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va-Q-tec AG

Annual Report Mar 26, 2016

459_10-k_2016-03-26_c4125948-b103-4ea2-a387-6e1cd59a0197.pdf

Annual Report

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Konzernabschluss der va-Q-tec AG für das Geschäftsjahr 2015

Würzburg, den 25.05.2016

Konzernbilanz

Aktiva Kon zern anh ang 31.12.2015 31.12 2014
in EUR
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 4.2.1.1 364.961 106.033
Sachanlagen 4.2.1.2 28.043.616 21.188.652
At-equity bilanzierte Beteiligungen 4.2.1.3 370.097
Finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.4 46.214 45.247
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.5 54.450 476.510
Latente Steueransprüche 4.1.10 2.146.935 1.302.064
Summe langfristige Vermögenswerte 31.026.273 23.118.506
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 4.2.1.6 4.577.210 4.070.768
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.2.1.7 4.415.527 3.393.928
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.4 16.107 46.842
Steueransprüche 25 33.385
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 4.2.1.5 704.435 1.273.920
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.2.1.8 1.186.045 1.243.708
Summe kurzfristige Vermögenswerte 10.899.349 10.062.551
Bilanzsumme 41.925.622 33.181.057
Passiva
in EUR
Kon zern anh ang 31.12.2015 31.12.2014
Eigenkapital 4.2.2.1
Gezeichnetes Kapital 4.578.187 4.578.187
Kapitalrücklage 9.030.470 9.055.249
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis 21.376 8.464
Gewinnrücklagen 3.588.984 3.242.828
Eigenkapital, das den Eigentümern des
Mutterunternehmens zuzurechnen ist 9.998.297 10.382.144
Nicht behemschende Anteile 2.2 6.588 23.584
Summe Eigenkapital 9.991.709 10.358.560
Langfristige Schulden
Rückstellungen 4.2.2.2 46.400 47.000
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.2.2.3 2.016.575 1.922.810
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.4 5.108.042 1.811.107
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.5 7.450.749 5.668.282
Summe langfristige Schulden 14.621.766 9.449.199
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen 4.2.2.2 77.000 49.485
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.2.2.3 6.893.775 3.337.572
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.2.2.4 5.785.142 6.147.964
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.2.6 1.633.172 2.219.384
Steuerverbindlichkeiten 518.996 22.350
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 42.2.5 2.404.062 1.596.543
Summe kurzfristige Schulden 17.312.147 13.373.298
Bil an zsumme 41.925.622 33.181.057

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in EUR

Konzernanhang 2015 2014
Umsatzerlöse 4.1.1 22543.223 18.338.193
Bestandsveränderungen 724.219 83.346
Aktivierte Eigenleistungen 4.1.2 4.870.963 2.915.436
Sonstige betriebliche Erträge 4.1.3 1.419.330 908.110
Gesamterträge 29.557.735 22.245.085
Materialaufwand 4.1.4 $-12.354.411$ 9.486.618
Rohergebnis 17.203.324 12.758.467
Personalaufwand 4.1.5 $-8.853.712$ $-7.461.456$
Sonstiger betrieblicher Aufwand 4.1.7 $-4.751.021$ $-3.627.233$
EBITDA 3.598.591 1.669.778
Abschreibungen 4.1.6 3.169.484 1.832.211
Operatives Ergebnis (EBIT) 429.107 162.433
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 4.1.8 4.903
Finanzerträge 590 21.257
Finanzaufwendungen $-1.059.421$ 744.442
Finanzergebnis 4.1.9 1.058.831 723.185
Ergebnis vor Steuern (EBT) 634.627 885.618
Ertragsteuern 4.1.10 305.443 263.571
Konzernergebnis 329.184 622.047
Konzernergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist 357.971 626.555
Konzernergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 28.787 4.508
Konzernergebnis je Aktie- unverwässert und verwässert 4.1.11 0,08 0,14

Konzerngesamtergebnisrechnung

in EUR

Konzernanhang 2015 2014
Konzernergebnis 329.184 622.047
Sonstiges Konzernergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 4.2.2.1 12.912 7.496
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge
mit künftiger ergebniswirksamer Umgliederung 12.912
$\overline{\phantom{a}}$
7.496
-
Konzerngesamtergebnis 342.096 629.543
Konzerngesamtergebnis, das den Eigentümern der va-Q-tecAG zuzurechnen ist 370.883 634.051
$\overline{\phantom{0}}$
Konzerngesamtergebnis, das den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 28.787 4.508

Konzernkapitalflussrechnung in EUR

2015 2014
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Konzernergebnis $-329.184$ -622.047
Erfolgswirksam erfasste tatsächliche Ertragsteuern 528.989 22.891
Gezahlte Ertragsteuern $-32.341$ $-32.414$
Erfolgswirksam erfasstes Finanzergebnis 1.058.831 723.185
Erhaltene Zinsen 590 999
Gezahlte Zinsen $-815.726$ $-547.980$
Nicht zahlungswirksame Verluste aus at-equity bilanzierten Beteiligungen 4.903
Abschreibungen 3.169.484 1.832.211
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen $-6.979$
Minderung (Erhöhung) übrige Vermögenswerte 533.828 $-649.990$
Erhöhung (Minderung) übrige Schulden 551.103 117.334
Erhöhung (Minderung) Rückstellungen 26.915 $-42.025$
Sonstige zahlungsunwirksame Posten $-2.518589$ -717.284
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Änderungen im Working Capital 2.171.824 84.880
Minderung (Erhöhung) von Vorräten $-403.220$ $-427.645$
Minderung (Erhöhung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen $-1.021.600$ $-1.114.458$
Erhöhung (Minderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen $-586.212$ 1.317.300
Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 160.792 $-139.923$
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen aus dem Erwerb von immateriellen Vermögenswerten $-308.083$ -76.244
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 15.594
Auszahlungen aus dem Erwerb von Sachanlagen $-6.525.261$ $-3.967.999$
Auszahlungen aus dem Erwerb von Anteilen an assozijerten Unternehmen $-375,000$
Netto-Cashflow aus Investitionstätigkeit $-7.192.750$ -4.044.243
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Eigenkapitaltransaktionskosten $-35.218$
Einzahlungen aus Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.290.732 3.146.808
Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten $-640.764$ $-1.562.296$
Einzahlungen aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen 7.214.881 4.479.468
Einzahlungen aus Investitionszulagen und -zuschüssen 637.761 254.165
Netto-Einzahlung aus Factoring 155.933 27.009
Auszahlung für Schulden aus Finanzierungsleasing $-4.648670$ $-2.251.226$
Netto-Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.974.655 4.093.928
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente vor Wechselkursen -57.303 $-90.238$
Wechselkursbedingte Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -360 -230
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
-57.663
$-90.468$
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 1.243.708 1.334.176
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 1.186.045 1.243.708

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

in EUR Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklage kumuliertes sonstiges
Konzernergebnis
Rücklage für
Währungsumrechnung
Eigenkapital, das den
Eigentümern des
Mutterunternehmens
zuzurechnen ist
nicht
beherrschende
Anteile
Summe
Eigenkapital
101.01.2014 4.578.187 9.055.249 $-2.630.342$ -968 11.002.126 $-14.046$ 10.988.080
Konzernergebnis ٠ ٠ $-626.555$ $-626.555$ 4.508 $-622.047$
Sonstiges Konzernergebnis ٠ $-7.496$ $-7.496$ $-7.496$
Summe Konzerngesamtergebnis ٠ ٠ $-626.555$ $-7.496$ $-634.051$ 4.508 $-629.543$
Eigenkapitaltransaktionskosten
Veränderung von nicht
beherrschenden Anteilen 14.069 14.069 $-14.046$ 23
31.12.2014 4.578.187 9.055.249 $-3.242.828$ $-8.464$ 10.382.144 $-23.584$ 10.358.560
01.01.2015 4.578.187 9.055.249 $-3.242.828$ $-8.464$ 10.382.144 $-23.584$ 10.358.560
Konzernergebnis ۰ $\overline{\phantom{a}}$ $-357.971$ $\overline{\phantom{a}}$ $-357.971$ 28.787 $-329.184$
Sonstiges Konzernergebnis $\overline{\phantom{a}}$ $\overline{\phantom{a}}$ $-12.912$ $-12.912$ $-12.912$
Summe Konzerngesamtergebnis ٠ ٠ $-357.971$ $-12.912$ $-370.883$ 28.787 -342.096
Eigenkapitaltransaktionskosten - $-24.779$ $-24.779$ ٠ $-24.779$
Veränderung von nicht
beherrschenden Anteilen ٠ 11.815 11.815 $-11.791$ 24
31.12.2015 4.578.187 9.030.470 $-3.588.984$ $-21.376$ 9.998.297 $-6.588$ 9.991.709

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2015

$\mathbf{1}$ Allgemeine Angaben
1.1 Unternehmensinformationen
1.2 Grundlagen der Abschlusserstellung
1.3 Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards
1.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Schätzungen und Beurteilungen
$\overline{2}$ Konsolidierung
2.1 Konsolidierungskreis
2.2 Veränderungen des Konsolidierungskreises und sonstige Erwerbe und Veräußerungen 8
2.3 Konsolidierungsgrundsätze
2.4 Fremdwährungsumrechnung
3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
3.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
3.2.1 Aktiva
3.2.2 Passiva
4 Erläuterungen
4.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
4.1.1 Umsatzerlöse
4.1.2 Aktivierte Eigenleistungen
4.1.3 Sonstige betriebliche Erträge
4.1.4 Materialaufwand
4.1.5 Personalaufwand
4.1.6 Abschreibungen
4.1.7 Sonstiger betrieblicher Aufwand
4.1.8 Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen
4.1.9 Finanzergebnis
4.1.10 Ertragsteuern
4.1.11 Ergebnis je Aktie
4.2 Bilanz
4.2.1 Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte
4.2.1.1
4.2.1.2
Sachanlagevermögen
At-equity bilanzierte Beteiligungen
4.2.1.3
Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 29
4.2.1.4
Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte29
4.2.1.5
4.2.1.6
Vorräte ………………………………………………………………………………………………
4.2.1.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
4.2.1.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
4.2.2 Passiva
4.2.2.1 Eigenkapital
4.2.2.2 Langfristige und kurzfristige Rückstellungen
4.2.2.3 Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten33
4.2.2.4 Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34
4.2.2.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten36
4.2.2.6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
4.3 Kapitalflussrechnung
4.4 Finanzinstrumente ……………………………………………………………………………………………
4.5 Nettoergebnis der Finanzinstrumente
4.6 Risikomanagement
5. Sonstige Angaben
5.1 Segmentinformationen
5.2 Eventualverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen
5.3 Aktienbasierte Vergütung
5.4 Nahestehende Personen und Unternehmen
5.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
5.6 Angaben zu Abschlussprüferhonoraren

$\mathbf{1}$ Allgemeine Angaben

$1.1$ Unternehmensinformationen

Die va-Q-tec AG mit Sitz in Deutschland, 97080 Würzburg, Karl-Ferdinand-Braun Str. 7, ist im Handelsregister Würzburg unter der Nummer HRB 7368 eingetragen. Der Konzernabschluss der va-Q-tec AG beinhaltet neben der va-Q-tec AG selbst auch ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "va-Q-tec", "va-Q-tec Konzern" oder "Gesellschaft" genannt), va-Q-tec ist ein technologisch führender Anbieter hocheffizienter Produkte und Lösungen im Bereich der thermischen Isolation. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt innovative Produkte zur zuverlässigen und energieeffizienten Temperaturkontrolle bzw. Dämmung – Vakuumisolationspaneele ("VIPs") und Phasenübergangsmaterialien ("PCMs"). Darüber hinaus fertigt va-Q-tec durch die optimale Kombination von VIPs und PCMs passive thermische Verpackungssysteme (Container und Boxen). Zur Durchführung von temperatursensiblen Logistikketten bietet va-Q-tec in einem globalen Partnernetzwerk die Vermietung von Containern und Boxen an, mit denen anspruchsvolle Thermoschutzstandards erfüllt werden können. Neben Healthcare & Logistik als Hauptmarkt werden folgende weitere Märkte von va-Q-tec adressiert: Kühlgeräte & Lebensmittel, Technik & Industrie, Bau und Mobilität.

Der vorliegende Konzernabschluss der va-Q-tec für das Geschäftsjahr zum 31.12.2015 wurde am 25.05.2016 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

1.2 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die va-Q-tec AG unterschreitet die Größenkriterien nach § 293 HGB und ist daher nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sowie eines Konzernlageberichts gemäß § 290 HGB verpflichtet. Ein handelsrechtlicher Konzernabschluss wurde in der Vergangenheit auch nicht auf freiwilliger Basis aufgestellt.

Bei dem vorliegenden Konzernabschluss von va-Q-tec handelt es sich um den freiwillig aufgestellten Konzernabschluss zum 31.12.2015 inklusive der Vergleichsperiode zum 31.12.2014. Dieser wurde entsprechend § 315a Abs. 3 HGB i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Begriff IFRS umfasst auch alle noch gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie sämtliche Interpretationen und Änderungen des International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) - und des ehemaligen Standing Interpretations Committee (SIC).

Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Rahmen der jeweiligen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert, der die im Austausch für den Vermögenswert entrichtete Gegenleistung darstellt.

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt werden würde. Dies gilt unabhängig davon, ob der Preis direkt beobachtbar oder unter Anwendung einer Bewertungsmethode geschätzt werden muss.

Der beizulegende Zeitwert, welcher für bestimmte Angaben und Rechnungsmethoden zu bestimmen ist, ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet (Fair Value-Hierarchie). Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:

  • · Inputfaktoren der Stufe 1 sind notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden, auf die va-Q-tec am Bewertungsstichtag zugreifen kann.
  • Inputfaktoren der Stufe 2 sind andere Eingangsparameter als die auf Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt beobachtbar sind oder indirekt aus anderen Preisen abgeleitet werden können.
  • Inputfaktoren der Stufe 3 sind für den Vermögenswert oder die Schuld nicht beobachtbare Parameter.

In der Regel klassifiziert der Konzern Vermögenswerte und Schulden als kurzfristig, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Soweit Vermögenswerte und Schulden sowohl einen kurzfristigen als auch einen langfristigen Anteil aufweisen, werden diese in ihre Fristigkeitskomponenten aufgeteilt und entsprechend dem Bilanzgliederungsschema als kurzfristige und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR), der funktionalen sowie Darstellungswährung von va-Q-tec, aufgestellt. Bei Abweichungen von bis zu einer Einheit (EUR, %) handelt es sich um rechentechnisch begründete Rundungsdifferenzen.

