Annual Report • Apr 23, 2014
Annual Report
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Tradition & Innovation Geschäftsbericht 2013
| Kennzahlen im Mehrjahresvergleich | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ertragsdaten | Konzern IFRS |
Konzern IFRS angepasst |
Konzern IFRS |
Konzern IFRS |
Konzern IFRS |
Konzern IFRS |
Konzern IFRS |
| Umsatzerlöse Mio. EUR |
217,0 | 207,3 | 199,2 | 184,2 | 172,2 | 177,4 | 166,1 |
| Umsatzzuwachs % zum Vorjahr |
4,7 | 4,1 | 8,1 | 7,0 | -2,9 | 6,8 | 9,2 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Mio. EUR |
12,4 | 13,5 | 12,0 | 14,4 | 11,0 | 10,5 | 12,0 |
| Jahresüberschuss Mio. EUR |
10,0 | 9,5 | 9,0 | 9,6 | 7,1 | 7,8 | 8,6 |
| Finanzdaten | |||||||
| Investitionen Mio. EUR |
19,5 | 14,7 | 9,6 | 6,9 | 3,2 | 7,7 | 14,9 |
| Abschreibungen Mio. EUR |
7,0 | 6,8 | 7,0 | 5,6 | 5,4 | 5,2 | 4,9 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR |
16,0 | 17,7 | 12,5 | 14,3 | 17,0 | 11,0 | 9,8 |
| Bilanzdaten | |||||||
| Bilanzsumme Mio. EUR |
191,5 | 178,1 | 173,6 | 167,3 | 154,7 | 160,8 | 154,0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mio. EUR |
23,7 | 21,4 | 23,3 | 25,7 | 22,7 | 24,0 | 25,1 |
| Vorräte Mio. EUR |
28,9 | 28,4 | 27,9 | 25,3 | 20,1 | 21,7 | 22,8 |
| Anlagevermögen Mio. EUR |
120,9 | 109,7 | 100,0 | 95,5 | 91,5 | 93,8 | 88,9 |
| Lang- und kurzfristige Schulden Mio. EUR |
82,9 | 75,4 | 75,8 | 90,1 | 87,0 | 97,7 | 94,3 |
| Eigenkapital (inkl. Anteile Dritter) Mio. EUR |
108,6 | 102,8 | 97,7 | 77,1 | 67,6 | 63,0 | 59,7 |
| Mitarbeiter (Durchschnitt) | 939 | 919 | 879 | 841 | 859 | 806 | 720 |
Uzin Utz AG Aktionärsstruktur in %
| Daten zur Aktie | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| WPKN | 755150 | ||||
| ISIN Nummer | DE 000 755150 9 | ||||
| Marktsegment | Regulierter Markt , General Standard | ||||
| Grundkapital | 15.132.957 Euro | ||||
| Gesamtanzahl Aktien | 5.044.319 Stückaktien | ||||
| Emissionskurs Oktober 1997 | 23,01 Euro | ||||
| 2013 | 2012 | ||||
| Eigene Aktien (per 31.12.) | 5.577 Stück | 5.577 Stück | |||
| Jahres-Höchstkurs | 24,30 Euro | 20,16 Euro | |||
| Jahres-Tiefstkurs | 19,20 Euro | 18,66 Euro | |||
| Schwankungsbreite | 26,56 % | 7,71 % | |||
| Jahres-Eröffnungskurs | 19,70 Euro | 19,35 Euro | |||
| Jahres-Schlusskurs | 22,50 Euro | 19,38 Euro | |||
| Performance | 16,10 % | 0,16 % | |||
| Jahresdurchschnittskurs | 21,20 Euro | 19,45 Euro | |||
| Marktkapitalisierung auf Jahresschlusskursbasis |
113.497.178 Euro | 97.758.902 Euro |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis je auf Basis des Jahresschlusskurses |
2013 IFRS |
2012 IFRS |
2011 IFRS |
2010 IFRS |
2009 IFRS |
2008 IFRS |
2007 IFRS |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahresschlusskurs (EUR) | 22,50 | 19,38 | 19,40 | 20,34 | 17,60 | 14,70 | 26,00 |
| Jahresüberschuss/Aktie (EUR) | 1,99 | 1,88 | 1,78 | 2,27 | 1,68 | 1,84 | 2,01 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 11,3 | 10,3 | 10,9 | 9,0 | 10,5 | 8,0 | 12,9 |
| Vorschlag an die Hauptversammlung | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | 5.044.319 | 5.044.319 | 5.044.319 | 4.268.271 | 4.268.271 | 4.268.271 | 4.268.271 |
| Dividende/Aktie (EUR) | 0,80 | 0,80 | 0,75 | 1,00* | 0,62 | 0,62 | 0,90 |
| Ausschüttungssumme gesamt (EUR) | 4.035.455 | 4.035.455 | 3.783.239 | 4.268.271 | 2.646.328 | 2.646.328 | 3.841.444 |
| Dividendenrendite auf Schlusskursbasis | 3,56% | 4,13% | 3,87% | 4,92% | 3,52% | 4,22% | 3,46% |
| Bilanzpressekonferenz | 11.04.2014 |
|---|---|
| Hauptversammlung | 13.05.2014 |
| Halbjahresbericht | 28.08.2014 |
Telefon +49 (0)731 4097-390 Telefax +49 (0)731 4097-45390
[email protected] www.uzin-utz.de
Alles, was wir im Unternehmen an Anstrengungen um die Nachhaltigkeit unternehmen, mündet in einen einzigen Begriff: Vertrauen.
Die "BAT-Stiftung für Zukunftsfragen" führt seit 1982 regelmäßig repräsentative Grundlagenstudien zum Wertewandel durch. Sie konstatiert ein wachsendes Potenzial an Gemeinsinn und Gemeinschaftsfähigkeit in der Gesellschaft. Werte wie "Ehrlichkeit" und "Verlässlichkeit" avancieren dabei mit zu den wichtigsten Zielen. "Vertrauen wird zur zentralen Währung der Zukunft, gilt als Antriebskraft des sozialen Lebens." Von Robert Bosch sind aus dem letzten Jahrhundert folgende Worte überliefert: "... immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt, lieber Geld verlieren als Vertrauen. Die Unantastbarkeit meiner Versprechungen, der Glaube an den Wert meiner Ware und an mein Wort, standen mir höher als ein vorübergehender Gewinn ..." Die Tragfähigkeit eines solch gradlinigen Denkens erweist sich bis zum heutigen Tag und weit darüber hinaus. Im Gegensatz zu anonymen Großkonzernen, bei denen sich niemand verantwortlich fühlt, handeln wir von der Uzin Utz AG langfristig und denken umsichtig an die Stabilität wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Strukturen. Unsere unternehmerische Verantwortung zahlt sich in den Währungen Wirtschaftlichkeit und Vertrauen aus.
Innovation und Tradition, Qualität und soziales Gleichgewicht, Wachstum und Nachhaltigkeit kennzeichnen unser Unternehmen seit 1911. Diese Faktoren bilden die Basis aller Aktivitäten der Uzin Utz AG und werden auch in Zukunft das Denken und Handeln unserer Arbeit bestimmen. Vor jeder Unternehmensentscheidung stehen deshalb nicht nur Fragen des ökonomisch, sondern auch des ökologisch richtigen und vernünftigen Handelns. Rund um den Themenkreis Boden bieten wir unseren Kunden zum einen moderne, zukunftsfähige Systeme, Produkte und Dienstleistungen mit einer hohen Technologiekompetenz.
Zum anderen haben wir traditionelle handwerkliche Werte tief in unserer Unternehmenskultur verankert. Auf ihrem Fundament konnten wir unsere Entwicklung vom ursprünglich regionalen Klebstoffhersteller zum heute weltweit einzigen Komplettanbieter in Sachen Bodenkompetenz sicher bauen.
Auch der klare Fokus auf unsere Kernkompetenz Boden ist ohne Beispiel. Denn was wir Anwendern zur Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art an die Hand geben, ob für Parkett, keramische Fliesen oder Naturstein, stammt beinahe alles aus eigener Entwicklung und Produktion.
Heute profitieren unsere Kunden von sieben Marken unter dem Dach der Uzin Utz AG: UZIN, WOLFF, PALLMANN, Arturo, codex, RZ und UFLOOR Systems. Sie zusammen repräsentieren das breiteste Leistungsangebot und den neuesten Stand der Technik beim Thema Boden. Und das nicht nur in Deutschland und Europa, sondern rund um den Globus. In den wichtigsten Märkten sichern eigene Gesellschaften unsere Präsenz. Die Uzin Utz Gruppe ist in 48 Ländern vertreten, davon in 18 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften.
Bodenhaftung und Beharrlichkeit charakterisieren unser börsennotiertes und global agierendes Familienunternehmen in dritter Generation. Und nicht weniger die Begeisterungsfähigkeit: Schon seit 30 Jahren engagieren wir uns für emissionsarme und wohngesunde Produkte genauso wie für eine Ressourcen schonende Produktion. Das Ergebnis: Das erste nachhaltige Bodenverlegesystem der Branche – die UZIN Terra-Line. Außerdem tragen 18 Produkte der Ökoline von UZIN, 13 Produkte aus der UZIN switchTec®-Klebetechnologie und drei Produkte von PALLMANN das Umwelt-Gütesiegel "Der Blaue Engel".
Die Gewissheit, dass man sich heute und in Zukunft auf uns genauso verlassen kann wie in den letzten über 100 Jahren, haben nicht nur unsere Kunden. Auch knapp 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren die soziale Verantwortung im Unternehmen. Diese äußert sich in einer besonderen Art der Qualitätssicherung, die auf sechs Säulen ruht: Verlässlichkeit, Perspektiven, Balance, Wertschätzung, Internationalität und Dynamik. Sie wird auch in der Personalstrategie "Alles, was dir wichtig ist" gelebt und lässt uns mit gesundem Selbstbewusstsein sagen: Wir sind Boden.
Inhalt
| Vorwort des | Unser Unternehmen | |
|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzenden | wächst mit seinen Aufgaben | 2 |
| Vorstandsporträt | Verantwortung für den Erfolg | 4 |
| Marken-Portfolio | Mit starken Marken erfolgreich im Markt | 6 |
| Unternehmensgruppe | Zeichen für Leistung, Verantwortung und Qualität | 8 |
| Aktie & Investor Relations | Leichte Brise in ruhigen Gewässern | 10 |
| Globale Märkte | Erfolg durch Effizienz | 12 |
| Forschung & Entwicklung/ U-Vision |
Mit Innovationen der Branche voraus | 14 |
| E-Commerce | BOP – das innovative Bodenportal der Uzin Utz AG | 16 |
| Kreative Wandgestaltung | Lavanior – Kreativer Lifestyle mit Exklusivitäts-Siegel | 18 |
| Bericht des Aufsichtsrats der Uzin Utz AG |
21 | |
| Zusammengefasster Lagebericht der Uzin Utz AG und des Uzin Utz Konzerns |
||
| für das Geschäftsjahr 2013 | Lagebericht inklusive Corporate Governance Bericht und Vergütungsbericht | 25 |
| Abschluss | Konzernabschluss | 69 |
| des Uzin Utz Konzerns | Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 118 |
| Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss | 119 | |
| Abschluss | Jahresabschluss | 120 |
| der Uzin Utz AG | Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 135 |
| Bestätigungsvermerk zum Einzelabschluss | 136 |
wegen anhaltend schlechter Wetterbedingungen in weiten Teilen Europas während der ersten zwei Quartale schien das Jahr 2013 für unser Unternehmen ein schwieriges Pflaster zu werden. Aber ab dem dritten Quartal konnten wir aufholen, den Absatz steigern und die Ergebnisse verbessern. Wenn ich auf das gesamte letzte Geschäftsjahr der Uzin Utz AG zurückschaue, dann sehe ich viel Anlass zur Freude – nicht nur für unsere Aktionäre, die ab Seite 69 handfeste Zahlen und Fakten dafür finden.
» Denn der Konzernumsatz ist von 207,3 Mio. Euro (2012) wieder gestiegen – und zwar auf 217,0 Mio. Euro im Jahr 2013.
» Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 12,4 Mio. Euro (13,5 Mio. Euro). Dabei muss allerdings der Sondereffekt durch den Verkauf des Geschäftsbereiches der Lackprodukte (Jordan Lacke) für das verarbeitende Handwerk in 2012 in Höhe von 1,4 Mio. Euro berücksichtigt werden.
» Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im vergangenen Jahr wieder herausragende Arbeit geleistet und damit unsere führende Position im internationalen Wettbewerb bestätigen, festigen und ausbauen können. Doch sich selbst auf die Schulter klopfen und auf Lorbeeren ausruhen sind nicht gerade schwäbische Eigenschaften. Deshalb schauen wir lieber gleich wieder nach vorne. Dass wir führend in der Entwicklung und Herstellung von Produkten für die Bodenverlegung sind, ist bekannt. Aber dass wir uns damit nicht zufrieden geben, ist für uns ebenso klar. » Wir wissen, was wir können – aber viele Anwender ahnen gar nicht, was sie von uns sonst haben und erst recht in Zukunft noch erwarten können. Deshalb heißt es für uns weiter: Nach neuen Wegen suchen, neue Ziele setzen und sich dabei immer daran orientieren, wie unsere Kunden am besten von unseren Ideen profitieren können. » Als verlässliches Familienunternehmen wollen wir auch künftig Menschen überall auf der Welt mit unseren exzellenten Produkten und Dienstleistungen helfen, erstklassige Arbeit abzuliefern und erfolgreich zu sein.
» Bei allem Anspruch an Technologie und Handhabung steht für uns die Frage des ökologisch vernünftigen Handelns im Mittelpunkt und ist weiterhin die Basis aller Aktivitäten – ganz im Sinne unserer programmatischen Aussagen zur Nachhaltigkeit.
Herzlichst, Ihr
Dr. H. Werner Utz
Bei der Uzin Utz AG gehen ökonomische, ökologische und soziale Aspekte eine Symbiose ein, die sich zu einer Essenz addiert: unserem Nachhaltigkeitsplan mit seinen vielen Zielen. Gewinne sind nötig, um ein Unternehmen dauerhaft zu sichern, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen, Investitionen zu tätigen und soziale Aufgaben wahrzunehmen. Doch unsere Hauptaufgabe sind nicht Spekulation und das Eingehen besonderer Risiken, um möglichst hohe Renditen zu erzielen, sondern vielmehr die nachhaltige Weiterentwicklung des uns anvertrauten Unternehmens. Als innovatives Familienunternehmen denken und handeln wir in größeren Zusammenhängen und langfristigen Perspektiven. Mit unserem nachhaltigen Wirtschaften setzen wir diesen Anspruch unter ökonomischen, sozialen und ökologischen Kriterien um. Die Entwicklung unseres Produktsortiments während der vergangenen 25 Jahre ist ein eindeutiger Beleg für die Balance zwischen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verantwortung und ökologischer Nachhaltigkeit.
Wir übernehmen Verantwortung für unser Tun und seine Auswirkungen auf die Umwelt. Deshalb treiben wir konsequent die Entwicklung und Produktion von umwelt- und gesundheitsverträglichen Produkten voran und tragen mit unseren Produktinnovationen zur Wohngesundheit und zum Schutz der Umwelt bei. Unsere Anstrengungen beginnen mit der Auswahl der Materialien und setzen sich fort bei der Produktion mit emissionsarmen und ressourcenschonenden Technologien und Verfahren nach hohen internationalen Qualitätsstandards. 89% unserer Produkte sind mit dem EMICODE EC 1 PLUS versehen und damit als "sehr emissionsarm" ausgezeichnet. 40% der Produkte sind zusätzlich mit dem Blauen Engel für Verlegewerkstoffe nach RAL-UZ 113 ausgezeichnet.
Unsere Meilensteine der ökologischen Nachhaltigkeit: Schon Mitte der 80er Jahre haben wir die ersten lösemittelfreien Produkte der Branche entwickelt und auf den Markt gebracht. 1996 kamen emissionsarme Produkte vor allem zum Schutz von Wohn- und Arbeitswelt dazu. Seit 2011 bieten wir in Deutschland keine lösemittelhaltigen Produkte mehr an. Unter dem Namen "UZIN Terra-Line" brachten wir 2013 eine neue nachhaltige Produktlinie auf den Markt: In Grundierung und Spachtelmasse wurde der Anteil synthetischer Rohstoffe reduziert, im Klebstoff wurden mehr nachwachsende Rohstoffe eingesetzt und durch neue Verpackungsarten konnte die Recyclingfähigkeit der Produktverpackungen gesteigert werden.
"Langfristig erfolgreiches Wirtschaften ist nur auf der Grundlage einer wertorientierten Unternehmenskultur möglich."
"Mitarbeiter sind das Wichtigste im Unternehmen. Bei uns sollen sie Vertrauen und Wertschätzung, Sinn und Orientierung finden."
» Dr. H. Werner Utz Vorstandsvorsitzender geboren: 1947 seit 1978 in der Geschäftsführung
− Technischer Produktservice − Entwicklung und Produkttechnik
» Ressorts − Strategie − Marketing
» Als Familienunternehmen sehen wir in der unternehmerischen Verantwortung eine moralische Haltung, die nicht im Widerspruch zu wirtschaftlichen Interessen steht. Selbstverständlich sind wir bestrebt, Kennzahlen wie Umsatzwachstum, Deckungsbeitrag und Unternehmenswert zu optimieren.
» Was letztlich aber mehr zählt als diese messbaren Unternehmenswerte, ist die Vertrauenskultur, die in unserem Haus entstanden ist. Sie bildet die Grundlage dafür, dass sich die Menschen bei uns wohl fühlen und ihre Kreativität entfalten können.
» "Wir sind Boden" lautet unser Leitgedanke, den wir jeden Tag leben. Denn der Boden ist das, worauf wir stehen. Die feste Grundlage, auf der wir sicheren Halt finden und unser Gleichgewicht behalten. Aus dieser Sicherheit entsteht Vertrauen – ob in Personen oder in ein Unternehmen. Seine Grundpfeiler sind Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit, Berechenbarkeit und Transparenz.
» Wir bei Uzin Utz schätzen Vertrauen als kostbares Gut und als die Basis für alle unsere gemeinsamen Erfolge.
Über 60 Jahre ist unsere Traditionsmarke ein Inbegriff für professionelles Know-how rund um die Verarbeitung beim Boden. Seit 2008 erweitert die innovative switchTec®- Klebetechnologie die umfassende Produkt- und Systemkompetenz von UZIN. Mit ihr renovieren Anwender den Boden schneller, unkomplizierter und schmutzfrei. Die Marke UZIN hat zum 100-jährigen Firmenjubiläum 2011 den kompletten Ausstieg aus Lösemitteln in Deutschland vollzogen. Das ist einmalig in der Branche und ein klares Signal für die nachhaltige Ausrichtung der Marke.
Den Bodenbelag entfernen und verlegen sowie den Unterboden vorbereiten – in diesen Bereichen ist die starke Maschinen- und Werkzeugmarke WOLFF international als Spezialist anerkannt. Das Unternehmen liefert ein Komplettprogramm, das für jede Problemstellung bei der Verlegung oder Renovierung die geeignete Lösung bietet.
Von der Wurzel bis zur Krone – das ist die Devise von PALLMANN rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Parkettböden. Als Profi im Bereich Oberflächenveredelung mit mehr als 100-jähriger Tradition bietet PALLMANN mit seiner Produktpalette für jede Ebene der Fußbodenkonstruktion genau aufeinander abgestimmte Produkte. Das Spektrum reicht von der richtigen Untergrundvorbereitung über Klebstoffe und Maschinen bis hin zur Reinigung und Pflege von Parkettböden.
Als Spezialist für Kunstharzböden ist Arturo ein Qualitätsmarkenbegriff mit großer Auswahl an Mörtelböden und Steinteppichen, Verlaufsbeschichtungen und Bodenversiegelungen. Diese Produkte erfüllen alle praktischen Vorgaben und eröffnen zudem einzigartige gestalterische Möglichkeiten für Kunstharzböden. Das gilt für industrielle und gewerbliche ebenso wie für private Anwendungsbereiche. Attraktives Bodendesign für stärkste Beanspruchung und in Qualität und Verarbeitung auf höchst alltagstauglichem Niveau – das ist Arturo.
Mit hochwertigen Produktsystemen steht die Marke codex für das professionelle Verlegen von Fliesen und Naturstein. Codex wendet sich gezielt an ausgebildete, qualifizierte Top-Fliesenleger und stärkt so das traditionelle Handwerk. Daraus ergibt sich ein hoher Qualitätsanspruch, der sich in einem innovativen Komplettsystem abbildet, das von Fliesen- und Fugenmörteln bis zu Spezialprodukten zur Untergrundvorbereitung reicht. Unter dem Qualitätslabel ecoTec bietet codex außerdem einen kompletten Systemaufbau mit zertifizierten sehr emissionsarmen Produkten.
Bewegung in die Branche bringt RZ mit innovativen und umweltfreundlichen Produkten für die professionelle Reinigung, Pflege und Werterhaltung aller Arten von Bodenbelägen. Die junge Marke unter dem Dach des Konzerns bietet als Spezialist ein umfassendes Sortiment, das die Brücke vom reinen Profi-Anwender hin zum anspruchsvollen Endverbraucher schlägt.
Die Bodenkompetenz der Uzin Utz AG drückt sich auch in Beratungsdienstleistungen rund um innovative Lösungen für die Neuverlegung, Werterhaltung und Renovierung von Bodenbelägen aller Art aus. UFLOOR Systems ist weltweit die einzige Marke, die Architekten, Bauplaner und Bauherren bei allen Fragen zum Thema Boden umfassend und kompetent beraten kann. Mit einem einzigartigen Sortiment und ihren Marken UZIN, WOLFF, PALLMANN, Arturo, codex und RZ sind die Experten der Beratermarke in der Lage, Systeme nach Maß für Kundenwünsche aller Art anzubieten.
Unsere Philosophie der Nachhaltigkeit umfasst auch die soziale Verpflichtung, zu der wir uns als Familienunternehmen besonders bekennen. Deshalb engagieren wir uns intern und auch extern in vielfältiger Weise für gesellschaftliche Belange. Flagge zeigen wir beispielsweise bei der Förderung zahlreicher kultureller, sportlicher und sozialer Projekte und Programme. Deren Unterstützung mit einem Betrag von über 160.000 Euro (für Spenden und Sponsoring) in 2013 ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Aspekts der Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen.
Wir fördern ferner den Lehrstuhl sowie ein Projekt der Stiftungsprofessur "Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften" an der Universität Ulm. Sie verfolgt das Ziel, gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility CSR) zu fördern und die Umweltmanagementnorm ISO 26000 als freiwilligen Leitfaden in bestehende Managementsysteme zu integrieren.
Man kann gewiss nicht von einer dynamischen Entwicklung der Weltwirtschaft sprechen. Darüber hinaus litt die Baubranche in Deutschland im Frühjahr 2013 enorm unter der anhaltend kalten Witterung. Trotz alledem können wir sagen: Die Uzin Utz AG und auch der Konzern haben im Geschäftsjahr 2013 die positive Geschäftsentwicklung der letzten Jahre fortgesetzt.
» Wir haben im vergangenen Jahr unser Sortiment um attraktive Neuprodukte erweitert und werden auch in Zukunft mit wachem und offenem Blick durch die Welt gehen, Potenziale erkennen und Markttrends erspüren, um unseren anspruchsvollen Kunden Produkte von bestmöglicher Qualität zu bieten, die sie von uns erwarten.
» Im neuen Jahr werden wir uns darauf konzentrieren, die Leistungsfähigkeit, die wir durch unsere Investitionen geschaffen haben, noch weiter auszuschöpfen und so steigende Umsätze und Ergebnisse zu sichern. Denn nur profitables Wachstum sichert uns die Unabhängigkeit.
» Die gegenwärtige Markt- und Wettbewerbslandschaft verlangt von uns ein Höchstmaß an strategischer Stringenz und Spitzenleistung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Wir sind dazu bereit, blicken positiv auf 2014 und werden die Herausforderungen der Zukunft schon heute mit individueller Qualität, Kundennähe und Innovation meistern. » Der Unternehmenswert der Uzin Utz AG besteht aus viel mehr als nur den Kennzahlen zur Aktien- und Bilanzanalyse. Nicht nur Innovationen und technisches Knowhow, sondern auch unsere besondere Unternehmenskul-
tur unterscheidet uns von Anderen und bildet ein starkes Fundament für nachhaltigen Erfolg.
» Dass wir auch 2013 ein weiteres Kapitel in unserer Erfolgsgeschichte geschrieben haben, ist unseren leistungsstarken und hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken.
» Seit 2011, dem Jahr des 100sten Firmenjubiläums, gehören auch die Söhne unseres Vorstandsvorsitzenden Dr. H. Werner Utz fest zum Mitarbeiterstamm der Uzin Utz Unternehmensgruppe. Engagiert, zielstrebig und bodenständig stellen Philipp und Julian Utz seit drei Jahren ihr Können an den neuen Standorten im deutschen Ilsfeld für die Marken Wolff und Frank und den amerikanischen Produktionsstandort Dover, Delaware, USA, unter Beweis. Mit diesen Investitionen untermauert die Uzin Utz AG ihre Konzernstrategie der Globalisierung und baut die Wettbewerbsfähigkeit im nationalen und internationalen Bereich weiter aus.
» Nachfolgend ein kurzer Überblick über unsere nennenswerten Projekte 2013 – ausführliche Informationen über diese und andere Aktivitäten finden Sie im Konzern- und AG-Lagebericht .
Nach der im Jahr 2003 begonnenen Kooperation zwischen WOLFF und der Hermann Frank GmbH sowie der daraus resultierenden Übernahme von Hermann Frank durch die Uzin Utz AG, 2007, ist dies nun die logische Konsequenz für eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunft. Der Neubau der Produktionsstätte in Ilsfeld ermöglicht Uzin Utz kompaktere Produktionsabläufe sowie eine schnellere Fertigung im Maschinenbereich. So können wir auf Kundenanfragen noch rascher reagieren. Zudem bieten wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit modernen Arbeitsplätzen die besten Voraussetzungen für ein angenehmes und motivierendes Arbeitsklima.
Der Uzin Utz Konzern beweist seine Innovationsfreude und Umweltfreundlichkeit auch mit dem Bau des hochmodernen Firmengebäudes der Unipro B.V. in den Niederlanden. Neben dem Gesichtspunkt der Rückbaubarkeit haben wir die "grüne Fabrik" von Unipro unter Beachtung zahlreicher Umweltaspekte errichtet, die von konzeptionellen Zielvorgaben bis hin zur konkreten Umsetzung reichen. So bestehen etwa 50–60% der verbauten Materialien aus recyceltem Material und/oder sind recyclebar.
Im Werk in Dover, Delaware werden künftig Selbstverlaufssowie standfeste Spachtelmassen produziert. Der Uzin Utz Konzern ist bereits seit 2007 mit der Vertriebsgesellschaft Ufloor Systems Inc. in den USA vertreten. Mit Dover haben wir uns bewusst für einen Standort entschieden, der im Zentrum unseres heutigen sowie zukünftigen Absatzmarktes für Spachtelmassen liegt. Die starke Präsenz produzierender Unternehmen der chemischen Industrie im Bundesstaat Delaware garantiert einen hoch qualifizierten und diversifizierten Arbeitsmarkt. Kurze Distanzen zu verlässlichen Rohstofflieferanten mit modernen und technisch bestens ausgestatteten Fertigungsanlagen werden es uns darüber hinaus ermöglichen, Produkte in gewohnt hochwertiger Qualität lokal in den USA zu fertigen.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch ihre täglichen Kontakte die wichtigsten Kommunikationsträger nach außen, ja oft prägender für das Ansehen und Image eines Unternehmens als teure Werbebroschüren. Dementsprechend handeln wir bei der Uzin Utz AG nach der Devise: Wertschöpfung folgt Wertschätzung. Und im Zuge unseres zentralen Nachhaltigkeitsziels "Zukunftssicherheit für Menschen" gehört dazu auch deren umfassende Förderung und Weiterentwicklung.
Der Internetdienst "wallstreet:online" rief das Jahr 2013 im Nachhinein zum "Jahr der Aktie" aus. In vielen Ländern der Welt haben die Börsen nahe den Allzeit- bzw. Jahreshochs abgeschlossen. Der SPIEGEL hingegen berichtete, dass 2013 "fundamental völlig überteuerte Hoffnungswerte" wie Twitter überdimensional stiegen, sichere Aktien sich dagegen als Wertvernichter erwiesen.
» Diese extremen Unterschiede bei der Entwicklung von Einzelwerten blieben unserer Aktie erspart.
» Unser Unternehmenserfolg in 2013 spiegelt sich auch in ihrer Entwicklung wider. In 2013 hat sich die Uzin Utz Aktie sehr bewährt und konnte ihre Stärke, unterstützt vom Gesamtmarkt, erneut unter Beweis stellen. Der Aktienkurs stieg im Börsenjahr 2013 von 19,70 Euro bis auf 24,30 Euro in der Spitze und stand am Ende des Jahres bei 22,50 Euro. » Dies entspricht einer Kursentwicklung von rund 16% und unterstreicht auch die sehr gute strategische Aufstel-
lung des Unternehmens. » Getragen von einer bemerkenswerten Dividendenren-
dite von 3,6 % auf Schlusskursbasis hat sich die Aktie der Uzin Utz AG erfolgreich entwickelt.
» Dass unsere Aktionäre von unserer positiven Geschäftsentwicklung profitieren, gehört zu unserem Grundverständnis.
» Die Jahresdividende je Aktie liegt wie im Vorjahr bei 0,80 Euro bzw. einer Gesamtsumme von 4,04 Mio. Euro. Die Anzahl der Aktien blieb unverändert.
» Der positive Aufwärtstrend setzte sich in den ersten beiden Monaten des Börsenjahres 2014 fort. Die Uzin Utz Aktie konnte dabei die Kursmarke von 23 Euro überspringen und danach behaupten.
» Neben unseren guten Kennzahlen in 2013 gibt uns diese Entwicklung noch zusätzliches Selbstvertrauen, insbesondere vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr.
» Diese verhielt sich in etwa spiegelbildlich zu den allgemeinen Börsenbewegungen – ähnlich volatil und verhalten wie im Jahr zuvor. Auswirkungen der Wirtschaftskrise schlugen sich zu Beginn des Jahres negativ auf die Konjunktur weltweit und im Euroraum nieder.
» Positive Tendenzen ergaben sich für unseren Konzern aus der langsamen Entschärfung der Eurokrise und der Belebung der Weltkonjunktur im Verlauf des Jahres. Da die Gruppe weltweit agiert und Europa einen Fokusmarkt der Gruppe darstellt, verbesserte sich damit die Ausgangssituation des Konzerns. Die positiven Tendenzen der deutschen Bauwirtschaft wirkten sich spürbar auf die Umsätze des Konzerns und der Uzin Utz AG aus.
» Für 2014 geben uns die Prognosen renommierter Wirtschaftsexperten Zuversicht. Vielmehr Zuversicht gewinnen wir aber aus unserer Vergangenheit. Sie hat zu tun mit zwei Faktoren, die in der DNA unseres Familienunternehmens festgeschrieben sind: Entschlossenheit und langfristiges Denken. Sie bilden auch die Basis für unsere Strategie 2018, die wir Anfang 2013 verabschiedet haben. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns konkrete ambitionierte Wachstumsziele für definierte Fokusländer gesetzt, die wir mit einem schriftlichen Maßnahmenkatalog umsetzen werden. So sind wir seit über 100 Jahren die Gestalter unserer Zukunft. Eine Haltung, die sich ausbezahlt, wie unser Zahlenwerk erneut belegt.
Wir wollen nicht nur die Nummer 1 am Boden sein, sondern auch für unsere Belegschaft, Partner und Kunden. Aus der sozialen Verpflichtung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern wir ihre Entwicklung fortlaufend durch Angebote für die Gesundheitsfürsorge, Weiterbildung und Stärkung der Persönlichkeit.
Zur Honorierung der Leistungen unserer Belegschaft haben wir ein umfassendes "Employer Branding-Konzept" entwickelt.
Unternehmenserfolg setzt motivierte und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraus. Deshalb spielt die "Horizonte" genannte interne Akademie zur individuellen Weiterbildung in unseren Überlegungen eine wesentliche Rolle. Sie bildet das Fundament für eine nachhaltige Personalentwicklung und bietet einen Fort- und Weiterbildungskatalog von rund 40 Angeboten pro Jahr – von der physischen, psychischen und sozialen Gesundheit bis hin zu Sprachoder Kochkursen. Ziel ist es, die einzelne Person in ihrer individuellen Gesundheit und Leistungskraft zu unterstützen. Für unsere Kunden haben wir als Multiplikator beim Thema Nachhaltigkeit 2013 das "Handbuch der Nachhaltigkeit" herausgegeben – ein richtungweisendes Kompendium, das Handwerkern unserer Branche Impulse geben soll, ihre Denkweise an neue Erfordernisse anzupassen.
Die weltwirtschaftliche Lage hat sich stabilisiert und zeigt nach Jahren der konjunkturellen Schieflage wieder einen Aufwärtstrend, vor allem in Westeuropa. Selbst in den USA erlebte die Konjunktur – unter der US-Haushaltskrise – einen leichten Aufschwung.
» In Anbetracht dieser erwartungsvollen Konstellation hat sich die Uzin Utz AG auch international solide weiterentwickelt. Der Auslandsanteil im Konzern stieg von 54,5% auf 56,3%.
» Dass wir erneut eine befriedigende Gewinnspanne erzielen konnten, lässt uns darüber hinaus auch in globaler Hinsicht optimistisch nach vorne schauen – im Bewusstsein weiterhin bestehender, schwer abzuschätzender Risiken.
» Weil die kontinuierliche Suche nach neuen Lösungen den technischen Fortschritt in unserer Branche beschleunigt, können sich die Unternehmen in den globalen Märkten nur durch ihre Innovationskraft behaupten. Daher ist die Intensivierung der F&E-Aktivitäten strategisch noch wichtiger, um auch zukünftig innovative und umweltgerechte Lösungen und Produkte für die vielfältigen Anwendungsbereiche anbieten zu können.
» Für uns stehen Leistungsfähigkeit, Nutzenoptimierung und der Qualitätsgedanke im Vordergrund. Dies erfordert, dass sich die Uzin Utz AG und der Konzern in Zukunft noch stärker an die vielfältigen Bedingungen auf den verschiedenen Märkten anpassen, um international bestehen zu können. Unser Ziel ist es, ein lokaler Anbieter mit globaler Erfahrung zu sein, der vor Ort entwickelt und produziert, so dass die Kunden jeweils länderspezifische Leistungspakete für ihre individuellen Bedürfnisse erhalten. Somit schaffen wir Vertrauen und die Basis für langfristige Kundenbeziehungen.
» Auch wenn uns das Jahr 2013 vor einige Herausforderungen gestellt hat, konnten wir untermauern, dass nachhaltiges Denken und Handeln durchaus eine positive Entwicklung bewirken kann.
» Dies verdeutlichen die Umsatzerlöse des Konzerns im Jahr 2013 in Höhe von 217,0 Mio. EUR. Dieser Wert entspricht einem Umsatzwachstum des Konzerns von 4,7% im Vergleich zum Vorjahr
» Im globalen Markt ist die Uzin Utz AG als Mittelständler sehr international aufgestellt. Das Unternehmen verfügt auf den wichtigsten Märkten rund um den Globus über eigene Gesellschaften und ist neben Deutschland in 47 weiteren Ländern vertreten.
» In der Vergangenheit haben wir umfangreiche Investitionen hinsichtlich unserer nationalen und internationalen Expansion getätigt und in einigen Ländern bereits eine herausragende Marktposition erreicht.
» Im Jahr 2013 investierten wir 19,5 Mio. Euro u. a. in unsere Projekte in den Niederlanden und an unseren neuen Standort im Schlüsselmarkt USA. Unser Hauptaugenmerk liegt nun darauf, die Leistungsfähigkeit unserer weltweiten Standorte auszubauen, um unsere internationale Marktposition zu stärken und unsere globale Präsenz zu erhöhen. » Sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden konnten wir unsere Marktführerschaft halten und in weiteren Märkten der Eurozone Anteile hinzugewinnen. Dadurch erreichte die Uzin Utz AG mit 126,6 Mio. EUR eine Umsatzsteigerung von 4,1% im Vergleich zum Vorjahr.
Unsere Gesellschaft und unsere Wirtschafts-, Finanz- und Sozialsysteme stehen vor großen Aufgaben und Veränderungen. Wir erleben gegenwärtig einen Paradigmenwechsel, der die Suche nach neuen Werten einschließt und auch Märkte und Kundenansprüche schneller denn je verändert. Der Wunsch nach neuen Lebens- und Wohnformen verbindet sich mit der Forderung nach Produkten, die neue Maßstäbe und Qualitätskriterien erfüllen müssen. Hersteller werden dabei immer stärker mit der Frage nach der Haltung hinter den Dingen konfrontiert.
Uns überrascht die Zukunft nicht, weil wir permanent unseren Geist wach halten und den ständigen Wandel als Herausforderung und Chance sehen, uns für Neues zu öffnen. Und wir sind überzeugt, dass wir nicht aufhören werden, auf die Fragen der Zeit schlüssige Antworten in Form von zukunftsfähigen Produkten zu liefern.
In einem Umfeld volatiler und dynamischer Märkte ist die Besinnung auf die eigene Innovationskraft ein Schlüssel zum Erfolg. Die Uzin Utz AG betreibt ihre Politik der Innovation konzernweit und permanent, um die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern. Mit neuen Produkten erschließen wir neue Marktfelder und können dadurch unsere Position im Markt stärken und ausbauen.
» Innovation ist in unserer Unternehmensgruppe kein Zufall, denn unsere Neuerungen entstehen auf der soliden Basis von systematisierter Planung, Durchführung und Kontrolle. Mit diesem klar strukturierten Innovationsmanagement analysieren wir den technischen und wirtschaftlichen Wandel, um die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit im Wettbewerb zu schaffen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Innovation ist ferner unsere Unternehmenskultur, die ein positives Klima der Offenheit für Ideen fördert. "Open Innovation" wird deshalb weiterhin ein wichtiger Begriff der Entwicklungsphilosophie der Uzin Utz AG bleiben. Die Konsequenz dieser Haltung äußert sich darin, dass sich die Neuheitsquote in den letzten sechs Jahren mehr als verdoppelt hat.
» Bestätigt werden wir durch Auszeichnungen wie die der Fachzeitschrift BTH. Die Marke UZIN ging bei der letzten Umfrage zum vierten Mal in Folge als klarer Sieger der Branche über die Ziellinie. Bei 9 Kriterien (50%) liegt die Uzin Utz AG auf dem 1. Platz – unter anderem in den Rubriken "Produkt" und "Zukunft".
» Einen Überblick über die zahlreichen Neuentwicklungen der Teams für Forschung & Entwicklung" in der Unternehmensgruppe sind im Konzern- und AG-Lagebericht unter dem Punkt "Forschungs- und Entwicklungstätigkeit"zu finden. Stellvertretend für diese herausragenden Leistungen nennen wir hier:
Die UZIN Terra-Line ist seit Mai 2013 auf dem Markt und das erste nachhaltige Bodenverlegesystem, das auf den Schutz des Handwerkers, der Endverbraucher und des gesamten Lebensraums zielt – und sogar mit neuen Verpackungen einen Beitrag zur CO2 -Einsparung leistet. Ohne Einbußen in der technischen Performance wurden in Grundierung und Spachtelmasse der Anteil synthetischer Rohstoffe reduziert, im Klebstoff mehr nachwachsende Rohstoffe eingesetzt.
» Das System besteht aus der Grundierung UZIN Terraprimo 10, der Spachtel-, Ausgleichs- und Nivelliermasse UZIN Terraplan 20 und dem Dispersionsklebstoff UZIN Terracoll 30.
» Alle Produkte der Terra-Line sind lösemittelfrei, sehr emissionsarm, gekennzeichnet mit dem Emicode EC 1 Plus und dem Blauen Engel nach RAL-UZ 113.
Mit dem neuen Verlegesystem wurde die UZIN ECO ID eingeführt, die nachhaltige UZIN Produkte und Systeme vergleicht und bewertet. An dieser ökologischen Identität – gewissermaßen dem genetischen Fingerabdruck des Produkts – können sich Handwerker im Produktsortiment besser orientieren, was die Nachhaltigkeitskriterien betrifft.
» Ferner gibt es jetzt ein Nachhaltigkeits-Datenblatt mit Informationen zu Emissionen in den Innenraum (VOC), zur Ökobilanz und zu Fakten für die Gebäudezertifizierung beim nachhaltigen Bauen nach DGNB und LEED.
» Dieser Leitfaden der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zur Auswahl und Dokumentation von DGNB-konformen Bauprodukten ist über die Uzin Utz AG erhältlich.
» Die Grundlage für unseren zukünftigen Erfolg sind und bleiben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihre Leidenschaft und ihr Commitment flankieren unseren Weg und geben uns den Mut, immer weiter voranzugehen und neue Projekte anzustoßen. Unsere visionäre Ausstellung "Die Zukunft unter uns" zum 100-jährigen Firmenjubiläum hat mit der Verleihung des "Swissbau Design Award 2014" in Form des "Spezialpreises für eine Standinszenierung mit Zukunftscharakter" den vierten hochkarätigen Designpreis in Folge bekommen.
» Auf diesen Lorbeeren wollen wir uns nicht ausruhen. Im Gegenteil: Für uns sind sie der Antrieb, die Innovationskraft, die im Unternehmen steckt, zu bewahren und zu stärken. Sie ist das Ergebnis einer von Offenheit und Wertschätzung geprägten Unternehmenskultur. Denn aus ihr entspringt am Ende wieder die Quelle für unser Wachstum und die Arbeitsplatzsicherung unserer Belegschaft.
Wir leben in einem Zeitalter der überwältigenden Vielfalt von Netz(werk)en. Doch nicht alles, was vernetzt ist, ist auch verbunden. Das Gefühl der Verbundenheit – eines der seelischen Grundbedürfnisse des Menschen – hat sich auch innerhalb von Unternehmen verändert. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen ihren Unternehmen deutlich kritischer gegenüber als vor 20 Jahren. Sie hinterfragen den Sinn und Nutzen ihrer Arbeit. Diese Sehnsucht nach Sinn und Orientierung will erfüllt werden. Nur wenn Menschen in Prozesse und Entscheidungen eingebunden sind, ist die Bereitschaft gegeben, Verantwortung zu übernehmen.
Und genau darum geht es bei der Uzin Utz AG: um eine gegenseitig vertrauensvolle Beziehung zu Belegschaft, Kunden und Lieferanten – als Individuen, wie auch in der Gemeinschaft. Darunter verstehen wir nicht die Abkehr von der Marktwirtschaft, sondern eine verstärkte Ausrichtung an den Grundpfeilern der Wirtschaft: den natürlichen Ressourcen und den Menschen. Aus dieser Kraft der Verbundenheit schöpfen wir eine wichtige Grundlage für langfristig erfolgreiches Wirtschaften.
Konstantes Wachstum ist die Voraussetzung für den erfolgreichen Fortbestand unserer Unternehmensgruppe. Der Bereich E-Commerce bietet auch für die Uzin Utz AG großes Wachstumspotential und die einmalige Chance zur besseren Positionierung und Differenzierung im Wettbewerb. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, uns dieser rasanten und beeindruckenden Entwicklung zu stellen, um unsere Stärke im Bereich der Bodenbearbeitung nachhaltig auszudehnen.
» Kern unserer E-Business-Initiativen ist die Beteiligung an der Arendicom GmbH (Tutzing). Mit dieser Partnerschaft sichern wir uns strategisches Know-how und innovative Technologien.
» Vor diesem Hintergrund ist die Eröffnung des Internetportals BOP eine logische Konsequenz und der Aufbruch in eine neue Ära. BOP steht für die Nutzung des Mediums Internet als Verkaufsplattform und bietet Bodenprofis und solchen, die es werden wollen, handfeste Unterstützung und gebündeltes Fachwissen.
» In der Sparte "Handbuch" gibt es ausführliche Fachinformationen rund um das Thema Boden, darunter detaillierte Anleitungen zum Verlegen von Böden sowie Verlegevideos. In der Sparte "Kalkulator" können Handwerker direkt online ihren Arbeitsaufwand sowie ihren Materialbedarf ermitteln, archivieren und ein Angebot erstellen. Im "Shopbereich" sind die benötigten Produkte sofort abrufbar, wodurch der Bestellvorgang vereinfacht wird.
» BOP erleichtert Handwerkern, die mit dem Thema Bo den in Berührung kommen, die tägliche Arbeit und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Erzielung idealer Ar beitsergebnisse für ihre Kunden. Das Onlineportal kann von jedem Handwerker, der über einen Gewerbeschein verfügt, kostenlos genutzt werden. Thomas Müllerschön, Vorstand der Uzin Utz AG meint dazu: "Uns war es wich tig, ein Angebot zu schaffen, das jedem Interessierten zur Verfügung steht. Als weltweit agierender Komplettanbie ter für Bodensysteme möchten wir so unserer Verantwortung gerecht werden und den Brückenschlag in das digitale Zeitalter schaffen." Und weiter: "Ebenso wichtig ist es uns, diesen Weg gemeinsam mit unseren Handelspart nern einzuschlagen. Daher haben wir sie bei dem Projekt BOP von Anfang an fest eingebunden."
» Das gesamte Angebot wurde auf mobile Endgeräte op timiert, so dass Handwerker auch unterwegs oder auf der Baustelle jederzeit über das Smartphone oder Tablet eine Kalkulation durchführen können, um ein adäquates An gebot für ihre Kunden zu generieren. Neben vielen Ver legesystemen aus dem Sortiment der Uzin Utz AG kann man auf BOP auch Bodenbeläge von ausgewählten Her stellern bestellen.
Entstanden aus unternehmerischer Verantwortung, hat uns die Vorreiterrolle bei der ökologischen Nachhaltigkeit die Position eines der zukunftsorientiertesten und innovativsten Unternehmen der Branche eingebracht. Aufgrund der strategischen Ausrichtung mit der Konzentration auf die 4 K's: Kernkunden, Kernkompetenz, Kernnutzen und Kernmarkt sind wir leistungsstark aufgestellt. Mit dem Fokus auf Effizienzsteigerung und straffem Kostenmanagement, Stärkung der Geschäftstätigkeit und internationaler Expansion werden wir auch weiterhin dynamisch wachsen. Weil wir die Herausforderungen der Zukunft annehmen und unsere Kompetenz ständig weiter schärfen.
Mit der Markteinführung unserer neuen Marke Lavanior bringen wir unsere Kompetenz und unser Know-how vom Boden an die Wand. Alle Produkte von Lavanior erfüllen die hohen Ansprüche an Sicherheits- und Qualitätsstandards unseres Konzerns und bieten exzellente Möglichkeiten, die Wand als Gestaltungsfläche neu zu entdecken und dabei bisher nicht gekannte Wege zu gehen.
» Lavanior dient dem professionellen Handwerk als einzigartige Visitenkarte. Denn diese Marke definiert die Grenzen der Gestaltung neu und steht für Innovation, Individualität und Exklusivität genauso wie für Tradition, Kompetenz und Qualität.
Mit hochwertigen Wandgestaltungen von Lavanior – den Wandbeschichtungen COVER und den Wandbelägen ART – verwandeln sich Wände zum vollendeten Ausdruck der eigenen Persönlichkeit.
» Neuartige, ökologisch einwandfreie Materialien von authentischem Charakter lassen aus der Wand eine Projektionsfläche für kühne Wohnträume und künstlerischen Gestaltungswillen entstehen.
» Lavanior verbindet traditionelle Handwerkstechniken mit visionärem Anspruch, technische Perfektion mit kreativer Wandgestaltung. Mit ursprünglich wirkenden Materialien lassen sich Wandflächen jetzt so gestalten, dass ein ganz persönliches Flair den Raum erfüllt. Realistische Naturstrukturen wie Rinde und Fels, moderne Industrielooks wie Rost und Beton oder ein Hauch von Antike – alles ist möglich. Mit Lavanior lassen sich auch plastische Kreativelemente einsetzen und so eine VerWANDlung erschaffen, die es so kein zweites Mal gibt.
» Lavanior COVER wird mit seinem hoch innovativen Struktur-Sprühverfahren die Welt der Wandbeschichtungen revolutionieren. Dazu besitzt diese ökologische Produktlinie unschlagbare ökonomische Vorteile: Sie verbindet effiziente Arbeitsweise mit enorm hoher Flächenleistung und ist ganz einfach und sauber zu verarbeiten. Lavanior COVER gibt es in den zwei Varianten PUR und PLUS:
Mit nur einem Material wird die Struktur in verschiedenen Stufen bestimmt. Auch die Farbgestaltung ist frei wählbar. Mit COVER PUR entsteht eine extrem gleichmäßige Oberfläche – fugenfrei, nahtlos und ohne Stöße.
Hier wird ebenfalls mit nur einem Material die Struktur in verschiedenen Stufen bestimmt. Zusätzlich erzeugen die extreme Feinkörnigkeit und der besonders hohe Weißheitsgrad eine hochwertige Optik von gleichmäßiger Farbe und Struktur, die nicht überstrichen werden muss.
Lavanior ART mit seinen drei Effektlinien Natur, Industrie und Ambiente inszeniert Wände als faszinierende plastische Darstellungen von einzigartig authentischer und realistischer Optik und Haptik.
» ART Natur bringt mit unnachahmlichem Echtheitscharakter die Natur in Form von Rinde und Fels in den Raum.
» ART Industrie mit den dekorativen Anmutungen Rost und Beton verleiht dem Wanddesign den authentischen Charakter eines Unikates.
» ART Ambiente gibt der Wandgestaltung ein antikisierendes bzw. historisierendes Flair.
Mit Lavanior bringen wir unsere Boden-Expertise an die Wand. Dabei entwickeln wir traditionelle Handwerkstechniken mit visionärem Anspruch weiter und interpretieren ursprüngliche Materialien neu. | www.lavanior.de
| Bericht des Aufsichtsrats der Uzin Utz AG |
21 | |
|---|---|---|
| Zusammengefasster Lagebericht der Uzin Utz AG und des Uzin Utz Konzerns |
||
| für das Geschäftsjahr 2013 | Lagebericht inklusive Corporate Governance Bericht und Vergütungsbericht | 25 |
| Abschluss | Konzernabschluss | 69 |
| des Uzin Utz Konzerns | Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 118 |
| Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss | 119 | |
| Abschluss | Jahresabschluss | 120 |
| der Uzin Utz AG | Versicherung der gesetzlichen Vertreter | 135 |
| Bestätigungsvermerk zum Einzelabschluss | 136 |
Die Uzin Utz AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück. Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von einem weiteren Umsatzwachstum von 4,7% auf nunmehr 217 Mio. EUR. Rechnet man die Sondereffekte des Vorjahres durch den Verkauf des Geschäftsbereichs Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk heraus, so liegt das Ergebnis des Konzerns leicht über Vorjahr. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Marktposition war das vergangene Geschäftsjahr insbesondere durch hohe Investitionen für den Ausbau und die Modernisierung der Produktionskapazitäten sowie die Einstellung neuer Mitarbeiter geprägt. Hierdurch wurde die Grundlage für die Umsetzung der ehrgeizigen Wachstumspläne geschaffen. » Der Aufsichtsrat hat entsprechend den aktienrechtlichen Regelungen den Vorstand überwacht und stand ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in mündlicher und schriftlicher Form über die Geschäftslage und -politik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalpolitik sowie über die Rentabilität und die Risikosituation der Uzin Utz AG und des Konzerns informiert. Weitere zentrale Themen der Berichterstattung betrafen die strategische Ausrichtung der Uzin Utz Unternehmensgruppe und damit verbundene Vorhaben.
