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Uzin Utz AG

Annual Report Apr 18, 2013

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Annual Report

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Nachhaltigkeit fördern Geschäftsbericht 2012

Investor Relations im Überblick

Kennzahlen im Mehrjahresvergleich 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006
Konzern Konzern Konzern Konzern Konzern Konzern Konzern
IFRS IFRS IFRS IFRS IFRS IFRS IFRS
Ertragsdaten
Umsatzerlöse Mio. EUR 207,3 199,2 184,2 172,2 177,4 166,1 152,1
Umsatzzuwachs % zum Vorjahr 4,1 8,1 7,0 -2,9 6,8 9,2 9,8
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit Mio. EUR 13,5 12,0 14,4 11,0 10,5 12,0 11,3
Jahresüberschuss Mio. EUR 9,5 9,0 9,6 7,1 7,8 8,6 8,3
Finanzdaten
Investitionen Mio. EUR 16,3 9,6 6,9 3,2 7,7 14,9 7,3
Abschreibungen Mio. EUR 6,8 7,0 5,6 5,4 5,2 4,9 4,9
Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit Mio. EUR 17,7 12,5 14,3 17,0 11,0 9,8 11,3
Bilanzdaten
Bilanzsumme Mio. EUR 178,1 173,6 167,3 154,7 160,8 154,0 136,0
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen Mio. EUR 21,4 23,3 25,7 22,7 24,0 25,1 24,4
Vorräte Mio. EUR 28,4 27,9 25,3 20,1 21,7 22,8 18,9
Anlagevermögen Mio. EUR 109,7 100,0 95,5 91,5 93,8 88,9 79,5
Lang- und kurzfristige
Schulden Mio. EUR 74,1 75,8 90,1 87,0 97,7 94,3 81,7
Eigenkapital
(inkl. Anteile Dritter) Mio. EUR 104,1 97,7 77,1 67,6 63,0 59,7 54,3
Mitarbeiter (Durchschnitt) 919 879 841 859 806 720 659

Uzin Utz AG Aktionärsstruktur in %

Investor Relations im Überblick

Daten zur Aktie

WPKN 755150
ISIN Nummer DE 000 755150 9
Marktsegment Regulierter Markt , General Standard
Grundkapital 15.132.957 Euro
Gesamtanzahl Aktien 5.044.319 Stückaktien
Emissionskurs Oktober 1997 23,01 Euro
2012 2011
Eigene Aktien (per 31.12.) 5.577 Stück 5.577 Stück
Jahres-Höchstkurs 20,16 Euro 26,51 Euro
Jahres-Tiefstkurs 18,66 Euro 19,40 Euro
Schwankungsbreite 7,71 % 31,83 %
Jahres-Eröffnungskurs 19,35 Euro 21,47 Euro
Jahres-Schlusskurs 19,38 Euro 19,40 Euro
Performance 0,16 % -9,64 %
Jahresdurchschnittskurs 19,45 Euro 22,34 Euro
Marktkapitalisierung auf
Jahresschlusskursbasis
97.758.902 Euro 97.859.789 Euro
Kurs-Gewinn-Verhältnis
je auf Basis des Jahresschlusskurses
2012
IFRS
2011
IFRS
2010
IFRS
2009
IFRS
2008
IFRS
2007
IFRS
2006
IFRS
Jahresschlusskurs (EUR) 19,38 19,40 20,34 17,60 14,70 26,00 23,40
Jahresüberschuss/Aktie (EUR) 1,88 1,78 2,27 1,68 1,84 2,01 1,96
Kurs-Gewinn-Verhältnis 10,3 10,9 9,0 10,5 8,0 12,9 11,9
Vorschlag an die Hauptversammlung 2012 2011 2010 2009 2008 2007 2006
Anzahl Aktien 5.044.319 5.044.319 4.268.271 4.268.271 4.268.271 4.268.271 4.268.271
Dividende/Aktie (EUR) 0,80 0,75 1,00* 0,62 0,62 0,90 0,90
Ausschüttungssumme gesamt (EUR) 4.035.455 3.783.239 4.268.271 2.646.328 2.646.328 3.841.444 3.841.444
Dividendenrendite auf Schlusskursbasis 4,13% 3,87% 4,92% 3,52% 4,22% 3,46% 3,85%

Finanztermine

Bilanzpressekonferenz 16.04.2013
Hauptversammlung 14.05.2013
Halbjahresbericht 28.08.2013

Uzin Utz AG Investor Relations

Telefon +49 (0)731 4097-390 Telefax +49 (0)731 4097-169

[email protected] www.uzin-utz.de

Kurzvorstellung des Konzerns

Stetiger Wandel bei nachhaltiger Entwicklung – damit lässt sich am besten beschreiben, was 1911 begann und heute die Uzin Utz AG ausmacht: In über 100 Jahren entwickelte sich aus einem kleinen regionalen Klebstoffhersteller der weltweit einzige Komplettanbieter in Sachen Bodenkompetenz. Mit den sieben Marken UZIN, Wolff, Pallmann, Arturo, codex, RZ und UFLOOR Systems bietet die Uzin Utz AG ein umfassendes Sortiment an Produkten, Systemen und Dienstleistungen rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Bodenbelägen aller Art, Parkett, keramischen Fliesen und Naturstein – allesamt aus eigener Entwicklung und Produktion. Das Unternehmen verfügt auf den wichtigsten Märkten rund um den Globus über eigene Gesellschaften und ist neben Deutschland in 46 weiteren Ländern vertreten. Die klare Fokussierung der Unternehmensgruppe auf die Kernkompetenz Boden ist dabei weltweit einzigartig. Auf diese Weise stellt sich die Uzin Utz AG erfolgreich und auf internationalem Niveau den Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft.

Die Bodenhaftung hat das Ulmer Unternehmen, das börsennotiert und gleichzeitig in dritter Generation familiengeführt ist, dabei nie verloren. Stets gehen Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand.

Als Pionier und Branchenvorreiter engagiert sich das Unternehmen seit über 30 Jahren erfolgreich in der Entwicklung emissionsarmer und wohngesunder Produkte sowie in der Ressourcen schonenden Produktion. So tragen 13 Produkte der Ökoline von Uzin, 13 Produkte aus der UZIN switchTec®-Klebetechnologie und drei Pallmann-Produkte das Umweltsiegel "Der Blaue Engel".

Das Thema Verantwortung hört aber bei den Produkten keineswegs auf, sondern umfasst neben der ökologischen auch die soziale Ebene. Denn bei Uzin Utz weiß man: Die beste Philosophie hilft nichts, wenn sie nicht von den Mitarbeitern gelebt wird. Deshalb wird grundsätzlich größter Wert auf eine ganz andere Art der Qualitätssicherung gelegt. Sie baut auf den sechs Säulen Verlässlichkeit, Perspektiven, Balance, Wertschätzung, Internationalität und Dynamik und wird in der Personalstrategie "Alles, was Dir wichtig ist" zusammengefasst.

Wir sind Boden! Denn jede unserer Konzernaktivitäten baut unsere Kompetenz in puncto Boden aus.

Inhalt

Vorwort des
Vorstandsvorsitzenden
Große Herausforderungen,
großartige Resonanzen
2
Vorstandsporträt Kein Gewinn ohne Sinn 4
Marken-Portfolio Boden gewinnen – mit uns! 6
Unternehmensgruppe Wertorientiert mit Verantwortung 8
Aktie & Investor Relations Krisenfest und stabil 10
Globale Märkte Wachstum mit Geduld und Know-how 12
Forschung & Entwicklung/
U-Vision
Innovationskraft mit Mehrwert 14
Soziale Medien Betreten Sie Neuland! – Die Uzin Utz AG auf Facebook 16
Nachwuchsförderung Masters of the Floor 18
Bericht des Aufsichtsrats
der Uzin Utz AG
21
Zusammengefasster Lagebericht
der Uzin Utz AG und des
Uzin Utz Konzerns
für das Geschäftsjahr 2012 Lagebericht inklusive Corporate Governance Bericht und Vergütungsbericht 25
Abschluss Konzernabschluss 65
des Uzin Utz Komzerns Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss
108
109
Abschluss Jahresabschluss 110
der Uzin Utz AG Versicherung der gesetzlichen Vertreter 125
Bestätigungsvermerk zum Einzelabschluss 126

Große Herausforderungen, großartige Resonanzen

mit Stolz und Zufriedenheit blicken wir auf das erste Jahr nach unserem 100-jährigen Jubiläum zurück. Im Rückblick auf das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2012 gibt es von uns viel Positives zu berichten, obwohl sich nicht nur europäische Unternehmen großen Herausforderungen stellen mussten. Trotz der anhaltend volatilen Wirtschafts- und Finanzmärkte konnte die Uzin Utz AG ihren Branchenvorsprung ausbauen und durchweg ordentliche Zahlen erwirtschaften. So lag der Umsatz im Konzern 4,1% höher als im 100-jährigen Jubiläumsjahr 2011. Darüber hinaus konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 12 Mio. auf 13,5 Mio. Euro verbessert werden – eine Zunahme von 12,6%.

» Einen weiteren Anlass zur Freude bietet der Anstieg der Neuheitsquote in der AG von 58,8% auf 62,5%, welche die Rekordmarke des Vorjahres überragt und somit weit über dem branchenüblichen Durchschnitt liegt.

» Neben der kontinuierlichen qualitativen Weiterentwicklung unserer Produkte mit dem parallelen Ziel eines sich stetig verbessernden Emissionsverhaltens, haben wir unser neues Firmenjahrhundert insbesondere damit begonnen, unsere Expansionsbestrebungen weiter voranzutreiben.

» Was heißt das konkret? In der internationalen Ausweitung unserer Unternehmensaktivitäten sehen wir das zukunftsweisende Potenzial für Umsatzwachstum. Dieses wollen wir durch eine überlegte globale Strategie langfristig ausschöpfen: mit exzellenten Produkten, wegweisenden Technologien und innovativen Dienstleistungen. » Dass sich bei der Uzin Utz AG aber nicht ausschließlich ökonomische Ziele, sondern auch ökologische und gesellschaftliche Verantwortung wie rote Fäden durch sämtliche Unternehmensbereiche ziehen, machen die Beispiele auf den grauen Tafeln eindrucksvoll deutlich. Der Begriff Nachhaltigkeit hat bereits seit vielen Jahrzehnten Bestand – ist aber so aktuell wie nie zuvor. Wie Sie wissen, wird dieses Thema bei Uzin Utz bereits seit den 80er-Jahren gelebt. Nachhaltigkeit ist für uns Auftrag, Leitbild und Haltung zugleich. Denn nur so funktioniert zukunftsfähiges Wirtschaften.

» Das alles macht deutlich: 2012 war ein erfolgreiches Jahr. Mit einem weiteren Beispiel aus einem anderen Bereich möchte ich zu guter Letzt eine besondere Freude mit Ihnen teilen: Wir sind geradezu überwältigt von der vielfach positiven Resonanz auf unser Jubiläumsprojekt "Die Zukunft unter uns". Nach der Auszeichnung mit dem red dot award 2012 und zahlreichen anderen Ehrungen, durften wir kürzlich auch den German Design Award 2013 vom Rat für Formgebung in der Kategorie Architektur und Interior Design entgegennehmen. Die hochkarätige Fachjury, die über die Vergabe dieses internationalen Premiumpreises bestimmt, würdigte das 3D-Corporate-Design unserer Ausstellung als "einen faszinierenden Laborraum zum Anfassen und Interagieren".

» Hinter all diesen Erfolgen stehen aber unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Dank gebührt in allererster Linie ihnen. Sie machen mit ihrem Können und Engagement den Unterschied zu anderen Unternehmen in der Branche. » In diesem Sinne geht die Uzin Utz AG erneut visionär, mutig und zielbewusst ins Geschäftsjahr 2013. Wir laden Sie, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Geschäftspartner und Mitarbeiter, herzlich ein, gemeinsam mit uns den Boden für Innovation und Nachhaltigkeit weiter zu gestalten – als Weg in eine stabile und schlagkräftige Zukunft! » Ich bedanke mich, auch im Namen des gesamten Vorstands, für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen und Ihre treue Wegbegleitung.

Herzlichst, Ihr

Dr. H. Werner Utz

Nachhaltigkeit

Unser Thema – unser Profil!

Die Fundamente, auf denen unser Unternehmen steht, haben sich als absolut tragfähig behauptet. Stolz schauen wir nicht nur auf unsere innovativen Produktbeiträge zum gesunden Wohnklima, sondern auch auf die Spitzenleistungen unserer 919 Konzern-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter und das ausgenommen gute Betriebsklima. Damit das so bleibt, fördern wir ihre Entwicklung beständig durch ein qualitativ hochwertiges Gesundheits- und Weiterbildungsangebot sowie unsere Personalstrategie "Alles, was Dir wichtig ist". Denn wir wissen: Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind nicht nur unser höchstes Gut, sie sind die Voraussetzung für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

"Umwelt und Gesellschaft spielen für uns bei unternehmerischen Entscheidungen eine tragende Rolle." "Deshalb gibt es für uns keine Gewinnstrategie, ohne fortwährende und gelebte Nachhaltigkeit!"

Nachhaltigkeit

Unser Thema – unsere Überzeugung!

  • Die Uzin Utz AG sieht sich in ihrer Vorreiterrolle bekräftigt und hat sich zum Ziel gesetzt, weiterhin neue Nachhaltigkeits-Standards zu setzen. Das fängt beim konsequenten Vorantreiben der Entwicklung und Produktion umweltund gesundheitsverträglicher Produkte an und hört bei der sozialen Verpflichtung gegenüber unseren Mitmenschen noch lange nicht auf. Seit 2009 wurden 13 Produkte der Ökoline von UZIN und drei Pallmann Produkte mit dem Umweltsiegel "Der Blaue Engel" ausgezeichnet. Uzin Utz hat im vergangenen Jahr insgesamt 127.000 Euro für soziale und kulturelle Einrichtungen wie die Fußballabteilung des SSV Ulm 1846 oder den Förderverein für den Nachwuchs im bodenlegenden Handwerk e. V. gespendet.
  • » Dr. H. Werner Utz Vorstandsvorsitzender geboren: 1947 seit 1978 in der Geschäftsführung
  • » Ressorts
  • − Strategie
  • − Marketing
  • − Technischer Produktservice
  • − Entwicklung und Produkttechnik

  • » Thomas Müllerschön Mitglied des Vorstands geboren: 1968 seit 1994 im Unternehmen Vorstandsmitglied seit 2002

  • » Ressorts
  • − Vertrieb
  • − Betrieb und Logistik
  • − Controlling, Finanz- und Rechnungswesen
  • − Konzernorganisation
  • − Personal
  • − Zentraleinkauf

Die Führungsspitze der Uzin Utz AG ist gerne und aus Überzeugung bereit, diese, oben genannte Verantwortung mitzutragen. Innovatives Denken und wirtschaftliches Handeln beschränken sich bei uns nicht nur aufs "Geschäft". Soziale Werte und ökologische Überzeugungen sind für Uzin Utz untrennbar mit ökonomischen Zielen verbunden. » Wertschöpfung darf für moderne Wirtschaftsunternehmen heutzutage nicht mehr auf bloße Gewinnzahlen beschränkt sein. Denn der eigentliche Wert unserer Tätigkeit misst sich an der Umweltverträglichkeit unserer Produkte, dem Wohlgefühl unserer Mitarbeiter und der Lebensqualität unseres sozialen Umfelds. Diesbezüglich kann die Uzin Utz AG eine allumfassende Qualitätsgarantie abgeben: Wir kümmern uns!

» Unser Statement "Wir sind Boden" bezieht sich längst nicht nur auf die Handwerksbranche. Auch gesellschaftlich und betriebsintern möchten wir den Boden bereiten für ein faires und gesundes Miteinander. Nur wenn unser Handeln für alle ein Gewinn ist, stellen wir uns mutig und rechtschaffen der zentralen Herausforderung unserer Zeit: der nachhaltigen Ressourcen-Sicherung in allen Lebensbereichen. In diesem besten Sinne bedeutet Boden bei Uzin Utz immer auch Basis!

Seit über 60 Jahren gilt die etablierte Traditionsmarke als Inbegriff für professionelles Verarbeitungs-Know-how rund um den Boden. Die umfassende Produkt- und Systemkompetenz im UZIN-Sortiment wird seit 2008 durch die innovative switchTec®- Klebetechnologie erweitert, die eine besonders schnelle, unkomplizierte und schmutzfreie Bodenrenovierung ermöglicht. Die Marke UZIN hat außerdem zum 100-jährigen Firmenjubiläum 2011 den kompletten Lösemittelausstieg in Deutschland vollzogen. Dies ist einmalig in der Branche und dokumentiert einmal mehr die nachhaltige Ausrichtung der Marke.

WOLFF

Die starke Maschinen- und Werkzeugmarke für die Bodenbelagsentfernung, -verlegung und Unterbodenvorbereitung ist international als Spezialist in diesem Segment etabliert. WOLFF liefert ein Komplettprogramm, das für jede Problemstellung bei der Bodenverlegung oder -renovierung eine Lösung bietet.

Pallmann

Von der Wurzel bis zur Krone – unter diesem Motto fasst Pallmann seine Produktpalette rund um die Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung von Parkettböden zusammen. Der Profi im Bereich Oberflächenveredelung mit mehr als 100-jähriger Tradition, bietet für jede Ebene der Fußbodenkonstruktion aufeinander abgestimmte Produkte – von der richtigen Untergrundvorbereitung über Klebstoffe und Maschinen bis hin zur Reinigung und Pflege von Parkettböden.

Arturo

Als Spezialist für Kunstharzböden bietet Arturo eine große Auswahl an Mörtelböden, Steinteppichen, Verlaufsbeschichtungen und Bodenversiegelungen. Diese entsprechen ebenso den rein praktischen Vorgaben wie auch den gestalterischen Möglichkeiten von Kunstharzböden auf einzigartige Weise – sowohl im industriellen, gewerblichen, als auch im privaten Anwendungsbereich. Attraktives Bodendesign für höchste Beanspruchung und auf höchst alltagstauglichem Qualitäts- und Verarbeitungsniveau – das ist Arturo.

codex

In der leistungsstarken Netzwerkmarke codex finden sich die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse speziell von Fliesenund Natursteinlegern vereint. Die codex-Verlegesysteme bieten ihren Anwendern Fliesen- und Fugenmörtel sowie Spezialprodukte zur Untergrundvorbereitung.

RZ

Erfrischend innovativ und umweltfreundlich präsentiert sich auch RZ, die jüngste Marke im Konzernportfolio. Der Spezialist für Reinigungs- und Pflegesysteme bietet ein umfassendes Sortiment für professionelle Pflege und Werterhaltung aller Arten von Bodenbelägen. Damit wird erstmals eine Brücke vom reinen Profi-Anwender hin zum anspruchsvollen Endverbraucher geschlagen.

UFLOOR Systems

Die Bodenkompetenzmarke der Uzin Utz AG steht für Beratungsdienstleistungen rund um innovative Lösungen für die Neuverlegung, Werterhaltung und Renovierung von Bodenbelägen aller Art. UFLOOR Systems ist weltweit die einzige Marke, die Architekten, Bauplaner und Bauherren bei allen Fragen zum Thema Boden umfassend und kompetent beraten kann. Mit einem einzigartigen Sortiment und den Marken UZIN, WOLFF, Pallmann , Arturo, codex und RZ ist die Beratermarke in der Lage, für verschiedenste Kundenbedürfnisse maßgeschneiderte Systeme anzubieten.

Unser Thema – unser Bekenntnis!

Der Vorstand veröffentlicht seit Frühjahr 2013 in regelmäßigen Abständen "Nachhaltigkeitsbeweise" im unternehmensinternen Intranet. Anhand von Produkten oder Projekten veranschaulichen wir so ganz konkret die zahlreichen Ergebnisse gelebter Nachhaltigkeit bei der Uzin Utz AG. Sie alle sind der Beweis, dass nachhaltige Lösungen nicht immer von oben, sondern aus allen Unternehmensbereichen kommen müssen. Sie zeigen aber auch, dass der Grundsatz nachhaltigen Wirtschaftens quasi die DNA unseres Handelns ist. Mit maßgeschneiderten Produkten wollen wir neue Märkte und zusätzliche Käuferschichten erschließen. Und so dauerhaft Werte schaffen – für unsere Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft insgesamt.

Traditionell beginnt das Geschäftsjahr mit der Unternehmenspräsentation auf den Fachmessen BAU und Domotex. Das Portfolio der Uzin Utz AG und ihrer Unternehmensmarken war 2012 mit der wohl vielseitigsten und innovativsten Bandbreite Schrittmacher für Bodenkompetenz am deutschen Markt.

» Als Pioniere in Sachen nachhaltiger Produktentwicklung betrachten wir es als Ansporn und Verpflichtung, unsere Tradition mit wegweisenden Technologien und umweltverträglichen Produkten fortzusetzen. Sie sind für uns die Grundlage für unseren Führungsanspruch in der Bodenbranche.

» Mit den ÖKOLINE-Neuheiten UZIN NC 160 NEU (2013) und UZIN MK 250 (2012), der lösemittelfreien Magic Oil Parkettpflegereihe von Pallmann und weiteren Produkten mit den Umweltsiegeln "Der Blaue Engel" und "Emicode" erwies sich die Uzin Utz AG einmal mehr als verantwortungsbewusstes und engagiertes Unternehmen in Vorreiterposition.

» Letztere vertiefen wir weiterhin insbesondere im Rahmen unserer Partnerschaft mit dem Sentinel-Haus Institut in Freiburg (SHI), der führenden und anspruchsvollsten Forschungs- und Beratungseinrichtung zum Thema Wohngesundheit und Innenraumhygiene. Eine Freigabe nach ihren strengen Prüfkriterien bescheinigt Handwerkern und Bauherren größtmögliche Emissionsfreiheit und Innenraumluft-Qualität. Bis Ende 2012 wurden 73 Produkte von Uzin Utz in das Sentinel-Haus-Konzept aufgenommen, weitere sind in Vorbereitung.

» In enger Kooperation mit dem SHI steht auch UFloor Systems, die Beratermarke der Uzin Utz AG. Sie konnte sich im Herbst 2012 bei der Sonderschau "Wohngesundes Bauen" der Nordbau Fachmesse überlegen präsentieren: Mit umfassender Fachkompetenz und einem großen Erfahrungsschatz, punktete unser Beraterteam auf ganzer Linie. » Um unsere anspruchsvollen Wachstumsziele zu erreichen, haben wir umfassende Effizienzmaßnahmen in die Wege geleitet. Ein Beispiel ist die Optimierung unserer Produktionsstrukturen: Neue Entwicklungen hierzu vermeldet auch die Maschinen- und Werkzeugmarke Wolff aus Vaihingen/Enz: Im vergangenen Jahr wurde eine Zusammenlegung mit der Hermann Frank GmbH aus Oberderdingen beschlossen und ein neuer gemeinsamer Produktionsstandort gesucht. Im Frühsommer 2013 wollen wir die Bauarbeiten im baden-württembergischen Ilsfeld beginnen und damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum schaffen. Hierfür ist ein Investitionsvolumen von 7 Mio. Euro geplant.

» Saubere Bilanz im Fokus der Marke UZIN: Fünf Produkte können nun eine vollständige Ökobilanz vorlegen – neben technischen Produktinformationen und Emissionsverhalten umfasst diese beispielsweise auch das Treibhauspotenzial über den gesamten Lebenszyklus des Erzeugnisses. Damit gelang UZIN die Aufnahme in den DGNB-Navigator der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, der Architekten und Handwerkern mehr Produkt- und Planungssicherheit geben soll.

» Ein neues Kapitel schlägt Uzin Utz auch in puncto Service auf: Unser "Pumptruck" ist ein Spezial-LKW, der dem Kunden beispielsweise die bestellte Menge Nivelliermasse direkt an die Baustelle liefert, ihn dort fachgerecht an Ort und Stelle abpumpt und dem Auftraggeber somit zeit- und kostenaufwendige Logistik erspart.

» Dass die Uzin Utz AG ihre Kunden immer auch als Partner ansieht und sich deren Anforderungen und Wünsche zum eigenen Auftrag macht, bezeugt sie nicht nur durch innovative Problem- und Produktlösungen, sondern auch durch die Gründung des Fördervereins für den Nachwuchs im bodenlegenden Handwerk e. V.

» Die Unternehmensführung – sozusagen Spiritus Rector des Projekts – fördert auf diesem Wege die Kundenbindung sowie ein unerlässliches Networking in der Bodenbranche. » Neues Terrain betreten wir mit der 21-prozentigen Beteiligung an der "Arendicom GmbH" aus Tutzing/Starnberger See. Das Unternehmen bietet ein einzigartiges und schlagkräftiges Vertriebs-Konzept im Bereich Onlinehandel bzw. e-Commerce an. Ab Frühjahr 2013 wollen wir uns digital mit einer "Kunden-Qualifizierungsplattform" mit neuen Zielgruppen vernetzen und so neue Vertriebskanäle eröffnen. Dadurch werden wir eine digitale Verkaufskultur in unserer Branche gestalten.

Unser Thema –

unsere Unternehmensstrategie!

Über Nachhaltigkeit sprechen heute Alle. Doch bei uns ist Nachhaltigkeit ein Teil der Unternehmensstrategie in Verbindung mit der sozialen unternehmerischen Verantwortung. Deshalb muss zukunftsfähiges, kompetentes und gewissenhaftes Wirtschaften nach unserer Überzeugung einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen und die Erhaltung von ökologischen und sozialen Ressourcen sicherstellen.

In Anbetracht der so genannten "Eurokrise" und der damit verbundenen, weit verbreiteten Rezessionsängste, beobachtete auch die Uzin Utz AG im Jahr 2012 besonders aufmerksam die uns betreffenden Branchen- und Börsenentwicklungen. So erzielte das zulassungspflichtige Handwerk 2012 um 3,4% niedrigere Umsätze als im Jahr 2011. » Umso erfreuter stimmten uns Mitte des Jahres der moderate reale Kurs der Uzin Utz-Aktie und Meldungen wie die des Statistischen Bundesamtes: Demnach stiegen im ersten Halbjahr die Auftragseingänge im öffentlichen Bau um 5,7%. Ähnlich positiv entwickelten sich die Zahlen im privaten Wohnungsbau, aus dem ein Auftragsanstieg von etwa 5% vermeldet wurde. Der Wirtschaftsbau verlor nach einem überaus positiven Auftragseingang im Oktober mit einem Plus von 26% zum Jahresende zwar an Dynamik, dennoch lag das Orderplus von Januar bis Dezember 2012 bei 5,2%. Auch das erste Halbjahr 2013 ist mit einem Auftragsbestand von 11 Milliarden Euro gut abgedeckt.

» Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer planen 80% der befragten Unternehmen gleichbleibende oder höhere Investitionen, was der Baubranche zugute kommen sollte.

» Folglich bestätigte die deutsche Baubranche ihre höchste Kapazitätsauslastung und Kunden bezeugten unserem Unternehmen in einer Umfrage ihre hohe Zufriedenheit. » Fasst man all diese Eckdaten zu einem Indikator zusammen, waren unsere Vorzeichen für die zu erwartenden Umsätze 2012 deutlich besser, als vor dem Hintergrund der europäischen Konjunkturlage angenommen.

» Somit erwies sich die Uzin Utz-Aktie im vergangenen Geschäftsjahr trotz der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise als solide und der Kurs mit einem Jahreshoch von 20,16 Euro und einem Tief von 18,66 Euro als ausgesprochen stabil. Der unter diesen Gegebenheiten erfreuliche Jahresendwert von 19,38 Euro lag nahezu deckungsgleich mit dem Kurseinstieg zwölf Monate zuvor, zeigte jedoch bereits zu Beginn des folgenden Börsenjahres 2013 eine Aufwärtstendenz.

» Die Jahresdividende je Aktie liegt bei 0,80 Euro bzw. einer Gesamtsumme von 4,04 Mio. Euro. Die Dividenden-Rendite beträgt somit 4,1%, was vor dem Hintergrund der aktuell historisch niedrigen Verzinsung am Kapitalmarkt als äußerst positiv zu betrachten ist. Die Anzahl der Aktien blieb unverändert.

» Zur Forcierung der internationalen Wahrnehmung der Uzin Utz-Aktie auf dem Parkett, haben wir die verantwortungsvolle Aufgabe des "Designated Sponsor" 2012 erstmals der Equinet AG übertragen. Wenngleich die solide Arbeit der LBBW, die dies in den vergangenen Jahren übernommen hatte, stets zu unserer vollsten Zufriedenheit war, erhoffen wir uns neue Impulse von der internationalen Ausrichtung der Equinet AG.

» Als besonderen Vertrauensbeweis sehen wir die Nominierung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. (SdK) zum "Unternehmen des Jahres 2012" an. Ausgezeichnet werden sollen für 2012 Unternehmen, die in den zurückliegenden Jahren herausragende operative Leistungen erbracht und ihre Investoren fair am Erfolg beteiligt haben sowie über hervorragende Investor Relations verfügen.

Unser Thema – unsere Investition!

Strenge bauökologische Aspekte standen bereits 2010/11 bei der Erweiterung unseres Standortes in Ulm an erster Stelle. Der neue Forschungs- & Entwicklungsbau befindet sich in der Pilotphase der DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e. V.)-Zertifizierung für den neuen Gebäudetyp der Forschungsund Laborgebäude. Eine Bekanntgabe des Ergebnisses hat die DGNB für Anfang Juni 2013 angekündigt.

Auch der Unipro-Neubau in den Niederlanden ist diesbezüglich ganz im Sinne der Uzin Utz-Unternehmensphilosophie: Moderne, gesunde Arbeitsplätze und ein hoher Nachhaltigkeitsanspruch stehen bei dem CO2 -neutralen Neubau im Fokus. Mit der Verwendung natürlicher und recycelter Materialien sowie regenerativer Energien, der Speicherung von Prozess- und Restwärme sowie einem umweltschonenden Beleuchtungsund Wassersparkonzept, setzt das ambitionierte Bauprojekt neue Maßstäbe und liegt etwa 30% über der örtlich eingeforderten Energieeffizienz.

Auf der Schwelle in ein neues Geschäftsjahr ist der Blick zurück immer auch mit einem Blick in die Zukunft verbunden. Die Exportquote der Uzin Utz AG steigt kontinuierlich und unsere Expansion auf den internationalen Märkten birgt langfristig essenzielle Umsatz- und Gewinnsteigerungsmöglichkeiten für die Unternehmensgruppe.

» Deutlich abzulesen ist dies etwa am jüngsten Beispiel USA. Hier wollen wir die hervorragenden Perspektiven, die sich uns bieten, entschlossen nutzen. Aber auch unsere starke Position in etablierten Märkten, wie der Schweiz, wo wir parallel zu unseren Expansionsbemühungen deutliche Umsatzzuwächse verbuchen konnten, wollen wir gezielt ausbauen.

» Dass wir unsere globalen Wachstumsstrategien nicht nur mit Pioniergeist, sondern ebenso mit Geduld und Gespür für den richtigen Zeitpunkt vorantreiben, ist unserer Verantwortung gegenüber dem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und Aktionären geschuldet. Wir wollen den Wert unseres Unternehmens nachhaltig steigern.

» Auf dem Weg zur angestrebten Marktführerschaft in der Schweiz, gelang der Uzin Tyro AG, einem Unternehmen der Uzin Utz Gruppe, im Feburar 2012 ein bedeutender Schritt: Mit der Übernahme der Sparte "Boden" der Collano Adhesives AG in Sempach-Station (CH), hat die Uzin Tyro AG ihr Produktportfolio optimal ergänzt und wird somit verstärkt ihre universale Bodenkompetenz unter Beweis stellen.

» In unserer US-Vertriebsgesellschaft in Aurora, Colorado, konnte sich die vierte Generation unseres Familienunternehmens in Person von Philipp Utz bereits 2011 einen ersten Eindruck verschaffen und die Möglichkeiten eines eigenen Produktionsstandortes eruieren. Die Suche nach zweckentsprechenden lokalen Strukturen wurde im vergangenen Jahr zusammen mit Mitarbeitern der Entwicklung eingegrenzt.

» Die interne Planung geht von einem Produktionsstart Ende 2014/Anfang 2015 aus. Parallel wird die Vertriebsorganisation in den USA verstärkt, um in 2013 den Zielumsatz von mehr als 10 Mio. US Dollar erreichen zu können. » Auch in den Niederlanden haben wir uns für weiteres Wachstum gerüstet: Bei Unipro BV in Haaksbergen – einem Unternehmen der Uzin Utz Gruppe und bekannt für seine erfolgreichen Arturo-Kunstharzböden – wurde 2012 der Grundstein für die neuen Verwaltungs- und Produktionsgebäude gelegt (siehe graue Tafel). Die Fertigstellung des Neubaus ist für Anfang 2014 geplant.

» Zudem konnte die Uzin Utz AG nach dem Bilanzstichtag ihre Anteile an verschiedenen internationalen Tochter- bzw. Partnerunternehmen aufstocken: Bei der Unihem Gruppe mit Standorten in Slowenien, Serbien und Kroatien von 50% auf 100%, in Norwegen (Løkken AS) von rund 80% auf 100% und in China (Uzin Utz Construction Materials Co. Ltd.) von 90% auf 100%.

Unser Thema – unsere Errungenschaften!

Um beim Thema "Nachhaltigkeit" als Multiplikator zu fungieren und unser Anliegen auf verschiedenen Wegen weiter zu transportieren, bringen wir im April 2013 das "Handbuch der Nachhaltigkeit" heraus – ein richtungsweisendes Kompendium, das speziell Handwerker unserer Branche animieren soll, ihrerseits eine nachhaltige Denkweise einzunehmen. Mit ähnlichen Bestrebungen unterstützt die Uzin Utz AG ein Projekt der Stiftungsprofessur "Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften" der Universität Ulm, deren Ziel es ist, gesellschaftliche Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) zu fördern und die Umweltmanagementnorm ISO 26000 als freiwilligen Leitfaden in bestehende Managementsysteme zu integrieren.

Innovationskraft mit Mehrwert hat bei uns eine lange Tradition.

» Unsere Kunden erwarten bestmöglich zu verarbeitende und sichere Produkte, die gleichzeitig immer umweltverträglicher werden. Sowohl während, als auch nach der Verwendung erfüllen staub- und emissionsarme Formulierungen strengste Anforderungen an die Raum- und Anwendergesundheit. Seit über 25 Jahren sind unsere Forscher und Entwickler bei umweltverträglichen Produkten stets am Puls der Zeit.

» Um diesen Ansprüchen weiter gerecht zu werden, treiben wir die Arbeit in unseren Forschungs- und Entwicklungsbereichen mit Nachdruck voran.

» Die Stellung als Spitzenreiter im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld konnte sich die Uzin Utz AG im vergangenen Jahr, nicht zuletzt aufgrund der engagierten und effizienten Arbeit der Mitarbeiter der F&E-Bereiche, sichern und darüber hinaus auch ein solides Fundament für die kommenden Jahre legen. Insgesamt stellten die F&E-Mitarbeiter aller Uzin Utz Gesellschaften etwa 20 neue Produkte, mit teilweise herausragenden Eigenschaften, für die baldige Markteinführung bereit. Sie belegen unsere hohe Innovationskraft.

» Mit einem Rekordwert von 62,5% übersteigt die Neuheitsquote 2012 der AG (Gruppenweit 55,4%) sowohl den allgemeinen Branchendurchschnitt, als auch den betriebsinternen Vorjahresspitzenwert von 58,4% (Gruppenweit 50,6%).

» Beispielhaft können hierzu folgende Neu- und Weiterentwicklungen genannt werden: die Spachtelmassen UZIN NC 160 NEU sowie deren "Sparringpartner" UZIN NC 150 NEU. Beide wurden zeitgleich im März 2013 im deutschen, französischen und polnischen Markt eingeführt.

» Innovationen mit hoher "Wettbewerbsresistenz" erweiterten beim Fliesen- und Naturstein-Spezialisten codex dessen erfolgreiche ecoTec-Produktline: Beispielsweise die weiterentwickelte, selbstverlaufende Feinspachtelmasse codex FM 10 NEU oder die erste staubarme Zement-Spachtelmasse codex FM 100.

» Ob Spachtelmassen oder Klebetechnologien – wie die patentierte Weltneuheit UZIN switchTec Remur –, ob Flüssig- oder Mörtelkleber, Fixierung oder Grundierung, mit den Zertifikaten Emicode EC 1 oder EC 1 Plus und/oder dem Blauen Engel, weisen unsere Neuerungen die besten Umwelt-Klassifizierungen vor. Aber mehr noch: Sie heben sich auch deutlich durch optimierte Anrühr-, Staubund Trocknungs-Eigenschaften, schnellere Ablüftezeit und Durchhärtung von gängigen Konkurrenzprodukten ab – und sichern Uzin Utz mit ihrem breiten Vorteilsspektrum die vordersten Plätze am Markt.

» Doch nicht nur die Innovationen selbst, auch das Vorantreiben des Innovationsmanagements war ein ausdrücklich formuliertes Ziel im Jahr 2012: Um den systematischen Weg von der ersten Idee bis zur Markteinführung zu manifestieren und sinnvoll zu strukturieren, wurde der standardisierte F&E-Innovationsprozess in vielen Teilbereichen weiterentwickelt, und verspricht so eine gebündelte Stärkung der Uzin Utz Innovationskraft.

» Entsprechend gehört es auch zur Aufgabe der Abteilung Forschung & Entwicklung, Prozess-Neuheiten zu etablieren. Ein interdisziplinäres Kompetenzteam aus den Bereichen F&E, Betrieb & Logistik und Technischer Kundenservice widmete sich demgemäß 2012 der Optimierung und Rationalisierung der Klebstoff-Produktion. Nach ersten Machbarkeits- und Potenzialanalysen wird das neue, vielversprechende, modulare Fertigungsverfahren 2013 vorangetrieben werden.

» Um unsere Finanzkraft für weitere Zukunftsinvestitionen sicher zu stellen, sind Unternehmensvisionen der Uzin Utz AG vornehmlich von couragierten, aber realistischen Zielen geprägt. Langfristig soll ein hochgestecktes Umsatz- und Rendite-Wachstum durch kontinuierliche und wertorientierte Expansionsbestrebungen – insbesondere in den Fokusländern wie Benelux, Schweiz und Frankreich – erreicht werden.

» Darüber hinaus wird Uzin Utz auch zukünftig mit so aufsehenerregenden, visionären Sonderprojekten wie der Fortführung von "Die Zukunft unter uns" oder dem aktuellen Social Media-Projekt "Neuland" (siehe Seite 16) von sich reden machen.

» Nicht zuletzt baut unser Erfolg auf einem nachhaltigen Fundament auf: Unserer starken und besonderen Unternehmenskultur. Denn wie nachhaltig wir handeln, zeigt sich vor allem immer auch daran, wie motiviert unsere Mitarbeiter sind, die den Erfolg unseres Unternehmens auch in der Zukunft ganz entscheidend beeinflussen. Ihre herausragende Leistungsbereitschaft und ihr Können sind unser Zukunftskapital.

"Ohne eigene Webseite existiert man nicht." – so oder ähnlich lautet die Notwendigkeit, die große wie auch kleine Untenehmen in den letzten Jahren bewegt hat, eine eigenständige Präsenz im Internet zu entwickeln. Heute, im Zeitalter von Facebook und Twitter, könnte man den Satz sogar noch weiter fassen: Mittlerweile ist bereits der eigenständige Auftritt im Social Media-Bereich unumgänglich.

2013 wagt auch die Uzin Utz AG diesen Schritt und betritt mit der ersten eigenen Facebook-Seite die Social Media-Landschaft. Dieser erstmalige Vorstoß wird gleichzeitig zum inhaltlichen und visuellen Leitmotiv: Neuland – so das Motto der Einführungskampagne. Als Begriff steht Neuland für Fortschritt und Zukunft, aber auch für Herausforderungen und den Mut, diese anzunehmen. Als kommunikatives Leitmotiv ermöglicht Neuland der Uzin Utz AG eine neue Perspektive auf die eigenen Themenfelder und verschafft der breiten Öffentlichkeit einen greifbaren Zugang zu diesen doch sehr spezifischen Themen.

» Doch ist der bloße Auftritt in Sozialen Medien für Unternehmen nicht zwingend gleichzusetzen mit einem Erfolg in diesen: Ein solcher Auftritt muss gepflegt und belebt werden und die Verantwortlichen müssen in den aktiven Austausch mit der Community treten. Und das nahezu in Echtzeit, denn die Sozialen Medien sind schnell. Deshalb steht hinter Neuland ein Redaktionsteam, das sich dauerhaft um die Pflege der Seite kümmert. Pflege bedeutet hierbei das regelmäßige Veröffentlichen von redaktionellen Beiträgen, welche interessante, Neuland-spezifische Aktivitäten der Uzin Utz AG beinhalten. So wird die interessierte Öffentlichkeit auf dem Laufenden gehalten. Die Beiträge speisen sich aus vier zentralen Themenbereichen: der allgemeine Unternehmensentwicklung der Uzin Utz AG mit all ihren Marken und den Gebieten Zukunft & Trends, Nachhaltigkeit und Globalität.

» Eine besondere Stellung wird das Mitarbeiterprogramm "Alles, was Dir wichtig ist" dauerhaft einnehmen, denn nicht zuletzt verfolgt die Uzin Utz AG mit allen Aktivitäten auch das Ziel, noch mehr qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. » Die Uzin Utz AG tritt hier als gesamte Gruppe auf und kann so vielseitigste Themen ansprechen. Facebook bietet dabei alle Möglichkeiten für einen aktiven und schnellen Austausch mit der interessierten Öffentlichkeit und versetzt die Uzin Utz AG dadurch in die Lage, herauszufinden, welche Themen interessieren. So kann künftig noch stärker auf die Bedürfnisse eingegangen werden, was den Anspruch der Uzin Utz AG, der gesamten Branche ein Innovationsmotor zu sein, unterstreicht.

Kompetenzen, Ideen und Innovationen der Uzin Utz AG jetzt auf: www.facebook.com/uzinutzag

Betreten Sie Neuland!

Das Eröffnungsmotto steht nicht nur symbolisch für den Vorstoß in die Sozialen Medien, sondern ist auch inhaltlicher Leitgedanke der Berichterstattung auf der Facebook-Seite.

Spezifische Applikationen

Facebook bietet die Möglichkeit, sogenannte Applikationen zu entwickeln, die auf Unterseiten verlinken. Auf diese können unternehmensspezifische Inhalte hochgeladen werden.

Direkte Kommunikation

Facebook ermöglicht der Uzin Utz AG einen schnellen, direkten und persönlichen Kontakt mit ihren "Fans" – trotz aller Virtualität.

Übersetzter Leitgedanke

Folgend dem Motto Neuland bereitet ein unternehmensinternes Redaktionsteam wöchentlich Themen auf, mit welchem es die Community auf dem Laufenden halten. Facebook, Fussball und Lady Gaga – wie schafft man es, Jugendliche in ihrer lauten, bunten Lebenswelt für das Thema Berufswahl zu gewinnen? Und wie schafft man Begeisterung für das vermeintlich langweilige bodenlegende Handwerk? Indem man sie genau dort mit Inhalten überrascht, die ganz und gar nicht langweilig sind.

Was Jugendliche und potenzielle Azubis meist nicht im Ansatz erahnen: Bodenleger haben viel Einfluss auf uns Menschen. Sie schaffen den Grund, auf dem wir stehen und leben. Egal wo, egal wann: Das bodenlegende Handwerk bereitet den Boden, auf dem wir die vielen großen und kleinen Geschichten unseres Lebens erfahren. Mit Fug, Recht und einem schelmischen Augenzwinkern lässt sich behaupten: Bodenleger sind Helden.

» So entstand die Idee, dem 2011 durch die Uzin Utz AG gegründeten Förderverein für den Nachwuchs des bodenlegenden Handwerks mit den "Masters of the Floor" ein Gesicht zu geben. Fünf Helden sind es, die stellvertretend für die fünf verschiedenen Ausbildungsdisziplinen stehen und ab April 2013 Jugendlichen die Welt des bodenlegenden Handwerks vorstellen.

» Neben der zielgruppenspezifischen Ansprache verzichtet der Förderverein auf einen eigenständigen Auftritt im Web und geht in die direkte Kommunikation via Facebook. Dort können die Jugendlichen über einen Selbsttest herausfinden, welcher Held am besten zu ihnen passt. Daneben geben Beschreibungen der Berufe und Anforderungen noch detaillierteren Aufschluss über das Berufsfeld. Im Mittelpunkt der Plattform steht aber der direkte Austausch zwischen Ausbildungsbetrieben und Interessenten. Eine eigens eingerichtete und barrierefrei bedienbare Ausbildungsbörse, ermöglicht es Handwerksbetrieben, Stellenangebote aufzugeben, und Jugendlichen im Umkehrschluss, die Suche nach geeigneten Stellen oder Betrieben. » "Mit dieser Initiative wollen wir die Branche voranbringen und unsere Kunden erfolgreich machen", erläutert. Dr. H. Werner Utz als Schirmherr der Initiative die Zielsetzung des Fördervereins.

Dr. Floor verlegt Teppich-, Linoleum-, PVC- und Korkböden oder Beläge aus anderem Material wie Laminat oder Fertigparkett.

Screedman verlegt Trockenestriche, schwimmende Estriche und spezielle direkt begehbare Verbundestriche.

Mister Square legt Fliesen, Platten und Mosaik – so genau wie kein Anderer.

Woodman verlegt Stab-, Mosaik-, Intarsien- oder Schiffsbodenparkett wie kein Zweiter.

Lady Planner gestaltet Wohn- und Geschäftsräume und berät hinsichtlich der Gestaltung und Materialwahl.

Bericht des Aufsichtsrats
der Uzin Utz AG
21
Zusammengefasster Lagebericht
der Uzin Utz AG und des
Uzin Utz Konzerns
für das Geschäftsjahr 2012 Lagebericht inklusive Corporate Governance Bericht und Vergütungsbericht 25
Abschluss Konzernabschluss 65
des Uzin Utz Komzerns Versicherung der gesetzlichen Vertreter 108
Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss 109
Abschluss Jahresabschluss 110
der Uzin Utz AG Versicherung der gesetzlichen Vertreter 125
Bestätigungsvermerk zum Einzelabschluss 126

Bericht des Aufsichtsrats der Uzin Utz AG über das Geschäftsjahr 2012

Allgemein

Der Aufsichtsrat der Uzin Utz AG hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaften und des Konzerns befasst. Den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend hat der Aufsichtsrat den Vorstand überwacht und stand ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in mündlicher und schriftlicher Form über die Geschäftslage und -politik, grundsätzliche Fragen der Finanz-, Investitions- und Personalpolitik sowie über die Rentabilität und die Risikosituation der Uzin Utz AG und des Konzerns informiert. Weitere zentrale Themen der Berichterstattung betrafen die strategische Ausrichtung der Uzin Utz Unternehmensgruppe und damit verbundene Vorhaben.

» Die Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrats erfolgte auf der Grundlage dieser ausführlichen, in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten, Berichte des Vorstands über die Geschäftslage der Uzin Utz AG und des Konzerns. Dem Aufsichtsrat wurden zudem monatlich Statusberichte zur Verfügung gestellt, die sowohl pro Monat als auch kumuliert über Umsatz und Ertragslage mit Plan/Ist-Abweichung und aktuellem Forecast informierten. Die Berichte dokumentieren die wichtigsten Kennzahlen für die einzelnen Gesellschaften. Je nach Bedarf bzw. aktuellen Schwerpunktthemen wurden tiefergehende Details zur Verfügung gestellt.

» Alle zustimmungspflichtigen Geschäftsvorgänge erörterte der Aufsichtsrat vor der Genehmigung ausführlich mit dem Vorstand. Über Vorhaben, die von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert. Daneben stand der Aufsichtsrat über seinen Vorsitzenden in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand der Gesellschaft. Er holte sich vom Vorstand kontinuierlich Informationen über die aktuelle Entwicklung, die Geschäftslage und wichtige Einzelvorgänge ein. Über außergewöhnliche Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns von erheblicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstand unverzüglich in Kenntnis gesetzt. » Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der Aufsichtsrat vergewisserte sich durch Befragen des Vorstands und des Abschlussprüfers, dass die Anforderungen an das Risikomanagementsystem in der Uzin Utz AG und im Konzern erfüllt wurden.