1.3 Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards

Der va-Q-tec Konzern hat für sämtliche in seinem IFRS-Konzernabschluss dargestellten Perioden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewandt. Diese entsprechen den IFRS, wie sie verpflichtend in der EU im Geschäftsjahr 2015 anzuwenden waren.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Eine Ausnahme stellt die Regelung Annual Improvements (2011-2013) dar, diese wurde im Geschäftsjahr 2015 erstmalig angewendet. Bei den Annual Improvements (2011-2013) handelt es sich um einen Sammelstandard, der kleinere Änderungen an IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40 zum Gegenstand hat. Die Änderungen sowie die Änderungen aufgrund IFRIC 21 haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft.

Die folgenden neuen bzw. geänderten Standards/Interpretationen wurden vom IASB bereits verabschiedet, sind aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten. Die Gesellschaft hat die Regelungen nicht vorzeitig angewandt:

Standard Titel Verpflichtende Anwendung
für Geschäftsjahre
beginnend ab
Änderung an
IFRS 11
Bilanzierung von Erwerben von
Anteilen an einer
gemeinschaftlichen Tätigkeit
01.01.2016
Änderungen an
IAS 1
Anha nga nga ben 01.01.2016
Änderungen an
IAS 19
Leistungs orientierte Pläne:
Arbeitnehmerbeiträge
01.02.2015
Änderungen an
IAS 16/ IAS 38
Klarstellung akzeptabler
Abschreibungs methoden
01.01.2016
Änderungen an
IAS 16/IAS 41
Landwirtschaft: Fruchttragende
Pflanzen
01.01.2016
Änderungen an
IAS 27
Anwendung der Equity-Methode
im Einzelabschlüsse
01.01.2016
Improvements
to IFRS (2012-
2014)
Annual Improvements 2012-2014 01.01.2016
Improvements
to IFRS (2010-
2012)
Annual Improvements 2010-2012 01.02.2015

In EU-Redit übernommene Änderungen der IFRS für Geschäftsjahre, die nach dem 01.01.2015 heginnen

Für das Geschäftsjahr 2016 ergeben sich hieraus keine wesentlichen Auswirkungen auf Bilanzierung und Bewertung.

Folgende in den kommenden Jahren in Kraft tretende Standards wurden noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen:

Standard Titel Verpflichtende Anwendung für
Geschäftsjahre beginnend ab
IFRS 9 Finanzinstrumente 01.01.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 01.01.2018
IFRS 16 Lea singverhältnisse 01.01.2019
Änderungen an
IFRS 10, 12, IAS
28
Investmentgesellschaften:
Anwendung der
Au snahmevorschrift zur
Konsoli di erung
01.01.2016
Änderungen an
IFRS 10 und IAS
28
Veräußerung oder Einlage von
Vermögenswerten in assoziierte
Unternehmen oder
Gemeinschaftsunternehmen
Auf unbestimmte Zeit
verschoben
Änderungen an
IAS 12
Ansatz aktiver latenter Steuern
auf unrealisierte Verluste
01.01.2017
Änderungen an
IAS 7
Kapital flussrechnung 01.01.2017
Klarstellungen
zu IFRS 15
01.01.2018

Standards, die noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen wurden

Mögliche Auswirkungen der noch nicht in geltendes EU-Recht übernommen Standards oder Änderungen an Standards auf den Konzernabschluss der va-Q-tec werden derzeit analysiert.

1.4 Wesentliche Ermessensentscheidungen bei Schätzungen und Beurteilungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Konzernleitung Ermessensentscheidungen, die sich auf ausgewiesene Beträge im Konzernabschluss auswirken, getroffen. Danach sind bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die einen Effekt auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben.

Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen. Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso, wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.

Die verwendeten Schätzungen und Annahmen sind in den Erläuterungen der einzelnen Bilanz- und GuV-Positionen in Abschnitt 3 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellt. Die wesentlichen betragsmäßigen Auswirkungen ergeben sich in den nachfolgend genannten Bereichen:

  • Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenwerte und Sachanlagen in- $\bullet$ klusive der im Wege eines Finanzierungsleasings gemieteten Vermögenswerte
  • Klassifizierung von Leasingverträgen als Operating- oder Finanzierungsleasing
  • Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten auf Grundlage der Einschätzung erkennbarer Risiken
  • Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
  • Beurteilung der Ausbuchungskriterien von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen
  • Schätzung marktgerechter Zinsstrukturkurven im Rahmen der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten, welche von den Vertragspartnern (Kreditinstitute) ermittelt werden
  • Bestmögliche Schätzung des wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrags im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen
  • Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, bei denen va-Q-tec ein vertragliches Wahlrecht zur Erfüllung in bar oder durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten eingeräumt wird
  • Bewertung der gewährten Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bei anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente
  • Beurteilung der etwaigen Trennungspflicht und die Bewertung von eingebetteten Derivaten

$\overline{2}$ Konsolidierung

2.1 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis leitet sich aus der Anwendung von IFRS 10 (Konzernabschlüsse) ab. Im Konzernabschluss der va-Q-tec AG zum 31.12.2015 wurden die folgenden Tochtergesellschaften vollkonsolidiert:

Name Sitz Kapitalanteil
31.12.2015
Kapitalanteil
31.12.2014
va-Q-tec Ltd. Rochester, UK 94% 96%
va-Q-tec USA Inc. East Rutherford, NJ, USA 100% 100%
va-Q-tec Korea Ltd. Joong-gu, Incheon, Republik Korea 100% 100%

Konsolidierungskreis va-Q-tec Konzern

Abweichend vom wirtschaftlichen Kapitalanteil an der va-Q-tec Ltd. (UK), besitzt die va-Q-tec AG rechtlich 90% der Anteile und damit Stimmrechte zum 31.12.2015 (31.12.2014: 90%). Im Hinblick auf wesentliche Finanzinformationen des Tochterunternehmens wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

Die va-Q-tec AG und ihre Tochtergesellschaften bilden zusammen den va-Q-tec Konzern.

Neben den Anteilen an oben genannten vollkonsolidierten Tochtergesellschaften hält die va-Q-tec AG zum Stichtag einen in 2015 erworbenen Anteil von 14,6% an der Sumteg GmbH, Köln. Die Beteiligung ist aufgrund gesellschaftsrechtlicher Vereinbarungen, die va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss auf die finanzund geschäftspolitischen Entscheidungen ermöglichen, als assoziiertes Unternehmen zu klassifizieren und wird entsprechend der at-equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

2.2 Veränderungen des Konsolidierungskreises und sonstige Erwerbe und Veräußerungen

Ein Mitgesellschafter der va-Q-tec Ltd. (UK) ist seit Gründung in 2011 rechtlich i.H.v. 10% an der Gesellschaft beteiligt und in dieser Höhe stimmberechtigt. Aufgrund wirtschaftlicher Beschränkungen wurden die Anteile bis zum 01.01.2013 dem Mehrheitsgesellschafter zugerechnet und somit keine nicht beherrschenden Anteile im Konzernabschluss ausgewiesen. In 2013, 2014 und 2015 sind die wirtschaftlichen Beschränkungen für jeweils 2% der Kapitalanteile entfallen. Die Transaktion wurde in allen drei Fällen als mehrheitswahrende Abstockung erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet und führt zum Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen.

In 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil an der Sumteq GmbH, Köln erworben. Sumteg ist ein junges Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können. Es handelt sich insofern um eine strategische Investition. Sollte Sumteg einen vereinbarten technischen Entwicklungsmeilenstein erreichen, wird va-Q-tec AG weitere 125.000 EUR in das Unternehmen gegen weitere Anteile investieren müssen.

2.3 Konsolidierungsgrundsätze

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Soweit erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen angepasst, um sie an die im Konzern angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden anzugleichen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind jeweils auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Tochterunternehmen sind diejenigen Gesellschaften, bei denen der Konzern über bestehende Rechte verfügt, die ihm die gegenwärtige Fähigkeit verleihen, die maßgeblichen Tätigkeiten der Gesellschaften zu lenken. Die maßgeblichen Tätigkeiten sind die Tätigkeiten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist daher gegeben, wenn der Konzern variablen Rückflüssen aus der Beziehung zu einer Gesellschaft ausgesetzt ist und mithilfe seiner Verfügungsgewalt über die maßgeblichen Tätigkeiten die Möglichkeit hat, diese Rückflüsse zu beeinflussen. Im va-Q-tec Konzern beruht die Beherrschungsmöglichkeit jeweils auf einer unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der va-Q-tec AG. Die Einbeziehung von Unternehmen in den Konzernabschluss der va-Q-tec AG beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn diese nicht mehr besteht.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung werden die Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Da es sich bei sämtlichen Tochterunternehmen um selbst gegründete Gesellschaften handelt, haben sich aus der Erstkonsolidierung jeweils keine Unterschiedsbeträge ergeben. Anteile anderer Gesellschafter (Nicht beherrschende Anteile) werden entsprechend dem ihnen zustehenden Anteil am Nettovermögen der jeweiligen Gesellschaft ausgewiesen.

Konzerninterne Geschäftsvorfälle werden vollständig bereinigt. Dabei werden maßgebliche Forderungen. Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet sowie Zwischengewinne und -verluste eliminiert. Konzerninterne Erträge werden mit den korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Auf etwaige temporäre Unterschiede aus der Konsolidierung werden die nach IAS 12 erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen erfasst.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei dem va-Q-tec über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist dabei definiert als die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne zu beherrschen oder gemeinschaftlich zu führen. Wenn die va-Q-tec AG direkt oder indirekt zwischen 20% und 50% der Stimmrechte an einem Beteiligungsunternehmen hält, besteht die Vermutung, dass ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Bei einem direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechtsanteil von weniger als 20% wird maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn er eindeutig nachgewiesen werden kann.

Anteile an at-equity-bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden mit dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, die Ausschüttungen und alle weiteren Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Unrealisierte Gewinne auf der Basis von Transaktionen mit assoziierten Unternehmen werden nach Maßgabe des Anteils der va-Q-tec gegen den Beteiligungsbuchwert eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise eliminiert, jedoch nur in dem Maße, in dem kein Anzeichen auf eine Wertminderung vorliegt. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern sind im Wertansatz der Beteiligung enthalten. Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte findet nicht statt. Aufgedeckte stille Reserven werden planmäßig abgeschrieben. Nach der at-equity-Methode bilanzierte Beteiligungen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.

2.4 Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss ist unter Beachtung des Konzepts der funktionalen Währung aufgestellt worden. Die funktionale Währung der va-Q-tec AG ist die primäre Währung des Wirtschaftsumfeldes, in dem der va-Qtec Konzern tätig ist. Sie entspricht dem Euro, welcher zugleich der Darstellungswährung des Konzernabschlusses entspricht. Funktionale Währung der Tochtergesellschaften in den USA und Südkorea ist jeweils die Landeswährung, da diese Tochtergesellschaften ihre Geschäfte in den jeweiligen Märkten selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der britischen Tochtergesellschaft entspricht dem Euro.

In den Abschlüssen jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle in Fremdwährung mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden an jedem Abschlussstichtag mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Die aus diesen Umrechnungen entstandenen Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, in Euro umgerechnet, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet, es sei denn, die Umrechnungskurse während der Periode würden starken Schwankungen unterliegen. In diesem Fall würden die Umrechnungskurse zum Zeitpunkt der Transaktion Anwendung finden. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Konzernergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.

Die für die Umrechnung in Euro verwendeten Wechselkurse der wesentlichen Währungen im Konzern ergeben sich aus folgender Tabelle:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2015 31.12.2014 2015 2014
Britisches Pfund 0.7739 0.7789 0.7258 0,8061
US-Dollar 1.0887 1.2141 1.1095 1.3285
Südkoreanischer Won 1.280,78 1.324.80 1.256,54 1.398.14

$\overline{\mathbf{3}}$ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind.

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern werden ausgewiesen, wenn die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den Gütern auf den Kunden übergegangen sind, ein Preis vereinbart wurde oder ermittelt werden kann und wenn die Zahlung wahrscheinlich ist. Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann. Von den Umsatzerlösen werden Rabatte, Boni, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit der Leistung stehende Steuern abgesetzt.

Finanzergebnis

In der Position Finanzergebnis ausgewiesene Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Dabei findet die Effektivzinsmethode Anwendung.

Ertragsteuern

Der Aufwand aus Ertragsteuern stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Der zu versteuernde Gewinn unterscheidet sich von dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Gewinn vor Steuern, da Ertrags- und Aufwandsposten, die in anderen Jahren zu versteuern oder abzugsfähig sind, sowie Posten, auf die grundsätzlich keine Steuern anfallen oder die grundsätzlich nicht abzugsfähig sind, hierin nicht enthalten sind.

Latente Steuern werden in Übereinstimmung mit der in IAS 12 (Ertragsteuern) dargelegten bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode erfasst. Danach werden Steuerabgrenzungsposten für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden. Die Verlustvorträge, auf die aktive latente Steuern gebildet wurden, werden erwartungsgemäß innerhalb des Planungszeitraums von fünf Jahren genutzt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Abschlussstichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sie denselben Steuerpflichtigen betreffen und gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen.

Zur Bewertung latenter Steuern werden die Steuersätze zukünftiger Jahre herangezogen, soweit sie bereits gesetzlich festgeschrieben sind bzw. der Gesetzgebungsprozess im Wesentlichen abgeschlossen ist. Latente Steuern werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Be- oder Entlastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) wird nach IAS 33 (Ergebnis je Aktie) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus der Division des Ergebnisanteils nach Steuern der Gesellschafter des Mutterunternehmens durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs in Umlauf befindlichen Aktien. Das Konzernergebnis ist dabei nicht auf die verschiedenen Aktiengattungen aufzuteilen, da Stammaktien und Vorzugsaktien im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet sind. Ein verwässertes Ergebnis je Aktie wird gegebenenfalls gesondert ausgewiesen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter der Annahme berechnet, dass alle potenziell verwässernden Instrumente und aktienbasierten Vergütungspläne umgewandelt beziehungsweise ausgeübt werden.

$3.2$ Konzernbilanz

Aktiva $3.2.1$

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist und die Kosten des Vermögenswerts verlässlich ermittelt werden können.

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu Herstellungskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Forschungskosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben und, sobald es Anhaltspunkte für eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt, auf möglichen Wertminderungsbedarf geprüft. Die geschätzte Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden am Ende der jährlichen Berichtsperiode überprüft und eventuelle Änderungen der Schätzung werden bei der Folgebewertung berücksichtigt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Software $\perp$ 3 $-$ 5 Jahre
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 6 Jahre

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Ein aus interner Entwicklung (oder der Entwicklungsphase eines internen Projekts) entstehender immaterieller Vermögenswert wird angesetzt, sofern die entsprechenden Voraussetzungen des IAS 38.57 nachgewiesen werden können. Die aktivierten Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte umfassen die dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie entwicklungsbezogene Gemeinkosten.