» Die Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats erfolgte auf der Grundlage dieser ausführlichen, in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten, Berichte des Vorstands über die Geschäftslage der Uzin Utz AG und des Konzerns. Dem Aufsichtsrat wurden zudem monatlich Statusberichte zur Verfügung gestellt, die sowohl pro Monat als auch kumuliert über Umsatz und Ertragslage mit Plan/Ist-Abweichung und aktuellem Forecast informieren. Die Berichte dokumentieren die wichtigsten Kennzahlen für die einzelnen Gesellschaften. Je nach Bedarf bzw. aktuellen Schwerpunktthemen wurden tiefergehende Details zur Verfügung gestellt.
» Alle zustimmungspflichtigen Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat vor der Genehmigung ausführlich mit dem Vorstand. Über Vorhaben, die von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert. Daneben stand der Aufsichtsrat über seinen Vorsitzenden in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand der Gesellschaft. Er holte sich vom Vorstand kontinuierlich Informationen über die aktuelle Entwicklung, die Geschäftslage und wichtige Einzelvorgänge ein. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns von erheblicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand unverzüglich in Kenntnis gesetzt.
» Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat vergewisserte sich durch Befragen des Vorstands und des Abschlussprüfers, dass die Anforderungen an das Risikomanagementsystem bei der Uzin Utz AG und im Konzern erfüllt wurden.
| Organe der Uzin Utz AG | |
|---|---|
| Aufsichtsrat | Vorstand |
| Dr. Rainer Kögel Vorsitzender |
Dr. H. Werner Utz Vorsitzender |
| Frank W. Dreisörner Stellvertretender Vorsitzender |
Thomas Müllerschön |
| Paul-Hermann Bauder |
Im Geschäftsjahr 2013 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt, an denen sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats teilnahmen. Inhalt einer jeden Sitzung des Aufsichtsrats war die Erörterung des aktuellen Geschäftsverlaufs der Uzin Utz Unternehmensgruppe und der Planung durch den Vorstand mit den Schwerpunkten Umsatz-, Kostenund Ergebnisentwicklung sowie Finanzlage. Der Vorstand beantwortete umfassend die eingehenden Fragen der Aufsichtsratsmitglieder, die sich aus den regelmäßig vorgelegten schriftlichen Berichten und den Präsentationen sowie den mündlichen Ausführungen im Rahmen der Sitzung ergaben. Die Beratungen und Prüfungen des Aufsichtsrats bezogen sich in den Aufsichtsratssitzungen vor allem auf folgende Gegenstände:
» In der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 25. März 2013 stand die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der zusammengefasste Lagebericht für die AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2012 im Fokus. Dabei hat der Aufsichtsrat neben seiner eigenen – originären – Prüfungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung der Bilanz-Aufsichtsratssitzung in der Sitzung zahlreiche Fragen an die persönlich anwesenden Abschlussprüfer gestellt und diese ausführlich mit den Abschlussprüfern erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der AG festgestellt, den Konzernabschluss gebilligt und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands ausdrücklich zugestimmt. Weiterhin hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 14. Mai 2013, den Bericht des Aufsichtsrats sowie die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verabschiedet. Außerdem hat der Vorstand dem Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Gesellschaften der Uzin Utz Gruppe berichtet. Vorstand und Aufsichtsrat haben ferner über mögliche Unternehmensakquisitionen im Rahmen des Wachstumsprojekts 2018 und diesbezügliche Finanzierungsalternativen beraten und der weiteren Verfolgung dieses Projekts zugestimmt. Zudem haben Vorstand und Aufsichtsrat über den Aufbau einer Produktion in den USA beraten sowie über den Stand des Neubaus der Produktion für die WOLFF GmbH & Co. KG in Ilsfeld.
» In seiner Sitzung am 01. Juli 2013 hat sich der Aufsichtsrat zunächst ausführlich mit dem aktuellen Geschäftsverlauf 2013 befasst sowie die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Gesellschaften der Uzin Utz Gruppe besprochen. Ferner wurden die aktuell laufenden Neubau- und Expansionsprojekte diskutiert. Der Standort- und Investitionsentscheidung in den USA wurde zugestimmt.
» In der Sitzung am 10. September 2013 befasste sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der aktuellen Markt- und Geschäftslage. Ferner wurde über den Stand der Bauentwicklungen der Produktionsstätten in den USA und in Ilsfeld berichtet sowie die Genehmigung zu zwei zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften – einer Personalentscheidung und der Ausübung eines Ankaufsrechts für ein Logistiklager – erteilt.
» In der Sitzung am 11. Dezember 2013 wurde die Marktund Geschäftslage des zweiten Halbjahres umfassend erörtert. Es wurde ferner die neue Organisationsstruktur erläutert und über die Planung 2014 informiert. Die Planung für das Geschäftsjahr 2014 wurde vom Aufsichtsrat anschließend genehmigt.
Die ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Der Abschlussprüfer wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden nach der Hauptversammlung schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.
» Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der Uzin Utz AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie den zusammengefassten Lagebericht für die AG und den Konzern unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
» Das Risikomanagementsystem wurde durch den Abschlussprüfer ebenfalls einer Prüfung unterzogen. Der Abschlussprüfer bestätigte, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft oder einzelner Konzerngesellschaften gefährden, frühzeitig erkennbar macht. » Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhielt vom Abschlussprüfer ein Exemplar des Prüfungsberichts. Die Jahresabschlussunterlagen inklusive der vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt, um eine sorgfältige und gründliche Prüfung durch den Aufsichtsrat zu gewährleisten. Der Aufsichtsrat hat die bilanzfeststellende Sitzung am 26. März 2014 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Uzin Utz AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013, der zusammengefasste Lagebericht für die AG und den Konzern sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete in dieser Sitzung über den Verlauf seiner Prüfung und deren wesentliche Ergebnisse. » Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht für die AG und den Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Uzin Utz AG und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem zusammengefassten Lagebericht für die AG und den Konzern, insbesondere den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Der Erklärung zur Unternehmensführung hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.
» Dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an.
Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats endete mit Ablauf der letzten ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013. Herr Professor Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes hat sich nach langjähriger Tätigkeit im Aufsichtsrat nicht mehr zur Wiederwahl gestellt. Der Aufsichtsrat bedankt sich für die langjährige, stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden von der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013 Herr Dr. Rainer Kögel, Herr Frank W. Dreisörner und Herr Paul-Hermann Bauder gewählt. Herr Dr. Rainer Kögel wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Herr Frank W. Dreisörner zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auf Grundlage der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 13. Mai 2013 mit der Fortentwicklung der Corporate Governance bei der Uzin Utz AG und verabschiedete die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex; diese ist auch auf Seite 56 des Geschäftsberichts abgedruckt und wird den Aktionärinnen und Aktionären auf der Internetseite http://www.uzin-utz.de/investor-relations/corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern lagen im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht vor. » Die Unternehmensführung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uzin Utz AG und ihrer Tochtergesellschaften haben im Berichtsjahr einen großen persönlichen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung des Unternehmens geleistet. Für ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft sowie die vielen außergewöhnlichen und auch alltäglichen Leistungen dankt der Aufsichtsrat allen Beschäftigten und den Vorstandsmitgliedern.
Ulm, im März 2014 Dr. Rainer Kögel Vorsitzender des Aufsichtsrats
| Grundlagen des Konzerns | Geschäftsmodell des Uzin Utz Konzerns | 26 |
|---|---|---|
| Internes Steuerungssystem | 27 | |
| Forschung und Entwicklung | 28 | |
| Wirtschaftsbericht | Rahmenbedingungen, Geschäftsverlauf und Geschäftstätigkeit | 29 |
| Besondere Effekte des abgelaufenen Geschäftsjahres | 33 | |
| Lage des Konzerns und der Uzin Utz AG | 33 | |
| Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren | 41 | |
| Vorjahresvergleich | 42 | |
| Nachtragsbericht | 42 | |
| Prognose-, Chancen | Künftige Rahmenbedingungen und deren Auswirkung | |
| und Risikobericht | auf die Uzin Utz AG und die Uzin Utz Gruppe | 43 |
| Weitere wesentliche Risiken | 45 | |
| Künftige Entwicklung der Uzin Utz Gruppe | 46 | |
| Beschreibung des Risikomanagements | 48 | |
| Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem | ||
| im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess | 48 | |
| Sonstige Angaben | Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB | 50 |
| Vergütungsbericht nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB | 51 | |
| Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB | 53 | |
| Corporate Governance Bericht | 53 | |
| Forschungs- und Entwicklungstätigkeit | 58 | |
| Employer Branding | 66 | |
| Bestehende Zweigniederlassungen, Betriebsstätten, Repräsentanzen | 68 | |
| Besonderheiten Konzern-Lagebericht | 68 | |
Der Uzin Utz Konzern unterstützt mit seinen Produkten den professionellen Bodenleger in all seinen Aufgabenbereichen. Das Unternehmen ist Komplettanbieter im Bereich Boden und bietet seinen Kunden von bauchemischen Produktsystemen und Oberflächenveredelung bis hin zu Maschinen ein einzigartiges Sortiment für die Bodenbearbeitung. Somit ist der Konzern stark von zukünftigen Entwicklungen der Bau- und Handwerksbranche abhängig. Nahezu alle angebotenen Produkte und Systeme werden bei der Uzin Utz Gruppe selbst entwickelt, hergestellt und vertrieben. So kann sichergestellt werden, dass die hohen Qualitätsansprüche von der Herstellung bis über den Verkauf an den Kunden hinaus, aufrecht gehalten werden. Dabei gehen bei dem börsennotierten Familienunternehmen mit Hauptsitz in Ulm Nachhaltigkeit und Wachstum stets Hand in Hand. Die Uzin Utz Gruppe ist in 48 Ländern vertreten, davon in 18 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften. Die Geschäftsschwerpunkte befinden sich überwiegend in Deutschland und den übrigen europäischen Märkten. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe aber auch in Nordamerika, Asien und Australien tätig. Die Produktionsstätten des Uzin Utz Konzerns befinden sich in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, China, Indonesien, Polen, Slowenien und den Niederlanden. » An der Spitze der Konzernstruktur steht die Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm, welche die Aufgaben der Konzernführung wahrnimmt. Damit kommt dem Unternehmen neben der Forschung, Produktion und dem Vertrieb von umweltfreundlichen Bauprodukten eine zentrale Führungs- und Verwaltungsfunktion zu. Strukturell untergliedern sich die anderen Gesellschaften des Konzerns je nach Funktion in Produktions-, Dienstleistungs- und Vertriebsgesellschaften.
» Eine detaillierte Ansicht aller Gesellschaften des Konzerns kann im Konzern-Anhang eingesehen werden.
» Mit ihren sieben Marken UZIN, WOLFF, PALLMANN, Arturo, codex und RZ sowie der Beratermarke UFloor Systems bietet die Uzin Utz AG ihren Kunden Boden-Knowhow für die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art.
Der Fokus für 2014 liegt auf der "Potenzialausschöpfung". Diese wollen wir mit Hilfe der folgenden sechs Eckpfeiler erreichen:
» Unser Bestreben ist es, aus jedem dieser Bereiche das volle Potenzial auszuschöpfen um in Zukunft noch erfolgreicher zu sein. Bei unseren Mitarbeitern wollen wir dies erreichen, indem wir weiterhin auf deren Fortbildung setzen und ihnen eine ausgeglichene Work-Life-Balance ermöglichen. Gleichzeitig wollen wir über einen höheren Bekanntheitsgrad unseres Unternehmens qualifizierte Bewerber ansprechen.
» Wir arbeiten kontinuierlich an neuen und nutzenorientierten Produkten, die unsere Kunden begeistern. Ein Hauptfokus liegt darauf, das Potenzial, das in unserem Produktportfolio liegt, auszuschöpfen. So soll jedem Kunden weltweit ein individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasstes Produkt angeboten werden.
» Im Jahr 2013 wagten wir mit unserem Facebook-Auftritt den ersten Schritt in die Social Media Landschaft. Im Jahr 2014 werden wir diesen Weg mit unserem Onlineportal BOP (www.frag-bop.de) weiter gehen. Das Portal bringt uns näher an die Endkunden und hilft uns dabei Synergieeffekte mit unseren Handelspartnern zu nutzen. » Auf die Wünsche unserer Kunden wollen wir verstärkt eingehen und deren Ansprüchen und Vorstellungen gerecht werden; auch in internationaler Hinsicht. Um unsere Wertschöpfungskette kontinuierlich zu verbessern, kommunizieren wir regelmäßig mit unseren Lieferanten und Handelspartnern. Zusätzlich suchen wir auf Rohstoffbasis fortlaufend nach Substituten um unsere Wertschöpfungskette zu optimieren.
» Wir besitzen ein wirkungsvolles Risikomanagement, das zu unserer nachhaltigen Wertschöpfung und somit * Alle Vorjahreszahlen in Klammern zum langfristigen Geschäftserfolg beiträgt. Zudem kann
der Uzin Utz Konzern auf das besondere Engagement eingespielter Mitarbeiter- und Führungsteams vertrauen. Das alles sowie hochzufriedene Kunden tragen zur Stabilität bei und bieten immer wieder neue Chancen.
Sowohl die interne Konzern- als auch die AG-Organisation folgen dem Grundsatz direkter Entscheidungswege und möglichst flacher Hierarchien. Alle wesentlichen Entscheidungen werden in Abteilungs- und Bereichsgremien vorbereitet und mit einer Entscheidungsempfehlung an den jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand weitergegeben. Alle wesentlichen Entscheidungen werden vom jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand der Beteiligungsgesellschaft mit dem Vorstand der Uzin Utz AG besprochen. Alle zustimmungspflichtigen Entscheidungen werden vom Vorstand der Uzin Utz AG an den Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgetragen.
Die Uzin Utz Gruppe verwendet zur Steuerung des Konzerns eine Vielzahl von Mechanismen und Kennzahlen, die bereichsspezifische Vorgänge abbilden und messbar machen. Um die Profitabilität zu steigern und nachhaltiges Wachstum zu realisieren, werden auf Basis dieser betrieblichen Kennzahlen Budget- und Unternehmensziele festgelegt. Der Vorstand überwacht die Entwicklung im Konzern anhand eines monatlichen Berichtswesens, welches ihm ermöglicht auf aktuelle Geschäftsentwicklungen direkt zu reagieren. Über alle Bereiche hinweg stehen an der Spitze aller internen Steuerungssysteme für die Uzin Utz AG und den Konzern folgende Finanzgrößen und Kennzahlen:
Tochtergesellschaften und der Uzin Utz AG analysiert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit errechnet sich aus dem Betriebsergebnis zuzüglich des Finanzergebnisses.
» Die Umsatzrendite weist aus, wie gut es gelingt, den erwirtschafteten Umsatz in das Ergebnis zu überführen. Bei Abweichungen ermöglicht eine detaillierte Aufschlüsselung der Ertrags- sowie Aufwandspositionen eine Ursachenanalyse. So können entsprechende Gegenmaßnahmen gezielt eingeleitet werden.
» Mit Hilfe der Eigenkapitalrendite kann die Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals berechnet werden. Sie stellt eine wichtige Kennzahl für die Aktionäre dar und wird regelmäßig beobachtet.
» Die Eigenkapitalquote ist einer der Indikatoren für das Risiko und die Bonität eines Unternehmens; eine hohe Eigenkapitalquote verringert das Insolvenzrisiko aus Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit. Gleichzeitig beeinflusst eine hohe Eigenkapitalquote die Eigenkapitalrentabilität negativ, weshalb beide Kennzahlen regelmäßig berichtet werden.
» Neben den finanziellen Kennzahlen werden im Konzern auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren verwendet:
| Kennzahlen | Ermittlung |
|---|---|
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität |
| Neuheitsquote | Umsatz eigene Erzeugnisse jünger 5 Jahre/Umsatz eigene Erzeugnisse total |
| Gesundheitsquote | Tatsächlich geleistete Arbeitstage/Soll-Arbeitstage |
| Kennzahlen | Ermittlung |
|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Kapitalflussrechnung |
| Umsatz | Ertragslage |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | Ertragslage |
| Umsatzrendite | Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Umsatz |
| Eigenkapitalrendite | Erg. der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/Eigenkapital |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital/Bilanzsumme |
» Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit – auch operativer Cashflow genannt – erlaubt es, einen Überblick über die durch die Geschäftstätigkeit (GT) erwirtschafteten liquiden Mittel zu behalten. So kann die kurzfristige Liquidität im Konzern und in der Uzin Utz AG sinnvoll gesteuert werden.
» Über den Umsatz und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGG) kann die Leistungsfähigkeit der » Um einen Überblick über die Leistungsfähigkeit unserer Produktionsstandorte zu erhalten, wird regelmäßig deren Auslastung berechnet. So können der Status der Arbeitsabläufe analysiert und Anreize für deren Optimierung geschaffen werden.
» Aufgrund der Marktführerschaft der Uzin Utz AG und unseres Ziels, im Bereich Boden auch auf anderen Märkten Marktführer zu werden, stellt die Neuheitsquote eine wichtige Kennzahl für den Konzern und die Uzin Utz AG dar. Als Marktführer ist es unerlässlich, seine bestehenden Produkte stetig weiterzuentwickeln und Neuheiten zu produzieren, um sich den Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu erhalten.
» Die Neuheitsquote ergibt sich anhand des Quotienten aus dem Umsatz mit eigenen Erzeugnissen (EE), die einen Produktlebenszyklus von 5 Jahren oder weniger aufweisen und dem Gesamtumsatz aller eigenen Erzeugnissen.
» Über die Gesundheitsquote erhalten wir einen Überblick über die tatsächlich geleisteten Arbeitstage unserer Mitarbeiter in den verschiedenen Gesellschaften. Dadurch wird es möglich, zukünftige Engpässe bei unseren Arbeitskräften aufzudecken. Zusätzlich kann anhand der Gesundheitsquote auch ein Rückschluss auf die Mitarbeiterzufriedenheit gezogen werden.
Alle Ereignisse, Entscheidungen und Faktoren mit wesentlichem Einfluss auf die Weiterentwicklung des Konzerns und der Uzin Utz AG, die bereits im Jahr 2013 bekannt waren, sind im jeweils thematisch zugehörigen Teil dieses Berichts enthalten. Alle zwischen Jahresende 2013 und dem Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bekannt gewordenen Sachverhalte dieser Art sind explizit im Teil "Nachtragsbericht" enthalten.
Nicht nur zunehmender Wettbewerb durch Globalisierung, sondern auch volatile und dynamische Märkte verstärken den Druck auf Unternehmen. Dieses Umfeld zwingt auch die Uzin Utz AG zu einer permanenten konzernweiten Innovationstätigkeit, um die eigene Position im Markt zu stärken und auszubauen. Nur auf diese Weise kann die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit des Unternehmens langfristig gesichert werden. Hierzu wird zum einen angestrebt, durch neue Produkte neue Marktfelder zu erschließen und zum anderen will man auf den bestehenden Feldern Differenzierungs- und Kostenvorteile erzielen. Die Systematisierung der Planung, der Durchführung und der Kontrolle zur Schaffung von Neuerungen, kurz Innovationsmanagement, gewinnt auch bei der Uzin Utz AG immer mehr an Bedeutung. Der Begriff Innovationsmanagement beschreibt einerseits das gegenwärtige Auseinandersetzen mit dem technisch wirtschaftlichen Wandel, anderseits stellt Innovationsmanagement die Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit im Wettbewerb dar. Der Erfolg von Innovationen hängt entscheidend von einer wirkungsvollen Zusammenarbeit innerhalb der Organisation ab. Hier ist es vor allem essenziell, dass die gesamte Unternehmenskultur darauf ausgerichtet ist, Ideen und Innovationen positiv aufzunehmen und zu fördern.
» Sowohl die Produktentwicklungen – neue Produkte für bestehende Marktsegmente – als auch die Diversifikationen – neue Produkte für neue Märkte – spielen hier eine wichtige Rolle. Nicht nur deshalb ist Open Innovation weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Entwicklungsphilosophie der Uzin Utz AG. Die Auszeichnungen Dritter belegen, dass wir diesbezüglich auf dem richtigen Weg sind. Auch im Berichtsjahr hat die Zeitschrift BTH wieder 40 Großhändler und Einkaufskooperationen um ein Votum für Anbieter von Vorstrichen, Spachtelmassen und Klebstoffen gebeten und die entsprechenden Bauchemiehersteller in 18 Einzelkategorien bewertet. Die Marke UZIN ging zum vierten Mal in Folge als klarer Sieger über die Ziellinie. Bei neun Kriterien (50%) liegt die Uzin Utz AG auf dem ersten Platz. Konsequenterweise glänzt UZIN unter anderem mit Siegen in den Rubriken "Produkt" und "Zukunft". Solche Bewertungen sind das beeindruckende Ergebnis jahrelanger professioneller Entwicklungsarbeit.
» Die spezifischen Vorgänge aus dem Bereich Forschung und Entwicklung während des Berichtsjahres werden im Teil Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erläutert.
In Anbetracht des nach wie vor verhaltenen Wirtschaftswachstums in Europa und der restlichen Welt, zeigen die Umsatzerlöse des Konzerns im Berichtsjahr in Höhe von 217,0 Mio. EUR eindrucksvoll die positive Entwicklung der Unternehmensgruppe. Dieser Wert bedeutet ein Umsatzwachstum des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von 4,7%. In Deutschland und in den Niederlanden konnten wir unsere Position als Marktführer festigen und in einigen anderen europäischen Märkten ist es uns gelungen, weitere Marktanteile hinzuzugewinnen. Die Uzin Utz AG konnte mit 126,6 Mio. EUR ihren Umsatz um 4,1% im Vergleich zum Vorjahr steigern.
» Das Betriebsergebnis vor Ertragssteuern lag im Berichtsjahr bei 13,1 Mio. EUR, was einen Anstieg im Vergleich zum um Sondereffekte bereinigten Vorjahr von rund 1,6% bedeutet (12,9). Die Sondereffekte resultierten aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk. Das Betriebsergebnis vor Ertragssteuern bei der Uzin Utz AG betrug im abgelaufenen Jahr 4,6 Mio. EUR (4,9). Auch über die Differenzierung unserer Produkte und unseres Know-hows wollen wir in Zukunft Umsätze generieren und diese über optimierte Geschäftsabläufe in das Ergebnis überführen. Unsere Prozesse werden wir entlang unserer Wertschöpfungskette optimieren. Als Marktführer wissen wir um unsere Verantwortung gegenüber unseren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern.
» Die Weltwirtschaft kommt nach schwierigen Jahren, vor allem auch für Europa, langsam wieder in Gang. Nach wie vor sind aber viele Problemstellungen, die sich durch die Staatsschuldenkrise ergeben haben, noch nicht gelöst. Aus diesem unsicheren Zustand resultieren für Unternehmen Risiken, die im Moment schwer absehbar sind. Diese Faktoren spielen eine tragende Rolle für das weitere Wachstum des Konzerns. Wir werden weiterhin vorausschauend und überlegt vorgehen, um eine rentable Expansion zu erreichen.
» Für uns stehen die Nutzenoptimierung und Qualitätsorientierung im Vordergrund. Deshalb wird sich die Uzin Utz AG und der Konzern in Zukunft noch intensiver an die unterschiedlichen Bedingungen auf verschiedenen Märkten anpassen. Dies gilt vor allem im Hinblick auf unseren Fokus, uns international zu behaupten. Das Bestreben des Konzerns ist es, seinen Kunden in verschiedenen Ländern ein individuell auf deren Bedürfnisse zugeschnittenes Leistungspaket anbieten zu können. Dabei soll auch die Anwendungstechnik stärker integriert und vernetzt werden. Nur so können wir es schaffen, die Chancen, die uns unser Unternehmen und unsere Produkte bieten, zu nutzen und unsere hoch gesteckten Ziele zu erreichen.
» In der Vergangenheit haben wir viele Investitionen für unsere Expansion getätigt. Allein in 2013 beliefen sich unsere Ausgaben in der Gruppe auf 19,5 Mio. EUR, was vor allem auf die Projekte in Ilsfeld, Deutschland, den USA und den Niederlanden zurückzuführen ist. Nähere Informationen zu den Investitionen der Gruppe befinden sich im Abschnitt Vermögenslage. Der Fokus liegt nun darauf, das gesamte Potenzial unserer weltweiten Standorte auszuschöpfen und so unsere Position auf den ausländischen Märkten weiter zu stärken.
» Auf Produktebene setzen wir weiterhin auf Nachhaltigkeit sowie die Weiter- und Neuentwicklung unserer Produkte. Wir wollen die steigende Nachfrage nach emissionsarmen und wohngesunden Bodensystemen mit unseren Produkten bedienen. Unser Nachhaltigkeitsprofil gibt dem Handwerker Auskunft darüber, wie nachhaltig und umweltschonend ein Produkt im Hinblick auf Herstellung, Verarbeitung und Anwendung ist.
» Wir sind stolz, dass unsere Marke UZIN bei der diesjährigen BTH Heimtex Großhandels-Umfrage zum vierten Mal in Folge zur Nummer eins der Verlegewerkstoffhersteller in Deutschland gewählt wurde. Mit einem Notendurchschnitt von 1,8 über alle Kategorien konnten wir uns erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen. In neun dieser Kategorien (50%) sicherten wir uns den ersten Platz. Dieses gute Abschneiden beweist erneut, mit welchem Einsatz und Leidenschaft unsere Mitarbeiter tagtäglich zum Nutzen und Erfolg unserer Kunden beitragen.
» Abschließend bleibt festzuhalten, dass wir uns trotz schwieriger Marktlage erfolgreich behaupten konnten. Unseren Status als Marktführer konnten wir weiter ausbauen. Im neuen Jahr werden wir das Potenzial, das wir durch unsere Investitionen geschaffen haben, weiter ausschöpfen und so steigende Umsätze und Ergebnisse sichern. Wir blicken positiv auf 2014 und werden uns auch in Zukunft mit individueller Qualität, Kundennähe und Innovation im Wettbewerb durchsetzen.
Das Statistische Bundesamt schätzt den Wert der in 2013 produzierten Bodenbeläge auf 3,7 Mrd. Euro, was mit einem Plus von 1,1% gegenüber Vorjahr einen neuen Rekordwert bedeutet. Zu verdanken ist dieser Anstieg allein dem Zuwachs bei den Bodenbelägen aus Kunststoff (11,6%), während sich die übrigen Produktgruppen rückläufig entwickelten. So fiel die Produktion textiler Beläge um 0,9%, Holzbeläge um 0,2% und keramischer Beläge um 2,9%. Bei den Anteilen am Produktionswert gab es jedoch keine Änderungen. Bodenbeläge aus Holz führen die Liste mit 51% an. Dahinter folgen textile Beläge mit 18%, elastische Beläge mit 17% und keramische Beläge mit 14%. » Einer Marktstudie der SN-Fachpresse Hamburg zufolge wurden in 2013 auf dem deutschen Markt in Summe 332,2 Mio. Quadratmeter Bodenbeläge abgesetzt. Somit sank der Absatz der Bodenbeläge in Deutschland zum zweiten Mal in Folge um 1,2% (2,6%). Der Absatz verteilte sich wie folgt auf die einzelnen Bodenbelagsarten: 27,2% textile Bodenbeläge, 20,9% elastische Bodenbeläge, 30,9% Parkett/Laminat/Kork und 21,0% keramische Bodenbeläge. Für 2014 werden hier keine größeren Änderungen prognostiziert.
» Laut dem Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) erzielte das deutsche Bauhauptgewerbe in 2013 einen Umsatz in Höhe von 95,3 Mrd. Euro und damit ein Plus von 2,5%. Getragen wurde dieses Wachstum hauptsächlich durch den Wohnungsbau (3,4%), der nach wie vor von günstigen Konditionen für Immobilienkredite und der hohen Zahl der Erwerbstätigen profitiert. In Deutschland entwickelten sich der öffentliche Bau stagnierend und der Wirtschaftsbau rückläufig. Dabei ist der schwache Start ins Jahr 2013 im Wesentlichen auf die Witterung im Frühjahr zurückzuführen. Das reale BIP-Wachstum im Jahr 2013 von 0,4% bewirkte, dass Wachstumsimpulse für den Wirtschaftsbau ausblieben. Erwartungen für 2014 fallen jedoch deutlich positiver aus, da angenommen wird, dass die Bauinvestitionen in den nächsten Monaten weiter steigen. Die gestiegenen Baugenehmigungen lassen auf eine weiterhin dynamische Entwicklung im Wohnungsbau schließen. Der Aufwärtstrend im öffentlichen Bau hat bereits begonnen und es gibt im Rahmen einer Umfrage des ZDBs positive Rückmeldungen zur Geschäftslage aus dem Wohnungsund Gewerbebau. Laut einer Studie des ifo Instituts sind zwischen 2013 und 2016 in allen Bundesländern jährliche Wachstumsraten der fertiggestellten Wohngebäude zwischen 5,4% und 8,8% zu erwarten.
» Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,4% in 2013. In den Jahren 2012 und 2011 erreichte es noch Wachstumsraten von 0,7% und 3,3%. Die mäßige Konjunktur in der Euro-Zone und die Abkühlung auf wichtigen Absatzmärkten wie China sorgten für ein eher enttäuschendes Jahr für deutsche Exporteure. Die Exporte nahmen nur um 0,6% zu, nach einer 3,2 prozentigen Zunahme im Jahr zuvor. Die Unsicherheit auf den Märkten führte in Deutschland zu weniger Investitionstätigkeiten. » Die Wirtschaft im Euroraum schrumpfte erneut, wenngleich etwas weniger stark als im Jahr zuvor. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für 2013 mit einem Rückgang der aggregierten Wirtschaftsleistung im Euroraum um 0,4%. Die Nachfrage wurde durch die notwendige Bereinigung von Verschuldungsexzessen belastet und führte zu strukturellen Änderungen auf der Angebotsseite, die kurzfristig Konsumenten und Investoren verunsicherte. Der IWF gab im Vorfeld seiner Jahresplanung ein verhaltenes Bild der weiteren Entwicklung der Volkswirtschaften im Euroraum bekannt.
» Die Weltkonjunktur hat im Verlauf des Jahres 2013 deutlich an Schwung gewonnen, auch wenn sich die Weltwirtschaft zu Beginn des Jahres, nach der sehr geringen Dynamik in 2012, nur schwach entwickelte. Dazu beigetragen hat die Abschwächung der Faktoren, die die Weltkonjunktur in den Jahren zuvor spürbar belasteten. Die ergriffenen strukturellen Anpassungsmaßnahmen im Euroraum haben begonnen Früchte zu tragen und die Konjunktur der Schwellenländer zeigte einen positiven Trend. Das Institut für Weltwirtschaft schätzt die Zunahme der Weltproduktion in 2013 mit 2,9% und somit geringer als ein Jahr zuvor mit 3,1%. In den Folgejahren soll sie jedoch, mit 3,7% in 2014 und 4,0% in 2015, deutlich höher ausfallen. » Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in 2013 waren insgesamt ähnlich verhalten wie im Jahr zuvor. Die Faktoren der Wirtschaftskrise lähmten zu Beginn des Jahres nach wie vor die Konjunktur weltweit und im Euroraum. Positive Tendenzen ergaben sich für den Konzern aus der langsamen Entschärfung der Eurokrise und der Belebung der Weltkonjunktur im Verlauf des Jahres. Da die Gruppe weltweit agiert und Europa einen Fokusmarkt der Gruppe darstellt, verbessert sich damit die Ausgangssituation des Konzerns. Die positiven Tendenzen der deutschen Bauwirtschaft wirkten sich spürbar auf die Umsätze des Konzerns und der Uzin Utz AG aus.
Die Baubranche in Deutschland wurde im Frühjahr 2013 negativ von der Witterung beeinflusst. Dies wirkte sich auch negativ auf die Umsatzzahlen der Uzin Utz AG aus. Ab April waren bei den Umsätzen deutlich positive Tendenzen zu erkennen und so konnten die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr klar gesteigert werden. Auf Konzernebene verlief das erste Halbjahr bezogen auf die Umsätze ebenfalls eher durchwachsen. In der zweiten Jahreshälfte konnten jedoch auch hier die Umsätze stabilisiert werden und lagen kumuliert bezogen auf das Geschäftsjahr 2013 etwas über Vorjahr. Preiserhöhungen und die Erhöhung der Absatzmenge konnten im Vergleich zum Vorjahr sowohl in der Uzin Utz AG als auch im Konzern erfolgreich durchgeführt werden. Detaillierte Informationen zu diesen Angaben können im Abschnitt Ertragslage eingesehen werden.
Die Uzin Utz AG produzierte im Jahr 2013 am Produktionsstandort in Ulm für die Marken UZIN und codex. Die Gesamtauslastung am Standort Ulm lag bei rund 97,5% und somit um rund 0,6% höher als im Vorjahr (96,9). Werk 2 (Trockenmörtel) hat seine Maximalkapazität erreicht, weshalb aktuell Bewertungen von Maßnahmen zur Kapazitätserweiterung durchgeführt werden. Es wird über weitere Investitionen und die verstärkte Integration unserer internationalen Produktionsstandorte nachgedacht. Im Werk 1 (Klebstoffe) erreichte die produzierte Menge das Niveau des Vorjahres. Durch Restrukturierungen und Investitionen konnten die Produktivität und die Kapazität des Werks erhöht werden. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für unser angestrebtes Wachstum. Die Produktionsstätte der Marke WOLFF in Vaihingen/ Enz erreichte eine Gesamtauslastung von 80,5% (78,0). » Am Standort in Ulm wurde im Werk 1 eine weitere moderne vollautomatische Abfüllanlage für Klebstoffe mit integrierter Etikettierung in Betrieb genommen. Weiterhin wurden dort zwei neue Palettierroboter installiert, um die Abläufe und die verschiedenen Arbeitsschritte zu rationalisieren. Der Einsatz von Prozessleittechnik wurde insbesondere im Bereich der Klebstoffproduktion im Berichtsjahr noch weiter ausgebaut. Die Auswirkungen auf Produktivität, Produktqualität und Prozessstabilität sind positiv.
» Durch strategische Maßnahmen konnten im Rohstoffbereich Einsparungen realisiert werden. Für die Rohstoffe der einkomponentigen Reaktionsharz-Klebstoffe wurde ein neues Tanklager errichtet. Dies ermöglicht – im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens – eine wirtschaftlichere Beschaffung und Bevorratung sowie einen sichereren Umgang und weniger Einsatz von Verpackungen bei diesen Rohstoffen.
» Das sehr gute Ergebnis bei den Zertifizierungen nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001 aus dem Jahr 2012 konnte im Jahr 2013 sowohl intern als auch extern verbessert werden. Auditiert und zertifiziert wurden der Standort Ulm und die Niederlassung in Vaihingen/Enz der Uzin Utz AG sowie der Hermann Frank GmbH & Co. KG. Das umfassende Auditprogramm garantiert die Einhaltung und stetige Verbesserung der entsprechenden Standards, die zur Erfüllung der Anforderungen nötig sind.
» Seit vielen Jahren schon ist die Uzin Utz AG um die Verbindung ökonomischer Effizienz mit ökologischer und sozialer Verantwortung bemüht. Diesem Anspruch wird das Unternehmen im durch eine eigene Entsorgungsabteilung gerecht und gibt diese Standards an die verbundenen Konzernunternehmen weiter. Die Entsorgungsmenge am Standort Ulm (ohne Rücknahme von Verkaufsverpackungen) lag im Jahr 2013 bei 1.326 Tonnen, nach 1.213 Tonnen im Vorjahr. Die Entsorgungskosten konnten dabei gesenkt werden und lagen bei 119 TEUR nach 123 TEUR im Jahr 2012.
» Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Konzern an den Produktionsstandorten in Ulm, Vaihingen/Enz, Oberderdingen, Würzburg, Meckenheim, Buochs (Schweiz), Sursee (Schweiz), Haaksbergen (Niederlande), Legnica (Polen), Soissons (Frankreich), Shanghai (China), Ljubljana (Slowenien) und Jakarta (Indonesien) produziert. Die Gesamtauslastung aller Uzin Utz Werke lag bei rund 87,8% und stieg somit um rund 3,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (84,6). » Für die deutsche Maschinensparte des Konzerns entsteht derzeit in Ilsfeld, Bustadt-Ost eine neue Produktionsstätte. Am neuen Standort wird der Konzern künftig die Produktion und Entwicklung der Hermann Frank GmbH & Co. KG und der Marke WOLFF vereinen um Synergieeffekte zu nutzen. Damit wird in Ilsfeld die Produktion von Handwerkzeugen für den Bodenleger angesiedelt.
» Mitte Mai 2014 feiert unsere Tochtergesellschaft Unipro B.V. in den Niederlanden die Eröffnung der umweltfreundlichsten Fabrik des Konzerns. Die hochmoderne Produktionsstätte wird Regenwasser und Sonnenenergie zur Selbstversorgung nutzen. Nachhaltigkeit wurde beim Bau des Gebäudes besonders berücksichtigt. Da die neue Produktionsstätte komplett auf die Beheizung mit Öl oder Gas verzichtet, werden die Produkte wie beispielsweise Klebstoffe oder Verlaufsbeschichtungen in Zukunft vollkommen CO2 -neutral hergestellt.
» Die finale Entscheidung für unseren Produktionsstandort in den USA ist gefallen. Nach intensiven Standortanalysen in sieben verschiedenen US-Bundesstaaten fiel die Entscheidung auf Dover in Delaware. Unsere Tochtergesellschaft Uzin Utz Manufacturing North America Inc. freut sich über ein neues Trockenmörtelwerk auf einer Grundstücksfläche von 40.000 Quadratmetern. Das Gebäude wird dabei 5.000 Quadratmeter einnehmen und das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 7,5 Mio. Euro. Der Baubeginn ist für die erste Jahreshälfte 2014 geplant und die Produktion soll Anfang 2015 starten. Im neuen Werk werden Selbstverlaufs- sowie standfeste Spachtelmassen produziert, welche bereits in den USA vertrieben, jedoch derzeit noch aus Deutschland importiert werden. Die Investition unterstreicht das Bestreben der Uzin Utz Gruppe international zu wachsen. Ein Entwicklungszentrum auf der Anlage versetzt uns zukünftig in die Lage, flexibler auf sich verändernde Bedürfnisse unserer amerikanischen Kunden einzugehen und garantiert uns die Entwicklung von auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Produkten. » Die Produktionsgesellschaft in Polen, Uzin Polska Produkty Budowlane Sp.zo.o., hat im Berichtsjahr 2013 das Portfolio im Bereich der Spachtelmassen komplett erneuert. Darüber hinaus konnte die Gesellschaft die Genehmigung für Aktivitäten in der Sonderwirtschaftszone bis 2026 verlängern. Die Vertriebsgesellschaft Uzin Polska Sp.zo.o. unterstützt seit 2013 den neu gegründeten polnischen Bodenbelagsverein PSP und will so Synergieeffekte mit wichtigen Belagsherstellern nutzen.
Die Anzahl der Mitarbeiter im gesamten Konzern stieg im Durchschnitt auf 939 (919). Davon arbeiteten 529 (528) im Inland und 410 (391) im Ausland. Zusätzlich wurde 37 (35) jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht. Die Uzin Utz AG bot 401 (391) Menschen einen Arbeitsplatz. Zusätzlich waren 28 (27) Ausbildungsplätze besetzt. Auch in den kommenden Jahren sollen die Ausbildungsbemühungen weiter fortgesetzt werden, um jungen Menschen eine Zukunftsperspektive geben zu können. Gleichzeitig bietet die unternehmensinterne Ausbildung immer die Chance, sehr gutes Fachpersonal selbst zu entwickeln und auf die kommenden Aufgaben im eigenen Unternehmen vorzubereiten. Der agvChemie verleiht jährlich die Urkunde "Ausbildendes Unternehmen der chemischen Industrie – für besondere Ausbildungsleistungen". Ausgezeichnet werden Unternehmen in Deutschland, die sich besonders nachhaltig und intensiv um den Nachwuchs verdient machen. Die Ausbildung der Uzin Utz AG erhielt diese Urkunde für das Jahr 2013/2014 erneut.
» Die neue Karriereseite und der Bewerbungsassistent auf der Homepage der Uzin Utz AG erhalten weiterhin sehr positiven Zuspruch. Dies drückt sich vor allem in der Anzahl der eingegangenen Bewerbungen aus, die im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr nochmals angestiegen sind. Es wurden insgesamt 1.784 (1.639) Bewerbungen eingereicht, was einem Plus von 8,8% entspricht. Darunter waren 528 (437) Initiativbewerbungen, welche um 20,8% angestiegen sind. Außerdem ermöglicht es die Website den Bewerbern, sich im Vorfeld intensiv über die Uzin Utz AG zu informieren, beispielsweise mit Hilfe von Mitarbeiterinterviews. Die steigenden Bewerberzahlen zeigen eindrucksvoll das Image der Uzin Utz AG als verlässlicher und mitarbeiterorientierter Arbeitgeber, was in Zeiten eines sich verschärfenden Fachkräftemangels immer wichtiger wird. » Im Berichtsjahr wurden von den Mitarbeitern der Uzin Utz AG insgesamt 90 (136) Verbesserungsvorschläge eingereicht. Von den bisher ausgewerteten Vorschlägen wurden 17 prämiert und umgesetzt, was – nach Abzug der 43 noch offenen Vorschläge – einer Qualitätsquote von rund 36,2% (31,5) entspricht.
Mit notariellem Vertrag vom 2. September 2013 wurde die JP Coatings GmbH rückwirkend zum 1. Februar 2013 auf die Genial Produkte GmbH verschmolzen. Die Gesellschaft firmiert nun unter dem Namen Pallmann GmbH. Der Hauptsitz befindet sich in Würzburg. Durch die Verschmelzung soll die Marktstellung in Deutschland und auch international weiter ausgebaut und die Marke PALL-MANN nachhaltig gestärkt werden. Der Verkauf der Marke Jordan Lacke im Vorjahr und die Umfirmierung soll die Konzentration auf die Kernkompetenz Parkett verdeutlichen. Das Unternehmen hat im dritten Quartal 2013 zudem eine Standorterweiterung projektiert, welche Produktions- und Lagerkapazitäten für die Herstellung von Wasserlacken vorsieht.
» Im Sommer 2013 wurde mit dem Erweiterungsbau des Verwaltungsgebäudes in Ulm begonnen. Durch diese Maßnahme werden, neben der dringend erforderlichen Erweiterung der Büroflächen, ein neuer, repräsentativer Eingangsbereich für Besucher sowie neue Räumlichkeiten für Kundenschulungen geschaffen.
» Die Unihem Gruppe befindet sich seit 01. Januar 2013 zu 100% im Besitz der Uzin Utz AG. Der Erwerb unterstreicht die strategische Ausrichtung der Uzin Utz AG, das Engagement auf internationalen Märkten zu verstärken. Gleichzeitig ermöglicht die Formung einer Einheit durch die Tochtergesellschaften in Süd-Ost-Europa die Nutzung von Synergieeffekten in Marketing, Technik und Vertrieb. » Zum 1. Januar 2013 erwarb die Uzin Utz AG die verbliebenen 19,6% der Anteile der Løkken AS in Skien und hält seitdem 100% der norwegischen Tochtergesellschaft. Mit dem Kauf intensivieren wir unsere Präsenz auf dem nordeuropäischen Markt und verstärken unsere Bestrebungen, das Potenzial in Skandinavien stärker zu nutzen. » Auch die chinesische Tochtergesellschaft in Shanghai, die Uzin Utz Construction Materials Co. Ltd., wurde in der Zwischenzeit vollständig erworben. Nachdem die Bezah-
» Gemäß vertraglicher Vereinbarung bestand für die Uzin Utz AG eine Option für einen Anteilserwerb durch eine Kapitalerhöhung bei der Arendicom GmbH. Diese wurde zum 20. Dezember 2013 ausgeübt, wodurch die Uzin Utz AG ihren Anteil an dem IT-Unternehmen mit Sitz in Tutzing von 21,0% auf 35,0% erhöht hat.
Im Jahr 2013 fanden erneut Gewinnabführungen an die Uzin Utz AG statt. Im Detail führte die Pallmann GmbH 700 TEUR, die Uzin Tyro AG 813 TEUR, die englische Vertriebsgesellschaft Uzin Limited 300 TEUR, die polnische Produktionsgesellschaft 100 TEUR, die tschechische Gesellschaft 99 TEUR und Unipro N.V. Belgien 150 TEUR ab. In Summe führte dies im Jahresabschluss der Uzin Utz AG zu Beteiligungserträgen in Höhe von rund 2,2 Mio. EUR.
» Im Folgenden werden die Zahlen des Konzerns auf Grundlage der IFRS und die Zahlen der Uzin Utz AG auf Grundlage des HGBs dargestellt.
» Die Berichterstattung erfolgt in TEUR. Durch die Erstellung des Uzin Utz AG- und Konzernabschlusses in TEUR kann es zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnungen der Einzelposten auf Zahlen in EUR basieren.
» Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Uzin Utz AG hat sich auch im Jahr 2013 – trotz schwieriger wirtschaftlicher Umstände – sehr zufriedenstellend entwickelt.
» Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass sich, unter Berücksichtigung der Darstellungsstetigkeit, die Vorjahresangaben auf den Vorjahresabschluss beziehen und nicht auf den nach IAS 8 angepassten Vorjahresabschluss.
| Vermögenslage Konzern | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Flüssige Mittel | 10.204 | 5,3 | 9.857 | 5,5 |
| Kurzfristige Forderungen aus LuL | 23.692 | 12,4 | 21.442 | 12,0 |
| Kurzfristige Forderungen aus Ertragssteuern |
934 | 0,5 | 830 | 0,5 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 33.672 | 17,6 | 33.870 | 19,0 |
| Vorräte | 28.872 | 15,1 | 28.394 | 15,9 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.800 | 2,5 | 5.476 | 3,1 |
| Anlagevermögen | 116.769 | 61,0 | 106.173 | 59,6 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 33.145 | 17,3 | 33.828 | 19,0 |
| Sachanlagen | 81.301 | 42,5 | 69.780 | 39,2 |
| Finanzanlagen | 2.323 | 1,2 | 2.566 | 1,4 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien |
4.108 | 2,1 | 3.521 | 2,0 |
| Langfristige Forderungen aus Ertragssteuern |
336 | 0,2 | 436 | 0,2 |
| Latente Steuern | 1.593 | 0,8 | 1.368 | 0,8 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 189 | 0,1 | 621 | 0,3 |
| 191.496 | 100,0 | 178.120 | 100,0 |
Der Anteil des Konzern-Anlagevermögens stieg auf 61,0% (59,6), das restliche Vermögen liegt somit bei 39,0% (40,4) der Bilanzsumme. Zurückzuführen ist das unter anderem auf die Investitionen in Sachanlagen in Ulm, Ilsfeld, Bustadt-Ost und Haaksbergen (Niederlande).
» Die Kundenforderungen stiegen von 21,4 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR. Aufgrund der guten Witterungsbedingungen und der im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Belebung der Baubranche zum Jahresende hin erhöhten sich die Umsätze, was sich auf die Kundenforderungen auswirkte. Die durchschnittliche Außenstandsdauer der Forderungen konnte aufgrund des stringenten Forderungsmanagements auf 40 Tage (44) gesenkt werden.
» Durch bewusste Bevorratung zur Absicherung des Risikos steigender Preise, nahmen die Vorräte leicht zu und stiegen um 0,5 Mio. EUR von 28,4 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR. » Die immateriellen Vermögenswerte sanken von 33,8 Mio. EUR auf 33,1 Mio. EUR. Dies resultiert größtenteils aus Abschreibungen von Patenten und Lizenzen bei der Uzin Tyro AG.
» Die Sachanlagen stiegen um 11,5 Mio. EUR auf 81,3 Mio. EUR. Neben den Projekten in Haaksbergen (Niederlande) und Ilsfeld, Bustadt-Ost, bei denen insgesamt 11,1 Mio. EUR in neue Produktionsstätten investiert wurden, trägt auch der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes in Ulm zur Wertsteigerung der Sachanlagen bei. Zudem beträgt der Währungskurseinfluss aus Umrechnung der Nicht-Euro-Bilanzen hierbei rund 0,3 Mio. EUR (0,2). Für das kommende Jahr sind im Konzern insgesamt 32 Mio. EUR Investitionen geplant. Diese betreffen hauptsächlich Investitionen am Standort in Ulm, für die Übernahme des Hochregallagers und den Bau des Verwaltungsgebäudes durch die Uzin Utz AG sowie die Errichtung der Produktionswerke in Dover, USA und Ilsfeld, Deutschland.
» Die flüssigen Mittel stiegen um 3,5% oder 0,3 Mio. EUR, auf 10,2 Mio. EUR. Die größte Veränderung findet sich hier bei der Uzin Tyro AG aufgrund der planmäßigen Fälligkeit einer Festgeldanlage.
» Bis auf die beiden als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien bei der Sifloor AG und der Unihem d.o.o., stellt das komplette Vermögen nach wie vor betrieblich notwendige Werte dar.
» Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden eingesetzt und betreffen überwiegend Miet- und Leasingverträge.
| Segment | Investitionen | |
|---|---|---|
| (in TEUR) | ||
| Deutschland | 2013 | 2012 |
| Verlegesysteme | 3.753 | 5.171 |
| Oberflächenpflege und -veredelung |
3.611 | 151 |
| Westeuropa | 9.888 | 8.025 |
| Süd-/Osteuropa | 596 | 143 |
| Alle sonstigen Segmente | 2.115 | 318 |
Im Segment Verlegesysteme ist der deutlich höhere Wert im Vorjahr vorwiegend auf die Investitionen in neue Produktionsanlagen zurückzuführen.
» Im Segment Oberflächenpflege und -veredelung erhöhte sich der Wert der Investitionen aufgrund der Verschmelzung der JP Coatings GmbH, Würzburg mit der Genial Produkte GmbH, Meckenheim und des sich dadurch erhöhten Anlagevermögens. Zuvor war das Anlagevermögen der Genial Produkte GmbH dem sonstigen Segment zugeordnet.
» Im Segment Westeuropa verursachte vorwiegend der Bau der neuen Produktionsstätte der Unipro B.V. den Anstieg der Investitionen. Diese betrugen im Berichtsjahr 9,6 Mio. EUR.
» Der Wert im Segment Süd-Osteuropa erhöhte sich unter anderem aufgrund der Vollkonsolidierung der Unihem Gruppe seit dem Jahr 2013.