Organe der Uzin Utz AG
Aufsichtsrat Vorstand
Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes
Vorsitzender
Dr. H. Werner Utz
Vorsitzender
Frank W. Dreisörner
Stellvertretender Vorsitzender
Thomas Müllerschön
Dr. Rainer Kögel

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Geschäftsjahr 2012 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. Inhalt einer jeden Sitzung des Aufsichtsrats war die Erörterung des aktuellen Geschäftsverlaufs der Uzin Utz Unternehmensgruppe und der Planung durch den Vorstand mit den Schwerpunkten Umsatz-, Kosten- und Ergebnisentwicklung sowie Finanzlage. Der Vorstand beantwortete umfassend die eingehenden Fragen der Aufsichtsratsmitglieder, die sich aus den regelmäßig vorgelegten schriftlichen Berichten und den Präsentationen sowie den mündlichen Ausführungen im Rahmen der Sitzung ergaben. Die Beratungen und Prüfungen des Aufsichtsrats bezogen sich in den Aufsichtsratssitzungen vor allem auf folgende Gegenstände:

» In der Bilanz-Aufsichtsratssitzung am 26. März 2012 stand die Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und der Lageberichte für die AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2011 im Fokus. Dabei hat der Aufsichtsrat neben seiner eigenen – originären – Prüfungstätigkeit im Rahmen der Vorbereitung der Bilanz-Aufsichtsratssitzung in der Sitzung zahlreiche Fragen an die persönlich anwesenden Abschlussprüfer gestellt und diese ausführlich mit den Abschlussprüfern erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der AG festgestellt, den Konzernabschluss ausdrücklich gebilligt und dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands ausdrücklich zugestimmt. Weiterhin hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung am 15. Mai 2012, den Bericht des Aufsichtsrats sowie die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verabschiedet. Außerdem hat der Vorstand dem Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Gesellschaften der Uzin Utz-Gruppe berichtet. Ferner haben Vorstand und Aufsichtsrat über den Verkauf des Geschäftsbereichs Lackprodukte für das holzverarbeitende Handwerk am Standort Würzburg beraten und diesen beschlossen. Zudem haben Vorstand und Aufsichtsrat im Rahmen dieser Sitzung intensiv über die Entwicklung der Tochtergesellschaft in China und über ein Konzept zum unternehmerischen Engagement in Südosteuropa diskutiert. » In seiner Sitzung vom 15. Mai 2012 hat sich der Aufsichtsrat zunächst mit der vorangegangenen Hauptversammlung befasst. Sodann wurde ausführlich die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Gesellschaften der Uzin Utz-Gruppe besprochen. Ferner wurden das aktuelle Organigramm und die Beteiligungsstruktur diskutiert. » In der Sitzung am 20. September 2012 befasste sich der Aufsichtsrat, nach eingehender Durchsprache der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaften der Unternehmensgruppe, mit organisatorischen Fragestellungen. Schließlich wurde über den Erwerb von Grundstücken durch Tochtergesellschaften und den Erwerb einer Beteiligung berichtet.

» In und vor der Sitzung vom 18. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat seine Prüfungstätigkeit auf die vorgelegte Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2013 konzentriert. Der Aufsichtsrat hat die Planung eingehend geprüft sowie darin enthaltene Chancen und Risiken mit dem Vorstand erörtert. Er hat die Planung für 2013 genehmigt. Des Weiteren wurden der Status des Neubaus in den Niederlanden, die langfristige Finanzplanung sowie weitere organisatorische und strategische Marketingaktivitäten erörtert. » Auch außerhalb der Sitzungen und gemeinsamen Beratungen stand der Aufsichtsrat über seinen Vorsitzenden in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand der Gesellschaft.

Jahres- und Konzernabschluss 2012

Die ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, wurde auf Vorschlag des Aufsichtsrats von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 gewählt. Der Abschlussprüfer wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden nach der Hauptversammlung schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung beauftragt. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen könnten.

» Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der Uzin Utz AG und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 sowie der zusammengefasste Lagebericht für die AG und den Konzern unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

» Das Risikomanagementsystem wurde durch den Abschlussprüfer ebenfalls einer Prüfung unterzogen. Der Abschlussprüfer bestätigte, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft oder einzelner Konzerngesellschaften gefährden, frühzeitig erkennbar macht. » Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhielt vom Abschlussprüfer ein Exemplar des Prüfungsberichts. Die Jahresabschlussunterlagen inklusive der vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesandt, um eine sorgfältige und gründliche Prüfung durch den Aufsichtsrat zu gewährleisten. Der Aufsichtsrat hat die bilanzfeststellende Sitzung am 25. März 2013 gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft durchgeführt. Dabei wurden der Jahresabschluss der Uzin Utz AG und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012, der zusammengefasste Lagebericht für die AG und den Konzern sowie die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete in dieser Sitzung über den Verlauf seiner Prüfung und deren wesentlichen Ergebnisse.

» Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht für die AG und den Konzern sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Uzin Utz AG und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem zusammengefassten Lagebericht für die AG und den Konzern, insbesondere den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Der Erklärung zur Unternehmensführung hat der Aufsichtsrat ebenfalls zugestimmt.

» Dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an.

Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat beschäftigte sich auf Basis der Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 15. Mai 2012 mit der Fortentwicklung der Corporate Governance bei der Uzin Utz AG und verabschiedete die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex; diese ist auch auf Seite 52 des Geschäftsberichts abgedruckt und wird den Aktionärinnen und Aktionären auf der Internetseite http://www.uzin-utz.de/investor-relations/ corporate-governance dauerhaft zugänglich gemacht. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern waren im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht gegeben.

Veränderungen in den Organen

Herr Marco Sieber, der dem Aufsichtsrat über viele Jahre angehört hat, hat sein Amt mit Wirkung zum 13.08.2012 niedergelegt. Das Amtsgericht Ulm hat daraufhin Herrn Dr. Rainer Kögel, Stuttgart, gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Herr Dr. Kögel soll den Aktionären im Rahmen der diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung zur Wahl vorgeschlagen werden.

» Das Management und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Uzin Utz AG und ihrer Tochtergesellschaften haben im Berichtsjahr einen hohen persönlichen Beitrag zur positiven Weiterentwicklung des Unternehmens geleistet. Für ihr Engagement, ihre Einsatzbereitschaft sowie die vielen außergewöhnlichen und auch alltäglichen Leistungen dankt der Aufsichtsrat allen Beschäftigten und den Vorstandsmitgliedern.

Ulm, im März 2013 Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht der Uzin Utz AG und des Uzin Utz Konzerns für das Geschäftsjahr 2012

Geschäftsverlauf Geschäftsverlauf, Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen
und Rahmenbedingungen Internes Steuerungssystem 26
31
Ereignisse, Entscheidungen und Faktoren mit wesentlichem Einfluss
auf die Weiterentwicklung des Unternehmens
Besondere Effekte des abgelaufenen Geschäftsjahres 31
Lage des Konzerns und der AG Vermögenslage 32
Finanzlage 34
Ertragslage 36
Chancen- und Risikobericht Wesentliche Risiken 39
Beschreibung des Risikomanagements 40
Internes Kontroll- und Risikomanagement 40
Prognosebericht Künftige Rahmenbedingungen 42
Künftige Entwicklung der Uzin Utz Gruppe 44
Sonstige Angaben Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB 45
einschließlich Nachtragsbericht Vergütungsbericht nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB 47
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB 48
Corporate Governance Bericht 48
Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres 53
Forschungs- und Entwicklungstätigkeit 53
Bestehende Zweigniederlassungen, Betriebsstätten, Repräsentanzen 64
Besonderheiten Konzern-Lagebericht 64

Zusammengefasster Lagebericht der Uzin Utz AG und des Uzin Utz Konzerns *

Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

Geschäftsverlauf, Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Weltwirtschaft wurde 2012 weiterhin durch die schlechte wirtschaftliche Lage in den südeuropäischen Krisenländern beeinträchtigt. Das Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes (BIP) nahm infolge dessen um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr ab und fiel auf 3,3%. Gleichzeitig führten politische Turbulenzen in den USA in Kombination mit der Konjunktureintrübung in Schwellenländern in Asien und Lateinamerika zu wachsender Unsicherheit auf den Märkten und bei Investoren. Bei den Rohstoffpreisen gab es im ersten Quartal noch einen Druck zu Preiserhöhungen, welche jedoch nicht zur Umsetzung kamen. Den Rest des Jahres waren die Preise größtenteils stabil bis rückläufig und zeigten erst im letzten Quartal leichte Aufwärtstendenzen. Bedingt durch die hohe Unsicherheit auf den Märkten war es für die Unternehmen aber schwer den richtigen Zeitpunkt für die Kaufentscheidung von Waren zu treffen. Trotz aller negativen Faktoren konnte die deutsche Wirtschaft eine positive Entwicklung in 2012 vorweisen. Diese wurde unter anderem durch den starken Export in Drittländer getragen. Für das kommende Jahr rechnet die Bundesregierung, trotz der schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung, ebenfalls mit einem leichten Wachstum, welches vom Fortlauf der Eurokrise abhängen wird.

» In 2012 wuchs die deutsche Wirtschaft nach Angaben der Bundesregierung um rund 0,7%. Für dieses Jahr wird mit einem moderaten Anstieg des Wachstums um rund 0,4% gerechnet. Dies ist der schwierigen Lage der Partnerländer in Europa und der durchwachsenen Weltwirtschaft geschuldet. Für eine positive wirtschaftliche Entwicklung ist der Verlauf der im Euroraum vorherrschenden Vertrauenskrise entscheidend. Sollte diese überwunden werden, wird 2014 mit einem Anstieg des Wirtschaftswachstums um 1,6% gerechnet. Positiv ist die Einschätzung des deutschen Arbeitsmarktes, der trotz der Abnahme der Erwerbstätigenzahlen zum Jahresende und der Krise in der Eurozone stabil bleiben soll. In 2012 waren in Deutschland so viele Menschen in Arbeit wie noch nie zuvor. Im Schnitt waren es 41,5 Millionen Beschäftigte nach dem Inländerkonzept. Der Durchschnitt soll sich im laufenden Jahr auf 41,6 Millionen Beschäftigte erhöhen. Gleichzeitig stieg das verfügbare Einkommen der Haushalte. In 2012 wuchs das Realeinkommen um 2,8%. Für 2013 wird mit einem Anstieg von 2,6% gerechnet. Die Inflationsrate lag in 2012 bei 2,0% und damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr. Für 2013 prognostiziert das Ifo-Institut eine Inflationsrate von 1,6%, trotz der geldpolitischen Unterstützung der Krisenländer durch die Europäische Zentralbank. Für Deutschland liegt das Wachstumspotenzial aktuell vor allem im Export in Länder außerhalb der Eurozone. Die schwache Binnennachfrage wird durch den erstarkten deutschen Export aufgefangen. Für 2012 wird mit einem Rekordjahr für den Export gerechnet. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) rechnet mit Exporten im Wert von 1.103 Milliarden Euro, was einem Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 4% entspricht. In 2013 sollen weitere 5% dazukommen.

» Wie schon im Vorjahr wurde die Konjunktur des verarbeitenden Gewerbes durch die schwierige Lage in Europa negativ beeinflusst. Trotz allem konnte das Bauhauptgewerbe seinen Gesamtumsatz von Januar bis Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 0,5% steigern. Die Nachfrage ging im Dezember 2012 aber so stark zurück wie seit zwei Jahren nicht mehr und fiel auf Jahressicht um 6,6%, weshalb der Umsatz um ein Zehntel auf 8,5 Milliarden Euro zurückging. Nichtsdestotrotz lassen die Daten zu den Auftragseingängen auf eine konjunkturelle Entspannung hoffen. Im Jahr 2012 konnte ein Auftragseingangsplus von 6,8% verbucht werden. Auch die Beschäftigtenzahlen sind positiv. In 2012 fanden 745.000 Menschen Arbeit in der deutschen Bauindustrie, was einem Plus von 11.000 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die negative Bilanz zum Jahresende wird vor allem den schlechten Witterungsbedingungen zugeschrieben, was die Produktion ins laufende Jahr verschoben hat. Der hohe Auftragsbestand lässt 82% der Bauunternehmen positiv ins Jahr 2013 blicken. Nominal soll der Umsatz der Baubranche in diesem Jahr um rund 2% wachsen, nachdem er 2012 ein kleines Plus von 0,5% vorweisen konnte.

» Der öffentliche Bau in Deutschland leidet weiterhin unter den Sparbemühungen der Regierung. So lag der Umsatz des Gesamtjahres 5,5% unter Vorjahr. Abgesehen vom Oktober sind auch die Zahlen der Auftragseingänge eher durchwachsen. Das zweistellige Wachstum im Oktober verschafft dem öffentlichen Bau jedoch ein Orderplus von 7,6% über das Jahr gesehen. Die Sparte soll im kommenden Jahr ein moderates Wachstum von 1,5% aufweisen, sollten die erwähnten Aufträge produktionswirksam werden.

» In 2012 profitierte der Wohnungsbau von der Krise auf den Kapitalmärkten und der Unsicherheit bei den Investoren. Dies führte zu einem Orderplus von 9,2% und einem Umsatzwachstum von 4,7%. Die Investitionen in Sachan- * Alle Vorjahreszahlen in Klammern lagen sollen die Sparte auch 2013 beflügeln und Treiber

des Bauhauptgewerbes bleiben. Zusätzlich gefördert wird der Wohnungsbau durch die guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt und die steigenden Einkommen der Haushalte. Die niedrigen Hypothekenzinsen sorgen für wachsendes Interesse beim Neubau von Mietwohnungen. Somit soll der Umsatzzuwachs der Sparte in 2013 bei 3,5% liegen und die Zahl der fertig gestellten Wohnungen soll 230.000 betragen.

» Der Wirtschaftsbau verlor zum Jahresende an Dynamik. Nach einem positiven Auftragseingang im Oktober sank der Umsatz im folgenden Monat um 1,7%. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis Dezember lag das Orderplus bei 5,2%. Den Umsatz im Jahr 2012 betrachtet, weisen die Baubetriebe nur ein leichtes Plus von nominal 1,4% aus. Trotzdem ist das erste Halbjahr 2013 mit einem Auftragsbestand von 11 Milliarden Euro gut abgedeckt. Insgesamt wird dieses Jahr mit einem Umsatzplus von 1% gerechnet. Laut einer Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer planen 80% der befragten Unternehmen gleichbleibende oder höhere Investitionen, was der Baubranche zugutekommen sollte.

» Einen neuen Höchststand können die Hersteller von Bodenbelägen vermelden. In 2012 wurden Beläge in Höhe von 3.643 Millionen Euro produziert. Damit konnte das Rekordjahr von 2007 abgelöst werden.

» Im Folgenden wurden die Zahlen des Konzerns auf Grundlage der IFRS und die Zahlen der AG auf Grundlage des HGB ermittelt.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Das Geschäftsjahr 2012 war für unser Unternehmen erneut erfolgreich. Das Folgejahr unseres 100-jährigen Jubiläums gibt damit den Startschuss für die ersten erfolgreichen Schritte in die nächsten 100 Jahre. In Deutschland und in den Niederlanden konnten wir unsere Position als Marktführer festigen und in einigen anderen europäischen Märkten ist es uns gelungen Marktanteile hinzu zu gewinnen. Die erzielten Umsatzerlöse des Konzerns von 207,3 Mio. EUR entsprechen einem Plus von 4,1%. Die Uzin Utz AG konnte mit 121,6 Mio. EUR ihren Umsatz um 3,6% im Vergleich zum Vorjahr steigern.

» Das operative Ergebnis, das bei 14,3 Mio. EUR und damit 7,2% über Vorjahr liegt, beweist eindrucksvoll, dass die Uzin Utz Gruppe erfolgreich auf einem Markt agiert, der unter einer schwächelnden Weltwirtschaft leidet. Der Konzern fokussiert sich weiter auf seine Stärken, bestehend aus Diversifizierung, hoher Qualität, Nähe zum Kunden und der Unternehmenskultur. Durch die Konzentration auf unsere Stärken haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um auch 2012 auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken zu können. Das operative Ergebnis der AG betrug im abgelaufenen Jahr 4,9 Mio. EUR (5,3).

» Die Uzin Utz AG wird ihren Einsatz für die Zukunft des bodenlegenden Handwerks in diesem und in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Mit der Gründung eines Fördervereins für den Nachwuchs im bodenlegenden Handwerk haben wir unsere Zielsetzung mit einer ersten konkreten Maßnahme unterstrichen. Gemäß unserer nachhaltigen Unternehmensführung ist es unser kontinuierliches Bestreben, mehr junge Menschen für dieses facettenreiche Arbeitsfeld zu begeistern.

» Auf Produktebene arbeiten wir weiter an Lösungen für umweltschonende, emissionsarme und wohngesunde Bodensysteme. In Zukunft wollen wir der steigenden Nachfrage nach Verlegewerkstoffen auf natürlicher und nachwachsender Basis gerecht werden. Um den Handwerker bei der Produktauswahl zu unterstützen, arbeitet die Uzin Utz AG an einem Nachhaltigkeitsprofil, das Auskunft darüber geben wird, wie nachhaltig und umweltschonend ein Produkt im Hinblick auf Herstellung, Verarbeitung und Anwendung ist.

» Forschung und Entwicklung spielen bei der Uzin Utz AG eine wichtige Rolle. Beim Wettbewerb "Best Innovator 2012/2013" sind wir mit dem dritten Platz für herausragende Leistungen im Innovationsmanagement ausgezeichnet worden. Im Zuge des Wettbewerbs prämierten A.T. Kearney und die "Wirtschaftswoche" Unternehmen, die das Management von Innovation wirksam und nachhaltig betreiben. Unter mehr als 100 Teilnehmern wurde die Uzin Utz AG für das hohe Engagement des Vorstands, die Rolle des Unternehmens als Innovationsmotor der Branche und ein ausgeprägtes vorausschauendes Verständnis für zukünftige Anforderungen gewürdigt.

» Abschließend bleibt festzuhalten, dass sich die Uzin Utz Gruppe auch in 2012 erfolgreich behaupten konnte. Den Herausforderungen durch die Unsicherheiten auf den Märkten konnten wir erfolgreich standhalten und unsere Stellung als Marktführer weiter festigen. Wir blicken positiv in das neue Jahr und werden uns auch in Zukunft mit Qualität, Kundennähe und Innovation im Wettbewerb durchsetzen.

Unternehmensinterne Erfolgsfaktoren

"Fokussierung auf die Stärken" lautet die Ausrichtung für 2013. Fokussieren möchten wir uns auf die nachfolgenden sechs Erfolgsfaktoren

  • − Mitarbeiter,
  • − Qualität unserer Produkte,
  • − Marketing und Vertrieb,

  • − Nähe zum Kunden,

  • − Präsenz auf internationalen Märkten,
  • − Wertschöpfungskette.

» Diese sechs Eckpfeiler stellen die Basis eines stabilen und krisenresistenten Geschäftsmodells dar. "Der Kern unseres Schaffens sind die Menschen" - dies ist der Leitsatz, der unser Verständnis für Nachhaltigkeit prägt. Zum Wesen der Nachhaltigkeit gehört eine ganzheitliche Auffassung unternehmerischen Handelns. Als Pfeiler unserer langfristigen Unternehmensstrategie sind ökonomische Stabilität, soziale Verantwortung und ökologisches Bewusstsein untrennbar miteinander verknüpft. Diese drei Dimensionen der Nachhaltigkeit werden bei uns von Menschen getragen, die das Fundament unseres Wirtschaftens darstellen – alle Anspruchsgruppen, aber besonders die eigenen Mitarbeiter, denn sie sind die besten Botschafter des Unternehmens. » Wir sind flexibel und anpassungsfähig. Wir arbeiten darüber hinaus kontinuierlich an neuen und nutzenorientierten Produkten, die unsere Kunden begeistern. Wir besitzen ein wirkungsvolles Risikomanagement, das zu unserer nachhaltigen Wertschöpfung und somit zum langfristigen Geschäftserfolg beiträgt. Zudem kann der Uzin Utz Konzern auf das besondere Engagement eingespielter Mitarbeiter- und Führungsteams vertrauen. Das alles sowie hochzufriedene Kunden tragen zur Stabilität bei und bieten immer wieder neue Chancen.

» Die Anzahl der Mitarbeiter im gesamten Konzern stieg im Durchschnitt auf 919 (879). Davon arbeiteten 528 (491) im Inland und 391 (388) im Ausland. Zusätzlich wurde 35 (35) jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht. Die Uzin Utz AG bot 391 (363) Menschen einen Arbeitsplatz. Zusätzlich wurden 27 (25) Ausbildungsplätze besetzt. Auch in den kommenden Jahren sollen die Ausbildungsbemühungen weiter fortgesetzt werden, um jungen Menschen eine Zukunftsperspektive geben zu können. Gleichzeitig bietet die unternehmensinterne Ausbildung immer die Chance, sehr gutes Fachpersonal selbst zu entwickeln und auf die kommenden Aufgaben im eigenen Unternehmen vorzubereiten. Die agvChemie verleiht jährlich die Urkunde "Ausbildendes Unternehmen der chemischen Industrie – für besondere Ausbildungsleistungen". Ausgezeichnet werden Unternehmen in Deutschland, die sich besonders nachhaltig und intensiv um den Nachwuchs verdient machen. Die Ausbildung der Uzin Utz AG erhielt diese Urkunde für das Jahr 2012/2013 erneut.

» Im Zuge des Projekts "Employerbrand" wurde im Jahr 2012 mit dem Thema "Uzin Utz AG - Alles, was Dir wichtig ist" die Kommunikation der Arbeitgebermarke vorangetrieben. Ziel der Arbeitgebermarke ist es, das Image und die Qualität der Uzin Utz Gruppe als Arbeitgeber kontinuierlich zu verbessern, um somit die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern. Darüber hinaus soll die Identifikation mit dem Unternehmen und seinen sechs Werten "Verlässlichkeit, Perspektive, Balance, Wertschätzung, Internationalität und Dynamik" gefördert werden. Neben Ulm wurde im letzten Jahr auch der Standort Vaihingen/Enz mit dem Fort- und Weiterbildungsprogramm Horizonte und einem Gesundheitstag in das Employer Branding integriert. Um die angebotenen Kurse und Schulungen attraktiver zu gestalten, wurde das Programm nach Wünschen der Angestellten angepasst und ausgebaut. Die positive Resonanz untermauert den Erfolg des Programms.

» Im März 2012 ging die neue Karriereseite unter dem gleichen Motto wie das Projekt "Employerbrand" online. Mit einem Anstieg der Bewerberzahlen um knapp 22% konnte das neue Portal eindrucksvoll seinen Einstand feiern. In den Bewerbungsgesprächen zeigte sich zudem, dass die Website eine intensive Auseinandersetzung mit der Uzin Utz AG ermöglicht und den Bewerbern das Unternehmen und seine Werte näher bringt.

» Im Rahmen des internen Weiterbildungsprogramms der Uzin Utz AG wurden insgesamt 49 (52) Kurse für alle Mitarbeiter angeboten. In Summe konnten 521 (560) Anmeldungen zu diesen Fortbildungsmöglichkeiten verzeichnet werden. Auch wenn eine leichte Abnahme der Anmeldungen zu erkennen ist, zeigt die siebte Weiterbildungssaison eine hohe Akzeptanz und großes Interesse seitens der Mitarbeiter, sich weiter zu entwickeln und sich weiter zu bilden. Die Neuangebote kamen vorwiegend aus dem Bereich der Methodenkompetenz & Persönlichkeitsentwicklung. Wie bereits in den vergangenen Jahren, umfassten die internen Kurse Bereiche wie z. B. Fachwissen, IT-Kurse, Produktund Chemieseminare, rechtliche Grundlagen, interkulturelle Kompetenzen, betriebliches Gesundheitsmanagement, etc. Im Zuge des betrieblichen Gesundheitsmanagements hat die Uzin Utz AG in Kooperation mit der AOK zwei Gesundheitstage veranstaltet. Es gab Möglichkeiten an verschiedenen Untersuchungen teilzunehmen sowie diverse Vorträge und Workshops zu besuchen. Aus der Auswertung der Umfragebögen geht hervor, dass über 90% der Befragten den Gesundheitstag als sehr gut bzw. gut empfunden haben. Die Ergebnisse zeigten ebenfalls auf, dass die Teilnehmer u. a. die Auswahl der Angebote und Vielfalt der Themen als besonders positiv aufgenommen haben. » Die Uzin Utz AG ist Mitglied im Arbeitgeberverband Chemie, somit gilt im Unternehmen der Tarifvertrag der IG Bergbau, Chemie, Energie.

» Die Zertifizierungen nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001 wurden auch 2012 sowohl intern als auch extern sehr erfolgreich bestanden. Die Niederlassung in Vaihingen/Enz wurde im Berichtsjahr ebenfalls intern und extern zertifiziert. Ein umfassendes Auditprogramm garantiert die Einhaltung der entsprechenden Normen.

» Im Berichtsjahr wurden von den Mitarbeitern der AG insgesamt 136 (109) Verbesserungsvorschläge eingereicht. Von den bisher bewerteten wurden 29 prämiert und umgesetzt, was – nach Abzug der noch offenen Vorschläge – einer Qualitätsquote von rund 31,5% (44,4) entspricht. Das Unternehmen ist stolz auf diese aktive Teilnahme der Mitarbeiter am kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

» Die Uzin Utz AG produzierte im Jahr 2012 an den Produktionsstandorten in Ulm (Marken UZIN und codex) und Vaihingen/Enz (Marke Wolff). Die Gesamtauslastung am Standort Ulm lag bei rund 96,9% und somit um rund 1,8%-Punkte höher als im Vorjahr (95,2). In Vaihingen/Enz wurde eine Gesamtauslastung von 78,0% (74,0) erzielt. Auf Konzernebene betrug die Neuheitsquote 2012 rund 55,4% (50,6) und auf Ebene der AG rund 62,5% (58,8). Die Neuheitsquote sagt aus, welcher Anteil am Gesamtumsatz auf Produkte entfällt, die jünger als fünf Jahre sind. Auf die technischen Weiter- und Neuentwicklungen der Produktsysteme wird auf die Ausführungen im Teil "Forschung & Entwicklung" dieses Berichts verwiesen.

» Seit vielen Jahren schon ist die Uzin Utz AG um die Verbindung ökonomischer Effizienz mit ökologischer und sozialer Verantwortung bemüht. Diesem Anspruch wird das Unternehmen im Rahmen der Tätigkeit einer eigenen Entsorgungsabteilung gerecht und gibt diese Standards an die verbundenen Konzernunternehmen weiter. Die Entsorgungsmenge am Standort Ulm (ohne Rücknahme von Verkaufsverpackungen) lag im Jahr 2012 bei 1.213 Tonnen, nach 1.146 Tonnen im Vorjahr. Die Entsorgungskosten lagen hierbei im Jahr 2012 bei 123 TEUR nach 121 TEUR im Jahr 2011.

» Die Uzin Utz AG und die Unipro B.V., Haaksbergen, Niederlande, sind nach den DIN ISO Normen zertifizierte Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2012 wurden die Niederlassung in Vaihingen/Enz der Marke Wolff sowie die Hermann Frank GmbH & Co. KG zum dritten Mal zertifiziert. An beiden Standorten werden Maschinen zur Bodenbearbeitung gefertigt. In beiden Unternehmen wurden umfassende interne Auditprogramme durchgeführt. Die externen Auditberichte bestätigten erneut die Zertifizierung sowie die erfolgreiche Erfüllung der Anforderungen. Gegenüber dem Vorjahr ist erneut eine eindeutige Weiterentwicklung zu erkennen.

» Im Geschäftsjahr 2012 wurde im Konzern an den Produktionsstandorten in Ulm, Vaihingen/Enz, Oberderdingen, Würzburg, Meckenheim, Buochs (Schweiz), Sursee (Schweiz), Haaksbergen (Niederlande), Legnica (Polen), Soissons (Frankreich), Shanghai (China), Ljubljana (Slowenien) und Jakarta (Indonesien) produziert. Die Gesamtauslastung aller Uzin Utz Werke lag bei rund 84,6% und sank somit um rund 2,5 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (87,1).

» Das Produktionsprogramm betreffend gab es keine wesentlichen Veränderungen. Kontinuierliche Qualitätskontrollen jeder produzierten Charge garantieren höchste Qualität. Die Auslieferung der Produkte erfolgt erst unmittelbar nach Freigabe des zuständigen Labors. Ein Rückstellmuster pro Charge stellt den Qualitäts- und Kontrollprozess auch in der Vergangenheit dar.

» Im Rohstoff- und Verpackungsbereich lagen die Preise im Jahr 2012 unter denen des Vorjahres. Während die Preise in den ersten drei Quartalen des Jahres stabil bis leicht rückläufig waren, kam es zum Jahresende zu Preiserhöhungen im Rohstoffbereich. Um diese abzufedern wurden punktuelle Bevorratungsmaßnahmen vorgenommen. Insgesamt hat sich die Versorgungssituation im Vergleich zu 2011 entspannt. Es kam nur noch selten zu Engpässen. Um dem Versorgungsrisiko und den Abhängigkeiten bei Preisverhandlungen auch in den kommenden Jahren entgegenzuwirken, wird das Risikomanagement weiterhin ausgebaut.

» An den konzernweiten Grundsätzen der sorgfältigen Disposition, der langfristigen Vertragspartnerschaften und der strikten und umfassenden Qualitätskontrollen im Beschaffungsbereich hat sich auch im Jahr 2012 nichts geändert.

» Die Finanzierungsstrategie wird im Teil "Finanzlage" dieses Berichts erläutert.

Interne Organisation und Entscheidungsfindung

» Sowohl die interne Konzern- als auch die AG-Organisation folgen dem Grundsatz direkter Entscheidungswege und möglichst flacher Hierarchien. Alle wesentlichen Entscheidungen werden in Abteilungs- und Bereichsgremien vorbereitet und mit einer Entscheidungsempfehlung an den jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand weitergegeben. Alle wesentlichen Entscheidungen werden vom jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand der Beteiligungsgesellschaft mit dem Vorstand der Uzin Utz AG besprochen. Alle zustimmungspflichtigen Entscheidungen werden vom Vorstand der Uzin Utz AG an den Aufsichtsrat der Uzin Utz AG zur Genehmigung vorgetragen.

Wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Berichtsjahr

» Zum 31. Dezember 2012 hat die Uzin Utz Gruppe den am Standort Würzburg betriebenen Bereich Möbellacke verkauft. Es ist eine Schlussfolgerung der strategischen Entwicklung unseres Unternehmens, sich stärker auf das Kerngeschäft "Boden" zu konzentrieren. Das heißt, im Fokus stehen die Entwicklung und die Herstellung von Produkten und Maschinen für die Bodengestaltung sowie die ergänzenden Dienstleistungen für die Zielgruppen des bodenlegenden Handwerks, Planer, Architekten und die Endverbraucher. Würzburg soll dauerhaft als Südstandort erhalten bleiben. Produktion sowie Labor verbleiben bei der Tochtergesellschaft JP Coatings GmbH. Auf die Angaben im Konzern-Anhang wird verwiesen.

» Im Bereich der Klebstoffproduktion (Werk 1) am Standort Ulm wurden Maßnahmen zur Prozessverbesserung und Leistungssteigerung fortgeführt. Die Rührwerksanlagen zur Klebstoffherstellung wurden auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Effektive Mischtechnik in Verbindung mit einer sehr energieeffizienten Antriebstechnik führen hier nun zu höherer Produktivität bei gleichzeitig reduziertem Energieeinsatz. Dazu wurde eine SAP-Lagerverwaltung eingeführt.

» Darüber hinaus wurde in eine Technikumsanlage für ein neuartiges, zukunftsweisendes Produktionskonzept für Klebstoffe investiert ("Modulare Fabrik"). Seit Februar 2012 laufen auf dieser Anlage Versuche im Technikumsmaßstab mit bisher sehr vielversprechenden Ergebnissen. Im Rahmen dieses Projektes erfolgt ein intensiver Erfahrungsaustausch und Know-how-Transfer mit namhaften Unternehmen benachbarter Branchen.

» Eine wichtige Umsetzung der Markenphilosophie ist das neu aufgelegte UZIN Partnerprogramm "BOD – Die Bodengestalter". Ziel ist es, Fachbetriebe des bodenlegenden Handwerks auf ihrem Weg professionell zu unterstützen. Dabei steht BOD auf vier Säulen: Persönliche Qualifikation, Netzwerk & Austausch, Marketing & Kommunikation und exklusive VIP Erlebnisse. So bietet BOD beispielsweise für den gelungenen Auftritt des Handwerkers gegenüber seinem Endkunden eine umfassende Marketingunterstützung – von individualisierten Hinweisschildern bis hin zur eigenen Website.

» Das von unserer Marke codex gegründete "Netzwerk der echten Fliesenleger" ist inzwischen auf 800 Mitglieder angewachsen. Damit unterstützt unsere Marke, die sich auf das Fliesenverlegen spezialisiert hat, aktiv die Meisterbetriebe dieser Branche. Diese leiden seit 2004 unter dem Wegfall des Meisterzwangs. Mit exklusiven Marketingleistungen und Schulungen im Leistungsportfolio gilt das Netzwerklogo mittlerweile als Qualitätssiegel in der Branche. Das jährlich stattfindende Netzwerkevent konnte mit 430 Teilnehmern in 2012 einen neuen Höchststand verzeichnen. Auf Produktebene erfüllen 21 Artikel aus dem codex-Sortiment die Anforderungen der Gemeinschaft emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe (GEV) und sind nach EC1 Plus zertifiziert. Damit unterstützt codex die Uzin Utz Gruppe intensiv dabei, nachhaltige und umweltfreundliche Lösungen für den Boden anzubieten. » Unsere Tochtergesellschaft Unipro B.V. in den Niederlanden kann sich auf eine hochmoderne neue Produktionsstätte freuen. Nach dem Baubeginn im abgelaufenen Jahr werden auf dem "Stepelerveld" bei Haaksbergen in der "grünen Fabrik" ab 2014 Produkte der Marken Uzin und Arturo hergestellt. Das Gebäude wird CO2 -neutral und soll Sonnenenergie und Regenwasser zur Selbstversorgung nutzen. Außerdem hat die Unipro B.V. in den Niederlanden zum 1. September 2012 die Betriebsaktivitäten der Compotan Polymer B.V. in Ede übernommen. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie von Unipro und sorgt für eine Erweiterung des Sortiments.

» In den USA wurde der Ausbau der Marktpräsenz der Marken UZIN und Pallmann durch die Gewinnung neuer Handelspartner vorangetrieben. Außerdem hat unsere amerikanische Vertriebsgesellschaft Ufloor Systems Inc. zum 01. September 2012 exklusiv die Vertriebsaktivitäten der Marke WOLFF in den USA und Kanada übernommen. Der Vertrieb von WOLFF-Produkten wurde in der Vergangenheit von einem Handelspartner durchgeführt. Die Marke hat einen hohen Bekanntheitsgrad auf dem amerikanischen Markt und verfügt über ein etabliertes, landesweites Handelsnetz. Ihre Integration birgt ein hohes Wachstumspotenzial für Ufloor Systems Inc. – insbesondere durch die Nutzung von Synergien zwischen UZIN und WOLFF. Des Weiteren wurde in den USA am 3. August 2012 die Uzin Utz Manufacturing North America Inc. gegründet. Hauptaufgabe der neugegründeten Tochtergesellschaft ist in 2013/2014 die Planung und Realisierung einer Produktionsstätte in den USA.

» Unsere englische Tochtergesellschaft, die Uzin Limited, konnte im Jahr 2012 ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Mit einer speziellen "Road-Show" durch ganz England begeisterten wir die Kunden für unsere Produkte. Mit UZIN L3 Gold Moisture Control und UZIN NC 160 Special Edition wurden zwei neue Produkte am englischen Markt etabliert. Die Kundenresonanz war sehr gut. Innerbetrieblich konnte Uzin Ltd. erfolgreich den Datenaustausch zwischen seinem Lagersystem und SAP implementieren. Dadurch werden die Verwaltung von Bestellungen und das Vorratsmanagement entscheidend optimiert.

» Unserem IT-Tochterunternehmen, der artiso solutions GmbH mit Sitz in Blaustein bei Ulm von welchem wir 50% der Anteile halten, ist es gelungen, seinen Umsatz im Berichtsjahr wie geplant zu erhöhen. Des Weiteren konnten die Qualifikation der Mitarbeiter und die Qualität der Kundenprojekte weiter gesteigert werden. Als Beleg hierfür darf das Unternehmen seit Dezember 2012 offiziell die Bezeichnungen GOLD Application Lifecycle Management und GOLD Application Development als Microsoft Core Partner führen.

Internes Steuerungssystem

Das konzernweite interne Steuerungssystem basiert auf einer Vielzahl von Mechanismen und Kennzahlen, die jeweils bereichsspezifische Vorgänge abbilden und messbar machen. Über alle Bereiche hinweg stehen an der Spitze aller internen Steuerungssysteme folgende Finanzgrößen und -kennzahlen:

Kennzahlen Ermittlung 2012 2011
Cashflow
aus lfd. GT
s. Kapitalfluss
rechnung
17.748 TEUR 12.513 TEUR
Umsatz s. GuV 207.255 TEUR 199.166 TEUR
Ergebnis
der gew. GT
s. GuV 13.467 TEUR 11.955 TEUR
Umsatzrendite Erg. der gew.
GT/Umsatz
6,5% 6,0%
Eigenkapital
rendite
Erg. der gew.
GT/Eigenkapital
13,8% 15,5%
Eigenkapital
quote
Eigenkapital/
Bilanzsumme
58,3% 56,2%

Für die AG ergeben sich in diesem Raster die folgenden Werte:

Kennzahlen Ermittlung 2012 2011
Cashflow
aus lfd. GT
s. Kapitalfluss
rechnung
14.598 TEUR 6.209 TEUR
Umsatz s. GuV 121.629 TEUR 117.352 TEUR
Ergebnis
der gew. GT
s. GuV 6.465 TEUR 5.785 TEUR
Umsatzrendite Erg. der gew.
GT/Umsatz
5,3% 4,9%
Eigenkapital
rendite
Erg. der gew.
GT/Eigenkapital
10,4% 12,5%
Eigenkapital
quote
Eigenkapital/
Bilanzsumme
62,6% 60,9%

Ereignisse, Entscheidungen und Faktoren mit wesentlichem Einfluss auf die Weiterentwicklung des Unternehmens

Alle Ereignisse, Entscheidungen und Faktoren mit wesentlichem Einfluss auf die Weiterentwicklung des Konzerns und der AG, die bereits im Jahr 2012 bekannt waren, sind im jeweils thematisch zugehörigen Teil dieses Berichts enthalten. Alle zwischen Jahresende 2012 und dem Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bekannt gewordenen Sachverhalte dieser Art sind explizit im Teil "Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres" enthalten.

Besondere Effekte des abgelaufenen Geschäftsjahres

Im Jahr 2012 fanden erneut Gewinnabführungen an die Uzin Utz AG statt. Im Detail führten die JP Coatings GmbH 500 TEUR, die Uzin Tyro AG 498 TEUR, die englische Vertriebsgesellschaft Uzin Limited 494 TEUR, die polnische Produktionsgesellschaft 200 TEUR, die tschechische Gesellschaft 198 TEUR und Unipro N.V. Belgien 150 TEUR ab. In Summe führte dies im Jahresabschluss der Uzin Utz AG zu Beteiligungserträgen in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der AG hat sich auch im Jahr 2012 – trotz schwieriger wirtschaftlicher Umstände – sehr zufriedenstellend entwickelt. Steigende Umsätze und ein strategisches Kostenmanagement haben zu einem Wachstum des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geführt.

Vermögenslage Konzern 31.12.2012 31.12.2011
TEUR % TEUR %
Flüssige Mittel 9.857 5,5 15.499 8,9
Kurzfristige Forderungen aus LuL 21.442 12,0 23.319 13,4
Kurzfristige Forderungen
aus Ertragssteuern
830 0,5 300 0,2
Kurzfristige Vermögenswerte 33.870 19,0 31.954 18,4
Vorräte 28.394 15,9 27.926 16,1
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5.476 3,1 4.028 2,3
Anlagevermögen 106.173 59,6 96.752 55,7
Immaterielle Vermögenswerte 33.828 19,0 32.484 18,7
Sachanlagen 69.780 39,2 62.846 36,2
Finanzanlagen 2.566 1,4 1.423 0,8
Als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
3.521 2,0 3.278 1,9
Langfristige Forderungen
aus Ertragssteuern
436 0,2 541 0,3
Latente Steuern 1.368 0,8 1.913 1,1
Sonstige langfristige Vermögenswerte 621 0,3 26 0,0
178.120 100,0 173.583 100,0

Vermögenslage

Konzern

Die Bilanzsumme stieg um 4,5 Mio. EUR auf 178,1 Mio. EUR (173,6). Der Anteil des Konzern-Anlagevermögens stieg auf 59,6% (55,7), das restliche Vermögen liegt somit bei 40,4% (44,3) der Bilanzsumme.

» Die Kundenforderungen sanken von 23,3 Mio. EUR auf 21,4 Mio. EUR aufgrund des konsequenten Forderungsmanagements, der durch den Mehrumsatz generierten Bonigutschriften sowie der Ausbuchung von Kundenforderungen.

» Durch bewusste Bevorratung zur Absicherung gegen steigende Preise, nahmen die Vorräte leicht zu und stiegen um 0,5 Mio. EUR von 27,9 Mio. EUR auf 28,4 Mio. EUR. » Die immateriellen Vermögenswerte stiegen von 32,5 Mio. EUR auf 33,8 Mio. EUR. Diese resultieren zu einem Großteil aus einem höheren Firmenwert der Uzin Tyro AG, welcher sich aus Währungskursdifferenzen und der Übernahme der Bodensparte der Collano Adhesives AG ergibt. » Die Sachanlagen stiegen um 6,9 Mio. EUR auf 69,8 Mio. EUR, infolge weiterer Investitionen in Maschinen für die Produktion am Standort Ulm, dem Erwerb des Schweizer Standorts durch die Uzin Tyro AG und dem Bau des neuen Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Unipro B.V. in den Niederlanden. Zudem beträgt der Währungskurseinfluss aus Umrechnung der Nicht-Euro-Bilanzen hierbei rund 0,2 Mio. EUR. Für das kommende Jahr sind im Konzern insgesamt 31 Mio. EUR Investitionen geplant. Diese betreffen hauptsächlich Investitionen für die weitere Expansion im Ausland.

» Die flüssigen Mittel sanken um 36,4% oder 5,6 Mio. EUR, auf 9,9 Mio. EUR. Die größten Bewegungen finden sich auch hier bei der Uzin Tyro AG und der Unipro B.V. bedingt durch die Investitionen in Sachanlagen.

» Bis auf die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie bei der Sifloor AG, stellt das komplette Vermögen nach wie vor betrieblich notwendige Werte dar.

» Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente wurden eingesetzt und betreffen überwiegend Miet- und Leasingverträge.

Vermögenslage AG 31.12.2012 31.12.2011
TEUR % TEUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 768 0,8 378 0,4
Sachanlagen 26.611 26,4 24.260 23,7
Finanzanlagen 43.152 42,8 41.388 40,5
Mittel- und langfristig
gebundenes Vermögen
70.531 69,9 66.027 64,6
Vorräte 13.982 13,9 14.523 14,2
Kundenforderungen 6.175 6,1 6.163 6,0
Forderungen gegen verbundene Unter
nehmen und Beteiligungsunternehmen
6.888 6,8 10.843 10,6
Sonstige kurzfristige Posten 3.192 3,2 3.111 3,0
Flüssige Mittel 160 0,2 1.509 1,5
Kurzfristig gebundenes Vermögen 30.398 30,1 36.149 35,4
Vermögen insgesamt 100.929 100,0 102.175 100,0

Uzin Utz AG

Die Bilanzsumme sank um 1,2 Mio. EUR auf 100,9 Mio. EUR (102,2). Der Anteil des Anlagevermögens stieg auf 70% (65), das restliche Vermögen liegt somit bei 30% (35) der Bilanzsumme. Wesentliches nicht betriebsnotwendiges Vermögen sowie nicht bilanzwirksame Geschäfte existieren nicht. Sämtliche Marken sind markenrechtlich geschützt. Abschreibungsgrundsätze wurden nicht verändert. » Die immateriellen Vermögenswerte stiegen von 378 TEUR auf 768 TEUR u. a. aufgrund der Aktivierung von weiteren CRM-Lizenzen, Investitionen in die Arbeitgebermarke sowie Software und Trademarks.

» Die Sachanlagen stiegen um 2,4 Mio. EUR auf 26,6 Mio. EUR infolge des Ausbaus diverser Anlagen im Bereich Produktion und IT. Die Uzin Utz AG investierte im Jahr 2012 insgesamt 6,4 Mio. EUR (8,1). Davon entfielen auf den Bereich der Sachanlagen 4,7 Mio. EUR.

» Für das kommende Jahr sind in der AG insgesamt 9,7 Mio. EUR Investitionen geplant. Diese betreffen hauptsächlich Investitionen für den bereits in den Vorjahren begonnenen Ausbau des Produktionsstandortes Ulm. Davon entfallen auf den Bereich Betrieb & Logistik rund 4,3 Mio. EUR, auf die Niederlassung Vaihingen/Enz rund 2 Mio. EUR und auf den SAP- und IT-Bereich ca. 1 Mio. EUR.

» Die Finanzanlagen stiegen auf 43,2 Mio. EUR (41,4). Die Steigerung ergab sich vor allem aus der Erhöhung der Beteiligungsbuchwerte der Beteiligungen in Shanghai um 406 TEUR, in Ungarn um 403 TEUR, bei der Utz Inc. in den USA um 98 TEUR sowie der Arendicom in Tutzing in Höhe von 305 TEUR.

» Die Vorräte nahmen aufgrund der besseren Versorgungssituation, anders als in Teilen des übrigen Konzerns, um 0,5 Mio. EUR von 14,5 Mio. EUR auf 14,0 Mio. EUR, ab. » Die Kundenforderungen blieben im Vergleich zum Vorjahr, trotz Umsatzsteigerung, nahezu identisch und betrugen 6,2 Mio. EUR (6,2). Dies beruht auch auf dem konsequenten Forderungsmanagement und der durch den Mehrumsatz generierten Bonigutschriften zum Bilanzstichtag.

» Die flüssigen Mittel sanken von 1,5 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR. Die Mittel wurden zur Tilgung von Darlehen eingesetzt, um die Zinsaufwendungen zu reduzieren.

» Die Entwicklung des Finanzmittelbestandes anhand der Kapitalflussrechnung wird nachfolgend im Teil "Finanzlage" dargestellt.

Kapital Konzern 31.12.2012 31.12.2011
TEUR % TEUR %
Kurzfristige Verbindlichkeiten 34.883 19,6 31.868 18,4
Finanzverbindlichkeiten 14.245 8,0 13.590 7,8
aus Lieferungen und Leistungen 8.523 4,8 7.184 4,1
aus Ertragssteuern 655 0,4 549 0,3
Rückstellungen 5.935 3,3 5.538 3,2
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 5.526 3,1 5.007 2,9
Langfristige Verbindlichkeiten 39.180 22,0 43.977 25,3
Finanzverbindlichkeiten 26.919 15,1 31.615 18,2
Latente Steuern 10.163 5,7 10.249 5,9
Pensionsrückstellungen 1.689 0,9 1.697 1,0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 409 0,2 416 0,2
Eigenkapital
(inkl. Anteile anderer Gesellschafter) 104.056 58,4 97.738 56,3
178.120 100,0 173.583 100,0

Finanzlage

Konzern

Das Eigenkapital beträgt 104,1 Mio. EUR (97,7), was einem Anteil an der Bilanzsumme von 58,4% (56,3) entspricht. Damit konnte dieser weiter erhöht werden und liegt nach wie vor deutlich über dem Branchendurchschnitt.

» Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um insgesamt 3,0 Mio. EUR, auf 34,9 Mio. EUR.

» Die Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern stiegen infolge des höheren Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr von 0,5 auf 0,7 Mio. EUR.

» Die kurzfristigen Rückstellungen stiegen, hauptsächlich aufgrund höherer Steuerrückstellungen sowie Rückstellungen für Prämien und Tantiemen, um 0,4 Mio. EUR auf 5,9 Mio. EUR (5,5).

» Insgesamt stieg der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme von 18,4% im Vorjahr auf 19,6% zum 31. Dezember 2012.

» Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sanken um 4,7 Mio. EUR auf 26,9 Mio. EUR (31,6). Die Abnahme resultiert zum einen daraus, dass es im Vergleich zum Vorjahr geringere Neuaufnahmen gab und ein Teil der langfristigen zu kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wurden. Zum anderen fanden planmäßige Tilgungen von langfristigen Finanzverbindlichkeiten statt.

» Der Anteil der gesamten langfristigen Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme sank von 25,3% im Vorjahr auf 22,0% im Jahr 2012. Absolut sanken die gesamten langfristigen Verbindlichkeiten um rund 4,8 Mio. EUR, von 44,0 Mio. EUR auf 39,2 Mio. EUR.

» Grundsatz und gleichermaßen Ziel des Finanzmanagements ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten, bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Auch im Jahr 2012 konnte dieser Anforderung Genüge getan werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kreditlinien wurden nie in voller Höhe beansprucht. Das Gesamtkreditvolumen im Konzern betrug zum 31. Dezember 2012 41,2 Mio. EUR, nach 45,2 Mio. EUR im Vorjahr. Hiervon waren rund 14,2 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (13,6), 21,2 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit zwischen 1–5 Jahren (26,6) und rund 5,8 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (5,0). Diese Darlehen sind nahezu ausschließlich mit einem festen Zinssatz abgeschlossen.

» Darüber hinaus werden fallweise zur Absicherung feststehender Zahlungen oder bei bedeutenden Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen abgeschlossen.

» Die detaillierte Entwicklung der Liquidität wird in der Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss dargestellt.

