bis sich die Maßnahmen im Geschäftsjahr und den Folgejahren nachhaltig positiv auswirken.
Das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote der Envirotainer AG werden im Geschäftsjahr 2026 durch den erwarteten Jahresüberschuss aus Sicht des Vorstands weiterhin leicht steigen.
Im Jahr 2026 wird die Mitarbeiteranzahl in der Envirotainer AG nach den bereits erfolgten Kostenreduzierungsmaßnahmen, die auch Personalmaßnahmen beinhalteten, gemäß den Erwartungen des Vorstands konstant bleiben.
Der Vorstand der Envirotainer AG erwartet somit 2026 insgesamt einen leicht wachsenden Umsatz und eine aufgrund der bereits umgesetzten Kostenreduzierungs- und Prozessoptimierungsmaßnahmen gegenüber 2025 verbesserte EBITDA-Profitabilität. Die Kennzahlen der Envirotainer AG werden im Jahr 2026 neben der operativen Entwicklung leicht durch Einmalkosten im Rahmen der zu finalisierenden Integration beeinflusst werden. Insgesamt prognostiziert der Vorstand für 2026 bei verbesserter operativer Entwicklung und steigendem EBITDA aufgrund voraussichtlich geringerer Erträge aus Beteiligungen ein Jahresüberschuss unterhalb des Vorjahresniveaus.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Envirotainer AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Lagebericht überwiegend die männliche Form verwendet. Die Information bezieht sich dennoch auf Personen jeglichen Geschlechts.
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IV. Chancen- und Risikobericht
Risikomanagement und internes Kontrollsystem
Das Risikomanagement bei Envirotainer basiert auf zwei wesentlichen Punkten:
- Risikobewusste Unternehmenskultur
- Internes Kontrollsystem
Verankerung des Risikobewusstseins in der Unternehmenskultur
Entscheidend für die Unternehmensführung der Envirotainer ist es, mit bestehenden und neu hinzukommenden Risiken so umzugehen, dass sie aktiv gesteuert werden und möglichst keine Schäden verursachen. Chancen in unternehmerischer Hinsicht sollen zugleich im Sinn der Steigerung des Unternehmenswertes genutzt werden. Envirotainer verfügt über ein hohes „Risikobewusstsein“, das offen und transparent kommuniziert wird. Aus Sicht des Vorstandes ist ein gelebtes Risikobewusstsein eines der effizientesten Instrumente für den Umgang mit Risiken. Gefördert wird dieses Bewusstsein auch durch die Festlegung und unternehmensweite Kommunikation von Compliance-Richtlinien durch das Envirotainer-Management-Team.
Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem
Als Teil der Envirotainer-Unternehmensgruppe ist Envirotainer in die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur des Konzerns eingebunden. Zur ganzheitlichen Analyse und Steuerung ertragsrelevanter Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken existieren unternehmensweit abgestimmte Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsysteme und -prozesse. Die Funktionen in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses (z. B. Rechnungswesen, Finanzbuchhaltung und Controlling) sind eindeutig zugeordnet. Aufgrund ihrer eher geringen Größe und Komplexität verzichtet die Envirotainer AG auf eine separate Revisionsabteilung.
Die Organisations-, Unternehmens- sowie Kontroll- und Überwachungsstruktur bestimmen den Rahmen des IKS. Gruppenweite Vorgaben und Leitlinien sorgen für einen einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegungsprozess.
Lagebericht 2025
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Risiken in der Wertschöpfungskette
Für die vertrieblich ausgerichtete Envirotainer AG im Pharmabereich ergeben sich spezifische Risiken entlang der temperaturgeführten Lieferkette, insbesondere durch die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten. Da die gelagerten und transportierten Produkte strengen regulatorischen Anforderungen in Bezug auf Temperaturführung und Produktsicherheit unterliegen, kann jede Störung in der Kühlkette – beispielsweise durch technische Ausfälle, Transportverzögerungen oder infrastrukturelle Engpässe – zu erheblichen Qualitätsrisiken und potenziellen Lieferausfällen führen. Die Konzentration auf einen Lieferpartner erhöht zusätzlich die Anfälligkeit gegenüber unternehmensspezifischen Störungen wie Produktionsproblemen oder Kapazitätsengpässen. Zur Risikominimierung werden kontinuierlich qualitätssichernde Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchgeführt, inklusive kontinuierlichem Austausch mit dem Lieferanten sowie klar definierter Eskalationspläne. Durch regelmäßige Berichterstattung über die aktuelle als auch erwartete Auftragsentwicklung zwischen den beiden Partnern wird versucht, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern. Der Vorstand schätzt das Risiko eines andauernden Produktionsausfalls sowie das Risiko einer nicht ausreichenden Kapazität insgesamt als gering ein.
