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USU Software AG — Interim / Quarterly Report 2024
May 23, 2024
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Interim / Quarterly Report
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Finanzbericht: 34400677
USU Software AG
Möglingen
3-Monats-Finanzbericht / Bericht über das erste Quartal 2024
USU AUF EINEN BLICK
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| 3-Monatsbericht 2024 | 2024 | 2023 |
|---|---|---|
| in TEUR, mit Ausnahme der Angaben zum Ergebnis pro Aktie sowie zur Mitarbeiterzahl | 01.01.-31.03.2024 | 01.01.-31.03.2023 |
| --- | --- | --- |
| UMSATZERLÖSE | 35.420 | 33.307 |
| Bereinigtes EBITDA | 4.607 | 3.820 |
| EBITDA | 4.607 | 3.820 |
| EBIT | 3.429 | 2.658 |
| KONZERNERGEBNIS | 2.458 | 1.732 |
| ERGEBNIS JE AKTIE (EUR) | 0,24 | 0,17 |
| CASH-FLOW AUS DER BETRIEBLICHEN | ||
| TÄTIGKEIT | 11.635 | 3.925 |
| MITARBEITER ZUM 31.3. | 806 | 797 |
| 31.03.2024 | 31.12.2023 | |
| LIQUIDE MITTEL UND KAPITALANLAGEN | 23.962 | 13.494 |
| EIGENKAPITAL | 59.581 | 57.215 |
| BILANZSUMME | 123.306 | 108.063 |
| EIGENKAPITALQUOTE | 48,3% | 53,0% |
USU Software AG
Spitalhof
D-71696 Möglingen
Tel. +49.7141.4867-0
Fax +49.7141.4867-200
www.usu.com
Investor Relations
Falk Sorge & Dr. Thomas Gerick
Tel. +49.7141.4867-351 / 440
Fax +49.7141.4867-108
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,
dank mehrerer Großaufträge und einem neuen Rekord-Auftragsbestand von knapp 97 Mio. Euro konnte USU das Auftaktquartal 2024 erneut positiv gestalten. Treiber für die erfreuliche Geschäftsentwicklung war insbesondere das Lizenzgeschäft, das gegenüber der Vorjahresperiode von EUR 1,3 Mio. auf EUR 4,5 Mio. deutlich zulegte. Gleichzeitig konnten wir auch die SaaS-Umsätze, also das Geschäft mit Miet-Software auf EUR 4,4 Mio. steigern. Entsprechend baute USU das Bereinigte EBITDA von EUR 3,8 Mio. auf EUR 4,6 Mio. aus. Und auch die Bilanzrelationen sind weiterhin solide. So verfügt USU über eine umfangreiche Liquidität von nahezu EUR 24 Mio. bei keinerlei Bankverbindlichkeiten und zugleich eine hohe Eigenkapitalquote.
Die Gesellschaft profitiert weiterhin vom Trend zur Digitalisierung und der anhaltend starken Nachfrage nach Lösungen, die IT- und Service Management-Prozesse automatisieren und somit Qualität und Produktivität steigern - vor allem im Öffentlichen Sektor. Auf der Kundenseite wird ferner der Einsatz von KI in konkreten so genannten Use Cases evaluiert. Auch in diesem spannenden Zukunftsbereich sehen wir uns mit unseren Wissensmanagement-Lösungen sehr gut positioniert. Daher sind wir ungeachtet des herausfordernden wirtschaftlichen und politischen Gesamtumfelds optimistisch, unsere Wachstumsziele für das aktuelle Geschäftsjahr zu erreichen.
Wie in der Ad-Hoc-Mitteilung vom 12. März 2024 angekündigt, plant die USU Software AG ein Delisting ihrer Aktien. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft mit der AUSUM GmbH und deren Tochter NUNUS GmbH eine Vereinbarung getroffen, gemäß der die NUNUS GmbH den USU-Aktionären ein öffentliches Delisting-Übernahmeangebot unterbreitet, was am 16. Mai 2024 erfolgte. Danach beträgt der von der NUNUS GmbH festgelegte Angebotspreis 18,50 Euro je Aktie an der USU und entspricht einer Prämie von EUR 1,74 oder 10,4 % auf den nach den gesetzlichen Regeln zu zahlenden Mindestpreis. Die Annahmefrist endet am 13. Juni 2024 um 24:00 Uhr (MESZ), vorbehaltlich der weiteren Annahmefrist. Zugleich sucht die Gesellschaft einen strategischen Partner für das Produktgeschäft. Dies unterstützt USU's Strategie, das Produktgeschäft signifikant auszubauen und durch strategische Partnerschaften zu finanzieren.
Vorstand und Aufsichtsrat halten das Delisting für vorteilhaft, da die Kosten der Börsennotierung aufgrund zunehmender Regulierungen nicht mehr gerechtfertigt sind. Der Widerruf der Börsenzulassung wird noch von der Frankfurter Wertpapierbörse entschieden. Nach Genehmigung wird USU nicht mehr an regulierten oder vergleichbaren Märkten gehandelt werden.
Ihr Bernhard Oberschmidt,
Vorstandsvorsitzender der USU Software AG
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS 1. QUARTAL 2024 (UNTESTIERT)
Grundlagen der USU Software AG und des Konzerns
Die USU Software AG, Möglingen, Deutschland, ist als Konzernmuttergesellschaft direkt oder indirekt an den folgenden operativ tätigen Gesellschaften beteiligt: USU GmbH, Möglingen, Deutschland; USU Software s.r.o., Brno, Tschechische Republik, USU Austria GmbH, Wien, Österreich; Omega Software GmbH, Obersulm, Deutschland; USU Solutions Inc., Boston, USA; USU SAS, Paris, Frankreich und USU GK, Tokio, Japan. Zudem besteht eine Beteiligung der USU Software AG an der Openshop Internet Software GmbH, Möglingen, Deutschland, welche nicht mehr operativ tätig ist.

Geschäftsmodell, Ziele, Strategien und Steuerungssystem
Die USU Software AG und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) setzt als führender Anbieter von Software- und Servicelösungen für IT & Customer Service Management Maßstäbe für bessere Servicequalität. Mit USU antworten Unternehmen auf die veränderten Kunden- und Mitarbeiterbedürfnisse in einer digitalen Welt. Namhafte Unternehmen schaffen mit USU-Lösungen Transparenz, sind agiler, sparen Kosten und senken ihre Risiken - durch smartere Services, einfachere Workflows und bessere Zusammenarbeit.
Das USU-Leistungsportfolio umfasst neben Software Asset Management, IT Service Management und IT Service Monitoring die Bereiche Knowledge Management, Self-Service Management, Digital Service Solutions und AI Services. Über 1.200 USU-Kunden aus allen Teilen der internationalen Wirtschaft profitieren von USU-Lösungen, beispielsweise Allianz, Atruvia, Bechtle, BITBW, BMW, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, die Schweizerische Post, Jungheinrich, LinkedIn, Novartis, Otto, VW oder W&W. Die USU Software AG hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden Jahren beim Konzernumsatz jeweils über dem Durchschnitt des IT-Marktes zu wachsen und zugleich die Profitabilität weiter auszubauen. Im Vordergrund steht dabei, durch Innovationen und die Verbreiterung der internationalen Marktpräsenz organisch zu wachsen, wobei anorganisches Wachstum in Form von Akquisitionen und Unternehmensbeteiligungen ebenfalls Teil der Unternehmensstrategie ist.