» Bei den sonstigen Segmenten ist der hohe Anstieg der Investitionen auf die im Bau befindliche Produktionsstätte der Hermann Frank GmbH & Co. KG in Ilsfeld Bustadt-Ost zurückzuführen.
| Vermögenslage AG | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 844 | 0,8 | 768 | 0,8 |
| Sachanlagen | 27.455 | 25,6 | 26.611 | 26,4 |
| Finanzanlagen | 48.351 | 45,0 | 43.152 | 42,8 |
| Mittel- und langfristig gebundenes Vermögen |
76.650 | 71,4 | 70.531 | 69,9 |
| Vorräte | 12.693 | 11,8 | 13.982 | 13,9 |
| Kundenforderungen | 6.721 | 6,3 | 6.175 | 6,1 |
| Forderungen gegen verbundene Unter nehmen und Beteiligungsunternehmen |
8.264 | 7,7 | 6.888 | 6,8 |
| Sonstige kurzfristige Posten | 2.877 | 2,7 | 3.192 | 3,2 |
| Flüssige Mittel | 185 | 0,2 | 160 | 0,2 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 30.740 | 28,6 | 30.398 | 30,1 |
| Vermögen insgesamt | 107.390 | 100,0 | 100.929 | 100,0 |
» Die Bilanzsumme stieg um 6,5 Mio. EUR auf 107,4 Mio. EUR (100,9). Der Anteil des Anlagevermögens stieg leicht auf 71,4% (69,9), das restliche Vermögen liegt somit bei 28,6% (30,1) der Bilanzsumme. Wesentliches nicht betriebsnotwendiges Vermögen sowie nicht bilanzwirksame Geschäfte existieren nicht. Abschreibungsgrundsätze wurden nicht verändert.
» Die immateriellen Vermögenswerte stiegen von 768 TEUR auf 844 TEUR u. a. aufgrund der Aktivierung von weiteren CRM-Lizenzen und Software. Dadurch wird beispielsweise eine verbesserte Kundenbetreuung ermöglicht.
» Die Sachanlagen stiegen um 0,8 Mio. EUR auf 27,5 Mio. EUR infolge des Ausbaus diverser Anlagen im Bereich Produktion und der Erweiterung des Verwaltungsgebäudes. So erhöhten sich die Buchwerte der Gebäude und Grundstücke um 2,2 Mio. EUR und der technischen Anlagen und Maschinen um 1,5 Mio. EUR. Die Uzin Utz AG investierte im Jahr 2013 insgesamt 5,1 Mio. EUR (6,4) in Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände und Anteile an verbundenen Unternehmen. Davon entfiel auf den Bereich der Sachanlagen 3,3 Mio. EUR.
» Für das kommende Jahr sind in der Uzin Utz AG insgesamt 10,9 Mio. EUR für Investitionen geplant. Diese betreffen hauptsächlich Investitionen für den bereits in den Vorjahren begonnenen Ausbau des Produktionsstandortes Ulm und den Erwerb des Hochregallagers. Davon entfallen auf die Übernahme des Hochregallagers inklusive vorhandener Software rund 3,5 Mio. EUR und auf den Bau des neuen Verwaltungsgebäudes rund 3,0 Mio. EUR.
» Die Finanzanlagen stiegen um 5,2 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR (43,2). Aufgrund der ambitionierten Wachstumsziele investierte die Uzin Utz AG weiter in ihre ausländischen Tochtergesellschaften. Im Berichtsjahr ergaben sich aufgrund von Kapitalerhöhungen Zuwächse bei den Beteiligungen in Norwegen um 642 TEUR, in den USA bei der Utz Inc. um 384 TEUR und in Shanghai um 111 TEUR, sowie durch eine Wertaufholung eines früher abgeschriebenen Beteiligungsbuchwertes in Slowenien um 389 TEUR. Zusätzlich wurde die vertraglich vereinbarte Option auf einen Anteilserwerb bei der Arendicom GmbH ausgeübt. Zur Minderung des Zinsrisikos hat die Uzin Utz AG der Unipro B.V. in den Niederlanden ein Darlehen in Höhe von 5,2 Mio. EUR zur Finanzierung des Neubaus bereitgestellt. » Die Vorräte nahmen insbesondere aufgrund von Optimierungen in der Klebstoffproduktion, anders als in Teilen des übrigen Konzerns, um 1,3 Mio. EUR von 14,0 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR, ab.
» Die Kundenforderungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Umsatzsteigerung leicht und betrugen 6,7 Mio. EUR (6,2).
» Die flüssigen Mittel änderten sich kaum und weisen zum Bilanzstichtag mit 0,2 Mio. EUR annähernd Vorjahresniveau aus.
| TEUR | % | TEUR | % |
|---|---|---|---|
| 42.858 | 22,4 | 34.664 | 19,5 |
| 21.327 | 11,1 | 14.245 | 8,0 |
| 9.097 | 4,8 | 8.523 | 4,8 |
| 578 | 0,3 | 655 | 0,4 |
| 6.393 | 3,3 | 5.935 | 3,3 |
| 5.462 | 2,9 | 5.307 | 3,0 |
| 40.051 | 20,9 | 39.399 | 22,1 |
| 27.037 | 14,1 | 27.139 | 15,2 |
| 9.402 | 4,9 | 10.163 | 5,7 |
| 2.710 | 1,4 | 1.689 | 0,9 |
| 902 | 0,5 | 409 | 0,2 |
| 108.587 | 56,7 | 104.056 | 58,4 |
| 191.496 | 100,0 | 178.120 | 100,0 |
| 31.12.2013 | 31.12.2012 |
Die Vorjahreswerte der Finanzverbindlichkeiten wurden zu niedrig ausgewiesen und angepasst umgruppiert.
» Das Eigenkapital beträgt 108,6 Mio. EUR (104,1), was einem Anteil an der Bilanzsumme von 56,7% (58,4) entspricht. Unter anderem, beeinflusst durch die vermehrte z. T. fremdfinanzierte Investitionstätigkeit, ergab sich eine Bilanzverlängerung, die somit den Anteil des Eigenkapitals leicht sinken ließ. Trotz allem liegt die Eigenkapitalquote weiterhin weit über dem Branchendurchschnitt. Absolut stieg das Eigenkapital im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Mio. EUR.
» Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um insgesamt 8,2 Mio. EUR, auf 42,9 Mio. EUR. Dies liegt vor allem an den gestiegenen kurzfristigen Verbindlichkeiten der Uzin Utz AG gegenüber Kreditinstituten, welche sich aus der Zwischenfinanzierung von Betriebsmitteln bei Tochtergesellschaften ergeben. Zusätzlich wurden, aufgrund guter Konditionen, vermehrt Kontokorrentkredite zur Tilgung langfristiger Bankdarlehen verwendet. Insgesamt stieg der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme von 19,5% im Vorjahr auf 22,4% zum 31. Dezember 2013.
» Die Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern sanken infolge des geringeren Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr leicht von 0,7 auf 0,6 Mio. EUR.
» Der Anteil der gesamten langfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme sank von 22,1% im Vorjahr auf 20,9% im Jahr 2013. Absolut stiegen die gesamten langfristigen Verbindlichkeiten um rund 0,7 Mio. EUR von 39,4 Mio. EUR auf 40,1 Mio. EUR. Die Uzin Utz AG nahm aufgrund günstiger Konditionen ein Darlehen zur Zwischenfinanzierung des Baus der neuen Produktionsstätte der niederländischen Tochtergesellschaft in Haaksbergen (Niederlande) auf. Zusätzlich erhöhten sich die Finanzverbindlichkeiten der Hermann Frank GmbH & Co. KG um 1,2 Mio. EUR aufgrund der Investitionen am neuen Standort Ilsfeld, Bustadt-Ost. » Grundsatz und gleichermaßen Ziel des Finanzmanagements im Uzin Utz Konzern ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Auch im Jahr 2013 konnte diese Anforderung erfüllt werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kreditlinien wurden nie in voller Höhe beansprucht. Das Gesamtkreditvolumen im Konzern betrug zum 31. Dezember 2013 48,4 Mio. EUR, nach 41,4 Mio. EUR im Vorjahr. Hiervon hatten rund 21,3 Mio. EUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (14,2), 17,2 Mio. EUR eine Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren (21,4) und rund 9,8 Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (5,8). Diese Darlehen sind nahezu ausschließlich mit einem festen Zinssatz abgeschlossen. Die Erhöhung des Darlehensvolumens ergab sich durch die unterschiedlichen Investitionsvorhaben der Gruppe.
» Darüber hinaus werden fallweise zur Absicherung feststehender Zahlungen oder bei bedeutenden Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen abgeschlossen.
» Die detaillierte Entwicklung der Liquidität wird in der Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss dargestellt.
| Kapital AG | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Eigenkapital | 64.034 | 59,6 | 63.160 | 62,6 |
| Pensionsrückstellungen | 815 | 0,8 | 824 | 0,8 |
| Bankdarlehen | 18.869 | 17,6 | 17.035 | 16,9 |
| Mittel- und langfristiges Fremdkapital | 19.684 | 18,3 | 17.859 | 17,7 |
| Übrige Rückstellungen | 2.744 | 2,6 | 2.841 | 2,8 |
| Kurzfristige Bankschulden | 13.064 | 12,2 | 7.486 | 7,4 |
| Lieferantenschulden | 3.423 | 3,2 | 3.518 | 3,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbunde nen Unternehmen und Beteiligungsun |
||||
| ternehmen | 1.418 | 1,3 | 2.806 | 2,8 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 3.023 | 2,8 | 3.259 | 3,2 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 23.672 | 22,0 | 19.910 | 19,7 |
| Kapital insgesamt | 107.390 | 100,0 | 100.929 | 100,0 |
Das Eigenkapital der AG betrug zum 31. Dezember 2013 64,0 Mio. EUR (63,2). Unter anderem beeinflusst durch die vermehrte z. T. fremdfinanzierte Investitionstätigkeit ergab sich eine Bilanzverlängerung, die somit den Anteil des Eigenkapitals leicht sinken ließ. Der Anteil an der Bilanzsumme sank somit im Berichtsjahr auf 59,6% (62,6). » Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 3,4 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR geringfügig unter dem Vorjahrswert (3,5). Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten hat sich nicht verändert. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen ebenfalls mit 3,0 Mio. EUR unter Vorjahr (3,3). Den größten Teil dieser Position machten, wie im Vorjahr, die kreditorischen Debitoren aus, die sich aufgrund von noch nicht ausbezahlten Gutschriften an Kunden ergaben.
» Die Haftungs- und Leasingverhältnisse sind im Anhang angegeben. Darüber hinausgehende außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente waren in 2013 nicht vorhanden. » Durch die Zwischenfinanzierung von Betriebsmitteln bei Tochtergesellschaften sowie die hohe Tilgungsleistung für Bankdarlehen bei der AG wurden vermehrt Kontokorrentkredite in Anspruch genommen. Dies führte zu einem Anstieg der kurzfristigen Bankschulden um rund 5,6 Mio. EUR. » Grundsatz und gleichermaßen Ziel des Finanzmanagements innerhalb der Uzin Utz AG ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten, bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Auch im Jahr 2013 konnte dieser Anforderung Genüge getan werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kontokorrent-Kreditlinien wurden im Jahresdurchschnitt zu etwa 21,1% beansprucht. Eine Veränderung der bestehenden Kreditlinien für Betriebsmittel wurde nicht vorgenommen. Das Gesamtkreditvolumen gegenüber Kreditinstituten betrug zum 31. Dezember 2013 31,9 Mio. EUR, nach 24,5 Mio. EUR im Vorjahr. Hiervon hatten rund 13,1 Mio. EUR eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (7,5), 12,8 Mio. EUR eine Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren (14,1) und rund 6,1 Mio. EUR eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (2,9).
» In 2013 wurden für den Neubau des Werks der Unipro B.V. in Haaksbergen, Niederlande ein langfristiges, festverzinsliches Darlehen (KfW-Energieeffizienzprogramm) in Höhe von 5,2 Mio. EUR sowie ein weiteres Darlehen (KfW Unternehmerkredit) für den Verwaltungsbau in der Dieselstraße 3 in Ulm in Höhe von 2,5 Mio. EUR aufgenommen. Für die geplanten Investitionen der Uzin Utz AG ist weiterer Kapitalbedarf vorhanden, der aufgrund des niedrigen Zinsniveaus zum größten Teil durch langfristige Darlehen finanziert wird. Im Gesamtkreditvolumen enthalten sind außerdem drei Nachrangkapitaltranchen in Höhe von 4,7 Mio. EUR (6,3), die aus dem Programm "Kapital für Arbeit" der Kreditanstalt für Wiederaufbau stammen. Die Bank tritt mit ihren Forderungen aus diesem Darlehen unwiderruflich hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der Gläubiger in den Rang vor die Forderungen auf Rückgewähr eines etwaigen kapitalersetzenden Darlehens eines Gesellschafters oder gleichgestellte Forderungen zurück.
» Für ein in 2010 aufgenommenes variabel verzinsliches Darlehen wurde bereits in 2008 ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Für einen Nominalwert von 5,0 Mio. EUR wurde ein Zinssatz von 4,9% bis zum 30. Juni 2016 abgesichert. Bewertet nach der mark-to-market-Methode ergibt sich zum 31. Dezember 2013 ein negativer beizulegender Zeitwert von 113 TEUR (219). Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung nach HGB gebildet.
» Ein bis zum 31. März 2014 geleastes Objekt (Hochregallager) wird die Uzin Utz AG am Ende der Leasinglaufzeit erwerben. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 3.3 Mio. EUR und entspricht dem Restbuchwert.
» Aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 641 TEUR.
» Mit Lieferanten wurden Rahmenverträge abgeschlossen, um günstige Bezugspreise für die Zukunft zu sichern. Aus diesen Verträgen bestehen Verpflichtungen für das Jahr 2014 in Höhe von 2.284 TEUR (1.435) und für die Jahre 2015 – 2017 in Höhe von 132 (176) TEUR.
| Ertragslage Konzern | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 216.971 | 100,1 | 207.255 | 99,7 |
| Bestandsveränderung | -171 | -0,1 | 662 | 0,3 |
| Gesamtleistung | 216.801 | 100,0 | 207.917 | 100,0 |
| Materialaufwand | 93.902 | 43,3 | 90.703 | 43,6 |
| Rohertrag | 122.898 | 56,7 | 117.214 | 56,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.303 | 2,4 | 4.582 | 2,2 |
| Personalaufwand | ||||
| Löhne und Gehälter | 49.407 | 22,8 | 46.336 | 22,3 |
| Soziale Abgaben | 10.276 | 4,7 | 9.552 | 4,6 |
| Abschreibungen | 6.989 | 3,2 | 6.754 | 3,2 |
| Sonstige Aufwendungen | ||||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 47.678 | 22,0 | 44.041 | 21,2 |
| Sonstige Steuern | 733 | 0,3 | 804 | 0,4 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 13.118 | 6,1 | 14.309 | 6,9 |
| Finanzergebnis | -1.436 | -0,7 | -1.646 | -0,8 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 11.682 | 5,4 | 12.663 | 6,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.582 | 0,7 | 3.230 | 1,6 |
| Jahresüberschuss vor Fremdanteilen | 10.100 | 4,7 | 9.434 | 4,5 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 57 | 0,0 | -24 | 0,0 |
| Jahresüberschuss | 10.043 | 4,6 | 9.457 | 4,5 |
Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im Jahr 2013 um 4,7% von 207,3 Mio. EUR auf 217,0 Mio. EUR an. Dies lag vor allem an den positiven Umsatzentwicklungen der Ufloor Systems Inc., der Unipro B.V., der Uzin Utz Construction Materials Ltd. und der Uzin Utz AG.
» Die wesentlichen Ergebnisquellen des Konzerns können im Abschnitt Segmentberichterstattung im Anhang eingesehen werden.
» Der gesamte Konzernauslandsumsatz stieg auf rund 122,1 Mio. EUR (113,0). Der Auslandsanteil stieg um rund 1,8 Prozentpunkte auf 56,3% (54,5). Der Anstieg ergibt sich aus dem Bestreben des Konzerns, seine Diversifizierung zu erhöhen und Umsatzwachstum in seinen Fokusländern außerhalb Deutschlands zu realisieren. Der Anteil der Umsätze, die nicht in Euro fakturiert wurden, stieg auf rund 27,6% (26,2). Die für den Konzern relevanten Währungen außerhalb des Euro-Raumes entwickelten sich wie folgt:
| Durchschnittskurse | 2013 | 2012 | Abweichungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| (Kurse in Euro je eine Einheit Landeswährung) |
absolut | relativ | |||
| England | GBP | 1,1763 | 1,2356 | -0,0593 | -4,80% |
| Schweiz | CHF | 0,8136 | 0,8308 | -0,0172 | -2,07% |
| Norwegen | NOK | 0,1273 | 0,1338 | -0,0064 | -4,81% |
| USA | USD | 0,7507 | 0,7756 | -0,0249 | -3,21% |
| Polen | PLN | 0,2371 | 0,2397 | -0,0027 | -1,11% |
| Tschechien | CZK | 0,0383 | 0,0397 | -0,0013 | -3,38% |
| China | CNY | 0,1220 | 0,1226 | -0,0006 | -0,48% |
| Neuseeland | NZD | 0,6105 | 0,6299 | -0,0195 | -3,09% |
| Ungarn | HUF | 0,0034 | 0,0035 | -0,0001 | -3,12% |
» Der gesamte Währungskurseinfluss auf den Konzernumsatz lag bei -0,7% (0,8).
» Die Absatzmengen im Konzern konnten im Jahr 2013 um 3,5% gesteigert werden. Im Berichtsjahr gab es keine Verschiebungen des Produktmix, welche einen wesentlichen Einfluss auf Veränderungen des Umsatzes und des Ergebnisses hatten. Die Absatzpreise konnten im Durchschnitt um rund 1,3% gesteigert werden.
» Aufgrund der auf Chargenproduktion ausgerichteten Fertigung und der üblicherweise sehr kurzen Zeit zwischen Bestellung und Lieferung wird generell für einen anonymen Markt produziert. Die Lieferung erfolgt aus dem Lagerbestand, der konzernweit aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten regelmäßig rund 1,6 Monatsumsätze beträgt und damit nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Es wird stets versucht den Lagerbestand den Rahmenbedingungen anzupassen. Ausführungen zum Auftragsbestand sind somit nicht aussagekräftig.
» Die Gesamtleistung stieg um 4,3% auf 216,8 Mio. EUR (207,9) aufgrund der erhöhten Umsatzerlöse und der gesunkenen Bestände.
» Die Materialeinsatzquote im Konzern konnte von 43,6% auf 43,3% gesenkt werden. Dies gelang aufgrund durchgesetzter Steigerung der Absatzpreise und rückläufiger Einkaufspreise bedingt durch strategische Einkaufsmaßnahmen.
» Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung stieg auf 27,5% (26,9). Absolut stiegen die Personalkosten von 55,9 Mio. EUR auf 59,7 Mio. EUR an. Die größten Steigerungen fanden bei der Unipro B.V., Haaksbergen, der Ufloor Systems Inc., Aurora und der Uzin Utz AG, Ulm, infolge der Einstellung weiteren Fachpersonals statt.
» Das Abschreibungsvolumen stieg leicht von 6,8 Mio.EUR
auf 7,0 Mio. EUR aufgrund des durch Investitionen erhöhten Anlagevermögens.
» Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um rund 3,6 Mio. EUR von 44,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 47,7 Mio. EUR. Hier kommen die größten Erhöhungen aus der Unipro B.V. und der Uzin Utz AG. Wesentliche Ursachen liegen in den angestiegenen Aufwendungen für die Betriebskosten verursacht unter anderem durch gestiegene Instandhaltungs- und Energiekosten. Zusätzlich erhöhten sich die absoluten Ausgangsfrachten, bedingt durch die gestiegenen Umsätze, im Vergleich zum Vorjahr.
» Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) lag mit 13,1 Mio. EUR unter Vorjahr (14,3), was unter anderem an dem Sondereffekt des Verkaufs des Geschäftsbereiches Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk lag. » Das Finanzergebnis verbesserte sich um 12,7% von -1,6 Mio. EUR auf -1,4 Mio. EUR trotz des gestiegenen Gesamtkreditvolumens.
» Details zu den Jahresüberschüssen und dem Eigenkapital der einzelnen Beteiligungen können aus der Darstellung "Konzerngesellschaften" im Konzernanhang entnommen werden.
| Segment | Außenumsatz | |
|---|---|---|
| (in TEUR) | ||
| Deutschland | 2013 | 2012 |
| Verlegesysteme | 95.183 | 91.588 |
| Oberflächenpflege und -veredelung |
15.449 | 15.606 |
| Westeuropa | 44.529 | 40.283 |
| Süd-/Osteuropa | 11.944 | 10.922 |
| Alle sonstigen Segmente | 49.866 | 48.857 |
» Die Außenumsätze konnten in 2013 im Vergleich zum Vorjahr in nahezu jedem Segment gesteigert werden. Die größten Umsatzsteigerungen kamen aus dem Segment Verlegesysteme Deutschland und dem Segment Westeuropa aufgrund der positiven Entwicklungen bei der Unipro B.V. und der sich langsam entschärfenden Wirtschaftslage in Europa.
» Nachfolgend wird die Wertschöpfung des Konzerns dargestellt:
| Wertschöpfung des Konzerns | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Unternehmensleistung | 222.104 | 100,0 | 212.500 | 100,0 |
| Materialaufwand | 93.902 | 42,3 | 90.703 | 42,7 |
| Abschreibungen | 6.989 | 3,1 | 6.754 | 3,2 |
| Übrige Aufwendungen | 47.678 | 21,5 | 44.041 | 20,7 |
| Wertschöpfung | 73.534 | 33,1 | 71.001 | 33,4 |
| Davon an: | ||||
| Mitarbeiter | 59.683 | 81,2 | 55.888 | 78,7 |
| Öffentliche Hand | 2.315 | 3,1 | 4.034 | 5,7 |
| Unternehmen | 5.823 | 7,9 | 5.222 | 7,4 |
| Aktionäre | 4.035 | 5,5 | 4.035 | 5,7 |
| Darlehensgeber | 1.678 | 2,3 | 1.821 | 2,5 |
» Die Unternehmensleistung berechnet sich aus der Gesamtleistung zuzüglich der sonstigen betrieblichen Erträge.
| Ertragslage AG | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| Umsatzerlöse | 126.598 | 100,7 | 121.629 | 100,1 |
| Bestandsveränderung | -869 | -0,7 | -154 | -0,1 |
| Gesamtleistung | 125.730 | 100,0 | 121.475 | 100,0 |
| Materialaufwand | 65.625 | 52,2 | 64.277 | 52,9 |
| Rohertrag | 60.105 | 47,8 | 57.198 | 47,1 |
| Sonstige betriebsbedingte Erträge | 3.119 | 2,5 | 2.394 | 2,0 |
| Personalaufwand | ||||
| Löhne und Gehälter | 24.668 | 19,6 | 22.917 | 18,9 |
| Soziale Abgaben | 4.129 | 3,3 | 4.098 | 3,4 |
| Abschreibungen | 2.784 | 2,2 | 2.412 | 2,0 |
| Sonstige Aufwendungen | ||||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 26.819 | 21,3 | 24.944 | 20,5 |
| Sonstige Steuern | 244 | 0,2 | 326 | 0,3 |
| Betriebsergebnis vor Zinsen | 4.580 | 3,6 | 4.895 | 4,0 |
| Finanzergebnis | 1.495 | 1,2 | 1.244 | 1,0 |
| Betriebsergebnis nach Zinsen | 6.075 | 4,8 | 6.139 | 5,1 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.170 | 0,9 | 1.379 | 1,1 |
| Jahresüberschuss | 4.905 | 3,9 | 4.760 | 3,9 |
Der Umsatz im Berichtsjahr mit 126,6 Mio. EUR lag um 4,1% über dem Niveau des Vorjahres (121,6). Wie bereits im Abschnitt Geschäftsverlauf erwähnt, lagen die Umsätze im Frühjahr witterungsbedingt noch unter Vorjahr, mit der Belebung in Wirtschaft und Baubranche im 2. Halbjahr konnte die Uzin Utz AG jedoch ihre Umsätze steigern. Haupttreiber der Umsatzsteigerung waren Produkte der Marken UZIN und codex. Die Umsätze innerhalb Deutschlands waren höher als im Vorjahr. Mit rund 83,4 Mio. EUR betrug der Zuwachs 5,1% gegenüber dem Vorjahr (79,3). Auch die ausländischen Umsätze stiegen mit 43,2 Mio. EUR leicht über das Vorjahresniveau (42,3). Der Anteil der Umsätze, der nicht in Euro fakturiert wurde, lag im Jahr 2013 mit 12,0 Mio. EUR (11,2) bei rund 9,5% (9,2). Den größten Anteil haben dabei Schweizer Franken, Britische Pfund, US-amerikanische Dollar und Polnische Zloty. » Die Absatzmengen stiegen um rund 2,4% und die Absatzpreise konnten um rund 1,6% gesteigert werden. Aufgrund der auf Chargenproduktion ausgerichteten Fertigung und der üblicherweise sehr kurzen Zeit zwischen Bestellung und Lieferung wird generell für einen anonymen Markt produziert. Ausführungen zum Auftragsbestand sind somit nicht aussagekräftig. Die Auslieferung erfolgt in der Regel länderspezifisch innerhalb von 24, beziehungsweise 48 Stunden ab Auftragseingang.
» Die Lieferung erfolgt aus dem Lagerbestand, der bei der Uzin Utz AG aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten regelmäßig rund 1,2 Monatsumsätze beträgt (1,4). Damit konnte der Lagerbestand der AG weiter optimiert werden und somit gebundenes Kapital freigesetzt werden. Es wird stets versucht, den Lagerbestand den Rahmenbedingungen anzupassen.
» Die Gesamtleistung stieg um 3,5% auf 125,7 Mio. EUR (121,5). Die Materialeinsatzquote sank von 52,9% auf 52,2% aufgrund rückläufiger Einkaufspreise bedingt durch strategische Einkaufsmaßnahmen. Der absolute Materialaufwand lag mit rund 65,6 Mio. EUR über Vorjahr (64,3).
» Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung stieg von 22,2% auf 22,9%. Absolut stiegen die Personalkosten um rund 1,8 Mio. EUR, von 27,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 28,8 Mio. EUR im Jahr 2013. Zur Sicherung unseres zukünftigen Wachstums wurde weiteres Fachpersonal eingestellt, was unter anderem die Personalkosten erhöhte. » Das Abschreibungsvolumen lag mit 2,8 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (2,4), bedingt durch die erwähnten Investitionen ins Anlagevermögen.
» Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung stieg mit 21,3% nur geringfügig (20,5). Absolut stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,9 Mio. EUR von 24,9 Mio. EUR auf 26,8 Mio. EUR. Den größten Anteil an der Steigerung hatten die Frachtkosten, die sich im Vergleich zum Vorjahr um 730 TEUR erhöhten, was wiederum auf die gestiegene Absatzmenge zurückzuführen ist.
» Das Finanzergebnis abzüglich der Erträge aus Beteiligungen lag mit -0,7 Mio. EUR leicht über Vorjahresniveau (-0,8). Die bereits beschriebenen Gewinnabführungen diverser Beteiligungsgesellschaften führten bei der Uzin Utz AG innerhalb des Finanzergebnisses zu einem Ergebnis aus Gewinnabführungen von Beteiligungsgesellschaften in Höhe von rund 2,2 Mio. EUR (2,0). Der Zinsaufwand für die Investitionen wurde positiv durch die günstigen Konditionen für Kredite beeinflusst. Somit erhöhte sich das gesamte Finanzergebnis auf 1,5 Mio. EUR (1,2).
» Damit ergab sich ein unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,3 Mio. EUR (6,5).
» Der Jahresüberschuss lag mit 4,9 Mio. EUR rund 0,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (4,8).
» Der Vorstand der AG schlägt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,80 EUR (0,80) je Aktie vor.
Wie bereits im Abschnitt "Internes Steuerungssystem" beschrieben, werden im Rahmen der Konzernrechnungslegung folgende, für die Steuerung des Konzerns wesentlichen Schlüsselkennzahlen verwendet:
Im Konzern ergeben sich die folgenden Kennzahlen:
| Kennzahlen | Ermittlung | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. GT |
Kapitalfluss rechnung |
15.979 TEUR | 17.748 TEUR |
| Umsatz | Ertragslage | 216.971 TEUR | 207.255 TEUR |
| Ergebnis der gew. GT |
Ertragslage | 12.415 TEUR | 13.467 TEUR |
| Umsatzrendite | Erg. der gew. GT/Umsatz |
5,7% | 6,5% |
| Eigenkapital rendite |
Erg. der gew. GT/Eigenkapital |
11,9% | 13,8% |
| Eigenkapital quote |
Eigenkapital/ Bilanzsumme |
56,7% | 58,3% |
» Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert. Das lag zum Großteil an den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,3 Mio. EUR erhöhten. Die Erhöhung der Forderungen gegenüber fremden Dritten war vor allem bedingt durch die erhöhten Umsätze bei der Unipro B.V., der Unihem d.o.o., der Uzin Utz Construction Materials Ltd. und der Uzin Utz AG unter Berücksichtigung der länderspezifischen Außenstandsdauern.
» Die Details zur Analyse des Umsatzes und des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können im Abschnitt Ertragslage eingesehen werden.
» Aufgrund der Sondereffekte aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk im Jahr 2012 ist die Vergleichbarkeit mit dem Berichtsjahr nicht gewährleistet. Es kam in der Folge zu einer Beeinflussung der Umsatzrendite und der Eigenkapitalrendite im Vergleich zum Berichtsjahr.
» Die Eigenkapitalquote ging aufgrund verstärkter Investitionstätigkeit und der damit verbundenen Bilanzverlängerung zurück.
» Für die Uzin Utz AG ergeben sich für die Schlüsselkennzahlen die folgenden Werte:
| Kennzahlen | Ermittlung | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. GT |
Kapitalfluss rechnung |
5.207 TEUR | 14.598 TEUR |
| Umsatz | Ertragslage | 126.598 TEUR | 121.629 TEUR |
| Ergebnis der gew. GT |
Ertragslage | 6.320 TEUR | 6.465 TEUR |
| Umsatzrendite | Erg. der gew. GT/Umsatz |
5,0% | 5,3% |
| Eigenkapital rendite |
Erg. der gew. GT/Eigenkapital |
10,0% | 10,4% |
| Eigenkapital quote |
Eigenkapital/ Bilanzsumme |
59,6% | 62,6% |
» Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich bei der Muttergesellschaft stark verringert. Dies liegt vor allem an den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die von 2011 auf 2012 stark abnahmen und damit den Cashflow des Vorjahres positiv beeinflussten. Es handelt sich unter anderem um Forderungen gegenüber der Unihem d.o.o., Unipro B.V. und Uzin France SAS. In 2013 stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen leicht an. Außerdem verringerten sich die Vorräte in 2013 stärker als in 2012 aufgrund der besseren Versorgungssituation.
» Der Umsatz entwickelte sich positiv. Aufgrund der Einstellung weiterer Mitarbeiter sowie der erhöhten Betriebskosten lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit leicht unter Vorjahr. Dies wirkte sich auch auf die Umsatzrendite aus, die somit fiel.
» Die Eigenkapitalrendite lag infolge des geringeren Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und des gestiegenen Eigenkapitals leicht unter dem Wert des Vorjahres. » Die Eigenkapitalquote nahm im Zuge der Investitionen der AG ab, lag jedoch nach wie vor weit über dem Branchendurchschnitt. In erster Linie ist sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden. » Neben den finanziellen Leistungsindikatoren werden
im Konzern auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren verwendet.
Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren im Konzern ergaben sich im Berichtsjahr wie folgt:
| Kennzahlen Konzern |
Ermittlung | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität | 87,8% | 84,6% |
| Neuheitsquote | Umsatz EE jünger 5 Jahre/ Umsatz EE total |
59,6% | 55,4% |
| Gesundheits quote |
Tatsächlich geleistete Arbeitstage/Soll-Arbeitstage |
96,3% | 96,5% |
» Die Auslastung im Konzern konnte aufgrund weiterer Optimierungen in den Produktionsprozessen erhöht werden. Vor allem unsere Standorte in Frankreich und China konnten Ihre Produktivität entscheidend steigern.
» Die Neuheitsquote auf Konzernebene erhöhte sich ebenfalls um 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr vor allem durch die starke Erhöhung der Quote bei der Uzin Utz AG, der Uzin France SAS und der Uzin Polska Produkty Budowlane Sp.zo.o..
» Die Gesundheitsquote in der Gruppe verringerte sich leicht um gerundet 0,2 Prozentpunkte.
» Für die Uzin Utz AG ergeben sich die folgenden nichtfinanziellen Kennzahlen:
| Kennzahlen AG |
Ermittlung | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität | 97,5% | 96,9% |
| Neuheitsquote | Umsatz EE jünger 5 Jahre/ Umsatz EE total |
69,8% | 62,5% |
| Gesundheits quote |
Tatsächlich geleistete Arbeitstage/Soll-Arbeitstage |
95,9% | 95,7% |
» Die Auslastung der Uzin Utz AG konnte um 0,6 Prozentpunkte gesteigert werden. Das lag an der bereits im Geschäftsverlauf erwähnten Steigerung der Produktionsmenge bis an die Maximalkapazität von Werk 2.
» Die Neuheitsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesteigert werden. Weitere Details hierzu können im Abschnitt Forschungs- und Entwicklungstätigkeit nachgelesen werden.
» Die Gesundheitsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,2 Prozentpunkte gesteigert werden.
Die Prognose eines erfolgreichen Geschäftsjahres 2013 konnten wir im Berichtsjahr erfüllen. Insbesondere konnten die beiden Schlüsselkennzahlen Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, bereinigt um den Sondereffekt des Verkaufs des Geschäftsbereiches Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk, im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Auch unsere Expansion wurde durch die Projekte in den USA, den Niederlanden und in Deutschland erfolgreich weiter vorangetrieben. Der Absatz unserer Produkte konnte weiter erhöht werden, während die Kosten noch nicht in gewünschtem Umfang gesenkt werden konnten. Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten stehen somit im Jahr 2014 verstärkt im Fokus der Uzin Utz AG und des Konzerns.
Zum 01. Februar 2014 sind im Zuge eines Asset Deals sämtliche Vermögenswerte und Schulden der Compotan Polymer B.V. auf die Unipro B.V. übergegangen. Die Compotan Polymer B.V. erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 592 TEUR und einen Jahresfehlbetrag von 76 TEUR. Durch die Übernahme hat unsere niederländische Tochtergesellschaft ihr Produktportfolio und ihr Know-how im Bereich Polyurethan-Böden erweitert. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie und trägt zur Erweiterung des Sortiments bei.
» Die Hermann Frank Verwaltungs GmbH sowie die Hermann Frank GmbH & Co. KG firmieren seit dem 05. März 2014 unter dem Namen "WOLFF Verwaltungs GmbH" und "WOLFF GmbH & Co. KG".
» Nach dem Bilanzstichtag gab es bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts neben den erwähnten keine weiteren wesentlichen Ereignisse.
Die Bundesbank erwartet in Deutschland für 2014 ein reales Wachstum des BIPs von 1,7%, deutlich höher als ein Jahr zuvor (0,4).
» Die deutsche Bauwirtschaft ist hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung optimistisch. Sie erwartet 2014 einen um 2,5% höheren Umsatz als 2013. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung auf 216 Mrd. Euro. Die Zahl der Arbeitsplätze in der deutschen Bauwirtschaft soll dabei bei knapp 2,5 Mio. stabil bleiben. Im Bauhauptgewerbe wird eine Steigerung von 3% erwartet. Dieser Wert reduziert sich im Ausbaugewerbe auf 2%. Somit wird die Baubranche auch 2014 eine Stütze der hiesigen Konjunktur bleiben. Analog hierzu wird prognostiziert, dass die Bauinvestitionen im aktuellen Jahr um 4,2% zunehmen werden. Die höchste Zunahme wird dabei für den Öffentlichen Bau, mit 8,7% Wachstum gegenüber dem Vorjahr, erwartet. Dennoch soll auch in 2014 der Wohnungsbau, mit einem Anteil von 58% und einer erwarteten Zunahme von 4,3%, der Wachstumstreiber sein. Diese Indizien machen Hoffnung auf den Beginn eines Aufschwungs der deutschen Wirtschaft. Begründet wird diese Prognose mit günstigen binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, einer lebhafteren Expansion der Weltwirtschaft und der abnehmenden Unsicherheit bezüglich der Krise im Euroraum.
» Ausschlaggebend für den weiteren Konjunkturverlauf der Baubranche ist die Entwicklung im Wohnungsbau. Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum im Bausektor sind positiv. Dies liegt an den verbesserten Rahmenbedingungen im Mietwohnungsbau. Der weitere Verlauf der Eurokrise wird jedoch auch in diesem Jahr als wichtigster Einflussfaktor für die Entwicklung in einzelnen Volkswirtschaften bleiben.
Aus der Prognose für Deutschland können die entsprechenden Chancen und Risiken der Uzin Utz AG abgeleitet werden. Die Indikatoren und Erwartung für das deutsche Wirtschaftswachstum und die Baubranche in 2014 sind positiv. Aufgrund aktuell niedriger Zinsen und einer Stabilisierung der Baubranche bieten sich der Uzin Utz AG Chancen durch Neubauten und steigende Investitionen im Baubereich.
» Nach wie vor besteht jedoch ein Risiko, dass sich die Krise im Euroraum erneut verschärft. Da die Bauwirtschaft sehr stark von Investitionen abhängig ist und diese in Krisenzeiten als Erstes ausbleiben, besteht in diesem Szenario ein hohes Risiko für die Uzin Utz AG.
Im Folgenden wird verstärkt auf die Entwicklung der für die Uzin Utz Gruppe wesentlichsten Fokusländer eingegangen. » Restriktive Maßnahmen der US-Fiskalpolitik, der "Shutdown" der US-Bundesregierung sowie die wirtschaftliche Verunsicherung wegen des drohenden Erreichens der US-Schuldengrenze sorgten im vergangenen Jahr dafür, dass der Aufschwung aus 2012 in den USA wieder leicht nachgelassen hat. Dies belastet auch die öffentlichen Bauprojekte, bei denen ein Rückgang der Baustarts in 2014 von 5% erwartet wird. Dennoch werden sich dem Dodge Construction Outlook 2014 nach die Gesamtwerte der Baustarts im Vergleich zum Vorjahr um 9% erhöhen. Eine Verbesserung auf dem Arbeitsmarkt und die Beibehaltung der expansiven Politik der US-Notenbank mit einem Zinsniveau, das sich auf einem historischen Tiefststand befindet, werden für starke Zuwächse bei den Wohnbauten sorgen. Auch die Gewerbebauten sollen zweistellige Zuwachsraten erreichen.
» Für die USA und den Uzin Utz Konzern bieten sich Chancen vor allem im amerikanischen Wohnungsbau, der von niedrigen Zinsen und hohen Hauspreisen profitiert. Auch die amerikanische Wirtschaft soll sich in 2014 erholen. Ein Risiko bleibt die steigende Staatsverschuldung und das nach wie vor bestehende Außenhandelsdefizit der USA. Auch die Uneinigkeit von Demokraten und Republikanern bei wichtigen politischen Entscheidungen, die die Handlungsmöglichkeiten der Regierung regelmäßig einschränkt, stellen ein hohes Risikopotenzial für die Wirtschaft und damit auch für den amerikanischen Absatzmarkt der Uzin Utz Gruppe dar.
» Die Schweizer Baubranche hat sich in den letzten Jahren zur Stütze der gesamten Volkswirtschaft entwickelt. Wachstumsmotor bleibt nach wie vor der Wohnungsneubau, der heute rund 62% des gesamten Hochbauvolumens ausmacht. Hier wird ein Anstieg der Ausgaben von 48 Mrd. Schweizer Franken erwartet, was gleichzeitig einem neuen Spitzenwert entsprechen würde. Rund 75.000 Wohnungen befinden sich nach aktuellen Angaben im Bau, wovon 2014 rund 40.000 bis 45.000 Einheiten fertiggestellt werden. Die Anzahl der erstellten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern hat sich seit 2003 nahezu verdoppelt. Auch bei den Modernisierungsmaßnahmen wird eine moderate Zunahme in 2014 erwartet. Insgesamt sollen die Bauinvestitionen im Vergleich zu 2013 um 2,5% höher ausfallen.
» Chancen bieten sich für den Konzern vor allem in der sehr positiven Entwicklung der Schweizer Baubranche, die weiter wachsen soll.
» Ein Risiko liegt in der verabschiedeten Zweitwohnungsinitiative, nach welcher der Anteil von Zweitwohnungen in einer Gemeinde nicht mehr als 20 Prozent betragen darf. » In Frankreich wird ein Zuwachs des BIPs um 0,9% für 2014 und 1,7% für 2015 erwartet. Damit bleibt das Land deutlich hinter dem erwarteten Aufschwung der EU-Nachbarn zurück. Indikatoren wie Haushaltsdefizit, Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit verbessern sich nur langsam und später als geplant. Es wird geschätzt, dass die Staatsverschuldung in 2014 auf über 95% ansteigt. Erst in den Folgejahren soll sie mit anziehendem Wachstum sinken. Allerdings ist eine echte Trendwende erst ab Frühjahr 2015 zu erwarten. Dies belastet auch die Baubranche, die mit Insolvenzen und leeren Auftragsbüchern zu kämpfen hat. Coface rechnet für 2014 mit rund 62.000 Insolvenzen in Frankreich.
» Der französische Markt bietet für den Konzern im Moment mehr Risiken als Chancen. Auch wenn die französische Wirtschaft sich nur langsam erholt, ist zumindest ein positiver Trend erkennbar. Dies wird sich in 2014 jedoch noch nicht auf die Baubranche auswirken.
» Für 2014 wird in den Niederlanden ein Wirtschaftswachstum von 0,5% erwartet. Somit wird das Land dem Erholungstrend innerhalb der Eurozone zwar folgen, aber nur in einer abgeschwächten Form. Dabei ist es vor allem die schwache Inlandskonjunktur, die die Wirtschaft bremst. Fast alle BIP-Komponenten zeigen eine negative Entwicklung, bis auf die Exporte, die nach wie vor als Wachstumsmotor gelten. Die Bauwirtschaft findet noch keinen Ausweg aus der Krise. So wird für 2014 ein weiterer Rückgang der Bauproduktion von rund 1% erwartet. Erst 2015 soll sich die Branche wieder erholen und leicht wachsen. Potenzial besteht vor allem im energieeffizienten Bauen.
» Für den Konzern bieten sich die Chancen vor allem in der langsamen Erholung der niederländischen Wirtschaft. Dies wirkt sich jedoch noch nicht auf die Baubranche aus. Nach wie vor liegt in dem Einbruch des Sektors seit der Krise ein hohes Risiko für die Gruppe.
» Nach zwei enttäuschenden Jahren 2012 und 2013 wird in Belgien für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,1% prognostiziert. Für 2014 wird ein Aufschwung in der Baubranche erwartet, getragen von einer Entspannung der Wirtschaftslage in der EU und von neuen Impulsen aus den Bereichen Renovierung und Sanierung. Insbesondere bei Renovierungen soll ab 2014 das früher übliche Wachstumsniveau von circa 3,4% und ein Volumen von mehr als 10 Mrd. Euro erreicht werden. Sowohl Euroconstruct als auch die EU prognostizieren, dass die Bauinvestitionen in 2014 um 0,7% wachsen und in 2015 um 2,4% nochmals kräftiger zulegen werden.
» Der Konzern sieht seine Chancen vor allem im steigenden Wirtschaftswachstum und dem Aufschwung der Baubranche in Belgien. Dies wird zu einer steigenden Nachfrage führen. Ein Risiko besteht jedoch in der Ausgangssituation mit zwei ernüchternden Vorjahren für die Baubranche. Schon für 2013 wurde von Experten eine Stabilisierung prognostiziert, die nicht eingetreten ist.
» In Großbritannien könnte, gestützt durch höhere Investitionen, einen stärkeren Export und eine robustere Binnennachfrage, die Wirtschaft in 2014 wieder stärker wachsen. Auch der Wohnungsbau sollte im laufenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen. Die britische Regierung stellte im vergangenen Jahr eine neue Initiative im sozialen Wohnungsbau vor, die bis 2018 die Errichtung von bis zu 200.000 Wohnungen vorsieht. Gemäß einer Prognose des britischen Baustoffverbands CPA könnte das Baugewerbe in 2014 um 2,7% und in 2015 sogar um 4,6% zunehmen. » Chancen bieten sich für den Konzern in der sich verbessernden Lage der Wirtschaft und des Bausektors.
» Da sich das Wirtschaftswachstum in Norwegen abgeschwächt hat, sind die Erwartungen für Norwegen in 2014 verhalten. Steigende Hauspreise und eine hohe Verschuldung der privaten Haushalte sorgen für eine schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt. Nichtsdestotrotz sieht die norwegische Bauwirtschaft einem stabilen Wachstum in den nächsten Jahren entgegen. Die Branche erwartet vor allem eine Belebung im Sozialbau (Schulen, Kindergärten und Gesundheitseinrichtungen). Norwegen bleibt insbesondere für ausländische Baustoffhersteller attraktiv. Ein Indiz hierfür sind die in den letzten Jahren stark zunehmenden Importe ausländischer Baustoffprodukte.
» Chancen bestehen in Norwegen in der nach wie vor guten wirtschaftlichen Lage. Auch das stabile Wachstum im Bausektor bietet dem Konzern viele Möglichkeiten, Umsätze zu generieren. Risiken sind das Wirtschaftswachstum, das sich langsam abschwächt und die schwierige Lage auf dem Immobilienmarkt.
» Das reale BIP soll in Polen 2014 um 2,5% wachsen. Begründet wird dieses Wachstum mit der stärker zunehmenden Binnennachfrage und dem Export. Insbesondere die Exporte hängen jedoch stark von der gesamteuropäischen Konjunktur ab. Deshalb möchte der polnische Staat ab Anfang 2014 für junge Leute den Erwerb von neu gebauten Wohnungen und Einfamilienhäusern fördern. Außerdem schätzen Experten den Bedarf im Wohnungsbau auf mindestens 1,5 Mio. Einheiten. Für den Konzern ergeben sich daraus vielfältige Chancen. Die Förderung des Wohnungsbaus und der hohe Bedarf werden die Baubranche positiv beeinflussen. Ein Risiko ist die momentane Krisensituation in der Baubranche, die zunächst überwunden werden muss. » In Tschechien prognostizieren Experten für das laufende Jahr ein Wachstum des BIPs um knapp 1,3%. Für 2015 wird sogar mit einer Zunahme um 2,2% gerechnet. Weiter eingetrübt ist jedoch die Stimmung in der Bauwirtschaft. Für 2014 wird mit einem weiteren Rückgang der Bauleistung um 2,7% gerechnet. Der bedeutendste Hoffnungsträger ist lediglich der Wohnungsbau, der sich dank neuer Förderprogramme des Staates in 2014 positiv entwickeln soll. » Chance für die Gruppe ist die positive Trendwende in der Wirtschaft und im Wohnungsbau. Ein Risiko bildet aber weiterhin die restliche Baubranche, deren Leistung in 2014 weiter zurückgehen soll.
» Für das laufende Jahr wird ein Wachstum der chinesischen Wirtschaft in Höhe von rund 7,3% erwartet. Der Bausektor ist ein wichtiges Standbein der chinesischen Wirtschaft. Die innere Dynamik des Landes ist so groß, dass ausländische Firmen kaum von öffentlichen Ausschreibungen profitieren können. Dafür ist die Situation für Lieferanten von Baustoffen und Zulieferprodukten umso günstiger. Die Regierung sieht keine Gefahr einer größeren Immobilienblase. Die chinesische Baupolitik wird zukünftig dem Thema "Nachhaltigkeit" mehr Aufmerksamkeit schenken. Diesbezüglich veröffentlichte der Staatsrat Planungen für den Bau energieeffizienterer Gebäude bis 2015. Im gleichen Zeitraum wird mit Gebäudemodernisierungen im Umfang von 120 Mio. Quadratmetern gerechnet. Und auch in den kommenden Jahren wird die Baubranche in China stark wachsen. 2018 soll sie die momentan größte Baubranche der USA abgelöst haben.
» Der Bausektor, der in China ein wichtiges Standbein des starken Wirtschaftswachstums ist, bietet dem Konzern große Chancen. Auch das Thema Nachhaltigkeit, das in China immer wichtiger wird, kann die Gruppe mit ihren auf dieses Thema zugeschnittenen Produkten für sich nutzen. Als Risiko ist im Moment nur die Bildung einer möglichen Immobilienblase zu nennen.
Anhand der Prognosen für die Fokusländer des Konzerns werden die Chancen und Risiken für die Uzin Utz Gruppe ermittelt. In nahezu allen für den Konzern wichtigen Regionen lesen sich die Prognosen der Bauwirtschaft für 2014 positiv. Zwar befindet sich die Branche in den Niederlanden und auch in Tschechien in der Krise, jedoch konnten und werden sich unsere beiden Tochtergesellschaften in diesen Ländern aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung trotz aller negativen Faktoren bewähren. Frankreich wird 2014 erneut mit einer hohen Zahl an Insolvenzen, auch im Bausektor, zu kämpfen haben. Unsere Tochtergesellschaft Uzin France SAS wird der schwierigen Lage durch die Optimierung des Vertriebs und verstärktes Marketing entgegenwirken. Als Risiko für den Konzern ist, ähnlich wie bei der Uzin Utz AG, die Weltwirtschaftskrise zu sehen, die sich spürbar auf die Baubranche ausgewirkt hat. So scheint die Krise in Europa noch nicht vollends überwunden zu sein und die Wirtschaft kommt in manchen Regionen nur sehr langsam in Gang. Sollte sich die Lage erneut zuspitzen, wären die Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Baubranche nur schwer abschätzbar.
» Abschließend kann gesagt werden, dass die Chancen für den Konzern aus derzeitiger Sicht überwiegen und deshalb insgesamt von einer leicht positiven Entwicklung für 2014 ausgegangen wird.
Neben den Umfeld- und Branchenrisiken, die im vorgehenden Abschnitt bereits erwähnt wurden, existieren die folgenden Risiken für den Konzern:
Die zukünftige Entwicklung des Konzerns hängt in ganz besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln und bestehende Rezepturen zu optimieren. Es werden daher alle Anstrengungen unternommen, die Entwicklungsarbeiten voranzutreiben und Produktbedürfnisse und Trends anhand von Benchmarks und Wettbewerbsanalysen frühzeitig zu erkennen, um das Eintreten eines technologischen Rückstands gegenüber dem Wettbewerb zu vermeiden. Eine potenzielle Schadenshöhe kann hierbei nicht genau beziffert werden, ist jedoch als sehr hoch einzustufen. Ebenso wie das Eintreten eines technologischen Rückstandes stellt das Auftreten von Produktmängeln ein Risiko für den Konzern dar. Mit hohen Entwicklungsaufwendungen, kontinuierlichen Eigenentwicklungen und internen Qualitätssicherungskontrollen wird versucht, Produktmängel gar nicht erst entstehen zu lassen, um dem Anspruch von qualitativ hochwertigen und fehlerfreien Produkten des Uzin Utz Konzerns gerecht zu werden. Dennoch eventuell auftretende Schäden sind durch einen umfangreichen länderübergreifenden Versicherungsschutz, zu dem auch eine Produkthaftpflichtversicherung gehört, abgedeckt. Die üblichen operativen Risiken sind durch kaufmännischvorsichtig gebildete Rückstellungen abgedeckt.
» Es ändern sich nicht nur die Anforderungen unserer Kunden, sondern speziell in der Chemiebranche werden stetig neue Gesetze vorgelegt. Durch das Verbot oder die eingeschränkte Nutzung von bestimmten Chemikalien oder Gefahrenstoffen ist es für den Uzin Utz Konzern unerlässlich, neue Rezepturen gemäß diesen Anforderungen zu entwickeln und dabei die Produktqualität beizubehalten oder gar zu verbessern. Seit dem 1. Dezember 2010 gilt im Rahmen von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) eine Notifizierungspflicht für Importeure von Rohstoffen aus dem Nicht-EU-Ausland, die gefährliche oder registrierungspflichtige Stoffe importieren. Um in Zukunft die Versorgungssicherheit und größere Unabhängigkeit von Lieferanten zu ermöglichen, forschen wir weiterhin nach Substitutionsrohstoffen. Dabei soll die Qualität der Produkte nicht beeinträchtigt werden.