Personal-Risiken
Die Geschäftstätigkeit und der Erfolg sind von qualifizierten Führungs- und Schlüsselmitarbeitern abhängig. Das gut ausgebildete Personal hat in teilweise langjähriger Unternehmenszugehörigkeit spezifisches Wissen, Fähigkeiten und kommerzielle Kontakte entwickelt. Regelmäßige Weiterbildungen und die gute Unternehmenskultur mit der Möglichkeit, an disruptiven Geschäftsmodellen mitwirken zu dürfen, steigern die Motivation der Mitarbeiter und erhöhen die Zufriedenheit. Die Risiken, denen Envirotainer sich aufgrund des Wechsels von Schlüsselmitarbeitern ausgesetzt sieht, werden trotzdem als mittleres Risiko eingeschätzt. Dahingegen bietet die Zugehörigkeit zum Envirotainer-Konzern Möglichkeiten, dieses Risiko innerhalb der Gruppe abzufangen, da auch Envirotainer AB im Cold-Chain-Markt für Pharmazeutika seit Jahrzehnten tätig ist und entsprechende Expertise bei den Mitarbeitern der Firmengruppe vorhanden ist.
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Envirotainer AG
Markt- und Wettbewerbsrisiken
Die Gesellschaft fokussiert sich in seiner Geschäftstätigkeit stark auf große industrielle Kunden. Dies führt anfänglich zu einer erhöhten Kundenkonzentration. Das daraus entstehende Risiko wird durch die steigende Kundenanzahl und Diversifizierung ständig verringert. Ein weiterer Schutz besteht durch hohe Kundenbindungen. Grundsätzlich ist die Gesellschaft bestrebt, zu allen Partnern, Mitarbeitern und auch Kunden ein enges, vertrauensvolles und nachhaltiges Verhältnis aufzubauen und zu erhalten, und schätzt dieses Risiko daher als mittel und weiter reduzierbar ein.
Ein wesentliches Risiko stellt auch die Verschärfung des Wettbewerbsumfeldes dar. Dadurch kann ein erhöhter Druck auf Preise und Margen entstehen. Die Gesellschaft schützt sich vor diesem Risiko durch zwei strategische Hebel, nämlich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und durch Nachverfolgung auf konsequent höchster Qualitätsstandards im Bereich der vertriebenen Produkte und Dienstleistungen. Zur Kostenoptimierung gehören etwa die zunehmend automatisierten und standardisierten Prozesse. Gerade in diesem Bereich profitiert die Envirotainer AG von Synergien durch Zusammenführung der Systeme und Prozesse mit der global agierenden Envirotainer AB. Zum Thema Qualität stärkt diese die Kundenbindung, unterstützt eine klare Differenzierung vom Wettbewerb und ermöglicht eine stabile Marktpositionierung – auch in Phasen erhöhter Preisensitivität oder sich wandelnder Kundenbedürfnisse.
Finanzielle Risiken
Das Liquiditätsrisiko der Envirotainer wird zentral von der Finanzabteilung mittels revolvierender Liquiditätsplanungen überwacht. Die Zahlungsfähigkeit der Envirotainer war und ist jederzeit gegeben.
Die Währungsrisiken sind auch aufgrund der überwiegenden Rechnungsstellung in Euro (funktionale Währung der Gesellschaft) begrenzt. Signifikante Veränderungen der Wechselkurse könnten sich dennoch materiell auf die in Euro erfasste Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Envirotainer auswirken.
Nicht zuletzt aufgrund der Zugehörigkeit zur Envirotainer-Gruppe und den indirekten Zugriff auf den dort verfügbaren Cashpool sowie der soliden Kundenstruktur schätzt die Gesellschaft die Risiken im finanziellen Bereich als gering ein.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
In der Gesamtbetrachtung der Risiken ist Envirotainer überwiegend generellen (leistungs-)wirtschaftlichen Risiken sowie finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Es sind für den Vorstand keine einzelnen oder aggregierten Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Strategisch und auch finanziell ist das Unternehmen so aufgestellt, dass die sich bietenden Geschäftschancen genutzt werden können.
Chancen der künftigen Entwicklung
Zunehmende Regulierung
Envirotainer besitzt ein umfassendes Wissen zur Erfüllung der Vorschriften und Regularien in den relevanten Ländern und Regionen. Die aufwendigen Qualifizierungsmaßnahmen bei den Kunden aus der HealthCare-Industrie, mit entsprechenden Qualitätssicherungs- und Prozessdokumentationen, liefern das notwendige Know-how für die erfolgreiche Implementierung der Verpackungslösungen beim Kunden. Die Corona-Krise hat die Bedeutung stabiler und sicherer Lieferketten eindrucksvoll vor Augen geführt. Dies gilt im besonderen Maße für die Pharmaindustrie – setzt doch der Transport zahlreicher Medikamente verlässliche Transportlösungen mit stabilen Temperaturen voraus. Zudem wird die Stabilität und Verlässlichkeit anhand der Europäischen Richtlinie zur Lagerung und zum Transport von Pharmazeutika, der GDP (Good Distribution Practice), von Gesetzgebern weltweit eingefordert und von Behörden entsprechend kontrolliert. Angesichts der wachsenden Wertschätzung für unsere temperaturkontrollierten Logistiklösungen erwarten wir daher, wie bisher, kontinuierlich Nachfrageimpulse im Zielmarkt.