Die wesentlichen Leistungsindikatoren für die USU Software AG sowie für den Konzern sind Umsatzerlöse und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("Bereinigtes EBITDA"). Aufgrund des gestiegenen Anteils an außerordentlichen einmaligen Sondereffekten berichtet USU seit 2023 ein "Bereinigtes EBITDA". Bereinigt werden Sondereffekte, die aus den Bereichen share based compensation, Restrukturierung oder Akquisition kommen.
Die Guidance für 2024 und die Mittelfristplanung basieren demgemäß auf dem Bereinigten EBITDA. Entsprechend fungiert das Bereinigte Konzern-EBITDA neben dem Konzern-Umsatz als maßgebliche Planungs- und Steuerungsgröße der USU Software AG und des Konzerns. Gemäß der aktuellen Guidance erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024 infolge des zielgerichteten weiteren Ausbaus des SaaS-Geschäftes ein Umsatzwachstum auf EUR 143 - 146 sowie ein Bereinigtes EBITDA von EUR 14 - 16 Mio.
Infolge der erreichten Erfolge aus der SaaS-Transformation und des damit verbundenen hohen Auftragsbestandes sowie des anhaltend starken Beratungsgeschäftes bestätigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10 % sowie mit Blick auf das weiter zunehmende SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis 2026 auf 17 - 19% beinhaltet.
Forschung und Entwicklung
USU legt hohen Wert auf Innovation und Investitionen in Forschung & Entwicklung (F&E), um sich in einem sich schnell ändernden Markt zu behaupten. Durch regelmäßige Updates und neue Softwareprodukte reagiert die Gesellschaft auf Kundenbedürfnisse, steigert die Zufriedenheit und erschließt neue Märkte. Besonders in Cloud- und KI-Technologien investiert USU überdurchschnittlich, um das Portfolio zu erweitern und attraktive Lösungen zu entwickeln.
Im Auftaktquartal 2023 investierte USU insgesamt TEUR 5.372 (Q1/2023: TEUR 5.175) bzw. 15,2% (Q1/2023: 15,5%) des Konzernumsatzes in Forschung & Entwicklung (F&E). Die Zahl der angestellten Mitarbeiter in diesem Bereich betrug zum 31. März 2024 insgesamt 275 (31. März 2023: 266). Die F&E-Kosten des USU-Konzerns erfüllen im Regelfall nicht die Ansatzkriterien zur Aktivierung und werden daher nicht aktiviert.
Die USU-weite F&E-Strategie konzentriert sich darauf, schrittweise eine umfassende SaaSbasierte Plattform aufzubauen, die innerhalb der nächsten Jahre das gesamte Portfolio für IT Asset Management, Service Management und IT Operations Management integrieren wird. Erste Lösungen werden als modulare Apps bis Ende 2024 verfügbar sein. Gleichzeitig wird das bestehende Portfolio der einzelnen Geschäftsbereiche kontinuierlich weiterentwickelt und durch Innovationen ergänzt.
Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU Service Management konnte im ersten Quartal eine neue Version fertigstellen. Neben der neuen Benutzeroberfläche und Dashboards für das Service-Modell Technology Business Management (TBM) wurde auch die KI-Unterstützung durch die Integration mit dem Change Management nochmals ausgeweitet.
Auch im Geschäftsfeld IT Monitoring konnte im Berichtszeitraum ein neues Release veröffentlicht werden. Bemerkenswert sind neben Performance-Vorteilen vor allem Erweiterungen im Bereich des so genannten Smart Baselining, einer KI-gestützten dynamischen Berechnung von Schwellwerten, sowie Verbesserungen des Moduls Service Level Monitoring.
Die aktuellen F&E-Aktivitäten im Bereich USU Software Asset Management (SAM) fokussieren vor allem auf die Integration der SaaS Management-Lösung in die neue USU-Plattform. Dabei wurde das System z.B. in das neue User Management der Plattform eingebunden, und es wurden Tests für eine harmonisierte Benutzerführung durchgeführt. Neben funktionalen Ergänzungen der übrigen SAM-Lösungen wurden diese ebenfalls für die Integration vorbereitet.
Der Schwerpunkt der Entwicklung für USU Knowledge Management lag in den ersten Monaten 2024 auf der Integration von GenAI Komponenten. Hierfür wurden mehrere Proof of Concepts durchgeführt, um Praxiserfahrung mit der Technologie zu sammeln. Ziel ist, diese GenAI-Funktionen bis Oktober 2024 vollständig in der neuen Version umzusetzen. Im Self Service Bereich (Chatbot und HelpCenter) lag der Schwerpunkt auf einer zunehmend besseren Integration in Kundenportale.
Das F&E-Team des Geschäftsfelds USU AI Services entwickelt für das bestehende USU-Portfolio neue KI-basierte Technologie-Bausteine. Für Service Management konnte das neue Modul Incident Summary veröffentlicht werden, welches mit Hilfe von Sprachmodellen wie ChatGPT den aktuellen Stand eines Incidents zusammenfasst. Des Weiteren entstand für den Bereich Software Asset Management ein Prototyp, der verschiedene EULAs (End User License Agreements) zusammenfasst und vergleicht. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Dokumente analysiert.
Im Forschungsbereich sind derzeit zwei Projekte aktiv: AutoQML und KISS. Im Projekt AutoQML wird an der Entwicklung von Automated Machine Learning und dem USU KI-Wizard, einem Werkzeug zur automatisierten Erstellung von datengetriebenen Services, gearbeitet. Praxistests sollen in den kommenden Monaten für KI-Anwendungen in der Flurförderung und Logistik beim Projektpartner KEB durchgeführt werden. Im Forschungsprojekt KISS werden die Arbeiten an Chatbot-Lösungen fortgesetzt, um kritische Infrastrukturen in Krisensituationen widerstandsfähiger zu machen, mit einem Fokus auf generativer KI im Bereich Self-Service.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Gemäß einer ersten Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes ("Destatis") 1 vom 30. April 2024 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 1. Quartal 2024 gegenüber dem 4. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gestiegen, nachdem es zum Jahresende 2023 zurückgegangen war (revidiert -0,5 % im 4. Quartal 2023 zum Vorquartal; bisher: -0,3 %). Wie Destatis weiter mitteilt, wurde das leichte Wachstum von Anstiegen der Bauinvestitionen und der Exporte getragen. Die privaten Konsumausgaben gingen dagegen zurück. Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2024 preisbereinigt um 0,9 % niedriger als im 1. Quartal 2023. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang mit -0,2% geringer, da 1,6 Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahreszeitraum.
Im Euroraum ist das BIP gemäß einer vorläufigen Schnellschätzung des statistischen Amtes der Europäischen Union (eurostat) 2 im Auftaktquartal des Jahres 2024 um 0,3% gegenüber dem Vorquartal gewachsen, nachdem es im 4. Quartal 2022 zum Vorquartal um 0,1% gesunken war. Im Vergleich zum entsprechenden Quartal des Vorjahres, ist das saisonbereinigte BIP im ersten Quartal 2024 im Euroraum um 0,4% gestiegen.