Sachanlagen

Sachanlagen werden für Geschäftszwecke genutzt und zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen sämtliche direkt dem Erwerb des Vermögenswertes zurechenbaren Kosten. Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Selbst erstellte Vermögenswerte werden erstmalig mit den direkt zurechenbaren Herstellungskosten sowie produktionsbezogenen Gemeinkosten bewertet.

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb. Bau oder der Herstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind nach IFRS als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Im Berichtszeitraum sowie in der Vergleichsperiode wurden keine qualifizierten Vermögenswerte angeschafft oder hergestellt, für die eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten geboten wäre.

Sachanlagen werden gemäß der Nutzungsart und Nutzungsdauer der Vermögenswerte linear abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte für die beabsichtigte Nutzung zur Verfügung stehen. Die Restwerte, Abschreibungsmethoden und Nutzungsdauern werden jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst. Den planmäßigen Abschreibungen werden überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Gebäude, Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen
Gebäude 50 Jahre
Außenanlagen und Gebäudeeinrichtungen 8 - 14 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen
Produktionsanlagen $8 - 12$ lahre
Sonstige technische Anlagen und Maschinen 3 - 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre
Containerflotte 5 lahre

Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, werden die Sachanlagen auf einen möglichen Wertminderungsbedarf geprüft.

Gewinne oder Verluste, die durch Veräußerung oder Ausbuchung eines Sachanlagenpostens entstehen. werden als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst.

Werthaltigkeitstest

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie noch nicht nutzungsbereite immaterielle Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Wertminderungen geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn irgendein Anhaltspunkt dafür vorliegt, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht mehr erzielt werden kann. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des Betrags erfasst, um den der Buchwert des Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag des Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert wird dabei auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang des Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Betrag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten (Cash Generating Unit) bestimmt, der der betreffende Vermögenswert zugeordnet werden kann.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

Entfallen zu einem späteren Zeitpunkt die Gründe für die vorgenommene Wertminderung, so erfolgt grundsätzlich eine Zuschreibung auf den neuen erzielbaren Betrag. Die Wertaufholung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte.

Leasingverhältnisse

Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern least oder schließt Mietkaufverträge über bestimmte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen ab. Zu Beginn des jeweiligen Leasingverhältnisses erfolgt die Einstufung als Operatingoder Finanzierungsleasing. Gemäß IAS 17 werden Leasingverhältnisse als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden im Zugangszeitpunkt zum niedrigeren Wert aus Barwert der Mindestleasingzahlungen und dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands bilanziert. Zeitgleich erfolgt in gleicher Höhe die Passivierung der Leasingverbindlichkeit unter den sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Im Rahmen der Folgebewertung wird der Vermögenswert aus Finanzierungsleasing linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Sollten Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen, werden außerplanmäßige Wertberichtigungen auf den Leasingvermögenswert vorgenommen. Die Mindestleasingzahlungen werden in Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil wird dabei erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Der Tilgungsanteil reduziert die Leasingverbindlichkeit.

Leasingverhältnisse, bei denen der wesentliche Teil der Chancen und Risiken beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing klassifiziert. Die damit verbundenen Leasingaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

Im Rahmen von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen verkauft der Konzern Container an Dritte und least diese anschließend wieder zurück. Durch die Rückmietung übernimmt der Konzern wieder alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken und klassifiziert das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing. Die Umsatzerlöse aus diesen konzerninternen Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen werden vollständig eliminiert. Da sämtliche Container in der gleichen Periode hergestellt und im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen zurück geleast werden, sind die diesbezüglichen Zugänge aus den aktivierten Eigenleistungen mit den betragsmäßig gleichen Abgängen saldiert in der Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Containerflotte im Sachanlagevermögen ausgewiesen. Die erstmalige Bewertung des Vermögenswerts aus Finanzierungsleasing erfolgt nach den allgemeinen Regeln des IAS 17 und führt zur Aktivierung des Leasinggegenstands und der korrespondierenden Verbindlichkeit.

Der Überschuss aus den va-Q-tec zufließenden finanziellen Mitteln (Verkaufspreis) und dem Buchwert bzw. den aktivierten Eigenleistungen der Container aus dem Verkauf darf bei Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen nicht sofort erfolgswirksam erfasst werden, sondern wird als passiver Sonderposten unter den nicht-finanziellen Verbindlichkeiten abgegrenzt. Der Sonderposten wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen.

Konzern als Leasinggeber

Der Konzern tritt als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverträgen auf. Dies betrifft die kurzfristige Vermietung von Containern an Dritte. Die Leasingverhältnisse sind in der Regel von kurzer Dauer und es erfolgt keine Übertragung der mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer. Die vermieteten Container sind im Anlagevermögen ausgewiesen und die Erlöse aus der Vermietung werden innerhalb der Umsatzerlöse dargestellt.

Vorräte

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten zugerechnet und Anschaffungspreisminderungen abgezogen. Die Herstellungskosten enthalten die direkten Material- und Fertigungskosten sowie den produktionsbezogenen Anteil der fixen und variablen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsbetrieb erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten. Zur verlustfreien Bewertung werden u.a. Bewertungsabschläge aufgrund von Gängigkeiten vorgenommen.

Finanzinstrumente und finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich insbesondere aus Forderungen, derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert und Zahlungsmitteln zusammen. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt nach IAS 39. Finanzielle Vermögenswerte werden bilanziert, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von Dritten zu erhalten. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls zuzüglich der Transaktionskosten. Transaktionskosten von finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden aufwandswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den Kategorien nach IAS 39.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument designiert wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte dieser Kategorie werden erfolgswirksam erfasst. Der aus der Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst, es sei denn, das Derivat wird als Sicherungsinstrument im Rahmen einer Sicherungsbeziehung einbezogen (Hedge Accounting) und ist als solches wirksam. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde jeweils kein Hedge Accounting angewendet.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten sowie unter Berücksichtigung möglicher Wertminderungen bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugeordnet.

Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine finanziellen Vermögenswerte als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen oder zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu jedem Abschlussstichtag auf mögliche Wertminderungen untersucht. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, wird eine aufwandswirksame Wertberichtigung in Höhe der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows vorgenommen und auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in Folgeperioden aufgrund von Ereignissen, die objektiv nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertberichtigung eingetreten sind, wird die Wertminderung in entsprechendem Umfang erfolgswirksam zurückgenommen. Wertgeminderte Forderungen werden ausgebucht, wenn sie als uneinbringlich bewertet werden.

Finanzielle Vermögenswerte, deren vertragliche Rechte auf Zahlungsströme enden oder finanzielle Vermögenswerte, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken auf einen Dritten übertragen sind, werden nicht bilanziert.

$3.2.2$ Passiva

Eigenkapital

Als Eigenkapital werden Geld- und Sacheinlagen definiert, die einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründen. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten erfasst. Transaktionskosten sind Kosten, welche ohne die Ausgabe des Eigenkapitalinstruments nicht angefallen wären. Diese werden unter Berücksichtigung sämtlicher Steuereffekt von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht.

Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstruments am Tag der Gewährung bewertet. Die Bewertung des gegenwärtigen Programms führte zum Zeitpunkt der Gewährung zu einem beizulegenden Zeitwert von null EUR je Option. Der ermittelte beizulegende Zeitwert wird grundsätzlich linear über den Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit als Aufwand mit korrespondierender Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage) gebucht und beruht auf den Erwartungen des Konzerns hinsichtlich der Eigenkapitalinstrumente, die voraussichtlich unverfallbar werden. Aufgrund des beizulegenden Zeitwerts von null zum Zeitpunkt der Gewährung wird für das gegenwärtige Programm kein Aufwand erfasst. Zu jedem Abschlussstichtag prüft der Konzern seine Schätzungen bezüglich der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden.

Weitere Informationen zu anteilsbasierten Vergütungen im va-Q-tec Konzern sind im Abschnitt "Sonstige Angaben" dargestellt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen auch gewährt werden. Sie werden ertragswirksam in den Perioden erfasst, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen trägt, welche durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zuwendungen der öffentlichen Hand. deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als nicht-finanzielle Verbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Die Auflösung erfolgt erfolgswirksam im sonstigen betrieblichen Ertrag auf Grundlage der Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes.

Rückstellungen

Rückstellungen werden ausgewiesen, wenn dem Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden ist, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen führt und die Höhe dieser Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Der als Rückstellung erfasste Betrag entspricht der bestmöglichen Schätzung des für die Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung notwendigen Gegenwerts zum Bilanzstichtag, wobei die Risiken und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Verpflichtung berücksichtigt werden. In die Bewertung der Rückstellungen fließen sämtliche maßgeblichen Kostenfaktoren ein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern der Zinseffekt wesentlich ist, zum Bilanzstichtag mit ihrem abgezinsten Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Wenn zu erwarten ist, dass der zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderliche wirtschaftliche Nutzen ganz oder teilweise von Dritten erstattet wird, so wird die Forderung als Vermögenswert erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Erstattung erfolgt und die Höhe der Forderung verlässlich bewertet werden kann.

Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs der betreffenden Waren oder der Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen gebildet. Die Höhe der Rückstellung basiert auf der historischen Entwicklung sowie einer Schätzung der zukünftigen Gewährleistungsfälle.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge — mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden – gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten, bewertet.

$\overline{a}$ Erläuterungen

4.1 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

$4.1.1$ Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

in EUR 2015 2014
Produkte und Systeme 12.665.239 14.447.980
Dienstleistungen 9.395.006 3.058.479
Sonstige 482.978 831.734
Gesamt Konzern 22.543.223 18338193

Das Produkt- und Systemgeschäft umfasst die Produktion und den Vertrieb von Vakuumisolationspaneelen, Wärmespeicherkomponenten und thermischen Verpackungen. Diese Produkte werden in folgende Branchen verkauft: Pharma, Logistik, Appliance & Food, Technics & Industry, Mobility und Bau. Das Geschäft mit Dienstleistungen umfasst das globale Container-Servicegeschäft für den Transport von temperatursensiblen Gütern, mehrheitlich Pharma- und Biotechprodukte. Neu hinzugekommen ist im Dienstleistungsgeschäft in 2015 die Vermietung von Hochleistungs-Boxen für den Transport temperatursensibler Güter. Sonstige Umsatzerlöse werden durch thermische Beratung und staatlich geförderte Forschungsprojekte erzielt.

Gegenüber dem Vorjahr konnte das Geschäft mit Dienstleistungen, einen deutlichen Umsatzzuwachs um über 178% (Vj.: 160%) erzielen. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf das wachsende Container-Servicegeschäft zurückzuführen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Segmentberichterstattung.

$4.1.2$ Aktivierte Eigenleistungen

Die nachfolgende Tabelle illustriert die Entwicklung der aktivierten Eigenleistungen in den Geschäftsjahren 2014 und 2015. Die aktivierten Eigenleistungen aus der Containerflotte erhöhten sich in 2015 aufgrund des starken Wachstums der Geschäftstätigkeit in diesem Bereich deutlich.

in EUR 2015 2014
Aktivierte Eigenleistungen aus Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen 3.756.593 2.570.208
Sonstige aktivierte Eigenleistungen 1.114.370 345.228
Gesamt Konzern 4.870.963 2.915.436

Von den im Jahr 2015 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten i.H.v. 1.043.815 EUR (Vj.: 990.825 EUR) erfüllen 32.328 EUR (Vj.: 22.768 EUR) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Die

Forschungs- und Entwicklungskosten wurden in den entsprechenden Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

$4.1.3$ Sonstige betriebliche Erträge

in EUR 2015 2014
Auflösung Sonderposten aus Container Sale-and-finance-leaseback Transaktionen 678.851 210.046
Auflösung Sonderposten aus Zuwendungen der öffentlichen Hand 395.017 358,700
Kursgewinne 88.482 77.847
Aperiodische Erträge 104.310 155.132
Einspeisevergütung von Photovoltaikanlagen 21.852 21.015
Gewinne aus Anlagenverkäufen 14.954
Erträge Versicherungserstattungen 100 44.815
Sonstige Erträge 115.764 40.555
Gesamt Konzem 1.419.330 908.110

$4.1.4$ Materialaufwand

in EUR 2015 2014
Aufwand für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 9.776.948 8.471.015
Aufwand für bezogene Leistungen -2.577.463 1.015.603
Gesamt Konzern 12.354.411 9.486.618

$4.1.5$ Personalaufwand

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Personalaufwendungen in den Geschäftsjahren 2014 und 2015:

in EUR 2015 2014
Lohne und Gehälter 7.592.957 6.357.804
Sozi ale Abgaben 1.260.755 1.103.652
Gesamt Konzern 8.853.712 7.461.456

Die sozialen Abgaben enthalten im Wesentlichen die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung. Für Mitarbeiter in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Pensionsplan im Rahmen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, in die der va-Q-tec-Konzern in Höhe eines im Berichtszeitraum gültigen Beitragssatzes von 9,35% (Vj.: 9,45%) (Arbeitgeberanteil) der rentenpflichtigen Vergütung einzuzahlen hat. Die geleisteten Beiträge betrugen im Jahr 2015 524.463 EUR (Vj.: 458.667 EUR). Zusätzlich leistet die va-Q-tec AG im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge für ihre Mitarbeiter Zuschüsse zu Direktversicherungen i.H.v. 66.024 EUR (Vj.: 58.440 EUR). Für die Vorstandsmitglieder bestehen darüber hinaus seit 2014 beitragsorientierte Leistungszusagen, für die im Berichtsjahr 21.868 EUR (Vj.: 20.400 EUR) in eine externe kongruent rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt wurden. Insgesamt wurden somit Aufwendungen zu beitragsorientierten Pensionsplänen i.H.v. 612.355 EUR (Vj.: 537.507 EUR) erfasst.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in den Geschäftsjahren 2014 und 2015 stellt sich wie folgt dar:

2015 2014
Männliche Beschäftigte 165 149
Wei bliche Beschäftigte -44 -4.
Gesamt Konzern 212 190

$4.1.6$ Abschreibungen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden planmäßige Abschreibungen i.H.v. 3.169.484 EUR (Vj.: 1.832.211 EUR) vorgenommen. Es gab in beiden Geschäftsjahren keine außerplanmäßigen Wertminderungen oder Zuschreibungen.