Neue Märkte
Neben den oben erwähnten Marktchancen hinsichtlich Produkte und Dienstleistungen sieht der Vorstand auch in der geographischen Expansion beträchtliche Chancen für die künftige Entwicklung. Die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der Eintritt in neue globale Märkte eröffnen große Absatzchancen für das Unternehmen. Auch wenn mit der Übertragung der Landesgesellschaften an die Envirotainer AB im Jahr 2024 der direkte Einfluss der Envirotainer bezüglich Internationalisierung geschmälert wird, profitiert die Envirotainer als Lieferant der Verpackungssysteme für die Envirotainer-Gruppe auch weiterhin vom globalen Wachstum in der Firmengruppe.
Zusammenfassend überwiegen aus Sicht des Vorstands die Chancen der Geschäftsentwicklung im Vergleich zu den beschriebenen Risiken.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
Risikoberichterstattung hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft ist durch ihre Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Bei Envirotainer werden Finanzinstrumente nur in geringem Umfang in Anspruch genommen.
In der deutschen Gesellschaft werden gut 65 % der Verkäufe in Euro abgewickelt. Bei stärkeren Wechselkursschwankungen könnten dennoch signifikante Fremdwährungsverluste entstehen, weil die Envirotainer AG Konzernfinanzierungen im Verbundbereich in der jeweiligen Landeswährung gewährt hat. Das verbleibende Währungsrisiko schätzt der Vorstand daher als mittel ein.
Zur Absicherung von Forderungsausfällen werden keine gesonderten Finanzinstrumente gehalten. Aufgrund der hohen Bonität des Kundenstamms sind die Risiken von Forderungsausfällen gering.
Darüber hinaus hält die Gesellschaft keine weiteren Finanzinstrumente, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wesentlich sind.
Lagebericht 2025
Envirotainer AG
V. Bericht über Zweigniederlassungen
Die Gesellschaft unterhält für die Geschäftstätigkeit keine Zweigniederlassung.
Würzburg, 24. März 2026
Johan Erik Axel Syrén
Fabian Eschenbach
Lagebericht 2025
19
Envirotainer AG
Envirotainer AG, Würzburg
Bilanz zum 31. Dezember 2025
Aktiva
| 31.12.2025 EUR | Vorjahr EUR | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 60.860,25 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 161.629,67 | 333.019,00 |
| 161.629,67 | 393.879,25 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 294.366,79 | 342.748,44 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.197.184,70 | 1.645.276,03 |
| 2.491.551,49 | 1.988.024,47 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.556.011,59 | 11.556.011,59 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 25.781.678,05 | 4.188.527,07 |
| 37.337.689,64 | 15.744.538,66 | |
| 39.990.870,80 | 18.126.442,38 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 24.117,26 | 101.293,54 |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.314.624,57 | 2.704.375,26 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 14.297,46 |
| 2.338.741,83 | 2.819.966,26 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.073.265,09 | 1.428.897,71 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 28.882.601,09 | 88.169.837,13 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.950.800,01 | 862.746,35 |
| 34.906.666,19 | 90.461.481,19 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 3.434.685,30 | 3.523.794,75 |
| 40.680.093,32 | 96.805.242,20 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 82.807,40 | 373.741,00 |
| 80.753.771,52 | 115.305.425,58 |
A. Eigenkapital
| I. Ausgegebenes Kapital | ||
|---|---|---|
| 1. Gezeichnetes Kapital | 14.756.500,00 | 14.756.500,00 |
| 2. Nennbetrag eigener Aktien | -13.566,00 | -13.566,00 |
| 14.742.934,00 | 14.742.934,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 91.984.894,01 | 91.984.894,01 |
| III. Gewinnrücklagen | 154.083,00 | 154.083,00 |
| IV. Bilanzverlust | ||
| 1. Verlustvortrag | -43.978.980,51 | -52.921.777,57 |
| 2. Jahresüberschuss | 5.253.747,23 | 8.942.797,06 |
| -38.725.233,28 | -43.978.980,51 | |
| 68.156.677,73 | 62.902.930,50 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 344.444,00 | 0,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 3.841.775,90 | 4.431.762,19 |
| 4.186.219,90 | 4.431.762,19 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen | 0,00 | 24.843.767,55 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.184.279,16 | 3.063.350,54 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.237.734,15 | 9.959.304,11 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 529.150,87 | 9.815.472,46 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 459.709,71 | 288.838,23 |
| davon aus Steuern: TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 17) | ||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: | ||
| TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 4) | ||
| 8.410.873,89 | 47.970.732,89 | |
| 80.753.771,52 | 115.305.425,58 |
Envirotainer AG, Würzburg
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025
| 2025 EUR | Vorjahr EUR | |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 42.909.415,24 | 47.264.720,34 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 3.412.660,14 | 31.036.211,45 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 29.337.083,03 | 25.584.338,71 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.420.709,23 | 4.866.301,60 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 3.412.113,26 | 5.409.123,23 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | ||