Branchenbezogene Entwicklung
Nach Untersuchungen des Digitalverbandes Bitkom 3 zeigte sich die Digitalbranche zum Ende des 1. Quartals 2024 wieder optimistischer. So lag der Wert für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen mit 15,5 Punkten um 1,2 Zähler über dem Februar-Wert. Das ist der erste Anstieg im Monatsvergleich seit Juli 2023. Die Geschäftserwartungen für den weiteren Jahresverlauf haben sich im Vergleich zum Februar noch deutlicher verbessert, von -10,2 auf -2,2 Punkte. Das zeigt der aktuelle Bitkom-ifo-Digitalindex. Der Index bildet die aktuelle Geschäftslage und die Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate ab und berechnet daraus das Geschäftsklima. Dieses verbesserte sich im Vergleich zu Februar um 1,6 Punkte auf 6,4 Punkte (Februar 2024: 4,8 Punkte).
"Trotz der weiterhin angespannten Weltlage und der gesamtwirtschaftlichen Eintrübung entwickelt sich die Bitkom-Branche stabil. Die Unternehmen der Digitalbranche können sich in einem herausfordernden Umfeld behaupten und erweisen sich als konjunkturelle Stütze der deutschen Wirtschaft", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.
1 Vgl. destatis-Pressemitteilung vom 30. April 2024, veröffentlicht unter https://www.destatis.de
2 Vgl. eurostat-Pressemitteilung vom 30. April 2024, veröffentlicht unter http://ec.europa.eu/eurostat
3 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 5. April 2023, veröffentlicht unter www.bitkom.org
Umsatz- und Kostenentwicklung
Konzernumsatz
Die USU Software AG setzte im ersten Quartal 2024 im Verbund mit ihren Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "USU-Gruppe" oder "USU" genannt) den positiven Wachstumstrend fort und steigerte den Konzernumsatz im Vorjahresvergleich um 6,3% auf TEUR 35.420 (Q1/2023: TEUR 33.307). Dieser Umsatzanstieg resultiert im Wesentlichen aus inländischen Großaufträgen aus dem Public Sektor sowie mehreren kleineren bis mittelgroßen Aufträgen aus der Privatwirtschaft, die zugleich zu einem neuen Rekord beim Auftragsbestand führten. Da USU primär Aufträge aus dem deutschen Heimatmarkt erzielte, legte das Inlandsgeschäft im Berichtsquartal um 9,6% auf TEUR 28.746 (Q1/2023: TEUR 26.234) zu, während die Auslandsumsätze gegenüber dem vergleichsweise starken Vorjahresquartal außerhalb Deutschlands um 5,6% auf TEUR 6.674 (Q1/2023: TEUR 7.073) zurückgingen. Demgemäß blieb der Anteil des Auslandsgeschäftes am Konzernumsatz von USU mit 18,8% (Q1/2023: 21,1%) im ersten Quartal 2024 hinter dem Vergleichswert des Vorjahres zurück.
Nach Umsatzarten steigerte USU im Vorjahresvergleich insbesondere die Lizenzumsätze, die sich im ersten Quartal 2024 dank mehrerer On-premise-Aufträge gegenüber dem schwächeren Vorjahresquartal auf TEUR 4.494 (Q1/2023: TEUR 1.298) mehr als verdreifachten. Dank neuer SaaS-Abschlüsse und des bestehenden SaaS-Auftragsbestandes steigerte USU zugleich die SaaS-Erlöse im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich um 10,4% auf nunmehr TEUR 4.420 (Q1/2023: TEUR 4.003). Im Zuge der positiven Lizenzabschlüsse wuchsen im Berichtsquartal zugleich die Wartungseinnahmen der USU-Gruppe um 2,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 6.525 (Q1/2023: TEUR 6.345). Entsprechend baute USU den Recurring Revenue (wiederkehrende Umsatzerlöse = Wartungserlöse zuzüglich der SaaS-Einnahmen) im Berichtsquartal Q1/2024 um 5,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 10.945 (Q1/2023: TEUR 10.348) aus. Nach den Rekordumsätzen des Beratungsgeschäfts in den Vorquartalen blieben die Beratungsumsätze, auch bedingt durch die im Vorjahrsvergleich weniger zur Verfügung stehenden Arbeitstage, im Berichtsquartal mit TEUR 19.895 (Q1/2023: TEUR 21.485) um 7,4% hinter dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurück. Die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen Handelswarenumsätze mit fremdbezogener Hard- und Software beinhalten, beliefen sich auf insgesamt TEUR 86 (Q1/2023: TEUR 176).
Umsatz nach Geschäftsfeldern
Das Leistungsspektrum des Geschäftsfeldes "Produktgeschäft" umfasst sämtliche Aktivitäten rund um die USU-Produktpalette im Markt für IT Management-Lösungen, im Knowledge Management-Markt sowie dem aus dem Forschungsbereich hervorgegangenem Geschäftsbereich für Big Data Analytics, USU AI Services. Das Geschäftsfeld "Servicegeschäft" beinhaltet Beratungsleistungen im Rahmen von IT-Projekten, individuelle Anwendungsentwicklung und digitale Strategie-Beratung, Service- und UX-Design sowie Webportale, Apps und Intranets.
Das Segment "Produktgeschäft" steigerte im 1. Quartal 2024 insbesondere dank erhöhter Lizenz- und SaaS-Erlöse den Segmentumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,5% auf TEUR 24.598 (Q1/2023: TEUR 22.662), während USU im gleichen Zeitraum den beratungsbezogenen Umsatz des Segments "Servicegeschäft" ungeachtet der im Vorjahrsvergleich weniger zur Verfügung stehenden Arbeitstage, um 1,7% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres auf TEUR 10.822 (Q1/2023: TEUR 10.645) ausbaute. Dabei profitierte das USU-Servicesegment weiterhin vom Nachfragetrend nach Digitalisierungslösungen.
Operative Kosten
Die operative Aufwandsbasis der USU-Gruppe erhöhte sich im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres 2024 gegenüber dem Vorjahr um 3,3% auf TEUR 32.072 (Q1/2023: TEUR 31.056). Dieser Anstieg spiegelt im Wesentlichen den Personalausbau und die damit verbundenen Kostensteigerungen sowie die inflationsbedingte Gehaltssteigerung der Belegschaft wider.
Der Anstieg der Herstellungskosten des Umsatzes um 8,4% auf nunmehr TEUR 18.635 (Q1/2023: TEUR 17.194) ist insbesondere auf erhöhte Personalaufwendungen infolge des Ausbaus der angestellten Beratermannschaft von 321 Mitarbeitenden im Vorjahr auf nunmehr 326 Mitarbeitende sowie die inflationsbedingte Steigerung der Gehälter der Beratermannschaft zurückzuführen. Die auf den Konzernumsatz bezogene Herstellkostenquote stieg entsprechend von 51,6% im Vorjahresquartal auf nunmehr 52,6% leicht an. Das Bruttoergebnis erhöhte sich zeitgleich von TEUR 16.113 im ersten Quartal 2023 auf TEUR 16.785 im Auftaktquartal 2024, was einem Anstieg um 4,2% entspricht. Entsprechend belief sich die Bruttomarge im Berichtsquartal Q1/2024 auf 47,4% (Q1/2023: 48,4%).