$4.1.7$ Sonstiger betrieblicher Aufwand

in EUR 2015 2014
Marketing und Vetrieb 1.088.995 660.770
Rechts-, Patent-, und Beratungskosten 811.408 540.471
Reparatur und Instandhaltung 562.100 590.592
Mieten und Leasing 574.542 426.833
Frachten 375.256 352.806
Versicherungen und Beiträge 231.048 161.249
Sonstiger Personalau fwand 203,087 215.380
IT und sonstige Bürokosten 218.471 244.701
Aperiodische Aufwendungen 83.599 39.480
Kursverluste 51.162 37.057
Zuführung zu sonstigen Rückstellungen 25.000 50,500
Sonstiges 526.353 307.394
Gesamt Konzem 4.751.021 3.627.233

Die Position "Sonstiges" umfasst im Wesentlichen die Vergütung der Aufsichtsräte, die Nebenkosten des Geldverkehrs und andere betriebsnotwendige Hilfsmittel und Dienstleistungen wie etwa Laborbedarf und ausgelagerte kaufmännische Tätigkeiten.

$4.1.8$ Ergebnis aus at-equity bilanzierten Beteiligungen

Aus einer at-equity bilanzierten Beteiligung resultierte im Geschäftsjahr ein anteiliges negatives Ergebnis i.H.v. 4.903 EUR.

$4.1.9$ Finanzergebnis

in EUR 2015 2014
Zinserträge 590 999
Erträge aus deri vati ven Finanzinstrumenten 20.258
Finanzerträge 590 21.257
Zinsaufwendungen 889.395 583.057
Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten 170.026 161.385
Finanzaufwendungen 1.059.421 ٠ 744.442
Finanzergebnis 1.058.831 723, 185

4.1.10 Ertragsteuern

2014
529.060 55.305
$\sim$ 32.414
834.432 286.462
305.443 263.571
2015

Latente Steuern werden anhand der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden.

Die steuerliche Überleitungsrechnung erläutert den Zusammenhang zwischen dem erwarteten Steueraufwand und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand, der sich aus dem IFRS-Konzernergebnis (vor Ertragsteuern) durch Anwendung eines Ertragsteuersatzes von 29,6% (Vj.: 29,6%) ergibt. Der verwendete Ertragsteuersatz entspricht jeweils dem durchschnittlichen inländischen Steuersatz der va-Q-tec AG, der sich aus der Körperschaftsteuer (zzgl. Solidaritätszuschlag) und der Gewerbesteuer zusammensetzt.

2015 2014
634.627 885.618
29.6% 29.6%
188.122 262524
39.370 38.598
33.942 34.848
67.911 54.483
3.664
71 32.414
143.933
٠
1.196
32.135 18.170
305.443 263.571

Die nachfolgende Übersicht gibt an, welchen Bilanzpositionen die aktiven und passiven latenten Steuern zuzuordnen sind:

31.12.2015 Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
in EUR 31.12.2015 31.12.2015
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 17.552
Sachanlagen 191.540 190.483
Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 19.170
Vorräte 46.598
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 138.200
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte
PASSIVA
Langfristige Rückstellungen
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 36.373
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 1.321.656
Kurzfristige Rückstellungen
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 262.505
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 395.042
Verlustvorträge 258.626
Summe 2512.340 365,405
Saldierung 365.405
Bilanzausweis 2.146.935
31.12.2014 Aktive latente Steuer Passive latente Steuer
in EUR 31.12.2014 31.12.2014
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 10.409
Sachanlagen 46.213 100.717
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 9.825
Vorräte 38.558
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 90.940
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 119
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte
PASSIVA
Langfristige Rückstellungen 5.825
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 100.397
Sonstige langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 724.519
Kurzfristige Rückstellungen
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 88.524
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 192.241
Verlustvorträge 317.559
Summe 1.513.955 211.891
Sal dierung 211.891
Bilanzausweis 1.302064

Aktive latente Steuern werden nur dann angesetzt, wenn die Realisierbarkeit dieser Steuervorteile wahrscheinlich ist. Dabei werden alle zurzeit bekannten positiven und negativen Einflussfaktoren auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse berücksichtigt. Von den aktiven latenten Steuern entfallen 274.796 (Vj.: 220.335 EUR) auf Einzelgesellschaften, die in der laufenden Periode oder in der Vorperiode steuerliche Verluste erlitten haben. Der Konzern geht aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung grundsätzlich von einer Nutzbarkeit der aktivierten latenten Steueransprüche aus. Insbesondere in. der Produktionsgesellschaft (va-Q-tec AG) als auch im Container-Service Geschäft (va-Q-tec Ltd. (UK)) wurden in den Jahren 2012 bis 2015 umfangreiche Investitionen in Personal, Technologie und Kapazität getätigt, die

die notwendige Basis für Wachstum bieten. Mittelfristig wird von einer dauerhaften Profitabilität ausgegangen, bei der die latenten Steueransprüche genutzt werden können.

Zum 31.12.2015 bestehen steuerliche Verlustvorträge i.H.v. 637.072 EUR (31.12.2014: 413.600 EUR) für die keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. Diese steuerlichen Verlustvorträge resultieren aus den Tochtergesellschaften in Korea und den USA, die im Wesentlichen regionale Einkaufs- bzw. Vertriebsgesellschaften sind. Beide Gesellschaften befinden sich noch in einer Gründungs- bzw. Hochlaufphase, in der sie noch mit Verlusten operieren.

Die steuerlichen Verlustvorträge in den USA sind bis zu 20 und in Korea bis zu 10 Jahren nutzbar.

4.1.11 Ergebnis je Aktie

Der va-Q-tec Konzern ist gemäß IAS 33 nicht verpflichtet ein Ergebnis je Aktie zu berechnen und anzugeben. Die Angaben erfolgen freiwillig und entsprechen vollumfänglich den Anforderungen des IAS 33. Das Ergebnis je Aktie stellt sich wie folgt dar:

2015 2014
Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteil en (in EUR) 357.971 626.555
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Aktien 4.578.187 4.578.187
Ergebnis je Stammaktie und Vorzugsaktie (in EUR) 108 114

Die Vorzugsaktien und die Stammaktien der va-Q-tec AG sind im Hinblick auf das Anrecht auf den Bezug von Dividenden gleich ausgestaltet. Ein jeweils getrennter Ausweis des Ergebnisses je Aktie bezogen auf Stammaktien und Vorzugsaktien ist daher nicht notwendig.

Zur Zusammensetzung des Grundkapitals verweisen wir auf die Erläuterungen zum Eigenkapital.

Im Geschäftsjahr 2015 und 2014 waren keine Finanzinstrumente ausgegeben, die Verwässerungseffekte verursachen könnten.

4.2 Bilanz

$4.2.1$ Aktiva

$4.2.1.1$ Immaterielle Vermögenswerte

Anlagenspiegel Anschaffungs und Herstellungskosten
in EUR Standam Kurs- Zugänge Umbu ch ungen Abgänge Stand am
01.01.2015 differenzen 31.12.2015
Software 382009 ٠ 275.755 657.764
-2. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau- 22.768 32.328 55.096
Summe Immaterielle Vermögenswerte 404.777 308 083 $\overline{\phantom{a}}$ 712860
in EUR Standam Kurs- Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
01.01.2014 differenzen 31.12.2014
1. Software 328532 53.477 382.009
2. selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau- ۰ ۰ 22.768 ۰ $\overline{\phantom{a}}$ 22768
Summe Immaterielle Vermögen swerte 328.532 $\overline{\phantom{a}}$ 76.245 - $\overline{\phantom{a}}$ 404.777
Anlagenspiegel Abschreibungen Buchwerte
in EUR Stand am Kurs- Abschreibungen Abzänge Stand am Stand am Stand am
01.01.2015 differenzen im Geschäftsjahr 31.12.2015 31.12.2015 31.12.2014
Software 298.743 $\overline{a}$ 49.156 $\overline{\phantom{a}}$ 347.899 309.865 83.266
$\overline{2}$ selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau- 55.096 22.768
Summe Immaterielle Vermögenswerte 298.743 49.156 $\,$ 347.899 364.961 106.034
in EUR Stand am Kurs- Abschreibungen Abgänge Stand am Stand am Stand am
01.01.2014 differenzen im Geschäftsjahr 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013
Software 250.893 47.850 ۰ 298.745 83.266 77.639
$\overline{2}$ selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Bau- 22.768
Summe Immaterielle Vermögenswerte 250.893 47850 $\sim$ 298.743 106.034 77.639

In der Position Software sind immaterielle Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing enthalten. Der Nettobuchwert der betreffenden Vermögenswerte beträgt zum Stichtag 4.115 EUR (31.12.2014: 12.345 $EUR$ ).

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen. Die Werthaltigkeit der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte im Bau zum Stichtag ist gegeben.

$4.2.1.2$ Sachanlagevermögen

Anlagenspiegel Anschaffungs- und Herstellungskosten
in EUR Stand am Kurs- Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
01.01.2015 differenzen 31.12.2015
1. Grundstücke und Gebäude 4.551.735 ۰. 28.381 ٠ 4.980.116
2. technische Anlagen und Maschinen 10.047.898 $\overline{\phantom{a}}$ 1.135.492 372.288 451 11.555.227
З. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.752.753 812 189.648 20.233 71.751 2.891.655
4. Containerflotte 6.277.267 ٠ 7.809.220 ٠ 14.086.487
5. Anlagen im Bau 3756.966 820.807 - 392521 4.185.252
Summe Sachanlagen 27.786.619 812 9.983.548 ٠ 72.202 37.698.777
in EUR Stand am Kurs- Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
01.01.2014 differenzen 31.12.2014
1. Grundstücke und Gebäude 4.915.814 35.921 4.951.735
2. technische Anlagen und Maschinen. 7.605.021 2.005.050 437.827 10.047.898
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.740.512 230 12.011 ٠ 2752.753
4. Containerflotte 1.732.209 $\overline{\phantom{a}}$ 4.545.058 ٠ 6.277.267
5. Anlagen im Bau 3.707.282 ۰ 487.511 - 437.827 3756966
Summe Sachanlagen 20.700.838 230 7.085.551 ٠ 27.786.619
Anlagenspiegel Abschreibungen Buchwerte
in EUR Stand am Kurs- Abschreibungen Abgänge Stand am Stand am Stand am
01.01.2015 differenzen im Geschäftsiahr 31.12.2015 31.12.2015 31.12.7014
$\mathbf{1}$ Grundstücke und Gebäude 653.62E 162.323 815.949 4.164.167 4.298.109
2. technische Anlagen und Maschinen 3.243.522 834.232 ٠ 4.077.754 7.477.473 6.804.376
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.842.748 453 322.856 63.587 2.102.470 789.225 910.005
4. Containerflotte 858.071 1.800.917 2.658.988 11.427.499 5.419.196
5. Anlagen im Bau 4.185.252 3.756.966
Summe Sachanlagen 6.597.967 453 3.120.328 63.587 9.65.161 28.043.616 21.188.652
in EUR Stand am Kurs- Abschreibungen Abgänge Stand am Stand am Stand am
01.01.2014 differenzen im Geschäftsjahr 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2013
Grundstücke und Gebäude 495.798 157.828 653.626 4.298.109 4.420.016
2. technische Anlagen und Maschinen 2.524.682 718.840 ٠ 3.243.522 6.804.376 5.080.340
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.534.695 $\overline{\phantom{a}}$ 308.053 $\overline{\phantom{a}}$ 1.842.748 910.005 1.205.817
4. Containerflotte 258431 $\overline{\phantom{a}}$ 599.640 ٠ 858.071 5.419.196 1.473.777
5. Anlagen im Bau ٠ 3.756.966 3.707.282
Summe Sachanlagen 4.813.606 ٠ 1.784.361 ٠ 6.597.967 21.188.652 15.887.232

In den Sachanlagen werden Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing ausgewiesen. Diese entfallen zum 31.12.2015 mit einem Nettobuchwert i.H.v. 11.048.653 EUR (31.12.2014: 5.298.273 EUR) auf die Containerflotte. In den technischen Anlagen und Maschinen sowie den Anlagen im Bau sind weitere Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing Vereinbarungen mit einem Nettobuchwert zum 31.12.2015 von 3.582.651 EUR (31.12.2014: 4.532.077 EUR) enthalten.

Folgende Sachanlagen dienen zur Besicherung von Finanzschulden:

  • Sämtliche Gebäude und Grundstücke dienen als Sicherheiten für langfristige Bankdarlehen. Die Ge- $\bullet$ sellschaft besitzt ausschließlich am Standort Kölleda Grundstücke und Gebäude.
  • Sämtliche Anlagen und Maschinen aus Finanzierungsleasing an den Standorten Würzburg und Kölleda dienen als Sicherheiten für die Finanzierungen der Leasinggesellschaft. Von den übrigen technischen Anlagen und Maschinen dient ein Anteil mit einem Buchwert von 1.752.210 EUR (31.12.2014: 1.218.244 EUR) als Sicherheit für langfristige Bankdarlehen.
  • Aus der Kategorie "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" dienen Vermögenswerte i.H.v. 1.408.940 EUR (31.12.2014: 803.190 EUR) am Standort Kölleda als Sicherheiten für langfristige Bankdarlehen.

Die Containerflotte aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen dient der Leasinggesellschaft als $\bullet$ Sicherheit für die von ihr gewährten Finanzierungen.

Es wurden keine Indikatoren für eine mögliche Wertminderung identifiziert. Außerplanmäßige Wertminderungen oder Zuschreibungen gemäß IAS 36 wurden im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr entsprechend nicht vorgenommen.

$4.2.1.3$ At-equity bilanzierte Beteiligungen

Im September 2015 hat die va-Q-tec AG für 375.000 EUR einen Minderheitenanteil an der Sumteq GmbH, Köln erworben. Sumteg ist ein junges Technologieunternehmen, das innovative Schäume entwickelt, die zukünftig als leistungsfähige Kernmaterialien für VIPs eingesetzt werden können.

Die nachstehende Tabelle fasst die Finanzinformationen von Sumteq, berichtigt um Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und unter entsprechender Fortentwicklung der Effekte auf den Bilanzstichtag, zusammen. Die Tabelle zeigt auch eine Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den ausgewiesenen Buchwert des Anteils der va-Q-tec an Sumteq. Die Informationen für das in der Tabelle dargestellte Geschäftsjahr 2015 beinhalten die Ergebnisse von Sumteg für den Zeitraum vom 01.09.2015 bis zum 31.12.2015.