| davon für Altersversorgung TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 25) | 943.603,64 | 954.690,64 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.012.152,50 | 4.549.546,00 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 13.397.450,73 | 26.596.698,77 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 10.507 (Vorjahr: TEUR 0) | 10.506.735,69 | 0,00 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 1.490 (Vorjahr: TEUR 221) | 1.499.219,68 | 226.778,80 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | 200.000,00 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| davon an verbundene Unternehmen TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 245) | 1.204.186,14 | 2.232.097,42 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||
| davon latente Steuern TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 883) | 344.968,99 | -879.234,28 |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 5.255.763,23 | 9.014.148,50 |
| 13. Sonstige Steuern | 2.016,00 | 71.351,44 |
| 14. Jahresüberschuss | 5.253.747,23 | 8.942.797,06 |
| 15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -43.978.980,51 | -52.921.777,57 |
| 16. Bilanzverlust | -38.725.233,28 | -43.978.980,51 |
Envirotainer AG (vormals: va-Q-tec AG), Würzburg
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025
A. Allgemeine Angaben
Die Envirotainer AG hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. August 2025 wurden eine Änderung der Satzung zur Reduzierung der Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von sechs auf drei Mitglieder sowie die Umfirmierung der Gesellschaft von va-Q-tec AG auf Envirotainer AG beschlossen. Beide Änderungen wurden am 11. September 2025 in das Handelsregister eingetragen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.
Der Abschluss ist vom Vorstand unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt worden.
Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2025 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB auf.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Ansatzvorschriften der §§ 246 – 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Ansatz- und Ausweisvorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 – 277 HGB und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252 – 256a HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.
Notwendige Wertangaben erfolgen im Anhang in der Regel in TEUR.
2
B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter Beachtung der Unternehmensfortführungsprämisse maßgebend.
- Bilanzierungsmethoden
Folgende Ansatzwahlrechte wurden ausgeübt:
Es wurden Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens aktiviert (§ 248 Abs. 2 HGB). Dabei handelte es sich im Wesentlichen um selbst erstellte Software für vertriebliche Zwecke und Produktionsprozessoptimierungen. Der Gesamtbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB.
- Bewertungsmethoden
Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Gemäß § 255 Abs. 2a HGB wurden nur die Herstellungskosten der Entwicklung angesetzt, welche verlässlich ermittelt und von den Kosten der Forschung unterschieden werden konnten. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:
| Software | 3 – 5 Jahre |
|---|---|
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 3 – 6 Jahre |
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen und vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten, die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst war. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Gleicher Ansatz gilt für die aktivierten Eigenleistungen. Die abnutzbaren Sachanlagen werden planmäßig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig und in gleichen Jahresbeträgen pro rata temporis. Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten nicht mehr als 800 € betragen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Es wurden die nachfolgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt.
| Technische Anlagen und Maschinen
Produktionsanlagen
Sonstige technische Anlagen und Maschinen | 8 – 21 Jahre
3 – 25 Jahre |
| --- | --- |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 – 15 Jahre |
| Boxenflotte | 2 – 5 Jahre |
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Die in den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten, teilweise zur verlustfreien Bewertung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, wurden Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihren Anschaffungskosten (Nennwerten) angesetzt. Erkennbare und latente Risiken wurden mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0% auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bewertet.
Als aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden sich daraus – nach Saldierung – insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert.
Das gezeichnete Kapital wurde zu Nennwerten angesetzt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt und berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und durch die Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre zum Bilanzstichtag abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.
3
C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
- Anlagevermögen
Die Entwicklung der Bilanzposten immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen im Geschäftsjahr wurde im Anlagenspiegel (siehe Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.
- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2.1 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28.883 (Vj.: TEUR 88.170) enthalten neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 5.649 (Vj.: TEUR 45.369). Diese betreffen im Wesentlichen Steuerforderungen im Rahmen einer steuerlichen Organschaft.
2.2 Restlaufzeiten
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind kurzfristig und haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
- Eigenkapital
3.1 Grundkapital
Das Grundkapital der Envirotainer AG beträgt zum Bilanzstichtag EUR 14.756.500,00 (Vj.: EUR 14.756.500,00) und hat sich im Geschäftsjahr nicht verändert. Es ist eingeteilt in 14.756.500 auf den Inhaber lautende, nennwertlose Namensaktien. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.