Die Marketing- und Vertriebsaufwendungen sanken im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 8,8% auf TEUR 5.291 (Q1/2023: TEUR 5.803). Dieser Rückgang spiegelt im Wesentlichen reduzierte Sachkosten im Zuge von eingeleiteten Sparmaßnahmen wider. Da USU zeitgleich den Umsatz steigerte, sank die umsatzbezogene Kostenquote für den Bereich Marketing und Vertrieb von 17,4% im ersten Quartal 2023 auf nunmehr 14,9%.
Im Zuge reduzierter Sachkosten sanken auch die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen im Vorjahresvergleich um 3,8% von TEUR 2.884 im ersten Quartal 2023 auf TEUR 2.775 im Berichtsquartal Q1/2024. Bezogen auf den Konzernumsatz sank die Verwaltungskostenquote infolge der gleichzeitig verbuchten Umsatzsteigerung auf 7,8% (Q1/2023: 8,7%).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stiegen im Berichtsquartal aufgrund von inflationsbedingten Gehaltssteigerungen sowie des Ausbaus der Entwicklermannschaft auf 275 (Q1/2023: 266) Mitarbeitende zur Forcierung der Entwicklung einer zentralen Konzern-Produktplattform und damit verbundener erhöhter Personalkosten um insgesamt 3,8% gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.372 (Q1/2023: TEUR 5.175) an. Die auf den Konzernumsatz bezogene Aufwandsquote für Forschung und Entwicklung sank jedoch infolge des überproportionalen Umsatzausbaus von 15,5% im Vorjahresquartal auf 15,2% im ersten Quartal 2024. USU investiert stetig in die Neu- und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und arbeitet permanent an innovativen, marktbezogenen Softwarelösungen. Mittelfristig plant USU, die F&E-Aufwendungen zwar absolut betrachtet auszubauen, relativ betrachtet jedoch die Aufwandsquote infolge überproportional steigender Umsatzerlöse zu senken.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldieren sich im ersten Quartal 2024 auf einen Ertrag von insgesamt TEUR 81 (Q1/2023: TEUR 407).
Ertragslage
Dank des deutlichen Ausbaus der margenstarken Lizenz- und SaaS-Erlöse steigerte die USU-Gruppe im Berichtsquartal das Bereinigte EBITDA um 20,6% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres auf TEUR 4.607 (Q1/2023: TEUR 3.820). Da USU im ersten Quartal 2024 das Bereinigte EBITDA im Vergleich zum Umsatz überproportional steigerte, stieg die Bereinigte EBITDA-Marge im Berichtszeitraum entsprechend auf 13,0% (Q1/2023: 11,5%) an. Da im Auftaktquartal 2024 keine Sondereffekte bzw. Bereinigungen auftraten, entsprach das EBITDA im ersten Quartal 2024 dem des Bereinigten EBITDA und belief sich demgemäß auf TEUR 4.607 (Q1/2023: TEUR 3.820). Unter Einbeziehung der Abschreibungen von insgesamt TEUR 1.178 (Q1/2023: TEUR 1.162) erzielte USU im 1. Quartal 2024 ein EBIT von TEUR 3.429 (Q1/2023: TEUR 2.658). Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem EBIT-Anstieg um 29,0%.
Aufgrund des wieder positiven Zinsumfeldes, erzielte USU im Berichtsquartal positive Zinserträge, während zugleich wechselkursbedingte Aufwände aus Währungsdifferenzen der Finanzinstrumente wegfielen. Demgemäß summierte sich das Finanzergebnis im ersten Quartal 2024 auf TEUR 77 (Q1/2023: TEUR -277). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erhöhten sich im Zuge der Gewinnsteigerung von TEUR 649 im ersten Quartal 2023 auf TEUR 1.048 im Berichtsquartal Q1/2024. In Summe stieg das Konzernergebnis von USU im ersten Quartal 2024 gegenüber dem Vorjahr um 41,9% auf TEUR 2.458 (Q1/2023: TEUR 1.732). Bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.523.770 (Q1/2023: 10.523.770) Aktien entspricht dies einem verwässerten Ergebnis pro Aktie von EUR 0,23 (Q1/2023: EUR 0,17), während sich das unverwässerte Ergebnis pro Aktie bei einer durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktienzahl von 10.036.484 (Q1/2023: 10.000.000) Aktien auf EUR 0,24 (Q1/2023: EUR 0,17) belief.
Vermögens- und Finanzlage
Auf der Aktivseite der Bilanz lagen die langfristigen Vermögenswerte der USU-Gruppe zum 31. März 2024 mit TEUR 61.627 (31. Dezember 2023: TEUR 62.796) geringfügig unter dem Niveau derer vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, während sich die kurzfristigen Vermögenswerte im gleichen Zeitraum deutlich von TEUR 45.267 zum 31. Dezember 2023 auf nunmehr TEUR 61.679 erhöhten. Dieser Anstieg resultiert maßgeblich aus gestiegenen Vertragsvermögenswerten, die sich zum Ende des Auftaktquartals 2024 stichtagsbedingt auf TEUR 7.447 (31. Dezember 2023: TEUR 3.208) erhöhten, dem Ausbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 24.379 zum 31. Dezember 2023 auf nunmehr TEUR 25.452 sowie der gleichzeitig deutlichen Erhöhung der Konzernliquidität, die sich zum 31. März 2024 auf TEUR 23.962 (31. Dezember 2023: TEUR 13.494) belief.
Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital der USU-Gruppe im Zuge der Gewinnsteigerung von TEUR 57.215 zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 59.581 zum 31. März 2024. Zugleich stieg das Fremdkapital in Form der kurz- und langfristigen Schulden der USU-Gruppe zum 31. März 2024 auf TEUR 63.725 (31. Dezember 2023: TEUR 50.848). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus auf TEUR 24.660 (31. Dezember 2023: TEUR 10.909) erhöhten passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die aus bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt, herrühren sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, die stichtagsbedingt von TEUR 1.354 zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.985 zum 31. März 2024 anwuchsen.
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 123.306 (31. Dezember 2023: TEUR 108.063) belief sich die Eigenkapitalquote zum 31. März 2024 auf 48,3% (31. Dezember 2023: 52,9%). Mit dieser Eigenkapitalquote, der deutlich gesteigerten Konzernliquidität und keinerlei Bankverbindlichkeiten, ist die USU-Gruppe weiterhin äußerst solide und gesichert finanziert.
Cash-Flow und Investitionen
Zum 31. März 2024 verfügte die USU-Gruppe über flüssige Mittel von TEUR 23.962 (Q1/2023: TEUR 18.021). Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg um TEUR 5.941 bzw. 33,0%. Demgemäß steigerte USU die Konzernliquidität im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023, an dem USU über liquide Mittel von TEUR 13.494 verfügte, um TEUR 10.468 bzw. 77,6%.
Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von USU stieg im Berichtsquartal Q1/2024 um TEUR 7.710 bzw. 196,4% gegenüber dem Vorjahr auf nunmehr mit TEUR 11.635 (Q1/2023: TEUR 3.925), was im Vorjahresvergleich nahezu einer Verdreifachung des Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit entspricht. Dieser signifikante Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung von bereits zu Jahresbeginn in Rechnung gestellten Wartungs- und SaaS-Verträgen, für die eine zugehörige Leistungserbringung und Umsatzrealisierung im weiteren Jahreserlauf erfolgt.
Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit von TEUR -319 (Q1/2023: TEUR -732) beinhaltet im Wesentlichen die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen.
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -799 (Q1/2023: TEUR -728) resultiert wie im Vorjahr ausschließlich aus Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten.
Auftragsbestand
Zum Ende des ersten Quartals 2024 verzeichnete die USU-Gruppe einen neuen Rekord beim Auftragsbestand. Dank der Gewinnung mehrerer Großaufträge insbesondere aus dem öffentlichen Sektor und zahlreicher mittelgroßer Aufträge aus der Privatwirtschaft baute die USU-Gruppe den konzernweiten Auftragsbestand zum 31. März 2024 im Vorjahresvergleich deutlich um 8,3% bzw. TEUR 7.387 auf TEUR 96.855 (31. März 2023: TEUR 89.468) aus und erreichte damit nahezu die 100 Millionen-Euro-Marke. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem gestiegenen SaaS-, Wartungs- und Beratungsbestand der USU-Gruppe. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahres (31. Dezember 2023: TEUR 84.367) baute USU den Auftragsbestand sogar noch stärker um 14,8% bzw. TEUR 12.488 aus.
Der stichtagsbezogene Auftragsbestand zum Ende des Quartals stellt aufgrund von verbindlichen Verträgen die bereits fixierten zukünftigen Umsätze der USU-Gruppe auf Sicht der kommenden 12 Monate dar. Diese beinhalten vorwiegend projektbezogene Aufträge sowie Wartungs- und SaaS-Verträge.
Mitarbeitende
Zum Ende des ersten Quartals 2024 baute die USU-Gruppe ihre Belegschaft gegenüber dem Vorjahr um 1,1% bzw. 9 Mitarbeitende auf 806 (31. März 2023: 797) Mitarbeitende aus. Nach Funktionsbereichen untergliedert beschäftigte USU zum Ende des ersten Quartals 2024 insgesamt 326 (31. März 2023: 321) Mitarbeitende im Bereich Beratung und Services, 275 (31. März 2023: 266) Mitarbeitende im Bereich Forschung und Entwicklung, 114 (31. März 2023: 82) Mitarbeitende im Bereich Vertrieb und Marketing sowie 91 (31. März 2023: 128) Mitarbeitende in der Administration. Segmentbezogen waren 584 (31. März 2023: 536) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Produktgeschäft", 131 (31. März 2023: 133) Mitarbeitende im Geschäftsfeld "Servicegeschäft" sowie 91 (31. März 2023: 128) Mitarbeitende im Zentralbereich der USU-Gruppe tätig. Damit hat USU ihre Konzernbelegschaft auch zu Beginn des Jahres 2024 mit Blick auf die Mittelfristplanung leicht ausgebaut und verfügt aktuell wie avisiert über mehr als 800 Mitarbeitende im Gesamtkonzern.
Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Prognosebericht
Gesamtwirtschaft
Gemäß der Gemeinschaftsdiagnose #1-2024 4 der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute vom 25. März 2024 ist die deutsche Wirtschaft angeschlagen. Eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich somit konjunkturelle und strukturelle Faktoren. Zwar dürfte ab dem Frühjahr eine Erholung einsetzen, die Dynamik wird aber insgesamt nicht allzu groß ausfallen.
In ihrem Frühjahrsgutachten revidierten die Institute ihre Prognose für das laufende Jahr daher deutlich nach unten und erwarten nun nur noch einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 0,1%. Im Herbstgutachten standen noch 1,3% in Aussicht. Als wichtigste Triebkraft für die Konjunktur avanciert gemäß den Instituten im laufenden Jahr der private Konsum. Nachdem der ab Mitte 2021 einsetzende Teuerungsschub die Massenkaufkraft zwei Jahre lang drastisch geschmälert hatte, steigen die real verfügbaren Einkommen nun wieder deutlich.
Für die Weltwirtschaft gehen die Institute davon aus, dass sich die Aussichten für die Weltkonjunktur zuletzt zwar etwas verbessert haben, sie erwarten aber, dass die wirtschaftliche Expansion moderat bleiben dürfte. Im Euroraum würden höhere Reallöhne den privaten Konsum stärken, und die Konjunktur werde sich spürbar beleben. Ein kräftiger Aufschwung sei indes nicht zu erwarten, denn die durch den Wegfall russischen Gases höheren Energiekosten hätten die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verringert. Für die USA stimme zwar die Tatsache optimistisch, dass die restriktive Geldpolitik dort bisher überraschend wenig gedämpft habe, zumal der Restriktionsgrad ab der Jahresmitte sinken dürfte. Allerdings dürfte die Expansion des privaten Konsums an Schwung verlieren, weil die zu Pandemiezeiten angehäuften Extra-Ersparnisse allmählich zur Neige gingen. Auch gäbe es keine weiteren Impulse durch die Finanzpolitik. In den Schwellenländern insgesamt dürfte die Wirtschaftsleistung in einem wenig veränderten Tempo zunehmen. In China würden hartnäckige Probleme im Immobiliensektor belasten, eine auch deshalb weiter gedämpfte Konsumneigung, deflationäre Tendenzen sowie die anhaltenden handelspolitischen Spannungen mit den USA. Alles in allem rechnen die Institute mit einem Zuwachs der Weltproduktion um 2,5 % im Jahr 2024, nach 2,7% im Jahr 2023.
4 Vgl. Gemeinschaftsdiagnose #1-2024 vom 25. März 2024, veröffentlicht unter www.gemeinschaftsdiagnose.de
Branche
Nach den jüngsten Bitkom 5-Informationen ist Deutschlands digitale Wirtschaft auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4% auf EUR 224,3 Mrd. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0% auf EUR 215 Mrd. zugelegt. "Die meisten Unternehmen der Bitkom-Branche präsentieren sich krisenfest. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. Insbesondere das Arbeitsplatzwachstum könnte noch deutlich größer ausfallen, der Fachkräftemangel erweist sich hier als Hemmschuh", sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. "Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Unser Vorsatz für 2024 muss lauten: Mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum für Innovationen."