Kapital AG 31.12.2012 31.12.2011
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 63.160 62,6 62.179 60,9
Pensionsrückstellungen 824 0,8 750 0,7
Bankdarlehen 17.035 16,9 22.949 22,5
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 17.859 17,7 23.699 23,2
Übrige Rückstellungen 2.841 2,8 2.660 2,6
Kurzfristige Bankschulden 7.486 7,4 6.314 6,2
Lieferantenschulden 3.518 3,5 2.980 2,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbunde
nen Unternehmen und Beteiligungsun
ternehmen
2.806 2,8 1.648 1,6
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.259 3,2 2.695 2,6
Kurzfristiges Fremdkapital 19.910 19,7 16.297 16,0
Kapital insgesamt 100.929 100,0 102.175 100,0

Uzin Utz AG

Das Eigenkapital der AG beträgt 63,2 Mio. EUR (62,2). Dies entspricht einem Anteil an der Bilanzsumme von rund 62,6% (60,9).

» Die Rückstellungen stiegen insgesamt um 0,3 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR (3,4). Dabei erhöhten sich die Steuerrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR und die Rückstellungen für Pensionen um 0,1 Mio. EUR.

» Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 3,5 Mio. EUR um 0,5 Mio. EUR geringfügig über dem Vorjahrswert (3,0). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten lagen ebenfalls mit 3,3 Mio. EUR über Vorjahr (2,7). Die Haftungs- und Leasingverhältnisse sind im Anhang angegeben. Darüber hinausgehende außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente gab und gibt es nicht. » Grundsatz und gleichermaßen Ziel des Finanzmanagements ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten, bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Auch im Jahr 2012 konnte dieser Anforderung Genüge getan werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kreditlinien wurden nie in voller Höhe beansprucht. Das Gesamtkreditvolumen betrug zum 31. Dezember 2012 24,5 Mio. EUR, nach 29,3 Mio. EUR im Vorjahr. Hiervon waren rund 7,5 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (6,3), 14,1 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahren (18,6) und rund 2,9 Mio. EUR mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren (4,3). Insgesamt wurden langfristige Kredite von drei verschiedenen Banken (BW Bank, Unicredit und IKB) in Anspruch genommen. Diese Darlehen sind nahezu ausschließlich mit einem festen Zinssatz abgeschlossen. Für die Investitionen ist weiterer Kapitalbedarf vorhanden, wodurch wir allerdings keine wesentlichen Änderungen der Zinsstruktur erwarten. Im Gesamtkreditvolumen enthalten sind auch drei Nachrangkapitaltranchen in Höhe von 6,3 Mio. EUR (6,8), die aus dem Programm "Kapital für Arbeit" der Kreditanstalt für Wiederaufbau stammen. Die Bank tritt mit ihren Forderungen aus diesem Darlehen unwiderruflich hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der Gläubiger in den Rang vor die Forderungen auf Rückgewähr eines etwaigen kapitalersetzenden Darlehens eines Gesellschafters oder gleichgestellte Forderungen zurück.

» Für ein in 2010 aufgenommenes variabel verzinsliches Darlehen wurde bereits in 2008 ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Für einen Nominalwert von 5,0 Mio. EUR wurde ein Zinssatz von 4,92% bis zum 30. Juni 2016 abgesichert. Bewertet nach der mark-to-market-Methode ergibt sich zum 31. Dezember 2012 ein negativer beizulegender Zeitwert von 219 TEUR (283). Hierfür wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet.

» Die detaillierte Entwicklung der Liquidität wird in der Kapitalflussrechnung im Abschluss der Uzin Utz AG dargestellt.

Ertragslage Konzern 2012 2011
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 207.255 99,7 199.166 99,5
Bestandsveränderung 662 0,3 1.015 0,5
Gesamtleistung 207.917 100,0 200.181 100,0
Materialaufwand 90.703 43,6 89.961 44,9
Rohertrag 117.214 56,4 110.221 55,1
Sonstige betriebliche Erträge 4.582 2,2 6.439 3,2
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 46.336 22,3 42.794 21,4
Soziale Abgaben 9.552 4,6 8.510 4,3
Abschreibungen 6.754 3,2 6.995 3,5
Sonstige Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen 44.041 21,2 44.410 22,2
Sonstige Steuern 804 0,4 599 0,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 14.309 6,9 13.350 6,7
Finanzergebnis -1.646 -0,8 -1.995 -1,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 12.663 6,1 11.356 5,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.230 1,6 2.379 1,2
Jahresüberschuss vor Fremdanteilen 9.434 4,5 8.977 4,5
Anteile anderer Gesellschafter -24 0,0 -1 0,0
Jahresüberschuss 9.457 4,5 8.978 4,5

Ertragslage

Konzern

Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im Jahr 2012 um 4,1% von 199,2 Mio. EUR auf 207,3 Mio. EUR an. Dies lag vor allem an den positiven Umsatzentwicklungen der Uzin Utz AG, JP Coatings GmbH, Unipro B.V., Tyro AG, Ufloor Systems, USA, und der Løkken AS.

» In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist der einmalige Effekt aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk in Höhe von 1,4 Mio. EUR enthalten.

» Der gesamte Konzernauslandsumsatz stieg auf rund 113,0 Mio. EUR (107,9). Der Auslandsanteil stieg um rund 0,6% auf 54,5% (54,2). Der Anteil der Umsätze, die nicht in Euro fakturiert werden, stieg auf rund 26,2% (24,3). Die für den Konzern relevanten Währungen außerhalb des Euro-Raumes entwickelten sich wie folgt:

Durchschnittskurse 2012 2011 Abweichungen
(Kurse in Euro je eine
Einheit Landeswährung)
absolut relativ
England GBP 1,2356 1,1477 0,0879 7,66%
Schweiz CHF 0,8308 0,8138 0,0170 2,09%
Norwegen NOK 0,1338 0,1283 0,0055 4,30%
USA USD 0,7756 0,7130 0,0626 8,78%
Polen PLN 0,2397 0,2424 -0,0027 -1,11%
Tschechien CZK 0,0397 0,0407 -0,0010 -2,45%
China CNY 0,1226 0,1106 0,0120 10,88%
Neuseeland NZD 0,6299 0,5697 0,0603 10,58%
Ungarn HUF 0,0035 0,0036 -0,0001 -3,36%

» Der gesamte Währungskurseinfluss auf den Konzernumsatz lag bei 0,77% (2,89).

» Die Absatzmengen im Konzern konnten im Jahr 2012 um 0,2% gesteigert werden. Im Berichtsjahr gab es keine Verschiebungen des Produktmix, welche einen Einfluss auf wesentliche Veränderungen des Umsatzes und des Ergebnisses hatten. Die Absatzpreise konnten im Durchschnitt um rund 2,4% gesteigert werden.

» Aufgrund der auf Chargenproduktion ausgerichteten Fertigung und der üblicherweise sehr kurzen Zeit zwischen Bestellung und Lieferung wird generell für einen anonymen Markt produziert. Die Lieferung erfolgt aus dem Lagerbestand, der konzernweit aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten regelmäßig rund 1,6 Monatsumsätze beträgt. Es wird stets versucht den Lagerbestand den Rahmenbedingungen anzupassen. Ausführungen zum Auftragsbestand sind somit nicht aussagekräftig.

» Die Gesamtleistung stieg um 3,9% auf 207,9 Mio. EUR (200,2).

» Der absolute Materialaufwand stieg nur leicht um 0,8% von 90,0 Mio. EUR auf 90,7 Mio. EUR. Die Materialeinsatzquote im Konzern konnte von 44,9% auf 43,6% gesenkt werden.

» Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung stieg auf 26,9% (25,6). Absolut stiegen die Personalkosten, infolge der Tariferhöhungen und der neukonsolidierten Gesellschaft von 51,3 Mio. EUR auf 55,9 Mio. EUR an. » Das Abschreibungsvolumen sank von 7,0 Mio. EUR auf 6,8 Mio. EUR.

» Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um rund 0,4 Mio. EUR von 44,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 44,0 Mio. EUR.

» Zur Bestimmung der Ertragslage wurden nachfolgend im Vergleich zum Konzernabschluss teilweise abweichende Ergebnisgrößen gewählt.

» Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern (EBIT) liegt mit 14,3 Mio. EUR über Vorjahr (13,4).

» Das Finanzergebnis liegt aufgrund des gesunkenen Gesamtkreditvolumens mit -1,6 Mio. EUR 17,5% über dem Vorjahreswert (-2,0).

» Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) liegt mit 12,7 Mio. EUR um rund 11,5% über dem Vorjahreswert (11,4). » Der Jahresüberschuss im Konzern lag mit rund 9,5 Mio. EUR um rund 0,5 Mio. EUR oder 5,3% über dem Vorjahreswert (9,0).

» Details zu den Jahresüberschüssen und Eigenkapitalien der einzelnen Beteiligungen können aus der Darstellung "Anteilsbesitz" im Konzernanhang entnommen werden.

Wertschöpfung des Konzerns 2012 2011
TEUR % TEUR %
Unternehmensleistung 212.500 100,0 206.620 100,0
Materialaufwand 90.703 42,7 89.961 43,5
Abschreibungen 6.754 3,2 6.995 3,4
Übrige Aufwendungen 44.041 20,7 44.410 21,5
Wertschöpfung 71.001 33,4 65.254 31,6
Davon an:
Mitarbeiter 55.888 78,7 51.305 78,6
Öffentliche Hand 4.034 5,7 2.979 4,6
Unternehmen 5.222 7,4 4.945 7,6
Aktionäre 4.035 5,7 3.783 5,8
Darlehensgeber 1.821 2,5 2.243 3,4

Uzin Utz AG

Ertragslage AG 2012 2011
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 121.629 100,1 117.352 99,5
Bestandsveränderung -154 -0,1 632 0,5
Gesamtleistung 121.475 100,0 117.984 100,0
Materialaufwand 64.277 52,9 64.259 54,5
Rohertrag 57.198 47,1 53.725 45,5
Sonstige betriebsbedingte Erträge 2.394 2,0 4.058 3,4
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 22.917 18,9 21.045 17,8
Soziale Abgaben 4.098 3,4 3.651 3,1
Abschreibungen 2.412 2,0 2.071 1,8
Sonstige Aufwendungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.944 20,5 25.603 21,7
Sonstige Steuern 326 0,3 73 0,1
Betriebsergebnis vor Zinsen 4.895 4,0 5.340 4,5
Finanzergebnis 1.244 1,0 372 0,3
Betriebsergebnis nach Zinsen 6.139 5,1 5.712 4,8
Außerordentliches Ergebnis 0 0,0 0 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.379 1,1 1.103 0,9
Jahresüberschuss 4.760 3,9 4.609 3,9

Der Umsatz der Uzin Utz AG lag im Berichtsjahr mit 121,6 Mio. EUR um 3,6% über dem Niveau des Vorjahres (117,4). Die Umsätze innerhalb Deutschlands lagen über dem Vorjahreswert. Mit rund 79,3 Mio. EUR betrug der Zuwachs 2,9% gegenüber dem Vorjahr (77,1). Auch die ausländischen Umsätze stiegen mit 42,3 Mio. EUR über das Vorjahresniveau (40,2). Der Anteil der Umsätze, die nicht in Euro fakturiert werden, lag im Jahr 2012 mit 11,2 Mio. EUR (9,3) bei rund 9,2% (7,9). Den größten Anteil haben dabei Schweizer Franken, Britische Pfund, US-amerikanische Dollar und Polnische Zloty.

» Die Absatzmengen stiegen um rund 1,1%, die Absatzpreise konnten um rund 2,8% gesteigert werden. Aufgrund der auf Chargenproduktion ausgerichteten Fertigung und der üblicherweise sehr kurzen Zeit zwischen Bestellung und Lieferung wird generell für einen anonymen Markt produziert. Die Lieferung erfolgt aus dem Lagerbestand, der bei der Uzin Utz AG aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten regelmäßig rund 1,4 Monatsumsätze beträgt. Es wird stets versucht den Lagerbestand den Rahmenbedingungen anzupassen. Ausführungen zum Auftragsbestand sind somit nicht aussagekräftig.

» Die Gesamtleistung stieg um 3,0% auf 121,5 Mio. EUR (118,0). Die Materialeinsatzquote sank von 54,5% auf 52,9%. Der absolute Materialaufwand blieb mit rund 64,3 Mio. EUR nahezu identisch im Vergleich zum Vorjahr.

» Der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung stieg von 20,9% auf 22,2%. Absolut stiegen die Personalkosten um rund 2,3 Mio. EUR, von 24,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 27,0 Mio. EUR im Jahr 2012.

» Das Abschreibungsvolumen lag mit 2,4 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahres (2,1), bedingt durch die Investitionen in Sachanlagen.

» Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung sank mit 20,5% nur geringfügig (21,7). Absolut sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,7 Mio. EUR von 25,6 Mio. EUR auf 24,9 Mio. EUR. Dies resultiert hauptsächlich aus dem optimierten Kostenmanagement.

» Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) lag mit 7,3 Mio. EUR nur rund 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahr (7,4). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag um rund 0,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert und beträgt 4,9 Mio. EUR (5,3).

» Das Zinsergebnis lag mit -0,8 Mio. EUR über Vorjahresniveau (-1,2). Die bereits beschriebenen Gewinnabführungen diverser Beteiligungsgesellschaften führten bei der Uzin Utz AG innerhalb des Finanzergebnisses zu einem Ergebnis aus Gewinnabführungen von Beteiligungsgesellschaften in Höhe von rund 2,0 Mio. EUR (2,2). Das gesamte Finanzergebnis erhöhte sich auf 1,2 Mio. EUR (0,4).

» Damit ergibt sich ein um 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahr liegendes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,5 Mio. EUR (5,8).

» Der Jahresüberschuss lag mit 4,8 Mio. EUR rund 0,2 Mio. EUR über dem Vorjahreswert (4,6).

» Der Vorstand der AG schlägt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,80 EUR (0,75) je Aktie vor.

Chancen- und Risikobericht

Die folgenden Ausführungen gelten sowohl für die Uzin Utz AG als auch für den gesamten Konzern.

Wesentliche Risiken Umfeld- und Branchenrisiken

Die für den Konzern wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen, speziell der baukonjunkturellen Entwicklung zu sehen. Die Staatsschuldenkrise stellt zur Zeit das größte Konjunkturrisiko dar, sodass ein stärkerer Aufschwung verhindert wird. Speziell der öffentliche Bau in Deutschland, bedingt durch auslaufende Konjunkturprogramme, hat rückläufige Umsätze zu befürchten. Mit weiteren Risiken ist Europa, ein weiterer Hauptmarkt, behaftet. Stetige Meldungen von finanziell stark angeschlagenen EU-Staaten geben speziell in diesen Regionen weiterhin Anlass zur Wachsamkeit. Diese Unsicherheiten sind jedoch auch auf anderen Märkten vorzufinden. Durch einen aktiven Dialog mit unseren Kunden sowie intensiven internen Analysen und Recherchen zum Marktumfeld, zu den Kundenwünschen und zur Konkurrenz kann auf neue Entwicklungen und Bedürfnisse der Branche frühzeitig reagiert werden.

Produktrisiken

Die zukünftige Entwicklung des Konzerns hängt in ganz besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln und bestehende Rezepturen zu optimieren. Es werden daher alle Anstrengungen unternommen, die Entwicklungsarbeiten voranzutreiben und Produktbedürfnisse und Trends rechtzeitig zu erkennen. Mit hohen Entwicklungsaufwendungen, kontinuierlichen Eigenentwicklungen und internen Qualitätssicherungskontrollen wird versucht, diesem Anspruch gerecht zu werden. Dennoch eventuell auftretende Schäden sind durch einen umfangreichen länderübergreifenden Versicherungsschutz, zu dem auch eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung gehört, abgedeckt. Die üblichen operativen Risiken sind durch entsprechende kaufmännisch-vorsichtig gebildete Rückstellungen abgedeckt.

» Es ändern sich nicht nur die Anforderungen unserer Kunden, sondern speziell in der Chemiebranche werden stetig neue Gesetze vorgelegt. Durch das Verbot oder die eingeschränkte Nutzung von bestimmten Chemikalien oder Gefahrenstoffen ist es für den Uzin Utz Konzern unerlässlich, neue Rezepturen gemäß diesen Anforderungen zu entwickeln und dabei die Produktqualität beizubehalten oder gar zu verbessern. Seit dem 1. Dezember 2010 gilt im Rahmen von REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) eine Notifizierungspflicht für Importeure von Rohstoffen aus dem Nicht-EU-Ausland, die gefährliche oder registrierungspflichtige Stoffe importieren.

» Um in Zukunft die Versorgungssicherheit und größere Unabhängigkeit von Lieferanten zu ermöglichen, forschen wir weiterhin nach Substitutionsrohstoffen. Dabei soll die Qualität der Produkte nicht beeinträchtigt werden.

Ausfallrisiken im Bereich der Produktion und der wesentlichen IT-gestützten Prozesse

In den Produktionsbereichen der einzelnen Werke wird die Wahrscheinlichkeit eines nicht optimalen Betriebes der Fertigungsanlagen durch permanente Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitgehend reduziert. Für Elementarschäden und hieraus eventuell resultierende Betriebsunterbrechungen wurden entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

» Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Uzin Utz Konzerns basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der globalen und regionalen Geschäftssysteme können zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch entsprechende technische, bauliche und organisatorische Maßnahmen auf ein Minimum reduziert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Volumen finanzwirtschaftlicher Risiken ist in der aktuellen Situation weiterhin schwierig einzuschätzen. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten gilt es, sinnvolle Absicherungen der mit einem Währungskursrisiko behafteten Umsätze durchzuführen, immer unter der Abwägung von Kosten und Nutzen. Die Entwicklung der für den Konzern relevanten Währungen wird im Teil "Ertragslage" dieses Berichts dargestellt. Durch ein konzernweites, straffes Forderungs- und Liquiditätsmanagement wird eine Optimierung der frei verfügbaren Mittel sichergestellt. Der Fokus hierbei liegt auf einer permanenten Bonitätsprüfung der Kunden. Zusätzlich ist ein Großteil der Kundenforderungen kreditversichert. Alle wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind grundsätzlich mittel- bis langfristig mit festen Zinssätzen finanziert bzw. durch einen Zinsswap gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert. Die wesentlichen durch die Uzin Utz Gruppe verwendeten Finanzierungsinstrumente umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzierungsinstrumente ist die Sicherung bzw. Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit. Außerdem verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die zur Verbesserung bzw. Stärkung der Liquiditätslage beitragen. Zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken hat der Uzin Utz Konzern in geringem Umfang derivative Sicherungsinstrumente abgeschlossen, die aus der Geschäftstätigkeit der Uzin Utz Gruppe und ihrer Finanzierungsquellen resultieren. Zukünftige, eventuell starke Währungs- und Zinsschwankungen haben immer ein gewisses Restrisiko.

Investitionsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet und müssen vom Vorstand der Uzin Utz AG freigegeben werden. Im Bedarfsfall werden hierbei externe Berater hinzugezogen. Mögliche Akquisitionen werden grundsätzlich mit externer Unterstützung analysiert, vom Vorstand bewertet und vom Aufsichtsrat freigegeben.

Bestandsgefährdende Risiken

Alle oben aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar.

Beschreibung des Risikomanagements

Der Konzern verfügt über ein System zur Erfassung und Kontrolle von gegenwärtigen und zukünftigen geschäftlichen und finanziellen Risiken. Dieses Risikomanagement wurde bereits vor vielen Jahren im Konzern implementiert. Daran hat sich im Wesentlichen nichts geändert. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein lebendes System, das im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung einem permanenten Optimierungsprozess unterworfen ist.

  • » Die Elemente des Risikomanagementsystems sind
  • − die Risikosteuerung,
  • − das Risikocontrolling und
  • − das Risikoreporting.

» Sie basieren allesamt auf einer Vielzahl von Einzelauswertungen, Analysen, Berichten sowie Projektgruppen, die situationsbedingt einzelne Prozesse und Sachverhalte im Detail analysieren. Die Aufgabenverantwortung liegt beim zuständigen Abteilungs- bzw. Bereichsleiter einer jeden Beteiligungsgesellschaft. Dieser berichtet direkt an den jeweiligen Geschäftsführer bzw. Vorstand der Gesellschaft, der wiederum in allen wesentlichen Belangen mit dem Finanzvorstand der Uzin Utz AG, bei dem die Gesamtverantwortung liegt, kommuniziert. Die Abteilung "Zentrales Controlling (CO)" der Muttergesellschaft koordiniert hierbei konzernweit die Risikomanagement-Elemente. An den Finanzvorstand der Uzin Utz AG verteilte Dokumente werden von diesem bei Bedarf in den Gesamtvorstand sowie den Aufsichtsrat der Uzin Utz AG und andere Personenkreise getragen. Das gesamte Risikomanagementsystem ist darauf ausgerichtet, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gegenzusteuern sowie die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Die Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind definiert und etabliert. Im Wesentlichen umfasst das Risikomanagementsystem die oben beschriebenen Risikogruppen. Neben risikoindividuellen Bewältigungsmaßnahmen gelten eine sicherheitsorientierte kaufmännisch-vorsichtige Unternehmensführung, ein angemessener Versicherungsschutz und unternehmensweit gültige Richtlinien und Anweisungen als Basis des risikobewussten Handelns. » Für den Bereich der Finanzinstrumente gelten die Ausführungen in den Teilen "Finanzlage" und "Finanzwirtschaftliche Risiken" dieses Berichts. Darüber hinaus sind die Ergebnis- und Liquiditätsrisiken der Finanzanlagen in Form eines Früherkennungssystems abgebildet. Die Hauptelemente hierbei sind ein detailliertes Monatsberichtswesen über alle wesentlichen Bilanz- und GuV-Positionen, quartalsweiser Risikomanagementbericht, regelmäßige Auditgespräche vor Ort in den Beteiligungsgesellschaften, ein konzernweit gültiges Organisationshandbuch sowie verpflichtende, direkte Kommunikationswege der Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaften mit dem Vorstand der Uzin Utz AG in allen wesentlichen Angelegenheiten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ein wesentlicher Punkt zur Vermeidung von Risiken, besonders in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung, ist das interne Kontrollsystem. Dieses umfasst folgende Merkmale:

  • − In der Uzin Utz Gruppe sind die Führungs- und Unternehmensstrukturen klar definiert. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral über die Uzin Utz AG gesteuert, wobei die einzelnen Tochtergesellschaften gleichzeitig über ein hohes Maß an Selbstständigkeit verfügen.
  • − Die wesentlichen Funktionen im Rechnungslegungsprozess – Buchhaltung, Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling – sind klar getrennt. Dabei sind Ver-

antwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.

  • − Es existiert ein adäquates Richtlinienwesen (z. B. Konzern-Bilanzierungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien usw.), das laufend aktualisiert wird.
  • − Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Berechtigungskonzepte und Zugangsbeschränkungen gegen unbefugte Zugriffe soweit wie möglich geschützt.
  • − Die eingesetzten Finanzsysteme basieren im Wesentlichen auf dem SAP-Standard. Zur Darstellung und für weitere Auswertungen wird das Anwenderprogramm Excel aus dem MS Office Paket sowie Business Warehouse aus dem SAP Paket genutzt.
  • − Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt.

» Das Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist so konzipiert, dass eine zeitnahe und korrekte buchhalterische Erfassung aller Geschäftsprozesse bzw. Transaktionen gewährleistet ist. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Richtlinien und Systemen angepasst. Die Steuerung des Prozesses der Konzernrechnungslegung erfolgt bei der Uzin Utz AG durch den Zentralbereich Konzern-Controlling. » Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal und übermitteln sie über ein konzernweit einheitlich definiertes Datenmodell. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Während dieses Prozesses werden durch das Konzern-Controlling laufend manuelle Prüfungen durchgeführt, um die Plausibilität der übermittelten sowie der konsolidierten Daten sicherzustellen.

» Durch interne Revisionen werden regelmäßig Geschäftsprozesse sowohl der Tochtergesellschaften als auch der Zentralbereiche auf Ordnungsmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Sicherheit geprüft. Die Revisionsergebnisse werden direkt an den Vorstand berichtet.

» Ziel unseres Risikomanagements und unseres internen Kontrollsystems ist die Sicherstellung der Wirksamkeit der Geschäftstätigkeit und Ordnungsmäßigkeit mit den entsprechenden gesetzlichen Vorschriften.

» Die meisten der beschriebenen Risiken bieten dem Konzern auch gleichzeitig Chancen. Aufgrund seiner Größe, der Marktstellung und den bereits beschriebenen internen Erfolgsfaktoren kann und wird der Konzern auch weiterhin jede sich bietende, kaufmännisch sinnvolle Marktchance nutzen, um weitere Marktanteile zu gewinnen. Die Chancen, die strategisch sinnvolle Unternehmensübernahmen bieten, werden hierbei natürlich ebenfalls genau geprüft und gegebenenfalls realisiert.

  • » Insbesondere die
  • − Umfeld- und Branchenrisiken,
  • − die Produktrisiken,
  • − die Finanzrisiken und
  • − die Investitionsrisiken

boten und bieten aufgrund ihrer Gültigkeit für alle Marktteilnehmer in Verbindung mit den hohen Standards des Konzerns in den Bereichen Produktqualität, Service- und Logistikkonzept hervorragende Möglichkeiten. Dem Konzern bieten sich aufgrund seiner Kompetenzen im Bereich Boden Alleinstellungsmerkmale in diesen Sektoren, die der Konkurrenz in diesem Umfang nicht zur Verfügung stehen. So kann sich die Uzin Utz Gruppe mit hoher Qualität und Innovation auf dem Markt platzieren. Diese Chancen wird der Konzern nutzen, um die Beziehungen zu bestehenden Kunden auszubauen und neue Kunden hinzuzugewinnen. Eine einzigartige technische Beratungskompetenz sowie nahezu europaweite Lieferungen innerhalb von 48 Stunden sind neben der erwähnten hohen Qualität der hergestellten Produkte die Grundpfeiler eines nachhaltigen Erfolges und einer optimalen Nutzung sich bietender Chancen. Hinsichtlich konkreter Chancen und Risiken der Uzin Utz AG bzw. des Uzin Konzerns wird auch auf den folgenden Prognosebericht verwiesen.

Prognosebericht

Künftige Rahmenbedingungen

Das Nachfrageplus in der Bauindustrie von 4,2% im abgelaufenen Jahr beweist, dass die Branche trotz Krise wächst. Zwar verlor die Baubranche zum Jahresende deutlich an Dynamik – der Auftragseingang sank im Jahresvergleich im Dezember um 6,6% – über das Jahr hinweg gesehen kann die Bauindustrie aber auf ein Umsatzplus von 0,5% zurückblicken. Trotz der Eintrübungen zum Jahresende ist die Stimmung der Firmen gegenüber 2013 optimistisch. Dies ist vor allem auf die entspannte Auftragslage zurückzuführen, mit der die ersten Monate im neuen Jahr bereits abgedeckt sind. Der Zentralverband des deutschen Baugewerbes hält ein Umsatzwachstum in diesem Jahr von 2% für möglich.

» Die Baubranche in Deutschland blickt nach einem schwierigen vierten Quartal 2012 optimistisch nach vorne. Wir wollen uns in Zukunft weiter auf unsere Stärken fokussieren und so unseren Vorsprung gegenüber der Konkurrenz weiter ausbauen. Die geografische Diversifikation und unsere intensive Forschung werden unsere Abhängigkeit von bestimmten Märkten weiter verringern und uns in Zukunft steigende Ergebnisse sichern. Mit unserer einzigartigen Qualität und der Nähe zu unseren Kunden haben wir schlagkräftige Alleinstellungsmerkmale auf unserer Seite. So schließen wir uns der Meinung der Bauindustrie an und blicken erwartungsvoll und optimistisch auf 2013 und darüber hinaus.

» Im Folgenden gehen wir verstärkt auf die Entwicklung der für die Uzin Utz Gruppe wesentlichsten Segmente ein. » Die Prognosen für den Euroraum für 2013 lesen sich wie folgt: Frankreichs BIP hat sich in den letzten drei Quartalen nicht verändert. Über das ganze Jahr hinweg blieb es 2012 bei 0,1% Wirtschaftswachstum. Da trotz hoher Staatsverschuldung und Haushaltsdefizit die Rezession bisher ausgeblieben ist, kann Frankreich vorsichtig optimistisch auf 2013 blicken. Die Zinsen für unsere Nachbarn sind trotz Herabstufung der Bonität niedrig. Problematisch ist in Frankreich die Entwicklung des Arbeitsmarktes und die Wettbewerbsfähigkeit französischer Produkte sowohl national als auch international. Die Bauwirtschaft leidet unter den konjunkturellen Problemen und den Sparmaßnahmen aus Paris. Sollte die Regierung nach der Phase der Umorientierung und der Inaktivität die geplanten Konjunkturprogramme erfolgreich durchsetzen können, winkt eine Zunahme des BIP von 0,3%. Ab 2014 wird mit einer Belebung der Nachfrage gerechnet. Österreichs Wirtschaft hat sich im Jahresverlauf immer weiter abgekühlt. Trotzdem ist mit einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 0,8% in 2012 zu rechnen. Ab dem zweiten Halbjahr 2013 soll die österreichische Wirtschaft wieder in die Spur zurückfinden und ein Wirtschaftswachstum von 1,0% aufweisen. Chancen sind in der Bauwirtschaft durch ein Wachstum von 10% im Hochbau und 2% im Tiefbau in jedem Fall vorhanden. Italien steckt tief in der Rezession. Für 2012 wird mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,3% gerechnet. Dies wirkt sich auch auf die Bauinvestitionen aus, die sich momentan auf Stand der 70er Jahre befinden. Das BIP wird laut Prognosen von Istat auch im kommenden Jahr schrumpfen (-0,5%). Zum Jahresende hin hatten auch die Niederlande mit der Rezession zu kämpfen. Für 2013 sind die Aussichten jedoch positiv und es wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3% erwartet. Auch in den Niederlanden liegt Potenzial für die Baubranche vor allem im energieeffizienten Bauen. Der Binnenmarkt in Spanien lahmt aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und des Sparkurses der Regierung. Das BIP soll um 1,6% schrumpfen. Das Bauvolumen soll 2013 um 8% zurückgehen. Eine Trendwende ist frühestens 2014 zu erwarten. Belgien kann 2013 nur ein leichtes Wachstum erwarten. Dafür bleibt das Land eine der stabilsten Wirtschaften Europas. Im Baubereich werden Wachstumsimpulse vor allem bei der Renovierung und Restaurierung prognostiziert. Hier bieten sich vor allem für deutsche mittelständische Unternehmen Möglichkeiten. Portugal steckt weiterhin tief in der Rezession. Erst 2014 soll das Land wieder ein moderates Wirtschaftswachstum verzeichnen. Die Weltbank prognostiziert für 2013 einen Rückgang der Wirtschaft im Euroraum um 0,1%. In 2014 soll die Wirtschaft dann um 0,9% wachsen. Damit sei der Höhepunkt der Finanzkrise überwunden. Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2012 bei 2,2% und damit um 0,5% niedriger als im Vorjahr. Nach dem Direktor der Europäischen Zentralbank, Jörg Asmussen, soll die Inflationsrate in diesem Jahr unter 2% liegen. Damit soll die Finanzkrise keine Auswirkungen auf die Geldentwertung haben.

» Auch Großbritannien leidet unter der Finanzkrise, konnte jedoch im 3. Quartal des abgelaufenen Jahres, nach einer zwei Quartale andauernden Rezession, ein Wachstum von 1% ausweisen. Nichtsdestotrotz wurde Großbritannien im Februar 2013 die Bestnote AAA von Moody's entzogen und die Bonität des Landes auf AA1 gesenkt. Schuld daran seien die schlechten Wachstumsaussichten der Wirtschaft. Erst in 2014 soll die englische Wirtschaft wieder zu Vorkrisenniveau zurückfinden. Das wirkt sich auch auf die Baubranche aus, die unter dem Sparprogramm der Regierung leidet. Oxford Economics hält trotzdem ein Wachstum von 3% bis 4% für möglich.

» Die Schweiz setzt sich positiv von ihren Nachbarn in der EU ab. Das BIP wuchs in 2012 um 1% und soll dieses Jahr um 1,4% wachsen. Die Industrie und der Tourismus leiden aber unter der starken Währung. Für die Bauwirtschaft war 2012 ein erfolgreiches Jahr. Sie profitiert vor allem von der starken Binnenwirtschaft und den guten Finanzierungsbedingungen. Auch der Wohnungsneubau soll in 2013, bedingt durch die Zweitwohnungsinitiative, stark wachsen.

» Sowohl Norwegen als auch Schweden konnten für 2012 Wirtschaftswachstum verbuchen. Norwegens BIP wuchs um 3%, das von Schweden um 1%. Die starke Exportdynamik von Norwegen wird sich, bedingt durch die lahmende Weltwirtschaft, in 2013 verlangsamen und das Wirtschaftswachstum soll zwischen 2% bis 3% liegen. Schwedens Wirtschaft soll dieses Jahr wieder stärker wachsen und an die Jahre 2011/2012 anknüpfen. Norwegen kann in 2013 auf ein Wachstum in allen Bausegmenten hoffen. Die Bauinvestitionen sollen um 4,5% bis 5,5% wachsen. In Schweden war der Wohnungsneubau in 2012 stark rückläufig. Er soll sich in diesem Jahr wieder erholen und ein schwaches Plus aufweisen.

» Im Segment Westeuropa hoffen wir auf eine weitere Entspannung der Krise. Die optimistische Haltung und die Aufwärtstendenzen zu Jahresbeginn bieten die Chance, das langsam einsetzende Wirtschaftswachstum zu nutzen und lassen auf steigende Investitionen hoffen. Wir wollen uns in Zukunft vermehrt in westeuropäischen Nachbarländern engagieren, um so die Diversifizierung weiter voran zu treiben und die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu senken. Sollte die Talsohle der Krise bereits durchschritten sein, ist mit steigendem Absatz in diesen Ländern zu rechnen. » Polens Wirtschaft wuchs auch in 2012 um 2% und soll auch im diesem Jahr zwischen 1,5% und 2% wachsen. Der Außenhandel ist weiterhin Träger dieser positiven Entwicklung und fängt den schwächelnden Privatkonsum auf. Leider wirkt sich das positive Wirtschaftswachstum nicht auf die Baubranche aus, die seit Ende der Fußball-EM mit einem Rückgang an Baugenehmigungen zu kämpfen hat. Dies geht vor allem auf die strengen Kreditvergaberegeln und Probleme auf dem Arbeitsmarkt zurück. Tschechien kann nach einem schwierigen Jahr 2012 nicht auf Besserung hoffen. Niedrige öffentliche Investitionen und Konsolidierungsmaßnahmen der Regierung trüben die Binnenwirtschaft und wirken sich negativ auf die Bauwirtschaft aus. Das BIP ging in 2012 um 1% zurück und soll sich in diesem Jahr knapp in positive Regionen retten. Ungarn leidet weiterhin unter einer gestiegenen Steuerlast für Unternehmen und Banken sowie einer schwachen Binnennachfrage bedingt durch die niedrige Kaufkraft der Bevölkerung. Die OECD bezweifelt ein Wirtschaftswachstum für Ungarn in 2013. Gleichzeitig beeinflussen die hohe Inflationsrate und die hohen Lohnstückkosten das Wirtschaftswachstum negativ. Die Baubranche in Ungarn steckt in der Krise und bisher ist keine Besserung absehbar. Große Bauvorhaben sind so gut wie nicht vorhanden. Ein kleiner Lichtblick ist der Wohnimmobilien-Index und die Neubaupläne von Privaten, die sich leicht erholt haben. Die slowakische Wirtschaft wird durch die Automobilbranche gestützt. So war in 2012 ein BIP-Wachstum von 2,5% möglich und auch 2013 soll die Wirtschaft um 2,1% zunehmen. Jedoch hemmen neue gesetzliche Beschlüsse die Investitionsbereitschaft im Land. Gleichzeitig befinden sich viele Branchen in der Krise. So auch die Baubranche, die seit vier Jahren kein Wachstum mehr aufweisen konnte. Auch 2013 wird mit einer Rezession in der Branche gerechnet. Griechenland steckt genau wie Portugal tief in der Rezession. Für Griechenland wird ein Rückgang der Wirtschaft von 4,5% für 2012 prognostiziert. Auch hier ist frühestens 2014 wieder mit Wirtschaftswachstum zu rechnen. Auch Slowenien kämpft mit der Krise. Ein Rückgang des BIP in 2012 von 2% und 2013 von ca. 1,5% sprechen für eine längere Rezession. Wenn die eingeleiteten Reformen des Landes Wirkung zeigen, könnte eine Verschärfung der Krise vermieden werden. Die Baubranche leidet unter einem Angebotsüberhang von Wohnungen und Insolvenzen von Baufirmen. Rumänien ist Hoffnungsträger für viele deutsche Handelsfirmen. Zwar wuchs das BIP mit rund 0,3% in 2012 geringer als prognostiziert, jedoch gibt es Investitionsbedarf über alle Branchen hinweg. So soll das BIP in 2013 um 1,5% wachsen. Im Baubereich bieten sich viele Chancen durch den Infrastrukturbau und Großprojekte, wie der Flughafenbau in Brasov und der Ausbau der U-Bahn in Bukarest.

» Im Segment Südost-Europa ist eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ab 2014 absehbar. In Rumänien ist Potenzial vorhanden, das wir durch eine verstärkte Vertriebsaktivität nutzen möchten. Die Investitionen im Segment sind mit längerfristigen Ertragschancen hinterlegt. » Die Baltischen Staaten (Lettland, Estland, Litauen) wehren sich nach Prognosen auch dieses Jahr wieder erfolgreich gegen die Finanzkrise und können laut Germany Trade & Invest (Gtai) mit einem Wachstum des BIP von über 3% rechnen.

» Der Haushaltsstreit zwischen Republikanern und Demokraten in den USA sorgte zum ersten März aufgrund eines Gesetzes-Automatismus für drastische Einschnitte bei den Staatsausgaben des Landes. Trotz allem wird für 2013, wie auch für 2012, ein reales Wachstum der Wirtschaft um rund 2% erwartet. Durch die wirtschaftliche Verunsicherung lahmen jedoch die Investitionen des Privatsektors. Nichtsdestotrotz werden die Bauinvestitionen in den USA zum erstem Mal seit 2006 wieder zulegen. Vor allem der private Wohnungsbau floriert und wirkt als Motor der Baubranche. In den USA sieht der Konzern Möglichkeiten und Potenzial, seine Umsätze entscheidend auszubauen. Das Umfeld für Bauinvestitionen ist günstig und die Uzin Utz Gruppe kann sich durch die höhere Produktqualität im Vergleich zur Konkurrenz positionieren.

» Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im letzten Jahr verlangsamt. Für 2012 wird ein Wachstum des BIP von 7,7% erwartet. 2013 soll das Wachstum wieder über 8% liegen. Damit ist und bleibt China einer der wichtigsten Märkte für die deutschen Lieferanten. Die Bauwirtschaft wird von der sich abkühlenden Konjunktur beeinträchtigt. Trotzdem soll das Wachstum der Branche im letzten Jahr bei 10% liegen. In 2013 hängt das Wachstum von der Realisierung der Infrastrukturprojekte der Regierung ab. China bietet im Bausektor nach wie vor weltweit einmalige Voraussetzungen und riesige Möglichkeiten.

» Insgesamt fällt die für das Baugewerbe zu erwartende Geschäftsprognose für 2013 positiv aus. Ausschlaggebend ist jedoch der weitere Verlauf der Eurokrise. Sollte der Trend anhalten, so könnte das Tal der Krise bereits durchschritten sein und ein langsames Wachstum in 2013 sowohl in der EU als auch weltweit eintreten. Die Bauprojekte in Europa sollen in 2013 um 0,4% zurückgehen. Im deutschen Bauhauptgewerbe wird ein stabiles Beschäftigungsniveau prognostiziert mit Wachstumsmöglichkeiten von 2%. Vermehrte Investitionen in Anlagegüter, wie beispielsweise Immobilien, resultieren aufgrund geringer Zinsen, drohender Preissteigerungen sowie großen Unsicherheiten aufgrund der Entwicklung in der Euro-Zone. Die gestiegene Investitionsbereitschaft der Unternehmen in Deutschland und eine hohe Auslandsnachfrage tragen ebenfalls zu einem günstigen Umfeld bei, von dem nahezu alle Handwerksgruppen profitieren können.

Künftige Entwicklung der Uzin Utz Gruppe

Die Fokussierung auf unsere Stärken soll unseren zukünftigen Erfolg sichern. Dazu bildet unsere Ausrichtung mit der Konzentration auf die 4 K's: Kernkunden, Kernkompetenz, Kernnutzen und Kernmarkt weiterhin den strategischen Rahmen. Wir fühlen uns dazu verpflichtet, im Sinne unseres Kernkunden, dem professionellen Handwerker, zu handeln und für ihn einzustehen. Unsere besondere Stärke sehen wir in der täglichen, engen Beziehung zu unseren Handwerkern. Aus ihr lernen wir und sie hilft uns, unsere Kernkompetenz immer weiter zu verbessern und so die, unserer Überzeugung nach, besten Lösungen für unsere Kunden anzubieten. Den Kernnutzen machen für uns die Qualität unserer Produkte und der Service für den Kunden aus. Der Kernmarkt ist definiert als Markt für Premium-Lösungen rund um das Bodenverlegen mit dem Fokus auf Europa und Nordamerika.

» In Deutschland wird nach wie vor Geld für Renovierungen und Bauvorhaben ausgegeben. Die weiterhin vorhandene Unsicherheit auf den Anlagemärkten und die niedrigen Zinsen dürften auch in Zukunft das Baugewerbe begünstigen. Der Konzern bleibt jedoch in Anbetracht der Konjunkturschwäche in einigen europäischen Nachbarländern weiterhin vorsichtig und aufmerksam. Nichtsdestotrotz agiert die Uzin Utz Gruppe aktiv am Markt und schafft mit zielgerichteten Investitionen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft des Konzerns.

» Aus heutiger Sicht und nach heutigem Wissensstand erscheint die folgende Einschätzung der zukünftigen Unternehmensentwicklung realistisch:

» Getragen von der sich langsam erholenden konjunkturellen Entwicklung erwartet der Konzern in 2013 und 2014 zwei weitere erfolgreiche Geschäftsjahre. Im Rahmen langfristiger Wachstumsstrategie wird die internationale Expansion weiter vorangetrieben. Die Bestrebungen, unsere Produkte in Amerika zu vertreiben, sollen verstärkt und durch den Bau eines Produktionsstandortes fokussiert werden. Gleichzeitig sehen wir gute Chancen, den Absatz bestehender Marken zu erhöhen, um so die Abhängigkeit von der Marke UZIN zu senken. Die Kernmärkte stellen weiterhin Westeuropa und Deutschland dar. Hier werden Stabilität und weiteres Wachstum prognostiziert. In Süd- und Osteuropa bleibt die Lage weiter kritisch. Hier wird frühestens 2014 mit einem konjunkturellen Aufschwung gerechnet. » Das Jahr 2013 wird für den Konzern von Investitionen geprägt sein. Neben den bereits erwähnten Projekten in den Niederlanden und den USA werden die Marke WOLFF und die Hermann Frank GmbH an einem Standort zusammengeführt. Die neue Produktionsstätte wird in Ilsfeld, Bustadt-Ost, Baden-Württemberg gebaut. Ziel des Baus ist es, die Gesellschaft und die Marke an einem Standort zu-

sammenzuführen und so Synergieeffekte in der Produktion und Entwicklung von Maschinen für den professionellen Bodenverleger zu schaffen. Daraus resultieren eine schnellere Produktion und eine bessere Logistik. So profitiert am Ende der Kunde von einer schnelleren Auslieferung. Durch den 6.000 Quadratmeter großen Komplex entstehen 65 Arbeitsplätze in der Region. 10 davon sind Ausbildungsplätze. Zusätzlich steht durch den Neubau mehr Raum für die weitere Expansion unseres Bereichs Maschinen für Bodenbelagsarbeiten zu Verfügung

» Das Motto für 2013 lautet Fokussierung auf Wachstum, Rentabilität und auf unsere Lieferanten. Wir wollen uns auf unsere Stärken besinnen und uns auf die Aspekte konzentrieren, die für unser Unternehmen wichtig und wertvoll sind. Dabei spielt die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter weiterhin eine tragende Rolle.

» Um unsere ehrgeizigen Wachstumsziele zu erfüllen, wollen wir außerdem die Diversifizierung - sowohl regional als auch auf Produktebene - fortführen. Dies werden wir durch die Expansion im Ausland und die Stärkung der Marken codex, Pallmann und WOLFF erreichen. Damit wirken wir der Abhängigkeit von wenigen Märkten und Marken entgegen. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass starke Abhängigkeiten Risiken bedeuten. Regional betrachtet sehen wir in Zukunft großes Potenzial für unser Unternehmen in Frankreich, Asien und den USA.

» Unserem Anspruch, steigende Umsätze in höhere Ergebnisse zu überführen, konnten wir noch nicht vollständig gerecht werden. Mit einem strukturellen und fokussierten Kostenmanagement setzen wir in 2013 und 2014 mit konkreten Maßnahmen an diesem Punkt an. Die Rohstoffpreise waren im Berichtsjahr stabil. Ende des Jahres gab es Anzeichen für Preissteigerungen. Aufgrund der erwarteten Erholung der Weltwirtschaft sollten auch die Rohstoffpreise in 2013 wieder leicht steigen. Deshalb steht für uns die Pflege von generell dauerhaften und zuverlässigen Beziehungen zu den Bestandslieferanten im Vordergrund. Um eine deutliche Steigerung der Versorgungssicherheit und eine bessere Verhandlungsbasis gegenüber Lieferanten zu gewährleisten, setzen wir am Stellhebel eines bewussten Aufbaus von alternativen Beschaffungsquellen an. » Der Uzin Utz Konzern ist mit einer komfortablen Liquidität ausgestattet. Im Jahr 2012 wurden, trotz geringer Beanspruchung, die Kontokorrentlinien im Konzern erhöht. Mit dieser sehr guten Ausgangsposition und den weiter verbesserten Voraussetzungen ist der Konzern 2013 in der Lage, zukunftsgerichtete Investitionen zu tätigen und unternehmerische Spielräume zu nutzen. Das professionelle Finanz- und Risikomanagement optimiert die Zahlungsströme und begrenzt und überwacht die bestehenden Finanzrisiken, die sich durch Zinsen, Währungen und Rohstoffe ergeben. Es werden sowohl Finanzierungs- als auch Abwicklungskosten reduziert und somit die permanente Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Sonstige Angaben einschliesslich Nachtragsbericht

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Uzin Utz AG in Höhe von 15.133 TEUR ist eingeteilt in 5.044.319 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien), die jeweils die gleichen Rechte, insbesondere die gleichen Stimmrechte, gewähren. Unterschiedliche Aktiengattungen bestehen nicht. Eine Stückaktie entspricht einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 3,00 EUR.

Stimmrechts- und Übertragungsbeschränkungen

Es bestehen weder gesetzliche noch satzungsmäßige Bestimmungen, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien beschränken. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Beteiligungen von über 10% am Kapital

Am Grundkapital der Uzin Utz AG bestehen nach Kenntnis des Vorstands und auf Grundlage der bei der Gesellschaft eingegangenen wertpapierrechtlichen Mitteilungen direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter "Angaben nach § 160 Abs. 1 AktG" erläutert.

Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

Stimmrechtskontrolle bei Arbeitnehmerbeteiligung

Es ist dem Vorstand nicht bekannt, dass Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind, die ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und Satzungsänderungen

Der Vorstand der Uzin Utz AG besteht aus einer oder mehreren Personen; dies gilt unabhängig von der Höhe des Grundkapitals. Die Zahl der Mitglieder des Vorstands bestimmt der Aufsichtsrat. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 84 und 85 AktG. Mit Ausnahme einer gerichtlichen Ersatzbestellung ist für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestellt Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens 5 Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. » Entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ist bei Erstbestellungen die maximal mögliche Bestelldauer von 5 Jahren nicht die Regel. Die Änderung der Satzung folgt den Vorschriften des § 179 AktG sowie des § 18 der Satzung. Demnach ist der Aufsichtsrat zu Satzungsänderungen berechtigt, die nur die Fassung betreffen. Einer Beschlussfassung der Hauptversammlung bedarf es dabei nicht. Dies gilt insbesondere für Satzungsänderungen nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.

» Der Vorstand ist weiter ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder – in Teilbeträgen – mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.

» Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • − für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • − für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • − wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3, S. 4 AktG unterschreitet und auf die neuen, unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3,

S. 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung 10% des Grundkapitals der Gesellschaft überschreitet. Auf diese Begrenzung sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. beschlossenen anderen Ermächtigung als eigene Aktien unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §§ 71 Abs. 1, Nr. 8, 186 Abs. 3, S. 4 AktG veräußert bzw. abgegeben werden.

» Der Vorstand ist hinsichtlich der Genehmigten Kapitalien I und II weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen.

» Für das Genehmigte Kapital I gilt weiter, dass der Vorstand ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen. » Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 11. Mai 2010 die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen und nur in Übereinstimmung mit § 71 AktG ausgeübt werden. Weitere Ausführungen hierzu sind dem Anhang zu entnehmen.