Finanzinformationen Sumteq GmbH 31.12.2015
in EUR
Langfristige Vermögenswerte 1.470.588
Kurzfristige Vermögenswerte 493.034
Langfristige Schulden 477.206
Kurzfristige Schulden 6.881
Nettovermögen (100%) 1.479.535
Anteil des Konzerns am Nettovermögen (14,6%) 215.272
Geschäfts- oder Firmenwert 154.825
Buchwert der at-Equity bilanzierten Beteiligung 370.097
Finanzinformationen Sumteg GmbH 2015
in EUR
Umsatzerlöse (01.09.2015 - 31.12.2015)
Periodenergebnis (01.09.2015 - 31.12.2015) 33.698
Sonstiges Ergebnis (01.09.2015 - 31.12.2015)
Gesamtergebnis (100%) 33.698
Anteil des Konzerns am Gesamtergebnis (14,6%) 4.903

Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte $4.2.1.4$

Sonstige finanzielle Vermögenswerte Stand am
in EUR langfristig ku rzfristig 31.12.2015
Debitorische Kreditoren 14.530 14.530
Kautionen 46.214 577 46.791
Übrige 1.000 1.000
Gesamt Konzern 46.214 16.107 62.321
Sonstige finanzielle Vermögenswerte Stand am
in EUR langfristig ku rzfristig 31.12.2014
Derivative Finanzinstrumente $\overline{\phantom{a}}$ 16.900 16.900
Debitorische Kreditoren $\overline{\phantom{a}}$ 6.280 6.280
Kautionen 45.247 22.645 67.892
Übrige 1.017 1.017
Gesamt Konzern 45.247 46.842 92.089

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.

4.2.1.5 Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte

Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte Stand am
in EUR langfristig kurzfristig 31.12.2015
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 54.450 54.450
Forderungen aus Ums atzsteuer 434.914 434.914
Geleistete Anzahlungen auf Vorräte 22.590 22.590
Aktive Rechnungs abgrenzung 144.559 144.559
Übrige 102.372 102.372
Gesamt Konzern 54.450 704.435 758.885
Stand am
langfristig kurzfristig 31.12.2014
199.680 199.68C
276.830 276.83C
551.207 551.207
41.460 41.460
520.845 520.845
38.794 38.794
121.614 121.614
476.510 1.273.920 1.750.430

Die übrigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Ansprüche auf Rückerstattung der Energiesteuer, Forderungen gegenüber Mitarbeitern sowie sonstige Anzahlungen. Die Forderungen aus Förderanträgen im Vorjahr betreffen öffentliche Zuschüsse, welche im Zuge des Ausbaus des Standortes Kölleda gewährt und im Berichtsjahr ausgezahlt wurden.

$4.2.1.6$ Vorräte

Der Bestand der Vorräte hat sich insgesamt um 506.442 EUR (Vj.: 282.748 EUR) erhöht.

Vorräte
in EUR
31.12.2015 31.12.2014
Roh-, Hilfs - und Betriebs stoffe 2.377.428 2.588.785
Unfertige Eizeugnisse, unfertige Leistungen 266.523 183.105
Fertige Erzeugnisse, Waren 1.933.259 1.298.878
Gesamt Konzern 4.577.210 4.070.768

In den Vorräten sind zum 31.12.2015 Wertminderungen i.H.v. 225.832 EUR (31.12.2014: 271.121 EUR) berücksichtigt. Die Veränderungen der Wertberichtigungen wurden jeweils erfolgswirksam in den Bestandsveränderungen erfasst. Wertaufholungen sind im Berichtszeitraum sowie im Vorjahr nicht erfolgt. Der Buchwert der zum Nettoveräußerungswert angesetzten Vorräte beträgt zum 31.12.2015 552.621 EUR (31.12.2014: 392.980 EUR).

$4.2.1.7$ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 2015 2014
Stand 01.01. 25.865 31.036
Verbrauch -
Auflösung 5.171
Zuführung 14.464 ۰
Stand 31.12. 40.329 25.865

Entwicklung der Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Falls ein Ausfallrisiko eines Kunden besteht, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beurteilung der Höhe des Risikos erfolgt durch den jeweiligen Geschäftsbereichsleiter. Während des Geschäftsjahres wurden kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen im Umfang von 3.042.573 EUR (Vj.: 3.265.017 EUR) gegen Barmittel übertragen. Da sich die Risikoposition der va-Q-tec durch die Übertragung nicht wesentlich verändert, werden die betreffenden Forderungen nicht ausgebucht, sondern weiterhin als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die erhaltenen Barmittel werden als Finanzierung dargestellt und unter den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zum 31.12.2015 beläuft sich der Buchwert der übertragenen Forderungen sowie der finanziellen Verbindlichkeiten auf 446.216 EUR (31.12.2014: 290.283 EUR). Für weitere Informationen zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu Finanzinstrumenten (Kapitel 4.4) und zum Risikomanagement (Kapitel 4.5).

$4.2.1.8$ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

lin EUR 31.12.2015 31.12.2014
Giroguthaben 1.179.512 987.158
Sparguthaben 4.073 254.065
Kassenbestanc -2.460 2.485
Gesamt Konzern 1.186.045 1.243.708

$4.2.2$ Passiva

$4.2.2.1$ Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals und des Gesamtergebnisses sind in. der "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" gesondert Bestandteile dargestellt. Die des Gesamtergebnisses sind in der Gesamtergebnisrechnung aggregiert dargestellt.

Gezeichnetes Kapital

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens va-Q-tec AG ausgewiesen. Das Grundkapital der va-Q-tec AG besteht aus Stammaktien und stimmberechtigten Vorzugsaktien mit einem jeweiligen Nennbetrag von 1,00 EUR, deren Einteilung und Entwicklung in der folgenden Tabelle dargestellt ist:

Anzahl der Aktien Nominalwert

in EUR
Stammaktien 3.470.850 3.470.850
Vorzugsaktien Serie A1 408.500 408.500
Vorzugsaktien Serie A2 698.837 698.837
Stand 31.12.15 4.578.187 4.578.187
S tammaktien 3.470.850 3.470.850
Vorzugsaktien Serie A1 408.500 408.500
Vorzugsaktien Serie A2 698.837 698.837
Stand 31.12.14 4.578.187 4.578.187

Den Inhabern der Vorzugsaktien Serie A1 und Serie A2 steht gegenüber den Inhabern der Stammaktien kein Dividendenvorzug zu.

Dies gilt jedoch nicht bei Entstehung eines Liquidationserlöses im Fall, dass (i) alle Aktien der Gesellschaft oder Aktien von allen Aktionären entsprechend ihrer jeweiligen Beteiligung an der Gesellschaft in einem engen zeitlichen Zusammenhang von einem Erwerber und/oder Erwerberkonsortium gekauft, getauscht oder übernommen werden, (ii) die Gesellschaft aufgelöst wird, (iii) die Gesellschaft aufgrund des Verkaufs wesentlicher Vermögenswerte, oder aufgrund der Ausschüttung vorhandener Rücklagen bzw. sonstiger Ausschüttungen Zahlungen an die Aktionäre vornimmt, oder (iv) eine Barabfindung anlässlich der Verschmelzung gezahlt wird. Bei der Verteilung eines Liquidationserlöses gehen die Vorzugsaktien Serie A2 den Vorzugsaktien Serie A1 in der Auszahlungsrangfolge vor.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. In 2015 sind für die in 2016 geplante Kapitalbeschaffung Transaktionskosten nach Berücksichtigung von entsprechenden Steuereffekten i.H.v. 24.779 EUR (Vj.: 0 EUR) direkt von der Kapitalrücklage abgesetzt worden.

Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis

Das kumulierte sonstige Konzernergebnis enthält die Rücklage aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten im Wesentlichen die kumulierten Ergebnisvorträge, die Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Anwendung von IFRS sowie den Anteil an dem Konzernergebnis der Periode, welcher den Eigentümern der va-Q-tec AG zuzurechnen ist.

$4.2.2.2$ Langfristige und kurzfristige Rückstellungen

in EUR Gewähr-
leistungen Archivierung Prozesskosten Sonstige Gesamt
S tand 01.01.2015 30,000 17.000 15,600 33.885 96.485
Zuführung 400 17.000 64.000 81.400
Inanspruchname ٠ $\overline{\phantom{a}}$ 33.885 33.885
Auflösung 5.000 ٠ 15.600 20.600
Stand 31.12.2015 25,000 17.400 17.000 64.000 123.400
langfristig 25,000 17.400 4.000 46.400
kurzfristig $\overline{\phantom{a}}$ - 17.000 60.000 77.000

Rückstellungen

Die Gewährleistungsrückstellungen wurden unter Zugrundelegung des Reklamationsvolumens des Vorjahres unter Berücksichtigung der laufenden Geschäftsentwicklung ermittelt. Rückstellungen für Archivierungen basieren auf pauschalen Archivierungskosten. Die Prozesskostenrückstellungen beinhalten die erwarteten Kosten aus laufenden und drohenden Rechtsstreitigkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus nicht kostendeckenden Produktverkäufen an Kunden und Rückstelllungen für offene Dienstleistungen von Lieferanten.

Auf die Abzinsung langfristiger Rückstellungen wurde unter Wesentlichkeitsaspekten verzichtet.

$4.2.2.3$ Langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus langfristigen Investitionsdarlehen zur Finanzierung von Grundstücken, Gebäuden und Anlagen sowie aus kurzfristigen Kontokorrentlinien zur Finanzierung des Umlaufvermögens. Diese Verbindlichkeiten unterliegen Covenants hinsichtlich Verschuldungsgrad und Eigenkapitalquote der va-Q-tec AG sowie des Konzerns. Sie sind besichert durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen, jeweils am Standort Kölleda. Die langfristigen Darlehen haben verbleibende Laufzeiten von ein bis sieben Jahren.

Im Juni 2015 wurden sechs bestehende langfristige Investitionsdarlehen refinanziert und durch zwei neue langfristige Darlehen i.H.v. 2.440.000 EUR in Summe ersetzt. Die neuen Darlehen haben eine Laufzeit bis 30.06.2022. Das Risiko aus der variablen Verzinsung der neuen Darlehen wurde wie in der Vergangenheit durch Zinsswaps abgesichert. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt.

$4.2.2.4$ Sonstige langfristige und kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten Stand am
in EUR langfristig kurzfristig 31.12.2015
Finanzierungsleasing 5.024.287 3.856.715 8.881.002
S tille B eteiligung 487.999 487.999
Derivative Finanzins trum ente 83.755 435.000 518.755
F actoring 446.216 446.216
Abgegrenzte Schulden für ausstehende Rechnungen $\overline{\phantom{a}}$ 467.173 467.173
Übrige 92.039 92.039
Gesamt Konzern 5.108.042 5.785.142 10.893.184
Finanzielle Verbindlichkeiten Stand am
in EUR langfristig kurzfristig 31.12.2014
Finanzierungsleasing 985.289 5.266.743 6.252.032
S tille B eteiliqung 466.109 ٠ 466.109
Derivative Finanzinstrumente 359.709 359.709
F actoring 290.283 290.283
Kundenboni 250.000 250.000
Abgegrenzte 5 chulden für ausstehende Rechnungen ۰ 232.484 232.484
Übrige ٠ 108.454 108.454
Gesamt Konzern 1.811.107 6.147.964 7.959.071

Die Leasingverbindlichkeiten resultieren aus den im Wege von Finanzierungsleasing Vereinbarungen aktivierten Sachanlagen. Es handelt sich dabei vor allem um Leasingverträge zur Finanzierung von Produktionsanlagen an den Standorten Kölleda und Würzburg sowie Vermögenswerten der Containerflotte der englischen Tochtergesellschaft, welche im Wesentlichen über Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen finanziert wird. Die geleasten Vermögenswerte werden im Anlagevermögen ausgewiesen. Der Rückgang des kurzfristigen Anteils des Finanzierungsleasings in 2015 ist auf eine Umgliederung finanzieller Verbindlichkeiten von kurz- auf langfristig zurückzuführen, nachdem ein Eigenkapital-Covenant der englischen Tochtergesellschaft im März 2015 wieder eingehalten wurde. Aufgrund der Nichteinhaltung des Covenants zum Bilanzstichtag 2014 und des Risikos einer Fälligstellung waren zum Bilanzstichtag 2014 ursprünglich langfristige Leasingverbindlichkeiten i.H.v. 3.948.479 EUR als kurzfristig bilanziert worden.

Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der unten stehenden Tabelle:

31.12.2015

bis zu einem Jahr Künftige Mindest-
leasingzahlungen
4.456.985
Zinsen
600.269
(Verbindlichkeiten aus
Finanzie rungsleasing)
3.856.716
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 5.407.528 383.242 5.024.286
über 5 Jahre $\overline{\phantom{a}}$
Summe Mindestleasingzahlungen 9.864.513 983.511 8.881.002

in EUR

in EUR

31.12.2014

Künftige Mindest-
leasingzahlungen
Zinsen Barwert
(Verbindlichkeiten aus
Finanzie rungsleasing)
bis zu einem Jahr 5.833.521 566.778 5.266.743
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren. 1.054.656 69.367 985.289
Summe Mindestleasingzahlungen 6.888.177 636.145 6.252.032

Die Position derivative Finanzinstrumente beinhaltet die negativen Marktwerte aus Zinsswaps zur Absicherung variabel verzinster langfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i.H.v. 83.755 EUR (31.12.2014: 76.959 EUR) sowie den negativen Marktwert eines in eine stille Beteiligung, welche grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 31.03.2018 aufweist, eingebetteten trennungspflichtigen Sonderkündigungsrechts seitens der Beteiligungsgesellschaft i.H.v. 435.000 EUR (31.12.2014: 282.750 EUR). Das Sonderkündigungsrecht besteht im Falle eines etwaigen Börsengangs der va-Q-tec AG. Es wird davon ausgegangen, dass das Sonderkündigungsrecht seitens der Beteiligungsgesellschaft aufgrund des in 2016 angestrebten Börsengangs ausgeübt wird.