Die Informationstechnik wird laut Bitkom auch 2024 der wichtigste Wachstumstreiber sein. Nach einer leichten Wachstumsdelle im vergangenen Jahr (+ 2,2% auf EUR 142,9 Mrd.) werden 2024 nach der aktuellen Prognose EUR 151,5 Mrd. umgesetzt, was einem Anstieg um 6,1% entspricht. Vor allem das Geschäft mit Software legt stark zu (+9,4% auf EUR 45,5 Mrd.). Hier spiegelt sich laut Bitkom auch der aktuelle Boom bei Künstlicher Intelligenz wider. "Künstliche Intelligenz wird 2024 das Top-Thema bleiben. Unternehmen sollten sich jetzt mit KI beschäftigen, entsprechende Projekte aufsetzen und auch in die Technologie investieren", so Wintergerst. "Die Politik muss bei der Umsetzung des AI-Acts Augenmaß beweisen und dafür sorgen, dass KI in Deutschland und Europa sowohl weiter genutzt als auch entwickelt werden kann." Die Umsätze mit IT-Dienstleistungen steigen laut Bitkom 2024 um 4,8% auf EUR 51,7 Mrd. an. Besonders kräftig wachsen dabei Dienstleistungen mit Cloud-Bezug, die einen Anteil von EUR 17,7 Mrd. am gesamten IT-Service-Markt haben und um 17% zulegen. Wintergerst: "Das insgesamt starke IT-Wachstum zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Thema Digitalisierung ernst nimmt. Die Investitionsbereitschaft bleibt auch unter schwierigen Bedingungen hoch."
Für den weltweiten IT-Markt erwartet das Marktforschungsunternehmen Gartner 6gemäß dem am 17. April 2024 veröffentlichten IT Spending Forecast einen Anstieg der IT-Ausgaben in 2024 um 8,0% (2023: 3,8%) gegenüber dem Vorjahr auf USD 5.061 Mrd. (2023: USD 4.687 Mrd.), wobei auch weltweit betrachtet die Marktsegmente Software und IT-Services mit Wachstumsraten von 13,9% (2023: 12,6%) bzw. 9,7% (2023: 6,1%) auf USD 1.042,2 Mrd. (2023: USD 914,7 Mrd.) bzw. USD 1.519,9 Mrd. (2023: USD 1.385,1 Mrd.) überproportional wachsen werden.
5 Vgl. Bitkom-Pressemitteilung vom 10. Januar 2024, veröffentlicht unter www.bitkom.org
6 Vgl. Gartner-Pressemitteilung vom 17. April 2024, veröffentlicht unter www.gartner.com
Ausblick
Nach dem erfolgreichen Start ins laufende Geschäftsjahr 2024 und vor dem Hintergrund des neuen Rekord-Auftragsbestandes von knapp EUR 97 Mio. bestätigt der Vorstand die Planung für das Gesamtjahr 2024, die ein Umsatzwachstum auf EUR 143 - 146 Mio. vorsieht, welches insbesondere durch den weiteren deutlichen Ausbau der SaaS-Erlöse erzielt werden soll. Bekräftigt wird auch das Ergebnisziel für 2024, wonach das Bereinigte EBITDA infolge des zielgerichteten weiteren Ausbaus des margenstarken SaaS-Geschäftes auf EUR 14 - 16 Mio. steigen soll.
Zugleich bekräftigt der Vorstand die aktuelle Mittelfristplanung, die ein durchschnittliches organisches Umsatzwachstum für die kommenden Jahre von 10% sowie mit Blick auf das weiter zunehmend SaaS-Geschäft den Ausbau der Bereinigten EBITDA-Marge bis Ende 2026 auf 17 - 19% vorsieht.
Im Fokus der strategischen Planung stehen dabei die drei etablierten Wachstumssäulen der USU-Gruppe: der Ausbau der Internationalisierung, die Entwicklung und Markteinführung neuer Produktinnovationen sowie anorganisches Wachstum durch Akquisitionen.
Chancen- und Risikobericht
Bezüglich der Chancen und Risiken der USU Software AG und des Gesamtkonzerns liegen keine Veränderungen gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 vor. Wir verweisen insofern auf den im Geschäftsbericht 2023 enthaltenen Chancen- und Risikobericht.
USU-Aktien (ISIN DE000A0BVU28).
Die Aktien der USU Software AG sind im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Wertpapier-Kenn-Nummer ("WKN") A0BVU2 bzw. der International Security Identification Number (Internationale Wertpapier-Kenn-Nummer, "ISIN") DE000A0BVU28 notiert und dort zum Handel im Regulierten Markt zugelassen.
Im Auftaktquartal des laufenden Geschäftsjahres 2024 tendierten die Börsenindizes ungeachtet des andauernden Ukraine-Krieges und der eher verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Aussichten dank anhaltender Zinssenkungsfantasien insgesamt positiv, wobei insbesondere die großen Standardwerte des Deutschen Aktienindex (DAX) zulegen konnten, während Nebenwerte wie die USU-Aktie nicht profitieren konnten. Entsprechend verblieb zum Stichtag 31. März 2024 auf Quartalssicht beim DAX auf dem elektronischen Handelsplatz XETRA insgesamt ein signifikanter Kursgewinn gegenüber dem Stichtag des Vorquartals von 10,4% auf 18.492,49 Punkte (31. Dezember 2023: 16.751,64 Punkte), während der Technology All Share-Index im Vergleich zum Vergleichsstichtag des Vorquartals auf XETRA nur ein leichtes Kursplus von 1,2% auf 4.102,22 Punkte (31. Dezember 2023: 4.051,77 Punkte) verbuchte. Dagegen blieb die USU-Aktie mit einer negativen Quartals-Performance von -1,8% auf XETRA abermals deutlich hinter der Entwicklung der Indizes zurück und beendete den Handel zum Ende des ersten Quartals 2024 bei EUR 16,55 (31. Dezember 2023: EUR 16,85).
Im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres 31. März 2023 verblieb beim DAX sogar ein Kursgewinn von 18,3% (31. März 2023: 15.628,84 Punkte), während der Technology All Share-Index einen minimalen Kurszuwachs von 0,8% (31. März 2023: 4.070,81 Punkte) verbuchte. Die USU-Aktie blieb im gleichen Zeitraum mit einem Kursverlust von 26,8% ungeachtet einer unter Berücksichtigung des Wandels in Richtung SaaS insgesamt positiven Geschäftsentwicklung signifikant unter dem Niveau des Vorjahres (31. März 2023: EUR 22,60).
In Anbetracht dieser negativen Entwicklung hat der Vorstand der USU Software AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Planung eines Delistings der Aktien der Gesellschaft beschlossen. Die Zulassung bzw. Einbeziehung der USU-Aktien an einer Börse bot nach Einschätzung des Vorstands aus strategischer und finanzieller Sicht in der Vergangenheit wenig Vorteile, so dass die mit der zunehmenden Regulatorik verbundenen erheblichen Kosten eine Börsennotierung nicht mehr gerechtfertigt erscheinen ließen. Bei Abwägung der Gesamtumstände liegt das Delisting im Interesse der Gesellschaft. Ein Delisting setzt nach § 39 BörsG ein Angebot zum Erwerb sämtlicher USU-Aktien voraus. Der Vorstand der Gesellschaft hat ihren Mehrheitsgesellschafter AUSUM GmbH (AUSUM) angesprochen, ob er bereit wäre, ein solches Delisting-Angebot zu unterbreiten.