» Die vorstehend dargestellten Ermächtigungen des Vorstands zur Ausgabe neuer Aktien aus den Genehmigten Kapitalien I und II sollen den Vorstand in die Lage versetzen, zeitnah, flexibel und kostengünstig einen etwa auftretenden Kapitalbedarf zu decken und je nach Marktlage attraktive Finanzierungsmöglichkeiten zu nutzen. Durch die Möglichkeit, im Einzelfall auch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen durch die Ausgabe von Aktien der Gesellschaft an den Veräußernden zu bezahlen, kann die Gesellschaft eine Expansion ohne Belastung ihrer Liquidität durchführen. Die Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermöglicht es der Gesellschaft insbesondere, auch institutionellen oder anderen Investoren Aktien der Gesellschaft anzubieten und/oder den Aktionärskreis der Gesellschaft zu erweitern sowie die erworbenen eigenen Aktien als Gegenleistung für den Erwerb von Unternehmen, Unternehmensbeteiligungen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen zu begeben. Es handelt sich bei den Genehmigten Kapitalien und der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien um Regelungen, die bei mit der Gesellschaft vergleichbaren börsennotierten Unternehmen üblich sind und nicht dem Zweck der Erschwerung etwaiger Übernahmeversuche dienen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft mit so genannten Change-of-Control-Klauseln

Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft

Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder den Arbeitnehmern getroffen sind.

» Im Berichtszeitraum gab es für den Vorstand keinen Anlass, sich mit Fragen einer Übernahme oder mit Besonderheiten bei den nach dem Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz zu machenden Angaben zu befassen. Weitere Erläuterungen über die vorstehenden Angaben und die Angaben im Lagebericht bzw. Konzernlagebericht hinaus, sind aus Sicht des Vorstands deswegen nicht erforderlich.

Vergütungsbericht nach § 289 Abs. 2 Nr. 5 HGB bzw. § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem der Uzin Utz AG basiert auf den Grundsätzen der Leistungs- und Ergebnisorientierung und repräsentiert eine Unternehmenskultur von Leistung und Gegenleistung. Die Gesamtvergütung des Vorstands umfasst erfolgsunabhängige und erfolgsbezogene Bestandteile. Die erfolgsunabhängige Vergütung besteht aus Fixum und Sachbezügen. Die erfolgsbezogenen Vergütungsbestandteile enthalten jährlich wiederkehrende, an das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) gemäß IFRS-Konzernabschluss der Gesellschaft gebundene Komponenten und variable langfristig ausgerichtete Komponenten. » Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung des Marktumfelds sowie die Üblichkeit der Vergütungshöhe und der Vergütungsstruktur gemessen am Lohn- und Gehaltsgefüge im Unternehmen sowie anderer Unternehmen vergleichbarer Größe und Branche. Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten hinsichtlich eines wesentlichen Teils der variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage und Regelungen, wonach eine angemessene Herabsetzung der Bezüge zulässig ist, wenn sich die Lage der Gesellschaft derart verschlechtert, dass eine Fortgewährung der Bezüge unbillig wäre. Die variablen Vergütungsbestandteile sind zudem auf einen Höchstbetrag gedeckelt.

» Die Gesamtvergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 betrug insgesamt 1.223 TEUR, davon fix 601 TEUR und 622 TEUR erfolgsabhängig. In den Gesamtbezügen des Vorstandes sind 25 TEUR zugunsten eines beitragsorientierten Altersversorgungsplans enthalten.

» Auf eine individualisierte Veröffentlichung der Vorstandsbezüge wird gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 bis einschließlich des Geschäftsjahres 2015 verzichtet.

» Die sonstigen Bezüge bestehen im Wesentlichen aus der Erstattung von Auslagen, der Stellung eines Dienstwagens und aus Versicherungsprämien für eine Rechtsschutz- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung). Für die D&O-Versicherung der Vorstandsmitglieder ist ein Selbstbehalt im Sinne von § 93 Abs. 2 AktG vereinbart.

» Zur Erhaltung eines angemessenen Versorgungsniveaus im Alter erhält ein Vorstandsmitglied nach Vollendung des 65. Lebensjahres eine Altersrente, frühestens aber nach Beendigung seiner Vorstandstätigkeit. Bei vorzeitigem Rentenbeginn verringert sich die Höhe entsprechend. Der Anspruch besteht lebenslang. Die Rentenanpassung richtet sich nach dem Gehaltstarifvertrag für Angestellte der Chemischen Industrie Baden-Württemberg. Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 936 TEUR (880) gebildet. » Für das andere Vorstandsmitglied werden Teile seiner Gesamtbezüge im Rahmen der Entgeltumwandlung in eine Unterstützungskasse einbezahlt. Zudem erhält ein ehemaliges Vorstandsmitglied Zahlungen aus einer Unterstützungskasse, die durch Entgeltumwandlungen während seiner aktiven Tätigkeit dotiert wurden. In 2012 wurde ein Ruhegehalt von 8 TEUR (8) gezahlt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder ist in § 11 der Satzung der Uzin Utz AG geregelt, die letztmals durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Mai 2008 geändert wurde. Die Vergütung setzt sich hiernach aus einer festen und zwei variablen Bestandteilen zusammen. » Die feste jährliche Vergütung beläuft sich auf 6.000 EUR, der Vorsitzende erhält das 2,5-fache. Darüber hinaus erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine Tantieme von 100 EUR je 0,01 EUR Dividende, die über 0,50 EUR je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 100 EUR je 50.000 EUR des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) nach dem IFRS-Konzernabschluss der Gesellschaft, das im Durchschnitt des abgelaufenen und der zwei vorangehenden Geschäftsjahre ("Vergleichszeitraum") ein EGT von 10.000.000 EUR übersteigt.

» Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Die feste Vergütung ist jeweils nach Ablauf eines Geschäftsjahres zahlbar, die variable Vergütung ist zahlbar am Tag nach dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung für das jeweilige Geschäftsjahr.

» Des Weiteren gewährt die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern einen angemessenen Versicherungsschutz gegen zivil- und strafrechtliche Inanspruchnahme einschließlich der jeweiligen Kosten der Rechtsverteidigung im Zusammenhang mit der Wahrnehmung ihrer Mandate; hierzu ist zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder eine entsprechende Rechtsschutz- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O Versicherung) abgeschlossen. » Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner Ersatz

aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen etwa zu entrichtenden Umsatzsteuer.

» Weder Vorstand noch Aufsichtsrat haben Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile erhalten. » Der Anwaltssozietät Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz gehören der Aufsichtsratsvorsitzende und das Aufsichtsratsmitglied Dr. Rainer Kögel als Partner an. Der Sozietät wurden für Beratungsleistungen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 63 TEUR bezahlt.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG haben die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Erklärung kann im Corporate Governance Bericht oder auf unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Investor Relations – Corporate Governance – Entsprechenserklärung 2013) abgerufen werden. » Der Vorstand der Uzin Utz AG leitet die Gesellschaft und den Konzern in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und hat im Sinne der Gesellschaften zu handeln. Außerdem orientiert er sich am Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Als internationales Unternehmen ist sich die Uzin Utz AG der Verantwortung bewusst, im Einklang mit rechtlichen, sozialen und ethischen Belangen unternehmerisch tätig zu sein. Zusätzlich existiert ein Wertesystem, das sowohl für den Vorstand der Uzin Utz AG sowie für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gültig ist. Die entsprechenden Inhalte dieses Wertesystems können Sie unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Die Gruppe – Unsere Werte) entnehmen.

» Außerdem sind die Ausführungen zum Corporate Governance Bericht Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Diese können Sie unserer Internetseite www. uzin-utz.de (Investor Relations – Erklärung zur Unternehmensführung) entnehmen.

» Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung wird im nachfolgenden Corporate Governance Bericht dargelegt. Der Corporate Governance Bericht ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Diese finden sie auf unserer Internetseite www. uzin-utz.de (Investor Relations – Erklärung zur Unternehmensführung).

Corporate Governance Bericht

Seit 2002 hat sich der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) das Ziel gesetzt, die in Deutschland geltenden Regeln der Unternehmensleitung und -überwachung für nationale und internationale Investoren transparent zu machen sowie die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Schutzes der Aktionärsinteressen, zu regeln. Der folgende Corporate Governance Bericht dient der Zusammenfassung der wesentlichen Corporate Governance Grundsätze, die für die Unternehmensführung der Uzin Utz AG maßgeblich sind. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend hat die Uzin Utz AG darüber hinaus eine Erklärung zur Unternehmensführung der Gesellschaft gemäß § 289 a HGB abgegeben.

» Vorstand und Aufsichtsrat haben die gesetzliche Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, nach der die Uzin Utz AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht, mit wenigen Ausnahmen, die in der Entsprechenserklärung erläutert werden. Die Entsprechenserklärung ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat überwachen die Einhaltung des Kodex. Die Entsprechenserklärung wird jährlich abgegeben und im Internet allen Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Sie ist zu finden unter www.uzin-utz.de in der Rubrik Investor Relations. Dort sind auch die Entsprechenserklärungen der vergangenen 5 Jahre hinterlegt.

Wertesystem

Als internationales Unternehmen ist sich die Uzin Utz Gruppe der Verantwortung bewusst, im Einklang mit rechtlichen, sozialen und ethischen Belangen unternehmerisch tätig zu sein. Zusätzlich existiert ein Wertesystem, das sowohl für den Vorstand der Uzin Utz Gruppe sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gültig ist. Die entsprechenden Inhalte dieses Wertesystems können Sie unserer Internetseite www.uzin-utz.de (Die Gruppe – Unsere Werte) entnehmen.

Führungs- und Unternehmensstruktur

Die Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm ist die Muttergesellschaft des Uzin Utz Konzerns. Der Konzern setzt sich aus 23 vollkonsolidierten, vier quotenkonsolidierten und einem at equity konsolidiertem Unternehmen zusammen. Die rechtlich selbstständigen Gesellschaften operieren mit eigener Geschäfts- und Ergebnisverantwortung.

» Der Vorstand der Uzin Utz AG steht mit den Geschäftsführungen der einzelnen Gesellschaften in regelmäßigem Kontakt. Die Konzerngesellschaften werden durch die Uzin Utz AG teilweise durch Finanzierungen und Währungsmanagement sowie durch weitere konzernübergreifende Dienstleistungen unterstützt.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Es besteht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und den Mitgliedern des Aufsichtsrats. Der Vorstand berichtet an den Aufsichtsrat regelmäßig über den Geschäftsverlauf. Auch in Bezug auf Strategie, Unternehmensplanung und die Rentabilität des Unternehmens erfolgt ein konstruktiver und kontinuierlicher Austausch. Auf die Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wird unter Angabe von Gründen ausführlich eingegangen. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. » Nähere Informationen zu der Zusammenarbeit erhalten Sie im Bericht des Aufsichtsrats.

» Der Aufsichtsrat hat sich im vergangenen Geschäftsjahr zu vier ordentlichen Sitzungen getroffen. Nähere Informationen zu den Aufsichtsratssitzungen können Sie ebenfalls dem Bericht des Aufsichtsrats entnehmen.

Vorstand

Der Vorstand der Uzin Utz AG, bestehend aus: » Herrn Dr. H. Werner Utz, Vorstandsvorsitzender, Ressorts:

  • − Strategie
  • − Marketing
  • − Technischer Produktservice
  • − Entwicklung und Produkttechnik
  • » Herrn Thomas Müllerschön, Ressorts:
  • − Vertrieb
  • − Betrieb und Logistik
  • − Controlling, Finanz- und Rechnungswesen
  • − Konzernorganisation
  • − Personal
  • − Zentraleinkauf

leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Er ist an das Unternehmensinteresse, unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder), gebunden und zur Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und unternehmensinternen Richtlinien und weist auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres- bzw. Konzernabschlüsse, Zwischenberichte und Zwischenmitteilungen.

» Der Vorstand trägt ferner Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung sowie die Risikolage und das Risikomanagement an den Aufsichtsrat. Er achtet bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) und strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen an.

» Eine Geschäftsordnung regelt die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit im Vorstand.

» Maßnahmen und Geschäfte von grundlegender kursrelevanter Bedeutung werden den Anteilseignern und dem Kapitalmarkt rechtzeitig mitgeteilt, um die Entscheidungsprozesse auch unterjährig transparent zu machen und die Kapitalmarktteilnehmer ausreichend informiert zu halten. Wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats.

» Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Er beschließt das Vergütungssystem und überprüft es regelmäßig. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Alle weiteren Angaben zur Vorstandsvergütung finden Sie im Vergütungsbericht auf der Seite 47.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat, bestehend aus drei Mitgliedern, berät und überwacht den Vorstand bei der Unternehmensführung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung gewählt. Er erörtert die Zwischenberichte und Zwischenmitteilungen, prüft und billigt den Jahressowie den Konzernabschluss der Uzin Utz AG.

» Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, als Bestandteil des Überwachungs- und Kontrollprozesses, sieht klare und transparente Verfahren und Strukturen vor. Der Aufsichtsrat hat hierbei die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festgelegt. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats spiegelt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex für den Aufsichtsrat wider. Ein intensiver, kontinuierlicher Dialog zwischen Aufsichtsrat und Vorstand ist die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung.

» Aufgrund der Größe des Aufsichtsrats war die Bildung von Ausschüssen (Prüfungsausschuss, Nominierungsausschuss etc.) bisher nicht sinnvoll. Auch zukünftig sieht die Uzin Utz AG hierfür keinen Bedarf. Der Gesamtaufsichtsrat ist in allen Sachfragen selbst aktiv und seine Mitglieder stehen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt und können auf alle Sachfragen flexibel reagieren. » Der Aufsichtsrat ist so zusammengesetzt, dass die Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden – soweit erforderlich – eigenverantwortlich wahrgenommen. Hierbei werden die Aufsichtsratsmitglieder von der Gesellschaft angemessen unterstützt. » Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen (vgl. hierzu die Ausführungen in der Entsprechenserklärung zu Kodex Ziffer 5.4.1). Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.

» Der Aufsichtsrat legt bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die Beziehungen des Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und der wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionäre offen, wenn dies für die Wahlentscheidung als maßgebend angesehen wird.

» Wahlen zum Aufsichtsrat fanden zuletzt in der Hauptversammlung vom 06. Mai 2008 statt. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre, die laufende Amtsperiode endet mit der ordentlichen Hauptversammlung 2013.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Uzin Utz AG verfügt nur über voll stimmberechtigte Aktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten fünf Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung erforderlichen Berichte und Unterlagen werden auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. » Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie über die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen und vom Vorstand umgesetzt. Bloße Fassungsänderungen der Satzung können durch den Aufsichtsrat beschlossen werden. Aktionäre können Gegenanträge zu Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat stellen und Beschlüsse der Hauptversammlung anfechten.

» Zur Erleichterung der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die Uzin Utz AG den Aktionären für die ordentliche Hauptversammlung weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können. Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen. Das Anmelde- und Legitimationsverfahren entspricht dem gesetzlich vorgeschriebenen international üblichen "Record Date"–Verfahren. Hierbei gilt der 21. Tag vor der Hauptversammlung als maßgeblicher Stichtag für die Legitimation und Anmeldung der Aktionäre.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats ist in einem detaillierten Vergütungsbericht dargestellt, der gemäß Ziffer 4.2.5 des Kodex als Teil in den Lagebericht aufgenommen wurde und auf den an dieser Stelle verwiesen wird (Seite 47).

Verhaltensgrundsätze

Transparenz

Die Uzin Utz AG nutzt zur zeitnahen Information ihrer Aktionäre und Anleger die Internetseite des Unternehmens: www.uzin-utz.de. Neben den Konzern- und Jahresabschlüssen sowie den Halbjahresberichten und Zwischenmitteilungen werden Anteilseigner und Dritte auch in Form von ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert

» Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie andere Personen, die Führungsaufgaben bei der Uzin Utz AG i.S.v. § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) wahrnehmen, sowie mit diesen Personen in enger Beziehung stehende natürliche und juristische Personen sind nach § 15a WpHG gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Uzin Utz AG offenzulegen, soweit der Wert der innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 EUR erreicht oder übersteigt.

» Die Gesellschaft veröffentlicht ferner unverzüglich nach deren Eingang Mitteilungen über den Erwerb oder die Veräußerung bedeutender Stimmrechtsanteile nach § 21 WpHG bzw. über das Halten von entsprechenden Finanzinstrumenten nach § 25 WpHG. Das heißt, sobald bekannt wird, dass jemand durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, über- oder unterschreitet, wird dies unverzüglich veröffentlicht.

» Per 31. Dezember 2012 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314. Der Aufsichtsrat besaß 395 Aktien des Unternehmens.

» Im Detail verteilt sich der Anteilsbesitz wie folgt:

Aktienbesitz Vorstand und Aufsichtsrat
(Gesamtzahl ausgegebener Aktien: 5.044.319)
% von
Gesamtzahl
Anzahl Aktien ausgeg.
Aktien
Vorstand
Dr. H. Werner Utz
1.759.314 34,88%
Aufsichtsrat
Dr. Rainer Kögel
395 0,01%
Summe Vorstand und Aufsichtsrat 1.759.709 34,88%

» Es bestehen keine sich auf die Aktien der Uzin Utz AG beziehenden Finanzinstrumente.

» Die Uzin Utz AG publiziert einen Finanzkalender zu allen wesentlichen Terminen und Veröffentlichungen der Gesellschaft mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf.

» Alle von der Gesellschaft veröffentlichten Informationen über das Unternehmen stehen auf www.uzin-utz.de unter der Rubrik Investor Relations/Aktie zum Abruf bereit.

Rechnungslegung und Risikomanagement, Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss der Uzin Utz Gruppe wird nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der Lagebericht (der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist) und der Jahresabschluss der Uzin Utz AG werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

» Das bestehende Risikomanagement der Uzin Utz AG ist darauf ausgelegt, geschäftliche und finanzielle Risiken, denen das Unternehmen im Rahmen seiner Tätigkeit ausgesetzt ist, aufzudecken, zu erfassen, zu bewerten und zu steuern. Die einzelnen Elemente des Überwachungssystems liefern verlässliche Informationen zur aktuellen Risikolage und unterstützen die Dokumentation, Risikoprüfung und Behebung von Schwachstellen. Sie tragen somit zu einer Minimierung, der aus den Risiken potenziell entstehender Kosten, bei. Ausführliche Informationen zu dem Risikomanagement der Uzin Utz Gruppe finden Sie im Risikobericht ab Seite 39.

» Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung holt der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitsbestätigung des vorgeschlagenen Prüfers ein. Der Abschlussprüfer wird vom Aufsichtsrat gebeten, über alle während der Prüfungshandlung auftretenden und für die Aufgaben des Aufsichtsrats im weitesten Sinne wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich zu berichten, wenn diese nicht unmittelbar beseitigt werden können.

Abweichungen vom Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2013 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben. Die gemäß § 161 AktG und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex notwendige Begründung der Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex ist in der Entsprechenserklärung, die Bestandteil dieses Corporate Governance Berichts ist, enthalten.

» Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im März 2012 abgegeben. Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum ab März 2012 auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juli 2010 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für den Zeitraum ab dem 15. Juni 2012 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 15. Mai 2012, die am 15. Juni 2012 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. » Vorstand und Aufsichtsrat der Uzin Utz AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

    1. Zu 4.2.3: Die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands sehen keine Aktienoptionen oder ähnliche Instrumente vor. Eine langfristige Anreizwirkung für den Vorstand soll weiterhin primär durch solche variable Vergütungskomponenten erzielt werden, die sich am erzielten Unternehmensergebnis messen lassen. Die Vergütung des einzelnen Vorstands setzt sich damit allein aus fixen und erfolgsorientierten Komponenten zusammen, da der Aufsichtsrat der Ansicht ist, dass Aktienoptionsmodelle nur begrenzt zur Incentivierung des Vorstands geeignet sind. Die Vorstandsdienstverträge enthalten weder Regelungen bezüglich einer Abfindung und deren Berechnungsgrundlage bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit noch hinsichtlich einer Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Dadurch wird im Falle einer vorzeitigen Beendigung einer Vorstandstätigkeit die notwendige Flexibilität gewahrt, um der jeweiligen konkreten Situation entsprechend, angemessene Verhandlungsergebnisse zu erzielen.
    1. Zu 4.2.4./4.2.5: Eine individualisierte Offenlegung der Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds erfolgt nicht, da die Hauptversammlung am 17. Mai 2011 beschlossen hat, die Vergütungen der Vorstandsmitglieder der Uzin Utz AG im Anhang des Jahresabschlusses nicht individualisiert auszuweisen. Dieser Beschluss gilt für das am 01. Januar 2011 begonnene Geschäftsjahr und

die vier darauf folgenden Geschäftsjahre, also bis zum 31. Dezember 2015. Im Corporate Governance Bericht wird das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder jedoch in allgemein verständlicher Form detailliert erläutert.

    1. Zu 5.3: Der Aufsichtsrat besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Die Bildung von Ausschüssen (Prüfungsausschuss, Nominierungsausschuss etc.) war aufgrund der Größe des Aufsichtsrats bisher nicht sinnvoll. Auch zukünftig sieht die Uzin Utz AG keinen Bedarf, da der Gesamtaufsichtsrat in allen Sachfragen selbst aktiv ist und seine Mitglieder auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen sowohl untereinander als auch mit dem Vorstand in ständigem Kontakt stehen und auf alle Sachfragen flexibel reagieren können.
    1. Zu 5.4.1: Der Aufsichtsrat orientiert sich bei seinen Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern neben den gesetzlichen Vorschriften ausschließlich an der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten sowie an sachgerechten – die Funktion des Aufsichtsrats fördernden – Zweckmäßigkeitserwägungen. Hierzu gehört beispielsweise die Zugehörigkeit von Mitgliedern, die einschlägige unternehmerische Erfahrungen aufweisen. Der Aufsichtsrat sieht davon ab, konkretere Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen, zumal mit der bloßen Benennung solcher konkreten Ziele nicht notwendigerweise eine Verbesserung der Qualität der Aufsichtsratstätigkeit einhergeht.
    1. Zu 7.1.2: Die Gesellschaft stellt den Jahres- bzw. Konzernabschluss, Zwischenbericht und Zwischenmitteilungen zeitnah auf. Oberstes Gebot ist dabei eine sorgfältige Aufarbeitung sämtlicher Geschäftsvorfälle im Konzern und nicht in erster Linie die Einhaltung bestimmter Fristen. Die damit verbundenen Qualitätsanforderungen können im Einzelfall aufgrund der internationalen Struktur des Konzerns und der damit verbundenen Komplexität dazu führen, dass die vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Fristen geringfügig überschritten werden.

» Auf der Internetseite der Uzin Utz AG sind die Entsprechenserklärungen der letzten 5 Jahre verfügbar.

Uzin Utz AG, Ulm, im März 2013

Für den Vorstand: Dr. H. Werner Utz Thomas Müllerschön Für den Aufsichtsrat: Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes (Vorsitzender)

Wesentliche Vorgänge nach Schluss des Geschäftsjahres

Die Unihem Gruppe ist seit 01. Januar 2013 zu 100% im Besitz der Uzin Utz AG. Die Unihem d.o.o., Slowenien, erzielte 2012 mit ihren Vertriebsgesellschaften Unikem d.o.o., Kroatien und Unihem Trading d.o.o, Serbien einen Umsatz von rund 6 Mio. Euro. Der Erwerb unterstreicht die strategische Ausrichtung der Uzin Utz AG, das Engagement auf internationalen Märkten zu verstärken. Gleichzeitig ermöglicht die Formung einer Einheit durch die Tochtergesellschaften in Süd-Ost-Europa die Nutzung von Synergieeffekten in Marketing, Technik und Sales.

» Zum 1. Januar 2013 erwarb die Uzin Utz AG die verbliebenen 19,6% der Anteile der Løkken AS in Skien und hält seitdem 100% der norwegischen Tochtergesellschaft. Die Vertriebsgesellschaft konnte im letzten Jahr rund 6 Mio. Euro Umsatz am norwegischen Markt erwirtschaften. Mit dem Kauf intensivieren wir unsere Präsenz am nordeuropäischen Markt und verstärken unsere Bestrebungen das Potenzial in Skandinavien stärker zu nutzen. Die nordeuropäischen Staaten konnten sich der Wirtschaftskrise bisher erfolgreich entziehen und Norwegen kann in 2012 ein eindrucksvolles Wachstum des BIP von 3% vorweisen. Der Kauf der verbliebenen Anteile ermöglicht der Uzin Utz AG die Chance, dieses Wirtschaftswachstum zu nutzen und das Risiko durch eine Expansion in krisenresistente Länder weiter zu diversifizieren und damit zu senken.

» Auch unsere chinesische Tochter in Shanghai, die Uzin Utz Construction Materials Co. Ltd. wurde in der Zwischenzeit vollständig von uns erworben. Die Übernahme erfolgte aufschiebend bedingt mit Erteilung der erforderlichen Genehmigung des Anteilserwerbs durch die zuständige chinesische Behörde. Nachdem die Bezahlung des Kaufpreises bereits in 2012 erfolgte, wurde diese Genehmigung und Eintragung ins Handelsregister am 19. Februar 2013 vorgenommen. Mit einem BIP-Wachstum von 7,7% hat sich die chinesische Wirtschaft zwar stärker abgekühlt als erwartet, bewegt sich damit aber weiterhin weit über dem Niveau westlicher Industrienationen. Durch die komplette Übernahme unserer chinesischen Tochter kann die Uzin Utz AG die Möglichkeiten des asiatischen Marktes voll nutzen. Im Baubereich wird in China nach wie vor viel Geld investiert und auch in 2012 wuchs der Sektor um 10%. » Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gab es nicht.

Forschungs- und Entwicklungstätigkeit

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern betrugen im Jahr 2012 6,6 Mio. EUR (5,2). Durchschnittlich waren 79 (78) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich F&E tätig, die gemeinsam zu einer Produktneuheitsquote aller Uzin Utz Entwicklungsstandorte von 55,4% (50,6) beitrugen. Nach den wichtigsten europäischen F&E-Standorten getrennt lässt sich Folgendes berichten: » Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der AG betrugen im Jahr 2012 4,1 Mio. EUR (3,5). Durchschnittlich waren 47 (43) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im gesamten Bereich Forschung & Entwicklung tätig, die gemeinsam zu einer Produktneuheitsquote am Entwicklungsstandort von 62,5% (58,8) beitrugen.

» Nach Marken getrennt lässt sich Folgendes berichten:

Marken UZIN & codex

Um den Innovationserfolg nicht nur operativ zu begleiten, sondern auch strategisch laufend zu überwachen, wurden bereits seit mehreren Jahren wichtige Indikatoren wie die Neuheitsquote eingeführt, um Effektivität und Effizienz der F&E-Aktivitäten zu überprüfen. Explizit haben die in der AG beschäftigten durchschnittlich 47 (43) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Berichtsjahr 2012 die AG-Neuheitsquote im Vergleich zum Vorjahr auf den neuen Rekordwert von 62,5% gesteigert und es wurde damit eine weit über dem Branchendurchschnitt liegende Größenordnung erreicht.

» Im hart umkämpften Wettbewerbsumfeld steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens mit seiner Innovationskraft. Der Leistungsdruck auf die F&E-Abteilungen ist demzufolge entsprechend hoch. Aus innovativen Ideen sollen möglichst rasch gewinnbringende Produkte entstehen. Dabei wird die Kreativität der Entwickler oftmals durch die wirtschaftspolitische Realität eingeschränkt. Beispielsweise müssen zum einen steigende Rohstoffpreise bei der Rezeptentwicklung berücksichtigt werden und zum anderen regulatorische Auflagen wie REACH eingehalten werden. Zusätzlich müssen die F&E-Fachabteilungen die gestiegenen Anforderungen der Kunden – auch hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Produkte und deren Herstellung – berücksichtigen. Aus diesem Grund sind Innovationen eine wichtige Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Vor dem Hintergrund immer komplexerer Entwicklungsprozesse und knapper Ressourcen gewinnen hierbei Open-Innovation-Ansätze zunehmend an Bedeutung. Dadurch lassen sich Risiken deutlich herabsetzen und die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Produkte bzw. Anwendungen beschleunigen. Das A und O ist die effiziente Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern entlang der Wertschöpfungskette, auch unter Einbindung von akademischer Expertise.

» Die enge Verbindung bewirkt eine ganz neue Qualität in der Zusammenarbeit. Basis für die offene Kommunikation bilden Allianzen, die insbesondere die gegenseitige Geheimhaltung sensibler Daten regeln. Der Erfolg der Uzin Utz AG bezüglich dieses seit einigen Jahren initiierten Open-Innovation-Ansatzes spiegelt sich auch mit dem Gewinn eines renommierten Preises beim Best Innovator Wettbewerb 2012/2013 wider. Die Ausschreibung mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Nutzung der Innovationsfähigkeit von Lieferanten" wurde durch die WirtschaftsWoche sowie der auf dem Segment Innovationsmanagement spezialisierten Unternehmensberatung A.T. Kearney und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie veranstaltet. Die Innovationsfähigkeit konnte durch qualitative Performance-Merkmale und ausgewählte quantitative Leistungskennzahlen unter Beweis gestellt werden. Darüber hinaus wurden besonders innovative Ansätze vorgestellt und evaluiert. Eine hochrangige Jury, vertreten unter anderem durch den Präsidenten der Fraunhofer-Gesellschaft Herrn Hans-Jörg Bullinger und den parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie Herrn Ernst Burgbacher, ermittelte bundesweit aus weit über hundert teilnehmenden Unternehmen fünfzehn Finalisten. Die vorqualifizierten Firmen wurden in diesem branchenübergreifenden Wettbewerbsumfeld von Repräsentanten der Jury vor Ort besucht, um hieraus die besten Innovatoren zu ermitteln. Mit Hilfe eines strukturierten Bewertungssystems wurde die Uzin Utz AG als einer von drei Siegern gekürt und die sehr überzeugende Innovationsmanagement-Leistung des Unternehmens konstatiert. Die Uzin Utz AG, die in einzelnen Disziplinen herausragende Leistungen erbracht hat, wird in der WirtschaftsWoche vorgestellt und der entsprechende Preis wird am 7. Februar 2013 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in Berlin überreicht. Die Zieldefinition der globalen Innovationsstrategie des Unternehmens, die hauptsächlich darin besteht den technischen und wirtschaftlichen Erfolg der Kunden stetig zu erhöhen, war integraler Bestandteil und Basis des hier erzielten Erfolges. Dass die von der Uzin Utz AG entwickelten Produkte in der Branche höchste Anerkennung genießen, unterstreicht die bereits zum zweiten Mal nach 2010 von der Zeitschrift FussbodenTechnik durchgeführte Verlegerumfrage "Produkte des Jahres". Dazu wurden mehr als 1500 deutsche Objekteure nach ihren Lieblingsprodukten in 35 Kategorien aus der Fußbodenbranche befragt. Dabei handelte es sich um eine ungestützte Umfrage, das heißt es wurden keine Produktnamen vorgegeben und die Verarbeiter mussten stattdessen Hersteller und Produkte selbst benennen. Bei der Befragung konnte die Uzin Utz AG in allen für den Verlegewerkstoffbereich relevanten Kategorien den ersten Platz ergattern. In den Segmenten "beste Grundierung", "beste Spachtelmasse", "bester Dispersionsklebstoff" und "bester Trockenklebstoff" sicherten sich die Produkte UZIN PE 280, UZIN NC 170 LevelStar, UZIN KE 2000 S und UZIN SIGAN 1-3 jeweils den ersten Platz. In einer weiteren Bewertung hat das Fachmagazin BTH Heimtextil als anerkannter Gradmesser in der nunmehr vierten Auflage die Großhandels-Umfrage "Verlegewerkstoffe" durchgeführt. Auch diesmal haben wieder 40 Großhändler ihr Votum für Anbieter von Vorstrichen, Spachtelmassen und Klebstoffen abgegeben und die entsprechenden Hersteller in 18 Einzelkategorien bewertet. Wie bereits in den letzten Umfragen 2007, 2009 und 2011 hat die Uzin Utz AG, neben sieben ersten Plätzen in entsprechenden Einzelkategorien, sowohl in der Gesamtbewertung, als auch in der Spezial-Disziplin "Innovationskraft" die oberste Stufe des Siegerpodests erklommen. Diese Preise sind der beste Beweis dafür, dass die Uzin Utz AG nicht nur herausragende Produkte entwickelt, sondern diese auch aus Kundensicht einen Mehrwert liefern und akzeptiert werden. Diese kontinuierlich guten Umfrageergebnisse sind ein klarer Beleg dafür, dass sich die Uzin Utz AG nicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit ausruht. Die wichtigsten Aktivitäten werden im Folgenden näher beschrieben:

I) Produktentwicklungen

Insgesamt wurden in 2012 markenübergreifend 20 Produkte mit zum Teil herausragenden Eigenschaften für die Markteinführung und den weltweiten Einsatz vorbereitet:

1) Trockenmörtel

a) Selbstnivellierende Zement-Spachtelmassen UZIN NC 160 Neu und UZIN NC 150 Neu sowie codex FM 10 Neu

In der Abteilung F&E-Trockenmörtel standen in 2012 vor allem die Neuentwicklungen der seit Jahren erfolgreichen, etablierten Spachtelmassen UZIN NC 160 und UZIN NC 150 im Mittelpunkt. Durch ihren hohen Einsatz ist es der Mannschaft F&E-Trockenmörtel gelungen beide Produkte vollständig neu zu formulieren und für die zeitgleiche Markteinführung vorzubereiten. Die seit Jahren erfolgreich im Objektbereich eingesetzte UZIN NC 160 wurde von der Fachabteilung F&E-Trockenmörtel komplett neu entwickelt. Durch die erarbeitete Spezialformulierung konnten die bisherigen Produkteigenschaften weiter verbessert werden. Den gestiegenen Marktanforderungen nach Pumpanwendungen wurde während der Entwicklungsphase besondere Aufmerksamkeit geschenkt. UZIN NC 160 Neu zeigt ein verbessertes Anrührverhalten und einen noch besseren Verlauf. Dadurch ergibt sich im ausgehärteten Zustand eine glatte Oberfläche mit einheitlicher Optik und Farbe. Wichtig für den baupraktischen Einsatz ist auch, dass die Trocknungszeiten bei der Neuentwicklung weiter optimiert werden konnten, so wird die Belegreife bereits nach 20 Stunden erreicht. Wie bei allen Neuentwicklungen stehen, neben den technischen Aspekten, die Anforderungen an wohngesundes Bauen im Fokus. Die Spezialisten der Trockenmörtel-Entwicklung implementierten dies im besonderen Maße in UZIN NC 160 Neu. Die neue C30-Spachtelmasse erfüllt selbstverständlich die höchsten Anforderungen der Emicode-Klasse EC 1 R Plus. Durch eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe kann die UZIN NC 160 Neu darüber hinaus mit dem Blauen Engel gekennzeichnet werden und wird damit zum Bestandteil der UZIN ÖKOLINE-Familie. Zeitgleich mit der Bodenausgleichsmasse UZIN NC 160 Neu steht auch die neu entwickelte zementäre C25-Bodenspachtelmasse UZIN NC 150 Neu für Schichtdicken bis 10 Millimeter zur Verfügung und rundet damit das UZIN Spachtelmassen-Programm ab. Auch bei dieser Weiterentwicklung wurden die besonderen Anforderungen bei Pumpanwendungen berücksichtigt. Ein noch besserer Verlauf sowie eine homogene Oberflächenoptik kennzeichnen die Neuentwicklung. Des Weiteren ist UZIN NC 150 Neu mit EC 1 R Plus ausgelobt und erfüllt damit die höchsten Emicode-Anforderungen. Darüber hinaus wurde erstmals eine parallele und simultane Lokalisierung beider Entwicklungsprodukte UZIN NC 150 Neu und UZIN NC 160 Neu für die Produktionsstandorte in Frankreich und Polen realisiert. Eine besonders intensive Zusammenarbeit zwischen dem Hauptsitz von Forschung und Entwicklung in Ulm und den Entwicklungsabteilungen an unseren Produktionsstandorten in Frankreich (Soissons) und Polen (Legnica) war hierfür die Voraussetzung. Durch einen umfangreichen Austausch von Entwicklungs-Know-how wurden beide Produkte zur gemeinsamen länderübergreifenden Produktumstellung im März 2013 vorbereitet. Damit stehen erstmals zu einer Markteinführung entsprechende Neuentwicklungen an drei europäischen Produktionsstandorten der Uzin Utz Gruppe gleichzeitig zur Verfügung. Ausgehend von dieser äußerst erfolgreichen Entwicklungsstrategie für die Marke UZIN hat die Mannschaft F&E-Trockenmörtel durch entsprechende Aktivitäten die selbstverlaufende Feinspachtelmasse codex FM 10 Neu abgeleitet, um auch in Zukunft im Bereich Fliesen und Naturstein die Vorreiterrolle beibehalten zu können. Im Zuge dieser erfolgreichen Technologie-Implementierung wurde der Fokus hierbei, neben der Auswahl besonders emissionsarmer Rohstoffe, vor allem auf eine weitere entscheidende Verbesserung technischer Eigenschaften im Vergleich zu codex-Wettbewerbsprodukten gelegt. Die Vorteile der neuen Qualität sind klar erkennbar. Die neue C25-Zementspachtelmasse kann aufgrund der problemlosen Erfüllung der strengsten Anforderungen bezüglich Raumluftqualität nahtlos in die erfolgreiche ökologische codex-Produktlinie ecoTec eingereiht werden. Zusätzlich zu den beschriebenen Attributen, entfaltet die neue Spachtelmasse für Schichtdicken bis 10 Millimeter vor allem ihre Stärke durch einen verbesserten Verlauf sowie eine homogenere Oberflächenoptik. Das Neuprodukt übertrifft dabei bei weitem die in der Praxis anzutreffenden sehr hohen Anwendungsanforderungen.

b) Selbstnivellierende Hybrid-Spachtelmassen UZIN L3 Gold/UZIN L3 Gold Moisture Control

Besonders in Großbritannien erfreuen sich sogenannte Bag & Bottle-Ausgleichsmassen großer Beliebtheit. Diese Systeme bestehen aus einer meist dispersionsbasierten Flüssigkomponente und einer zementären Pulverkomponente, welche unmittelbar vor der Verarbeitung vermischt werden. Wachsende Anforderungen nach einer längeren Verarbeitungszeit bei gleichzeitig schnellerer Begehbarkeit wurden von der Abteilung F&E-Trockenmörtel in der neu entwickelten UZIN L3 Gold Pulverkomponente berücksichtigt. Zusammen mit der gleichzeitig notwendig gewordenen Überarbeitung der Flüssigkomponente erfolgte die Markteinführung in 2012. Durch diese Neuentwicklung ist es den Spezialisten in den Entwicklungsabteilungen Trockenmörtel und Flüssigprodukte gelungen, auch gegenüber Wettbewerbsprodukten deutliche Vorteile zu realisieren. UZIN L3 Gold zeichnet sich durch eine schnellere Begehbarkeit und eine schnellere Belegreife aus. Außerdem ist es gelungen die Verlaufseigenschaften deutlich zu verbessern und die Druckfestigkeiten entscheidend zu erhöhen. Als UZIN L3 Gold Moisture Control in Kombination mit einer speziell hierfür entwickelten weiteren Flüssigkomponente ist das System jetzt auch in Bereichen mit hoher Feuchtebelastung einsetzbar.

c) Standfeste zementäre Turbo-Spachtelmasse UZIN NC 880 Neu

Im Berichtsjahr wurde die seit Jahren als Reparaturspachtel zum Feinausgleich und Füllen vor Bodenbelagsarbeiten eingesetzte UZIN NC 880 in einer vollständig neuen Formulierung erfolgreich in den Markt eingeführt. Durch ein neues, innovatives Bindemittelsystem gelang es, die Produkteigenschaften noch weiter zu verbessern. Neben einer leichteren Anmischbarkeit und einer weiter verfeinerten Oberflächenstruktur mit Finish-Charakter zeichnet sich UZIN NC 880 Neu durch eine noch schnellere Durchhärtung, insbesondere auf dichten Untergründen, aus. Besondere Highlights der Neuentwicklung sind die Kennzeichnungsfreiheit und die Einstufung in die beste Emicode-Klassifizierung EC 1 R Plus.

d) Schnell erhärtender Flex-Fliesenklebemörtel codex Power RX 6 Turbo

Für anspruchsvolle Verlegeanforderungen wurde codex Power RX 6 Turbo zur Markteinführung vorbereitet. Dank der neu entwickelten Spezialformulierung sind die verlegten Fliesenflächen bereits nach zwei bis drei Stunden begehund verfugbar. Selbst bei niedrigen Temperaturen härtet das Produkt sehr schnell durch und lässt dem Fliesenleger dabei genügend offene Zeit zur Verarbeitung. Darüber hinaus kann die Konsistenz des geschmeidigen und leicht verarbeitbaren Flexmörtels aufgrund seines breiten Wasserfensters variabel eingestellt werden und passt sich den Bedürfnissen individuell an. So können Unebenheiten bis 10 mm ausgeglichen und großformatige Fliesen und Platten sowohl im Dünn- als auch Fließbettverfahren verlegt werden. Der neue Schnellklebemörtel codex Power RX 6 Turbo erfüllt nach DIN EN 12004 die erhöhten Anforderungen C2 FT S1 und wird aufgrund seiner hohen Flexibilität mit der Flexmörtelraute gekennzeichnet. Bereits während der Neuentwicklung wurde großer Wert auf das Emissionsverhalten gelegt. Durch die Qualifizierung und den Einsatz geeigneter Rohstoffe ließ sich eine Einstufung in die beste Emicode-Klasse EC 1 R Plus erreichen. Gemäß dem Anspruch von codex an wohngesunde Produkte kann dieser Klebemörtel für wohngesundes Bauen gemäß dem SHI-Standard (Sentinel-Haus Konzept) ausgelobt werden. In seiner einzigartigen Gesamt-Performance verleiht das neue variabel einstellbare Produkt dem Verarbeiter Schnelligkeit und Sicherheit zugleich.

e) Auslandssupport für die polnische Produktionsgesellschaft und Lokalisierung von codex Power Plus und UZIN NC 182

Um Kontakt zu neuen Kunden zu erhalten und noch besseren Zugang zu wichtigen internationalen Märkten zu schaffen, ist es umso bedeutender, weltweit für bestimmte Produkte harmonisierte Eigenschaften bereitzustellen. Aus diesem Grund wurde, neben den oben beschriebenen Aktivitäten für die Lokalisierungen UZIN NC 150 Neu und UZIN NC 160 Neu das Beteiligungslabor in Legnica zusätzlich tatkräftig durch das Mutterunternehmen in Ulm unterstützt. So ließen sich die Verlegewerkstoffe UZIN NC 182 und codex Power Plus an den hohen Qualitätsstandard der jeweils entsprechenden deutschen Produkt-Performance anpassen und beide Rezepturen für die Markteinführung in 2013 mit lokalen Rohstoffen einstellen.

2) Flüssigprodukte

a) Universal-Dispersionsklebstoff UZIN KE 16

Verschärfte Emissionsanforderungen erforderten eine Umformulierung des bewährten Produktes UZIN KE 15 im Berichtsjahr. Das Ergebnis umfangreicher Entwicklungsaktivität ist UZIN KE 16, ein fadenziehender Dispersionsklebstoff mit kurzer Ablüftezeit für die universelle Anwendung auf saugfähigen Untergründen. Neben Textil- und PVC/CV-Belägen können auch Linoleumbeläge in Bahnen bis 2,5 Millimeter Dicke sicher verklebt werden. Somit verfügt das neue Produkt über ein äußerst breites Anwendungsspektrum. UZIN KE 16 entspricht den strengsten ökologischen Anforderungen Emicode EC 1 Plus und überzeugt sowohl mit einem sehr guten Anfangstack als auch einem moderaten Verbrauch und einem ausgewogenem Preis-Leistungsverhältnis. Gegenüber Universalklebstoffen des Wettbewerbs bietet UZIN KE 16 deutlich bessere Eigenschaften in Bezug auf Verarbeitung, Abbindeverhalten und Endfestigkeit.

b) UZIN Universalfixierung Neu

Zwar verfügt ein sehr hoher Anteil der Produktpalette der Uzin Utz AG über das Umweltsiegel Emicode EC 1 und EC 1 Plus, das im Verlegehandwerk hoch geschätzt wird und die Produkte als sehr emissionsarm auszeichnet, jedoch ist in der Bevölkerung der Bekanntheitsgrad des Blauen Engel um einiges höher. Aus diesem Grund wurde UZIN Universalfixierung rezeptiv vollständig überarbeitet, um das Produkt zukünftig sowohl mit der Kennzeichnung Emicode EC 1 Plus als auch mit dem Blauen Engel vermarkten zu können. UZIN Universalfixierung Neu ist ein mit Wasser wieder anlösbares Produkt für PVC- und Textilbeläge, einsetzbar auf neuen Untergründen und direkt auf Nutzbelägen, wie zum Beispiel auf PVC, Linoleum, Terrazzo und Stein. Die Neuentwicklung zeichnet sich gegenüber Wettbewerbsprodukten vor allem durch eine durchgängig bessere Verarbeitbarkeit und eine sehr gute Wiederanlösbarkeit mit Wasser aus. Sie besitzt gegenüber der Vorgängerversion zusätzlich technische Vorteile in puncto Nachklebrigkeit sowie ein breiteres Anwendungsspektrum. Die wiederanlösbare Fixierung in neuer Qualität ist gleichzeitig Mitglied der ÖKOLINE-Familie und erfüllt nicht nur aus diesem Grund alle Voraussetzungen insbesondere für den Einsatz im Privatbereich.

c) Zweikomponentige (2-K) Epoxidharz-Grundierung UZIN PE 460 Neu

Durch die Auswahl besonders emissionsarmer Rohstoffe und die Implementierung einer neuen zukunftsorientierten Bindemitteltechnologie wurde die Rezeptur des seit mehr als zwei Jahrzehnten zuverlässigen Produktes Uzin PE 460 auf das geringst mögliche Emissionsniveau gebracht. Die neue Epoxidharz-Grundierung gehört damit zu den wenigen Epoxidharz-Grundierungen auf dem Markt, welche die neue und verschärfte VOC-Anforderung gemäß Emicode EC1 R Plus erfüllt. Das Anwendungsgebiet und die Eigenschaften wurden zusätzlich verbessert. UZIN PE 460 Neu überzeugt vor allem durch die sehr gute Verarbeitbarkeit, eine exzellente Benetzung des Untergrundes, eine hervorragende Haftung auf allen relevanten Untergründen, eine sichere Durchhärtung auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen – bis 5°C – und durch eine hervorragende wasserdampfbremsende Wirkung. Gegenüber marktüblichen Epoxidharz-Grundierungen weist UZIN PE 460 Neu einen deutlich verminderten Geruch während der Verarbeitung auf und ist nach der Durchhärtung praktisch geruchsfrei. Weiterhin zeichnet sich die neue Grundierung gegenüber Wettbewerbsprodukten auf Epoxidharz-Basis mit gleicher Kennzeichnung vor allem durch eine deutlich glattere und fehlerfreie Oberfläche, das heißt ohne Pinholes, aus und dies auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen.

d) Zweikomponentiger (2-K) Epoxidharz-Klebstoff UZIN KR 421 Neu

Der Spezial-Klebstoff UZIN KR 421 wurde durch eine grundlegende Neuformulierung so eingestellt, dass er zukünftig zum einen mit der für den deutschen Markt obligatorischen allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung vertrieben werden kann und zum anderen zusätzlich hervorragend die Anforderungen des Emicode EC 1 R Plus erfüllt. Der neue 2-K-Epoxidharz-Klebstoff zeichnet sich durch sehr vielfältige Anwendungseigenschaften aus und ist für die Verlegung aller gängigen elastischen Bodenbeläge in hoch beanspruchten Innen-, Außen- und Nassbereichen prädestiniert. Insbesondere ist UZIN KR 421 Neu für die Verlegung von Designbelägen auf Verlegeunterlagen geeignet. Die neue Formulierung zeichnet sich gegenüber Wettbewerbsprodukten auf Epoxidharz-Basis vor allem durch die viel leichtere Verstreichbarkeit und deutlich vielseitigere Hafteigenschaften aus.

e) Zweikomponentiges (2-K) Silikat-Gießharz UZIN KR 516

Scheinfugen und Risse in Estrichen dürfen nicht einfach

über- oder zugespachtelt werden, sonst kann durch die Bewegungen des Estrichs der darüber verlegte Bodenbelag zum Teil erheblich geschädigt werden. Typische Schadensbilder sind Risse in keramischen Fliesen oder sogenannte "Wurmfalten", die als wulstartige Erhebungen oberhalb des nicht fachmännisch verschlossenen Risses etwa bei PVCoder Kautschuk-Bodenbelägen auftreten. Gemeinsam mit den Fachbereichen Technischer Kundenservice und Produktmanagement wurde diesbezüglich bereichsübergreifend eine interdisziplinäre Problemlösung erarbeitet und mit dem Injektions- und Gießharz UZIN KR 516 das Produktprogramm um ein neues, geruchsarmes Silikatharz erweitert. Das neue Produkt schließt nicht nur Risse und Scheinfugen mit Breiten bis zu fünf Millimeter in mineralischen Estrichen, auch bei Fußbodenheizungen, sicher und dauerhaft, sondern ist zusätzlich noch besonders einfach in der Handhabung. Daneben erhärtet es sehr schnell zu einem kraftschlüssigen Verbund. Zum Mischen wird die Komponente B in die Komponente A gegossen und kurz kräftig geschüttelt. Bereits während dieses Mischvorgangs beginnt das Material miteinander zu reagieren und nach rund 45 Minuten ist das Silikat-Gießharz bereits so weit erhärtet, dass darauf weitere Arbeiten, wie das Aufbringen von Spachtelmassen, ausgeführt werden können. Durch das Mischungsverhältnis von 1:1 fällt auch das Anmischen von Teilmengen leicht. Neben der einfachen Handhabung hat das Neuprodukt auch den Vorteil, dass es auf der Baustelle eine angenehme, geruchsarme Alternative zu den immer noch weit verbreiteten sehr geruchsintensiven Varianten, wie Methacrylat- und Polyester-Gießharze, darstellt. Das neue Produkt ist lösemittelfrei sowie sehr emissionsarm und erfüllt die höchsten VOC-Anforderungen bzgl. Emicode EC 1 R Plus.