Die Aktien sind alle mit identischen Rechten und Pflichten ausgestattet. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Ausgenommen davon sind die von der Gesellschaft selbst gehaltenen Aktien, aus denen der Envirotainer AG keine Rechte wie beispielsweise das Abstimmungsrecht auf der Hauptversammlung erwachsen.
Die Anzahl der eigenen Anteile liegt zum 31. Dezember 2025 unverändert bei 13.566 Aktien.
Das Grundkapital besteht zum 31. Dezember 2025 aus 14.756.500 Aktien, davon:
| Aktiengattung | Zahl je Gattung in Stück | Nennbetrag je Gattung in EUR | Gesamtbetrag je Aktiengattung am Grundkapital in TEUR |
|---|---|---|---|
| Stückaktien (Namensaktien) | 14.756.500 | 1,00 | 14.757 |
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. August 2023 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 28. August 2028 durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe von insgesamt bis zu 7.378.250 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien (Stammaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2023/1), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden.
4
5
3.2 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage zum Stichtag gliedert sich wie folgt:
| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB | TEUR | 91.816 |
|---|---|---|
| Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB | TEUR | 169 |
3.3 Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen blieben im Geschäftsjahr 2025 unverändert.
3.4 Gesetzliche Rücklage
Eine gesetzliche Rücklage gemäß § 150 AktG wurde nicht gebildet.
4. Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | |
|---|---|
| Steuerrückstellungen | 344 |
| Ausstehende Rechnungen | 697 |
| Interne und externe Prüfungskosten | 288 |
| Personalkosten | 364 |
| Sonstige | 2.099 |
| Rückstellungen für Drohverluste | 394 |
| Summe | 4.186 |
5. Verbindlichkeiten
5.1 Anleihe
Im November 2020 hat die Gesellschaft als erste Transaktion am Debt Capital Market (DCM) eine CHF-Anleihe platziert. Der Kupon der 5-jährigen Anleihe wurde auf $3\frac{1}{4}\%$ p.a. und der Emissionsbetrag auf CHF 25 Mio. festgelegt.
Die Transaktions- und Nebenkosten wurden in der aktiven Rechnungsabgrenzung ausgewiesen und wurden über die Laufzeit der Anleihe aufwandswirksam aufgelöst. Die Anleihe wurde zum Fälligkeitstermin am 1. Dezember 2025 ordnungsgemäß zurückgeführt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verpflichtungen aus dieser Anleihe mehr.
5.2 Mitzugehörigkeit zu anderen Posten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 529 (Vj.: TEUR 9.815) resultieren ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
5.3 Restlaufzeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig und haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden auf Grundstücke und Gebäude besichert, die im abgelaufenen Geschäftsjahr an die va-Q-tec Thermal Solutions GmbH, Würzburg, veräußert wurden.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.
- Umsatzerlöse
Gemäß § 285 Nr. 4 HGB wurden die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2025 nach den Kategorien Tätigkeitsbereiche und geografisch bestimmte Märkte aufgeteilt.
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt nachfolgende Aufteilung (in TEUR):
| 2025 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Systeme | 35.455 | 35.215 |
| Dienstleistungen | 7.297 | 6.653 |
| Andere | 157 | 5.397 |
| Summe | 42.909 | 47.265 |
Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geografie ergibt nachfolgende Aufteilung (in TEUR):
| 2025 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Inland | 9.589 | 13.845 |
| EU | 7.577 | 8.679 |
| Drittland | 25.743 | 24.739 |
| Summe | 42.909 | 47.265 |
- Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 386 (Vj.: TEUR 2.718), sonstige Erträge in Höhe von TEUR 2.643 (Vj.: TEUR 1.271) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 267 (Vj.: TEUR 4.448). Ferner enthielten die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres insbesondere Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 22.589.
- Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen außergewöhnliche Beratungskosten in Höhe von TEUR 5.945 (Vj.: TEUR 10.901), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3.263 (Vj.: TEUR 2.761) und sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von TEUR 4.073 (Vj.: TEUR 2.721).
- Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen enthalten Aufwendungen aus Factoring in Höhe von TEUR 6 (Vj.: TEUR 143). Die Factoringkosten entstehen aus dem Verkauf von Forderungen der Envirotainer AG.
- Ertragsteuern
Auf das Ergebnis vor Steuern entfallen Ertragsteuern (Aufwand) in Höhe von TEUR 345 (Vj.: TEUR 3). Die ausgewiesenen Steueraufwendungen resultieren aus der Besteuerung der Dividendenausschüttung an Minderheitsaktionäre.