Am 23. April 2024 hat die USU Software AG daher eine Delisting-Vereinbarung mit der AUSUM GmbH und der NUNUS GmbH, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft ihrer Hauptaktionärin AUSUM GmbH, abgeschlossen. Auf Grundlage dieser Vereinbarung soll von der Gesellschaft nach Veröffentlichung eines öffentlichen Delisting-Erwerbsangebots durch die NUNUS GmbH ein Antrag auf Widerruf der Zulassung der USU-Aktien zum regulierten Markt gestellt werden (sog. Delisting). Ebenso wird die USU einen Antrag auf Beendigung des Handels im Freiverkehr der Wertpapierbörsen Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin und Bremen sowie der elektronischen Handelsplattform Xetra stellen. In der Delisting-Vereinbarung hat sich die NUNUS GmbH verpflichtet, den Aktionären der USU ein öffentliches Delisting-Erwerbsangebot in Form eines Barangebots zum Erwerb sämtlicher Aktien der USU gegen Zahlung einer Gegenleistung in bar zu unterbreiten. Die NUNUS GmbH hat eine Angebotsunterlage erstellt, vor deren Veröffentlichung bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") zur Prüfung und Gestattung eingereicht und am 16. Mai 2024 veröffentlicht. Danach beträgt der von der NUNUS GmbH festgelegte Angebotspreis 18,50 Euro je Aktie an der USU und entspricht einer Prämie von EUR 1,74 oder 10,4 % auf den nach den gesetzlichen Regeln zu zahlenden Mindestpreis. Die Annahmefrist endet am 13. Juni 2024 um 24:00 Uhr (MESZ), vorbehaltlich der weiteren Annahmefrist.
Möglingen, 23. Mai 2024
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
KONZERN-BILANZ (UNTESTIERT)
AKTIVA
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| 3-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.874 | 2.788 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 40.092 | 40.092 |
| Sachanlagen | 2.737 | 2.863 |
| Nutzungsrechte | 14.939 | 15.530 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 63 | 57 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 491 | 545 |
| Aktive latente Steuern | 431 | 921 |
| Langfristige Vermögenswerte | 61.627 | 62.796 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 434 | 442 |
| Vertragsvermögenswerte | 7.447 | 3.208 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 25.452 | 24.379 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 163 | 162 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 854 | 749 |
| Übrige Vermögenswerte | 147 | 369 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 3.220 | 2.464 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 23.962 | 13.494 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 61.679 | 45.267 |
| Aktiva, gesamt | 123.306 | 108.063 |
PASSIVA
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| 3-Monatsbericht | Jahresabschluss | |
|---|---|---|
| in TEUR | 31.03.2024 | 31.12.2023 |
| --- | --- | --- |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 10.524 | 10.524 |
| Eigene Anteile | -488 | -488 |
| Kapitalrücklage | 44.066 | 44.066 |
| Gewinnrücklage | 5.388 | 2.931 |
| Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | 91 | 182 |
| Eigenkapital | 59.581 | 57.215 |
| Langfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 1.432 | 1.087 |
| Leasingverbindlichkeiten | 12.278 | 12.875 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 1.012 | 1.187 |
| Passive latente Steuern | 704 | 728 |
| Langfristige Schulden | 15.426 | 15.877 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Ertragsteuerschulden | 1.000 | 745 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 3.089 | 3.072 |
| Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich | 6.204 | 7.909 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.696 | 4.379 |
| Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen | 3.985 | 1.354 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.665 | 6.603 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 24.660 | 10.909 |
| Kurzfristige Schulden | 48.299 | 34.971 |
| Passiva, gesamt | 123.306 | 108.063 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| Quartalsbericht | Quartalsbericht | 3-Monatsbericht | 3-Monatsbericht | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | I / 2024 | I / 2023 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2024 | 01.01.2023 | 01.01.2024 | 01.01.2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.03.2024 | 31.03.2023 | 31.03.2024 | 31.03.2023 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 35.420 | 33.307 | 35.420 | 33.307 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -18.635 | -17.194 | -18.635 | -17.194 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 16.785 | 16.113 | 16.785 | 16.113 |
| Vertriebs- und Marketingaufwendungen | -5.291 | -5.803 | -5.291 | -5.803 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | -2.775 | -2.884 | -2.775 | -2.884 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | -5.372 | -5.175 | -5.372 | -5.175 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 292 | 559 | 292 | 559 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -210 | -152 | -210 | -152 |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||||
| Geschäftstätigkeit (EBIT) | 3.429 | 2.658 | 3.429 | 2.658 |
| Finanzerträge | 144 | 7 | 144 | 7 |
| Finanzaufwendungen | -67 | -284 | -67 | -284 |
| Gewinn vor Steuern (EBT) | 3.506 | 2.381 | 3.506 | 2.381 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.048 | -649 | -1.048 | -649 |
| Periodenüberschuss | 2.458 | 1.732 | 2.458 | 1.732 |
| Posten, die später aufwands- oder ertragswirksam umgegliedert werden können: | ||||
| Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung | -92 | 5 | -92 | 5 |
| Sonstiges Ergebnis | -92 | 5 | -92 | 5 |
| Gesamtergebnis | 2.366 | 1.737 | 2.366 | 1.737 |
| Ergebnis je Aktie in Euro verwässert | 0,23 | 0,17 | 0,23 | 0,17 |
| Ergebnis je Aktie in Euro unverwässert | 0,24 | 0,17 | 0,24 | 0,17 |
| Anzahl der zugrunde gelegten Aktien: | ||||
| Verwässert | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 | 10.523.770 |
| unverwässert | 10.036.484 | 10.000.000 | 10.036.484 | 10.000.000 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (UNTESTIERT)
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| 3-Monatsbericht | 3-Monatsbericht | |
|---|---|---|
| in TEUR | 01.01.2024 - 31.03.2024 | 01.01.2023 - 31.03.2023 |
| --- | --- | --- |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | ||
| Konzernjahresüberschuss | 2.458 | 1.732 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 369 | 438 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Nutzungsrecht IFRS 16 Leasingverhältnisse | 805 | 724 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 198 | -291 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -6.138 | -9.704 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 13.226 | 10.740 |
| -/+ Zinsaufwendungen /Zinserträge | -77 | 277 |
| +/- Ertragsteuererstattungen/Ertragsteuerzahlungen | -302 | -613 |
| -/+ Gezahlte Zinsen/ erhaltene Zinsen | 48 | -27 |
| -/+ Ertragssteueraufwand/-ertrag | 1.048 | 649 |
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 11.635 | 3.925 |
| CASH-FLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | ||
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -229 | -215 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 12 | 12 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -102 | -529 |
| CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT: | -319 | -732 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | ||
| - Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -799 | -728 |
| CASH-FLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT: | -799 | -728 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 10.517 | 2.465 |
| +/- Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | -49 | 31 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 13.494 | 15.525 |
| FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE | 23.962 | 18.021 |
| Finanzmittelfonds | ||
| Flüssige Mittel | 23.962 | 18.021 |
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (UNTESTIERT)
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| Entwicklung des Konzern Eigenkapitals | Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Anteile | Kapitalrücklage | Gewinn Rücklage | Pensionspläne | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anzahl | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2023 | 10.523.770 | 10.524 | -524 | 43.465 | 3.149 | 56 |
| Konzernergebnis | 1.732 | |||||
| Übriges Ergebnis nach Steuern | ||||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.732 | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2023 | 10.523.770 | 10.524 | -524 | 43.465 | 4.881 | 56 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2024 | 10.523.770 | 10.524 | -488 | 44.066 | 2.931 | 29 |
| Konzernergebnis Übriges Ergebnis nach Steuern | 2.458 | |||||
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.458 | 0 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2024 | 10.523.770 | 10.524 | -488 | 44.066 | 5.389 | 29 |
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| Entwicklung des Konzern Eigenkapitals | Kumuliertes sonstiges Eigenkapital | |
|---|---|---|
| Währungsumrechnung | Eigenkapital | |
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2023 | 284 | 56.954 |
| Konzernergebnis | 1.732 | |
| Übriges Ergebnis nach Steuern | 5 | 5 |
| Gesamtergebnis | 5 | 1.737 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2023 | 289 | 58.691 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 1. Januar 2024 | 153 | 57.215 |
| Konzernergebnis Übriges Ergebnis nach Steuern | -92 | 2.458 -92 |
| Gesamtergebnis | -92 | 2.366 |
| Konsolidiertes Eigenkapital zum 31. März 2024 | 61 | 59.581 |
VERKÜRZTER KONZERNANHANG FÜR DIE ERSTEN 3 MONATE 2024 (UNTESTIERT)
Grundsätze zur Rechnungslegung
Die USU Software AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft hat ihren Sitz im Spitalhof, 71696 Möglingen, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Stuttgart im Handelsregister, Abt. B, unter der Nummer 206442 eingetragen.