3) Rohstoff-Substitutionen

Rohstoff-Projekte zählten auch 2012 zu den nicht zu vernachlässigenden zeitintensiven Aufgaben beider Entwicklungsabteilungen. Durch Produktionsverlagerungen von Rohstofflieferanten und nicht mehr verfügbaren Rohstoffen mussten im Berichtsjahr zahlreiche Produkte der Marken UZIN und codex von den beiden Entwicklungsteams auf alternative Rohstoffqualitäten angepasst werden. In enger Zusammenarbeit mit den Lieferanten sind die Entwickler darüber hinaus stets auf der Suche nach neuen innovativen Rohstoffen. Ziel dabei ist die stetige Weiterentwicklung der Produkte, um dem Markt voraus zu sein. Darüber hinaus werden ständig auch ökonomische Aspekte und Themen der Versorgungssicherheit und des Risikomanagements berücksichtigt.

II) Weiterentwicklung des F&E-Innovationsprozesses

Ein wichtiger Aspekt, an dem die F&E-Fachabteilungen permanent arbeiten, ist die Kennzahl "time to market" für neue Produkte. Dabei steht die Frage im Vordergrund: Wie können Produktideen möglichst schnell in Markterfolge umgesetzt werden? Aus diesem Grund wurde im zurückliegenden Jahr der standardisierte F&E-Innovationsprozess weiterentwickelt, welcher garantiert, dass die Ideen ab sofort noch systematischer bewertet werden. Ganz entscheidend ist es hier, die entsprechenden Innovationen noch schneller auszulösen, wobei diese ganz unterschiedlich initiiert werden können. Ein wichtiger Auslöser für Innovationen sind wissenschaftliche oder technologische Durchbrüche, auch technology push genannt. Zweifellos sind hierbei insbesondere die F&E-Abteilungen gefordert. Nur so ist es möglich das hohe Tempo, in dem bahnbrechende Innovationen vom Markt gefordert und aufgenommen werden, zu halten und vor allem, durch die absolute Markt- und Kundenorientierung, Rückschläge zu vermeiden. Alle diese generierten Ideen, die in die engere Wahl kommen, müssen sich weiteren umfangreichen Überprüfungen unterziehen, beispielsweise einer Patentierfähigkeit. Eine gute Idee wird erst dann zur Innovation, wenn diese erfolgreich in ein konkretes marktfähiges Produkt umgesetzt werden kann. Um dies real umzusetzen und den F&E-Innovationsprozess noch erfolgreicher zu gestalten, wurde ein ganzes Maßnahmenbündel auf den Weg gebracht. Projektteams, Innovationsworkshops sowie "Spinnecken" wurden ins Leben gerufen und der Weg von der Ideengenerierung über interdisziplinäre Foren bis zur Markteinführung wurde manifestiert. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die Einführung eines "sabbatical for innovation" geschaffen. Das heißt F&E-Mitarbeiter könnten zukünftig für eine bestimmte Zeit ausschließlich einer bestimmten Innovation nachgehen, abgekoppelt vom Tagesgeschäft. Das Flankieren der kreativen Ideensuche durch formale Strukturen und systematische Prozesse soll dazu dienen, optimale Ergebnisse bei Ideen mit hohem Potenzial zu erzielen. Begleitet wurden diese Aktivitäten durch eine Neukonzeption des korrespondierenden Erfindungsmeldeprozesses. Zum einen werden so intern Innovationen zur Qualitätsaufgabe, und die Mitarbeiter entwickeln sich gleichzeitig zu Innovatoren und stärken damit die Innovationskraft der Uzin Utz AG nachhaltig. Zum anderen werden dadurch extern für das Marketing wichtige Weichenstellungen für innovative und imagefördernde Alleinstellungsmerkmale vorgenommen.

III) Qualitätswesen

Die Herstellung und Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Produkten durch die Uzin Utz AG ist eine wichtige Voraussetzung um eine sichere und möglichst hohe Effizienz bei der Verarbeitung durch den Handwerker zu ermöglichen. Ideale Testbedingungen für die entsprechende Qualitätsbewertung liefern hierzu die Prüflabore in Ulm. Es werden die gewünschten Produkt- und Rohstoff-Eigenschaften intensiv auf ihre Funktionsfähigkeit unter konstanten und unterschiedlichen Bedingungen geprüft, da die Anforderungen an moderne Produkte bekanntlich vielfältig sind. Die weltweit geschätzte Produktqualität der Uzin Utz AG ist vor allem auch das Resultat der äußerst umsichtig agierenden Mitarbeiter der Fachabteilung Qualitätswesen, die eventuelle Sollabweichungen in der Fertigprodukt-Kontrolle und in der Rohstoff-Eingangsprüfung lokalisieren, um dann korrigierend einzugreifen und erkannte Verbesserungen durch Handlungsanweisungen sofort umzusetzen. Dies bedeutet, dass durch sehr viele systematische Maßnahmen das Qualitätslevel in beharrlichen, großen und auch wertvollen kleinen Schritten angehoben und dadurch ein sehr hoher Beitrag für die Qualitätsführerschaft im Segment Verlegewerkstoffe geleistet wird. Dazu gehört auch die konsequente Einhaltung von vorgegebenen Prüfbedingungen, damit die zu prüfenden Rohstoffe und Fertigprodukte unter strikt gleichen Voraussetzungen beurteilt werden. Das bereits in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Fachabteilung F&E International initiierte und für die internationale Expansion äußerst wichtige Projekt "entsprechende Produktgruppen, die an verschiedenen Standorten innerhalb der Uzin Utz Gruppe produziert werden, weltweit nach identischen Standards herzustellen und überall gleichartig zu überwachen", ist im Berichtsjahr weitgehend umgesetzt worden. Weitere Produkt- und Rohstoffgruppen wurden in das Projekt wirkungsvoll eingebunden. Die Angemessenheit und Wirksamkeit der Harmonisierung von Prüfmethoden und Spezifikationen an den verschiedenen Produktionsstandorten wird derzeit durch interne Audits unter der Leitung der Fachabteilung Qualitätswesen des Mutterunternehmens innerhalb der Uzin Utz Gruppe überprüft. Die Ergebnisse dazu werden zentral bewertet und weitere Verbesserungspotenziale in Absprache mit den zuständigen Qualitätssicherungs-Verantwortlichen der Tochtergesellschaften identifiziert. Ein weiteres Projekt am Standort Ulm behandelt die Straffung des Kostenaufwands und der Komplexität der Prozesse im Wareneingang von Zulieferungen in Zusammenarbeit mit den Lieferanten ohne die Prozesssicherheit zu vernachlässigen. Im bekannten und strikten Jahresrhythmus hat die Zertifizierungsgesellschaft EQ-Zert auch im Berichtsjahr die Uzin Utz AG bezüglich den Anforderungen der Qualitätsnorm ISO 9001 und der Umweltnorm ISO 14001 überprüft. In ihrem Bericht kamen die Auditoren zum Ergebnis, dass sowohl das Qualitätsmanagement- als auch das Umweltmanagement-System einen hohen Grad der Reife und Perfektion erreicht haben. Die Zertifizierungen für den Standort Ulm konnten daher uneingeschränkt und ohne Feststellung einer Abweichung erneut verlängert werden. Die Uzin Utz AG führt das ISO 9001-Logo nunmehr ohne Unterbrechung seit 1994 und damit im direkten Vergleich mit anderen Verlegewerkstoff-Herstellern am längsten.

IV) Nachhaltigkeit

Die Uzin Utz AG ist seit 2009 in der Lage, mit Hilfe der von ihr als erste in der Branche veröffentlichten - und immer noch mit Alleinstellungsmerkmal - individualisierten Umweltprodukt-Deklarationen (EPDs), den quantifizierten Nachweis der Umweltfreundlichkeit von entwickelten Produkten zu führen. EPDs haben zum Ziel Gebäude unter Nachhaltigkeitsaspekten quantitativ zu bewerten, ein Aspekt, der im Rahmen von Gebäudezertifizierungen, z.B. nach DGNB-Kriterien, zunehmend mehr an Bedeutung erlangt. Grundlage einer EPD ist eine vollständige Produkt-Ökobilanz, die auf Basis europäischer Normen (ISO 14040 sowie ISO 14025) erstellt wird. Die Ökobilanz liefert Daten zu bestimmten Umweltauswirkungen des Produktes, wie beispielsweise die CO2-Bilanz ("Carbon-Footprint") sowie weitere Parameter. Die EPDs selbst bewerten nicht, machen aber wegen der einheitlichen Struktur verschiedene Produkte miteinander vergleichbar. Zudem erlauben sie es den Architekten und Planern, aus der Vielzahl der einzelnen Produkte eine Gesamtbilanz für das Gebäude zu errechnen. Um das Planen nachhaltiger Gebäude zu erleichtern, hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) den DGNB-Navigator entwickelt. Die Online-Datenbank stellt die erforderlichen Informationen über nachhaltige Bauprodukte gebündelt bereit. Zu den ersten Produkten, die diese strengen Kriterien der Listung erfüllten, gehören sämtliche Produkte der Uzin Utz AG mit EPDs. Ohne großen Rechercheaufwand liefern die hinterlegten Daten zu diesen Verlegewerkstoffen Architekten und Planern umfassende Informationen mit vollständigen Ökobilanzen. Damit ist die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit der Produkte der Uzin Utz AG eindrucksvoll belegt und für Außenstehende nachvollziehbar dokumentiert. Der nächste Schritt wurde im Berichtsjahr initiiert, um in Zukunft dem Anwender ökologische Qualität der entsprechenden Produkte besser verständlich zu machen, als in den EPDs beschrieben. Hierfür wurden zwei unterschiedliche Ansätze verfolgt. Zum einen wurde ein Nachhaltigkeitsprofil erarbeitet, das dem Anwender auf einen Blick zeigt, ob er es mit einem besonders umweltfreundlichen, nachhaltigen Produkt zu tun hat, das bei seiner Herstellung, Verarbeitung und Anwendung das Klima möglichst wenig belastet. Zu betonen ist, dass mit dem Nachhaltigkeitsprofil kein zusätzliches Produktsiegel geschaffen wird. Mit dem Profil sollen lediglich Unterschiede im Produktsortiment der Uzin Utz AG aufgezeigt werden. Dies eröffnet interessierten Kunden erstmals die Möglichkeit Produkte nicht ausschließlich unter technischen oder gesundheitlichen Aspekten sondern auch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten bewerten und auswählen zu können. Darüber hinaus wird konsequent das Ziel verfolgt, die Anforderungen an technische Performance und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen und einen "tatsächlichen Nachhaltigkeitswert" zu schaffen. Zum anderen wurde die Konzeption und Umsetzung entsprechender Nachhaltigkeitsdatenblätter vorbereitet. Die Tatsache, dass Bauherren, Handwerker, Planer sowie verstärkt auch Endkunden immer häufiger Daten zur Umweltleistung, zur Nachhaltigkeit und zur Innenraumhygiene von Produkten anfragen, gab den Anlass zur Erstellung eines produktbezogenen Informationsblattes, das diese Daten in komprimierter aber dennoch übersichtlicher Form bereitstellt. Dieses Nachhaltigkeitsdatenblatt gibt nicht nur Auskunft über das Emissionsverhalten eines Produktes, es liefert darüber hinaus auch Informationen über die Anteile an natürlichen oder nachwachsenden Rohstoffen im Produkt und es macht Angaben zur Ökobilanz, wie beispielsweise zum CO2-Treibhauspotenzial. Schließlich stellt es die für den Planer nachhaltiger Gebäude auch so wichtigen produktbezogenen Gebäudezertifizierungsdaten nach DGNB, LEED oder BREEAM bereit. Dieses in seiner Art einmalige Datenblatt liefert somit umfassende Nachhaltigkeitsinformationen für die unterschiedlichen Zielgruppen. Das Dokument steht auf der Internetseite der Uzin Utz AG beim jeweiligen Produkt zum Download bereit.

» In einem weiteren Vorhaben unterstützt die Uzin Utz AG die Stiftungsprofessur "Nachhaltiges Wissen, nachhaltige Bildung, nachhaltiges Wirtschaften" an der Universität Ulm. In Zusammenarbeit mit dem Ulmer Initiativkreis nachhaltige Wirtschaftsentwicklung wurde das Forschungsprojekt "Ulmer Netzwerk Verantwortung im Mittelstand" gestartet, das die gesellschaftliche Verantwortung von mittelständischen Unternehmen (Corporate Social Responsibility – CSR) zum Thema hat. Im Rahmen des Projektes soll die Umweltmanagementnorm ISO 26000 in ein verständliches Konzept übertragen und in mittelständischen Unternehmen implementiert werden.

UZIN - switchTec

Weltneuheit & Patentanmeldung

Für die Klebung von Weich-PVC Leisten und Profilen sowie PVC-Hohlkehlen werden heute üblicherweise lösemittelhaltige Kontaktkleber eingesetzt. Diese sind sowohl belastend für den Verarbeiter, das Wohnklima und die Umwelt im Allgemeinen. Zudem bestehen große Nachteile dieser Installationsmethode: Weichmacherfluss führt zu einem hohen Maßänderungsverhalten dieser Leisten, Schrumpfung bis hin zur Ablösung sind die Folge. Zudem treten nicht selten Verfärbungen der Belagsoberflächen auf.

» Moderne, wasserbasierte Kontaktkleber bieten nur bedingt eine praktikable Lösung, da diese oft heikel in der Anwendung sind und lange Trockenzeiten erfordern. Auch Trockenklebe-Lösungen scheiterten bislang an der zu geringen Massstabilität der Leisten und die durch Stoffwanderung bedingte Beeinträchtigung der Klebung. » Mit der revolutionären und zum Patent angemeldeten Neuentwicklung Uzin Remur lassen sich nun Weich-PVC-Leisten und -Profile sowie PVC-Hohlkehlen schnell, sauber sowie maßstabilisierend kleben. Remur ist ein metallverstärktes Verbundklebesystem in den Breiten 45, 55 und 95 mm, das dauerhaft Dimensionsänderungen widersteht und Stoffwanderungen wirksam unterbindet. Leisten und Beläge aus Weich-PVC behalten so – garantiert – ihr Nennmaß. In Wechselwirkung mit Weich-PVC wird Remur nicht beeinträchtigt und wirkt maßstabilisierend, dadurch können Ablösungen ausgeschlossen werden. Typische Belags-Verfärbungen wie in Verbindung mit lösemittelhaltigen Neoprene-Klebstoffen werden ebenso wirkungsvoll verhindert.

» Uzin Remur entspricht der TRGS 610 und leistet sowohl einen Beitrag zur Verarbeitergesundheit als auch mit dem Ökolabel EMICODE EC1 PLUS: "sehr emissionsarm PLUS" einen Beitrag zu Wohngesundheit & Innenraumhygiene. » Der Patentschutz erlaubt es, die langjährige Forschungsund Entwicklungsinvestition zu schützen und die einzigartige Marktstellung auszubauen.

Weitere Verbesserung der Flächenklebstoffe Sigan 123 Nach Blauer Engel und EC1 plus wurden die switchTec-Produkte Sigan 1, 2 und 3 für die flächige Klebung von Bodenbelägen weiter entwickelt und deren Anwendungsspektrum deutlich erweitert. Mit Sigan 1, 2 und 3 lassen sich nunmehr auch Kautschukbeläge der namhaften Hersteller, Enomerbeläge sowie maßsensible Beläge wie Flotex oder gewebtes Vinyl schnell, sauber und dauerhaft verkleben. Damit entspricht Sigan in noch höherem Maß den Kunden- und Marktanforderungen und bietet weltweit die bestmögliche Alternative zu herkömmlichen Verlegemethoden.

switchTec-Sockellösungen & Blauer Engel

Im Hinblick auf die Uzin Ökoline wurden unsere Trockenklebe-Lösungen für Sockelanwendungen noch umweltfreundlicher gestaltet. Neu erfüllen die Systeme Contact, Goman 50/90 und Goman 240 sowie Steptec 150/220 die hohen Anforderungen für den Blauen Engel. Damit bietet Uzin als bislang erster Hersteller von Trockenklebstoffen auf dem Markt Sockel- und Treppensysteme an, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind. Die Aufstellung der switchTec-Klebetechnologie für den Markt konnte damit verbreitert werden. Auch mit Stand 04. Februar 2013 sind die Uzin switchTec-Klebelösungen die einzigen Trockenklebstoffprodukte mit "Blauer Engel" gemäß RAL-UZ 113.

switchTec-Sockellösungen & Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Nachdem sämtliche Trockenkleber für die flächige Klebung von Bodenbelägen die bauaufsichtliche Zulassung erhielten, wurden auch die Systeme für die Trockenklebung von Wandsockeln und Treppenbelägen angemeldet. Die umweltfreundlichen Formulierungen im Hinblick auf Innenraumhygiene und wohngesundes Raumklima ermöglichen die Zulassung für die Verwendung in Aufenthaltsräumen. Damit wird das Angebot an Trockenklebe-Lösungen mit Ü-Zeichen erweitert und abgerundet.

switchTec-Sockellösungen & EMICODE Umweltsiegel

Die Systeme Toptac, Bullran, Goman, Contact und Steptec wurden noch umweltfreundlicher gestaltet und weisen nun ebenfalls das Umweltsiegel EMICODE EC1 PLUS: "sehr emissionsarm PLUS" auf.

» Nach den Flächenprodukten Sigan1, Sigan2 und Sigan3 sowie Sigaway erfüllen nun auch die Trockenklebstoffe Supertape7900, Remur und die oben genannten Sockel- und Treppenprodukte die Anforderungen der höchsten EMICODE-Klasse. Damit bietet Uzin als einziger Anbieter eine so umfassende und in sich schlüssige Palette von umweltfreundlich ausgezeichneten Trockenklebstoffsystemen an.

Marke Wolff

Für das Parkett-Maschinensortiment wurde die Parkettnutfräse entwickelt. Die Maschine fräst im Renovierungsfall die Fase von Landhausdielen nach, um die typisch rustikale Optik wieder herzustellen. Die Parkettschleifmaschinen Cobra 09 und Gecko Star wurden einer Staubprüfung unterzogen und haben erfolgreich den Grenzwert deutlich unterschritten.

» Für das Wolff-Sortiment wurde eine neue Estrichfugenfräse entwickelt. Die EF135 ist zum Trennen mineralischer Materialien konzipiert. Mit einer Leistung von 1400W, einer Schnitttiefe von 35mm und einem Fahrwerk, ist sie auf die Bedürfnisse des professionellen Bodenlegers ausgerichtet. Sie besticht durch sehr staubarmes Arbeiten und einer handlichen Ergonomie. Bereits ausgezeichnet wurde das Produktdesign der neuen EF135 durch den Gewinn des Good Design Award 2012 in Chicago.

» Im Bereich Handwerkzeuge für elastische Bodenbeläge ergänzt der neuentwickelte Rail-Cut das Produktsortiment der Marke Wolff. Das Schneidgerät, geführt auf einer Schiene, ermöglicht ein exaktes Schneiden von Doppelnahtschnitten weicher Bodenbeläge. Die Markteinführung erfolgte im März 2013.

» Auf den Messen Bau in München und Domotex in Hannover wurde die neue Strippergeneration unter dem Arbeitstitel Turbo VR vorgestellt. Die besonderen Merkmale der elektrisch betriebenen Maschine sind eine hohe Flächenleistung und effektives Arbeiten mit hohem Bedienkomfort. Erreicht wird dies mit der 2-Hand-Joystick-Fernsteuerung. Die Maschine fährt vor- und rückwärts, ist lenkbar und sehr wendig. Durch die Fernsteuerung ist sie für den Bediener absolut vibrationsfrei. Diverse Hilfsmittel erleichtern den Messerwechsel, den effektiven Trennschnitt der Beläge und den Transport auf die Baustelle. » Die Neuheitsquote der Firma Wolff (Anteil der Produkte am Gesamtumsatz, die jünger als drei Jahre sind) betrug im Jahr 2012 11,5% (13,2).

Marke Pallmann

Der in 2010 begonnene Austausch von Rohstoffen bedingt durch die REACH-Verordnung setzte sich auch 2012 fort, was zu Neuentwicklungen im wässrigen bzw. ölbasierten Bereich mit der Zielvorgabe führte, Verbesserungen in den optischen Eigenschaften sowie in der Applikation der Systeme zu erreichen.

» Fußböden in Holzoptik dominieren derzeit die deutschen Wohnungen. Investiert der Kunde in ein Echtholz-Parkett, steht meist das natürliche Aussehen im Vordergrund. Um dieses zu unterstreichen, kann die neue lösemittelfreie Ölgrundierung PALL-X 333 eingesetzt werden. Sie sorgt für eine starke Holzanfeuerung und hebt so die arteigene Maserung und Farbe des Holzes hervor. Das Parkett zeigt sich in einem natürlichen, intensiven und zugleich warmen Farbton. PALL-X 333 lässt sich leicht mit einer Spachtel auf die vorbereitete Parkettfläche auftragen. Die Härter-Komponente der Grundierung begünstigt eine schnelle Trocknung, so dass der Verleger bereits nach 12 Stunden die grundierte Fläche mit einer Pallmann Parkettversiegelung überlackieren kann. Hervorzuheben für diese Technologie ist die kurze Trocknungszeit. Die Öl-Grundierung eignet sich für alle geschliffenen und verkitteten Parkettböden sowie auch für Parkett auf Fußbodenheizung.

» Ein weiteres wichtiges Stichwort ist Flexibilität, die der Parkettleger sowohl in der Anwendung als auch in der Lagerhaltung wünscht. Dank der neuen Pallmann Variotec Technologie kann PALL-X Extreme einkomponentig oder zweikomponentig verwendet werden. Die wasserbasierende Parkettversiegelung kann überall dort eingesetzt werden, wo Parkettböden normaler Belastung bis hin zu sehr starker Beanspruchung ausgesetzt sind. Als 1K-Version kann PALL-X Extreme für normal bis stark beanspruchte Parkettböden mit einer guten Beständigkeit gegen mechanische und chemische Beanspruchung eingesetzt werden. Als 2K-Version – mit der Härterkomponente B – ist ein Einsatz auch in sehr stark belasteten Bereichen, wie hoch frequentierten Ladengeschäften oder Gaststätten möglich. Entwickelt wurde die neue Technologie in Zusammenarbeit mit ausgesuchten Kunden, die in ausführliche Praxis-Tests involviert waren und wertvolles Feedback an die Entwickler gegeben haben.

» Weitere Forschungsaktivitäten erfolgten in der Anpassung der Produkte auf Märkte außerhalb Deutschlands. Die Produkte wurden auf die unterschiedlichen Anforderungen hin weiter entwickelt, sei es auf Grund von gesetzlichen Vorgaben in den Ländern oder unterschiedlichen Applikationstechniken. Ein Beispiel hiefür ist die Einführung von PALL-X Zero auf dem niederländischen Markt. Um Anforderungen des Marktes hinsichtlich des Lösungsmittelgehaltes zu erfüllen bzw. zu übertreffen, wurde das neue wasserbasierende, lösemittelfreie 2K-System PALL-X Zero entwickelt. Seine lösemittelfreie Formulierung unterstreicht den von vielen Privatnutzern geforderten Umweltaspekt und hebt sich damit von allen am Markt befindlichen Systemen ab.

Marke Jordan

Nach wie vor ist zu beobachten, dass sich der Trend zu natürlichen geölten Möbeloberflächen, die sich durch eine besondere Betonung von Farbe und Struktur des Holzes auszeichnen, ungehindert fortsetzt. Um dem gerecht zu werden lag der Fokus der Forschungsaktivitäten bei Jordan Lacke in der Entwicklung von neuen Farbsystemen, die dem Schreiner- und Tischlerhandwerk gänzlich neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Holzoberflächen eröffnen. » Mit dem ersten farbigen und VOC-freien Öl, DECO-OIL-COLOR 662 aus der Jordan Lacke DECOLINE, bieten sich ganz neue Möglichkeiten in der Gestaltung von Möbelstücken. Mit nur 7 verschiedenen Grundtönen (weiß, gelb, grün, rot, blau, braun, schwarz) ist eine Vielzahl an Farbeinstellungen möglich. Die Grundtöne sind selbstverständlich zur kreativen Gestaltung der Möbeloberflächen untereinander mischbar! Das Strukturbild der Holzarten bleibt erhalten und es verhindert eine ungewollte Holzaufrauung. Die Oberfläche erhält einen satinartigen Glanz und überzeugt durch eine hervorragende Lichtbeständigkeit. Das DECO-OIL-COLOR 662 ist sowohl mit als auch ohne Härterkomponente verwendbar. Das Mischungsverhältnis mit dem Härter DECO-OIL-Hardener beträgt 10:1. Die Zugabe des Härters verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit und haushaltsübliche Verschmutzungen.

» Auch die Gestaltungsmöglichkeiten der Klarlacke wurden durch ein Additiv entscheidend verbessert. CLASSIC-COLOR-CONCENTRATE (8 Grundtöne) sind gut lichtechte, transparente Farblösungen zum Selbstanfärben von unseren lösemittelhaltigen Klarlacken. Sie werden meist in Zusatzmengen von ca. 0,3 bis 0,5% den entsprechenden Grundierungen, Schichtlacken oder Überzugslacken beigemischt. » Ein weiterer Fokus der Forschungsaktivitäten bei Jordan Lacke lag in der Fortführung der Verringerung von Lösemittelgehalten in den Produktsystemen. Der Anteil konnte teilweise verringert werden ohne die optischen Eigenschaften einzuschränken.

Marke RZ

Im Bereich der Marke RZ wurde das Turbo Protect-Konzept, eine lösemittelarme 2K-Versiegelung für den hochwertigen Langzeitschutz von elastischen Bodenbelägen, weiter verbessert und optimiert (RZ Turbo Protect Plus als lösemittelarmes Produkt für den Profianwender und RZ Turbo Protect Zero als völlig lösemittelfreies Produkt auch für den privaten Anwender geeignet). So wurden die Mattierungsgrade der Systeme überarbeitet und der Verlauf verbessert. Die Oberfläche vor allem beim RZ Turbo Protect Plus erscheint nun völlig glanzfrei und ist sehr strapazierfähig, so dass das Produkt auch für andere Anwendungen geeignet wäre.

» Neu eingeführt wurde in diesem Jahr das Produkt RZ Bauschluss-Reiniger, ein Spezialprodukt zur Erfüllung der VOB DIN 18365 für den Einsatz durch den Handwerker/ Fachmann am Ende der Verlegearbeiten von elastischen oder versiegelten Bodenbelägen. Der RZ Bauschluss-Reiniger ist anwendungsfertig und kann ohne Verdünnung oder Anmischen direkt auf der Baustelle verwendet werden.

» Ebenfalls neu ist der RZ Refresher, ein 2-Komponenten-Kunstharz, den man zur Beseitigung von kleinen Rissen und Kratzern in der Oberfläche von Bodenbeschichtungen verwenden kann. Dabei füllt das Harz die Vertiefungen mit einem transparenten Material auf und lässt die Beschädigungen optisch verschwinden. Nach der Aushärtung des 2K-Harzes ist eine extrem hohe Belastbarkeit der reparierten Stelle gegeben.

» Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Optimierung bestehender Rezepturen. Das Sortiment wurde verbessert und gestrafft, und einige Produkte wurden im Hinblick auf die Anwendung in den europäischen Märkten optimiert.

Marke Arturo

Arturo garantiert einzigartige Beschichtungen, da jeder Raum andere Anforderungen an den Boden stellt. Unsere Produktpalette reicht von Verlaufbeschichtungen über farbige oder farblose Versiegelungen bis zu Steinteppichen, Mörtelböden und Einstreubelägen. Ein Boden muss sicher, verschleißfest, langlebig, repräsentativ oder sogar faszinierend sein, je nach Funktion des Raums und individuellen Wünschen. Gerade wo sich Menschen aufhalten, darf nichts dem Zufall überlassen werden. Diese Sicherheit bietet Arturo.

» Im Arbeits- und Wohnumfeld steht Gesundheit natürlich im Mittelpunkt. Daher ist unsere gesamte Produktpalette komplett lösemittelfrei. Durch Fremd- und Eigenüberwachung wird sichergestellt, dass keine schädlichen Stoffe freigesetzt werden, so wie es nach der VOC-Richtlinie gefordert wird. Seit Mitte des Jahres gibt es für zwei Systeme die bauaufsichtliche Zulassung gemäß AgBB. Es geht dabei um das PU2030 System und das PU2060 System. Beide Systeme sind zertifiziert und zugelassen für die Verwendung in Aufenthaltsräumen.

» Der Fokus der Forschungsaktivitäten für Sortimentsergänzungen bei Arturo lag in der Entwicklung von Arturo-Produkten für den deutschen Markt. Ebenso gab es Verbesserungen bei bestehenden Produkten.

» Neu entwickelt wurde Arturo Ballotini, transparente Vollglaskugeln zur Erzielung rutschhemmender Versiegelungsoberflächen, gemischt mit Arturo EP3950. Das Produkt ist geprüft mit Rutschhemmungsklasse R10.

» Eine weitere Neuentwicklung ist Arturo Stellmittel, ein hochwertiges Stell-/Thixotropiermittel auf Polyethylenbasis. Mit diesem Zusatzprodukt können Verlaufsbeschichtungen thixotrop gemacht werden, um kleine Beschädigungen zu reparieren.

» Das neue Arturo-Mattierungsmittel wird benutzt, um in großen Industriehallen die Epoxid-Verlaufsbeschichtung zu mattieren und rutschhemmend zu machen. Es ist im System EP2500 mit Mattierungsmittel geprüft und erhielt das Ergebnis Rutschhemmungsklasse R9.

» Arturo EP6601 Bauharz ist eine neue und schnellere Grundierung.

» Arturo führt seit dem 1. November 2012 eine robuste Strukturversiegelung im Sortiment. Mit diesem Produkt auf Epoxidbasis können alte Industrieböden relativ kostengünstig und einfach renoviert werden. Für diese Anwendung ist das Produkt Arturo EP3280 entwickelt und eingeführt worden. Die Arturo EP3280 Strukturversiegelung befindet sich hinsichtlich der Beschaffenheit zwischen einer Rollbeschichtung und einer Verlaufbeschichtung. Das 2-Komponenten-Produkt ist dicker und daher abriebfester als eine Versiegelung. Es besitzt eine Noppenstruktur und Glanzoptik. Dieses Produkt ist unter anderem geruchsarm, was einen großen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb darstellt.

» Mit Arturo EP2480 Verlaufbeschichtung, elektrisch leitfähig (2-K, EP) und Arturo EP6400 Leitschicht (2-K, EP) bietet Arturo das neue Bodensystem Arturo EP2480, für leitfähige Verlaufbeschichtungen, die unter anderem in Technikräumen und explosionsgeschützten Bereichen eingesetzt werden. Dieses System ersetzt das vorherige System Arturo EP2400. Die Oberfläche der Arturo EP2480 Verlaufbeschichtung ist durch die Verwendung von Kohlenstofffasern glatter und straffer. Die Kohlenstofffasern sind in der neuen Verlaufbeschichtung außerdem der farbigen A-Komponente hinzugefügt, dies erleichtert die Verarbeitung des Produkts. Das Arturo-Bodensystem besteht aus einer Grundierung der Arturo EP6200 Kratzspachtel. Auf dieser Kratzspachtel werden Leitbänder aus Kupfer angebracht. Danach werden die neue Arturo EP6400 Leitschicht und als letzte Schicht die Arturo EP2480 leitfähige Verlaufsbeschichtung aufgebracht. Das Arturo EP2480 Bodensystem erfüllt die Normen DIN EN 61340-5-1 und DIN EN 1081.

» Die Arturo PU2030 Verlaufsbeschichtung ist weiterentwickelt und hat jetzt eine noch bessere Entlüftung. Momentan ist sie eines der besten Produkte am Markt.

Bestehende Zweigniederlassungen, Betriebsstätten, Repräsentanzen

Die Beteiligungsstruktur und die Standorte der Beteiligungsgesellschaften im Konzern können der Darstellung "Anteilsbesitz" im Anhang entnommen werden.

» Die AG verfügt neben dem Standort Ulm noch über eine weitere Produktionsstätte in Vaihingen/Enz. Hier werden ausschließlich Maschinen der Marke WOLFF hergestellt.

» Zudem besteht eine Repräsentanz in Minsk, Belarus.

» Zusätzlich verfügt die Uzin Utz AG deutschlandweit noch über zwei Service-Center. Dies sind Schulungs- und Kommunikationszentren für Handwerker, Handel und Objekteure an strategisch wichtigen Standorten in Dresden und München.

» Die französische Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Soissons betreibt in Paris zudem ein Vertriebsbüro.

Besonderheiten Konzern-Lagebericht

Alle nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind für den Konzernabschluss von unwesentlicher Bedeutung.

Ulm, den 14 März 2013 Der Vorstand

Abschluss des Uzin Utz Konzerns für das Geschäftsjahr 2012

Gewinn- und Verlustrechnung 66
Konzernabschluss
Konzernanhang
Bilanz 67
Entwicklung des Eigenkapitals 68
Kapitalflussrechnung 69
Segmentberichterstattung 70
Allgemeine Angaben 71
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 75
Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 83
1
Umsatzerlöse
83
2
Sonstige betriebliche Erträge
82
3
Materialaufwand
83
4
Personalaufwand/Mitarbeiter
83
5
Sonstige betriebliche Aufwendungen
84
6
Ergebnis aus at equity bewerteter Beteiligung
84
7
Finanzergebnis
84
8
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern
85
9
Sonstige Steuern
86
10
Anteile fremder Dritter
86
Angaben zur Konzernbilanz 87
11
Immaterielle Vermögenswerte
87
12
Sachanlagen
88
13
Finanzanlagen
89
14
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties)
90
15
Latente Steuern
90
16
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte
90
17
Vorräte
91
18
Flüssige Mittel
91
19
Eigenkapital/Eigene Aktien/Anteile fremder Dritter
91
20
Rückstellungen
92
21
Verbindlichkeiten
96
22
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
96
23
Aufgegebener Geschäftsbereich
96
Sonstige Angaben 97
Dividendenvorschlag 108

Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2012

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2012
(in TEUR)
Anhang 2012 2011
Umsatzerlöse 1 207.255 199.166
Erhöhung oder Verminderung des Bestands
an fertigen und unfertigen Leistungen
662 1.015
Gesamtleistung 207.917 200.181
Sonstige betriebliche Erträge 2 4.362 6.222
Erträge aus Finanzinvestitionen 2 221 216
Materialaufwand 3 90.703 89.961
Personalaufwand 4 55.888 51.305
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
6.754 6.995
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5 44.041 44.410
Operatives Ergebnis 15.113 13.950
Ergebnis aus at equity bewerteter Beteiligung 6 21 61
Finanzergebnis 7 -1.667 -2.056
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 13.467 11.955
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 3.230 2.379
Sonstige Steuern 9 804 599
Jahresüberschuss vor Fremdanteilen 9.434 8.977
Anteile fremder Dritter 10 24 1
Jahresüberschuss 9.457 8.978

Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva (in TEUR) Anhang 2012 2011
Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 11 33.828 32.484
Sachanlagen 12 69.780 62.846
at equity Beteiligungen 13 607 636
Sonstige Finanzanlagen 13 1.959 787
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 14 3.521 3.278
Forderungen aus Ertragssteuern 16 436 541
Latente Steuern 15 1.368 1.913
Sonstige Vermögenswerte 16 621 26
Langfristige Vermögenswerte 112.120 102.511
Vorräte 17 28.394 27.926
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16 21.442 23.319
Forderungen aus Ertragssteuern 16 830 300
Sonstige Vermögenswerte 16 5.476 4.028
Flüssige Mittel 18 9.857 15.499
Kurzfristige Vermögenswerte 65.999 71.071
Bilanzsumme 178.120 173.583
Passiva (in TEUR) Anhang 2012 2011
Gezeichnetes Kapital 19 15.133 15.133
Kapitalrücklage 19 26.827 26.827
Gewinnrücklagen 19 62.031 55.733
Anteile fremder Dritter 19 153 134
Abzugsposten für eigene Anteile 19 -89 -89
Eigenkapital 19 104.056 97.738
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
20 1.689 1.697
Finanzverbindlichkeiten 21 26.919 31.615
Latente Steuern 15 10.163 10.249
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 21 409 416
Langfristige Schulden 39.180 43.977
Rückstellungen 20 5.935 5.538
Finanzverbindlichkeiten 21 14.245 13.590
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 21 45 71
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22 8.523 7.184
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern 21 655 549
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 5.481 4.937
Kurzfristige Schulden 34.883 31.868
Bilanzsumme 178.120 173.583

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Entwicklung Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Abzugsbetrag Sonstige Summe Eigenkapital Konzern
des Konzern-Eigenkapitals
(in TEUR)
Kapital rücklage Erwirtschaftetes
Eigenkapital
Ausgleichsposten
aus der
Fremdwährungs
umrechnung
eigene
Anteile
Rücklagen Minderheiten eigenkapital
Stand am 01.01.2011 12.805 13.624 53.218 2.122 -235 -4.229 77.306 -164 77.142
Währungsdifferenzen 0 0 -34 -68 0 0 -102 -6 -109
Übrige Veränderungen 0 0 -50 0 0 0 -50 -50 -101
Veränderung Marktbewertung
Cash flow hedges
0 0 0 0 0 59 59 0 59
Gesamtbetrag ergebnisneutral
erfasster Ergebnisse
0 0 -85 -68 0 59 -94 -56 -151
Konzernjahresergebnis 0 0 8.978 0 0 0 8.978 -1 8.977
Gesamtergebnis 0 0 8.893 -68 0 59 8.884 -57 8.826
Kapitalerhöhung 2.328 13.203 0 0 0 0 15.531 16 15.547
Eigene Aktien 0 0 0 0 146 0 146 0 146
Gezahlte Dividenden 0 0 -4.263 0 0 0 -4.263 0 -4.263
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0 0 340 340
Stand am 31.12.2011/01.01.2012 15.133 26.827 57.849 2.054 -89 -4.170 97.604 134 97.738
Währungsdifferenzen 0 0 -61 654 0 0 594 16 609
Übrige Veränderungen 0 0 0 0 0 82 82 0 82
Veränderung Marktbewertung
Cash flow hedges
0 0 -56 0 0 0 -56 -53 -109
Gesamtbetrag ergebnisneutral
erfasster Ergebnisse
0 0 -116 654 0 82 620 -37 583
Konzernjahresergebnis 0 0 9.457 0 0 0 9.457 -24 9.434
Gesamtergebnis 0 0 9.341 654 0 82 10.077 -61 10.016
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0 0 0 80 80
Eigene Aktien 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gezahlte Dividenden 0 0 -3.779 0 0 0 -3.779 0 -3.779
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2012 15.133 26.827 63.411 2.708 -89 -4.088 103.902 154 104.056

Konzern-Kapitalflussrechnung

(in TEUR) Kapitalflussrechnung Konzern 2012 2011
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 9.434 8.977
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstän
de des Anlagevermögens 6.533 6.778
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 358 -1.931
+/- Sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 208 -1.044
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenstän
den des Anlagevermögens 27 75
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer
Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzie
rungstätigkeit zuzuordnen sind
-353 1.855
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passi
va, die nicht der Investitions- oder Finanzierungs
tätigkeit zuzuordnen sind
1.541 -2.197
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 17.748 12.513
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens 193 166
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanla
gevermögen
-12.688 -8.932
+ Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswer
ten des immateriellen Anlagevermögens
1 1
- Auszahlungen für Investitionen in das immateriel
le Anlagevermögen
-493 -282
+ Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswer
ten des Finanzanlagevermögens
309 225
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanla
gevermögen
-1.483 -397
- Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten
Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten
-1.657 -941
+ Einzahlungen aus Zugang Flüssige Mittel aus dem
Erwerb von kons. Unternehmen
0 49
- Auszahlungen aus Zugang Kurzfristiger Verbind
lichkeiten aus dem Erwerb von kons. Unternehmen
0 -51
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -15.817 -10.163
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 15.721
- Auszahlungen an Unternehmenseigner und Min
derheitsgesellschafter
-3.779 -4.263
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und
der Aufnahme von (Finanz-) Krediten
9.439 15.704
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und
(Finanz-) Krediten
-13.590 -22.601
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.929 4.561
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmit
telbestandes
-5.999 6.910
+/- Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewer
tungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 248 -13
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 11.692 4.794
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.940 11.692
Mittelzuflüsse und -abflüsse
im Geschaftsjahr
2012 2011
Gezahlte Ertragssteuern 2.960 2.222
Gezahlte Zinsen 1.821 2.243
Erhaltene Zinsen 158 188
Gezahlte Dividende 3.779 4.263
Zusammensetzung der Zahlungsmittel und 2012 2011
Zahlungsmitteläquivalente
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 9.857 15.499
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute -3.917 -3.807
Finanzmittelbestand 5.940 11.692

Erläuterungen siehe Seite 102

Konzern-Segmentberichterstattung

Segment Deutschland Westeuropa Süd-/Osteuropa Alle sonstigen Summe Überleitung Gesamt Konzern
berichterstattung
(in TEUR)
Verlegesysteme Oberflächenpflege
und -veredelung
Segmente Konzern
2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Außenumsatz 91.588 90.298 15.606 14.857 40.283 36.498 10.922 12.076 48.857 45.437 207.255 199.166 0 0 207.255 199.166
Innenumsatz 30.042 27.054 5.422 5.038 10.436 11.054 772 790 1.778 1.637 48.450 45.573 -48.450 -45.573 0 0
Umsätze gesamt 121.629 117.352 21.028 19.895 50.719 47.551 11.694 12.867 50.636 47.074 255.706 244.738 -48.450 -45.573 207.255 199.166
Zinsen und ähnliche Erträge 227 185 2 10 54 123 43 53 7 7 333 379 -176 -191 158 188
Zinsen und
ähnliche Aufwendungen 1.094 1.490 170 219 164 168 32 22 518 564 1.978 2.464 -157 -221 1.821 2.243
Segmentergebnis vor
Zinsen und Steuern 4.662 4.215 2.656 797 5.037 5.277 129 713 3.363 2.735 15.848 13.736 -735 213 15.113 13.950
Segmentvermögen 110.216 111.495 15.167 14.529 44.950 39.025 9.822 10.738 36.730 37.329 216.885 213.116 -38.765 -39.533 178.120 173.583
Segmentschulden 39.716 42.268 6.586 7.174 14.425 11.489 2.232 3.377 25.892 28.618 88.851 92.925 -14.787 -17.081 74.064 75.845
Segmentinvestitionen 5.171 7.010 151 283 8.025 1.069 143 105 318 748 13.808 9.214 0 0 13.808 9.214
Abschreibungen 2.988 3.328 463 466 1.618 1.465 265 327 1.420 1.408 6.754 6.995 0 0 6.754 6.995
Überleitung des
Segmentergebnisses
(in TEUR)
2012 2011
Summe Segmentergebnis 15.848 13.737
Summe Segmentergebnis
nicht operativer Segmente
-1 -1
Konsolidierungen -735 214
Konzern-Ergebnis
vor Zinsen und Steuern
15.111 13.950
Ergebnis aus at equity
bewerteten Beteiligungen
21 61
Zinserträge 155 188
Zinsaufwendungen 1.821 2.243
Konzern-Ergebnis vor Steuern 13.466 11.955
Überleitung des
Segmentvermögens
(in TEUR)
2012 2011
Summe
Segmentvermögen
216.885 213.116
Summe Segmentvermögen
nicht operativer Segmente
1.148 1.090
Konsolidierungen -39.913 -40.623
Summe Konzern-Aktiva
lt. Bilanz
178.120 173.583
Überleitung der 2012 2011
Segmentschulden
(in TEUR)
Summe
Segmentschulden
88.851 92.925
Summe Segmentschulden
lt. Bilanz 74.064 75.845
Summe Konzern-Passiva
Konsolidierungen -15.489 -17.764
nicht operativer Segmente 703 683
Umsatzerlöse mit externen Kunden
nach Produkten/Dienstleistungen
Boden Parkett Fliese u. Naturstein Sonstiges Summe
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Außenumsatzerlöse 159.932 155.979 18.264 17.632 23.180 19.926 5.879 5.629 207.255 199.166
Umsatzerlöse mit externen Kunden
nach geografischen Regionen
Deutschland Rest Summe
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Außenumsatzerlöse 94.283 91.284 112.973 107.882 207.255 199.166
Langfristige Vermögenswerte
nach dem Standort der Vermögenswerte
Deutschland Schweiz Rest Summe
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Langfristige Vermögenswerte 72.832 71.123 19.723 15.608 15.631 12.558 108.186 99.289

Erläuterungen siehe Seite 101

Allgemeine Angaben

Die Uzin Utz AG ist an der Frankfurter Börse im Segment General Standard gelistet. Die Konzernmuttergesellschaft ist die Uzin Utz AG mit Sitz in Ulm, Deutschland. Die Gesellschaft ist eingetragen in das Handelsregister des Amtsgerichtes Ulm. Das Geschäftsjahr des Uzin Utz Konzerns (im Folgenden auch Uzin Utz Gruppe) entspricht dem Kalenderjahr.

» Als Systempartner des Handwerks widmet sich der Uzin Utz Konzern der vielschichtigen Aufgabe, Kunden wie Verarbeiter in allen Bereichen der Bodenverlegung professionell zu unterstützen. Bauchemische Produktsysteme für das Verlegen aller Arten von Bodenbelägen bis hin zur Oberflächenveredelung sowie Maschinen für die Bodenbearbeitung werden von den Konzernunternehmen selbst entwickelt, hergestellt und vertrieben.

» Die Uzin Utz Gruppe ist in 47 Ländern vertreten, davon in 18 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften.

» Die Geschäftsschwerpunkte befinden sich überwiegend in Deutschland und den übrigen europäischen Märkten. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe aber auch in Nordamerika, Asien und Australien tätig.

» Die Produktionsstätten des Uzin Utz Konzerns befinden sich in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, China, Indonesien, Polen, Slowenien und in den Niederlanden.

» Die Berichterstattung erfolgt in TEUR. Durch die Erstellung des Konzernabschlusses in TEUR kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnungen der Einzelposten auf Zahlen in EUR basieren.

» Alle Vorjahreszahlen sind in Klammern gesetzt.

» Der Vorstand der Uzin Utz AG hat den Konzernabschluss am 14.03.2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Anwendung der International Financial Reporting Standards

Der Konzernabschluss für das Jahr 2012 wurde in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag in der Europäischen Union verbindlich anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) und den Auslegungen des Standing Interpretation Committee (SIC), des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) sowie der nach §315a Abs. 1 HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

  • − Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Konzernabschluss der Uzin Utz AG die folgenden bzw. überarbeiteten und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen angewandt, die im Geschäftsjahr erstmalig verbindlich anzuwenden waren:
  • − IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" – Änderungen in Bezug auf ausgeprägte Hochinflation
  • − IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" – Änderung in Bezug auf feste Zeitpunkte in der Ausnahme für Ausbuchungen
  • − IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten
  • − IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" Änderungen in Bezug auf die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses
  • − IAS 12 "Ertragssteuern" begrenzte Änderung in Bezug auf die Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte

» Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen hatte mit Ausnahme zusätzlicher Anhangangaben keine wesentlichen Auswirkungen zur Folge.

» Folgende neue bzw. überarbeitete und für die Geschäftstätigkeit des Konzerns relevanten Standards und Interpretationen sind zum 31. Dezember 2012 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag im Konzernabschluss der Uzin Utz AG noch nicht verpflichtend anzuwenden.

  • − IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Änderungen zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (01.01.2013)
  • − IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Änderungen zur Forderung von Angaben zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9
  • − IFRS 9 "Finanzinstrumente" Klassifizierung und Bewertung (01.01.2015)
  • − IFRS 9 "Finanzinstrumente" Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten und Ausbuchungen (01.01.2015)

  • − IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (01.01.2013)

  • − IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" (01.01.2013)
  • − IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" (01.01.2013)
  • − IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" (01.01.2013)
  • − IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" Änderungen als Ergebnisse der Projekte zu Leistungen an Arbeitnehmer und Abfindungsleistungen (01.01.2013)
  • − IAS 27 "Separate Abschlüsse" (geändert 2011) veröffentlicht; die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten (01.01.2013)
  • − IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" veröffentlicht; diese Fassung ersetzt die Vorgängerversion IAS 28 (2003) Anteile an assoziierten Unternehmen (01.01.2013)
  • − IAS 32 "Finanzinstrumente: Ausweis" Änderungen zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (01.01.2014)

» Von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung wurde bisher und wird auch voraussichtlich zukünftig kein Gebrauch gemacht. Aktuell können die Auswirkungen durch die neuen Regelungen noch nicht verlässlich geschätzt werden. » Der Konzernabschluss wurde nach dem Prinzip der funktionalen Währung gemäß IAS 21 in Euro aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren.

Konsolidierungsmethoden Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss des Mutterunternehmens Uzin Utz AG und derjenigen Gesellschaften, bei denen das Mutterunternehmen unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt bzw. aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verfügungsmacht aus der Tätigkeit der betreffenden Gesellschaften mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. Diese Gesellschaften werden ab dem Erwerbszeitpunkt, d.h. ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Entfällt die Beherrschung durch das Mutterunternehmen, erfolgt eine Entkonsolidierung des betreffenden Tochterunternehmens.

» Nachfolgende Übersicht zeigt die Anzahl der einbezogenen Gesellschaften in Abhängigkeit von der Art der Konsolidierung.

Art der Konsolidierung
(Anzahl)
31.12.2012 31.12.2011
Vollkonsolidierung 23 23
Inland 6 6
Ausland 17 17
Quotenkonsolidierung
(Gemeinschaftsunternehmen)
4 4
Inland 1 1
Ausland 3 3
At equity bewertete
Unternehmen
1 1
Inland 0 0
Ausland 1 1

» Im laufenden Geschäftsjahr 2012 ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises.

Zweckgesellschaften (SPE)

Die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG (BIL) stellt eine Leasingobjektgesellschaft dar, die im Zusammenhang mit der Errichtung des Logistikzentrums gegründet wurde. Die Uzin Utz AG hält an der BIL einen Kommanditanteil von 94%. Die BIL wird in den Konsolidierungskreis gemäß SIC 12 als sog. Special Purpose Entity (SPE) einbezogen, da die wirtschaftliche Betrachtung des Verhältnisses zwischen der Uzin Utz AG und der BIL zeigt, dass eine Beherrschung der Leasingobjektgesellschaft vorliegt. Insbesondere wird bei wirtschaftlicher Betrachtung die Geschäftstätigkeit der BIL zu Gunsten der Uzin Utz AG geführt. Die Uzin Utz AG zieht somit den Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen

Die gemeinsam geführten Unternehmen artiso solutions gmbh, Deutschland, und die Unihem Gruppe, Slowenien, an denen das Mutterunternehmen direkt bzw. indirekt 50% der Anteile hält, werden im Wege der Quotenkonsolidierungsmethode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Einbeziehung der P.T. Uzin Utz Indonesia, Indonesien, die mit 49% der Anteile dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, erfolgt anhand der Equity-Methode.

» Der dem Konzern zuzurechnende Anteil an den Vermögenswerten, Schulden, Erträgen und Aufwendungen der quotenkonsolidierten Unternehmen stellt sich zum 31. Dezember 2012 und zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Ergebnis- und Bilanzdaten der
quotenkonsolidierten
Unternehmen
(in TEUR)
2012 2011
Kurzfristige Vermögenswerte 2.022 2.774
Langfristige Vermögenswerte 821 876
2.842 3.650
Kurzfristige Schulden 547 1.454
Langfristige Schulden 542 124
1.089 1.578
Erträge 3.864 4.440
Aufwendungen -4.121 -4.491
Finanzergebnis -26 5
Ergebnis vor Steuern -284 -46
Steueraufwand -4 -19
Ergebnis nach Steuern -287 -65

Nicht einbezogene Gesellschaften

Gesellschaften, die auch in ihrer Gesamtheit für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind und eine Einbeziehung unter Beachtung des cost-benefit-constraint nicht zu rechtfertigen ist, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten im Konzernabschluss bilanziert. Die Umsatzerlöse pro nicht einbezogener Gesellschaft liegen unter 1% des Gruppenumsatzes. Die Summe der Vermögenswerte pro nicht einbezogener Gesellschaft liegt ebenfalls unter 1% der Konzernbilanzsumme. Bei den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen handelt es sich um folgende Gesellschaften:

− Objekteure im Forum Verwaltungs-GmbH (Beteiligungsquote 100%)

  • − Artiso AG (Beteiligungsquote 50%)
  • − Hermann Frank Verwaltungs GmbH (Beteiligungsquote 100%)
  • − Arendicom GmbH (Beteiligungsquote 21,01%)
  • − Uzin Utz Manufacturing North America Inc. (Beteiligungsquote 100%)
  • − Compotan Polymer B.V. (Beteiligungsquote 100%)

» Die nicht vorgenommene Einbeziehung der Arendicom GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr beruht auf dem Wesentlichkeitsgrundsatz. Die Uzin Utz AG übernahm zum 31. Oktober 2012 21,01% der Arendicom GmbH mit Sitz in Tutzing. Die Arendicom wurde am 18. Januar 2008 gegründet und erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz von 1,1 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 14 TEUR. Sie hat ein einzigartiges Konzept entwickelt und bietet Markenherstellern eine "ideale Welt" im Web. Hier werden nicht nur einzelne Produkte, sondern das komplette Sortiment dargestellt und vermarktet.

» Die nicht vorgenommene Einbeziehung der im abgelaufenen Geschäftsjahr gegründeten Uzin Utz Manufacturing North America Inc. beruht darauf, dass diese die Geschäftstätigkeit bis zum Bilanzstichtag noch nicht aufgenommen hat.

» Die nicht vorgenommene Einbeziehung der zum 01. September 2012 übernommenen Compotan Polymer B.V. in Ede, Niederlande, beruht darauf, dass es sich hierbei zunächst um einen Share Deal handelt. Im kommenden Geschäftsjahr wird die Beteiligung mit der Unipro B.V. verschmolzen und stellt somit einen Asset Deal dar. Compotan Polymer B.V. erzielte im Jahr 2012 einen Bruttoumsatz von 1,5 Mio. EUR. Sie bedient mit ihren Produkten wie beispielsweise PU-Gießböden und PU-Lacke den gleichen Markt wie Unipro B.V. mit ihren Arturo-Produkten. Die Übernahme ist Teil der Wachstumsstrategie und trägt zur Erweiterung des Sortiments bei. Der Kaufpreis belief sich auf 747 TEUR und wurde in bar erbracht.

» Eine Aufstellung des Anteilbesitzes befindet sich auf Seite 104.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Uzin Utz AG und der einbezogenen Tochterunternehmen. Sofern es erforderlich war, wurden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angepasst. Grundlage für die Anpassungen waren die vom Mutterunternehmen entwickelten Bilanzierungsrichtlinien.

» Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (Purchase Method) gemäß IFRS 3.4 ff für alle Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergang auf IFRS zum 01. Januar 2004. Danach werden die Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihrer beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Der die anteiligen Nettozeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden übersteigende Teil der Anschaffungskosten der Beteiligung wird als Geschäftsoder Firmenwert (Goodwill) bilanziert.

» Eine planmäßige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt in Anwendung des Impairment-Only-Approach nicht. Vielmehr werden eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte und gegebenenfalls eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.

» Negative Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Beurteilung und Bewertung der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden gemäß IFRS 3.34 erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

» Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als "Anteile fremder Dritter" ausgewiesen. Anteile fremder Dritter werden auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte der ihnen zuzuordnenden Vermögenswerte und Schulden ermittelt. » Für alle Unternehmen, die vor dem 01. Januar 2004 erstkonsolidiert wurden, sind die fortgeschriebenen Werte aus der Kapitalkonsolidierung im Rahmen des deutschen Handelsgesetzbuches gemäß IFRS 1 beibehalten worden. Die vor dem Übergang auf die IFRS nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften mit den Rücklagen verrechneten Firmenwerte sind auch weiterhin gemäß IFRS 1 Anhang B mit den Rücklagen zu verrechnen.

» Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Konzerngesellschaften werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse werden erfolgswirksam eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.

» Auf erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gebildet.

» Bürgschaften und Garantien, die die Uzin Utz AG zu Gunsten konsolidierter Tochtergesellschaften übernimmt, werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Umrechnung, der in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Auslandsgesellschaften, erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung (IAS 21). Die funktionale Währung ist die Währung, in der eine ausländische Gesellschaft überwiegend ihre Mittel erwirtschaftet und Zahlungen leistet. Im Uzin Utz Konzern ist dies bei allen Auslandsgesellschaften die jeweilige Landeswährung. Da die Gesellschaften ihre Geschäfte selbstständig betreiben, sind die Posten der Bilanz einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen und die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung mit gewichteten Jahres-Durchschnittskursen umzurechnen. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird ergebnisneutral in den Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. Die Übernahme des Jahresergebnisses in die Bilanz erfolgt zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelten Werten. Die Umrechnung des Jahresergebnisses wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls mit dem Jahresdurchschnittskurs vorgenommen. Eine Anpassung der Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 in Verbindung mit IFRIC 7 war nicht notwendig, da es im Uzin Utz Konzern keine Tochtergesellschaften mit Sitz in Hochinflationsländern gibt.

» Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen und der Darstellungswährung des Mutterunternehmens, aufgestellt.

» In den einbezogenen Einzelabschlüssen werden Fremdwährungstransaktionen mit den zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Devisenkursen erfasst. Daraus resultierende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden am Bilanzstichtag zum Devisenmittelkurs bewertet. Die sich aus der Bewertung oder Abwicklung der Fremdwährungsposten ergebenden Kursgewinne oder Kursverluste werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

» Die Währungskurse der für den Uzin Utz Konzern wesentlichsten Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Umrechnungskurse Stichtagskurse
(Kurse in EUR
je eine Einheit Landeswährung)
31.12.2012 31.12.2011
England GBP 0,8161 0,8353
Schweiz CHF 1,2072 1,2156
Polen PLN 4,0882 4,4168
Tschechien CZK 25,1510 25,7870
China CNY 8,3176 8,1625
USA USD 1,3194 1,2939
Norwegen NOK 7,3483 7,7540
Umrechnungskurse
(Kurse in EUR
je eine Einheit Landeswährung)
Durchschnittskurse
2012 2011
England GBP 0,8093 0,8713
Schweiz CHF 1,2036 1,2288
Polen PLN 4,1711 4,1248
Tschechien CZK 25,1966 24,5797
China CNY 8,1573 9,0450
USA USD 1,2893 1,4025
Norwegen NOK 7,4750 7,7966

» Der gesamte Währungskurseinfluss auf den Konzernumsatz lag bei 0,8% (2,9).

Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern von Gegenständen des Anlagevermögens, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, u. a. für Pensionen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Den Schätzungen und Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand basieren und sowohl historische Erfahrungen als auch weitere Faktoren wie künftige Erwartungen einschließen.

» Insbesondere überprüft der Uzin Utz Konzern mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäftsoder Firmenwerte. Dies erfordert die Schätzung der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswertes muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Zinssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Bei der Schätzung des Nutzungswertes besteht ein beträchtliches Risiko durch Schätzunsicherheiten, infolge derer innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein kann.

» Zudem wird die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined-Benefit-Obligation) nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die zukünftig erwarteten Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden und die Schätzung der Erträge aus dem Fondsvermögen. » Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Wenn die tatsächliche von der erwarteten Entwicklung abweicht, werden die Prämissen und – soweit erforderlich – die Buchwerte der relevanten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen gewissen Risiken, die sich in erster Linie aus der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ergeben.

Umsatzerlöse/Ertragsrealisierung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge sind zum beizulegenden Zeitwert der Gegenleistung zu bemessen. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer und andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die nachfolgenden Kriterien voraus:

» Umsätze aus der Lieferung von Waren werden erfasst, sobald die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, an den Kunden übergegangen sind. Dabei verbleibt weder ein fortgeführtes Verfügungsrecht noch eine wirksame Verfügungsmacht über die verkauften Waren.

» Umsätze aus Dienstleistungen werden mit Erbringung der Dienstleistungen erfasst. Erträge aus unfertigen Dienstleistungen werden nur in Höhe der angefallenen, erstattungsfähigen Aufwendungen erfasst. Bei Wartungsverträgen und vermieteten Produkten erfolgt die Umsatzrealisierung über die Laufzeit des Vertrages.

» Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind. Erträge aus Operate Leasingverträgen werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Nach IAS 38 besteht für Forschungskosten ein Aktivierungsverbot. Entwicklungskosten sind nur bei Vorliegen bestimmter, genau bezeichneter Voraussetzungen aktivierungsfähig. Eine Aktivierung ist demnach immer dann erforderlich, wenn die Entwicklungstätigkeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu künftigen Finanzmittelzuflüssen führt, die über die normalen Kosten hinaus auch die entsprechenden Entwicklungskosten abdecken. Zusätzlich müssen hinsichtlich des Entwicklungsprojekts oder des zu entwickelnden Projekts bzw. Verfahrens verschiedene Kriterien kumulativ erfüllt sein.

» Diese Voraussetzungen sind überwiegend nicht gegeben, da die Art und die Dimension der charakteristischen Forschungs- und Entwicklungsrisiken dazu führen, dass das Funktions- und Wirtschaftsrisiko bei in der Entwicklung befindlichen Produkten regelmäßig erst dann mit hinreichender Zuverlässigkeit abgeschätzt werden kann, wenn

  • − die Entwicklung der betreffenden Produkte oder Verfahren abgeschlossen ist und
  • − nach Abschluss der Entwicklung nachgewiesen ist, dass die Produkte die erforderlichen technischen und wirtschaftlichen Anforderungen des Marktes erfüllen.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden. In diesem Fall werden auch die entsprechenden latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital gebucht.

» Die ausgewiesenen laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften erfolgsabhängige Steuern, die nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen nationalen Steuervorschriften ermittelt wurden.

» Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Die Berechnung der voraussichtlichen Steuererstattungen bzw. -zahlungen erfolgt auf Basis der geltenden Steuersätze und Steuergesetze zum Bilanzstichtag.

» Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode aus zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten von Vermögenswerten und Schulden und deren Wertansätzen im Konzernabschluss. Abweichend davon werden gemäß IAS 12.21 für Geschäfts- und Firmenwerte, die nicht mit steuerlicher Wirkung abgeschrieben werden können, keine latenten Steuern angesetzt.

» Darüber hinaus werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße latente Steuern erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können.

» Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang wertberichtigt, soweit eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus den Verlustvorträgen nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen kann.

» Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach dem geltenden Recht zu dem Zeitpunkt Gültigkeit haben werden, zu dem sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren bzw. zu dem die Verlustvorträge voraussichtlich genutzt werden können.

» Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst.

» Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und dies sich auf Ertragssteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten aktiviert und, da die Nutzungsdauern als endlich eingestuft werden können, planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen sowie Produkt-Know-how beträgt maximal 22 Jahre. Die Restnutzungsdauer des Produkt-Know-hows beträgt drei Jahre.

» Die Anschaffungskosten für neue Software und die Kosten für die Implementierung werden aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

» Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden in Übereinstimmung mit IAS 38 erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Konzern im Jahr 2012 betrugen 6,6 Mio. EUR (5,2).

Geschäfts- und Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden mit dem Betrag bewertet, der sich als Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil des Erwerbers an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Unternehmens ergibt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden im Einklang mit IAS 36 nicht mehr planmäßig, sondern nur, sofern ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird, außerplanmäßig abgeschrieben. Für Zwecke des Wertminderungstests werden die Geschäfts- oder Firmenwerte einer Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darstellt, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für die Unternehmenssteuerung überwacht wird und die nicht größer als ein Segment ist, über das im Rahmen der Segmentberichterstattung berichtet wird.

» IFRIC 10 befasst sich mit dem Zusammenspiel der Regelungen des IAS 34 Zwischenberichterstattung und den Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen in Bezug auf Geschäfts- oder Firmenwerte (IAS 36). IFRIC 10 stellt fest, dass Wertminderungen, die in einem früheren Berichtszeitraum erfasst wurden und für die gemäß IAS 36 bzw. IAS 39 ein Wertaufholungsverbot gilt, nicht rückgängig gemacht werden dürfen. IFRIC 10 wurde in diesem Zusammenhang beachtet, hatte aber keine Auswirkungen auf den Wertansatz der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit Ausnahme der Kosten der laufenden Instandhaltung, vermindert um planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Herstellungskosten werden anhand direkt zurechenbarer Einzelkosten sowie angemessener Gemeinkosten ermittelt. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis einschließlich eventueller Einfuhrzölle und im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht vergütete Erwerbssteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand und an den Standort seiner Verwendung zu bringen. Rabatte, Skonti und vergleichbare Anschaffungskostenminderungen werden abgesetzt.

» Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear, entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer:

Abschreibungen Jahre
Gebäude 20 – 50
Technische Anlagen und sonstige Maschinen 5 – 20
Andere Anlagen 5 – 20
EDV und Software 3 –
5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 – 15

» Eine Sachanlage wird entweder bei Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswertes kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus dem Abgang von Vermögenswerten resultierenden Gewinne und Verluste werden in der Periode des Abgangs erfolgswirksam erfasst.

Impairment

Die Buchwerte der Vermögenswerte des Uzin Utz Konzerns mit Ausnahme der Vorräte (siehe Vorräte) und der aktiven latenten Steuern (siehe Steuern vom Einkommen und Ertrag) sowie der finanziellen Vermögenswerte (siehe Finanzanlagen, Forderungen, Wertpapiere und Derivate) werden zum Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Indikatoren für eine Wertminderung vorliegen. Die Buchwerte von Geschäftsoder Firmenwerten bzw. von nicht abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten sind mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen.

» Liegen solche Informationen vor, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine erfolgswirksame Abwertung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird grundsätzlich für jeden Vermögenswert einzeln ermittelt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf der Basis einer Gruppe von Vermögenswerten oder auf Basis von cash generating units, die grundsätzlich den rechtlichen Einheiten des Konzernabschlusses entsprechen.

» Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Betrag, der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbar ist, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird grundsätzlich auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswertes mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt.

» Bei der Uzin Utz Gruppe entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert, der nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren ermittelt wird. Basis für die Ermittlung der zukünftigen Cashflows sind die Daten aus der detaillierten Unternehmensplanung für jede einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheit für das Geschäftsjahr 2013 und einer weiteren Planung dieser Werte für die Jahre 2014 und 2015. Die nach diesem Zeitraum anfallenden Cashflows werden auf Basis des geplanten Dreijahreszeitraums für zwei Jahre fortgeschrieben mit anschließendem Übergang auf die ewige Rente. Aktuelle Entwicklungen werden berücksichtigt. Die Fortschreibung der Prognosen betreffend Marktpotenzial und Kaufverhalten erfolgt unter Berücksichtigung des vorangegangenen Geschäftsverlaufs. Für die ewige Rente wurde kein Wachstum unterstellt.

» Zur Ermittlung des Barwertes der Cashflows erfolgt eine Diskontierung der freien Zahlungsströme auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit mit risikoäquivalenten Kapitalisierungszinssätzen zwischen 8% (8) und 9% (9). » Ist der erzielbare Betrag einer cash generating unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags zunächst eine Wertminderung auf den Geschäftsund Firmenwert vorgenommen. Der übersteigende Betrag wird proportional von den nicht monetären Vermögenswerten abgesetzt.

» Bei Wegfall des Grundes für eine in Vorjahren erfasste Wertminderung erfolgt, mit Ausnahme des Geschäftsoder Firmenwerts, eine Wertaufholung bis höchstens zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

» In Bezug auf die der Berechnung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzunsicherheiten. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Schätzung der Wachstumsannahmen, der Abzinsungssätze und der Materialeinsatzquote. Insbesondere die Wachstumsannahmen und damit die voraussichtlichen Umsätze werden auf der Basis von Erfahrungswerten und unter individueller Einschätzung der jeweiligen Chancen in den jeweiligen Märkten geschätzt.

» Unter den momentanen gesamtwirtschaftlichen Gegebenheiten unterliegen diese Schätzungen erhöhten Unsicherheiten. Sollten sich diese Annahmen und Schätzungen nicht bestätigen, könnte dies dazu führen, dass es bei einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten künftig zu weiteren Wertberichtigungen kommen kann.

» Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurden Werthaltigkeitstests der Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte gem. IAS 36 auf der Basis des Nutzenwerts von cash generating units zum 30. September 2012 durchgeführt, die entsprechend den Führungsstrukturen des Konzerns definiert wurden.

Finanzinstrumente

Grundlagen

Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen. Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen), derivative Finanzinstrumente (z. B. Termingeschäfte zur Absicherung gegen Wertänderungsrisiken) als auch Sicherungsbeziehungen (z. B. Devisenterminkauf bei Fremdwährungsverbindlichkeiten).

» Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert.

» Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit Ausnahme derjenigen Finanzinstrumente, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, soweit sie direkt dem Erwerb zugerechnet werden können.

» Die Folgebewertung der in der Uzin Utz Gruppe bilanzierten Finanzinstrumente erfolgt gemäß den in IAS 39 i. V. m. IFRS 7 definierten Bewertungskategorien. Die Einordnung der Finanzinstrumente in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Die Uzin Utz Gruppe verfügt zum Bilanzstichtag über Finanzinstrumente der folgenden Kategorien:

  • − Kredite und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden,
  • − Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und
  • − Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
  • » Die Zuordnung zu den einzelnen Bewertungskategorien erfolgt auf Basis der folgenden Kriterien:
  • − Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite

und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigungen für Wertminderungen bewertet. Wertminderungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet; dem allgemeinen Ausfall- und Zinsrisiko wird unter Berücksichtigung der Erfahrungswerte aus der Vergangenheit Rechnung getragen.

  • − Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen
  • zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte,
  • finanzielle Vermögenswerte, die in diese Kategorie designiert werden,
  • Derivate, die die Bilanzierungskriterien für Sicherungsgeschäfte gem. IAS 39 nicht erfüllen. Derivate werden als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstru-

ment eingestuft werden und als solche effektiv sind. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert erfasste finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei Gewinne und Verluste erfolgswirksam vereinnahmt werden. Der Konzern hat mit Ausnahme der Derivate keine Vermögenswerte als zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft.

− Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, umfassen neben den Finanzverbindlichkeiten und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, nicht derivative sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

» Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unsaldiert ausgewiesen. Eine Saldierung erfolgt nur dann, wenn ein Rechtsanspruch aus Verrechnung besteht und beabsichtigt ist, einen Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Bei kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten entspricht der bilanzierte Buchwert einer angemessenen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts.

» Gemäß IAS 39 werden entsprechende Wertminderungen vorgenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Dabei werden finanzielle Vermögenswerte sowohl einzeln (Einzelwertberichtigung) als auch in Gruppen mit vergleichbaren Ausfallrisiken (Portfoliowertberichtigungen) hinsichtlich eines Wertminderungsbedarfs untersucht. Die Wertminderungen werden in der Gewinnund Verlustrechnung unter den sonstigen Aufwendungen gezeigt. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wurde in ausreichender Höhe Rechnung getragen. Das theoretisch verbleibende Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten entspricht grundsätzlich den bilanzierten Werten, wobei für einen Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Warenkreditversicherung abgeschlossen wurde, die das Ausfallrisiko vermindert.

» Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder eine Übertragung der finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen oder Risiken erfolgt. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, sobald die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

» Die Nettogewinne und -verluste umfassen im Wesentlichen im operativen Ergebnis erfasste Effekte aus Wertminderungen und Fremdwährungsbewertung sowie im Finanzergebnis erfasste Zinsaufwendungen und -erträge. » Erläuterungen zum Finanzrisikomanagement finden sich sowohl unter dem entsprechenden Punkt im Anhang als auch in der Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht.

Finanzanlagen und nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen stellen nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen dar, die mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Die Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung richtet sich nach IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen".

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Bei der erstmaligen Bilanzierung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt, aufgrund der Klassifizierung in die Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen", zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

» Unter der Position "Sonstige Vermögenswerte" werden finanzielle Vermögenswerte einschließlich derivativer Finanzinstrumente ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte werden mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente als der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" zugehörend klassifiziert. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von direkt zuordenbaren Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter dieser Position werden Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks ausgewiesen. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" des IAS 39 zugewiesen und im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von direkt zuordenbaren Transaktionskosten bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode. Fremdwährungsbestände werden mit dem am Bilanzstichtag geltenden Stichtagskurs bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten weisen bei Erwerb eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten auf.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die unter dieser Position ausgewiesenen originären Finanzinstrumente umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, soweit nicht derivative sonstige finanzielle Verbindlichkeiten vorliegen. Originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten werden direkt zurechenbare Transaktionskosten berücksichtigt. In den Folgeperioden erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Im Uzin Utz Konzern dient der Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten allein zu Sicherungszwecken. Diese Sicherungsgeschäfte werden zur Steuerung von Zins- und Währungsschwankungen eingesetzt und dienen zur Verminderung von Ergebnisvolatilitäten. Für Handelszwecke werden keine Derivate gehalten. Derivate, die die Voraussetzungen des IAS 39 für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht erfüllen, sind gleichwohl der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente" zuzuordnen. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeit, sofern ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Bei ihrem Abschluss werden derivative Geschäfte mit ihren Anschaffungskosten, die im Allgemeinen ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen, angesetzt. In den Folgejahren werden sie ebenfalls zu ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert. Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente" werden sofort erfolgswirksam erfasst.

» Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile an der Unihem d.o.o., Slowenien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufsbzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Der Ausübungspreis der Kauf- und Verkaufsoptionen wurde in Abhängigkeit des Ergebnisses vor Steuern (EBT; Earnings Before Taxes) festgelegt. Die Verkaufsoption konnte erstmals zum 31. Dezember 2011, die Kaufoption erstmals zum 31. Dezember 2012 ausgeübt werden. Wir verweisen hierzu auf die Angaben unter den sonstigen Angaben im Bereich Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente sowie auf die Angaben zu den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag.

» Die Sicherungsbeziehung, die die Voraussetzungen des IAS 39 für Hedge Accounting erfüllt, wird als Cash Flow Hedging klassifiziert, da es sich um die Absicherung des Risikos von Schwankungen der Zahlungsströme aus einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion handelt. Die aus dem wirksamen Cash Flow Hedge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte mit dem Eigenkapital verrechnet. Resultieren Gewinne und Verluste aus ineffektiven Teilen des Sicherungsgeschäfts werden diese in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. » Die Umgliederung aus dem Eigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Periode, in der das abgesicherte Grundgeschäft ergebniswirksam oder der Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert.

» Die Ermittlung der Anschaffungskosten der Roh-, Hilfsund Betriebsstoffe sowie der Handelswaren wird nach dem FiFo-Verfahren vorgenommen.

» Bestandteil der Herstellungskosten der unfertigen und der fertigen Erzeugnisse sind gemäß IAS 2 "Inventories" – neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen – anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung einschließlich der Abschreibungen auf Fertigungsanlagen sowie fertigungsbezogene Sozialkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

» Abwertungen für Bestandsrisiken werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen. Die verlustfreie Bewertung wurde beachtet. Soweit erforderlich, wird der niedrigere Nettoveräußerungswert angesetzt.

Langfristige Fertigung

Wesentliche Aufträge, die eine Bilanzierung entsprechend IAS 11 "Construction Contracts" erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.

Sonstige Vermögenswerte

Unter den sonstigen Vermögenswerten werden nichtfinanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Sie werden zum Nennbetrag bzw. zu fortgeführten Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" werden Rückstellungen dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (faktische oder rechtliche) Verpflichtung besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Langfristige Rückstellungen sind abzuzinsen, wenn der aus der Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist.

» Rückstellungen für Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für Versorgungsansprüche von Mitarbeitern und Pensionären aus leistungsorientierten Plänen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung biometrischer Grundlagen entsprechend der Projected-Unit-Credit-Method gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgt bei Überschreiten der Korridorgrenzen im Jahresergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres. Von der Möglichkeit einer direkten Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Eigenkapital wurde kein Gebrauch gemacht.

» Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaft verteilt.

» Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leis-

tungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des noch nicht erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands und abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung vorhandenen Planvermögens. » Pensionsähnliche Verpflichtungen der ausländischen Gesellschaften werden analog bewertet.

» Verzinsliche Darlehen werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich der mit der Kreditaufnahme verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf der Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Dies erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt.

Der Konzern als Leasingnehmer

Im Rahmen von Finance Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum dem Uzin Utz Konzern zuzurechnen ist, erfolgt für diese Fälle die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder über die kürzere Vertragslaufzeit. Die abgezinsten Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten werden als Verbindlichkeiten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

» Soweit im Uzin Utz Konzern Operate Leasingverhältnisse auftreten, werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. » Die Leasingverträge für Immobilien und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten regelmäßig eine Kaufoption. Die Restlaufzeiten der Verträge betragen zwischen 1 und 15 Jahren. Die den Verträgen zugrunde liegenden jährlichen Zinssätze variieren je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,8% und 7,3%.

Der Konzern als Leasinggeber

Leasingverhältnisse, bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operate Leasingverhältnis klassifiziert.

» Hierbei handelt es sich gemäß IAS 17 "Leases" vor allem um Operate Leasingverhältnisse. Vertragsausgestaltungen, die Finance Leasingverhältnisse darstellen, werden in Höhe des Barwertes der ausstehenden Mindestleasingzahlungen unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten (Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen) zuzurechnen sind, werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit sind, zu den Kosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zeitweiligen Anlage speziell aufgenommenen Fremdkapitals bis zu dessen Ausgabe für qualifizierte Vermögenswerte, werden von den aktivierbaren Kosten dieser Vermögenswerte abgezogen. » Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgswirksam erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Der Uzin Utz Konzern bilanziert Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance" nur bei Bestehen einer angemessenen Sicherheit, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Die Zuwendungen werden erfolgswirksam behandelt und grundsätzlich zeitgleich mit den Aufwendungen, für die Zuwendungen gewährt werden, verrechnet.

Eventualschulden und -forderungen

Eventualschulden werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden im Anhang angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Aufwand sehr unwahrscheinlich ist. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag liefern (berücksichtigungspflichtige Ereignisse), werden im Abschluss bilanziell berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang, soweit sie wesentlich sind, angegeben.

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren.

1 Umsatzerlöse

207.255 199.166
Rest 428 335
Amerika 5.865 5.100
Asien-Pazifik 4.209 4.138
Nordeuropa 11.515 10.596
Osteuropa 16.932 17.476
Südeuropa 5.103 5.793
Restl. Westeuropa 68.920 64.443
Deutschland 94.283 91.284
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach geografisch
bestimmten Märkten
(in TEUR)
2012 2011

» Weitere Aufgliederungen der Umsatzerlöse sind in der Segmentberichterstattung dargestellt.

2 Sonstige betriebliche Erträge/ Erträge aus Finanzinvestitionen

Sonstige betriebliche Erträge
(in TEUR)
2012 2011
Auflösung von Rückstellungen 407 1.537
Verringerung Pauschal- und
Einzelwertberichtigungen
381 920
Erträge aus dem Abgang
von Anlagevermögen
90 29
Erträge ausgebuchter Forderungen/
Kreditoren
19 14
Zulagen und Zuschüsse 45 149
Kursgewinne 662 586
Schadensersatzleistungen 199 974
Betriebstypische Nebenumsätze 491 610
Übrige betriebliche Erträge 2.068 1.403
4.362 6.222

» Die übrigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr vorwiegend Erträge aus dem Verkauf des Geschäftsbereiches Lackprodukte für das verarbeitende Handwerk in Höhe von 1,4 Mio. Euro.

» Der Restbetrag setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Beträge zusammen.

» Die Erträge aus Finanzinvestitionen in Höhe von 221 TEUR (216) resultieren aus der Bilanzierung eines Grundstücks auf Basis von beobachtbaren Marktdaten.

3 Materialaufwand

Materialaufwand
(in TEUR)
2012 2011
Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
90.695 89.952
Aufwendungen
für bezogene Leistungen
8 8
90.703 89.961

4 Personalaufwand/Mitarbeiter

Personalaufwand
(in TEUR)
2012 2011
Löhne und Gehälter 46.336 42.794
Soziale Abgaben 9.552 8.510
davon für Altersversorgung
und Unterstützung
772 1.035
55.888 51.305

» Im Jahresdurchschnitt wurden im Uzin Utz Konzern beschäftigt:

Arbeitnehmerzahl 2012
(im Jahresdurchschnitt) Inland Ausland Gesamt Gesamt
Auszubildende 32 3 35 35
Gewerbliche Mitarbeiter 176 90 266 247
Angestellte 352 301 653 632
Gesamt 560 394 953 914

» In den quotal mit 50% konsolidierten Beteiligungsgesellschaften artiso solutions gmbh, Unihem d.o.o., Unikem d.o.o., und Unihem Trading d.o.o. wurden zum Jahresende 2012 insgesamt 56 Personen beschäftigt, die in dieser Darstellung zu 100% berücksichtigt sind. Die Ermittlung der Mitarbeiterzahl erfolgt unter anteiliger Berücksichtigung der Teilzeitbeschäftigten.

» Derzeit gibt es keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme für Mitarbeiter.

5 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche
Aufwendungen
(in TEUR)
2012 2011
Vertriebskosten 8.038 7.820
Ausgangsfrachten 10.663 10.013
Lagerkosten 1.249 1.084
Werbekosten 6.905 7.486
Miet- und Mietnebenkosten 1.842 2.237
Instandhaltungs- und
Reparaturkosten
2.443 2.278
Versicherungsaufwendungen 889 875
Sonstige Betriebskosten 3.534 3.648
Verwaltungskosten 4.710 4.425
Währungskursverluste 403 406
Sonstiger übriger Aufwand 3.364 4.139
44.041 44.410

» Es gab im Geschäftsjahr 2012 keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen, die nicht durch zeitliche Abgrenzungsbuchungen berücksichtigt worden sind.

6 Ergebnis aus at equity bewerteter Beteiligung

Die P.T. Uzin Utz Indonesia wurde 2007 gegründet und im Geschäftsjahr 2008 erstmals at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Der Buchwert der at equity bewerteten Beteiligung an der P.T. Uzin Utz Indonesia hat sich im Geschäftsjahr folgendermaßen verändert:

(in TEUR)
Buchwert Stand 01.01.
636 562
Zu-/Abgänge aufgrund
von Ergebnissen
21 61
Währungsanpassungen -50 14
Buchwert Stand 31.12. 607 636

» Die folgenden Tabellen zeigen die aggregierte Gewinnund Verlustrechnung sowie die Bilanz der at equity bewerteten Beteiligung:

Ergebnisdaten der at equity
bewerteten Beteiligungen
(in TEUR)
2012 2011
Umsatzerlöse 2.644 2.769
Jahresergebnis 43 124
Anteiliges Ergebnis nach Steuern 21 61
Ergebnis nach Steuern aus at
equity bewerteten Beteiligungen
21 61
Bilanzdaten der at equity
bewerteten Beteiligungen
(in TEUR)
2012 2011
Langfristige Vermögenswerte 801 1.049
Kurzfristige Vermögenswerte 1.325 1.418
Langfristige Schulden 267 277
Kurzfristige Schulden 619 892
Eigenkapital 1.239 1.298
Anteiliges Eigenkapital 607 636
Buchwert aus at equity
bewerteten Beteiligungen
607 636

7 Finanzergebnis

Gesamtsumme Finanzaufwen
dungen (auf Basis historischer
Anschaffungskosten)
1.821 2.243
Andere sonstige
Zinsaufwendungen
498 513
Aufwendungen für Finanzierungs
Leasingverträge
18 34
Darlehen und Kontokorrentkredite 1.305 1.697
Finanzaufwendungen
(in TEUR)
2012 2011

Für langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Berichtsjahr Zinsen in Höhe von 1.176 TEUR (1.444) als Aufwand erfasst. Es wurden keine Zinsen im Berichtsjahr aktiviert (34).

Finanzerträge
(in TEUR)
2012 2011
Zinserträge aus Guthaben
bei Kreditinstituten
65 63
Zinsen auf Kundenforderungen 3 24
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 90 101
Erträge aus Beteiligungen -3
Gesamtsumme Finanzerträge
(auf Basis historischer Anschaf
fungskosten) 155 188

8 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/ Latente Steuern

Der Ausweis der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer. Im Ausland handelt es sich um erfolgsabhängige Steuern, die auf der Basis nationaler Steuervorschriften ermittelt wurden.

» Die Zusammensetzung des Steueraufwandes im Konzern ergibt sich wie folgt:

Steueraufwand
(in TEUR)
2012 2011
Laufende Steuern vom Einkommen
und Ertrag
2.960 2.222
Latente Steuern
aus Konsolidierungsmaßnahmen -75 28
aus Verlustvorträgen 653 -308
aus zeitlichen
Bewertungsunterschieden -308 437
3.230 2.379

» Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde vereinfachend der kombinierte Steuersatz des Mutterunternehmens von 30% zugrunde gelegt. Für die Ermittlung der latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde der Steuersatz des jeweiligen Sitzstaates des Unternehmens herangezogen. Danach wurden für inländische Gesellschaften zuordenbare Steuersätze für die Gewerbesteuer von 14,2% und für die Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag von 15,8% verwendet. Künftig in Deutschland zu zahlende Dividenden der Uzin Utz AG haben keinen Einfluss auf die Steuerbelastung des Konzerns. » Der Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Ertragssteuern in Höhe von 12.663 TEUR (11.356) und des für die im Uzin Utz Konzern in Deutschland ansässigen Gesellschaften vereinfacht ermittelten kombinierten Steuersatzes von 30% (theoretischer Steueraufwand) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:

2012 12.663 3.799 -1.035 -823 157 612 250 -113 -6 335 -45 97 3.230 2011 11.356 3.407 -988 53 248 455 17 -396 -18 -160 -19 -219 2.379 Überleitungsrechnung theoretischer/tatsächlicher Steueraufwand (in TEUR) Jahresüberschuss vor Ertragssteuern Theoretischer Steuersatz (30%) Steuersatzbedingte Abweichungen Allein steuerrechtlich zugerechnete Aufwendungen (+)/Erträge (-) Nichtabzugsfähige Aufwendungen (+)/Erträge (-) Steuerliche Beteiligungsergebnisse Steuernachzahlungen (+) für Vorjahre Steuererstattungen (-) für Vorjahre Steuereffekt von nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligungen Steuereffekt aus Verlustvorträgen/ Steuerbefreiung Nutzung von Verlustvorträgen, auf die zuvor keine latenten Steuern gebildet worden sind Sonstige Abweichungen

» Der effektive Steuersatz beträgt 25,50% (20,95).

» Der tatsächliche Steueraufwand liegt um 569 TEUR (1.028) unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Muttergesellschaft ergeben würde. Der Differenzbetrag ist vor allem auf den latenten Steueraufwand zurückzuführen, der aus Bewertungsunterschieden bzw. steuerlichen Verlustvorträgen resultiert. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern ist folgenden Posten zuzuordnen:

Latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Anlagevermögen -1 10 8.871 8.871
Umlaufvermögen 132 40 159 213
Rückstellungen 36 39 -28 3
Verbindlichkeiten 25 29 161 340
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge 333 985 0 46
Latente Steuern aus Währungsdifferenzen 120 162 822 777
Latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge 723 648 0 0
1.368 1.913 10.163 10.249

» Die Veränderung der latenten Steuern führt im Geschäftsjahr zu einem Einfluss auf den Steueraufwand von 270 TEUR (158).

» Die dargestellten Bilanzansätze wurden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet wird.

» Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ausgewiesen werden, wird von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte in den nächsten Jahren ausgegangen, die aufgrund der Planung der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.

» Aus der Berechnung des historischen Eigenkapitals resultieren 701 TEUR (615) direkt im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste latente Steuern.

9 Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern setzten sich im Wesentlichen aus Grundsteuer und Kfz-Steuer zusammen.

10 Anteile fremder Dritter

Die Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter betreffen die Fremdanteile der Unipro-Belgien N.V., Uzin Utz Construction Materials Co.Ltd., BIL Leasing Verwaltungsgesellschaft GmbH & Co. 870 KG, der Uzin Utz Magyarország Kft., Ufloor Systems NZ Ltd., der Ufloor Systems Inc. und der Løkken AS.

Angaben zur Konzernbilanz

11 Immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung des Postens "Immaterielle Vermögenswerte" ist in folgender Tabelle dargestellt.

» Es handelt sich dabei, bis auf die Geschäfts- und Firmenwerte, um Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer.

» Die immateriellen Vermögenswerte ohne die Geschäftsund Firmenwerte belaufen sich auf insgesamt 7.560 TEUR (7.349).

» Die planmäßige Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswertes. Die Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen.

» Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte, im Wesentlichen Software und Patente, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

» Bei dem Zugang unter "Andere Lizenzen" handelt es sich um die im Rahmen eines Asset Deals erworbenen Lizenzen der Schweizer Tochtergesellschaft Tyro AG. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen unter dem Punkt "Geschäfts- oder Firmenwerte".

Immaterielle Vermögenswerte Entwicklung 2012 Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. a.
(in TEUR) Software Patente Warenzeichen Andere Lizenzen Geschäfts- o.
Firmenwerte
Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsstand zum 01.01.2011 3.143 3.382 1.841 3.758 28.719 40.844
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -4 85 21 8 40 151
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 1.655 0 1.655
Zugänge 282 0 0 0 0 282
Abgänge 20 0 0 2 0 21
Umbuchungen 56 0 0 0 0 56
Stand am 31.12.2011 = Stand am 01.01.2012 3.458 3.467 1.862 5.420 28.760 42.967
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 3 20 5 94 10 131
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0 0
Zugänge 364 0 171 585 1.124 2.244
Abgänge 9 0 1 0 0 9
Umbuchungen 156 0 67 0 0 223
Stand am 31.12.2012 3.972 3.487 2.105 6.099 29.893 45.556
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 2.754 1.025 964 1.143 3.025 8.912
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -3 26 6 3 0 32
Zugänge 284 171 70 435 600 1.561
Abgänge 19 0 0 2 0 20
Stand am 31.12.2011 = Stand am 01.01.2012 3.016 1.221 1.041 1.580 3.625 10.484
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 2 7 2 12 0 23
Zugänge 300 172 116 641 0 1.229
Abgänge 8 0 0 0 0 8
Stand am 31.12.2012 3.311 1.401 1.159 2.233 3.625 11.728
Nettobuchwert am 31.12.2012 661 2.087 947 3.866 26.268 33.828
Nettobuchwert am 31.12.2011 442 2.246 821 3.840 25.134 32.484

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 26.268 TEUR (25.134) wurden in 2012 zur Überprüfung auf Wertminderung nachfolgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die sich weitgehend an den rechtlichen Strukturen orientieren:

Firmenwerte
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Uzin Tyro AG 2.504 1.371
Uzin Utz AG 3.743 3.743
Sifloor AG 6.443 6.443
Unipro B.V. 7.943 7.943
Unipro-Belgie N.V. 702 702
JP Coatings GmbH 2.461 2.461
Genial Produkte GmbH 1.031 1.031
Hermann Frank GmbH 680 680
Unihem d.o.o. 761 761
26.268 25.134

» Die Zunahme des Buchwerts des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Uzin Tyro AG um 1.133 TEUR auf 2.504 TEUR resultiert zum einen mit 10 TEUR aus der Umrechnung des ausgewiesenen Buchwerts zum Stichtagskurs sowie zum anderen mit 1.124 TEUR aus dem Erwerb der Sparte Boden der Collano Adhesives AG, Schweiz.

» Die Uzin Tyro AG, Buochs/Schweiz übernahm zum 1. Februar 2012 die Sparte "Boden" der Collano Adhesives AG, Sempach-Station/Schweiz.

» Um die Marktpräsenz zu verstärken, hat sich das Unternehmen entschieden, die Sparte Boden der Collano Adhesives AG zu übernehmen. Die Collano Adhesives AG, der Collano Group Schweiz zugehörig, konzentriert sich auf die Weiterentwicklung und Vermarktung von Spezialklebstoffen für innovative Anwendungen und hat sich auf kundenspezifische Klebeverbindungen mit Schwerpunkt Bau, Textilien, Label/Tape/Packaging, Sicherheitssysteme und Schaumstoffe spezialisiert. Die Sparte Boden wurde aus strategischen Gründen ausgegliedert und an die Uzin Tyro AG verkauft. Im Rahmen dieses Asset Deals wurden das Vertriebsnetz und Vorräte in Höhe von 2,3 Mio CHF erworben. Die Sparte erzielte in 2012 einen Bruttoumsatz von rund 4,1 Mio. CHF. Hersteller für das Collano Bodensortiment unter Uzin Tyro bleibt Collano Services AG. Mit der Übernahme der Sparte Boden der Collano Adhesives AG wird das Produktportfolio der Uzin Tyro AG ergänzt. Somit soll dem Kunden eine umfassende Bodenkompetenz – gerade auch bei der Parkettverlegung angeboten werden. Langfristig wird das Ziel verfolgt, im Schweizer Bodenund Parkettmarkt (Untergrundvorbereitung, Kleben, Versiegeln) weitere Marktanteile zu gewinnen und die Führung zu übernehmen.

» Eine verhältnismäßige Ermittlung des Spartenergebnisses ist auf Grund der rechtlichen und organisatorischen Integration der Einheit mit vertretbarem Aufwand nicht möglich.

» Der erzielbare Betrag sämtlicher zahlungsmittelgenerierender Einheiten wird auf Basis der Berechnung des Nutzungswertes unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Geschäftsleitung für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen beruhen. Die nach diesem Zeitraum anfallenden Cashflows werden auf Basis des geplanten Dreijahreszeitraums für zwei Jahre fortgeschrieben. Beim Übergang auf die ewige Rente wird kein Wachstum unterstellt. » Die Verrechnung der Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus Erstkonsolidierungen vor dem Übergang auf die Rechnungslegung nach IFRS resultieren, wurde beibehalten. » Zu weiteren Einzelheiten im Zusammenhang mit der Durchführung des Impairment-Tests verweisen wir auf unsere Ausführungen unter diesem Punkt.

12 Sachanlagen

Das Investitionsvolumen betrug im Berichtsjahr 12.688 TEUR (8.932), wovon der bedeutendste Teil auf den Neubau eines Produktions- und Verwaltungsgebäudes der Unipro B.V., den Ausbau der bestehenden Produktionsanlagen der Uzin Utz AG und dem Erwerb des Schweizer Standorts durch die Uzin Tyro AG entfiel.

» Die Abschreibungen in Höhe von 5.525 TEUR (5.360) wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Abschreibungen" ausgewiesen.

» Fremdkapitalzinsen wurden im Geschäftsjahr 2012 nicht aktiviert. Neubewertungen nach IAS 16 wurden nicht vorgenommen.

» Vermögenswerte, die im Wege von Finance Leasingverträgen genutzt werden, sind in den bilanzierten Sachanlagen mit 2.214 TEUR (2.317) enthalten. Hauptsächlich handelt es sich bei diesen Vermögenswerten um Immobilien sowie Firmenwagen mit einem Buchwert von 2.166 EUR (2.219) bzw. 30 TEUR (76).

» Zum 31. Dezember 2012 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Finance Leasingverträgen 315 TEUR (674). (Näheres siehe "Leasing – Der Konzern als Leasingnehmer").

Sachanlagen Entwicklung 2012
(in TEUR)
Grundstücke, grund
stücksgleiche Rechte
und Bauten einschließ
lich der Bauten auf
fremden Grundstücken
Technische Anlagen und
Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete Anzahlungen
auf Sachanlagen und
Anlagen im Bau
Gesamt
Anschaffungskosten
Anfangsstand am 01.01.2011 41.330 42.633 21.994 3.512 109.468
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 43 22 76 -2 139
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 76 0 76
Zugänge 1.675 1.290 2.417 3.551 8.932
Abgänge 0 575 570 42 1.187
Umbuchungen 1.952 -307 772 -2.473 -56
Stand am 31.12.2011 = Stand am 01.01.2012 45.000 43.062 24.764 4.545 117.372
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 185 114 34 1 334
Veränderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Zugänge 3.036 1.947 1.989 5.715 12.688
Abgänge 42 263 560 10 875
Umbuchungen 89 577 33 -922 -223
Stand am 31.12.2012 48.269 45.438 26.261 9.328 129.296
Abschreibungen
Stand am 01.01.2011 12.800 23.918 13.340 0 50.059
Umrechnungsbedingte Wertänderungen -18 27 45 0 55
Zugänge 1.005 2.292 2.062 0 5.360
Abgänge 0 505 442 0 947
Umbuchungen 0 -421 422 0 0
Stand am 31.12.2011 = Stand am 01.01.2012 13.788 25.312 15.427 0 54.526
Umrechnungsbedingte Wertänderungen 40 62 18 0 120
Zugänge 1.020 2.332 2.174 0 5.525
Abgänge 19 227 410 0 655
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2012 14.829 27.478 17.210 0 59.516
Nettobuchwert am 31.12.2012 33.440 17.960 9.051 9.328 69.780
Nettobuchwert am 31.12.2011 31.212 17.751 9.337 4.545 62.846

13 Finanzanlagen

Unter der Position "Langfristige Vermögenswerte" sind die Anteile der nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Die Finanzanlagen umfassen außerdem Ausleihungen in Höhe von 638 TEUR (606). Die Finanzanlagen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

» Zudem sind unter den Finanzanlagen Anteile an at equity bewerteter Beteiligung in Höhe von 607 TEUR (636) enthalten (siehe unter "Ergebnis aus at equity bewerteter Beteiligung"). Weitere Angaben zu finanziellen Finanzinstrumenten finden sich auf S. 97.