Das Volumen finanzwirtschaftlicher Risiken ist in der aktuellen Situation weiterhin schwierig einzuschätzen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten gilt es, sinnvolle Absicherungen der mit einem Währungskursrisiko behafteten Umsätze durchzuführen, immer unter der Abwägung von Kosten und Nutzen. Die Entwicklung der für den Konzern relevanten Währungen wird im Teil "Ertragslage" dieses Berichts dargestellt. Durch ein konzernweites, straffes Forderungs- und Liquiditätsmanagement wird eine Optimierung der frei verfügbaren Mittel sichergestellt. Der Fokus hierbei liegt auf einer permanenten Bonitätsprüfung der Kunden. Zusätzlich ist ein Großteil der Kundenforderungen kreditversichert. Alle wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich mittel- bis langfristig mit festen Zinssätzen finanziert bzw. durch einen Zinsswap gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die wesentlichen durch die Uzin Utz Gruppe verwendeten Finanzierungsinstrumente umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzierungsinstrumente ist die Sicherung bzw. Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit. Außerdem verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die zur Verbesserung bzw. Stärkung der Liquiditätslage beitragen. Zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken hat der Uzin Utz Konzern in geringem Umfang derivative Sicherungsinstrumente abgeschlossen, die aus der Geschäftstätigkeit der Uzin Utz Gruppe und ihrer Finanzierungsquellen resultieren. Zukünftige eventuell starke Währungs- und Zinsschwankungen haben immer ein gewisses Restrisiko. In 2013 wurde eine konzernweite Treasury-Richtlinie in Kraft gesetzt, die eine Unterstützung für das professionelle Risikomanagement bietet und eine Optimierung der Finanztransaktionen sowie eine Reduzierung der Währungs- und Zinsrisiken zum Ziel hat.
In den Produktionsbereichen der einzelnen Werke wird die Wahrscheinlichkeit eines nicht optimalen Betriebes der Fertigungsanlagen durch permanente Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitgehend reduziert. Für Elementarschäden und hieraus eventuell resultierende Betriebsunterbrechungen wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die sich ergebenden Risiken sind nicht quantifizierbar.
» Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Uzin Utz Konzerns basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der globalen und regionalen Geschäftssysteme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch entsprechende technische, bauliche und organisatorische Maßnahmen auf ein Minimum reduziert.
Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch vorhergehende Analysen bewertet und müssen vom Vorstand der Uzin Utz AG freigegeben werden. Im Bedarfsfall werden hierbei externe Berater hinzugezogen. Mögliche Akquisitionen werden grundsätzlich mit externer Unterstützung analysiert, vom Vorstand bewertet und vom Aufsichtsrat freigegeben.
Alle oben aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar.
Die Ausschöpfung unseres großen Potenzials in sämtlichen Bereichen soll unseren zukünftigen Erfolg sichern. Dazu bildet unsere Ausrichtung mit der Konzentration auf die vier K's "Kernkunden, Kernkompetenz, Kernnutzen und Kernmarkt" weiterhin den strategischen Rahmen. Unserem Kernkunden, dem professionellen Handwerker, wollen wir maßgeschneiderte Produkte und Systemlösungen zur Bodenbearbeitung zur Verfügung stellen. Tagtäglich lernen wir aus unserer engen Beziehung zu unseren Handwerkern. So können wir unsere Produkte und unsere Kernkompetenz weiter optimieren und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der internationalen Märkte eingehen. Den Kernnutzen machen für uns unsere nutzenoptimierten und differenzierten Produkte und der Service für den Kunden aus. Der Kernmarkt ist definiert als Markt für Premium-Lösungen rund um das Bodenverlegen mit dem Fokus auf Europa und Nordamerika.
» Aus heutiger Sicht und nach heutigem Wissensstand erscheint die folgende Einschätzung zur Entwicklung der Leistungsindikatoren realistisch:
Auf Konzernebene erwarten wir die folgende Entwicklung der Schlüsselkennzahlen:
| Kennzahlen Konzern | Ermittlung | 2014 |
|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. GT | Kapitalflussrechnung | ≥ |
| Umsatz | Ertragslage | ≥ |
| Ergebnis der gew. GT | Ertragslage | ≥ |
| Umsatzrendite | Erg. der gew. GT/Umsatz | > |
| Eigenkapitalrendite | Erg. der gew. GT/Eigenkapital | ≥ |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital/Bilanzsumme | ≥ |
» Da für 2014 mit einem leicht steigenden Ergebnis gerechnet wird, ist auch mit einem leicht steigenden Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit zu rechnen. Angesichts der guten Ausgangssituation für die Baubranche und die Wirtschaft weltweit sowie in Europa rechnen wir auf Konzernebene mit leicht steigendem Umsatz. Durch das Bestreben, die Kosten zu senken, aber der dennoch geplanten Investitionstätigkeiten, gehen wir von einem leicht steigenden Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Auf Konzernebene wird eine gleichbleibende Umsatzrendite prognostiziert, da Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in gleichem Maße steigen werden. Die Eigenkapitalrendite wird, aufgrund des erwarteten Anstiegs des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, leicht steigen. Bei der Eigenkapitalquote rechnen wir aufgrund unserer Investitionsvorhaben mit einem leichten Rückgang.
» Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren der Uzin Utz AG wird wie folgt erwartet:
| Kennzahlen AG | Ermittlung | 2014 |
|---|---|---|
| Cashflow aus lfd. GT | Kapitalflussrechnung | ≥ |
| Umsatz | Ertragslage | ≥ |
| Ergebnis der gew. GT | Ertragslage | ≥ |
| Umsatzrendite | Erg. der gew. GT/Umsatz | ≥ |
| Eigenkapitalrendite | Erg. der gew. GT/Eigenkapital | > |
| Eigenkapitalquote | Eigenkapital/Bilanzsumme | ≥ |
» Für die AG rechnen wir mit einer ähnlichen Entwicklung wie im Konzern. Auch hier wird mit einer leichten Steigerung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit gerechnet. Die bisherige Ausgangsposition für die deutsche Wirtschaft und die Baubranche ist positiv, deshalb wird auch für die AG eine leichte Steigerung des Umsatzes und des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit prognostiziert. Positive Effekte können auch aus den guten Witterungsbedingungen im ersten Quartal gezogen werden. Aufgrund eines optimierten Kostenmanagements und der guten Ausgangssituation werden sich die Umsatzrendite und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der AG in 2014 leicht steigern. Die Eigenkapitalrendite wird auf gleichem Niveau bleiben und für die Eigenkapitalquote wird ein leichter Rückgang erwartet. Dies liegt in den weiteren Investitionsvorhaben der Uzin Utz AG begründet.
Auf Konzernebene wird die folgende Entwicklung der nichtfinanziellen Kennzahlen erwartet:
| Kennzahlen Konzern | Ermittlung | 2014 |
|---|---|---|
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität | ≥ |
| Neuheitsquote | Umsatz EE jünger 5 Jahre/ Umsatz EE total |
≥ |
| Gesundheitsquote | Tatsächliche Arbeitstage/ Soll-Arbeitstage |
> |
» Die Auslastung im Konzern wird sich aufgrund verstärkter Integration der internationalen Standorte und der erwarteten Belebung der Wirtschaft leicht steigern. Auch die Neuheitsquote wird durch optimierten Erfahrungsaustausch zwischen den Produktionsstandorten leicht steigen. Bei der Gesundheitsquote, die bereits auf einem hohen Niveau ist, werden keine großen Veränderungen erwartet.
» Die künftige Entwicklung der nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Uzin Utz AG wird wie folgt erwartet:
| Kennzahlen AG | Ermittlung | 2014 |
|---|---|---|
| Auslastung | Produktionsmenge/Kapazität | ≥ |
| Neuheitsquote | Umsatz EE jünger 5 Jahre/ Umsatz EE total |
> |
| Gesundheitsquote | Tatsächliche Arbeitstage/ Soll-Arbeitstage |
> |
» Die Maximalkapazität der AG wird sich, aufgrund von Investitionen in Produktionsanlagen, in 2014 erhöhen. Somit wird erwartet, dass die in den letzten Jahren bereits auf hohem Niveau gelegene Auslastung von über 90% leicht sinken wird. Zusätzlich wird angestrebt, die Auslastung der anderen Produktionsgesellschaften durch Verteilung der Produktionsaufkommen zu optimieren, was sich auf die Auslastung der AG auswirken kann. Die Neuheitsquote und die Gesundheitsquote bei der AG befinden sich bereits auf einem hohen Niveau, sodass in 2014 von einem Verbleib auf diesem Stand, beziehungsweise einer geringen Steigerung ausgegangen wird.
Der Konzern verfügt über ein System zur Erfassung und Kontrolle von gegenwärtigen und zukünftigen geschäftlichen und finanziellen Risiken. Dieses Risikomanagement wurde bereits vor vielen Jahren im Konzern implementiert. Daran hat sich im Wesentlichen nichts geändert. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein lebendes System, das im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung einem permanenten Optimierungsprozess unterworfen ist.
» Sie basieren allesamt auf einer Vielzahl von Einzelauswertungen, Analysen, Berichten sowie Projektgruppen, die situationsbedingt einzelne Prozesse und Sachverhalte im Detail analysieren. Die Aufgabenverantwortung liegt beim zuständigen Abteilungs- bzw. Bereichsleiter einer jeden Beteiligungsgesellschaft. Dieser berichtet direkt an den jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand der Gesellschaft, der wiederum in allen wesentlichen Belangen mit dem Finanzvorstand der Uzin Utz AG, bei dem die Gesamtverantwortung liegt, kommuniziert. Die Abteilung "Zentrales Controlling (CO)" der Muttergesellschaft koordiniert hierbei konzernweit die Risikomanagement-Elemente. An den Finanzvorstand der Uzin Utz AG verteilte Dokumente werden von diesem bei Bedarf in den Gesamtvorstand sowie den Aufsichtsrat der Uzin Utz AG und andere Personenkreise getragen. Das gesamte Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind definiert und etabliert. Im Wesentlichen umfasst das Risikomanagementsystem die oben beschriebenen Risikogruppen. Neben risikoindividuellen Bewältigungsmaßnahmen gelten eine sicherheitsorientierte kaufmännisch-vorsichtige Unternehmensführung, ein angemessener Versicherungsschutz und unternehmensweit gültige Richtlinien und Anweisungen als Basis des risikobewussten Handelns.
» Für den Bereich der Finanzinstrumente gelten die Ausführungen in den Teilen "Finanzlage" und "Finanzwirtschaftliche Risiken" dieses Berichts. Darüber hinaus sind die Ergebnis- und Liquiditätsrisiken der Finanzanlagen in Form eines Früherkennungssystems abgebildet. Die Hauptelemente hierbei sind ein detailliertes Monatsberichtswesen über alle wesentlichen Bilanz- und GuV-Positionen und ein quartalsweiser Risikomanagementbericht der Beteiligungsgesellschaften hinsichtlich der Entwicklung des allgemeinen Umfelds, dem Stand der Reklamationen/Gewährleistungen, dem Forderungs- und Vorratsrisiko sowie der Liquiditäts-/Finanzierungssituation. Regelmäßige Auditgespräche vor Ort in den Beteiligungsgesellschaften, ein konzernweit gültiges Organisationshandbuch sowie verpflichtende, direkte Kommunikationswege der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand der Uzin Utz AG in allen wesentlichen Angelegenheiten, stellen die restlichen Hauptelemente dar.
Ein wesentlicher Punkt zur Vermeidung von Risiken, besonders in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung, ist das interne Kontrollsystem. Dieses umfasst folgende Merkmale:
− Die wesentlichen Funktionen im Rechnungslegungsprozess – Buchhaltung, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling – sind klar getrennt. Dabei sind Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
− Es existiert ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Konzern-Bilanzierungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien usw.), das laufend aktualisiert wird.
» Das Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist so konzipiert, dass eine zeitnahe und korrekte buchhalterische Erfassung aller Geschäftsprozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Richtlinien und Systemen angepasst. Die Steuerung des Prozesses der Konzernrechnungslegung erfolgt bei der Uzin Utz AG durch den Zentralbereich Konzern-Controlling.
» Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal und übermitteln sie über ein konzernweit einheitlich definiertes Datenmodell. Neuerungen ergaben sich hierbei im laufenden Geschäftsjahr bei der Übermittlung. Diese erfolgte nicht wie bisher über Microsoft Excel sondern wurde direkt von den einzelnen Konzerngesellschaften anhand der Business Warehouse Plattform vorgenommen. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Konzernbilanzierungsrichtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Während dieses Prozesses werden durch das Konzern-Controlling laufend manuelle Prüfungen durchgeführt, um die Plausibilität der übermittelten sowie der konsolidierten Daten sicherzustellen.
» Durch interne Revisionen werden regelmäßig Geschäftsprozesse sowohl der Tochtergesellschaften als auch der Zentralbereiche auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Sicherheit geprüft. Die Revisionsergebnisse werden direkt an den Vorstand berichtet.
» Ziel des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems ist die Sicherstellung der Wirksamkeit der Geschäftstätigkeit und Ordnungsmäßigkeit mit den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften.
» Die meisten der beschriebenen Risiken bieten dem Konzern auch gleichzeitig Chancen. Aufgrund seiner Größe, der Marktstellung und den bereits beschriebenen internen Erfolgsfaktoren kann und wird der Konzern auch weiterhin jede sich bietende, kaufmännisch sinnvolle Marktchance nutzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Chancen, die strategisch sinnvolle Unternehmensübernahmen bieten, werden hierbei natürlich ebenfalls genau geprüft und gegebenenfalls realisiert.
boten und bieten aufgrund ihrer Gültigkeit für alle Marktteilnehmer in Verbindung mit den hohen Standards des Konzerns in den Bereichen Produktqualität, Service- und Logistikkonzept hervorragende Möglichkeiten, die Beziehungen zu bestehenden Kunden auszubauen sowie neue Kunden hinzuzugewinnen um die Marktstellungen in den jeweiligen Ländern abermals zu verbessern. Dem Konzern bieten sich aufgrund seiner Kompetenzen im Bereich Boden Alleinstellungsmerkmale, wie beispielsweise die Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit oder die ganzheitliche systemorientierte Denkweise, die der Konkurrenz in diesem Umfang nicht zur Verfügung stehen. Eine einzigartige technische Beratungskompetenz sowie nahezu europaweite Lieferungen innerhalb von 48 Stunden sind neben der erwähnten hohen Qualität der hergestellten Produkte die Grundpfeiler eines nachhaltigen Erfolges und einer optimalen Nutzung sich bietender Chancen. So kann sich die Uzin Utz Gruppe mit hoher Qualität und Innovation auf dem Markt platzieren und sich von ihren Konkurrenten unterscheiden. Hinsichtlich weiterer konkreter Chancen und Risiken der Uzin Utz AG bzw. des Uzin Konzerns wird auch auf den folgenden Prognosebericht verwiesen.
Das gezeichnete Kapital der Uzin Utz AG in Höhe von 15.133 TEUR ist eingeteilt in 5.044.319 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Eine Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 3,00 EUR.
Es bestehen weder gesetzliche noch satzungsmäßige Bestimmungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Am Grundkapital der Uzin Utz AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierrechtlichen Mitteilungen direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter "Angaben nach § 160 Abs. 1 AktG" erläutert.
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.
Der Vorstand der Uzin Utz AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen.
» Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist bei Erstbestellungen die maximal mögliche Bestelldauer von 5 Jahren nicht die Regel. Die Änderung der Satzung folgt den Vorschriften des § 179 AktG sowie des § 18 der Satzung. Demnach ist der Aufsichtsrat zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Einer Beschlussfassung der Hauptversammlung bedarf es dabei nicht. Dies gilt insbesondere für Satzungsänderungen nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals.
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.
» Der Vorstand ist weiter ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder – in Teilbeträgen – mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR – durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.
» Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:
S. 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung 10% des Grundkapitals der Gesellschaft überschreitet. Auf diese Begrenzung sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. beschlossenen anderen Ermächtigung als eigene Aktien unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §§ 71 Abs. 1, Nr. 8, 186 Abs. 3, S. 4 AktG veräußert bzw. abgegeben werden.
» Der Vorstand ist hinsichtlich der Genehmigten Kapitalien I und II weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen.
» Für das Genehmigte Kapital I gilt weiter, dass der Vorstand ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen. » Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 11. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen und nur in Übereinstimmung mit § 71 AktG ausgeübt werden. Weitere Ausführungen hierzu sind dem Anhang zu entnehmen.
» Die vorstehend dargestellten Ermächtigungen des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien aus den Genehmigten Kapitalien I und II sollen den Vorstand in die Lage versetzen, zeitnah, flexibel und kostengünstig einen etwa auftretenden Kapitalbedarf zu decken und je nach Marktlage attraktive Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Durch die Möglichkeit, im Einzelfall auch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen durch die Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an den Veräußernden zu bezahlen, kann die Gesellschaft eine Expansion ohne Belastung ihrer Liquidität durchführen. Die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermöglicht es der Gesellschaft insbesondere, auch institutionellen oder anderen Investoren Aktien der Gesellschaft anzubieten und/oder den Aktionärskreis der Gesellschaft zu erweitern sowie die erworbenen eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen zu begeben. Es handelt sich bei den Genehmigten Kapitalien und der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien um Regelungen, die bei mit der Gesellschaft vergleichbaren börsennotierten Unternehmen üblich sind und nicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuche dienen.
Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.
» Im Berichtszeitraum gab es für den Vorstand keinen Anlass, sich mit Fragen einer Übernahme oder mit Besonderheiten bei den nach dem Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz zu machenden Angaben zu befassen. Weitere Erläuterungen über die vorstehenden Angaben und die Angaben im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht hinaus, sind aus Sicht des Vorstands deswegen nicht erforderlich.
Das Vergütungssystem der Uzin Utz AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus Fixum und Sachbezügen. Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile enthalten jährlich wiederkehrende, an das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gemäß IFRS-Konzernabschluss der Gesellschaft gebundene Komponenten und variable langfristig ausgerichtete Komponenten. » Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds, sowie die Üblichkeit der Vergütungshöhe und der Vergütungsstruktur gemessen am Lohn- und Gehaltsgefüge im Unternehmen sowie anderer Unternehmen vergleichbarer Größe und Branche. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten hinsichtlich eines wesentlichen Teils der variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Regelungen, wonach eine angemessene Herabsetzung der Bezüge zulässig ist, wenn sich die Lage der Gesellschaft derart verschlechtert, dass eine Fortgewährung der Bezüge unbillig wäre. Die variablen Vergütungsbestandteile sind zudem auf einen Höchstbetrag gedeckelt.
» Die Gesamtvergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 betrug insgesamt 1.412 TEUR, davon fix 658 TEUR und 754 TEUR erfolgsabhängig. In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind 25 TEUR zugunsten eines beitragsorientierten Altersversorgungsplans enthalten.
» Auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17.05.2011 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 verzichtet.
» Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus der Erstattung von Auslagen, der Stellung eines Dienstwagens und aus Versicherungsprämien für eine Rechtsschutz- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung). Für die D&O-Versicherung der Vorstandsmitglieder ist ein Selbstbehalt im Sinne von § 93 Abs. 2 AktG vereinbart.
» Zur Erhaltung eines angemessenen Versorgungsniveaus im Alter erhält ein Vorstandsmitglied nach Vollendung des 65. Lebensjahres eine Altersrente, frühestens aber nach Beendigung seiner Vorstandstätigkeit. Bei vorzeitigem Rentenbeginn verringert sich die Höhe entsprechend. Der Anspruch besteht lebenslang. Die Rentenanpassung richtet sich nach dem Gehaltstarifvertrag für Angestellte der Chemischen Industrie Baden-Württemberg. Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 970 TEUR (936) gebildet. » Für das andere Vorstandsmitglied werden Teile seiner Gesamtbezüge im Rahmen der Entgeltumwandlung in eine Unterstützungskasse einbezahlt. Zudem erhält ein ehemaliges Vorstandsmitglied Zahlungen aus einer Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlungen während seiner aktiven Tätigkeit dotiert wurden. In 2013 wurde ein Ruhegehalt von 8 TEUR (8) gezahlt.
Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder ist in § 11 der Satzung der Uzin Utz AG geregelt, die letztmals durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 geändert wurde. Die Vergütung setzt sich hiernach aus einer festen und zwei variablen Bestandteilen zusammen.
» Die feste jährliche Vergütung beläuft sich auf 9.000EUR, der Vorsitzende erhält das 2,5-fache. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Tantieme von 100 EUR je 0,01 EUR Dividende, die über 0,50 EUR je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 200 EUR je 50.000 EUR des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) nach dem IFRS-Konzernabschluss der Gesellschaft, das im Durchschnitt des abgelaufenen und der zwei vorangehenden Geschäftsjahre ("Vergleichszeitraum") ein EGT von 10.000.000 EUR übersteigt.
» Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf eines Geschäftsjahres zahlbar, die variable Vergütung ist zahlbar am Tag nach dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung für das jeweilige Geschäftsjahr.
» Des Weiteren gewährt die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern einen angemessenen Versicherungsschutz gegen zivil- und strafrechtliche Inanspruchnahme einschließlich der jeweiligen Kosten der Rechtsverteidigung im Zusammenhang mit der Wahrnehmung ihrer Mandate; hierzu ist zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine entsprechende Rechtsschutz- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung) abgeschlossen.
» Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen etwa zu entrichtenden Umsatzsteuer.
» Weder Vorstand noch Aufsichtsrat haben Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile erhalten. » Der Anwaltssozietät Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz gehören sowohl der ehemalige als auch der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende als Partner an. Der Sozietät wurden für Beratungsleistungen im Geschäftsjahr 2013 insgesamt 89 TEUR bezahlt.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG haben die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung kann im Corporate Governance Bericht oder auf unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Investor Relations – Corporate Governance – Entsprechenserklärung 2013) abgerufen werden. » Der Vorstand der Uzin Utz AG leitet die Gesellschaft und den Konzern in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und hat im Sinne der Gesellschaften zu handeln. Außerdem orientiert er sich am Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Als internationales Unternehmen ist sich die Uzin Utz AG der Verantwortung bewusst, im Einklang mit rechtlichen, sozialen und ethischen Belangen unternehmerisch tätig zu sein. Zusätzlich existiert ein Wertesystem, das sowohl für den Vorstand der Uzin Utz AG sowie für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gültig ist. Die entsprechenden Inhalte dieses Wertesystems können Sie unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Die Gruppe – Unsere Werte) entnehmen.
» Außerdem sind die Ausführungen zum Corporate Governance Bericht Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Diese können Sie unserer Internetseite www. uzin-utz.de (Investor Relations – Erklärung zur Unternehmensführung) entnehmen.
» Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung wird im nachfolgenden Corporate Governance Bericht dargelegt. Der Corporate Governance Bericht ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Diese finden sie auf unserer Internetseite www. uzin-utz.de (Investor Relations – Erklärung zur Unternehmensführung).
Seit 2002 hat sich der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) das Ziel gesetzt, die in Deutschland geltenden Regeln der Unternehmensleitung und -überwachung für nationale und internationale Investoren transparent zu machen sowie die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Aktionärsinteressen, zu regeln. Der folgende Corporate Governance Bericht dient der Zusammenfassung der wesentlichen Corporate Governance Grundsätze, die für die Unternehmensführung der Uzin Utz AG maßgeblich sind. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend hat die Uzin Utz AG darüber hinaus eine Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft gemäß § 289 a HGB abgegeben.
» Vorstand und Aufsichtsrat haben die gesetzliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, nach der die Uzin Utz AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht, mit wenigen Ausnahmen, die in der Entsprechenserklärung erläutert werden. Die Entsprechenserklärung ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat überwachen die Einhaltung des Kodex. Die Entsprechenserklärung wird jährlich abgegeben und im Internet allen Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Sie ist zu finden unter www.uzin-utz.de in der Rubrik Investor Relations. Dort sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen 5 Jahre hinterlegt.
Als internationales Unternehmen ist sich die Uzin Utz Gruppe der Verantwortung bewusst, im Einklang mit rechtlichen, sozialen und ethischen Belangen unternehmerisch tätig zu sein. Zusätzlich existiert ein Wertesystem, das sowohl für den Vorstand der Uzin Utz Gruppe sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gültig ist. Die entsprechenden Inhalte dieses Wertesystems können Sie unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Die Gruppe – Unsere Werte) entnehmen.
Die Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm ist die Muttergesellschaft des Uzin Utz Konzerns. Der Konzern setzt sich aus 26 vollkonsolidierten, einem quotenkonsolidierten und zwei at equity konsolidierten Unternehmen zusammen. Die rechtlich selbstständigen Gesellschaften operieren mit eigener Geschäfts- und Ergebnisverantwortung.
» Der Vorstand der Uzin Utz AG steht mit den Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften in regelmäßigem Kontakt. Die Konzerngesellschaften werden durch die Uzin Utz AG teilweise durch Finanzierungen und Währungsmanagement sowie durch weitere konzernübergreifende Dienstleistungen unterstützt.
Es besteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats. Der Vorstand berichtet an den Aufsichtsrat regelmäßig über den Geschäftsverlauf. Auch in Bezug auf Strategie, Unternehmensplanung und die Rentabilität des Unternehmens erfolgt ein konstruktiver und kontinuierlicher Austausch. Auf die Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wird unter Angabe von Gründen ausführlich eingegangen. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und die jeweiligen Prüfungsberichte, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet.
» Nähere Informationen zu der Zusammenarbeit erhalten Sie im Bericht des Aufsichtsrats.
» Der Aufsichtsrat hat sich im vergangenen Geschäftsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen getroffen. Nähere Informationen zu den Aufsichtsratssitzungen können Sie ebenfalls dem Bericht des Aufsichtsrats entnehmen.
Der Vorstand der Uzin Utz AG, bestehend aus:
» Herrn Dr. H. Werner Utz, Vorstandsvorsitzender, Ressorts:
leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse, unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder), gebunden und zur Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien und weist auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres- bzw. Konzernabschlüsse, den Zwischenbericht und die Zwischenmitteilungen.
» Der Vorstand trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung sowie die Risikolage und das Risikomanagement an den Aufsichtsrat. Er achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity).
» Eine Geschäftsordnung regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit im Vorstand.
» Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender kursrelevanter Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungsprozesse auch unterjährig transparent zu machen und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.
» Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Er beschließt das Vergütungssystem und überprüft es regelmäßig. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Alle weiteren Angaben zur Vorstandsvergütung finden Sie im Vergütungsbericht ab Seite 51.
Der Aufsichtsrat, bestehend aus drei Mitgliedern, berät und überwacht den Vorstand bei der Unternehmensführung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung gewählt. Er erörtert den Zwischenbericht und die Zwischenmitteilungen, prüft und billigt den Jahres- sowie den Konzernabschluss der Uzin Utz AG.
» Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, als Bestandteil des Überwachungs- und Kontrollprozesses, sieht klare und transparente Verfahren und Strukturen vor. Der Aufsichtsrat hat hierbei die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats spiegelt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für den Aufsichtsrat wider. Ein intensiver, kontinuierlicher Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung.
» Aufgrund der Größe des Aufsichtsrats war die Bildung von Ausschüssen (Prüfungsausschuss, Nominierungsausschuss etc.) bisher nicht sinnvoll. Auch zukünftig sieht die Uzin Utz AG hierfür keinen Bedarf. Der Gesamtaufsichtsrat ist in allen Sachfragen selbst aktiv und seine Mitglieder stehen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und können deswegen auf alle Sachfragen flexibel reagieren.
» Der Aufsichtsrat ist so zusammengesetzt, dass die Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden – soweit erforderlich – eigenverantwortlich wahrgenommen. Hierbei werden die Aufsichtsratsmitglieder von der Gesellschaft angemessen unterstützt.
» Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen (vgl. hierzu die Ausführungen in der Entsprechenserklärung zu Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht. » Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die Beziehungen des Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und der wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionäre offen, wenn dies für die Wahlentscheidung als maßgebend angesehen wird.
» Wahlen zum Aufsichtsrat fanden zuletzt in der Hauptversammlung vom 14. Mai 2013 statt. Hierdurch ergab sich ein Wechsel des Vorsitzes. Die genaue Zusammensetzung des neu gewählten Aufsichtsrates ist auf Seite 22 dargestellt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2017.
Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Uzin Utz AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten fünf Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung erforderlichen Berichte und Unterlagen werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.
» Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Bloße Fassungsänderungen der Satzung können durch den Aufsichtsrat beschlossen werden. Aktionäre können Gegenanträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten.
» Zur Erleichterung der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die Uzin Utz AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen international üblichen "Record Date"–Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation und Anmeldung der Aktionäre.
Die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats ist in einem detaillierten Vergütungsbericht dargestellt, der gemäß Ziffer 4.2.5 DCGK als Teil in den Lagebericht aufgenommen wurde und auf den an dieser Stelle verwiesen wird (Seite 51).
Die Uzin Utz AG nutzt zur zeitnahen Information ihrer Aktionäre und Anleger die Internetseite des Unternehmens: www.uzin-utz.de. Neben den Konzern- und Jahresabschlüssen sowie den Halbjahresberichten und Zwischenmitteilungen werden Anteilseigner und Dritte auch in Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert.
» Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie andere Personen, die Führungsaufgaben bei der Uzin Utz AG i.S.v. § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehende natürliche und juristische Personen sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Uzin Utz AG und von sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 EUR erreicht oder übersteigt.
» Die Gesellschaft veröffentlicht ferner unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von entsprechenden Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG. Das heißt, sobald bekannt wird, dass jemand durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75% der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, überoder unterschreitet, wird dies unverzüglich veröffentlicht. » Per 31. Dezember 2013 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314, der Aufsichtsrat besaß 395 Aktien des Unternehmens.
| Aktienbesitz Vorstand und Aufsichtsrat (Gesamtzahl ausgegebener Aktien: 5.044.319) |
% von Gesamtzahl |
|
|---|---|---|
| Anzahl Aktien | ausgeg. Aktien |
|
| Vorstand Dr. H. Werner Utz |
1.759.314 | 34,88% |
| Aufsichtsrat Dr. Rainer Kögel |
395 | 0,01% |
| Summe Vorstand und Aufsichtsrat | 1.759.709 | 34,88% |
» Es bestehen keine sich auf die Aktien der Uzin Utz AG beziehenden Finanzinstrumente.
» Die Uzin Utz AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf.
» Alle von der Gesellschaft veröffentlichten Informationen über das Unternehmen stehen auf www.uzin-utz.de unter der Rubrik Investor Relations/Aktie zum Abruf bereit.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Uzin Utz Gruppe werden nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der Jahresabschluss und der Lagebericht der Uzin Utz AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. » Das bestehende Risikomanagement der Uzin Utz AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit ausgesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Behebung von Schwachstellen. Sie tragen somit zu einer Minimierung der aus den Risiken potenziell entstehender Kosten bei. Ausführliche Informationen zu dem Risikomanagement der Uzin Utz Gruppe finden Sie ab Seite 48.
» Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung holt der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitsbestätigung des vorgeschlagenen Prüfers ein. Der Abschlussprüfer wird vom Aufsichtsrat gebeten, über alle während der Prüfungshandlung auftretenden und für die Aufgaben des Aufsichtsrats im weitesten Sinne wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, wenn diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.
Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2014 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Die gemäß § 161 AktG notwendige Begründung der Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex ist in der Entsprechenserklärung, die Bestandteil dieses Corporate Governance Berichts ist, enthalten.
Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 25. März 2013 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum ab 26. März 2013 auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012, die am 15. Juni 2012 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für den Zeitraum ab dem 11. Juni 2013 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 13. Mai 2013, die am 10. Juni 2013 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde.
» Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
Die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands sehen keine Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente vor. Eine langfristige Anreizwirkung für den Vorstand soll weiterhin primär durch solche variable Vergütungskomponenten erzielt werden, die sich am erzielten Unternehmensergebnis messen lassen. Die Vergütung des einzelnen Vorstands setzt sich damit allein aus fixen und erfolgsorientierten Komponenten zusammen, da der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass Aktienoptionsmodelle nur begrenzt zur Incentivierung des Vorstands geeignet sind. Die langfristigen erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile sind auf einen Höchstbetrag gedeckelt. Für die kurzfristigen erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile fehlt es bisher an einer entsprechenden Höchstbetragsregelung. Die Vorstandsdienstverträge enthalten weder Regelungen bezüglich einer Abfindung und deren Berechnungsgrundlage bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit noch hinsichtlich einer Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Dadurch wird im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Vorstandstätigkeit die notwendige Flexibilität gewahrt, um der jeweiligen konkreten Situation entsprechend, angemessene Verhandlungsergebnisse zu erzielen.
Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds erfolgt nicht, da die Hauptversammlung am 17. Mai 2011 beschlossen hat, die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der Uzin Utz AG im Anhang des Jahresabschlusses nicht individualisiert auszuweisen. Dieser Beschluss gilt für das am 01.01.2011 begonnene Geschäftsjahr und die vier darauf folgenden Geschäftsjahre, also bis zum 31.12.2015. Im Corporate Governance Bericht wird das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder jedoch in allgemein verständlicher Form detailliert erläutert.
Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen (Prüfungsausschuss, Nominierungsausschuss etc.) war aufgrund der Größe des Aufsichtsrats bisher nicht sinnvoll. Auch zukünftig sieht die Uzin Utz AG keinen Bedarf, da der Gesamtaufsichtsrat in allen Sachfragen selbst aktiv ist und seine Mitglieder auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt stehen und deswegen auf alle Sachfragen flexibel reagieren können.
Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen. Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht. Bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats steht die professionelle Beratung und Überwachung des Managements im Vordergrund. Hierzu können Aufsichtsratsmitglieder auch dann geeignet sein, wenn sie die Kriterien für eine Unabhängigkeit im Sinne der Ziffer 5.4.2 Satz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex nicht erfüllen.
Die Gesellschaft stellt den Jahres- bzw. Konzernabschluss, Zwischenbericht und die Zwischenmitteilungen zeitnah auf. Oberstes Gebot ist dabei eine sorgfältige Aufarbeitung sämtlicher Geschäftsvorfälle im Konzern und nicht in erster Linie die Einhaltung bestimmter Fristen. Die damit verbundenen Qualitätsanforderungen können im Einzelfall aufgrund der internationalen Struktur des Konzerns und der damit verbundenen Komplexität dazu führen, dass die vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Fristen geringfügig überschritten werden.
» Auf der Internetseite der Uzin Utz AG sind die Entsprechenserklärungen der letzten 5 Jahre verfügbar.
Uzin Utz AG, Ulm, im März 2014
Für den Vorstand: Dr. H. Werner Utz Thomas Müllerschön Für den Aufsichtsrat: Dr. Rainer Kögel (Vorsitzender)
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) im Konzern betrugen im Jahr 2013 6,6 Mio. EUR (6,6). Durchschnittlich waren 81 (79) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich F&E tätig, die gemeinsam zu einer Produktneuheitsquote aller Uzin Utz Entwicklungsstandorte von 59,6% (55,4) beitrugen. Separat nach den wichtigsten europäischen F&E-Standorten lässt sich Folgendes berichten:
Die Aufwendungen für F&E in der AG betrugen im Jahr 2013 4,2 Mio. EUR (4,1). Hierbei haben die in der Uzin Utz AG beschäftigten durchschnittlich 48 (47) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forschungs- und Entwicklungsbereichs im Berichtsjahr 2013 die AG-Neuheitsquote im Vergleich zum Vorjahr (62,5) auf den neuen Rekordwert von 69,8% gesteigert und es wurde wiederum eine weit über dem Branchendurchschnitt liegende Größenordnung erreicht. Damit haben die Entwicklungsabteilungen der Uzin Utz AG ihre Innovationskraft auf ein neues beachtliches Leistungsniveau gehoben und in den letzten sechs Jahren die Neuheitsquote mehr als verdoppelt. Die im folgenden Diagramm dargestellten Neuheitsquoten der Uzin Utz AG dokumentieren den kontinuierlichen Erfolgsweg der letzten Jahre.
» Die wichtigsten Aktivitäten der verschiedenen F&E-Fachabteilungen werden im Folgenden näher beschrieben:
Insgesamt wurden in 2013 markenübergreifend 21 (20) Produkte mit zum Teil herausragenden Eigenschaften für die Markteinführung und den weltweiten Einsatz vorbereitet:
Neben der Entwicklung der neuen nachhaltigen selbstverlaufenden Zement-Spachtelmasse UZIN Terraplan 20, standen nachfolgende Entwicklungsprojekte im Mittelpunkt:
Schwerpunkte der Abteilung F&E-Trockenmörtel waren die umfassenden Aktivitäten zur Erweiterung des Produktportfolios im Estrich-Segment. Hierzu komplett neu entwickelt und für die Markteinführung in 2014 vorbereitet wurde von den Spezialisten der Trockenmörtel-Entwicklung das schwundarme Schnellestrich-Bindemittel UZIN SC 970, welches das Sortiment an Spezial-Bindemitteln für Estrich-Anwendungen – bestehend aus den Produkten UZIN SC 980 (= UZIN NC 198) und UZIN SC 960 (= UZIN NC 190) – ergänzen soll. Die erarbeitete Spezialformulierung von UZIN SC 970 zeichnet sich durch eine lange Verarbeitungszeit bei gleichzeitig zuverlässiger und spannungsarmer Erhärtung aus. Die Belegreife eines Estrichs, welcher mit dem Bindemittel UZIN SC 970 hergestellt wird, lässt sich in der Regel, im Gegensatz zu dem "schnelleren Pendant" UZIN SC 980 (5 Tage), nach 10-14 Tagen erreichen. » Sämtliche Spachtelmassen der Uzin Utz AG werden bereits seit Jahren mit dem EMICODE der Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV) gekennzeichnet. Das neue Produkt erfüllt die höchsten Anforderungen der EMICODE-Klasse EC 1 R Plus. Damit übernimmt die Uzin Utz AG auch bei den Estrich-Bindemitteln eine Vorreiterrolle hinsichtlich wohngesunden Bauens und ermöglicht nun einen Bodenaufbau von der Rohdecke bis zum Belag mit Produkten, welche die höchsten EMICODE-Anforderungen erfüllen. Für 2014 wurde das gesamte Produkt-Sortiment der Estrich-Bindemittel und -Mörtel, explizit UZIN SC 980, UZIN SC 960 und UZIN SC 966 (= UZIN NC 192), durch zum Teil aufwändige Umformulierungen für die EC 1 R Plus – Kennzeichnung vorbereitet. Durch den großen Einsatz der Mannschaft F&E-Trockenmörtel konnte in einer weiteren Entwicklung der Gips-Dünnestrich UZIN NC 117 für die Markteinführung in 2014 vorbereitet werden. Dieser selbstverlaufende Dünnestrich für Schichtdicken von 3 bis 50 mm ergänzt damit das bestehende Programm der Uzin Utz AG an Gips-Ausgleichsmassen. Hohe Schichtstärken können durch diese Spezialformulierung wirtschaftlich auch ohne Strecken mit Sand hergestellt werden. Das neue Produkt zeichnet sich durch einen sehr guten Verlauf und eine nahezu spannungsfreie Erhärtung bei hohen Biegezug- und Druckfestigkeiten aus. Wie bei allen selbstverlaufenden Spachtelmassen wurden bei der Entwicklung von UZIN NC 117 die gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Pumpanwendungen durch das Team von F&E-Trockenmörtel berücksichtigt. Selbstverständlich erfüllt der kennzeichnungsfreie C30-Gips-Dünnestrich alle Anforderungen der höchsten EMICODE-Klasse EC 1 Plus. Speziell für US-amerikanische Anwendungen wurde von den Entwicklungsexperten F&E-Trockenmörtel UZIN NC 157, zur Markteinführung 2014 in den USA, vorbereitet. Hierbei stand vor allem der wirtschaftliche Aufbau von Schichtdicken bis zu 2 Inch (ca. 50 Millimeter) im Mittelpunkt. Durch die erarbeitete Spezialformulierung ist es gelungen, einen zementären C25-Dünnestrich bereitzustellen, welcher sich durch einen sehr guten Verlauf und eine zuverlässige Durchtrocknung auch bei tiefen Temperaturen und hohen Luftfeuchtigkeiten auszeichnet. Auch die Anforderungen einer ausreichenden Verarbeitungszeit bei gleichzeitig schneller Begehbarkeit wurden vom Entwicklungsteam berücksichtigt. Des Weiteren erfüllt die Neuentwicklung die höchsten Emissions-Anforderungen der EMICODE-Klasse EC 1 R Plus und kann darüber hinaus als LEED® Contributing Product gekennzeichnet werden. Damit unterstreicht die Uzin Utz AG auch auf dem US-Markt ihre Vorreiterrolle hinsichtlich wohngesunden Bauens.
Für Standard-Anwendungen bei der Verlegung keramischer Wand- und Bodenbeläge im Objektbereich wurde durch die Fachabteilung F&E-Trockenmörtel codex Power CX 1 entwickelt und im September 2013 erfolgreich in den Markt eingeführt. Das neue Produkt rundet als Basis-Produkt das Programm an Dünnbettmörteln, neben codex Power CX 3 und codex Power CX 5, ab. Dank der neu entwickelten Spezialformulierung kann eine Verarbeitungszeit von bis zu fünf Stunden realisiert werden. Gleichzeitig sind die verlegten Flächen bereits nach 16 Stunden begehbar. Darüber hinaus kann die Konsistenz des geschmeidigen und leicht zu verarbeitenden Klebemörtels so variabel eingestellt werden, dass Unebenheiten bis 5 Millimeter ausgeglichen werden können. Der neue hellgraue, standfeste Dünnbettmörtel codex Power CX 1 erfüllt die Anforderungen nach DIN EN 12004 C2 TE und ist sowohl an Wand und Boden einsetzbar. Schon während der Neuentwicklung wurde großer Wert auf das Emissionsverhalten gelegt. Durch die Qualifizierung und den Einsatz geeigneter Rohstoffe konnte eine Einstufung in die beste EMICODE-Klasse EC 1 R Plus erreicht werden. In einer weiteren umfangreichen Entwicklung wurde durch die Trockenmörtel-Spezialisten der etablierte und sehr erfolgreiche Flex-Dünnbettmörtel codex Power CX 3 komplett überarbeitet, um eine erhöhte Durchbiegung zu erreichen und für die Markteinführung in 2014 vorbereitet. Dadurch erfüllt die Neuentwicklung künftig auch die erhöhten Anforderungen S1 hinsichtlich Verformbarkeit gemäß DIN EN 12002. Dabei ist es durch den ausdauernden Einsatz der Trockenmörtel-Entwicklungsmannschaft gelungen, die bei den Kunden bekannten und geschätzten Verarbeitungseigenschaften des Vorgängerproduktes beizubehalten. Künftig erfüllt der neue codex Power CX 3 die erhöhten Anforderungen gemäß DIN EN 12004 C2 TE S1 und selbstverständlich auch die Kriterien der höchsten EMICODE-Klasse EC 1 R Plus. Des Weiteren wurde für die anspruchsvolle Verlegung von Naturwerksteinbelägen der weiße, schnellabbindende Mittelbettmörtel codex Stone SX 60 MB Neu entwickelt und im Oktober 2013 am Markt eingeführt. Die Arbeiten hierzu stellten die Experten der Abteilung F&E-Trockenmörtel vor besondere Herausforderungen hinsichtlich der geforderten technischen Eigenschaften. Um die sichere Verlegung von großformatigen und unterschiedlich dicken Naturwerksteinplatten zu gewährleisten wurde beim Spezialklebemörtel eine besonders hohe Standfestigkeit, auch bei hohen Mörtelbettdicken von bis zu 20 Millimetern, eingestellt. Zudem zeichnet sich das neue Produkt durch eine hohe Frühfestigkeit aus, bei gleichzeitig ausreichend langer Verarbeitungszeit von 40 Minuten. Dadurch hat der Verleger von Natursteinen genügend Zeit zur Verarbeitung. Durch den breiten Einsatzbereich eignet sich der kristallin abbindende Mittelbettmörtel nicht nur für hoch beanspruchte Beläge, sondern auch für die Standardverlegung. Mit dieser Spezialformulierung können auch Verfärbungen und Verformungen empfindlicher Beläge weitestgehend ausgeschlossen werden. Der neu entwickelte leicht verarbeitbare Mittelbettmörtel überzeugt durch geschmeidige Konsistenz und erfüllt die erhöhten Anforderungen nach DIN EN 12004 C2 F. Gemäß dem Anspruch von codex an wohngesunde Produkte wurde neuartigen, sehr emissionsarmen Rohstoffen während der Entwicklung besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dadurch konnte eine Einstufung in die beste EMI-CODE-Klasse EC 1 R Plus erreicht werden.
» Der Fachabteilung Trockenmörtel-Entwicklung ist es des Weiteren gelungen, die Aktivitäten zur Entstaubung von zementären Spachtelmassen entscheidend zu forcieren. Die hieraus generierten qualitativ hochwertigen Ergebnisse wurden erfolgreich für die Entwicklung der sehr emissionsarmen und staubreduzierten selbstnivellierenden Zement-Spachtelmasse codex FM 100 mit der Qualitätsstufe C30/F7 verwendet. Durch die neu erarbeitete Spezialformulierung gelang es, die Staubentwicklung beim Anmischen entscheidend zu reduzieren. Durch die erste staubarme Spachtelmasse im codex-Sortiment wurde zum einen die Ecotec-Produktlinie im Fliesen- und Natursteinbereich weiter ausgebaut und zum anderen der staubarme Flex-Dünnbettmörtel codex Power CX 5 um ein weiteres staubarmes Produkt ergänzt. Die Neuentwicklung ist darüber hinaus mit dem Level Plus Effekt ausgestattet und ermöglicht dadurch die Herstellung einer absolut planebenen Verlegeoberfläche in beliebiger Schichtdicke. Gleichzeitig erfüllt die codex-Spachtelmasse die höchsten Emissionsanforderungen gemäß EMICODE EC 1 R Plus und weist zusätzlich die Konformität nach EN 13813 auf, weshalb das Neuprodukt mit dem entsprechenden obligatorischen CE-Label gekennzeichnet werden kann.
Neben der Entwicklung der beiden neuen nachhaltigen Produkte, explizit dem Dispersionsvorstrich UZIN Terraprimo 10 und dem Dispersionsklebstoff UZIN Terracoll 30 für Textil- und Linoleumbeläge, die im Kapitel II, Punkt 1 im Detail vorgestellt werden, wurden weitere neue Produkte im Jahr 2013 für die Markteinführung vorbereitet bzw. konnten unseren Kunden bereits erfolgreich zur Verfügung gestellt werden.
Der fadenziehende und seit Jahren bewährte Universal-Textilbelagsklebstoff UZIN UZ 57 wurde mit den neuesten zur Verfügung stehenden Rohstoffen entscheidend weiterentwickelt. Als Ergebnis können nun noch geringere Emissionswerte, bei gleichen anwendungstechnischen Eigenschaften wie bisher, erreicht werden. Somit ist neben der Emicode EC 1 Plus – Kennzeichnung zukünftig die zusätzliche Auslobung mit dem Blauen Engel möglich. Weiterhin erfüllt der neue geruchsarme UZIN UZ 57 Neu die Anforderungen bezüglich der bestmöglichen französischen Emissionsklasse A+ und der IMO-Zertifizierung für die Anwendung auf Schiffen. Durch diese Weiterentwicklung gehört ein weiteres Produkt der UZIN ÖKOLINE-Familie an, welche sowohl dem Verarbeiter als auch dem Endnutzer größtmöglichen Schutz vor Emissionen bietet. Weiterhin überzeugt der neue Textilbelagsklebstoff mit ungewöhnlich gutem Anzugsvermögen sowie sehr langer Einlegezeit und hat damit eine einzigartige Stellung im Markt. Ein völlig neues Konzept hat es dabei möglich gemacht, den charakteristischen Eigengeruch klebrigmachender Harz-Bindemittel auf ein Minimum zu reduzieren. Das Produkt UZIN KE 2000 SL wurde durch eine weitere grundlegende Neuformulierung so eingestellt, dass es zukünftig zum einen mit der für den deutschen Markt obligatorischen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vertrieben werden kann und zum anderen zusätzlich hervorragend die Anforderungen des Emicode EC 1 Plus erfüllt. Mit der Vorbereitung des faserleitfähigen PVC- und Kautschuk-Belagsklebstoffes UZIN KE 2000 SL Neu für die Markteinführung haben die Flüssigprodukt-Entwickler im Bereich leitfähige balsamharzhaltige Spezial-Klebstoffe ein wahres Ausrufezeichen gesetzt und eindrucksvoll die Kompetenz in diesem Segment unter Beweis gestellt. Wie bereits bei der Neuentwicklung des harzfreien Produktes KE 66 L im Jahr 2011 liegt das Geheimnis des hier implementierten Know-hows in der verwendeten Bindemittelkombination. Des Weiteren wurde ein sehr emissionsarmer fadenziehender Linoleumklebstoff mit sehr guter und schneller Anfangshaftung neu entwickelt und für die Markteinführung in 2014 vorbereitet. Hierbei gelang es, die Klebung verschiedenster Linoleumqualitäten mit einer sehr hohen Anfangsfestigkeit, bei trotzdem ausreichender Dimensionsstabilität, zu versehen. Die Uzin Utz AG bietet seit Jahren spezielle Linoleum-Klebstoffe an, welche dem Fußbodenprofi eine schnelle, einfache und vor allem sichere Verlegung aller möglichen Linoleum-Bodenbeläge ermöglichen. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Nachfragen nach Linoleum-Reparaturklebstoffen. In einer weiteren bereichsübergreifenden Zusammenarbeit mit dem Technischen Kundenservice wurde mit dem Reparaturklebstoff UZIN RK 36 eine für diese Anwendungen spezielle Lösung erarbeitet. Der auf Naturlatex basierende Einseit- oder Kontaktklebstoff besitzt eine kurze Ablüftezeit und ist für die Sanierung von Blasen, Beulen, Rollenendenhohlstellen, Hängebuchten und Stippnähten auf allen saugfähigen und nicht saugfähigen Untergründen im Innenbereich prädestiniert. Das neue Produkt ist extra dünn eingestellt, um bei der Reparatur "nicht aufzutragen" und bindet auch bei dichten, schlecht saugenden Untergründen zügig ab. Bereits nach einer Stunde ist der Klebstoff so fest, dass zum Beispiel die Linoleum-Naht mit Schmelzdraht verfugt werden kann.
b) Entwicklungen für den Bereich Kleben von Parkett Auch für das immer dominanter werdende Marktsegment Fertigparkett-Verlegung konnte mit UZIN MK 150 eine spezielle Lösung neu entwickelt werden. Das 1-komponentige silanterminierte Polyurethan-Produkt (1-K-STP) erweitert das Sortiment um einen neuen Klebstoff für die Verlegung von 2- und 3-Schichtparkett mit werkseitiger Oberflächenbehandlung. Der neue 1-K-STP-Mehrschicht-Parkettklebstoff überzeugt insbesondere durch die Kombination aus guter Verstreichbarkeit, schnellem Anzugsvermögen und hartelastischer Riefenhärte. Die Neuentwicklung ist somit der perfekte Begleiter für professionell und wirtschaftlich verlegtes Fertigparkett. In einem weiteren Projekt wurde für die Parkett-Kompetenzmarke PALLMANN der 2-K-Polyurethan-Parkettklebstoff PALLMANN P 9 durch standortübergreifende Entwicklungsaktivitäten mit unseren Beteiligungsgesellschaften Pallmann GmbH und Unipro erfolgreich umformuliert. Der Fokus dieser Entwicklung lag darin, das bestehende Produkt an die neuen Emissionsanforderungen des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) anzupassen. Die Neuentwicklung konnte nach komplexen und sehr aufwändigen, internen und externen VOC-Prüfungen, alle relevanten Anforderungen erfüllen. Darüber hinaus besitzt das neue Produkt eine längere Verarbeitungs- und Einlegezeit als herkömmliche 2-K-Reaktionsharz-Parkettklebstoffe, wie beispielsweise der Klassiker in diesem Segment UZIN MK 92 S. Des Weiteren erfüllt das neue, sehr emissionsarme Produkt die strengsten ökologischen Anforderungen gemäß Emicode EC 1 R Plus, besitzt entscheidend höhere Scherfestigkeiten und ist zusätzlich ohne weichmachende Inhaltsstoffe formuliert.