6
E. SONSTIGE ANGABEN
- Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen am 31. Dezember 2025 sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von TEUR 130.568 (Vj.: TEUR 44.785) aus folgenden Positionen:
| 2026 | 2027 | 2028 | 2029 | 2030 | gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Bestellobligo | 26.000 | 26.000 | 26.000 | 26.000 | 26.000 | 130.000 |
| Leasing | 133 | 51 | 31 | 28 | 6 | 249 |
| Beratung | 81 | 0 | 0 | 0 | 0 | 81 |
| Miete | 238 | 0 | 0 | 0 | 0 | 238 |
| Summe | 26.452 | 26.051 | 26.031 | 26.028 | 26.006 | 130.568 |
Zwischen der Envirotainer AG und der va-Q-tec Thermal Solutions GmbH wurden ein Long Term Supply Agreement (LTSA) abgeschlossen, welche die langfristige Belieferung für Waren in Form eines langfristigen Belieferungsvertrages sicherstellt. Dieser LTSA wurde am 14. November 2025 für die Laufzeit bis zum 31.12.2030 verlängert. Die Envirotainer AG hat sich dabei u.a. verpflichtet, jeweils im ersten und zweiten 12-Monatszeitraum Waren in Höhe von 26,0 Mio Euro abzunehmen. Dieser Vertrag ermöglicht der Envirotainer AG die langfristige Sicherstellung der Lieferkette für Thermoverpackungen. Sollte sich abzeichnen, dass die Menge nicht abgenommen wird, haben sich beide Parteien vertraglich darauf geeinigt, eine gemeinsame Lösung im beidseitigen Interesse zu verhandeln.
Die Miet- und Leasingverträge betreffen Gebäude und den Fuhrpark. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease-Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.
- Haftungsverhältnisse
Zum Stichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.
- Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach Gruppen
| 2025 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 14 | 16 |
| Angestellte | 33 | 51 |
| 47 | 67 |
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4. Gesellschaftsorgane
4.1 Vorstand
Zu Vorstandsmitgliedern der Envirotainer AG sind zum 31. Dezember 2025 bestellt:
Herr Johan Erik Axel Syrén, Vorstandsvorsitzender, Hässelby/Schweden seit 16.12.2024
Herr Fabian Karl-Josef Eschendbach, stellvertretender Vorsitzenden, Rottendorf seit 16.12.2024
4.2 Aufsichtsrat
Zu Aufsichtsratsmitgliedern der Envirotainer AG waren im Geschäftsjahr bestellt:
Herr Winfried Klar, Kaufmann, Oldenburg, bis zum 29.08.2025
Herr Jarl Dahlfors, (Vorsitzender), Senior Advisor bei EQT Partners AB, Stockholm/Schweden, bis zum 29.08.2025
Herr Ali Farahani, (stellv. Vorsitzender), Partner bei EQT Partners AB, Stockholm/Schweden, bis zum 29.08.2025
Herr Matthias Wittkowski, Partner bei EQT Partners GmbH, München, bis zum 29.08.2025
Frau In Sook Yoo, bis 31.07.2024 Head of Global Corporate Strategy und Development, va-Q-tec AG, Würzburg, bis zum 29.08.2025
Frau Camilla Macapili Languille, Co-CEO bei Mubadala Investment Company, Abu Dhabi/VAE, bis zum 29.08.2025
Herr Niklas Adamsson, CEO bei Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden, seit dem 29.08.2025
Frau Johanna Ovéus, CPO bei Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden, seit dem 29.08.2025
Herr Martin Hamner, CFO bei Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden, seit dem 29.08.2025
4.3 Gesamtbezüge der aktiven und früheren Organmitglieder
Vergütung des Vorstandes
Im Geschäftsjahr wurden den Mitgliedern des Vorstands keine Vergütungen oder sonstigen Leistungen gewährt (Vj.: TEUR 610).
Zum Stichtag 31.12.2025 bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.
Vergütung des Aufsichtsrats
Für das Geschäftsjahr 2025 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung i.H.v. TEUR 18 (Vj.: TEUR 41) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit und Spesen.
Darüber hinaus wurden, wie im Vorjahr, keine Beratungsleistungen vergütet.
Zum 31. Dezember 2025 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats keine Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft (Vj.: TEUR 26).
Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.
4.4 Mitgliedschaft in anderen Aufsichtsräten und Kontrollgremien
Zum 31. Dezember 2025 bestanden gem. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG nachfolgende Nebentätigkeiten der Vorstände bzw. Aufsichtsräte der Envirotainer AG.