14 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties)

In der Bilanz wird unter Investment Properties ein Grundstück in der Schweiz ausgewiesen, das die Uzin Utz Gruppe auf Basis eines Vorkaufsrechtes in 2008 erworben hat. Die Bilanzierung zum 31. Dezember 2012 erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, der auf der Basis von beobachtbaren Marktdaten abgeleitet wurde, die von der lokalen Verwaltungsbehörde zur Verfügung gestellt wurden.

Investment Properties
(in TEUR)
2012 2011
Buchwert zum 01.01. 3.278 2.970
Währungsdifferenzen 22 92
Unrealisierte Marktwertänderungen
von Investment Properties
221 216
Buchwert zum 31.12. 3.521 3.278

15 Latente Steuern

Die Abgrenzung latenter Steuern erfolgt gemäß dem "temporary-concept" des IAS 12 "Income Taxes". Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Die Posten beinhalten zum 31. Dezember 2012 aktive latente Steuern in Höhe von 1.368 TEUR (1.913) und passive latente Steuern in Höhe von 10.163 TEUR (10.249). Zum 31. Dezember 2012 wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 333 TEUR (985) verbucht. Die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2012 6.253 TEUR (3.509), wovon auf 5.319 TEUR (3.232) keine aktiven latenten Steuern angesetzt wurden.

» Weitere Erläuterungen zu den latenten Steuern siehe unter den Anmerkungen zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag/Latente Steuern zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

16 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte, soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte handelt, sind gemäß IAS 39 als Kategorie "Kredite und Forderungen" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

» Der Bestand der Forderungen setzt sich wie folgt zusammen:

  • − Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben konzernweit eine durchschnittliche Laufzeit von 44 Tagen (49). Es bestehen wie im Vorjahr zum Stichtag keine Forderungen gegen verbundene, nicht einbezogene Unternehmen, ebenso wie Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen.
  • − Zur Absicherung des Forderungsrisikos wurde eine Warenkreditversicherung, die für alle wesentlichen Konzerngesellschaften gilt, abgeschlossen. Die Andienungsgrenze beträgt 10 TEUR. Für alle Kunden mit bestehenden offenen Forderungen über der Andienungsgrenze besteht Versicherungspflicht. Der Selbstbehalt im Versicherungsfall besteht aus einer in Relation zur Forderung fixen und variablen Entschädigungsfranchise.
  • − Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, abhängig von den landestypisch sehr unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten, sehr unterschiedliche Laufzeiten. Die Laufzeiten liegen jedoch überwiegend im landestypischen Durchschnitt der Zahlungsmodalitäten.
Forderungsbestand
(in TEUR)
Gesamtausweis davon Restlaufzeit < 1 Jahr davon Restlaufzeit 1 – 5 Jahre davon Restlaufzeit > 5 Jahre
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.442 23.319 21.442 23.319 0 0 0 0
Sonstige Vermögenswerte 7.293 4.732 6.236 4.165 1.058 472 0 95
Forderungen gegenüber Finanzamt 2.827 2.384 2.390 1.840 436 449 0 95
davon aus Ertragssteuern 1.266 842 830 300 436 446 0 95
Forderungen gegenüber Mitarbeitern 191 211 191 211 0 0 0 0
Forderungen gegenüber Sozialversicherung 54 86 54 86 0 0 0 0
Andere sonstige Vermögenswerte 4.222 2.051 3.600 2.027 621 24 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 71 163 71 163 0 0 0 0
28.806 28.214 27.749 27.647 1.058 472 0 95

17 Vorräte

Vorräte
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.379 10.284
Unfertige Erzeugnisse und unfertige
Leistungen
1.493 1.586
Fertige Erzeugnisse und Waren 17.293 15.782
Geleistete Anzahlungen 229 274
28.394 27.926

» Es wurde, soweit dies erforderlich war, der niedrigere Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Vertriebs- und Herstellungskosten angesetzt. Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von 1.289 TEUR (1.008) vorgenommen.

» Das FiFo-Prinzip (First In – First Out) wird konzernweit angewandt.

18 Flüssige Mittel

Neben täglich fälligen Guthaben bei Kreditinstituten sind in diesem Posten Schecks und Kassenbestände ausgewiesen. Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsbestände sind zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet.

» Im Posten Flüssige Mittel sind Schecks in Höhe von 481 TEUR (596), Kassenbestände in Höhe von 1.411 TEUR (68) und Bankguthaben in Höhe von 7.965 TEUR (14.834) enthalten.

» Im Uzin Utz Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Wesentliche Zinsänderungsrisiken und Ausfallrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Position "Flüssige Mittel" nicht.

19 Eigenkapital/Eigene Aktien/ Anteile fremder Dritter

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Uzin Utz AG beträgt zum 31. Dezember 2012 15.133 TEUR und ist in 5.044.319 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag von 3 EUR eingeteilt. Alle bis zum 31. Dezember 2012 ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt einen gleichrangigen Dividendenanspruch.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/ oder Sacheinlagen erfolgen.

» Der Vorstand ist weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen vom Gesetz abweichenden Beginn der Gewinnberechtigung zu bestimmen sowie die weiteren Einzelheiten einer Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und das für die neuen Aktien zu leistende Entgelt festzusetzen sowie die Einräumung des Bezugsrechts im Wege eines mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 5 AktG zu bestimmen.

» Der Vorstand ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft weiterhin einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.

» Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre für folgende Fälle auszuschließen:

  • − für die aufgrund des Bezugsverhältnisses entstehenden Spitzenbeträge;
  • − für eine Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen, wenn der Erwerb des Unternehmens oder der Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt;
  • − wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §203 Abs. 1 und 2, §186 Abs. 3, Satz 4 AktG unterschreitet und auf die neuen, unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §186 Abs. 3, Satz 4 AktG, ausgegebenen Aktien insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung 10% des Grundkapitals der Gesellschaft überschreitet. Auf diese Begrenzung sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausnutzung einer zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung geltenden bzw. beschlossenen

anderen Ermächtigung als eigene Aktien unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß §§71, Abs. 1, Nr. 8, 186 Abs. 3, Satz 4 AktG veräußert bzw. abgegeben werden.

Kapitalrücklagen

Unter den Kapitalrücklagen sind die bei der Aktienausgabe erzielten Aufgelder von 12.271 TEUR, vermindert um die für Zwecke der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendeten Beträge in Höhe von 1.774 TEUR, ausgewiesen.

» Zudem wurden die Aufgelder aus den in 2005 neu ausgegebenen Aktien (268.271 Stück) in Höhe von 3.127 TEUR unter den Kapitalrücklagen erfasst.

» Ferner sind unter den Kapitalrücklagen die Aufgelder aus der in 2011 erfolgten Kapitalerhöhung (neu ausgegebene Aktien 776.048 Stück) in Höhe von 13.193 TEUR erfasst. Weiterhin sind die Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von 43 TEUR sowie der Erlös aus Hingabe der eigenen Aktien an Løkken mit 54 TEUR zu berücksichtigen. Somit beträgt die Kapitalrücklage im Konzern im Jahr 2012 26.827 TEUR.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote aufrechterhalten wird.

» Der Uzin Utz Konzern verfolgt grundsätzlich das Ziel, die Eigenkapitalbasis nachhaltig zu sichern und eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das buchhalterische Kapital des Konzerns fungiert hierbei als passives Steuerungskriterium, während Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit als aktive Steuerungsgrößen herangezogen werden. Zum 31. Dezember 2012 liegt die Eigenkapitalquote bei 58% (56).

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen beinhalten folgende Positionen:

  • − Die thesaurierten Gewinne der Uzin Utz AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
  • − Eigenkapitalveränderungen aufgrund von Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten
  • − Erfolgsneutrale Umstellungseffekte aus der erstmaligen IFRS/IAS-Anwendung
  • − Erfolgsneutral zu erfassende Effekte aus Cash Flow Hedges.

» Der Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung ergibt sich aus der Umrechnung der Einzelabschlüsse nach der modifizierten Stichtagskursmethode und aus der Übernahme der mit Durchschnittskursen errechneten Jahresergebnisse aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Einzelgesellschaften. Die Entwicklung dieser Position ist in der Entwicklung des Konzerneigenkapitals dargestellt.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Im aktuellen Geschäftsjahr entstanden keine neuen Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung.

Abzugsposten für eigene Anteile

In Anwendung des IAS 32 werden eigene Anteile nicht als Vermögenswert, sondern als Korrekturposten zum Eigenkapital ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden 5.577 Stück (5.577) eigene Anteile offen vom Eigenkapital abgesetzt. » Der beizulegende Zeitwert der eigenen Aktien liegt bei 108 TEUR (5.577 Aktien x 19,38 EUR) (VJ 108 TEUR) und ist zu den Anschaffungskosten in Höhe von 89 TEUR (89) bilanziert.

» Der Vorstand der Uzin Utz AG wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 v. H. des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung u. a. zum Zwecke der Veräußerung an Dritte zur Übernahme von Unternehmen oder Beteiligungen zu erwerben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden von der Gesellschaft keine eigenen Anteile erworben.

Anteile fremder Dritter

Die Anteile fremder Dritter werden in der "Entwicklung des Konzerneigenkapitals" dargestellt.

20 Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Überprüfung der Notwendigkeit der bilanziellen Berücksichtigung von versicherungsmathematischen Gewinnen bzw. Verlusten erfolgt auf Basis der einzelnen Pläne gemäß dem Korridorverfahren. Dabei wird die Summe der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste, die 10% des höheren Wertes aus Planvermögen und Defined-Benefit-Obligation übersteigen, über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Mitarbeiter verteilt. Im Uzin Utz Konzern stammen die wesentlichen Pensionsverpflichtungen aus der Uzin Utz AG, Deutschland und der Tyro AG, Schweiz.

Annahmen Pensionsverpflichtungen
(in %)
Deutschland Übrige
2012 2011 2012 2011
Abzinsungsfaktor 3,20 4,70 1,75 2,75
Erwartete Vermögensrendite 3,20 4,80 1,75 2,75
Erwartete Gehaltsdynamik 0 0 1,00 1,29
Zukünftige Rentendynamik 0 0 0 0
Gesamtaufwand Deutschland Übrige
Pensionsverpflichtungen
(in TEUR)
2012 2011 2012 2011
Laufender Dienstzeitaufwand 24 19 411 577
Zinsaufwand 42 42 220 541
Erwartete Erträge aus Planvermögen -5 -5 -199 -356
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste
-4 -64 0 0
Beiträge der Arbeitnehmer 0 0 0 -298
Nachzuverrechnende
Dienstzeitaufwendungen
0 0 0 32
Planabgeltung 0 0 0 -751
Summe der erfolgswirksam
erfassten Beträge
56 -9 432 -255

Altersversorgungspläne

a) Beitragsorientierte Pläne

Im Uzin Utz Konzern gibt es, außer für ein Vorstandsmitglied und in der niederländischen Gesellschaft Unipro B.V., keine beitragsorientierten Pläne. Die 2012 in der GuV erfassten Beiträge der Unipro B.V. belaufen sich auf 484 TEUR. Die Altersversorgungspläne für anspruchsberechtigte Arbeitnehmer des Uzin Utz Konzerns sind leistungsorientiert.

b) Leistungsorientierte Pläne

Anspruchsberechtigten Personen werden Leistungen bei Erreichen des Ruhestandsalters von 65 Jahren gewährt. Sonstige Leistungen sind nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht vorgesehen.

» Die letzte versicherungsmathematische Bewertung der Vermögenswerte des Plans sowie des Barwertes des leistungsorientierten Plans sind zum 31. Dezember 2012 von der Allianz Lebensversicherungs-AG Stuttgart und der SwissLife, Zürich durchgeführt worden. Der Barwert der leistungsorientierten Pläne, der laufende Leistungsaufwand und der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wurden mit Hilfe der Methode der laufenden Einmalprämie ermittelt. Die leistungsorientierten Pläne sind (vollständig oder teilweise) kapitalgedeckt.

» Neben Annahmen zur Lebenserwartung – in Deutschland nach den so genannten Heubeck-Tafeln 2005G – liegen der Berechnung der Pensionsverpflichtungen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde: » Die Aufteilung des Gesamtaufwands des Uzin Utz Konzerns setzt sich wie folgt zusammen (siehe nebenstehende Tabelle).

» Der Barwert und der beizulegende Zeitwert der Planvermögen haben sich wie folgt entwickelt (siehe nachfolgende Seite).

» Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 81 TEUR (53) wurden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Die Pensionsaufwendungen setzen sich aus dem laufenden Dienstzeitaufwand und dem Zinsaufwand zusammen. Der Zinsaufwand ist unter den Finanzaufwendungen erfasst.

» Die Veränderung der Rückstellungen für Pensionen ergibt sich wie folgt (siehe nachfolgende Seiten).

Entwicklung des Barwerts der Deutschland Übrige
leistungsorientierten Verpflichtung
(in TEUR)
2012 2011 2012 2011
Eröffnungssaldo des Barwerts der
leistungsorientierten Verpflichtungen
895 791 7.938 13.680
Planabgeltung 0 0 0 -7.303
Laufender Dienstzeitaufwand 24 19 409 582
Zinsaufwand 42 42 220 543
Versicherungsmathematische Gewinne
oder Verluste
140 50 1.696 159
Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen 0 0 0 0
Plankürzungen 0 0 0 0
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 1.193 1.134
Bezahlte Versorgungsleistungen -8 -8 -494 -1.070
Konsolidierungskreis- &
sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Währungskursänderungen 0 0 55 214
1.093 895 11.018 7.938
Entwicklung des beizulegenden
Zeitwerts des Planvermögens
Deutschland Übrige
(in TEUR) 2012 2011 2012 2011
Eröffnungssaldo des beizulegenden
Zeitwerts des Planvermögens
108 111 7.149 11.961
Planabgeltung 0 0 0 -6.394
Erwartete Erträge des Planvermögens 5 5 198 534
Versicherungsmathematische Gewinne
oder Verluste
0 0 88 58
Tatsächliche Erträge des Planvermögens 5 5 0 0
Beiträge des Arbeitgebers 0 0 508 770
Beiträge der Teilnehmer des Plans 0 0 361 432
Bezahlte Versorgungsleistungen -8 -8 -168 -809
Konsolidierungskreis- &
sonstige Veränderungen
0 0 506 409
Währungskursveränderungen 0 0 50 188
106 108 8.692 7.149

Sonstige Rückstellungen

Gem. IAS 37 werden Rückstellungen für rechtliche oder faktische Verpflichtungen angesetzt, wenn der Mittelabfluss zur Begleichung der Verpflichtungen wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar ist.

» Die nicht einzeln aufgeführten sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Altlasten, ausstehende Bonigutschriften und Rückstellungen für drohende Verluste gebildet.

» Grundsätzlich sind die sonstigen Rückstellungen den kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen zugeordnet.

» Mit Ausnahme des angegebenen Teils der Personalkosten haben die Rückstellungen für laufende Steuern und sonstige Rückstellungen voraussichtliche Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr.

» Rückstellungen für Gewährleistungen werden für gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsverpflichtungen, für vertraglich vereinbarte Gewährleistungsverpflichtungen und für faktisch entstandene Gewährleistungsverpflichtungen bei Produkten gebildet.

» Die Rückstellungen für Personalkosten wurden im Wesentlichen für betriebliche Altersteilzeit, Urlaubsrückstände, pensionsähnliche Verpflichtungen, Gleitzeitguthaben, Prämien und Tantiemen gebildet. Als Möglichkeit für den vorzeitigen Übertritt in den Ruhestand bot die Uzin Utz AG bis 2009 das firmenseitig geförderte Altersteilzeitmodell in der Blockvariante oder einer anderen den gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden Variante an. Die in den Rückstellungen unter der Position Altersteilzeitverträge enthaltenen Veränderungen resultieren aus den vor 2010 abgeschlossenen Verträgen.

Finanzierungsstatus 2012 2011 2010 2009
(in TEUR) Gesamt Deutschland Übrige Gesamt Deutschland Übrige Gesamt Deutschland Übrige Gesamt Deutschland Übrige
Barwert der leistungsorientierten
Verpflichtung
12.110 1.093 11.018 8.833 895 7.938 14.471 791 13.680 12.097 811 11.286
Abzüglich beizulegender
Zeitwert der Verpflichtung
-8.798 -106 8.692 -7.258 -108 -7.149 -12.072 -111 -11.961 -9.593 -113 -9.480
Nettoverpflichtungen 3.313 987 2.326 1.575 786 789 2.399 680 1.719 2.504 698 1.806
Noch nicht im Aufwand
berücksichtigte Gewinne/Verluste
-1.673 -51 -1.623 -79 94 -172 -45 208 -253 -196 153 -350
Planabgeltung 0 0 0 158 0 158 0 0 0 0 0 0
Andere in der Bilanz
angesetzte Beträge
50 0 50 43 0 43 29 0 29 25 0 25
Andere Veränderungen gemäß IAS 19 0 0 0 0 0 0 0 0 0 -146 0 -146
Rückstellungen
für Pensionen in der Bilanz
1.689 936 753 1.697 880 817 2.383 888 1.495 2.187 852 1.335

» Die Uzin Utz AG bezahlt seit 2010 entsprechend dem "Tarifvertrag Lebensarbeitszeit und Demografie" der chemischen Industrie einen jährlichen Demografiebetrag von 300 Euro pro Mitarbeiter. In 2012 einmalig 200 Euro pro Mitarbeiter zusätzlich. Die Mittel aus dem Demografiefonds werden zur Finanzierung sogenannter Wertkonten für die teilnehmenden Mitarbeiter verwendet. Neben dem Demografiefonds und den Beiträgen des Unternehmens fördert die Uzin Utz AG auch, dass Mitarbeiter selbst zusätzlich Guthaben in Form von Urlaubstagen, Überstunden oder Entgeltumwandlung auf ihrem Wertkonto ansparen. Die Konten ermöglichen u. a. einen vorgezogenen Übergang in den Ruhestand. Es resultieren keine Rückstellungen aus dieser Regelung.

Rückstellungen
(in TEUR)
Vortrag Unterschieds
beträge aus
Währungs
umrechnung
Zuführung Zuführung
Erstkonsoli
dierung
Verbrauch Auflösung Endbestand
Rückstellungen für Pensionen 1.697 5 81 0 0 94 1.689
Steuerrückstellungen 121 0 378 0 67 0 431
Sonstige Rückstellungen
des Personalbereichs für
Altersteilzeitverträge 557 0 0 0 309 0 248
Urlaubslöhne und -gehälter 850 9 464 0 385 28 911
Prämien und Tantiemen 1.045 5 1.287 0 988 29 1.320
Beiträge zur
Berufsgenossenschaft
238 0 207 0 183 35 227
Übrige sonst. Rückstellungen
des Personalbereichs
554 0 740 0 655 2 638
Aus Garantie- und
Kulanzleistungen
921 3 202 0 186 115 825
Aus ausstehenden
Lieferantenrechnungen
190 1 363 0 197 9 347
Aus sonstigen Verpflichtungen
und Risiken
1.061 8 1.006 0 991 95 988
7.235 31 4.728 0 3.963 407 7.624
Davon kurzfristig 5.538 26 4.647 0 3.963 313 5.935
Davon langfristig 1.697 5 81 0 0 94 1.689

21 Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung inklusive der Fälligkeiten sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen.

Verbindlichkeiten
(in TEUR)
Gesamtausweis davon Restlaufzeit
< 1 Jahr
davon Restlaufzeit
1 – 5 Jahre
davon Restlaufzeit
> 5 Jahre
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Finanzverbindlichkeiten 41.164 45.205 14.245 13.590 21.169 26.630 5.750 4.985
Erhaltene Anzahlungen 45 71 45 71 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen
8.523 7.184 8.523 7.184 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
aus Ertragssteuern
655 549 655 549 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.890 5.352 5.481 4.937 409 416 0 0
davon aus
sonstigen Steuern
2.180 2.105 2.180 2.105 0 0 0 0
davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
300 297 300 297 0 0 0 0

Finanzverbindlichkeiten

Die Finanzverbindlichkeiten belaufen sich auf 41.164 TEUR (45.205), wovon 13.917 TEUR (15.255) durch Grundpfandrechte abgesichert sind.

» Die Finanzverbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 40.849 TEUR (44.530) und Verbindlichkeiten aus Finance Leasingverhältnissen in Höhe von 315 TEUR (674). Die Bewertung erfolgt zu den fortgeführten Einstandswerten.

Aufgegebener Geschäftsbereich
(in TEUR)
2012 2011
Gewinn aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich
Erlöse 4.075 3.936
Aufwendungen 3.804 3.887
EBITDA aus laufender Geschäftstätigkeit 271 48
Ergebnis vor Steuern aus laufender Geschäftstätigkeit 207 14
Steuern* 59 4
Ergebnis nach Steuern aus laufender Geschäftstätigkeit 148 10
Gewinn aus dem Verkauf des aufgegebenen Geschäftsbereichs 1.392
Steuern auf den Gewinn aus dem Verkauf des aufgegebenen Geschäftsbereichs* 397
Gewinn des Jahres 1.143 10
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€)** 1,65 1,78
Cashflows aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich
Netto-Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 207 -16
Netto-Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24 -53
Netto-Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Netto-Cashflow des Jahres 183 -69

» Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten aus variabel verzinslichen Darlehen in Höhe von 2.795 TEUR (3.537) sowie Kontokorrentverbindlichkeiten in Höhe von 3.917 TEUR (3.807). Die bestehenden Kreditlinien erlauben die Aufnahme weiterer Mittel.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten sonstige Steuern in Höhe von 2.180 TEUR (2.105) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 300 TEUR (297). Die übrigen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.410 TEUR (2.951) setzen sich im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren in Höhe von 2.038 TEUR (1.594) und einem Zinsswap in Höhe von 219 TEUR (283), der einer effektiven Sicherungsbeziehung zuzuordnen ist, zusammen.

» Die Beträge sind in der Regel nicht verzinslich und entsprechen im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.

22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr von 7.184 TEUR auf 8.523 TEUR gestiegen.

» Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nicht verzinst und unterliegen demzufolge keinen Zinsänderungsrisiken. Im Übrigen entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen ihren beizulegenden Zeitwerten.

23 Aufgegebener Geschäftsbereich

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 hat die Uzin Utz Gruppe den am Standort Würzburg betriebenen Geschäftsbereich Lackprodukte für das holzverarbeitende Handwerk verkauft. Es ist eine Schlussfolgerung aus der strategischen Entwicklung des Uzin Utz Konzerns, sich stärker auf das Kerngeschäft "Boden" zu konzentrieren. Das heißt, im Fokus stehen die Entwicklung und die Herstellung von Produkten und Maschinen für die Bodengestaltung sowie die ergänzenden Dienstleistungen für die Zielgruppen des bodenlegenden Handwerks, Planer, Architekten und die Endverbraucher.

» Die JP Coatings GmbH übernimmt für zwei Jahre die Lohnfertigung für alle bisher am Standort gefertigten Produkte des veräußerten Geschäftsbereichs.

  • * Ohne Berücksichtigung der Nutzung
  • des steuerlichen Verlustvortrags
  • ** Keine Verwässerungseffekte

Sonstige Angaben

LaR: Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

FVO: Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert eingestufte und bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Fair Value Option)

Hft: Zu Handelszwecken gehaltene und erfolgswirksam bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Held for Trading)

FLAC: Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Amortised Costs)

Finanzrisikomanagement und derivative Finanzinstrumente

Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Der beizulegende Zeitwert der Finanzinstrumente wurde mit Ausnahme des beizulegenden Zeitwerts der "derivativen Finanzinstrumente" durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der "derivativen Finanzinstrumente" wurde auf der Basis von Marktwerten ermittelt.

» Die wesentlichen durch den Uzin Utz Konzern verwendeten Finanzinstrumente – mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente – umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Finance Leasingverhältnisse und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Uzin Utz Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z.B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

» Des Weiteren verfügt der Uzin Utz Konzern in begrenztem Umfang über derivative Finanzinstrumente in Form eines Zinsswaps und Devisentermingeschäften. Zweck dieser Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zinsänderungs- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Uzin Utz Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

» Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile an der Unihem Gruppe, Slowe-

Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
laut Bilanz
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
erfolgsneutral erfolgswirksam davon
Wertansatz
nach IAS 17
Fair Value
LaR 9.857 9.857 0 0 0 9.857
LaR 21.442 21.442 0 0 0 21.442
n/a 71 0 0 71 0 71
Hft 0 0 0 0 0 0
LaR 2.566 2.566 0 0 0 2.566
FLAC 8.523 8.523 0 0 0 8.523
FLAC/n/a 41.164 40.849 0 0 315 40.191
n/a 315 0 0 0 315 315
FLAC 6.545 6.326 219 0 0 6.545
n/a 219 0 219 0 0 219
Fair Value Fair Value
Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte
zum 31.12.2011
(in TEUR)
Bewertungs
kategorie
nach IAS 39
Buchwert
laut Bilanz
Fortgeführte
Anschaffungs
kosten
Fair Value
erfolgsneutral
Fair Value
erfolgswirksam
davon
Wertansatz
nach IAS 17
Fair Value
Aktiva
Zahlungsmittel LaR 15.499 15.499 0 0 0 15.499
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 23.319 23.319 0 0 0 23.319
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte n/a 163 0 0 163 0 163
davon derivative Finanzinstrumente Hft 0 0 0 0 0 0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte LaR 1.423 1.423 0 0 0 1.423
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 7.184 7.184 0 0 0 7.184
Finanzverbindlichkeiten FLAC/n/a 45.205 44.530 0 0 674 45.057
davon Finanzierungsleasing n/a 674 0 0 0 674 674
Sonstige Verbindlichkeiten FLAC 5.901 5.618 283 0 0 5.901
davon derivative Finanzinstrumente n/a 283 0 283 0 0 283

nien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufsbzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Der Preis für die Kauf- bzw. Verkaufsoption wurde in Abhängigkeit des Ergebnisses vor Steuern (EBT; Earnings Before Taxes) festgelegt. Im vorliegenden Fall lassen anerkannte Modelle und Methoden keine allgemeine Bewertung des Optionsrechts mit einem verlässlich ermittelten beizulegenden Zeitwert zu, so dass eine Bewertung zum Bilanzstichtag unterblieb. Abweichend von der ursprünglichen Optionsvereinbarung haben sich die Vertragsparteien auf eine Übernahme der restlichen Anteile in 2013 geeinigt.

Risiken aus Finanzinstrumenten

Typische Risiken aus Finanzinstrumenten sind das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko und die einzelnen Marktrisiken. Das Risikomanagementsystem des Uzin Utz Konzerns wird im Risikobericht des Konzernlageberichts dargestellt. Auf Basis der nachfolgend dargestellten Informationen sehen wir keine expliziten Risikokonzentrationen aus Finanzrisiken.

Marktrisiken

Als Marktrisiko wird das Risiko bezeichnet, dass die beizulegenden Zeitwerte oder zukünftigen Zahlungsströme eines originären oder derivativen Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Risikofaktoren schwanken. Die wesentlichen Marktrisiken, denen der Uzin Utz Konzern ausgesetzt ist, sind das Währungsrisiko und das Zinsänderungsrisiko. Aus diesen Risiken können Ergebnis-, Eigenkapital-, und Cashflow-Schwankungen resultieren.

» Die nachstehend beschriebene Analyse sowie die mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen ermittelten Beträge stellen hypothetische, zukunftsorientierte Angaben dar, die sich aufgrund unvorhersehbarer Entwicklungen an den Finanzmärkten von den tatsächlichen Ereignissen unterscheiden können. Zudem sind hier nicht Risiken berücksichtigt, die nichtfinanzieller Natur oder nicht quantifizierbar sind, wie zum Beispiel Geschäftsrisiken.

Währungsrisiken

Unter Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder die zukünftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken.

» Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert werden. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechung von Abschlüssen von Tochterunternehmen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt.

» Der Konzern unterliegt Währungsrisiken aus einzelnen Transaktionen. Diese resultieren aus Käufen und Verkäufen von operativen Einheiten in einer anderen Währung als der funktionalen Währung dieser Einheiten. Rund 26% (24) der Umsätze werden außerhalb des Euro-Raumes getätigt. Der Uzin Utz Konzern begegnet diesem Risiko u. a. durch die Konzernstruktur mit bestehenden Produktionsstandorten in verschiedenen Währungszonen. Zudem werden die Währungsrisiken dadurch verringert, indem ausländische Tochterunternehmen ihren Finanzbedarf primär im jeweiligen Sitzstaat decken.

» Die Wechselkursrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen können aufgrund der verhältnismäßig kurzen Zahlungsziele in den meisten Fällen als unbedeutend betrachtet werden. Darüber hinaus werden fallweise zur Absicherung der Schwankungen bei der Umrechnung ausländischer Geschäftseinheiten in EURO feststehende Zahlungen oder bedeutende Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten, Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen getätigt. Grundsätzlich erfolgt dies unter Abwägung von Kosten und Nutzen, abhängig vom jeweiligen Volumen. Zum 31. Dezember 2012 bestanden Sicherungsbeziehungen für 10% (0) der Fremdwährungsumsätze des Konzerns für 2012.

» Zum Bilanzstichtag bestehen darüber hinaus langfristige Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Form von Net Investments in Höhe von 1,3 Mio. EUR (1,3) im Sinne des IAS 21. In diesem Zusammenhang auftretende Währungskursverluste sind gem. IAS 21 zunächst erfolgsneutral zu erfassen. Währungsrisiken bestehen im Hinblick auf die erfolgswirksame Erfassung von zu einem späteren Rückzahlungszeitpunkt bestehenden Umrechnungsdifferenzen. » Fremdwährungsrisiken ergeben sich bei der Uzin Utz AG aus in GBP und PLN fakturierten Umsätzen. Zur Absicherung im Rahmen von Cashflow Hedges dienen Termingeschäfte. » Wenn der EURO gegenüber einer nach vernünftigen Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung des britischen Pfundes und des polnischen Zloty zum 31. Dezember um 10% stärker (schwächer) gewesen wäre, wäre der fair value der Sicherungsgeschäfte um 14 TEUR höher (413 TEUR niedriger) gewesen.

» Im Geschäftsjahr wurde ein Bewertungsverlust in Höhe von 13 TEUR in der GuV berücksichtigt.

Zinsrisiken

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

» Der Zinssatz von variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. » Zur Beurteilung des Zinsänderungsrisikos sind die finanziellen Schulden gemäß IAS 32 grundsätzlich in solche mit fester und solche mit variabler Zinsbindung zu unterteilen. Bei festverzinslichen Finanzinstrumenten wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und entspricht somit in etwa dem jeweiligen Marktzinssatz. Das Risiko der Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten mit einem variablen Zinssatz. Durch eine Sensitivitätsanalyse der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten mit einem um +/- 100 Basispunkte schwankenden Marktzinssatz hätte sich für das Geschäftsjahr 2012 eine hypothetische Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragssteuern von +/- 93 TEUR ergeben.

» In 2008 wurde ein Zinsswap mit einem anfänglichen Nominalvolumen von 5.000 TEUR zu einem gesicherten Zinssatz von 4,92% p.a. bis zum 30. Juni 2016 abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 reduzierte sich das Nominalvolumen des Zinsswaps durch vertragliche Regelung auf 2.500 TEUR. Der Zinssatz verpflichtet den Uzin Utz Konzern, über die Laufzeit und das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu zahlen. Als Ausgleich bekommt der Uzin Utz Konzern vom Kontrahenten des Zinsswaps eine Zahlung des aktuellen kurzfristigen Zinssatzes. Hiermit sichert sich der Uzin Utz Konzern das Zinsniveau in Höhe des abgesicherten Zinssatzes von 4,92% p.a. Die variablen Zinsverpflichtungen werden durch den Zinsswap in Verpflichtungen zu einem Festzinssatz umgewandelt. Somit ist das Unternehmen vor steigenden Zinsen geschützt, profitiert aber im Gegenzug nicht von fallenden Zinsen. Da die Sicherungsbeziehung als hochwirksam eingestuft wird, wird nach den Vorgaben des IAS 19 ein Cashflow Hedge bilanziert. Der beizulegende Zeitwert, der sich aus der Bewertung zu Marktpreisen ergibt, beträgt zum Bilanzstichtag -219 TEUR (-283) und ist erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Marktpreis ergibt sich aus entsprechenden Quotierungen von Kreditinstituten.

Kreditrisiken

» Das maximale Ausfallrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswertes ersichtlich. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind diese Risiken überwiegend durch Warenkreditversicherungen abgedeckt. Darüber hinaus versucht der Uzin Utz Konzern das Ausfallrisiko originärer Finanzinstrumente durch Handelsauskünfte, Kreditlimits, Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und Inkasso zu verringern. Generell beschränkt sich das maximale Ausfallrisiko auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Summe anderer kurzfristiger Vermögenswerte, abzüglich der zum Bilanzstichtag berücksichtigten Wertminderungen sowie auf Forderungen, die nicht durch Warenkreditversicherungen gedeckt sind. » Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der Uzin Utz Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Risiko wird dadurch minimiert, dass nur Geschäfte mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen werden. Weitere finanzielle Risiken bestehen in diesem Zusammenhang nicht.

» Die Entwicklung des Wertberichtigungskontos stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung des
Wertberichtigungskontos
(in TEUR)
2012 2011
Stand 01. 01. 2.139 2.982
Änderungen im Konsolidierungskreis 0 39
Zuführung 1.011 1.253
Verbrauch 382 1.165
Auflösung 381 920
Wechselkurseffekt 37 -50
Stand 31. 12. 2.424 2.139

» Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2012 stellt sich wie folgt dar:

Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
(in TEUR)
2012 2011
Weder überfällig noch
wertgemindert
14.815 16.462
Überfällige Forderungen,
die nicht einzelwertberichtigt sind
< 30 Tage 2.649 2.590
30-59 Tage 1.689 1.521
60-89 Tage 329 624
90-119 Tage 451 167
>120 Tage 938 1.525
Gesamt 6.056 6.427
Restbuchwert der
einzelwertberichtigten Forderungen 571 429
Buchwert (netto) 21.442 23.319

» Die sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden, bis auf die Genossenschaftsanteile bei den Volksbanken, grundsätzlich nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

» Wesentliche Forderungen werden individuell auf Wertminderungsbedarf untersucht. Eine Forderung wird wertberichtigt, wenn objektive Hinweise vorliegen, dass der Konzern nicht in der Lage sein wird, alle fälligen Beträge entsprechend den vertraglichen Bedingungen zu vereinnahmen. Die angegebenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten.

Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiko
(in TEUR)
Bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Summe
2012 2011 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Finanzverbindlichkeiten 14.245 13.590 21.169 26.630 5.750 4.985 41.164 45.205
Sonstige unverzinsliche
Verbindlichkeiten
3.001 2.535 409 416 0 0 3.410 2.951
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
8.523 7.184 0 0 0 0 8.523 7.184
Derivative Finanzinstrumente 219 283 0 0 0 0 219 283
Summe 25.989 23.592 21.578 27.045 5.750 4.985 53.317 55.622

Grundsatz eines professionellen Liquiditätsmanagements ist es, jederzeit eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten, bei einer gleichzeitig hohen, weit über dem Branchendurchschnitt liegenden Eigenkapitalquote. Ziel dabei ist, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen, Finance Leasingverhältnissen und Mietkaufverträgen zu gewährleisten.

» Die Ziele des Cash- bzw. Liquiditätsmanagements sind weiterhin wie folgt beschrieben:

  • − Sicherstellung der permanenten Zahlungsfähigkeit
  • − Optimierung der Zahlungsströme
  • − Reduzierung der Finanzierungskosten
  • − Steigerung der Finanzerträge
  • − Begrenzung von Risiken
  • − Schaffung von Handlungsspielräumen für unternehmerische Entscheidungen.

Auch im Jahr 2012 konnte diese Anforderung erfüllt werden. Die Liquidität war stets gewährleistet, Kreditlinien wurden zu keinem Zeitpunkt in voller Höhe beansprucht. Im Jahr 2012 wurden Finanzierungsmaßnahmen für einige Ausbau- und Ersatzinvestitionen für bestehende Produktionsanlagen und Neubauten getätigt. Das Gesamtkreditvolumen inkl. Verbindlichkeiten aus Finance Leasing im Konzern betrug im Jahr 2012 41,2 Mio. EUR, nach 45,2 Mio. EUR im Vorjahr. Enthalten sind hierbei auch Nachrangkapitaltranchen der Uzin Utz AG in Höhe von 6,3 Mio. EUR (6,8), die aus dem Programm "Kapital für Arbeit" der Kreditanstalt für Wiederaufbau stammen. Die Bank tritt mit ihren Forderungen aus diesem Darlehen unwiderruflich hinter alle gegenwärtigen und künftigen Forderungen der Gläubiger in den Rang vor die Forderungen auf Rückgewähr des kapitalersetzenden Darlehens eines Gesellschafters oder gleichgestellte Forderungen zurück.

Leasing

Der Konzern als Leasingnehmer

Zahlungen aus Operate Leasingverhältnissen betreffen hauptsächlich Mieten für Büroimmobilien sowie Firmenwagen des Konzerns. Leasingverhältnisse werden für eine durchschnittliche Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen.

» Die in Zukunft fälligen Verpflichtungen aus Finance Leasingverhältnissen, die in entsprechender Höhe unter den Finanzverbindlichkeiten bilanziert sind sowie die Verpflichtungen aus unkündbaren Operate Leasingverhältnissen ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Miet- &
Leasingverpflichtungen
(in TEUR)
Verpflichtungen
aus Operate Leasing
Verpflichtungen
aus Finance Leasing
Gesamt
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2.505 2.740 315 360 2.820 3.099
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 2.562 3.136 0 315 2.562 3.451
Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) 244 153 0 0 244 153

» Die Vorjahreswerte "Verpflichtungen aus Operate Leasing" wurden zu hoch ausgewiesen und somit angepasst. Die Anpassung hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss 2011.

» Die Nettobuchwerte aus Finance Leasing, die von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen als Vermögenswerte bilanziert sind, stellen sich wie folgt dar:

Vermögenswerte
(Nettobuchwert)
(in TEUR)
2012 2011
PKW/LKW 30 76
Gründstücke und Gebäude 2.166 2.219
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
18 23
Gesamt 2.214 2.317

» Die Verträge enthalten regelmäßig eine Kaufoption.

» Nachfolgend die Überleitung der Mindestleasingzahlungen zu deren Barwert am Abschlussstichtag:

Barwerte aus
Finance Leasing
(in TEUR)
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
(jährlich)
2012 2011 2012 2011 2012 2011
Mindestleasingzahlungen 315 360 0 315 0 0
Abzinsungsbeträge 16 19 0 57 0 0
Gesamt 298 341 0 257 0 0

» Im Aufwand sind Zahlungen aus Operate Leasingverhältnissen in Höhe von 2.740 TEUR (2.602) enthalten. Der Vorjahreswert wurde zu hoch ausgewiesen und somit angepasst. Die Anpassung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss 2011.

Der Konzern als Leasinggeber

Die gegenüber fremden Dritten abgeschlossenen Leasingverträge über Vermögenswerte, deren Laufzeit vier Jahre beträgt, haben zum 31. Dezember 2012 einen Buchwert in Höhe von 5 TEUR (18). Die Leasingeinnahmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 81 TEUR (52). Die zukünftigen Leasingeinnahmen werden auf dem Niveau der Vorjahre erwartet.

Ergebnis je Aktie

Ergebnis je Aktie 2012 2011
Jahresüberschuss nach Anteilen
Konzernfremder (in Mio. EUR)
9,46 8,98
Gewogener Durchschnitt der im
Umlauf befindlichen Aktien
5.038.742 5.038.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,88 1,78

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Jahresüberschuss nach Anteilen fremder Dritter und der gewichteten Anzahl der durchschnittlich ausgegebenen Aktien. Zurückgekaufte Aktien gehen zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befunden haben, in die Bewertung ein. » Im Berichtsjahr 2012 ergaben sich keine Verwässerungseffekte.

Erläuterungen zur Konzern-Segmentberichterstattung

Die Segmente werden grundsätzlich nach ihrer internen Organisations- und Berichtsstruktur und den rechtlichen Einheiten ausgewiesen, wobei diese unter Berücksichtigung regionaler Verantwortungsbereiche zusammengefasst wurden.

  • » Hierdurch ergibt sich folgende Segmentierung:
  • − Das Segment "Deutschland Verlegesysteme" umfasst alle Produzenten von Verlegesystemen für Böden, Parkett, Fliese und Naturstein mit Sitz in Deutschland.
  • − Das berichtspflichtige Segment "Deutschland Oberflächenpflege und -veredelung" besteht aus den Produzenten von Oberflächenpflege und -veredelungsprodukten in Deutschland.
  • − Das Segment "Westeuropa" umfasst Gesellschaften, die ihren Sitz in Westeuropa (außerhalb Deutschlands)

haben und Produktsysteme für das Verlegen von Bodenbelägen herstellen und/oder anbieten.

  • − Das Segment "Süd-/Osteuropa" besteht aus Gesellschaften, die ihren Sitz in Süd-/Osteuropa haben und Produktsysteme für das Verlegen von Bodenbelägen herstellen und/oder anbieten.
  • − Unter "alle sonstigen Segmente" werden die übrigen nach IFRS 8 definierten operativen Gesellschaften zusammengefasst. Sie generieren Umsatzerlöse aus folgenden Arten von Produkten und Dienstleistungen: Verlegesysteme für Boden- und Wandbeläge, Oberflächenveredelung von Parkett sowie Maschinen und Spezialwerkzeuge für die Bodenbearbeitung, Hochleistungs-Trockenklebstoffe, Reinigungs- und Pflegeprodukte sowie Serviceleistungen rund um den Boden.
  • − Der Posten "Überleitung" enthält sowohl Konsolidierungsmaßnahmen als auch Beträge, die durch nicht operative Segmente verursacht wurden.

» Erlöse zwischen den Segmenten werden zu Preisen berechnet, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Segmentposten umfassen Transfers zwischen den einzelnen Segmenten, die in der Überleitungsrechnung eliminiert werden. Grundlage für die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte auf einzelne Länder ist der Sitz der verkaufenden Einheit bzw. der Standort des Vermögens. Das Segmentergebnis wird als Ergebnis vor Steuern und Zinsen ausgewiesen. Die Informationen zu Segmentinvestitionen umfassen die immateriellen Vermögenswerte (ohne Geschäftswerte) und die Sachanlagen.

» Bei den Umsatzerlösen nach geografischen Regionen richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden. Im Geschäftsjahr 2012 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des Uzin Utz Konzerns getätigt.

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7 "Cashflow Statements" unter Anwendung der indirekten Methode für den Cashflow aus der operativen Tätigkeit, ausgehend vom Jahresüberschuss, aufgestellt. Die Kapitalflussrechnung ist in die drei Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gegliedert. » Der Finanzmittelbestand ist definiert als der Saldo aus den liquiden Mitteln sowie sämtlicher Wertpapiere mit einer zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Restlaufzeit von drei Monaten abzüglich der in den kurzfristigen Finanzschulden enthaltenen Verbindlichkeiten aus Kontokorrent-Verhältnissen, die Bestandteil des konzernweiten Cash-Managements sind. Als Finanzschulden im Sinne der Finanzierungsrechnung werden sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie verzinsliche Darlehen, die von Lieferanten gewährt wurden, bezeichnet. » Kreditlinien wurden konzernweit zum Abschlussstichtag zu ca. 7% (9), absolut ca. 3,9 Mio. EUR (3,8) ausgenutzt. Es bestanden bei rund einem Viertel der Konzerngesellschaften fest vereinbarte Kreditlinien.

» Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit spezifiziert (IAS 7 Cashflow Statements).

» Die Kapitalflussrechnung hat ihren Ausgangspunkt im operativen Cashflow zuzüglich des zusätzlichen ordentlichen Ergebnisses vor Abschreibungen (Betriebs-Cashflow). Der Betriebs-Cashflow, korrigiert um die zahlungsunwirksamen Ströme und unter Einbeziehung der Zahlungsströme aus erhaltenen Dividenden, Zinsen und Steuern, die aufgrund der Unmöglichkeit der Zuordnung zu einzelnen Geschäftsbereichen in voller Höhe hier ausgewiesen werden, sowie der Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva, ergibt den Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit.

» Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit beinhaltet den Zahlungsmittelabfluss für Investitionen, den Zahlungsmittelzufluss aus Desinvestitionen sowie Zahlungsmitteländerungen im Zusammenhang mit Änderungen des Konsolidierungskreises.

» In der Veränderung der betrieblichen Aktiva sind die Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit enthalten. Die Veränderung der betrieblichen Passiva beinhaltet kurzfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit.

Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten

Aus einer Bürgschaft der Unihem d.o.o. resultiert eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 980 TEUR, wofür die Möglichkeit einer Erstattung aus Grundpfandrechten besteht. » Der Uzin Utz Konzern unterliegt außerdem möglichen Verpflichtungen aus Verfahren und geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicher zukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Hieraus werden jedoch keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation des Konzerns erwartet.

Beziehungen zu nahestehenden Personen

Die verbundenen Unternehmen werden in der Aufstellung zum Anteilsbesitz dargestellt.

» Als "related parties" im Sinne des IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen neben dem Vorstand grundsätzlich der Aufsichtsrat, verbundene Unternehmen sowie die Anteilseigner in Betracht.

» Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung in Höhe von 55,5 TEUR (48,9). Im Einzelnen erhalten:

Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes 24,5 TEUR (22,3)
Frank W. Dreisörner 15,5 TEUR (13,3)
Marco Sieber (bis 13.08.2012) 9,6 TEUR (13,3)
Dr. Rainer Kögel (ab 13.09.2012) 4,7 TEUR (0)

» Die Bezüge des Vorstands beliefen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 1.223 TEUR (1.258). Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 15. Mai 2012 unterbleiben die im Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz verlangten Angaben. Dieser Beschluss gilt bis zum 31. Dezember 2015. » Per 31. Dezember 2012 besaß der Vorstandsvorsitzende Dr. H. Werner Utz 1.759.314 Aktien des Unternehmens und war damit zum Ende des Berichtszeitraumes größter Aktionär.

» Der Sozietät des Aufsichtsratsvorsitzenden wurden für Beratungsleistungen im Berichtsjahr 63 TEUR (129) bezahlt. » Geschäftsvorfälle zwischen den Konzerngesellschaften sind durch die Konsolidierung eliminiert worden und werden daher in diesem Anhang nicht erläutert. Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und ihren Tochtergesellschaften sowie assoziierten Unternehmen werden im Einzelabschluss der Muttergesellschaft angegeben.

» Zwischen in den Konzern einbezogenen Unternehmen und nicht in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen stattgefundene Transaktionen werden nachstehend erläutert.

Transaktionen aus Lieferungen und Leistungen

Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 fanden keine wesentlichen Transaktionen zwischen Konzerngesellschaften und nahestehenden Personen und Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, statt.

» Die Objekteure im Forum Verwaltungsgesellschaft mbH, Artiso AG und die Hermann Frank Verwaltungs GmbH sind nahestehende Unternehmen, weil direkt Anteile zwischen 50% und 100% des Stammkapitals durch die Uzin Utz AG gehalten werden. Diese Unternehmen wurden nicht in den konsolidierten Konzernabschluss miteinbezogen, weil die konzerninternen Geschäftsvorfälle unter 1% des Konzernvolumens liegen. In der Regel finden mit diesen Unternehmen keine wesentlichen Transaktionen, die das operative Geschäft betreffen, statt.

» Eventuell ausstehende Forderungen sind ungesichert und werden bar beglichen. Es wurden weder Garantien gegeben noch erhalten.