Auch im Bereich der Untergrundvorbereitung konnte in 2013 eine Produktneuheit mit erheblichem Potenzial entwickelt und für die Produkteinführung in 2014 vorbereitet werden. Die zur oberen Qualitätskategorie gehörende neue Dichtgrundierung für den französischen Markt, die selbst bei Anwesenheit von flüssigem Wasser in kompakter, dichter Schicht aushärtet, überzeugt auch deshalb, da sie keine bei der Anwendung zusätzliche Begrenzung der Restfeuchte nach oben mehr benötigt. Wenn der Handwerker zu diesem neuen Produkt greift, erübrigt sich für ihn die Bestimmung der Restfeuchte. Im Vergleich zum seit Jahren bewährten Vorstrich UZIN PE 480 erfüllt die Neuentwicklung nicht nur die in den letzten Jahren vom französischen Staat vorgegebenen verschärften sehr hohen lokalen CSTB-Anforderungen an die Wasserdampfdurchlässigkeit, sondern auch die neu hinzugekommenen französischen Emissionsanforderungen der besten Klasse A+. In einem weiteren Projekt wurde die einkomponentige verarbeitungsfertige Dispersionsfuge codex X-care unter Beachtung der jeweiligen Patentsituation in den einzelnen Märkten neu entwickelt. Hierbei wurden völlig neuartige Bindemittel eingesetzt, um die Verfugung von keramischen Belägen im Rahmen eines speziellen Kooperationsprojekts mit ausgewählten Marktpartnern zu gewährleisten. Die Haupteinsatzgebiete sind vorwiegend gewerblich genutzte Bodenflächen. Aus diesem Grund ist die Fuge so eingestellt, dass das Produkt nach 12 Stunden durchgetrocknet ist und die Begehbarkeit garantiert werden kann.
Die Uzin Utz AG, Komplettanbieter für Bodensysteme, ist richtungsweisend in der Entwicklung ökologischer und sehr emissionsarmer Produkte sowie nachhaltiger Unternehmensführung. Ihre Kompetenz und Vorreiterrolle hat sie im Berichtsjahr mit der Einführung des ersten Verlegesystems der Bodenbelagsbranche unter Beweis gestellt, das nach nachhaltigen Kriterien entwickelt wurde. Das nachhaltige Bodensystem Terra-Line besteht aus der Grundierung UZIN Terraprimo 10, der Spachtelmasse UZIN Terraplan 20 und dem Klebstoff UZIN Terracoll 30 und ist seit 2013 im Handel erhältlich. Durch die Auswahl neuer Rohstoffe und durch ein neues Verpackungskonzept wurde eine Reduzierung des CO2 -Ausstoßes erreicht. Damit geht die Uzin Utz AG über den reinen Arbeits- und Gesundheitsschutz hinaus und zielt mit dem ersten nachhaltigen Bodenverlegesystem, der UZIN Terra-Line, auf den Schutz des gesamten Lebensraums. Mit dem neuen System leistet man einen Beitrag zur CO2 -Einsparung und dies ohne Einbußen in der technischen Performance. Durch neue Verpackungsarten wie der Bag-in-Box konnte weiteres CO2 reduziert werden. Auf einer Fläche von ca. 1.000 Quadratmeter Boden können im Vergleich zu einem herkömmlichen Verlegesystem rund 250 kg CO2 eingespart werden. Neben der rezeptiven Weiterentwicklung des Produktsystems wurde auf die ökologische und nachhaltige Verpackung größten Wert gelegt. Bei der Grundierung UZIN Terraprimo 10 reduziert der stabile, wiederverschließbare Kunststoffbeutel in einer Karton-Außenverpackung (Bag-in-Box) den Kunststoffabfall gegenüber einem herkömmlichen Kanister um mehr als 70%. Außerdem ist UZIN Terraprimo 10 gebrauchsfertig, schnell trocknend und sehr ergiebig. Wie die anderen Produkte der Terra-Line ist die Grundierung lösemittelfrei, sehr emissionsarm, gekennzeichnet mit dem Emicode EC 1 Plus und dem Blauen Engel nach RAL-UZ 113. Die besonders nachhaltige Dispersionsgrundierung eignet sich zur Vorbehandlung von saugfähigen mineralischen Untergründen. UZIN Terraprimo 10 ist so formuliert, dass sowohl die Oberflächengüte von Estrichen verbessert und gleichzeitig das schnelle Wegschlagen des Anmachwassers von Spachtelmassen verhindert wird. Die besonders nachhaltige Spachtel-, Ausgleichs- und Nivelliermasse UZIN Terraplan 20 ist für die anschließende Verlegung sämtlicher Bodenbeläge geeignet. Durch den Level Plus Effekt verfügt sie über einen extrem guten Verlauf und eine sehr glatte Oberfläche. Sie weist eine um fast 15% verbesserte CO2 -Bilanz gegenüber vergleichbaren Spachtelmassen der Uzin Utz AG auf und wird im 20-kg-Sack aus ungebleichtem Papier angeboten. Der besonders nachhaltige Dispersionsklebstoff UZIN Terracoll 30 für Textil- und Linoleumbeläge lässt sich leicht aufstreichen und zeigt bereits nach kurzer Zeit ein ausgeprägtes Fadenbild sowie eine hohe Anfangs- und Endfestigkeit. Durch aufwändige Entwicklungsarbeiten ist es gelungen, synthetische Rohstoffe ohne Einbuße der Funktion durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Durch die ausgezeichneten Klebeeigenschaften und das gute Haftspektrum braucht der Klebstoff keinen Vergleich mit Standard-Textilbelags- und Linoleumklebstoffen zu scheuen. Durch den vermehrten Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen in Verbindung mit einer optimierten Verpackung – der Eimer besteht aus 100% recyceltem Kunststoff – weist UZIN Terracoll 30 eine um rund 70% verbesserte CO2 -Bilanz auf als vergleichbare Dispersionsklebstoffe der Uzin Utz AG.
Neben dem neuen nachhaltigen Verlegesystem Terra-Line wurde im zurückliegenden Jahr erstmals ein neues Nachhaltigkeitsprofil, die "UZIN ECO ID", eingeführt, die nachhaltige Produkte und Systeme der Uzin Utz AG zukünftig vergleicht und nach den Kriterien Umwelt und Ressourcen, Verarbeiter- und Verbraucherschutz sowie technische Produktleistung bewertet. "UZIN ECO ID" steht für die Gesamtheit der zugrunde gelegten nachhaltigen Kriterien und Eigenschaften. Im Themenfeld "Umwelt und Ressourcen" spielt beispielsweise der Anteil nachwachsender Rohstoffe oder Recyclingrohstoffe eine große Rolle. Auch Transportwege sowie die gesamte CO2 -Bilanz des Produkts fließen in die Bewertung ein. Beim "Verarbeiter- und Verbraucherschutz" steht die Gesundheit von Verarbeiter und Endverbraucher im Mittelpunkt. Produkte, die höchste Anforderungen an eine gesunde Innenraumluft erfüllen und über Umweltzeichen wie den Blauen Engel oder EMICODE EC 1 Plus verfügen, schneiden hier besonders gut ab. Ein wichtiger Aspekt der Nachhhaltigkeit ist die einwandfreie "technische Produktleistung". Sie ist Grundvoraussetzung für eine lange Nutzungsdauer von Gebäuden und für Wohnkomfort. Neben der Funktionstüchtigkeit und Langlebigkeit im eingebauten Zustand werden aber auch Verarbeitungseigenschaften wie Trocknungszeit, Verstreichbarkeit oder Verbrauch bewertet. Die drei Themenfelder fließen gleich gewichtet in die Bewertung ein und führen zu einer Gesamtnote. Die "UZIN ECO ID" wird in vier Bewertungsstufen (AAA, AA, A und B) vergeben, die den jeweiligen Grad der Nachhaltigkeit aufzeigen. Die Bestnote "AAA" wurde für die drei Produkte der Terra-Line vergeben und bedeutet dabei herausragende Eigenschaften in allen bewerteten Kriterien. Diese neu geschaffene ökologische Identität soll dem Handwerker auf einen Blick bei der Produktauswahl eine bessere Orientierung im Produktsortiment der Uzin Utz AG in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien geben. Der Handwerker soll in Zukunft zielsicher das passende Produkt für die entsprechende Aufgabe auswählen können, zum Vorteil für Auftraggeber und Ausführendem. Langfristig ist die Anwendung auf alle Produkte und Marken des Konzerns geplant. Außerdem wurden zusätzlich zu den technischen Produkt-Datenblättern Nachhaltigkeits-Datenblätter eingeführt. Weshalb? Wohngesundes und nachhaltiges Bauen sind heute Schlüsselbegriffe in der Baubranche. Genau hier kommt das von der Uzin Utz AG erstellte Nachhaltigkeits-Datenblatt ins Spiel. Das Nachhaltigkeits-Datenblatt enthält alle relevanten Fakten zu einem bestimmten Produkt rund um die Themen Gefahrenkennzeichnung, Innenraum-Emissionen (Bsp.: Emicode, Blauer Engel, bauaufsichtliche Zulassung etc.), Produkteignung für die Gebäude-Zertifizierung (Bsp.: DGNB, LEED etc.) und lebenszyklusbezogene Ökobilanzdaten bzw. Kennzahlen, die die Produkt-Auswirkungen auf die Umwelt messbar machen (Treibhauspotenzial etc.). Diese Dokumente werden nicht nur für alle Handwerker, Planer, Architekten, Bauleiter und DGNB-Auditoren zur Verfügung gestellt, sondern auch für den sachkundigen Endverbraucher. Derzeit stehen bereits 20 Nachhaltigkeites-Datenblätter auf der Homepage der Uzin Utz AG zum Download bereit. Die hier beschriebenen Nachhaltigkeits-Aktivitäten können nur dann zielführend sein, wenn diese in der Wertschöpfungskette beim Verarbeiter auch ankommen. Aus diesem Grund wurden Tipps und Informationen zum praxisorientierten Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit in einem neuen Handbuch "Boden mit Zukunft. In einer Woche" zusammengestellt und veröffentlicht. In dem Leitfaden für das bodenlegende Handwerk werden der Zukunftstrend Nachhaltigkeit und dessen Nutzen im beruflichen Alltag sowie alle relevanten Themen und Einsatzmöglichkeiten rund um den Boden, den Kunden und den eigenen Handwerksbetrieb anschaulich beschrieben.
Um Verlegewerkstoffe am Standort Ulm zukünftig kontinuierlich bezüglich Nachhaltigkeit messbar zu machen, erhebt die Uzin Utz AG seit 2011 jährlich verschiedene Indikatoren. Hierzu gehören die Kennzahlen "Blauer Engel-/ Emicode EC 1 Plus-Quote", "nachwachsende Rohstoffe", "natürliche/mineralische Rohstoffe" und "Sekundärrohstoffe" sowie "Primärenergiebedarf (PEB)" und "Treibhauspotenzial (GWP)". Die "Blauer Engel-/Emicode EC 1 Plus-Quote" ist einmal als prozentualer Anteil des AG-Umsatzes mit den in Deutschland "strengsten" Öko-Labels, bezogen auf den AG-Gesamtumsatz, mit den Marken UZIN und codex, definiert. Daneben erfolgt die Ermittlung auch als entsprechender Anteil der AG-Verkaufsmenge bezogen auf die AG-Gesamt-Verkaufsmenge. Die im folgenden Diagramm dargestellte "Blauer Engel-/Emicode EC 1 Plus-Quote" visualisiert sehr anschaulich die stetige Verbesserung um 33% (bzgl. Verkaufsmenge) seit 2008 sowie die relative Erhöhung um 4,9% bezogen auf den Umsatz und 2,3% bezogen auf die Verkaufsmenge im Vergleich zum letzten Jahr.
» Für die weitere Kennzahlen-Erfassung wurden per Definition die AG-Umsatz-Hitliste der relevanten TOP 20-Trockenmörtel und TOP 20-Flüssigprodukte betrachtet. Mit der Auswertung dieser ausgewählten TOP 40-Produkte wurden 84% des AG-Umsatzes und 87% der AG-Verkaufsmenge erfasst und damit ein repräsentativer Umsatz- und Mengenanteil berücksichtigt. Für die verschiedenen Rohstoffkategorien wurden die folgenden entsprechenden Begriffsdefinitionen zu Grunde gelegt. "Mineralische Rohstoffe" sind nicht chemisch modifizierte Stoffe, wie beispielsweise Kalksteinmehle, die immer natürlichen Ursprungs sind und durch Abbau gewonnen werden. "Sekundärrohstoffe", wie beispielsweise Gipse aus Rauchgasentschwefelungs-Anlagen, fallen bei chemischen Prozessen oder durch Aufbereitung als Abfallprodukte an. "Nachwachsende Rohstoffe", wie beispielsweise Balsamharze, entstehen durch natürliches Pflanzenwachstum. Die Datenerhebung hat konkret ergeben, dass die umsatzrelevanten TOP 20-Trockenmörtel und TOP 20-Flüssigprodukte zu 1,6% (2012: 1,9) aus "nachwachsenden Rohstoffen", zu 59,5% (2012: 57,7) aus "mineralischen/natürlichen Rohstoffen" und zu 5,6% (2012: 4,7) aus "Sekundärrohstoffen" bestehen. Der Anteil an synthetischen Rohstoffen konnte im Vergleich zum Vorjahr von 32,6% auf 30,3% reduziert werden. Dies entspricht einer relativen Verringerung um 7,1%.
In Europa werden immer mehr PVC-Designbeläge verlegt, allein in Deutschland wächst diese Belagsart mit jährlich hohen zweistelligen Zuwachsraten. Diese Beläge werden als Einzelelemente verlegt und per se nicht verfugt. Hochwertige Optik und Anmutung sind aus Kundensicht wichtige Auswahlkriterien.
» In diesem Zusammenhang ist das Thema "Schrumpfen von PVC-Designbelägen" bzw. "Fugenbildung bei Designbelägen" in der europäischen Fußbodenbranche ein viel diskutiertes Thema, da ein potenziell hochwertiges Erscheinungsbild durch Belagsfugen stark beeinträchtigt werden kann. Die massstabilisierenden Eigenschaften von einem passenden Klebesystem sind neben der Belagsqualität für ein gutes Ergebnis äußerst wichtig.
» Um den speziellen Anforderungen dieses dynamisch wachsenden Teilmarktes Rechnung zu tragen, wurde in den letzten Jahren eine neue Trockenklebetechnologie entwickelt, um die Vorteile einer Trockenklebung mit den massstabilisierenden Eigenschaften einer Nassklebung zu kombinieren. » Nach einer längeren Entwicklungs- und Testphase wurden im Herbst 2013 die zwei neuen Spezialprodukte Sigan Elements und Sigan Elements Plus lanciert. Diese zwei Produkte sind für die massstabile Klebung von PVC-Belägen in Einzelelementen, insbesondere PVC-Designbelägen und PVC-Fliesen konzipiert und speziell auf die spezifischen Anforderungen bei deren Klebung abgestimmt. Die massstabilisierenden Eigenschaften dieser Klebesysteme liegen auf dem Niveau von guten Nassklebstoffen und übertreffen die Performance von herkömmlichen Trockenklebern und Rollfixierungen um ein Vielfaches.
» Mit dieser einzigartigen Innovation erweitert Uzin die Möglichkeiten zur Klebung von PVC-Belägen in Einzelelementen um wesentliche Aspekte und ist damit weltweit führend.
» Sigan Elements und Sigan Elements Plus erschließen darüber hinaus noch ein zusätzliches Potenzial. Bisher stellten sehr hohe Weichmachergehalte in den Rückenbeschichtungen von Schmutzfangmatten ein Ausschlusskriterium für die Verwendung von Trockenklebern dar. Auch diese Lücke kann nun mit Sigan Elements und Sigan Elements Plus, technologisch einzigartig, geschlossen werden.
» Mit den zwei neuen Hochleistungsklebesystemen Sigan Elements und Sigan Elements Plus werden die Vorzüge der Trockenklebetechnologie mit den bekannten Stärken von Nassklebern vereint. Die Vermeidung von Ausfallzeiten durch eine rasche, saubere und rückbaubare Installation von Bodenbelägen lässt sich mit Faktoren wie Massstabilisierung und Verlässlichkeit kombinieren.
» Damit stellt die Klebung mit Sigan Elements und Sigan Elements Plus eine verlässliche Alternative zur Verarbeitung von Designbelägen mit Nass- und Haftbettklebern oder Rollfixierungen dar.
» Die revolutionäre Technologie wurde in mehreren Patenten angemeldet, was Uzin über viele Jahre eine Alleinstellung im Markt garantieren soll und eine ökonomisch gesunde Weiterentwicklung unterstützt. Das große Interesse seitens der Belagsindustrie, des Großhandels und Handwerks an diesen Systemen bestätigt das prognostizierte Potenzial und lässt Einiges für die zukünftige Marktentwicklung erwarten.
» Ganz im Stile der Qualitätsorientierung von Uzin sind auch diese beiden neuen Produkte mit besonderem Bedacht auf die Gesundheits- und Umweltfreundlichkeit entwickelt worden. Sie sind lösemittelfrei, entsprechen der TRGS 610 und leisten sowohl einen Beitrag zur Verarbeitergesundheit als auch mit dem Ökolabel EMICODE EC1 PLUS "sehr emissionsarm" einen Beitrag zu Wohngesundheit & Innenraumhygiene. Ebenso leisten Sigan Elements und Sigan Elements Plus einen Beitrag zu LEED und erfüllen die Anforderungen für weitere landesspezifische Ökolabel, z.B. A+ in Frankreich.
Die bestehenden switchTec-Produkte Sigan 1 und Sigan 2 für die flächige Klebung von Bodenbelägen wurden konstruktiv weiter entwickelt und deren Anwendungsspektrum deutlich erweitert. Mit dieser neuen Generation lassen sich nunmehr auch Kautschukbeläge aller namhaften Hersteller, Enomerbeläge, Textilbeläge mit PVC Rückenausstattung, wie z.B. Flotex, sowie gewebtes Vinyl schnell, sauber und dauerhaft kleben. Diese Ausweitung der Anwendungsmöglichkeiten erfolgt zusätzlich zur grundsätzlichen Kompatibilität mit homogenen und heterogenen PVC-Belägen, CV-Belägen und getufteten Textilbelägen. Dies in gewohnter Qualität mit den Vorteilen garantierter, rückstandsfreier Entfernbarkeit nach Jahren der Belagsnutzung. Damit entspricht Sigan in noch höherem Maß den Kunden- und Marktanforderungen und bietet weltweit die bestmögliche Alternative zu herkömmlichen Verlegemethoden.
Bereits im Februar 2013 erfolgte die Markteinführung des Remur-Systems, das weltweit einzigartig in der Lage ist, die massstabile Trockenklebung von PVC-Weichleisten und Hohlkehlen zu gewährleisten. Dieses System schafft die Verbindung von der flächigen Verlegung von PVC-Belägen mit dem Wandabschluss und unterstreicht die Konsistenz und Geschlossenheit der switchTec-Klebetechnologie. » Die Akzeptanz des Marktes und das rege Interesse der Bodenbelagsindustrie bestätigen die Kompetenz dieses Klebesystems als Meilenstein in der Fußbodentechnik.
In Hinblick auf die Uzin Ökoline wurden auch unsere Trockenklebesysteme für Sockelanwendungen noch umweltfreundlicher gestaltet. Nachdem die Systeme Contact, Goman 50/90 und Goman 240 sowie Steptec 150/220 bereits Anfang 2013 auf den Blauen Engel umgestellt wurden, wurden zur Vervollständigung der Palette die Sockelprodukte Toptac, Bullran und Pomur für den Blauen Engel ebenfalls neu entwickelt und erfüllen nun die hohen Anforderungen für dieses Umweltlabel. Die Einführung erfolgt 2014.
» Damit bietet Uzin als erster und bislang einziger Hersteller von Trockenklebern eine umfassende und vollständige Palette von Flächen-, Sockel- und Treppensystemen an, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Nämlich Sigan 1, Sigan 2, Sigan 3, Planus, Contact, Goman, Bullran, Pomur, Steptec und Toptac. Die herausragende Qualitätsund Marktstellung der switchTec-Klebetechnologie wird damit sichtbar untermauert und ausgebaut.
Das Jahr 2013 wurde von der Serienentwicklung des neuen ROBO-Strippers dominiert.
» Der ROBO-Stripper wurde für das Objekt ab 1000qm
konzipiert. Eine wesentliche Besonderheit ist die Steuerung mit einer Fernbedienung, welche eine minimale, vor allem vibrationsfreie, Belastung für den Anwender bedeutet. Weitere Vorteile sind die Lenkbarkeit mit zweihand Joystick, der einfache Messerwechsel mittels Hubmechanik sowie die patentierte Niveauregulierung, welche eine ständig ebene Auflage des Messers bewirkt. Der ROBO-Stripper wurde auf der Messe Domotex in Hannover vom 11.-14.1. 2014 vorgestellt
» Ein weiteres Highlight ist die Einscheibenschleifmaschine DSW400, welche im Auftrag der DS-Derendinger AG entwickelt wurde. Die Anforderung, eine leichte durchzugsstarke Maschine zu bauen, ist gelungen. Mit einem Grundgewicht von 40 kg und einer Leistung von 2000W ist die Maschine für jeden Handwerker leicht zu handhaben. Der Schleifdruck kann mit stapelbaren Zusatzgewichten individuell angepasst werden. Parallel wurde ein passiv angetriebener Dreischeibenteller für diese Maschine entwickelt, der eine hohe Abtragsleistung ermöglicht. » Zur Abrundung des Sortiments wurden die BS 125 und der Vorabscheider ins Programm aufgenommen. Der BS 125 ist ein handlicher Betonschleifer, der durch eine gute Staubabsaugung bei der direkten Randbearbeitung besticht. Der Vorabscheider wird zwischen Staubabsaugung und Maschine gekoppelt. Er entlastet den Filter um ca. 90% und bewirkt eine wesentlich längere Standzeit der Filter und Staubsauger.
» Die Berechnung der Neuheitsquote von WOLFF-Artikeln wurde 2013 an den restlichen Konzern angepasst und seitdem auf fünf Jahre berechnet. Damit ergibt sich eine Änderung des Wertes für 2012 auf 18,2%. Im Berichtsjahr beläuft sich die Neuheitsquote der WOLFF-Artikel auf 17,8%.
Im Berichtsjahr 2013 lag der Fokus der Entwicklungsaktivitäten auf der Vervollständigung der bestehenden Produktpalette. In den letzten Jahren wurden in den Bereichen wässrige Lacksysteme und Öle/Wachse eine Vielzahl an neuen Produkten für den Parkettbereich eingeführt. In intensiven Diskussionen mit den Kunden wurde herausgearbeitet, welche neuen Produkte das Sortiment abrunden. Die Ergebnisse dieser Gespräche wurden von der PALLMANN Entwicklungsabteilung mit hohem persönlichem Einsatz umgesetzt. Dieser Einsatz spiegelt sich für PALLMANN auch in der sehr hohen Neuheitsquote von 78% wieder. » Der im Jahr 2012 eingeführte erste lösemittelfreie Wasserlack PALL-X ZERO wurde durch die lösemittelfreie Grundierung PALL-X ZERO BASE und durch die lösemittelfreie Holzkittlösung PALL-X ZERO FILLER komplettiert. PALL-MANN verfügt nun marktweit über das erste lösemittelfreie Komplettsystem zur Versiegelung von Parkettböden. PALL-X ZERO BASE und PALL-X ZERO erfüllen zudem als erste Lacksysteme die Anforderungen für die beste EMI-CODE Klassifizierung EC1 R Plus. Neben diesem, von vielen Privatnutzern geforderten Umweltaspekt, zeichnen sich die Systeme durch die von PALLMANN gewohnte einfache Verarbeitbarkeit aus.
» Fußböden in Holzoptik dominieren immer noch die deutschen Wohnungen. Investiert der Kunde in ein Echtholz-Parkett, steht meist das natürliche Aussehen im Vordergrund. Aber auch die farbliche Gestaltung der Parkettfußböden erlebt zur Zeit eine Renaissance. Durch ein neuartiges Trocknersystem gelang es, die bestehende lösemittelfreie Ölgrundierung PALL-X 333 weiter zu verbessern und eine Trockenzeit von 4 Stunden nach Applikation zu erreichen. Auf Basis dieser neuen Formulierung wurde die PALL-X 333 COLOR entwickelt. Mit 5 Standartfarbtönen kann der Parkettleger seinem Kunden nun eine große Farbvielfalt für Parkettböden bieten. Die farbige Grundierung kann innerhalb kurzer Zeit sowohl mit den Lacken der PALL-X Linie überlackiert werden, als auch mit MAGIC OIL 2K geölt werden. Somit liegt die Entscheidungsfreiheit beim Kunden, je nachdem, ob er eine geölte oder lackierte farbige Parkettfläche mit natürlicher Optik wünscht. Die Öl-Grundierung eignet sich für alle geschliffenen und verkitteten Parkettböden sowie auch für Parkett auf Fußbodenheizung.
» Weitere Forschungsaktivitäten erfolgten im Bereich der neuartigen UV-Beschichtungsart für baustellenseitig zu versiegelnde Parkettoberflächen (PALLMANN X-LIGHT MOBIL). Das bestehende System X-LIGHT COAT in "spezialmatt" wurde mit zwei weiteren Glanzgraden vervollständigt. Durch die Glanzgrade "halbmatt" und "hochglänzend" sind nun auch die Architekten- und Kundenwünsche nach stärker glänzenden Oberflächen umgesetzt worden. Die Systeme sind weiterhin wasserbasiert und lösemittelfrei. Auch hier ist das Produkt bereits nach einer kurzen Trocknungszeit ausgehärtet und die gesamte Belastbarkeit, sowohl chemisch als auch mechanisch, wird unmittelbar nach Ausführung erreicht. Weiterhin wurde die Produktpalette der UV-Parkettlacke durch die wässrige Grundierung X-LIGHT AQUA BASE ergänzt. Mit dieser Grundierung ist nun auch die Versiegelung von Hölzern möglich, die im Allgemeinen schwieriger zu beschichten sind. Durch die hohe Flexibilität der Grundierung ist selbst bei starkem Quell- und Schwundverhalten des Parketts kein Weißbruch erkennbar.
Neu eingeführt wurde in diesem Jahr der RZ Turbo Aktiv Grund Reiniger, ein hoch aktiver Spezialreiniger zur Entfernung von mehrlagigen und gealterten Pflegemittel-Aufschichtungen auf Polymerbasis, die mit gebräuchlichen Grundreinigern nur teilweise oder nicht entfernbar sind. Dabei durchdringen die Inhaltsstoffe des Reinigers die Polymerschichten, lösen diese vom Untergrund ab und emulgieren sie zusammen mit eingelagertem Schmutz.
» Überarbeitet und völlig neu konzipiert wurde das RZ Fleckentuch, welches nun aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung nicht nur besonders hautschonend, geruchsneutral und daher anwenderfreundlich ist, sondern auch sehr effektiv gegen die meisten Flecken eingesetzt werden kann.
» In der Endphase der Entwicklung stehen neue Versionen von RZ Elastic Siegel und RZ Lino Siegel, zwei anwenderfreundliche Versiegelungen für höchste Ansprüche bei elastischen Bodenbelägen aus PVC, CV, Gummi-, Natur- und Kunststein bzw. Linoleum, die auch zu erwartende zukünftige Anforderungen an Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz mit Bravour erfüllen werden. » Darüber hinaus stehen zahlreiche neue Produkte in der Entwicklungspipeline, wie zum Beispiel ein Allzweck-Kraft-Reiniger für nichtsaugende Kunststoffoberflächen und einige Eigenmarkenprodukte für RZ-Kunden im Bereich der Fugenreinigung und des Fugenschutzes durch eine hydrophobe, schmutzabweisende Imprägnierung.
Als niederländischer Hersteller von Kunstharzböden bildet Unipro BV aus Haaksbergen das Know-how-Zentrum rund um Kunstharzboden-Produkte innerhalb der Uzin Utz Gruppe. Das Kunstharzboden-Sortiment wird unter dem Markennamen Arturo verkauft.
» Unipro bietet mit der Marke Arturo ein hochwertiges Produktportfolio an Kunstharzböden, die "On demand" produziert und schnell geliefert werden können. Arturo Verlaufbeschichtungen und Versiegelungen sind in fast allen Farben innerhalb von drei Arbeitstagen lieferbar. » Unipro erwarb 2013 die Firma Compotan Ede., welche sich – in kleinerem Umfang – auch auf die Entwicklung und Herstellung von Kunstharzböden spezialisiert hatte. F&E hat einiges an Zeit investiert um die Rezepturen zu vergleichen. Die hierdurch gewonnenen Erkenntnisse wurden seitens Unipro in Produktentwicklungen und Produktverbesserungen eingebracht. So wurde beispielsweise dank dem Wissen von Compotan die
Verarbeitung und Ästhetik der Arturo PU2030 Verlaufbeschichtung bei niedrigen Temperaturen deutlich verbessert. Zudem konnte die Rezeptur des bestehenden Hohlkehlenmörtels deutlich optimiert werden, was zur Produkteinführung des neuen Arturo EP1851 Hohlkehlenmörtels führte. Die Produktoptimierung bezieht sich hauptsächlich auf die Überlackierbarkeit des Produkts. » Es wurde viel Zeit investiert um die Arturo Versiegelungen zu optimieren und das Sortiment weiter auszubauen. Durch die überraschende und kurzfristige Kennzeichenänderung einiger Grundstoffe bezüglich der 1-komponentigen, luftfeuchtehärtenden PU-Versiegelungen, musste viel Zeit in die Entwicklung vergleichbarer Versiegelungen investiert werden. Auch hier gelang dank Compotan Know-how die schnelle Markteinführung von Arturo PU7180, einer 1-komponentigen Polyurethan-Versiegelung mit glänzender Optik, die chemikalienbeständig sowie verschleißfest ist und sich zudem leicht reinigen lässt. Zudem verfügt die Arturo PU7180 Versiegelung im System mit Arturo PU2030 und PU2060 Verlaufbeschichtung über die Zulassung des Ausschusses zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten des Deutschen Instituts für Bautechnik. » Viel Zeit wurde von F&E zudem in die Entwicklung des neuen Fabrikgebäudes gesteckt. Zielsetzung ist es, Kunstharzböden noch schneller und effizienter produzieren zu können. Gesundheitsaspekte und Themen wie Nachhaltigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle, gerade auch im Hinblick auf die die neue REACH-Verordnung.
Im Zuge des Projekts "Employer Branding" wurde im Jahr 2013 das Thema "Alles, was Dir wichtig ist" weiter voran getrieben. Ziel der Arbeitgebermarke ist es, das Image und die Qualität der Uzin Utz Gruppe als Arbeitgeber kontinuierlich zu verbessern, um somit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern. Darüber hinaus soll die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen sechs Werten "Verlässlichkeit, Perspektive, Balance, Wertschätzung, Internationalität und Dynamik" gefördert werden. Der Fokus lag im abgelaufenen Jahr vor allem auf dem Thema "Internationalität". So konnten sich unsere Mitarbeiter durch eine Vielzahl von Artikeln im Intranet über Auslandsaufenthalte und unsere internationalen Standorte informieren. Ein voller Erfolg war der diesjährige internationale Tag, an dem Kollegen aus den Tochtergesellschaften der Schweiz und Frankreich zu Besuch am Standort Ulm waren.
» Nachdem der Standort Vaihingen bereits seit 2012 am internen Weiterbildungsprogramm "Horizonte" teilnimmt, wurde das Programm im Jahr 2013 auch auf den Standort Würzburg ausgeweitet. In Würzburg wurden insgesamt 9 Kurse angeboten, an denen 130 Personen teilgenommen haben. Am Standort Ulm wurden für die Mitarbeiter insgesamt 34 (49) Kurse angeboten, an denen 543 (521) Personen teilgenommen haben. Wie bereits in den vergangenen Jahren umfassten die internen Kurse Bereiche wie z. B. Fachwissen, IT-Kurse, Produktund Chemieseminare, rechtliche Grundlagen, interkulturelle Kompetenzen, betriebliches Gesundheitsmanagement etc. Das Kursangebot konnte mit Hilfe der Mitarbeiter weiter optimiert werden. Der Erfolg zeigt sich in der gestiegenen Teilnehmerzahl im abgelaufenen Jahr. Die Uzin Utz AG freut sich über das gestiegene Interesse seiner Mitarbeiter sich zu entwickeln und weiterzubilden. Zusätzlich wurde im Zuge des betrieblichen Gesundheitsmanagements ein Gesundheitstag, in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse, veranstaltet. Es gab Möglichkeiten an verschiedenen Untersuchungen teilzunehmen, sowie diverse Vorträge und Workshops zu besuchen.
» Die Uzin Utz AG freut sich seit dieser Saison Premium-Sponsor von ratiopharm Ulm zu sein. Damit unterstreichen wir unsere Verbundenheit mit der Stadt Ulm und der Region. Das Team von Thorsten Leibenath steht in der Basketball Bundesliga für Dynamik, Emotion und die Motivation, stets das Beste zu geben. Diese Werte werden auch bei der Uzin Utz AG gelebt und helfen uns dabei unseren Kunden stets Produkte höchster Qualität zur Verfügung zu stellen. Durch das Sponsoring erhoffen wir uns neue Impulse im Bereich Kundenbindung und einen höheren Bekanntheitsgrad als attraktiver Arbeitgeber.
Die Beteiligungsstruktur und die Standorte der Beteiligungsgesellschaften im Konzern können der Darstellung "Konzerngesellschaften" im Anhang entnommen werden. » Die AG verfügt neben dem Standort Ulm noch über eine weitere Produktionsstätte in Vaihingen/Enz. Hier werden
ausschließlich Maschinen der Marke WOLFF hergestellt.
» Zudem besteht eine Repräsentanz in Minsk, Belarus.
» Zusätzlich verfügt die Uzin Utz AG noch über ein Service-Center. Dies ist ein Schulungs- und Kommunikationszentrum für Handwerker, Handel und Objekteure an dem strategisch wichtigen Standort Dresden.
» In Ehingen, Deutschland besteht für die Marke Lavanior eine Betriebsstätte.
» Die französische Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Soissons betreibt in Paris zudem ein Vertriebsbüro.
Alle nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für den Konzernabschluss von unwesentlicher Bedeutung.
Ulm, 18. März 2014 Der Vorstand
| Konzernabschluss | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 70 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Bilanz | 71 | ||||||
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | |||||||
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 72 73 |
||||||
| Konzernanhang | Konzern-Segmentberichterstattung | 74 | |||||
| Allgemeine Angaben | 75 | ||||||
| Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze | 80 | ||||||
| Angaben zur Gesamtergebnisrechnung | 89 | ||||||
| 1 Umsatzerlöse |
89 | ||||||
| 2 Sonstige betriebliche Erträge/Erträge aus Finanzinvestitionen |
89 | ||||||
| 3 Materialaufwand |
89 | ||||||
| 4 Personalaufwand/Mitarbeiter |
90 | ||||||
| 5 Sonstige betriebliche Aufwendungen |
90 | ||||||
| 6 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen |
90 | ||||||
| 7 Finanzergebnis |
91 | ||||||
| 8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern |
91 | ||||||
| 9 Sonstige Steuern |
92 | ||||||
| 10 Anteile fremder Dritter |
92 | ||||||
| Angaben zur Konzernbilanz | 93 | ||||||
| 11 Immaterielle Vermögenswerte |
93 | ||||||
| 12 Sachanlagen |
94 | ||||||
| 13 Finanzanlagen |
94 | ||||||
| 14 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties) | 96 | ||||||
| 15 Latente Steuern |
96 | ||||||
| 16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte |
96 | ||||||
| 17 Vorräte |
97 | ||||||
| 18 Flüssige Mittel |
97 | ||||||
| 19 Eigenkapital/Eigene Aktien/Anteile fremder Dritter | 97 | ||||||
| 20 Rückstellungen |
99 | ||||||
| 21 Verbindlichkeiten |
104 | ||||||
| 22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 104 | ||||||
| Sonstige Angaben | 105 | ||||||
| Dividendenvorschlag | 118 |
Dividendenvorschlag
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 2013 (in TEUR) |
Anhang | 2013 | 2012 angepasst |
2012 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 216.971 | 207.255 | 207.255 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen |
-171 | 662 | 662 | |
| Gesamtleistung | 216.801 | 207.917 | 207.917 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 | 5.087 | 4.362 | 4.362 |
| Erträge aus Finanzinvestitionen | 2 | 216 | 221 | 221 |
| Materialaufwand | 3 | 93.902 | 90.703 | 90.703 |
| Personalaufwand | 4 | 59.683 | 55.893 | 55.888 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
6.989 | 6.754 | 6.754 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 5 | 47.678 | 44.041 | 44.041 |
| Operatives Ergebnis | 13.851 | 15.108 | 15.113 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteter Beteiligung | 6 | 45 | 21 | 21 |
| Finanzergebnis | 7 | -1.482 | -1.667 | -1.667 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 12.415 | 13.462 | 13.467 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8 | 1.582 | 3.229 | 3.230 |
| Sonstige Steuern | 9 | 733 | 804 | 804 |
| Jahresüberschuss vor Fremdanteilen | 10.100 | 9.429 | 9.434 | |
| Anteile fremder Dritter | 10 | -57 | 24 | 24 |
| Jahresüberschuss | 10.043 | 9.452 | 9.457 |
| Sonstiges Ergebnis, nach Steuern (in TEUR) |
Anhang | 2013 | 2012 angepasst |
|---|---|---|---|
| Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
-754 | 594 | |
| Währungskursgewinne/-verluste | 19 | -754 | 594 |
| darauf entfallene latente Steuern | 202 | -87 | |
| Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Ver lustrechnung umgegliedert werden |
740 | -1.391 | |
| Erträge aus Finanzinstrumenten | 21 | 106 | 64 |
| darauf entfallene latente Steuern | -30 | -18 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste (aus Pensionsverpflichtungen) |
20 | 634 | -1.455 |
| darauf entfallene latente Steuern | -84 | 219 | |
| Sonstiges Ergebnis - vor Minderheiten | -13 | -798 | |
| Sonstiges Ergebnis - Anteil Minderheiten | -2 | -16 | |
| Sonstiges Ergebnis - nach Fremdanteilen | -15 | -813 | |
| Gesamtergebnis | 10.028 | 8.639 |
| Aktiva (in TEUR) | Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 01.01.2012 |
|---|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | angepasst | angepasst | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 11 | 33.145 | 33.828 | 32.484 |
| Sachanlagen | 12 | 81.301 | 69.780 | 62.846 |
| at equity Beteiligungen | 13 | 1.002 | 607 | 636 |
| Sonstige Finanzanlagen | 13 | 1.321 | 1.959 | 787 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 14 | 4.108 | 3.521 | 3.278 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 16 | 336 | 436 | 541 |
| Latente Steuern | 15 | 1.593 | 1.368 | 1.913 |
| Sonstige Vermögenswerte | 16 | 189 | 621 | 26 |
| Langfristige Vermögenswerte | 122.994 | 112.120 | 102.511 | |
| Vorräte | 17 | 28.872 | 28.394 | 27.926 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 23.692 | 21.442 | 23.319 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 16 | 934 | 830 | 300 |
| Sonstige Vermögenswerte | 16 | 4.800 | 5.476 | 4.028 |
| Flüssige Mittel | 18 | 10.204 | 9.857 | 15.499 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 68.502 | 65.999 | 71.071 | |
| Bilanzsumme | 191.496 | 178.120 | 173.583 | |
| Passiva (in TEUR) | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 19 | 15.133 | 15.133 | 15.133 |
| Kapitalrücklage | 19 | 26.827 | 26.827 | 26.827 |
| Gewinnrücklagen | 19 | 66.731 | 60.739 | 55.879 |
| davon enthaltener Jahresüberschuss | 10.043 | 9.452 | 8.978 | |
| Anteile fremder Dritter | 19 | -15 | 153 | 134 |
| Abzugsposten für eigene Anteile | 19 | -89 | -89 | -89 |
| Eigenkapital | 19 | 108.587 | 102.764 | 97.885 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 20 | 2.710 | 3.221 | 1.562 |
| Finanzverbindlichkeiten | 21 | 27.037 | 27.139 | 31.615 |
| Latente Steuern | 15 | 9.402 | 9.923 | 10.237 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 21 | 902 | 409 | 416 |
| Langfristige Schulden | 40.051 | 40.691 | 43.830 | |
| Rückstellungen | 20 | 6.393 | 5.935 | 5.538 |
| Finanzverbindlichkeiten | 21 | 21.327 | 14.245 | 13.590 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 21 | 49 | 45 | 71 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 9.097 | 8.523 | 7.184 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 21 | 578 | 655 | 549 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 21 | 5.414 | 5.262 | 4.937 |
| Kurzfristige Schulden | 42.858 | 34.664 | 31.868 | |
| Bilanzsumme | 191.496 | 178.120 | 173.583 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinnrücklagen | Abzugsbetrag eigene |
Summe | Eigenkapital Minderheiten |
Konzern eigenkapital |
||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Erwirtschaftetes Eigenkapital |
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungs umrechnung |
sonstige Rücklagen |
Anteile | |||||
| Stand am 01.01.2012 | 15.133 | 26.827 | 57.849 | 2.054 | -4.170 | -89 | 97.604 | 134 | 97.738 |
| Änderung von Rechnungslegungsmethoden nach IAS 19 |
0 | 0 | 0 | 0 | 147 | 0 | 147 | 0 | 147 |
| Stand am 01.01.2012 angepasst | 15.133 | 26.827 | 57.849 | 2.054 | -4.024 | -89 | 97.751 | 134 | 97.885 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 9.452 | 0 | 0 | 0 | 9.452 | -24 | 9.429 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | -1.391 | 578 | 0 | 0 | -813 | 16 | -798 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 8.061 | 578 | 0 | 0 | 8.639 | -8 | 8.631 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 80 | 80 |
| Eigene Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | -3.779 | 0 | 0 | 0 | -3.779 | 0 | -3.779 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -53 | -53 |
| Stand am 31.12.2012 / 01.01.2013 | 15.133 | 26.827 | 62.131 | 2.632 | -4.024 | -89 | 102.611 | 153 | 102.764 |
| Konzernjahresergebnis | 0 | 0 | 10.043 | 0 | 0 | 0 | 10.043 | 57 | 10.100 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 | 740 | -756 | 0 | 0 | -15 | 2 | -13 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 10.783 | -756 | 0 | 0 | 10.028 | 59 | 10.086 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Eigene Aktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | 0 | 0 | -4.031 | 0 | 0 | 0 | -4.031 | 0 | -4.031 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -172 | -172 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -5 | 0 | -5 | -56 | -61 |
| Stand am 31.12.2013 | 15.133 | 26.827 | 68.883 | 1.876 | -4.029 | -89 | 108.602 | -15 | 108.587 |
| (in TEUR) | Konzern-Kapitalflussrechnung | 2013 | 2012 angepasst |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten | 10.100 | 9.429 | |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstän | |||
| de des Anlagevermögens | 6.772 | 6.533 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 626 | 358 | |
| +/- Sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -783 | 213 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenstän | |||
| den des Anlagevermögens | 82 | 27 | |
| +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzie rungstätigkeit zuzuordnen sind |
-947 | -353 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passi va, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs tätigkeit zuzuordnen sind |
129 | 1.541 | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 15.979 | 17.748 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
1.193 | 193 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanla gevermögen |
-18.434 | -12.688 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswer ten des immateriellen Anlagevermögens |
0 | 1 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immateriel le Anlagevermögen |
-507 | -493 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswer ten des Finanzanlagevermögens |
302 | 309 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanla gevermögen |
-551 | -1.483 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten |
-777 | -1.657 |
| + | Einzahlungen aus Zugang Flüssige Mittel aus dem Erwerb von kons. Unternehmen |
285 | 0 |
| - | Auszahlungen aus Zugang Kurzfristiger Verbind lichkeiten aus dem Erwerb von kons. Unternehmen |
-70 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -18.560 | -15.817 | |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter |
-4.031 | -3.779 |
| + | Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten |
15.829 | 9.439 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten |
-14.245 | -13.590 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.447 | -7.929 | |
| +/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmit telbestandes |
-5.028 | -5.999 | |
| +/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewer | |||
| tungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -61 | 248 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 5.940 | 11.692 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 851 | 5.940 |
| Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschaftsjahr |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Gezahlte Ertragssteuern | 888 | 2.960 |
| Gezahlte Zinsen | 1.678 | 1.821 |
| Erhaltene Zinsen | 196 | 158 |
| Gezahlte Dividende | 4.031 | 3.779 |
| Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
2013 | 2012 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 10.204 | 9.857 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute | -9.352 | -3.917 |
| Finanzmittelbestand | 851 | 5.940 |
Erläuterungen siehe Seite 110
| Segment | Deutschland | Westeuropa | Süd-/Osteuropa | Alle sonstigen | Summe | Überleitung | Gesamt Konzern | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| berichterstattung (in TEUR) |
Verlegesysteme Oberflächenpflege und -veredelung |
Segmente | Konzern | |||||||||||||
| 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | 2013 | 2012* | |
| Außenumsatz | 95.183 | 91.588 | 15.449 | 15.606 | 44.529 | 40.283 | 11.944 | 10.922 | 49.866 | 48.857 | 216.971 | 207.255 | 0 | 0 | 216.971 | 207.255 |
| Innenumsatz | 31.415 | 30.042 | 5.847 | 5.422 | 11.421 | 10.436 | 737 | 772 | 2.931 | 1.778 | 52.351 | 48.450 | -52.351 | -48.450 | 0 | 0 |
| Umsätze gesamt | 126.598 | 121.629 | 21.296 | 21.028 | 55.950 | 50.719 | 12.682 | 11.694 | 52.797 | 50.636 | 269.323 | 255.706 | -52.351 | -48.450 | 216.971 | 207.255 |
| Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern |
4.097 | 4.658 | 1.589 | 2.656 | 4.873 | 5.037 | 309 | 129 | 2.706 | 3.362 | 13.575 | 15.842 | 276 | -735 | 13.851 | 15.108 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 238 | 227 | 3 | 2 | 91 | 54 | 69 | 43 | 12 | 7 | 412 | 333 | -216 | -176 | 196 | 158 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
997 | 1.094 | 158 | 170 | 275 | 164 | 36 | 32 | 413 | 518 | 1.879 | 1.978 | -201 | -157 | 1.678 | 1.821 |
| Segmentvermögen | 116.383 | 110.216 | 15.597 | 15.167 | 53.059 | 44.950 | 13.007 | 9.822 | 38.796 | 36.730 | 236.842 | 216.885 | -45.346 | -38.765 | 191.496 | 178.120 |
| Segmentschulden | 45.332 | 39.751 | 7.816 | 6.586 | 19.973 | 15.534 | 3.586 | 2.232 | 25.482 | 26.042 | 102.189 | 90.145 | -19.280 | -14.790 | 82.909 | 75.356 |
| Segmentinvestitionen | 3.753 | 5.171 | 3.611 | 151 | 9.888 | 8.025 | 596 | 143 | 2.115 | 318 | 19.963 | 13.808 | -468 | 0 | 19.495 | 13.808 |
| Abschreibungen | 3.281 | 2.988 | 476 | 463 | 1.470 | 1.618 | 470 | 265 | 1.293 | 1.420 | 6.989 | 6.754 | 0 | 0 | 6.989 | 6.754 |
| Überleitung des Segmentergebnisses (in TEUR) |
2013 | 2012* |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnis | 13.575 | 15.842 |
| Summe Segmentergebnis nicht operativer Segmente |
-1 | -1 |
| Konsolidierungen | 277 | -734 |
| Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern |
13.851 | 15.108 |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen |
45 | 21 |
| Zinserträge | 196 | 155 |
| Zinsaufwendungen | 1.678 | 1.821 |
| Konzern-Ergebnis vor Steuern | 12.415 | 13.462 |
| Überleitung des Segmentvermögens (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Summe Segmentvermögen |
236.842 | 216.885 |
| Summe Segmentvermögen nicht operativer Segmente |
1.280 | 1.148 |
| Konsolidierungen | -46.626 | -39.913 |
| Summe Konzern-Aktiva lt. Bilanz |
191.496 | 178.120 |
| Überleitung der | 2013 | 2012* |
|---|---|---|
| Segmentschulden | ||
| (in TEUR) | ||
| Summe Segmentschulden |
102.189 | 90.145 |
|---|---|---|
| Summe Segmentschulden nicht operativer Segmente |
719 | 703 |
| Konsolidierungen | -19.998 | -15.492 |
| Summe Konzern-Passiva lt. Bilanz |
82.909 | 75.356 |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden nach Produkten/Dienstleistungen |
Boden | Parkett | Fliese u. Naturstein | Sonstiges | Summe | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| Außenumsatzerlöse | 168.121 159.932 | 18.150 | 18.264 | 23.646 | 23.180 | 7.055 | 5.879 | 216.971 | 207.255 | |
| Umsatzerlöse mit externen Kunden nach geografischen Regionen |
Deutschland | Rest | Summe | |||||||
| (in TEUR) | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | ||||
| Außenumsatzerlöse | 94.836 | 94.283 | 122.135 | 112.973 | 216.971 | 207.255 | ||||
| Langfristige Vermögenswerte nach dem Standort der Vermögenswerte |
Deutschland | Schweiz | Rest | Summe | ||||||
| (in TEUR) | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | ||
| Langfristige Vermögenswerte (exkl. Finanzanlagen und latente Steuern) |
74.687 | 72.832 | 19.192 | 19.723 | 25.198 | 15.631 | 119.078 108.186 | Erläuterungen siehe Seite 110 |
74 Konzern-Segmentberichterstattung
* Aufgrund der rückwirkenden Auswirkungen durch IAS 19 ergab sich eine geringfügige Änderung in der Gesamtergebnisrechnung (Posten "Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern") in Höhe von rd. -6 TEUR. Ferner kam es zu einer Veränderung bei den Rückstellungen im Posten "Segmentschulden" von rd. 1.531 TEUR. Somit wird das Vorjahr als angepasst dargestellt. Die anderen Posten bleiben unverändert.
Neben den ausgewiesenen planmäßigen Abschreibungen gab es in 2013 keinen weiteren Wertminderungsaufwand.