$4.2.2.5$ Sonstige langfristige und kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Stand am
in EUR langfristig kurzfristig 31.12.2015
S onderposten für Zuwendungen 3.621.991 432.001 4.053.992
S onderposten für abgegrenzte Containergewinne 3.828.758 1.189.220 5.017.978
B oni und Tantiemen an Mitarbeiter $\overline{\phantom{a}}$ 179.595 179.595
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern $\overline{\phantom{m}}$ 141.738 141.738
Abgegrenzte Schulden für nicht genommenen Urlaub ٠ 51.940 51.940
E rhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 228.440 228.440
Andere sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten ٠ 181.128 181.128
S ons tige P ers onalverbindlichk eiten $\overline{\phantom{a}}$ 83.098 83.098
Übrige ۰ 98.030 98.030
Gesamt Konzern 7.450.749 2.404.062 9.854.811
Nicht-finanzielle Verbindlichkeiten Stand am
in EUR langfristig. kurzfristig 31.12.2014
S onderposten für Zuwendungen 3.934.609 395.017 4.329.626
S onderposten für abgegrenzte Containergewinne 1.733.673 504.869 2.238.542
B oni und Tantiemen an Mitarbeiter 273.535 273.535
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 126.580 126.580
Abgegrenzte Sichulden für nicht genommenen Urlaub- 92.231 92.231
E rhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 47.848 47.848
Andere sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 156.463 156.463
S ons tige Pers on alverbindlichkeiten ۰ 116.766 116.766
Übrige 39.697 39.697
Gesamt Konzern 5.668.282 1.596.543 7.264.825

Sonderposten für Zuwendungen der öffentlichen Hand

Wie auch in den Vorjahren erhielt die Gesellschaft in 2014 und 2015 im Zuge des fortgeführten Ausbaus des Produktionsstandortes in Kölleda in Thüringen weitere Investitionszuschüsse des Landes Thüringen und der Europäischen Union sowie Investitionszulagen. Die Investitionszuschüsse und -zulagen dienten vor allem dem Neubau weiterer Produktionshallen sowie der Erweiterung der VIP-Produktionsanlagen am Standort. Sofern die Förderbedingungen wie derzeit erwartet eingehalten werden, sind diese Zuwendungen nicht rückzahlbar. In der ersten Förderperiode von 2008 bis 2011 wurden die Zuschüsse für den Aufbau des Standortes gewährt.

Sonderposten für Zuwendungen
in EUR
2015 2014
Stand 01.01. 4.329.626 4.195.189
Zuführung 170.852 527.625
Auflös ung 395.017 358.700
neutrale Auflös ung 51.469 34.488
Stand 31.12. 4.053.992 4.329.626
- davon langfristig 3.621.991 3.934.609
- davon kurzfristig 432.001 395.017

Sonderposten für abgegrenzte Gewinne aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen

In 2015 wurden Container, welche im Rahmen der Containerflotte eingesetzt werden, im Wert von 7.214.881 EUR (Vj.: 4.479.468 EUR) im Wege von Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen veräußert. Dieser Anstieg der Leasingfinanzierung ist dem starken Wachstum des Container-Service Geschäfts geschuldet. Die bei dem Containerverkauf über die Herstellungskosten hinaus entstandenen Gewinne wurden als passivischer Sonderposten abgegrenzt. Dieser Sonderposten wird über die jeweilige fünfjährige Nutzungsdauer der Container im sonstigen betrieblichen Ertrag aufgelöst.

$4.2.2.6$ Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten; sie sind innerhalb eines Jahres fällig.

4.3 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der va-Q-tec im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen Kassenbestände sowie Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben, nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen und nicht verfügungsbeschränkt sind.

Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts umfassen neben Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten auch Abgänge bzw. Zugänge im Sachanlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit sind neben Zahlungsmittelzuflüssen aus

Eigenkapitalerhöhungen und der Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auch Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von finanziellen Verbindlichkeiten sowie Auszahlungen aufgrund von Finanzierungsleasing ausgewiesen. In separaten Positionen innerhalb des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit werden darüber hinaus die Zahlungsmittelzuflüsse aus Sale-and-finance-leaseback-Transaktionen sowie erhaltenen Investitionszulagen und -zuschüssen gezeigt.

Demgegenüber wird ausgehend vom Konzernergebnis der Mittelzufluss und -abfluss aus betrieblicher Tätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Konzernergebnis um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen, latente Steuern, Auflösung der Sonderposten, Bewertung von Finanzinstrumenten und Veränderungen der Rückstellungen korrigiert. Zudem werden die Veränderung der übrigen Vermögenswerte und Schulden sowie des Working Capitals ergänzt.

Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln oder Zahlungsmitteläquivalenten geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung.

4.4 Finanzinstrumente

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Finanzinstrumente mit den Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten. aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 bzw. IAS 17. Die beizulegenden Zeitwerte sind dabei jeweils den Bewertungsstufen der Fair Value-Hierarchie zugeordnet. Soweit keine entsprechende Zuordnung erfolgt ist, wird davon ausgegangen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Dies betrifft im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungmitteläquivalente, übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten, die jeweils kurze Restlaufzeiten aufweisen.

Eine Definition der Stufen der Fair Value-Hierarchie findet sich in Abschnitt 1.2 "Grundlagen der Abschlusserstellung". Die Zuordnungen zu den Stufen werden jeweils zum Ende der Berichtsperiode überprüft. Umgliederungen zwischen den Stufen sind im Berichtsjahr sowie im Vorjahr nicht erfolgt.

Werte nach Bewertungskategorien 2015 Bewertungs
kategorie nach
Buchwert Beizulegender
Zeitwert
davon Fair Value
in EUR IAS 39 / IAS 17 31.12.2015 31.12.2015 Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Finanzielle Vermögen swerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 4.415.527 4.415.527
Son stige fin anzi elle Vermögenswerte
davon derivative Finanzinstrumente FVtPL
davon übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 62.321 62.321
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 1.186.045 1.186.045
Summe 5.663.893 5.663.893
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 8.910.349 8921.232 8.921.232
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 1.633.172 1.633.172
Son stige fin anzi elle Verbindlichkeiten
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IAS 17 8.881.002 8918.767 8918767
davon derivative Finanzinstrumente FVtPL 518.755 518.755 83755 435,000
davon stille Beteiligung FLAC 487.999 499.769 499.769
davon übrige son stige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.005.428 1.005.428
Summe 21.436.705 21.497.123
Buchwert Beizulegender
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Zeitwert
Loans and Receivables LaR 5.663.893 5.663.893
At fair value through P &L (aktiv) FVtPL
Financial liabilities measured at amortised cost FLAC 12.036.948 12.059.601
At fair value through P &L (passiv) FVtPL 518.755 518.755
Werte nach Bewertungskategorien 2014 Bewertungs
kategorie nach
Puchwert Beizulegender
Zeitwert
davon Fair Value
lin EUR IAS 39 / IAS 17 31.12.2014 31.12.2014 Stufe 1
Stufe 2
Stufe 3
Finanzielle Vermögen swerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 3.393.928 3393.928
Son stige fin anzi elle Vermögenswerte
davon derivative Finanzinstrumente FVtPL 16.900 16,900 16.900
davon übrige finanzielle Vermögenswerte LaR 75.189 75.189
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 1.243.708 1.243.708
Summe 4.729.725 4.729.725
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 5.260.382 5.273.697 5.273.697
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 2.219.384 2 2 1 9 3 8 4
Son stige fin anzielle Verbindlichkeiten
davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing IAS 17 6.252.032 6,280,304 6,280,304
davon derivative Finanzinstrumente FVtPL 359.709 359.709 76.959 282.750
davon stille Beteiligung FLAC 466.109 499.428 499.428
davon übrige son stige finanzi elle Verbindlichkeiten FLAC 881.221 881.221
Summe 15.438.837 15.513.744
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Loans and Receivables LaR 4.712.825 4.712.825
At fair value through P & L (aktiv) FVtPL 16.900 16.900
Financial liabilities measured at amortised cost FLAC 8.827.096 8873.731
At fair value through P&L (passiv) FVtPL 359.709 359.709

Der beizulegende Zeitwert von der Bewertungsstufe 2 zugeordneten festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie von stillen Beteiligungen ergibt sich als Barwert der zukünftig erwarteten Cashflows. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze. Bei variabel verzinslichen Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den beizulegenden Zeitwerten.

Bei der Stufe 2 zugeordneten Zinsswaps wird der beizulegende Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows ermittelt, wobei die für die Restlaufzeit der Kontrakte zum jeweiligen Stichtag geltenden Marktzinssätze zugrunde gelegt werden. Für die Bewertung von Devisenoptionen werden anerkannte Optionspreismodelle verwendet, in die u.a. die Volatilität des jeweiligen Wechselkurses und die zugrundeliegenden Basiszinsen einfließen.

Bei dem derivativen Finanzinstrument der Stufe 3 handelt es sich um ein in eine stille Beteiligung eingebettetes Sonderkündigungsrecht seitens der Beteiligungsgesellschaft. Das Sonderkündigungsrecht, welches sofern es ausgeübt wird zu einer zusätzlichen Zahlungsverpflichtung führen könnte, besteht im Falle eines etwaigen Börsengangs der va-Q-tec AG. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dieser Option erfolgt jeweils zum Bilanzstichtag auf Basis eines Bewertungsmodells. Wesentliche Bewertungsparameter sind Einschätzungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit eines Börsengangs, die Laufzeit der stillen Beteiligung bis zu einem etwaigen Börsengang sowie die auf einen Maximalbetrag gedeckelte erwartete Marktkapitalisierung der va-Q-tec AG zu einem solchen Zeitpunkt, die das Management ieweils auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen trifft. Die Wahrscheinlichkeit eines Börsengangs wurde zum 31.12.2015 mit 50% (Vj.: 50%), der Börsenwert des Unternehmens mit 100.000.000 EUR (Vi.: 65.000.000 EUR) angenommen. Als Stichtag für einen möglichen Börsengang wurde wie im Vorjahr der 30.06.2016 angenommen. Das Sonderkündigungsrecht könnte bei einem etwaigen Börsengang zu einer finanziellen Verpflichtung von 500.000 - 870.000 EUR führen.

Nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts dieses Finanzinstruments.

Stand 31.12.2013 -121.365
erfolgswirksame Veränderung $-161.385$
Stand 31.12.2014 -282.750
erfolgswirksame Veränderung $-152.250$
Stand 31.12.2015 -435.000

Überleitungsrechnung Finanzinstrumente Stufe 3

Die erfolgswirksamen Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der Option werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Finanzaufwendungen" ausgewiesen.

4.5 Nettoergebnis der Finanzinstrumente

Das in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis in Bezug auf Finanzinstrumente setzt sich wie folgt zusammen:

in FUR

Nettoergebnisse 2015 aus

Kategorie nach Wert- Wert- Folgebewertung Währungs-
IAS 39 / IAS 17 Zinsertrag Zinsaufwand berichtigungen aufholungen zum Fair Value umrechnung
La R 590l $-14.464$ 22,820
FVtPL $-170.026$
FLAC $-354.618$ ٠ 14.500
IAS 17 $-534.778$
l Summ e 590 -889.396 $-14,464$ $-170.026$ 37,320

in EUR

Nettoergebnisse 2014 aus

Kategorie nach Wert- Wert- Folgebewertung Währungs-
IAS 39 / IAS 17 Zinsertrag Zinsaufwand berichtigungen aufholungen zum Fair Value umrechnung
LaR 9991 5.171 $-4.925$
N tPL $-141.127$
FLAC $-338.590$ 45.715
HAS 17 $-244.467$
l Summe ا ووو $-583.057$ 5.171 $-141.127$ 40.790

4.6 Risikomanagement

va-Q-tec ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liguiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu betriebswirtschaftlichen Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Hedge Accounting nach IAS 39 wird dabei nicht angewandt. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht.

Kreditrisiken

Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem va-Q-tec Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, u.a. bei derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.

Das Kreditrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

Das maximale Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte (einschließlich Derivate mit positivem Marktwert) entspricht dem in der Bilanz angesetzten Buchwert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 beträgt das maximale Kreditrisiko 4.477.848 EUR (31.12.2014: 3.486.017 EUR).

Die Altersstruktur der nicht einzelwertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2015 31.12.2014
in EUR
Nichtüberfällig 3.717.029 2.864.880
Weniger als 30 Tage 403.289 390.831
30-90 Tage 155.712 76.081
91-360 Tage 114.915 53.683
Mehr als 360 Tage 19.667 3.538
Nicht wertberichtigte Forderungen 4.410.612 3.389.013
Buchwert der wertberichtigten Forderungen 4.915 4.915
Gesamt 4.415.527 3.393.928

Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Die Werthaltigkeit der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und die Bonität der Kunden zurückgeführt. Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind weder überfällig noch wertgemindert.

Aufgrund der verhältnismäßig hohen Konzentration der Umsatzerlöse auf einige Großkunden liegt ein starker Fokus des Vertriebs auf Neukundengewinnung in allen durch die va-Q-tec adressierten Marktbereichen.

Liquiditätsrisiken

Die Liquiditätsrisiken, d. h. das Risiko, dass va-Q-tec seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden sowohl durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzt va-Q-tec entsprechende Liquiditätsplanungsinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag waren keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Es bestanden in ausreichendem Maß nicht genutzte Kontokorrentlinien.

Spezifische Liquiditätsrisiken des Konzerns ergeben sich aus dem verhältnismäßig hohen Anteil einzelner Großkunden mit denen keine Langzeitverträge bestehen und den damit zusammenhängenden theoretischen Ausfalloder Abwanderungsrisiken dieser Kunden, sowie aus möglichen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber Kreditinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Covenants und gegenüber Förderinstituten bei eventueller Nichteinhaltung von Förderbedingungen. Diese potenziellen Liquiditätsrisiken werden durch gezielte kommerzielle, finanzielle und organisatorische Maßnahmen durch das Management gesteuert.

Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären und derivativen finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.

Die nachfolgende Tabelle enthält die Rückzahlungsbeträge (einschließlich angenommener, zukünftig zu leistender Zinsen) zur jeweils angegebenen Fälligkeit:

2015
Rückzahlungsbeträge
zur jeweiligen Fälligkeit
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in EUR Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Derivative
Finanzierungsleasing
Finanzinstrumente Übrige sonstige
fin anzielle
Verbindlichkeiten Leistung
Verbindlichkeiten
aus Lieferung und Gesamt
2016 7.082.717 4.456.985 485.601 1.525.178 1.633.173 15.183.653
2017 430.986 3.402.981 36.820 $\overline{\phantom{a}}$ 3870.786
2018 414.846 1.844.783 27.372 ٠ ٠ 2287.001
2019 399.309 105.764 18.114 L ä, 523.187
2020 386.679 54.001 10.586 ÷ 451.266
2021 und später 553.413 6.326 559.739
Summe 31.12.2015 9.267.949 9.864.513 584.820 1525.178 1.633.173 22875.633
2014
Rückzahlungsbeträge
zur jeweiligen Fälligkeit
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
in EUR Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Derivative
Finan zier ungsleasing
Finanzinstrumente Übrige sonstige
fin anzielle
Verbindlichkeiten Leistung
Verbindlichkeiten
aus Lieferung und Gesamt
2015 3.617.265 5.836.141 35.013 920.721 2.219.384 12628524
2016 782.683 658.959 302.046 519.750 $\overline{\phantom{a}}$ 2263.437
2017 340.565 224.615 10.891 ÷. 576.071
2018 332.485 168.462 6.750 - 507.697
2019 243.374 2.778 ÷. 246.152
2020 und später 114.194 439 $\sim$ 114.633

Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite sowie Kontokorrentlinien der va-Q-tec gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf die Grundstücke und Gebäude am Standort Kölleda. Darüber hinaus bestehen am gleichen Standort Sicherungsübereignungen von Maschinen und Einrichtungsgegenständen. An den Standorten Kölleda und Würzburg sind Produktionsanlagen als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Zuletzt sind Container der englischen Tochtergesellschaft, welche im Rahmen der Containerflotte vermietet werden, als Sicherheiten für Finanzierungsleasing bestellt. Aufgrund der Nichteinhaltung des Covenants zum Bilanzstichtag 2014 und des Risikos einer Fälligstellung waren zum Bilanzstichtag 2014 ursprünglich langfristige Leasingverbindlichkeiten i.H.v. 3.948.479 EUR als kurzfristig bilanziert worden.