Konzerngesellschaften

(Zahlenangaben laut Handelsbilanz vor Konsolidierung)

Gesellschaft Standort Anteil am
Kapital in%
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis
in TEUR
Ergebnis
VJ
Uzin Dr. Utz Ges. mbH AT, Wien 100,00 -306 79 22
Unipro-Belgie N.V. BE, Gent 99,98 1.166 239 253
Uzin Tyro AG CH, Buochs 100,00 6.376 902 1.372
Sifloor AG CH, Sursee 100,00 8.320 296 349
DS Derendinger AG CH, Thörishaus 100,00 1.288 3 131
Uzin Utz Construction
Materials Co.Ltd. **
CN, Shanghai 90,00 -464 -358 -308
Uzin s.r.o. CZ, Prag 100,00 982 267 137
artiso solutions gmbh DE, Blaustein 50,00 302 43 117
Artiso AG * DE, Blaustein 50,00 35 3 3
Genial Produkte GmbH DE, Meckenheim 100,00 -1.422 56 13
Hermann Frank GmbH &
Co. KG
DE,
Oberderdingen
100,00 545 -63 -127
Hermann Frank Verwal
tungs GmbH *
DE,
Oberderdingen
100,00 32 2 1
BIL LEASING Verwaltungs
GmbH & Co 870 KG
DE, Pullach 94,00 -982 931 884
Objekteure im Forum
Verwaltungsgesellschaft
mbH * DE, Ulm 100,00 30 2 1
Utz Beteiligungs GmbH DE, Ulm 100,00 -89 -20 -23
Uzin Utz AG DE, Ulm 63.160 4.760 4.609
JP Coatings GmbH DE, Würzburg 100,00 6.219 2.127 504
Uzin France SAS FR, Paris 100,00 2.574 131 246
Uzin Limited GB, Rugby 100,00 1.869 600 225
Unikem d.o.o ** HR, Zagreb 50,00 182 -39 -41
Uzin Utz Magyarország
Kft.
HU, Budapest 90,00 4 -48 -379
Unipro B.V. NL, Haaksbergen 100,00 5.901 1.193 1.231
Løkken AS ** NO, Skien 80,40 167 -112 -278
Ufloor Systems NZ Ltd. NZ, Whangaparaoa 90,00 300 44 13
Uzin Polska Produkty
Budowlane Sp.zo.o. PL, Legnica 100,00 3.780 266 523
Uzin Polska Sp.zo.o. PL, Legnica 100,00 2.008 103 146
P.T. Uzin Utz Indonesia RI, Jakarta 49,00 1.239 43 124
Unihem Trading d.o.o. ** RS, Belgrad 50,00 -238 -100 10
Unihem d.o.o. ** SLO, Ljubljana 50,00 2.635 -391 -23
Utz Inc. USA, Aurora 100,00 312 0 0
Ufloor Systems Inc. USA, Aurora 90,00 -492 237 666
Arendicom GmbH * DE, Tutzing 21,01 114 14 -93
Uzin Utz Manufacturing
North America Inc. *
USA, Delaware 100,00 91
Compotan Polymer B.V. * NL, Ede 100,00 294 -3

Produktions- und Vertriebsstandort

  • Vertriebsstandort
  • * nicht konsolidiert
  • ** Erwerb der 100% in 2013

Organe der Uzin Utz Aktiengesellschaft Vorstand:

» Dr. H. Werner Utz Diplom-Kaufmann 89584 Ehingen Vorsitzender (Strategie, Marketing, Technischer Produktservice, Entwicklung und Produkttechnik) » Thomas Müllerschön Diplom-Betriebswirt (BA) Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) 89607 Emerkingen Vorstand Vertrieb und Finanzen (Vertrieb, Betrieb & Logistik, Controlling, Finanz- und

Rechnungswesen, Konzernorganisation, Personal, Zentraleinkauf)

Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen auskunftsgemäß folgende Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:

  • » Dr. H. Werner Utz:
  • − Volksbank Ulm-Biberach eG, Ulm
  • − Deutsche Messe AG, DOMOTEX, Hannover
  • − Baden-Württembergische Bank, Stuttgart
  • − Artiso AG, Blaustein
  • » Thomas Müllerschön:
  • − seca group gmbh, Hamburg
  • − Südvers Holding GmbH & Co. KG, Au bei Freiburg

Aufsichtsrat:

  • » Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes (Vorsitzender) Rechtsanwalt 70597 Stuttgart
  • » Frank W. Dreisörner (stellvertretender Vorsitzender) Diplom-Ökonom, Diplomingenieur Vorsitzender der Geschäftsführung 47815 Krefeld
  • » Dr. Rainer Kögel (ab 13. September 2012) Rechtsanwalt 70597 Stuttgart

ausgeschieden ist:

» Marco Sieber Diplom-Kaufmann 6048 Ruswil, Schweiz Mandatsniederlegung mit Wirkung zum 13. August 2012

» Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen zum 31. Dezember 2012 folgende weitere Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:

  • » Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes:
  • − Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Mitglied des Regionalbeirats Süd/West
  • − Hager SE, Blieskastel, Mitglied des Aufsichtsrats
  • − Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten, Mitglied des Beirats
  • − Wormland Unternehmensverwaltung GmbH, München, Mitglied des Aufsichtsrats
  • − Kohl Medical AG, Perl, Mitglied des Aufsichtsrats
  • » Frank-Werner Dreisörner:
  • − Südpack Verpackungen GmbH & Co. KG, Ochsenhausen, Mitglied des Beirats
  • − HDI Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover (Region West), Mitglied des Beirats
  • − Deutsche Bank AG, Frankfurt (Beirat West, Düsseldorf), Mitglied des Beirats
  • » Dr. Rainer Kögel:
  • − WIV Wein International AG, Burg Layen, Vorsitz des Aufsichtsrats
  • − Scherr+Klimke AG, Ulm, stellvertretender Vorsitz des Aufsichtsrats
  • − Peri-Werk Artur Schwörer GmbH & Co. KG/Peri GmbH, Weißenhorn, Mitglied des Beirats
  • − SAS Sideo, Vermondans, Frankreich, Vorsitz des Beirats
  • − BRANDHOLDING GmbH & Co. KG, Anröchte, Mitglied des Beirats
  • − Tessner Holding KG, Goslar, Mitglied des Beirats
  • − VAROMEXX Beteiligungen GmbH, Göppingen, stellvertretender Vorsitz des Beirats
  • − Schrader Holding GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Vorsitz des Beirats

Gesamtbezüge und Anteilsbesitz

Die Vergütung des Vorstands der Uzin Utz AG im Geschäftsjahr 2012 beträgt 1.223 TEUR (1.258), davon fix 601 TEUR (523), erfolgsabhängig 622 TEUR (735). In den fixen Bezügen des Vorstands sind 25 TEUR im Rahmen eines beitragsorientierten Alterversorgungsplans enthalten. » Auf der Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat die folgende Vergütung:

Aufsichtsratvergütung 2012
(in TEUR)
Feste Vergütung Veränderl. Vergütung Gesamt
2012 2011 2012 2011 2012 2011
Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes 15,0 15,0 9,5 7,3 24,5 22,3
Frank W. Dreisörner 6,0 6,0 9,5 7,3 15,5 13,3
Marco Sieber 3,7 6,0 5,9 7,3 9,6 13,3
Dr. Rainer Kögel 1,8 2,9 4,7

» Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten ferner Ersatz aller Auslagen sowie Ersatz der auf ihre Vergütung und Auslagen etwa zu entrichtenden Umsatzsteuer.

» Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 936 TEUR (880) gebildet. Einem früheren Mitglied der Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Ruhegehalt von 8 TEUR (8) gezahlt.

» Per 31. Dezember 2012 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314 Aktien (1.759.314). Der Aufsichtsrat besaß 395 (98.271) Aktien des Unternehmens. » Weder Vorstand noch Aufsichtsrat haben Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungsbestandteile.

Entsprechenserklärung nach §161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach §161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage zugänglich gemacht.

Offenlegung

Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

» Die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 der Uzin Utz AG mit einbezogen und ist deshalb nach §264 b HGB davon befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012 offenzulegen.

Angaben nach §160 Abs. 1 AktG

Wer durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% oder 75% der Stimmrechte an der Uzin Utz AG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, muss dies unserer Gesellschaft nach §21 WpHG mitteilen. Die Uzin Utz AG muss diese Mitteilungen gemäß §25 WpHG veröffentlichen.

  • » Folgende Mitteilungen liegen der Uzin Utz AG vor:
  • − Die Polyshare GmbH, Krefeld, hält 1.312.838 Stammaktien, entsprechend 26,03% der Stimmrechte.
  • − Herr Dr. H. Werner Utz, Ulm, hält 1.503.032 Stammaktien, entsprechend 35,21% der Stimmrechte.
  • − Frau Manuela Pleichinger, Ulm, hält 745.370 Stammaktien, entsprechend 17,46% der Stimmrechte.
  • − Henderson Global Investors, London, hält 149.089 Stammaktien, entsprechend 2,955% der Stimmrechte.

» Am 02.08.2012 hat die Uzin Utz AG folgende Meldung nach §26 WpHG veröffentlicht:

  • 1.) Die Henderson Global Investors Limited, mit Sitz in London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Global Investors Limited angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden.
  • 2.) Die Henderson Global Investors (Holdings) Plc., London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Global Investors (Holding) Plc. angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet werden.
  • 3.) Die Henderson Group Plc., London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Group Plc. angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet werden.

» Am 17.08.2012 hat die Uzin Utz AG folgende Meldung nach §26 WpHG veröffentlicht:

1.) Die Polyshare GmbH, mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns nach §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 17.08.2012 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 26,03% (1.312.838 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte hält die Polyshare GmbH direkt.

2.) Desweiteren hat uns die Alberdingk Boley GmbH, Krefeld, Deutschland, nach §21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 17.08.2012 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 26,03% (1.312.838 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden die Alberdingk Boley GmbH über §22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von der Alberdingk Boley GmbH kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz AG 3% oder mehr beträgt, gehalten: Polyshare GmbH, Krefeld, Deutschland.

Honorar für die Abschlussprüfung

Das im Aufwand des Geschäftsjahres 2012 enthaltene Honorar des Abschlussprüfers verteilt sich auf folgende erbrachte Leistungen:

Honorar
(in TEUR)
2012 2011
Jahresabschlussprüfung 115 101
Andere Bestätigungsleistungen 1 4
Steuerberatung 0 1
Sonstige Leistungen 3 0

strebungen, das Potenzial des skandinavischen Marktes stärker zu nutzen. Die nordeuropäischen Staaten konnten sich der Wirtschaftskrise erfolgreich entziehen und Norwegen kann in 2012 ein eindrucksvolles Wachstum des BIP von 3% vorweisen. Der Kauf der verbliebenen Anteile ermöglicht der Uzin Utz AG die Chance, dieses Wirtschaftswachstum zu nutzen und das Risiko durch eine Expansion in krisenresistente Länder weiter zu diversifizieren und damit zu senken.

» Auch die chinesische Tochter in Shanghai, die Uzin Utz Construction Materials Co. Ltd. wurde vollständig erworben. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 19. Februar 2013.

» Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gab es nicht.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile an der Unihem Gruppe, Slowenien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufs- bzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Abweichend von der ursprünglichen Optionsvereinbarung haben sich die Vertragsparteien auf eine Übernahme der restlichen Anteile zum 01. Januar 2013 geeinigt.

» Die Unihem d.o.o., Slowenien, erzielte 2012 mit ihren Vertriebsgesellschaften Unikem d.o.o., Kroatien und Unihem Trading d.o.o, Serbien einen Umsatz von rund 6 Mio. Euro. Der Erwerb unterstreicht die strategische Ausrichtung der Uzin Utz AG, ihr Engagement auf internationalen Märkten zu verstärken. Gleichzeitig ermöglicht die Umstrukturierung der Region Süd-Ost-Europa zu einer Einheit, regionenübergreifend synergetische Potenziale zu nutzen. » Ebenfalls zum 1. Januar 2013 erwarb die Uzin Utz AG die verbliebenen 19,6% der Anteile der Løkken AS in Skien und hält seitdem 100% der norwegischen Tochtergesellschaft. Die Vertriebsgesellschaft konnte im letzten Jahr rund 6 Mio. Euro Umsatz am norwegischen Markt erwirtschaften. Mit dem Kauf intensivieren wir unsere Präsenz am nordeuropäischen Markt und verstärken unsere Be-

Dividendenvorschlag

Versicherung der Gesetzlichen Vertreter

Der Jahresabschluss nach HGB der Uzin Utz AG zum 31. Dezember 2012 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70) aus. Der Vorstand bittet den Aufsichtsrat um Beschlussfassung über folgenden Ergebnisverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung: » Ausgehend von einem Jahresüberschuss nach HGB von 4.760.032,60 EUR (4.609.283,15) ergibt sich zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von 10.131.132,20 EUR (9.300.905,55) ein Bilanzgewinn von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70).

» Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss nach HGB ausgewiesenen Bilanzgewinn von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70) wie folgt zu verwenden: » Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR (0,75) je Stückaktie insgesamt 4.035.455,20 EUR (3.783.239,25) auf das Grundkapital von 15.132.957,00 EUR (15.132.957,00). » Die Differenz von 10.855.709,60 EUR (10.126.949,45) sowie der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ulm, den 14. März 2013 Uzin Utz Aktiengesellschaft Der Vorstand

Dr. H. Werner Utz

Thomas Müllerschön

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ulm, den 14. März 2013

Der Vorstand

Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm Konzern-Bestätigungsvermerk 2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft.

» Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, abzugeben.

» Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen.

» Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungsund Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

» Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. » Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 14. März 2013

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Armin Weber Peter-Jürgen Hickmann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Abschluss der Uzin Utz AG für das Geschäftsjahr 2012

Uzin Utz AG-Abschluss Gewinn- und Verlustrechnung 111
Bilanz 112
Uzin Utz AG-Anhang Anlagespiegel 114
Kapitalflussrechnung 115
Rechnungslegung 116
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung 117
Erläuterungen zur Bilanz 118
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 122
Sonstige Angaben 123
Dividendenvorschlag 126

Gewinn- und Verlustrechnung 2012

Gewinn- und Verlustrechnung
(in TEUR)
2012 2011 Erläuterungen
siehe
1. Umsatzerlöse 121.629 117.352 S. 122
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen
-154 632
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.394 4.058
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren
64.277 64.259
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.917 21.045
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor
gung und für Unterstützung
4.098 3.651
27.015 24.696
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
2.412 2.071
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 24.944 25.603 S. 122
8. Erträge aus Beteiligungen 2.040 2.216
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 292 185
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens
0 600
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.087 1.429
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.465 5.785
13. Außerordentliches Ergebnis 0 0
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.379 1.103
15. Sonstige Steuern 326 73
16. Jahresüberschuss 4.760 4.609 S. 119

AG Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva
(in TEUR)
2012 2011 Erläuterungen
siehe
A. Anlagevermögen S. 114/118
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1.
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
768 378
2.
Geschäfts- oder Firmenwert
0 0
768 378
II. Sachanlagen
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten
10.084 10.070
2.
Technische Anlagen und Maschinen
6.021 4.588
3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.408 5.404
4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5.097 4.198
26.611 24.260
III. Finanzanlagen
1.
Anteile an verbundenen Unternehmen
34.851 33.944
2.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
5.025 4.667
3.
Beteiligungen
3.090 2.777
4.
Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
187
43.152 41.388
70.531 66.027
B. Umlaufvermögen S. 118
I. Vorräte
1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
4.784 5.250
2.
Unfertige Leistungen
249 230
3.
Fertige Erzeugnisse und Waren
8.949 9.042
13.982 14.523
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
6.175 6.163
2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
6.888 10.843
3.
Sonstige Vermögensgegenstände
2.822 2.831
15.885 19.837
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 160 1.509
30.028 35.868
C. Rechnungsabgrenzungsposten 370 280
100.929 102.175
Passiva
(in TEUR)
2012 2010 2011 Erläuterungen
siehe
A. Eigenkapital S. 118 ff.
I. Gezeichnetes Kapital
1.
Gezeichnetes Kapital
15.133 15.133
2.
Nennbetrag eigener Anteile
-17 -17
15.116 15.116
II. Kapitalrücklagen 23.743 23.743
III. Gewinnrücklagen
1.
Andere Gewinnrücklagen
9.409 9.409
9.409 9.409
IV. Gewinnvortrag 10.131 9.301
V. Jahresüberschuss 4.760 4.609
63.160 62.179
B. Rückstellungen
1.
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen 824 750
2.
Steuerrückstellungen
352 146
3.
Sonstige Rückstellungen
2.515 S. 119
3.664 3.410
C. Verbindlichkeiten
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
24.521 29.263
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
3.518 2.980
3.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
2.806 1.648
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
2.992 2.331 S. 120
33.837 36.222
D. Passive latente Steuern 267 364 S. 121

100.929 102.175

Anlagespiegel
(in TEUR)
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Nettowert
A. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Vortrag Zugänge Um
buchungen
Abgänge End
bestand
Vortrag Zugang Abgang End
bestand
aktuell Vortrag
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rech
ten und Werten
3.646 445 223 0 4.314 3.269 277 0 3.546 768 378
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.610 0 0 0 5.610 5.610 0 0 5.610 0 0
9.256 445 223 0 9.924 8.878 277 0 9.156 768 378
B. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
18.859 388 89 34 19.302 8.789 445 17 9.218 10.084 10.070
2. Technische Anlagen und
Maschinen
17.050 1.351 577 0 18.977 12.461 495 0 12.956 6.021 4.588
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung
16.051 981 33 84 16.980 11.157 1.010 86 12.081 4.899 4.894
4. Geringwertige
Wirtschaftsgüter
997 185 0 2 1.180 486 184 0 671 509 511
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
4.198 1.822 -922 0 5.097 0 0 0 0 5.097 4.198
57.154 4.725 -223 120 61.537 32.894 2.135 103 34.926 26.611 24.260
C. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
34.164 907 0 0 35.071 220 0 0 220 34.851 33.944
2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen
4.667 850 0 492 5.025 0 0 0 0 5.025 4.667
3. Übrige Beteiligungen 3.377 313 0 0 3.690 600 0 0 600 3.090 2.777
4. Ausleihungen an Beteili
gungsunternehmen
0 187 0 0 187 0 0 0 0 187 0
42.209 2.256 0 492 43.973 820 0 0 820 43.152 41.388
108.619 7.427 0 613 115.433 42.593 2.412 103 44.902 70.531 66.027
Kapitalflussrechnung Uzin Utz AG
(in TEUR)
2012 2011
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten 4.760 4.609
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstän
­
de des Anlagevermögens 2.412 2.671
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 252 -1.507
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenstän
­
den des Anlagevermögens 510 7
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Ak
­
tiva, die nicht der Investitions
- oder Finanzie
­
rungstätigkeit zuzuordnen sind
4.403 313
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passi
­
va, die nicht der Investitions
- oder Finanzierungs
­
tätigkeit zuzuordnen sind
2.261 116
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 14.598 6.209
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Sachanlagevermögens 0 10
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanla
­
gevermögen
-4.725 -6.768
-
Auszahlungen für Investitionen in das immateriel
­
le Anlagevermögen
-445 -241
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Finanzanlagevermögens
0 807
-
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanla
­
gevermögen
-2.256 -2.174
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.426 -8.367
-
Auszahlungen an Unternehmenseigner und Min
­
derheitsgesellschafter
-3.779 -4.263
+
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
15.721
+
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und
der Aufnahme von (Finanz
-) Krediten
0 5.000
-
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und
(Finanz
-) Krediten
-5.097 -6.748
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8.876 9.710
+/- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmit
­
telbestandes -1.704 7.552
+
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
292 -7.261
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -1.412 291
Zusammensetzung 2012 2011
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 160 1.509
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegen Kreditinstitute -1.572 -1.218
Finanzmittelbestand -1.412 291

Rechnungslegung

Der Jahresabschluss 2012 der Uzin Utz AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Aktiengesetzes erstellt.

» Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

» Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

» Soweit ergänzende Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung nicht enthalten sind, wurden Vermerke und Erläuterungen zu einzelnen Positionen im Anhang dargestellt.

» Die Berichterstattung erfolgt in TEUR. Durch die Erstellung des Jahresabschlusses in TEUR kann es bei der Addition zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnungen der Einzelposten auf Zahlen in EUR basieren. Alle Vorjahreszahlen sind in Klammern gesetzt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über drei bis fünf Jahre abgeschrieben.

» Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungsoder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In den Herstellungskosten des in 2011 in Betrieb genommenen Forschungs- und Entwicklungsgebäudes sind Zinsen gem. § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB enthalten.

» Die Abschreibungen wurden bei Gebäuden über eine Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren angesetzt. Bei technischen Anlagen und Maschinen, anderen Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer 1 bis 15 Jahre. Bei Anlagevermögen wurde einheitlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt. » Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Einordnung von Darlehen an verbundene Unternehmen in den Bereich der Finanzanlagen ergibt sich aus dem voraussichtlichen Rückzahlungszeitraum.

» Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den direkt verrechenbaren Kosten auch die gem. § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie die durch die Fertigung veranlassten Abschreibungen einbezogen. Soweit Bestandsrisiken vorlagen, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit ergaben, sind Abwertungen in ausreichendem Umfang vorgenommen worden. Das strenge Niederstwertprinzip ist beachtet.

» Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Zur Absicherung des Forderungsrisikos wurden zum Teil Warenkreditversicherungen mit geschäftsüblichen Selbstbehalten abgeschlossen.

» Die eigenen Anteile wurden gem. § 272 Abs. 1a HGB mit dem rechnerischen Wert vom Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt.

» Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

» Die Pensionsverpflichtungen sind mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt.

» Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

» Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

» Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, wurden gem. § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens gem. § 268 Abs. 2 HGB ergibt sich aus dem auf Seite 114 dargestellten Anlagenspiegel. Die Beträge in der Spalte "Zugang" der Abschreibungen entsprechen den Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Gewinn- und Verlustrechnung. » Die Aufstellung des Anteilsbesitzes ist Bestandteil des

Anhangs und wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Finanzanlagen

Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen dem Anlagevermögen zugeordnete Ausleihungen mit mittelbis langfristigen Tilgungszeiträumen in Höhe von 5.025 TEUR (4.667).

Beteiligungen

Der Beteiligungsbesitz ergibt sich aus der im Konzernanhang enthaltenen Darstellung des Anteilsbesitzes (S. 104).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Forderungen gegen verbundene
Unternehmen
0 0
Forderungen gegen Mitarbeiter 18 13
Sonstige Vermögensgegenstände 436 532

Außerdem bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 6.888 TEUR (10.843), hiervon sind 5.656 TEUR (7.619) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:

Rechnungsabgrenzungsposten
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Aktive
Rechnungsabgrenzungsposten
370 280

» Bei aufgenommenen Darlehen wurden Disagien einbehalten. Nach § 250 Abs. 3 HGB wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, die über die Laufzeit des Darlehens aufgelöst werden. Der dafür am 31. Dezember 2012 unter den aktiven Rechnungsabgrenzungen ausgewiesene Betrag beträgt 55 TEUR (75).

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der AG zum 31. Dezember 2012 beträgt 15.133 TEUR und ist in 5.044.319 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt, die mit einem anteiligen Betrag von 3 Euro am Grundkapital beteiligt sind.

» Vom Grundkapital wird der rechnerische Wert der eigenen Aktien i.H.v. 17 TEUR abgesetzt.

» Der Vorstand ist ermächtigt, in der Zeit bis zum 11. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.000 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.

» Der Vorstand ist weiterhin durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2011 gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ermächtigt, in der Zeit bis zum 16. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft weiterhin einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 3.400 TEUR durch Ausgabe neuer stimmberechtigter, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien) zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Die Kapitalerhöhungen können gegen Bar- und/oder Sacheinlagen erfolgen.

Eigene Anteile

Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung zu anderen Zwecken als dem Handel in eigenen Aktien zu erwerben. Der Erwerb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen und nur in Übereinstimmung mit § 71 AktG ausgeübt werden. » Der Rückkauf der eigenen Aktien dient u. a. dem Zweck der Veräußerung an Dritte oder zur Übernahme von Unternehmen oder Beteiligungen. Daneben ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

» Insgesamt betrug der Bestand an eigenen Aktien (nennwertlose Stückaktien) zum Bilanzstichtag 5.577 Stück, entsprechend einem Anteil am Grundkapital von 0,11% = 17 TEUR.

» Die Gesellschaft hat im Jahr 2012 keine eigenen Aktien erworben. Die Erwerbszeiträume und Erwerbspreise der im Bestand gehaltenen eigenen Aktien stellen sich wie folgt dar:

Aktienrückkauf Anzahl der
Aktien
Durch
schnittskurs
EUR
November 2004 1.439 14,68
Januar 2009 361 15,07
Februar 2009 255 14,89
März 2009 303 14,54
April 2009 74 15,32
Mai 2009 270 15,67
Juni 2009 134 15,93
Juli 2009 451 16,84
August 2009 612 17,11
September 2009 593 16,90
Oktober 2009 495 16,77
November 2009 590 16,86
Summe 5.577

» Der rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile wird nach § 272 Abs. 1a HGB offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Kapitalrücklagen

Die Kapitalrücklagen in der Gesellschaft ergeben sich gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB aus dem bei der Aktienausgabe erzielten Aufgeld in Höhe von 12.271 TEUR, vermindert um die für Zwecke der in 2000 durchgeführten Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendeten Beträge in Höhe von 1.774 TEUR. Zudem sind unter den Kapitalrücklagen die Aufgelder aus der in 2011 erfolgten Kapitalerhöhung in Höhe von 13.193 TEUR sowie ein Erlös

Rückstellungen
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Rückstellungen für Pensionen 824 750
Steuerrückstellungen 352 146
Sonstige Rückstellungen
des Personalbereichs 1.135 1.208
aus Garantie- und Kulanzleistungen 472 435
aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken 883 872
3.664 3.410

aus der Hingabe von eigenen Aktien in Höhe von 54 TEUR erfasst. Die Kapitalrücklage beträgt somit 23.743 TEUR.

Gewinnrücklagen

Bei der Gesellschaft war eine Dotierung der gesetzlichen Rücklage gemäß § 150 Abs. 2 AktG wegen der nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB gebildeten Kapitalrücklage nicht erforderlich.

» Die anderen Gewinnrücklagen der Uzin Utz AG betragen unverändert zum Vorjahr 9.409 TEUR.

Jahresüberschuss und Bilanzgewinn der Uzin Utz AG Der Bilanzgewinn der Uzin Utz AG hat sich wie folgt entwickelt:

Bilanzgewinn
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Jahresüberschuss 31.12. 4.760 4.609
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 10.131 9.301
Stand Bilanzgewinn 31.12. 14.891 13.910

Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung wurde nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method) berechnet. Der Berechnung wurden die Heubeck-Sterbetafeln 2005G sowie ein Rechnungszins von 5,04% (5,14) zugrunde gelegt. Gehaltstrends wurden mit 0% berücksichtigt. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt 929 TEUR (858); der Zeitwert der verrechneten Aktivwerte beträgt 106 TEUR (108).

» Die sonstigen Rückstellungen des Personalbereichs betreffen im Wesentlichen Prämien und Tantiemen, Urlaubslöhne und -gehälter, Gleitzeitguthaben, Altersteilzeit und pensionsähnliche Verpflichtungen. Für die Verpflichtung aus dem Tarifvertrag "Lebensarbeitszeit und Demografie" der chemischen Industrie besteht eine Deckungszusage durch eine Versicherungsgesellschaft in gleicher Höhe ( 500 TEUR; Vj. 277 TEUR).

» Die sonstigen Rückstellungen aus sonstigen Verpflichtungen und Risiken beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Altlasten, Garantieleistungen, Beiträgen zur Berufsgenossenschaft, Rückstellungen für drohende Verluste und Verpflichtungen aus noch ausstehenden Lieferantenrechnungen und Beratungsleistungen.

» Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Die hieraus entstandenen Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge sind gesondert im Anhang erläutert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten
gegliedert nach Art und Höhe
der Sicherheiten
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
24.521 29.263
davon durch Grundpfandrechte
gesichert
13.917 15.255

Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten beinhalten drei Nachrangkapitaltranchen der Kreditanstalt für Wiederaufbau in Höhe von 6,3 Mio. EUR (6,8), die als mezzanines Kapital zu betrachten sind.

» Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen die folgenden kumulierten Verpflichtungen aus langfristigen Verträgen zum Bilanzstichtag:

31.12.2012 31.12.2011 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Operate Leasing

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2.781 2.666
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 881 2.695
Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) 0 0

31.12.2012 31.12.2011 Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen

(in TEUR)

Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich)

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 87 50
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 350 198
Restlaufzeit > 5 Jahre (jährlich) 87 50
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen gesamt
(in TEUR)
31.12.2012 31.12.2011
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr 2.868 2.715
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.231 2.893

» Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten hauptsächlich Miet- und Leasingverträge über PKW, Büromaschinen sowie Büro- und Lagergebäude.

87

50

» Die Uzin Utz AG hat sich für den Abschluss von außerbilanziellen Geschäften aus wirtschaftlichen, steuerlichen und bilanzpolitischen Gründen entschieden. Aus den Leasing- und Mietverträgen bestehen Risiken in Form der vertraglich vereinbarten periodischen Zahlungen bzw. aus der Verpflichtung zur Abnahme der geleasten Vermögensgegenstände im Falle der Andienung. Die Leasing- und Mietverträge wurden geschlossen, um sich vorteilhaftere Finanzierungskonditionen im Vergleich zu anderen Fremdfinanzierungsformen zu sichern.

Verbindlichkeiten
(in TEUR)
Gesamtausweis davon Restlaufzeit < 1 Jahr davon Restlaufzeit 1 – 5 Jahre davon Restlaufzeit > 5 Jahre
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
Gegenüber Kreditinstituten 24.521 29.263 7.486 6.314 14.091 18.649 2.945 4.300
Aus Lieferungen und Leistungen 3.518 2.980 3.518 2.980 0 0 0 0
Gegenüber verbundenen Unternehmen 2.806 1.648 2.806 1.648 0 0 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 975 1.313 975 1.313 0 0 0 0
Sonstige 2.992 2.331 2.992 2.331 0 0 0 0
davon aus Steuern 483 528 483 528 0 0 0 0

» Bei einem bis zum 31. März 2014 geleasten Objekt hat die Uzin Utz AG die Verpflichtung, auf Verlangen des Leasinggebers, das Leasingobjekt (Paletten-Kompaktlager) zu einem Restbuchwert von 3.293 TEUR am Ende der Leasinglaufzeit zu erwerben.

» Mit Lieferanten wurden Rahmenverträge abgeschlossen, um günstige Bezugspreise für die Zukunft zu sichern. Aus diesen Verträgen bestehen Verpflichtungen für das Jahr 2013 in Höhe von 1.435 TEUR (3.021) und für die Jahre 2014 – 2017 in Höhe von 176 (215) TEUR.

Haftungsverhältnisse

Aus der Kommanditbeteiligung an der BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG besteht eine im Handelsregister eingetragene Hafteinlage von 4.200 TEUR. Die BIL Leasing Verwaltungs-GmbH & Co. 870 KG hat im aktuellen Geschäftsjahr ein vorläufiges Jahresergebnis von 931 TEUR (884) erwirtschaftet. Der nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Fehlbetrag beläuft sich per 31. Dezember 2012 auf 982 TEUR (1.912).

» Es bestehen Haftungsverpflichtungen aus Bürgschaften für Tochtergesellschaften in Höhe von 4.924 TEUR (6.043). » Die Uzin Utz AG ist für Tochtergesellschaften Verpflichtungen aus Patronatserklärungen und Garantien in Höhe von 5.127 TEUR (3.478) eingegangen.

» Des Weiteren wurden von der Uzin Utz AG Patronatserklärungen gegenüber der JP Coatings GmbH und der Genial Produkte GmbH in unbenannter Höhe begeben.

» Alle Bürgschaften, Garantien und Patronatserklärungen wurden für Tochtergesellschaften abgegeben, deren Jahresabschlüsse vollständig in den Konzernabschluss der Uzin Utz AG aufgenommen werden. Die finanziellen Verhältnisse sind vollständig offengelegt. Aufgrund der Erfahrungen und aus der aktuellen Entwicklung und Planung der Tochterunternehmen ist mit einer Inanspruchnahme derzeit nicht zu rechnen.

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Für ein in 2010 aufgenommenes variabel verzinsliches Darlehen wurde bereits in 2008 ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Für einen Nominalwert von 5 Mio. EUR wurde ein Zinssatz von 4,92% p.a. abgesichert. Bewertet nach der "mark-to-market-Methode" ergibt sich zum 31. Dezember 2012 ein negativer beizulegender Zeitwert in Höhe von 219 TEUR (283). Für diesen Betrag wurde eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet und bei den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

» Zum 31. Dezember 2012 bestehen Devisentermingeschäfte und andere strukturierte Währungsgeschäfte in Höhe von 4.020 TEUR (0,00). Diese haben einen Marktwert in Höhe von -19 TEUR (0,00).

» Im Zusammenhang mit dem im Jahr 2008 erfolgten Erwerb von 50% der Anteile an der Unihem Gruppe, Slowenien, wurden für die restlichen 50% der Anteile Verkaufsbzw. Kaufoptionen mit dem Verkäufer abgeschlossen. Der Preis für die Kauf- bzw. Verkaufsoption wurde in Abhängigkeit des Ergebnisses vor Steuern (EBT; Earnings Before Taxes) festgelegt. Im vorliegenden Fall lassen anerkannte Modelle und Methoden keine allgemeine Bewertung des Optionsrechts mit einem verlässlich ermittelten beizulegenden Zeitwert zu, so dass eine Bewertung unterblieb. Abweichend von der ursprünglichen Optionsvereinbarung haben sich die Vertragsparteien auf eine Übernahme der restlichen Anteile in 2013 geeinigt.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf Differenzen bei den Bilanzpositionen zu Beteiligungen, Grundstücken und Gebäuden sowie zu Rückstellungen für Altersteilzeit, Betriebsjubiläen, Pensionsverpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Der Berechnung wurde ein Gewerbesteuersatz von 12,6% und ein Körperschaftsteuersatz von 15% nebst 5,5% Solidaritätszuschlag zugrunde gelegt. Der zum 31. Dezember 2012 ausgewiesene Betrag von 267 TEUR (364) setzt sich zusammen aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 292 TEUR (17) und aus passiven latenten Steuern in Höhe von 559 TEUR (381).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse 2012 2011
Aufgliederung nach
Tätigkeitsbereichen (in TEUR)
Eigenerzeugnisse 98.635 95.856
Handelswaren 22.994 21.495
121.629 117.352
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach geografisch
bestimmten Märkten (in TEUR)
2012 2011
Deutschland 79.324 77.118
Restliches West-Europa 21.649 20.328
Südeuropa 1.566 1.600
Osteuropa 9.422 10.063
Nordeuropa 5.876 5.838
Asien 849 607
Amerika 2.607 1.578
Rest 336 220
121.629 117.352
Personalaufwand
(in TEUR)
2012 2011
Personalaufwand gesamt 27.015 24.696
davon für Altersversorgung 90 75
Sonstige Zinsen
und ähnliche Erträge
(in TEUR)
2012 2011
Insgesamt 292 185
davon von verbundenen
Unternehmen
204 179
davon aus Abzinsung 0 0
Zinsen
und ähnliche Aufwendungen
(in TEUR)
2012 2011
Insgesamt 1.087 1.429
davon an verbundene
Unternehmen
0 6
davon aus Abzinsung 12 28

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten hauptsächlich Erträge aus Weiterberechnungen diverser Aufwendungen (rund 722 TEUR; Vj. 715 TEUR), Erträge aus Versicherungsleistungen (rund 146 TEUR; Vj. 868 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (rund 331 TEUR; Vj. 768 TEUR), Patent- und Lizenzeinnahmen (rund 91 TEUR; Vj. 69 TEUR), Erträge aus der Förderung von Altersteilzeitverträgen (rund 112 TEUR; Vj. 140 TEUR) sowie Erträge aus Währungsumrechnung (rund 386 TEUR; Vj. 264 TEUR). Der Restbetrag setzt sich aus einer Vielzahl kleinerer Beträge zusammen. » Periodenfremde Erträge beliefen sich in 2012 auf insgesamt 331 TEUR (1.546). Diese betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Einzel- und Pauschalwertberichtigungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vertriebs- und Werbekosten (rund 13.471 TEUR; Vj. 13.477 TEUR), Betriebskosten (rund 6.128 TEUR; Vj. 6.179 TEUR) sowie Verwaltungskosten (rund 2.307 TEUR; Vj. 2.212 TEUR).

» In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 280 (129) enthalten.

» Periodenfremde Aufwendungen beliefen sich in 2012 auf insgesamt 229 TEUR (166). Diese betreffen ausschließlich Gewährleistungsaufwendungen.

Angaben über wesentliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen nach § 285 Nr. 21 HGB

» Mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden in 2012 Geschäfte in folgendem Umfang getätigt:

Geschäfte mit nahestehenden
Personen und Unternehmen
(in Mio. EUR)
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Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer ausgewiesen. Außerdem ist unter diesem Posten ein Steuerertrag in Höhe von 97 TEUR (-77) aus der Anpassung einer latenten Steuerabgrenzung gem. § 274 HGB verrechnet.

» Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde vereinfachend ein einheitlicher Gewerbesteuersatz von 12,6% und ein Körperschaftsteuersatz von 15% (nebst 5,5% Solidaritätszuschlag) zugrunde gelegt.

Sonstige Angaben

Organe der Uzin Utz Aktiengesellschaft Vorstand

» Dr. H. Werner Utz Diplom-Kaufmann 89584 Ehingen Vorsitzender (Strategie, Marketing, Technischer Produktservice, Entwicklung und Produkttechnik) » Thomas Müllerschön Diplom-Betriebswirt (BA) Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) 89607 Emerkingen Vorstand Vertrieb und Finanzen (Vertrieb, Betrieb & Logistik, Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Konzernorganisation, Personal, Zentraleinkauf)

Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen auskunftsgemäß folgende Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:

  • » Dr. H. Werner Utz:
  • − Volksbank Ulm-Biberach eG, Ulm
  • − Deutsche Messe AG, DOMOTEX, Hannover
  • − Baden-Württembergische Bank, Stuttgart
  • − Artiso AG, Blaustein
  • » Thomas Müllerschön
  • − seca group gmbh, Hamburg
  • − Südvers Holding GmbH & Co. KG, Au bei Freiburg

Aufsichtsrat:

  • » Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes (Vorsitzender) Rechtsanwalt 70597 Stuttgart
  • » Frank W. Dreisörner (stellvertretender Vorsitzender) Diplom-Ökonom, Diplomingenieur Vorsitzender der Geschäftsführung 47815 Krefeld
  • » Dr. Rainer Kögel (ab 13. September 2012) Rechtsanwalt 70597 Stuttgart

ausgeschieden ist:

» Marco Sieber Diplom-Kaufmann 6048 Ruswil, Schweiz Mandatsniederlegung mit Wirkung zum 13. August 2012

Von den Mitgliedern des Vorstands bestehen auskunftsgemäß folgende Mitgliedschaften in Aufsichts- und Beiräten:

  • » Dr. H. Werner Utz:
  • Volksbank Ulm-Biberach eG, Ulm
  • Deutsche Messe AG, DOMOTEX, Hannover
  • Baden-Württembergische Bank, Stuttgart
  • Artiso AG, Blaustein
  • » Thomas Müllerschön:
  • − seca group gmbh, Hamburg
  • − Südvers Holding GmbH & Co. KG, Au bei Freiburg

» Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats bestehen zum 31.12.2012 folgende weitere Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichts- und Beiräten:

  • » Prof. Dr. Dr. h. c. Brun-Hagen Hennerkes:
  • − Deutsche Bank AG, Frankfurt/Main, Mitglied des Regionalbeirats Süd/West
  • − Hager S.E., Blieskastel, Mitglied des Aufsichtsrats
  • − Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen, Mitglied des Beirats
  • − Wormland Unternehmensverwaltung GmbH, München, Mitglied des Aufsichtsrats
  • − Kohl Medical AG, Perl, Mitglied des Aufsichtsrats
  • » Frank-Werner Dreisörner:
  • − Südpack Verpackungen GmbH & Co. KG, Ochsenhausen, Mitglied des Beirats
  • − HDI Gerling Sach Serviceholding AG, Hannover (Region West), Mitglied des Beirats
  • − Deutsche Bank AG, Frankfurt (Beirat West, Düsseldorf), Mitglied des Beirats
  • » Dr. Rainer Kögel:
  • − WIV Wein International AG, Burg Layen, Vorsitz des Aufsichtsrats
  • − Scherr+Klimke AG, Ulm, stellvertretender Vorsitz des Aufsichtsrats
  • − Peri-Werk Artur Schwörer GmbH & Co. KG/Peri GmbH, Weißenhorn, Mitglied des Beirats
  • − SAS Sideo, Vermondans, Frankreich, Vorsitz des Beirats
  • − BRANDHOLDING GmbH & Co. KG, Anröchte, Mitglied des Beirats
  • − Tessner Holding KG, Goslar, Mitglied des Beirats
  • − VAROMEXX Beteiligungen GmbH, Göppingen, stellvertretender Vorsitz des Beirats
  • − Schrader Holding GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Vorsitz des Beirats

Gesamtbezüge und Anteilsbesitz

Die Vergütung des Vorstands der AG im Geschäftsjahr 2012 beträgt 1.223 TEUR (1.258), davon fix 601 TEUR (523), erfolgsabhängig 622 TEUR (735).

» Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 17. Mai 2011 unterbleiben die im Vorstandsvergütungs-Offenlegungsgesetz verlangten Angaben. Dieser Beschluss gilt bis zum 31. Dezember 2015.

» Auf Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat 54 TEUR (49) für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012, davon fix 27 TEUR (27), variabel 28 TEUR (22). » Der Sozietät des Aufsichtsratsvorsitzenden wurden für Beratungsleistungen im Berichtsjahr 63 TEUR (129) bezahlt. » Für zukünftige Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorstand wurde eine Rückstellung in Höhe von 824 TEUR (750) gebildet.

» Einem früheren Mitglied der Geschäftsleitung wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Ruhegehalt in Höhe von 8 TEUR (8) bezahlt.

» Per 31. Dezember 2012 umfasste der Anteilsbesitz des gesamten Vorstands 1.759.314 (1.759.314) Aktien. Der Aufsichtsrat besaß 395 (98.271) Aktien des Unternehmens.

Honorar für die Abschlussprüfung

Über die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss berichtet.

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Unternehmens-Homepage zugänglich gemacht.

Offenlegung

Der Jahresabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Nahestehende Personen

Per 31. Dezember 2012 besaß der Vorstandsvorsitzende Dr. H. Werner Utz 1.759.314 Aktien des Unternehmens und war damit zum Ende des Berichtszeitraumes größter Aktionär.

Angaben nach § 160 Abs. 1 AktG

Wer durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% oder 75% der Stimmrechte an der Uzin Utz AG erreicht, überschreitet oder unterschreitet, muss dies unserer Gesellschaft nach § 21 WpHG mitteilen. Die Uzin Utz AG muss diese Mitteilungen gemäß § 25 WpHG veröffentlichen.

  • » Folgende Mitteilungen liegen der Uzin Utz AG vor:
  • − Die Polyshare GmbH, Krefeld, hält 1.312.838 Stammaktien, entsprechend 26,03% der Stimmrechte.
  • − Herr Dr. H. Werner Utz, Ulm, hält 1.503.032 Stammaktien, entsprechend 35,21% der Stimmrechte.
  • − Frau Manuela Pleichinger, Ulm, hält 745.370 Stammaktien, entsprechend 17,46% der Stimmrechte.
  • − Henderson Global Investors, London, hält 149.089 Stammaktien, entsprechend 2,955% der Stimmrechte

» Am 02.08.2012 hat die Uzin Utz AG folgende Meldung nach § 26 WpHG veröffentlicht:

  • 1.) Die Henderson Global Investors Limited, mit Sitz in London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Global Investors Limited angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden.
  • 2.) Die Henderson Global Investors (Holdings) Plc., London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Global Investors (Holding) Plc. angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet werden.
  • 3.) Die Henderson Group Plc., London, England, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31.07.2012 die Schwelle von 3% unterschritten hat und zu diesem Tag 2,955% (149.089 Stimmrechte) beträgt. Dabei hat die Henderson Group Plc. angegeben, dass ihr diese Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zugerechnet werden.

» Am 17.08.2012 hat die Uzin Utz AG folgende Meldung nach § 26 WpHG veröffentlicht:

1.) Die Polyshare GmbH, mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 17.08.2012 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 26,03% (1.312.838 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte hält die Polyshare GmbH direkt.

2.) Desweiteren hat uns die Alberdingk Boley GmbH, Krefeld, Deutschland, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 17.08.2012 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 26,03% (1.312.838 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden der Alberdingk Boley GmbH über § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von der Alberdingk Boley GmbH kontrollierte Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Uzin Utz AG 3% oder mehr beträgt, gehalten: Polyshare GmbH, Krefeld, Deutschland

Sonstiges

Derzeit gibt es keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme für Mitarbeiter. » Die Anzahl der Mitarbeiter in der AG betrug im Durchschnitt 391 (363) und stieg somit im Vergleich zum Vorjahr leicht. Zusätzlich wurde 27 (25) jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht. Die AG wurde in 2012 als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb durch die IHK Ulm sowie vom Arbeitgeberverband Chemie für "besondere Ausbildungsleistungen" ausgezeichnet. Auch zukünftig wird die AG Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen und damit die gesellschaftspolitische Aufgabe wahrnehmen, jungen Menschen durch eine Ausbildung Zukunftsperspektiven zu bieten und gleichzeitig qualifizierten Nachwuchs sicherstellen.

» Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Betriebsbereiche:

Mitarbeiter 2012 2011
(Durchschnitt)
Verwaltung 60 95
Vertrieb 142 92
Produktion 126 108
Forschung und Entwicklung 63 68
Summe 391 363
Auszubildende 27 25

» Aufgrund geänderter Zuordnungen der Mitarbeiter zu den einzelnen Bereichen sind die Vorjahreszahlen nicht vergleichbar.

» Der Jahresabschluss der AG zum 31. Dezember 2012 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 14.891 TEUR aus, der sich aus Jahresüberschuss und Gewinnvortrag zusammensetzt. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

Dividendenvorschlag

Der Jahresabschluss nach HGB der Uzin Utz AG zum 31. Dezember 2012 weist einen Bilanzgewinn in Höhe von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70) aus. Der Vorstand bittet den Aufsichtsrat um Beschlussfassung über folgenden Ergebnisverwendungsvorschlag an die Hauptversammlung: » Ausgehend von einem Jahresüberschuss von 4.760.032,60 EUR (4.609.283,15) ergibt sich zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von 10.131.132,20 EUR (9.300.905,55) ein Bilanzgewinn von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70).

» Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von 14.891.164,80 EUR (13.910.188,70) wie folgt zu verwenden:

» Ausschüttung einer Dividende von 0,80 EUR (0,75) je Stückaktie (insgesamt 4.035.455,20 EUR, VJ 3.783.239,25) auf das Grundkapital von 15.132.957,00 EUR (15.132.957,00). » Die Differenz von 10.855.709,60 EUR (10.126.949,45) sowie der Betrag, der auf die am Tag der Hauptversammlung im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien auszuschütten wäre und der gemäß § 71b AktG von der Ausschüttung auszuschließen ist, sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Ulm, den 14. März 2013

Uzin Utz Aktiengesellschaft Der Vorstand

Dr. H. Werner Utz

Thomas Müllerschön

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ulm, den 14. März 2013

Der Vorstand

Uzin Utz Aktiengesellschaft, Ulm AG-Bestätigungsvermerk 2012

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang, unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Uzin Utz AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, abzugeben.

» Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. » Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

» Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 14. März 2013

ECOVIS Wirtschaftstreuhand GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Armin Weber Peter-Jürgen Hickmann
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Besuchen Sie uns im Internet: www.uzin-utz.de

Investor Relations Internet Service

Der elektronische Geschäftsbericht (als PDF-Datei) ist das Gegenstück zur gedruckten Ausgabe. Er kann online im Internet unter www.uzin-utz.de, Rubrik »Investor Relations« abgerufen werden.

Impressum

Herausgeber

Uzin Utz Aktiengesellschaft D-89079 Ulm Investor Relations

Konzeption

Uzin Utz Aktiengesellschaft Barbara Lang, Ulm büro ballweg, ulm

Gestaltung büro ballweg, ulm

Fotografie Sebastian Copeland, Los Angeles

Porträtfotografie Miriam Groener - Photography, Ulm

Text

Uzin Utz Aktiengesellschaft Barbara Lang, Ulm

Druck

Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm

Dieselstraße 3 D-89079 Ulm

Telefax +49 (0)731 4097-110

2012Sebastian Copeland, geboren 1964 in Frankreich, war jahrelang in der Werbung tätig bevor er sich exklusiv dem Umweltschutz und der Kunstfotografie zuwandte. 1987 graduierte er als Bachelor of Arts (Film) an der UCLA University of California, Los Angeles.

» Seine Arbeiten erscheinen unter anderem in National Geographic, USA Today, Cosmopolitan, Elle, GQ, Marie Claire und Vanity Fair und werden in internationalen Galerieund Museumsausstellungen gezeigt. » Sebastian Copeland ist weltweit einer der bekanntesten Umweltaktivisten mit Fokus auf den Klimawandel. Er ist Vorstandsmitglied der "Global Green Organisation", die Michail Gorbatschows Grünem Kreuz angehört. Sebastian Copeland leitete Expeditionen in das arktische Meer, Grönland und die Antarktis, wo er neue Routen festlegte und vier Polarrekorde aufstellte.

» Die abgebildeten Fotografien des preisgekrönten Fotografen sind im Rahmen seiner letzten Expedition in die Antarktis entstanden. Während der zweiundachtzig Tage dauernden Entdeckungsreise fotografierte Copeland Orte, die kein Mensch je zuvor gesehen und betreten hat. Die surreal gigantische Landschaft weist abstrakte, organische Formen auf, welche an Gemälde oder Grafiken erinnern. Die Grenzen zwischen Natur und von Menschen geschaffener Kunst scheinen sich aufzulösen. Die unermesslichen, unberührten, weißen und blauen Flächen verschiedenster Formen vermitteln Klarheit, Ruhe und Stille.

» Sebastian Copeland lebt und arbeitet in Bel Air bei Los Angeles.

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