Im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des Uzin Utz Konzerns getätigt.
Die Uzin Utz AG ist an der Frankfurter Börse im Segment General Standard gelistet. Die Konzernmuttergesellschaft ist die Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm, Deutschland. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichts Ulm. Das Geschäftsjahr des Uzin Utz Konzerns (im Folgenden auch Uzin Utz Gruppe) entspricht dem Kalenderjahr.
» Als Systempartner des Handwerks widmet sich der Uzin Utz Konzern der vielschichtigen Aufgabe, Kunden wie Verarbeiter in allen Bereichen der Bodenverlegung professionell zu unterstützen. Bauchemische Produktsysteme für das Verlegen aller Arten von Bodenbelägen bis hin zur Oberflächenveredelung sowie Maschinen für die Bodenbearbeitung werden von den Konzernunternehmen selbst entwickelt, hergestellt und vertrieben.
» Die Uzin Utz Gruppe ist in 48 Ländern vertreten, davon in 18 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften.
» Die Geschäftsschwerpunkte befinden sich überwiegend in Deutschland und den übrigen europäischen Märkten. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe aber auch in Nordamerika, Asien und Australien tätig.
» Die Produktionsstätten des Uzin Utz Konzerns befinden sich in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, China, Indonesien, Polen, Slowenien sowie in den USA (derzeit im Bau).
» Die Berichterstattung erfolgt in TEUR. Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in TEUR kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnungen der Einzelposten auf Zahlen in EUR basieren.
» Alle Vorjahreszahlen sind in Klammern gesetzt.
» Der Vorstand der Uzin Utz AG hat den Konzernabschluss am 18. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.
Der Konzernabschluss für das Jahr 2013 wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag in der Europäischen Union verbindlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) und den Auslegungen des Standing Interpretations Committee (SIC), des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.
» Im Geschäftsjahr 2013 wurden im Konzernabschluss der Uzin Utz AG die folgenden bzw. überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, die im Geschäftsjahr erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
» Die Anwendung des IAS 19 hat Änderungen auf die in den Vorjahren ausgewiesenen Beträge in der Bilanz und Gesamtergebnisrechnung. Zusätzlich führt es zu Änderungen in der Darstellung des Eigenkapitals, die auch auf die Anwendung des IAS 1 zurückzuführen sind. Nach IAS 1.10(f) wird somit eine dritte Bilanz sowie Gesamtergebnisrechnung offengelegt. Ferner erfordern einige der neuen und geänderten Standards zusätzliche Angaben im Anhang. Ansonsten haben die Anwendung der anderen Standards und deren Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.
» Folgende neue bzw. überarbeitete und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen sind zum 31. Dezember 2013 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag im Konzernabschluss der Uzin Utz AG noch nicht verpflichtend anzuwenden:
− IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" veröffentlicht; diese Fassung ersetzt die Vorgängerversion IAS 28 (2003) Anteile an assoziierten Unternehmen
− IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" Änderungen zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (01.01.2014)
» Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde bisher und wird auch voraussichtlich zukünftig kein Gebrauch gemacht. Aktuell können die Auswirkungen durch die neuen Regelungen noch nicht verlässlich geschätzt werden.
» Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der funktionalen Währung gemäß IAS 21 in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren.
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss des Mutterunternehmens Uzin Utz AG und derjenigen Gesellschaften, bei denen das Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt bzw. aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Diese Gesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Entfällt die Beherrschung durch das Mutterunternehmen, erfolgt eine Entkonsolidierung des betreffenden Tochterunternehmens.
» Nachfolgende Übersicht zeigt die Anzahl der einbezogenen Gesellschaften in Abhängigkeit von der Art der Konsolidierung.
Im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich folgende Änderungen des Konsolidierungskreises (Angabe der Beteiligungsquote in Klammern):
Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile der Unihem Gruppe, Slowenien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufs- bzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Abweichend von der ursprünglichen Optionsvereinbarung haben sich die Vertragsparteien auf eine Übernahme der restlichen Anteile zum 01. Januar 2013 geeinigt. Der Kaufpreis betrug 1 Euro und wurde bar beglichen.
» Somit handelt es sich nach IFRS 3 rev. 2008 um einen Quasi-Tausch. Es werden zunächst die Altanteile mit dem fair value bewertet. Die Differenz zwischen Buchwert und fair value der ersten 50% ergab eine Aufwertung in Höhe von rd. 389 TEUR, die erfolgswirksam bei der Uzin Utz AG gebucht wurde. Im Anschluss daran erfolgte eine Neubewertung der gesamten 100%.
» Die Gruppe besteht aus der Unihem d.o.o., Slowenien (Mutterunternehmen der Unihem Gruppe) und den beiden 100%-igen Tochterunternehmen, Unikem d.o.o., Kroatien, und Unihem Trading d.o.o., Serbien. Das Unternehmen wurde 1952 gegründet. Die Unihem-Gesellschaften produzieren und vertreiben Verlegesysteme für Boden und Parkett und konzentrieren sich auf die Bearbeitung des Marktes in Südosteuropa. Die Uzin Utz AG arbeitet seit mehr als 40 Jahren eng mit Unihem zusammen. Unihem nutzt seit Beginn der 60er-Jahre UZIN-Lizenzen zur Erstellung ihrer Produkte.
» Die Unihem Gruppe erzielte 2013 mit ihren 29 Mitarbeitern einen Bruttoumsatz von rund 4,7 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 1,4 TEUR. Der vollständige Erwerb unterstreicht die strategische Ausrichtung der Uzin Utz AG, ihr Engagement auf internationalen Märkten zu verstärken. Gleichzeitig profitiert der Uzin Utz Konzern durch die Umstrukturierung der Süd-Ost-Region zu einer Einheit von regionenübergreifend synergetischen Potenzialen. Die Unihem Gruppe wird seit dem Geschäftsjahr 2013 vollkonsolidiert.
» Der beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Unihem Gruppe und die entsprechenden Buchwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt der 100% wie folgt dar:
| Unihem d.o.o. (in TEUR) |
Buchwerte vor Akquisition |
Anpassungen an beizuleg. Zeitwert |
Beizulegen der Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Erworbenes Nettovermögen |
|||
| Liquide Mittel | 364 | 0 | 364 |
| Immaterielle Vermögenswerte |
1.144 | 162 | 1.306 |
| Sachanlagen | 215 | 0 | 215 |
| Finanzanlagen | 213 | 0 | 213 |
| Vorräte | 689 | 0 | 689 |
| Forderungen aus LuL | 2.407 | 0 | 2.407 |
| Sonstige Vermögenswerte |
114 | 0 | 114 |
| Aktiva | 5.146 | 162 | 5.308 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten |
- | 0 | - |
| Verbindlichkeiten aus LuL |
675 | 0 | 675 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
1.057 | 0 | 1.057 |
| Latente Steuern | 220 | 2 | 222 |
| Nettovermögen | 3.193 | 161 | 3.354 |
» Die Einbeziehung in den Konzernabschluss zum Erwerbszeitpunkt erfolgte zu Marktwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden und führte zu einem negativen Unterschiedsbetrag zwischen dem Nettovermögen und den Anschaffungskosten, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Der günstige Erwerb (lucky buy) ist vor allem in der bereits 2008 vertraglich vereinbarten Kaufoption begründet. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten den Kundenstamm der Unihem Gruppe als identifizierbaren Vermögenswert, der mit dem beizulegenden Zeitwert aktiviert wurde.
Beim Erwerb der am 01. September 2012 übernommenen Compotan Polymer B.V. in Ede, Niederlande, handelte es sich um einen Share Deal. Im Geschäftsjahr 2013 wurde sie bei der Unipro B.V. vollkonsolidert. Sie erzielte im Jahr 2013 einen Nettoumsatz von 592 TEUR und einen Jahresfehlbetrag von 76 TEUR. Sie agiert mit ihren Produkten wie beispielsweise PU-Gießböden und PU-Lacken auf dem gleichen Markt wie Unipro B.V. mit ihren Arturo-Produkten. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie und trägt zur Erweiterung des Sortiments bei. Der beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Compotan Polymer B.V. und die entsprechenden Buchwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt der 100% wie folgt dar:
| Compotan Polymer B.V. (in TEUR) |
Buchwerte vor Akquisition |
Anpassungen an beizuleg. Zeitwert |
Beizulegen der Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Erworbenes Nettovermögen |
|||
| Liquide Mittel | 103 | - | 103 |
| Sachanlagen | 68 | - | 68 |
| Vorräte | 187 | - | 187 |
| Forderungen aus LuL | 115 | - | 115 |
| Aktiva | 472 | - | 472 |
| Steuerrückstellungen | 8 | - | 8 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten |
70 | - | 70 |
| Verbindlichkeiten aus LuL |
69 | - | 69 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
32 | - | 32 |
| Nettovermögen | 294 | - | 294 |
Mit notariellem Vertrag vom 02. September 2013 wurde die Verschmelzung der beiden Tochtergesellschaften JP Coatings GmbH und Genial Produkte GmbH rückwirkend zum 01. Februar 2013 durchgeführt. Die Firma lautet nun auf Pallmann GmbH mit Sitz in Würzburg.
» Damit wird verfolgt, die Marktstellung in Deutschland und auch international weiter auszubauen und die Marke PALLMANN nachhaltig zu stärken. Durch den Verkauf der Marke Jordan Lacke zum 31. Dezember 2012 und die Umbenennung der Gesellschaft in Pallmann GmbH soll die Konzentration auf die Kernkompetenz Parkett verdeutlicht werden.
Mit notariellem Vertrag vom 20. Dezember 2013 erwarb die Uzin Utz AG weitere Anteile der Arendicom GmbH mit Sitz in Tutzing und hält somit 35,0%. Die Arendicom GmbH wurde am 18. Januar 2008 gegründet. Sie erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 2,0 Mio. Euro und einen Jahresfehlbetrag von 69,7 TEUR. Sie hat ein einzigartiges Konzept entwickelt und bietet Markenherstellern eine "ideale Welt" im Web. Hier werden nicht nur einzelne Produkte, sondern das komplette Sortiment dargestellt und vermarktet.
» Der beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Arendicom GmbH und die entsprechenden Buchwerte stellen sich zum Erwerbszeitpunkt der 35,0% wie folgt dar:
| Arendicom GmbH (in TEUR) |
Buchwerte vor Akquisition |
Anpassungen an beizuleg. Zeitwert |
Beizulegen der Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Erworbenes Nettovermögen |
|||
| Liquide Mittel | 221 | - | 221 |
| Immaterielle | |||
| Vermögenswerte | 356 | - | 356 |
| Sachanlagen | 7 | - | 7 |
| Forderungen aus LuL | 312 | - | 312 |
| Sonstige Forderungen |
9 | - | 9 |
| Sonstige Vermögenswerte |
125 | - | 125 |
| Aktiva | 1.029 | - | 1.029 |
| Verbindlichkeiten aus LuL |
337 | - | 337 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
448 | - | 448 |
| Nettovermögen | 244 | - | 244 |
Die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG (BIL) stellt eine Leasingobjektgesellschaft dar, die im Zusammenhang mit der Errichtung des Logistikzentrums gegründet wurde. Die Uzin Utz AG hält an der BIL einen Kommanditanteil von 94,0%. Die BIL wird in den Konsolidierungskreis gemäß SIC 12 als sog. Special Purpose Entity (SPE) einbezogen, da die wirtschaftliche Betrachtung des Verhältnisses zwischen der Uzin Utz AG und der BIL zeigt, dass eine Beherrschung der Leasingobjektgesellschaft vorliegt. Insbesondere wird bei wirtschaftlicher Betrachtung die Geschäftstätigkeit der BIL zu gunsten der Uzin Utz AG geführt. Die Uzin Utz AG zieht somit den Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.
» Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als eine gemeinsame Vereinbarung definiert, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Unternehmens, an dem sie beteiligt sind, haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte, gemeinsam ausgeübte Führung einer Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
» Die Einbeziehung der P.T. Uzin Utz Indonesia, Indonesien, die mit 49,0% der Anteile dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, sowie der Arendicom GmbH, Deutschland, an der die Uzin Utz AG mit rund 35,0% beteiligt ist, erfolgt als assoziierendes Unternehmen anhand der Equity-Methode.
» Das gemeinsam geführte Unternehmen artiso solutions GmbH, Deutschland, an der das Mutterunternehmen direkt 50,0% der Anteile hält, wird im Wege der Quotenkonsolidierungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen.
» Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung erfolgt lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen ist bzw. Zahlungen an Stelle des assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens leistet. » Der dem Konzern zuzurechnende Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der quotenkonsolidierten Unternehmen stellt sich zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:
| Ergebnis- und Bilanzdaten der quotenkonsolidierten Unternehmen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 242 | 2.022 |
| Langfristige Vermögenswerte | 37 | 821 |
| 279 | 2.842 | |
| Kurzfristige Schulden | 104 | 547 |
| Langfristige Schulden | 3 | 542 |
| 107 | 1.089 | |
| Erträge | 895 | 3.864 |
| Aufwendungen | -869 | -4.121 |
| Finanzergebnis | -3 | -26 |
| Ergebnis vor Steuern | 23 | -284 |
| Steueraufwand | -7 | -4 |
| Ergebnis nach Steuern | 16 | -287 |
» Aufgrund des Kaufs der restlichen Anteile der Unihem Gruppe Slowenien zum 01. Januar 2013 weisen die dargestellten Werte zum 31. Dezember 2013 nur noch die artiso solutions GmbH als quotenkonsolidiertes Unternehmen aus, während die Werte zum 31. Dezember 2012 noch zusätzlich die Werte der Unihem Gruppe beinhalten.
Gesellschaften, die auch in ihrer Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind und eine Einbeziehung unter Beachtung des cost-benefit-constraint nicht zu rechtfertigen ist, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten im Konzernabschluss bilanziert. Die Umsatzerlöse pro nicht einbezogener Gesellschaft liegen unter 1,0% des Gruppenumsatzes. Die Summe der Vermögenswerte pro nicht einbezogener Gesellschaft liegt ebenfalls unter 1,0% der Konzernbilanzsumme. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften:
» Die nicht vorgenommene Einbeziehung der im Geschäftsjahr 2012 gegründeten Uzin Utz Manufacturing North America Inc. beruht auf dem Wesentlichkeitsgrundsatz sowie auf der noch nicht operativ aufgenommenen Geschäftstätigkeit zum Bilanzstichtag.
» Eine Aufstellung des Anteilbesitzes der Konzerngesellschaften befindet sich auf Seite 114.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Uzin Utz AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Sofern es erforderlich war, wurden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Grundlage für die Anpassungen waren die vom Mutterunternehmen entwickelten Bilanzierungsrichtlinien.
» Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (Purchase Method) gemäß IFRS 3.4 ff. für alle Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergang auf IFRS zum 01. Januar 2004. Danach werden die Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Der die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden übersteigende Teil der Anschaffungskosten der Beteiligung wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) bilanziert.
» Negative Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Beurteilung und Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden gemäß IFRS 3.34 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. » Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als "Anteile fremder Dritter" ausgewiesen. Anteile fremder Dritter werden auf Grundlage der beizulegenden Zeitwerte der ihnen zuzuordnenden Vermögenswerte und Schulden ermittelt.
» Für alle Unternehmen, die vor dem 01. Januar 2004 erstkonsolidiert wurden, sind die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung im Rahmen des deutschen Handelsgesetzbuchs gemäß IFRS 1 beibehalten worden. Die, vor dem Übergang auf die IFRS, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften mit den Rücklagen verrechneten Firmenwerte sind auch weiterhin gemäß IFRS 1 Anhang B mit den Rücklagen zu verrechnen.
» Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse erfolgswirksam eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
» Auf erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gebildet.
Die Umrechnung der in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse einbezogener Auslandsgesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung (IAS 21). Die funktionale Währung ist die Währung, in der eine ausländische Gesellschaft überwiegend ihre Mittel erwirtschaftet und Zahlungen leistet. Im Uzin Utz Konzern ist dies bei allen Auslandsgesellschaften die jeweilige Landeswährung. Da die Gesellschaften ihre Geschäfte selbstständig betreiben, sind die Posten der Bilanz, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes, zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung mit gewichteten Jahres-Durchschnittskursen umzurechnen. Gemäß IAS 21.27 ff. werden Umrechnungsdifferenzen je nach Sachverhalt im sonstigen Ergebnis bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Die Übernahme des Jahresergebnisses in die Bilanz erfolgt zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelten Werten. Die Umrechnung des Jahresergebnisses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Eine Anpassung der Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 in Verbindung mit IFRIC 7 war nicht notwendig, da es im Uzin Utz Konzern keine Tochtergesellschaften mit Sitz in Hochinflationsländern gibt.
» Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens aufgestellt und abgebildet.
» In den einbezogenen Einzelabschlüssen werden Fremdwährungstransaktionen mit den zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Devisenkursen erfasst. Daraus resultierende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Devisenmittelkurs bewertet. Die sich aus der Bewertung oder Abwicklung der Fremdwährungsposten ergebenden Kursgewinne oder Kursverluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
» Die für den Uzin Utz Konzern wesentlichen Währungskurse haben sich wie folgt entwickelt:
| Umrechnungskurse (Kurse in Fremdwährung |
Stichtagskurse | |||
|---|---|---|---|---|
| je eine Einheit EUR) | 31.12.2013 | 31.12.2012 | ||
| England | GBP | 0,8337 | 0,8161 | |
| Schweiz | CHF | 1,2276 | 1,2072 | |
| Polen | PLN | 4,1472 | 4,0882 | |
| Tschechien | CZK | 27,4250 | 25,1510 | |
| China | CNY | 8,4189 | 8,3176 | |
| USA | USD | 1,3791 | 1,3194 | |
| Norwegen | NOK | 8,3630 | 7,3483 |
| Durchschnittskurse | ||
|---|---|---|
| 2013 | 2012 | |
| GBP | 0,8501 | 0,8093 |
| CHF | 1,2291 | 1,2036 |
| PLN | 4,2180 | 4,1711 |
| CZK | 26,0793 | 25,1966 |
| CNY | 8,1969 | 8,1573 |
| USD | 1,3320 | 1,2893 |
| NOK | 7,8524 | 7,4750 |
» Der gesamte Währungskurseinfluss auf den Konzernumsatz lag bei -0,7% (0,8).
Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von Gegenständen des Anlagevermögens, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen, Diskontierungszinssätze sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehenden Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb der nächsten Geschäftsjahre eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich wäre, würden in den jeweiligen Unterpunkten erläutert werden. Im Geschäftsjahr konnten keine wesentlichen Risiken festgestellt werden.
» Die Annahmen und Schätzungen des Konzerns basieren auf Parametern, die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorlagen. Die Annahmen über die künftigen Entwicklungen können jedoch aufgrund von Marktbewegungen und Marktverhältnissen, die außerhalb des Einflussbereichs des Konzerns liegen, eine Änderung erfahren. Solche Änderungen finden erst mit ihrem Auftreten einen Niederschlag in den Annahmen.
» Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und – soweit erforderlich – die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Die zum Zeitpunkt des Konzernabschlusses zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen unterliegen gewissen Risiken, die sich in erster Linie aus der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben.
» Der beizulegende Zeitwert ist nicht immer als Marktpreis verfügbar. Häufig muss er auf Basis verschiedener Bewertungsparameter ermittelt werden. In Abhängigkeit von der Verfügbarkeit beobachtbarer Parameter und der Bedeutung dieser Parameter für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts im Ganzen, wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet.
Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenden oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und um erwartete Rabatte gekürzt. Skonti, Umsatzsteuer sowie andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Eine Ertragsrealisierung setzt die Erfüllung der nachfolgenden Bedingungen voraus:
» Umsätze aus Lieferung von Waren werden erfasst, sobald die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum der Güter auf den Käufer übertragen werden und der Konzern weder ein Verfügungsrecht, wie es gewöhnlich mit Eigentum verbunden ist, noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren und Erzeugnisse behält. Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zudem erfordert die Ertragsrealisierung eine verlässliche Bestimmung der im Zusammenhang mit dem Verkauf angefallenen oder noch anfallenden Kosten.
» Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst, sofern das Ergebnis des Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden kann. Erträge aus unfertigen Dienstleistungen werden nur in Höhe der angefallenen, erstattungsfähigen Aufwendungen erfasst. Bei Wartungsverträgen und vermieteten Produkten erfolgt die Umsatzrealisierung über die Laufzeit des Vertrages. » Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind. Erträge aus Operate Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst.
Nach IAS 38 besteht für Forschungskosten ein Aktivierungsverbot. Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit oder aus der Entwicklungsphase ergibt, wird bei Erfüllung bestimmter, genau bezeichneter Kriterien aktiviert. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn durch die Entwicklungstätigkeit voraussichtlich ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen und Finanzmittelzuflüsse erzielt werden, welche über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts oder des zu entwickelnden Projekts bzw. Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein.
» Diese Voraussetzungen sind überwiegend nicht gegeben, da die Art und die Dimension der charakteristischen Forschungs- und Entwicklungsrisiken dazu führen, dass das Funktions- und Wirtschaftsrisiko bei in der Entwicklung befindlichen Produkten regelmäßig erst dann mit hinreichender Zuverlässigkeit abgeschätzt werden kann, wenn
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst werden. In diesem Fall werden auch die entsprechenden latenten Steuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis gebucht.
» Die ausgewiesenen laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften erfolgsabhängige Steuern, die nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen nationalen Steuervorschriften ermittelt werden.
» Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der voraussichtlichen Steuererstattungen bzw. -zahlungen erfolgt auf Basis der geltenden Steuersätze und Steuergesetze zum Bilanzstichtag.
» Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode aus zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten von Vermögenswerten und Schulden sowie deren Wertansätzen im Konzernabschluss. Abweichend davon werden gemäß IAS 12.21 für Geschäfts- und Firmenwerte, die nicht mit steuerlicher Wirkung abgeschrieben werden können, keine latenten Steuern angesetzt.
» Darüber hinaus werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße latente Steuern erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.
» Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang wertberichtigt, soweit eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus den Verlustvorträgen nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen kann.
» Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach dem geltenden Recht zu dem Zeitpunkt Gültigkeit haben werden, zu dem sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren bzw. zu dem die Verlustvorträge voraussichtlich genutzt werden können.
» Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und dies sich auf Ertragssteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Abschreibungen werden aufgrund der bestimmbaren Nutzungsdauern linear über die jeweiligen Nutzungsdauern aufwandswirksam erfasst. Die Abschreibungsdauer für gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen sowie Produkt-Knowhow beträgt maximal 22 Jahre.
» Die Anschaffungskosten für neue Software und die Kosten für die Implementierung werden aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
» Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden in Übereinstimmung mit IAS 38 erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung des Konzerns im Jahr 2013 betrugen 6,6 Mio. EUR (6,6).
Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden mit dem Betrag bewertet, der sich als Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Unternehmens ergibt. Die Geschäftsoder Firmenwerte werden im Einklang mit IAS 36 nicht planmäßig, sondern nur, sofern ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird, außerplanmäßig abgeschrieben. Für Zwecke des Wertminderungstests werden die Geschäftsoder Firmenwerte grundsätzlich zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die die niedrigsten Ebenen innerhalb des Unternehmens darstellen, auf welchen die Geschäfts- oder Firmenwerte für die Unternehmenssteuerung intern überwacht werden und die nicht größer als ein operatives Segment i. S. v. IFRS 8 sind, welches für den Zweck der Segmentberichterstattung noch nicht mit anderen Segmenten vereint wurde.
» IFRIC 10 befasst sich mit dem Zusammenspiel der Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung und den Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen in Bezug auf Geschäfts- oder Firmenwerte (IAS 36). IFRIC 10 stellt fest, dass Wertminderungen, die in einem früheren Berichtszeitraum erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, nicht rückgängig gemacht werden dürfen. IFRIC 10 wurde in diesem Zusammenhang beachtet, hatte aber keine Auswirkungen auf den Wertansatz der Geschäfts- oder Firmenwerte.
Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme der Kosten der laufenden Instandhaltung abzüglich planmäßiger kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungen ausgewiesen. Die Herstellungskosten werden anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie angemessener Gemeinkosten ermittelt. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich eventueller Einfuhrzölle und im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht vergütete Erwerbssteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand und an den Standort seiner Verwendung zu bringen. Rabatte, Skonti und vergleichbare Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt.
» Im Bau befindliche Anlagen für Herstellungs-, Verkaufsoder Verwaltungszwecke bzw. ohne Zweckbestimmung werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich erfasster Wertminderungen bilanziert. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten Entgelte für Fremdleistungen und bei qualifizierenden Vermögenswerten Fremdkapitalkosten, die nach den Bilanzierungsrichtlinien des Konzerns aktiviert wurden. Diese Vermögenswerte werden mit Fertigstellung und Erreichen des betriebsbereiten Zustands in eine sachgerechte Kategorie innerhalb der Sachanlagen eingeordnet. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt auf der gleichen Grundlage wie bei anderen Sachanlagen mit dem Erreichen des betriebsbereiten Zustands.
» Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear (mit Ausnahme von Grundstücken oder Anlagen im Bau) entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer:
| Abschreibungen | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 20 – 50 |
| Technische Anlagen und sonstige Maschinen | 5 – 20 |
| Andere Anlagen | 5 – 20 |
| EDV und Software | 3 – 5 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 – 15 |
» Grundstücke werden nicht abgeschrieben.
» Eine Sachanlage wird bei Abgang, oder dann wenn kein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der fortgesetzten Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes erwartet wird, ausgebucht.
» Die aus dem Abgang von Vermögenswerten resultierenden Gewinne oder Verluste werden in der Periode des Abgangs erfolgswirksam erfasst.
Die Buchwerte der Vermögenswerte des Uzin Utz Konzerns mit Ausnahme der Vorräte (siehe Vorräte) und der aktiven latenten Steuern (siehe Steuern vom Einkommen und Ertrag) sowie der finanziellen Vermögenswerte (siehe Finanzanlagen, Forderungen, Wertpapiere und Derivate) werden zum Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen. Die Buchwerte von Geschäfts- oder Firmenwerten bzw. von nicht abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten sind mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen. » Liegen Indikatoren für Wertminderungen vor, wird der value in use (Nutzungswert) der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine erfolgswirksame Abwertung vorgenommen. Aufgrund bestehender Verbundeffekte und somit nicht unabhängiger Zahlungsströme wird der erzielbare Betrag auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellen grundsätzlich die rechtlichen Einheiten des Konzernabschlusses dar.
» Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit anschließender ewigen Verrentung der Cashflows ermittelt. Hierfür findet das Discounted Cashflow-Verfahren Anwendung.
» Bei der Uzin Utz Gruppe entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert, der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind die Daten aus der detaillierten Unternehmensplanung für jede einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheit. Diese Unternehmensplanungen beziehen sich auf die Geschäftsjahre 2014 bis 2018. Im Anschluss an diesen fünfjährigen Planungszeitraum erfolgt ein Wechsel zu einer ewigen Rente.
» Aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Die Fortschreibung der Prognosen betreffend Marktpotenzial und Kaufverhalten erfolgt unter Berücksichtigung des vorangegangenen Geschäftsverlaufs. Für die ewige Rente wurde im Kapitalisierungszinssatz ein Wachstum von 1,0% unterstellt. » Zur Ermittlung des Barwertes der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der Cashflows auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit mit risikoäquivalenten Kapitalisierungszinssätzen zwischen 4,1% und 6,4% (8,2). Basis für die Berechnung der Kapitalisierungszinssätze ist ein Betafaktor von 0,5 (1,1). Es handelt es sich um Vorsteuerzinssätze. » Ist der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit geringer als ihr Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- und Firmenwert vorgenommen. Der übersteigende Wertminderungsbetrag wird entsprechend den Buchwerten der einzelnen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit anteilig verrechnet und die Bilanzpositionen somit verringert.
» Bei Wegfall des Grunds für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäftsoder Firmenwerts, eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten.
» In Bezug auf die der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzunsicherheiten. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Schätzung der Wachstumsannahmen und der Abzinsungssätze. Insbesondere die Wachstumsannahmen und damit die voraussichtlichen Umsätze werden auf der Basis von Erfahrungswerten und unter individueller Einschätzung der jeweiligen Chancen in den jeweiligen Märkten geschätzt.
» Unter den momentanen gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten unterliegen diese Schätzungen erhöhten Unsicherheiten. Sollten sich diese Annahmen und Schätzungen nicht bestätigen, könnte dies dazu führen, dass es bei einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten künftig zu weiteren Wertberichtigungen kommen kann.
» Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden Werthaltigkeitstests der Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte gem. IAS 36 auf der Basis des Nutzungswerts von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zum 30. September 2013 durchgeführt, die grundsätzlich die rechtlichen Einheiten des Konzerns repräsentieren.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen), derivative Finanzinstrumente (z. B. Termingeschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken) als auch Sicherungsbeziehungen (z. B. Devisenterminkauf bei Fremdwährungsverbindlichkeiten).
» Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
» Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit Ausnahme derjenigen Finanzinstrumente, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, soweit sie direkt dem Erwerb zugerechnet werden können. » Die Zuordnung zu den einzelnen Bewertungskategorien erfolgt auf Basis der folgenden allgemeinen Kriterien:
werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrument eingestuft werden und als solche effektiv sind.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Gewinne und Verluste erfolgswirksam vereinnahmt werden.
» Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten eines Schuldtitels und der Zuordnung von Zinserträgen auf die jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden.
» Erträge werden bei Schuldtiteln auf Basis der Effektivverzinsung erfasst. Davon ausgenommen sind solche Instrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert wurden.
» Die Effektivzinsmethode findet bei der Uzin Utz Gruppe keine Anwendung, da keine Transaktionskosten anfallen. Somit wird kein Effektivzins ermittelt.
» Der Konzern hat mit Ausnahme der Derivate keine finanziellen Vermögenswerte als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft.
» Die Folgebewertung der in der Uzin Utz Gruppe bilanzierten Finanzinstrumente erfolgt gemäß den in IAS 39 i. V. m. IFRS 7 definierten Bewertungskategorien. Die Einordnung der Finanzinstrumente in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Die Uzin Utz Gruppe verfügt zum Bilanzstichtag über Finanzinstrumente der folgenden Kategorien:
» Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Eine Saldierung erfolgt nur dann, wenn ein Rechtsanspruch aus Verrechnung besteht und beabsichtigt ist, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der bilanzierte Buchwert einer angemessenen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts.
» Gemäß IAS 39 werden entsprechende Wertminderungen vorgenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Dabei werden finanzielle Vermögenswerte sowohl einzeln (Einzelwertberichtigung) als auch in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisiken (Portfoliowertberichtigungen) hinsichtlich eines Wertminderungsbedarfs untersucht. Die Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Aufwendungen gezeigt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird stets in ausreichender Höhe Rechnung getragen. Das theoretisch verbleibende Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten entspricht grundsätzlich den bilanzierten Werten, wobei für einen Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Warenkreditversicherung abgeschlossen wurde, die das Ausfallrisiko vermindert.
» Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder eine Übertragung der finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen oder Risiken erfolgt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
» Die Nettogewinne und -verluste umfassen im Wesentlichen im operativen Ergebnis erfasste Effekte aus Wertminderungen und Fremdwährungsbewertung sowie im Finanzergebnis erfasste Zinsaufwendungen und -erträge. » Erläuterungen zum Finanzrisikomanagement finden sich sowohl unter dem entsprechenden Punkt im Konzernanhang als auch in der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen stellen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen dar, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen richtet sich nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen".
Bei der erstmaligen Bilanzierung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt, aufgrund der Klassifizierung in die Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen", zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.
» Unter der Position "Sonstige Vermögenswerte" werden finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente als der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zugehörend klassifiziert. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von direkt zuordenbaren Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Die nichtfinanziellen Vermögenswerte werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.
Unter dieser Position werden Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ausgewiesen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" des IAS 39 zugewiesen und im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von direkt zuordenbaren Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Fremdwährungsbestände werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskurs bewertet.
Die unter dieser Position ausgewiesenen originären Finanzinstrumente umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, soweit nicht derivative sonstige finanzielle Verbindlichkeiten vorliegen. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten werden direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.
Im Uzin Utz Konzern dient der Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten allein zu Sicherungszwecken. Diese Sicherungsgeschäfte werden zur Steuerung von Zins- und Währungsschwankungen eingesetzt und dienen der Verminderung von Ergebnisvolatilitäten. Für Handelszwecke werden keine Derivate gehalten. Derivate, die die Voraussetzungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen, sind der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente" zuzuordnen. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeit, sofern ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Bei ihrem Abschluss werden derivative Geschäfte mit ihren Anschaffungskosten, die im Allgemeinen ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen, angesetzt. In den Folgejahren werden sie ebenfalls zu ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente" werden sofort erfolgswirksam erfasst. » Die Sicherungsbeziehung, die die Voraussetzungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllt, wird als Cashflow Hedging klassifiziert, da es sich um die Absicherung des Risikos von Schwankungen der Zahlungsströme aus einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion handelt. Die aus dem wirksamen Cashflow Hedge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte im sonstigen Ergebnis erfasst. Resultieren Gewinne und Verluste aus ineffektiven Teilen des Sicherungsgeschäfts werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
» Die Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam oder der Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert.
» Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelswaren wird nach dem FiFo-Verfahren vorgenommen.
» Bestandteil der Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse sind gemäß IAS 2 "Vorräte" – neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen – anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung einschließlich der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie fertigungsbezogene Sozialkosten. Fremdkapitalzinsen werden bei den Vorräten nicht aktiviert.
» Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die verlustfreie Bewertung wird stets beachtet. Soweit erforderlich, wird der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt.
Wesentliche Aufträge, die eine Bilanzierung entsprechend IAS 11 "Fertigungsaufträge" erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" werden Rückstellungen dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenem Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrags der Rückstellung möglich ist. Langfristige Rückstellungen sind abzuzinsen, wenn der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.
» Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungserbringung mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der Gewinnrücklagen und werden nicht mehr in die Gewinn- oder Verlustrechnung umgegliedert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. » Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt. Die leistungsorientierten Kosten beinhalten die folgenden Bestandteile:
» Der Konzern weist die ersten beiden Bestandteile in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Personalaufwand" aus. Gewinne oder Verluste aus Plankürzungen werden als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand bilanziert. Die in der Konzernbilanz erfasste leistungsorientierte Verpflichtung stellt die aktuelle Unter- oder Überdeckung der leistungsorientierten Versorgungspläne des Konzerns dar. Jede Überdeckung, die durch diese Berechnung entsteht, ist auf den Barwert künftigen wirtschaftlichen Nutzens begrenzt, der in Form von Rückerstattungen aus den Plänen oder geminderter künftiger Beitragszahlungen an die Pläne zur Verfügung steht.
» Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Beiträgen berechtigen.
» Pensionsähnliche Verpflichtungen der ausländischen Gesellschaften werden analog bewertet.
» Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf der Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Dies erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.
Im Rahmen von Finance Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Uzin Utz Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
» Die Leasingverträge für Immobilien, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten regelmäßig eine Kaufoption. Die Restlaufzeiten der Verträge betragen zwischen 1 und 3 Jahren. Die den Verträgen zugrunde liegenden jährlichen Zinssätze variieren je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,8% (1,8) und 6,8% (7,3). » Soweit im Uzin Utz Konzern Operate Leasingverhältnisse auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate Leasingverhältnis klassifiziert (IAS 17 "Leasingverhältnisse").
» Vertragsausgestaltungen, die Finance Leasingverhältnisse darstellen, werden in Höhe des Barwertes der ausstehenden Mindestleasingzahlungen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) zuzurechnen sind, werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind, zu den Kosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zeitweiligen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Kosten dieser Vermögenswerte abgezogen.
» Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.
Der Uzin Utz Konzern bilanziert Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 "Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand" nur bei Bestehen einer angemessenen Sicherheit, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Die Zuwendungen werden erfolgswirksam erfasst, und zwar in den Perioden, in welchen die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensieren sollen, anfallen.
» Der Vorteil eines öffentlichen Darlehens zu einem unter dem Marktzins liegenden Zinssatz wird wie eine Zuwendung der öffentlichen Hand behandelt und mit der Differenz zwischen den erhaltenen Zahlungen und dem beizulegenden Zeitwert eines Darlehens zum Marktzins bewertet.
» Es sind im Konzern KFW- und L-BANK Darlehen in Anspruch genommen worden. Aufgrund der umfangreichen Stellung der Sicherheiten sowie der Nichtgewährung einer De-minimis-Beihilfe innerhalb der letzten zwei Jahre ist nicht zwingend von einem wirtschaftlichen Vorteil auszugehen. Ferner weist der Uzin Utz Konzern eine erstklassige Bonität auf, was sich im Impairmenttest in einem niedrigen Betafaktor und in niedrigen Zinssätzen für laufende Kontokorrentkredite widerspiegelt. Somit wird die Darlehenssumme gemäß ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Eventualschulden werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Aufwand sehr unwahrscheinlich ist. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag liefern (berücksichtigungspflichtige Ereignisse), werden im Abschluss bilanziell berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang, soweit sie wesentlich sind, angegeben.
Durch die Änderungen des IAS 1 wird eine neue Terminologie für die vormals als Gewinn- und Verlustrechnung bezeichnete Ergebnisrechnung eingeführt. Demnach wurde der Begriff der Gewinn- und Verlustrechnung durch "Gesamtergebnisrechnung" ersetzt, welche die Gewinn- und Verlustrechnung und das sonstige Ergebnis beinhaltet.
» Aufgrund der rückwirkenden Auswirkungen durch IAS 19 ergab sich für die Vergleichszahlen des Vorjahres eine geringfügige Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung (Posten "Personalaufwand" sowie folglich alle Ergebnisgrößen) in Höhe von rd. -6 TEUR. Somit wird das Vorjahr angepasst dargestellt, falls notwendig. Die anderen Posten bleiben unverändert.
» Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.
| Umsatzerlöse Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Deutschland | 94.836 | 94.283 |
| Restl. Westeuropa | 72.424 | 68.920 |
| Südeuropa | 6.659 | 5.103 |
| Osteuropa | 19.193 | 16.932 |
| Nordeuropa | 10.336 | 11.515 |
| Asien-Pazifik | 5.335 | 4.209 |
| Amerika | 7.899 | 5.865 |
| Rest | 288 | 428 |
| 216.971 | 207.255 |
» Weitere Aufgliederungen der Umsatzerlöse sind in der Segmentberichterstattung dargestellt.
| Sonstige betriebliche Erträge/ Erträge aus Finanzinvestitionen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Auflösung von Rückstellungen | 179 | 407 |
| Verringerung Pauschal- und Einzel wertberichtigungen |
655 | 381 |
| Erträge aus dem Abgang von Anla gevermögen |
39 | 90 |
| Erträge ausgebuchter Forderungen/ Kreditoren |
58 | 19 |
| Zulagen und Zuschüsse | - | 45 |
| Kursgewinne | 667 | 662 |
| Schadensersatzleistungen | 457 | 199 |
| Betriebstypische Nebenumsätze | 499 | 491 |
| Übrige betriebliche Erträge | 2.533 | 2.068 |
| 5.087 | 4.362 | |
| Erträge aus Finanzinvestitionen | 216 | 221 |
Durch den Kauf der restlichen Anteile der Unihem Gruppe ergibt sich ein lucky buy in Höhe von rd. 430 TEUR sowie eine Aufwertung der Altanteile in Höhe von rd. 389 TEUR, die unter den übrigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Im Vorjahr sind aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk ebenfalls unter den übrigen betrieblichen Erträgen rd. 1,4 Mio. EUR zu berücksichtigen. Des Weiteren enthalten die übrigen betrieblichen Erträge neutrale Erträge. Der Restbetrag setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Beträge zusammen. » Die Erträge aus Finanzinvestitionen in Höhe von 216 TEUR (221) resultieren aus der Bilanzierung von Investment Properties zum beizulegenden Zeitwert auf Basis von beobachtbaren Daten.
| Materialaufwand (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
93.902 | 90.695 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen |
0 | 8 |
| 93.902 | 90.703 |
| 2013 | 2012 angepasst |
|---|---|
| 49.407 | 46.336 |
| 10.276 | 9.557 |
| 1.184 | 778 |
| 59.683 | 55.893 |
» Im Jahresdurchschnitt wurden im Uzin Utz Konzern beschäftigt:
| Arbeitnehmerzahl | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| (im Jahresdurchschnitt) | Inland | Ausland | Gesamt | Gesamt |
| Auszubildende | 34 | 3 | 37 | 35 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 176 | 90 | 265 | 266 |
| Angestellte | 353 | 321 | 674 | 653 |
| Gesamt | 563 | 413 | 976 | 953 |
» In der quotal mit 50% konsolidierten Beteiligungsgesellschaft artiso solutions GmbH wurden zum Jahresende 2013 insgesamt 30 Personen beschäftigt, die in dieser Darstellung zu 100% berücksichtigt sind. Die Ermittlung der Mitarbeiterzahl erfolgt unter anteiliger Berücksichtigung der Teilzeitbeschäftigten.
» Derzeit gibt es keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierten Anreizsysteme für Mitarbeiter.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Vertriebskosten | 8.398 | 8.038 |
| Ausgangsfrachten | 11.739 | 10.663 |
| Lagerkosten | 1.279 | 1.249 |
| Werbekosten | 6.984 | 6.905 |
| Miet- und Mietnebenkosten | 1.630 | 1.842 |
| Instandhaltungs- und Reparaturkosten |
2.936 | 2.443 |
| Versicherungsaufwendungen | 858 | 889 |
| Sonstige Betriebskosten | 4.397 | 3.534 |
| Verwaltungskosten | 5.163 | 4.710 |
| Kursverluste | 708 | 403 |
| Sonstiger übriger Aufwand | 3.587 | 3.364 |
| 47.678 | 44.041 | |
» Es gab im Geschäftsjahr 2013 keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen, die nicht durch zeitliche Abgrenzungsbuchungen berücksichtigt worden sind.
6 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen Die P.T. Uzin Utz Indonesia wurde 2007 gegründet und im Geschäftsjahr 2008 erstmals at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Arendicom GmbH wurde am 18. Januar 2008 gegründet und im Geschäftsjahr 2013 erstmalig at equity konsolidiert.
» Die Buchwerte der at equity bewerteten Beteiligung an der P.T. Uzin Utz Indonesia und der Arendicom GmbH haben sich im Geschäftsjahr folgendermaßen verändert:
| Buchwert (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Buchwert Stand 01.01. | 607 | 636 |
| Zugang Arendicom GmbH | 508 | - |
| Zu-/Abgänge aufgrund von anteiligen Ergebnissen |
45 | 21 |
| Währungsanpassungen | -158 | -50 |
| Buchwert Stand 31.12. | 1.002 | 607 |
» Die folgenden Tabellen zeigen die aggregierte Gewinnund Verlustrechnung sowie die Bilanz der at equity bewerteten Beteiligungen:
| Ergebnisdaten der at equity bewerteten Beteiligungen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 4.680 | 2.644 |
| Jahresergebnis | 73 | 43 |
| Anteiliges Ergebnis nach Steuern | 45 | 21 |
| Ergebnis nach Steuern aus at equity bewerteten Beteiligungen |
45 | 21 |
| Bilanzdaten der at equity bewerteten Beteiligungen (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 1.055 | 801 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.798 | 1.325 |
| Langfristige Schulden | 521 | 267 |
| Kurzfristige Schulden | 1.029 | 619 |
| Eigenkapital | 1.303 | 1.239 |
| Anteiliges Eigenkapital | 604 | 607 |
| Firmenwert | 450 | 0 |
| Veränderung durch sukzessiven Unternehmenserwerb |
-52 | 0 |
| Buchwert aus at equity bewerteten Beteiligungen |
1.002 | 607 |
| Finanzaufwendungen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Darlehen und Kontokorrentkredite | 1.355 | 1.305 |
| Aufwendungen für Finanzierungs Leasingverträge |
5 | 18 |
| Andere sonstige Zinsaufwendungen |
318 | 498 |
| Gesamtsumme Finanzaufwen dungen (auf Basis historischer Anschaffungskosten) |
1.678 | 1.821 |
» Für langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 1.170 TEUR (1.176) als Aufwand erfasst. Es wurden Zinsen im Rahmen der Herstellung von Sachanlagen in Höhe von 203 TEUR (0) im Berichtsjahr aktiviert.
| Finanzerträge (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten |
134 | 65 |
| Zinsen auf Kundenforderungen | 31 | 3 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 31 | 90 |
| Erträge aus Beteiligungen | - | -3 |
| Gesamtsumme Finanzerträge (auf Basis historischer Anschaffungskosten) |
196 | 155 |
Der Ausweis der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Im Ausland handelt es sich um erfolgsabhängige Steuern, die auf der Basis nationaler Steuervorschriften ermittelt wurden.
» Auch die latenten Steuern haben sich aufgrund der rückwirkenden Auswirkungen durch IAS 19 geringfügig im Vorjahr geändert. Sie werden nachfolgend als angepasst dargestellt.
» Die Zusammensetzung des Steueraufwandes im Konzern ergibt sich wie folgt:
| 2013 | 2012 angepasst |
|---|---|
| 2.960 | |
| 53 | -75 |
| -109 | 653 |
| -308 | |
| 3.229 | |
| 2.276 -639 1.582 |
» Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde vereinfachend der kombinierte Steuersatz des Mutterunternehmens von 30,0% zugrunde gelegt. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde der Steuersatz des jeweiligen Sitzstaates des Unternehmens herangezogen. Danach wurden für inländische Gesellschaften zuordenbare Steuersätze für die Gewerbesteuer von 14,2% und für die Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag von 15,8% verwendet. Künftig in Deutschland zu zahlende Dividenden der Uzin Utz AG haben keinen Einfluss auf die Steuerbelastung des Konzerns.
» Der Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Ertragssteuern in Höhe von 11.682 TEUR (12.658) und des für die im Uzin Utz Konzern in Deutschland ansässigen Gesellschaften vereinfacht ermittelten kombinierten Steuersatzes von 30,0% (theoretischer Steueraufwand) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:
| Überleitungsrechnung theoretischer/tatsächlicher Steueraufwand (in TEUR) |
2013 | 2012 angepasst |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss vor Ertragssteuern |
11.682 | 12.658 |
| Theoretischer Steuersatz (30%) | 3.505 | 3.797 |
| Steuersatzbedingte Abweichungen | -1.193 | -1.035 |
| Allein steuerrechtlich zugerechnete Aufwendungen (+)/Erträge (-) |
-1.251 | -823 |
| Nichtabzugsfähige Aufwendungen (+)/Erträge (-) |
264 | 157 |
| Steuerliche Beteiligungsergebnisse | 648 | 612 |
| Steuernachzahlungen (+) für Vorjahre | 215 | 250 |
| Steuererstattungen (-) für Vorjahre | -187 | -113 |
| Steuereffekt von nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligungen |
-14 | -6 |
| Steuereffekt aus Verlustvorträgen/ Steuerbefreiung |
-545 | 335 |
| Nutzung von Verlustvorträgen, auf die zuvor keine latenten Steuern ge |
||
| bildet worden sind | -66 | -45 |
| Sonstige Abweichungen | 206 | 97 |
| 1.582 | 3.228 |
» Der effektive Steuersatz beträgt 13,5% (25,5).
» Der tatsächliche Steueraufwand liegt um 1.922 TEUR (-570) unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der
sich bei Anwendung des Steuersatzes der Muttergesellschaft ergeben würde. Der Differenzbetrag ist vor allem auf den latenten Steueraufwand zurückzuführen, der aus Bewertungsunterschieden bzw. steuerlichen Verlustvorträgen resultiert.
» Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen (siehe untenstehende Tabelle):
» Die Veränderung der latenten Steuern führt im Geschäftsjahr zu einem Einfluss auf den Steueraufwand von -694 TEUR (270).
» Die dargestellten Bilanzansätze wurden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wird.
» Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ausgewiesen werden, wird von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte in den nächsten Jahren ausgegangen, die aufgrund der Planung der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.
» Aus der Währungsumrechnung des historischen Eigenkapitals resultieren 499 TEUR (701) latente Steuern, deren Veränderung direkt im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst wurde.
Die sonstigen Steuern setzten sich im Wesentlichen aus Grundsteuern und Kfz-Steuern zusammen.
Die Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter betreffen die Fremdanteile der Unipro-Belgien N.V., BIL Leasing Verwaltungsgesellschaft GmbH & Co. 870 KG, der Uzin Utz Magyarország Kft., Ufloor Systems NZ Ltd. und der Ufloor Systems Inc..
| Latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 angepasst |
|
| Anlagevermögen | 9 | -1 | 8.564 | 8.871 | |
| Umlaufvermögen | 98 | 132 | 208 | 159 | |
| Rückstellungen | 94 | 36 | -131 | -268 | |
| Verbindlichkeiten | 35 | 25 | -23 | 161 | |
| Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge | 442 | 333 | 0 | 0 | |
| Latente Steuern aus Währungsdifferenzen | |||||
| (inkl. Jahresüberschuss/historisches Eigenkapital) | 139 | 120 | 756 | 822 | |
| Latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge | 776 | 723 | 28 | 0 | |
| 1.593 | 1.368 | 9.402 | 9.923 |
Aufgrund der rückwirkenden Auswirkungen durch IAS 19 ergaben sich auch in der Bilanz geringfügige Änderungen bei den Posten "Gewinnrücklage", "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" sowie "latente Steuern". Somit wird das Vorjahr in den betreffenden Kapiteln, falls notwendig, angepasst dargestellt. Die anderen Posten bleiben unverändert.
Die Veränderung des Postens "Immaterielle Vermögenswerte" ist in folgender Tabelle dargestellt.
» Es handelt sich dabei, bis auf die Geschäfts- und Firmenwerte, um Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer.
» Die immateriellen Vermögenswerte ohne die Geschäftsund Firmenwerte belaufen sich auf insgesamt 7.230 TEUR (7.560).