Währungsrisiken

Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die va-Q-tec ist diesem Risiko vor allem aus ihrer Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen auf eine von der

funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaft abweichende Währung lauten) ausgesetzt. Sofern wirtschaftlich sinnvoll, sichert die va-Q-tec ausgewählte Wechselkursrisiken mit Devisentermingeschäften ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Kosten in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist.

Die folgende Sensitivitätsanalyse legt den USD und das GBP als wesentliche Fremdwährung für den va-Q-tec Konzern zugrunde. Die Analyse bezieht sich jeweils auf den Stand der zum 31.12.2015 bestehenden Forderungen, Liquiden Mittel und Verbindlichkeiten in USD und GBP. Es wurden die Effekte auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet, die sich aus dem simulierten USD-Kurs und GBP-Kurs zum Stichtag ergeben.

Es ergeben sich folgende Währungsszenarien: Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 58.092 EUR (Vj.: 37.433 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 58.092 EUR (Vj.: 37.433 EUR) höher ausgefallen. Wenn der USD gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 58.092 EUR (Vj.: 37.433 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 58.092 EUR (Vj.: 37.433 EUR) niedriger ausgefallen. Wenn der GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 42.302 EUR (Vj.: 109.220 EUR) höher und das Konzerneigenkapital um 42.302 EUR (Vi.: 109.220 EUR) höher ausgefallen. Wenn der GBP gegenüber dem EUR zum Bilanzstichtag um 10% abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 42.302 EUR (Vj.: 109.220 EUR) niedriger und das Konzerneigenkapital um 42.302 EUR (Vj.: 109.220 EUR) niedriger ausgefallen.

Zinsrisiken

Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen und Kontokorrentlinien. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch den Einsatz von Zinsderivaten in Form von Zinsswaps auf langfristige Darlehen, wobei kein Hedge Accounting angewendet wird.

Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitivitätsanalyse ermittelt. Die folgende Sensitivitätsanalyse bezieht sowohl Auswirkungen auf das Zinsergebnis aufgrund der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden variabel verzinslichen Finanzinstrumente als auch Wertänderungen der abgeschlossenen Zinsswaps ein. Es wurden die Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf Konzernergebnis und Eigenkapital berechnet.

Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 23.274 EUR niedriger (Vj.: 6.757 EUR niedriger) und das Konzerneigenkapital um 23.274 EUR niedriger (Vj.: 6.757 EUR niedriger) gewesen. Wenn das Marktzinsniveau zum Bilanzstichtag um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 37.901 EUR höher (Vj.: 5.338 EUR höher) und das Konzerneigenkapital um 37.901 EUR höher (Vj.: 5.338 EUR höher) gewesen.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements der va-Q-tec ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die va-Q-tec überwacht ihr Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Die Eigenkapitalquote ist hierbei eine wichtige Kennzahl. Der Vorstand hat als kurzfristiges Ziel für den Konzern eine Mindesteigenkapitalguote von 25%, als mittelfristiges Ziel eine Mindesteigenkapitalguote von 35% definiert.

Die Kennzahl Eigenkapitalquote des Konzerns ist aufgrund der gestiegenen Verschuldung und des leicht gesunkenen Eigenkapitals auf 23,8% gesunken (Vj.: 31,2%). Diese Kennzahl liegt leicht unterhalb des vom Vorstand gesetzten Ziels.

Im Geschäftsjahr 2015 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der Muttergesellschaft va-Q-tec AG i.H.v. 8.081.216 EUR (Vj.: 4.671.166 EUR) Covenants-Regelungen in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec AG nach HGB. Die Covenant-Regelungen schreiben für die Muttergesellschaft einen Verschuldungsgrad von weniger als 3,0x EBITDAR (Vj.: 3,5x EBITDAR) und eine Eigenkapitalquote von mindestens 40% vor. Diese Covenants hinsichtlich der Muttergesellschaft wurden erfüllt. Seit dem Geschäftsjahr 2014 unterliegen Finanzverbindlichkeiten der va-Q-tec Ltd. (UK) aus Finanzierungsleasing i.H.v. 7.908.471 EUR per 31.12.2015 (Vj.: 3.948.479 EUR) einer Covenant-Regelung in Bezug auf den Einzelabschluss der va-Q-tec Ltd. (UK). Diese Covenant-Regelung schreibt ein bilanzielles Eigenkapital von mindestens 2.500.000 EUR ab dem 31.12.2014 vor. Dieser Covenant wurde zum Bilanzstichtag erfüllt, nachdem er Ende 2014 nicht eingehalten worden

war. Der Covenant wurde durch Erhöhung des Eigenkapitals der va-Q-tec Ltd (UK) im März 2015 wieder eingehalten.

$\mathbf{r}_i$ Sonstige Angaben

5.1 Segmentinformationen

Der va-Q-tec Konzern ist gemäß IFRS 8 nicht verpflichtet eine Segmentberichterstattung offenzulegen. Die Angaben erfolgen freiwillig und entsprechen vollumfänglich den Anforderungen des IFRS 8.

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Aktivitäten des va-Q-tec Konzerns gemäß den Regeln von IFRS 8 (Segmentberichterstattung) nach Geschäftsbereichen abgegrenzt. Diese Aufgliederung orientiert sich an der internen Steuerung und Berichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten. Der va-Q-tec Konzern ist in den drei Geschäftsbereichen "va-Q-tec AG", "va-Q-tec Ltd. (UK)" und "Sonstige" tätig.

Die va-Q-tec AG betreibt die Entwicklung und Produktion von innovativen und energieeffizienten Vakuumisolationspaneelen (VIPs). Neben VIPs entwickelt und vertreibt die va-Q-tec AG weitere Produkte wie Luftfracht-Container, Thermoverpackungen sowie Wärme- und Kältespeicherkomponenten (PCM) und bietet fundierte thermische Beratung an. Zusätzlich wird die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen im thermischen Dämmbereich angeboten. Neu hinzugekommen im Berichtsjahr ist die Vermietung von Thermo-Boxen für den Transport temperatursensibler Güter, insbesondere Pharmazeutika.

Die Aktivitäten der va-Q-tec Ltd. (UK) umfassen die Vermietung von Luftfrachtcontainern. Hierfür unterhält die va-Q-tec Ltd. (UK) eine wachsende Flotte von Vermietcontainern, für global agierende Pharma- und Logistikunternehmen. Diese Luftfrachtcontainer werden durch die va-Q-tec AG hergestellt. Zusätzlich tätigt die va-Q-tec Ltd. (UK) Produktverkäufe.

Der Bereich "Sonstige" umfasst die Aktivitäten der Tochtergesellschaften va-Q-tec Ltd. (Korea) und va-Q-tec Inc. (USA). Die Tochtergesellschaften erbringen im Falle der Tochter in Korea Einkaufsdienstleistungen, im Falle der Tochter in den USA Verkaufsdienstleistungen für den Konzern.

Die Aktivitäten der drei Geschäftsbereiche sind - bis auf das neu hinzugekommene Vermietgeschäft mit Boxen in der va-Q-tec AG - unverändert zum Vorjahr.

Die Berichterstattung bei va-Q-tec erfolgt nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen. Um eine Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden IFRS-Konzernabschluss zu erreichen, erfolgt eine Überleitung der internen Berichterstattung auf IFRS je Geschäftsbereich. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb der Geschäftsbereiche sind, sofern wesentlich, konsolidiert ausgewiesen.

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2015

va-Q-tecKonzern
va-Q-tecKonzern
in EUR

va-criconomicani
in EUR
va-Q-tec AG va-Q-tecLtd.(UK)
Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 21.063.045 21.063.045 8.694.870 8.694.870
Innenumsatz 1.232.522 1.232.522 49.697 49.697
Gesamtumsatz 22.295.567 22.295.567 8.744.567 8.744.567
Gesamterträge 24.747.653 222.888 24.970.542 8.744.566 8.744.566
Materialaufwand $-9.416.731$ 43.479 $-9.460.211$ $-3.250.809$ 45.750 $-3.205.059$
Personalaufwand $-7.788.213$ $-7.788.213$ 920.453 920.453
Sonstiger betrieblicher Aufwand 3842897 78.919 3.763.978 $-1.628.054$ 46 $-1.628.100$
EBITDA 3.699.812 258.328 3.958.140 2.945.250 45.704 2.990.954
Abschreibungen $-1.415.925$ 8.230 $-1.424.155$ $-1.837.701$ 8.712 $-1.846.413$
EBIT 2.283.887 250.098 2.533.985 1.107.549 36.992 1.144.541
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen
Finanzerträge 36.739 1.403 38.142
Finanzaufwendungen 402.607 212.855 615.462 393.924 62.759 456.683
EBT 1.918.019 38.646 1.956.665 713.625 25.767 687.858
Investitionen Geschäftsjahr 2015 2318168 2.318.168 8.327.841 8.327.841
Vermögen 31.12 2015 31.706.190 809.343 32.515.533 14.799.492 39.498 14.838.989
langfristige Vermögenswerte 31.12.2015 16.512488 59.211 16.571.699 12.334.176 43.759 12.290.417
At-Equity bilanzierte Beteiligungen
Schulden 31.12.2015 15.724.967 2.322.839 18.047.806 11.579.630 75.564 11.655.194
Mitarbeiter Geschäftsjahr 2015 195 195 14 14

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2014

va-Q-tecKonzern

in EUR va-Q-tecAG va-Q-tec Ltd. (UK)
Local GAAP Überleitung IFRS Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 19.189.039 19, 189, 039 3.627.619 3.627.619
Innenumsatz 1.130.158 1,130,158
Gesamtumsatz 20.319.197 20.319.197 3.627.619 3.627.619
Gesamterträge 21.379.415 92.174 21.471.589 3.627.619 3.627.619
Materialaufwand $-8,662,284$ 2.080 $-8.664.364$ $-1.550.611$ 74.035 $-1.624.646$
Personalaufwand $-6.825.289$ $-6.825.289$ 416.497 416.497
$\overline{\phantom{a}}$
Sonstiger betrieblicher Aufwand $-3.275.128$ 26.642 $-3.248.486$ 620.499 25.293
$\overline{a}$
645.792
EBITDA 2.616.714 116.736 2.733.450 1.040.012 99.328
$\overline{a}$
940.684
Abschreibung en $-1.241.052$ 8.230 $-1.249.282$ 632.724 8.712 624.012
EBIT 1.375.662 108.506 1.484.168 407.288 90.616 316.672
Finanzerträge 120.391 31.249 151.641
Finanzaufwendungen 393.651 197.376 591.027 277.313 3.146 274.167
EBT 1.102.402 57.621 1.044.782 129.975 87.470 42.505
Investitionen Geschäftsjahr 2014 2.443.871 2.443.871 4.865.970 4.865.970
Vermögen 31.12.2014 28.959.054 607.213 29.566.267 7,862,798 228.002 8.090.800
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2014 16.072.609 35.113 16.107.722 5.890.238 80.797
٠
5.809.441
Schulden 31.12.2014 14.311.680 2.146.146 16.457.826 5.856.562 30.233 5.886.795
Mitarbeiter Geschäftsjahr 2014 179 179 7 7

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2015

va-Q-tecKonzern

in EUR Gesamtsumme
Sonstige Konsolidierung Konzern
Geschäftsbereiche
Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 189 189 29.758.104 7.214.881 22.543.223
Innenumsatz 355.347 355.347 1.637.566 1.637.566
Gesamtumsatz 355.536 355.536 31.395.670 8.852.447 22.543.223
Gesamterträge 362.990 3.078 366.067 34.081.175 4.523.440 29.557.735
Materialaufwand 3.057 3.058 12.668.327 313.916 $-12.354.411$
Personalaufwand 161.468 $-161.468$ 8.870.133 16.422 $-8.853712$
Sonstiger betrieblicher Aufwand 359.106 664 $-359.770$ 5.751.848 1.000.827 $-4.751.021$
EBITDA 160.641 2.414 $-158.227$ 6.790.867 3.192.276 3.598.591
Abschreibungen 1.715 1.715 3.272.283 102.799 $-3.169.484$
EBIT $-162.356$ 2.414 $-159.942$ 3.518.584 3.089.477 429.107
Ergebnis aus at equity bilanzierten Beteiligungen 4.903 4.903
Finanzerträge 177 177 38319 37.729 590
Finanzaufwendungen 22.472 843 $-23.315$ 1.095.461 36.039 $-1.059.421$
EBT 184.653 1.571 $-183.082$ 2.461.441 3.096.068 634.627
Investitionen Geschäftsjahr 2015 25.511 25.511 10.671.520 379.888 10.291.631
Vermögen 31.122015 214.247 618 214.864 47.569.387 5.643.765 41.925.622
langfristige Vermögen swerte 31.12.2015 28.454 187 28.267 28.890.383 427.357 28.463.027
At-Equity bilanzierte Beteiligungen 370.097 370.097
Schulden 31.12.2015 510.674 6.230 504.443 30.207.444 1.726.469 31.933.913
Mitarbeiter Geschäftsjahr 2015 3 з 212 212