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Vorstand:
- Herr Johan Erik Axel Syrén:
- Geschäftsführer Envirotainer GmbH, Deutschland seit 4. April 2017
- Geschäftsführer Envirotainer Inc., USA seit 5. April 2017
- Geschäftsführer Envirotainer (SIN) PTE LTD., Singapur seit 31. März 2017
- Geschäftsführer Envirotainer AG, Schweiz seit 31. Januar 2017
- Geschäftsführer Envirotainer Services Ltd., England seit 15. März 2017
- Geschäftsführer Envirotainer Canada Inc., Kanada seit 31. Januar 2017
- Geschäftsführer Envirotainer Pty Limited, Australien seit 5. April 2017
- Geschäftsführer Envirotainer B.V., Niederlande seit 1. März 2017
- Geschäftsführer Envirotainer LLC, Südkora seit 5. März 2018
- Geschäftsführer Envirotainer Sarl, Frankreich seit 30. April 2023
- Geschäftsführer Envirotainer Ltd., England seit 19. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Services Sarl, Frankreich seit 16. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Private Ltd., Indien seit 20. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer G.K., Japan seit 16. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Services Ltd, Korea seit 18. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Services AG, Schweiz seit 18. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Services PTE Ltd., Singapur seit 18. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Co., Ltd., China seit 18. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer S.A., Uruguay seit 16. Dezember 2024
- Geschäftsführer Envirotainer Services Inc., USA seit 18. Dezember 2024
- Geschäftsführer Fahrenheit AcquiCo GmbH, Deutschland seit 19. Dezember 2024
-
Geschäftsführer Knarry AB, Schweden seit 11. September 2024
-
Herr Fabian Eschenbach:
- Geschäftsführer Fahrenheit AcquiCo GmbH, Deutschland seit 19. Dezember 2024
Aufsichtsrat:
- Herr Niklas Adamsson:
-
Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden – CEO
-
Frau Johanna Ovéus:
-
Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden – CPO
-
Herr Martin Hamner:
-
Envirotainer AB, Sollentuna/Schweden – CFO
-
Herr Jarl Dahlfors:
- Envirotainer Holding AB, Sollentuna/Schweden - Vorsitzender des Verwaltungsrats,
- Anticimex Group AB, Stockholm/Schweden - Vorsitzender des Verwaltungsrats
-
Guardian Shanghai Hygiene Service Ltd., Shanghai/Volksrepublik China - Mitglied des Verwaltungsrats
-
Herr Ali Farahani:
- Evidensia Djursjukvard AB IVC Acquisition LTD, Bristol/Vereinigtes Königreich - Mitglied des Verwaltungsrats
- Envirotainer Topco AB - Mitglied des Verwaltungsrats
- Crafty HoldCo AB - Mitglied des Verwaltungsrats
Herr Matthias Wittkowski:
- Roar HoldCo AB, Stockholm/Schweden – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- OEM International Aktiebolag (Publ), Tranås/Sweden – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- Bespak Limited, Holmes Chapel/UK – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- Recipharm AB, Stockholm/Schweden – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
Frau Camilla Macapili Languille:
- PCI Pharma, USA – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- GlobalFoundries Inc. USA – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- Evotec SE, Hamburg – Mitglied des Verwaltungsrats (Board Member)
- Angabe Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile besitzt, sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapitals und Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt:
Am 4. Januar 2011 wurde in Großbritannien die Envirotainer Ltd (ehemals va-Q-tec LIMITED) gegründet, die sich vorwiegend mit der Vermietung von Thermotransportcontainern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
In Indien wurde am 28. September 2021 die Envirotainer Private Limited (ehemals va-Q-Tec India Private Limited) gegründet, die sich vorwiegend mit dem Vertrieb von Verpackungsprodukten und Vakuumpanelen sowie mit der Vermietung von Thermoboxen und -containern beschäftigt. Die Gesellschaft hält daran 100 %.
| Name und Sitz | Anteil % | Eigenkapital TEUR | Jahresergebnis TEUR |
|---|---|---|---|
| Envirotainer Ltd., Rochester/UK | 100 | 25.151 | 2.158 |
| Envirotainer Private Limited, Dehli/Indien | 100 | 136 | 93 |
Die Wertansätze der Finanzanlagen der ausländischen Tochtergesellschaften berücksichtigen die seit ihrer Gründung angefallenen Anschaffungskosten. Nach Einschätzung der gesetzlichen Vertreter wird mit einer positiven Entwicklung der Tochtergesellschaften gerechnet. Entsprechend wurden die Buchwerte beibehalten.
- Ergebnisverwendung
Die Gesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2025 einen Bilanzverlust in Höhe von TEUR 38.725 aus.
Zwischen der Gesellschaft und ihrer Organträgerin, der Fahrenheit AcquiCo GmbH, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag gemäß §§ 291 ff. AktG. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen ist die Organträgerin verpflichtet, den außenstehenden Aktionären eine jährliche Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 1,18 je Aktie zu zahlen, unabhängig vom Ergebnis der Gesellschaft.
Die Auszahlung der Ausgleichszahlung erfolgt durch die Organträgerin.
Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
In dem Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von TEUR 43.979 enthalten.
- Prüferhonorare
Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen im Geschäftsjahr 2025 beträgt TEUR 92.
- Befreiung von der Konzernrechnungslegung (§ 291 HGB)
Die Gesellschaft ist gemäß § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts befreit.
Sie wird in den Konzernabschluss der ENV TopCo AB, mit Sitz in Sollentuna, Schweden, einbezogen.
Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und durch einen nach den Vorschriften der Richtlinie 2014/56/EU bestellten Abschlussprüfer geprüft.
Der befreiende Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht sind offengelegt und einsehbar beim schwedischen Firmenregisteramt unter Bolagsverket.
Zwischen den nach IFRS aufgestellten Konzernabschlüssen und einem fiktiv aufzustellenden Konzernabschluss nach deutschem Handelsrecht bestehen keine wesentlichen Unterschiede, mit Ausnahme der Bilanzierung von Leasingverhältnissen, die nach IFRS (insbesondere nach IFRS 16) vollständig in der Bilanz abgebildet werden, während nach HGB lediglich bei Finanzierungsleasingverhältnissen eine Aktivierung erfolgt.
- Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Am 2. Januar 2026 hat die Envirotainer AB, ein Unternehmen, das mittelbar eine beherrschende Beteiligung an der Envirotainer AG hält, eine Containerflotte von der Tochtergesellschaft Envirotainer Ltd erworben. Die Transaktion erfolgte zu Bedingungen, die einer unabhängigen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entsprachen. Zum Berichtsstichtag hatte die Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf das Nettovermögen, die Finanzlage oder die operativen Ergebnisse der Envirotainer AG. Darüber hinaus sind nach dem 31. Dezember 2025 keine berichtspflichtigen Ereignisse mit einer wesentlichen Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft eingetreten.
F. UNTERSCHRIFT GEMÄß § 245 HGB
Envirotainer AG, Würzburg
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025.
Würzburg, 24. März 2026
Johan Erik Axel Syrén
Fabian Eschenbach
Anlage zum Anhang
Environier AG, Würzburg
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2025
| Bruttobuchwerte | kumulierte Abschreibungen | Nettobuchwerte | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2025 EUR | Zugänge EUR | Umbuchungen EUR | Abgänge EUR | Stand am 31.12.2025 EUR | Zugänge EUR | Abgänge EUR | Stand am 31.12.2025 EUR | Zugänge EUR | Abgänge EUR | Vorjahr EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 562.957,52 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 562.957,52 | 502.097,27 | 60.860,25 | 0,00 | 562.957,52 | 0,00 | 60.860,25 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.825.519,80 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.825.519,80 | 1.492.500,80 | 171.389,33 | 0,00 | 1.663.890,13 | 161.629,67 | 333.019,00 |
| 2.388.477,32 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.388.477,32 | 1.994.598,07 | 232.249,58 | 0,00 | 2.226.847,65 | 161.629,67 | 393.879,25 | |
| II. Sachanlagen | |||||||||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 468.069,93 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 468.069,93 | 125.321,49 | 48.381,65 | 0,00 | 173.703,14 | 294.366,79 | 342.748,44 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.917.408,06 | 2.283.429,94 | 0,00 | 0,00 | 5.200.838,00 | 1.272.132,03 | 1.731.521,27 | 0,00 | 3.003.653,30 | 2.197.184,70 | 1.645.276,03 |
| 3.385.477,99 | 2.283.429,94 | 0,00 | 0,00 | 5.668.907,93 | 1.397.453,52 | 1.779.902,92 | 0,00 | 3.177.356,44 | 2.491.551,49 | 1.988.024,47 | |
| III. Finanzanlagen | |||||||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.556.011,59 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.556.011,59 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.556.011,59 | 11.556.011,59 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 4.388.527,07 | 21.593.150,98 | 0,00 | 0,00 | 25.981.678,05 | 200.000,00 | 0,00 | 0,00 | 200.000,00 | 25.781.678,05 | 4.188.527,07 |
| 15.944.538,66 | 21.593.150,98 | 0,00 | 0,00 | 37.537.689,64 | 200.000,00 | 0,00 | 0,00 | 200.000,00 | 37.337.689,64 | 15.744.538,66 | |
| 21.718.493,97 | 23.876.580,92 | 0,00 | 0,00 | 45.595.074,89 | 3.592.051,59 | 2.012.152,50 | 0,00 | 5.604.204,09 | 39.990.870,80 | 18.126.442,38 |
Deloitte
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Envirotainer AG, Würzburg
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Envirotainer AG, Würzburg, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Envirotainer AG, Würzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
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Deloitte
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögenschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
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Deloitte
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
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Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
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Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 24. März 2026
Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Thomas Lüdke
Wirtschaftsprüfer
Benjamin Fleischmann
Wirtschaftsprüfer
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