» Die planmäßige Abschreibung beginnt mit dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswertes. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen und unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
» Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software und Patente sowie Warenzeichen und andere Lizenzen, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
» Bei dem Zugang im Vorjahr unter "Andere Lizenzen" handelt es sich um die im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Lizenzen der Schweizer Tochtergesellschaft Uzin Tyro AG. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter dem Punkt "Geschäfts- oder Firmenwerte".
| Immaterielle Vermögenswerte Entwicklung 2013 | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. a. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Software | Patente | Warenzeichen Andere Lizenzen | Geschäfts- o. Firmenwerte |
Gesamt | |
| Anschaffungskosten | ||||||
| Anfangsstand zum 01.01.2012 | 3.458 | 3.467 | 1.862 | 5.420 | 28.760 | 42.967 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | 3 | 20 | 5 | 94 | 10 | 131 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 364 | 0 | 171 | 585 | 1.124 | 2.244 |
| Abgänge | 9 | 0 | 1 | 0 | 0 | 9 |
| Umbuchungen | 156 | 0 | 67 | 0 | 0 | 223 |
| Stand am 31.12.2012 = Stand am 01.01.2013 | 3.972 | 3.487 | 2.105 | 6.099 | 29.893 | 45.556 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -11 | -48 | -13 | -228 | -42 | -342 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 62 | 0 | 0 | 813 | 450 | 1.325 |
| Zugänge | 507 | 0 | 0 | 0 | 0 | 507 |
| Abgänge | 93 | 0 | 54 | 0 | 761 | 908 |
| Umbuchungen | 49 | 0 | 0 | 0 | 0 | 49 |
| Stand am 31.12.2013 | 4.487 | 3.439 | 2.038 | 6.683 | 29.540 | 46.187 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand am 01.01.2012 | 3.016 | 1.221 | 1.041 | 1.580 | 3.625 | 10.484 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | 2 | 7 | 2 | 12 | 0 | 23 |
| Zugänge | 300 | 172 | 116 | 641 | 0 | 1.229 |
| Abgänge | 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 |
| Stand am 31.12.2012 = Stand am 01.01.2013 | 3.311 | 1.401 | 1.159 | 2.233 | 3.625 | 11.728 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | 125 | -19 | -5 | -56 | 0 | 46 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | -59 | 0 | 0 | 244 | 0 | 185 |
| Zugänge | 483 | 169 | 97 | 649 | 0 | 1.398 |
| Abgänge | 97 | 0 | 54 | 0 | 0 | 151 |
| Umbuchungen | 280 | 0 | 0 | -280 | 0 | 0 |
| Zuschreibung | 0 | 0 | 0 | 162 | 0 | 162 |
| Stand am 31.12.2013 | 4.043 | 1.551 | 1.196 | 2.628 | 3.625 | 13.043 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 444 | 1.888 | 842 | 4.056 | 25.915 | 33.145 |
| Nettobuchwert am 31.12.2012 | 661 | 2.087 | 947 | 3.866 | 26.268 | 33.828 |
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 25.915 TEUR (26.268) wurden in 2013 zur Überprüfung auf Wertminderung nachfolgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die sich grundsätzlich an den folgenden rechtlichen Strukturen orientieren:
| Firmenwerte (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Uzin Tyro AG | 2.463 | 2.504 |
| Uzin Utz AG | 3.743 | 3.743 |
| Sifloor AG | 6.443 | 6.443 |
| Unipro B.V. | 7.943 | 7.943 |
| Unipro-Belgie N.V. | 702 | 702 |
| Compotan Polymer B.V. | 450 | - |
| JP Coatings GmbH | - | 2.461 |
| Pallmann GmbH | 3.492 | - |
| Hermann Frank GmbH | 680 | 680 |
| Unihem d.o.o. | - | 761 |
| 25.915 | 26.268 |
» Die Abnahme des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Uzin Tyro AG um -42 TEUR auf 2.463 TEUR resultiert aus der Umrechnung des ausgewiesenen Buchwerts zum Stichtagskurs.
» Zum 01. Februar 2013 wurde die JP Coatings GmbH auf die Genial Produkte GmbH verschmolzen. Die aufnehmende Gesellschaft wurde in Pallmann GmbH umbenannt. Es ergibt sich somit ein gemeinsamer Firmenwert in Höhe von 3.492 TEUR, der unter Pallmann GmbH ausgewiesen wird. Damit wird verfolgt, die Marktstellung in Deutschland und auch international weiter auszubauen und die Marke PALLMANN nachhaltig zu stärken. Durch den Verkauf der Marke Jordan Lacke zum 31. Dezember 2012 und die Umbenennung der Gesellschaft in Pallmann GmbH soll die Konzentration auf die Kernkompetenz Parkett verdeutlicht werden.
» Der Abgang des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts der Unihem d.o.o. ergibt sich aus der Kaufpreisanpassung aufgrund vertraglicher Regelungen des Kaufvertrags durch den Kauf der restlichen Anteile. Durch den "Quasi-Tausch" resultiert eine Neubewertung der gesamten Anteile, die zu einem lucky buy führte.
» Der erzielbare Betrag sämtlicher zahlungsmittelgenerierender Einheiten wird auf Basis der Berechnung des Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Geschäftsleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen beruhen. Im Anschluss an diese fünfjährigen Unternehmensplanungen erfolgt der Ansatz einer ewigen Verrentung auf Grundlage der Zahlungsströme des zuletzt geplanten Geschäftsjahres. Beim Übergang auf die ewige Rente wird ein Wachstum im Kapitalisierungszinssatz von 1,0% unterstellt.
» Die Verrechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erstkonsolidierungen vor dem Übergang auf die Rechnungslegung nach IFRS resultieren, wurde beibehalten.
» Zu weiteren Einzelheiten im Zusammenhang mit der Durchführung des Impairmenttests verweisen wir auf unsere Ausführungen unter diesem Punkt.
Das Investitionsvolumen beträgt im Berichtsjahr 18.434 TEUR (12.688), wovon der bedeutendste Teil auf den Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Unipro B.V., den Ausbau bestehender Produktionsanlagen sowie die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes der Uzin Utz AG und den Erwerb und Neubau des Produktionsstandortes der Hermann Frank GmbH & Co. KG in Ilsfeld entfällt. » Die Abschreibungen in Höhe von 5.467 TEUR (5.525) wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Neubewertungen nach IAS 16 wurden nicht vorgenommen.
» Vermögenswerte, die im Wege von Finance Leasingverträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit 2.149 TEUR (2.214) enthalten. Hauptsächlich handelt es sich bei diesen Vermögenswerten um Immobilien sowie Firmenwagen mit einem Buchwert von 2.113 TEUR (2.166) bzw. 36 TEUR (30).
» Zum 31. Dezember 2013 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance Leasingverträgen 52 TEUR (315). (Näheres siehe "Leasing – Der Konzern als Leasingnehmer").
Unter der Position "sonstige Finanzanlagen" sind die Anteile der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Die Finanzanlagen umfassen außerdem Ausleihungen in Höhe von 684 TEUR (638). Die Finanzanlagen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
» Zudem sind unter den Finanzanlagen Anteile an at equity bewerteten Beteiligungen in Höhe von 1.002 TEUR (607) enthalten (siehe unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen"). Weitere Angaben zu den Finanzinstrumenten finden sich auf S. 105.
| Sachanlagen Entwicklung 2013 (in TEUR) |
Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließ lich der Bauten auf fremden Grundstücken |
Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und Anlagen im Bau |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||
| Anfangsstand am 01.01.2012 | 45.000 | 43.062 | 24.764 | 4.545 | 117.372 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | 185 | 114 | 34 | 1 | 334 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 3.036 | 1.947 | 1.989 | 5.715 | 12.688 |
| Abgänge | 42 | 263 | 560 | 10 | 875 |
| Umbuchungen | 89 | 577 | 33 | -922 | -223 |
| Stand am 31.12.2012 = Stand am 01.01.2013 | 48.269 | 45.438 | 26.261 | 9.328 | 129.296 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -198 | -125 | -68 | 6 | -385 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 1 | 519 | 0 | 0 | 520 |
| Zugänge | 8.822 | 2.079 | 1.823 | 5.709 | 18.434 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 477 | 546 | 1.629 | 44 | 2.696 |
| Umbuchungen | 2.258 | 1.319 | 927 | -4.401 | 104 |
| Stand am 31.12.2013 | 58.674 | 48.685 | 27.315 | 10.599 | 145.273 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand am 01.01.2012 | 13.788 | 25.312 | 15.427 | 0 | 54.526 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | 40 | 62 | 18 | 0 | 120 |
| Zugänge | 1.020 | 2.332 | 2.174 | 0 | 5.525 |
| Abgänge | 19 | 227 | 410 | 0 | 655 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2012 = Stand am 01.01.2013 | 14.829 | 27.478 | 17.210 | 0 | 59.516 |
| Umrechnungsbedingte Wertänderungen | -24 | -77 | -42 | 0 | -143 |
| Veränderungen des Konsolidierungskreises | 1 | 418 | 0 | 0 | 419 |
| Zugänge | 1.072 | 2.090 | 2.306 | 0 | 5.467 |
| Abgänge | 62 | 347 | 1.049 | 0 | 1.458 |
| Umbuchungen | 77 | 73 | 22 | 0 | 171 |
| Zuschreibungen | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 |
| Stand am 31.12.2013 | 15.892 | 29.633 | 18.446 | 0 | 63.972 |
| Nettobuchwert am 31.12.2013 | 42.782 | 19.052 | 8.869 | 10.599 | 81.301 |
| Nettobuchwert am 31.12.2012 | 33.440 | 17.960 | 9.051 | 9.328 | 69.780 |
In der Bilanz werden zwei unbebaute Grundstücke unter Investment Properties ausgewiesen. Ein Grundstück, das die Uzin Utz Gruppe auf Basis eines Vorkaufsrechtes in 2008 erworben hat, liegt in der Schweiz. Als Gegenleistung für eine Forderung erhielt die Unihem d.o.o. ein Grundstück in Slowenien, das ebenfalls als Finanzinvestition gehaltene Immobilie bilanziert wird. Die Bilanzierung zum 31. Dezember 2013 erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, der auf der Basis von beobachtbaren Daten abgeleitet wurde. Die lokalen Verwaltungsbehörden stellen diese für die jeweiligen Grundstücke zur Verfügung.
| Investment Properties (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Buchwert zum 01.01. | 3.521 | 3.278 |
| Währungsdifferenzen | -58 | 22 |
| Zugang | 428 | 0 |
| Unrealisierte Marktwertänderungen von Investment Properties |
216 | 221 |
| Buchwert zum 31.12. | 4.108 | 3.521 |
» Nachfolgend sind Einzelheiten und Angaben zu den Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte der Investment Properties des Konzerns zum 31. Dezember 2013 dargestellt:
| Hierarchiestufen der beizulegen den Zeitwerte (in TEUR) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Beizule gender Zeitwert zum 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Grundstücke | - | 4.108 | - | 4.108 |
Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt gemäß dem "temporary-concept" des IAS 12 "Income Taxes". Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Die Posten beinhalten zum 31. Dezember 2013 aktive latente Steuern in Höhe von 1.593 TEUR (1.368) und passive latente Steuern in Höhe von 9.402 TEUR (9.923). Zum 31. Dezember 2013 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 442 TEUR (333) verbucht. Die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2013 3.228 TEUR (6.253), wovon auf 2.612 TEUR (5.319) keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden. In 2018 verfallen aufgrund begrenzter Nutzungsdauer Verlustvorträge in Höhe von 740 TEUR, für die keine aktiven latenten Steuern bilanziert wurden.
» Weitere Erläuterungen zu den latenten Steuern finden sich unter den Anmerkungen zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern im Rahmen der Konzern-Gesamtergebnisrechnung.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte, soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, sind gemäß IAS 39 als Kategorie "Kredite und Forderungen" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
» Der Bestand der Forderungen setzt sich wie folgt zusammen:
| Forderungsbestand | Gesamtausweis | davon Restlaufzeit < 1 Jahr | davon Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | davon Restlaufzeit > 5 Jahre | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23.692 | 21.442 | 23.692 | 21.442 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5.006 | 7.293 | 4.482 | 6.236 | 524 | 1.058 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber Finanzamt | 2.500 | 2.827 | 2.163 | 2.390 | 337 | 436 | 0 | 0 |
| davon aus Ertragssteuern | 1.270 | 1266 | 934 | 830 | 336 | 436 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber Mitarbeitern | 142 | 191 | 142 | 191 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen gegenüber Sozialversicherung | 20 | 54 | 20 | 54 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere sonstige Vermögenswerte | 2.344 | 4.222 | 2.156 | 3.600 | 187 | 621 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.252 | 71 | 1.252 | 71 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 29.950 | 28.806 | 29.426 | 27.749 | 524 | 1.058 | 0 | 0 |
» Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben konzernweit eine durchschnittliche Laufzeit von 40 Tagen (44). Es bestehen wie im Vorjahr zum Stichtag keine Forderungen gegen verbundene, nicht einbezogene Unternehmen, ebenso wie Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen.
» Zur Absicherung des Forderungsrisikos wurde eine Warenkreditversicherung, die für alle wesentlichen Konzerngesellschaften gilt, abgeschlossen. Die Andienungsgrenze beträgt 10 TEUR. Für alle Kunden mit bestehenden offenen Forderungen über der Andienungsgrenze besteht Versicherungspflicht. Der Selbstbehalt im Versicherungsfall besteht aus einer in Relation zur Forderung fixen und variablen Entschädigungsfranchise.
» Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben abhängig von den landestypisch sehr unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten sehr unterschiedliche Laufzeiten. Die Laufzeiten liegen jedoch überwiegend im landestypischen Durchschnitt der Zahlungsmodalitäten.
| Vorräte (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.287 | 9.379 |
| Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen |
1.139 | 1.493 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 17.722 | 17.293 |
| Geleistete Anzahlungen | 724 | 229 |
| 28.872 | 28.394 |
Es wurde, soweit dies erforderlich war, der niedrigere Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebs- und Herstellungskosten angesetzt. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 806 TEUR (1.289) vorgenommen. Das FiFo-Prinzip (First In-First Out) wird konzernweit angewandt.
» Der im Zusammenhang mit der fortgeführten Geschäftstätigkeit angefallene Aufwand für Vorräte wurde während des Jahres i. H. v. 95 Mio. EUR (92) aufwandswirksam erfasst.
17 Vorräte
Neben täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.
» Im Posten "Flüssige Mittel" sind Schecks in Höhe von 181 TEUR (481), Kassenbestände in Höhe von 33 TEUR (1.411) und Bankguthaben in Höhe von 9.990 TEUR (7.965) enthalten.
» Im Uzin Utz Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Wesentliche Zinsänderungsrisiken und Ausfallrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Position "Flüssige Mittel" nicht.
Das Grundkapital der Uzin Utz AG beträgt zum 31. Dezember 2013 15.133 TEUR und ist in 5.044.319 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag von 3 EUR eingeteilt. Alle bis zum 31. Dezember 2013 ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt einen gleichrangigen Dividendenanspruch.
Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/ oder Sacheinlagen erfolgen.
» Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen.
» Der Vorstand ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft weiterhin einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.
» Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:
Unter den Kapitalrücklagen sind die bei der Aktienausgabe erzielten Aufgelder von 12.271 TEUR, vermindert um die für Zwecke der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendeten Beträge in Höhe von 1.774 TEUR, ausgewiesen.
» Zudem wurden die Aufgelder aus den in 2005 neu ausgegebenen Aktien (268.271 Stück) in Höhe von 3.127 TEUR unter den Kapitalrücklagen erfasst.
» Ferner sind unter den Kapitalrücklagen die Aufgelder aus der in 2011 erfolgten Kapitalerhöhung (neu ausgegebene Aktien 776.048 Stück) in Höhe von 13.193 TEUR erfasst. Weiterhin sind die Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von 43 TEUR sowie der Erlös aus Hingabe der eigenen Aktien an Løkken mit 54 TEUR zu berücksichtigen. Somit beträgt die Kapitalrücklage im Konzern im Jahr 2013 26.827 TEUR.
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Values ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.
» Der Uzin Utz Konzern verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das buchhalterische Kapital des Konzerns fungiert hierbei als passives Steuerungskriterium, während Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden. Zum 31. Dezember 2013 liegt die Eigenkapitalquote bei 56,7% (58,3).
Die sonstigen Rücklagen beinhalten folgende Positionen:
» Der Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung ergibt sich aus der Umrechnung der Einzelabschlüsse nach der modifizierten Stichtagskursmethode und aus der Übernahme der mit Durchschnittskursen errechneten Jahresergebnisse aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Einzelgesellschaften. Die Entwicklung dieser Position ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt und wird im Posten "Gewinnrücklagen" ausgewiesen.
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung
Im aktuellen Geschäftsjahr entstanden keine neuen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung.
Mit Anwendung des IAS 32 werden eigene Anteile nicht als Vermögenswert, sondern als Korrekturposten zum Eigenkapital ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden 5.577 Stück (5.577) eigene Anteile offen vom Eigenkapital abgesetzt. » Der beizulegende Zeitwert der eigenen Aktien liegt bei 125 TEUR (5.577 Aktien x 22,50 EUR) (108 TEUR) und ist zu den Anschaffungskosten in Höhe von 89 TEUR (89) bilanziert.
» Der Vorstand der Uzin Utz AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung u. a. zum Zwecke der Veräußerung an Dritte zur Übernahme von Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft keine eigenen Anteile erworben.
| Abzugsposten für eigene Anteile |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Beizule gender Zeitwert |
|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | zum 31.12.2013 |
|||
| eigene Aktien | 125 | - | - | 125 |
» Der beizulegende Zeitwert der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2013 wurde anhand des Jahresschlusskurses der Aktie ermittelt.
Die Anteile fremder Dritter werden in der "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" dargestellt.
IAS 19 ändert die Behandlung von leistungsorientierten Versorgungsplänen und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die bedeutendste Neuerung bezieht sich auf die bilanzielle Abbildung von Änderungen leistungsorientierter Verpflichtungen und des Planvermögens. Im Uzin Utz Konzern stammen die wesentlichen Pensionsverpflichtungen aus der Uzin Utz AG, Deutschland und den Schweizer Gesellschaften Tyro AG, Sifloor AG und DS Derendinger AG.
Im Uzin Utz Konzern gibt es für ein Vorstandsmitglied einen beitragsorientierten Plan. Die in der Gewinn und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen von insgesamt 60 TEUR stellen hierbei den fälligen Betrag zu diesem Versorgungsplan dar.
» Die restlichen Altersversorgungspläne für anspruchsberechtigte Arbeitnehmer des Uzin Utz Konzerns sind leistungsorientiert.
Anspruchsberechtigten Personen des Uzin Utz Konzerns werden Rentenzahlungen bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren gewährt. Die Höhe der Zahlungen richtet sich nach der Höhe der Beiträge, die in die Pläne eingezahlt wurden. Sonstige Leistungen sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen. » Die leistungsorientierten Pläne werden von der Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart sowie der SwissLife, Zürich, verwaltet und sind entsprechend der Verträge rückgedeckt.
» Die letzte versicherungsmathematische Bewertung der Vermögenswerte des Plans sowie des Barwertes des leistungsorientierten Plans wurde zum 31. Dezember 2013 durch die verwaltenden Versicherungsgesellschaften durchgeführt. Der Barwert der leistungsorientierten Pläne, der laufende Leistungsaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden mit Hilfe der Methode der laufenden Einmalprämie (Projected Unit Credit Methode) ermittelt.
» Neben Annahmen zur Lebenserwartung – in Deutschland nach den so genannten Heubeck-Tafeln 2005G – liegen der Berechnung der Pensionsverpflichtungen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:
| Annahmen Pensionsverpflichtungen (in %) |
Deutschland | Übrige | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 angepasst |
2012 | 2013 | 2012 angepasst |
2012 | ||
| Abzinsungsfaktor | 3,10 | 3,20 | 3,20 | 2,00 | 1,75 | 1,75 | |
| Erwartete Vermögensrendite | 3,10 | 3,20 | 3,20 | 2,00 | 1,75 | 1,75 | |
| Erwartete Gehaltsdynamik | 0 | 0 | 0 | 1,00 | 1,00 | 1,00 | |
| Zukünftige Rentendynamik | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
» Die Neufassung des Standards ist hierbei retrospektiv und erfolgsneutral nach IAS 19.173 vorzunehmen. Nachfolgend werden die wesentlichen Neuerungen aufgeführt:
» Die Aufteilung des Pensionsaufwands in der GuV des Uzin Utz Konzerns setzt sich wie folgt zusammen:
| Gesamtaufwand Pensionsverpflichtungen |
Deutschland | Übrige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2013 | 2012 angepasst |
2012 | 2013 | 2012 angepasst |
2012 |
| Dienstzeitaufwand | ||||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 24 | 24 | 513 | 416 | 411 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 0 | 0 | 0 | 65 | 0 | 0 |
| Gewinne u. Verluste aus Planabgeltung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettozinsaufwand | ||||||
| Zinsaufwand | 34 | 42 | 42 | 193 | 217 | 220 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -3 | -5 | -5 | -155 | -199 | -199 |
| Interest on effect of asset ceiling | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 0 | 0 | -4 | 0 | 0 | 0 |
| Korrekturen | - | - | - | 2 | -1 | 0 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Komponenten der leistungs |
||||||
| orientierten Kosten | 31 | 61 | 56 | 618 | 433 | 432 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientiertem Plan |
Deutschland | Übrige | ||||
| (in TEUR) | 2013 | 2012 angepasst |
2012 | 2013 | 2012 angepasst |
2012 |
| Versicherungsmathematische | ||||||
| Gewinne und Verluste | -48 | -143 | - | -553 | 1.686 | - |
| Ertrag aus Planvermögen | -2 | 0 | - | -32 | -88 | - |
| Anpassungen f. Beschränkungen auf dem Netto vermögenswert aus leistungsorientiertem Plan |
- | - | - | - | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Komponen ten der leistungsorientierten Kosten |
-50 | -143 | - | -584 | 1.598 | - |
» Unter dem neu eingeführten Begriff "Neubewertungen" (Remeasurements) fallen zukünftig
» Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung entwickelte sich wie folgt (siehe Tabelle nachfolgende Seite): » Der Zeitwert des Planvermögens entwickelte sich wie folgt (siehe Tabelle nachfolgende Seite):
Von einer detaillierten Aufstellung der beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens zu wesentlichen Anlagekategorien wird abgesehen, da das Planvermögen in Deutschland aus Sicht des Versicherers als eigenständiges Finanzinstrument zu behandeln ist.
Das bei der Swiss Life AG eingezahlte Vermögen befindet sich im dortigen Kollektiv-Leben Portfolio und ist wie folgt investiert:
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens (in TEUR) |
31.12.2013 |
|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 6.708 |
| Hypotheken und andere Nominalforderungen | 589 |
| Aktien und Anteile an Anlagefonds | 24 |
| Private Equity und Hedge Fonds | 13 |
| Anlagen in Beteiligungen und verbundene Unternehmen |
57 |
| Immobilien | 1.057 |
| Sonstige Kapitalanlagen | 97 |
| 8.545 |
| Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung |
Deutschland | Übrige | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2013 | 2012 angepasst |
2012 | 2013 | 2012 angepasst |
2012 | ||
| Eröffnungssaldo des Barwerts der | ||||||||
| leistungsorientierten Verpflichtungen | 1.095 | 895 | 895 | 10.873 | 7.861 | 7.938 | ||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 24 | 24 | 513 | 415 | 409 | ||
| Zinsaufwand | 34 | 42 | 42 | 194 | 216 | 220 | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste |
-48 | 143 | 140 | -555 | 1.681 | 1.696 | ||
| Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen | 0 | 0 | 0 | 65 | 0 | 0 | ||
| Plankürzungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 0 | 0 | 0 | 706 | 1.193 | 1.193 | ||
| Bezahlte Versorgungsleistungen | -8 | -8 | -8 | -1.110 | -494 | -494 | ||
| Konsolidierungskreis- & | ||||||||
| sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -279 | 0 | 0 | ||
| Währungskursänderungen | 0 | 0 | 0 | -181 | 0 | 55 | ||
| Planabgeltungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| 1.073 | 1.095 | 1.093 | 10.226 | 10.873 | 11.018 |
| Entwicklung des beizulegenden | Deutschland | Übrige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zeitwerts des Planvermögens (in TEUR) |
2013 | 2012 angepasst |
2012 | 2013 | 2012 angepasst |
2012 |
| Eröffnungssaldo des beizulegenden Zeit werts des Planvermögens |
106 | 108 | 108 | 8.692 | 7.199 | 7.149 |
| Erwartete Erträge des Planvermögens | 3 | 5 | 5 | 155 | 198 | 198 |
| Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste |
0 | 0 | 0 | 32 | 88 | 88 |
| Tatsächliche Erträge des Planvermögens | 2 | 5 | 5 | 0 | 0 | 0 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 0 | 0 | 0 | 493 | 508 | 508 |
| Beiträge der Teilnehmer des Plans | 0 | 0 | 0 | 378 | 361 | 361 |
| Bezahlte Versorgungsleistungen | -8 | -8 | -8 | -1.110 | -494 | -168 |
| Konsolidierungskreis- & sonstige Veränderungen |
0 | 0 | 0 | 50 | 832 | 506 |
| Währungskursveränderungen | 0 | 0 | 0 | -144 | 0 | 50 |
| Planabgeltungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 103 | 106 | 106 | 8.545 | 8.692 | 8.692 |
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und die Sterbewahrscheinlichkeit.
Wenn der Abzinsungssatz um 0,5 Prozentpunkte steigt (sinkt), würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um 5,5 Prozent vermindern (um 6,1 Prozent erhöhen).
» Wenn die erwartete Gehaltserhöhung 1 Prozent höher (niedriger) ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um 1,1 Prozent erhöhen (um 1,1 Prozent vermindern).
» Wenn die Lebenserwartung für Männer und Frauen um ein Jahr steigt (sinkt), würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um 2 Prozent erhöhen (um -1,9 Prozent sinken).
nicht analysiert.
Wenn der Abzinsungssatz um 0,5 Prozentpunkte steigt (sinkt), würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um 4,5 Prozent vermindern (um 4,8 Prozent erhöhen).
» Wenn die erwartete Gehaltserhöhung 0,5 Prozent höher (niedriger) ausfällt, würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung nicht verändern.
» Wenn die Lebenserwartung für Männer und Frauen um ein Jahr steigt (sinkt), würde sich die leistungsorientierte Verpflichtung um 3,0 Prozent erhöhen (um 3,0 Prozent sinken).
» Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen dürften nicht repräsentativ für die tatsächliche Veränderung der leistungsorientierten Verpflichtung sein, da es als unwahrscheinlich anzusehen ist, dass Abweichungen von den getroffenen Annahmen isoliert voneinander auftreten, da die Annahmen teilweise zueinander in Beziehung stehen. » Die Auswirkungen der strategischen Anlagenpolitik hinsichtlich des Ertrags- und Risikoprofils werden aufgrund der externen Verwaltung des Pensionsvermögens
» Die pensionsberechtigten Arbeitnehmer der Schweizer Gesellschaften zahlen altersabhängig einen festen Anteil zwischen 4,0% – 10,5% des versicherten Lohns. Die Differenz zwischen Gesamtbeitrag und Summe der Beiträge aller Arbeitnehmer wird von den Konzernunternehmen übernommen.
» Die durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung am 31. Dezember 2013 beträgt zwischen 9,5 und 11,6 Jahren
» Für das kommende Geschäftsjahr erwartet der Konzern, in den leistungsorientierten Plan einen Beitrag i. H. v. 642 TEUR einzubezahlen.
» Die erfolgswirksamen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 145 TEUR (81) wurden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.
» Die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen ergibt sich wie folgt (siehe Tabelle unten):
» Auswirkungen aus der Anwendung von IAS 19 (2011) (siehe Tabelle unten):
Gem. IAS 37 werden Rückstellungen für gegenwärtige Verpflichtungen (rechtlicher oder faktischer Natur) angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.
» Die nicht einzeln aufgeführten sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Altlasten, ausstehende Bonigutschriften und Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.
» Grundsätzlich sind die sonstigen Rückstellungen den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zugeordnet. » Mit Ausnahme des angegebenen Teils der Personalkosten haben die Rückstellungen für laufende Steuern und sonstige Rückstellungen voraussichtliche Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.
| Finanzierungsstatus (in TEUR) |
2013 | 2012 angepasst |
2012 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Deutschland | Übrige | Gesamt | Deutschland | Übrige | Gesamt | Deutschland | Übrige | ||
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | ||||||||||
| Abzüglich beizul. Zeitwert des Planvermögens | 11.299 | 1.073 | 10.226 | 11.968 | 1.095 | 10.873 | 12.110 | 1.093 | 11.018 | |
| Auswirkungen der Vermögenswertobergrenze | -8.647 | -103 | -8.545 | -8.798 | -106 | -8.692 | -8.798 | -106 | -8.692 | |
| Nettoverpflichtungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Noch nicht im Aufwand berücksichtigte Gewinne/Verluste |
2.652 | 970 | 1.681 | 3.170 | 989 | 2.181 | 3.313 | 987 | 2.326 | |
| Andere in der Bilanz angesetzte Beträge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.673 | -51 | -1.623 | |
| Andere Veränderungen gemäß IAS 19 | 58 | 0 | 58 | 50 | 0 | 50 | 50 | 0 | 50 | |
| Rückstellungen für Pensionen in der Bilanz | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 2.710 | 970 | 1.739 | 3.221 | 989 | 2.231 | 1.689 | 936 | 753 | ||
| Auswirkungen aus der Anwendung | 2013 | 2012 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| von IAS 19 (in TEUR) |
Gesamt | Deutschland | Übrige | Gesamt | Deutschland | Übrige | |
| Auswirkungen auf den Jahresüberschuss | |||||||
| Erhöhung der Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 4 | 4 | 0 | |
| Verminderung des Ertragssteueraufwands | 0 | 0 | 0 | -1 | -1 | 0 | |
| Veränderung des Jahresüberschusses nach Steuern |
0 | 0 | 0 | 3 | 3 | 0 | |
| Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis | |||||||
| Veränderung des sonstigen Ergebnisses | -535 | 50 | -584 | 1.456 | -143 | 1.598 | |
| Ertragssteuern, die auf Posten des sonstigen Ergebnisses entfallen |
160 | -15 | 175 | -437 | 43 | -480 | |
| Veränderung des sonstigen Ergebnisses | |||||||
| nach Steuern | -374 | 35 | -409 | 1.019 | -100 | 1.119 | |
| Veränderung des Gesamtergebnisses | -374 | 35 | -409 | 1.022 | -97 | 1.119 |
| Rückstellungen 2012 angepasst * (in TEUR) |
Vortrag | Unterschieds beträge aus Währungs umrechnung |
Zuführung | Veränderung durch IAS 19 |
Verbrauch | Auflösung | Endbestand |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 1.697 | 5 | 81 | 1.531 | 0 | 94 | 3.221 |
| Steuerrückstellungen | 121 | 0 | 378 | 0 | 67 | 0 | 431 |
| Sonstige Rückstellungen des Personalbereichs für |
|||||||
| Altersteilzeitverträge | 557 | 0 | 0 | 0 | 309 | 0 | 248 |
| Urlaubslöhne und -gehälter | 850 | 9 | 464 | 0 | 385 | 28 | 911 |
| Prämien und Tantiemen | 1.045 | 5 | 1.287 | 0 | 988 | 29 | 1.320 |
| Beiträge zur Berufsgenossenschaft |
238 | 0 | 207 | 0 | 183 | 35 | 227 |
| Übrige sonst. Rückstellungen des Personalbereichs |
554 | 0 | 740 | 0 | 655 | 2 | 638 |
| Aus Garantie- und Kulanzleistungen |
921 | 3 | 202 | 0 | 186 | 115 | 825 |
| Aus ausstehenden Lieferantenrechnungen |
190 | 1 | 363 | 0 | 197 | 9 | 347 |
| Aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken |
1.061 | 8 | 1.006 | 0 | 991 | 95 | 988 |
| 7.235 | 31 | 4.728 | 1.531 | 3.963 | 407 | 9.155 | |
| Davon kurzfristig | 5.538 | 26 | 4.647 | 0 | 3.963 | 313 | 5.935 |
| Davon langfristig | 1.697 | 5 | 81 | 1.531 | 0 | 94 | 3.221 |
| Rückstellungen 2013 (in TEUR) |
Vortrag | Unterschieds beträge aus Währungs umrechnung |
Zuführung | Veränderung durch IAS 19 |
Verbrauch | Auflösung | Endbestand |
| Rückstellungen für Pensionen | 3.221 | 0 | 145 | -655 | 0 | 0 | 2.710 |
| Steuerrückstellungen | 431 | 0 | 144 | 0 | 427 | 0 | 148 |
| Sonstige Rückstellungen des Personalbereichs für |
|||||||
| Altersteilzeitverträge | 248 | 0 | 28 | 0 | 158 | 0 | 117 |
| Urlaubslöhne und -gehälter | 911 | -8 | 462 | 0 | 422 | 32 | 911 |
| Prämien und Tantiemen | 1.320 | -5 | 1.233 | 0 | 1.139 | 13 | 1.395 |
| Beiträge zur Berufsgenossenschaft |
227 | 0 | 289 | 0 | 306 | 22 | 188 |
| Übrige sonst. Rückstellungen des Personalbereichs |
638 | 0 | 637 | 0 | 550 | 7 | 718 |
| Aus Garantie- und Kulanzleistungen |
825 | 7 | 257 | 0 | 302 | 65 | 722 |
| Aus ausstehenden Lieferantenrechnungen |
347 | -2 | 649 | 0 | 334 | 24 | 636 |
| Aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken |
988 | -14 | 1.165 | 0 | 564 | 15 | 1.560 |
| 9.155 | -22 | 5.008 | -655 | 4.203 | 179 | 9.103 | |
| Davon kurzfristig | 5.935 | -22 | 4.863 | 0 | 4.203 | 179 | 6.393 |
3.221
0
145
-655
0
0
2.710
Davon langfristig
* Aufgrund der rückwirkenden Auswirkungen durch IAS 19 ergaben sich Änderungen im Posten "Rückstellungen für Pensionen" für das Jahr 2012. Somit wird das Vorjahr als angepasst dargestellt. Die anderen Posten bleiben unverändert.
» Rückstellungen für Gewährleistungen werden für gesetzlich vorgeschriebene, für vertraglich vereinbarte und für faktisch entstandene Gewährleistungsverpflichtungen bei Produkten gebildet.
» Die Rückstellungen für Personalkosten wurden im Wesentlichen für betriebliche Altersteilzeit, Urlaubsrückstände, pensionsähnliche Verpflichtungen, Gleitzeitguthaben, Prämien und Tantiemen gebildet. Als Möglichkeit für den vorzeitigen Übertritt in den Ruhestand bot die Uzin Utz AG bis 2009 das firmenseitig geförderte Altersteilzeitmodell in der Blockvariante oder einer anderen den gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden Variante an. Die in den Rückstellungen unter der Position Altersteilzeitverträge enthaltenen Veränderungen resultieren aus den vor 2010 abgeschlossenen Verträgen.
» Die Uzin Utz AG bezahlt seit 2010 entsprechend dem "Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie" der chemischen Industrie einen jährlichen Demografiebetrag von 300 Euro pro Mitarbeiter. Auch in 2013 wurden ebenso wie in 2012, 200 Euro pro Mitarbeiter zusätzlich bezahlt. Die Mittel aus dem Demografiefonds werden zur Finanzierung sogenannter Wertkonten für die teilnehmenden Mitarbeiter verwendet. Neben dem Demografiefonds und den Beiträgen des Unternehmens fördert die Uzin Utz AG auch, dass Mitarbeiter selbst zusätzlich Guthaben in Form von Urlaubstagen, Überstunden oder Entgeltumwandlung auf ihrem Wertkonto ansparen. Die Konten ermöglichen u. a. einen vorgezogenen Übergang in den Ruhestand. Es resultieren keine Rückstellungen aus dieser Regelung.
Die Zusammensetzung inklusive der Fälligkeiten sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
| Verbindlichkeiten (in TEUR) |
Gesamtausweis | davon Restlaufzeit < 1 Jahr |
davon Restlaufzeit 1 – 5 Jahre |
davon Restlaufzeit > 5 Jahre |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 48.364 | 41.383 | 21.327 | 14.245 | 17.243 | 21.388 | 9.794 | 5.750 |
| davon derivative Finanzinstrumente |
113 | 219 | 0 | 0 | 113 | 219 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lie ferungen und Leistungen |
9.097 | 8.523 | 9.097 | 8.523 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 49 | 45 | 49 | 45 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern |
578 | 655 | 578 | 655 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.315 | 5.671 | 5.414 | 5.262 | 902 | 409 | 0 | 0 |
| davon aus sonstigen Steuern |
2.027 | 2.180 | 2.027 | 2.180 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
336 | 300 | 336 | 300 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 64.404 | 56.277 | 36.465 | 28.730 | 18.144 | 21.797 | 9.794 | 5.750 |
Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 48.364 TEUR (41.383), wovon 16.148 TEUR (13.917) durch Grundschulden abgesichert sind. Die Vorjahreswerte wurden zu niedrig ausgewiesen und angepasst sowie eine Umgruppierung der Position "davon derivative Finanzinstrumente" vorgenommen.
» Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 48.313 TEUR (40.849) und Verbindlichkeiten aus Finance Leasingverhältnissen in Höhe von 52 TEUR (315). Die Bewertung erfolgt zu den fortgeführten Einstandswerten.
» Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten aus variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von 1.786 TEUR (2.795) sowie Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 11.103 TEUR (3.917). Die bestehenden Kreditlinien erlauben die Aufnahme weiterer Mittel. » Aus einer Bürgschaft der Unihem d.o.o. resultiert eine
Inanspruchnahme, deren Restschuld zum 31. Dezember 2013 in Höhe von rd. 840 TEUR passiviert wurde. Aufgrund einer Erstattung aus Grundpfandrechten ist eine entsprechende Aktivierung der Forderung in gleicher Höhe erfolgt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sonstige Steuern in Höhe von 2.027 TEUR (2.180) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 336 TEUR (300). Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.953 TEUR (3.191) setzen sich im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren in Höhe von 2.274 TEUR (2.038) zusammen.
» Die Beträge sind in der Regel nicht verzinslich und entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von 8.523 TEUR auf 9.097 TEUR gestiegen.
» Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nicht verzinst und unterliegen demzufolge keinen Zinsänderungsrisiken. Im Übrigen entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.
LaR: Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
FVO: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestufte und bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Fair Value Option)
Hft: Zu Handelszwecken gehaltene und erfolgswirksam bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Held for Trading)
FLAC: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Amortised Costs)
Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde mit Ausnahme des beizulegenden Zeitwerts der "derivativen Finanzinstrumente" durch die Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der "derivativen Finanzinstrumente" wurde auf der Basis von Marktwerten ermittelt.
» Die Vorjahreswerte bei "Finanzverbindlichkeiten" wurden zu niedrig ausgewiesen und angepasst sowie eine Umgruppierung der Position "davon derivative Finanzinstrumente" vorgenommen.
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte zum 31.12.2013 (in TEUR) |
Bewertungs kategorie nach IAS 39 |
Buchwert laut Bilanz |
davon außer halb IFRS 7 |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgs wirksam |
davon Wertansatz nach IAS 17 |
Fair Value |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||||
| Zahlungsmittel | n/a | 10.204 | 0 | 10.204 | 0 | 0 | 0 | 10.204 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 23.692 | 0 | 23.692 | 0 | 0 | 0 | 23.692 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 1.166 | 0 | 1.166 | 0 | 0 | 0 | 1.166 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 2.323 | 0 | 2.323 | 0 | 0 | 0 | 2.323 |
| Passiva | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 9.097 | 0 | 9.097 | 0 | 0 | 0 | 9.097 |
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC/n/a | 48.364 | 0 | 48.199 | 113 | 0 | 52 | 48.356 |
| davon Finanzierungsleasing | n/a | 52 | 0 | 0 | 0 | 0 | 52 | 52 |
| davon derivative Finanzinstrumente | n/a | 113 | 0 | 0 | 113 | 0 | 0 | 113 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 6.894 | 0 | 6.684 | 210 | 0 | 0 | 6.894 |
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte zum 31.12.2012 (in TEUR) |
Bewertungs kategorie nach IAS 39 |
Buchwert laut Bilanz |
davon außer halb IFRS 7 |
Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Fair Value erfolgsneutral |
Fair Value erfolgs wirksam |
davon Wertansatz nach IAS 17 |
Fair Value |
| Aktiva | ||||||||
| Zahlungsmittel | n/a | 9.857 | 0 | 9.857 | 0 | 0 | 0 | 9.857 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 21.442 | 0 | 21.442 | 0 | 0 | 0 | 21.442 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 71 | 0 | 0 | 0 | 71 | 0 | 71 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 2.566 | 0 | 2.566 | 0 | 0 | 0 | 2.566 |
| Passiva | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 8.523 | 0 | 8.523 | 0 | 0 | 0 | 8.523 |
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC/n/a | 41.383 | 0 | 40.849 | 219 | 0 | 315 | 40.411 |
| davon Finanzierungsleasing | n/a | 315 | 0 | 0 | 0 | 0 | 315 | 315 |
| davon derivative Finanzinstrumente | n/a | 219 | 0 | 0 | 219 | 0 | 0 | 219 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | FLAC | 6.326 | 0 | 6.326 | 0 | 0 | 0 | 6.326 |
» Nachfolgend sind Einzelheiten und Angaben zu den Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte der als langfristige finanzielle Vermögenswerte gehaltenen Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2013 dargestellt:
| Hierarchiestufen der beizulegenden Zeitwerte (in TEUR) |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Beizule gender Zeitwert zum 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel | 10.204 | - | - | 10.204 |
| Forderungen aus LuL | - | 23.692 | - | 23.692 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte |
- | 1.166 | - | 1.166 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte |
- | 2.323 | - | 2.323 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten | ||||
| aus LuL | - | 9.097 | - | 9.097 |
| Finanzverbindlich keiten |
- | 48.356 | - | 48.356 |
| davon Finanzie rungsleasing |
- | 52 | - | 52 |
| davon derivati ve Finanzinstru mente |
- | 113 | - | 113 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
- | 6.894 | - | 6.894 |
» Die beizulegenden Zeitwerte der aufgeführten Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 basieren auf Marktpreisnotierungen, die anhand von Bewertungsmultiplikatoren unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. Bewertungsmultiplikatoren sind hierbei der Marktvergleichspreis von Grundstücken sowie das KGV bei der Bewertung von at equity Beteiligungen.
» Die wesentlichen durch den Uzin Utz Konzern verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finance Leasingverhältnisse und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Uzin Utz Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.
» Des Weiteren verfügt der Uzin Utz Konzern in begrenztem Umfang über derivative Finanzinstrumente in Form eines Zinsswaps und Devisentermingeschäften. Zweck dieser Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zinsänderungsund Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Uzin Utz Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Typische Risiken aus Finanzinstrumenten sind das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und die einzelnen Marktrisiken. Das Risikomanagementsystem des Uzin Utz Konzerns wird im Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. Auf Basis der nachfolgend dargestellten Informationen kann davon ausgegangen werden, dass keine expliziten Risikokonzentrationen aus Finanzrisiken bestehen.
Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder zukünftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Die wesentlichen Marktrisiken, denen der Uzin Utz Konzern ausgesetzt ist, sind das Währungsrisiko und das Zinsänderungsrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital-, und Cashflow-Schwankungen resultieren.
» Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier keine Risiken berücksichtigt, die nicht finanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie zum Beispiel Geschäftsrisiken.
Unter Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. » Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert werden. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechung von Abschlüssen von Tochterunternehmen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.
» Der Konzern unterliegt Währungsrisiken aus einzelnen Transaktionen. Diese resultieren aus Käufen und Verkäufen von operativen Einheiten in einer anderen Währung als der funktionalen Währung dieser Einheiten. Rund 27,6% (26,2) der Umsätze werden außerhalb des Euro-Raumes getätigt. Der Uzin Utz Konzern begegnet diesem Risiko u. a. durch die Konzernstruktur mit bestehenden Produktionsstandorten in verschiedenen Währungszonen. Zudem werden die Währungsrisiken verringert, indem ausländische Tochterunternehmen ihren Finanzbedarf primär im jeweiligen Sitzstaat decken.
» Die Wechselkursrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen können aufgrund der verhältnismäßig kurzen Zahlungsziele in den meisten Fällen als unbedeutend betrachtet werden. Darüber hinaus werden fallweise zur Absicherung der Schwankungen bei der Umrechnung ausländischer Geschäftseinheiten in Euro feststehende Zahlungen oder bedeutende Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen getätigt. Grundsätzlich erfolgt dies unter Abwägung von Kosten und Nutzen, abhängig vom jeweiligen Volumen. Zum 31. Dezember 2013 bestanden Sicherungsbeziehungen für 8,9% (10,3) der Fremdwährungsumsätze des Konzerns für 2013. Die Zahlungsströme der ausländischen Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft erfolgen monatlich in der jeweiligen Landeswährung. Die Devisentermingeschäfte werden i. d. R. mit einer Laufzeit von 12 Monaten abgeschlossen. » Zum Bilanzstichtag bestehen darüber hinaus langfristige Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Form von Net Investments in Höhe von 1,1 Mio. EUR (1,3) im Sinne des IAS 21. In diesem Zusammenhang auf-
tretende Währungskursverluste sind gem. IAS 21 zunächst erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Währungsrisiken bestehen im Hinblick auf die erfolgswirksame Erfassung von zu einem späteren Rückzahlungszeitpunkt bestehenden Umrechnungsdifferenzen.
» Fremdwährungsrisiken aus Sicherungsbeziehungen zum 31. Dezember 2013 ergeben sich bei der Uzin Utz AG aus in GBP, USD, CZK und DKK fakturierten Umsätzen. Zur Absicherung im Rahmen von Cashflow Hedges dienen Termingeschäfte.
» Wenn der Euro gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Währungskursänderung des britischen Pfunds, des US-Dollars, der tschechischen Krone und der dänischen Krone zum 31. Dezember 2013 um 10% stärker (schwächer) gewesen wäre, wäre der fair value der Sicherungsgeschäfte um 133 TEUR höher (-502 TEUR niedriger) gewesen.
» Im Geschäftsjahr wurde ein Bewertungsverlust in Höhe von 51 TEUR in der GuV berücksichtigt.
Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko,
dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.
» Der Zinssatz von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. » Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die finanziellen Schulden gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Bei festverzinslichen Finanzinstrumenten wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und entspricht somit in etwa dem jeweiligen Marktzinssatz. Das Risiko der Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Durch eine Sensitivitätsanalyse der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit einem um +/- 100 Basispunkte schwankenden Marktzinssatz hätte für das Geschäftsjahr 2013 eine hypothetische Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragssteuern von +/- 152 TEUR ergeben. » In 2008 wurde ein Zinsswap mit einem anfänglichen Nominalvolumen von 5.000 TEUR zu einem gesicherten Zinssatz von 4,92% p.a. bis zum 30. Juni 2016 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 reduzierte sich das Nominalvolumen des Zinsswaps durch vertragliche Regelung auf 2.500 TEUR. Der Zinssatz verpflichtet den Uzin Utz Konzern, über die Laufzeit und das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu zahlen. Als Ausgleich bekommt der Uzin Utz Konzern vom Kontrahenten des Zinsswaps eine Zahlung des aktuellen kurzfristigen Zinssatzes. Hiermit sichert sich der Uzin Utz Konzern das Zinsniveau in Höhe des abgesicherten Zinssatzes von 4,92% p.a. Die variablen Zinsverpflichtungen werden durch den Zinsswap in Verpflichtungen zu einem Festzinssatz umgewandelt. Somit ist das Unternehmen vor steigenden Zinsen geschützt, profitiert aber im Gegenzug nicht von fallenden Zinsen. Da die Sicherungsbeziehung als hochwirksam eingestuft wird, wird nach den Vorgaben des IAS 39 ein Cashflow Hedge bilanziert. Der beizulegende Zeitwert, der sich aus der Bewertung zu Marktpreisen ergibt, beträgt zum Bilanzstichtag -113 TEUR (-219). Die sich daraus ergebende Wertänderung wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Marktpreis ergibt sich aus entsprechenden Quotierungen von Kreditinstituten.
Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind diese Risiken überwiegend durch Warenkreditversicherungen abgedeckt. Darüber hinaus versucht der Uzin Utz Konzern das Ausfallrisiko originärer Finanzinstrumente durch Handelsauskünfte, Kreditlimits, Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkasso zu verringern. Generell beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Summe anderer kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertminderungen sowie auf Forderungen, die nicht durch Warenkreditversicherungen gedeckt sind.
» Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Uzin Utz Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass nur Geschäfte mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen werden. Weitere finanzielle Risiken bestehen in diesem Zusammenhang nicht.
» Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung des Wertberichtigungskontos (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Stand 01. 01. | 2.424 | 2.139 |
| Änderungen im Konsolidierungskreis | 344 | 0 |
| Zuführung | 647 | 1.011 |
| Verbrauch | 225 | 382 |
| Auflösung | 383 | 381 |
| Wechselkurseffekt | -36 | 37 |
| Stand 31. 12. | 2.771 | 2.424 |
» Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2013 stellt sich wie folgt dar:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Weder überfällig noch wertgemindert |
15.411 | 14.815 |
| Überfällige Forderungen, die nicht einzelwertberichtigt sind |
||
| < 30 Tage | 2.665 | 2.649 |
| 30-59 Tage | 1.536 | 1.689 |
| 60-89 Tage | 724 | 329 |
| 90-119 Tage | 280 | 451 |
| >120 Tage | 1.784 | 938 |
| Gesamt | 6.989 | 6.056 |
| Restbuchwert der | ||
| einzelwertberichtigten Forderungen | 1.292 | 571 |
| Buchwert (netto) | 23.692 | 21.442 |
» Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden, bis auf die Genossenschaftsanteile bei den Volksbanken, grundsätzlich nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.
» Wesentliche Forderungen werden individuell auf Wertminderungsbedarf untersucht. Eine Forderung wird wertberichtigt, wenn objektive Hinweise vorliegen, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, alle fälligen Beträge entsprechend den vertraglichen Bedingungen zu vereinnahmen. Die angegebenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.
Grundsatz eines professionellen Liquiditätsmanagements ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten, bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Ziel dabei ist, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Finance Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu gewährleisten.
» Die Ziele des Cash- bzw. Liquiditätsmanagements sind wie folgt beschrieben:
» Auch im Jahr 2013 konnten diese Anforderungen erfüllt werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kreditlinien wurden zu keinem Zeitpunkt in voller Höhe beansprucht. Im Jahr 2013 wurden Finanzierungsmaßnahmen für einige Ausbau- und Ersatzinvestitionen für bestehende Produktionsanlagen und Neubauten getätigt. Das Gesamtkreditvolumen inkl. Verbindlichkeiten aus Finance Leasing im Konzern betrug im Jahr 2013 48,2 Mio. EUR, nach 41,2 Mio. EUR im Vorjahr. Enthalten sind hierbei auch Nachrangkapitaltranchen der Uzin Utz AG in Höhe von 4,7 Mio. EUR (6,3) die aus dem Programm "Kapital für Arbeit" der Kreditanstalt für Wiederaufbau stammen. Die Bank tritt mit ihren Forderungen aus diesem Darlehen unwiderruflich hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der Gläubiger in den Rang vor die Forderungen auf Rückgewähr des kapitalersetzenden Darlehens eines Gesellschafters oder gleichgestellte Forderungen zurück. Weitere Details zu der Zusammensetzung und den Fälligkeiten sind im Kapitel "21 Verbindlichkeiten" zu entnehmen.
Zahlungen aus Operate Leasingverhältnissen betreffen hauptsächlich Mieten für Büroimmobilien sowie Firmenwagen des Konzerns. Leasingverhältnisse werden für eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. » Die in Zukunft fälligen Verpflichtungen aus Finance Leasingverhältnissen, die in entsprechender Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten bilanziert sind sowie die Verpflichtungen aus unkündbaren Operate Leasingverhältnissen ergeben sich aus der Tabelle.
| Miet- & Leasingverpflichtungen (in TEUR) |
Verpflichtungen aus Operate Leasing |
Verpflichtungen aus Finance Leasing |
Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | oden zum Abschlussstichtag: | |
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 2.558 | 2.505 | 22 | 315 | 2.579 | 2.820 | Forderungen |
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 2.848 | 2.562 | 31 | 0 | 2.879 | 2.562 | aus Operate Leasing |
| Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) | 128 | 244 | 0 | 0 | 128 | 244 | (in TEUR) |
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | |||||||
| Barwerte aus Finance Leasing |
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) |
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
|||
| (in TEUR) | Restlaufzeit über 5 Jahre | ||||||
| 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | Gesamt | |
| Mindestleasingzahlungen | 22 | 315 | 31 | 0 | 0 | 0 | |
| Abzinsungsbeträge | 1 | 16 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamt | 20 | 298 | 31 | 0 | 0 | 0 |
» Die Nettobuchwerte aus Finance Leasing, die von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen als Vermögenswerte bilanziert sind, stellen sich wie folgt dar:
| Vermögenswerte (Nettobuchwert) (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| PKW/LKW | 36 | 30 |
| Gründstücke und Gebäude | 2.113 | 2.166 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
0 | 18 |
| Gesamt | 2.149 | 2.214 |
» Die Finance Leasing Verträge enthalten eine Kaufoption den Vermögenswert nahezu zum Nennwert am Ende des vertraglich vereinbarten Zeitraums zu erwerben.