Dieser Zwischenabschluss der USU Software AG steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss wurde nach IAS 34 (Interim Financial Reporting) erstellt.
Es wurden grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie beim nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr angewandt. Der vorliegende ungeprüfte 3-Monatsbericht 2024 ist daher in Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss 2023 zu lesen.
Dieser Zwischenabschluss enthält alle notwendigen Abgrenzungen und gibt nach Auffassung des Managements ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wieder. Alle vorgenommenen Abgrenzungen entsprechen der üblichen Periodenabgrenzung.
Im Rahmen der Aufstellung des Zwischenabschlusses gemäß den IFRS müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen und Beurteilungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden am Stichtag und die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode betreffen. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen.
Ertragsteuern werden in der Zwischenperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragssteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis der konsolidierten Gesellschaften angewendet.
Aus dem Ergebnis der Zwischenperioden kann nicht notwendigerweise auf das Jahresergebnis geschlossen werden.
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
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| 01.01.-31.03.2024 | 1.1.-31.03.2023 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Beratung | 19.895 | 21.485 |
| Lizenzen / Produkte | 4.494 | 1.298 |
| Wartung | 6.525 | 6.345 |
| Software-as-a-Service /SaaS | 4.420 | 4.003 |
| Sonstiges | 86 | 176 |
| 35.420 | 33.307 |
Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 ist USU in den zwei Geschäftsfeldern "Produktgeschäft" und "Servicegeschäft" tätig, die im Wesentlichen die Risiken und die Eigenkapitalverzinsung des Konzerns beeinflussen. Die Aufgliederung verschiedener Kenngrößen nach den Geschäftsfeldern entsprechend IFRS 8 ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:
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| Produktgeschäft | Servicegeschäft | Summe Segmente | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1. 31.3.24 | 1.1. 31.3.23 | 1.1. 31.3.24 | 1.1. 31.3.23 | 1.1. 31.3.24 | 1.1. 31.3.23 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 24.598 | 22.662 | 10.822 | 10.645 | 35.420 | 33.307 |
| EBITDA | 2.686 | 2.348 | 2.544 | 2.039 | 5.230 | 4.387 |
| EBIT | 1.810 | 1.483 | 2.264 | 1.764 | 4.074 | 3.247 |
| Finanzergebnis | 18 | -28 | 32 | -9 | 50 | -37 |
| Steuern | -192 | -397 | -97 | -478 | -289 | -875 |
| Konzernergebnis | 1.636 | 1.086 | 2.199 | 1.277 | 3.835 | 2.335 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode | 584 | 536 | 131 | 133 | 715 | 669 |
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| nicht zugeordnet | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 1.1. 31.3.24 | 1.1. 31.3.23 | 1.1. 31.3.24 | 1.1. 31.3.23 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatz | 0 | 0 | 35.420 | 33.307 |
| EBITDA | -623 | -567 | 4.607 | 3.820 |
| EBIT | -645 | -589 | 3.429 | 2.658 |
| Finanzergebnis | 27 | -240 | 77 | -277 |
| Steuern | -759 | 226 | -1.048 | -649 |
| Konzernergebnis | -1.377 | -603 | 2.458 | 1.732 |
| Mitarbeiter zum Ende der Periode | 91 | 128 | 806 | 797 |
Außerhalb Deutschlands erzielte die USU-Gruppe in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2024 insgesamt 18,8% (Q1/2023: 21,2%) bzw. TEUR 6.674 (Q1/2023: TEUR 7.073) der konsolidierten Umsätze. Diese Angaben beziehen sich auf den Sitz des Kunden. Auf weitergehende Angaben der geographischen Daten wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Aktien der Organe der USU Software AG
Folgender Bestand an Aktien der USU Software AG von Organmitgliedern der Gesellschaft wurde zum 31. März 2024 festgestellt:
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| Bestandsmeldungen der Organe | Aktien | Aktien |
|---|---|---|
| 31.03.2024 | 31.03.2023 | |
| --- | --- | --- |
| Vorstand | ||
| Bernhard Oberschmidt | 162.518 | 162.518 |
| Dr. Benjamin Strehl | 0 | 0 |
| Aufsichtsrat | ||
| Udo Strehl* | 5.000 | 5.000 |
| Erwin Staudt | 100.000 | 100.000 |
| Gabriele Walker-Rudolf | 2.000 | 1.000 |
* Über die AUSUM GmbH werden Herrn Udo Strehl als Mehrheitsgesellschafter dieser Gesellschaft gemäß § 34 (1) Satz 1 Nr. 1 WpHG n.F. zusätzlich 5.388.000 (2023: 5.366.888) Stimmrechte an der USU Software AG zugerechnet.
Zusätzlich werden über die "Wissen ist Zukunft-Stiftung" Udo Strehl als Geschäftsführer dieser Stiftung 32.000 (2023: 32.000) Stimmrechte an der USU Software AG gemäß § 34 (1) S. 1 Nr. 1 WpHG n.F. zugerechnet.
Aktienoptionen und Wandelobligationen der USU Software AG werden von den Organmitgliedern nicht gehalten.
Möglingen, 23. Mai 2024
USU Software AG
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| Bernhard Oberschmidt | Dr. Benjamin Strehl |
| Vorstandsvorsitzender | Vorstand |
FINANZKALENDER 2024
8. August*
Jahreshauptversammlung
29. August*
Veröffentlichung 6-Monatsbericht 2024
21. November*
Veröffentlichung 9-Monatsbericht 2024
* Die angegebenen Termine für das Geschäftsjahr 2024 sind vorläufig. Eventuelle Änderungen entnehmen Sie bitte der Homepage der Gesellschaft unter www.usu.com