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2014

va-Q-tec Konzern

in EUR Son stige Gesamtsumme der
Geschäftsbereiche
Konsolidierung Konzern
Local GAAP Überleitung IFRS
Außenumsatz 1.003 1.003 22.817.661 4.479.468
$\overline{a}$
18.338.193
Innenumsatz 143.462 ÷ 143.462 1.273.620 1.273.620
Gesamtumsatz 144.465 144.465 24.091.281 5.753.088 18.338.193
Gesamterträge 229.817 31 229.786 25,328,994 3.083.909 22.245.085
Materialaufwand 2.571 ÷. 2.571 10.291.581 804.963 $-9.486.618$
Personalaufwand $-219.670$ ٠ $-219.670$ 7.461.455
$\overline{\phantom{a}}$
$-7.461.456$
Sonstiger betrieblicher Aufwand $-177.617$ 500 $-178.117$ 4.072.395 445.162 $-3.627.233$
EBITDA $-170.041$ 531 $-170.572$ 3.503.563 1.833.785 1.669.778
Abschreibung en 1.513 ä, 1.513 1,874,807 42.596 $-1.832.211$
EBIT $-171.554$ 531 $-172.085$ 1.628.756 1.791.189 162.433
Finanzerträge 188 188 151.829 130.572
٠
21.257
Finanzaufwendungen 7.751 1.014 8.765 873.959 129.517 744.442
EBT $-179.117$ 1.545 $-180.662$ 906.625 1.792.243 885.618
Investitionen Geschäftsjahr 2014 2.326 2.326 7.312.167 150.373
٠
7.161.794
Vermögen 31.12.2014 345.157 6.729 351.886 38.008.953 4.827.896 33.181.057
Langfristige Vermögenswerte 31.12.2014 4.481 181 4.300 21.921.462 150.268
×.
21.771.195
Schulden 31.12.2014 443.873 1.598 445.471 22.790.092 32.405 22.822.497
Mitarbeiter Geschäftsjahr 2014 4 4 190 190

Ausgehend von der Gesamtsumme der Geschäftsbereiche werden in der Spalte "Konsolidierung" die konzerninternen Geschäftsvorfälle eliminiert sowie insbesondere die Auswirkungen aus Sale-and financeleaseback-Transaktionen berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2015 gab es bei der va-Q-tec AG und zu einem Teil bei der va-Q-tec UK Ltd. drei Kunden. deren Umsatzanteil jeweils über 10% am Gesamt-Konzernumsatz lag. Mit diesen Kunden wurden Umsätze i.H.v. 4.237.958 EUR, 3.466.942 EUR und 2.642.322 EUR erzielt. Im Geschäftsjahr 2014 existierten vier Kunden der va-Q-tec AG und der va-Q-tec UK Ltd. deren Umsatzanteil am Konzernumsatz mehr als 10% betrug. Die entsprechenden Umsätze beliefen sich auf 5.427.375 EUR, 2.759.314 EUR, 2.043.732 EUR und 1.991.331 FUR.

Die Umsatzerlöse verteilen sich geographisch wie folgt:

in EUR 2015 2014
Deutschland 7.566.624 8.157.836
Übrige Europäische Union 6.962.560 4.917.205
Andere 8.014.039 5.263.152
Gesamt Konzern 22.543.223 18.338.193

Die Zuordnung von Umsätzen mit externen Kunden zu einer geographischen Region richtet sich nach dem Standort des Kunden. Die geographische Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte richtet sich nach dem Sitz des Eigentümers der Vermögenswerte und ist entsprechend aus der oben dargestellten Segmentberichterstattung nach legalrechtlichen Einheiten ersichtlich.

Die Zuordnung der Umsätze auf Produkte, Systeme und Dienstleistungen ergibt sich wie folgt: Mit Produkten (Vakuumisolationspaneele und einzeln verkaufte Wärmespeicherkomponenten) wurden im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 7.411.292 EUR (Vj.: 6.428.549 EUR) erzielt. Mit Systemen (thermische Verpackungen und deren Komponenten) konnte der Konzern im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 5.253.947 EUR (Vj.: 8.019.431 EUR) erzielen. Aus Dienstleistungen resultierten im Geschäftsjahr Umsätze i.H.v. 9.395.006 EUR (Vj.: 3.058.479 EUR). Sonstige Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 482.978 EUR (Vj.: 831.734 EUR).

5.2 Eventualverpflichtungen und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften oder ähnlichen Verpflichtungen. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Wesentlichen aus Operating-Leasingverhältnissen für IT-Ausstattung und Firmenwagen, sowie aus Mietverpflichtungen für Gebäude resultieren.

Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (Eventualverpflichtungen) 31.12.2015 31.12.2014
in EUR
Gesamt Konzern 967.263 409.087
fällig innerhalb eines Jahres 442.812 333.179
fällig zwischen einem und fünf Jahren 503.877 75.908
fällig später als fünf Jahre 20.574

Weiterhin bestehen zum Bilanzstichtag Verpflichtungen aus Bestellobligo für Sachanlagen i.H.v. 110.000 EUR (31.12.2014: 0 EUR).

5.3 Aktienbasierte Vergütung

va-Q-tec hat im Jahr 2013 ein virtuelles Optionsprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 188.591 virtuellen Optionen aufgesetzt. Diese Optionen haben einen regulären Ansparzeitraum von vier Jahren. Die Anspardauer deckt sich mit dem zeitlichen Verbleib des Begünstigten in der Gesellschaft. Entfällt der zugrundeliegende Arbeitsvertrag kann die Gesellschaft die angesparten virtuellen Optionen zurückerwerben. Im Falle eines Exit-Events (IPO oder Unternehmensverkauf) werden die Optionen beschleunigt und vollständig angespart, sofern das Exit-Event mindestens ein Jahr nach der Optionszuteilung eintritt. Der Ausübungspreis wird zum jeweiligen Zuteilungszeitpunkt festgelegt.

Ein Ausgleich der virtuellen Optionen durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel findet nur statt, wenn die Exiterlöse pro Aktie über dem Basispreis (Ausübungspreis) der Optionen liegen. Das Unternehmen hat das einseitige Recht des Ausgleichs der virtuellen Optionen entweder durch Eigenkapitalinstrumente oder Barmittel. va-Q-tec bilanziert das virtuelle Optionsprogramm als anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, da eine gegenwärtige Verpflichtung zum Barausgleich nach Ansicht des Vorstands nicht vorliegt.

Am 01.07.2013 wurden zunächst nur einem Mitglied des Managements in Schlüsselposition 94.296 virtuelle Optionen mit einem Ausübungspreis i.H.v. 7,73 EUR aus dem Optionsprogramm zugeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung wurde durch die Anwendung eines üblichen Optionsbewertungsmodells (Black Scholes) vorgenommen. Es wurden dabei ein Aktienpreis von 1,44 EUR, eine Laufzeit von drei Jahren, eine Yield Rate von 5,0%, eine risikolose Verzinsung von 0,5% und eine Volatilität von 25% angenommen. Diese Volatilität wurde aufgrund der historischen Umsatz- und Ertragsentwicklung und des noch frühen Entwicklungsstadiums der va-Q-tec angenommen. Die Berechnung ergab einen beizulegenden Zeitwert von

null EUR je Option. Entsprechend wurde über den bisherigen Ansparzeitraum kein Aufwand erfasst. Von den zugeteilten Optionen waren zum Bilanzstichtag 58.934 erdient (Vj.: 35.361).

Die Hauptversammlung der va-Q-tec AG hat den Aufsichtsrat ermächtigt. Mitgliedern des Vorstands zusätzliche Optionen im Rahmen des bestehenden Optionsprogramms zuzuteilen. Außerdem hat sie den Vorstand der va-Q-tec AG gleichermaßen ermächtigt, bestehenden und zukünftigen Angestellten des Unternehmens Optionen zuzuteilen. Bis Ende 2015 sind keine weiteren Optionen zugeteilt worden, somit sind zum Bilanzstichtag 94.295 virtuelle Optionen (Vj.: 94.295 virtuelle Optionen) noch nicht zugeteilt.

5.4 Nahestehende Personen und Unternehmen

Gemäß IAS 24 sind die Existenz von, Geschäftsvorfälle mit, sowie ausstehende Salden gegenüber nahestehenden Unternehmen, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, sowie nahestehenden Personen anzugeben. Die va-Q-tec AG ist oberstes Konzernunternehmen.

Als nahestehende Personen in der va-Q-tec Gruppe gelten grundsätzlich Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen einschließlich deren nahe Familienangehörige. Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich zusammen aus den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der va-Q-tec AG. Darüber hinaus stehen die beiden Vorstände Dr. Kuhn und Dr. Caps dem Konzern aufgrund ihrer Eigenschaft als maßgeblich beteiligte Aktionäre an der va-Q-tec AG nahe.

Als nahestehende Unternehmen in der va-Q-tec Gruppe gelten solche Unternehmen, auf die die va-Q-tec AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige zumindest einen maßgeblichen Einfluss ausüben können, oder die ihrerseits auf va-Q-tec einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Als Aktionär mit einem Anteil von 33,4% (Vj.: 33,2%) ist Cleantech Europe II S.à.r.L., Luxemburg nahestehendes Unternehmen mit maßgeblichem Einfluss. Als assoziiertes Unternehmen der va-Q-tec ist die Sumteg GmbH, Köln ebenfalls ein nahestehendes Unternehmen. Es bestanden zum Bilanzstichtag keine offene Forderungen oder Zahlungsverpflichtungen mit nahestehenden Unternehmen. In der Berichtsperiode wurde eine Eigenkapitalinvestition in Höhe von 375.000 EUR in die Sumteq GmbH getätigt.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

Vorstand
Dr. Joachim Kuhn seit 01.04.2001
Dr. Roland Caps seit 01.04.2001
Christopher Hoffmann seit 01.07.2013
Aufsichtsrat
Dr. Gerald Hommel
Vorsitzender
seit 27.06.2014
Uwe Lamann
Stelly. Vorsitzender
seit 27.06.2014
Dr. Barbara Ooms-Gnauck seit 27.06.2014
Dr. Alois Flatz bis 31.10.2015
Winfried Klar seit 20.03.2013
Uwe Krämer seit 01.10.2015
Dr. Eberhard Kroth seit 20.03.2013

Gesamtvergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen der va-Q-tec Gruppe

Vergütung des Vorstands

in EUR 2015 2014
Kurzfristig fällige Leistungen 542.663 474.585
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 21.868 20,400
Gesamtvergütung des Vorstands 564.531 494.985

Dem Vorstand wurde in 2015 eine Gesamtvergütung i.H.v. 564.531 EUR gezahlt (Vj.: 494.985 EUR). Diese Vergütung bestand aus Gehältern, erfolgsabhängigen jährlichen Boni sowie Zuschüssen zur betrieblichen Altersvorsorge. Seit 2014 bestehen für die Vorstände beitragsorientierte Leistungszusagen. Hierfür wurden im Berichtsjahr 21.868 EUR (Vj.: 20.400 EUR) in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Einem Mitglied des Vorstands wurden am 01.07.2013 94.296 Aktienoptionen gewährt.

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Vorstands.

Zum 31.12.2015 hatten zwei Mitglieder des Vorstands gegenüber der Thüringer Aufbaubank persönliche Bürgschaften i.H.v. 612.786 EUR (31.12.2014: 612.786 EUR) ausstehen. Diese Bürgschaften wurden 2008 und 2011 ohne Gegenleistung der va-Q-tec AG abgegeben.

Vergütung des Aufsichtsrats

Für das Geschäftsjahr 2015 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von insgesamt 121.387 EUR (Vj.: 85.405 EUR) gewährt. Die Vergütung beinhaltet sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr nur einen kurzfristigen Bestandteil und besteht aus der Vergütung der gewöhnlichen Aufsichtsratstätigkeit. Außerdem wurden Beratungsleistungen und sonstige Leistungen i.H.v. 20.486 EUR (Vj.: 2.659 EUR) vergütet.

Zum 31.12.2015 bestanden aus dieser Vergütung des Aufsichtsrats Zahlungsverpflichtungen der Gesellschaft i.H.v. 52.093 EUR (31.12.2014: 25.733 EUR).

Im Berichtsjahr bestanden wie im Vorjahr keine Vorschüsse und Kredite gegenüber Mitgliedern des Aufsichtsrats.

5.5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Januar 2016 wurden weitere 47.148 Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm an zwei leitende Angestellte ausgeteilt. Somit sind in Summe 141.444 Aktienoptionen ausgeteilt. Der beizulegende Zeitwert am Tag der Gewährung betrug für diese neu ausgeteilten Optionen 11,93 EUR je virtueller Option.

Im März 2016 wurde durch die va-Q-tec AG am Standort Würzburg-Heuchelhof eine zusätzliche Industriehalle angemietet, um den weiteren Ausbau der Pharmalogistik-Aktivitäten zu ermöglichen.

Im April 2016 wurde mit einer Hausbank ein Term-Sheet für eine strukturierte Finanzierung zur Erweiterung und zum Pooling der bestehenden Kreditengagements mit weiteren Hausbanken vereinbart. Der Gesamtrahmen kurz- und mittelfristiger Finanzierung soll damit um ca. 4.750.000 EUR auf 11.000.000 EUR erweitert werden. Diese Finanzierung soll die Liguidität im Zuge des geplanten Wachstums der Gesellschaft stärken. Der finale Kreditvertrag befand sich zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses noch in Verhandlung.

Im April 2016 ist in der va-Q-tec AG genehmigtes Kapital geschaffen worden. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital bis einschließlich zum 31.12.2016 um insgesamt bis zu 150.000 EUR durch Ausgabe von Stammaktien zu erhöhen.

Im April 2016 wurde die Gesellschaft durch eine außerordentliche Hauptversammlung zu einem definierten Aktienrückkauf ermächtigt. Unmittelbar nach der Ermächtigung hat die va-Q-tec AG diesen Aktienrückkauf durch den Erwerb von 127.233 Stammaktien von einem Aktionär für einen Gesamtbetrag von 763.398 EUR realisiert.

Im Mai 2016 hat die Gesellschaft für die zukünftige betriebliche Erweiterung ein Grundstück am Standort Würzburg-Heuchelhof von der Stadt Würzburg erworben. Der Kaufpreis des Grundstücks in Höhe von 1.547.190 EUR wurde in Aktien der va-Q-tec abgegolten. Die Aktien wurden unmittelbar danach von der Stadt Würzburg an die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH (WVV) weiterveräußert. Mit dieser Transaktion ist die WVV Aktionär der va-Q-tec geworden.

5.6 Angaben zu Abschlussprüferhonoraren

Die Honorare des Abschlussprüfers Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Dienstleistungen i.H.v. 115.382 EUR (Vi.: 44.040 EUR) setzten sich wie folgt zusammen:

in EUR 2015 2014
Ab schlu ssprüfung 47.580 28.983
Sonstige Bestätigungsleistungen 7.696 $\overline{\phantom{000000000000000000000000000000000000$
Steuerberatungsleistungen -22.406 11.410
Sonstige Leistungen 37.700 3.647

Würzburg, den 25.05.2016

va-Q-tec AG

Der Vorstand

k. Dr. Joachim Kuhn

$\mathcal{C}_{\Omega}$ I Noland

Dr. Roland Caps

curto

Christopher Hoffmann

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