» Nebenstehend die Überleitung der Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert am Abschlussstichtag.
» Im Aufwand sind Zahlungen aus Operate Leasingverhältnissen in Höhe von 2.505 TEUR (2.740) enthalten.
Die gegenüber fremden Dritten abgeschlossenen Leasingverträge beziehen sich auf Vermögenswerte der Marke WOLFF, die sich im Eigentum des Uzin Utz Konzerns befinden. Ihre Laufzeit beträgt vier Jahre. Sie weisen zum 31. Dezember 2013 einen Buchwert in Höhe von 0 TEUR (5) auf. Die Leasingeinnahmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 23 TEUR (81). Dem Leasingnehmer wird keine Option gewährt, die Vermögensgegenstände nach der Leasinglaufzeit zu erwerben.
» Nachfolgend die Darstellung der künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operate Leasingverträgen als Gesamtbetrag und für jede der folgenden Peri-
| Forderungen aus Operate Leasing (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 18 | 23 |
| Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
0 | 18 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 | 0 |
| Gesamt | 18 | 42 |
| Ergebnis je Aktie | 2013 | 2012 2011 |
2012 |
|---|---|---|---|
| Jahresüberschuss nach Anteilen Konzern fremder (in Mio. EUR) |
10,04 | angepasst 9,46 9,45 |
9,46 |
| Gesamtergebnis nach Anteilen Konzern fremder (in Mio. EUR) |
10,03 | 5.038.742 1,88 8,64 |
0 |
| Gewogener Durch schnitt der im Umlauf befindlichen Aktien |
5.038.742 | 5.038.742 | 5.038.742 |
| Ergebnis (JÜ) je Aktie (in EUR) |
1,99 | 1,88 | 1,88 |
| Ergebnis (Gesamtergebnis) je Aktie (in EUR) |
1,99 | 1,71 | 0 |
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Jahresüberschuss nach Anteilen fremder Dritter und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. Zurückgekaufte Aktien gehen zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befunden haben, in die Bewertung ein.
» Im Berichtsjahr 2013 ergaben sich keine Verwässerungseffekte.
Die Segmente werden grundsätzlich nach ihrer internen Organisations- und Berichtsstruktur und den rechtlichen Einheiten ausgewiesen, wobei diese unter Berücksichtigung regionaler Verantwortungsbereiche zusammengefasst werden. Die nach der at equity-Methode in den Konzern einbezogenen Tochtergesellschaften finden in der Segmentberichterstattung keine Beachtung.
Produktsysteme für das Verlegen von Bodenbelägen herstellen und/oder anbieten.
» Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Segmentposten umfassen Transfers zwischen den einzelnen Segmenten, die in der Überleitungsrechnung eliminiert werden. Grundlage für die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte auf einzelne Länder ist der Sitz der verkaufenden Einheit bzw. der Standort des Vermögens. Das Segmentergebnis wird als Ergebnis vor Steuern und Zinsen ausgewiesen. Die Informationen zu Segmentinvestitionen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftswerte) und die Sachanlagen.
» Bei den Umsatzerlösen nach geografischen Regionen richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden. Im Geschäftsjahr 2013 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10,0% der Umsatzerlöse des Uzin Utz Konzerns getätigt.
Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 "Cashflow Statements" unter Anwendung der indirekten Methode für den Cashflow aus der operativen Tätigkeit, ausgehend vom Jahresüberschuss, aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung ist in die drei Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
» Der Finanzmittelbestand ist definiert als der Saldo aus den liquiden Mitteln sowie sämtlicher Wertpapiere mit einer zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Restlaufzeit von drei Monaten. Hiervon sind die in den kurzfristigen Finanzschulden enthaltenen Verbindlichkeiten aus Kontokorrent-Verhältnissen abzuziehen, die Bestandteil des konzernweiten Cash-Managements sind. Als Finanzschulden im Sinne der Finanzierungsrechnung werden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie verzinsliche Darlehen, die von Lieferanten gewährt wurden, bezeichnet.
» Kreditlinien wurden konzernweit zum Abschlussstichtag zu ca. 22% (7), absolut ca. 11,1 Mio. EUR (3,9) ausgenutzt. Es bestanden bei rund einem Viertel der Konzerngesellschaften fest vereinbarte Kreditlinien.
» Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit spezifiziert (IAS 7 Cashflow Statements).
» Die Kapitalflussrechnung hat ihren Ausgangspunkt im operativen Cashflow zuzüglich des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses vor Abschreibungen (Betriebs-Cashflow). Der Betriebs-Cashflow, korrigiert um die zahlungsunwirksamen Ströme und unter Einbeziehung der Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden, Zinsen und Steuern, die aufgrund der Unmöglichkeit der Zuordnung zu einzelnen Geschäftsbereichen in voller Höhe hier ausgewiesen werden, sowie der Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva, ergibt den Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit.
» Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beinhaltet den Zahlungsmittelabfluss für Investitionen, den Zahlungsmittelzufluss aus Desinvestitionen sowie Zahlungsmitteländerungen im Zusammenhang mit Änderungen des Konsolidierungskreises.
» In der Veränderung der betrieblichen Aktiva sind die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit enthalten. Die Veränderung der betrieblichen Passiva beinhaltet kurzfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit.
» Am 01. Januar 2013 erwarb der Konzern die restlichen 50% der Anteile an der Unihem d.o.o., mit Sitz in Ljubljana, Slowenien.
» Für den Erwerb der restlichen Anteile war ein Kaufpreis von 1 EUR zu entrichten.
» Der beizulegende Zeitwert aller Vermögenswerte und Schulden an der Unihem d.o.o. entspricht zum 01.Januar 2013 folgenden Werten:
| Unternehmenserwerbe übernommene Vermögenswerte und Schulden (in TEUR) |
2013 |
|---|---|
| Liquide Mittel | 364 |
| Kundenforderungen | 2.407 |
| Sachanlagen | 215 |
| Vorräte | 689 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 213 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.306 |
| Sonstige Vermögenswerte | 114 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 675 |
| Passive latente Steuern | 222 |
| Sonstige Passiva | 1.057 |
| 3.354 | |
| Passiver Unterschiedsbetrag | -430 |
| Anschaffungskosten gesamt | 2.924 |
» Der lucky buy wird erfolgswirksam unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
» In der Kapitalflussrechnung ist ein Abfluss von Zahlungsmitteln wie folgt berücksichtigt:
| Unternehmenserwerbe Berücksichtigung in Kapitalflussrechnung (in TEUR) |
2013 |
|---|---|
| In Bar entrichteter Kaufpreis | 0 |
| Abzüglich erworbene liquide Mittel | 364 |
| Zuzüglich erworbene kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
0 |
| Abfluss/Zufluss von Zahlungsmitteln | -364 |
» Zum 20. Dezember 2013 erwarb der Konzern weitere Anteile an der Arendicom GmbH, Tutzingen und hält somit 35,0%. » Für den Erwerb der Anteile waren die folgenden Kaufpreise zu entrichten:
| Unternehmenserwerbe – Kaufpreis (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| In Bar | 200 | 305 |
| Kaufpreis gesamt | 200 | 305 |
» Der beizulegende Zeitwert aller erworbener Vermögenswerte und Schulden entspricht zum jeweiligen Zeitpunkt der Erfassung bzw. Änderung im Konsolidierungskreis folgenden Werten:
| Unternehmenserwerbe übernommene Vermögenswerte und Schulden (in TEUR) |
01.01.2013 | 20.12.2013 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 222 | 221 |
| Kundenforderungen | 129 | 312 |
| Sachanlagen | 3 | 7 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 33 | 9 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 258 | 356 |
| Sonstige Vermögenswerte | 151 | 125 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 215 | 337 |
| Steuerrückstellungen | 4 | 0 |
| Sonstige Passiva | 463 | 448 |
| 114 | 244 | |
| Erworbene Anteile | 24 | 34 |
| Sonstige Anteile | 90 | 210 |
| Firmenwert | 281 | 166 |
| Anschaffungskosten gesamt | 305 | 200 |
» In der Kapitalflussrechnung ist ein Abfluss von Zahlungsmitteln wie folgt berücksichtigt:
| Unternehmenserwerbe Berücksichtigung in Kapitalflussrechnung (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| In Bar entrichteter Kaufpreis | 200 | 305 |
| Abzüglich erworbene liquide Mittel | 221 | 222 |
| Zuzüglich erworbene kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
0 | 0 |
| Abfluss/Zufluss von Zahlungsmitteln |
-21 | 83 |
» Zum 01. September 2012 erwarb der Konzern 100% an der Compotan Polymer B.V., Ede in der Niederlande. Sie wurde erstmalig zum 01. Januar 2013 in den Konzernabschluss miteinbezogen.
» Für den Erwerb der Anteile war der folgende Kaufpreis zu entrichten:
| Kaufpreis gesamt | 744 |
|---|---|
| In Bar | 744 |
| Unternehmenserwerbe – Kaufpreis (in TEUR) |
2013 |
» Der beizulegende Zeitwert aller Vermögenswerte und Schulden an der Compotan Polymer B.V. entspricht zum 01. Januar 2013 folgenden Werten:
| Liquide Mittel | 103 |
|---|---|
| Kundenforderungen | 115 |
| Sachanlagen | 68 |
| Vorräte | 187 |
| Lieferantenverbindlichkeiten | 69 |
| Steuerrückstellungen | 8 |
| Kurzfr. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 70 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 32 |
| 294 | |
| Passiver Unterschiedsbetrag/Goodwill | 450 |
| Kaufpreis gesamt | 744 |
» In der Kapitalflussrechnung ist ein Abfluss von Zahlungsmitteln wie folgt berücksichtigt:
| Unternehmenserwerbe Berücksichtigung in Kapitalflussrechnung (in TEUR) |
2013 |
|---|---|
| In Bar entrichteter Kaufpreis | 744 |
| Abzüglich erworbene liquide Mittel | 103 |
| Zuzüglich erworbene kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
70 |
| Abfluss/Zufluss von Zahlungsmitteln | 712 |
» Es wird für keinen aus diesen Erwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert eine steuerliche Abzugsfähigkeit erwartet.
Der Uzin Utz Konzern unterliegt außerdem möglichen Verpflichtungen aus Verfahren und geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicher zukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Hieraus werden jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation des Konzerns erwartet.
Als "related parties" im Sinne des IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen neben dem Vorstand grundsätzlich der Aufsichtsrat, verbundene Unternehmen sowie die Anteilseigner in Betracht.
» Die verbundenen Unternehmen werden in der Aufstellung zum Anteilsbesitz der Konzergesellschaften dargestellt. » Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung in Höhe von 80,7 TEUR (54,3). Im Einzelnen wird dies im Abschnitt "Gesamtbezüge und Anteilsbesitz" dargestellt. » Die Bezüge des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf 1.412 TEUR (1.223). Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2012 unterbleiben die im Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz verlangten Angaben. Dieser Beschluss gilt bis zum 31. Dezember 2015. » Per 31. Dezember 2013 besitzt der Vorstandsvorsitzende Dr. H. Werner Utz 1.759.314 Aktien des Unternehmens und war damit zum Ende des Berichtszeitraumes größter Aktionär.
» Der Sozietät des Aufsichtsratsvorsitzenden wurden für Beratungsleistungen im Berichtsjahr 89 TEUR (63) bezahlt. » Geschäftsvorfälle zwischen den Konzerngesellschaften sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden daher in diesem Anhang nicht erläutert. Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und ihren Tochtergesellschaften sowie assoziierten Unternehmen werden im Einzelabschluss der Muttergesellschaft angegeben.
» Zwischen den in den Konzern einbezogenen Unternehmen und nicht in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen stattgefundene Transaktionen werden nachstehend erläutert.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2013 fanden keine wesentlichen Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und nahestehenden Personen und Unternehmen statt, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind.
» Die Objekteure im Forum Verwaltungsgesellschaft mbH, Artiso AG, Uzin Utz Manufacturing North America Inc. und die Hermann Frank Verwaltungs GmbH sind nahestehende Unternehmen, weil direkt Anteile zwischen 50% und 100% des Stammkapitals durch die Uzin Utz AG gehalten werden. Diese Unternehmen wurden nicht in den konsolidierten Konzernabschluss miteinbezogen, weil die konzerninternen Geschäftsvorfälle unter 1% des Konzernvolumens liegen. In der Regel finden mit diesen Unternehmen keine wesentlichen Transaktionen statt, die das operative Geschäft betreffen.
» Eventuell ausstehende Forderungen sind ungesichert und werden bar beglichen. Es werden weder Garantien gegeben noch erhalten.
(Zahlenangaben laut IFRS vor Konsolidierung)
| Gesellschaft | Standort | Anteil am Kapital in% |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis in TEUR |
Ergebnis VJ |
|---|---|---|---|---|---|
| Uzin Dr. Utz Ges. mbH | AT, Wien | 100,00 | -189 | 95 | 85 |
| Unipro-Belgie N.V. | BE, Gent | 99,98 | 1.267 | 190 | 249 |
| Uzin Tyro AG | CH, Buochs | 100,00 | 9.017 | 1.310 | 2.001 |
| Sifloor AG | CH, Sursee | 100,00 | 12.410 | 1.150 | 830 |
| DS Derendinger AG | CH, Thörishaus | 100,00 | 1.556 | 38 | 204 |
| Uzin Utz Construction Materials Co.Ltd. |
CN, Shanghai | 100,00 | -309 | 122 | -373 |
| Uzin s.r.o. | CZ, Prag | 100,00 | 1.032 | 222 | 282 |
| artiso solutions gmbh | DE, Blaustein | 50,00 | 345 | 32 | 32 |
| Artiso AG *) | DE, Blaustein | 50,00 | 38 | 3 | 3 |
| Pallmann GmbH **) | DE, Würzburg | 100,00 | 7.715 | 1.323 | - |
| Hermann Frank GmbH & Co. KG |
DE, Oberderdingen |
100,00 | 525 | -43 | -59 |
| Hermann Frank Verwal tungs GmbH *) |
DE, Oberderdingen |
100,00 | 34 | 2 | 2 |
| BIL LEASING Verwaltungs GmbH & Co 870 KG |
DE, Pullach | 94,00 | 3.860 | 933 | 884 |
| Objekteure im Forum Verwaltungsgesellschaft mbH *) |
DE, Ulm | 100,00 | 32 | 1 | 2 |
| Utz Beteiligungs GmbH | DE, Ulm | 100,00 | -105 | -17 | -20 |
| Uzin Utz AG | DE, Ulm | - | 70.900 | 4.306 | 4.270 |
| Uzin France SAS | FR, Paris | 100,00 | 4.216 | 386 | 278 |
| Uzin Limited | GB, Rugby | 100,00 | 1.958 | 420 | 637 |
| Unikem d.o.o | HR, Zagreb | 100,00 | 155 | -25 | -39 |
| Uzin Utz Magyarország Kft. |
HU, Budapest | 90,00 | 2 | -52 | -48 |
| Unipro B.V. | NL, Haaksbergen | 100,00 | 8.057 | 1.793 | 1.196 |
| Løkken AS | NO, Skien | 100,00 | -61 | -657 | -112 |
| Ufloor Systems NZ Ltd. | NZ, Whangaparaoa | 90,00 | 307 | 50 | 44 |
| Uzin Polska Produkty Budowlane Sp.zo.o. |
PL, Legnica | 100,00 | 4.056 | 125 | 229 |
| Uzin Polska Sp.zo.o. | PL, Legnica | 100,00 | 2.104 | 109 | 116 |
| P.T. Uzin Utz Indonesia | ID, Jakarta | 49,00 | 1.059 | 142 | 43 |
| Unihem Trading d.o.o. | XS, Belgrad | 100,00 | -298 | -2 | -100 |
| Unihem d.o.o. | SI, Ljubljana | 100,00 | 2.654 | 19 | -391 |
| Utz Inc. | US, Aurora | 100,00 | 658 | 0 | 0 |
| Ufloor Systems Inc. | US, Aurora | 90,00 | -461 | 10 | 237 |
| Arendicom GmbH | DE, Tutzing | 34,99 | 244 | -70 | 14 |
| Uzin Utz Manufacturing North America Inc. *) |
US, Delaware | 100,00 | 136 | 0 | 0 |
| Compotan Polymer B.V. | NL, Ede | 100,00 | 218 | -76 | -3 |
» Dr. H. Werner Utz Diplom-Kaufmann 89584 Ehingen Vorsitzender (Strategie, Marketing, Technischer Produktservice, Entwicklung und Produkttechnik) » Thomas Müllerschön Diplom-Betriebswirt (BA) Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) 89607 Emerkingen Vorstand Vertrieb und Finanzen (Vertrieb, Betrieb & Logistik, Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Konzernorganisation, Personal, Zentraleinkauf)
» Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen auskunftsgemäß folgende Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:
» Aufgrund der Wahl der Aufsichtsratmitglieder an der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
» Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen zum
Dezember 2013 folgende weitere Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:
» Dr. Rainer Kögel:
Die Vergütung des Vorstands der Uzin Utz AG im Geschäftsjahr 2013 betrug 1.412 TEUR (1.223), davon fix 658 TEUR (601), erfolgsabhängig 754 TEUR (622). In den fixen Bezügen des Vorstands sind 25 TEUR im Rahmen eines beitragsorientierten Alterversorgungsplans enthalten. » Auf der Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat die folgende Vergütung:
| Feste Vergütung | Variable Vergütung | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | |
| 8,4 | 15,0 | 5,0 | 9,5 | 13,4 | 24,5 | |
| 9,0 | 6,0 | 13,4 | 9,5 | 22,4 | 15,5 | |
| - | 3,7 | - | 5,9 | - | 9,6 | |
| 17,5 | 1,8 | 13,4 | 2,9 | 30,9 | 4,7 | |
| 5,7 | - | 8,4 | - | 14,1 | - | |
» Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen etwa zu entrichtenden Umsatzsteuer.
» Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 970 TEUR (936) gebildet. Einem früheren Mitglied der Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Ruhegehalt von 8 TEUR (8) gezahlt.
» Per 31. Dezember 2013 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314 Aktien (1.759.314). Ein Aufsichtsratsmitglied besitzt 395 (395) Aktien des Unternehmens.
» Weder Vorstand noch Aufsichtsrat haben Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile.
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage zugänglich gemacht.
Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Wer durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% oder 75% der Stimmrechte an der Uzin Utz AG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, ist verpflichtet dies unserer Gesellschaft nach § 21 WpHG mitzuteilen. Der Uzin Utz AG obliegt es diese Mitteilungen gemäß § 25 WpHG zu veröffentlichen.
Das im Aufwand des Geschäftsjahres 2013 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers verteilt sich auf folgende erbrachte Leistungen:
| Honorar (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Jahresabschlussprüfung | 115 | 115 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 2 | 1 |
| Steuerberatung | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 9 | 3 |
Zum 01. Februar 2014 sind im Zuge eines Asset Deals die Vermögenswerte und Schulden der Compotan Polymer B.V. in Ede, Niederlande auf die Unipro B.V. mit ihren Buchwerten übergegangen. Die Compotan Polymer B.V. erzielte im Jahr 2013 einen Nettoumsatz von 592 TEUR und einen Jahresfehlbetrag von 76 TEUR. Sie agiert mit ihren Produkten wie beispielsweise PU-Gießböden und PU-Lacken auf dem gleichen Markt wie Unipro B.V. mit ihren Arturo-Produkten. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie und trägt zur Erweiterung des Sortiments bei. Eine finanzielle Auswirkung ist nicht zu erwarten.
» Zum 5. März 2014 wurde die Hermann Frank Verwaltungs GmbH sowie die Hermann Frank GmbH & Co. KG in die WOLFF Verwaltungs GmbH und WOLFF GmbH & Co. KG umfirmiert.
Der Jahresabschluss nach HGB der Uzin Utz AG zum 31. Dezember 2013 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80) aus. Der Vorstand bittet den Aufsichtsrat um Beschlussfassung über folgenden Ergebnisverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung: » Ausgehend von einem Jahresüberschuss nach HGB von 4.905.114,01 EUR (4.760.032,60) ergibt sich zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von 10.860.171,20 EUR (10.131.132,20) ein Bilanzgewinn von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80).
» Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss nach HGB ausgewiesenen Bilanzgewinn von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80) wie folgt zu verwenden: » Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR (0,80) je Stückaktie insgesamt 4.035.455,20 EUR (4.035.455,20) auf das Grundkapital von 15.132.957,00 EUR (15.132.957,00). » Die Differenz von 11.729.830,01 EUR (10.855.709,60) sowie der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ulm, den 18. März 2014 Uzin Utz Aktiengesellschaft Der Vorstand
Dr. H. Werner Utz
Thomas Müllerschön
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ulm, den 18. März 2014
Der Vorstand
Wir haben den von der Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft.
» Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, abzugeben.
» Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.
» Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
» Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. » Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 18. März 2014
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Armin Weber | Peter-Jürgen Hickmann |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
| Uzin Utz AG-Abschluss | Gewinn- und Verlustrechnung | 121 |
|---|---|---|
| Bilanz | 122 | |
| Uzin Utz AG-Anhang | Anlagenspiegel | 124 |
| Rechnungslegung | 125 | |
| Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung | 126 | |
| Erläuterungen zur Bilanz | 127 | |
| Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung | 132 | |
| Sonstige Angaben | 133 | |
| Dividendenvorschlag | 135 |
| Gewinn- und Verlustrechnung (in TEUR) |
2013 | 2012 | Erläuterungen siehe |
|
|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 126.598 | 121.629 | S. 132 |
| 2. | Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-869 | -154 | |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 3.119 | 2.394 | |
| 4. | Materialaufwand | |||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren |
65.625 | 64.277 | ||
| 5. | Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 24.668 | 22.917 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor gung und für Unterstützung |
4.129 | 4.098 | ||
| 28.797 | 27.015 | |||
| 6. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
2.784 | 2.412 | |
| 7. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 26.819 | 24.944 | S. 132 |
| 8. | Erträge aus Beteiligungen | 2.161 | 2.040 | |
| 9. | Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
186 | 193 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 159 | 99 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.010 | 1.087 | ||
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.320 | 6.465 | ||
| 13. Außerordentliches Ergebnis | 0 | 0 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.170 | 1.379 | ||
| 14. Sonstige Steuern | 244 | 326 | ||
| 15. Jahresüberschuss | 4.905 | 4.760 | S. 128 |
| Aktiva (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 | Erläuterungen siehe |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|
| A. | Anlagevermögen | S. 124/127 | ||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. | Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
844 | 768 | |||
| 844 | 768 | |||||
| II. | Sachanlagen | |||||
| 1. | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten | 12.255 | 10.084 | |||
| 2. | Technische Anlagen und Maschinen | 7.471 | 6.021 | |||
| 3. | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.706 | 5.408 | |||
| 4. | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.022 | 5.097 | |||
| 27.455 | 26.611 | |||||
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 38.936 | 34.851 | |||
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.510 | 5.025 | |||
| 3. | Beteiligungen | 755 | 3.090 | |||
| 4. | Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
151 | 187 | |||
| 48.351 | 43.152 | |||||
| 76.650 | 70.531 | |||||
| B. | Umlaufvermögen | S. 127 | ||||
| I. | Vorräte | |||||
| 1. | Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.601 | 4.784 | |||
| 2. | Unfertige Leistungen | 146 | 249 | |||
| 3. | Fertige Erzeugnisse und Waren | 7.946 | 8.949 | |||
| 12.693 | 13.982 | |||||
| II. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||||
| 1. | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.721 | 6.175 | |||
| 2. | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.264 | 6.888 | |||
| 3. | Sonstige Vermögensgegenstände | 2.567 | 2.822 | |||
| 17.553 | 15.885 | |||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 185 | 160 | ||||
| 30.430 | 30.028 | |||||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 310 | 370 | |||
| 107.390 | 100.929 |
| Passiva (in TEUR) |
31.12.2013 | 2010 | 31.12.2012 | Erläuterungen siehe |
|
|---|---|---|---|---|---|
| A. | Eigenkapital | S. 127 f. | |||
| I. | Gezeichnetes Kapital | ||||
| 1. Gezeichnetes Kapital |
15.133 | 15.133 | |||
| 2. Nennbetrag eigener Anteile |
-17 | -17 | |||
| 15.116 | 15.116 | ||||
| II. | Kapitalrücklagen | 23.743 | 23.743 | ||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. Andere Gewinnrücklagen |
9.409 | 9.409 | |||
| 9.409 | 9.409 | ||||
| IV. Gewinnvortrag | 10.860 | 10.131 | |||
| V. | Jahresüberschuss | 4.905 | 4.760 | ||
| 64.034 | 63.160 | ||||
| B. | Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen |
|||||
| und ähnliche Verpflichtungen | 815 | 824 | |||
| 2. Steuerrückstellungen |
61 | 352 | |||
| 3. Sonstige Rückstellungen |
2.683 | 2.489 | S. 128 f. | ||
| 3.560 | 3.664 | ||||
| C. | Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
31.932 | 24.521 | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
3.423 | 3.518 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.418 | 2.806 | |||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten |
2.885 | 2.992 | S. 129 | ||
| 39.658 | 33.837 | ||||
| D. Passive latente Steuern | 138 | 267 | S. 131 |
| Anlagenspiegel (in TEUR) |
Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Nettowert | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A. Immaterielle Vermögensgegenstände |
Vortrag | Zugänge | Um buchungen |
Abgänge | End bestand |
Vortrag | Zuschrei bungen |
Zugang | Um buchungen |
Abgang | End bestand |
aktuell | Vortrag | ||
| 1. | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rech ten und Werten |
4.314 | 481 | 49 | 68 | 4.777 | 3.546 | 0 | 454 | 0 | 68 | 3.933 | 844 | 768 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.610 | 0 | 0 | 0 | 5.610 | 5.610 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.610 | 0 | 0 | ||
| 9.924 | 481 | 49 | 68 | 10.386 | 9.156 | 0 | 454 | 0 | 68 | 9.542 | 844 | 768 | |||
| B. | Sachanlagen | ||||||||||||||
| 1. Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
19.302 | 361 | 2.258 | 0 | 21.921 | 9.218 | 0 | 447 | 0 | 0 | 9.666 | 12.255 | 10.084 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen |
18.977 | 827 | 1.216 | 277 | 20.743 | 12.956 | 0 | 593 | 0 | 277 | 13.271 | 7.471 | 6.021 | ||
| 3. | Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
16.980 | 648 | 878 | 927 | 17.580 | 12.081 | 0 | 1.023 | 0 | 904 | 12.201 | 5.379 | 4.899 | |
| 4. Geringwertige Wirtschaftsgüter |
1.180 | 84 | 0 | 2 | 1.262 | 671 | 0 | 267 | 0 | 2 | 935 | 327 | 509 | ||
| 5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
5.097 | 1.351 | -4.401 | 25 | 2.022 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.022 | 5.097 | ||
| 61.537 | 3.272 | -49 | 1.231 | 63.528 | 34.926 | 0 | 2.330 | 0 | 1.183 | 36.073 | 27.455 | 26.611 | |||
| C. | Finanzanlagen | ||||||||||||||
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen |
35.071 | 1.161 | 3.135 | 0 | 39.367 | 220 | 389 | 0 | 600 | 0 | 431 | 38.936 | 34.851 | |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen |
5.025 | 5.560 | 0 | 2.075 | 8.510 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.510 | 5.025 | |
| 3. | Übrige Beteiligungen | 3.690 | 200 | -3.135 | 0 | 755 | 600 | 0 | 0 | -600 | 0 | 0 | 755 | 3.090 | |
| 4. Ausleihungen an Beteili gungsunternehmen |
187 | 0 | 0 | 36 | 151 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 151 | 187 | ||
| 43.973 | 6.921 | 0 | 2.111 | 48.783 | 820 | 389 | 0 | 0 | 0 | 431 | 48.351 | 43.152 | |||
| 115.433 | 10.673 | 0 | 3.410 | 122.697 | 44.902 | 389 | 2.784 | 0 | 1.251 | 46.046 | 76.650 | 70.531 |
Der Jahresabschluss 2013 der Uzin Utz AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes erstellt.
» Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
» Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
» Soweit ergänzende Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, wurden Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Positionen im Anhang dargestellt.
» Die Berichterstattung erfolgt in TEUR. Durch die Erstellung des Jahresabschlusses in TEUR kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnungen der Einzelposten auf Zahlen in EUR basieren. Alle Vorjahreszahlen sind in Klammern gesetzt.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.
» Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In den Herstellungskosten sind, soweit zulässig, Fremdkapitalzinsen gem. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB enthalten.
» Die Abschreibungen wurden bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren angesetzt. Bei technischen Anlagen und Maschinen, anderen Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer 1 bis 15 Jahre. Bei beweglichem Anlagevermögen wurde einheitlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.
» Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Einordnung von Darlehen an verbundene Unternehmen in den Bereich der Finanzanlagen ergibt sich aus dem voraussichtlichen Rückzahlungszeitraum.
» Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt verrechenbaren Kosten auch die gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorlagen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet.
» Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Zur Absicherung des Forderungsrisikos wurden zum Teil Warenkreditversicherungen mit geschäftsüblichen Selbstbehalten abgeschlossen.
» Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. » Die eigenen Anteile wurden gem. § 272 Abs. 1a HGB mit dem rechnerischen Wert vom Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt.
» Die Pensionsverpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt.
» Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
» Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
» Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden gem. § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.
Die Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 268 Abs. 2 HGB ergibt sich aus dem dargestellten Anlagenspiegel. Die Beträge in der Spalte "Zugang" der Abschreibungen entsprechen den Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Gewinn- und Verlustrechnung.
» Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist Bestandteil des Anhangs und wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich durch Kapitalerhöhungen bei verschiedenen Tochtergesellschaften erhöht. Dies betrifft die Beteiligungen an der Løkken AS, der Uzin Utz Construction Materials Co. Ltd und der Utz Inc. Außerdem wurde die JP Coatings GmbH zum 01. Februar 2013 auf die Genial Produkte GmbH verschmolzen. Die Genial Produkte GmbH hat Ihre Firmierung in Pallmann GmbH geändert. Sitz der Gesellschaft ist Würzburg. » Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile der Unihem Gruppe, Slowenien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufs- bzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Abweichend von der ursprünglichen Optionsvereinbarung haben sich die Vertragsparteien auf eine Übernahme der restlichen Anteile zum 01. Januar 2013 geeinigt. Die Unihem Gruppe wird ab dem Geschäftsjahr 2013 vollkonsolidiert. » Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen dem Anlagevermögen zugeordnete Ausleihungen mit mittel- bis langfristigen Tilgungszeiträumen in Höhe von 8.510 TEUR (5.025).
Der Beteiligungsbesitz ergibt sich aus der im Konzernanhang enthaltenen Darstellung des Anteilsbesitzes (S. 114).
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
0 | 0 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | 13 | 18 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 336 | 436 |
» Außerdem bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.264 TEUR (6.888), hiervon sind 6.777 TEUR (5.656) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:
| Rechnungsabgrenzungsposten (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten |
310 | 370 |
» Bei aufgenommenen Darlehen wurden zum Teil Disagien einbehalten. Nach § 250 Abs. 3 HGB wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die über die Laufzeit des Darlehens aufgelöst werden. Der dafür am 31. Dezember 2013 unter den aktiven Rechnungsabgrenzungen ausgewiesene Betrag beträgt 35 TEUR (55).
Das Grundkapital der AG zum 31. Dezember 2013 beträgt 15.133 TEUR und ist in 5.044.319 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt, die mit einem anteiligen Betrag von 3 Euro am Grundkapital beteiligt sind.
» Vom Grundkapital wird der rechnerische Wert der eigenen Aktien i. H. v. 17 TEUR abgesetzt.
» Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.
» Der Vorstand ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft weiterhin einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.
Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen und nur in Übereinstimmung mit § 71 AktG ausgeübt werden. » Der Rückkauf der eigenen Aktien dient u. a. dem Zweck der Veräußerung an Dritte oder zur Übernahme von Unternehmen oder Beteiligungen. Daneben ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
» Insgesamt betrug der Bestand an eigenen Aktien (nennwertlose Stückaktien) zum Bilanzstichtag 5.577 Stück, entsprechend einem Anteil am Grundkapital von 0,11%
= 17 TEUR.
» Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 keine eigenen Aktien erworben. Die Erwerbszeiträume und Erwerbspreise der im Bestand gehaltenen eigenen Aktien stellen sich wie folgt dar:
| Aktienrückkauf | Anzahl der | Durch |
|---|---|---|
| Aktien | schnittskurs EUR |
|
| November 2004 | 1.439 | 14,68 |
| Januar 2009 | 361 | 15,07 |
| Februar 2009 | 255 | 14,89 |
| März 2009 | 303 | 14,54 |
| April 2009 | 74 | 15,32 |
| Mai 2009 | 270 | 15,67 |
| Juni 2009 | 134 | 15,93 |
| Juli 2009 | 451 | 16,84 |
| August 2009 | 612 | 17,11 |
| September 2009 | 593 | 16,90 |
| Oktober 2009 | 495 | 16,77 |
| November 2009 | 590 | 16,86 |
| Summe | 5.577 |
» Der rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile wird nach § 272 Abs. 1a HGB offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Die Kapitalrücklagen in der Gesellschaft ergeben sich gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB aus dem bei der Aktienausgabe erzielten Aufgeld in Höhe von 12.271 TEUR, vermindert um die für Zwecke der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendeten Beträge in Höhe von 1.774 TEUR. Zudem sind unter den Kapitalrücklagen die Aufgelder aus der in 2011 erfolgten Kapitalerhöhung in Höhe von 13.193 TEUR sowie ein Erlös aus der Hingabe von eigenen Aktien in Höhe von 54 TEUR erfasst. Die Kapitalrücklage beträgt somit 23.743 TEUR (23.743).
Bei der Gesellschaft war eine Dotierung der gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG wegen der nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB gebildeten Kapitalrücklage nicht erforderlich.
» Die anderen Gewinnrücklagen der Uzin Utz AG betragen unverändert zum Vorjahr 9.409 TEUR.
Der Bilanzgewinn der Uzin Utz AG hat sich wie folgt entwickelt:
| Bilanzgewinn (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss 31.12. | 4.905 | 4.760 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 10.860 | 10.131 |
| Stand Bilanzgewinn 31.12. | 15.765 | 14.891 |
Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung wurde nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Berechnung wurden die Heubeck-Sterbetafeln 2005G sowie ein Rechnungszins von 4,88% (5,04) zu grunde gelegt. Gehaltstrends wurden mit 0% berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt 918 TEUR (929); der Zeitwert der verrechneten Aktivwerte beträgt 103 TEUR (106).
» Die sonstigen Rückstellungen des Personalbereichs betreffen im Wesentlichen Prämien und Tantiemen, Urlaubslöhne und -gehälter, Gleitzeitguthaben, Altersteilzeit und pensionsähnliche Verpflichtungen. Für die Verpflichtung aus dem Tarifvertrag "Lebensarbeitszeit und Demografie" der chemischen Industrie besteht eine Deckungszusage durch eine Versicherungsgesellschaft in gleicher Höhe (886 TEUR; Vj. 500 TEUR).
» Die sonstigen Rückstellungen aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altlasten, Garantieleistungen, Beiträgen zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für drohende Verluste und Verpflichtungen aus noch ausstehenden Lieferantenrechnungen und Beratungsleistungen.
» Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Die hieraus entstandenen Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge sind gesondert im Anhang erläutert.
| Rückstellungen (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 815 | 824 |
| Steuerrückstellungen | 61 | 352 |
| Sonstige Rückstellungen | ||
| des Personalbereichs | 1.021 | 1.135 |
| aus Garantie- und Kulanzleistungen | 465 | 472 |
| aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken | 1.197 | 883 |
| 3.560 | 3.664 |
| Verbindlichkeiten gegliedert nach Art und Höhe der Sicherheiten (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
31.932 | 24.521 |
| davon durch Grundpfandrechte gesichert |
16.148 | 13.917 |
Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten beinhalten drei Nachrangkapitaltranchen der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 4,7 Mio. EUR (6,3), die als mezzanines Kapital zu betrachten sind.
» Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Es bestehen die folgenden kumulierten Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen zum Bilanzstichtag:
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 1.470 | 2.781 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 498 | 881 |
| Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) | 0 | 0 |
(in TEUR)
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 125 | 87 |
|---|---|---|
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 298 | 350 |
| Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) | 39 | 87 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt (in TEUR) |
31.12.2013 | 31.12.2012 |
| Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 1.595 | 2.868 |
| Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | 797 | 1.231 |
| Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) | 39 | 87 |
» Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten hauptsächlich Miet- und Leasingverträge über PKW, Büromaschinen sowie Büro- und Lagergebäude.
» Die Uzin Utz AG hat sich für den Abschluss von außerbilanziellen Geschäften aus wirtschaftlichen, steuerlichen und bilanzpolitischen Gründen entschieden. Aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen Risiken in Form der vertraglich vereinbarten periodischen Zahlungen bzw. aus der Verpflichtung zur Abnahme der geleasten Vermögensgegenstände im Falle der Andienung. Die Leasing- und Mietverträge wurden geschlossen, um sich vorteilhaftere Finanzierungskonditionen im Vergleich zu anderen Fremdfinanzierungsformen zu sichern.
| Verbindlichkeiten | Gesamtausweis | davon Restlaufzeit < 1 Jahr | davon Restlaufzeit 1-5 Jahre | davon Restlaufzeit > 5 Jahre | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
| Gegenüber Kreditinstituten | 31.932 | 24.521 | 13.064 | 7.486 | 12.758 | 14.091 | 6.111 | 2.945 |
| Aus Lieferungen und Leistungen | 3.423 | 3.518 | 3.423 | 3.518 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.418 | 2.806 | 1.418 | 2.806 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 1.418 | 975 | 1.418 | 975 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 2.885 | 2.992 | 2.885 | 2.992 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon aus Steuern | 631 | 483 | 631 | 483 | 0 | 0 | 0 | 0 |
» Ein bis zum 31. März 2014 geleastes Objekt (Hochregallager) wird die Uzin Utz AG am Ende der Leasinglaufzeit erwerben. Der vereinbarte Kaufpreis beträgt 3.293 TEUR und entspricht dem Restbuchwert.
» Aus begonnenen Investitionsvorhaben bestehen zum Bilanzstichtag vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 641 TEUR.
» Mit Lieferanten wurden Rahmenverträge abgeschlossen, um günstige Bezugspreise für die Zukunft zu sichern. Aus diesen Verträgen bestehen Verpflichtungen für das Jahr 2014 in Höhe von 2.284 TEUR (1.435) und für die Jahre 2015-2017 in Höhe von 132 (176) TEUR.
Aus der Kommanditbeteiligung an der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG besteht eine im Handelsregister eingetragene Hafteinlage von 4.200 TEUR. Die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG hat im aktuellen Geschäftsjahr ein vorläufiges Jahresergebnis von 979 TEUR (931) erwirtschaftet. Der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Fehlbetrag beläuft sich per 31. Dezember 2013 auf 3 TEUR (982).
» Es bestehen Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften für Tochtergesellschaften in Höhe von 10.857 TEUR (4.924).
» Die Uzin Utz AG ist für Tochtergesellschaften Verpflichtungen aus Patronatserklärungen und Garantien in Höhe von 6.215 TEUR (5.127) eingegangen.
» Alle Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen wurden für Tochtergesellschaften abgegeben, deren Jahresabschlüsse vollständig in den Konzernabschluss der Uzin Utz AG aufgenommen werden. Die finanziellen Verhältnisse sind vollständig offengelegt. Aufgrund der Erfahrungen und aus der aktuellen Entwicklung und Planung der Tochterunternehmen ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen.
Für ein in 2010 aufgenommenes variabel verzinsliches Darlehen wurde bereits in 2008 ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Für einen Nominalwert von 5 Mio. EUR wurde ein Zinssatz von 4,92% p.a. abgesichert. Bewertet nach der "mark-to-market-Methode" ergibt sich zum 31. Dezember 2013 ein negativer beizulegender Zeitwert in Höhe von 113 TEUR (219). Für diesen Betrag wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet und bei den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
» Zum 31. Dezember 2013 bestehen Devisentermingeschäfte und andere strukturierte Währungsgeschäfte in Höhe von 4.310 TEUR (4.020). Diese haben einen Marktwert in Höhe von -64 TEUR (-19). In den sonstigen Rückstellungen ist auch hierfür eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften enthalten.
Latente Steuern wurden auf Differenzen bei den Bilanzpositionen zu Beteiligungen, Grundstücken und Gebäuden sowie zu Rückstellungen für Altersteilzeit, Betriebsjubiläen, Pensionsverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Der Berechnung wurde ein Gewerbesteuersatz von 12,6% und ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% nebst 5,5% Solidaritätszuschlag zugrunde gelegt. Der zum 31. Dezember 2013 ausgewiesene Betrag von 138 TEUR (267) setzt sich zusammen aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 266 TEUR (292) und aus passiven latenten Steuern in Höhe von 404 TEUR (559).
| Umsatzerlöse Aufgliederung nach |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Tätigkeitsbereichen (in TEUR) | ||
| Eigenerzeugnisse | 103.371 | 98.635 |
| Handelswaren | 23.227 | 22.994 |
| 126.598 | 121.629 | |
| Umsatzerlöse Aufgliederung nach geografisch bestimmten Märkten (in TEUR) |
2013 | 2012 |
| Deutschland | 83.367 | 79.324 |
| Restliches West-Europa | 22.566 | 21.649 |
| Südeuropa | 1.679 | 1.566 |
| Osteuropa | 8.717 | 9.422 |
| Nordeuropa | 5.038 | 5.876 |
| Asien | 579 | 849 |
| Amerika | 4.046 | 2.607 |
| Rest | 607 | 336 |
| 126.598 | 121.629 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erträge aus Weiterberechnungen diverser Aufwendungen (rund 708 TEUR; Vj. 722 TEUR), Erträge aus Versicherungsleistungen (rund 423 TEUR; Vj. 146 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (rund 186 TEUR; Vj. 331 TEUR), Patent- und Lizenzeinnahmen (rund 77 TEUR; Vj. 91 TEUR), Erträge aus der Förderung von Altersteilzeitverträgen (rund 60 TEUR; Vj. 112 TEUR) sowie Erträge aus Währungsumrechnung (rund 449 TEUR; Vj. 386 TEUR). Der Restbetrag setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Beträge zusammen.
» Periodenfremde Erträge beliefen sich in 2013 auf insgesamt 186 TEUR (331). Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vertriebs- und Werbekosten (rund 13.981 TEUR; Vj. 13.471 TEUR), Betriebskosten (rund 6.836 TEUR; Vj. 6.128 TEUR) sowie Verwaltungskosten (rund 2.615 TEUR; Vj. 2.307 TEUR).
» In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 443 (280) enthalten.
» Periodenfremde Aufwendungen beliefen sich in 2013 auf insgesamt 444 TEUR (229). Diese betreffen ausschließlich Gewährleistungsaufwendungen.
| Personalaufwand (in TEUR) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Personalaufwand gesamt | 28.797 | 27.015 |
| davon für Altersversorgung | 0 | 90 |
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (in TEUR) |
2013 | 2012 |
| Insgesamt | 186 | 193 |
| davon von verbundenen Unternehmen |
186 | 193 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (in TEUR) |
2013 | 2012 |
| Insgesamt | 159 | 292 |
| davon von verbundenen Unternehmen |
31 | 204 |
| davon aus Abzinsung | 0 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen (in TEUR) |
2013 | 2012 |
| Insgesamt | 1.010 | 1.087 |
| davon an verbundene Unternehmen |
1 | 0 |
| davon aus Abzinsung | 48 | 12 |
Mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden in 2013 Geschäfte in folgendem Umfang getätigt:
| Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen (in Mio. EUR) |
Verkäufe | Bezug von Dienst leistungen |
|---|---|---|
| Assoziierte Unternehmen | 0 | 0 |
| Verbundene Unternehmen | 6 | 0 |
Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer ausgewiesen. Außerdem ist unter diesem Posten ein Steuerertrag in Höhe von 129 TEUR (97) aus der Anpassung einer latenten Steuerabgrenzung gem. § 274 HGB verrechnet.
» Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde vereinfachend ein einheitlicher Gewerbesteuersatz von 12,6% und ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% (nebst 5,5% Solidaritätszuschlag) zu grunde gelegt.
» Dr. H. Werner Utz Diplom-Kaufmann 89584 Ehingen Vorsitzender (Strategie, Marketing, Technischer Produktservice, Entwicklung und Produkttechnik) » Thomas Müllerschön Diplom-Betriebswirt (BA) Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) 89607 Emerkingen Vorstand Vertrieb und Finanzen (Vertrieb, Betrieb & Logistik, Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Konzernorganisation, Personal, Zentraleinkauf)
» Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen auskunftsgemäß folgende Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:
» Aufgrund der Wahl der Aufsichtsratmitglieder an der Hauptversammlung am 14. Mai 2013 setzt sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
Die Vergütung des Vorstands der AG im Geschäftsjahr 2013 betrug 1.412 TEUR (1.223), davon fix 658 TEUR (601), erfolgsabhängig 754 TEUR (622).
» Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 17. Mai 2011 unterbleiben die im Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz verlangten Angaben. Dieser Beschluss gilt bis zum 31. Dezember 2015.
» Auf Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhielt der Aufsichtsrat 81 TEUR (54) für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2013, davon fix 41 TEUR (27), variabel 40 TEUR (28). » Der Sozietät des Aufsichtsratsvorsitzenden wurden für Beratungsleistungen im Berichtsjahr 89 TEUR (63) bezahlt. » Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 815 TEUR
(824) gebildet. » Einem früheren Mitglied der Geschäftsleitung wurde im Geschäftsjahr 2013 ein Ruhegehalt in Höhe von 8 TEUR (8) bezahlt.
» Per 31. Dezember 2013 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314 (1.759.314) Aktien. Ein Mitglied des Aufsichtsrats besaß 395 (395) Aktien des Unternehmens.
Über die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss berichtet.
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage zugänglich gemacht.
Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Per 31. Dezember 2013 besaß der Vorstandsvorsitzende Dr. H. Werner Utz 1.759.314 Aktien des Unternehmens und war damit zum Ende des Berichtszeitraumes größter Aktionär.
Wer durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% oder 75% der Stimmrechte an der Uzin Utz AG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, muss dies unserer Gesellschaft nach § 21 WpHG mitteilen. Die Uzin Utz AG muss diese Mitteilungen gemäß § 25 WpHG veröffentlichen.
Derzeit gibt es keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme für Mitarbeiter. » Die Anzahl der Mitarbeiter in der AG betrug im Durchschnitt 401 (391) und stieg somit im Vergleich zum Vorjahr leicht. Zusätzlich wurde 28 (27) jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht. Die AG wurde in 2013 als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb durch die IHK Ulm sowie vom Arbeitgeberverband Chemie für "besondere Ausbildungsleistungen" ausgezeichnet. Auch zukünftig wird die AG Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und damit die gesellschaftspolitische Aufgabe wahrnehmen, jungen Menschen durch eine Ausbildung Zukunftsperspektiven zu bieten und gleichzeitig qualifizierten Nachwuchs sicherstellen.
» Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Betriebsbereiche:
| Mitarbeiter (Durchschnitt) |
2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 64 | 60 |
| Vertrieb | 147 | 142 |
| Produktion | 124 | 126 |
| Forschung und Entwicklung | 66 | 63 |
| Summe | 401 | 391 |
| Auszubildende | 28 | 27 |
» Der Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2013 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 15.765 TEUR aus, der sich aus Jahresüberschuss und Gewinnvortrag zusammensetzt. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:
Der Jahresabschluss nach HGB der Uzin Utz AG zum 31. Dezember 2013 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80) aus. Der Vorstand bittet den Aufsichtsrat um Beschlussfassung über folgenden Ergebnisverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung: » Ausgehend von einem Jahresüberschuss nach HGB von 4.905.114,01 EUR (4.760.032,60) ergibt sich zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von 10.860.171,20 EUR (10.131.132,20) ein Bilanzgewinn von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80).
» Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss nach HGB ausgewiesenen Bilanzgewinn von 15.765.285,21 EUR (14.891.164,80) wie folgt zu verwenden: » Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR (0,80) je Stückaktie, insgesamt 4.035.455,20 EUR (4.035.455,20) auf das Grundkapital von 15.132.957,00 EUR (15.132.957,00). » Die Differenz von 11.729.830,01 EUR (10.855.709,60) sowie der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Ulm, den 18. März 2014
Uzin Utz Aktiengesellschaft Der Vorstand
Dr. H. Werner Utz
Thomas Müllerschön
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Ulm, den 18. März 2014
Der Vorstand
Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Uzin Utz AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, abzugeben.
» Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
» Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. » Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 18. März 2014
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Armin Weber | Peter-Jürgen Hickmann |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Der elektronische Geschäftsbericht (als PDF-Datei) ist das Gegenstück zur gedruckten Ausgabe. Er kann online im Internet unter www.uzin-utz.de, Rubrik »Investor Relations« abgerufen werden.
Uzin Utz Aktiengesellschaft D-89079 Ulm Investor Relations
Uzin Utz Aktiengesellschaft büro ballweg, ulm
Gestaltung büro ballweg, ulm
Fotografie Nicole Ahland, Wiesbaden
Sabine Gum, Ehingen die lichtfänger, Ulm
Uzin Utz Aktiengesellschaft Text|Ce|te|ra: Gerhard Reiter, Illertissen
Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm
Dieselstraße 3 D-89079 Ulm
Telefax +49 (0)731 4097-110
2013In diesem Jahr haben wir die Fotokünstlerin Nicole Ahland eingeladen, die Visualisierung des Geschäftsberichts zu übernehmen.
» Nicole Ahland fotografiert Räume. In ihren Fotoarbeiten speichert sie Licht hochsensibel, mal in großen Mengen, mal in kleinen Dosierungen.
» Für den Geschäftsbericht hat sie sich mit den Ulmer Räumlichkeiten der Uzin Utz AG auseinandergesetzt. Hierbei hebt Nicole Ahland vorgefundene Raummomente und Werksituationen in eine autonome und geheimnisvolle Bildwelt. Der Blick ins Hochregallager verwandelt sich in eine dynamische Struktur von raffiniert technischem Konstrukt, ein hochmoderner Lagertank erscheint als magische Lichtskulptur und die in den frühen Morgenstunden ruhende Verladehalle transformiert in einen geheimnisvollen Ort der Sehnsucht. Bodenständigkeit und Fantasie, Tradition und Innovation – mit diesen Stichworten wird hier die Spur aufgenommen und steht somit ganz im Sinne der Firmenphilosophie.
» Die in Wiesbaden lebende Künstlerin Nicole Ahland (1970) gilt als eine der ungewöhnlichsten Fotokünstlerinnen der Gegenwart. Sie hat bei Prof. Dr. Vladimir Spacek an der Hochschule für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Ihr Werk wird regelmäßig in Ausstellungen im Inund Ausland gezeigt und ist in verschiedenen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Ebenso wurde Nicole Ahlands Werk bereits durch verschiedene Stipendien gefördert und mit zahlreichen Kunstpreisen ausgezeichnet.
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